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Nynomic AG — Annual Report 2009
Feb 11, 2011
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Annual Report
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Publication
m-u-t AG Meßgeräte für Medizin- und Umwelttechnik
Wedel
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009
Gliederung
A. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen
B. Geschäftsverlauf einschließlich Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
C. Nachtragsbericht
D. Prognosebericht
E. Risikobericht
F. Sonstige Angaben
A. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen
Gegründet 1995 ist die m-u-t AG mit Firmensitz in Wedel bei Hamburg zu einem international bekannten High-Tech-Unternehmen avanciert. Die Kernkompetenz liegt dabei in der Photonik, der Kombination aus Optik, Elektronik und ergänzenden Technologien für maßgeschneiderte Kundenlösungen.
Das mittelständische Unternehmen entwickelt und produziert Sensoren und Messgeräte für führende Firmen wie Olympus, Evac, Siemens etc. Als Aktiengesellschaft ist sie in den wichtigsten Hochtechnologiemärkten China, Europa und Nordamerika mit eigenen Vertriebsbüros repräsentiert.
Die Hauptgeschäftsfelder der m-u-t AG sind die Spektroskopie und die Laborautomatisierung und in der Gruppe noch zusätzlich die Brandfrüherkennung. Der umfassende Ansatz neue Ideen schnell in marktreife Produkte umzusetzen, ist dabei als größte Stärke der m-u-t AG zu sehen. Das Knowhow von der m-u-t AG kann auf eine ganze Bandbreite an unterschiedlichen Produkten angewendet werden. Neben Erfassungssystemen zählen zu den weiteren Geschäftsbereichen: Die Spektroskopie, in der präzise Messtechnik die Qualität in mobilen Anwendungen sicherstellt sowie die Laborautomatisierung, die durch verlässliche Technologie Routineabläufe beschleunigt und die Sortierqualität erhöht.
Die m-u-t AG hat sich zum Ziel gemacht ein kompetenter Lieferant zur Umsetzung von maßgeschneiderten High-Tech-Lösungen zu sein. Aus diesem Grunde wird angestrebt, das interne technologische Innovationspotential durch hohe Investitionen in neue Technologien stets weiter zu entwickeln. Weiterhin ist die schnelle und flexible Anpassung an Kundenbedürfnisse und neue Herausforderungen ein essentieller Teil der Geschäftsstrategie.
Die m-u-t AG ist ein führendes Unternehmen aus dem Bereich der Photonik, die als eine der Schlüsseltechnologien der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts angesehen wird. Dazu zählt auch die optische Messtechnik, auf deren technologischer Basis die m-u-t AG standardisierte Produktmodule und eine eigene Softwareplattform entwickelt hat. Dieses Geschäftsmodell ist für die Adaption unterschiedlichster Kundenwünsche leicht skalierbar. Das Produktportfolio umfasst u.a. Spektrometer, Probensortieranlagen für medizinische Labore, Komponenten von Endoskopreinigungsgeräten und in der Gruppe Brandfrüherkennungssysteme.
Die Schlüsselfaktoren für den Erfolg der m-u-t AG sind:
- Technologische Führerschaft in der Querschnittstechnik Photonik
- das interdisziplinäre Know-how unserer Mitarbeiter
- Partnerschaften mit Unternehmen, die zu den Marktführern in ihren jeweiligen Segmenten zählen.
Typischerweise setzt sich die m-u-t AG in einem ersten Schritt mit der Lösung von kundenspezifischen Problemen auseinander, die in Zusammenarbeit mit den Kunden mit innovativen Photonik-Anwendungen gelöst werden sollen. Dabei wird die Entwicklung vollständig im eigenen Hause abgewickelt. Alle erforderlichen Produktbestandteile werden selbst hergestellt. Ein Zukauf von Wissen oder technischen Komponenten ist nicht notwendig. Nach erfolgreichen Tests mit selbst gefertigten Prototypen soll es zur Produktion von kleineren oder größeren Serien kommen. Erst dann wird die Fertigung der Baugruppen fremdvergeben. Die Endmontage, die Überspielung der kundenspezifischen Software und die Qualitätssicherung werden von der m-u-t AG selbst vorgenommen. Die enge Zusammenarbeit während der Entwicklungsphase führt bei Schlüsselkunden oftmals zu einer gewachsenen Verbindung, aus denen Exklusivverträge resultieren
Der Produktionsstandort der Gesellschaft befindet sich in Wedel.
B. Geschäftsverlauf einschließlich Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Umsatz – und Auftragsentwicklung
Die m-u-t AG schloss das Geschäftsjahr 2009 mit einer Verringerung der Umsatzerlöse um ca. 5% auf TEUR 12.647 ab. Der Auslandsanteil betrug ca. 12 %.
Mit der strategischen Grundausrichtung und insbesondere mit ihren hoch qualifizierten Mitarbeitern war und ist die m-u-t AG in der Lage, komplexe Problemsachverhalte durch innovative Lösungen für das jeweilige Kundensegment zu bedienen. In das Geschäftsjahr 2010 konnte ein Auftragsbestand von ca. 13.394 TEUR übernommen werden.
Beschaffung
Im Beschaffungsbereich, insbesondere hinsichtlich der Entwicklung der Versorgungslage bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, waren keine Unwägbarkeiten zu verzeichnen. Gleiches gilt bezüglich der Entwicklung der Beschaffungspreise. Die Einkaufs- und Vorratspolitik sichert der m-u-t AG durch Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten die mittelfristige Belieferung kritischer Komponenten. Unkritische Komponenten werden zur kurzfristigen Bedarfsdeckung zeitnah beschafft. Sofern langfristige Abnahmeverträge mit Kunden bestehen, werden in großem Umfang korrespondierende Rahmenverträge mit Lieferanten abgeschlossen. Dies dient neben der Mengenabsicherung der benötigten Komponenten auch zur Sicherung der Einkaufspreise. In der Bevorratung und insbesondere bei lieferkritischen Bauteilen werden entsprechende Lagermengen vorgehalten, ebenso im Kleinserienbereich.
Fertigung
Der Fertigungsbereich ist ausreichend in der Lage die benötigten Produkte herzustellen. Eine Vielzahl von Zwischenprodukten wird von Fremdfertigern erstellt. Das Knowhow zur Komplettierung der Produkte verbleibt bei der m-u-t AG. Das Produktsortiment wird permanent mit „make or buy“ Analysen daraufhin untersucht, ob bei mindestens gleich bleibender Qualität eine kostengünstigere Fremdfertigung des gesamten Produktes oder von Teilkomponenten erfolgen sollte ohne damit ein nicht vertretbares Belieferungsrisiko zu erzeugen. Die Strategie, nur Kleinserien und Prototypen komplett im eigenen Haus zu fertigen, sicherte nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit unseres Leistungsspektrums, sondern bietet insbesondere hinreichende Gewähr dafür, dass die Geschäftstätigkeit diesbezüglich auch zukünftig mit Erfolg betrieben werden kann.
Es konnte in 2009 flexibel auf Beschäftigungsschwankungen reagiert werden. Sofern das Erfordernis vorlag, wurde auch das Instrument der betrieblichen Kurzarbeit genutzt.
Investitionen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen in Höhe von 902 TEUR vorgenommen. Es handelte sich im Wesentlichen um die Sachanlagen in Gestalt selbsterstellter Prototypen mit rd. 720 TEUR. Die Investitionen dienen u.a. der Erweiterung der Produktpalette.
a) Prototypen
Im Sachanlagevermögen sind die Herstellungskosten von selbsterstellten Prototypen, welche z.T. bereits als Demonstrations- und Vorführobjekte genutzt werden oder sich zu diesen Zwecken noch im Bau befinden, mit einem Gesamtvolumen von TEUR 2.620 aktiviert. Die durch die Gesellschaft selbsterstellten Prototypen stellen das gegenwärtige und zukünftige Vermarktungspotenzial dar. Für einen Teil der Prototypen gibt es bereits Lieferverträge mit Großkunden.
Die Werthaltigkeit der verbleibenden Prototypen wird unter den gegenwärtigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesehen, ist aber dennoch insbesondere von der weiteren bzw. künftigen Vermarktung von Serienerzeugnissen etc. und der damit verbundenen Nutzung abhängig.
Im Übrigen wird auf den Punkt „Forschung und Entwicklung“ unter dem Gliederungspunkt F sowie Punkt „Sonstige wichtige Geschäftsvorfälle des Geschäftsjahres“ unter dem Gliederungspunkt B verwiesen.
b) Finanzanlagen
b1) Avantes
Im Geschäftsjahr 2008 wurde eine 51 % Beteiligung an der Avantes Holding B.V. erworben. Das Unternehmen ist auf die Miniaturisierung von Spektroskopiegeräten sowie Softwarelösungen für die Online-Messung und Analyse spezialisiert. Entwickelt und produziert werden Spektrometer, Lichtquellen für UV, VIS und NIR sowie Fiber Optic, Zubehör und kundenspezifische Anpassungen. Die Produkte der Avantes finden Anwendung in der Biotechnologie, Chemie, Kolorimetrie, Lebensmittelindustrie, Inline Process Kontrolle, Radiometrie und Dünnschicht Analyse.
Die Avantes Gruppe ist insbesondere im Bereich der großvolumigen Distribution von kompakten Spektroskopiegeräten mit hohem Preis-/Leistungsverhältnis und Fiber Optic Applikationen, für verschiedene Industrien tätig. Diesen Massenmarkt hat die m-u-t AG bisher nicht erschlossen. Mit dieser Akquisition rundet die m-u-t Gruppe den Markt für Spektroskopielösungen nach unten ab.
Neben erwarteten Einkaufsvorteilen ergibt sich auch eine höhere Wahrnehmung von m-u-t im Spektroskopiemarkt.
Im Verlauf des Jahres 2009 ist – aufgrund variabler Bestandteile für 2009 - der Kaufpreis für die in 2008 erworbenen Anteile fixiert worden. Dieser hat sich gegenüber dem in 2008 bilanzierten Wert um TEUR 387 gemindert. Aufgrund variabler Bestandteile für 2010 kann sich der Kaufpreis jedoch noch erhöhen.
Die Möglichkeiten zum Erwerb der restlichen Unternehmensanteile der Avantes Holding B.V. (ab dem Jahresende 2013 und ab dem Jahresende 2017 jeweils hälftig) sind gegeben.
b2) m-u-t Aviation-Technology
Die m-u-t Aviation-Technology GmbH befasst sich mit Produkten zur Brandfrüherkennung und mit luftfahrtnahen Produkten.
Mit dem bestehenden Knowhow für Brandfrüherkennungssysteme wird zurzeit die neueste Version der ARTUS Familie weiter entwickelt, um in naher Zukunft Industriekomplexe zu überwachen. Die Markteinführung von nicht luftfahrtgebundenen Systemen lässt sich erfahrungsgemäß wesentlich schneller umsetzen, als die bei fliegenden Systemen, da letztere eine langjährige Vorlaufzeit bis zum Einsatz haben.
Die Werthaltigkeit der in bedeutsamem Umfang aktivierten Prototypen bei der Gesellschaft wird gesehen, ist aber dennoch insbesondere von der weiteren bzw. künftigen Vermarktung von Serienerzeugnissen etc. und der damit verbundenen Nutzung abhängig.
Zusätzlich wird auf die Ausführungen zum Punkt „Sonstige wichtige Geschäftsvorfälle des Geschäftsjahres“ unter dem Gliederungspunkt B verwiesen.
b3) OMW Optische Messtechnik GmbH
Auf die Ausführungen zum Punkt „Sonstige wichtige Geschäftsvorfälle des Geschäftsjahres“ unter dem Gliederungspunkt B wird verwiesen.
b4) m-u-t Asia Ltd.
Auf die Ausführungen zum Punkt „Sonstige wichtige Geschäftsvorfälle des Geschäftsjahres“ unter dem Gliederungspunkt B wird verwiesen.
b5) tec5 AG
Im Geschäftsjahr 2007 wurde eine 51 % Beteiligung an der tec5 AG erworben. Die tec5 AG entwickelt und fertigt qualitativ hochwertige, innovative Produkte für die Detektorarrayspektroskopie von OEM Komponenten sowie Ansteuerelektroniken, bis hin zu kompletten UV/VIS/NIR Spektrometersystemen für eine Vielzahl von Anwendungen. Mit dieser Akquisition hat die m-u-t Gruppe den Markt für Spektroskopielösungen nach oben abgerundet.
Die Möglichkeiten zum Erwerb der restlichen Unternehmensanteile an der tec5 AG (ab dem Jahresende 2011) sind gegeben.
Finanzierung
Die Finanzierung der Investitionen für den Anteilserwerb an der Avantes B.V. erfolgte zum großen Teil durch die Aufnahme neuer Darlehen. Mit dieser Akquisition und der bereits erworbenen TEC5 AG rundet die m-u-t Gruppe den Markt für Spektroskopielösungen in den hochwertigen und den Massenmarkt ab.
Geschäftsergebnis
Die m-u-t AG schloss das Jahr 2009 mit einem Jahresergebnis in Höhe von TEUR -5.622 (Vorjahr TEUR 373) ab.
Die Gesamtleistung fiel gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.051. Der Materialaufwand sank um TEUR 1.748, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fielen um TEUR 309. Demgegenüber stiegen der Personalaufwand um TEUR 262 sowie Abschreibungen/Außerordentliche Aufwendungen um TEUR 5.409.
Personalentwicklung
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg in 2009 um 6 % auf 144 (Vorjahr 136). Gleichzeitig stiegen die Lohn- und Gehaltskosten inklusive der Nebenkosten um 5 % auf 5.313 TEUR. Infolge der Wirtschaftskrise hat m-u-t auch die Kurzarbeitsförderung für den technischen Bereich genutzt und Personalfreisetzungen vorgenommen.
Darüber hinaus sind außerordentliche Restrukturierungskosten infolge der Neuausrichtung im Abschluss berücksichtigt.
Organisation
Die Organisationsstruktur hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Gemäß Beschluss auf der Hauptversammlung wurde aber der Aufsichtsrat von 6 auf 3 Mitglieder verkleinert.
Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres
Die Weltwirtschaftskrise hat in 2009 genauso wie bei unzähligen anderen Unternehmen auch tiefe Spuren bei der m-u-t AG und deren Tochtergesellschaften hinterlassen und musste zu deutlichen Konsequenzen in der Ausrichtung führen.
Die Gesellschaft betreibt ein bestehendes starkes Basisgeschäft, das auch im Rahmen der Weltwirtschaftskrise zu einem operativ positiven Betriebsergebnis beigetragen hat. Daneben bearbeitet die Gesellschaft zahlreiche Geschäftsfelder in denen teils umfangreiche Entwicklungstätigkeiten erforderlich sind. Im Dezember 2009 wurden einschneidende Entschlüsse zur künftigen ertragreichen Ausrichtung von m-u-t gefasst, mit der Konsequenz sich von weniger vielversprechenden Projekt – und Produktbereichen zu trennen. Vor dem Hintergrund des eigenen finanziellen Ressourcenrahmens und einer mittelfristig ertragreichen Ausrichtung des Kerngeschäftes der m-u-t AG, wurden einige Projekt – und Produktbereiche aufgegeben und eingestellt. Die Folge daraus sind im außerordentlichen Aufwand außerplanmäßige und außerordentliche Abschreibungen diverser genutzter und im Bau befindlicher Prototypen (TEUR 1.767) sowie korrespondierender Lagerbestände (TEUR 713) und Personalstrukturierungsmaßnahmen (TEUR 70).
Durch die strategische Entscheidung des Vorstands Ende 2009 wird der Fokus auf Segmente gelegt, die eine schnellere Amortisation versprechen. Damit ist ein Fokus auf Teilgeschäftsfelder mit besserer Portierbarkeit/Skalierbarkeit und weniger Abhängigkeit von einzelnen Partnern verbunden. Die breit angelegte Entwicklungstätigkeit der Vergangenheit wird enger fokussiert und auf margenstarke Produkte ausgerichtet. Im Vordergrund stehen die Weiterentwicklung der Laborautomationssysteme und auch anwendungsspezifische NIR Lösungen, wie z.B. im Agrarsektor.
Auch die Tochtergesellschaften m-u-t Aviation Technology GmbH und OMW Optische Messtechnik Wismar GmbH haben entsprechende Ausrichtungsentschlüsse und Einstellungen von Projekt – und Produktbereichen vor dem eigenen finanziellen Ressourcenrahmen beschlossen. Zudem hat sich u.a. die Neuordnung der Vertriebsaktivitäten in China im laufenden Geschäftsjahr auf die Beteiligung an der m-u-t Asia Ltd. ausgewirkt.
Daher waren außerplanmäßige Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 2.000 an der Gesellschaft m-u-t Aviation Technology GmbH, TEUR 131 an der OMW Optische Messtechnik GmbH sowie TEUR 164 an der Vertriebsgesellschaft m-u-t Asia Ltd., Hongkong, erforderlich.
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||
|---|---|---|---|
| EUR | Wert | Wert | |
| --- | --- | --- | --- |
| A. KENNZAHLEN ZUR VERMÖGENS- | |||
| UND KAPITALSTRUKTUR | |||
| Anlagevermögen | 10.888 | 14.891 | |
| Gesamtvermögen | 18.337 | 24.045 | |
| Anlagenintensität in % | 59,4 | 61,9 | |
| Eigenkapital | 8.971 | 14.593 | |
| Gesamtkapital | 18.337 | 24.045 | |
| Eigenkapitalanteil in % | 48,9 | 60,7 | |
| Fremdkapital | 9.366 | 9.452 | |
| Gesamtkapital | 18.337 | 24.045 | |
| Verschuldungsgrad in % | 51,1 | 39,3 | |
| B. KENNZAHLEN ZUR FINANZ- UND | |||
| LIQUIDITÄTSSTRUKTUR | |||
| Eigenkapital | 8.971 | 14.593 | |
| Anlagevermögen | 10.888 | 14.891 | |
| Anlagendeckung I in % | 82,4 | 98,0 | |
| Fremdkapital | 9.366 | 9.452 | |
| - Flüssige Mittel | 1.523 | 2.196 | |
| Nettoverschuldung | 7.843 | 7.256 | |
| Flüssige Mittel | |||
| + Forderungen und | |||
| Sonstige Vermögens- | |||
| gegenstände bis 1 Jahr | 4.963 | 6.055 | |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 3.577 | 3.966 | |
| Liquidität 2. Grades in % | 138,7 | 153,0 | |
| C. KENNZAHLEN ZUR RENTABILITÄT | |||
| Jahresergebnis | -5.622 | 373 | |
| Eigenkapital | 8.971 | 14.593 | |
| Eigenkapitalrentabilität in % | 62,7 | 2,6 |
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||
|---|---|---|---|
| EUR | Wert | Wert | |
| --- | --- | --- | --- |
| Jahresergebnis | |||
| + Fremdkapitalzinsen | |||
| + EE-Steuern | -5.196 | 822 | |
| Gesamtkapital | 18.337 | 24.045 | |
| Gesamtkapitalrentabilität vor | |||
| Zinsen und Steuern in % | -28,3 | 3,4 | |
| Ordentliches | |||
| Betriebsergebnis | -370 | 1.171 | |
| Gesamtleistung | 12.332 | 15.383 | |
| Umsatzrentabilität II in % | -3,0 | 7,6 | |
| Ordentliches Ergebnis | -3.068 | 619 | |
| + Ordentliche Abschreibungen | |||
| auf das Anlagevermögen, | |||
| soweit in den Übrigen | |||
| Kosten enthalten | 2.736 | 746 | |
| \= Ordentlicher Cash flow | -331 | 1.365 | |
| Ordentlicher Cash flow | -331 | 1.365 | |
| Eigenkapital | 8.971 | 14.593 | |
| Eigenkapitalrentabilität in % | |||
| bezogen auf Cash flow | -3,7 | 9,4 | |
| Ordentlicher Cash flow | -331 | 1.365 | |
| Gesamtleistung | 12.332 | 15.383 | |
| Umsatzrentabilität in % | |||
| bezogen auf Cash flow | -2,7 | 8,9 | |
| Nettoverschuldung | 7.843 | 7.256 | |
| Ordentlicher Cash flow | -331 | 1.365 | |
| Nettoverschuldung in Jahren | |||
| bezogen auf Cash flow | -23,7 | 5,3 |
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||
|---|---|---|---|
| EUR | Wert | Wert | |
| --- | --- | --- | --- |
| E. KENNZAHLEN ZUR PRODUKTIVITÄT | |||
| Gesamtleistung | 12.332 | 15.383 | |
| Personalkosten | 5.313 | 5.051 | |
| Umsatz je 1 Euro | |||
| Personalkosten | 2,32 | 3,05 | |
| Umsatz | 12.647 | 13.356 | |
| Gesamtkapital | 18.337 | 24.045 | |
| Umschlagshäufigkeit | |||
| des Gesamtkapitals | 0,69 | 0,56 | |
| Forderungen aus L u. L. | |||
| x 360 Tage | 2.565 | 2.777 | |
| Umsatz | 12.647 | 13.356 | |
| Zielgewährung an Kunden | |||
| (in Tagen) | 73 | 75 | |
| Verbindlichkeiten und | |||
| Wechsel aus L. u. L. | |||
| x 360 Tage | 704 | 245 | |
| Materialaufwand | 4.011 | 5.759 | |
| Zielgewährung von | |||
| Lieferanten (in Tagen) | 63 | 15 |
Definitionen:
-*) Ordentliches Betriebsergebnis = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit + Finanzergebnis
-**) Ordentliches Ergebnis = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
-***) Gesamtleistung: Umsatzerlöse + Bestandsveränderungen + andere aktivierte Eigenleistungen
Das Gesamtvermögen der Gesellschaft hat sich per 31.12.2009 um rd. 24 % (Vorjahr +17 %) verringert. Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen an der Bilanzsumme von 59 % (Vorjahr 62 %) gekennzeichnet. 13 % (Vorjahr 12 %) der Bilanzsumme entfallen auf das Vorratsvermögen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben zum Ende des Geschäftsjahres 2009 einen Anteil von rd. 19 % (Vorjahr 16 %). Liquide Mittel umfassen 8% (Vorjahr 9%). Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme von 49 % (Vorjahr 60,7 %) gekennzeichnet.
Die immateriellen Vermögensgegenstände sind leicht gesunken. Die Reduzierung der Sachanlagen ist im Wesentlichen auf die außerordentlichen Abschreibungen von Prototypen zurückzuführen. Die Finanzanlagen haben sich i.W. aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibungen an der OMW Optische Messtechnik Wismar, der m-u-t Aviation Technology und der m-u-t Asia Ltd. um 26 % auf TEUR 7.676 reduziert.
Das Umlaufvermögen konnte um 19 % gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Insbesondere ist dies auf Wertberichtigungen der Vorräte zum Bilanzstichtag (minus 20 %) zurückzuführen.
Die Liquiditätslage war im Berichtszeitraum als hinreichend zu bezeichnen. Am Bilanzstichtag betrug das Cashguthaben rd. 1.523 T€ (Vorjahr 2.196 T€).
Auf der Passivseite hat sich die Eigenkapitalausstattung aufgrund des hohen Jahresfehlbetrages verschlechtert.
Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 67 % auf 827 TEUR. Die Reduzierung resultiert i.W. aus der Zahlung des Restkaufpreises zur Übernahme der Anteile an der Avantes Holding B.V.
Der Anstieg der Verbindlichkeiten um 24 % gegenüber dem Vorjahr auf 8.538 TEUR resultiert im Wesentlichen durch die Aufnahme eines neuen Darlehens zur Finanzierung des Restkaufpreises des Beteiligungserwerbes an der Avantes Holding B.V.
Die Vermögens- und Kapitalstruktur zeigt die solide Struktur der Unternehmensfinanzierung auf und der Vorstand geht von einer weiterhin soliden Finanzlage aus.
Dennoch bleibt eine wichtige Zukunftsaufgabe die rechtzeitige Beschaffung der nötigen Finanzmittel.
Hinsichtlich der sonstigen finanziellen Verpflichtungen wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen.
C. Nachtragsbericht
Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.
D. Prognosebericht
Geschäftsfeld Spektroskopie/Sensorik
Die für die Gesellschaft relevanten Märkte sind die Infrarot (IR), UV/Sichtbare Spektroskopie. Nach einer Studie von BCC Research aus dem Jahr 2004 ist das Marktvolumen in den für m-u-t relevanten Produktbereichen stark wachsend und für 2010 allein in den USA etwa 1,4 Mrd. Dollar. Vergleichbare Studien für Westeuropa oder Asien liegen nicht vor.
Geschäftsfeld Laborautomation/ Medizintechnik
Das Geschäftsfeld mit dem größten Wachstumspotenzial auf Sicht von zwei bis drei Jahren ist die Laborautomation. Die wesentlichen Treiber der Nachfrage sind die zunehmende Alterung der Bevölkerung und die ansteigende Nutzung der Laboranalyse für die Diagnose von Krankheiten. Darüber hinaus spielen immer mehr auch wirtschaftliche Faktoren eine Rolle. Zielkunden von m·u·t sind neben Großlaboren (mehr als 5.000 Proben pro Tag) große Krankenhäuser (mehr als 300 Betten).
In einer Studie aus dem Jahr 2006 von Frost & Sullivan wurde das Gesamtmarktvolumen von 2006 mit 20,5 Mrd. EUR angegeben. Der für m·u·t relevante Markt für Laborautomation allein in Westeuropa wird dabei von Frost & Sullivan auf einen Umfang von rund 245 Mio. USD geschätzt, wovon 31% auf Analysegeräte, 16% auf Präparatbehandlung, 18% auf Robotik und 31% auf Flüssigkeitsbehandlung entfallen. Die m-u-t Lösungen für die Pre- und Postanalytik stehen in einem engen Zusammenhang mit den genannten Segmenten.
Geschäftsfeld Brandfrüherkennung/Aviation
Dieses Geschäftsfeld wird ausschließlich von der Tochtergesellschaft betrieben.
Die von der Tochtergesellschaft m-u-t Aviation Technology GmbH entwickelten Systeme für Brandfrüherkennung können in den Bereichen Luftfahrt, Gebäuden und Müllverbrennungsanlagen eingesetzt werden. Durch die strategische Entscheidung des Vorstands Ende 2009 wird der Fokus auf Segmente gelegt, die eine schnellere Amortisation versprechen. Damit wird die Entwicklung von eigenen Produkten für die Bereiche Luftfahrt und Gebäudeüberwachung eingestellt und der Fokus auf Müllverbrennungsanlagen und Produktionsanlagen gesetzt. Derzeit stehen wir noch am Anfang der Vermarktung im Bereich der Müllverbrennungsanlagen. Laut einer Studie des Fraunhofer Instituts aus dem Jahr 2008 gab es weltweit ca. 800 Müllverbrennungsanlagen, davon 70 in Deutschland. Um das Einsatzgebiet auf Produktionsanlagen zu erweitern, wurde in 2009 mit dem Anpassen der Technologieplattform zu preisgünstigeren Systemen begonnen.
Weitere Neuentwicklungen im Luftfahrtbereich werden zu Gunsten von Projekten, in denen Handelsware mit Zusatzleistungen veredelt wird, nicht vorgenommen.
Wettbewerber
Der für die m-u-t AG relevante Markt für Photonik-Anwendungen zeichnet sich weltweit durch eine hohe Anzahl untereinander im Wettbewerb stehender Anbieter aus. Neben einigen großen und weltweit agierenden gibt es eine Vielzahl kleinerer Unternehmen, die sich regional abgrenzen oder sich auf bestimmte Zielgruppen und Technologien spezialisiert haben. Einige der Mitbewerber oder potenziellen Wettbewerber von m-u-t AG verfügen über bessere finanzielle, produktionstechnische und personelle Ressourcen und halten in einzelnen Produktsegmenten höhere Marktanteile als die m-u-t AG.
Unternehmensprognose
Die zukünftige Geschäftsentwicklung erscheint dem Vorstand auch vor dem Hintergrund der aktuellen konjunkturellen Entwicklung derzeit wieder als günstig.
Die Gesellschaft hat Ende 2009 nach einem schwierigen Jahr weitreichende Entscheidungen zur Neuausrichtung getroffen. Hierzu wird auf die Ausführungen zum Punkt „Sonstige wichtige Geschäftsvorfälle des Geschäftsjahres“ unter dem Gliederungspunkt B verwiesen. Die Gesellschaft geht davon aus, damit die erforderlichen Maßnahmen zur weiteren ertragreichen Ausrichtung getroffen zu haben. Sollte sich herausstellen, dass in der Zukunft weitere Schritte nötig sein werden, so werden diese auch künftig konsequent vollzogen.
Eine Sättigung der erschlossenen Gesamtmarktsegmente ist nach Einschätzung der Gesellschaft noch lange nicht eingetreten.
Als sehr aussichtsreicher Geschäftsbereich entwickelt sich der Bereich Laborautomation. Es wird ein Modulsystem entwickelt um eine möglichst hohe Wiederverwendbarkeit von Komponenten für eine kostengünstige Herstellung zu erreichen und auf der anderen Seite kundenspezifische Konfigurationen aus den bestehenden Modulen zu ermöglichen. In diesem Bereich vertreibt die Berichtsgesellschaft ihre Produkte sowohl über Großkunden, als auch im Direktvertrieb. In diesem Geschäftsbereich sieht die Gesellschaft für die nächsten Jahre ein weiteres starkes Wachstumspotenzial, da m-u-t mittlerweile einen hohen Bekanntheitsgrad genießt und über Alleinstellungsmerkmale verfügt und den Markt zudem über ausländische Tochtergesellschaften weiter erschließen wird.
Der Vorstand ist zuversichtlich, zu einer positiven Unternehmensentwicklung in 2010 und 2011 zu kommen. Grundlage der Prognose ist eine Geschäftsplanung 2010 und eine diesbezügliche Grobplanung 2011. Die Prognosen wurden anhand der vorliegenden Auftragsbestände für 2010 durchgeführt. In das Geschäftsjahr 2010 konnte ein Auftragsbestand von ca. 13.394 TEUR übernommen werden.
Die positive Unternehmensentwicklung sieht die m-u-t AG in der nunmehr auf Ertrag fokussierten Neu- und Weiterentwicklung von innovativen Produkten, der damit einhergehenden Erhöhung des Bekanntheitsgrades und der weiteren Erschließung bestehender Märkte. Kurzfristig kann es auch bei unseren Kunden aufgrund der konjunkturellen Lage zu Abnahmeverschiebungen oder Abnahmekürzungen kommen. Des Weiteren ist bezüglich der Projekte/Prototypen der exakte Vermarktungszeitpunkt nicht immer im Voraus exakt bestimmbar.
E. Risikobericht
Ein Risikomanagement hat das Ziel, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, um durch geeignete Maßnahmen drohenden Schaden für das Unternehmen abzuwenden und eine Bestandsgefährdung auszuschließen.
Die Risikomanagementziele und -methoden sind der Gesellschaftsgröße, der flachen Hierarchiestruktur, der Mitarbeiteranzahl und dem Tätigkeitsfeld entsprechend schlank ausgeprägt.
Die m-u-t AG verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente. Diese unterstützten die Geschäftsleitung dabei, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.
Zur Überwachung und Steuerung der wesentlichen Risiken wird ein Risikomanagementsystem genutzt. Dadurch werden die Risiken in festgelegten Zeitabständen analysiert und relevante Abweichungen in der Risikoposition dem Vorstand gemeldet.
Die Elemente des Risikomanagementsystems sind u.a.:
- die Risikosteuerung,
- das Risikocontrolling und
- das Risikoreporting.
Zum internen Überwachungssystem gehören u.a.:
- die Anwendung von Richtlinien
- der Einsatz zuverlässiger Software (u. a. ERP Axapta )
- die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals
- laufende Prüfungen
- Abweichungsanalysen
- Arbeitsanweisungen
- Regelungen zur Vertretungsvollmacht
- Maßnahmen zur Funktionstrennung
Grundsätzlich ist eine normal mittlere Risikobereitschaft zu verzeichnen, wobei sich bietende Chancen auch aktiv angegangen werden.
Ein Finanzmanagement umfasst die Themengebiete Liquiditätsmanagement, Management von Währungs-, Zins- und Rohstoffrisiken sowie Bonitäts- und Länderausfallrisiken.
Liquiditätsbeschaffungsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen wird durch aktive Liquiditätssteuerung und der Vorhaltung liquider Mittel begegnet. Die rechtzeitige Bereitstellung zukünftiger liquider Mittel ist als zentrale Zukunftsaufgabe erkannt worden.
Finanzierungszinsrisiken und Devisenwährungsrisiken werden ggfls. durch einfache derivative Finanzinstrumente (Swaps / Termingeschäfte) abgemildert. Die langfristigen Verpflichtungen sind über die Laufzeit überwiegend mit festen Zinssätzen versehen. Ein langfristiger Kredit ist mit einem variablen Zinssatz ausgestaltet und wurde langfristig mit einem Zinssicherungsinstrument abgesichert. Die in Kreditverträgen einzuhaltenden Finanzkennzahlen werden regelmäßig beobachtet. Die Währungsrisiken werden auch durch die maßgebliche Fakturierung in EURO begrenzt.
Preisänderungsrisiken bestehen im Einkauf und Verkauf, denen nur bedingt begegnet werden kann. Allerdings werden längerfristige Lieferverpflichtungen durch längerfristige Einkaufsvereinbarungen abgesichert.
Ausfallrisiken wird, soweit möglich, durch eine Warenkreditversicherung begegnet.
Hinsichtlich der Produktrisiken besteht eine Produkthaftpflichtversicherung.
Weiteren operativen Risiken, die in den Bereichen Produktion, Logistik, Forschung und Entwicklung sowie durch den Einsatz von IT entstehen, kommt im Vergleich eine eher untergeordnete Bedeutung zu, denen aber durch Verbesserung der Prozessabläufe begegnet wird. Zudem gibt es zahlreiche schriftliche Unterlagen in denen die jeweils geeigneten Abläufe beschrieben werden. Kritische Hardware wird vorgehalten. Die Daten werden kontinuierlich gesichert und gegen Untergang geschützt aufbewahrt.
Grundsätzlich bestehen darüber hinaus auch allein im Tätigwerden in einer hochentwickelten Wirtschaft (mit all ihren Rechten) Risiken. Möglichen Änderungen des rechtlichen Umfelds werden hinsichtlich ihrer Wirkungen frühzeitig evaluiert.
Im Folgenden sei näher auf bestimmte Einzelrisiken eingegangen:
- Fertigung:
Der Fertigungsbereich muss ausreichend in der Lage sein die benötigten Produkte herzustellen. Eine Vielzahl von Zwischenprodukten wird von Fremdfertigern erstellt. Das Knowhow zur Komplettierung der Produkte verbleibt bei der m-u-t AG. Das Produktsortiment wird permanent mit „make or buy“ Analysen daraufhin untersucht, ob bei mindestens gleich bleibender Qualität eine kostengünstigere Fremdfertigung des gesamten Produktes oder von Teilkomponenten erfolgen sollte ohne damit ein nicht vertretbares Belieferungsrisiko zu erzeugen.
- Beschaffung:
Die Einkaufs- und Vorratspolitik sichert der m-u-t AG durch Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten die mittelfristige Belieferung kritischer Komponenten. Sofern langfristige Abnahmeverträge mit Kunden bestehen, werden in korrespondierende Rahmenverträge mit Lieferanten abgeschlossen. Dies dient neben der Mengenabsicherung der benötigten Komponenten auch zur Sicherung der Einkaufspreise.
- Prototypen / Tochtergesellschaften
In den Sachanlagen sind zu einem erheblichen Teil Prototypen aktiviert worden. Deren Werthaltigkeit ist von der weiteren bzw. künftigen Vermarktung von Serienerzeugnissen etc. und der damit verbundenen Nutzung abhängig. Sollte sich die Vermarktungsfähigkeit nicht wie geplant einstellen, können Sonderabschreibungen auf das Sachanlagevermögen die Folge sein. Entsprechendes gilt für die Anteile an einer Tochtergesellschaft, die ebenfalls Prototypen in erheblichem Umfang aktiviert hat.
Die Werthaltigkeit der Prototypen wird mithilfe von Barwertüberlegungen eingeschätzt, wobei diese erheblichen Ermessenspielräumen unterliegen und man in diversen Fällen auf die Absatz- und Ertragseinschätzungen von Partnern angewiesen ist.
Deshalb verfolgt die Gesellschaft auch eine mit diesen Aspekten verbundene vorsichtige Dividendenpolitik.
- Verträge mit wesentlichen industriellen Großkunden (Direktkunden) bzw. Vertriebspartnern von m-u-t AG könnten geändert oder gekündigt werden.
Die m-u-t AG hat in der Vergangenheit den wesentlichen Teil ihrer Umsatzerlöse mit sehr wenigen industriellen Großunternehmen und Endkunden ("Direktkunden") erwirtschaftet. Sollten einzelne solcher Direktkunden wegfallen oder sollte die m-u-t AG nicht in der Lage sein, entsprechende Kundengruppen in Zukunft zu erschließen, könnte dies wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Die Strategie der vergangenen Jahre, den Umsatzanteil einzelner Großkunden am Gesamtumsatz der Gesellschaft in eine gesunde Relation zu bringen, wird forciert werden.
- Exklusivitätsrechte der Großkunden
Wie bereits dargestellt, wird ein erheblicher Teil der Umsätze der Gesellschaft durch den Vertrieb der entwickelten Produkte durch einzelne Großkunden generiert. Dieser Vertrieb der von der m-u-t AG entwickelten und hergestellten Produkte erfolgt, soweit die Produkte speziell für den jeweiligen Großkunden gebaut und konfiguriert worden sind, oftmals aufgrund von vertraglich eingeräumten exklusiven Vertriebsrechten. Da die m-u-t AG somit nicht das Recht zum Vertrieb dieser für den jeweiligen Kunden speziell gebauten und konfigurierten Produkte an andere Kunden hat, fehlt ihr insoweit ein eigenes Vertriebsnetz. Sollte einer der Großkunden den Vertrieb der von der m-u-t AG hergestellten und entwickelten Produkte einstellen, besteht das Risiko von erheblichen Umsatz- und Ertragseinbußen, sowie von erhöhten Aufwendungen zum Aufbau eines eigenen Vertriebsnetzes. Dieses Risiko wird fortlaufend beobachtet.
- Haftung aus Zuwendungsbescheiden
Die Gesellschaft und die m-u-t Aviation Technology GmbH und die OMW Optische Messtechnik GmbH haben staatliche Subventions- und Zuwendungsleistungen erhalten, deren Mittelbindungsfrist noch nicht ausgelaufen ist. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass insoweit Rückforderungsansprüche erhoben werden, wenn eine Verletzung der zugrunde liegenden Bedingungen eintritt.
- Die Geschäftspolitik und -tätigkeit der m-u-t AG ist durch einen nicht unerheblichen Finanzierungsbedarf geprägt, was zu Liquiditätsengpässen bei zu niedrigem Cash flow führen kann.
Die von der m-u-t AG vertriebenen Produkte basieren in der Regel auf Komponenten, die von Zuliefer-Partnern bezogen werden. Teilweise ist es der m-u-t AG möglich, mit ihren Zulieferern Zahlungsziele zu vereinbaren und/oder mit ihren Vertriebspartnern und Direktkunden Vorauszahlungsvereinbarungen zu treffen. Einen nicht unerheblichen Teil der von der m-u-t AG vertriebenen Produkte muss die m-u-t AG allerdings vorfinanzieren. Der von der m-u-t AG vorzufinanzierende Bestand ist umso umfangreicher, je mehr die m-u-t AG eine kurzfristige Lieferfähigkeit sicherzustellen bemüht ist.
Daneben werden erhebliche Mittel in der umfangreichen Entwicklungstätigkeit frühzeitig gebunden, die erst sehr spät – gegebenenfalls nach mehreren Jahren - über die Vermarktung von Serienprodukten zu Rückflüssen führt. Hierzu wird auf die Ausführungen zu „Forschung und Entwicklung“ unter dem Gliederungspunkt F verwiesen.
Dies gilt ebenso für zu unterstützende Tochtergesellschaften mit ihrerseits umfangreicher Entwicklungstätigkeit.
In den Übernahmeverträgen zum Kauf der Avantes Holding B.V. und tec5 AG sind Optionen zum Erwerb weiterer Anteile enthalten, die zur kompletten Übernahme beider Firmen führen können. Die nötigen Finanzmittel zur möglicherweise vollständigen Übernahme der tec5 AG (ab 2011 erstmals Erklärung zur Übernahme von Anteilen möglich. Im Folgejahr wäre eine solche Erklärung zahlungswirksam) sowie der Avantes Holding B.V. (ab 2013 erstmals Erklärung zur Übernahme von etwa der Hälfte der verbliebenen Anteile möglich. Im Folgejahr wäre eine solche Erklärung zahlungswirksam; die Übernahme der restlichen Anteile könnte erstmals zum 31.12.2017 mit der zahlungswirksamen Konsequenz in 2018 erklärt werden) müssen rechtzeitig beschafft werden.
Aufgrund des ausgesprochen positiven Geschäftsverlaufes bei der Avantes Holding B.V. im Jahr 2010 könnte es im Rahmen eines bei der Übernahme vereinbarten „earn-out-Modells“ zu einer einmaligen nachträglichen Kaufpreisforderung kommen. Die Höhe der möglichen Nachzahlung wird nach heutigem Kenntnisstand auf etwa 500 TEUR geschätzt.
Die genannten Faktoren sind in nur eingeschränktem Maße planbar und werden deshalb laufend beobachtet.
- Der Wettbewerbs- und Preisdruck könnte zunehmen.
Der für die m-u-t AG relevante Markt für Photonik-Anwendungen zeichnet sich weltweit durch eine hohe Anzahl untereinander im Wettbewerb stehender Anbieter aus. Neben einigen großen und weltweit agierenden Anbietern gibt es eine Vielzahl kleinerer Unternehmen, die sich regional abgrenzen oder sich auf bestimmte Zielgruppen und Technologien spezialisiert haben. Einige der Wettbewerber oder potenziellen Wettbewerber von m-u-t AG verfügen über bessere finanzielle, produktionstechnische und personelle Ressourcen und halten in einzelnen Produktsegmenten höhere Marktanteile als die m-u-t AG. Darüber hinaus könnten Kunden gerade in dem sensiblen Geschäft von Photonik-Anwendungen beispielsweise im Bereich der Luftfahrt oder Medizintechnik aus grundsätzlichen Erwägungen etablierte Großunternehmen gegenüber der m-u-t AG vorziehen. Sollte sich die m-u-t AG gegen ihre Wettbewerber nicht behaupten können oder sollten die Produkte und Dienstleistungen der m-u-t AG nicht mehr in dem bisherigen Umfang vom Markt akzeptiert und nachgefragt werden, drohen Preissenkungen, Umsatzrückgänge und der Verlust von Marktanteilen. Der zukünftig im Bereich der Photonik-Anwendungen mögliche Wettbewerbsdruck stellt insofern ein schwer kalkulierbares Risiko für die m-u-t AG dar. Positive Marktchancen könnten hier außerdem insbesondere durch internationale Technologieunternehmen erkannt werden und diese zu dem Angebot von eigenen Applikationen veranlassen. Hierdurch könnte sich der Wettbewerbs- und Preisdruck auf die m-u-t AG wesentlich erhöhen. Dieser Prozess könnte in einzelnen Teilmärkten zu einem Verdrängungsprozess mit hieraus resultierenden Umsatzeinbußen führen und damit wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.
Die genannten Faktoren sind in nur eingeschränktem Maße planbar und werden deshalb laufend beobachtet.
Alle aufgeführten Risiken stellen für den Vorstand derzeit keine Bestandsgefährdungen dar.
Der Vorstand geht insgesamt davon aus, dass die Risiken für die Gesellschaft handhabbar sind. Da Chancen auch das Gegenteil von Risiken sind, wird der Umgang mit Risiken als Chance aufgefasst, die ergriffen werden soll.
F. Sonstige Angaben
a. Forschung und Entwicklung
Forschung wird in der Regel mit Kooperationspartnern betrieben und oftmals auch durch öffentliche Fördergeber bezuschusst.
Darüber hinaus wird die konkrete Produktentwicklung betrieben, die sich aufwandswirksam darstellt. Selbsterstellte Prototypen werden demgegenüber aktiviert, da sie als Demonstrations- und Vorführobjekte dienen. Die Werthaltigkeit der Prototypen wird mithilfe von Barwertüberlegungen eingeschätzt, wobei man in diversen Fällen auf die Absatz- und Ertragseinschätzungen von Partnern angewiesen ist. Bezüglich der Prototypen wird auf die Ausführungen unter den Gliederungspunkten B und E verwiesen.
Im Folgenden seien einige Projekte erwähnt:
Spektroskopie / Sensorik
NIR-Online Analytik im Ernteeinsatz
Mit Unterstützung eines Herstellers von Erntemaschinen wurde eine Vorstudie erstellt. Ziel ist die Entwicklung eines NIR-Spektrometers zur Analyse des Erntegutes direkt beim Erntevorgang auf dem Feld.
NIR-Online-Analytik in der natürlichen Düngung
Ziel der Düngung in der Landwirtschaft ist die Versorgung des Bodens mit Stickstoff. Bei natürlichem Dünger unterliegt der Stickstoffanteil erheblichen Schwankungen. Zur Optimierung des Düngemittelauftrages soll zukünftig der Stickstoffgehalt beim Befüllen des Tankwagens vor der Ausbringung auf dem Feld vermessen werden. Die Gesellschaft hat einen Erstauftrag zur Ausrüstung eines solchen Tankwagens erhalten.
NIR-Meßsystem für industrielle Volumenströme
Basierend auf dem letztjährigen Projekt eines Messkopfes für Biogasanlagen wurde zum Jahresbeginn die Fertigung des kompletten Analysesystems gestartet. Es wurde daraus ein universell einsetzbares Komplettsystem zur Analyse von Volumenströmen entwickelt.
NIR Online Analytik in der Medikamentenherstellung
Nach der überaus erfolgreichen Markteinführung seitens unseres Kunden für das von uns entwickelte Meßsystem zur spektroskopischen Überwachung der Stoffzusammensetzung in der Medikamentenherstellung, wurde der m-u-t ein Rahmenauftrag für die Fertigung von 20 Systemen bis Ende 2009 erteilt.
Steuertafeln für Personenzüge
Nachdem die Gesellschaft in den letzten Jahren eine führende Marktstellung bei der Sensorik und Elektronik für die Einzelkomponenten von Sanitäranlagen in Personenzügen erreicht hat, wurde für ein Großprojekt darüber hinaus gehend die Entwicklung und Lieferung der zentralen Steuertafel für Sanitärelektronik ebenfalls an die m-u-t vergeben. Bei diesem Projekt wird für ein innovatives Zugsystem in China die zentrale Steuertafel komplett neu konzipiert. Diese komplette Neuentwicklung mit dem Ziel der Kosten- und Gewichtsreduzierung erfolgte unter den strengen technischen Richtlinien die der Personenbeförderung weltweit zugrunde liegen.
Laborautomation / Medizintechnik
Recapper TUREC
Das erste Vorseriensystem des aus den USA beauftragten Recappers für getestete Blutproben konnte planmäßig nach nur 6 Monaten Entwicklungszeit erreicht werden. Der Recapper TUREC verschließt die Blutprobenröhrchen nach der Analyse sicher mit einer Plastikkappe. Das m-u-t System wird damit statt des bislang aufwendigen manuellen Handlings ein automatisiertes Verfahren vom Probenumsetzen, über die Probenregistrierung bis hin zum Probenverschließen mit einer Kappe ermöglichen.
Kompatibilität zu Geräten der Siemens Healthcare
Mit der ersten Auslieferung von zwei Sortiergeräten für geschlossene Blutprobenröhrchen für Labcell-Racks wurde die Kompatibilität zum weltweiten Marktführer für Bluttestgeräte, der Siemens Healthcare, hergestellt.
Internationale Marktentwicklung
Mit Siemens Healthcare wurden in 2009 Verhandlungen über einen weltweiten Sales- und Marketing- kooperationsvertrag begonnen, dessen Abschluss kurzfristig erwartet wird.
Klassifizierung von Brandwunden
Nach erfolgreicher klinischer Erprobungsphase des Kamerasystems zur Klassifizierung von Brandwunden wurde der Folgeauftrag zur Erreichung der Serienreife erteilt.
Künstliche Bauchspeicheldrüse
Zur Behandlung von Diabetes wird als Ersatz für die Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse Insulin gespritzt. Die Dosierung durch den Patienten selbst ist sehr fehleranfällig und die nötige Verabreichung eine spürbare Einschränkung der Lebensqualität. In einem Gemeinschaftsprojekt beteiligt sich die Gesellschaft an der Entwicklung einer künstlichen Bauchspeicheldrüse, die in einigen Jahren die heutigen Behandlungsmethoden ersetzen könnte. Dieses Projekt ging in Q3 mit der Übergabe des Bewilligungsbescheides durch Dr. Biel, den Wirtschaftsminister des Landes Schleswig-Holstein, unter reger öffentlicher Teilnahme einen wesentlichen Schritt voran. Für die Forschungsaktivitäten wird die m-u-t mit EUR 0,8 Mio. öffentlichen Mitteln unterstützt.
b. Zweigniederlassungen
Zweigniederlassungen werden nicht unterhalten.
Wedel, den 30.05.2010
Heino Prüß
Holger Hönck
Sascha Otto
Bilanz zum 31. Dezember 2009
AKTIVA
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| A. ANLAGEVERMÖGEN | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | ||
| und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 352.913,00 | 342.023,00 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 32.447,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 38.786,00 | 53.108,00 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.251.295,93 | 972.001,98 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.569.657,31 | 3.133.724,87 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 7.656.776,02 | 10.338.721,45 |
| 2. Beteiligungen | 18.739,87 | 18.739,87 |
| B. UMLAUFVERMÖGEN | ||
| I. Vorräte | 2.324.595,28 | 2.923.497,37 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 2.785.514,84 | 3.066.173,94 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (VJ EUR 0,00) | ||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 655.172,61 | 793.042,03 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (VJ EUR 0,00) | ||
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, | ||
| Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 1.523.009,91 | 2.196.468,42 |
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 160.279,46 | 175.527,36 |
| davon Disagio: EUR 121.116,84 (VJ EUR 134.420,72) | ||
| 18.336.740,23 | 24.045.475,29 | |
| PASSIVA | ||
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
| EUR | EUR | |
| A. EIGENKAPITAL | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 3.625.000,00 | 3.625.000,00 |
| II. Kapitalrücklage | 5.345.974,25 | 11.503.890,22 |
| III. Bilanzgewinn / Bilanzverlust | 0,00 | -535.545,73 |
| B. RÜCKSTELLUNGEN | 827.110,95 | 2.544.402,74 |
| C. VERBINDLICHKEITEN | 1.084.808,47 | 477.228,34 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.084.808,47 | ||
| (VJ EUR 477.228,34) | ||
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren EUR 0,00 (VJ EUR 0,00) | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 7.378.464,24 | 6.417.792,53 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.589. 876,04 | ||
| (VJ EUR 945.488,71) | ||
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren EUR 1.249.985 | ||
| (VJ EUR 2.777.833,00) | ||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 75.032,32 | 0,00 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 75.032,32 (VJ EUR 0,00) | ||
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren EUR 0,00 (VJ EUR 0,00) | ||
| D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 350,00 | 12.707,19 |
| 18.336.740,23 | 24.045.475,29 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| 1. Rohergebnis | 9.614.497,38 | 10.629.312,96 |
| 2. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -4.447.560,47 | -4.252.106,04 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für | ||
| Altersversorgung und für Unterstützung | -865.695,87 | -799.128,39 |
| davon für Altersversorgung EUR 46.834,16 (Vj. EUR 46.467,60) | ||
| 3. Abschreibungen | ||
| a) auf immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | -441.327,95 | -432.948,57 |
| b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der | ||
| Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten | -565.448,84 | 0,00 |
| - davon an verbundene Unternehmen EUR 133.776,28 (Vj. EUR 0,00) | ||
| 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -3.664.920,37 | -3.973.838,88 |
| 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 24.166,37 | 82.268,42 |
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 16.873,72) | ||
| 6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -2.294.956,42 | -313.626,72 |
| davon an verbundene Unternehmen EUR 2.294.956,42 (Vj. EUR 0,00) | ||
| 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -426.498,47 | -320.616,17 |
| davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00) | ||
| 8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -3.067.744,64 | 619.316,61 |
| 9. Außerordentliche Aufwendungen | -2.550.242,12 | -114.736,53 |
| 10. Außerordentliches Ergebnis | -2.550.242,12 | -114.736,53 |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 102,00 | -128.243,82 |
| 12. Sonstige Steuern | -4.485,48 | -3.233,25 |
| 13. Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss | -5.622.370,24 | 373.103,01 |
| 14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -535.545,73 | -908.648,74 |
| 15. Entnahmen aus der Kapitalrücklage | 6.157.915,97 | 0,00 |
| 16. Bilanzgewinn / Bilanzverlust | 0,00 | -535.545,73 |
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009
Allgemeine Hinweise
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt.
Von den Möglichkeiten gem. § 265 Abs. 5 und 6 HGB wurde - soweit erforderlich - zugunsten eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses Gebrauch gemacht.
Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Aktien sind im Freiverkehr, der kein organisierter Markt gem. § 2 V WpHG ist, zugelassen. An der FWB Frankfurter Wertpapierbörse werden sie im Entry Standard des Open Market gehandelt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 bis 15 Jahre; lineare Methode) vermindert.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt linear.
Weitere Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist.
In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegendem Werten angesetzt. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens werden vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Werte der Vorräte werden mit Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Für den geringen, seit mehreren Geschäftsjahren gleichbleibenden Bestand an Kleinmaterial wurde ein auf Basis des durchschnittlichen Einkaufspreises ermittelter Festwert angesetzt.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.
Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse / Leistungen erfolgte zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 S. 2 HGB unter Einbeziehung der notwendigen Gemeinkosten nach § 255 Abs. 2 HGB sowie unter Beachtung des Niederstwertprinzips.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten usw. ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.
Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.
Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte für Forderungen bzw. Verbindlichkeiten mit dem am Abschlussstichtag gültigen Brief- bzw. Geldkurs.
Erläuterungen zur Bilanz
Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres
Die Weltwirtschaftskrise hat in 2009 genauso wie bei unzähligen anderen Unternehmen auch tiefe Spuren bei der m-u-t AG und deren Tochtergesellschaften hinterlassen und musste zu deutlichen Konsequenzen in der Ausrichtung führen.
Die Gesellschaft betreibt ein bestehendes starkes Basisgeschäft, das auch im Rahmen der Weltwirtschaftskrise zu einem operativ positiven Betriebsergebnis beigetragen hat. Daneben bearbeitet die Gesellschaft zahlreiche Geschäftsfelder in denen teils umfangreiche Entwicklungstätigkeiten erforderlich sind. Im Dezember 2009 wurden einschneidende Entschlüsse zur künftigen ertragreichen Ausrichtung von m-u-t gefasst, mit der Konsequenz sich von weniger vielversprechenden Projekt – und Produktbereichen zu trennen. Vor dem Hintergrund des eigenen finanziellen Ressourcenrahmens und einer mittelfristig ertragreichen Ausrichtung des Kerngeschäftes der m-u-t AG, wurden einige Projekt – und Produktbereiche aufgegeben und eingestellt.
Die Folge daraus sind im außerordentlichen Aufwand außerplanmäßige und außerordentliche Abschreibungen diverser genutzter und im Bau befindlicher Prototypen (TEUR 1.767) sowie korrespondierender Lagerbestände (TEUR 713) und Personalstrukturierungsmaßnahmen (TEUR 70).
Auch die Tochtergesellschaften m-u-t Aviation Technology GmbH und OMW Optische Messtechnik Wismar GmbH haben entsprechende Ausrichtungsentschlüsse und Einstellungen von Projekt – und Produktbereichen vor dem eigenen finanziellen Ressourcenrahmen beschlossen. Zudem hat sich u.a. die Neuordnung der Vertriebsaktivitäten in China im laufenden Geschäftsjahr auf die Beteiligung an der m-u-t Asia Ltd. ausgewirkt.
Daher waren außerplanmäßige Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 2.295 auf drei verbundene Unternehmen erforderlich.
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Hierin waren zu Beginn des Geschäftsjahres erworbene Firmenwerte mit TEUR 28 enthalten. Diese wurden wegen dauerhaft fehlender Werthaltigkeit im laufenden Geschäftsjahr vollständig abgeschrieben.
Sachanlagen
Im Sachanlagevermögen sind die Herstellungskosten von eigenen Prototypen, welche z.T. bereits als Demonstrations- und Vorführobjekte genutzt werden oder sich zu diesen Zwecken noch im Bau befinden, mit einem Gesamtvolumen von TEUR 2.620 aktiviert.
Die Werthaltigkeit wird gesehen, ist aber dennoch insbesondere von der weiteren bzw. künftigen Vermarktung von Serienerzeugnissen etc. und der damit verbundenen Nutzung abhängig.
Deshalb erfolgt auch eine mit diesen Aspekten verbundene vorsichtige Dividendenpolitik.
Im Übrigen wird auf den Punkt „Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres“ verwiesen.
Finanzanlagen
Angaben zum Anteilsbesitz
Anteile an Unternehmen mit einer unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungsquote von mehr als 20% bestehen wie folgt:
| Unmittelbare | Eigenkapital | Jahresergebnis*) | ||
|---|---|---|---|---|
| Beteiligung | (100 %) | (100 %) | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Unmittelbare Beteiligungen | Währung | in % | in EUR | in EUR |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| m-u-t Aviation Technology GmbH, Hamburg | EUR | 90,91 | 1.356.896,43 | -1.594.915,32 |
| OMW Optische Messtechnik GmbH, Wismar | EUR | 100,00 | 46.809,00 | -84.190,66 |
| m-u-t Asia Ltd Hongkong | EUR **) | 100,00 | -37.368,45 | -51.420,75 |
| m-u-t America Inc. Richmond, USA | EUR **) | 100,00 | 23.317,37 | -106.802,03 |
| Tec 5 AG Oberursel | EUR | 51,00 | 2.666.326,48 | 417.948,17 |
| Avantes Holding BV Eerbeek, NL | EUR | 51,00 | 1.448.958,00 | 340.836,00 |
| Mittelbare | Eigenkapital | Jahresergebnis*) | ||
| Mittelbare Beteiligungen | Währung | Beteiligung in | (100 %) in | (100 %) in |
| % | EUR | EUR | ||
| Tochtergesellschaften tec5 AG: | ||||
| Tec 5 USA Inc. Plainview, USA | EUR **) | 26,01 | 542.832,85 | 49.467,58 |
| Tec 5 UK Ltd Southend on Sea, UK | EUR **) | 26,01 | 72.874,17 | -21.357,92 |
| Tochtergesellschaften Avantes Holding B.V. | ||||
| Avantes BV NLEerbeek, NL | EUR | 50,24 | 1.320.002,00 | 322.534,00 |
| Avantes China Beijing, China | EUR **) | 30,60 | 157.570,00 | 9.315,19 |
| Avantes Hongkong Hongkong | EUR **) | 30,60 | 97.690,14 | 155.161,21 |
| Avantes America Inc. Broomfield, USA | EUR **) | 51,00 | 66.562,54 | 53.933,08 |
*) das Jahresergebnis ist das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres, für das ein Jahresabschluss vorliegt.
**)Umrechnungen:
- HKD / EUR: 11,1709:1
- USD / EUR: 1,4406 : 1
- GBP / EUR: 0,8881 : 1
- CNY / EUR: 9,8350 : 1
Im Übrigen wird auf den Punkt „Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres“ verwiesen.
Eine Tochtergesellschaft mit Buchwerten von TEUR 1.257 hat in erheblichem Maße Herstellungskosten für eigene Prototypen mit TEUR 1.061 aktiviert. In diesem Zusammenhang wird auf die Ausführungen zum Sachanlagevermögen verwiesen, die analog gelten.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ergeben sich aus der Bilanz.
Die Forderungen des Geschäftsjahres gegen verbundene Unternehmen resultieren i. W. aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind u.a. Forderungen gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrates in Höhe von TEUR 1,7 enthalten.
Rechnungsabgrenzungsposten
Es besteht zum Bilanzstichtag ein Zinscap im Nominalwert von 1.300 TEUR mit einem Buchwert von TEUR 30.
Eigenkapital
Das Eigenkapital ist durch folgenden Eigenkapitalspiegel dargestellt:
| Stand | Stand | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.09 | Abgänge | Zugänge | Umbuchung | 31.12.09 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| gezeichnetes Kapital | 3.625.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.625.000,00 |
| 3.625.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.625.000,00 | |
| Kapitalrücklagen | |||||
| Agio | 11.503.890,22 | 0,00 | 0,00 | -6.157.915,97 | 5.345.974,25 |
| 11.503.890,22 | 0,00 | 0,00 | -6.157.915,97 | 5.345.974,25 | |
| Gewinnrücklagen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Bilanzverlust | |||||
| Verlustvortrag | -908.648,74 | 0,00 | 373.103,01 | 535.545,73 | 0,00 |
| Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss | 373.103,01 | -373.103,01 | -5.622.370,24 | 5.622.370,24 | 0,00 |
| -535.545,73 | -373.103,01 | -5.249.267,23 | 6.157.915,97 | 0,00 | |
| Eigenkapital gesamt | 14.593.344,49 | -373.103,01 | -5.249.267,23 | 0,00 | 8.970.974,25 |
Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital ist eingeteilt in 3.625.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital á EUR 1,00. Bei allen Aktien handelt es sich um Stammaktien mit je einem Stimmrecht.
potentielles Grundkapital:
In der Hauptversammlung vom 15.5.2007 ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 18.4.2012 ermächtigt worden, das Grundkapital durch Ausgabe neuer nennwertloser Inhaber-Stückaktien um bis zu EUR 1.260.000 einmalig oder mehrmalig gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Das Bezugsrecht der Altaktionäre kann dabei mit Zustimmung des Aufsichtsrates ausgeschlossen werden. Die Bestimmungen zum genehmigten Kapital finden sich in § 4 (3) der Satzung.
Im Geschäftsjahr 2009 hat der Vorstand hiervon keinen Gebrauch gemacht.
Kapitalrücklagen
Die Kapitalrücklage beinhaltet Beträge, die bei der Ausgabe von Aktien über den rechnerischen Wert hinaus erzielt wurden (Agio) unter Berücksichtigung nachfolgender Verwendung.
Bilanzgewinn und Ergebnisverwendung
Der Jahresabschluss weist einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 5.622.370,24 auf. Die Höhe des bestehenden Verlustvortrags ergibt sich mit EUR 535.545,73 aus der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Vorstand hat diese Beträge mit der Kapitalrücklage verrechnet, so dass sich ein Bilanzgewinn von EUR 0,00 ergibt.
sonstigen Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen, die insgesamt kurzfristig sind, betrugen TEUR 827. Im Wesentlichen beinhalten diese Garantieverpflichtungen (TEUR 290), Mitarbeiterverpflichtungen (TEUR 146), ausstehende Rechnungen (TEUR 67), Verpflichtungen gegen Aufsichtsratsmitglieder (TEUR 2,6), Verpflichtungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 100), Lizenzgebühren (TEUR 20) und sonstige Verpflichtungen (TEUR 104).
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der Bilanz.
Die Besicherungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Stichtag umfassen:
- Verpfändung von Patenten, Marken, Gebrauchs- und Geschmacksmustern
- Verpfändung der Aktien vom Tochterunternehmen tec5 AG
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sind zum Teil durch Eigentumsvorbehalte der Lieferanten abgesichert.
Haftungsverhältnisse
Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 345 (Vorjahr TEUR 345). Davon betreffen einerseits TEUR 95 (VJ: TEUR 95) verbundene Unternehmen und andererseits – im Zusammenhang mit der Immobilienanmietung - TEUR 38 (VJ: TEUR 38) mittelbar zugunsten eines Aufsichtsratsmitglieds sowie TEUR 38 (VJ: TEUR 38) mittelbar zugunsten eines Vorstandsmitglieds.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Bereich Mieten (TEUR 2.522), Leasing von Fahrzeugen und Geräten (TEUR 171) betragen insgesamt TEUR 2.693 und dienen der Liquiditätsschonung und Flexibilität. Die durchschnittliche jährliche Verpflichtung beträgt ca. TEUR 466. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen dem 31.12.2011 und dem 31.12.2017.
Darüber hinaus entstehen im jeweiligen Options-Ausübungsfall erhebliche finanzielle Erwerbsverpflichtungen für jeweils die restlichen Unternehmensanteile an der tec5 AG (ab dem Jahresende 2011) sowie der Avantes Holding B.V. (ab dem Jahresende 2013 und ab dem Jahresende 2017 jeweils hälftig). Der mögliche finanzielle Umfang wird im Options-Ausübungsfall in Abhängigkeit variabler Bestandteile auf einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag geschätzt.
Zudem kann es durch die positive Geschäftsentwicklung bei der Avantes B.V zu einer einmaligen Kaufpreisanpassung kommen. Die daraus resultierenden Verpflichtungen werden nach heutigem Stand bei etwa 500 TEUR gesehen.
Weiterhin werden einzelne Tochtergesellschaften finanziell zur Zweckerreichung zu unterstützen sein.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Abschreibungen und außerordentliche Aufwendungen
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie auf Sachanlagen betragen TEUR 441.
Es wurden im Wirtschaftsjahr Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 565 vorgenommen. Diese Abschreibungen betreffen mit TEUR 431 die Vorräte und beruhen auf Reichweitenanalysen dieser Materialien. Darüber hinaus betreffen sie mit TEUR 134 Forderungen gegen verbundene Unternehmen.
Außerplanmäßige Abschreibungen wurden auf das Finanzanlagevermögen mit TEUR 2.295 auf verbundene Unternehmen vorgenommen.
Aufgrund strategischer Entscheidungen sind im außerordentlichen Aufwand außerplanmäßige und außerordentliche Abschreibungen diverser genutzter und im Bau befindlicher Prototypen sowie korrespondierender Lagerbestände und Personalstrukturierungsmaßnahmen enthalten.
Zu den Abschreibungen und außerordentlichen Aufwendungen wird auf den Punkt „wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres“ verwiesen.
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Der Ertragsteueraufwand des Geschäftsjahres entfällt ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und nicht, auch nicht teilweise, auf das außerordentliche Ergebnis.
Periodenfremde Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein periodenfremder Ertrag in Höhe von EUR 4 (VJ TEUR 6) enthalten.
Periodenfremde Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 40 (VJ TEUR 110) enthalten.
Sonstige Angaben
Vorstand
Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
Herr Dipl.-Ing. Holger Hönck, Tostedt, Finanz- und Personalvorstand
Herr Dipl.-Ing. (FH) Sascha Otto, Appen, Vorstand Technologie
Herr Dipl.-Ing. (FH) Heino Prüß, Negernbötel, Vorstand Marketing u. Vertrieb, Sprecher des Vorstandes
Die Vorstandsmitglieder sind jeweils mit einem weiteren Vorstandmitglied in Gemeinschaft zur Vertretung berechtigt.
Forderungen gegen den Vorstand sind im Geschäftsjahr beglichen worden.
Aufsichtsrat
Herr Dipl.-Ing. Hans Wörmcke, Heist, Ingenieur (Vorsitzender)
Herr Andreas Mautner, Wien, Unternehmer (stellv. Vorsitzender)
Herr Oliver Claas, Bohmte, Unternehmer
Herr Dipl.-Ing. Hartmut Harbeck, Wedel, Ingenieur
Herr Dipl.-Oec. Stefan Leermann, Hamburg, Marketingleiter
Herr Dipl.-Ing. Max Schmid, St. Niklausen CH, Unternehmer
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 14.08.2009 wurde der Aufsichtsrat von sechs Mitgliedern auf drei Mitglieder reduziert. Der Aufsichtsrat setzt sich nun wie folgt zusammen:
Herr Dipl.-Ing. Hans Wörmcke, Heist, Ingenieur (Vorsitzender)
Herr Andreas Mautner, Wien, Unternehmer (stellv. Vorsitzender)
Herr Oliver Claas, Bohmte, Unternehmer (verst. Dezember 2009)
Herr Dipl.-Ing. Hartmut Harbeck, Wedel, Ingenieur (gerichtliche Bestellung 17.02.2010)
Gegenüber Aufsichtsratsmitgliedern liegen Forderungen in Höhe von EUR 1.661,64 vor.
Die Gesellschaft hat noch ausstehende Verpflichtungen gegenüber Aufsichtsratmitgliedern in Höhe von TEUR 2,6.
Gesamtbezüge der Geschäftsführung
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung belaufen sich auf EUR 339.073,96 (VJ EUR 339.648,07).
Im Zusammenhang mit der Immobilienanmietung durch die Berichtsgesellschaft hat diese Bürgschaften in Höhe von EUR 38.800,00 (VJ: EUR 38.800,00) mittelbar zugunsten eines Vorstandsmitglieds gewährt.
Bezüge des Aufsichtsrats
Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf EUR 5.590,00 (VJ EUR 9.750,00).
Im Zusammenhang mit der Immobilienanmietung durch die Berichtsgesellschaft hat diese Bürgschaften in Höhe von EUR 38.800,00 (VJ: EUR 38.800,00) mittelbar zugunsten eines Aufsichtsratsmitglieds gewährt.
Mitarbeiter
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| Angestellte (inklusive 3 Vorstandsmitglieder) | 82 | 78 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 40 | 37 |
| Studenten / Praktikanten | 6 | 9 |
| Auszubildende | 16 | 12 |
| Gesamt | 144 | 136 |
Wedel, 28.05.2010
Heino Prüß
Sascha Otto
Holger Hönck
Entwicklung des Anlagevermögens 2009
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2009 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | 31.12.2009 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und | |||||
| ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an | |||||
| solchen Rechten und Werten | 862.501,40 | 109.398,91 | 3.404,41 | 0,00 | 968.495,90 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 40.548,15 | 0,00 | 40.548,15 | 0,00 | 0,00 |
| 903.049,55 | 109.398,91 | 43.952,56 | 0,00 | 968.495,90 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 386.914,01 | 8.300,00 | 13.502,11 | 0,00 | 381.711,90 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.095.011,74 | 86.933,66 | 21.003,25 | 1.661.810,98 | 3.822.753,13 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.217.565,43 | 696.946,82 | 0,00 | -1.661.810,98 | 2.252.701,27 |
| 5.699.491,18 | 792.180,48 | 34.505,36 | 0,00 | 6.457.166,30 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundene Unternehmen | 10.652.348,17 | -386.989,01 | 0,00 | 0,00 | 10.265.359,16 |
| 2. Beteiligungen | 18.739,87 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 18.739,87 |
| 10.671.088,04 | -386.989,01 | 0,00 | 0,00 | 10.284.099,03 | |
| 17.273.628,77 | 514.590,38 | 78.457,92 | 0,00 | 17.709.761,23 | |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| 1.1.2009 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | 31.12.2009 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und | |||||
| ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an | |||||
| solchen Rechten und Werten | 520.478,40 | 97.032,91 | 1.928,41 | 0,00 | 615.582,90 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 8.101,15 | 32.447,00 | 40.548,15 | 0,00 | 0,00 |
| 528.579,55 | 129.479,91 | 42.476,56 | 0,00 | 615.582,90 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 333.806,01 | 17.179,00 | 8.059,11 | 0,00 | 342.925,90 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.123.009,76 | 1.421.834,13 | 14.264,25 | 40.877,56 | 2.571.457,20 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 83.840,56 | 640.080,96 | 0,00 | -40.877,56 | 683.043,96 |
| 1.540.656,33 | 2.079.094,09 | 22.323,36 | 0,00 | 3.597.427,06 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundene Unternehmen | 313.626,72 | 2.294.956,42 | 0,00 | 0,00 | 2.608.583,14 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 313.626,72 | 2.294.956,42 | 0,00 | 0,00 | 2.608.583,14 | |
| 2.382.862,60 | 4.503.530,42 | 64.799,92 | 0,00 | 6.821.593,10 | |
| -1.767.246,05 | außerordentliche Aufwendungen | ||||
| 2.736.284,37 | Abschreibungen auf | ||||
| -immaterielle VG (TEUR 129) | |||||
| -Sachanlagen (TEUR 312) | |||||
| -Finanzanlagen (TEUR 2.295) | |||||
| Buchwerte | |||||
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | ||||
| EUR | EUR | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und | |||||
| ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an | |||||
| solchen Rechten und Werten | 352.913,00 | 342.023,00 | |||
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 32.447,00 | |||
| 352.913,00 | 374.470,00 | ||||
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 38.786,00 | 53.108,00 | |||
| 2.Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.251.295,93 | 972.001,98 | |||
| 3.Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.569.657,31 | 3.133.724,87 | |||
| 2.859.739,24 | 4.158.834,85 | ||||
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1.Anteile an verbundene Unternehmen | 7.656.776,02 | 10.338.721,45 | |||
| 2. Beteiligungen | 18.739,87 | 18.739,87 | |||
| 7.675.515,89 | 10.357.461,32 | ||||
| 10.888.168,13 | 14.890.766,17 |
Bestätigungs-/Versagungsvermerk/Bescheinigungstext
Hinweis gem. § 328 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 HGB bei nur teilweiser Offenlegung eines Jahresabschlusses infolge der Inanspruchnahme von Erleichterungen:
Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich demgegenüber auf den geprüften vollständigen Jahresabschluss inkl. Lagebericht:
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der
m-u-t AG Messgeräte für Medizin- und Umwelttechnik,
Wedel
für den Zeitraum vom 1.1.2009 bis 31.12.2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Münster, den 17. Juni 2010
**Dr. Clauß, Dr. Paal & Partner
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**
Michael Benkhoff , Wirtschaftsprüfer
Frank Pühse, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2009
Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2009 wahrgenommen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in alle grundlegenden Unternehmensentscheidungen eingebunden und stets zeitnah und umfassend über alle aktuellen Entwicklungen informiert.
Neben den turnusmäßigen Sitzungen berichtete der Vorstand regelmäßig über die aktuelle wirtschaftliche Lage, gab einen Ausblick auf den Rest des laufenden Geschäftsjahres und zog Vergleiche mit vorangegangenen Berichtsperioden, sodass den Mitgliedern des Aufsichtsrates jederzeit aktuelle Informationen vorlagen.
Zu den Beschlussvorlagen des Vorstandes hat der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung von gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorgaben seine Entscheidungen abgegeben.
Beschlüsse sind auch im schriftlichen Umlaufverfahren erfolgt. Im Geschäftsjahr 2009 haben fünf Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Der Aufsichtsrat tagte am 20.02.2009, am 25.06.2009, am 30.06.2009, am 30.07.2009 und am 09.12.2009. Auf die Bildung von Ausschüssen wurde verzichtet.
Das Geschäftsjahr 2009 war auch für die m-u-t AG durch die Weltwirtschaftskrise geprägt. Insbesondere gingen die Aufträge im USA Geschäft zurück, sodass das geplante Wachstum nicht realisiert werden konnte. Die Umstrukturierungsmaßnahmen des Vorstands wurden im Dezember 2009 gemeinsam besprochen. Es wurde nach eingehender Prüfung der Strategieänderung im Hinblick auf die Steigerung der Ertragslage zugestimmt. Im letzten Quartal 2009 zeigte sich bereits wieder durch vermehrte Auftragseingänge, auch aus den USA, eine Trendwende an, deren positive Auswirkungen insbesondere in Verbindung mit den Maßnahmen des Vorstands zu einer deutlich gestiegenen Profitabilität beigetragen haben.
Der vom Vorstand vorgelegte Lagebericht und -jahresabschluss für das Jahr 2009 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Clauss, Dr. Paal & Partner, Münster/ Westf. geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Nach Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zugestimmt und den Jahresabschluss gebilligt.
Der Aufsichtsrat der m-u-t AG dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für die im Berichtsjahr 2009 geleistete, erfolgreiche Arbeit.
Wedel, im Juni 2010
Für den Aufsichtsrat
Hans Wörmcke, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Sonstiger Berichtsteil
Der Jahresabschluss ist durch den Aufsichtsrat im Juni 2010 festgestellt worden.