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Nynomic AG Annual Report 2011

Nov 21, 2012

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Annual Report

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Publication

m-u-t AG Meßgeräte für Medizin- und Umwelttechnik

Wedel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011

der m-u-t AG Meßgeräte für Medizin- und Umwelttechnik, Wedel

Gliederung

A. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen
B. Geschäftsverlauf einschließlich Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
C. Nachtragsbericht
D. Prognosebericht
E. Risikobericht
F. Sonstige Angaben

A. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

Die 1995 gegründete m-u-t AG Meßgeräte für Medizin- und Umwelttechnik mit Sitz in Wedel ist ein Anbieter von Serienprodukten und Lösungen in technologisch anspruchsvollen Märkten.

Die Kernkompetenz der m-u-t AG liegt in der Realisierung von Messtechnik auf der Basis optischer Technologien. Die Produkte der Gesellschaft stellen kostengünstige und flexible Lösungen für permanente Prozesskontrolle und Überwachung in einer Vielzahl von Industriezweigen dar. Sie sind eine Basistechnologie, um zahlreiche Anwendungen ressourcenschonend zu optimieren.

Neben der optischen Messtechnik gehören die informationstechnische Weiterverarbeitung der Messwerte und die Automatisierung von komplexen Arbeitsabläufen zu den Kernkompetenzen der m-u-t AG. Optik und Elektronik in dieser Weise zu Photonik verschmolzen ist ein stark nachgefragtes Angebot in vielen internationalen Industriemärkten.

Die Lieferpalette reicht von Einzelkomponenten über Systemlösungen bis zu Geräten. Über Design-in wird die m-u-t Lösung optimal an die Kundenanforderung adaptiert. Eingebunden in die Wertschöpfungskette des Kunden ergibt sich ein gesteigerter Nutzen. Von einer voll kundenspezifischen Lösung bis zu einem Serienprodukt wird dabei aus dem Sortiment der m-u-t AG für jeden Einsatzfall genau der Entwicklungsaufwand betrieben, der die optimale Erfüllung der Kundenanforderungen darstellt. Die von der m-u-t AG gefertigten Produkte werden unter eigenem Namen oder mit dem Label des Kunden im Markt angeboten.

Die m-u-t AG fokussiert sich auf zukunftsorientierte Märkte wie Life Science (Medizintechnik), Green Tech (Landwirtschaft und Nahrungsmittel) und Clean Tech (Umwelttechnologie). Demographische Entwicklung, Klimawandel, zunehmende Ressourcenverknappung und steigende regulatorische Anforderungen führen in diesen Märkten zu konjunkturrobuster Nachfrage und nachhaltigem Wachstum. Die innovativen Produkte der m-u-t AG verdrängen hier konventionelle Lösungen und ermöglichen neue Anwendungen.

Die m-u-t AG betreibt das Geschäft heute aus den drei Bereichen Spektroskopie/Sensorik, Laborautomation/Medizintechnik und Brandfrüherkennung/Aviation heraus. Aufgrund der neuen strategischen Ausrichtung wird das Unternehmen zukünftig über die Segmente Life Science, Green Tech und Clean Tech gesteuert.

Beispiele aus den Segmenten

Green Tech

Für die Agrarindustrie wird eine Reihe von Infrarot-Spektrometrie-Lösungen angeboten, die alle auf einer identischen Technologieplattform aufgesetzt sind. Damit lassen sich beachtliche Skaleneffekte erzielen. Mit Hilfe dieser Messtechnik können organische Substanzen in flüssigen und festen Stoffströmen nachgewiesen und quantifiziert werden. So werden m-u-t Messgeräte zur Online-Analyse und damit der unmittelbaren Prozesssteuerung eingesetzt. Dies erfolgt beispielsweise beim Ausbringen von Wirtschaftsdünger auf dem Feld, bei der Bestimmung der Maisqualität während des Erntevorgangs oder bei der Steuerung von Biogasanlagen. Somit wird ein kompletter Stoffkreislauf in der Landwirtschaft optimiert.

Clean Tech

Für einen Global Player im Bereich Zugausstattungen liefert die m-u-t AG umfangreiche Mess- und Steuertechnik. Der Kern dieser Anwendung ist die optische Sensorik für Frisch- und Abwasser im Zug. Darüber hinaus liefert die m-u-t AG heute mit Komponenten aus der nachgelagerten Elektronik und ganzen Systemen einen Added-Value für den Kunden. Das gesamte Wassermanagement im Zug wird mit Produkten von m-u-t bewerkstelligt. Ziel dieser Lösungen ist die Einsparung der Ressource Wasser und des eingesetzten Energieaufwandes.

Life Science

Ein wichtiges Sortiment für die m-u-t AG sind die Sortierautomaten für Blutprobenröhrchen. Hier werden hohe Stückzahlen von Blutproben automatisch optisch untersucht, identifiziert und entsprechend der anzuwendenden Diagnostik sortiert. Neben dem umfangreichen Know-how in der optischen Messtechnik, das zur Detektion notwendig ist, liefert die m-u-t AG hier sowohl das maschinelle Handling der Probenröhrchen als auch einen Mehrwert über die datentechnische Anbindung an die IT-Infrastruktur, sowie die mechatronische Anbindung an Analyseautomaten oder Förderbänder im Labor des Kunden.

Die m-u-t AG will in ihren Geschäftsbereichen durch den kontinuierlichen Ausbau des Vertriebs weiter wachsen sowie sich durch die Erschließung neuer Kundensegmente weitere Marktanteile sichern.

Die Schlüsselfaktoren für den Erfolg der m-u-t AG sind:

technologische Führerschaft in der Querschnittstechnik Photonik,
das interdisziplinäre Know-how unserer Mitarbeiter,
Partnerschaften mit Unternehmen, die zu den Marktführern in ihren Märkten zählen.

Zusätzlich ist geplant, dieses Wachstum durch strategische Unternehmenszukäufe zu ergänzen.

Der Produktionsstandort der Gesellschaft befindet sich in Wedel.

B. Geschäftsverlauf einschließlich Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Umsatz – und Auftragsentwicklung

Die m-u-t AG schloss das Geschäftsjahr 2011 mit einer Steigerung der Umsatzerlöse um ca. 30 % auf TEUR 18.690 ab. Der Auslandsanteil betrug ca. 18 %.

Die Strategie der m-u-t AG hat auch in 2011 zu einem deutlich verbesserten operativen Ergebnis geführt, die Planung konnte deutlich übertroffen werden. Die allgemeine Geschäftslage hat sich weiter positiv fortgesetzt.

Mit der strategischen Grundausrichtung und insbesondere mit ihren hoch qualifizierten Mitarbeitern war und ist die m-u-t AG in der Lage, komplexe Aufgabenstellungen durch innovative Lösungen für das jeweilige Kundensegment zu bedienen. Unsere Kunden erkennen und honorieren dieses. In das Geschäftsjahr 2012 konnten wir so einen Auftragsbestand von TEUR 19.015 übernehmen.

Beschaffung

Im Beschaffungsbereich, insbesondere hinsichtlich der Entwicklung der Versorgungslage bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, waren keine Unwägbarkeiten zu verzeichnen. Eine Verknappung könnte zu höheren Beschaffungspreisen und zu Verzögerungen bei Lieferungen führen.

Die m-u-t AG sichert durch ihre Einkaufs- und Vorratspolitik im Wesentlichen durch Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten die mittelfristige Belieferung kritischer Komponenten. Unkritische Komponenten werden zur kurzfristigen Bedarfsdeckung zeitnah beschafft. Sofern langfristige Abnahmeverträge mit Kunden bestehen, werden in großem Umfang korrespondierende Rahmenverträge mit Lieferanten abgeschlossen. Dies dient neben der Mengenabsicherung der benötigten Komponenten auch der Sicherung der Einkaufspreise. In der Bevorratung und insbesondere bei lieferkritischen Bauteilen werden entsprechende Lagermengen vorgehalten, ebenso im Kleinserienbereich.

Fertigung

Der Fertigungsbereich ist ausreichend in der Lage die benötigten Produkte herzustellen. Eine Vielzahl von Zwischenprodukten wird von Fremdfertigern erstellt. Das Know-how zur Komplettierung der Produkte verbleibt bei der m-u-t AG. Das Produktsortiment wird permanent mit „make or buy“ Analysen daraufhin untersucht, ob bei mindestens gleich bleibender Qualität eine kostengünstigere Fremdfertigung des gesamten Produktes oder von Teilkomponenten erfolgen sollte ohne damit ein nicht vertretbares Belieferungsrisiko zu erzeugen. Die Strategie, nur Kleinserien und Prototypen komplett im eigenen Haus zu fertigen, sicherte nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit unseres Leistungsspektrums, sondern bietet insbesondere hinreichende Gewähr dafür, dass die Geschäftstätigkeit diesbezüglich auch zukünftig mit Erfolg betrieben werden kann.

Es konnte in 2011 flexibel auf Beschäftigungsschwankungen reagiert werden. Sofern das Erfordernis vorlag, wurden für Kapazitätsanpassungen Leiharbeiter genutzt.

Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden im Wesentlichen Ersatzinvestitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen in Höhe von TEUR 405 vorgenommen.

Im Jahr 2011 wurde vertragsgemäß die Übernahme weiterer 44 % Anteile an der tec 5 AG ausgelöst. Der Kaufpreis beruht zu einem wesentlichen Teil auf dem Ergebnis der tec 5 AG für 2011 und wird erst nach der Feststellung des Jahresabschlusses endgültig ermittelt. Der vorläufige Kaufpreis wurde mit TEUR 7.200 bestimmt. Vertragsgemäß wird der wesentliche Teil der Zahlung noch in 2012 erfolgen. Die Finanzierung ist hinreichend sichergestellt.

Avantes Holding B.V.

Im Geschäftsjahr 2008 wurde eine 51 % Beteiligung an der Avantes Holding B.V. erworben. Das Unternehmen ist auf die Miniaturisierung von Spektroskopiegeräten sowie Softwarelösungen für die Online-Messung und Analyse spezialisiert. Entwickelt und produziert werden Spektrometer, Lichtquellen für UV, VIS und NIR sowie Fiber Optic, Zubehör und kundenspezifische Anpassungen. Die Produkte der Avantes finden Anwendung in der Biotechnologie, Chemie, Kolorimetrie, Lebensmittelindustrie, Inline Process Kontrolle, Radiometrie und Dünnschicht Analyse.

Avantes ist insbesondere im Bereich der großvolumigen Distribution von kompakten Spektroskopiegeräten mit hohem Preis-/Leistungsverhältnis und Fiber Optic Applikationen für verschiedene Industrien tätig. Diesen Massenmarkt hat die m-u-t AG bisher nicht erschlossen. Mit dieser Akquisition rundet die m-u-t Gruppe den Markt für Spektroskopielösungen nach unten ab.

Neben erwarteten Einkaufsvorteilen ergibt sich auch eine höhere Wahrnehmung der m-u-t AG im Spektroskopiemarkt.

Die Möglichkeiten zum Erwerb der restlichen Unternehmensanteile der Avantes Holding B.V. (ab dem Jahresende 2013 und ab dem Jahresende 2017 jeweils hälftig) sind gegeben.

m-u-t Aviation-Technology GmbH

Die m-u-t Aviation-Technology GmbH befasste sich bisher mit Produkten zur Brandfrüherkennung und mit luftfahrtnahen Produkten.

Zum Ende des Jahres 2011 erfolgte der Beschluss, die weitere Entwicklung und den Ausbau des Bereiches mit Produkten in der Luftfahrt einzustellen. Der Entschluss wurde vom Aufsichtsrat unterstützt und entsprechend gebilligt. Diese Entscheidung fiel im Hinblick auf die begrenzten Ressourcen. Der Fokus liegt nunmehr auf Projekten, die eine schnellere Amortisation versprechen. Um die Gesellschaft weiter wirtschaftlich sinnvoll zu entwickeln, werden die Ressourcen genutzt um darüber das Agrargeschäft zu betreiben. Im Gegenzug wird künftig das Geschäft der Brandfrüherkennung durch die m-u-t AG fortgeführt.

tec 5 AG

Im Geschäftsjahr 2007 wurde eine 51 % Beteiligung an der tec 5 AG erworben. Die tec 5 AG entwickelt und fertigt qualitativ hochwertige, innovative Produkte für die Detektorarrayspektroskopie von OEM Komponenten sowie Ansteuerelektroniken, bis hin zu kompletten UV/VIS/NIR Spektrometersystemen für eine Vielzahl von Anwendungen. Mit dieser Akquisition hat die m-u-t Gruppe den Markt für Spektroskopielösungen nach oben abgerundet.

Der Vorstand der m-u-t AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrates gemäß Zustimmungsbeschluss vom 28.03.2011 den verbleibenden Minderheitsgesellschaftern der tec 5 AG die Ausübung der Calloption zum Erwerb weiterer 44 % Anteile fristgemäß erklärt (siehe dazu auch „Investitionen“).

OMW Optische Messtechnik GmbH i.L.

Die OMW, Optische Messtechnik Wismar GmbH i. L., wird in 2012 ein umfangreiches Projekt fortführen und gemäß Planung auch beenden. Da kein Folgeprojekt geplant ist, wird die Gesellschaft nach Abschluss des Projektes liquidiert.

Finanzierung

Es sind erhebliche Eigenmittel aus der Kapitalerhöhung im Vorjahr vorhanden. Ein Teil der Eigenmittel wurde neben einer zusätzlichen Fremdfinanzierung in Höhe von 2,0 Mio. EUR für Verpflichtung aus dem earn-out bei der Avantes B.V. verwendet. Die weiteren Mittel werden unter anderem eingesetzt, das externe Wachstum und die Übernahme der zusätzlichen Anteile an der tec 5 AG zu finanzieren. Neben den Eigenmitteln werden dazu auch weitere Fremdmittel verwandt.

Auftragsbestand

In das Geschäftsjahr 2012 konnte ein Auftragsbestand von TEUR 19.015 übernommen werden.

Geschäftsergebnis

Die m-u-t AG schloss das Jahr 2011 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 826 (Vj.: TEUR 467) ab.

Die Gesamtleistung stieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.377. Der Materialaufwand stieg um TEUR 2.731, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 1.013. Außerdem stieg der Personalaufwand um TEUR 855. Die Abschreibungen reduzierten sich um TEUR 82.

Personalentwicklung

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg in 2011 um 6 % auf 127 (Vj.: 120). Gleichzeitig stiegen die Lohn- und Gehaltskosten inklusive der Nebenkosten um 19 % auf TEUR 5.437.

Der Anstieg der Personalkosten resultiert u. a. aus der Einführung des Überleitungstarifvertrages zur Übernahme des ERA-Tarifvertrages der IG Metall sowie dem Aufbau der zweiten Führungsebene und dem damit verbundenen Personalaufbau mit höher qualifizierten Mitarbeitern.

Organisation

Die Organisationsstruktur hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert.

TEUR Geschäftsjahr

Wert
Vorjahr

Wert
A. KENNZAHLEN ZUR VERMÖGENS- UND KAPITALSTRUKTUR
Anlagevermögen 20.196 13.044
Gesamtvermögen 30.945 23.652
Anlagenintensität in % 65,3 55,1
Eigenkapital 14.578 13.752
Gesamtkapital 30.945 23.652
Eigenkapitalanteil in % 47,1 58,1
B. KENNZAHLEN ZUR FINANZ- UND LIQUIDITÄTSSTRUKTUR
Fremdkapital 16.368 9.900
- Flüssige Mittel 2.982 5.689
Nettoverschuldung 13.385 4.211
C. KENNZAHLEN ZUR RENTABILITÄT
Jahresüberschuss 826 467
Eigenkapital 14.578 13.752
Eigenkapitalrentabilität in % 5,7 3,4
Ordentliches
Betriebsergebnis* 1.170 858
Gesamtleistung 20.402 15.574
Umsatzrentabilität II in % 5,7 5,5
E. KENNZAHLEN ZUR PRODUKTIVITÄT
Gesamtleistung** 20.402 15.574
Personalkosten 5.437 4.582
Umsatz je 1 Euro Personalkosten 3,75 3,40
Forderungen aus L. u. L. x 360 Tage 3.224 1.523
Umsatz 18.690 14.396
Zielgewährung an Kunden (in Tagen) 62 38
Verbindlichkeiten und Wechsel aus L. u. L. x 360 Tage 372 157
Materialaufwand 8.265 5.535
Zielgewährung von Lieferanten (in Tagen) 16 10

Definitionen:

- *) Ordentliches Betriebsergebnis = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit + Finanzergebnis

- **) Gesamtleistung = Umsatzerlöse + Bestandsveränderungen + andere aktivierte Eigenleistungen

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft hat sich per 31.12.2011 um 31 % (Vj.: 29 %) erhöht. Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen an der Bilanzsumme von 65 % (Vj.: 55 %) gekennzeichnet. 10 % (Vj.: 8 %) der Bilanzsumme entfallen auf das Vorratsvermögen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben zum Ende des Geschäftsjahres 2011 einen Anteil von rd. 15 % (Vj.: 12 %). Liquide Mittel umfassen 10 % (Vj.: 24 %). Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme von 47 % (Vj.: 58 %) gekennzeichnet. Als wesentliche Quelle der Veränderungen der Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr kann die Erhöhung des Beteiligungsansatzes an der tec 5 AG identifiziert werden.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Die Reduzierung der Sachanlagen ist im Wesentlichen auf die Abschreibungen von Prototypen zurückzuführen. Die Finanzanlagen haben sich aufgrund des Ankaufes der weiteren 44 % Anteile an der tec 5 AG um 72 % auf TEUR 17.777 erhöht.

Das Umlaufvermögen ist um 2 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Insbesondere ist dies auf die Steigerung der Forderungen um 78 % im Vergleich zum Vorjahr zum Bilanzstichtag zurückzuführen.

Die Liquiditätslage war im Berichtszeitraum als gut zu bezeichnen. Am Bilanzstichtag betrug das Cashguthaben rd. TEUR 2.982 (Vj.: TEUR 5.689).

Auf der Passivseite hat sich die Eigenkapitalausstattung aufgrund des erzielten Jahresüberschusses verbessert.

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 147 % auf TEUR 8.154. Hierin ist vor allem die Rückstellung aus der Kaufpreisverpflichtung zur Übernahme der weiteren 44 % Anteile an der tec 5 AG enthalten.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten um 24 % gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 8.206 resultiert i. W. aus dem Aufbau der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung (128 %) und dem Aufbau der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (18 %). Die Vermögens- und Kapitalstruktur zeigt die solide Struktur der Unternehmensfinanzierung auf.

Als wichtige Zukunftsaufgabe wird weiterhin der konservative Umgang mit liquiden Mitteln und die rechtzeitige Beschaffung nötiger Finanzmittel gesehen.

Der Vorstand geht auch für die Zukunft von einer weiterhin soliden Finanzlage aus.

C. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

D. Prognosebericht

Die m-u-t AG orientiert sich in den Segmenten Life Science, Green Tech und Clean Tech. Auf Basis der m-u-t Kerntechnologie in der prozessintegrierten kontinuierlichen Online-Messtechnik erschließen sich zusätzlich zu bereits vorhandenen Anwendungen kontinuierlich neue Potentiale am Markt.

Aufgrund globaler Trends wie der demografischen Entwicklung, stetig knapper werdender Ressourcen und der damit verbundenen Notwendigkeit zur Effizienzsteigerung wachsen - gerade - diese Märkte zudem überproportional und weitgehend von zyklischen Schwankungen entkoppelt. Durch die Umstrukturierung im Teilkonzern der m-u-t wurde das Agrargeschäft zur Tochtergesellschaft der m-u-t Aviation-Technology GmbH verlagert. Durch diese Entscheidung wird der Umsatz in der Konzernmutter in 2012 plangemäß sinken.

Segment Life Science

Die Produkte der m-u-t AG finden in diesem Segment im Wesentlichen in der Medizintechnik und der Labortechnik Anwendung. Spektrometer und Systeme übernehmen zunehmend wichtige Aufgaben in Medizinprodukten. Portable Systeme machen Produkte in der Diagnostik mobiler und verlegen mittelfristig den Point of Care zunehmend zum Patienten in seiner gewohnten Umgebung.

Das Geschäftsfeld mit einem mittelfristig großen Wachstumspotenzial ist die Prä-/Postanalytik. Die wesentlichen Treiber der Nachfrage sind die zunehmende Alterung der Bevölkerung und die ansteigende Nutzung der Laboranalyse für die Diagnose von Krankheiten. Darüber hinaus spielen immer mehr auch wirtschaftliche Faktoren eine Rolle. Zielkunden der m-u-t AG sind neben Großlaboren (mehr als 5.000 Proben pro Tag) große Krankenhäuser (mehr als 300 Betten).

Segment Green Tech

Unter Green Tech versteht die m-u-t AG Anwendungen aus den Bereichen „Intelligent Farming“, sowie der Lebensmittel- und Getränke-Industrie. Der Schwerpunkt liegt zurzeit im erstgenannten Bereich. Optische Online-Messtechnik ermöglicht in der zunehmend industrialisierten Landwirtschaft die direkte Steuerung und Optimierung von Prozessen, von der Düngemittelausbringung über die Ernteüberwachung bis zur Tierfütterung. Um eine zunehmend wachsende Weltbevölkerung mit zunehmendem Anspruch an höherwertige Nahrungsmittel zu versorgen, werden immer neue Anwendungen für die spektroskopischen Sensoren der Gesellschaft erschlossen. Zudem unterstützt die Messtechnik die Produzenten dabei ihre Kosten- und Qualitätsanforderungen zu erfüllen.

Segment Clean Tech

Mit ihren Clean Tech Anwendungen unterstützt die Gesellschaft industrielle Produzenten und Anlagenbetreiber bei der Prozessoptimierung und nachhaltigen Einsparung von Ressourcen, Rohstoffen und Energie, bzw. bei der Erzeugung von regenerativen Energien. Hier wird mittels der m-u-t Messtechnik beispielsweise die Biogasproduktion stabilisiert. Durch die kontinuierliche zerstörungsfreie Erfassung von Produktparametern bereits in frühen Stadien des Produktionsablaufs werden Ressourceneinsatz genauso wie Ausschussmengen reduziert. Gleiches gilt für den Betrieb von Anlagen. So ermöglichen m-u-t Sensoren und Systeme beispielsweise die Einsparung von Wasser und Energie beim Betrieb von Sanitäranlagen in der Bahn.

Investitionen

Es ist geplant, unter Verwendung der Mittel aus der Kapitalerhöhung das weitere Wachstum des Unternehmens durch strategische Unternehmenszukäufe zu ergänzen.

Wettbewerber

Der für die m-u-t AG relevante Markt für Photonik-Anwendungen zeichnet sich weltweit durch eine hohe Anzahl untereinander im Wettbewerb stehender Anbieter aus. Neben einigen großen und weltweit agierenden gibt es eine Vielzahl kleinerer Unternehmen, die sich regional abgrenzen oder sich auf bestimmte Zielgruppen und Technologien spezialisiert haben. Einige der Mitbewerber oder potenziellen Wettbewerber der m-u-t AG verfügen über bessere finanzielle, produktionstechnische und personelle Ressourcen und halten in einzelnen Produktsegmenten höhere Marktanteile als die m-u-t AG.

Unternehmensprognose

Die zukünftige Geschäftsentwicklung erscheint dem Vorstand auch vor dem Hintergrund der aktuellen konjunkturellen Entwicklung derzeit weiterhin als günstig. Der Vorstand geht davon aus, die erforderlichen Maßnahmen zur weiteren ertragreichen Ausrichtung getroffen zu haben. Sollten sich in der Zukunft weitere Schritte als notwendig herausstellen, so werden diese auch künftig konsequent vollzogen.

Eine Sättigung der erschlossenen Gesamtmarktsegmente ist nach Einschätzung des Vorstandes noch lange nicht eingetreten. Als sehr aussichtsreicher Geschäftsbereich entwickelt sich weiterhin der Bereich Prä-/Postanalytik. Es wird ein Modulsystem entwickelt, um eine möglichst hohe Wiederverwendbarkeit von Komponenten für eine kostengünstige Herstellung zu erreichen und damit kundenspezifische Konfigurationen aus den bestehenden Modulen zu ermöglichen. In diesem Bereich vertreibt die Berichtsgesellschaft ihre Produkte sowohl über Großkunden, als auch im Direktvertrieb. Der Vorstand sieht hier für die nächsten Jahre ein weiteres starkes Wachstumspotenzial, da die m-u-t AG mittlerweile einen hohen Bekanntheitsgrad genießt, über Alleinstellungsmerkmale verfügt und den Markt zudem über ausländische Tochtergesellschaften weiter erschließen wird.

Der Vorstand ist zuversichtlich, zu einer positiven Unternehmensentwicklung in 2012 und 2013 zu kommen, die sich in weiter positiven Ergebnissen niederschlägt. Grundlage der Prognose ist eine Geschäftsplanung 2012 und eine diesbezügliche Grobplanung 2013. Die Prognosen wurden anhand der vorliegenden Auftragsbestände für 2012 durchgeführt.

Für die weitere positive Unternehmensentwicklung sieht die m-u-t AG weiterhin die Notwendigkeit, die Fokussierungspolitik auf skalierbare Produkte weiter fortzusetzen. Daraus resultierend kann es im weiteren Verlauf zu weiteren Einstellungen von Bereichen kommen, wenn diese nicht die Anforderungen an Skalierung und Amortisation erfüllen. Zudem setzt die m-u-t AG weiter auf die Erhöhung des Bekanntheitsgrades und der weiteren Erschließung bestehender Märkte. Kurzfristig kann es in Folge, insbesondere der Situation auf den Beschaffungsmärkten, zu Abnahmeverschiebungen oder Abnahmekürzungen kommen. Des Weiteren ist bezüglich der Projekte/Prototypen der genaue Vermarktungszeitpunkt nicht immer im Voraus exakt bestimmbar.

E. Risikobericht

Das Risikomanagement der m-u-t AG hat das Ziel, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, um durch geeignete Maßnahmen drohenden Schaden für das Unternehmen abzuwenden und eine Bestandsgefährdung auszuschließen.

Die Risikomanagementziele und -methoden sind der Gesellschaftsgröße, der flachen Hierarchiestruktur, der Mitarbeiteranzahl und dem Tätigkeitsfeld entsprechend schlank ausgeprägt.

Die m-u-t AG verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente. Diese unterstützten den Vorstand dabei, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Zur Überwachung und Steuerung der wesentlichen Risiken wird ein Risikomanagementsystem genutzt. Dadurch werden die Risiken in festgelegten Zeitabständen analysiert und relevante Abweichungen in der Risikoposition dem Vorstand gemeldet.

Die Elemente des Risikomanagementsystems sind u. a.:

die Risikosteuerung,
das Risikocontrolling und
das Risikoreporting.

Zum internen Überwachungssystem gehören u. a.:

die Anwendung von Richtlinien,
der Einsatz zuverlässiger Software (u. a. ERP Axapta),
die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals,
laufende Prüfungen,
Abweichungsanalysen,
Arbeitsanweisungen,
Regelungen zur Vertretungsvollmacht,
Maßnahmen zur Funktionstrennung.

Grundsätzlich ist eine normal mittlere Risikobereitschaft zu verzeichnen, wobei sich bietende Chancen auch aktiv angegangen werden.

Das Finanzmanagement umfasst die Themengebiete Liquiditätsmanagement, Management von Währungs-, Zins- und Rohstoffrisiken sowie Bonitäts- und Länderausfallrisiken.

Liquiditätsbeschaffungsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen wird durch aktive Liquiditätssteuerung und der Vorhaltung liquider Mittel begegnet. Die rechtzeitige Bereitstellung zukünftiger liquider Mittel ist als zentrale Zukunftsaufgabe erkannt worden.

Finanzierungszinsrisiken und Devisenwährungsrisiken werden ggfls. durch einfache derivative Finanzinstrumente (Swaps / Termingeschäfte) abgemildert. Die langfristigen Verpflichtungen sind über die Laufzeit überwiegend mit festen Zinssätzen versehen. Ein langfristiger Kredit ist mit einem variablen Zinssatz ausgestaltet und wurde langfristig mit einem Zinssicherungsinstrument abgesichert. Die in Kreditverträgen einzuhaltenden Finanzkennzahlen werden regelmäßig beobachtet. Die Währungsrisiken werden auch durch die maßgebliche Fakturierung in EUR begrenzt.

Preisänderungsrisiken bestehen im Einkauf und Verkauf, denen nur bedingt begegnet werden kann. Allerdings werden längerfristige Lieferverpflichtungen durch längerfristige Einkaufsvereinbarungen abgesichert.

Ausfallrisiken wird, soweit möglich, durch eine Warenkreditversicherung begegnet.

Hinsichtlich der Produktrisiken besteht eine Produkthaftpflichtversicherung.

Weiteren operativen Risiken, die in den Bereichen Produktion, Logistik, Forschung und Entwicklung sowie durch den Einsatz von IT entstehen, kommt im Vergleich eine eher untergeordnete Bedeutung zu, denen aber durch Verbesserung der Prozessabläufe begegnet wird. Zudem gibt es zahlreiche schriftliche Unterlagen, in denen die jeweils geeigneten Abläufe beschrieben werden. Kritische Hardware wird vorgehalten. Die Daten werden kontinuierlich gesichert und gegen Untergang geschützt aufbewahrt.

Grundsätzlich bestehen darüber hinaus auch allein im Tätigwerden in einer hochentwickelten Wirtschaft (mit all ihren Rechten) Risiken. Mögliche Änderungen des rechtlichen Umfelds werden hinsichtlich ihrer Wirkungen frühzeitig evaluiert.

Im Folgenden sei näher auf bestimmte Einzelrisiken eingegangen:

- Fertigung:

Der Fertigungsbereich muss ausreichend in der Lage sein, die benötigten Produkte herzustellen. Eine Vielzahl von Zwischenprodukten wird von Fremdfertigern erstellt. Das Know-how zur Komplettierung der Produkte verbleibt bei der m-u-t AG. Das Produktsortiment wird permanent mit „make or buy“ Analysen daraufhin untersucht, ob bei mindestens gleich bleibender Qualität eine kostengünstigere Fremdfertigung des gesamten Produktes oder von Teilkomponenten erfolgen sollte ohne damit ein nicht vertretbares Belieferungsrisiko zu erzeugen.

- Beschaffung:

Die Einkaufs- und Vorratspolitik sichert der m-u-t AG durch Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten die mittelfristige Belieferung kritischer Komponenten. Sofern langfristige Abnahmeverträge mit Kunden bestehen, werden korrespondierende Rahmenverträge mit Lieferanten abgeschlossen. Dies dient neben der Mengenabsicherung der benötigten Komponenten auch zur Sicherung der Einkaufspreise. Da nunmehr die Beschaffungspreise steigen, könnte die Rohmarge sinken, soweit diese Steigerungen nicht an die Kunden weitergereicht werden können.

- Prototypen/Tochtergesellschaften

In den Sachanlagen sind Prototypen aktiviert worden. Deren Werthaltigkeit ist von der weiteren bzw. künftigen Vermarktung von Serienerzeugnissen etc. und der damit verbundenen Nutzung abhängig. Sollte sich die Vermarktungsfähigkeit nicht wie geplant einstellen, können Sonderabschreibungen auf das Sachanlagevermögen die Folge sein. Entsprechendes gilt für die Anteile an einer Tochtergesellschaft, die ebenfalls im Wesentlichen einen Prototypen aktiviert hat.

Die Werthaltigkeit der Prototypen wird mithilfe von Barwertüberlegungen eingeschätzt, wobei diese erheblichen Ermessenspielräumen unterliegen und man in diversen Fällen auf die Absatz- und Ertragseinschätzungen von Partnern angewiesen ist.

Deshalb verfolgt der Vorstand auch eine mit diesen Aspekten verbundene vorsichtige Dividendenpolitik.

- Verträge mit wesentlichen industriellen Großkunden (Direktkunden) bzw. Vertriebspartnern der m-u-t AG könnten geändert oder gekündigt werden.

Die m-u-t AG hat in der Vergangenheit den wesentlichen Teil ihrer Umsatzerlöse mit sehr wenigen industriellen Großunternehmen und Endkunden ("Direktkunden") erwirtschaftet. Sollten einzelne solcher Direktkunden wegfallen oder sollte die m-u-t AG nicht in der Lage sein, entsprechende Kundengruppen in Zukunft zu erschließen, könnte dies wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Die Strategie der vergangenen Jahre, den Umsatzanteil einzelner Großkunden am Gesamtumsatz der Gesellschaft in eine gesunde Relation zu bringen, wird forciert werden.

- Exklusivitätsrechte der Großkunden

Wie bereits dargestellt, wird ein erheblicher Teil der Umsätze der Gesellschaft durch den Vertrieb der entwickelten Produkte durch einzelne Großkunden generiert. Dieser Vertrieb, der von der m-u-t AG entwickelten und hergestellten Produkte erfolgt, soweit die Produkte speziell für den jeweiligen Großkunden gebaut und konfiguriert worden sind, oftmals aufgrund von vertraglich eingeräumten exklusiven Vertriebsrechten. Da die m-u-t AG somit nicht das Recht zum Vertrieb dieser für den jeweiligen Kunden speziell gebauten und konfigurierten Produkte an andere Kunden hat, fehlt ihr insoweit ein eigenes Vertriebsnetz. Sollte einer der Großkunden den Vertrieb der von der m-u-t AG hergestellten und entwickelten Produkte einstellen, besteht das Risiko von erheblichen Umsatz- und Ertragseinbußen, sowie von erhöhten Aufwendungen zum Aufbau eines eigenen Vertriebsnetzes. Dieses Risiko wird fortlaufend beobachtet.

- Haftung aus Zuwendungsbescheiden

Die Gesellschaft, die m-u-t Aviation-Technology GmbH und die OMW Optische Messtechnik GmbH i.L. haben staatliche Subventions- und Zuwendungsleistungen erhalten, deren Mittelbindungsfristen noch nicht vollständig ausgelaufen sind. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass insoweit Rückforderungsansprüche erhoben werden, wenn eine Verletzung der zugrunde liegenden Bedingungen einträte.

- Die Geschäftspolitik und -tätigkeit der m-u-t AG ist durch einen nicht unerheblichen Finanzierungsbedarf geprägt, was zu Liquiditätsengpässen bei zu niedrigem Cash Flow führen kann. Die von der m-u-t AG vertriebenen Produkte basieren in der Regel auf Komponenten, die von Zuliefer-Partnern bezogen werden. Teilweise ist es der m-u-t AG möglich, mit ihren Zulieferern Zahlungsziele zu vereinbaren und/oder mit ihren Vertriebspartnern und Direktkunden Vorauszahlungsvereinbarungen zu treffen. Einen nicht unerheblichen Teil der von der m-u-t AG vertriebenen Produkte muss die m-u-t AG allerdings vorfinanzieren. Der von der m-u-t AG vorzufinanzierende Bestand ist umso umfangreicher, je mehr die m-u-t AG eine kurzfristige Lieferfähigkeit sicherzustellen bemüht ist.

Daneben werden erhebliche Mittel in der umfangreichen Entwicklungstätigkeit frühzeitig gebunden, die erst sehr spät – gegebenenfalls nach mehreren Jahren - über die Vermarktung von Serienprodukten zu Rückflüssen führt. Hierzu wird auf die Ausführungen zu „Forschung und Entwicklung“ unter dem Gliederungspunkt F verwiesen.

Dies gilt ebenso für zu unterstützende Tochtergesellschaften mit ihrerseits umfangreicher Entwicklungstätigkeit.

In dem Übernahmevertrag zum Kauf der Avantes Holding B.V. sind Optionen zum Erwerb weiterer Anteile enthalten, die zur kompletten Übernahme der Firma führen kann. Die nötigen Finanzmittel zur möglicherweise vollständigen Übernahme der Avantes Holding B.V. (ab 2013 erstmals Erklärung zur Übernahme von etwa der Hälfte der verbliebenen Anteile möglich. Im Folgejahr wäre eine solche Erklärung zahlungswirksam; die Übernahme der restlichen Anteile könnte erstmals zum 31.12.2017 mit der zahlungswirksamen Konsequenz in 2018 erklärt werden) müssen rechtzeitig beschafft werden.

Die genannten Faktoren sind in nur eingeschränktem Maße planbar und werden deshalb fortlaufend beobachtet.

- Der Wettbewerbs- und Preisdruck könnte zunehmen.

Der für die m-u-t AG relevante Markt für Photonik-Anwendungen zeichnet sich weltweit durch eine hohe Anzahl untereinander im Wettbewerb stehender Anbieter aus. Neben einigen großen und weltweit agierenden Anbietern gibt es eine Vielzahl kleinerer Unternehmen, die sich regional abgrenzen oder sich auf bestimmte Zielgruppen und Technologien spezialisiert haben. Einige der Wettbewerber oder potenziellen Wettbewerber von m-u-t AG verfügen über bessere finanzielle, produktionstechnische und personelle Ressourcen und halten in einzelnen Produktsegmenten höhere Marktanteile als die m-u-t AG. Darüber hinaus könnten Kunden gerade in dem sensiblen Geschäft von Photonik-Anwendungen, beispielsweise im Bereich der Luftfahrt oder Medizintechnik aus grundsätzlichen Erwägungen etablierte Großunternehmen gegenüber der m-u-t AG vorziehen. Sollte sich die m-u-t AG gegen ihre Wettbewerber nicht behaupten können oder sollten die Produkte und Dienstleistungen der m-u-t AG nicht mehr in dem bisherigen Umfang vom Markt akzeptiert und nachgefragt werden, drohen Preissenkungen, Umsatzrückgänge und der Verlust von Marktanteilen. Der zukünftig im Bereich der Photonik-Anwendungen mögliche Wettbewerbsdruck stellt insofern ein schwer kalkulierbares Risiko für die m-u-t AG dar. Positive Marktchancen könnten hier außerdem insbesondere durch internationale Technologieunternehmen erkannt werden und diese zu dem Angebot von eigenen Applikationen veranlassen. Hierdurch könnte sich der Wettbewerbs- und Preisdruck auf die m-u-t AG wesentlich erhöhen. Dieser Prozess könnte in einzelnen Teilmärkten zu einem Verdrängungsprozess mit hieraus resultierenden Umsatzeinbußen führen und damit wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Die genannten Faktoren sind in nur eingeschränktem Maße planbar und werden deshalb laufend beobachtet.

Alle aufgeführten Risiken stellen für den Vorstand derzeit keine Bestandsgefährdungen dar.

Der Vorstand geht insgesamt davon aus, dass die Risiken für die Gesellschaft handhabbar sind. Da Chancen auch das Gegenteil von Risiken sind, wird der Umgang mit Risiken als Chance aufgefasst, die ergriffen werden soll.

F. Sonstige Angaben

Forschung und Entwicklung

Forschung wird in der Regel mit Kooperationspartnern betrieben und oftmals auch durch öffentliche Fördergeber bezuschusst. Darüber hinaus wird die konkrete Produktentwicklung betrieben, die sich aufwandswirksam darstellt.

In 2011 betrug der Aufwand für Forschung und Entwicklung ca. EUR 1,1 Mio. Schwerpunkte waren die Zukunftssegmente Biogas, Agrar und Prä-/Postanalytik.

Im Folgenden seien einige Projekte erwähnt:

Spektroskopie/Sensorik

Online-Prozesskontrolle in der industriellen Massenproduktion

Das von m-u-t im Kundenauftrag entwickelte optische Messsystem zur Online Prozesskontrolle in der industriellen Massenproduktion wurde 2011 in den Markt eingeführt. Mit dem Einsatz dieser Clean Tech Applikation werden bei Steigerung der Qualität Ressourcen wie Farbe und Wasser gespart. In England wurden bei einer der größten Zeitschriftenkonzerne der Welt fünf Systeme mit insgesamt 20 Messköpfen installiert und in Betrieb genommen. Durch diese Installation und anschließenden Tests besteht die Möglichkeit, an der vom Kunden geplanten weltweiten Ausstattung seiner Drucktürme mitzuwirken.

NIR Sensorik für Erntemaschinen

2011 konnte die vom Feldmaschinenhersteller Claas beauftragte Entwicklung für die Online-Anaylse von Erntegut auf Feldhäckslern bis zur Herstellung von Prototypen und umfangreichen Feldtests in der Erntesaison 2011 vorangetrieben werden. Gemeinsam mit dem Kunden wurde die m-u-t AG anlässlich der weltgrößten Messe für Agrartechnik, der Agritechnica in Hannover, mit einer Silbermedaille der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) für diese innovative Green Tech Applikation ausgezeichnet.

Gasmesstechnik

Für einen Bestandskunden aus der Energieversorgung hat die m-u-t AG einen Rahmenauftrag zur Fertigung von 1.250 optischen Multigassensoren erhalten, die 5 bzw. 8 Gase simultan mit hoher Genauigkeit messen können. Dieser Auftrag in einem Gesamtvolumen von 2,5 Mio. EUR erstreckt sich über drei Jahre. Zusätzlich wurde die Entwicklung eines neuen Sensortyps in Auftrag gegeben, der zusätzliche Gase messen soll.

Steuertafeln und Sensorik für Zugsysteme

Der Weltmarktführer für Zugsanitärsysteme hat bei der m-u-t AG im Jahre 2011 Aufträge in Höhe von über 6 Mio. EUR platziert. Auf Basis optischer Technologie bietet die Gesellschaft in diesem Bereich komplette Systeme an, die Wasser und Energie einsparen und somit für einen umweltfreundlichen und wirtschaftlichen Betrieb sorgen. Aufgrund hoher Nachfrage aus den Märkten wurde mit diesem Auftragseingang das Volumen dieser langjährigen Geschäftsbeziehung im vergangenen Jahr verdoppelt. Dies umfasst sowohl den Bereich der Sensorik und Elektronik für Sanitärsysteme als auch den erst 2009 eingeführten Bereich neuer Schalttafelkonzepte, der sich damit in kürzester Zeit als strategisch wichtige Produktlinie etabliert hat.

Prä- und Postanalytik/Medizintechnik

Sortierautomaten für Blutproben in medizinischen Laboren

Die weltweit operierende Sonic-Gruppe (Kette von Life Science Laboren) hat drei wichtige Aufträge für insgesamt elf Geräte HCTS2000 MK2 (5 für Deutschland, 6 für USA) platziert, die eine weitreichende Referenzwirkung für Europa und Nordamerika haben kann. Der nach wie vor steigende Bedarf an kostengünstigen Lösungen für die wachsenden logistischen Aufgaben in immer größer werdenden medizinischen Laboren wurde damit erneut belegt.

Wichtiger Meilenstein im Auftrag für Marktführer in der Blutanalytik

Im letzten Quartal 2010 hat einer der weltgrößten Hersteller für Blutprobenanalyzer den Konzern mit der Entwicklung und Fertigung einer Eingangseinheit für die nächste Generation von Analyseautomaten beauftragt. In der ersten Phase dieses langjährigen Projektes konnten nach nur sieben Monaten Entwicklungszeit im Juni 2011 die ersten Prototypen gefertigt werden. Damit hat m-u-t erneut seine Kompetenz in der effizienten und schnellen Entwicklung von Hochtechnologie unter Beweis gestellt. Time-to-market war bei diesem Projekt einer der ausschlaggebenden Gründe für die Auftragserteilung an die Gesellschaft. Derzeit wird die Fertigung der Pilotserie von ca. 50 Geräten vorbereitet.

Automatisierung in der Kontrolle von flexiblen Endoskopen

Der europäische Marktführer für flexible Endoskope für medizinische Anwendungen hat 2011 für die verschiedenen Produktlinien Aufträge über mehrere Mio. EUR mit einer mehrjährigen Laufzeit platziert. Die m-u-t AG konnte damit das Geschäft mit einem wichtigen Bestandskunden fortführen, obwohl einige Produktlinien abgekündigt wurden.

Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden nicht unterhalten.

Wedel, 30. März 2012

Heino Prüß

Holger Hönck

Sascha Otto

Bilanz zum 31. Dezember 2011

AKTIVA

31.12.2011

EUR
31.12.2010

EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 83.353,52 0,00
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 238.414,00 280.910,00
3. geleisteteAnzahlungen 0,00 26.550,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 25.064,00 43.174,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.072.459,00 2.320.254,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 21.510,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.758.251,94 10.332.665,74
2. Beteiligungen 18.739,87 18.739,87
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 3.067.247,65 1.896.292,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.615.886,65 2.048.865,67
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 79.765,78 (VJ EUR 99.950,00)
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 950.801,53 816.415,91
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (VJ EUR 0,00)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.982.205,28 5.689.382,18
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 132.894,46 157.603,21
davon Disagio: EUR 94.509,08 (VJ EUR 107.812,96)
30.945.317,90 23.652.363,07
PASSIVA
31.12.2011

EUR
31.12.2010

EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 4.350.000,00 4.350.000,00
II. Kapitalrücklage 8.934.724,25 8.934.724,25
III. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 1.292.931,55 467.329,24
B. RÜCKSTELLUNGEN 8.153.655,05 3.295.565,88
C. VERBINDLICHKEITEN 590.227,26 454.209,17
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 590.227,26 (VJ EUR 454.209,17)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren EUR 0,00 (VJ EUR 0,00)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.808.762,32 5.788.588,20
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.112.282,32 (VJ EUR 914.355,53)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren EUR 1.020.165 (VJ EUR 997.165)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 806.955,84 359.672,63
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 806.955,84 (VJ EUR 359.672,63)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren EUR 0,00 (VJ EUR 0,00)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 8.061,63 2.273,70
30.945.317,90 23.652.363,07

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011

31.12.2011

EUR
31.12.2010

EUR
1. Rohergebnis 12.136.534,50 10.038.876,40
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 4.550.816,58 - 3.817.658,58
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 886.029,16 - 764.392,79
davon für Altersversorgung EUR 71.714,29 (Vj. EUR 40.744,06)
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen - 658.869,04 - 740.624,22
davon außerplanmäßige Abschreibungen EUR 150.000,00 (Vj.320.074,00)
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 4.870.755,21 - 3.857.987,57
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 30.325,81 14.091,89
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 16.873,72)
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 - 8.250,00
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 8.250,00)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 380.733,41 - 388.922,42
davon Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 6.841,99 (Vj.: EUR 766,42)
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 819.656,91 475.132,71
9. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0,00
10. Außerordentliches Ergebnis 0,00 0,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10.221,40 8.266,47
12. Sonstige Steuern - 4.276,00 - 16.069,94
13. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 825.602,31 467.329,24
14. Gewinnvortrag 467.329,24 0,00
15. Bilanzgewinn 1.292.931,55 467.329,24

Entwicklung des Anlagevermögens 2011

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2011

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
31.12.2011

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnlich Rechte und Werte 0,00 83.353,52 0,00 0,00 83.353,52
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.003.749,79 36.070,71 0,00 26.550,00 1.066.370,50
3. Geleistete Anzahlungen 26.550,00 0,00 0,00 - 26.550,00 0,00
1.030.299,79 119.424,23 0,00 0,00 1.149.724,02
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 394.676,40 0,00 100.026,72 0,00 294.649,68
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.559.465,03 285.998,33 20.340,14 21.510,00 5.846.633,22
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 661.590,96 0,00 0,00 - 21.510,00 640.080,96
6.615.732,39 285.998,33 120.366,86 0,00 6.781.363,86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 12.698.272,96 7.425.586,20 0,00 0,00 20.123.859,16
2. Beteiligungen 26.989,87 0,00 0,00 0,00 26.989,87
12.725.262,83 7.425.586,20 0,00 0,00 20.150.849,03
20.371.295,01 7.831.008,76 120.366,86 0,00 28.081.936,91
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2011

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
31.12.2011

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnlich Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 722.839,79 105.116,71 0,00 0,00 827.956,50
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
722.839,79 105.116,71 0,00 0,00 827.956,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 351.502,40 7.293,00 89.209,72 0,00 269.585,68
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.239.211,03 546.459,33 11.496,14 0,00 3.774.174,22
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 640.080,96 0,00 0,00 0,00 640.080,96
4.230.794,39 553.752,33 100.705,86 0,00 4.683.840,86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 2.365.607,22 0,00 0,00 0,00 2.365.607,22
2. Beteiligungen 8.250,00 0,00 0,00 0,00 8.250,00
2.373.857,22 0,00 0,00 0,00 2.373.857,22
7.327.491,40 658.869,04 100.705,86 0,00 7.885.654,58
Buchwerte
31.12.2010

EUR
31.12.2010

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnlich Rechte und Werte 83.353,52 0
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 238.414,00 280.910,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 26.550,00
321.767,52 307.460,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 25.064,00 43.174,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.072.459,00 2.320.254,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 21.510,00
2.097.523,00 2.384.938,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 17.758.251,94 10.332.665,74
2. Beteiligungen 18.739,87 18.739,87
17.776.991,81 10.351.405,61
20.196.282,33 13.043.803,61

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011

der m-u-t AG Meßgeräte für Medizin- und Umwelttechnik, Wedel

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt.

Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Aktien sind im Freiverkehr, der kein organisierter Markt gem. § 2 V WpHG ist, zugelassen. An der FWB Frankfurter Wertpapierbörse werden sie im Entry Standard des Open Market gehandelt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Entgegen dem Vorjahr erfolgt der Ausweis von Aufwendungen aus Personalübernahme externer Dienstleister wegen zunehmender Wesentlichkeit nicht mehr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sondern unter den bezogenen Leistungen (TEUR 898). Der Vorjahresausweis (TEUR 469) wurde nicht geändert.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren ansonsten unverändert die nachfolgend erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden im Geschäftsjahr erstmalig gem. § 248 Abs. 2 HGB zu Herstellungskosten aktiviert. Es handelt sich hier um die Erstellung von ERP-Software, deren Inbetriebnahme voraussichtlich ab dem Geschäftsjahr 2012 erfolgt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 bis 10 Jahre; lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt linear.

In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Werte der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Für den geringen, seit mehreren Geschäftsjahren gleichbleibenden Bestand an Kleinmaterial wurde ein auf Basis des durchschnittlichen Einkaufspreises ermittelter Festwert angesetzt.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse / Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten unter Einbeziehung der notwendigen Gemeinkosten sowie unter Beachtung des Niederstwertprinzips gemäß § 255 Abs. 2 HGB.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung von Preissteigerungen notwendig ist. Für Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit einem durchschnittlichen marktüblichen Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte für Forderungen bzw. Verbindlichkeiten mit dem am Abschlussstichtag gültigen Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB. § 256a S. 2 HGB wurde beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände

In 2011 erfolgte die eigene Erstellung von ERP Software auf Basis von Microsoft Dynamics AX 2009 individuell nach den Bedürfnissen der Gesellschaft. Die Betriebsbereitschaft ist nach der Datenmigration in 2012 geplant.

Insgesamt betrugen die Aufwendungen für Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres TEUR 1.100, davon entfiel entsprechend auf die Entwicklung der aktivierten Software bis zum 31.12.2011 ein Betrag von TEUR 83.

Die Herstellungskosten umfassen gem. § 255 Abs. 2 HGB neben den Personalkosten, inkl. notwendiger Gemeinkosten, auch Aufwendungen für externe Dienstleister.

Sachanlagen

Im Sachanlagevermögen sind die Herstellungskosten von eigenen Prototypen mit einem Gesamtvolumen von TEUR 1.659 aktiviert. Die Abschreibung der Prototypen erfolgt planmäßig.

Finanzanlagen

Angaben zum Anteilsbesitz

Anteile an Unternehmen mit einer unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungsquote von mehr als 20 % bestehen wie folgt:

Unmittelbare Beteiligungen Währung Unmittelbare Beteiligung

in %
Eigenkapital (100 %)

in EUR
Jahresergebnis*) (100 %)

in EUR
m-u-t Aviation Technology GmbH, Hamburg EUR 90,91 1.212.235,38 - 151.314,44
OMW Optische Messtechnik GmbH i. L., Wismar EUR 100,00 214.333,48 121.119,17
m-u-t Asia Ltd Hongkong EUR 100,00 - 98.660,61 - 29.300,91
m-u-t America Inc. Richmond, USA EUR 100,00 - 218.268,25 - 157.663,27
Tec 5 AG Oberursel EUR 95,00 4.655.540,14 1.211.350,13
Avantes Holding BV Eerbeek, NL EUR 51,00 4.022.862,00 961.921,00
RKT Systems GmbH i.I., Hamburg EUR 25,00 k.a. k.a.
Mittelbare Beteiligungen Währung Mittelbare Beteiligung

in %
Eigenkapital (100 %)

in EUR
Jahresergebnis*) (100 %)

in EUR
Tochtergesellschaften tec5 AG:
Tec 5 USA Inc. Plainview, USA EUR 48,45 1.680.816,14 776.888,48
Tec 5 UK Ltd Southend on Sea, UK EUR 48,45 49.349,93 - 21.067,88
Tochtergesellschaften Avantes Holding B.V. Avantes BV NL Eerbeek, NL EUR 50,75 2.764.963,00 677.601,00
Avantes China Beijing, China EUR 30,60 261.222,00 58.115,00
Avantes Hongkong Hongkong EUR 30,60 128.496,00 198.370,00
Avantes America Inc. Broomfield, USA EUR 51,00 396.273,00 179.837,00
Avantes UK Ltd. Leatherhead (Surrey/Großbritannien) EUR 51,00 119.717,00 0,00

* Daten auf Basis der in den Konzernabschluss eingegangenen Daten.

Umrechnungskurse

Per 31.12.2011:

HKD / EUR: 10,0510
USD / EUR: 1,2939
GBP / EUR: 0,8353
CNY / EUR: 8,1588

Die im Kaufvertrag vom 17.12.2007 eingeräumte Möglichkeit zum Erwerb weiterer Aktien an der tec 5 AG wurde am 28.03.2011 durch Ausübung der Calloption über den Erwerb von weiteren ca. 44 % der Anteile an der tec 5 AG wahrgenommen.

Nunmehr werden ca. 95 % der Anteile an der Gesellschaft gehalten. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile werden auf ca. 7,2 Mio. EUR geschätzt. Der Kaufpreis für die restlichen Aktien wird in Abhängigkeit des Ergebnisses der tec 5 AG unter Korrektur einmaliger Effekte noch final ermittelt. In korrespondierender Höhe wurde eine Rückstellung für die Kaufpreisverpflichtung bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen des Geschäftsjahres gegen verbundene Unternehmen resultieren i. W. aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Es besteht zum Bilanzstichtag ein Zinscap zur Fixierung des Zinssatzes eines Darlehens mit einem Nominalwert von TEUR 1.300 mit einem Buchwert, der in etwa dem Zeitwert entspricht, von TEUR 21.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist durch folgenden Eigenkapitalspiegel dargestellt:

Stand 01.01.2011

EUR
Zugänge

EUR
Stand 31.12.2011

EUR
gezeichnetes Kapital 4.350.000,00 0,00 4.350.000,00
Kapitalrücklagen aus Agio 8.934.724,25 0,00 8.934.724,25
Bilanzgewinn 467.329,24 825.602,31 1.292.931,55
Eigenkapital gesamt 13.752.053,49 825.602,31 14.577.655,80

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital ist zum Stichtag in 4.350.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital á EUR 1,00 eingeteilt. Bei allen Aktien handelt es sich um Stammaktien mit je einem Stimmrecht.

potentielles Grundkapital:

In der Hauptversammlung vom 15.07.2011 ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 14.07.2016 ermächtigt worden, das Grundkapital durch Ausgabe neuer nennwertloser Inhaber-Stückaktien um bis zu EUR 2.175.000 einmalig oder mehrmalig gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Das Bezugsrecht der Altaktionäre kann dabei mit Zustimmung des Aufsichtsrates ausgeschlossen werden. Die Bestimmungen zum genehmigten Kapital finden sich in § 4 (3) der Satzung.

Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklage beinhaltet Beträge, die bei der Ausgabe von Aktien über den rechnerischen Wert hinaus erzielt wurden (Agio).

Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

sonstigen Rückstellungen

Unter den sonstigen Rückstellungen erfolgt im Wesentlichen der Ausweis von Kaufpreisverpflichtungen aus dem Erwerb von weiteren 44 % der Anteile an der tec 5 AG (TEUR 7.200) sowie von Garantieverpflichtungen (TEUR 385), ausstehenden Rechnungen (TEUR 156), Personalrückstellungen (TEUR 120), Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten (TEUR 105) und Rückstellungen für Kundenboni (TEUR 79). Die Kaufpreisverpflichtung ist mit einem Anteil von TEUR 6.267 innerhalb eines Jahres fällig. Die verbleibenden sonstigen Rückstellungen sind hingegen im Wesentlichen kurzfristig.

Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfällt ein Anteil von TEUR 1.020 auf Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre.

Die Besicherungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Stichtag umfassen:

Verpfändung von Patenten, Marken, Gebrauchs- und Geschmacksmustern,
Verpfändung der Aktien vom Tochterunternehmen tec5 AG.

Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sind zum Teil durch Eigentumsvorbehalte der Lieferanten abgesichert.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 280 (Vj.: TEUR 280). Davon entfallen einerseits TEUR 30 (Vj.: TEUR 30) auf Bürgschaften zugunsten verbundener Unternehmen und andererseits – im Zusammenhang mit der Immobilienanmietung - TEUR 39 (Vj.: TEUR 39) mittelbar zugunsten eines Aufsichtsratsmitglieds sowie TEUR 39 (Vj.: TEUR 39) mittelbar zugunsten eines Vorstandsmitglieds.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Bereich Mieten (TEUR 1.676), Leasing von Fahrzeugen und Geräten (TEUR 275) betragen insgesamt TEUR 1.951 und dienen der Liquiditätsschonung und Flexibilität. Die durchschnittliche jährliche Verpflichtung beträgt ca. TEUR 398. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen dem 31.12.2011 und dem 31.12.2016.

Es entstehen im Options-Ausübungsfall Erwerbsverpflichtungen für die restlichen Unternehmensanteile an der Avantes Holding B.V. (ab dem Jahresende 2013 und ab dem Jahresende 2017 jeweils hälftig) mit erheblicher finanzieller Belastung. Der mögliche Finanzierungsumfang wird im Options-Ausübungsfall in Abhängigkeit variabler Bestandteile auf einen mittleren einstelligen Millionenbetrag geschätzt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren zu rd. 82 % (Vj.: ca. 85 %) aus Lieferungen und Leistungen an Kunden in Deutschland.

TEUR
Deutschland und Europa 16.910
Amerika 1.385
Asien 395
Gesamt 18.690

Die Umsätze setzen sich zu 38 % aus dem Bereich „Laborautomation und Medizintechnik“ und zu 62 % aus dem Bereich „Spektroskopie und Sensorik“ zusammen.

Sonstige betriebliche Erträge

Der Ausweis beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus öffentlichen Aufwandszuschüssen für Forschung und Entwicklung in Höhe von (TEUR 380) sowie Erträge aus realisierten Kursgewinnen (TEUR 173), Erträge aus Sachbezügen (TEUR 73) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 17).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag erfolgt der Ausweis von Steuererstattungen für Vorjahre.

Die passiven latenten Steuern aus der Aktivierung des selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstandes wurden mit den zwingend zu bildenden aktiven latenten Steuern auf noch bestehende steuerliche Verlustvorträge, von denen erwartet wird, dass sie innerhalb der nächsten fünf Jahre realisiert werden, in gleicher Höhe verrechnet. Die Bewertung erfolgte zum unternehmensindividuellen Steuersatz von ca. 30 %.

Die aktiven und die gleich hohen passiven latenten Steuern wurden saldiert.

Periodenfremde Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 17 enthalten.

Periodenfremde Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 10 enthalten.

Beträge nach § 268 Abs. 8 HGB

Selbst geschaffene Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zum Bilanzstichtag in einem Umfang von TEUR 83 bilanziert.

Sonstige Angaben

Vorstand

Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Dipl.-Ing. Holger Hönck, Tostedt,
Herr Dipl.-Ing. (FH) Sascha Otto, Appen,
Herr Dipl.-Ing. (FH) Heino Prüß, Negernbötel,
(Sprecher des Vorstandes)

Die Vorstandsmitglieder sind jeweils mit einem weiteren Vorstandmitglied in Gemeinschaft zur Vertretung berechtigt.

Aufsichtsrat

Herr Dipl.-Ing. Hans Wörmcke, Heist, Ingenieur (Vorsitzender)
Herr Andreas Mautner, Wien, Unternehmer (stellv. Vorsitzender)
Herr Jan Melles, NL-6921 EX Duiven, President Photonics Investments B.V.

Die Gesellschaft hat noch ausstehende Verpflichtungen gegenüber Aufsichtsratmitgliedern in Höhe von TEUR 5.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung belaufen sich auf TEUR 375 (Vj.: TEUR 354).

Im Zusammenhang mit der Immobilienanmietung durch die Berichtsgesellschaft hat diese Bürgschaften in Höhe von TEUR 39 (Vj.: TEUR 39) mittelbar zugunsten eines Vorstandsmitglieds gewährt.

Bezüge des Aufsichtsrats

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf TEUR 9 (Vj.: TEUR 7).

Im Zusammenhang mit der Immobilienanmietung durch die Berichtsgesellschaft hat diese Bürgschaften in Höhe von TEUR 39 (Vj.: EUR 39) mittelbar zugunsten eines Aufsichtsratsmitglieds gewährt.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2011 2010
Angestellte (inklusive 3 Vorstandsmitglieder) 72 70
Gewerbliche Arbeitnehmer 41 35
Studenten / Praktikanten 4 3
Auszubildende 10 12
Gesamt 127 120

Wedel, 30. März 2012

Heino Prüß

Sascha Otto

Holger Hönck

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der m-u-t AG Meßgeräte für Medizin- und Umwelttechnik, Wedel, für den Zeitraum vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Münster, 30. April 2012

**Dr. Clauß, Dr. Paal & Partner

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Stefan Evers, Wirtschaftsprüfer

Michael Benkhoff, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2011

der m-u-t AG

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2011 ordnungsgemäß wahrgenommen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in alle grundlegenden Unternehmensentscheidungen eingebunden und wurde zudem stets zeitnah und umfassend über alle Entwicklungen informiert.

Neben den turnusmäßigen Sitzungen berichtete der Vorstand regelmäßig über die aktuelle wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, gab aktualisierte Ausblicke auf das laufende Gesamtgeschäftsjahr und zog jeweils Vergleiche mit vorangegangenen Berichtsperioden, sodass den Mitgliedern des Aufsichtsrates jederzeit aktuelle Informationen vorlagen.

Zu den Beschlussvorlagen des Vorstands hat der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung von gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorgaben seine Entscheidungen abgegeben. Beschlüsse sind auch im schriftlichen Umlaufverfahren erfolgt. Im Geschäftsjahr 2011 haben vier Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Der Aufsichtsrat tagte am 28.03., 30.05., 07.09. sowie am 22.11.2011.

Auf die Bildung von Ausschüssen wurde, wie in den Jahren zuvor, verzichtet.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der m-u-t AG Meßgeräte für Medizin- und Umwelttechnik, Wedel und den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der m-u-t AG Meßgeräte für Medizin- und Umwelttechnik und die Prüfungsergebnisse des Abschlussprüfers rechtzeitig erhalten. Diese Unterlagen wurden vom Aufsichtsrat umfassend geprüft. Der von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Clauß, Dr. Paal & Partner, Münster, geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 wurde vom Aufsichtsrat umfassend geprüft. Den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zugestimmt. Der Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat gebilligt und somit festgestellt. Der von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Clauß, Dr. Paal & Partner, Münster, geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 wurde ebenfalls vom Aufsichtsrat geprüft. Den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers wurde zugestimmt und der Konzernabschluss vom Aufsichtsrat gebilligt. Darüber hinaus stimmt der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung zu. Der Aufsichtsrat der m-u-t AG dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für die im Berichtsjahr 2011 geleistete, erfolgreiche Arbeit.

Wedel, im Juni 2012

Für den Aufsichtsrat

Hans Wörmcke, Vorsitzender des Aufsichtsrats