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Nynomic AG Annual Report 2010

Dec 1, 2011

5437_rns_2011-12-01_1a529962-11e1-4943-a4dd-73e89cd95710.html

Annual Report

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Publication

m-u-t AG Meßgeräte für Medizin- und Umwelttechnik

Wedel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Bilanz zum 31. Dezember 2010

AKTIVA

31.12.2010

EUR
31.12.2009

EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 280.910,00 352.913,00
2. geleistete Anzahlungen 26.550,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 43.174,00 38.786,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.320.254,00 1.251.295,93
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 21.510,00 1.569.657,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.332.665,74 7.656.776,02
2. Beteiligungen 18.739,87 18.739,87
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 1.896.292,49 2.324.595,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.048.865,67 2.785.514,84
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (VJ EUR 0,00)
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 816.415,91 655.172,61
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (VJ EUR 0,00)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.689.382,18 1.523.009,91
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 157.603,21 160.279,46
davon Disagio: EUR 121.116,84 (VJ EUR 134.420,72)
23.652.363,07 18.336.740,23
PASSIVA
31.12.2010

EUR
31.12.2009

EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 4.350.000,00 3.625.000,00
II. Kapitalrücklage 8.934.724,25 5.345.974,25
III. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 467.329,24 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.295.565,88 827.110,95
C. VERBINDLICHKEITEN 454.209,17 1.084.808,47
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 454.209,17 (VJ EUR 1.084.808,47)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren EUR 0,00 (VJ EUR 0,00)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.788.588,20 7.378.464,24
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 914.355,53 (VJ EUR 1.589.876,04)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren EUR 997.165 (VJ EUR 1.249.985)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 359.672,63 75.032,32
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 359.672,63 (VJ EUR 75.032,32)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren EUR 0,00 (VJ EUR 0,00)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.273,70 350,00
23.652.363,07 18.336.740,23

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010

31.12.2010

EUR
31.12.2009

EUR
1. Rohergebnis 10.038.876,40 9.614.497,38
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 3.817.658,58 - 4.447.560,47
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 764.392,79 - 865.695,87
davon für Altersversorgung EUR 40.744,06 (Vj. EUR 46.834,16)
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 740.624,22 - 441.327,95
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 - 565.448,84
- davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 133.776,28)
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 3.857.987,57 - 3.664.920,37
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.091,89 24.166,37
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 16.873,72)
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens - 8.250,00 - 2.294.956,42
davon an verbundene Unternehmen EUR 8.250,00 (Vj. EUR 2.294.956,42)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 388.922,42 - 426.498,47
davon Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 766,42 (Vj.: EUR 0,00
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 475.132,71 - 3.067.744,64
9. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 - 2.550.242,12
10. Außerordentliches Ergebnis 0,00 - 2.550.242,12
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.266,47 102,00
12. Sonstige Steuern - 16.069,94 - 4.485,48
13. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 467.329,24 - 5.622.370,24
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0,00 - 535.545,73
15. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00 6.157.915,97
16. Bilanzgewinn 467.329,24 0,00

Entwicklung des Anlagevermögens 2010

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2010

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
31.12.2010

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 968.495,90 35.253,89 0,00 0,00 1.003.749,79
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 26.550,00 0,00 0,00 26.550,00
968.495,90 61.803,89 0,00 0,00 1.030.299,79
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 381.711,90 12.964,50 0,00 0,00 394.676,40
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.822.753,13 124.091,59 0,00 1.612.620,31 5.559.465,03
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.252.701,27 21.510,00 0,00 - 1.612.620,31 661.590,96
6.457.166,30 158.566,09 0,00 0,00 6.615.732,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 10.265.359,16 2.432.913,80 0,00 0,00 12.698.272,96
2. Beteiligungen 18.739,87 8.250,00 0,00 0,00 26.989,87
10.284.099,03 2.441.163,80 0,00 0,00 12.725.262,83
17.709.761,23 2.661.533,78 0,00 0,00 20.371.295,01
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2010

EUR
Zugänge

EUR
Zuschreibung

EUR
Umbuchungen

EUR
31.12.2010

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 615.582,90 107.256,89 0,00 0,00 722.839,79
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
615.582,90 107.256,89 0,00 0,00 722.839,79
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 342.925,90 8.576,50 0,00 0,00 351.502,40
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.571.457,20 624.790,83 0,00 42.963,00 3.239.211,03
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 683.043,96 0,00 0,00 - 42.963,00 640.080,96
3.597.427,06 633.367,33 0,00 0,00 4.230.794,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 2.608.583,14 0,00 242.975,92 0,00 2.365.607,22
2. Beteiligungen 0,00 8.250,00 0,00 0,00 8.250,00
2.608.583,14 8.250,00 242.975,92 0,00 2.373.857,22
6.821.593,10 748.874,22 242.975,92 0,00 7.327.491,40
Buchwerte
31.12.2010

EUR
31.12.2009

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 280.910,00 352.913,00
2. Geleistete Anzahlungen 26.550,00 0,00
307.460,00 352.913,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 43.174,00 38.786,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.320.254,00 1.251.295,93
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 21.510,00 1.569.657,31
2.384.938,00 2.859.739,24
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 10.332.665,74 7.656.776,02
2. Beteiligungen 18.739,87 18.739,87
10.351.405,61 7.675.515,89
13.043.803,61 10.888.168,13

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010

der m-u-t AG Meßgeräte für Medizin- und Umwelttechnik

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt.

Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Aktien sind im Freiverkehr, der kein organisierter Markt gem. § 2 V WpHG ist, zugelassen. An der FWB Frankfurter Wertpapierbörse werden sie im Entry Standard des Open Market gehandelt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgend erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Wesentliche Änderungen aus der Anpassung der Rechnungslegung an die Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes auf den 01.01.2010 ergaben sich nicht.

Die Vorjahreszahlen wurden gem. Art. 67 VIII EGHGB nicht angepasst.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 bis 10 Jahre; lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen (3 bis 10 Jahre) vermindert. Die Abschreibung erfolgt linear.

Entgegen dem Vorjahr werden die geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Betrag i. H. v. netto EUR 410,00 im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben.

In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegendem Werten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Werte der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Für den geringen, seit mehreren Geschäftsjahren gleichbleibenden Bestand an Kleinmaterial wurde ein auf Basis des durchschnittlichen Einkaufspreises ermittelter Festwert angesetzt.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse / Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB unter Einbeziehung der notwendigen Gemeinkosten sowie unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung von Preissteigerungen notwendig ist. Für Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit einem durchschnittlichen marktüblichen Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte für Forderungen bzw. Verbindlichkeiten mit dem am Abschlussstichtag gültigen Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Sachanlagen

Im Sachanlagevermögen sind die Herstellungskosten von eigenen Prototypen mit einem Gesamtvolumen von TEUR 2.072 aktiviert. Die Abschreibung der Prototypen erfolgt planmäßig.

Finanzanlagen

Angaben zum Anteilsbesitz

Anteile an Unternehmen mit einer unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungsquote von mehr als 20% bestehen wie folgt:

Unmittelbare Beteiligungen Währung Unmittelbare Beteiligung

in %
Eigenkapital (100 %)

in EUR
Jahresergebnis*)(100 %)

in EUR
m-u-t Aviation Technology GmbH, Hamburg EUR 90,91 1.568.926,82 212.030,39
OMW Optische Messtechnik GmbH i. L., Wismar EUR 100,00 93.214,41 46.809,00
m-u-t Asia Ltd Hongkong EUR**) 100,00 - 58.588,62 - 18.394,58
m-u-t America Inc. Richmond, USA EUR**) 100,00 25.175,12 32,92
Tec 5 AG Oberursel EUR 51,00 3.444.190,01 777.863,53
Avantes Holding BV Eerbeek, NL EUR 51,00 2.911.870,00 1.454.340,00
RKT Systems GmbH i.I., Hamburg EUR 25,00 k.a. k.a.
Mittelbare Beteiligungen Währung Mittelbare Beteiligung

in %
Eigenkapital (100 %)

in EUR
Jahresergebnis*)(100 %)

in EUR
Tochtergesellschaften tec5 AG:
Tec 5 USA Inc. Plainview, USA EUR**) 26,01 1.165.377,19 632.148,63
Tec 5 UK Ltd Southend on Sea, UK EUR**) 26,01 68.506,53 - 77.877,43
Tochtergesellschaften Avantes Holding B.V.
Avantes BV NL Eerbeek, NL EUR 50,49 2.474.697,00 1.154.691,00
Avantes China Beijing, China EUR**) 30,60 182.230,00 42.174,00
Avantes Hongkong Hongkong EUR**) 30,60 334.171,00 242.156,00
Avantes America Inc. Broomfield, USA EUR**) 51,00 195.030,00 161.080,00

*) das Jahresergebnis ist das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres, für das ein Jahresabschluss vorliegt.

**) Umrechnungen:

- HKD / EUR: 10,3856:1

- USD / EUR: 1,3362: 1

- GBP / EUR: 0,8608: 1

- CNY / EUR: 8,8220: 1

Aufgrund der im Kaufvertrag vom 16.07.2008 zum Erwerb der Anteile an der Avantes Holding B.V. vereinbarten Kaufpreisanpassung stiegen die Anschaffungskosten um TEUR 2.433. In gleicher Höhe erfolgte die Bilanzierung einer Rückstellung für entsprechende Kaufpreisnachzahlung.

Wegen der Steigerung des inneren Wertes der Beteiligung an der m-u-t Aviation-Technology GmbH erfolgte im Geschäftsjahr eine Zuschreibung um TEUR 243 auf einen Beteiligungsansatz von TEUR 1.500. Der Zuschreibung wurde eine Ertragswertermittlung auf Basis des aktuellen Geschäftskonzeptes und aktueller Erwartungen zu Grunde gelegt. Die Zukunftserfolgswerte wurden mit einem marktüblichen, risikoadjustierten Zinssatz von 14,0 % abgezinst.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen des Geschäftsjahres gegen verbundene Unternehmen resultieren i. W. aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Es besteht zum Bilanzstichtag ein Zinscap zur Fixierung des Zinssatzes eines Darlehens mit einem Nominalwert von TEUR 1.300 mit einem Buchwert, der in etwa dem Zeitwert entspricht, von TEUR 26.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist durch folgenden Eigenkapitalspiegel dargestellt:

Stand 01.01.2010

EUR
Abgänge

EUR
Zugänge

EUR
Stand 31.12.2010

EUR
gezeichnetes Kapital 3.625.000,00 0,00 725.000,00 4.350.000,00
Kapitalrücklagen aus Agio 5.345.974,25 0,00 3.588.750,00 8.934.724,25
Bilanzgewinn 0,00 0,00 467.329,24 467.329,24
Eigenkapital gesamt 8.970.974,25 0,00 4.781.079,24 13.752.053,49

Gezeichnetes Kapital

In 2010 erfolgte mit Genehmigung der Hauptversammlung vom 15.05.2007 eine Erhöhung des Grundkapitals um EUR 725.000,00. Das Grundkapital ist zum Stichtag in 4.350.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital á EUR 1,00 eingeteilt. Bei allen Aktien handelt es sich um Stammaktien mit je einem Stimmrecht.

potentielles Grundkapital:

In der Hauptversammlung vom 15.5.2007 ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 18.4.2012 ermächtigt worden, das Grundkapital durch Ausgabe neuer nennwertloser Inhaber-Stückaktien um bis zu EUR 1.260.700 einmalig oder mehrmalig gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Das Bezugsrecht der Altaktionäre kann dabei mit Zustimmung des Aufsichtsrates ausgeschlossen werden. Die Bestimmungen zum genehmigten Kapital finden sich in § 4 (3) der Satzung. Das genehmigte Kapital beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 535.700.

Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklage beinhaltet Beträge, die bei der Ausgabe von Aktien über den rechnerischen Wert hinaus erzielt wurden (Agio). In 2010 erhöhte sich das Agio im Rahmen der Kapitalerhöhung um TEUR 3.589.

Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

sonstigen Rückstellungen

Unter den sonstigen Rückstellungen erfolgt im Wesentlichen der Ausweis der Kaufpreisanpassung für die Anteile an der Avantes Holding B.V. (TEUR 2.433), Garantieverpflichtungen (TEUR 362), Personalrückstellungen (TEUR 113), Rückstellungen für Kundenboni (TEUR 58), ausstehende Rechnungen (TEUR 73) und Lizenzgebühren (TEUR 20). Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen kurzfristig.

Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfällt ein Anteil von TEUR 997 auf eine Restlaufzeit größer 5 Jahre.

Die Besicherungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Stichtag umfassen:

Verpfändung von Patenten, Marken, Gebrauchs- und Geschmacksmustern,
Verpfändung der Aktien vom Tochterunternehmen tec5 AG.

Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sind zum Teil durch übliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten abgesichert.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 280 (Vj.: TEUR 345). Davon betreffen einerseits TEUR 95 (Vj.: TEUR 95) verbundene Unternehmen und andererseits – im Zusammenhang mit der Immobilienanmietung - TEUR 38 (Vj.: TEUR 38) mittelbar zugunsten eines Aufsichtsratsmitglieds sowie TEUR 38 (Vj.: TEUR 38) mittelbar zugunsten eines Vorstandsmitglieds. Eine Inanspruchnahme aus einem eingegangen Haftungsverhältnis ist derzeit unwahrscheinlich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Mieten (TEUR 2.090) und Leasing von Fahrzeugen und Geräten (TEUR 158) und dienen der Liquiditätsschonung und Flexibilität. Die durchschnittliche jährliche Verpflichtung beträgt ca. TEUR 450. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen dem 31.12.2011 und dem 31.12.2017.

Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrates gemäß Zustimmungsbeschluss vom 28.03.2011 den verbleibenden Minderheitsgesellschaftern der tec5 AG die Ausübung der Calloption zum Erwerb weiterer Anteile fristgemäß erklärt. Auf Basis der aktuellen Planung der tec5 AG-Gruppe für das Geschäftsjahr 2011 als Bemessungsgrundlage für den Anteilskaufpreis ist mit einem Kaufpreis in der Höhe eines mittleren einstelligen Millionenbetrages zu rechnen. Der Kaufpreis ist vereinbarungsgemäß zum wesentlichen Teil in 2012 fällig.

Weiterhin entstehen im Options-Ausübungsfall erhebliche finanzielle Erwerbsverpflichtungen für die restlichen Unternehmensanteile an der Avantes Holding B.V. (ab dem Jahresende 2013 und ab dem Jahresende 2017 jeweils hälftig). Der mögliche finanzielle Umfang wird im Options-Ausübungsfall in Abhängigkeit variabler Bestandteile ebenfalls auf einen mittleren einstelligen Millionenbetrag geschätzt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren zu rd. 85% (Vj.: ca. 88%) aus Lieferungen und Leistungen an Kunden in Deutschland.

TEUR
Deutschland und Europa 12.936
Amerika 1.359
Asien 101
Gesamt 14.396

Die Umsätze setzen sich zu 55 % aus dem Bereich „Spektroskopie und Sensorik“, zu 44 % aus dem Bereich „Laborautomation und Medizintechnik“ und zu 1 % aus dem Bereich „Brandfrüherkennung und Aviation“ zusammen.

Sonstige betriebliche Erträge

Der Ausweis beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus öffentlichen Aufwandszuschüssen für Forschung und Entwicklung in Höhe von TEUR 533, Zuschreibung von Finanzanlagen in Höhe von TEUR 243 und Auflösungen von Rückstellungen von TEUR 247 sowie Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 55.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag erfolgt der Ausweis von Steuererstattungen für Vorjahre.

Periodenfremde Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 253 enthalten.

Periodenfremde Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 37 enthalten.

Sonstige Angaben

Vorstand

Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Dipl.-Ing. Holger Hönck, Tostedt,
Herr Dipl.-Ing. (FH) Sascha Otto, Appen,
Herr Dipl.-Ing. (FH) Heino Prüß, Negernbötel,

(Sprecher des Vorstandes)

Die Vorstandsmitglieder sind jeweils mit einem weiteren Vorstandmitglied in Gemeinschaft zur Vertretung berechtigt.

Aufsichtsrat

Herr Dipl.-Ing. Hans Wörmcke, Heist, Ingenieur (Vorsitzender)
Herr Andreas Mautner, Wien, Unternehmer (stellv. Vorsitzender)
Herr Dipl.-Ing. Hartmut Harbeck, Wedel, Ingenieur (bis 06.08.2010)
Herr Jan Melles, NL-6921 EX Duiven, President Photonics Investments B.V. (ab 06.08.2010)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung belaufen sich auf EUR 353.892,29 (Vj.: EUR 339.073,96).

Im Zusammenhang mit der Immobilienanmietung durch m-u-t AG hat diese Bürgschaften in Höhe von EUR 38.800,00 (Vj.: EUR 38.800,00) mittelbar zugunsten eines Vorstandsmitglieds gewährt.

Bezüge des Aufsichtsrats

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf EUR 6.717,00 (Vj.: EUR 5.590,00).

Im Zusammenhang mit der Immobilienanmietung durch m-u-t AG hat diese Bürgschaften in Höhe von EUR 38.800,00 (Vj.: EUR 38.800,00) mittelbar zugunsten eines Aufsichtsratsmitglieds gewährt.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2010 2009
Angestellte (inklusive 3 Vorstandsmitglieder) 70 82
Gewerbliche Arbeitnehmer 35 40
Studenten / Praktikanten 3 6
Auszubildende 12 16
Gesamt 120 144

Wedel, 29. April 2011

Heino Prüß

Sascha Otto

Holger Hönck

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010

der m-u-t AG Meßgeräte für Medizin- und Umwelttechnik

Gliederung

A. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen
B. Geschäftsverlauf einschließlich Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
C. Nachtragsbericht
D. Prognosebericht
E. Risikobericht
F. Sonstige Angaben

A. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

Gegründet 1995 ist die m-u-t AG mit Firmensitz in Wedel bei Hamburg ein Systemanbieter in der Querschnittstechnologie Spektroskopie.

Dieses optische Messverfahren wird für viele Fragestellungen in der Mess- und Regeltechnik in einer schnell wachsenden Anzahl von Branchen benötigt und spielt dort eine zentrale Rolle.

Die Wachstumstreiber sind hier innovative Märkte wie z.B.:

green energy,
life science,
precision farming.

m-u-t Produkte und Systeme spielen eine zunehmend wichtige Rolle in der Lösung globaler, gesellschaftlicher Probleme. Themen wie Energieknappheit müssen durch „green energy“ Projekte wie, z.B. durch Biogasanlagen oder Photovoltaik begegnet oder durch die energiesparende LED-Technik sowie der organischen LED gelöst werden. Innovationen aus dem Bereich „life science“ im medizinischen Bereich erzeugen deutliche Steigerungen der Lebensqualität. In dem Segment Agrar steht der schonende Umgang mit den Ressourcen im Vordergrund. Damit wird „precision farming“ immer entscheidender. Die m-u-t Gruppe ist in all diesen Segmenten vertreten und wird diese weiter ausbauen.

Die m-u-t Gruppe betreibt das Geschäft aus drei Geschäftsbereichen (Spektroskopie/Sensorik, Laborautomation/Medizintechnik und Brandfrüherkennung/Aviation) heraus und liefert die optische Messzelle oder Systemkomponente für vielfältige Anwendungsbereiche an namhafte Unternehmen, die die Komponenten in ihren Systemen verbauen oder die Geräte der Gruppe nutzen.

Die m-u-t AG will in seinen Geschäftsbereichen (Spektroskopie/Sensorik, Laborautomation/ Medizintechnik) durch den kontinuierlichen Ausbau des Vertriebs auch international organisch weiter wachsen sowie sich durch die Erschließung neuer Kundensegmente weitere Marktanteile sichern.

Die Schlüsselfaktoren für den Erfolg der m-u-t AG sind:

Technologische Führerschaft in der Querschnittstechnik Photonik,
das interdisziplinäre Know-how unserer Mitarbeiter,
Partnerschaften mit Unternehmen, die zu den Marktführern in ihren jeweiligen Segmenten zählen.

Zusätzlich ist geplant, dieses Wachstum durch strategische Unternehmenszukäufe zu ergänzen.

Mission Statement

Der Produktionsstandort der Gesellschaft befindet sich in Wedel.

B. Geschäftsverlauf einschließlich Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Umsatz – und Auftragsentwicklung

Die m-u-t AG schloss das Geschäftsjahr 2010 mit einer Steigerung der Umsatzerlöse um ca. 14 % auf TEUR 14.396 ab. Der Auslandsanteil betrug ca. 15 %.

Die in 2009 umgesetzte Strategieänderung (Fokussierung auf ertragsstarke Projekte) hat in 2010 zu einem deutlich verbesserten operativen Ergebnis geführt, die Planung konnte leicht übertroffen werden. Die allgemeine Geschäftslage hat sich konjunkturell ebenfalls aufgehellt. Die Tochtergesellschaften haben ebenfalls von einer verbesserten Geschäftslage profitiert.

Mit der strategischen Grundausrichtung und insbesondere mit ihren hoch qualifizierten Mitarbeitern war und ist die m-u-t AG in der Lage, komplexe Problemsachverhalte durch innovative Lösungen für das jeweilige Kundensegment zu bedienen. In das Geschäftsjahr 2011 konnte ein Auftragsbestand von TEUR 21.531 übernommen werden.

Beschaffung

Im Beschaffungsbereich, insbesondere hinsichtlich der Entwicklung der Versorgungslage bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, waren Unwägbarkeiten zu verzeichnen. In 2010 war eine Verknappung von Bauteilen festzustellen. Eine weitere Verknappung könnte zu höheren Beschaffungspreisen und zu Verzögerungen bei Lieferungen führen.

Die m-u-t AG sichert durch ihre Einkaufs- und Vorratspolitik im Wesentlichen durch Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten die mittelfristige Belieferung kritischer Komponenten. Unkritische Komponenten werden zur kurzfristigen Bedarfsdeckung zeitnah beschafft. Sofern langfristige Abnahmeverträge mit Kunden bestehen, werden in großem Umfang korrespondierende Rahmenverträge mit Lieferanten abgeschlossen. Dies dient neben der Mengenabsicherung der benötigten Komponenten auch zur Sicherung der Einkaufspreise. In der Bevorratung und insbesondere bei lieferkritischen Bauteilen werden entsprechende Lagermengen vorgehalten, ebenso im Kleinserienbereich.

Fertigung

Der Fertigungsbereich ist ausreichend in der Lage die benötigten Produkte herzustellen. Eine Vielzahl von Zwischenprodukten wird von Fremdfertigern erstellt. Das Know-how zur Komplettierung der Produkte verbleibt bei der m-u-t AG. Das Produktsortiment wird permanent mit „make or buy“ Analysen daraufhin untersucht, ob bei mindestens gleich bleibender Qualität eine kostengünstigere Fremdfertigung des gesamten Produktes oder von Teilkomponenten erfolgen sollte ohne damit ein nicht vertretbares Belieferungsrisiko zu erzeugen. Die Strategie, nur Kleinserien und Prototypen komplett im eigenen Haus zu fertigen, sicherte nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit unseres Leistungsspektrums, sondern bietet insbesondere hinreichende Gewähr dafür, dass die Geschäftstätigkeit diesbezüglich auch zukünftig mit Erfolg betrieben werden kann.

Es konnte in 2010 flexibel auf Beschäftigungsschwankungen reagiert werden. Sofern das Erfordernis vorlag, wurden für Kapazitätsanpassungen Leiharbeiter genutzt.

Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden im Wesentlichen Ersatzinvestitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen in Höhe von TEUR 220 vorgenommen.

Avantes Holding B.V.

Im Geschäftsjahr 2008 wurde eine 51 % Beteiligung an der Avantes Holding B.V. erworben. Das Unternehmen ist auf die Miniaturisierung von Spektroskopiegeräten sowie Softwarelösungen für die Online-Messung und Analyse spezialisiert. Entwickelt und produziert werden Spektrometer, Lichtquellen für UV, VIS und NIR sowie Fiber Optic, Zubehör und kundenspezifische Anpassungen. Die Produkte der Avantes finden Anwendung in der Biotechnologie, Chemie, Kolorimetrie, Lebensmittelindustrie, Inline Process Kontrolle, Radiometrie und Dünnschicht Analyse.

Die Avantes Gruppe ist insbesondere im Bereich der großvolumigen Distribution von kompakten Spektroskopiegeräten mit hohem Preis-/Leistungsverhältnis und Fiber Optic Applikationen für verschiedene Industrien tätig. Diesen Massenmarkt hat die m-u-t AG bisher nicht erschlossen. Mit dieser Akquisition rundet die m-u-t Gruppe den Markt für Spektroskopielösungen nach unten ab.

Neben erwarteten Einkaufsvorteilen ergibt sich auch eine höhere Wahrnehmung der m-u-t AG im Spektroskopiemarkt.

Aufgrund variabler Komponenten im Kaufvertrag über die Anteile der Avantes Gruppe hat sich der Kaufpreis der Anteile in 2010 erhöht. Bedingt durch das sehr gute Geschäftsergebnis bei der Avantes Holding B.V. auf Teilkonzernebene wurde gemäß Kaufvertrag vom 16.07.2008 eine Verpflichtung aus nachträglicher Kaufpreisanpassung (sog. „Earn-Out“ Regelung) eingestellt. Die Regelung hat zu einer Erhöhung der Anschaffungskosten der Avantes Holding B.V. in Höhe von TEUR 2.433 geführt.

Die Möglichkeiten zum Erwerb der restlichen Unternehmensanteile der Avantes Holding B.V. (ab dem Jahresende 2013 und ab dem Jahresende 2017 jeweils hälftig) sind gegeben.

m-u-t Aviation-Technology GmbH

Die m-u-t Aviation-Technology GmbH befasst sich mit Produkten zur Brandfrüherkennung und mit luftfahrtnahen Produkten.

Mit dem bestehenden Know-how für Brandfrüherkennungssysteme wird die ARTUS Familie weiter entwickelt, um in naher Zukunft Industriekomplexe zu überwachen. Die Markteinführung von nicht-luftfahrtgebundenen Systemen lässt sich erfahrungsgemäß wesentlich schneller umsetzen, als die bei fliegenden Systemen, da letztere eine langjährige Vorlaufzeit bis zum Einsatz haben.

Da sich die zukünftige Geschäftslage auf Grund von Aufträgen in nennenswertem Umfang stark verbessert hat und in 2010 bereits ein höheres Ergebnis als im Vorjahr erzielt werden konnte, wird die mittelfristige Entwicklung positiv gesehen und von einer Nachhaltigkeit der Ertragsentwicklung ausgegangen. Der zukünftige Ertragswert ist dennoch auf Grund der Überschaubarkeit des Produktmixes der Gesellschaft nicht unmaßgeblich vom Vertriebserfolg einzelner Produkte und Marktsegmente abhängig. Aufgrund der Steigerung des inneren Wertes der m-u-t Aviation-Technology GmbH erfolgte im Geschäftsjahr daher eine Zuschreibung um TEUR 243 auf TEUR 1.500.

tec5 AG

Im Geschäftsjahr 2007 wurde eine 51 % Beteiligung an der tec5 AG erworben. Die tec5 AG entwickelt und fertigt qualitativ hochwertige, innovative Produkte für die Detektorarrayspektroskopie von OEM Komponenten sowie Ansteuerelektroniken, bis hin zu kompletten UV/VIS/NIR Spektrometersystemen für eine Vielzahl von Anwendungen. Mit dieser Akquisition hat die m-u-t Gruppe den Markt für Spektroskopielösungen nach oben abgerundet.

Der Vorstand der m-u-t AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrates gemäß Zustimmungsbeschluss vom 28.03.2011 den verbleibenden Minderheitsgesellschaftern der tec5 AG die Ausübung der Calloption zum Erwerb weiterer Anteile fristgemäß erklärt. Auf Basis der aktuellen Planung der tec5 AG-Gruppe für das Geschäftsjahr 2011 als Bemessungsgrundlage für den Anteilskaufpreis ist mit einem Kaufpreis in der Höhe eines mittleren einstelligen Millionenbetrages zu rechnen.

OMW Optische Messtechnik GmbH i.L.

Die OMW, Optische Messtechnik Wismar GmbH i. L., wird in 2011 ein umfangreiches Projekt fertig stellen. Da kein Folgeprojekt geplant ist, wurde die Liquidation der Gesellschaft zum 31.12.2011 beschlossen.

Finanzierung

Durch die erfolgte Kapitalerhöhung im vierten Quartal 2010 sind der Gesellschaft Mittel in Höhe von ca. 4,3 Mio. EUR zugeflossen. Diese soll unter anderem dazu eingesetzt werden, das externe Wachstum zu finanzieren. Neben den Eigenmitteln werden dazu auch weitere Fremdmittel eingesetzt.

Auftragsbestand

In das Geschäftsjahr 2011 konnte ein Auftragsbestand von TEUR 21.531 übernommen werden.

Geschäftsergebnis

Die m-u-t AG schloss das Jahr 2010 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 467 (Vj.: TEUR -5.622) ab.

Die Gesamtleistung stieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.348. Der Materialaufwand stieg um TEUR 1.524, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 193. Demgegenüber reduzierte sich der Personalaufwand um TEUR 731 sowie Abschreibungen um TEUR 266.

Personalentwicklung

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter sank in 2010 um 17 % auf 120 (Vj.: 144). Gleichzeitig sanken die Lohn- und Gehaltskosten inklusive der Nebenkosten um 14 % auf TEUR 4.582.

Organisation

Die Organisationsstruktur hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

In 2010 erfolgte mit Genehmigung der Hauptversammlung vom 15.05.2007 eine Erhöhung des Grundkapitals um EUR 725.000,00. Das Agio erhöhte sich im Rahmen der Kapitalerhöhung um TEUR 3.589.

EUR Geschäftsjahr

Wert
Vorjahr

Wert
A. KENNZAHLEN ZUR VERMÖGENS- UND KAPITALSTRUKTUR
Anlagevermögen 13.044 10.888
Gesamtvermögen 23.652 18.337
Anlagenintensität in % 55,1 59,4
Eigenkapital 13.752 8.971
Gesamtkapital 23.652 18.337
Eigenkapitalanteil in % 58,1 48,9
Fremdkapital 9.900 9.366
Gesamtkapital 23.652 18.337
Verschuldungsgrad in % 41,9 51,1
B. KENNZAHLEN ZUR FINANZ- UND LIQUIDITÄTSSTRUKTUR
Eigenkapital 13.752 8.971
Anlagevermögen 13.044 10.888
Anlagendeckung I in % 105,4 82,4
Fremdkapital 9.900 9.366
- Flüssige Mittel 5.689 1.523
Nettoverschuldung 4.211 7.843
Flüssige Mittel
+ Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände bis 1 Jahr 8.554 4.963
Kurzfristiges Fremdkapital 5.026 3.577
Liquidität 2. Grades in % 170,2 138,7
C. KENNZAHLEN ZUR RENTABILITÄT
Jahresüberschuss 467 - 5.622
Eigenkapital 13.752 8.971
Eigenkapitalrentabilität in % 3,4 - 62,7
Jahresüberschuss
+ Fremdkapitalzinsen
+ EE-Steuern 865 - 5.196
Gesamtkapital 23.652 18.337
Gesamtkapitalrentabilität vor Zinsen und Steuern in % 3,7 - 28,3
ordentliches
Betriebsergebnis 858 - 370
Gesamtleistung 14.306 12.332
Umsatzrentabilität II in % 6,0 - 3,0
ordentliches Ergebnis 475 - 3.068
+ ordentliche Abschreibungen auf das Anlagevermögen, soweit in den übrigen Kosten enthalten 749 2.736
\= Ordentlicher Cash flow 1.224 - 331
Ordentlicher Cash flow 1.224 - 331
Eigenkapital 13.752 8.971
Eigenkapitalrentabilität in % bezogen auf Cash flow 8,9 - 3,7
Ordentlicher Cash flow 1.224 - 331
Gesamtleistung 14.306 12.332
Umsatzrentabilität in % bezogen auf Cash flow 8,6 - 2,7
Nettoverschuldung 4.211 7.843
Ordentlicher Cash flow 1.224 - 331
Nettoverschuldung in Jahren bezogen auf Cash flow 3,4 - 23,7
E. KENNZAHLEN ZUR PRODUKTIVITÄT
Gesamtleistung 14.306 12.332
Personalkosten 4.582 5.313
Umsatz je 1 Euro
Personalkosten 3,12 2,32
Umsatz 14.396 12.647
Gesamtkapital 23.652 18.337
Umschlagshäufigkeit des Gesamtkapitals 0,61 0,69
Forderungen aus L u. L. x 360 Tage 1.523 2.565
Umsatz 14.396 12.647
Zielgewährung an Kunden (in Tagen) 38 73
Verbindlichkeiten und Wechsel aus L. u. L. x 360 Tage 157 704
Materialaufwand 5.535 4.011
Zielgewährung von Lieferanten (in Tagen) 10 63

Definitionen:

*) Ordentliches Betriebsergebnis = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit + Finanzergebnis
**) Ordentliches Ergebnis = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
***) Gesamtleistung: Umsatzerlöse + Bestandsveränderungen + andere aktivierte Eigenleistungen

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft hat sich per 31.12.2010 um rd. 29 % (Vj.:-24 %) erhöht. Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen an der Bilanzsumme von 55 % (Vj.: 59 %) gekennzeichnet. 8 % (Vj.: 13 %) der Bilanzsumme entfallen auf das Vorratsvermögen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben zum Ende des Geschäftsjahres 2010 einen Anteil von rd. 12 % (Vj.: 19 %). Liquide Mittel umfassen 24 % (Vj.: 8 %). Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme von 58 % (Vj.: 49 %) gekennzeichnet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind leicht gesunken. Die Reduzierung der Sachanlagen ist im Wesentlichen auf die außerplanmäßigen Abschreibungen von einzelnen Prototypen zurückzuführen. Die Finanzanlagen haben sich i. W. aufgrund der Wertaufholung der m-u-t Aviation-Technology GmbH und der nachträglichen Anpassung des Kaufpreises für die Anteile an der Avantes Holding B.V. um 35 % auf TEUR 10.351 erhöht.

Das Umlaufvermögen konnte um 43 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Insbesondere ist dies auf die Steigerung der liquiden Mittel um 274 % im Vergleich zum Vorjahr zum Bilanzstichtag zurückzuführen.

Die Liquiditätslage war im Berichtszeitraum als sehr gut zu bezeichnen. Am Bilanzstichtag betrug das Cashguthaben rd. TEUR 5.689 (Vj.: TEUR 1.523).

Auf der Passivseite hat sich die Eigenkapitalausstattung aufgrund des erzielten Jahresüberschusses und der durchgeführten Kapitalerhöhung verbessert.

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 298 % auf TEUR 3.296. Die Erhöhung resultiert i. W. aus der Restkaufpreisverpflichtung zur Übernahme der Anteile an der Avantes Holding B.V.

Die Reduzierung der Verbindlichkeiten um 23 % gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 6.602 resultiert i. W. aus dem Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung (-34 %) und dem Abbau der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-22 %). Die Vermögens- und Kapitalstruktur zeigt die solide Struktur der Unternehmensfinanzierung auf.

Als wichtige Zukunftsaufgabe wird weiterhin die rechtzeitige Beschaffung nötiger Finanzmittel gesehen.

Der Vorstand geht auch für die Zukunft von einer weiterhin soliden Finanzlage aus.

C. Nachtragsbericht

Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrates gemäß Zustimmungsbeschluss vom 28.03.2011 den verbleibenden Minderheitsgesellschaftern der tec5 AG die Ausübung der Calloption zum Erwerb weiterer Anteile fristgemäß erklärt. Auf Basis der aktuellen Planung der tec5 AG-Gruppe für das Geschäftsjahr 2011 als Bemessungsgrundlage für den Anteilskaufpreis ist mit einem Kaufpreis in der Höhe eines mittleren einstelligen Millionenbetrages zu rechnen. Der Kaufpreis ist vereinbarungsgemäß zum wesentlichen Teil in 2012 fällig.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

D. Prognosebericht

Geschäftsfeld Spektroskopie/Sensorik

Die für die Gesellschaft relevanten Märkte, in denen die Technologie Infrarot (IR), UV/Sichtbare Spektroskopie eingesetzt werden könnte, wird nach einer Studie von BCC Research aus dem Jahr 2009 auf ein Marktvolumen auf etwa 1,66 Mrd. Dollar für 2014 allein in den USA eingeschätzt. Vergleichbare Studien für Westeuropa oder Asien liegen nicht vor.

Die Marktpotentiale für die m-u-t AG sind damit weiterhin sehr groß und erlauben nachhaltige Wachstumsmöglichkeiten, da die Technologie Spektroskopie/Sensorik sich erst in der Etablierungsphase befindet und nach und nach die Möglichkeit besteht weitere Anwendungsfelder zu erschließen, in denen diese technische Lösung bisher noch keinen Einzug gehalten hat

Geschäftsfeld Laborautomation/ Medizintechnik

Das Geschäftsfeld mit einem mittelfristig großem Wachstumspotenzial ist die Pre-/Postanalytik. Die wesentlichen Treiber der Nachfrage sind die zunehmende Alterung der Bevölkerung und die ansteigende Nutzung der Laboranalyse für die Diagnose von Krankheiten. Darüber hinaus spielen immer mehr auch wirtschaftliche Faktoren eine Rolle. Zielkunden der m-u-t AG sind neben Großlaboren (mehr als 5.000 Proben pro Tag) große Krankenhäuser (mehr als 300 Betten).

Geschäftsfeld Brandfrüherkennung/Aviation

Dieses Geschäftsfeld wird ausschließlich von der Tochtergesellschaft betrieben. Die von der Tochtergesellschaft m-u-t Aviation-Technology GmbH entwickelten Systeme für Brandfrüherkennung können in den Bereichen Luftfahrt, Gebäuden und Müllverbrennungsanlagen eingesetzt werden. Derzeit stehen wir noch am Anfang der Vermarktung im Bereich der Müllverbrennungsanlagen.

Laut einer Studie des Fraunhofer Instituts aus dem Jahr 2008 gab es weltweit ca. 800 Müllverbrennungsanlagen, davon 70 in Deutschland. Um das Einsatzgebiet auf Produktionsanlagen zu erweitern, wird weiterhin an der Anpassung der Technologieplattform zu preisgünstigeren Systemen gearbeitet. Weitere Neuentwicklungen im Luftfahrtbereich werden zu Gunsten von Projekten, in denen Handelsware mit Zusatzleistungen veredelt wird, nicht vorgenommen.

Das erworbene Know-how der in der Vergangenheit getätigten Entwicklungen wird weitervermarktet. Es wird zum momentanen Zeitpunkt die Werthaltigkeit der Prototypen gesehen.

Investitionen

Es ist geplant, unter Verwendung der Mittel aus der Kapitalerhöhung das weitere Wachstum des Unternehmens durch strategische Unternehmenszukäufe zu ergänzen

Wettbewerber

Der für die m-u-t AG relevante Markt für Photonik-Anwendungen zeichnet sich weltweit durch eine hohe Anzahl untereinander im Wettbewerb stehender Anbieter aus. Neben einigen großen und weltweit agierenden gibt es eine Vielzahl kleinerer Unternehmen, die sich regional abgrenzen oder sich auf bestimmte Zielgruppen und Technologien spezialisiert haben. Einige der Mitbewerber oder potenziellen Wettbewerber der m-u-t AG verfügen über bessere finanzielle, produktionstechnische und personelle Ressourcen und halten in einzelnen Produktsegmenten höhere Marktanteile als die m-u-t AG.

Unternehmensprognose

Die zukünftige Geschäftsentwicklung erscheint dem Vorstand auch vor dem Hintergrund der aktuellen konjunkturellen Entwicklung derzeit weiterhin als günstig. Der Vorstand geht davon aus, die erforderlichen Maßnahmen zur weiteren ertragreichen Ausrichtung getroffen zu haben. Sollte sich herausstellen, dass in der Zukunft weitere Schritte nötig sein werden, werden diese auch künftig konsequent vollzogen.

Eine Sättigung der erschlossenen Gesamtmarktsegmente ist nach Einschätzung des Vorstandes noch lange nicht eingetreten. Als sehr aussichtsreicher Geschäftsbereich entwickelt sich weiterhin der Bereich Pre-/Postanalytik. Es wird ein Modulsystem entwickelt, um eine möglichst hohe Wiederverwendbarkeit von Komponenten für eine kostengünstige Herstellung zu erreichen und damit kundenspezifische Konfigurationen aus den bestehenden Modulen zu ermöglichen. Im 4. Quartal 2010 wurde bereits ein erster Prototyp im Rahmen der Messe „Medica“ gezeigt. Momentan geht der Vorstand davon aus Ende 2011 die ersten Vorserienmodelle an ausgewählte Evaluierungskunden zu liefern. In diesem Bereich vertreibt die Berichtsgesellschaft ihre Produkte sowohl über Großkunden, als auch im Direktvertrieb. In diesem Geschäftsbereich sieht der Vorstand für die nächsten Jahre ein weiteres starkes Wachstumspotenzial, da die m-u-t AG mittlerweile einen hohen Bekanntheitsgrad genießt, über Alleinstellungsmerkmale verfügt und den Markt zudem über ausländische Tochtergesellschaften weiter erschließen wird.

Der Vorstand ist zuversichtlich, zu einer positiven Unternehmensentwicklung in 2011 und 2012 zu kommen, die sich in weiter positiven Ergebnissen niederschlägt. Grundlage der Prognose ist eine Geschäftsplanung 2011 und eine diesbezügliche Grobplanung 2012. Die Prognosen wurden anhand der vorliegenden Auftragsbestände für 2011 durchgeführt.

Die positive Unternehmensentwicklung sieht die m-u-t AG in der in 2009 vollzogenen, auf Ertrag fokussierten Neu- und Weiterentwicklung von innovativen Produkten, einer Erhöhung des Bekanntheitsgrades und der weiteren Erschließung bestehender Märkte. Kurzfristig kann es in Folge, insbesondere der Situation auf den Beschaffungsmärkten, zu Abnahmeverschiebungen oder Abnahmekürzungen kommen. Des Weiteren ist bezüglich der Projekte/Prototypen der genaue Vermarktungszeitpunkt nicht immer im Voraus exakt bestimmbar.

E. Risikobericht

Das Risikomanagement der m-u-t AG hat das Ziel, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, um durch geeignete Maßnahmen drohenden Schaden für das Unternehmen abzuwenden und eine Bestandsgefährdung auszuschließen.

Die Risikomanagementziele und -methoden sind der Gesellschaftsgröße, der flachen Hierarchiestruktur, der Mitarbeiteranzahl und dem Tätigkeitsfeld entsprechend schlank ausgeprägt.

Die m-u-t AG verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente. Diese unterstützten den Vorstand dabei, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Zur Überwachung und Steuerung der wesentlichen Risiken wird ein Risikomanagementsystem genutzt. Dadurch werden die Risiken in festgelegten Zeitabständen analysiert und relevante Abweichungen in der Risikoposition dem Vorstand gemeldet.

Die Elemente des Risikomanagementsystems sind u. a.:

die Risikosteuerung,
das Risikocontrolling und
das Risikoreporting.

Zum internen Überwachungssystem gehören u. a.:

die Anwendung von Richtlinien,
der Einsatz zuverlässiger Software (u. a. ERP Axapta),
die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals,
laufende Prüfungen,
Abweichungsanalysen,
Arbeitsanweisungen,
Regelungen zur Vertretungsvollmacht,
Maßnahmen zur Funktionstrennung.

Grundsätzlich ist eine normal mittlere Risikobereitschaft zu verzeichnen, wobei sich bietende Chancen auch aktiv angegangen werden.

Das Finanzmanagement umfasst die Themengebiete Liquiditätsmanagement, Management von Währungs-, Zins- und Rohstoffrisiken sowie Bonitäts- und Länderausfallrisiken.

Liquiditätsbeschaffungsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen wird durch aktive Liquiditätssteuerung und der Vorhaltung liquider Mittel begegnet. Die rechtzeitige Bereitstellung zukünftiger liquider Mittel ist als zentrale Zukunftsaufgabe erkannt worden.

Finanzierungszinsrisiken und Devisenwährungsrisiken werden ggfls. durch einfache derivative Finanzinstrumente (Swaps / Termingeschäfte) abgemildert. Die langfristigen Verpflichtungen sind über die Laufzeit überwiegend mit festen Zinssätzen versehen. Ein langfristiger Kredit ist mit einem variablen Zinssatz ausgestaltet und wurde langfristig mit einem Zinssicherungsinstrument abgesichert. Die in Kreditverträgen einzuhaltenden Finanzkennzahlen werden regelmäßig beobachtet. Die Währungsrisiken werden auch durch die maßgebliche Fakturierung in EUR begrenzt.

Preisänderungsrisiken bestehen im Einkauf und Verkauf, denen nur bedingt begegnet werden kann. Allerdings werden längerfristige Lieferverpflichtungen durch längerfristige Einkaufsvereinbarungen abgesichert.

Ausfallrisiken wird, soweit möglich, durch eine Warenkreditversicherung begegnet.

Hinsichtlich der Produktrisiken besteht eine Produkthaftpflichtversicherung.

Weiteren operativen Risiken, die in den Bereichen Produktion, Logistik, Forschung und Entwicklung sowie durch den Einsatz von IT entstehen, kommt im Vergleich eine eher untergeordnete Bedeutung zu, denen aber durch Verbesserung der Prozessabläufe begegnet wird. Zudem gibt es zahlreiche schriftliche Unterlagen, in denen die jeweils geeigneten Abläufe beschrieben werden. Kritische Hardware wird vorgehalten. Die Daten werden kontinuierlich gesichert und gegen Untergang geschützt aufbewahrt.

Grundsätzlich bestehen darüber hinaus auch allein im Tätigwerden in einer hochentwickelten Wirtschaft (mit all ihren Rechten) Risiken. Mögliche Änderungen des rechtlichen Umfelds werden hinsichtlich ihrer Wirkungen frühzeitig evaluiert.

Im Folgenden sei näher auf bestimmte Einzelrisiken eingegangen:

- Fertigung:

Der Fertigungsbereich muss ausreichend in der Lage sein, die benötigten Produkte herzustellen. Eine Vielzahl von Zwischenprodukten wird von Fremdfertigern erstellt. Das Know-how zur Komplettierung der Produkte verbleibt bei der m-u-t AG. Das Produktsortiment wird permanent mit „make or buy“ Analysen daraufhin untersucht, ob bei mindestens gleich bleibender Qualität eine kostengünstigere Fremdfertigung des gesamten Produktes oder von Teilkomponenten erfolgen sollte ohne damit ein nicht vertretbares Belieferungsrisiko zu erzeugen.

- Beschaffung:

Die Einkaufs- und Vorratspolitik sichert der m-u-t AG durch Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten die mittelfristige Belieferung kritischer Komponenten. Sofern langfristige Abnahmeverträge mit Kunden bestehen, werden korrespondierende Rahmenverträge mit Lieferanten abgeschlossen. Dies dient neben der Mengenabsicherung der benötigten Komponenten auch zur Sicherung der Einkaufspreise. Da nunmehr die Beschaffungspreise steigen, könnte die Rohmarge sinken, soweit diese Steigerungen nicht an unsere Kunden weitergereicht werden können.

- Prototypen/Tochtergesellschaften

In den Sachanlagen sind Prototypen aktiviert worden. Deren Werthaltigkeit ist von der weiteren bzw. künftigen Vermarktung von Serienerzeugnissen etc. und der damit verbundenen Nutzung abhängig. Sollte sich die Vermarktungsfähigkeit nicht wie geplant einstellen, können Sonderabschreibungen auf das Sachanlagevermögen die Folge sein. Entsprechendes gilt für die Anteile an einer Tochtergesellschaft, die ebenfalls im Wesentlichen einen Prototypen aktiviert hat.

Die Werthaltigkeit der Prototypen wird mithilfe von Barwertüberlegungen eingeschätzt, wobei diese erheblichen Ermessenspielräumen unterliegen und man in diversen Fällen auf die Absatz- und Ertragseinschätzungen von Partnern angewiesen ist.

Deshalb verfolgt der Vorstand auch eine mit diesen Aspekten verbundene vorsichtige Dividendenpolitik.

- Verträge mit wesentlichen industriellen Großkunden (Direktkunden) bzw. Vertriebspartnern der m-u-t AG könnten geändert oder gekündigt werden.

Die m-u-t AG hat in der Vergangenheit den wesentlichen Teil ihrer Umsatzerlöse mit sehr wenigen industriellen Großunternehmen und Endkunden ("Direktkunden") erwirtschaftet. Sollten einzelne solcher Direktkunden wegfallen oder sollte die m-u-t AG nicht in der Lage sein, entsprechende Kundengruppen in Zukunft zu erschließen, könnte dies wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Die Strategie der vergangenen Jahre, den Umsatzanteil einzelner Großkunden am Gesamtumsatz der Gesellschaft in eine gesunde Relation zu bringen, wird forciert werden.

- Exklusivitätsrechte der Großkunden

Wie bereits dargestellt, wird ein erheblicher Teil der Umsätze der Gesellschaft durch den Vertrieb der entwickelten Produkte durch einzelne Großkunden generiert. Dieser Vertrieb, der von der m-u-t AG entwickelten und hergestellten Produkte erfolgt, soweit die Produkte speziell für den jeweiligen Großkunden gebaut und konfiguriert worden sind, oftmals aufgrund von vertraglich eingeräumten exklusiven Vertriebsrechten. Da die m-u-t AG somit nicht das Recht zum Vertrieb dieser für den jeweiligen Kunden speziell gebauten und konfigurierten Produkte an andere Kunden hat, fehlt ihr insoweit ein eigenes Vertriebsnetz. Sollte einer der Großkunden den Vertrieb der von der m-u-t AG hergestellten und entwickelten Produkte einstellen, besteht das Risiko von erheblichen Umsatz- und Ertragseinbußen, sowie von erhöhten Aufwendungen zum Aufbau eines eigenen Vertriebsnetzes. Dieses Risiko wird fortlaufend beobachtet.

- Haftung aus Zuwendungsbescheiden

Die Gesellschaft, die m-u-t Aviation-Technology GmbH und die OMW Optische Messtechnik GmbH i.L. haben staatliche Subventions- und Zuwendungsleistungen erhalten, deren Mittelbindungsfristen noch nicht vollständig ausgelaufen sind. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass insoweit Rückforderungsansprüche erhoben werden, wenn eine Verletzung der zugrunde liegenden Bedingungen einträte.

- Die Geschäftspolitik und -tätigkeit der m-u-t AG ist durch einen nicht unerheblichen Finanzierungsbedarf geprägt, was zu Liquiditätsengpässen bei zu niedrigem Cash Flow führen kann. Die von der m-u-t AG vertriebenen Produkte basieren in der Regel auf Komponenten, die von Zuliefer-Partnern bezogen werden. Teilweise ist es der m-u-t AG möglich, mit ihren Zulieferern Zahlungsziele zu vereinbaren und/oder mit ihren Vertriebspartnern und Direktkunden Vorauszahlungsvereinbarungen zu treffen. Einen nicht unerheblichen Teil der von der m-u-t AG vertriebenen Produkte muss die m-u-t AG allerdings vorfinanzieren. Der von der m-u-t AG vorzufinanzierende Bestand ist umso umfangreicher, je mehr die m-u-t AG eine kurzfristige Lieferfähigkeit sicherzustellen bemüht ist.

Daneben werden erhebliche Mittel in der umfangreichen Entwicklungstätigkeit frühzeitig gebunden, die erst sehr spät – gegebenenfalls nach mehreren Jahren - über die Vermarktung von Serienprodukten zu Rückflüssen führt. Hierzu wird auf die Ausführungen zu „Forschung und Entwicklung“ unter dem Gliederungspunkt F verwiesen.

Dies gilt ebenso für zu unterstützende Tochtergesellschaften mit ihrerseits umfangreicher Entwicklungstätigkeit.

In dem Übernahmevertrag zum Kauf der Avantes Holding B.V. sind Optionen zum Erwerb weiterer Anteile enthalten, die zur kompletten Übernahme der Firma führen kann. Die nötigen Finanzmittel zur möglicherweise vollständigen Übernahme der Avantes Holding B.V. (ab 2013 erstmals Erklärung zur Übernahme von etwa der Hälfte der verbliebenen Anteile möglich. Im Folgejahr wäre eine solche Erklärung zahlungswirksam; die Übernahme der restlichen Anteile könnte erstmals zum 31.12.2017 mit der zahlungswirksamen Konsequenz in 2018 erklärt werden) müssen rechtzeitig beschafft werden.

Aufgrund des ausgesprochen positiven Geschäftsverlaufes bei der Avantes Holding B.V. im Jahr 2010 in Folge einer unerwartet starken und nachhaltigen Konjunkturerholung in 2010 wird es im Rahmen eines bei der Übernahme vereinbarten „Earn-Out-Modells“ zu einer einmaligen nachträglichen Kaufpreisanpassung kommen. Die Höhe der möglichen Nachzahlung wird nach heutigem Kenntnisstand auf etwa TEUR 2.397 geschätzt.

Die genannten Faktoren sind in nur eingeschränktem Maße planbar und werden deshalb fortlaufend beobachtet.

- Der Wettbewerbs- und Preisdruck könnte zunehmen.

Der für die m-u-t AG relevante Markt für Photonik-Anwendungen zeichnet sich weltweit durch eine hohe Anzahl untereinander im Wettbewerb stehender Anbieter aus. Neben einigen großen und weltweit agierenden Anbietern gibt es eine Vielzahl kleinerer Unternehmen, die sich regional abgrenzen oder sich auf bestimmte Zielgruppen und Technologien spezialisiert haben. Einige der Wettbewerber oder potenziellen Wettbewerber von m-u-t AG verfügen über bessere finanzielle, produktionstechnische und personelle Ressourcen und halten in einzelnen Produktsegmenten höhere Marktanteile als die m-u-t AG. Darüber hinaus könnten Kunden gerade in dem sensiblen Geschäft von Photonik-Anwendungen beispielsweise im Bereich der Luftfahrt oder Medizintechnik aus grundsätzlichen Erwägungen etablierte Großunternehmen gegenüber der m-u-t AG vorziehen. Sollte sich die m-u-t AG gegen ihre Wettbewerber nicht behaupten können oder sollten die Produkte und Dienstleistungen der m-u-t AG nicht mehr in dem bisherigen Umfang vom Markt akzeptiert und nachgefragt werden, drohen Preissenkungen, Umsatzrückgänge und der Verlust von Marktanteilen. Der zukünftig im Bereich der Photonik-Anwendungen mögliche Wettbewerbsdruck stellt insofern ein schwer kalkulierbares Risiko für die m-u-t AG dar. Positive Marktchancen könnten hier außerdem insbesondere durch internationale Technologieunternehmen erkannt werden und diese zu dem Angebot von eigenen Applikationen veranlassen. Hierdurch könnte sich der Wettbewerbs- und Preisdruck auf die m-u-t AG wesentlich erhöhen. Dieser Prozess könnte in einzelnen Teilmärkten zu einem Verdrängungsprozess mit hieraus resultierenden Umsatzeinbußen führen und damit wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Die genannten Faktoren sind in nur eingeschränktem Maße planbar und werden deshalb laufend beobachtet.

Alle aufgeführten Risiken stellen für den Vorstand derzeit keine Bestandsgefährdungen dar.

Der Vorstand geht insgesamt davon aus, dass die Risiken für die Gesellschaft handhabbar sind. Da Chancen auch das Gegenteil von Risiken sind, wird der Umgang mit Risiken als Chance aufgefasst, die ergriffen werden soll.

F. Sonstige Angaben

a. Forschung und Entwicklung

Forschung wird in der Regel mit Kooperationspartnern betrieben und oftmals auch durch öffentliche Fördergeber bezuschusst. Darüber hinaus wird die konkrete Produktentwicklung betrieben, die sich aufwandswirksam darstellt.

In 2010 betrug der Aufwand für Forschung und Entwicklung ca. EUR 1,3 Mio. Schwerpunkte waren die Zukunftssegmente Biogas, Agrar und Automation.

Im Folgenden seien einige Projekte erwähnt:

Spektroskopie / Sensorik

NIR-Messtechnik für die Agrarindustrie

Die Messgeräte zur Echtzeitanalyse von organischen Stoffen etablieren sich in vielfältigen Anwendungen im Markt der Agrarindustrie. So konnte 2010 z.B. eine Pilotanlage zur Erzeugung von Biogas durch die E.on in Betrieb genommen werden. Damit konnte ein Global Player aus der Energieversorgung als potentieller zukünftiger Projektpartner für die von der m-u-t AG entwickelten Messtechnik gewonnen werden. Neben den positiven Aussichten für langfristige Geschäftsbeziehungen zu diesem Kunden hat dieses Pilotprojekt Signalwirkung für die Biogasindustrie.

Steuertafeln und Sensorik für Zugsysteme

Der Weltmarktführer für Zugsanitärsysteme hat in Fortführung einer langjährigen Geschäftsbeziehung mit der m-u-t AG Abrufaufträge in Höhe von ca. EUR 3,0 Mio. platziert. Dieses Volumen umfasst sowohl den Bereich der Sensorik und Elektronik für Sanitärsysteme als auch den erst 2009 eingeführten Bereich technologisch völlig neuer Schalttafelkonzepte, der sich damit in kürzester Zeit als strategisch wichtige Produktlinie etabliert hat.

NIR-Online-Analytik in der natürlichen Düngung

Zur Messung des Stickstoffanteils in natürlichem Dünger bei der Ausbringung auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche hat die m-u-t AG 2010 erste Prototypen an einen Hersteller von Ausbringfahrzeugen geliefert. Die Tests mit diesen Prototypen verlaufen durchweg positiv.

Mit der Etablierung der m-u-t Technologie in diesem Sektor konnten hohe Skalierungseffekte realisiert werden, da die Technologieplattform weitgehend baugleich ist mit den Systemen für Biogasanlagen.

Online-Prozesskontrolle in der industriellen Massenproduktion

Das in 2009 im Auftrag eines Zulieferers des Anlagenbaus entwickelte Prozessspektrometer wurde für die besonderen Anforderungen eines weltweit operierenden Endkunden weiter entwickelt. Dieser Kunde plant für 2011 diverse Pilotinstallationen für seinen Produktionsstandort in England, ein weiterer Kunde aus Deutschland plant ebenfalls diese modifizierte Version zu bestellen. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Pilotphasen könnten bis zu 90 weitere Produktionsstraßen ausgerüstet werden.

Segment Laborautomation / Medizintechnik

Automatisierung in der Kontrolle von flexiblen Endoskopen

Der europäische Marktführer für flexible Endoskope hat die langfristige Fortführung der bestehenden Geschäftsbeziehung zur m-u-t AG im ersten Quartal 2010 bestätigt. Für die verschiedenen Produktlinien wurden Aufträge über insgesamt ca. EUR. 8 Mio. mit mehrjähriger Laufzeit platziert. Die m-u-t AG konnte damit das Geschäft mit einem wichtigen Bestandskunden für die nächsten Jahre absichern.

Kooperation mit führendem Diagnostikanbieter international ausgeweitet

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Pilotphase in einem Labor in Norwegen konnte ein speziell für einen Global Player im Markt der Labordiagnostik entwickeltes Preanalytiksystem im Juli 2010 erstmals in den USA auf der Leitmesse für klinische Chemie vorgestellt werden. Im August 2010 konnte ein Kooperationsvertrag der die Mitvermarktung der m-u-t Systeme durch diesen Diagnostikanbieter vorsieht, abgeschlossen werden.

Preview der neuen Generation von Pre-/Postanalyticsystemen

Auf der weltgrößten Messe für Medizintechnik, der MEDICA in Düsseldorf, hat die m-u-t AG im November 2010 einem ausgewählten Interessentenkreis die Zukunft der Pre-/Postanalytic vorgestellt. Diese Geräte sind nicht nur leistungsfähiger als heutige Geräte bei gleichem Investitionsvolumen, sie stellen in ihrer flexiblen Ausführung auch ein hohes Maß an Investitionssicherheit dar, da sie als erste Geräte dieser Art auch nachträglich an sich ändernde Spezifikationen der Laborumgebung angepasst werden können. Mit dieser Flexibilität wird einer der wesentlichsten Nachteile der automatisierten Bearbeitung von Blutprobenröhrchen im Laboralltag aufgehoben. Die Resonanz auf diese Preview war durchweg positiv. Die erste Auslieferung zur Erprobung mit Kunden ist für die zweite Jahreshälfte 2011 geplant.

Entwicklungs- und Serienfertigungsauftrag für Marktführer in der Blutanalytik

Die m-u-t AG hat im Dezember 2010 von einem der weltweit führenden Anbieter von Blutanalysegeräten einen Entwicklungsauftrag in Höhe von ca. EUR 2 Mio. erhalten. Geplant ist eine anschließende Serienfertigung mit einem Umsatzvolumen von ca. EUR 7,5 Mio. In der ersten Phase dieses langjährigen Projektes wird die m-u-t AG somit in 2011 und 2012 für ca. EUR 2,0 Mio. eine komplette Einheit zur Vorbereitung von Blutproben in den Analyseautomaten entwickeln sowie Prototypen und Vorserienmuster liefern. Für die folgenden Jahre ist eine Serienfertigung von - je nach Nachfrage - ca. 100 bis 170 Seriengeräten pro Jahr vorgesehen. Das Gesamtauftragsvolumen dieser Serie wird mit ca. EUR 7,5 Mio. erwartet.

Im vorliegenden Falle konnte die m-u-t AG erstmals einen Global Player aus dem Bereich der Pre-/Postanalytic als Kunden für eine kundenspezifische Produktentwicklung gewinnen und damit neben dem erfolgreichen Geschäft mit Eigenprodukten das strategisch wichtige Segment der Custom Solutions auch in diesem Wachstumsmarkt besetzen.

b. Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden nicht unterhalten.

Wedel, 29. April 2011

Heino Prüß

Holger Hönck

Sascha Otto

Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2010

der m-u-t AG

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2010 wahrgenommen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in alle grundlegenden Unternehmensentscheidungen eingebunden und wurde auch stets zeitnah und umfassend über alle Entwicklungen informiert.

Neben den turnusmäßigen Sitzungen berichtete der Vorstand regelmäßig über die aktuelle wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, gab aktualisierte Ausblicke auf das laufende Gesamtgeschäftsjahr und zog jeweils Vergleiche mit vorangegangenen Berichtsperioden, sodass den Mitgliedern des Aufsichtsrates jederzeit aktuelle Informationen vorlagen.

Zu den Beschlussvorlagen des Vorstands hat der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung von gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorgaben seine Entscheidungen abgegeben.

Beschlüsse sind auch im schriftlichen Umlaufverfahren erfolgt. Im Geschäftsjahr 2010 haben fünf Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Der Aufsichtsrat tagte am 17.02., 18.05., 23.06., 28.06. sowie am 11.11.2010.

Auf die Bildung von Ausschüssen wurde, wie in den Jahren zuvor, verzichtet.

Im Geschäftsjahr 2010 hat der Vorstand der Gesellschaft den Aufsichtsrat im Zusammenhang mit der im vierten Quartal 2010 durchgeführten Kapitalerhöhung als wichtigstem Ereignis des Geschäftsjahres, stets umfassend und zeitnah informiert.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der m-u-t AG Meßgeräte für Medizin- und Umwelttechnik, Wedel und den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der m-u-t AG Meßgeräte für Medizin- und Umwelttechnik und die Prüfungsergebnisse des Abschlussprüfers rechtzeitig erhalten. Diese Unterlagen wurden vom Aufsichtsrat umfassend geprüft: Der von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Clauß, Dr. Paal & Partner, Münster, geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 wurde vom Aufsichtsrat gründlich geprüft. Den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zugestimmt. Der Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat gebilligt und somit festgestellt. Der von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Clauß, Dr. Paal & Partner, Münster, geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010 wurde ebenfalls vom Aufsichtsrat geprüft. Den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers wurde zugestimmt und der Konzernabschluss vom Aufsichtsrat gebilligt. Darüber hinaus stimmt der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung zu.

Der Aufsichtsrat der m-u-t AG dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für die im Berichtsjahr 2010 geleistete, erfolgreiche Arbeit.

Wedel, im Juni 2011

Für den Aufsichtsrat

Hans Wörmcke, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der m-u-t AG Meßgeräte für Medizin- und Umwelttechnik, Wedel, für den Zeitraum vom 1.1.2010 bis 31.12.2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Münster, 2. Mai 2011

**Dr. Clauß, Dr. Paal & Partner

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Stefan Evers, Wirtschaftsprüfer

Michael Benkhoff, Wirtschaftsprüfer