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Nucletron Electronic AG Management Reports 2014

Jun 1, 2015

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Management Reports

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Publication

Nucletron Electronic Aktiengesellschaft

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

des Nucletron-Konzerns und der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft

Der Lagebericht und der Konzernlagebericht der Nucletron Electronic AG sind in den nachfolgenden Ausführungen in Anwendung des § 315 Abs. 3 HGB zusammengefasst.

Die Tochtergesellschaften Nucletron Technologies GmbH, HVC-Technologies GmbH, NBL Electronic Beteiligungs GmbH, Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH und SINUS Electronic GmbH werden in den vorliegenden Konzernabschluss einbezogen und machen von der Erleichterungsvorschrift des § 264 Absatz 3 HGB Gebrauch. Die vorgenannten Gesellschaften sind befreit im Sinne von § 264 Absatz 3 Nr. 4 Buchst. a HGB.

1. Zusammensetzung und Struktur des Konzerns

Geschäftstätigkeit

Die Nucletron Electronic AG, München, ist seit dem 1. Mai 1987 ein börsennotiertes Unternehmen und übernimmt die zentrale Finanzierungs- und Managementfunktion für die von ihr gehaltenen Beteiligungen. Die Lage der Nucletron Electronic AG als Konzernholding kann daher nur im Zusammenhang mit der Lage des Nucletron-Konzerns beurteilt werden. Ihre Aktien sind am regulierten Markt der Wertpapierbörse in München sowie im Freiverkehr der Börsen Berlin, Frankfurt und Stuttgart notiert. Am 31. Dezember 2014 befand sich ein Anteil größer 75 Prozent bei der Bernd Luft Familien-Vermögensverwaltung GmbH, Dreieich.

Organisation

Organe der Gesellschaft

Der Vorstand der Nucletron Electronic AG bestand zum 31. Dezember 2014 aus vier Vorständen.

Bernd Luft, Ingenieur, Dreieich Vorstandsvorsitzender
Erstbestellung: 1998
Ablauf des Mandats: 2016
Alfred Krumke, Elektrotechniker (FH), Bad Rappenau Vertriebsvorstand
Erstbestellung: 2007
Ablauf des Mandats: 2015
Ralph Schoierer, Diplomwirtschaftsingenieur, München Finanzvorstand
Erstbestellung: 2007
Ablauf des Mandats: 2015
Robert Tittl, Ingenieur, Kirchseeon Vertriebsvorstand
Erstbestellung: 2007
Ablauf des Mandats: 2015

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Nucletron Electronic AG besteht gemäß § 7 der Satzung aus 3 Mitgliedern. Die Mitglieder des Aufsichtsrats waren zum 31. Dezember 2014:

Dr. Dirk Wolfertz, Geschäftsführer, Bad Homburg Vorsitzender
Brigitte Luft, Betriebswirtin, Dreieich stellvertretende Vorsitzende
Norbert Lehmann, Elektroinstallateur, Eberbach (Baden) Arbeitnehmervertreter

Die Amtszeit des Aufsichtsrates endet mit der ordentlichen Hauptversammlung 2016, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2015 beschließt.

Konzernstruktur

Die Nucletron Electronic AG, München, ist das Mutterunternehmen des Nucletron-Konzerns und wurde bereits im Jahr 1954 unter dem Namen Schneider & Co. KG gegründet, bevor etwa ein Jahrzehnt später die Umbenennung in Nucletron erfolgte. Die Tochtergesellschaften der Nucletron Electronic AG sind die Nucletron Technologies GmbH, München, die HVC-Technologies GmbH, Untereisesheim, die NBL Electronic Beteiligungs GmbH, München, und unter dieser wiederum die Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH, München, sowie die SINUS Electronic GmbH, Untereisesheim. Die Beteiligungsquote beträgt an allen Tochtergesellschaften 100 Prozent; mit Ausnahme der NBL Electronic Beteiligungs GmbH und der Luft electronic Vertriebsgesellschaft mbH werden alle Tochtergesellschaften von zwei Geschäftsführern geleitet.

Geschäftsbereiche

Der Nucletron-Konzern entwickelt, fertigt und vertreibt über vier operative Tochtergesellschaften Bauelemente, Geräte und Systeme in den Bereichen Aerospace, Industrieelektronik, Kommunikationstechnik, Medizin- und Analysetechnik, Mikrowellen- und Abschirmtechnik, Militärtechnik, Photovoltaik, Umwelttechnik sowie Schutztechnik. Mit seinem breit gefächerten Portfolio bietet der Nucletron-Konzern ein umfassendes Produkt- und Leistungsangebot. Der Konzern konzentriert sich auf schnell wachsende und technologisch anspruchsvolle Märkte und lässt sich in zwei wesentliche Segmente gliedern:

· Leistungselektronik

· Schutztechnik

Diese Aufgliederung orientiert sich an der internen Berichts- und Organisationsstruktur des Konzerns, wobei unterschiedliche Ertrags- und Risikostrukturen der Geschäftsfelder berücksichtigt werden.

Die Nucletron Technologies GmbH vertreibt im Geschäftsbereich Leistungselektronik elektromechanische und elektronische Bauteile und Systeme namhafter Hersteller für den Einsatz in der Kommunikationstechnik, der Mikrowellentechnik, der Optoelektronik, der Photovoltaik sowie im Thermal Management. Die HVC-Technologies GmbH ist im selben Bereich mit Produkten der Hochspannungstechnik tätig.

Im Geschäftsbereich Schutztechnik produziert und vertreibt die SINUS Electronic GmbH Systeme zum Schutz vor elektrostatischer Entladung (ESD), vor elektromagnetischen Impulsen (NEMP & LEMP), vor Überspannungen sowie gegen Hochfrequenzstörungen. Der Vertrieb dieser Eigenprodukte wird durch elektronische Bauelemente internationaler Halbleiterhersteller in den Bereichen Automatisierungstechnik, Industrieelektronik, Informations- und Medizintechnik ergänzt. Über die Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH werden induktive Bauelemente, ein Eigenprodukt unseres ehemaligen Beteiligungsunternehmens elektronik-service Bernd Luft GmbH, exklusiv im Verkehrsbereich und der Militärtechnik vermarktet.

Finanzielle Zielgrößen und Leistungsindikatoren

Zur Planung und Steuerung verwendet der Nucletron-Konzern im Wesentlichen die folgenden Kennzahlen und weiteren Leistungsindikatoren:

· Umsatz-, Auftragseingangs- und Auftragsbestandsentwicklung nach Geschäftsbereichen

· EBIT-Rendite (EBIT/ Umsatz)

· Betriebsergebnisse (EBIT) je Segment

· Kundenzufriedenheitsbefragungen und -analysen

Zur Steuerung und Überwachung der operativen Unternehmensleistung der einzelnen Tochtergesellschaften wird von Nucletron u.a. monatlich deren Umsatz, Rohertrag, betriebliche Aufwendungen und Betriebsergebnis analysiert und mit der ursprünglichen Planung verglichen. Das Liquiditätsmanagement umfasst eine tägliche Statusermittlung, außerdem erfolgt eine wöchentliche Prognose der Liquiditätsentwicklung.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamt- und Branchenentwicklung

Die Weltwirtschaft ist nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) in 2014 um 3,3 Prozent gewachsen und liegt damit über dem Vorjahreswachstum von 3,0 Prozent. Die europäische Wirtschaft hat sich 2014 besser als im Vorjahr entwickelt und konnte gegenüber 2013 um 0,8 Prozent zulegen; die Folgen der Schuldenkrise und geopolitische Spannungen blieben dabei nicht ohne Einfluss für die Konjunkturentwicklung. Während sich in Deutschland die Wachstumsrate mit 1,6 Prozent (Statistisches Bundesamt) positiv entwickelte, befanden sich verschiedene Volkswirtschaften des Euroraums wie z.B. Frankreich oder Italien weiter in einem schwierigen Umfeld. Wichtiger Wachstumsmotor war weiterhin der Konsum.

Der Umsatz mit elektrotechnischen und elektronischen Produkten und Systemen der deutschen Elektroindustrie ist im letzten Jahr von EUR 167 Mrd. auf EUR 172 Mrd. gestiegen. Dabei hat sich der Inlandsumsatz 2014 mit einem Plus von 1,7 Prozent auf EUR 86,7 Mrd. (Vj. EUR 85,3 Mrd.) verbessert, der Auslandsumsatz konnte im selben Jahr von EUR 81,6 Mrd. um 4,3 Prozent auf EUR 85,2 Mrd. wachsen. Die Auftragseingänge lagen im Jahr 2014 nur 0,6 Prozent über Vorjahr; während die Auftragseingänge von inländischen Kunden unverändert geblieben sind, konnten die Auftragseingänge ausländischer Kunden mit einem Plus von 1,2 Prozent abschließen. (Quelle: ZVEI)

Geschäftsentwicklung des Nucletron-Konzerns

Die Geschäftsentwicklung des Nucletron-Konzerns hat sich 2014 insgesamt zufriedenstellend entwickelt; dem Management ist es gelungen, die Nucletron Gruppe in 2014 zu stabilisieren. Die Nachfrage nach elektronischen und elektromechanischen Bauelementen, Modulen und Systemen lag im Berichtsjahr hinter dem Branchendurchschnitt zurück, so dass der Umsatzzuwachs 2014 aus dem Auftragseingangsplus des Vorjahres erzielt worden ist.

Der zunehmende Wettbewerb im Distributionssektor, der Verlust von Absatzmöglichkeiten durch Produktionsverlagerungen ins Ausland bei einem gleichzeitigen Preisverfall im Inland sowie die Budgetierung der Haushalte der Öffentlichen Hand belasteten die Wettbewerbssituation des Nucletron-Konzerns zunehmend. Dieser Situation versucht der Konzern durch eine weitere Spezialisierung und Diversifikation der Produktpalette, z.B. im Bereich der Wärmebeherrschung, der Kleb- und Dichtstoffe und den Eigenprodukten sowie der Erschließung neuer Absatzmärkte entgegenzuwirken. Ein signifikantes Umsatzwachstum lässt sich aufgrund der Marktsituation aus eigener Kraft nur langfristig generieren,

Auftragseingang und Auftragsbestand

Der Konzernauftragseingang ist in 2014 von EUR 15,3 Mio. auf EUR 13,6 Mio. (-11,1 Prozent) gesunken. Der Auftragsbestand hat sich bei einem Book-to-Bill von 1,0 (Vj. 1,1) in Folge um EUR 0,5 Mio. auf EUR 6,2 Mio. verringert.

Umsatz

Die Umsatzerlöse des Nucletron-Konzerns haben sich im Geschäftsjahr 2014 um 5,4 Prozent (EUR 0,7 Mio.) auf EUR 14,1 Mio. verbessert. Ein Anteil von annähernd 84 Prozent (Vj. 84 Prozent) der Umsatzerlöse wurde dabei im Inland erzielt. In beiden Geschäftsbereichen – Leistungselektronik und Schutztechnik – waren gegenüber Vorjahr Umsatzzuwächse zu verzeichnen.

Umsatzerlöse (in TEUR) 2014 Veränderung 2013 Veränderung 2012
Eigenprodukte 1.653 -6,2 % 1.762 -10,9 % 1.979
Fremdprodukte 12.472 +7,1 % 11.641 -10,2 % 12.959
Summe 14.125 +5,4 % 13.403 -10,3 % 14.938

Ergebnis

Die Gesamtleistung des Nucletron-Konzerns hatte einen Zuwachs von TEUR 925 zu verzeichnen und betrug im Berichtsjahr TEUR 14.202; sie lag damit um 2,6 Prozent unter der Prognose iHv TEUR 14.583. Der Materialaufwand belief sich auf TEUR 9.249 und lag damit um TEUR 503 über dem Vorjahreswert. Der erzielte Rohertrag betrug TEUR 4.953 (Vj. TEUR 4.531) und stieg um 9,3 Prozent im Vergleich zur Vorperiode. Die Rohertragsquote, bezogen auf die Gesamtleistung, hat sich um 0,7 Prozentpunkte auf 34,9 Prozent (Vj. 34,2 Prozent) verbessert.

Die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer sind von TEUR 2.554 im Vorjahr auf TEUR 2.674 gestiegen, das entspricht einer Veränderung von plus 4,7 Prozent. Die Zunahme der Aufwendungen ist im Wesentlichen auf die Personalentwicklung und den Anstieg der Verpflichtungen aus leistungsbezogenen Vergütungssystemen zurückzuführen.

Der sonstige betriebliche Aufwand hat um TEUR 201 (+18,9 Prozent) auf TEUR 1.267 zugenommen. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf einem höheren Ausstellungsaufwand wegen der im zweijährigen Rhythmus stattfindenden electronica Messe in München und verstärkten Vertriebsaktivitäten im Geschäftsfeld MIL sowie wegen des zum Berichtsjahresende begonnenen Umtauschs unrichtig gewordener Aktienurkunden.

Die Kosten-Umsatz-Relation hat sich um 40 Basispunkte verschlechtert und ist auf 27,7 Prozent angewachsen; dies ohne Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von TEUR 88 (Vj. TEUR 95).

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 1.121 nach TEUR 959 im Vorjahr. Die Ergebnisentwicklung ist im Wesentlichen auf den Anstieg des Rohertrags im Berichtsjahr um TEUR 422 auf TEUR 4.953 zurückzuführen, der von der gleichzeitigen Erhöhung des Gesamtaufwands von TEUR 3.715 im Vorjahr auf TEUR 4.029 teilweise aufgebraucht worden ist.

Die EBIT-Marge belief sich auf 7,9 Prozent (Vorjahresvergleichszeitraum 7,2 Prozent) und hat die für 2014 prognostizierte EBIT-Marge um 1,7 Prozentpunkte übertroffen. Das EBIT-Ergebnis je Aktie ist von 0,34 EUR in 2013 auf 0,40 EUR in 2014 gestiegen und entspricht einer Verbesserung von 17,6 Prozent.

Das Konzernergebnis hat um TEUR 110 auf TEUR 771 zugenommen. Die Ertragssteuerquote beträgt 30,4 Prozent (Vj. 29,3 Prozent) und liegt im Rahmen der durchschnittlichen, lokalen Ertragssteuerlast aus Körperschaft- und Gewerbesteuer.

Geschäftsbereich Leistungselektronik

Der Geschäftsbereich Leistungselektronik konnte wegen seines zyklischen Geschäfts mit zum Teil mehrjährigen und im längerfristigen Rhythmus wiederkehrenden Liefervereinbarungen der Branchenentwicklung nicht folgen. Die Umsatzerlöse der Nucletron Technologies GmbH sind im Jahresvergleich um 11,1 Prozent auf EUR 5,0 Mio. (Vj. EUR 4,5 Mio.) gestiegen, während die Umsätze der HVC-Technologies GmbH im selben Zeitraum um TEUR 185 auf TEUR 1.134 (Vj. TEUR 1.319) gefallen sind. Die Vorgaben der Jahresplanung konnten in diesem Geschäftsbereich annähernd realisiert werden.

Das Segmentergebnis betrug TEUR 810 nach TEUR 581 im Vorjahr.

Leistungselektronik (in TEUR) 2014 Veränderung 2013 Veränderung 2012
Umsatzerlöse 6.153 +5,9 % 5.812 -12,8 % 6.663
Auftragseingang 5.743 -11,5 % 6.486 +3,4 % 6.275
Auftragsbestand 3.082 -11,9 % 3.498 +23,3 % 2.838

Geschäftsbereich Schutztechnik

Der Absatz elektronischer Bauelemente im Geschäftsfeld Industrieelektronik der SINUS Electronic GmbH konnte im Berichtsjahr wieder stabilisiert werden und stieg leicht um 2,8 Prozent, die Umsatzerlöse der selbst produzierten Überspannungsschutz- und Lichtwellenleiterverkabelungssysteme des Geschäftsfelds MIL bei der SINUS fielen wegen der restriktiven Haushaltspolitik der öffentlichen Hand um 6,2 Prozent. Der Absatz im Geschäftsfeld Induktive Bauelemente der Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH konnte in der Verkehrstechnik im Vergleich zum Vorjahr um 23,3 Prozent gesteigert werden. Die Vorgaben der geänderten Jahresplanung konnten in diesem Geschäftsbereich wegen der Zielverfehlung im Geschäftsfeld Industrieelektronik nicht erreicht werden.

Das Segmentergebnis betrug TEUR 366 nach TEUR 383 im Vorjahr.

Schutztechnik (in TEUR) 2014 Veränderung 2013 Veränderung 2012
Umsatzerlöse 7.972 +5,0 % 7.592 -8,4 % 8.288
Auftragseingang 7.907 -10,7 % 8.854 +33,4 % 6.636
Auftragsbestand 3.163 -2,0 % 3.228 +64,2 % 1.966

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage und Personal

Die wesentlichen Bilanzkennzahlen des Nucletron-Konzerns haben sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt entwickelt: Das Eigenkapital ist um TEUR 160 auf EUR 10,1 Mio. (Vj. EUR 10,0 Mio.) gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf das Konzernergebnis 2014 in Höhe von TEUR 771 bei einer Dividendenzahlung von TEUR 561 für 2013 zurückzuführen. Bei einer um TEUR 240 höheren Bilanzsumme in Höhe von EUR 13,1 Mio. (Vj. EUR 12,9 Mio.) verringerte sich die Eigenkapitalquote um 0,2 Prozentpunkte auf 77,3 Prozent (Vj. 77,5 Prozent).

Ertragslage

Das Ergebnis vor Ertragsteuern ist im abgelaufenen Geschäftsjahr wegen der um TEUR 925 auf EUR 14,2 Mio. (Vj. EUR 13,3 Mio.) gestiegenen Gesamtleistung bei einer gleichzeitig um 70 Basispunkte verbesserten Rohertragsquote (2014: 34,9 Prozent) um TEUR 173 auf EUR 1,1 Mio. gestiegen. Trotz des anhaltenden Preisverfalls bei aktiven (Dioden, Arrays) und induktiven (Kondensatoren, Drosseln, Spulen) Bauelementen und einem um TEUR 109 geringeren Umsatzanteil von Systemen aus Eigenfertigung (2014: TEUR 1.653; 2013: TEUR 1.762) hat sich die Rohertragsquote in den Geschäftsfeldern Industrieelektronik und MIL um 2,6 Prozentpunkte (Vj: 36,5 Prozent) verbessert. Im Geschäftsbereich Leistungselektronik konnte die Rohertragsquote der HVC-Technologies GmbH um 7,5 Prozentpunkte auf 34,5 Prozent verbessert werden. Der Konzernauftragseingang verringerte sich im Geschäftsjahr 2014 um 11,0 Prozent auf EUR 13,6 Mio.; das erreichte Book-to-Bill betrug 1,0. Der Auftragsbestand hat im Jahresvergleich um 7,2 Prozent abgenommen. Die Personalintensität ist trotz der um TEUR 120 gestiegenen Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer (Vj. TEUR 2.554) wegen der im Berichtsjahr ggü Vorjahr höheren Gesamtleistung um 40 Basispunkte auf 18,8 Prozent gesunken. Das Ergebnis pro Mitarbeiter konnte sich bei einer um zwei auf 42 Personen erhöhten Mitarbeiteranzahl um 12,9 Prozent auf TEUR 26 verbessern.

Nucletron-Konzern (in TEUR) 2014 Veränderung 2013 Veränderung 2012
Auftragsbestand 6.245 -7,2 % 6.726 +40,0 % 4.804
Auftragseingang 13.649 -11,0 % 15.340 +18,8 % 12.911
Gesamtleistung 14.202 +7,0 % 13.277 -10,6 % 14.852
Rohertrag 4.953 +9,3 % 4.531 -7,8 % 4.915
EBIT 1.129 +17,7 % 959 -5,1 % 1.010
Finanzergebnis -21 12,5 % -24 -55,2 % -15
Konzernergebnis 771 +16,6 % 661 -6,9 % 710
Materialintensität (von Gesamtleistung) 65,1 % -0,7 PP 65,9 % -1,0 PP 66,9 %
Personalintensität (von Gesamtleistung) 18,8 % -0,4 PP 19,2 % +0,7 PP 18,4 %

Finanzlage

Der Nucletron-Konzern hat im Geschäftsjahr 2014 einen positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von TEUR 1.337 (Vj. TEUR 850) erwirtschaftet. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich auf TEUR 340 (Vj. TEUR 157) und resultiert im Wesentlichen aus dem Kauf von verzinslichen Anleihen. Die Veränderung des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit ist auf das bessere Konzernergebnis, die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Zunahme der langfristigen Rückstellungen sowie niedrigeren Ertragsteuerzahlungen gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Der Nucletron-Konzern hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Bankverbindlichkeiten zum Abschlussstichtag und verfügt über eine Nettoliquidität (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) von TEUR 5.183 (Vj. TEUR 4.654). Neben der vorhandenen Liquidität steht uns eine Kreditlinie von TEUR 950 in vollem Umfang zur Verfügung.

Die Nucletron Electronic AG führt ein konzerninternes Cash-Pooling durch und übt die zentrale Finanzierungsfunktion aus.

Die liquiden Mittel werden kurzfristig und risikoarm angelegt. Aufgrund der Bilanzstruktur und der Auftragslage im Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernjahresabschlusses und des Berichtes über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns ist von einer weiterhin stabilen Lage der Gesellschaft auszugehen.

Nucletron-Konzern (in TEUR) 2014 Veränderung 2013 Veränderung 2012
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1.337 +57,3 % 850 -26,3 % 1.154
Nettoliquidität 5.183 +11,4 % 4.654 +2,5 % 4.540

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen des Nucletron-Konzerns beträgt TEUR 13.114 nach TEUR 12.874 im Vorjahr. Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte haben im Wesentlichen wegen der Erhöhung des Bestands an verzinslichen Anleihen sowie der Zuschreibung börsennotierter Wertpapiere gegenüber dem Vorjahr um TEUR 310 auf TEUR 684 zugenommen. Die Vorräte haben sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 wegen vorgenommener Abschreibungen auf das Vorratsvermögen und einer bedarfsorientierten Lagerhaltung um TEUR 37 verringert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verzeichneten eine Abnahme um 41,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresstichtag.

Die Eigenkapitalquote hat sich trotz eines um 16,6 Prozent auf TEUR 771 gestiegenen Konzernergebnisses und unter Berücksichtigung der Dividendenzahlung von TEUR 561 um 20 Basispunkte auf 77,3 Prozent verringert. Am Bilanzstichtag überstieg das Eigenkapital gemeinsam mit den langfristigen Schulden ohne latente Steuern das Anlagevermögen um 119,2 Prozent (Vj. 123,2 Prozent). Die Anlagenintensität ist mit 39,7 Prozent gegenüber Vorjahr leicht gestiegen (+1,3 Prozentpunkte). Die kurzfristigen Schulden liegen mit TEUR 1.618 unter dem Vorjahreswert von TEUR 1.765; dies beruht im Wesentlichen auf der Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der stichtagsbedingten Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten und abgegrenzten Schulden.

Nucletron-Konzern (in TEUR) 2014 Veränderung 2013 Veränderung 2012 *)
Gesamtvermögen (Bilanzsumme) 13.114 +1,9 % 12.874 +0,9 % 12.755
Eigenkapitalquote 77,3 % -0,2 PP 77,5 % +0,4 PP 77,1 %
Anlagendeckung 219,2 % -4,0 PP 223,2 % -0,9 PP 224,1 %
Anlagenintensität 39,7 % +1,3 PP 38,4 % +0,2 PP 38,2 %
kurzfristige Schulden 1.618 -8,3 % 1.765 +0,3 % 1.762
Reichweite Vorräte (in Tagen) 47 -7,0 % 51 -3,8 % 53
Umschlagshäufigkeit Vorräte 7,6 +14,5 % 6,7 +7,5 % 6,2

*) angepasst aufgrund der rückwirkenden Änderung des IAS 19 (2011) für Geschäftsjahre die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen

Personal

Die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern hat sich in der Berichtsperiode auf 42 (Vj. 40) erhöht. Die Mitarbeiter repräsentieren den Nucletron-Konzern gegenüber Kunden und Lieferanten. Sie tragen unmittelbare Verantwortung für das operative Geschäft. Zur Sicherung der hohen Beratungsqualität und Fachkompetenz finden regelmäßige Schulungen in den Bereichen Vertrieb, Kommunikation und EDV sowie zu den relevanten rechtlichen Vorschriften statt. Unseren Mitarbeitern wird in den jährlich stattfindenden Kundenzufriedenheitsbefragungen regelmäßig hohes Fachwissen und Verständnis der unterschiedlichen Problemstellungen unserer Kunden bescheinigt. Die Neueinstellung von qualifizierten Vertriebsmitarbeitern lässt sich an den verschiedenen Standorten des Konzerns unterschiedlich erfolgreich realisieren.

Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsjahres

Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft und des Konzerns, vor dem Hintergrund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland im Berichtsjahr, zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses als zurückhaltend. Der Nucletron Gruppe ist es gelungen, Umsatz und Ergebnis in 2014 zu stabilisieren; sowohl Umsatz als auch Konzernergebnis haben sich gegenüber 2013 verbessert. Die Auswirkungen der aktuellen konjunkturellen Entwicklung in Deutschland und Europa auf den Geschäftsverlauf der Nucletron Gruppe können nicht abgesehen werden. Für 2015 wird aufgrund der aktuellen Entwicklungen und Ergebnisse nach dem Bilanzstichtag im Einklang mit der Mittelfristplanung 2015 bis 2017 von einem steigenden Umsatz und einem Ergebnis auf Vorjahresniveau ausgegangen.

4. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Nucletron Electronic AG

Der Jahresabschluss der Nucletron Electronic AG wird unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach den Vorschriften der §§ 242 bis 256a und der §§ 264 bis 288 HGB sowie den Sondervorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Nucletron Electronic AG mit Sitz in München ist die Konzernmuttergesellschaft des Nucletron-Konzerns und ist als solche für die zentrale Finanzierungs- und Managementfunktion der nachgegliederten Tochterunternehmen zuständig. Da die Gesellschaft nicht selbst operativ tätig ist, resultiert ihre Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ausschließlich aus der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften.

Der Geschäftsverlauf der Nucletron Electronic AG entspricht im Wesentlichen dem des Nucletron-Konzerns, welcher in dem Kapitel „Geschäftsentwicklung des Nucletron-Konzerns“ beschrieben worden ist.

Ertragslage

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit TEUR 449 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (+26,1 Prozent) und resultieren fast ausschließlich aus der Weiterbelastung von Aufwendungen für Managementumlagen sowie Mieterträgen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Der Personalaufwand der Nucletron Electronic AG von TEUR 154 (Vj. TEUR 144) stammt im Wesentlichen aus der Vergütung des Vorstands, die im Bericht über die Vergütung der Organmitglieder erläutert ist. Die Gesellschaft beschäftigt keine Mitarbeiter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der Nucletron Electronic AG stiegen von TEUR 221 im Vorjahr auf TEUR 331. Die Veränderungen der sonstigen betrieblichen Erträge und des sonstigen betrieblichen Aufwands gegenüber Vorjahr beruhen auf der konsequenten Anwendung des Verrechnungsverbots gemäß § 246 Abs. 2 HGB, der sonstige betriebliche Aufwand wurde außerdem durch Kosten für den Umtausch unrichtig gewordener Aktienurkunden zusätzlich belastet.

Das Finanzergebnis der Nucletron Electronic AG resultiert aus Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen sowie Zinserträgen aus konzerninternen Finanzierungsmaßnahmen und hat sich im Berichtsjahr um TEUR 255 auf TEUR 1.224 verbessert. Im Geschäftsjahr 2014 bestand durchgehend ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Nucletron Electronic AG und allen verbundenen Unternehmen über alle Konzernebenen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind im Gegensatz zum Vorjahr keine Aufwendungen aus Verlustübernahme (Vj. TEUR 61) aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge entstanden. Der erhaltene Betrag aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Nucletron Technologies GmbH belief sich auf TEUR 633 nach TEUR 406 im Vorjahr, für die HVC-Technologies GmbH ist im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Betrag von TEUR 147 nach TEUR 154 angefallen und für die NBL Electronic Beteiligungs GmbH belief sich der Betrag auf TEUR 47 nach TEUR 61 für Aufwendungen aus Verlustübernahme im Geschäftsjahr 2013.

Die Zinserträge von TEUR 401 stammen überwiegend aus verbundenen Unternehmen (TEUR 390) und haben im vergangenen Jahr wegen der allgemeinen Zinsentwicklung im Euroraum abgenommen. Die Zinsaufwendungen von TEUR 9 sind ausschließlich der auszuweisenden Aufzinsung von Pensionsrückstellungen geschuldet.

Nucletron Electronic AG (in TEUR) 2014 Veränderung 2013 Veränderung 2012
Finanzergebnis 1.224 +26,3 % 969 -9,7 % 1.073
Gewinne aus Ergebnisabführungsverträgen 827 +47,7 % 560 -14,5 % 655
Aufwendungen aus Verlustübernahme 0 -100,0 % 61 -51,2 % 125
Zins- und Beteiligungserträge 401 -15,8 % 476 -12,5 % 544
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9 -10,0 % 10 0,0 % 10

Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf TEUR 333 (Vj. TEUR 274).

Der Jahresüberschuss der Nucletron Electronic AG ist von TEUR 658 auf TEUR 828 gestiegen.

Finanz- und Vermögenslage

Die Veränderungen im Sachanlagevermögen sind auf die Abschreibungen zurückzuführen, diese betrugen TEUR 23 (Vj. TEUR 24). Die Finanzanlagen haben wegen des Erwerbs von verzinslichen Anleihen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 305 auf TEUR 2.880 zugenommen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um TEUR 175 auf TEUR 7.213 gesunken. Die Bilanzstruktur, die Beziehung zwischen dem langfristig gebundenen Vermögen, dem kurzfristig gebundenen Vermögen und den liquiden Mitteln, hat sich im Vorjahresvergleich leicht zugunsten des langfristig gebundenen Vermögens verändert. Der Wert des langfristig gebundenen Vermögens stieg wegen der veränderten Finanzanlagen auf TEUR 3.753 (Vj. TEUR 3.471), die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nahmen um TEUR 210 auf TEUR 7.228 ab, gleichzeitig haben die liquiden Mittel um TEUR 234 auf TEUR 3.504 zugenommen. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 25,9 Prozent nach 24,5 Prozent im Vorjahr.

Die Eigenkapitalquote beträgt 94,6 Prozent nach 94,8 Prozent im Vorjahr.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die im Prognosebericht für den Nucletron-Konzern beschriebenen Erwartungen wirken sich maßgeblich auch auf die Geschäftsentwicklung der Nucletron Electronic AG als Konzernmuttergesellschaft aus.

Die wesentlichen Chancen und Risiken der Nucletron Electronic AG als Konzernmuttergesellschaft leiten sich von den Chancen und Risiken ihrer operativen Tochtergesellschaften ab. Die Nucletron Electronic AG ist in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden. Weitere Informationen finden sich im Prognose-, Chancen- und Risikobericht.

5. Nachtragsbericht

Im Zeitraum zwischen dem Abschlussstichtag 2014 und dem Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses der Nucletron Electronic AG sind keine berichtsrelevanten Ereignisse eingetreten.

6. Prognose, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Dieser Prognosebericht berücksichtigt relevante Fakten und Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Aufstellung bekannt waren und die voraussichtliche Entwicklung und den voraussichtlichen Geschäftsverlauf des Nucletron-Konzerns beeinflussen können.

Geschäftspolitik und Strategie

Nucletron hält auch für 2015 und die Folgejahre an seiner Geschäftspolitik und Strategie fest, durch eine weitere Spezialisierung und Diversifikation der Produktpalette, der Erschließung neuer Absatzmärkte sowie durch das Produktportfolio ergänzende Akquisitionen ihre Marktposition auszubauen. Mit seiner soliden Bilanzstruktur sieht sich Nucletron gut positioniert, die Strategie erfolgreich umzusetzen.

Absatzmärkte und Produkte

Der Nucletron-Konzern erwirtschaftet rund 84 Prozent seiner Umsätze in Deutschland, der Rest wird überwiegend im europäischen Ausland generiert. Der Nucletron-Konzern hält an seiner langfristigen Wachstumsstrategie fest; wir wollen sowohl in neuen als auch in den Märkten wachsen, in denen Nucletron bereits vertreten ist und starke Positionen besetzt. Dazu zählen vor allem Anwendungsgebiete in der Kommunikationstechnik und der Wärmebeherrschung. Die künftige Entwicklung des Nucletron-Konzerns wird wesentlich von dem Abschluss neuer Liefervereinbarungen, den Eigenproduktinnovationen und der Erschließung neuer Märkte, auch international, angetrieben werden. Nucletron bieten sich Wachstumsmöglichkeiten außerhalb Deutschlands im Wesentlichen durch den Vertrieb ihrer Eigenprodukte. Auf dem Gebiet der Wärmebeherrschung und Silikone bieten sich der Gruppe gegebenenfalls auch Chancen in der Automobilindustrie. Die innerhalb des Konzerns vorhandenen Fertigungskapazitäten werden den Markterfordernissen ständig angepasst und neu ausgerichtet.

Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht für 2015 in seiner um 0,3 Prozentpunkte nach unten korrigierten Prognose von einem globalen Wachstum von 3,5 Prozent aus. Die Konjunktur in der Europäischen Union wird sich im laufenden Jahr nach Auffassung der EU-Kommission etwas besser als in 2014 entwickeln. Konkret geht die Kommission für den Euroraum von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von 1,3 Prozent aus, für die gesamte EU prognostiziert sie einen BIP-Anstieg um 1,7 Prozent. Die Aussagen für das BIP-Wachstum 2015 in Deutschland liegen zwischen 1,5 Prozent (ifo-Institut) und 1,7 Prozent (Institut für Weltwirtschaft).

Entwicklung des Nucletron-Konzerns

Eine Prognose für 2015 ist mit Unsicherheiten versehen, die einen erheblichen Einfluss auf die prognostizierte Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben können. Entscheidend wird sein, wie sich das Geschäft in Deutschland und mit den Eigenprodukten der Nucletron Gruppe entwickelt. Geopolitische Einflüsse können im Bereich der Eigenprodukte in den übrigen Märkten die Wachstumspotenziale stark beeinträchtigen. Der Vorstand verfolgt deshalb kontinuierlich die aktuellen Entwicklungen im Euroraum, um bei Anzeichen für eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage schnell und konsequent – gegebenenfalls mit weiteren Kostensenkungsmaßnahmen – reagieren zu können.

Nucletron prüft auch 2015 alle Tätigkeiten und Aktivitäten der Gruppe im Hinblick auf Ergebnisbeitrag und Optimierungspotenzial. Der Nucletron-Konzern wird eine zurückhaltende Ausgabenpolitik verfolgen und in Sachen Investitionen die Schwerpunkte auf Projekte, Bereiche und Regionen setzen, die mittelfristig die besten Wachstumsaussichten versprechen. So sollen zum Beispiel durch den sukzessiven Ausbau des Vertriebs Marktchancen erschlossen werden. Im kommenden Jahr wird für den Bereich Vertrieb eine stabile und im Fertigungsbereich eine leicht rückläufige Mitarbeiterentwicklung erwartet.

Der Nucletron-Konzern strebt im Geschäftsjahr 2015 ein deutliches Umsatzwachstum von ca. neun Prozent bei einem leichten Anstieg des EBIT und des Konzernergebnisses von jeweils ca. fünf Prozent an. Aufgrund der aktuellen Schwäche des Euro gegenüber der wesentlichen Währung (USD) in der die Konzernunternehmen ihren Wareneinkauf tätigen, ist mit einem Rückgang der EBIT-Marge kleiner 50 Basispunkte zu rechnen. Für den Geschäftsbereich Leistungselektronik gehen wir von einem Umsatzwachstum von etwa 10 Prozent und einem Rückgang des Ergebnisses von ca. 7 Prozent aus. Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Schutztechnik sollen um ca. 8 Prozent und das Ergebnis um ca. 9 Prozent zunehmen. Auf Basis der Jahresplanung soll sich das Wachstum aus einem steigenden, wiederkehrenden Geschäft, dem Anlauf neuer Projekte insbesondere im Geschäftsbereich Schutztechnik sowie der Erschließung neuer Absatzmärkte durch eine Verstärkung der Vertriebsaktivitäten ergeben. Die prognostizierte Ertragsverbesserung beruht im Wesentlichen auf einem wachsenden Umsatzanteil von Produkten aus Eigenfertigung bei einer gleichzeitigen Verbesserung der Beschaffungskonditionen. Die Entwicklung der EBIT-Rendite ist abhängig vom Verlauf der Umsatz- und EBIT-Entwicklung:

· Verläuft die Entwicklung parallel, bleibt die EBIT-Rendite unverändert.

· Bei einer im Vergleich zum EBIT stärkeren Umsatzentwicklung fällt die EBIT-Rendite,

· bei einer im Vergleich zum EBIT schwächeren Umsatzentwicklung steigt die EBIT-Rendite.

Der Beitrag aus dem Geschäftsbereich Schutztechnik dürfte dabei wesentlich stärker ausfallen, als das im Geschäftsbereich Leistungselektronik generierte Wachstum.

Chancen- und Risikobericht

Risiken sind alle Ereignisse und möglichen Entwicklungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens, die sich negativ auf die Erreichung unserer Unternehmensziele auswirken können. Die meisten Risiken bergen nach Ansicht des Managements gleichzeitig auch Chancen, die zum Vorteil der Gesellschaft genutzt werden können. Der Nucletron-Konzern ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Die Chancen wahrzunehmen und dabei gleichzeitig die Risiken zu begrenzen ist unsere dringlichste Aufgabe.

Dem Vorstand sind zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes außer den genannten Risiken, keine weiteren, den Bestand der Gesellschaft gefährdenden, Risiken bekannt. Die nachfolgend geschilderten Risiken besitzen in ihrer Aussage für beide Geschäftsbereiche Gültigkeit.

Risikomanagement

Zur Identifizierung, Überwachung und Steuerung sämtlicher bestandsgefährdender Risiken dient ein einheitliches Risikomanagementsystem. Dessen Aufgabe ist es, die Gefährdung durch zukünftige Ereignisse zu erkennen und notwendige Schritte zu einer angemessenen Bewältigung einzuleiten. Nach Ansicht des Vorstands können mit diesem Risikofrüherkennungssystem sämtliche wesentlichen und bestandsgefährdenden Risiken angemessen identifiziert werden. Risikobewertungen finden mindestens im Rahmen der jährlich mehrmals stattfindenden Vorstandssitzungen statt. Veränderungen gegenüber dem Vorjahr gab es nicht.

Das vorhandene Kontroll- und Risikomanagementsystem wurde im Geschäftsjahr auf seine Funktionsfähigkeit beobachtet und von der Unternehmensführung eingesetzt. Risiken werden in vorgeschriebenen Perioden von den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften identifiziert und beurteilt. Um unsere Risiken zu messen und zu überwachen, bedienen wir uns einer Reihe festgelegter Verfahren. Dazu gehören neben einer regelmäßigen internen detaillierten Monatsberichtserstattung an Aufsichtsrat und Vorstand, regelmäßige gemeinsame Treffen der Geschäftsführer der deutschen Beteiligungsgesellschaften mit dem Vorstand. Dabei wird neben den Veränderungen von operativen Risiken und des geschäftlichen Umfeldes insbesondere über Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen berichtet. Unterstützt wird dieser Prozess durch Wettbewerbs- und Marktanalysen. So halten wir nicht nur die Risiken im operativen Geschäft, sondern auch offene Währungs- und Zinsrisiken unter Kontrolle. Um die Risiken, denen wir ausgesetzt sind, zu messen, zu überwachen und zu kontrollieren, bedienen wir uns einer Reihe von Management- und Kontrollsystemen, darunter ein konzernweites Planungs- und Berichtswesen. Unser internes Kontrollsystem ist so ausgelegt, dass der Konzernabschluss IFRS entspricht und dementsprechend ein Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wiedergegeben wird, das mit den tatsächlichen Verhältnissen übereinstimmt. Im Rahmen unseres Kontroll- und Risikomanagementsystems werden Vorstand und Aufsichtsrat zeitnah und umfassend über Risiken informiert.

Durch die nachfolgend aufgeführten Risiken könnten unser Geschäft, die Finanzausstattung und die Ergebnisse beeinträchtigt werden. Diese Risiken sind nicht die einzigen, denen wir ausgesetzt sind. Zusätzliche Risiken, die wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht kennen oder die wir derzeit für unwesentlich halten, könnten unser Geschäft ebenfalls beeinflussen. Wo es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, wird ein Risikotransfer auf Versicherer durch den Abschluss von Konzernversicherungsverträgen vorgenommen.

Chancenmanagement

Ziel des Chancenmanagements ist das frühzeitige Erkennen, Beurteilen und Managen zukünftiger Erfolgspotentiale sowie die Ergreifung passender Maßnahmen zur Umsetzung neuer Strategien und Innovationen. Die Identifikation und Nutzung von Chancen ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Wesentliche Instrumente des Steuerungs- und Überwachungssystems sind:

· Vorstandssitzungen, auch gemeinsam mit dem Aufsichtsrat

· Strategie- und Jahresplanung

· Monats- und Quartalsberichterstattung

· Produktions- und Kapazitätsplanung

Chancen und Risiken

Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu keinen wesentlichen Änderungen in der Chancen- und Risikostruktur. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 bestehen die im Folgenden beschriebenen Chancen und Risiken, die einen erheblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung des Nucletron-Konzerns haben könnten.

Finanz- und Konjunkturkrise

Die Finanz- und Konjunkturkrise kann sich negativ auf das Investitionsverhalten von einzelnen Kundengruppen und der öffentlichen Hand auswirken. Dieses Risiko hat aufgrund aktueller Entwicklungen bezüglich der von der Finanz- und Staatsschuldenkrise betroffenen Länder sowie geopolitischen Konflikten weiterhin Bestand. Ein weiteres Andauern oder eine Verschärfung der Krise und der daraus resultierenden Verunsicherungen und erschwerten Finanzierungsmöglichkeiten können zu Kürzungen bzw einem Aufschieben und gegebenenfalls bis zu einem Stopp der Investitionsausgaben bei unseren Kunden führen.

Markt- und Vertriebsrisiko

Volatilität und zyklisches Nachfrageverhalten kennzeichnen den Markt für elektronische Bauelemente, Module und Systeme. Die Nachfrage hängt von den konjunkturellen Schwankungen der Weltwirtschaft ab, wobei zum derzeitigen Zeitpunkt in 2015 von einem deutlichen Wachstum ausgegangen werden kann. Die Schwankungen bei Energie- und Materialkosten aufgrund aktueller Ereignisse sowie die noch immer hohe Volatilität der Wechselkurse werden die Märkte in ihrer Entwicklung weiterhin beeinträchtigen.

Unsere Kunden sind teilweise selbst in zyklischen Branchen tätig und ihr Bedarf an elektronischen Bauelementen, Modulen und Systemen schwankt in starker Abhängigkeit von der Entwicklung ihrer eigenen Märkte, was eine zuverlässige Prognose künftiger Umsatzvolumina und Verkaufspreise äußerst erschwert. Die Absatzmöglichkeiten für unsere Überspannungsschutz- und Lichtwellenleiterverkabelungssysteme sind wesentlich von der Freigabe entsprechender Bundesmittel abhängig; über den Zeitpunkt kann derzeit keine verbindliche Aussage getroffen werden. Der Nucletron-Konzern ist überwiegend in Märkten aktiv, die durch hohes Innovationstempo und schnellen technologischen Wandel gekennzeichnet sind. Daher besteht grundsätzlich das Risiko, dass auf neue Marktentwicklungen bzw. Technologien nicht schnell genug reagiert werden kann und Marktanteile an den Wettbewerb verloren gehen könnten. Außerdem besteht die Gefahr der Verlagerung weiterer Produktionsstätten durch unsere Abnehmer ins Ausland.

Das Vertriebsrisiko wird durch die Jahresplanung der einzelnen Tochtergesellschaften begrenzt und durch unser monatliches Berichtssystem vom Aufsichtsrat und Vorstand überprüft. Die Vertriebsaktivitäten sollen für Eigenprodukte bzw. Systemlösungen intensiviert werden. Die personelle Erweiterung des Vertriebs und die Erschließung neuer Märkte im Ausland sollen den Konzern insgesamt auf eine breitere Basis stellen und von einzelnen Kunden oder Märkten unabhängiger machen.

Risiken bei den Beschaffungsverträgen

Unser größtes Risiko sind die kurzen Laufzeiten der Beschaffungsverträge mit den Lieferanten unserer Tochtergesellschaften. Durch die Erweiterung des Vertriebsspektrums und den Aufbau neuer Lieferantenbeziehungen will man dieses Risiko zukünftig mindern. Der Umsatzanteil an Eigenprodukten betrug 11,7 Prozent, im Vorjahr 13,1 Prozent.

Währungsrisiken

Der Euro hat im Jahresverlauf 2014 gegenüber unserer wichtigsten Handelswährung dem US-Dollar um 12,0 Prozent an Wert verloren, diese Entwicklung hat sich über den Bilanzstichtag hinaus fortgesetzt. Eine solche Entwicklung des Euro-Kurses – sollte sie andauern – könnte für den Nucletron-Konzern höhere Einkaufspreise bedeuten, gleichzeitig würde jedoch im Geschäftsbereich Leistungselektronik die absolute Marge bei den in US-Dollar fakturierten Aufträgen sowie der Auftragsbestand wertmäßig steigen.

Das Fremdwährungsrisiko wird innerhalb der Unternehmensgruppe durch Handelsgeschäfte, deren Einkaufs- und Verkaufspreise auf die gleiche Währung lauten, sowie bei Bedarf durch Derivatgeschäfte am Finanzmarkt gemindert.

Liquiditäts- und Ausfallrisiken

Aufgrund eines konsequenten Kreditlinienmanagements und einer stetigen Bonitätsüberwachung konnten Ausfallrisiken in der Vergangenheit vermieden werden. Die Liquiditätslage des Konzerns wird einer regelmäßigen Betrachtung und Planung unterzogen.

Personalrisiken

Unser Erfolg hängt von dem umfassenden Wissen, der langjährigen Erfahrung und der dauerhaften Mitwirkung unserer Mitarbeiter ab, die zum Teil kurzfristig nur sehr schwer ersetzt werden können. Durch fortwährende Maßnahmen versucht der Nucletron-Konzern die Attraktivität als Arbeitgeber zu erhalten und weiter auszubauen. Der Erfolg des Unternehmens hängt in hohem Maße davon ab, dass wir auch künftig in der Lage sind, qualifizierte Fachkräfte einzustellen und zu integrieren, Mitarbeiter dauerhaft an das Unternehmen zu binden und das Mitarbeiter-Know-how an sich ändernde Markterfordernisse anzupassen. Im Bedarfsfall werben wir erfahrene und hochqualifizierte Ingenieure, Vertriebsmitarbeiter und Führungskräfte an.

IT Risiken

Der ordnungsgemäße Geschäftsbetrieb des Unternehmens hängt in hohem Maße von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme sowie der ausfallsicheren Vernetzung der einzelnen Unternehmenseinheiten ab. Aufgrund des daraus resultierenden Risikopotentials genießt deshalb bei der Nucletron Electronic AG die IT-Sicherheit und das IT-Risikomanagement seit Jahren höchste Priorität. Aufgrund der verteilten Standortstruktur des Unternehmens und der zentralen Datenhaltung wirken sich Verbindungsausfälle negativ auf die Geschäftstätigkeit der Niederlassungen aus. Diesem Risiko wird durch die Nutzung nicht öffentlicher Netze, verschlüsselter Verbindungen sowie die Einführung redundanter Datenleitungen unterschiedlicher Provider gezielt entgegengewirkt. Die Übertragungsqualität und -geschwindigkeit wird durch vertraglich vereinbarte Servicemerkmale und durch die Verwendung von Komprimierungstechniken unterstützt. Vor allem für die geschäftskritischen Bereiche werden hochverfügbare Server mit weitreichenden Redundanzen verwendet. Zur Vermeidung von Datenverlusten werden tägliche Sicherungen der Produktivsysteme durchgeführt. Für die geschäftskritischen Daten ist darüber hinaus eine kontinuierliche Spiegelung implementiert. Sollte es trotz der Vorkehrungen zu schwerwiegenden Störungen kommen, ist der Wiederanlauf der Systeme innerhalb tolerierbarer Ausfallzeiten garantiert. Signifikante IT-Risiken sind derzeit nicht absehbar, sollen aber durch das Server-Hosting in einem Rechenzentrum weiter minimiert werden.

Chancen

Die wesentlichen Chancen des Nucletron-Konzerns sind untrennbar mit den genannten Risiken verbunden. Neben den allgemein gültigen Chancen unternehmerischer Tätigkeit ergeben sich für uns Chancen vor allem aus den Forderungen nach immer effizienteren Möglichkeiten der Wärmebeherrschung sowie im zukunftsträchtigen Markt regenerativer Energien. Diese Form der Energiegewinnung gewinnt aufgrund der volatilen Rohölpreise und der politischen Unsicherheit in einem Großteil der wichtigsten Erzeugerländer sowie der Infragestellung der friedlichen Nutzung der Kernspaltung weiter an Bedeutung. Unser Geschäftsbereich Leistungselektronik ist in diesem Markt mit seinen Elektromechanik-Produkten außerordentlich gut aufgestellt.

Auch die Wärmebeherrschung ist ein allgegenwärtiges Thema in der Elektro- und Elektronikindustrie. Eine effiziente Wärmeableitung ist im Hinblick auf Wirkungsgrad und Lebensdauer bei immer kleineren Baugrößen unerlässlich. Die von uns vertriebenen wärmeleitfähigen Folien sind universell einsetzbar, Platz sparend, effektiv sowie kostengünstig und in der Medizin- und Analysetechnik, Kommunikationstechnik, Industrieelektronik und Automobilindustrie verwendbar. Wir erachten die Wärmebeherrschung als einen Zukunftsmarkt.

Im Geschäftsbereich Schutztechnik sehen wir die besten Wachstumschancen auf dem Gebiet der Kleb- und Dichtstoffe sowie im forcierten Vertrieb von kundenspezifischen Produkten oder Systemlösungen in Eigenfertigung.

Gesamtrisikoeinschätzung

Eine Zusammenfassung der Einzelrisiken aller Unternehmensbereiche und -funktionen ist nicht angemessen, da ein gleichzeitiges Eintreten der Einzelrisiken unwahrscheinlich ist. Bezogen auf die Gesamtanzahl der Risiken, welche einen wesentlichen Einfluss auf den Nucletron-Konzern haben könnten, ergaben sich nur marginale Veränderungen bezüglich deren Eintrittswahrscheinlichkeit und/ oder der finanziellen Auswirkungen im Vergleich zum Vorjahr. Die Folgen der Finanz- und Konjunkturkrise in Europa, das zyklische Nachfrageverhalten am Markt für elektronische Bauelemente, Module und Systeme sowie die kurzen Laufzeiten unserer Beschaffungsverträge bilden nach wie vor den Schwerpunkt der Risiken.

7. Bericht zum internen Kontroll- und RisikomanagementsystemAngaben gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB

Einführung

Gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist die Nucletron Electronic AG verpflichtet, im Lagebericht für das am 31. Dezember 2014 endende Geschäftsjahr die Hauptmerkmale seines rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems zu beschreiben.

Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind:

· zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit,

· zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie

· zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Die Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungsprozesses ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz der identifizierten Risiken ein regelungskonformer Jahres- bzw. Konzernabschluss erstellt wird.

Beschreibung des internen Kontrollsystems

Die Erstellung des Jahres- bzw. Konzernabschlusses und die Erstellung der Abschlüsse der Tochtergesellschaften finden zentral bei der Nucletron Electronic AG in München in enger Zusammenarbeit mit Steuerberatungsbüros statt. Hierdurch ist sichergestellt, dass die Abschlüsse der Gesellschaften nach einheitlichen Richtlinien und Standards erfolgen.

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden.

Information

Nucletron nutzt ein ERP-System (Enterprise Resource Planning) in Verbindung mit einer modernen Analyse- und Darstellungs-Software, mit denen Informationen sowohl für Ablaufprozesse und interne Kontrollen als auch für Zwecke der Berichterstattung verfügbar gemacht werden.

Kontrollmaßnahmen

Die Gesellschaft hat Kontrollmaßnahmen implementiert, die auf den folgenden allgemeinen Grundsätzen beruhen:

· Kontrollmaßnahmen beruhen auf Richtlinien und Verfahrensvorgaben, einschließlich einer allgemeinen Vollmachts- und Unterschriftenregelung, die für alle Abläufe gilt und Vollmachts- und Genehmigungsstufen festlegt.

· Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen.

· Verantwortlichkeiten werden, wo immer möglich, getrennt (Vieraugenprinzip).

· Geschäftsvorfälle sind so weit wie möglich zu dokumentieren.

· Informationssysteme werden durch Zugriffsberechtigungen auf verschiedenen Ebenen gesichert.

Kontrollmaßnahmen bestehen sowohl in Form von Vorabkontrollen zur Vermeidung von Fehlern und Falschdarstellungen als auch aus Kontrollen im Nachhinein zur Aufdeckung bereits geschehener Fehler.

8. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Cashflow-Risiken sowie Liquiditäts-, Währungs- und Ausfallrisiken. Der Umgang mit diesen Risiken wurde bereits im Risikobericht in den entsprechenden Abschnitten ausführlich behandelt. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken soweit wie möglich zu vermeiden bzw zu begrenzen. Darüber hinaus verwendet der Nucletron-Konzern im Bedarfsfall derivative Finanzinstrumente deren Zweck in der Absicherung gegen Zins- und Marktrisiken besteht. Eine ausführliche Beschreibung dazu ist im Anhang zum Konzernabschluss zu finden.

9. Übernahmerelevante AngabenAngaben gemäß § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB

Gezeichnetes Kapital

Am 31. Dezember 2014 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 2.804.342,00 EUR, eingeteilt in 2.804.342 stimmberechtigte nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 EUR. Nach Kenntnis des Vorstands gibt es keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus der Vereinbarung zwischen Aktionären ergeben könnten.

Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen

Dem Vorstand sind keine Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen der Übertragung der Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 28 Satz 1 des WpHG Anwendung findet. Nach dieser Regelung besteht das Stimmrecht aus Aktien, die einer wesentlichen Beteiligung an der Gesellschaft im Sinne der §§ 21 und 22 WpHG zuzurechnen sind, für die Zeit nicht, in der die Mitteilungspflichten gegenüber der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 21 Abs. 1 oder 1a WpHG nicht erfüllt werden.

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital

Der Gesellschaft sind folgende direkte oder indirekte Beteiligungen an ihrem Grundkapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten, gemäß § 21 WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) gemeldet worden:

· Bernd Luft Familien-Vermögensverwaltung GmbH, Dreieich, Deutschland Anteilsbesitz größer 75 Prozent

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind

Nach Kenntnis des Vorstands üben die Mitarbeiter, die Aktien der Gesellschaft halten, ihre Stimmrechte unmittelbar aus.

Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen

Die Ernennung und Abberufung des Vorstands regelt der § 84 Aktiengesetz in Verbindung mit § 85 Aktiengesetz, wonach der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder auf höchstens fünf Jahre bestellt. Werden mehrere Personen zu Vorstandsmitgliedern bestellt, so kann der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen sowie stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Der Aufsichtsrat kann die Ernennung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.

Gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus einer Person oder mehreren Personen, wobei der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands festlegt.

Satzungsänderungen sind entsprechend § 179 und § 133 Aktiengesetz geregelt. In Absatz 1 des § 179 ist festgelegt, dass jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung bedarf. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, kann die Hauptversammlung dem Aufsichtsrat übertragen. Der Absatz 2 bestimmt, dass der Beschluss der Hauptversammlung einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst, bedarf. Die Satzung kann eine andere Kapitalmehrheit, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere Kapitalmehrheit bestimmen. Sie kann weitere Erfordernisse aufstellen.

In der Satzung der Nucletron Electronic AG sind keine anderen Kapitalmehrheiten oder sonstige Erfordernisse vorgesehen.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnis zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen.

Gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ist der Vorstand berechtigt bis zum 15. Juli 2016 das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen um insgesamt bis zu EUR 1.402.000,00 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats zum Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu folgenden Zwecken berechtigt:

· Ausgleich von Spitzenbeträgen;

· wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 Prozent des Grundkapitals nicht überschreitet und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG);

· Ausgabe von Aktien gegen Sacheinlagen im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen (auch im Rahmen von Umwandlungen gemäß dem Umwandlungsgesetz);

· Ausgabe von Aktien an strategische Partner;

· Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und Arbeitnehmer verbundener Unternehmen im Rahmen eines Aktienoptionsplans der Gesellschaft zur Erfüllung ausgeübter Aktienoptionen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend anzupassen.

Die Befugnisse zum Erwerb eigener Aktien ergeben sich aus §§ 71 ff. AktG sowie zum Bilanzstichtag aus der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 11. Juli 2014. Der Vorstand ist bis zum 10. Juli 2019 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen zu erwerben. Dabei dürfen die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche diese bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen und zu verschiedenen Zeitpunkten ausgeübt werden. Die Ermächtigung kann durch die Gesellschaft, aber auch durch ihre Tochtergesellschaften oder für ihre oder deren Rechnung durch von der Gesellschaft oder von einer Tochtergesellschaft beauftragte Dritte ausgenutzt werden.

Der Erwerb erfolgt unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots. Die Ermächtigung enthält auch Festlegungen über den höchsten und niedrigsten Gegenwert, der jeweils gewährt werden darf.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats aufgrund dieser Ermächtigung erworbene eigene Aktien, soweit sie nicht über die Börse oder aufgrund eines Angebots zum Bezug von Aktien im Verhältnis ihrer Beteiligung an alle Aktionäre veräußert werden sollen, unter Ausschluss der Bezugsrechte der Aktionäre an Dritte zu veräußern, wenn die erworbenen eigenen Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Nicht wesentlich ist eine Unterschreitung des Mittelwertes der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft an der Börse München während der letzten fünf Handelstage vor dem Zeitpunkt der Veräußerung um nicht mehr als 5 Prozent.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates aufgrund dieser Ermächtigung erworbene eigene Aktien, soweit sie nicht über die Börse oder aufgrund eines öffentlichen Angebotes zum Bezug von Aktien im Verhältnis ihrer Beteiligung an alle Aktionäre veräußert werden sollen, unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu folgenden Zwecken zu verwenden:

· als Gegenleistung im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen (auch im Rahmen von Umwandlungen gemäß dem Umwandlungsgesetz);

· Verkauf an strategische Partner;

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien, die aufgrund vorstehender Ermächtigung erworben werden, einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen

Der Vorstand hat keine Kenntnis von berichtspflichtigen Vereinbarungen.

Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind

Die Nucletron Electronic AG hat weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit einzelnen Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.

10. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB sowie die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex wurden auf der Internetseite der Nucletron unter http://web.nucletron.ag/investor-relations/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.html allgemein zugänglich gemacht.

11. Vergütungsbericht

In unserem Vergütungsbericht fassen wir die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung unseres Vorstands maßgeblich sind und erläutern die Struktur und Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in § 11 der Satzung geregelt. Sie orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine jährliche Vergütung von TEUR 3. Zusätzlich erhält der Aufsichtsrat eine erfolgsorientierte jährliche Vergütung in Höhe von 150,00 EUR je volle 0,01 EUR, um die der Konzernüberschuss je Stückaktie im jeweiligen Geschäftsjahr, für das die Vergütung gezahlt wird, den Betrag von 0,25 EUR übersteigt. Die erfolgsabhängige Vergütung darf den Betrag der festen jährlichen Vergütung nicht übersteigen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte dieser Vergütung. Die Vergütungen werden in Abhängigkeit von der Dauer der Mitgliedschaft im Aufsichtsrat bzw. des Vorsitzes während des Geschäftsjahres zeitanteilig berechnet (§ 11 Abs. 3 der Satzung). Darüber hinaus werden den Aufsichtsratsmitgliedern Auslagen, die bei der Wahrnehmung ihres Mandates entstehen, erstattet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Berichtszeitraum satzungsgemäß fixe und variable Vergütungen. Die Gesamtvergütung für den Aufsichtsrat belief sich ohne Reisekostenerstattungen in 2014 auf TEUR 12 (Vj. TEUR 14, inklusive einer erfolgsabhängigen Vergütung von TEUR 2 für 2012).

Vergütung des Vorstands

Das Vergütungssystem für den Vorstand hat zum Ziel, die Vorstandsmitglieder entsprechend ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei nicht nur die persönliche Leistung des jeweiligen Vorstandsmitglieds, sondern auch den Unternehmenserfolg zu berücksichtigen.

Während der aktiven Tätigkeit setzt sich die Vorstandsvergütung aus folgenden Komponenten zusammen:

· Zur erfolgsunabhängigen Vergütung gehören ein monatliches Fixgehalt, Zuschüsse zur Sozialversicherung, Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung, ein Firmenwagen mit privater Nutzungsmöglichkeit sowie Versicherungsschutz gegen dienstliche und private Haftpflicht- und Unfallschäden.

· Die erfolgsbezogene Barvergütung ermittelt sich aus einem Prozentsatz des Konzernergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit abzüglich eines Sockelbetrages sowie einer Tantieme, deren Höhe abhängig von erzielten operativen und betriebswirtschaftlichen Ergebnissen der verbundenen Unternehmen ist.

· Als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter erhalten die Vorstandsmitglieder ab dem Geschäftsjahr 2007 Phantom Stock Optionen. Für jedes volle Geschäftsjahr seiner Vorstandstätigkeit bei der Gesellschaft erhält der Vorstand einen Bonus, der auf Basis eines durchschnittlichen Aktienkurses in virtuelle Aktien (Phantom Stocks) der Nucletron Electronic AG umgerechnet wird. Die Wertentwicklung dieser virtuellen Aktien ist an die Kursentwicklung der Nucletron Aktie gekoppelt. Dabei werden sowohl Kursgewinne als auch Kursverluste berücksichtigt. Zu einem späteren Zeitpunkt werden die virtuellen Aktien anhand des aktuellen Aktienkurses bewertet und ihr Gegenwert ausbezahlt, sofern die Bedingungen dafür vorliegen. Die virtuellen Aktien sind nicht handelbar und beinhalten kein Aktienbezugsrecht.

Bemessungsgrundlage der Berechnung der Gewährung von virtuellen Aktien ist ein Betrag in Höhe von 0,5 Prozent des Konzernergebnisses vor Ertragssteuern (nach IAS 1) und vor Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte (EBTA) abzüglich eines Sockelbetrages von einer Million Euro. Die Anzahl der virtuellen Aktien wird durch Division der Bemessungsgrundlage mit dem durchschnittlichen Börsenkurs der Nucletron Aktie an den zwanzig Börsentagen, die der Aufsichtsratssitzung folgen, die den Jahresabschluss billigt, ermittelt und wird auf ganze Aktien aufgerundet. Somit erfolgt die Ermittlung der Stückzahl der für ein Geschäftsjahr gewährten Aktien erst im Folgejahr.

Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied sehen die derzeitigen Dienstverträge keine Ansprüche auf Leistungen vor. Im Rahmen des Geschäftsführer-Dienstvertrages eines Vorstandes ist eine Zusage für eine Firmenpension beinhaltet, die sowohl eine Alters- als auch eine Hinterbliebenenversorgung umfasst. Die Höhe des Ruhegehalts ist als fixer prozentualer Betrag des pensionsfähigen Gehaltes vereinbart und beträgt aktuell TEUR 59 pro Jahr.

Die Gesamtbarvergütung aller vier Vorstandsmitglieder (Vj. vier) für das Geschäftsjahr 2014 betrug TEUR 708 (Vj. TEUR 683). Davon entfällt auf die Grundvergütung TEUR 639, den erfolgsabhängigen variablen Teil TEUR 67 und auf aktienbasierte Vergütungen TEUR 2.

Den Pensionsrückstellungen für die Vorstandsmitglieder wurden im Geschäftsjahr 2014 insgesamt TEUR 32 (Vj. TEUR 33) zugeführt.

Die Rückstellungen für Pensionsansprüche ausgeschiedener Vorstandsmitglieder betrugen zum 31. Dezember 2014 insgesamt TEUR 210 (Vj. TEUR 214). An diesen Personenkreis hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2014 Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 18 (Vj. TEUR 18) gezahlt.

Die Nucletron Electronic AG hat gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2011 von der Möglichkeit des Opting-Out nach § 286 Abs. 5 HGB Gebrauch gemacht und sieht daher von einer individualisierten Veröffentlichung der Vorstandsbezüge ab.

12. Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG

Der Vorstand hat einen Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG aufgestellt und hierzu folgende Schlusserklärung abgegeben:

"Der Vorstand der Nucletron Electronic AG erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihr in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden ist."

Dank an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Der Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren persönlichen Einsatz und ihr Engagement in einem sehr schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Der Vorstand dankt den Führungskräften für die tatkräftige Unterstützung bei der Erfüllung unserer Konzernziele.

München, den 23. März 2015

Nucletron Electronic Aktiengesellschaft

gez. Bernd Luft, Vorstandsvorsitzender

gez. Alfred Krumke, Vorstand

gez. Ralph Schoierer, Finanzvorstand

gez. Robert Tittl, Vorstand

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014

AKTIVA

Anhang 31.12.2014

TEUR
31.12.2013

TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 13,14 3.472 3.475
Sachanlagen 15 1.045 1.093
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 16 684 374
Latenter Steueranspruch 10 116 82
5.317 5.024
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 17 1.836 1.873
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 18 765 1.269
Ertragsteuerforderungen 10 13 54
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 19 5.183 4.654
7.797 7.850
Summe Aktiva 13.114 12.874
Passiva
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 20 2.804 2.804
Kapitalrücklage 20 347 347
Gewinnrücklagen 21 659 659
Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen 20 -5 45
Bilanzgewinn 21 6.335 6.125
10.140 9.980
Langfristige Schulden
Rückstellungen 23, 24 1.261 1.053
Latente Steuerschulden 10 94 76
1.355 1.129
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25 614 840
Ertragsteuerschulden 25 256 98
Sonstige Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden 25 749 827
1.619 1.765
Summe Passiva 13.114 12.874

Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2014

Anhang 2014

TEUR
2013

TEUR
I. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse 4 14.125 13.403
Sonstige betriebliche Erträge 5 205 143
Erhöhung (Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen oder unfertigen Erzeugnissen 17 77 -126
Materialaufwand 6, 17 9.249 8.746
Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer 7 2.674 2.554
Abschreibungen 13, 15 88 95
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8 1.267 1.066
Zinserträge 9 16 11
Zinsaufwendungen 9 37 35
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.108 935
Ertragsteuern 10 337 274
Konzernergebnis 11 771 661
II. Sonstiges Ergebnis
Posten, die zukünftig nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden:
Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen -74 -50
darauf latente Steuern 22 15
Posten, die zukünftig möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden:
Unrealisierte Gewinne aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 5 11
darauf latente Steuern -3 0
III. Gesamtergebnis 721 637

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2014

Anhang 2014

TEUR
2013

TEUR
1. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Konzernergebnis 11 771 661
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 13, 15 88 95
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) -329 -114
Steueraufwand und latente Steuern 10 337 274
Gewinn (-) / Verlust (+) aus Anlagenabgängen 0 4
Zinsergebnis 9 21 24
Cashflow vor Zinsen, Steuern und Umfinanzierungen 888 944
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen 17, 18 666 79
Zunahme (+) der langfristigen Rückstellungen 23 135 17
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen Verbindlichkeiten und abgegrenzten Schulden 25 -108 105
Cashflow vor Zinsen und Steuern 1.581 1.146
Erhaltene Zinsen 9 16 11
Gezahlte Zinsen 9 0 0
Gezahlte Ertragsteuern 10 -260 -307
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 26 1.337 850
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen bei Sachanlagen 0 101
Einzahlungen aus endfälligen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 100 0
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen 15 -34 -51
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 13 -4 0
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 16 -402 -207
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 27 -340 -157
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen an Unternehmenseigner (Dividendenzahlung) 12 -561 -561
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 28 -561 -561
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1-3) 28 436 131
Einfluss von Wechselkurseffekten auf die Zahlungsmittel 93 -16
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 19 4.654 4.540
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 19 5.183 4.654
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 19 5.183 4.654
Wertpapiere 0 0
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 19 5.183 4.654

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für 2014

Anhang Ausgegebene Stückaktien Anzahl Gezeichnetes Kapital

TEUR
Kapital-

rücklage

TEUR
Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen

TEUR
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Gewinnrücklagen

TEUR
Bilanz-

gewinn

TEUR
Konzern-

eigenkapital Summe

TEUR
Stand zum 1. Januar 2013 2.804.342 2.804 347 -1 659 6.025 9.834
unrealisierte Nettogewinne aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 20 11 11
Neubewertung von Rückstellungen 20 50 50
Neubewertung von aktiven/ passiven latenten Steuern 20 -15 -15
Direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen 20 46 46
Konzernergebnis 2013 11 661 661
Gesamtergebnis 46 0 661 707
Ausschüttung an Aktionäre 12 -561 -561
Stand zum 31. Dezember 2013 20, 21 2.804.342 2.804 347 45 659 6.125 9.980
Anhang Ausgegebene Stückaktien Anzahl Gezeichnetes Kapital

TEUR
Kapital-

rücklage

TEUR
Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen

TEUR
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Gewinnrücklagen

TEUR
Bilanz-

gewinn

TEUR
Konzern-

eigenkapital Summe

TEUR
Stand zum 1. Januar 2014 2.804.342 2.804 347 45 659 6.125 9.980
unrealisierte Nettogewinne aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 20 5 5
Neubewertung von Rückstellungen 20 -74 -74
Neubewertung von aktiven/ passiven latenten Steuern 20 19 19
Direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen 20 -50 -50
Konzernergebnis 2014 11 771 771
Gesamtergebnis -50 0 771 721
Ausschüttung an Aktionäre 12 -561 -561
Stand zum 31. Dezember 2014 20, 21 2.804.342 2.804 347 -5 659 6.335 10.140

Konzernanhang 2014

1. Allgemeines

Informationen zum Unternehmen

Die Nucletron Electronic AG (die „Gesellschaft“) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in München, Deutschland, deren Aktien öffentlich am regulierten Markt der Wertpapierbörse in München sowie im Freiverkehr der Börsen Berlin, Frankfurt und Stuttgart gehandelt werden. Die Geschäftsräume der Gesellschaft befinden sich in 80995 München, Deutschland, Gärtnerstraße 60. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht München, Abteilung B, unter Nr. 77760 eingetragen.

Gegenstand der Tätigkeiten des Konzerns ist der technische Vertrieb von Bauelementen, Subsystemen und Systemen der Spitzentechnologie, insbesondere auf dem Gebiet der Leistungselektronik und Röhrentechnik, Elektrooptik, EMV-Abschirm- und Mikrowellentechnik, Wärmebeherrschung sowie Elektromechanik. Die Hauptaktivitäten des Konzerns bzw. die einzelnen Geschäftssegmente sind in Anhangangabe 3 beschrieben.

Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Darstellungswährung des Konzerns ist der Euro.

Der Konzernanhang enthält zur besseren Lesbarkeit wertmäßige Angaben in TEUR. Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit auftreten. Dies gilt auch für die anderen Bestandteile des Konzernabschlusses.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Nucletron Electronic AG als Muttergesellschaft sowie sämtliche Tochterunternehmen i. S. d. IAS 27.13., konsolidiert nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung:

Währung Stammkapital Kapitalanteil (mittel- und unmittelbar)

in %
Jahresergebnis 2014

TEUR
HVC-Technologies GmbH, Untereisesheim EUR 25.564,61 100 0
Nucletron Technologies GmbH, München EUR 383.468,91 100 0
NBL Electronic Beteiligungs GmbH, München EUR 25.564,56 100 0
SINUS Electronic GmbH, Untereisesheim EUR 255.645,94 100 0
Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH, München EUR 51.129,19 100 0

*) Aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge sind die Jahresergebnisse 0 TEUR.

Die Tochtergesellschaften HVC-Technologies GmbH, Nucletron Technologies GmbH, NBL Electronic Beteiligungs GmbH, Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH und SINUS Electronic GmbH werden in den vorliegenden Konzernabschluss einbezogen und machen von der Erleichterungsvorschrift des § 264 Absatz 3 HGB Gebrauch. Die vorgenannten Gesellschaften sind befreit im Sinne von § 264 Absatz 3 Nr. 4 Buchst. a HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1 Grundlagen

Erklärung zur Übereinstimmung mit IFRS

Der Konzernabschluss der Nucletron Electronic AG steht in Übereinstimmung mit den derzeit gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften.

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der Nucletron Electronic AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember des Geschäftsjahres. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum selben Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens.

Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen, Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen, die im Buchwert von Vermögenswerten und Schulden enthalten sind, werden eliminiert.

Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d.h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, vollkonsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss als Tochtergesellschaft endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

2.2 Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Ermessensentscheidungen

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Unternehmensleitung keine Ermessensentscheidungen über wesentliche Fragen treffen müssen.

Unsicherheiten bei der Schätzung

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden im Folgenden erläutert.

Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert eine Schätzung des erzielbaren Betrages, d.h. des höheren Wertes aus dem beizulegenden Zeitwert abzgl. Veräußerungskosten und dem Nutzungswert der Zahlungsmittel generierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss der Konzern die voraussichtlichen künftigen Cashflows aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2014 betrug der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts TEUR 3.468 (2013: TEUR 3.468). Weitere Einzelheiten hierzu sind in Anhangangabe 14 zu finden.

Pensionsrückstellungen für andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Die Bilanzierung der Pensionsrückstellungen für andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgt in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen. Diese Bewertungen beruhen auf statistischen und anderen Faktoren, um auf diese Weise künftige Ereignisse zu antizipieren. Diese Faktoren umfassen u.a. versicherungsmathematische Annahmen wie etwa den Rechnungszinsfuß. Die versicherungsmathematischen Annahmen können auf Grund von veränderten Markt- und Wirtschaftsbedingungen erheblich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen und deshalb zu einer wesentlichen Veränderung der Pensionsverpflichtungen sowie des zugehörigen künftigen Aufwands führen.

Angewendete Zinssätze

Für die Bewertung der Verbindlichkeiten und der Pensionsrückstellungen wurden folgende Zinssätze herangezogen:

31.12.2014 31.12.2013
Pensionsrückstellungen 2,27 % 3,50 %

2.3 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten worden.

Fremdwährungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung und der Darstellungswährung des Konzerns, aufgestellt. Dies gilt für alle Unternehmen im Konsolidierungskreis gleichermaßen. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung der funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zum am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Mittelkurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zum Devisen-Mittelkurs am Bilanzstichtag (Stichtagskurs) in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden im Konzernergebnis erfasst.

Währungsumrechnungskurse

Die im Rahmen der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten angewendeten Mittelkurse des US-Dollars zum Bilanzstichtag betrugen zum:

31.12.2014 31.12.2013
US-Dollar 1,21 USD/EUR 1,38 USD/EUR

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten – mit Ausnahme der Kosten der laufenden Instandhaltung – abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen die geschätzten Nutzungsdauern der Vermögenswerte zu Grunde.

Die Buchwerte der Sachanlagen werden auf Wertminderung überprüft, sobald Indikatoren dafür vorliegen, dass der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigen könnte.

Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden, sofern in der Periode keine qualifizierenden Vermögenswerte erstellt werden, in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Qualifizierte Vermögenswerte, für die eine Einbeziehung von Fremdkapitalkosten in deren Herstellungskosten verpflichtend wäre, bestehen im Konzern nicht.

Geschäfts- oder Firmenwert

Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden bemessen. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich oder dann auf Wertminderung getestet, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigen könnte (vgl. Anhangangabe 14).

Zum Zweck der Überprüfung, ob eine Wertminderung vorliegt, muss der Geschäfts- oder Firmenwert einer Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet werden. Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der Zahlungsmittel generierenden Einheit, auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht, bestimmt. Liegt der erzielbare Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheit unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Eine Zuschreibung bei einer Wertaufholung in Folgeperioden ist hingegen nicht möglich.

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Nach erstmaligem Ansatz ist zunächst festzustellen, ob sie eine begrenzte oder unbestimmte Nutzungsdauer haben. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung untersucht, wann immer es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsperiode und die Abschreibungsmethode werden für einen immateriellen Vermögenswert mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich für den einzelnen Vermögenswert oder auf der Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheit Werthaltigkeitstests durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. An den jeweiligen Bilanzstichtagen existierten im Konzern keine immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer.

Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. An jedem Bilanzstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte.

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert am Erfüllungstag bewertet. Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist.

Umwidmungen haben bislang keine stattgefunden. Der Konzern hat ferner keine finanziellen Vermögenswerte bzw. Schulden bei Zugang der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ zugeordnet.

Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate werden der Kategorie „zu Handelszwecken gehalten“ zugeordnet. Nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder zumindest ermittelbaren Zahlungsbeträgen und festem Fälligkeitstermin werden als bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte eingestuft, wenn der Konzern beabsichtigt und in der Lage ist, diese Vermögenswerte erst bei Fälligkeit einzulösen.

Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind jene nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in eine der drei vorgenannten Kategorien eingestuft sind. Nach dem erstmaligen Ansatz werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Gewinne oder Verluste in einer separaten Position des Eigenkapitals erfasst werden. Zu dem Zeitpunkt, an dem der finanzielle Vermögenswert ausgebucht wird oder an dem eine Wertminderung für den finanziellen Vermögenswert festgestellt wird, wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch Bezugnahme auf den an der Börse notierten Geldkurs am Bilanzstichtag ermittelt.

Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil davon) wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Zahlungsströmen erloschen sind.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet.

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der bilanzierten Vorräte werden zum Bilanzstichtag wie folgt ermittelt:

Rohstoffe und Handelswaren · Durchschnittspreismethode
Fertige und unfertige Erzeugnisse · Material- und Lohneinzelkosten, angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten sowie allgemeine Verwaltungsgemeinkosten basierend auf der normalen Kapazität der Produktionsanlagen ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalkosten

Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Forderungen werden zum beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Gegenleistung ausgewiesen und mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls abzüglich Wertminderungen, bewertet. Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder alternativ über eine direkte Abschreibung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der jeweiligen Risikosituation ab.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten.

Für Zwecke der Konzernkapitalflussrechnung umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die oben definierten Positionen der Bilanz sowie die in Anspruch genommenen Kontokorrentkredite.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt.

Vermögenswerte, die mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden

Gibt es einen objektiven Hinweis, dass eine Wertminderung bei mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Krediten und Forderungen eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows. Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert und ergebniswirksam erfasst.

Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertberichtigung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Ist ein zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswert in seinem Wert gemindert, wird ein im Eigenkapital erfasster Betrag in Höhe der Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert, abzüglich etwaiger bereits früher ergebniswirksam erfasster Wertberichtigungen dieses finanziellen Vermögenswerts, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wertaufholungen bei Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbar eingestuft sind, werden nicht im Periodenergebnis erfasst.

Eigenkapital

Ein Eigenkapitalinstrument ist ein Vertrag, der einen Residualanaspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen Schulden begründet. Eigenkapitalinstrumente werden zum erhaltenen Ausgabeerlös abzüglich direkt zurechenbarer Ausgabekosten erfasst. Ausgabekosten sind solche Kosten die ohne die Ausgabe des Eigenkapitalinstruments nicht angefallen wären.

Rückläufe von eigenen Eigenkapitalinstrumenten werden direkt vom Eigenkapital abgezogen. Weder Kauf noch Verkauf, Ausgabe oder Einziehung von eigenen Eigenkapitalinstrumenten werden im Gewinn oder Verlust erfasst.

Von einem Konzernunternehmen emittierte Fremd- und Eigenkapitalinstrumente werden entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der Vertragsvereinbarung und den Definitionen als finanzielle Verbindlichkeit oder Eigenkapital klassifiziert.

Rückstellungen

Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung auf Grund eines vergangenen Ereignisses besitzt, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug eines evtl. Erstattungsbetrags ausgewiesen. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Konzern hat sich gegenüber einigen leitenden Mitarbeitern mittels Einzelzusagen zu Pensionszahlungen verpflichtet. Diese Leistungen werden nicht über einen Fonds finanziert.

Die Höhe der aus dem leistungsorientierten Plan resultierenden Verpflichtung wird unter Anwendung der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) ermittelt, wobei zu jedem Abschluss eine versicherungsmathematische Bewertung durchgeführt wird. Dabei wird der Barwert der künftigen Verpflichtungen (Defined Benefit Obligation, DBO) auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Der Barwert wird unter Berücksichtigung künftig erwarteter Gehalts- und Rententrends berechnet, da der bis zum regulären Pensionierungsalter erreichbare Leistungsanspruch von diesen abhängig ist. Die für die Berechnung der DBO zum Bilanzstichtag des Vorjahres angesetzten Annahmen gelten für die Ermittlung der laufenden Dienstzeitaufwendungen sowie der Zinserträge und Zinsaufwendungen des folgenden Geschäftsjahres. Die Nettozinserträge bzw. -aufwendungen für ein Geschäftsjahr ergeben sich aus der Multiplikation des Abzinsungssatzes für das jeweilige Geschäftsjahr mit der Nettoverpflichtung zum Bilanzstichtag des vorherigen Geschäftsjahres. Die DBO und die Zinsaufwendungen auf die DBO werden bei wesentlichen Ereignissen angepasst. Die DBO enthält den Barwert der vom Versorgungsplan zu tragenden Steuern auf Beiträge oder Leistungen in Zusammenhang mit bereits erbrachten Dienstzeiten. Neubewertungen, einschließlich versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste, der Auswirkungen der Vermögenswertobergrenze (asset ceiling), ohne Berücksichtigung von Nettozinsen, werden sofort in der Bilanz erfasst und in der Periode, in der sie anfallen, über das sonstige Ergebnis den kumulierten direkt im Eigenkapital erfassten Wertänderungen zugewiesen. Neubewertungen dürfen in Folgeperioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.

Da die Pensionsverpflichtungen nicht durch Planvermögen gedeckt sind, erfasst der Nucletron-Konzern die Pensionsrückstellungen in Höhe der DBO.

Laufende und eventuell nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen werden in den Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer erfasst. Ein nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand ist bei sofort unverfallbaren Anwartschaften sofort ergebniswirksam zu erfassen.

Im Rahmen von beitragsorientierten Plänen – im Wesentlichen oder ausschließlich resultierend aus den Arbeitgeberbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung – werden die laufenden Beiträge als Aufwand der Periode erfasst.

Anteilsbasierte Vergütung

Einige der Mitarbeiter erhalten als Entlohnung für die geleistete Arbeit eine anteilsbasierte Vergütung in Form eines Anspruchs auf künftige Barvergütung. Der Anspruch ist an die Veränderung des Aktienkurses des Unternehmens gekoppelt (sog. Transaktionen mit Barausgleich).

Die Kosten, die aufgrund von Transaktionen mit Barausgleich entstehen, werden zunächst mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung bewertet (zu Einzelheiten siehe Anhangangabe 22). Die Schuld wird zu jedem Bilanzstichtag und am Erfüllungstag neu mit dem dann beizulegenden Zeitwert bemessen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Bei der erstmaligen Erfassung von finanziellen Verbindlichkeiten werden diese mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung, gegebenenfalls nach Abzug der mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen anschließend unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten in der Regel dem Nennbetrag.

Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die Schuld endgültig getilgt oder erlassen wurde.

Leasingverhältnisse

Der Nucletron-Konzern operiert nicht in einer Funktion als Leasinggeber.

Bei den Leasingverträgen im Nucletron-Konzern handelt es sich ausschließlich um Operating-Lease-Verhältnisse, so dass keine Aktivierung beim Nucletron-Konzern als Leasingnehmer erfolgt. Die Leasingraten werden aufwandswirksam als sonstige betriebliche Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die Laufzeit des Leasingvertrags erfasst.

Ertragserfassung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen an den Konzern fließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Darüber hinaus müssen zur Realisation der Erträge die folgenden Ansatzkriterien erfüllt sein:

Verkauf von Waren und Erzeugnissen

Erträge werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Risiken und Chancen auf den Käufer übergegangen sind.

Zinserträge

Erträge werden erfasst, wenn die Zinsansprüche entstanden sind.

Steuern

Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zu Grunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten.

Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode gemäß IAS 12 auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Ansatz und Bewertung von latenten Steueransprüchen und -schulden werden regelmäßig überprüft. Eine Wertberichtigung wird in dem Umfang vorgenommen, in dem die Nutzung der latenten Steueransprüche nicht mehr wahrscheinlich ist.

Umsatzsteuer

Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug von Umsatzsteuern erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:

· wenn beim Kauf von Gütern oder Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von den Steuerbehörden eingefordert werden kann, wird die Umsatzsteuer als Teil der Anschaffungs-/Herstellungskosten des Vermögenswerts bzw. als Teil der Aufwendungen erfasst; und

· Forderungen und Schulden werden mitsamt dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt. Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet wird oder an diese abgeführt wird, wird unter den Forderungen oder Schulden in der Bilanz erfasst.

Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte

In der Bilanz enthaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten umfassen zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte, zur Veräußerung verfügbare finanziellen Vermögenswerte, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Ansatz- und Bewertungskriterien für diese Posten werden in den jeweiligen Erläuterungen zu den betroffenen Bilanzpositionen offen gelegt.

Finanzinstrumente werden in Einklang mit dem wirtschaftlichen Inhalt der vertraglichen Vereinbarung als Schulden oder Eigenkapital eingestuft. Zinsen, Dividenden, Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten oder einem ihrer Bestandteile, die als finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert werden, sind in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwendungen bzw. Erträge zu erfassen. Die Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten hat zu erfolgen, wenn ein Unternehmen ein einklagbares Recht hat, die erfassten Beträge gegeneinander aufzurechnen, und beabsichtigt, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.

In seltenen Fällen werden feste Verpflichtungen aus Einkaufsgeschäften in USD mittels Devisenterminkontrakten abgesichert, wenn ungünstige Währungskursentwicklungen vorhergesehen werden. Devisenterminkontrakte werden stets zu Marktwerten bewertet; die Marktwertanpassung wird erfolgswirksam vorgenommen, da die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen.

2.4 Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Anpassungen von Konzernbilanz und Konzerngesamtergebnisrechnung aufgrund neuer IFRS-Standards oder neuer IFRS-Interpretation

IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12:

Im Mai 2011 hat das IASB mit IFRS 10 „Consolidated Financial Statements“, IFRS 11 „Joint Arrangements“ und IFRS 12 „Disclosure of Interests in Other Entities“ neue Standards zur Bilanzierung von Unternehmensverbindungen veröffentlicht. Gleichzeitig wurden mit IAS 27 „Separate Financial Statements“ (2011) und IAS 28 „Investments in Associates and Joint Ventures“ (2011) angepasste Versionen der bisherigen Standards veröffentlicht.

IFRS 10 führt eine einheitliche Definition für den Begriff der Beherrschung ein und schafft damit eine einheitliche Grundlage für die Bestimmung des Vorliegens von Mutter-Tochter-Beziehungen. Der neue Standard ersetzt SIC-12 „Consolidation – Special Purpose Entities“ vollständig sowie IAS 27 „Consolidated and Separate Financial Statements“ teilweise. IFRS 11 regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) ausübt. Der neue Standard ersetzt IAS 31 „Interests in Joint Ventures“ und SIC-13 „Jointly Controlled Entities – Non-Monetary Contributions by Venturers“. IFRS 12 fasst alle Anhangangaben in einem Standard zusammen, die ein Unternehmen mit Anteilen an bzw. einem Engagement in anderen Unternehmen erfüllen muss. Der neue Standard ersetzt die bisherigen Vorschriften zu den Anhangangaben in IAS 27 „Consolidated and Separate Financial Statements“, IAS 28 „Investments in Associates“, IAS 31 „Interests in Joint Ventures“ und SIC-12 „Consolidation – Special Purpose Entities“.

Die neuen bzw. geänderten Standards sind erstmals für am 1.1.2013 oder danach beginnende Geschäftsjahre anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig, erfordert aber neben der Angabe der vorzeitigen Anwendung, dass IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12, IAS 27 (2011) und IAS 28 (2011) gemeinsam früher angewendet werden. Eine Ausnahme von der Verpflichtung zur gemeinsamen früheren Anwendung besteht für IFRS 12, dessen Angabepflichten ganz oder teilweise vorzeitig erfüllt werden können. Das EU-Endorsement erfolgte im Dezember 2012. Im Rahmen des EU-Endorsements wurde die verpflichtende Anwendung auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2014 beginnen, verschoben. Die Änderungen haben, abgesehen von erweiterten Angabepflichten, keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Nucletron Electronic AG.

Übergangsbestimmungen für IFRS 10, 11 und 12:

Im Juni 2012 wurden Übergangsbestimmungen für IFRS 10, 11 und 12 vom IASB erlassen. Diese sind verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2013 beginnen. Gegenstand der Übergangsbestimmungen sind insbesondere Erleichterungen beim Übergang auf die IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12. Das EU-Endorsement erfolgte im April 2013. Im Rahmen des EU-Endorsements wurde die verpflichtende Anwendung auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2014 beginnen, verschoben. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Nucletron Electronic AG.

Amendment to IAS 36 – Recoverable Amount Disclosures for Non-Financial Assets:

Der IASB hat im Mai 2013 Änderungen zum IAS 36 erlassen. Die Änderungen betreffen Angaben von Informationen zur Ermittlung des erzielbaren Betrags von wertgeminderten Vermögenswerten, falls dieser Betrag auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten basiert. Diese Änderungen sind auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2014 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Das EU-Endorsement erfolgte im Dezember 2013. Der Nucletron-Konzern wendet die Vorschriften ab 1.1.2014 an, ohne dass es aktuell zu einer Angabepflicht gekommen wäre.

Amendments to IAS 28 (2011) – Investments in Associates and Joint Ventures, Amendments to IAS 32 – Financial Instruments: Presentation, Amendments to IAS 39 – Financial Instruments: Recognition and Measurement, IFRIC 21 – Levies:

Der IASB hat im Zeitraum Mai 2011, Dezember 2011 und Juni 2013 Änderungen zu den vorgenannten IAS erlassen bzw. den IFRIC 21 im Mai 2013 neu herausgegeben. Alle Standards sind auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2014 beginnen, in der EU verpflichtend anzuwenden. Aus der Anwendung ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Nucletron-Konzerns.

2.5 Nicht vorzeitig angewandte IFRS-Standards und IFRS-Interpretationen

IFRS 9 – Financial Instruments, IFRS 9 – Hedge Accounting and Amendments to IFRS 9, IFRS 7 and IAS 39 und Amendments to IFRS 9 and IFRS 7 – Mandatory Effective Date and Transition Disclosures:

· Im November 2009 hat der IASB eine erste Version von IFRS 9 „Financial Instruments“ neu erlassen. Mit Erlass des IFRS 9 wurde eine erste Phase des IASB-Projektes zur Überarbeitung der Bilanzierung von Finanzinstrumenten und damit zum Ersatz von IAS 39 abgeschlossen. IFRS 9 ändert die Ansatz- und Bewertungsvorschriften von finanziellen Vermögenswerten. Verwendet wird ein einheitlicher Ansatz, um festzulegen, ob ein finanzieller Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren ist. Im Oktober 2010 wurden die Anforderungen des IAS 39 zu finanziellen Verbindlichkeiten größtenteils unverändert in IFRS 9 übernommen.

· Im November 2013 hat der IASB eine neue Version von IFRS 9 veröffentlicht. Diese enthält insbesondere neue Regelungen zum Hedge Accounting. Diese zielen darauf ab, eine engere Verbindung zwischen dem Risikomanagementsystem und der Rechnungslegung zu erreichen.

· Die Amendments to IFRS 9 and IFRS 7 – Mandatory Effective Date and Transition Disclosures lassen den Verzicht auf angepasste Vorjahreszahlen bei der Erstanwendung von IFRS 9 zu. Mit dieser Erleichterung gehen zusätzliche Anhangangaben nach IFRS 7 im Übergangszeitpunkt einher.

· Die Neuregelungen sind auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2018 beginnen, anzuwenden. Das EU-Endorsement steht noch aus. Der Nucletron-Konzern prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Amendments to IAS 19 – Defined Benefit Plans: Employee Contributions:

Der IASB hat im November 2013 Änderungen zum IAS 19 erlassen. Mit dieser Änderung stellt der IASB den Unternehmen eine Erleichterung für die Erfassung von Beiträgen von Arbeitnehmern oder Dritten zu einem Pensionsplan bereit. Diese Änderungen sind auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.7.2014 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Das EU-Endorsement steht derzeit noch aus. Der Nucletron Konzern erwartet keine Auswirkungen auf den künftigen Konzernabschluss.

Improvements to IFRS 2010-2012:

Es wurden Änderungen an mehreren Standards (IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38) vorgenommen. Die Änderungen betreffen Klarstellungen und Änderungen mit Auswirkungen auf Anhangangaben. Die neuen Vorschriften sind, vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht, erstmalig anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.7.2014 beginnen (bzw. die Änderung zu IFRS 2 ist anzuwenden auf anteilsbasierte Vergütungen, die am oder nach dem 1.7.2014 gewährt werden). Der Nucletron Konzern hat künftig voraussichtlich weitere Anhangsangaben zu machen.

Improvements to IFRS 2011-2013:

Es wurden Änderungen an mehreren Standards (IFRS 1, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 40) vorgenommen. Die Änderungen betreffen Klarstellungen. Die neuen Vorschriften sind erstmalig anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2015 beginnen.

IFRS 15 – Revenue from Contracts with Customers:

IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 Revenue, IAS 11 Construction Contracts und IFRIC 13 Customer Loyalty Programmes. IFRS 15 ist erstmalig anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2017 beginnen. Das EU-Endorsement steht noch aus. Der Nucletron-Konzern prüft derzeit die möglichen künftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Genehmigung zur Veröffentlichung

Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Der Konzernabschluss wird dem Aufsichtsrat in dessen voraussichtlichen Sitzung am 27. April 2015 zur Billigung vorgelegt und anschließend veröffentlicht.

3. Segmentberichterstattung

Nach IFRS 8 basiert die Identifikation von berichtspflichtigen operativen Segmenten auf dem „Management Approach“. Danach erfolgt die externe Segmentberichterstattung auf Basis der konzerninternen Organisations- und Managementstruktur sowie der internen Finanzberichterstattung an das oberste Führungsgremium („Chief Operating Decision Maker“). Im Nucletron-Konzern ist der Vorstand der Nucletron Electronic AG verantwortlich für die Bewertung und Steuerung des Geschäftserfolgs der Segmente und gilt als oberstes Führungsgremium im Sinne des IFRS 8.

Zum Zweck der Konzernsteuerung wurden die Geschäftsbereiche basierend auf der Art der Produkte unabhängig voneinander organisiert und geführt. Jedes Segment stellt dabei einen strategischen Geschäftsbereich dar, dessen Produktpalette und Märkte sich von denen anderer Segmente unterscheiden.

Der Nucletron-Konzern ist in zwei wesentlichen Segmenten tätig, im Bereich der Leistungselektronik durch die Nucletron Technologies GmbH sowie die HVC-Technologies GmbH, im Bereich der Schutztechnik durch die Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH sowie die SINUS Electronic GmbH. Diese Aufgliederung orientiert sich an der internen Organisations- und Berichtsstruktur des Konzerns, wobei unterschiedliche Risiko- und Ertragsstrukturen der Geschäftsfelder berücksichtigt werden. Daher sind Geschäftssegmente und berichtspflichtige Segmente identisch.

Die Nucletron Technologies GmbH vertreibt im Geschäftsbereich Leistungselektronik elektronische und elektromechanische Bauteile und Systeme namhafter Hersteller für den Einsatz in der Optoelektronik und Mikrowellentechnik sowie im Thermal Management. Die HVC-Technologies GmbH ist im selben Bereich mit Produkten der Hochspannungstechnik tätig.

Im Geschäftsbereich Schutztechnik produziert und vertreibt die SINUS Electronic GmbH Systeme zum Schutz vor elektromagnetischen Impulsen (NEMP & LEMP), vor elektrostatischer Entladung (ESD), vor Überspannungen sowie gegen Hochfrequenzstörungen. Darüber hinaus vertreibt die SINUS Electronic GmbH ergänzend elektronische Bauelemente internationaler Halbleiterhersteller. Über die Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH werden die Eigenprodukte eines (ehemals) assoziierten Unternehmens vermarktet. Die Assoziierung endete durch Veräußerung der Beteiligung im Geschäftsjahr 2012.

Eine Unterteilung in geografische Bereiche nimmt der Konzern nicht vor. Daraus würden sich ohnehin keine wesentlichen Ergebnisse ableiten lassen, nachdem der Konzern seine Umsatzerlöse ganz überwiegend im Inland realisiert. Außerhalb Deutschlands erzielte der Konzern Umsätze

2014

TEUR
2013

TEUR
in Europa (ohne Deutschland) von 1.453 1.153
im sonstigen Ausland von 877 945

Dabei richtet sich die Zuordnung der Außenumsätze nach dem Sitz der Kunden.

Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden in den Überleitungen eliminiert.

Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden anhand der marktüblichen Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Segmenterträge, Segmentaufwendungen und das Segmentergebnis umfassen Transfers zwischen Geschäftssegmenten. Diese Transfers werden bei der Konsolidierung eliminiert.

Geschäftsjahr 2014 Berichtspflichtige Segmente
Leistungselektronik

TEUR
Schutztechnik

TEUR
Überleitungen

TEUR
Summe

TEUR
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse
Erlöse aus Verkäufen an externe Kunden 6.153 7.972 -0 14.125
Summe der Umsatzerlöse 6.153 7.972 -0 14.125
Segmentergebnis 810 366 -47 1.129
Zinserträge 1 2 13 16
Zinsaufwendungen -28 -79 70 -37
Ergebnis vor Ertragsteuern 783 289 36 1.108
Steueraufwand 337
Ergebnis 771
planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 14 65 2 81
planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 2 5 0 7
Wertminderungen auf Vorräte 8 48 0 56
Geschäftsjahr 2013 Berichtspflichtige Segmente
Leistungselektronik

TEUR
Schutztechnik

TEUR
Überleitungen

TEUR
Summe

TEUR
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse
Erlöse aus Verkäufen an externe Kunden 5.812 7.592 0 13.403
Summe der Umsatzerlöse 5.812 7.592 0 13.403
Segmentergebnis 581 383 -5 959
Zinserträge 2 2 7 11
Zinsaufwendungen -31 -94 90 -35
Ergebnis vor Ertragsteuern 552 291 92 935
Steueraufwand 274
Ergebnis 661
planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 22 64 2 88
planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 1 6 0 7
Wertminderungen auf Vorräte 23 179 0 202

Wie im Vorjahr gab es keine Beziehungen zu einzelnen Kunden, deren Umsatzanteil gemessen am Konzernumsatz wesentlich ist.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen sowie auf immaterielle Vermögenswerte sowie die Wertminderungen auf Vorräte wurden innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

4. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen ausschließlich Erlöse aus dem Verkauf von Gütern und wurden größtenteils mit Industriekunden aus dem Bereich Elektronik in Deutschland erwirtschaftet. Die Umsätze mit den 10 größten Kunden belaufen sich auf ca. 39 Prozent (Vj. 39 Prozent). Der Kunde mit dem höchsten Umsatzanteil erreichte ca. 6 Prozent des Gesamtumsatzes (Vj. 7 Prozent). Dieser Umsatz wurde im Segment Leistungselektronik erzielt. Der Bereich Leistungselektronik erwirtschaftete 44 Prozent (Vj. 43 Prozent) und der Bereich Schutztechnik 56 Prozent (Vj. 57 Prozent) des Gesamtumsatzes.

5. Sonstige betriebliche Erträge

2014

TEUR
2013

TEUR
Erträge aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 8 7
Mieterträge 52 52
Währungsdifferenzen 98 0
Erträge aus Dienstleistungen im Bereich der kaufmännischen Verwaltung 42 42
periodenfremde Erträge 0 7
sonstige 5 35
205 143

Bei den dargestellten Währungsumrechnungsdifferenzen handelt es sich um erfolgswirksame Umrechnungsdifferenzen von Finanzinstrumenten, die nicht gemäß IAS 39 zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind.

6. Materialaufwand

Der Materialaufwand hat sich in 2014 aufgrund des gestiegenen Umsatzes um TEUR 503 auf TEUR 9.249 erhöht (2013: TEUR 8.746). Er entfällt größtenteils auf den Erwerb von Handelswaren namhafter Elektronikkonzerne.

7. Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer

2014

TEUR
2013

TEUR
Löhne und Gehälter 2.305 2.183
Sozialversicherungsbeiträge 369 371
Aufwendungen für Pensionen (Anhangangabe 24) 0 0
2.674 2.554

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2014

TEUR
2013

TEUR
Raumkosten 221 226
Kfz-Kosten 160 147
Vertriebskosten 357 278
EDV-Kosten 49 43
Beratungskosten 194 148
Währungsdifferenzen 0 19
Beiträge, Versicherungen 50 48
sonstige 236 157
1.267 1.066

Bei den im Vorjahr dargestellten Währungsumrechnungsdifferenzen handelt es sich um erfolgswirksame Umrechnungsdifferenzen von Finanzinstrumenten, die nicht gemäß IAS 39 zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind.

9. Finanzergebnis

2014

TEUR
2013

TEUR
Finanzerträge
Zinserträge 16 11
16 11
Finanzaufwendungen
Darlehen und Kontokorrentkredite 0 0
Zinsaufwand für Pensionsverpflichtungen 37 35
37 35

10. Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands setzen sich wie folgt zusammen:

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2014

TEUR
2013

TEUR
Tatsächliche Ertragsteuern
Aufwand tatsächlicher Steuern 332 281
Anpassungen von in Vorjahren angefallenen tatsächlichen Ertragsteuern (+ Nachzahlung/ - Erstattung) 1 -8
Latente Ertragsteuern
Entstehung und Umkehrung temporärer Differenzen 4 1
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Ertragsteueraufwand 337 274

Die Summe des Betrags tatsächlicher und latenter Steuern resultierend aus Posten, die direkt im Eigenkapital belastet oder gutschrieben sind, beträgt 19 TEUR (Vj. 15 TEUR).

Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis vor Steuern und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns stellt sich wie folgt dar:

2014

TEUR
2013

TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.108 935
Ertragsteueraufwand zum Steuersatz in Deutschland von 30 % 332 281
Anpassungen von in Vorjahren angefallenen tatsächlichen Ertragsteuern 1 -8
Steuer auf nichtabzugsfähige Aufwendungen 3 3
Steuerentlastung für steuerfreie Beteiligungserlöse -2 -2
Übrige Sonstige 3 0
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Ertragsteueraufwand 337 274

Die Ertragsteuern wurden basierend auf den im Geschäftsjahr 2014 erzielten Ergebnissen der einzelnen Gesellschaften ermittelt. Der Körperschaftsteuersatz beträgt im Geschäftsjahr 2014 15 Prozent (Vj. 15 Prozent). Auf die Körperschaftsteuer werden unverändert 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag erhoben. Der Gewerbesteuersatz ist in Deutschland nicht einheitlich festgelegt und beträgt im Konzern durchschnittlich 14 Prozent (Vj. 14 Prozent). Für temporäre Bewertungsunterschiede wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1 (davon 0 TEUR erfolgsneutral) (Vj. TEUR 17) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 13 (Vj. TEUR 6) verbraucht. Daneben wurden aktive latente Steuern von TEUR 35 (davon TEUR 22 erfolgsneutral) (Vj. TEUR 5) und passive latente Steuern von TEUR 31 gebildet (davon TEUR 3 erfolgsneutral) (Vj. TEUR 8, davon erfolgsneutral TEUR 0).

Latente Ertragsteuern

Konzernbilanz Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung + Ertrag / - Aufwand () Erfolgsneutral
31.12.2014

TEUR
31.12.2013

TEUR
2014

TEUR
2013

TEUR
--- --- --- --- ---
Latente Ertragsteuerschulden
Abweichender Ansatz und Bewertung von Rückstellungen 39 43 4 3
Bildung eines ertragsteuerrelevanten Sonderposten mit Rücklagenanteil 0 0 0 0
Zusätzliche Herstellungskosten Anlagevermögen 14 17 3 2
Neubewertung Forderungen 3 5 2 -1
Vorratsbewertung 2 4 2 -4
Stichtagsbewertung Währungsforderungen, -verbindlichkeiten 29 3 -26 -2
Wertsteigerungen der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte 7 4 Erfolgsneutral (-3) Erfolgsneutral (0)
Summe 94 76
Konzernbilanz Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung + Ertrag / - Aufwand () Erfolgsneutral
31.12.2014

TEUR
31.12.201 3

TEUR
2014

TEUR
2013

TEUR
--- --- --- --- ---
Latente Ertragsteueransprüche
Abweichender Ansatz und Bewertung von Rückstellungen 115 82 11 Erfolgsneutral (22) 4 Erfolgsneutral (-15)
Rückstellungen 1 0 1 -1
Summe 116 82
Aufwand/ Ertrag aus latenten Ertragsteuern -3 1
Latente Ertragsteuern (erfolgsneutral) (19) (-15)

Auf den derzeit im Konzern bestehenden steuerlichen Verlustvortrag von EUR 87.767 (Vj. EUR 87.767) werden keine latenten Ertragsteueransprüche erfasst, da diese Verluste auf Ebene der Tochtergesellschaften vor Abschluss von Ergebnisabführungsverträgen angefallen sind und infolge der bestehenden steuerlichen Organschaft eine Verrechnung mit dem laufenden zu versteuernden Ergebnis im Organkreis momentan nicht möglich ist.

11. Ergebnis je Aktie

Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an während des Jahres sich im Umlauf befindlichen Stammaktien geteilt.

Mangels potentiell verwässernder Eigenkapitalinstrumente entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

Die folgende Tabelle enthält die bei der Berechnung der unverwässerten und verwässerten Ergebnisse je Aktie zu Grunde gelegten Beträge:

2014 2013
Konzernergebnis 771 TEUR 661 TEUR
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien – unverwässert 2.804.342 2.804.342
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,27 EUR 0,24 EUR
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien – verwässert 2.804.342 2.804.342
Ergebnis je Aktie verwässert 0,27 EUR 0,24 EUR

In der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses haben keine Transaktionen mit Stammaktien oder potenziellen Stammaktien stattgefunden.

12. Gezahlte und vorgeschlagene Dividenden

2014

TEUR
2013

TEUR
Während des Geschäftsjahres beschlossen und ausgeschüttet:
Dividenden auf Stammaktien: - Schlussdividende für 2013: 20 Cent (2012: 20 Cent) 561 561
561 561
Der Hauptversammlung zur Genehmigung vorzuschlagen:
Dividenden auf Stammaktien: - Schlussdividende für 2014: 20 Cent (2013: 20 Cent) 561 561

Erläuterungen zur Bilanz

13. Immaterielle Vermögenswerte

31. Dezember 2014 Erworbene Software

TEUR
Geschäfts- oder Firmenwert

TEUR
Summe

TEUR
Anschaffungs-/ Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen Stand 1. Januar 2014 7 3.468 3.475
Zugänge im Geschäftsjahr 4 0 4
Abschreibungen für das Geschäftsjahr -7 0 -7
Stand 31. Dezember 2014 4 3.468 3.472
Stand 1. Januar 2014
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 141 3.468 3.609
Kumulierte Abschreibungen -134 0 -134
Buchwert 7 3.468 3.475
Stand 31. Dezember 2014
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 144 3.468 3.612
Kumulierte Abschreibungen -140 0 -140
Buchwert 4 3.468 3.472
31. Dezember 2013 Erworbene Software

TEUR
Geschäfts- oder Firmenwert

TEUR
Summe

TEUR
Anschaffungs-/ Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen Stand 1. Januar 2013 14 3.468 3.482
Zugänge im Geschäftsjahr 0 0 0
Abschreibungen für das Geschäftsjahr -7 0 -7
Stand 31. Dezember 2013 7 3.468 3.475
Stand 1. Januar 2013
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 143 3.468 3.611
Kumulierte Abschreibungen -129 0 -129
Buchwert 14 3.468 3.482
Stand 31. Dezember 2013
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 141 3.468 3.609
Kumulierte Abschreibungen -134 0 -134
Buchwert 7 3.468 3.475

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf Wertminderung geprüft (siehe Anhangangabe 14).

Software wird linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der Vermögenswerte wurde wie folgt geschätzt:

2014 2013
Software 3 Jahre 3 Jahre

14. Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts

Die aus Unternehmenszusammenschlüssen resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den Zahlungsmittel generierenden Einheiten, welche mit den rechtlich selbständigen Tochterunternehmen identisch sind, zugeordnet.

Für jedes Tochterunternehmen (entspricht Zahlungsmittel generierende Einheit) wird der erzielbare Betrag auf Basis der Berechnungen eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von drei Jahren genehmigten Finanzplänen basieren. Dem risikoangepassten Zinssatz der Zahlungsmittel generierenden Einheiten von 7,74 Prozent (Vj. 6,03 Prozent) liegen die durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC – weighted average cost of capital) nach Unternehmenssteuern zu Grunde. Der gewogene Durchschnitt der Kapitalkosten berücksichtigt einen Eigenkapitalkostensatz nach Steuern von 8,15 Prozent (Vj. 6,25 Prozent) sowie einen Fremdkapitalkostensatz nach Steuern von 2,52 Prozent (Vj. 3,23 Prozent). Die Ermittlung erfolgt – unverändert zum Vorjahr – auf Basis des Capital-Asset-Pricing-Modells (CAPM) unter Berücksichtigung der aktuellen Markterwartungen. Zur Ermittlung der risikoangepassten Zinssätze für Zwecke des Werthaltigkeitstests wurden spezifische Peer-Group-Informationen für Beta-Faktoren, Kapitalstrukturdaten sowie Fremdkapitalkostensätze verwendet. Nicht in den Planungsrechnungen enthaltene Perioden werden durch Ansatz eines Restwerts (Terminal Value) abgebildet. Für die Cashflows nach dem Zeitraum von 3 Jahren wird unterstellt, dass sie einer konstanten Wachstumsrate von 1 Prozent (Vj. 1 Prozent) (growth rate) unterliegen. Sämtliche Geschäfts- und Firmenwerte sind innerhalb des Bereiches Schutztechnik erfasst.

Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte, die den jeweiligen Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugeordnet wurden:

2014

TEUR
2013

TEUR
Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH 1.441 1.441
SINUS Electronic GmbH 2.027 2.027
3.468 3.468

Grundannahmen für die Berechnung des Nutzungswerts der Geschäftseinheiten

Im Folgenden werden die Grundannahmen erläutert, auf deren Basis die Unternehmensleitung ihre Cashflow-Prognosen zur Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts erstellt hat.

Bei folgenden, der Berechnung des Nutzungswerts der Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugrunde gelegten Annahmen, bestehen Schätzungsunsicherheiten:

3-Jahres-Geschäftsplan – Der Geschäftsplan wurde aufgrund von Einschätzungen der künftigen Geschäftsentwicklung durch die Unternehmensleitung erstellt. Diesen Einschätzungen lagen Erfahrungswerte der Vergangenheit zugrunde.

Geplante Bruttogewinnmargen – Die Bruttogewinnmargen werden anhand der durchschnittlichen Bruttogewinnspannen, die im unmittelbar vorhergehenden Geschäftsjahr erzielt wurden, ermittelt und unter Berücksichtigung der erwarteten Effizienzsteigerung erhöht.

Preissteigerung von Rohstoffen / Waren – Zur Berücksichtigung der Preissteigerung wurde überwiegend davon ausgegangen, dass es dem Konzern gelingen wird, Preissteigerungen bei Rohstoffen/Warenbezügen über die Verkaufspreise weiterzugeben. Die getroffenen Grundannahmen stimmen mit denen externer Informationsquellen überein.

Abzinsungssätze – Die Abzinsungssätze spiegeln die Schätzungen der Unternehmensleitung hinsichtlich den einzelnen Zahlungsmittel generierenden Einheiten zuzuordnender spezifischer Risiken wider. Bei der Ermittlung der angemessenen Abzinsungssätze für die einzelnen Zahlungsmittel generierenden Einheiten wurde ein Basiszins von 1,75 Prozent (Vj. 2,75 Prozent) und ein Risikozuschlag von 6,4 Prozent (Vj. 3,5 Prozent) berücksichtigt. Für die ewige Rente wird ein Wachstumsabschlag von 1 Prozent unterstellt (Vj. 1 Prozent).

Sensitivität der getroffenen Annahmen

Die ermittelten Nutzungswerte haben die Buchwerte der Zahlungsmittel generierenden Einheiten signifikant überschritten.

Die Unternehmensleitung ist der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des Nutzungswerts der Zahlungsmittel generierenden Einheit SINUS Electronic GmbH und Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert der Zahlungsmittel generierenden Einheit ihren erzielbaren Wert übersteigt.

15. Sachanlagen

31. Dezember 2014 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

TEUR
Technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen

TEUR
Summe

TEUR
Anschaffungs- /Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen Stand 1. Januar 2014 951 142 1.093
Zugänge 0 34 34
Abgänge 0 0 0
Abschreibungen für das Geschäftsjahr -29 -53 -82
Stand 31. Dezember 2014 922 123 1.045
Stand 1. Januar 2014 Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.123 1.115 2.238
Kumulierte Abschreibungen -172 -973 -1.145
Buchwert 951 142 1.093
Stand 31. Dezember 2014 Anschaffungs- oder Herstellungskosten 1.123 1.136 2.259
Kumulierte Abschreibungen -201 -1.013 -1.214
Buchwert 922 123 1.045
31. Dezember 2013 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

TEUR
Technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen

TEUR
Summe

TEUR
Anschaffungs- /Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen Stand 1. Januar 2013 979 155 1.134
Zugänge 0 51 51
Abgänge 0 -5 -5
Abschreibungen für das Geschäftsjahr -29 -59 -88
Stand 31. Dezember 2013 950 142 1.092
Stand 1. Januar 2013 Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.123 1.104 2.227
Kumulierte Abschreibungen -144 -949 -1.093
Buchwert 979 155 1.134
Stand 31. Dezember 2013 Anschaffungs- oder Herstellungskosten 1.123 1.115 2.238
Kumulierte Abschreibungen -173 -973 -1.146
Buchwert 950 142 1.092

In der laufenden Periode ergaben sich – wie in der Vorperiode – keine Wertminderungsaufwendungen oder -aufholungen.

Grundstücke und Gebäude mit einem Buchwert von TEUR 922 (2013: TEUR 950) sind unbelastet und dienen nicht als Sicherheit für Verpflichtungen des Konzerns.

Die Nutzungsdauer der Vermögenswerte wurde wie folgt geschätzt:

2014 2013
Gebäude 33 Jahre 33 Jahre
Technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 12 Jahre 5 bis 12 Jahre

16. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

2014

TEUR
2013

TEUR
Nicht börsennotierte Anteile 15 15
Börsennotierte Anteile 66 70
Börsennotierte Anleihen/ Rentenwerte 1) 603 289
684 374

1) Die Marktwertermittlung für diese Vermögenswerte (Stufe 1) erfolgte auf Basis notierter, unangepasster Preise auf aktiven Märkten für diese oder identische Vermögenswerte.

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte umfassen zum einen Finanzinvestitionen in Stammaktien und haben daher keinen festen Fälligkeitszeitpunkt und keine feste Verzinsung.

Der beizulegende Zeitwert der nicht börsennotierten, zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte ist mangels aktiven Marktes nicht verlässlich ermittelbar. Ausreichend zuverlässige Informationen, um fundiert auf andere Weise zu einer Bewertung zu gelangen, liegen auch nicht vor. Die Bewertung erfolgt daher zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Der beizulegende Zeitwert der börsennotierten Anteile wird durch den auf einem aktiven Markt veröffentlichten Marktpreis bestimmt.

Für die erworbenen Anleihen besteht subjektiv weder die Absicht, diese bis zur Endfälligkeit zu halten, noch erfolgte der Erwerb zu Handelszwecken. Infolgedessen sind die Anleihen als zur Veräußerung verfügbarer Wert (available for sale) auszuweisen.

17. Vorräte

Der Betrag der Wertminderungen von Vorräten, der als Aufwand erfasst worden ist, beläuft sich auf TEUR 70 (2013: TEUR 202). Dieser Aufwand ist im Materialaufwand erfasst. Von den Wertminderungen auf Vorräte war in 2014 ein Vorratsbestand im Nominalwert (Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten) von TEUR 898 (2013: TEUR 1.273) betroffen. Der niedrigere Nettoveräußerungswert der wertgeminderten Bestände zum Bilanzstichtag beläuft sich auf TEUR 451 (2013: TEUR 775).

2014

TEUR
201 3

TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 466 212
Unfertige Erzeugnisse 153 103
Fertige Erzeugnisse 28 0
Handelswaren 1.189 1.558
Gesamtsumme der Vorräte (bewertet zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- / Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert) 1.836 1.873

Die Realisierung von Vorräten in Höhe von 117 TEUR (Vj. 143 TEUR) wird voraussichtlich länger als 12 Monate dauern.

Der Vorratsbestand unterliegt teilweise einem Eigentumsvorbehalt der Lieferanten und entspricht damit den branchenüblichen Usancen.

18. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

2014

TEUR
2013

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 726 1.232
Sonstige Forderungen 39 37
765 1.269

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben im Allgemeinen eine Fälligkeit von 19 Tagen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren zum 31. Dezember 2014 im Nennwert von TEUR 0 (2013: TEUR 0) wertgemindert. In der laufenden Periode ergaben sich – wie in der Vorperiode – keine Wertminderungsaufwendungen oder -aufholungen.

Zum 31. Dezember stellt sich die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt dar:

Summe

TEUR
weder überfällig noch wertgemindert

TEUR
2014 726 719
2013 1.232 1.225
Überfällig, aber nicht wertgemindert
< 30 Tage

TEUR
30-60 Tage

TEUR
60-90 Tage

TEUR
90-120 Tage

TEUR
> 120 Tage

TEUR
--- --- --- --- --- ---
2014 4 0 0 3 0
2013 7 0 0 0 0

Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch Bonitätsprüfungen und ein Mahnwesen begrenzt. Im operativen Geschäft werden die offenen Forderungen standortbezogen, also dezentral, fortlaufend überwacht. Die durchschnittliche Laufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug im Geschäftsjahr 2014 19 Tage (Geschäftsjahr 2013: 34 Tage).

Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen Verrechnungsbeträge, die dieses Risiko mindern, vor.

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestandes der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht zinstragend und im Allgemeinen innerhalb von 30 Tagen zu begleichen. Im Geschäftsjahr 2014 entstanden Forderungsverluste aus Lieferungen und Leistungen nur in unbedeutender Höhe.

19. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember setzt sich wie folgt zusammen:

2014

TEUR
2013

TEUR
Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand 5.183 4.654
5.183 4.654

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige Anlagen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst. Der beizulegende Zeitwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht dem Nominalwert.

Ein Betrag von TEUR 145 (2013: TEUR 145) der liquiden Mittel dient der Absicherung einer Verbindlichkeit aus einem Arbeitszeitkonto gegenüber einem Vorstandsmitglied. Das über diesen Betrag lautende Bankkonto ist an das Vorstandsmitglied verpfändet.

20. Gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklage und direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen

Gezeichnetes Kapital 2014 in Tausend 2013 in Tausend
Stammaktien zu je EUR 1 2.804 2.804

Zum 31. Dezember 2014 bestand das Grundkapital aus 2.804.342 Stück nennbetragslosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,00. Das Grundkapital ist in voller Höhe eingezahlt.

Weder die Nucletron Electronic AG noch ihre Tochterunternehmen unterliegen externen Mindestkapitalanforderungen.

Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Aktien der Gesellschaft werden seit dem 1. Mai 1987 am regulierten Markt der Bayerischen Börse in München gehandelt.

Am Grundkapital der Nucletron Electronic AG hält die Bernd Luft Familien-Vermögensverwaltung GmbH, Dreieich, mehr als 75 Prozent. Sie hat am 26. September 2003 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass die Bernd Luft Familien-Vermögensverwaltung GmbH am 24. September 2003 die Schwelle von 75 Prozent der Stimmrechte an der Nucletron Electronic AG überschritten hat und ihr seither 75,76 Prozent der Stimmrechte zustehen.

Genehmigtes Kapital

Nach § 4 Abs. 5 der Satzung der Nucletron Electronic AG ist der Vorstand gemäß § 202 AktG (genehmigtes Kapital) ermächtigt, das Grundkapital bis zum 15. Juli 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 1.402.000 durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

· zum Ausgleich von Spitzenbeträgen;

· wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 Prozent des Grundkapitals nicht überschreitet und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet;

· zur Ausgabe von Aktien gegen Sacheinlagen im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen (auch im Rahmen von Umwandlungen gemäß dem Umwandlungsgesetz);

· zur Ausgabe von Aktien an strategische Partner;

· bei Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Mitglieder der Geschäftsführung und Arbeitnehmer verbundener Unternehmen im Rahmen eines Aktienoptionsplans der Gesellschaft zur Erfüllung ausgeübter Aktienoptionen.

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, die näheren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung festzulegen.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage stammt aus Agiobeträgen im Rahmen der in 2003 durchgeführten Kapitalerhöhung.

Eigene Aktien

Die Hauptversammlung vom 11. Juli 2014 hat die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Aktien bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben, sofern die gesetzlich vorgesehene Rücklage für eigene Anteile gebildet werden kann, ohne das Grundkapital oder eine nach Gesetz oder Satzung zu bildende Rücklage zu mindern, die nicht zu Zahlungen an die Aktionäre verwendet werden darf. Die Ermächtigung gilt bis 10. Juli 2019 und kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals durch die Gesellschaft ausgeübt werden. Zusammen mit bereits erworbenen Aktien dürfen nicht mehr als 10 % des Grundkapitals auf eigene Aktien entfallen. Der Erwerb der eigenen Aktien erfolgt je nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebotes. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, als Gegenleistung im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen(-beteiligungen) zu verwenden oder sie an strategische Partner zu veräußern. Die eigenen Aktien können auch eingezogen werden, ohne dass es eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

In 2014 und 2013 wurden keine eigenen Aktien gehalten.

Kumulierte direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen

Es wird auf die Darstellung in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 2014 verwiesen.

21. Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital

Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital hat sich wie folgt entwickelt:

2014

TEUR
2013

TEUR
Stand 1. Januar 6.784 6.684
- Ausschüttung -561 -561
+ Konzernergebnis 771 661
Stand 31. Dezember 6.994 6.784

22. Anteilsbasierte Vergütung

Der erfasste Aufwand für während des Geschäftsjahres erhaltene Leistungen stellt sich wie folgt dar.

2014

TEUR
2013

TEUR
Aufwand aus anteilsbasierten Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 0 0
Aufwand aus anteilsbasierten Vergütungstransaktionen mit Barausgleich 2 0
Gesamtaufwand aus anteilsbasierten Vergütungstransaktionen 2 0

Die anteilsbasierten Vergütungspläne wurden im Geschäftsjahr 2007 neu eingerichtet. Sie werden im Folgenden dargestellt. Änderungen daran erfolgten bisher nicht.

Im Rahmen eines langfristigen Anreizprogramms (phantom stock plan) wird den Mitgliedern des Vorstands für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr ein Bonus gewährt, dessen Betrag sich an dem Konzernergebnis vor Steuern und ggfs. vor Geschäftswertabschreibung bemisst. Der gewährte Bonus wird in virtuelle Aktien der Nucletron Electronic AG umgerechnet. Die Umrechnung des Bonusses eines Geschäftsjahres in virtuelle Aktien erfolgt anhand des durchschnittlichen Aktienkurses innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach der Feststellung des Jahresabschlusses dieses Geschäftsjahres. Die Stückzahl der aus dem Bonus eines Geschäftsjahres resultierenden virtuellen Aktien kann daher erst im auf das Geschäftsjahr folgenden Kalenderjahr genau bestimmt werden.

Die Wertentwicklung dieser virtuellen Aktien ist die Kursentwicklung der Nucletron Aktie. Dabei werden sowohl Kursgewinne als auch Kursverluste berücksichtigt. Die virtuellen Aktien sind nicht handelbar und beinhalten kein Aktienbezugsrecht. Der Vorstand kann sich den Gegenwert der virtuellen Aktien zu dem dann gültigen durchschnittlichen Aktienkurs frühestens nach seinem Ausscheiden aus den Diensten des Konzerns auszahlen lassen.

Der beizulegende Zeitwert der anteilsbasierten Vergütung wird zum Zeitpunkt der Gewährung unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die Instrumente gewährt wurden, ermittelt. Der Aufwand für die erhaltenen Leistungen respektive eine Schuld zur Abgeltung dieser Leistungen wird hinsichtlich des Bonusanspruchs des jeweils aktuellen Geschäftsjahres zum Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert, somit mit dem Nennwert des Bonusanspruchs erfasst. Die Schuld wird zu jedem folgenden Berichtsstichtag und am Erfüllungstag auf der Grundlage der jeweils aktuellen Börsenkurse mit dem beizulegenden Zeitwert, somit dem aktuellen Kurswert des Gesamtbestands der virtuellen Aktien, neu bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst. Die virtuellen Aktien sind nicht dividendenberechtigt, mithin wirkten sich die Dividenden auf die Ermittlung des Zeitwerts der Verpflichtung nicht aus. Für das Geschäftsjahr 2012 entstand kein neuer Bonusanspruch, so dass im Geschäftsjahr 2013 keine neuen virtuellen Aktien eingeräumt wurden.

Zum 31. Dezember 2014 beträgt die Schuld aus virtuellen Aktien des Geschäftsjahres sowie Vorperioden insgesamt TEUR 160 (2013: TEUR 158). Zum 31. Dezember 2014 waren keine Wertsteigerungsrechte ausübbar (2013: TEUR 0).

23. Rückstellungen

Pensionsverpflichtungen IAS 19 (2011)

TEUR
Sonstige Rückstellungen

TEUR
Summe

TEUR
Stand 1. Januar 2014 1.053 0 1.053
Zuführung 110 116 227
Inanspruchnahme -18 0 -18
Stand 31. Dezember 2014 1.145 116 1.261
davon kurzfristige Rückstellungen 2014 0 0 0
davon langfristige Rückstellungen 2014 1.145 116 1.261
1.145 116 1.261
Pensionsverpflichtungen IAS 19 (2011)

TEUR
Sonstige Rückstellungen

TEUR
Summe

TEUR
Stand 1. Januar 2013 1.086 0 1.086
Zuführung -15 0 -15
Inanspruchnahme -18 0 -18
Stand 31. Dezember 2013 1.053 0 1.053
davon kurzfristige Rückstellungen 2013 0 0 0
davon langfristige Rückstellungen 2013 1.053 0 1.053
1.053 0 1.053

Pensionsverpflichtungen

Dazu wird auf die Ausführungen unter Tz. 24 verwiesen.

24. Pensionsrückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Konzern hat leitenden Mitarbeitern Pensionszusagen erteilt. Es handelt sich um endgehaltsabhängige Pensionszusagen, wobei die Höhe der Auszahlungen vom Gehalt des letzten Beschäftigungsjahres und von der Beschäftigungsdauer in Diensten der Konzerngesellschaften abhängt. Trotz Weiterbeschäftigung eines bereits Pensionsberechtigten erdient dieser sich keine weiteren Pensionsansprüche. Im Hinblick auf die Pensionszusagen werden keine Beiträge an einen gesondert verwalteten Fonds geleistet.

In den folgenden Tabellen werden die Bestandteile der in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen und die in der Konzernbilanz für die Pensionsverpflichtungen angesetzten Beträge dargestellt.

Pensionszusagen IAS 19 (2011)
2014

TEUR
2013

TEUR
--- --- ---
Laufender Dienstzeitaufwand 0 0
Zinsaufwand 36 34
Erwartete Erträge aus Planvermögen 0 0
Erfasste versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) 74 -49
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0
Pensionsaufwendungen für Pensionsplan 110 -15

Der Zinsaufwand wird als solcher in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Der laufende Dienstzeitaufwand ist in der Position „Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer“ enthalten. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sind im sonstigen Ergebnis berücksichtigt.

Schulden aus leistungsorientierten Verpflichtungen / Pensionszusagen

Pensionszusagen IAS 19 (2011)
2014

TEUR
2013

TEUR
--- --- ---
Leistungsorientierte Verpflichtung 1.145 1.053
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 0 0
Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer 1.145 1.053

Die Änderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

Pensionszusagen IAS 19 (2011)
2014

TEUR
2013

TEUR
--- --- ---
Leistungsorientierte Verpflichtung zu Beginn des Berichtszeitraums 1.053 1.086
Zinsaufwand 36 34
Laufender Dienstzeitaufwand 0 0
Im Konzernergebnis berücksichtigter Aufwand 36 34
Gezahlte Leistungen -18 -18
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste aus der Verpflichtung
aus Änderungen demografischer Annahmen 0 0
aus Änderungen finanzieller Annahmen 123 -29
erfahrungsbedingte Anpassungen -49 -20
Im sonstigen Ergebnis berücksichtigt 74 -49
Leistungsorientierte Verpflichtung zum Ende des Berichtszeitraums 1.145 1.053

Der Konzern geht davon aus, dass er 2015 einen Beitrag von TEUR 48 für seine Pensionszusagen leisten wird.

Nachfolgend werden die Grundannahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen des Konzerns dargestellt:

2014

%
2013

%
Gehaltstrend 0,00 0,00
Rententrend 0,00 0,00
Rechnungszinsfuß 2,27 3,50

Der Rechnungszinsfuß, der zur Abzinsung der Verpflichtung herangezogen wird, ist auf der Grundlage der Renditen bestimmt, die am Abschlussstichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden. Der Abzinsungssatz reflektiert den Zeitwert des Geldes, nicht jedoch das versicherungsmathematische Risiko.

Im Falle einer Erhöhung bzw. Minderung des Rechnungszinsfußes um 0,5 Prozent würde sich die leistungsorientierte Verpflichtung zum 31.12.2014 um TEUR 53 (31.12.2013: TEUR 46) verringern bzw. um TEUR 57 (31.12.2013: TEUR 50) erhöhen.

Zur Berücksichtigung des Sterblichkeits- und Invaliditätsrisikos wurden die Heubeck-Richttafeln 2005 G verwendet.

Folgende Beträge werden voraussichtlich in den nächsten Jahren im Rahmen der leistungsorientierten Verpflichtung ausgezahlt:

2014

TEUR
2013

TEUR
Innerhalb der nächsten 12 Monate (nächstes Geschäftsjahr) 48 18
Zwischen 1 Jahr und 5 Jahren 308 249
Zwischen 5 und 10 Jahren 347 354
Über 10 Jahre - -
Erwartete Auszahlungen, gesamt 703 621

Die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung beträgt zum Ende des Berichtszeitraums 8,8 Jahre (2013: 9,6 Jahre).

Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung wurden in Höhe von TEUR 153 (2013: TEUR 149) geleistet.

25. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungensowie sonstige Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden

2014

TEUR
2013

TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1) 614 840
Steuerschulden 256 97
Sonstige Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden 2) 361 410
Schulden gegenüber nahe stehenden Personen 3) 388 418
1.619 1.765

Konditionen zu oben aufgeführten finanziellen Verbindlichkeiten:

1) Schulden aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben im Normalfall eine Fälligkeit von 30 Tagen.

2) Sonstige Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden sind nicht verzinslich und haben mit wenigen Ausnahmen kurze Laufzeiten. Daher stellen die bilanzierten Werte näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. Aufgrund der Tatsache, dass die den finanziellen Verbindlichkeiten zugrunde liegenden Vertragsvereinbarungen keine vorzeitigen Kündigungsmöglichkeiten vorsehen, liegen zum Bilanzstichtag keine Liquiditätsrisiken vor.

3) Zu den Konditionen der Schulden gegenüber nahe stehende Personen vgl. Anhangangabe 30.

Zusammensetzung der sonstigen Verbindlichkeiten und abgegrenzten Schulden sowie Schulden gegenüber nahestehenden Personen:

2014

TEUR
2013

TEUR
Tantiemen und variable Vergütungen 105 134
Urlaubsverpflichtungen 91 79
Arbeitszeitkonten 145 145
Schuld aus virtuellen Aktien 160 158
Sonstige Personalverpflichtung 0 52
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 130 118
Versicherungsprämien 0 0
Erhaltene Anzahlungen 14 8
Berufsgenossenschaft 10 10
Sonstige 94 124
749 828

Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung der Gesellschaft steht in Übereinstimmung mit IAS 7. Die Zahlungsströme werden entsprechend nach dem Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit, aus der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit gegliedert. Die Darstellung erfolgt für den Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit nach der indirekten Methode gemäß IAS 7 – die Cashflows der beiden anderen Bereiche werden direkt ermittelt.

Neben dem ausgewiesenen Finanzmittelfonds verfügt die Gesellschaft über ungenutzte Kontokorrentlinien von TEUR 950.

26. Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit

Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit erhöhte sich im Geschäftsjahr 2014 um TEUR 487 auf TEUR 1.337 (Vj. TEUR 850).

27. Cashflow aus Investitionstätigkeit

Dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit des Berichtsjahres (TEUR 340) steht im Vorjahr ein Mittelabfluss von TEUR 157 gegenüber. Die Investitionen sowie auch die Desinvestitionen betreffen im Wesentlichen das Finanzanlagevermögen (insb. Anleiheumschichtungen; Kategorie: available for sale). Bei den Investitionen in das Sachanlagevermögen handelt es sich um Ersatzinvestitionen, die die betrieblichen Kapazitäten nicht wesentlich erweitern.

28. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Im Geschäftsjahr 2014 wurden – wie im Vorjahr – TEUR 561 aus dem Bilanzgewinn 2013 an Aktionäre ausgeschüttet. Die Summe der einzelnen Zahlungsströme führte zu einem Anstieg des Finanzmittelfonds von TEUR 436. Die anhaltende Euro-Schwäche (gegenüber dem US-Dollar) führte zu erwähnenswert positiven Wechselkurseffekten bzw. diesbezüglichen Erhöhungen des Finanzmittelfonds um TEUR 93.

Sonstige Angaben

29. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (einschließlich Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen) und Eventualschulden

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (einschließlich Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen)

Der Konzern hat für verschiedene Kraftfahrzeuge und Betriebsausstattungsgegenstände Leasingverträge abgeschlossen. Die Leasingverträge haben eine durchschnittliche Laufzeit zwischen einem und vier Jahren und enthalten weder Verlängerungs- noch Kaufoptionen. Dem Konzern wurden als Leasingnehmer keinerlei Verpflichtungen nach Ende der Leasinglaufzeit bei Abschluss dieser Leasingverhältnisse auferlegt.

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (in TEUR einschließlich Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen):

2014 2013
im nächsten Jahr in den Jahren 2016-2019 in den Folgejahren im nächsten Jahr in den Jahren 2015-2018 in den Folgejahren
--- --- --- --- --- --- ---
Mindestleasingzahlungen (aus Operate-Leasingverhältnissen) 74 68 0 76 52 0
Wartungsverträge 14 3 0 14 0 0
Versicherungsverträge 84 0 0 73 0 0
Mietverträge 175 324 0 178 31 0
Gesamtsumme 742 424

Der Aufwand für Mindestleasingzahlungen betrug im laufenden Geschäftsjahr TEUR 84 (2013: TEUR 96).

Abgesehen von den vorstehenden Rechtsverhältnissen bestehen keine für die Finanzlage des Konzerns bedeutsamen Geschäfte, die nicht bereits in der Konzernbilanz ihren Niederschlag finden.

Eventualschulden

Zum Bilanzstichtag bestanden aus Konzernsicht keine Eventualschulden.

30. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die folgende Tabelle enthält die Gesamtbeträge aus Transaktionen zwischen nahe stehenden Unternehmen und Personen für das betreffende Geschäftsjahr:

Nahe stehende Unternehmen und Personen Erlöse aus Verkäufen bzw. Leistungen an nahe stehende Unternehmen und Personen

TEUR
Käufe von Waren bzw. Bezug von Leistungen von nahe stehenden Unternehmen und Personen

TEUR
Von nahe stehenden Unternehmen und Personen geschuldete Beträge

TEUR
Nahe stehenden Unternehmen und Personen geschuldete Beträge

TEUR
Nahestehende Unternehmen
Eichhoff Kondensatoren GmbH 2014 42 4 - -
(2013) (42) - - -
Bernd Luft Hausverwaltung 2014 - 62 - -
(2013) - (62) - -
elektronik-service Bernd Luft GmbH 2014 52 1.481 - -
(2013) (52) (1.208) - -
Nahestehende Personen
Personen in Schlüsselpositionen des Konzernmanagements 2014 - 708 1 1.287
(2013) - (683) (1) (1.239)
Angehörige der Vorstandsmitglieder 2014 - 66 - -
(2013) - (60) - -
Mitglieder des Aufsichtsrats 2014 - 13 - -
(2013) - (14) - -
Sonstige Transaktionen mit nahe stehenden Personen 2014 - - - -
(2013) - - - -

Dem Konzern übergeordnetes, oberstes Mutterunternehmen

Bernd Luft Familien-Vermögensverwaltung GmbH, Dreieich

Während des Geschäftsjahres gab es neben den ausgezahlten Dividenden keine Geschäftsvorfälle zwischen dem Konzern und Bernd Luft Familien-Vermögensverwaltung GmbH (2013: EUR 0).

Konditionen der Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Verkäufe an, die Käufe von und der Leistungsaustausch zwischen nahe stehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, unverzinslich und werden durch Bezahlung beglichen, es sei denn, es handelt sich um Darlehensgewährungen. Für Forderungen oder Schulden gegen nahe stehende Unternehmen und Personen bestehen - mit Ausnahme der durch Pfandrecht gesicherten Verbindlichkeit aus einem Arbeitszeitkonto in Höhe von TEUR 145 (2013: TEUR 145) - keinerlei Garantien. Zum 31. Dezember 2014 hat der Konzern keine Wertberichtigung auf Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen und Personen gebildet (2013: TEUR 0). Die Notwendigkeit des Ansatzes einer Wertberichtigung wird jährlich überprüft, indem die Finanzlage des nahe stehenden Unternehmens oder der Person und der Markt, in dem diese tätig sind, überprüft werden.

Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen

Die Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH unterhielt Geschäftsbeziehungen mit der Eichhoff Kondensatoren GmbH, Schlitz, im Wert von TEUR 42 (2013: TEUR 42) für Erlöse für verauslagten Betriebsaufwand und Personalgestellung.

Der Vertrieb von Produkten, die die elektronik-service Bernd Luft GmbH herstellt, erfolgt über ein Konzernunternehmen. In diesem Zusammenhang hat der Konzern umfangreiche Warenbezüge von der elektronik-service Bernd Luft GmbH erhalten (2014: TEUR 1.481, 2013: TEUR 1.208). Die Belieferungen erfolgen bedarfsabhängig zu fremdüblichen Konditionen.

31. Vergütung der Personen in Schlüsselpositionen des Managements

Für die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften und den Vorstand der AG fielen Personalkosten in folgender Höhe an:

2014

TEUR
2013

TEUR
Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer 706 683
Aufwand für Altersvorsorgeleistungen 0 0
Aufwand für anteilsbasierte Vergütung 2 0
Gesamtvergütung der Personen in Schlüsselpositionen des Managements 708 683

32. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten Finanzinstrumente umfassen kurzfristige (Bank-)Darlehen und Kontokorrentkredite sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene weitere finanzielle Vermögenswerte und Schulden wie vor allem Forderungen und Schulden aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit entstehen.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns bestehen aus zinsbedingten Cashflowrisiken, Liquiditätsrisiken, Fremdwährungsrisiken und Ausfallrisiken. Die Unternehmensleitung erstellt und überprüft Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken, die im Folgenden dargestellt werden.

Zinsbedingte Cashflowrisiken

Der Konzern ist aufgrund seiner Finanzierungsstruktur einem nur geringen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt, da fast ausschließlich kurzfristige Finanzierungen zu festen Zinssätzen eingesetzt werden. Aufgrund der überschaubaren Laufzeit der durchgeführten Finanzierungen kann eintretenden Änderungen des Finanzierungsumfelds kurzfristig begegnet werden. Das Zinsänderungsrisiko bezieht sich somit vornehmlich auf die Konditionen der Anschlussfinanzierung. Durch die kurzen Laufzeiten ist die Bandbreite möglicher Zinsänderungen zudem begrenzt. Zum Bilanzstichtag bestanden keine zinspflichtigen Finanzierungen.

Fremdwährungsrisiko

Der Konzern unterliegt Fremdwährungsrisiken aus einzelnen Transaktionen. Diese Risiken resultieren aus Käufen oder Verkäufen von Waren in anderen Währungen als der funktionalen Währung des Konzerns. Rund 48 Prozent des Konzerneinkaufs wird in anderen Währungen als Euro abgewickelt (vornehmlich USD). Umgekehrt werden etwa 19 Prozent der Verkäufe in der gleichen Fremdwährung umgesetzt. Dabei beschränken sich die Einkäufe im Einzelnen oft auf überschaubare Beträge und Fälligkeitszeiträume. Daher kommen Devisenterminkontrakte zur Eliminierung des Kursänderungsrisikos nur im Bedarfsfall bei größeren Einzelgeschäften oder bei vorhersehbaren negativen Kursschwankungen zum Einsatz. Die Devisenterminkontrakte lauten dann auf die gleiche Währung wie das gesicherte Grundgeschäft. Der Konzern schließt Devisenterminkontrakte erst dann ab, wenn die feste Verpflichtung entstanden ist. Aufgrund des (gegenüber dem Vorjahr) geringfügig ungünstigeren Verhältnisses zwischen den Verkäufen in USD zu den Einkäufen in USD und der aktuell anhaltenden Kursschwäche des EUR gegenüber dem USD hat sich das Fremdwährungsrisiko des Konzerns (gegenüber dem Vorjahr) leicht erhöht.

Zum 31. Dezember 2014 hatte der Konzern keine Devisenterminkontrakte abgeschlossen (2013: ebenso).

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern und des Eigenkapitals des Konzerns gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung des US-Dollars. Alle anderen Variablen bleiben konstant.

Kursentwicklung des USD Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern und damit auf das Eigenkapital

TEUR
2014 +5 % -5 % -90 82
2013 +5 % -5 % -70 64

Rohstoffpreisrisiko

Das Rohstoffpreisrisiko des Konzerns ist minimal.

Ausfallrisiko

Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit anerkannten, kreditwürdigen Dritten ab. Alle Kunden, die mit dem Konzern Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht mit der Folge, dass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Das Ausfallrisiko ist im zurückliegenden Geschäftsjahr auf niedrigem Niveau in etwa gleich geblieben.

Aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns (Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte) besteht bei Ausfall des Kontrahenten ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwerts der entsprechenden Instrumente.

Da der Konzern nur mit anerkannten, kreditwürdigen Dritten Geschäfte abschließt, sind Sicherungsleistungen nicht erforderlich.

Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten Forderungen wiedergegeben.

Liquiditätsrisiko

Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses mittels einer rollierenden Liquiditätsplanung. Dabei werden die Laufzeiten der Finanzinvestitionen und der finanziellen Vermögenswerte (z.B. Forderungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte) sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit berücksichtigt.

Der Konzern verfügt über ausreichende Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Aus derzeitiger Sicht besteht für den Konzern kein Liquiditätsrisiko. Aufgrund der guten Eigenkapitalausstattung des Konzerns wird das Refinanzierungsrisiko als gering eingeschätzt. Daher wird die Möglichkeit, mittels kurzfristiger Finanzierung den Zinsaufwand zu reduzieren, genutzt.

Zum 31. Dezember 2014 weisen die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns (jeweils ohne Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmer) nachfolgend dargestellte Fälligkeiten auf. Die Angaben erfolgen auf Basis der vertraglichen, nicht abgezinsten Zahlungen.

31.12.2014 Täglich fällig

TEUR
bis 3 Monate

TEUR
3-12 Monate

TEUR
1-5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Summe

TEUR
Verbindlichkeiten ausLieferungen und Leistungen 0 613 1 0 0 614
Sonstige Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden 0 51 98 0 0 149
0 664 99 0 0 763
31.12.2013 Täglich fällig

TEUR
bis 3 Monate

TEUR
3-12 Monate

TEUR
1-5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Summe

TEUR
Verbindlichkeiten ausLieferungen und Leistungen 0 840 0 0 0 840
Sonstige Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden 0 41 96 0 0 137
0 881 96 0 0 977

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es sicherzustellen, dass er zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält.

Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen vor unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner oder eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen oder neue Anteile ausgeben. Zum 31. Dezember 2014 bzw. 31. Dezember 2013 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen.

Der Konzern überwacht sein Kapital mithilfe eines Verschuldungsgrades, der dem Verhältnis von Nettoschulden zur Summe aus Eigenkapital und Nettoschulden entspricht. Gemäß den konzerninternen Richtlinien soll der so definierte Verschuldungsgrad 45 Prozent nicht überschreiten. Die Nettoschulden umfassen verzinsliche Darlehen, Schulden aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Schulden abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Das wirtschaftliche Eigenkapital umfasst das bilanzielle Eigenkapital abzüglich der kumulierten direkt im Eigenkapital erfassten Wertänderungen.

2014

TEUR
2013

TEUR
Schulden 2.974 2.894
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -5.183 -4.654
Nettoschulden 0 0
Eigenkapital (inkl. kumuliertes sonstiges Ergebnis) 10.140 9.980
Kumuliertes sonstiges Ergebnis -5 45
Wirtschaftliches Eigenkapital (ohne kumuliertes sonstiges Ergebnis) 10.145 9.935
Summe Nettoschulden und wirtschaftliches Eigenkapital 10.145 9.935
Verschuldungsgrad 0 % 0 %

Durch die stetige Gewinnthesaurierung wachsen das Eigenkapital und der Zahlungsmittelbestand des Konzerns kontinuierlich. Der Verschuldungsgrad reduzierte sich angesichts eines die Schulden übersteigenden Zahlungsmittelbestandes wirtschaftlich betrachtet auf einen Wert von null Prozent.

33. Finanzinstrumente

In der nachfolgenden Tabelle werden die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte sämtlicher im Abschluss bilanzierter Finanzinstrumente des Konzerns gegenübergestellt:

Buchwert Beizulegender Zeitwert
Bewertungskategorie nach IAS 39 2014

TEUR
201 3

TEUR
2014

TEUR
2013

TEUR
--- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1) 5.183 4.654 5.183 4.654
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1) 0 0 0 0
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2) 684 374 684 374
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen 1) 765 1.269 765 1.269
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Sonstige Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden 3) 763 977 763 977

1) Kredite und Forderungen

2) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

3) Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sind sämtlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, abgesehen von den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind, soweit hierfür ein Markt aus der öffentlichen Notierung verfügbar ist.

Methoden

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt anhand der am Bilanzstichtag veröffentlichten Marktwerte sowie der nachfolgend beschriebenen Methoden und Prämissen:

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd dem beizulegenden Zeitwert.

Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der beizulegende Zeitwert entspricht aufgrund der kurzen Laufzeit und der Verzinsung nahe dem Marktzins in etwa dem Buchwert.

Für Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie „zur Veräußerung verfügbar“ zugeordnet sind, wird der beizulegende Zeitwert grundsätzlich anhand von Börsenkursen beziehungsweise Rücknahmepreisen ermittelt. Sofern mangels Vorliegen eines aktiven Markts der beizulegende Zeitwert für bestimmte Eigenkapitalinstrumente nicht verlässlich bestimmt werden kann, sind diese zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Forderungen haben kurze Restlaufzeiten, weshalb deren Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert entsprechen.

Da auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kurze Restlaufzeiten haben, entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd dem beizulegenden Zeitwert. Für die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten wird angenommen, dass der beizulegende Zeitwert dem Buchwert entspricht. Bei den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten, die variabel verzinslich sind, entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.

Wertminderung:

Als objektive Hinweise darauf, dass bei finanziellen Vermögenswerten Wertminderungen eingetreten sind, gelten:

· Der Ausfall oder Verzug eines Schuldners,

· Hinweise, dass ein Schuldner in Insolvenz geht,

· Das Verschwinden eines aktiven Markts für ein Wertpapier oder

· Beobachtbare Daten, die auf eine merkliche Verminderung der erwarteten Zahlungen einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte hindeuten.

Hierarchie beizulegender Zeitwerte

Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden lassen sich grundsätzlich nach den folgenden Bewertungsstufen klassifizieren:

· Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (nicht angepasste) Preise für identische Finanzinstrumente.

· Stufe 2: Auf aktiven Märkten notierte Preise für ähnliche Vermögenswerte und Schulden oder andere Bewertungstechniken, bei denen alle wesentlichen verwendeten Daten auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

· Stufe 3: Bewertungstechniken, bei denen wesentliche verwendete Daten nicht aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden.

Von den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten wurde aus der Kategorie „zur Veräußerung verfügbar“ der gesamte Ansatz von TEUR 684 (am 31. Dezember 2013: TEUR 374) mit notierten (nicht angepassten) Preisen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte bewertet (Stufe 1). Bewertungsverfahren für Finanzinstrumente, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert beziehen, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind (Stufe 2) oder, die Input-Parameter verwenden, welche sich wesentlich auf den beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 3), kamen nicht zum Einsatz.

Alle zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente unterliegen dabei einer wiederkehrenden Fair Value-Bewertung. Sofern bei wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten und Schulden Umgliederungen zwischen den verschiedenen Stufen erforderlich sind, z.B. weil ein Vermögenswert nicht mehr auf einem aktiven Markt gehandelt wird, erfolgt die Umgliederung zum Ende der Berichtsperiode. Jedoch wurden Umgliederungen im Jahr 2014 und auch im Vorjahr nicht vorgenommen.

Die Nettogewinne/ -verluste aus Finanzinstrumenten verteilen sich wie folgt:

Nettogewinne bzw. -verluste aus 2014

TEUR
2013

TEUR
· Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 95 -14
· zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten (davon wurden erfolgsneutral direkt im sonstigen Ergebnis verrechnet) 29 12 26 11
· Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5 -3

Die Nettogewinne/-verluste auf Zahlungsmittel und Zahlungsmittel beinhalten einerseits Zinserträge von TEUR 2 (Vj. TEUR 3) und Fremdwährungsgewinne. Die Nettogewinne/-verluste der zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte enthalten Zinserträge und Dividenden in Höhe von TEUR 17 (Vj. TEUR 14). Darüber hinaus waren unrealisierte Wertsteigerungen von TEUR 12 (Vj. TEUR 11) erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Die Nettogewinne auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen jeweils in vollem Umfang Fremdwährungsdifferenzen.

Zinsänderungsrisiko

Die folgende Tabelle gruppiert die Buchwerte der Finanzinstrumente des Konzerns, die einem Zinsänderungsrisiko unterliegen, nach vertraglich festgesetzter Fälligkeit:

Festverzinslich Innerhalb eines Jahres

TEUR
Über einem Jahr

TEUR
Summe

TEUR
31. Dezember 2014
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Anleihen) 0 603 603
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.145 0 3.145
31. Dezember 2013
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Anleihen) 0 289 289
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.122 0 3.122

Der Zinssatz auf festverzinslich klassifizierte Finanzinstrumente ist bis zur Fälligkeit des jeweiligen Finanzinstruments festgeschrieben. Aufgrund der kurzen Laufzeit unterliegen die Finanzinstrumente, die binnen eines Jahres fällig werden, keinem wesentlichen Zinsänderungsrisiko. Bezüglich der „zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte“ wurden Sensitivitätsanalysen mit folgendem Ergebnis durchgeführt. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2014 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, hätte sich das sonstige Ergebnis und das Eigenkapital um TEUR 24 (Vj. TEUR 8) verringert (erhöht).

Die anderen Finanzinstrumente des Konzerns, die nicht in den obigen Tabellen enthalten sind, sind nicht verzinslich und unterliegen folglich keinem Zinsänderungsrisiko.

Zum Bilanzstichtag lagen wie im Vorjahr keine variabel verzinslichen Finanzinstrumente vor.

Ausfallrisiko

Im Konzern bestehen wie im Vorjahr keine wesentlichen Ausfallrisikokonzentrationen.

Sicherungsgeschäfte

Zur Absicherung der Fremdwährungsrisiken von festen Verpflichtungen aus Einkaufsgeschäften in USD schließt der Konzern von Zeit zu Zeit Devisenterminkontrakte ab, wenn man eine ungünstige Entwicklung des Wechselkurses vorherzusehen glaubt. Dabei sind die Voraussetzungen für Cashflow Hedge-Bilanzierung nicht erfüllt, so dass solche Devisentermingeschäfte am Bilanzstichtag mit ihrem Marktwert erfolgswirksam bewertet würden. Es bestanden jedoch weder zum 31. Dezember 2014 noch zum 31. Dezember 2013 offene Devisenterminkontrakte.

34. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Ablauf des Berichtsjahres sind keine wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse eingetreten.

35. Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für den Konzernabschlussprüfer beträgt:

2014

TEUR
2013

TEUR
Abschlussprüfung 46 46

Honorare für andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen sowie sonstige Leistungen durch den Abschlussprüfer sind wie im Vorjahr nicht angefallen.

36. Vorstand und Vertretung

Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Einzelvertretungsberechtigtes Vorstandsmitglied:

· Bernd Luft, Ingenieur

Weiterhin Geschäftsführer der Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH, der elektronik-service Bernd Luft GmbH und der Eichhoff Kondensatoren GmbH

Weitere Mandate:

Mitglied des Verwaltungsrates der 3W Power S.A., Luxemburg (ab Januar 2014)

Zur gemeinschaftlichen Vertretung durch zwei Vorstandsmitglieder waren berechtigt:

· Alfred Krumke, Elektrotechniker (FH)

Weiterhin Geschäftsführer der SINUS Electronic GmbH

· Ralph Schoierer, Dipl. Wirtschaftsingenieur

Weiterhin Geschäftsführer der Nucletron Technologies GmbH sowie der HVC-Technologies GmbH

· Robert Tittl, Ingenieur

Weiterhin Geschäftsführer der Nucletron Technologies GmbH sowie der HVC-Technologies GmbH

37. Aufsichtsrat

Gemäß § 7 der Satzung besteht der Aufsichtsrat der Gesellschaft aus drei Mitgliedern.

Diesem gehören seit der Neuwahl am 15. Juli 2011 an:

· Dr. Dirk Wolfertz, Dipl. Wirtschaftsingenieur Vorsitzender

Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien ausländischer Gesellschaften:

Vorsitzender des Verwaltungsrates der 3W Power S.A., Luxemburg (ab Januar 2014)

· Brigitte Luft, Betriebswirtin stellvertretende Vorsitzende
· Norbert Lehmann, Elektroinstallateur Arbeitnehmervertreter

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2014 vier ordentliche Sitzungen abgehalten.

38. Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Bezüge des Vorstands bestehen aus einer Grundvergütung, einem vom Ergebnis abhängigen variablen Teil sowie einer Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung in Form von anteilsbasierten Vergütungen. Die Nucletron Electronic AG gewährt als anteilsbasierte Vergütung einen vom Konzernergebnis abhängigen Bonus, der in virtuelle Aktien umgewandelt wird. Deren Wertentwicklung vollzieht die Kursentwicklung der Nucletron Aktien vollständig nach. Nachdem der Vorstand aus dem Konzern ausgeschieden ist, kann er sich den Kurswert seiner virtuellen Aktien auszahlen lassen.

Die individualisierte Angabe der Vorstandsbezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a) Satz 5 bis 8 HGB unterbleibt gemäß § 286 Abs. 5 HGB aufgrund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 15. Juli 2011. Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich auf TEUR 708 (Vj. TEUR 683). Davon entfällt auf die Grundvergütung TEUR 639 (Vj. TEUR 665), den erfolgsabhängigen variablen Teil TEUR 67 (Vj. TEUR 30) und auf anteilsbasierte Vergütungen TEUR 2 (Vj. TEUR 0). Die Anzahl der für das Geschäftsjahr 2014 gewährten virtuellen Aktien wird erst nach der Feststellung des Jahresabschlusses 2014 aus diesem Betrag der anteilsbasierten Vergütungen und dem aktuellen Aktienkurs ermittelt. Angaben zu den Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats finden sich darüber hinaus im Lagebericht der Gesellschaft.

Für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans der Rechtsvorgängerin betrugen die Bezüge TEUR 18 (Vj. TEUR 18).

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans der Rechtsvorgängerin und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2014 auf TEUR 248 (Vj. TEUR 236).

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich satzungsgemäß auf feste Bezüge von TEUR 12 (Vj. TEUR 12) und erfolgsabhängige variable Vergütungsteile von TEUR 1 (Vj. TEUR 2).

39. Mitarbeiter

Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) Nucletron Electronic AG Konzern
Angestellte 0 33
Gewerbliche Arbeitnehmer 0 9
0 42

40. Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Nucletron Electronic Aktiengesellschaft hat – als einziges börsennotiertes Unternehmen des Konzerns – für 2014 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und diese den Aktionären auf der Internet-Homepage der Nucletron Electronic AG dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

München, den 23. März 2015

Nucletron Electronic Aktiengesellschaft

gez. Bernd Luft, Vorstandsvorsitzender

gez. Alfred Krumke, Vorstand

gez. Ralph Schoierer, Finanzvorstand

gez. Robert Tittl, Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von Nucletron Electronic Aktiengesellschaft, München, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernkapitalflussrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernanhang – sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Durchführung von Abschlussprüfungen vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 15. April 2015

**Baker Tilly Roelfs AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Prof. Dr. Edenhofer, Wirtschaftsprüfer

gez. Meyer, Wirtschaftsprüferin

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss der Nucletron Electronic AG zum 31. Dezember 2014 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

München, den 23. März 2015

Nucletron Electronic Aktiengesellschaft

gez. Bernd Luft, Vorstandsvorsitzender

gez. Alfred Krumke, Vorstand

gez. Ralph Schoierer, Finanzvorstand

gez. Robert Tittl, Vorstand