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NORMA Group SE — Annual Report 2010
Apr 18, 2011
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Annual Report
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Customer Value through Innovation
Finanzbericht 2010 NORMA Group GmbH
Konzernlagebericht der NORMA Group GmbH, Maintal/Deutschland
| Überblick | 2 |
|---|---|
| Geschäft und Rahmenbedingungen | 4 |
| - Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld | 4 |
| - Organisatorische und rechtliche Struktur des Konzerns sowie | |
| seiner Gesellschaften sowie Organisation seiner Leitung und Kontrolle | 7 |
| - Wesentliche Ereignisse - Akquisitionen | 9 |
| - Steuerungsgrößen | 10 |
| - Produkte und Geschäftsprozesse | 11 |
| Umsatz- und Ertragsentwicklung | 13 |
| Vermögenslage | 16 |
| Finanzlage | 17 |
| Segmente im Einzelnen | 19 |
| Mitarbeiter | 20 |
| Einkauf | 22 |
| Forschung und Entwicklung | 23 |
| Gesundheits- und Umweltschutz | 24 |
| Vergütungsbericht | 25 |
| Nachtragsbericht | 25 |
| Chancen- und Risikobericht | 26 |
| Prognosebericht | 33 |
Überblick
Die NORMA Group (im Folgenden auch "NORMA", "Gruppe" oder "Konzern") ist ein weltweit führender Anbieter von hochentwickelter, innovativer Verbindungstechnik. Die Gruppe ist für ihre Kunden einerseits ein strategischer Entwicklungspartner und betreibt andererseits ein integriertes Service-Vertriebsnetzwerk für ihre Produktlösungen. Mit Hauptsitz in Maintal (Deutschland) unterhält die Gruppe 20 Produktionsstandorte in West- und Osteuropa, Nordamerika und Asien. Das Unternehmen ist weltweit in mehr als 80 Ländern vertreten. Die NORMA Group vermarktet ihre Produkte unter bekannten Marken wie ABA©, BREEZE©, GEMI©, NORMA©, R.G. RAY©, Serflex©, Serratub©, TERRY© und Torca©. Globale Präsenz, ein über Jahrzehnte gewachsenes Know-how sowie kundenspezifische Systemlösungen aus einer Hand führen zu nachhaltigem Erfolg und Zufriedenheit der Kunden der NORMA Group. Zusammen mit ihren Kunden ermöglicht die NORMA Group eine saubere, nachhaltige und effiziente Nutzung von natürlichen Ressourcen.
NORMA bietet seinen ca. 10.000 Kunden mehr als 35.000 hochqualitative Produkte und innovative Lösungen weltweit und ist damit ein internationaler Markt- und Technologieführer in attraktiven Nischenmärkten für hochentwickelte Verbindungstechniken. Die Gruppe fertigt und vertreibt eine breite Palette hochqualitativer Verbindungsprodukte für unterschiedliche Anwendungslösungen in drei Produktkategorien: Befestigungsschellen (CLAMP), Verbindungselemente (CONNECT) und Steckverbindungen/Fluidsysteme (FLUID). NORMA CLAMP-Produkte und -lösungen werden aus Stählen hergestellt und vorwiegend zur Verbindung und Abdichtung von Elastomerschläuchen verwendet. Das Angebot an CONNECT-Produkten umfasst Verbindungen aus Stählen, die zum Teil mit Elastomerdichtungen versehen und damit als Verbindungs- und Dichtungselemente für Metall- und Thermoplastrohre verwendet werden. NORMA FLUID-Produkte werden als Leitungssysteme für Flüssigkeiten oder Luft verwendet und ersetzen als ein- oder mehrschichtige thermoplastische Steckverbindungen/Fluidsysteme Elastomerschläuche.
Unterstützt von einem weltweiten Netzwerk, zu dem neben 20 Fertigungsstandorten weitere Vertriebs- und Distributionszentren in Europa, Nord-, Mittel- und Südamerika und im asiatisch-pazifischen Raum gehören, setzt die NORMA Group bei der Belieferung ihrer Kunden auf zwei unterschiedliche Vermarktungswege: Engineered Joining Technology (EJT) und Distribution Services (DS).
Im Bereich EJT liefert NORMA individuell entwickelte Lösungen, die den spezifischen Anwendungserfordernissen industrieller OEM-Kunden entsprechen. EJT-Lösungen werden in diversen Anwendungsbereichen, einschließlich Emissionskontrollen, Kühlsystemen, Luftansaugung und Induktion, Hilfssystemen und der Infrastruktur eingesetzt und werden in unterschiedlichsten Endmärkten einschließlich landwirtschaftlicher Maschinen, Luftfahrtindustrie, Nutzfahrzeugen, Baumaschinen, Motoren, Infrastruktur, Personenkraftwagen, Schienenfahrzeugen verwendet.
Im Bereich DS vertreibt NORMA eine breite Palette hochqualitativer, standardisierter Verbindungsprodukte für unterschiedlichste Anwendungsbereiche an Kunden wie z.B. Distributoren, Fachgroßhändler, OEM-Kunden im Aftermarket-Segment, aber auch Baumärkte, unter den bekannten Marken ABA©, BREEZE©, Gemi©, NORMA©, R.G. RAY©, Serflex©, Serratub©, TERRY© und Torca©. DS-Produkte werden darüber hinaus über ein NORMA-eigenes globales Vertriebsnetz und Handelsvertreter in mehr als 80 Ländern vertrieben.
Die NORMA Group erwartet, dass die Zahl und Komplexität der Verbindungen in den von ihren Kunden produzierten Endprodukten weiter zunehmen wird. Als Reaktion auf globale Megatrends wie die Notwendigkeit zu anhaltender Reduzierung von Emissionen, Leckagen, Gewicht, Raum und Montagezeit ändern sich die technischen Kundenanforderungen. Zusätzliche und höhere Kundenanforderungen führen zu einer steigenden Nachfrage nach hochentwickelter Verbindungstechnik pro Kundenendprodukt. Die Gruppe versucht, diese Wachstumsmöglichkeiten auszuschöpfen, indem sie sich auf innovative, wertschöpfende Lösungen für funktionskritische Verbindungen konzentriert. Zudem bedient der Konzern die Kundenansprüche für weiter modularisierte Produktionsprozesse. In den entwickelten Märkten und in den Schwellenmärkten sowie in den verschiedenen Endmärkten verfolgt die NORMA Group einen proaktiven Ansatz, um den zusätzlichen Bedarf an hochentwickelter Verbindungstechnik in den bestehenden Kundenendprodukten zu identifizieren und möglichst mit Eigenentwicklungen oder unter Eigenmarken zu decken.
Die Gruppe erwartet, dass durch die breite Diversifizierung der beiden Marktzugangsstrategien (EJT und DS) in Bezug auf Regionen, Endmärkte und Produkte die Stabilität der Geschäftstätigkeit gestärkt wird. Die Diversifikation versetzt NORMA zudem in die Lage, die Wachstumspotenziale aus einer Vielzahl unterschiedlicher Wachstumstrends auszuschöpfen.
Daher wird der lokalen Unternehmenseinheit eine hohe eigenständige Bedeutung beigemessen und die Aktivitäten auf übergeordneter Ebene zunächst in den Regionen Europa/mittlerer Osten, Amerika sowie Asien-Pazifik und schließlich in der Konzernzentrale im Stammsitz Maintal in der Nähe von Frankfurt am Main in Deutschland gebündelt.
Dem Konzernlagebericht liegen neben den wesentlichen gesetzlichen Vorschriften, die in den §§ 289, 289a, 315 HGB kodifiziert sind, der Deutsche Rechnungslegungsstandard Nr. 15 (DRS 15) in der Fassung vom 5. Januar 2010 zugrunde.
Geschäft und Rahmenbedingungen
Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld
Weltwirtschaft hat sich in 2010 erholt
Nach einer wirtschaftlichen Erholungsphase erreichten die weltweite Produktion und der weltweite Handel im Jahr 2010 in vielen Bereichen etwa das Niveau vor der Finanzkrise. Die Verbesserung der Konjunktur wurde im Wesentlichen durch die expansive Geld- und Fiskalpolitik vor allem der Industrienationen sowie die stabile Nachfrage der Schwellenländer gestützt.
Das Weltbruttosozialprodukt ist nach Angaben des Internationalen Währungsfonds im Jahr 2010 um 4,8 % gewachsen. Auch für die Folgejahre erwartet der IMF (International Monetary Fund) jeweils ein Mindestwachstum von 4 % bis 2015. Die Weltproduktion hat im Jahr 2010 um rund 4,75 % gegenüber dem Vorjahr zugenommen, regionale Unterschiede sind jedoch auszumachen. Zwar liegt 2010 die Wirtschaftsleistung in vielen Schwellenländern weit über dem Vorkrisenniveau, jedoch wurde der Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in den meisten Industrieländern noch nicht ganz aufgeholt.
Europa erwartet zunehmendes BIP-Wachstum
Nach vorläufigen Angaben von EUROSTAT erzielte der Euroraum (EU-16) im Jahr 2010 einen Handelsbilanzüberschuss von EUR 0,7 Mrd. Dies bedeutet eine Abnahme des Handelsbilanzüberschusses gegenüber dem vergangenen Jahr 2009 um EUR 15,9 Mrd. Die EU-27 verzeichnete 2010 hingegen ein Defizit von EUR -143,3 Mrd. und erhöht damit den Defizitwert des Vorjahres 2009 noch einmal um EUR -35,1 Mrd. (EUROSTAT).
Entgegen eines Defizits der EU-27 beim Handel mit Energie stieg der Handelsbilanzüberschuss für Industrieerzeugnisse um ca. 10 %. Der Handel der EU-27 mit den wichtigsten Partnerländern nahm im Zeitraum von Januar bis November 2010 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum zu. Besonders auffällig ist eine Zunahme der Exporte nach Brasilien (+48 %), China und in die Türkei (je +38 %). Die größte Zunahme der Einfuhren war aus Russland (+33 %), China (+31 %) und Indien (+30 %) festzustellen (EUROSTAT).
Für das Jahr 2011 wird in Europa ein weiteres Wachstum des Bruttoinlandsproduktes erwartet, wobei der Schwerpunkt des Wachstums in der zweiten Jahreshälfte gesehen wird. Jedoch erwarten aktuelle Schätzungen keine Fortschreibung des überproportional hohen Wachstums, sondern eine Verlangsamung des Wachstums durch eine gestiegene Staatsverschuldung und ein rigideres Steuerregime (IHS 2011). Ein weiterer Unsicherheitsfaktor bleibt hingegen die Entwicklung des Euro-Wechselkurses. Insgesamt ist für das Jahr 2011 dennoch ein EU-27 BIP-Wachstum von etwa 1,7 % zu erwarten.
Deutschland weist stärkste Entwicklung seit der Krise auf, hat aber Vorkrisenniveau noch nicht ganz erreicht.
Die Erholung der Weltkonjunktur seit der Jahresmitte 2009 stärkte die deutschen Exporte spürbar und unterstützte die deutsche Wirtschaft bei der Überwindung der realwirtschaftlichen Krise, wobei vermehrt auch die inländische Nachfrage zur konjunkturellen Verbesserung in 2010 beigetragen hat. Durch Zunahme der Ausrüstungsinvestitionen und des privaten Konsums wurde der Aufschwung auf eine breitere Basis gestellt.
Die gesamtwirtschaftliche Produktion Deutschlands ist im Jahr 2010 um 3,6 % angestiegen. Der deutsche Arbeitsmarkt ist auch aus der Krise heraus in robuster Verfassung, so wurde im Oktober 2010 mit 2,945 Millionen Arbeitslosen der niedrigste Stand seit 18 Jahren erreicht, d.h. in der aktuellen Aufschwungphase wurden neue Arbeitsplätze geschaffen.
Deutschland ist weniger von den Folgen der Krise betroffen und weist im Euro-Raum die stärkste wirtschaftliche Entwicklung seit dem Ende der Krise auf. Diese ist auch der geringeren Staatsverschuldung als zunächst befürchtet zuzuschreiben, da es zu keiner signifikanten Verschärfung der Finanzierungsbedingungen der Privatwirtschaft gekommen ist. Dennoch wurde insgesamt in Deutschland das Vorkrisenniveau in 2010 noch nicht wieder erreicht.
Maschinenbau zieht stark an, insbesondere bei Antriebs- und Fluidtechnik zeichnet sich rasante Erholung ab
Wenn auch zeitlich verzögert, so konnte doch der Maschinenbau von den zunehmenden Ausrüstungsinvestitionen der Industrie in 2010 profitieren. Der deutsche Maschinenbau hat gegenüber dem Vorjahr nach Angaben des statistischen Bundesamtes fast 13 % zulegen können, was zu einem hohen Anteil dem Export geschuldet ist.
Schwergewichte innerhalb dieses Marktsegmentes sind dabei nach Angaben des VDMA die Antriebstechnik mit einem Wachstum von 15 % und die Fluidtechnik, die nach teils dramatischen Einbrüchen im Vorjahr in 2010 um rd. 33 % zulegen konnte. Beide Bereiche zusammen erreichten in 2010 einen Gesamtumsatz von rd. EUR 19,6 Mrd. und sind wesentliche Abnehmer von NORMA-Produkten.
Globale Automobilemärkte erreichen in 2010 wieder Vorkrisenniveau
Weltweit hat sich der Automobilmarkt erholt und insbesondere zum Jahresende kräftig an Fahrt aufgenommen. Mit mehr als 61,7 Millionen verkauften PKW wurde das Vorkrisenniveau überschritten. Das entspricht einem Wachstum von rund 12 % gegenüber dem Vorjahr, das im Wesentlichen durch staatliche Absatzhilfen in den Industrieländern geprägt war. Westeuropa hat rund 5 % seiner Neuzulassungszahlen eingebüßt, in Japan und Russland hingegen haben die staatlichen Konjunkturprogramme in 2010 noch Wirkung gezeigt. Starke Entwicklungen im Vorjahresvergleich zeigen die Länder USA, Brasilien, Indien, Türkei und China; weltweit wurde nahezu jedes fünfte Automobil in China abgesetzt.
Die Kapazitätsauslastung der deutschen Automobilindustrie betrug nach Angaben des VDA im vierten Quartal 2010 fast 85 % und bei den Zulieferern rd. 81 %. Dabei stieg die Auslandsproduktion der deutschen Automobilhersteller in 2010 mit rd. 17 % wesentlich stärker als in Deutschland. Die deutschen Zulieferer erreichten nach Angaben des VDA in 2010 gegenüber 2009 einen Umsatzzuwachs von rd. 26 %, was auch der globalen Aufstellung der vorgelagerten Wertschöpfungsstufe geschuldet ist.
Besonderes Augenmerk gilt dabei den Themen Carbon Footprint und CO2-Reduzierung, sowohl als Einsparung im Treibstoffverbrauch als auch in der Entwicklung alternativer Antriebe, wobei hierbei Elektromobilität einen starken Raum einnimmt.
Sowohl die Volumenentwicklung in 2010 als auch die technologische Entwicklung stärken die Umsatzentwicklung und Marktstellung der NORMA Group in diesen wichtigen Absatzindustrien.
Bauindustrie trotz staatlicher Konjunkturprogramme leicht unter Vorjahresniveau
Nach Angaben des Hauptverbandes der deutschen Bauindustrie e.V. hat das deutsche Bauhauptgewerbe den Anschluss an den gesamtwirtschaftlichen Aufschwung noch nicht geschafft und weist in 2010 einen nominalen Umsatzrückgang von 1 % gegenüber dem Vorjahr auf. Der Steigerung im Wohnungsbau standen geringere Bautätigkeiten im Wirtschaftsbau und im öffentlichen Sektor gegenüber. Allerdings wurden auch in 2009 nicht so dramatische Einbrüche wie im verarbeitenden Gewerbe verzeichnet. Insgesamt ergibt sich nach Angaben des statistischen Bundesamtes eine verhalten positive Trendlinie.
Produktionsindex Baugewerbe insgesamt
2005 = 100
In allen diesen genannten Märkten konnte sich NORMA mit seinen Produkten behaupten und seine Stellung gegenüber dem Wettbewerb weiter ausbauen.
Diversifizierung und permanente Innovation sichert Wachstum auf breiter Basis
Seit die NORMA Group im Jahr 2006 aus der Fusion der ABA Group mit der NORMA Rasmussen Group hervorgegangen ist, hat sie das Wachstum und die Diversifizierung durch die Übernahme komplementärer Unternehmen und Vermögenswerte erfolgreich vorangetrieben, z.B. mit Breeze (2007) sowie R.G. RAY und Craig Assembly (beide 2010), die zusammen insbesondere zur Ausweitung der Präsenz in den Vereinigten Staaten sowie zur Erweiterung der Produktpalette und deren Anwendungsbereichen beigetragen haben.
Die NORMA Group ist dadurch in einer guten Position, ihren Marktanteil in einem fragmentierten Markt für hochentwickelte Verbindungstechnik weiter zu erhöhen, indem sich das Potenzial für attraktives organisches und erwerbsorientiertes Wachstum zu Nutze gemacht wird, das in den bedienten Märkten vorhanden ist. Technologische Megatrends wie das wachsende Umweltbewusstsein und strengere Emissionsvorschriften werden dazu führen, dass der Bedarf der Kunden an hochentwickelter Verbindungstechnologie in den Endprodukten stetig steigt. Daraus ergibt sich ein Wachstum im Bereich der hochentwickelten Verbindungstechnik, welches das Wachstum der Endmärkte, in denen die Kunden der NORMA Group aktiv sind, voraussichtlich auch über einen längeren Zeitraum übertrifft.
Organisatorische und rechtliche Struktur des Konzerns und seiner Gesellschaften sowie Organisation seiner Leitung und Kontrolle
Konzernmuttergesellschaft und Holdingstruktur
Alleinige Muttergesellschaft der NORMA Group ist die NORMA Group GmbH mit Sitz in Maintal/Deutschland (bei Frankfurt/Main). Die NORMA Group GmbH und ihre konzernverbundenen Tochtergesellschaften treten am Markt als NORMA Group auf (im Folgenden synonym mit dem legalen Begriff "NORMA Group GmbH Konzern" verwendet). Die Anteile im Konzern werden von der NORMA Group Holding GmbH, Maintal, einer direkten Tochtergesellschaft der NORMA Group GmbH, gehalten. Die NORMA Group Holding GmbH ist eine strategische und operative Konzern-Management-Gesellschaft. Anteilseigner der NORMA Group sind von der börsennotierten Investment Gesellschaft 3i verwaltete Fonds, 3i Investmentgesellschaften, institutionelle Investoren ehemaliger Teilkonzerne, das Management und ehemalige Manager. Die NORMA Group hat keinen Mehrheitsgesellschafter.
Die DNL GmbH & Co KG, vertreten von der Komplementärin DNL Verwaltungs GmbH (an der die NORMA Group nicht beteiligt ist), hält sowohl an der NORMA Germany GmbH, Maintal, als auch an der NORMA Distribution Center GmbH, Marsberg, Gesellschaftsanteile von knapp über 5 %. Die ausländischen Aktivitäten sind teilweise über lokale Holdinggesellschaften im Wesentlichen in einer deutschen Zwischenholding gebündelt.
Unterhalb dieser Holdingstruktur werden die operativen Gesellschaften durch ein eigenes Management geführt, das gleichzeitig als erweiterter Führungskreis das Konzernmanagement unterstützt und an der Erreichung der vereinbarten Ziele gemessen wird. Spezifische Ziele werden sowohl auf operativer Ebene als auch auf Regionen- und Konzernebene definiert und bilden in ihrer Gesamtheit ein eigenständiges Zielsystem, dass regelmäßig in der Betrachtung Soll-Ist von der Konzernleitung überwacht und durch ein Controllingsystem zur gelenkten Fortentwicklung analysiert wird.
Segmente und ihre wesentlichen Standorte
Der Konzern gliedert sich in die drei Regionen:
- Europa und mittlerer Osten
- Amerika
- Asien-Pazifik
Diese regionale Struktur stellt gleichzeitig die Segmentierung des Geschäfts dar.
In der Region Europa gibt es folgende Produktions- und Vertriebsstandorte:
- Maintal (D): Metall und Kunststoff
- Gerbershausen (D): Metall
- Briey (F): Kunststoff
- Hustopece (CZ): Metall
- Pilica (PL): Kunststoff
- Anderstorp (S): Metall
- Newbury (UK): Metall
- Togliatti (RUS): Kunststoff
Darüber hinaus gibt es reine Vertriebsgesellschaften und Distribution Center in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und der Türkei.
In der Region Amerika sind Produktions- und Vertriebsstandorte in:
- Saltsburg (USA): Metall
- Auburn Hills (USA): Metall
- St. Clair (US): Kunststoff
- Monterrey (MEX): Kunststoff
- Juarez (MEX): Metall
- Buffalo Grove (USA): Vertrieb/Engineering
In der Region Asien und Pazifik befinden sich Produktions- und Vertriebsstandorte in:
- Quingdao (CN): Kunststoff und Metall
- Pune (IND): Kunststoff und Metall
- Chonburi/Bangkok (THA): Kunststoff
Ein weiterer Produktionsstandort wird derzeit in Serbien aufgebaut. Darüber hinaus gibt es reine Vertriebsgesellschaften und Distribution Center in Australien, Japan, Malaysia, Südkorea und Singapur.
Wesentliche Ereignisse – Akquisitionen
Globale Produktions- und Standortoptimierung in 2010 abgeschlossen
Mit der Integration der Produktionsaktivitäten der NORMA Connect GmbH, Frittlingen, in die Werke Maintal (D) und Gerbershausen (D), in Randbereichen auch nach Hustopece (CZ) sowie Auburn Hills (USA) und der anschließenden Verschmelzung der Gesellschaft mit der NORMA Germany GmbH wurde die Standortoptimierung in Europa abgeschlossen. Damit ist das Ziel erreicht, an den jeweiligen Standorten "Product Experience" und "best Customer Service" zu etablieren, die Produktivität zu steigern und die Logistikkette für die Kunden der NORMA Group zu verkürzen.
Neue Produktionsstandorte in Osteuropa eröffnet
Die NORMA Group hat im Mai 2010 mit ihrer lokalen Gesellschaft NORMA CIS ein neues Werk in Togliatti (Russland), etwa 1.000 km südöstlich von Moskau, eröffnet. Die Produktion wurde im Juli 2010 aufgenommen. NORMA CIS produziert für den russischen und weißrussischen Markt Systemlösungen zur Emissionskontrolle und bietet technische Servicedienstleistungen an. NORMA Group erwartet, dass die Produktionstätigkeit aufgrund der starken Binnennachfrage in diesen Ländern deutlich gesteigert werden kann. Bereits heute vertreibt NORMA über ihr bestehendes Distributionsnetzwerk in Russland mehrere Millionen Verbindungskomponenten. Damit stellt Russland einen der größten Absatzmärkte für einige Produktfamilien insbesondere im Bereich des Flüssigkeits- und Lufttransportes dar.
Derzeit erweitert die NORMA Group ihre globale Präsenz in Osteuropa und investiert in ein neues Werk in Serbien, das die Produktion im Jahr 2011 aufnehmen wird. Der neue Produktionsstandort liegt im nördlichen Serbien, in der Wirtschaftszone von Subotica und umfasst eine Fläche von ca. 12.400 m² mit weiterem Ausbaupotenzial. Bis zum Jahresende 2013 plant die NORMA Group, die Anzahl der Beschäftigten auf über 350 Mitarbeiter zu steigern. Der Schwerpunkt der Produktion liegt auf Hightech-Systemlösungen für den Transport von Flüssigkeiten und auf Anwendungen im Bereich der Emissionsreduktion. Mit dem neuen Standort in Serbien soll verstärkt die Nachfrage von industriellen Kunden in Osteuropa bedient werden. Darüber hinaus plant die NORMA Group, ihre Vertriebsaktivitäten aus diesem Standort heraus auf die Türkei und die angrenzenden Wachstumsregionen weiter auszudehnen. Nach dem Anlauf des Werkes in Subotica wird mit einem deutlichen Anstieg der Produktionskapazitäten gerechnet.
Erweiterung in Amerika durch neue Produkte und Standorte
Im Mai 2010 hat die US-amerikanische Tochtergesellschaft NORMA Pennsylvania Inc. 100 % der Anteile an der R.G. RAY Corporation Inc., Buffalo Grove (USA), einem Hersteller von Industrieprodukten übernommen. R.G. RAY ist ein führender Entwickler und Hersteller von hochtechnologischen Spezialverbindungen zur Anwendung in Motoren, Pumpen- und Filtersystemen sowie in Flugzeugen, Lastkraftwagen und einer Vielzahl weiterer Industrieapplikationen. Das Unternehmen bedient mehr als 450 Kunden und unterhält zahlreiche langjährige Partnerschaften mit unterschiedlichen Herstellern weltweit. R.G. RAY hat sich durch seine Industrieführerschaft und seinen anwendungsorientierten Ansatz in der Produktentwicklung im Markt für hochtechnologische Spezialverbindungen eine starke Stellung gegenüber den globalen Wettbewerbern erarbeitet. Mit der Übernahme von R.G. RAY stärkt die NORMA Group ihre Präsenz in Nordamerika und weitet die Produktpalette in den inter-nationalen Märkten nochmals deutlich aus.
Im Dezember 2010 erwarb NORMA die Craig Assembly Inc., St. Clair (USA), einen Hersteller von Verbindungstechnik. Craig Assembly ist ein führender Hersteller und Lieferant von kundenspezifischen Lösungen im Markt für industrielle Kühltechnologie. Zum Produktportfolio von Craig Assembly zählen derzeit mehr als 40 verschiedene Arten von Schnellverschlüssen, die konzipiert wurden, um spezielle Kundenanforderungen zu erfüllen. Craig Assembly bietet seinen Kunden Komplettlösungen und umfassenden Service von der Konzepterstellung bis zur Funktionsprüfung. Mit dem Erwerb von Craig Assembly vergrößert die NORMA Group ihre Kapazitäten im Markt für Spritzgussteile und vertieft ihre starke Präsenz im schnell wachsenden Markt für Schnellverschlüsse. Somit konnte die Angebotspalette erheblich erweitert und ein wesentlicher Baustein zur Marktstellung im amerikanischen Distributions- und Industriemarkt gewonnen werden.
Verstärkung der Aktivitäten in Asien-Pazifik als zukunftsträchtigstem Wachstumsmarkt
NORMA hat in den letzten Jahren seine Aktivitäten in Asien-Pazifik um die Standorte Indien, Japan und Malaysia ergänzt und hat neben dem Ausbau der Fertigungsstandorte China und Indien einen weiteren Produktionsstandort in Thailand zum Jahresende 2010 eröffnet.
Mit dem neuen Produktionsstandort in Thailand baut die NORMA Group ihre Marktstellung in Asien weiter aus. Die Fertigung von Systemlösungen zur Emissionskontrolle wird im Januar 2011 aufgenommen. Im ersten Jahr sollen Produktionskapazitäten für über 600.000 Verbindungselemente aufgebaut werden. Innerhalb von drei Jahren beabsichtigt das Unternehmen, die Kapazitäten auf bis zu zwei Millionen auszuweiten. Die Produktionsaufnahme in Thailand zielt in erster Linie darauf ab, die Binnennachfrage thailändischer Industrieausrüster zu bedienen. Darüber hinaus sollen die hochtechnologischen Produkte nach Malaysia und Australien exportiert werden. Mit diesem Schritt baut das Unternehmen seine Produktionstätigkeit und den Vertrieb in Asien weiter aus. Die NORMA Group ist bereits an Standorten in Indien, China, Singapur, Japan und Australien sowie in weiteren Ländern durch lokale Vertriebspartner vor Ort vertreten. Die NORMA Group will ihre Präsenz in der Region Asien weiter stärken und bedeutende Marktanteile hinzugewinnen.
Um die notwendige Wachstumsstruktur in Asien zu entwickeln, übernimmt John Stephenson, COO der NORMA Group, von 2011 an die Verantwortung als President Asien-Pazifik (APAC) und damit die Leitung der APAC Headquarters in Singapur. Als President Asien-Pazifik wird sich John Stephenson besonders auf die Errichtung einer leistungsstarken Operations- und Supply Chain-Organisation konzentrieren, um nachhaltiges Umsatzwachstum und operative Spitzenleistungen in der Region sicherzustellen. Darüber hinaus wird Herr Stephenson eine regionale Zentrale der NORMA Group aufbauen, um die künftigen Aktivitäten in Asien dauerhaft mit den erforderlichen Kapazitäten zu unterstützen.
Steuerungsgrößen
Die Konzernleitung hat ihr Steuerungssystem im Wesentlichen auf finanzielle Steuerungsgrößen abgestellt, wobei die Anforderungen Aktualität, Verfügbarkeit, Transparenz, Belastbarkeit und Vergleichbarkeit im Gleichklang mit der funktionalen Ausrichtung der Bewertung einzelner Sachverhalte im Gesamtkontext im Vordergrund stehen.
Die finanziellen Steuergrößen sind im Wesentlichen:
- Umsatz- und Ergebnisentwicklungen, wobei im Konzern den Kenngrößen EBITDA und in zunehmendem Maße EBITA (Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie vor Abschreibungen – im Fall von EBITA lediglich vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände – adjustiert um verzerrende Kaufpreiszuordnungen aufgrund von Akquisitionen) eine große Bedeutung zukommt,
- Kapitalbindung in Investitionen und Working Capital
- sowie die Steuerung des Finanzmanagements, hierbei gilt das Augenmerk insbesondere der Liquidität, der Kapitalstruktur sowie den sich aus Zinsen, Währungen, Materialkosten und Krediten ergebenden Risiken.
Alle finanziellen Steuerungsgrößen werden im Konzern, den Regionen und den Konzerngesellschaften geplant und fortlaufend überwacht. Detaillierte Ausführungen zu den einzelnen Komponenten sind im "Risikobericht" ausführlich dargestellt.
Neben diesen finanzwirtschaftlichen Daten der Unternehmensrechnung zieht die Konzernleitung auch nicht finanzielle Steuerungsgrößen wie Marktdurchdringung, Problemlösungsverhalten und Innovationsfähigkeit, Produktivitätsfortschritt sowie personelle Statistikgrößen zur Gütebeurteilung der nachhaltigen Gesamtentwicklung heran. Diese entwickelten sich im Berichtszeitraum positiv. Die weitere Marktdurchdringung in Osteuropa und Asien erforderte auch weitere lokale Tochtergesellschaften; neue Produkte konnten erfolgreich am Markt platziert werden. Der Produktivitätsfortschritt erfuhr durch das Global Excellence Programm wesentliche neue Impulse. Auch die Mitarbeiterzufriedenheit ist messbar gestiegen. Die Einzelheiten hierzu sind in den jeweiligen Abschnitten des Lageberichtes enthalten.
Abweichungen zwischen geplanten und tatsächlich erreichten Zielen werden monatlich in allen lokalen Gesellschaften und Funktionen sowie auch innerhalb eines konzernweiten Reporting-Systems gemessen. Schlüsselgrößen werden monatlich und quartalsweise analysiert. Die detaillierte Geschäftsplanung wird regelmäßig auf der Basis der vorliegenden Monats- und Quartalsergebnisse überprüft. Sowohl die strategische Ausrichtung der Gruppe als auch die Entwicklung innerhalb des Geschäftsplanes werden monatlich mit einem hochkarätig besetzten Beirat diskutiert sowie regelmäßig mit dem Aufsichtsrat besprochen. Die Liquiditäts- und Cashflow-Entwicklung sowie Kreditauflagen haben dabei eine besondere Bedeutung.
Produkte und Geschäftsprozesse
Die NORMA Group unterscheidet hinsichtlich der Komplexität bzw. Individualität ihrer Produkte sowie des Vertriebskanals die Bereiche Engineered Joining Technologies (EJT) und Distribution Services (DS).
Im Bereich EJT werden maßgeschneiderte Lösungen angeboten, die aufgrund spezifischer Anforderungen der industriellen OEM-Kunden entwickelt werden. Voraussetzung hierfür ist neben dem ausgeprägten Verständnis für Kundenanforderungen die führende Rolle in der Entwicklung innovativer, wertschöpfender Lösungen und die vorhandene Engineering-Kompetenz der Gruppe.
Der Bereich DS bietet eine breite Palette von qualitativ hochwertigen, standardisierten Produkten an, welche unter den bekannten Marken ABA©, Breeze©, Gemi©, NORMA©, R.G. Ray©, Serflex©, Serratub©, TERRY© und Torca© an verschiedenste Kunden wie z.B. Distributoren, OEM-Aftermarket-Kunden, den technischen Großhandel und Baumärkte vertrieben werden.
Die NORMA Group entwickelt, produziert und vertreibt eine Vielzahl von Schellen und Verbindungselementen aus Metall und Kunststoffen sowie einbaufertige Systeme für den Transport flüssiger und gasförmiger Stoffe. Mehr als ein Drittel des Konzernumsatzes entsteht im Bereich Distribution Services.
Sei es Kunststoff oder Metall – NORMA ist führend in der Entwicklung und Fertigung innovativer Lösungen im Bereich der Verbindungs- und Befestigungstechnologien. Durch die starke internationale Vernetzung innerhalb der Gruppe und den hohen Spezialisierungsgrad entstehen deutliche Vorteile im Entwicklungs- wie im Produktionsbereich.
Produkte und Systeme im Bereich Engineered Joining Technologies werden vor allem in den industriellen Anwendungen für Emission Control (fast ein Viertel des Konzernumsatzes), Cooling System, Air Intake & Induction, Ancilliary System und Infrastructure verwendet. Eine Kundenbasis von ca. 10.000 Kunden in ca. 80 Ländern beinhaltet Schiffsbau, Flugzeugbau, Motorenhersteller, Off-Road-Fahrzeuge, Personenkraftwagen und Nutzfahrzeuge, Pumpen- & Filterhersteller, White Goods, Nahrungsmittelindustrie, Bewässerung, Abwasser- und Wasserversorgung, Bauindustrie und allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau. NORMAs führende technische Lösungen werden durch die globalen Umweltanforderungen vorangetrieben. NORMA-Produkte sind zur Vermeidung von Leckagen und zur Erreichung von Emissionsanforderungen in einer Vielzahl von industriellen Anwendungsfeldern erfolgskritisch.
Die meisten Abnehmerindustriezweige sind durch sehr hohe Anforderungen an Qualität und Liefertermintreue gekennzeichnet. Eine hervorragende Innovationsfähigkeit, die sich in anwenderorientierter Weiterentwicklung und hoher Problemlösungskompetenz niederschlägt, sowie die verlässliche Einhaltung von Lieferterminen sind notwendig, um erfolgreich ein führender Zulieferer und akzeptierter Entwicklungspartner für Luftfahrt, Schiffsbau oder Fahrzeugbau zu bleiben. Für Handelskunden sind neben der Qualität auch das Serviceniveau, starke Marken für den Endverbraucher sowie ein umfassendes Produktportfolio von besonderer Bedeutung.
Vom Rohmaterial über die Halbteilefertigung bis zur Fertigung der Endprodukte ist die gesamte Kette für hochvolumige Produkte mit hochmodernen, vollautomatischen Anlagen und Produktionsprozessen ausgestattet. Klein- und Kleinstserien oder Produkte, die einen hohen Anteil manueller Arbeit beinhalten, werden in Ländern mit einer niedrigeren Lohnkostenstruktur gefertigt. Neben den klassischen Maschinen und Anlagen setzt NORMA auch eigenentwickelte und selbstgebaute Werkzeuge und Maschinen ein.
Supply Chain Management (SCM) ist eine wichtige Voraussetzung, wenn es um die Belieferung der Kunden mit erstklassiger Technologie geht. Mit ihrem SCM verfügt die Gruppe über ein Instrument zur zentralen Planung von Produktionsprozessen unter Berücksichtigung des Kundenbedarfes sowie der notwendigen Transportmittel. Ziel ist die uneingeschränkte Erfüllung aller Anforderungen, um den wechselnden Bedürfnissen der Kunden aus ganz unterschiedlichen Industriebereichen nachzukommen.
Qualität steht bei NORMA an oberster Stelle. Produktsicherheit und -qualität gelten dabei als selbstverständlich, ebenso die Sicherheit der Produktions- und Distributionsprozesse. Das Quality Assurance Department ist fest integriert und stellt die laufende Sicherheit der Produkte und Prozesse sicher, protokolliert die durchgeführten Tests und leitet daraus permanent Verbesserungsmaßnehmen ab. Qualitätsmanagement- sowie Umwelt- und Arbeitsschutzsysteme sorgen in allen Produktionsbereichen für die Einhaltung der hohen Qualitätsstandards der NORMA Group und somit für ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit. Durch beauftragte Prüfunternehmen werden die Qualitätsanforderungen sowohl im Rahmen von Zertifizierung als auch durch kundenspezifische Qualitätsaudits regelmäßig überprüft.
Folgende Zertifikate wurden der NORMA Group verliehen:
- ISO 9001
- ISO 14001
- ISO/TS 16949
- QS9000
- VDA 6.1
- und EN 9100 für die Flugzeugindustrie
Umsatz- und Ertragsentwicklung
NORMA konnte vom allgemeinen Konjunkturaufschwung profitieren
In 2010 erzielte die NORMA Group mit durchschnittlich 2.853 Mitarbeitern (Leiharbeitnehmer sind hierin nicht enthalten) in 20 Produktionsstätten und sechs separaten Distributionseinheiten aus 16 Ländern einen Umsatz von TEUR 490.404 (Vorjahr: TEUR 329.794). Der Konzern exportiert in nahezu 80 nationale Märkte.
Die signifikante positive Umsatzentwicklung der ersten drei Quartale konnte im letzten Quartal nochmals gesteigert werden, so dass der Umsatz mit TEUR 490.404 deutlich über dem Budget liegt. Somit hat der Umsatz wieder das Vorkrisenniveau erreicht.
Auslandsanteil im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen
Das Wachstum in den Regionen stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Nach wie vor wird der größte Teil des Umsatzes in Europa und dem mittleren Osten erzielt, jedoch haben die Regionen Amerika und Asien-Pazifik noch stärker als das bereits stark wachsende Europa hinzugewonnen. Dies liegt zum einen an den starken Ausweitungen der Geschäftsaktivitäten und zum anderen an den strategischen Erweiterungen in diesen Regionen.
Der Anteil am Konzernaußenumsatz im Vergleich zum Vorjahr hat sich regional wie folgt entwickelt:
Der expansive Wachstumskurs in der Region Asien-Pazifik setzt sich fort.
Umsatz in Deutschland ausgeweitet
Im Inland konnte die NORMA Group ein starkes Wachstum in EJT verzeichnen. In diesem Bereich ist in allen Produktlinien ein Anstieg von ca. 40 % gegenüber dem Vorjahr zu beobachten. Bei einigen Kunden konnte sogar eine Umsatzsteigerung von über 50 % generiert werden. Auch Distribution Services konnte in Deutschland mit einer zweistelligen Wachstumsrate aufwarten. Der Umsatz der größten Produktfamilie CLAMP konnte gegenüber dem Vorjahr um 40 % gesteigert werden. Dies spiegelt sich auch bei den größten Distributionskunden wider. Die Umsätze mit Hauptkunden sind im Vergleich zu 2009 um mehr als 20 % gestiegen.
Europageschäft im DS Sektor gefestigt
Die Umsätze in den europäischen Zielmärkten legten im Vorjahresvergleich deutlich zu und liegen fast auf dem Niveau von 2008. In Europa konnte EJT die 2008er-Umsatzzahlen bereits wieder übertreffen und scheint somit die Krise überwunden zu haben. Der Trend im Bereich DS ist durchaus als positiv zu bezeichnen. Die Umsätze 2010 sind im Monatsverlauf stetig gestiegen. Hierzu trägt insbesondere die Erholung in Osteuropa bei. Die Umsatzeinbrüche in 2009 (-50 %) konnten fast vollständig wieder aufgeholt werden. Insgesamt ist DS wieder auf einem nachhaltig stabilen Umsatzniveau angelangt und es wird erwartet, dass das Vorkrisenniveau in absehbarer Zeit wieder erreicht wird.
Integration von R.G. RAY ist ein voller Erfolg
Durch die Akquisition von R.G. Ray hat die NORMA Group das Produktportfolio in einem weiteren wichtigen Bereich erweitert und die Präsenz auf dem amerikanischen Kontinent gestärkt. Die Integration der Gesellschaft wurde im Mai 2010 mit der Übernahme begonnen und ist bereits weitestgehend abgeschlossen. Die Umsätze der gekauften Gesellschaft wurden wie geplant realisiert; die Ergebnismargen konnten durch die Realisierung von Synergien im Vorjahresvergleich deutlich gesteigert werden.
Strategische Bedeutung von Asien & Pazifik nimmt zu
Die Zielmärkte in der Region Asien & Pazifik gewinnen für die NORMA Group immer mehr an Bedeutung. Der Konzernaußenumsatzanteil dieser Region am gesamten Umsatz der NORMA Group hat von 5 % auf 6 % zugenommen und es wird erwartet, dass sich dies auch in Zukunft fortsetzt. Sowohl in EJT als auch in DS erwartet NORMA durch die steigende Nachfrage aus den regionalen Endmärkten und die Verschärfung von Klimaschutzgesetzen einen positiven Effekt auf die Nachfrage nach innovativen Verbindungstechnologien.
Produktionskonzentration zeigt Wirkung
Das Ertragsniveau konnte durch Skaleneffekte mit Hilfe der Schließung verschiedener kleiner Produktionsstätten erhalten und gesteigert werden (Belgien 2008, Niederlande 2009, Süd-Deutschland 2009, USA 2008 und 2009 und China 2009). Der konsequente Ausbau der anderen Produktionsstätten zu spezialisierten Kompetenzcentern und die Kundennähe durch neue Standorte haben zu einer starken Steigerung der Produktivität geführt. Die Mitarbeiterleistung (durchschnittliche Mitarbeiteranzahl zu Gesamtleistung) liegt bei TEUR 174 (Vorjahr: TEUR 120; 2008: TEUR 133) und ist damit deutlich höher als vor der Krise.
Materialeinsatzquote trotz gestiegener Preise im zweiten Halbjahr nahezu unverändert
Der Materialeinsatz von TEUR 220.464 war als Verhältnis zur Gesamtleistung nahezu unverändert (44,5 %, Vorjahr: 44,1 %). Der Rohertrag/Bruttogewinnmarge (definiert als Gesamtleistung minus Materialkosten) von TEUR 274.733 oder 55,5 % der Gesamtleistung weist eine moderat gesunkene Rohmarge gegenüber 2009 aus (55,9 % der Gesamtleistung).
Wesentliche Bestandteile der Rohmaterialien, die im Konzern verwendet werden, sind austenitische und ferritische Stähle sowie Kunststoffgranulate. Die Rohmaterialpreise haben sich nach einer längeren Phase der Seitwärtsentwicklung im zweiten Halbjahr 2010 deutlich verteuert.
Personalstand hat das Vorkrisenniveau erreicht
Als Anpassung auf die deutlich gestiegene Gesamtnachfrage hatte der Konzern die Gesamtbeschäftigung im Durchschnitt von 2.717 Mitarbeitern in 2009 auf 2.853 Mitarbeiter erhöht, das Vorkrisenniveau (Durchschnitt 2008: 3.416) wurde zum Ende des Jahres erreicht. Die Personalkosten beliefen sich in 2010 auf TEUR 124.435 oder ein Verhältnis von 25,1 % zur Gesamtleistung (Vorjahr: TEUR 111.292/34,1 %), wobei in 2009 in einigen Ländern auf Kurzarbeit zurückgegriffen wurde, um den Beschäftigungsabbau so gering wie möglich und das Know-how der Mitarbeiter im Unternehmen zu halten.
Sonstige betriebliche Aufwendungen sind nur unterproportional gestiegen
Die verbleibenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen für Produktion und Verwaltung betragen 2010 TEUR 77.409 oder 15,6 % von der Gesamtleistung (Vorjahr: TEUR 53.520/16,4 % der Gesamtleistung). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Einmalaufwendungen in Höhe von EUR 13,6 Mio.; im Wesentlichen betrifft dies Einmaleffekte im Zusammenhang mit der Vorbereitung eines möglichen Börsenganges. Das mittelfristige Verhältnis der sonstigen betrieblichen Sachaufwendungen liegt bereinigt um diese Einmalaufwendungen auf einem Niveau von 12,9 % der Gesamtleistung.
Allgemeines Zinsniveau drückt die Finanzierungsaufwendungen
Trotz leicht gestiegener Nettofinanzschulden von TEUR 296.535 in 2009 auf TEUR 311.115 in 2010 konnte der Konzern die sich am Markt bietenden Zinsvorteile nutzen. Das Finanzergebnis (saldiert) mit Kosten von TEUR -14.862 war im Berichtszeitraum deutlich besser als im Vergleich zum Vorjahr (TEUR -21.308).
Die Nettofinanzschulden gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
||
| langfristig | 297.379 | 308.892 |
| kurzfristig | 44.162 | 14.828 |
| Summe | 341.541 | 323.720 |
| Bankguthaben | 30.426 | 27.185 |
| Nettofinanzschulden | 311.115 | 296.535 |
Mittlerer Erwartungswert im Ergebnis wurde übertroffen
Das um Einmaleffekte in Höhe von TEUR 17.511 normalisierte EBITDA erreicht mit über 20,1 % der Gesamtleistung ein Niveau, das gegenüber dem geplanten Wert deutlich höher ausgefallen ist und aufgrund der stark gestiegenen Geschäftstätigkeit merklich (organisch plus Akquisitionen) über den ursprünglichen Erwartungen von Ende 2009 liegt. Das Ziel, ein positives Konzernergebnis zu erreichen, wurde vollumfänglich realisiert, es beträgt für das Berichtsjahr 2010 TEUR 24.303 gegenüber TEUR -20.889 im Vorjahr und somit 4,9 % der Gesamtleistung.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme erhöhte sich einerseits infolge des deutlichen Wachstums des operativen Umlaufvermögens und andererseits durch zusätzliche Unternehmensakquisitionen. Das Verhältnis langfristiger Vermögenswerte zum kurzfristigen Vermögen hat sich merklich verändert und beträgt 69,0 % zu 31,0 % (Vorjahr: 73,8 % zu 26,2 %).
Das Anlagevermögen zum Stichtag 31. Dezember 2010 umfasst im wesentlichen Geschäfts- und Firmenwerte von TEUR 221.704 (Vorjahr: TEUR 202.789), sonstige immaterielle Vermögensgegenstände wie Patente und Markenrechte von TEUR 79.315 (Vorjahr: TEUR 51.419) und Sachanlagen von TEUR 89.387 (Vorjahr: TEUR 83.058).
Eigenkapitalquote deutlich über Vorjahr
Die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010 weist ein Eigenkapital von TEUR 78.402 (Vorjahr: TEUR 39.128) aus, was einer formalen Eigenkapitalquote von 13,5 % gegenüber 8,3 % zum 31. Dezember 2009 entspricht. Die Eigenkapitalquote konnte signifikant verbessert werden.
Unter Zurechnung der Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern in Höhe von TEUR 11.900 (Vorjahr: TEUR 11.434) und nachrangig haftendem Mezzanine Kapital in Höhe von TEUR 53.511 (Vorjahr: TEUR 50.628) ergibt sich ein wirtschaftliches Eigenkapital von TEUR 143.813 (wirtschaftliche Eigenkapitalquote 24,8 %, Vorjahr: TEUR 101.190/21,5 %).
Nettofinanzschulden infolge der Akquisitionen angestiegen
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum 31. Dezember 2010 TEUR 341.379 inklusive Mezzanine (Vorjahr: TEUR 323.720 einschließlich Mezzanine). Gleichzeitig standen im Konzern zum 31. Dezember 2010 Guthaben in Höhe von TEUR 30.426 (Vorjahr: TEUR 27.185) zur Verfügung.
Die Netto-Verschuldung gegenüber Kreditinstituten betrug zum Stichtag 31. Dezember 2010 TEUR 311.115 (Vorjahr: TEUR 296.535). Der Anstieg der Nettoverschuldung resultiert insbesondere aus den getätigten Unternehmensakquisitionen.
Die Rückstellungen betrugen TEUR 7.839 und haben sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 8.077) nur geringfügig verändert.
Die sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten enthalten neben den Verbindlichkeiten aus Steuern, Sozialversicherung etc. vor allem personalbezogene Schulden.
Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 29.953 auf TEUR 48.311 ist im Wesentlichen auf das gestiegene Geschäftsvolumen zurückzuführen und enthält auch Verbindlichkeiten aus den oben beschriebenen Einmalaufwendungen.
Kapitalbindung im Net Working Capital erhöht
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Jahresende TEUR 48.311 (Vorjahr: TEUR 29.953), die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 70.176 (Vorjahr: TEUR 44.590). Die Veränderung spiegelt das deutliche operative Wachstum des Geschäftsjahres wieder.
Das Vorratsvermögen zum Stichtag 31. Dezember 2010 erhöhte sich deutlich auf TEUR 64.709 (Vorjahr: TEUR 44.700).
Das Trade Working Capital (Vorräte plus Forderungen minus Verbindlichkeiten jeweils aus Lieferungen und Leistungen) betrug TEUR 86.574 (Vorjahr: TEUR 59.337) und somit 15,0 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 12,6 %. Der Anstieg des Trade Working Capital entspricht dem Geschäftsverlauf, das Verhältnis Trade Working Capital zum Umsatz entwickelte sich deutlich besser als der Plan.
Finanzlage
Die Ziele des Finanzmanagements der NORMA sind die Erhaltung der finanziellen Flexibilität zur Sicherstellung der Liquidität für das laufende Geschäft und das Wachstum. Die wichtigste Quelle der Eigenfinanzierung sind die Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit. Durch das Konzern-Treasury werden die Bestände an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten überwacht sowie gegebenenfalls Sicherungsmaßnahmen zur Begrenzung von Zins- und Währungsrisiken ergriffen. Die Akquisitionen der Vergangenheit wurden vorwiegend durch langfristige Darlehen eines Bankenkonsortiums finanziert. Die Finanzmittelbeschaffung durch verschiedene Fremdkapitalinstrumente und deren geordnete Bedienung wird zentral für den Konzern auf Ebene des Konzern-Treasury koordiniert.
Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente, die wesentlichen Einfluss auf die Finanz-, Vermögens und Ertragslage haben, bestehen nicht.
Das Management verfolgte in 2010 den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit als operativen Maßstab. Dieser Cashflow konnte die Erwartungen deutlich übertreffen.
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit |
62.116 | 41.992 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit |
$-56.620$ | $-10.828$ |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit |
$-3.089$ | $-33.237$ |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläguivalente |
30.426 | 27.185 |
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 20.124 erhöht. Er liegt mit 12,5 % der Gesamtleistung – wie im Vorjahr – auf hohem Niveau und demonstriert die finanzielle Stärke der NORMA Group. Die deutliche Ergebnisverbesserung wurde durch die Veränderungen im Trade Working Capital teilweise kompensiert.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit spiegelt die Akquisitionen der Gruppe in den USA (R.G. Ray und Craig Assembly) sowie Investitionen im gewöhnlichen Geschäftsbetrieb wider. Die Investitionen in Sachanlagen ("CAPEX" im gewöhnlichen Geschäftsbetrieb ohne Akquisitionen) betrugen im Kalenderjahr 2010 insgesamt TEUR 17.831 (Vorjahr: TEUR 12.043) und übersteigen die vorgenommenen Abschreibungen. Wesentliche Investitionen fanden statt, um das Produktionswachstum operativ abzusichern und neue Werke zu öffnen. Wesentliche Sachinvestitionen in Maschinen und Anlagen erfolgten im Fertigungsbereich. Soweit die Investitionen in 2010 noch nicht abgeschlossen waren, erfolgte ein Ausweis in den Anlagen im Bau. Hauptinvestitionsschwerpunkte waren Deutschland, Polen und die USA sowie mit kleineren absoluten Beträgen die neuen Werke/ Erweiterungen in China, Russland, Thailand und Serbien.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf TEUR -3.089. Darlehensrückzahlungen in Höhe von TEUR 16.401 steht die Inanspruchnahme von Revolverkrediten in Höhe von TEUR 18.521 gegenüber. Die Regeltilgung der langfristigen Bankschulden beträgt für 2011 TEUR 7.923.
In 2011 wird die Investitionstätigkeit auf einem vergleichbaren Niveau liegen. Der Schwerpunkt wird erneut mehrheitlich auf Kapazitätsausweitung und neuen Werken liegen. Ein wesentlicher Anteil der Investitionen wird durch den Bau des Werkes in Serbien hervorgerufen.
Parallel zu Kapitalinvestitionen entwickelt NORMA Werkzeuge für kundenspezifische Applikationen. Diese Werkzeuge werden an die Kunden verkauft und anschließend in der Produktion der NORMA Werke verwendet.
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Die NORMA Group hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Umsatz- und Ergebnissituation im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern können. Die finanzielle Situation des Konzerns ist durch einen hohen Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit gekennzeichnet. Dies erlaubte ausgedehnte Investitionen bei geringer Fremdkapitalzuführung. Trotz erheblicher Ausweitung der Bilanzsumme wurde die Eigenkapitalquote auf 13,5 % (Vorjahr: 8,3 %) verbessert. NORMA hat damit die selbstgesteckten Ziele für 2010 übertroffen.
Segmente im Einzelnen
Die folgende Übersicht gibt die Rahmendaten bzgl. der Ertrags- und Vermögenslage der jeweiligen Segmente wieder. Für diese Darstellung wurden die Leistungsbeziehungen innerhalb der Segmente eliminiert. Segmentübergreifende, konzerninterne Leistungsbeziehungen sind in der Überleitung eliminiert.
| EMEA | Amerika | Asien-Pazifik | Segmente gesamt |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2010 | 2010 | 2010 | 2010 | 2010 |
| 336.682 | 123.767 | 29.955 | 490.404 | 0 | 490.404 |
| 23.573 | 7.180 | 1.061 | 31.814 | $-31.814$ | |
| 360.255 | 130.947 | 31.016 | 522.218 | $-31.814$ | 490.404 |
| 73 % | 27% | 6% | $-6%$ | ||
| 80.995 | 23.016 | 1.673 | 105.684 | $-6.436$ | 99.248 |
| 399,539 | 205.302 | 30.179 | 635.020 | $-56.237$ | 578,783 |
| 208.676 | 157.649 | 14,685 | 381.010 | 119.371 | 500,381 |
| 14.995 | 4.141 | 1.976 | 21.112 | $\Omega$ | 21.112 |
| 2.025 | 488 | 317 | 2.830 | 23 | 2.853 |
| EMEA | Amerika | Asien-Pazifik | Segmente qesamt |
Überleitung | Konzern | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2009 | 2009 | 2009 | 2009 | 2009 | 2009 |
| Außenumsatzerlöse | 244.563 | 68.121 | 17.110 | 329.794 | 329.794 | |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten |
12.878 | 4.526 | 29 | 17.433 | $-17.433$ | $\Omega$ |
| Segmentumsatzerlöse gesamt |
257.441 | 72.647 | 17.139 | 347.227 | $-17.433$ | 329.794 |
| Beitrag zum Konzernaußenumsatz |
78% | 22% | 5% | $-5%$ | ||
| Bereinigtes EBITDA | 42.038 | 10.415 | 837 | 53.290 | $-247$ | 53.043 |
| Segmentvermögenswerte* | 349.313 | 141.882 | 20.925 | 512.120 | $-42.415$ | 469.705 |
| Segmentschulden** | 165.286 | 135,740 | 17.121 | 318.147 | 112,430 | 430.577 |
| Segmentinvestitionen | 7.401 | 4.838 | 2.961 | 15.200 | $\Omega$ | 15,200 |
| Anzahl Mitarbeiter*** | 2.068 | 386 | 240 | 2.694 | 23 | 2.717 |
Mitarbeiter
Die schnelle konjunkturelle Erholung insgesamt und die Auftragslage im Automotive-Sektor insbesondere haben in 2010 zu einer deutlichen Kapazitätsauslastung geführt, die teilweise durch erhöhten Mitarbeitereinsatz über die Normalkapazität ausgedehnt werden musste. Das schnelle Umschalten auf eine höhere Auslastung war nur möglich, da der Konzern bereits in der Krise durch geschicktes Ausnutzen von Personalkosteneinsparungen bei Erhalt des qualifizierten Personals Vorsorge für einen späteren Aufschwung getroffen hatte. Als Anpassung auf die deutlich gestiegene Gesamtnachfrage hatte der Konzern die Gesamtbeschäftigung von 2.846 Mitarbeitern zum Ende 2009 auf aktuell 3.410 Mitarbeiter erhöht (ohne Leiharbeitnehmer). Arbeitszeitabsenkungen z.B. durch klassische Kurzarbeit gab es letztmalig im Februar 2010. Im Mittel lag die Beschäftigtenzahl bei 2.853 Mitarbeitern.
Asien als starker Wachstumsmotor hat auch zu einer überproportionalen Einstellung neuer Mitarbeiter in dieser Region geführt und ebenfalls konnten die amerikanischen Standorte trotz des volkswirtschaftlich schwierigen Umfeldes in den USA eine deutliche Zunahme der Beschäftigung verzeichnen.
Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl in Vollzeitäquivalenten nach Regionen stellt sich wie folgt dar:
Um unabhängiger vom Arbeitsmarkt zu werden und auch der demographischen Entwicklung entgegenzuwirken hat der Konzern trotz der Krisenzeiten 2009 sein Erstausbildungsniveau gehalten. Allerdings musste der Konzern in Deutschland feststellen, dass es immer schwerer wird, die Ausbildungsstellen mit qualifizierten Bewerbern adäquat zu besetzen. Ein Trend, der sich in der gesamten Wirtschaft findet und jetzt auch bei NORMA seinen Einzug hält.
Der Konzern bietet folgende Ausbildungsgänge an:
- Mechatroniker
- Industrie-Kaufmann
- Maschinen- und Anlagenführer
- Bachelor of Art
- Bachelor of Engineering
Im ersten Halbjahr 2010 hat der Konzern erneut eine globale Mitarbeiterbefragung zur Mitarbeiterzufriedenheit durch einen externen Partner anonym durchführen lassen. Über 80 % der Mitarbeiter haben an dieser Befragung teilgenommen. Trotz des Krisenjahres 2009 und der Durchführung von Kosteneinsparungsmaßnahmen bis hin zu Kündigungen ist der Mitarbeiterzufriedenheitsindex leicht gestiegen. Zurzeit wird an allen Standorten an aus der Mitarbeiterbefragung abgeleiteten Verbesserungsmaßnahmen gearbeitet mit dem Ziel, dass die Befragung 2012 eine weitere Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit aufweist.
Die Fähigkeiten und Kompetenzen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden durch kontinuierliche Förderung und Weiterentwicklung ausgeweitet; es wird dabei auf Wissenstransfer geachtet und sichergestellt, dass die Besten im jeweiligen Kompetenzbereich für die NORMA Group gewonnen werden.
Talentmanagement ist einer der Kernprozesse, wozu z.B. das jährliche Talent Review gehört aber auch die regelmäßige Durchführung von Qualifizierungs- und Beurteilungsgesprächen. Um sicherzustellen, dass mit jedem Mitarbeiter/jeder Mitarbeiterin mindestens einmal jährlich ein Mitarbeitergespräch stattfindet, wird die Durchführung dieser Gespräche gruppenweit als HR KPI (Human Resources Key Performance Indicator) überprüft.
Zur Intensivierung der Compliance-Aktivitäten hat die Gruppe Ende 2010 damit begonnen eine weltweite Compliance-Organisation einzuführen. Kernpunkt hierbei ist der Code Of Conduct.
Zweck dieses Kodexes, der für alle Mitarbeiter gültig ist, ist insbesondere,
- die Mitarbeiter des Unternehmens zu einer Kultur der Ehrlichkeit, der Verantwortlichkeit und des gegenseitigen Respektes zu ermutigen;
- den Mitarbeitern des Unternehmens eine Orientierungshilfe zu geben, moralische Probleme zu erkennen und mit ihnen umzugehen; und
- den Mitarbeitern des Unternehmens Mechanismen zur Meldung unmoralischen oder ungebührlichen Verhaltens zur Verfügung zu stellen.
Dieser Kodex wurde erstellt, um nützliche Richtlinien festzulegen. Er kann aber nicht jede spezifische Situation im Einzelnen behandeln. Nichtsdestotrotz verlangt NORMA in jedem einzelnen Fall von den Mitarbeitern des Unternehmens, dass sie ehrlich, fair und mit dem Ziel, "das Richtige zu tun" handeln. Unehrlichkeit sowie ungebührliches, unmoralisches oder rechtswidriges Verhalten stellen daher einen Verstoß gegen den Kodex dar, unabhängig davon, ob dieses Verhalten speziell in diesem Kodex erwähnt wird oder nicht. Für die Umsetzung und Überwachung des Kodex wurden ein Chief Compliance Officer sowie lokale Compliance Officer für jeden Standort ernannt.
Einkauf
NORMA Group ist als Hersteller von Verbindungs- und Befestigungstechnologie weltweit aktiv. Die Harmonisierung der Einkaufsbereiche in einer stark wachsenden Unternehmensgruppe eröffnet die Möglichkeit, weltweit die attraktivsten Angebote des Marktes zu nutzen – ein Vorteil, der an die Fertigungsstätten in den verschiedenen Erdteilen weitergeben wird.
Einkaufsvolumen
Das Jahr 2010 wurde mit einem weltweiten Einkaufsvolumen von ca. EUR 218,1 Mio. abgeschlossen.
Die Energie- und Rohstoffpreise haben sich aufgrund der positiven weltkonjunkturellen Lage seit 2010 stetig nach oben entwickelt. Hierbei ist im Besonderen das Vormaterial Draht aufgefallen. Auf der anderen Seite konnte der Einkauf durch Jahresverträge für 2010 gerade im wichtigen Edelstahlband und Kunststoffgranulat Kostenreduktionen aus 2009 mitnehmen und negative Preiseffekte für die NORMA Group ausschließen.
Die Lieferantenstruktur ist im Sinne der globalen Ausrichtung zum größten Teil bereits in den kontinentalen Märkten für die jeweiligen Werke entwickelt. Hierbei wurden 2010 Aktivitäten zur Verstärkung des "local footprints" der Lieferantenstruktur weiter ausgebaut, wozu auch der gleichzeitige Aufbau und die Implementierung einer werksseitigen Einkaufsstruktur aktiv beigetragen hat. Schwerpunkt war im Besonderen, potenzielle Lieferanten für die osteuropäischen und asiatischen Werke mit einem relevanten Wertschöpfungsanteil zu entwickeln.
Forschung und Entwicklung
Innovation ist der Schlüssel zum Erfolg eines Unternehmens.
Die NORMA Group bietet technische Lösungen für die spezifischen Herausforderungen ihrer Kunden in den Bereichen Reduzierung von Emissionen, Leckagen, Gewicht, Raum und Montagezeit und verhilft ihren Kunden durch die Kompatibilität mit modularisierten Produktionsprozessen und durch die Reduktion der Montagezeit zu einer prozessoptimierten Produktion. Dafür hat die NORMA Group in den vergangenen Jahren eine umfangreiche Grundlagenforschung und Entwicklung aufgebaut.
Neue gesetzliche Bestimmungen führen zu niedrigeren Emissionsgrenzwerten, welche die Kunden der NORMA Group erfüllen müssen und die nur durch intensive Forschungsaktivitäten und Entwicklung neuer Anlagen zu erreichen sind. NORMA sucht zusammen mit ihren Kunden erfolgreich nach innovativen, leistungsfähigeren und preisgünstigeren Werkstoffen, um neue Anwendungsgebiete für den Einsatz bestehender Produkte zu erschließen. Die Fähigkeit, die Anforderungen des Marktes unmittelbar aufzugreifen und nahtlos in neue, innovative Produkte umzusetzen, stellt einen wesentlichen Teil des Erfolges von NORMA dar. Dicht an den Bedürfnissen ihrer Kunden bietet die Gruppe Produkte für aktuelle Anwendungen und behält gleichzeitig langfristige Entwicklungen und Trends im Blick.
Die NORMA Group greift deshalb die Bedürfnisse des Marktes früh auf und entwickelt Lösungen, die ihren Kunden einen Innovationsvorsprung garantieren können. An diesen Entwicklungsprojekten arbeiten engagierte Teams aus Verkäufern und Technikern.
NORMA Engineering – Technisches Know-how und Lösungen für die Zukunft
Die Anforderungen der industriellen Kunden werden flexibel und innovativ in optimale Lösungen umgesetzt, sei es als einfaches Bauteil, Mehrkomponententeil oder als komplexes Leitungssystem. Ein hochqualifiziertes Team aus mehr als 170 erfahrenen Entwicklungs- und Verfahrensingenieuren steht für die Umsetzung von Kundenspezifikationen und Marktanforderungen weltweit zur Verfügung.
NORMAs Labor – Weltweit eine der modernsten und innovativsten Anlagen
Das Labor der NORMA Group ist für die Ausführung von Lebensdauerprüfungen für alle relevanten Anwendungsbereiche ausgerüstet; getestet werden u.a. Wasser- und Kraftstoffleitungen, Turbolader und andere Luft- bzw. Gasanwendungen. Herausragende Prüfeinrichtungen unterstützen die Gruppe auch bei der Entwicklung neuer Produkte und der Festsetzung ihrer Spezifikationen. Die NORMA Group ist darüber hinaus in der Lage nach allen relevanten Kundenspezifikationen zu prüfen.
Wesentliche Entwicklungen in 2010
In der Regel gibt die Gruppe rund 4 % ihres Umsatzes für Forschung und Entwicklung sowie Kundenprojekte aus. Aufgrund des vorhandenen Fach-Know-how werden nur geringe Teile der Entwicklung nach außen gegeben.
Die externen Aufwendungen (ohne Personalkosten) im Bereich Forschung und Entwicklung betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 2.180 (Vorjahr: TEUR 2.741). Davon entfällt ein großer Teil auf das Forschungszentrum am deutschen Standort in Maintal.
Kostenreduzierungsprogramm/Global Excellence
Im letzten Quartal 2009 wurde der Grundstein für das NORMA-Kostenreduzierungsprogramm "Global Excellence" gelegt. Die weltweite Einführung fand im ersten Quartal 2010 statt. Es handelt sich um ein dezentral aufgebautes Instrument. Die Projektverantwortung ist im jeweiligen Werk beim entsprechend benannten Projektverantwortlichen angesiedelt. Das Ganze wird durch ein eigens entwickeltes Muti-Project-Tracking-Tool unterstützt. In Global Excellence sind alle kostenreduzierenden Aktivitäten aller Werke und aller Zentralbereiche zusammengefasst und werden auch hier verfolgt und gesteuert.
Die Einsparungen werden monatlich berechnet und berichtet. Die erarbeiteten Kostenreduzierungen werden zwölf Monate als Einsparung berichtet und gezählt, anschließend sind sie als neuer Kostenstandard definiert. Die Nachhaltigkeit wird durch Reviews vor Ort verifiziert. Die Einsparungen müssen direkt ergebniswirksam sein.
In 2010 wurden von NORMA weltweit über 800 Kostenreduzierungsprojekte generiert. Es sind 24 Standorte mit weit über 120 Projektverantwortlichen eingebunden. Im Jahr 2010 wurde das Ziel von EUR 4,5 Mio. deutlich überschritten.
Gesundheits- und Umweltschutz
Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit
Management und Aufsichtsrat der NORMA Group tragen eine besondere Verpflichtung für die Überwachung und Verbesserung von Gesundheit und Arbeitssicherheit für alle Mitarbeiter. Als verantwortungsbewusstes Unternehmen investiert NORMA in ein sicheres und effizientes Arbeitsumfeld, in dem die Mitarbeiter/innen vor Gesundheitsschäden geschützt sind und sich wohl fühlen.
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz sind ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur und der Führungsleitlinien. Dadurch werden auch die Qualität und die Sicherheit der Produktion gesteigert.
Ein wichtiges Ziel ist unfallfreies Arbeiten. Folglich werden die Mitarbeiter/innen vor arbeitsbedingten Unfällen und Gesundheitsgefahren geschützt und aktiv für die Förderung und Erhaltung ihrer Gesundheit gesorgt. Hierzu gehören beispielsweise Programme zur Verbesserung der Arbeitsplatzsicherheit und Systeme zum Schutz der Gesundheit, die die jeweiligen Bedingungen der Mitarbeiter/innen berücksichtigen. In allen Werken wurden zusätzliche Weiterbildungsmaßnahmen zur Verringerung von Arbeitsunfällen durch menschliches Fehlverhalten und Einzelfehler umgesetzt. Die Anzahl der Arbeitsunfälle lag unter dem Durchschnitt vergleichbarer Industrien und soll in jedem Jahr weiter reduziert werden.
Zwei NORMA Group Standorte – NORMA Spain und NORMA Germany – haben ein Arbeitsschutzmanagement-System (BS OHSAS 18001) eingeführt. Für 17 weitere Standorte ist eine Zertifizierung zwischen März und Mai 2011 geplant.
Umweltschutz
Umweltschutz ist ein wichtiger Faktor in der Unternehmensstrategie, mit der die Schaffung einer ökologischen und nachhaltigen Gesellschaft unterstützt wird. In diesem Sinn stellt die NORMA Group jährliche Ziele für jedes Unternehmen innerhalb der Gruppe auf.
Alle Produktionsbetriebe verfügen über Prozesse und Systeme für den Umweltschutz. Wesentliche Aspekte werden überprüft und/oder extern auditiert (z.B. in der NORMA Germany GmbH nach DIN EN ISO 14001). In den Produktionsbetrieben ist der Umweltschutz institutionalisiert und wird durch eigens mit dieser Aufgabe betraute Mitarbeiter überwacht. Schwerpunktmäßig werden die Themen Abfall-Vermeidung und -Entsorgung sowie Gewässer-, Immissions- und Brandschutz bearbeitet. Insbesondere der Umgang mit umweltgefährdenden Stoffen wird eng kontrolliert. Es wurden keine wesentlichen Beanstandungen festgestellt.
Sollte bei den regelmäßigen Messungen festgestellt werden, dass Grenzwerte überschritten werden, wird durch geeignete Maßnahmen gegengesteuert. Gesetzlich vorgeschriebene Erklärungen und Berichte werden abgegeben.
Vergütungsbericht
Vergütungsstruktur der Geschäftsleitung
Da sich die Muttergesellschaft auf einen Börsengang vorbereitet, wird sich die Vergütungsstruktur noch mehr zu langfristigen Zielerreichungen hin verändern.
Bereits auch heute enthält die Vergütung fixe und variable Bestandteile. Die variablen Bestandteile sind untergliedert in zwei Komponenten, bezogen auf ein definiertes Konzernergebnis vor Steuern sowie ein definiertes Cashflow-Ziel. Die Erfolgskomponenten sind für alle Managementebenen gleich oder ähnlich gestaltet.
Für die Tätigkeit als Mitglied der Aufsichtsgremien bei Tochter- und Beteiligungsgesellschaften erhält die Geschäftsleitung keine Vergütung.
Vergütungsstruktur des Aufsichtsrates und des Beirates
Aufsichtsrat und Beirat werden mit einer fixen Entschädigung oder nach Zeitaufwand vergütet.
Nachtragsbericht
Die NORMA Group trifft derzeit Vorbereitungen für einen Börsengang in Deutschland und eine Listung ihrer Aktien an der Frankfurter Wertpapierbörse im Jahr 2011. Im Falle eines solchen Börsengangs müssten sämtliche Bankdarlehen (TEUR 341.541), Gesellschafterdarlehen (TEUR 11.900) und ähnliche Verbindlichkeiten (TEUR 7.470) aus den bestehenden Finanzierungsverträgen von NORMA zurückgezahlt werden. NORMA verhandelt derzeit mit einem Bankenkonsortium über eine vollständige Refinanzierung der NORMA Group. Auf Grundlage des derzeitigen Verhandlungsstandes und des wirtschaftlichen Umfeldes geht NORMA davon aus, dass die Fälligkeiten und Zinsraten der neuen Finanzierung im Wesentlichen denen der bestehenden Finanzierung entsprechen werden.
Chancen- und Risikobericht
Der NORMA Konzern ist vielfältigen Risiken ausgesetzt, die die Vermögens- und Ertragslage kurz- oder langfristig negativ beeinflussen können. Gleichzeitig bestehen für die NORMA Group jedoch auch erhebliche kurz- und langfristige Chancen zur Wertsteigerung, die im Risikobericht nicht weiter erläutert werden. Die Gesamtrisikostruktur des Konzerns besteht aus Einzelrisiken, die auch kombiniert eintreten können. Zurzeit sind keine für den Konzern bestandsgefährdenden Risiken bekannt, deren Eintritt eine hohe Wahrscheinlichkeit hat.
Risikomanagementsystem
Risiken können auf allen organisatorischen Ebenen und in allen Fachbereichen des Konzerns auftreten. Die Risikoerkennung und -bewertung, die Berichterstattung über potenzielle und eingetretene Risiken sowie die Risikosteuerung finden daher ebenfalls auf allen organisatorischen Ebenen und in allen Fachbereichen statt. Auf Konzernebene werden die identifizierten potenziellen und eingetretenen Risiken verfolgt und aktiv beeinflusst, wenn der Einfluss des Risikoeintrittes auf die Vermögensund Ertragslage des Konzerns als erheblich eingestuft wird.
Die legalen Aufsichtsräte, der Beirat und das Audit-Komitee als Unterkomitee des Beirates besprechen regelmäßig aktuelle und potenzielle Risiken für den Konzern. In 2010 lag der Fokus auf einer Vorausschau der Marktentwicklung, der Sicherung der Kreditauflagen sowie dem Erreichen der strategischen Ausrichtung. Alle Akquisitionen und Produktionstransfers wurden überwacht.
Zukunftsszenarien werden detailliert diskutiert und die Einhaltung der gruppenweiten Compliance-Regelungen überwacht. Die Einhaltung der mit den Kreditgebern vereinbarten Kreditauflagen wird durch ein monatliches Bank-Reporting und regelmäßigen Kontakt zum Agenten sichergestellt.
Das Risikomanagementsystem der NORMA Group wird regelmäßig hinsichtlich der Erfüllung der gestellten Anforderungen überprüft und bei Bedarf weiterentwickelt. Grundsätzlich ist jedoch kein Risikomanagementsystem jemals perfekt, so dass ein Restrisiko bestehen bleibt.
Volkswirtschaftliche Risiken nehmen durch Währungsproblematiken zu
Volkswirtschaftliche Risiken entstehen vor allem aus Nachwirkungen durch die Rezession des Jahres 2009, die auch Länder der Euro-Zone erfasst hat. Die globale Wirtschaft oder wichtige Absatzmärkte könnten 2011 erneut von Nachfrageschwäche, Kundeninsolvenzen oder fehlender Liquidität getroffen und damit einhergehend von starken Wechselkursschwankungen erfasst werden. Angesichts der aktuell guten Auftragslage ist das daraus für NORMA resultierende Risiko für 2011 jedoch momentan als eher gering einzuschätzen. Durch die globale Präsenz von NORMA gleichen sich einige lokale Risiken teilweise aus.
Branchenrisiko in drohender Überhitzung der Märkte
Branchenspezifische und damit verbundene Technologierisiken erreichen die NORMA Group entweder durch gesamtwirtschaftlich bedingte Nachfragerückgänge oder durch mittelfristige Technologieveränderungen. Diese werden regelmäßig strategisch überprüft. Wesentlicher Baustein zur Risikominimierung ist die starke Kundendiversifikation in unterschiedliche Abnehmerbranchen. Sowohl für ein Wachstum von Hybridmotoren als auch für Elektromotoren hat NORMA technologisch anspruchsvolle Lösungen entwickelt und erste Aufträge erhalten. In beiden Segmenten können mittelfristig neue Technologien entstehen, die zum Teil bestehende Patente und Eigenentwicklungen von NORMA bedrohen können, teilweise sorgen diese Technologien jedoch auch für eine verstärkte Nachfrage. Ebenso ist es gelungen, Rohrkupplungen mit verbesserten Brandschutzeigenschaften zuzulassen. Mit zunehmender Etablierung der neuen Technologien kann sich der Wettbewerbsdruck verschärfen.
Ein wesentlicher Teil der Erträge wird mit einer begrenzten Anzahl von Kunden generiert, ohne dass langfristige Verträge zugrunde liegen. Absatzrückgänge bei diesen Kunden oder gar der Verlust eines solchen können sich nachteilig auf das Ergebnis auswirken. Der regelmäßige Überprüfungsprozess der Auftragseingänge und des Kundenverhaltens wurde durch die Einführung eines wöchentlichen Forecast mit Abweichungsanalyse auf Konzernebene und in den lokalen Gesellschaften sichergestellt. Dies dient der Früherkennung von Bestell-, Absatz- und Zahlungsrisiken.
Beschaffungsrisiken insbesondere bei Rohstoffpreisen
Das Beschaffungsrisiko im Einkauf wird durch die regionale Verteilung der Produktionsstätten sowie durch vertragliche Absicherungen begrenzt. Die wichtigsten Lieferanten werden im Rahmen des Qualitätsmanagements regelmäßig besucht und beurteilt.
Mögliche Beschaffungsrisiken werden regelmäßig und detailliert überprüft, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Wesentliche Beschaffungsverträge haben eine Laufzeit von bis zu zwölf Monaten, wodurch Marktschwankungen begrenzt werden. Aufgrund der Abhängigkeit von den Grundmaterialien Stahl und Kunststoff können zukünftige Angebots- und Preisschwankungen sowie generelle Markttrends aber einen erheblichen positiven oder negativen Einfluss auf die Profitabilität des Konzerns haben.
Liquiditätsrisiken
Eine negative Entwicklung der Ertrags- und Cash-Situation des Konzerns kann zu Verstößen gegen vereinbarte Kreditrahmenbedingungen führen, die dann Zinsmargen-Erhöhungen oder Strafzahlungen nach sich ziehen können und im Extremfall sogar zu vorzeitiger Rückzahlung von Bankschulden verpflichten. Ebenso kann sich das Zahlungsverhalten von Kunden oder eine nicht vorhersehbare erhebliche Ausweitung des Working Capital negativ in der Liquiditätssituation des Konzerns niederschlagen.
Qualitätsrisiken
Produktqualität ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Konzerns. Das Spannungsverhältnis zwischen Kostenführerschaft und Qualitätssicherung stellt eine dauerhafte Herausforderung dar. Eine suboptimale Lösung kann in beiden Bereichen eine Verringerung der Ertragslage im Konzern auslösen.
Risiken im Bereich Human Resources
Der Erfolg der NORMA Group hängt von der Einsatzbereitschaft, der Innovationsfähigkeit, dem Know-how und der Integrität ihrer Mitarbeiter ab. Die Personalarbeit im Konzern dient dem Erhalt und dem Ausbau dieser Kernkompetenzen. Weiterbildung, Einstellung neuer qualifizierter Mitarbeiter und Umsetzung der Führungsgrundsätze sind wichtige Personalarbeitsmaßnahmen. Der Verlust wichtiger Führungskräfte ohne adäquaten Ersatz kann sich negativ auf die Aktivität der NORMA Group auswirken. Angesichts der demographischen Entwicklung in den Industriestaaten sowie der unterschiedlichen sozialen und wirtschaftlichen Ausgangslage in den Emerging Markets und Entwicklungsländern bestehen Personalrisiken, die mittelfristig gelöst werden müssen.
Zukünftig kann der drohende Facharbeitermangel in den westlichen Industrieländern die Kapazitäten dort verschieben, jedoch sind die eigene Ausbildung sowie die Ausweichmöglichkeit auf andere Produktionsstandorte geeignet, dieses Risiko wirksam zu begrenzen. Gleichzeitig wird dadurch das Bewusstsein geschärft, Unfälle am Arbeitsplatz und mögliche Umweltschäden zu vermeiden, die zu Sanierungsverpflichtungen in erheblicher Höhe führen oder der Reputation von NORMA schaden könnten.
IT-Risiken
Der ordnungsgemäße und effiziente Geschäftsbetrieb ist auf die Funktionsfähigkeit der IT-Systeme angewiesen. Ein weitreichender Ausfall könnte zu Störungen des Geschäfts oder Enthüllung sensibler Unternehmensinformationen führen. Das Rechenzentrum des Konzerns, bei einem zertifizierten externen Provider in Frankfurt, wird auch von anderen Gruppengesellschaften für ihr ERP-System genutzt und ist über eine Backup-Lösung abgesichert.
Ein weiteres Rechenzentrum liegt in den USA und kleinere Backup-Systeme existieren in Asien, welche in 2012 in ein regionales Rechenzentrum in Singapur überführt werden. IT-Risikopotenziale werden regelmäßig intern und extern untersucht. Die schrittweise Überführung alter ERP-Systeme in neue Systeme stellt einerseits auch eine Chance für die weitere Erhöhung der Effizienz der Gruppe dar. Aufgrund der Komplexität bei der Einführung von neuen ERP-Systemen wird nur auf herstellerzertifizierte Partner zurückgegriffen, um das Umsetzungsrisiko zu minimieren.
Rechtliche Risiken
Zukünftige Gesetzes- und Vorschriftsänderungen im allgemeinen Handelsrecht, Haftungsrecht, Umweltrecht, Steuer- und Zollrecht sowie Arbeitsrecht und sämtliche damit verbundene Normenänderungen können sich negativ auf die Entwicklung der NORMA Group auswirken. Mit den vorhandenen Compliance- und Risikomanagementsystemen überwacht der Konzern die Einhaltung der sich ständig ändernden Gesetze und Vorschriften; jedoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass dies nicht immer vollständig und zeitnah erfolgt.
Den bekannten rechtlichen Risiken, denen die NORMA Group ausgesetzt ist, wird durch Rückstellungen im Jahresabschluss ausreichend Rechnung getragen. Weitere größere Risiken ergaben sich zum Vorjahr nicht.
Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Finanzrisiken
Aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit ist die Gruppe einer Reihe von Finanzrisiken, einschließlich Markt-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Das Finanzrisikomanagement der Gruppe konzentriert sich auf die Unvorhersehbarkeit der Finanzmärkte und ist darauf ausgerichtet, mögliche nachteilige Auswirkungen auf die Ertragslage der Gruppe zu minimieren. Die Gruppe setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung bestimmter Risikopositionen ein.
Das Finanzrisikomanagement wird von einer zentralen Treasury-Abteilung durchgeführt (Group Treasury). Die Verantwortungsbereiche und notwendigen Kontrollen, die im Zusammenhang mit dem Risikomanagement stehen, werden vom Management der Gruppe festgelegt. Die Treasury-Abteilung ist in enger Absprache mit den operativen Einheiten der Gruppe für die Feststellung, Bewertung und Absicherung von Finanzrisiken verantwortlich.
(a) Marktrisiko
(i) Währungsrisiko
Die NORMA Group ist als international agierendes Unternehmen in ca. 80 unterschiedlichen Ländern tätig und unterliegt dem aus unterschiedlichen Fremdwährungsrisikopositionen resultierenden Währungsrisiko im Hinblick auf die wesentlichsten Währungen US-Dollar, Britische Pfund, Chinesische Renminbi, Polnische Zloty und Schwedische Krone.
Fremdwährungsrisiken werden, soweit sie nicht gegeneinander aufgerechnet werden können, nach Bedarf durch Terminkontrakte und/oder Optionen abgesichert (u.a. US-Dollar, Schwedische Kronen, Japanische Yen).
Die hohe Volatilität vieler Hauptwährungen sowie der besondere Einfluss des US-Dollars auf die Vermögens- und Ertragslage im Konzern stellen ein wesentliches Risiko dar, das nur teilweise und nur für eine kurzfristige Periode abzusichern ist. Mittelfristig müssen kostenorientierte Anpassungsreaktionen sowie eine regional angepasste Produktion zur Risikominimierung stattfinden. Die rechtzeitige Entscheidungsfindung und -umsetzung stellt daher ein dauerhaftes unternehmerisches Risiko dar.
Da der Konzern mit seinen Landesgesellschaften operativ in den wichtigsten Fremdwährungsländern vertreten ist, sind ausreichende Cash In- und Cash Out-Möglichkeiten zum Abfangen kurzfristiger Währungsschwankungen durch gezielte Einnahmen und Ausgabensteuerung gegeben; d.h. der Konzern verfügt über ausreichende Möglichkeiten aus dem operativen Geschäft um Fremdwährungsflüsse zu kontrollieren.
Die NORMA Group hält bestimmte Beteiligungen an ausländischen Geschäftsbetrieben, deren Nettovermögen Währungsrisiken ausgesetzt sind. Diesem Umrechnungsrisiko wird in erster Linie durch Fremdkapitalaufnahmen in der entsprechenden Fremdwährung begegnet.
(ii) Zinsänderungsrisiko
Auch wenn momentan kurzfristig nur geringe Risiken erkennbar sind, können langfristig stark steigende Zinsen zu einem Risiko für die Vermögens- und Ertragslage werden. Das Zinsänderungsrisiko der NORMA Group entsteht vor allem aus langfristigen Fremdkapitalaufnahmen. Das Niveau der langfristigen Zinsen ist für 2011 durch Zinsabsicherungsgeschäfte bis Ende 2011 abgesichert. Fremdkapitalaufnahmen mit variabler Verzinsung setzen die Gruppe einem Cashflow bezogenen Zinsänderungsrisiko aus, das teilweise durch Sicherungsgeschäfte (Zinsswaps) aufgefangen wird. In diesem Zusammenhang sieht die Gruppe vor, ungefähr 70 % der Fremdkapitalaufnahmen in festverzinslichen Instrumenten zu halten.
(iii) Sonstige Preisrisiken
Die NORMA Group ist lediglich den übrigen sonstigen Preisrisiken, z.B. Änderungen von Börsenkursen oder Warenpreisen, wie alle übrigen Marktteilnehmer ausgesetzt. Somit hätten Zu- oder Abnahmen der entsprechenden Marktpreise innerhalb eines angemessenen Rahmens keinen Einfluss auf das Ergebnis oder das Eigenkapital der Gruppe, soweit sie, wenn auch zeitverzögert, an die Endkunden weiterbelastet werden. Daher wird das Risiko der Gruppe im Hinblick auf sonstige Preisrisiken als nicht wesentlich eingestuft.
(b) Ausfallrisiko
Das von der Gruppe eingegangene Ausfallrisiko besteht darin, dass Vertragspartner ihren aus der Geschäftstätigkeit und den Finanzgeschäften entstehenden Verpflichtungen nicht nachkommen. Das Ausfallrisiko entsteht aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, aus Einlagen bei Kredit- und Finanzinstituten sowie aus dem Ausfallrisiko von Kunden, einschließlich ausstehender Forderungen und zugesagter Geschäfte.
(c) Liquiditätsrisiko
Umsichtiges Liquiditätsrisikomanagement verlangt das Halten von ausreichenden Zahlungsmitteln und marktgängigen Wertpapieren, die Verfügbarkeit von Finanzierungen über zugesagte Kreditlinien in angemessener Höhe und die Fähigkeit zur Glattstellung von Marktpositionen. Aufgrund der Dynamik des zugrunde liegenden Geschäfts ist das Group Treasury bestrebt, die Flexibilität bei Finanzierungen durch Aufrechterhaltung der Verfügbarkeit zugesagter Kreditlinien zu bewahren. Der Austausch der derzeit bestehenden langfristigen Bankschulden für den Fall einer Kapitalmarktinanspruchnahme stellt in diesem Kontext ein geringes Risiko dar. Eine zum 31. Dezember 2010 nicht in Anspruch genommene Kreditlinie steht für die zukünftige Geschäftstätigkeit und zur Erfüllung von Kapitalzusagen zur Verfügung.
Die Liquiditätsrücklage wird im Hinblick auf die Ertragslage, die geplanten Investitionen und die Rücklage für eigene Anteile kontinuierlich überwacht.
Kapitalrisikomanagement
Die Zielsetzungen der Gruppe bei der Verwaltung ihres Kapitals bestehen darin, nachhaltig ihre Schulden bedienen zu können und finanziell stabil zu bleiben.
Die Gruppe ist zur Einhaltung bestimmter Finanzkennziffern (Financial Covenants) wie Zinsdeckungsgrad, Total Net Debt Cover (Verschuldung im Verhältnis zum bereinigten Konzern-EBITDA), Cashflow-Abdeckung und Investitionsausgaben verpflichtet, was kontinuierlich überwacht wird.
Die Gruppe steuert im Rahmen des Kapitalrisikomanagements ihre Nettoverschuldung auf den gemäß den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung geführten Konten.
Stand zum Bilanzstichtag
Über den Bilanzstichtag hinweg gab es zwei Swaps, einmal über TEUR 124.067 und über TUSD 121.338. Beide haben jeweils eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2011. Die Bewertung ergab Marktwerte von insgesamt minus TEUR 3.049 bzw. minus TUSD 3.336, die Risikovorsorge hierfür wurde vollständig im Konzernabschluss abgebildet.
Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess
Bezüglich der Rechnungslegung bzw. der externen Finanzberichterstattung im Konzern lässt sich das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem anhand der folgenden wesentlichen Merkmale beschreiben. Dieses System ist auf Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung von Risiken und die Überwachung dieser Aktivitäten ausgerichtet. Die Ausgestaltung dieses Systems nach den spezifischen Anforderungen des Unternehmens fällt in den Verantwortungsbereich der Geschäftsführung. Gemäß der Aufgabenverteilung gehören die für die Rechnungslegung zuständigen Bereiche Finanzen und Beteiligungsmanagement zum Ressort des CFO. Diese Bereiche definieren und überprüfen die konzernweiten Rechnungslegungsstandards innerhalb des Konzerns und führen die Informationen zur Aufstellung des Konzernabschlusses zusammen. Wesentliche Risiken für den Rechnungslegungsprozess ergeben sich aus der Anforderung, richtige und vollständige Informationen in der vorgegebenen Zeit zu übermitteln. Dies setzt voraus, dass die Anforderungen klar kommuniziert und die betroffenen Bereiche in die Lage versetzt werden, die Anforderungen zu erfüllen.
Die IFRS-Rechnungslegung ist in einem Accounting Manual definiert. Alle Konzerngesellschaften müssen die darin beschriebenen Standards beim Rechnungslegungsprozess zugrunde legen. Wesentliche Bewertungsmaßstäbe wie z.B. für die Vorratsbewertung, die Bewertung von Werkzeugen und die Forderungsbewertung nach IFRS sind verbindlich definiert. Darüber hinaus bestehen im Konzern systemgestützte Meldemechanismen, um die einheitliche Behandlung gleicher Sachverhalte konzernweit zu gewährleisten.
Für die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts gilt ein für alle Gesellschaften vorgegebener Terminplan. Die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften werden von diesen nach den maßgeblichen lokalen Rechnungslegungsvorschriften und nach IFRS aufgestellt. Konzerninterne Verrechnungskonten werden über Saldenbestätigungen abgeglichen. Die Berichterstattung der Konzerngesellschaften erfolgt über das Reportingsystem COGNOS, das neben Finanzdaten auch Angaben enthält, die insbesondere für den Konzernanhang bedeutsam sind. Die Daten und Angaben werden vor Abgabe und Konsolidierung von den lokalen Abschlussprüfern geprüft.
Die lokale Finanzbuchhaltung erfolgt auf unterschiedlichen Systemen. Eine künftige Vereinheitlichung wird angestrebt, befindet sich derzeit aber noch in der Konzeptionsphase.
In allen Systemen liegen gegliederte Zugriffsberechtigungssysteme vor. Über Art, Ausgestaltung und Vergabepraktiken bei den Zugriffsberechtigungen entscheiden die lokalen Geschäftsführungen in Abstimmung mit dem Leiter IT der NORMA Group Holding GmbH.
Risiken, die sich auf den Rechnungslegungsprozess auswirken können, ergeben sich z.B. aus der zu späten oder falschen Buchung von Geschäftsvorfällen oder der Nichtbeachtung von Kontierungsregeln. Um Fehler zu vermeiden, basiert der Rechnungslegungsprozess auf der Trennung von Verantwortlichkeiten bzw. Zuständigkeiten und Plausibilitätsprüfungen im Rahmen der Berichterstattung. Kalkulationen werden kontinuierlich überwacht. Vor den jeweiligen Abschlussterminen sind umfangreiche und detaillierte Checklisten abzuarbeiten und ggf. prüfen zu lassen. Der Rechnungslegungsprozess ist vollständig in das Risikomanagementsystem der NORMA Group einbezogen. Damit ist sichergestellt, dass rechnungslegungsrelevante Risiken frühzeitig erkannt und somit ohne Verzug Maßnahmen zur Risikovorsorge und Risikoabwehr ergriffen werden.
Chancen
Marktchancen
Nach der wirtschaftlichen Talfahrt in 2009 erholen sich die Märkte weltweit. In der Automobilindustrie ist mit einem weiterhin anziehenden Produktionsvolumen zu rechnen, um die steigende Nachfrage auf den eingesessenen heimischen Märkten wie Europa und Amerika zu bedienen aber auch, um die rasant steigende Nachfrage in China und Indien bedienen zu können. NORMA Group bedient Kunden unterschiedlichster Industriebereiche. Aufgrund der starken Diversifizierung besteht die Chance an dem Wachstum diverser Industriebereiche zu partizipieren.
Technologiewandel und Klimaschutz
Im Automobilbau rücken neben emissionsreduzierten Motoren alternative Antriebskonzepte wie Hybrid und Elektromotoren zunehmend in den Vordergrund. NORMA Group hat durch anspruchsvolle Entwicklungen in diesem Bereich zukünftiges Auftragspotenzial gesichert und kann somit an der Entwicklung dieser Märkte partizipieren. Diese alternativen oder emissionsreduzierten Antriebskonzepte werden auf andere Märkte übertragen (z.B. Schiffsbau, Stationäre Generatoren, Baumaschinen) und bieten ein zusätzliches Wachstumsfeld.
Materialpreisentwicklung
Mit dem weltweiten Anstieg der Nachfrage nach industriellen Produkten ist mit einem zunehmenden Anstieg der Rohstoffpreise zu rechnen. Die NORMA Group bezieht vorwiegend Edelstahle und Kunststoffgranulate. Dem unvorhersehbaren Anstieg der Materialpreise wird durch langfristige Lieferverträge und ggf. durch derivative Absicherungsinstrumente vorgebeugt.
Akquisitionen und Neueröffnungen
In 2010 hat NORMA CIS ein neues Werk in Togliatti (Russland) eröffnet. NORMA CIS produziert für den russischen und weißrussischen Markt Systemlösungen zur Emissionskontrolle und bietet technische Servicedienstleistungen an. Es wird erwartet, dass die Produktionstätigkeit aufgrund der starken Binnennachfrage in diesen Ländern deutlich gesteigert werden kann.
Im Mai 2010 wurde die R.G. RAY Corporation Inc. Buffalo Grove (USA) übernommen. R.G. RAY ist ein führender Entwickler und Hersteller von hochtechnologischen Spezialverbindungen zur Anwendung in Motoren, Pumpen- und Filtersystemen sowie in Flugzeugen, Lastkraftwagen und einer Vielzahl weiterer Industrieapplikationen. Mit der Übernahme von R.G. RAY stärkt die NORMA Group ihre Präsenz in Nordamerika und weitet die Produktpalette in den internationalen Märkten nochmals deutlich aus.
Im Dezember 2010 wurde die Craig Assembly Inc., St. Clair (USA), übernommen. Craig Assembly ist ein führender Hersteller und Lieferant von kundenspezifischen Lösungen im Bereich Verbindungstechnik im Markt für industrielle Kühltechnologie. Mit dem Erwerb von Craig Assembly stärkt die NORMA Group ihre Präsenz in Nordamerika und baut ihr internationales Produktportfolio weiter aus.
Ende 2010 hat die NORMA Group den Produktionsstandort für Verbindungselemente in Thailand eröffnet und baut damit ihre Marktstellung in Asien weiter aus. Die Produktionsaufnahme in Thailand zielt in erster Linie darauf ab, die Binnennachfrage thailändischer Industrieausrüster zu bedienen. Die NORMA Group will damit ihre Präsenz in der Region Asien weiter stärken und bedeutende Marktanteile hinzugewinnen.
In 2011 wird ein neues Werk in Subotica (Serbien) die Produktion aufnehmen. Der Schwerpunkt der Produktion liegt auf Hightech-Systemlösungen für den Transport von Flüssigkeiten und auf Anwendungen im Bereich der Emissionsreduktion. Mit dem neuen Standort in Serbien soll verstärkt die Nachfrage von industriellen Kunden in Osteuropa bedient werden.
Für 2011 sind weitere kleinere Akquisitionen geplant, welche dazu dienen, das angestrebte weitere Wachstum zu realisieren und die Serviceleistung gegenüber den Kunden der Gruppe weiter zu verbessern.
Finanzierung
Der angestrebte Wachstumskurs mit den damit verbundenen Akquisitionen sowie das steigende Produktionsvolumen infolge der weltweit anziehenden Nachfrage führen zu einem erhöhten Mittelbedarf. Neben der gewährleisteten Finanzierung durch externe Banken verfolgt die NORMA Group zur weiteren Verbesserung der Liquiditätssituation konsequent die Optimierung des Trade Working Capital.
Beurteilung der Gesamtrisikolage
Die regelmäßige Überprüfung der Kreditauflagen ergab in 2010 keinerlei Beanstandungen. Auf der Grundlage eines hohen Mittelbestandes ermöglichen stabile Mittelzuflüsse dem Konzern die Erfüllung aller vertraglichen Zinszahlungen und Tilgungen. Mittel- und langfristig können sich Veränderungen in der Ertragslage negativ auf die interne Liquidität auswirken und die fristgerechte Rückzahlung von Verbindlichkeiten gefährden.
Nach heutigem Kenntnisstand sind kurzfristig weder für die NORMA Group GmbH noch für die NORMA Group wirtschaftliche oder rechtliche bestandsgefährdende Risiken zu erkennen.
Mittel- und langfristig ist der Konzern gut positioniert, um seine Marktstellung weiter auszubauen und international zu wachsen.
Prognosebericht
Wertwirtschaft erholt sich
Aufgrund einer abgeschwächten globalen Konjunktur sowie auslaufender fiskalischer Stützungsmaßnahmen wird das wirtschaftliche Expansionstempo Deutschlands nicht so hoch bleiben. Der Aufschwung im Jahr 2011 mit einer prognostizierten Zuwachsrate des Bruttoinlandsproduktes von 2,2 % stammt zum überwiegenden Teil aus diesem Jahr. Der statistische Überhang von 2010 auf 2011 beträgt 1,2 %. Die privaten Konsumausgaben werden gegenüber diesem Jahr um 1,6 % steigen. Zum Jahresende wird das Vorkrisenniveau erreicht werden, aber es besteht das Risiko von Handelssanktionen und Ölpreissteigerungen mit negativen Effekten für den Welthandel. Für 2012 geht die Deutsche Bundesbank von einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 1,5 % aus, das Kieler Institut für Weltwirtschaft rechnet mit 1,3 %. Wir haben unsere Überlegungen ebenfalls auf diesen Korridor abgestellt.
Die Entwicklung der Auftragslage ist ein wichtiger Indikator für die künftige Entwicklung der Unternehmensgruppe. Beginnend im vierten Quartal 2009 wächst der Auftragsbestand seit mehreren Monaten kontinuierlich. Da die NORMA Group in 2009 keine Kunden verloren hatte, wurde eine leichte Verbesserung der Gesamtnachfrage im Budget für 2010 verankert. Dieses wurde mit einem Wachstum von über 40 % (plus akquisitionsgetriebenem Wachstum) stark übertroffen.
Aufgrund der Auftragslage zum Jahresbeginn und der akquirierten Umsätze rechnet die Gruppe auch für 2011 mit einem guten Wachstum. Da das mittelfristige Wachstum von NORMA neben der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung insbesondere auf neu entwickelten Produkten beruht, wird ein stabiles Wachstum für die Folgejahre ab 2012 u.a. mit neu patentierten Umsatzträgern erwartet. Besonders die Geschäftsentwicklung in Wachstumsmärkten wie Indien, China oder Russland sowie innovative Produkte wie UREA-Leitungen oder die Kühlung für Hybrid- bzw. voll elektrische Motoren werden das weitere Wachstum antreiben. Dies ist die Basis für eine steigende Ertragserwartung auch über das Jahr 2011 hinaus.
Risiken der künftigen Entwicklungen liegen insbesondere in unvorhersehbaren kurzfristigen Veränderungen der Marktnachfrage (Rückfall in eine Rezession). Das Management der NORMA Group ist jedoch davon überzeugt, diesen Risiken erneut, wie in 2009 gezeigt, durch striktes Kostenmanagement entgegen wirken zu können.
Zur mittelfristigen Entwicklung der Gruppe wird Wachstum in neuen Märkten und durch neue Produkte angestrebt. Ein wahrhaft weltweit tätiges Unternehmen zu werden, stellt eine Herausforderung für die Mitarbeiter und die Organisation dar. Der Wachstumspfad dorthin hat jedoch bereits deutlich begonnen. Im Geschäftsjahr 2011 wird daher ein verstärkter Einfluss der jungen bzw. neuen Tochtergesellschaften in China, Indien, Japan, Russland und der Türkei auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung stattfinden, die sich 2012 verstärken werden.
Maintal, den 7. März 2011
NORMA Group GmbH
Konzernabschluss der NORMA Group GmbH, Maintal/Deutschland
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 35 |
|---|---|
| Konzernbilanz | 36 |
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung | 38 |
| Konzern-Kapitalflussrechnung | 39 |
| Konzernanhang | 40 |
| 1. Allgemeine Angaben | 40 |
| 2. Grundlagen der Aufstellung | 41 |
| 3. Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsmethoden | 44 |
| 4. Konsolidierungskreis | 56 |
| 5. Finanzrisikomanagement | 57 |
| 6. Wesentliche rechnungslegungsbezogene Schätzungen | |
| und Ermessensentscheidungen | 62 |
| Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 64 |
| Erläuterungen zur Konzernbilanz | 69 |
| Sonstige Angaben | 92 |
| 32. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung | 92 |
| 33. Segmentberichterstattung | 93 |
| 34. Operational Performance Incentive Cash Programme | 96 |
| 35. Eventualverbindlichkeiten | 97 |
| 36. Haftungsverhältnisse | 98 |
| 37. Unternehmenszusammenschlüsse | 98 |
| 38. Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen | |
| und Personen | 102 |
| 39. Zusätzliche Anhangangaben nach § 315a Abs. 1 | |
| Handelsgesetzbuch (HGB) | 105 |
| 40. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag | 106 |
| in TEUR | Anhang | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (7) | 490.404 | 329.794 |
| Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
4.793 | $-3.386$ | |
| Materialaufwand | (8) | $-220.464$ | $-143.975$ |
| Bruttogewinnmarge | 274.733 | 182.433 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | (9) | 8.848 | 8.560 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (10) | $-77.409$ | $-53.520$ |
| Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer | (11) | $-124.435$ | $-111.292$ |
| Abschreibungen | (17), (18) | $-25.428$ | $-22.843$ |
| Wertminderung immaterieller Vermögenswerte | (17) | 0 | $-2.782$ |
| Betriebsgewinn | 56.309 | 556 | |
| Finanzerträge | (12) | 4.907 | 3.796 |
| Finanzierungsaufwendungen | (12) | $-19.769$ | $-25.104$ |
| Finanzergebnis | $-14.862$ | $-21.308$ | |
| Gewinn (Vorjahr: Verlust) vor Ertragsteuern | 41.447 | $-20.752$ | |
| Ertragsteuern | (14) | $-11.189$ | 2.725 |
| Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) | 30.258 | $-18.027$ | |
| Sonstiges Ergebnis im Geschäftsjahr, nach Steuern: Ausgleichsposten für Umrechnungsdifferenzen (ausländische Geschäftsbetriebe) |
$-4.249$ | $-1.279$ | |
| Absicherungen von Zahlungsströmen, nach Steuern | (14), (25) | $-894$ | $-1.565$ |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Plänen, nach Steuern |
$(14)$ , $(25)$ | $-812$ | $-18$ |
| Sonstiges Ergebnis im Geschäftsjahr, nach Steuern | $-5.955$ | $-2.862$ | |
| Gesamtergebnis für das Geschäftsjahr | 24.303 | $-20.889$ | |
| Der Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) entfällt auf Gesellschafter des Mutterunternehmens |
30.157 | $-18.182$ | |
| Nicht beherrschende Anteile | 101 | 155 | |
| Das Gesamtergebnis entfällt auf | 30.258 | $-18.027$ | |
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | 24.202 | $-21.044$ | |
| Nicht beherrschende Anteile | 101 | 155 | |
| 24.303 | $-20.889$ |
| Langfristige Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwert (17) Sonstige immaterielle Vermögenswerte (17) (18) Sachanlagen Sonstige finanzielle Vermögenswerte (20) Ertragsteueransprüche (15) Latente Ertragsteueransprüche (16) Kurzfristige Vermögenswerte (23) Vorräte Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (24) Derivative finanzielle Vermögenswerte (21) Ertragsteueransprüche (15) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (22) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (32) |
221.704 79.315 89.387 397 2.406 6.025 399.234 64.709 9.218 $\bf{0}$ 4.914 |
|
|---|---|---|
| 202.789 2.761 |
||
| 51.419 83.058 |
||
| 397 6.086 346.510 44.700 5.310 22 477 |
||
| 70.282 | 45.501 | |
| 30.426 | 27.185 | |
| 179.549 | 123.195 |
| Service | ||
|---|---|---|
| Summe | 578.783 | |
| in TEUR | Anhang | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|---|
| Den Anteilsinhabern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital |
|||
| Gezeichnetes Kapital | (25) | 76 | 76 |
| Kapitalrücklage | (25) | 96.650 | 81.650 |
| Sonstige Rücklagen | (25) | $-1.364$ | 3.779 |
| Gewinnrücklagen | (25) | $-20.116$ | $-49.461$ |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbares Eigenkapital |
75.246 | 36.044 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 3.156 | 3.084 | |
| Summe Eigenkapital | 78.402 | 39.128 | |
| Schulden | |||
| Langfristige Schulden | |||
| Pensionsverpflichtungen | (26) | 9.063 | 8.058 |
| Rückstellungen | (27) | 4.584 | 4.183 |
| Darlehensverbindlichkeiten | (28) | 315.935 | 320,326 |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | (29) | 0 | 335 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (30) | 577 | 863 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | (21) | $\mathbf{0}$ | 7.968 |
| Latente Ertragsteuerschulden | (16) | 34.450 | 21.997 |
| 364.609 | 363.730 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | (27) | 3.255 | 3.894 |
| Darlehensverbindlichkeiten | (28) | 44.162 | 14.828 |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | (29) | 21.773 | 16.499 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (30) | 8.319 | 339 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | (21) | 5.550 | 22 |
| Ertragsteuerschulden | (15) | 4.402 | 1.312 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (31) | 48.311 | 29.953 |
| 135.772 | 66.847 | ||
| Summe Schulden | 500.381 | 430.577 | |
| Summe Passiva | 578.783 | 469.705 |
| Den Anteilsinhabern des Mutterunternehmens zurechenbar | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Anhang | Gezeich- netes Kapital |
Kapital- rücklage |
Sonstige Rücklagen |
Gewinn- rücklagen |
Summe | Nicht be- herrschende Anteile |
Summe Eigen- kapital |
| Stand zum 1. Januar 2009 |
(25) | 76 | 81.650 | 6.623 | $-31.261$ | 57.088 | 3.038 | 60.126 |
| Veränderungen des Eigenkapitals für das Jahr 2009 |
||||||||
| Gesamtergebnis 2009 Jahresfehlbetrag |
$-18.182$ | $-18.182$ | 155 | $-18.027$ | ||||
| Sonstiges Ergebnis Ausgleichsposten für Umrechnungsdifferenzen (ausländische Geschäftsbetriebe) |
(25) | $-1.279$ | $-1.279$ | 0 | $-1.279$ | |||
| Absicherungen von Zahlungs- strömen, nach Steuern |
$-1.565$ | $-1.565$ | $\overline{0}$ | $-1.565$ | ||||
| Versicherungsmathemati- sche Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Plänen, nach Steuern |
$-18$ | $-18$ | 0 | $-18$ | ||||
| Sonstiges Ergebnis | $-2.844$ | $-18$ | $-2.862$ | 0 | $-2.862$ | |||
| Gesamtergebnis 2009 | 0 | 0 | $-2.844$ | $-18.200$ | $-21.044$ | 155 | $-20.889$ | |
| Geschäftsvorfälle mit Eigentümern 2009 Dividenden |
$\mathbf{0}$ | $-109$ | $-109$ | |||||
| Summe der Geschäfts- vorfälle mit Eigentümern für das Geschäftsjahr |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | $-109$ | $-109$ | |
| Stand zum 31. Dezember 2009 |
76 | 81.650 | 3.779 | $-49.461$ | 36.044 | 3.084 | 39.128 | |
| Veränderungen des Eigenkapitals für das Jahr 2010 |
||||||||
| Gesamtergebnis 2010 Jahresüberschuss |
30.157 | 30.157 | 101 | 30.258 | ||||
| Sonstiges Ergebnis Ausgleichsposten für Umrechnungsdifferenzen (ausländische Geschäfts- betriebe) |
(25) | $-4.249$ | $-4.249$ | 0 | $-4.249$ | |||
| Absicherungen von Zahlungsströmen, nach Steuern |
$-894$ | $-894$ | 0 | $-894$ | ||||
| Versicherungsmathemati- sche Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Plänen, nach Steuern |
$-812$ | $-812$ | 0 | $-812$ | ||||
| Sonstiges Ergebnis | $-5.143$ | $-812$ | $-5.955$ | $\bf{0}$ | $-5.955$ | |||
| Gesamtergebnis 2010 | $\pmb{0}$ | $\pmb{0}$ | $-5.143$ | 29.345 | 24.202 | 101 | 24.303 | |
| Geschäftsvorfälle mit Eigentümern 2010 Einzahlungen auf Kapitalerhöhung |
15.000 | 15.000 | 367 | 15.367 | ||||
| Dividenden | $\mathbf{0}$ | $-396$ | $-396$ | |||||
| Summe der Geschäfts- vorfälle mit Eigentümern für das Geschäftsjahr |
15.000 | 15.000 | $-29$ | 14.971 | ||||
| Stand zum 31. Dezember 2010 | 76 | 96.650 | $-1.364$ | $-20.116$ | 75.246 | 3.156 | 78.402 |
| in TEUR | 2010 | 2009 | |
|---|---|---|---|
| Betriebliche Tätigkeit | |||
| Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) | 30.258 | $-18.027$ | |
| Abschreibungen | (17), (18) | 25.428 | 22.843 |
| Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten | (17) | $\overline{0}$ | 2.782 |
| Gewinn (-)/ Verlust aus dem Abgang von Sachanlagen | $-34$ | $-1.519$ | |
| Veränderung der Rückstellungen | (27) | $-301$ | $-1.592$ |
| Veränderung der latenten Steuern | (16) | 51 | $-7,188$ |
| Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten |
(22), (23) | $-35.918$ | 14.544 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten |
(31) | 23.827 | 11.900 |
| Gezahlte Zinsen | 20.180 | 20,140 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/ Erträge | $-1.375$ | $-1,891$ | |
| Mittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit | 62.116 | 41.992 | |
| davon erhaltene Zinsen | 574 | 374 | |
| davon Ertragsteuern | $-12,232$ | $-3.880$ | |
| Investitionstätigkeit | |||
| Neuaquisitionen | $-35.963$ | 0 | |
| Erwerb von Sachanlagen | $-17.831$ | $-12.043$ | |
| Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen | 455 | 4.372 | |
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | $-3.281$ | $-3.157$ | |
| Mittelabfluss für die Investitionstätigkeit | $-56.620$ | $-10.828$ | |
| Finanzierungstätigkeit | |||
| Einzahlungen aus Kapitaleinlage | 15.000 | 0 | |
| Einzahlungen von nicht beherrschenden Anteilen | 367 | 0 | |
| An nicht beherrschende Anteile ausgeschüttete Dividenden | $-396$ | $-109$ | |
| Gezahlte Zinsen | $-20.180$ | $-20.140$ | |
| Einzahlungen aus Darlehen | 18.521 | $\Omega$ | |
| Auszahlungen aus Darlehen | $-16.401$ | $-12.988$ | |
| Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit | $-3.089$ | $-33.237$ | |
| Nettoabnahme/-zunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten |
2.407 | $-2.073$ | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Geschäftsjahres |
27.185 | 29.268 | |
| Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung von Zahlungsmitteln | 834 | $-10$ | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende des Geschäftsjahres |
30.426 | 27.185 |
Konzernanhang
(1) Allgemeine Angaben
Die NORMA Group GmbH ist das Mutterunternehmen der NORMA Group, einer strategischen und operativen Konzernverwaltungsgesellschaft. Die Gesellschaft mit Hauptsitz in der Edisonstr. 4, 63477 Maintal, in der Nähe der Stadt Frankfurt am Main (Deutschland), ist im Handelsregister Hanau unter HRB 91849 eingetragen. Die NORMA Group GmbH und die Tochterunternehmen der Gruppe treten auf dem Markt als "NORMA Group" auf.
Die Gesellschafter der NORMA Group GmbH bestehen aus Investmentfonds, die mit der in Großbritannien börsennotierten Investmentgesellschaft 3i verbunden sind, ferner aus Investmentfonds von 3i, aus institutionellen Investoren vormaliger Teilgruppen sowie aus amtierenden und ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung.
Die NORMA Group GmbH (im Folgenden "NORMA Group") wurde 2006 durch den Zusammenschluss der beiden Unternehmensgruppen NORMA Rasmussen GmbH und ABA Group gegründet. NORMA Rasmussen wurde 1949 als Rasmussen GmbH (Germany) gegründet. Das Unternehmen stellte Verbindungs- und Befestigungselemente sowie medienführende Verbindungssysteme wie einschichtige oder mehrschichtige Leitungen und Wellrohre her. Sämtliche Produkte werden weltweit unter dem Markenname NORMA vertrieben. ABA Group (Schweden) wurde 1896 gegründet. Seitdem hat sie sich als Firmengruppe zu einem führenden multinationalen Unternehmen entwickelt, das sich auf die Entwicklung und Herstellung von Schlauch- und Rohrschellen sowie Verbindungselementen für zahlreiche Anwendungen weltweit spezialisiert hat.
Im Jahr 2007 erwarb die NORMA Group die Breeze Industrial Products Corporation (USA) und verstärkte damit ihre Präsenz auf den Märkten in Nord-, Mittel- und Südamerika. Die Breeze Industrial Products Corporation wurde 1848 gegründet und hat die erste Schneckengewinde-Schlauchschelle für den US-amerikanischen Markt entwickelt und patentiert. In den vergangenen 60 Jahren konnte Breeze ihr Produktangebot um Schneckenantriebe, T-Schrauben und V-Schellen für Nutzfahrzeuge und PKW, Lastkraftwagen, Luft- und Raumfahrt sowie Industriemärkte erweitern. Im Jahr 2010 erwarb NORMA Group zwei weitere Gesellschaften in den USA, die R.G. RAY Corporation und Craig Assembly, um ein führender Hersteller von Verbindungsprodukten in den USA zu werden.
Im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte entwickelte sich die NORMA Group durch erfolgreiche Unternehmenserwerbe und fortlaufende technologische Innovationen bei Produkten und im operativen Bereich zu einer Unternehmensgruppe von weltweiter Bedeutung. Heute setzt die NORMA Group bei der Belieferung ihrer Kunden auf zwei unterschiedliche Vermarktungswege: Engineered Joining Technology (EJT) und Distribution Service (DS).
Den Kunden im Bereich Distribution Service bietet NORMA eine breite Palette hochqualifizierter, standardisierter Verbindungsprodukte. NORMA vertreibt ein breites technologisches und innovatives Produktportfolio, welches Marken wie NORMA©, ABA©, Breeze©, R.G. RAY©, Serflex©, Serratub©, Terry© und Torca© beinhaltet.
Den Kunden im Bereich Engineered Joining Technology bietet NORMA individuell entwickelte maßgeschneiderte Systemlösungen und spezielle Verbindungs- und Leitungssysteme. Zur Erfüllung der spezifischen Anforderungen der Kunden baut NORMA Group auf ihre Branchenkenntnisse, eine erfolgreiche Innovationshistorie sowie auf langfristige Kundenbeziehungen zu den Schlüsselkunden.
Durch fortwährende technologische und kundenorientierte Innovationen haben die mehr als 35.000 Produkte der NORMA Group auf vielen Märkten eine überragende Stellung erlangt. Gleichzeitig setzten die benutzerfreundlichen Verbindungs- und Befestigungselemente der Gruppe weltweit Qualitätsmaßstäbe. Heute ist die NORMA Group in über 80 Ländern aktiv und verfügt über 14 Produktionsstandorte.
(2) Grundlagen der Aufstellung
Die der Aufstellung dieses Konzernabschlusses zugrunde gelegten wesentlichen Rechnungslegungsmethoden sind nachstehend erläutert. Sofern nichts anderes angegeben ist, wurden diese Methoden auf alle dargestellten Geschäftsjahre einheitlich angewendet.
Der Konzernabschluss der NORMA Group wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2010 unter Anwendung von §315 a Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellt.
Der Konzernabschluss der NORMA Group wird im elektronischen Bundesanzeiger eingestellt und veröffentlicht.
Die Aufstellung des Abschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert die Verwendung bestimmter kritischer rechnungslegungsbezogener Schätzungen. Darüber hinaus hat das Management bei der Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze der Gruppe Ermessensentscheidungen zu treffen. Die Bereiche mit einem höheren Maß an Ermessensentscheidungen oder Komplexität sowie Bereiche, in denen Annahmen und Schätzungen eine wesentliche Rolle für den Konzernabschluss spielen, sind in Abschnitt 3 angegeben.
Neue und geänderte International Financial Reporting Standards, die erstmalig im Geschäftsjahr 2010 angewendet werden
Der Konzern hat die folgenden überarbeiteten Standards zum 1. Januar 2010 angewandt:
- Die NORMA Group hat IFRS 2 (Änderung) Anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich innerhalb einer Unternehmensgruppe bereits in Vorperioden vorzeitig angewandt.
- IFRS 3 (überarbeitet) Unternehmenszusammenschlüsse (für Berichtsperioden eines am 1. Juli 2009 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden). Gemäß dem überarbeiteten Standard gilt für Unternehmenszusammenschlüsse weiterhin die Erwerbsmethode, jedoch mit wesentlichen Änderungen. Beispielsweise sind sämtliche Zahlungen im Rahmen des Erwerbs eines Geschäftsbetriebes zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert zu erfassen, wobei bedingte Zahlungen, die als Verbindlichkeit eingestuft werden, erfolgswirksam neu zu bewerten sind. Der Standard gewährt ein Bewertungswahlrecht auf Transaktionsbasis, nach dem nicht beherrschende Anteile an dem erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder proportionalen Anteil des nicht beherrschenden Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet werden können. Sämtliche mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten sollten als Aufwand erfasst werden. Der Standard wurde im Konzern für die Erwerbe von R.G. RAY und Craig Assembly im Geschäftsjahr 2010 angewendet. Weitere Informationen können Abschnitt 37 entnommen werden.
- IAS 27 (überarbeitet) Konzern- und Einzelabschlüsse (für Berichtsperioden eines am 1. Juli 2009 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden). Der überarbeitete Standard schreibt vor, dass die Auswirkungen aller Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen im Eigenkapital auszuweisen sind, wenn keine Änderung der Beherrschung vorliegt und diese Transaktionen nicht mehr zu einem Geschäfts- oder Firmenwert oder zu Gewinnen und Verlusten beitragen werden. Der Standard legt darüber hinaus fest, wie bei Verlust der Beherrschung zu bilanzieren ist. Etwaige verbleibende Anteile am Unternehmen werden zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet, ein Gewinn oder Verlust wird ergebniswirksam erfasst. Auf die Berichtsperiode hat der überarbeitete Standard keine Auswirkung, da keine Transaktionen stattgefunden haben, bei denen Anteile beibehalten wurden, nachdem die Beherrschung über das entsprechende Unternehmen verloren wurde, und auch keine Transaktionen mit Minderheitsgesellschaftern stattgefunden haben.
Standards, Änderungen und Interpretationen bestehender Standards,
die noch nicht in Kraft getreten sind und von der Gruppe nicht vorzeitig angewendet wurden
Die folgenden Standards und Änderungen bestehender Standards wurden veröffentlicht und sind erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am 1. Januar 2011 oder danach beginnenden Geschäftsjahres verpflichtend anzuwenden, wobei die Gruppe auf eine frühere Anwendung verzichtet hat:
1) Standards, Änderungen und Interpretationen bestehender Standards, die von der EU bereits freigegeben wurden (unter Berücksichtigung des jeweiligen Zeitpunkts des Inkrafttretens der EU)
- IAS 24 (überarbeitet 2009 für Berichtsperioden eines am 1. Januar 2011 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden). Die Überarbeitung von IAS 24 betrifft die Definition von nahe stehenden Unternehmen und Personen sowie von Geschäftsvorfällen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen. Darüber hinaus wurden Teilausnahmen für Regierungen nahe stehende Unternehmen eingeführt, die weniger Informationen zu Geschäftsvorfällen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zur Verfügung stellen müssen. Die Gruppe prüft derzeit, welche Auswirkungen sich hieraus auf den Konzernabschluss ergeben.
- IAS 32 (Änderung) Klassifizierung von Bezugsrechten (für Berichtsperioden eines am 1. Februar 2010 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden). Die Änderung legt die Bilanzierung bestimmter Bezugsrechte fest, falls die begebenen Instrumente nicht auf die funktionale Währung des Emittenten lauten. Solche Bezugsrechte wurden bisher als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Gemäß dem geänderten IAS 32 sind solche Instrumente, wenn sie anteilsmäßig an die gegenwärtigen Anteilseigner des Unternehmens zu einem festen Betrag ausgegeben werden, als Eigenkapital zu klassifizieren. Dies gilt auch, wenn der Ausübungspreis der Instrumente auf eine andere Währung lautet als die funktionale Währung des Emittenten. Die Gruppe prüft derzeit, welche Auswirkungen sich hieraus auf den Konzernabschluss ergeben.
- IFRIC 14 (Änderung) Vorauszahlung einer Mindestdotierungsverpflichtung (für Berichtsperioden eines am 1. Juli 2010 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden). Die Änderung betrifft leistungsorientierte Pläne, bei denen eine Mindestdotierungsverpflichtung besteht und schreibt vor, dass Unternehmen, die eine Vorauszahlung vornehmen, diese als Vermögenswert und nicht als Aufwand darstellen. Die Gruppe prüft derzeit, welche Auswirkungen sich hieraus auf den Konzernabschluss ergeben. Nach derzeitigem Kenntnisstand werden keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.
- IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten (für Berichtsperioden eines am 1. Juli 2010 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden). IFRIC 19 ist anwendbar im Falle von Debt-to-Equity Swaps, d.h. wenn ein Unternehmen Eigenkapitalinstrumente an einen Gläubiger als Teil des gezahlten Entgeltes zur Tilgung einer bestehenden finanziellen Verbindlichkeit begibt. Beim erstmaligen Ansatz werden Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Kann dieser nicht verlässlich bestimmt werden, wird der beizulegende Zeitwert der getilgten finanziellen Verbindlichkeit herangezogen. Die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert der Eigenkapitalinstrumente und des Buchwertes der getilgten finanziellen Verbindlichkeit wird ergebniswirksam erfasst. Nach derzeitigem Kenntnisstand werden keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.
Verbesserungen der IFRS (Mai 2010 – Tag des Inkrafttretens zwischen 1. Juli 2009 und 1. Januar 2011). Die im Mai 2010 veröffentlichten Verbesserungen sind Teil des jährlichen Verbesserungsprozesses (Annual Improvement Process, AIP) des IASB, der die Verschlankung und Klarstellung der International Accounting Standards zum Ziel hat. Die Änderungen stellen größtenteils eine Klarstellung bereits bestehender Vorschriften, Leitlinien und Änderungen dar, um nicht gewollte Inkonsistenzen anderer kürzlich vorgenommener Änderungen an Standards und Interpretationen der IFRS zu beheben. Die Gruppe prüft derzeit, welche Auswirkungen sich hieraus auf den Konzernabschluss ergeben.
2) Standards, Änderungen und Interpretationen bestehender Standards, die von der EU noch nicht freigegeben wurden
- IFRS 7 (Änderung) Finanzinstrumente: Angaben wurde im Oktober 2010 veröffentlicht. Diese Änderung stellt Abschlussadressaten verbesserte Angaben bei Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten zur Verfügung. Unternehmen sollten die Änderung in der ersten Berichtsperiode eines am 1. Juli 2011 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anwenden. Im ersten Jahr der Anwendung sind keine Vergleichsinformationen erforderlich. Die Gruppe prüft derzeit, welche Auswirkungen sich hieraus auf den Konzernabschluss ergeben.
- IFRS 9 Finanzinstrumente (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 1. Januar 2013) wurde im November 2009 veröffentlicht und behandelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Die Vielzahl an Klassifizierungs- und Bewertungsmodellen in IAS 39 wird durch ein einziges Modell ersetzt, in dem es nur noch zwei Bewertungskategorien gibt. Demnach werden finanzielle Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz entweder als zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten oder zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft. Weitere durch IFRS 9 eingeführte Änderungen betreffen die Erfassung von eingebetteten Derivaten und die Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. IFRS 9 Finanzinstrumente (Änderungen hinsichtlich finanzieller Verbindlichkeiten) wurde im Oktober 2010 veröffentlicht und folgt auf die Veröffentlichung von IFRS 9 im November 2009 durch das IASB. Der geänderte Standard beinhaltet Leitlinien bezüglich finanzieller Verbindlichkeiten und der Ausbuchung von Finanzinstrumenten. Die Vorschriften zur Erfassung und Darstellung von finanziellen Verbindlichkeiten und zur Ausbuchung von Finanzinstrumenten wurden aus IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung unverändert übernommen, mit Ausnahme von finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Der aktualisierte Standard ist in der ersten Berichtsperiode eines am 1. Januar 2013 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Die Gruppe prüft derzeit, welche Auswirkungen sich hieraus auf den Konzernabschluss ergeben.
- IAS 12 (Änderungen), Ertragsteuern, Latente Steuern: Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte, wurde im Dezember 2010 veröffentlicht. Danach ist die Einführung einer verpflichtenden Ausnahmevorschrift vorgesehen, wonach in bestimmten Fällen von der Grundsatzregelung des IAS 12, nach der Steuerlatenzen mit der aus der geplanten Verwendungsabsicht (expected manner of recovery) des zugrundeliegenden Vermögenswertes (oder der Schuld) zu erwartenden Steuerkonsequenz zu bewerten sind, abzuweichen ist. Die Ausnahmeregelung betrifft zum Zeitwert bewertete als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (investment properties) gem. IAS 40 durch die Einführung einer widerlegbaren Vermutung, dass die Realisierung des Buchwertes des Vermögenswertes vollständig durch Veräußerung erfolgt. Es sei denn, der Bilanzierende erbringt eindeutige Nachweise, dass er den Buchwert des Vermögenswertes vollständig durch Nutzung realisieren wird. In diesem Zusammenhang wird auch SIC 21, Ertragsteuern - Realisierung von neubewerteten, nicht planmäßig abzuschreibenden Vermögenswerten, aufgehoben werden. Nach derzeitigem Kenntnisstand werden keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.
(3) Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsmethoden
1. Konsolidierung
(a) Tochterunternehmen
Tochterunternehmen sind sämtliche Unternehmen (einschließlich Zweckgesellschaften (special purpose entities), über deren Finanz- und Geschäftspolitik die NORMA Group bestimmt. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), zu dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, zu dem die Kontrolle endet.
Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Der zum Erwerbszeitpunkt geltende beizulegende Zeitwert der bedingten Gegenleistung wird als Teil der für das erworbene Unternehmen übertragenen Gegenleistung bilanziert. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Gemäß IFRS 3 (überarbeitet) besteht bei jedem Unternehmenszusammenschluss ein Wahlrecht, alle nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert, d.h. inklusive des auf diese Anteile entfallenden Geschäfts- oder Firmenwertes (sog. "Full Goodwill Method") anzusetzen, oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens zu bewerten. Die Gruppe bewertet die nicht beherrschenden Anteile des erworbenen Unternehmens zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens.
Als Goodwill wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegendem Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über dem Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Wert bewerteten Nettovermögen ergibt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt erfolgswirksam erfasst.
Bei einem sukzessiven Unternehmenszusammenschluss bestimmt die Gruppe ihren zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltenen Eigenkapitalanteil zu dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu und erfasst den daraus resultierenden Gewinn bzw. Verlust, sofern vorhanden, erfolgswirksam.
Konzerninterne Transaktionen, Salden und nicht realisierte Gewinne aus Geschäftsvorfällen zwischen Konzernunternehmen wurden eliminiert. Unrealisierte Verluste wurden ebenfalls eliminiert. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.
(b) Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen
Die Gruppe behandelt Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, wie Transaktionen mit Eigentümern, die in ihrer Eigenschaft als Eigentümer handeln. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.
Wenn der Konzern entweder die Beherrschung oder den maßgeblichen Einfluss über ein Unternehmen verliert, wird der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet und die daraus resultierende Differenz als Gewinn oder Verlust erfasst. Der beizulegende Zeitwert ist der beim erstmaligen Ansatz eines assoziierten Unternehmens, Gemeinschaftsunternehmens oder eines finanziellen Vermögenswertes ermittelte beizulegende Zeitwert. Darüber hinaus werden alle im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge in Bezug auf dieses Unternehmen so bilanziert, wie dies verlangt würde, wenn das Mutterunternehmen die dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden direkt veräußert hätte. Dies bedeutet, dass ein zuvor im sonstigen Ergebnis erfasster Gewinn oder Verlust vom Eigenkapital ins Ergebnis umgegliedert wird.
2. Fremdwährungsumrechnung
(a) Funktionale Währung und Darstellungswährung
Die in den Abschlüssen der Konzernunternehmen enthaltenen Posten werden in der Währung des jeweiligen primären Wirtschaftsumfelds, in dem das Unternehmen tätig ist, bewertet (die "funktionale Währung"). Der Konzernabschluss wird in "Euro" (€), der funktionalen Währung der Gesellschaft und der Darstellungswährung der Gruppe, dargestellt.
(b) Transaktionen und Salden
Fremdwährungstransaktionen werden mit den am Tag des Geschäftsvorfalls geltenden Wechselkursen (bei Neubewertungen mit den am Tag der Neubewertung geltenden Wechselkursen) in die funktionale Währung umgerechnet. Währungsgewinne und -verluste, die sich aus der Abwicklung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung monetärer Posten zum Stichtagskurs ergeben, werden ergebniswirksam erfasst.
Währungsgewinne und -verluste, die im Zusammenhang mit Fremdkapitalaufnahmen sowie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten stehen, werden ergebniswirksam unter dem Posten "Finanzerträge/Finanzierungsaufwendungen" ausgewiesen. Alle anderen Währungsgewinne und -verluste werden ergebniswirksam unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge/Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.
(c) Konzernunternehmen
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sämtlicher Konzernunternehmen (keine dieser Gesellschaften hat die Währung eines Hochinflationslandes), deren funktionale Währung von der Darstellungswährung abweicht, wird wie folgt in die Darstellungswährung umgerechnet:
- Vermögenswerte und Schulden werden für jeden Bilanzstichtag zum jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet;
- Erträge und Aufwendungen für alle Gesamtergebnisrechnungen werden zum Durchschnittskurs umgerechnet (es sei denn, bei diesem Durchschnitt handelt es sich nicht um einen angemessenen Näherungswert des kumulierten Effekts der am Tag des Geschäftsvorfalls geltenden Kurse; in diesem Fall werden Erträge und Aufwendungen zu den am Tag des Geschäftsvorfalls geltenden Kursen umgerechnet); und
- alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden als eigener Posten innerhalb der sonstigen Rücklagen im Eigenkapital erfasst.
Ein bei dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehender Geschäfts- oder Firmenwert und Anpassungen des beizulegenden Zeitwertes werden wie Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.
| Kassakurs | Durchschnittskurs | |||
|---|---|---|---|---|
| je€ | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 | 2010 | 2009 |
| Australischer Dollar | 1,3670 | 1,7733 | 1,4422 | 1,6005 |
| Chinesische Renminbi Yuan | 8,7682 | 9,5318 | 8,9762 | 9,7600 |
| Tschechische Krone | 25,1150 | 26,4038 | 25,2561 | 26,4050 |
| Pfund Sterling | 0,8618 | 0.8916 | 0,8579 | 0.8890 |
| Indische Rupie | 59,5700 | 67,4775 | 60,6289 | 66,5200 |
| Japanischer Yen | 108,8200 | 130,2227 | 116,2536 | 133,0700 |
| Polnischer Złoty | 3,9659 | 4,3332 | 4,0001 | 4,1168 |
| Russischer Rubel | 40,9350 | 40,2081 | ||
| Schwedische Krone | 8,9800 | 10,6212 | 9,5377 | 10,2600 |
| Singapur Dollar | 1,7165 | 2,0251 | 1,8064 | 2,0183 |
| Türkische Lira | 2,0700 | 1,9961 | ||
| US-Dollar | 1,3386 | 1,3949 | 1,3264 | 1.4400 |
Die Wechselkurse der Währungen, die hauptsächlich Einfluss auf die Fremdwährungsumrechnung haben, stellen sich wie folgt dar:
3. Sachanlagen
Das Sachanlagevermögen wird zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der Abschreibungen sowie möglicher außerplanmäßiger Wertminderungen angesetzt. In den historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten sind die dem Erwerb der Sachanlage direkt zurechenbaren Kosten enthalten, ebenso wie, sofern vorhanden, die geschätzten Kosten für den Abbruch und die Beseitigung des Gegenstandes sowie die Wiederherstellung des Standortes, an dem er sich befindet. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden in den Anschaffungs- oder Herstellungskosten berücksichtigt. Ein qualifizierter Vermögenswert ist ein Vermögenswert, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Generell liegen bei dem Sachanlagevermögen der Gruppe keine qualifizierten Vermögenswerte vor, so dass die Anschaffungs- oder Herstellungskosten keine Fremdkapitalkosten enthalten.
Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten sind im Buchwert des Vermögenswertes enthalten oder werden, soweit angemessen, als separater Vermögenswert erfasst, jedoch nur dann, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gruppe ein mit der Sachanlage verbundener künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlage verlässlich bewertet werden können. Der Buchwert des ersetzten Teils wird ausgebucht. Sämtliche sonstigen Reparaturen oder Instandhaltung werden ergebniswirksam periodengerecht erfasst.
Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Die Abschreibung der sonstigen Vermögenswerte erfolgt anhand der linearen Abschreibungsmethode, bei der die Anschaffungs- oder Herstellungskosten über die geschätzte Nutzungsdauer verteilt werden, bis der Restwert erreicht ist.
Der Restwert und die Nutzungsdauer der Vermögenswerte werden jeweils am Abschlussstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Der Buchwert eines Vermögenswertes wird sofort auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben, wenn der Buchwert des Vermögenswertes seinen geschätzten erzielbaren Betrag übersteigt.
Gewinne oder Verluste aus Abgängen werden ermittelt als Unterschiedsbetrag zwischen dem Veräußerungserlös und dem Buchwert und als sonstige betriebliche Erträge bzw. Aufwendungen im Gewinn und Verlust erfasst.
Die erwartete Nutzungsdauer der Sachanlagen stellt sich wie folgt dar:
- Gebäude: 8-33 Jahre
- Maschinen und technische Anlagen: 3-12 Jahre
- Werkzeuge: 3-8 Jahre
- Sonstige Ausrüstung: 2-20 Jahre
4. Immaterielle Vermögenswerte
(a) Geschäfts- oder Firmenwert
Der Geschäfts- oder Firmenwert ist derjenige Betrag, um den die Erwerbskosten den beizulegenden Zeitwert des Anteils der Gruppe an dem identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt übersteigen. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb von Tochterunternehmen ist in den "Immateriellen Vermögenswerten" enthalten. Er wird jährlich auf Wertminderung überprüft und zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Wertminderungsaufwendungen sowie möglicher außerplanmäßiger Wertminderungen ausgewiesen. Eine Wertaufholung im Hinblick auf den Geschäftsoder Firmenwert ist nicht zulässig. Gewinne oder Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens beinhalten den Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes des veräußerten Unternehmens.
Im Rahmen der Wertminderungsprüfung wird der Geschäfts- oder Firmenwert den Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugeordnet. Die Zuordnung erfolgt zu jenen Zahlungsmittel generierenden Einheiten oder Gruppen von Zahlungsmittel generierenden Einheiten, denen wahrscheinlich ein Nutzen aus dem Unternehmenszusammenschluss zufließen wird, aufgrund dessen der Geschäfts- oder Firmenwert entstanden ist.
(b) Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Gesondert erworbene sonstige immaterielle Vermögenswerte werden zu den historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zum Erwerbszeitpunkt zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst. Sämtliche sonstigen immateriellen Vermögenswerte haben eine begrenzte Nutzungsdauer und werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen ausgewiesen. Die Berechnung der Abschreibungen erfolgt anhand der linearen Abschreibungsmethode zur Verteilung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden in den Anschaffungs- oder Herstellungskosten berücksichtigt. Ein qualifizierter Vermögenswert ist ein Vermögenswert, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Generell liegen bei den sonstigen immateriellen Vermögenswerten der Gruppe keine qualifizierten Vermögenswerte vor, so dass die Anschaffungskosten keine Fremdkapitalkosten enthalten.
Die Nutzungsdauern der sonstigen immateriellen Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, wurden im Prozess der Kaufpreisallokation (purchase price allocation) ermittelt.
Die erwartete Nutzungsdauer der sonstigen immateriellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:
- Patente: 10 Jahre
- Zertifikate: 10-20 Jahre
- Technologie: 20 Jahre
- Marken: 20 Jahre
5. Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte
Vermögenswerte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer, z.B. der Geschäfts- oder Firmenwert, werden nicht abgeschrieben, sondern jährlich auf Wertminderung überprüft, ebenso wie bei Anzeichen dafür, dass der Buchwert der Zahlungsmittel generierenden Einheit nicht werthaltig ist. Übersteigt die Wertminderung der Zahlungsmittel generierenden Einheit den zugeordneten Geschäfts- und Firmenwert, so wird die zusätzliche Wertminderung anteilig den Vermögenswerten der Zahlungsmittel generierenden Einheit zugerechnet. Vermögenswerte, die abgeschrieben werden, werden immer dann auf Wertminderung überprüft, wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert möglicherweise nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsaufwand wird für den Betrag erfasst, um den der Buchwert des Vermögenswertes seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert eines Vermögenswertes. Zum Zwecke der Beurteilung einer Wertminderung werden die Vermögenswerte in der kleinsten identifizierbaren Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugen (Zahlungsmittel generierende Einheiten) zusammengefasst. Nicht finanzielle Vermögenswerte außer dem Geschäfts- oder Firmenwert, bei denen eine Wertminderung vorliegt, werden an jedem Abschlussstichtag auf eine mögliche Wertaufholung überprüft.
6. Finanzielle Vermögenswerte
Einstufung
Die Gruppe stuft ihre finanziellen Vermögenswerte in die folgenden Kategorien ein: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, Kredite und Forderungen und zur Veräußerung verfügbar. Die Einstufung ist abhängig von dem Zweck, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management legt die Einstufung der finanziellen Vermögenswerte bei deren erstmaligem Ansatz fest.
(a) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte sind zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte. Ein finanzieller Vermögenswert wird in diese Kategorie eingestuft, wenn er hauptsächlich mit der Absicht erworben wurde, kurzfristig verkauft zu werden. Derivate werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, soweit sie nicht als Sicherungsgeschäft bestimmt werden. Vermögenswerte dieser Kategorie werden als kurzfristige Vermögenswerte eingestuft, wenn deren Abrechnung voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten erfolgt; ansonsten werden sie als langfristig eingestuft.
(b) Kredite und Forderungen
Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Abgesehen von Vermögenswerten mit einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag werden diese unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Vermögenswerte mit einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten werden als langfristige Vermögenswerte eingestuft. Die Kredite und Forderungen der Gruppe in der Bilanz beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
(c) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die entweder als zur Veräußerung verfügbar bestimmt wurden oder in keiner der anderen Kategorien eingestuft sind. Soweit das Management nicht beabsichtigt, die Anlagen innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag zu veräußern, sind sie in den langfristigen Vermögenswerten enthalten.
Ansatz und Bewertung
Ein marktüblicher Kauf oder Verkauf eines finanziellen Vermögenswertes wird am Handelstag bilanziert – dem Tag, an dem sich die Gruppe zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswertes verpflichtet. Beteiligungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten erfasst, wenn es sich um finanzielle Vermögenswerte handelt, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Bei finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt der erstmalige Ansatz zum beizulegenden Zeitwert, während die Transaktionskosten in der Gesamtergebnisrechnung ergebniswirksam erfasst werden. Eine Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswertes erfolgt, sobald das Anrecht auf Cashflows aus der Beteiligung ausläuft oder übertragen wurde und die Gruppe im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen übertragen hat. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden bei der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Kredite und Forderungen werden anhand der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden bei der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, es sei denn, eine Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes ist nicht möglich, woraufhin sie zu Anschaffungskosten bewertet werden.
Dividenden aus zur Veräußerung verfügbaren Eigenkapitalinstrumenten werden in der Gesamtergebnisrechnung als Teil der Finanzerträge ausgewiesen, sobald der Rechtsanspruch auf Zahlung entstanden ist.
Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten
(a) Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Vermögenswerte
Die Gruppe ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob es objektive Hinweise darauf gibt, dass bei einem finanziellen Vermögenswert oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten eine Wertminderung eingetreten ist. Bei einem finanziellen Vermögenswert oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten liegt nur dann eine Wertminderung vor bzw. werden Wertminderungsaufwendungen erfasst, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eingetreten ist (ein "Schadensfall"), ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vorliegt und der Schadensfall (oder -fälle) eine verlässlich schätzbare Auswirkung auf die erwarteten künftigen Cashflows des finanziellen Vermögenswert oder der Gruppe von finanziellen Vermögenswerten hat.
Als objektive Hinweise auf eine Wertminderung, die die Gruppe verwendet, zählen u.a. die folgenden Kriterien:
- erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten oder des Schuldners;
- ein Vertragsbruch wie ein Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen;
- Zugeständnisse, die die Gruppe dem Kreditnehmer aus wirtschaftlichen oder rechtlichen Gründen im Zusammenhang mit den finanziellen Schwierigkeiten des Kreditnehmers macht, ansonsten aber nicht gewähren würde;
- eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass der Kreditnehmer in Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren geht;
- beobachtbare Daten, die auf eine messbare Verringerung der erwarteten künftigen Cashflows aus einem Portfolio von finanziellen Vermögenswerten seit deren erstmaligem Ansatz hinweisen, auch wenn die Verringerung noch nicht den einzelnen finanziellen Vermögenswerten des Portfolios zugeordnet werden kann, einschließlich:
- i. nachteiliger Veränderungen beim Zahlungsstand von Kreditnehmern in dem Portfolio; oder
- ii. volkswirtschaftlicher oder regionaler wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, die mit Ausfällen bei den Vermögenswerten des Portfolios korrelieren.
Die Gruppe stellt zunächst fest, ob ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vorliegt.
Die Höhe des Verlusts ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswertes und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows (mit Ausnahme künftiger, noch nicht erlittener Kreditausfälle), abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes. Der Buchwert des Vermögenswertes wird vermindert, der Verlustbetrag ergebniswirksam erfasst. Ist ein Kredit mit einem variablen Zinssatz ausgestattet, ist der Abzinsungssatz für die Berechnung des Wertminderungsaufwands der vertraglich festgelegte derzeitige Effektivzinssatz.
Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Perioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung auftretenden Sachverhalt (wie die Verbesserung des Bonitätsratings eines Schuldners) zurückgeführt werden, ist die früher erfasste Wertberichtigung ergebniswirksam zu erfassen.
Die Überprüfung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Wertminderung ist in Abschnitt 3.10 erläutert.
(b) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Die Gruppe setzt zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten an. Informationen zur Ermittlung von objektiven Hinweisen für die Wertminderung eines zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswertes oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten können den Kriterien und Methoden im oben stehenden Abschnitt (a) entnommen werden. Zusätzlich zu diesen Kriterien und Methoden sind auch Informationen über signifikante Änderungen im technologischen, marktbezogenen, wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des Emittenten, die sich für diesen nachteilig auswirken, ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung eines gehaltenen Eigenkapitalinstruments und deuten darauf hin, dass die Kosten für das Eigenkapitalinstrument möglicherweise nicht zurückerlangt werden können. Die Gruppe ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob es objektive Hinweise darauf gibt, dass bei einem finanziellen Vermögenswert oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten eine Wertminderung eingetreten ist. Solche Wertminderungsaufwendungen werden nicht rückgängig gemacht.
7. Saldierung von Finanzinstrumenten
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind zu saldieren und als Nettobetrag in der Konzernbilanz anzugeben, wenn ein Rechtsanspruch darauf besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen und beabsichtigt wird, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen, oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.
8. Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte
Derivate werden beim erstmaligen Ansatz zu ihrem beizulegenden Zeitwert am Tag des Abschlusses des Derivatekontraktes erfasst und bei der Folgebewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Die Methode für die Erfassung des entstehenden Gewinns oder Verlusts ist davon abhängig, ob das Derivat als Sicherungsinstrument bestimmt ist, und ist dies der Fall, von der Art des abzusichernden Grundgeschäfts. Gewinne und Verluste aus Handelsderivaten werden ergebniswirksam erfasst.
Die Gruppe hat die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften zum ersten Mal im Geschäftsjahr 2009 vorgenommen.
Die in die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften einbezogenen Derivate fallen grundsätzlich in eine der folgenden Kategorien:
- Absicherungen des beizulegenden Zeitwertes eines bilanzierten Vermögenswertes oder einer bilanzierten Verbindlichkeit oder einer festen Verpflichtung (Absicherung des beizulegenden Zeitwertes)
- Absicherung eines bestimmten mit dem bilanzierten Vermögenswert oder der bilanzierten Verbindlichkeit oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion verbundenen Risikos (Absicherung von Zahlungsströmen)
- Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb.
Die NORMA Group nimmt lediglich die Absicherung von Zahlungsströmen vor.
Zu Beginn der Transaktion werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien, die die Gruppe im Hinblick auf die Absicherung verfolgt, dokumentiert. Sowohl zu Beginn der Absicherung als auch fortlaufend dokumentiert die Gruppe zudem ihre Beurteilung, ob die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts gewährleistet ist.
Der wirksame Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der Derivate, die als zur Absicherung der Zahlungsströme bestimmt sind, wird im sonstigen Ergebnis erfasst. Der unwirksame Teil des Gewinns oder Verlusts wird direkt ergebniswirksam unter "Finanzerträge/Finanzierungsaufwendungen" erfasst. Kumulierte im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge werden in Berichtsperioden, in denen das gesicherte Grundgeschäft Auswirkungen auf den Gewinn oder Verlust hat, in den Gewinn und Verlust umgegliedert.
Der vollständige beizulegende Zeitwert eines als Sicherungsinstrument bestimmten Derivats wird bei Grundgeschäften mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr als langfristiger Vermögenswert oder langfristige Schuld eingestuft sowie bei Grundgeschäften mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr als kurzfristiger Vermögenswert oder kurzfristige Verbindlichkeit eingestuft. Nach IAS 1.68 und IAS 1.71 werden Handelsderivate mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr als langfristige Vermögenswerte oder Schulden eingestuft; andernfalls werden sie als kurzfristig eingestuft.
Die beizulegenden Zeitwerte der zu Handelszwecken und im Rahmen von Sicherungsgeschäften gehaltenen derivativen Finanzinstrumente können Anhangangabe 21 entnommen werden. Die Entwicklung der Hedging-Rücklage im Eigenkapital kann Anhangangabe 25 entnommen werden.
9. Vorräte
Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Fertigerzeugnissen und unfertigen Erzeugnissen setzen sich zusammen aus Kosten für den Produktentwurf, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Fertigungslöhnen, sonstigen direkt zurechenbaren Kosten und zurechenbaren Produktionsgemeinkosten (bei normaler Betriebskapazität). Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden in den Anschaffungs- oder Herstellungskosten berücksichtigt. Ein qualifizierter Vermögenswert ist ein Vermögenswert, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Generell liegen bei den Vorräten der Gruppe keine qualifizierten Vermögenswerte vor, so dass die Anschaffungs- oder Herstellungskosten keine Fremdkapitalkosten enthalten. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der jeweiligen variablen Vertriebskosten.
10. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von Kunden zu zahlende Beträge für im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsgangs verkaufte Waren oder erbrachte Dienstleistungen. Wird der Forderungseinzug innerhalb von zwölf Monaten erwartet, werden sie als kurzfristige Vermögenswerte eingestuft. Ist dies nicht der Fall, werden sie als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden beim erstmaligen Ansatz zu ihrem beizulegenden Zeitwert und bei Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Es wird eine Wertminderung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst, wenn es objektive Hinweise darauf gibt, dass die Gruppe nicht in der Lage sein wird, alle fälligen Beträge nach Maßgabe der ursprünglichen Bedingungen der Forderungen zu vereinnahmen. Erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, die Wahrscheinlichkeit, dass der Schuldner Insolvenz anmelden oder eine finanzielle Restrukturierung vornehmen wird, sowie Zahlungsverzug oder Zahlungsausfälle gelten als Hinweise für eine Wertminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Höhe der Wertminderung ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswertes und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz.
11. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel, Sichteinlagen und sonstige kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Kontokorrentkredite werden als Teil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in den kurzfristigen Schulden der Konzernbilanz ausgewiesen.
12. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpflichtungen zur Zahlung von Waren oder Dienstleistungen, die im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsgangs von Lieferanten erworben wurden. Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Schulden eingestuft, wenn sie innerhalb von zwölf Monaten fällig werden. Ist dies nicht der Fall, werden sie als langfristige Schulden eingestuft.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden beim erstmaligen Ansatz zu ihrem beizulegenden Zeitwert und bei Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.
13. Fremdkapitalaufnahmen
Fremdkapitalaufnahmen werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert nach Abzug der Transaktionskosten erfasst. Bei der Folgebewertung werden Fremdkapitalaufnahmen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Etwaige Differenzen zwischen dem Auszahlungsbetrag (abzüglich Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag werden über den Zeitraum der Fremdkapitalaufnahmen mittels der Effektivzinsmethode ergebniswirksam erfasst.
Die bei der Einrichtung von Kreditlinien gezahlten Gebühren werden als Transaktionskosten des Kredits erfasst, sofern es als wahrscheinlich angesehen wird, dass ein Teil der oder die gesamte Kreditlinie in Anspruch genommen wird. In diesem Falle wird die Gebühr bis zur Inanspruchnahme der Kreditlinie abgegrenzt. Liegt kein Hinweis dafür vor, dass die Kreditlinie wahrscheinlich ganz oder teilweise in Anspruch genommen wird, erfolgt eine Aktivierung der Gebühr als Vorauszahlung für Liquiditätsdienste sowie deren Abschreibung über die Laufzeit der zugehörigen Kreditlinie.
Fremdkapitalaufnahmen werden als kurzfristige Schulden eingestuft, es sei denn, die Gruppe hat ein uneingeschränktes Recht, die Erfüllung der Verpflichtung um mindestens zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag zu verschieben.
14. Tatsächliche und latente Ertragsteuern
Der Steueraufwand für die Berichtsperiode umfasst tatsächliche und latente Ertragsteuern. Die Ertragsteuern werden ergebniswirksam erfasst, sofern sie keine Posten betreffen, die im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst sind. In solchen Fällen wird der Steueraufwand ebenfalls im sonstigen Ergebnis bzw. direkt im Eigenkapital erfasst.
Der tatsächliche Ertragsteueraufwand wird auf der Grundlage der Steuervorschriften ermittelt, die am Abschlussstichtag in den Ländern gelten oder in Kürze gelten werden, in denen die Tochterunternehmen der Gesellschaft tätig sind und ein zu versteuerndes Ergebnis erzielen. Das Management nimmt regelmäßig eine Beurteilung der in den Steuererklärungen ausgewiesenen Positionen im Hinblick auf Situationen vor, in denen die einschlägigen Steuervorschriften einem Interpretationsspielraum unterliegen. Das Management bildet im Bedarfsfall Rückstellungen auf Grundlage der voraussichtlich an die Steuerbehörden zu entrichtenden Beträge.
Latente Ertragsteuern werden anhand der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode für temporäre Differenzen, die zwischen der steuerlichen Basis der Vermögenswerte und Schulden und deren Buchwerten im Konzernabschluss sowie den steuerlichen Verlustvorträgen entstehen, ermittelt. Es werden jedoch keine latenten Ertragsteuern angesetzt, die beim erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld im Rahmen eines Geschäftsvorfalls entstehen und weder einem Unternehmenszusammenschluss zugeordnet werden können noch zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls Auswirkungen auf die Bilanzierung oder das zu versteuernde Ergebnis haben. Latente Ertragsteuern werden anhand der Steuersätze (und Steuervorschriften) bewertet, die zum Abschlussstichtag gelten oder in Kürze gelten werden und deren Gültigkeit für den Zeitpunkt, an dem der latente Ertragsteueranspruch realisiert oder die latente Steuerschuld erfüllt wird, erwartet wird.
Latente Ertragsteueransprüche werden nur in dem Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können.
Latente Ertragsteuern werden für temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen angesetzt, es sei denn, die Gruppe kann den Zeitpunkt der Auflösung der temporären Differenzen bestimmen und es ist wahrscheinlich, dass die temporären Differenzen nicht in absehbarer Zeit aufgelöst werden.
Latente Ertragsteueransprüche und -schulden werden saldiert, wenn das Unternehmen ein einklagbares Recht auf Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und wenn sie sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.
15. Leistungen an Arbeitnehmer
(a) Pensionsverpflichtungen
Die Konzernunternehmen unterhalten verschiedene Pensionsordnungen. Die NORMA Group verfügt sowohl über leistungsorientierte als auch über beitragsorientierte Pläne. Ein beitragsorientierter Plan ist ein Altersversorgungsplan, bei dem die Gruppe festgelegte Beiträge an eine eigenständige Einheit entrichtet. Die Gruppe ist weder rechtlich noch faktisch zur Zahlung darüber hinausgehender Beträge verpflichtet, wenn der Fonds nicht über ausreichende Vermögenswerte verfügt, um alle Leistungen in Bezug auf Arbeitsleistungen der Arbeitnehmer in der Berichtsperiode und früheren Perioden zu erbringen. Ein leistungsorientierter Plan ist ein Altersversorgungsplan, der kein beitragsorientierter Plan ist. Der größte leistungsorientierte Plan ist der Deutsche Pensionsplan, bei dem sich Höhe der Pensionsleistung, die der Mitarbeiter im Ruhestand bezieht, nach Faktoren wie Dienstjahre und Vergütung richtet.
Die in der Konzernbilanz ausgewiesene Verbindlichkeit für leistungsorientierte Pläne ist der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am Abschlussstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens (falls vorhanden), angepasst um den nicht erfassten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand. Die leistungsorientierte Verpflichtung wird jährlich von unabhängigen Versicherungsmathematikern anhand der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) berechnet. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wird durch Abzinsung der geschätzten künftigen Mittelabflüsse anhand der Zinssätze für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen bestimmt, die auf diejenige Währung lauten, in der die Leistungen gezahlt werden und deren Restlaufzeiten annähernd den Laufzeiten der damit verbundenen Pensionsverpflichtungen entsprechen.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Berichtigungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen werden periodengerecht in den Gewinnrücklagen im sonstigen Ergebnis erfasst.
Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird direkt erfolgswirksam erfasst, sofern Änderungen an dem Altersversorgungsplan nicht davon abhängig sind, dass die Arbeitnehmer für einen bestimmten Zeitraum im Dienste des Unternehmens bleiben (der Erdienungszeitraum). In diesem Falle wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand linear über den Erdienungszeitraum abgeschrieben.
Im Rahmen von beitragsorientierten Plänen zahlt die Gruppe auf verpflichtender, vertraglicher oder freiwilliger Basis Beiträge zu öffentlich oder privat verwalteten Pensionsversicherungsplänen. Nach Zahlung der Beiträge hat die Gruppe keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge werden bei Fälligkeit als Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer erfasst. Bereits entrichtete Beiträge werden als Vermögenswert angesetzt, sofern die Vorauszahlung zu einer Rückerstattung in bar oder zu einer Verringerung künftiger Zahlungen führen wird.
(b) Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind zu zahlen, wenn das Arbeitsverhältnis vor dem regulären Pensionierungszeitpunkt durch die Gruppe beendet wird oder wenn ein Arbeitnehmer im Austausch für diese Leistungen freiwillig seiner Freisetzung zustimmt. Die Gruppe erfasst Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, wenn sie nachweislich zu Folgendem verpflichtet ist: Beendigung des Arbeitsverhältnisses derzeitiger Mitarbeiter gemäß einem detaillierten formalen Plan ohne realistische Möglichkeit, sich dem zu entziehen, oder Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses aufgrund eines Angebots zur Förderung eines freiwilligen vorzeitigen Ausscheidens. Leistungen, deren Fälligkeit mehr als zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag liegt, werden auf den Barwert abgezinst.
16. Anteilsbasierte Vergütung
Pläne der NORMA Group Holding mit anteilsbasierter Vergütung werden in Übereinstimmung mit IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung ausgewiesen (siehe hierzu Anhangangabe 34). Im Anwendungsbereich von IFRS 2 liegen alle anteilsbasierten Vergütungen, sofern die Vergütung nicht eindeutig für einen anderen Zweck als die Bezahlung der an das Unternehmen gelieferten Güter oder Dienstleistungen bestimmt ist. Die Zielsetzung von IFRS 2 ist die Bilanzierung sämtlicher Güter oder Dienstleistungen, die ein Unternehmen erhält, unabhängig von der Art der Vergütung. Bei Geschäftsvorfällen, bei denen ein Unternehmen Güter oder Dienstleistungen erhält und im Gegenzug Barmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte zur Verfügung stellt, ist die Bilanzierung im Allgemeinen unmissverständlich. IFRS 2 geht von der Voraussetzung aus, dass Güter oder Dienstleistungen, die ein Unternehmen im Rahmen einer anteilsbasierten Vergütung erhält, auf ähnliche Weise erfasst und bewertet werden sollten.
Nach IFRS 2 unterscheidet die NORMA Group zwischen Plänen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente und Plänen mit Barausgleich. Die finanzielle Beteiligung an der zum Tag der Gewährung gewährten Plänen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente wird in der Regel während des voraussichtlichen Erdienungszeitraumes mit einer Eigenkapitalerhöhung erfasst, bis das Exit-Ereignis eintritt. Aufwendungen für Pläne mit Barausgleich werden in der Regel während des voraussichtlichen Erdienungszeitraumes als Rückstellung erfasst, bis das Exit-Ereignis eintritt.
17. Rückstellungen
Rückstellungen werden angesetzt, wenn der Gruppe aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige (rechtlich oder faktisch) Verpflichtung gegenüber Dritten entstanden ist, der Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich ist und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Für künftige betriebliche Verluste wird keine Rückstellung angesetzt.
Bei einer Vielzahl ähnlicher Verpflichtungen wird die Wahrscheinlichkeit eines Mittelabflusses bestimmt, indem die Gruppe der Verpflichtungen als Ganzes betrachtet wird. Eine Rückstellung wird auch dann angesetzt, wenn die Wahrscheinlichkeit eines Abflusses in Bezug auf eine einzelne in dieser Gruppe enthaltene Verpflichtung als gering eingeschätzt wird.
Rückstellungen werden in Höhe des Barwertes der für die Erfüllung der Verpflichtung erwarteten Ausgaben, unter Berücksichtigung aller identifizierbaren Risiken, anhand eines Vorsteuerzinssatzes angesetzt, der die aktuellen Markterwartungen im Hinblick auf den Zinseffekt sowie die für die Verpflichtung spezifischen Risiken widerspiegelt. Die Erhöhung der Rückstellung aufgrund des Zeitablaufs wird als Zinsaufwand erfasst.
18. Erfassung von Umsatzerlösen
Die Umsatzerlöse enthalten den beizulegenden Zeitwert des aus dem Verkauf von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Gruppe erhaltenen oder zu beanspruchenden Entgelts. Die Umsatzerlöse werden abzüglich Umsatzsteuer, Rücknahmen, Preisnachlässen oder Rabatten sowie nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen. Sie werden in der Periode erfasst, in der sie gemäß dem Realisationsprinzip als Ertrag angesetzt werden dürfen.
Die Gruppe erfasst Umsatzerlöse, wenn die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmt werden kann, wenn es wahrscheinlich ist, dass der künftige wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und wenn bestimmte Voraussetzungen für die unterschiedlichen Geschäftstätigkeiten der Gruppe erfüllt sind. Die Höhe der Umsatzerlöse gilt erst als verlässlich bewertbar, wenn sämtliche Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Verkauf erfüllt wurden. Die Gruppe nimmt ihre Schätzungen auf der Grundlage von historischen Ergebnissen vor, wobei auch die Art von Kunde, die Art von Geschäftsvorfall sowie die Besonderheiten jeder Vereinbarung Berücksichtigung finden.
19. Leasingverhältnisse
Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen bei dem Leasinggeber verbleiben, werden als Operating-Leasingverhältnis eingestuft. Im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen geleistete Zahlungen (abzüglich von dem Leasinggeber erhaltener Anreize) werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst.
Bei der Gruppe bestehen Leasingverhältnisse für bestimmte Sachanlagen. Leasingverhältnisse für Sachanlagen, bei denen die Gruppe im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen trägt, werden als Finanzierungsleasing eingestuft. Ein Finanzierungsleasing wird zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert, sofern dieser Wert niedriger ist.
Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt, sodass die Leasingverbindlichkeit konstant verzinst wird. Die Nettoleasingverpflichtung wird entsprechend ihrer Fristigkeit unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Zinsanteil der Leasingrate wird ergebniswirksam erfasst, sodass sich eine konstante Verzinsung über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ergibt. Das unter einem Finanzierungsleasing gehaltene Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden folgenden Zeiträume abgeschrieben: die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswertes oder die Laufzeit des Leasingverhältnisses.
(4) Konsolidierungskreis
Der Konzernabschluss umfasst neben dem Abschluss der NORMA Group GmbH sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen deutschen und ausländischen Gesellschaften, über die die NORMA Group GmbH eine mittelbare oder unmittelbare Kontrolle ausübt. Anteile an assoziierten Unternehmen, auf die NORMA Group keinen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden nach IAS 39 bilanziert. Im Jahr 2010 wurde die Groen B.V. in Übereinstimmung mit IAS 39 bilanziert.
Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 umfasst sechs deutsche (31. Dezember 2009: sieben) und 32 ausländische (31. Dezember 2009: 25) Gesellschaften.
Die Zusammensetzung der Gruppe änderte sich wie folgt:
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Zum 1. Januar | 32 | 33 |
| Zugänge | 9 | 0 |
| davon Neugründungen | ||
| davon Unternehmenserwerbe |
$\overline{2}$ | |
| Abgänge | 3 | |
| davon Entkonsolidierung | 2 | |
| davon Zusammenschlüsse | ||
| Zum 31. Dezember | 38 | 32 |
Im Jahr 2010 wurden R.G. RAY Corporation und Craig Assembly Inc. erworben. NORMA Turkey, NORMA Türkei Verwaltungs GmbH, NORMA Korea Inc., NORMA Pacific (Thailand) Ltd., NORMA Pacific (Malaysia) SDN. BHD, NORMA Group South East Europe d.o.o. (Serbien) und NORMA Group CIS LLC (Russland) wurden gegründet, NORMA Connect GmbH wurde mit NORMA Germany GmbH verschmolzen, Guangzhou ABA Company Ltd. (China) und NORMA Belgium S.A. wurden geschlossen.
Die Aufstellung der Konzernunternehmen und Anteile an assoziierten Unternehmen der NORMA Group stellt sich im Einzelnen wie auf Seite 57 aufgeführt dar.
| Anteil in % | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nr. | Gesellschaft | Sitz | gehalten durch |
an dem Mutter- unternehmen |
an $01$ | Segment |
| In den Konzernabschluss einbezogene assoziierte Unternehmen | ||||||
| 01 | NORMA Group GmbH | Maintal, Deutschland | $k.A.*$ | |||
| 02 | NORMA Group Holding GmbH | Maintal, Deutschland | 01 | 100,00 | 100,00 | $k.A.*$ |
| 03 | DNL GmbH & Co KG | Maintal, Deutschland | 02 | 100,00 | 100,00 | EMEA |
| 04 | NORMA China Co., Ltd. | Qingdao, China | 02 | 100,00 | 100,00 | Asien-Pazifik |
| 05 | NORMA Distribution Center GmbH | Marsberg, Deutschland | 02 | 94,80 | 100,00 | EMEA |
| 06 | NORMA Germany GmbH | Maintal, Deutschland | 02 | 94,90 | 100,00 | EMEA |
| 07 | Jiangyin NORMA Automotive Products Co. Ltd. | Jiangyin, China | 06 | 100,00 | 100,00 | Asien-Pazifik |
| 80 | Norma Beteiligungs GmbH | Maintal, Deutschland | 02 | 100,00 | 100,00 | k. A.* |
| 09 | NORMA Pennsylvania Inc. (former Breeze I.P.C.) | Saltsburg, USA | 08 | 100,00 | 100,00 | Amerika |
| 10 | NORMA US Holding LLC (former BIPC LLC) | Saltsburg, USA | 09 | 100,00 | 100,00 | Amerika |
| 11 | NORMA Michigan Inc. (former Torca Products Inc.) |
Auburn Hills, USA | 09 | 100,00 | 100,00 | Amerika |
| 12 | R.G. RAY Corporation | Buffalo Grove, USA | 09 | 100,00 | 100,00 | Amerika |
| 13 | Craig Assembly Inc. | St. Clair, USA | 09 | 100,00 | 100,00 | Amerika |
| 14 | NORMA Group México S. de R.L. de C.V. | Monterrey, Mexico | 11 | 100,00 | 100,00 | Amerika |
| 15 | DNL France S.A.S | Briev, Frankreich | 08 | 100,00 | 100,00 | EMEA |
| 16 | NORMA Distribution France S.A.S. | La Queue En Brie, Frankreich | 15 | 100,00 | 100,00 | EMEA |
| 17 | NORMA France S.A.S. | Briey, Frankreich | 15 | 100,00 | 100,00 | EMEA |
| 18 | DNL UK Ltd. | Newbury, Großbritannien | 08 | 100,00 | 100,00 | EMEA |
| 19 | NORMA UK Ltd. | Newbury, Großbritannien | 18 | 100,00 | 100,00 | EMEA |
| 20 | DNL Sweden AB | Stockholm, Schweden | 08 | 100,00 | 100,00 | EMEA |
| 21 | NORMA Sweden AB | Anderstorp, Schweden | 20 | 100,00 | 100,00 | EMEA |
| 22 | NORMA Czech, s.r.o. | Hustopece, Tschechien | 20 | 100,00 | 100,00 | EMEA |
| 23 | NORMA Italia SpA | Gavardo, Italien | 20 | 100,00 | 100,00 | EMEA |
| 24 | NORMA Netherlands B.V. | Ter Apel, Niederlande | 20 | 100,00 | 100,00 | EMEA |
| 25 | SCI Seran | La Queue En Brie, Frankreich | 20 | 100,00 | 100,00 | EMEA |
| 26 | NORMA Group Products India Pvt. Ltd. | Pune, Indien | 08 | 80,00 | 80,00 | Asien-Pazifik |
| 27 | Fijaciones Norma S.A. | Barcelona, Spanien | 08 | 54,84 | 54,84 | EMEA |
| 28 | NORMA Polska Sp. z o.o. | Slawniów, Polen | 08 | 100,00 | 100,00 | EMEA |
| 29 | NORMA Group South East Europe d.o.o | Belgrade, Serbien | 08 | 100,00 | 100,00 | EMEA |
| 30 | NORMA Group CIS LLC | Togliatti, Russland | 08 | 99,50 | 100,00 | EMEA |
| 31 | NORMA Korea Inc. | Seoul, Republik Korea | 08 | 100,00 | 100,00 | Asien-Pazifik |
| 32 | NORMA Japan Inc. | Osaka, Japan | 08 | 60,00 | 60,00 | Asien-Pazifik |
| 33 | NORMA Pacific Pty. Ltd. | Melbourne, Australien | 08 | 100,00 | 100,00 | Asien-Pazifik |
| 34 | NORMA Pacific Asia Pte. Ltd. | Singapore, Singapur | 33 | 100,00 | 100,00 | Asien-Pazifik |
| 35 | NORMA Pacific (Malaysia) SDN. BHD. | Kuala Lumpur, Malaysia | 33 | 100,00 | 100,00 | Asien-Pazifik |
| 36 | NORMA Pacific (Thailand) Ltd. | Chonburi, Thailand | 33 | 100,00 | 100,00 | Asien-Pazifik |
| 37 | NORMA Türkei Verwaltungs GmbH | München, Deutschland | 08 | 100,00 | 100,00 | EMEA |
| 38 | NORMA Turkey Baglanti ve Birlestirme Teknolojileri Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi |
Besiktas, Istanbul, Türkei | 37 | 99,00 | 100,00 | EMEA |
| 39 | Anteile an assoziierten Unternehmen Groen B.V. |
Ter Apel, Niederlande | 24 | 30,00 | 30,00 | |
(5) Finanzrisikomanagement
1. Finanzrisiken
Aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit ist die Gruppe einer Reihe von Finanzrisiken, einschließlich Markt-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Das Finanzrisikomanagement der Gruppe konzentriert sich auf die Unvorhersehbarkeit der Finanzmärkte und ist darauf ausgerichtet, mögliche nachteilige Auswirkungen auf die Ertragslage der Gruppe zu minimieren. Die Gruppe setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung bestimmter Risikopositionen ein.
Das Finanzrisikomanagement wird von einer zentralen Treasury-Abteilung durchgeführt (Group Treasury). Die Verantwortungsbereiche und notwendigen Kontrollen, die im Zusammenhang mit dem Risikomanagement stehen, werden vom Management der Gruppe festgelegt. Die Treasury-Abteilung ist in enger Absprache mit den operativen Einheiten der Gruppe für die Feststellung, Bewertung und Absicherung von Finanzrisiken verantwortlich.
(a) Marktrisiko
(i) Währungsrisiko
Die NORMA Group ist als international agierendes Unternehmen in mehr als 20 unterschiedlichen Ländern tätig und unterliegt dem aus unterschiedlichen Fremdwährungsrisikopositionen resultierenden Währungsrisiko im Hinblick auf die wesentlichsten Währungen US-Dollar, Britische Pfund, Chinesische Renminbi, Polnische Zloty und Schwedische Krone.
Zum 31. Dezember 2010 bestehen Währungsrisiken aus künftigen Handelsgeschäften (Netto-Short-Position in Höhe von USD 8,1 Mio. (31. Dezember 2009: USD 1,5 Mio.), Netto-Short-Position in Höhe von GBP 2,1 Mio. (31. Dezember 2009: GBP 4,1 Mio.), Netto-Short-Position in Höhe von CNY 5,0 Mio., Netto-Long-Position von PLN 3,5 Mio. sowie Netto-Short-Position in Höhe von SEK 0,4 Mio. (31. Dezember 2009: SEK 5,9 Mio.).
Im Folgenden sind die Auswirkungen von Wechselkursänderungen finanzieller Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährungen lauten, näher erläutert.
Wenn der US-Dollar gegenüber dem Euro um 10 % an Wert verloren oder gewonnen hätte, wäre der Gewinn nach Steuern der NORMA Group für das Geschäftsjahr 2010 um TEUR 735 höher bzw. TEUR 898 niedriger ausgefallen (2009: TEUR 94 höher/TEUR 115 niedriger).
Wenn das Britische Pfund gegenüber dem Euro um 10 % an Wert verloren oder gewonnen hätte, wäre der Gewinn nach Steuern der NORMA Group für das Geschäftsjahr 2010 um TEUR 189 höher bzw. TEUR 231 niedriger ausgefallen (TEUR 513 niedriger/TEUR 419 höher).
Wenn der Chinesische Renminbi gegenüber dem Euro um 10 % an Wert verloren oder gewonnen hätte, wäre der Gewinn nach Steuern der NORMA Group für das Geschäftsjahr 2010 um TEUR 452 höher bzw. TEUR 552 niedriger. Die Effekte im Vorjahr waren nicht materiell.
Wenn der Polnische Zloty gegenüber dem Euro um 10 % an Wert verloren oder gewonnen hätte, wäre der Gewinn nach Steuern der NORMA Group für das Geschäftsjahr 2010 um TEUR 317 niedriger bzw. TEUR 388 höher ausgefallen. Die Effekte im Vorjahr waren nicht materiell.
Wenn die Schwedische Krone gegenüber dem Euro um 10 % an Wert verloren oder gewonnen hätte, wäre der Gewinn nach Steuern der NORMA Group für das Geschäftsjahr 2010 um TEUR 35 höher bzw. TEUR 42 niedriger ausgefallen (2009: TEUR 63 niedriger/TEUR 52 höher).
Die Treasury-Risikomanagementpolitik der Gruppe sieht eine Absicherung von 50 % bis 85 % der erwarteten Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit in US-Dollar vor.
Die NORMA Group hält bestimmte Beteiligungen an ausländischen Geschäftsbetrieben, deren Nettovermögen Währungsrisiken ausgesetzt sind. Diesem Umrechnungsrisiko wird in erster Linie durch Fremdkapitalaufnahmen in der entsprechenden Fremdwährung begegnet.
(ii) Zinsänderungsrisiko
Das Zinsänderungsrisiko der NORMA Group entsteht aus langfristigen Fremdkapitalaufnahmen. Fremdkapitalaufnahmen mit variabler Verzinsung setzen die Gruppe einem Cashflow bezogenen Zinsänderungsrisiko aus, das teilweise durch Sicherungsgeschäfte (Zinsswaps) aufgefangen wird. In diesem Zusammenhang sieht die Gruppe vor, ungefähr 70 % der Fremdkapitalaufnahmen in festverzinslichen Instrumenten zu halten.
Im Folgenden sind die Auswirkungen von Schwankungen von Zinskursen bei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit variablen Zinssätzen sowie auf Zinsswaps, die ab dem Jahr 2009 in der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften eingesetzt wurden, näher erläutert. Fremdkapitalaufnahmen mit festgeschriebenen Zinssätzen sind in dieser Betrachtung nicht enthalten.
Wären die Zinssätze von auf Euro lautenden Fremdkapitalaufnahmen zum 31. Dezember 2010 um 100 Basispunkte höher bzw. niedriger ausgefallen (ceteris paribus), wäre der Gewinn nach Steuern der NORMA Group für das Geschäftsjahr 2010 um TEUR 528 niedriger bzw. höher (2009: TEUR 476 niedriger/höher) und das sonstige Ergebnis um TEUR 37 höher bzw. TEUR 24 niedriger ausgefallen (2009: TEUR 30 höher/TEUR 15 niedriger).
Wären die Zinssätze von auf US-Dollar lautenden Fremdkapitalaufnahmen zum 31. Dezember 2010 um 100 Basispunkte höher bzw. niedriger ausgefallen (ceteris paribus), wäre der Gewinn nach Steuern der NORMA Group für das Geschäftsjahr 2010 um TEUR 417 niedriger bzw. höher (2009: TEUR 368 niedriger/höher) und das sonstige Ergebnis um TEUR 220 höher bzw. TEUR 36 niedriger ausgefallen (2009: TEUR 55 höher/TEUR 19 niedriger).
(iii) Sonstige Preisrisiken
Da die NORMA Group keinen wesentlichen sonstigen wirtschaftlichen Preisrisiken ausgesetzt ist, wie Änderungen von Börsenkursen oder Warenpreisen, hätten Zu- oder Abnahmen der entsprechenden Marktpreise innerhalb eines angemessenen Rahmens keinen Einfluss auf das Ergebnis oder das Eigenkapital der Gruppe. Daher wird das Risiko der Gruppe im Hinblick auf sonstige Preisrisiken als unwesentlich eingestuft.
(b) Ausfallrisiko
Das von der Gruppe eingegangene Ausfallrisiko besteht darin, dass Vertragspartner ihren aus der Geschäftstätigkeit und den Finanzgeschäften entstehenden Verpflichtungen nicht nachkommen. Das Ausfallrisiko entsteht aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, aus Einlagen bei Kredit- und Finanzinstituten sowie aus dem Ausfallrisiko von Kunden, einschließlich ausstehender Forderungen und zugesagter Geschäfte.
Das Ausfallrisiko wird auf Ebene der Gruppe überwacht. Um das Ausfallrisiko aus der Geschäftstätigkeit und den Finanzgeschäften zu minimieren, wird jedem Vertragspartner ein Kreditrahmen zugeteilt, dessen Inanspruchnahme regelmäßig überwacht wird. Im operativen Geschäft werden Ausfallrisiken kontinuierlich überwacht.
Die Summe der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Anhangangabe 22 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen enthält eine Übersicht der überfälligen Forderungen. Durch die heterogene Kundenstruktur der Gruppe besteht keine Risikokonzentration.
(c) Liquiditätsrisiko
Umsichtiges Liquiditätsrisikomanagement verlangt das Halten von ausreichenden Zahlungsmitteln und marktgängigen Wertpapieren, die Verfügbarkeit von Finanzierungen über zugesagte Kreditlinien in angemessener Höhe und die Fähigkeit zur Glattstellung von Marktpositionen. Aufgrund der Dynamik des zugrunde liegenden Geschäfts ist Group Treasury bestrebt, die Flexibilität bei Finanzierungen durch Aufrechterhaltung der Verfügbarkeit zugesagter Kreditlinien zu bewahren. Eine nicht in Anspruch genommene Kreditlinie in Höhe von EUR 46 Mio. steht zum 31. Dezember 2010 (31. Dezember 2009: EUR 55 Mio.) für die zukünftige Geschäftstätigkeit und zur Erfüllung von Kapitalzusagen zur Verfügung.
Die Liquiditätsrücklage wird im Hinblick auf die Ertragslage, die geplanten Investitionen und die Rücklage für eigene Anteile kontinuierlich überwacht.
Die nachfolgende Tabelle enthält die vertraglich vereinbarten, nicht diskontierten künftigen Zahlungen. Finanzielle Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden in der Konzernbilanz zum Stichtagskurs umgerechnet. Zinszahlungen auf Finanzinstrumente mit einer variablen Verzinsung werden auf Basis der Zinssätze zum Abschlussstichtag ermittelt.
| in TEUR | $<$ 1 Jahr | 1 Jahr bis 2 Jahre | 2 Jahre bis 5 Jahre | $> 5$ Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Darlehen | 52,085 | 29.876 | 167,159 | 205,793 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
48.311 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
336 | 222 | 387 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
8.117 | |||
| 108.849 | 30.098 | 167.546 | 205.793 |
| in TEUR | $<$ 1 Jahr | 1 Jahr bis 2 Jahre | 2 Jahre bis 5 Jahre | $> 5$ Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Darlehen | 26.387 | 27.494 | 78.756 | 309.773 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
29.952 | |||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
329 | 398 | 477 | 36 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
511 | |||
| 57.179 | 27,892 | 79.233 | 309.809 |
NORMA Group bereitet sich derzeit auf einen Börsengang an der Frankfurter Börse in Deutschland vor. Bei einem Börsengang wären sämtliche Darlehensverbindlichkeiten (31. Dezember 2010: TEUR 353.441) und einige andere Verbindlichkeiten (31. Dezember 2010: TEUR 7.470) sofort zur Tilgung fällig. NORMA Group befindet sich derzeit in Verhandlungen mit Banken über eine neue Finanzierungsstruktur, die ähnlich zur aktuellen ausgestaltet werden wird. Ausgehend von dem derzeitigen Stand der Verhandlungen sowie der aktuellen wirtschaftlichen Situation und den Prognosen gibt es keine wesentlichen Anhaltspunkte dafür, dass NORMA keine Finanzierung mit einer ähnlichen Fristigkeit und Zinsstruktur erhalten wird. Da die alten Verträge noch nicht gekündigt sind und die Fristigkeiten sowie Zinsstrukturen ähnlich sein werden, wird hier die alte Verbindlichkeitsstruktur zum 31. Dezember 2010 dargestellt.
Die Fälligkeitsstruktur der derivativen Finanzinstrumente auf Grundlage der Cashflows stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | $<$ 1 Jahr | 1 Jahr bis 2 Jahre | 2 Jahre bis 5 Jahre | $> 5$ Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Derivaten - Nettoabwicklung Mittelabflüsse |
$-5.550$ | |||
| $-5.550$ |
| in TEUR | $<$ 1 Jahr | 1 Jahr bis 2 Jahre | 2 Jahre bis 5 Jahre | $> 5$ Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Derivaten Bruttoabwicklung - Mittelabflüsse Mittelzuflüsse |
$-728$ 750 |
$\Omega$ $\Omega$ |
||
| Forderungen aus Derivaten Nettoabwicklung $\rightarrow$ Mittelzuflüsse |
0 | $\Omega$ | $\Omega$ | $\Omega$ |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten Bruttoabwicklung - Mittelabflüsse Mittelzuflüsse |
$-1.630$ 1.608 |
$\overline{0}$ | $\mathbf{0}$ | n |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten Nettoabwicklung $\overline{\phantom{0}}$ Mittelabflüsse |
$-3.984$ | $-3.984$ | 0 | $\Omega$ |
| $-3.984$ | $-3.984$ | 0 |
2. Kapitalrisikomanagement
Die Zielsetzungen der Gruppe bei der Verwaltung ihres Kapitals bestehen darin, nachhaltig ihre Schulden bedienen zu können und finanziell stabil zu bleiben.
Die Gruppe ist zur Einhaltung bestimmter Finanzkennziffern (Financial Covenants) wie Zinsdeckungsgrad, Total Net Debt Cover (Verschuldung im Verhältnis zum bereinigten Konzern-EBITDA), Cashflow-Abdeckung und Investitionsausgaben verpflichtet, was kontinuierlich überwacht wird. Diesen Financial Covenants liegen der Konzernabschluss der Gruppe (bis 2009 gemäß Handelsgesetzbuch HGB) sowie spezielle Definitionen in den Kreditverträgen zugrunde.
Die Gruppe steuert im Rahmen des Kapitalrisikomanagements ihre Nettoverschuldung auf den gemäß den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung geführten Konten. Nach Maßgabe der Vereinbarung über Financial Covenants sollte der Total Net Debt Cover, der als Verschuldung im Verhältnis zum Konzern-EBITDA definiert ist, einen Wert von 4,5 nicht überschreiten (2009: 5,1). In den Jahren 2010 und 2009 hat die NORMA Group die gesetzten Ziele erreicht.
Bei Nichteinhaltung einer Finanzkennziffer sieht der Kreditvertrag mehrere Möglichkeiten zur Heilung in Form von Befreiungsregelungen oder Gesellschaftermaßnahmen vor. Liegt ein Verstoß gegen eine Auflage vor, der nicht geheilt wird, kann der Konsortialkredit möglicherweise fällig gestellt werden. Im Falle eines nur leichten Verstoßes gegen eine Auflage und/oder bei einer voraussichtlich positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft können die Schwellenwerte der Auflagen und die Bedingungen des Kreditvertrages neu vereinbart werden.
3. Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte
Mit Wirkung zum 1. Januar 2009 hat der Konzern die Änderung an IFRS 7 für in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente übernommen. Die Änderung sieht Angaben über Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert anhand einer hierarchischen Einstufung vor. Diese umfasst drei Stufen:
- Stufe 1: die auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten (unverändert übernommenen) Preise;
- Stufe 2: Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen, und
- Stufe 3: nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit (nicht beobachtbare Inputfaktoren).
Auf welcher Ebene die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt eingestuft wird, bestimmt sich nach der niedrigsten Stufe, deren Input für die Bewertung als Ganzes erheblich ist. Die unterschiedlichen Stufen der Hierarchie bedingen die Angabe unterschiedlich hoher Beträge.
Die in der Bilanz zum 31. Dezember 2010 und 31. Dezember 2009 zum beizulegenden Zeitwert angesetzten Finanzinstrumente (z.B. Handelsderivate und zu Sicherungszwecken gehaltene Derivate) werden vollumfänglich in Stufe 2 der Bewertungs-Hierarchie für den beizulegenden Zeitwert eingestuft.
Der beizulegende Zeitwert von Zinsswaps wird als der Barwert des erwarteten künftigen Cashflows berechnet. Der beizulegende Zeitwert der Forward-Devisentermingeschäfte wird mit dem Forward-Wechselkurs des Bilanzstichtages berechnet und das Ergebnis wird dann zum diskontierten Barwert dargestellt.
(6) Wesentliche rechnungslegungsbezogene Schätzungen und Ermessensentscheidungen
Schätzungen und Ermessensentscheidungen werden kontinuierlich beurteilt und beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Faktoren, unter anderem auf Erwartungen zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen als angemessen gelten.
Die Gruppe nimmt Einschätzungen im Hinblick auf die Zukunft vor und stellt diesbezüglich Annahmen auf. Die hierbei vorgenommenen rechnungslegungsbezogenen Schätzungen werden naturgemäß nur selten den tatsächlichen Ergebnissen entsprechen. Die Schätzungen und Annahmen, die mit einem erheblichen Risiko verbunden sind, dass wesentliche Anpassungen an den Buchwerten der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten innerhalb des nächsten Geschäftsjahres erforderlich werden, sind nachfolgend dargestellt.
(a) Geschätzte Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes
Die NORMA Group nimmt jährlich Überprüfungen vor, ob der Geschäfts- oder Firmenwert gemäß der in Abschnitt 3.5 erläuterten Rechnungslegungsmethode wertgemindert ist. Der erzielbare Betrag einer Zahlungsmittel generierenden Einheit wird ermittelt auf Grundlage des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Verkaufskosten. Diese Berechnungen basieren auf Discounted-Cashflow-Modellen, die die Verwendung von Schätzungen (Anhangangabe 17) erfordern.
In den Jahren 2010 und 2009 war kein Ausweis eines Wertminderungsaufwands auf den Geschäfts- oder Firmenwert erforderlich.
(b) Ertragsteuern
Die Gruppe hat in verschiedenen Steuerrechtskreisen Ertragsteuern zu entrichten. Zur Bestimmung der weltweiten Ertragsteuerrückstellungen sind wesentliche Ermessensentscheidungen erforderlich. Es gibt viele Geschäftsvorfälle und Berechnungen, bei denen die endgültige Besteuerung nicht abschließend ermittelt werden kann. Der Konzern bemisst die Höhe der Rückstellungen für erwartete Steuerprüfungen auf Basis von Schätzungen, ob und in welcher Höhe zusätzliche Ertragsteuern fällig werden. Sofern die endgültige Besteuerung dieser Geschäftsvorfälle von der anfänglich angenommenen abweicht, wird dies in der Periode, in der die Besteuerung abschließend ermittelt wird, Auswirkungen auf die tatsächlichen und die latenten Steuern haben.
(c) Pensionsleistungen
Der Barwert der Pensionsverpflichtungen ist abhängig von einer Reihe von Faktoren, die anhand bestimmter Annahmen auf versicherungsmathematischer Basis ermittelt werden. Zu den zur Bestimmung der Nettoaufwendungen/(-erträge) herangezogenen Annahmen zählt auch der Abzinsungssatz. Etwaige Änderungen dieser Annahmen haben Auswirkungen auf den Buchwert der Pensionsverpflichtungen.
Die Gruppe bestimmt den angemessenen Abzinsungssatz am Ende jedes Jahres. Dies ist der Zinssatz, der bei der Ermittlung des Barwertes der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse zur Begleichung der Verpflichtung verwendet wird. Bei der Ermittlung des angemessenen Abzinsungssatzes greift die Gruppe auf die Zinssätze für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen zurück, die auf diejenige Währung lauten, in der die Leistungen gezahlt werden und deren Laufzeiten annähernd den Restlaufzeiten der damit verbundenen Pensionsverpflichtungen entsprechen.
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wird durch Abzinsung der geschätzten künftigen Mittelabflüsse anhand der Zinssätze für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen bestimmt
Die übrigen wesentlichen Annahmen für Pensionsverpflichtungen beruhen zum Teil auf den aktuellen Marktbedingungen. Nähere Informationen hierzu sind Abschnitt 3.15 zu entnehmen.
Würde der Abzinsungssatz um 0,25 % nach oben oder unten von den Schätzungen des Managements abweichen, wäre der Buchwert der Pensionsverpflichtung um geschätzte TEUR 183 niedriger oder TEUR 191 höher.
(d) Nutzungsdauern von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten
Das Management der Gruppe bestimmt die geschätzten Nutzungsdauern und den damit verbundenen Abschreibungsaufwand für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Diese Schätzung basiert auf den erwarteten künftigen Lebenszyklen. Änderungen aufgrund technischer Innovationen und Maßnahmen der anderen Wettbewerber als Reaktion auf Konjunkturflauten sind möglich. Das Management wird eine Erhöhung des Abschreibungsaufwands vornehmen, wenn die Lebensdauern kürzer sind als die zuvor geschätzten Lebensdauern, oder es wird eine Ausbuchung oder Abschreibung technisch veralteter oder strategisch wertloser Vermögenswerte vorgenommen, die aufgegeben oder verkauft wurden.
Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung
(7) Umsatzerlöse
Die für die Berichtsperiode erfassten Umsatzerlöse lauten wie folgt:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Engineered Joining Technologies |
323,600 | 206.349 |
| Distribution Services | 168.250 | 126.004 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 1.968 | 376 |
| Abzüge | $-3.414$ | $-2.935$ |
| DOM: | 490.404 | 329.794 |
Die weltweite Finanzkrise hat die NORMA Group in 2009 stark beeinflusst. In 2010 stiegen die Umsatzerlöse durch einen signifikanten Anstieg der Marktnachfrage um 48 % an.
Eine Analyse der Umsätze nach Regionen ist Anhangangabe 33 zur Segmentberichterstattung zu entnehmen.
(8) Materialaufwand
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Materialaufwand Dritter | $-195.596$ | $-128.079$ |
| Kosten aus erworbenen Dienstleistungen |
$-24.868$ | $-15.896$ |
| $-220.464$ | $-143.975$ |
(9) Sonstige betriebliche Erträge
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Währungsgewinne aus der betrieblichen Tätigkeit |
4.953 | 2.502 |
| Auflösung von Rückstellungen | 1.197 | 742 |
| Zuschuss Personalkosten | 428 | 399 |
| Erstattung PKW-Nutzung | 333 | 340 |
| Sonstige Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen |
46 | 1.751 |
| Fremdwährungsderivate | 22 | 713 |
| Sonstige | 1.869 | 2.113 |
| 8.848 | 8.560 |
(10) Sonstige betriebliche Aufwendungen
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Beratung und Marketing | $-21.139$ | $-11.279$ |
| Aufwand für Zeitarbeitskräfte | $-12.131$ | $-3.097$ |
| Fracht | $-8.222$ | $-7.124$ |
| Sonstiger Verwaltungsaufwand | $-7.294$ | $-10.468$ |
| Mieten | $-4.186$ | $-4.087$ |
| Währungsverluste aus der betrieblichen Tätigkeit |
$-3.846$ | $-3.401$ |
| Reise- und Bewirtungskosten | $-3.424$ | $-2.515$ |
| Forschung und Entwicklung | $-2.180$ | $-2.741$ |
| Kosten für Dienstfahrzeuge | $-2.150$ | $-2.032$ |
| Instandhaltung (extern) | $-2.076$ | $-1.844$ |
| Zu zahlende Provisionen | $-1.778$ | $-1.541$ |
| Nicht einkommensbezogene Steuern |
$-1.484$ | $-755$ |
| Versicherungen | $-1.405$ | $-1.240$ |
| Sonstige | $-6.094$ | $-1.396$ |
| $-77.409$ | $-53.520$ |
(11) Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter einschließ- lich Restrukturierungskosten und sonstiger Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses |
$-103.764$ | $-92.447$ |
| Sozialabgaben | $-14.306$ | $-13.624$ |
| Pensionskosten - beitragsorientierte Pläne |
$-6.275$ | $-4.958$ |
| Pensionskosten - leistungsorientierte Pläne |
$-90$ | $-263$ |
| $-124.435$ | $-111.292$ |
Aufgrund der weltweiten Finanzkrise wurden im Geschäftsjahr 2009 Restrukturierungsmaßnahmen getroffen. In den Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2009 sind Restrukturierungskosten in Höhe von TEUR 8.305 und sonstige Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von TEUR 5.332 ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2010 lag die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter bei 2.853 (2009: 2.717).
(12) Finanzergebnis
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Finanzierungsaufwendungen | ||
| Zinsaufwand | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
$-24.440$ | $-24.547$ |
| Finanzierungsleasing | $-33$ | $-64$ |
| Aufwendungen zur Auf- zinsung von Rückstellungen |
$-235$ | $-336$ |
| Aufwendungen zur Auf- zinsung von Pensionen |
$-400$ | $-414$ |
| Währungsverluste (-)/ -gewinne $(+)$ aus der Finanzierungstätigkeit, netto |
5.553 | 2.310 |
| Verluste aus Zinsswaps | $\Omega$ | $-2.053$ |
| Sonstige Finanzaufwendungen | $-214$ | O |
| Finanzerträge | $-19.769$ | $-25.104$ |
| Zinserträge auf kurzfristige Einlagen bei Kreditinstituten |
574 | 374 |
| Zinsertrag aus zur Veräuße- rung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten |
$\Omega$ | U |
| Gewinne aus Zinsswaps | 4.079 | 3.280 |
| Sonstige Finanzerträge | 254 | 142 |
| 4.907 | 3.796 | |
| Finanzergebnis | $-14.862$ | $-21,308$ |
Der gesamte mittels der Effektivzinsmethode berechnete Zinsaufwand für nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten beläuft sich im Geschäftsjahr 2010 auf TEUR 24.440 (2009: TEUR 24.547). Der gesamte mittels der Effektivzinsmethode berechnete Zinsertrag aus nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten beläuft sich im Geschäftsjahr 2010 auf TEUR 574 (2009: TEUR 374).
(13) Nettowährungsgewinne/(-verluste)
Die erfolgswirksam erfassten Umrechnungsdifferenzen stellen sich wie folgt dar:
| $An-$ in TEUR hang |
2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Währungsgewinne aus der betrieblichen Tätigkeit (9) |
4.953 | 2.502 |
| Währungsverluste aus der betrieblichen Tätigkeit (10) |
$-3.846$ | $-3.401$ |
| Währungsverluste (-)/ -gewinne $(+)$ aus der Finanzierungstätigkeit, (12) netto |
5,553 | 2.310 |
| 6,660 | 1.411 |
(14) Ertragsteuern
Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Steueraufwand | $-11.240$ | $-3.190$ |
| Latenter Steuerertrag | 51 | 5.915 |
| Summe Ertragsteuern | $-11.189$ | 2.725 |
Der kombinierte Ertragsteuersatz der NORMA Group lag in den Geschäftsjahren 2010 und 2009 bei 29,1 % und umfasste einen Körperschaftsteuersatz von 15 %, den Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer mit einem Hebesatz von 380 %.
Die Steuern auf den Vorsteuergewinn des Konzerns weichen von dem theoretischen Betrag, der sich unter Berücksichtigung des auf den Gewinn der Konzernunternehmen anwendbaren Konzernsteuersatzes ergibt, wie folgt ab:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Gewinn (Vorjahr: Verlust) vor Steuern | 41.447 | $-20.752$ |
| Konzernsteuersatz | 29,1% | 29,1% |
| Erwartete Ertragsteuern | $-12.061$ | 6.039 |
| Steuerliche Auswirkungen: Steuerliche Verluste des aktuellen Geschäftsjahres, für die kein latenter Steueranspruch erfasst wurde |
681 | 167 |
| Auswirkungen aus Abweichungen vom Konzernsteuersatz, im Wesentlichen aus unterschiedlichen ausländischen Steuersätzen |
$-602$ | $-408$ |
| Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen | 1.936 | 3.068 |
| Inanspruchnahme bisher bilanzunwirksamer steuerlicher Verluste | $-1.952$ | 675 |
| Sonstige steuerfreie Einkünfte | $-78$ | $-65$ |
| Einkommensteuer aus Vorjahren | 1.835 | $\Omega$ |
| Im aktuellen Geschäftsjahr gebildete latente Steueransprüche aus Verlustvorträgen des Vorjahres |
$-1.722$ | $\Omega$ |
| Sonstige | $-970$ | $-123$ |
| Ertragsteuern | $-11.189$ | 2.725 |
Der Betrag der Ertragsteuern, der direkt dem sonstigen Ergebnis belastet oder gutgeschrieben wurde, setzt sich wie folgt zusammen:
| 2010 | 2009 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | vor Steuern | Steuer- belastung/ Steuergut- schrift |
nach Steuern | vor Steuern | Steuer- belastung/ Steuer- qutschrift |
nach Steuern |
| Gewinne/Verluste aus der Absicherung von Zahlungsströmen |
$-1.261$ | 367 | $-894$ | $-2.207$ | 642 | $-1.565$ |
| Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen |
$-1.156$ | 344 | $-812$ | $-26$ | 8 | $-18$ |
| Sonstiges Ergebnis | $-2.417$ | 711 | $-1.706$ | $-2.233$ | 650 | $-1.583$ |
Erläuterungen zur Konzernbilanz
(15) Ertragsteueransprüche und -schulden
Aufgrund von Änderungen des deutschen Körperschaftsteuergesetzes ("SE-Steuergesetz" oder "SEStEG", in Kraft getreten am 31. Dezember 2006) wurde ein Körperschaftsteuerguthaben gem. § 37 KStG gebildet. Infolge dessen wurde ein uneingeschränkter Anspruch auf Auszahlung des Guthabens in zehn jährlichen Raten von 2008 bis 2017 begründet. Die daraus entstehende Forderung ist in den Ertragsteueransprüchen enthalten und belief sich zum 31. Dezember 2010 auf TEUR 2.882 (31. Dezember 2009: TEUR 3.238). Im Geschäftsjahr 2010 wurden Forderungen in Höhe von TEUR 2.406 als langfristig eingestuft (31. Dezember 2009: TEUR 2.761).
(16) Latente Ertragsteuern
Die latenten Steueransprüche und -schulden gliedern sich nach ihrer Fälligkeit wie folgt:
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Latente Steueransprüche | ||
| Latente Steueransprüche, die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden |
3.858 | 4.859 |
| Latente Steueransprüche, die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden |
2.167 | 1.227 |
| Latente Steueransprüche Latente Steuerschulden |
6.025 | 6.086 |
| Latente Steuerschulden, die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden |
33.698 | 21.997 |
| Latente Steuerschulden, die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden |
752 | $\Omega$ |
| Latente Steuerschulden | 34.450 | 21.997 |
| Latente Steuerschulden (netto) |
28.425 | 15.911 |
Die latenten Ertragsteueransprüche und -schulden entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Latente Steuerschulden (netto) zum 1. Januar |
15.911 | 23.063 |
| Umrechnungsdifferenzen | 247 | $-587$ |
| Erwerb von Tochterunternehmen |
13.029 | 0 |
| Latenter Steueraufwand/-ertrag |
$-51$ | $-5.915$ |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Steuern |
$-711$ | $-650$ |
| Latente Steuerschulden (netto) zum 31. Dezember |
28.425 | 15.911 |
Die latenten Ertragsteueransprüche und -schulden stellen sich (ohne Berücksichtigung von Saldierungen innerhalb einzelner Steuerrechtskreise) wie folgt dar:
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.815 | 3.480 |
| Sachanlagen | 170 | 255 |
| Sonstige Vermögenswerte | 8 | 86 |
| Vorräte | 685 | 397 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
376 | 272 |
| Pensionsverpflichtungen | 743 | 466 |
| Rückstellungen | 777 | 818 |
| Fremdkapitalaufnahmen | 140 | 62 |
| Sonstige Verbindlichkeiten einschl. Zinsderivate |
2.740 | 2.834 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
2 | 0 |
| Steuerliche Verluste/ Gutschriften |
2.752 | 3.198 |
| Latente Steueransprüche (vor Wertberichtigungen) |
11.208 | 11.868 |
| Wertberichtigung | $\Omega$ | $-400$ |
| Latente Steueransprüche (vor Saldierung) |
11.208 | 11.468 |
| Auswirkungen der Verrechnung | $-5.183$ | $-5.382$ |
| Latente Steueransprüche | 6.025 | 6.086 |
| in TFUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 30.334 | 18.364 |
| Sachanlagen | 7.934 | 8.491 |
| Sonstige Vermögenswerte | 269 | 162 |
| Vorräte | 28 | $\mathbf{0}$ |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
77 | 73 |
| Fremdkapitalaufnahmen | 51 | 123 |
| Rückstellungen | 590 | 12 |
| Sonstige Verbindlichkeiten einschl. Zinsderivate |
87 | 70 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
3 | 13 |
| Unbesteuerte Rücklagen | 260 | 71 |
| Latente Steuerschulden (vor Saldierung) |
39.633 | 27.379 |
| Auswirkungen der Verrechnung | $-5.183$ | $-5.382$ |
| Latente Steuerschulden | 34.450 | 21.997 |
| Latente Steuerschulden (netto) |
28.425 | 15.911 |
Latente Ertragsteueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Differenzen in dem Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen verwendet werden können. Zum 31. Dezember 2009 wurden in der Gruppe keine latenten Ertragsteueransprüche auf abzugsfähige Differenzen in Höhe von TEUR 1.040 gebildet; in 2010 wurden auf alle abzugsfähigen Differenzen latente Ertragsteueransprüche gebildet.
Latente Ertragsteueransprüche werden für steuerliche Verlustvorträge in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die entsprechenden Steuervorteile verwendet werden können. Die Gruppe bilanzierte zum 31. Dezember 2010 keine latenten Ertragsteueransprüche für Verluste in Höhe von TEUR 2.914 (31. Dezember 2009: TEUR 4.366), die vorgetragen und mit künftigen zu versteuernden Gewinnen verrechnet werden können. Für nicht bilanzierte Verluste gelten folgende Fälligkeiten:
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel generierende Einheit EMEA |
143.359 | 143,427 |
| Zahlungsmittel generierende Einheit Amerika |
75.216 | 56.102 |
| Zahlungsmittel generierende Einheit Asien-Pazifik |
3.129 | 3.260 |
| 221.704 | 202.789 |
Zu versteuernde temporäre Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 13.663 (31. Dezember 2009: TEUR 2.292) werden zum 31. Dezember 2010 nicht als latente Steuerschulden bilanziert, da das jeweilige Mutterunternehmen in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen zu steuern und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird.
(17) Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte
Die Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen der immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | Zum 1. Jan. 2010 |
Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Änderungen. im Konsolidie- rungskreis |
Währungs- effekte |
Zum 31. Dez. 2010 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||||||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 231.838 | $\overline{0}$ | 0 | $\overline{0}$ | 15.943 | 4.551 | 252.332 |
| Zertifikate | 21.315 | 13 | 0 | $\overline{0}$ | 21.703 | $-291$ | 42.740 |
| Lizenzen, Rechte | 1.866 | 179 | $-586$ | $\mathbf{0}$ | 92 | 127 | 1.678 |
| Marken | 13.070 | 0 | $\overline{0}$ | $\overline{0}$ | 5.938 | 505 | 19.513 |
| Patente & Technologie | 21.539 | $\mathbf 0$ | $\bf{0}$ | $\overline{0}$ | 4.204 | 1.321 | 27.064 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
11.240 | 3.089 | $-196$ | 0 | $\Omega$ | 316 | 14.449 |
| Gesamt | 300,868 | 3.281 | $-782$ | 0 | 47.880 | 6.529 | 357.776 |
| Abschreibungen und Wertminderung | |||||||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 29.049 | $\overline{0}$ | $\mathbf{0}$ | $\sigma$ | $\mathbf{0}$ | 1.579 | 30.628 |
| Zertifikate | 4.339 | 1.632 | $\overline{0}$ | $\overline{0}$ | $\mathbf{0}$ | 119 | 6.090 |
| Lizenzen, Rechte | 1.468 | 104 | $-586$ | 0 | $\bf 0$ | $\Omega$ | 986 |
| Marken | 1.390 | 838 | 0 | $\overline{0}$ | $\mathbf{0}$ | 98 | 2.326 |
| Patente & Technologie | 5.695 | 3.515 | $\overline{0}$ | $\bf{0}$ | $\theta$ | 494 | 9.704 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
4.719 | 2.487 | $-196$ | $\mathbf{0}$ | $\mathbf{0}$ | 13 | 7.023 |
| Gesamt | 46.660 | 8.576 | $-782$ | 0 | $\bf{0}$ | 2.303 | 56.757 |
| in TEUR | Zum 1. Jan. 2009 |
Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Anderungen im Konsolidie- rungskreis |
Währungs- effekte |
Zum 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||||||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 233.703 | $\overline{0}$ | $\overline{0}$ | 0 | $\overline{0}$ | $-1.865$ | 231.838 |
| Zertifikate | 20.761 | 1.050 | $\overline{0}$ | $\overline{0}$ | $\mathbf{0}$ | $-496$ | 21.315 |
| Lizenzen, Rechte | 1.541 | 192 | $\mathbf 0$ | 133 | $\mathbf 0$ | $\Omega$ | 1.866 |
| Marken | 13,466 | $\overline{0}$ | $\mathbf{0}$ | $\mathbf{0}$ | $\overline{0}$ | $-396$ | 13.070 |
| Patente & Technologie | 22.191 | $\mathbf 0$ | $\mathbf 0$ | $\mathbf{0}$ | $\bf{0}$ | $-652$ | 21.539 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
9.424 | 1.915 | $-23$ | $-133$ | $\mathbf{0}$ | 57 | 11.240 |
| Gesamt | 301.086 | 3.157 | $-23$ | 0 | $\bf{0}$ | $-3.352$ | 300.868 |
| Abschreibungen und Wertminderung | |||||||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 29.094 | $\Omega$ | $\overline{0}$ | $\overline{0}$ | $\mathbf{0}$ | $-45$ | 29.049 |
| Zertifikate | 3.269 | 1.124 | $\sigma$ | $\overline{0}$ | $\overline{0}$ | $-54$ | 4.339 |
| Lizenzen, Rechte | 1.088 | 380 | $\overline{0}$ | $\mathbf{0}$ | $\mathbf{0}$ | $\theta$ | 1.468 |
| Marken | 758 | 675 | $\overline{0}$ | $\overline{0}$ | $\mathbf{0}$ | $-43$ | 1.390 |
| Patente & Technologie | 1.686 | 4.280 | $\mathbf 0$ | $\mathbf 0$ | $\boldsymbol{0}$ | $-271$ | 5.695 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
2.974 | 1.620 | $-23$ | 0 | $\mathbf{0}$ | 148 | 4.719 |
| Gesamt | 38.869 | 8.079 | $-23$ | O | $\bf{0}$ | $-265$ | 46.660 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 221,704 | 202.789 |
| Zertifikate | 36,650 | 16.976 |
| Lizenzen, Rechte | 692 | 398 |
| Marken | 17.187 | 11.680 |
| Patente & Technologie | 17.360 | 15.844 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
7.426 | 6.521 |
| Immaterielle Vermögenswerte - gesamt |
301.019 | 254.208 |
Die Position "Patente & Technologie" setzt sich zum 31. Dezember 2010 aus TEUR 3.885 Patente (31. Dezember 2009: TEUR 3.294) und TEUR 13.475 Technologie (31. Dezember 2009: TEUR 12.550) zusammen.
Im Geschäftsjahr 2009 wurde ein nicht werthaltiges Patent vollständig wertgemindert. Die Wertminderung in Höhe von TEUR 2.782 wird in den Abschreibungen von Patenten ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2010 wurde keine Wertminderung der immateriellen Vermögenswerte erfasst.
Zum 31. Dezember 2010 waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 48.372 (31. Dezember 2009: TEUR 54.109) besichert.
Prüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes auf Wertminderung:
Der Geschäfts- oder Firmenwert ist den identifizierten Zahlungsmittel generierenden Einheiten (ZGE) der Gruppe in Übereinstimmung mit den geografischen Gebieten zugeordnet. Die Zuordnung des Geschäfts- oder Firmenwert stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31, Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel generierende Einheit EMEA |
143.359 | 143.427 |
| Zahlungsmittel generierende Einheit Amerika |
75.216 | 56.102 |
| Zahlungsmittel generierende Einheit Asien-Pazifik |
3.129 | 3.260 |
| 221.704 | 202.789 |
Der erzielbare Betrag einer Zahlungsmittel generierenden Einheit wird ermittelt auf Grundlage des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Verkaufskosten. Dabei werden Cashflow-Prognosen verwendet, die auf den von dem Management genehmigten Finanzplänen für einen Fünfjahreszeitraum basieren. Zur Extrapolation von Cashflows jenseits dieses Fünfjahreszeitraumes werden die nachstehend angegebenen geschätzten Wachstumsraten herangezogen. Diese Wachstumsraten übersteigen nicht die langfristige Durchschnittswachstumsrate für das geografische Gebiet der jeweiligen Zahlungsmittel generierenden Einheit.
Die wesentlichen Annahmen, nach denen der beizulegende Zeitwert abzüglich Verkaufskosten bestimmt wurde, lauten wie folgt:
| in $%$ | ZGE EMEA | ZGE Amerika | ZGE Asien-Pazifik |
|---|---|---|---|
| Langfristige Wachstumsrate Terminal Value |
1,50 | 1.50 | 1.50 |
| Abzinsungssatz | 8.98 | 8.90 | 10,00 |
| Verkaufskosten | 1.00 | 00.1 | 1.00 |
| in $%$ | ZGE EMEA | ZGE Amerika | ZGE Asien-Pazifik |
|---|---|---|---|
| Langfristige Wachstumsrate Terminal Value |
1,50 | 1,50 | 1,50 |
| Abzinsungssatz | 9.76 | 9.61 | 9,59 |
| Verkaufskosten | 1.00 | .00 | 00.1 |
Die verwendeten gewichteten Durchschnittswachstumsraten stehen im Einklang mit den in Branchenberichten enthaltenen Prognosen. Die zugrunde gelegten Abzinsungssätze wurden mittels einer Peer Group bestimmt. In den Verkaufskosten werden die Erwartungen des Managements widergespiegelt.
Selbst bei einer Erhöhung der Abzinsungssätze um +2 % und bei einer langfristigen Wachstumsrate von 0 %, würde der Buchwert in keiner Zahlungsmittel generierenden Einheit den erzielbaren Betrag übersteigen.
(18) Sachanlagen
Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen der Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | Zum 1. Jan. 2010 |
Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Anderungen im Konsolidie- rungskreis |
Währungs- effekte |
Zum 31. Dez. 2010 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||||||
| Grundstücke und Gebäude | 69.720 | 486 | $-619$ | 2.010 | 162 | 1.091 | 72.850 |
| Maschinen und technische Anlagen |
153.103 | 4.388 | $-5.569$ | 6.133 | 2.803 | 2.833 | 163.691 |
| Sonstige Ausrüstung | 41.316 | 2.300 | $-2.216$ | 612 | 157 | 692 | 42.861 |
| Anlagen im Bau | 4.661 | 10.657 | $-713$ | $-8.755$ | $\overline{0}$ | 303 | 6.153 |
| Gesamt | 268.800 | 17.831 | $-9.117$ | 0 | 3.122 | 4.919 | 285.555 |
| Abschreibungen | |||||||
| Grundstücke und Gebäude | 35.640 | 1.882 | $-520$ | 0 | 0 | 488 | 37.490 |
| Maschinen und technische Anlagen |
118.305 | 12.377 | $-5.917$ | 0 | 0 | 1.317 | 126.082 |
| Sonstige Ausrüstung | 31.797 | 2.593 | $-2.259$ | 0 | $\overline{0}$ | 465 | 32,596 |
| Anlagen im Bau | $\overline{0}$ | $\Omega$ | $\overline{0}$ | 0 | $\mathbf{0}$ | $\Omega$ | $\left($ |
| Gesamt | 185.742 | 16.852 | $-8.696$ | 0 | 0 | 2.270 | 196.168 |
| in TEUR | Zum 1. Jan. 2009 |
Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Anderungen im Konsolidie- rungskreis |
Währungs- effekte |
Zum 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||||||
| Grundstücke und Gebäude | 70.725 | 2.028 | $-3.321$ | 115 | $\bf{0}$ | 173 | 69.720 |
| Maschinen und technische Anlagen |
152.729 | 4.193 | $-7.316$ | 2.909 | $\bf{0}$ | 588 | 153.103 |
| Sonstige Ausrüstung | 39.322 | 2.516 | $-1.861$ | 1.113 | $\overline{0}$ | 226 | 41.316 |
| Anlagen im Bau | 5,480 | 3.306 | $\mathbf{0}$ | $-4.137$ | $\mathbf{0}$ | 12 | 4.661 |
| Gesamt | 268.256 | 12.043 | $-12.498$ | 0 | 0 | 999 | 268.800 |
| Abschreibungen | |||||||
| Grundstücke und Gebäude | 35.161 | 2.141 | $-1.811$ | $\overline{0}$ | $\overline{0}$ | 149 | 35.640 |
| Maschinen und technische Anlagen |
111.756 | 12,592 | $-6.110$ | 0 | 0 | 67 | 118.305 |
| Sonstige Ausrüstung | 30.101 | 2.813 | $-1.724$ | $\overline{0}$ | $\overline{0}$ | 607 | 31.797 |
| Anlagen im Bau | $\mathbf{0}$ | $\mathbf{0}$ | $\mathbf{0}$ | $\overline{0}$ | 0 | 0 | $\Omega$ |
| Gesamt | 177,018 | 17.546 | $-9.645$ | $\bf{0}$ | 0 | 823 | 185.742 |
| Buchwerte | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 | ||
| Grundstücke und Gebäude | 35,360 | 34.080 | ||
| Maschinen und technische Anlagen |
37.609 | 34.798 | ||
| Sonstige Ausrüstung | 10.265 | 9.519 | ||
| Anlagen im Bau | 6,153 | 4.661 | ||
| Anlagevermögen gesamt | 89.387 | 83.058 |
In dem Posten 'Maschinen und technische Anlagen' sind zum 31. Dezember 2010 TEUR 4.747 Werkzeuge (31. Dezember 2009: TEUR 3.147) enthalten.
Für Sachanlagen wurden in 2010 und 2009 keine Wertminderungen erfasst.
Zum 31. Dezember 2010 wurden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch Grundstücke und Gebäude in Höhe von TEUR 60.284 (31. Dezember 2009: TEUR 63.008) besichert.
In den Grundstücken und Gebäuden sind die folgenden Beträge enthalten, die der Gruppe als Leasingnehmer in einem Finanzierungsleasingverhältnis zugerechnet werden:
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten - aktivierte Finanzierungsleasing- verhältnisse |
654 | 1.171 |
| Kumulierte Abschreibungen | $-654$ | $-1.093$ |
| Nettobuchwert | 0 | 78 |
In dem Posten 'Maschinen und technische Anlagen' sind die folgenden Beträge enthalten, die der Gruppe als Leasingnehmer in einem Finanzierungsleasingverhältnis zugerechnet werden:
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31, Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten - aktivierte Finanzierungsleasing- verhältnisse |
630 | 896 |
| Kumulierte Abschreibungen | $-571$ | $-5/1$ |
| Nettobuchwert | 59 | 319 |
In dem Posten "Sonstige Ausrüstung" sind die folgenden Beträge enthalten, die der Gruppe als Leasingnehmer in einem Finanzierungsleasingverhältnis zugerechnet werden.
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten - aktivierte Finanzierungsleasing- verhältnisse |
600 | 415 |
| Kumulierte Abschreibungen | $-508$ | $-375$ |
| Nettobuchwert | 92 | 40 |
Die Gruppe unterhält im Rahmen von unkündbaren Finanzierungsleasingverträgen Leasingverhältnisse für verschiedene Gegenstände der Gebäude, Maschinen und technische Anlagen sowie technische und IT-Geräte. Die Laufzeiten der Leasingverhältnisse liegen zwischen drei und zehn Jahren und das Eigentum an den Vermögenswerten verbleibt in der Gruppe.
(19) Finanzinstrumente
| Buchwert Kategorie |
Bewertungskategorie IAS 39 | Bewer- | Beizu- | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | IAS 39 | zum 31. Dez. 2010 |
Amort. Cost | Cost | FVtPL | Fair value | tungsbasis IAS 17 |
legender Zeitwert zum 31. Dez. 2010 |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
AfS | 397 | 397 | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen |
LaR | 70.282 | 70.282 | 70.282 | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
LaR | 30.426 | 30.426 | 30.426 | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||||
| Darlehen | FLAC | 360.097 | 360.097 | 355,343 | ||||
| Derivative Finanzinstrumente - Bilanzierung von Sicherungsgeschäften |
||||||||
| Zinsderivate | k. A. | 5.550 | 5.550 | 5.550 | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
FLAC | 48.311 | 48.311 | 48.311 | ||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
FLAC | 8.002 | 8.002 | 8.002 | ||||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing- verhältnissen |
k. A. | 894 | 894 | 849 | ||||
| Summe je Kategorie | ||||||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AffS) |
397 | 397 | ||||||
| Kredite und Forderungen (LaR) | 100.708 | 100.708 | 100.708 | |||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungs- kosten (FLAC) |
416.410 | 416.410 | 411.656 |
| Kategorie | Buchwert | Bewertungskategorie IAS 39 | Beizu- | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | IAS 39 | zum 31. Dez. 2009 |
Amort. Cost | Cost | FVtPL | Fair value | tungsbasis IAS 17 |
legender Zeitwert zum 31. Dez. 2009 |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
AfS | 397 | 397 | |||||
| Derivative Finanzinstrumente - zu Handelszwecken gehalten |
||||||||
| Fremdwährungsderivate | FAHIT | 22 | 22 | 22 | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen |
LaR | 45.501 | 45.501 | 45.501 | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
LaR | 27.185 | 27.185 | 27.185 | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||||
| Darlehen | FLAC | 335.154 | 335.154 | 329.836 | ||||
| Derivative Finanzinstrumente - zu Handelszwecken gehalten |
||||||||
| Fremdwährungsderivate | FLHfT | 22 | 22 | 22 | ||||
| Derivative Finanzinstrumente - Bilanzierung von Sicherungsgeschäften |
||||||||
| Zinsderivate | FLHIT | 7.968 | 7.968 | 7.968 | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
FLAC | 29.953 | 29.953 | 29.953 | ||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
FLAC | 45 | 45 | 45 | ||||
| Verbindlichkeiten aus Finanzie- rungsleasingverhältnissen |
k. A. | 1.157 | 1.157 | 1.041 | ||||
| Summe je Kategorie | ||||||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) |
397 | 397 | ||||||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHIT) |
22 | 22 | 22 | |||||
| Kredite und Forderungen (LaR) | 72.686 | 72,686 | 72.686 | |||||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT) |
22 | 22 | 22 | |||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungs- kosten (FLAC) |
365.152 | 365,152 | 359.834 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben, ebenso wie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Laufzeiten. Deren Buchwerte entsprechen zum Abschlussstichtag den jeweiligen beizulegenden Zeitwerten, da die Auswirkungen der Abzinsung nicht wesentlich sind.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Für diese Instrumente besteht kein aktiver Markt. Da die künftigen Cashflows nicht verlässlich bewertet werden können, kann der beizulegende Zeitwert nicht mittels Bewertungsverfahren bestimmt werden.
Da Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten kurze Laufzeiten haben, entsprechen deren Buchwerte annähernd ihren beizulegenden Zeitwerten.
Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen, festverzinslichen Fremdkapitalaufnahmen und Schulden aus Finanzierungsleasingverhältnissen werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen auf Grundlage der anwendbaren Zinsstrukturkurve und der Kredit-Spreads der NORMA Group berechnet (Kredit-Spread von 2,8 % für Schulden aus Finanzierungsleasingverhältnissen und 6,1 % für Fremdkapitalaufnahmen).
Zu Handelszwecken und im Rahmen von Sicherungsgeschäften gehaltene Finanzinstrumente werden zu ihren jeweiligen beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Sie werden vollständig in Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie eingestuft (siehe Abschnitt 5.3).
Es wurden keine Konditionen eines finanziellen Vermögenswertes, der ansonsten überfällig oder wertgemindert wäre, im Geschäftsjahr neu ausgehandelt.
Die Nettogewinne oder -verluste aus Finanzinstrumenten (nach Bewertungskategorie) gemäß IFRS 7.20 (a) stellen sich wie folgt dar:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) |
150 | 111 |
| Kredite und Forderungen (LaR) | $-181$ | 227 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT und FLHfT) |
22 | 418 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu Anschaffungskosten (FLAC) |
$-14.990$ | $-22.238$ |
| $-14.999$ | $-21.482$ |
Nettogewinne und -verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten bestehen aus Dividendenerträgen von assoziierten Unternehmen, die nicht nach der Equity-Methode bilanziert werden. Nettogewinne und -verluste aus Krediten und Forderungen beinhalten Währungseffekte, Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zinserträge aus kurzfristigen Einlagen bei Kreditinstituten. Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Handelsderivaten zum beizulegenden Zeitwert sind Nettogewinne und -verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten und Nettogewinne und -verluste aus zu Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Zinsaufwand sowie Währungseffekte aus Darlehen, Fremdkapitalaufnahmen und Bankeinlagen.
(20) Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte bestehen aus den Anteilen an der Groen B.V. in Höhe von TEUR 397 zum 31. Dezember 2010 und 2009, die der Kategorie der zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte zugeordnet werden. Für diese Anteile besteht kein aktiver Markt. Da die künftigen Cashflows nicht verlässlich bewertet werden können, kann der beizulegende Zeitwert nicht mittels Bewertungsverfahren bestimmt werden. Aus diesem Grund werden diese Instrumente mit ihren Anschaffungskosten angesetzt.
Zum 31. Dezember 2010 bestand bei dem Management nicht die Absicht, die als zur Veräußerung verfügbar eingestuften finanziellen Vermögenswerte zu veräußern.
(21) Derivative Finanzinstrumente
| 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Vermögenswerte | Verbindlichkeiten | Vermögenswerte | Verbindlichkeiten |
| Zinsswaps - Absicherung von Zahlungsströmen |
0 | 5.550 | U | 7.968 |
| Fremdwährungsderivate - zu Handelszwecken gehalten |
O | Ω | 22 | 22 |
| Summe | n | 5.550 | 22 | 7.990 |
| Abzgl. langfristiger Anteil | 0 | $\Omega$ | ||
| Zinsswaps - Absicherung von Zahlungsströmen |
0 | 7.968 | ||
| Langfristiger Anteil | 0 | 0 | 7.968 | |
| Kurzfristiger Anteil | 5.550 | 22 | 22 |
(a) Fremdwährungsderivate
Fremdwährungsderivate werden als zu Handelszwecken gehalten eingestuft. Die nominalen Kapitalbeträge der ausstehenden Devisentermingeschäfte beliefen sich zum 31. Dezember 2009 auf TEUR 2.335. Zum 31. Dezember 2010 gab es keine Fremdwährungsderivate in der Bilanz.
(b) Zinsswaps
Die Gruppe wendet die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften an. Der im Gewinn oder Verlust erfasste unwirksame Teil aus der Absicherung von Zahlungsströmen stellt im Jahr 2010 einen Ertrag in Höhe von TEUR 11 (2009: Verlust von TEUR 129) dar.
Die Nominale der ausstehenden Zinsswaps beliefen sich zum 31. Dezember 2010 auf EUR 215 Mio. (31. Dezember 2009: EUR 218 Mio.).
Zum 31. Dezember 2010 und 2009 reichten die festen Zinssätze von 3,2 % bis 3,6 %, die variablen Zinssätze waren EURIBOR und LIBOR. Die zum 31. Dezember 2010 in der Hedging-Rücklage im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste aus Zinsswaps werden bis zum 31. Dezember 2011 aufgelöst und im Gewinn oder Verlust erfasst (siehe Anhangangabe 25).
Das maximale Ausfallrisiko liegt zum Abschlussstichtag in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der in der Konzernbilanz ausgewiesenen derivativen Vermögenswerte.
(22) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
Es bestanden die folgenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
71.852 | 46.097 |
| Abzgl.: Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
$-1.676$ | $-1.507$ |
| 70.176 | 44.590 |
Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. In der nachstehenden Tabelle ist die Fälligkeitsübersicht der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen kurzfristigen Forderungen dargestellt:
| in TEUR | nicht überfällig | $<$ 30 Tage | 30-90 Tage | 91-180 Tage | 181 Tage Jahr $-1$ |
Jahr | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
56.975 | 8.745 | 3.135 | 455 | 67' | 195 | 70.176 |
| Sonstige Forderungen | 106 | 106 | |||||
| 57.081 | 8.745 | 3.135 | 455 | 671 | 195 | 70.282 |
| in TEUR | nicht überfällig | $<$ 30 Tage | 30-90 Tage | 91-180 Tage | 181 Tage Jahr $-1$ |
Jahr | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
28,809 | 8.570 | 4.557 | .647 | 987 | 20 | 44,590 |
| Sonstige Forderungen | 91 | 91 | |||||
| 29.720 | 8.570 | 4.557 | 1.647 | 987 | 20 | 45,501 |
Zum 31. Dezember 2010 und 2009 lagen keine Anhaltspunkte vor, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die weder überfällig noch wertgemindert waren, nicht wiedererlangt werden könnten.
Die Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellten sich wie folgt dar:
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31, Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die wertberichtigt wurden |
1.688 | 1.509 |
| Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
$-1.676$ | $-1.507$ |
Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen der Gruppe lauten auf die nachstehenden Währungen:
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Euro | 37.318 | 27.028 |
| US-Dollar | 21.440 | 8.315 |
| Chinesische Renminbi | 2.957 | 1.495 |
| UK Pfund Sterling | 2.079 | 1.526 |
| Australische Dollar | 1.731 | 1.770 |
| Schwedische Krone | 1.019 | 2.247 |
| Sonstige Währungen | 3.738 | 3.120 |
| 70.282 | 45.501 |
Die Wertminderungen aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden durch Einzelwertberichtigungen ermittelt. Pauschalwertberichtigungen wurden nicht vorgenommen. Die Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gruppe entwickelte sich wie folgt:
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Zum 1. Januar | 1.507 | 1.982 |
| Zuführungen | 468 | 125 |
| Inanspruchnahme | $-36$ | $-622$ |
| Auflösungen | $-338$ | |
| Währungseffekte | 75 | 22 |
| Zum 31. Dezember | 1.676 | 1.507 |
Die Zuführung und Auflösung der Wertberichtigung für wertgeminderte Forderungen wurde im Posten "Sonstige betriebliche Erträge/Sonstige betriebliche Aufwendungen" in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Die Wertminderungen werden aufgelöst, wenn keine weiteren Zahlungseingänge erwartet werden.
Die übrigen Klassen innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen enthalten keine wertgeminderten Vermögenswerte.
Das maximale Ausfallrisiko liegt zum Abschlussstichtag in Höhe des Buchwertes jeder der vorstehenden Forderungsklassen. Der Konzern hat keine Vermögenswerte als Sicherheiten erhalten.
Zum 31. Dezember 2010 waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 53.586 (31. Dezember 2009: TEUR 39.950) besichert.
(23) Vorräte
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Rohstoffe | 21,004 | 12.866 |
| Unfertige Erzeugnisse | 6.916 | 4.082 |
| Fertigerzeugnisse und Waren für den Weiterverkauf |
36,789 | 27.752 |
| 64.709 | 44.700 |
Zum 31. Dezember 2010 wurden Vorräte in Höhe von TEUR 1.035 (31. Dezember 2009: TEUR 586) auf ihren realisierbaren Wert vermindert.
Zum 31. Dezember 2010 waren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch Vorräte in Höhe von TEUR 37.892 (31. Dezember 2009: TEUR 30.122) besichert.
(24) Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten |
2.258 | 1.309 |
| Umsatzsteuervermögenswerte | 3.662 | 516 |
| Sonstige Vermögenswerte | 3.298 | 3.485 |
| 9.218 | 5.310 |
(25) Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 76.250 und ist voll eingezahlt. Es ist das Kapital, auf das die Haftung der Gesellschafter für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber den Gläubigern beschränkt ist. Das zur Erhaltung des gezeichneten Kapitals erforderliche Vermögen der Gesellschaft darf an die Gesellschafter nicht ausgezahlt werden.
Kapitalrücklage
Als Kapitalrücklage werden ausgewiesen:
- Beträge, die bei der Ausgabe der Anteile über ihren rechnerischen Wert hinaus erzielt wurden,
- Beträge von Zuzahlungen, die Gesellschafter gegen Gewährung eines Vorzugs für ihre Anteile leisten,
- Beträge von anderen Zuzahlungen, die Gesellschafter in das Eigenkapital leisten.
Am 26. April 2010 wurde der Gesellschaft durch die Anteilseigner zusätzliches Kapital in Höhe von TEUR 15.000 zugeführt und in die Kapitalrücklage eingestellt. Die Kapitalrücklage erhöhte sich damit zum 31. Dezember 2010 von TEUR 81.650 auf TEUR 96.650.
Eigene Anteile
Am 20. Dezember 2007 kaufte die NORMA Group eigene Anteile von Dr. Peter Stehle (Vorsitzender des Aufsichtsrates). Der für den Erwerb der Anteile gezahlte Gesamtbetrag betrug TEUR 592. Dementsprechend wurde das Eigenkapital durch die Reduzierung des gezeichneten Kapitals um EUR 450 (Nennwert) und der Gewinnrücklagen um EUR 591.550 herabgesetzt.
Gewinnrücklagen
| in TEUR | Versicherungs- mathematische Gewinne/ Verluste |
Summe |
|---|---|---|
| Stand zum 1. Januar 2009 | 737 | $-31.261$ |
| Jahresfehlbetrag | $-18.182$ | |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Verpflichtungen für nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu erbringende Leistungen im Geschäftsjahr - abzügl. Steuern |
$-18$ | |
| Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste aus Verpflichtungen für nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu erbringende Leistungen - vor Steuern |
$-26$ | |
| Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 8 | |
| Stand zum 31. Dezember 2009 | 719 | $-49.461$ |
| Jahresüberschuss | 30.157 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste aus Verpflichtungen für nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu erbringende Leistungen im Geschäftsjahr: |
$-812$ | |
| Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste aus Verpflichtungen für nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu erbringende Leistungen - vor Steuern |
$-1.156$ | |
| Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste | 344 | |
| Stand zum 31. Dezember 2010 | $-93$ | $-20.116$ |
Sonstige Rücklagen
| in TEUR | Absicherung von Zahlungsströmen |
Umrechnungs- differenzen bei ausländischen Geschäftsbetrieben |
Summe |
|---|---|---|---|
| Stand zum 1. Januar 2009 | 0 | 6.623 | 6.623 |
| Absicherung von Zahlungsströmen | $-1.565$ | ||
| Gewinne/Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im Geschäftsjahr |
$-2.207$ | ||
| Steuern auf Gewinne/ Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert |
642 | ||
| Währungsumrechnung | $-1.279$ | $-1.279$ | |
| Stand zum 31. Dezember 2009 | $-1.565$ | 5.344 | 3.779 |
| Absicherung von Zahlungsströmen | $-894$ | ||
| Gewinne/Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im Geschäftsjahr |
$-1.261$ | ||
| Steuern auf Gewinne/ Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert |
367 | ||
| Währungsumrechnung | $-4.249$ | $-4.249$ | |
| Stand zum 31. Dezember 2010 | $-2.459$ | 1.095 | $-1.364$ |
(26) Pensionsverpflichtungen
Pensionsverpflichtungen ergeben sich im Wesentlichen aus dem deutschen Pensionsplan, da es sich bei diesem Plan um den größten Pensionsplan der Gruppe handelt.
Der deutsche leistungsorientierte Pensionsplan wurde im Jahr 1990 für neue Teilnehmer geschlossen; aus diesem Plan beziehen Teilnehmer Leistungen in Form von lebenslangen Zahlungen bei Eintritt in die Rente, Erwerbsunfähigkeit und Tod. Ansprüche auf Leistungen sind abhängig von den Dienstjahren und dem Gehalt. Der Teil des Gehalts, der über der Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung liegt, führt im Vergleich zu dem Teil des Gehalts bis zu der Beitragsbemessungsgrenze zu höheren Leistungsansprüchen. Nach 1990 eingestellte Beschäftigte können einem beitragsorientierten Pensionsplan unterfallen. Die Beiträge werden in einen Versicherungsvertrag eingezahlt, aus dem bei Eintritt in die Rente oder im Todesfall Pauschalbeträge ausgezahlt werden.
Die im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste (vor Steuern) entwickelten sich wie folgt:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Zum 1. Januar | $-1.014$ | $-1.040$ |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste der Periode (vor Steuern) |
1.156 | 26 |
| Zum 31. Dezember | 142 | $-1.014$ |
Die in der Konzernbilanz erfassten Beträge bestimmen sich wie folgt:
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Barwert der Verpflichtungen | 9.063 | 8.058 |
| Nicht ausgewiesener nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand |
0 | |
| Verbindlichkeit in der Bilanz |
9.063 | 8.058 |
Die erfahrungsbedingten Anpassungen der Pensionsverpflichtung stellen sich wie folgt dar:
| in TEUR | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|
| Pensionsverpflichtung | 9.063 | 8.058 | 7.939 | 9.110 |
| Erfahrungsbedingte Anpassung | 222 | $-169$ | $-730$ | -ə. |
Die Veränderungen der leistungsorientierten Verpflichtung im Laufe des Geschäftsjahres waren wie folgt:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Zum 1. Januar | 8.058 | 7.939 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 90 | 263 |
| Zinsaufwand | 400 | 414 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste |
1.156 | 26 |
| Umrechnungsdifferenzen | $\overline{c}$ | $\Omega$ |
| Gezahlte Versorgungsleistungen |
$-643$ | $-584$ |
| Im Zuge eines Unterneh- menszusammenschlusses erworbene Schulden |
0 | 0 |
| Plankürzungen | $\Omega$ | 0 |
| Planabgeltungen | 0 | $\Omega$ |
| Zum 31. Dezember | 9.063 | 8.058 |
Folgende Beträge wurden ergebniswirksam erfasst:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 90 | 263 |
| Zinsaufwand | 400 | 414 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand |
$\Omega$ | O |
| Plankürzungen/-abgeltungen | 0 | |
| Zum 31. Dezember | 490 |
Die wichtigsten versicherungsmathematischen Annahmen stellen sich wie folgt dar:
| in $%$ | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz | 4.71 | 5.75 |
| Inflationsrate | 2.00 | 2.00 |
| Künftige Gehaltssteigerungen | 2,50 | 2,50 |
| Rentenentwicklung | 2,00 | 2,00 |
Die Annahmen basieren auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck.
Die erwarteten Beiträge zu den Plänen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses für das Geschäftsjahr 2011 belaufen sich auf TEUR 596.
(27) Rückstellungen
Die Entwicklung der Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | Zum 1. Jan. 2010 |
Zuführungen | Verbrauch im laufenden Jahr |
Auflösung nicht verbrauchter Rück- stellungen |
Aufzinsung | Fremd- währungs- umrechnung |
Zum 31. Dez. 2010 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Garantien | 492 | 40 | 532 | ||||
| Restrukturierung | 2.072 | 143 | $-718$ | $-1.147$ | Ω | 361 | |
| Rückstellung für Altersteilzeit | 3.757 | .599 | $-1.526$ | 211 | 4.041 | ||
| Operational performance incentive cash programme |
$\mathbf{0}$ | 987 | 0 | $\mathbf{0}$ | 0 | 987 | |
| Sonstige personal- bezogene Rückstellungen |
586 | 105 | $-160$ | 0 | 24 | $\overline{0}$ | 555 |
| Sonstige | 1.170 | 1.082 | $-891$ | $-50$ | $\Omega$ | 52 | 1.363 |
| Rückstellungen gesamt | 8.077 | 3.956 | $-3.295$ | $-1.197$ | 235 | 63 | 7.839 |
| in TEUR | Zum . Jan. 2009 |
Zuführungen | Verbrauch im laufenden Jahr |
Auflösung nicht verbrauchter Rück- stellungen |
Aufzinsung | Fremd- währungs- umrechnung |
Zum 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Garantien | 683 | 0 | $-191$ | $\mathbf{0}$ | $\Omega$ | 492 | |
| Restrukturierung | 1,977 | 1.979 | $-1.819$ | $-66$ | 0 | 2.072 | |
| Rückstellung für Altersteilzeit | 3.847 | 1.490 | $-1.802$ | $\theta$ | 222 | $\overline{0}$ | 3.757 |
| Operational performance incentive cash programme |
. 294 |
$-294$ | |||||
| Sonstige personal- bezogene Rückstellungen |
2.263 | $^{\circ}$ | $-1.674$ | $-121$ | 114 | 4 | 586 |
| Sonstige | 724 | 1.014 | $-283$ | $-364$ | $\overline{0}$ | 79 | 1.170 |
| Rückstellungen gesamt | 9.494 | 4.483 | $-5.578$ | $-742$ | 336 | 84 | 8.077 |
| 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Summe | davon kurzfristig |
davon kurzfristig |
Summe | davon kurzfristia |
davon langfristig |
| Garantien | 532 | 532 | $\mathbf{0}$ | 492 | 492 | 0 |
| Restrukturierung | 361 | 361 | $\Omega$ | 2.072 | 2.072 | 0 |
| Rückstellung für Altersteilzeit | 4.041 | 22 | 4.019 | 3.757 | $\Omega$ | 3.757 |
| Operational performance incentive cash programme |
987 | 987 | $\Omega$ | |||
| Sonstige personal- bezogene Rückstellungen |
555 | 0 | 555 | 586 | 160 | 426 |
| Sonstige | .363 | 1.353 | 10 | 1.170 | 1.170 | $\Omega$ |
| Rückstellungen gesamt | 7.839 | 3.255 | 4.584 | 8.077 | 3.894 | 4.183 |
Mitarbeiter bei NORMA Group haben die Möglichkeit einen Altersteilzeitvertrag abzuschließen. Hierbei reduziert der Mitarbeiter vor Erreichen des normalen Renteneintritts die Arbeitszeit wodurch ein gleitender Übergang in den Ruhestand ermöglicht wird. Die Mitarbeiter arbeiten während der ersten Phase ihrer Altersteilzeit ("Arbeitsphase") zu 100 % und sind während der zweiten Phase von der Arbeitsleistung freigestellt ("Freistellungsphase"), sog. Blockmodell. Die Mitarbeiter erhalten während der gesamten Altersteilzeit-Phase die Hälfte ihres bisherigen Entgelts sowie zusätzliche Aufstockungsbeträge (inkl. Arbeitgeberbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung). Die Dauer der Altersteilzeit beträgt dabei höchstens zehn Jahre.
Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 3,1 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.
Nähere Angaben zu dem "Operational performance cash incentive programme" finden sich in Anhangangabe 34.
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Langfristig | ||
| Darlehen | 304.035 | 308.892 |
| Gesellschafterdarlehen | 11.900 | 11.434 |
| 315.935 | 320.326 | |
| Kurzfristig | ||
| Darlehen | 37.506 | 14.828 |
| Sonstige Darlehen (e.g. Factoring) |
6.656 | 0 |
| 44.162 | 14.828 | |
| Summe Fremdkapitalaufnahmen |
360.097 | 335.154 |
(28) Darlehensverbindlichkeiten
(a) Darlehensverbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben Laufzeiten bis 2016 und sind mit durchschnittlichen Kupons von 0,6 %, 0,3 % und 0,7 % p.a. für auf Euro, US-Dollar bzw. schwedische Kronen lautende Darlehen ausgestattet (2009: 1,6 %, 0,8 % und 1,3 % p.a.).
NORMA Group bereitet sich derzeit auf einen Börsengang an der Frankfurter Börse in Deutschland vor. Bei einem Börsengang wären sämtliche Darlehensverbindlichkeiten (31. Dezember 2010: TEUR 353.441) und einige andere Verbindlichkeiten (31. Dezember 2010: TEUR 7.470) sofort zur Tilgung fällig. NORMA Group befindet sich derzeit in Verhandlungen mit Banken über eine neue Finanzierungsstruktur, die ähnlich zur aktuellen ausgestaltet werden wird. Ausgehend von dem derzeitigen Stand der Verhandlungen sowie der aktuellen wirtschaftlichen Situation und den Prognosen gibt es keine wesentlichen Anhaltspunkte dafür, dass NORMA keine Finanzierung mit einer ähnlichen Fristigkeit und Zinsstruktur erhalten wird. Da die alten Verträge noch nicht gekündigt sind und die Fristigkeiten sowie Zinsstrukturen ähnlich sein werden, wird hier die alte Verbindlichkeitsstruktur dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren durch die folgenden Buchwerte besichert:
| 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|
| 48.372 | 54.109 |
| 60.284 | 63.008 |
| 53.586 | 39.950 |
| 37.892 | 30.122 |
| 16,488 | 17.922 |
| 216.622 | 205.111 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden außerdem besichert durch Anteile der verschiedenen Gruppengesellschaften der NORMA Group.
Die Buchwerte der Darlehensverbindlichkeiten lauten auf die nachstehenden Währungen:
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| EUR | 183.087 | 183.550 |
| USD | 142.255 | 128,369 |
| SEK | 16.199 | 11.801 |
| 341.541 | 323.720 |
(b) Gesellschafterdarlehen
Im Geschäftsjahr 2006 erhielt die NORMA Group ein Darlehen von 3i-Fonds in Höhe von EUR 34,7 Mio., von denen EUR 30,0 Mio. im Geschäftsjahr 2007 der Kapitalrücklage zugeführt wurden. Der verbleibende Betrag in Höhe von EUR 4,7 Mio. ist Teil der langfristigen Ausleihungen der Gruppe.
Das Darlehen lautet auf Euro und ist mit einer Festverzinsung von 10,0 % p.a. ausgestattet. Der jährliche Zinsaufwand in Höhe von TEUR 466 wird bis zur Fälligkeit des Gesellschafterdarlehens abgegrenzt; der Gesamtbetrag ist im Geschäftsjahr 2016 oder bei Ausscheiden des Gesellschafters rückzahlbar, wenn dieser Zeitpunkt früher liegt.
Der zum 31. Dezember 2010 ausstehende Saldo von EUR 11,9 Mio. beinhaltet den verbliebenen Nominalwert des Darlehens von EUR 4,7 Mio. sowie abgegrenzte Zinsen. Auf abgegrenzte Zinsen wird kein Zinseszins ausgewiesen.
(29) Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Langfristig | ||
| 31. Dez. 2009 | 0 | 335 |
| $\mathbf{0}$ | 335 | |
| Kurzfristig | ||
| Steuerschulden (ohne Ertragsteuern) |
2.918 | 3.406 |
| Schulden aus Sozialversicherung |
2.309 | 2.852 |
| Personalbezogene Schulden (z.B. Urlaub, Boni, Prämien) |
12,984 | 4.781 |
| Sonstige Schulden | 3.562 | 5.320 |
| Passiver Rechnungsabgrenzungsposten |
0 | 140 |
| 21.773 | 16.499 | |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten |
21.773 | 16.834 |
(30) Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Langfristig | ||
| Schulden aus Leasingverhältnissen |
577 | 863 |
| 577 | 863 | |
| Kurzfristig | ||
| Sonstige Schulden 3i | 0 | 43 |
| Schulden aus Leasingverhältnissen |
317 | 294 |
| Vendor Loan R.G. RAY Akquisition |
7.470 | 0 |
| Variable Kaufpreisverbindlich- keit Craig Assembly Akquisition |
515 | 0 |
| Sonstige Schulden | 17 | $\overline{2}$ |
| 8.319 | 339 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
8.896 | 1.202 |
Die künftigen kumulierten Mindestleasingzahlungen im Rahmen von unkündbaren Finanzierungsleasingverhältnissen und deren entsprechende Barwerte lauten wie folgt:
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Bruttoschulden aus Finanzierungsleasing- verhältnissen- Mindestleasingzahlungen Bis zu einem Jahr |
336 | 329 |
| Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren |
609 | 875 |
| Länger als fünf Jahre | $\Omega$ | 36 |
| 945 | 1.240 | |
| Künftige Finanzierungs- kosten aus Finanzierungsleasing- verhältnissen |
51 | 83 |
| Barwert der Schulden aus Finanzierungsleasing- verhältnissen |
||
| Bis zu einem Jahr | 317 | 294 |
| Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren |
577 | 829 |
| Länger als fünf Jahre | $\Omega$ | 34 |
| 894 | 1.157 |
Leasingverbindlichkeiten sind wirksam besichert, da die Rechte an den Leasinggegenständen im Falle eines Zahlungsverzugs an den Leasinggeber zurückfallen.
(31) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres gegenüber Dritten fällig. Nähere Angaben zu Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Abschnitt 3.12 zu finden.
Sonstige Angaben
(32) Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung
In der Kapitalflussrechnung wird unterschieden zwischen Zahlungsströmen aus der betrieblichen Tätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit.
Die Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit stellen die Ein- und Auszahlungen im Rahmen von Geschäftsvorfällen und anderen Ereignissen im Zusammenhang mit der erlöswirksamen Tätigkeit dar. Die Gesellschaft nimmt an einem Reverse-Factoring-Programm teil. Die Zahlungen an den Factor sind unter dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit dargestellt, da dies dem wirtschaftlichen Gehalt der Transaktion am besten entspricht. Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge beinhalteten im Geschäftsjahr 2010 hauptsächlich die zahlungsunwirksame Bewertung von Zinsswaps in Höhe von TEUR -4,079 (2009: TEUR -3.641) und die zahlungsunwirksame Bewertung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, inkl. Devisenbewertung (netto) der Finanzierungstätigkeit und zahlungsunwirksamen Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 2,857 (2009: TEUR -8.433). Die Cashflows aus gezahlten Zinsen (2010: TEUR -20,180; 2009: TEUR -20.140) werden unter den Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.
Die Cashflows aus der Investitionstätigkeit umfassen die Ein- und Auszahlungen im Rahmen von Geschäftsvorfällen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Tochtergesellschaften (2010: TEUR -35.963; 2009: TEUR 0) und der Beschaffung und der Veräußerung von langfristigen Vermögenswerte.
Die Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit beinhalten unter anderem die Einzahlung aus Finanzschulden (2010: TEUR 18.521, 2009: TEUR 0), die Rückzahlung von Finanzschulden (2010: TEUR -16.401; 2009: TEUR -12.998) und Einzahlungen aus der Zuführung zur Kapitalrücklage (2010: TEUR 15.000; 2009: TEUR 0). Außerdem sind Cashflows aus gezahlten Zinsen darin enthalten (2010: TEUR -20.180; 2009: TEUR -20.140).
Die Zahlungsmittel umfassten zum 31. Dezember 2010 Barmittel und Sichteinlagen in Höhe von TEUR 30.426 (31. Dezember 2009: TEUR 27.185). Die Zahlungsmitteläquivalente bestanden zum 31. Dezember 2010 aus kurzfristigen Finanzinvestitionen in Höhe von TEUR 0 (31. Dezember 2009: TEUR 125). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 2010 in Höhe von TEUR 1.289 (31. Dezember 2009: TEUR 446) waren verfügungsbeschränkt.
(33) Segmentberichterstattung
Die Berichterstattung über die Segmente richtet sich nach der internen Berichterstattung an die verantwortliche Unternehmensinstanz. Die verantwortliche Unternehmensinstanz (chief operating decision-maker), die für die Allokation von Ressourcen und die Bewertung der Ertragskraft der Segmente verantwortlich ist, ist das Senior Management der Gruppe. Nähere Angaben zum Senior Management können Anhangangabe 38 entnommen werden.
Die NORMA Group bildet die Segmente der Gesellschaft nach Regionen. Die berichtspflichtigen Segmente der NORMA Group sind die Regionen Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA), Nord-, Mittel- und Südamerika (Amerika) sowie Asien-Pazifik. Die Vision der NORMA Group ist unter anderem auf regionale Wachstumsziele ausgerichtet. Im Vertriebsservice werden regionale und lokale Schwerpunkte gesetzt. Die Regionen EMEA und Amerika verfügen über vernetzte regionale und unternehmensübergreifende Organisationen mit unterschiedlichen Funktionen. Aus diesem Grund ist das gruppeninterne Berichts- und Kontrollsystem des Managements sehr stark regional geprägt. Das Produktportfolio variiert nicht zwischen den Segmenten.
Für nähere Angaben zur Zusammensetzung der Segmente wird auf die Aufstellung der Konzernunternehmen in Abschnitt 4 verwiesen.
Die NORMA Group bewertet die Ertragskraft ihrer Segmente anhand einer Ergebnisgröße, die als "bereinigtes EBITDA" bezeichnet wird.
Das EBITDA umfasst Umsatzerlöse, Veränderungen der Bestände an Fertigerzeugnissen und unfertigen Erzeugnissen, Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen sowie Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer. Das EBITDA wird nach der in der Gesamtergebnisrechnung angewandten Methode bewertet.
Die Anpassungen des EBITDA beziehen sich auf Restrukturierungskosten (Schließung von Produktionsstätten, Übertragung von Produkten, Abfindungen), einmalige, nicht periodenbezogene Kosten/Erträge (im Wesentlichen Erwerbskosten, Integrationskosten und einmalige Posten) sowie andere Posten der Gruppe und normalisierte Posten (hauptsächlich für die Verwaltung der Gruppe und außerordentliche Posten gemäß Bankendefinition).
Erlöse zwischen den Segmenten werden im Allgemeinen zu Preisen erfasst, wie sie auch mit Konzernfremden vereinbart würden.
Das Segmentvermögen umfasst sämtliche Vermögenswerte abzüglich (tatsächlicher und latenter) Ertragsteueransprüche. Die Segmentschulden beinhalten sämtliche Schulden abzüglich (tatsächlicher und latenter) Ertragsteuerschulden. Die Steuern werden in der Überleitung ausgewiesen. Die Segmentvermögenswerte und Segmentschulden werden nach der in der Bilanz angewandten Methode bewertet.
Die Investitionsausgaben (Segmentinvestitionen) entsprechen den Zugängen zu langfristigen Vermögenswerten.
| EMEA | Amerika | Asien-Pazifik | Segmente qesamt |
Überleitung | Konzern | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2010 | 2010 | 2010 | 2010 | 2010 | 2010 |
| Außenumsatzerlöse | 336.682 | 123.767 | 29.955 | 490.404 | $\Omega$ | 490.404 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten |
23.573 | 7.180 | 1.061 | 31.814 | $-31.814$ | $\Omega$ |
| Segmentumsatzerlöse qesamt |
360.255 | 130.947 | 31.016 | 522.218 | $-31.814$ | 490.404 |
| Beitrag zum Konzernaußenumsatz |
73 % | 27% | 6% | $-6\%$ | ||
| Bereinigtes EBITDA | 80.995 | 23.016 | 1.673 | 105.684 | $-6.436$ | 99.248 |
| Segmentvermögenswerte* | 399.539 | 205.302 | 30.179 | 635,020 | $-56.237$ | 578,783 |
| Segmentschulden** | 208.676 | 157.649 | 14.685 | 381.010 | 119.371 | 500.381 |
| Segmentinvestitionen | 14.995 | 4.141 | 1.976 | 21.112 | $\Omega$ | 21.112 |
| Anzahl Mitarbeiter*** | 2.025 | 488 | 317 | 2.830 | 23 | 2.853 |
| EMEA | Amerika | Asien-Pazifik | Segmente qesamt |
Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| 2009 | 2009 | 2009 | 2009 | 2009 | 2009 |
| 244.563 | 68.121 | 17.110 | 329.794 | $\mathbf{0}$ | 329.794 |
| 12.878 | 4.526 | 29 | 17.433 | $-17.433$ | 0 |
| 257.441 | 72.647 | 17.139 | 347.227 | $-17.433$ | 329.794 |
| 78% | 22% | 5% | $-5%$ | ||
| 42.038 | 10.415 | 837 | 53.290 | $-247$ | 53.043 |
| 349.313 | 141.882 | 20.925 | 512.120 | $-42.415$ | 469.705 |
| 165.286 | 135.740 | 17.121 | 318.147 | 112.430 | 430.577 |
| 7.401 | 4.838 | 2.961 | 15,200 | $\Omega$ | 15,200 |
| 2.068 | 386 | 240 | 2.694 | 23 | 2.717 |
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Summe bereinigtes Segment-EBITDA |
105,684 | 53.290 |
| Holding-Gesellschaften | $-6.268$ | $-165$ |
| Eliminierungen | $-168$ | $-82$ |
| Summe bereinigtes Konzern-EBITDA |
99.248 | 53.043 |
| Restrukturierungs- aufwendungen |
$-1.250$ | $-20.634$ |
| Einmalige, nicht perioden- bezogene Aufwendungen |
$-15.536$ | $-5.069$ |
| Sonstige zentrale Posten/ normalisierte Posten |
$-725$ | $-1.159$ |
| Konzern-EBITDA | 81.737 | 26.181 |
| Abschreibungen | $-25.428$ | $-22.843$ |
| Wertminderungen | $\overline{0}$ | $-2.782$ |
| Finanzierungsaufwendungen | $-14.862$ | $-21.308$ |
| Gewinn (Vorjahr: Verlust) vor Steuern |
41.447 | $-20.752$ |
Die Überleitung des bereinigten Segment-EBITDA stellt sich wie folgt dar:
Im Geschäftsjahr 2009 musste ein nicht werthaltiges Patent vollständig wertgemindert werden. Die Wertminderung in Höhe von TEUR 2.782 wurde im Segment Amerika ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2010 gab es keine Wertminderung.
Die Überleitung der Segmentvermögenswerte und -schulden stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Summe Segmentvermögenswerte |
635.020 | 512.120 |
| Ertragsteueransprüche | 13.345 | 9.324 |
| Holding-Gesellschaften | 59.104 | 36.232 |
| Eliminierungen | $-128.686$ | $-87.971$ |
| Konzern-Vermögenswerte | 578.783 | 469.705 |
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Summe Segmentschulden | 381.010 | 318.147 |
| Ertragsteuerschulden | 38.852 | 23.309 |
| Holding-Gesellschaften | 212,480 | 177.514 |
| Eliminierungen | $-131.961$ | $-88.393$ |
| Konzern-Schulden | 500.381 | 430.577 |
Die Vermögenswerte der Holding-Gesellschaften beinhalten in erster Linie Zahlungsmittel; die Schulden im Wesentlichen langfristige Ausleihungen.
Die Außenumsätze nach Land gliedern sich nach dem Sitz der produzierenden Gesellschaft wie folgt:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Deutschland | 214,245 | 170.148 |
| USA | 123,766 | 68.121 |
| Übrige Länder | 152.393 | 91.525 |
| 490.404 | 329.794 |
Die langfristigen Vermögenswerte nach Land umfassen langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steueransprüche, derivative Finanzinstrumente und Anteile an in den Konzernabschluss einbezogenen verbundenen Unternehmen.
| 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|
| 119.858 | 123.892 |
| 162.962 | 111.711 |
| 126.137 | 123.068 |
| $-15.748$ | $-18.247$ |
| 393.209 | 340.424 |
(34) Operational Performance Incentive Cash Programme
Im Geschäftsjahr 2008 implementierte die NORMA Group einen Incentive-Plan für Manager in Form des Operational Performance Incentive Cash Programm (OPICP), nach dessen Maßgabe den bezugsberechtigten Managern der zweiten Managementebene virtuelle Anteile (phantom shares) der NORMA Group GmbH gewährt werden, die die Teilnehmer dazu berechtigen, im Falle eines Exit-Ereignisses (Börsengang, Veräußerung) Auszahlungen in bar zu erhalten. Die NORMA Group Holding GmbH, ein Tochterunternehmen der NORMA Group GmbH, ist der Schuldner in diesem Programm, d.h. der Anspruch auf Zahlung eines Anreizbetrages wird den einzelnen Begünstigten von der NORMA Group Holding GmbH gewährt. Die NORMA Group Holding GmbH wird eine Erstattung der Kosten für die Durchführung des Programms von den Gesellschaftern der NORMA Group GmbH erhalten. Der Erstattungsanspruch darf nur im Falle eines Exit erfasst werden.
Der an die Begünstigten geleistete Auszahlungsbetrag basiert auf dem Veräußerungs-/Liquidationserlös und der Anzahl der von dem Manager gehaltenen virtuellen Anteilen. Dieser Betrag beruht auf dem Eigenkapitalwert der NORMA Group GmbH abzüglich im Laufe eines Exit vorrangig zu behandelnder Zahlungen an andere Gesellschafter. Die virtuellen Anteile werden mit Eintritt eines Exit-Ereignisses (IPO, Veräußerung) ausübbar. Eine Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses des jeweiligen bezugsberechtigten Manager vor dem erwarteten Exit-Ereignis führt dazu, dass die virtuellen Anteile verwirkt werden.
Nach Maßgabe von IFRS 2 (siehe auch Abschnitt 3.16) werden die Zuteilungen aus dem OPICP als in bar abgegolten behandelt. Aufgrund dessen wird zu jedem Bilanzstichtag eine Schuld in Höhe des jeweiligen beizulegenden Zeitwertes der virtuellen Anteile ausgewiesen.
Das OPICP wurde am 1. Januar 2008 für 9 Teilnehmer implementiert. Das gesamte Anteilsprogramm ist für die Ausgabe von bis zu 1.100.000 Anteilen konzipiert, von denen 355.000 zum 31. Dezember 2008 ausgegeben waren. Es wird eine Laufzeit des Programms bis 2012 erwartet.
| Zum 31. Dezember 2009 ausgegebene virtuelle Anteile |
810.000 |
|---|---|
| Im Geschäftsjahr 2010 gewährte virtuelle Anteile | 260,000 |
| Im Geschäftsjahr 2010 verwirkte virtuelle Anteile | |
| Zum 31. Dezember 2010 ausgegebene virtuelle Anteile |
1.070.000 |
| Rückstellungen Stand Dezember 2009 (in TEUR) | O |
| Rückstellungen Stand Dezember 2010 (in TEUR) | 987 |
| (-) Aufwendungen/(+) Erträge im Geschäftsjahr 2009 (in TEUR) |
294 |
| (-) Aufwendungen/(+) Erträge im Geschäftsjahr 2010 (in TEUR) |
-98 |
(35) Eventualverbindlichkeiten
Bei der Gruppe bestehen Eventualverbindlichkeiten im Hinblick auf rechtliche Ansprüche im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
NORMA Schweden wird derzeit einer Umweltprüfung durch das Umweltamt der Stadtverwaltung Uppsala unterzogen. NORMA Schweden musste ein veräußertes Betriebsgelände untersuchen lassen. Nach schwedischem Recht gilt die Person, die eine Verunreinigungen verursachende Tätigkeit ausübt, als in erster Linie verantwortlich für Abhilfemaßnahmen wie Untersuchungen und Altlastensanierung. Nach der Untersuchung im November 2009 überprüfte das Umweltamt den Bericht und ordnete weitere Tests an. NORMA Schweden hat hiergegen Widerspruch eingelegt und erwartet derzeit noch die Antwort des Umweltamtes.
Die NORMA Group geht nicht davon aus, dass diese Eventualverbindlichkeiten wesentliche nachteilige Effekte auf ihre Geschäftstätigkeit oder wesentliche Schulden zur Folge haben werden.
(36) Haftungsverhältnisse
(a) Kapitalverpflichtungen
Die Investitionsausgaben, für die zum Bilanzstichtag vertragliche Verpflichtungen bestehen, die aber noch nicht angefallen sind, betragen:
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Sachanlagen | 999 | 1.943 |
| 999 | 1.943 |
Für immaterielle Vermögenswerte bestehen keine wesentlichen Verpflichtungen.
(b) Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen
Die Gruppe unterhält im Rahmen von unkündbaren Operating-Leasingverträgen Leasingverhältnisse für verschiedene Fahrzeuge, Sachanlagen und technische Geräte. Die Laufzeiten der Leasingverhältnisse betragen zwischen einem Jahr und zehn Jahren. Die Gruppe unterhält darüber hinaus im Rahmen von kündbaren Operating-Leasingverträgen Leasingverhältnisse für verschiedene technische Geräte.
Bei der Gruppe bestehen zwei wesentliche Operating-Leasingverhältnisse mit jährlichen Leasingzahlungen von über TEUR 200 für das Pachten von Grundstücken und Gebäuden. Eines dieser beiden besteht bei der NORMA Deutschland (unkündbare Laufzeit des Leasingverhältnisses von zehn Jahren, früheste Kündigung im Geschäftsjahr 2012), das andere bei der NORMA UK (unkündbare Laufzeit des Leasingverhältnisses von zehn Jahren, früheste Kündigung im Geschäftsjahr 2016). Mit Ausnahme der üblichen Verlängerungsoptionen beinhalten die Leasingverträge keine weiteren Optionen.
Der Leasingaufwand (einschließlich unkündbarer und kündbarer Operating-Leasingverhältnisse) im Geschäftsjahr 2010 in Höhe von TEUR 6.536 (2009: TEUR 6.088) wird in der Gesamtergebnisrechnung unter "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.
In der nachstehenden Tabelle sind die gesamten künftigen Mindestleasingzahlungen im Rahmen der unkündbaren Operating-Leasingverhältnisse dargestellt:
| in TEUR | 31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2009 |
|---|---|---|
| Bis zu einem Jahr | 4.311 | 1.578 |
| Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren |
8.400 | 2.825 |
| Länger als fünf Jahre | 2.710 | 621 |
| 15.421 | 5.024 |
(37) Unternehmenszusammenschlüsse
R.G. RAY
Am 21. Mai 2010 hat der Konzern 100 % der Kapitalanteile und damit die Kontrolle der R.G. RAY Corporation, Illinois (USA), (R.G. RAY) zum Preis von TEUR 36.942 erworben. R.G. RAY ist ein Unternehmen, das sich mit der Entwicklung und Herstellung von Schwerlastschellen beschäftigt, die in Motoren, Pumpen/Filteranlagen, Flugzeugen, Nutzfahrzeugen und industriellen Anlagen in Nordamerika eingesetzt werden. Infolge der Übernahme erwartet der Konzern eine Verstärkung seiner Marktpräsenz in Nordamerika, sowie eine Ausweitung seiner Produktpalette in den internationalen Märkten.
Aus dem Erwerb ist ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 13.235 entstanden, der im Wesentlichen aus einer stärkeren Marktposition in Nordamerika und der Ausweitung der Produktpalette in den internationalen Märkten resultiert.
Es wird nicht erwartet, dass ein Teil des erfassten Geschäfts- oder Firmenwertes für einkommensteuerliche Zwecke abzugsfähig ist.
Die nachfolgende Tabelle stellt zusammenfassend den für den Unternehmenserwerb R.G. RAY gezahlten Kaufpreis sowie die Werte der identifizierten Vermögenswerte und übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt dar.
| in TEUR | Anhang | 2010 |
|---|---|---|
| Gegenleistung zum 21. Mai 2010 | ||
| Barzahlungen | 28,808 | |
| Beizulegender Zeitwert aus Verkäuferdarlehen |
8.134 | |
| Gegenleistung gesamt | 36.942 | |
| Akquisitionsbezogene Aufwendungen (enthalten im sonstigen Verwaltungsauf- wand in der Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2010) |
1.487 | |
| Bewertung erworbener Vermögensanteile und Verbindlichkeiten |
||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
476 | |
| Sachanlagen | (18) | 390 |
| Marken | (17) | 5.938 |
| Technologie | (17) | 3.823 |
| Vertragliche Kundenbeziehungen |
(17) | 18.790 |
| Vorräte | (23) | 4.678 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
(22) | 7.170 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
(31) | $-5.899$ |
| Eventualverbindlichkeit | (35) | $-333$ |
| Latente Ertragsteuerschulden | (16) | $-11.326$ |
| Gesamtes identifizierbares Nettovermögen |
23.707 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | (17) | 13.235 |
| 36.942 |
Die Darlehen der Verkäufer bestehen aus zwei Darlehen mit beizulegenden Zeitwerten von TEUR 4.674 und TEUR 3.460. Die Marktwerte (Barwerte) der beiden zinstragenden Darlehen sind mit den Nennbeträgen der Darlehen identisch. Beide Darlehen sind innerhalb eines Jahres fällig.
Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen beträgt TEUR 7.170 und beinhaltet Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 6.094. Der Bruttobetrag der fälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt TEUR 6.277, wovon TEUR 183 als uneinbringlich eingestuft werden.
Da R.G. Ray erst mit wirtschaftlicher Wirkung zum 21. Mai 2010 erworben wurde, sind Teilbereiche der Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses noch nicht abschließend festgestellt. Dies betrifft insbesondere den beizulegenden Zeitwert der erworbenen identifizierbaren immateriellen Vermögenswerte (TEUR 28.551; diese Position umfasst Kundenbeziehungen, Marken sowie Technologie).
Zum Erwerbszeitpunkt wurde eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von TEUR 333 aus einem ungünstigen Leasingverhältnis angesetzt. Zum 31. Dezember 2010 beträgt diese Eventualverbindlichkeit TEUR 0.
Die in der Gesamtergebnisrechnung des Konzerns ausgewiesenen Umsatzerlöse aus den Geschäftsaktivitäten von R.G. RAY betrugen seit dem 21. Mai 2010 (Erwerbszeitpunkt) TEUR 22.477. R.G. RAY trug in diesem Zeitraum TEUR 1.461 zum Konzerngewinn bei.
Hätte R.G. RAY bereits zum 1. Januar 2010 zum Konsolidierungskreis gehört, wären in der Gesamtergebnisrechnung des Konzerns Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 33.680 und ein Gewinn in Höhe von TEUR 2.692 ausgewiesen.
Craig Assembly
Am 23. Dezember 2010 erwarb der Konzern 100 % der Kapitalanteile und damit die Kontrolle der Craig Assembly Inc., Michigan, USA ("Craig Assembly") zum Preis von TEUR 8.585. Craig Assembly ist einer der führenden Hersteller und Lieferanten von kundenspezifischen Lösungen im Markt für industrielle Kühltechnologie. Infolge der Übernahme erwartet der Konzern eine Verstärkung seiner Marktpräsenz in Nordamerika sowie eine Ausweitung seiner Produktpalette in den internationalen Märkten.
Aus dem Erwerb ist ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 2.708 entstanden, der im Wesentlichen aus der stärkeren Marktposition in Nordamerika und der Ausweitung der Produktpalette in den internationalen Märkten resultiert.
Es wird nicht erwartet, dass ein Teil des erfassten Geschäfts- oder Firmenwertes für einkommensteuerliche Zwecke abzugsfähig ist.
Die nachfolgende Tabelle ist eine Zusammenstellung übertragener Zahlungen als Gegenleistung für den Erwerb von Craig Assembly, sowie der übernommenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt.
| in TEUR | Anhang | 2010 |
|---|---|---|
| Gegenleistung zum 23. Dezember 2010 | ||
| Barzahlungen | 8.070 | |
| Bedingte Gegenleistung | 515 | |
| Gegenleistung gesamt | 8.585 | |
| Akquisitionsbezogene Aufwendungen (enthalten im sonstigen Verwaltungs- aufwand in der Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2010) |
317 | |
| Bewertung erworbener Vermögensanteile und Verbindlichkeiten |
||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
439 | |
| Sachanlagen | (18) | 2.732 |
| Technologie | (17) | 381 |
| Lizenen und sonstige immaterielle Vermögenswerte |
(17) | 92 |
| Vertragliche Kundenbeziehungen | (17) | 2.913 |
| Vorräte | (23) | 929 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
(22) | 1.775 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
(31) | $-1.681$ |
| Latente Ertragsteuerschulden | (16) | $-1.703$ |
| Gesamtes identifizierbares Nettovermögen |
5.877 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | (17) | 2.708 |
| 8.585 |
Vereinbarungsgemäß ist der Konzern zur Zahlung einer bedingten Gegenleistung in Form eines maximalen nicht-diskontierten Betrages in Höhe von TEUR 890 an den ehemaligen Eigentümern von Craig Assembly verpflichtet. Die bedingte Gegenleistung ist ratierlich pro Dollar zu zahlen, wenn das bereinigte EBITDA im Geschäftsjahr vom 1. April 2010 bis 31. März 2011 (Geschäftsjahr 2010/11) zwischen TUSD 2.694 und TUSD 2.993 liegt. Sollte Craig Assembly den Mindestschwellenwert des bereinigten EBITDA von TUSD 2.694 im Geschäftsjahr 2010/11 nicht erreichen, ist keine bedingte Gegenleistung an den ehemaligen Eigentümern von Craig Assembly fällig.
Die sich daraus ergebende potenziell zu leistende Zahlung liegt zwischen TEUR 0 und TEUR 890.
Der beizulegende Zeitwert der bedingten Gegenleistung von TEUR 515 wurde anhand des erwarteten, wahrscheinlichkeitsberichtigten EBITDA Craig Assemblys für das Geschäftsjahr 2010/11 von TUSD 2.794 und TUSD 2.896 unter Verwendung einer Diskontrate von 22 % ermittelt.
Bis zum 31. Dezember 2010 war keine Anpassung der bedingten Gegenleistung erforderlich.
Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen beträgt TEUR 1.775 und beinhaltet Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 1.315. Der Bruttobetrag der fälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt TEUR 1.315, wovon keine als uneinbringlich eingestuft werden.
Da Craig Assembly erst mit wirtschaftlicher Wirkung zum 23. Dezember 2010 erworben wurde, sind Teilbereiche der Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses noch nicht abschließend festgestellt.
Der beizulegende Zeitwert erworbener Sachanlagen wird bis zur abschließenden Bewertung dieser Vermögenswerte vorläufig mit TEUR 2.732 bewertet. Der beizulegende Zeitwert der erworbenen identifizierbaren immateriellen Vermögenswerte wird bis zur abschließenden Bewertung vorläufig mit TEUR 3.386 bewertet (diese Position umfasst Kundenbeziehungen, Technologie und Lizenzen).
Hätte Craig Assembly bereits zum 1. Januar 2010 zum Konsolidierungskreis gehört, wären in der Gesamtergebnisrechnung des Konzerns Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 8.283 und ein Gewinn in Höhe von TEUR 1.025 ausgewiesen.
(38) Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
Die Gesellschafter der NORMA Group GmbH bestehen aus Investmentfonds, die mit der in Großbritannien börsennotierten Investmentgesellschaft 3i verbunden sind, ferner aus Investmentfonds von 3i, aus institutionellen Investoren vormaliger Teilgruppen sowie aus amtierenden und ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung. Die 3i-Fonds üben durch jedes ihrer Stimmrechte innerhalb der Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss aus.
Die folgenden Geschäftsvorfälle wurden mit nahe stehenden Unternehmen und Personen abgewickelt:
(a) Verkauf von Gütern und Dienstleistungen
In den Geschäftsjahren 2010 und 2009 erfolgten keine wesentlichen Verkäufe von Gütern und Dienstleistungen an nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen, die Gesellschafter der NORMA Group, das oberste Management oder sonstige nahe stehende Unternehmen und Personen.
(b) Erwerb von Gütern und Dienstleistungen
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Bezogene Management- Dienstleistungen |
||
| $-3i$ -Fonds | 340 | 306 |
| 340 | 306 |
Management-Dienstleistungen werden zu den üblichen finanziellen Bedingungen bezogen. Zum Jahresende standen keine wesentlichen Salden aus diesen Geschäftsvorfällen aus.
In den Geschäftsjahren 2010 und 2009 erfolgten mit Ausnahme des Bezugs von Management-Dienstleistungen keine wesentlichen Verkäufe von Gütern und Dienstleistungen durch nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen, die Gesellschafter der NORMA Group, das oberste Management oder sonstige nahe stehenden Unternehmen und Personen.
(c) Darlehen von 3i-Fonds
Im Geschäftsjahr 2006 erhielt die NORMA Group ein Darlehen von 3i-Fonds in Höhe von EUR 34,7 Mio., von dem EUR 30,0 Mio. im Geschäftsjahr 2007 der Kapitalrücklage zugeführt wurde. Der verbleibende Betrag in Höhe von EUR 4,7 Mio. ist Teil der langfristigen Ausleihungen der Gruppe.
Das Darlehen lautet auf Euro und ist mit einer Festverzinsung von 10,0 % p.a. ausgestattet. Der jährliche Zinsaufwand in Höhe von TEUR 466 wird bis zur Fälligkeit des Darlehens aktiviert; der Gesamtbetrag ist im Geschäftsjahr 2016 oder bei Ausscheiden des Gesellschafters rückzahlbar, wenn dieser Zeitpunkt früher liegt.
Die ausstehenden Salden 31. Dezember 2010 und 2009 beinhalten den verbleibenden Darlehensbetrag in Höhe von EUR 4,7 Mio. sowie die abgegrenzten Zinsen. Auf aktivierte Zinsen wird kein Zinseszins ausgewiesen.
(d) Erstattungsanspruch gegenüber 3i-Fonds
Die NORMA Group wird eine Erstattung der Kosten für die Durchführung des OPICP-Plans von den Gesellschaftern der NORMA Group erhalten. Der Erstattungsanspruch darf nur im Falle eines Exit erfasst werden (siehe Anhangangabe 34).
(e) Vergütung von Managern in Schlüsselpositionen
Das oberste Management umfasst das Senior Management und einige sonstige leitende Angestellte. Weitere Manager in Schlüsselpositionen sind die Mitglieder des Beirates und des Aufsichtsrates.
Senior Management:
Werner Deggim Dr. Othmar Belker Bernd Kleinhens John Stephenson (Sonstiger leitender Angestellter/Chief operations officer) Stephan König (Sonstiger leitender Angestellter/Director Human Resources)
Beirat:
Craig Stinson Dr. Christoph Schug Dr. Ulf von Haacke Hajo Knoch Nils Bergström
Aufsichtsrat:
Dr. Peter Stehle Dr. Ulf von Haacke Thomas Kaltenschnee Die an das oberste Management gezahlte oder zu zahlende Vergütung stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Gehälter und andere kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer |
4.046 | 2.464 |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses |
O | 1.109 |
| 4.046 | 3.573 |
Der Posten 'Gehälter und andere kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer' beinhaltet Gehälter, Bonuszahlungen, Vergünstigungen aus der Nutzung von Leasingfahrzeugen, die an bestimmte Mitglieder des Beirates gezahlte Vergütung für Management-Dienstleistungen und die Vergütung des Aufsichtsrates.
Die Salden zum Jahresende ergeben sich aus Bonuszahlungen in Höhe von TEUR 2.254 zum 31. Dezember 2010 (31. Dezember 2009: TEUR 370).
Für die Geschäftsführer der NORMA Group bestand das Recht zum Erwerb von 10,7 % der Anteile der NORMA Group. Im Zuge des Erwerbs lag der von den Managern zu zahlende Betrag in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der erhaltenen Anteile.
Das Programm soll als Anreiz für die Manager dienen, auf einen möglichen Börsengang oder die Veräußerung der NORMA Group oder eines Konzernunternehmens der NORMA Group hinzuarbeiten und den entsprechenden Beitrag des Managements zur NORMA Group und damit auch zu deren Wachstum und künftigen langfristigen Erfolg zu honorieren. Zu diesem Zweck wurden Exit-Ereignisse definiert, die zu einem Börsengang oder der teilweisen oder vollständigen Veräußerung der NORMA Group führen. Tritt ein solcher erwarteter Exit ein, werden die bezugsberechtigten Manager an einem etwaigen Wertzuwachs der Gruppe beteiligt. Entscheiden sich die 3i-Investoren für die Annahme eines Angebots über den Erwerb von mindestens 70 % der Anteile an der NORMA Group, so sind alle übrigen Gesellschafter, einschließlich der beteiligten Manager, zu einem anteiligen Verkauf ihrer Anteile gemessen an der Gesamtzahl der von den 3i-Investoren zu verkaufenden Anteile verpflichtet. Im Falle eines Verkaufs und einer Übertragung von mindestens 50 % der Anteile an der NORMA Group GmbH durch die 3i-Investoren und bei Erfüllung bestimmter anderer Kriterien wird den beteiligten Managern anteilig eine gleiche Beteiligungsmöglichkeit an dieser Transaktion oder diesen Transaktionen eingeräumt. Sämtliche Erlöse aus Exit-Ereignissen werden von anderen Gesellschaftern oder den Erwerbern der Anteile an die beteiligten Manager gezahlt.
Wenn und soweit ein Mitarbeiter sein Beschäftigungsverhältnis vor dem Eintritt eines Exit-Ereignisses kündigt (sog. "Ereignis des Ausscheidens"), gewährt der Geschäftsführer den 3i-Investoren das Recht auf den Erwerb sämtlicher seiner Anteile ("Anteile des Ausscheidenden"), die dieser zum Zeitpunkt der Unterzeichnung oder danach gemäß den Bestimmungen des Gesellschaftervertrages hält. In einigen Einzelfällen bietet MABA (ein Gesellschafter der NORMA Group GmbH) ausgewählten Managern die Möglichkeit zum Erwerb der Anteile des Ausscheidenden gemäß den Bestimmungen des Gesellschaftervertrages an. Der Kaufpreis der Anteile des Ausscheidenden wird in Abhängigkeit von den Gründen für das Ausscheiden festgelegt und entspricht dem höheren oder niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert der Anteile des Ausscheidenden und dem Kapitalanteil des Ausscheidenden zuzüglich der Zinsen auf diesen Kapitalanteil. In diesem Falle ist die NORMA Group nicht zu einer Erfüllung der Ansprüche verpflichtet.
Nach Maßgabe von IFRS 2 (siehe auch Abschnitt 3.16) werden die Zuteilungen als durch Eigenkapitalinstrumente beglichen behandelt. Da die Geschäftsführer den beizulegenden Zeitwert der Anteile im Zuge des Erwerbs zahlen mussten, beträgt der beizulegende Zeitwert der Zuteilung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente null. Aus diesem Grund ist zu keiner Zeit ein Aufwand auszuweisen (weder im Falle eines Exit-Ereignisses noch im Falle eines Ereignisses des Ausscheidens). Darüber hinaus werden den Managern im Falle eines Exit-Ereignisses oder eines Ereignisses des Ausscheidens keine unangemessenen Vorteile gewährt, die nicht auch anderen Gesellschaftern gewährt werden.
(39) Zusätzliche Anhangangaben nach § 315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB)
In 2010 stellte sich die Vergütung des Senior Managements, der Mitglieder des Beirates sowie des Aufsichtsrates wie folgt dar:
| in TEUR | 2010 |
|---|---|
| Gesamt Senior Management | 2.422 |
| Gesamt Beirat | 312 |
| Gesamt Aufsichtsrat | 34 |
| 2.768 |
In 2010 wurden folgende Honorare für den Abschlussprüfer PriceWaterhouseCoopers im Aufwand erfasst:
| in TEUR | 2010 |
|---|---|
| Abschlussprüfung | 521 |
| Bestätigungs- und Bewertungsleistungen | |
| Steuerberatungsleistungen | |
| Sonstige Leistungen | 2.322 |
| 2.843 |
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter nach Gruppen stellte sich wie folgt dar:
| Anzahl | 2010 |
|---|---|
| Direkte Mitarbeiter | 1.497 |
| Indirekte Mitarbeiter | 558 |
| Gehaltsempfänger | 798 |
| 2.853 |
Direkte Mitarbeiter sind Mitarbeiter, die direkt in den Produktionsprozess involviert sind, Mitarbeiter die Produkte herstellen. Die Anzahl fluktuiert direkt mit dem Outputlevel. Indirekte Mitarbeiter sind nicht direkt sondern nur unterstützend am Produktionsprozess beteiligt. Gehaltsempfänger sind Mitarbeiter, die in administrativen und generellen Funktionen oder im Verkauf tätig sind.
Name und Sitz sowie der Anteil am Kapital der Tochterunternehmen, der im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gem. §313 Abs. 2 Nr. 1 HGB, sind in der Aufstellung in Abschnitt 4. aufgeführt. Für das einzige nicht konsolidierte Unternehmen, Groen B.V., unterbleibt die Angabe von Eigenkapital und des Ergebnisses des letzten Geschäftsjahres gem. § 313 Abs. 2 Nr. 4 S. 3 aufgrund untergeordneter Bedeutung.
(40) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
In 2010 gründete NORMA Group Tochtergesellschaften, um seine Marktposition in Wachstumsregionen zu verstärken. Der Konzern hat Vertriebsgesellschaften in Süd-Korea, Malaysia und der Türkei sowie Produktionsbetriebe in Russland und Thailand gegründet. NORMA Group wird seine Geschäftsaktivitäten in diesen Ländern im Jahr 2011 ausweiten. In Serbien ist NORMA Group zurzeit dabei, einen großen Produktionsbetrieb zu errichten, der die Produktion im zweiten Quartal 2011 aufnehmen wird.
Am 5. Januar 2011 erwarb der Konzern 45,16 % der Kapitalanteile von Fijaciones NORMA S.A. (Spanien), die bisher durch nicht beherrschende Anteile gehalten wurden, durch eine Barzahlung in Höhe von EUR 4,45 Mio. Nach der Transaktion besitzt der Konzern nun 100 % der Kapitalanteile von Fijaciones NORMA S.A. (Spanien).
In 2011 wird diese Transaktion als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Die Buchwerte des Eigenkapitals der Gruppe sowie die nichtbeherrschenden Anteile reduzieren sich um EUR 1,77 Mio., um die Änderung der an dem Tochterunternehmen bestehenden Anteilsquoten zu reflektieren. Die verbleibende Differenz zwischen der Veränderung der nichtbeherrschenden Anteile und dem Kaufpreis wird direkt im Eigenkapital der Gruppe erfasst.
NORMA Group bereitet sich derzeit auf einen Börsengang an der Frankfurter Börse in Deutschland vor. Bei einem Börsengang wären sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 353.441) und einige andere Verbindlichkeiten (TEUR 7.470) sofort zur Tilgung fällig. NORMA Group befindet sich derzeit in Verhandlungen mit Banken über eine neue Finanzierungsstruktur, die ähnlich zur aktuellen ausgestaltet werden wird. Ausgehend von dem derzeitigen Stand der Verhandlungen sowie der aktuellen wirtschaftlichen Situation und den Prognosen gibt es keine wesentlichen Anhaltspunkte dafür, dass NORMA keine Finanzierung mit einer ähnlichen Fristigkeit und Zinsstruktur erhalten wird.
Maintal, 7. März 2011
NORMA Group GmbH
Werner Deggim Dr. Othmar Belker Bernd Kleinhens