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Annual Report

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Geschäftsbericht NorCom Information Technology AG 2008

NorCom Information Technology AG Kennzahlen im Überblick*

*nach IFRS

Konzern-Kennzahlen in Euro Geschäftsjahr Geschäftsjahr
Ergebnis 2008 2007
Umsatzerlöse 27.675.154 28.702.356
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) -1.516.635 728.933
Betriebsergebnis (EBIT) -2.403.209 22.582
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag -2.101.012 942.631
Kennzahlen Aktie
Anzahl der Aktien in Stück (Stichtag) 9.984.944 10.151.071
Ergebnis je Aktie EUR (verwässert) -0,21 0,09
Mitarbeiter
Anzahl Mitarbeiter im Durchschnitt 174 151
Bilanz
Eigenkapital 19.841.167 22.324.126
Eigenkapitalquote 66,9% 68,7%
Bilanzsumme 29.671.341 32.511.679

Inhaltsverzeichnis

NorCom AG: Kennzahlen im Überblick 2
Inhaltsverzeichnis 3
Bericht des Vorstands 4
Geschäftsentwicklung 6
Investor Relations 10
Corporate Governance 1 2
Bericht des Aufsichtsrats 1 5
Konzernabschluss nach IFRS 1 7
Konzernlagebericht 18
Konzern-Bilanz 30
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 32
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 33
Konzern-Kapitalflussrechnung 34
Konzern-Segmentbericht 35
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 36
Konzern-Rückstellungsspiegel 38
Konzernanhang 39
Bestätigungsvermerk 58
Einzelabschluss der AG nach HGB 59
Lagebericht der AG 60
Bilanz 70
Entwicklung des Anlagevermögens 72
Gewinn- und Verlustrechnung 74
Anhang 75
Erklärung der gesetzlichen Vertreter 8 1

Bericht des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,

2008 war für uns ein wegweisendes, aber auch bewegtes Geschäftsjahr: einerseits konnten wir ein bedeutendes Leuchtturmprojekt mit unserem Pro dukt NCPower Pro umsetzen und unser Consulting geschäft durch einen umfangreichen Großauftrag stärken; andererseits bekamen wir zum Jahresende erste Ausläufer der Finanzkrise zu spüren, die eine Verlangsamung unseres Geschäfts mit sich brachten. Insgesamt konnten wir unser Geschäft 2008 stabil halten.

Die Entwicklung im Einzelnen

Unseren Konzernumsatz hielten wir auf dem Vor jahresniveau stabil, wobei die Umsatzentwicklung innerhalb des Konzerns differenziert betrachtet werden muss.

Die NorCom AG mit Sitz in München konnte ihre Umsatzerlöse steigern, damit aber den Umsatz rück gang der Mehrheitsbeteiligungen, insbesondere der Value & Risk, nicht vollständig kompensieren. Umsatztreiber war das Consultinggeschäft, im Produktbereich lagen die Umsätze leicht unter Vorjahresniveau.

Die Value & Risk AG (V&R) aus Frankfurt musste aufgrund ihrer bereits 2007 eingeleiteten Neuaus richtung einen weiteren Umsatzrückgang hinnehmen. Eine noch zu geringe Auslastung der neuen Mitarbeiter und die überwiegend kleineren, kurz fristigen Projekte führten zu einem negativen Ergebnisbeitrag.

Die Norske Systemarkitekter AS (NSA) mit Sitz in Oslo, Norwegen, hielt ihre Geschäftstätigkeit weit gehend stabil und die Umsätze lagen nur leicht unter Vorjahresniveau.

Wir haben im abgelaufenen Jahr weiterhin in den Aufbau investiert, so dass wir im Ergebnis nicht an die positiven Beiträge der Vorjahre anknüpfen konnten. Die gestiegenen Aufwendungen für die Entwicklung neuer Produkte, aber auch die Neu strukturierung der Value & Risk haben zu einem negativen Ergebnisbeitrag geführt.

Die Investitionen waren allerdings sowohl bei der NorCom AG als auch bei Value & Risk notwendig für das weitere Wachstum des Konzerns. Wir stellen heute im ersten Quartal 2009 fest, dass wir uns auf dem richtigen Kurs befinden und in Zeiten der Wirt schaftskrise mit den richtigen Lösungen am Markt sind.

Strategie: Weitere Verzahnung von Consulting und Produkt

2008 beauftragte uns der TV-Sender N24 mit der kompletten Konzeption, Entwicklung und Imple men tierung eines neuen Redaktionssystems. Dieses Projekt ist für uns aus zwei Gründen besonders bedeutend: Zum einen wurde N24 durch unsere Unterstützung zum modernsten Nachrichtensender Europas und wir können damit ein internationales Referenzprojekt vorweisen. Zum anderen konnten wir in dieses Projekt genau die Expertise einbringen, die unser Alleinstellungsmerkmal ist – Consul ting und Software aus einer Hand. Kaum ein anderer Anbieter hätte in diesem Umfang sowohl Integrationsberatung als auch Produktimple men tierung leisten können. In diesem Projekt haben wir unsere Strategie, die Verzahnung unserer Kern kom petenzen Consulting und Produkt, ideal um setzen können. Das Ziel unseres Geschäfts bereichs NCProducts ist, weitere derartige Projekte bei klassischen Broadcastunternehmen zu gewinnen.

Perspektiven

Der Kundenfokus auf Unternehmen der öffentlichen Verwaltung zahlt sich in Zeiten der Finanzkrise aus: Institutionen sind dazu angehalten im Rahmen des Konjunkturpakets Investitionen 2009 vorzuziehen. Für Medienunternehmen wird 2009 aufgrund sinkender Werbeeinnahmen allerdings kein einfaches Jahr werden.

Die Vorläufer der Finanzkrise haben wir bereits 2008 zu spüren bekommen: das Geschäft lief insgesamt langsamer und die allgemeine Unsicherheit hat zu Verschiebungen von Projekten geführt. Dennoch verzeichnen wir von Seiten der Medien unternehmen eine anhaltende Nachfrage nach unseren Leistungen. Die Chance von NCPower liegt in den Vorteilen des Produktes für die Sender: einerseits ermöglicht NCPower effizienteres Arbeiten und damit Einsparungen, andererseits lassen sich durch die einfache Weiterverwendung von produziertem Content neue Einnahmequellen erschließen.

Unser langfristiges strategisches Ziel ist, NorCom als Technologie-Generalunternehmen in der Businessund Workflowberatung zu positionieren, das Consulting- und Softwarelösungen aus einer Hand anbietet.

Unsere Strategie wollen wir dabei wie folgt umsetzen:

  • Wir fokussieren uns auf die Weiterentwicklung der Geschäftsbereiche NCConsulting und NCProducts, um die Ertragskraft durch Synergie effekte zu steigern.
  • Wir weiten unser Produktgeschäft aus und entwickeln eine Standardlösung von NCPower Pro, die Kunden einen kostengünstigeren Einstieg in das TV-Geschäft ermöglicht.
  • Unsere Beteiligungen, Value & Risk und NSA, werden den Produktgedanken aufnehmen und weitertragen.
  • NorCom wird sich noch intensiver mit der strategischen Ausrichtung der Töchter und Beteiligungen auseinandersetzen. Das schließt sowohl die Strategieentwicklung als auch die Unternehmenssteuerung für unsere Töchter und Beteiligungen ein.

Unsere klare strategische Ausrichtung wollen wir intensiver und transparenter gegenüber dem Kapital markt und der Öffentlichkeit kommunizieren. Die NorCom soll als Synonym für Innovation und internationales, profitables Wachstum im Markt Bekanntheit erlangen.

Ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle unseren qualifizierten, engagierten und motivierten Mit arbeitern, ohne die die erfolgreiche Umsetzung unserer Unternehmensziele nicht möglich wäre.

Daneben hat das hohe Engagement des Aufsichts rats unserer Gesellschaft immer wieder wichtige Impulse für anstehende Entscheidungen gegeben.

Im laufenden Jahr werden wir unsere strategischen Schritte konsequent verfolgen, um unsere Ziele für die kommenden Jahre zu erreichen.

München, im April 2009

Viggo Nordbakk Dr. Tobias Abthoff Vorsitzender des Vorstandes (CEO) Vorstand

Geschäftsentwicklung

Leistungsportfolio des NorCom-Konzerns

Das Leistungsspektrum der NorCom umfasst die beiden Bereiche NCConsulting und NCProducts. Im Consul ting bietet NorCom ganzheitlichen IT-Service: von der Beratung bei der Optimierung von IT-Prozessen und -Strukturen bis hin zur Entwicklung und Integration von maßgeschneiderten Softwarelösungen. Vornehm lich ist NorCom für die öffentliche Verwaltung, Finanzinstitute und Medienunternehmen tätig. Aufgrund des Potenzials, das NorCom in der Medienbranche sieht, hat das Unternehmen sein Leistungsportfolio hier um die eigens entwickelte NCPower-Produktfamilie erweitert. Mit NCPower richtet sich NorCom an Medienunternehmen, TV-Sender und an Unternehmen anderer Branchen, die Broadcast-Projekte um setzen möchten.

Leistungsportfolio der NorCom AG

Unternehmensstruktur

Der NorCom-Konzern umfasst neben der NorCom Information Technology AG sechs rechtliche Einheiten im In- und Ausland, bei denen die NorCom Information Technology AG über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt und die einheitliche Leitung ausübt. Hierzu zählen die 100-prozentigen Tochtergesellschaften NorCom Systems Technology GmbH, MaxiMedia Technologies GmbH sowie die derzeit operativ nicht tätigen Gesellschaften NorCom Information Technology Inc. in den USA und die NorCom Information Technology GmbH in Russland. Zudem ist die NorCom mehrheitlich an der Norske Systemarkitekter AS in Oslo/Norwegen beteiligt. An der Value & Risk AG in Frankfurt/Main hält NorCom 48,8 Prozent am Grund kapital des Unternehmens, verfügt aber über mehr als 50 Prozent der Stimmrechte.

NorCom Information Technology AG, München
NorCom Systems Technology GmbH,
100%
München
Value & Risk AG,
48,8%
Frankfurt/Main
MaxiMedia Technologies GmbH,
100%
München
Norske Systemarkitekter AS,
54%
Oslo, Norwegen
NorCom Information Technology Inc.,
100%
Atherton, Kalifornien, USA
NorCom Information Technology GmbH,
100%
Moskau, Russland

Beteiligungen und Tochterfirmen der NorCom AG

Aktivitäten im Geschäftsjahr 2008 die Gesellschaften im Einzelnen

NorCom Information Technology AG, München

Geprägt war das Geschäftsjahr 2008 durch die weitere Verzahnung von Consulting und Software produkten und den Ausbau der Produktkompetenz.

NCProducts

Den Grundstein für den Einstieg in den Medien bereich legte NorCom 2004 mit dem Kauf der MaxiMedia. Heute bietet NorCom mit NCPower Pro das innovativste multimediale Redaktions- und Produktionssystem im Markt. Die Gesamtlösung (Unified Media Factory) sorgt für einen reibungs losen Sendeablauf bei TV- und Medienunternehmen und unterstützt den kompletten Workflow in einer Redaktion, beginnend vom Einlesen der Daten über die Produktion und Planung, bis hin zur Archivierung und zum Playout von Daten.

Folgende Grafik veranschaulicht den Workflow von NCPower Pro:

Der integrierte Workflow von NCPower Pro

Mit ihrer NCPower Produktpalette richtet sich NorCom an klassische Broadcast-Unternehmen und an Unternehmen, die in den Bereichen Internet-Fernsehen (IPTV), Mobile oder Corporate TV tätig sind. Zu den Kunden von NorCom zählen namhafte TV-Sender wie RTL, n-tv und N24, die NCPower Pro als Redaktionssystem einsetzen.

Internationales Referenzprojekt 2008 beauftragte N24 NorCom und IBM mit der Implementierung eines neuen Redaktionssystems. Seit erfolgreicher Aufnahme des Sendebetriebs im Oktober ist N24 Europas modernster Nachrichten sender. N24 produziert von nun an sein tägliches, senderübergreifendes Programm auf Basis einer

technischen Plattform, die den höchsten Anforde rungen im heutigen Nachrichtenfernsehen entspricht. Dazu wurden die modernsten Systeme für Redaktions- und Produktionstechnik miteinander vernetzt. Das Redaktionssystem NCPower Pro erlaubt eine komplett digitale Beitragserstellung. Die TV- und Onlineredaktionen sind miteinander gekoppelt, so dass die Nachrichten parallel für das TV-Programm und die Onlineseite erstellt werden können. Ebenso kann das System medien- und redaktionsübergreifend bei der Produktion von Angeboten für IPTV und Mobile TV eingesetzt werden.

Dieses Referenzprojekt hat internationales Interesse hervorgerufen. Kunden aus aller Welt überzeugt NCPower Pro durch seine vollständige Integrations fähigkeit in bestehende Strukturen, seine Mehr sprachigkeit und seine Flexibilität. NorCom konnte sich bisher, neben Deutschland, in einigen west europäischen Ländern, Osteuropa, Russland sowie im Libanon und Kuwait erfolgreich positionieren. Die internationale Kundenliste umfasst unter anderem russische Broadcast-Unternehmen wie Yugra TV und Zvezda TV sowie Orange TV mit Sitz in Beirut, Libanon, und Al Watan aus Kuwait.

Die zunehmende Konvergenz der Medien, die rasante Entwicklung der Technik und die fortschreitende Digitalisierung eröffnen neue Geschäfts möglich keiten. Im Mittelpunkt der Diskussion steht dabei das IPTV, also das Fernsehen via Internet. Weitere Entwick lungen wie Corporate und Mobile TV kommen hinzu. Die neu entstehenden Märkte stellen für NorCom ein interessantes Geschäftsfeld dar, wobei das individuell konfigurierte NCPower Pro die Anwender in allen Phasen ihres Arbeitsprozesses unterstützt. Die neue Standardversion des Systems, NCPower Compact, eignet sich für kleinere TV-Projekte in den Bereichen Corporate TV, IPTV oder für kleinere, regionale TV-Sender. NCPower Compact ermöglicht einen kostengünstigen Einstieg in das Geschäft.

Vertriebsstrategie

Neben der fachlichen und technischen Kompetenz ist die Marktpräsenz vor Ort ein entscheidender Erfolgsfaktor, um die zahlreichen ausländischen Kunden besser und intensiver betreuen zu können. Dies zu gewährleisten, gelingt der NorCom einerseits durch ihre Tochtergesellschaften. Andererseits hat NorCom in den Schlüsselmärkten ein starkes Partnernetzwerk etabliert – die Experten kennen die Marktgegebenheiten und stehen NorCom mit ihrem Know-how und ihrer langjährigen Erfahrung zur Seite.

Zukünftig wird NorCom ihr Vertriebsengagement auf den bereits angestammten Märkten intensi vieren und auf neue Märkte ausweiten.

NCConsulting

Im Consulting bietet NorCom ihre Dienstleistungen branchenübergreifend an, hat sich aber insbeson dere bei Unternehmen der öffentlichen Verwaltung und aus dem Finanzsektor einen Namen als Inte gra tionspartner für Großprojekte gemacht. Die Stärke der NorCom ist die hohe Qualität bei der Planung und Durchführung von komplexen, umfangreichen Projekten. Das Leistungsspektrum reicht von der Analyse von Geschäftsprozessen und deren Effizienz steigerung über die Entwicklung und Implementierung von maßgeschneiderten Software lösungen bis hin zur Sicherstellung des laufenden Betriebs. Die Verbindung von IT-Consulting und maßgeschneiderten Softwareprodukten macht NorCom zu einem leistungsstarken Integrations partner. NorCom berät unter anderem die Deutsche Bahn und die Bundesagentur für Arbeit.

Neue Großprojekte sorgen für hohe Auslastung

NCConsulting zielt mehr und mehr auf Großprojekte in der öffentlichen Verwaltung ab. Diese sorgen für eine hohe Auslastung des Bereiches und erstrecken sich über mehrere Jahre.

Im Geschäftsjahr 2008 hat die NorCom eine weitere Ausschreibung für ein umfangreiches Projekt bei der Bundesagentur für Arbeit gewonnen. Das Pro jekt, das auf drei Jahre angelegt ist und ein Auf trags volumen von 30 Mio. Euro bedeutet, bestätigt das Vertrauen des Kunden in die Beratungs leis tun gen von NorCom sowohl im technischen als auch im organisatorischen Bereich. Die Aufgaben der NorCom umfassen die Planung, Erstellung und Umsetzung von Konzepten in den Kernbereichen der Bundesagentur für Arbeit. Zu diesen Kern bereichen gehören unter anderem Datenbank management, Zertifizierung, allgemeine Security sowie Verfahrensmanagement und Monitoring. Betreut wird das Projekt durch die NorCom Tochter in Nürnberg.

Norske Systemarkitekter AS (NSA), Oslo, Norwegen

Die Geschäftsaktivitäten des in Oslo ansässigen Unternehmens erstrecken sich auf klassische IT-Con sulting Dienstleistungen. Operativer Schwerpunkt sind Integrationsprojekte im Oracle-Umfeld. Zum Oracle bezogenen Leistungsspektrum zählen die Oracle e-Business Suite, Data Warehouse, Case Management und Content Management (Multi media kataloge). Der Großteil der erzielten Umsatzerlöse wird mit den IT-Consulting Dienstleistungen erzielt, dennoch gehört auch der Vertrieb der NCPower Pro Produktpalette zum Leistungsspektrum der NSA.

Vertriebsschwerpunkte von NSA liegen in Norwegen und den angrenzenden skandinavischen Ländern. Die Kunden der Gesellschaft kommen aus der privaten Wirtschaft, der Medienbranche und der öffentlichen Verwaltung. Kundenkontakte sind in der Regel langfristig angelegt. In der Beziehung zum öffentlichen Sektor in Norwegen profitiert das Unternehmen von seiner Einzigartigkeit als Oracle-Dienstleister mit Projektmanagementkompetenz und der Kombination aus Geschäftsprozess- und IT-Know-how.

Value & Risk AG (V&R), Frankfurt

Die 1996 gegründete Value & Risk hat sich als Beratungsgesellschaft für Bewertung und Steuerung im Finanzbereich etabliert. V&R deckt dabei alle Fragestellungen für die Bewertungs- und Steuerungsarchitektur des Kapitalmarktgeschäftes entlang der gesamten Wertschöpfungskette ab. Aufgrund der Konsolidierung in den bisher angestammten Märkten und durch den Weggang einzelner Know-how-Träger hat sich die Value & Risk im Geschäftsjahr 2007 neu ausgerichtet. Das im Zuge der Neuausrichtung verstärkt auf die Finanzbranche ausgerichtete und spezialisierte Software- und Beratungshaus konzentriert sich dabei vor allem auf die Bereiche Financial Engineering und Risikomanagement. Im Mittelpunkt steht eine Software zur Generierung und Überwachung neuer Finanzderivate, die auf dem deutschen Markt führend ist.

2008 wurde die Softwarefamilie um eine neue Bewertungskomponente erweitert. Die Software stellt eine Outsourcing-Lösung dar und gibt Kunden, die keine eigene Bewertungsinfrastruktur aufbauen und betreiben, die Möglichkeit, unkompliziert strukturierte und exotische Finanzprodukte neutral und nachvollziehbar zu bewerten. Ein weiterer Baustein ist die RIVA-Suite. Diese dient der Abbildung, Bewertung, Simulation und regulatorischen Behandlung von Finanzprodukten.

Investor Relations

Ziel der Investor Relations Aktivitäten ist es, die Kapitalmarktteilnehmer umfassend, zeitnah und offen über das Unternehmen zu informieren und den unterschiedlichen Zielgruppen ein tieferes Verständnis der Unternehmensentwicklung zu vermitteln. Eine transparente Investor Relations-Tätigkeit gehört bereits seit der Börsennotierung zu den Unternehmensgrundsätzen der NorCom AG.

Notierung / Marktsegment

Die NorCom-Aktie ist im Geregelten Markt/Segment General Standard notiert und hält die grundlegenden Transparenzstandards der Deutsche Börse AG ein. NorCom veröffentlicht neben den geforderten Pflichtveröffentlichungen von Geschäfts- und Halb jahresbericht umfassende Zwischenmitteilungen nach Abschluss des ersten und dritten Quartals.

Hauptversammlung bestätigt Unternehmenskurs

Auf der ordentlichen Hauptversammlung von NorCom am 06. August 2008 in München begrüßten der Vorstand und Aufsichtsrat sowohl private Aktionäre, institutionelle Investoren als auch Presse vertreter. Im Rahmen der Tagesordnung erläuterten die Vorstände den Rechenschaftsbericht und informierten ausführlich über die Unternehmens ergeb nisse und Perspektiven des Unternehmens. Mit großer Mehrheit wurden alle Beschlussvor schläge von den Aktionären genehmigt, darunter auch der Beschluss, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Kapitalmarktkommunikation

Ein wichtiges Informationsmedium für private und institutionelle Investoren ist die Firmenwebsite des Unternehmens. NorCom stellt alle relevanten Informationen zur Unternehmensentwicklung, Presse- und Ad hoc-Mitteilung, Informationen zur Hauptversammlung sowie sämtliche Halbjahresund Geschäftsberichte auf ihre Website, um die Anleger umfassend und zeitnah zu informieren.

Aktienrückkaufprogramm

Der Vorstand der NorCom Information Technology AG hat am 2. Juli 2007 die Durchführung eines Aktien rückkaufprogramms beschlossen. Der Beschluss beruht auf der Ermächtigung der Hauptversamm lung vom 14. Juni 2007. Das Aktienrückkaufpro gramm endete zum 13. Dezember 2008. Im Rahmen des Programms wurden insgesamt 641.205 eigene Aktien zurückgekauft, was rund 6 Prozent am Grundkapital entspricht. Der Erwerb der Aktien, der über die Börse durchgeführt wurde, erfolgte über die HSBC Trinkaus & Burkhardt AG. Die zurückgekauften Aktien sind für die durch den Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Zwecke vorgesehen und dienen insbesondere zur Erfüllung des Aktienoptionsprogramms. Alle Aktienrückkäufe wurden wöchentlich nach ihrer Durchführung auf der Website der NorCom AG bekannt gegeben.

Die NorCom-Aktie 2008

Wertpapierkennnummer 525030
ISIN-Nummer DE0005250302
Reuters-Kürzel NORG
Börsenkürzel NC5
Börsensegment / Notierung Frankfurter Wertpapierbörse,
Geregelter Markt, General Standard
Designated Sponsors HSBC Trinkaus & Burkhardt AG,
Wertpapiergattung Nennwertlose Stückaktien
Aktienanzahl 31.12.2008* 10.626.176 Stück
Aktienkurs am 31.12.2008** 0,95 Euro
Hoch-/Tiefkurs 1,67 Euro / 0,62 Euro
Ergebnis je Aktie (unverwässert) -0,21 EUR
Auf Basis der zugelassenen Aktien. *XETRA Schlusskurs.

Entwicklung des Aktienkurses

Die NorCom-Aktie startete stark ins Jahr 2008 und erreichte ihr Jahreshoch von 1,67 Euro am 03.01.2008. Obwohl sie sich in den Folgemonaten auf einem etwas niedrigeren Niveau einpendelte, schlug sie dennoch in den ersten fünf Monaten ihren Vergleichsindex TecDAX teils deutlich. Eine kurze Schwächephase zur Jahresmitte machte die Aktie zu Beginn des dritten Quartals schnell wieder wett. Grund für die insgesamt positive Entwicklung in den ersten neun Monaten war das umfangreiche Neugeschäft in beiden Geschäfts bereichen.

Einer Abwertung im Zuge der internationalen Finanzkrise konnte sich auch die NorCom-Aktie zum Jahres ende nicht entziehen. Aufgrund der allgemeinen Verunsicherung an den Märkten musste die Aktie Einbußen hinnehmen und beschloss das Geschäftsjahr mit einem Kurs von 0,95 Euro.

Der als Referenzwert für die NorCom-Aktie herangezogene TecDAX Index fiel im Jahresverlauf 2008 um rund 48 Prozent auf 508,31 Punkte.

Corporate Governance Bericht

Transparenz, Integrität und eine zeitnahe Unter nehmenskommunikation bilden für Vorstand und Aufsichtsrat der NorCom AG die Grundlagen für eine verantwortungsvolle und faire Unternehmens führung.

Aus diesem Grund begrüßen der Vorstand und Auf sichtsrat die kontinuierlichen Weiterentwicklungen des Corporate Governance Kodex und verpflichten sich selbst zu einer fairen, offenen und transparenten Unternehmensführung. Zielsetzung der NorCom AG ist es, die Interessen der Aktionäre, der Kunden, der Geschäftspartner und der Mitarbeiter zu wahren und das Vertrauen in die Unternehmensführung und -kontrolle zu stärken.

Aktionärsinteressen

Hauptversammlung

Die NorCom AG pflegt eine langfristig angelegte Aktionärsbindung. Durch Pressemitteilungen, Geschäfts- und Zwischenberichte informiert NorCom ihre Aktionäre zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung sowie die aktuelle Finanz- und Ertragslage. Die Hauptversammlung dient den Aktionären zur Stimmrechtsausübung und als Plattform zur Diskussion mit dem Vorstand und Aufsichtsrat. Im Geschäftsjahr 2008 fand die Hauptversammlung am 06. August in München statt. Im Verlauf der Hauptversammlung hatten die Aktionäre die Möglichkeit, über die einzelnen Tagesordnungspunkte, wie die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Wahl des Abschlussprüfers abzustimmen. Um die Aktionäre bei der Wahr nehmung ihrer Rechte zu unterstützen, bietet die NorCom AG seit vielen Jahren im Rahmen der Hauptversammlung die weisungsgebundene Stimmrechtsvertretung an.

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte

Nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) haben Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie Personen, die zu den genannten Mitgliedern in enger Beziehung stehen, Geschäfte mit Aktien der Gesellschaft oder mit sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten der Bundesanstalt für Finanz dienstleistungsaufsicht (Bafin) und der Gesellschaft mitzuteilen. Alle Transaktionen wurden ordnungsgemäß mitgeteilt und auf der Website der NorCom AG veröffentlicht.

Vergütungsstruktur für die Organmitglieder

Enge Zusammenarbeit von Vorstand

Die Unternehmensführung der NorCom AG ist durch eine enge und vertrauensvolle Zusammen arbeit von Vorstand und Aufsichtsrat bestimmt. Regelmäßig, zeitnah und umfassend informiert der Vorstand der NorCom AG den Aufsichtsrat über alle relevanten Aspekte der Unternehmens planung, der strategischen Geschäftsentwicklung sowie der Lage des Konzerns einschließlich der Risiken. Sämtliche Entscheidungen und Aktivitäten des Unternehmens basieren auf einer engen Ab stimmung des Vorstands mit dem Aufsichtsrat.

Der Vorstand besteht aus den beiden Mitgliedern Viggo Nordbakk (Vorstandsvorsitzender) und Dr. Tobias Abthoff. Im Juni 2008 wurde Viggo Nordbakk zum einzelvertretungsberechtigten Vorsitzenden des Vorstands für einen weiteren Zeitraum vom 29.06.2008 bis einschließlich 28.06.2010 bestellt.

Die Vorstandsvergütung setzt sich aus einem festen Gehaltsbestandteil, einer variablen ziel orientierten Tantieme und sonstigen Gehalts be standteilen (z.B. Firmenwagen) zusammen. Die variable Vergütung wird so bemessen, dass sie eine Beteiligung am Konzernerfolg als Anreiz wir kung vorsieht. Zur Sicherung der Unternehmens ziele werden variable Vergütungen der Höhe nach begrenzt. Bemessungsgrundlage für die variable Vergütung ist der Grad der Erreichung der zwischen dem Aufsichtsrat und dem Gesamtvorstand zu Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres festgelegten Ziele. Die gezahlten Vorstandsbezüge beliefen sich im Geschäftsjahr 2008 auf Euro 571.897.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der NorCom AG überwacht und berät den Vorstand bei der Führung des Unter nehmens und bestellt die Vorstandsmitglieder. Die Vergütungsregelung für den Aufsichtsrat sieht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Gover nance Kodex entsprechend einen fixen und am Kon zernerfolg orientierten variablen Bestandteil vor.

Überblick über die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Geschäftsjahr 2008:

Name Fixe Vergütung* Variable Vergütung*, **
Dr. Lutz Schmidt
(Vorstandsvorsitzender)
20.000 EUR = 0,5%
* EBIT= 0 EUR
Prof. Dr. Manfred Schlottke
(Stellvertretender Vorsitzender)
10.000 EUR = 0,25%* EBIT= 0 EUR
Prof. Dr. Thomas Hess 10.000 EUR = 0,25%* EBIT= 0 EUR

* Nettobeträge

** Vorbehaltlich der endgültigen Vorstellung des Konzernabschlusses vor den Anteilseignern; zahlbar 10 Tage nach der Hauptver sammlung 2009

Besitz von Aktien und weiterer Finanzinstrumente

Die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats der NorCom AG besitzen zum Geschäftsjahresende am 31. Dezember 2008 folgende Anzahl an Aktien und Bezugsrechten:

Aktienbestand Aktienoptionen
zum zum
31.12.2008 31.12.2008
Aufsichtsrat
Dr. Lutz Schmidt (Vorsitzender) Keine Keine
Prof. Dr. Manfred Schlottke Keine Keine
Prof. Dr. Thomas Hess Keine Keine
Vorstand
Viggo Nordbakk 33.687 97.270
Dr. Tobias Abthoff 3.750 97.270

Entsprechenserklärung

Vorstand und Aufsichtsrat haben in ihrer Sitzung am 15. Dezember 2008 die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Version vom Juni 2008 unterschrieben.

Die aktuelle Entsprechenserklärung sowie die vorhergehenden sind auf der Internetseite der NorCom AG veröffentlicht.

Dabei entspricht die NorCom AG allen Empfehlungen, ausgenommen der nachfolgend aufgeführten Abweichungen:

Es wurden / werden keine Selbstbehalte in
den D&O-Versicherungen für Aufsichtsrat
und Vorstand festgelegt.
(3.8)
NorCom hat für Vorstand und Aufsichtsrat
bereits anlässlich des Börsengangs 1999 eine
D&O Versicherung abgeschlossen. Wir sehen
den Sinn einer D&O Versicherung in der voll -
ständigen Absicherung des eventuell eintreten
den Risikos und werden daher bis auf weiteres
keinen Selbstbehalt für Vorstände und Auf -
sichtsräte einführen.
Der Vorstand der NorCom kann lt. Hauptver -
sammlungsbeschluss vom 18.8.2005 aus
einer oder mehreren Personen bestehen.
(4.2.1)
Der Aufsichtsrat prüft die Zusammensetzung
des Vorstands regelmäßig und beschließt ggf.
über die Bestellung weiterer Vorstandsmitglieder
nach aktuellen Erfordernissen.
Es werden keine Ausschüsse im Aufsichtsrat
gebildet.
(5.2, 5.3.1, 5.3.2, 5.3.3)
Der Aufsichtsrat der NorCom Information
Technology AG besteht lt. Satzung aus
3 Mitgliedern. Auf Grund der geringen Größe
des Aufsichtsrats ist es daher nicht sinnvoll,
Ausschüsse zu bilden. Alle Aufgaben, die dem
Aufsichtsrat obliegen, werden derzeit gemein
schaftlich bearbeitet und verantwortet.
Der Konzernabschluss ist nicht binnen
90 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums
zugänglich.
(7.1.2)
Auf Grund der Zugehörigkeit zum Börsenseg -
ment "Geregelter Markt / General Standard"
folgt die NorCom Information Technology AG
bei der Erstellung und Veröffentlichung des
Jahresabschlusses den Vorschriften von HGB und
AktG sowie den Vorgaben der Börsenordnung
und der Börsenzulassungsverordnung für dieses
Handelssegment. Die Frist für die Erstellung des
NorCom Konzernabschlusses beträgt seit dem
Geschäftsjahr 2002 fünf Monate (§ 290 HGB).
Der Zwischenbericht ist nicht binnen 45 Tagen
nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich
zugänglich.
(7.1.2)
Auf Grund der Zugehörigkeit zum Börsen -
sement "Geregelter Markt / General Standard"
folgt die NorCom Information Technology AG
bei der Erstellung und Veröffentlichung ihrer
Finanzberichte den Vorschriften von HGB und
AktG sowie den Vorgaben der Börsenordnung
und der Börsenzulassungsverordnung für dieses
Handelssegment. Die Frist für die Erstellung
der NorCom Zwischenberichte beträgt demnach
seit dem Geschäftsjahr 2003 zwei Monate
(§ 61 BörsZulV).

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der NorCom Information Techno logy AG hat im Geschäftsjahr 2008 die ihm obliegenden Pflichten und Aufgaben wahrgenommen und die Arbeit des Vorstands beratend begleitet und überwacht. Regelmäßig und umfassend wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand über die strategische Ausrichtung und die Geschäftsentwicklung und -tätigkeit des Unternehmens sowie dessen Beteiligungsgesellschaften informiert.

Schwerpunkte der Über wachungs- und Beratungs tätigkeit des Aufsichtsrats

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat mit zahlreichen mündlichen und schriftlichen Berichten über die Lage der NorCom AG und deren Beteiligungs gesell schaften informiert und ihn über die Markt- und Wettbewerbssituation in Kenntnis gesetzt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008 wurden insgesamt vier Aufsichtsratssitzungen abgehalten. Ausschüsse des Aufsichtsrats bestanden im Berichtszeitraum nicht.

Wie bereits in den Vorjahren bestand im Geschäfts jahr 2008 ein kontinuierlicher Kommunikationsfluss zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand der NorCom AG. Gegenstand der Diskussionen waren zum einen grundsätzliche Fragen der Unterneh mensausrichtung und zum anderen die Firmenund Konzern strategie einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung sowie die Rentabilität der Gesellschaft.

Sein Hauptaugenmerk legte der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2008 vor allem auf folgende Themen schwerpunkte:

  • Strategische Ausrichtung als Komplettanbieter, unter dem zentralen Aspekt der intensiveren Verzah nung der Geschäftsbereiche Consulting und Software
  • Weiterentwicklung des Multimedia-Produkt port folios NCPower Pro
  • Erschließung neuer Märkte für das Multimedi a-Produkt NCPower Pro außerhalb des klassischen Fernseh- und Rundfunksegments

  • Überprüfung der Markt- und Entwicklungs perspektiven der Beteiligungsgesellschaften

  • Unternehmenskontrolle und Risikomanagement: Hierzu erhielt der Aufsichtsrat regelmäßig Risiko berichte der Gesellschaft sowie ihrer Beteiligungs gesellschaften gemäß den gesetzlichen Bestim mungen. Diese Berichte wurden im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen besprochen.

Ein weiteres viel diskutiertes Thema zwischen Vor stand und Aufsichtsrat war die hinter den Planun gen zurückbleibende Geschäftsentwicklung der Beteiligungsgesellschaft Value & Risk AG mit Sitz in Frankfurt. Der Aufsichtsrat hat sich eingehend mit der operativen Entwicklung des Unternehmens befasst und mit dem Vorstand Lösungsvorschläge und Maßnahmen diskutiert. Die Umsetzung der im Vorjahr begonnenen strategischen Neuausrichtung der Value & Risk AG wurde im Geschäftsjahr 2008 von der Finanzkrise beeinträchtigt und vollzog sich in einem langsameren Tempo als geplant.

Bei allen grundlegenden Entscheidungen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Sofern Ent scheidungen getroffen oder Maßnahmen beschlossen wurden, für die eine Zustimmung des Aufsichts rats notwendig war, haben die Mitglieder des Auf sichtsrats die entsprechenden Beschlussvorlagen geprüft oder diese auf Grund umfangreicher schriftlicher oder mündlicher Informationen und nach intensiver Beratung verabschiedet.

Insbesondere die Intensivierung und operative Umsetzung der Marktaktivitäten im Bereich der Softwareprodukte, die Erschließung neuer Kunden segmente im Medienumfeld sowie die verstärkte internationale Ausrichtung waren im Geschäftsjahr 2008 von nachhaltiger Bedeutung für die Geschäfts entwicklung der NorCom-Gruppe. Hinzu kamen die Weiterentwicklung und Abrundung der Produkt komponenten und die Umsetzung gezielter Marke tingaktivitäten.

Im Consulting hat die NorCom-Gruppe ihre Position im Bereich der öffentlichen Verwaltung weiter intensiviert und ihren guten Ruf vor allem auf dem Ge biet unternehmenskritischer Verfahren weiter gestärkt.

Die NorCom-Gruppe hat ihr Firmenprofil durch die in Vorjahren eingeleiteten und im Geschäftsjahr 2008 umgesetzten Schritte weiter geschärft und ihren führenden Platz im Softwareproduktgeschäft verteidigt. Mit ihren Consulting-Dienstleistungen kann die NorCom-Gruppe den Produktbereich in optimaler Weise ergänzen und sich als Komplett anbieter positionieren.

Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Geschäfts jahr 2008 mit den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex auseinandergesetzt und sprechen den darin enthaltenen Empfehlungen ihre grundsätzliche Zustimmung aus. Die Entspre chenserklärung zu den Empfehlungen der Regie rungs kommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom Juni 2008 wurde am 15. Dezember 2008 vom Vorstand und Aufsichtsrat unterzeichnet und der Öffentlichkeit auf der Inter netseite der Gesellschaft zugänglich gemacht.

Erläuterungen zum Lagebericht

Der Lagebericht enthält Informationen in Bezug auf die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, be deutende Stimm- und Kontrollrechte, die Befug nisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurück zu kau fen sowie wesentliche Vereinbarungen der Gesell schaft für den Fall eines Übernahmeangebotes.

Feststellung des Jahres abschlusses, Billigung des Konzernabschlusses

Der in Übereinstimmung mit den Rechnungs legungsstandards des deutschen Handelsgesetz buches (HGB) von der Gesellschaft aufgestellte Jahresabschluss sowie der nach IFRS erstellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 wurden dem Aufsichtsrat zusammen mit dem Lagebericht und dem Konzernlagebericht sowie dem Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns vorgelegt.

Der Abschlussprüfer hat in seinen Prüfungs berich ten festgestellt, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten wurden, und den Jahres- und Konzern abschluss einschließlich Lagebericht mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Unter Berücksichtigung des Prüfungsberichtes der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rölfs WP Partner AG, Düsseldorf, und in Anwesenheit des Wirt schafts prüfers hat der Aufsichtsrat den Jahres ab schluss und den Lagebericht des Vorstandes in seiner Sitzung am 27. April 2009 geprüft und keinerlei Einwendungen erhoben. Durch die Billigung des Jah resabschlusses gilt dieser als festgestellt. Der nach IFRS erstellte Konzernabschluss und Konzern lage bericht wurden ebenfalls vom Aufsichtsrat gebilligt.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der NorCom Information Technology AG ist im Geschäftsjahr 2008 gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben.

Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern: Dr. Lutz Schmidt (Vorsitzender) Prof. Dr. Manfred Schlottke (Stellvertretender Vorsitzender) Prof. Dr. Thomas Hess.

Auch die Zusammensetzung des Vorstands ist im Berichtsjahr gleich geblieben. Herr Viggo Nordbakk (Vorstandsvorsitzender) und Herr Dr. Tobias Abthoff leiten die Gesellschaft auch weiterhin.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei allen Aktionären, die der NorCom AG erneut ihr Vertrauen ausgesprochen haben. In Anerkennung der im Geschäftsjahr 2008 geleisteten Arbeit spreche ich im Namen des gesamten Aufsichtsrats dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr tatkräftiges Engagement und ihre Leistungen meinen besonderen Dank aus. Für die weitere Unternehmensund Konzernentwicklung im laufenden Geschäfts jahr 2009 wünsche ich viel Erfolg.

München, 27. April 2009

Dr. Lutz Schmidt Aufsichtsratsvorsitzender

Konzernabschluss nach IFRS

Konzernlagebericht

I. Grundlagen

Der Konzernabschluss der NorCom Information Technology AG wurde nach den internationalen Rechnungslegungsstandards "International Financial Reporting Standards" (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

II. Geschäft und Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Obwohl die Weltwirtschaft im Laufe des Jahres 2008 aufgrund der Finanzkrise deutlich an Schwung verlor, blieb sie auf Wachstumskurs. In Deutschland nahm die Wirtschaftsleistung im abgelaufenen Jahr um 1,3 Prozent zu. Dass 2008 damit, im Vergleich zu den beiden Vorjahren (2,5 bzw. 3 Prozent), von einer schwächeren Entwicklung geprägt war, ist vor allem auf den starken Einbruch in den letzten Monaten des Jahres zurückzuführen. Im vierten Quartal 2008 war die Entwicklung der deutschen Wirtschaft so rückläufig wie seit über 20 Jahren nicht (Rückgang um 1,9 Prozent) 1 .

Die NorCom AG ist international tätig, erzielt aber den Großteil ihrer Umsatzerlöse in Deutschland. Daher kann, neben der prognostizierten Entwick lung der Weltwirtschaft, insbesondere die Entwick lung der deutschen Wirtschaft die Geschäftsent wicklung der NorCom beeinflussen.

Zwar trat 2008 noch keine Rezession sondern lediglich eine Verlangsamung der weltwirtschaftlichen Entwicklung ein, doch für 2009 zeichnen sich bescheidene Ausgangsbedingungen ab.2 Für Deutschland wird für das Jahr 2009 eine tiefe Rezession erwartet.3 Lt. DIW Berlin könnte das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um etwas mehr als ein Prozent zurückgehen. Einen solch großen Einbruch hat es – auf ein Kalenderjahr bezogen – bisher in der Bundesrepublik noch nicht gegeben. Allerdings soll schon Ende des Jahres die Konjunktur wieder deutlich anziehen. Zentrale Voraussetzung sei jedoch, dass die Risiken am Finanzmarkt beherrschbar bleiben. Andere Institute gehen von einem noch deutlicheren Rückgang der Wirtschaftsleistung aus.

IT- und Software-Markt

Die NorCom bewegt sich im ITK-Markt in den Sektoren IT-Dienstleistungen und Software. Nach Marktzahlen vom Dezember 2008 erzielten diese beiden Bereiche in Deutschland überproportional hohe Wachstumsraten: die Software-Sparte legte gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Prozent und das IT-Services Segment sogar um 5,7 Prozent zu. Damit erwiesen sich diese beiden Sparten als die Gewinner innerhalb des gesamten ITK-Marktes.4

Die Aussichten für das Folgejahr sehen weiterhin gut aus, wenn auch das Wachstum leicht abflauen wird. 5 Im Software-Umfeld werden Zuwächse von rd. 2 Prozent erwartet und der Bereich IT-Services dürfte bei etwa 3,7 Prozent liegen. Insgesamt lauten diese Prognosen gegenläufig zum übergeordneten Gesamtkonjunkturtrend.

1 DIW-Konjunkturbarometer, Januar 2009 / Süddeutsche Zeitung, Wirtschaftswachstum nahezu halbiert, 14.01.2009

2 Bundesverband Deutscher Banken, Konjunkturbericht, Oktober 2008

3 DIW, Wochenbericht, Januar 2009

4 BITKOM, Europäischer IT-Markt wächst 2009, Dezember 2008 5 BITKOM, Europäischer IT-Markt wächst 2009, Dezember 2008

Quelle: BITKOM, EITO: ITK-Marktzahlen, Dezember 2008

Europaweit können Anbieter von Software und IT-Services mit einem Umsatzplus von 3,2 Prozent auf 228 Milliarden Euro rechnen. Damit liegen sie über den Erwartungen des gesamten europäischen ITK-Marktes (+ 2%).6 Laut BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer sei insbesondere mit einer steigenden Nachfrage von Auftragnehmern der öffentlichen Hand zu rechnen.

Der weltweite IT-Markt wird nach der EITO-Vorher sage im Jahr 2009 um 2,7 Prozent auf 983 Milliar den Euro wachsen. Der Umsatz von Anbietern von Software und IT-Services soll im kommenden Jahr weltweit voraussichtlich um 3,4 Prozent auf 677 Milliarden Euro steigen.

Wachstum des gesamten ITK-Marktes 2009 in Europa, USA und weltweit

Konvergenz bestimmt Geschäfts modell von Medienunternehmen

Ein wichtiger Treiber für die positive Geschäftsent wicklung der NorCom ist der sich verändernde Medienmarkt. Zwei häufig verwendete Schlagwörter sind vor diesem Hintergrund Konvergenz und Integration. Diese stehen für das Zusammen wachsen von Telekommunikation, Medien und Informationstechnologie und definieren den Medienmarkt der Zukunft. Die Grenzen zwischen den Geschäftsmodellen aus diesen drei Bereichen werden neu definiert, verschwinden teilweise sogar. Das Ziel der Konvergenztechnologie ist einfach: mehr Vielfalt und gleichsam mehr Komfort bei der Nutzung von Medien. Die Entwicklung in diesem Bereich in den letzten Jahren war enorm – aber nur der Anfang des "Digital Life", also des digital geprägten Lebens einer Gesellschaft.7

NorCom hat sich nach unserer Auffassung mit ihrer NCPower Pro Produktpalette als Innovationsführer für Medienlösungen im Umfeld der Produktion und Veredelung von multimedialen Inhalten positioniert – und bietet Medienunternehmen damit eine Lösung auf die anstehenden Herausforderungen. Zum einen wird durch NCPower Pro der Sende ab lauf bei TV- und Medienunternehmen effizienter, zum anderen werden IPTV- oder mobile TV Vor haben unterstützt.

Entwicklung in erhöhtem Tempo

Wie schnell das Zusammenwachsen dieser ursprüng lich weitgehend unabhängig operierenden Branchen Telekommunikation, Informations techno logie und Medien erfolgt, lässt sich am Beispiel IPTV aufzeigen. IPTV bedeutet, dass herkömmliche TV-Programme, anstatt wie bisher über Antenne, Kabel oder Satellit, via Internet auf den Bildschirm des Fernsehers gelangen.

Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass in Europa zum Teil schon knapp 10 Prozent der Haus halte IPTV nutzen, international liegt die Nutzung teilweise bereits deutlich im zweistelligen Bereich.8 In Deutschland befindet sich IPTV noch im Pionier stadium – allerdings mit hohem Wachstums poten tial. So erwartet die Managementberatung Detecon, dass im Jahr 2013 mehr als 5 Mio. Deutsche IPTV nutzen.9

6 BITKOM, Internationaler IT-Markt wächst trotz Wirtschaftsflaute, Dezember 2008

7 Deutsche Telekom AG, Deutschland online, Studie 2008

8 Goldmedia, IPTV 2012, 2008

9 Detecon, Wachstum im IPTV-Markt stärker als erwartet, Februar 2009

Nutzerprognose für IPTV- Haushalte in

Quelle: Detecon, Februar 2009

Die Plausibilität der Prognose belegen aktuelle Zahlen des BITKOM: So nutzten Ende 2008 bereits 536.000 Abonnenten das Fernsehen über das Internet. Damit hat sich der deutsche IPTV-Markt innerhalb eines Jahres verdreifacht.10 Dieser rasante Trend belegt: Die Ansprüche an den TV-Konsum ändern sich und die Menschen wollen das Programm nach ihren Bedürfnissen gestalten. Dies bietet auch eine Chance für Sparten-TV-Sender – neben den großen Broad castunternehmen eine wichtige Zielgruppe der NorCom.

Geschäftsfelder / Segmente

Die NorCom Information Technology AG teilt ihre Geschäftstätigkeit in die beiden Segmente NCConsulting und NCProducts. NCConsulting beinhaltet die klassischen IT-Consulting-Dienstleistungen der NorCom. Hier richtet sich NorCom vor allem an Kunden aus der öffentlichen Verwaltung und an Finanzinstitute. In den letzten Jahren hat NorCom insbesondere den Produktbereich rund um NCPower Pro aufgebaut. Die NorCom berät hier Medienunternehmen bei der IT-Integration und implementiert die Softwareproduktpalette NCPower Pro.

NCConsulting

Im Consulting liegt die Stärke der NorCom in der hohen Qualität bei der Planung und Durchführung von komplexen Großprojekten. Das Leistungs spek trum reicht von der Analyse von Geschäftspro zes -

sen und deren Effizienzsteigerung über die Entwick lung und Implementierung von maßgeschneiderten Softwarelösungen bis hin zur Sicherstellung des laufenden Betriebs. Die Verbindung von IT-Consulting und maßgeschneiderten Softwareprodukten macht die NorCom zu einem leistungsstarken Integrations partner.

Gerade durch die langfristigen Großprojekte mit der öffentlichen Verwaltung konnte NorCom ihr Auftragsvolumen erheblich steigern und für eine gute Auslastung der Kapazitäten sorgen.

Für Medienunternehmen wird die Verzahnung von Geschäfts- und IT-Strategie immer wichtiger – deshalb setzt die NorCom auf diesen zukunftsträchtigen Bereich einen Schwerpunkt. Seit der Übernahme der MaxiMedia Technologies GmbH im Jahr 2003 bewegt sich NorCom mit ihrem selbstentwickelten Softwareprodukt NCPower Pro im Medienbereich.

In den letzten Jahren hat NorCom kontinuierlich die Funktionalitäten ihrer NCPower Pro Produktpalette ausgebaut. Mittlerweile gehört NorCom nach unserer Auffassung zu den Innovationsführern für Medienlösungen im Umfeld der Produktion und Veredelung von multimedialen Inhalten und sorgt mit ihrer NCPower Pro Produktpalette für einen reibungslosen Sendeablauf bei TV- und Medienunternehmen. Die Gesamtlösung, Unified Media Factory, deckt sämtliche Anforderungen von kleinen und großen Fernsehsendern ab und unterstützt den kompletten Workflow in einer Redaktion, beginnend vom Ingest, dem Einlesen der Information, über die Produktion und Planung, bis hin zum Archivieren und zum Playout von Daten. NorCom bewegt sich aber nicht nur im klassischen Broadcastmarkt. Auch in den neu entstehenden und wachstumsstarken Märkten rund um die Themen IPTV, Mobile/Portable TV bis hin zum Corporate TV bringt NorCom ihre Lösung optimal ein.

Dabei unterstützen die zu beobachtenden Markt trends, wie die fortschreitende Digitalisierung, die steigende Nachfrage nach IPTV, Corporate und Mobile TV sowie die Entstehung neuer Sparten kanäle die Geschäftsentwicklung in diesem Bereich.

10 BITKOM, Zahl der IPTV-Kunden wächst auf über eine halbe Million, Februar 2009

Rechtliche Konzernstruktur

Die NorCom Information Technology AG hat ihren Firmensitz in München und betreibt eine Nieder lassung in Frankfurt am Main. Zudem sind jeweils drei inländische und ausländische Unternehmen in den Konzernabschluss mit einbezogen, bei denen NorCom über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt.

Des Weiteren hält die NorCom Information Techno logy AG zusammen mit der Norske Systemarki tek ter AS eine Minderheitsbeteiligung von 26,1 Prozent an der norwegischen Gesellschaft CognIT AS.

MaxiMedia Technologies GmbH, München

Der Einstieg in den Medienbereich erfolgte bei NorCom mit der Übernahme von 51 Prozent an der MaxiMedia Technologies GmbH in 2003. Mit dem selbstentwickelten Softwareprodukt NCPower Pro richtet sich NorCom an TV- und Rundfunkanbieter sowie Unternehmen aus der Medienbranche. MaxiMedia hält die Verwertungs rechte an NCPower Pro. 2005 wurde MaxiMedia vollständig übernommen und in die NorCom Information Technology AG integriert.

NorCom Systems Technology GmbH (NST),

In der Vergangenheit hat NorCom ihre Consulting-Dienstleistungen vor allem im Bereich der öffentlichen Verwaltung, insbesondere bei der Bundes agentur für Arbeit (BA) in Nürnberg ausgebaut. Durch einen Großauftrag im Jahr 2006 hat sich NorCom entschieden, eine in Nürnberg ansässige 100-prozentige Tochtergesellschaft zu gründen, um die BA noch intensiver betreuen zu können.

NorCom Information Technology GmbH,

NorCom hat Ende des Geschäftsjahres 2007 eine 100-prozentige Tochtergesellschaft in Moskau, Russland, gegründet, die operativ nicht tätig war.

NorCom Information Technology Inc, Atherton, USA

Die 100-prozentige Tochtergesellschaft in den USA ist derzeit operativ nicht tätig.

Norske Systemarkitekter AS (NSA), Oslo, Norwegen

An dem in Oslo, Norwegen, ansässigen Unter nehmen NSA ist NorCom mit 54 Prozent beteiligt. Operativer Schwerpunkt des IT-Consultinghauses sind Integrationsprojekte im Oracle Umfeld. Der größte Teil der erzielten Umsatzerlöse wird bei NSA mit den IT-Consulting Dienstleistungen erzielt, dennoch gehört auch der Vertrieb der Mediensoft ware NCPower Pro zum Leistungsspektrum der Gesellschaft. Die NSA richtet sich an Kunden aus der privaten Wirtschaft, der öffentlichen Verwal tung und aus dem Finanzsektor, wobei NSA den norwegischen Markt und die angrenzenden skandinavischen Länder bearbeitet.

Value & Risk AG (V&R), Frankfurt am Main

Die Value & Risk AG mit Sitz in Frankfurt tritt als Beratungsunternehmen für die Bewertung und Steuerung bei Finanzierungsthemen auf und hat sich im Geschäftsjahr 2007 durch die Konsoli die rung in den angestammten Märkten und den Weg gang einzelner Know-how-Träger neu ausgerichtet. Im Mittelpunkt der Geschäftsaktivitäten steht eine Software zur Generierung und Überwachung neuer Finanzderivate, die auf dem deutschen Markt führend ist. V&R bedient dabei vor allem Kunden aus der Finanzwelt in den Themenfeldern Finanz derivate, Risikomanagement und Meldewesen.

Organe der NorCom AG

Herr Viggo Nordbakk, Gründer der NorCom Infor mation Technology AG, und Herr Dr. Tobias Abthoff waren im Geschäftsjahr 2008 als Vorstands mit glie der verantwortlich für die Geschäfte der NorCom.

Der Vorstandsvorsitzende Viggo Nordbakk ist im Rahmen der Geschäftsordnung verantwortlich für die strategische Ausrichtung des Konzerns und der Geschäftsfelder, insbesondere für den Ausbau und die Positionierung des neuen Produktbereichs im Medienumfeld. Zudem betreut er die Tochter unter nehmen und den Finanzbereich.

Dr. Tobias Abthoff verantwortet das Consulting-Geschäft, die Aktivitäten am Standort Frankfurt sowie die Tochtergesellschaft NorCom Systems Technology GmbH.

Das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus einem erfolgsunabhängigen Festgehalt und Sachbezügen sowie einer erfolgsabhängigen variablen Vergütung zusammen. Die variable Ver gütung bemisst sich an der Konzernentwicklung und dem Konzernerfolg, wobei zur Sicherung der Unternehmensziele die variable Vergütung der Höhe nach oben begrenzt ist. Bemessungsgrundlage für die variable Vergütung ist der Grad der Zielerreichung der zwischen dem Aufsichtsrat und dem Gesamtvorstand zu Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres festgelegten Zielvereinbarung.

Die Vergütungsregelung für den Aufsichtsrat sieht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Gover nance Kodex entsprechend einen fixen und einen am Konzernerfolg variablen Bestandteil vor und differenziert nach Aufsichtsratsvorsitzenden und Aufsichtsratsmitglied.

Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der NorCom Infor mation Technology AG haben am 15. Dezember 2008 die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex in der Fassung vom Juni 2008 unterzeichnet. Die Erklärung wurde auf der Homepage des Unternehmens veröffentlicht. Der Vorstand und Aufsichtsrat verpflichten sich somit zu einer fairen und verantwortungsvollen Unternehmens führung.

Angaben zu Kapital – übernahmerelevanten Informationen

Durch das Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz besteht für börsennotierte Unternehmen nach §§ 289 und 315 HGB die Pflicht, Angaben zur Kapital zusammensetzung, Aktionärsrechten und deren Beschränkungen, Beteiligungsverhältnissen und zu den Organen der Gesellschaft zu machen, welche übernahmerelevante Informationen dar stellen.

Das Grundkapital der NorCom Information Techno logy AG ist in 10.626.176 Inhaberstückaktien zu einem rechnerischen Nennwert von einem Euro eingeteilt, welche vollständig stimm- und dividendenberechtigt sind. Die namenslosen Stückaktien unterliegen keinerlei Übertragungsbeschränkungen.

Von diesen hält die Nordbakk Invest GmbH mit Sitz in München/Deutschland 2.683.746 Stück, was einem Anteil von 25,26 Prozent am Grundkapital entspricht. Die Nordbakk Beteiligungen Verwaltungs GmbH mit Sitz in München/Deutschland besaß zum Stichtag 31.12.2008 noch 1.150.176 NorCom Aktien (10,82 Prozent) und übertrug diese mit Vertrag vom 08.01.2009 auf die NorCom Holding GmbH ebenfalls mit Sitz in München/Deutschland.

Durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Juni 2007 war der Vorstand ermächtigt, bis zum 13. Dezember 2008 eigene Aktien bis zu einem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von bis zu 10 Prozent der Stimmrechte zu erwerben. Der Vorstand hatte am 2. Juli 2007 beschlossen, eigene Aktien zurückzukaufen, und mit Beschluss vom 13. November 2007 festgelegt, das Rückkauf programm fortzusetzen. Bis zum 31. Dezember 2007 hatte die Gesellschaft insgesamt 475.078 Stück zurückgekauft; dies entsprach einem Anteil am Grundkapital von 4,47 Prozent. Bis einschließlich 11. April 2008 hat NorCom weitere 166.127 Stück (1,56 Prozent) zurückerworben und hielt zu diesem Stichtag somit insgesamt 641.205 Stückaktien oder 6,03 Prozent des Grundkapitals.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 17. August 2010 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 5.293.758 Euro gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen. Des Weiteren ist das Grundkapital in Höhe von bis zu 4.000.000 Euro bedingt erhöht. Diese bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen. Eine weitere bedingte Kapitalerhöhung dient der Sicherung von Bezugsrechten aus Aktienoptionsprogrammen. Ausstehende Bezugsrechte aus früheren Aktien optionsprogrammen sind im Geschäftsjahr 2006 verfallen, neue Bezugsrechte aus dem 2005 gewährten Aktienoptionsplan wurden im Geschäftsjahr 2007 an die Vorstandsmitglieder ausgegeben.

Die Ernennung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstandes erfolgt nach § 84 AktG durch den Aufsichtsrat und entspricht damit der gesetzlichen Regelung. Entgegen § 76 Abs. 2 AktG kann der Vorstand nach § 7 der Satzung auch aus einer Person bestehen.

Satzungsänderungen folgen den Regelungen der §§ 179 ff AktG durch Beschluss der Hauptversamm lung mit qualifizierter Mehrheit. Nach § 13 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen und Ergänzungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen – so genannte Change of Control Klauseln – sowie Entschädigungs vereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebotes mit Mitgliedern des Vorstands bestehen nicht.

III. Ertrags-, Finanzund Vermögenslage des NorCom Konzerns

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Die 2008 erzielten Umsatzerlöse des NorCom-Konzerns lagen leicht unter dem Vorjahresniveau, wobei die Umsatzentwicklung innerhalb des Kon zerns differenziert betrachtet werden muss. Insgesamt erzielte der NorCom-Konzern Umsatz erlöse in Höhe von 27,68 Mio. Euro (Vorjahr: 28,70 Mio. Euro).

Die Umsatzerlöse der NorCom AG lagen bei 16,12 Mio. Euro, was einer Steigerung zum Vorjahr (14,11 Mio. Euro) von 14,3 Prozent entspricht. Dabei hat vor allem das Consultinggeschäft zum Umsatzwachstum beigetragen.

Die Value & Risk AG (V&R) aus Frankfurt musste aufgrund der bereits 2007 eingeleiteten Neuposi tio nierung einen Umsatzrückgang hinnehmen.

Die Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr 2008 bei 3,77 Mio. Euro und somit um 44,5 Prozent unter dem Vorjahreswert (6,79 Mio. Euro).

Die Norske Systemarkitekter AS (NSA) mit Sitz in Oslo, Norwegen, konnte trotz des hohen Wett bewerbsdrucks in Norwegen das Umsatz volumen vom Vorjahr (7,80 Mio. Euro) stabil halten und schloss das Geschäftsjahr mit Umsätzen in Höhe von 7,78 Mio. Euro ab.

Mit dieser Entwicklung hat der NorCom-Konzern die im Konzernlagebericht des Vorjahres dargestellten Erwartungen eines überdurchschnittlichen Umsatzwachstums nicht erreicht.

Die Betriebsleistung lag im Geschäftsjahr 2008 bei 29,77 Mio. Euro und verringerte sich damit um etwa 4 Prozent. Der Vergleichswert vom Vorjahr lag bei 31,00 Mio. Euro.

NorCom gliedert ihre Geschäftstätigkeit in die beiden Segmente NCProducts und NCConsulting.

Der Geschäftsbereich NCProducts blieb im Jahr 2008 leicht hinter der Vorjahresentwicklung zurück und erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 4,19 Mio. Euro, was einem Rückgang zum Vorjahr (4,97 Mio. Euro) von 16 Prozent entspricht. NorCom konnte zwar 2008 einige Vertriebserfolge in diesem Bereich verbuchen, zum Jahresende verlangsamte sich das Geschäft jedoch und einige Projekte wurden kurzfristig verschoben. Aufgrund der schwächeren Entwicklung der Beteiligungs ge sellschaften, insbesondere der Value & Risk, erzielte der Bereich NCConsulting mit 23,55 Mio. Euro niedrigere Umsatzerlöse als im Vorjahr (24,30 Mio. Euro).

Aufteilung der Umsatzerlöse nach Segmenten

Insgesamt erwirtschaftete der NorCom-Konzern ein negatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Ab schrei bungen (EBITDA) in Höhe von -1,52 Mio. Euro (Vorjahr: 0,73 Mio. Euro) und auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) schloss negativ mit -2,40 Mio. Euro (Vorjahr: 0,02 Mio. Euro) für das Geschäftsjahr ab. Der Rückgang des operativen Ergebnisses zum Vorjahr ist primär bedingt durch die strategische Positionierung von NorCom und Value & Risk und die damit einhergehenden vertriebsbedingten Aufwendungen. Belastet wurde das Ergebnis auch durch den gestiegenen Personal aufwand, der bei 14,46 Mio. Euro lag (Vorjahr: 13,26 Mio. Euro). Diese Steigerung resultiert im Wesent lichen aus dem Aufbau von qualifiziertem Personal.

Es kam somit zu einem Konzernjahresverlust vor Minderheiten in Höhe von -2,51 Mio. Euro (Vorjahr: Konzernjahresüberschuss 0,98 Mio. Euro).

Der anderen Gesellschaftern zustehende Verlust belief sich im Geschäftsjahr 2008 auf -0,41 Mio. Euro (Vorjahr: Gewinn 0,03 Mio. Euro) aufgrund der schwächeren Entwicklung der Beteiligungs gesellschaften.

Der auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallene Konzernverlust lag unter Berücksichti gung der aktiven latenten Steuerabgrenzung auf Ver lustvorträge bei einem Wert in Höhe von -2,10 Mio. Euro (Vorjahr: Konzerngewinn 0,94 Mio. Euro). Der unverwässerte Verlust pro Aktie war somit auch negativ und belief sich auf -0,21 Euro (Vorjahr: Gewinn pro Aktie: 0,09 Euro).

Der NorCom-Konzern hat somit die mit im Konzernlagebericht des Vorjahres beschriebene Ergebnisentwicklung nicht erreicht.

Angaben in EUR
Umsatzerlöse 2008
27.675.154
2007
28.702.356
Betriebsleistung 29.771.453 30.995.367
Rohergebnis 18.955.893 18.841.807
Rohergebnis-Marge 64% 61%
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) -1.516.635 728.933
Betriebsergebnis (EBIT) -2.403.209 22.582
Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss
(Gesellschafter des Mutterunternehmens)
-2.101.012 942.631

Wesentliche Kennzahlen zur Ertragslage:

Mitarbeiterentwicklung

Die durchschnittliche Anzahl der im Konzern beschäftigten Personen erhöhte sich von 151 im Geschäfts jahr 2007 auf 174 Mitarbeiter im Berichts jahr 2008. Zum Abschlussstichtag am 31.12.2008 betrug die Mitarbeiteranzahl 178 (Vorjahr: 160). Alle Gesellschaften, insbesondere die NSA, bauten 2008 Personalressourcen auf.

2008 2007
Mitarbeiter (Head count) 178 160
Mitarbeiter im Durchschnitt 174 151

Vermögens- und Liquiditätslage

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Geschäftsjahresende 2007 (11,21 Mio. Euro) erhöht und betrug zum 31.12.2008 11,63 Mio. Euro. Dabei entfiel der größte Anteil des Anlagevermögens mit 10,91 Mio. Euro wie auch im Vorjahr (10,08 Mio. Euro) auf die immateriellen Vermögenswerte (ins besondere Firmenwerte).

Das Umlaufvermögen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr (18,29 Mio. Euro) auf 15,02 Mio. Euro. Dabei betrugen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum 31.12.2008 6,77 Mio. Euro (Vorjahr: 8,51 Mio. Euro).

Die flüssigen Mittel verringerten sich im Geschäfts jahr 2008 und kamen auf einen Wert in Höhe von 8,24 Mio. Euro (Vorjahr: 9,78 Mio. Euro).

Auf Konzernbasis bestehen wie auch im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditin stituten. Die Liquiditätslage ist somit als gut zu bewerten.

Die Bilanz zeigte ein Eigenkapital (ohne Anteile fremder Gesellschafter) zum Ende des Geschäfts jahres 2008 von 19,84 Mio. Euro (Vorjahr: 22,32 Mio. Euro), so dass die Eigenkapitalquote 66,9 Prozent betrug (Vorjahr: 68,7 Prozent). Das langfristig gebundene Vermögen ist somit vollständig durch das Eigenkapital gedeckt, so dass der Grundsatz der Fristenkongruenz erfüllt ist.

Die Verbindlichkeiten verringerten sich in der Berichtsperiode von 4,13 Mio. Euro auf 4,06 Mio. Euro zum Geschäftsjahresende 2008. Dabei betrugen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen am 31.12.2008 2,41 Mio. Euro (Vorjahr: 2,35 Mio. Euro).

Die Rückstellungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr (3,18 Mio. Euro) auf 3,26 Mio. Euro.

Die Bilanzsumme lag am 31.12.2008 bei 29,67 Mio. Euro (Vorjahr: 32,51 Mio. Euro).

Zahlen in EUR 31.12.2008 31.12.2007
Bilanzsumme 29.671.341 32.511.679
Aktiva
Anlagevermögen 11.630.492 11.214.918
Umlaufvermögen 15.022.595 18.285.862
Passiva
Eigenkapital (ohne
Anteile fremder
Gesellschafter)
19.841.167 22.324.126
Rückstellungen 3.262.553 3.176.082

Wesentliche Kennzahlen zur Vermögenslage:

Finanzlage

Ziel des Finanzmanagements ist die Deckung des Kapitalbedarfs durch die vorhandenen liquiden Mittel sowie durch einen positiven Zahlungs mittel zufluss (Cashflow).

Der Zahlungsmittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug in der Berichtsperiode 0,95 Mio. Euro (Vorjahr: Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 1,31 Mio. Euro).

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2008 2,07 Mio. Euro (Vorjahr: 1,57 Mio. Euro).

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit war ein Mittelabfluss von 0,13 Mio. Euro zu verzeichnen (Vorjahr: 1,36 Mio. Euro).

Insgesamt verringerte sich der Finanzmittelfonds in der Berichtsperiode von 9,78 Mio. Euro im Vor jahr auf 8,23 Mio. Euro zum Ende des Geschäfts jahres 2008.

Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Im Produktgeschäft lagen die Umsatzerlöse der NorCom leicht unter Vorjahresniveau. Im Consulting konnte die NorCom AG ihre Marktposition zwar ausbauen, damit aber nicht den Rückgang bei der NSA und insbesondere bei der Value & Risk kompensieren. Die notwendigen Aufwendungen im Produkt- und Consultingbereich führten beim NorCom-Konzern zu einem negativen operativen Ergebnis. Durch den Know-how Aufbau im Unter nehmen, die Intensivierung der Markt aktivi täten sowie die Forcierung der internationalen Vertriebs ausrichtung hat sich NorCom im Geschäftsjahr 2008 jedoch zukunftsorientiert aufgestellt.

IV. Forschung & Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2008 hat die NorCom ihr Produkt kontinuierlich weiterentwickelt. Insgesamt wurden 2.600 neue "tasks" entwickelt. Dies war nötig, um die hohen Anforderungen der größeren Fernseh sender an ein solches Produkt zu erfüllen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Künftig wird NorCom zusätzlich eine standardisierte Version von NCPower Pro anbieten. Das neue NCPower Compact ermöglicht kleineren Fernsehsendern einen kostengünstigeren Start in das Broadcast-Geschäft und wird nicht, wie NCPower Pro, für den Kunden individuell konfiguriert. Diese neue Gesamtlösung wird am Markt in Form eines kompletten Produktes (Software und Hardware) angeboten. Im Geschäfts jahr 2008 hat NorCom insgesamt 1,44 Mio. Euro für Entwicklungsaktivitäten aktiviert, die nicht auftragsbezogen waren.

V. Nachtragsbericht

Es sind seit dem 31. Dezember 2008 keine berichtspflichtigen Vorgänge bei der NorCom Information Technology AG eingetreten beziehungsweise bekannt.

VI. Risikobericht

Risiko- und Chancenmanage mentsystem

Am 1. Mai 1998 trat das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) in Kraft. Das Gesetz verpflichtet Vorstände von Gesell schaften ein Risikomanagementsystem einzurichten. Über ein effektives Risikomanagement sollen die für den "Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Ent wicklungen früh erkannt werden" (§ 91 Abs. 2 AktG).

Die NorCom AG ist bei ihren Geschäftsaktivitäten sowohl qualitativen als auch quantitativen Risiken ausgesetzt. Zu den qualitativen Risiken zählen Absatz-, Beschaffungs- und Marktrisiken. Quantitative Risiken ergeben sich hinsichtlich der Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung innerhalb des Konzerns.

Deren frühzeitige und vollständige Aufdeckung sowie das Ergreifen von geeigneten Maßnahmen zur Minimierung von Risiken sind wesentliche Voraussetzung für einen langfristigen wirtschaft lichen Erfolg des Unternehmens. Gleichzeitig werden auch die Chancen analysiert, die sich durch den Markt und die Wettbewerber ergeben. Der Erfolg der Geschäftstätigkeit der NorCom AG und ihrer Beteiligungsgesellschaften ist das Ergebnis der auf Chancen orientierten Unternehmensstrategie unter Berücksichtigung eines sensibel reagierenden Risikomanagements. Das Management der NorCom AG ist bestrebt, die Chancen optimal zu nutzen und die Risiken so weit wie möglich zu begrenzen.

NorCom hat ein umfassendes Risikomanagement system installiert, bei dem die Risiken über ein einheitliches, konzernübergreifendes Management-, Berichts- und Kontrollwesen identifiziert, analysiert, überwacht und gesteuert werden. Dieses Risiko mana gementsystem wird kontinuierlich den aktuellen Anforderungen, die sich durch interne und externe Veränderungen ergeben können, angepasst. Um eine frühzeitige Risikoerkennung und Chancen aus wertung zu gewährleisten, werden regelmäßige und zeitnahe Risikoberichte von Aufsichtsrat und Vorstand ausgewertet, Maßnahmen daraus abge leitet und falls erforderlich, sofort notwendige Gegenmaßnahmen ergriffen.

Zur Steuerung des Unternehmens nutzt das Manage ment die Unternehmenssoftware Navision, ein CRM-System und ein Aufwandserfassungstool. Alle drei Systeme sind optimal aufeinander abgestimmt, so dass regelmäßig Auslastungsreports der Mitarbeiter abgerufen, der Auftragsbestand überprüft und das aufgestellte Budget mit den erbrachten Leistungen verglichen werden können.

Um die interne Berichterstattung der NorCom AG zu verbessern, werden zudem regelmäßig entsprechende Hochrechnungen erstellt, die mit den Finanz plänen und Budgets abgestimmt werden. Regelmäßig erfolgen Auswertungen des Soll-Ist-Vergleichs und werden mit den betreffenden Verant wortlichen im Unternehmen analysiert, so dass auftretende Abweichungen durch entsprechende Maß nahmen schnell korrigiert werden können.

Einzelrisiken

Umfeld- und Branchenrisiken

Wesentliche Risiken für den NorCom Konzern resultieren aus dem Markt- und Wettbewerbsumfeld. Ein schwaches Konjunkturumfeld sowie eine zurückhaltende Entwicklung in den jeweiligen Kernmärkten von NorCom können die Investitions bereitschaft der Zielkunden negativ beeinflussen,

so dass sich dies auch auf die Unternehmens entwicklung von NorCom bzw. deren Töchter auswirken kann.

Die NorCom AG beobachtet die Teilmärkte ihrer Geschäftssegmente und Tochtergesellschaften intensiv, um wichtige Entwicklungen verfolgen und bewerten zu können. Eine Verkürzung von Produkt lebenszyklen, die zunehmende Ausschöpfung der Technologiepotenziale und der damit einhergehende Wettbewerbsdruck zeigen sich in allen Märkten, allerdings mit unterschiedlicher Ausprägung. Durch intensive Marktbearbeitungsmaßnahmen, Pflege der Kundenkontakte sowie durch verstärkte Entwick lungs aktivitäten ist der NorCom Konzern nach unserer Auffassung für den Wettbewerb gerüstet. Die Ausweitung der Vertriebsaktivitäten auf neue Zielmärkte, die Intensivierung der Marktbearbeitung bereits eroberter Märkte sowie die kontinuierliche Anpassung des Produktspektrums und der Dienst leistungen an die Marktbedürfnisse hat NorCom im Geschäftsjahr 2008 weiter vorangetrieben.

Personalrisiken

Als Unternehmen in einem Know-how intensiven Bereich (Softwareprodukterstellung und Consulting) und mit beratungsbedürftigen Produkten sind qualifizierte Mitarbeiter eine wichtige Ressource für den Erfolg. Zwangsläufig besteht immer auch das Risiko eines Know-how-Verlustes, falls Mitarbeiter in Schlüsselpositionen das Unternehmen verlassen. Zur Kompensation dieses Risikos sind die Mitar bei ter über variable Vergütungen an der Unternehmen sentwicklung beteiligt. Zudem wurde ein Aktien optionsplan aufgelegt.

Ein Risiko für den Konzern ergab sich aus dem Ausscheiden wichtiger Personalressourcen bei der Value & Risk AG zum Geschäftsjahresende 2006 und der damit verbundenen Situation, dass die ausgeschiedenen Mitarbeiter als Wettbewerber bei den Kunden aufgetreten sind und dies letztlich zu einem Rückgang der Geschäftstätigkeit geführt hat. Als kompensatorische Maßnahme wurden neue Mitarbeiter eingestellt und geschult sowie neue Projekte akquiriert. Die Auslastung der neuen Mit arbeiter war allerdings 2008 noch zu gering und die Auftragslage eher durch kurzfristige, kleinere Projekte geprägt.

Neu abgeschlossene großvolumige Aufträge bedürfen in der Anfangsphase der Leistungserbringung den Einsatz externer Dienstleister, da NorCom die notwendigen Kapazitäten aus Gründen der Kosten variabilisierung nicht als Reserve vorhält. Ein dauerhafter Einsatz von Fremddienstleistern würde bei solchen Aufträgen jedoch zu einer erheblichen Margenbeeinträchtigung führen. Nicht zuletzt resultiert hieraus auch eine gewisse Abhängigkeit von diesen Dienstleistern für die NorCom AG. NorCom ist bemüht, die Abhängigkeit von externen Dienst leistern durch den sachgerechten Aufbau eigener Kapazitäten zu minimieren.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Im Produkt- und Projektgeschäft sind verschie dene Faktoren zu beachten, welche die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinträchtigen können. Bei Produktneu- und -weiterentwicklungen gilt es, Risiken wie verborgene Softwaremängel (Produktund Gewährleistungshaftung), Terminverzögerungen und mögliche Veränderungen des Wettbewerbs- und Technologieumfelds mit in Betracht zu ziehen.

Die Softwareproduktpalette NCPower Pro richtet sich an die Medienbranche. Dieser Markt ist aufgrund der hohen Wettbewerbsdichte mit möglichen Investitionsstaus der Endabnehmer Gegenstand der laufenden Kontrolle bzw. des Risikomanagements.

Das Consulting-Geschäft ist geprägt durch Groß aufträge bei der öffentlichen Verwaltung und im Finanzbereich, so dass hier das Risiko in der Abhängigkeit von wesentlichen Kunden liegt. NorCom ist bestrebt, dieses Risiko sowohl durch die Gewinnung neuer Kunden als auch durch den Abschluss langfristiger Verträge zu kompensieren. Zur Minimierung von Geschäftsrisiken werden zudem Wartungsverträge mit Großkunden abgeschlossen. Für die Middleware Integrationssoftware NCIntegrate schließt NorCom Wartungsverträge über 3 Jahre ab. Daneben werden 1-jährige Wartungs verträge für die Produktpalette NCPower Pro abgeschlossen und automatisch verlängert.

IT-Risiken bestehen vor allem in der Verfügbarkeit der Systeme. Im Bereich der Informationstechno logie liegt der Schwerpunkt auf der Verbesserung der organisatorischen Abläufe durch intensive Nutzung des vorhandenen integrierten EDV-Planungs- und Steuerungssystems. Ein weiterer Schwerpunkt ist die erhöhte Sicherung vor unberechtigten Zugriffen und Virenangriffen. Im Geschäfts jahr 2008 wurde erneut die Verfüg bar keit der Computer verbessert und die Netzwerke an die erhöhten Anforderungen des Unternehmens angepasst.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanz instru menten zählen im Wesentlichen Forderungen, Ver bindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahn wesen. Forderungsausfälle sind die Ausnahme.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt NorCom eine durchaus konservative Risikopolitik.

Finanzwirtschaftliche Risiken können sich aus dem Ausfall von Kundenforderungen oder aus Kurs- oder Zinsänderungsrisiken im Finanzmittelfonds ergeben.

Im Debitorenbereich wird die Entwicklung des Forderungsbestandes ständig überwacht, um mög liche Ausfallrisiken frühzeitig zu erkennen und Maß nahmen einleiten zu können. Daneben werden im Produktbereich möglichst Anzahlungen vereinbart.

Die Anlage des Finanzmittelfonds erfolgt grundsätzlich nur in Wertpapiere mit nur geringen Kurs- oder Zinsänderungsrisiken.

Sonstige Risiken

Die Minderheitsgesellschafter der NSA AS und der Value & Risk AG haben seit dem Geschäftsjahr 2003 so genannte Andienungsrechte ihrer Gesellschafts anteile an die NorCom AG. Bisher wurde kein Gebrauch von diesen Rechten gemacht. Es besteht jedoch weiterhin die Möglichkeit, dass NorCom aus diesen Rechten in Anspruch genommen wird und die restlichen Anteile an diesen Gesellschaften erwerben muss. Hieraus würde sich für NorCom ein Abfluss finanzieller Mittel ergeben können.

Gesamtaussage zur Risiko situation

Der Vorstand und das gesamte Management sind bestrebt, neu auftretende Risiken unverzüglich zu erkennen und Abwehrmaßnahmen zur Gegen steuerung einzuleiten. Auf der Grundlage der gegenwärtigen Informationen sind keine Risiken feststellbar, die den Fortbestand der NorCom AG gefährden würden.

VII. Prognosebericht

NorCom hat in der Vergangenheit und insbesondere im letzten Geschäftsjahr verstärkt den Software produkte-Bereich ausgebaut. Im Mittelpunkt stand dabei die internationale Vertriebsausrichtung sowie die Weiterentwicklung und Erweiterung der Funktionalitäten der NCPower Pro Produktpalette. Die stabilen Umsätze in diesem Segment bestärkt das Ziel von NorCom, diesen Weg konsequent weiter zu gehen. Bereits heute ist NorCom in Deutschland, in einigen europäischen Ländern, Osteuropa, Russland sowie im Libanon und Kuwait tätig. Auf diesen Märkten wird NorCom ihre Vertriebsaktivitäten intensivieren. Zudem plant NorCom ihre Marktpräsenz auf den gesamten europäischen Raum auszuweiten. Mit den in der Vergangenheit aufgebauten Kunden hat NorCom nach unserer Auffassung hervorragende Referenzen. Allerdings rechnet NorCom 2009 mit erschwerten Rahmenbedingungen im Umfeld von Medien unter nehmen. Gesunkene Werbeeinnahmen führen zu einer Zurückhaltung bei Investitionen. Bereits Ende 2008 zeichnete sich eine Verlangsamung des Projektgeschäfts ab. Der starke Euro hemmt potenzielle ausländische Kunden zusätzlich.

Die fortschreitende Digitalisierung von Inhalten und der einhergehende Trend, TV künftig auch über das Internet zu vermarkten, eröffnen NorCom Wachs tumsmöglichkeiten. Auch in Zukunft wird sich NorCom daher auf die Entwicklungstätigkeit konzentrieren und mit einer an die Kunden- und Markt bedürfnisse orientierten Produktpalette neue Kunden kreise erschließen. Neben NCPower Pro, das seinen Einsatz im Integrationsgeschäft bei bestehenden Broadcaststrukturen findet, hat NorCom ihre Produktlinie erweitert, um auch eine optimale Lösung für die Bereiche Web-TV, Mobile TV und Corporate TV anbieten zu können. So will NorCom mit der neuen Komplettlösung NCPower Compact Unternehmen einen kosten günstigeren Einstieg ins Broadcastgeschäft ermög lichen. Durch eine umfangreiche Entwicklungs tätigkeit stellt NorCom zudem die Weichen, den Softwareprodukte-Markt maßgeblich mitzugestalten.

Im Consulting-Bereich wird NorCom am Standort Nürnberg ihre Marktaktivitäten im Bereich der öffentlichen Verwaltung weiter ausbauen und die internen Ressourcen bei den Kernthemen inten si vieren, um Know-how im Unternehmen aufzu bauen. Am Standort Frankfurt wird NorCom die bisher erfolgreichen Projekte, wie das IT-Service Management im öffentlichen Sektor, weiterführen. Der Vertrieb in Frankfurt wird jedoch nicht weiter ausgebaut, sondern in das Münchner Sales-Team eingliedert.

Im Mittelpunkt der Consulting-Aktivitäten steht zudem die Unterstützung der NCProduktpalette und somit die Schaffung von Synergieeffekten im kompletten Produktbereich. Mit der Kombination von IT-Lösungen und innovativen Software produk ten sowie dem abgestimmten Serviceangebot bietet NorCom ein Portfolio, das im konvergierenden Markt Broadcast und Informationstechnologie nach unserer Auffassung einmalig ist. NorCom besitzt somit die optimale Basis, ihr Produkt- und Consul tingspektrum neben dem TV- und Rundfunk-Bereich auch auf die innovativen Märkte des Internet-Fern sehens (IPTV), Corporate TV und Mobile TV auszudehnen und somit den breiten Medienmarkt zu bedienen.

Mit der Unterteilung in NCConsulting und NCProducts und den sich daraus ergebenden Synergieeffekten gibt sich NorCom ein Gesicht nach außen und demonstriert den künftigen Fokus des Unterneh mens. Zudem werden die Beteiligungen von NorCom mit dem Ziel, ein organisches Wachstum über dem Marktdurchschnitt zu erreichen, weiter geführt und intensiv betreut. Das Management arbeitet weiter an dem langfristigen Ziel, den NorCom-Konzern durch die Konzentration der Geschäftsbereiche und die Weiterentwicklung der technologischen Kompetenz als attraktives Investment am Kapitalmarkt zu präsentieren.

Für das laufende Geschäftsjahr 2009 erwartet die NorCom AG aufgrund der wirtschaftlichen Rahmen bedingungen sowohl im Produktbereich als auch im Consulting eine Steigerung der Umsätze von rund 20 Prozent. Die kumulierte EBIT-Marge im Consulting wird bei etwa 6 Prozent liegen, für den Produktbereich wird ein ausgeglichenes EBIT erwartet.

Die Beteiligungsgesellschaft Value & Risk wird von den in 2008 vorgenommenen Investitionen in die Neuausrichtung und den Know-how Aufbau profitieren und erwartet ein Umsatzwachstum in Höhe von rund 26 Prozent. Zielsetzung ist zudem, ein positives operatives Ergebnis zu erwirtschaften. Die NSA rechnet im laufenden Geschäftsjahr 2009 mit stabilen Umsätzen auf dem Niveau von 2008.

München, den 16. April 2009 Der Vorstand

Konzern-Bilanz nach IFRS

Zahlen in EUR 31.12.2008 31.12.2007
Konzernanhang
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Anmerkung Nr.
(4)
5.860.920 7.504.151
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (5) 911.853 1.006.177
Wertpapiere des Umlaufvermögens 13.310 -
Flüssige Mittel (6) 8.236.512 9.775.534
Umlaufvermögen 15.022.595 18.285.862
Rechnungsabgrenzungsposten (7) 61.367 105.482
Immaterielle Vermögenswerte (1) 10.911.787 10.076.543
Sachanlagen (2) 557.768 428.091
Finanzanlagen (3) 160.937 710.284
Anlagevermögen 11.630.492 11.214.918
Latente Steuern (8) 2.956.887 2.905.417
Aktiva 29.671.341 32.511.679
Zahlen in EUR 31.12.2008 31.12.2007
Konzernanhang
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Anmerkung Nr. 48.344 30.607
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (14) 2.409.486 2.353.200
Sonstige Verbindlichkeiten (15) 1.604.524 1.746.648
Verbindlichkeiten 4.062.354 4.130.455
Rechnungsabgrenzungsposten 107.858 98.927
Steuerrückstellungen 45.387 117.421
Sonstige Rückstellungen (12) 3.217.166 3.058.661
Rückstellungen 3.262.553 3.176.082
Latente Steuern (8) 6.713 14.040
Gezeichnetes Kapital (9) 9.984.971 10.151.071
Kapitalrücklage (10) 1.353.639 1.406.265
Unterschiede aus der Währungsumrechnung -345.089 -181.869
Konzernbilanzgewinn 8.847.646 10.948.659
Eigenkapital Gesellschafter des Mutterunternehmens
Anteile fremder Gesellschafter 19.841.167
2.390.696
22.324.126
2.768.049
Eigenkapital 22.231.863 25.092.175
Passiva 29.671.341 32.511.679

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS

Zahlen in EUR Jan.-Dez. 2008 Jan.-Dez. 2007
Konzernanhang
Anmerkung Nr.
Umsatzerlöse
(16)
27.675.154 28.702.356
Aktivierte Eigenleistungen
(16)
1.438.061 1.1 1 1.848
Sonstige betriebliche Erträge
(17)
658.238 1.181.163
Betriebsleistung 29.771.453 30.995.367
Materialaufwand
(18)
a) Aufwendungen für bezogene Waren -1.639.403 -1.482.577
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.176.157 -10.670.983
Rohergebnis 18.955.893 18.841.807
Personalaufwand
(19)
a) Löhne und Gehälter -12.941.921 -11.995.134
b) Soziale Abgaben -1.515.378 -1.265.072
Sonstige betriebliche Aufwendungen
(21)
-6.015.228 -4.852.667
Betriebsergebnis vor Abschreibung (EBITDA) -1.516.635 728.933
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen
stände des Anlagevermögens und Sachanlagen
(20)
-886.574 -706.350
Betriebsergebnis (EBIT) -2.403.209 22.582
Erträge aus Wertpapieren des Umlaufvermögens und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
4.198 4.414
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
(22)
348.250 469.953
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(22)
-48.775 -51.165
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere
des Umlaufvermögens
-666.542 -
Periodenergebnis vor Steuern und Fremdanteilen (EBT) -2.766.079 445.785
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
(23)
259.647 531.527
Konzernjahresfehlbetrag / -überschuss vor Fremdanteilen -2.506.432 977.312
davon fremden Gesellschaftern zuzurechnen -405.420 34.681
davon Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnen -2.101.012 942.631
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert)
(11)
-0,21 0,09

Konzerneigenkapitalveränderung für das Geschäftsjahr 2008

Zahlen in EUR Gezeichnetes
Kapital
Kapital -
rücklage
Konzern
bilanz gewinn
Unterschiede aus
der Wäh rungs -
umrechnung
Anteile fremder
Gesellschafter
Summe
Stand 31. Dezember 2007 10.151.071 1.406.265 10.948.659 -181.869 2.768.049 25.092.175
Aktienrückkaufprogramm -166.100 -86.611 - - - -252.711
Management-Optionsprogramm - 33.985 - - - 33.985
Unterschiede aus der
Währungsumrechnung
- - - -163.220 -171.245 -334.465
Kapitalzuführung fremde
Gesellschafter
- - - - 238.000 238.000
Ausschüttungen an fremde
Gesellschafter
- - - - -38.688 -38.688
Ergebnisanteil fremder
Gesellschafter
- - - - -405.420 -405.420
Ergebnisanteil Gesellschafter
des Mutterunternehmens
- - -2.101.012 - - -2.101.012
Stand 31. Dezember 2008 9.984.971 1.353.639 8.847.646 -345.089 2.390.696 22.231.863

Konzerneigenkapitalveränderung für das Geschäftsjahr 2007

Zahlen in EUR Gezeichnetes
Kapital
Kapital -
rücklage
Konzern
bilanz gewinn
Unterschiede aus
der Wäh rungs -
umrechnung
Anteile fremder
Gesellschafter
Summe
Stand 31. Dezember 2006 10.620.443 1.840.016 10.006.028 -147.950 3.107.870 25.426.407
Aktienrückkaufprogramm -475.105 -468.135 - - - -943.240
Einzahlungen von Anteilseignern 5.733 7.568 - - - 13.301
Management-Optionsprogramm - 26.816 - - - 26.816
Ausschüttungen an fremde
Gesellschafter
- - - - -303.135 -303.135
Unterschiede aus der
Währungsumrechnung
- - - -33.919 -71.367 -105.286
Ergebnisanteil fremder
Gesellschafter
- - - - 34.681 34.681
Ergebnisanteil Gesellschafter
des Mutterunternehmens
- - 942.631 - - 942.631
Stand 31. Dezember 2007 10.151.071 1.406.265 10.948.659 -181.869 2.768.049 25.092.175

Konzern-Kapitalflussrechnung nach IFRS

Zahlen in TEUR Jan.-Dez. Jan.-Dez.
Konzernanhang 2008 2007
Anmerkung Nr.
Periodenergebnis einschließlich Anteile fremder Gesellschafter
-2.506 977
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 887 706
Abschreibungen auf Finanzanlagen 601 -
Buchverlust/-gewinn aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 115 -10
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 34 27
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -380 -
Veränderung der Rückstellungen 466 -1.660
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.643 -808
Veränderung der übrigen Forderungen sowie anderer Aktiva,
die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzurechnen sind
74 -204
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 56 540
Veränderung der übrigen Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva,
die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzurechnen sind
-44 -877
Mittelzufluss/ -abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 946 -1.309
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 0 24
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -1.987 -1.597
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -83 0
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -2.070 -1.572
Einzahlungen aus Kapitalzuführungen fremder Gesellschafter 238 -
Aktienrückkaufprogramm -253 -943
Veränderung der Finanzschulden -79 -112
Auszahlung an Minderheitsgesellschafter -39 -303
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -133 -1.358
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds
Wechselkurs-, Konsolidierungs- und Bewertungsbedingte Veränderungen
des Finanzmittelbestandes
(25)
-1.257
-283
-4.239
-99
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 9.776 14.114
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 8.236 9.776
Ergänzende Informationen
Erhaltene Zinsen des Geschäftsjahres 348 708
Zinszahlungen des Geschäftsjahres -49 -130
Steuerzahlungen des Geschäftsjahres 67 -1.106

Konzern-Segmentbericht nach IFRS

NCConsulting NCProducts Überleitung Konzern
Zahlen in TEUR 2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007
Umsatzerlöse 23.551 24.296 4.190 4.968 -65 -562 27.676 28.702
EBIT -1.995 92 -408 -70 - - -2.403 23
Buchwerte der Vermögensgegenstände 21.042 22.792 5.658 6.522 14 4 26.714 29.318
Schulden 4.746 5.835 2.534 1.354 - - 7.280 7.189
Abschreibungen 233 407 653 300 - - 887 706
Investitionen 557 352 1.513 1.244 - - 2.070 1.597
Wesentliche nicht zahlungswirksame
Aufwendungen
228 111 0 56 - - 228 167

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens nach IFRS

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zahlen in EUR Vortrag
01.01.2008
Zugänge Abgänge Währungs
differenzen
Stand
31.12.2008
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutz rechte
und ähnliche Rechte
4.803.549 175.050 112.849 -170.602 4.695.147
1.1 Entwicklungskosten 4.314.190 1.438.061 - - 5.752.251
2. Geschäfts- oder Firmenwert 25.565 - - - 25.565
3. Firmenwert aus der
Kapitalkonsolidierung
25.627.111 - - - 25.627.111
34.770.413 1.613.111 112.849 -170.602 36.100.074
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückseigene
Rechte und Bauten, einschließlich
Bauten auf fremden Grundstücken
35.244 61.914 - -6.751 90.408
2. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
3.180.049 311.581 28.225 -305.358 3.158.047
3.215.293 373.496 28.225 -312.109 3.248.455
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.373.685 - - -31.872 1.341.813
2. Sonstige Ausleihungen - 83.377 - - 83.377
1.373.685 83.377 - -31.872 1.425.190
39.359.392 2.069.984 141.074 -514.582 40.773.719
Buchwerte Abschreibungen
31.12.2007 31.12.2008 Stand
31.12.2008
Währungs
differenzen
Abgänge Zugänge Vortrag
01.01.2008
215.910 192.031 4.503.117 -165.618 - 81.095 4.587.639
1.320.172 2.179.293 3.572.957 - - 578.939 2.994.018
- - 25.565 - - - 25.565
8.540.462 8.540.462 17.086.648 - - - 17.086.648
10.076.543 10.911.787 25.188.287 -165.618 - 660.035 24.693.870
8.103 61.734 28.674 -6.554 - 8.086 27.142
419.988 496.034 2.662.013 -290.173 26.327 218.453 2.760.060
428.091 557.768 2.690.687 -296.727 26.327 226.540 2.787.202
710.284 77.560 1.264.253 - - 600.852 663.401
- 83.377 - - - - -
710.284 160.937 1.264.253 - - 600.852 663.401
11.214.918 11.630.492 29.143.227 -462.345 26.327 1.487.426 28.144.473

Konzern-Rückstellungsspiegel

Zahlen in EUR Rückstellungen
01.01.2008
Währungs
differenzen
01.01.2008
Inanspruch -
nahme
Auflösung Zuführung Rückstellungen
31.12.2008
Steuern vom Einkommen
und Ertrag
117.421 - 72.034 - - 45.387
Sonstige Rückstellungen
Personalkosten 1.650.516 - 1.567.571 11.967 1.516.221 1.587.198
Gewährleistungsverpflichtungen 238.800 - - 162.200 - 76.600
Drohende Verluste aus
Mietverträgen
200.000 - - - 401.417 601.417
Abschlusskosten 110.200 - 100.896 9.304 173.220 173.220
Übrige sonstige Rückstellungen 859.145 -41.189 530.991 196.413 688.179 778.731
Summe Sonstige Rückstellungen 3.058.661 -41.189 2.199.458 379.885 2.779.037 3.217.166

Konzernanhang nach IFRS

Der Konzernabschluss der NorCom Information Technology AG (kurz "NorCom AG") wird in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsgrund sätzen der International Financial Reporting Standards ("IFRS") des International Accounting Standards Board, wie sie in der EU anzuwenden sind und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Dabei werden alle zum 31. Dezember 2008 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Standards beachtet. Die Interpreta tionen des Standing Interpre tations Committee sowie des International Financial Reporting Interpretations Committee wurden berück sichtigt. Die bisher nicht von der EU anerkannten IFRS werden nach unserer Erwartung keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern abschluss haben.

Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämt liche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf tausend Euro (TEUR) auf- oder abgerundet.

Der Gegenstand der NorCom Information Techno logy AG und ihrer Tochterunternehmen ist die Konzeption, die Entwicklung und der Vertrieb von Soft- und Hardware-Produkten, die Beratung im

Bereich der Informationstechnologie, die Durch führung von Schulungen, die Erbringung von sons tigen damit in Zusammenhang stehenden Dienst leistungen, der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an Unternehmen, die insbesondere auf dem Gebiet der Entwicklung und des Vertriebs von Softwareprodukten sowie der Beratung bei der Entwicklung von individueller Software tätig sind sowie die strategische Führung, Steuerung und Koordinierung dieser Unternehmen.

Die NorCom Information Technology AG hat ihren Sitz in München, Gabelsbergerstr. 4, Deutschland.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 sind, neben der NorCom Information Technology AG, drei inländische und drei ausländische Unter neh men einbezogen worden, bei denen die NorCom Information Technology AG entweder unmittelbar oder durch eine Stimmrechtsvereinbarung über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt und damit die einheitliche Leitung ausübt.

Name und Sitz der
Gesellschaft
Kapital
anteil
%
IFRS
Eigenkapital
31.12.2008
TEUR
IFRS
Eigenkapital
31.12.2007
TEUR
IFRS
Jahreser gebnis
2008
TEUR
IFRS
Jahreser gebnis
2007
TEUR
NorCom Information
Technology AG, München
16.952 18.744 -1.573 1.538
NorCom Information
Technology Inc.,
Atherton/USA
100 19 19 - -
MaxiMedia
Technologies GmbH,
München
100 -1.347 -1.286 -62 -366
Value & Risk AG,
Frankfurt
*) 48,8 3.276 3.217 -97 -30
NorCom Systems
Technology GmbH,
München
100 113 71 41 52
Norske Systemarkitekter
AS, Oslo/Norwegen
54 1.592 2.699 -772 100
NorCom Information
Technology GmbH,
Moskau/Russland
100 26 26 - -

*) Der Anteil der NorCom AG an der Tochter Value & Risk AG verringerte sich im Geschäftsjahr 2008 von 51% auf 47,5%. Unter Berücksichtigung von eigenen Anteilen beträgt der Stimmrechtsanteil 48,8%. Es ist durch eine Stimmrechtsvereinbarung sichergestellt, dass der Anteileigner Herr Karsten Wohlenberg stets entsprechend der NorCom AG stimmt. Damit kann NorCom AG einen beherrschenden Einfluss auf das Tochterunternehmen ausüben und die Value & Risk wird im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

An der CognIT AS, Halden/Norwegen ist die NorCom AG mit insgesamt 21,7% unmittelbar und mittelbar beteiligt. Grundsätzlich wäre daher eine Konsolidierung "at Equity" geboten.

Ein maßgeblicher Einfluss besteht jedoch nicht, da die NorCom AG weder in der Geschäftsleitung vertreten ist noch einen Einfluss auf die Geschäfts poli tik der CognIT hat und auch keine sonstigen personellen und sachlichen Verflechtungen bestehen. Die CognIT AS wies zum 31. Dezember 2007 ein Eigen kapital von TEUR 1.399 aus. Der Jahresüber schuss des Geschäftsjahres 2007 betrug TEUR 136.

Mit Datum vom 12. November 2007 wurde die russische Tochtergesellschaft "NorCom Information Technology Gesellschaft mit beschränkter Haftung" nach dem Recht der russischen Föderation mit Sitz in Moskau, Russland, durch die NorCom Infor ma tion Technology AG gegründet. Die NorCom ist mit einem eingezahlten Kapital von 900.000,00 Rubel zu 100 % an dieser beteiligt. Die Tochtergesellschaft hat in 2008 ihre Geschäftstätigkeit noch nicht aufgenommen.

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unterneh men sind zum Abschlussstichtag des Mutterunter nehmens aufgestellt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Unternehmens zusammenschlüsse vor dem 1. Januar 2004 gemäß IAS 22 (Business Combinations) nach der Erwerbs methode auf den jeweiligen Anschaffungszeitpunkt der Beteiligung. Dabei wurden die Anschaffungs kosten der Beteiligungen mit dem anteiligen Zeitwert ihres Eigenkapitals zum Erwerbszeitpunkt aufgerechnet. Danach verbleibende aktive Unterschiedsbeträge wurden nach Verrechnung etwaiger stiller Reserven bzw. Lasten als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert und entsprechend ihrem künftigen wirtschaftlichen Nutzen planmäßig über einen Zeitraum von zehn Jahren ergebniswirksam abgeschrieben.

Mit der Erstanwendung des IFRS 3 wurde die planmäßige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmen werte ab dem 1. Januar 2004 eingestellt. Danach werden die Geschäfts- oder Firmenwerte jährlich auf Wertminderung geprüft – oder häufiger, falls Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hin weisen, dass der Vermögenswert gemäß IAS 36 wertgemindert sein könnte ("Impairment Test"). Ergibt sich aus der Prüfung eine Wertminderung, so wird diese ergebniswirksam in der entsprechenden Periode berücksichtigt.

Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Einheitliche Bewertung

Die in den Konzernabschluss übernommenen Ver mögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesell schaften werden einheitlich nach den nach folgenden Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungs methoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit folgenden Ausnahmen:

Es wurden zum 1. Januar 2008 die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten IFRS Standards und Interpretationen angewandt.

Gemäß IFRIC 11 "IFRS 2 - Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen" sind Vereinbarungen, nach denen Mitarbeitern Rechte an Eigenkapitalinstrumenten eines Unternehmens gewährt werden, auch dann als aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente zu bilanzieren, wenn das Unternehmen die Instrumente von einem Dritten erwirbt oder wenn die Anteilsgeber die benötigten Eigenkapitalinstrumente bereitstellen. Der Konzern hat keine Instrumente ausgegeben, die in den Anwendungsbereich dieser Interpretation fallen.

IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionen" regelt die bilanzielle Behandlung von im Rahmen von Dienst leistungskonzessionen übernommenen Verpflich tungen und erhaltenen Rechten im Abschluss des Konzessionsnehmers. Dienstleis tungs konzessionen liegen nicht vor, so dass sich auf den vorliegenden Abschluss hieraus keine Auswirkun gen ergeben.

IFRIC 14 "IAS 19 – Die Begrenzung eines leistungs orientierten Vermögenswertes, Verpflichtung zu Mindestbeitragszahlungen und ihr Zusammenspiel" dient als Ergänzung zu IAS 19. Wesentliche Aus wir kungen auf die Berichterstattung der NorCom IT AG ergeben sich hieraus nicht.

IFRS 8 "Operating Segments" führt zum Ersatz der bisher von IAS 14 behandelten Segmentbericht erstattung und ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Nach dem sog. Management approach werden Segmente nur noch produkt- bzw. leistungsorientiert und nicht mehr geografisch gebildet. Bezüglich der Segmentinformationen ergeben sich für den Konzern keine wesentlichen Veränderungen.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden Ermessensentscheidungen, Schätzungen und An nah men vom Management gemacht, die sich auf die Höhe der zum Stichtag ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie auf den Ausweis von Eventualschulden auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundenen Unsicherheiten könnten Ereignisse entstehen, die jedoch in der Zukunft zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte und Schulden führen.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Haupt quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund deren ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert:

Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Es wird an jedem Bilanzstichtag ermittelt, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nicht-finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Die Geschäftsoder Firmenwerte, die aktivierten Entwicklungs kosten sowie die aktiven latenten Steuern werden mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderung überprüft. Sonstige nicht-finanzielle Vermögens werte werden auf Werthaltigkeit untersucht, wenn Hinweise vorliegen, dass der Buchwert den erziel baren Betrag übersteigt.

Zur Schätzung des Nutzungswerts muss das Manage ment die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert der Cashflows zu ermitteln.

Im Geschäftsjahr 2008 ergab die Überprüfung keine Anhaltspunkte für eine Wertminderung der nichtfinanziellen Vermögenswerte.

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend der unten dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungs methode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Manage ments, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Für Zwecke der Ermittlung der Abschreibungsdauer der aktivierten Entwicklungskosten trifft das Management Annah men über den Zeitraum der Nutzung der entwickelten Features. Nach bestmöglicher Schätzung betrug der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten zum 31. Dezember 2008 TEUR 2.179 (2007: TEUR 1.320).

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung des Managements bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Zum 31. Dezember 2008 belief sich der Buch wert der berücksichtigten steuerlichen Verluste auf TEUR 2.957 (2007: TEUR 2.905) und der nicht berücksichtigte steuerliche Verlust auf ca. Mio. EUR 21 (2007: Mio. EUR 18).

Künftige Forderungen aus Entwicklungs aufträgen

Die Bewertung der Leistungen aus Entwicklungs aufträgen wird in der Anhangsangabe "Künftige Forderungen aus Entwicklungsaufträgen" erläutert. Der für die "percentage of completion method" gemäß IAS 11 benötigte Fertigstellungsgrad der Leistungen wird durch das Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Kosten zu den vom Manage ment geschätzten Gesamtkosten ermittelt. Nach bestmöglicher Schätzung betrug der Buchwert der künftigen Forderungen aus Entwicklungsaufträgen abzüglich der bereits erhaltenen Anzahlungen zum 31. Dezember 2008 TEUR 1.110 (2007: TEUR 1.386).

Währungsumrechnung

Die Umrechnung der in fremder Währung auf gestellten Jahresabschlüsse der konsolidierten Unternehmen erfolgt auf Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 nach der modifizierten Stichtagskursmethode.

Da alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig ihre Geschäftstätigkeit betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Daher werden im Konzernabschluss die Vermögenswerte und Schulden mit dem Stichtagskurs, Eigenkapitalposten mit historischen Kursen sowie Aufwendungen und Erträge mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Daraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen.

In den Abschlüssen der einzelnen Konzernunter nehmen werden Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung zum Abschlussstichtag mit den aktuellen Stichtagskursen umgerechnet, entstehende unrealisierte Kursgewinne oder Kursverluste erfolgswirksam gebucht.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden vom Unternehmen gemäß IAS 39 als Forde rungen klassifiziert. Forderungen werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert und bei der Folgebewertung mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effek tiv zinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderun gen bewertet. Für alle erkennbaren Risiken werden Wertberichtigungen basierend auf individueller Risikoeinschätzung sowie auf Grund von Erfah rungswerten ermittelt. Daraus resultierende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam erfasst. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abgezinst.

Künftige Forderungen aus Entwicklungsaufträgen

Zur Bewertung der Leistungen aus Entwicklungs aufträgen wird die "percentage of completion method" gemäß IAS 11 angewandt. Dabei werden als Auftragserlöse die in Festpreisverträgen vereinbarten Erlöse in Höhe des jeweiligen Fertig stel lungs grades angesetzt. Der Fertigstellungsgrad der

Leistungen wird durch das Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten ermittelt. Bei langfristigen Entwick lungsaufträgen werden die erhaltenen Anzahlungen mit dem Leistungsstand verrechnet. Der Bilanz ausweis der entsprechend als Umsatz realisierten Leistungen und erhaltenen Anzahlungen erfolgt unter "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" bzw. unter dem Posten "erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen", wenn die erhaltenen Beträge die erbrachten Leistungen übersteigen.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel beinhalten Barmittel und kurzfristige liquide Anlagen, die mit Fälligkeiten von drei Monaten oder weniger erworben wurden. Die Entwicklung der flüssigen Mittel, die den Finanzmittelfonds gem. IAS 7 bilden, ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt.

Geschäfts- oder Firmenwerte sowie übrige immaterielle Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwerte ergeben sich aus den Unterschieden zwischen den Anschaffungskosten eines Unternehmenszusammenschlusses und den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden.

Die zum 31. Dezember 2003 verbliebenen Geschäftsoder Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht mehr linear abgeschrieben. Stattdessen erfolgt eine jähr liche Prüfung auf Wertminderung oder häufiger, falls Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hinweisen, dass der Vermögenswert gemäß IAS 36 wertgemindert sein könnte.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind gemäß IAS 38 mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer jeweiligen geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Entgeltlich erworbene Software wird linear über drei Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen dabei ab dem Zeitpunkt der Anschaffung der Software.

Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst.

Forschung und Entwicklung

Gemäß IAS 38 aktiviert die Gesellschaft eigene Ent wicklungskosten für selbsterstellte Software, sofern die anfallenden Entwicklungskosten zu marktfähigen Produkten führen und entsprechende Umsatz erlöse für die Vergangenheit nachgewiesen werden konnten bzw. die geplanten oder erwar teten Umsatz erlöse die aktivierten Aufwendungen übersteigen.

Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erst maligen Ansatz unter Anwendung des Anschaf fungs kostenmodells, d.h. zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibung und kumulierter Wertminderungsaufwendungen, bilanziert. Die Entwicklungskosten umfassen dabei alle direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht aktiviert.

Die Abschreibung beginnt mit dem Abschluss der Entwicklungsphase und ab dem Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Die Abschreibung erfolgt über den Zeitraum, über den künftiger Nutzen zu erwarten ist.

Die Entwicklungskosten für neue Produkte werden auf drei Jahre linear abgeschrieben, wobei im Jahr der Fertigstellung pro rata temporis abgeschrieben wird.

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die aktivierten Entwicklungskosten für Software wertgemindert sein könnten. Liegen solche Anhaltspunkte vor, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrages des Vermögenswertes vor. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Aufwendungen für Forschung und allgemeine Entwicklung werden gemäß IAS 38 als Aufwand erfasst.

Sachanlagevermögen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen.

Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode. Hardware wird über 3 Jahre, übrige Betriebsausstattung über 5-13 Jahre und Einbauten über 10 Jahre verteilt abgeschrieben.

Verfügungsbeschränkungen oder an Darlehensgeber verpfändetes Anlagevermögen liegen nicht vor. Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Wesentliche Neuerungen und Verbesse run gen werden aktiviert.

Finanzanlagen

Bei der erstmaligen Erfassung werden Finanz anlagen mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst. Für die Folgebewertung wurden sämtliche Finanz anlagen gemäß IAS 39 in die Kategorie "finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizu legenden Zeitwert bewertet sind" eingeteilt und sind daher grundsätzlich zu Marktwerten zu bewerten. Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Wertberichtigungen, bewertet.

Leasingverträge

Die Gesellschaft hat ausschließlich Operating-Leasingverhältnisse abgeschlossen. Finanzierungs-Leasingverträge, die gemäß IAS 17 beim Leasing nehmer zu aktivieren sind, liegen nicht vor.

Rückstellungen für Pensionen

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt gemäß IAS 19 nach dem Anwartschafts bar wertverfahren auf der Basis eines versicherungs mathematischen Gutachtens. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch die künftig zu erwartende Steigerung der Renten und Gehälter bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst erfolgswirksam verrechnet, wenn sie über einem Korridor von 10% des Anwartschafts barwerts liegen. In diesem Fall werden sie über die künftige durchschnittliche Restdienstzeit der betroffenen Mitarbeiter verteilt.

Da die Rückdeckungsversicherung die Voraus setzungen des IAS 19 als 'plan assets' erfüllt, wird der Aktivposten aus der Rückdeckungsversicherung mit der zu bildenden Rückstellung saldiert.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind alle übrigen ungewissen Verpflichtungen und Risiken des Unter nehmens gegenüber Dritten enthalten, sofern ein Mittelabfluss daraus wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist. Die angesetzten Beträge der Rück stellungen stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwär tigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist. Langfristige Rückstellungen werden mit ihrem Bar wert angesetzt, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. In den Folgejahren werden alle Verbind lichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst.

Berücksichtigung von Umsatzerlösen

Umsatzerlöse werden grundsätzlich zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs erfasst. Zur Bewertung der Leistungen aus langfristigen Entwicklungsaufträgen (Softwareentwicklungen im Kundenauftrag) wird die "percentage of completion method" gemäß IAS 11 angewandt; die erbrachten Leistungen werden entsprechend als Umsatzerlöse ausgewiesen.

Zinsen werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand gebucht.

Die Erträge aus den zur Rückdeckung der Pensions zusage an einen ehemaligen Vorstand abgeschlossenen Lebensversicherungen werden nach IAS 19 mit der Zuführung zur Pensionsrückstellung verrechnet.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Abgrenzungsposten für latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, auf die sich aus der konzerneinheit lichen Bewertung und Konsolidierung ergebenden Unterschiedsbeträge sowie auf steuerliche Verlust vorträge gebildet. Die Abgrenzungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbe- bzw. -ent lastung nachfolgender Geschäftsjahre gebildet.

Steuerguthaben aus Abgrenzungen werden nur dann berücksichtigt, wenn die Realisierung der Steuerminderung hinreichend wahrscheinlich ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Steuersätzen, die in den Jahren 2008 und 2007 zwischen 28% und 32,98% liegen.

Bei den Rückstellungen für Steuern vom Einkom men und Ertrag ist von einer voraussichtlichen Inan spruchnahme innerhalb eines Jahres auszugehen.

Noch nicht berücksichtigte IFRS

Die Auswirkungen der im Geschäftsjahr 2008 noch nicht angewandten bzw. von der EU nicht anerkannten IFRS und IFRIC auf den Konzernabschluss der NorCom AG wurde geprüft:

IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" (überarbeitet): Die Änderung des Standards sieht eine gesonderte Darstellung für nicht anteilseignerbezogene Auf wendungen und Erträge vor und ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Hieraus sind keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichter stat tung der NorCom IT AG zu erwarten.

IAS 23 "Fremdkapitalkosten" (überarbeitet) ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Der Standard fordert eine Aktivierung von Fremdkapitalkosten, die dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts direkt zugerechnet werden können. Ein qualifizierter Vermö gens wert ist ein Vermögenswert, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufs fähigen Zustand zu versetzen. Hieraus sind keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bericht er stattung der NorCom IT AG zu erwarten.

IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" und IAS 1 "Darstellung des Abschlusses – Kündbare Finanz instrumente und Verpflichtungen im Fall der Liquidation" (überarbeitet) sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Die Überarbeitungen erlauben in geringem Umfang Ausnahmen, die eine Klassifizierung kündbarer Finanzinstrumente als Eigenkapital erstatten, sofern sie bestimmte

Kriterien erfüllen. Die Änderungen der Standards werden sich nicht auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns auswirken, da der Konzern keine derartigen Instrumente ausgegeben hat.

IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" (überarbeitet) ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Die Änderungen konkretisiert, wie die in IAS 39 enthaltenen Prinzipien zur Abbildung von Sicherungsbeziehungen auf die Designation eines einseitigen Risikos in einem Grundgeschäft sowie auf die Designation von Inflationsrisiken als Grund geschäft anzuwenden sind. Der Konzern geht davon aus, dass die Änderungen sich nicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken, da der Konzern bisher keine derartigen Geschäfte eingegangen ist.

IAS 39/IFRS 7 "Umklassifizierung von finanziellen Vermögenswerten" ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen. Danach ist es unter außergewöhnlichen Umständen möglich, bestimmte finanzielle Werte aus der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" in eine andere Kategorie umzugliedern. Da keine "zu Handelszwecken gehalten" finanzielle Werte gehalten werden, werden die überarbeiteten Standards keine Auswirkungen auf den Konzern abschluss haben.

Verbesserungen zu IFRS 2008: Im Mai 2008 ver öffentlichte der IASB erstmals einen Sammel standard zur Änderung verschiedener IFRS Standards mit dem primären Ziel, Inkonsistenzen zu beseitigen und Formulierungen klarzustellen. Die Standards sind erstmals für Geschäftsjahre an zuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Hieraus sind keine wesentlichen Auswir kungen auf die Berichterstattung der NorCom IT AG zu erwarten.

IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" und IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschüsse nach IFRS" (überarbeitet) sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Die Änderungen zu IFRS 1 erlauben einem Unternehmen, die "Anschaffungskosten" der Beteiligung an Tochterunternehmen, Joint Venture oder assoziierten Unternehmen in der IFRS-Eröff nungsbilanz in Übereinstimmung mit IAS 27 oder

unter Verwendung der nach vorher angewandten Rechnungslegungsvorschriften ausgewiesenen Beträge bzw. der beizulegende Zeitwert als Ersatz für Anschaffungskosten (Deemed Costs) zu bestimmen. Die Änderung zu IAS 27 verlangt, dass sämt liche Dividenden von Tochterunternehmen, Joint Venture oder assoziierten Unternehmen im separaten Einzelabschluss erfolgswirksam erfasst werden. Die neuen Anforderungen haben keine Auswirkun gen auf den Konzernabschluss.

IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütungen" (überarbeitet) ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Darin werden Ausübungsbedingungen präziser definiert und die bilanzielle Behandlung wirksam annullierter Zusagen geregelt. Aus der Anwendung ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns, da keine Ereignisse eingetreten sind, die in den Anwendungsbereich dieser Regelung fallen.

IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" und IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" (überarbeitet) sind erstmals für Ge schäfts jahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. IFRS 3 führt Änderungen in der bilanziellen Behandlung von nach diesem Zeitpunkt stattfindenden Unternehmenszusammen schlüssen ein, die sich auf die Ansatzhöhe des Geschäfts- oder Firmenwerts, auf die Ergebnisse des Berichtszeitraums, in dem ein Unternehmenserwerb erfolgt ist, und auf künftige Ereignisse auswirken werden. Für Vermögenswerte und Schulden, die aus solchen Transaktionen vor dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des neuen Standards resultieren, ergeben sich daher keine Änderungen.

IFRIC 13 "Kundenbonusprogramme" ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen. Die Interpretation befasst sich mit der bilanziellen Erfassung von Ver pflichtungen gegenüber dem Kunden aus Kunden bonusprogrammen. Da keine Kunden bonuspro gramme vorliegen, ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRIC 15 "Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien" ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Diese Interpretation stellt klar, wann und wie Erträge aus der Veräußerung einer Immobilieneinheit und damit verbundene

Aufwendungen zu erfassen sind, falls ein Projekt entwickler und ein Käufer vor Fertigstellung der Immobilie eine Vereinbarung treffen. Außerdem gibt diese Interpretation Leitlinien zur Bestimmung, ob eine Vereinbarung in den Anwendungsbereich von IAS 11 oder in den Anwendungsbereich von IAS 18 fällt. IFRIC 15 wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben, da der Konzern derartige Geschäftstätigkeiten nicht durchführt.

IFRIC 16 "Absicherung einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb" ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Oktober 2008 beginnen. Ziel der Interpre tation ist eine Klarstellung zweier Sachverhalte, die sich im Rahmen der beiden Standards IAS 21 und IAS 39 im Zusammenhang mit der Bilanzierung der Absicherung von Fremdwährungsrisiken innerhalb eines Unternehmens und seiner ausländischen Geschäftsbetriebe ergeben. Da der Konzern keine derartigen Sicherungsgeschäfte unterhält, werden aus dieser Interpretation keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet.

IFRIC 17 "Sachausschüttungen an Eigentümer" ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. IFRIC 17 stellt klar, dass eine auszukehrende Dividende erfolgswirksam anzusetzen ist, wenn sie sachgerecht genehmigt wurde und nicht mehr im Ermessen des Unternehmens steht. Die Sachausschüttung ist zum beizulegenden Zeitwert der nicht entgeltlichen Vermögenswerte zu bewerten. Da der Konzern keine derartigen Ausschüttungen vornimmt, werden aus dieser Interpretation keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet.

IFRIC 18 "Übertragung von Vermögenswerten von Kunden" ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Die Interpretation regelt die bilanzielle Behandlung von Vereinbarungen, bei denen Sachanlage vermö gen oder Geldmittel zur Investition in Sachanlage vermögen von einem Kunden erhalten werden, um diese damit an ein Netzwerk anzuschließen oder diesen damit einen dauerhaften Zugang zur Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen zu gewähren. Da im Konzern keine derartigen Geschäftsvorfälle vorgenommen werden, werden aus dieser Interpretation keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

(1) Immaterielle Vermögensgegenstände Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapital konsolidierung resultieren unverändert zum Vorjahr aus der Value & Risk AG, Frankfurt (TEUR 2.830), aus der MaxiMedia Technologies GmbH, München (TEUR 1.281), und den im Geschäftsjahr 2002 auf das Mutterunternehmen verschmolzenen Gesell schaften NorCom Systems Technology GmbH, München, und NorCom Global Security GmbH, München (TEUR 4.428).

Eine planmäßige Firmenwertabschreibung wurde im Geschäftsjahr gemäß IFRS 3 nicht vorgenommen. IFRS 3 verlangt hingegen, dass ein Firmenwert mindestens jährlich auf Wertminderung geprüft wird. Aus der im Geschäftsjahr erfolgten Prüfung geht keine Wertminderung hervor.

Der Nutzungswert der Firmenwerte wurde mit Hilfe des Ertragswertverfahrens auf Basis einer detaillierten Planung für die Jahre 2009 – 2011 durchgeführt. Für die Jahre 2012 ff. wurde von der konstanten Erzielung eines Einnahmenüberschusses wie im Jahr 2011 ausgegangen. Die Abzinsungssätze basieren auf dem Zinssatz von risikolosen Anleihen in Höhe von 4,0% zuzüglich einem Risikozuschlag von 5,4%. Für den Zeitraum der ewigen Rente wurde von einer Inflation in Höhe von 1 Prozent ausgegangen.

Die sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen aktivierte Entwicklungs kosten in Höhe von TEUR 2.179 (2007: TEUR 1.320), die über eine Nutzungsdauer von drei Jahren linear abgeschrieben werden. Das Management hat bei der Beurteilung der Werthaltigkeit der aktivierten Entwicklungskosten keine Anhaltspunkte festgestellt, die darauf hindeuten, dass die Werte wert gemindert sein könnten.

Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Bilanzposten des Anlagevermögens enthält der Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang).

(2) Sachanlagen

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen betreffen überwiegend Ergänzungs- und Ersatzbeschaffungen von Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Das Management hat bei der Beurteilung der Werthaltigkeit der bilanzierten Sachanlagen keine Anhaltspunkte festgestellt, die darauf hindeuten, dass die Werte wertgemindert sein könnten.

Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Bilanzposten des Anlagevermögens enthält der Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang).

(3) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen setzen sich zusammen aus der CognIT AS, Halden/ Norwegen (TEUR 78 (Vorjahr: TEUR 710)) sowie der Certification Europe Ltd., Dublin/Irland (EUR 1 (Vorjahr: EUR 1). Ausleihun-gen wurden im Geschäftsjahr 2008 in Höhe von TEUR 83 einem neuen Minderheits gesellschafter der Value & Risk zur Finanzierung des Anteilser werbs gewährt. Diese Ausleihungen werden mit 5% p.a. verzinst.

Im Geschäftsjahr 2008 wurde die Beteiligung an der CognIT AS, Halden/ Norwegen außerplanmäßig abgeschrieben. Die außerplanmäßige Abschreibung wurde in Höhe von TEUR 601 vorgenommen.

Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Bilanzposten des Anlagevermögens enthält der Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang).

(4) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Restlaufzeit sämtlich weniger als ein Jahr beträgt, sind zum Nominalwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:

Zahlen in TEUR 31.12.2008 31.12.2007
Lieferungen und
Leistungen
4.751 6.118
Künftige Forderungen
aus Fertigungs
aufträgen (POC)
1.110 1.386
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen gesamt
5.861 7.504

Im Rahmen des POC wurden Anzahlungen in Höhe von TEUR 1.470 (Vorjahr: TEUR 769) verrechnet.

Zum 31. Dezember 2008 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Nominalwert von T€ 219 (31. Dezember 2007: T€ 143) wertberichtigt. Bei den Wertberichtigungen auf Forderungen handelt es sich sowohl um Einzelwertberichtigungen als auch um pauschalisierte Einzelwertberichtigungen auf Portfoliobasis zur Berücksichtigung der dem Forderungsbestand immanenten Wertminderungs risiken.

Zum 31. Dezember 2008 stellt sich die Alters struktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (vor Wertberichtigungen und künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen (POC)) wie folgt dar:

Weder 30 60 90
überfällig - - -
Summe noch wert
gemindert
< 30
Tage
60
Tage
90
Tage
120
Tage
>120
Tage
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
4.970 2.257 1.158 461 191 10 893

Alle hier ausgewiesenen Forderungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 Tagen.

Der beizulegende Zeitwert der im Konzern erfassten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht den Nennwerten.

(5) Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögens werte enthalten im Wesentlichen Steuerforderungen in Höhe von TEUR 313 (31. Dezember 2007: TEUR 304) sowie geleistete Vorauszahlungen in Höhe von TEUR 127 (31. Dezember 2007: TEUR 141).

Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögens werte sind mit dem Nennwert bilanziert und haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Wertberichtigungen auf die sonstigen Vermö gens werte waren nicht veranlasst. Der beizulegende Zeitwert der im Konzern erfassten sonstigen Vermögenswerte entspricht den Nennwerten bzw. dem Rentenbarwert für den Aktivwert der Rückdeckungsversicherung.

(6) Flüssige Mittel

Zahlen in
TEUR
31.12.2008 31.12.2007
Kasse 2 11
Bankguthaben
in lfd. Rechnung
5.723 6.257
Termingelder 2.512 3.507
8.237 9.776

Der beizulegende Zeitwert der im Konzern erfassten flüssigen Mittel entspricht den Nennwerten.

(7) Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten besteht überwiegend aus im Voraus bezahlten Mietauf wendungen für das Folgejahr.

(8) Latente Steuern

Die in den aktiven und passiven latenten Steuern ausgewiesenen Beträge beziehen sich auf die nachfolgend dargestellten Positionen:

Zahlen in TEUR 31.12.2008 31.12.2007
Latente Steueransprüche
Kumulierte
steuerliche
Verlustvorträge
2.957 2.905
2.957 2.905
Latente Steuerschulden
Kurzfristige
Vermögens
gegenstände
7 14
7 14
Latente Steuern,
netto
2.950 2.891

Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von rd. EUR 21 Mio. wurden bisher keine latenten Steuern aktiviert.

(9) Gezeichnetes Kapital

Zum 31. Dezember 2008 sind von der NorCom Information Technology AG 10.626.176 auf den Inhaber lautende Stückaktien zum Nennwert von EUR 1,- ausgegeben. Das Grundkapital ist voll einbezahlt.

Der Vorstand der NorCom Information Techno logy AG ist laut Satzung ermächtigt, mit Zustim mung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 17.08.2010 einmal oder mehrmalig gegen Bar- und/oder Sacheinlage um insgesamt bis zu EUR 5.293.758 durch Ausgabe von bis zu 5.293.758 neuen Stammstückaktien zu erhöhen.

Das Grundkapital ist um EUR 4.000.000 bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuld verschrei bungen. Darüber hinaus ist das Kapital zur Durch führung des Aktienoptionsprogramms (31) bedingt erhöht. Im Jahr 2006 wurde von oben beschrie bener Ausgabeoption in Höhe von EUR 5.733 Gebrauch gemacht. Die Eintragung erfolgte im Geschäftsjahr 2007.

Im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms hat die Gesellschaft im Berichtsjahr 166.127 Stückaktien (Vorjahr: 475.078 Stückaktien) zurückerworben. Nach Beschluss der Hauptversammlung am 14. Juni 2007 war der Vorstand ermächtigt, bis zum 13. Dezember 2008 eigene Aktien bis zu einem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von 10% zu erwerben. In den Geschäftsjahren 2007 und 2008 hat NorCom insgesamt 641.205 eigene Aktien zurückgekauft.

Im Geschäftsjahr 2008 fand der Erwerb der Aktien in den folgenden Zeiträumen statt:

Kalenderwoche Zugang
1 8.630
2 27.218
3 17.764
4 13.164
5 1 1.938
6 1 1.145
7 1 1.963
8 6.909
9 7.401
10 7.091
11 8.256
12 6.961
13 7.387
14 9.672
15 10.628
166.127

(10) Kapitalrücklage

In der Kapitalrücklage ist das Aufgeld aus der Aus gabe der Aktien abgebildet.

Zur Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals wird auf die Konzerneigenkapitalveränderung als Bestand teil dieses Abschlusses verwiesen.

Unterschiede aus der Währungsumrechnung aus ländischer Jahresabschlüsse werden gemäß IAS 21 nicht ergebniswirksam erfasst, sondern erfolgs neutral im Eigenkapital unter der Position "Unter schiede aus der Währungsumrechnung" verrechnet.

(11) Ergebnis je Aktie

Der Gewinn je Aktie wird in Übereinstimmung mit IAS 33 ermittelt.

Zahlen in EUR 2008
unver -
wässert
2007
unver -
wässert
Jahresüberschuss -2.101.012 942.631
Aktienanzahl
(durchschnittlich)
9.984.944 10.274.949
Ergebnis je Aktie -0,21 0,09

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Jahresergebnisses durch den gewichteten Durchschnitt der Zahl der ausgegebenen Aktien. Das verwässerte Ergebnis entspricht dem unver wässerten Ergebnis.

(12) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind im Rückstel lungs spiegel (Anlage 3 zum Anhang) dargestellt und decken alle zu erwartenden Aufwendungen zum Zeitpunkt des Bilanzstichtags ab.

Die Personalrückstellungen beinhalten im Wesent lichen Rückstellungen für noch nicht genommenen Urlaub, Zielvereinbarungen und Überstunden.

Gewährleistungsrückstellungen wurden für soge nannte Festpreisprojekte gebildet, für die laut Ver trag eine zweijährige Garantieverpflichtung besteht.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Mietver pflichtungen für ehemalige Büroräume der NorCom Information Technology AG, München.

Bei den sonstigen Rückstellungen ist mit Ausnahme der Rückstellung für Mietverpflichtungen für ehemalige Büroräume mit einer voraussichtlichen Inan spruchnahme innerhalb eines Jahres zu rechnen.

Die Rückstellung für Mietverpflichtungen für ehemalige Büroräume wird unter Berück sich ti gung einer Verzinsung von 5,5% und der Restlauf zeit des Vertrages bis zum 31.03.2012 in Höhe des Barwerts der Verpflichtung von TEUR 601 gebildet.

(13) Rückstellungen für Pensionen

Es liegt eine leistungsorientierte Pensionszusage für ein ehemaliges Mitglied des Vorstands vor, welche die Gewährung einer Alters- und Wit wenrente vorsieht. Die Verpflichtungen aus dem Pensionsplan werden jährlich von unabhängigen Gutachtern nach dem Anwartschaftsbar wertver fahren (Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet. Die bei der Berechnung zugrunde gelegten ver sicherungs mathe matischen Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Berechnungs
grundlagen:
31.12.2008
%
31.12.2007
%
Rechnungszins 5,70 5,70
Gehaltstrend - -
Verzinsung der
plan assets
4,0 4,0
Rentenanpassung 1,0 1,0
Entwicklung der
Pensionsrückstellung:
2008
TEUR
2007
TEUR
Stichtag 1. Januar 2008 0 0
Dienstzeitaufwand - -
Erträge aus Planvermögen -8 -7
Zinsaufwand 8 7
Zuführungen Beiträge - -
Saldierter nicht ausgewiesener
Aktivposten der DBL
- -
0 0
Überleitung zum
Bilanzausweis:
31.12.
2008
TEUR
31.12.
2007
TEUR
Barwert der
leistungsorien tierten
Verpflichtungen (DBO)
149 141
Wert der "plan assets"
jeweils zum 31.12.2008
-197 -189
noch nicht erfasste
versicherungs
mathematische Gewinne
19 19
Saldierter nicht
ausgewiesener
Passivposten der DBL
0 -
-29 -29

Die Nettoaufwendungen aus der Pensionszusage betrugen TEUR 0.

Zahlen in TEUR 2008 2007
Zinsaufwendungen -8 -7
Erwarteter Kapitalertrag im GJ 8 7
0 0

Im Geschäftsjahr wurde der Aufwand aus der Ein buchung und Erhöhung der Pensionsrückstellung mit dem Ertrag aus der Rückdeckungsversicherung nach IAS 19 saldiert.

Die Rückdeckungsversicherung erfüllt die Voraus setzungen als Planvermögen nach IAS 19 und wird daher nicht als gesonderter Vermögenswert ausgewiesen.

Darüber hinaus bestehen Altersversorgungszusagen gegenüber einem aktiven und zwei ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern. Die Leistungen aus den über die rückgedeckte Unterstützungskasse finanzierten Zusagen entsprechen exakt den Versiche rungsleistungen aus der zugrunde liegenden Rück deckungsversicherung. Die Unterstützungs kasse ist von ihrer Satzung so ausgelegt, dass die Leistungen nur für den Arbeitnehmer zur Verfügung stehen und der Arbeitgeber keinen Zugriff auf das Vermögen der Kasse hat. Auch im Falle einer Insolvenz ist die Erfüllung der bis dahin erreichten Leistungen garantiert. Die Altersversorgungszusage erfüllt nach IAS 19 die Verpflichtung als "Defined Contribution" und ist somit bei der NorCom Information Techno logy AG nicht zu bilanzieren.

(14) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Der Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 2.409 (Vor jahr: TEUR 2.353) ist innerhalb eines Jahres fällig.

Der beizulegende Zeitwert der im Konzern erfassten kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht den Nennwerten.

(15) Sonstige Verbindlichkeiten

Zahlen in TEUR 31.12.2008 31.12.2007
Lohn- und Gehalts -
verbindlichkeiten
615 570
Steuern (ohne
Lohn- und
Kirchensteuer)
437 707
Lohn- und
Kirchensteuer
263 291
Darlehen von
Nichtbanken
21 100
Verbindlichkeiten
im Rahmen der
sozialen Sicherheit
19 0
Übrige 250 79
1.605 1.747

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Der beizulegende Zeitwert der im Konzern erfassten sonstigen Verbindlichkeiten entspricht den Nenn werten.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(16) Umsatzerlöse und aktivierte Eigenleistungen

Es wird nach Umsatzerlösen aus NCProducts (Pro dukt-/Lizenzverkäufen) sowie NCConsulting (Profes sional Services/IT-Consulting) unterschieden. Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Bereichen und Regionen ist in dem beigefügten Segmentbericht dargestellt.

Im Jahr 2008 wurden keine Umsätze mit Beteiligungsunternehmen getätigt.

Die Umsatzerlöse aus der "percentage of completion method" gemäß IAS 11 belaufen sich auf TEUR 2.540 (Vorjahr TEUR 1.329). Dem stehen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.790 (Vorjahr TEUR 1.000) gegenüber, so dass ein Ertrag in Höhe von TEUR 750 (Vorjahr TEUR 329) realisiert wurde.

Aktivierte Eigenleistungen resultieren aus der Aktivierung von Entwicklungskosten im Geschäftsjahr 2008 in Höhe von TEUR 1.438.

(17) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 380 (2007: TEUR 900).

(18) Materialaufwand

Die Materialaufwendungen betreffen im Wesent lichen bezogene Fremdleistungen und den Zukauf von Fremdsoftware.

(19) Personalaufwand

Zahlen in TEUR 2008 2007
Gehälter 12.942 11.995
Soziale Ab ga ben,
Auf wen dungen
für die Alters ver
sor gung und
Sonstiges
1.515 1.265
14.457 13.260

(20) Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen

Zahlen in TEUR 2008 2007
Immaterielle
Vermögens werte
660 473
Sachanlagen 227 233
887 706

(21) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

Zahlen in TEUR 2008 2007
Verwaltungs -
aufwendungen
2.446 1.958
Vertriebsauf -
wendungen
1.571 1.347
Sonstige
operative
Aufwendungen
1.998 1.548
6.015 4.853

(22) Zinsergebnis

Zahlen in TEUR 2008 2007
Zinsen und
ähnliche Erträge
348 470
Zinsen und
ähnliche
Aufwendungen
-48 -51
300 419

(23) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand/ -ertrag stellt sich wie folgt dar:

Zahlen in TEUR 2008 2007
Laufende Steuern 201 -20
Latenter
Steuer aufwand (-) /
latenter Steuerertrag (+)
59 552
260 532

Latente Steuern auf Verlustvorträge werden aktiviert, soweit in Zukunft wahrscheinlich ist, dass zu versteuernde Einkommen in ausreichender Höhe zur Realisierung verfügbar sind. Es bestehen zum Bilanzstichtag nicht genutzte körperschaftsteuerliche bzw. vergleichbare ausländische steuerliche Verlust vorträge in Höhe von ca. Mio. 21 EUR.

Es wurden aktive Steuerabgrenzungen auf die Ver luste der MaxiMedia Technologies GmbH, München, der NSA sowie der NorCom Information Technology AG bilanziert. Als aktive latente Steuern hieraus werden insgesamt TEUR 2.957 (Vorjahr: TEUR 2.905) ausgewiesen.

Bei der folgenden Überleitungsrechnung für den Konzern werden die einzelnen, gesellschaftsbezo genen und mit dem jeweiligen länderspezifischen Steuersatz erstellten Überleitungsrechnungen unter Berücksichtigung von Konsolidierungsmaßnahmen zusammengefasst. Dabei wird der erwartete Steueraufwand auf den effektiv ausgewiesenen Steueraufwand übergeleitet.

Zahlen in TEUR 2008 2007
Ergebnis vor Ertragsteuern -2.766 446
Konzernsteuersatz 32,98% 40,86%
Erwarteter Ertragsteueraufwand 912 -182
Steuersatzunterschiede -56 1 8
Steuerbilanzielle Abweichungen und steuerfreie Einnahmen -25 -3
Anrechenbare Steuern -12 0
Steuern Vorjahre 134 0
Bewertungsunterschiede HGB / IFRS -58 -157
Nutzung nicht aktivierter steuerlicher Verluste 13 238
Steuerabgrenzung auf steuerliche Verlustvorträge -648 1.051
Effekt zukünftiger Steuersatzänderungen 0 -434
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 260 532
Steuerquote in % 9,41% 119,23%

Die steuerbilanziellen Abweichungen resultieren aus den nichtabzugsfähigen Aufwendungen und steuerbilanziellen Korrekturen.

Die Unterschiede aus der Steuerabgrenzung auf steuerliche Verlustvorträge resultieren aus dem Ermessen des Vorstands hinsichtlich der zukünftigen Nutzbarkeit der steuerlichen Verlustvorträge. Demnach werden nicht auf alle steuerlichen Verlustvorträge aktive latente Steuern gebildet, sondern nur insoweit, wie der Vorstand von der zukünftigen Nutzbarkeit dieser Verlustvorträge ausgeht.

(24) Segmentberichterstattung

Die Aufgliederung der Vermögens- und Ertrags zahlen sowie weiterer Kennziffern nach Tätigkeits bereichen entsprechend IFRS 8 sind in dem Seg mentbericht (Anlage 2 zum Anhang) dargestellt.

Die Darstellung der Segmente wurde im Vergleich zum Vorjahr dahin gehend geändert, dass die geografische Segmentbildung entfällt. Entsprechend dem management approach folgt die Segment bildung nach der internen Steuerung und Bericht erstattung, die produkt- und leistungsorientiert erfolgt.

NorCom versteht sich als so genannten Full Chain Supplier im Bereich Softwareprodukte und IT-Con sulting.

Das Segment NCConsulting umfasst daher alle Dienstleistungen, die sich von Top Management Beratung bis zu IT-Consulting erstrecken. Schwer punkt sind Consultingleistungen im Themenumfeld Business Process Management, Business Process

Automation (Enterprise Application Integration, Middleware, Workflow etc.) und Business Process Security (Access Management, Single Sign-On). Des Weiteren beinhaltet dieses Segment Dienst leistungen im Rahmen der Weiterentwicklung und Unterstützung bzw. Support der im Segment NCProducts verkauften Software und Lizenzen.

Im Segment NCProducts ist der Vertrieb sämtlicher Softwareprodukte des Produktportfolios der NorCom Information Technology AG sowie der Vertrieb der Lizenzen.

(25) Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung stellt die konsolidierten Zahlungsströme der im Konzernabschluss zusammengefassten Unternehmen dar und wurde nach den Vorschriften des IAS 7 erstellt. Durch die Kapitalflussrechnung wird die Veränderung des Finanzmittelbestandes des NorCom Konzerns durch Mittelzu- und -abflüsse, unterteilt in die Bereiche laufende Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit dargestellt.

Die Mittelveränderung aus laufender Geschäfts tä tig keit ist um Effekte aus der Währungsumrechnung, Konsolidierungskreisänderungen sowie Bewer tungs änderungen bereinigt. Der in der Kapitalfluss rechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand umfasst grundsätzlich Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten (ausgewiesen in der Bilanz position: flüssige Mittel).

Die unter der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Steuerzahlungen beziehen sich auf Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

(26) Beziehungen zu nahestehenden

Unternehmen und Personen Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen bestehen zu den Mitgliedern des Vorstan des und des Aufsichtsrates.

Die Verbindlichkeiten beinhalten von einem ehe maligen Gesellschafter der MaxiMedia Technologies GmbH ausgereichte Gesellschafterdarlehen in Höhe

von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 100). Die Finanzan la gen enthalten verzinsliche Ausleihungen an einen fremden Gesellschafter der Value & Risk in Höhe von TEUR 83 (Vorjahr: 0).

Der Aktienbesitz und die Aktienoptionen aktueller und ehemaliger Organmitglieder zum 31. Dezember 2008 stellen sich wie folgt dar:

Aufsichtsrat Aktienbestand
zum 31.12.2008
Optionsbestand
zum 31.12.2008
Dr. Lutz Schmidt (Aufsichtsratsvorsitzender) Keine Keine
Prof. Dr. Manfred Schlottke Keine Keine
Prof. Dr. Thomas Hess Keine Keine
Vorstand Aktienbestand
zum 31.12.2008
Optionsbestand
zum 31.12.2008
Viggo Nordbakk (Vorstandsvorsitzender) 33.687 97.270
Nordbakk Invest GmbH 2.683.746 Keine
Dr. Tobias Abthoff 3.750 97.270

(27) Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag 31.12.2008 auf Grund eines Sacheinlage- und Ge schäftseinbringungsvertrages für den Erwerb der restlichen 49% der Geschäftsanteile an der MaxiMedia Technologies GmbH. Die Haftungs verhältnisse bestehen in Form eines variablen Kaufpreises zum o.g. Erwerb gegenüber zwei ehemaligen Gesellschaftern des Tochterunternehmens für die Geschäftsjahre 2004 bis 2008.

Die Minderheitsgesellschafter der V&R halten Put-Optionen, die sie berechtigen, die von ihnen gehal tenen Aktien Dritten zum Erwerb anzubieten. Zuvor muss der veräußerungswillige Gesellschafter die Aktien jedoch den anderen Gesellschaftern schriftlich anbieten. Die anderen Gesellschafter können dieses Angebot innerhalb von 4 Wochen nach Zu gang der Mitteilung annehmen. Der Kauf preis ist nach der discounted cashflow-Methode zu bestimmen.

Ebenso hat sich die NorCom gegenüber den Minder heitsgesellschaftern der NSA verpflichtet, die von diesen gehaltenen Aktien an der Gesellschaft abzukaufen. Als Kaufpreis gilt der Marktwert zum Zeit punkt der Optionsausübung.

(28) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2008 bestanden Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen, die im Wesentlichen aus Operating-Leasing-Verträgen für Gebäude und Firmenwagen resultieren.

Der Mindestbetrag nicht abgezinster künftiger Leasing- und Mietzahlungen aus Operating-Leasing-Verträgen stellt sich zum 31. Dezember 2008 wie folgt dar:

EUR
2009 1.149
2010 1.1 13
2011 1.077
2012 842
2013 669
nach 201 3 1.824
6.674

Erfolgswirksam erfasste Zahlungen aus Leasingund Mietverpflichtungen betrugen im Geschäftsjahr rund TEUR 1.202. Die Mietverpflichtungen für die bisherigen Büroräume der NorCom IT AG, München, ab 2009 in Höhe von TEUR 601 wurden unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen und sind in dieser Aufstellung nicht enthalten.

(29) Belegschaft

Die Zahl der Mitarbeiter des Konzerns zum 31. Dezember 2008 setzt sich wie folgt zusammen:

Mitarbeiter
31.12.2008
Mitarbeiter
31.12.2007
NorCom Information Technology AG, München 63 67
Norske Systemarkitekter AS, Oslo/Norwegen 71 55
Value & Risk AG, Frankfurt 35 33
NorCom Systems Technology GmbH 8 4
MaxiMedia Technologies GmbH, München 1 1
Gesamt 178 160
2008 2007
Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahresdurchschnitt 174 151

(30) Aktienoptionsprogramm

Auf Grundlage der Beschlüsse der außerordent lichen Hauptversammlung der NorCom AG vom 30. August 1999 und vom 29. September 1999 war der Vorstand und, soweit der Vorstand betroffen ist, der Aufsichtsrat ermächtigt, in einem oder mehreren Teilen ("Programmen") Optionsrechte auf bis zu 767.000 Aktien bzw. 233.000 Aktien der NorCom Information Technology AG mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Stückaktie an Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der NorCom Information Technology AG sowie an Mitglieder der Geschäftsführung und Mitarbeiter verbundener Unternehmen zu gewähren. Die Gewäh rung von Optionsrechten an Mitarbeiter der NorCom Information Technology AG, Mitarbei ter verbundener Unternehmen und an Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen durch den Vorstand der NorCom Information Technology AG bedurfte der Zustimmung des Aufsichtsrats. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre war ausgeschlossen.

Diese Ermächtigung wurde mit Beschluss vom 18. August 2005 aufgehoben und durch eine neue ersetzt. Hiernach wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmal oder mehrmals bis zu insgesamt 972.780 Bezugsrechte auf den Erwerb von bis zu 972.780 Stück Aktien auszugeben. Der Kreis der Bezugsberechtigten besteht unverändert fort. Das bedingte Kapital I beträgt laut Satzung EUR 818.251,00, das bedingte Kapital II EUR 201.840,00.

Im Geschäftsjahr 2005 wurde das 5. Aktienoptions programm aufgelegt. Hiernach wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats

einmal oder mehrmals bis zu insgesamt 972.780 Be zugsrechte auf den Erwerb von bis zu 972.780 Stück Aktien auszugeben.

Der Vorstand von NorCom hat am 16. März 2007 beschlossen, von der beschriebenen Ermächtigung Gebrauch zu machen. Der Aufsichtsrat hat dem Beschluss des Vorstandes am 27. März 2007 zugestimmt.

Die Ausübung der Bezugsrechte der Aktienoptions programme ist an bestimmte Bedingungen ge knüpft. Der Bezug der Aktien ist nur dann möglich, wenn die bereinigte Wertentwicklung der NorCom-Aktie zu Beginn einer Ausübungsphase der Wertentwick lung des fortgeführten Neuer Markt-Index mindestens entspricht. Die Bezugsrechte können frühestens drei Jahre nach Begebung ausgeübt werden.

Im Rahmen des Stock Option Programms 2001/2007 der NorCom Information Technology AG wurden im Geschäftsjahr 2006 Bezugsrechte durch Mitar beiter und Vorstandsmitglieder ausgeübt. Dadurch hat sich das Grundkapital der Gesellschaft unter Ausnutzung des Bedingten Kapitals um 5.733 Euro erhöht. Die Börsenzulassung der neuen Aktien ist erfolgt.

Fakten der Optionsrechtsausübung:

  • Summe der ausgeübten Optionsrechte: 5.733
  • Anzahl der ausgegebenen Aktien: 5.733
  • Ausgabebetrag (Basispreis): 2,32 Euro
  • Altes Grundkapital: 10.620.443 Stückaktien
  • Neues Grundkapital: 10.626.176 Stückaktien (nach erfolgter Eintragung im Handelsregister)
  • Zeitpunkt der Gewinnberechtigung der neuen Aktien: Geschäftsjahr 2007

Am 18. März 2007 wurden den Vorstandsmitgliedern Optionsrechte gewährt. Die Entwicklung der Options rechte ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:

2008
Stück
2007
Stück
Nicht verfallene Optionsrechte zum 1. Januar 194.540 -
Im Geschäftsjahr verfallene Optionsrechte - -
Im Geschäftsjahr verwirkte Optionsrechte - -
Im Geschäftsjahr gewährte Optionsrechte - 194.540
Nicht verfallene Optionsrechte zum 31. Dezember 194.540 194.540

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde auf den 31. Dezember 2007 indirekt unter Bezugnahme auf den beizulegenden Zeitwert der gewährten Eigenkapitalinstrumente mit TEUR 204 ermittelt (EUR 1,05 je Option). Für das Berichtsjahr wird ein Aufwand von TEUR 34 im Personalauf wand ausgewiesen.

Die Bewertung wurde auf der Grundlage des Black-Scholes-Models vorgenommen. Folgende Parameter wurden verwendet:

Ausübungspreis EUR 3,06
Laufzeit der Option 3 Jahre
Erwartete Dividende EUR 0,00
Risikoloser Zinssatz 3,50 %
Erwartete Volatilität 140,76 %
(auf Basis der
historischen Volatilität
zwischen 1.1.2005
und 31.12.2007)

Der Aktienkurs zum Abschlussstichtag betrug EUR 0,95 je Aktie.

(31) Gesetzliche Vertreter

Vorstand der Gesellschaft ist:

Herr Viggo Nordbakk, Vorstandsvorsitzender, München

Herr Dr. Tobias Abthoff, Vorstand, Gesamtverantwortung Consulting, Neufahrn

Viggo Nordbakk ist Aufsichtsratsvorsitzender der Value & Risk AG, Frankfurt am Main, und der Norske Systemarkitekter AS, Oslo/Norwegen.

Dr. Tobias Abthoff hat keine Aufsichtsratsmandate.

(32) Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehörten an:

Dr. Lutz Schmidt (Vorsitzender), WP/StB, Partner der Schmidt Schuran & Partner, Düsseldorf

Prof. Dr. Manfred Schlottke M.B.A. (Stellvertretender Vorsitzender), Wirtschaftsberater für Informations- und Kommunikationstechnik, München, Aufsichtsrat der Aareon AG, Mainz, Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei der UTIMACO Safeware AG, Oberursel

Prof. Dr. Thomas Hess

Direktor des Instituts für Wirtschaftsinformation und Neue Medien an der Ludwig-Maximilians-Universität in München

Herr Dr. Lutz Schmidt hat keine weiteren Aufsichtsratsmandate.

Herr Prof. Dr. Thomas Hess hat keine weiteren Aufsichtsratsmandate.

(33) Vergütung der Organmitglieder

Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2008 (2007) ausgezahlten Bezüge der Vorstandsmitglieder stellt sich wie folgt dar:

Zahlen in TEUR Fixe
Kom ponenten
Variable
Kom ponenten
Gesamt
summe
Viggo Nordbakk 230 (205) 97 (96) 327 (301)
Dr. Tobias Abthoff 150 (138) 95 (0) 245 (138)
380 (343) 192 (96) 572 (439)

Die variablen Vergütungen betreffen die Auszahlung der Tantiemen, die für das jeweils vorausgegangene Geschäftsjahr gewährt wurden. Für das Geschäfts jahr 2008 sind darüber hinaus Tantiemen für Viggo Nordbakk in Höhe von T€ 152 und für Dr. Tobias Abthoff in Höhe von T€ 100 zurück gestellt. Die Gewährung der Tantiemen ist vom Beschluss des Aufsichtsrats abhängig, der hierzu noch nicht gefasst wurde.

Aufsichtsratsbezüge (inkl. Reisekostenerstattung in Höhe von TEUR 3) sind in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 40) als Aufwand berücksichtigt.

Die Aufsichtsratsvergütung setzt sich gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 13.06.2003 und der daraus resultierenden Satzungsänderung folgendermaßen zusammen:

    • Jeder Aufsichtsrat erhält ein Fixum in Höhe von 10.000 EUR pro Geschäftsjahr. Der Vorsitzende erhält den doppelten Betrag, der Stellvertreter erhält für jeden Sitzungstag, an dem er die Rolle des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden ausübt, zusätzlich 1.000 EUR.
    • Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine zusätzliche variable Vergütung, die 10 Tage nach der Hauptversammlung zahlbar ist. Die variable Vergütung bemisst sich nach dem jährlich er zielten Betriebsergebnis (EBIT) des NorCom Konzerns. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält zusätzlich 0,5%, der Stellvertretende Vorsitzende und die weiteren Aufsichtsratsmitglieder erhalten zusätzlich je 0,25% vom EBIT des NorCom Konzerns, maximal bis zur Höhe der jeweiligen festen Vergütung.
    • Mit der Kanzlei Schmidt Schuran & Partner bestanden Beraterverträge. Die Vergütung hieraus belief sich im Geschäftsjahr 2008 auf insgesamt TEUR 0.

Die Vorstandsvergütung setzt sich zusammen aus einem festen Gehaltsbestandteil, einer variablen zielorientierten Tantieme und sonstigen Gehalts bestandteilen (z.B. Firmenwagen). Die fixen Gehalts bestandteile (inkl. gesetzlicher Sozialleistungen, Unterstützungskasse und Direktversicherung) belaufen sich auf ca. 66,4 % der ausbezahlten Vorstandsbezüge.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde keine Aus zahlung der vereinbarten variablen Vergütung für 2008 an die Vorstände vorgenommen. Die gezahlten variablen Vergütungen betrafen das Geschäftsjahr 2007.

(34) Zielsetzung und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten Finanzinstrumente umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbind lichkeiten. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie zum Beispiel For derungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Finanztitel, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren. Der Konzern verfügt über keine derivativen Finanz instrumente. Es soll auch in Zukunft kein Handel mit Derivaten betrieben werden.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen zinsbedingte Cashflowrisiken sowie Liquiditäts-, Währungs- und Kreditrisiken. Die Unternehmens leitung beschließt Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten, die im Folgenden dargestellt werden.

Zinsänderungsrisiko

Das Risiko in Bezug auf Änderungen der Markt zinsen, dem der Konzern ausgesetzt ist, entsteht hauptsächlich aus der Investition des Konzerns

in kurzfristige finanzielle Vermögenswerte. Es ist Geschäftspolitik der NorCom AG, die Rendite auf ihre finanziellen Vermögenswerte zu optimieren, wobei das vorrangige Ziel in der Minimierung der Risiken liegt. Daher investiert die Gesellschaft ausschließlich in äußerst liquide finanzielle Ver mögens werte mit erstklassiger Bonität und einem Anlagehorizont von höchstens bis zu 12 Monaten. Der überwiegende Teil des Portfolios von finanziellen Vermögenswerten hat einen weit kürzeren Anlagehorizont und eine weit kürzere Laufzeit. Daher ist das zinsbedingte Cashflow-Risiko unter Berücksichtigung des Risikos bezüglich der geringen Laufzeit des einzelnen Instruments minimal.

Finanzielle Verbindlichkeiten sind dem zinsbedingten Cashflow-Risiko nicht ausgesetzt, da sie alle kurzfristig und damit unverzinslich sind.

Währungsrisiko

Infolge der Investitionen in die USA, Russland und Norwegen können sich Änderungen des USD/EUR-Wechselkurses auf die Konzern-Bilanz auswirken. Außerdem unterliegt der Konzern Währungsrisiken aus einzelnen Transaktionen. Die Risiken resultieren aus Käufen und Verkäufen einer operativen Einheit in einer anderen Währung als der funktionalen Wäh rung dieser Einheit. Rund 28 % des Konzernumsatzes werden in anderen Währungen als der funktionalen Währung der den Umsatz erzielenden operativen Einheit erwirtschaftet, wobei aber auch deren wesent liche Kosten in der funktionalen Währung der operativen Einheit anfallen und damit das Währungsrisiko als eher gering einzustufen ist.

Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Alle Kunden, die mit dem Konzern Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht, sodass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist.

Bei sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, wie Zahlungsmittel und Zahlungsmittel äquivalenten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Vermögenswerten entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente.

Liquiditätsrisiko

Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses.

Aufgrund der hohen Liquiditätsreserven ist das Risiko eines Liquiditätsengpasses als minimal ein zustufen.

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist sicherzustellen, dass es zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote erzielt.

Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Zur Aufrechterhaltung bzw. Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern beispielsweise neue Anteile ausgeben.

(35) Corporate Governance Kodex

Der Verpflichtung nach § 161 AktG zur Abgabe einer Erklärung zum Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008 kamen die Organe der NorCom Information Technology AG nach. Die am 15. Dezember 2008 abgegebene Stellung nahme wurde den Aktionären dauerhaft zugäng lich gemacht.

(36) Honorar des Abschlussprüfers

Das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschluss prüfer teilt sich für das Geschäftsjahr 2008 wie folgt auf:

Zahlen in TEUR 2008 2007
Abschlussprüfung 61 49
Sonstige Beratungs -
leistungen
4 8
65 57

(37) Freigabe des Abschlusses

Der Vorstand der NorCom Information Technology AG hat den Konzernabschluss am 16. April 2009 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Dieser hat die Aufgaben, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Der Konzernabschluss wird am 27. April 2009 durch den Aufsichtsrat zur Veröffentlichung freigegeben.

München, den 16. April 2009

Der Vorstand

Viggo Nordbakk Dr. Tobias Abthoff

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der NorCom Information Technology AG, München, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss

und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreend dar.

Düsseldorf, den 16. April 2009

Rölfs WP Partner AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stephan Schilling Frank Wettstein Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Jahresabschluss nach HGB

Lagebericht

I. Grundlagen

Der Lagebericht der NorCom Information Techno logy AG wurde nach den Rechnungslegungs vor schriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

II. Geschäft und Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Die Weltwirtschaft verlor im Lauf des Jahres 2008 in Folge der Finanzkrise deutlich an Schwung, blieb insgesamt jedoch auf Wachstumskurs. Die deutsche Wirtschaftsleistung hat im abgelaufenen Jahr um 1,3 Prozent zugenommen. Dass 2008 damit, im Vergleich zu den beiden Vorjahren (2,5 bzw. 3 Pro zent), von einer schwächeren Entwicklung geprägt war, ist vor allem auf den starken Einbruch in den letzten Monaten des Jahres zurückzuführen. Im vierten Quartal 2008 war die Entwicklung der deutschen Wirtschaft so rückläufig wie seit über 20 Jahren nicht (Rückgang um 1,9 Prozent).1

Nachdem 2008 wie beschrieben eine Verlangsa mung der weltwirtschaftlichen Entwicklung ein getreten war, jedoch noch keine Rezession, so zeichnen sich für 2009 bescheidenere Ausgangs bedingungen ab.2

Für Deutschland wird für das Jahr 2009 eine tiefe Rezession erwartet.3 Lt. DIW Berlin könnte das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um etwas mehr als ein Prozent zurückgehen. Einen solch großen Einbruch hat es – auf ein Kalenderjahr bezogen – bisher in der Bundesrepublik noch nicht

gegeben. Allerdings könnte schon Ende des Jahres die Konjunktur wieder deutlich anziehen. Zentrale Voraussetzung sei jedoch, dass die Risiken am Finanzmarkt beherrschbar bleiben. Andere Institute gehen von einem noch deutlicheren Rückgang der Wirtschaftsleistung aus.

IT- und Software-Markt

Nach Marktzahlen vom Dezember 20084 erzielten die beiden Bereiche innerhalb des ITK-Marktes, in denen sich NorCom bewegt, in Deutschland überproportional hohe Wachstumsraten: die Software-Sparte legte gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Prozent und das IT-Services Segment sogar um 5,7 Prozent zu. Damit erwiesen sich diese beiden Sparten als die Gewinner innerhalb des gesamten ITK-Marktes. Die Aussichten für das Folgejahr sehen weiterhin gut aus, wenn auch das Wachstum leicht abflauen wird.5 Im Software-Umfeld werden Zuwächse von rd. 2 Prozent erwartet und der Bereich IT-Services dürfte bei etwa 3,7 Prozent liegen. Insgesamt lauten diese Prognosen gegenläufig zum übergeordneten Gesamtkonjunkturtrend.

Vor diesem Hintergrund erwartet die NorCom-Unter nehmensleitung eine grundsätzliche Verlangsamung des Geschäfts. Kunden aus dem Medienbereich werden aufgrund fehlender Werbegelder zögerlicher investieren, ausländische Kunden hemmt der starke Euro. Vorläufer dieser Entwicklung waren bereits Ende 2008 zu beobachten. Die Chance von NCPower liegt in den Vorteilen des Produktes für die Sender: einerseits ermöglicht NCPower effizienteres Arbeiten und damit Einsparungen, andererseits lassen sich durch die einfache Weiterverwendung von produziertem Content neue Einnahmequellen erschließen. Der Kundenfokus auf Unternehmen der öffentlichen Verwaltung zahlt sich in Zeiten der Finanzkrise aus: Institutionen sind dazu angehalten im Rahmen des Konjunkturpakets Investitionen 2009 vorzuziehen.

1 DIW-Konjunkturbarometer, Januar 2009 / Süddeutsche Zeitung, Wirtschaftswachstum nahezu halbiert, 14.01.2009

2 Bundesverband Deutscher Banken, Konjunkturbericht, Oktober 2008

3 DIW, Wochenbericht, Januar 2009

4 BITKOM, Europäischer IT-Markt wächst 2009, Dezember 2008

5 BITKOM, Europäischer IT-Markt wächst 2009, Dezember 2008

Geschäftsfelder / Segmente

Die NorCom Information Technology AG teilt ihre Geschäftstätigkeit in die beiden Segmente NCProducts und NCConsulting.

Für Medienunternehmen wird die Verzahnung von Geschäfts- und IT-Strategie immer wichtiger – deshalb setzt die NorCom auf diesen zukunftsträchtigen Bereich einen Fokus. Seit der Übernahme der MaxiMedia Technologies GmbH im Jahr 2003 ist NorCom im Medienbereich aktiv. In den letzten Jahren hat NorCom kontinuierlich die Funktionali täten ihrer NCPower Pro Produktpalette ausgebaut. Heute hat sich NorCom nach unserer Auffassung als Innovationsführer für die Implementierung multi medialer Newsrooms etabliert. Die Gesamtlösung, Unified Media Factory, deckt sämtliche Anforde run gen von kleinen und großen Fernsehsendern ab und unterstützt den kompletten Workflow in einer Redaktion, beginnend vom Ingest, dem Einlesen der Information, über die Produktion und Planung, bis hin zum Archivieren und zum Playout von Daten. NorCom bewegt sich aber nicht nur im klassischen Broadcastmarkt. Auch in den neu entstehenden und wachstumsstarken Märkten rund um die Themen IPTV, Mobile/Portable TV bis hin zum Corporate TV bringt NorCom ihre Lösung ein.

NCConsulting

Im Bereich NCConsulting liegt die Stärke der NorCom in der hohen Qualität in der Planung und Durch füh rung von komplexen Großprojekten. Das Leistungs spektrum reicht von der Analyse von Geschäfts prozessen und deren Effizienzsteigerung über die Entwicklung und Implementierung von maßgeschneiderten Softwarelösungen bis hin zur Sicher stellung des laufenden Betriebs. Die Verbindung von IT-Consulting und maßgeschneiderten Software produkten macht die NorCom zu einem leistungsstarken Integrationspartner.

Gerade durch die langfristigen Großprojekte mit der öffentlichen Verwaltung konnte NorCom ihr Auftragsvolumen erheblich steigern und für eine gute Auslastung der Kapazitäten sorgen.

Standorte und Beteiligungen

Die NorCom Information Technology AG unterhält neben ihrem Hauptsitz in München eine Nieder lassung in Frankfurt am Main. Zudem ist NorCom an folgenden Gesellschaften mehrheitlich beteiligt:

MaxiMedia Technologies GmbH, München Das Eingehen einer 51-prozentigen Beteiligung an der MaxiMedia Technologies GmbH im Jahr 2003 war für NorCom der Einstieg in den Medienbereich. 2005 wurde MaxiMedia vollständig übernommen und in die NorCom AG integriert. MaxiMedia hält die Verwertungsrechte an der Software NCPower Pro. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2008 einen Jahresfehlbetrag von TEUR 113 erwirtschaftet (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von TEUR 144).

NorCom Systems Technology GmbH (NST),

In der Vergangenheit hat NorCom ihre Consulting-Dienstleistungen vor allem im Bereich der öffent lichen Verwaltung, insbesondere bei der Bundes agentur für Arbeit (BA) in Nürnberg, ausgebaut. Hauptsächliche Aufgabe der in Nürnberg ansässigen 100-prozentigen Tochter NorCom Systems Techno logy GmbH ist es, die BA optimal vor Ort betreuen zu können. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 56).

NorCom Information Technology GmbH, Moskau, Russland

NorCom hat zum Ende des Geschäftsjahres 2007 eine 100-prozentige Tochtergesellschaft in Moskau, Russland, gegründet, die 2008 nicht operativ tätig war.

NorCom Information Technology Inc., Atherton, USA

Die 100-prozentige Tochtergesellschaft in den USA ist derzeit operativ nicht tätig.

Norske Systemarkitekter AS (NSA), Oslo, Norwegen

An dem in Oslo, Norwegen, ansässigen Unter nehmen NSA ist NorCom mit 54 Prozent beteiligt. Operativer Schwerpunkt des IT-Consultinghauses

ist der Bereich "Enterprise Application Integration" im Oracle Umfeld. Der größte Teil der erzielten Umsatzerlöse wird bei NSA mit IT-Consulting Dienstleistungen erzielt. Das Unternehmen hat im Gegensatz zum Vorjahr 2008 einen Jahresfehlbetrag von TEUR 723 erwirtschaftet (Vorjahresüberschuss: TEUR 100).

Value & Risk AG (V&R), Frankfurt am Main

Die Value & Risk AG mit Sitz in Frankfurt, an der NorCom mit rd. 49% beteiligt ist, tritt als Beratungs unternehmen für Finanzinstitute auf. Das Leistungs spektrum von V&R umfasst vorwiegend die Themen schwerpunkte Finanzderivate, Risikoma na ge ment und Meldewesen. Die bereits 2007 eingeleitete Neupositionierung hat im Geschäftsjahr 2008 zu einem Jahresfehlbetrag von TEUR 101 geführt. Im Vorjahr konnte ein Jahresüberschuss von TEUR 201 erzielt werden.

Organe der NorCom AG

Der Vorstand der Gesellschaft setzt sich zusammen aus Herrn Viggo Nordbakk, Gründer der NorCom Information Technology AG, und Herrn Dr. Tobias Abthoff.

Das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder besteht aus einem erfolgsunabhängigen Festgehalt und Sachbezügen sowie einer erfolgsabhängigen variablen Vergütung. Die variable Vergütung be misst sich an der Konzernentwicklung und dem Konzernerfolg, wobei zur Sicherung der Unterneh mensziele die variable Vergütung der Höhe nach oben begrenzt ist. Bemessungsgrundlage für die variable Vergütung ist der Grad der Zielerreichung der zwischen dem Aufsichtsrat und dem Gesamt vorstand zu Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres festgelegten Zielvereinbarung.

Die Vergütungsregelung für den Aufsichtsrat sieht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechend einen fixen und einen am Konzernerfolg variablen Bestandteil vor und differenziert nach Aufsichtsratsvorsitzenden und Aufsichtsratsmitglied.

Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der NorCom Information Technology AG haben am 15. Dezember 2008 die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex in der Fassung vom Juni 2008 unterzeichnet. Die Erklärung wurde auf der Homepage des Unter nehmens veröffentlicht. Der Vorstand und Aufsichts rat verpflichten sich somit zu einer fairen und verantwortungsvollen Unternehmensführung.

Angaben zu Kapital / übernahmerelevanten Informationen

Das Grundkapital der NorCom Information Techno logy AG ist in 10.626.176 Inhaberstückaktien zu einem rechnerischen Nennwert von einem Euro eingeteilt, welche vollständig stimm- und dividendenberechtigt sind. Die namenslosen Stückaktien unterliegen keinerlei Übertragungsbeschränkungen.

Von diesen hält die Nordbakk Invest GmbH mit Sitz in München/Deutschland 2.683.746 Stück, was einem Anteil von 25,26 Prozent am Grundkapital entspricht. Die Nordbakk Beteiligungen Verwaltungs GmbH mit Sitz in München/Deutschland besaß zum Stichtag 31.12.2008 noch 1.150.176 NorCom Aktien (10,82 Prozent) und übertrug diese mit Vertrag vom 08.01.2009 auf die Nordbakk Holding GmbH ebenfalls mit Sitz in München/Deutschland.

Durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Juni 2007 war der Vorstand ermächtigt, bis zum 13. Dezember 2008 eigene Aktien bis zu einem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von bis zu 10 Prozent der Stimmrechte zu erwerben. Der Vorstand hatte am 2. Juli 2007 beschlossen, eigene Aktien zurückzukaufen, und mit Beschluss vom 13. November 2007 festgelegt, das Rückkauf programm fortzusetzen. Bis zum 31. Dezember 2007 hatte die Gesellschaft insgesamt 475.078 Stück zu rückgekauft; dies entsprach einem Anteil am Grund kapital von 4,47 Prozent. Bis einschließlich 11. April 2008 hat NorCom weitere 166.127 Stück (1,56 Prozent) zurückerworben und hielt zu diesem Stichtag somit insgesamt 641.205 Stückaktien oder 6,03 Prozent des Grundkapitals.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 17. August 2010 das Grund kapital der Gesellschaft um bis zu Euro 5.293.758 gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen. Des Weiteren ist das Grundkapital in Höhe von bis zu Euro 4.000.000 bedingt erhöht. Diese bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen. Eine weitere be dingte Kapitalerhöhung dient der Sicherung von Bezugsrechten aus Aktienoptionsprogrammen. Ausstehende Bezugsrechte aus früheren Aktien optionsprogrammen sind im Geschäftsjahr 2006 verfallen, neue Bezugsrechte aus dem 2005 ge währten Aktienoptionsplan wurden im Geschäfts jahr 2007 an die beiden Vorstandsmitglieder aus gegeben.

Die Ernennung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstandes erfolgt nach § 84 AktG durch den Aufsichtsrat und entspricht damit der gesetzlichen Regelung. Entgegen § 76 Abs. 2 AktG kann der Vorstand nach § 7 der Satzung auch aus einer Person bestehen.

Satzungsänderungen folgen den Regelungen der §§ 179 ff AktG durch Beschluss der Hauptversamm lung mit qualifizierter Mehrheit. Nach § 13 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen und Ergänzungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen – so genannte Change of Control Klauseln – sowie Entschädi gungs vereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebotes mit Mitgliedern des Vorstands bestehen nicht.

III. Ertrags-, Finanzund Vermögenslage der NorCom AG

Umsatz- und Ergebnis entwicklung nach HGB

Im Geschäftsjahr 2008 konnte die NorCom Information Technology AG ihre Umsatzerlöse erneut steigern und erzielte Umsätze in Höhe von 15,66 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr (12,91 Mio. Euro) entspricht dies einer Steigerung von rund 21 Prozent. Damit hat NorCom insgesamt die im Lagebericht des Vorjahres dargestellte Erwartung eines Umsatzwachstums im Geschäftsjahr 2008 erreicht. Allerdings basiert das Wachstum allein auf dem über Erwartung gestiegenen Umsatz des Consultingbereichs, im Produktbereich konnte die NorCom ihre Ziele nicht erreichen. Die Gesamt leistung konnte verbessert werden und erreichte einen Wert in Höhe von 15,76 Mio. Euro. Im Ver gleich zum Vorjahr (13,91 Mio. Euro) ist die Gesamt leistung somit um etwa 13 Prozent gestiegen.

Aufgrund des gestiegenen Materialaufwandes, insbesondere der Aufwendungen für bezogene Leistungen, ist das Rohergebnis von 6,40 Mio. Euro im Vorjahr auf 6,08 Mio. Euro gesunken.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschrei bun gen (EBITDA) schloss in der Berichtsperiode negativ ab und lag bei -2,45 Mio. Euro (Vorjahr: -0,86 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei -2,56 Mio. Euro (Vorjahr: -0,95 Mio. Euro). Der negative Ergebnisbeitrag ist zum Teil auf Auf wendungen in Höhe von rd. 1,43 Mio. Euro für die Entwicklung der NCPower Produkte zurückzuführen. Daneben fielen einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit nicht weiter genutzten Miet räumen in Höhe von 0,66 Mio. Euro an.

Die Erträge aus Beteiligungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2008 auf 0,04 Mio. Euro (Vorjahr 0,32 Mio. Euro) und betreffen die Ausschüttung der Value & Risk. Auf die eigenen Anteile wurden Abschreibungen in Höhe von 0,40 Mio. Euro sowie auf die Beteiligung an der CognIT in Höhe von 0,39 Mio. Euro vorgenommen.

Die NorCom AG schloss das Geschäftsjahr 2008 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 3,10 Mio. Euro. Im Vorjahr wies die NorCom AG einen Jahresfehl betrag in Höhe von 0,53 Mio. Euro aus.

Somit weist NorCom gegenüber dem Vorjahr aufgrund des Jahresfehlbetrags und der Auflösung der Rücklage für eigene Anteile unter Einbeziehung des Ergebnisvortrags einen Bilanzverlust von 0,65 Mio. Euro aus (Vorjahr Bilanzgewinn: 2,30 Mio. Euro).

Bedingt durch die dargestellten Sondereffekte und den verlangsamten Auftragseingang im Produkt geschäft sowie Verzögerungen bei der Fertigstellung von Projekten konnte somit die im Vorjahr prognos tizierte Steigerung der Ertragskraft im Geschäftsjahr 2008 nicht erreicht werden.

Mitarbeiterentwicklung

Nach einem verstärkten Personalaufbau 2007, hielt die NorCom die Anzahl der Mitarbeiter 2008 moderat erhöht. Am Bilanzstichtag (31.12.2008) beschäftigte die NorCom Information Technology AG mit insgesamt 63 Mitarbeitern zwar etwas weniger Personal als im Vorjahr (vergleichbare Vorjahres zahl: 67). Die durchschnittliche Anzahl der Mitar beiter stieg jedoch in der Berichtsperiode von 58 in 2007 auf durchschnittlich 67 im Geschäftsjahr 2008. Durch den Aufbau von qualifiziertem Personal stiegen die Personalaufwendungen dementsprechend von 4,77 Mio. Euro im Vorjahr auf 5,24 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2008.

2008 2007
Mitarbeiter (Head count)
zum Stichtag
63 67
Mitarbeiter im Durchschnitt 67 58

Vermögens- und Liquiditätslage

Zum Bilanzstichtag am 31.12.2008 betrug das Anlagevermögen 7,35 Mio. Euro und hat sich somit zum Vorjahr (7,59 Mio. Euro) leicht reduziert. Wie bereits im Vorjahr entfiel der größte Anteil des Anlagevermögens auf die Finanzanlagen mit 7,06 Mio. Euro (Vorjahr: 7,37 Mio. Euro). NorCom hat ihre Beteiligung an der CognIT AS auf NOK 1,00 je gehaltener Aktie abgeschrieben. Zu diesem Kurs

wurde im Jahr 2009 bei der Gesellschaft eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Die Abschreibung betrug insgesamt 0,39 Mio. Euro.

Im Bereich des Umlaufvermögens erhöhten sich die Vorräte sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Mit 1,75 Mio. Euro lagen die Vorräte um 0,10 Mio. Euro höher als im Vorjahr (1,65 Mio.). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen von 3,12 Mio. Euro im Vorjahr auf 3,42 Mio. Euro zum Geschäftsjahresende 2008.

Die flüssigen Mittel verringerten sich im Geschäfts jahr 2008 um rund 0,76 Mio. Euro und lagen zum 31. Dezember 2008 bei 3,38 Mio. Euro (Vorjahr: 4,15 Mio. Euro).

Wie auch im Vorjahr bestehen keine Verbindlich keiten gegenüber Kreditinstituten, so dass NorCom über eine gute Liquiditätslage verfügt.

Die Bilanz zeigte zum Geschäftsjahresende ein Eigenkapital in Höhe von 12,43 Mio. Euro (Vorjahr: 15,53 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote sank im Vergleich zum Vorjahr (80 Prozent) auf 66 Prozent. Das langfristig gebundene Vermögen ist wie im Vorjahr auch vollständig durch Eigenkapital gedeckt, der Grundsatz der Fristenkongruenz ist somit erfüllt.

Die Verbindlichkeiten stiegen im Vergleich zum Vorjahr (2,10 Mio. Euro) auf 3,74 Mio. Euro, wobei dies vor allem durch den Anstieg der Verbindlich keiten aus Lieferungen und Leistungen und Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen hervorgerufen wurde.

Die Rückstellungen erhöhten sich zum Vorjahr (1,85 Mio. Euro) auf 2,68 Mio. Euro am Ende der Berichtsperiode.

Die Bilanzsumme verminderte sich somit im Ver gleich zum Vorjahr von 19,52 Mio. Euro auf 18,91 Mio. Euro zum 31. Dezember 2008.

Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der NorCom AG

NorCom konnte ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2008 zwar steigern – allerdings nicht, wie geplant, auch im Produktbereich. Im Consulting konnte NorCom ihre Marktpositionierung ausbauen, neue Kundengruppen erschließen und bestehende Kundenkontakte intensivieren. Die im Bereich Softwareprodukte erzielten Umsätze lagen knapp unter dem Vorjahresniveau.

Beim operativen Ergebnis konnte NorCom nicht an die Vorjahresergebnisse anknüpfen. Die Auf wen dungen im Produkt- und Consultingbereich waren notwendig, um NorCom für die Zukunft zu rüsten. So hat das Unternehmen in weitere Funktionalitäten des Produkts und seine internationalen Vertriebs aktivitäten investiert, um Kunden in und außerhalb von Europa für die NCPower Pro Produktpalette zu gewinnen. Durch den Know-how Aufbau im Unter nehmen, die Intensivierung der Marktaktivitäten sowie die Forcierung der internationalen Vertriebs ausrichtung hat sich NorCom im Geschäftsjahr 2008 zukunftsorientiert aufgestellt.

IV. Forschung & Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2008 hat die NorCom ihr Produkt kontinuierlich weiterentwickelt. Insgesamt wurden 2.600 neue "tasks" entwickelt. Dies war nötig, um die hohen Anforderungen der größeren Fernseh sender an ein solches Produkt zu erfüllen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Künftig wird NorCom zu sätzlich eine standardisierte Version von NCPower Pro anbieten. Das neue NCPower Compact ermöglicht kleineren Fernsehsendern einen kostengüns tigeren Start in das Broadcast-Geschäft und wird nicht, wie NCPower Pro, für den Kunden individuell konfiguriert. Diese neue Gesamtlösung wird am Markt in Form eines kompletten Produktes (Soft ware und Hardware) angeboten. Im Geschäftsjahr 2008 hat NorCom insgesamt 1,43 Mio. Euro für Ent wicklungsaktivitäten aufgewendet, die nicht auftragsbezogen waren.

V. Nachtragsbericht

Es sind seit dem 31. Dezember 2008 keine berichtspflichtigen Vorgänge bei der NorCom Information Technology AG eingetreten beziehungsweise bekannt.

VI. Risikobericht

Risiko- und Chancenmanage mentsystem

Die NorCom AG ist bei ihren Geschäftsaktivitäten sowohl qualitativen als auch quantitativen Risiken ausgesetzt. Zu den qualitativen Risiken zählen Absatz-, Beschaffungs- und Marktrisiken. Quantita tive Risiken ergeben sich hinsichtlich der Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung innerhalb des Konzerns.

Deren frühzeitige und vollständige Aufdeckung sowie das Ergreifen von geeigneten Maßnahmen zur Minimierung von Risiken sind wesentliche Voraussetzung für einen langfristigen wirtschaft lichen Erfolg des Unternehmens. Gleichzeitig werden auch die Chancen analysiert, die sich durch den Markt und die Wettbewerber ergeben.

Der Erfolg der Geschäftstätigkeit der NorCom AG und ihrer Beteiligungsgesellschaften ist das Ergebnis der auf Chancen orientierten Unternehmensstrategie unter Berücksichtigung eines sensibel reagierenden Risikomanagements. Das Management der NorCom AG ist bestrebt, die Chancen optimal zu nutzen und die Risiken so weit wie möglich zu begrenzen.

NorCom hat ein umfassendes Risikomanagement system installiert, bei dem die Risiken über ein einheitliches, konzernübergreifendes Management-, Berichts- und Kontrollwesen identifiziert, analysiert, überwacht und gesteuert werden. Dieses Risiko ma nagementsystem wird kontinuierlich den aktuellen Anforderungen, die sich durch interne und externe Veränderungen ergeben können, angepasst. Um eine frühzeitige Risikoerkennung und Chancen aus wertung zu gewährleisten, werden regelmäßige und zeitnahe Risikoberichte von Aufsichtsrat und Vor stand ausgewertet, Maßnahmen daraus abgeleitet und, falls erforderlich, sofort notwendige Gegen maß nahmen ergriffen.

Zur Steuerung des Unternehmens nutzt das Manage ment die Unternehmenssoftware Navision, ein CRM-System und ein Aufwandserfassungstool. Alle drei Systeme sind optimal aufeinander abgestimmt, so dass regelmäßig Auslastungsreports der Mitarbeiter abgerufen, der Auftragsbestand überprüft und das aufgestellte Budget mit den erbrachten Leistungen verglichen werden können.

Um die interne Berichterstattung der NorCom AG zu verbessern, werden zudem regelmäßig entsprechende Hochrechnungen erstellt, die mit den Finanzplänen und Budgets abgestimmt werden. Regelmäßig erfolgen Auswertungen des Soll-Ist-Vergleichs und werden mit den betreffenden Ver antwortlichen im Unternehmen analysiert, so dass auftretende Abweichungen durch entsprechende Maßnahmen schnell korrigiert werden können.

Umfeld- und Branchenrisiken

Wesentliche Risiken für den NorCom Konzern resultieren aus dem Markt- und Wettbewerbsumfeld. Ein schwaches Konjunkturumfeld sowie eine zurückhaltende Entwicklung in den jeweiligen Kernmärkten von NorCom können die Investitions bereitschaft der Zielkunden negativ beeinflussen, so dass sich dies auch auf die Unternehmens entwicklung von NorCom bzw. deren Töchter auswirken kann.

Die NorCom AG beobachtet die Teilmärkte ihrer Geschäftssegmente und Tochtergesellschaften intensiv, um wichtige Entwicklungen verfolgen und bewerten zu können. Eine Verkürzung von Produktlebenszyklen, die zunehmende Aus schöpfung der Technologiepotenziale und der damit einhergehende Wettbewerbsdruck zeigen sich in allen Märkten, allerdings mit unterschied licher Ausprägung. Durch intensive Markt bear bei tungs maßnahmen, Pflege der Kundenkontakte

sowie durch verstärkte Entwicklungsaktivitäten ist der NorCom Konzern für den Wettbewerb gerüstet. Die Ausweitung der Vertriebsaktivitäten auf neue Zielmärkte, die Intensivierung der Marktbearbeitung bereits eroberter Märkte sowie die kontinuierliche Anpassung des Produktspektrums und der Dienst leistungen an die Marktbedürfnisse hat NorCom im Geschäftsjahr 2008 vehement vorangetrieben.

Als Unternehmen in einem Know-how intensiven Bereich (Softwareprodukterstellung und Consulting) und mit beratungsbedürftigen Produkten sind qualifizierte Mitarbeiter eine wichtige Ressource für den Erfolg. Zwangsläufig besteht immer auch das Risiko eines Know-how-Verlustes, falls Mitar beiter in Schlüsselpositionen das Unternehmen verlassen. Zur Kompensation dieses Risikos sind die Mitarbeiter über variable Vergütungen an der Unternehmensentwicklung beteiligt. Zudem wurde ein Aktienoptionsplan aufgelegt.

Neu abgeschlossene großvolumige Aufträge bedürfen in der Anfangsphase der Leistungserbringung des Einsatzes externer Dienstleister, da NorCom die notwendigen Kapazitäten aus Gründen der Kosten variabilisierung nicht als Reserve vorhält. Ein dauerhafter Einsatz von Fremddienstleistern würde bei solchen Aufträgen jedoch zu einer erheblichen Margenbeeinträchtigung führen. Nicht zuletzt resultiert hieraus auch eine gewisse Abhängigkeit von diesen Dienstleistern für die NorCom AG. NorCom ist bemüht, die Abhängigkeit von externen Dienstleistern durch den sachgerechten Aufbau eigener Kapazitäten zu minimieren.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Im Produkt- und Projektgeschäft sind verschiedene Faktoren zu beachten, welche die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinträchtigen können. Bei Produktneu- und -weiterentwicklungen gilt es, Risiken wie verborgene Softwaremängel (Produktund Gewährleistungshaftung), Terminverzögerungen und mögliche Veränderungen des Wettbewerbs- und Technologieumfelds mit in Betracht zu ziehen.

Die Softwareproduktpalette NCPower Pro richtet sich an die Medienbranche. Dieser Markt ist aufgrund der hohen Wettbewerbsdichte mit möglichen Investitionsstaus der Endabnehmer Gegenstand der laufenden Kontrolle bzw. des Risikomanagements.

Das Consulting-Geschäft ist geprägt durch Groß aufträge bei der öffentlichen Verwaltung und im Finanzbereich, so dass hier das Risiko in der Abhängigkeit von wesentlichen Kunden liegt. NorCom ist bestrebt, dieses Risiko sowohl durch die Gewinnung neuer Kunden als auch durch den Abschluss langfristiger Verträge zu kompensieren. Zur Minimierung von Geschäftsrisiken werden zudem Wartungsverträge mit Großkunden abgeschlossen. Für die Middleware Integrationssoftware NCIntegrate schließt NorCom Wartungsverträge über 3 Jahre ab. Daneben werden 1-jährige War tungs verträge für die Produktpalette NCPower Pro abgeschlossen und automatisch verlängert.

IT-Risiken bestehen vor allem in der Verfügbarkeit der Systeme. Im Bereich der Informations techno logie liegt der Schwerpunkt auf der Verbesserung der organisatorischen Abläufe durch intensive Nut zung des vorhandenen integrierten EDV-Pla nungsund Steuerungssystems. Ein weiterer Schwer punkt ist die erhöhte Sicherung vor unberechtigten Zugrif fen und Virenangriffen. Im Ge schäfts jahr 2008 wurde erneut die Verfügbarkeit der Computer verbessert und die Netzwerke an die erhöhten Anfor derungen des Unternehmens angepasst.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanz instrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kredit institu ten. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Forderungsausfälle sind die Ausnahme.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt NorCom eine durchaus konservative Risikopolitik.

Finanzwirtschaftliche Risiken können sich aus dem Ausfall von Kundenforderungen oder aus Kurs- oder Zinsänderungsrisiken im Finanzmittelfonds ergeben.

Im Debitorenbereich wird die Entwicklung des For derungsbestandes ständig überwacht, um mögliche Ausfallrisiken frühzeitig zu erkennen und Maß nahmen einleiten zu können.

Die Anlage des Finanzmittelfonds erfolgt grundsätzlich nur in Wertpapiere mit nur geringen Kurs- oder Zinsänderungsrisiken.

Risiken aus den Beteili gungen der NorCom AG

Die Minderheitsgesellschafter der NSA AS und der Value & Risk AG haben seit dem Geschäftsjahr 2003 so genannte Andienungsrechte ihrer Gesellschafts anteile an die NorCom AG. Bisher wurde kein Gebrauch von diesen Rechten gemacht. Es besteht jedoch weiterhin die Möglichkeit, dass NorCom aus diesen Rechten in Anspruch genommen wird und die restlichen Anteile an diesen Gesellschaften erwerben muss. Hieraus würde sich für NorCom ein Abfluss finanzieller Mittel ergeben.

Hinsichtlich der Beteiligungen der NorCom AG ergibt sich das Risiko, dass Tochterunternehmen und Beteiligungen die von der jeweiligen Geschäfts führung gesetzten Ziele nicht erreichen. Insbeson dere war die Value & Risk in der Vergangenheit von einer deutlichen Mitarbeiterfluktuation betroffen, die zu einer Verschlechterung der Ertragslage dieser Gesellschaft geführt hat. Die Value & Risk hat sich in den beiden zurückliegenden Geschäftsjahren daher neu positionieren müssen und erhofft, im Bereich der Risikobewertung für Finanzinstitute von der gegenwärtigen Finanzkrise eher profitieren zu können. Die Ertragslage der Gesellschaft ist je doch von der Akzeptanz der von ihr angebotenen Verfahren und Dienstleistungen durch die Ziel kunden abhängig. Für die NorCom besteht das Risiko, dass Beteiligungserträge zukünftig nicht oder geringer aus der Beteiligung an der Value & Risk

ausfallen und hinsichtlich des Beteiligungsansatzes Wertberichtigungsbedarf entstehen könnte. Auf das operative Geschäft der NorCom AG ergeben sich keine Auswirkungen.

Bezüglich der MaxiMedia GmbH bestehen für NorCom sowohl Ertrags- als auch Liquiditätsrisiken, falls NorCom aus einer abgegebenen Patronats erklärung in Anspruch genommen wird. Zudem könnte hinsichtlich des Beteiligungsansatzes und der Forderungen gegen die MaxiMedia Wertberich tigungsbedarf entstehen, falls das Produkt NCPower nicht in dem erwarteten Umfang zukünftig am Markt platziert werden kann.

Gesamtaussage zur Risiko situation

Der Vorstand und das gesamte Management sind bestrebt, neu auftretende Risiken zu erkennen und Abwehrmaßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten. Auf Grundlage der gegenwärtigen Informationen sind keine Risiken feststellbar, die den Fortbestand der NorCom AG gefährden würden.

VII. Prognosebericht

Im laufenden Geschäftsjahr plant NorCom ihre internationale Marktpräsenz auszuweiten. Dabei stehen zum einen große Broadcastunternehmen im Fokus, die das individuell konfigurierte NCPower Pro einsetzen können. Zentral ist auch das neue Produkt NCPower Compact – eine Komplettlösung, die insbesondere auf die wachstumsstarken Märkte rund um die Themen IPTV, Mobile und Corporate TV abzielt.

Im Consulting-Bereich wird NorCom ihre Aktivitäten im Bereich der öffentlichen Verwaltung, insbeson dere vom Standort Nürnberg aus, weiter ausbauen und vor allem intern Know-how aufbauen. Am Standort Frankfurt wird NorCom die bisher erfolgreichen Projekte wie das IT-Service Management im öffentlichen Sektor weiterführen.

Im Mittelpunkt der Consulting-Aktivitäten stehen zudem die Unterstützung der NCProduktpalette und die Schaffung von Synergieeffekten. Mit der Kombination von IT-Lösungen und innovativen Softwareprodukten sowie dem abgestimmten Serviceangebot bietet NorCom ein Portfolio, das im konvergierenden Markt Broadcast und Informa tionstechnologie nach unserer Einschätzung ein malig ist.

Mit der Segmentierung – NCConsulting und NCPower – und den sich daraus ergebenden Synergieeffekten gibt sich NorCom ein Gesicht nach außen und demonstriert den künftigen Fokus des Unterneh mens. Zudem werden die Beteiligungen von NorCom mit dem Ziel, ein organisches Wachstum über dem Marktdurchschnitt zu erreichen, weiter geführt und intensiv betreut.

Für das laufende Geschäftsjahr 2009 plant NorCom aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtlage konservativ und erwartet sowohl im Produktbereich als auch im Consulting eine Steigerung der Umsatzerlöse um etwa 20 Prozent. Für den Produktbereich wird ein ausgeglichenes EBIT erwartet während die EBIT-Marge im Consulting mit etwa 6 Prozent geplant wird. Für die folgenden Geschäftsjahre sind für beide Unternehmensbereiche weitere Umsatz- und Ertragssteigerungen geplant.

München, den 8. April 2009 Der Vorstand

Bilanz nach HGB

Zahlen in EUR 31.12.2008 31.12.2007
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.678 1.638
Sachanlagen 282.232 216.958
Finanzanlagen 7.061.633 7.372.321
Anlagevermögen 7.346.543 7.590.918
Vorräte 1.748.302 1.651.096
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.423.011 3.124.254
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.046.326 1.677.142
Sonstige Vermögensgegenstände 332.732 504.238
Wertpapiere des Umlaufvermögens 609.199 760.125
Flüssige Mittel 3.384.377 4.146.623
Umlaufvermögen 11.543.947 11.863.478
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 19.528 68.036
Aktiva 18.910.018 19.522.431
Zahlen in EUR 31.12.2008 31.12.2007
Gezeichnetes Kapital 10.626.176 10.626.176
Kapitalrücklage 1.847.584 1.847.584
Rücklage für eigene Anteile 609.199 760.125
Bilanzgewinn/-Bilanzverlust -649.160 2.300.688
Eigenkapital 12.433.799 15.534.573
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 130.815 123.213
Sonstige Rückstellungen 2.554.183 1.726.486
Rückstellungen 2.684.998 1.849.699
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.470.207 799.448
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.670.713 845.414
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 313.513 236.817
Sonstige Verbindlichkeiten 284.830 213.454
Verbindlichkeiten 3.739.264 2.095.133
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 51.958 43.027
Passiva 18.910.018 19.522.431

Entwicklung des Anlagevermögens nach HGB

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zahlen in EUR Vortrag
01.01.2008
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2008
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutz rechte und
ähnliche Rechte
3.376.782,10 2.452,94 - 3.379.235,04
2. Geschäfts- oder Firmenwert 25.564,59 - - 25.564,59
3.402.346,69 2.452,94 - 3.404.799,63
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
1.289.827,18 171.283,93 2.146,42 1.458.964,69
1.289.827,18 171.283,93 2.146,42 1.458.964,69
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.119.707,24 - - 17.119.707,24
2. Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
- 83.377,05 - 83.377,05
3. Beteiligungen 1.107.467,04 - - 1.107.467,04
18.227.174,28 83.377,05 - 18.310.551,33
Abschreibungen Buchwerte
Vortrag
01.01.2008
Abschreibungen
des
Geschäftsjahres
Abgänge Stand
31.12.2008
31.12.2008 31.12.2007
3.375.144,04 1.413,05 - 3.376.557,09 2.677,95 1.638,06
25.564,59 - - 25.564,59 - -
3.400.708,63 1.413,05 - 3.402.121,68 2.677,95 1.638,06
1.072.868,80 104.112,77 249,00 1.176.732,57 282.232,12 216.958,38
1.072.868,80 104.112,77 249,00 1.176.732,57 282.232,12 216.958,38
10.191.452,25 - - 10.191.452,25 6.928.254,99 6.928.254,99
- - - - 83.377,05 -
663.400,91 394.065,13 - 1.057.466,04 50.001,00 444.066,13
10.854.853,16 394.065,13 - 11.248.918,29 7.061.633,04 7.372.321,12

Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB

Zahlen in EUR Jan.-Dez. 2008 Jan.-Dez. 2007
Umsatzerlöse 15.660.278 12.914.399
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen
und unfertigen Erzeugnissen
97.206 999.965
Sonstige betriebliche Erträge 250.759 277.540
Betriebsleistung 15.757.485 13.914.364
Materialaufwand -9.929.119 -7.790.225
Rohergebnis 6.079.125 6.401.679
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.662.836 -4.224.016
b) Soziale Abgaben -573.505 -545.038
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge -3.294.857 -2.495.738
Betriebsergebnis vor Abschreibung (EBITDA) -2.452.073 -863.112
Abschreibungen -105.526 -87.164
Betriebsergebnis (EBIT) -2.557.598 -950.276
Zinsen und ähnliche Erträge 224.810 308.764
Abschreibung auf Finanzanlagen und Wertpapiere
des Umlaufvermögens
-794.493 -183.115
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.011 -23.188
Erträge aus Beteiligungen 42.713 317.803
Periodenergebnis vor Steuern (EBT) -3.087.580 -530.012
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -12.006 -
Sonstige Steuern -1.189 -2.092
Periodenergebnis nach Steuern (EAT) -3.100.775 -532.104
Gewinn-, Verlustvortrag aus dem Vorjahr 2.300.688 3.592.917
Einstellungen in andere Gewinnrücklagen - -760.124,80
Auflösung der Rücklagen für eigene Anteile 150.926,17 -
Bilanzgewinn/-Bilanzverlust -649.160 2.300.688
Ergebnis je Aktie (unverwässert) -0,07 0,22
Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 9.984.971 10.274.949

Anhang

Allgemeines

Der Jahresabschluss der NorCom Information Technology AG, München, zum 31. Dezember 2008 ist nach den Vorschriften des dritten Buches des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden aktienrechtlichen Bestimmungen aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren beibehalten worden.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauer angesetzt, wobei für Software 3 Jahre angesetzt werden.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs kosten, vermindert um planmäßige, lineare Ab schrei bungen angesetzt. Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt entsprechend dem Nutzungs verlauf nach der linearen Methode. Hardware wird über 3 Jahre, Betriebsausstattung über 5 - 10 Jahre und Einbauten werden über 10 Jahre verteilt abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter werden linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteili gungen und sonstige Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten bzw. zu Einbringungswerten oder bei dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Das Vorratsvermögen wird mit den Anschaffungsund Herstellungskosten oder zum niedrigeren bei zulegenden Wert bewertet und bezieht sich auf zum Bilanzstichtag nicht fertig gestellte Projekte.

Die Anschaffungs- und Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten und angemessene Gemeinkosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder zum niedrigeren beizu legenden Wert angesetzt. Auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Grund des allgemeinen Kredit risikos eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % gebildet. Grundlage für den angenommenen Prozentsatz sind die durchschnittlichen Erfahrungs werte der letzten 3 Jahre.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu An schaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennbetrag bewertet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktiv seite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag aus gewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkenn baren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme bilanziert. Die Berechnung der Pensionsrückstellung erfolgt nach der Teilwert methode gemäß § 6a EStG unter Anwendung der "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck und eines Zinssatzes von 6 %.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungs betrag angesetzt. Beträge in Fremdwährung sind zum Tageskurs oder dem höheren Stichtagskurs bewertet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlage vermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen be stehen gegen die MaxiMedia Technologies GmbH in Höhe von T€ 1.740 aus gewährten Darlehen und Verrechnungen. Die Forderungen werden mit jährlich 5 % verzinst. Weitere Forderungen beste hen in Höhe von T€ 138 gegen die NorCom Systems Technology GmbH, in Höhe von T€ 138 gegen die NorCom Information Technology Inc., Atherton/USA, sowie in Höhe von T€ 30 gegen die NorCom Information Technology GmbH, Moskau/Russland.

Sonstige Vermögensgegenstände bestehen über wiegend aus Ansprüchen aus Rückdeckungs ver sicherungen (Aktivwert) in Höhe von T€ 197 sowie Erstattungsansprüchen gegen das Finanzamt in Höhe von T€ 95.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögens gegen stände – mit Ausnahme der Ansprüche aus Rück deckungsversicherungen (Aktivwert) - haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die NorCom AG hat im Geschäftsjahr 2007 475.078 Stück und im Geschäftsjahr 2008 166.127 Stück eigene Aktien erworben und hält somit zum Abschlussstichtag 641.205 Stück (6,03 %) eigene Aktien. Der Anteil am gezeichneten Kapital beträgt € 641.205. Der Kaufpreis für diese Aktien betrug insgesamt T€ 1.196. Die eigenen Aktien werden zum Stichtag mit dem Stichtagskurs von insgesamt T€ 609 bewertet. Die Aktien wurden erworben, um das aktuelle Aktienoptionsprogramm zu erfüllen.

Im Geschäftsjahr 2008 fand der Erwerb der Aktien in den folgenden Zeiträumen statt:

Kalenderwoche Zugang
1 8.630
2 27.218
3 17.764
4 13.164
5 1 1.938
6 1 1.145
7 1 1.963
8 6.909
9 7.401
10 7.091
11 8.256
12 6.961
13 7.387
14 9.672
15 10.628
166.127

Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag € 10.626.176,00. Es ist in 10.626.176 auf den Inhaber lautende Stückaktien zu je € 1,00 eingeteilt.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 17. August 2010 einmal oder mehrmalig gegen Bar- und/oder Sacheinlage um insgesamt bis zu € 5.293.758,00 durch Ausgabe von bis zu 5.293.758 neuen Stammstückaktien zu erhöhen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmal oder mehrmals bis zu insgesamt 972.780 Bezugsrechte auf den Erwerb von bis zu 972.780 Stück Aktien an Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der NorCom Information Technology AG sowie an Mitglieder der Geschäftsführung und Mit arbeiter verbundener Unternehmen zu gewähren. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre ist aus geschlossen. Das bedingte Kapital I beträgt laut Satzung € 818.251,00, das bedingte Kapital II € 201.840,00.

Im Geschäftsjahr 2007 wurden jeweils 97.270 Stück Aktienoptionen an die beiden Mitglieder des Vor stands ausgegeben. Die Sperrfrist beträgt 3 Jahre. Die Optionsrechte können nur ausgeübt werden, wenn der durchschnittliche Börsenkurs der NorCom-Aktie (Schlusskurs im Xetra-Handel während der

letzten 10 Handelstage vor Ausübung der Options rechte im Vergleich zum Optionspreis) ohne Berück sichtigung des Aufschlags von 10 % um mindestens 45 % gestiegen ist.

Das Grundkapital ist um € 4.000.000,00 bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuld verschrei bungen. Im Geschäftsjahr 2008 wurde von der Ausgabeoption kein Gebrauch gemacht.

Zum 31. Dezember 2008 besteht eine Rücklage für eigene Anteile in Höhe von T€ 609.

Der Pensionsrückstellung liegt ein von der HDI-Gerling Lebensversicherung AG erstelltes versicherungsmathematisches Gutachten zu Grunde.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen den Personal bereich mit T€ 1.124 sowie Rückstellungen für aus stehende Rechnungen in Höhe von T€ 573 sowie für drohende Verluste aus Mietverpflichtungen für die früheren Büroräume bis März 2012 (T€ 657).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unter nehmen bestehen zum 31. Dezember 2008 in Höhe von T€ 314 aus Lieferungen und Leistungen.

Die Gesellschaft hält an folgenden Unternehmen zum 31. Dezember 2008 mindestens 20 % der Anteile:

Zahlen in TEUR Anteil
in %
Eigenkapital
zum
31.12.2008
Jahres -
ergebnis
2008
Verbundene Unternehmen
NorCom Information Technology Inc., Atherton/USA 100 19 -
Norske Systemarkitekter AS, Oslo/Norwegen 54 1.806 -723
Value & Risk AG, Frankfurt am Main 48,8 3.402 -101
NorCom Systems Technology GmbH 100 113 41
MaxiMedia Technologies GmbH, München 100 -2.043 -113
NorCom Information Technology GmbH, Moskau/Russland 100 26 -

Die Angaben zum Eigenkapital und zum Jahres ergebnis beziehen sich für die inländischen Gesell schaften auf die deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und für die ausländischen Gesell schaften auf die International Financing Reporting Standards.

Die beiden in Vorjahren gegründeten Tochter gesellschaften, NorCom Information Technology Inc., Atherton/USA und NorCom Information Technology GmbH, Moskau/Russland, haben in 2008 ihre Geschäftstätigkeit noch nicht aufgenommen.

Beteiligungen Anteil
in %
CognIT AS, Halden/Norwegen 17,2
Certification Europe Ltd., Dublin/Irland 1,0

Unter Einbeziehung der über die NSA gehaltenen mittelbaren Beteiligung beträgt der Anteil an der CognIT AS 26,1 %.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf die unterschiedlichen Produktgruppen der NorCom Informa tion Technology AG auf:

Zahlen in TEUR 2008 2007
NCProducts 3.719 4.256
NCConsulting 11.941 8.658
15.660 12.914

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rück stellungen (T€ 134).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus dem Betriebs-, Verwaltungsund Vertriebsbereich.

Die Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlauf vermögens (T€ 400) betreffen eigene Anteile. Auf die Beteiligung an der CognIT AS wurden Abschrei bungen in Höhe von T€ 394 vorgenommen.

In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zins erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 82 (Vorjahr T€ 107) enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2008 bestanden Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Die Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Verträgen für Gebäude und Firmenwagen.

Der Mindestbetrag nicht abgezinster künftiger Lea sing- und Mietzahlungen aus operating-leasing-Ver trä gen stellt sich zum 31. Dezember 2008 wie folgt dar:

TEUR
2009 741
2010 724
201 1 702
2012 549
2013 497
nach 2013 1.866
5.079

Auf Grund der Sacheinlage- und Geschäftsein brin gungsverträge für den Erwerb der restlichen 49 % der Geschäftsanteile an der MaxiMedia in 2004 besteht für NorCom eine variable Kaufpreis ver pflichtung (ohne Begrenzung) in Abhängigkeit zukünftiger Umsatzerlöse und der Unternehmens wertentwicklung der MaxiMedia. Daneben hat NorCom einen bedingten Schuldbeitritt für Dar lehens verbindlichkeiten (T€ 21) der MaxiMedia erklärt, sofern diese aus eigenen Mitteln der MaxiMedia nicht zurückgeführt werden können.

Die NorCom AG hat am 23. Februar 2009 eine Patro natserklärung für die MaxiMedia abgegeben. Die Erklärung ist bis zum 31. Dezember 2009 befristet.

Die Minderheitsgesellschafter der Value & Risk halten Put-Optionen, die sie berechtigen, die von ihnen gehaltenen Aktien Dritten zum Erwerb anzubieten. Zuvor muss der veräußerungswillige Gesellschafter die Aktien jedoch den anderen Gesellschaftern schriftlich anbieten. Die anderen Gesellschafter können dieses Angebot innerhalb 4 Wochen nach Zugang der Mitteilung annehmen. Der Kaufpreis ist nach der discounted cashflow-Methode zu bestimmen.

Ebenso hat sich die NorCom gegenüber den Gesell schaftern der NSA verpflichtet, die von diesen gehaltenen Aktien an der Gesellschaft abzukaufen. Als Kaufpreis gilt der Marktwert zum Zeitpunkt der Optionsausübung.

Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr 2008 waren durchschnittlich 67 (Vorjahr: 58) Angestellte beschäftigt.

Dem Vorstand der Gesellschaft gehören an:

Herr Viggo Nordbakk, München Vorstandsvorsitzender, CEO

Herr Dr. Tobias Abthoff, Neufahrn Vorstand, Gesamtverantwortung Consulting

Viggo Nordbakk ist Aufsichtsratsvorsitzender der Value & Risk AG, Frankfurt am Main, und der NSA Norske Systemarkitekter AS, Oslo/Norwegen.

Dr. Tobias Abthoff hat keine Aufsichtsratsmandate.

Dem Aufsichtsrat gehörten an:

Dr. Lutz Schmidt (Vorsitzender), WP/StB, Partner der Schmidt Schuran & Partner, Düsseldorf

Prof. Dr. Manfred Schlottke M.B.A. (Stellvertretender Vorsitzender), Wirtschaftsberater für Informations- und Kommunikationstechnik, München, Aufsichtsrat der Aareon AG, Mainz, Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei der UTIMACO Safeware AG, Oberursel

Prof. Dr. Thomas Hess, Direktor des Instituts für Wirtschaftsinformation und Neue Medien an der Ludwig-Maximilians-Universität in München

Herr Dr. Lutz Schmidt hat keine weiteren Aufsichtsratsmandate.

Herr Prof. Dr. Thomas Hess hat keine weiteren Aufsichtsratsmandate.

Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2008 (2007) ausgezahlten Bezüge der Vorstandsmitglieder stellt sich wie folgt dar:

Zahlen in TEUR Fixe
Kom ponenten
Variable
Kom ponenten
Gesamt
summe
Viggo Nordbakk 230 (205) 97 (96) 327 (301)
Dr. Tobias Abthoff 150 (138) 95 (0) 245 (138)
380 (343) 192 (96) 572 (439)

Die variablen Vergütungen betreffen die Auszahlung der Tantiemen, die für das jeweils vorausgegangene Geschäftsjahr gewährt wurden. Für das Geschäfts jahr 2008 sind darüber hinaus Tantiemen für Viggo Nordbakk in Höhe von T€ 152 und für

Dr. Tobias Abthoff in Höhe von T€ 100 zurück gestellt. Die Gewährung der Tantiemen ist vom Beschluss des Aufsichtsrats abhängig, der hierzu noch nicht gefasst wurde.

Am 18. März 2007 wurden den Vorstandsmitgliedern Optionsrechte gewährt. Die Entwicklung der Options rechte ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:

2008
Stück
2007
Stück
Nicht verfallene Optionsrechte zum 1. Januar 194.540 -
Im Geschäftsjahr verfallene Optionsrechte - -
Im Geschäftsjahr verwirkte Optionsrechte - -
Im Geschäftsjahr gewährte Optionsrechte - 194.540
Nicht verfallene Optionsrechte zum 31. Dezember 194.540 194.540

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde auf den 31. Dezember 2007 indirekt unter Bezugnahme auf den beizulegenden Zeitwert der gewährten Eigenkapitalinstrumente mit TEUR 204 ermittelt (EUR 1,05 je Option).

Die Bewertung wurde auf der Grundlage des Black-Scholes-Models vorgenommen. Folgende Parameter wurden verwendet:

Ausübungspreis EUR 3,06
Laufzeit der Option 3 Jahre
Erwartete Dividende EUR 0,00
Risikoloser Zinssatz 3,50 %
Erwartete Volatilität 140,76 %
(auf Basis der
historischen Volatilität
zwischen 1.1.2005
und 31.12.2007)

Der Aktienkurs zum Abschlussstichtag betrug EUR 0,95 je Aktie.

Aufsichtsratsbezüge fielen in Höhe von T€ 47 (inkl. T€ 3 erstattete Reisekosten) an. Die Pensionsrück stellung in Höhe von T€ 131 besteht zu Gunsten eines ehemaligen Mitglieds des Vorstandes.

Der Verpflichtung nach § 161 AktG zur Abgabe einer Erklärung zum Corporate Governance Kodex kamen die Organe der NorCom Information Technology AG nach. Die am 17. Dezember 2008 abgegebene Stellungnahme wurde den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

Im Geschäftsjahr 2008 wurden Beraterhonorare in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 9) an Aufsichtsrats mitglieder gezahlt.

Das als Aufwand erfasste Honorar für den Ab schluss prüfer teilt sich für das Geschäftsjahr 2008 wie folgt auf:

Zahlen in TEUR 2008 2007
Abschlussprüfung 61 49
Sonstige Beratungs -
leistungen
4 8
65 57

Wechselseitige Beteiligungen bestehen mit verbundenen Unternehmen bzw. Unternehmen, an denen die NorCom AG eine Beteiligung hält, nicht.

Der NorCom AG sind im Geschäftsjahr 2008 folgende Stimmrechtsmitteilungen zugegangen:

    • Am 28.01.2008 hat die NorCom Information Technology AG erklärt, dass der Anteil an eigenen Aktien die Stimmrechtsquote von 5 % überschritten hat.
    • Am 23.05.2008 hat die Union Investment Privat fonds GmbH, Frankfurt am Main, erklärt, dass die Stimmrechtsquote von 5 % unterschritten wurde.
    • Am 04.08.2008 hat die Union Investment Priva t fonds GmbH, Frankfurt am Main, erklärt, dass die Stimmrechtsquote von 3 % unterschritten wurde.
    • Am 23.12.2008 hat Viggo Nordbakk erklärt, dass die Stimmrechtsquote von 30 % unterschritten wurde.
    • Am 23.12.2008 hat die Nordbakk Beteiligungen Verwaltungs GmbH, München, erklärt, dass die Stimmrechtsquoten von 30%, 25%, 20% und 15 % unterschritten wurden.
    • Am 23.12.2008 hat die Nordbakk Invest GmbH, München, erklärt, dass die Stimmrechtsquoten von 3 %, 5%, 10%, 15%, 20% und 25% überschritten wurden.
    • Am 23.12.2008 hat Liliana Nordbakk erklärt, dass die Stimmrechtsquoten von 3 %, 5% und 10%, überschritten wurden.
    • Am 23.12.2008 hat die Nordbakk Beteiligungen GmbH & Co KG, München, erklärt, dass die Stimmrechtsquoten von 30%, 25%, 20% und 15 % unterschritten wurden.

Die NorCom AG stellt einen Konzernabschluss nach IFRS auf, der im Bundesanzeiger veröffentlicht und beim Handelsregister München unter der Nummer HRB 126903 hinterlegt wird.

München, den 8. April 2009

NorCom Information Technology AG, München Der Vorstand

Viggo Nordbakk Dr. Tobias Abthoff Vorsitzender des Vorstandes (CEO) Vorstand

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 297 Abs. 2 Satz 4, § 315 Abs. 1 Satz 6 HGB

"Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss der NorCom AG zum 31. Dezember 2008 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2008 der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

München, 27. April 2009

Viggo Nordbakk Dr. Tobias Abthoff Vorsitzender des Vorstandes (CEO) Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 264 Abs. 2 Satz 3, § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB

"Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss der NorCom AG zum 31. Dezember 2008 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008 der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesell schaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."

München, 27. April 2009

Viggo Nordbakk Dr. Tobias Abthoff Vorsitzender des Vorstandes (CEO) Vorstand

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