Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

NORMA Group SE Interim / Quarterly Report 2015

May 6, 2015

311_10-q_2015-05-06_7d63471a-2278-48a4-ba7a-49170f48f45e.pdf

Interim / Quarterly Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

NORMA GROUP SE ZWISCHENBERICHT Q1 2015

Kennzahlen im Überblick

Q1 2015 Q1 2014 Veränderung in %
Auftragslage
Auftragsbestand (31. März) EUR Mio. 300,0 238,5 25,8
Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse EUR Mio. 221,5 177,8 24,6
Bereinigter Bruttogewinn 1) EUR Mio. 133,1 102,4 30,0
Bereinigtes EBITA 1) EUR Mio. 39,2 32,6 20,2
Bereinigte EBITA-Marge 1) % 17,7 18,4 n/a
EBITA EUR Mio. 36,2 32,4 11,6
Bereinigtes Periodenergebnis 1) EUR Mio. 22,9 19,6 16,7
Bereinigtes Ergebnis pro Aktie 1) EUR 0,72 0,61 16,7
Periodenergebnis EUR Mio. 17,9 13,6 31,9
Ergebnis pro Aktie EUR 0,56 0,42 31,9
Cashflow
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit EUR Mio. 10,3 16,8 – 39,0
Bereinigter operativer Netto-Cashflow2) EUR Mio. 11,6 18,1 – 35,8
Cashflow aus Investitionstätigkeit EUR Mio. – 10,5 – 6,6 – 58,3
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit EUR Mio. – 12,2 – 111,4 89,0
31. März 2015 31. Dez. 2014
Bilanz
Bilanzsumme EUR Mio. 1.185,40 1.078,4 9,9
Eigenkapital EUR Mio. 413,4 368,0 12,3
Eigenkapitalquote % 34,9 34,1 n/a
Nettoverschuldung EUR Mio. 411,8 373,1 10,4
Mitarbeiter
Stammbelegschaft 4.966 4.828 2,9
Daten zur Aktie
Börsengang April 2011
Börse Frankfurter Wertpapierbörse, Xetra
Marktsegment Regulierter Markt (Prime Standard), MDAX
ISIN DE000A1H8BV3
WKN A1H8BV
Börsenkürzel NOEJ
Höchstkurs Q1 2015 3) EUR 49,55
Tiefstkurs Q1 2015 3) EUR 38,32
Schlusskurs 31. März 2015 3) EUR 46,87
Börsenkapitalisierung zum 31. März 2015 3) EUR Mio. 1.493
Anzahl Aktien 31.862.400

1) Die Bereinigungen werden im Konzernanhang beschrieben. Konzernanhang, S. 31 Veröffentlichungstag: 6. Mai 2015

2) Bereinigt um Währungseffekte

3) Xetra-Kurs

INNOVATIVE VERBINDUNGSTECHNIK

UND HÖCHSTE QUALITÄTSAN-SPRÜCHE SICHERN DIE MARKTPOSI-TION DER NORMA GROUP – UND DAS BEREITS SEIT ÜBER 60 JAHREN. MIT SEINEN HOCHENTWICKELTEN PRODUKTEN BIETET DAS UNTERNEH-MEN LÖSUNGEN FÜR ZAHLREICHE INDUSTRIEN. DER PERSÖNLICHE EIN-SATZ DER RUND 6.000 MITARBEI-TER SOWIE EIN SCHUTZRECHTSBE-STAND VON ÜBER 800 PATENTEN MACHEN DIE NORMA GROUP ZU EI-NEM WELTWEITEN MARKT- UND TECHNOLOGIEFÜHRER IM BEREICH DER VERBINDUNGSTECHNOLOGIE.

Zwei starke Vertriebswege

ANTEIL AM KONZERNUMSATZ

in %

Engineered Joining Technology Individuell entwickelte, maßgeschneiderte, hochtechnologische Produkte für OEM-Kunden

Distribution Services Qualitativ hochwertige, standardisierte Markenprodukte für unterschiedliche Anwendungsbereiche

ENGINEERED JOINING TECHNOLOGY (EJT)

Der Bereich EJT zielt auf die spezifischen Erfordernisse von Original Equipment Manufacturing (OEM)-Kunden und deren Nachfrage nach maßgeschneiderten, hochtechnologischen Produkten ab. Für diese entwickelt die NORMA Group innovative Lösungen mit großem Wertschöpfungspotenzial in unterschiedlichen Anwendungsfeldern und für zahlreiche Industrien. Ob einfaches Bauteil, Mehrkomponententeil oder komplexes System: Da die Produkte der NORMA Group individuell entwickelt werden, entsprechen sie genau den spezifischen Bedürfnissen industrieller Kunden und garantieren gleichzeitig höchste Qualität, Leistungsfähigkeit und Montagesicherheit. Im EJT-Bereich besitzt die NORMA Group ein umfassendes technisches Know-how und eine nachgewiesene Führungsposition.

DISTRIBUTION SERVICES (DS)

Im Bereich DS vertreibt die NORMA Group ein breites Sortiment qualitativ hochwertiger, standardisierter Verbindungsprodukte über verschiedene Distributionskanäle an Kunden unterschiedlicher Industrien. Zu diesen zählen unter anderem Vertriebsunternehmen, OEM-Kunden im Aftermarket-Segment, Fachgroßhändler und Baumärkte. Ihre umfassende geografische Präsenz, die weltweiten Fertigungs-, Vertriebs- und Absatzkapazitäten, ihre starken Marken, die jederzeitige Verfügbarkeit der Produkte sowie höchste Servicequalität heben die NORMA Group von ihren Konkurrenten ab. Die NORMA Group vermarktet ihre Verbindungsprodukte unter den bekannten Marken:

04 NORMA Group am Kapitalmarkt

07 Konzern-Zwischenlagebericht

  • 08 Grundlagen des Konzerns
  • 08 Wirtschaftsbericht
  • 15 Risiko- und Chancenbericht
  • 18 Prognosebericht
  • 20 Bericht über wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
  • 20 Nachtragsbericht

21 Konzern-Zwischenabschluss

  • 22 Konzernbilanz
  • 24 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • 25 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 26 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 28 Segmentberichterstattung
  • 30 Verkürzter Konzernanhang

Finanzkalender 2015 Kontakt Impressum

ZEICHENERKLÄRUNG

@ Internetverweis Querverweis

NORMA Group am Kapitalmarkt

  • NORMA Group-Aktie um 18,2 % gestiegen
  • Dividendenvorschlag von EUR 0,75 pro Aktie
  • Handelsvolumen deutlich erhöht

1. QUARTAL 2015 DURCH STEIGENDE AKTIENMÄRKTE GEPRÄGT

Die Ankündigung des Anleihekaufprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie der schwache Euro beeinflussten die Aktienmärkte im 1. Quartal 2015 positiv. Für zusätzliche Unterstützung sorgten die überraschend gemäßigten Äußerungen der amerikanischen Notenbank (Fed) in Bezug auf eine Zinserhöhung in den USA und verbesserte Konjunkturdaten im Euroraum. Geopolitische Ereignisse wie die Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten sowie der Angriff auf das Satire-Magazin Charlie Hebdo in Paris verunsicherten mitunter die Kapitalmarktteilnehmer, sorgten jedoch nur zwischenzeitlich für schwächere Handelstage.

Insgesamt zeigte der deutsche Aktienmarkt einen fulminanten Start ins Jahr 2015. Dies resultierte in einem Anstieg des DAX von 22,0 % im 1. Quartal und damit der besten Quartalsentwicklung seit Einführung des Index im Jahr 1988. Im Februar 2015 erzielte der deutsche Leitindex neue Höchststände und durchbrach erstmals die 12.000-Punkte-Marke. Ende März schloss er mit einem Stand von 11.966 Punkten (Dez. 2014: 9.805 Punkte). Der MDAX zeigte eine ähnlich starke Entwicklung und beendete das 1. Quartal 2015 mit einem Plus von 22,1 % bei 20.685 Punkten. Der Euro Stoxx 50 gewann 17,5 % im 3-Monatszeitraum. Ein weniger positives Bild zeigte sich auf dem amerikanischen Aktienmarkt. Trotz des anhaltenden Wirtschaftswachstums und sinkender Arbeitslosenraten verlor der Dow Jones im 1. Quartal 2015 0,3 % und der S&P 500 legte nur leicht um 0,4 % zu.

ENTWICKLUNG DER NORMA GROUP-AKTIE IM 1. QUARTAL 2015 IM INDEXIERTEN VERGLEICH ZU MDAX UND DAX

STREUBESITZ NACH REGIONEN

ANALYSTENEMPFEHLUNGEN

NORMA GROUP-AKTIE MIT ZWEISTELLIGER WACHSTUMSRATE

In dem florierenden deutschen Kapitalmarktumfeld entwickelte sich auch die Aktie der NORMA Group SE positiv und erreichte im 3-Monatszeitraum regelmäßig neue Höchststände. Ende März 2015 kostete eine NORMA Group-Aktie EUR 46,87, was einem Plus von 18,2 % im Vergleich zum Jahresende 2014 (EUR 39,64) entspricht. Die Marktkapitalisierung der NORMA Group SE betrug am 31. März 2015 EUR 1,49 Mrd.

Gemessen an der für die Ermittlung der Indexzugehörigkeit relevanten Marktkapitalisierung des Streubesitzes belegte die NORMA Group-Aktie im März 2015 Platz 35 von 50 im MDAX.

HANDELSVOLUMEN STARK GESTIEGEN

Das Xetra-Handelsvolumen der NORMA Group-Aktie lag im Zeitraum Januar bis März 2015 bei durchschnittlich 107.139 Stück pro Tag (Gesamtjahr 2014: 73.932). Das wertmäßige durchschnittliche Xetra-Handelsvolumen pro Tag betrug EUR 4,79 Mio. (Gesamtjahr 2014: EUR 2,8 Mio.). Damit rangiert die NORMA Group-Aktie gemessen am Xetra-Handelsumsatz innerhalb des MDAX auf Platz 47 von 50. Insgesamt wurden rund 36 % des gesamten Handels über den amtlichen Markt abgewickelt, 40 % liefen über Blocktrades und 24 % der Aktien wurden auf alternativen Handelsplattformen gehandelt.

REGIONAL DIVERSIFIZIERTE AKTIONÄRSSTRUKTUR

Durch eine aktive Investor-Relations-Arbeit hat die NORMA Group-Aktie in den vergangenen Jahren internationale Bekanntheit erlangt. Damit ist auch die Bedeutung ausländischer Aktionäre kontinuierlich gestiegen. Mittlerweile verfügt die NORMA Group über eine regional breit diversifizierte Aktionärsbasis mit einem hohen Anteil internationaler Investoren, vorrangig aus den USA, Großbritannien, Frankreich und Skandinavien. Grafik: Streubesitz nach Regionen. Der Anteil deutscher Investoren liegt aktuell bei rund 15 %.

Gemäß den bis Ende April 2015 zugegangenen Stimmrechtsmitteilungen wurden Anteile an der NORMA Group SE, die dem Streubesitz zugerechnet werden, von folgenden Investoren gehalten:

Investoren Anteil in %
Ameriprise Financial Inc., Minneapolis, USA 9,96
Mondrian Investment Partners Ltd., London, Großbritannien 5,34
Allianz Global Investors Europe GmbH, Frankfurt, Deutschland 5,02
BlackRock Inc., New York, USA 4,94
BNP Paribas Investments Partners S.A., Paris, Frankreich 3,15
The Capital Group Companies Inc., Los Angeles, USA 3,05
T. Rowe Price International Ltd., Baltimore, USA 3,02
AXA S. A., Paris, Frankreich 2,99
Delta Lloyd Asset Management N.V., Amsterdam, Niederlande 2,94

Stand: 30. April 2015. Alle Stimmrechtsmitteilungen werden auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht @ http://investors.normagroup.com.

Die Anzahl der Privatanleger betrug Ende März 2.689 (Dez. 2014: 2.510). Damit beträgt deren Anteil am gesamten Aktienbestand rund 1,76 %. Der Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat ist im Vergleich zu Dezember 2014 unverändert und liegt bei rund 2,42 %.

NACHHALTIGE INVESTOR-RELATIONS-AKTIVITÄTEN

Die Investor-Relations-Aktivitäten der NORMA Group zielen darauf ab, die Bekanntheit des Unternehmens am Kapitalmarkt weiter zu erhöhen, das Vertrauen in die Aktie zu stärken und eine faire Bewertung des Unternehmens zu erreichen.

Ein wesentliches Element der Investor-Relations-Arbeit ist auch der kontinuierliche und transparente Dialog mit den Analysten. Zum 31. März 2015 wurde die NORMA Group SE von insgesamt 19 Analysten begleitet. Von diesen empfahlen neun die NORMA

ENTWICKLUNG DER NORMA GROUP-AKTIE SEIT 2014

Group-Aktie zum Kauf, einer zum Verkauf und neun zum Halten. Das durchschnittliche Kursziel lag bei EUR 48,74 (Dez. 2014: EUR 41,34).

HAUPTVERSAMMLUNG 2015

Am 20. Mai 2015 findet die ordentliche Hauptversammlung der NORMA Group SE in der Jahrhunderthalle in Frankfurt am Main statt. Aufgrund des guten Jahresendergebnisses im Geschäftsjahr 2014 werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,75 pro Aktie vorschlagen. Dies entspricht einer Erhöhung gegenüber dem Vorjahr (EUR 0,70) von 7,1 % und einer Ausschüttungsquote gemessen am bereinigten Periodenergebnis von 33,4 %. Die Dividendenrendite gemessen am Jahresschlusskurs (EUR 39,64) liegt demnach bei 1,9 %.

K ENNZ A HLEN ZUR NORM A GROUP-A K TIE

Q1 2015
Schlusskurs zum 31.03. (in EUR) 46,87
Höchstkurs (in EUR) 49,55
Tiefstkurs (in EUR) 38,32
Anzahl der ungewichteten Aktien zum 31.03. 31.862.400
Marktkapitalisierung (in EUR Mio.) 1.493
Durchschnittl. börsentäglicher Xetra-Umsatz
Stück 107.139
Mio. EUR 4,79
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,56
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,72
Dividende je Aktie 1) (in EUR) 0,75
Dividendenrendite 1) (in %) 1,9
Ausschüttungsquote 1) (in %) 33,4

1) Gemäß Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands, vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung am 20. Mai 2015

  • 08 Grundlagen des Konzerns
  • 08 Wirtschaftsbericht
  • 15 Risiko- und Chancenbericht
  • 18 Prognosebericht
  • 20 Bericht über wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
  • 20 Nachtragsbericht

Konzern-Zwischenlagebericht

  • Starkes Umsatzwachstum im 1. Quartal 2015 aufgrund von Akquisitionen und Währungen
  • Bereinigte EBITA-Marge mit 17,7 % auf nachhaltig hohem Niveau
  • Prognose unverändert

Grundlagen des Konzerns

Einen detaillierten Überblick über die Geschäftstätigkeit, die Ziele und die Strategie der NORMA Group SE liefert der Geschäftsbericht 2014. Die dort getroffenen Aussagen haben nach wie vor Gültigkeit.

Die Entwicklung der für die Konzernsteuerung bedeutenden finanziellen und nicht finanziellen Steuerungsgrößen im 1. Quartal 2015 ist in den folgenden Tabellen dargestellt.

FINANZIELLE STEUERUNGSGRÖSSEN

Q1 2015 Q1 2014
Umsatz (in EUR Mio.) 221,5 177,8
Bereingte EBITA-Marge (in %) 17,7 18,4
Operativer Netto-Cashflow (in EUR Mio.) 1) 11,6 18,1

1) Bereinigt um Währungseffekte.

NICHT FINANZIELLE STEUERUNGSGRÖSSEN

Q1 2015 Q1 2014
Anzahl der Patentneuanmeldungen 35 28
Fehlerhafte Teile (Parts per Million, PPM) 14 17
Qualitätsbedingte Beanstandungen pro Monat 10 9

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die zentralen Aktivitäten der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der NORMA Group sind im Geschäftsbericht 2014 ausführlich beschrieben. Geschäftsbericht 2014, S. 63 bis 65. Im Berichtszeitraum Januar bis März 2015 gab es keine wesentlichen Änderungen.

F&E-KENNZAHLEN

Q1 2015 Q1 2014
Anzahl der F&E-Mitarbeiter 247 216
Quote der F&E-Mitarbeiter im Verhältnis zur
Konzern-Stammbelegschaft (in %)
5,0 5,1
F&E-Ausgaben im EJT-Bereich (in EUR Mio.) 6,9 5,7
F&E-Quote bezogen auf den EJT-Umsatz (in %) 4,9 4,5

Wirtschaftsbericht

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Weltwirtschaft durch Erholung der Industriestaaten getragen

Trotz anhaltend hoher Risiken setzte die Weltwirtschaft ihre insgesamt leichte Belebung fort. In den USA fiel die Industrieproduktion im 1. Quartal 2015 jedoch um 1,0 %, das BIP erreichte eine hochgerechnete Jahresrate von + 0,2 %. Die Wachstumsabkühlung in China hielt auch im 1. Quartal 2015 an. So stieg die dortige Industrieproduktion um lediglich 6,4 % und das BIP-Wachstum lag bei nur noch 7,0 %. Europas Wirtschaft erholt sich weiterhin moderat. Im Februar legte die Industrieproduktion im Euroraum um 1,6 % zu. Im Januar verzeichnete sie ein Wachstum von 0,4 %. Die Kapazitätsauslastung erhöhte sich von 79,4 % (Q1 2014) auf 80,2 % (Q1 2015). Nach Schätzung des Ifo-Instituts wuchs das BIP im Euroraum im 1. Quartal 2015 um 1,0 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Deutschlands Wirtschaft im Aufschwung, Industrie hinkt noch hinterher

Deutschland befindet sich dank niedriger Ölpreise und schwachem Euro laut Frühjahrsprognose (Gemeinschaftsgutachten) in einem kräftigen Aufschwung. Das BIP ist demnach im 1. Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,6 % gewachsen. Dabei ist der Konsum weiterhin die Stütze. Zudem gehen vom übrigen Euroraum wieder leicht positive Impulse aus. Die Investitionstätigkeit war dagegen bisher verhalten. Die Kapazitätsauslastung lag im 1. Quartal 2015 nach Eurostat-Angaben mit 83,6 % nur geringfügig höher als im Vorjahresquartal (83,0 %). Die deutsche Industrieproduktion stieg im Januar nur um 0,1 % und im Februar um 0,5 % gegenüber dem Vorjahr.

Maschinen- und Anlagenbau mit verhaltenem Jahresstart 2015

Da die Konjunktur in vielen Ländern noch überwiegend konsumgetrieben ist, fehlen dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau nach Aussagen des VDMA bislang die Impulse einer nachhaltigen Investitionsbelebung. Zudem bremsen die geopolitischen Krisen sowie die schwächere Konjunktur in wichtigen Exportmärkten (China, Russland, Lateinamerika). Rückenwind bietet der gesunkene Außenwert des Euro. In diesem Umfeld schwankte die Ordertätigkeit zum Jahresauftakt 2015 stark. Nach einem Anstieg von 3 % im Januar fielen die Auftragseingänge im Februar um 3 % (März + 4 %). Im 1. Quartal 2015 lagen die Bestellungen insgesamt 2 % höher als ein Jahr zuvor (Inland – 2 %, Ausland + 3 %).

Automobilindustrie auf globalem Expansionskurs, regional stark unterschiedliche Trends

Im Weltmarkt für Light Vehicles (bis 6 Tonnen) stieg der Absatz gemäß LMC Automotive im 1. Quartal 2015 um 1,5 % auf 22,1 Mio. Einheiten, wenngleich insgesamt sehr heterogen. Während Produktion und Absatz von Nfz in China zweistellig einbrachen, expandierte das Pkw-Segment weiter. Bis Ende März stiegen die Pkw-Produktion laut chinesischem Verband CAAM um 10,7 % und der Pkw-Absatz um 9,0 %. Gemäß VDA lagen die Verkäufe in den USA im Bereich Light Vehicles im 1. Quartal 2015 mit 5,6 % im Plus. Heftige Absatzeinbrüche verbuchten Russland (– 36,3 %), Brasilien (– 16,2 %) und Japan (– 15,5 %). Nach ACEA-Angaben setzte sich die Erholung in Westeuropa im 1. Quartal fort, der Absatz von Pkw (+ 8,7 %) und Nfz (+ 12,9 %) lag erneut im Plus. In Deutschland erhöhte sich der Absatz von Pkw um 6,4 % und von Nfz um 7,1 %. Die deutsche Pkw-Inlandsproduktion stagnierte jedoch.

Bauproduktion in der EU mit wechselhaftem Start und regionalen Unterschieden

Die Bauproduktion in der EU stieg nach Daten von Eurostat im Januar zunächst um moderate 0,4 %, schrumpfte jedoch im Februar um 2,4 %. Vor allem in Spanien setzte sich die Erholung fort (Jan.: + 13,1 %, Feb.: + 3,3 %). Zwar war die Entwicklung in Frankreich (Feb.: – 7,9 %), Italien (– 0,8 %) und Portugal (– 4,5 %) negativ, aber in einigen osteuropäischen EU-Ländern, wie Ungarn und Rumänien, wurden Zuwächse erzielt. Die deutsche Bauproduktion stockte zu Jahresbeginn. Sie ging im Februar deutlich um 8,1 % zurück (Jan.: – 0,8 %). Zudem sank der Gesamtumsatz im Bauhauptgewerbe bis Ende Februar laut Destatis um 5,6 % und der preisbereinigte Auftragseingang stagnierte (Hochbau – 4,2 %, Tiefbau + 5,4 %). Laut Branchenverband ZDB war zu Saisonbeginn 2015 die Investitionsbereitschaft gering – angesichts niedriger Geräteauslastung und Auftragspolster.

WESENTLICHE ENTWICKLUNGEN IM 1. QUARTAL 2015

Ausscheiden von Dr. Othmar Belker aus dem Vorstand der NORMA Group

Ende Januar 2015 wurde bekannt gegeben, dass Dr. Othmar Belker, seit 2006 amtierender Finanzvorstand der NORMA Group SE, zum 31. März 2015 aus dem Vorstand ausscheidet. Der Aufsichtsrat hat Dr. Michael Schneider zum neuen Finanzvorstand der NORMA Group berufen. Dr. Schneider wird spätestens zum September 2015 die Nachfolge von Dr. Belker antreten. In der Übergangsphase übernimmt der Vorstandsvorsitzende Werner Deggim interimistisch die Aufgaben des Finanzvorstands.

Dr. Michael Schneider verfügt über langjährige Erfahrung in den Bereichen Finanzen und Controlling in der Automobil-, Chemie- und Pharmaindustrie. Zur NORMA Group wechselt Dr. Schneider von der FTE automotive GmbH, einem weltweit tätigen Automobilzulieferer von hydraulischen Brems- und Kupplungssystemen. Dort verantwortete er als CFO mehrere Jahre lang sämtliche Finanzbereiche sowie den Einkauf und die IT. Zuvor war Dr. Schneider Finanzvorstand bei dem Automobilzulieferer Veritas AG. Dr. Michael Schneider ist Diplom-Kaufmann und promovierte an der Justus-Liebig-Universität Gießen und am Institut für Unternehmensplanung IUP Gießen/Berlin im Bereich Wirtschaftswissenschaften.

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUM GESCHÄFTS-VERLAUF UND ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Mit einem Konzernumsatz von EUR 221,5 Mio. und einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 24,6 % entwickelte sich die NORMA Group im 1. Quartal 2015 im Wesentlichen gemäß den Erwartungen des Vorstands. Zwar war das organische Wachstum mit – 0,5 % leicht rückläufig, dies konnte aber durch ein starkes akquisitionsbedingtes Wachstum von 16,8 % überkompensiert werden. Darüber hinaus stärkten positive Währungseffekte die Umsatzentwicklung und trugen mit 8,3 % zum Anstieg bei.

Grund für den Rückgang des organischen Wachstums war zum einen das sehr starke organische Wachstum im Vorjahresquartal (Q1 2014: 12,6 %) und die daraus resultierende sehr hohe Vergleichsbasis. Zum anderen zeigte sich die Umsatzentwicklung in Teilen der Region EMEA im 1. Quartal 2015 aufgrund der nach wie vor verhaltenen Investitionstätigkeit und der geringen Industrieproduktion im Euroraum deutlich schwächer. Hingegen verzeichneten die Regionen Amerika und Asien-Pazifik ein dynamisches Wachstum, welches in der Region Amerika durch die zusätzlichen Umsätze aus dem neu erworbenen Wassergeschäft von NDS gestärkt wurde.

Die Entwicklung der wesentlichen Kostenpositionen zeigte sich wenig überraschend. Die bereinigte Materialkostenquote konnte aufgrund der vorteilhaften Preisentwicklung der wichtigsten Produktionsmaterialien auf 41,1 % gesenkt werden (Q1 2014: 43,5 %). Die Personalkostenquote erhöhte sich hingegen auf 27,3 % (Q1 2014: 25,8 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen lagen im Verhältnis zum Umsatz mit einer Quote von 12,7 % ebenfalls leicht höher als im Vorjahresquartal (Q1 2014: 11,1 %).

Daraus folgte ein um 20,2 % höheres bereinigtes EBITA von EUR 39,2 Mio. und ein bereinigtes Periodenergebnis im 1. Quartal 2015 von EUR 22,9 Mio. Die bereinigte EBITA-Marge erreichte mit 17,7 % erneut ein nachhaltiges und im Branchenvergleich überdurchschnittlich hohes Niveau.

Insgesamt ist der Vorstand zufrieden mit der Entwicklung im 1. Quartal 2015. Auch die Integration der im Oktober 2014 erworbenen US-amerikanischen Gesellschaft NDS verläuft planmäßig.

VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF

Insgesamt hat sich das Geschäft der NORMA Group im 1. Quartal 2015 erwartungskonform entwickelt, sodass keine der relevanten Unternehmenskennzahlen wesentlich von den prognostizierten Werten abweicht.

ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Sondereffekte

In den ersten drei Monaten 2015 wurden Aufwendungen von insgesamt EUR 2,5 Mio. innerhalb des EBITDA bereinigt. Diese Bereinigungen beziehen sich auf Materialaufwendungen (EUR 2,4 Mio.), die sich aus der innerhalb der Kaufpreisallokation der Akquisition von NDS erfolgten Bewertung der übernommenen Vorräte ergeben. Des Weiteren wurden Aufwendungen für die Integration der akquirierten Gesellschaft in Höhe von TEUR 80 innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen bereinigt.

Neben den beschriebenen Bereinigungen wurden wie in den Vorjahren die Abschreibungen auf Sachanlagen (EUR 0,6 Mio.) sowie auf immaterielle Vermögenswerte (EUR 4,4 Mio.), jeweils aus Kaufpreisallokationen, bereinigt dargestellt. Konzernanhang, S. 31.

bereinigtes Ergebnis Bereinigungen berichtetes
Ergebnis
Umsatzerlöse (in EUR Mio.) 221,5 221,5
EBITDA (in EUR Mio.) 44,5 2,5 42,0
EBITDA-Marge (in %) 20,1 18,9
EBITA (in EUR Mio.) 39,2 3,0 36,2
EBITA-Marge (in %) 17,7 16,3
EBIT (in EUR Mio.) 37,5 7,4 30,1
Finanzergebnis (in EUR Mio.) – 3,1 – 3,1
Periodenergebnis (in EUR Mio.) 22,9 5,0 17,9
Ergebnis pro Aktie (in EUR) 0,72 0,16 0,56

nung des Orderbuches zu Stichtagskursen erfolgt, ist der Anstieg gegenüber dem Vorjahr auch auf Währungseffekte zurückzuführen.

Umsatzwachstum durch Akquisitionen getrieben

Der Konzernumsatz betrug im 1. Quartal 2015 EUR 221,5 Mio. und lag damit 24,6 % über dem Niveau des Vorjahres (Q1 2014: EUR 177,8 Mio.). Im Umsatzwachstum spiegeln sich insbesondere auch die zusätzlichen Umsatzerlöse aus den im vergangenen Jahr getätigten Akquisitionen (Five Star und NDS) wider. Diese lagen bei EUR 29,8 Mio. und trugen damit 16,8 % zum Konzernumsatzwachstum bei.

Das organische Wachstum gegenüber dem sehr starken Vorjahresquartal (Q1 2014: 12,6 %) war im 1. Quartal 2015 leicht rückläufig und belief sich auf – 0,5 %. Grund hierfür waren insbesondere die in Teilen nach wie vor verhaltene Investitionstätigkeit und geringe Industrieproduktion im Euroraum, die sich in einer deutlich schwächeren Umsatzentwicklung in der Region EMEA niederschlugen.

Die weiterhin schwache Entwicklung des Euro gegenüber dem US-Dollar und weiteren Währungen im asiatisch-pazifischen Raum führte zu positiven Währungseffekten, die im 1. Quartal 2015 mit 8,3 % zum Umsatzwachstum beitrugen.

Umsatzwachstum in beiden Vertriebswegen,

DS-Bereich durch Wassergeschäft gestärkt

Im EJT-Bereich erzielte die NORMA Group im 1. Quartal 2015 einen Umsatz von EUR 138,9 Mio. und damit 10,1 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (Q1 2014: EUR 126,1 Mio.). Der Umsatz im DS-Bereich, der insbesondere durch das im Oktober 2014 erworbene Wassergeschäft von NDS gestärkt wurde, belief sich auf EUR 81,8 Mio. und lag damit 59,9 % über dem Niveau des 1. Quartals 2014 (EUR 51,2 Mio.).

EFFEKTE AUF DEN KONZERNUMSATZ

Akquisitionen 29,8 16,8
Organisches Wachstum – 0,9 – 0,5
Umsatzerlöse Q1 2014 177,8
in EUR Mio. Anteil in %

Ertragslage

Auftragsbestand

Zum 31. März 2015 lag der Auftragsbestand bei EUR 300,0 Mio. und damit 25,8 % über dem Niveau des Vergleichszeitpunkts des Vorjahres (31. März 2014: EUR 238,5 Mio.). Da die Umrech-

ENTWICKLUNG DER VERTRIEBSWEGE

EJT DS
Q1 2015 Q1 2014 Q1 2015 Q1 2014
Umsatzerlöse (in EUR Mio.) 138,9 126,1 81,8 51,2
Wachstum (in %) 10,1 59,9
Umsatzanteil (in %) 63 71 37 30

Verbesserung der bereinigten Materialeinsatzquote

Der bereinigte Materialaufwand belief sich im 1. Quartal 2015 auf EUR 91,0 Mio. und ist damit gegenüber dem Vorjahresquartal (Q1 2014: EUR 77,3 Mio.) um 17,6 % gestiegen. Auf Basis der im Zeitraum Januar bis März 2015 erzielten Umsatzerlöse resultiert daraus eine bereinigte Materialeinsatzquote von 41,1 %, was einer Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (Q1 2014: 43,5 %) von 2,4 Prozentpunkten entspricht.

Die Bereinigungen im Materialaufwand in Höhe von EUR 2,4 Mio. betreffen Materialaufwendungen, die sich aus der innerhalb der Kaufpreisallokation der Akquisition von NDS erfolgten Bewertung der übernommenen Vorräte ergeben. Die unbereinigte Materialeinsatzquote liegt bei 42,2 %.

BEREINIGTER MATERIALAUFWAND UND -EINSATZQUOTE

Bereinigte Bruttomarge verbessert

Der Bruttogewinn (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand zuzüglich Bestandsveränderungen und der anderen aktivierten Eigenleistungen) betrug im 1. Quartal 2015 EUR 133,1 Mio. Dies entspricht einer Steigerung von 30,0 % gegenüber dem 1. Quartal 2014 (EUR 102,4 Mio.). Daraus resultiert eine im Verhältnis zum Umsatz gestiegene Bruttomarge von 60,1 % (Q1 2014: 57,6 %).

Personalkostenquote gestiegen

Zum 31. März 2015 beschäftigte die NORMA Group inklusive Leiharbeiter weltweit 6.225 Mitarbeiter, davon 4.966 Festangestellte. Damit ist die Gesamtmitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr (Q1 2014: 5.186) um 20,0 %, die Stammbelegschaft um rund 18 % gewachsen. Den stärksten Personalanstieg verzeichnete hierbei die Region Amerika, in der sich die Mitarbeiterzahl aufgrund der Akquisition des US-amerikanischen Unternehmens NDS und der Geschäftstätigkeit der Five Star im Vergleich zum Vorjahresquartal um 81,3 % erhöht hat. Der Mitarbeiterzuwachs in der Wachstumsregion Asien-Pazifik betrug im selben Zeitraum 24,1 %. In der Region EMEA hingegen ist die Mitarbeiterzahl um 0,8 % geringfügig gesunken.

Als Folge der gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl haben sich auch die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer im 1. Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Q1 2014: EUR 45,9 Mio.) um 31,9 % auf EUR 60,6 Mio. erhöht. Des Weiteren trugen auch Wechselkurseffekte zum Anstieg der Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer bei. Bezogen auf den Umsatz resultiert hieraus eine gestiegene Personalkostenquote von 27,3 % (Q1 2014: 25,8 %). Der Anstieg der Personalkostenquote ist im Wesentlichen auf die vorübergehend unterproportionale Umsatzentwicklung in der Region EMEA im 1. Quartal 2015 zurückzuführen.

PERSONALENTWICKLUNG

Q1 2015 Q1 2014
EMEA 2.798 2.821
Amerika 1.405 775
Asien-Pazifik 763 615
Stammbelegschaft 4.966 4.211
Leiharbeiter 1.259 975
Gesamtzahl der Mitarbeiter inkl. Leiharbeiter 6.225 5.186

STAMMBELEGSCHAFT NACH SEGEMENT

Bereinigte sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Der Saldo aus den bereinigten sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen belief sich im 1. Quartal 2015 auf EUR – 28,1 Mio. und lag damit 41,8 % über dem Vorjahresniveau von EUR – 19,8 Mio. Dieser Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist auf die Einbeziehung der im 4. Quartal 2014 akquirierten Gesellschaft NDS sowie auf Wechselkurseffekte zurückzuführen. Im Verhältnis zum Umsatz haben sich die bereinigten sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöht und liegen bei 12,7 % (Q1 2014: 11,1 %). Konzernanhang, S. 33.

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen wurden akquisitionsbezogene Kosten in Höhe von TEUR 80 bereinigt.

Bereinigtes EBITDA und EBITA deutlich verbessert

Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) belief sich im 1. Quartal 2015 auf EUR 44,5 Mio. und lag damit 21,2 % über dem Vorjahreswert (Q1 2014: EUR 36,7 Mio.). Daraus resultiert eine bereinigte EBITDA-Marge von 20,1 % (Q1 2014: 20,6 %).

Das bereinigte EBITA, das zusätzlich zu den genannten Adjustierungen um Abschreibungen auf materielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokationen bereinigt wird, betrug im 3-Monatszeitraum Januar bis März 2015 EUR 39,2 Mio. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert (Q1 2014: EUR 32,6 Mio.) von 20,2 %. Die daraus resultierende bereinigte EBITA-Marge beträgt 17,7 % (Q1 2014: 18,4 %) und liegt damit abermals auf einem nachhaltig hohen Niveau.

BEREINIGTES EBITA UND BEREINIGTE EBITA-MARGE

Finanzergebnis verbessert

Das Finanzergebnis betrug im 1. Quartal 2015 EUR – 3,1 Mio. Im Vorjahresquartal belief es sich aufgrund der negativen Einmaleffekte aus der vorzeitigen Teilrückführung des syndizierten Darlehens (EUR 5,4 Mio.) auf EUR – 9,0 Mio. Zwischenbericht Q1 2014.

Im Vergleich zum um diese Einmaleffekte bereinigten Wert des Vorjahres (EUR – 3,6 Mio.) hat sich das Finanzergebnis im aktuellen Berichtszeitraum um 11,5 % verbessert. Konzernanhang, S. 33.

Bereinigtes Ergebnis nach Steuern

Das um die Sondereffekte und um die Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen bereinigte Ergebnis nach Steuern belief sich im Berichtszeitraum auf EUR 22,9 Mio. und lag damit 16,7 % über dem Vorjahresniveau (Q1 2014: EUR 19,6 Mio.).

Die angepassten Ertragsteuern für den Berichtszeitraum Januar bis März 2015 betrugen EUR 11,5 Mio. (Q1 2014: EUR 8,3 Mio.). Hieraus resultiert eine im Vergleich zum Vorjahr (Q1 2014: 29,7 %) höhere angepasste Steuerquote von 33,5 %, welche insbesondere auf die sehr gute Erlössteigerung und die hohe Steuerbelastung in der Region Amerika zurückzuführen ist.

Bereinigtes Ergebnis je Aktie

Das bereinigte Ergebnis je Aktie betrug im 1. Quartal 2015 EUR 0,72 (Q1 2014: EUR 0,61). Das unbereinigte Ergebnis je Aktie lag bei EUR 0,56 (Q1 2014: EUR 0,42). Konzernanhang, S. 33.

Vermögenslage

Bilanzsumme

Die Bilanzsumme betrug zum 31. März 2015 EUR 1.185,4 Mio. und lag damit 9,9 % höher als zum Jahresende 2014 (EUR 1.078,4 Mio.).

Im Vergleich zum 31. März 2014 (EUR 748,1 Mio.) erhöhte sie sich um 58,5 %. Auf der Aktivseite schlagen sich die gestiegenen Vermögenswerte aufgrund der Akquisitionen von Five Star und NDS nieder. Die Passivseite zeigt sich aufgrund der mit der Akquisition von NDS verbundenen Emission des Schuldscheins im Oktober 2014 sowie aufgrund von Wechselkurseffekten deutlich erhöht.

Vermögenswerte durch Akquisitionen und Währungseffekte beeinflusst

Die langfristigen Vermögenswerte betrugen zum 31. März 2015 EUR 812,4 Mio. Damit haben sie sich gegenüber dem Jahresende 2014 (EUR 754,3 Mio.) um 7,7 % erhöht. Ausschlaggebend waren hierfür insbesondere Währungseffekte, die auf die starke Entwicklung des US-Dollars zurückzuführen sind und sich in einem Anstieg des Geschäfts- oder Firmenwerts sowie der sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen niederschlugen. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme betrug zum 31. März 2015 68,5 %.

Die kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum 31. März 2015 auf EUR 372,9 Mio. und erhöhten sich damit gegenüber dem Jahresende 2014 (EUR 324,1 Mio.) um 15,1 %. Die Erhöhung ist insbesondere auf den Anstieg der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Hingegen sind die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um EUR 7,9 Mio. auf EUR 76,4 Mio. gesunken. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben einen Anteil an der Bilanzsumme von 31,5 %.

Im Vergleich zum Vorjahr (31. März 2014: EUR 301,6 Mio.) haben sich die kurzfristigen Vermögenswerte um 23,6 % erhöht.

Eigenkapitalquote mit 34,9% wieder leicht gestiegen

Das Konzerneigenkapital betrug zum 31. März 2015 EUR 413,4 Mio. und erhöhte sich damit gegenüber Dezember 2014 (EUR 368,0 Mio.) um 12,3 %. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 34,9 % (31. Dez. 2014: 34,1 %). Die Veränderungen im Eigenkapital resultierten im Wesentlichen aus dem Periodenergebnis und positiven Währungsumrechnungsdifferenzen. Konzernanhang, S. 35.

Nettoverschuldung moderat gestiegen

Die Nettoverschuldung betrug zum 31. März 2015 EUR 411,8 Mio. und ist damit im Vergleich zum Jahresende (31. Dez. 2014: EUR 373,1 Mio.) um 10,4 % gestiegen. Hierin enthalten sind derivative Sicherungsinstrumente in Höhe von EUR 35,3 Mio. Die Erhöhung der Nettoverschuldung resultiert im Wesentlichen aus einem währungsbedingten Anstieg der Darlehensverbindlichkeiten und der derivativen Sicherungsinstrumente sowie aus dem Rückgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Hieraus resultiert ein Gearing (Nettoverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) von 1,0 und ein Leverage (Nettoverschuldung im Verhältnis zum bereinigten EBITDA inklusive NDS unter Berücksichtigung der letzten 12 Monate) von 2,3.

(Trade) Working Capital erhöht

Das (Trade) Working Capital (Vorräte plus Forderungen minus Verbindlichkeiten, jeweils im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen) betrug zum 31. März 2015 EUR 182,6 Mio. und erhöhte sich damit im Vergleich zum Jahresende (EUR 141,8 Mio.) um 28,8 %. Grund hierfür waren im Wesentlichen die gestiegene Geschäftstätigkeit sowie insbesondere der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich aus der guten Entwicklung im Monat März ergaben, deren Cashzuflüsse jedoch erst im April erwartet werden.

Verglichen mit dem Vorjahr (31. März 2014: EUR 122,5 Mio.) stieg das Trade Working Capital um 49 %, was auf die Akquisition von NDS zurückzuführen ist.

Langfristige Schulden gesunken,

kurzfristige Schulden gestiegen

Die langfristigen Schulden betrugen zum 31. März 2015 EUR 513,5 Mio. und haben sich damit gegenüber dem Jahresende 2014 (EUR 555,1 Mio.) um 7,5 % verringert. Grund hierfür war unter anderem die Umgliederung des syndizierten Darlehens gemäß seiner Fristigkeit in die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Daraus resultiert ein Anteil der langfristigen Schulden an der Bilanzsumme von 43,3 % (31. Dez. 2014: 51,5 %). Die kurzfristigen Schulden haben sich im Gegenzug von EUR 155,3 Mio. zum Jahresende 2014 um 66,4 % auf EUR 258,5 Mio. erhöht und betrugen am Ende des Berichtszeitraumes 21,8 % der Bilanzsumme (31. Dez. 2014: 14,4 %).

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente

Die NORMA Group nutzt zu ihrer Finanzierung in geringem Maße Mietverhältnisse (sog. Operating Leasing), die nicht in der Konzernbilanz abgebildet werden. Darüber hinaus werden zur Verbesserung des Working Capital diverse Supply-Chain-Financing-Programme u. a. ein lieferantenseitiges Reverse-Factoring-Programm genutzt. Auch auf der Kundenseite wird mittels geeigneter Instrumente versucht, das Working Capital zu optimieren. Darüber hinaus bestanden im Berichtszeitraum Januar bis März 2015 keine weiteren außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente.

Finanzlage

Konzernweites Finanzmanagement

Einen detaillierten Überblick über das allgemeine Finanzmanagement der NORMA Group liefert der Geschäftsbericht 2014. Geschäftsbericht 2014, S. 74.

Bereinigter operativer Netto-Cashflow

Der um Währungseffekte (EUR 18,4 Mio.) bereinigte operative Netto-Cashflow belief sich im 3-Monatszeitraum auf EUR 11,6 Mio. und lag damit 35,8 % niedriger als im Vorjahresquartal (Q1 2014: EUR 18,1 Mio.). Maßgeblich hierfür waren insbesondere die bereits erwähnten, insbesondere auf die hohen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführenden Veränderungen im Working Capital. Darüber hinaus kam es zu einem Mittelabfluss durch Investitionen in Höhe von EUR 10,5 Mio. Hierin enthalten sind Rückzahlungen von Verbindlichkeiten aus Investitionen, die im vergangenen Jahr getätigt wurden.

Bezogen auf die Umsatzerlöse lag der bereinigte operative Netto-Cashflow im Zeitraum Januar bis März 2015 bei 5,2 % (Q1 2014: 10,2 %).

BEREINIGTER OPERATIVER NETTO-CASHFLOW

Bereinigtes EBITDA
Veränderung im Working Capital 1)
44,5
– 22,4
36,7
– 12,2
Investitionen aus dem operativen Geschäft – 10,5 – 6,4
Bereinigter operativer Netto-Cashflow 11,6 18,1

1) Bereinigt um Währungseffekte in Höhe von EUR 18,4 Mio. (Q1 2014: EUR 0,6 Mio.)

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit belief sich im Berichtszeitraum Januar bis März 2015 auf EUR 10,3 Mio. (Q1 2014: EUR 16,8 Mio.). Beeinflusst wurde er im 1. Quartal 2015 unter anderem durch zahlungsunwirksame Aufwendungen aus dem Aktienoptionsprogramm (TEUR 135) und zahlungsunwirksame Zinsaufwendungen aus der Auflösung von Disagien (TEUR 351). Des Weiteren sind zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung externer Finanzierungsverbindlichkeiten sowie konzerninterner monetärer Posten in Höhe von EUR – 15,1 Mio. in den sonstigen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträgen enthalten. Der Rückgang des Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit um EUR 6,5 Mio. im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist auf einen überproportionalen Anstieg des Working Capital, welcher aus dem Geschäftsverlauf im 1. Quartal 2015 resultiert, zurückzuführen.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im 1. Quartal 2015 EUR – 10,5 Mio. (Q1 2014: EUR – 6,6 Mio.) und wurde im Wesentlichen durch Auszahlungen für den Erwerb von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen beeinflusst. Der Anstieg ist teilweise auf die Rückzahlung von Verbindlichkeiten für bereits im Vorjahr getätigte Investitionen zurückzuführen.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im Zeitraum Januar bis März 2015 auf EUR – 12,2 Mio. (Q1 2014: EUR – 111,4 Mio.). Hierin enthalten sind insbesondere Auszahlungen im Zusammenhang mit der Rückzahlung von Sicherungsderivaten (EUR – 10,0 Mio.) sowie Cashflows aus gezahlten Zinsen (EUR – 2,6 Mio.).

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

In den ersten drei Monaten 2015 belief sich der Anteil des im Ausland erwirtschafteten Konzernumsatzes auf rund 77 %, womit er sich im Vergleich zum Vorjahr (Q1 2014: 70 %) deutlich erhöht hat. Grund hierfür war insbesondere der gestiegene Anteil der Region Amerika als Folge der Akquisition von NDS.

EMEA

Der Außenumsatz in der Region EMEA belief sich im 1. Quartal 2015 auf EUR 105,6 Mio. und ist damit um 2,6 % gegenüber dem Vorjahresquartal gesunken. Dies ist unter anderem auf die hohe Vergleichsbasis und das sehr starke Wachstum im Vorjahresquartal (Q1 2014: 8,1 %), aber auch auf die insgesamt nur moderate gesamtwirtschaftliche Erholung und die nach wie vor verhaltene Investitionstätigkeit in Teilen der Region EMEA zurückzuführen. Der Anteil der Region EMEA am Konzernumsatz ist aufgrund der im vergangenen Jahr getätigten Akquisitionen in den USA zugunsten des Umsatzanteils in der Region Amerika auf 48 % (Q1 2014: 61 %) gesunken.

Das bereinigte EBITDA der Region EMEA betrug zum 31. März 2015 EUR 23,8 Mio. und liegt damit 8,4 % niedriger als im Vorjahr (Q1 2014: EUR 26,0 Mio.). Daraus resultiert eine bereinigte EBITDA-Marge von 20,9 % (Q1 2014: 22,4 %).

Die Investitionen im 3-Monatszeitraum betrugen EUR 1,8 Mio. und lagen damit 15,1 % unter dem Niveau des Vorjahres (Q1 2014: EUR 2,2 Mio.). Die Region EMEA weist zum 31. März 2015 Vermögenswerte in Höhe von 524,0 Mio. (31. Dez. 2014: EUR 496,4 Mio.) auf.

Amerika

Das Umsatzwachstum in der Region Amerika wurde im 1. Quartal 2015 im Wesentlichen durch die Umsätze der im Oktober 2014 neu erworbenen Gesellschaft NDS in den USA sowie positive Währungseffekte aufgrund der starken Entwicklung des US-Dollar getrieben. Mit Umsatzerlösen von EUR 97,7 Mio. wuchs die Region im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q1 2014: EUR 54,6 Mio.) um 78,9%. Damit hat sich der Umsatzanteil der Region Amerika von 31% (Q1 2014) auf 44% im abgelaufenen Quartal erhöht.

Das bereinigte EBITDA in der Region Amerika betrug EUR 20,1 Mio. (Q1 2014: EUR 10,6 Mio.). Daraus resultiert eine gestiegene bereinigte EBITDA-Marge von 20,1 % (Q1 2014: 18,8 %).

Die Investitionen in der Region Amerika lagen im 3-Monatszeitraum bei EUR 3,0 Mio. (Q1 2014: 3,2 Mio.) und betrafen unter anderem die Werke in den USA und Brasilien. Die Vermögenswerte haben sich um 13,1 % auf EUR 650,3 Mio. (31. März 2014: EUR 574,9 Mio.) zum Bilanzstichtag erhöht.

Asien-Pazifik

Die Region Asien-Pazifik hat mit Umsatzerlösen in Höhe von EUR 18,2 Mio. im 1. Quartal 2015 (Q1 2014: EUR 14,8 Mio.) ein gutes Wachstum von 23,0 % gezeigt. Neben einem starken organischen Wachstum schlugen sich auch hier positive Währungseffekte im Umsatz nieder.

Das bereinigte EBITDA betrug EUR 2,1 Mio. und lag damit 55,5 % über dem Vorjahresniveau (Q1 2014: EUR 1,3 Mio.). Die bereinigte EBITDA-Marge belief sich auf 11,1 % und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (Q1 2014: 8,8 %) deutlich gestiegen.

Die Investitionen beliefen sich im 3-Monatszeitraum auf EUR 0,7 Mio. (Q1 2014: EUR 0,6 Mio.). Die Vermögenswerte haben sich im Vergleich zum Jahresende 2014 um 14,5 % auf EUR 82,3 Mio. erhöht.

UMSATZANTEIL NACH SEGMENTEN

Wirtschaftsbericht | Risiko- und Chancenbericht

ENTWICKLUNG DER SEGMENTE

EMEA Amerika Asien-Pazifik
in EUR Mio. Q1 2015 Q1 2014 Q1 2015 Q1 2014 Q1 2015 Q1 2014
Segmentumsatzerlöse gesamt 113,9 115,7 100,0 56,5 18,7 15,2
Außenumsatzerlöse 105,6 108,4 97,7 54,6 18,2 14,8
Beitrag zum Konzernumsatz (in %) 48 61 44 31 8 8
Bereinigtes EBITDA1) (in %) 23,8 26,0 20,1 10,6 2,1 1,3
Bereinigte EBITDA-Marge 2) (in %) 20,9 22,4 20,1 18,8 11,1 8,8

1) Die Bereinigungen werden im Konzernanhang erläutert. Konzernanhang, S. 31.

2) Bezogen auf die Segmentumsatzerlöse

NICHT FINANZIELLE LEISTUNGSINDIK ATOREN

Die wichtigsten nicht finanziellen Steuerungsgrößen der NORMA Group sind der Grad der Marktdurchdringung, die Innovationsfähigkeit des Konzerns, das Problemlösungsverhalten der Mitarbeiter und die nachhaltige Gesamtentwicklung der NORMA Group. Die Entwicklung dieser Leistungsindikatoren im 1. Quartal 2015 wird nachfolgend beschrieben.

Weitere nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind u. a. Mitarbeiter- und Umweltkennzahlen sowie Kennzahlen zur Arbeitssicherheit und dem Gesundheitsschutz im Konzern. Diese werden einmal jährlich berichtet. Eine ausführliche Darstellung dieser Leistungsindikatoren findet sich im Geschäftsbericht 2014.

Sicherung der Innovationsfähigkeit

Die nachhaltige Sicherung der Technologieführerschaft ist ein wesentlicher Treiber für das zukünftige Wachstum der NORMA Group. Um Neuentwicklungen zu schützen, werden diese durch Patente gesichert. Die Zahl der Patentneuanmeldungen pro Jahr ist daher Teil des internen Steuerungssystems und ein Indikator für die Innovationsfähigkeit des Konzerns. Darüber hinaus dient sie der Steuerung der langfristigen Entwicklungsstrategie. Auch im 1. Quartal 2015 hat die NORMA Group wieder neue Entwicklungen zur Patentierung eingereicht. Insgesamt wurden 35 neue Patente (Q1 2014: 28) in sechs Patentfamilien angemeldet.

Qualität und Liefertreue

Die NORMA Group steht für höchste Zuverlässigkeit und Servicequalität. Die Reputation ihrer Marken und die Verlässlichkeit der Produkte sind ein wesentlicher Faktor des Unternehmenserfolgs. Bei der Entwicklung und Fertigung der Produkte setzt der Konzern daher auf höchste Qualitätsstandards. Um Fehlproduktionen zu minimieren und die Kundenzufriedenheit zu maximieren, misst und steuert die NORMA Group das Problemlösungsverhalten ihrer Mitarbeiter anhand zweier Leistungsindikatoren: der durchschnittlichen Zahl der qualitätsbedingten Beanstandungen pro Monat und der fehlerhaften Teile pro Million gefertigter Teile (Parts per Million/PPM). Die beiden Kennzahlen werden konzernweit monatlich erfasst und

aggregiert. Im 1. Quartal 2015 betrug die Zahl der fehlerhaften Teile (PPM) 14 (Q1 2014: 17). Die durchschnittliche Zahl der qualitätsbedingten Beanstandungen pro Monat belief sich auf 10 (Q1 2014: 9).

Verantwortungsvolles Handeln in allen Unternehmensbereichen

Die NORMA Group sieht es als zentrale Verantwortung, die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit mit den Erwartungen und Bedürfnissen der Gesellschaft in Einklang zu bringen. Deshalb orientiert sie sich bei operativen Entscheidungen an den Prinzipien einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und nachhaltigen Handelns. Die Strategie und Zielsetzung der NORMA Group im Bereich Corporate Responsibility (CR) wird durch die CR-Politik der NORMA Group beeinflusst, welche aus-

führlich im Nachhaltigkeitsbericht 2013 beschrieben ist.

Risiko- und Chancenbericht

Der NORMA Group-Konzern ist vielfältigen Chancen und Risiken ausgesetzt, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kurzoder langfristig sowohl positiv als auch negativ beeinflussen können. Daher ist das Chancen- und Risikomanagement der NORMA Group integraler Bestandteil der Unternehmensführung, sowohl auf der Ebene der Konzernführung als auch auf der Ebene der einzelnen Gesellschaften sowie der individuellen Funktionsbereiche. Da jedes unternehmerische Handeln mit Chancen und Risiken verbunden ist, sieht die NORMA Group die Erfassung, Bewertung und Steuerung von Chancen und Risiken als fundamentalen Bestandteil der Umsetzung ihrer Strategie, der Sicherung des kurzfristigen und langfristigen Unternehmenserfolges sowie der nachhaltigen Steigerung des Shareholder Values an. Um dies dauerhaft zu gewährleisten, fördert die NORMA Group das Chancen- und Risikobewusstsein ihrer Mitarbeiter in allen Bereichen des Unternehmens. Eine ausführliche Beschreibung des Chancen- und Risikomanagementsystems findet sich im Geschäftsbericht 2014. Geschäftsbericht 2014, S. 91.

CHANCEN- UND RISIKOPROFIL DER NORMA GROUP

Im Rahmen der Erstellung und Überwachung des Chancen- und Risikoprofils bewertet die NORMA Group die Chancen und Risiken anhand der finanziellen Auswirkungen und der Eintrittswahrscheinlichkeiten. Dabei werden die für die Bewertung verwendeten Intervalle in die folgenden fünf Kategorien untergliedert.

  • Unwesentlich: bis zu 1 % des aktuellen EBITA
  • Gering: mehr als 1 % und bis zu 5 % des aktuellen EBITA
  • Moderat: mehr als 5 % und bis zu 10 % des aktuellen EBITA
  • Wesentlich: mehr als 10 % und bis zu 25 % des aktuellen EBITA
  • Hoch: mehr als 25 % des aktuellen EBITA

Das verwendete Intervall setzt die finanzielle Auswirkung eines Risikos oder einer Chance in Relation zum EBITA des Konzerns oder eines Segments, sofern sich das jeweilige Risiko bzw. die jeweilige Chance ausschließlich auf ein bestimmtes Segment bezieht. Die Bewertung von Chancen und Risiken, deren finanzielle Auswirkung sich in der Gesamtergebnisrechnung in Posten unterhalb des EBITA niederschlägt, erfolgt ebenfalls in Relation zum EBITA. Die dargestellten Auswirkungen berücksichtigen stets die Effekte eingeleiteter Gegenmaßnahmen.

Die für die Bewertung von Chancen und Risiken verwendeten Eintrittswahrscheinlichkeiten werden anhand der folgenden fünf Kategorien quantifiziert:

  • Sehr unwahrscheinlich: bis zu 3 % Eintrittswahrscheinlichkeit
  • Unwahrscheinlich: mehr als 3 % und bis zu 10 % Eintrittswahrscheinlichkeit
  • Möglich: mehr als 10 % und bis zu 40 % Eintrittswahrscheinlichkeit
  • Wahrscheinlich: mehr als 40 % und bis zu 80 % Eintrittswahrscheinlichkeit
  • Sehr wahrscheinlich: mehr als 80 % Eintrittswahrscheinlichkeit

Gegenüber der im Geschäftsbericht 2014 veröffentlichten Risikound Chanceneinschätzung haben sich im 1. Quartal 2015 keine wesentlichen Änderungen ergeben. Das Chancen- und Risikoportfolio der NORMA Group stellt sich daher wie folgt dar:

CHANCEN- UND RISIKOPORTFOLIO DER NORMA GROUP 1)

Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Ausfallrisiken
Liquidität Risiken
Chancen
Währung Risiken
Chancen
Zinsänderung Risiken
Chancen

Volkswirtschaftliche und konjunkturelle Chancen und Risiken

Risiken • •

Chancen • •

Branchenspezifische und technologische Chancen und Risiken

Risiken • • Chancen • •

Unternehmensstrategische Chancen und Risiken

Risiken

Chancen • •

Operative Chancen und Risiken

Rohstoffpreise Risiken
Chancen
Lieferanten Risiken
Chancen
Qualität und Prozesse Risiken
Chancen
Kunden Risiken
Chancen

Chancen und Risiken im Personalmanagement

Risiken

Chancen • •

IT-bezogene Chancen und Risiken

Risiken
Chancen

Rechtliche Chancen und Risiken

Verstöße gegen Standards Risiken
Sozial- und Umweltstandards Risiken
Chancen
Geistiges Eigentum Risiken
Chancen

1) Sofern nichts anderes angegeben ist, gilt die Risikoeinschätzung für alle drei Regionalsegmente. unverändert erhöht gesunken

Risiko- und Chancenbericht

Eintrittswahrscheinlichkeit Finanzielle Auswirkung
Sehr
unwahr
scheinlich
Unwahr
scheinlich
Möglich Wahr
scheinlich
Sehr wahr
scheinlich
Verände
rung zu
Dez. 2014
Unwesent
lich
Gering Moderat Wesentlich Hoch Verände
rung zu
Dez. 2014


1) Sofern nichts anderes angegeben ist, gilt die Risikoeinschätzung für alle drei Regionalsegmente. unverändert erhöht gesunken

Prognosebericht

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Weltwirtschaft 2015 mit unverändertem Tempo, Wachstumsbeschleunigung erst 2016

Während sich die Industrieländer zunehmend robuster erholen, nimmt die Dynamik in den Schwellenländern weiter ab. Per Saldo erwartet der IWF für das globale BIP-Wachstum 2015 mit 3,5 % eine ähnliche Rate wie in den beiden Vorjahren. 2016 soll das Wachstum bei 3,8 % liegen. Den Risiken, die von der Politik (Ukraine-Russland, Naher Osten, Griechenland) und den Finanzmärkten (Zinswende USA, Währungsturbulenzen) ausgehen, stehen wirtschaftliche Impulse aus den niedrigen Öl- und Commodity-Preisen gegenüber. Für die USA wird für 2015 und 2016 ein Wachstumsschub von jeweils 3,1 % erwartet. Chinas Aufschwung wird sich dagegen auf 6,8 % (2015) und 6,3 % (2016) abkühlen. Die IWF-Prognosen für den Euroraum sind mit Wachstumsraten von 1,5 % (2015) und 1,6 % (2016) weiterhin moderat.

Deutschlands Wirtschaft in einem kräftigen Aufschwung

Die Forschungsinstitute haben ihre Wachstumserwartungen für Deutschland deutlich angehoben (Frühjahrsdiagnose). Für 2015 wird jetzt ein BIP-Anstieg von 2,1 % erwartet und für 2016 lautet die Prognose + 1,8 %. Stimulierend wirken unerwartet expansive Impulse (Ölpreisverfall, starke Euroabwertung). Zusätzlich zum starken privaten Konsum und der Exportbelebung dürften im weiteren Jahresverlauf dank höherer Kapazitätsauslastung und niedriger Zinsen auch die Unternehmensinvestitionen anziehen. Dämpfend wirken jedoch das langsamere Wachstum in den Schwellenländern, die Unsicherheiten über die Zukunft der Währungsunion sowie der Mindestlohn.

Maschinenbau:

VDMA untermauert Produktionsprognose für 2015

Mit der weiter steigenden Industrieproduktion in den großen Wirtschaftsregionen bei einer sukzessiv höheren Auslastung der Kapazitäten und den niedrigen Zinsen verbessern sich die Voraussetzungen für eine allmählich breitere, stetige Belebung der Investitionstätigkeit in vielen Ländern. Der deutsche Maschinenbau wird zudem durch die Euroabwertung begünstigt, allerdings bremst die geringe Dynamik im Euroraum selbst die Perspektiven. Zudem sind die ungelösten Krisen nach wie vor eine Belastung. Der VDMA bekräftigte auf der diesjährigen Hannover Messe die Erwartung eines realen Produktionsanstiegs für 2015 von 2 %.

Automobilindustrie legt weiter moderat zu, neuer Absatzrekord realistisch

Der weltweite Automobilmarkt wird 2015 aller Voraussicht nach einen neuen Absatzrekord markieren. Allerdings sind die Zuwächse in China und den USA geringer als zuletzt. Zudem wird der Absatz in Japan, Russland und Brasilien spürbar schrumpfen. Die Marktforscher von LMC Automotive prognostizieren für 2015 ein globales Produktionsplus bei Light Vehicles (bis 6 Tonnen) von 2,7 % auf 89,5 Mio. Einheiten. Der VDA erwartet im enger definierten Pkw-Markt für 2015 einen weltweiten Anstieg der Verkäufe von 2 % auf 77,4 Mio. Einheiten. Für China wird dabei das Plus auf 6 % geschätzt. Für die USA und Westeuropa kalkuliert der Verband mit einem Wachstum von jeweils 2 %. Die Annahmen für Deutschland sind lediglich moderat positiv (Absatz + 1 %, Inlandsproduktion und Export + 2 %).

Bauindustrie: Solides Wachstum in Westeuropa und Deutschland

Das Ifo-Institut und das Branchennetzwerk Euroconstruct prognostizieren ein solides Wachstum für die europäische Bauwirtschaft. Die Bauproduktion soll demnach 2015 um 2,1 % zulegen. Der mehrjährige deutsche Bauboom hatte zuletzt an Schwung verloren, dürfte sich aber im Jahresverlauf 2015 dank niedriger Zinsen wieder beleben und robust wachsen. Im Rahmen der Frühjahrsdiagnose rechnen die führenden Forschungsinstitute für 2015 bei den Bauinvestitionen mit einem Anstieg um real 1,4 %. Getragen wird die Entwicklung infolge der guten Arbeitsmarkt- und Einkommenssituation sowie des hohen Bedarfs im Wohnungsbau, der ein reales Wachstum von 2,0 % erreichen soll. Der öffentliche Bau wächst demnach real um 1,3 %. Der gewerbliche Bau wird mit real + 0,3 % nur marginal zulegen. Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft prognostiziert für 2015 ein Umsatzplus von 2,0 % auf EUR 221,5 Mrd. für die Bauwirtschaft einschließlich Ausbaugewerbe und Gebäudetechnik.

BIP-WACHSTUMSRATEN (REAL)

in % 2014 Q1 2015 2015e 2016e
Welt + 3,4 -- + 3,5 + 3,8
USA + 2,4 + 0,21) + 3,1 + 3,1
China + 7,4 + 7,0 + 6,8 + 6,3
Eurozone + 0,9 + 1,0 2) + 1,5 + 1,6
Deutschland + 1,6 + 1,7 3) + 2,1 + 1,8

Quellen: IWF, US-Handelsministerium, NBS China, Forschungsinstitute (Frühjahrsdiagnose 2015); 1) annualisierte Rate, 2) Ifo-Schätzung, 3) Prognose für H1 2015 (Frühjahrsdiagnose 2015)

KÜNFTIGE ENTWICKLUNG DER NORMA GROUP

Die NORMA Group plant keine wesentlichen Änderungen der Unternehmensziele und -strategie. Eine detaillierte Beschreibung der strategischen Ziele liefert der Geschäftsbericht 2014. Geschäftsbericht 2014, S. 60 ff.

Auch an der im Geschäftsbericht 2014 veröffentlichten Prognose für das Geschäftsjahr 2015 hält die NORMA Group weiterhin fest und erwartet für das Jahr 2015 ein solides organisches Konzernumsatzwachstum von rund 4 % bis 7 % gegenüber 2014. Darüber hinaus wird mit akquisitionsbedingten zusätzlichen Umsatzerlösen von rund EUR 110 Mio. aus dem Erwerb von NDS und Five Star gerechnet. Zudem wird sich die anhaltende Schwäche des Euros positiv auf das Wachstum in den Fremdwährungen auswirken.

Prognosebericht

PROGNOSE 2015 (UNVERÄNDERT)

Konzernumsatz solides organisches Wachstum rund 4 % bis 7 %, zusätzlich rund EUR 110 Mio. aus Akquisitionen
EMEA: moderates organisches Wachstum
Amerika: solides organisches Wachstum, gestützt durch Akquisitionen und positive Währungseffekte
Asien-Pazifik: über 10 %, u. a. getrieben durch striktere Emissionsregulierungen
DS: solides Wachstum, u. a. gestärkt durch die Akquisition von NDS
EJT: solides Wachstum
Materialeinsatzquote ungefähr auf Höhe der Vorjahre
Personalkostenquote ungefähr auf Höhe der Vorjahre
Bereinigte EBITA-Marge nachhaltig auf dem Niveau der Vorjahre von über 17,0 %
Finanzergebnis bis zu EUR – 18 Mio.
Bereinigte Steuerquote rund 33 % bis 35 %
Bereinigtes Ergebnis je Aktie solide steigend
Investitionsquote (bereinigt um Akquisitionen) operativ in relativer Höhe von rund 4,5 %
Operativer Netto-Cashflow leicht über dem Niveau der Vorjahre (2013: EUR 103,9 Mio., 2014: EUR 103,2 Mio.)
Dividende ca. 30 % bis 35 % des bereinigten Konzernjahresergebnisses

Die Prognose hinsichtlich der drei Regionalsegmente EMEA, Amerika und Asien-Pazifik sowie der beiden Vertriebswege, Engineered Joining Technology und Distribution Services, ist ausführlich im Geschäftsbericht 2014 dargestellt. An den dort getroffenen Aussagen hält die NORMA Group unverändert fest.

Auch hinsichtlich der wesentlichen Kostenpositionen (Materialund Personalaufwand) haben sich keine Änderungen ergeben. Die NORMA Group rechnet weiterhin mit einer konstanten Entwicklung und daher mit einer im Vergleich zu den Vorjahren jeweils stabilen Materialeinsatz- und Personalkostenquote. Infolgedessen und auf Basis fortwährender konzerninterner Optimierungsprozesse sieht sich die NORMA Group auch 2015 in der Lage, das hohe Margenniveau zu halten und strebt eine nachhaltige (bereinigte) EBITA-Marge auf dem Niveau der Vorjahre von über 17,0 % an.

Aufgrund der Begebung eines weiteren Schuldscheindarlehens und der damit im Vergleich zum Vorjahr höheren Verschuldung erwartet die NORMA Group ein Finanzergebnis von bis zu EUR – 18 Mio. Darin enthalten sind Zinsbelastungen auf die Bruttoverschuldung des Konzerns mit einem durchschnittlichen Zinssatz von rund 3 % sowie weitere Aufwendungen für Währungssicherungen und Transaktionskosten.

Basierend auf den beschriebenen Annahmen wird für das bereinigte Ergebnis je Aktie ein solides Wachstum für das Geschäftsjahr 2015 angenommen. Das Umsatzwachstum und eine nachhaltige Marge tragen dazu ebenso bei wie die Ergebnisbeiträge der Akquisitionen. Sondereffekte bleiben hierbei unberücksichtigt.

Damit bestätigt die NORMA Group ihre im Geschäftsbericht 2014 veröffentlichte Prognose für das Geschäftsjahr 2015. Die voraussichtliche Entwicklung aller relevanten Kennzahlen ist in der oben stehenden Tabelle dargestellt.

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG

Der Vorstand hält an der im Geschäftsbericht 2014 veröffentlichten Prognose unverändert fest.

Bericht über wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Berichtszeitraum Januar bis März 2015 gab es keine wesentlichen berichtspflichtigen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen.

Nachtragsbericht

Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts ergaben sich keine für das operative Geschäft der NORMA Group wesentlichen Ereignisse oder Entwicklungen.

Maintal, 6. Mai 2015

NORMA Group SE Der Vorstand

Werner Deggim

Bernd Kleinhens John Stephenson

  • Konzernbilanz
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 26 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • Segmentberichterstattung
  • Verkürzter Konzernanhang

Konzernbilanz

zum 31. März 2015

AKTIVA

in TEUR Anhang 31. März 2015 31. Dez. 2014 31. März 2014
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert (10) 346.551 324.496 233.166
Sonstige immaterielle Vermögenswerte (10) 288.314 262.460 91.204
Sachanlagen (10) 163.157 154.490 115.419
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 318 782 0
Ertragsteueransprüche 911 933 1.559
Latente Ertragsteueransprüche 13.179 11.137 5.098
812.430 754.298 446.446
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (11) 130.789 114.877 81.629
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 12.100 10.545 11.015
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.621 2.198 0
Derivative finanzielle Vermögenswerte 675 3 17
Ertragsteueransprüche 2.559 4.505 1.805
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (11) 147.800 107.717 114.347
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (17) 76.389 84.271 92.829
372.933 324.116 301.642
Summe Aktiva 1.185.363 1.078.414 748.088

Konzernbilanz

PASSIVA

in TEUR Anhang 31. März 2015 31. Dez. 2014 31. März 2014
Den Anteilsinhabern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 31.862 31.862 31.862
Kapitalrücklage (12) 216.603 216.468 216.044
Sonstige Rücklagen 30.030 2.496 – 11.395
Gewinnrücklagen (12) 134.056 116.218 98.503
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital 412.551 367.044 335.014
Nicht beherrschende Anteile 816 969 1.042
Summe Eigenkapital 413.367 368.013 336.056
Schulden
Langfristige Schulden
Pensionsverpflichtungen 12.457 12.271 10.911
Rückstellungen (13) 6.799 6.207 5.946
Darlehensverbindlichkeiten (14) 367.149 408.225 202.528
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1.726 1.790 1.294
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.174 3.763 1.116
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten (14), (16) 3.443 18.177 8.931
Latente Ertragsteuerschulden 117.760 104.647 31.831
513.508 555.080 262.557
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen (13) 6.714 8.142 9.024
Darlehensverbindlichkeiten (14) 79.308 22.721 24.110
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 27.846 26.015 21.378
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.281 2.445 3.375
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten (14), (16) 31.882 2.043 48
Ertragsteuerschulden 14.420 13.126 18.100
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 96.037 80.829 73.440
258.488 155.321 149.475
Summe Schulden 771.996 710.401 412.032
Summe Passiva 1.185.363 1.078.414 748.088

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2015

in TEUR Anhang Q1 2015 Q1 2014
Umsatzerlöse (5) 221.486 177.797
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.259 1.488
Andere aktivierte Eigenleistungen 335 455
Materialaufwand (5) – 93.403 – 77.335
Bruttogewinn 130.677 102.405
Sonstige betriebliche Erträge (6) 3.736 1.509
Sonstige betriebliche Aufwendungen (6) – 31.889 – 21.310
Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer (7) – 60.557 – 45.898
Abschreibungen – 11.903 – 7.677
Betriebsgewinn 30.064 29.029
Finanzerträge 154 84
Finanzierungsaufwendungen – 3.295 – 9.038
Finanzergebnis (8) – 3.141 – 8.954
Gewinn vor Ertragsteuern 26.923 20.075
Ertragsteuern – 9.017 – 6.504
PERIODENERGEBNIS 17.906 13.571
Sonstiges Ergebnis in der Periode nach Steuern:
Sonstiges Ergebnis in der Periode nach Steuern, welches zukünftig
gegebenenfalls in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird
27.423 2.466
Ausgleichsposten für Umrechnungsdifferenzen
(ausländische Geschäftsbetriebe) 27.970 169
Absicherungen von Zahlungsströmen nach Steuern – 547 2.297
Sonstiges Ergebnis in der Periode nach Steuern 27.423
45.329
2.466
16.037
GESAMTERGEBNIS FÜR DIE PERIODE
Das Periodenergebnis entfällt auf
Gesellschafter des Mutterunternehmens 17.838 13.537
Nicht beherrschende Anteile 68 34
17.906 13.571
Das Gesamtergebnis entfällt auf
Gesellschafter des Mutterunternehmens 45.372 15.999
Nicht beherrschende Anteile – 43 38
45.329 16.037
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) (9) 0,56 0,42
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) (9) 0,56 0,42

Konzern-Kapitalflussrechnung

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2015

in TEUR Anhang Q1 2015 Q1 2014
Betriebliche Tätigkeit
Periodenergebnis 17.906 13.571
Abschreibungen 11.903 7.677
Gewinn (–)/ Verlust (+) aus dem Abgang von Sachanlagen 42 6
Veränderung der Rückstellungen – 1.126 1.350
Veränderung der latenten Steuern – 54 – 199
Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Vermögenswerte,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
– 35.403 – 30.572
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Verbindlichkeiten,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
15.139 15.293
Zinsaufwand der Periode 3.673 2.498
Aufwand aus der Rückzahlung von Sicherungsderivaten 12.818 4.683
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge – 14.647 2.495
Mittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit (17) 10.251 16.802
davon Mittelzufluss aus erhaltenen Zinsen 20 116
davon Mittelabfluss aus Ertragsteuern – 5.918 – 4.978
Investitionstätigkeit
Nettoauszahlungen für Akquisitionen – 52 – 354
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen – 10.533 – 6.400
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen 80 119
Mittelabfluss für die Investitionstätigkeit – 10.505 – 6.635
Finanzierungstätigkeit (17)
Auszahlung für den Erwerb von Anteilen an einem Tochterunternehmen 0 – 907
Gezahlte Zinsen – 2.565 – 2.250
An nicht beherrschende Anteile ausgeschüttete Dividenden – 110 0
Einzahlungen aus Darlehen 451 317
Rückzahlungen von Darlehen (14) 0 – 101.574
Rückzahlung von Sicherungsderivaten (16) – 9.982 – 6.890
Rückzahlung von Schulden aus Finanzierungsleasingverhältnissen – 36 – 82
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit (17) – 12.242 – 111.386
Nettoabnahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten – 12.496 – 101.219
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Geschäftsjahres 84.271 194.188
Effekte aus der Währungsumrechnung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.614 – 140
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Periode (17) 76.389 92.829

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2015

Den Anteilsinhabern des
Mutterunternehmens zurechenbar
in TEUR Anhang Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage
Stand zum 31. Dezember 2013 31.862 215.927
Veränderungen des Eigenkapitals für die Periode
Periodenergebnis
Ausgleichsposten für Umrechnungsdifferenzen (ausländische Geschäftsbetriebe)
Absicherungen von Zahlungsströmen nach Steuern
Gesamtergebnis für die Periode 0 0
Aktienoptionen 117
Summe der Geschäftsvorfälle mit Eigentümern für die Periode 0 117
Stand zum 31. März 2014 (12) 31.862 216.044
Stand zum 31. Dezember 2014 31.862 216.468
Veränderungen des Eigenkapitals für die Periode
Periodenergebnis
Ausgleichsposten für Umrechnungsdifferenzen
(ausländische Geschäftsbetriebe)
Absicherungen von Zahlungsströmen nach Steuern (16)
Gesamtergebnis für die Periode 0 0
Aktienoptionen 135
Dividenden an nicht beherrschende Anteile
Summe der Geschäftsvorfälle mit Eigentümern für die Periode 0 135
Stand zum 31. März 2015 (12) 31.862 216.603

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Den Anteilsinhabern des
Mutterunternehmens zurechenbar
Summe Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile Summe Gewinnrücklagen Sonstige Rücklagen
319.902 1.004 318.898 84.966 – 13.857
13.571 34 13.537 13.537
169 4 165 165
2.297 2.297 2.297
16.037 38 15.999 13.537 2.462
117 117
0 117 0 0
336.056 1.042 335.014 98.503 – 11.395
368.013 969 367.044 116.218 2.496
17.906 68 17.838 17.838
27.970 – 111 28.081 28.081
– 547 – 547 – 547
45.329 – 43 45.372 17.838 27.534
135
– 110 – 110 0
– 110 135 0 0
413.367 816 412.551 134.056 30.030

Segmentberichterstattung

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2015

EMEA Amerika Asien-Pazifik
in TEUR Q1 2015 Q1 2014 Q1 2015 Q1 2014 Q1 2015 Q1 2014
Segmentumsatzerlöse gesamt 113.865 115.695 99.951 56.500 18.744 15.188
davon Umsatzerlöse zwischen
den Segmenten
8.303 7.311 2.228 1.880 543 395
Außenumsatzerlöse 105.562 108.384 97.723 54.620 18.201 14.793
Beitrag zum Konzernaußenumsatz 48% 61 % 44% 31 % 8% 8 %
Bruttogewinn 68.136 68.002 56.741 28.250 8.759 6.892
Bereinigtes EBITDA1) 23.782 25.968 20.113 10.623 2.081 1.338
Abschreibungen ohne
PPA-Abschreibungen 2)
– 2.401 – 2.396 – 1.968 – 1.009 – 625 – 452
Bereinigtes EBITA 1) 21.381 23.572 18.145 9.614 1.456 886
Vermögenswerte (Vorjahreswerte
zum 31. Dezember 2014) 3)
523.955 496.433 650.255 574.897 82.337 71.893
Schulden (Vorjahreswerte zum
31. Dezember 2014) 4)
150.110 145.082 385.611 346.317 28.528 23.116
Investitionen 1.849 2.178 3.021 3.153 743 590

1) Die Bereinigungen werden in Anhangangabe 4 erläutert.

2) Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen

3) Einschließlich zugeordneter Geschäfts- oder Firmenwerte, Steuern sind in der Überleitung zum Konzern enthalten.

4) Steuern sind in der Überleitung zum Konzern enthalten.

Segmentberichterstattung

Zentralfunktionen Segmente gesamt
Q1 2015 Q1 2014 Q1 2015
7.466 187.383 232.560
7.466 9.586 11.074
0 177.797 221.486
100 % 100%
n.a. 103.144 133.636
– 1.536 37.929 45.976
– 241 – 3.857 – 4.994
– 1.777 34.072 40.982
340.187 1.143.223 1.256.547
503.922 514.515 564.249
849 5.921 5.613

Verkürzter Konzernanhang

1. GRUNDLAGEN DER AUFSTELLUNG

Der vorliegende verkürzte Konzernabschluss der NORMA Group zum 31. März 2015 ist gemäß IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, erstellt.

Es ist zu empfehlen, diesen Abschluss zusammen mit dem Konzernabschluss des Geschäftsberichts 2014 zu lesen. Dieser ist im Internet unter @ http://investoren.normagroup.com abrufbar. Alle ab dem 1. Januar 2015 geltenden IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, wurden berücksichtigt.

Der vorliegende Zwischenabschluss wurde mit Beschluss des Vorstands der NORMA Group vom 5. Mai 2015 zur Veröffentlichung freigegeben.

2. GRUNDLAGEN DER BILANZIERUNGS-UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bei der Aufstellung des verkürzten Konzernabschlusses werden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Konsolidierungsgrundsätze wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 angewendet. Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden ist im Konzernanhang des Geschäftsberichts 2014 veröffentlicht ( Anhangangabe 3 "Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsmethoden"). Eine Ausnahme von diesem Grundsatz bildeten die zum 1. Januar 2015 erstmals anzuwendenden Standards und Interpretationen.

Zum 1. Januar 2015 fanden die folgenden Rechnungslegungsstandards erstmals Anwendung:

  • IFRIC 21 "Öffentliche Abgaben"
  • Änderungen im Rahmen des IASB-Projekts der jährlichen Verbesserungen (Annual Improvements Project, AIP):
  • Zyklus: 2011 2013
  • Zyklus: 2010 2012

Aus der erstmaligen Anwendung dieser Standards ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage sowie die Anhangangaben im Zwischenabschluss der NORMA Group.

Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Bewertungsgrundsätze, die der Erstellung des Konzernabschlusses zugrunde liegen:

Verkürzter Konzernanhang

Bilanzposten Bewertungsgrundsatz
Aktiva
Geschäfts- oder Firmenwert Impairment-only-Ansatz
Sonstige immaterielle Vermögenswerte (außer Geschäfts- oder Firmenwert)
– bestimmbare Nutzungsdauer
Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Sonstige immaterielle Vermögenswerte (außer Geschäfts- oder Firmenwert)
– unbestimmbare Nutzungsdauer
Impairment-only-Ansatz
Sachanlagen Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Derivative finanzielle Vermögenswerte:
Klassifizierung als Sicherung einer geplanten Transaktion (Cashflow-Hedge) Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
Klassifizierung als Sicherung einer Zeitwertänderung (Fair-Value-Hedge) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Vorräte Niedrigerer Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und
Nettoveräußerungswert
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte Fortgeführte Anschaffungskosten
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Fortgeführte Anschaffungskosten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Fortgeführte Anschaffungskosten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Nennwert
Passiva
Pensionsverpflichtungen
Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method)
Sonstige Rückstellungen Erfüllungsbetrag
Darlehensverbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (Kategorien nach IAS 39):
Finanzielle Verbindlichkeiten zu Anschaffungskosten (FLAC) Fortgeführte Anschaffungskosten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten:
Klassifizierung als Sicherung einer geplanten Transaktion (Cashflow-Hedge) Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
Klassifizierung als Sicherung einer Zeitwertänderung (Fair-Value-Hedge) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Bedingte Gegenleistungen (bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Fortgeführte Anschaffungskosten

Die Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird in "Euro" (EUR) dargestellt.

Der Ertragsteueraufwand wird in jeder Zwischenberichtsperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wird.

3. KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der Konzernabschluss umfasst zum 31. März 2015 gegenüber dem Jahresende 2014 unverändert sieben inländische und 38 ausländische Gesellschaften.

4. SONDEREINFLÜSSE

In den ersten drei Monaten 2015 wurden Aufwendungen von insgesamt TEUR 2.514 innerhalb des EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) bereinigt. Die Bereinigungen innerhalb des EBITDA beziehen sich in Höhe von TEUR 2.434 auf Materialaufwendungen, die sich aus der innerhalb der Kaufpreisallokation der Akquisition der National Diversified Sales, Inc. ("NDS") erfolgten Bewertung der übernommenen Vorräte ergeben. Des Weiteren wurden Aufwendungen für die Integration der akquirierten Gesellschaft in Höhe von TEUR 80 innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen bereinigt.

Neben den beschriebenen Bereinigungen wurden wie in den Vorjahren die Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 576 (Q1 2014: TEUR 241) sowie auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 4.362 (Q1 2014: TEUR 2.161), jeweils aus Kaufpreisallokationen, bereinigt dargestellt.

Im Vorjahreszeitraum erfolgte des Weiteren eine Bereinigung der mit der Rückführung der syndizierten Darlehen im Januar 2014 zusammenhängenden Einmalaufwendungen in Höhe von TEUR 5.406 innerhalb des Finanzergebnisses. In den ersten drei Monaten 2015 erfolgten keine Bereinigungen innerhalb des Finanzergebnisses.

Sich aus den Bereinigungen ergebende fiktive Ertragsteuern werden mit den Steuersätzen der jeweilig betroffenen lokalen Gesellschaften berechnet und im bereinigten Ergebnis nach Steuern berücksichtigt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt das um diese Effekte bereinigte Ergebnis:

in TEUR Q1 2015
unbereinigt
Integrations
kosten
Step-Up-Effekte
aus Kaufpreis
allokationen
Summe
Bereinigungen
Q1 2015
bereinigt
Umsatzerlöse 221.486 0 221.486
Veränderung des Bestands an fertigen
und unfertigen Erzeugnissen
2.259 0 2.259
Andere aktivierte Eigenleistungen 335 0 335
Materialaufwand – 93.403 2.434 2.434 – 90.969
Bruttogewinn 130.677 0 2.434 2.434 133.111
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen – 28.153 80 80 – 28.073
Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer – 60.557 0 – 60.557
EBITDA 41.967 80 2.434 2.514 44.481
Abschreibungen auf Sachanlagen – 5.811 576 576 – 5.235
EBITA 36.156 80 3.010 3.090 39.246
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte – 6.092 4.362 4.362 – 1.730
Betriebsgewinn (EBIT) 30.064 80 7.372 7.452 37.516
Finanzergebnis – 3.141 0 – 3.141
Ergebnis vor Ertragsteuern 26.923 80 7.372 7.452 34.375
Ertragsteuern – 9.017 – 27 – 2.469 – 2.496 – 11.513
Periodenergebnis 17.906 53 4.903 4.956 22.862
Nicht beherrschende Anteile 68 0 68
Periodenergebnis, das auf Anteilseigner des
Mutterunternehmens entfällt
17.838 53 4.903 4.956 22.794
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,56 0,72
in TEUR Q1 2014
unbereinigt
Neuverhandlung
der Finanzierung
Step-Up-Effekte
aus Kaufpreis
allokationen
Summe
Bereinigungen
Q1 2014
bereinigt
Umsatzerlöse 177.797 0 177.797
Veränderung des Bestands an fertigen
und unfertigen Erzeugnissen
1.488 0 1.488
Andere aktivierte Eigenleistungen 455 0 455
Materialaufwand – 77.335 0 – 77.335
Bruttogewinn 102.405 0 0 0 102.405
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen – 19.801 0 – 19.801
Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer – 45.898 0 – 45.898
EBITDA 36.706 0 0 0 36.706
Abschreibungen auf Sachanlagen – 4.298 241 241 – 4.057
EBITA 32.408 0 241 241 32.649
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte – 3.379 2.161 2.161 – 1.218
Betriebsgewinn (EBIT) 29.029 0 2.402 2.402 31.431
Finanzergebnis – 8.954 5.406 5.406 – 3.548
Ergebnis vor Ertragsteuern 20.075 5.406 2.402 7.808 27.883
Ertragsteuern – 6.504 – 1.236 – 549 – 1.785 – 8.289
Periodenergebnis 13.571 4.170 1.853 6.023 19.594
Nicht beherrschende Anteile 34 0 34
Periodenergebnis, das auf Anteilseigner des
Mutterunternehmens entfällt
13.537 4.170 1.853 6.023 19.560
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,42 0,61

Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz und sonstige Erläuterungen

5. UMSATZERLÖSE UND MATERIALAUFWAND

Die Umsatzerlöse in den ersten drei Monaten 2015 liegen mit TEUR 221.486 um 24,6 % über denen der ersten drei Monate 2014 (TEUR 177.797). Der Anstieg der Umsatzerlöse resultiert aus der Einbeziehung von NDS, aus stark positiven Währungseffekten sowie aus organischem Wachstum. Die Umsatzerlöse von NDS werden vollständig dem Vertriebsweg Distribution Services zugeordnet.

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR Q1 2015 Q1 2014
Engineered Joining Technology (EJT) 138.877 126.128
Distribution Services (DS) 81.844 51.197
Sonstige Umsatzerlöse 765 472
221.486 177.797

Der Materialaufwand hat sich im Verhältnis zum Umsatz mit einer Quote von 42,2 % (Q1 2014: 43,5 %) unterproportional erhöht. Im Verhältnis zur Gesamtleistung liegt der Materialaufwand mit einer Quote von 41,7 % (Q1 2014: 43,0 %) unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

6. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Währungsgewinne aus der betrieblichen Tätigkeit, Zuschüsse der öffentlichen Hand sowie Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten aus variablen Vergütungsbestandteilen für Mitarbeiter. Insgesamt liegen die sonstigen betrieblichen Erträge mit TEUR 3.736 um TEUR 2.227 über denen der ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2014 (TEUR 1.509).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 31.889 um 49,6 % über denen der ersten drei Monate 2014 (TEUR 21.310). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist auf die Einbeziehung der im 4. Quartal 2014 akquirierten Gesellschaft NDS sowie auf Wechselkurseffekte zurückzuführen. Im Verhältnis zur Gesamtleistung haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit einer Quote von 12,5 % (Q1 2014: 11,5 %) leicht überproportional entwickelt. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsverluste in Höhe von TEUR 2.741 enthalten (Q1 2014: TEUR 599). Darüber hinaus hat sich die Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 nicht wesentlich verändert.

7. AUFWENDUNGEN FÜR LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER

Die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer betrugen in den ersten drei Monaten 2015 TEUR 60.557 gegenüber TEUR 45.898 im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Erhöhung um 31,9 % ist im Wesentlichen auf den akquisitionsbedingten Anstieg der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter in den ersten drei Monaten 2015 gegenüber den ersten drei Monaten 2014 zurückzuführen. Des Weiteren trugen Wechselkurseffekte zum Anstieg der Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer bei. Im Verhältnis zur Gesamtleistung haben sich die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer mit einer Quote von 27,0 % (Q1 2014: 25,5 %) leicht überproportional entwickelt.

In den ersten drei Monaten 2015 lag die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter bei 4.900 (Q1 2014: 4.194).

8. FINANZERGEBNIS

Das Finanzergebnis belief sich in den ersten drei Monaten 2015 auf TEUR – 3.141 und hat sich damit im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2014 (TEUR – 8.954) um TEUR 5.813 verändert. Die Netto-Währungsgewinne/-verluste (inklusive der Erträge/ Aufwendungen aus der Bewertung von Währungssicherungsderivaten) belaufen sich in den ersten drei Monaten 2015 auf TEUR 1.020 (Q1 2014: TEUR – 729). Der Netto-Zinsaufwand hat sich mit TEUR 3.996 in den ersten drei Monaten 2015 um TEUR 76 im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2014 (TEUR: 3.920) erhöht. Bereinigt um die in den ersten drei Monaten 2014 erfassten Einmalaufwendungen belief sich der Nettozinsaufwand im 1. Quartal 2014 auf TEUR 2.683. Somit sind die Zinsaufwendungen in den ersten drei Monaten 2015 im Vergleich zum bereinigten Vorjahreszeitraum um TEUR 1.313, im Wesentlichen aufgrund der für die im 4. Quartal erfolgten Akquisition der NDS aufgenommenen Darlehen, angestiegen.

9. ERGEBNIS JE AKTIE

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des den Aktionären der NORMA Group zurechenbaren Periodenergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Berichtszeitraum ausgegebenen Aktien. Die NORMA Group hat ausschließlich Stammaktien emittiert. In den ersten drei Monaten 2015 lag die durchschnittlich gewichtete Anzahl bei 31.862.400 (Q1 2014: 31.862.400) Stück.

Die aus dem Matching-Stock-Programm ("MSP") für den Vorstand der NORMA Group zugeteilten Optionen hatten in den ersten drei Monaten 2015 einen Verwässerungseffekt auf das Ergebnis je Aktie. Eine detaillierte Beschreibung des MSP ist im Konzernanhang des Geschäftsberichts 2014 veröffentlicht ( Anhangangabe 28 "Aktienbasierte Vergütung"). Der verwässernde Effekt auf das Ergebnis je Aktie wird mit der Treasury-Stock-Methode ermittelt.

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich in den ersten drei Monaten 2015 wie folgt:

Q1 2015 Q1 2014 Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Periodenüberschuss (in TEUR) 17.838 13.537 Anzahl der gewichteten Aktien 31.862.400 31.862.400 Verwässerungseffekte aus aktienbasierter Vergütung 206.730 233.337 Anzahl der gewichteten Aktien (verwässert) 32.069.130 32.095.737 Ergebnis je Aktie unverwässert (in EUR) 0,56 0,42 Ergebnis je Aktie verwässert (in EUR) 0,56 0,42

Das Ergebnis je Aktie wurde in den ersten drei Monaten 2015 und 2014 aufgrund der in Anhangangabe 4 ("Sondereinflüsse") beschriebenen Einmalaufwendungen negativ beeinflusst.

10. ANLAGEVERMÖGEN

Die immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

Buchwerte
in TEUR 31. März 2015 31. Dez. 2014
Geschäfts- oder Firmenwert 346.551 324.496
Kundenbeziehungen 203.888 184.218
Lizenzen, Rechte 883 987
Software 11.480 11.637
Marken 47.106 42.028
Patente & Technologie 15.464 14.803
Selbst geschaffene
immaterielle Vermögenswerte
6.292 6.190
Übrige immaterielle Vermögenswerte 3.201 2.597
Gesamt 634.865 586.956

Die Veränderung des Geschäfts- oder Firmenwerts von TEUR 324.496 zum 31. Dezember 2014 auf TEUR 346.551 zum 31. März 2015 resultiert aus Wechselkurseffekten, insbesondere aus dem USD-Raum.

Die Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwerts stellt sich zusammenfassend wie folgt dar:

Stand zum 31. März 2015 346.551
Währungseffekte 22.055
Änderungen im Konsolidierungskreis 0
Stand zum 31. Dezember 2014 324.496
in TEUR

Die Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

Buchwerte
in TEUR 31. März 2015 31. Dez. 2014
Grundstücke und Gebäude 59.733 57.909
Maschinen und technische Anlagen 72.103 68.624
Sonstige Ausrüstung 13.182 13.340
Anlagen im Bau 18.139 14.617
Anlagevermögen gesamt 163.157 154.490

In den ersten drei Monaten 2015 wurden TEUR 6.482 in das Anlagevermögen investiert, einschließlich aktivierter Eigenleistungen in Höhe von TEUR 336 und Zugängen aus Finanzierungsleasingverhältnissen in Höhe von TEUR 20. Hauptinvestitionsschwerpunkte waren in Deutschland, Serbien, China, in den USA sowie in Brasilien. Es gab keine wesentlichen Abgänge.

11. UMLAUFVERMÖGEN

Der Anstieg des Umlaufvermögens betrifft im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie die Vorräte und ist auf das gesteigerte Umsatzvolumen im 1. Quartal 2015 im Vergleich zum 4. Quartal 2014 zurückzuführen. Gegenläufig haben sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Vergleich zum 31. Dezember 2014, auch aufgrund der Rückzahlung von Verbindlichkeiten aus Sicherungsderivaten in Höhe von TEUR 9.982 sowie der Auszahlungen für Investitionen im laufenden Jahr und Verbindlichkeiten aus Investitionen des Vorjahres in Höhe von TEUR 10.533, reduziert.

ABS-Programm

Die NORMA Group hat mit der Weinberg Capital Ltd. (Programmzweckgesellschaft) im Geschäftsjahr 2014 einen revolvierenden Forderungskaufvertrag (Receivables Purchase Agreement) abgeschossen. Die vereinbarte Struktur sieht den Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der NORMA Group im Rahmen einer ABS-Transaktion vor und wurde erfolgreich im Dezember 2014 initiiert. Die Forderungen werden von der NORMA Group an eine Programmzweckgesellschaft verkauft.

Im Rahmen dieses Asset-Backed-Securities-Programms (ABS-Programm) mit einem Volumen von bis zu EUR 25 Mio. haben inländische Konzernunternehmen der NORMA Group zum 31. März 2015 Forderungen in Höhe von EUR 11,8 Mio. verkauft (31. Dezember 2014: EUR 11,9 Mio.), von denen EUR 1,9 Mio. als Kaufpreiseinbehalte (31. Dezember 2014: EUR 1,9 Mio.), welche als Sicherungsreserven vorgehalten werden, nicht ausgezahlt wurden und als sonstige finanzielle Vermögenswerte angesetzt wurden. Ein verbleibendes anhaltendes Engagement (Continuing Involvement) in Höhe von TEUR 211 (31. Dezember 2014: TEUR 320) umfasst zum einen den maximalen Betrag, den die NORMA Group aus der übernommenen Ausfallgarantie eventuell zurückzahlen müsste und die zu erwartenden Zinszahlungen bis zum Zahlungseingang in Bezug auf den Buchwert der übertragenen Forderungen und wurde als sonstige finanzielle Verbindlichkeit passiviert. Der beizulegende Zeitwert der Garantie bzw. der zu übernehmenden Zinszahlungen wurde mit angesetzt und erfolgswirksam als sonstige Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 1 (31. Dezember 2014: TEUR 4) passiviert.

Eine detaillierte Beschreibung des ABS-Programms ist im Konzernanhang des Geschäftsberichts 2014 veröffentlicht ( Anhangangabe 23 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen").

12. EIGENKAPITAL

Das Eigenkapital hat sich in den ersten drei Monaten 2015 durch das Periodenergebnis (TEUR 17.906), Absicherungen von Zahlungsströmen (TEUR – 547), Währungsumrechnungsdifferenzen (TEUR 27.970) sowie die Ausgabe von Aktienoptionen (TEUR 135) verändert. Des Weiteren erfolgte im 1. Quartal 2015 eine Ausschüttung von Dividenden an Minderheitsgesellschafter in Höhe von TEUR 110.

Genehmigtes und bedingtes Kapital

Der Vorstand der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 6. April 2011 bis zum 5. April 2016 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrmals um insgesamt EUR 15.931.200 durch Ausgabe von bis zu 15.931.200 auf den Namen lautenden Stammaktien gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 6. April 2011 wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 12.505.000 durch Ausgabe von bis zu 12.505.000 neuen, auf den Namen lautenden nennwertlosen Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Optionsoder Wandelschuldverschreibungen sowie Genussrechten mit Options- oder Wandlungsrecht, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 6. April 2011 ausgegeben werden.

13. RÜCKSTELLUNGEN

Die Rückstellungen verringerten sich geringfügig von TEUR 14.349 zum 31. Dezember 2014 auf TEUR 13.513 zum 31. März 2015.

14. FINANZVERBINDLICHKEITEN

Die Nettofinanzschulden der NORMA Group stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 31. März 2015 31. Dez. 2014
Darlehen 444.815 429.703
Derivative Finanzinstrumente –
Bilanzierung von Sicherungsinstrumenten
35.325 20.220
Sonstige Darlehen
(v.a. Factoring und Reverse-Factoring)
1.642 1.243
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 445 449
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 6.010 5.759
Finanzverbindlichkeiten 488.237 457.374
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
76.389 84.271
Nettoverschuldung 411.848 373.103

Die Finanzverbindlichkeiten der NORMA Group lagen mit TEUR 488.237 um 6,7 % über dem Niveau vom 31. Dezember 2014 (TEUR 457.374). Der Anstieg ist im Bereich der Darlehen auf Effekte aus Wechselkursänderungen auf die USD-Tranchen des im Geschäftsjahr 2014 neu begebenen Schuldscheindarlehens zurückzuführen. Des Weiteren sind die negativen Marktwerte der Sicherungsderivate aufgrund der Wechselkurs- und Zinsentwicklungen angestiegen.

Die Nettoverschuldung ist mit TEUR 411.848 im Vergleich zum 31. Dezember 2014 (TEUR 373.103) aufgrund der beschriebenen Bewertungseffekte aus Wechselkurs- und Zinsentwicklungen sowie des Rückgangs der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um TEUR 7.882 und damit um 10,4 % angestiegen.

Die Fristigkeit der syndizierten Darlehen sowie des Schuldscheindarlehens stellt sich zum 31. März 2015 wie folgt dar:

Die Fristigkeit der syndizierten Darlehen sowie des Schuldscheindarlehens stellt sich zum 31. Dezember 2014 wie folgt dar:

Gesamt 19.200 73.600 185.926 150.914
Schuldscheindarlehen, netto 0 0 185.926 150.914
Syndizierte Darlehen, netto 19.200 73.600 0 0
in TEUR bis zu
1 Jahr
bis zu
2 Jahren
bis zu 5 Jahren > 5 Jahre
> 1 Jahr > 2 Jahre

Die syndizierten Darlehensverbindlichkeiten sind durch Derivate gegen Zins- und Wechselkursänderungen gesichert. Es erfolgte ebenfalls eine Sicherung der variabel verzinsten Tranchen des Schuldscheindarlehens gegen Zinsänderungen durch Derivate. Die Verbindlichkeit aus diesen derivativen Finanzinstrumenten, welche als Sicherungsinstrumente gehalten werden, erhöhte sich gegenüber dem Jahresende 2014 von TEUR 18.177 auf TEUR 29.903 zum 31. März 2015.

15. FINANZINSTRUMENTE

Die Finanzinstrumente nach Klassen und Kategorien stellen sich wie folgt dar:

Bewertungsbasis IAS 39
in TEUR Kategorie
IAS 39
Buchwert zum
31. März 2015
Fortgeführte
Anschaffungs
kosten
Beizulegender
Zeitwert er
folgswirksam
Für Siche
rungszwecke
eingesetzte
Derivate
Bewertungs
basis IAS 17
Beizulegender
Zeitwert zum
31. März 2015
Finanzielle Vermögenswerte
Derivative Finanzinstrumente –
Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
Fremdwährungsderivate –
Absicherung von Zahlungsströmen
k. A. 157 157 157
Fremdwährungsderivate –
Absicherung von Zeitwertänderungen
FVtPL 518 518 518
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie sonstige Forderungen
LaR 147.800 147.800 147.800
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 2.621 2.621 2.621
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
LaR 76.389 76.389 76.389
Finanzielle Verbindlichkeiten
Darlehen FLAC 446.457 446.457 456.397
Derivative Finanzinstrumente –
Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
Zinsderivate k. A. 3.443 3.443 3.443
Zins-/Währungsswaps k. A. 26.460 26.460 26.460
Fremdwährungsderivate –
Absicherung von Zahlungsströmen
k. A. 333 333 333
Fremdwährungsderivate –
Absicherung von Zeitwertänderungen
FVtPL 5.089 5.089 5.089
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
FLAC 96.037 96.037 96.037
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten k. A. 3.383 3.383 3.383
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC 2.627 2.627 2.627
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasingverhältnissen
k. A. 445 445 455
Summe je Kategorie
Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam
zum Zeitwert bewertet (FVtPL)
518 518 518
Kredite und Forderungen (LaR) 226.810 226.810 226.810
Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam
zum Zeitwert bewertet (FVtPL)
5.089 5.089 5.089
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten (FLAC)
545.121 545.121 555.061

Verkürzter Konzernanhang

Bewertungsbasis IAS 39
in TEUR Kategorie
IAS 39
Buchwert zum
31. Dez. 2014
Fortgeführte
Anschaffungs
kosten
Beizulegender
Zeitwert er
folgswirksam
Für Siche
rungszwecke
eingesetzte
Derivate
Bewertungs
basis IAS 17
Beizulegender
Zeitwert zum
31. Dez. 2014
Finanzielle Vermögenswerte
Derivative Finanzinstrumente –
Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
Fremdwährungsderivate k. A. 3 3 3
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie sonstige Forderungen
LaR 107.717 107.717 107.717
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 2.198 2.198 2.198
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
LaR 84.271 84.271 84.271
Finanzielle Verbindlichkeiten
Darlehen FLAC 430.946 430.946 442.614
Derivative Finanzinstrumente –
Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
Zinsderivate k. A. 2.554 2.554 2.554
Zins-/Währungsswaps k. A. 15.623 15.623 15.623
Fremdwährungsderivate k. A. 2.043 2.043 2.043
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
FLAC 80.829 80.829 80.829
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten k. A. 3.314 3.314 3.314
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC 2.445 2.445 2.445
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasingverhältnissen
k. A. 449 449 459
Summe je Kategorie
Kredite und Forderungen (LaR) 194.186 194.186 194.186
Finanzielle Verbindlichkeiten
zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC)
514.220 514.220 525.888

Finanzinstrumente, die in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert sind, für die der Fair Value aber im Anhang angegeben ist, sind ebenfalls in eine dreistufige Fair-Value-Hierarchie eingeordnet.

Die Ermittlung der Fair Values der festverzinslichen Tranchen der Schuldscheindarlehen, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert sind, für die der Fair Value aber im Anhang angegeben ist, erfolgt auf der Basis der Marktzinskurve nach der Zero-Coupon-Methode unter Berücksichtigung von Credit Spreads (Level 2). Die auf den Stichtag abgegrenzten Zinsen sind in den Werten enthalten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben, ebenso wie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Laufzeiten. Deren Buchwerte entsprechen zum Abschlussstichtag den jeweiligen beizulegenden Zeitwerten, da die Auswirkungen der Abzinsung nicht wesentlich sind.

Da Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten kurze Laufzeiten haben, entsprechen deren Buchwerte annähernd ihren beizulegenden Zeitwerten. Zum 31. März 2015 sind in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten die zum Zeitwert bilanzierten bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.383 aus der im 2. Quartal 2014 erfolgten Akquisition der Geschäftstätigkeit der Five Star Clamps, Inc. enthalten.

Die beizulegenden Zeitwerte der Schulden aus Finanzierungsleasingverhältnissen werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen auf Grundlage der entsprechenden Zinsstrukturkurve und der Credit-Spreads der NORMA Group berechnet.

Die im Rahmen von Sicherungsgeschäften gehaltenen Finanzinstrumente werden zu ihren jeweiligen beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Sie werden vollständig in Level 2 der Fair-Value-Hierarchie eingestuft.

Es wurden keine Konditionen eines finanziellen Vermögenswerts, der ansonsten überfällig oder wertgemindert wäre, im Geschäftsjahr neu ausgehandelt.

Die folgenden Tabellen stellen die Bewertungshierarchie gemäß IFRS 13 der zum Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden der NORMA Group zum 31. März 2015 bzw. zum 31. Dezember 2014 dar:

in TEUR Level 11) Level 22) Level 33) Gesamt zum
31. März 2015
Wiederkehrende Zeitwertbewertungen
Aktiva
Fremdwährungsderivate – Absicherung von Zahlungsströmen 157 157
Fremdwährungsderivate – Absicherung von Zeitwertänderungen 518 518
Gesamt Aktiva 0 675 0 675
Passiva
Zins-/Währungsswaps – Absicherung von Zahlungsströmen 26.460 26.460
Zinsswaps – Absicherung von Zahlungsströmen 3.443 3.443
Fremdwährungsderivate – Absicherung von Zahlungsströmen 333 333
Fremdwährungsderivate – Absicherung von Zeitwertänderungen 5.089 5.089
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.383 3.383
Gesamt Passiva 0 35.325 3.383 38.708

1) Die Marktwertermittlung erfolgt auf Basis notierter (nicht berichtigter) Preise auf aktiven Märkten für diese oder identische Vermögenswerte oder Schulden.

2) Die Marktwertermittlung für diese Vermögenswerte oder Schulden erfolgt auf Basis von Parametern, für die entweder direkt oder indirekt abgeleitete notierte Preise auf einem aktiven Markt zur Verfügung stehen.

3) Die Marktwertermittlung erfolgt für diese Vermögenswerte oder Schulden auf Basis von Parametern, für die keine beobachtbaren Marktdaten zur Verfügung stehen.

in TEUR Level 11) Level 22) Level 33) Gesamt zum
31. Dez. 2014
Wiederkehrende Zeitwertbewertungen
Aktiva
Fremdwährungsderivate – Absicherung von Zahlungsströmen 3 3
Gesamt Aktiva 0 3 0 3
Passiva
Zins-/Währungsswaps – Absicherung von Zahlungsströmen 15.623 15.623
Zinsswaps – Absicherung von Zahlungsströmen 2.554 2.554
Fremdwährungsderivate – Absicherung von Zahlungsströmen 172 172
Fremdwährungsderivate – Absicherung von Zeitwertänderungen 1.871 1.871
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.314 3.314
Gesamt Passiva 0 20.220 3.314 23.534

1) Die Marktwertermittlung erfolgt auf Basis notierter (nicht berichtigter) Preise auf aktiven Märkten für diese oder identische Vermögenswerte oder Schulden.

2) Die Marktwertermittlung für diese Vermögenswerte oder Schulden erfolgt auf Basis von Parametern, für die entweder direkt oder indirekt abgeleitete notierte Preise auf einem aktiven Markt zur Verfügung stehen.

3) Die Marktwertermittlung erfolgt für diese Vermögenswerte oder Schulden auf Basis von Parametern, für die keine beobachtbaren Marktdaten zur Verfügung stehen.

Es gab in der Periode keine Transfers zwischen den einzelnen Leveln der Bewertungshierarchien.

Der beizulegende Zeitwert von Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps wird als Barwert der erwarteten künftigen Cashflows berechnet. Der beizulegende Zeitwert der Forward-Devisentermingeschäfte wird mit dem Forward-Wechselkurs des Bilanzstichtags berechnet und das Ergebnis wird dann zum diskontierten Barwert dargestellt.

Level 3 beinhaltet die Fair Values von finanziellen Verbindlichkeiten, die aus der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit aus dem Erwerb der Geschäftsaktivitäten der Five Star Clamps, Inc. resultieren. Die Vereinbarung über die bedingte Gegenleistung im Zusammenhang mit dem Erwerb der Geschäftstätigkeit der Five Star Clamps, Inc. verpflichtet die NORMA Group zur Zahlung eines Betrags in Abhängigkeit von definierten Umsatzerlösen im Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012. Ergibt sich ein Verhältnis kleiner 100 %, so wird die bedingte Gegenleistung linear um die Differenz zu 100 % reduziert. Des Weiteren beinhaltet die Vereinbarung eine Verzinsung der bedingten Gegenleistung mit einem marktadäquaten Zinssatz. Der Zeitwert der bedingten Gegenleistung wurde zum Erwerbszeitpunkt unter Berücksichtigung der Planung der Gesellschaft ermittelt und auf den Maximalwert von TEUR 2.630 festgelegt (die bedingte Kaufpreisverbindlichkeit besteht in USD, sodass es zu ergebnisneutralen Schwankungen dieses Werts in Euro kommen kann). Der Parameter, für den keine beobachtbaren Marktdaten zur Verfügung stehen, ist im Folgenden dargestellt:

Angenommenes wahrscheinliches Umsatzverhältnis: > 100 %

Ein Rückgang des erwarteten Umsatzverhältnisses unter 100 % würde zu einem niedrigeren Zeitwert der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit führen.

Die zum 31. Dezember 2014 bestehende bedingte Kaufpreisverbindlichkeit im Zusammenhang mit dem Erwerb der Guyco Pty Limited in Höhe von TEUR 317 wurde im 1. Quartal 2015 durch eine Zahlung in Höhe von TEUR 317 beglichen.

Die Entwicklung der finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Level 3 zugeordnet sind, kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.

in TEUR Bedingte Kaufpreisver
bindlichkeit Unternehmens
zusammenschlüsse
Gesamt
Stand zum 1. Januar 2015 3.314 3.314
Transfers in Level 3 0 0
Erfasste Erträge (+) und
Aufwendungen (–)
0 0
Zahlungen – 317 – 317
Wechselkurseffekte 386 386
Stand zum 31. März 2015 3.383 3.383
Summe der im "Finanz
ergebnis" erfassten Erträge
und Aufwendungen
0 0

In den ersten drei Monaten 2015 wurden keine Beträge aus Level 3 zugeordneten finanziellen Verbindlichkeiten ergebniswirksam erfasst.

16. DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Die derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

31. März 2015 31. Dez. 2014
Vermögens
werte
Verbindlich
keiten
Vermögens
werte
Verbindlich
keiten
26.460 15.623
3.443 2.554
157 333 3 172
518 5.089 1.871
675 35.325 3 20.220
15.623
3.443 2.554
0 3.443 0 18.177
675 31.882 3 2.043

Fremdwährungsderivate

Zum 31. März 2015 wurden Fremdwährungsderivate mit einem positiven Marktwert von TEUR 157 sowie Fremdwährungsderivate mit einem negativen Marktwert von TEUR 333 zur Absicherung von Zahlungsströmen gehalten. Zudem wurden Fremdwährungsderivate mit einem positiven Marktwert von TEUR 518 sowie Fremdwährungsderivate mit einem negativen Marktwert von TEUR 5.089 zur Absicherung von Zeitwertänderungen gehalten.

Zinssicherungsinstrumente und Zins-/ Währungssicherungsinstrumente

Teile der Finanzierung der NORMA Group wurden mit Zins-/ Währungsswaps sowohl gegen Schwankungen des Zinssatzes als auch gegen Schwankungen des Währungskurses gesichert. Der verbleibende Teil der Finanzierung der NORMA Group wurde gegen Schwankungen des Zinssatzes abgesichert.

Der im sonstigen Ergebnis erfasste wirksame Teil aus der Absicherung von Zahlungsströmen verringerte das Eigenkapital zum 31. März 2015 um TEUR 709 vor Steuern. Davon entfielen TEUR – 10.918 auf die Bewertung der zur Absicherung von Zahlungsströmen vorhandenen Derivate sowie TEUR 9.325 auf die Wertänderung des Grundgeschäfts. Zusätzlich wurden in der Periode TEUR 884 vor Steuern aus der Hedge-Rücklage in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert und erhöhten damit das sonstige Ergebnis.

Die zum Stichtag in der Hedge-Rücklage im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste aus Zinsswaps und Zins-/Währungsswaps werden kontinuierlich bis zur Rückzahlung der Darlehensverbindlichkeiten wirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

17. ANGABEN ZUR

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

In der Kapitalflussrechnung wird unterschieden zwischen Zahlungsströmen aus der betrieblichen Tätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit.

Ausgehend vom Periodenergebnis wird der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit indirekt abgeleitet. Dieser wird um die nicht zahlungswirksamen Abschreibungen, um die im Cashflow aus der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zugeordneten Aufwendungen und Auszahlungen sowie um sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge bereinigt. Im Mittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von TEUR 10.251 (Q1 2014: TEUR 16.802) werden die Veränderungen des Umlaufvermögens, der Rückstellungen und der Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Finanzierungstätigkeit) dargestellt.

Die Gesellschaft nimmt an einem Reverse-Factoring-Programm sowie an einem ABS-Programm teil. Die Zahlungsströme aus dem Reverse-Factoring- und dem ABS-Programm sind unter dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit dargestellt, da dies dem wirtschaftlichen Gehalt der Transaktionen entspricht.

Die im Mittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit bereinigten sonstigen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge beinhalteten in den ersten drei Monaten 2015 zahlungsunwirksame Aufwendungen aus dem Aktienoptionsprogramm in Höhe von TEUR 135 (Q1 2014: TEUR 117) und zahlungsunwirksame Zinsaufwendungen aus der Auflösung von Disagien in Höhe von TEUR 351 (Q1 2014: TEUR 1.538).

Des Weiteren sind zahlungsunwirksame Erträge (–)/-Aufwendungen (+) aus der Währungsumrechnung externer Finanzierungsverbindlichkeiten sowie konzerninterner monetärer Posten in Höhe von TEUR – 15.133 (Q1 2014: TEUR 729) in den sonstigen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträgen enthalten.

Die Cashflows aus gezahlten Zinsen werden unter den Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Die Cashflows aus der Investitionstätigkeit beinhalten Netto-Zahlungsabflüsse aus der Beschaffung und der Veräußerung langfristiger Vermögenswerte in Höhe von TEUR 10.453 (Q1 2014: TEUR 6.281). Darin enthalten ist die Rückzahlung von Verbindlichkeiten für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanalagen aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 4.071 (Q1 2014: TEUR 0). Des Weiteren enthalten sind Nettoauszahlungen für Akquisitionen in Höhe von TEUR 52 (Q1 2014: TEUR 354).

Die Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit enthalten im Wesentlichen Auszahlungen aus der Rückzahlung von Verbindlichkeiten aus derivativen Sicherungsinstrumenten in Höhe von TEUR 9.982 (Q1 2014: TEUR 6.890) sowie Cashflows aus gezahlten Zinsen (Q1 2015: TEUR – 2.565; Q1 2014: TEUR – 2.250).

Des Weiteren werden ausgeschüttete Dividenden an Minderheitsgesellschafter in Höhe von TEUR 110 (Q1 2014: TEUR 0), Einzahlungen aus sonstigen Darlehen in Höhe von TEUR 451 (Q1 2014: TEUR 317) und die Auszahlungen für Finanzierungsleasingverhältnisse in Höhe von TEUR 36 (Q1 2014: TEUR 82) unter dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Die Veränderungen der Bilanzposten, die in der Kapitalflussrechnung dargestellt werden, sind nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar, da Effekte aus der Währungsumrechnung nicht zahlungswirksam sind und Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen direkt im Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit dargestellt werden.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassten zum 31. März 2015 Barmittel und Sichteinlagen in Höhe von TEUR 75.800 (31. März 2014: TEUR 92.208) sowie Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 589 (31. März 2014: TEUR 621).

18. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die NORMA Group bildet die Segmente der Gesellschaft nach Regionen. Die berichtspflichtigen Segmente der NORMA Group sind die Regionen Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA), Nord-, Mittel- und Südamerika (Amerika) sowie Asien-Pazifik. Die Vision der NORMA Group ist unter anderem auf regionale Wachstumsziele ausgerichtet. In den Distribution Services werden regionale und lokale Schwerpunkte gesetzt. Alle drei Regionen EMEA, Amerika und Asien-Pazifik verfügen über vernetzte regionale und unternehmensübergreifende Organisationen mit unterschiedlichen Funktionen. Aus diesem Grund ist das gruppeninterne Berichts- und Kontrollsystem des Managements sehr stark regional geprägt. Das Produktportfolio variiert nicht zwischen den Segmenten.

Die NORMA Group bewertet ihre Segmente im Wesentlichen anhand der finanziellen Steuerungsgrößen "bereinigtes EBITDA" und "bereinigtes EBITA".

Das bereinigte EBITDA umfasst Umsatzerlöse, Veränderungen der Bestände an Fertigerzeugnissen und unfertigen Erzeugnissen, andere aktivierte Eigenleistungen, Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen sowie Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer und wird zur Steuerung um wesentliche Sondereffekte bereinigt. Es wird nach den in der Gesamtergebnisrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ermittelt.

Das bereinigte EBITA umfasst das bereinigte EBITDA abzüglich der Abschreibungen ohne Abschreibungen auf Sachanlagen aus Kaufpreisallokationen.

In den ersten drei Monaten 2015 wurden Kosten in Höhe von TEUR 2.514, die insbesondere im Zusammenhang mit der Übernahme der National Diversified Sales, Inc. ("NDS") stehen, innerhalb des EBITDA und des EBITA bereinigt. Die Bereinigungen beziehen sich in Höhe von TEUR 2.434 auf Materialaufwendungen, die sich aus der innerhalb der Kaufpreisallokation der Akquisition der NDS erfolgten Bewertung der übernommenen Vorräte ergeben. Des Weiteren wurden Aufwendungen für die Integration der akquirierten Gesellschaft in Höhe von TEUR 80 innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen bereinigt. Zudem wurden wie in den Vorjahren Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen innerhalb des EBITA bereinigt dargestellt.

Erlöse zwischen den Segmenten werden grundsätzlich zu Preisen erfasst, wie sie auch mit Konzernfremden vereinbart würden.

Das Segmentvermögen umfasst sämtliche Vermögenswerte abzüglich (tatsächlicher und latenter) Ertragsteueransprüche. Die Steuern werden in der Überleitung ausgewiesen.

Die Vermögenswerte der Zentralfunktionen beinhalten in erster Linie Zahlungsmittel und Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die Schulden im Wesentlichen Ausleihungen.

19. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

Die NORMA Group hat die folgenden Investitionsausgaben, für die zum Stichtag des Zwischenabschlusses vertragliche Verpflichtungen bestehen, die aber noch nicht angefallen sind:

in TEUR 31. März 2015 31. Dez. 2014
Sachanlagen 1.800 3.358
1.800 3.358

Bei der Gruppe bestehen Eventualverbindlichkeiten im Hinblick auf rechtliche Ansprüche im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Die NORMA Group geht nicht davon aus, dass diese Eventualverbindlichkeiten wesentliche nachteilige Effekte auf ihre Geschäftstätigkeit oder wesentliche Schulden zur Folge haben werden.

20. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

In den ersten drei Monaten 2015 gab es keine berichtspflichtigen Beziehungen zu nahestehenden Personen oder Unternehmen.

21. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Bis zum 6. Mai 2015 ergaben sich keine Ereignisse oder Entwicklungen, die zu einer wesentlichen Änderung des Ausweises oder Wertansatzes der einzelnen Vermögenswerte und Schuldenposten zum 31. März 2015 geführt hätten.

Verkürzter Konzernanhang

Prüferische Durchsicht

Der Zwischenbericht wurde weder gemäß § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Maintal, 6. Mai 2015

NORMA Group SE Der Vorstand

Werner Deggim

Bernd Kleinhens John Stephenson

Finanzkalender 2015

06.05.2015 Veröffentlichung Zwischenbericht Q1 2015
20.05.2015 Hauptversammlung in Frankfurt am Main
05.08.2015 Veröffentlichung Zwischenbericht Q2 2015
04.11.2015 Veröffentlichung Zwischenbericht Q3 2015

Wir erweitern unseren Finanzkalender kontinuierlich. Die neuesten Termine erfahren Sie auf unserer Internetseite @ http://investoren.normagroup.com.

Kontakt und Impressum

Wenn Sie Fragen zum Unternehmen haben oder in den Verteiler für Unternehmenspublikationen aufgenommen werden möchten, wenden Sie sich bitte an das Investor-Relations-Team:

E-Mail: [email protected]

Andreas Trösch Vice President Investor Relations Tel.: + 49 6181 6102 741 Fax: + 49 6181 6102 7641 E-Mail: [email protected]

Vanessa Wiese Senior Manager Investor Relations Tel.: + 49 6181 6102 742 Fax: + 49 6181 6102 7642 E-Mail: [email protected]

HERAUSGEBER

NORMA Group SE Edisonstraße 4 D-63477 Maintal

Tel.: + 49 6181 6102 740 E-Mail: [email protected] www.normagroup.com

KONZEPT UND GESTALTUNG 3st kommunikation, Mainz

Hinweis zum Zwischenbericht

Der Zwischenbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen gilt die deutsche Fassung.

Rundungshinweis

Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können aufgrund kaufmännischer Rundung geringe Abweichungen auftreten.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Zwischenbericht enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen. In die Zukunft gerichtete Aussagen sind alle Aussagen, die sich nicht auf historische Tatsachen und Ereignisse beziehen und solche in die Zukunft gerichteten Formulierungen wie "glaubt", "schätzt", "geht davon aus", "erwartet", "nimmt an", "prognostiziert", "beabsichtigt", "könnte", "wird" oder "sollte" oder Formulierungen ähnlicher Art enthalten. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen Risiken und Ungewissheiten, da sie sich auf zukünftige Ereignisse beziehen und auf gegenwärtigen Annahmen der Gesellschaft basieren, die gegebenenfalls in der Zukunft nicht oder nicht wie angenommen eintreten werden. Die Gesellschaft weist darauf hin, dass solche zukunftsgerichteten Aussagen keine Garantie für die Zukunft sind; die tatsächlichen Ergebnisse einschließlich der Finanzlage und der Profitabilität der NORMA Group SE sowie der Entwicklung der wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen können wesentlich von denjenigen abweichen (insbesondere negativer ausfallen), die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Selbst wenn die tatsächlichen Ergebnisse der NORMA Group SE, einschließlich der Finanzlage und Profitabilität sowie der wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen, mit den zukunftsgerichteten Aussagen in diesem Zwischenbericht übereinstimmen sollten, kann nicht gewährleistet werden, dass dies auch weiterhin in der Zukunft der Fall sein wird.

NORMA Group SE Edisonstraße 4 D-63477 Maintal

Telefon: +49 6181 6102 740 E-Mail: [email protected] www.normagroup.com