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Nynomic AG Management Reports 2020

Jan 17, 2022

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Management Reports

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Publication

Nynomic AG

Wedel

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Gliederung

A. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

B. Geschäftsverlauf einschließlich Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

C. Chancen- und Risikobericht

D. Prognosebericht

E. Sonstige Angaben

A. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

Die Nynomic AG (kurz: „Konzern“ oder „Nynomic“) mit Sitz in Wedel ist ein international führender Hersteller von Produkten zur permanenten, berührungslosen und zerstörungsfreien optischen Messtechnik. Die Nynomic Gruppe hat ein klares Vermarktungskonzept als Systemanbieter von der Komponente bis zum Gerät. Sie ist mit eigenständigen Marken und Tochtergesellschaften mit durchschnittlich rund 430 Mitarbeitern global aufgestellt und nutzt zunehmend Synergie-Effekte zur Steigerung der Profitabilität innerhalb des Konzerns.

Die smarten Photonik-Lösungen bauen auf einer Technologieplattform basierend auf spektraler Sensorik auf. Sie lassen sich in verschiedene Anwendungsbereiche skalieren und stellen aufgrund der guten Adaptierbarkeit an die Prozesse beim Kunden hohe Effizienzsteigerung und hohen Kundennutzen dar. Nynomic nutzt einen auf Miniaturisierung begründeten Technologiewandel als Grundlage für das im Marktvergleich mittelfristig überdurchschnittliche Wachstum.

Eingebunden in die Wertschöpfungskette der Kunden ergibt sich ein gesteigerter Nutzen. Von einer kundenspezifischen Lösung bis zu einem Serienprodukt wird dabei für jeden Einsatzfall genau der Entwicklungsaufwand betrieben, der die optimale Erfüllung der Kundenanforderungen darstellt.

Die von der Nynomic Gruppe gefertigten Produkte werden unter eigenem Namen oder mit dem Label des Kunden im Markt angeboten.

Die Nynomic Gruppe fokussiert sich auf zukunftsorientierte Segmente wie Green Tech (Landwirtschaft und Umwelttechnologie), Clean Tech (Applikationsfelder im gesamten Industriesektor) und Life Science (Laborautomation und Medizintechnik).

Demographische Entwicklung, Klimawandel, zunehmende Ressourcenverknappung und steigende regulatorische Anforderungen führen in diesen Märkten zu konjunkturrobuster Nachfrage und nachhaltigem Wachstum.

Neue Produktionstechnologien potenzieren die Möglichkeiten der Anwendungen hinsichtlich der generierbaren Stückpreise und der möglichen Miniaturisierung der Produkte. Die innovativen Produkte der Gesellschaft verdrängen hier konventionelle Lösungen und ermöglichen neue Anwendungen.

Es gibt eine Vielzahl von kleinen und mittleren Anbietern im Bereich der Mess- und Sensoriktechnik, vom Hersteller zum Wiederverkäufer, vom Ingenieurbüro bis zu spezialisierten Dienstleistern und Instituten, die in Sensorik und Messtechnik aktiv sind. Nynomic hebt sich von der Vielzahl der Anbieter durch am Kunden orientierte technologische Lösungen und Weiterentwicklung des Konzern-Portfolios ab.

Nynomic konnte sich aufgrund der guten Marktstellung ihrer Kunden und der guten Risikostreuung dem negativen Branchentrend entziehen (siehe Branchenstatistik 2020 AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V.). Der Konzernumsatz erhöhte sich um Mio. EUR 13,7 bzw. +21% auf Mio. EUR 78,6.

Der Konzern umfasst Beteiligungen an Unternehmen, die in den Geschäftsfeldern der optischen Technologie, Medizingerätetechnik, Sensorik, Steuerungstechnik sowie in angrenzenden Bereichen tätig sind. Hierzu zählen insbesondere die m-u-t GmbH (Wedel/Deutschland), die Avantes Gruppe (Apeldoorn/Niederlande), die tec5 Gruppe (Steinbach/Deutschland), die APOS Gruppe (Wedel/Deutschland), die LayTec Gruppe (Berlin/Deutschland), die Spectral Engines Gruppe (Steinbach/Deutschland), die LemnaTec GmbH (Aachen/Deutschland) sowie die Sensortherm GmbH (Steinbach/Deutschland).

In 2020 wurde das Beteiligungsportfolio um die restlichen Anteile der APOS GmbH (Wedel/Deutschland) und der Spectral Engines Oy (Helsinki/Finnland) erweitert. Zusätzlich erfolgte durch das Zwischenschalten der Spectral Engines GmbH (Steinbach/Deutschland), die 100% der Anteile an der Spectral Engines Oy und der Purpl Scientific Inc. hält, ein Schritt zur Stärkung der Vertriebsstruktur für die Technologie. Des Weiteren wurde die Beteiligungsstruktur innerhalb der LayTec Gruppe durch Verschmelzung der deutschen Töchter auf die LayTec AG zum 1. Januar 2020 gestrafft. Die Nynomic AG ist danach mittel- bzw. unmittelbar an neunzehn Gesellschaften beteiligt. Die Beteiligungen der Gesellschaft unterstreichen die Ausrichtung zum Komplettanbieter innerhalb des hochtechnologischen Marktumfeldes der Photonik.

Die Nynomic fokussiert ihr Geschäft auf drei wachstumsstarke Märkte:

Life Science mit dem Schwerpunkt Laborautomation und Medizintechnik,

Green Tech mit Anwendungen in den Bereichen Landwirtschaft und Umwelttechnologie sowie

Clean Tech mit den Applikationsfeldern im gesamten Industriesektor.

Schwerpunkte der operativen Töchter sind demnach im Einzelnen, wie folgt:

m-u-t GmbH

Die m-u-t GmbH ist ein etablierter Anbieter von Serienprodukten und Lösungen in technologisch anspruchsvollen Märkten. Ob Steuerungstechnik, Sensorik, Laborautomation oder Spektrometrie, die m-u-t GmbH liefert maßgeschneiderte Systemlösungen bei mess- und regeltechnischen Herausforderungen. Die Kernkompetenzen der Gesellschaft bestehen dabei u. a. in der Herstellung und Entwicklung von Produkten zur permanenten, berührungslosen und zerstörungsfreien optischen Messtechnik.

tec5 AG

Die seit 2007 zur Nynomic Gruppe gehörende tec5 AG mit ihren Tochtergesellschaften ist einer der weltweit führenden Anbieter von Komponenten und Systemen für die industrielle optische Spektroskopie (UV-VIS-NIR & Raman Diodenarray-Spektroskopie). Die tec5 AG entwickelt und fertigt qualitativ hochwertige Produkte für den Prozesseinsatz für eine Vielzahl von Anwendungen. Das Produktspektrum reicht von Elektronik-Baugruppen über Lichtquellen und optische Komponenten bis hin zu kompletten UV-VIS-NIR & Raman-Spektrometersystemen mit den zugehörigen Softwarelösungen. Diese Produkte werden unter eigenem Namen und an OEM´s verkauft. Seit 2016 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Nynomic AG. In 2020 ist die Gesellschaft in neue, auf deren Bedürfnisse angepasste Räumlichkeiten nach Steinbach umgezogen und hat auch ihren Sitz dorthin verlegt. Zur Nutzung von Synergien verlegten danach die Sensortherm GmbH und die Spectral Engines GmbH ebenfalls ihre Sitze an diesen Standort.

Avantes Holding B.V.

Im Geschäftsjahr 2008 wurde die Avantes Holding B.V. mit ihren Tochtergesellschaften in den Konzern integriert. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung und Produktion von Spektroskopiegeräten für OEM-Anwendungen sowie den wissenschaftlichen Markt spezialisiert. Entwickelt und produziert werden Spektrometer, Lichtquellen für UV, VIS und NIR sowie Faseroptiken beziehungsweise optische Lichtwellenleiter, Zubehör und kundenspezifische Anpassungen. Die Produkte der Avantes finden unter anderem Anwendung im biomedizinischen Bereich, im Agrarbereich, in der Chemie- und Lebensmittelindustrie, in der Inline Prozess-Kontrolle sowie der Radiometrie und Dünnschicht-Analyse.

APOS GmbH

Die Nynomic AG hat im Geschäftsjahr 2016 55% und in 2020 die restlichen Anteile an der APOS GmbH, Wedel, übernommen. Die APOS GmbH ist Anbieter und Technologieführer bei optischen Mess- und Regeltechniksystemen in der Holzwerkstoffindustrie, in Biomasse-Kraftwerken und anderen Schüttgutanwendungen. Der Fokus der APOS GmbH auf einige wenige Branchennischen mit der Kernkompetenz der Lösungserstellung skalierbarer Anwendungen ergänzt ideal das Angebotsspektrum der Nynomic Gruppe.

LayTec AG

Die Nynomic AG hat in 2017 die LayTec AG, Berlin, übernommen. LayTec ist ein weltweit operierendes Unternehmen und marktführender Lieferant von prozessintegrierter Messtechnik. LayTec-Produkte werden zur in-situ Prozesskontrolle bei der Herstellung von Leuchtdioden und Halbleiterlasern eingesetzt, überwachen als optische in-line Metrology die Herstellungsprozesse von Solarzellen und ermöglichen eine Echtzeit-Analyse in der Forschung und Entwicklung von neuartigen Schichtmaterialien. LayTec ist Marktführer in der in-situ Messtechnik für die LED- und VCSEL-Epitaxie mit ca. 85% der Installationen außerhalb von Europa.

Spectral Engines GmbH

In 2018 wurden 75% und in 2020 die restlichen Anteile an der Spectral Engines Oy, Helsinki/Finnland, erworben. In 2020 erfolgte durch das Zwischenschalten der Spectral Engines GmbH, die 100% der Anteile an der Spectral Engines Oy und der Purpl Scientific Inc. hält, ein Schritt zur Stärkung der Vertriebsstruktur für die Technologie. In Finnland erfolgt weiterhin die Entwicklung und die Federführung über die Produktion der Produkte (Hardware und Software sowie Applikationen). Am Standort in Steinbach erfolgt die Koordination der vertrieblichen Aktivitäten. Die Basistechnologie von Spectral Engines sind MEMS-basierte Spektralsensoren, die als disruptiver Ansatz für extrem miniaturisierte und kostengünstige Detektoren entwickelt wurden. In 2017 wurde die Serienreife erreicht und durch eine eigenständige, hochinnovative Lösung zur Cloud-basierten Datenverarbeitung und einer entsprechenden Plattform zum Machine Learning ergänzt. Die Hauptzielmärkte von Spectral Engines sind Industrieanwendungen (Smart Industry), Anwendungen in der Landwirtschaft (Smart Agriculture) und Anwendungen im Markt der Haushaltsgeräte (White Appliances und Smart Home). Durch die Fähigkeit, sehr kostengünstig miniaturisierte Spektrometer in großen Stückzahlen produzieren zu können, eröffnet sich eine Vielzahl neuer Absatzmärkte und Applikationen, insbesondere im sehr breit gefächerten Consumer-Umfeld. Die Hauptabsatzmärkte liegen derzeit in den USA, Europa und China. Mit der Beteiligung an Spectral Engines eröffnet sich der Nynomic Gruppe ein neues wachstumsstarkes Marktumfeld im bisher wirtschaftlich nicht sinnvoll erreichbaren B2C Bereich.

LemnaTec GmbH

In 2019 wurden 100% der LemnaTec GmbH, Aachen/Deutschland, übernommen. Der Geschäftsbetrieb der LemnaTec (alt) wurde im Rahmen eines Asset-Deals durch eine neu gegründete GmbH erworben. Die GmbH hat das Recht, die Firma LemnaTec fortzuführen. Die Gesellschaft hat sich als ein weltweit führender Spezialist für Hardware- und Softwaresysteme im Bereich der digitalen Pflanzenphänotypisierung und des Hochdurchsatz-Screenings etabliert. Die Anwendungsbereiche der Pflanzenphänotypisierung der LemnaTec liegen vor allem in der Agrochemie, der Agrar- und Pflanzenforschung sowie der Pflanzenzüchtung und reichen von Kleinanwendungen im Labor bis zu Großinstallationen für Gewächshäuser und Freifeldanlagen. Die Geschäftsführung hat sich das Ziel gesetzt, das aus den Projekten gewonnene Know-How in ein produktbasiertes Geschäft zu transformieren. Erste Produkte sind bereits gelauncht.

Sensortherm GmbH

In 2019 wurden 100% der Sensortherm GmbH, Steinbach/Deutschland, übernommen. Die Sensortherm GmbH entwickelt, produziert und vertreibt intelligente Infrarotmesstechnik. Sensortherm gehört zu den Technologieführern der digitalen Pyrometertechnik und bietet wirtschaftliche und technisch hochwertige Lösungen an.

Nynomic ist weltweit mit Beteiligungen, Kunden und Distributoren in den relevanten Technologiemärkten Europa, Nordamerika und China vertreten und präsent.

B. Geschäftsverlauf einschließlich Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Umsatzentwicklung

Die Nynomic Gruppe blickt trotz der globalen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2020 zurück. In einem anspruchsvollen Marktumfeld zeigte sich die Stabilität des Nynomic Konzerns. Aufgrund der deutlichen Steigerung der Wachstumsdynamik konnte das im Verlauf des Jahres angehobene Umsatzziel übertroffen werden. Mit einem Konzernumsatz in Höhe von Mio. EUR 78,6 (Vj.: Mio. EUR 64,9; +21%) wurde ein neuer Rekordwert erzielt und damit die gute Marktposition der Nynomic Gruppe gefestigt und weiter ausgebaut. Auch in Zukunft wird der Vorstand auf langfristige Megatrends innerhalb der Kundenanwendungen reagieren, um auch weiterhin insbesondere langfristiges Umsatzwachstum zu generieren.

Konzernumsatz nach Segmenten

Im Berichtszeitraum konnte in allen drei Segmenten ein Umsatzwachstum verzeichnet werden. Das Segment Clean Tech weist einen Umsatz in Höhe von Mio. EUR 47,6 aus und bleibt mit einem Anteil von rd. 61% am Gesamtumsatz der größte Umsatzträger. Aufgrund der erhöhten Nachfragedynamik insbesondere im Bereich Medizintechnik erzielte das Segment Life Science einen Umsatz von Mio. EUR 18,2 und übertraf damit das Vorjahresniveau um rd. +33%. Der Umsatz im Bereich Green Tech ist mit Mio. EUR 12,8 ebenfalls gewachsen und trug mit ca. 16% zum Gesamtkonzernumsatz bei.

Konzernumsatz nach Regionen

Der Umsatz konnte über alle Regionen hinweg zulegen. Der Absatz in Deutschland, Europa sowie der übrigen Länder hat sich um rd. +22% erhöht, wobei ein maßgeblicher Anteil auf die hohe Inlandsnachfrage insbesondere im Segment Life Science zurückzuführen ist. Die Nynomic Gruppe hat in der Absatzregion Amerika den Vorjahresumsatz um rd. +14% übertroffen und konnte in Asien eine Umsatzerhöhung um ca. +30% verzeichnen.

Der Auslandsanteil am Konzernumsatz betrug rd. 52% (Vj.: 53%) und bewegte sich leicht unter dem Branchentrend von 61% (lt. AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V.).

Umsatzentwicklung in den Quartalen 2020 (in Mio. EUR)

Bild

Aus der Quartalsbetrachtung wird ersichtlich, dass bereits im ersten Quartal trotz des Ausbruchs des Corona-Virus in Europa mit einem Umsatzplus von rd. 18% ein solider Jahresauftakt gelang. Die Zahlen des zweiten Quartals zeigen im Vergleich zum Vorjahresquartal einen spürbaren Umsatzanstieg um ca. 34% auf Mio. EUR 18,6. Das anhaltend starke Umsatzwachstum im dritten Quartal mit einer Wachstumsrate von 22% bestärkte den Vorstand der Nynomic AG, die Jahresprognose trotz der globalen Herausforderungen anzuheben. Der erfreuliche Jahrestrend bestätigte sich auch im starken vierten Quartal. Mit einem Quartalsumsatz in Höhe von Mio. EUR 22,4 lag der Wert deutlich über dem Vorjahr und setzte die starke und konsistente Wachstumsdynamik eindrucksvoll fort.

Damit ist der Nynomic Konzern nach einem leicht rückläufigen Umsatz in 2019 erfolgreich auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Die deutliche Steigerung der Wachstumsdynamik inmitten der globalen Pandemie ist insbesondere auf die diversifizierte Produkt- und Kundenstruktur zurückzuführen. Gerade im Bereich der Medizinprodukte konnte die Gesellschaft ihren Marktanteil nachhaltig ausbauen und deutliches Wachstum generieren. Die konsequente Umsetzung der Unternehmensstrategie, als Lösungsanbieter für OEM-Kunden zu agieren, die Bindung und der Aufbau hoch qualifizierter Mitarbeiter sowie der gezielte Erwerb neuer Technologie verschafft dem Konzern die Möglichkeit, komplexe Aufgabenstellungen durch innovative Lösungen für das jeweilige Kundensegment zu bedienen. Die Kunden erkennen und honorieren dieses, so dass die allgemeine Geschäftslage und der Geschäftsverlauf vom Vorstand insgesamt weiter positiv eingeschätzt werden.

Geschäftsergebnis

Das im Geschäftsjahr 2020 erzielte EBIT in Höhe von Mio. EUR 8,0 liegt deutlich über dem Vorjahresniveau (Vj.: Mio. EUR 6,4; +24%). Die angestrebte zweistellige EBIT-Marge konnte trotz der pandemiebedingten Herausforderungen erreicht werden. Bei einem um Mio. EUR 7,6 erhöhten Rohertrag1 von nunmehr Mio. EUR 48,8 konnte ein Ergebnis vor Steuern von Mio. EUR 7,3 erzielt werden. Unter Berücksichtigung eines Steueraufwands von Mio. EUR 2,1 endete das Geschäftsjahr mit einem um Mio. EUR 0,9 höheren Konzern-Jahresüberschuss von Mio. EUR 5,2 (Vj.: Mio. EUR 4,3).

EBIT-Entwicklung in den Quartalen 2020 (in Mio. EUR)

Bild

In der Quartalsbetrachtung verdeutlicht sich die positive Ertragsentwicklung, vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2020. Nach dem im Vorjahresvergleich leicht rückläufigen Auftaktquartal, zurückzuführen insbesondere auf Verschiebungen im Produktmix sowie den Corona bedingten makroökonomischen Unsicherheiten, konnte das EBIT im zweiten Quartal im Vorjahresvergleich wieder zurück auf Wachstumskurs geführt werden. Es wurde in Q2 ein EBIT in Höhe von Mio. EUR 1,8 gemeldet, was einer Wachstumsrate von rd. 20% im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht. Auf Halbjahressicht ergibt sich damit ein im Periodenvergleich konstantes EBIT von Mio. EUR 3,6 im ersten Halbjahr 2020. Das EBIT des dritten Quartals setzte die vorteilhafte Dynamik mit einem deutlichen Anstieg von rd. 82% auf Mio. EUR 2,0 fort. Mit einem im starken vierten Quartal deutlichen Plus von ca. 41% auf ein EBIT in Höhe von Mio. EUR 2,4 konnte die Nynomic Gruppe das Geschäftsjahr 2020 ertragreich abschließen.

Bei der Betrachtung der Verteilung der EBIT-Beiträge im Geschäftsjahr zeigt sich, dass die m-u-t GmbH den höchsten Beitrag zum Jahresergebnis beisteuern konnte. Die tec5 Gruppe, die Avantes Gruppe sowie die LayTec Gruppe konnten ebenfalls erfolgreich zum EBIT beitragen. Einen leicht positiven Beitrag zum EBIT leistete die Sensortherm GmbH. Neben der APOS Gruppe und der LemnaTec GmbH trug weiterhin die Spectral Engines Gruppe noch nicht positiv zum Konzern-EBIT bei.

Das Geschäftsjahr 2020 endete, nach einem zufriedenstellenden Vorjahr, erneut sehr positiv, dieses spiegelt sich in wachsenden Ertragskennzahlen wider.

Die unter schwierigen Rahmenbedingungen sehr erfolgreiche Entwicklung der Nynomic AG verdeutlicht die effektive Umsetzung der Buy-and-Build Strategie des Vorstands, um überproportionales Wachstum und zunehmende Synergie-Effekte zur Steigerung der Profitabilität im Konzern zu erzielen.

Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Neu- und Ersatzinvestitionen im Anlagevermögen in Höhe von Mio. EUR 11,7 vorgenommen. Die Zugänge der restlichen Anteile der APOS GmbH, Wedel, und der Spectral Engines Oy, Finnland/Helsinki, führten weder zu Anpassungen der Vermögensgegenstände noch zu Anpassungen der Schulden aufgrund der vorherigen Vollkonsolidierungen dieser Gesellschaften. In 2020 gab es keine Abschreibung auf Firmenwerte.

Finanzierung

Die verschiedenen Investitionsmaßnahmen wurden durch einen Finanzierungsmix aus Innen- und Außenfinanzierung refinanziert. Bei der Finanzierung der Finanzinvestitionen greift der Vorstand der Nynomic sowohl auf Bankdarlehen als auch auf Eigenfinanzierung zurück. Die Finanzierung des Anteilskaufs an der APOS GmbH erfolgte durch laufenden Cashflow. Der Erwerb der restlichen Anteile an der Spectral Engines Oy wurde ebenfalls durch laufenden Cashflow finanziert. Die Nettoverpflichtung gegenüber Kreditinstituten (liquide Mittel abzgl. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) zum 31. Dezember 2020 konnte auf Mio. EUR 5,2 (Vj.: Mio. EUR 14,7) abgesenkt werden.

Kontokorrentverbindlichkeiten wurden aufgrund der Investitionsmaßnahmen weiter in Anspruch genommen. Die jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten beliefen sich zum Stichtag auf Mio. EUR 9,3 (Vj.: Mio. EUR 7,9), davon betreffen Mio. EUR 8,9 die Nynomic AG mit einer Laufzeit bis 2024.

Personalentwicklung

Die Anzahl von durchschnittlich ca. 430 Mitarbeitern nach Köpfen ist im Vorjahresvergleich gestiegen. Die Personalaufwendungen stiegen zum Vorjahr um Mio. EUR 3,1 auf Mio. EUR 28,5.

Vermögen

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft ist per 31. Dezember 2020 gegenüber dem Vorjahr um 30% gestiegen. Wesentliche Treiber der Erhöhung der Bilanzsumme waren neben der Erhöhung des Barwertes an Mietverpflichtungen (sog. Nutzungsrechte nach IFRS 16) aus dem langfristigen Mietabschluss der tec5 AG in Steinbach und der Verlängerung des Mietvertrages der Avantes B.V., der absatzbestimmte Anstieg des Working Capitals zum Jahresende und der Zugang zu den liquiden Mitteln aus der Ausgabe neuer Aktien in 2020.

Die Vermögensstruktur ist durch den Anteil langfristiger Vermögenswerte an der Bilanzsumme von 50% (Vj.: 55%) gekennzeichnet. 15% (Vj.: 15%) der Bilanzsumme entfallen auf das Vorratsvermögen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben zum Ende des Geschäftsjahres 2020 einen Anteil von rd. 14% (Vj.: 17%). Die liquiden Mittel umfassen 21% (Vj.: 13%) des Gesamtvermögens.

Die Kapitalstruktur ist durch eine Eigenkapitalquote von 49% (Vj.: 41%) gekennzeichnet.

Die Liquiditätslage war im Geschäftsjahr weiter gut. Am Bilanzstichtag betrug das Cash-Guthaben Mio. EUR 22,1 (Vj.: Mio. EUR 10,6). Es stehen darüber hinaus im laufenden Kontokorrent ausreichend Linien zur kurzfristigen Finanzierung zur Verfügung.

Der Verschuldungsgrad (Verbindlichkeiten / Eigenkapital* 100%) betrug im Jahr 2020 ca. 102% (Vj.: 141%).

Als wichtige Zukunftsaufgaben werden weiterhin - insbesondere vor dem Hintergrund der nachhaltigen Fokussierung der Buy-and-Build Strategie - der konservative Umgang mit liquiden Mitteln, die Bedienung der Finanzierungsbestandteile und die rechtzeitige Beschaffung nötiger Finanzmittel gesehen.

Der Vorstand wird hier sämtliche Möglichkeiten der Innen- und Außenfinanzierung unter Einbeziehung der Möglichkeiten im Konzern optimiert nutzen, um das stetige Wachstum und die eingegangenen Verpflichtungen zu bedienen. Der Vorstand geht für die Zukunft von einer weiterhin soliden Finanzlage aus.

Auftragsbestand

In das Geschäftsjahr 2021 konnte ein Nettoauftragsbestand von Mio. EUR 72,6 (Vj.: Mio. EUR 34,2) übernommen werden. Die deutliche Ausweitung des Auftragsbestands resultiert überwiegend aus einer hohen Nachfrage im Bereich Medizintechnik. Dies wiederum ist u.a. aufgrund der aktuellen COVID-19 Pandemie und dem damit verbundenen notwendigen weltweiten Optimierungsbedarf in medizinischen Laboren in Bezug auf Analyse- und Automatisierungslösungen geschuldet. Die Gesellschaft geht davon aus, dass diese Entwicklung mittel- bis langfristig anhalten und dem Segment Life Science weitere Wachstumsimpulse geben wird.

C. Chancen- und Risikobericht

Die Risikomanagementziele und -methoden sind der Gesellschaftsgröße, der flachen Hierarchiestruktur, der Mitarbeiteranzahl und dem Tätigkeitsfeld entsprechend schlank ausgeprägt. Die Nynomic AG verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente. Diese unterstützen den Vorstand dabei, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Das Risikomanagementsystem erfasst und überwacht auch Chancen und Risiken, über die im Rahmen der Lageberichterstattung zu berichten ist.

Zur Überwachung und Steuerung der wesentlichen Risiken wird ein Risikomanagementsystem genutzt. Dadurch werden die Risiken in festgelegten Zeitabständen analysiert und relevante Abweichungen in der Risikoposition dem Vorstand gemeldet. Die Elemente des Risikomanagementsystems sind unter anderem die Risikosteuerung, das Risikocontrolling sowie das Risikoreporting.

Die Geschäftspolitik und -tätigkeit der Nynomic AG ist durch einen nicht unerheblichen Finanzierungsbedarf geprägt, was zu Liquiditätsengpässen bei zu niedrigem Cashflow führen kann. Das Finanzmanagement umfasst die Themengebiete Liquiditätsmanagement, Management von Währungs- und Zinsrisiken sowie Bonitäts- und Länderausfallrisiken.

Liquiditätsbeschaffungsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden durch aktive Liquiditätssteuerung und der Vorhaltung liquider Mittel begegnet. Die rechtzeitige Bereitstellung zukünftiger liquider Mittel ist weiterhin als zentrale Zukunftsaufgabe erkannt worden.

Finanzierungszinsrisiken werden ggf. durch einfache derivative Finanzinstrumente (Swaps/Termingeschäfte) abgemildert. Die langfristigen Verpflichtungen sind über die Laufzeit mit festen Zinssätzen versehen. Die in Kreditverträgen einzuhaltenden Finanzkennzahlen werden regelmäßig beobachtet.

Alle aufgeführten Risiken stellen für den Vorstand derzeit keine Bestandsgefährdungen dar.

Der Vorstand geht insgesamt davon aus, dass die Risiken für die Gesellschaft handhabbar sind. Der Umgang mit diesen Risiken wird strategisch als Chance aufgefasst, die ergriffen werden soll.

Chancen liegen insbesondere weiterhin im operativen Geschäft der einzelnen Konzerntochterunternehmen. Sowohl durch sich ändernde Gesetzgebungen als auch durch neue Geschäftsverbindungen mit namhaften OEM-Kunden sieht der Vorstand Chancen und Potenziale in allen Geschäftssegmenten das Geschäftsvolumen auszubauen. Durch weiteres stetiges Wachstum in den einzelnen Konzerngruppen sollen sich die Beteiligungsansätze in der Gesellschaft weiter festigen.

Durch die Beteiligung an der LayTec AG, Berlin, im Geschäftsjahr 2017 wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Stärkung des Portfolios der Nynomic Gruppe als ganzheitlicher Lösungsanbieter umgesetzt. Der Fokus der LayTec AG auf genau definierte Branchennischen mit der Kernkompetenz der Lösungserstellung skalierbarer Anwendungen ergänzt ideal das Angebotsspektrum der Nynomic Gruppe. Durch die direkte Einbindung in die Nynomic Gruppe erschließt sich der LayTec AG ein noch schnellerer und direkterer Zugang zu den Technologien der Nynomic Gruppe und ermöglicht somit ein beschleunigtes Wachstumspotenzial. Durch den Erwerb der Spectral Engines Oy im Geschäftsjahr 2018 sowie der Umgestaltung der Gruppe durch Implementierung der Spectral Engines GmbH in 2020 und dem Zugang zu technischen Anwendungen im Consumer Segment eröffnet sich für die Nynomic Gruppe erstmals der Marktzutritt im B2C Segment. Der Vorstand der Nynomic AG ist überzeugt, dass die Übernahme der LayTec AG und der Spectral Engines Gruppe ein richtiger und konsequenter Schritt war, um die mittelfristigen Unternehmensziele zu erreichen. Durch den Erwerb der LemnaTec GmbH sowie der Sensortherm GmbH im Vorjahr wurden weitere wichtige Bausteine für die Gesamtunternehmensentwicklung zum technologischen Anbieter zerstörungsfreier Messtechnik geschaffen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die rechtliche Organisation der Gruppe durch interne gesellschaftsrechtliche Maßnahmen (z.B. Verschmelzung und Umhängen von Beteiligungen) sowie durch Übernahme von Minderheitsanteilen gestrafft und effizienter aufgestellt.

In 2020 wurden weiterhin erfolgreiche IR Maßnahmen des Vorstands durchgeführt. Neben der Teilnahme an Analysten- und Investorenkonferenzen erfolgten auch mehrere Research-Analysen, die den Erfolg und die eingeschlagene Strategie der Nynomic AG bestätigten.

Trotz eines schwierigen Börsenumfelds zu Beginn des Geschäftsjahrs 2020, insbesondere wegen der sich abzeichnenden Corona-Pandemie, konnte durch die Arbeit des Vorstands ein äußerst ertragreiches Geschäftsjahr 2020 verzeichnet werden, welches mit einem Börsenkurs zum Jahreswechsel, entgegen dem eher negativen Marktumfeld, auf einem Allzeithoch honoriert wurde.

D. Prognosebericht

Nynomic fokussiert sich gruppenweit in den Segmenten Clean Tech, Green Tech und Life Science. Auf Basis der Nynomic Kerntechnologie in der prozessintegrierten kontinuierlichen Online-Messtechnik erschließen sich zusätzlich zu bereits vorhandenen Anwendungen kontinuierlich neue Potenziale am Markt.

Der Vorstand sieht eine Vielzahl von interessanten und vielversprechenden Entwicklungsprojekten, insbesondere in den Segmenten Green Tech und Clean Tech. Es traten neue namhafte OEM-Kunden mit interessanten Problemstellungen im Bereich der Mess- und Sensorik-Technik an Nynomic heran, aber auch mit bestehenden OEM-Kunden wurden Weiterentwicklungen und Verbesserungspotenziale an bestehenden Produkten erarbeitet. Es gilt nunmehr, durch Abwägungen von Chancen und Risiken aus einer Vielzahl von Entwicklungsprojekten einzelne Projekte - zusammen mit entsprechenden OEM-Kunden - zu skalierbaren und ertragreichen Produkten zu entwickeln. Diese Zielerreichung ist sowohl kurz- als auch mittelfristig geplant.

Aufgrund globaler Trends sowie der demografischen Entwicklung, stetig knapper werdender Ressourcen und der damit verbundenen Notwendigkeit zur Effizienzsteigerung wachsen gerade diese Märkte überproportional und zudem weitgehend von zyklischen Schwankungen entkoppelt.

Die gegenwärtige Stimmung an den Märkten wird weiterhin durch die Auswirkungen des Coronavirus geprägt. Die Gesellschaft ist innerbetrieblich auf das Virus und die Folgen für die Mitarbeiter und die laufende Betriebs- und Produktionsbereitschaft durch einen Maßnahmenkatalog sensibilisiert und vorbereitet. Dennoch ist auch weiterhin mit kurzfristigen Auswirkungen auf der Beschaffungsmarktseite zu rechnen. Die Beschaffungsmarktseite wird dazu zusätzlich durch den Umsatzzuwachs und die damit einhergehende Notwendigkeit von mehr Materialien belastet. Lieferengpässe bzw. Auftragsstornierungen liegen bisher noch nicht vor.

Investitionen

Wesentliche Investitionen in 2021 sind zurzeit noch nicht geplant. Dennoch wird der Vorstand zusammen mit dem Bereich Business Development den M&A-Markt weiter nach interessanten und das Produktportfolio der Nynomic sinnvoll ergänzenden Unternehmen beobachten.

Wettbewerber

Der für Nynomic relevante Markt für Photonik-Anwendungen zeichnet sich weltweit durch eine hohe Anzahl untereinander im Wettbewerb stehender Anbieter aus. Neben einigen großen und weltweit agierenden gibt es eine Vielzahl kleinerer Unternehmen, die sich regional abgrenzen oder sich auf bestimmte Zielgruppen und Technologien spezialisiert haben.

Unternehmensprognose

Die zukünftige Geschäftsentwicklung in der Gruppe erscheint dem Vorstand vor dem Hintergrund der mittelfristigen konjunkturellen Entwicklung weiterhin als günstig. Die gruppenweite Unternehmensplanung sieht auch unter den Corona-Auswirkungen günstigere Zahlen als im Jahr 2020.

Der Vorstand geht davon aus, die erforderlichen Maßnahmen zur weiteren ertragreichen Ausrichtung getroffen zu haben. Sollten sich in der Zukunft weitere Schritte als notwendig herausstellen, so werden diese auch künftig konsequent vollzogen.

Eine Sättigung der erschlossenen Gesamtmarktsegmente ist nach Einschätzung des Vorstands noch lange nicht eingetreten.

Der Vorstand sieht für die nächsten Jahre ein weiteres starkes Wachstumspotenzial sowie eine positive Weiterentwicklung der Ergebniskennzahlen.

Für die weitere positive gruppenweite Unternehmensentwicklung sieht die Nynomic AG die Notwendigkeit, die Fokussierungspolitik auf skalierbare Produkte weiter fortzusetzen und das Markenkonzept weiter voranzutreiben.

Weitere Unternehmenskäufe und -beteiligungen können ein geeignetes Instrument zur Umsetzung der Nynomic Strategie sein.

Für das laufende Geschäftsjahr erwarten die Vorstände der Gesellschaft, Maik Müller und Fabian Peters, nach aktuellem Kenntnisstand einen Umsatz von deutlich mehr als Mio. EUR 80,0 sowie eine weitere EBIT-Margenausweitung. Inwieweit unvorhersehbare Ereignisse im Zuge der Corona-Pandemie das Geschäft im weiteren Jahresverlauf beeinflussen werden, ist jedoch auch für den Nynomic Konzern zum jetzigen Zeitpunkt nicht vollständig absehbar.

Im Rahmen der mittelfristigen Finanzplanung sieht der Vorstand in den Folgejahren weiterhin ein stetiges Umsatz- und Ertragswachstum sowie stabile zweistellige EBIT-Margen.

E. Sonstige Angaben

Forschung und Entwicklung

Forschung wird in der Regel mit Kooperationspartnern betrieben. Darüber hinaus wird die konkrete Produktentwicklung betrieben, die sich aufwandswirksam darstellt. In 2020 betrug der Aufwand für Forschung und Entwicklung innerhalb der Segmente im Nynomic Konzern ca. Mio. EUR 6,3. Dies unterstreicht die Ausrichtung zu einem führenden Entwicklungsanbieter von Serienprodukten und Lösungen in einem technologisch anspruchsvollen Markt.

Wedel, den 26. März 2021

Fabian Peters, Vorstand der Nynomic AG

Maik Müller, Vorstand der Nynomic AG

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVA

Erläuterungen im Anhang, Nr. 31.12.2020

in TEUR
31.12.2019

in TEUR
Geschäfts- oder Firmenwert 6.2 33.966 32.869
Immaterielle Vermögenswerte 6.2 2.233 2.255
Sachanlagevermögen 6.3 2.886 2.937
Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 6.3 11.854 5.235
Sonstige Vermögenswerte 6.4 523 0
Latente Steueransprüche 214 230
Langfristige Vermögenswerte 51.676 43.526
Vorräte 6.5 15.053 11.608
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.6 12.299 9.481
Erstattungsansprüche aus Ertrag- und Umsatzsteuern 6.7 805 2.776
Sonstige Vermögenswerte 6.7 849 860
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 6.8 222 336
Zahlungsmittel 6.9 22.114 10.644
Kurzfristige Vermögenswerte 51.342 35.705
Bilanzsumme 103.018 79.231
PASSIVA
Erläuterungen im Anhang, Nr. 31.12.2020

in TEUR
31.12.2019

in TEUR
Gezeichnetes Kapital 6.10 5.692 5.070
Kapitalrücklage 6.10 15.962 4.284
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 6.10 242 224
Konzernbilanzgewinn 6.10 26.187 21.811
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens 48.083 31.389
zustehendes Kapital und Rücklagen
Anteile anderer Gesellschafter 2.894 1.459
Eigenkapital 50.977 32.848
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.12 22.453 21.562
Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 6.3 / 6.12 10.149 4.030
Sonstige Verbindlichkeiten 6.12 509 0
Latente Steuerschulden 0 26
Langfristige Verbindlichkeiten 33.111 25.618
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.13 4.900 3.603
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.14 4.906 3.817
Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 6.3 / 6.14 1.881 1.463
Sonstige Rückstellungen 6.11 1.481 1.795
Sonstige Verbindlichkeiten 6.14 4.640 9.927
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 6.14 1.122 160
Kurzfristige Verbindlichkeiten 18.930 20.765
Bilanzsumme 103.018 79.231

Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

Erläuterungen im Anhang, Nr. in TEUR 2020 in TEUR 2019
Umsatzerlöse 7.1 78.558 64.859
Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.561 351
Andere aktivierte Eigenleistungen 229 309
Gesamtleistung 81.348 65.519
Materialaufwand 7.2 -32.595 -24.387
Personalaufwand 7.3 -28.477 -25.356
Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.4 -9.478 -7.017
Sonstige betriebliche Erträge 7.5 634 788
EBITDA 11.432 9.547
Abschreibungen 6.1 -3.467 -3.122
Betriebsergebnis (EBIT) 7.965 6.425
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.6 22 29
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.6 -689 -701
Ergebnis vor Steuern (EBT) 7.298 5.753
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.7 -2.115 -1.454
Konzernjahresüberschuss 5.183 4.299
Ergebnisanteile anderer Gesellschafter -807 122
Konzernjahresüberschuss (ohne nicht beherrschende Anteile) 4.376 4.421
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG
Konzernjahresüberschuss 5.183 4.299
Unrealisiertes Ergebnis aus Währungsumrechnung 18 -15
Eigenkapitaländerung aus Erstkonsolidierung der Nutzungswerte IFRS 16 0 -384
Sonstiges Ergebnis 18 -399
Konzerngesamtergebnis 5.201 3.900
Ergebnis je Aktie (inkl. Anteile Dritter) in EUR 0,98 0,85
Ergebnis je Aktie (ohne Anteile Dritter) in EUR 0,83 0,87
Anzahl der Aktien im Durchschnitt (Vj.: im Durchschnitt) 5.288 5.070

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020

1 Beschreibung der Geschäftstätigkeit

Die Nynomic AG (nachfolgend auch „Gesellschaft“) mit Sitz in Wedel ist im Handelsregister beim Amtsgericht Pinneberg unter der Nr. HRB 6913 PI registriert.

Die Gesellschaft ist im Freiverkehr, der kein organisierter Markt gem. § 2 XI WpHG ist, gelistet. Die Aktien werden im KMU-Segment „Scale“ der Deutsche Börse AG in Frankfurt gehandelt.

Der Nynomic Konzern (kurz: „Konzern“ oder „Nynomic“) ist ein Anbieter von Serienprodukten und Lösungen in den technologisch anspruchsvollen Märkten der berührungslosen und zerstörungsfreien optischen Messtechnik, die in der Lage ist, ressourcen- und umweltschonend eine Vielzahl von Anwendungen zu optimieren.

2 Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der Nynomic AG zum 31. Dezember 2020 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Die erstmalige Anwendung sämtlicher IFRS erfolgte vollständig für die Eröffnungsbilanz auf den 1. Januar 2018. Ein wesentlicher Umstellungseffekt ergab sich aus dem „Recycling“ der Geschäfts- oder Firmenwerte. Wahlrechte nach IFRS 1 zur erstmaligen und vollständigen Anwendung der IFRS wurden zur Wahrung der „Bilanzkontinuität“ der Gestalt in Anspruch genommen, dass die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auf das Nötigste entsprechend den Regelungen der IFRS reduziert wurden.

Effekte auf das Eigenkapital auf den erstmaligen Zeitpunkt der vollständigen Umsetzung der IFRS ergaben sich danach wie folgt: Das Eigenkapital zum 1. Januar 2018 nach HGB in Höhe von TEUR 16.731 hat sich um die Erfassung der Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 5.030 auf TEUR 21.761 erhöht. Der erhöhte Betrag entspricht dem Eigenkapital zum 1. Januar 2018 nach IFRS.

Effekte auf das laufende Ergebnis 2018 unter Berücksichtigung der vollständigen Umsetzung der IFRS ergaben sich bis auf die Anpassung der Firmenwertabschreibung von TEUR 1.786 nicht.

Der Konzernabschluss wurde um einen Konzernlagebericht und weitere nach § 315e HGB erforderlichen Erläuterungen ergänzt. Die Vergleichswerte des Vorjahres wurden nach den gleichen Grundsätzen ermittelt.

Aktienoptionsprogramme:

Originäres Aktienoptionsprogramm

Das originäre Aktienoptionsprogramm wurde in der Vergangenheit ausgewählten Führungskräften der Nynomic AG sowie der Tochtergesellschaften gewährt. Im aktuellen Kalenderjahr haben einige Optionsberechtigte von der Möglichkeit zur Ausübung der Optionen aus dem Aktienoptionsplan für 2015 Gebrauch gemacht. Dies führte im laufenden Kalenderjahr 2020 zur Eigenkapitalstärkung und Erhöhung der liquiden Mittel.

Virtuelles Aktienoptionsprogramm 2020

Der Vorstand der Nynomic AG hat mit Genehmigung des Aufsichtsrats beschlossen, den Führungskräften der Gesellschaft sowie der Tochterunternehmen virtuelle Aktienoptionen anbieten zu können. Das Programm stellt eine freiwillige Leistung der Gesellschaft dar. Die virtuellen Aktienoptionen dürfen bis 2024 ausgegeben werden.

Die Optionen sollen dabei dem jeweiligen Optionsberechtigten das Recht auf eine Barzahlung nach dem Erreichen bestimmter Unternehmensziele sowie individueller Zielvorgaben zusprechen.

Dem Optionsberechtigten werden keinerlei Ansprüche auf Aktien, Aktienoptionen, Bezugsrechte oder deren Erwerb oder Zeichnungen zugestanden.

Die gewährten Aktienoptionen können erstmalig nach Ablauf einer Wartefrist von vier Jahren ab dem Bekanntgabetag in einem Zeitraum von weiteren fünf Jahren ausgeübt werden. Nicht ausgeübte Optionen verfallen entschädigungslos mit Ablauf von neun Jahren ab dem Bekanntgabetag. Das Gesamtvolumen besteht aus 507.000 Optionen.

Der Zahlungsanspruch gegen die Gesellschaft ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ausübungskurs und dem für die Option geltenden Basiskurs. Die Ausgabe der Optionen erfolgt in jedem Kalenderjahr nach Feststellung der individuellen Zielerreichung auf den Optionsberechtigten.

3 Bewertungsgrundlagen

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Der Konzernabschluss der Nynomic AG wird in TEUR aufgestellt. Es wird darauf hingewiesen, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben) auftreten können.

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen wurden zum Stichtag des Konzernabschlusses, der dem Abschlussstichtag der Nynomic AG entspricht, aufgestellt. Der Konzernabschluss umfasst den Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das sonstige Ergebnis wurde in der Konzerngesamtergebnisrechnung dargestellt.

Die Erstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, erfordert bei einigen Posten, dass Annahmen getroffen werden, die sich auf den Ansatz in der Bilanz bzw. in der Gesamtergebnisrechnung des Konzerns auswirken. Diese Einschätzungen basieren auf den historischen Erfahrungswerten der Unternehmensleitung.

Die zugrundeliegenden Annahmen und Schätzungen werden fortlaufend überprüft. Dabei ergeben sich für den Ersteller des Konzernabschlusses gewisse Ermessensspielräume:

Diese beziehen sich im Wesentlichen auf:

- die Beurteilung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts, insbesondere in Bezug auf die Schätzung der zukünftigen Zahlungsströme

- die Schätzung der Nutzungsdauern bei den immateriellen Vermögenswerten und bei den Vermögenswerten des Sachanlagevermögens

Die Einschätzungen und Annahmen können von den tatsächlichen Ergebnissen abweichen.

4 Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der Nynomic AG alle Tochterunternehmen voll einbezogen. Dabei handelt es sich um acht inländische (Vorjahr: neun) und elf ausländische Gesellschaften (Vorjahr: elf), die auf Basis der Vollkonsolidierung einbezogen werden.

Eine Einbeziehung erfolgt dann, wenn eine mittelbare oder unmittelbare Beherrschung vorliegt. Eine Beherrschung wird dann angenommen, wenn der Konzern schwankenden Renditen aus seinem Engagement in den Gesellschaften ausgesetzt ist und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über die Gesellschaften zu beeinflussen.

Folgende Gesellschaften umfassen den Konsolidierungskreis und wurden in den Konzernabschluss einbezogen:

Anteil am Kapital

in %
m-u-t GmbH, Wedel 100,00
tec5 AG, Steinbach 100,00
mit ihren verbundenen Unternehmen und ihren Anteilen am Kapital:
tec5 USA Inc., Plainview (New York/USA) 51,00
tec5 China Ltd., Peking (China) 80,00
Avantes Holding B.V., Apeldoorn (Niederlande) 100,00
mit ihren verbundenen Unternehmen und ihren Anteilen am Kapital:
Avantes B.V., Apeldoorn (Niederlande) 100,00
Avantes USA Inc., Louisville (Colorado/USA) 100,00
Avantes China Ltd., Peking (China) 60,00
Avantes Hong Kong Ltd., Hongkong (China) 60,00
Avantes UK Ltd., Leatherhead (Surrey/Großbritannien)* 100,00
APOS GmbH, Wedel 100,00
mit ihrem verbundenen Unternehmen und ihrem Anteil am Kapital:
APOS IP GmbH, Wedel 100,00
LayTec AG, Berlin 100,00
mit ihrem verbundenen Unternehmen und ihrem Anteil am Kapital:
LayTec UK Ltd., Ince (Greater Manchester/Großbritannien) 95,68
Spectral Engines GmbH, Steinbach 100,00
mit ihren verbundenen Unternehmen und ihren Anteilen am Kapital:
Spectral Engines Oy, Helsinki (Finnland) 100,00
Purpl Scientific Inc., St. Louis (Missouri/USA) 100,00
LemnaTec GmbH, Aachen 100,00
Sensortherm GmbH, Steinbach 100,00

* Gesellschaft ist ruhend.

Konsolidierungsmethoden

Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss voll einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach konzerneinheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt.

Die in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gem. IAS 21 „Auswirkungen von Wechselkursänderungen“ nach der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung der Gesellschaften grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung.

Die Vermögenswerte und Schulden werden folglich zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge zum Durchschnittskurs umgerechnet, der monatlich ermittelt wird. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral verrechnet und im Eigenkapital gesondert unter Währungsrücklagen ausgewiesen.

Jahresdurchschnittskurs Stichtagskurs
1 EUR= 2020 2019 2020 2019
--- --- --- --- --- ---
China RMB 7,87470 7,73550 8,02250 7,82050
Großbritannien GBP 0,88970 0,87777 0,89903 0,85080
Hongkong HKD 8,85870 8,77150 9,51420 8,74730
USA USD 1,14220 1,11950 1,22710 1,12340

Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, wird die betreffende Währungsumrechnungsdifferenz erfolgswirksam aufgelöst.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 und IFRS 10 nach der Erwerbsmethode.

Die Erstkonsolidierung erfolgt zum Erwerbszeitpunkt, d. h. zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das erworbene Unternehmen erlangt wird. Die Gesellschaft erlangt die Beherrschung, wenn sie Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann.

Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden sowie Eventualverbindlichkeiten werden dabei zum Erwerbszeitpunkt mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet.

Anschließend werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen, neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet.

Ein hieraus resultierender positiver Unterschiedsbetrag wird unter den immateriellen Vermögenswerten als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen, ein negativer Unterschiedsbetrag wird nach erneuter Überprüfung sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird in den Folgeperioden einem jährlichen Wertminderungstest (Impairment-Test) nach IAS 36 unterzogen.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Unternehmen wurden eliminiert. Die konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden sowohl auf der Basis von Marktpreisen als auch Verrechnungspreisen vorgenommen, die auf der Grundlage des „Dealing-at-arms-length-Prinzips“ ermittelt wurden. Im Berichtszeitraum lagen materielle Zwischengewinne in den Vorräten und Sachanlagevermögen aus konzerninternen Lieferungen nicht vor. Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Abgrenzung latenter Steuern, wobei aktive und passive latente Steuern saldiert werden, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und soweit sie sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Unternehmenserwerbe

Die Nynomic AG hat im Geschäftsjahr 2016 55% und in 2020 die restlichen Anteile an der APOS GmbH, Wedel, übernommen. Aufgrund der Berücksichtigung der Gesellschaft in den vergangenen Jahren in Form einer Vollkonsolidierung führte der Erwerb der restlichen Anteile weder zu Anpassungen der Vermögenswerte noch zu Anpassungen der Schulden. Der Firmenwert hat sich um TEUR 758 erhöht.

In 2018 wurden 75% und in 2020 die restlichen Anteile an der Spectral Engines Oy, Helsinki/Finnland, erworben. In 2020 erfolgte durch das Zwischenschalten der Spectral Engines GmbH, die 100% der Anteile an der Spectral Engines Oy und der Purpl Scientific Inc. hält, ein Schritt zur Stärkung der Vertriebsstruktur für die Technologie. Aufgrund der Berücksichtigung der Spectral Engines Oy in den vergangenen Jahren in Form einer Vollkonsolidierung führte der Erwerb der restlichen Anteile weder zu Anpassungen der Vermögenswerte noch zu Anpassungen der Schulden. Der Firmenwert hat sich um TEUR 528 erhöht.

5 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung der Vermögenswerte und Schulden der im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen inländischen und ausländischen Tochterunternehmen erfolgt nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Ausweis

Gemäß IAS 1.56 (Darstellung des Abschlusses) wird beim Ausweis in der Bilanz zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten sowie kurz- und langfristigen Schulden unterschieden.

Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit, diese zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Geschäfts- oder Firmenwert nach IFRS 3 repräsentiert den Unterschiedsbetrag, um den der Gesamtkaufpreis für ein Unternehmen oder einen Geschäftsbetrieb den beizulegenden Zeitwert der neu erworbenen sowie neu bewerteten Vermögenswerten und Schulden übersteigt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern entsprechend den Regelungen des IAS 36 jährlich mindestens einmal einem Impairment-Test unterzogen.

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte

Unter den selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten werden eine ERP-Software und eine Steuerungssoftware ausgewiesen, die zu Herstellungskosten aktiviert werden. Immaterielle Vermögenswerte mit einer bestimmbaren Nutzungsdauer werden planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Entwicklungskosten werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn die Voraussetzungen für eine Aktivierung von selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten gemäß IAS 38 kumulativ erfüllt sind. Soweit sämtliche Kriterien zur Aktivierung von Entwicklungskosten erfüllt sind, werden alle direkt zurechenbare Kosten aktiviert. Nach erfolgreichem Abschluss des Entwicklungsprojektes werden aktivierte Entwicklungskosten über die geplante Produktlebensdauer abgeschrieben.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, welche erworben wurden, sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie einer Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3-10 Jahre; lineare Methode) vermindert.

Sachanlagen

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Dabei entspricht die Abschreibungsmethode dem erwarteten Verlauf des Verbrauchs des künftigen wirtschaftlichen Nutzens. Der Abschreibungsaufwand wird in der Regel auf der Grundlage der linearen Methode ermittelt. Der Abschreibungszeitraum wird gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer festgelegt.

Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteiliger, direkt zurechenbarer Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich fertigungsveranlasster Abschreibungen.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Anlagegegenstand Nutzungsdauer
Maschinen und technische Anlagen 3 - 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 23 Jahre

Für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer wird an jedem Abschlussstichtag eingeschätzt, ob für die entsprechenden Vermögenswerte Anhaltspunkte für mögliche Wertminderungen nach IAS 36 „Wertminderungen von Vermögenswerten“ vorliegen. Werden derartige Anhaltspunkte für einzelne Vermögenswerte identifiziert, so wird für diese ein Wertminderungstest durchgeführt. Im Rahmen des Wertminderungstests wird zunächst der erzielbare Betrag des Vermögenswerts ermittelt und anschließend mit dem Buchwert verglichen, um so einen etwaigen Wertminderungsbedarf zu bestimmen.

Als beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wird der Betrag bezeichnet, der durch den Verkauf eines Vermögenswerts in einer Transaktion zu Marktbedingungen zwischen sachverständigen und vertragswilligen Parteien erzielt werden kann. Die Bestimmung des Nutzungswerts erfolgt anhand der abgezinsten erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse. Dabei wird ein marktgerechter Zinssatz vor Steuern zugrunde gelegt, der die Risiken der Nutzung des Vermögenswerts widerspiegelt, die sich noch nicht in den geschätzten zukünftigen Zahlungsmittelzuflüssen niederschlagen.

Wird der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts niedriger als der Buchwert eingeschätzt, wird dieser auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Bei einer Wertaufholung in der Folgeperiode wird der Buchwert des Vermögenswerts entsprechend dem erzielbaren Betrag angepasst.

Die Wertaufholungsobergrenze wird durch die Höhe der fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten bestimmt, die sich ergäben, wenn keine Wertminderung in den Vorperioden erfasst worden wäre. Die Wertaufholung wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Leasingbilanzierung nach IFRS 16

Mit Wirkung zum 1. Januar 2019 erfolgte die erstmalige Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Alle relevanten Leasingverträge wurden bewertet und gemäß IFRS 16 ähnlich der bisherigen Regelungen zum Finanzierungsleasing neu klassifiziert.

Eine Leasingverbindlichkeit wird zu Beginn jedes Leasingverhältnisses erfasst, einschließlich derer, die zuvor als Operating-Leasing eingestuft waren. Die Höhe der Leasingverbindlichkeit wird mit dem Barwert der zukünftigen Zahlungen im Rahmen des Leasingverhältnisses berechnet. Die zukünftigen Zahlungen werden länderbezogen mit einem durchschnittlichen Grenzfremdkapitalzinssatz von 1,75% zum Stichtag abgezinst.

Die Erfassung der Nutzungsrechte erfolgt zu Anschaffungskosten. Diese umfassen im Rahmen der erstmaligen Bewertung die entsprechende Leasingverbindlichkeit, die Leasingraten, die zu oder vor Beginn des Leasingverhältnisses geleistet werden, anfängliche direkte Kosten sowie jegliche Kosten, die bei Beendigung des Leasingverhältnisses anfallen (Wiederherstellungs- oder Abbruchkosten).

Leasingzahlungen, die in Übereinstimmung mit IFRS 16 nicht aktiviert wurden, sind in den betrieblichen Aufwendungen der Periode enthalten. Hierbei handelt es sich um kurzfristige (weniger als ein Jahr) und geringwertige Leasingverhältnisse sowie variable Leasingzahlungen, die nicht auf einem Index basieren.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert gem. IAS 2 bewertet, wobei der Nettoveräußerungswert der geschätzte Veräußerungserlös abzüglich der geschätzten Kosten für die Fertigstellung und die bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten ist. Die Anschaffungskosten umfassen alle Kosten des Erwerbs sowie sonstige angefallene Kosten, um die Vorräte in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Dabei werden Anschaffungspreisminderungen wie Preisnachlässe, Boni oder Skonti berücksichtigt. Die Herstellungskosten umfassen produktionsbezogene Vollkosten, die auf Grundlage einer normalen Kapazitätsauslastung ermittelt werden. Enthalten sind neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen, die direkt dem Herstellungsprozess zugeordnet werden können. Dabei werden insbesondere die Kosten berücksichtigt, die auf den spezifischen Kostenstellen anfallen. Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind. Sofern die Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt niedriger sind, werden diese angesetzt. Entfallen diese Gründe und ist der Nettoveräußerungserlös gestiegen, werden die Wertaufholungen in der entsprechenden Periode, in der die Veränderung eintritt, als Minderung des Materialaufwands erfasst.

Auf die Bilanzierung und Einbeziehung von Fremdkapitalzinsen nach IAS 23 im Rahmen der Ermittlung von Herstellungskosten für die unfertigen und fertigen Erzeugnisse kann unter Verweis auf die mangelnde Relevanz von langläufigen Fertigungszeiträumen der Herstellung verzichtet werden.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Gemäß IAS 32 gehören hierzu einerseits originäre Finanzinstrumente wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und -verbindlichkeiten. Andererseits gehören hierzu auch derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsgeschäfte zur Absicherung gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen eingesetzt werden. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden ab dem Zeitpunkt in der Konzernbilanz berücksichtigt, zu welchem der Konzern Vertragspartei des Finanzinstruments wird.

Die bestehenden Finanzinstrumente werden gemäß ihrer Klassifizierung in der Kategorie „zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden“ bilanziert.

Als fortgeführte Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Schuld wird der Betrag bezeichnet, mit dem ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Schuld bei der erstmaligen Erfassung bewertet wurde, also abzüglich eventueller Tilgungen, abzüglich etwaiger Wertminderungen oder eventueller Uneinbringlichkeiten sowie zuzüglich/abzüglich der kumulierten Verteilung einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei der Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag (zum Beispiel Disagio und Transaktionskosten). Diese Differenz wird mittels der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts oder der finanziellen Schuld verteilt.

Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Rückzahlungsbetrag.

Originäre Finanzinstrumente

Die originären Finanzinstrumente des Unternehmens bestehen in erster Linie aus Zahlungsmitteln, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristigen und langfristigen Krediten sowie aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf Grund ihrer Kurzfristigkeit unverzinslich und werden zum Nominalwert abzüglich der Wertminderungen auf Grund erwarteter Forderungsausfälle angesetzt. Dabei wird sowohl dem individuellen Ausfallrisiko als auch einem aus Erfahrungswerten abgeleiteten Ausfallrisiko für eine Gruppe von Forderungen mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen (portfoliobasierte Wertberichtigung) unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos Rechnung getragen. Sofern sich der Forderungsverlust endgültig realisiert, wird die Forderung unter Inanspruchnahme einer gegebenenfalls zuvor gebildeten Wertberichtigung ausgebucht.

Sonstige Forderungen und Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Allen erkennbaren Ausfallrisiken wird durch entsprechende Abwertung Rechnung getragen. Langfristige unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Forderungen, die wesentlich sind, werden abgezinst.

Zahlungsmittel sind Kassenbestände und sofort verfügbare Bankguthaben bei Kreditinstituten, deren ursprüngliche Laufzeit bis zu drei Monate beträgt. Diese werden zum Nennbetrag bilanziert.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Davon nicht betroffen sind finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.

Ein Eigenkapitalinstrument ist jede vertragliche Vereinbarung, die einen Residualanspruch an den Vermögenswerten des Konzerns nach Abzug sämtlicher Schulden darstellt. Die ausgegebenen Anteile werden als Eigenkapital bilanziert, wobei die Kosten, die direkt der Ausgabe von eigenen Aktien zurechenbar sind, vom Eigenkapital in Abzug gebracht werden.

Latente Steuern

Die Bilanzierung und Bewertung der latenten Steuern erfolgt gem. IAS 12 „Ertragsteuern“. Aktive und passive latente Steuern werden als separate Posten in der Bilanz dargestellt, um die künftige steuerliche Wirkung aus zeitlichen Unterschieden zwischen den bilanziellen Wertansätzen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie der steuerlichen Verlustvorträge zu berücksichtigen.

Latente Steuerforderungen und Steuerverpflichtungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung beziehungsweise -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre auf der Grundlage des zum Zeitpunkt der Realisierung gültigen Steuersatzes berechnet. Die Auswirkungen von Steuersatzänderungen auf die latenten Steuern werden in dem Berichtszeitraum erfasst, in dem das der Steuersatzänderung zugrundeliegende Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen ist.

Aktive latente Steuern auf Bilanzunterschiede und auf steuerliche Verlustvorträge werden nur dann angesetzt, wenn die Realisierbarkeit dieser Steuervorteile in einem absehbaren zeitlichen Rahmen wahrscheinlich ist.

Aktive latente Steuern und passive latente Steuern werden miteinander verrechnet, soweit eine Identität der Steuergläubiger und Fristenkongruenz sowie Rechtsanspruch auf Verrechnung besteht. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird entsprechend den Regelungen des IAS 12 nicht vorgenommen.

Rückstellungen

Gemäß IAS 37 „Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen“ werden Rückstellungen gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Sonstige Rückstellungen werden nur für rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, bei denen zum Abschlussstichtag mehr für ihr Bestehen als dagegen spricht.

Rückstellungen werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt, sofern der Zinseffekt wesentlich ist. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die erwarteten Preis- und Kostensteigerungen. Der Abzinsung liegen Zinssätze vor Steuern zugrunde, die die aktuellen Markterwartungen in Hinblick auf den Zinseffekt widerspiegeln und die von der entsprechenden Laufzeit der Verpflichtung abhängig sind. Der Zinsanteil aus der Aufzinsung wird im Finanzergebnis erfasst.

Die Rückstellungen werden ausgehend von den Erfahrungswerten der Vergangenheit unter Berücksichtigung der Verhältnisse am Bilanzstichtag bewertet. Rückstellungen für Gewährleistungen werden einzelfallbezogen sowie pauschal gebildet. Die Höhe der Rückstellung basiert auf der historischen Entwicklung von Gewährleistungen sowie einer Betrachtung aller gegenwärtigen und zukünftig möglichen, mit ihren Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichteten Gewährleistungsfälle.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse definieren Erträge, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Unternehmensgruppe erwirtschaftet wurden (IFRS 15). Hierunter fallen im Wesentlichen Erlöse aus dem Verkauf von Gütern sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen.

Erlöse aus dem Verkauf von Gütern werden erfasst, wenn der Kunde Verfügungsmacht erlangt hat und die Leistungsverpflichtung erfüllt ist, ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen - vermindert um Erlösschmälerungen und Skonti - ausgewiesen.

Erlöse aus Dienstleistungen werden nach Maßgabe des Leistungsfortschritts (IFRS 15.39 ff.) des Auftrags am Bilanzstichtag erfasst. Der Fertigstellungsgrad des Auftrags wird anhand der erbrachten Dienstleistung ermittelt. Erträge werden nur dann erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der mit dem Auftrag verbundene wirtschaftliche Nutzen zufließt. Andernfalls werden Erträge nur in dem Maße erfasst, in dem die angefallenen Aufwendungen erstattungsfähig sind.

Beinhaltet ein Vertrag mehrere abgrenzbare Bestandteile (Mehrkomponentenverträge), werden diese Leistungsverpflichtungen (IFRS 15.22 ff.) entsprechend vorstehenden Prinzipien separat realisiert.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wurde mittels Division des auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallenden Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während jeder einzelnen Periode ausgegebenen Stammaktien berechnet. Wandel- oder Optionsrechte waren bis auf das originäre Aktienoptionsprogramm nicht im Umlauf. Wie im vorangegangenen Geschäftsjahr lagen bis auf Auswirkungen aus einer potentiellen Ausübung des originären Aktienoptionsprogrammes keine Verwässerungseffekte vor.

6 Erläuterungen zur Bilanz

6.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel dargestellt.

6.2 Immaterielle Vermögenswerte

Die Zugänge von Patenten, Warenzeichen und Software betreffen überwiegend immaterielle Vermögenswerte der Spectral Engines Gruppe in Höhe von TEUR 583.

Zum 31. Dezember 2020 betragen die Geschäfts- oder Firmenwerte TEUR 33.966. Die Zugänge zu den Geschäfts- oder Firmenwerten in Höhe von TEUR 1.286 sind auf die restlichen Anteilserwerbe der Spectral Engines Oy und der APOS GmbH zurückzuführen. Der Abgang resultiert aus einer Kaufpreisanpassung.

Im Geschäftsjahr 2020 waren keine Wertminderungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert vorzunehmen.

6.3 Sachanlagen

Im Sachanlagevermögen sind die Herstellungskosten von selbsterstellten Prototypen, welche z. T. bereits als Demonstrations- und Vorführobjekte genutzt werden, mit einem Restbuchwert von TEUR 8 aktiviert. Die Abschreibung der Prototypen erfolgt planmäßig.

Die Zugänge der Anschaffungskosten für Sachanlagevermögen betrugen insgesamt TEUR 9.677 (Vj.: TEUR 8.432), davon entfielen TEUR 8.680 auf den Zugang der Nutzungsrechte gem. IFRS 16 und TEUR 828 auf andere Anlagen und die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Insgesamt wurden Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 2.654 (Vj.: TEUR 2.364), davon TEUR 1.734 auf Nutzungsrechte gem. IFRS 16, erfasst.

Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 Verbindlichkeiten
Gebäude und Grund und Boden

in TEUR
Fuhrpark

in TEUR
Ausrüstung

in TEUR
Gesamt

in TEUR
Gesamt

in TEUR
--- --- --- --- --- ---
Stand 01.01.2020 5.007 167 61 5.235 5.493
+ Zugänge 8.048 632 0 8.680 8.623
- Abgänge 327 0 0 327 270
- Abschreibung 1.499 220 16 1.734 0
- Rückzahlung 0 0 0 0 1.987
+ Zinsaufwand 0 0 0 0 171
Stand 31.12.2020 11.230 579 45 11.854 12.030

6.4 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte

in TEUR 31.12.2020 31.12.2019
Sonstige Vermögenswerte 523 0

Die sonstigen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Forderungen gegenüber Alt-Gesellschaftern einer Tochtergesellschaft.

6.5 Vorräte

Die Vorräte setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2020 31.12.2019
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.056 4.261
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.694 1.718
Fertige Erzeugnisse und Waren 7.129 5.544
Geleistete Anzahlungen 189 176
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -16 -91
Summe: 15.053 11.608

6.6 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2020 31.12.2019
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.299 9.481

Die beizulegenden Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen zum Stichtag den Buchwerten.

in TEUR 31.12.2020 31.12.2019
Bruttowert Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.373 9.564
Kumulierte Wertberichtigung 74 83
Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.299 9.481

Ausfallrisiken wird durch Wertberichtigung Rechnung getragen.

6.7 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

in TEUR 31.12.2020 31.12.2019
Erstattungsansprüche aus Ertrag- und Umsatzsteuern 805 2.776
Forderungen aus Erstattungen 0 255
Forderungen aus Förderprojekten 350 195
Anzahlungen 251 175
Sonstige 248 235
Summe: 1.654 3.636

Für die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte bestehen wie im Vorjahr keine Verfügungsbeschränkungen.

6.8 Sonstige kurzfristige nichtfinanzielle Vermögenswerte

in TEUR 31.12.2020 31.12.2019
Abgrenzung von Kostenauslagen 222 336

Kostenauslagen betreffen Zahlungen aus in der Folgeperiode zu empfangenden Dienstleistungen.

6.9 Zahlungsmittel

in TEUR 31.12.2020 31.12.2019
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 22.114 10.644

Zur Veränderung des Zahlungsmittelbestands verweisen wir auf den Abschnitt „Angaben zur Kapitalflussrechnung“.

6.10 Eigenkapital

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital ist zum Stichtag in 5.692.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital à EUR 1,00 eingeteilt. Bei allen Aktien handelt es sich um Stammaktien mit je einem Stimmrecht.

Der Vorstand der Gesellschaft hat in seiner Sitzung vom 12. Juni 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 12. Juni 2020 durch teilweise Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2019 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um TEUR 254 auf TEUR 5.324 gegen Bareinlagen zu erhöhen. Der Ausgabebetrag betrug EUR 19,95 je Aktie.

Mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 12. August 2020 fand eine Kapitalerhöhung um TEUR 115 auf TEUR 5.439 statt (Bedingtes Kapital 2014). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Bedienung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen von Mitgliedern des Vorstands, Arbeitnehmern der Gesellschaft sowie Mitgliedern des Vorstands/Geschäftsführern und Arbeitnehmern von verbundenen Unternehmen.

Der Vorstand der Gesellschaft hat in seiner Sitzung vom 12. November 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 13. November 2020 durch teilweise Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2019 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um TEUR 254 auf TEUR 5.692 gegen Bareinlagen zu erhöhen. Der Ausgabebetrag betrug EUR 28,00 je Aktie.

Genehmigtes Kapital/Bedingtes Kapital

Unter Aufhebung des bisherigen bedingten Kapitals 2017 wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu TEUR 2.056 bedingt erhöht durch die Ausgabe von bis zu 2.056.500 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Bedingtes Kapital 2019/I). Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Juni 2019 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats in der Zeit bis zum 25. Juni 2024 um bis zu insgesamt TEUR 2.535 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2019/I).

Nach teilweiser Ausschöpfung im Geschäftsjahr 2020 von TEUR 507 beträgt das Genehmigte Kapital 2019/I noch TEUR 2.028.

In der Hauptversammlung vom 14. Juli 2017 ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 14. Juli 2022 ermächtigt worden, das Grundkapital durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien um bis zu TEUR 2.393 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017/I). Das Bezugsrecht der Altaktionäre kann dabei mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden. Die Bestimmungen zum Genehmigten Kapital finden sich in § 4 der Satzung. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Juni 2019 wurde das Genehmigte Kapital 2017/I vom 14. Juli 2017 aufgehoben.

Nach teilweiser Ausschöpfung im Geschäftsjahr 2018 von TEUR 285 hatte das Genehmigte Kapital 2017/I zuletzt noch TEUR 2.108 betragen.

Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Juni 2014 um bis zu TEUR 479 zur Gewährung von Bezugsrechten an Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens erhöht (Bedingtes Kapital 2014/I).

Nach teilweiser Ausschöpfung im Geschäftsjahr 2020 von TEUR 115 beträgt das Bedingte Kapital 2014/I noch TEUR 364.

Unter Aufhebung des bisher Bedingten Kapitals 2012 in Höhe von TEUR 1.815 wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu TEUR 1.914 bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 1.914.000 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien (Bedingtes Kapital 2017/I).

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beinhaltet Beträge, die bei der Ausgabe von Aktien über den rechnerischen Wert hinaus erzielt wurden (Agio).

Konzernbilanzgewinn

Der Konzernbilanzgewinn resultiert aus dem Gewinnvortrag (TEUR 21.811) zzgl. des laufenden Konzernjahresüberschusses; abzgl. Ergebnisanteile der Minderheitsgesellschafter (TEUR 807).

6.11 Sonstige Rückstellungen

in TEUR 31.12.2020 31.12.2019
Sonstige Rückstellungen 1.481 1.795

Die sonstigen Rückstellungen bestehen aus absatzbezogenen Rückstellungen in Höhe von TEUR 602 (Vj.: TEUR 846), aus beschaffungsbezogenen Rückstellungen in Höhe von TEUR 8 (Vj.: TEUR 84) und übrigen sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 871 (Vj.: TEUR 865).

6.12 Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

in TEUR 31.12.2020 31.12.2019
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22.453 21.562
Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 10.149 4.030
Sonstige Verbindlichkeiten 509 0
Summe: 33.111 25.592

Die Finanzverbindlichkeiten beinhalten Darlehen gegenüber Banken aufgrund der Finanzierung der Erwerbe von Anteilen an Gesellschaften. Diese werden im Wesentlichen besichert durch Schuldbeitritte sowie Gewährung von Garantien einzelner Tochtergesellschaften. Der Anstieg der Leasingverbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus einer neu angemieteten Immobilie am Standort Steinbach. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Alt-Gesellschaftern einer Tochtergesellschaft.

6.13 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

In diesen kurzfristigen Posten sind enthalten:

in TEUR 31.12.2020 31.12.2019
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 4.900 3.603

6.14 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

In diesen Posten sind enthalten:

in TEUR 31.12.2020 31.12.2019
Sonstige Verbindlichkeiten 4.640 4.627
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.906 3.817
Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 1.881 1.463
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 1.122 160
Verbindlichkeiten aus der Akquisition verbundener Unternehmen 0 5.300
Summe: 12.549 15.367

7 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

7.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber 2019 um TEUR 13.699 bzw. 21% auf TEUR 78.558 erhöht.

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:

in TEUR 2020 2019
Clean Tech 47.606 40.842
Life Science 18.158 13.611
Green Tech 12.794 10.406
Summe: 78.558 64.859

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Absatzregionen wie folgt:

in TEUR 2020 2019
Deutschland, Europa und übrige Länder 47.893 39.112
Amerika 20.370 17.827
Asien 10.295 7.920
Summe: 78.558 64.859

7.2 Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2020 2019
Aufwendungen für RHB und bezogene Waren 32.053 24.119
Aufwendungen für bezogene Leistungen 542 268
Summe: 32.595 24.387

Die Erhöhung des Materialaufwandes ist auf das höhere Umsatzvolumen zurückzuführen.

7.3 Personalaufwand

in TEUR 2020 2019
Löhne und Gehälter 23.937 21.164
Soziale Abgaben 3.922 3.483
Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung 618 709
Summe: 28.477 25.356
2020 2019
Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt 430 382

Der Anstieg der Personalaufwendungen und der Mitarbeiterzahlen resultiert im Wesentlichen aus der verbesserten Auftragslage sowie der ganzjährigen Einbeziehung der Sensortherm GmbH und der LemnaTec GmbH.

7.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 35% gestiegen. Die Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus folgenden Positionen zusammen:

in TEUR 2020 2019
Beratungskosten 1.791 1.371
Kosten externer Dienstleister 1.149 875
Marketing-/ Reisekosten 932 1.776
Vertriebskosten 726 622
Raumkosten 554 611
KFZ-Kosten 401 405
Instandhaltung 281 276
Sonstige Aufwendungen 3.644 1.081
Summe: 9.478 7.017

Die sonstigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen unternehmens-/organisationsbezogene Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.777, personalbezogene Aufwendungen in Höhe von TEUR 996 und produkt-/absatzbezogene Aufwendungen in Höhe von TEUR 833.

7.5 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 154 bzw. 20% auf TEUR 634 gesunken. Der Posten setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Positionen zusammen:

in TEUR 2020 2019
Erträge aus Sachbezügen 173 163
Sonstige Zuschüsse 122 159
Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen 94 49
Erstattungen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz 84 34
Versicherungsentschädigungen 8 300
Sonstige Erträge 153 83
Summe: 634 788

7.6 Finanzerträge und Finanzaufwendungen

in TEUR 2020 2019
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22 29
Aufzinsung Rückstellungen 0 -155
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -689 -546
Summe: -667 -672

7.7 Ertragsteuern

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern laufenden (gezahlten oder geschuldeten) Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Berechnung der laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Konzerns erfolgt unter der Anwendung der zum Bilanzstichtag geltenden Steuersätze.

Für die Berechnung der latenten Steuern der inländischen Gesellschaften wird ein Steuersatz von 30% zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer in Höhe von pauschal 15% wird ein effektiver Gewerbesteuersatz von 15% berücksichtigt.

Für ausländische Gesellschaften erfolgt die Berechnung der latenten Steuern mit den im jeweiligen Land geltenden Steuersätzen. Die latenten Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand erfasst, es sei denn, sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasste Posten. In diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Steueraufwand gliedert sich seiner Herkunft nach wie folgt:

in TEUR 2020 2019
Laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.085 1.221
Latente Steuern 30 233
Summe Ertragsteuern: 2.115 1.454

Zum Bilanzstichtag verfügt der Konzern über folgende nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge zur Verrechnung mit zukünftigen Gewinnen:

in TEUR 2020 2019
Körperschaftsteuer 14.104 10.905
Gewerbesteuer 14.406 10.543
Summe: 28.510 21.448
in TEUR 2020 2019
Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 7.298 5.753
Periodenergebnis vor Steuern 7.298 5.753
Erwarteter Ertragsteueraufwand in Höhe von ca. 30% (Vj.: 30%) 2.190 1.726
Im Wesentlichen:
Nutzung bislang nicht erfasste steuerliche Verluste -75 -272
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand
(effektiver Steuersatz: 29%; Vj.: 25%) 2.115 1.454
Ergebniswirksam ausgewiesener
Ertragsteueraufwand 2.115 1.454

8 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der in der Konzernkapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand umfasst den Bilanzposten Zahlungsmittel, der sich aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit - gerechnet vom Erwerbszeitpunkt - von nicht mehr als drei Monaten zusammensetzt.

Die Konzernkapitalflussrechnung stellt dar, wie sich die Zahlungsmittel des Nynomic Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Hierzu werden die Zahlungsströme in der Konzernkapitalflussrechnung in Übereinstimmung mit IAS 7 (Kapitalflussrechnung) nach Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterteilt.

Die Veränderungen der Bilanzposten, die für die Entwicklung der Konzernkapitalflussrechnung betrachtet werden, werden um die nicht zahlungswirksamen Effekte aus der Währungsumrechnung und Konsolidierungskreisänderungen bereinigt.

Operative Geschäftstätigkeit

Ausgehend vom Konzernergebnis nach Steuern werden die Mittelzu- und -abflüsse indirekt abgeleitet. Das Ergebnis nach Steuern wird dazu um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen korrigiert und unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital, in den Rückstellungen und in den übrigen operativen Bilanzposten ergibt sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 6.368 (Vj.: TEUR 3.559). Ursächlich für die Veränderung zum Vorjahr war insbesondere der starke Aufbau an Vorräten und Forderungen sowie der Aufbau von Verbindlichkeiten.

Investitionstätigkeit

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge ermittelt. Er umfasst Zahlungsströme im Zusammenhang mit dem Erwerb, der Herstellung und der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, die nicht Bestandteil der Zahlungsmittel sind.

Des Weiteren wird von dem Wahlrecht gem. IAS 7.33 Gebrauch gemacht, die erhaltenen Zinsen als Teil des investiven Cashflows auszuweisen.

Im Berichtszeitraum betrug der Cashflow aus der Investitionstätigkeit TEUR -6.953. Dabei enthält der Cashflow aus Investitionstätigkeit Zahlungsvorgänge für Neu- und Ersatzinvestitionen des Anlagevermögens sowie die Zahlung eines Earn-Outs an die Altgesellschafter der LayTec AG.

Finanzierungstätigkeit

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge ermittelt und umfasst neben der Aufnahme und Tilgung von Krediten und sonstigen Finanzverbindlichkeiten Zahlungsströme zwischen dem Konzern und seinen Anteilseignern.

Gezahlte Zinsen werden entsprechend des Wahlrechtes nach IAS 7.33 als Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Im Berichtszeitraum betrug der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit TEUR 12.269. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus Eigenkapitalerhöhungen und enthält zudem Zahlungen an die Minderheitsgesellschafter aus Ausschüttungen innerhalb des Konzerns (TEUR -621) sowie Zinszahlungen in Höhe von TEUR -689.

9 Sonstige Angaben

9.1 Haftungsverhältnisse

Zum Stichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.

9.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Wesentliche sonstige finanziellen Verpflichtungen außerhalb der nach IFRS 16 erfassten Sachverhalte bestehen nicht.

9.3 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24

Als nahestehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 „Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen“ gelten Unternehmen bzw. Personen, die den Konzern beherrschen oder von ihm beherrscht werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden, sowie Unternehmen und Personen, die kraft Satzungsbestimmungen oder vertraglicher Vereinbarungen die Möglichkeit besitzen, die Finanz- und Geschäftspolitik des Managements der Nynomic AG maßgeblich zu steuern oder an der gemeinsamen Führung der Nynomic AG beteiligt sind. Beherrschung liegt hierbei dann vor, wenn ein Aktionär mehr als die Hälfte der Stimmrechte an der Nynomic AG hält.

Als nahestehende Personen der Nynomic AG gelten ferner die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Im Berichtszeitraum gab es keine Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern beider Gremien bzw. wurden wie unter fremden Dritten im geringen Umfang abgewickelt.

10 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der Vorstand der Nynomic AG hat die Weitergabe des vorliegenden Konzernabschlusses nach Aufstellung am 26. März 2021 an den Aufsichtsrat genehmigt. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss in seiner Sitzung am 6. Mai 2021 zu prüfen und zu billigen.

Weitere Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach dem 31. Dezember 2020 gab es nicht.

11 Pflichtangaben und ergänzende Angaben nach HGB

11.1 Pflichtangaben nach § 315e HGB und § 264 Abs. 3 HGB

Der Konzernabschluss der Nynomic AG ist gemäß § 315e HGB mit befreiender Wirkung für einen Konzernabschluss nach HGB in Übereinstimmung mit den Richtlinien des IASB erstellt. Gleichzeitig stehen Konzernabschluss und Konzernlagebericht im Einklang mit der Richtlinie der Europäischen Union zur Konzernrechnungslegung (2013/34/EU). Um die Gleichwertigkeit mit einem nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss zu erreichen, werden alle Angaben und Erläuterungen veröffentlicht, die vom HGB gefordert werden und über die nach IFRS notwendigen Angabepflichten hinausgehen.

Durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss der Nynomic AG hat die tec5 AG als vollkonsolidiertes verbundenes deutsches Unternehmen von den Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Des Weiteren wird auch für die Avantes UK Ltd. von den lokalen Regelungen der Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB durch Einbeziehung in den Konzernabschluss Gebrauch gemacht.

11.2 Anzahl der Beschäftigten

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten teilt sich wie folgt auf:

2020 2019
Angestellte 343 326
Gewerbliche Mitarbeiter 82 52
Studenten/Praktikanten 5 4
Auszubildende 0 0
Summe: 430 382

11.3 Honorare des Abschlussprüfers

Die Honorare für die erhaltenen Dienstleistungen unseres Abschlussprüfers sowie der mit diesen verbundenen Unternehmen bzw. Netzwerkgesellschaften betragen:

in TEUR 2020 2019
Abschlussprüfungsleistung 105 89
Steuerberaterleistung 14 9
Betriebswirtschaftliche Beratung 11 23
Sonstige prüferische Leistungen 7 6
Summe: 137 127

Die Honorare für die Abschlussprüfungsleistungen betreffen Aufwendungen für die Prüfung des Konzernabschlusses der Nynomic AG sowie die vorgeschriebenen Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Sonstige prüferische Leistungen betreffen das Erteilen von Bescheinigungen.

11.4 Vorstand

Als Mitglieder des Vorstands waren im Geschäftsjahr 2020 folgende Herren bestellt:

- Herr Fabian Peters, Westerrönfeld

- Herr Maik Müller, Kronberg im Taunus

Die Vorstandsmitglieder sind jeweils mit einem weiteren Vorstandsmitglied in Gemeinschaft zur Vertretung berechtigt.

11.5 Aufsichtsrat

Als Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2020 folgende Herren bestellt:

Tätig als
Herr Hans Wörmcke (Vorsitzender), Heist Unternehmer
Herr Dr. Sven Claussen (stellv. Vorsitzender), Hamburg Rechtsanwalt bei Weiland Rechtsanwälte
Herr Hartmut Harbeck, Wedel Unternehmer

Gesamtbezüge des Vorstands

Die Schutzklausel gemäß § 314 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf TEUR 37 (Vj.: TEUR 37).

12 Gewinnverwendung

Das Geschäftsjahr 2020 schließt die Nynomic AG als Mutterunternehmen mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.229 ab. Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

13 Erklärung des Vorstands

Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 und der Konzernlagebericht wurden am 26. März 2021 von den gesetzlichen Vertretern der Nynomic AG aufgestellt, die für die Vollständigkeit und Richtigkeit der darin enthaltenen Informationen verantwortlich sind. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Er steht im Einklang mit der Richtlinie 83/349/EWG. Die Vorjahreszahlen sind nach den gleichen Grundsätzen ermittelt worden. Der Konzernabschluss wurde um einen Konzernlagebericht und weitere nach § 315e HGB erforderliche Erläuterungen ergänzt.

Wedel, den 26. März 2021

Fabian Peters, Vorstand der Nynomic AG

Maik Müller, Vorstand der Nynomic AG

Konzernanlagevermögen

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 01.01.2020

in TEUR
Zugänge

in TEUR
Zugänge aus Erstkonsolidierung

in TEUR
Umbuchungen

in TEUR
Abgänge

in TEUR
--- --- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 392 0 0 -6 0
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.918 707 0 72 5
3. Geschäfts- oder Firmenwert
- aus den Einzelabschlüssen 0 0 0 0 0
- aus der Kapitalkonsolidierung 34.033 1.286 0 0 189
4. Geleistete Anzahlungen 0 11 0 0 0
39.343 2.004 0 66 194
II. Sachanlagevermögen
1. Technische Anlagen und Maschinen 323 37 0 0 16
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.025 828 0 410 143
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 344 132 0 -476 0
4. Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 6.763 8.680 0 0 327
18.455 9.677 0 -66 486
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Beteiligungen 0 0 0 0 0
2. Genossenschaftsanteile 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
Summe Anlagevermögen 57.798 11.681 0 0 680
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
Stand 31.12.2020

in TEUR
Stand 01.01.2020

in TEUR
Zugänge

in TEUR
Zugänge aus Erstkonsolidierung

in TEUR
Umbuchungen

in TEUR
--- --- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 386 310 22 0 -6
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.692 2.745 791 0 6
3. Geschäfts- oder Firmenwert
- aus den Einzelabschlüssen 0 0 0 0 0
- aus der Kapitalkonsolidierung 35.130 1.164 0 0 0
4. Geleistete Anzahlungen 11 0 0 0 0
41.219 4.219 813 0 0
II. Sachanlagevermögen
1. Technische Anlagen und Maschinen 344 145 46 0 0
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.120 8.610 874 0 0
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
4. Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 15.116 1.528 1.734 0 0
27.580 10.283 2.654 0 0
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Beteiligungen 0 0 0 0 0
2. Genossenschaftsanteile 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
Summe Anlagevermögen 68.799 14.502 3.467 0 0
BUCHWERTE
Abgänge

in TEUR
Zuschreibungen

in TEUR
Stand 31.12.2020

in TEUR
Stand 31.12.2020

in TEUR
Stand 31.12.2019

in TEUR
--- --- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0 326 60 82
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12 0 3.530 2.162 2.173
3. Geschäfts- oder Firmenwert
- aus den Einzelabschlüssen 0 0 0 0 0
- aus der Kapitalkonsolidierung 0 0 1.164 33.966 32.869
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 11 0
12 0 5.020 36.199 35.124
II. Sachanlagevermögen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1 0 190 154 178
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 96 0 9.388 2.732 2.415
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 344
4. Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 0 0 3.262 11.854 5.235
97 0 12.840 14.740 8.172
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Beteiligungen 0 0 0 0 0
2. Genossenschaftsanteile 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
Summe Anlagevermögen 109 0 17.860 50.939 43.296

Konzernanlagevermögen 2019

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 01.01.2019

in TEUR
Zugänge

in TEUR
Zugänge aus Erstkonsolidierung

in TEUR
Umbuchungen

in TEUR
Abgänge

in TEUR
--- --- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 386 0 6 0 0
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.305 706 5 0 98
3. Geschäfts- oder Firmenwert
- aus den Einzelabschlüssen 0 0 0 0 0
- aus der Kapitalkonsolidierung 30.550 0 3.483 0 0
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
35.241 706 3.494 0 98
II. Sachanlagevermögen
1. Technische Anlagen und Maschinen 216 49 58 0 0
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.751 911 534 0 171
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 227 117 0 0 0
4. Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 0 6.763 0 0 0
10.194 7.840 592 0 171
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Beteiligungen 0 0 0 0 0
2. Genossenschaftsanteile 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
Summe Anlagevermögen 45.435 8.546 4.086 0 269
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
Stand 31.12.2019

in TEUR
Stand 01.01.2019

in TEUR
Zugänge

in TEUR
Zugänge aus Erstkonsolidierung

in TEUR
Umbuchungen

in TEUR
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A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 392 281 23 6 0
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.918 2.108 735 0 0
3. Geschäfts- oder Firmenwert
- aus den Einzelabschlüssen 0 0 0 0 0
- aus der Kapitalkonsolidierung 34.033 1.164 0 0 0
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
39.343 3.553 758 6 0
II. Sachanlagevermögen
1. Technische Anlagen und Maschinen 323 68 52 25 0
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.025 7.795 784 174 0
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 344 0 0 0 0
4. Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 6.763 0 1.528 0 0
18.455 7.863 2.364 199 0
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Beteiligungen 0 0 0 0 0
2. Genossenschaftsanteile 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
Summe Anlagevermögen 57.798 11.416 3.122 205 0
BUCHWERTE
Abgänge

in TEUR
Zuschreibungen

in TEUR
Stand 31.12.2019

in TEUR
Stand 31.12.2019

in TEUR
Stand 31.12.2018

in TEUR
--- --- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0 310 82 105
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 98 0 2.745 2.173 2.197
3. Geschäfts- oder Firmenwert
- aus den Einzelabschlüssen 0 0 0 0 0
- aus der Kapitalkonsolidierung 0 0 1.164 32.869 29.386
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
98 0 4.219 35.124 31.688
II. Sachanlagevermögen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0 0 145 178 148
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 143 0 8.610 2.415 1.956
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 344 227
4. Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 0 0 1.528 5.235 0
143 0 10.283 8.172 2.331
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Beteiligungen 0 0 0 0 0
2. Genossenschaftsanteile 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
Summe Anlagevermögen 241 0 14.502 43.296 34.019

Konzernkapitalflussrechnung

Erläuterungen im Anhang, Nr. in TEUR

2020
in TEUR

2019
1. Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/(-fehlbetrag) einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 5.183 4.299
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.467 3.122
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -314 -2.330
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 43 21
5. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.674 -1.032
6. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 806 -144
7. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 224 28
8. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 667 701
9. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 2.115 1.454
10. -/+ Ertragsteuerzahlungen -1.149 -2.560
11. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 8. 6.368 3.559
12. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -723 -710
13. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.141 -1.364
14. - Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis abzüglich erworbener Zahlungsmittel -5.111 -4.532
15. + Erhaltene Zinsen 22 29
16. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit 8. -6.953 -6.577
17. + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 13.416 0
18. + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 6.576 7.703
19. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -4.597 -3.051
20. - Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten im
Zusammenhang mit IFRS 16 -1.816 -1.654
21. - Gezahlte Zinsen -689 -546
22. - Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -621 -746
23. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 8. 12.269 1.706
24. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 11.684 -1.312
25. +/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -214 39
26. +/- Konsolidierungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 839
27. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 10.644 11.078
28. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 22.114 10.644

Zusammensetzung und Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Geschäftsjahr 2020 sowie im Vorjahr

Erläuterungen im Anhang, Nr. Mutterunternehmen Gezeichnetes Kapital

in TEUR
Kapitalrücklage

in TEUR
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital

in TEUR
Stand 01.01.2019 5.070 4.284 17.772
Gezahlte Dividenden 0 0 0
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 4.423
Übriges Konzernergebnis 0 0 0
Konzerngesamtergebnis 0 0 4.423
Stand 31.12.2019 5.070 4.284 22.195
Kapitalerhöhung* 622 0 0
Einstellung in Rücklagen** 0 11.678 0
Anteilserwerbe von Minderheits-
gesellschaftern 0 0 0
Gezahlte Dividenden 0 0 0
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 4.376
Übriges Konzernergebnis 0 0 0
Konzerngesamtergebnis 0 0 4.376
Stand 31.12.2020 5.692 15.962 26.571
Kumuliertes übriges Konzernergebnis Eigenkapital Mutterunternehmen
Ausgleichsposten Andere neutrale
--- --- --- --- ---
aus der Fremdwährungsumrechnung

in TEUR
Transaktionen

in TEUR
in TEUR
--- --- --- --- ---
Stand 01.01.2019 239 0 27.365
Gezahlte Dividenden 0 0 0
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 4.423
Übriges Konzernergebnis -15 -384 -399
Konzerngesamtergebnis -15 -384 4.024
Stand 31.12.2019 224 -384 31.389
Kapitalerhöhung* 0 0 622
Einstellung in Rücklagen** 0 0 11.678
Anteilserwerbe von Minderheitsgesellschaftern 0 0 0
Gezahlte Dividenden 0 0 0
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 4.376
Übriges Konzernergebnis 18 0 18
Konzerngesamtergebnis 18 0 4.394
Stand 31.12.2020 242 -384 48.083
Minderheitsgesellschafter
Minderheitenkapital

in TEUR
Kumuliertes übriges Konzernergebnis Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung

in TEUR
--- --- ---
Stand 01.01.2019 2.097 232
Gezahlte Dividenden -746 0
Konzern-Jahresüberschuss -124 0
Übriges Konzernergebnis 0 0
Konzerngesamtergebnis -124 0
Stand 31.12.2019 1.227 232
Kapitalerhöhung* 0 0
Einstellung in Rücklagen** 0 0
Anteilserwerbe von Minderheitsgesellschaftern 1.249 0
Gezahlte Dividenden -621 0
Konzern-Jahresüberschuss 807 0
Übriges Konzernergebnis 0 0
Konzerngesamtergebnis 807 0
Stand 31.12.2020 2.662 232
Konzerneigenkapital
Eigenkapital Minderheitsgesellschafter

in TEUR
in TEUR
--- --- ---
Stand 01.01.2019 2.329 29.694
Gezahlte Dividenden -746 -746
Konzern-Jahresüberschuss -124 4.299
Übriges Konzernergebnis 0 -399
Konzerngesamtergebnis -124 3.900
Stand 31.12.2019 1.459 32.848
Kapitalerhöhung* 0 622
Einstellung in Rücklagen** 0 11.678
Anteilserwerbe von Minderheitsgesellschaftern 1.249 1.249
Gezahlte Dividenden -621 -621
Konzern-Jahresüberschuss 807 5.183
Übriges Konzernergebnis 0 18
Konzerngesamtergebnis 807 5.201
Stand 31.12.2020 2.894 50.977

* davon aus der Gewährung von neuen Anteilen an Dritte in Höhe von TEUR 507 und aus der Ausübung von Aktienoptionsprogrammen gem. IFRS 2 in Höhe von TEUR 115.

** Einstellung in die Rücklagen ausschließlich aus Gewährung von neuen Anteilen in 2020.

Vom zum Stichtag erwirtschafteten Konzerneigenkapital des Mutterunternehmens von TEUR 27.306 (Vj.: TEUR 26.077)

- stehen zur Ausschüttung an die Gesellschafter des Mutterunternehmens zur Verfügung TEUR 27.306 (Vj.: TEUR 26.077),

- unterliegen gesetzlichen Ausschüttungssperren TEUR 0 (Vj.: TEUR 0),

- unterliegen gemäß Satzung einer Ausschüttungssperre TEUR 0 (Vj.: TEUR 0).

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Nynomic AG, Wedel

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der Nynomic AG, Wedel, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Nynomic AG, Wedel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

- vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Münster, den 20. April 2021

**Clauß Paal & Partner mbB

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Tobias Höllmann, Wirtschaftsprüfer

Stefan Evers, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

mit den starken Ergebnissen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 konnte die Nynomic AG unter schwierigsten Bedingungen die Resilienz ihres Geschäftsmodells erneut unter Beweis stellen. Der Vorstand hat in einem äußerst herausfordernden Umfeld entschlossen und konsequent agiert und Nynomic sicher durch die Krise manövriert. Dank ihrer markt- und innovationsorientierten Diversifizierungsstrategie ist die Nynomic Gruppe gut aufgestellt, um ihren erfolgreichen Wachstumskurs weiter fortzusetzen.

Die vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand hat sich wie schon in den Vorjahren bewährt. Der Aufsichtsrat hat auch im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2020 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand fortlaufend bei der Leitung des Unternehmens beraten und überwacht.

Überwachung und Beratung des Vorstands bei der Führung der Geschäfte

Der Vorstand ist seinen Informationspflichten jederzeit nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet.

Zusätzlich wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand der Gesellschaft bei allen wichtigen Entscheidungen, insbesondere im Hinblick auf die weitere Ertrags- und Wachstumsstrategie detailliert über Inhalte und Grundlagen informiert. Darüber hinaus informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die Entwicklungen des Konzerns und der Einzelunternehmen in entsprechenden Quartalsberichten, gab Ausblicke auf das laufende Geschäftsjahr und ermöglichte Vergleiche mit vorangegangenen Perioden. Angesichts der COVID-19-Pandemie wurden das gesamte Jahr über die Auswirkungen, Reaktionen und strategischen Implikationen in Bezug auf die jeweilige Situation erörtert. Somit war der Aufsichtsrat stets mit aktuellen Informationen und Daten ausgestattet.

Zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle legte der Vorstand zeitnah zur Beschlussfassung vor. Zu diesen hat der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung von gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorgaben seine Entscheidungen zeitnah mitgeteilt.

Der Aufsichtsrat hat seine jeweilige Zustimmung jederzeit zeitnah herbeigeführt, zum Teil mit Beschlüssen im Umlaufverfahren, die nach Gesetz und Satzung der Nynomic AG zulässig sind.

Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat fortlaufend und angemessen über Risikopositionen im Konzern informiert. Operative und strategische Anpassungen wurden dabei jeweils vorgelegt und eingehend zwischen Vorstand und Aufsichtsrat erörtert.

Im Geschäftsjahr 2020 tagte der Aufsichtsrat insgesamt zweimal, und zwar am 26. Mai 2020 und am 15. Dezember 2020. Damit hat der Aufsichtsrat die aktienrechtlichen Vorgaben im Hinblick auf den Turnus von Aufsichtsratssitzungen eingehalten, da der Aufsichtsrat mit Beschluss vom 28. Juli 2016 einstimmig beschlossen hatte, nur mindestens eine Sitzung pro Kalenderhalbjahr abzuhalten.

Auf die Bildung von Ausschüssen wurde auch im Geschäftsjahr 2020 verzichtet.

Prüfung und Billigung von Jahres- und Konzernabschluss nebst Jahres- und Konzernlagebericht sowie Prüfung durch den Abschluss- und Konzernabschlussprüfer

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der Nynomic AG für das Geschäftsjahr 2020, den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns, den vom Vorstand gemäß § 315e Absatz 3 HGB nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss und den Konzernlagebericht des Nynomic Konzerns für das Geschäftsjahr 2020 sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und des Konzernabschlussprüfers rechtzeitig vor der Bilanzaufsichtsratssitzung am 6. Mai 2021 erhalten und zur Kenntnis genommen.

Der von der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2020 gewählte Abschluss- und Konzernabschlussprüfer, die Clauß Paal & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Münster, hat den Jahresabschluss nebst Lagebericht sowie den erstellten Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht geprüft und erklärt, dass die Rechnungslegungsvorschriften und -grundsätze vollumfänglich eingehalten wurden. Sie hat jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

In der Bilanzaufsichtsratssitzung am 6. Mai 2021 wurden sämtliche vorgenannten Unterlagen zusammen mit dem bei der Sitzung anwesenden Herrn Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Stefan Evers von der Clauß Paal & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Münster, in seiner Funktion als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer und in Anwesenheit des Vorstands eingehend erörtert. Herr Evers informierte in der Sitzung über den Verlauf und die Ergebnisse seiner Prüfung und stand für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Hinweise von Herrn Evers wurden mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat eingehend diskutiert. Vorstand und Abschlussprüfer bzw. Konzernabschlussprüfer haben dem Aufsichtsrat sämtliche Fragen vollumfänglich beantwortet. Darüber hinaus erklärte der Abschlussprüfer, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess bestehen.

Die eigene, vom Aufsichtsrat vorgenommene, eingehende Überprüfung des von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Clauß Paal & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Münster, geprüften und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2020 ergab keine Einwände. Den Ergebnissen des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zugestimmt.

Auch die eigene, vom Aufsichtsrat vorgenommene, eingehende Überprüfung des von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Clauß Paal & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Münster, geprüften und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2020 ergab ebenfalls keine Einwände. Den Ergebnissen des Konzernabschlussprüfers hat der Aufsichtsrat auch hier zugestimmt.

Inhaltlich stimmen die vom Vorstand im Lagebericht und Konzernlagebericht getroffenen Einschätzungen mit den unterjährigen Berichten an den Aufsichtsrat überein. Auf Basis einer eigenen Beurteilung der Lage der Nynomic AG bzw. des Konzerns und einer eigenen Prognose für die zukünftige Entwicklung kommt der Aufsichtsrat zu den gleichen Einschätzungen wie der Vorstand. Aus Sicht des Aufsichtsrats zeichnen der Lagebericht und Konzernlagebericht ein realistisches Bild der Lage der Nynomic AG bzw. des Konzerns und deren Perspektiven.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Nynomic AG für das Geschäftsjahr 2020, des Vorschlags des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns, des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2020 hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen diese erhoben.

Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020 sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020 in seiner Bilanzaufsichtsratssitzung vom 6. Mai 2021 gebilligt. Der Jahresabschluss der Nynomic AG für das Geschäftsjahr 2020 ist damit festgestellt.

Personelle Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand

Im Aufsichtsrat und Vorstand hat es in 2020 keine personellen Veränderungen gegeben.

Die Nynomic Gruppe hat das in jeglicher Hinsicht herausfordernde Geschäftsjahr 2020 erfolgreich abgeschlossen. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Beitrag und die bemerkenswerte Flexibilität im Umgang mit den Folgen der COVID-19-Pandemie.

Wedel, im Mai 2021

Für den Aufsichtsrat

Hans Wörmcke, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Sonstiger Berichtsteil

Der Konzernabschluss ist durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 6. Mai 2021 gebilligt worden.