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Nucletron Electronic AG Management Reports 2011

May 4, 2012

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Management Reports

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Publication

Nucletron Electronic AG

München

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011

Bericht über die Lage für 2011

der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft, München, und des Konzerns

Der Lagebericht und der Konzernlagebericht der Nucletron Electronic AG sind in den nachfolgenden Ausführungen in Anwendung des § 315 Abs. 3 HGB zusammengefasst. Zusätzlich wurde aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge zwischen der Nucletron Technologies GmbH, München, der HVC-Technologies GmbH, Untereisesheim, und der NBL Electronic Beteiligungs GmbH, München, gemäß § 264 Abs. 3 HGB auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse dieser Gesellschaften als auch der Luft electronic Vertriebsgesellschaft mbH, München, der SINUS Electronic GmbH, Untereisesheim, und der GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH, Untereisesheim, verzichtet.

Zusammensetzung und Struktur des Konzerns

Allgemeines

Die Nucletron Electronic AG, München, ist seit dem 1. Mai 1987 ein börsennotiertes Unternehmen und fungiert ausschließlich als reine Management-Holding. Die Lage der Nucletron Electronic AG als Konzernholding kann daher nur im Zusammenhang mit der Lage des Nucletron-Konzerns beurteilt werden. Ihre Aktien sind am regulierten Markt der Wertpapierbörse in München sowie im Freiverkehr der Börsen Berlin-Bremen, Frankfurt und Stuttgart notiert. Am 31. Dezember 2011 befand sich ein Anteil größer 75 Prozent bei der Bernd Luft Familien-Vermögensverwaltung GmbH, Dreieich.

Die Nucletron Electronic AG, München, ist das Mutterunternehmen des Nucletron-Konzerns und wurde bereits im Jahr 1954 unter dem Namen Schneider & Co. KG gegründet, bevor etwa ein Jahrzehnt später die Umbenennung in Nucletron erfolgte. Die Tochtergesellschaften der Nucletron Electronic AG sind die Nucletron Technologies GmbH, München, die HVC-Technologies GmbH, Untereisesheim, die NBL Electronic Beteiligungs GmbH, München, und unter dieser wiederum die Luft electronic Vertriebsgesellschaft mbH, München, die SINUS Electronic GmbH, Untereisesheim, sowie die GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH, Untereisesheim.

Die Beteiligungsquote beträgt an allen Tochtergesellschaften 100 Prozent. Über die Luft electronic Vertriebsgesellschaft mbH hält der Nucletron-Konzern eine 20 prozentige Beteiligung an der elektronik-service Bernd Luft GmbH, München.

Organisation

Organe der Gesellschaft

Der Vorstand der Nucletron Electronic AG bestand zum 31. Dezember 2011 aus vier Vorständen.

Bernd Luft, Ingenieur, Dreieich Vorstandsvorsitzender
Erstbestellung: 1998
Ablauf des Mandats: 2012
Alfred Krumke, Elektrotechniker (FH), Bad Rappenau Vertriebsvorstand
Erstbestellung: 2007
Ablauf des Mandats: 2012
Ralph Schoierer, Diplomwirtschaftsingenieur, München Finanzvorstand
Erstbestellung: 2007
Ablauf des Mandats: 2012
Robert Tittl, Ingenieur, Kirchseeon Vertriebsvorstand
Erstbestellung: 2007
Ablauf des Mandats: 2012

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Nucletron Electronic AG besteht gemäß § 7 der Satzung aus 3 Mitgliedern. Die Mitglieder des Aufsichtsrats waren zum 31. Dezember 2011:

Dr. Dirk Wolfertz, Geschäftsführer, Bad Homburg Vorsitzender
Brigitte Luft, Betriebswirtin, Dreieich stellvertretende Vorsitzende
Norbert Lehmann, Elektroinstallateur, Eberbach (Baden) Arbeitnehmervertreter

Die Amtszeit des Aufsichtsrates endet mit der ordentlichen Hauptversammlung 2016, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2015 beschließt.

Geschäftsführung der Tochtergesellschaften

Nahezu alle Tochtergesellschaften, mit Ausnahme der NBL Electronic Beteiligungs GmbH, der Luft electronic Vertriebsgesellschaft mbH und der GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH, werden von zwei Geschäftsführern geleitet.

Geschäftsbereiche

Der Nucletron-Konzern entwickelt, fertigt und vertreibt über vier operative Tochtergesellschaften Geräte, Systeme und Bauelemente in den Bereichen Umwelttechnik, Medizin- und Analysetechnik, Photovoltaik, Kommunikationstechnik, Aerospace, Industrieelektronik, Militärtechnik, Mikrowellen- und Abschirmtechnik sowie Schutztechnik. Mit seinem breit gefächerten Portfolio bietet der Nucletron-Konzern ein umfassendes Produkt- und Leistungsangebot. Der Konzern konzentriert sich auf schnell wachsende und technologisch anspruchsvolle Märkte und lässt sich in zwei wesentliche Segmente gliedern:

· Leistungselektronik

· Schutztechnik

Diese Aufgliederung orientiert sich an der internen Organisations- und Berichtsstruktur des Konzerns, wobei unterschiedliche Risiko- und Ertragsstrukturen der Geschäftsfelder berücksichtigt werden.

Die Nucletron Technologies GmbH vertreibt im Geschäftsbereich Leistungselektronik elektronische und elektromechanische Bauteile und Systeme namhafter Hersteller für den Einsatz in der Optoelektronik, der Mikrowellentechnik, der Photovoltaik, der Kommunikationstechnik sowie im Thermal Management. Die HVC-Technologies GmbH ist im selben Bereich mit Produkten der Hochspannungstechnik tätig.

Im Geschäftsbereich Schutztechnik produziert die GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH Systeme zum Schutz vor elektromagnetischen Impulsen (NEMP & LEMP), vor elektrostatischer Entladung (ESD), vor Überspannungen sowie gegen Hochfrequenzstörungen. Der Vertrieb erfolgt durch die SINUS Electronic GmbH, die ergänzend elektronische Bauelemente internationaler Halbleiterhersteller in den Bereichen Medizin- und Automatisierungstechnik, Industrieelektronik und Informationstechnik anbietet. Über die LUFT electronic Vertriebsgesellschaft mbH werden induktive Bauelemente, ein Eigenprodukt unseres Beteiligungsunternehmens elektronik-service Bernd Luft GmbH, exklusiv im Verkehrsbereich und der Militärtechnik vermarktet.

Angaben gemäß § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB

Angaben zum Kapital

Am 31. Dezember 2011 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 2.804.342,00 EUR, eingeteilt in 2.804.342 stimmberechtigte nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 EUR. Nach Kenntnis des Vorstands gibt es keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus der Vereinbarung zwischen Aktionären ergeben könnten.

Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen

Dem Vorstand sind keine Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen der Übertragung der Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 28 Satz 1 des WpHG Anwendung findet. Nach dieser Regelung besteht das Stimmrecht aus Aktien, die einer wesentlichen Beteiligung an der Gesellschaft im Sinne der §§ 21 und 22 WpHG zuzurechnen sind, für die Zeit nicht, in der die Mitteilungspflichten gegenüber der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 21 Abs. 1 oder 1a WpHG nicht erfüllt werden.

Kapitalbeteiligungen größer 10 Prozent

Der Gesellschaft sind folgende direkte oder indirekte Beteiligungen an ihrem Grundkapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten, gemäß § 21 WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) gemeldet worden:

Bernd Luft Familien-Vermögensverwaltung GmbH Anteilsbesitz größer 75 Prozent

Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen

Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten oder einer sonstigen Stimmrechtskontrolle.

Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligungen

Nach Kenntnis des Vorstands üben die Mitarbeiter, die Aktien der Gesellschaft halten, ihre Stimmrechte unmittelbar aus.

Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitgliedern und Änderung der Satzung

Die Bestellung und Abberufung des Vorstands regelt der § 84 Aktiengesetz in Verbindung mit § 85 Aktiengesetz, wonach der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder auf höchstens fünf Jahre bestellt. Werden mehrere Personen zu Vorstandsmitgliedern bestellt, so kann der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen sowie stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.

Gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus einer Person oder mehreren Personen, wobei der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands festlegt.

Satzungsänderungen sind entsprechend § 179 und § 133 Aktiengesetz geregelt. In Absatz 1 des § 179 ist festgelegt, dass jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung bedarf. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, kann die Hauptversammlung dem Aufsichtsrat übertragen. Der Absatz 2 bestimmt, dass der Beschluss der Hauptversammlung einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst, bedarf. Die Satzung kann eine andere Kapitalmehrheit, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere Kapitalmehrheit bestimmen. Sie kann weitere Erfordernisse aufstellen.

In der Satzung der Nucletron Electronic AG sind keine anderen Kapitalmehrheiten oder sonstige Erfordernisse vorgesehen.

Befugnisse des Vorstands

Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnis zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen.

Gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ist der Vorstand berechtigt bis zum 15. Juli 2016 das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen um insgesamt bis zu EUR 1.402.000,00 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats zum Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu folgenden Zwecken berechtigt:

· Ausgleich von Spitzenbeträgen;

· wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 Prozent des Grundkapitals nicht überschreitet und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG);

· Ausgabe von Aktien gegen Sacheinlagen im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen (auch im Rahmen von Umwandlungen gemäß dem Umwandlungsgesetz);

· Ausgabe von Aktien an strategische Partner;

· Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und Arbeitnehmer verbundener Unternehmen im Rahmen eines Aktienoptionsplans der Gesellschaft zur Erfüllung ausgeübter Aktienoptionen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend anzupassen.

Die Befugnisse zum Erwerb eigener Aktien ergeben sich aus §§ 71 ff. AktG sowie zum Bilanzstichtag aus der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 2. Juli 2010. Der Vorstand ist bis zum 1. Juli 2015 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen zu erwerben. Dabei dürfen die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche diese bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen und zu verschiedenen Zeitpunkten ausgeübt werden. Die Ermächtigung kann durch die Gesellschaft, aber auch durch ihre Tochtergesellschaften oder für ihre oder deren Rechnung durch von der Gesellschaft oder von einer Tochtergesellschaft beauftragte Dritte ausgenutzt werden.

Der Erwerb erfolgt unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots. Die Ermächtigung enthält auch Festlegungen über den höchsten und niedrigsten Gegenwert, der jeweils gewährt werden darf.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats aufgrund dieser Ermächtigung erworbene eigene Aktien, soweit sie nicht über die Börse oder aufgrund eines Angebots zum Bezug von Aktien im Verhältnis ihrer Beteiligung an alle Aktionäre veräußert werden sollen, unter Ausschluss der Bezugsrechte der Aktionäre an Dritte zu veräußern, wenn die erworbenen eigenen Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Nicht wesentlich ist eine Unterschreitung des Mittelwertes der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft an der Börse München während der letzten fünf Handelstage vor dem Zeitpunkt der Veräußerung um nicht mehr als 5 Prozent.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates aufgrund dieser Ermächtigung erworbene eigene Aktien, soweit sie nicht über die Börse oder aufgrund eines öffentlichen Angebotes zum Bezug von Aktien im Verhältnis ihrer Beteiligung an alle Aktionäre veräußert werden sollen, unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu folgenden Zwecken zu verwenden:

· als Gegenleistung im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen (auch im Rahmen von Umwandlungen gemäß dem Umwandlungsgesetz);

· Verkauf an strategische Partner;

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien, die aufgrund vorstehender Ermächtigung erworben werden, einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung.

Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels

Der Vorstand hat keine Kenntnis von berichtspflichtigen Vereinbarungen.

Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots

Die Nucletron Electronic AG hat weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit einzelnen Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.

Geschäftsentwicklung

Gesamt- und Branchenentwicklung

Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise galt im Jahr 2011 zunächst als überwunden. Es zeigte sich jedoch, dass die expansiven geldpolitischen Maßnahmen zur Krisenbewältigung in der globalen Rezession einzelne Länder im Jahr 2011 erneut vor erhebliche Herausforderungen stellte. Die Verunsicherungen über Bonitäten, Währungen und Sparpläne fanden im vierten Quartal 2011 einen vorläufigen Höhepunkt an den internationalen Finanzmärkten. Zentrum der Schuldensorgen waren die USA und einzelne Mitgliedstaaten der Europäischen Union. In Folge dessen hat sich die Lage an den Finanzmärkten deutlich zugespitzt und die Finanzierungskosten einzelner Staaten erhöhten sich erheblich.

Die Wirtschaftskraft innerhalb der Europäischen Union entwickelte sich im Jahresverlauf 2011 deutlich heterogen. Es zeigte sich, dass die Schere zwischen Nord und Süd immer größer wurde. Die Ökonomen des Institutes für Weltwirtschaft (IfW) führten in der Winterprognose 2011 aus, dass die Konjunktur im Euroraum ohne Deutschland zum Stillstand gekommen ist; für das Gesamtjahr 2011 erwarteten die Wirtschaftsanalysten dennoch eine positive Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) der Europäischen Union. Im Berichtsjahr 2011 ist die Gesamtwirtschaft mit 3,0 Prozent in Deutschland deutlich gewachsen, noch stärker als in der EU mit 1,6 Prozent (Quelle: IfW).

Der Umsatz mit elektrotechnischen und elektronischen Produkten und Systemen hat sich im letzten Jahr weiter erholt. So folgte dem Zuwachs in 2010 auf EUR 165 Mrd. in 2011 ein erneuter Zuwachs um 8,6 Prozent auf nunmehr EUR 178 Mrd. Dabei hat sich der Inlandsumsatz 2011 von EUR 94,3 Mrd. mit einem Zuwachs von 11,1 Prozent merklich stärker erhöht als der Auslandsumsatz im selben Jahr von EUR 83,6 Mrd., der um sechs Prozent gestiegen ist. (Quelle: ZVEI)

Geschäftsentwicklung des Nucletron-Konzerns

Die weltweite konjunkturelle Entwicklung 2011 stand im Zeichen der Finanzmarktkrise und wurde stark durch die Unruhen an den Rohstoffmärkten beeinflusst. Die Geschäftsentwicklung des Nucletron-Konzerns konnte sich von diesen Geschehen nicht abkoppeln und ist im Vergleich zur allgemeinen Geschäftsentwicklung in Deutschland zurückhaltend verlaufen. Die Nachfrage nach elektronischen Bauelementen hat im Verlauf des Berichtsjahres stagniert und ist auf dem Vorjahresniveau verharrt.

Der Markt für elektronische und elektromechanische Bauelemente, Module und Systeme zeichnete sich über den Berichtszeitraum hinweg durch eine insgesamt verhaltene Nachfrage aus. Die kontinuierliche Verbesserung von Prozessen, Eigenprodukten und Dienstleistungen ist und bleibt für Nucletron ein bedeutender Hebel, um die Zufriedenheit seiner Kunden zu steigern.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Der Konzernauftragseingang ist entgegen der allgemeinen Konjunkturbelebung in 2011 um 21 Prozent auf EUR 14,0 Mio. nach EUR 17,7 Mio. gefallen. Der Auftragsbestand hat sich aufgrund des rückläufigen Auftragseingangs und einem Book-to-Bill von 0,85 (Vorjahr: 1,1) um 2,7 Millionen Euro auf EUR 6,8 Mio. verringert.

Umsatz

Die Umsatzerlöse des Nucletron-Konzerns haben sich im Geschäftsjahr 2011 leicht um 1,1 Prozent (TEUR 190) auf EUR 16,4 Mio. verringert. Ein Anteil von annähernd 85 Prozent der Umsatzerlöse wurde dabei im Inland erzielt. Der Geschäftsbereich Leistungselektronik konnte seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr leicht verbessern, während im Geschäftsbereich Schutztechnik ein Rückgang zu verzeichnen war.

Der zunehmende Wettbewerb im Distributionssektor, der Verlust von Absatzmöglichkeiten durch Produktionsverlagerungen ins Ausland bei einem gleichzeitigen Preisverfall im Inland sowie die Budgetierung der Haushalte der Öffentlichen Hand belastet die Wettbewerbssituation des Nucletron-Konzerns zunehmend. Dieser Situation versucht der Konzern durch eine weitere Spezialisierung und Diversifikation der Produktpalette, z.B. im Bereich der Wärmebeherrschung und bei Silikonen, sowie der Erschließung neuer Absatzmärkte entgegenzuwirken.

Ergebnis

Der Materialaufwand belief sich auf EUR 10,3 Mio. und war damit um TEUR 127 niedriger als im Vorjahr. Der erzielte Rohertrag betrug TEUR 5.836 (Vorjahr: TEUR 6.031) und fiel somit um 3,2 Prozent im Vergleich zur Vorperiode. Dabei verschlechterte sich die Rohertragsquote um 40 Basispunkte und lag bei 36,2 Prozent, nach 36,6 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer sind nahezu unverändert und betrugen EUR 2.857 Mio. nach EUR 2.849 Mio. im Vorjahr, das entspricht einer Veränderung von plus 0,3 Prozent. Die Aufwendungen sind im Wesentlichen aufgrund der Personalentwicklung und dem Rückgang der Verpflichtungen aus leistungsbezogenen Vergütungssystemen um 4,7 Prozent auf TEUR 2.849 gesunken.

Der sonstige betriebliche Aufwand ist wegen zusätzlicher Vertriebs- und Marketingaufwendungen um TEUR 142 (+11,1 Prozent) auf TEUR 1.416 gestiegen.

Die Kosten-Umsatz-Relation ist in Folge um 140 Basispunkte auf 26,5 Prozent angewachsen; dies ohne Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von TEUR 148 (Vorjahr: TEUR 165).

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 1.605 nach TEUR 1.894 im Vorjahr. Die Ergebnisentwicklung ist im Wesentlichen auf den Rohertragsrückgang sowie den Anstieg des sonstigen betrieblichen Aufwands im Berichtsjahr zurückzuführen.

Umsatzerlöse (in TEUR) 2011 Veränderung

in %
2010 Veränderung

in %
2009
Eigenprodukte 3.899 -12,1 % 4.438 -32,8 % 6.604
Fremdprodukte 12.469 2,9 % 12.119 25,8 % 9.636
Summe 16.368 -1,1 % 16.558 2,0 % 16.241

Die EBIT-Marge belief sich auf 9,9 Prozent (Vorjahresvergleichszeitraum 11,5 Prozent). Das EBIT-Ergebnis je Aktie ist von 0,68 EUR in 2010 auf 0,57 EUR in 2011 gefallen und entspricht einer Verschlechterung von 15,3 Prozent.

Der Konzernjahresüberschuss hat um TEUR 251 auf TEUR 1.091 abgenommen. Die Ertragssteuerquote ist mit 31,0 Prozent (Vorjahr: 27,4 Prozent) deutlich angestiegen; bereinigt liegt sie im Rahmen der durchschnittlichen, lokalen Ertragssteuerlast aus Körperschaft- und Gewerbesteuer. Der Anstieg der Steuerquote ist auf eine gegenläufige Entwicklung der Ertragsteuern für Vorjahre und der latenten Steuern im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen.

Geschäftsbereich Leistungselektronik

Der Geschäftsbereich Leistungselektronik konnte von der Konjunkturerholung in 2011 nicht im erwarteten Umfang profitieren. Die Umsatzerlöse der Nucletron Technologies GmbH sind im Jahresvergleich um 1,7 Prozent auf EUR 5,8 Mio. (Vorjahr: EUR 5,9 Mio.) gefallen, die Umsätze der HVC-Technologies GmbH haben sich im gleichen Zeitraum um TEUR 116 auf TEUR 904 (Vorjahr: TEUR 788) erhöht. Im Berichtszeitraum konnten in geringem Umfang Liefer- oder Entwicklungsverträge mit mehrjährigen Laufzeiten abgeschlossen werden, der Auftragsbestand hat sich im Jahresvergleich dennoch deutlich verschlechtert.

Das Segmentergebnis betrug TEUR 876 nach TEUR 889 im Vorjahr.

Leistungselektronik (in TEUR) 2011 Veränderung

in %
2010 Veränderung in % 2009
Umsatzerlöse 6.746 0,2 % 6.730 15,0 % 5.854
Auftragseingang 6.367 -18,4 % 7.805 165,0 % 2.945
Auftragsbestand 3.226 -10,5 % 3.605 42,5 % 2.530

Geschäftsbereich Schutztechnik

Der Geschäftsverlauf des Geschäftsbereichs Schutztechnik entsprach im Geschäftsjahr 2011 nicht der allgemeinen Marktentwicklung. Der Absatz elektronischer Bauelemente im Geschäftsfeld Industrieelektronik der SINUS Electronic GmbH konnte im Berichtsjahr um sieben Prozent gesteigert werden, gleichzeitig gingen aber die Umsatzerlöse im Geschäftsfeld Induktive Bauelemente der LUFT electronic Vertriebsgesellschaft mbH um 3,1 Prozent sowie der Absatz der durch die GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH produzierten Überspannungsschutz- und Lichtwellenleiterverkabelungssysteme des Geschäftsfelds MIL bei der SINUS um 14,6 Prozent gegenüber Vorjahr zurück; die Vorgaben der Jahresplanung konnten nur im Geschäftsfeld Industrieelektronik erreicht werden.

Das Segmentergebnis betrug TEUR 702 nach TEUR 988 im Vorjahr.

Schutztechnik (in TEUR) 2011 Veränderung

in %
2010 Veränderung

in %
2009
Umsatzerlöse 9.622 -2,1 % 9.828 -5,4 % 10.387
Auftragseingang 7.590 -23,6 % 9.940 104,1 % 4.871
Auftragsbestand 3.618 -38,7 % 5.901 -1,2 % 5.971

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Der Nucletron-Konzern konnte seine wesentlichen Bilanzkennzahlen im Geschäftsjahr 2011 erneut verbessern. So ist das Eigenkapital um TEUR 524 auf EUR 9,7 Mio. (Vorjahr: EUR 9,2 Mio.) gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.091 bei einer Dividende von TEUR 561 zurückzuführen. Bei einer um TEUR 76 gestiegenen Bilanzsumme in Höhe von EUR 13,0 Mio. (Vorjahr: EUR 12,9 Mio.), erhöhte sich die Eigenkapitalquote auf 74,8 Prozent (Vorjahr: 71,2 Prozent).

Ertragslage

Das Konzernergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit ist im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund des anhaltenden Preisverfalls bei aktiven (Dioden, Arrays) und induktiven (Kondensatoren, Drosseln, Spulen) Bauelementen sowie wegen des niedrigeren Anteils von Systemen aus Eigenfertigung gegenüber dem Vorjahr um TEUR 266 auf EUR 1,58 Mio. geringer ausgefallen. Der Konzernauftragseingang hat sich im Geschäftsjahr 2011 um 21,3 Prozent auf EUR 14,0 Mio. reduziert; das erreichte Book-to-Bill war mit 0,85 negativ. Der Auftragsbestand hat im Jahresvergleich um 28,0 Prozent abgenommen. Die Rohertragsmarge fiel um 0,4 Prozentpunkte auf 36,2 Prozent. Die um 0,3 Prozentpunkte höhere Personalkostenquote resultiert aus dem, im Vergleich zum Vorjahr, nahezu unveränderten Personalaufwand und bei gleichzeitig leicht gefallenen Umsatzerlösen. Das Ergebnis pro Mitarbeiter fiel trotz einer geringeren Mitarbeiterzahl um TEUR 4 (-9,1 Prozent) auf TEUR 32. Die Steuerquote ist mit 31,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr (27,4 Prozent) deutlich angestiegen.

Nucletron-Konzern (in TEUR) 2011 Veränderung

in %
2010 Veränderung

in %
2009
Auftragsbestand 6.844 -28,0 % 9.506 11,8 % 8.500
Auftragseingang 13.957 -21,3 % 17.745 127,0 % 7.816
Umsatzerlöse 16.368 -1,1 % 16.558 2,0 % 16.241
Rohertrag 5.836 -3,2 % 6.031 -8,5 % 6.586
EBITDA 1.724 -16,3 % 2.059 -14,3 % 2.402
Finanzergebnis 6 112,8 % -47 -14,8 % -55
Jahresüberschuss 1.091 -18,7 % 1.342 -13,0 % 1.542
Materialintensität (vom Umsatz) 62,9 % -0,1 PP 63,0 % 3,3 PP 59,7 %
Personalintensität (vom Umsatz) 17,5 % 0,3 PP 17,2 % -1,2 PP 18,4 %

Finanzlage

Der Nucletron-Konzern hat im Geschäftsjahr 2011 einen positiven Netto-Cashflow in Höhe von TEUR 1.867 erwirtschaftet. Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit betrug TEUR 1.700 (+54,6 Prozent), gleichzeitig konnten Mittelzuflüsse aus Investitionstätigkeit von TEUR 728 erzielt werden. Die Zunahme des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit ist im Wesentlichen auf die deutliche Abnahme der Vorräte, der Forderungen und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie geringeren Ertragssteuerzahlungen gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Der Nucletron-Konzern hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Bankverbindlichkeiten zum Abschlussstichtag und verfügt über eine Nettoliquidität von TEUR 3.790 (Vorjahr: TEUR 1.923). Neben der vorhandenen Liquidität steht uns eine Kreditlinie von TEUR 500 in vollem Umfang zur Verfügung.

Die liquiden Mittel werden kurzfristig und risikoarm angelegt. Aufgrund der Bilanzstruktur und der Auftragslage im Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernjahresabschlusses und des Berichtes über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns ist von einer weiterhin stabilen Lage der Gesellschaft auszugehen.

Nucletron-Konzern (in TEUR) 2011 Veränderung

in %
2010 Veränderung

in %
2009
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1.700 54,6 % 1.099 -47,6 % 2.099
Verzinsliche Darlehen 0 % 0 % 0
Nettoliquidität 3.790 97,1 % 1.923 -1,2 % 1.946

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen des Nucletron-Konzerns beträgt TEUR 12.963 nach TEUR 12.887 im Vorjahr. Die Vorräte haben zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 wegen vorgenommener Abschreibungen auf das Vorratsvermögen und einer bedarfsorientierten Lagerhaltung um TEUR 346 abgenommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verzeichneten eine Abnahme von 22,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresstichtag. Das Zahlungsziel unserer Kunden hat sich wegen eines effizienten Zahlungsmanagements im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt um 2,1 Tage auf 27,8 Tage verbessert.

Der Jahresüberschuss fiel um 18,7 Prozent auf TEUR 1.091 und bewirkte unter Berücksichtigung der ausgezahlten Dividende von TEUR 561 einen Anstieg der Eigenkapitalquote um 3,6 Prozentpunkte auf 74,8 Prozent. Am Bilanzstichtag überstieg das Eigenkapital gemeinsam mit den langfristigen Schulden ohne latente Steuern das Anlagevermögen um 109,5 Prozent (Vorjahr: 83,5 Prozent). Die Anlagenintensität hat aufgrund der Investitionszurückhaltung um 3,6 Prozentpunkte auf 39,5 Prozent abgenommen. Die kurzfristigen Schulden haben sich mit einem Minus von 17,3 Prozent deutlich verringert; dies ist im Wesentlichen auf den stichtagsbedingten Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen sowie der Steuerverbindlichkeiten zurückzuführen.

Nucletron-Konzern (in TEUR) 2011 Veränderung

in %
2010 Veränderung in % 2009
Bilanzsumme 12.963 0,6 % 12.887 6,4 % 12.114
Eigenkapitalquote 74,8 % 3,5 PP 71,1 % 1,9 PP 69,2 %
Anlagendeckung 209,5 % 26,0 PP 183,5 % 16,5 PP 167,0 %
Anlagenintensität 39,5 % -3,6 PP 43,1 % -3,4 PP 46,5 %
kurzfristige Schulden 2.152 -17,3 % 2.601 -0,6 % 2.617
Reichweite Vorräte (in Tagen) 60 -10,4 % 67 10,5 % 60
Umschlagshäufigkeit Vorräte 5,8 5,8 16,1 % 5,0
Debitorenziel (in Tagen) 28 -6,7 % 30 -14,7 % 35

Personal

Die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern hat sich in der Berichtsperiode auf 49 (Vorjahr: 52) verringert. Die Mitarbeiter repräsentieren den Nucletron-Konzern gegenüber Kunden und Lieferanten. Sie tragen unmittelbare Verantwortung für das operative Geschäft. Zur Sicherung der hohen Beratungsqualität und Fachkompetenz finden regelmäßige Schulungen in den Bereichen Vertrieb, Kommunikation und EDV sowie zu den relevanten rechtlichen Vorschriften statt. Die Neueinstellung von qualifizierten Vertriebsmitarbeitern lässt sich an den verschiedenen Standorten des Konzerns unterschiedlich erfolgreich realisieren.

Forschung und Entwicklung

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (F&E) ist innerhalb des Konzerns eine vernachlässigbare Größe, da vorwiegend Handelsprodukte vertrieben werden. Die Schwerpunkte im Bereich F&E lagen in der Weiterentwicklung bereits vorhandener Produkte sowie auf der Verbesserung von Fertigungsprozessen.

Leistungsmanagement

Das Planungs- und Steuerungssystem des Nucletron-Konzerns ist darauf ausgelegt, eine Vielzahl von Instrumenten bereitzustellen, um die aktuelle Geschäftsentwicklung zu bewerten und daraus zukünftige Strategie- und Investitionsentscheidungen abzuleiten. Ziel ist die optimale Ausschöpfung wirtschaftlicher und unternehmerischer Erfolgspotenziale.

Die operative Unternehmensleistung wird anhand der Umsatzerlöse, des EBITA und des Betriebsergebnisses gemessen. Für alle Unternehmensbereiche wird die Leistung monatlich ermittelt und der Budgetplanung gegenübergestellt.

Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsjahres

Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft und des Konzerns im Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses als zurückhaltend, dies vor dem Hintergrund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland in 2011. Die andauernde konjunkturelle Erholung, die sich in Deutschland in 2011 unvermindert fortgesetzt hat, wird auch 2012 Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Nucletron Gruppe haben. Es wird für 2012 von einem leicht verbesserten Umsatz und Ergebnis ausgegangen.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Nucletron Electronic AG

Der Jahresabschluss der Nucletron Electronic AG wird unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach den Vorschriften der §§ 242 bis 256a und der §§ 264 bis 288 HGB sowie den Sondervorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr unverändert beibehalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit TEUR 449 im Vergleich zum Vorjahr gefallen (-1,3 Prozent) und resultieren fast ausschließlich aus Konzernerträgen.

Das Finanzergebnis hat sich im Berichtsjahr um TEUR 337 auf TEUR 1.597 verschlechtert. Im Geschäftsjahr 2011 bestand ein durchgehender Gewinnabführungsvertrag zwischen der Nucletron Electronic AG und allen verbundenen Unternehmen über alle Konzernebenen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine Aufwendungen aus Verlustübernahme aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge entstanden. Der erhaltene Gewinn aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Nucletron Technologies GmbH belief sich auf TEUR 680 nach TEUR 736 im Vorjahr, für die HVC-Technologies GmbH ist im abgelaufenen Geschäftsjahr einem Gewinn von TEUR 153 nach TEUR 99 angefallen. Von der NBL Electronic Beteiligungs GmbH erhielt die Nucletron Electronic AG eine Gewinnabführung von TEUR 129 nach TEUR 544 in 2010.

Nucletron Electronic AG (in TEUR) 2011 Veränderung

in %
2010 Veränderung

in %
2009
Finanzergebnis 1.597 -17,4 % 1.933 9,5 % 1.766
Gewinne aus Ergebnisabführungsverträgen 962 -30,3 % 1.380 -5,1 % 1.454
Aufwendungen aus Verlustübernahme 0 0 11

Die Zinserträge von TEUR 641 stammen im Wesentlichen aus verbundenen Unternehmen (TEUR 622) und haben im vergangenen Jahr zugenommen (12,5 Prozent). Die Zinsaufwendungen von TEUR 19 sind zu einem Teil (TEUR 8) für Zinsen an verbundene Unternehmen angefallen, während der Großteil der nach BilMoG auszuweisenden Aufzinsung von Pensionsrückstellungen geschuldet ist.

Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf TEUR 465 (Vorjahr: TEUR 515).

Die Veränderungen im Sachanlagevermögen sind im Wesentlichen auf die Veräußerung eines bebauten Grundstücks sowie die laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres zurückzuführen. Die Abschreibungen betrugen TEUR 37. Die Finanzanlagen haben aufgrund des Erwerbs von verzinslichen Anleihen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 172 auf TEUR 2.470 zugenommen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind maßgeblich wegen der geringeren Erträge aus der Ergebnisabführung um TEUR 541 auf TEUR 7.421 abgeschmolzen. Die Bilanzstruktur, die Beziehung zwischen dem langfristig gebundenen Vermögen, dem kurzfristig gebunden Vermögen und den liquiden Mitteln, hat sich im Berichtsjahr wegen der Reduktion der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 206 auf TEUR 173 und der Abnahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 541 auf TEUR 7.421 bei einer gleichzeitigen Zunahme der liquiden Mittel um TEUR 1.390 auf TEUR 2.895 weiter zugunsten des kurzfristig gebundenen Vermögens verändert. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen hat mit 24,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (27,6 Prozent) entsprechend abgenommen.

Die Eigenkapitalquote beträgt 94,7 Prozent gegenüber 93,1 Prozent im Vorjahr. Der Gesamtbetrag der Rückstellungen ist mit TEUR 447 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 445) nahezu unverändert.

Nachtragsbericht

Im Zeitraum zwischen dem Abschlussstichtag 2011 und dem Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses der Nucletron Electronic AG sind keine berichtsrelevanten Ereignisse eingetreten.

Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung, Ausblick

Bericht zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem

Einführung

Gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist die Nucletron Electronic AG verpflichtet, im Lagebericht für das am 31. Dezember 2011 endende Geschäftsjahr die Hauptmerkmale seines rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems zu beschreiben.

Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind

· zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit,

· zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie

· zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Die Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungsprozesses ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz der identifizierten Risiken ein regelungskonformer Jahres- bzw. Konzernabschluss erstellt wird.

Beschreibung des internen Kontrollsystems

Die Erstellung des Jahres- bzw. Konzernabschlusses und die Erstellung der Abschlüsse der Tochtergesellschaften finden zentral bei der Nucletron Electronic AG in München in enger Zusammenarbeit mit Steuerberatungsbüros statt. Hierdurch ist sichergestellt, dass die Abschlüsse der Gesellschaften nach einheitlichen Richtlinien und Standards erfolgen.

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden.

Information

Nucletron nutzt ein ERP-System (Enterprise Resource Planning) in Verbindung mit einer modernen Analyse- und Darstellungs-Software, mit denen Informationen sowohl für Ablaufprozesse und interne Kontrollen als auch für Zwecke der Berichterstattung verfügbar gemacht werden.

Kontrollmaßnahmen

Die Gesellschaft hat Kontrollmaßnahmen implementiert, die auf den folgenden allgemeinen Grundsätzen beruhen:

· Kontrollmaßnahmen beruhen auf Richtlinien und Verfahrensvorgaben, einschließlich einer allgemeinen Vollmachts- und Unterschriftenregelung, die für alle Abläufe gilt und Vollmachts- und Genehmigungsstufen festlegt.

· Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen.

· Verantwortlichkeiten werden, wo immer möglich, getrennt (Vieraugenprinzip).

· Geschäftsvorfälle sind so weit wie möglich zu dokumentieren.

· Informationssysteme werden durch Zugriffsberechtigungen auf verschiedenen Ebenen gesichert.

Kontrollmaßnahmen bestehen sowohl in Form von Vorabkontrollen zur Vermeidung von Fehlern und Falschdarstellungen als auch aus Kontrollen im Nachhinein zur Aufdeckung bereits geschehener Fehler.

Risikobericht

Risiken sind alle Ereignisse und möglichen Entwicklungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens, die sich negativ auf die Erreichung unserer Unternehmensziele auswirken können. Die meisten Risiken bergen nach Ansicht des Managements gleichzeitig auch Chancen, die zum Vorteil der Gesellschaft genutzt werden können. Die Nucletron-Gruppe ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Die Chancen wahrzunehmen und dabei gleichzeitig die Risiken zu begrenzen ist unsere dringlichste Aufgabe.

Dem Vorstand sind zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes außer den genannten Risiken, keine weiteren, den Bestand der Gesellschaft gefährdenden, Risiken bekannt.

Risikomanagement

Das vorhandene Kontroll- und Risikomanagementsystem wurde im Geschäftsjahr auf seine Funktionsfähigkeit beobachtet und von der Unternehmensführung eingesetzt. Risiken werden in vorgeschriebenen Perioden von den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften identifiziert und beurteilt. Um unsere Risiken zu messen und zu überwachen, bedienen wir uns einer Reihe festgelegter Verfahren. Dazu gehören neben einer regelmäßigen internen detaillierten Monatsberichtserstattung an Aufsichtsrat und Vorstand, regelmäßige gemeinsame Treffen der Geschäftsführer der deutschen Beteiligungsgesellschaften mit dem Vorstand. Dabei wird neben den Veränderungen von operativen Risiken und des geschäftlichen Umfeldes insbesondere über Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen berichtet. Unterstützt wird dieser Prozess durch Wettbewerbs- und Marktanalysen. So halten wir nicht nur die Risiken im operativen Geschäft, sondern auch offene Währungs- und Zinsrisiken unter Kontrolle. Um die Risiken, denen wir ausgesetzt sind, zu messen, zu überwachen und zu kontrollieren, bedienen wir uns einer Reihe von Management- und Kontrollsystemen, darunter ein konzernweites Planungs- und Berichtswesen. Unser internes Kontrollsystem ist so ausgelegt, dass der Konzernabschluss IFRS entspricht und dementsprechend ein Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wiedergegeben wird, das mit den tatsächlichen Verhältnissen übereinstimmt. Im Rahmen unseres Kontroll- und Risikomanagementsystems werden Vorstand und Aufsichtsrat zeitnah und umfassend über Risiken informiert.

Durch die nachfolgend aufgeführten Risiken könnten unser Geschäft, die Finanzausstattung und die Ergebnisse beeinträchtigt werden. Diese Risiken sind nicht die einzigen, denen wir ausgesetzt sind. Zusätzliche Risiken, die wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht kennen oder die wir derzeit für immateriell halten, könnten unser Geschäft ebenfalls beeinflussen. Wo es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, wird ein Risikotransfer auf Versicherer durch den Abschluss von Konzernversicherungsverträgen vorgenommen.

Markt- und Vertriebsrisiko

Volatilität und zyklisches Nachfrageverhalten kennzeichnen den Markt für elektronische Bauelemente, Module und Systeme. Die Nachfrage hängt von den konjunkturellen Schwankungen der Weltwirtschaft ab, wobei zum derzeitigen Zeitpunkt auch in 2012 von einem gemäßigten Wachstum ausgegangen werden kann. Die Schwankungen bei Energie- und Materialkosten aufgrund aktueller Ereignisse sowie die noch immer hohe Volatilität der Wechselkurse werden die Märkte in ihrer Entwicklung weiterhin beeinträchtigen.

Unsere Kunden sind teilweise selbst in zyklischen Branchen tätig und ihr Bedarf an elektronischen Bauelementen, Modulen und Systemen schwankt in starker Abhängigkeit von der Entwicklung ihrer eigenen Märkte, was eine zuverlässige Prognose künftiger Umsatzvolumina und Verkaufspreise äußerst erschwert. Die Absatzmöglichkeiten für unsere Überspannungsschutz- und Lichtwellenleiterverkabelungssysteme sind wesentlich von der Freigabe entsprechender Bundesmittel abhängig; über den Zeitpunkt kann derzeit keine verbindliche Aussage getroffen werden. Der Nucletron-Konzern ist überwiegend in Märkten aktiv, die durch hohes Innovationstempo und schnellen technologischen Wandel gekennzeichnet sind. Daher besteht grundsätzlich das Risiko, dass auf neue Marktentwicklungen bzw. Technologien nicht schnell genug reagiert werden kann und Marktanteile an den Wettbewerb verloren gehen könnten. Außerdem besteht die Gefahr der Verlagerung weiterer Produktionsstätten durch unsere Abnehmer ins Ausland.

Das Vertriebsrisiko wird durch die Jahresplanung der einzelnen Tochtergesellschaften begrenzt und durch unser monatliches Reportingsystem vom Aufsichtsrat und Vorstand überprüft. Die Vertriebsaktivitäten sollen für Eigenprodukte bzw. Systemlösungen intensiviert werden. Die personelle Erweiterung des Vertriebs und die Erschließung neuer Märkte im Ausland sollen den Konzern insgesamt auf eine breitere Basis stellen und von einzelnen Kunden oder Märkten unabhängiger machen.

Risiken bei den Beschaffungsverträgen

Unser größtes Risiko sind die kurzen Laufzeiten der Beschaffungsverträge mit den Lieferanten unserer Tochtergesellschaften. Durch die Erweiterung des Vertriebsspektrums und den Aufbau neuer Lieferantenbeziehungen will man dieses Risiko zukünftig mindern. Der Umsatzanteil an Eigenprodukten, die durch unsere Tochtergesellschaft GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH sowie durch unsere Beteiligungsgesellschaft elektronik-service Bernd Luft GmbH hergestellt werden, betrug im Berichtsjahr 23,8 Prozent (Vorjahr: 26,8 Prozent).

Währungsrisiken

Der Euro hat im Jahresverlauf 2011 gegenüber unserer wichtigsten Handelswährung dem US-Dollar um 3,2 Prozent an Wert verloren. Eine solche Entwicklung des Euro-Kurses – sollte sie andauern – könnte für den Nucletron-Konzern höhere Einkaufspreise bedeuten, gleichzeitig würde sich jedoch die absolute Marge bei den in US-Dollar fakturierten Aufträgen sowie der Auftragsbestand im Bereich Leistungselektronik wertmäßig erhöhen.

Das Fremdwährungsrisiko wird innerhalb der Unternehmensgruppe durch Handelsgeschäfte, deren Einkaufs- und Verkaufspreise auf die gleiche Währung lauten, sowie bei Bedarf durch Derivatgeschäfte am Finanzmarkt gemindert. Devisentermingeschäfte wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr zur Kurssicherung nicht eingesetzt.

Liquiditäts- und Ausfallrisiken

Aufgrund eines konsequenten Kreditlinienmanagements und einer stetigen Bonitätsüberwachung konnten Ausfallrisiken in der Vergangenheit vermieden werden. Die Liquiditätslage des Konzerns wird einer regelmäßigen Betrachtung und Planung unterzogen.

Personalrisiken

Unser Erfolg hängt von dem umfassenden Wissen, der langjährigen Erfahrung und der dauerhaften Mitwirkung unserer Mitarbeiter ab, die zum Teil kurzfristig nur sehr schwer ersetzt werden können. Durch fortwährende Maßnahmen versucht der Nucletron-Konzern die Attraktivität als Arbeitgeber zu erhalten und weiter auszubauen. Der Erfolg des Unternehmens hängt in hohem Maße davon ab, dass wir auch künftig in der Lage sind, qualifizierte Fachkräfte einzustellen und zu integrieren, Mitarbeiter dauerhaft an das Unternehmen zu binden und das Mitarbeiter-Know-how an sich ändernde Markterfordernisse anzupassen. Im Bedarfsfall werben wir erfahrene und hochqualifizierte Ingenieure, Vertriebsmitarbeiter und Führungskräfte an.

IT Risiken

Der ordnungsgemäße Geschäftsbetrieb des Unternehmens hängt in hohem Maße von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme sowie der ausfallsicheren Vernetzung der einzelnen Unternehmenseinheiten ab. Aufgrund des daraus resultierenden Risikopotentials genießt deshalb bei der Nucletron Electronic AG die IT-Sicherheit und das IT-Risikomanagement seit Jahren höchste Priorität. Aufgrund der verteilten Standortstruktur des Unternehmens und der zentralen Datenhaltung wirken sich Verbindungsausfälle negativ auf die Geschäftstätigkeit der Niederlassungen aus. Diesem Risiko wird durch die Nutzung nicht öffentlicher Netze, verschlüsselter Verbindungen sowie die Einführung redundanter Datenleitungen unterschiedlicher Provider gezielt entgegengewirkt. Die Übertragungsqualität und -geschwindigkeit wird durch vertraglich vereinbarte Servicemerkmale und durch die Verwendung von Komprimierungstechniken unterstützt. Vor allem für die geschäftskritischen Bereiche werden hochverfügbare Server mit weitreichenden Redundanzen verwendet. Zur Vermeidung von Datenverlusten werden tägliche Sicherungen der Produktivsysteme durchgeführt. Für die geschäftskritischen Daten ist darüber hinaus eine kontinuierliche Spiegelung implementiert. Sollte es trotz der Vorkehrungen zu schwerwiegenden Störungen kommen, ist der Wiederanlauf der Systeme innerhalb tolerierbarer Ausfallzeiten garantiert. Signifikante IT-Risiken sind derzeit nicht absehbar, sollen aber durch das Server-Hosting in einem Rechenzentrum weiter minimiert werden.

Chancen

Die wesentlichen Chancen des Nucletron-Konzerns sind untrennbar mit den genannten Risiken verbunden. Neben den allgemein gültigen Chancen unternehmerischer Tätigkeit ergeben sich für uns Chancen vor allem aus den Forderungen nach immer effizienteren Möglichkeiten der Wärmebeherrschung sowie im zukunftsträchtigen Markt regenerativer Energien. Diese Form der Energiegewinnung gewinnt aufgrund der steigenden Rohölpreise und der politischen Unsicherheit in einem Großteil der wichtigsten Erzeugerländer sowie der Infragestellung der friedlichen Nutzung der Kernspaltung weiter an Bedeutung. Unser Geschäftsbereich Leistungselektronik ist in diesem Markt mit seinen Elektromechanik-Produkten außerordentlich gut aufgestellt.

Auch die Wärmebeherrschung ist ein allgegenwärtiges Thema in der Elektro- und Elektronikindustrie. Eine effiziente Wärmeableitung ist im Hinblick auf Wirkungsgrad und Lebensdauer bei immer kleineren Baugrößen unerlässlich. Die von uns vertriebenen wärmeleitfähigen Folien sind universell einsetzbar, Platz sparend, effektiv sowie kostengünstig und in der Medizin- und Analysetechnik, Kommunikationstechnik, Industrieelektronik und Automobilindustrie verwendbar. Wir erachten die Wärmebeherrschung als einen Zukunftsmarkt.

Im Geschäftsbereich Schutztechnik sehen wir die besten Wachstumschancen auf dem Gebiet der Silikone sowie im forcierten Vertrieb von kundenspezifischen Produkten oder Systemlösungen in Eigenfertigung.

Ausblick

Das Geschäftsjahr 2011 war von der Finanzmarktkrise und den Unruhen an den Rohstoffmärkten geprägt. Die Nachfrage unserer Kunden nach elektronischen Bauelementen hat sich bisher nicht in dem von uns erwarteten Umfang entwickelt.

Das Tempo des wirtschaftlichen Aufschwungs hat bei Wirtschaftsanalysten und Marktforschungsinstituten zu zuversichtlichen Prognosen für 2012 geführt. Führende Wirtschaftsinstitute prognostizieren für die Weltwirtschaft ein Wachstum von leicht über drei Prozent im Jahr 2012. In der Euro-Zone wird ein leichter Rückgang der Wirtschaftsleistung infolge der Staatsschuldenkrise erwartet. Für Deutschland rechnet die Bundesregierung mit 0,7 Prozent Wirtschaftswachstum, das durch die gestärkte Binnennachfrage getrieben wird.

In diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld ist der Nucletron-Konzern mit einer Reihe negativer Entwicklungsfaktoren konfrontiert, die das Unternehmen nicht beeinflussen kann und die die Nachfrage und den Absatz der Produkte des Nucletron-Konzerns beeinträchtigen können. Der Nucletron-Konzern erwartet für das Geschäftsjahr 2012 in Bezug auf Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Vorjahr leicht verbesserte Jahreszahlen. Im Geschäftsbereich Leistungselektronik erwarten wir für 2012 etwas geringere Umsatzerlöse bei analogem Ergebnisrückgang; im gleichen Zeitraum dürften die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs Schutztechnik, bei einem entsprechend verbesserten Ergebnis, leicht anwachsen.

Der Nucletron-Konzern hält an seiner langfristigen Wachstumsstrategie fest; wir wollen sowohl in neuen als auch in den Märkten wachsen, in denen Nucletron bereits vertreten ist und starke Positionen besetzt. Dazu zählen vor allem Anwendungsgebiete in der Kommunikationstechnik und dem Thermal Management. Die künftige Entwicklung des Nucletron-Konzerns wird wesentlich von dem Abschluss neuer Liefervereinbarungen, den Eigenproduktinnovationen und der Erschließung neuer Märkte, auch international, angetrieben werden. Die innerhalb des Konzerns vorhandenen Fertigungskapazitäten sollen den Markterfordernissen angepasst und gegebenenfalls neu ausgerichtet werden.

Sollten sich die Erwartungen auf eine anhaltende Konjunkturbelebung in 2012 erfüllen, kann davon ausgegangen werden, dass sich auch die Geschäftsaussichten des Nucletron-Konzerns für 2013 verbessern werden und somit die Voraussetzungen und Chancen für eine Umsatz- und Ergebnisverbesserung schaffen.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat planen, der Hauptversammlung am 6. Juli 2012 eine Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2011 vorzuschlagen.

Vergütungsbericht

In unserem Vergütungsbericht fassen wir die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung unseres Vorstands maßgeblich sind und erläutern die Struktur und Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in § 11 der Satzung geregelt. Sie orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine jährliche Vergütung von TEUR 3. Zusätzlich erhält der Aufsichtsrat eine erfolgsorientierte jährliche Vergütung in Höhe von 150,00 EUR je volle 0,01 EUR, um die der Konzernüberschuss je Stückaktie im jeweiligen Geschäftsjahr, für das die Vergütung gezahlt wird, den Betrag von 0,25 EUR übersteigt. Die erfolgsabhängige Vergütung darf den Betrag der festen jährlichen Vergütung nicht übersteigen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte dieser Vergütung. Die Vergütungen werden in Abhängigkeit von der Dauer der Mitgliedschaft im Aufsichtsrat bzw. des Vorsitzes während des Geschäftsjahres zeitanteilig berechnet (§ 11 Abs. 3 der Satzung). Darüber hinaus werden den Aufsichtsratsmitgliedern Auslagen, die bei der Wahrnehmung ihres Mandates entstehen, erstattet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Berichtszeitraum satzungsgemäß fixe und variable Vergütungen. Die Gesamtvergütung für den Aufsichtsrat belief sich ohne Reisekostenerstattungen in 2011 auf TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 24).

Vergütung des Vorstands

Das Vergütungssystem für den Vorstand hat zum Ziel, die Vorstandsmitglieder entsprechend ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei nicht nur die persönliche Leistung des jeweiligen Vorstandsmitglieds, sondern auch den Unternehmenserfolg zu berücksichtigen.

Während der aktiven Tätigkeit setzt sich die Vorstandsvergütung aus folgenden Komponenten zusammen:

· Zur erfolgsunabhängigen Vergütung gehören ein monatliches Fixgehalt, Zuschüsse zur Sozialversicherung, Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung, ein Firmenwagen mit privater Nutzungsmöglichkeit sowie Versicherungsschutz gegen dienstliche und private Haftpflicht- und Unfallschäden.

· Die erfolgsbezogene Barvergütung ermittelt sich aus einem Prozentsatz des Konzernergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit abzüglich eines Sockelbetrages sowie einer Tantieme, deren Höhe abhängig von erzielten operativen und betriebswirtschaftlichen Ergebnissen der verbundenen Unternehmen ist.

· Als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter erhalten die Vorstandsmitglieder ab dem Geschäftsjahr 2007 Phantom Stock Optionen. Für jedes volle Geschäftsjahr seiner Vorstandstätigkeit bei der Gesellschaft erhält der Vorstand einen Bonus, der auf Basis eines durchschnittlichen Aktienkurses in virtuelle Aktien (Phantom Stocks) der Nucletron Electronic AG umgerechnet wird. Die Wertentwicklung dieser virtuellen Aktien ist an die Kursentwicklung der Nucletron Aktie gekoppelt. Dabei werden sowohl Kursgewinne als auch Kursverluste berücksichtigt. Zu einem späteren Zeitpunkt werden die virtuellen Aktien anhand des aktuellen Aktienkurses bewertet und ihr Gegenwert ausbezahlt, sofern die Bedingungen dafür vorliegen. Die virtuellen Aktien sind nicht handelbar und beinhalten kein Aktienbezugsrecht.

Bemessungsgrundlage der Berechnung der Gewährung von virtuellen Aktien ist ein Betrag in Höhe von 0,5 Prozent des Konzernergebnisses vor Ertragssteuern (nach IAS 1) und vor Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte (EBTA) abzüglich eines Sockelbetrages von einer Million Euro. Die Anzahl der virtuellen Aktien wird durch Division der Bemessungsgrundlage mit dem durchschnittlichen Börsenkurs der Nucletron Aktie an den zwanzig Börsentagen, die der Aufsichtsratssitzung folgen, die den Jahresabschluss billigt, ermittelt und wird auf ganze Aktien aufgerundet. Somit erfolgt die Ermittlung der Stückzahl der für ein Geschäftsjahr gewährten Aktien erst im Folgejahr.

Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied sehen die derzeitigen Dienstverträge keine Ansprüche auf Leistungen vor. Im Rahmen des Geschäftsführer-Dienstvertrages eines Vorstandes ist eine Zusage für eine Firmenpension beinhaltet, die sowohl eine Alters- als auch eine Hinterbliebenenversorgung umfasst. Die Höhe des Ruhegehalts ist als fixer prozentualer Betrag des pensionsfähigen Gehaltes vereinbart und beträgt aktuell TEUR 59 pro Jahr.

Die Gesamtbarvergütung aller vier Vorstandsmitglieder (Vorjahr: vier) für das Geschäftsjahr 2011 betrug TEUR 822 (Vorjahr: TEUR 764). Davon entfällt auf die Grundvergütung TEUR 718, den erfolgsabhängigen variablen Teil TEUR 92 und auf aktienbasierte Vergütungen TEUR 12. Die Anzahl der für das Geschäftsjahr 2011 gewährten virtuellen Aktien wird erst nach der Feststellung des Jahresabschlusses der Nucletron Electronic AG ermittelt.

Den Pensionsrückstellungen für die Vorstandsmitglieder wurden im Geschäftsjahr 2011 insgesamt TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 62) zugeführt.

Die Rückstellungen für Pensionsansprüche ausgeschiedener Vorstandsmitglieder betrugen zum 31. Dezember 2011 insgesamt TEUR 224 (Vorjahr: TEUR 231). An diesen Personenkreis hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2011 Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 19) gezahlt.

Die Nucletron Electronic AG hat gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2011 von der Möglichkeit des Opting-Out nach § 286 Abs. 5 HGB Gebrauch gemacht und sieht daher von einer individualisierten Veröffentlichung der Vorstandsbezüge ab.

Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG

Der Vorstand hat einen Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG aufgestellt und hierzu folgende Schlusserklärung abgegeben:

"Der Vorstand der Nucletron Electronic AG erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden ist."

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB sowie die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex wurden auf der Internetseite der Nucletron unter www.nucletron.ag allgemein zugänglich gemacht.

Dank an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Der Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren persönlichen Einsatz und ihr Engagement in einem sehr schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Der Vorstand dankt den Führungskräften für die tatkräftige Unterstützung bei der Erfüllung unserer Konzernziele.

München, den 13. April 2012

Nucletron Electronic Aktiengesellschaft

Bernd Luft

Alfred Krumke

Ralph Schoierer

Robert Tittl

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011

der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft

AKTIVA

Anhang 31.12.2011

TEUR
31.12.2010

TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 13, 14 3.479 3.476
Sachanlagen 15 1.208 1.792
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 16 0 200
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen 17 237 72
Latenter Steueranspruch 10 76 79
5.000 5.619
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 18 2.671 3.017
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 19 1.126 1.447
Ertragsteuerforderungen 178 381
Sonstige Forderungen (kurzfristig) 20 0 500
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 21 3.790 1.923
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 16, 22 198 0
7.963 7.268
Summe Aktiva 12.963 12.887
Passiva
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 23 2.804 2.804
Kapitalrücklage 23 347 347
Gewinnrücklagen 23 659 659
Unrealisierte Verluste / Gewinne 23 12 18
Bilanzgewinn 24 5.875 5.345
Gesamtsumme Eigenkapital 9.697 9.173
Langfristige Schulden
Rückstellungen 26, 27 1.023 1.027
Latente Steuerschulden 10 91 86
1.114 1.113
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28 965 1.220
Ertragsteuerschulden 28 158 413
Sonstige Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden 28 1.029 968
2.152 2.601
Gesamtsumme Schulden 3.266 3.714
Summe Passiva 12.963 12.887

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für 2011

der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft

Anhang 2011

TEUR
2010

TEUR
I. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse 4 16.368 16.558
Sonstige betriebliche Erträge 5 161 152
Minderung des Bestands an fertigen oder unfertigen Erzeugnissen -231 -100
Materialaufwand 6 10.300 10.427
Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer 7, 8, 25 2.857 2.849
Abschreibungen 13, 15 148 165
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8 1.416 1.274
Verlustanteil aus assoziierten Unternehmen 16 29 -1
Zinserträge 9 24 13
Zinsaufwendungen 9 47 59
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.582 1.848
Ertragsteuern 10 491 506
Jahresüberschuss 1.091 1.342
II. Sonstiges Ergebnis
Überschuss / Fehlbetrag aus veräußerbaren Finanzinstrumenten -6 15
III. Gesamtergebnis 1.085 1.357
Ergebnis pro Aktie, bezogen auf das den Stammaktionären des Mutterunternehmens zurechenbare Periodenergebnis:
Unverwässert (Euro / Aktie) 11 0,39 € 0,48 €
Verwässert (Euro / Aktie) 11 0,39 € 0,48 €
Gewichteter Durchschnitt Anzahl Stammaktien:
Unverwässert (Stück) 11 2.804.342 2.804.342
Verwässert (Stück) 11 2.804.342 2.804.342

Konzernkapitalflussrechnung für 2011

der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft

Anhang 2011

TEUR
2010

TEUR
1. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Jahresüberschuss 1.091 1.342
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 148 165
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) 81 -304
Steueraufwand inkl. latenter Steuern 491 506
Gewinn (-) / Verlust (+) aus Anlageabgängen 32 -1
Zinsergebnis 23 46
Zwischensumme 1.866 1.754
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen 502 -228
Zunahme (+) / Abnahme (-) der langfristigen Rückstellungen -4 5
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen Verbindlichkeiten und abgegrenzten Schulden -151 280
Zwischensumme 2.213 1.811
Erhaltene Zinsen 24 13
Gezahlte Zinsen -3 -7
Gezahlte Ertragsteuern -534 -718
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 29 1.700 1.099
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens des Finanzanlagevermögens 450 5
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -42 -63
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -8 -4
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -172 0
Einzahlung / Auszahlung sonstige kurzfristige Forderungen 20 500 -500
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 30 728 -562
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlung an Unternehmenseigner (Dividendenzahlung) 12 -561 -561
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 31 -561 -561
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1-3) 1.867 -24
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.923 1.947
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 21 3.790 1.923
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 3.790 1.923
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 21 3.790 1.923

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für 2011

der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft

Anhang Ausgegebene Stückaktien Anzahl Gezeichnetes Kapital

TEUR
Kapitalrücklage

TEUR
Konzerneigenkapital zum 31. Dezember 2009 23, 23 2.804.342 2.804 347
Gesamtergebnis
Ausschüttung an Aktionäre 12
Konzerneigenkapital zum 31. Dezember 2010 23, 24 2.804.342 2.804 347
Gesamtergebnis
Ausschüttung an Aktionäre 12
Konzerneigenkapital zum 31. Dezember 2011 23, 24 2.804.342 2.804 347
Unrealisierte Gewinne / Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten

TEUR
Gewinnrücklagen

TEUR
Bilanzgewinn

TEUR
Konzerneigenkapital

TEUR
Konzerneigenkapital zum 31. Dezember 2009 3 659 4.564 8.377
Gesamtergebnis 15 1.342 1.357
Ausschüttung an Aktionäre -561 -561
Konzerneigenkapital zum 31. Dezember 2010 18 659 5.345 9.173
Gesamtergebnis -6 0 1.091 1.085
Ausschüttung an Aktionäre -561 -561
Konzerneigenkapital zum 31. Dezember 2011 12 659 5.875 9.697

Anhang des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2011

der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft

1. Allgemeines

Informationen zum Unternehmen

Die Nucletron Electronic AG (die „Gesellschaft“) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in München, Deutschland, deren Aktien öffentlich am regulierten Markt der Wertpapierbörse in München sowie im Freiverkehr der Börsen Berlin-Bremen, Frankfurt und Stuttgart gehandelt werden. Die Geschäftsräume der Gesellschaft befinden sich in München, Deutschland, Gärtnerstraße 60. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht München, Abteilung B, unter Nr. 77760 eingetragen.

Die Hauptaktivitäten des Konzerns sind in Anhangsangabe 3 beschrieben.

Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Konzernwährung ist der Euro.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Nucletron Electronic AG sowie sämtliche Tochterunternehmen i. S. d. IAS 27.13., konsolidiert nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung:

Währung Stammkapital Kapitalanteil (mittel- und unmittelbar)

in %
Jahresergebnis 2011

TEUR
HVC-Technologies GmbH, Untereisesheim EUR 25.564,61 100 0 *)
Nucletron Technologies GmbH, München EUR 383.468,91 100 0 *)
NBL Electronic Beteiligungs GmbH, München EUR 25.564,56 100 0 *)
GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH, Untereisesheim EUR 25.564,59 100 0 *)
SINUS Electronic GmbH, Untereisesheim EUR 255.645,94 100 0 *)
Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH, München EUR 51.129,19 100 0 *)

*) infolge bestehender Ergebnisabführungsverträge sind die Jahresergebnisse in den Jahresüberschuss der Nucletron Electronic AG eingeflossen

Die Zusammensetzung der in den Konsolidierungskreis einzubeziehenden Unternehmen hat sich im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Die Tochtergesellschaften HVC-Technologies GmbH, Nucletron Technologies GmbH, NBL Electronic Beteiligungs GmbH, Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH, SINUS Electronic GmbH und GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH machen im Hinblick auf die Tatsache, dass ihre Jahresabschlüsse in den vorliegenden Konzernabschluss einbezogen worden sind, von dem Wahlrecht Gebrauch, ihre Jahresabschlüsse nicht mehr gesondert zu veröffentlichen (§ 264 Absatz 3 HGB).

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1 Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind die zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend (TEUR) gerundet.

Erklärung zur Übereinstimmung mit IFRS

Der Konzernabschluss der Nucletron Electronic AG und ihrer Tochterunternehmen steht in Übereinstimmung mit den derzeit gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften.

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der Nucletron Electronic AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens.

Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen, Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen, die im Buchwert von Vermögenswerten enthalten sind, werden eliminiert.

Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d.h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, vollkonsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

2.2 Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Ermessensentscheidungen

Nach Würdigung aller Umstände des Einzelfalls ist die Unternehmensleitung unverändert zu der Überzeugung gelangt, dass die 20 prozentige Beteiligung an der elektronik-service Bernd Luft GmbH, München, dem Konzern einen maßgeblichen Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Beteiligungsgesellschaft verschafft. Die Beteiligung wurde daher – wie im Vorjahr – zunächst at equity bewertet (vgl. Anhangsangabe Tz. 16). Der zum Ende des Geschäftsjahres vorliegenden Veräußerungsabsicht wurde durch den gesonderten Ausweis in der Bilanz als „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte“ Rechnung getragen (IFRS 5, vgl. Anhangsangabe Tz. 22).

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Unternehmensleitung im Übrigen keine Ermessensentscheidungen über wesentliche Fragen treffen müssen.

Unsicherheiten bei der Schätzung

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden im Folgenden erläutert.

Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert eine Schätzung des erzielbaren Betrages, d.h. des höheren Wertes aus dem beizulegenden Zeitwert abzgl. Veräußerungskosten und dem Nutzungswert der Zahlungsmittel generierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss der Konzern die voraussichtlichen künftigen Cashflows aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2011 betrug der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts TEUR 3.468 (2010: TEUR 3.468). Weitere Einzelheiten hierzu sind in Anhangsangabe 14 zu finden.

Angewendete Zinssätze

Für die Bewertung der Verbindlichkeiten und der Pensionsrückstellungen wurden folgende Zinssätze herangezogen:

31.12.2011 31.12.2010
Pensionsrückstellungen 4,57 % 4,18 %

2.3 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Fremdwährungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung und der Darstellungswährung des Konzerns, aufgestellt. Diese Situation gilt für alle Unternehmen im Konsolidierungskreis gleichermaßen. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung der funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zum am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Mittelkurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zum Devisen-Mittelkurs am Bilanzstichtag (Stichtagskurs) in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden im Periodenergebnis erfasst.

Währungsumrechnungskurse

Die im Rahmen der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten angewendeten Mittelkurse des US-Dollars zum Bilanzstichtag betrugen zum:

31.12.2011 31.12.2010
US-Dollar 1,29 USD / EUR 1,34 USD / EUR

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten – mit Ausnahme der Kosten der laufenden Instandhaltung – abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen die geschätzten Nutzungsdauern der Vermögenswerte zu Grunde.

Die Buchwerte der Sachanlagen werden auf Wertminderung überprüft, sobald Indikatoren dafür vorliegen, dass der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigen könnte.

Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden, sofern in der Periode keine qualifizierenden Vermögenswerte erstellt werden, in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Qualifizierte Vermögenswerte, für die eine Einbeziehung von Fremdkapitalkosten in deren Herstellungskosten verpflichtend wäre, bestehen im Konzern nicht.

Geschäfts- oder Firmenwert

Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden bemessen. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich oder dann auf Wertminderung getestet, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigen könnte (vgl. Tz. 14).

Zum Zweck der Überprüfung, ob eine Wertminderung vorliegt, muss der Geschäfts- oder Firmenwert einer Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet werden. Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der Zahlungsmittel generierenden Einheit, auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht, bestimmt. Liegt der erzielbare Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheit unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Eine Zuschreibung bei einer Wertaufholung in Folgeperioden ist hingegen nicht möglich.

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Nach erstmaligem Ansatz ist zunächst festzustellen, ob sie eine begrenzte oder unbestimmte Nutzungsdauer haben. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung untersucht, wann immer es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsperiode und die Abschreibungsmethode werden für einen immateriellen Vermögenswert mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich für den einzelnen Vermögenswert oder auf der Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheit Werthaltigkeitstests durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. An den jeweiligen Bilanzstichtagen existierten im Konzern keine immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer.

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (F&E) ist innerhalb des Konzerns eine vernachlässigbare Größe, da vorwiegend Handelsprodukte vertrieben werden. Die Schwerpunkte im Bereich F&E liegen in der Weiterentwicklung bereits vorhandener Produkte sowie auf der Verbesserung von Fertigungsprozessen. Die Kosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind.

Anteile an einem assoziierten Unternehmen

Die Anteile an einem assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, sofern nicht aufgrund besonderer Umstände eine andere Bewertungsmethode Anwendung findet. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt und das weder ein Tochterunternehmen noch ein Joint Venture ist.

Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich der nach dem Erwerb eingetretenen Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens erfasst. Der mit dem assoziierten Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben.

Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des assoziierten Unternehmens. Unmittelbar im Eigenkapital des assoziierten Unternehmens ausgewiesene Änderungen werden vom Konzern in Höhe seines Anteils erfasst und sofern zutreffend in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen dem Konzern und dem assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil am assoziierten Unternehmen eliminiert.

Der Abschluss des assoziierten Unternehmens wird zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Soweit erforderlich werden Anpassungen an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen.

Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. An jedem Berichtsstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte.

Assoziierte Unternehmen

Nach der Anwendung der Equity-Methode ermittelt der Konzern, ob es erforderlich ist, einen zusätzlichen Wertminderungsaufwand für die Anteile des Konzerns an assoziierten Unternehmen zu erfassen. Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob objektive Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Anteil an einem assoziierten Unternehmen wertgemindert sein könnte. Ist dies der Fall, so wird die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert des Anteils am assoziierten Unternehmen und dem Buchwert für diesen Anteil als Wertminderungsaufwand erfolgswirksam erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert am Erfüllungstag bewertet. Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist.

Umwidmungen haben bislang keine stattgefunden. Der Konzern hat ferner keine finanziellen Vermögenswerte bzw. Schulden bei Zugang der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ zugeordnet.

Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate werden gemäß IAS 39.9 zwangsweise der Kategorie „zu Handelszwecken gehalten“ zugeordnet. Nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder zumindest ermittelbaren Zahlungsbeträgen und festem Fälligkeitstermin werden als bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte eingestuft, wenn der Konzern beabsichtigt und in der Lage ist, diese Vermögenswerte erst bei Fälligkeit einzulösen.

Finanzielle Vermögenswerte, die für einen nicht definierten Zeitraum gehalten werden sollen, gehören nicht zu dieser Klassifizierung. Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind jene nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in eine der drei vorstehend genannten Kategorien eingestuft sind. Nach dem erstmaligen Ansatz werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Gewinne oder Verluste in einer separaten Position des Eigenkapitals erfasst werden. Zu dem Zeitpunkt, an dem der finanzielle Vermögenswert ausgebucht wird oder an dem eine Wertminderung für den finanziellen Vermögenswert festgestellt wird, wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch Bezugnahme auf den an der Börse notierten Geldkurs am Bilanzstichtag ermittelt.

Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil davon) wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Zahlungsströmen erloschen sind.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet.

Kosten, die angefallen sind, um Vorräte an ihren derzeitigen Ort zu bringen und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen, wurden wie folgt bilanziert:

Rohstoffe und Handelswaren · Durchschnittspreismethode
Fertige und unfertige Erzeugnisse bzw. Leistungen · Material- und Lohneinzelkosten sowie angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten basierend auf der normalen Kapazität der Produktionsanlagen ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalkosten

Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Forderungen werden zum Zeitwert der hingegebenen Gegenleistung ausgewiesen und mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls abzüglich Wertminderungen, bewertet. Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder alternativ über eine direkte Abschreibung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der jeweiligen Risikosituation ab.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten.

Für Zwecke der Konzernkapitalflussrechnung umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die oben definierten Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen sowie die in Anspruch genommenen Kontokorrentkredite.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt.

Vermögenswerte, die mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden

Gibt es einen objektiven Hinweis, dass eine Wertminderung bei mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Krediten und Forderungen eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows. Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert und ergebniswirksam erfasst.

Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Ist ein zur Veräußerung verfügbarer Vermögenswert in seinem Wert gemindert, wird ein im Eigenkapital erfasster Betrag in Höhe der Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert, abzüglich etwaiger bereits früher ergebniswirksam erfasster Wertberichtigungen dieses finanziellen Vermögenswerts, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wertaufholungen bei Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbar eingestuft sind, werden nicht im Periodenergebnis erfasst.

Rückstellungen

Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung auf Grund eines vergangenen Ereignisses besitzt, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug eines evtl. Erstattungsbetrags ausgewiesen. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Konzern hat sich gegenüber einigen leitenden Mitarbeitern mittels Einzelzusagen zu Pensionszahlungen verpflichtet. Diese Leistungen werden nicht über einen Fonds finanziert. Die Aufwendungen für die im Rahmen der Pensionszusagen gewährten Leistungen werden gesondert unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nur insoweit als Aufwand oder Ertrag erfasst, als der Saldo der kumulierten, nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste für die Zusagen zum Ende der vorherigen Berichtsperiode 10 Prozent der leistungsorientierten Verpflichtung übersteigt. Diese Gewinne oder Verluste werden über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der von den Pensionszusagen erfassten Arbeitnehmer realisiert. Ein evtl. nach zu verrechnender Dienstzeitaufwand ist bei sofort unverfallbaren Anwartschaften sofort ergebniswirksam zu erfassen.

Der als Schuld aus den Pensionszusagen zu erfassende Betrag ist die Summe des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung und der nicht ergebniswirksam erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste.

Im Rahmen von beitragsorientierten Plänen – im Wesentlichen oder ausschließlich resultierend aus den Arbeitgeberbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung – werden die laufenden Beiträge als Aufwand der Periode erfasst.

Aktienbasierte Vergütung

Einige der Mitarbeiter erhalten als Entlohnung für die geleistete Arbeit eine aktienbasierte Vergütung in Form eines Anspruchs auf künftige Barvergütung. Der Anspruch ist an die Veränderung des Aktienkurses des Unternehmens gekoppelt (sog. Transaktionen mit Barausgleich).

Die Kosten, die aufgrund von Transaktionen mit Barausgleich entstehen, werden zunächst mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung bewertet (zu Einzelheiten siehe Anhangsangabe 25). Die Schuld wird zu jedem Bilanzstichtag und am Erfüllungstag neu mit dem dann beizulegenden Wert bemessen. Änderungen des Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Bei der erstmaligen Erfassung von finanziellen Verbindlichkeiten werden diese mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung, gegebenenfalls nach Abzug der mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen anschließend unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten in der Regel dem Nennbetrag.

Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die Schuld endgültig getilgt oder erlassen wurde.

Leasingverhältnisse

Bei den Leasingverträgen handelt es sich ausschließlich um Operating-Lease-Verhältnisse, so dass keine Aktivierung beim Leasingnehmer erfolgt. Die Leasingraten werden aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die Laufzeit des Leasingvertrags erfasst.

Ertragserfassung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen an den Konzern fließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Darüber hinaus müssen zur Realisation der Erträge die folgenden Ansatzkriterien erfüllt sein:

Verkauf von Waren und Erzeugnissen

Erträge werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Risiken und Chancen auf den Käufer übergegangen sind.

Zinserträge

Erträge werden erfasst, wenn die Zinsansprüche entstanden sind.

Steuern

Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zu Grunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten.

Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode gemäß IAS 12 auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Ansatz und Bewertung von latenten Steueransprüchen und -schulden werden regelmäßig überprüft. Eine Wertberichtigung wird in dem Umfang vorgenommen, in dem die Nutzung der latenten Steueransprüche nicht mehr wahrscheinlich ist.

Umsatzsteuer

Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug von Umsatzsteuern erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:

· wenn beim Kauf von Gütern oder Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von den Steuerbehörden eingefordert werden kann, wird die Umsatzsteuer als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswerts bzw. als Teil der Aufwendungen erfasst; und

· Forderungen und Schulden werden mitsamt dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt. Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet wird oder an diese abgeführt wird, wird unter den Forderungen oder Schulden in der Bilanz erfasst.

Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte

In der Bilanz enthaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten umfassen zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte (Vj. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen), zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen, Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Ansatz- und Bewertungskriterien für diese Posten werden in den jeweiligen Erläuterungen zu den betroffenen Bilanzpositionen offen gelegt.

Finanzinstrumente werden in Einklang mit dem wirtschaftlichen Inhalt der vertraglichen Vereinbarung als Schulden oder Eigenkapital eingestuft. Zinsen, Dividenden, Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten oder einem ihrer Bestandteile, die als finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert werden, sind in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwendungen bzw. Erträge zu erfassen. Die Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten hat zu erfolgen, wenn ein Unternehmen ein einklagbares Recht hat, die erfassten Beträge gegeneinander aufzurechnen, und beabsichtigt, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.

In seltenen Fällen werden feste Verpflichtungen aus Einkaufsgeschäften in USD mittels Devisenterminkontrakten abgesichert, wenn ungünstige Währungskursentwicklungen vorhergesehen werden. Devisenterminkontrakte werden stets zu Marktwerten bewertet; die Marktwertanpassung wird erfolgswirksam vorgenommen, da die Voraussetzungen für Cashflow Hedge-Bilanzierung nicht vorliegen.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) haben folgende für den Konzernabschluss des Nucletron-Konzerns relevante Standards und Interpretationen neu verabschiedet, die ab dem Geschäftsjahr 2011 verpflichtend anzuwenden sind:

IAS 24 „Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Personen“

Der geänderte Standard IAS 24 wurde im November 2008 veröffentlicht. Die vorgenommenen Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01. Januar 2011 beginnen. Die neue Definition von nahe stehenden Unternehmen und Personen stellt die Umstände klar, unter denen Personen und Personen in Schlüsselpositionen die Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen eines Unternehmens beeinflussen. Aus der Anwendung der Änderung ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Verbesserungen der IFRS 2010

Die Änderungen aus dem Improvementprojekt 2010 wurden im Mai 2010 veröffentlicht und sind ganz überwiegend ab dem 1. Januar 2011 anzuwenden. Im Rahmen des Improvementprojekts 2010 wurde eine Vielzahl sowohl materieller Änderungen, die eine Auswirkung auf die Bilanzierung und Bewertung haben können, als auch rein redaktioneller Änderungen erlassen. Für den vorliegenden Abschluss haben sich keine wesentlichen Änderungen aus dem Improvementprojekt 2010 ergeben.

Künftig verpflichtend anzuwendende neue Rechnungslegungsstandards

Im Geschäftsjahr 2011 hat das IASB weitere für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevante Standards verabschiedet, die in der Berichtsperiode noch nicht verpflichtend anzuwenden sind beziehungsweise noch nicht von der Europäischen Union anerkannt sind. Der Konzern hat beschlossen, die folgenden Standards, die bereits herausgegeben wurden, nicht frühzeitig anzuwenden. Die Umsetzung erfolgt spätestens im Jahr der erstmaligen verpflichtenden Anwendung.

IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“

Die Änderungen des IFRS 7 führen zu erweiterten Anhangsangaben bei der Übertragung von finanziellen Vermögenswerten und sollen einen verbesserten Einblick in derartige Transaktionen liefern. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Im Zusammenhang mit Änderungen bei IFRS 9 werden auch erweiterte Angaben im Rahmen des IFRS 7 ab 1. Januar 2015 zu beachten sein. Aus den Änderungen wird kein wesentlicher Einfluss auf die Bilanzierung und Bewertung im Konzernabschluss resultieren, zusätzliche Angabepflichten im Anhang sind denkbar.

IFRS 9 „Finanzinstrumente“

Mit IFRS 9 werden die bisher bestehenden vier Bewertungskategorien für Finanzinstrumente auf zwei reduziert, nämlich zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. IFRS 9 beinhaltet zudem Regelungen zu Umklassifizierungen, eingebetteten Derivaten sowie zur Fair Value Option. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Der Standard wird noch nicht angewendet. Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden derzeit noch geprüft.

IFRS 10 Konzernabschlüsse

IFRS 10 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Der neue Standard ersetzt die Bestimmungen des bisherigen IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse zur Konzernrechnungslegung und die Interpretation SIC-12 Konsolidierung - Zweckgesellschaften. IFRS 10 begründet ein einheitliches Beherrschungskonzept, welches auf alle Unternehmen einschließlich der Zweckgesellschaften Anwendung findet.

Die mit IFRS 10 eingeführten Änderungen erfordern gegenüber der bisherigen Rechtslage erhebliche Ermessensausübung des Managements bei der Beurteilung der Frage, über welche Unternehmen im Konzern Beherrschung ausgeübt wird und ob diese daher im Wege der Vollkonsolidierung künftig in den Konzernabschuss einzubeziehen sind. Auf Grund der klaren Beherrschungsverhältnisse bei den konsolidierten Tochtergesellschaften wird sich auf Basis der Änderungen bei IFRS 10 keine Veränderung des Konsolidierungskreises ergeben.

IFRS 12 Angaben über Beteiligungen an anderen Unternehmen

IFRS 12 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Der Standard regelt einheitlich die Angabepflichten für den Bereich der Konzernrechnungslegung und konsolidiert die Angaben für Tochterunternehmen, die bislang in IAS 27 geregelt waren, die Angaben für gemeinschaftlich geführte und assoziierte Unternehmen, welche sich bislang in IAS 31 bzw. IAS 28 befanden, sowie für strukturierte Unternehmen. Da der neue Standard neben den zuvor bestandenen Erläuterungspflichten neue Angabeerfordernisse formuliert, werden die Konzernangaben zu diesem Unternehmenskreis künftig umfassender sein.

IFRS 13 „Bemessung des beizulegenden Zeitwerts“

Der Standard legt einheitliche Richtlinien für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts fest. Nicht zum Regelungsbereich des Standards gehört dagegen die Frage, wann Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden müssen oder können. IFRS 13 gibt vielmehr Leitlinien, wie der beizulegende Zeitwert unter IFRS sachgerecht zu ermitteln ist, wenn dieser gefordert oder erlaubt ist. Der Konzern untersucht derzeit die Auswirkungen, die der neue Standard auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zukünftig haben wird. Der Standard ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden.

IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (überarbeitet 2011)

Der überarbeitete Standard IAS 28 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Mit der Verabschiedung von IFRS 11 und IFRS 12 wurde der Regelungsbereich von IAS 28 – neben den assoziierten Unternehmen – auch auf die Anwendung der Equity-Methode auf Gemeinschaftsunternehmen ausgeweitet. Da beabsichtigt ist, die Anteile an dem assoziierten Unternehmen zu veräußern, wird diese Standardänderung voraussichtlich keine Auswirkung auf den Konzern haben.

IAS 1 „Darstellung des Abschlusses – Darstellung von Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses“

Die Änderungen des IAS 1 führen zu einer geänderten Gruppierung der im sonstigen Ergebnis dargestellten Posten. Dabei sind Bestandteile, für die künftig eine erfolgswirksame Umgliederung vorgesehen ist (sog. Recycling), getrennt von Bestandteilen darzustellen, die im Eigenkapital verbleiben. Diese Änderung betrifft allein die Darstellungsweise im Abschluss und hat daher keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Insbesondere sind die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste bei der Pensionsrückstellung zukünftig gemäß den neuen Regelungen von IAS 1 auszuweisen. Die Änderung ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen, anzuwenden. Zukünftige Änderungen aus IAS 1 mit Bezug zur Währungsumrechnung sind im Konzern nicht zu erwarten, da die Währungsumrechnung bei monetären Posten nicht im sonstigen Ergebnis erfolgt. Auswirkungen im Konzernabschluss könnten sich hingegen bei Wertänderungen der available for sale Wertpapiere einstellen.

IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“

Der IASB hat den IAS 19 umfassend überarbeitet. Die vorgenommenen Anpassungen reichen von grundlegenden Änderungen, bspw. betreffend Ermittlung von erwarteten Erträgen aus dem Planvermögen und Aufhebung der Korridormethode, bis zu bloßen Klarstellungen und Umformulierungen. Durch die Abschaffung der Korridormethode bzw. eine retrospektive Anwendung der neuen Regelungen werden sich die für Leistungen an Arbeitnehmer gebildeten Pensionsrückstellungen aufgrund noch nicht realisierter Gewinne um TEUR 13 erfolgsneutral vermindern, sofern eine Anwendung des maßgebenden Standards schon heute erfolgen würde. Die Änderung ist jedoch erst für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden.

Änderung von IAS 32 und IFRS 7 – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden

Die Änderung von IAS 32 und IFRS 7 wurde im Dezember 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Mit der Änderung sollen bestehende Inkonsistenzen über eine Ergänzung der Anwendungsleitlinien beseitigt werden. Die bestehenden grundlegenden Bestimmungen zur Saldierung von Finanzinstrumenten werden jedoch beibehalten. Mit der Änderung werden darüber hinaus ergänzende Angaben definiert.

Die Änderung wird keine Auswirkungen auf die vom Konzern angewandten Rechnungslegungsmethoden haben, jedoch weitere Angaben nach sich ziehen.

Verbesserungen der IFRS 2011

Die Änderungen sind das Ergebnis des jährlichen Verbesserungsprozesses des IASB und betreffen eine Vielzahl einzelner IFRS. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Anwendung wird weitere Anhangsangaben mit sich bringen, hat aber voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Zeitpunkt der Offenlegung

Der Konzernabschluss wird dem Aufsichtsrat voraussichtlich in dessen Sitzung am 23. April 2012 zur Billigung vorgelegt und anschließend veröffentlicht.

3. Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung wird entsprechend den Regelungen des IFRS 8 „Geschäftssegmente“ erstellt. Zum Zweck der Konzernsteuerung wurden die Geschäftsbereiche basierend auf der Art der Produkte unabhängig voneinander organisiert und geführt. Jedes Segment stellt dabei einen strategischen Geschäftsbereich dar, dessen Produktpalette und Märkte sich von denen anderer Segmente unterscheiden.

Der Nucletron-Konzern ist in zwei wesentlichen Segmenten tätig, im Bereich der Leistungselektronik durch die Nucletron Technologies GmbH sowie die HVC-Technologies GmbH, im Bereich der Schutztechnik durch die Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH, die SINUS Electronic GmbH sowie die GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH. Diese Aufgliederung orientiert sich an der internen Organisations- und Berichtsstruktur des Konzerns, wobei unterschiedliche Risiko- und Ertragsstrukturen der Geschäftsfelder berücksichtigt werden.

Die Nucletron Technologies GmbH vertreibt im Geschäftsbereich Leistungselektronik elektronische und elektromechanische Bauteile und Systeme namhafter Hersteller für den Einsatz in der Optoelektronik und Mikrowellentechnik sowie im Thermal Management. Die HVC-Technologies GmbH ist im selben Bereich mit Produkten der Hochspannungstechnik tätig.

Im Geschäftsbereich Schutztechnik produziert die GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH Systeme zum Schutz vor elektromagnetischen Impulsen (NEMP & LEMP), vor elektrostatischer Entladung (ESD), vor Überspannungen sowie gegen Hochfrequenzstörungen. Der Vertrieb erfolgt durch die SINUS Electronic GmbH, die ergänzend elektronische Bauelemente internationaler Halbleiterhersteller anbietet. Über die Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH werden die Eigenprodukte des assoziierten Unternehmens vermarktet.

Eine Unterteilung in geografische Bereiche nimmt der Konzern nicht vor. Daraus würden sich ohnehin keine wesentlichen Ergebnisse ableiten lassen, nachdem der Konzern seine Umsatzerlöse ganz überwiegend im Inland realisiert. Außerhalb Deutschlands erzielte der Konzern Umsätze

2011

TEUR
2010

TEUR
in Europa (ohne Deutschland) von 1.249 1.441
im sonstigen Ausland von 1.167 1.426

(Dabei richtet sich die Zuordnung der Außenumsätze nach dem Sitz der Kunden).

Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden in den Überleitungen eliminiert.

Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden anhand der marktüblichen Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Segmenterträge, Segmentaufwendungen und das Segmentergebnis umfassen Transfers zwischen Geschäftssegmenten. Diese Transfers werden bei der Konsolidierung eliminiert.

Geschäftssegmente

Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu Erträgen und Ergebnissen des Konzerns für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2011 und 2010.

Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2011 Überblick über Geschäftssegmente
Leistungselektronik

TEUR
Schutztechnik

TEUR
Überleitungen

TEUR
Summe

TEUR
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse
Erlöse aus Verkäufen an externe Kunden 6.746 9.622 0 16.368
Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten 0 0 0 0
Summe der Umsatzerlöse 6.746 9.622 0 16.368
Ergebnis
Segmentergebnis 876 702 -2 1.576
Erträge aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten (assoziierten Unternehmen) 29 0 29
Zinserträge 24
Zinsaufwendungen -47
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.582
Steueraufwand 491
Ergebnis 1.091
Abschreibung auf Sachanlagen 23 119 1 143
Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte 1 2 2 5
Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2010 Überblick über Geschäftssegmente
Leistungselektronik

TEUR
Schutztechnik

TEUR
Überleitungen

TEUR
Summe

TEUR
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse
Erlöse aus Verkäufen an externe Kunden 6.730 9.828 0 16.558
Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten 0 0 0 0
Summe der Umsatzerlöse 6.730 9.828 0 16.558
Ergebnis
Segmentergebnis 889 988 18 1.895
Erträge aus assoziierten Unternehmen -1 0 -1
Zinserträge 13
Zinsaufwendungen -59
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.848
Steueraufwand 506
Ergebnis 1.342
Abschreibung auf Sachanlagen 26 81 42 149
Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte 4 10 2 16

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

4. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen ausschließlich Erlöse aus dem Verkauf von Gütern und wurden größtenteils mit Industriekunden aus dem Bereich Elektronik in Deutschland erwirtschaftet. Die Umsätze mit den 10 größten Kunden belaufen sich auf ca. 34 Prozent (Vorjahr: 36 Prozent). Der Kunde mit dem höchsten Umsatzanteil erreichte ca. 7 Prozent des Gesamtumsatzes (Vorjahr 10 Prozent). Dieser Umsatz wurde im Segment Schutztechnik erzielt. Der Bereich Leistungselektronik erwirtschaftete 41 Prozent (Vorjahr 41 Prozent) und der Bereich Schutztechnik 59 Prozent (Vorjahr 59 Prozent) des Gesamtumsatzes.

5. Sonstige betriebliche Erträge

2011

TEUR
2010

TEUR
Provisionserträge 13 47
Mieterträge 52 52
periodenfremde Erträge 0 8
Währungsdifferenzen 5 0
sonstige 91 45
161 152

Bei den dargestellten Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen handelt es sich um erfolgswirksame Umrechnungsdifferenzen von Finanzinstrumenten, die nicht gemäß IAS 39 zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind.

6. Materialaufwand

Der Materialaufwand hat sich in 2011 bei leicht zurückgegangenem Umsatz um TEUR 127 auf TEUR 10.300 verringert (2010: TEUR 10.427). Er entfällt größtenteils auf Handelswaren namhafter Elektronikkonzerne.

7. Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer

2011

TEUR
2010

TEUR
Löhne und Gehälter 2.502 2.501
Sozialversicherungsbeiträge 355 348
Aufwendungen für Pensionen (Anhangsangabe 27) 0 0
2.857 2.849

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2011

TEUR
2010

TEUR
Raumkosten 202 204
Kfz-Kosten 148 156
Vertriebskosten 439 334
EDV-Kosten 68 52
Beratungskosten 209 242
Währungsdifferenzen 0 0
sonstige 350 286
1.416 1.274

9. Finanzergebnis

Finanzerträge

2011

TEUR
2010

TEUR
Zinserträge 24 13
Erträge von assoziierten Unternehmen 29 0
53 13

Finanzaufwendungen

2011

TEUR
2010

TEUR
Verluste von assoziierten Unternehmen 0 1
Darlehen und Kontokorrentkredite 3 6
Zinsaufwand für Pensionsverpflichtungen 44 53
47 60

10. Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands für die Geschäftsjahre 2010 und 2011 setzen sich wie folgt zusammen:

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2011

TEUR
2010

TEUR
Tatsächliche Ertragsteuern
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand 466 572
Anpassungen von in Vorjahren angefallenen tatsächlichen Ertragsteuern (+ Nachzahlung/ - Erstattung) 17 -22
Latente Ertragsteuern
Entstehung und Umkehrung temporärer Differenzen 8 -44
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Ertragsteueraufwand 491 506

Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis vor Steuern und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns für die Geschäftsjahre 2010 und 2011 setzt sich wie folgt zusammen:

2011

TEUR
2010

TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.582 1.848
Ertragsteueraufwand zum Steuersatz in Deutschland von 30 % 475 554
Anpassungen von in Vorjahren angefallenen tatsächlichen Ertragsteuern 17 -22
Sonstige 6 30
Steuer auf nichtabzugsfähige Aufwendungen 6 5
Steuerentlastung für steuerfreie Beteiligungserlöse -13 -1
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Ertragsteueraufwand 491 506

Die Ertragsteuern wurden basierend auf den im Geschäftsjahr 2011 erzielten Ergebnissen der einzelnen Gesellschaften ermittelt. Der Körperschaftsteuersatz beträgt im Geschäftsjahr 2011 15 Prozent der steuerlichen Bemessungsgrundlage (Vorjahr: 15 Prozent). Auf die Körperschaftsteuer werden unverändert 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag erhoben. Der Gewerbesteuersatz ist in Deutschland nicht einheitlich festgelegt und beträgt im Konzern durchschnittlich 14 Prozent (Vorjahr: 14 Prozent) der steuerlichen Bemessungsgrundlage. Für temporäre Bewertungsunterschiede wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 7 und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 5 verbraucht. Daneben wurden aktive latente Steuern von TEUR 5 und passive latente Steuern von TEUR 11 gebildet.

Latente Ertragsteuern

Die latenten Ertragsteuern setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

Konzernbilanz Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
2011

TEUR
2010

TEUR
2011

TEUR
2010

TEUR
--- --- --- --- ---
Latente Ertragsteuerschulden
Ansatz und Bewertung von Rückstellungen 46 49 3 0
Bildung eines ertragsteuerrelevanten Sonderposten mit Rücklagenanteil 2 2 0 1
Bewertung von Anlagevermögen 28 30 2 1
Bewertung von Vorräten 9 4 - 5 10
Stichtagsbewertung Währungsverbindlichkeiten 6 1 -5 -1
91 86
Latente Ertragsteueransprüche
Pensionen 61 56 5 28
Zwischengewinneliminierung 15 23 -8 5
76 79
Latenter Ertragsteuerertrag / -aufwand -8 44

Auf den derzeit im Konzern bestehenden steuerlichen Verlustvortrag von EUR 87.767 wurden keine latenten Steueransprüche erfasst, da diese Verluste auf Ebene der Tochtergesellschaften vor Abschluss von Ergebnisabführungsverträgen angefallen sind und infolge der bestehenden steuerlichen Organschaft eine Verrechnung mit dem laufenden zu versteuernden Ergebnis im Organkreis momentan nicht möglich ist. Die temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, für die keine latenten Steuern bilanziert werden, belaufen sich auf TEUR 2.024 (Vj. TEUR 2.311).

Aus der Ausschüttung von Dividenden durch die Nucletron Electronic AG an die Anteilseigner ergeben sich keine ertragsteuerlichen Konsequenzen.

11. Ergebnis je Aktie

Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an während des Jahres sich im Umlauf befindlichen Stammaktien geteilt.

Mangels potentiell verwässernder Eigenkapitalinstrumente entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

Die folgende Tabelle enthält die bei der Berechnung der unverwässerten und verwässerten Ergebnisse je Aktie zu Grunde gelegten Beträge:

2011 2010
Jahresüberschuss 1.091 TEUR 1.342 TEUR
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien 2.804.342 2.804.342
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,39 EUR 0,48 EUR
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien – verwässert 2.804.342 2.804.342
Ergebnis je Aktie verwässert 0,39 EUR 0,48 EUR

In der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses haben keine Transaktionen mit Stammaktien oder potenziellen Stammaktien stattgefunden.

12. Gezahlte und vorgeschlagene Dividenden

2011

EUR
2010

TEUR
Während des Geschäftsjahres beschlossen und ausgeschüttet:
Dividenden auf Stammaktien: - Schlussdividende für 2010: 20 Cent (2009: 20 Cent) 561 561
561 561
Der Hauptversammlung zur Genehmigung vorgeschlagen (zum 31. Dezember 2011 nicht als Schuld erfasst)
Dividenden auf Stammaktien: - Schlussdividende für 2011: 20 Cent (2010: 20 Cent) 561 561

Erläuterungen zur Bilanz

13. Immaterielle Vermögenswerte

31. Dezember 2011 Erworbene Software

TEUR
Geschäfts- oder Firmenwert

TEUR
Summe

TEUR
Anschaffungs-/ Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen Stand 1. Januar 2011 8 3.468 3.476
Zugänge im Geschäftsjahr 8 0 8
Abschreibungen für das Geschäftsjahr -5 0 -5
Stand 31. Dezember 2011 11 3.468 3.479
Stand 1. Januar 2011
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 126 3.468 3.594
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -118 0 -118
Buchwert 8 3.468 3.476
Stand 31. Dezember 2011
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 134 3.468 3.602
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -123 0 -123
Buchwert 11 3.468 3.479
31. Dezember 2010 Erworbene Software

TEUR
Geschäfts- oder Firmenwert

TEUR
Summe

TEUR
Anschaffungs-/ Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen Stand 1. Januar 2010 20 3.468 3.488
Zugänge im Geschäftsjahr 4 0 4
Abschreibungen für das Geschäftsjahr -16 0 -16
Stand 31. Dezember 2010 8 3.468 3.476
Stand 1. Januar 2010
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 122 3.468 3.590
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -102 0 -102
Buchwert 20 3.468 3.488
Stand 31. Dezember 2010
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 126 3.468 3.594
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -118 0 -118
Buchwert 8 3.468 3.476

Ab dem 1. Januar 2004, dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung von IFRS 3, wurde der Geschäfts- oder Firmenwert nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Stattdessen wird er jährlich auf Wertminderung geprüft (siehe Anhangsangabe 14).

Software wird linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der Vermögenswerte wurde wie folgt geschätzt:

2011 2010
Software 3 Jahre 3 Jahre

14. Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertsund immaterieller Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer

Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den Zahlungsmittel generierenden Einheiten, welche mit den rechtlich selbständigen Tochterunternehmen identisch sind, zugeordnet.

Für jedes Tochterunternehmen (entspricht Zahlungsmittel generierende Einheit) wird der erzielbare Betrag auf Basis der Berechnungen eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von drei Jahren genehmigten Finanzplänen basieren. Die für die Cashflow-Prognosen verwendeten Abzinsungssätze wurden als Vorsteuerwert aus den durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC, nach Steuern) mit 6,35 Prozent (2010: 7,7 Prozent bis 8,3 Prozent) für den eigen- und 5,17 Prozent (Vorjahr: 4,25 Prozent) für den fremdfinanzierten Teil wertneutral abgeleitet. Für die Cashflows nach dem Zeitraum von 3 Jahren wird unterstellt, dass sie auf dem Niveau des dritten Planjahres verharren.

Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte, die den jeweiligen Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugeordnet wurden:

Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte 2011

TEUR
2010

TEUR
Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH 1.441 1.441
SINUS Electronic GmbH 1.428 1.428
GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH 599 599
3.468 3.468

**Grundannahmen für die Berechnungdes Nutzungswerts der Geschäftseinheiten zum 31. Dezember 2010 und

zum 31. Dezember 2011**

Im Folgenden werden die Grundannahmen erläutert, auf deren Basis die Unternehmensleitung ihre Cashflow-Prognosen zur Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts erstellt hat.

Bei folgenden, der Berechnung des Nutzungswerts der Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugrunde gelegten Annahmen, bestehen Schätzungsunsicherheiten:

3-Jahres-Geschäftsplan – Der Geschäftsplan wurde aufgrund von Einschätzungen der künftigen Geschäftsentwicklung durch die Unternehmensleitung erstellt. Diesen Einschätzungen lagen Erfahrungswerte der Vergangenheit zugrunde.

Geplante Bruttogewinnmargen – Die Bruttogewinnmargen werden anhand der durchschnittlichen Bruttogewinnspannen, die im unmittelbar vorhergehenden Geschäftsjahr erzielt wurden, ermittelt und unter Berücksichtigung der erwarteten Effizienzsteigerung erhöht.

Preissteigerung von Rohstoffen / Waren – Zur Berücksichtigung der Preissteigerung wurde überwiegend davon ausgegangen, dass es den Unternehmen gelingen wird, Preissteigerungen bei Rohstoffen/Warenbezügen über die Verkaufspreise weiterzugeben. Die getroffenen Grundannahmen stimmen mit denen externer Informationsquellen überein.

Abzinsungssätze – Die Abzinsungssätze spiegeln die Schätzungen der Unternehmensleitung hinsichtlich den einzelnen Zahlungsmittel generierenden Einheiten zuzuordnender spezifischer Risiken wider. Bei der Ermittlung der angemessenen Abzinsungssätze für die einzelnen Zahlungsmittel generierenden Einheiten wurde ein Basiszins von 3,50 Prozent (Vorjahr: 3,25 Prozent) und eine Risikoprämie von 2,85 Prozent (Vorjahr: 4,4 Prozent) berücksichtigt. Für die ewige Rente wird ein Wachstumsabschlag von 1 Prozent unterstellt (Vj. 0 Prozent).

Sensitivität der getroffenen Annahmen

Die ermittelten Nutzungswerte haben die Buchwerte der Zahlungsmittel generierenden Einheiten signifikant überschritten.

Die Unternehmensleitung ist der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des Nutzungswerts der Zahlungsmittel generierenden Einheiten SINUS Electronic GmbH und GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert der Zahlungsmittel generierenden Einheiten ihren erzielbaren Wert übersteigt.

Der vom Management aufgrund von Cashflow-Prognosen ermittelte Nutzungswert der Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH übersteigt deren Buchwert derzeit um TEUR 1.671. Die für die Jahre 2012 bis 2015 geplanten Umsatzerlöse liegen dabei zwischen TEUR 1.400 und TEUR 1.680. Diese Umsatzplanungen könnten um jährlich mehr als TEUR 200 unterschritten werden, ehe mit einer Wertkorrektur des Geschäfts- oder Firmenwerts der Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH gerechnet werden müsste.

15. Sachanlagen

31. Dezember 2011 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

TEUR
Technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen

TEUR
Summe

TEUR
Anschaffungs-/ Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen Stand 1. Januar 2011 1.531 261 1.792
Zugänge 0 42 42
Abgänge -481 -1 -482
Abschreibungen für das Geschäftsjahr -42 -102 -144
Stand 31. Dezember 2011 1.008 200 1.208
Stand 1. Januar 2011 Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.721 1.131 2.852
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -190 -870 -1.060
Buchwert 1.531 261 1.792
Stand 31. Dezember 2011 Anschaffungs- oder Herstellungskosten 1.123 1.115 2.238
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -115 -915 -1.030
Buchwert 1.008 200 1.208
31. Dezember 2010 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

TEUR
Technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen

TEUR
Summe

TEUR
Anschaffungs-/ Herstellungskosten unter Berücksichtigung der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen Stand 1. Januar 2010 1.572 310 1.882
Zugänge 0 63 63
Abgänge 0 -4 -4
Abschreibungen für das Geschäftsjahr -41 -108 -149
Stand 31. Dezember 2010 1.531 261 1.792
Stand 1. Januar 2010 Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.721 1.102 2.823
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -149 -792 -941
Buchwert 1.572 310 1.882
Stand 31. Dezember 2010 Anschaffungs- oder Herstellungskosten 1.721 1.131 2.852
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen -190 -870 -1.060
Buchwert 1.531 261 1.792

Grundstücke und Gebäude mit einem Buchwert von TEUR 1.008 (2010: TEUR 1.531) sind unbelastet und dienen nicht als Sicherheit für Verpflichtungen des Konzerns.

Die Nutzungsdauer der Vermögenswerte wurde wie folgt geschätzt:

2011 2010
Gebäude 33 Jahre 33 Jahre
Technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 12 Jahre 5 bis 12 Jahre

16. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

Der Konzern hält einen Anteil von 20 Prozent an der elektronik-service Bernd Luft GmbH mit Sitz in München. Die Gesellschaft ist in der Produktion von Elektronikteilen tätig.

Die elektronik-service Bernd Luft GmbH ist kein öffentlich notiertes Unternehmen. Die folgende Tabelle enthält zusammengefasste Finanzinformationen über die Anteile des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen elektronik-service Bernd Luft GmbH, wobei zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses der Jahresabschluss des Unternehmens zum 31.12.2011 noch nicht vorlag.

2011

TEUR
2010

TEUR
Anteil an in der Bilanz des assoziierten Unternehmens ausgewiesenen Vermögenswerten und Schulden
Kurzfristige Vermögenswerte 231 351
Langfristige Vermögenswerte 292 230
Kurzfristige Schulden -90 -150
Langfristige Schulden -235 -231
Anteiliges Reinvermögen 198 200
Anteil an Erlösen und Ergebnis des assoziierten Unternehmens
Erlöse 229 232
Ergebnis 29 -1
Buchwert der Beteiligung 198 200

Die erreichte Anteilsquote verschafft dem Konzern einen maßgeblichen Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des assoziierten Unternehmens. Wir verweisen auf unsere Angaben zu den getätigten Ermessensentscheidungen. Die Bewertung erfolgt daher zunächst nach der Equity-Methode.

Aufgrund der Veräußerungsabsicht wurde die Beteiligung Ende des laufenden Geschäftsjahres gemäß IFRS 5 i.V.m. IAS 1 als „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte“ ausgewiesen. Eine Anpassung der Vorjahreswerte sehen die IFRS-Standards für diesen Fall nicht vor. Künftig erfolgt keine Bewertung mehr nach der Equity-Methode sondern der Ausweis erfolgt mit dem Buchwert zum Zeitpunkt der Ausweisänderung bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungswert.

17. Zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen

2011

TEUR
2010

TEUR
Nicht börsennotierte Anteile 15 15
Börsennotierte Anteile Börsennotierte Anleihen/Rentenwerte 47 175 57 0
237 72

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte umfassen Finanzinvestitionen in Stammaktien und haben daher keinen festen Fälligkeitszeitpunkt und keine feste Verzinsung.

Der beizulegende Zeitwert der nicht börsennotierten, zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen ist mangels des aktiven Marktes nicht verlässlich ermittelbar. Ausreichend zuverlässige Informationen, um fundiert auf andere Weise zu einer Bewertung zu gelangen, liegen auch nicht vor. Die Bewertung erfolgt daher zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Der beizulegende Zeitwert der börsennotierten Anteile wird durch den auf einem aktiven Markt veröffentlichten Marktpreis bestimmt.

Für die erworbenen Anleihen besteht subjektiv weder die Absicht, diese bis zur Endfälligkeit zu halten, noch erfolgte der Erwerb zu Handelszwecken. Infolgedessen waren die Anleihen als zur Veräußerung verfügbarer Wert (available for sale) auszuweisen.

18. Vorräte

Der Betrag der Wertminderungen von Vorräten, der als Aufwand erfasst worden ist, beläuft sich auf TEUR 285 (2010: TEUR 170). Dieser Aufwand ist im Materialaufwand erfasst. Von den Wertminderungen auf Vorräte war in 2011 ein Vorratsbestand im Nominalwert von TEUR 1.603 (2010: TEUR 1.035) betroffen.

2011

TEUR
2010

TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 378 435
Unfertige Erzeugnisse 187 435
Fertige Erzeugnisse 129 112
Handelswaren 1.977 2.035
Gesamtsumme der Vorräte (bewertet zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs-/ Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert) 2.671 3.017

Der Vorratsbestand unterliegt teilweise einem Eigentumsvorbehalt der Lieferanten.

19. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

2011

TEUR
2010

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.090 1.406
Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8 0
Sonstige Forderungen 29 41
1.127 1.447

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben im Allgemeinen eine Fälligkeit von 30 Tagen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren zum 31. Dezember 2011 im Nennwert von TEUR 0 (2010: TEUR 0) wertgemindert. Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:

Einzeln wertberichtigt

TEUR
Wertberichtigung auf Portfoliobasis

TEUR
Summe

TEUR
Stand 01.01.2010 5 0 5
Aufwandswirksame Zuführungen 0 0 0
Inanspruchnahme -5 0 -5
Auflösung 0 0 0
Aufzinsung 0 0 0
Stand 31.12.2010 0 0 0
Aufwandswirksame Zuführungen 0 0 0
Inanspruchnahme 0 0 0
Auflösung 0 0 0
Aufzinsung 0 0 0
Stand 31.12.2011 0 0 0

Zum 31. Dezember stellt sich die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt dar:

überfällig, aber nicht wertgemindert
Summe

TEUR
weder überfällig noch wertgemindert

TEUR
< 30 Tage

TEUR
30-60 Tage

TEUR
60-90 Tage

TEUR
90-120 Tage

TEUR
> 120 Tage

TEUR
--- --- --- --- --- --- --- ---
2011 1.090 1.054 36 0 0 0 0
2010 1.406 1.350 50 6 0 0 0

Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch Bonitätsprüfungen und ein Mahnwesen begrenzt. Im operativen Geschäft werden die offenen Forderungen standortbezogen, also dezentral, fortlaufend überwacht. Die durchschnittliche Laufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug im Geschäftsjahr 2011 24 Tage (Geschäftsjahr 2010: 31 Tage).

Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen Verrechnungsbeträge, die dieses Risiko mindern, vor.

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestandes der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht zinstragend und im Allgemeinen innerhalb von 30 Tagen zu begleichen. Im Geschäftsjahr 2011 entstanden Forderungsverluste aus Lieferungen und Leistungen nur in unbedeutender Höhe.

20. Finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)

Bei den kurzfristigen Finanziellen Vermögenswerten handelte es sich im Vorjahr um eine Geldanlage in Form eines Festgelds mit einer Restlaufzeit von mehr als 3 Monaten in Höhe von TEUR 500, das zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurde. Der Zinssatz betrug 1,08 Prozent pro Jahr. Der beizulegende Zeitwert entsprach aufgrund der kurzen Laufzeit und der Verzinsung nahe dem Marktzins in etwa dem Buchwert.

Zum Bilanzstichtag des laufenden Jahres waren keine Geldanlagen vorhanden, deren Restlaufzeit mehr als 3 Monate beträgt.

21. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Für Zwecke der Konzernkapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember wie folgt zusammen:

2011

TEUR
2010

TEUR
Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand 3.790 1.923
3.790 1.923

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige Anlagen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst. Der beizulegende Zeitwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht dem Nominalwert.

Ein Betrag von TEUR 145 (2010: TEUR 144) der liquiden Mittel dient der Absicherung einer Verbindlichkeit aus einem Arbeitszeitkonto gegenüber einem Vorstandsmitglied. Das über diesen Betrag lautende Bankkonto ist an das Vorstandsmitglied verpfändet.

22. Zur Veräußerung bestimmtes langfristiges Vermögen

Als „Zur Veräußerung bestimmtes langfristiges Vermögen“ wird erstmals die Beteiligung des assoziierten Unternehmens elektronik-service Bernd Luft GmbH ausgewiesen, da die Voraussetzungen des IFRS 5 kumulativ erfüllt sind. Die Veräußerung der Beteiligung wird seit Ende 2011 angestrebt und soll innerhalb des folgenden Jahres erfolgen. Die Beteiligung am assoziierten Unternehmen beträgt 20 Prozent. Die Beteiligung wurde nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen und ist zugehörig zum Segment „Schutztechnik“. Bislang können noch keine konkreten Angaben zur voraussichtlichen Höhe des Veräußerungspreises gemacht werden. Dieser wird jedoch voraussichtlich über dem ausgewiesenen Buchwert zu marktgerechten Konditionen liegen.

23. Gezeichnetes Kapital und Rücklagen

Gezeichnetes Kapital 2011 in Tausend 2010 in Tausend
Stammaktien zu je EUR 1 2.804 2.804

Zum 31. Dezember 2011 bestand das Grundkapital aus 2.804.342 Stück nennbetragslosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,00.

Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Aktien der Gesellschaft werden seit dem 1. Mai 1987 am regulierten Markt der Bayerischen Börse in München gehandelt.

Am Grundkapital der Nucletron Electronic AG hält die Bernd Luft Familien-Vermögensverwaltung GmbH, Dreieich, mehr als 75 Prozent. Sie hat am 26. September 2003 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass die Bernd Luft Familien-Vermögensverwaltung GmbH am 24. September 2003 die Schwelle von 75 Prozent der Stimmrechte an der Nucletron Electronic AG überschritten hat und ihr seither 75,76 Prozent der Stimmrechte zustehen.

Genehmigtes Kapital

Nach § 4 Abs. 5 der Satzung der Nucletron Electronic AG ist der Vorstand gemäß § 202 AktG (genehmigtes Kapital) ermächtigt, das Grundkapital bis zum 15. Juli 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 1.402.000 durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

· zum Ausgleich von Spitzenbeträgen;

· wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 Prozent des Grundkapitals nicht überschreitet und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet;

· zur Ausgabe von Aktien gegen Sacheinlagen im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen (auch im Rahmen von Umwandlungen gemäß dem Umwandlungsgesetz);

· zur Ausgabe von Aktien an strategische Partner;

· bei Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und Arbeitnehmer verbundener Unternehmen im Rahmen eines Aktienoptionsplans der Gesellschaft zur Erfüllung ausgeübter Aktienoptionen.

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, die näheren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung festzulegen.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage stammt aus Agiobeträgen im Rahmen der in 2003 durchgeführten Kapitalerhöhung.

Eigene Aktien

Die Hauptversammlung vom 2. Juli 2010 hat die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Aktien bis zu 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben, sofern die gesetzlich vorgesehene Rücklage für eigene Anteile gebildet werden kann, ohne das Grundkapital oder eine nach Gesetz oder Satzung zu bildende Rücklage zu mindern, die nicht zu Zahlungen an die Aktionäre verwendet werden darf. Die Ermächtigung gilt bis 15. Juli 2015 und kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals durch die Gesellschaft ausgeübt werden. Zusammen mit bereits erworbenen Aktien dürfen nicht mehr als 10 Prozent des Grundkapitals auf eigene Aktien entfallen. Der Erwerb der eigenen Aktien erfolgt je nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebotes. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, als Gegenleistung im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen(-sbeteiligungen) zu verwenden oder sie an strategische Partner zu veräußern. Die eigenen Aktien können auch eingezogen werden, ohne dass es eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

In 2011 und 2010 wurden keine eigenen Aktien gehalten.

Unrealisierte Gewinne/Verluste

Die unrealisierten Gewinne/Verluste beinhalten noch nicht realisierte Wertsteigerungen bzw. Wertminderungen im Bestand zur Veräußerung verfügbarer Finanzinvestitionen von TEUR 12 (2010: TEUR 18).

24. Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital

Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital hat sich wie folgt entwickelt:

2011

TEUR
2010

TEUR
Stand 1. Januar 6.004 5.223
- Ausschüttung -561 -561
+ Jahresüberschuss 1.091 1.342
Stand 31. Dezember 6.534 6.004

25. Aktienbasierte Vergütung

Der erfasste Aufwand für während des Geschäftsjahres erhaltene Leistungen stellt sich wie folgt dar.

2011

TEUR
2010

TEUR
Aufwand aus aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 0 0
Aufwand aus aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Barausgleich 12 17
Gesamtaufwand aus aktienbasierten Vergütungstransaktionen 12 17

Die aktienbasierten Vergütungspläne wurden im Geschäftsjahr 2007 neu eingerichtet. Sie werden im Folgenden dargestellt. Änderungen daran erfolgten bisher nicht.

Im Rahmen eines langfristigen Anreizprogramms (phantom stock plan) wird den Mitgliedern des Vorstands für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr ein Bonus gewährt, dessen Betrag sich an dem Konzernergebnis vor Steuern und ggfs. vor Geschäftswertabschreibung bemisst. Der gewährte Bonus wird in virtuelle Aktien der Nucletron Electronic AG umgerechnet. Die Umrechnung des Bonusses eines Geschäftsjahres in virtuelle Aktien erfolgt anhand des durchschnittlichen Aktienkurses innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach der Feststellung des Jahresabschlusses dieses Geschäftsjahres. Die Stückzahl der aus dem Bonus eines Geschäftsjahres resultierenden virtuellen Aktien kann daher erst im auf das Geschäftsjahr folgenden Kalenderjahr genau bestimmt werden.

Die Wertentwicklung dieser virtuellen Aktien ist die Kursentwicklung der Nucletron Aktie. Dabei werden sowohl Kursgewinne als auch Kursverluste berücksichtigt. Die virtuellen Aktien sind nicht handelbar und beinhalten kein Aktienbezugsrecht. Der Vorstand kann sich den Gegenwert der virtuellen Aktien zu dem dann gültigen durchschnittlichen Aktienkurs frühestens nach seinem Ausscheiden aus den Diensten des Konzerns auszahlen lassen.

Der beizulegende Zeitwert der aktienbasierten Vergütung wird zum Zeitpunkt der Gewährung unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die Instrumente gewährt wurden, ermittelt. Der Aufwand für die erhaltenen Leistungen respektive eine Schuld zur Abgeltung dieser Leistungen wird hinsichtlich des Bonusanspruchs des jeweils aktuellen Geschäftsjahres zum Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert, somit mit dem Nennwert des Bonusanspruchs erfasst. Die Schuld wird zu jedem folgenden Berichtsstichtag und am Erfüllungstag auf der Grundlage der jeweils aktuellen Börsenkurse mit dem beizulegenden Zeitwert, somit dem aktuellen Kurswert des Gesamtbestands der virtuellen Aktien, neu bewertet. Im Geschäftsjahr 2011 wurde in Erfüllung des Bonusanspruchs für das Geschäftsjahr 2010 ein Anspruch auf 2.456 virtuelle Aktien zum Durchschnittskurs von 6,91 EUR eingeräumt. Der angesetzte Durchschnittskurs entspricht dem Börsenkurs der Nucletron-Aktie zum Bewertungszeitpunkt. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst. Die virtuellen Aktien sind nicht dividendenberechtigt, mithin wirkten sich die Dividenden auf die Ermittlung des Zeitwerts der Verpflichtung nicht aus.

Zum 31. Dezember 2011 beträgt die Schuld aus virtuellen Aktien des Geschäftsjahres sowie Vorperioden insgesamt TEUR 151 (2010: TEUR 138). Zum 31. Dezember 2011 waren keine Wertsteigerungsrechte ausübbar (2010: TEUR 0).

26. Rückstellungen

Pensionsverpflichtungen

TEUR
Sonstige Rückstellungen

TEUR
Summe

TEUR
Stand 1. Januar 2011 1.027 0 1.027
Zuführung 44 0 44
Inanspruchnahme -48 0 -48
Nicht verwendete, aufgelöste Beträge 0 0 0
Anpassung des Abzinsungssatzes 0 0 0
Stand 31. Dezember 2011 1.023 0 1.023
Kurzfristige Rückstellungen 2011 0 0 0
Langfristige Rückstellungen 2011 1.023 0 1.023
1.023 0 1.023
Kurzfristige Rückstellungen 2010 0 0 0
Langfristige Rückstellungen 2010 1.027 0 1.027
1.027 0 1.027
Pensionsverpflichtungen

TEUR
Sonstige Rückstellungen

TEUR
Summe

TEUR
Stand 1. Januar 2010 1.022 0 1.022
Zuführung 53 0 53
Inanspruchnahme -48 0 -48
Nicht verwendete, aufgelöste Beträge 0 0 0
Anpassung des Abzinsungssatzes 0 0 0
Stand 31. Dezember 2010 1.027 0 1.027
Kurzfristige Rückstellungen 2010 0 0 0
Langfristige Rückstellungen 2010 1.027 0 1.027
1.027 0 1.027
Kurzfristige Rückstellungen 2009 0 0 0
Langfristige Rückstellungen 2009 1.022 0 1.022
1.022 0 1.022

Pensionsverpflichtungen

Dazu wird auf die Ausführungen unter Tz. 27 verwiesen.

27. Pensionsrückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Konzern hat leitenden Mitarbeitern Pensionszusagen erteilt. Es handelt sich um endgehaltsabhängige Pensionszusagen, wobei die Höhe der Auszahlungen vom Gehalt des letzten Beschäftigungsjahres und von der Beschäftigungsdauer in Diensten des Konzerns abhängt. Trotz Weiterbeschäftigung eines bereits Pensionsberechtigten erdient dieser sich keine weiteren Pensionsansprüche. Im Hinblick auf die Pensionszusagen werden keine Beiträge an einen gesondert verwalteten Fonds geleistet.

In den folgenden Tabellen werden die Bestandteile der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen und die in der Konzernbilanz für die Pensionsverpflichtungen angesetzten Beträge dargestellt.

Pensionszusagen
2011

TEUR
2010

TEUR
--- --- ---
Laufender Dienstzeitaufwand 0 0
Zinsaufwand 44 53
Erwartete Erträge aus Planvermögen 0 0
Erfasste versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) 0 0
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0
Pensionsaufwendungen für Pensionsplan 44 53

Der Zinsaufwand wird als solcher in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Der laufende Dienstzeitaufwand ist in der Position „Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer“ enthalten.

Schulden aus leistungsorientierten Verpflichtungen / Pensionszusagen

Pensionszusagen
2011

TEUR
2010

TEUR
--- --- ---
Leistungsorientierte Verpflichtung 1.010 1.073
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 0 0
1.010 1.073
Nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (-) 13 -46
Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0
Schulden aus leistungsorientierten Verpflichtungen 1.023 1.027

Die Änderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

Pensionszusagen
2011

TEUR
2010

TEUR
--- --- ---
Leistungsorientierte Verpflichtung zu Beginn des Berichtszeitraums 1.073 962
Zinsaufwand 44 53
Laufender Dienstzeitaufwand 0 0
Gezahlte Leistungen -48 -48
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste aus der Verpflichtung -59 106
Leistungsorientierte Verpflichtung zum Ende des Berichtszeitraums 1.010 1.073

Der Konzern geht davon aus, dass er 2012 einen Beitrag von TEUR 45 für seine Pensionszusagen leisten wird.

Nachfolgend werden die Grundannahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen des Konzerns dargestellt:

2011

%
2010

%
Gehaltstrend 0,00 0,00
Rententrend 0,00 0,00
Rechnungszinsfuß 4,57 4,18

Zur Berücksichtigung des Sterblichkeits- und Invaliditätsrisikos wurden die Heubeck-Richttafeln 2005 G verwendet.

Die Beträge in der laufenden und in den vorangegangenen vier Berichtsperioden stellen sich wie folgt dar:

Pensionszusagen
2011

TEUR
2010

TEUR
2009

TEUR
2008

TEUR
2007

TEUR
--- --- --- --- --- ---
Leistungsorientierte Verpflichtung 1.010 1.073 962 875 826
Planvermögen 0 0 0 0 0
Unterdeckung 1.010 1.073 962 875 826
erfahrungsbedingte Anpassung der Planschulden -59 106 17 -14 -9

Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung wurden in Höhe von TEUR 168 (2010: TEUR 175) geleistet.

28. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden

2011

TEUR
2010

TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 965 1.220
Steuerschulden 158 413
Sonstige Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden 566 556
Schulden gegenüber nahe stehenden Personen 463 412
2.152 2.601

Zusammensetzung der sonstigen Verbindlichkeiten, einschließlich der Schulden gegenüber nahestehenden Personen:

2011

TEUR
2010

TEUR
Tantiemen und variable Vergütungen 231 195
Urlaubsverpflichtungen 83 80
Arbeitszeitkonten 145 144
Schuld aus virtuellen Aktien 151 138
Sonstige Personalverpflichtung 37 38
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 142 157
Versicherungsprämien 0 2
Erhaltene Anzahlungen 59 40
Berufsgenossenschaft 10 10
Sonstige 171 164
1.029 968

Konditionen zu oben aufgeführten finanziellen Verbindlichkeiten:

· Schulden aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben im Normalfall eine Fälligkeit von 30 Tagen.

· Sonstige Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden sind nicht verzinslich und haben mit wenigen Ausnahmen kurze Laufzeiten. Daher stellen die bilanzierten Werte näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. Aufgrund der Tatsache, dass die den finanziellen Verbindlichkeiten zugrunde liegenden Vertragsvereinbarungen keine vorzeitigen Kündigungsmöglichkeiten vorsehen, liegen zum Bilanzstichtag keine Liquiditätsrisiken vor.

(Zu den Konditionen der Schulden an nahe stehende Personen vgl. Textziffer 33)

Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung der Gesellschaft steht in Übereinstimmung mit IAS 7. Die Zahlungsströme werden entsprechend nach dem Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit, aus der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit gegliedert. Die Darstellung erfolgt für den Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit nach der indirekten Methode gemäß IAS 7 – die Cashflows der beiden anderen Bereiche werden direkt ermittelt.

29. Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit

Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit erhöhte sich im Geschäftsjahr 2011 um TEUR 601 auf TEUR 1.700 (Vorjahr: TEUR 1.099). Trotz des gesunkenen Jahresergebnisses erhöhte sich der Cashflow vor Umfinanzierungen, da eine Verringerung der Kapitalbindung bei den Vorratsbeständen und den Forderungen zu erkennen war.

30. Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit des Vorjahres (TEUR - 562) steht im Berichtsjahr ein Mittelzufluss von TEUR 728 gegenüber. Der Mittelzufluss im Geschäftsjahr 2011 resultiert einerseits aus der Veräußerung eines Teils der Betriebsimmobilien – er übersteigt den Mittelabfluss aufgrund von Investitionen. Darüber hinaus wurde das am Vorjahresstichtag angelegte Festgeld von TEUR 500 fällig und wurde nicht erneut mit einer Restlaufzeit von mehr als 3 Monaten angelegt. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen Maschinen und Betriebsausstattung sowie verzinsliche Anleihen.

31. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Im Geschäftsjahr 2011 wurden TEUR 561 aus dem Bilanzgewinn 2010 an Aktionäre ausgeschüttet.

Sonstige Angaben

32. Eventualschulden und andere Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen

Der Konzern hat für verschiedene Kraftfahrzeuge und Betriebsausstattungsgegenstände Leasingverträge abgeschlossen. Die Leasingverträge haben eine durchschnittliche Laufzeit zwischen einem und vier Jahren und enthalten keine Verlängerungsoptionen. Dem Konzern wurden als Leasingnehmer keinerlei Verpflichtungen nach Ende der Leasinglaufzeit bei Abschluss dieser Leasingverhältnisse auferlegt.

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (in TEUR):

2010 2011
im nächsten Jahr in den Jahren 2012-2015 in den Folgejahren im nächsten Jahr in den Jahren 2013-2016 in den Folgejahren
--- --- --- --- --- --- ---
Mindestleasingzahlungen 80 67 0 96 95 0
Wartungsverträge 11 0 0 2 0 0
Versicherungsverträge 55 0 0 63 0 0
Mietverträge 142 238 0 176 257 0
Gesamtsumme 593 689

Der Aufwand für Mindestleasingzahlungen betrug TEUR 95 (2010: TEUR 95).

Abgesehen von den vorstehenden Rechtsverhältnissen bestehen keine für die Finanzlage des Konzerns bedeutsamen Geschäfte, die nicht bereits in der Konzernbilanz ihren Niederschlag finden.

Garantien

Zum Bilanzstichtag bestanden aus Konzernsicht keine Eventualschulden.

33. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

In den Konzernabschluss sind die Abschlüsse der Nucletron Electronic AG und der unter Anhangsangabe Nr. 1 aufgeführten Tochterunternehmen einbezogen.

Die folgende Tabelle enthält die Gesamtbeträge aus Transaktionen zwischen nahe stehenden Unternehmen und Personen für das betreffende Geschäftsjahr:

Nahe stehende Unternehmen und Personen Erlöse aus Verkäufen bzw. Leistungen an nahe stehende Unternehmen und Personen

TEUR
Käufe von Waren bzw. Bezug von Leistungen von nahe stehenden Unternehmen und Personen

TEUR
Von nahe stehenden Unternehmen und Personen geschuldete Beträge

TEUR
Nahe stehenden Unternehmen und Personen geschuldete Beträge

TEUR
Andere nahestehenden Personen
Eichhoff Kondensatoren GmbH 2011 44 - 50 -
(2010) (36) - (42) -
Bernd Luft Hausverwaltung 2011 - 62 - -
(2010) - (62) - -
Assoziierte Unternehmen:
elektronik-service Bernd Luft GmbH 2011 52 1.090 7 0
(2010) (52) (1.111) (0) (91)
Vergütungen für
Personen in Schlüsselpositionen des Konzernmanagements 2011 - 822 3 1.245
(2010) - (775) (1) (1.191)
Angehörige der Vorstandsmitglieder 2011 - - - -
(2010) - - - -
Mitglieder des Aufsichtsrats 2011 - 24 - 12
(2010) - (24) - (12)
Sonstige Transaktionen mit nahe stehenden Personen 2011 - - - -
(2010) - - - -

Dem Konzern übergeordnetes, oberstes Mutterunternehmen

Bernd Luft Familien-Vermögensverwaltung GmbH, Dreieich

Während des Geschäftsjahres gab es neben den ausgezahlten Dividenden keine Geschäftsvorfälle zwischen dem Konzern und Bernd Luft Familien-Vermögensverwaltung GmbH (2010: EUR 0).

Assoziierte Unternehmen

elektronik-service Bernd Luft GmbH, München

Der Konzern hält einen Anteil von 20 Prozent an elektronik-service Bernd Luft GmbH, München (2010: 20 Prozent). Der Ausweis der assoziierten Beteiligung erfolgt gemäß IFRS 5 als „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte“ (vgl. Anhangsangabe 16 und 22).

Konditionen der Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Verkäufe an, die Käufe von und der Leistungsaustausch zwischen nahe stehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, unverzinslich und werden durch Bezahlung beglichen, es sei denn, es handelt sich um Darlehensgewährungen. Für Forderungen oder Schulden gegen nahe stehende Unternehmen und Personen bestehen - mit Ausnahme der durch Pfandrecht gesicherten Verbindlichkeit aus einem Arbeitszeitkonto in Höhe von TEUR 145 (2010: TEUR 144) - keinerlei Garantien. Für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2011 hat der Konzern keine Wertberichtigung auf Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen und Personen gebildet (2010: TEUR 0). Die Notwendigkeit des Ansatzes einer Wertberichtigung wird jährlich überprüft, indem die Finanzlage des nahe stehenden Unternehmens oder der Person und der Markt, in dem diese tätig sind, überprüft werden.

Transaktionen mit anderen nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH unterhielt Geschäftsbeziehungen mit der Eichhoff Kondensatoren GmbH, Schlitz, im Wert von TEUR 44 (2010: TEUR 36) für verauslagten Betriebsaufwand und Personalgestellung.

Warenlieferungen der elektronik-service Bernd Luft GmbH

Der Vertrieb von Produkten, die die elektronik-service Bernd Luft GmbH herstellt, erfolgt über ein Konzernunternehmen. In diesem Zusammenhang hat der Konzern umfangreiche Warenbezüge von der elektronik-service Bernd Luft GmbH erhalten (2011: TEUR 1.090, 2010: TEUR 1.111). Die Belieferungen erfolgen bedarfsabhängig zu fremdüblichen Konditionen.

34. Vergütung der Personen in Schlüsselpositionen des Managements:

Für die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften und den Vorstand der AG fielen Personalkosten in folgender Höhe an:

2011

TEUR
2010

TEUR
Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer 810 747
Aufwand für Altersvorsorgeleistungen 0 11
Aufwand für aktienbasierte Vergütung 12 17
Gesamtvergütung der Personen in Schlüsselpositionen des Managements 822 775

35. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten Finanzinstrumente umfassen kurzfristige (Bank-)Darlehen und Kontokorrentkredite sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene weitere finanzielle Vermögenswerte und Schulden wie vor allem Forderungen und Schulden aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit entstehen.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns bestehen aus zinsbedingten Cashflowrisiken, Liquiditätsrisiken, Fremdwährungsrisiken und Ausfallrisiken. Die Unternehmensleitung erstellt und überprüft Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken, die im Folgenden dargestellt werden.

Zinsbedingte Cashflowrisiken

Der Konzern ist aufgrund seiner Finanzierungsstruktur einem nur geringen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt, da fast ausschließlich kurzfristige Finanzierungen zu festen Zinssätzen eingesetzt werden. Aufgrund der überschaubaren Laufzeit der durchgeführten Finanzierungen kann eintretenden Änderungen des Finanzierungsumfelds kurzfristig begegnet werden. Das Zinsänderungsrisiko bezieht sich somit vornehmlich auf die Konditionen der Anschlussfinanzierung. Durch die kurzen Laufzeiten ist die Bandbreite möglicher Zinsänderungen zudem begrenzt. Zum Bilanzstichtag bestanden keine zinspflichtigen Finanzierungen.

Fremdwährungsrisiko

Der Konzern unterliegt Fremdwährungsrisiken aus einzelnen Transaktionen. Diese Risiken resultieren aus Käufen oder Verkäufen von Waren in anderen Währungen als der funktionalen Währung des Konzerns. Rund 52 Prozent des Konzerneinkaufs wird in anderen Währungen als EURO abgewickelt (vornehmlich USD). Umgekehrt werden etwa 23 Prozent der Verkäufe in der gleichen Fremdwährung umgesetzt. Dabei beschränken sich die Einkäufe im Einzelnen oft auf überschaubare Beträge und Fälligkeitszeiträume. Daher kommen Devisenterminkontrakte zur Eliminierung des Kursänderungsrisikos nur im Bedarfsfall bei größeren Einzelgeschäften oder bei vorhersehbaren negativen Kursschwankungen zum Einsatz. Die Devisenterminkontrakte lauten dann auf die gleiche Währung wie das gesicherte Grundgeschäft. Der Konzern schließt Devisenterminkontrakte erst dann ab, wenn die feste Verpflichtung entstanden ist. Nachdem der Wechselkurs der wichtigsten Fremdwährung (USD) zur Konzernwährung zuletzt zunehmenden Schwankungen ausgesetzt ist, hat sich im Geschäftsjahr 2011 das Fremdwährungsrisiko leicht erhöht.

Zum 31. Dezember 2011 hatte der Konzern keine Devisenterminkontrakte abgeschlossen (2010: ebenso).

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern und des Eigenkapitals des Konzerns gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung des US-Dollars. Alle anderen Variablen bleiben konstant.

Kursentwicklung des USD Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital

TEUR
2011 +5 % -91
-5 % 82
2010 +5 % -145
-5 % 131

Rohstoffpreisrisiko

Das Rohstoffpreisrisiko des Konzerns ist minimal.

Ausfallrisiko

Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit anerkannten, kreditwürdigen Dritten ab. Alle Kunden, die mit dem Konzern Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht mit der Folge, dass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Das Ausfallrisiko ist im zurückliegenden Geschäftsjahr auf niedrigem Niveau in etwa gleich geblieben.

Aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns (Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte) besteht bei Ausfall des Kontrahenten ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwerts der entsprechenden Instrumente.

Da der Konzern nur mit anerkannten, kreditwürdigen Dritten Geschäfte abschließt, sind Sicherungsleistungen nicht erforderlich.

Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten Forderungen wiedergegeben.

Liquiditätsrisiko

Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses mittels einer rollierenden Liquiditätsplanung. Dabei werden die Laufzeiten der Finanzinvestitionen und der finanziellen Vermögenswerte (z. B. Forderungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte) sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit berücksichtigt.

Der Konzern verfügt über ausreichende Zahlungsmittel und -äquivalente, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Aus derzeitiger Sicht besteht für den Konzern kein Liquiditätsrisiko. Aufgrund der guten Eigenkapitalausstattung des Konzerns wird das Refinanzierungsrisiko als gering eingeschätzt. Daher wird die Möglichkeit, mittels kurzfristiger Finanzierung den Zinsaufwand zu reduzieren, genutzt.

Zum 31. Dezember 2011 weisen die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns nachfolgend dargestellte Fälligkeiten auf. Die Angaben erfolgen auf Basis der vertraglichen, nicht abgezinsten Zahlungen.

Geschäftsjahr zum 31.12.2011 Täglich fällig

TEUR
bis 3 Monate

TEUR
3-12 Monate

TEUR
1-5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Summe

TEUR
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 0 965 0 0 0 965
sonstige Verbindlichkeiten 0 114 270 0 0 384
0 1.079 270 0 0 1.349
Geschäftsjahr zum 31.12.2010 Täglich fällig

TEUR
bis 3 Monate

TEUR
3-12 Monate

TEUR
1-5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Summe

TEUR
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 0 1.220 0 0 0 1.220
sonstige Verbindlichkeiten 0 78 286 0 0 364
0 1.298 286 0 0 1.584

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es sicherzustellen, dass er zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhält.

Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen vor unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner oder eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen oder neue Anteile ausgeben. Zum 31. Dezember 2011 bzw. 31. Dezember 2010 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen.

Der Konzern überwacht sein Kapital mithilfe eines Verschuldungsgrades, der dem Verhältnis von Nettoschulden zur Summe aus Eigenkapital und Nettoschulden entspricht. Gemäß den konzerninternen Richtlinien soll der so definierte Verschuldungsgrad 45 Prozent nicht überschreiten. Die Nettoschulden umfassen verzinsliche Darlehen, Schulden aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Schulden abzüglich Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen.

Das Eigenkapital umfasst das bilanzielle Eigenkapital abzüglich der nicht realisierten Gewinne.

2011

TEUR
2010

TEUR
Schulden 3.266 3.714
Zahlungsmittel -3.790 -1.923
Nettoschulden 0 1.791
Eigenkapital 9.697 9.173
nicht realisierte Gewinne/ Verluste -12 -18
wirtschaftliches Kapital 9.685 9.155
Summe Nettoschulden und wirtschaftliches Kapital 9.685 10.946
Verschuldungsgrad 0 % 16 %

Durch die stetige Gewinnthesaurierung wachsen das Eigenkapital und der Zahlungsmittelbestand des Konzerns kontinuierlich. Infolgedessen verringerten sich die Nettoschulden abermals. Der Verschuldungsgrad reduzierte sich angesichts eines die Schulden übersteigenden Zahlungsmittelbestandes wirtschaftlich betrachtet auf einen Wert von Null Prozent.

36. Finanzinstrumente

Beizulegender Zeitwert

In der nachfolgenden Tabelle werden die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte sämtlicher im Abschluss bilanzierter Finanzinstrumente des Konzerns gegenübergestellt:

Buchwert Beizulegender Zeitwert
Bewertungskategorie nach IAS 39 2011

TEUR
2010

TEUR
2011

TEUR
2010

TEUR
--- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und -äquivalente 1) 3.790 1.923 3.790 1.923
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1) 0 500 0 500
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1) * 198 200 198 200
zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen 2) 237 72 237 72
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen 1) 1.126 1.447 1.126 1.447
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten 3) 1.349 1.584 1.349 1.584
Nettogewinne bzw. -verluste aus
· zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten (diese wurden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet) -6 15
· allen übrigen Bewertungskategorien 5 1

1) Kredite und Forderungen

2) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

3) Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

* Zum Bilanzstichtag erfolgt der Ausweis gemäß IFRS 5 als „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte (siehe Anhangsangaben 16/ 22)

Die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sind sämtlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, abgesehen von den zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind, soweit hierfür ein Markt aus der öffentlichen Notierung verfügbar ist.

Methoden

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt anhand der am Bilanzstichtag veröffentlichten Marktwerte sowie der nachfolgend beschriebenen Methoden und Prämissen:

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd dem beizulegenden Wert.

Die kurzfristigen Finanziellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der beizulegende Zeitwert entspricht aufgrund der kurzen Laufzeit und der Verzinsung nahe dem Marktzins in etwa dem Buchwert.

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der assoziierten Beteiligung, die als „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte“ ausgewiesen wird, richtet sich nach IAS 28.14 i.V.m. IFRS 5.15.

Für Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie „zur Veräußerung verfügbar“ zugeordnet sind, wird der beizulegende Zeitwert grundsätzlich anhand von Börsenkursen beziehungsweise Rücknahmepreisen ermittelt. Sofern mangels Vorliegen eines aktiven Markts der beizulegende Zeitwert für bestimmte Eigenkapitalinstrumente nicht verlässlich bestimmt werden kann, sind diese zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Forderungen haben kurze Restlaufzeiten, weshalb deren Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd ihrem beizulegenden Wert entsprechen.

Da auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kurze Restlaufzeiten haben, entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd dem beizulegenden Wert. Für die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten wird angenommen, dass der beizulegende Wert dem Buchwert entspricht. Bei den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten, die variabel verzinslich sind, entspricht der Buchwert dem beizulegenden Wert.

Hierarchie beizulegender Werte

Von den Finanzinstrumenten wurden lediglich aus der Kategorie „zur Veräußerung verfügbar“ ein Teilbetrag von TEUR 42 mit notierten (nicht angepassten) Preisen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte bewertet (Stufe 1). Bewertungsverfahren für Finanzinstrumente, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert beziehen, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind (Stufe 2) oder, die Input-Parameter verwenden, welche sich wesentlich auf den beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 3), kamen nicht zum Einsatz.

Zinsänderungsrisiko

Die folgende Tabelle gruppiert die Buchwerte der Finanzinstrumente des Konzerns, die einem Zinsänderungsrisiko unterliegen, nach vertraglich festgesetzter Fälligkeit:

Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2011

Festverzinslich innerhalb eines Jahres

TEUR
über einem Jahr

TEUR
Summe

TEUR
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen (Anleihen) 0 175 175
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.946 0 2.946
Finanzielle Vermögenswerte 0 0 0
Kontokorrentkredite 0 0 0
Darlehen 0 0 0

Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2010

Festverzinslich innerhalb eines Jahres

TEUR
über einem Jahr

TEUR
Summe

TEUR
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.296 0 1.296
Finanzielle Vermögenswerte 500 0 500
Kontokorrentkredite 0 0 0
Darlehen 0 0 0

Der Zinssatz auf festverzinslich klassifizierte Finanzinstrumente ist bis zur Fälligkeit des jeweiligen Finanzinstruments festgeschrieben. Aufgrund der kurzen Laufzeit unterliegen die Finanzinstrumente, die binnen eines Jahres fällig werden, keinem wesentlichen Zinsänderungsrisiko. Bezüglich der „zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen“ wurden Sensitivitätsanalysen mit folgendem Ergebnis durchgeführt. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, hätte sich das sonstige Gesamteinkommen und das Eigenkapital um TEUR 8 verringert (erhöht).

Die anderen Finanzinstrumente des Konzerns, die nicht in den obigen Tabellen enthalten sind, sind nicht verzinslich und unterliegen folglich keinem Zinsänderungsrisiko.

Zum Bilanzstichtag lagen keine variabel verzinslichen Finanzinstrumente vor.

Ausfallrisiko

Im Konzern bestehen keine wesentlichen Ausfallrisikokonzentrationen.

Sicherungsgeschäfte

Zur Absicherung der Fremdwährungsrisiken von festen Verpflichtungen aus Einkaufsgeschäften in USD schließt der Konzern von Zeit zu Zeit Devisenterminkontrakte ab, wenn man eine ungünstige Entwicklung des Wechselkurses vorherzusehen glaubt. Dabei sind die Voraussetzungen für Cashflow Hedge-Bilanzierung nicht erfüllt, so dass solche Devisentermingeschäfte am Bilanzstichtag mit ihrem Marktwert erfolgswirksam bewertet würden. Es bestanden jedoch weder zum 31. Dezember 2010 noch zum 31. Dezember 2011 offene Devisenterminkontrakte.

37. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Ablauf des Berichtsjahres sind keine wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse eingetreten.

38. Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar für den Konzernabschlussprüfer beträgt:

2011

TEUR
2010

TEUR
Abschlussprüfung 72 64
Sonstige Leistungen 0 0

39. Vorstand und Vertretung

Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Einzelvertretungsberechtigtes Vorstandsmitglied:

· Bernd Luft, Ingenieur

Weiterhin Geschäftsführer der GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH, der Luft Electronic Vertriebsgesellschaft mbH, der SINUS Electronic GmbH, der elektronik-service Bernd Luft GmbH und der Eichhoff Kondensatoren GmbH

Zur gemeinschaftlichen Vertretung durch zwei Vorstandsmitglieder waren berechtigt:

· Alfred Krumke, Elektrotechniker (FH)

Weiterhin Geschäftsführer der SINUS Electronic GmbH

· Ralph Schoierer, Dipl. Wirtschaftsingenieur

Weiterhin Geschäftsführer der Nucletron Technologies GmbH sowie der HVC-Technologies GmbH

· Robert Tittl, Ingenieur

Weiterhin Geschäftsführer der Nucletron Technologies GmbH sowie der HVC-Technologies GmbH

40. Aufsichtsrat

Gemäß § 7 der Satzung besteht der Aufsichtsrat der Gesellschaft aus drei Mitgliedern.

Diesem gehörten bis zum 15. Juli 2011 an:

· Dr. Dirk Wolfertz, Dipl. Wirtschaftsingenieur Vorsitzender
Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften: Elexis AG (Vorsitzender) bis 11. August 2011
· Brigitte Luft, Betriebswirtin
· Michael Feimer, Ingenieur Arbeitnehmervertreter

Seit der Neuwahl am 15. Juli 2011 setzt sich der Aufsichtsrat wie folgt zusammen:

· Dr. Dirk Wolfertz, Dipl. Wirtschaftsingenieur Vorsitzender
Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften: Elexis AG (Vorsitzender) bis 11. August 2011
· Brigitte Luft, Betriebswirtin
· Norbert Lehmann, Elektroinstallateur Arbeitnehmervertreter

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2011 vier ordentliche Sitzungen abgehalten.

41. Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Bezüge des Vorstands bestehen aus einer Grundvergütung, einem vom Ergebnis abhängigen variablen Teil sowie einer Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung in Form von aktienbasierten Vergütungen. Die Nucletron AG gewährt als aktienbasierte Vergütung einen vom Konzernergebnis abhängigen Bonus, der in virtuelle Aktien umgewandelt wird. Deren Wertentwicklung vollzieht die Kursentwicklung der Nucletron Aktien vollständig nach. Nachdem der Vorstand aus dem Konzern ausgeschieden ist, kann er sich den Kurswert seiner virtuellen Aktien auszahlen lassen.

Die individualisierte Angabe der Vorstandsbezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a) Satz 5 bis 8 HGB unterbleibt gemäß § 286 Abs. 5 HGB aufgrund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 15. Juli 2011. Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich auf TEUR 822 (Vorjahr: TEUR 764). Davon entfällt auf die Grundvergütung TEUR 718 (Vorjahr: TEUR 650), den erfolgsabhängigen variablen Teil TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 97) und auf aktienbasierte Vergütungen TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 17). Die Anzahl der für das Geschäftsjahr 2011 gewährten virtuellen Aktien wird erst nach der Feststellung des Jahresabschlusses 2011 aus diesem Betrag der aktienbasierten Vergütungen und dem aktuellen Aktienkurs ermittelt. Angaben zu den Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats finden sich darüber hinaus im Lagebericht der Gesellschaft.

Für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans der Rechtsvorgängerin betrugen die Bezüge TEUR 18.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans der Rechtsvorgängerin und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2011 auf TEUR 229.

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich satzungsgemäß auf feste Bezüge von TEUR 12 und erfolgsabhängige variable Vergütungsteile von ebenfalls TEUR 12.

42. Mitarbeiter

Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) AG Konzern
Angestellte 0 44
Gewerbliche Arbeitnehmer 0 5
0 49

43. Erklärung gem. § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex

Die Nucletron Electronic Aktiengesellschaft hat – als einziges börsennotiertes Unternehmen des Konzerns – für 2011 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und diese den Aktionären auf der Internet-Homepage der Nucletron AG dauerhaft zugänglich gemacht.

München, den 13. April 2012

Nucletron Electronic Aktiengesellschaft

Bernd Luft

Alfred Krumke

Ralph Schoierer

Robert Tittl

Bestätigungsvermerk der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wir haben den von der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernkapitalflussrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernanhang - sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Eschborn/Frankfurt am Main, den 13. April 2012

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Ortinger, Wirtschaftsprüfer

Vöhl, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss der Nucletron Electronic AG zum 31. Dezember 2011 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

München, den 13. April 2012

Nucletron Electronic Aktiengesellschaft

Bernd Luft

Alfred Krumke

Ralph Schoierer

Robert Tittl