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NORMA Group SE Annual Report 2013

Mar 27, 2014

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Annual Report

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Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 und Lagebericht

NORMA Group SE Maintal

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 und Lagebericht

Inhaltsverzeichnis

  • 2 Lagebericht
  • 30 Bilanz
  • 32 Gewinn und Verlustrechnung
  • 33 Anhang
  • 46 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 47 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Lagebericht 2013

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die NORMA Group SE ist die Muttergesellschaft der NORMA Group. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Edisonstr. 4 in Maintal und ist im Handelsregister Hanau unter der Nummer HRB 94473 eingetragen. Die NORMA Group SE ist seit April 2011 an der Deutschen Börse gelistet und seit März 2013 im Aktienindex MDAX vertreten.

Die NORMA Group ist ein internationaler Markt- und Technologieführer in attraktiven Nischenmärkten für hochentwickelte Verbindungs- und Befestigungstechnologie. Der Konzern der NORMA Group SE fertigt mehr als 30.000 qualitativ hochwertige, häufig funktionskritische Verbindungsprodukte und -lösungen in den drei Produktkategorien Befestigungsschellen (CLAMP), Verbindungselemente (CONNECT) sowie Fluidsysteme und Steckverbindungen (FLUID) und vertreibt diese weltweit an über 10.000 Kunden.

Die NORMA Group SE ist direkt oder indirekt an 44 Gesellschaften (Vorjahr: 42 Gesellschaften) beteiligt, die zum Konzern der NORMA Group SE gehören. Die Tätigkeit der NORMA Group SE als Gruppenholding umfasst im Wesentlichen das Halten und die Verwaltung der Beteiligungen des Konzerns. Darüber hinaus obliegt der NORMA Group SE das Markenmanagement der im Konzern verwendeten Marken. Dadurch erzielt die NORMA Group SE Erträge aus der Lizenzvergabe an verbundene Unternehmen. Des Weiteren ist sie für die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmens, insbesondere dem Kapitalmarkt und den Aktionären, zuständig.

Rechtliche Konzernstruktur

Die NORMA Group ist 2006 aus der Fusion der deutschen Rasmussen Gruppe und der schwedischen ABA Group entstanden. Im Juli 2013 wurde die Umwandlung der NORMA Group AG in eine europäische Gesellschaft (Societas Europaea) mit der Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Hanau abgeschlossen. Der Aufsichtsrat setzt sich unverändert aus sechs Mitgliedern zusammen, die von den Aktionären gewählt werden. Die Aktionäre der NORMA Group AG sind mit Wirksamwerden der Umwandlung automatisch Aktionäre der NORMA Group SE geworden.

Im Jahresverlauf 2013 wurde die Konzernstruktur weiter der internationalen Ausrichtung des Geschäfts der NORMA Group angepasst und die US-amerikanische Holdinggesellschaft NORMA Pennsylvania Inc. auf die NORMA Group SE abgespalten. Dadurch wird die regionale Aufteilung des globalen Geschäfts der NORMA Group in die drei Regionen EMEA (Europe, Middle-East & Africa), Amerika und APAC (Asia-Pazifik) nun vollständig über unmittelbar von der NORMA Group SE gehaltene Holdinggesellschaften reflektiert. Die Gruppengesellschaften der Region APAC werden über die Beteiligung an der NORMA Group Asia Pacific Holding Pte. Ltd. und die Gruppengesellschaften der Region EMEA über die Beteiligung an der NORMA Group Holding GmbH gehalten, in der neben EMEA-Funktionen auch wesentliche Zentralfunktionen der NORMA Group zusammengefasst sind.

Leitung und Kontrolle

Die NORMA Group SE besitzt auch nach der Umwandlung von einer AG in eine Societas Europaea ein duales Führungssystem, das aus Vorstand und Aufsichtsrat besteht. Dieses Modell entspricht der Organisation einer traditionellen deutschen Aktiengesellschaft. Von der Möglichkeit, im Rahmen der Umwandlung in eine SE ein monistisches Modell einzuführen, in dem es nur einen Verwaltungsrat anstelle von Vorstand und Aufsichtsrat gibt, wurde kein Gebrauch gemacht. Wir sehen in dem dualen Modell ein für uns angemessenes System der Aufgabentrennung, das ein effizientes Management unserer Gruppe, aber auch der Überwachung dieser Arbeit gewährleistet.

Der Vorstand besteht aus vier Mitgliedern; seine Zusammensetzung hat sich im Geschäftsjahr 2013 nicht verändert. Im Aufsichtsrat, der aus sechs Mitgliedern besteht, gab es folgende personelle Veränderung: Herr Dr. Ulf von Haacke hat sein Mandat bereits zum 14. September 2012 niedergelegt. Die Nachfolge trat Frau Erika Schulte zum 18. Februar 2013 an.

Die Ressortverteilung im Vorstand stellt sich wie folgt dar:

Ressortverteilung im Vorstand

Werner Deggim Vorsitzender
Compliance
Personal
Recht & M&A
Konzernentwicklung
Media Relations
Interne Revision
Corporate Responsibility/Nachhaltigkeit
Dr. Othmar Belker Finanzvorstand
Finanzen
Controlling
Investor Relations
Treasury
IT
Riskmanangement
Versicherungen
Bernd Kleinhens Business Development
Vertrieb
Produktentwicklung
Marketing
John Stephenson COO
Produktion
Einkauf
Supply Chain Management
Global Excellence Programm
Qualitätssicherung

Als konzernführende Gesellschaft bestimmt die NORMA Group SE die Unternehmensstrategie und die übergeordnete strategische Steuerung des Konzerns. Die operativen Gesellschaften werden unternehmerisch durch ein eigenes Management geführt. Spezifische Ziele werden auf konzernweiter, regionaler und operativer Ebene definiert und kontinuierlich überprüft. In der Tochtergesellschaft NORMA Group Holding GmbH sind konzernübergreifende funktionale Führungsfunktionen wie das Konzernrechnungswesen, Controlling, Einkauf, Personal, Vertrieb, Logistik, IT, Interne Revision und Treasury angesiedelt. Die Funktionen Recht & M&A, Investor Relations, Media Relations und Corporate Responsibility befinden sich unmittelbar in der NORMA Group SE.

Die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht des Lageberichts enthalten.

Kontinuierliche Überwachung durch ausgewählte finanzielle und nicht finanzielle SteuerungsgröSSen

Wesentliche finanzielle Steuerungsgrößen in Bezug auf die rechtliche Einheit NORMA Group SE sind das im Jahresabschluss ausgewiesene Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowie der Bilanzgewinn zur fortlaufenden Sicherstellung der Dividendenfähigkeit. Aus diesem Grund überwachen und optimieren wir die Ausschüttungsfähigkeit der Tochterunternehmen. Dies ist von besonderer Relevanz, da das Konzernergebnis die maßgebliche Größe für die Höhe der Dividendenausschüttung an unsere Aktionäre ist. Im Rahmen der Kapitalmarktkommunikation streben wir an, dass wir ca. 30% bis maximal 35% des bereinigten Konzernjahresergebnisses als Dividende ausschütten.

Die Unternehmensleitung orientiert sich bei der Führung der NORMA Group SE sowie ihrer unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften im Wesentlichen an finanziellen Steuerungsgrößen. Das sind in Bezug auf die operativen Gruppengesellschaften insbesondere die finanziellen Steuerungsgrößen des NORMA Konzerns. Die wichtigsten finanziellen Steuerungskennzahlen sind der Umsatz, die Profitabilität (bereinigtes EBITDA und bereinigtes EBITA) und der operative Netto-Cashflow.

In Bezug auf den Umsatz der einzelnen operativen Gruppengesellschaften sowie des Konzerns insgesamt wird kurz- und mittelfristig ein Umsatzwachstum über dem Marktdurchschnitt angestrebt.

Das bereinigte EBITDA ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen und enthält die Umsatzerlöse reduziert um die Kosten des operativen Geschäfts (Material-, Personal- und andere operative Kosten). Es wird nach den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ermittelt, die im NORMA Group IFRS Accounting Manual definiert sind.

Das bereinigte EBITA ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ohne Abzug der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie ohne Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen. Es umfasst daher das bereinigte EBITDA abzüglich der Abschreibungen auf materielle Vermögensgegenstände (ohne Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen). Wie bereits im Geschäftsjahr 2012 gab es im Geschäftsjahr 2013 keine wesentlichen Sondereffekte, so dass nur die Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen bereinigt wurden.

Der operative Netto-Cashflow wird maßgeblich durch das EBITDA, die Veränderungen des Working Capital und die Investitionen im operativen Bereich beeinflusst. Mit der Fokussierung auf diesen Wert stellen wir sicher, dass auch in Zukunft die finanzielle Solidität des Konzerns erhalten bleibt.

Alle finanziellen Steuerungsgrößen werden auf Ebene des Konzerns, der Segmente und der Konzerngesellschaften geplant und fortlaufend überwacht. Wir messen Abweichungen zwischen geplanten und tatsächlich erreichten Zielen monatlich in allen lokalen Gesellschaften. Schlüsselgrößen werden monatlich und quartalsweise analysiert.

Nicht finanzielles Steuerungsziel ist unter anderem eine nachhaltige Gesamtentwicklung der Gesellschaft. Weitere nicht finanzielle Steuerungsgrößen sind die Marktdurchdringung, die Innovationsfähigkeit, der Produktivitätsfortschritt, das Problemlösungsverhalten unserer Mitarbeiter und die nachhaltige Gesamtentwicklung der NORMA Group.

Zugrunde liegende Rechnungslegungsstandards

Der Jahresabschluss der NORMA Group SE wird nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Der Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU zum Abschlussstichtag anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Wirtschaftliche und rechtliche Einflussfaktoren

Das Geschäftsmodell der NORMA Group SE besteht in der Wahrnehmung ihrer Funktion als Gruppenholding der NORMA Group. Neben dem Halten der Beteiligungen ist das Management der konzerneigenen Markenrechte die Hauptaufgabe der NORMA Group SE. Aus Ausschüttungen ihrer Tochtergesellschaften und aus der Lizenzvergabe an verbundene Unternehmen ergeben sich für die NORMA Group SE Erträge, die vom tatsächlich erwirtschafteten Ergebnis der Tochterunternehmen abhängen.

Die Entwicklung, die Chancen und die Risiken der NORMA Group SE hängen daher im Wesentlichen vom Geschäftsverlauf der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen ab.

Strategische FinanzierungsmaSSnahmen

Im Berichtsjahr hat die NORMA Group den Handlungsspielraum für die strategische Weiterentwicklung des Konzerns in Zusammenarbeit mit den Banken weiter optimiert. Anfang Juli 2013 wurde zusätzlich zu den bestehenden Finanzierungsvereinbarungen, im Rahmen derer die Fremdfinanzierung wesentlicher Gruppengesellschaften abgebildet wurde, von NORMA Group SE ein Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 125 Mio. mit 5-, 7- und 10-jähriger Laufzeit begeben. Das große Interesse der kreditgebenden Institutionen hat zu einer deutlichen Überzeichnung und daher auch zu einer für die NORMA Group sehr günstigen Kreditmarge geführt. Die Mittel dienen zur allgemeinen betrieblichen Finanzierung und werden teilweise zur Rückführung der bestehenden höher verzinslichen Kredite verwendet, die bis zum 30. März 2016 befristet sind. Die mittelfristig bestehende revolvierende Kreditlinie über EUR 125 Mio. bleibt unverändert und zusätzlich bestehen. Das Darlehen wurde im Zuge der Konzernfinanzierung an die NORMA Group Holding GmbH weitergereicht.

Hinsichtlich der in den Kreditverträgen enthaltenen Regelungen zur Mittelverwendung ist das jährliche Akquisitionslimit entfallen und die Gesamtakquisitionsgrenze wurde auf EUR 200 Mio. während der Kreditlaufzeit erhöht. Die Finanzierungsverträge des Konzerns beinhalten nach wie vor marktübliche Kreditrahmenbedingungen (Financial Covenants).

Wirtschaftsbericht

Geschäftsverlauf

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft weiter schwach – Industrienationen gefestigt

Kennzeichnend für die weltweite Wirtschaftsentwicklung im Berichtsjahr waren vor allem eine sehr expansive Geldpolitik und extrem niedrige Zinsen. Zudem waren die Inflationsraten in den Industrieländern gering. Die US-Notenbank setzte ihren extrem expansiven monetären Kurs länger als avisiert fort. Zudem betrieben die Europäische Zentralbank, die Bank of England und die japanische Notenbank eine sehr lockere Geldvergabe. Dies stimulierte vor allem die Finanzmärkte, jedoch überwiegend ohne merkliche Impulse für die Realwirtschaft.

Nach dem massiven Einbruch Ende 2012 entwickelte sich die Weltkonjunktur unter diesen Bedingungen auch 2013 zunächst schwach. Eine spürbare Belebung setzte erst ab Herbst ein, ehe sich zum Jahresende die Perspektiven sichtbar aufhellten. Dennoch blieb die konjunkturelle Dynamik infolge des kraftlosen ersten Halbjahres hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Nach aktuellen Berechnungen des IWF (Internationaler Währungsfonds) wuchs die globale Wirtschaftsleistung im Jahr 2013 nur mit 3,0% und damit langsamer als in den beiden Vorjahren. Die positiven Impulse zum Jahresende 2013 kamen überwiegend aus den traditionellen Industrienationen.

Nach Einschätzung des IWF stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den USA ganzjährig nur um 1,9% und damit langsamer als erhofft und moderater als im Vorjahr (2012: +2,8%). Allerdings gewann die US-Wirtschaft zum Jahresende an Dynamik. Zudem konnte der Euroraum im Frühjahr die Rezession überwinden, jedoch nur mit zögerlichen Auftriebskräften. In Japan zog die Wachstumsdynamik 2013 leicht und in Großbritannien spürbar an. Der IWF schätzt, dass die etablierten Volkswirtschaften 2013 zusammen mit 1,3% (2012: 1,4%) erneut nur moderat gewachsen sind. Wichtige Schwellenländer litten unter dieser geringen Dynamik und eigenen Struktur- und Finanzierungsproblemen. Zudem nimmt das Wachstumstempo in China tendenziell ab. Nur durch ein starkes Schlussquartal stieg das chinesische BIP 2013 nochmals um 7,7%. In den südostasiatischen Ländern (ASEAN-5) schwächte sich das Wachstum von 6,2% im Vorjahr auf 5,0% ab. Russland erreichte – belastet durch sinkende Öl- und Gaseinnahmen – lediglich ein Wachstum von 1,5% (2012: 3,4%). Dagegen wuchsen Brasilien und Indien schneller als im Vorjahr. Nach Angaben des IWF schwächte sich das BIP-Wachstum in den Entwicklungs- und Schwellenländern insgesamt im Jahr 2013 auf 4,7% (2012: 4,9%) ab.

BIP-Wachstumsraten

in % 2013 2012 2011
Welt +3,0 +3,1 +3,9
USA +1,9 +2,8 +1,8
China +7,7 +7,7 +9,3
Eurozone –0,4 –0,7 +1,5
Deutschland1) +0,4 +0,7 +3,3

Quellen: IWF, 1) Deutsche Bundesbank

Euroraum verließ Rezession – Trendwende ohne Schwung

Nach dem Einbruch Anfang 2013 konnte sich die Wirtschaft in Europa sukzessive von den Belastungen der Staatschuldenkrise lösen. Zwar bremsten die Reformen und Anstrengungen zur Konsolidierung der Staatsbudgets in den Peripherieländern die Erholung, doch die Maßnahmen begannen strukturell positiv zu greifen. Nach sechs aufeinander folgenden Quartalen mit schrumpfender Wirtschaftsleistung überwand der Euroraum im Frühjahr die Rezession. Die Auftriebskräfte waren jedoch sehr gering, im Jahresvergleich verblieb ein Minus bei der Wachstumsrate. Nach IWF-Angaben fiel das BIP im Euroraum 2013 nochmals um 0,4% (2012: –0,7%). Angesichts der noch nicht tragfähigen, schwachen Konjunktur und der rückläufigen Inflationsrate senkte die EZB den Leitzins in zwei Schritten auf das historisch niedrige Niveau von 0,25%. In den einzelnen Ländern Europas verlief die Wirtschaftsentwicklung 2013 wiederum sehr heterogen. In Portugal, Spanien, Italien, Griechenland sowie auch in den Niederlanden schrumpfte die Wirtschaftsleistung weiter. Frankreichs Wirtschaft stagnierte nahezu (+0,2%). Die deutsche Wirtschaft ist minimal gewachsen. Großbritannien verzeichnete gestützt auf die Erholung des Immobilienmarkts und Einkommenssteigerungen ein auf 1,7% belebtes Wachstum.

Die kraftlose konjunkturelle Lage Europas ohne eine nachhaltige Belebung im Jahresverlauf spiegelte sich in der seit April 2013 auf Rekordniveau verharrenden Arbeitslosigkeit im Euroraum wider. In der EU waren nach Angaben des Statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) im Dezember 26,2 Mio. Menschen arbeitslos, davon allein im Euroraum 19,0 Mio. Die schwache Binnenkonjunktur war zudem durch Investitionszurückhaltung und eine bis zum Hochsommer rückläufige Industrieproduktion gekennzeichnet. Seit September reflektieren die Eurostat-Statistiken jedoch eine allmählich positive Entwicklung. Ganzjährig fiel die Industrieproduktion 2013 in der EU um 0,5% und im Euroraum um 0,8%. Für den Euroraum verbesserte sich die Kapazitätsauslastung im 4. Quartal auf 79,3 2% (Ende 2012: 77,6%). In Deutschland stieg die Auslastung von 81,0% Ende 2012 auf 83,7% im Schlussquartal 2013.

Deutschlands Konjunktur allmählich erholt, Zuversicht am Jahresende

Für 2013 war das BIP-Wachstum in Deutschland mit lediglich 0,4% (Deutsche Bundesbank) schwächer als in den durch die Eurokrise belasteten Vorjahren. Die Gründe waren ein niedrigerer Außenbeitrag, nochmals geringere Ausrüstungsinvestitionen sowie Investitionskürzungen im Wirtschaftsbau und im öffentlichen Bau. Die Stützen der Binnenkonjunktur waren aufgrund der niedrigen Zinsen, des hohen Beschäftigungsstands und der guten Einkommenssituation erneut der expandierende Wohnungsbau und der robuste private Verbrauch. Der Jahresbeginn 2013 war infolge des extrem kalten und langen Winters kraftlos. Das BIP stagnierte auf dem Niveau des schwachen Vorquartals, im Jahresvergleich fiel die Wirtschaftsleistung sogar um 1,6%. Auf die Nachholeffekte im Frühjahr folgte ein Dämpfer durch einen enttäuschenden Außenhandel. Nur sehr zögerlich setzten sich die Auftriebskräfte durch. Mit der Erholung der Industrieproduktion ab der Jahresmitte verbesserte sich die Kapazitätsauslastung der Industrie. Damit setzte eine Erholung der Ausrüstungsinvestitionen ein. Sowohl die konjunkturelle Lage als auch die Erwartungen hellten sich Ende 2013 auf. Wichtige Frühindikatoren, wie der Ifo-Geschäftsklimaindex und der ZEW-Index, verbesserten sich spürbar und signalisierten zum Jahreswechsel 2013/14 eine kräftige Belebung für die nächsten Monate.

Maschinenbau global ohne Schwung, Produktionsminus in Deutschland

Der weltweite Maschinenbau ist 2013 nach einer Schätzung des Branchenverbandes VDMA mit einem realen Umsatzplus von 1% nur geringfügig gewachsen. Dies ist auf die beiden größten Standorte China (+5%) und USA (+1%) zurückzuführen. Japanische und italienische Hersteller verbuchten Umsatzeinbußen von 2% bzw. 4%. Der Umsatz des deutschen Maschinenbaus stagnierte bei EUR 207 Mrd. Dabei ging die Produktion real um 1% zurück. Infolge des schwachen Jahresbeginns wurde die Erwartung eines leichten Wachstums für 2013 nicht erreicht. Die Investitionszurückhaltung Westeuropas und vor allem Deutschlands bremste die Branchenkonjunktur. Das Europageschäft stagnierte, aber die Exporte sanken vor allem nach Asien (bis Oktober 2013: nominal –4,5%) und Lateinamerika (–3,2%). Nach China wurden im selben Zeitraum 4,2%, in die USA 0,7% weniger Maschinen exportiert.

Die global schwache Konjunktur spiegelte sich 2013 auch in den Aufträgen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus wider. Die Erholung der Bestelleingänge aus dem Ausland setzte sich 2013 nicht fort. Der Trend zeigte hier im Berichtsjahr zeitweise deutlich nach unten. Zum Jahresbeginn brachen auch die Inlandsorders ein, konnten sich aber im weiteren Verlauf erholen. Impulse kamen von der anziehenden Industrieproduktion und den verbesserten Konjunkturperspektiven. Im Gesamtjahr 2013 verfehlten sowohl der Auftragseingang insgesamt als auch die Inlandsaufträge und die Bestellungen aus dem Ausland das Vorjahresniveau um jeweils 2%.

Autoindustrie weiter gewachsen – Westeuropa fasste Fuß

Der Automobilmarkt befand sich weltweit auch 2013 auf Wachstumskurs. Nach Angaben des deutschen Branchenverbandes VDA und des Marktforschungsinstituts IHS Automotive (Polk) stiegen die Neuzulassungen (Pkw, Light Trucks) weltweit um rund 5%. Das Wachstum wurde nahezu ausschließlich durch die beiden größten Einzelmärkte USA und China getragen. In den USA stiegen die Neuzulassungen um 7,5%, der chinesische Markt expandierte um 23,1% (VDA). In Japan stagnierte der Markt. Wichtige Schwellenländer verzeichneten infolge des schwachen Konjunkturumfelds rückläufige Pkw-Verkäufe. So gingen nach VDA-Angaben die Marktvolumina in Brasilien um 1,5%, in Indien um 7,5% und in Russland um 5,5%, zurück.

Der westeuropäische Pkw-Markt hat sich nach dem mehrjährigen Rückgang in der zweiten Jahreshälfte 2013 stabilisiert. Zum Jahresende setzte eine Erholung ein. Ganzjährig sanken die Neuzulassungen 2013 nach Angaben des europäischen Dachverbandes ACEA im Euroraum um 1,8% und in Westeuropa insgesamt um 1,9% auf 11,55 Mio. Pkw. Unter den Volumenmärkten verzeichneten Frankreich (–5,7%) und Italien (–7,1%) die größten Einbußen. Dagegen kehrten Spanien (+3,3%) und auch Portugal (+11,1%) auf einen Wachstumspfad zurück. Infolge der guten Binnenkonjunktur wuchs der Markt in Großbritannien deutlich um 10,8%. In Deutschland sanken die Pkw-Neuzulassungen um 4,2%. Deutsche Hersteller profitierten jedoch von den internationalen Märkten, vor allem vom Wachstum in den USA und China. Somit konnten die Exporte und die Produktion im Inland nach einer Schätzung des VDA jeweils um 1% gesteigert werden. Die Fertigung an den Auslandsstandorten wurde sogar um 6% ausgeweitet.

Der europäische Markt für Nutzfahrzeuge (NFZ) konnte sich 2013 stabilisieren. Auf das Gesamtjahr gesehen, stiegen die Zulassungen von Lkw und Bussen in Westeuropa nach ACEA-Angaben um 0,2% und im Euroraum um 0,4%. Der Einbruch des italienischen Marktes setzte sich dabei fort (–11,7%). In Frankreich (–3,7%) und Deutschland (–2,0%) gingen die NFZ-Zulassungen nur leicht zurück. Deutliches Wachstum zeigten Großbritannien, Spanien und Portugal. 2013 stiegen die Zulassungen vor allem in dem von deutschen NFZ-Herstellern dominierten Segment der schweren Lkw (über 16 t) mit 6,8% im Euroraum und 8,6% in der EU deutlich. Das Segment für Lkw bis 3,5 t war leicht rückläufig, die Zulassungszahlen bei Bussen erhöhten sich moderat.

Europas Bau auf Talfahrt, starker Wohnungsbau in Deutschland

Die Bauindustrie in Europa schrumpfte auch 2013, allerdings mit unterschiedlichen Trends in den einzelnen Ländern. Das Branchennetzwerk Euroconstruct und das Ifo-Institut schätzen den Rückgang der Bauproduktion in Westeuropa auf real knapp 3%. Dabei sanken die Investitionen in Wohnungsneubauten auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Kräftige Einbrüche mussten Italien und Portugal hinnehmen. Zudem schrumpfte die Bautätigkeit in den Niederlanden. In Frankreich verzeichnete die Bauindustrie moderate Einbußen. Andererseits konnten sich die Märkte in Spanien und Irland erholen. Großbritanniens Baukonjunktur konnte im Jahresverlauf zulegen.

In Deutschland litt die Bauwirtschaft unter dem langen, kalten Winter. Gemäß Eurostat erholte sich die Bauproduktion erst ab Juli, so dass der Rückstand trotz einer guten Auftragslage nicht kompensiert werden konnte. Nach Einschätzung des Kieler IfW sanken die Bauinvestitionen 2013 real um 0,3%. Ursächlich waren Einbußen im Wirtschaftsbau (–3,2%) und im öffentlichen Bau (–1,1%). Dagegen entwickelte sich der Wohnungsbau erneut positiv, die Zahl der Baugenehmigungen stieg weiter kräftig an. Trotz der Witterungseinbußen und der hohen Auslastung wuchsen die Wohnungsbauinvestitionen real um 1,3% (IfW, Deutsche Bundesbank). Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Aufträge im Bauhauptgewerbe bis November um real 1,2% und der Gesamtumsatz um 1,9%. Die beiden großen Branchenfachverbände ZDB und HDB schätzen, dass der Umsatz im deutschen Bauhauptgewerbe 2013 um 2,5% auf EUR 95,3 Mrd. gewachsen ist.

Entwicklung der Segmente im NORMA Group Konzern

Die NORMA Group SE ist direkt oder indirekt an 44 Gesellschaften beteiligt, die zum NORMA Group-Konzern gehören. Über die unmittelbaren und mittebaren Beteiligungen an den operativen Gruppengesellschaften ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der NORMA Group SE von der wirtschaftlichen Entwicklung der zum Konzern gehörenden Gesellschaften abhängig.

Wir haben 2013 das Vertriebsgeschäft der Davydick & Co., Australien, sowie der Variant S.A., Polen erworben. Das von Variant S.A. gekaufte Geschäft wird derzeit noch in einer eigenen Tochtergesellschaft geführt. Mittelfristig planen wir, dieses Geschäft in die NORMA Polska Sp. z o.o. zu integrieren. Außerdem haben wir 2013 die Guyco Pty. Limited in Australien akquiriert. Im Konzernabschluss sind alle Gesellschaften voll konsolidiert.

Wie bereits im Geschäftsbericht 2012 angekündigt, haben wir die Konzernstruktur weiter unserem internationalen Geschäft angepasst und das Amerika-Geschäft gesellschaftsrechtlich vom EMEA-Geschäft getrennt. Dazu haben wir im August 2013 die Anteile an der NORMA Pennsylvania Inc., die wiederum direkt oder indirekt sämtliche Anteile an den übrigen amerikanischen Gruppengesellschaften hält, von der NORMA Group Holding GmbH per Abspaltung auf ihre Muttergesellschaft NORMA Group SE übertragen. Die drei Regionen EMEA, Amerika und Asien-Pazifik werden damit von eigenen Holding-Gesellschaften gehalten und die gesellschaftsrechtliche Struktur entspricht überwiegend den Reporting-Segmenten nach IFRS.

Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

In unserem im März 2013 veröffentlichten Geschäftsbericht für 2012 haben wir prognostiziert, dass die NORMA Group SE trotz des volatilen wirtschaftlichen Umfeldes weiter wachsen wird. Die Entwicklung der NORMA Group SE ist stark von der wirtschaftlichen Lage der Konzerngesellschaften der NORMA Group abhängig.

Auf das Gesamtjahr betrachtet war 2013 für die NORMA Group ein erfolgreiches Jahr. Wir konnten den Konzernumsatz insgesamt auf EUR 635,5 Mio. erhöhen und liegen damit 5,1% über dem Vorjahresniveau. Die operative EBITA-Marge des Konzerns lag mit 17,7% (Vorjahr 17,4%) abermals auf einem hohen Niveau und lag damit am oberen Ende unserer Prognose. Alle drei Segmente haben gleichermaßen zu diesem positiven Ergebnis beigetragen, wobei die Region APAC noch nicht ganz die guten Margen der beiden etablierten Segmente erreicht.

Die Personalkosten der rechtlichen Einheit NORMA Group SE fallen durch weitere Einstellungen (zwei neue Mitarbeiter) und die Fortführung von langfristigen Vergütungsmodellen höher aus. Durch systematische Kostensenkungsmaßnahmen im Rahmen unseres "Global Excellence Programms" konnten wir die sonstigen betrieblichen Aufwendungen dagegen deutlich senken.

Das insgesamt positive Finanzergebnis der NORMA Group SE fällt insbesondere aufgrund der Kapitalerhöhung an die NORMA Group Holding GmbH (EUR 70,0 Mio.) und die entsprechend gesunkenen Intercompany Darlehensforderungen etwas geringer aus. Das Schuldscheindarlehen bleibt in Bezug auf das Finanzergebnis neutral, da es an die NORMA Group Holding GmbH weitergeleitet wurde.

Wir kommunizieren eine nachhaltige Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote von ca. 30% bis maximal 35% des Konzernjahresergebnisses, sofern es die wirtschaftliche Situation erlaubt. In der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2013 werden Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von EUR 0,70 je Aktie vorschlagen. Dies entspricht 35,9% des bereinigten Konzernergebnisses.

Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage

Das Geschäftsjahr 2013 entsprach im Wesentlichen den Erwartungen des Vorstands. Die sonstigen betrieblichen Erträge der NORMA Group SE, die aus der Lizenzvergabe an verbundene Unternehmen resultieren, waren im Geschäftsjahr 2013 mit EUR 11,6 Mio. leicht höher als erwartet. Durch Kosteneinsparungen lagen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter den geplanten Werten.

Die Zahl der Mitarbeiter hat sich im Laufe des Berichtsjahres um 2 auf 11 Mitarbeiter zum 31. Dezember 2013 erhöht. Dadurch und aufgrund der Fortführung von langfristigen Vergütungskomponenten ergibt sich eine Erhöhung der Personalkosten.

Die Bilanzsumme ist im Wesentlichen aufgrund des im Juli 2013 begebenen Schuldscheindarlehens in Höhe von EUR 125 Mio. gestiegen. Die Eigenkapitalquote liegt mit 70,3% daher unter dem Niveau des Vorjahres (98,2%).

Unter Berücksichtigung der konjunkturellen Lage ist der Vorstand insgesamt zufrieden mit dem Geschäftsverlauf 2013. Aufgrund des gestiegenen Jahresüberschusses in Höhe von EUR 50,6 Mio. (Vorjahr: EUR 17,8 Mio.) werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vorschlagen, erstmalig Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 30,0 Mio. zu dotieren. Auf Basis der bereits erfolgten gesellschaftsrechtlichen Neustrukturierung des Konzerns und der dadurch optimierten Ausschüttungsfähigkeit der Tochterunternehmen ist die Liquidität der NORMA Group SE kurz- und mittelfristig gesichert.

Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage der NORMA Group SE als stabil und nachhaltig. Diese Einschätzung beruht auf den Ergebnissen des Konzernabschlusses und des Einzelabschlusses 2013 und berücksichtigt den Geschäftsverlauf bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts 2013. Darüber hinaus beruht diese Einschätzung auch auf den Ergebnissen in den Einzelabschlüssen der verbundenen Unternehmen, insbesondere der direkten Tochtergesellschaften der NORMA Group SE. Die Geschäftsentwicklung zu Beginn des Jahres 2014 entspricht zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Geschäftsberichts den Erwartungen des Vorstands.

Ertragslage

Das nach HGB ermittelte Ergebnis der NORMA Group SE wird im Wesentlichen durch den Geschäftsverlauf und die Ergebnisse der verbundenen Unternehmen geprägt. Diese spiegeln sich vor allem in dem Beteiligungsergebnis sowie den Währungseffekten, den Weiterbelastungen und Allokationen und im Zinsergebnis wider.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich 2013 auf EUR 11,6 Mio. (Vorjahr: EUR 18,8 Mio.) und waren hauptsächlich Erträge aus Lizenzen (EUR 10,5 Mio.; Vorjahr: EUR 18,2 Mio.). Der Rückgang der Lizenzerträge gegenüber dem Vorjahr trotz erneutem Anstieg des lizenzpflichtigen Umsatzvolumens ist durch eine Änderung der Lizenzverrechnungsmethodik begründet. Eigene Markenrechte einer Tochtergesellschaft werden seit dem Geschäftsjahr 2013 nicht mehr von der NORMA Group SE zunächst belastet und anschließend wieder gutgeschrieben.

Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 3,9 Mio. um EUR 1,5 Mio. auf EUR 5,4 Mio. erhöht. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl beträgt im Berichtsjahr zehn Mitarbeiter (Vorjahr: neun Mitarbeiter). Darüber hinaus verweisen wir auf die gesonderte Angabe der Vorstandsvergütung im Vergütungsbericht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 13,0 Mio. (Vorjahr: EUR 20,7 Mio.) beinhalteten hauptsächlich Lizenzaufwand in Höhe von EUR 7,4 Mio. (Vorjahr: EUR 15,1 Mio.) sowie Aufwendungen für Beratungsdienstleistungen. Der Rückgang des Lizenzaufwandes ist allein auf die bereits im Abschnitt sonstige betriebliche Erträge erläuterte geänderte Abrechnungsmethodik zurückzuführen.

Im Berichtsjahr sind keine Beteiligungserträge angefallen. Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von EUR 16,0 Mio. resultieren im Vorjahr aus Ausschüttungen der Tochtergesellschaft NORMA Group Holding GmbH.

Auf Grund der im Juli 2013 erfolgten Begebung eines Schuldscheindarlehens in Höhe von EUR 125 Mio. sowie der Weitergabe der aufgenommenen Mittel an NORMA Group Holding GmbH ergeben sich im Berichtsjahr Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von EUR 1,5 Mio. (Vorjahr: EUR 0) sowie von EUR 0,1 Mio. auf EUR 2,0 Mio. erhöhte Zinsen und ähnliche Aufwendungen. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 8,2 Mio. auf EUR 6,5 Mio. vermindert.

Im Geschäftsjahr 2013 erzielte die Gesellschaft ein negatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von EUR –1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 18,3 Mio.).

Im Geschäftsjahr 2013 ist ein außerordentliches Ergebnis aus der Abspaltung der NORMA Pennsylvania Inc. in Höhe von EUR 52,8 Mio. angefallen. Dieser Ertrag errechnet sich aus dem Zugang der Beteiligung an der NORMA Pennsylvania Inc. in Höhe von EUR 82,2 Mio. abzüglich der abspaltungsbedingten Beteiligungsbuchwertreduktion an der NORMA Group Holding GmbH in Höhe von EUR 29,4 Mio.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben sich im Wesentlichen aufgrund der steuerlichen Effekte infolge der Abspaltung der NORMA Pennsylvania Inc. auf die NORMA Group SE von EUR 0,5 Mio. auf EUR 1,2 Mio. erhöht.

Der zur 31. Dezember 2013 ausgewiesene Bilanzgewinn hat sich gegenüber dem Vorjahr durch den im Berichtsjahr erzielten außerordentlichen Ertrag aus der Abspaltung der NORMA Pennsylvania Inc. von EUR 32,8 Mio. auf EUR 62,8 Mio. erhöht. Gegenläufig wirkte das um EUR 19,3 Mio. gesunkene Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowie der erhöhte Steueraufwand.

Der Vorstand wird aufgrund der weiterhin guten Ertragslage für 2013 eine Dividende von EUR 0,70 je Aktie (Vorjahr: EUR 0,65 je Aktie) vorschlagen. Dies entspricht bei 31.862.400 Aktien einem Ausschüttungsbetrag von EUR 22,3 Mio. (Vorjahr: EUR 20,7 Mio.). Das nach der Ausschüttung verbleibende Bilanzergebnis soll in Höhe von EUR 10,5 Mio. auf neue Rechnung vorgetragen werden sowie in Höhe von EUR 30,0 Mio. in die Gewinnrücklagen eingestellt werden.

Vermögenslage

Die Vermögens- und Kapitalstruktur der NORMA Group SE ist stark geprägt durch die Holdingfunktion der Gesellschaft innerhalb des Konzerns. Die Aktivseite der Bilanz besteht mit 86,7% oder EUR 383,3 Mio. (Vorjahr: 36,9% oder EUR 104,0 Mio.) aus Finanzanlagen, die vor allem aus Anteilen an verbundenen Unternehmen bestehen, sowie mit 12,4% oder EUR 54,9 Mio. (Vorjahr: 61,8% oder EUR 174,4 Mio.) aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 154,3 Mio. auf EUR 258,3 Mio. Diese Erhöhung entfällt mit EUR 82,2 Mio. insbesondere auf den Zugang der NORMA Pennsylvania Inc. sowie in Höhe von EUR 70,0 Mio. auf eine Einzahlung in die Kapitalrücklage der NORMA Group Holding GmbH. Gegenläufig wirkte mit EUR 29,4 Mio. die abspaltungsbedingte Buchwertreduktion am Beteiligungsbuchwert der NORMA Group Holding GmbH. Aus der Weitergabe der Mittel, die über das im Juli 2013 begebene Schuldscheindarlehen aufgenommenen wurden, an NORMA Group Holding GmbH ergeben sich zum 31. Dezember 2013 Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 125 Mio. (Vorjahr: EUR 0). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 174,4 Mio. auf EUR 54,9 Mio. und entfallen im Wesentlichen auf Forderungen an die NORMA Group Holding GmbH.

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um EUR 159,7 Mio. auf EUR 441,9 Mio. erhöht. Auf der Passivseite spiegelt sich die Erhöhung der Bilanzsumme insbesondere in der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf EUR 126,5 Mio. (Vorjahr: Null) in Folge der Aufnahme des Schuldscheindarlehens im Volumen von EUR 125,0 Mio. sowie der Abgrenzung darauf entfallender Zinsen wider.

Das Eigenkapital hat sich im Berichtsjahr von EUR 278,9 Mio. auf EUR 310,6 Mio. erhöht. Diese Erhöhung resultiert insbesondere aus dem im Geschäftsjahr 2013 erzielten Jahresüberschuss in Höhe von EUR 50,6 Mio. sowie der in 2013 erfolgten Dividendenausschüttung von EUR 20,7 Mio.

Der durch den Anstieg der Bilanzsumme verursachte Rückgang der Eigenkapitalquote von 98,8% auf 70,3% ist insbesondere durch die Aufnahme des Schuldscheindarlehens in Höhe von EUR 125 Mio. verursacht.

Die Rückstellungen haben sich von EUR 2,7 Mio. in 2012 auf EUR 4,6 Mio. in 2013 erhöht. Ursache für den Anstieg sind insbesondere die gestiegenen Rückstellungen für langfristige erfolgsabhängige Vergütungskomponenten.

Finanzlage

Die Mittelzuflüsse der NORMA Group SE resultieren im Wesentlichen aus direkten oder indirekten Ausschüttungen der Tochterunternehmen. Im Berichtsjahr 2013 konnte einmalig zusätzliches Ausschüttungspotenzial durch die Verschmelzung der NORMA Beteiligungs GmbH auf die NORMA Group Holding GmbH sowie durch die Abspaltung der NORMA Pennsylvania auf die NORMA Group SE generiert werden. Im Berichtsjahr wurde somit die regionale Strukturierung in Holdinggesellschaften (EMEA, Amerika und Asien-Pazifik) entsprechend der Segmente der NORMA Group abgeschlossen. Das Ergebnis dieser gesellschaftsrechtlichen Maßnahme ist, dass jetzt die drei Segmente der NORMA Group über direkte Holdinggesellschaften mit der NORMA Group SE verbunden sind. Mit diesen Maßnahmen wurde die Ausschüttungsfähigkeit von Dividenden nachhaltig gefestigt.

Die Finanzlage der NORMA Group SE ist aufgrund ihrer Funktion als oberste Holdinggesellschaft der NORMA Group wesentlich von der Finanzlage ihrer unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften abhängig. Dabei wird der Finanzbedarf der NORMA Group SE für die Wahrnehmung ihrer gruppenweiten Funktionen sowie die Aufrechterhaltung der Dividendenfähigkeit im Wesentlichen durch Lizenzzahlungen der Gruppengesellschaften sowie Ausschüttungen ihrer Tochtergesellschaften gedeckt.

Die externe Finanzierung der NORMA Group sowie die konzerninterne Finanzierung der Gruppengesellschaften erfolgt in erster Linie über die NORMA Group Holding GmbH sowie weitere ausländische Gruppengesellschaften. Die Mittel aus dem im Juli 2013 begebenen Schuldscheindarlehen wurden insofern als Ausleihungen an die NORMA Group Holding GmbH weitergereicht.

Das vorrangige Ziel des Finanzmanagements der NORMA Group SE besteht darin, die Liquidität für den laufenden Geschäftsverkehr jederzeit zu gewährleisten. Der Bestand an liquiden Mitteln beträgt zum Jahresende 2013 EUR 3,5 Mio. (Vorjahr: EUR 1,2 Mio.). Auf Grund der soliden Finanzlage der NORMA Group SE sowie ihrer unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften waren wir während des Geschäftsjahres jederzeit in der Lage, unsere fälligen Verbindlichkeiten zu erfüllen.

Mitarbeiter der NORMA Group SE

Die NORMA Group SE beschäftigte zum 31. Dezember 2013 elf Mitarbeiter (Vorjahr: neun Mitarbeiter) und unverändert vier Vorstände.

Eine gemeinsame Vision und aktiv gelebte Unternehmenswerte stehen für ein Gefühl der Einheit und bieten Orientierung bei unserem täglichen Arbeiten und Handeln. Unsere Mitarbeiter sind hoch motiviert und engagieren sich überdurchschnittlich stark für das Unternehmen und seinen Erfolg.

Zwei von drei Managementpositionen in der NORMA Group SE sind von Frauen besetzt, was für den NORMA-Konzern beispielhaft ist.

Die NORMA Group hat ein gruppenweites Compliance-Regelwerk etabliert. Es wird von Führungskräften und Mitarbeitern erwartet, dass sie nicht nur zwingende Gesetze und Vorschriften, sondern auch ethische Regeln einhalten. Die zentralen Compliance-Dokumente, der Verhaltenskodex ("Code of Conduct") sowie die beiden Grundsatzrichtlinien "Interessenkonflikte" und "Antikorruption", sind für alle Mitarbeiter der NORMA Group verbindlich. Sie werden bei Bedarf an geänderte rechtliche oder gesellschaftliche Vorgaben angepasst und regelmäßig auf einem aktuellen Stand gehalten. Die Mitarbeiter der NORMA Group werden zu Compliancerelevanten Themen geschult und die Compliance-Risiken werden im Rahmen von internen Compliance-Risk Assessments analysiert.

Risiko- und Chancenbericht

Der NORMA Group-Konzern ist vielfältigen Chancen und Risiken ausgesetzt, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kurz- oder langfristig sowohl positiv als auch negativ beeinflussen können. Daher ist das Chancen- und Risikomanagement der NORMA Group SE integraler Bestandteil der Unternehmensführung, sowohl auf der Ebene der Konzernführung, als auch auf der Ebene der einzelnen Gesellschaften sowie der individuellen Funktionsbereiche.

Chancen- und Risikomanagementsystem

Unter Chancen und Risiken verstehen wir die möglichen künftigen Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven/negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Unser Fokus für mögliche Abweichungen liegt analog zur mittelfristigen Planung bei einem Zeitraum von 5 Jahren für konkrete Chancen und Risiken.

Der Vorstand der NORMA Group SE trägt die Verantwortung für ein wirksames Chancen- und Risikomanagementsystem. Der Aufsichtsrat ist für die Überwachung der Wirksamkeit des Konzernrisikomanagementsystems verantwortlich. Zudem ist die Einhaltung der konzerninternen Vorschriften zum Chancen- und Risikomanagement in die reguläre Prüfungstätigkeit der internen Revision integriert.

Risiken werden konzernweit quartalsweise erfasst und gegliedert nach Funktionsbereichen und Einzelgesellschaften sowohl an die Funktionsverantwortlichen als auch an das Management der Segmente, den Vorstand und den Aufsichtsrat berichtet. Darüber hinaus werden Risiken, die innerhalb eines Quartals identifiziert werden und deren Erwartungswert einen nicht unerheblichen Einfluss auf das Ergebnis von Teilbereichen des Konzern hat, ad-hoc an den Vorstand und gegebenenfalls an den Aufsichtsrat gemeldet.

Operative Chancen werden in monatlichen Besprechungen auf lokaler und regionaler Ebene, sowie im Vorstand identifiziert, dokumentiert und analysiert, dann durch regelmäßige Forecasts im Rahmen der periodischen Berichterstattung nachverfolgt und geprüft. Strategische Chancen werden im Rahmen der jährlichen Planung erfasst und bewertet.

Um die Gesamtrisikolage der NORMA Group zu analysieren und geeignete Gegenmaßnahmen einleiten zu können, aggregieren wir Einzelrisiken der lokalen Geschäftseinheiten, der Segmente sowie konzernweite Risiken zu einem "Risiko-Portfolio".

Risikomanagementsystem

Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Bezüglich der Rechnungslegung bzw. der externen Finanzberichterstattung in der NORMA Group lässt sich das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem anhand der folgenden wesentlichen Merkmale beschreiben. Das System ist auf Identifikation, Analyse, Bewertung und Steuerung von Risiken sowie die Überwachung dieser Aktivitäten ausgerichtet. Die Ausgestaltung dieses Systems nach den spezifischen Anforderungen des Unternehmens fällt in den Verantwortungsbereich des Vorstands. Gemäß der Aufgabenverteilung gehören die für die Rechnungslegung und das Management Reporting zuständigen Bereiche Group Accounting, Finance & Reporting sowie Group Controlling zum Ressort des CFO. Diese Funktionsbereiche definieren und überprüfen die konzernweiten Rechnungslegungsstandards innerhalb des Konzerns und führen die Informationen zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des monatlichen Management Reportings zusammen. Wesentliche Risiken für den Rechnungslegungs- und Reporting-Prozess ergeben sich aus der Anforderung, richtige und vollständige Informationen in der vorgegebenen Zeit zu übermitteln. Dies setzt voraus, dass die Anforderungen klar kommuniziert und die betroffenen Einheiten in die Lage versetzt werden, die Anforderungen zu erfüllen.

Der Rechnungslegungsprozess ist vollständig in das Risikomanagementsystem der NORMA Group einbezogen. Damit ist sichergestellt, dass rechnungslegungsrelevante Risiken frühzeitig erkannt und somit ohne Verzug Maßnahmen zur Risikovorsorge und Risikoabwehr ergriffen werden.

Chancen- und Risikoportfolio der NORMA Group

Im Rahmen der Erstellung und Überwachung unseres Chancen- und Risikoprofils bewerten wir die finanziellen Auswirkungen von Chancen und Risiken anhand von drei Kategorien, die sich in Relation zu unserem EBITA ergeben:

  • Gering: bis zu 5% des aktuellen EBITA
  • Moderat: bis zu 25% des aktuellen EBITA
  • Hoch: mehr als 25% des aktuellen EBITA

Dabei bezieht sich das Intervall der Auswirkung eines Risikos auf das EBITA der Gruppe oder des Segments, sofern eine einzelne Bewertung sich auf ein bestimmtes Segment bezieht. Die dargestellten Auswirkungen berücksichtigen immer die Effekte eingeleiteter (Gegen-) Maßnahmen. Somit wird eine Nettobewertung der Chancen und Risiken abgebildet.

Wir bewerten die Eintrittswahrscheinlichkeit für einzelne Chancen und Risiken auf einer Skala von 0 bis 100% und fassen diese in drei Kategorien zusammen:

  • Unwahrscheinlich: bis 5% Eintrittswahrscheinlichkeit
  • Möglich: bis zu 25% Eintrittswahrscheinlichkeit
  • Sehr wahrscheinlich: mehr als 25% Eintrittswahrscheinlichkeit

Die Bewertung der einzelnen Chancen- und Risikokategorien berücksichtigt, entsprechend unserer mittelfristigen Planung, einen Zeitraum von fünf Jahren, sofern kein anderer Zeitraum in den individuellen Kategorien angegeben wird.

Spezifische Chancen und Risiken der NORMA Group SE

Chancen und Risiken durch Beteiligungs- und Lizenzerträge

Eine bedeutende Einnahmequelle der NORMA Group SE stellen Lizenzerträge und Beteiligungserträge dar. Durch die Holdingfunktion ist unsere Gesellschaft daher dem Risiko ausgesetzt, durch sinkende Gewinne der Tochtergesellschaften geringere Beteiligungserträge bzw. durch geringere Umsatzerlöse der NORMA-Gesellschaften geringere Lizenzerträge zu vereinnahmen. Bei steigenden Gewinnen bzw. höheren Umsatzerläsen der Tochterunternehmen ergeben sich für die NORMA Group SE höhere Beteiligungserträge bzw. höhere Lizenzerträge.

Verminderte Beteiligungs- bzw. Lizenzerträge aus einzelnen Märkten können allerdings durch Beteiligungs- und Lizenzerträge anderer Märkte kompensiert werden. Durch die globale Stärke und die Technologie- und Innovationsführerschaft der NORMA Group sowie durch die Konzentration auf Kunden und Märkte schätzen wir die Wahrscheinlichkeit sinkender Lizenz- und Beteiligungserträge als unwahrscheinlich ein. Die potenzielle finanzielle Auswirkung sinkender Beteiligungs- und Lizenzerträge wird als hoch eingestuft.

Liquiditätschancen und -risiken

Das oberste Ziel ist, die kontinuierliche Zahlungsfähigkeit aller Konzernunternehmen trotz der Marktdynamik sicher zu stellen. Das Group-Treasury ist bestrebt, die Flexibilität bei Finanzierungen durch Aufrechterhaltung der Verfügbarkeit zugesagter Kreditlinien zu gewährleisten.

Finanzwirtschaftliche Chancen sehen wir u.a. in der hohen Bonität sowie der soliden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der NORMA Group, welche uns eine schrittweise Reduzierung der Kapitalkosten ermöglichen. So gelang es uns im Sommer 2013 den finanziellen Handlungsspielraum der NORMA Group durch die Begebung eines Schuldscheindarlehens in Höhe von EUR 125 Mio. weiter zu optimieren. Das Schuldscheindarlehen ermöglichte uns zum einen den Zugang zu einer neuen Investorengruppe, zum anderen konnten wir das Fälligkeitsprofil unserer Verbindlichkeiten auf 5, 7 und 10 Jahre ausweiten. Mittels derivativer Sicherungsinstrumente wurden die Finanzierungskonditionen des Schuldscheindarlehens aus Konzernsicht vollständig auf einen attraktiven Festzinssatz gedreht, so dass ein künftiges Zinsänderungsrisiko ausgeschlossen werden kann. Wir schätzen die finanzwirtschaftlichen Chancen aufgrund unserer guten Reputation am Kapitalmarkt als möglich mit einem moderaten Einfluss auf das Ergebnis ein.

Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Aufgrund unserer Geschäftstätigkeit sind wir einer Reihe von Finanzrisiken, einschließlich Ausfall-, Liquiditäts- und Marktrisiken ausgesetzt. Das Finanzrisikomanagement der Gruppe konzentriert sich auf die Risikoidentifikation, Risikobewertung und -begrenzung und ist darauf ausgerichtet, mögliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu minimieren. Hierzu setzen wir derivative Finanzinstrumente zur Absicherung bestimmter Risikopositionen ein. Das Finanzrisikomanagement wird von einer zentralen Treasury-Abteilung durchgeführt (Group-Treasury). Die Verantwortungsbereiche und notwendigen Kontrollen, die im Zusammenhang mit dem Risikomanagement stehen, werden vom Management der Gruppe festgelegt. Die Group-Treasury-Abteilung ist in enger Absprache mit den operativen Einheiten des Konzerns für die Feststellung, Bewertung und Absicherung von Finanzrisiken verantwortlich.

Kapitalrisikomanagement

Die Zielsetzung der NORMA Group bei der Verwaltung ihres Kapitals besteht primär darin, nachhaltig ihre Schulden bedienen zu können und die finanzielle Stabilität zu erhalten. Im Rahmen unserer Finanzierungsverträge sind wir zur Einhaltung bestimmter Finanzkennziffern (Financial Covenants) für den Zinsdeckungsgrad, den Total Net Debt Cover (Verschuldung im Verhältnis zum bereinigten Konzern-EBITDA) und die Eigenkapitalquote im Konzern verpflichtet. Diese Kennzahlen und deren Einhaltung werden kontinuierlich überwacht. Wir steuern im Rahmen des Kapitalrisikomanagements unsere Nettoverschuldung auf gesondert geführten Konten.

Ausfallrisiken

Das Ausfallrisiko besteht darin, dass unsere Vertragspartner ihren aus der Geschäftstätigkeit und den Finanztransaktionen entstehenden Verpflichtungen nicht nachkommen. Das Ausfallrisiko entsteht aus Einlagen und anderen abgeschlossenen Geschäften bei Kredit- und Finanzinstituten sowie hauptsächlich aus dem Ausfallrisiko von Kunden, einschließlich ausstehender Forderungen und zugesagter Geschäfte. Zur Minimierung der Ausfallrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überprüfen wir Neukunden auf ihre Bonität. Zudem beliefern wir Kunden, deren Bonität den Konzernanforderungen nicht genügt bzw. die in Zahlungsverzug geraten sind, in der Regel nur gegen Vorkasse. Wir verfügen über ein diversifiziertes Kundenportfolio, was die finanziellen Auswirkungen der Ausfallrisiken reduziert. Daher schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit von Ausfallrisiken als möglich ein, während wir die potenziellen finanziellen Auswirkungen aufgrund der eingeleiteten Gegenmaßnahmen als gering einstufen.

Liquiditätschancen und -risiken

Umsichtiges Liquiditätsrisikomanagement verlangt das Halten von ausreichenden Zahlungsmitteln oder marktgängigen Wertpapieren, die Verfügbarkeit von Finanzierungen über zugesagte Kreditlinien in angemessener Höhe und die Fähigkeit zur Glattstellung von Marktpositionen. Aufgrund der Dynamik des zugrunde liegenden Geschäfts ist das Group-Treasury bestrebt, die Flexibilität bei Finanzierungen durch Aufrechterhaltung der Verfügbarkeit zugesagter Kreditlinien zu gewährleisten. Wir verfolgen dabei als oberstes Ziel die Sicherstellung der kontinuierlichen Zahlungsfähigkeit aller Konzernunternehmen. Verantwortlich für das Liquiditätsmanagement und damit für die Minimierung der Liquiditätsrisiken ist das Group-Treasury.

Die Finanzierungsverträge des Konzerns beinhalten marktübliche Kreditrahmenbedingungen (Financial Covenants). Sollten wir diese nicht einhalten, hätten die Banken das Recht, die Verträge neu zu bewerten sowie eine vorzeitige Rückzahlung zu verlangen. Die Nichteinhaltung der Kreditrahmenbedingungen hätte hohe potenzielle finanzielle Auswirkungen. Daher überwachen wir kontinuierlich die Einhaltung der Financial Covenants, um bei Bedarf frühzeitig geeignete Maßnahmen ergreifen zu können und Verletzungen der Bedingungen zu vermeiden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit, dass die Liquiditätsrisiken die Aktivitäten der NORMA Group negativ beeinflussen, konnten durch die Erhöhung der finanziellen Flexibilität gegenüber dem Vorjahr weiter minimiert werden. Auch sehen wir das Risiko, dass Financial Covenants nicht eingehalten werden, aufgrund der hohen Profitabilität und eines starken operativen Cashflow, nach wie vor als unwahrscheinlich an.

Währungskursentwicklungen

Als international agierendes Unternehmen sind wir in mehr als 100 Ländern tätig und demzufolge Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Als wesentliche risikobehaftete Fremdwährungspositionen sehen wir die Währungen US-Dollar, Britisches Pfund, Chinesische Renminbi, Polnische Zloty, Tschechische Krone, Schwedische Krone, Thailändische Baht und Türkische Lira an.

Da unsere Distributionsstandorte in der Türkei und in Thailand ihre Geschäfte weitgehend in lokaler Währung abwickeln, erhöht sich aufgrund der aktuellen politischen Lage der Einfluss von Wechselkursentwicklungen des Thailändischen Baht sowie der Türkischen Lira zum Euro. Allerdings nehmen wir angesichts des überschaubaren Beitrags dieser Länder zum Gesamtumsatz der NORMA Group an, dass die hieraus resultierenden Fremdwährungseffekte vergleichsweise moderat ausfallen werden.

Fremdwährungsrisiken werden, soweit sie nicht gegeneinander aufgerechnet werden können, nach Bedarf durch Terminkontrakte bzw. Optionen abgesichert (u. a. US-Dollar, Schwedische Kronen, Japanische Yen und Britisches Pfund). Die hohe Volatilität vieler Hauptwährungen sowie der besondere Einfluss des US-Dollar auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzern stellen ein wesentliches Risiko dar, dass nur teilweise und nur für eine kurzfristige Periode abgesichert werden kann. Mittelfristig reduzieren wir das Risiko durch eine zunehmend regionale Produktion.

Da der Konzern mit seinen Landesgesellschaften operativ in den wichtigsten Fremdwährungsländern vertreten ist, sind ausreichende Cash-In- und Cash-Out-Möglichkeiten zum Abfangen kurzfristiger Währungsschwankungen durch gezielte Einnahmen- und Ausgabensteuerung gegeben. Darüber hinaus werden die Fremdwährungsrisiken in der Gruppe überwacht und im Falle von Risikoüberschreitungen mittels derivativer Sicherungsinstrumente zeitlich rollierend in den Euro überführt. Translationsrisiken, d.h. das Risiko von Wertschwankungen des Reinvermögens unserer Gruppengesellschaften infolge von Wechselkursveränderungen, werden dabei aufgrund des langfristigen Engagements der NORMA Group bewusst nicht über Sicherungsinstrumente abgesichert. Umrechnungseffekte von Positionen aus der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der Tochtergesellschaften in Fremdwährungsgebieten zu dem in Euro aufgestellten Konzernabschluss sind unvermeidlich. Aufgrund der andauernden Währungsvolatilität ist der Eintritt von Währungsrisiken sehr wahrscheinlich. Zudem bedeutet der erwartete steigende Anteil unserer Geschäftstätigkeit im Fremdwährungsraum, insbesondere in Schwellenländern, für die NORMA Group zusätzliche Währungsrisiken. Dennoch stufen wir unter der Berücksichtigung unserer Gegenmaßnahmen die potenziellen finanziellen Auswirkungen von Währungsrisiken als moderat ein. Die Chancen für eine vorteilhafte Entwicklung der Wechselkurse von Fremdwährungen gegenüber dem Euro bewerten wir hingegen vorsichtiger, wir stufen daher die Wahrscheinlichkeit für eine positiven Einfluss auf den Unternehmenserfolg als möglich und den finanziellen Umfang als moderat ein. Darüber hinaus bauen wir unsere Chancen im Währungsbereich gezielt durch die weitere Lokalisation unserer Produktion und des Zahlungs- und Währungsstroms äquivalenter interner Finanzierung aus und können so das Währungs-Exposure weiter senken.

Zinsänderungen

Die Veränderungen der Marktzinsen weltweit wirken sich auf zukünftige Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten aus und können daher zu Beeinträchtigungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen. Das Zinsänderungsrisiko der NORMA Group entsteht vor allem aus langfristigen Fremdkapitalaufnahmen.

Dieses Risiko ist jedoch auf die Ziehung der revolvierenden Kreditlinie beschränkt, da sowohl die bestehende Bankenfinanzierung als auch die einzelnen Tranchen (5, 7, und 10 Jahre) des begebenen Schuldscheindarlehens keinem Zinsänderungsrisiko unterliegen. Zur weiteren Senkung der Zinsrisiken sind wir bestrebt, mittelfristig überschüssige Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit zur Begrenzung des Verschuldungsgrads oder zur Reduktion der Nettofinanzverbindlichkeiten aufzuwenden. Bei künftigen mittelfristigen Inanspruchnahmen der zugesagten revolvierenden Kreditlinie sind wir bestrebt, das Zinsänderungsrisiko zu ca. 80% zu sichern.

Aufgrund des aktuell niedrigen Zinsniveaus und der ersten Anzeichen für eine restriktivere Geldpolitik stufen wir das Risiko von Zinsanhebungen mittelfristig als sehr wahrscheinlich ein, was allerdings aufgrund der dargestellten Finanzierungsstruktur der NORMA Group nur geringe Auswirkungen haben wird. Demnach sehen wir auch das Potenzial für Chancen, die sich aus einem sinkendem Zinsniveau ergeben können, als unwahrscheinlich und die finanziellen Auswirkungen einer solchen Entwicklung als gering an.

Weitere Chancen und Risiken der NORMA Group

Volkswirtschaftliche und konjunkturelle Chancen und Risiken

Der Erfolg der NORMA Group hängt nicht unwesentlich von den makroökonomischen Entwicklungen Ihrer Absatzmärkte und der Absatzmärkte Ihrer Kunden ab. Deshalb berücksichtigen wir sowohl in der Planung als auch im Chancen- und Risikomanagement die Indikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung weltweit. Für die Abschätzung der makroökonomischen Entwicklung nutzen wir hauptsächlich Prognosen allgemein anerkannter Institutionen wie etwa dem IWF, der Bundesbank und renommierten Wirtschaftsforschungsinstituten. Demnach ist 2014 mit einem globalen Wachstum von 3,7% zu rechnen. Eine positive Entwicklung über dieses Maß hinaus sehen wir als Chance an. Durch unsere flexiblen Produktionsstrukturen können wir kurzfristig Kapazitäten ausbauen und so auf eine erhöhte allgemeine Nachfrage reagieren. Dass sich die konjunkturelle Lage weltweit deutlich verbessert, halten wir für möglich, in einem Rahmen, der unser Ergebnis moderat beeinflussen kann. Darüber hinaus, halten wir für die Region Asien-Pazifik die Möglichkeit einer positiven Abweichung, der für unsere Planung zu Grunde liegenden Annahmen, für wahrscheinlich.

Dennoch sehen wir Risiken, die den Prognosen entgegenwirken können und berücksichtigen diese im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements. Wir bewerten eine Abschwächung der weltweiten Konjunktur, unter der Berücksichtigung der angespannten Haushaltslage zahlreicher Staaten in EMEA und Amerika sowie der politisch ungewissen Lage in einigen Staaten der Region Asien-Pazifik, als unwahrscheinlich. Sollten diese Faktoren dennoch die weltweite Nachfrage beeinflussen, wären die finanziellen Auswirkungen für die NORMA Group, gegenüber unserer Planung, moderat.

Technologische und wettbewerbliche Veränderungen

Diesen wird durch Sicherung und Ausbau der Technologie- und Innovationsführerschaft sowie durch eine Fokussierung auf Kunden und Märkte begegnet.

Unternehmensstrategische Chancen und Risiken

Investitionen in Wachstumsmärkte, Akquisitionen, Entwicklung innovativer Produkte und Prozesse ermöglichen den Ausbau der Marktpräsenz und Steigerung der Profitabilität. Eventuelle Fehleinschätzungen in Bezug auf die strategische Ausrichtung des Konzerns und seine Marktpotenziale sowie fehlende Kundenakzeptanz neu entwickelter Produkte sind dennoch nicht ausgeschlossen und können negative Auswirkungen auf die Wettbewerbsposition sowie den Absatz der NORMA Group haben.

Leistungswirtschaftliche Chancen und Risiken

Schwankungen der Rohstoffpreise wird durch ein systematisches Material- und Lieferantenrisikomanagement begegnet. Durch den stetigen technologischen Fortschritt und die Erprobung alternativer Materialien versuchen wir zudem, die Abhängigkeit von einzelnen Materialien zu reduzieren.

Ausfälle von Lieferanten und Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten können zu Materialengpässen und damit zu negativen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns führen. Um dieses Risiko zu minimieren, arbeiten wir nur mit zuverlässigen, innovativen und unseren hohen Qualitätsanforderungen genügenden Lieferanten zusammen.

Die Qualität unserer Produkte und Prozesse ist ein wesentlicher Faktor zur Sicherung des nachhaltigen Unternehmenserfolgs. Daher achten wir auf weitreichende Qualitätssicherungsmaßnahmen und konzerneinheitliche Qualitätsstandards sowie die Fokussierung auf innovative und wertschöpfende Verbindungslösungen, die entsprechend den Kundenanforderungen ausgestaltet werden.

Kundenrisiken resultieren aus der Abhängigkeit von wichtigen Abnehmern, die einen nicht unwesentlichen Anteil des Umsatzes generieren. Diese könnten ihre Verhandlungsmacht ausnutzen und den Druck auf unsere Margen erhöhen. Auch Nachfragerückgänge oder der Verlust dieser Kunden können nachteilige Auswirkungen auf das Ergebnis der NORMA Group haben. Daher werden sowohl die Auftragseingänge als auch das Kundenverhalten im Rahmen eines kontinuierlichen Prozesses überwacht, um Kundenrisiken frühzeitig zu erkennen. Zudem verfügen wir über ein diversifiziertes Kundenportfolio, was die finanziellen Auswirkungen der Kundenrisiken reduziert.

Chancen und Risiken des Personalmanagements

Unser Erfolg hängt wesentlich von der Einsatzbereitschaft, der Innovationsfähigkeit, dem Know-how und der Integrität unserer Mitarbeiter ab. Die Personalarbeit im Konzern dient dem Erhalt und dem Ausbau dieser Kernkompetenzen. Der Austritt von Mitarbeitern mit Schlüsselkompetenzen sowie ein Engpass geeigneter Arbeitskräfte könnten sich nachteilig auf unsere Geschäftstätigkeit auswirken. Zudem wird der Wettbewerb um die talentiertesten Mitarbeiter, bedingt durch die demographische Entwicklung und den Fachkräftemangel in den westlichen Industriestaaten, immer intensiver.

Diesen Risiken treten wir mit weitreichenden Weiterbildungs-, Schulungs- und Förderungsprogrammen entgegen. Wir fördern durch variable Entgeltsysteme die Ausrichtung unserer Mitarbeiter auf den Unternehmenserfolg. Im Gegenzug wirken unsere Mitarbeiter im Rahmen von Mitarbeiterbefragungen und Verbesserungsinitiativen an der kontinuierlichen Weiterentwicklung der NORMA Group mit. Umfangreiche Vertretungsregelungen und eine Aufgabenverteilung, die den gegenseitigen Austausch fördert, sichern uns gegenüber Risiken ab, die durch den Austritt eines Mitarbeiters eintreten können. Bei der Identifizierung von potenziellen neuen Mitarbeitern, die entscheidend zum Unternehmenserfolg beitragen können, lassen wir uns von dritter Seite durch Personalberater unterstützen.

IT-bezogene Chancen und Risiken

Funktions- und leistungsfähige IT-Systeme sind für ein innovatives und globales Unternehmen wie der NORMA Group von zentraler Bedeutung. Ein weitreichender Ausfall könnte zu Störungen des Geschäftsbetriebes oder Enthüllung sensibler Unternehmensinformationen führen. Daher haben wir geeignete Maßnahmen zur Vermeidung und Reduktion derartiger Risiken implementiert. Die Gesamtheit dieser Maßnahmen ist in unseren IT-Risikomanagementprozess eingebettet und wird in diesem Zusammenhang fortlaufend an sich ändernde Gegebenheiten angepasst.

Rechtliche Chancen und Risiken

Zukünftige Gesetzes- und Vorschriftsänderungen im allgemeinen Handelsrecht, Haftungsrecht, Umweltrecht, Steuer- und Zollrecht sowie Arbeitsrecht und sämtliche damit verbundenen Normenänderungen können sich negativ auf die Entwicklung der NORMA Group auswirken. Mit den vorhandenen Compliance- und Risikomanagementsystemen überwachen wir die Einhaltung der sich ständig ändernden Gesetze und Vorschriften.

Durch Verletzungen von Sozial- und Umweltstandards könnte die Reputation der NORMA Group beschädigt werden. Daher haben wir "Corporate Responsibility" als integralen Bestandteil unserer Konzernstrategie implementiert. Zudem investieren wir in die Bereiche Arbeits- und Gesundheitsschutz, um die Arbeitssicherheit kontinuierlich zu verbessern. Infolgedessen schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit negativer Entwicklungen aufgrund von Sozial- und Umweltrisiken weiterhin als unwahrscheinlich und die potenziellen finanziellen Auswirkungen hieraus als moderat ein.

Aufgrund der Stellung der NORMA Group als Technologie- und Innovationsführer besteht das Risiko, dass Verletzungen unseres geistigen Eigentums zu Umsatzeinbußen und Reputationsverlust führen können. Daher sichern wir unsere Technologien und Innovationen rechtlich ab. Die potenziellen Auswirkungen werden zusätzlich durch die hohe Innovationsgeschwindigkeit sowie durch die Entwicklung kundenspezifischer Lösungen minimiert.

Gleichzeitig kann es auch durch die NORMA Group zu der Verletzung des geistigen Eigentums Dritter kommen. Deshalb prüfen wir unsere frühzeitig Entwicklungen auf potenzielle Patentrechtsverletzungen. Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit von Verletzungen des geistigen Eigentums als möglich ein. Aufgrund der eingeleiteten Gegenmaßnahmen beurteilen wir die potenziellen Auswirkungen hieraus als gering.

Chancen- und Risikoportfolio der NORMA Group 1)

Eintrittswahrscheinlichkeit Finanzielle Auswirkungen
Unwahr Wahr Verände
rung
Verände
rung
scheinlich Möglich scheinlich zu 2012 Gering Moderat Hoch zu 2012
Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken
Ausfallrisiken
Liquidität
– Risiken
– Chancen
Währung
– Risiken
– Chancen
Zinsänderung – Risiken
– Chancen
Volkswirtschaftliche und konjunkturelle Chancen und Risiken
Risiken
Chancen2)
Branchenspezifische und technologische Chancen und Risiken
Risiken
Chancen2)
Unternehmensstrategische Chancen und Risiken
Risiken
Chancen
Operative Chancen und Risiken
Rohstoffpreise
– Risiken
– Chancen
Lieferanten
– Risiken
– Chancen
Qualität und Prozesse – Risiken
– Chancen
Kunden
– Risiken
– Chancen3)
Chancen und Risiken im Personalmanagement
Risiken
Chancen
IT-bezogene Chancen und Risiken
Risiken
Chancen
Rechtliche Chancen und Risiken
Risiken aus Verstößen gegen Standards
Sozial- und Umweltstandards – Risiken
– Chancen
Geistiges Eigentum
– Risiken
– Chancen
Risiko sinkender Beteiligungs- und Zinserträge

1) Sofern nichts anderes angegeben ist, gilt die Risikoeinschätzung für alle drei Regionalsegmente.

2) Für die Region Asien-Pazifik halten wir eine positive Abweichung für wahrscheinlich, die finanziellen Auswirkungen stufen wir moderat ein.

3) Für die Region Asien-Pazifik halten wir eine positive Abweichung für möglich, die finanziellen Auswirkungen stufen wir moderat ein.

unverändert erhöht

gesunken neu

Beurteilung des Gesamtrisikoprofils

Die Gesamtsituation des Konzerns ergibt sich aus der Aggregation der Chancen und Einzelrisiken aller Kategorien der Geschäftseinheiten und Funktionen. Der Vorstand der NORMA Group erwartet unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeiten und potenziellen finanziellen Auswirkungen sowie vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Geschäftsaussichten keine einzelnen oder aggregierten Risiken, welche die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gruppe und einzelner Konzerngesellschaften gefährden könnten. Unter der Berücksichtigung der aggregierten Chancen sind wir sowohl mittel- als auch langfristig sehr gut aufgestellt, um unsere Marktposition weiter auszubauen und global zu wachsen. Diese Einschätzung wird durch die guten Deckungsmöglichkeiten unseres Finanzierungsbedarfs bekräftigt. Die NORMA Group hat sich daher nicht um ein offizielles Rating einer führenden Ratingagentur bemüht.

Nach wie vor bestehen für die NORMA Group gesamtwirtschaftliche Risiken in allen Bereichen, weshalb Rückschläge auf dem Weg zur nachhaltigen Realisierung unserer angestrebten Wachstums- und Renditeziele nicht ausgeschlossen werden können. Dem gegenüber stehen klare Chancen, die wir durch unsere Strategie und konsequentes Chancenmanagement nutzen, so dass eine Übererfüllung unserer Renditeziele möglich ist.

Im Vorjahresvergleich haben sich die Risiken aus Währung, volkswirtschaftlichem Umfeld und der Strategie reduziert. Alle weiteren Risiken sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Veränderungen der einzelnen Chancen und Risiken haben allerdings keine wesentlichen Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil der NORMA Group. Daher kommen wir zu der Einschätzung, dass das Gesamtprofil des Konzerns im Vorjahresvergleich nahezu unverändert bleibt.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Erholung der Weltwirtschaft

Zum Jahreswechsel 2013/2014 haben sich die Perspektiven für die Weltwirtschaft spürbar aufgehellt. Wichtige Frühindikatoren signalisieren eine Konjunkturbelebung in den kommenden Monaten. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet in dem im Januar 2014 aktualisierten Ausblick für das laufende Jahr ein Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung von 3,7% (2013: +3,0%) und rechnet mit einer weiteren Wachstumsbeschleunigung für 2015.

Treiber sind 2014 vor allem die fortgeschrittenen Wirtschaftsregionen. Der IWF prognostiziert für die großen Industrienationen einen BIP-Anstieg um 2,2% (2013: +1,3%). Doch auch die Entwicklungs- und Schwellenländer könnten nach den IWF-Prognosen 2014 mit +5,1% nach +4,7% im Vorjahr stärker expandieren. Allerdings sind die Risiken groß. Anfang 2014 hatten einige Schwellenländer bereits mit massiven Zinssteigerungen einer weiteren Währungsabwertung und rapide steigenden Inflationsraten gegengesteuert.

Der IWF schätzt, dass die Wirtschaft in China 2014 nur noch mit 7,5% expandiert. Die ASEAN-5-Länder wachsen 2014 mit 5,1% und Brasilien mit 2,3% ähnlich wie im Vorjahr. Für Russland (2,0%) und Indien (5,4%) zeichnen sich für 2014 Wachstumsbelebungen ab.

Verbesserte Rahmenbedingungen für wichtige Kundenindustrien der NORMA Group

Die sich abzeichnende Belebung der internationalen Konjunktur für die Jahre 2014 und 2015 verbessern das Umfeld und die Perspektiven für wichtige Kundenindustrien der NORMA Group.

Der deutsche Branchenverband VDMA ist zuversichtlich für die Entwicklung des Maschinen- und Anlagenbaus im Jahr 2014. Dies wird durch die global anziehende Konjunktur und die positive Entwicklung der Frühindikatoren untermauert. Für den Weltmaschinenumsatz 2014 rechnet der Verband mit einem Umsatzplus von 5%. Dabei wird für China (+7%) und die USA (+2%) mit einer Beschleunigung gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Auch Italiens Maschinenbau mit +3% und der Umsatz japanischer Produzenten mit +7% sollen wieder dynamischer wachsen. Für den Umsatz deutscher Maschinenbauer im Jahr 2014 rechnet der VDMA mit einem Wachstum von knapp 4% auf den Rekordwert von EUR 215 Mrd.

Die Perspektiven für die weltweite Automobilindustrie hellen sich für 2014 wieder auf. Zum einen, weil die beiden größten Märkte (USA, China) weiter wachsen werden. Zum anderen, weil sich der westeuropäische Markt für Pkw und Nutzfahrzeuge nach Jahren der Schrumpfung moderat erholt. Darüber hinaus steigt die Nachfrage in wichtigen Schwellenländern wieder an. Der Branchenverband VDA rechnet für 2014 mit einer Steigerung der weltweiten Neuzulassungen um 3% auf 74,7 Mio. Pkw.

Prognose und voraussichtliche Entwicklung der NORMA Group SE

Für die NORMA Group plant der NORMA Group-Vorstand keine wesentlichen Änderungen der Unternehmensziele oder der rechtlichen Unternehmensstruktur. Für das Jahr 2014 erwartet der Vorstand aus heutiger Sicht (Maintal, den 12. März 2014), dass die Weltwirtschaft mit einer höheren Rate als 2013 wächst. Durch die internationale Expansion sowie kontinuierliche Innovationen wird der Konzern auch künftig stärker als der Markt wachsen. Es wird erwartet, dass der Konzernumsatz im Jahr 2014 solide rund 4 bis 7 Prozent gegenüber 2013 wachsen wird. Dies setzt voraus, dass keine starke konjunkturelle Abkühlung in den Regionalsegmenten eintritt.

Die NORMA Group SE erwirtschaftet aufgrund der Holdingfunktion den wesentlichen Teil der Erträge aus Beteiligungserträgen und Lizenzen. Die Höhe dieser Einnahmen wird dabei wesentlich von der wirtschaftlichen Lage der verbundenen Unternehmen beeinflusst. Derzeit gehen wir im Vergleich zu 2013 für 2014 von gleich hohen Lizenzerträgen aus. Die Erträge aus Lizenzen werden sich auch in 2014 weitgehend mit den Lizenzaufwendungen ausgleichen. Unter Berücksichtigung der Beteiligungserträge sowie des Zinsergebnisses wird für die Jahre 2014 und 2015 mit einem gegenüber dem Jahr 2013 deutlich erhöhten Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gerechnet. Für die Jahre 2014 und 2015 erwarten wir keine außerordentlichen Erträge und Aufwendungen, so dass im Vergleich zu 2013 mit einem deutlich niedrigeren Bilanzgewinn gerechnet wird. In diesem Zusammenhang wird davon ausgegangen, dass die Dividendenfähigkeit der Gesellschaft sichergestellt ist.

Corporate Governance-Bericht mit Erklärung zur Unternehmensführung

Gute Corporate Governance sichert die nachhaltige Entwicklung der NORMA Group und das dauerhafte Wachstum unserer Gruppe. Wir sind uns unserer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber unseren Aktionären, Mitarbeitern, Geschäftspartnern und den Menschen in unserem internationalen sozialen Umfeld bewusst und richten unsere Unternehmensführung auf Nachhaltigkeit und Transparenz aus.

Der Vorstand gibt im Folgenden die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB und Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance-Kodex ab, die Teil des Lageberichts ist.

Erklärung zum Deutschen Corporate Governance-Kodex

Aufsichtsrat und Vorstand haben ausführlich geprüft, welchen Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance-Kodex die NORMA Group SE folgen sollte und erläutert, von welchen Empfehlungen abgewichen wird und welche Gründe hierfür ausschlaggebend waren. Die aktuelle Entsprechenserklärung vom 20. Februar 2014 sowie die Erklärungen der vorhergehenden Jahre sind auf der Internetseite der NORMA Group unter www.normagroup.com veröffentlicht.

Die Erklärung vom 20. Februar 2014 lautet wie folgt:

Die NORMA Group SE entspricht im Geschäftsjahr 2014 mit den nachfolgenden Ausnahmen den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance-Kodex (DCGK) in der Fassung vom 13. Mai 2013 und wird ihnen auch zukünftig entsprechen:

  1. Bei der Vergütung des Vorstands berücksichtigt der Aufsichtsrat nicht die Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt (Ziffer 4.2.2 DCGK).

Bei der Festlegung der Vergütung des Vorstands orientierte sich der Aufsichtsrat, beraten durch einen externen Gutachter, auch an der Vergütungsstruktur in der Gesellschaft bzw. der gesamten NORMA Group. Bislang hat der Aufsichtsrat aufgrund der dynamischen Entwicklung der NORMA Group weder den oberen Führungskreis noch die relevante Belegschaft explizit definiert und berücksichtigt diese Gruppen daher auch nicht in zeitlicher Entwicklung.

  1. Die Vergütung des Vorstands weist weder insgesamt noch hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile eine betragsmäßige Höchstgrenze auf (Ziffer 4.2.3 des DCGK).

Der mögliche Brutto-Optionsgewinn aus dem Matching-Stock-Programm des Vorstands ist in Summe auf einen prozentualen Anteil des durchschnittlichen jährlichen EBITA während der Haltefrist begrenzt, so dass an die Stelle einer betragsmäßig absoluten Höchstgrenze eine am Unternehmenserfolg orientierte relative Höchstgrenze tritt.

  1. Konkrete Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats werden nicht vorgegeben und dementsprechend nicht im Corporate Governance Bericht veröffentlicht. Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht (Ziffer 5.4.1 DCGK).

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats werden im Rahmen der Wahlvorschläge des Aufsichtsrats für neue Aufsichtsratsmitglieder weiterhin die gesetzlichen Bestimmungen beachten und die beruflichen und persönlichen Qualifikationen der jeweiligen Kandidaten, unabhängig von deren Geschlecht, berücksichtigen. Dabei werden sie die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder, potenzielle Interessenkonflikte, die internationale Tätigkeit der Gesellschaft sowie die Vielfalt (Diversity) im Aufsichtsrat beachten. Die Gesellschaft sieht vor diesem Hintergrund keine Notwendigkeit, diesbezüglich konkrete Ziele festzusetzen oder eine Altersgrenze einzuführen.

  1. Im Rahmen der Umwandlung der NORMA Group AG in eine SE wurde die Wahl des Aufsichtsrats der SE nicht als Einzelwahl durchgeführt (Ziffer 5.4.2 DCGK).

Sämtliche Mitglieder des ersten Aufsichtsrats der NORMA Group SE wurden im Rahmen der SE Umwandlung gemäß Art 40 Abs. 2 Satz 2 SE-VO durch die Satzung bestellt, um sicherzustellen, dass der Beschluss zur Wahl der Aufsichtsratsmitglieder nicht gesondert angefochten worden konnte. Andernfalls hätte das Risiko nicht ausgeschlossen werden können, dass die Gesellschaft nach Eintragung der Umwandlung keinen oder einen unvollständig besetzten Aufsichtsrat gehabt hätte.

Die vorstehende Erklärung gilt im Hinblick auf die Empfehlung in Ziffer 4.2.5 Absatz 3 Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 unter der Maßgabe, dass diese neue Empfehlung erstmals für Vergütungsberichte für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 begonnen haben, anwendbar ist.

Relevante Angaben zur Unternehmensführungspraxis

Verantwortlichkeit, Ehrlichkeit und gegenseitiger Respekt zwischen Geschäftsführung und Mitarbeitern prägen unsere Unternehmenskultur. Wir erwarten von unseren Führungskräften und Mitarbeitern, dass sie nicht nur zwingende Gesetze und Vorschriften, sondern auch ethische Regeln einhalten. Unsere Compliance-Dokumente sind unsere wichtigsten Mittel, um unseren Mitarbeitern ihre ethischen und rechtlichen Pflichten aufzuzeigen. Die zentralen Compliance-Dokumente, der Verhaltenskodex ("Code of Conduct") sowie die beiden Grundsatzrichtlinien "Interessenkonflikte" und "Antikorruption", sind für alle Mitarbeiter der NORMA Group verbindlich. Sie werden bei Bedarf an geänderte rechtliche oder gesellschaftliche Vorgaben angepasst und regelmäßig auf einem aktuellen Stand gehalten. Wir schulen unsere Mitarbeiter in persönlichen Treffen oder Online-Schulungen zu Compliance-relevanten Themen. Zusätzlich analysieren wir unsere Compliance-Risiken im Rahmen von internen Compliance-Risk Assessments.

Der Aufsichtsrat überwacht die Einhaltung der Compliance-Regeln durch den Vorstand. Gegenüber den Mitarbeitern der NORMA Group SE nimmt der Compliance Officer der NORMA Group SE diese Funktion wahr. In den übrigen Gruppengesellschaften ist der Chief Compliance Officer der NORMA Group Holding GmbH für die Einhaltung und Verwaltung des o.g. Kodex für alle Führungskräfte und Mitarbeiter der NORMA Group Holding GmbH und mit ihr verbundener Unternehmen verantwortlich. An ihn berichten die drei regionalen Compliance Officer für die Regionen EMEA, Amerika und Asien-Pazifik. Schließlich hat jede operativ tätige Konzerngesellschaft einen eigenen Compliance Officer. Die lokalen Compliance Officer organisieren unter anderem die Schulungsmaßnahmen zum Thema Compliance für die Mitarbeiter vor Ort. Sie sind aber auch dafür verantwortlich, dass mögliche Verstöße gegen Compliance-Regeln gemeldet, untersucht und sanktioniert, beseitigt und in Zukunft verhindert werden.

Wir ermutigen unsere Mitarbeiter, auch über Hierarchieebenen hinweg Verstöße gegen Vorschriften und interne Richtlinien anzuzeigen und Verbesserungsmaßnahmen vorzuschlagen. Daher haben wir eine Whistleblower-Hotline eingerichtet, bei der Mitarbeiter auf Wunsch anonym Compliance-Verstöße melden können.

Aufgaben und Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat

Die NORMA Group SE hat ein duales Leitungssystem, in dem die Geschäftsleitung, also der Vorstand, von einem vom Vorstand getrennten Aufsichtsrat kontrolliert wird. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung und bestimmt die Strategie, während der Aufsichtsrat den Vorstand bestellt, berät und überwacht. Dieses Modell entspricht der Organisation einer traditionellen deutschen Aktiengesellschaft. Anlässlich der Umwandlung der NORMA Group AG in eine SE wurden diesbezüglich keine Änderungen vorgenommen, so dass auch nach der Umwandlung Arbeitsweise und Aufgaben von Aufsichtsrat und Vorstand unverändert fortgeführt werden.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über seine Geschäftspolitik und die Geschäftsentwicklung, die Lage der Gesellschaft und Geschäfte, die wesentliche Auswirkungen auf Profitabilität oder Liquidität haben könnten. Die wichtigsten Kennzahlen der Gruppe und den aktuellen Geschäftsverlauf, insbesondere mit Blick auf die veröffentlichten Aussagen zur erwarteten Unternehmensentwicklung, berichtet der Vorstand monatlich an den Aufsichtsrat.

Aufsichtsratsvorsitzender und Vorstandsvorsitzender koordinieren die Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand. Auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen halten sie regelmäßig Kontakt und besprechen aktuelle Fragen der Unternehmensführung. Soweit der Aufsichtsrat nicht ganz ohne den Vorstand tagt, nehmen sämtliche Mitglieder des Vorstands an den Aufsichtsratssitzungen teil. Dabei berichten die Vorstandsmitglieder auf Grundlage der zuvor schriftlich den Aufsichtsratsmitgliedern zur Verfügung gestellten Unterlagen ausführlich über den bisherigen Geschäftsverlauf und geben einen Ausblick auf die erwartete weitere Entwicklung der NORMA Group. Neben den monatlichen und Quartalszahlen werden Risikoanalyse und Maßnahmen zur Minimierung erkannter Risiken auf allen Aufsichtsratssitzungen besprochen, und die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten über die vorangegangenen Sitzungen. Darüber hinaus diskutierten Vorstand und Aufsichtsrat im Jahr 2013 ständig die laufenden M&A Projekte und die langfristige Akquisitionsstrategie der NORMA Group.

Gemäß der Geschäftsordnung des Vorstands und der Satzung der NORMA Group SE muss der Aufsichtsrat bestimmten bedeutenden Geschäften zustimmen, bevor sie durch den Vorstand und die Mitarbeiter der Gruppe umgesetzt werden dürfen. Dies gilt nicht nur für Maßnahmen in der NORMA Group SE selbst, sondern auch solche ihrer Tochtergesellschaften. Um sicherzustellen, dass der Vorstand seinerseits so rechtzeitig über entsprechende Angelegenheiten der Tochtergesellschaften informiert wird, dass er den Aufsichtsrat um Zustimmung bitten kann, gilt in der NORMA Group weltweit ein abgestuftes, nach Funktionsbereichen, Verantwortungsebenen und Ländern gegliedertes System von Zustimmungspflichten.

Vorstand und Management der Regionen

Der Vorstand der NORMA Group SE hat vier Mitglieder. Anlässlich der Umwandlung der NORMA Group AG in eine SE wurden sämtliche Vorstandsmitglieder erneut bestellt, wobei sie unverändert ihre bisherigen Funktionen weiterführten. Vorstandsvorsitzender (Chief Executive Officer) ist Werner Deggim, Finanzvorstand (Chief Financial Officer) ist Dr. Othmar Belker, Vorstand Business Development ist Bernd Kleinhens und John Stephenson ist Chief Operating Officer.

Aufgabenverteilung und innere Ordnung des Vorstands richten sich nach den Gesetzen, der Satzung der NORMA Group SE und der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung des Vorstands sowie den internen Richtlinien, einschließlich Compliance-Dokumenten. Die Vorstandsmitglieder sind im Wesentlichen für Unternehmensfunktionen zuständig. Beschlüsse des Vorstands werden grundsätzlich mit einfacher Mehrheit gefasst. Sollte es zu Stimmengleichheit kommen, entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Die Vorstandsmitglieder sind allerdings angehalten, sich um Einstimmigkeit zu bemühen. Soweit ein Mitglied des Vorstands an einer Abstimmung nicht teilnehmen kann, wird seine Zustimmung nachträglich eingeholt.

In besonders wichtigen Fragen ist der Gesamtvorstand zuständig. Gemäß der Geschäftsordnung des Vorstands sind dies die Erstellung der Berichte des Vorstands zur Information des Aufsichtsrats und der viertel- und halbjährlichen Berichte, grundlegende Organisationsmaßnahmen einschließlich Erwerb oder Veräußerung nicht unerheblicher Unternehmensteile und Angelegenheiten der Strategie- und Geschäftsplanung, Maßnahmen im Zusammenhang mit der Implementierung und Kontrolle eines Überwachungssystems im Sinne von § 91 Abs. 2 AktG, die Abgabe der Entsprechenserklärung nach § 161 Abs. 1 AktG, die Aufstellung des Konzern- und Jahresabschlusses sowie vergleichbarer Berichte, die Einberufung der Hauptversammlung sowie Anfragen und Beschlussvorschläge des Vorstands, die in der Hauptversammlung behandelt und über welche abgestimmt werden soll. Darüber hinaus kann jedes Vorstandsmitglied verlangen, dass sich der Gesamtvorstand mit einer Angelegenheit befasst. Vorstandssitzungen finden regelmäßig am ersten Montag des Monats statt, darüber hinaus bei Bedarf.

In den drei Regionen EMEA, Amerika und Asien-Pazifik führen regionale Presidents die Tagesgeschäfte vor Ort. Diese drei Presidents berichten direkt an den Vorstand. Der Gesamtvorstand der NORMA Group SE trifft sich wenigstens einmal jährlich in den regionalen Headquarters - Singapur für die Region Asien-Pazifik, Auburn Hills, Michigan, für die Region Amerika und Maintal für die Region EMEA - mit den Presidents und ihren Führungskräften. Darüber hinaus finden regelmäßig Treffen einzelner Vorstandsmitglieder vor Ort mit ihren jeweiligen funktionalen Teams statt. Die NORMA Group hat eine Matrix-Struktur, in der die führenden Mitarbeiter sowohl einen disziplinarischen Vorgesetzten als auch einen fachlichen Vorgesetzen haben. So berichten beispielsweise die Vice Presidents, die für den Vertrieb in jeweils einer der drei Regionen zuständig sind, an die regionalen Presidents und den Vorstand Vertrieb.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der NORMA Group SE hat sechs Mitglieder: Dr. Stefan Wolf (Aufsichtsratsvorsitzender), Lars M. Berg (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender), Dr. Christoph Schug, Günter Hauptmann, Knut J. Michelberger und Erika Schulte. Frau Schulte wurde am 18. Februar 2013 auf Vorschlag des Vorstands in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat gerichtlich bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung am 22. Mai 2013 als Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Sie folgte damit auf Herrn Dr. Ulf von Haake, der bereits im September 2012 sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt hatte und aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden war. Ihre Bestellung wurde durch die Hauptversammlung 2013 bestätigt. Im Zuge der Umwandlung der NORMA Group AG in NORMA Group SE hat die Hauptversammlung 2013 sodann sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats bis zur Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das vierte Geschäftsjahr nach Beginn der Amtszeit beschließt (wobei das Geschäftsjahr 2013, in dem die Amtszeit begann, nicht mitgerechnet wird), spätestens jedoch sechs Jahre nach Amtsbeginn bestellt. Dies ist also voraussichtlich bis zur Hauptversammlung 2018.

Beschlüsse des Aufsichtsrats können mit einfacher Mehrheit gefasst werden, wobei die Stimme des Vorsitzenden bei Stimmengleichheit entscheidet. Neben den vier ordentlichen Sitzungen des Aufsichtsrats fanden im Geschäftsjahr 2013 zwei Sitzungen per Telefonkonferenz statt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende vertritt den Aufsichtsrat nach außen. Er organisiert die Arbeit des Aufsichtsrats und leitet seine Sitzungen. Der Aufsichtsrat hat zwei Ausschüsse: den Prüfungsausschuss (Audit Committee) und den Präsidial- und Nominierungsausschuss.

Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit der internen Kontrollsysteme und des Risikomanagementsystems sowie der Abschlussprüfung, hier insbesondere mit der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Erteilung des Prüfungsauftrags an die Abschlussprüfer, der Festlegung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung. Der Prüfungsausschuss begleitet die Zusammenarbeit zwischen den Abschlussprüfern und der NORMA Group SE und stellt sicher, dass Verbesserungsmöglichkeiten, die im Laufe der Prüfung erkannt werden, zeitnah umgesetzt werden. Er ist für die Vorbereitung der Rechnungslegungsunterlagen und der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über den Konzern- und Jahresabschluss zuständig. Er ist außerdem für Compliance zuständig und überprüft die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien.

Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist Dr. Christoph Schug, weitere Mitglieder sind Lars M. Berg und Knut J. Michelberger. Insbesondere aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Finanzvorstand, Geschäftsführer und Berater verfügt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Er ist ein unabhängiger Finanzexperte im Sinne von § 100 Abs. 5 AktG.

Der Prüfungsausschuss tagt in der Regel unmittelbar vor den Aufsichtsratssitzungen und darüber hinaus nach Bedarf. Im Geschäftsjahr 2013 tagte er sieben Mal. Neben der Überwachung des Risikoreportings und der internen Kontrollsysteme befasste sich der Prüfungsausschuss 2013 insbesondere mit der Prüfung durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung, den laufenden Steuerverfahren, der Effizienz des Aufsichtsrats-Reportings, dem Schuldscheindarlehen und einer detaillierten Analyse der Planungsprozesse und der Budgetierung. Zu den jeweiligen Tagesordnungspunkten stellten die verantwortlichen Mitarbeiter den aktuellen Stand vor und gaben einen Ausblick auf demnächst anstehende Themen.

Der Präsidial- und Nominierungsausschuss bereitet Personalentscheidungen vor und überwacht die Beachtung der Geschäftsordnung des Vorstands. Dieser Ausschuss hat im Einzelnen folgende Aufgaben: Vorbereitung der Beschlüsse des Aufsichtsrats über Abschluss, Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge mit den Vorstandsmitgliedern im Rahmen des vom Aufsichtsrat beschlossenen Vergütungssystems, Vorbereitung der Beschlüsse des Aufsichtsrats über Stellung eines Antrags auf Herabsetzung der Bezüge eines Vorstandsmitglieds durch das Gericht nach § 87 Abs. 2 AktG, Vorbereitung der Beschlüsse des Aufsichtsrats über die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand, Vertretung der Gesellschaft gegenüber ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern nach § 112 AktG, Einwilligung zu Nebenbeschäftigungen sowie zu anderweitigen Tätigkeiten eines Vorstandsmitglieds nach § 88 AktG, Gewährung von Darlehen an die in § 89 AktG (Kreditgewährung an Vorstandsmitglieder) und §115 AktG (Kreditgewährung an Aufsichtsratsmitglieder) genannten Personen, Zustimmung zu Verträgen mit Aufsichtsratsmitgliedern nach § 114 AktG und Vorschlagen von geeigneten Personen zur Besetzung des Aufsichtsrats im Fall der Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern in der Hauptversammlung. Dem Präsidial- und Nominierungsausschuss gehörten 2013 der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Stefan Wolf als Vorsitzender sowie als weitere Mitglieder Dr. Christoph Schug und seit 8. Februar 2013 Lars Berg an.

Hauptversammlung

Die Aktionäre einer Societas Europaea entscheiden über die bedeutenden und grundsätzlichen Angelegenheiten der Gesellschaft. Stimmberechtigt sind alle Aktionäre, die im Aktienregister der NORMA Group SE eingetragen sind und deren Anmeldung zur Teilnahme an der Hauptversammlung der NORMA Group SE oder einer anderen in der Einberufung bezeichneten Stelle mindestens sechs Tage vor der Hauptversammlung in Textform in deutscher oder englischer Sprache zugegangen ist. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Ihr Stimmrecht üben die Aktionäre auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus.

Die NORMA Group SE veröffentlicht die Einberufung und sämtliche Unterlagen, die der Hauptversammlung zugänglich gemacht werden, rechtzeitig auf ihrer Homepage. Dort stehen auch nach der Hauptversammlung Angaben zu Teilnehmerzahlen und Abstimmungsergebnissen zur Verfügung.

Aktienbesitz des Vorstands und des Aufsichtsrats

Von den insgesamt 31.862.400 Aktien der NORMA Group SE hielten am 31. Dezember 2013 Vorstand und Aufsichtsrat zusammen 796.431 (2,5%) der Aktien, wobei Mitglieder des Aufsichtsrats 87.083 (0,3%) und Mitglieder des Vorstands 709.348 (2,2%) hielten. Kein Mitglied des Vorstands hielt mehr als 1% der Aktien an der NORMA Group SE.

Diese Aktien haben die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands überwiegend vor dem Börsengang erworben, indem die Geschäftsanteile, die sie an der ehemaligen NORMA Group GmbH hielten, vor dem Börsengang 2011 in Aktien an der NORMA Group AG umgewandelt wurden. Daher wurden diese Erwerbe nie als Directors' Dealings veröffentlicht.

Directors' Dealings

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats oder ihnen nahestehende Personen sind nach § 15a WpHG verpflichtet, meldepflichtige Geschäfte in Aktien der NORMA Group SE offenzulegen, wenn der Wert der Geschäfte innerhalb eines Kalenderjahres die Summe von EUR 5.000 erreicht oder übersteigt.

Käufer/ Art der Datum der Stückpreis Gesamtwert
Verkäufer Transaktion Transaktion in € Stückzahl in €
Dr. Othmar Belker Verkauf 14.05.2013 27,9490 15.000 419.235,00
Katrin Belker Verkauf 14.05.2013 27,9490 15.000 419.235,00
Dr. Othmar Belker Verkauf 13.05.2013 27,4564 17.500 480.487,00
Katrin Belker Verkauf 13.05.2013 27,4564 17.500 480.487,00
Dr. Othmar Belker Verkauf 10.05.2013 28,2305 19.000 536.379,50
Katrin Belker Verkauf 10.05.2013 28,2305 19.000 536.379,50

2013 wurden uns folgende Transaktion im Rahmen von Directors' Dealings gemeldet:

Aktienoptionsprogramme und wertpapierähnliche Anreizsysteme

Hinsichtlich der Vorstandsvergütung verweisen wir auf den Vergütungsbericht des Lageberichts.

Im Geschäftsjahr 2013 wurde für die zweite Führungsebene ein Long Term Incentive Programm (LTIP) aufgelegt, das die beteiligten Mitarbeiter mittelfristig am Unternehmenserfolg der NORMA Group beteiligt.

Sonstige Mandate in Vorständen börsennotierter Gesellschaften und Aufsichtsgremien

Im Geschäftsjahr 2013 übten die die Mitglieder des Aufsichtsrats der NORMA Group folgende weitere Mandate in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Aufsichtsgremien aus:

Aufsichtsratsmitglied Sonstige Aufsichtsratsmandate
Dr. Stefan Wolf Mitglied des Aufsichtsrats der Fielmann AG, Hamburg, Deutschland
Mitglied des Verwaltungsrats der Micronas Semiconductor Holding AG,
Zürich, Schweiz
Lars M. Berg Vorsitzender des Aufsichtsrats der Net Insight AB, Stockholm, Schweden
Vorsitzender des Aufsichtsrats der KPN OnePhone Holding B.V.,
Düsseldorf, Deutschland
Mitglied des Aufsichtsrats der Ratos AB, Stockholm, Schweden
Mitglied des Aufsichtsrats der Tele2, AB Stockholm, Schweden
Günter Hauptmann Mitglied des Aufsichtsrats der Geka GmbH, Bechhofen, Deutschland
Vorsitzender des Beirats der GIF GmbH, Alsdorf, Deutschland
Knut J. Michelberger (keine weiteren Mandate)
Dr. Christoph Schug Mitglied des Aufsichtsrats der Tom Tailor Holding AG,
Hamburg, Deutschland
Mitglied des Aufsichtsrats der Baden-Baden Cosmetics AG,
Baden-Baden, Deutschland
Mitglied des Verwaltungsrats der AMEOS Gruppe AG, Zürich, Schweiz
Erika Schulte (keine weiteren Mandate)

Vergütungsbericht für Vorstand und Aufsichtsrat

Vergütung des Vorstands

Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder

Das Vergütungssystem bei der NORMA Group SE ist mit dem Ziel verbunden, die Vorstandsmitglieder entsprechend ihres Tätigkeitsund Verantwortungsbereichs sowie aufgrund ihrer persönlichen Leistung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben angemessen zu vergüten und langfristig Anreize zu schaffen, sich für den Erfolg des Unternehmens einzusetzen. Bei der Angemessenheit der Vergütung werden neben den Kriterien des Unternehmenserfolgs und der Zukunftsaussichten des Unternehmens auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die in der NORMA Group SE gilt, zugrunde gelegt.

Gemäß der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 setzt sich die Vergütung aus einem fixen Bestandteil und variablen Bestandteilen zusammen.

Die Grundvergütung ist eine fixe, auf das Gesamtjahr bezogene Barvergütung, die sich am Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientiert. Die Grundvergütung wird monatlich als Gehalt gezahlt.

Die variable Vergütung besteht aus mehreren Komponenten.

    1. Der Jahresbonus ist eine variable Barvergütung, die sich nach dem messbaren Erfolg des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr richtet. Als Bezugsparameter wird neben der Zielerreichung einer Ertragskomponente (EBITA) auch die Zielerreichung einer Liquiditätskomponente (operativer Free-Cashflow vor externer Verwendung) berücksichtigt.
    1. Beide Kennzahlen werden jeweils für ein Geschäftsjahr auf der Grundlage der dem Konzernabschluss der Gesellschaft zu entnehmenden betriebswirtschaftlichen Kennzahlen ermittelt und mit den vom Aufsichtsrat vorher festgelegten Zielsetzungen verglichen. Aus der jeweiligen Zielerreichung der einzelnen Komponente (Bandbreite von 0% bis 200%) wird ein Prozentsatz abgeleitet, der mit dem Jahresgehalt des Vorstandsmitglieds multipliziert wird. Durch die Bandbreiten der Zielerreichung wird der maximale Jahresbonus auf 50% des Jahresgehalts begrenzt. Im Falle negativer Entwicklungen ist eine Reduzierung bis auf EUR 0 möglich.
  • Das langfristige Long-Term-Incentive-Programm ("LTI") der Gesellschaft ist Bestandteil einer auf eine nachhaltig positive Unternehmensentwicklung ausgerichteten variablen Vergütungskomponente. Das LTI setzt sich ebenfalls aus einer EBITA-Komponente und einer operativen Free-Cashflow- Komponente vor externer Verwendung ("FCF") zusammen, das über einen Zeitraum von drei Jahren betrachtet wird (Performance-Zeitraum). Für jedes Jahr beginnt ein neuer dreijähriger Performance-Zeitraum.

Beide Komponenten errechnen sich nach dem Grundsatz, dass der im Performance-Zeitraum tatsächlich erreichte Durchschnittswert des jährlichen EBITA- und FCF-Werts mit dem jeweils im Dienstvertrag festgelegten EBITA-Bonusprozentsatz beziehungsweise dem FCF-Bonusprozentsatz multipliziert wird. Im Rahmen einer Erfolgsmessung wird im zweiten Schritt der Ist-Wert einer Komponente mit der vom Aufsichtsrat gebilligten mittelfristigen Planung der Gesellschaft (Mid-Term-Plan) verglichen und Anpassungen des LTI vorgenommen. Der LTI ist auf das 2,5-fache des Betrags begrenzt, der sich auf Basis der Planwerte nach dem gültigen Mid-Term-Plan der Gesellschaft ergeben würde. Unterschreitet der Ist-Wert den Planwert, wird das LTI linear, bis hin zu einer Reduzierung auf EUR 0, gemindert, wenn die Planziele im 3-Jahreszeitraum signifikant verfehlt werden.

  1. Das Matching-Stock Programm ("MSP") schafft einen aktienpreisorientierten langfristigen Anreiz, sich für den Erfolg des Unternehmens einzusetzen. Bei dem MSP handelt es sich um ein aktienbasiertes Optionsrecht.

Zu diesem Zweck wird in jedem Geschäftsjahr eine im Voraus durch den Aufsichtsrat festzulegende Anzahl von Aktienoptionen unter dem Vorbehalt und in Abhängigkeit eines entsprechenden Eigeninvestments des Vorstandsmitglieds in die Gesellschaft zugeteilt.

Das MSP ist in fünf Tranchen gegliedert. Die erste Tranche wurde am Tag des Börsengangs (8. April 2011) zugeteilt. Die weiteren Tranchen werden jeweils zum 31. März der Folgejahre zugeteilt. Grundlage der Aktienoptionen bilden die im Rahmen des MSP zugeteilten oder erworbenen qualifizierten Aktien, die im Vorstandsdienstvertrag festgelegt sind. Die Anzahl der Aktienoptionen ergibt sich aus der Multiplikation der zum Zuteilungszeitpunkt gehaltenen qualifizierten Aktien (für 2011, 2012 und 2013: jeweils 108.452 Stück) und des vom Aufsichtsrat festgelegten Optionsfaktors. Der Optionsfaktor wird für jede Tranche neu festgelegt. Für die Tranchen 2011, 2012 und 2013 beträgt er jeweils 1,5. In den Geschäftsjahren 2011, 2012 und 2013 sind somit jeweils 162.679 Aktienoptionen zu berücksichtigen. Jede Tranche wird unter der Berücksichtigung geänderter Einflussfaktoren neu berechnet und ratierlich über den Erdienungszeitraum gebildet.

matching-stock programm (MSP)

Tranchen Optionsfaktor Anzahl Optionen Ausübungspreis Ende der Haltefrist
2011 1,5 162.679 21,00 EUR 2015
2012 1,5 162.679 17,87 EUR 2016
2013 1,5 162.679 23,71 EUR 2017

Die Haltefrist beträgt jeweils vier Jahre und endet für die Tranche 2011, 2012 bzw. 2013 am 31. März 2015, 2016 bzw. 2017. Die Ausübung der Optionen einer Tranche kann nur innerhalb einer Ausübungsfrist von zwei Jahren nach Ablauf der Haltefrist erfolgen. Als Voraussetzung für die Ausübung muss der Aktienkurs zum Zeitpunkt der Ausübung (Grundlage: gewichteter Durchschnitt der zehn letzten Börsenhandelstage vor Ausübung) über der maßgeblichen Ausübungshürde liegen. Die Ausübungshürde wird vom Aufsichtsrat bei der Zuteilung der jeweiligen Tranche festgelegt und beträgt mindestens 120 % des Ausübungspreises. Für die Tranchen 2011, 2012 und 2013 wurde die Ausübungshürde auf 120 % des Ausübungspreises festgelegt. Der Ausübungspreis für die Tranche 2011 entspricht dem Ausgabekurs beim Börsengang, also dem am Ende der Angebotsphase (Bookbuilding) festgelegten Emissionspreis für die im Rahmen des Börsengangs öffentlich angebotenen Aktien. Für die Bestimmung des Ausübungspreises der weiteren Tranchen ist der gewichtete Durchschnitt der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft an den letzten 60 Börsenhandelstagen, die unmittelbar der Zuteilung der jeweiligen Tranche vorhergehen, maßgeblich. Dividendenzahlungen der Gesellschaft während der Haltefrist sind vom Ausübungspreis der jeweiligen Tranche abzuziehen. Die Berechnung des Werts der Aktienoption erfolgt auf Basis betriebswirtschaftlich anerkannter Bewertungsmodelle.

Die Gesellschaft kann im Zeitpunkt der Ausübung frei entscheiden, ob ein Ausgleich der Option in Aktien oder ein Barausgleich erfolgt. Für die Tranchen 2011, 2012 und 2013 wird von einem Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten (kein Barausgleich) ausgegangen.

Als sonstige Vergütung steht den Vorstandsmitgliedern ein Dienstfahrzeug, auch zur privaten Nutzung, zur Verfügung. Darüber hinaus werden dem Vorstand im Zusammenhang mit der Erfüllung seiner Dienstpflichten für die Gesellschaft entstehende angemessene Auslagen und Reisekosten im Rahmen der bei der Gesellschaft jeweils geltenden Richtlinien erstattet. Der gesetzliche Selbstbehalt in Höhe von 10 % der Schadenssumme der für die Führungskräfte der NORMA Group abgeschlossenen D&O-Versicherung wird von den Vorstandsmitgliedern jeweils privat getragen oder privat versichert.

Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2013

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2013 insgesamt EUR 3,9 Mio. (2012: EUR 2,4 Mio.). Darin enthalten sind fixe EUR 1,4 Mio. und variable EUR 2,5 Mio. Bestandteile.

Die variablen Bestandteile setzen sich aus dem kurzfristigen erfolgsabhängigen Jahresbonus und den beiden langfristigen erfolgsabhängigen Vergütungen in Form des LTI und des MSP zusammen.

Für die variablen Vergütungsbestandteile wurde eine Rückstellung gebildet. Die Aktienoptionen im Rahmen des MSP-Programms wurden gemäß IFRS 2 als Rücklagen berücksichtigt.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 6. April 2011 soll eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 9 HGB für die Jahre 2011 bis 2015 unterbleiben.

Vergütung des Aufsichtsrats

Gemäß den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 wurde für die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters eine unterschiedliche Berechnung vorgenommen. Der Vorsitzende erhält das 2-fache, sein Stellvertreter das 1,5-fache der Vergütung der übrigen Aufsichtsratsmitglieder. Daneben werden der Vorsitz und die Mitgliedschaft in Ausschüssen des Aufsichtsrats gesondert berücksichtigt.

Die Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit wird am Tag nach der Hauptversammlung 2014 wie folgt gezahlt:

Aufsichtsratsmitglied Mitgliedschaft / Vorsitz Ausschuss Vergütung in EUR
Dr. Stefan Wolf Aufsichtsratsvorsitzender
Vorsitzender des Präsidial- und Nominierungsausschusses
110.000,00
Lars M. Berg stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender (seit dem 8. Februar 2013)
Mitglied des Prüfungsausschusses
Mitglied des Präsidial- und Nominierungsausschusses
(seit dem 8. Februar 2013)
91.356,16
Günter Hauptmann (keine Ausschussmitgliedschaft) 50.000,00
Knut J. Michelberger Mitglied des Prüfungsausschusses 60.000,00
Dr. Christoph Schug Vorsitzender des Prüfungsausschusses 95.000,00
Erika Schulte
(Bestellung zum 18. Februar 2013)
(keine Ausschussmitgliedschaft) 43.424,66
Gesamt 449.780,82

Im Geschäftsjahr 2013 gab es keine Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder für persönlich erbrachte Leistungen (insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen).

Darüber hinaus werden dem Aufsichtsrat im Zusammenhang mit der Erfüllung seiner Dienstpflichten für die Gesellschaft entstehende angemessene Auslagen und Reisekosten im Rahmen der bei der Gesellschaft jeweils geltenden Richtlinien erstattet. Der gesetzliche Selbstbehalt in Höhe von 10 % der Schadenssumme der für Vorstand und Aufsichtsrat der NORMA Group abgeschlossenen D&O-Versicherung wird von den Aufsichtsratsmitgliedern jeweils privat getragen oder privat versichert.

Nachtragsbericht

Folgende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden im Nachtragsbericht bekannt gegeben:

Rückzahlung der syndizierten Verbindlichkeit

Im Januar 2014 haben Gesellschaften der NORMA Group Teile der seit April 2011 bestehenden syndizierten Finanzierung vorzeitig mit den Mitteln aus dem in 2013 aufgenommenen Schuldscheindarlehen zurückgeführt. Die Rückführung belief sich insgesamt auf EUR 101,4 Mio. Durch die Rückführung profitiert die NORMA Group zukünftig von niedrigeren Zinsaufwendungen, die sich bereits im ersten Quartal 2014 positiv auf das Ergebnis auswirken werden. Die mit den zurückgeführten Teilen verbundenen Sicherungsgeschäfts (Zins-/Währungsswaps) wurden im Zeitpunkt der Rückzahlung aufgelöst. Da die Maßnahmen von unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften der NORMA Group SE durchgeführt wurden, haben diese keinen unmittelbaren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der NORMA Group SE.

Erwerb der restlichen Anteile an Chien Jin Plastic Sdn. Bhd.

Im Februar 2014 haben wir von unserem Recht, die restlichen 15 Prozent der Anteile an der Chien Jin Plastic Sdn. Bhd. in Malaysia zu erwerben, Gebrauch gemacht. Somit halten wir über die NORMA Group Asia Pacific Holding Pte. Ltd. nun 100 Prozent der Anteile des Unternehmens. Da wir Chien Jin Plastic bereits seit der Akquisition im November 2012 im Konzernabschluss voll konsolidieren, ergeben sich im Konzern durch den Erwerb der verbleibenden 15 Prozent der Anteile keine Auswirkungen auf die operativen Kennzahlen des NORMA Group-Konzerns. Chien Jin Plastic ist ein Hersteller von thermoplastischen Verbindungssystemen mit Sitz in Ipoh, Malaysia. Das Unternehmen ist seit über 20 Jahren im Markt tätig und produziert Verbindungselemente für Kunststoff- und Gussrohrsysteme, die in unterschiedlichen Anwendungsbereichen, insbesondere in der Trink- und Brauchwasserversorgung sowie in Bewässerungsanlagen zum Einsatz kommen. Für nähere Informationen verweisen wir auf unseren Geschäftsbericht 2012. Der vollständige Erwerb der Chien Jin Plastic geht strategiekonform mit unserem Ziel einher, unsere Präsenz in Asien weiter auszubauen. Auf den Jahresabschluss der NORMA Group SE hat der Anteilserwerb keine unmittelbaren Auswirkungen.

Ergänzende Angaben nach dem Übernahmerichtlinien-Umsetzungsgesetz

Zu der nach § 289 Abs. 4 HGB geforderten Berichterstattung geben wir folgende Übersicht:

§ 289 (4) Nr. 1 HGB

Das Grundkapital der NORMA Group SE beträgt zum 31. Dezember 2013 unverändert EUR 31.862.400,00. Es ist eingeteilt in 31.862.400 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen. Die NORMA Group SE hält keine eigenen Aktien.

§ 289 (4) Nr. 2 HGB

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, oder entsprechende Vereinbarungen unter den Gesellschaftern, aus denen sich derartige Beschränkungen ergeben können, sind dem Vorstand der NORMA Group SE nicht bekannt.

§ 289 (4) Nr. 3 HGB

Neben den im Anhang aufgelisteten Stimmrechten, gibt es keine weiteren direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital, die zehn von hundert der Stimmrechte überschreiten.

§ 289 (4) Nr. 4 HGB

Aktien der NORMA Group SE, die ihren Inhabern Sonderrechte, einschließlich Kontrollbefugnisse, verleihen, existieren nicht.

§ 289 (4) Nr. 5 HGB

Arbeitnehmerbeteiligungsprogramme, über die Arbeitnehmer Aktien der NORMA Group SE erwerben könnten, bestehen nicht. Arbeitnehmer, die als Aktionäre an der NORMA Group SE beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

§ 289 (4) Nr. 6 HGB

Die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder richtet sich nach § 84 f. AktG. Die Satzung der NORMA Group SE enthält diesbezüglich keine von den gesetzlichen Regelungen abweichende Bestimmung. Der Aufsichtsrat bestimmt die konkrete Zahl der Mitglieder des Vorstands. Er kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden oder einen Vorstandssprecher sowie einen stellvertretenden Vorstandssprecher ernennen.

Satzungsänderungen sind gemäß § 179 Abs. 1 AktG durch die Hauptversammlung zu beschließen. Gemäß § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG kann die Hauptversammlung die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, dem Aufsichtsrat übertragen. Von dieser Möglichkeit hat die Hauptversammlung der NORMA Group SE Gebrauch gemacht: Der Aufsichtsrat ist gemäß § 14 (2) der Satzung befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur deren Fassung betreffen. Gemäß § 20 Satz 3 der Satzung genügt für einen Beschluss über die Änderung der Satzung die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen, sofern mindestens die Hälfte des Grundkapitals bei der Beschlussfassung vertreten ist und nicht gesetzlich zwingend eine andere Mehrheit vorgeschrieben ist.

Falls der Vorstand von seiner Ermächtigung Gebrauch macht, eigene Aktien ohne Kapitalherabsetzung einzuziehen, so dass sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital erhöht, ist er zur Anpassung der Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung berechtigt. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach Durchführung der Kapitalerhöhungen unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2011/II oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist ohne Ausnutzung dieses genehmigten Kapitals zu ändern.

§ 289 (4) Nr. 7 HGB

Genehmigtes Kapital 2011/II

Der Vorstand ist gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 6. April 2011 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5. April 2016 um bis zu insgesamt EUR 15.931.200,00 durch Ausgabe von bis zu 15.931.200 neuen, auf den Namen lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011/II). § 5 der Satzung der NORMA Group SE übernimmt die Regelungen zum Genehmigten Kapital 2011/II der Gesellschaft aus § 5 der Satzung der NORMA Group AG vor der Umwandlung. Im Vergleich zur Satzung der NORMA Group AG neu eingefügt wurde lediglich die Klarstellung, dass das Genehmigte Kapital 2011/II in der NORMA Group SE nur insoweit besteht, als es zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Umwandlung noch vorhanden, also noch nicht ausgenutzt ist.

Der Vorstand darf das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats für eine oder mehrere Kapitalerhöhungen im Rahmen des genehmigten Kapitals ausschließen, um Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses der Aktionäre ergeben, vom Bezugsrecht auszunehmen, bei Sachkapitalerhöhungen, insbesondere zum Erwerb von Unternehmen, bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage beschränkt auf maximal 10 % des Grundkapitals, sofern der Ausgabepreis den Börsenwert nicht wesentlich unterschreitet (vereinfachter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4), zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Wandlungs- und Optionsrechten bzw. Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 12.505.000,00 durch Ausgabe von bis zu 12.505.000 neuen, auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit Gewinnanteilberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe bedingt erhöht. Entsprechend ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals bis zum Ablauf des 5. April 2016 Options- oder Wandelschuldverschreibungen sowie Genussrechte mit Wandlungsrecht zu begeben und den Inhabern oder Gläubigern der Schuldverschreibungen Options- oder Wandlungsrechte auf bis zu 12.505.000 neue Aktien der NORMA Group SE mit einem anteiligen Gesamtbetrag am Grundkapital von bis zu EUR 12.505.000,00 zu gewähren.

Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen sowie Genussrechten mit Options- oder Wandlungsrecht, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 6. April 2011 bis zum Ablauf des 5. April 2016 von der Gesellschaft, von ihr abhängigen oder von im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen ausgegeben werden. Sie wird nur insoweit durchgeführt, wie von Options- oder Wandlungsrechten aus den vorgenannten Options- und Wandelschuldverschreibungen bzw. Genussrechten mit Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch gemacht wird oder Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht eigene Aktien oder neue Aktien aus dem genehmigten Kapital zur Bedienung eingesetzt werden.

Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien

Die NORMA Group SE ist gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 6. April 2011 ermächtigt, im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben des § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals über die Börse oder ein an alle Aktionäre der NORMA Group SE gerichtetes Kaufangebot zu erwerben. Diese Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals ausgeübt werden und gilt bis zum 5. April 2016. Der Erwerbspreis (ohne Nebenkosten) darf den arithmetischen Mittelwert des Schlusskurses der Aktie der NORMA Group SE an der Frankfurter Wertpapierbörse im XETRA-Handel oder eines Nachfolgesystems während der letzten fünf Börsenhandelstage vor dem Erwerb oder der Eingehung einer Verpflichtung zum Erwerb über die Börse oder vor Veröffentlichung eines öffentlichen Angebots um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.

Die Ermächtigung kann zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck ausgeübt werden. Insbesondere ist der Vorstand ermächtigt, alle oder einen Teil der erworbenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, wobei der Vorstand bestimmen kann, aber nicht muss, dass die Einziehung ohne Kapitalherabsetzung erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand ausdrücklich ermächtigt, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung erworbenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats in anderer Weise als durch Veräußerung über die Börse oder Angebot an alle Aktionäre unter vollständigem oder teilweisem Ausschluss des Bezugsrechts wie folgt zu verwenden: um Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses der Aktionäre ergeben, vom Bezugsrecht auszunehmen, zur Veräußerung gegen Sacheinlage, insbesondere zum Erwerb von Unternehmen, zur Veräußerung gegen Barzahlung, sofern der Preis den Börsenwert nicht wesentlich unterschreitet (vereinfachter Bezugsrechtsausschluss nach §§ 186 Abs. 3 Satz 4, 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5 Halbsatz 2 AktG, beschränkt auf maximal 10% des Grundkapitals), zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Wandlungsund Optionsrechten bzw. Wandlungspflichten.

Von der vorstehenden Ermächtigung hat der Vorstand der NORMA Group SE bislang nicht Gebrauch gemacht.

§ 289 (4) Nr. 8 HGB

Keine wesentliche Vereinbarung der NORMA Group SE steht unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots.

§ 289 (4) Nr. 9 HGB

Das Schuldscheindarlehen, das NORMA Group SE 2013 begeben hat, enthält ebenso wie die übrigen Finanzierungsverträge der NORMA Group eine marktübliche Change of Control-Klauseln. Im Falle einer Übernahme durch einen Dritten kann nicht ausgeschlossen werden, dass die NORMA Group sich dann nicht mehr zu ähnlich günstigen Konditionen finanzieren könnte.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist im Corporate Governance Bericht enthalten und ebenfalls Teil des Lageberichts. Darin enthalten sind die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat, die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG sowie Angaben zu wesentlichen Unternehmensführungspraktiken.

Bilanz der NORMA Group SE

zum 31. Dezember 2013

Aktiva

in TEUR 31. Dez. 2013 31. Dez. 2012
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Software 1 1
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 56 63
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15 15
3. Anlagen im Bau 120 66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 258.276 103.959
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 125.000 0
383.468 104.104
B. Umlaufvermögen
I.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 54.866 174.359
2. sonstige Vermögensgegenstände 9 2.563
II. Guthaben bei Kreditinstituten 3.532 1.169
58.407 178.091
Summe Aktiva 441.875 282.195

Passiva

in TEUR 31. Dez. 2013 31. Dez. 2012
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital* 31.862 31.862
II. Kapitalrücklage 215.925 214.162
III. Bilanzgewinn 62.777 32.849
310.564 278.873
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.024 460
2. sonstige Rückstellungen 3.532 2.202
4.556 2.662
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 126.520 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 67 23
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 102 347
4. Sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 278),
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 4
(Vorjahr: TEUR 1)
66 290
126.755 660
Summe Passiva 441.875 282.195

*Bedingtes Kapital TEUR 12.505 (Vorjahr: TEUR 12.505)

Gewinn- und Verlustrechnung der NORMA Group SE

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Angaben in TEUR 2013 2012
1. sonstige betriebliche Erträge
davon aus der Währungsumrechnung TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 58)
11.623 18.847
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) soziale Abgaben
davon für Altersversorgung TEUR 130 (Vorjahr: TEUR 130)
–5.127
–272
–3.829
–130
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
–17 –10
4. sonstige betriebliche Aufwendungen
davon aus der Währungsumrechnung TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 32)
–13.190 –20.711
5. Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 16.000)
0 16.000
6. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 1.520 (Vorjahr: TEUR 0)
1.520 0
7.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 6.479 (Vorjahr: TEUR 8.204)
6.512 8.219
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen –2.022 –124
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit –973 18.262
10. außerordentlicher Ertrag 52.795 0
11. außerordentliches Ergebnis 52.795 0
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –1.184 –460
13. Jahresüberschuss 50.638 17.802
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 12.139 15.047
15. Bilanzgewinn 62.777 32.849

Anhang für das Geschäftsjahr 2013

1. Allgemeine Angaben

Die NORMA Group SE mit Sitz in Maintal ist im MDAX der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Insofern ist die NORMA Group SE eine kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft i.S.d. § 264d HGB, und damit als große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 HGB anzusehen.

Die NORMA Group AG hatte seit dem Börsengang im Mai 2011 bis Juli 2013 die Rechtsform einer Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Im Juli 2013 wurde die Gesellschaft aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 22. Mai 2013 in eine Europäische Gesellschaft (Societas Europaea) umgewandelt. Die Umwandlung wurde mit Eintragung ins Handelsregister am 04. Juli 2013 wirksam. Der Sitz der Gesellschaft ist unverändert Maintal in Deutschland.

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Bilanz ist nach den Vorschriften des § 266 HGB gegliedert. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gliederung entspricht § 275 HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert und werden im Folgenden erläutert.

Anlagevermögen

Die Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibungen bewertet. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit einem Anschaffungswert bis zu EUR 410 werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. Erforderliche außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen. Die durchschnittliche Abschreibungsdauer beträgt 5 Jahre.

Zu der Entwicklung des Anlagevermögens der NORMA Group SE verweisen wir auf die gesonderte Darstellung auf der folgenden Seite.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Zum Anteilsbesitz der NORMA Group SE verweisen wir auf die gesonderte Aufstellung der Anteilsbesitzliste.

Entwicklung des Anlagevermögens

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013

Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
in TEUR 1/1/2013 Zugang Abgang 31/12/2013 1/1/2013 Zugang Abgang 31/12/2013 31/12/2013 31/12/2012
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene
Software
1 0 0 1 0 0 0 0 1 1
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden
Grundstücken
69 0 0 69 6 7 0 13 56 63
2. andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
30 10 0 40 15 10 0 25 15 15
3. Anlagen im Bau 66 54 0 120 0 0 0 0 120 66
Summe Sachanlagen 165 64 0 230 21 17 0 38 192 144
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
103.959 183.766 29.449 258.276 0 0 0 0 258.276 103.959
2. Ausleihungen an
verbundene Unternehmen
0 125.000 0 125.000 0 0 0 0 125.000 0
Summe Finanzanlagen 103.959 308.766 29.449 383.276 0 0 0 0 383.276 103.959
Summe 104.125 308.830 29.449 383.506 21 17 0 38 383.468 104.104

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Aufstellung der Konzernunternehmen und Beteiligungen der NORMA Group zum 31. Dezember 2013

Anteil in%
ge
halten
der unmit
telbaren
Mutter
der
NORMA
Group
Wäh Eigen
Nr. Gesellschaft Sitz durch gesellschaft SE rung** kapital* Ergebnis*
Zentralfunktionen
01 NORMA
Group SE
Maintal, Deutschland
02 NORMA Group APAC Holding GmbH Maintal, Deutschland 01 100 100 TEUR 44 –3 1)
03 NORMA Group Holding GmbH Maintal, Deutschland 01 100 100 TEUR 115.959 29.825 1)
Segment EMEA
04 NORMA Distribution Center GmbH Marsberg, Deutschland 03 94,8 100 TEUR 2.175 0 1) 2)
05 DNL GmbH & Co KG Maintal, Deutschland 03 100 100 TEUR 6.537 –6 1)
06 NORMA Germany GmbH Maintal, Deutschland 03 94,9 100 TEUR 56.306 0 1) 2)
07 NORMA Türkei Verwaltungs GmbH Maintal, Deutschland 03 100 100 TEUR 26 –5 1)
08 DNL France S.A.S. Briey, Frankreich 03 100 100 TEUR 12.529 –967
09 NORMA Distribution France S.A.S. La Queue En Brie, Frankreich 08 100 100 TEUR 3.728 705
10 NORMA France S.A.S. Briey, Frankreich 08 100 100 TEUR 6.120 132
11 DNL UK Ltd. Newbury, Großbritannien 03 100 100 TGBP 3.931 –359
12 NORMA UK Ltd. Newbury, Großbritannien 11 100 100 TGBP 20.199 6.419
13 Nordic Metalblok S.r.l. Riese Pio X, Italien 03 100 100 TEUR 670 –100
14 NORMA Italia SpA Gavardo, Italien 19 100 100 TEUR 6.256 1.286
15 Groen Bevestigingsmaterialen B.V. Pumerend, Niederlande 03 60 90 TEUR 1.639 782 4)
16 NORMA Netherlands B.V. Ter Apel, Niederlande 19 100 100 TEUR 6.268 1.360
17 NORMA Polska Sp. z o.o. Slawniów, Polen 03 100 100 TPLN 154.029 38.190
18 NORMA Group CIS LLC Togliatti, Russland 03 99,96 100 TRUR 21.869 –31.482
19 DNL Sweden AB Stockholm, Schweden 03 100 100 TSEK 78.100 10.865
20 NORMA Sweden AB Anderstorp, Schweden 19 100 100 TSEK 115.095 17.827
21 Connectors Verbindungstechnik AG Tagelswangen, Schweiz 03 100 100 TCHF 9.387 2.446
22 NORMA Group South East Europe d.o.o Belgrad, Serbien 03 100 100 TRSD 1.538.155 –591.830
23 Fijaciones Norma S.A. Barcelona, Spanien 03 100 100 TEUR 4.190 1.012
24 NORMA Czech, s.r.o. Hustopece, Tschechien 19 99,9 100 TCZK 255.633 25.135
25 NORMA Turkey Baglanti ve Birlestirme
Teknolojileri Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi
Besiktas, Istanbul, Türkei 07 100 100 TTRL 1.514 828
26 NORMA Group Distribution Polska Sp. z.o.o. Krakau, Polen 17 100 100 TPLN 4.567 –433
Segment Amerika
27 Craig Assembly Inc. St. Clair, USA 30 100 100 TUSD 19.948 4.886
28 NORMA Michigan Inc. Auburn Hills, USA 30 100 100 TUSD 61.606 8.604
29 NORMA US Holding LLC Saltsburg, USA 30 100 100 TUSD 26.421 –1.519
30 NORMA Pennsylvania Inc. Saltsburg, USA 01 100 100 TUSD 51.178 3.511
31 R.G. RAY Corporation Buffalo Grove, USA 30 100 100 TUSD 71.711 8.334
32 NORMA do Brasil Sistemas De Conexão Ltda. São Paulo, Brasilien 30 99,9 100 TBRL 23.970 –2.978
33 NORMA Group México S. de R.L. de C.V. Monterrey, Mexico 28 99,5 100 TUSD 2.058 1.495
Segment Asien-Pazifik
34 NORMA Pacific Pty. Ltd. Melbourne, Australien 41 100 100 TAUD 13.820 489
35 NORMA China Co., Ltd. Qingdao, China 03 100 100 TCNY 79.689 7.386
36 NORMA Group Products India Pvt. Ltd. Pune, Indien 41 99,99 100 TINR 315.844 –95.555
37 NORMA Japan Inc. Osaka, Japan 41 60 60 TJPY 122.595 3.239
38 Chien Jin Plastic Sdn. Bhd. Ipoh, Malaysia 41 85 100 TMYR 19.154 4.213
39 NORMA Pacific (Malaysia) SDN. BHD. Kuala Lumpur, Malaysia 41 100 100 TMYR – 3) 5)
40 NORMA Korea Inc. Seoul, Republik Korea 41 100 100 TKRW 105.283 106.167
41 NORMA Group Asia Pacific Holding Pte. Ltd. Singapur, Singapur 01 100 100 TSGD 59.488 –4.765
42 NORMA Pacific Asia Pte. Ltd. Singapur, Singapur 41 100 100 TSGD 176 –36
43 NORMA Pacific (Thailand) Ltd. Chonburi, Thailand 41 100 100 TTHB 68.603 15.547
44 Guyco Pty Limited Adelaide, Australia 34 100 100 TAUD 4.390 –119
45 NORMA EJT (Changzhou) Co., Ltd. Jiangsu Province, China 41 100 100 TCNY 41.133 –9

* Die Daten beziehen sich auf nach den IFRS-Rechnungslegungsvorschriften gemeldeten Werte der Gesellschaften zum 31.12.2013, da außer in den gesondert angegebenen Fällen entweder für 2013 noch keine landesrechtlichen Abschlüsse vorliegen oder keine solchen erforderlich sind.

** siehe Umrechnungstabelle

1) Die Daten beziehen sich auf die noch nicht testierten aber bereits nach den handelsrechtlichen Vorschriften vorläufig aufgestellten Jahresabschlüsse per 31.12.2013. 2) Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. 3) Die Angaben sind in den Angaben für Norma Pacific Pty. Ltd. (Nr. 34) enthalten. 4) Die Gesellschaft wurde zum 31.12.2012 erworben. 5) Die Angabe unterbleibt gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB.

UMRECHNUNGSTABELLE

Kassakurs Durchschnittskurs
je EUR 31. Dez. 2013 31. Dez. 2012 2013 2012
Australischer Dollar 1,5396 1,2683 1,3748 1,2408
Brasilianischer Real 3,1929 2,6900 2,9411 2,5601
Chinesische Renminbi Yuan 8,3342 8,2129 8,1614 8,1063
Schweizer Franken 1,2269 1,2084 1,2310 1,2051
Tschechische Krone 27,3990 25,1300 25,9518 25,1404
Pfund Sterling 0,8328 0,8175 0,8495 0,8107
Indische Rupie 85,1004 72,1682 77,5964 68,5293
Japanische Yen 144,5000 113,4400 129,4232 102,3973
Malaysischer Ringgit 4,5133 4,0354 4,1786 3,9664
Mexikanischer Peso 18,0270 17,1240 16,9383 16,9001
Polnische Złoty 4,1502 4,0760 4,1973 4,1848
Russischer Rubel 45,2515 40,1500 42,2848 39,9260
Serbische Dinar 114,1970 113,5898 112,5200 113,0708
Schwedische Krone 8,8263 8,5863 8,6391 8,7042
Singapur Dollar 1,7391 1,6119 1,6605 1,6052
Südkoreanischer Won 1.453,3639 1.403,0000 1.451,3184 1.446,2045
Thailändischer Baht 45,0853 40,3409 40,7419 39,9223
Türkische Lira 2,9453 2,3625 2,5269 2,3139
US-Dollar 1,3768 1,3176 1,3272 1,2846

Umlaufvermögen

Die Bewertung von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt grundsätzlich zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken. Forderungen, die auf fremde Währung lauten, werden unterjährig zum Geldkurs am Entstehungstag angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung langfristiger Fremdwährungsforderungen erfolgt ebenfalls mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag, jedoch nur, sofern dieser niedriger ist als der Entstehungskurs.

Die flüssigen Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in angemessener Weise ungewisse Verpflichtungen und sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt bei den Verbindlichkeiten mit dem Briefkurs am Entstehungstag. Zum Bilanzstichtag werden kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag angesetzt. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden ebenfalls mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag bewertet, jedoch nur, sofern dieser höher ist als der Entstehungskurs.

Latente Steuern

Für temporär abweichende Wertansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz werden nur dann latente Steuern angesetzt, wenn sich insgesamt ein Überhang der passiven über die aktiven latenten Steuern ergibt. Bei der Berechnung der latenten Steuern wird ein kombinierter Steuersatz von 30,175% zugrunde gelegt. Abweichungen ergeben sich im Wesentlichen bei den Rückstellungen. Der sich aus der Berechnung ergebende aktive latente Steuerüberhang wird nicht bilanziert.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Gesellschaft hält Anteile an folgenden verbundenen Unternehmen:

Beteiligungsquote
Gesellschaft, Sitz in % Währung*** Eigenkapital Ergebnis
NORMA Group Holding GmbH, Maintal ** 100% TEUR 115.959 29.825
NORMA Group APAC Holding GmbH, Maintal ** 100% TEUR 44 –3
NORMA Group APAC Holding Pte. Ltd., Singapur * 100% TSGD 59.488 –4.765
NORMA Pennsylvania, Inc.* 100% USD 51.178 3.511

* Die Daten beziehen sich auf nach den IFRS-Rechnungslegungsvorschriften gemeldeten Werte der Gesellschaft per 31.12.2013

** Die Daten beziehen sich auf die noch nicht testierten aber bereits nach den handelsrechtlichen Vorschriften vorläufig aufgestellten Jahresabschlüsse per 31.12.2013.

*** siehe Umrechnungstabelle

Die Anteile an verbundenen Unternehmen erhöhten sich im Berichtsjahr um insgesamt TEUR 154.317. Diese Erhöhung ist zum einen auf die Abspaltung der NORMA Pennsylvania Inc. von der NORMA Group Holding GmbH auf die NORMA Group SE zurückzuführen, die in Hinblick auf die Beteiligung an der NORMA Pennsylvania Inc. zu einem Zugang in Höhe von TEUR 82.244 und einer abspaltungsbedingten Reduktion des Buchwerts der Beteiligung an der NORMA Group Holding GmbH in Höhe von TEUR 29.449 führte. Zum anderen haben insbesondere eine Einzahlung in die Kapitalrücklage der NORMA Group Holding GmbH in Höhe von TEUR 70.000 sowie eine Kapitalerhöhung bei NORMA Group APAC Holding Pte. Ltd. in Höhe von TEUR 29.150 zum Anstieg der Anteile an verbundenen Unternehmen beigetragen.

Gründe für den Ansatz eines niedrigeren beizulegenden Werts ergaben sich bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen zum Bilanzstichtag nicht.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen ergeben sich aus einem langfristigen Darlehen in Höhe von TEUR 125.000 an die NORMA Group Holding GmbH. Davon haben TEUR 52.000 eine Laufzeit von mehr als einem und weniger als 5 Jahren und TEUR 73.000 eine Laufzeit von mehr als 5 Jahren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 54.500 Darlehensforderungen gegen die NORMA Group Holding GmbH (Vorjahr: TEUR 172.000) und in Höhe von TEUR 366 (Vorjahr: TEUR 2.358) Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus der Verwaltung und Abrechnung von Lizenzen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr TEUR 2.563) betreffen Steuerforderungen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben unverändert zum Vorjahr eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 31.862 und ist in voller Höhe eingezahlt. Es ist eingeteilt in 31.862.400 auf den Namen lautenden nennwertlosen Stückaktien.

Genehmigung und bedingtes Kapital

Der Vorstand der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 6. April 2011 bis zum 5. April 2016 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrmals um insgesamt EUR 15.931.200 durch Ausgabe von bis zu 15.931.200 auf den Namen lautenden Stammaktien gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 6. April 2011 wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 12.505.000 durch Ausgabe von bis 12.505.000 neuen auf den Namen lautenden nennwertlosen Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen sowie Genussrechten mit Options- oder Wandlungsrecht, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 6. April 2011 ausgegeben werden.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage hat sich im Berichtsjahr von TEUR 214.162 um TEUR 1.763 auf TEUR 215.925 erhöht. Die Veränderung resultiert in Höhe von TEUR 1.064 (Vorjahr: TEUR 1.308) aus Einzahlungen der zur 3i-Group gehörenden Altgesellschafter im Rahmen des Operational Performance Incentive Cash Programm sowie in Höhe von TEUR 699 (Vorjahr: TEUR 602) aus Beträgen, die im Rahmen des Aktienoptionsprogramms für Mitglieder des Vorstands der NORMA Group SE (Matching-Stock-Programm) in die Kapitalrücklage eingestellt wurden.

Der ehemalige Hauptgesellschafter 3i Group plc und von 3i verwaltete Fonds hielten zum 31. Dezember 2013 keine Aktien mehr an der NORMA Group SE. Anfang Januar 2013 verkaufte die 3i Group alle restlichen Anteile an der NORMA Group, so dass der Anteilsbesitz auf 0,0% gefallen ist. Somit hat sich der Streubesitz auf 100% erhöht.

Bilanzgewinn

Die Hauptversammlung hat im Mai 2013 beschlossen, aus dem zum 31. Dezember 2012 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 32.849 eine Dividende in Höhe von TEUR 20.711 (EUR 0,65 je Aktie) auszuschütten und TEUR 12.138 auf neue Rechnung vorzutragen. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von TEUR 12.138 und des Jahresüberschusses für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von TEUR 50.638 ergibt sich zum 31. Dezember 2013 ein Bilanzgewinn von TEUR 62.777.

Stimmrechtsmitteilungen

Gemäß §160 Abs. 1 Nr. 8 AktG sind Angaben über das Bestehen von Beteiligungen zu machen, die nach § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des Wertpapierhandelsgesetzes (WphG) dem Unternehmen mitgeteilt worden sind.

Der folgenden Tabelle können die Beteiligungen entnommen werden, die der Gesellschaft bis zum 12. März 2014 mitgeteilt wurden. Die Angaben wurden jeweils der zeitlich letzten Mitteilung eines Meldepflichtigen an die Gesellschaft entnommen. Es wird darauf hingewiesen, dass die Angaben zu der Beteiligung in Prozent und in Stimmrechten zwischenzeitlich überholt sein können.

Meldepflichtiger Erreichen der
Stimmrechtsanteile
Meldeschwelle Beteili
gung
in %
Beteiligung
in Stimm
rechten
Zurechnung gemäß
§ 22 WpHG
The Capital Group, Inc.,
Los Angeles, USA
7. März 2014 3% Überschreitung 3,05 973.100 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6
i.V.m. Satz 2 und 3 WpHG
Capital Research and Management Company,
Los Angeles, USA
7. März 2014 3% Überschreitung 3,05 973.100 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG
Threadneedle Asset Management Holdings SARL,
Luxemburg 1)
12. Februar 2014 5% Unterschreitung 4,98 1.585.678 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6
i.V.m. Satz 2 WpHG
BlackRock Financial Management, Inc.,
New York, USA
21. Januar 2014 5% Überschreitung 5,10 1.626.217 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6
i.V.m. Satz 2 WpHG
BlackRock Holdco 2, Inc.,
Wilmington, USA
21. Januar 2014 5% Überschreitung 5,10 1.626.217 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6
i.V.m. Satz 2 WpHG
Blackrock, Inc.,
New York, USA
21. Januar 2014 5% Überschreitung 5,10 1.626.217 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6
i.V.m. Satz 2 WpHG
Allianz Global Investors Europe GmbH,
Frankfurt am Main, Deutschland
21. Januar 2014 5% Überschreitung 5,02 1.601.001 davon 0,50% (157.764) gemäß
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG

1) Dem Meldepflichtigen zugerechnete Stimmrechte werden dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der NORMA Group SE jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten: Threadneedle Investment Funds ICVC

Erreichen der
gung
in Stimm
Zurechnung gemäß
Meldepflichtiger
Stimmrechtsanteile
Meldeschwelle
in %
rechten
§ 22 WpHG
ODDO et Cie.,
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6
Paris, Frankreich
6. Dezember 2013
3% Unterschreitung
2,84
903.541
i.V.m. Satz 2 WpHG
ODDO Asset Management,
Paris, Frankreich
6. Dezember 2013
3% Unterschreitung
2,84
903.541
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6
Threadneedle Asset Management Holdings Limited,
London, Vereinigtes Königreich 1)
19. November 2013
5% Unterschreitung
4,95
1.576.817
i.V.m. Satz 2 WpHG
Threadneedle Asset Management Limited,
London, Vereinigtes Königreich 1)
19. November 2013
5% Unterschreitung
4,95
1.576.817
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG
davon 2,12% (676.754) gemäß
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG
und zugleich 0,74% (235.644)
BNP Paribas Investment Partners S.A.,
gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6
Paris, Frankreich
5. November 2013
3% Unterschreitung
2,86
912.398
i.V.m. Satz 2 WpHG
Threadneedle Investment Funds ICVC,
London, Vereinigtes Königreich
17. Oktober 2013
5% Unterschreitung
4,94
1.575.121
Threadneedle Investment Services Limited,
London, Vereinigtes Königreich 1)
17. Oktober 2013
5% Unterschreitung
4,94
1.575.121
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG
BlackRock Group Limited,
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6
London, Vereinigtes Königreich
2. August 2013
3% Überschreitung
3,02
961.863
i.V.m. Satz 2 WpHG
BR Jersey International Holdings, L.P.,
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6
St. Helier, Jersey, Kanalinseln
2. August 2013
3% Überschreitung
3,02
962.003
i.V.m. Satz 2 WpHG
BlackRock International Holdings, Inc.,
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6
New York, USA
2. August 2013
3% Überschreitung
3,02
962.003
i.V.m. Satz 2 WpHG
BlackRock Advisors Holdings, Inc.,
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6
New York, USA
2. August 2013
3% Überschreitung
3,02
962.003
i.V.m. Satz 2 WpHG
DWS Investment GmbH,
Frankfurt am Main, Deutschland
24. Juli 2013
3% Unterschreitung
2,98
949.650
Ameriprise Financial Inc.,
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6
Minneapolis, USA 1)
9. Mai 2013
10% Unterschreitung
9,96
3.172.259
i.V.m. Satz 2 WpHG
Columbia Wanger Asset Management LLC,
Chicago, USA
20. März 2013
3% Unterschreitung
2,82
897.250
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG
3i EF4 GP Limited,
5% und 3%
London, Vereinigtes Königreich
14. Januar 2013
Unterschreitung
0,00
0
3i Group Investments LP,
London, Vereinigtes Königreich
14. Januar 2013
3% Unterschreitung
0,00
0
3i Pan European Buyouts 2004–06 LP;
London, Vereinigtes Königreich
14. Januar 2013
3% Unterschreitung
0,00
0
3i Investments GP Limited,
5% und 3%
London, Vereinigtes Königreich
14. Januar 2013
Unterschreitung
0,00
0
3i Investments plc,
15%, 10%, 5% und
London, Vereinigtes Königreich
14. Januar 2013
3% Unterschreitung
0,00
0
3i plc,
15%, 10%, 5% und
London, Vereinigtes Königreich
14. Januar 2013
3% Unterschreitung
0,00
0
3i Holdings plc,
15%, 10%, 5% und
London, Vereinigtes Königreich
14. Januar 2013
3% Unterschreitung
0,00
0
3i Group plc,
15%, 10%, 5% und
London, Vereinigtes Königreich
14. Januar 2013
3% Unterschreitung
0,00
0
Beteili Beteiligung

1) Dem Meldepflichtigen zugerechnete Stimmrechte werden dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der NORMA Group SE jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten: Threadneedle Investment Funds ICVC

Sämtliche Veröffentlichungen durch die Gesellschaft über Mitteilungen von Beteiligungen im Berichtsjahr und darüber hinaus bis zum 12. März 2014 stehen auf der Internetseite der NORMA Group (http://investoren.NORMAgroup.com) zur Verfügung.

Matching-Stock-Programm

Das Matching-Stock-Programm ("MSP") ist ein aktienbasiertes Optionsrecht für den Vorstand der NORMA Group. Es schafft einen langfristigen Anreiz, sich für den Erfolg des Unternehmens einzusetzen.

Zu diesem Zweck wird den Vorständen in jedem Geschäftsjahr eine im Voraus durch den Aufsichtsrat festzulegende Anzahl von Aktienoptionen unter dem Vorbehalt und in Abhängigkeit eines entsprechenden Eigeninvestments des Vorstandsmitglieds in die Gesellschaft zugeteilt.

Die Grundlage der Aktienoptionen bilden die im Rahmen des MSP zugeteilten oder erworbenen qualifizierten Aktien, die im Vorstandsdienstvertrag festgelegt sind. Die Anzahl der Aktienoptionen ergibt sich aus der Multiplikation der im Zuteilungszeitpunkt gehaltenen qualifizierten Aktien (für 2013: 108.452 Stück) und des vom Aufsichtsrat festgelegten Optionsfaktors. Der Optionsfaktor wird für jede Tranche neu festgelegt (der Optionsfaktor für 2013 beträgt 1,5). Das MSP ist in fünf Tranchen gegliedert. Die erste Tranche wurde am Tag des Börsengangs zugeteilt. Die weiteren Tranchen werden jeweils zum 31. März der Folgejahre zugeteilt. Im Geschäftsjahr 2013 sind 162.679 Aktienoptionen zu berücksichtigen.

Die Haltefrist beträgt vier Jahre und endet für die Tranche 2013 am 31. März 2017 (Tranche 2012 am 31. März 2016; Tranche 2011 am 31. März 2015). Der Ausübungspreis für die Tranche 2011 entspricht dem Ausgabekurs beim Börsengang, also dem am Ende der Angebotsphase (Bookbuilding) festgelegten Emissionspreis für die öffentlich angebotenen Aktien. Für die weiteren Tranchen ist der gewichtete Durchschnitt der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft an den letzten 60 Börsenhandelstagen, die unmittelbar der Zuteilung der jeweiligen Tranche vorhergehen, für die Festlegung des Ausübungspreises maßgeblich. Die Berechnung des Werts der Aktienoption erfolgt auf Basis eines allgemein anerkannten Bewertungsverfahrens. Die prognostizierte Volatilität für die Tranche 2013 wurde anhand der Volatilität der letzten 6 Monate der NORMA Group SE Aktie bestimmt.

Folgende Parameter wurden bei der Bewertung der Tranche 2013 berücksichtigt:

Erwartete Dauer bis zur Ausübung in Jahren 4,00
Risikofreier Zins in % 0,75
Prognostizierte Volatilität in % 35,00
Erwartete Dividendenzahlung in % 0,00
Aktienkurs im Gewährungszeitpunkt 24,59
Aktienkurs am Stichtag 31. Dezember 2013 in EUR 36,09

Jede Tranche wird unter der Berücksichtigung geänderter Einflussfaktoren neu berechnet und ratierlich über den Erdienungszeitraum gebildet.

Die Optionen einer Tranche können nur innerhalb einer Ausübungsfrist von zwei Jahren nach Ablauf der Haltefrist erfolgen. Als Voraussetzung für die Ausübung muss der Ausübungspreis mindestens das 1,20-fache des Ausgabepreises betragen (Grundlage: gewichteter Durchschnitt der Schlusskurse der 10 letzten Börsenhandelstage). Die Gesellschaft kann im Zeitpunkt der Ausübung frei entscheiden, ob ein Ausgleich der Option in Aktien oder ein Barausgleich erfolgt. Für die Tranchen 2011 bis 2013 wird von einem Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten (kein Barausgleich) ausgegangen.

Der beizulegende Zeitwert wurde zum Gewährungszeitpunkt bestimmt. Aufgrund des Ausgleichs der Tranchen in Eigenkapitalinstrumenten erfolgt keine Anpassung des beizulegenden Zeitwerts der Optionsrechte während der Haltefrist (Erdienungszeitraum). Der beizulegende Zeitwert der Optionsrechte für die Tranche 2013 betrug im Gewährungszeitpunkt 7,33 EUR je Optionsrecht (2012: 5,67 EUR). Der ermittelte beizulegende Zeitwert der mit der 2013 gewährten Tranche von 162.679 Optionsrechten betrug insgesamt 1.191.674 EUR.

Die resultierenden Personalaufwendungen werden über den Erdienungszeitraum erfasst. Sie betragen für das Geschäftsjahr 2013 698.531 EUR (2012: 417.476 EUR), wobei keine Fluktuation unterstellt wurde. Dieser Betrag wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Die unter dem Matching-Stock Programm (MSP) gewährten Optionsrechte haben sich im Geschäftsjahr 2013 wie folgt entwickelt:

Anzahl ausstehende
Optionsrechte
Gewichteter
durchschnittlicher
Ausübungspreis je
Optionsrecht (in EUR)
Gewichtete
durchschnittliche
Wartezeit (service
period) in Jahren
325.358 19,44 1,75
162.679 23,71 3,25
- - -
- - -
488.037 20,86 2,25

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betragen im Geschäftsjahr TEUR 1.024 (Vorjahr TEUR 460).

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen des Personalbereichs in Höhe von TEUR 2.694 (Vorjahr: TEUR 1.058), Rückstellungen für ausstehende Aufsichtsratsvergütungen und ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von insgesamt TEUR 838 (Vorjahr: TEUR 1.039). In den Rückstellungen des Personalbereichs sind TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 0) für aktienkursorientierte Vergütungsprogramme mit Barausgleich enthalten, die sich an nicht zum Vorstand gehörende Fach- und Führungskräfte der NORMA Group SE richten. Weiterhin sind TEUR 2.112 (Vorjahr: TEUR 635) enthalten, die sich auf langfristige erfolgsbasierte nicht aktienkursorientierte Vergütungsprogramme des Vorstands beziehen.

In den sonstigen Rückstellungen des Personalbereichs sind Rückstellungen in Höhe von TEUR 868 (Vorjahr TEUR 635) mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entstanden aus der am 10. Juli 2013 erfolgten Platzierung eines Schuldscheindarlehens in Höhe von TEUR 125.000 zuzüglich abgegrenzter Zinsen in Höhe von TEUR 1.520. Die Verbindlichkeiten aus dem Schuldscheindarlehen sind zum 31. Dezember 2013 unbesichert. Im Rahmen der Darlehensbedingungen ist die NORMA Group SE zur Einhaltung von Finanzkennziffern (Financial Covenants) verpflichtet, deren Einhaltung kontinuierlich überwacht wird und die im Berichtsjahr vollumfänglich eingehalten wurden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 23). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 102 (Vorjahr: TEUR 347) resultieren im Wesentlichen aus der Verwaltung und Abrechnung von Lizenzen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer in Höhe von TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 263).

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

Restlaufzeiten
Gesamt in TEUR bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Art der Verbindlichkeit
gegenüber Kreditinstituten (Schuldscheindarlehen) 126.520 1.520 52.000 73.000
aus Lieferungen und Leistungen 67 67 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 102 102 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 66 66 0 0
Summe 126.755 1.755 52.000 73.000

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Vereinnahmung von Lizenzen in Höhe von TEUR 10.506 (Vorjahr: TEUR 18.162). Der Rückgang der Lizenzerträge sowie die korrespondierende Verminderung der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfassten Lizenzaufwendungen ist in einer seit dem 1. Januar 2013 geänderten Verrechnung gruppeninterner Lizenzen begründet.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 721 (Vorjahr: EUR 386) und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 58) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Lizenzzahlungen an Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 7.393 (Vorjahr: TEUR 15.111).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 464 (Vorjahr: TEUR 0) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 32).

Erträge aus Beteiligungen

Die Beteiligungserträge in Höhe von TEUR 16.000 im Vorjahr resultierten aus Ausschüttungen der NORMA Group Holding GmbH.

Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens enthalten Zinserträge aus den langfristigen Darlehensforderungen gegen die NORMA Group Holding GmbH in Höhe von TEUR 1.520 (Vorjahr: TEUR 0).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen Erträge in Höhe von TEUR 6.512 (Vorjahr: TEUR 8.219) enthalten vor allem die Zinserträge aus den kurzfristigen Darlehensforderungen gegen die NORMA Group Holding GmbH.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten vor allem die abgegrenzten Zinsaufwendungen aus dem Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 1.520 (Vorjahr: TEUR 0).

Außerordentliches Ergebnis

Im Geschäftsjahr 2013 ist ein außerordentlicher Ertrag aus der Abspaltung der NORMA Pennsylvania Inc. in Höhe von TEUR 52.795 angefallen. Dieser Ertrag ergibt sich aus dem Zugang der Beteiligung an der NORMA Pennsylvania Inc. in Höhe von TEUR 82.244 abzüglich der abspaltungsbedingten Beteiligungsbuchwertreduktion an der NORMA Group Holding GmbH in Höhe von TEUR 29.449.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen TEUR 1.184 und betreffen mit TEUR 796 das außerordentliche Ergebnis.

Im Bereich der sonstigen Rückstellungen bestehen zwischen Handels- und Steuerbilanz abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 230), für die nach dem Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB keine aktiven latenten Steuern angesetzt werden.

5. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich zehn Mitarbeiter (Vorjahr: neun Mitarbeiter). Sämtliche Mitarbeiter sind in der Verwaltung tätig.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet mit weiteren Gesellschaften der NORMA Group für Darlehensverbindlichkeiten von Gruppengesellschaften gegenüber einem Bankenkonsortium, vertreten durch den Agenten Commerzbank AG, in Höhe von nominal EUR 200 Mio. (Vorjahr: EUR 239 Mio.) Auf Grund der soliden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der jeweiligen Gruppengesellschaften wird nicht mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen gerechnet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB ergeben sich aus Miet- bzw. Leasingverträgen und gliedern sich wie folgt:

Restlaufzeiten
Gesamt in TEUR bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Art der Verpflichtung
aus Mietverträgen 1.302 130 521 651
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 1.302 130 521 651
aus Leasingverträgen 79 61 18 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Summe 1.381 191 539 651

Die Mietverträge betreffen das Verwaltungsgebäude in Maintal sowie den Fuhrpark. In allen Fällen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anzeichen gibt.

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Konzernzugehörigkeit und Offenlegung

Die Gesellschaft erstellt einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen und einen Konzernlagebericht gemäß § 290 HGB i.V.m. § 315 HGB und § 315a Abs. 2 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und reicht diese sowie den Jahresabschluss beim Betreiber des Bundesanzeigers ein.

Organe der Gesellschaft

Mitglieder des Vorstands

Werner Deggim Dipl. Ingenieur, Chief Executive Officer (CEO)

Dr. Othmar Belker Dipl. Volkswirt, Chief Financial Officer (CFO)

Bernd Kleinhens Dipl. Ingenieur, Managing Director Business Development

John Stephenson Master of Science, Chief Operating Officer (COO)

Die Vorstände der NORMA Group sind in diversen Aufsichtsräten oder anderen Kontrollgremien der NORMA Group Gesellschaften tätig.

Im Berichtsjahr wurden Vergütungen an den Vorstand in Höhe von TEUR 3.923 gewährt (Vorjahr: TEUR 2.429). Weitere Details zur Vergütung des Vorstands können dem im Lagebericht enthaltenen Vergütungsbericht entnommen werden.

Auf die personenbezogene Angabe der Vorstandsbezüge wird nach § 286 Abs. 5 HGB verzichtet.

Mitglieder des Aufsichtsrats

Dr. Stefan Wolf (Vorsitzender)

Vorstandsvorsitzender (CEO) der ElringKlinger AG Mitglied des Aufsichtsrats der Fielmann AG, Hamburg, Deutschland Mitglied des Verwaltungsrats der Micronas Semiconductor Holding AG, Zürich, Schweiz

Lars Magnus Berg (stellvertretender Vorsitzender)

Selbständiger Berater Vorsitzender des Aufsichtsrats der Net Insight AB, Stockholm, Schweden Vorsitzender des Aufsichtsrats der KPN OnePhone Holding B.V., Düsseldorf, Deutschland Mitglied des Aufsichtsrats der Ratos AB, Stockholm, Schweden Mitglied des Aufsichtsrats der Tele2, AB Stockholm, Schweden

Günter Hauptmann

Selbständiger Berater Mitglied des Aufsichtsrats der Geka GmbH, Bechhofen, Deutschland Vorsitzender des Beirats der GIF GmbH, Alsdorf, Deutschland

Knut J. Michelberger

Selbständiger Berater (Keine weiteren Mandate)

Dr. Christoph Schug

Unternehmer Mitglied des Aufsichtsrats der Tom Tailor Holding AG, Hamburg, Deutschland Mitglied des Aufsichtsrats der Baden-Baden Cosmetics AG, Baden-Baden, Deutschland Mitglied des Verwaltungsrats der AMEOS Gruppe AG, Zürich, Schweiz

Erika Schulte (seit 18. Februar 2013)

Geschäftsführerin der Hanau Wirtschaftsförderung GmbH, der Brüder-Grimm-Berufsakademie Hanau GmbH und der Technologieund Gründerzentrum Hanau GmbH (Keine weiteren Mandate)

Im Berichtsjahr wurden Vergütungen an den Aufsichtsrat in Höhe von TEUR 450 (Vorjahr: TEUR 435) gewährt.

Vorschlag für die Gewinnverwendung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 weist einen Bilanzgewinn von TEUR 62.777 aus. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, TEUR 22.304 für das Geschäftsjahr 2013 auszuschütten, TEUR 30.000 in die Gewinnrücklage einzustellen und TEUR 10.473 auf neue Rechnung vorzutragen. Danach entfällt auf eine Stückaktie eine Bardividende von EUR 0,70.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG)

Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären durch die Veröffentlichung im Internet auf der Homepage der NORMA Group dauerhaft zugänglich gemacht.

Abschlussprüferhonorar

Das Abschlussprüferhonorar wird im Konzernabschluss der NORMA Group SE angegeben.

NORMA Group SE

Maintal, den 12. März 2014

Werner Deggim Dr. Othmar Belker Bernd Kleinhens John Stephenson

NORMA Group SE Jahresabschluss 2013 45

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungs-grundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der NORMA Group SE vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

NORMA Group SE

Maintal, den 12. März 2014

Werner Deggim Dr. Othmar Belker Bernd Kleinhens John Stephenson

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der NORMA Group SE (vormals NORMA Group GmbH), Maintal, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 12. März 2014

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Dr. Ulrich Störk ppa. Benjamin Hessel