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Nucletron Electronic AG Interim / Quarterly Report 2012

Sep 6, 2012

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Interim / Quarterly Report

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Publication

Nucletron electronic AG

München

Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2012

Verkürzter Zwischenabschluss zum 30. Juni 2012

Zwischenlagebericht für das erste Halbjahr 2012

des Nucletron-Konzerns

Geschäftsentwicklung

Gesamt- und Branchenentwicklung

Für die globale Wirtschaftsentwicklung erwies sich die Eurozone im ersten Halbjahr 2012 als konjunkturelle Schwachstelle. Die Staatsschuldenkrise in den südlichen EU-Ländern belastete zunehmend auch in den europäischen Kernländern das Investitionsklima. In den Schwellenländern, insbesondere in Asien und Lateinamerika, hat das Wirtschaftswachstum an Dynamik verloren, zum Teil auch infolge der verringerten Nachfrage aus den europäischen Ländern.

Geschäftsentwicklung des Nucletron-Konzerns

Die weltweite konjunkturelle Entwicklung stand im ersten Halbjahr 2012 weiterhin im Zeichen der Finanzmarktkrise und wurde zudem von den Unruhen an den Rohstoffmärkten beeinflusst. Die Geschäftsentwicklung des Nucletron-Konzerns konnte sich von diesen Geschehen nicht abkoppeln und ist im Vergleich zur allgemeinen Geschäftsentwicklung in Deutschland zurückhaltend verlaufen. Die Nachfrage nach elektronischen Bauelementen hat im Verlauf des Berichtsjahres stagniert und ist gegenüber dem Vorjahresniveau sogar noch einmal zurückgegangen.

Der Markt für elektronische und elektromechanische Bauelemente, Module und Systeme zeichnete sich über den Berichtszeitraum hinweg durch eine insgesamt verhaltene Nachfrage aus. Die kontinuierliche Verbesserung von Prozessen, Eigenprodukten und Dienstleistungen ist und bleibt für Nucletron ein bedeutender Hebel, um die Zufriedenheit seiner Kunden zu steigern.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Der Konzernauftragseingang ist im ersten Halbjahr 2012 gegenüber dem Vergleichszeitraum um 9,0 Prozent auf EUR 7,1 Mio. gefallen (Vj. EUR 7,8 Mio.). Der Auftragsbestand hat sich aufgrund des negativen Book-to-Bill von 0,9 (Vj. 0,9) entsprechend entwickelt und ist von EUR 8,8 Mio. auf EUR 6,1 Mio. (-30,7 Prozent) gesunken.

Geschäftsbereich Leistungselektronik

Die Umsatzerlöse der Nucletron Technologies GmbH haben sich im Jahresvergleich um 15,6 Prozent auf EUR 2,7 Mio. (Vj. EUR 3,2 Mio.) verringert, die Umsatzerlöse der HVC-Technologies GmbH sind um TEUR 18 auf TEUR 395 leicht gefallen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der kumulierte Auftragseingang beider Unternehmen gesunken. Der Auftragsbestand hat sich in Folge des schwachen Auftragseingangs weiter verringert.

Bei einem Gewinn vor Zinsen und Steuern von TEUR 287 belief sich die EBIT-Marge auf 9,2 Prozent.

Leistungselektronik (in TEUR) 1H2012 Veränderung 1H2011
Umsatzerlöse 3.105 -13,9 % 3.605
Auftragseingang 3.439 -7,3 % 3.709
Auftragsbestand 3.549 -4,2 % 3.704

Geschäftsbereich Schutztechnik

Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Schutztechnik sind im ersten Halbjahr 2012 um 3,0 Prozent gefallen. Der Absatz der, durch die GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH produzierten, Überspannungsschutz- und Lichtwellenleiterverkabelungssysteme bei der SINUS ist planmäßig verlaufen. Die Entwicklung des Auftragsbestandes war aufgrund des zyklischen Auftragseinganges weiter rückläufig und ist unter anderem auf die Investitionskürzungen der Öffentlichen Hand zurückzuführen.

Bei einem Gewinn vor Zinsen und Steuern von TEUR 190 betrug die EBIT-Marge 4,1 Prozent.

Schutztechnik (in TEUR) 1H2012 Veränderung 1H2011
Umsatzerlöse 4.648 -3,0 % 4.792
Auftragseingang 3.662 -9,6 % 4.050
Auftragsbestand 2.562 -49,3 % 5.052

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Das Eigenkapital ist im ersten Halbjahr 2012 um TEUR 245 auf EUR 9,9 Mio. (31.12.2011: EUR 9,7 Mio.) gestiegen. Dieser Anstieg ist ausschließlich auf den Jahresüberschuss in gleicher Höhe zurückzuführen, da die Dividende 2011 erst im zweiten Halbjahr 2012 an die Aktionäre ausgezahlt wird. Bei einer leichten Erhöhung der Bilanzsumme um TEUR 415 auf EUR 13,4 Mio. ist die Eigenkapitalquote geringfügig auf 74,3 Prozent (31.12.2011: 74,8 Prozent) gefallen.

Ertragslage

Umsatz

Die Konzernumsatzerlöse sind entgegen der anhaltenden Konjunkturbelebung in Folge des schwachen Auftragseinganges um 7,7 Prozent auf EUR 7,8 Mio. gesunken.

Der zunehmende Wettbewerb im Distributionssektor, Wechselkursschwankungen des Euro aufgrund der anhaltenden Finanzkrise, der Verlust von Absatzmöglichkeiten durch Produktionsverlagerungen ins Ausland bei einem gleichzeitigen Preisverfall im Inland sowie die Budgetierung der Haushalte der Öffentlichen Hand belasten die Wettbewerbssituation des Nucletron-Konzerns zunehmend. Dieser Entwicklung versucht der Konzern durch eine weitere Spezialisierung und Diversifikation der Produktpalette, z.B. im Bereich der Wärmebeherrschung und bei Silikonen, sowie der Erschließung neuer Absatzmärkte entgegenzuwirken. Der Umsatzanteil von Eigenprodukten lag im ersten Halbjahr 2012 mit ca. 20 Prozent geringfügig unter dem Wert der Vorjahresperiode. Der Anteil der Eigenprodukte am Gesamtumsatz soll zur Steigerung der Ertragskraft mittelfristig wieder auf eine Quote von ca. 40 Prozent anwachsen.

Ergebnis

Der Materialaufwand belief sich auf EUR 5,1 Mio. und war damit um TEUR 300 niedriger als im Vorjahr. Der erzielte Rohertrag betrug TEUR 2.612 (Vj. TEUR 2.992) und fiel somit um 12,7 Prozent im Vergleich zur Vorperiode. Dabei verschlechterte sich die Rohertragsquote auf die Gesamtleistung um 170 Basispunkte und lag bei 34,2 Prozent, nach 35,9 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Rohertragsverfall resultiert aus den Wechselkursschwankungen des Euro gegenüber dem US Dollar und dem anhaltenden Preisverfall im Distributionsgeschäft, insbesondere bei aktiven (Dioden, Arrays) und induktiven (Kondensatoren, Drosseln, Spulen) Bauelementen, sowie wegen des niedrigeren Anteils von Systemen aus Eigenfertigung.

Die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer sind im Wesentlichen als Folge der Periodenabgrenzung geringfügig gestiegen und betrugen EUR 1.573 Mio. nach EUR 1.524 Mio. im Vorjahr; das entspricht einer Veränderung von plus 3,2 Prozent.

Der sonstige betriebliche Aufwand konnte um TEUR 68 (-9,8 Prozent) auf TEUR 624 reduziert werden.

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) ist insbesondere aufgrund des Rückgangs des Rohertrags von TEUR 701 im Vorjahr auf TEUR 350 im Berichterstattungszeitraum gefallen. Die EBIT-Marge bezogen auf die Gesamtleistung betrug 4,6 Prozent (Vj. 8,4 Prozent). Das EBIT-Ergebnis je Aktie fiel von 0,25 Eurocent im ersten Halbjahr 2011 auf 0,12 Eurocent im Berichtszeitraum.

Das Halbjahres-Konzernergebnis verschlechterte sich im Berichtszeitraum von TEUR 716 auf TEUR 347.

Der Konzernjahresüberschuss ist um TEUR 270 auf TEUR 245 gefallen. Die Ertragsteuerquote beträgt 29,4 Prozent nach 28,1 Prozent im Vorjahr.

Finanzlage

Der Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 106 liegt deutlich unter dem Wert des Vorjahreszeitraums mit TEUR 539 (-80,3 Prozent). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die Veränderungen bei dem Jahresüberschuss (AJ TEUR 245; Vj. TEUR 515) und den Forderungen (AJ TEUR 1.565; Vj. TEUR 1.126) im Berichtszeitraum zurückzuführen. Der Nucletron-Konzern hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Bankverbindlichkeiten zum Abschlussstichtag und verfügt über eine Nettoliquidität von TEUR 3.856 (Vj. TEUR 2.862). Neben der vorhandenen Liquidität steht uns eine Kreditlinie von TEUR 500 in vollem Umfang zur Verfügung.

Die liquiden Mittel werden kurzfristig und risikoarm angelegt. Aufgrund der Bilanzstruktur und der Auftragslage im Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernhalbjahresfinanzberichtes und des Zwischenberichtes über die Lage des Konzerns ist von einer weiterhin stabilen Lage der Gesellschaft auszugehen.

Chancen- und Risikobericht

Gegenüber den im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 gemachten Angaben zum Risikomanagementsystem sowie den wesentlichen Risiken denen der Konzern ausgesetzt ist, haben sich keine gravierenden Veränderungen ergeben. Auch zum Stichtag 30.06.2012 ergaben sich analog der Vorperioden keine uns bekannten bilanziellen Risiken. Den künftigen Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Risiken bestehen unserer Kenntnis nach nicht.

Ausblick

Das erste Geschäftshalbjahr 2012 war insbesondere von der Finanzmarktkrise und den Unruhen an den Rohstoffmärkten geprägt. Die Nachfrage unserer Kunden nach elektronischen Bauelementen hat sich bisher nicht in dem von uns erwarteten Umfang entwickelt.

In diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld ist der Nucletron-Konzern mit einer Reihe negativer Entwicklungsfaktoren konfrontiert, die das Unternehmen nicht beeinflussen kann und die die Nachfrage und den Absatz der Produkte des Nucletron-Konzerns beeinträchtigen können. Der Nucletron-Konzern erwartet für das Geschäftsjahr 2012 in Bezug auf Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Vorjahr geringere Jahreszahlen.

Der Nucletron-Konzern hält an seiner langfristigen Wachstumsstrategie fest; wir wollen sowohl in neuen als auch in den Märkten wachsen, in denen Nucletron bereits vertreten ist und starke Positionen besetzt. Dazu zählen vor allem Anwendungsgebiete in der Kommunikationstechnik und dem Thermal Management. Die künftige Entwicklung des Nucletron-Konzerns wird wesentlich von dem Abschluss neuer Liefervereinbarungen, den Eigenproduktinnovationen und der Erschließung neuer Märkte, auch international, angetrieben werden. Die innerhalb des Konzerns vorhandenen Fertigungskapazitäten sollen den Markterfordernissen angepasst und gegebenenfalls neu ausgerichtet werden. Durch die bereits eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen des Konzerns soll die Ertragskraft der Nucletron-Gruppe wieder nachhaltig gestärkt werden.

Sollten sich die Erwartungen auf eine anhaltende Konjunkturbelebung in 2012 erfüllen, kann davon ausgegangen werden, dass sich auch die Geschäftsaussichten des Nucletron-Konzerns für 2013 verbessern werden und somit die Voraussetzungen und Chancen für eine Umsatz- und Ergebnisverbesserung schaffen.

Wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Angaben hierzu sind im Erläuterungsbericht ausgeführt.

München, den 31. August 2012

Nucletron Electronic Aktiengesellschaft

Bernd Luft

Alfred Krumke

Ralph Schoierer

Robert Tittl

Gesamteinkommensrechnung für das erste Halbjahr 2012

30.06.2012

TEUR
30.06.2011

TEUR
I. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse 7.753 8.397
Sonstige betriebliche Erträge 79 66
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen oder unfertigen Erzeugnissen -112 -63
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 0
Materialaufwand 5.108 5.408
Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer 1.573 1.524
Abschreibungen 65 75
Sonstige betriebliche Aufwendungen 624 692
Aufwendungen oder Erträge aus assoziierten Unternehmen 0 32
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20 6
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 23 23
Ergebnis vor Ertragssteuern 347 716
Steuern vom Einkommen und Ertrag 102 201
Jahresüberschuss 245 515
II. Sonstiges Gesamteinkommen Überschuss / Fehlbetrag aus veräußerbaren Finanzinstrumenten 3 2
Latente Steuern auf sonstiges Gesamteinkommen -3 0
III. Gesamteinkommen 245 517
Ergebnis pro Aktie, bezogen auf das den Stammaktionären des Mutterunternehmens zurechenbare Periodenergebnis:
Unverwässert (Euro / Aktie) 0,09 EUR 0,18 EUR
Verwässert (Euro / Aktie) 0,09 EUR 0,18 EUR
Gewichteter Durchschnitt Anzahl Stammaktien: Unverwässert (Stück) Verwässert (Stück) 2.804.342 2.804.342 2.804.342 2.804.342

Konzernbilanz zum 30. Juni 2012

Aktiva

30.06.2012

TEUR
31.12.2011

TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 3.485 3.479
Sachanlagen 1.182 1.208
Beteiligungen 0 0
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen 241 237
Latenter Steueranspruch 65 76
4.973 5.000
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 2.398 2.671
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 1.565 1.126
Ertragssteuerforderungen 388 178
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 3.856 3.790
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 198 198
8.405 7.963
Summe Aktiva 13.378 12.963
Passiva
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 2.804 2.804
Kapitalrücklage 347 347
Gewinnrücklagen 659 659
Unrealisierte Gewinne 12 12
Bilanzgewinn 6.120 5.875
Gesamtsumme Eigenkapital 9.942 9.697
Langfristige Schulden
Rückstellungen 1.022 1.023
Latente Steuerschulden 82 91
1.104 1.114
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 997 965
Ertragsteuerschulden 145 158
Sonstige Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden 1.190 1.029
2.332 2.152
Gesamtsumme Schulden 3.436 3.266
Summe Passiva 13.378 12.963

Konzernkapitalflussrechnung zum 30. Juni 2012

30.06.2012

TEUR
30.06.2011

TEUR
1. Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit
Jahresüberschuss 245 515
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 65 75
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) -211 -93
Steueraufwand und latente Steuern 102 201
Zinsergebnis 3 16
Cash Flow vor Zinsen, Steuern und Umfinanzierungen 204 714
Gewinn (-) / Verlust (+) aus Anlageabgängen 0 0
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Forderungen -12 -323
Zunahme (+) der langfristigen Rückstellungen -1 -2
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen Verbindlichkeiten und abgegrenzten Schulden 219 355
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 410 744
Erhaltene Zinsen 20 6
Gezahlte Zinsen 0 -1
Gezahlte Ertragsteuern -324 -210
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 106 539
2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen
des Sachanlagevermögens 0 0
des Finanzanlagevermögens 0 0
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -35 -25
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -5 0
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -75
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -40 -100
3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit
Erhöhung (+) / Tilgung (-) kurzfristiger Darlehen 0 0
Zunahme (-) / Abnahme (+) der finanziellen Vermögenswerte 0 500
Auszahlungen (-) an Unternehmenseigner (Dividendenzahlung) 0 0
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 0 500
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1-3) 66 939
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.790 1.923
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 3.856 2.862
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 3.856 2.862
Wertpapiere 0 0
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 3.856 2.862

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 30. Juni 2012

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Unrealisierte Gewinne erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Konzerneigenkapital
Das erste Halbjahr 2012 TEUR TEUR TEUR Gewinnrücklagen

TEUR
Bilanzgewinn

TEUR
Summe

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Konzerneigenkapital zum 31. Dezember 2011 2.804 347 12 659 5.875 9.697
Gesamteinkommen 1. Halbjahr 2012 0 245 245
Ausschüttung an Aktionäre 0 0
Konzerneigenkapital zum 30. Juni 2012 2.804 347 12 659 6.120 9.942
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Unrealisierte Gewinne erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Konzerneigenkapital
Das erste Halbjahr 2011 TEUR TEUR TEUR Gewinnrücklagen

TEUR
Bilanzgewinn

TEUR
Summe

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Konzerneigenkapital zum 31. Dezember 2010 2.804 347 18 659 5.345 9.173
Gesamteinkommen 1. Halbjahr 2011 2 515 517
Ausschüttung an Aktionäre 0 0
Konzerneigenkapital zum 30. Juni 2011 2.804 347 20 659 5.860 9.690

Ausgewählte Anhangsangaben

Allgemeine Angaben

1. Informationen zum Unternehmen

Die Nucletron Electronic AG (die „Gesellschaft“) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in München, deren Aktien öffentlich am regulierten Markt der Wertpapierbörse in München sowie im Freiverkehr der Börsen Berlin-Bremen, Frankfurt und Stuttgart gehandelt werden. Die Geschäftsräume der Gesellschaft befinden sich in München, Gärtnerstraße 60. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht München, Abteilung B, unter Nr. 77760 eingetragen.

Der Konzern handelt mit Produkten aus den Bereichen Leistungselektronik und Schutztechnik.

2. Grundlagen der Erstellung

Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der Nucletron Electronic AG wurde unter Anwendung der International Financial Reporting Standards des International Accounting Standards Board (IASB), und der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) sowie unter Beachtung von IAS 34 (Zwischenberichterstattung) erstellt, wie sie in der Europäischen Union zum 30. Juni 2012 anzuwenden sind. Aus den ab 01. Januar 2012 erstmalig verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Der Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss ist im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss der Nucletron Electronic AG zum 31. Dezember 2011 zu sehen. Die im Konzernabschluss angewandten Grundsätze der Konsolidierung, Bilanzierung und Bewertung hatten auch in der Berichtsperiode unverändert Gültigkeit. Für weitergehende Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird daher auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 verwiesen.

Die Konzern-Gewinn- und -verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Konzernwährung ist der Euro. Soweit nichts anderes angegeben, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet.

3. Konsolidierungskreis

Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss beinhaltet den Abschluss der Nucletron Electronic AG und die Abschlüsse der von ihr gemäß IAS 27 beherrschten Unternehmen (Tochtergesellschaften), an denen sie die Mehrheit der Stimmrechte hält oder bei denen sie anderweitig die Kontrolle ausüben kann. Bezüglich des Konsolidierungskreises ergaben sich bis zum 30. Juni 2012 keine Änderungen.

4. Segmentberichterstattung

Der Nucletron-Konzern ist in zwei wesentlichen Segmenten tätig, im Bereich der Leistungselektronik sowie im Bereich der Schutztechnik. Diese Aufgliederung orientiert sich an der internen Organisations- und Berichtsstruktur des Konzerns, wobei unterschiedliche Risiko- und Ertragsstrukturen der Geschäftsfelder berücksichtigt werden.

Die folgende Tabelle enthält Informationen zu Erträgen und Ergebnissen sowie bestimmte Informationen zu Vermögenswerten und Schulden der Geschäftssegmente des Konzerns jeweils für die Zeit vom 01. Januar bis 30. Juni der Geschäftsjahre 2012 und 2011. Umsatzerlöse zwischen den einzelnen Segmenten sind nicht angefallen.

1. Halbjahr 2012 Überblick über Geschäftssegmente
Leistungselektronik

TEUR
Schutztechnik

TEUR
Überleitungen

TEUR
Summe

TEUR
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse
Erlöse aus Verkäufen an externe Kunden 3.105 4.648 0 7.753
Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten 0 0 0 0
Summe der Umsatzerlöse 3.105 4.648 0 7.753
Ergebnis
Segmentergebnis 287 190 -127 350
Erträge aus assoziierten Unternehmen 0 0 0
Zinserträge 1 18 1 20
Zinsaufwendungen -29 -294 300 -23
Ergebnis vor Ertragsteuern 347
Steueraufwand 102
Ergebnis 245
Abschreibung auf Sachanlagen 9 37 15 61
Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte 1 2 1 4
1. Halbjahr 2011 Überblick über Geschäftssegmente
Leistungselektronik

TEUR
Schutztechnik

TEUR
Überleitungen

TEUR
Summe

TEUR
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse
Erlöse aus Verkäufen an externe Kunden 3.605 4.792 0 8.397
Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten 0 0 0 0
Summe der Umsatzerlöse 3.605 4.792 0 8.397
Ergebnis
Segmentergebnis 466 291 -56 701
Erträge aus assoziierten Unternehmen 32 0 32
Zinserträge 10 26 -30 6
Zinsaufwendungen -49 -318 344 -23
Ergebnis vor Ertragsteuern 716
Steueraufwand 201
Ergebnis 515
Abschreibung auf Sachanlagen 11 59 1 71
Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte 1 2 1 4

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5. Umsatzerlöse

Trotz des insgesamt noch freundlichen konjunkturellen Umfelds reduzierte sich die Konzernleistung gegenüber dem Vorjahreswert um 8,3 Prozent. Die einzelnen Segmente zeigten dabei eine unterschiedliche Entwicklung. Während die Umsatzerlöse im Bereich Leistungselektronik um TEUR 500 (13,9 Prozent) auf TEUR 3.105 zurückgingen, verringerten sich die Umsatzerlöse des Bereichs Schutztechnik in der ersten Jahreshälfte 2012 lediglich um TEUR 144 (3,0 Prozent) auf TEUR 4.648.

6. Materialaufwand

Der Materialaufwand verminderte sich zwar im Vergleich zum Vorjahrszeitraum um TEUR 300 auf nunmehr TEUR 5.108. Aber die Materialeinsatzquote stieg dabei im Bereich Leistungselektronik erheblich von 65,8 Prozent auf 69,0 Prozent und auch im Bereich Schutztechnik immerhin noch von 64,2 Prozent auf 65,5 Prozent. Infolge dessen sank das Rohergebnis des Konzerns um TEUR 393.

7. Sonstiger Aufwand

Den leicht angewachsenen Personalaufwendungen stehen Einsparungen bei Abschreibungen sowie den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber. Daher verringerte sich das Halbjahresergebnis vor Ertragsteuern um TEUR 369 oder 51,5 Prozent auf TEUR 347.

8. Bestandteile des sonstigen Ergebnisses

Das sonstige Ergebnis (TEUR 0) resultiert einerseits aus erhöhten Börsenkursen der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen (TEUR 3), denen andererseits latente Steuerbelastungen von ebenfalls TEUR 3 gegenüber stehen.

Erläuterungen zur Bilanz

9. Langfristiges Vermögen

Das langfristige Vermögen nahm im ersten Halbjahr 2012 um TEUR 27 ab, vor allem weil sich die Sachanlagen abschreibungsbedingt um TEUR 26 verminderten. Die Investitionen der ersten Jahreshälfte beliefen sich auf TEUR 40 (1. Halbjahr 2011: TEUR 25).

Die aktiven latenten Steuern haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2011 geringfügig um TEUR 11 auf TEUR 65 reduziert.

10. Kurzfristiges Vermögen

Das kurzfristige Vermögen erhöhte sich seit dem 31. Dezember 2011 um TEUR 442 auf TEUR 8.405. Dies ist im Wesentlichen auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen, die seit dem Jahreswechsel um TEUR 439 auf jetzt TEUR 1.565 angestiegen sind.

Die Vorräte haben sich um TEUR 273 verringert. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

30.06.2012

TEUR
31.12.2011

TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 312 378
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 131 187
Fertige Erzeugnisse und Waren 1.955 2.106
Gesamtsumme der Vorräte 2.398 2.671

Die Ertragsteuerforderungen sind demgegenüber um TEUR 210 angestiegen. Die liquiden Mittel wuchsen nochmals um TEUR 66 auf TEUR 3.856.

11. Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2011 um den Jahresüberschuss des 1. Halbjahres 2012 (TEUR 245) erhöht, nachdem die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2011 (TEUR 561) erst im Juli 2012 auszuzahlen war.

12. Kurzfristige Schulden

Die kurzfristigen Schulden stiegen gegenüber dem 31. Dezember 2011 um TEUR 180 auf TEUR 2.332.

Die kurzfristigen Personalverpflichtungen erhöhten sich um TEUR 226 auf TEUR 597, während die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 65 auf TEUR 593 zurückgingen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen legten um TEUR 32 auf TEUR 997 zu. Dagegen reduzierten sich die Ertragsteuerschulden um TEUR 13.

13. Wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahe stehenden Personen wurden im Wesentlichen in dem Umfang fortgeführt, wie sie bereits im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 dargestellt worden sind. Alle Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart und zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind.

14. Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode

Es liegen keine wesentlichen Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode vor. Die weiterhin angestrebte Veräußerung der Beteiligung ist noch nicht realisiert.

15. Zukunftsbezogene Aussagen

Der vorliegende Zwischenbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten und können daher deutlich von der tatsächlichen Entwicklung abweichen. Eine Aktualisierung zukunftsbezogener Aussagen über bestehende gesetzliche Verpflichtungen hinaus erfolgt nicht. Zukunftsbezogene Aussagen sind nicht als Garant oder Zusicherung der darin gemachten zukünftigen Entwicklungen oder Ereignisse zu verstehen.

Wir weisen darauf hin, dass in den dargestellten Tabellen und Übersichten durch die Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten können.

München, den 31. August 2012

Nucletron Electronic Aktiengesellschaft

Bernd Luft

Alfred Krumke

Ralph Schoierer

Robert Tittl

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss der Nucletron Electronic AG zum 30. Juni 2012 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

München, den 31. August 2012

Nucletron Electronic Aktiengesellschaft

Bernd Luft

Alfred Krumke

Ralph Schoierer

Robert Tittl