AI assistant
Nucletron Electronic AG — Management Reports 2011
May 29, 2012
17735_rns_2012-05-29_a2148f1f-10c8-47fc-b8f7-ba3b169caf33.html
Management Reports
Open in viewerOpens in your device viewer
Publication
Nucletron Electronic Aktiengesellschaft
München
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011
Bericht über die Lage und des Konzerns für 2011
der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft, München
Der Lagebericht und der Konzernlagebericht der Nucletron Electronic AG sind in den nachfolgenden Ausführungen in Anwendung des § 315 Abs. 3 HGB zusammengefasst. Zusätzlich wurde aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge zwischen der Nucletron Technologies GmbH, München, der HVC-Technologies GmbH, Untereisesheim, und der NBL Electronic Beteiligungs GmbH, München, gemäß § 264 Abs. 3 HGB auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse dieser Gesellschaften als auch der Luft electronic Vertriebsgesellschaft mbH, München, der SINUS Electronic GmbH, Untereisesheim, und der GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH, Untereisesheim, verzichtet.
Zusammensetzung und Struktur des Konzerns
Allgemeines
Die Nucletron Electronic AG, München, ist seit dem 1. Mai 1987 ein börsennotiertes Unternehmen und fungiert ausschließlich als reine Management-Holding. Die Lage der Nucletron Electronic AG als Konzernholding kann daher nur im Zusammenhang mit der Lage des Nucletron-Konzerns beurteilt werden. Ihre Aktien sind am regulierten Markt der Wertpapierbörse in München sowie im Freiverkehr der Börsen Berlin-Bremen, Frankfurt und Stuttgart notiert. Am 31. Dezember 2011 befand sich ein Anteil größer 75 Prozent bei der Bernd Luft Familien-Vermögensverwaltung GmbH, Dreieich.
Die Nucletron Electronic AG, München, ist das Mutterunternehmen des Nucletron-Konzerns und wurde bereits im Jahr 1954 unter dem Namen Schneider & Co. KG gegründet, bevor etwa ein Jahrzehnt später die Umbenennung in Nucletron erfolgte. Die Tochtergesellschaften der Nucletron Electronic AG sind die Nucletron Technologies GmbH, München, die HVC-Technologies GmbH, Untereisesheim, die NBL Electronic Beteiligungs GmbH, München, und unter dieser wiederum die Luft electronic Vertriebsgesellschaft mbH, München, die SINUS Electronic GmbH, Untereisesheim, sowie die GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH, Untereisesheim.
Die Beteiligungsquote beträgt an allen Tochtergesellschaften 100 Prozent. Über die Luft electronic Vertriebsgesellschaft mbH hält der Nucletron-Konzern eine 20 prozentige Beteiligung an der elektronik-service Bernd Luft GmbH, München.
Organisation
Organe der Gesellschaft
Der Vorstand der Nucletron Electronic AG bestand zum 31. Dezember 2011 aus vier Vorständen.
| Bernd Luft, Ingenieur, Dreieich | Vorstandsvorsitzender | |
| Erstbestellung: | 1998 | |
| Ablauf des Mandats: | 2012 | |
| Alfred Krumke, Elektrotechniker (FH), Bad Rappenau | Vertriebsvorstand | |
| Erstbestellung: | 2007 | |
| Ablauf des Mandats: | 2012 | |
| Ralph Schoierer, Diplomwirtschaftsingenieur, München | Finanzvorstand | |
| Erstbestellung: | 2007 | |
| Ablauf des Mandats: | 2012 | |
| Robert Tittl, Ingenieur, Kirchseeon | Vertriebsvorstand | |
| Erstbestellung: | 2007 | |
| Ablauf des Mandats: | 2012 |
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der Nucletron Electronic AG besteht gemäß § 7 der Satzung aus 3 Mitgliedern. Die Mitglieder des Aufsichtsrats waren zum 31. Dezember 2011:
| Dr. Dirk Wolfertz, Geschäftsführer, Bad Homburg | Vorsitzender |
| Brigitte Luft, Betriebswirtin, Dreieich | stellvertretende Vorsitzende |
| Norbert Lehmann, Elektroinstallateur, Eberbach (Baden) | Arbeitnehmervertreter |
Die Amtszeit des Aufsichtsrates endet mit der ordentlichen Hauptversammlung 2016, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2015 beschließt.
Geschäftsführung der Tochtergesellschaften
Nahezu alle Tochtergesellschaften, mit Ausnahme der NBL Electronic Beteiligungs GmbH, der Luft electronic Vertriebsgesellschaft mbH und der GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH, werden von zwei Geschäftsführern geleitet.
Geschäftsbereiche
Der Nucletron-Konzern entwickelt, fertigt und vertreibt über vier operative Tochtergesellschaften Geräte, Systeme und Bauelemente in den Bereichen Umwelttechnik, Medizin- und Analysetechnik, Photovoltaik, Kommunikationstechnik, Aerospace, Industrieelektronik, Militärtechnik, Mikrowellen- und Abschirmtechnik sowie Schutztechnik. Mit seinem breit gefächerten Portfolio bietet der Nucletron-Konzern ein umfassendes Produkt- und Leistungsangebot. Der Konzern konzentriert sich auf schnell wachsende und technologisch anspruchsvolle Märkte und lässt sich in zwei wesentliche Segmente gliedern:
· Leistungselektronik
· Schutztechnik
Diese Aufgliederung orientiert sich an der internen Organisations- und Berichtsstruktur des Konzerns, wobei unterschiedliche Risiko- und Ertragsstrukturen der Geschäftsfelder berücksichtigt werden.
Die Nucletron Technologies GmbH vertreibt im Geschäftsbereich Leistungselektronik elektronische und elektromechanische Bauteile und Systeme namhafter Hersteller für den Einsatz in der Optoelektronik, der Mikrowellentechnik, der Photovoltaik, der Kommunikationstechnik sowie im Thermal Management. Die HVC-Technologies GmbH ist im selben Bereich mit Produkten der Hochspannungstechnik tätig.
Im Geschäftsbereich Schutztechnik produziert die GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH Systeme zum Schutz vor elektromagnetischen Impulsen (NEMP & LEMP), vor elektrostatischer Entladung (ESD), vor Überspannungen sowie gegen Hochfrequenzstörungen. Der Vertrieb erfolgt durch die SINUS Electronic GmbH, die ergänzend elektronische Bauelemente internationaler Halbleiterhersteller in den Bereichen Medizin- und Automatisierungstechnik, Industrieelektronik und Informationstechnik anbietet. Über die LUFT electronic Vertriebsgesellschaft mbH werden induktive Bauelemente, ein Eigenprodukt unseres Beteiligungsunternehmens elektronik-service Bernd Luft GmbH, exklusiv im Verkehrsbereich und der Militärtechnik vermarktet.
Angaben gemäß § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB
Angaben zum Kapital
Am 31. Dezember 2011 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 2.804.342,00 EUR, eingeteilt in 2.804.342 stimmberechtigte nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 EUR. Nach Kenntnis des Vorstands gibt es keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus der Vereinbarung zwischen Aktionären ergeben könnten.
Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen
Dem Vorstand sind keine Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen der Übertragung der Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 28 Satz 1 des WpHG Anwendung findet. Nach dieser Regelung besteht das Stimmrecht aus Aktien, die einer wesentlichen Beteiligung an der Gesellschaft im Sinne der §§ 21 und 22 WpHG zuzurechnen sind, für die Zeit nicht, in der die Mitteilungspflichten gegenüber der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 21 Abs. 1 oder 1a WpHG nicht erfüllt werden.
Kapitalbeteiligungen größer 10 Prozent
Der Gesellschaft sind folgende direkte oder indirekte Beteiligungen an ihrem Grundkapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten, gemäß § 21 WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) gemeldet worden:
| Bernd Luft Familien-Vermögensverwaltung GmbH | Anteilsbesitz größer 75 Prozent |
Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen
Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten oder einer sonstigen Stimmrechtskontrolle.
Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligungen
Nach Kenntnis des Vorstands üben die Mitarbeiter, die Aktien der Gesellschaft halten, ihre Stimmrechte unmittelbar aus.
Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitgliedern und Änderung der Satzung
Die Bestellung und Abberufung des Vorstands regelt der § 84 Aktiengesetz in Verbindung mit § 85 Aktiengesetz, wonach der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder auf höchstens fünf Jahre bestellt. Werden mehrere Personen zu Vorstandsmitgliedern bestellt, so kann der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen sowie stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.
Gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus einer Person oder mehreren Personen, wobei der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands festlegt.
Satzungsänderungen sind entsprechend § 179 und § 133 Aktiengesetz geregelt. In Absatz 1 des § 179 ist festgelegt, dass jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung bedarf. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, kann die Hauptversammlung dem Aufsichtsrat übertragen. Der Absatz 2 bestimmt, dass der Beschluss der Hauptversammlung einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst, bedarf. Die Satzung kann eine andere Kapitalmehrheit, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere Kapitalmehrheit bestimmen. Sie kann weitere Erfordernisse aufstellen.
In der Satzung der Nucletron Electronic AG sind keine anderen Kapitalmehrheiten oder sonstige Erfordernisse vorgesehen.
Befugnisse des Vorstands
Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnis zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen.
Gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ist der Vorstand berechtigt bis zum 15. Juli 2016 das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen um insgesamt bis zu EUR 1.402.000,00 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats zum Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu folgenden Zwecken berechtigt:
· Ausgleich von Spitzenbeträgen;
· wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 Prozent des Grundkapitals nicht überschreitet und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG);
· Ausgabe von Aktien gegen Sacheinlagen im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen (auch im Rahmen von Umwandlungen gemäß dem Umwandlungsgesetz);
· Ausgabe von Aktien an strategische Partner;
· Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und Arbeitnehmer verbundener Unternehmen im Rahmen eines Aktienoptionsplans der Gesellschaft zur Erfüllung ausgeübter Aktienoptionen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend anzupassen.
Die Befugnisse zum Erwerb eigener Aktien ergeben sich aus §§ 71 ff. AktG sowie zum Bilanzstichtag aus der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 2. Juli 2010. Der Vorstand ist bis zum 1. Juli 2015 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen zu erwerben. Dabei dürfen die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche diese bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen und zu verschiedenen Zeitpunkten ausgeübt werden. Die Ermächtigung kann durch die Gesellschaft, aber auch durch ihre Tochtergesellschaften oder für ihre oder deren Rechnung durch von der Gesellschaft oder von einer Tochtergesellschaft beauftragte Dritte ausgenutzt werden.
Der Erwerb erfolgt unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots. Die Ermächtigung enthält auch Festlegungen über den höchsten und niedrigsten Gegenwert, der jeweils gewährt werden darf.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats aufgrund dieser Ermächtigung erworbene eigene Aktien, soweit sie nicht über die Börse oder aufgrund eines Angebots zum Bezug von Aktien im Verhältnis ihrer Beteiligung an alle Aktionäre veräußert werden sollen, unter Ausschluss der Bezugsrechte der Aktionäre an Dritte zu veräußern, wenn die erworbenen eigenen Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Nicht wesentlich ist eine Unterschreitung des Mittelwertes der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft an der Börse München während der letzten fünf Handelstage vor dem Zeitpunkt der Veräußerung um nicht mehr als 5 Prozent.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates aufgrund dieser Ermächtigung erworbene eigene Aktien, soweit sie nicht über die Börse oder aufgrund eines öffentlichen Angebotes zum Bezug von Aktien im Verhältnis ihrer Beteiligung an alle Aktionäre veräußert werden sollen, unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu folgenden Zwecken zu verwenden:
· als Gegenleistung im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen (auch im Rahmen von Umwandlungen gemäß dem Umwandlungsgesetz);
· Verkauf an strategische Partner;
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien, die aufgrund vorstehender Ermächtigung erworben werden, einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung.
Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels
Der Vorstand hat keine Kenntnis von berichtspflichtigen Vereinbarungen.
Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots
Die Nucletron Electronic AG hat weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit einzelnen Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.
Geschäftsentwicklung
Gesamt- und Branchenentwicklung
Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise galt im Jahr 2011 zunächst als überwunden. Es zeigte sich jedoch, dass die expansiven geldpolitischen Maßnahmen zur Krisenbewältigung in der globalen Rezession einzelne Länder im Jahr 2011 erneut vor erhebliche Herausforderungen stellte. Die Verunsicherungen über Bonitäten, Währungen und Sparpläne fanden im vierten Quartal 2011 einen vorläufigen Höhepunkt an den internationalen Finanzmärkten. Zentrum der Schuldensorgen waren die USA und einzelne Mitgliedstaaten der Europäischen Union. In Folge dessen hat sich die Lage an den Finanzmärkten deutlich zugespitzt und die Finanzierungskosten einzelner Staaten erhöhten sich erheblich.
Die Wirtschaftskraft innerhalb der Europäischen Union entwickelte sich im Jahresverlauf 2011 deutlich heterogen. Es zeigte sich, dass die Schere zwischen Nord und Süd immer größer wurde. Die Ökonomen des Institutes für Weltwirtschaft (IfW) führten in der Winterprognose 2011 aus, dass die Konjunktur im Euroraum ohne Deutschland zum Stillstand gekommen ist; für das Gesamtjahr 2011 erwarteten die Wirtschaftsanalysten dennoch eine positive Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) der Europäischen Union. Im Berichtsjahr 2011 ist die Gesamtwirtschaft mit 3,0 Prozent in Deutschland deutlich gewachsen, noch stärker als in der EU mit 1,6 Prozent (Quelle: IfW).
Der Umsatz mit elektrotechnischen und elektronischen Produkten und Systemen hat sich im letzten Jahr weiter erholt. So folgte dem Zuwachs in 2010 auf EUR 165 Mrd. in 2011 ein erneuter Zuwachs um 8,6 Prozent auf nunmehr EUR 178 Mrd. Dabei hat sich der Inlandsumsatz 2011 von EUR 94,3 Mrd. mit einem Zuwachs von 11,1 Prozent merklich stärker erhöht als der Auslandsumsatz im selben Jahr von EUR 83,6 Mrd., der um sechs Prozent gestiegen ist. (Quelle: ZVEI)
Geschäftsentwicklung des Nucletron-Konzerns
Die weltweite konjunkturelle Entwicklung 2011 stand im Zeichen der Finanzmarktkrise und wurde stark durch die Unruhen an den Rohstoffmärkten beeinflusst. Die Geschäftsentwicklung des Nucletron-Konzerns konnte sich von diesen Geschehen nicht abkoppeln und ist im Vergleich zur allgemeinen Geschäftsentwicklung in Deutschland zurückhaltend verlaufen. Die Nachfrage nach elektronischen Bauelementen hat im Verlauf des Berichtsjahres stagniert und ist auf dem Vorjahresniveau verharrt.
Der Markt für elektronische und elektromechanische Bauelemente, Module und Systeme zeichnete sich über den Berichtszeitraum hinweg durch eine insgesamt verhaltene Nachfrage aus. Die kontinuierliche Verbesserung von Prozessen, Eigenprodukten und Dienstleistungen ist und bleibt für Nucletron ein bedeutender Hebel, um die Zufriedenheit seiner Kunden zu steigern.
Auftragseingang und Auftragsbestand
Der Konzernauftragseingang ist entgegen der allgemeinen Konjunkturbelebung in 2011 um 21 Prozent auf EUR 14,0 Mio. nach EUR 17,7 Mio. gefallen. Der Auftragsbestand hat sich aufgrund des rückläufigen Auftragseingangs und einem Book-to-Bill von 0,85 (Vorjahr: 1,1) um 2,7 Millionen Euro auf EUR 6,8 Mio. verringert.
Umsatz
Die Umsatzerlöse des Nucletron-Konzerns haben sich im Geschäftsjahr 2011 leicht um 1,1 Prozent (TEUR 190) auf EUR 16,4 Mio. verringert. Ein Anteil von annähernd 85 Prozent der Umsatzerlöse wurde dabei im Inland erzielt. Der Geschäftsbereich Leistungselektronik konnte seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr leicht verbessern, während im Geschäftsbereich Schutztechnik ein Rückgang zu verzeichnen war.
Der zunehmende Wettbewerb im Distributionssektor, der Verlust von Absatzmöglichkeiten durch Produktionsverlagerungen ins Ausland bei einem gleichzeitigen Preisverfall im Inland sowie die Budgetierung der Haushalte der Öffentlichen Hand belastet die Wettbewerbssituation des Nucletron-Konzerns zunehmend. Dieser Situation versucht der Konzern durch eine weitere Spezialisierung und Diversifikation der Produktpalette, z.B. im Bereich der Wärmebeherrschung und bei Silikonen, sowie der Erschließung neuer Absatzmärkte entgegenzuwirken.
Ergebnis
Der Materialaufwand belief sich auf EUR 10,3 Mio. und war damit um TEUR 127 niedriger als im Vorjahr. Der erzielte Rohertrag betrug TEUR 5.836 (Vorjahr: TEUR 6.031) und fiel somit um 3,2 Prozent im Vergleich zur Vorperiode. Dabei verschlechterte sich die Rohertragsquote um 40 Basispunkte und lag bei 36,2 Prozent, nach 36,6 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer sind nahezu unverändert und betrugen EUR 2.857 Mio. nach EUR 2.849 Mio. im Vorjahr, das entspricht einer Veränderung von plus 0,3 Prozent. Die Aufwendungen sind im Wesentlichen aufgrund der Personalentwicklung und dem Rückgang der Verpflichtungen aus leistungsbezogenen Vergütungssystemen um 4,7 Prozent auf TEUR 2.849 gesunken.
Der sonstige betriebliche Aufwand ist wegen zusätzlicher Vertriebs- und Marketingaufwendungen um TEUR 142 (+11,1 Prozent) auf TEUR 1.416 gestiegen.
Die Kosten-Umsatz-Relation ist in Folge um 140 Basispunkte auf 26,5 Prozent angewachsen; dies ohne Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von TEUR 148 (Vorjahr: TEUR 165).
Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 1.605 nach TEUR 1.894 im Vorjahr. Die Ergebnisentwicklung ist im Wesentlichen auf den Rohertragsrückgang sowie den Anstieg des sonstigen betrieblichen Aufwands im Berichtsjahr zurückzuführen.
| Umsatzerlöse (in TEUR) | 2011 | Veränderung in % |
2010 | Veränderung in % | 2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Eigenprodukte | 3.899 | -12,1 % | 4.438 | -32,8 % | 6.604 |
| Fremdprodukte | 12.469 | 2,9 % | 12.119 | 25,8 % | 9.636 |
| Summe | 16.368 | -1,1 % | 16.558 | 2,0 % | 16.241 |
Die EBIT-Marge belief sich auf 9,9 Prozent (Vorjahresvergleichszeitraum 11,5 Prozent). Das EBIT-Ergebnis je Aktie ist von 0,68 EUR in 2010 auf 0,57 EUR in 2011 gefallen und entspricht einer Verschlechterung von 15,3 Prozent.
Der Konzernjahresüberschuss hat um TEUR 251 auf TEUR 1.091 abgenommen. Die Ertragssteuerquote ist mit 31,0 Prozent (Vorjahr: 27,4 Prozent) deutlich angestiegen; bereinigt liegt sie im Rahmen der durchschnittlichen, lokalen Ertragssteuerlast aus Körperschaft- und Gewerbesteuer. Der Anstieg der Steuerquote ist auf eine gegenläufige Entwicklung der Ertragsteuern für Vorjahre und der latenten Steuern im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen.
Geschäftsbereich Leistungselektronik
Der Geschäftsbereich Leistungselektronik konnte von der Konjunkturerholung in 2011 nicht im erwarteten Umfang profitieren. Die Umsatzerlöse der Nucletron Technologies GmbH sind im Jahresvergleich um 1,7 Prozent auf EUR 5,8 Mio. (Vorjahr: EUR 5,9 Mio.) gefallen, die Umsätze der HVC-Technologies GmbH haben sich im gleichen Zeitraum um TEUR 116 auf TEUR 904 (Vorjahr: TEUR 788) erhöht. Im Berichtszeitraum konnten in geringem Umfang Liefer- oder Entwicklungsverträge mit mehrjährigen Laufzeiten abgeschlossen werden, der Auftragsbestand hat sich im Jahresvergleich dennoch deutlich verschlechtert.
Das Segmentergebnis betrug TEUR 876 nach TEUR 889 im Vorjahr.
| Leistungselektronik (in TEUR) | 2011 | Veränderung in % | 2010 | Veränderung in % |
2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 6.746 | 0,2 % | 6.730 | 15,0 % | 5.854 |
| Auftragseingang | 6.367 | -18,4 % | 7.805 | 165,0 % | 2.945 |
| Auftragsbestand | 3.226 | -10,5 % | 3.605 | 42,5 % | 2.530 |
Geschäftsbereich Schutztechnik
Der Geschäftsverlauf des Geschäftsbereichs Schutztechnik entsprach im Geschäftsjahr 2011 nicht der allgemeinen Marktentwicklung. Der Absatz elektronischer Bauelemente im Geschäftsfeld Industrieelektronik der SINUS Electronic GmbH konnte im Berichtsjahr um sieben Prozent gesteigert werden, gleichzeitig gingen aber die Umsatzerlöse im Geschäftsfeld Induktive Bauelemente der LUFT electronic Vertriebsgesellschaft mbH um 3,1 Prozent sowie der Absatz der durch die GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH produzierten Überspannungsschutz- und Lichtwellenleiterverkabelungssysteme des Geschäftsfelds MIL bei der SINUS um 14,6 Prozent gegenüber Vorjahr zurück; die Vorgaben der Jahresplanung konnten nur im Geschäftsfeld Industrieelektronik erreicht werden.
Das Segmentergebnis betrug TEUR 702 nach TEUR 988 im Vorjahr.
| Schutztechnik (in TEUR) | 2011 | Veränderung in % |
2010 | Veränderung in % |
2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 9.622 | -2,1 % | 9.828 | -5,4 % | 10.387 |
| Auftragseingang | 7.590 | -23,6 % | 9.940 | 104,1 % | 4.871 |
| Auftragsbestand | 3.618 | -38,7 % | 5.901 | -1,2 % | 5.971 |
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Der Nucletron-Konzern konnte seine wesentlichen Bilanzkennzahlen im Geschäftsjahr 2011 erneut verbessern. So ist das Eigenkapital um TEUR 524 auf EUR 9,7 Mio. (Vorjahr: EUR 9,2 Mio.) gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.091 bei einer Dividende von TEUR 561 zurückzuführen. Bei einer um TEUR 76 gestiegenen Bilanzsumme in Höhe von EUR 13,0 Mio. (Vorjahr: EUR 12,9 Mio.), erhöhte sich die Eigenkapitalquote auf 74,8 Prozent (Vorjahr: 71,2 Prozent).
Ertragslage
Das Konzernergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit ist im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund des anhaltenden Preisverfalls bei aktiven (Dioden, Arrays) und induktiven (Kondensatoren, Drosseln, Spulen) Bauelementen sowie wegen des niedrigeren Anteils von Systemen aus Eigenfertigung gegenüber dem Vorjahr um TEUR 266 auf EUR 1,58 Mio. geringer ausgefallen. Der Konzernauftragseingang hat sich im Geschäftsjahr 2011 um 21,3 Prozent auf EUR 14,0 Mio. reduziert; das erreichte Book-to-Bill war mit 0,85 negativ. Der Auftragsbestand hat im Jahresvergleich um 28,0 Prozent abgenommen. Die Rohertragsmarge fiel um 0,4 Prozentpunkte auf 36,2 Prozent. Die um 0,3 Prozentpunkte höhere Personalkostenquote resultiert aus dem, im Vergleich zum Vorjahr, nahezu unveränderten Personalaufwand und bei gleichzeitig leicht gefallenen Umsatzerlösen. Das Ergebnis pro Mitarbeiter fiel trotz einer geringeren Mitarbeiterzahl um TEUR 4 (-9,1 Prozent) auf TEUR 32. Die Steuerquote ist mit 31,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr (27,4 Prozent) deutlich angestiegen.
| Nucletron-Konzern (in TEUR) | 2011 | Veränderung in % |
2010 | Veränderung in % |
2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragsbestand | 6.844 | -28,0 % | 9.506 | 11,8 % | 8.500 |
| Auftragseingang | 13.957 | -21,3 % | 17.745 | 127,0 % | 7.816 |
| Umsatzerlöse | 16.368 | -1,1 % | 16.558 | 2,0 % | 16.241 |
| Rohertrag | 5.836 | -3,2 % | 6.031 | -8,5 % | 6.586 |
| EBITDA | 1.724 | -16,3 % | 2.059 | -14,3 % | 2.402 |
| Finanzergebnis | 6 | 112,8 % | -47 | -14,8 % | -55 |
| Jahresüberschuss | 1.091 | -18,7 % | 1.342 | -13,0 % | 1.542 |
| Materialintensität (vom Umsatz) | 62,9 % | -0,1 PP | 63,0 % | 3,3 PP | 59,7 % |
| Personalintensität (vom Umsatz) | 17,5 % | 0,3 PP | 17,2 % | -1,2 PP | 18,4 % |
Finanzlage
Der Nucletron-Konzern hat im Geschäftsjahr 2011 einen positiven Netto-Cashflow in Höhe von TEUR 1.867 erwirtschaftet. Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit betrug TEUR 1.700 (+54,6 Prozent), gleichzeitig konnten Mittelzuflüsse aus Investitionstätigkeit von TEUR 728 erzielt werden. Die Zunahme des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit ist im Wesentlichen auf die deutliche Abnahme der Vorräte, der Forderungen und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie geringeren Ertragssteuerzahlungen gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Der Nucletron-Konzern hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Bankverbindlichkeiten zum Abschlussstichtag und verfügt über eine Nettoliquidität von TEUR 3.790 (Vorjahr: TEUR 1.923). Neben der vorhandenen Liquidität steht uns eine Kreditlinie von TEUR 500 in vollem Umfang zur Verfügung.
Die liquiden Mittel werden kurzfristig und risikoarm angelegt. Aufgrund der Bilanzstruktur und der Auftragslage im Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernjahresabschlusses und des Berichtes über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns ist von einer weiterhin stabilen Lage der Gesellschaft auszugehen.
| Nucletron-Konzern (in TEUR) |
2011 | Veränderung in % |
2010 | Veränderung in % |
2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 1.700 | 54,6 % | 1.099 | -47,6 % | 2.099 |
| Verzinsliche Darlehen | 0 | % | 0 | % | 0 |
| Nettoliquidität | 3.790 | 97,1 % | 1.923 | -1,2 % | 1.946 |
Vermögenslage
Das Gesamtvermögen des Nucletron-Konzerns beträgt TEUR 12.963 nach TEUR 12.887 im Vorjahr. Die Vorräte haben zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 wegen vorgenommener Abschreibungen auf das Vorratsvermögen und einer bedarfsorientierten Lagerhaltung um TEUR 346 abgenommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verzeichneten eine Abnahme von 22,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresstichtag. Das Zahlungsziel unserer Kunden hat sich wegen eines effizienten Zahlungsmanagements im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt um 2,1 Tage auf 27,8 Tage verbessert.
Der Jahresüberschuss fiel um 18,7 Prozent auf TEUR 1.091 und bewirkte unter Berücksichtigung der ausgezahlten Dividende von TEUR 561 einen Anstieg der Eigenkapitalquote um 3,6 Prozentpunkte auf 74,8 Prozent. Am Bilanzstichtag überstieg das Eigenkapital gemeinsam mit den langfristigen Schulden ohne latente Steuern das Anlagevermögen um 109,5 Prozent (Vorjahr: 83,5 Prozent). Die Anlagenintensität hat aufgrund der Investitionszurückhaltung um 3,6 Prozentpunkte auf 39,5 Prozent abgenommen. Die kurzfristigen Schulden haben sich mit einem Minus von 17,3 Prozent deutlich verringert; dies ist im Wesentlichen auf den stichtagsbedingten Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen sowie der Steuerverbindlichkeiten zurückzuführen.
| Nucletron-Konzern (in TEUR) |
2011 | Veränderung in % |
2010 | Veränderung in % |
2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 12.963 | 0,6 % | 12.887 | 6,4 % | 12.114 |
| Eigenkapitalquote | 74,8 % | 3,5 PP | 71,1 % | 1,9 PP | 69,2 % |
| Anlagendeckung | 209,5 % | 26,0 PP | 183,5 % | 16,5 PP | 167,0 % |
| Anlagenintensität | 39,5 % | -3,6 PP | 43,1 % | -3,4 PP | 46,5 % |
| kurzfristige Schulden | 2.152 | -17,3 % | 2.601 | -0,6 % | 2.617 |
| Reichweite Vorräte (in Tagen) | 60 | -10,4 % | 67 | 10,5 % | 60 |
| Umschlagshäufigkeit Vorräte | 5,8 | 5,8 | 16,1 % | 5,0 | |
| Debitorenziel (in Tagen) | 28 | -6,7 % | 30 | -14,7 % | 35 |
Personal
Die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern hat sich in der Berichtsperiode auf 49 (Vorjahr: 52) verringert. Die Mitarbeiter repräsentieren den Nucletron-Konzern gegenüber Kunden und Lieferanten. Sie tragen unmittelbare Verantwortung für das operative Geschäft. Zur Sicherung der hohen Beratungsqualität und Fachkompetenz finden regelmäßige Schulungen in den Bereichen Vertrieb, Kommunikation und EDV sowie zu den relevanten rechtlichen Vorschriften statt. Die Neueinstellung von qualifizierten Vertriebsmitarbeitern lässt sich an den verschiedenen Standorten des Konzerns unterschiedlich erfolgreich realisieren.
Forschung und Entwicklung
Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (F&E) ist innerhalb des Konzerns eine vernachlässigbare Größe, da vorwiegend Handelsprodukte vertrieben werden. Die Schwerpunkte im Bereich F&E lagen in der Weiterentwicklung bereits vorhandener Produkte sowie auf der Verbesserung von Fertigungsprozessen.
Leistungsmanagement
Das Planungs- und Steuerungssystem des Nucletron-Konzerns ist darauf ausgelegt, eine Vielzahl von Instrumenten bereitzustellen, um die aktuelle Geschäftsentwicklung zu bewerten und daraus zukünftige Strategie- und Investitionsentscheidungen abzuleiten. Ziel ist die optimale Ausschöpfung wirtschaftlicher und unternehmerischer Erfolgspotenziale.
Die operative Unternehmensleistung wird anhand der Umsatzerlöse, des EBITA und des Betriebsergebnisses gemessen. Für alle Unternehmensbereiche wird die Leistung monatlich ermittelt und der Budgetplanung gegenübergestellt.
Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsjahres
Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft und des Konzerns im Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses als zurückhaltend, dies vor dem Hintergrund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland in 2011. Die andauernde konjunkturelle Erholung, die sich in Deutschland in 2011 unvermindert fortgesetzt hat, wird auch 2012 Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Nucletron Gruppe haben. Es wird für 2012 von einem leicht verbesserten Umsatz und Ergebnis ausgegangen.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Nucletron Electronic AG
Der Jahresabschluss der Nucletron Electronic AG wird unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach den Vorschriften der §§ 242 bis 256a und der §§ 264 bis 288 HGB sowie den Sondervorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr unverändert beibehalten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit TEUR 449 im Vergleich zum Vorjahr gefallen (-1,3 Prozent) und resultieren fast ausschließlich aus Konzernerträgen.
Das Finanzergebnis hat sich im Berichtsjahr um TEUR 337 auf TEUR 1.597 verschlechtert. Im Geschäftsjahr 2011 bestand ein durchgehender Gewinnabführungsvertrag zwischen der Nucletron Electronic AG und allen verbundenen Unternehmen über alle Konzernebenen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine Aufwendungen aus Verlustübernahme aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge entstanden. Der erhaltene Gewinn aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Nucletron Technologies GmbH belief sich auf TEUR 680 nach TEUR 736 im Vorjahr, für die HVC-Technologies GmbH ist im abgelaufenen Geschäftsjahr einem Gewinn von TEUR 153 nach TEUR 99 angefallen. Von der NBL Electronic Beteiligungs GmbH erhielt die Nucletron Electronic AG eine Gewinnabführung von TEUR 129 nach TEUR 544 in 2010.
| Nucletron Electronic AG (in TEUR) | 2011 | Veränderung in % |
2010 | Veränderung in % |
2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzergebnis | 1.597 | -17,4 % | 1.933 | 9,5 % | 1.766 |
| Gewinne aus Ergebnisabführungsverträgen | 962 | -30,3 % | 1.380 | -5,1 % | 1.454 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | 0 | 0 | 11 |
Die Zinserträge von TEUR 641 stammen im Wesentlichen aus verbundenen Unternehmen (TEUR 622) und haben im vergangenen Jahr zugenommen (12,5 Prozent). Die Zinsaufwendungen von TEUR 19 sind zu einem Teil (TEUR 8) für Zinsen an verbundene Unternehmen angefallen, während der Großteil der nach BilMoG auszuweisenden Aufzinsung von Pensionsrückstellungen geschuldet ist.
Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf TEUR 465 (Vorjahr: TEUR 515).
Die Veränderungen im Sachanlagevermögen sind im Wesentlichen auf die Veräußerung eines bebauten Grundstücks sowie die laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres zurückzuführen. Die Abschreibungen betrugen TEUR 37. Die Finanzanlagen haben aufgrund des Erwerbs von verzinslichen Anleihen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 172 auf TEUR 2.470 zugenommen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind maßgeblich wegen der geringeren Erträge aus der Ergebnisabführung um TEUR 541 auf TEUR 7.421 abgeschmolzen. Die Bilanzstruktur, die Beziehung zwischen dem langfristig gebundenen Vermögen, dem kurzfristig gebunden Vermögen und den liquiden Mitteln, hat sich im Berichtsjahr wegen der Reduktion der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 206 auf TEUR 173 und der Abnahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 541 auf TEUR 7.421 bei einer gleichzeitigen Zunahme der liquiden Mittel um TEUR 1.390 auf TEUR 2.895 weiter zugunsten des kurzfristig gebundenen Vermögens verändert. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen hat mit 24,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (27,6 Prozent) entsprechend abgenommen.
Die Eigenkapitalquote beträgt 94,7 Prozent gegenüber 93,1 Prozent im Vorjahr. Der Gesamtbetrag der Rückstellungen ist mit TEUR 447 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 445) nahezu unverändert.
Nachtragsbericht
Im Zeitraum zwischen dem Abschlussstichtag 2011 und dem Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses der Nucletron Electronic AG sind keine berichtsrelevanten Ereignisse eingetreten.
Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung, Ausblick
Bericht zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem
Einführung
Gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist die Nucletron Electronic AG verpflichtet, im Lagebericht für das am 31. Dezember 2011 endende Geschäftsjahr die Hauptmerkmale seines rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems zu beschreiben.
Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind
· zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit,
· zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie
· zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Die Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungsprozesses ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz der identifizierten Risiken ein regelungskonformer Jahres- bzw. Konzernabschluss erstellt wird.
Beschreibung des internen Kontrollsystems
Die Erstellung des Jahres- bzw. Konzernabschlusses und die Erstellung der Abschlüsse der Tochtergesellschaften finden zentral bei der Nucletron Electronic AG in München in enger Zusammenarbeit mit Steuerberatungsbüros statt. Hierdurch ist sichergestellt, dass die Abschlüsse der Gesellschaften nach einheitlichen Richtlinien und Standards erfolgen.
Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden.
Information
Nucletron nutzt ein ERP-System (Enterprise Resource Planning) in Verbindung mit einer modernen Analyse- und Darstellungs-Software, mit denen Informationen sowohl für Ablaufprozesse und interne Kontrollen als auch für Zwecke der Berichterstattung verfügbar gemacht werden.
Kontrollmaßnahmen
Die Gesellschaft hat Kontrollmaßnahmen implementiert, die auf den folgenden allgemeinen Grundsätzen beruhen:
· Kontrollmaßnahmen beruhen auf Richtlinien und Verfahrensvorgaben, einschließlich einer allgemeinen Vollmachts- und Unterschriftenregelung, die für alle Abläufe gilt und Vollmachts- und Genehmigungsstufen festlegt.
· Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen.
· Verantwortlichkeiten werden, wo immer möglich, getrennt (Vieraugenprinzip).
· Geschäftsvorfälle sind so weit wie möglich zu dokumentieren.
· Informationssysteme werden durch Zugriffsberechtigungen auf verschiedenen Ebenen gesichert.
Kontrollmaßnahmen bestehen sowohl in Form von Vorabkontrollen zur Vermeidung von Fehlern und Falschdarstellungen als auch aus Kontrollen im Nachhinein zur Aufdeckung bereits geschehener Fehler.
Risikobericht
Risiken sind alle Ereignisse und möglichen Entwicklungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens, die sich negativ auf die Erreichung unserer Unternehmensziele auswirken können. Die meisten Risiken bergen nach Ansicht des Managements gleichzeitig auch Chancen, die zum Vorteil der Gesellschaft genutzt werden können. Die Nucletron-Gruppe ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Die Chancen wahrzunehmen und dabei gleichzeitig die Risiken zu begrenzen ist unsere dringlichste Aufgabe.
Dem Vorstand sind zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes außer den genannten Risiken, keine weiteren, den Bestand der Gesellschaft gefährdenden, Risiken bekannt.
Risikomanagement
Das vorhandene Kontroll- und Risikomanagementsystem wurde im Geschäftsjahr auf seine Funktionsfähigkeit beobachtet und von der Unternehmensführung eingesetzt. Risiken werden in vorgeschriebenen Perioden von den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften identifiziert und beurteilt. Um unsere Risiken zu messen und zu überwachen, bedienen wir uns einer Reihe festgelegter Verfahren. Dazu gehören neben einer regelmäßigen internen detaillierten Monatsberichtserstattung an Aufsichtsrat und Vorstand, regelmäßige gemeinsame Treffen der Geschäftsführer der deutschen Beteiligungsgesellschaften mit dem Vorstand. Dabei wird neben den Veränderungen von operativen Risiken und des geschäftlichen Umfeldes insbesondere über Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen berichtet. Unterstützt wird dieser Prozess durch Wettbewerbs- und Marktanalysen. So halten wir nicht nur die Risiken im operativen Geschäft, sondern auch offene Währungs- und Zinsrisiken unter Kontrolle. Um die Risiken, denen wir ausgesetzt sind, zu messen, zu überwachen und zu kontrollieren, bedienen wir uns einer Reihe von Management- und Kontrollsystemen, darunter ein konzernweites Planungs- und Berichtswesen. Unser internes Kontrollsystem ist so ausgelegt, dass der Konzernabschluss IFRS entspricht und dementsprechend ein Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wiedergegeben wird, das mit den tatsächlichen Verhältnissen übereinstimmt. Im Rahmen unseres Kontroll- und Risikomanagementsystems werden Vorstand und Aufsichtsrat zeitnah und umfassend über Risiken informiert.
Durch die nachfolgend aufgeführten Risiken könnten unser Geschäft, die Finanzausstattung und die Ergebnisse beeinträchtigt werden. Diese Risiken sind nicht die einzigen, denen wir ausgesetzt sind. Zusätzliche Risiken, die wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht kennen oder die wir derzeit für immateriell halten, könnten unser Geschäft ebenfalls beeinflussen. Wo es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, wird ein Risikotransfer auf Versicherer durch den Abschluss von Konzernversicherungsverträgen vorgenommen.
Markt- und Vertriebsrisiko
Volatilität und zyklisches Nachfrageverhalten kennzeichnen den Markt für elektronische Bauelemente, Module und Systeme. Die Nachfrage hängt von den konjunkturellen Schwankungen der Weltwirtschaft ab, wobei zum derzeitigen Zeitpunkt auch in 2012 von einem gemäßigten Wachstum ausgegangen werden kann. Die Schwankungen bei Energie- und Materialkosten aufgrund aktueller Ereignisse sowie die noch immer hohe Volatilität der Wechselkurse werden die Märkte in ihrer Entwicklung weiterhin beeinträchtigen.
Unsere Kunden sind teilweise selbst in zyklischen Branchen tätig und ihr Bedarf an elektronischen Bauelementen, Modulen und Systemen schwankt in starker Abhängigkeit von der Entwicklung ihrer eigenen Märkte, was eine zuverlässige Prognose künftiger Umsatzvolumina und Verkaufspreise äußerst erschwert. Die Absatzmöglichkeiten für unsere Überspannungsschutz- und Lichtwellenleiterverkabelungssysteme sind wesentlich von der Freigabe entsprechender Bundesmittel abhängig; über den Zeitpunkt kann derzeit keine verbindliche Aussage getroffen werden. Der Nucletron-Konzern ist überwiegend in Märkten aktiv, die durch hohes Innovationstempo und schnellen technologischen Wandel gekennzeichnet sind. Daher besteht grundsätzlich das Risiko, dass auf neue Marktentwicklungen bzw. Technologien nicht schnell genug reagiert werden kann und Marktanteile an den Wettbewerb verloren gehen könnten. Außerdem besteht die Gefahr der Verlagerung weiterer Produktionsstätten durch unsere Abnehmer ins Ausland.
Das Vertriebsrisiko wird durch die Jahresplanung der einzelnen Tochtergesellschaften begrenzt und durch unser monatliches Reportingsystem vom Aufsichtsrat und Vorstand überprüft. Die Vertriebsaktivitäten sollen für Eigenprodukte bzw. Systemlösungen intensiviert werden. Die personelle Erweiterung des Vertriebs und die Erschließung neuer Märkte im Ausland sollen den Konzern insgesamt auf eine breitere Basis stellen und von einzelnen Kunden oder Märkten unabhängiger machen.
Risiken bei den Beschaffungsverträgen
Unser größtes Risiko sind die kurzen Laufzeiten der Beschaffungsverträge mit den Lieferanten unserer Tochtergesellschaften. Durch die Erweiterung des Vertriebsspektrums und den Aufbau neuer Lieferantenbeziehungen will man dieses Risiko zukünftig mindern. Der Umsatzanteil an Eigenprodukten, die durch unsere Tochtergesellschaft GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH sowie durch unsere Beteiligungsgesellschaft elektronik-service Bernd Luft GmbH hergestellt werden, betrug im Berichtsjahr 23,8 Prozent (Vorjahr: 26,8 Prozent).
Währungsrisiken
Der Euro hat im Jahresverlauf 2011 gegenüber unserer wichtigsten Handelswährung dem US-Dollar um 3,2 Prozent an Wert verloren. Eine solche Entwicklung des Euro-Kurses – sollte sie andauern – könnte für den Nucletron-Konzern höhere Einkaufspreise bedeuten, gleichzeitig würde sich jedoch die absolute Marge bei den in US-Dollar fakturierten Aufträgen sowie der Auftragsbestand im Bereich Leistungselektronik wertmäßig erhöhen.
Das Fremdwährungsrisiko wird innerhalb der Unternehmensgruppe durch Handelsgeschäfte, deren Einkaufs- und Verkaufspreise auf die gleiche Währung lauten, sowie bei Bedarf durch Derivatgeschäfte am Finanzmarkt gemindert. Devisentermingeschäfte wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr zur Kurssicherung nicht eingesetzt.
Liquiditäts- und Ausfallrisiken
Aufgrund eines konsequenten Kreditlinienmanagements und einer stetigen Bonitätsüberwachung konnten Ausfallrisiken in der Vergangenheit vermieden werden. Die Liquiditätslage des Konzerns wird einer regelmäßigen Betrachtung und Planung unterzogen.
Personalrisiken
Unser Erfolg hängt von dem umfassenden Wissen, der langjährigen Erfahrung und der dauerhaften Mitwirkung unserer Mitarbeiter ab, die zum Teil kurzfristig nur sehr schwer ersetzt werden können. Durch fortwährende Maßnahmen versucht der Nucletron-Konzern die Attraktivität als Arbeitgeber zu erhalten und weiter auszubauen. Der Erfolg des Unternehmens hängt in hohem Maße davon ab, dass wir auch künftig in der Lage sind, qualifizierte Fachkräfte einzustellen und zu integrieren, Mitarbeiter dauerhaft an das Unternehmen zu binden und das Mitarbeiter-Know-how an sich ändernde Markterfordernisse anzupassen. Im Bedarfsfall werben wir erfahrene und hochqualifizierte Ingenieure, Vertriebsmitarbeiter und Führungskräfte an.
IT Risiken
Der ordnungsgemäße Geschäftsbetrieb des Unternehmens hängt in hohem Maße von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme sowie der ausfallsicheren Vernetzung der einzelnen Unternehmenseinheiten ab. Aufgrund des daraus resultierenden Risikopotentials genießt deshalb bei der Nucletron Electronic AG die IT-Sicherheit und das IT-Risikomanagement seit Jahren höchste Priorität. Aufgrund der verteilten Standortstruktur des Unternehmens und der zentralen Datenhaltung wirken sich Verbindungsausfälle negativ auf die Geschäftstätigkeit der Niederlassungen aus. Diesem Risiko wird durch die Nutzung nicht öffentlicher Netze, verschlüsselter Verbindungen sowie die Einführung redundanter Datenleitungen unterschiedlicher Provider gezielt entgegengewirkt. Die Übertragungsqualität und -geschwindigkeit wird durch vertraglich vereinbarte Servicemerkmale und durch die Verwendung von Komprimierungstechniken unterstützt. Vor allem für die geschäftskritischen Bereiche werden hochverfügbare Server mit weitreichenden Redundanzen verwendet. Zur Vermeidung von Datenverlusten werden tägliche Sicherungen der Produktivsysteme durchgeführt. Für die geschäftskritischen Daten ist darüber hinaus eine kontinuierliche Spiegelung implementiert. Sollte es trotz der Vorkehrungen zu schwerwiegenden Störungen kommen, ist der Wiederanlauf der Systeme innerhalb tolerierbarer Ausfallzeiten garantiert. Signifikante IT-Risiken sind derzeit nicht absehbar, sollen aber durch das Server-Hosting in einem Rechenzentrum weiter minimiert werden.
Chancen
Die wesentlichen Chancen des Nucletron-Konzerns sind untrennbar mit den genannten Risiken verbunden. Neben den allgemein gültigen Chancen unternehmerischer Tätigkeit ergeben sich für uns Chancen vor allem aus den Forderungen nach immer effizienteren Möglichkeiten der Wärmebeherrschung sowie im zukunftsträchtigen Markt regenerativer Energien. Diese Form der Energiegewinnung gewinnt aufgrund der steigenden Rohölpreise und der politischen Unsicherheit in einem Großteil der wichtigsten Erzeugerländer sowie der Infragestellung der friedlichen Nutzung der Kernspaltung weiter an Bedeutung. Unser Geschäftsbereich Leistungselektronik ist in diesem Markt mit seinen Elektromechanik-Produkten außerordentlich gut aufgestellt.
Auch die Wärmebeherrschung ist ein allgegenwärtiges Thema in der Elektro- und Elektronikindustrie. Eine effiziente Wärmeableitung ist im Hinblick auf Wirkungsgrad und Lebensdauer bei immer kleineren Baugrößen unerlässlich. Die von uns vertriebenen wärmeleitfähigen Folien sind universell einsetzbar, Platz sparend, effektiv sowie kostengünstig und in der Medizin- und Analysetechnik, Kommunikationstechnik, Industrieelektronik und Automobilindustrie verwendbar. Wir erachten die Wärmebeherrschung als einen Zukunftsmarkt.
Im Geschäftsbereich Schutztechnik sehen wir die besten Wachstumschancen auf dem Gebiet der Silikone sowie im forcierten Vertrieb von kundenspezifischen Produkten oder Systemlösungen in Eigenfertigung.
Ausblick
Das Geschäftsjahr 2011 war von der Finanzmarktkrise und den Unruhen an den Rohstoffmärkten geprägt. Die Nachfrage unserer Kunden nach elektronischen Bauelementen hat sich bisher nicht in dem von uns erwarteten Umfang entwickelt.
Das Tempo des wirtschaftlichen Aufschwungs hat bei Wirtschaftsanalysten und Marktforschungsinstituten zu zuversichtlichen Prognosen für 2012 geführt. Führende Wirtschaftsinstitute prognostizieren für die Weltwirtschaft ein Wachstum von leicht über drei Prozent im Jahr 2012. In der Euro-Zone wird ein leichter Rückgang der Wirtschaftsleistung infolge der Staatsschuldenkrise erwartet. Für Deutschland rechnet die Bundesregierung mit 0,7 Prozent Wirtschaftswachstum, das durch die gestärkte Binnennachfrage getrieben wird.
In diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld ist der Nucletron-Konzern mit einer Reihe negativer Entwicklungsfaktoren konfrontiert, die das Unternehmen nicht beeinflussen kann und die die Nachfrage und den Absatz der Produkte des Nucletron-Konzerns beeinträchtigen können. Der Nucletron-Konzern erwartet für das Geschäftsjahr 2012 in Bezug auf Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Vorjahr leicht verbesserte Jahreszahlen. Im Geschäftsbereich Leistungselektronik erwarten wir für 2012 etwas geringere Umsatzerlöse bei analogem Ergebnisrückgang; im gleichen Zeitraum dürften die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs Schutztechnik, bei einem entsprechend verbesserten Ergebnis, leicht anwachsen.
Der Nucletron-Konzern hält an seiner langfristigen Wachstumsstrategie fest; wir wollen sowohl in neuen als auch in den Märkten wachsen, in denen Nucletron bereits vertreten ist und starke Positionen besetzt. Dazu zählen vor allem Anwendungsgebiete in der Kommunikationstechnik und dem Thermal Management. Die künftige Entwicklung des Nucletron-Konzerns wird wesentlich von dem Abschluss neuer Liefervereinbarungen, den Eigenproduktinnovationen und der Erschließung neuer Märkte, auch international, angetrieben werden. Die innerhalb des Konzerns vorhandenen Fertigungskapazitäten sollen den Markterfordernissen angepasst und gegebenenfalls neu ausgerichtet werden.
Sollten sich die Erwartungen auf eine anhaltende Konjunkturbelebung in 2012 erfüllen, kann davon ausgegangen werden, dass sich auch die Geschäftsaussichten des Nucletron-Konzerns für 2013 verbessern werden und somit die Voraussetzungen und Chancen für eine Umsatz- und Ergebnisverbesserung schaffen.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat planen, der Hauptversammlung am 6. Juli 2012 eine Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2011 vorzuschlagen.
Vergütungsbericht
In unserem Vergütungsbericht fassen wir die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung unseres Vorstands maßgeblich sind und erläutern die Struktur und Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung.
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung des Aufsichtsrats wird durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in § 11 der Satzung geregelt. Sie orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine jährliche Vergütung von TEUR 3. Zusätzlich erhält der Aufsichtsrat eine erfolgsorientierte jährliche Vergütung in Höhe von 150,00 EUR je volle 0,01 EUR, um die der Konzernüberschuss je Stückaktie im jeweiligen Geschäftsjahr, für das die Vergütung gezahlt wird, den Betrag von 0,25 EUR übersteigt. Die erfolgsabhängige Vergütung darf den Betrag der festen jährlichen Vergütung nicht übersteigen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte dieser Vergütung. Die Vergütungen werden in Abhängigkeit von der Dauer der Mitgliedschaft im Aufsichtsrat bzw. des Vorsitzes während des Geschäftsjahres zeitanteilig berechnet (§ 11 Abs. 3 der Satzung). Darüber hinaus werden den Aufsichtsratsmitgliedern Auslagen, die bei der Wahrnehmung ihres Mandates entstehen, erstattet.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Berichtszeitraum satzungsgemäß fixe und variable Vergütungen. Die Gesamtvergütung für den Aufsichtsrat belief sich ohne Reisekostenerstattungen in 2011 auf TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 24).
Vergütung des Vorstands
Das Vergütungssystem für den Vorstand hat zum Ziel, die Vorstandsmitglieder entsprechend ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei nicht nur die persönliche Leistung des jeweiligen Vorstandsmitglieds, sondern auch den Unternehmenserfolg zu berücksichtigen.
Während der aktiven Tätigkeit setzt sich die Vorstandsvergütung aus folgenden Komponenten zusammen:
· Zur erfolgsunabhängigen Vergütung gehören ein monatliches Fixgehalt, Zuschüsse zur Sozialversicherung, Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung, ein Firmenwagen mit privater Nutzungsmöglichkeit sowie Versicherungsschutz gegen dienstliche und private Haftpflicht- und Unfallschäden.
· Die erfolgsbezogene Barvergütung ermittelt sich aus einem Prozentsatz des Konzernergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit abzüglich eines Sockelbetrages sowie einer Tantieme, deren Höhe abhängig von erzielten operativen und betriebswirtschaftlichen Ergebnissen der verbundenen Unternehmen ist.
· Als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter erhalten die Vorstandsmitglieder ab dem Geschäftsjahr 2007 Phantom Stock Optionen. Für jedes volle Geschäftsjahr seiner Vorstandstätigkeit bei der Gesellschaft erhält der Vorstand einen Bonus, der auf Basis eines durchschnittlichen Aktienkurses in virtuelle Aktien (Phantom Stocks) der Nucletron Electronic AG umgerechnet wird. Die Wertentwicklung dieser virtuellen Aktien ist an die Kursentwicklung der Nucletron Aktie gekoppelt. Dabei werden sowohl Kursgewinne als auch Kursverluste berücksichtigt. Zu einem späteren Zeitpunkt werden die virtuellen Aktien anhand des aktuellen Aktienkurses bewertet und ihr Gegenwert ausbezahlt, sofern die Bedingungen dafür vorliegen. Die virtuellen Aktien sind nicht handelbar und beinhalten kein Aktienbezugsrecht.
Bemessungsgrundlage der Berechnung der Gewährung von virtuellen Aktien ist ein Betrag in Höhe von 0,5 Prozent des Konzernergebnisses vor Ertragssteuern (nach IAS 1) und vor Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte (EBTA) abzüglich eines Sockelbetrages von einer Million Euro. Die Anzahl der virtuellen Aktien wird durch Division der Bemessungsgrundlage mit dem durchschnittlichen Börsenkurs der Nucletron Aktie an den zwanzig Börsentagen, die der Aufsichtsratssitzung folgen, die den Jahresabschluss billigt, ermittelt und wird auf ganze Aktien aufgerundet. Somit erfolgt die Ermittlung der Stückzahl der für ein Geschäftsjahr gewährten Aktien erst im Folgejahr.
Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied sehen die derzeitigen Dienstverträge keine Ansprüche auf Leistungen vor. Im Rahmen des Geschäftsführer-Dienstvertrages eines Vorstandes ist eine Zusage für eine Firmenpension beinhaltet, die sowohl eine Alters- als auch eine Hinterbliebenenversorgung umfasst. Die Höhe des Ruhegehalts ist als fixer prozentualer Betrag des pensionsfähigen Gehaltes vereinbart und beträgt aktuell TEUR 59 pro Jahr.
Die Gesamtbarvergütung aller vier Vorstandsmitglieder (Vorjahr: vier) für das Geschäftsjahr 2011 betrug TEUR 822 (Vorjahr: TEUR 764). Davon entfällt auf die Grundvergütung TEUR 718, den erfolgsabhängigen variablen Teil TEUR 92 und auf aktienbasierte Vergütungen TEUR 12. Die Anzahl der für das Geschäftsjahr 2011 gewährten virtuellen Aktien wird erst nach der Feststellung des Jahresabschlusses der Nucletron Electronic AG ermittelt.
Den Pensionsrückstellungen für die Vorstandsmitglieder wurden im Geschäftsjahr 2011 insgesamt TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 62) zugeführt.
Die Rückstellungen für Pensionsansprüche ausgeschiedener Vorstandsmitglieder betrugen zum 31. Dezember 2011 insgesamt TEUR 224 (Vorjahr: TEUR 231). An diesen Personenkreis hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2011 Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 19) gezahlt.
Die Nucletron Electronic AG hat gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2011 von der Möglichkeit des Opting-Out nach § 286 Abs. 5 HGB Gebrauch gemacht und sieht daher von einer individualisierten Veröffentlichung der Vorstandsbezüge ab.
Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG
Der Vorstand hat einen Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG aufgestellt und hierzu folgende Schlusserklärung abgegeben:
"Der Vorstand der Nucletron Electronic AG erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden ist."
Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB sowie die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex wurden auf der Internetseite der Nucletron unter www.nucletron.ag allgemein zugänglich gemacht.
Dank an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Der Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren persönlichen Einsatz und ihr Engagement in einem sehr schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Der Vorstand dankt den Führungskräften für die tatkräftige Unterstützung bei der Erfüllung unserer Konzernziele.
München, den 13. April 2012
Nucletron Electronic Aktiengesellschaft
Bernd Luft
Alfred Krumke
Ralph Schoierer
Robert Tittl
Bilanz zum 31. Dezember 2011
AKTIVA
| EUR | EUR | 31.12.2010 EUR |
|
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 933,00 | 2.533,00 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke und Bauten | 937.749,81 | 1.452.822,51 | |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.773,00 | 3.045,00 | |
| 941.522,81 | 1.455.867,51 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.274.900,73 | 2.274.900,73 | |
| 2. Beteiligungen | 15.180,39 | 15.180,39 | |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 179.586,77 | 7.444,79 | |
| 2.469.667,89 | 2.297.525,91 | ||
| 3.412.123,70 | 3.755.926,42 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 7.421.290,28 | 7.962.094,76 | |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 173.457,15 | 378.996,11 | |
| 7.594.747,43 | 8.341.090,87 | ||
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 2.895.003,32 | 1.505.206,37 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.539,31 | 1.991,86 | |
| 10.491.290,06 | 9.848.289,10 | ||
| 13.903.413,76 | 13.604.215,52 | ||
| Passiva | |||
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 2.804.342,00 | 2.804.342,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 347.381,40 | 347.381,40 | |
| III. Gewinnrücklagen | 615.645,94 | 615.645,94 | |
| IV. Gewinnvortrag | 8.331.469,12 | 7.482.886,28 | |
| V. Jahresüberschuss | 1.074.587,90 | 1.409.451,24 | |
| 13.173.426,36 | 12.659.706,86 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 224.291,00 | 231.060,00 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 0,00 | 1.700,00 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 222.900,00 | 212.550,00 | |
| 447.191,00 | 445.310,00 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.735,56 | 4.183,58 | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 99.650,87 | 66.774,96 | |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 173.409,97 | 428.240,12 | |
| 282.796,40 | 499.198,66 | ||
| 13.903.413,76 | 13.604.215,52 |
Gewinn- und Verlustrechnung 2011
| EUR | EUR | 2010 EUR |
|
|---|---|---|---|
| 1. Sonstige betriebliche Erträge | 448.507,18 | 454.624,68 | |
| davon Währungskursgewinne EUR 0,00 (Vj. EUR 49,37) | |||
| 2. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 141.495,00 | 136.240,16 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 5.936,39 | 7.299,11 | |
| davon für Altersversorgung EUR 672,56 (Vj. EUR 2.207,56) | |||
| 147.431,39 | 143.539,27 | ||
| 3. Abschreibungen auf Sachanlagen | 36.647,16 | 37.549,31 | |
| 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 314.889,90 | 292.870,64 | |
| davon Währungskursverluste EUR 16,94 (Vj. EUR 0,00) | |||
| 5. Erträge aus Beteiligungen | 12.470,54 | 521,22 | |
| 6. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages erhaltene Gewinne | 962.468,17 | 1.379.575,28 | |
| 7. Erträge aus anderen Wertpapieren | 112,36 | 92,09 | |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 640.942,76 | 569.809,60 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 621.857,31 (Vj. EUR 563.199,47) | |||
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 19.320,51 | 16.748,24 | |
| davon an verbundene Unternehmen EUR 8.330,91 (Vj. EUR 2.062,49) | |||
| davon aus Aufzinsung EUR 10.965,00 (Vj. EUR 11.317,00) | |||
| 10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 1.546.212,05 | 1.913.915,41 | |
| 11. Außerordentliche Erträge | 0,00 | 30.150,00 | |
| davon Erträge aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) EUR 0,00 (Vj. EUR 30.150,00) | |||
| 12. Außerordentliche Aufwendungen | 0,00 | 13.123,00 | |
| davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) EUR 0,00 (Vj. EUR 13.123,00) | |||
| 13. Außerordentliches Ergebnis | 0,00 | 17.027,00 | |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 465.493,93 | 515.352,95 | |
| 15. Sonstige Steuern | 6.130,22 | 6.138,22 | |
| 16. Jahresüberschuss | 1.074.587,90 | 1.409.451,24 | |
| 17. Gewinnvortrag | 8.331.469,12 | 7.482.886,28 | |
| 18. Bilanzgewinn | 9.406.057,02 | 8.892.337,52 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2011
Allgemeine Hinweise
Der Jahresabschluss der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) erstellt.
Aufgrund ihrer Börsennotierung am regulierten Markt der Bayerischen Börse in München gilt die Gesellschaft als eine große Kapitalgesellschaft i. S. von § 267 Abs. 3 S. 2 HGB.
Der Vorjahresausweis innerhalb des Eigenkapitals wurde dahingehend angepasst, dass anstatt eines Bilanzgewinns die Positionen Gewinnvortrag und Jahresüberschuss dargestellt werden.
Die Gewinn- und Verlustrechnung der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Im vorliegenden Jahresabschluss werden Realisations- und Imparitätsprinzip beachtet; Vermögensgegenstände sind höchstens zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet.
Das Sachanlagevermögen sowie die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Die Abschreibungen werden unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 33 Jahren linear vorgenommen.
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 410 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten aktiviert.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert.
Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.
Bei der Bemessung der Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Grundlegende Annahmen der Berechnung sind der Zinssatz von 5,14 Prozent, die Lohn- und Gehaltsdynamik sowie die Rentendynamik von 0 Prozent, die Fluktuationswahrscheinlichkeit von 0 Prozent sowie die Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck, Köln 2005G.
Die Verbindlichkeiten werden mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt für die Organschaft auf der Ebene der Gesellschaft als Organträger. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge aller in die Organschaft einbezogenen Unternehmen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.
Finanzanlagen
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Nucletron Electronic AG ist aus der Anlage zum Anhang ersichtlich.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen haben wie im Vorjahr alle eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Finanzierungshilfen sowie den Forderungen aus den Ergebnisabführungen.
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
Zum 31. Dezember 2011 bestand das Grundkapital aus 2.804.342 Stück nennbetragslosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,00.
Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.
Die Aktien der Gesellschaft werden seit dem 1. Mai 1987 am regulierten Markt der Bayerischen Börse in München gehandelt.
Am Grundkapital der Nucletron Electronic AG hält die Bernd Luft Familien-Vermögensverwaltung GmbH, Dreieich, mehr als 75 Prozent. Sie hat am 26. September 2003 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass die Bernd Luft Familien-Vermögensverwaltung GmbH am 24. September 2003 die Schwelle von 75 Prozent der Stimmrechte an der Nucletron Electronic AG überschritten hat.
Genehmigtes Kapital
Nach § 4 Abs. 5 der Satzung der Nucletron Electronic AG ist der Vorstand gemäß § 202 AktG (genehmigtes Kapital) ermächtigt, das Grundkapital bis zum 15. Juli 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 1.402.000 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,
· zum Ausgleich von Spitzenbeträgen;
· wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 Prozent des Grundkapitals nicht überschreitet und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet;
· zur Ausgabe von Aktien gegen Sacheinlagen im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen (auch im Rahmen von Umwandlungen gemäß dem Umwandlungsgesetz);
· zur Ausgabe von Aktien an strategische Partner;
· bei Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und Arbeitnehmer verbundener Unternehmen im Rahmen eines Aktienoptionsplans der Gesellschaft zur Erfüllung ausgeübter Aktienoptionen.
Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, die näheren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung festzulegen.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage stammt aus Agiobeträgen im Rahmen der in 2003 durchgeführten Kapitalerhöhung.
Eigene Aktien
Die Hauptversammlung vom 2. Juli 2010 hat die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Aktien bis zu 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben, sofern die gesetzlich vorgesehene Rücklage für eigene Anteile gebildet werden kann, ohne das Grundkapital oder eine nach Gesetz oder Satzung zu bildende Rücklage zu mindern, die nicht zu Zahlungen an die Aktionäre verwendet werden darf. Die Ermächtigung gilt bis 15. Juli 2015 und kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals durch die Gesellschaft ausgeübt werden. Zusammen mit bereits erworbenen Aktien dürfen nicht mehr als 10 Prozent des Grundkapitals auf eigene Aktien entfallen. Der Erwerb der eigenen Aktien erfolgt je nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebotes. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, als Gegenleistung im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen(-sbeteiligungen) zu verwenden oder sie an strategische Partner zu veräußern. Die eigenen Aktien können auch eingezogen werden, ohne dass es eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden.
Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen der Nucletron Electronic AG setzen sich wie folgt zusammen:
| 2011 TEUR |
2010 TEUR |
|
|---|---|---|
| Gesetzliche Rücklage | ||
| 1. Januar / 31. Dezember | 260 | 260 |
| Andere Gewinnrücklagen | ||
| 1. Januar / 31. Dezember | 356 | 356 |
| 616 | 616 |
Bilanzgewinn
Nach dem Aktiengesetz bemisst sich die an die Aktionäre ausschüttbare Dividende nach dem im Jahresabschluss der Nucletron Electronic AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Bilanzgewinn der Nucletron Electronic AG beträgt zum 31. Dezember 2011 TEUR 9.406 und enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 8.331 (Vj: TEUR 7.483). Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, die Ausschüttung eines Teilbetrags von TEUR 561 zu beschließen.
Rückstellungen
Pensionsrückstellung
Die Pensionsrückstellung der Nucletron Electronic AG besteht gegenüber einem ehemaligen Mitglied des Geschäftsführungsorgans der Rechtsvorgängerin. Pensionszahlungen wurden in Höhe von TEUR 18 geleistet.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie Verpflichtungen im Personalbereich.
Verbindlichkeitenspiegel
| 31.12.2011 TEUR |
31.12.2010 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 10 | 4 |
| - davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 10 | 4 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 100 | 67 |
| - davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 100 | 67 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 173 | 428 |
| - davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 35 | 307 |
| - davon Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren | 138 | 121 |
| - davon aus Steuern | 35 | 306 |
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 0 | 0 |
| 283 | 499 |
Latente Steuern
Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand entspricht grundsätzlich nicht dem sich aus dem Ergebnis der Handelsbilanz ergebenden Steueraufwand. Von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, aktive latente Steuern zu bilden, wurde kein Gebrauch gemacht.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Außerordentliche Erträge und Aufwendungen
Die außerordentlichen Erträge und Aufwendungen des Vorjahres resultierten aus der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes.
Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse
Es bestehen wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse der Nucletron Electronic AG.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Versicherungsverträgen von insgesamt TEUR 84 (Vj. TEUR 59).
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte
Geschäfte, die nicht in der Bilanz enthalten sind und dennoch wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage der Gesellschaft haben, bestanden zum Stichtag nicht.
Aufsichtsrat
Gemäß § 7 der Satzung besteht der Aufsichtsrat der Gesellschaft aus drei Mitgliedern.
Diesem gehörten bis zum 15. Juli 2011 an:
| · Dr. Dirk Wolfertz, Dipl. Wirtschaftsingenieur | Vorsitzender |
| Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften: Elexis AG (Vorsitzender) bis 11. August 2011 | |
| · Michael Feimer, Ingenieur | Arbeitnehmervertreter |
| · Brigitte Luft, Betriebswirtin |
Seit der Neuwahl am 15. Juli 2011 setzt sich der Aufsichtsrat wie folgt zusammen:
| · Dr. Dirk Wolfertz, Dipl. Wirtschaftsingenieur | Vorsitzender |
| Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften: Elexis AG (Vorsitzender) bis 11. August 2011 | |
| · Norbert Lehmann, Elektroinstallateur | Arbeitnehmervertreter |
| · Brigitte Luft, Betriebswirtin |
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2011 vier ordentliche Sitzungen abgehalten.
Vorstand und Vertretung
Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
Einzelvertretungsberechtigtes Vorstandsmitglied:
· Bernd Luft, Ingenieur
Weiterhin Geschäftsführer der GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH, der Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH, der SINUS Electronic GmbH, der elektronik-service Bernd Luft GmbH und der Eichhoff Kondensatoren GmbH
Zur gemeinschaftlichen Vertretung durch zwei Vorstandsmitglieder waren berechtigt:
· Alfred Krumke, Elektrotechniker (FH)
Weiterhin Geschäftsführer der SINUS Electronic GmbH
· Ralph Schoierer, Dipl. Wirtschaftsingenieur
Weiterhin Geschäftsführer der Nucletron Technologies GmbH sowie der HVC-Technologies GmbH
· Robert Tittl, Ingenieur
Weiterhin Geschäftsführer der Nucletron Technologies GmbH sowie der HVC-Technologies GmbH
Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands
Die individualisierte Angabe der Vorstandsbezüge nach § 285 Satz 1 Nr. 9 Satz 5 bis 8 HGB unterbleibt gemäß § 286 Abs. 5 HGB aufgrund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 15. Juli 2011.
Die Bezüge des Vorstands bestehen aus einer Grundvergütung, einem vom Ergebnis abhängigen variablen Teil sowie einer Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung in Form von aktienbasierten Vergütungen. Die Nucletron Electronic AG gewährt als aktienbasierte Vergütung einen vom Konzernergebnis abhängigen Bonus, der in virtuelle Aktien umgewandelt wird. Deren Wertentwicklung vollzieht die Kursentwicklung der Nucletron Aktien vollständig nach. Nachdem der Vorstand aus dem Konzern ausgeschieden ist, kann er sich den fortgeschriebenen Wert seiner virtuellen Aktien erstatten lassen.
Die auf Rechnung der Nucletron Electronic AG geleisteten Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich auf TEUR 135. Davon entfällt auf die Grundvergütung TEUR 123, einen erfolgsabhängigen variablen Teil TEUR 0 und auf aktienbasierte Vergütungen TEUR 12. Die Anzahl der für das Geschäftsjahr 2011 gewährten virtuellen Aktien wird erst nach der Bilanzfeststellung genau festgelegt.
Für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans der Rechtsvorgängerin betrugen die Bezüge TEUR 18.
Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans der Rechtsvorgängerin und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2011 auf TEUR 224.
Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich satzungsgemäß auf feste Bezüge von TEUR 12 und erfolgsabhängige variable Vergütungsteile von TEUR 12.
Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
Die folgende Tabelle enthält die Gesamtbeträge aus Transaktionen zwischen nahe stehenden Unternehmen und Personen für das betreffende Geschäftsjahr, mit Ausnahme der Geschäfte mit Unternehmen, an denen die Nucletron Electronic AG mittelbar oder unmittelbar zu 100 Prozent beteiligt ist:
| Nahe stehende Unternehmen und Personen | Erlöse aus Verkäufen bzw. Leistungen an nahe stehende Unternehmen und Personen TEUR |
Käufe von Waren bzw. Bezug von Leistungen von nahe stehenden Unternehmen und Personen TEUR |
Von nahe stehenden Unternehmen und Personen geschuldete Beträge TEUR |
Nahe stehenden Unternehmen und Personen geschuldete Beträge TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Assoziierte Unternehmen: | |||||
| elektronik-service Bernd Luft GmbH | 2011 (2010) | - (-) | - (-) | - (-) | - (-) |
| Vergütungen für Personen in Schlüsselpositionen des Konzernmanagements | 2011 (2010) | - (-) | 135 (113) | 2 (1) | 150 (138) |
| Mitglieder des Aufsichtsrats | 2011 (2010) | - (-) | 24 (24) | - (-) | 12 (12) |
Mitarbeiter
Die Gesellschaft beschäftigte während des Geschäftsjahres 2011 keinen Mitarbeiter.
Honorar des Abschlussprüfers
Für die Prüfung des Einzelabschlusses und des Konzernabschlusses der Nucletron Electronic AG zum 31. Dezember 2011 wurde ein Gesamthonorar von TEUR 72 (Vj. TEUR 64) berechnet.
Derivative Finanzinstrumente
Zum Stichtag bestanden keine derivativen Finanzinstrumente.
Konzernverhältnisse
Die Gesellschaft ist Konzernobergesellschaft der in der Anlage zu diesem Anhang aufgeführten Gesellschaften. Sie erstellt einen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 für den größten Konzernkreis.
Erklärung gem. § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex
Die Nucletron Electronic Aktiengesellschaft hat – als börsennotiertes Unternehmen – für 2011 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und diese den Aktionären auf der Internet-Homepage der Nucletron Electronic AG dauerhaft zugänglich gemacht.
München, den 13. April 2012
Nucletron Electronic Aktiengesellschaft
Bernd Luft
Alfred Krumke
Ralph Schoierer
Robert Tittl
Zusammengefasste Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2011 gem. § 313 Abs. 2 HGB und § 285 Nr. 11 HGB
| Name und Sitz der Gesellschaft | Anteil am Kapital % |
Eigenkapital 31.12.2011 TEUR |
Jahresergebnis 2011 TEUR |
|---|---|---|---|
| Nucletron Technologies GmbH, München1) | 100 | 383 | 0 |
| HVC-Technologies GmbH, Untereisesheim1) | 100 | 26 | 0 |
| NBL Electronic Beteiligungs GmbH, München1) | 100 | 288 | 0 |
| Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH, München1) | 100 | 51 | 0 |
| SINUS Electronic GmbH, Untereisesheim1) | 100 | 256 | 0 |
| GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH, Untereisesheim1) | 100 | 26 | 0 |
| elektronik-service Bernd Luft GmbH, München2) 3) | 20 | 210 | 150 |
1) Einbeziehung der Gesellschaft in den Konzernabschluss der Nucletron Electronic AG nach dem Grundsatz der Vollkonsolidierung – die Jahresergebnisse sind jeweils nach Ergebnisabführung
2) Einbeziehung der Gesellschaft in den Konzernabschluss der Nucletron Electronic AG at Equity
3) Letzte vorliegende Werte zum 31. Dezember 2010
Entwicklung des Anlagevermögens
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2011 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2011 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 10.454,23 | 0,00 | 0,00 | 10.454,23 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 1.608.195,10 | 0,00 | 584.083,05 | 1.024.112,05 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 10.814,19 | 1.901,16 | 230,57 | 12.484,78 |
| 1.619.009,29 | 1.901,16 | 584.313,62 | 1.036.596,83 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.872.127,48 | 0,00 | 0,00 | 2.872.127,48 |
| 2. Beteiligungen | 15.180,39 | 0,00 | 0,00 | 15.180,39 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 7.444,79 | 172.193,25 | 51,27 | 179.586,77 |
| 2.894.752,66 | 172.193,25 | 51,27 | 3.066.894,64 | |
| 4.524.216,18 | 174.094,41 | 584.364,89 | 4.113.945,70 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2011 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2011 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 7.921,23 | 1.600,00 | 0,00 | 9.521,23 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 155.372,59 | 33.874,00 | 102.884,35 | 86.362,24 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7.769,19 | 1.173,16 | 230,57 | 8.711,78 |
| 163.141,78 | 35.047,16 | 103.114,92 | 95.074,02 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 597.226,75 | 0,00 | 0,00 | 597.226,75 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 597.226,75 | 0,00 | 0,00 | 597.226,75 | |
| 768.289,76 | 36.647,16 | 103.114,92 | 701.822,00 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2011 EUR |
31.12.2010 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 933,00 | 2.533,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 937.749,81 | 1.452.822,51 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.773,00 | 3.045,00 |
| 941.522,81 | 1.455.867,51 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.274.900,73 | 2.274.900,73 |
| 2. Beteiligungen | 15.180,39 | 15.180,39 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 179.586,77 | 7.444,79 |
| 2.469.667,89 | 2.297.525,91 | |
| 3.412.123,70 | 3.755.926,42 |
Bestätigungsvermerk
der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Eschborn/Frankfurt am Main, 13. April 2012
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
gez. Ortinger, Wirtschaftsprüfer
gez. Vöhl, Wirtschaftsprüfer
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss der Nucletron Electronic AG zum 31. Dezember 2011 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
München, den 13. April 2012
Nucletron Electronic Aktiengesellschaft
Bernd Luft
Alfred Krumke
Ralph Schoierer
Robert Tittl
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionäre,
der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2011 die ihm nach Gesetz, Satzung und den Grundsätzen der Corporate Governance obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beratend begleitet und die Geschäftsführung kontinuierlich überwacht. Darüber hinaus waren wir in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für den Nucletron-Konzern unmittelbar einbezogen.
Auch das Geschäftsjahr 2011 war von den Folgen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise und den damit verbundenen geldpolitischen Maßnahmen zur Krisenbewältigung stark beeinflusst. Die Geschäftsentwicklung der Nucletron Electronic AG konnte sich von diesen Geschehen im Berichtsjahr nicht abkoppeln. Im Geschäftsjahr 2011 war ein geringfügiger Rückgang der Umsatzerlöse in Höhe von 1,1 Prozent gegenüber Vorjahr zu verzeichnen. Die Ertragskraft und die Umsatzerlöse der Nucletron-Gruppe sollen durch Restrukturierungsmaßnahmen nachhaltig auf ein Niveau gehoben werden, das den Erwartungen des Unternehmens und seiner Eigentümer entspricht. Das Erreichen dieses Ziels wird zu einem gewissen Grad von der konjunkturellen Entwicklung abhängen.
Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2011
Im Berichtszeitraum wurden vier ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats abgehalten. In diesen Sitzungen standen die aktuelle Unternehmenslage und die allgemeine Entwicklung des Marktes im Vordergrund. Dabei wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung sowie wichtige Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und wesentlicher Beteiligungsgesellschaften mündlich und schriftlich informiert. Insbesondere umfasste diese Unterrichtung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Umsatzentwicklung. Er hat dabei Einblick in die Risikolage, das Risikomanagement und alle wesentlichen Vorhaben und Planungen erhalten. Neben der Erörterung des Geschäftsverlaufs und den sich hieraus ergebenden Maßnahmen standen Fragen zur mittelfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens im Mittelpunkt. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung wurden uns im Einzelnen erläutert. Diese Ausführungen wurden von den Geschäftsführern der operativen Konzerngesellschaften, welche die Lage ihrer Unternehmen ausführlich darstellten, abgerundet.
Ein vom Aufsichtsrat erstellter und in der Geschäftsordnung des Vorstands verankerter Katalog listet die Arten von Geschäften und Maßnahmen auf, die von grundlegender Bedeutung sind und zu deren Vornahme der Vorstand deshalb der Zustimmung des Aufsichtsrats bedarf. Die danach vom Vorstand dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vorzulegenden Geschäfte und Maßnahmen hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand erörtert und eingehend geprüft. Dabei haben regelmäßig der Nutzen und die Auswirkungen des jeweiligen Geschäfts im Mittelpunkt gestanden. Der Aufsichtsrat hat allen ihm zur Zustimmung vorgelegten Geschäften und Maßnahmen zugestimmt.
Zwischen den Sitzungsterminen hat der Aufsichtsratsvorsitzende im kontinuierlichen Austausch mit dem Vorstand und hier insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden die Strategie erörtert und sich über den Gang der Geschäfte sowie wichtige Ereignisse informiert. Neben den Themen der gesetzlichen Regelberichterstattung sind insbesondere folgende Themen intensiv beraten und geprüft worden:
· Die Restrukturierung des Nucletron-Konzerns
· Die Weiterentwicklung der Konzernstrategie.
· Die Budget- und Mittelfristplanung sowie die Dividendenpolitik des Konzerns.
· Die Personalbedarfs- und -bestandsentwicklung des Konzerns.
· Die Risikosituation des Konzerns.
· Die Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung.
Auf dieser Grundlage hat der Aufsichtsrat die Führung der Geschäfte des Unternehmens sorgfältig überwacht. Es wurden keine Ausschüsse gebildet.
Besetzung von Aufsichtsrat
Mit Ablauf der Hauptversammlung am 15. Juli 2011 endete die Amtszeit des vorherigen Aufsichtsrats satzungsgemäß. Frau Brigitte Luft und Herr Dr. Dirk Wolfertz wurden durch die Hauptversammlung am 15. Juli 2011 in ihrem Amt bestätigt. Herr Norbert Lehmann wurde im Rahmen des Drittelbeteiligungsgesetzes als Arbeitnehmervertreter für Herrn Michael Feimer in den Aufsichtsrat gewählt. Der Aufsichtsrat dankt dem ausgeschiedenen Mitglied für seine engagierte Tätigkeit im Interesse des Unternehmens.
Herr Dr. Wolfertz wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 15. Juli 2011 zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.
Die Amtszeit des aktuellen Aufsichtsrats endet mit Ablauf der Hauptversammlung 2016. Der Aufsichtsrat möchte sich bei den Aktionären und Arbeitnehmern für das ihm entgegengebrachte Vertrauen bedanken.
Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2011 waren:
Herr Dr. Dirk Wolfertz, Bad Homburg, Vorsitzender
Frau Brigitte Luft, Dreieich, stellvertretende Vorsitzende
Herr Norbert Lehmann, Eberbach (Baden), Arbeitnehmervertreter (seit 15. Juli 2011)
Herr Michael Feimer, Bad Friedrichshall, Arbeitnehmervertreter (bis 15. Juli 2011)
Corporate Governance
Seit dem Jahr 2002 ergänzt der Deutsche Corporate Governance Kodex mit Empfehlungen und Anregungen die gesetzlichen Vorschriften. Der Kodex umfasst die gesamte Leitung und Überwachung eines Unternehmens sowie der internen und externen Kontrollmechanismen. Verantwortungsbewusste und transparente Corporate Governance fördert das Vertrauen von Investoren, Geschäftspartnern, der Öffentlichkeit und nicht zuletzt der Mitarbeiter des Konzerns.
Vorstand und Aufsichtsrat haben am 28. März 2011 ihre Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 26. Mai 2010 gemäß § 161 AktG erneut abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft zugänglich gemacht.
Der Aufsichtsrat prüft die Effizienz seiner Tätigkeit fortlaufend und ist der Ansicht, effizient zu arbeiten.
Jahresabschluss und Konzernabschluss
Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der Nucletron Electronic AG zum 31. Dezember 2011 wurden, ebenso wie der zusammengefasste Lagebericht für die Nucletron Electronic AG und den Nucletron-Konzern, unter Einbeziehung der Buchführung von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn/ Frankfurt am Main, entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft. Die Prüfungen führten zu keinen Einwänden, die Ernst & Young GmbH erteilte dem Jahresabschluss, dem Konzernabschluss und dem zusammengefassten Lagebericht einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat. Er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das nach seiner Konzeption und tatsächlichen Handhabung geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht der Nucletron Electronic AG und des Konzerns, der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die entsprechenden Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer haben allen Aufsichtsratsmitgliedern fristgerecht vorgelegen. Der Aufsichtsrat ist vom Vorstand über die Risikosituation des Unternehmens angemessen informiert worden. Die vorgelegten Unterlagen wurden vom Aufsichtsrat geprüft und in Anwesenheit und unter Einbeziehung des Abschlussprüfers erörtert. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 23. April 2012 wurde vom Wirtschaftsprüfer über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet. Es gab keine Einwände gegen das Prüfungsergebnis und der Aufsichtsrat stimmte dem Prüfungsergebnis zu.
Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 AktG den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht der Nucletron Electronic AG und des Nucletron-Konzerns sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und den Jahresabschluss der Nucletron Electronic AG und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an.
Abhängigkeitsbericht
Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüft auch den vom Vorstand nach § 312 AktG erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen („Abhängigkeitsbericht“). Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis seiner Prüfung berichtet und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
„Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“
Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Er hat gegen die im Bericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands und das Ergebnis der Prüfung durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft keine Einwände erhoben.
Dank an Mitarbeiter und Management
Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Nucletron-Konzerns für ihren engagierten Einsatz und die geleistete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr Dank und Anerkennung aus. Sie haben damit erneut zu einem erfolgreichen Geschäftsjahr für den Nucletron-Konzern beigetragen.
Wir bedanken uns ganz besonders bei unseren Kunden und Aktionären für das entgegengebrachte Vertrauen.
München, 23. April 2012
Für den Aufsichtsrat
Dr. Dirk Wolfertz, Aufsichtsratsvorsitzender
Ergebnisverwendungsvorschlag
Der Jahresabschluss der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft mit dem Sitz in München zum 31. Dezember 2011 weist einen Bilanzgewinn von EUR 9.406.057,02 aus.
Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
· Zahlung einer Dividende von EUR 0,20 je dividendenberechtigter Stückaktie für alle Aktionäre und den Restbetrag in Höhe von EUR 8.845.188,62 auf neue Rechnung vorzutragen.
| Bilanzgewinn | 9.406.057,02 EUR |
| Ausschüttung insgesamt | 560.868,40 EUR |
| Vortrag auf neue Rechnung | 8.845.188,62 EUR |
München, den 26. März 2012
Nucletron Electronic Aktiengesellschaft
Bernd Luft
Alfred Krumke
Ralph Schoierer
Robert Tittl
Entsprechenserklärung
"Vorstand und Aufsichtsrat der Nucletron Electronic AG erklären, dass den Verhaltensempfehlungen der von der Deutschen Bundesregierung eingesetzten Kodex Kommission zur Unternehmensleitung und Unternehmensüberwachung nicht entsprochen wurde und nicht entsprochen werden soll, weil die Vorteile für die Aktionäre und die Gesellschaft bei Befolgung des Kodex in seiner Gesamtheit, angesichts der Größenordnung und der Struktur der Gesellschaft, in keiner angemessenen Relation zu den Kosten stehen, die mit den erforderlichen organisatorischen Vorkehrungen verbunden sind. Das Unternehmen ist sich der Bedeutung einer einheitlichen Corporate Governance bewusst, und wird prüfen, welche der Empfehlungen auf das Unternehmen zutreffen um diese innerhalb eines angemessenen Zeitrahmens umzusetzen."
München, den 28. März 2011
Bernd Luft, Vorsitzender des Vorstands
Dr. Dirk Wolfertz, Vorsitzender des Aufsichtsrates