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Nucletron Electronic AG Annual Report 2010

May 16, 2011

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Annual Report

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Publication

Nucletron Electronic Aktiengesellschaft

München

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010

Bericht über die Lage und des Konzerns für 2010

der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft, München

Der Lagebericht und der Konzernlagebericht der Nucletron Electronic AG sind in den nachfolgenden Ausführungen in Anwendung des § 315 Abs. 3 HGB zusammengefasst. Zusätzlich wurde aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge zwischen der Nucletron Technologies GmbH, München, der HVC-Technologies GmbH, Untereisesheim, und der NBL Electronic Beteiligungs GmbH, München, gemäß § 264 Abs. 3 HGB auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse dieser Gesellschaften als auch der Luft electronic Vertriebsgesellschaft mbH, München, der SINUS Electronic GmbH, Untereisesheim, und der GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH, Untereisesheim, verzichtet.

Zusammensetzung und Struktur des Konzerns

Allgemeines

Die Nucletron Electronic AG, München, ist seit dem 1. Mai 1987 ein börsennotiertes Unternehmen und fungiert ausschließlich als reine Management-Holding. Die Lage der Nucletron Electronic AG als Konzernholding kann daher nur im Zusammenhang mit der Lage des Nucletron-Konzerns beurteilt werden. Ihre Aktien sind am regulierten Markt der Wertpapierbörse in München sowie im Freiverkehr der Börsen Berlin-Bremen, Frankfurt und Stuttgart notiert. Am 31. Dezember 2010 befand sich ein Anteil größer 75 Prozent bei der Bernd Luft Familien-Vermögensverwaltung GmbH, Dreieich.

Die Nucletron Electronic AG, München, ist das Mutterunternehmen des Nucletron-Konzerns und wurde bereits im Jahr 1954 unter dem Namen Schneider & Co. KG gegründet, bevor etwa ein Jahrzehnt später die Umbenennung in Nucletron erfolgte. Die Tochtergesellschaften der Nucletron Electronic AG sind die Nucletron Technologies GmbH, München, die HVC-Technologies GmbH, Untereisesheim, die NBL Electronic Beteiligungs GmbH, München, und unter dieser wiederum die Luft electronic Vertriebsgesellschaft mbH, München, die SINUS Electronic GmbH, Untereisesheim, sowie die GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH, Untereisesheim.

Die Beteiligungsquote beträgt an allen Tochtergesellschaften 100 Prozent. Über die Luft electronic Vertriebsgesellschaft mbH hält der Nucletron-Konzern eine 20 prozentige Beteiligung an der elektronik-service Bernd Luft GmbH, München.

Organisation

Organe der Gesellschaft

Der Vorstand der Nucletron Electronic AG bestand zum 31. Dezember 2010 aus vier Vorständen.

Bernd Luft, Ingenieur, Dreieich Vorstandsvorsitzender
Erstbestellung: 1998
Ablauf des Mandats: 2012
Alfred Krumke, Elektrotechniker (FH), Bad Rappenau Vertriebsvorstand
Erstbestellung: 2007
Ablauf des Mandats: 2011
Ralph Schoierer, Diplomwirtschaftsingenieur, München Finanzvorstand
Erstbestellung: 2007
Ablauf des Mandats: 2011
Robert Tittl, Ingenieur, Kirchseeon Vertriebsvorstand
Erstbestellung: 2007
Ablauf des Mandats: 2011

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Nucletron Electronic AG besteht gemäß § 7 der Satzung aus 3 Mitgliedern. Die Mitglieder des Aufsichtsrats waren zum 31. Dezember 2010:

Dr. Dirk Wolfertz, Geschäftsführer, Bad Homburg Vorsitzender

Brigitte Luft, Betriebswirtin, Dreieich stellvertretende Vorsitzende

Michael Feimer, Ingenieur, Bad Friedrichshall Arbeitnehmervertreter

Die Amtszeit des Aufsichtsrates endet mit der ordentlichen Hauptversammlung 2011, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2010 beschließt.

Geschäftsführung der Tochtergesellschaften

Nahezu alle Tochtergesellschaften, mit Ausnahme der NBL Electronic Beteiligungs GmbH, der Luft electronic Vertriebsgesellschaft mbH und der GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH, werden von zwei Geschäftsführern geleitet.

Geschäftsbereiche

Der Nucletron-Konzern entwickelt, fertigt und vertreibt über vier operative Tochtergesellschaften Geräte, Systeme und Bauelemente in den Bereichen Umwelttechnik, Medizin- und Analysetechnik, Photovoltaik, Kommunikationstechnik, Aerospace, Industrieelektronik, Militärtechnik, Mikrowellen- und Abschirmtechnik sowie Schutztechnik. Der Nucletron-Konzern konzentriert sich auf schnell wachsende und technologisch anspruchsvolle Märkte und lässt sich in zwei wesentliche Segmente gliedern:

· Leistungselektronik

· Schutztechnik

Diese Aufgliederung orientiert sich an der internen Organisations- und Berichtsstruktur des Konzerns, wobei unterschiedliche Risiko- und Ertragsstrukturen der Geschäftsfelder berücksichtigt werden.

Die Nucletron Technologies GmbH vertreibt im Geschäftsbereich Leistungselektronik elektronische und elektromechanische Bauteile und Systeme namhafter Hersteller für den Einsatz in der Optoelektronik, der Mikrowellentechnik, der Photovoltaik, der Kommunikationstechnik sowie im Thermal Management. Die HVC-Technologies GmbH ist im selben Bereich mit Produkten der Hochspannungstechnik tätig.

Im Geschäftsbereich Schutztechnik produziert die GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH Systeme zum Schutz vor elektromagnetischen Impulsen (NEMP & LEMP), vor elektrostatischer Entladung (ESD), vor Überspannungen sowie gegen Hochfrequenzstörungen. Der Vertrieb erfolgt durch die SINUS Electronic GmbH, die ergänzend elektronische Bauelemente internationaler Halbleiterhersteller in den Bereichen Medizin- und Automatisierungstechnik, Industrieelektronik und Informationstechnik anbietet. Über die LUFT electronic Vertriebsgesellschaft mbH werden induktive Bauelemente, ein Eigenprodukt unseres Beteiligungsunternehmens elektronik-service Bernd Luft GmbH, exklusiv im Verkehrsbereich und der Militärtechnik vermarktet.

Angaben gemäß § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB

Angaben zum Kapital

Am 31. Dezember 2010 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 2.804.342,00 EUR, eingeteilt in 2.804.342 stimmberechtigte nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 EUR. Nach Kenntnis des Vorstands gibt es keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus der Vereinbarung zwischen Aktionären ergeben könnten.

Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen

Dem Vorstand sind keine Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen der Übertragung der Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 28 Satz 1 des WpHG Anwendung findet. Nach dieser Regelung besteht das Stimmrecht aus Aktien, die einer wesentlichen Beteiligung an der Gesellschaft im Sinne der §§ 21 und 22 WpHG zuzurechnen sind, für die Zeit nicht, in der die Mitteilungspflichten gegenüber der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 21 Abs. 1 oder 1a WpHG nicht erfüllt werden.

Kapitalbeteiligungen größer 10 Prozent

Der Gesellschaft sind folgende direkte oder indirekte Beteiligungen an ihrem Grundkapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten, gemäß § 21 WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) gemeldet worden:

Bernd Luft Familien-Vermögensverwaltung GmbH Anteilsbesitz größer 75 Prozent

Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen

Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten oder einer sonstigen Stimmrechtskontrolle.

Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligungen

Nach Kenntnis des Vorstands üben die Mitarbeiter, die Aktien der Gesellschaft halten, ihre Stimmrechte unmittelbar aus.

Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitgliedern und Änderung der Satzung

Die Bestellung und Abberufung des Vorstands regelt der § 84 Aktiengesetz in Verbindung mit § 85 Aktiengesetz, wonach der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder auf höchstens fünf Jahre bestellt. Werden mehrere Personen zu Vorstandsmitgliedern bestellt, so kann der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen sowie stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.

Gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus einer Person oder mehreren Personen, wobei der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands festlegt.

Satzungsänderungen sind entsprechend § 179 und § 133 Aktiengesetz geregelt. Absatz 1 des § 179 Iegt fest, dass jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung bedarf. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, kann die Hauptversammlung dem Aufsichtsrat übertragen. Der Absatz 2 bestimmt, dass der Beschluss der Hauptversammlung einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst, bedarf. Die Satzung kann eine andere Kapitalmehrheit, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere Kapitalmehrheit bestimmen. Sie kann weitere Erfordernisse aufstellen.

In der Satzung der Nucletron Electronic AG sind keine anderen Kapitalmehrheiten oder sonstige Erfordernisse vorgesehen.

Befugnisse des Vorstands

Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnis zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen.

Gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ist der Vorstand berechtigt bis zum 31. August 2011 das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen um insgesamt bis zu EUR 1.402.000,00 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats zum Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu folgenden Zwecken berechtigt:

· Ausgleich von Spitzenbeträgen;

· wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 Prozent des Grundkapitals nicht überschreitet und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG);

· Ausgabe von Aktien gegen Sacheinlagen im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen (auch im Rahmen von Umwandlungen gemäß dem Umwandlungsgesetz);

· Ausgabe von Aktien an strategische Partner;

· Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie Mitglieder der Geschäftsführung und Arbeitnehmer verbundener Unternehmen im Rahmen eines Aktienoptionsplans der Gesellschaft zur Erfüllung ausgeübter Aktienoptionen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend anzupassen.

Die Befugnisse zum Erwerb eigener Aktien ergeben sich aus §§ 71 ff. AktG sowie zum Bilanzstichtag aus der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 2. Juli 2010. Der Vorstand ist bis zum 1. Juli 2015 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen zu erwerben. Dabei dürfen die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche diese bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen und zu verschiedenen Zeitpunkten ausgeübt werden. Die Ermächtigung kann durch die Gesellschaft, aber auch durch ihre Tochtergesellschaften oder für ihre oder deren Rechnung durch von der Gesellschaft oder von einer Tochtergesellschaft beauftragte Dritte ausgenutzt werden.

Der Erwerb erfolgt unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots. Die Ermächtigung enthält auch Festlegungen über den höchsten und niedrigsten Gegenwert, der jeweils gewährt werden darf.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats aufgrund dieser Ermächtigung erworbene eigene Aktien, soweit sie nicht über die Börse oder aufgrund eines Angebots zum Bezug von Aktien im Verhältnis ihrer Beteiligung an alle Aktionäre veräußert werden sollen, unter Ausschluss der Bezugsrechte der Aktionäre an Dritte zu veräußern, wenn die erworbenen eigenen Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Nicht wesentlich ist eine Unterschreitung des Mittelwertes der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft an der Börse München während der letzten fünf Handelstage vor dem Zeitpunkt der Veräußerung um nicht mehr als 5 Prozent.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates aufgrund dieser Ermächtigung erworbene eigene Aktien, soweit sie nicht über die Börse oder aufgrund eines öffentlichen Angebotes zum Bezug von Aktien im Verhältnis ihrer Beteiligung an alle Aktionäre veräußert werden sollen, unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu folgenden Zwecken zu verwenden:

· als Gegenleistung im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen (auch im Rahmen von Umwandlungen gemäß dem Umwandlungsgesetz);

· Verkauf an strategische Partner;

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien, die aufgrund vorstehender Ermächtigung erworben werden, einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung.

Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels

Der Vorstand hat keine Kenntnis von berichtspflichtigen Vereinbarungen.

Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots

Die Nucletron Electronic AG hat weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit einzelnen Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.

Geschäftsentwicklung

Gesamt- und Branchenentwicklung

Die Weltwirtschaft befindet sich wieder auf Wachstumskurs. Nach dem Rückgang des globalen Bruttoinlandsproduktes im Krisenjahr 2009 um knapp ein Prozent gab es 2010 wieder ein Plus von fünf Prozent. Mit einem prognostizierten Zuwachs von rund 4,5 Prozent sollte die Weltwirtschaft auch 2011 weiter überdurchschnittlich wachsen. Nach wie vor entwickeln sich die Schwellenländer vergleichsweise dynamischer als die Industrieländer. Die gesamte Eurozone ist im letzten Jahr um 1,8 Prozent gewachsen; für 2011 wird ein Wachstum von 1,7 Prozent prognostiziert.

Im Jahr 2010 hat eine unerwartet dynamische konjunkturelle Erholung der deutschen Wirtschaft stattgefunden. Die derzeit vorliegenden Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ergeben eine Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes (BIP) im Jahresdurchschnitt 2010 von 3,6 Prozent. War in 2009 mit einem Rückgang des preisbereinigten BIP von 4,7 Prozent noch der stärkste wirtschaftliche Rückgang seit Bestehen der Bundesrepublik zu verzeichnen, bedeutet der Zuwachs 2010 das höchste Wachstum seit der Wiedervereinigung. Somit konnte ein erheblicher Teil des krisenbedingten Rückgangs aus dem Jahr 2009 aufgeholt werden. Zu dieser Entwicklung trug insbesondere das ausgesprochen starke zweite Quartal bei. Zum Jahresende verlangsamte sich das Wachstumstempo auch durch den frühen und kräftigen Wintereinbruch.

Das zu Jahresbeginn stark exportgetriebene Wachstum verlagerte sich während des Jahres zunehmend auf binnenwirtschaftliche Impulse. Waren im Außenhandel in den vergangenen beiden Jahren noch negative Wachstumsraten zu verzeichnen, stiegen die Exporte im Berichtsjahr preisbereinigt um 14,1 Prozent. Gleichzeitig erhöhten sich die Importe um 12,6 Prozent; insgesamt konnte somit ein positiver Außenbeitrag erwirtschaftet werden. Ferner trug ein erhöhtes Konsumverhalten zur Erholung bei. Während die staatlichen Konsumausgaben um 2,3 Prozent gesteigert wurden, erhöhten sich auch die privaten Konsumausgaben preisbereinigt um 0,4 Prozent. Der Anstieg der privaten Konsumausgaben ist durch die, aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs, verbesserte Konsumlaune der Verbraucher sowie vor dem Hintergrund des Beschäftigungsausbaus und des ruhigen Preisklimas zu erklären.

Die Industrieproduktion in Deutschland hat sich im letzten Jahr unerwartet stark erholt. Nach einem Einbruch um mehr als 18,5 Prozent im Krisenjahr 2009, gab es 2010 wieder einen Zuwachs von insgesamt 11,8 Prozent. In der Automobilindustrie betrug das Wachstum 20,5 Prozent, die Chemische und die Pharmaindustrie legten um jeweils 17,5 Prozent zu, der Maschinenbau um 7,6 Prozent und in der Elektroindustrie belief sich das Plus auf 13 Prozent.

Der Umsatz mit elektrotechnischen und elektronischen Produkten und Systemen hat sich im letzten Jahr wieder kräftig erholt. Dem Minus von 20 Prozent auf 145 Mrd. Euro in 2009 folgte 2010 ein deutliches Plus von 14 Prozent auf wieder 165 Mrd. Euro. Dabei hat sich der Auslandsumsatz 2010 von 79,1 Mrd. Euro mit einem Zuwachs von 17 Prozent merklich stärker erhöht als der Inlandsumsatz im selben Jahr von 85,4 Mrd. Euro, der um 11 Prozent gestiegen ist. 2011 wird sich der Branchenumsatz der jüngsten ZVEI-Prognose zufolge auf mehr als 175 Mrd. Euro steigern.

Mit einem Umsatz von 165 Mrd. Euro gehörte die Elektroindustrie in 2010 zu den vier größten Industriezweigen in Deutschland und hatte einen Anteil größer 10 Prozent am Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland in Höhe von 1.563 Mrd. Euro. Auf Investitionsgüter entfallen 75 Prozent des Umsatzes, auf Vorleistungsgüter (überwiegend Bauelemente) 14 Prozent und auf Gebrauchsgüter elf Prozent.

Die Auftragseingänge sind im letzten Jahr um 24 Prozent auf 100 Mrd. Euro (Vorjahr 81 Mrd. Euro) gestiegen (Inlandsbestellungen: plus 20 Prozent, Auslandsbestellungen: plus 29 Prozent). Die höchsten Steigerungsraten konnten dabei in den fahrzeugnahen Fachbereichen sowie bei den Elektronischen Bauelementen verzeichnet werden. Über das gesamte Jahr 2010 ist die Produktion in der Elektroindustrie um 15 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen und betrug 137 Mrd. Euro nach 119 Mrd. Euro in 2009; das stärkste Wachstum konnten dabei die Bauelemente mit einem Plus von 23 Prozent (2010: 17 Mrd. Euro – 2009: 14 Mrd. Euro) verzeichnen, gefolgt von den Investitions- und Gebrauchsgütern.

Auf das Konto der Elektroindustrie gehen etwa 12 Prozent der gesamten deutschen Industrieproduktion. Ihr direkter Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt Deutschlands liegt unverändert bei drei Prozent. Mit ihren zentralen Querschnittstechnologien bildet sie darüber hinaus das Rückgrat der gesamten Wirtschaft. Ihre Aufwendungen für Forschung und Entwicklung von mehr als 12 Mrd. Euro entsprechen einem Fünftel aller Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der deutschen Wirtschaft. Schließlich wendet die Elektroindustrie jährlich fünf Milliarden Euro für Investitionen sowie zwei Milliarden Euro für Aus- und Weiterbildung auf. Damit ist die Branche der Motor für technologischen Fortschritt, wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftlichen Wohlstand. (Quelle: Destatis, ZVEI)

Geschäftsentwicklung des Nucletron-Konzerns

Das Geschäftsjahr 2010 stand im Zeichen der weltweiten Verbesserung der konjunkturellen Lage. Über alle Abnehmerbranchen und Regionen hinweg konnte eine Steigerung des Auftragseinganges gegenüber Vorjahr registriert werden, auch wenn die Umsatzentwicklung damit nicht Schritt halten konnte.

Die Erholung der Geschäftsentwicklung der Nucletron-Gruppe setzte mit Beginn des zweiten Quartals 2010 ein und setzte sich im dritten und vierten Quartal fort. Die Nachfrage hat sich im Verlauf des Berichtsjahres in nahezu allen Abnehmerbranchen kontinuierlich belebt, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß und von einem sehr niedrigen Niveau ausgehend.

Der Markt für elektronische und elektromechanische Bauelemente, Module und Systeme zeichnete sich über den Berichtszeitraum hinweg durch eine insgesamt gute Nachfrage aus. Die kontinuierliche Verbesserung von Prozessen, Eigenprodukten und Dienstleistungen ist und bleibt für Nucletron ein bedeutender Hebel, um die Zufriedenheit seiner Kunden zu steigern.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Der Konzernauftragseingang ist im Einklang mit der allgemeinen Konjunkturbelebung in 2010 um 127 Prozent auf EUR 17,7 Mio. nach EUR 7,8 Mio. gestiegen. Wie im Vorjahren war auch in 2010 die Telekommunikationstechnik eine wichtige Abnehmerbranche. Der Auftragsbestand hat sich aufgrund des positiven Book-to-Bill von 1,1 (Vorjahr: 0,5) um rund eine Million Euro auf EUR 9,5 Mio. erhöht.

Umsatz

Die Umsatzerlöse des Nucletron-Konzerns haben sich im Geschäftsjahr 2010 nur leicht um zwei Prozent (TEUR 317) auf EUR 16,6 Mio. verbessert. Ein Anteil von annähernd 83 Prozent der Umsatzerlöse wurde dabei im Inland erzielt. Der Geschäftsbereich Leistungselektronik konnte dabei seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr steigern, während im Geschäftsbereich Schutztechnik ein Rückgang zu verzeichnen war.

Der zunehmende Wettbewerb im Distributionssektor sowie der Verlust von Absatzmöglichkeiten durch Produktionsverlagerungen ins osteuropäische Ausland bei einem gleichzeitigen Preisverfall im Inland belastet die Wettbewerbssituation des Nucletron-Konzerns zunehmend. Dieser Situation stellt sich der Konzern durch eine weitere Spezialisierung und Diversifikation der Produktpalette, z.B. im Bereich der Wärmebeherrschung und bei Silikonen.

Ergebnis

Der Materialaufwand belief sich auf EUR 10,4 Mio. und war damit um TEUR 733 höher als im Vorjahr. Der erzielte Rohertrag betrug TEUR 6.031 (Vorjahr: TEUR 6.587) und fiel somit um 8,5 Prozent im Vergleich zur Vorperiode. Dabei verschlechterte sich die Rohertragsquote um 390 Basispunkte und lag bei 36,6 Prozent, nach 40,5 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer sind im Wesentlichen aufgrund der Personalentwicklung und dem Rückgang der Verpflichtungen aus leistungsbezogenen Vergütungssystemen um 4,7 Prozent auf TEUR 2.849 gesunken.

Der sonstige betriebliche Aufwand fiel um TEUR 53 (-4,0 Prozent) auf TEUR 1.274. Die Kosten-Umsatz-Relation ist in Summe um 150 Basispunkte auf 25,1 Prozent gefallen; ohne Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von TEUR 165.

Das EBITA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen) betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 1.894 nach TEUR 2.214 im Vorjahr. Die Ergebnisentwicklung ist im Wesentlichen auf den Rohertragsrückgang im Berichtsjahr zurückzuführen.

Umsatzerlöse (in TEUR) 2010 Veränderung

in %
2009 Veränderung

in %
2008
Eigenprodukte 4.438 -32,8 % 6.604 -31,5 % 9.636
Fremdprodukte 12.119 25,8 % 9.636 -24,9 % 12.828
Summe 16.558 2,0 % 16.241 -27,7 % 22.464

Die EBITA-Marge belief sich auf 11,5 Prozent (Vorjahresvergleichszeitraum 13,6 Prozent). Das EBITA-Ergebnis je Aktie ist von 0,79 EUR in 2009 auf 0,68 EUR in 2010 gefallen und entspricht einer Verschlechterung von 14,5 Prozent.

Der Konzernjahresüberschuss hat um TEUR 200 auf TEUR 1.342 abgenommen. Die Ertragsteuerquote ist mit 27,4 Prozent (Vorjahr 29,2 Prozent) leicht zurückgegangen; sie liegt im Rahmen der durchschnittlichen, lokalen Ertragssteuerlast aus Körperschaft- und Gewerbesteuer.

Geschäftsbereich Leistungselektronik

Der Geschäftsbereich Leistungselektronik hat in angemessenem Umfang von der Konjunkturerholung in 2010 profitiert. Die Umsatzerlöse der Nucletron Technologies GmbH sind im Jahresvergleich um 7,3 Prozent auf EUR 5,9 Mio. (Vorjahr: EUR 5,5 Mio.) gestiegen, die Umsätze der HVC-Technologies GmbH haben sich im gleichen Zeitraum um TEUR 415 auf TEUR 788 (Vorjahr: TEUR 373) erhöht. Im Berichtszeitraum konnten Liefer- oder Entwicklungsverträge mit mehrjährigen Laufzeiten abgeschlossen werden, so dass sich der Auftragsbestand im Jahresvergleich deutlich verbessert hat.

Das Segmentergebnis betrug TEUR 889 nach TEUR 609 im Vorjahr.

Leistungselektronik (in TEUR) 2010 Veränderung

in %
2009 Veränderung

in %
2008
Umsatzerlöse 6.730 15,0 % 5.854 -23,1 % 7.615
Auftragseingang 7.805 165,0 % 2.945 -49,8 % 5.861
Auftragsbestand 3.605 42,5 % 2.530 -53,5 % 5.438

Geschäftsbereich Schutztechnik

Der Geschäftsverlauf des Geschäftsbereichs Schutztechnik entsprach im Geschäftsjahr 2010 nicht der allgemeinen Marktentwicklung. Während der Absatz von elektronischen und induktiven Bauelementen in der SINUS Electronic GmbH sowie der LUFT electronic Vertriebsgesellschaft mbH mit der Marktentwicklung noch einigermaßen Schritt halten konnte, lag der Absatz der durch die GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH produzierten Überspannungsschutz- und Lichtwellenleiterverkabelungssysteme bei der SINUS deutlich unter den Vorjahreszahlen, bewegte sich jedoch im Rahmen der Jahresplanung.

Das Segmentergebnis betrug TEUR 988 nach TEUR 1.624 im Vorjahr.

Schutztechnik (in TEUR) 2010 Veränderung

in %
2009 Veränderung

in %
2008
Umsatzerlöse 9.828 -5,4 % 10.387 -30,0 % 14.849
Auftragseingang 9.940 104,1 % 4.871 -57,5 % 11.468
Auftragsbestand 5.901 -1,2 % 5.971 -50,0 % 11.937

Der Modernisierungsdruck der Sicherheitskräfte in digitale Kommunikationstechniken ist zwar aktuell, hat aber im Geschäftsjahr 2010 nicht zu den erwarteten Auftragseingängen geführt. In Abhängigkeit von der zukünftigen Freigabe entsprechender Bundesmittel ist eine genaue periodengerechte Planung sehr schwierig, aber in Anbetracht der technischen Notwendigkeit sind weitere Auftragseingänge ab Mitte 2011 wahrscheinlich.

Leistungsmanagement

Das Planungs- und Steuerungssystem des Nucletron-Konzerns ist darauf ausgelegt, eine Vielzahl von Instrumenten bereitzustellen, um die aktuelle Geschäftsentwicklung zu bewerten und daraus zukünftige Strategie- und Investitionsentscheidungen abzuleiten. Ziel ist die optimale Ausschöpfung wirtschaftlicher und unternehmerischer Erfolgspotenziale.

Die operative Unternehmensleistung wird anhand der Umsatzerlöse, des EBITA und des Betriebsergebnisses gemessen. Für alle Unternehmensbereiche wird die Leistung monatlich ermittelt und der Budgetplanung gegenübergestellt.

Forschung und Entwicklung

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (F&E) ist innerhalb des Konzerns eine vernachlässigbare Größe, da vorwiegend Handelsprodukte vertrieben werden. Die Schwerpunkte im Bereich F&E lagen in der Weiterentwicklung bereits vorhandener Produkte sowie auf der Verbesserung von Fertigungsprozessen.

Personal

Die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern ist in der Berichtsperiode mit 52 gleichgeblieben. Die Mitarbeiter repräsentieren den Nucletron-Konzern gegenüber Kunden und Lieferanten. Sie tragen unmittelbare Verantwortung für das operative Geschäft. Zur Sicherung der hohen Beratungsqualität und Fachkompetenz finden regelmäßige Schulungen in den Bereichen Vertrieb, Kommunikation und EDV sowie zu den relevanten rechtlichen Vorschriften statt. Die Neueinstellung von qualifizierten Vertriebsmitarbeitern lässt sich an den verschiedenen Standorten des Konzerns unterschiedlich erfolgreich realisieren.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Der Nucletron-Konzern konnte seine wesentlichen Bilanzkennzahlen im Geschäftsjahr 2010 erneut verbessern. So ist das Eigenkapital um TEUR 761 auf EUR 9,1 Mio. (Vorjahr: EUR 8,4 Mio.) gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.307 zurückzuführen. Bei einer um TEUR 739 gestiegenen Bilanzsumme in Höhe von EUR 12,9 Mio. (Vorjahr: EUR 12,1 Mio.), erhöhte sich die Eigenkapitalquote auf 71,1 Prozent (Vorjahr: 69,2 Prozent).

Ertragslage

Das Konzernergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit ist im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund des anhaltenden Preisverfalls bei aktiven (Dioden, Arrays) und induktiven (Kondensatoren, Drosseln, Spulen) Bauelementen sowie wegen des niedrigeren Anteils von Systemen aus Eigenfertigung gegenüber dem Vorjahr um TEUR 331 geringer ausgefallen und beträgt EUR 1,85 Mio. Der Konzernauftragseingang ist im Geschäftsjahr 2010 um 127 Prozent auf EUR 17,7 Mio. gewachsen, das erreichte Book-to-Bill war mit 1,1 positiv. Der Auftragsbestand hat im Jahresvergleich um 11,8 Prozent zugenommen. Die Rohertragsmarge fiel um 3,8 Prozentpunkte auf 36,6 Prozent. Die niedrigere Personalkostenquote resultiert aus dem, im Vergleich zum Vorjahr, geringeren Personalaufwand bei gleichzeitig leicht gestiegenen Umsatzerlösen. Das Ergebnis pro Mitarbeiter fiel bei gleichbleibender Mitarbeiterzahl folgerichtig um TEUR 6 (-15,2 Prozent) auf TEUR 36. Die Steuerquote ist mit 27,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr (29,2 Prozent) leicht zurückgegangen.

Nucletron-Konzern (in TEUR) 2010 Veränderung

in %
2009 Veränderung

in %
2008
Auftragsbestand 9.506 11,8 % 8.500 -51,1 % 17.375
Auftragseingang 17.745 127,0 % 7.816 -54,9 % 17.329
Umsatzerlöse 16.558 2,0 % 16.241 -27,7 % 22.464
Rohertrag 6.030 -8,5 % 6.586 -24,6 % 8.738
EBITDA 2.058 -13,6 % 2.382 -38,6 % 3.879
Finanzergebnis -46 -14,8 % -55 -9,8 % -61
Jahresüberschuss 1.342 -13,0 % 1.542 -37,6 % 2.472
Materialintensität (vom Umsatz) 63,0 % 3,3 PP 59,7 % -2,3 PP 62,0 %
Personalintensität (vom Umsatz) 17,2 % -1,2 PP 18,4 % 2,7 PP 15,7 %

Finanzlage

Der Nucletron-Konzern hat im Geschäftsjahr 2010 einen positiven Netto-Cashflow in Höhe von TEUR 537 erwirtschaftet. Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit betrug TEUR 1.099 (-47,6 Prozent), ihm standen Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit von TEUR 562 gegenüber. Die Abnahme des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit ist auf den geringeren Jahresüberschuss und die deutliche Zunahme der Vorräte, der finanziellen Vermögenswerte sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Der Nucletron-Konzern hatte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Bankverbindlichkeiten zum Abschlussstichtag und verfügt über eine Nettoliquidität von TEUR 1.923 (Vorjahr: TEUR 1.947). Neben der vorhandenen Liquidität steht uns eine Kreditlinie von TEUR 500 in vollem Umfang zur Verfügung.

Die liquiden Mittel werden kurzfristig und risikoarm angelegt. Aufgrund der Bilanzstruktur und der Auftragslage im Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernjahresabschlusses und des Berichtes über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns ist von einer weiterhin stabilen Lage der Gesellschaft auszugehen.

Nucletron-Konzern (in TEUR) 2010 Veränderung

in %
2009 Veränderung

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2008
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1.099 -47,6 % 2.099 34,2 % 1.564
Verzinsliche Darlehen 0 % 0 % 0
Nettoliquidität 1.923 -1,2 % 1.946 180,0 % 695

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen des Nucletron-Konzerns beträgt TEUR 12.887 nach TEUR 12.114 im Vorjahr. Die Vorräte haben zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 um TEUR 339 wegen der Betriebsruhe vieler Abnehmer zugenommen. Die Umschlagshäufigkeit ist in 2010 im Durchschnitt um 16,1 Prozent von 5,0 auf 5,8 gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verzeichneten eine Zunahme von 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresstichtag. Das Zahlungsziel unserer Kunden hat sich wegen eines effizienten Zahlungsmanagements im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt um 5,1 Tage auf 29,9 Tage verbessert.

Der Jahresüberschuss fiel um 13,0 Prozent auf TEUR 1.342 und bewirkte unter Berücksichtigung der ausgezahlten Dividende von TEUR 561 einen Anstieg der Eigenkapitalquote um 1,9 Prozentpunkte auf 71,1 Prozent. Der Eigenkapitalzuwachs führte dazu, dass die Anlagendeckung, trotz geringfügig höherer Investitionen in Sachanlagen, verbessert werden konnte. Am Bilanzstichtag überstieg das Eigenkapital gemeinsam mit den langfristigen Schulden ohne latente Steuern das Anlagevermögen um 83,5 Prozent (Vorjahr: 67,0 Prozent). Die Anlagenintensität hat aufgrund der Investitionszurückhaltung um 3,4 Prozentpunkte auf 43,1 Prozent abgenommen. Die kurzfristigen Schulden haben mit einem Minus von 0,6 Prozent nur geringfügig abgenommen; dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen, durch die der Rückgang bei personalbezogenen und sonstigen Aufwendungen sowie niedrigeren Steuerverbindlichkeiten kompensiert wurde.

Nucletron-Konzern (in TEUR) 2010 Veränderung

in %
2009 Veränderung

in %
2008
Bilanzsumme 12.887 6,4 % 12.114 -1,2 % 12.260
Eigenkapitalquote 71,1 % 1,9 PP 69,2 % 7,1 PP 62,1 %
Anlagendeckung 183,5 % 16,5 PP 167,0 % 18,4 PP 148,6 %
Anlagenintensität 43,1 % -3,4 PP 46,5 % -0,6 PP 47,1 %
kurzfristige Schulden 2.601 -0,6 % 2.617 -26,8 % 3.573
Reichweite Vorräte (in Tagen) 67 10,5 % 60 -3,2 % 62
Umschlagshäufigkeit Vorräte 5,8 16,1 % 5,0 -27,5 % 6,9
Debitorenziel (in Tagen) 30 -14,7 % 35 34,6 % 30

Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsjahres

Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft und des Konzerns im Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses und vor dem Hintergrund der abklingenden globalen Wirtschaftskrise positiv. Die progressive konjunkturelle Erholung, die Ende 2009 in Deutschland einsetzte und in 2010 deutlich angehalten hat, wird auch 2011 Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Nucletron Gruppe haben. Es wird für 2011 von einem nahezu gleichbleibenden Umsatz und Ergebnis ausgegangen.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Nucletron Electronic AG

Der Jahresabschluss der Nucletron Electronic AG wird unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach den Vorschriften der §§ 242 bis 256a und der §§ 264 bis 288 HGB sowie den Sondervorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Bewertungsmethoden wurden soweit erforderlich an die Vorgaben nach BilMoG angepasst und ansonsten im Vergleich zum Vorjahr unverändert beibehalten.

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der technische Vertrieb von Bauelementen, Subsystemen und Systemen der Spitzentechnologie, insbesondere auf dem Gebiet der Electronic, Nucleonic, Umwelttechnik und Automation, sowie damit verwandter Gebiete und der Abschluss aller Handelsgeschäfte, die den vorgenannten Gesellschaftszweck zu fördern geeignet sind.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit TEUR 455 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (+8,8 Prozent) und resultieren fast ausschließlich aus Konzernerträgen.

Das Finanzergebnis hat sich im Berichtsjahr mit einem Anstieg um TEUR 168 auf TEUR 1.933 verbessert. Im Geschäftsjahr 2010 bestand ein durchgehender Gewinnabführungsvertrag zwischen der Nucletron Electronic AG und allen verbundenen Unternehmen über alle Konzernebenen. Im Gegensatz zum Vorjahr sind im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Aufwendungen aus Verlustübernahme aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge entstanden. Der erhaltene Gewinn aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Nucletron Technologies GmbH belief sich auf TEUR 736 nach TEUR 599 im Vorjahr, für die HVC-Technologies GmbH ist, nach Aufwendungen für die Verlustübernahme in Höhe von TEUR 11 im Vorjahr, im abgelaufenen Geschäftsjahr einem Gewinn von TEUR 99 angefallen. Von der NBL Electronic Beteiligungs GmbH erhielt die Nucletron Electronic AG eine Gewinnabführung von TEUR 544 nach TEUR 855 in 2009.

Nucletron Electronic AG (in TEUR) 2010 Veränderung

in %
2009 Veränderung

in %
2008
Finanzergebnis 1.933 9,5 % 1.766 -50,2 % 3.544
Gewinne aus Ergebnisabführungsverträgen 1.380 -5,1 % 1.454 -58,7 % 3.525
Aufwendungen aus Verlustübernahme 0 11 0

Die Zinserträge von TEUR 570 stammen im Wesentlichen aus verbundenen Unternehmen (TEUR 563) und haben im vergangenen Jahr zugenommen (69,0 Prozent). Die gezahlten Zinsen von TEUR 17 sind nur zu einem geringen Teil (TEUR 2) für Zinsen an verbundene Unternehmen angefallen, während der Großteil der nach BilMoG auszuweisenden Aufzinsung von Pensionsrückstellungen geschuldet ist. Die außerordentlichen Erträge und Aufwendungen resultieren ebenfalls aus der Anwendung von Übergangsvorschriften wegen des erstmals nach BilMoG aufzustellenden Jahresabschlusses der Nucletron Electronic AG.

Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belief sich im Geschäftsjahr 2010 auf TEUR 515 (Vorjahr: TEUR 635).

Die Veränderungen im Sachanlagevermögen sind maßgeblich auf die laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres zurückzuführen. Die Abschreibungen betrugen TEUR 38. Die Finanzanlagen sind unverändert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind maßgeblich wegen der höheren Zinserträge von verbundenen Unternehmen um TEUR 227 auf TEUR 7.962 angewachsen. Die Bilanzstruktur, die Beziehung zwischen dem langfristig gebundenen Vermögen, dem kurzfristig gebunden Vermögen und den liquiden Mitteln, hat sich im Berichtsjahr wegen der geringfügigen Reduktion der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 42 auf TEUR 379, bei einem gleichzeitigen Anwachsen der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie der liquiden Mittel um TEUR 489 auf TEUR 1.505 zugunsten des kurzfristig gebundenen Vermögens verändert. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen hat mit 27,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (29,2 Prozent) entsprechend abgenommen.

Die Eigenkapitalquote beträgt 93,1 Prozent gegenüber 91,1 Prozent im Vorjahr. Der Gesamtbetrag der Rückstellungen ist aufgrund geringerer Steuerrückstellungen (minus TEUR 226) auf TEUR 445 bzw. gegenüber dem Vorjahr um 37,7 Prozent gefallen.

Nachtragsbericht

Im Zeitraum zwischen dem Abschlussstichtag 2010 und dem Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses der Nucletron Electronic AG sind keine berichtsrelevanten Ereignisse eingetreten. Die aktuellen Vorkommnisse in Japan haben nach derzeitigem Stand keine erkennbaren Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf des Nucletron-Konzerns.

Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung, Ausblick

Bericht zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. Nr. 5 HGB

Einführung

Gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist die Nucletron Electronic AG verpflichtet, im Lagebericht für das am 31. Dezember 2010 endende Geschäftsjahr die Hauptmerkmale seines rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems zu beschreiben.

Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind

· zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit,

· zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie

· zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Die Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungsprozesses ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz der identifizierten Risiken ein regelungskonformer Jahres- bzw. Konzernabschluss erstellt wird.

Beschreibung des internen Kontrollsystems

Die Erstellung des Jahres- bzw. Konzernabschlusses und die Erstellung der Abschlüsse der Tochtergesellschaften finden zentral bei der Nucletron Electronic AG in München in enger Zusammenarbeit mit Steuerberatungsbüros statt. Hierdurch ist sichergestellt, dass die Abschlüsse der Gesellschaften nach einheitlichen Richtlinien und Standards erfolgen.

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden.

Information

Nucletron nutzt ein ERP-System (Enterprise Resource Planning) in Verbindung mit einer modernen Analyse- und Darstellungs-Software, mit denen Informationen sowohl für Ablaufprozesse und interne Kontrollen als auch für Zwecke der Berichterstattung verfügbar gemacht werden.

Kontrollmaßnahmen

Die Gesellschaft hat Kontrollmaßnahmen implementiert, die auf den folgenden allgemeinen Grundsätzen beruhen:

· Kontrollmaßnahmen beruhen auf Richtlinien und Verfahrensvorgaben, einschließlich einer allgemeinen Vollmachts- und Unterschriftenregelung, die für alle Abläufe gilt und Vollmachts- und Genehmigungsstufen festlegt.

· Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen.

· Verantwortlichkeiten werden, wo immer möglich, getrennt (Vieraugenprinzip).

· Geschäftsvorfälle sind so weit wie möglich zu dokumentieren.

· Informationssysteme werden durch Zugriffsberechtigungen auf verschiedenen Ebenen gesichert.

Kontrollmaßnahmen bestehen sowohl in Form von Vorabkontrollen zur Vermeidung von Fehlern und Falschdarstellungen als auch aus Kontrollen im Nachhinein zur Aufdeckung bereits geschehener Fehler.

Risikobericht

Risiken sind alle Ereignisse und möglichen Entwicklungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens, die sich negativ auf die Erreichung unserer Unternehmensziele auswirken können. Die meisten Risiken bergen nach Ansicht des Managements gleichzeitig auch Chancen, die zum Vorteil der Gesellschaft genutzt werden können. Die Nucletron-Gruppe ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Die Chancen wahrzunehmen und dabei gleichzeitig die Risiken zu begrenzen ist unsere dringlichste Aufgabe.

Dem Vorstand sind zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes außer den genannten Risiken, keine weiteren, den Bestand der Gesellschaft gefährdenden, Risiken bekannt.

Risikomanagement

Das vorhandene Kontroll- und Risikomanagementsystem wurde im Geschäftsjahr auf seine Funktionsfähigkeit beobachtet und von der Unternehmensführung eingesetzt. Risiken werden in vorgeschriebenen Perioden von den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften identifiziert und beurteilt. Um unsere Risiken zu messen und zu überwachen, bedienen wir uns einer Reihe festgelegter Verfahren. Dazu gehören neben einer regelmäßigen internen detaillierten Monatsberichtserstattung an Aufsichtsrat und Vorstand, regelmäßige gemeinsame Treffen der Geschäftsführer der deutschen Beteiligungsgesellschaften mit dem Vorstand. Dabei wird neben den Veränderungen von operativen Risiken und des geschäftlichen Umfeldes insbesondere über Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen berichtet. Unterstützt wird dieser Prozess durch Wettbewerbs- und Marktanalysen. So halten wir nicht nur die Risiken im operativen Geschäft, sondern auch offene Währungs- und Zinsrisiken unter Kontrolle. Um die Risiken, denen wir ausgesetzt sind, zu messen, zu überwachen und zu kontrollieren, bedienen wir uns einer Reihe von Management- und Kontrollsystemen, darunter ein konzernweites Planungs- und Berichtswesen. Unser internes Kontrollsystem ist so ausgelegt, dass der Konzernabschluss IFRS entspricht und dementsprechend ein Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wiedergegeben wird, das mit den tatsächlichen Verhältnissen übereinstimmt. Im Rahmen unseres Kontroll- und Risikomanagementsystems werden Vorstand und Aufsichtsrat zeitnah und umfassend über Risiken informiert.

Durch die nachfolgend aufgeführten Risiken könnten unser Geschäft, die Finanzausstattung und die Ergebnisse beeinträchtigt werden. Diese Risiken sind nicht die einzigen, denen wir ausgesetzt sind. Zusätzliche Risiken, die wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht kennen oder die wir derzeit für immateriell halten, könnten unser Geschäft ebenfalls beeinflussen. Wo es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, wird ein Risikotransfer auf Versicherer durch den Abschluss von Konzernversicherungsverträgen vorgenommen.

Markt- und Vertriebsrisiko

Volatilität und zyklisches Nachfrageverhalten kennzeichnen den Markt für elektronische Bauelemente, Module und Systeme. Die Nachfrage hängt von den konjunkturellen Schwankungen der Weltwirtschaft ab. Die Ende 2009 begonnene Erholung der Weltwirtschaft erhielt 2010 deutlichen Auftrieb und wird sich allen Erwartungen nach auch 2011 fortsetzen. Die Schwankungen bei Energie- und Materialkosten aufgrund aktueller Ereignisse sowie die noch immer hohe Volatilität der Wechselkurse werden die Märkte in ihrer Entwicklung weiterhin beeinträchtigen.

Unsere Kunden sind teilweise selbst in zyklischen Branchen tätig und ihr Bedarf an elektronischen Bauelementen, Modulen und Systemen schwankt in starker Abhängigkeit von der Entwicklung ihrer eigenen Märkte, was eine zuverlässige Prognose künftiger Umsatzvolumina und Verkaufspreise äußerst erschwert. Die Absatzmöglichkeiten für unsere Überspannungsschutz- und Lichtwellenleiterverkabelungssysteme sind wesentlich von der Freigabe entsprechender Bundesmittel abhängig. Auch wenn bereits erste Beschaffungsmaßnahmen zur Modernisierung der Kommunikationstechnik der Sicherheitskräfte angelaufen sind, rechnen wir trotz der immensen Modernisierungserfordernisse mit weiteren Beschaffungsmaßnahmen erst wieder Mitte 2011. Der Nucletron-Konzern ist überwiegend in Märkten aktiv, die durch hohes Innovationstempo und schnellen technologischen Wandel gekennzeichnet sind. Daher besteht grundsätzlich das Risiko, dass auf neue Marktentwicklungen bzw. Technologien nicht schnell genug reagiert werden kann und Marktanteile an den Wettbewerb verloren gehen könnten. Außerdem besteht die Gefahr der Verlagerung weiterer Produktionsstätten durch unsere Abnehmer ins Ausland.

Das Vertriebsrisiko wird durch die Jahresplanung der einzelnen Tochtergesellschaften begrenzt und durch unser monatliches Reportingsystem vom Aufsichtsrat und Vorstand überprüft. Die Vertriebsaktivitäten sollen für Eigenprodukte bzw. Systemlösungen intensiviert werden. Die personelle Erweiterung des Vertriebs und die Erschließung neuer Märkte im Ausland sollen den Konzern insgesamt auf eine breitere Basis stellen und von einzelnen Kunden oder Märkten unabhängiger machen.

Risiken bei den Beschaffungsverträgen

Unser größtes Risiko sind die kurzen Laufzeiten der Beschaffungsverträge mit den Lieferanten unserer Tochtergesellschaften. Durch die Erweiterung des Vertriebsspektrums und den Aufbau neuer Lieferantenbeziehungen will man dieses Risiko zukünftig mindern. Dem Nucletron-Konzern ist es im letzten Geschäftsjahr gelungen, neue Beschaffungsverträge abzuschließen. Der Umsatzanteil an Eigenprodukten, die durch unsere Tochtergesellschaft GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH sowie durch unsere Beteiligungsgesellschaft elektronik-service Bernd Luft GmbH hergestellt werden, betrug im Berichtsjahr 26,8 Prozent (Vorjahr: 40,7 Prozent).

Währungsrisiken

Der Euro hat im Jahresverlauf 2010 gegenüber unserer wichtigsten Handelswährung dem US-Dollar um 7,2 Prozent an Wert verloren. Eine solche Entwicklung des Euro-Kurses – sollte sie andauern – könnte für den Nucletron-Konzern höhere Einkaufspreise bedeuten, gleichzeitig würde sich jedoch die absolute Marge bei den in US-Dollar fakturierten Aufträgen sowie der Auftragsbestand im Bereich Leistungselektronik wertmäßig erhöhen; der in US-Dollar notierte Auftragsanteil betrug in diesem Geschäftsbereich zum Jahresende 2010 ca. 53,4 Prozent vom Auftragsbestand in Höhe von EUR 3,6 Mio.

Das Fremdwährungsrisiko wird innerhalb der Unternehmensgruppe durch Handelsgeschäfte, deren Einkaufs- und Verkaufspreise auf die gleiche Währung lauten, sowie bei Bedarf durch Derivatgeschäfte am Finanzmarkt gemindert. Devisentermingeschäfte wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr zur Kurssicherung nicht eingesetzt.

Liquiditäts- und Ausfallrisiken

Aufgrund eines konsequenten Kreditlinienmanagements und einer stetigen Bonitätsüberwachung konnten Ausfallrisiken in der Vergangenheit vermieden werden. Die Liquiditätslage des Konzerns wird einer regelmäßigen Betrachtung und Planung unterzogen.

Personalrisiken

Unser Erfolg hängt von dem umfassenden Wissen, der langjährigen Erfahrung und der dauerhaften Mitwirkung unserer Mitarbeiter ab, die zum Teil kurzfristig nur sehr schwer ersetzt werden können. Durch fortwährende Maßnahmen versucht der Nucletron-Konzern die Attraktivität als Arbeitgeber zu erhalten, Mitarbeiter dauerhaft an das Unternehmen zu binden und das Mitarbeiter-Know-how an sich ändernde Markterfordernisse anzupassen. Im Bedarfsfall werben wir erfahrene und hochqualifizierte Ingenieure, Vertriebsmitarbeiter und Führungskräfte an.

IT Risiken

Der ordnungsgemäße Geschäftsbetrieb des Unternehmens hängt in hohem Maße von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme sowie der ausfallsicheren Vernetzung der einzelnen Unternehmenseinheiten ab. Aufgrund des daraus resultierenden Risikopotentials genießt deshalb bei der Nucletron Electronic AG die IT-Sicherheit und das IT-Risikomanagement seit Jahren höchste Priorität. Aufgrund der verteilten Standortstruktur des Unternehmens und der zentralen Datenhaltung wirken sich Verbindungsausfälle negativ auf die Geschäftstätigkeit der Niederlassungen aus. Diesem Risiko wird durch die Nutzung nicht öffentlicher Netze, verschlüsselter Verbindungen sowie die Einführung redundanter Datenleitungen unterschiedlicher Provider gezielt entgegengewirkt. Die Übertragungsqualität und -geschwindigkeit wird durch vertraglich vereinbarte Servicemerkmale und durch die Verwendung von Komprimierungstechniken unterstützt. Vor allem für die geschäftskritischen Bereiche werden hochverfügbare Server mit weitreichenden Redundanzen verwendet. Zur Vermeidung von Datenverlusten werden tägliche Sicherungen der Produktivsysteme durchgeführt. Für die geschäftskritischen Daten ist darüber hinaus eine kontinuierliche Spiegelung implementiert. Sollte es trotz der Vorkehrungen zu schwerwiegenden Störungen kommen, ist der Wiederanlauf der Systeme innerhalb tolerierbarer Ausfallzeiten garantiert. Signifikante IT-Risiken sind derzeit nicht absehbar.

Chancen

Die wesentlichen Chancen des Nucletron-Konzerns sind untrennbar mit den genannten Risiken verbunden. Neben den allgemein gültigen Chancen unternehmerischer Tätigkeit ergeben sich für uns Chancen vor allem aus den Forderungen nach immer effizienteren Möglichkeiten der Wärmebeherrschung sowie im zukunftsträchtigen Photovoltaik-Markt. Diese Form der regenerativen Energiegewinnung gewinnt aufgrund der steigenden Rohölpreise und der politischen Unsicherheit in einem Großteil der wichtigsten Erzeugerländer sowie der dramatischen Ereignisse im Zusammenhang mit dem Erdbeben in Japan und der Infragestellung der friedlichen Nutzung der Kernspaltung weiter an Bedeutung. Unser Geschäftsbereich Leistungselektronik ist in diesem Markt mit seinen Elektromechanik-Produkten außerordentlich gut aufgestellt.

Auch die Wärmebeherrschung ist ein allgegenwärtiges Thema in der Elektro- und Elektronikindustrie. Eine effiziente Wärmeableitung ist im Hinblick auf Wirkungsgrad und Lebensdauer bei immer kleineren Baugrößen unerlässlich. Die von uns u. a. vertriebenen wärmeleitfähigen Folien sind universell einsetzbar, Platz sparend, effektiv sowie kostengünstig und in der Medizin- und Analysetechnik, Kommunikationstechnik, Industrieelektronik und Automobilindustrie verwendbar. Wir erachten die Wärmebeherrschung als einen Zukunftsmarkt.

Im Geschäftsbereich Schutztechnik sehen wir die besten Wachstumschancen auf dem Gebiet der Silikone sowie im forcierten Vertrieb von kundenspezifischen Produkten oder Systemlösungen in Eigenfertigung.

Ausblick

Das Geschäftsjahr 2010 war von der schweren Wirtschaftskrise in 2009 und der sich daran anschließenden Erholung geprägt. Die Nachfrage unserer Kunden nach elektronischen Bauelementen hat sich zwischenzeitlich deutlich und nachhaltig belebt.

Das Tempo des wirtschaftlichen Aufschwungs hat bei Wirtschaftsanalysten und Marktforschungsinstituten zu zuversichtlicheren Prognosen für 2011 geführt. Nach Schätzung der Weltbank wird die globale Wirtschaft im Jahr 2011 um etwa 3,3 Prozent wachsen. Generell sagen die Prognosen ein starkes Wachstum in Schwellenländern und eine Fortsetzung der moderaten Erholung in den entwickelten Volkswirtschaften voraus. In Westeuropa wird das BIP im Jahr 2011 voraussichtlich langsam um rund 1,5 Prozent wachsen, wobei vor allem Deutschland mit einem Plus von zwei Prozent zusammen mit Frankreich als Motor fungiert.

In diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld ist der Nucletron-Konzern mit einer Reihe negativer Entwicklungsfaktoren konfrontiert, die das Unternehmen nicht beeinflussen kann und die die Nachfrage und den Absatz der Produkte des Nucletron-Konzerns beeinträchtigen können. Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts haben Kunden bei Nucletron ihre Bestellmengen wieder erhöht; diese liegen aber noch deutlich unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2008 und auch unter Vorjahresniveau. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das Geschäftsjahr 2011 in Bezug auf Umsatz und Ergebnis Jahreszahlen auf dem Niveau des Vorjahres.

Der Nucletron-Konzern hält an seiner langfristigen Wachstumsstrategie fest; wir wollen sowohl in neuen als auch in den Märkten wachsen, in denen Nucletron bereits vertreten ist und starke Positionen besetzt. Dazu zählen vor allem Anwendungsgebiete in der Kommunikationstechnik und dem Thermal Management. Die künftige Entwicklung des Nucletron-Konzerns wird wesentlich von dem Abschluss neuer Liefervereinbarungen, den Eigenproduktinnovationen und der Erschließung neuer Märkte, auch international, angetrieben werden. Die innerhalb des Konzerns vorhandenen Fertigungskapazitäten sollen den Markterfordernissen angepasst und gegebenenfalls neu ausgerichtet werden.

Sollten sich die Erwartungen auf eine anhaltende Konjunkturbelebung in 2011 erfüllen, kann davon ausgegangen werden, dass sich auch die Geschäftsausichten des Nucletron-Konzerns für 2012 verbessern werden und somit die Voraussetzungen und Chancen für eine Umsatz- und Ergebnisverbesserung schaffen.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat planen, der Hauptversammlung am 15. Juli 2011 eine Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2010 vorzuschlagen.

Nucletron-Konzern (in TEUR) (ungeprüft) 1Q

2011
Veränderung

in %
1Q

2010
Veränderung

in %
1Q

2009
Umsatzerlöse 4.222 18,1 % 3.574 -16,0 % 4.253
Materialaufwand 2.537 25,8 % 2.016 -25,9 % 2.719
Auftragseingang 3.988 -28,0 % 5.536 103,8 % 2.716
Auftragsbestand 9.214 -11,6 % 10.425 -33,9 % 15.780

Außerdem halten wir in beiden Geschäftsbereichen externes Wachstum für möglich. Mit dem Vorratsbeschluss der Hauptversammlung vom 31. August 2006 besteht die Möglichkeit einer Kapitalerhöhung um bis zu 50 Prozent, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Vergütungsbericht

In unserem Vergütungsbericht fassen wir die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung unseres Vorstands maßgeblich sind und erläutern die Struktur und Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in § 11 der Satzung geregelt. Sie orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine jährliche Vergütung von TEUR 3. Zusätzlich erhält der Aufsichtsrat eine erfolgsorientierte jährliche Vergütung in Höhe von 150,00 EUR je volle 0,01 EUR, um die der Konzernüberschuss je Stückaktie im jeweiligen Geschäftsjahr, für das die Vergütung gezahlt wird, den Betrag von 0,25 EUR übersteigt. Die erfolgsabhängige Vergütung darf den Betrag der festen jährlichen Vergütung nicht übersteigen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte dieser Vergütung. Die Vergütungen werden in Abhängigkeit von der Dauer der Mitgliedschaft im Aufsichtsrat bzw. des Vorsitzes während des Geschäftsjahres zeitanteilig berechnet (§ 11 Abs. 3 der Satzung). Darüber hinaus werden den Aufsichtsratsmitgliedern Auslagen, die bei der Wahrnehmung ihres Mandates entstehen, erstattet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Berichtszeitraum satzungsgemäß fixe und variable Vergütungen. Die Gesamtvergütung für den Aufsichtsrat belief sich ohne Reisekostenerstattungen in 2010 auf TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 24).

Vergütung des Vorstands

Das Vergütungssystem für den Vorstand hat zum Ziel, die Vorstandsmitglieder entsprechend ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei nicht nur die persönliche Leistung des jeweiligen Vorstandsmitglieds, sondern auch den Unternehmenserfolg zu berücksichtigen.

Während der aktiven Tätigkeit setzt sich die Vorstandsvergütung aus folgenden Komponenten zusammen:

· Zur erfolgsunabhängigen Vergütung gehören ein monatliches Fixgehalt, Zuschüsse zur Sozialversicherung, Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung, ein Firmenwagen mit privater Nutzungsmöglichkeit sowie Versicherungsschutz gegen dienstliche und private Haftpflicht- und Unfallschäden.

· Die erfolgsbezogene Barvergütung ermittelt sich aus einem Prozentsatz des Konzernergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit abzüglich eines Sockelbetrages sowie einer Tantieme, deren Höhe abhängig von erzielten operativen und betriebswirtschaftlichen Ergebnissen der verbundenen Unternehmen ist.

· Als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter erhalten die Vorstandsmitglieder ab dem Geschäftsjahr 2007 Phantom Stock Optionen. Für jedes volle Geschäftsjahr seiner Vorstandstätigkeit bei der Gesellschaft erhält der Vorstand einen Bonus, der auf Basis eines durchschnittlichen Aktienkurses in virtuelle Aktien (Phantom Stocks) der Nucletron Electronic AG umgerechnet wird. Die Wertentwicklung dieser virtuellen Aktien ist an die Kursentwicklung der Nucletron Aktie gekoppelt. Dabei werden sowohl Kursgewinne als auch Kursverluste berücksichtigt. Zu einem späteren Zeitpunkt werden die virtuellen Aktien anhand des aktuellen Aktienkurses bewertet und ihr Gegenwert ausbezahlt, sofern die Bedingungen dafür vorliegen. Die virtuellen Aktien sind nicht handelbar und beinhalten kein Aktienbezugsrecht.

Bemessungsgrundlage der Berechnung der Gewährung von virtuellen Aktien ist ein Betrag in Höhe von 0,5 Prozent des Konzernergebnisses vor Ertragssteuern (nach IAS 1) und vor Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte (EBTA) abzüglich eines Sockelbetrages von einer Million Euro. Die Anzahl der virtuellen Aktien wird durch Division der Bemessungsgrundlage mit dem durchschnittlichen Börsenkurs der Nucletron Aktie an den zwanzig Börsentagen, die der Aufsichtsratssitzung folgen, die den Jahresabschluss billigt, ermittelt und wird auf ganze Aktien aufgerundet. Somit erfolgt die Ermittlung der Stückzahl der für ein Geschäftsjahr gewährten Aktien erst im Folgejahr.

Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied sehen die derzeitigen Dienstverträge keine Ansprüche auf Leistungen vor. Im Rahmen des Geschäftsführer-Dienstvertrages eines Vorstandes ist eine Zusage für eine Firmenpension beinhaltet, die sowohl eine Alters- als auch eine Hinterbliebenenversorgung umfasst. Die Höhe des Ruhegehalts ist als fixer prozentualer Betrag des pensionsfähigen Gehaltes vereinbart und beträgt aktuell TEUR 59 pro Jahr.

Die Gesamtbarvergütung aller vier Vorstandsmitglieder (Vorjahr: vier) für das Geschäftsjahr 2010 betrug TEUR 764 (Vorjahr: TEUR 696). Davon entfällt auf die Grundvergütung TEUR 650, den erfolgsabhängigen variablen Teil TEUR 97 und auf aktienbasierte Vergütungen TEUR 17. Die Anzahl der für das Geschäftsjahr 2010 gewährten virtuellen Aktien wird erst nach der Feststellung des Jahresabschlusses der Nucletron Electronic AG ermittelt.

Den Pensionsrückstellungen wurden für die Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2010 insgesamt TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 64) zugeführt.

Die Rückstellungen für Pensionsansprüche ausgeschiedener Vorstandsmitglieder betrugen zum 31. Dezember 2010 insgesamt TEUR 231 (Vorjahr: TEUR 223). An diesen Personenkreis hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2010 Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 19) gezahlt.

Die Nucletron Electronic AG hat gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 31. August 2006 von der Möglichkeit des Opting-Out nach § 286 Abs. 5 HGB Gebrauch gemacht und sieht daher von einer individualisierten Veröffentlichung der Vorstandsbezüge ab.

Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG

Der Vorstand hat einen Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG aufgestellt und hierzu folgende Schlusserklärung abgegeben:

"Der Vorstand der Nucletron Electronic AG erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden ist."

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB sowie die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex wurden auf der Internetseite der Nucletron unter www.nucletron.ag allgemein zugänglich gemacht.

Dank an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Der Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren persönlichen Einsatz und ihr Engagement in einem sehr schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Der Vorstand dankt den Führungskräften für die tatkräftige Unterstützung bei der Erfüllung unserer Konzernziele.

München, den 8. April 2011

Nucletron Electronic Aktiengesellschaft

Bernd Luft

Alfred Krumke

Ralph Schoierer

Robert Tittl

Bilanz zum 31. Dezember 2010

AKTIVA

EUR EUR 31.12.2009

EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.533,00 4.133,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.452.822,51 1.486.697,51
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.045,00 3.259,00
1.455.867,51 1.489.956,51
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.274.900,73 2.274.900,73
2. Beteiligungen 15.180,39 15.180,39
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 7.444,79 7.508,22
2.297.525,91 2.297.589,34
3.755.926,42 3.791.678,85
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.962.094,76 7.734.969,47
2. Sonstige Vermögensgegenstände 378.996,11 420.839,82
8.341.090,87 8.155.809,29
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.505.206,37 1.015.944,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.991,86 2.206,56
9.848.289,10 9.173.960,39
13.604.215,52 12.965.639,24
Passiva
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.804.342,00 2.804.342,00
II. Kapitalrücklage 347.381,40 347.381,40
III. Gewinnrücklagen 615.645,94 615.645,94
IV. Bilanzgewinn 8.892.337,52 8.043.754,68
12.659.706,86 11.811.124,02
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 231.060,00 222.819,00
2. Steuerrückstellungen 1.700,00 227.400,00
3. Sonstige Rückstellungen 212.550,00 264.800,00
445.310,00 715.019,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 31,55
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.183,58 28.097,83
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 66.774,96 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 428.240,12 411.366,84
499.198,66 439.496,22
13.604.215,52 12.965.639,24

Gewinn- und Verlustrechnung 2010

EUR EUR 2009

EUR
1. Sonstige betriebliche Erträge davon Währungskursgewinne EUR 49,37 (Vj. 0,00) 454.624,68 417.722,60
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 136.240,16 139.901,24
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 7.299,11 17.983,32
davon für Alterversorgung EUR 2.207,56 (Vj. EUR 12.772,56)
143.539,27 157.884,56
3. Abschreibungen auf Sachanlagen 37.549,31 35.589,09
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 292.870,64 302.182,48
5. Erträge aus Beteiligungen 521,22 1.385,14
6. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages erhaltene Gewinne 1.379.575,28 1.454.363,23
7. Erträge aus anderen Wertpapieren 92,09 146,73
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 569.809,60 337.164,53
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 563.199,47 (Vj. EUR 321.753,95)
9. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 11.258,69
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 16.748,24 16.072,11
davon an verbundene Unternehmen EUR 2.062,49 (Vj. EUR 3.965,38) davon aus Aufzinsung EUR 11.317,00 (Vj. EUR 0,00)
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.913.915,41 1.687.795,30
12. Außerordentliche Erträge 30.150,00 0,00
davon Erträge aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) EUR 30.150,00 (Vj. EUR 0,00)
13. Außerordentliche Aufwendungen 13.123,00 0,00
davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) EUR 13.123,00 (Vj. EUR 0,00)
14. Außerordentliches Ergebnis 17.027,00 0,00
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 515.352,95 634.571,11
16. Sonstige Steuern 6.138,22 6.138,22
17. Jahresüberschuss 1.409.451,24 1.047.085,97
18. Gewinnvortrag 7.482.886,28 6.996.668,71
19. Bilanzgewinn 8.892.337,52 8.043.754,68

Anhang für das Geschäftsjahr 2010

Allgemeine Hinweise

Der Jahresabschluss der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) erstellt.

Durch die erstmalige Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) haben sich Veränderungen bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergeben. Auf die Anpassung der Vorjahreszahlen wurde gem. Art. 67 Abs. 8 EGHGB verzichtet.

Aufgrund ihrer Börsennotierung am regulierten Markt der Bayerischen Börse in München gilt die Gesellschaft als eine große Kapitalgesellschaft i. S. von § 267 Abs. 3 S. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im vorliegenden Jahresabschluss werden Realisations- und Imparitätsprinzip beachtet; Vermögensgegenstände sind höchstens zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet.

Das Sachanlagevermögen sowie die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Die Abschreibungen werden unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 33 Jahren linear vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 410 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Grundlegende Annahmen der Berechnung sind der Zinssatz von 5,15 %, die Lohn- und Gehaltsdynamik sowie die Rentendynamik von 0 %, die Fluktuationswahrscheinlichkeit von 0 % sowie die Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck, Köln 2005G. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht, den notwendigen Zuführungsbetrag aufgrund der BilMoG-Umstellung auf 15 Jahre zu verteilen, keinen Gebrauch. Der Zuführungsbetrag wird in vollem Umfang in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten „außerordentliche Aufwendungen“ erfasst.

Die Verbindlichkeiten werden mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt für die Organschaft auf der Ebene der Gesellschaft als Organträger. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge aller in die Organschaft einbezogenen Unternehmen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Finanzanlagen

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Nucletron Electronic AG ist aus der Anlage zum Anhang ersichtlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen haben wie im Vorjahr alle eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Finanzierungshilfen sowie den Forderungen aus den Ergebnisabführungen.

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Zum 31. Dezember 2010 bestand das Grundkapital aus 2.804.342 Stück nennbetragslosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,00.

Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.

Die Aktien der Gesellschaft werden seit dem 1. Mai 1987 am Geregelten Markt der Bayerischen Börse in München gehandelt.

Am Grundkapital der Nucletron Electronic AG hält die Bernd Luft Familien-Vermögensverwaltung GmbH, Dreieich, mehr als 75 %. Sie hat am 26. September 2003 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass die Bernd Luft Familien-Vermögensverwaltung GmbH am 24. September 2003 die Schwelle von 75 % der Stimmrechte an der Nucletron Electronic AG überschritten hat.

Genehmigtes Kapital

Nach § 4 Abs. 5 der Satzung der Nucletron Electronic AG ist der Vorstand gemäß § 202 AktG (genehmigtes Kapital) ermächtigt, das Grundkapital bis zum 31. August 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 1.402.000 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

· zum Ausgleich von Spitzenbeträgen;

· wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 % des Grundkapitals nicht überschreitet und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet;

· zur Ausgabe von Aktien gegen Sacheinlagen im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen (auch im Rahmen von Umwandlungen gemäß dem Umwandlungsgesetz);

· zur Ausgabe von Aktien an strategische Partner;

· bei Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Mitglieder der Geschäftsführung und Arbeitnehmer verbundener Unternehmen im Rahmen eines Aktienoptionsplans der Gesellschaft zur Erfüllung ausgeübter Aktienoptionen.

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, die näheren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung festzulegen.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage stammt aus Agiobeträgen im Rahmen der in 2003 durchgeführten Kapitalerhöhung.

Eigene Aktien

Die Hauptversammlung vom 2. Juli 2010 hat die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Aktien bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben, sofern die gesetzlich vorgesehene Rücklage für eigene Anteile gebildet werden kann, ohne das Grundkapital oder eine nach Gesetz oder Satzung zu bildende Rücklage zu mindern, die nicht zu Zahlungen an die Aktionäre verwendet werden darf. Die Ermächtigung gilt bis 15. Juli 2015 und kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals durch die Gesellschaft ausgeübt werden. Zusammen mit bereits erworbenen Aktien dürfen nicht mehr als 10 % des Grundkapitals auf eigene Aktien entfallen. Der Erwerb der eigenen Aktien erfolgt je nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebotes. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, als Gegenleistung im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen(-sbeteiligungen) zu verwenden oder sie an strategische Partner zu veräußern. Die eigenen Aktien können auch eingezogen werden, ohne dass es eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen der Nucletron Electronic AG setzen sich wie folgt zusammen:

2010

TEUR
2009

TEUR
Gesetzliche Rücklage
1. Januar / 31. Dezember 260 260
Andere Gewinnrücklagen
1. Januar / 31. Dezember 356 356
616 616

Bilanzgewinn

Nach dem Aktiengesetz bemisst sich die an die Aktionäre ausschüttbare Dividende nach dem im Jahresabschluss der Nucletron Electronic AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Bilanzgewinn der Nucletron Electronic AG beträgt zum 31. Dezember 2010 TEUR 8.892 und enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 7.483 (Vj: TEUR 6.997). Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, die Ausschüttung eines Teilbetrags von TEUR 561 zu beschließen.

Rückstellungen

Pensionsrückstellung

Die Pensionsrückstellung der Nucletron Electronic AG besteht gegenüber einem ehemaligen Mitglied des Geschäftsführungsorgans der Rechtsvorgängerin. Pensionszahlungen wurden in Höhe von TEUR 18 geleistet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie Verpflichtungen im Personalbereich.

Verbindlichkeitenspiegel

31.12.2010

TEUR
31.12.2009

TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4 28
- davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4 28
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 67 0
- davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 67 0
Sonstige Verbindlichkeiten 428 411
- davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 307 318
- davon Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren 121 93
- davon aus Steuern 306 318
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0
499 439

Latente Steuern

Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand entspricht grundsätzlich nicht dem sich aus dem Ergebnis der Handelsbilanz ergebenden Steueraufwand. Von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, aktive latente Steuern zu bilden, wurde kein Gebrauch gemacht.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Außerordentliche Erträge und Aufwendungen

Die außerordentlichen Erträge betreffen die Auflösung einer im Vorjahr gebildeten Aufwandsrückstellung von TEUR 30 im Rahmen der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes.

Die außerordentlichen Aufwendungen (TEUR 13) ergeben sich aus der Bewertungsänderung der Rückstellung aus Pensionsverpflichtungen im Zuge der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes.

Das ausgewiesene außerordentliche Ergebnis hat die Höhe der Steuern vom Einkommen und Ertrag nicht beeinflusst.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es bestehen wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse der Nucletron Electronic AG.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Versicherungsverträgen von insgesamt TEUR 59 (Vj. TEUR 71).

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Geschäfte, die nicht in der Bilanz enthalten sind und dennoch wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage der Gesellschaft haben, bestanden zum Stichtag nicht.

Aufsichtsrat

Gemäß § 7 der Satzung besteht der Aufsichtsrat der Gesellschaft aus drei Mitgliedern.

Seit der Wahl am 31.08.2006 setzt sich der Aufsichtsrat wie folgt zusammen:

Dr. Dirk Wolfertz, Dipl. Wirtschaftsingenieur Vorsitzender

Weiterhin Geschäftsführender Gesellschafter der Intec Beteiligungsgesellschaft mbH

Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften:

Elexis AG (Vorsitzender)

Brigitte Luft, Betriebswirtin Stellvertretende Vorsitzende
Michael Feimer, Ingenieur Arbeitnehmervertreter

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2010 vier ordentliche Sitzungen abgehalten.

Vorstand und Vertretung

Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Einzelvertretungsberechtigtes Vorstandsmitglied:

Bernd Luft, Ingenieur

Weiterhin Geschäftsführer der GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH, der Luft Electronic Vertriebsgesellschaft GmbH, der Sinus Electronic GmbH sowie der elektronik-service Bernd Luft GmbH

Zur gemeinschaftlichen Vertretung durch zwei Vorstandsmitglieder waren berechtigt:

Alfred Krumke, Elektrotechniker (FH)

Weiterhin Geschäftsführer der Sinus Electronic GmbH

Ralph Schoierer, Dipl. Wirtschaftsingenieur

Weiterhin Geschäftsführer der Nucletron Technologies GmbH sowie der HVC-Technologies GmbH

Robert Tittl, Ingenieur

Weiterhin Geschäftsführer der Nucletron Technologies GmbH sowie der HVC-Technologies GmbH

Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die individualisierte Angabe der Vorstandsbezüge nach § 285 Satz 1 Nr. 9 Satz 5 bis 9 HGB unterbleibt gemäß § 286 Abs. 5 HGB aufgrund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 31. August 2006.

Die Bezüge des Vorstands bestehen aus einer Grundvergütung, einem vom Ergebnis abhängigen variablen Teil sowie einer Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung in Form von aktienbasierten Vergütungen. Die Nucletron Electronic AG gewährt als aktienbasierte Vergütung einen vom Konzernergebnis abhängigen Bonus, der in virtuelle Aktien umgewandelt wird. Deren Wertentwicklung vollzieht die Kursentwicklung der Nucletron Aktien vollständig nach. Nachdem der Vorstand aus dem Konzern ausgeschieden ist, kann er sich den fortgeschriebenen Wert seiner virtuellen Aktien erstatten lassen.

Die auf Rechnung der Nucletron Electronic AG geleisteten Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich auf TEUR 113. Davon entfällt auf die Grundvergütung TEUR 109, einen erfolgsabhängigen variablen Teil TEUR 0 und auf aktienbasierte Vergütungen TEUR 4. Die Anzahl der für das Geschäftsjahr 2010 gewährten virtuellen Aktien wird erst nach der Bilanzfeststellung festgelegt.

Für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans der Rechtsvorgängerin betrugen die Bezüge TEUR 18.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans der Rechtsvorgängerin und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2010 auf TEUR 231.

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich satzungsgemäß auf feste Bezüge von TEUR 12 und erfolgsabhängige variable Vergütungsteile von TEUR 12.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die folgende Tabelle enthält die Gesamtbeträge aus Transaktionen zwischen nahe stehenden Unternehmen und Personen für das betreffende Geschäftsjahr, mit Ausnahme der Geschäfte mit Unternehmen, an denen die Nucletron Electronic AG mittelbar oder unmittelbar zu 100 % beteiligt ist:

Nahe stehende Unternehmen und Personen Erlöse aus Verkäufen bzw. Leistungen an nahe stehende Unternehmen und Personen

TEUR
Käufe von Waren bzw. Bezug von Leistungen von nahe stehenden Unternehmen und Personen

TEUR
Von nahe stehenden Unternehmen und Personen geschuldete Beträge

TEUR
Nahe stehenden Unternehmen und Personen geschuldete Beträge

TEUR
Assoziierte Unternehmen:
elektronik-service Bernd Luft GmbH 2010 (2009) - (-) - (-) - (-) - (-)
Vergütungen für
Personen in Schlüsselpositionen des Konzernmanagements 2010 (2009) - (-) 113 (130) 1 (1) 138 (116)
Mitglieder des Aufsichtsrats 2010 (2009) - (-) 24 (24) - (-) 12 (12)

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte während des Geschäftsjahres 2010 keinen Mitarbeiter.

Honorar des Abschlussprüfers

Für die Prüfung des Einzelabschlusses und des Konzernabschlusses der Nucletron Electronic AG zum 31. Dezember 2010 wurde ein Gesamthonorar von TEUR 64 (Vj. TEUR 73) berechnet.

Derivative Finanzinstrumente

Zum Stichtag bestanden keine derivativen Finanzinstrumente.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist Konzernobergesellschaft der in der Anlage zu diesem Anhang aufgeführten Gesellschaften. Sie erstellt einen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 für den größten Konzernkreis.

Erklärung gem. § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex

Die Nucletron Electronic Aktiengesellschaft hat – als börsennotiertes Unternehmen – für 2010 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und diese den Aktionären auf der Internet-Homepage der Nucletron Electronic AG dauerhaft zugänglich gemacht.

München, den 8. April 2011

Nucletron Electronic Aktiengesellschaft

Bernd Luft Alfred KrumkeRalph Schoierer Robert Tittl

Zusammengefasste Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2010 gem. § 313 Abs. 2 HGB und § 285 Nr. 11 HGB

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital

%
Eigenkapital 31.12.2010

TEUR
Jahresergebnis 2010

TEUR
Nucletron Technologies GmbH, München 1) 100 383 0
--- --- --- ---
HVC-Technologies GmbH, Untereisesheim 1) 100 26 0
NBL Electronic Beteiligungs GmbH, München 1) 100 288 0
LUFT Electronic Vertriebsgesellschaft mbH, München 1) 100 51 0
SINUS Electronic GmbH, Untereisesheim 1) 100 256 0
GSI Geräte-Schutz Industrie-Elektronik GmbH, Untereisesheim 1) 100 26 0
elektronik-service Bernd Luft GmbH, München 2) 3) 20 13 134

1) Einbeziehung der Gesellschaft in den Konzernabschluss der Nucletron Electronic AG nach dem Grundsatz der Vollkonsolidierung – die Jahresergebnisse sind jeweils nach Ergebnisabführung

2) Einbeziehung der Gesellschaft in den Konzernabschluss der Nucletron Electronic AG at Equity

3) Letzte vorliegende Werte zum 31. Dezember 2009

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2010

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2010

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.454,23 0,00 0,00 10.454,23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.608.195,10 0,00 0,00 1.608.195,10
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.130,19 1.860,31 1.176,31 10.814,19
1.618.325,29 1.860,31 1.176,31 1.619.009,29
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.872.127,48 0,00 0,00 2.872.127,48
2. Beteiligungen 15.180,39 0,00 0,00 15.180,39
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 7.508,22 0,00 63,43 7.444,79
2.894.816,09 0,00 63,43 2.894.752,66
4.523.595,61 1.860,31 1.239,74 4.524.216,18
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2010

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2010

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.321,23 1.600,00 0,00 7.921,23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 121.497,59 33.875,00 0,00 155.372,59
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.871,19 2.074,31 1.176,31 7.769,19
128.368,78 35.949,31 1.176,31 163.141,78
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 597.226,75 0,00 0,00 597.226,75
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
597.226,75 0,00 0,00 597.226,75
731.916,76 37.549,31 1.176,31 768.289,76
Buchwerte
31.12.2010

EUR
31.12.2009

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.533,00 4.133,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.452.822,51 1.486.697,51
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.045,00 3.259,00
1.455.867,51 1.489.956,51
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.274.900,73 2.274.900,73
2. Beteiligungen 15.180,39 15.180,39
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 7.444,79 7.508,22
2.297.525,91 2.297.589,34
3.755.926,42 3.791.678,85

Bestätigungsvermerk der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Eschborn/Frankfurt am Main, 8. April 2011

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Ortinger, Wirtschaftsprüfer

Vöhl, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss der Nucletron Electronic AG zum 31. Dezember 2010 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

München, den 8. April 2011

Nucletron Electronic Aktiengesellschaft

Bernd Luft

Alfred Krumke

Ralph Schoierer Robert Tittl

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2010 die ihm nach Gesetz, Satzung und den Grundsätzen der Corporate Governance obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beratend begleitet und die Geschäftsführung kontinuierlich überwacht.

Das Geschäftsjahr 2010 war geprägt von den Folgen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise, welche die Geschäftsentwicklung der Nucletron Electronic AG im Berichtsjahr noch beeinflusst haben. Der Nucletron-Konzern war im abgelaufenen Geschäftsjahr in seinem Kerngeschäft Kommunikationstechnik noch von einer zögerlichen Nachfrage betroffen. Im Geschäftsjahr 2010 konnte ein geringfügiger Anstieg der Umsatzerlöse in Höhe von 2 Prozent gegenüber Vorjahr erzielt werden. Nun gilt es, die Ertragskraft und die Umsatzerlöse der Nucletron-Gruppe nachhaltig auf ein Niveau zu heben, das den Erwartungen des Unternehmens und seiner Eigentümer entspricht. Das Erreichen dieses Ziels wird zu einem gewissen Grad von der konjunkturellen Entwicklung abhängen.

Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2010

Im Berichtszeitraum wurden vier ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats abgehalten. Der Aufsichtsrat hat zudem einen Beschluss im Rahmen einer Telefonkonferenz gefasst. In diesen Sitzungen standen die Erörterung des durch die Folgen der Wirtschaftskrise zurückhaltenden Geschäftsverlaufes im Vordergrund. Dabei wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung sowie wichtige Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und wesentlicher Beteiligungsgesellschaften mündlich und schriftlich informiert. Insbesondere umfasste diese Unterrichtung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Umsatzentwicklung. Er hat dabei Einblick in die Risikolage, das Risikomanagement und alle wesentlichen Vorhaben und Planungen erhalten. Neben der Erörterung des Geschäftsverlaufs und den sich hieraus ergebenden Maßnahmen standen Fragen zur mittelfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens im Mittelpunkt. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung wurden uns im Einzelnen erläutert. Diese Ausführungen wurden von den Geschäftsführern der operativen Konzerngesellschaften, welche die Lage ihrer Unternehmen ausführlich darstellten, abgerundet.

Ein vom Aufsichtsrat erstellter und in der Geschäftsordnung des Vorstands verankerter Katalog listet die Arten von Geschäften und Maßnahmen auf, die von grundlegender Bedeutung sind und zu deren Vornahme der Vorstand deshalb der Zustimmung des Aufsichtsrats bedarf. Die danach vom Vorstand dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vorzulegenden Geschäfte und Maßnahmen hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand erörtert und eingehend geprüft. Dabei haben regelmäßig der Nutzen und die Auswirkungen des jeweiligen Geschäfts im Mittelpunkt gestanden. Der Aufsichtsrat hat allen ihm zur Zustimmung vorgelegten Geschäften und Maßnahmen zugestimmt.

Zwischen den Sitzungsterminen hat der Aufsichtsratsvorsitzende im kontinuierlichen Austausch mit dem Vorstand und hier insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden die Strategie erörtert und sich über den Gang der Geschäfte sowie wichtige Ereignisse informiert. Neben den Themen der gesetzlichen Regelberichterstattung sind insbesondere folgende Themen intensiv beraten und geprüft worden:

· Die Weiterentwicklung der Konzernstrategie.

· Die Budget- und Mittelfristplanung sowie die Dividendenpolitik des Konzerns.

· Die Personalbedarfs- und -bestandsentwicklung des Konzerns.

· Die Risikosituation des Konzerns.

· Die Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung.

Auf dieser Grundlage hat der Aufsichtsrat die Führung der Geschäfte des Unternehmens sorgfältig überwacht. Es wurden keine Ausschüsse gebildet.

Besetzung von Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat wurde in der Hauptversammlung am 31. August 2006 gewählt. Herr Michael Feimer ist im Rahmen des Drittelbeteiligungsgesetzes als Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat gewählt worden. Herr Dr. Wolfertz ist seit der Aufsichtsratssitzung vom 31. August 2006 der Vorsitzende des Aufsichtsrats.

Die Amtszeit des aktuellen Aufsichtsrats endet mit Ablauf der diesjährigen Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat möchte sich bei den Aktionären und Arbeitnehmern für das ihm entgegengebrachte Vertrauen bedanken.

Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2010 waren:

Herr Dr. Dirk Wolfertz, Bad Homburg, Vorsitzender

Frau Brigitte Luft, Dreieich, stellvertretende Vorsitzende

Herr Michael Feimer, Bad Friedrichshall, Arbeitnehmervertreter

Corporate Governance

Seit dem Jahr 2002 ergänzt der Deutsche Corporate Governance Kodex mit Empfehlungen und Anregungen die gesetzlichen Vorschriften. Der Kodex umfasst die gesamte Leitung und Überwachung eines Unternehmens sowie der internen und externen Kontrollmechanismen. Verantwortungsbewusste und transparente Corporate Governance fördert das Vertrauen von Investoren, Geschäftspartnern, der Öffentlichkeit und nicht zuletzt der Mitarbeiter des Konzerns.

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 22. März 2010 ihre Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 18. Mai 2009 gemäß § 161 AktG erneut abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft zugänglich gemacht.

Der Aufsichtsrat prüft die Effizienz seiner Tätigkeit fortlaufend und ist der Ansicht, effizient zu arbeiten.

Jahresabschluss und Konzernabschluss

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der Nucletron Electronic AG zum 31. Dezember 2010 wurden, ebenso wie der zusammengefasste Lagebericht für die Nucletron Electronic AG und den Nucletron-Konzern, unter Einbeziehung der Buchführung von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn/Frankfurt am Main, entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft. Die Prüfungen führten zu keinen Einwänden, die Ernst & Young GmbH erteilte dem Jahresabschluss, dem Konzernabschluss und dem zusammengefassten Lagebericht einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat. Er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das nach seiner Konzeption und tatsächlichen Handhabung geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht der Nucletron Electronic AG und des Konzerns, der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die entsprechenden Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer haben allen Aufsichtsratsmitgliedern fristgerecht vorgelegen. Der Aufsichtsrat ist vom Vorstand über die Risikosituation des Unternehmens angemessen informiert worden. Die vorgelegten Unterlagen wurden vom Aufsichtsrat geprüft und in Anwesenheit und unter Einbeziehung des Abschlussprüfers erörtert. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 26. April 2010 wurde vom Wirtschaftsprüfer über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet. Es gab keine Einwände gegen das Prüfungsergebnis und der Aufsichtsrat stimmte dem Prüfungsergebnis zu.

Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 AktG den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht der Nucletron Electronic AG und des Nucletron-Konzerns sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und den Jahresabschluss der Nucletron Electronic AG und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an.

Abhängigkeitsbericht

Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüft auch den vom Vorstand nach § 312 AktG erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen („Abhängigkeitsbericht“). Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis seiner Prüfung berichtet und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“

Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Er hat gegen die im Bericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands und das Ergebnis der Prüfung durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft keine Einwände erhoben.

Dank an Mitarbeiter und Management

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Nucletron-Konzerns für ihren engagierten Einsatz und die geleistete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr Dank und Anerkennung aus. Sie haben damit erneut zu einem erfolgreichen Geschäftsjahr für den Nucletron-Konzern beigetragen.

Wir bedanken uns ganz besonders bei unseren Kunden und Aktionären für das entgegengebrachte Vertrauen.

München, 26. April 2011

Für den Aufsichtsrat

Dr. Dirk Wolfertz, Aufsichtsratsvorsitzender

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresabschluss der Nucletron Electronic Aktiengesellschaft mit dem Sitz in München zum 31. Dezember 2010 weist einen Bilanzgewinn von EUR 8.892.337,52 aus.

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

· Zahlung einer Dividende von EUR 0,20 je dividendenberechtigter Stückaktie für alle Aktionäre und den Restbetrag in Höhe von EUR 8.331.469,12 auf neue Rechnung vorzutragen.

Bilanzgewinn 8.892.337,52 EUR
Ausschüttung insgesamt 560.868,40 EUR
Vortrag auf neue Rechnung 8.331.469,12 EUR

München, den 28. März 2011

Nucletron Electronic Aktiengesellschaft

Bernd Luft

Alfred Krumke

Ralph Schoierer

Robert Tittl

Entsprechenserklärung

"Vorstand und Aufsichtsrat der Nucletron Electronic AG erklären, dass den Verhaltensempfehlungen der von der Deutschen Bundesregierung eingesetzten Kodex Kommission zur Unternehmensleitung und Unternehmensüberwachung nicht entsprochen wurde und nicht entsprochen werden soll, weil die Vorteile für die Aktionäre und die Gesellschaft bei Befolgung des Kodex in seiner Gesamtheit, angesichts der Größenordnung und der Struktur der Gesellschaft, in keiner angemessenen Relation zu den Kosten stehen, die mit den erforderlichen organisatorischen Vorkehrungen verbunden sind. Das Unternehmen ist sich der Bedeutung einer einheitlichen Corporate Governance bewusst, und wird prüfen, welche der Empfehlungen auf das Unternehmen zutreffen um diese innerhalb eines angemessenen Zeitrahmens umzusetzen."

München, den 22. März 2010

Bernd Luft, Vorsitzender des Vorstands

Dr. Dirk Wolfertz, Vorsitzender des Aufsichtsrates