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Nexus AG

Management Reports Aug 5, 2013

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Management Reports

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NEXUS AG

Villingen-Schwenningen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

KONZERNLAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2012

Darstellung des Konzerns und des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung des NEXUS-Konzerns im gesamtwirtschaftlichen- und Branchenumfeld.

NEXUS ist Anbieter von IT-Lösungen für Krankenhäuser, Fachkliniken und Pflegeheime.

Mit den Produktgruppen

NEXUS / KIS: Komplettinformationssystem für somatische Häuser
NEXUS / PSYCHIATRIE: Komplettinformationssystem für psychiatrische Häuser
NEXUS / HEIM: Komplettinformationssystem für Altenheime und Altenheimketten
NEXUS / REHA: Komplettinformationssystem für Rehabilitations-Einrichtungen
NEXUS / HOSPIS: Administratives Komplettinformationssystem für Schweizer Spitäler
NEXUS / DIS: Interdisziplinäres diagnostisches Informationssystem
NEXUS / FRAUENHEILKUNDE: Informationssystem für geburtshilfliche Einrichtungen und Frauenheilkunde
NEXUS / PATHOLOGIE: Informationssystem für pathologische und zytologische Einrichtungen
NEXUS / RADIOLOGIE: Radiologie-Informations- (RIS) und Bildsystem (PACS) für radiologische Abteilungen und Praxen
Clinic WinData: Medizinische Fachbefundung und Geräteintegration
ASS.TEC: Prozess- und SAP-Beratung
NEXUS / INFORMATION STORE: Management-Informations-Systeme für Krankenhäuser
NEXUS / QM: Informationssysteme für das Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen
NEXUS / SPM: Informationssystem für Medizinprodukte-Sterilisationsprozesse im Krankenhaus
NEXUS / CCC: Serviceleistungen und Hotline für Kunden
NEXUS / IT: Outsourcing / Dienstleistungen und SAP-Partner im Gesundheitswesen

werden IT-Lösungen für Problemstellungen bei Kunden aus dem Bereich Gesundheitswesen angepasst und deren spezifische Prozesse abgebildet sowie spezifische Serviceleistung erbracht. Die Softwarearchitektur ist modular, offen und serviceorientiert. Die Serviceorientierung der Produkte ermöglicht es, Funktionalitäten (Services) insbesondere in Fremdprodukte zu integrieren. Ebenso können auf diese Weise Bestandskunden neu akquirierter Unternehmen unmittelbar von Funktionsausweitungen profitieren.

Die verschiedenen Module der Software-Lösungen werden sowohl zur Verbesserung der Verwaltungs-, Abrechnungs- und Behandlungsabläufe als auch zur Optimierung der Qualität der Dokumentation von Patientendaten eingesetzt. Die Zielsetzung unserer Produkte ist es, Kunden des Gesundheitswesens Instrumente anzubieten, mit denen sie ihre Geschäftsprozesse digitalisieren, beschleunigen und qualitativ verbessern können. IT-Serviceleistungen runden das Leistungsspektrum ab.

Die NEXUS-Gruppe ist an den Standorten Villingen-Schwenningen, Aachen, Berlin, Böblingen, Erlangen, Frankfurt (Main), Hannover, Ismaning, Jena, Ratingen, Singen (Hohentwiel), Trier, Wien (A), Wallisellen (CH), Altishofen (CH), Baar (CH), Basel (CH), Lugano (CH), Grenoble (F) vertreten. Die strategische Ausrichtung der Gruppe wird maßgeblich von der NEXUS AG bestimmt.

NEXUS liefert hauptsächlich an Kunden innerhalb des öffentlichen Gesundheitswesens im In- und Ausland mit Schwerpunkt in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Frankreich. Daher ist die Auftragslage neben dem Wettbewerbsumfeld auch stark von den Budgetentwicklungen und den Strukturveränderungen im Gesundheitswesen abhängig. Eine unmittelbare Abhängigkeit von konjunkturellen Entwicklungen ist jedoch nicht gegeben. Langfristig kann die Krise der öffentlichen Staatsfinanzen in vielen europäischen Ländern jedoch zu einer Reduktion der Wachstumserwartungen der NEXUS AG führen. Eine gesicherte Prognose dieser Entwicklungen lässt sich derzeit nicht stellen, da die Rahmenbedingungen - insbesondere die Entwicklung der öffentlichen Haushalte in den jeweiligen Ländern - sich sehr schnell ändern. Mit Unsicherheit behaftet sind die Entwicklungen auch in anderen Regionen. Durch die Umbrüche in der arabischen Welt haben sich die Umsätze der NEXUS AG aus dieser Region stark reduziert und es ist unklar, wann sich die Lage normalisieren wird.

Es bestätigt sich jedoch, dass "Optimierungen im Gesundheitswesen durch moderne Informationssysteme" auch in Krisenzeiten ein fester Punkt auf der Prioritätenliste des Gesundheitswesens fast aller Länder bleibt.

Branchentrends

Die Beobachtung informationstechnologischer Trends und Entwicklungen ist für die Strategie der NEXUS von herausragender Bedeutung. In 2013 sehen wir deutliche Änderungen des technologischen Umfeldes, die von Bedeutung für unsere Technologiestrategie sind:

1. Mobile Geräte:

Bereits in 2013 werden mehr Internet-Zugriffe über mobile Telefone erfolgen als über Personal Computer. Dieser Trend signalisiert laut Gartner, dass Teile des PC-Marktes an mobile Geräte verloren gehen wird. Einige IT-Abteilungen werden die üblichen PCs für Teile der Belegschaft nunmehr durch mobile Geräte ersetzen. Das ist im Krankenhaus insbesondere für sehr mobiles Personal (Ärzte, Pflegekräfte) zu erwarten. Bereits in 2015 erwartet Gartner, dass "Media Tablets" ca. 50% der Laptop-Auslieferungen erreichen und das Betriebssystem Windows wird hinter Android und Apple auf den dritten Platz fallen. Bereits in 2013 wird erwartet, dass Microsoft bei "Client-Installationen" (PCs, Tablets, Smartphones) nur noch einen Marktanteil von 60% erreichen wird. NEXUS ist in diesem Umfeld herausgefordert, die verschiedenen Client-Typen und Client-Plattformen gleichzeitig zu bedienen und die Applikationen auf das neue Nutzerverhalten anzupassen.

2. Web-Apps versus native Apps:

Die derzeit den Markt noch bestimmenden nativen Apps werden nach Auffassung vieler Experten langfristig durch Web-Apps ersetzt. Hier werden insbesondere die verbesserten HTML5-Möglichkeiten als wesentlicher Grund angeführt. Web-Apps sind in der modernen Form in der Lage, native Apps auch in komplexeren und kontextabhängigen Aufgaben hinsichtlich Funktionalität zu überflügeln und somit die wesentlichen Vorteile rein nativer Apps auszugleichen. Angesichts der erheblich geringeren Entwicklungsaufwendungen für Web-Apps gegenüber nativen Apps und der deutlich breiteren Anwendungsmöglichkeiten sieht NEXUS diese Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit. Das entspricht dem Markttrend, da Schätzungen für das Jahr 2015 (zd net) von einem Marktvolumen für Web-App-Entwicklungsplattformen von 2,6 Milliarden US-Dollar ausgehen.

3. Enterprise App-Stores:

Unternehmensspezifische App-Stores werden nach Auffassung vieler Experten in nächster Zeit stark zunehmen. IT-Abteilungen entwickeln sich damit zunehmend zu Marktplätzen, die die Steuerung und Unterstützung für User bieten, die sich in diesem Marktplatz nach ihren spezifischen Anwendungen (Apps) bedienen. Eine Vision, die insbesondere in den heterogenen Anwenderlandschaften von Krankenhäusern als realistisch anzusehen ist.

4. Neue Oberflächengestaltung:

Die seit vielen Jahren üblichen Gestaltungen der Anwenderschnittstelle ändern sich derzeit. User Interfaces (UI) mit Fenstertechniken, Icons, Menüs und Mauszeigern werden von mobil-zentrischen Oberflächen abgelöst. Mausbedienung und Menüführung werden immer stärker um neue Navigationselemente erweitert. Die beschreibenden Schlagworte der neuen Interfaces lauten heute "Touch", "Gesten", "Sprache", "Video" und "Suche". Auch die Applikationen selbst verändern sich. Bestimmend sind künftig fokussierte und einfache Apps, die sich zu einer komplexeren Lösung zusammenfügen lassen. Softwareanbieter sind gefordert, andere Interface-Gestaltungen zu realisieren und Applikationen auf verschiedenen Endgeräten optimal darzustellen.

5. Das Internet der Dinge (Internet of Things):

Nahezu alles wird derzeit mit dem Internet verbunden, inklusive Kameras, Mikrofone, erweiterte Realitäts-Anwendungen, Gebäude und Sensoren. Das Internet der Dinge wird zu neuen Produkten wie z.B. Brillen mit Online-Navigationsinformationen oder eine nutzungsbasierte Abrechnung von Versicherungen oder Gebühren. Zunehmend wird auch bei medizinischen Software-Anwendungen die direkte Internetverbindung eine immer bedeutsamere Rolle spielen. Hier sind Fragen der Datensicherheit und des Datenschutzes für uns von großer Bedeutung.

6. Analytics der nächsten Generation:

Analytics entwickeln sich sehr stark hin zu mehrdimensionalen Analysen. Zum einen wird die traditionelle Offline-Analytik durch eine Inline-Embedded-Analytik ersetzt. Zum anderen wird die Analyse historischer Daten, die Geschehenes erklärt, mehr und mehr zu einer gleichzeitigen Analyse historischer und Echtzeitdaten aus diversen Quellen, die die Zukunft simuliert und vorhersagen soll. Hinzu kommt als weitere Dimension, dass die Analyse strukturierter und einfacher Daten mehr und mehr von einer Auswertung komplexer Informationen und Formate (Text, Video etc.) aus diversen Quellen, um gemeinschaftliche Entscheidungsprozesse zu unterstützen, ersetzt wird. Derzeit konzentrieren sich die Analytics-Anwendungen noch auf Entscheidungsunterstützung und Collaboration. Im nächsten Schritt wird es mehr Angebote für die Simulation, Prognose und Optimierung geben.

7. Big Data:

Big Data ist ein Synonym für die stetig ansteigende Datenmenge, die sich aus verschiedenen Quellen speist und in den kommenden Jahren weiter dynamisch wachsen wird. Datenmenge, Komplexität der Formate und Liefergeschwindigkeit der Datenverarbeitung überfordern künftig die traditionellen Data-Management-Verfahren; intelligente Lösungen zur Speicherung, Analyse und Steuerung großer, verteilter Datenmengen werden mehr und mehr zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Eine wesentliche Implikation von Big Data ist, dass Anwender künftig nicht mehr in der Lage sind, alle sinnvollen Informationen in einem einzelnen Data Ware-House vorzuhalten. Logische Data Ware-Houses führen Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammen und werden herkömmliche Modelle ersetzen.

8. Cloud Computing:

In den kommenden zwei Jahren werden laut Gartner im Segment Cloud Computing Übernahmen im Wert von mehr als 25 Milliarden US-Dollar erwartet, da die Dienste aus der Wolke ins Zentrum von immer mehr Herstellerangeboten rücken. Anbieter paketierter Applikationen wie IBM, Microsoft oder Oracle werden selbst zu SaaS-Providern (SaaS=Software as a Service) und treten in Konkurrenz zu reinen SaaS-Dienstleistern. Unternehmen und Krankenhäuser analysieren zunehmend, welche Aufgaben sich in die Wolke verlagern lassen, und in welchen Segmenten sie Private Clouds einrichten können. Für NEXUS ist die gleichzeitig ansteigende Entwicklung der PaaS-Angebote (PaaS=Platform as a Service) von Interesse. Während PaaS auf der Grundlage von Open-Source-basierten Infrastrukturen zum Massenprodukt werden, zeigt sich im Bereich der branchenspezifischen PaaS, dass auf Cloud basierende Shared-Service-Umgebungen entsprechend den Anforderungen einzelner Branchen angepasst werden. Beispiele für branchenspezifische PaaS findet man heute bereits auf verschiedene Plattformen zum Austausch von Gesundheitsinformationen.

9. In-Memory Computing:

Flash-Speicher werden derzeit in Endkunden- und Unterhaltungsgeräten sowie in Embedded IT-Systemen zunehmend eingesetzt. Damit entsteht eine neue Schicht in der Speicher-Hierarchie der Server, die weniger Platz und Hitze sowie mehr Leistung ermöglichen. Die großen Speichermöglichkeiten bereiten den Boden für neue Anwendungen wie z.B. Event-Processing-Plattformen, In-Memory-Applikations-Server oder In-Memory-Messaging. Für Software-Applikationen bietet die Erweiterung mit In-Memory-Basistechnologie die Möglichkeit, Transaktionsleistung zu verbessern und beispielsweise Daten-Analysen zu beschleunigen. Die hohe Effizienz des In-Memory Computing könnte zu einer raschen Verbreitung dieser Technologie führen.

10. Integrierte Systeme:

Der Markt befindet sich derzeit im Umbruch weg von lose gekoppelten heterogenen Ansätzen hin zu stärker integrierten Systemen und Ökosystemen. Der Wunsch der Kunden nach niedrigeren Kosten, Einfachheit und mehr Sicherheit treibt diesen Wandel an. Für die Hersteller sei das Konzept interessant, da sie so mehr Kontrolle über den Lösungs-Stack haben, höhere Margen erzielen können und einen vollständigen Lösungs-Stack in einer kontrollierten Umgebung anbieten können - allerdings ohne dabei eigentlich irgendeine Art von Hardware anbieten zu müssen.

Ausblick:

Wir stehen in einem intensiven Wandel der Plattformen, der Endgeräte und der Bedienungsformen von Software. Damit stehen alle Bausteine der derzeitigen IT-Landschaft im Wandel. Für NEXUS als Lieferant von IT-Lösungen im Gesundheitswesen ist es von herausragender Bedeutung, die oben skizzierten Entwicklungen richtig einzuschätzen und die Entwicklungskapazitäten effizient einzusetzen.

1.1 Wettbewerbsumfeld

Die Konsolidierung innerhalb der Branche der Anbieter für Krankenhausinformationssysteme in Deutschland, der Schweiz und Österreich setzte sich auch in den vergangenen Monaten fort. Anfang 2013 hat der Münchner AURELIUS Konzern die Tieto Deutschland GmbH, Eschborn, und die verbundenen Aktivitäten in den Niederlanden, Polen und Indien vom Tieto-Konzern mit Sitz in Helsinki, Finnland, übernommen. Größere Marktteilnehmer wie z.B. Siemens oder General Electric, USA, verfolgen weiterhin die Strategie, in der Branche medizinischer Informationssysteme zu wachsen.

Aus unserer Sicht gibt es derzeit neben NEXUS drei Wettbewerber auf dem europäischen Markt, denen langfristiges Potenzial zugesprochen wird.

Vertriebs- und Marktentwicklung

Die Auftragserfolge der letzten Jahre und die klare Positionierung der NEXUS im Gesundheitswesen hat den Bekanntheitsgrad des Unternehmens stark erhöht. Der Ausbau der Vertriebsaktivitäten auf neue Geschäftsgebiete (Altenpflege) und neue Regionen (Frankreich) wurde im letzten Jahr sehr konsequent vorangetrieben und führte in Summe zu steigenden Auftragsbeständen.

Mit konzernweit 150 Neukunden war 2012 für die NEXUS AG vertrieblich sehr erfolgreich. Das gilt insbesondere für die Kernmärkte Deutschland und die Schweiz. Aber auch in Frankreich konnten wir in 2012 erste substantielle Auftragseingänge verbuchen. Im Bereich der Gesamtsysteme haben sich insgesamt 27 Krankenhäuser und Psychiatrien für unser NEXUS / KIS und NEXUS / HIS entschieden. Im Bereich der diagnostischen Systeme kamen 54 Neukunden hinzu. Im Qualitätsmanagement entschieden sich 37 Kunden für die NEXUS-Lösung und im Bereich der Pflegeheime rund 20 neuen Kunden. In Frankreich haben sich insgesamt 12 Neukunden für NEXUS entschieden.

Produkt- und Unternehmensintegration

In 2012 haben sich die Unternehmenssparten der NEXUS nicht verändert. Nach wie vor ist das Geschäft in eigenständige Sparten gegliedert, die sich für Ihre Produkt- und Marktaktivitäten im Rahmen der Konzernplanung verantwortlich zeichnen. Neben der Spartengliederung existiert auch eine Regionalgliederung, die sich im Wesentlichen auf die Länder Schweiz, Deutschland, Österreich und Frankreich bezieht.

In 2012 wurden die Zentralfunktionen Controlling, Marketing und Entwicklung innerhalb der Gruppe weiter ausgebaut. Die NEXUS AG als wirtschaftliche Einheit kommt mehr und mehr in eine Holdingfunktion, da in ihr die Zentralfunktionen angesiedelt sind.

In 2012 wurden einige wesentliche Veränderungen in der Beteiligungsstruktur vorgenommen:

Die NEXUS AG hat am 13. April 2012 die verbleibenden 10 Aktien der Flexreport AG, Baar (CH) erworben und hält nunmehr 100% der Anteile.
Die NEXUS AG hat am 05. Oktober 2012 100% der ASS.TEC GmbH, Villingen-Schwenningen, erworben.
Die NEXUS AG hat am 17. Oktober 2012 insgesamt 95% der Anteile an der E&L medical systems GmbH, Erlangen, erworben.
Die NEXUS AG hat am 06. November 2012 weitere 18,5% der Aktien der Domis Consulting AG, Altishofen (CH), erworben.
Die NEXUS AG hat am 01. November 2012 das Produkt "Zytofix" von der amedes Medizinische Dienstleistungen GmbH, Göttingen, übernommen.
Die NEXUS AG hat per 30. September 2012 die NEXUS Italia S.r.l., Bologna liquidiert, die in den letzten Jahren umsatzlos war.

Wachstum und Ergebnisverbesserung

Mit einem Umsatz von EUR 62,3 Mio. hat die NEXUS AG den Vorjahresumsatz von EUR 53,5 Mio. deutlich übertroffen. Das Ergebnis vor Steuern stieg von im Vorjahr EUR 4,5 Mio. auf jetzt EUR 5,8 Mio. an. Die Marktposition der NEXUS AG hat sich durch Neuaufträge insbesondere in Deutschland, der Schweiz und Frankreich weiter verbessert.

Der Umsatzschwerpunkt von NEXUS lag in 2012 weiterhin im Geschäftsbereich Healthcare Software. Der Bereich hat im Vergleich zum Vorjahr erneut eine deutliche Umsatzsteigerung um rund EUR 7,4 Mio. auf Euro 56,9 Mio. erzielt. Der internationale Anteil am Geschäft betrug 2012 44,7% (Vorjahr 45,1 %) des Gesamtumsatzes. Unsere Aktivitäten im Ausland sind eine wesentliche Komponente unseres Geschäftes. Wir investieren sehr intensiv in die Entwicklung von Produkten für ausländische Märkte und erwägen ggf. auch Unternehmensakquisitionen, um den Markteintritt zu erleichtern. Das internationale Geschäft ist insbesondere auf den Schweizer, den französischen und den österreichischen Markt konzentriert. Umsatzeffekte aus Währungsschwankungen gegenüber dem 31.12.2011 betrafen insbesondere den Schweizer Franken. Der Durchschnittskurs des Schweizer Franken in 2012 war EUR 1,21, in 2011 betrug er EUR 1,23. Der Umsatzeffekt aus den Währungskursänderungen betrug in 2012 TEUR 478.

In Deutschland wuchs das Geschäft um rund 17,3% und erreichte TEUR 34.456 nach TEUR 29.385. Durch die erstmalige Konsolidierung der E&L medical systems GmbH, Erlangen und der ASS.TEC GmbH, Villingen-Schwenningen, wurden im letzten Quartal zusätzliche Umsatzeffekte in Höhe von EUR 3,1 Mio. konsolidiert. Ohne die Erstkonsolidierung dieser Unternehmen wäre der Umsatz der NEXUS-Gruppe um den gleichen Betrag geringer ausgefallen.

Der Umsatzeffekt der letztjährig erstmalig konsolidierten Unternehmen beträgt für Domis 2012: TEUR 9.193, für Optim 2012: TEUR 2.346 und für VEGA 2012: TEUR 597.

Die Steuerung unseres Wachstums sowie der Ertragslage erfolgte auf Basis der in den kurzfristigen Erfolgsrechnungen der Konzerntochtergesellschaften ausgewiesenen Kennzahlen zu Umsatz, Personal und EBIT.

Produktentwicklung

Das Jahr 2012 war durch die Entwicklungen an den Produkten "KIS", "HIS, "Medikation" und "Sterilisation" sowie durch die Entwicklung von "NEXUS New Generation" geprägt. Erhebliche Mittel wurden weiter in die Entwicklung des Radiologiemoduls (NEXUS / RIS) und des Intensivmedizinmoduls (NEXUS / PDMS) investiert. Neu in der Entwicklung ist die französischen Abrechnungs- und Patientenmanagementlösung.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Konzern hat hauptsächlich Leasingverträge für die Betriebs- und Geschäftsausstattung (inkl. der EDV-Hardware) und die Dienstfahrzeuge abgeschlossen. Darüber hinaus bestehen Mietverträge und sonstige Vertragsverpflichtungen über Geschäftsräume. Der Zweck der Verträge ist die Finanzierung und Beschaffung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen. Risiken könnten durch den Abschluss teurerer Anschlussverträge zu höheren Kosten nach dem Auslaufen dieser Verträge entstehen.

Vorteile, die zu der Entscheidung zur Durchführung bzw. Beibehaltung dieser Geschäfte geführt haben, sind hauptsächlich in der für die Gesellschaft fehlenden Kapitalbindung bei der Beschaffung des betriebsnotwendigen Anlagevermögens zu sehen. Darüber hinaus ergeben sich durch die Leasingfinanzierung für die Gesellschaft kein Verwertungsrisiko und die Möglichkeit der kurzfristigen Sicherung des aktuellen technischen Entwicklungsstandes.

2. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die NEXUS-Gruppe hat in 2012 einen konsolidierten rund Umsatz von TEUR 62.340 nach EUR 53.534 in 2011 erwirtschaftet. Das bedeutet ein Umsatzanstieg von TEUR 8.806 (+16,4%). Das EBITDA 2012 erreichte TEUR 11.854 nach TEUR 10.762 in 2011 (+10,1 %). Damit hat die NEXUS AG das 12. Jahr in Folge das EBITDA auf Jahresbasis verbessert. Maßgeblich für die Ergebnisverbesserung sind insbesondere die höheren Erlöse in den Produktbereichen NEXUS / CIS und NEXUS / CSO, NEXUS / DIS und DOMIS. Das Periodenergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich von TEUR 4.524 im Vorjahr auf TEUR 5.823 (+28,7%).

Abschreibungen fielen in Höhe von TEUR 6.499 (Vorjahr: TEUR 6.520) an. Hierbei handelt es sich in der Hauptsache um planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten, Technologien und Kundenstamm. Die beiden erstmals konsolidierten Gesellschaften haben zusammen ein EBT von TEUR 458 erwirtschaftet.

Der Konzernjahresüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 4.597) ebenfalls deutlich auf TEUR 5.762 verbessert (+25,3%). Der Steueraufwand reduzierte sich durch die Nachaktivierung bisher nicht angesetzter steuerlicher Verlustvorträge aufgrund der positiven Ertragsentwicklung in nahezu allen Gesellschaften der NEXUS-Gruppe.

Bezogen auf die Segmentergebnisse ergab sich in 2012 ein gemischtes Bild. Der Bereich Healthcare Software entwickelte sich weiter stark und erzielte ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von TEUR 4.789 nach einem EBIT von TEUR 3.142 im Vorjahr (+52,7%). Im Bereich Healthcare Service reduzierte sich das Ergebnis vor Steuern und Zinsen in 2012 von TEUR 965 im Vorjahr auf TEUR 604 (-37,4%).

Die Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 25.227 (Vorjahr: TEUR 19.482) sind nach den Ergebnissen unserer zum Bilanzstichtag durchgeführten Impairment-Tests in voller Höhe werthaltig. Für die übrigen immateriellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 24.267 (Vorjahr: TEUR 18.545), die sich insbesondere aus eigenen aktivierten Entwicklungen sowie erworbener Technologie und Kundenstamm zusammensetzen, lagen in 2012 keine Hinweise auf Wertminderungen vor. Die immateriellen Vermögenswerte einschließlich der Goodwills belaufen sich auf TEUR 49.494 (Vorjahr: TEUR 38.027) und damit auf 48,9% (Vorjahr: 46,5%) der Bilanzsumme.

Insbesondere aufgrund der getätigten Unternehmenserwerbe sind die Geschäfts- und Firmenwerte im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.745 auf TEUR 25.227 gestiegen.

Das Eigenkapital der NEXUS-Gruppe beträgt zum Stichtag TEUR 68.113 nach TEUR 58.057 im Vorjahr, was einer Eigenkapitalquote von 67,3% entspricht (Vorjahr: 71,0%). In 2012 wurde eine Dividende von 10 Cent pro Aktie (EUR 1.428.431,00) an die Aktionäre ausgezahlt.

Die NEXUS AG hat am 06. November 2012 eine Kapitalerhöhung von 800.000 Stück Aktien (+5,6%) durchgeführt. Durch die Platzierung der neuen Aktien bei Investoren wurden brutto 7,1 Mio. Euro erzielt. Der Ausgabepreis betrug 8,90 Euro. Das Grundkapital erhöht sich durch die Kapitalerhöhung auf EUR 15.105.150,00.

Die erhaltenen Anzahlungen sind gegenüber dem Vorjahr auf hohem Niveau geblieben und betragen TEUR 5.973 nach TEUR 5.627 im Vorjahr. Ursächlich hierfür sind insbesondere Kundenanzahlungen für Softwareprojekte.

Das Barvermögen zuzüglich der als Liquiditätsreserve gehaltenen kurzfristigen Finanzanlagen ist um TEUR 962 gestiegen und beträgt per 31. Dezember 2012 TEUR 23.051 (Vorjahr: TEUR 22.089). Das entspricht 22,8% (Vorjahr: 27,0%) der Bilanzsumme. Die Forderungen haben sich weitgehend linear zum Geschäftsverlauf entwickelt und betragen zum 31. Dezember 2012 TEUR 19.144 nach TEUR 14.364 im Vorjahr (+33,3%).

Der Mittelzu- und -abfluss wird anhand der Kapitalflussrechnung dargestellt. In 2012 entstand ein Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit von TEUR 8.276 nach TEUR 10.995 im Geschäftsjahr 2011 (-24,7%). Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug per Saldo TEUR 12.990 (Vorjahr: TEUR 17.650). Insbesondere die Investitionen in Unternehmenskäufe sowie Investitionen in eigene Entwicklungsleistungen spiegeln sich hierin wider. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus dem Verkauf und Erwerb eigener Anteile.

Gesamtaussage zur Lage des Konzerns

NEXUS verfügt über ein attraktives Produktprogramm, eine gute Marktposition in den Kernmärkten und stabile Kundenbeziehungen. Weiteres Wachstum kann durch Eigenfinanzierung finanziert werden.

3. Geschäftsverlauf der Unternehmensbereiche

Geschäftsbereich Healthcare Software: Wachstum und Innovation

Der Bereich Healthcare Software bietet selbst erstellte Softwareprodukte auf dem nationalen und internationalen Markt für Institutionen des Gesundheitswesens an. Dieses Segment erzielte in 2012 einen (externen) Umsatz von TEUR 56.921 nach TEUR 49.492 im Vorjahr. Das bedeutet einen Anstieg von 15,0%. Das Wachstum dieses Bereiches ist insbesondere auf die gute Auftragsentwicklung im Bereich klinischer Informationssysteme (NEXUS / KIS) und die Erstkonsolidierung der E&L medical systems GmbH für ein Quartal zurückzuführen.

Geschäftsbereich Healthcare Service: Neuausrichtung und Integration

Der Geschäftsbereich Healthcare Service bietet IT-Servicedienstleistungen für Einrichtungen des Gesundheitswesens in Deutschland an. Der Bereich erzielte in 2012 einen (externen) Umsatz in Höhe von TEUR 5.419 nach TEUR 4.042 in 2011 (+34,1 %). Das Wachstum dieses Bereiches ist insbesondere auf die Erstkonsolidierung der ASS.TEC GmbH für ein Quartal zurückzuführen. Bedingt durch den höheren Wareneinsatz im Geschäftsbereich Healthcare Service (2012: TEUR 4.471, Vorjahr: TEUR 2.473) ist die Ergebnisentwicklung im Vergleich zum Geschäftsbereich Healthcare Software gegenläufig.

4. Personalentwicklung

Die Personalentwicklung ist im Markt klinischer Informationssysteme von besonderer Bedeutung. In diesem wissenskritischen Bereich, in dem medizinisches Wissen mit der Informatik zu einer kundenorientierten Lösung kombiniert werden muss, hängt der Erfolg von Entwicklungsvorhaben oder Kundenprojekten sehr häufig vom Wissen und der Ausbildung Einzelner ab. NEXUS legt daher auf strukturiertes und effizientes Personalmanagement großen Wert. Die Mitarbeiteranzahl und -struktur bei NEXUS hat sich bedingt durch Neueinstellungen und Unternehmenserwerbe weiter erhöht. Nach 482 Mitarbeitern im Vorjahr sind zum Stichtag 31. Dezember 2012 insgesamt 566 Mitarbeiter einschließlich Vorständen in der NEXUS-Gruppe beschäftigt.

5. Investitionen / Akquisitionen

Es wurden in 2012 folgende Veränderungen in der Beteiligungsstruktur umgesetzt:

1. Die NEXUS AG hat per 13. April 2012 die verbleibenden 10 Aktien der Flexreport GmbH, Baar (CH) im Nennwert von CHF 1.000 zu einem Preis von TEUR 247 in bar erworben und hält nunmehr 100% der Anteile. Durch den Erwerb wird die bestehende Put-Call-Option abgelöst.

2. Die NEXUS AG hat per 6. November 2012 den Put-Call-Optionsvertrag über 18,5% der Aktien der Domis Consulting AG, Altishofen (Schweiz) durch einen Kauf zu einem erfolgsabhängigen Kaufpreis von geschätzten TEUR 1.649 abgelöst. Die Put-Call-Optionsverträge über die ausstehenden 19,5% der Anteile bleiben daneben unverändert bestehen. Der erfolgsabhängige Optionspreis wird auf TEUR 1.595 geschätzt.

3. Die NEXUS AG hat per 5. Oktober 2012 100% der Anteile an der ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH, Villingen-Schwenningen, zu einem erfolgsabhängigen Kaufpreis von geschätzten TEUR 1.420 erworben.

4. Die NEXUS AG hat per 17. Oktober 2012 einen Beteiligungsanteil von 95% an der E&L medical systems GmbH, Erlangen, zu einem Kaufpreis von TEUR 6.821 erworben. Des Weiteren wurde über die ausstehenden 5% der Anteile ein Put-Call-Optionsvertrag geschlossen, der eine wechselseitige Option zum Kauf / Verkauf dieser Anteile in 2015 zu einem erfolgsabhängigen Kaufpreis von geschätzten TEUR 2.915 vorsieht.

5. Die NEXUS AG hat am 01. November 2012 das Produkt "Zytofix" von der amedes Medizinische Dienstleistungen GmbH, Göttingen zu einem Preis von TEUR 200 gegen Aufrechnung zukünftiger Softwarelizenzen übernommen. NEXUS übernimmt den Vertrieb, den Service und die Weiterentwicklung der Software-Spezialanwendung für Zytologie-Labore.

6. Entwicklungsleistungen

Die in 2012 neu aktivierten Entwicklungskosten sind gegenüber dem Vorjahr um 3,9% auf TEUR 4.300 (Vorjahr: TEUR 4.475) gesunken. Die in 2012 aktivierten Entwicklungen beinhalten Leistungen, die im Zusammenhang mit "NEXUS New Generation", mit neuen Modulen der Produkte NEXUS / KIS, dem Klinikinformationssystem für somatische Häuser, NEXUS / HOSPIS, dem internationalen Abrechnungssystem der NEXUS-Gruppe, NEXUS / PSYCHIATRIE, dem Gesamtsystem für Psychiatrien, NEXUS / PDMS, dem Patientendatenmanagementsystem für die Intensivmedizin, NEXUS / RIS, dem integrierten Radiologie- Informations-System und PACS (Picture Archiving System), NEXUS / FRAUENHEILKUNDE, dem System für geburtshilfliche und Frauenheilkundelösungen, NEXUS / SPM, dem System für Zentralsterilisationsprozesse, CWD, dem System für medizinische Befundung, MBS, dem System für mobile Business Solution erbracht worden. Weiterhin wurde in die Produkte NEXUS / HEIM, dem Informationssystem für Alten- und Pflegeheime sowie NEXUS / FINANZ, dem ERP-System für Krankenhäuser investiert. In 2012 lagen die Investitionsschwerpunkte insbesondere in den Bereichen NEXUS / KIS; NEXUS / HOSPIS, NEXUS / PDMS, sowie im neuen Radiologie-Informations-System (NEXUS / RIS).

Für das Geschäftsjahr 2013 sind aktivierungsfähige Entwicklungsinvestitionen in Höhe von insgesamt rund TEUR 4.000 geplant. Der Konzern betreibt keine Forschung. Im Entwicklungsbereich waren im Berichtsjahr 173 Mitarbeiter (Vorjahr: 142 Mitarbeiter) beschäftigt.

Insgesamt sind TEUR 11.373 (Vorjahr: TEUR 11.818) für Entwicklungskosten angefallen. Von den Umsätzen 2012 sind TEUR 10.723 (Vorjahr: TEUR 10.490) auf Lizenzeinnahmen entfallen.

7. Angaben zu Aktien, den Aktionären und den Organen der NEXUS AG insbesondere nach § 315 Abs. 4 HGB

7.1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und Börsennotierung

Die NEXUS AG ist an der Frankfurter Wertpapierbörse im Prime Standard unter der WertpapierKenn-Nummer (WKN) 522090 gelistet. Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 15.105.150,00 setzt sich wie folgt zusammen: Stammaktien: 15.105.150 Stück zum rechnerischen Wert von jeweils EUR 1,00. Zu den aus Stückaktien vermittelten Rechten und Pflichten verweisen wir auf das Aktiengesetz (§§ 8 ff AktG).

7.2 Beschränkungen zu Aktien

Soweit bekannt existieren keine Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

7.3 Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital

Folgende uns mitgeteilte direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital überschreiten 10 von Hundert der Stimmrechte:

Burkart Beteiligungen GmbH, Singen: 16,67%

Jupiter Technologie GmbH & Co. KGaA, Schwäbisch-Hall: 13,02%

indirekte Beteiligungen:

Essential Invest GmbH & CoKGaA, 13,02%

Essential Management GmbH, 13,02%

7.4 Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es existieren keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

7.5 Art der Stimmrechtskontrolle im Fall von Arbeitnehmerbeteiligungen

Bei den am Kapital beteiligten Arbeitnehmern existiert keine Trennung zwischen Stimmrecht und Aktie. Die Kontrollrechte können unmittelbar durch die Arbeitnehmer ausgeübt werden.

7.6 Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen

Es existieren keine weitergehenden Satzungsbestimmungen zur Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern als die in den gesetzlich geltenden Vorschriften. Zudem sind keine wesentlichen Satzungsbestimmungen anzugeben, die von gesetzlichen Vorschriften und von dispositiven Vorschriften abweichen.

7.7 Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien

Die Gesellschaft ist ermächtigt, eigene Aktien - bis zu 1.380.520 Stückaktien im rechnerischen Nennwert von je EUR 1,00 - zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 31. Mai 2015. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstandes über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebotes. Auf die nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals durch die Gesellschaft ausgeübt werden, aber auch für ihre Rechnung durch Dritte durchgeführt werden.

Erfolgt der Erwerb der Aktien direkt über die Börse, darf der gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Mittelwert der Schlusskurse im XETRA-Handel (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt/Main für die Aktien der Gesellschaft während der letzten fünf Börsenhandelstage vor dem Erwerb der Aktien um nicht mehr als 10% überschreiten und um nicht mehr als 10% unterschreiten. Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot (oder eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes) an alle Aktionäre, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Mittelwert der Schlusskurse im XETRA-Handel (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt/Main für die Aktien der Gesellschaft während der letzten fünf Börsenhandelstage vor Veröffentlichung des Kaufangebotes um nicht mehr als 10% überschreiten und um nicht mehr als 10% unterschreiten.

Der Vorstand ist ermächtigt, die aufgrund der erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Er ist ferner ermächtigt, die aufgrund der erteilten Ermächtigung erworbenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates an Dritte im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder bei einem Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen anzubieten. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien ist insoweit ausgeschlossen.

Die NEXUS AG hat in 2011 ein Aktienrückkaufprogramm gestartet. Per 31. Dezember 2012 wurden insgesamt 37.788 Stück zu einem Durchschnittskurs von EUR 7,35 erworben.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, in der Zeit bis zum 30. April 2017 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 7.152.575,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Inhaberaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Die neuen Aktien können auch an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens ausgegeben werden. Der Vorstand entscheidet mit Zustimmung des Aufsichtsrats über die Bedingungen der Aktienausgabe. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in folgenden Fällen zu entscheiden:

a) für Spitzenbeträge,

b) zur Ausgabe neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens,

c) zur Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen,

d) zur Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Feststellung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10% des zum Zeitpunkt der Eintragung dieser Ermächtigung im Handelsregister vorhandenen Grundkapitals (EUR 14.305.150,00) und - kumulativ - 10% des zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10% des Grundkapitals ist der anteilige Betrag am Grundkapital abzusetzen, der auf neue oder zurückerworbene Aktien entfällt, die seit der Eintragung dieser Ermächtigung im Handelsregister unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 S. 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und/oder Wandlungsrechte aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und/oder Wandlungspflichten aus Wandelschuldverschreibungen beziehen, die seit der Eintragung dieser Ermächtigungen im Handelsregister in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind." Die Ermächtigung beträgt nach teilweiser Ausschöpfung durch eine Barkapitalerhöhung in Höhe von TEUR 800 im November 2012 noch EUR 6.352.575,00 (Vorjahr EUR 6.488.600,00).

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft wird um EUR 1.400.000,00 durch Ausgabe von bis zu 1.400.000 auf den Inhaber lautender Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,00 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012). Das bedingte Kapital dient der Sicherung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen, die auf Grund der Ermächtigung der Hauptversammlung der NEXUS AG vom 23. Mai 2012 gegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Aktienoptionen ausgegeben werden und die Inhaber dieser Aktienoptionen von ihrem Bezugsrecht auf Aktien Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt.

7.8 Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots stehen

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

7.9 Entschädigungsvereinbarungen

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.

8. Erklärung zur Unternehmensführung sowie zur Entsprechenserklärung

Die Erklärung zur Unternehmensführung sowie die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG wurden auf der Unternehmenswebsite www.nexus-ag.de - Unternehmen - Investor Relations -Corporate Governance veröffentlicht.

9. Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands

Die Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands wird bei der NEXUS AG vom Aufsichtsrat beschlossen. Das Vergütungssystem für den Vorstand basiert auf den Grundsätzen der Leistungs- und Ergebnisorientierung und besteht aus einer erfolgsunabhängigen Grundvergütung sowie aus erfolgsabhängigen Bestandteilen. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung eines jeden Vorstandsmitglieds bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung des Marktumfelds. Darüber hinaus unterhält die Gesellschaft für ihre Organmitglieder eine Vermögenshaftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung).

Die erfolgsunabhängige Grundvergütung besteht aus einem Fixum, ausbezahlt in zwölf Monatsraten und Sachbezügen, welche aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzungen bestehen. Als Maßnahme der betrieblichen Altersvorsorge werden zudem durch die Gesellschaft Einzahlungen in eine Lebensversicherung und eine Unterstützungskasse geleistet.

Die erfolgsabhängigen Bestandteile enthalten eine jährlich wiederkehrende, an den geschäftlichen Erfolg gebundene Komponente und eine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter in Form eines Bonus. Die jährlich wiederkehrende Komponente orientiert sich am EBIT des NEXUS-Konzerns bzw. der Einhaltung der Planwerte. Die Komponente mit langfristiger Anreizwirkung ist an die Entwicklung des Aktienkurses der NEXUS AG gekoppelt. Dem Vorstand gehörten zum 31. Dezember 2012 folgende Personen an:

Dr. Ingo Behrendt, Vorstandsvorsitzender
Ralf Heilig, Vertriebsvorstand
Edgar Kuner, Entwicklungsvorstand

Die Gesamtbezüge setzen sich wie folgt zusammen:

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2012

TEUR
2011

TEUR
Gehaltskomponenten
Erfolgsunabhängigie Komponente 613 569
a) kurzfristig fällige Leistung 588 538
b) Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 25 31
Erfolgsabhängige Komponente ohne langfristige Anreizwirkung 350 382
Erfolgsabhängigie Komponente mit langfristiger Anreizwirkung zum beizulegenden Zeitwertaktienbasiert 0 53
Summe 963 1.004

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 wird gemäß § 286 Abs. 5 HGB auf die individualisierte Angabe der Vorstandsgehälter für die Geschäftsjahre 2012 bis 2016 verzichtet.

Es bestehen keine Zusagen an Vorstandsmitglieder über Vergütungen im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens. Am Bilanzstichtag waren keine Aktienoptionen mehr an die Vorstände ausgegeben. Im Dezember 2011 wurde mit den Vorständen eine aktienbasierte Vergütung vereinbart. Sie besteht aus 100.000 virtuellen Aktienoptionen, die im Jahr 2015 fällig werden und auf der Kursentwicklung der Jahre 2012 bis 2014 basieren. Der beizulegende Zeitwert bei Gewährung 2011 betrug TEUR 53. In 2012 sind TEUR 40 entsprechend dem Erdienungszeitraum zugeführt worden.

In 2008 wurde einem Vorstandsmitglied ein Darlehen in Höhe von TEUR 250 gewährt, das regelmäßig getilgt wurde. Im Berichtsjahr erfolgte die Schlussrate in Höhe von TEUR 52. Der Zinssatz für das gewährte Darlehen betrug 4% p.a. Zum 31. Dezember 2012 existieren keine Darlehen an Vorstandsmitglieder.

10. Vergütungen des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung der NEXUS AG festgelegt; sie ist in der Satzung der NEXUS AG geregelt. Die Vergütungen orientieren sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie am wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält eine jährliche Vergütung, die sich aus einer festen und einer variablen Vergütung zusammensetzt. Die feste Vergütung beträgt für den Aufsichtsratsvorsitzenden EUR 15.000 und für die anderen Aufsichtsratsmitglieder EUR 11.000. Daneben wird eine ergebnisabhängige, variable Vergütung gewährt, die für den Aufsichtsratsvorsitzenden maximal EUR 15.000 und für die anderen Aufsichtsratsmitglieder maximal EUR 5.000 beträgt. Für den Vorsitz in Ausschüssen werden weitere EUR 1.000 gewährt.

Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:

Dr. jur. Hans-Joachim König, Singen; Vorsitzender
Prof. Dr. Ulrich Krystek, Hofheim; stellv. Vorsitzender
Diplom-Betriebswirt (FH) Wolfgang Dörflinger, Konstanz
Prof. Dr. Alexander Pocsay, St. Ingbert
Erwin Hauser, Kaufmann, Blumberg
Matthias Gaebler, Stuttgart

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen TEUR 112 (Vj. TEUR 112).

Der Aufsichtsratsvorsitzende erbringt neben seiner Aufsichtsratstätigkeit vereinzelt selbst oder über eine ihm nahestehende Gesellschaft Dienstleistungen für die NEXUS AG und rechnet diese nach marktüblichen Bedingungen ab. Im Jahr 2012 betrugen die hierfür als Aufwand angefallenen Dienstleistungshonorare TEUR 147 (Vj. TEUR 102).

Darüber hinaus unterhält die Gesellschaft für ihre Organmitglieder eine Vermögenshaftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung).

11. Risikomanagement sowie Risiko- und Chancenberichterstattung

Die NEXUS AG hat ein den Verhältnissen angemessenes internes Kontrollsystem sowie Controlling-Instrumentarium und Risikomanagement implementiert. Neben einem intensiven Kosten- und Ergebnismanagement, das im Rahmen regelmäßiger Management- und Aufsichtsratssitzungen überwacht wird, besteht ein Risikomanagement-Handbuch. Entsprechend werden folgende Risikofelder vom Managementteam überwacht:

Kundenprojekte
Entwicklungsprojekte
Mangelnde Marktakzeptanz von Produkten
Abwanderung von Know-How-Trägern
Rechtliche Auseinandersetzungen
Entwicklung von Tochter- und Beteiligungsgesellschaften

Die Berichterstattung, die Dokumentation und die Maßnahmenentwicklung sind im Risikohandbuch der NEXUS AG geregelt. Die Umsetzung wird periodisch vom Vorstand überprüft. In 2012 wurden ein Risikobericht von den verantwortlichen Stellen an den Vorstand gemeldet und von diesem bewertet. Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten werden zentral durch den Vorstand überwacht.

Umsetzungsschwierigkeiten, insbesondere technischer Art, könnten bei den vorliegenden Großprojekten zu Pönalen oder Rückabwicklungen führen, die sich wiederum negativ auf die Ertragslage, aber auch auf die Marktreputation auswirken könnten. Zahlungsausfälle in Großprojekten durch Zahlungsschwierigkeiten oder Zahlungszurückhaltung der Kunden könnten zu Liquiditätsbelastungen für das Unternehmen führen, insbesondere wenn im Rahmen von Großprojekten erhebliche Vorleistungen erbracht wurden. Dieses Risiko wird soweit möglich durch die Vereinbarung von Anzahlungen reduziert. Ausfallrisiken bzw. Risiken, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, werden im Rahmen des Forderungsmanagements (bspw. Bonitätsprüfungen) aktiv gesteuert. Ausfallrisikokonzentrationen entstehen im Konzern temporär innerhalb von Großprojekten. Die maximale Risikohöhe ergibt sich aus dem Buchwert der aktivierten Forderungen und ggf. aus Schadensersatz- oder Haftungsansprüchen. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen existieren aufgrund der vorhandenen Liquiditätsreserven und der sich zunehmend verstetigenden Einzahlungsflüsse derzeit nicht.

Der Konzern ist bestrebt, über genügend Zahlungsmittel und zahlungsmitteläquivalente oder entsprechende unwiderrufliche Kreditlinien zu verfügen, um seine Verpflichtungen in den nächsten Jahren zu erfüllen. Des Weiteren steht der Gesellschaft genehmigtes Kapital für weitere Kapitalerhöhungen zur Verfügung.

Risiken liegen auch in der Zeit- und Budgetplanung von Eigenentwicklungen, bei denen Abweichungen erhebliche Auswirkungen hinsichtlich der Vermarktung und der Kostenposition bedeuten können.

Die Entwicklung der NEXUS AG hängt in starkem Umfang vom Wissen und der konzernweiten Leistungsbereitschaft der Belegschaft ab. Es besteht grundsätzlich das Risiko, durch Fluktuation Kompetenzen zu verlieren und Marktvorteile einzubüßen. Das Abwandern einer größeren Anzahl von Kern-Know-How-Trägern könnte zumindest kurzfristig zu erheblichen Schwierigkeiten in der operativen Geschäftsabwicklung führen. Zudem zeigt der Arbeitsmarkt seit Jahren einen Mangel an Fachkräften. Die Personalentwicklung ist wichtiger Bestandteil für eine vorausschauende und zuverlässige Sicherung unserer Personalressourcen.

Bedeutende rechtliche Risiken sind derzeit nicht bekannt.

Der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften wird verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt. Diese berichten ihre Ergebnisse monatlich an den Vorstand. Der Vorstand ist an den maßgeblichen Entscheidungen unmittelbar beteiligt. Für die Steuerung und Überwachung werden die Tochtergesellschaften hierzu nach Produkten bzw. Märkten in derzeit sechs Business Units zusammengefasst, die wiederum den beiden Segmenten Healthcare Software und Healthcare Services zugeordnet werden.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem hat im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung konzernweit sicherzustellen. Die laufende Buchhaltung der inländischen Tochterunternehmen wird dezentral geführt, während die Erstellung der handelsrechtlichen Jahresabschlüsse zum überwiegenden Teil zentral erfolgt. Die ausländischen Gesellschaften erstellen lokale Abschlüsse, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften oder bei Wesentlichkeit freiwillig geprüft werden. Die Erstellung des Konzernabschlusses sowie die erforderlichen Anpassungen der in- und ausländischen Einzelabschlüsse an die International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU verpflichtend anzuwenden sind, erfolgten zentral in Villingen-Schwenningen. Der Abschlusserstellungsprozess wird zentral durch den Leiter Finanzen sowie den Vorstand der NEXUS AG überwacht. Das Vier-Augen-Prinzip wird grundsätzlich gewahrt.

Der Einkauf ist im Wesentlichen auftragsbezogen und in Abstimmung mit den zuständigen Projektmanagern organisiert. Zahlungsausgänge werden bei der NEXUS AG durch den Vorstand und bei den Tochtergesellschaften durch den jeweiligen Geschäftsführer genehmigt.

Der Personalabrechnungsprozess erfolgt für die inländischen Gesellschaften zum überwiegenden Teil zentral in Villingen-Schwenningen und wird durch funktionsunabhängige Kontrollen überwacht.

Zur Leistungserfassung der Entwicklungsabteilung wird eine Oracle-Datenbank verwendet. Die Steuerung wird durch eine Vierteljahresplanung vorgenommen.

Die NEXUS-Gruppe nutzt eine ERP-Software (Enterprise Ressource Planning), mit der Informationen sowohl für Ablaufprozesse und interne Kontrollen als auch für Zwecke der Berichterstattung verfügbar gemacht werden. Darüber hinaus findet eine regelmäßige Kommunikation zwischen den Finanzabteilungen der dezentralen Tochterunternehmen und der zentralen Konzernfinanzabteilung statt.

Die Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems obliegt dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.

Das Unternehmen hat in erheblichem Umfang immaterielle Vermögenswerte in Form von Konzessionen / Patenten (TEUR 1.247), Geschäfts- oder Firmenwerten (TEUR 25.227), Technologie und Kundenstamm (TEUR 9.306), Marke (TEUR 1.577) sowie Entwicklungskosten (TEUR 12.137) aktiviert.

Zum Bilanzstichtag wurde eine Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte auf Basis des DCF-Verfahrens vorgenommen. Aufgrund der zukünftigen positiven Ergebniserwartungen besteht kein Abwertungsbedarf. Sofern die getroffenen Annahmen zukünftig nicht so eintreten, könnte sich ein Abwertungsbedarf bei den Geschäfts- und Firmenwerten und auch bei den übrigen immateriellen Vermögenswerten ergeben.

Die NEXUS AG und ihre Tochtergesellschaften haben in erheblichem Umfang latente Steuern aus Verlustvorträgen aktiviert. Sollte nicht mehr zu erwarten sein, dass Gewinne zur Nutzung der Verlustvorträge erwirtschaftet werden, müsste der Ansatz ganz oder zum Teil reduziert werden. Sollten sich Steuergesetzgebungen zur Behandlung von Verlustvorträgen ändern, könnte es nötig werden, die aktivierten latenten Steuern ganz oder zum Teil zu reduzieren. NEXUS hält in Wertpapiere, die Zinsrisiken und Kursrisiken ausgesetzt sind und darum intensiv beobachtet werden und alternativen Anlageoptionen unterworfen sind. Aufgrund der volatilen Märkte für Wertpapiere existieren weiterhin Kurs- und Ausfallrisiken, die beobachtet und bewertet werden.

Der Konzern hält wesentliche liquide Mittel in Schweizer Franken, die Kursrisiken unterliegen. Währungsrisiken entstehen daneben insbesondere auch durch die in der Schweiz (Schweizer Franken) realisierten Umsätze und die daraus resultierenden Forderungen, die bis zur Zahlung Währungsschwankungen unterliegen. Den Einzahlungen in Schweizer Franken stehen in hohem Umfang Auszahlungen in Schweizer Franken gegenüber, so dass sich hier das Währungsrisiko netto vermindert. Eine Sicherungsbeziehung bestand zum Stichtag nicht.

Risiken zu Zahlungsstromschwankungen existieren aufgrund der Liquiditätsreserven und der sich zunehmend verstetigenden Einzahlungsflüsse nicht.

Die Konsolidierung innerhalb der Branche der Anbieter für Klinikinformationssysteme in Deutschland, der Schweiz und Österreich setzte sich auch in 2012 fort. U.a. hat die NEXUS AG durch den Erwerb der E&L medical systems GmbH einen Marktteilnehmer übernommen. Eine weitere Akquisition ist in den ersten Wochen 2013 umgesetzt worden. Hier wurde das Unternehmen Tieto Deutschland GmbH durch das Beteiligungsunternehmen Aurelius AG gekauft. Aus unserer Sicht gibt es derzeit neben NEXUS drei Wettbewerber auf dem europäischen Markt, denen langfristiges Potenzial zugesprochen wird.

Sollten sich trotz des segmentierten Marktes andere Anbieter als Standards durchsetzen, wird die Strategie der NEXUS-Gruppe als mittelständischer Anbieter mit internationaler Präsenz nicht erfolgreich sein. Durch die fortschreitende Konsolidierung ist weiterhin die Möglichkeit der Übernahme durch einen Wettbewerber gegeben.

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld stellt nach wie vor ein Risiko dar. Insbesondere die Finanzkrise führt in vielen europäischen öffentlichen Haushalten zu Budgetkürzungen, die sich auch auf die Finanzierung der öffentlichen Haushalte auswirkt. Weitere Ausgabenkürzungen im Gesundheitswesen und insbesondere bei den Krankenhäusern sind zu erwarten.

Die neuste Gartner-Prognose zeigt hingegen, dass Unternehmenssoftware in 2013 das höchste Wachstum innerhalb der weltweiten IT-Ausgaben erreicht. Für 2013 werden laut Gartner die Ausgaben für Unternehmenssoftware um 6,4 Prozent auf 296 Milliarden US-Dollar steigen. In 2012 betrug die Wachstumsrate rund 4,5%. Bis zum Jahr 2014 rechnet Gartner sogar mit einem Umsatz von 316 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von sechs Prozent in den nächsten Jahren.

Auch wenn die Zahlen keinen unmittelbaren Aufschluss über die Investitionsbereitschaft von Einrichtungen im Gesundheitswesen geben, geht die NEXUS-Gruppe davon aus, dass sich die Zielgruppe somatischer und psychiatrischer Krankenhäuser, medizinischer Versorgungszentren, Reha-, Alten- und Pflegeheime ebenfalls dem Trend zunehmender Investitionen in Unternehmenssoftware weiter anschließen werden. Für NEXUS ergeben sich dabei erhebliche Chancen, ein überdurchschnittliches Wachstum zu erzielen. Unsere derzeitige Technologie- und Marktposition eröffnet uns die Möglichkeit, neue Kunden zu erschließen und die Marge zu verbessern. Die bisher installierte Kundenbasis ist hierfür eine ausgezeichnete Referenz. Unsere Technologiestrategie und unsere applikative Trennung zwischen einem klinischen und einem diagnostischen System findet am Markt zunehmend Aufmerksamkeit. Als Anbieter von Qualitätssoftware hat sich NEXUS am Markt einen sehr guten Ruf erarbeitet und gilt als stabiles, wachsendes Unternehmen. In den letzten Jahren galt dies insbesondere für den deutschen Markt, in dem die NEXUS-Gruppe mit dem Neuprodukt NEXUS / KIS wesentliche Aufträge gewinnen und damit andere etablierte Wettbewerber ablösen konnte.

Es bleibt weiterhin unser Ziel, für definierte Kundengruppen und Regionen Marktführer zu bleiben bzw. zu werden und das Spektrum der Anwendungen in der medizinischen Informatik möglichst breit abzudecken. Unsere Konzernplanung zeigt auf, dass wir weitere Ergebnisverbesserungen und weiteres Umsatzwachstum für erzielbar halten. Darin beinhaltet sind Investitionen in die Internationalisierung unserer Produkte und in die Erweiterung unserer Produktpalette. Diese Investitionen können ggf. auch durch Beteiligungskäufe unterstützt werden.

Wichtig für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der NEXUS AG einschließlich Tochtergesellschaften ist, dass neben einer Verbreiterung der installierten Softwarebasis die Wartungs- und Serviceerlöse weiter gesteigert werden können. Hierzu ist auch Voraussetzung, dass es in ausreichendem Umfang gelingt, auslaufende Wartungs- und Serviceverträge zu verlängern. Bei erhöhtem Anteil an Wartungserträgen und Erträgen aus Partnergeschäften kann sich die Erlösqualität weiter verbessern.

12. Ausblick - Stabil wachsen!

Wir hatten uns für 2012 vorgenommen, unsere Chancen zum Ausbau unserer Marktstellung in bestehenden Geschäftsgebieten zu nutzen und gleichzeitig weitere Geschäftsfelder und Märkte anzugehen. Diese Ziele konnten wir voll erreichen.

In unseren wichtigsten Produktreihen NEXUS / KIS und NEXUS / DIS haben wir deutliche Umsatzsteigerungen bei weiter wachsenden Auftragseingängen erzielt. Wir konnten unsere Marktposition im deutschen KIS-Markt deutlich verbessern und sind bei vielen diagnostischen Systemen mittlerweile Marktführer. Unser Erfolg liegt in unserer sehr überzeugenden Produktpalette. Einfache Bedienbarkeit, schnelle zeitsparende Anwendung und ein klarer Fokus unserer Software auf die klinischen Prozesse: Mit diesen Entwicklungsvorgaben haben wir uns in vielen Bereichen durchsetzen können.

Wir waren im letzten Jahr gleichzeitig in der Lage, durch Neuentwicklungen und Unternehmenszukäufe unser Produktportfolio weiter zu schärfen und neue Märkte anzugehen. Wir decken heute alle klinischen und administrativen Prozesse in Krankenhäusern vollständig ab und sind mit unserer Produktreihe für die diagnostischen Abteilungen (NEXUS / DIS) auch in den Spezialprozessen der Krankenhäuser sehr stark aufgestellt.

Mit dieser Ausgangslage und in Anbetracht der stabilen Gesamtsituation unseres Unternehmens erwarten wir für die Jahre 2013 und 2014 weiterhin steigende Umsätze und positive Konzernergebnisse.

Aber: NEXUS verändert sich rasant. Zu den Herausforderungen des organischen Wachstums der letzten Jahre kommen mehr und mehr Aufgaben durch den Aufbau neuer Geschäftsfelder und die Integration neuer Unternehmen hinzu. In dieser wachstumsintensiven Phase steht das NEXUS-Team vor der Herausforderung, ein integriertes Produktportfolio und gut abgestimmte Installations- und Supportprozesse sicher zu stellen. Das "digitale Krankenhaus" aus einer Hand zu realisieren und auch Spezialprozesse mit Standard-Softwarekomponenten abzubilden, ist die Leitlinie dieser Integrationsaufgaben.

Es wird dabei darauf ankommen, dass wir unsere gute Position ausbauen, ohne die bestehenden Markt- und Kundensegmente zu vernachlässigen. Guter Kundenservice, intensive Bestandskundenbetreuung und weiterhin "nah am Kunden" zu sein, sind die wesentlichen Erfolgsfaktoren, denen wir uns intensiv widmen müssen. Hierin lag bisher unser Erfolg und daran müssen wir festhalten und uns stetig verbessern. Daneben gilt es, neue Marktzugänge zu eröffnen und unsere neuen Geschäftsfelder auszubauen.

Für ein gut aufgestelltes, produktstarkes Unternehmen wie die NEXUS gibt es im Markt für medizinische Software noch erhebliche Wachstumspotentiale. Deshalb werden wir in 2013 und voraussichtlich auch in den Folgejahren weiter erhebliche Mittel in die Produktentwicklung investieren.

In Bezug auf weitere Beteiligungskäufe halten wir uns auch diese Option für 2013 offen. Dies gilt natürlich insbesondere für erleichterte Marktzugänge, die wir uns durch Akquisitionen schaffen können. Wir suchen aktiv nach diesen Gelegenheiten und sind hinsichtlich unserer Kapital- und Barmittelausstattung in der Lage, schnell auf Opportunitäten zu reagieren.

Für das laufende Jahr 2013 sind wir optimistisch, weiteres Wachstum in Umsatz und Ergebnis zeigen zu können. Wir sehen aber gleichzeitig, dass es aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten in vielen Ländern zu Investitionskürzungen im Gesundheitswesen kommen kann. Gleichzeitig muss uns bewusst sein, dass sich die Wettbewerbssituation ändern kann. Viele Unternehmen aus der Medizintechnik und anderen Softwarebranchen sind sehr an unserem Markt interessiert und wir müssen sicherstellen, dass wir uns hinsichtlich Qualität und Entwicklungsgeschwindigkeit von diesen Anbietern auf Dauer differenzieren können. Die zukünftige Wechselkursentwicklung, insbesondere des Schweizer Franken, muss als zusätzliches Risiko bewertet werden.

NEXUS hat sich in den vergangenen Jahren national und international als bedeutender Wettbewerber auf dem Markt der klinischen Informationssysteme etabliert. Wir haben uns eine aussichtsreiche Wettbewerbsposition erarbeitet und sind mit einem breiten Produktportfolio und einer großen Kundenbasis ausgezeichnet aufgestellt. Das starke Wachstum verbunden mit dem Aufbau neuer Geschäftsfelder und der Integration neu erworbener Unternehmen stellt uns gleichwohl vor erhebliche organisatorische Herausforderungen. In dieser Phase ist es wichtig, den Blick weiter konzentriert auf unsere Kunden und den Markt zu halten. Es gilt, unsere deutlich größere Organisation so auszurichten, dass erfolgreiche Produkte und zufriedene Kunden immer noch der Maßstab für Erfolg bleiben. Mit dieser Maßgabe werden wir auch weiterhin Wachstum und Stabilität kombinieren können.

Das NEXUS-Team ist hoch motiviert, die Erfolgsgeschichte durch agile Geschäftspolitik fortzusetzen. Mit stabilem Wachstum wollen wir in den nächsten Jahren zum bedeutendsten europäischen Anbieter für innovative Softwarelösungen im Gesundheitswesen werden. Das NEXUS-Team hat sich diesem Ziel verschrieben und wir werden intensiv daran arbeiten.

13. Nachtragsbericht

Am 01. Januar 2013 hat die NEXUS AG 100% der Firma CoM.MeD GmbH, Barleben, zu einem Preis von TEUR 100 erworben. CoM.MeD GmbH entwickelt und vermarktet Lösungen für die Administration, das Patientenmanagement und die Abrechnung in der Rehabilitation in Deutschland und Österreich. Zusammen mit den bestehenden Medizin-, Pflege- und Therapielösungen wird NEXUS zum Komplettanbieter in der Rehabilitation inklusive aller Abrechnungsverfahren (DRG) für die Neuro-Rehabilitation.

NEXUS AG

Villingen-Schwenningen, den 18. März 2013

Der Vorstand

Dr. Ingo Behrendt

Ralf Heilig

Edgar Kuner

KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2012

Aktiva

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Anhang 31.12.2012

TEUR
angepasst**

TEUR
31.12.2011

TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte** 4 25.227 19.482 18.433
Sonstige immaterielle Vermögenswerte** 4 24.267 18.545 18.231
Sachanlagen 5 1.925 1.762 1.762
Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen 6 43 90 90
Aktive latente Steuern 8/25 4.174 3.033 3.033
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 10 131 74 74
Summe langfristige Vermögenswerte** 55.767 42.986 41.623
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 7 414 135 135
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 9/35 19.144 14.364 14.364
Ertragsteuerforderungen 509 52 52
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 11 1.153 903 903
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 10 1.129 1.254 1.254
Kurzfristige Finanzanlagen 10 10.145 10.056 10.056
Barmittel und Bankguthaben 12.906 12.033 12.033
Summe kurzfristige Vermögenswerte 45.400 38.797 38.797
Bilanzsumme** 101.167 81.783 80.420

** Anpassung aufgrund IAS 8.41 ff.

Passiva

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Anhang 31.12.2012

TEUR
angepasst**

TEUR
31.12.2011

TEUR
Kapital und Rücklagen 12
Gezeichnetes Kapital 15.105 14.305 14.305
Kapitalrücklage 25.757 19.553 19.553
Gewinnvortrag 22.398 19.155 19.155
Konzernjahresüberschuss** 6.128 4.672 4.770
Kumuliertes übriges Konzernergebnis -861 134 134
Eigene Anteile -296 -46 -46
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital** 68.231 57.773 57.871
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter -118 284 284
Summe Eigenkapital** 68.113 58.057 58.155
Langfristige Schulden
Pensionsverpflichtungen 13 2.597 1.884 1.884
Passive latente Steuern** 8/25 3.840 1.463 1.425
Sonstige finanzielle Schulden 15 5.030 3.130 1.707
Summe langfristige Schulden** 11.467 6.477 5.016
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen 14 1.315 1.380 1.380
Finanzverbindlichkeiten 15 385 88 88
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15/35 4.079 3.444 3.444
Ertragsteuerverbindlichkeiten 15 513 172 172
Erlösabgrenzung 15 3.569 2.188 2.188
Sonstige nicht finanzielle Schulden 15 8.132 7.107 7.107
Sonstige finanzielle Schulden** 15 3.594 2.870 2.870
Summe kurzfristige Schulden** 21.587 17.249 17.249
Bilanzsumme** 101.167 81.783 80.420

** Anpassung aufgrund IAS 8.41 ff.

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012

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Anhang 31.12.2012

TEUR
angepasst**

TEUR
31.12.2011

TEUR
Umsatzerlöse 17 62.340 53.534 53.534
Aktivierte Entwicklungsleistungen 4.300 4.464 4.464
Sonstige betriebliche Erträge 18 2.181 2.210 2.210
Materialaufwand 19 11.644 9.737 9.737
Personalaufwand 20 34.566 30.126 30.126
Abschreibungen** 6.499 6.520 6.408
Sonstige betriebliche Aufwendungen 21 10.710 9.718 9.718
Betriebsergebnis 5.402 4.107 4.219
Ergebnis aus at Equity bewerteten Beteiligungen 22 -47 135 135
Finanzerträge 23 481 403 403
Finanzaufwendungen 24 13 121 121
Ergebnis vor Ertragsteuern 5.823 4.524 4.636
Ertragsteuern** 25 61 -73 -59
Konzernjahresüberschuss 5.762 4.597 4.695
vom Konzernjahresüberschuss entfallen auf:
- Aktionäre der NEXUS AG 6.128 4.672 4.770
- Anteile nicht beherrschender Gesellschafter -366 -75 -75
Konzernjahresüberschuss je Aktie
gewogener Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd.) 14.406 14.208 14.208
- unverwässert 26 0,43 0,33 0,34
- verwässert 26 0,43 0,33 0,34

** Anpassung aufgrund IAS 8.41 ff.

Konzernumsatz 2004 - 2012 in Mio. EUR

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012

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Anhang 2012

TEUR
angepasst** 2011

TEUR
2011

TEUR
Konzernjahresüberschuss 5.762 4.597 4.695
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 13 -762 -561 -485
Währungsumrechnungsdifferenzen -116 276 276
Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten 33 0 15 10
Veränderung Fair Value Kaufpreisverbindlichkeiten -310 0 0
im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 8 157 71 0
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -1.031 -199 -199
Gesamtergebnis der Periode 4.731 4.398 4.496
Vom Gesamtergebnis der Periode entfallen auf:
- Aktionäre der NEXUS AG 5.133 4.530 4.628
- Anteile nicht beherrschender Gesellschafter -402 -132 -132

** Anpassung aufgrund IAS 8.41 ff.

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012

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Anhang 2012

TEUR
angepasst** 2011

TEUR
2011

TEUR
1. Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 28
Konzernjahresergebnis vor Ertragsteuern 5.823 4.524 4.636
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 4/5 6.499 6.520 6.408
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 333 -345 -345
Zunahme / Abnahme der Vorräte 7 -214 123 123
Gewinn / Verlust aus dem Abgang des Anlagevermögens 737 -6 -6
Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.017 -774 -774
Abnahme der Rückstellungen soweit nicht im sonstigen Ergebnis erfasst 13/14 -198 -284 -284
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -17 866 866
Gezahlte Zinsen -94 -66 -66
Erhaltene Zinsen 412 425 425
Ertragsteuerzahlungen -988 -12 -12
8.276 10.995 10.995
2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit 29
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 4/5 -5.526 -5.943 -5.943
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 235 35 35
Unternehmenserwerb nach Abzug der erworbenen Zahlungsmittel 3 -7.699 -3.742 -3.742
Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzmitteldisposition 33 0 -8.000 -8.000
-12.990 -17.650 -17.650
3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 30
Erwerb eigener Anteile 12 -250 -20 -20
Verkauf eigener Anteile 12 8 4 4
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien 6.996 0 0
Auszahlung Dividende -1.428 0 0
5.326 -16 -16
4. Finanzmittelbestand am Ende der Periode 31
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands (Summe aus 1 + 2 + 3) 612 -6.671 -6.671
Veränderung der kumulierten Währungskursdifferenzen -36 41 41
Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 11.945 18.575 18.575
12.521 11.945 11.945
5. Zusammensetzung des Finanzmittelbestands
Liquide Mittel 12.906 12.033 12.033
Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten -385 -88 -88
12.521 11.945 11.945

** Anpassung aufgrund IAS 8.41 ff.

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012

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Gezeichnetes

Kapital

TEUR
Kapitalrücklage

TEUR
Eigenkapital-

differenz aus

Währungs-

umrechnung

TEUR
Bewertungs-

rücklage für

Kaufpreis-

verbindlichkeiten

TEUR
Bewertungs-

rücklage für

Finanz-

instrumente

TEUR
Rücklage für

Pensionen

TEUR
Konzerneigenkapital zum 1. Januar 2011 14.171 18.778 916 0 -10 -630
Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2010 in den Konzerngewinnvortrag
Versicherungsmathemat. Gewinne & Verluste -428
Währungsrechnungsdifferenzen 276
Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten 10
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 2011 0 0 276 0 10 -428
Konzernjahresüberschuss 2011
Gesamtergebnis der Periode 0 0 276 0 10 -428
Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage 134 771
Abgang Minderheiten
Zugang Minderheiten
Kauf / Verkauf eigene Anteile 4
Konzerneigenkapital zum 31.12.2011 14.305 19.553 1.192 0 0 -1.058
Rückwirkende Anpassung des Vorjahres gem. IAS 1.106 (b)
Konzerneigenkapital zum 31.12.2011 (nach Anpassung) 14.305 19.553 1.192 0 0 -1.058
Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2011 in den Konzerngewinnvortrag
Versicherungsmathemat. Gewinne & Verluste -569
Währungsumrechnungsdifferenzen -116
Veränderungen Fair Value Kaufpreisverbindlichkeiten -310
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 2012 0 0 -116 0 -310 -569
Konzernjahresüberschuss 2012
Gesamtergebnis der Periode 0 0 -116 0 -310 -569
Erhöhung des genehmigten Kapitals
Ausschüttung
Kapitalerhöhung gegen Bareinlage 800 6.196
Kauf / Verkauf eigene Anteile 8
Konzerneigenkapital zum 31.12.2012 15.105 25.757 1.076 0 -310 -1.627

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Gewinnvortrag

TEUR
Jahres-

überschuss

TEUR
Eigene

Anteile

TEUR
Auf die

Anteilseigner

des Mutter-

unternehmens

entfallendes

Eigenkapital

TEUR
Konzerneigenkapital zum 1. Januar 2011 15.816 3.447 -26 52.462
Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2010 in den Konzerngewinnvortrag 3.447 -3.447 0
Versicherungsmathemat. Gewinne & Verluste -428
Währungsrechnungsdifferenzen 276
Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten 10
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 2011 -142
Konzernjahresüberschuss 2011 4.770 4.770
Gesamtergebnis der Periode 4.770 0 4.628
Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage 905
Abgang Minderheiten -104 -104
Zugang Minderheiten 0
Kauf / Verkauf eigene Anteile -4 -20 -20
Konzerneigenkapital zum 31.12.2011 19.155 4.770 -46 57.871
Rückwirkende Anpassung des Vorjahres gem. IAS 1.106 (b) -98 -98
Konzerneigenkapital zum 31.12.2011 (nach Anpassung) 19.155 4.672 -46 57.773
Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2011 in den Konzerngewinnvortrag 4.672 -4.672 0
Versicherungsmathemat. Gewinne & Verluste -569
Währungsumrechnungsdifferenzen -116
Veränderungen Fair Value Kaufpreisverbindlichkeiten -310
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 2012 -995
Konzernjahresüberschuss 2012 6.128 6.128
Gesamtergebnis der Periode 6.128 0 5.133
Erhöhung des genehmigten Kapitals
Ausschüttung -1.428 -1.428
Kapitalerhöhung gegen Bareinlage 6.996
Kauf / Verkauf eigene Anteile -250 -242
Konzerneigenkapital zum 31.12.2012 22.398 6.128 -296 68.231

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Anteile nicht

beherrschender

Gesellschafter

TEUR
Gesamtsumme

Eigenkapital

TEUR
Genehmigtes

Kapital

TEUR
Konzerneigenkapital zum 1. Januar 2011 334 52.796 6.622
Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2010 in den Konzerngewinnvortrag 0
Versicherungsmathemat. Gewinne & Verluste -57 -485 -
Währungsrechnungsdifferenzen 276
Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten 10
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 2011 -57 -199
Konzernjahresüberschuss 2011 -75 4.695
Gesamtergebnis der Periode -132 4.496
Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage 905 -134
Abgang Minderheiten 4 -100
Zugang Minderheiten 78 78
Kauf / Verkauf eigene Anteile -20
Konzerneigenkapital zum 31.12.2011 284 58.155 6.488
Rückwirkende Anpassung des Vorjahres gem. IAS 1.106 (b) -98
Konzerneigenkapital zum 31.12.2011 (nach Anpassung) 284 58.057 6.488
Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2011 in den Konzerngewinnvortrag 0
Versicherungsmathemat. Gewinne & Verluste -36 -605
Währungsumrechnungsdifferenzen -116
Veränderungen Fair Value Kaufpreisverbindlichkeiten -310
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 2012 -36 -1.031
Konzernjahresüberschuss 2012 -366 5.762
Gesamtergebnis der Periode -402 4.731
Erhöhung des genehmigten Kapitals 665
Ausschüttung -1.428
Kapitalerhöhung gegen Bareinlage 6.996 -800
Kauf / Verkauf eigene Anteile -242
Konzerneigenkapital zum 31.12.2012 -118 68.113 6.353

KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2012

1. Allgemeine Angaben

Der NEXUS-Konzern (nachfolgend NEXUS) entwickelt und vertreibt mit seinen Unternehmensbereichen "Healthcare Software" und "Healthcare Service" Soft- und Hardware-Lösungen und erbringt IT-Dienstleistungen insbesondere für Kunden des Gesundheitswesens. Der Konzern konzentriert sich im Bereich "Healthcare Software" auf Informationssysteme für Krankenhäuser, Psychiatrien, Rehabilitations- und Sozialeinrichtungen. Der Bereich "Healthcare Service" erbringt IT-Dienstleistungen für den IT-Betrieb insbesondere im Gesundheitswesen. Mutterunternehmen des Konzerns ist die NEXUS AG.

Die NEXUS AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Nummer HRB 602434 eingetragen. Die NEXUS AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft und im Segment "Prime Standard" zugelassen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand aufgestellt und am 18. März 2013 von diesem zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Die Veröffentlichung erfolgt nach Prüfung und Billigung durch den Aufsichtsrat am 25. März 2013.

Die eingetragene Geschäftsadresse der NEXUS AG ist:

Auf der Steig 6, 78052 Villingen-Schwenningen, Deutschland.

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Auflistung der konsolidierten Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen 31.12.2012 31.12.2011
Land Anteil am Kapital

in %
--- --- --- ---
Vollkonsolidierung
NEXUS Digitale Dokumentationssysteme Projektentwicklungsges.m.b.H., Wien Österreich 100,00 100,00
nexus/ccc GmbH, Villingen-Schwenningen Deutschland 100,00 100,00
NEXUS . IT GmbH SÜDOST, Singen Hohentwiel Deutschland 50,20 50,20
NEXUS . IT GmbH NORD, Villingen-Schwenningen1) Deutschland 100,00 100,00
NEXUS Medizinsoftware und Systeme AG, Altishofen Schweiz 99,98 99,98
NEXUS Italia S.r.l., Bologna Italien 0,00 100,00
nexus/inovit GmbH, Ismaning Deutschland 100,00 100,00
nexus/cis GmbH, Singen Hohentwiel Deutschland 100,00 100,00
nexus/dis GmbH, Frankfurt am Main Deutschland 100,00 100,00
NEXUS Schweiz GmbH, Wallisellen2) Schweiz 100,00 100,00
nexus/qm GmbH, Ismaning1) Deutschland 100,00 100,00
Flexreport AG, Baar Schweiz 100,00 100,00
nexus/cso GmbH, Villingen-Schwenningen1) Deutschland 100,00 100,00
VEGA Software GmbH, Aachen Deutschland 60,00 60,00
Domis Consulting AG, Altishofen4) Schweiz 100,00 100,00
Synergetics AG, Altishofen3) Schweiz 60,00 60,00
NEXUS / OPTIM S.A.S., Grenoble Frankreich 100,00 100,00
E&L medical systems GmbH, Erlangen5) Deutschland 100,00 0,00
ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH, Villingen-Schwenningen Deutschland 100,00 0,00
Equity-Konsolidierung
G.I.TS. Gesundheitswesen IT-Service GmbH Fürstenfeldbruck, Fürstenfeldbruck Deutschland 49,00 49,00
Medidata GmbH, Berlin Deutschland 25,00 25,00
nexus/Arabia Ltd., Riyadh Saudi-Arabien 0,00 50,00
Palladium-med GmbH, Berlin Deutschland 20,00 20,00

1) Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB.

2) Die Anteile werden indirekt über die NEXUS Medizinsoftware und Systeme AG, Altishofen, gehalten.

3) Die Anteile werden indirekt über die Domis Consulting AG, Altishofen, gehalten.

4) Gesellschaftsrechtlicher Anteil beträgt nur 80,5%. Über die restlichen 19,5% bestehen Put-Call-Optionen.

5) Gesellschaftsrechtlicher Anteil beträgt nur 95%. Über die restlichen 5% bestehen Put-Call-Optionen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß § 315a Abs. 1 HGB nach dem am Bilanzstichtag von der Europäischen Union verpflichtend übernommenen Regelwerk des International Accounting Standards Board (IASB) und den ergänzend zu berücksichtigenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt, er steht in Einklang mit den am Bilanzstichtag geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, einschließlich den noch in Kraft befindlichen International Accounting Standard (IAS) und den ergänzenden Interpretationen (IFRIC bzw. SIC). Es wurden alle für das Geschäftsjahr 2012 zwingend anzuwendenden IFRS und IFRIC berücksichtigt. Noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen des IASB wurden nicht angewendet.

Berichtswährung

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend (TEUR) gerundet.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss einbezogen sind - neben der NEXUS AG als Mutterunternehmen - alle operativ tätigen in- und ausländischen Tochterunternehmen, die von der NEXUS AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht werden. Drei assoziierte Unternehmen sowie bis zum Vorjahr ein Gemeinschaftsunternehmen wurden nach der Equity-Methode bilanziert.

Konsolidierungsgrundsätze

Alle zum 31. Dezember 2012 einbezogenen Gesellschaften erstellen ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember. Diese werden in einheitlich aufgestellte, konsolidierungsfähige Abschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, übergeleitet. Konzerninterne Geschäftsvorfälle werden im Anschluss eliminiert.

Die in 2012 erworbenen Anteile an der E&L medical systems GmbH, Erlangen, und der ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH, Villingen-Schwenningen, wurden beginnend mit Oktober 2012 nach der Erwerbsmethode im Konzern konsolidiert. Im Konzernabschluss sind Aufwendungen und Erträge ab Oktober 2012 enthalten. Das in 2008 mit einem saudi-arabischen Partner neu gegründete Joint Venture nexus / Arabia Ltd., Riyadh (Saudi-Arabien), wurde im Geschäftsjahr 2012 aufgelöst und abgeschrieben.

Für Unternehmenskäufe wird die Erwerbsmethode verwendet. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt auf den Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung erlangt wurde. Dabei wird das ausgewiesene Eigenkapital der einbezogenen Unternehmen gegen die Beteiligungsbuchwerte aufgerechnet. Die Vermögenswerte sowie Schulden und Eventualschulden werden dabei mit ihren Zeitwerten angesetzt. Im Rahmen eines Identifikationsprozesses werden nach IFRS 3 bisher nicht bilanzierte, aber bilanzierungsfähige immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Zusätzlich sind auch Eventualschulden zu berücksichtigen. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert nach IFRS 3 aktiviert bzw. negative Unterschiedsbeträge nach nochmaliger Überprüfung der Wertansätze ertragswirksam vereinnahmt. Zukünftig anfallende Kaufpreiserhöhungen, deren Eintritt hinreichend wahrscheinlich sind, wurden bereits als bedingter Kaufpreis zum im Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert im Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und als Verbindlichkeit ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften sind im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gegeneinander verrechnet worden. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden Innenumsätze eliminiert. Eine Eliminierung der Zwischenergebnisse war aufgrund Unwesentlichkeit nicht vorzunehmen.

Der Konzernjahresüberschuss ist als Periodenergebnis nach dem Gesamtkostenverfahren ermittelt, in der sämtliche Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen konsolidiert worden sind.

Die Ergebnisanteile, die anderen Gesellschaftern zustehen, werden unterhalb des Konzernjahresüberschusses gesondert bzw. deren Anteile in der Bilanz als separate Position innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, erfolgt nach den Vorschriften von IAS 21. Die funktionale Währung ist bei allen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung. Die Bilanzen der Konzerngesellschaften in der Schweiz werden dementsprechend mit dem Stichtagskurs von 1,2073 CHF / EUR (Vorjahr: 1,2165 CHF / EUR), das Jahresergebnis mit dem Durchschnittskurs von 1,2052 CHF / EUR (Vorjahr: 1,23273 CHF / EUR) und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Sich hieraus ergebende Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Gleiches gilt für Umrechnungsdifferenzen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung, soweit es sich bei den anzurechnenden Forderungen um Darlehen handelt, die gemäß IAS 21.32 als Nettoinvestment in einem ausländischen Geschäftsbetrieb anzusehen sind. Alle übrigen Umrechnungsdifferenzen, die bei der Schuldenkonsolidierung anfallen, werden erfolgswirksam erfasst.

2.2 Neue Standards und Interpretationen

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Allerdings haben das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) die Anpassung bestehender Standards sowie einige neue Interpretationen verabschiedet. Alle für das Geschäftsjahr 2012 verpflichtend anzuwendenden International Accounting Standards (IAS) bzw. IFRS und IFRIC wurden berücksichtigt.

Ab dem Geschäftsjahr 2012 erstmals verpflichtend anzuwendende Standards

Amendments to IFRS 7 Financial Instruments: Disclosures - Transfers of Financial Assets:

Im November 2011 hat die Europäische Union die vom IASB im Oktober 2010 veröffentlichten Änderungen an IFRS 7 übernommen. Durch diese Änderungen wird den Nutzern von Finanzberichten ein besserer Einblick in Transaktionen zur Übertragung von finanziellen Vermögenswerten gewährt. Die Änderungen sind anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Vergleichsangaben im Jahr der Erstanwendung sind nicht erforderlich. Aus dieser Änderung des Standards ergaben sind keine wesentlichen Auswirkungen für NEXUS im Berichtsjahr.

Folgende Standards und Interpretationen waren im Berichtszeitraum noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden auch nicht vorzeitig angewendet:

Von der EU am Stichtag übernommen:

Amendments to IAS 12 Deferred Tax on Investment Property:

Die im Dezember 2010 durch das IASB veröffentlichte Änderung an IAS 12 wurde im Dezember 2012 durch die EU übernommen. Die Änderung erweitert IAS 12 um eine Ausnahme zur Bewertung latenter Steuerschulden oder -ansprüche aus zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Hierbei handelt es sich um die widerlegbare Vermutung, dass zum beizulegenden Zeitwert bewertete als Finanzinvestition gehaltene Immobilien vollständig durch Veräußerung realisiert werden. Durch die Ergänzung werden die Leitlinien des SIC 21 in IAS 12 integriert und SIC 21 demzufolge zurückgezogen. Die geänderte Fassung ist verpflichtend anzuwenden für am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnende Geschäftsjahre. Aus dieser Änderung werden sich keine wesentlichen Auswirkungen auf NEXUS ergeben.

Amendments to IAS 1 Presentation of Items of Other Comprehensive Income

Die EU-Kommission hat im Juni 2012 Änderungen an IAS 1 in EU-Recht übernommen. Die Änderungen sollen die Darstellung von Posten des Other Comprehensive Incomes verbessern und zu einer Angleichung der Darstellung zwischen IFRS und US-GAAP führen. Die Posten des sonstigen Ergebnisses, die später in die Gewinn- und Verlustrechnung reklassifiziert werden ("recycling"), sind künftig separat von den Posten des sonstigen Ergebnisses darzustellen, die niemals reklassifiziert werden. Sofern die Posten brutto, d.h. ohne Saldierung mit Effekten aus latenten Steuern ausgewiesen werden, sind die latenten Steuern nunmehr nicht mehr in einer Summe auszuweisen, sondern den beiden Gruppen von Posten zuzuordnen. Die Erstanwendung des geänderten Standards ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Der Konzern erwartet keine wesentlichen Auswirkungen durch die Anwendung der Änderung auf die Darstellung zukünftiger Abschlüsse.

Amendments to IAS 19 Employee Benefits

Ebenfalls im Juni 2012 wurden Änderungen an IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) in EU-Recht übernommen. Durch die Änderungen an IAS 19 soll das Verständnis der Abschlussadressaten hinsichtlich des Einflusses von leistungsorientierten Versorgungsplänen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Zahlungsströme eines Unternehmens verbessert werden. Ziel des Standards ist die Regelung der Bilanzierung und der Angabepflichten für Leistungen an Arbeitnehmer. Die Änderungen an IAS 19 betreffen im Wesentlichen die Abschaffung der aufgeschobenen Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (sog. Korridormethode) zugunsten einer sofortigen Erfassung im sonstigen Ergebnis innerhalb des Eigenkapitals. Zudem werden derzeit die erwarteten Erträge des Planvermögens anhand der subjektiven Erwartungen des Managements über die Weiterentwicklung des Anlageportfolios ermittelt. Mit Anwendung des IAS 19 (revised 2011) ist nur noch eine typisierende Verzinsung des Planvermögens in Höhe des aktuellen Diskontierungssatzes der Pensionsverpflichtungen zulässig. Die Änderung ist erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine frühere Anwendung ist erlaubt. Aus dieser Änderung des Standards werden sich, mit Ausnahme der erweiterten Anhangsangaben, keine wesentlichen Auswirkungen für NEXUS im Berichtsjahr ergeben.

IFRS 10 Consolidated Financial Statements, IFRS 11 Joint Arrangements und IFRS 12 Disclosure of Interest in Other Entities:

IFRS 10 ersetzt SIC 12 Consolidation - Special Purpose Entities und Teile des IAS 27 Consolidated and Separate Financial Statements und führt ein einheitlich anzuwendendes Konsolidierungsmodell zur Identifizierung des beherrschenden Einflusses ein, nach dem ein Tochterunternehmen in den Konsolidierungskreis eines Mutterunternehmens aufgenommen werden muss. Zudem gibt der Standard Hinweise zur Feststellung des beherrschenden Einflusses.

IFRS 11 Joint Arrangements zielt auf eine stärkere Konzentration auf Ansprüche und Verpflichtungen bei Gemeinschaftsunternehmen ab und soll eine realitätsnähere bilanzielle Darstellung ermöglichen. Der Standard ersetzt SIC 13 Jointly Controlled Entities - Non-Monetary Contributions by Venturers sowie IAS 31 Interests in Joint Ventures und hebt damit die Quotenkonsolidierung auf.

IFRS 12 fasst alle Angabepflichten zu Anteilen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlichen Vereinbarungen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten strukturierten Einheiten zusammen. Der neue Standard ersetzt die bisherigen Vorschriften in IAS 27 Consolidated and Separate Financial Statements, IAS 28 Investments in Associates, IAS 31 Interests in Joint Ventures und SIC 12 Consolidation - Special Purpose Entities.

Der überarbeitete Standard IAS 27 Separate Financial Statements (2011) enthält nur noch Vorschriften zur Bilanzierung und zu Anhangsangaben von Anteilen an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen, die für einen nach IFRS erstellten Einzelabschluss relevant sind.

Der überarbeitete IAS 28 Investments in Associates and Joint Ventures (2011) regelt die Bilanzierung für Anteile an assoziierten Unternehmen sowie die Anforderungen für die Anwendung der Equity-Methode.

Die neuen sowie angepassten Standards wurden im Dezember 2012 durch die EU übernommen und sind für Geschäftsjahre mit Beginn 1. Januar 2014 verpflichtend anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Änderungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den NEXUS-Konzernabschluss haben, da insbesondere Gemeinschaftsunternehmen bereits nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden.

IFRS 13 Fair Value Measurement:

Der im Mai 2011 veröffentlichte IFRS 13, der ebenfalls im Dezember 2012 in EU-Recht übernommen wurde, enthält Regelungen, wie der beizulegende Zeitwert bewertet wird, wenn ein anderer Standard die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorschreibt. Lediglich für IAS 17 und IFRS 2 wird es weiter eigene Regelungen geben. Der Fair Value nach IFRS 13 ist als exit price definiert, d.h. als Preis, der erzielt werden würde durch den Verkauf eines Vermögenswertes bzw. als Preis, der gezahlt werden müsste, um eine Schuld zu übertragen. Wie derzeit aus der Fair Value-Bewertung finanzieller Vermögenswerte bekannt, wird ein 3-stufiges Hierachiesystem eingeführt, das bezüglich der Abhängigkeit von beobachtbaren Marktpreisen abgestuft ist. Die neue Fair Value-Bewertung kann gegenüber den bisherigen Vorschriften zu abweichenden Werten führen. Die Änderung tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist erlaubt. Die Anwendung des Standards wird mit Ausnahme erweiterter Anhangsangaben keine wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss der NEXUS AG haben.

Amendments to IAS 32 Financial Instruments: Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities

Im Dezember 2011 wurden Änderungen an IAS 32 verabschiedet, mit denen die Saldierungsvorschriften für Finanzinstrumente klargestellt und bestehende Inkonsistenzen in der Auslegung der bestehenden Vorschriften beseitigt werden sollen.

Die Klarstellung ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, verpflichtend rückwirkend anzuwenden. Die durch die Änderung verlangten Zusatzangaben sind jedoch bereits für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2013 verpflichtend rückwirkend anzuwenden.

Der Konzern erwartet keine wesentlichen Auswirkungen durch die Anwendung der Änderung auf die Darstellung zukünftiger Abschlüsse.

IFRS 7 Financial Instruments: Disclosures: Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities:

Weitere Änderungen von IFRS 7, die im Dezember 2011 vom IASB verabschiedet wurden, wurden im Dezember 2012 in EU-Recht übernommen. Durch die Änderung werden erweiterte Angabepflichten in Zusammenhang mit bestimmten Aufrechnungsvereinbarungen eingeführt, um Abschlussadressaten einen besseren Vergleich von Abschlüssen nach IFRS und US-GAAP zu ermöglichen. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, verpflichtend rückwirkend anzuwenden. Die Streichung von IFRS 7.13 ist jedoch bereits für Geschäftsjahre, die ab dem 1. Juli 2011 beginnen, verpflichtend rückwirkend anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist erlaubt. Mit Ausnahme der erweiterten Anhangsangaben werden sich aus dieser Änderung des Standards keine wesentlichen Auswirkungen für NEXUS ergeben.

Von der EU am Stichtag noch nicht übernommen:

IFRS 9 Financial Instruments -Classification and Measurement:

Die Veröffentlichung von IFRS 9 im November 2009 stellte die erste Phase des dreiteiligen IASB-Projekts zur vollständigen Überarbeitung der Bilanzierung von Finanzinstrumenten und somit des IAS 39 dar. IFRS 9 ändert die Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und basiert darauf, wie ein Unternehmen seine Finanzinstrumente steuert sowie auf der Art der vertraglichen Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert.

Mit der Veröffentlichung der Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten im Oktober 2010 als Ergänzung von IFRS 9 wurde die Phase zur Klassifizierung und Bewertung des IASB-Projekts zur Ablösung von IAS 39 abgeschlossen. Nach diesen Vorschriften hat ein Unternehmen, das für die Bilanzierung seiner Finanzverbindlichkeiten die Fair Value-Option gewählt hat, den Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der aus der Änderung des eigenen Kreditrisikos resultiert, im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Die Erstanwendung von IFRS 9 wurde vom IASB im Dezember 2011 offiziell verschoben. Der Standard soll nun für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, verpflichtend anzuwenden sein, wobei eine frühzeitige Anwendung erlaubt ist. Der Konzern kann derzeit nicht abschließend beurteilen, welche Auswirkungen die Anwendung des Standards und der Ergänzung haben wird, sofern diese von der EU in dieser Form übernommen werden. Es zeichnet sich jedoch jetzt schon ab, dass die Bilanzierung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten von den Änderungen betroffen sein werden, da IFRS 9 die Erfassung von Gewinnen und Verlusten aus dem beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis in der Gesamtergebnisrechnung auch bei Wertminderungen zulässt, wenn diese aus Eigenkapitalinstrumenten stammen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. In der aktuellen Berichtsperiode wurden Wertminderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 87) direkt ergebniswirksam erfasst.

Improvements to IFRS:

Der im Mai 2012 durch das IASB im Rahmen des Annual Improvements Process veröffentlichte vierte Sammelstandard zu den jährlichen "Improvements to IFRS" enthält kleinere Änderungen an fünf Standards. Die Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, wobei eine frühere Anwendung gestattet ist. Die Übernahme durch die EU steht jedoch noch aus. Derzeit wird nicht davon ausgegangen, dass sich durch die Anwendung der überarbeiteten Standards, sofern diese von der EU übernommen werden, wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von NEXUS ergeben.

IFRS 10 Consolidated Financial Statements, IFRS 11 Joint Arrangements und IFRS 12 Disclosure of Interest in Other Entities:

Im Juni 2012 hat das IASB Änderungen zu IFRS 10 Consolidated Financial Statements, IFRS 11 Joint Arrangements und IFRS 12 Disclosure of Interests in Other Entities verabschiedet. Die Änderungen beinhalten Klarstellungen der Übergangsvorschriften und Erleichterungen im Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung der vorgenannten Standards. Die Änderungen sind - analog zu IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 -erstmalig anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2014 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist erlaubt. Die Übernahme durch die EU steht jedoch noch aus. Der Konzern kann derzeit nicht abschließend beurteilen, welche Auswirkungen die Anwendung des Standards und der Ergänzung haben wird, sofern diese von der EU in dieser Form übernommen werden.

IFRS 10 Consolidated Financial Statements, IFRS 12 Disclosure of Interest in Other Entities und IAS 27 Separate Financial Statements:

Im Oktober 2012 hat das IASB Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 veröffentlicht, die die Bilanzierung von Investmentgesellschaften betreffen. Die Änderungen beinhalten eine Definition von Investmentgesellschaften und befreien diese zukünftig von der grundsätzlich bestehenden Verpflichtung zur Konsolidierung der von ihnen beherrschten Unternehmen. Die Bewertung erfolgt stattdessen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Darüber hinaus müssen nach IFRS 12 zusätzliche Angaben für Investmentgesellschafter gemacht werden. Die Änderungen sind anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2014 beginnen; eine freiwillige vorzeitige Anwendung ist zulässig. Das Endorsement durch die EU steht jedoch noch aus. NEXUS geht derzeit nicht davon aus, dass die Änderungen, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen werden, Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden.

2.3 Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Die wichtigsten Ermessensentscheidungen, zukunftsbezogene Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden im Folgenden erläutert.

Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert eine Schätzung des erzielbaren Betrages der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen die Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss der Konzern darüber hinaus zum einen die künftigen Cash Flows schätzen als auch einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cash Flows zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2012 betrug der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte TEUR 25.227 (Vorjahr: TEUR 18.433 bzw. TEUR 19.482 angepasst aufgrund IAS 8.41 ff.). Weitere Einzelheiten hierzu sind in der Anhangsangabe unter Punkt 4 zu finden.

Bei Unternehmenserwerben identifizierter Kundenstamm und Technologie

Der beizulegende Zeitwert von erworbenen Wartungsverträgen (Kundenstamm) und erworbener Technologie zum Zeitpunkt von Unternehmenserwerben wird auf Basis des geschätzten zukünftigen Nutzens, insbesondere aufgrund zukünftig erwarteter, mit einem angemessenen Zinssatz diskontierter Zahlungsüberschüsse, ermittelt und über die voraussichtliche Nutzungsdauer, auf Basis einer unterstellten jährlichen Abwanderung der Kunden, abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2012 belief sich der Wert von aktiviertem Kundenstamm und Technologien auf TEUR 9.306 (Vorjahr: TEUR 5.606 bzw. TEUR 5.920 angepasst aufgrund IAS 8.41 ff).

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend der in der Anhangsangabe 2.4 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Für selbst geschaffene Entwicklungen ist zur Bestimmung von Abschreibungsart und -dauer der aktivierungspflichtigen Herstellungskosten der zukünftige Nutzenverlauf abzuschätzen. Nach bestmöglichen Schätzungen betrug der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten zum 31. Dezember 2012 TEUR 12.137 (Vorjahr: TEUR 11.437).

Wertpapiere

Der Bestand an Wertpapieren ist als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) klassifiziert. Entsprechend werden Kursverluste und Gewinne bis zur Veräußerung der Wertpapiere im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital eingestellt. Hiervon abweichend sind auch ohne Verkauf bis dahin im Eigenkapital geparkte Kursverluste bei Vorliegen objektiver Hinweise auf eine Wertminderung als Aufwand zu erfassen. Der notwendigen Einschätzung hierzu ist ein Ermessensspielraum immanent. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Wertpapierverluste von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 87) aufgrund länger anhaltender Wertminderung als Aufwand erfasst.

Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird und diese noch bestehen werden, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung auf der Grundlage des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Zum Bilanzstichtag bestehen im Inland Verlustvorträge in Höhe von TEUR 35.656 (Vorjahr: TEUR 39.253) bei der Körperschaftsteuer bzw. in Höhe von TEUR 34.312 (Vorjahr: TEUR 37.704) bei der Gewerbesteuer. Bei den ausländischen Konzernunternehmen belaufen sich die steuerlichen Verlustvorträge auf umgerechnet TEUR 2.109 (Vorjahr: TEUR 5.394). In dem Gesamtvolumen sind Verlustvorträge von TEUR 36.118 (Vorjahr: TEUR 46.650) enthalten, die als nicht nutzbar eingeschätzt worden sind (Körperschaftsteuer TEUR 17.568 (Vorjahr: TEUR 22.131), Gewerbesteuer TEUR 16.441 (Vorjahr: TEUR 20.869), ausländische Ertragsteuern TEUER 2.109 (Vorjahr: TEUR 3.651)). Davon sind TEUR 34.312 (Vorjahr: TEUR 43.552) zeitlich unbegrenzt vortragsfähig, während bei ausländischen Konzerngesellschaften TEUR 1.806 (Vorjahr: TEUR 3.098) ab dem Jahr 2014 verfallen. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangsangabe 8 und 25 dargestellt.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2012 TEUR 2.597 (Vorjahr: TEUR 1.884). Weitere Einzelheiten hierzu sind in der Anhangsangabe 13 zu finden.

2.4 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Gliederung

Die Vermögens- und Schuldposten in der Bilanz wurden entsprechend ihrer Fristigkeit gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente (finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten) im Sinne von IAS 32 und IAS 39 umfassen bestimmte Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Beteiligungen, Wertpapiere, liquide Mittel, kurzfristige Darlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie bestimmte auf vertraglichen Vereinbarungen beruhende sonstige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Entsprechend IAS 39 werden finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in die folgenden Kategorien eingeteilt:

a) Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (FLAC),

b) erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten (FVTPL (HfT)) (zu Handelszwecken gehalten),

c) zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) und

d) vom NEXUS-Konzern ausgereichte Kredite und Forderungen (LaR).

Die Fair Value Option wird nicht verwendet. Bei der erstmaligen bilanziellen Erfassung werden diese finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten mit ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt, die dem Zeitwert der Gegenleistung unter Einbeziehung von Transaktionskosten entsprechen. Die Erfassung erfolgt grundsätzlich zum Handelstag. Die Folgebewertung variiert für die unterschiedlichen Kategorien finanzieller Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten und ist im Rahmen der Bilanzierungsmethoden der jeweiligen Bilanzposten beschrieben. In die Position zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden Eigenkapitalinstrumente, insbesondere Wertpapiere, eingestuft. Gewinne und Verluste aus Veränderungen des Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sind im sonstigen Ergebnis erfasst. Dauerhafte Wertminderungen werden ergebniswirksam erfasst. Im abgelaufenen Jahr waren TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 87) im Aufwand zu erfassen. Der Konzern ist zwar auf internationaler Ebene, überwiegend jedoch im europäischen Raum geschäftstätig und daher nur eingeschränkt Marktrisiken aufgrund von Änderungen der Wechselkurse ausgesetzt. Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente in beschränktem Umfang zur Absicherung der aus Absatzgeschäften erwarteten zukünftigen Cash Flows. Da für die verwendeten Sicherungsinstrumente kein Sicherungszusammenhang designiert ist, sind die aus der Veränderung des Fair Values dieser Währungsderivate resultierenden Kursgewinne und -verluste sofort erfolgswirksam im Konzernjahresüberschuss erfasst. In Bezug auf zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte wird zunächst festgestellt, ob ein objektiver Hinweis auf Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen bedeutsam sind, individuell und bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen nicht bedeutsam sind, individuell oder gemeinsam besteht. Indikatoren sind hier insbesondere Zahlungsverzögerungen. Stellt der Konzern fest, dass für einen einzeln untersuchten finanziellen Vermögenswert, sei er bedeutsam oder nicht, kein objektiver Hinweis auf Wertminderung besteht, nimmt er den Vermögenswert in eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen auf und untersucht sie gemeinsam auf Wertminderung. Vermögenswerte, die einzeln auf Wertminderung untersucht werden und für die eine Wertberichtigung neu bzw. weiterhin erfasst wird, werden nicht in eine gemeinsame Wertminderungsbeurteilung einbezogen. Bestehen objektive Anhaltspunkte dafür, dass eine Wertminderung eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Wertminderungsverlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cash Flows.

Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert und der Wertminderungsverlust erfolgswirksam erfasst. Bei endgültigem Ausfall erfolgt eine Ausbuchung des Vermögenwerts bei gleichzeitigem Verbrauch des Wertberichtigungskontos.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Immaterielle Vermögenswerte werden ausgewiesen, wenn es wahrscheinlich ist, dass der dem Vermögenswert zuzuordnende künftige wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bemessen werden können. Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, abzüglich jeder kumulierten Abschreibung und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden mit Ausnahme von aktivierten Entwicklungskosten nicht aktiviert. Damit verbundene Kosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

Für die immateriellen Vermögenswerte ist zunächst festzustellen, ob sie eine begrenzte oder unbestimmte Nutzungsdauer haben. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung untersucht, wann immer es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsperiode und die Abschreibungsmethode werden für einen immateriellen Vermögenswert mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswertes geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen erfasst. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich für den einzelnen Vermögenswert oder auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Werthaltigkeitstests durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswertes mit unbestimmter Nutzungsdauer wird einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von einer unbestimmten Nutzungsdauer zur begrenzten Nutzungsdauer auf prospektiver Basis vorgenommen.

Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden aus den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst. Die immateriellen Vermögenswerte enthalten Wartungsverträge/Kundenstamm, Marken, Software, Technologien, Geschäfts- oder Firmenwert und Entwicklungskosten.

a) Wartungsverträge, Kundenstamm

Die Gesellschaft hat in Vorjahren sowie im abgelaufenen Jahr im Rahmen von Unternehmenserwerben Softwarepflegeverträge übernommen, die nach IFRS 3 als immaterielle Vermögenswerte jeweils zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert aktiviert wurden und entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Für die Kundenstämme wurde eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 10 Jahren unterstellt. Die Abschreibungsmethode entspricht dem erwarteten Verbrauch des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswertes.

b) Software

Software wird mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert ausgewiesen, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von 4 bis 6 Jahren linear abgeschrieben.

c) Technologien

Technologiebezogene Vermögenswerte beziehen sich auf Prozess- und Entwicklungs-Know-How, das in Vorjahren und im abgelaufenen Jahr im Rahmen von Unternehmenserwerben erworben und gemäß IFRS 3 zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurde. Technologien stehen langfristig dem Konzern zur Verfügung und werden grundsätzlich über 10 Jahre linear abgeschrieben.

d) Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmens über den erworbenen Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden im Erwerbszeitpunkt wird als Geschäfts- oder Firmenwert bezeichnet und in der Bilanz als Vermögenswert angesetzt. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich oder dann auf Wertminderung getestet, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert gemindert sein könnte. Zum Zweck der Überprüfung, ob eine Wertminderung vorliegt, muss der Geschäfts- oder Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, vom Übernahmetag an jeder der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen sollen, zugeordnet werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des Konzerns diesen Einheiten oder Gruppen von Einheiten bereits zugewiesen worden sind. Jede Einheit oder Gruppe von Einheiten, zu der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, stellt die niedrigste Ebene innerhalb des Konzerns dar, auf der ein Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird und ist nicht größer als ein Geschäftssegment, wie es gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente" festgelegt ist. Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten), auf die sich ein Geschäfts- oder Firmenwert bezieht, bestimmt. Liegt der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Die Wertminderung ist zunächst in voller Höhe dem Geschäfts- oder Firmenwert zuzuordnen. Eine darüber hinaus gehende Wertminderung wird anteilig den Buchwerten der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet. In den Fällen, in denen ein Geschäfts- oder Firmenwert einen Teil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) darstellt und ein Teil des Geschäftsbereiches dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereiches bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung des Geschäftsbereiches einbezogen. Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der auf diese Weise veräußert wird, wird auf der Grundlage des Verhältnisses des veräußerten Geschäftsbereiches zum nichtveräußerten Anteil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Ein wertgeminderter Goodwill wird nicht mehr zugeschrieben.

e) Marken

Die Bewertung einer Marke stützt sich auf die Verbreitung und die Nutzung innerhalb unterschiedlicher Informationssysteme am Markt und beruht auf der Markenstärke und der Verbreitung innerhalb der Zielgruppe. Sie erfolgt anhand eines kapitalwertorientierten Verfahrens auf Basis einer 5-Jahresplanung des Managements, auf Basis des Geschäftsjahres 2012. Aufbauend auf diesem Geschäftsjahr werden die Erlöse mit einer konstanten Wachstumsrate kalkuliert. Sie steht dem Konzern unbegrenzt zur Verfügung und wird daher nicht abgeschrieben. Der Wertansatz wird mindestens einmal jährlich auf Wertminderung getestet, ob Sachverhalte darauf hindeuten, dass der Buchwert gemindert sein könnte.

f) Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden als immaterieller Vermögenswert-mit ihren Herstellungskosten aktiviert, sofern die nachfolgenden Voraussetzungen kumuliert gegeben sind:

die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, so dass eine Nutzung oder ein Verkauf möglich ist
die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen
die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen
der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird
die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abzuschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können und
die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig zu ermitteln.

Falls diese Voraussetzungen nicht gegeben sind, werden die Entwicklungskosten im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst. Im Fall der Aktivierung umfassen die Herstellungskosten alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht aktiviert. Die Abschreibung erfolgt linear ab Fertigstellung über einen Zeitraum von 4 bis 6 Jahren. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Abschreibungen der Entwicklungskosten in den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen enthalten. Solange eine Nutzungsbereitschaft einer aktivierten Entwicklung noch nicht vorliegt oder Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen, wird der aktivierte Betrag der Entwicklungskosten einmal jährlich auf Wertminderung überprüft.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibung und kumulierter Wertminderungen angesetzt. Die ursprünglichen Anschaffungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten von Sachanlagen umfassen die Aufwendungen, die durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Dienstleistungen für die Herstellung entstehen. Dazu gehören neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in welcher sie anfallen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter der Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Als Abschreibungsmethode wird die lineare Abschreibung verwendet.

Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer beträgt:

1. bei Mietereinbauten: 5 bis 10 Jahre

2. bei Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 8 Jahre.

Die Buchwerte der Sachanlagen werden auf Wertminderungen überprüft, sobald Indikatoren dafür vorliegen, dass der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam im Konzernjahresüberschuss erfasst. Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethode werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Finanzanlagen

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und an einem Gemeinschaftsunternehmen werden gemäß IAS 28 bzw. für das Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) gemäß IAS 31.38 entsprechend der Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt und das weder ein Tochterunternehmen noch ein Joint Venture ist. Ein Joint Venture ist ein aufgrund vertraglicher Vereinbarung gemeinschaftlich von Partnerunternehmen geführtes Unternehmen. Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des Unternehmens erfasst. Der mit einem Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. Nach Anwendung der Equity-Methode stellt der Konzern fest, ob hinsichtlich der Nettoinvestition des Konzerns beim einbezogenen Unternehmen die Berücksichtigung eines zusätzlichen Wertminderungsaufwands erforderlich ist.

Der Konzernjahresüberschuss enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmens. Unmittelbar im Eigenkapital des einbezogenen Unternehmens erfasste Änderungen werden vom Konzern in Höhe seines Anteils ebenfalls unmittelbar im Eigenkapital erfasst und -sofern erforderlich - in die Aufstellung über Veränderungen des Eigenkapitals aufgenommen. Der Bilanzstichtag der assoziierten Unternehmen und des Gemeinschaftsunternehmens entspricht dem des Konzerns. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für ähnliche Geschäftsvorfälle und Ereignisse der assoziierten Unternehmen, des Gemeinschaftsunternehmens und des Konzerns stimmen aus Sicht des Konzerns ohne wesentliche Abweichungen überein. Die sonstigen Finanzanlagen werden entsprechend IAS 39 zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Latente Steuerschulden und -ansprüche werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:

Eine latente Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts sowie
eine latente Steuerschuld bzw. ein latenter Steueranspruch aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das bilanzielle Ergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, dürfen nicht angesetzt werden.
Latente Steuerschulden aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, Zweigniederlassungen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures stehen, dürfen nicht angesetzt werden, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.
Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und nicht genutzte Steuergutschriften nur in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Dies gilt ebenfalls für latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, Zweigniederlassungen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures im Zusammenhang stehen.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruches ermöglicht. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuervorschriften) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die im sonstigen Ergebnis erfasst werden, werden ebenfalls dort erfasst. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden.

Vorräte

Unter den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Handelswaren sowie unfertige und fertige Leistungen mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen, die direkt dem Leistungserstellungsprozess zugeordnet werden können.

Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, soweit sie dem Leistungserstellungsprozess zuzurechnen sind. Fremdkapitalzinsen sind nicht zu aktivieren, da keine qualifizierten Vermögenswerte vorliegen. Nicht veräußerbare Vorräte werden vollständig abgeschrieben. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und die sonstigen Vermögenswerte, die in der Regel eine Laufzeit von 30-90 Tagen haben, werden mit dem ursprünglichen Rechnungsbetrag abzüglich einer Wertberichtigung für uneinbringliche Forderungen angesetzt. Eine Wertberichtigung wird vorgenommen, wenn ein objektiver substantieller Hinweis vorliegt, dass der Konzern nicht in der Lage sein wird, die Forderungen einzuziehen. Forderungen werden ausgebucht, sobald sie uneinbringlich sind.

Schuldscheindarlehen

Das Schuldscheindarlehen wurde im Juli 2011 abgeschlossen. Es hat eine Laufzeit von vier Jahren, ist endfällig und variabel verzinslich. Die Verzinsung richtet sich jeweils nach dem 6 Monate-Euribor zzgl. eines steigenden Aufschlags.

Wertpapiere

Die Wertpapiere werden als "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" klassifiziert. Bei der erstmaligen Erfassung werden diese mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der gegebenen Gegenleistung entsprechen. Bei der erstmaligen Bewertung werden Transaktionskosten einbezogen. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die Wertpapiere mit ihrem beizulegenden Zeitwert ohne Abzug von beim Verkauf gegebenenfalls anfallenden Transaktionskosten bewertet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts basiert auf öffentlich notierten Preisen einer Wertpapierbörse. Die nicht realisierten Gewinne oder Verluste werden in der Aufstellung über die Veränderungen des Eigenkapitals im sonstigen Ergebnis erfasst, bis der finanzielle Vermögenswert verkauft, eingezogen oder anderweitig abgegangen ist, oder bis eine Wertminderung für den finanziellen Vermögenswert festgestellt wurde, sodass zu diesem Zeitpunkt der zuvor im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasste, kumulierte Gewinn oder Verlust in den Konzernjahresüberschuss einzubeziehen ist.

Liquide Mittel

Liquide Mittel bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten. Diese haben eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten und erfüllen die Voraussetzungen nach IAS 7.7.

Wertminderung von langfristigen nicht finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cash Flows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden in der Position Abschreibungen erfasst. An jedem Berichtsstichtag wird mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen. Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung ist sofort im Konzernjahresüberschuss zu erfassen. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwerts, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen.

Aktienbasierte Vergütung

Dem Vorstand wurden in 2011 Wertsteigerungsrechte gewährt, die nur in bar ausgeglichen werden können (sog. Transaktionen mit Barausgleich). Die Kosten, die aufgrund von Transaktionen mit Barausgleich entstehen, werden zunächst unter Anwendung eines Binominalmodells mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bewertet (zu Einzelheiten siehe 12. Eigenkapital und 36. Organe der Gesellschaft). Der beizulegende Zeitwert wird über den Zeitraum bis zum Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit erfolgswirksam unter Erfassung einer korrespondierenden Schuld verteilt. Die Schuld wird zu jedem Abschlussstichtag und am Erfüllungstag neu bemessen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden in den Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer erfasst.

Rückstellungen für Pensionen

Der Konzern verfügt im Inland über drei Pensionspläne. Die Leistungen werden nicht über einen Fonds finanziert. Daneben bestehen in der Schweiz durch Planvermögen finanzierte Verpflichtungen aus dem Vorsorgewerk nach dem schweizerischen Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invaliditätsvorsorge (BVG). Die Aufwendungen für die im Rahmen der als leistungsorientierten Pläne zu beurteilenden gewährten Leistungen werden gesondert für jeden Plan unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (IAS 19) ermittelt.

Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden nach Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Als biometrische Berechnungsgrundlagen (Sterblichkeit der Begünstigten, Invaliditätswahrscheinlichkeiten, Verheiratungswahrscheinlichkeiten im Todesfall) werden die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH zugrunde gelegt.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 mit der bestmöglichen Schätzung der Ausgaben, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich wären. Aufwandsrückstellungen werden nicht angesetzt. Resultiert aus dem Erfüllungszeitpunkt der Verpflichtung ein wesentlicher Zinseffekt, so wird die Rückstellung zum Barwert bilanziert. Die Erhöhung der Rückstellung im Zeitablauf wird unter den Finanzaufwendungen erfasst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn NEXUS eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen.

Der erstmalige Ansatz einer Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich gegebenenfalls angefallenen Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Derivative Finanzinstrumente werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertragliche Verpflichtung beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist.

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten werden im Konzernabschluss solange nicht passiviert, bis eine Inanspruchnahme wahrscheinlich ist. Sie werden im Konzernanhang angegeben, sofern eine Inanspruchnahme nicht unwahrscheinlich ist.

Umsatzrealisierung

Die Umsätze des Konzerns stammen aus Softwarelizenzen und damit in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen, die die Unterstützung bei der Implementierung sowie Wartung und sonstige Dienstleistungen umfassen. In der Regel räumt die Gesellschaft ihren Kunden eine zeitlich unbegrenzte Nutzung der Software ein. Zusätzlich erzielt der Konzern Umsätze mit dem Verkauf von Hardware. Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen an den Konzern fließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.

Die Realisierung der Lizenzumsätze erfolgt nach IAS 18 in Höhe der vereinbarten Lizenzgebühr. Die Realisierung erfolgt, wenn nichts anderes vertraglich vereinbart wird, mit Lieferung, da keine wesentlichen Modifikationen notwendig sind. Beratungsleistungen werden monatlich nach Aufwand in Rechnung gestellt. Wartungsleistungen werden ratierlich über den Leistungszeitraum realisiert.

Umsatzerlöse, die im Zusammenhang mit Verträgen stehen, für die ein Festpreis vereinbart wurde, werden nach der Percentage-of-Completion-Methode entsprechend dem Leistungsfortschritt realisiert, wenn die Höhe der gesamten Auftragserlöse verlässlich bemessen werden kann, es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen zufließen wird und die angefallenen und bis zur Fertigstellung noch erwarteten Kosten als auch der Grad der erreichten Fertigstellung verlässlich ermittelt werden können. Hierzu werden die bis zum Bilanzstichtag angefallenen Kosten (im Wesentlichen Personalkosten) ins Verhältnis zu den erwarteten Kosten laut Projektkalkulation gesetzt und so der Fertigstellungsgrad geschätzt. Ein erwarteter Verlust durch den Auftrag wird sofort als Aufwand erfasst. In Mehrkomponentenverträgen erfolgt die Umsatzrealisierung von Beratungs- oder anderen Leistungen i.d.R. unabhängig von der Realisierung der Softwareumsätze, da diese Leistungen für die Funktionen der Software als nicht wesentlich anzusehen sind. Erlöse für Beratungs- und andere Leistungen werden realisiert, sobald sie erbracht wurden. Die Realisierung erfolgt in der Regel auf der Basis von geleisteten und bewerteten Stunden und erstattungsfähigen Auslagen. Der Wert des Wartungselements bemisst sich nach den vertraglich fixierten Sätzen. Der Softwareanteil wird mit dem Residualwert realisiert.

Aufwandsrealisierung

Aufwendungen werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der der entsprechende Werteverzehr verursacht wurde.

Finanzerträge

Finanzerträge werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung erfasst.

Finanzaufwendungen

Aufwendungen für die Fremdkapitalüberlassung werden als Aufwand erfasst. Eine Aktivierung von Fremdkapitalzinsen gemäß IAS 23 erfolgt nicht, da keine qualifizierten Vermögenswerte vorliegen.

Fremdwährungen

Fremdwährungsgeschäfte werden in der Berichtswährung erfasst, indem der Fremdwährungsbetrag mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles gültigen Umrechnungskurs zwischen Berichts- und Fremdwährung umgerechnet wird. Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung monetärer Posten sowie aus der Stichtagsbewertung zu Kursen, die sich von den ursprünglich während der Periode erfassten unterscheiden, werden als Aufwand oder Ertrag in der Periode, in der sie entstanden sind, erfasst.

Operating-Leasingverhältnis

Ein Leasingverhältnis wird als Operating-Leasingverhältnis klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, bei dem Leasinggeber verbleiben. Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses werden als Aufwand im Konzernjahresüberschuss linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.

3. Unternehmenszusammenschlüsse

Erwerb der Domis Consulting AG, Altishofen (Schweiz)

Mit dem Kaufvertrag zum 10. Mai 2011 über 62% der Anteile an der Domis Consulting AG, Altishofen (CH), hat NEXUS im Vorjahr im Gesundheitswesen konsequent die Produktkompetenz erweitert. Die Domis Consulting AG ist mit 60% an der Synergetics AG in Altishofen beteiligt. Der Preis wurde hauptsächlich in bar entrichtet, ein Teil wurde über die Ausgabe von 134.000 Aktien bezahlt. Über die ausstehenden 38% sind Put-call-Optionsverträge geschlossen worden.

Im Geschäftsjahr wurden Optionen über 18,5% der Anteile an der Domis Consulting AG, Altishofen (CH) durch einen neu geschlossenen Kaufvertrag abgelöst. Dieser Kaufvertrag enthält wiederum einen bedingten Kaufpreis, der in die Berechnung des erwarteten Kaufpreises einbezogen wird.

Die gemäß IAS 32.23 als Finanzverbindlichkeit bilanzierte bedingte Gegenleistung wurde im Vorjahr mit dem erwarteten Kaufpreis passiviert. Aufgrund zusätzlicher Informationen über Softwarepflegeverträge der Domis Consulting AG, die NEXUS nach dem 31. Dezember 2011 erhalten hat, hinsichtlich Fakten und Umstände, die zum Erwerbszeitpunkt bereits existierten, wurde der angesetzte Betrag der bedingten Gegenleistung im Berichtsjahr rückwirkend im Sinne des IAS 8.41 ff. korrigiert, um die neuen Informationen widerzuspiegeln. Infolgedessen wurde die Schätzung des bedingten Kaufpreises von TEUR 1.558 um TEUR 1.377 auf TEUR 2.935 erhöht. Auf der anderen Seite wurden die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und der resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wie folgt angepasst:

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Vermögenswerte / Schulden Domis Consulting AG und Synergetics AG, Altishofen (CH) Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt
10.05.2011

in EUR
Anpassungen

in EUR
nach Anpassungen

in EUR
--- --- --- ---
Kassenbestand 260.406,16 0,00 260.406,16
Immaterielle Vermögenswerte 1.320.158,18 413.616,56 1.733.774,74
Sachanlagen 78.219,82 0,00 78.219,82
Latente Steuern 45.837,37 0,00 45.837,37
Sonstige Vermögenswerte 1.016.439,60 0,00 1.016.439,60
Forderungen 1.032.886,97 0,00 1.032.886,97
3.753.948,10 413.616,56 4.167.564,66
Latente Steuern 151.720,85 50.047,69 201.768,54
Pensionsrückstellungen 232.734,28 0,00 232.734,28
Sonstige Rückstellungen 171.687,47 0,00 171.687,47
Verbindlichkeiten 2.520.145,34 0,00 2.520.145,34
3.076.287,94 50.047,69 3.126.335,63
Nettovermögen zum 10.05.2011 677.660,16 363.568,87 1.041.229,03
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Anteile ohne beherrschenden Einfluss -19.420,20 0,00 -19.420,20
Goodwill 4.743.588,38 1.013.110,25 5.756.698,63
Anschaffungskosten gesamt 5.401.828,34 1.376.679,12 6.778.507,46
Die Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen
in bar entrichteter Kaufpreis 2.909.943,57 0,00 2.909.943,57
Entrichteter Kaufpreis durch Aktienausgabe 933.980,00 0,00 933.980,00
bedingter Kaufpreis 1.557.904,77 1.376.679,12 2.934.583,89
Anschaffungskosten gesamt 5.401.828,34 1.376.479,12 6.778.507,46

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Vermögenswerte / Schulden Domis Consulting AG und Synergetics AG, Altishofen (CH) 31.12.2011

TEUR
Folgekorrekturen

TEUR
31.12.2011

TEUR
Goodwill 5.954 0 5.954
Kundenstamm 428 -112 316
Jahresergebnis 177 -98 79
Passive latente Steuern 209 -14 195

Erwerb der E&L medical systems GmbH, Erlangen

Am 17. Oktober 2012 hat NEXUS 95% der Anteile an der E&L medical systems GmbH, Erlangen erworben. Mit rund 70 Mitarbeitern und einem Umsatz von ca. 5,0 Mio. EUR ist das Unternehmen Marktführer im Bereich der Befundungssoftware in Deutschland.

Durch den Erwerb wurde das diagnostische Produktportfolio um die Bereiche Endoskopie, Kardiologie und Onkologie erweitert und den Kunden der NEXUS-Gruppe die Möglichkeit eröffnet, die ganze Breite diagnostischer Informationssysteme aus einer Hand zu beziehen. Über 400 Krankenhäuser arbeiten in Deutschland in diesen und anderen befundungsintensiven diagnostischen Abteilungen bereits mit der Software Clinic WinData (CWD) von E&L. Der Kaufpreis besteht in dem in bar entrichteten Kaufpreis (TEUR 6.821). Über die ausstehenden 5% ist ein Put-Call-Optionsvertrag geschlossen worden. Gemäß IAS 32.23 ist die Verpflichtung, Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu kaufen, als Finanzverbindlichkeit mit dem erwarteten Kaufpreis auf Basis der Planung bilanziert worden.

In der Zeit zwischen dem 01. April 2015 und dem 30. September 2015 hat die NEXUS AG eine Call-Option über 5% der Anteile an der E&L medical systems GmbH. In der Zeit zwischen dem 01. und 31. März 2015 sowie vom 01. Oktober 2015 bis zum 31. Dezember 2015 hat der Verkäufer eine analoge Put-Option. Für die Option wird keine Prämie vereinbart. Der Kaufpreis für den Anteil ist abhängig vom Umsatz und EBT der Geschäftsjahre 2012 bis 2014. Gemäß IAS 32.23 ist die Verpflichtung, Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu kaufen, als Finanzverbindlichkeit mit dem erwarteten Kaufpreis auf Basis der Planung bilanziert worden. Der Höchstbetrag ist damit grundsätzlich unbegrenzt. Auch kann eine Bandbreite nicht verlässlich geschätzt werden. Dementsprechend werden keine Anteile nicht beherrschender Gesellschafter ausgewiesen. Der Kaufpreis setzt sich folglich aus dem in bar entrichteten Kaufpreis (TEUR 6.821) und dem bedingten Kaufpreis (TEUR 2.915) zusammen.

Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden in der Bilanz mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt und stellen sich wie folgt dar:

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Vermögenswerte / Schulden E&L medical systems GmbH, Erlangen Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt

EUR
Kassenbestand 122.717,55
Immaterielle Vermögenswerte 6.303.224,53
Sachanlagen 129.645,38
Sonstige Vermögenswerte 404.448,66
Vorräte 65.227,27
Forderungen 634.161,68
7.659.425,07
Latente Steuern 1.892.786,00
Steuerrückstellungen 81.407,00
Verbindlichkeiten 1.088.988,83
3.063.181,83
Nettovermögen zum 30.09.2012 4.596.243,24
Goodwill 5.140.076,76
Anschaffungskosten gesamt 9.736.320,00
Die Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen
in bar entrichteter Kaufpreis 6.821.220,00
bedingter Kaufpreis 2.915.100,00
Anschaffungskosten gesamt 9.736.320,00
Entwicklung der Zahlungsmittel aus dieser Aquisition ergibt sich wie folgt
in bar entrichteter Kaufpreis 6.821.220,00
erworbene Zahlungsmittel 122.717,55
Abfluss von Zahlungsmitteln 6.698.502,45

Die bei der Kaufpreisallokation identifizierten und bewerteten Vermögenswerte und Schulden bestehen im Wesentlichen aus Technologie (TEUR 3.190), Marke (TEUR 1.577), Kundenbeziehungen (TEUR 1.357) und passiven latenten Steuern (TEUR 1.893) zum Erwerbszeitpunkt. Die Forderungen wurden mit ihrem geschätzten Zeitwert angesetzt. Die Bruttobeträge der vertraglichen Forderungen betragen TEUR 784. Hierauf wurden TEUR 150 an Wertberichtigungen gebildet. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein Goodwill in Höhe von TEUR 5.140. Es handelt sich hierbei um eine vorläufige Bewertung der beizulegenden Zeitwerte, da der bedingte Kaufpreis auf Basis der vorliegenden Informationen und Planungen berechnet wurde.

Der Kauf dient im Wesentlichen der Technologieerweiterung im Konzern. Die neuen Mitarbeiter am Standort Erlangen bringen zudem erhebliche Expertise in diesem Bereich mit und sind für uns eine sinnvolle und willkommene Ergänzung unserer Mannschaft. Diese qualitativen Faktoren kommen nicht zuletzt im Firmenwert zum Ausdruck. Zukünftig wird E&L mit dem Produkt Clinic WinData als eigenständiges Unternehmen und Marke innerhalb der NEXUS-Gruppe geführt. Für das Jahr 2012 lag der Umsatz mit Dritten bei TEUR 1.676 und der Beitrag zum Konzernjahresüberschuss bei TEUR 284. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TEUR 80 sind ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Erwerb der ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH, Villingen-Schwenningen

Die NEXUS AG hat am 05. Oktober 2012 100% der Anteile der ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH, Villingen-Schwenningen, erworben und das Engagement im Bereich der Prozess- und SAP-ERP Beratung weiter verstärkt. Der Kaufpreis setzt sich aus dem in bar entrichteten Kaufpreis (TEUR 900) und dem bedingten Kaufpreis (TEUR 520) zusammen. Die variable Gegenleistung ist als Verbindlichkeit mit dem erwarteten Kaufpreis auf Basis der Planung bilanziert worden.

Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden in der Bilanz mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt und stellen sich wie folgt dar:

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Vermögenswerte / Schulden ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH, Villingen-Schwenningen Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt

EUR
Kassenbestand 28.864,39
Immaterielle Vermögenswerte 1.201.097,53
Sachanlagen 97.255,09
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.271.805,64
Aktive latente Steuern 94.000,00
2.693.022,65
Passive latente Steuern 308.869,00
Rückstellungen 137.576,79
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 125.664,02
Verbindlichkeiten 1.237,443,29
1.809.553,10
Nettovermögen zum 30.09.2012 883.469,55
Goodwill 536.530,45
Anschaffungskosten gesamt 1.420.000,00
Die Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen
in bar entrichteter Kaufpreis 900.000,00
bedingter Kaufpreis 520.000,00
Anschaffungskosten gesamt 1.420.000,00
Entwicklung der Zahlungsmittel aus dieser Aquisition ergibt sich wie folgt
in bar entrichteter Kaufpreis 900.000,00
abzüglich erworbene Zahlungsmittel 28.864,39
Abfluss von Zahlungsmitteln 871.135,61

ASS.TEC ist seit vielen Jahren in der SAP- und Prozessberatung tätig und ergänzt die Fähigkeiten der NEXUS-Gruppe auf diesem Gebiet ideal, um die Prozessberatung inklusive SAP-Beratung als ein weiteres Standbein der NEXUS-Gruppe aufzubauen.

Die bei der Kaufpreisallokation vorläufig identifizierten und bewerteten Vermögenswerte und Schulden bestehen im Wesentlichen aus Technologie (TEUR 756), Kundenbeziehungen (TEUR 323), aktiven latenten Steuern (TEUR 94) und passiven latenten Steuern (TEUR 309) zum Erwerbszeitpunkt. Die Forderungen wurden mit ihrem Bruttowert angesetzt. Eine Wertberichtigung wurde nicht vorgenommen, da mit einem vollständigen Zufluss der ausstehenden Forderungen gerechnet wird. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein Goodwill in Höhe von TEUR 537. Es handelt sich hierbei um eine vorläufige Bewertung der beizulegenden Zeitwerte, da der bedingte Kaufpreis auf Basis der vorliegenden Informationen und Planungen berechnet wurde.

Die rund 30 Mitarbeiter von ASS.TEC werden zukünftig die Aktivitäten bei den Kunden der NEXUS-Gruppe zusätzlich unterstützen und stellen durch ihr erhebliches Know-How sowie etablierte Kundenbeziehungen eine willkommene Ergänzung unserer Mannschaft dar.

Diese qualitativen Faktoren kommen nicht zuletzt im Firmenwert zum Ausdruck. Für das Jahr 2012 lag der Umsatz mit Dritten bei TEUR 1.445 und der Beitrag zum Konzernjahresüberschuss bei TEUR 70. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TEUR 29 sind ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Hätten die Unternehmenszusammenschlüsse zu Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich die Umsatzerlöse auf TEUR 69.692 und der Konzernjahresüberschuss auf TEUR 5.452 belaufen.

Daneben hat die NEXUS AG die NEXUS Italia S.r.l. liquidiert. Die Gesellschaft wurde zum Stichtag entkonsolidiert. Der hieraus entstandene Verlust in Höhe von TEUR 128 wurde in der GuV unter "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Mit Kaufvertrag vom 17. Oktober 2012 wurden 100 % der Unternehmensanteile der CoM.MeD GmbH in Barleben erworben. Mit Zahlung des Barkaufpreises von TEUR 100 gingen die Anteile am 02. Januar 2013 auf die NEXUS AG über. Eine Konsolidierung erfolgt daher erst in 2013. Eine Kaufpreisallokation ist bisher noch nicht vollständig erfolgt. Dementsprechend können Angaben zu den identifizierten Vermögenswerten und Schulden sowie dem Goodwill noch nicht gemacht werden. Die Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TEUR 15 sind ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

CoM.MeD GmbH entwickelt und vermarktet Lösungen für die Administration, das Patientenmanagement und die Abrechnung in der Rehabilitation in Deutschland und Österreich. Zusammen mit den bestehenden Medizin-, Pflege- und Therapielösungen wird NEXUS zum Komplettanbieter in der Rehabilitation inklusive aller Abrechnungsverfahren (DRG) für die Neuro-Rehabilitation.

4. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte enthalten entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten. Des Weiteren werden im Zusammenhang mit den Erstkonsolidierungen der jeweiligen Unternehmenserwerben, die identifizierten immateriellen Vermögenswerte (Kundenstamm, Technologien und Entwicklungskosten) einschließlich der entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen. Die immateriellen Vermögenswerte unterliegen keinen Beschränkungen hinsichtlich der Verfügungsmöglichkeiten. Zum Stichtag bestehen an noch nicht fertiggestellter Software in Höhe von TEUR 1.878 (Vorjahr TEUR 2.261) bei den Entwicklungskosten.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Im Rahmen eines jährlichen Impairment Tests gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) werden jeweils zum 31. Dezember die Geschäfts- oder Firmenwerte, zur Überprüfung der Werthaltigkeit zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) zugeordnet. Die ZGE ist nach IAS 36.6 die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, welche durch die fortgeführte Nutzung Liquiditätszuflüsse erzeugt, die ihrerseits weitgehend unabhängig von den Geldzuflüssen anderer Vermögenswerte sind. Aufgrund der technischen und marktorientierten Zusammenführung der Konzernunternehmen und der damit verbundenen organisatorischen Bündelung der Tätigkeiten in den Business Units NEXUS / NCS (Systeme für Alten- und Behindertenpflege), NEXUS / DIS (Diagnostische Systeme), NEXUS / CIS (Clinical Information Systems und NEXUS / OPTIM OP- und Sterilisationsmanagement sowie dem Neuerwerb E&L medical systems GmbH), NEXUS / CSO, NEXUS / QM, Nexus / HOSPIS (CH) sowie NEXUS / HCS (Healthcare Services mit dem Neuerwerb ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH) werden diese als ZGE angesehen. Die Business Unit NEXUS / CSO enthält keinen bilanziellen Goodwill. Der erzielbare Betrag der übrigen fünf ZGE wurde zum Bilanzstichtag jeweils auf Basis der Berechnung eines Nutzungswertes ermittelt. Ein Wertminderungsbedarf ergab sich hiernach nicht. Die Berechnungen wurden auf der Grundlage von Cash Flow-Prognosen erstellt, die aus dem Budget für 2013 sowie dessen Fortschreibung für die beiden Folgejahre abgeleitet wurden. Der Detailplanungszeitraum umfasst somit unverändert drei Jahre. Der für die Cash Flow-Prognose verwendete Abzinsungssatz vor Steuern liegt je nach Risikoanalyse bei 8,35% (Vorjahr: 7,0%) für NEXUS / NCS, 8,35% (Vorjahr: 7,0%) für NEXUS / DIS, 8,35% (Vorjahr: 8,0%) für NEXUS / CIS und NEXUS / QM, 8,35% (Vorjahr: N/A) für NEXUS / HCS sowie 8,35% (Vorjahr: 9,0%) für NEXUS / HOSPIS. Im Detailplanungszeitraum wurde für Zwecke des Impairmenttests ein organisches Wachstum von rund 10% für NEXUS / CIS und NEXUS / NCS und 3% für NEXUS / QM und für NEXUS / DIS, sowie für die ZGE NEXUS / HOSPIS und NEXUS / HCS kein weiteres Wachstum angenommen. Für die Extrapolation der Cash Flows nach dem Detailplanungszeitraum konnte vereinfachend eine Wachstumsrate von Null unterstellt werden, da sich kein Impairment ergab. Der so berechnete Nutzungswert basiert auf Prognosen, bei denen Schätzungsunsicherheiten bestehen. Wesentliche Unsicherheiten liegen in folgenden Positionen:

Gewinnmarge
Abzinsungssatz
Entwicklung der Marktanteile und Wartungserlöse
Wachstumsraten in der Detailplanungsphase

Gewinnmarge

Die Gewinnmargen werden anhand durchschnittlicher Werte errechnet, die sich unter Berücksichtigung der Margen aus Vorjahren sowie einer deutlichen Ausweitung des Lizenzgeschäfts auf Basis teilweise schon abgeschlossener Verträge ergeben. Die Gewinnmargen werden zudem planerisch um die erwartete Effizienzsteigerung angepasst.

Abzinsungssatz

Der Abzinsungssatz spiegelt die Schätzung des Vorstands hinsichtlich der spezifischen Risiken der jeweiligen ZGE wider. Über diesen Zinssatz werden zukünftige Investitionsvorhaben beurteilt.

Entwicklung der Marktanteile und Wartungserlöse

Diese Annahmen sind von besonderer Bedeutung, da sich hier die Einschätzung widerspiegelt, wie sich die ZGEs im Vergleich zu ihren Wettbewerbern innerhalb des Planungshorizontes entwickeln werden. Dabei ist zu beachten, dass es sich nicht um klar umrissene Märkte handelt, sondern zu einem großen Teil auch um Projektgeschäfte, die eine klare Vergleichbarkeit nicht ermöglichen.

Sensitivitätsanalyse

In einer Sensitivitätsbetrachtung wurden des weiteren wesentliche Parameter des Werthaltigkeitstests im Rahmen einer möglichen Entwicklung in vernünftigem Ermessen verändert. Die Erhöhung des Abzinsungssatzes um 25 Basispunkte oder eine Verringerung der relevanten Cash Flows um 5% führten zu keiner Notwendigkeit für eine Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte.

Wachstumsraten in der Detailplanungsphase

Den Wachstumsraten in der Detailplanungsphase liegen veröffentlichte branchenbezogene Marktforschungen zugrunde. Sie werden zusätzlich maßgeblich von der ZGE individuellen Einschätzung zukünftiger Potentiale beeinflusst. Diese Annahmen werden durch konkrete Vertriebs-, Entwicklungs- und Marketingpläne unterlegt. Der aktivierte Firmenwert der ZGE NEXUS / CIS von TEUR 9.884 ist durch die Übernahme der Anteile an der nexus/cis GmbH, Singen, der E&L medical systems GmbH, Erlangen, sowie der OPTIM S.A.S., Grenoble (F), der Firmenwert der ZGE NEXUS / HOSPIS von TEUR 3.072 beim Erwerb der NEXUS Schweiz GmbH, Wallisellen (CH), sowie der Flexreport AG, Baar (CH), der Firmenwert der nexus / dis von TEUR 4.707 aus den Unternehmenszusammenschlüssen mit NEXUS / GMT GmbH, Frankfurt a. M., NEXUS / Paschmann GmbH, Oberhausen, und Medos AG, Langenselbold entstanden. Der Firmenwert der ZGE NEXUS / QM von TEUR 836 resultiert aus dem Kauf der NEXUS / HOLL GmbH, Ismaning. Der Firmenwert der ZGE NEXUS / NCS von TEUR 6.191 ist beim Kauf der Domis Consulting AG und der Synergetics, Altishofen (CH) sowie der VEGA Software GmbH, Aachen, entstanden. Der Goodwill für die ZGE NEXUS / HOSPIS betrug zum Erstkonsolidierungszeitpunkt TEUR 2.473 und hat sich auf Grund von Wechselkursschwankungen auf TEUR 3.072 verändert. Der Firmenwert der ZGE NEXUS / HCS beträgt aufgrund des Neuerwerbs der ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH, Villingen-Schwenningen, TEUR 537. Der Firmenwert der ZGE NEXUS /NCS (Domis Consulting AG, VEGA Software GmbH) betrug zum Erstkonsolidierungszeitpunkt TEUR 4.936. Auf Grund eines Planungsfehlers bei der Domis Consulting AG wurde die Kaufpreisberechnung im Rahmen des Jahresabschlusses korrigiert und weist nunmehr einen Firmenwert zur Erstkonsolidierung von TEUR 5.999 auf (Vorjahr: TEUR 4.744). Aufgrund der Wechselkursentwicklung der Schweizer Franken, zum Jahresende, hat sich der Goodwill der ZGE NCS auf TEUR 6.191 erhöht.

Kundenstamm / Technologie/Marke

Durch den Erwerb der E&L medical systems GmbH, Erlangen, wurde Technologie in Höhe von TEUR 3.190, sowie Kundenbeziehungen von TEUR 1.357 und Marke von TEUR 1.577 aktiviert. Durch den Erwerb der ASS.TEC Beratungsgesellschaft für Anwendungen, Systeme, Strategien und Technologien mbH, Villingen-Schwenningen, wurde Technologie in Höhe von TEUR 756 und Kundenbeziehungen in Höhe von TEUR 323 aktiviert. Durch den Erwerb der Domis Consulting AG, Altishofen (CH), wurde Technologie in Höhe von TEUR 784 sowie Kundenbeziehungen von TEUR 653 aktiviert. Beim Erwerb der NEXUS / OPTIM S.A.S. Grenoble (F) wurde Technologie in Höhe von TEUR 336 sowie Kundenbeziehungen von TEUR 139 aktiviert. Beim Erwerb der VEGA Software GmbH, Aachen, wurde Technologie in Höhe von TEUR 73 sowie Kundenbeziehungen von TEUR 52 aktiviert. Die Abschreibung erfolgt jeweils linear über 5 Jahre, der Kundenstamm in 10 Jahren, bzw. entsprechend des erwarteten Verbrauchs des zukünftigen Nutzens. Bei den Unternehmenserwerben der Vorjahre wurden für den Erwerb der Flexreport AG, Baar (CH), Technologie in Höhe von TEUR 473 sowie Kundenbeziehungen von TEUR 54 aktiviert und über 10 Jahre linear bzw. entsprechend des erwarteten Verbrauchs des zukünftigen Nutzens, abgeschrieben. Beim Erwerb der Healthcaresparte der EDS Information Business GmbH, Zürich (CH), in 2009 wurden Technologie in Höhe von TEUR 784 sowie Kundenbeziehungen in Höhe von TEUR 248 aktiviert und über 10 Jahre linear bzw. entsprechend des erwarteten Verbrauchs des zukünftigen Nutzens abgeschrieben. Beim Erwerb der Medos AG, Langenselbold, in 2008 wurde Technologie in Höhe von TEUR 1.247 aktiviert und über 6 Jahre linear abgeschrieben sowie Kundenbeziehungen in Höhe von TEUR 467 (Kundenstamm), die über 10 Jahre entsprechend dem erwarteten Verbrauch des zukünftigen Nutzens abgeschrieben werden. Im Geschäftsjahr 2007 waren im Rahmen der Kaufpreisallokation der Erwerbe NEXUS / Paschmann GmbH, Oberhausen, und NEXUS / Holl GmbH, Ismaning, Kundenbeziehungen (Kundenstamm) von TEUR 165 (Paschmann) bzw. TEUR 29 (Holl) identifiziert worden und werden seitdem über 10 Jahre entsprechend dem erwarten Verbrauch des zukünftigen Nutzens abgeschrieben. Weitere TEUR 709 für geistige Eigentumsrechte (Technologie) im Zusammenhang mit dem Erwerb von Paschmann sind 2007 zugegangen. Im Rahmen der Aufteilung der erworbenen Vermögenswerte waren für die NEXUS Schweiz GmbH, Wallisellen (CH), zum Erstkonsolidierungszeitpunkt in 2006 insgesamt TEUR 309 als Kundenbeziehungen zum Barwert (Kundenstamm) aktiviert worden, die über 10 Jahre entsprechend des erwarteten Verbrauchs des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens abgeschrieben werden und TEUR 74 als geistige Eigentumsrechte (Technologie), die über 10 Jahre linear abgeschrieben werden. Im Rahmen der Aufteilung der erworbenen Vermögenswerte waren für die NEXUS / GMT GmbH, Frankfurt, im Geschäftsjahr 2005 insgesamt TEUR 535 als Kundenbeziehungen (Kundenstamm) aktiviert worden, die über 10 Jahre linear abgeschrieben werden, und TEUR 139 als geistige Eigentumsrechte (Technologie), die über 5 Jahre linear abgeschrieben werden. Im Rahmen der Aufteilung der erworbenen Vermögenswerte waren für die micom GmbH, München, im Geschäftsjahr 2004 insgesamt TEUR 400 als Kundenbeziehungen (Kundenstamm) aktiviert worden, die über 7 Jahre linear abgeschrieben werden, und TEUR 1.875 als geistige Eigentumsrechte (Technologie), die über 15 Jahre linear abgeschrieben werden. Schließlich sind für insgesamt TEUR 939 in 2007 und 2008 geistige Eigentumsrechte (Technologie) in der Schweiz erworben worden. Sonstige Anschaffungskostenerhöhungen entfallen auf Währungskursdifferenzen.

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Immaterielle Vermögenswerte Konzessionen /

Patente

TEUR
Geschäfts- /

Firmenwerte

TEUR
Entwicklungs-

kosten

TEUR
Kundenstamm /

Technologie

TEUR
Marke

TEUR
Gesamt

TEUR
Bruttowerte per 31.12.2011 5.912 18.610 25.891 10.844 0 61.257
Restatement zum Zeitpunkt PPA 5.912 19.623 25.891 11.258 0 62.684
Währungsänderungen 0 36 0 12 0 48
angepasst 01.01.2012 5.912 19.659 25.891 11.270 0 62.732
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 308 5.677 0 5.626 1.577 13.188
Währungsänderungen 11 68 20 35 0 134
Zugänge 129 0 4.300 200 0 4.629
Abgänge 637 0 917 997 0 2.551
Bruttowerte per 31.12.2012 5.723 25.404 29.294 16.134 1.577 78.132
Kumulierte Abschreibungen per 31.12.2011 4.724 177 14.454 5.238 0 24.593
Folgekorrektur zwischen PPA und 31.12.2011 0 0 0 112 0 112
angepasst 01.01.2012 4.724 177 14.454 5.350 0 24.705
Währungsänderungen 5 0 7 7 0 19
Zugänge 383 0 3.613 1.777 0 5.773
Abgänge 636 0 917 306 0 1.859
Kumulierte Abschreibungen per 31.12.2012 4.476 177 17.157 6.828 0 28.638
Nettowerte am 31.12.2011 1.188 18.433 11.437 5.606 0 36.664
Nettowerte angepasst 31.12.2011 1.188 19.482 11.437 5.920 0 38.027
mit Nettowerte am 31.12.2012 1.247 25.227 12.137 9.306 1.577 49.494

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Immaterielle Vermögenswerte Konzessionen /

Patente

TEUR
Geschäfts- /

Firmenwerte

TEUR
Entwicklungs-

kosten

TEUR
Kundenstamm /

Technologie

TEUR
Marke

TEUR
Gesamt

TEUR
Bruttowerte per 01.01.2011 5.196 12.970 23.194 9.078 0 50.438
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 306 5.390 64 1.623 0 7.383
Währungsänderungen 42 250 44 143 0 479
Zugänge 368 0 4.475 0 0 4.843
Abgänge 0 0 1.886 0 0 1.886
Bruttowerte per 31.12.2011 5.912 18.610 25.891 10.844 0 61.257
Kumulierte Abschreibungen per 01.01.2011 4.515 177 12.167 3.742 0 20.601
Währungsänderungen 26 0 15 35 0 76
Zugänge 183 0 4.158 1.461 0 5.802
Abgänge 0 0 1.886 0 0 1.886
Kumulierte Abschreibungen per 31.12.2011 4.724 177 14.454 5.238 0 24.593
Nettowerte am 31.12.2010 681 12.793 11.027 5.336 0 29.837
Nettowerte am 31.12.2011 1.188 18.433 11.437 5.606 0 36.664

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten sind insoweit in Ansatz gebracht worden, soweit sie die in den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgeführten Kriterien erfüllen. Sie werden, sofern nicht für Grundlagenforschung oder nicht auftragsbezogen angefallen, im Geschäftsjahr des Anfalls aktiviert. Insgesamt wurden in 2012 Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 4.300 (Vorjahr: TEUR 4.475) aktiviert. Die Entwicklungskosten werden planmäßig linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der in vor 2010 aktivierten Entwicklungskosten beläuft sich auf einen Zeitraum von 4 Jahren. Im Berichtsjahr wurden TEUR 3.613 (Vorjahr: TEUR 4.158) abgeschrieben. Daneben sind rund TEUR 7.073 (Vorjahr: TEUR 7.343) nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten direkt im Aufwand erfasst.

Konzessionen / Lizenzen

Ausgewiesen wird insbesondere Fremdsoftware, die für eigene Zwecke genutzt wird.

5. Sachanlagen

Die Sachanlagen setzten sich überwiegend aus Betriebs- und Geschäftsausstattung zusammen und sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die gewöhnliche Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und zehn Jahren. Die Abschreibung erfolgte im abgelaufenen Geschäftsjahr wie im Vorjahr ausschließlich nach der linearen Methode. Siehe Tabelle nebenan. Die Sachanlagen unterliegen keinen Beschränkungen hinsichtlich der Verfügungsmöglichkeiten. Es gibt keine im Bau befindlichen Anlagen.

6. Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen

Die NEXUS AG hält zum 31. Dezember 2012 direkt oder indirekt, die Beteiligungen an der G.I.T.S. Gesundheitswesen IT-Service GmbH Fürstenfeldbruck, Fürstenfeldbruck, der Medidata GmbH, Berlin, sowie der Palladium-med GmbH, Berlin. Das Joint Venture nexus / Arabia Ltd., Riyadh, wurde im Geschäftsjahr 2012 aufgelöst und abgeschrieben.

Die folgenden Tabellen enthalten die zusammengefassten Finanzinformationen über die drei (Vorjahr: drei) assoziierten Unternehmen des Konzerns sowie das Gemeinschaftsunternehmen, die alle at Equity konsolidiert werden:

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Assoziierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen
2012

TEUR
2011

TEUR
2012

TEUR
2011

TEUR
--- --- --- --- ---
Anteil an der Bilanz der Beteiligungen
Kurzfristige Vermögenswerte 41 37 0 48
Langfristige Vermögenswerte 8 8 0 0
Kurzfristige Schulden -12 -3 0 0
Anteiliges Reinvermögen 37 42 0 48
Anteil an den Erlösen und dem Gewinn der Beteiligungen
Erlöse 98 98 0 0
Gewinn 1 2 -48 0
Buchwert der Beteiligung 43 42 0 48

7. Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

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2012

TEUR
2011

TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4 5
Waren 410 130
414 135

Im Berichtsjahr wurden keine (Vorjahr: TEUR 0) Wertminderungen bzw. Wertaufholungen (Vorjahr: TEUR 0) erfasst. Es gibt im laufenden Geschäftsjahr keine Vorräte, die zum Nettoveräußerungspreis bilanziert werden. Im Geschäftsjahr sind Vorräte in Höhe von TEUR 7.534 (Vorjahr: TEUR 6.889) als Aufwand erfasst worden.

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Sachanlagen Mietereinbauten

TEUR
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaussschattung

TEUR
Gesamt

TEUR
Bruttowerte per 01.01.2012 670 6.034 6.704
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 5 215 220
Währungsänderungen 0 15 15
Zugänge 19 878 897
Abgänge 21 1.065 1.087
Bruttowerte per 31.12.2012 673 6.076 6.749
Kumulierte Abschreibungen per 01.01.2012 475 4.467 4.942
Währungsänderungen 0 10 10
Zugänge 34 692 726
Abgänge 20 834 854
Kumulierte Abschreibungen per 31.12.2012 489 4.335 4.824
Nettowerte am 31.12.2011 195 1.567 1.762
Nettowerte am 31.12.2012 184 1.741 1.925

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Sachanlagen Mietereinbauten

TEUR
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaussschattung

TEUR
Gesamt

TEUR
Bruttowerte per 01.01.2011 408 5.342 5.750
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 84 77 161
Währungsänderungen 2 38 40
Zugänge 176 925 1.101
Abgänge 0 348 348
Bruttowerte per 31.12.2011 670 6.034 6.704
Kumulierte Abschreibungen per 01.01.2011 358 4.263 4.621
Währungsänderungen 0 34 34
Zugänge 117 489 606
Abgänge 0 319 319
Kumulierte Abschreibungen per 31.12.2011 475 4.467 4.942
Nettowerte am 31.12.2010 50 1.079 1.129
Nettowerte am 31.12.2011 195 1.567 1.762

8. Latente Steuern

Eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern wurde in Übereinstimmung mit IAS 12 vorgenommen. Die aktiven und passiven latenten Steuern gliedern sich nach ihrer Entstehungsursache wie folgt auf:

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Konzern-Bilanz Konzern-GuV
31.12.2012

TEUR
angepasst**

31.12.2011

TEUR
31.12.2011

TEUR
31.12.2012

TEUR
angepasst**

31.12.2011

TEUR
31.12.2011

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Latenter Steueranspruch
Steuerliche Verlustvorträge 5.541 5.271 5.271 176 -450 -450
Bewertungsunterschiede Rückstellungen 0 0 0 0 1 1
Bewertungsunterschiede Pensionen 404 252 252 -6 11 11
Bewertungsunterschiede Wertpapiere 132 0 0 132 -174 -174
6.077 5.523 5.523 302 -612 -612
Verrechnung mit latenten Steuerschulden -1.903 -2.490 -2.490 -302 612 612
Latenter Steueranspruch gesamt 4.174 3.033 3.033 0 0 0
Latente Steuerschuld
Entwicklungskosten 2.509 2.657 2.657 187 -226 -226
Bewertungsunterschiede Forderungen 56 35 35 -21 12 12
Technologie / Know-How** 2.899 1.076 1.040 382 418 404
Projektaufträge 197 39 39 -158 80 80
Rückstellungen 73 48 48 -25 -48 -48
Eliminierung von Einzelwertberichtigungen im Zusammenhang mit der Schuldenkonsolidierung 0 0 0 0 683 683
Sonstige Währungseffekte** 9 98 96 -44 3 3
5.743 3.953 3.915 321 922 908
Davon verrechnet mit latenten Steuerforderungen -1.903 -2.490 -2.490 302 -612 -612
Latente Steuerschuld gesamt 3.840 1.463 1.425 623 310 296

Die Veränderung der latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

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2012

TEUR
angepasst** 2011

TEUR
2011

TEUR
Ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuern 623 310 296
im sonstigen Ergebnis erfasste Anpassung der latenten Steuern im Rahmen der Bewertung von Finanzinstrumenten 0 -5 -5
im sonstigen Ergebnis erfasste Anpassung der latenten Steuern im Rahmen der Rücklage für Pensionen 157 76 76
im sonstigen Ergebnis erfasste Anpassung der latenten Steuern aus Währungsumrechnung** 133 20 18
im sonstigen Ergebnis erfasste Bildung passiver latenter Steuern im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen -2.149 -253 -303
Veränderung Bilanzposten latente Steuern -1.236 148 82

** Anpassung aufgrund IAS 8.41 ff.

Zum 31. Dezember 2012 waren keine passiven latenten Steuern auf nicht abgeführte Gewinne von Tochterunternehmen oder at Equity bewerteten Unternehmen erfasst, weil der Konzern davon ausgeht, dass in absehbarer Zukunft die bislang nicht ausgeschütteten Gewinne nicht ausgeschüttet werden. Zudem sind aufgrund des deutschen Steuersystems die im Falle einer Ausschüttung an das Mutterunternehmen resultierenden Steuern der Höhe nach für den Konzern unwesentlich.

9. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2012 Kurzfristig (< 1 Jahr)

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.465
Forderungen gegen at Equity bewertete Unternehmen 22
Projektaufträge mit einem aktivischen Saldo gegenüber Kunden 657
Summe 19.144

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31.12.2011 Kurzfristig (< 1 Jahr)

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.168
Forderungen gegen at Equity bewertete Unternehmen 11
Projektaufträge mit einem aktivischen Saldo gegenüber Kunden 185
Summe 14.364

Zu den Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und deren Entwicklung wird auf unten stehende Tabelle verwiesen. Die Projektaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden (Summe der für die noch nicht abgeschlossenen Fertigungsaufträge angefallenen Aufwendungen und erfassten Gewinne, abzüglich der erfassten Verluste) in Höhe von TEUR 657 (Vorjahr: TEUR 185) werden aller Voraussicht nach innerhalb eines Jahres abgerechnet und auch fällig werden.

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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Bruttowerte) 31.12.2012 31.12.2011
weder wertgemindert noch überfällig 3.289 7.071
nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
< 30 Tage 7.818 2.068
30 - 120 Tage 4.139 2.380
120 - 180 Tage 839 436
180 - 360 Tage 1.105 1.095
> 360 Tage 1.134 870
einzelwertberichtigt zum Restbuchwert 141 248
Buchwert 18.465 14.168

Auf die überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen wurde keine Wertberichtigung vorgenommen, da keine wesentliche Veränderung der Kreditwürdigkeit der Schuldner festgestellt werden konnte und deshalb von einer Tilgung der ausstehenden Beträge ausgegangen wird. Für diese offenen Posten hält der Konzern keine Sicherheiten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden allesamt innerhalb eines Jahres fällig.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 579 (Vorjahr: TEUR 1.520) ausgebucht. Es hat keine Zahlungseingänge (Vorjahr: keine) auf ausgebuchte Forderungen gegeben.

Der Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen unterscheidet sich nicht von ihrem Buchwert. Zum 31. Dezember 2012 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Nennwert von TEUR 1.722 (Vorjahr: TEUR 1.646) wertgemindert. Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:

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Entwicklung der Einzelwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2012

TEUR
2011

TEUR
Stand 1. Januar 1.398 1.931
Aufwandswirksame Zuführungen 643 1.060
Verbrauch -329 -1.299
Auflösung -131 -294
Stand 31. Dezember 1.581 1.398

10. Sonstige finanzielle Vermögenswerte und kurzfristige Finanzanlagen

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte und kurzfristigen Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

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Kurzfristig (< 1 Jahr)

TEUR
31.12.2012 Langfristig (> 1 Jahr)

TEUR
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Zinsen 4 0
Darlehen an Mitarbeiter und Dritte 728 28
Sonstige 397 103
Summe sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.129 131
Kurzfristige Finanzanlagen
Wertpapiere 2.145 0
Schuldscheindarlehen 8.000 0
Summe kurzfristige Finanzanlagen 10.145 0

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Kurzfristig (< 1 Jahr)

TEUR
31.12.2011 Langfristig (> 1 Jahr)

TEUR
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Zinsen 31 0
Darlehen an Mitarbeiter und Dritte 839 34
Darlehen und sonstigen Forderungen an Organe 50 0
Sonstige 334 40
Summe sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.254 74
Kurzfristige Finanzanlagen
Wertpapiere 2.056 0
Schuldscheindarlehen 8.000 0
Summe kurzfristige Finanzanlagen 10.056 0

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Der Zeitwert der sonstigen finanziellen Vermögenswerte unterscheidet sich nicht von ihrem Buchwert.

Wertminderungen waren im Berichtszeitraum und Vorjahr nicht zu erfassen.

In den Vorjahren wurde im Eigenkapital eine Bewertungsrücklage für Finanzinstrumente gebildet, welche die kumulierten Gewinne und Verluste aus den als zur Veräußerung verfügbar klassifizierten finanziellen Vermögenswerten abzüglich der darauf entfallenden latenten Steuern ausweist.

Kurzfristige Finanzanlagen

Die kurzfristigen Finanzanlagen stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

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Anschaffungskosten

TEUR
31.12.2012 Zeitwert

TEUR
Wertpapiere
Rentenfonds 2.733 2.145
Schuldscheindarlehen 8.000 8.000
Summe 10.733 10.145

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Anschaffungskosten

TEUR
31.12.2011 Zeitwert

TEUR
Wertpapiere
Rentenfonds 2.733 2.056
Schuldscheindarlehen 8.000 8.000
Summe 10.733 10.056

Im Berichtszeitraum waren Wertminderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 87) sowie Erträge von TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 21) zu erfassen.

Derivative Finanzinstrumente werden von NEXUS ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt, um Fremdwährungsrisiken abzusichern, die aus der Geschäftstätigkeit resultieren. Gemäß IAS 39 sind alle derivativen Finanzinstrumente zu ihrem Marktwert zum Abschlussstichtag zu bilanzieren, unabhängig von ihrem Verwendungszweck oder der Absicht, mit der sie gehalten werden. Die Gesellschaft designiert grundsätzlich keine derivativen Finanzinstrumente in eine Sicherungsbeziehung. Demzufolge werden alle Änderungen des Marktwertes von Devisentermingeschäften und Devisenoptionsgeschäften in der Periode der Änderung in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2012 bestanden keine Devisentermingeschäfte (Vorjahr: ein Devisentermingeschäft hinsichtlich des Verkaufs von Mio. CHF 2,0).

11. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte

Die nicht finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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2012

TEUR
2011

TEUR
Umsatzsteuer 110 111
Geleistete Anzahlungen 51 83
Lohn- und Gehaltsvorschüsse 17 53
Forderungen i.R.d. sozialen Sicherheit 278 243
Entwicklungszuschüsse 106 94
Aktive Rechnungsabgrenzung 591 319
Summe nicht finanzielle Vermögenswerte 1.153 903

Der Zeitwert der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte unterscheidet sich nicht von ihrem Buchwert.

In den sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerten sind TEUR 106 (Vorjahr: TEUR 94) Zuschüsse zu Entwicklungskosten bilanziert. Hiervon wurden TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 47) im Berichtsjahr erfolgswirksam erfasst. Weitere TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 47) werden passivisch abgegrenzt und linear über die Nutzungsdauer der bezuschussten, aktivierten Entwicklungskosten von fünf Jahren aufgelöst. Wir verweisen auch auf Note 15 Verbindlichkeiten. Unerfüllte Bedingungen und andere Erfolgsunsicherheiten im Zusammenhang mit im Abschluss erfassten Beihilfen der öffentlichen Hand bestehen nicht.

12. Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag TEUR 68.113 (Vorjahr: TEUR 58.057 nach Anpassung aufgrund IAS 8.41 ff.). Es wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie auf Punkt 3. Unternehmenszusammenschlüsse hingewiesen.

a) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital ist seit dem 06. November 2012 in 15.105.150 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 eingeteilt und in voller Höhe eingezahlt. Durch eine Barkapitalerhöhung hat sich das gezeichnete Kapital um EUR 800.000,00 (entspricht 800.000 Aktien) zu Lasten des genehmigten Kapitals 2012 erhöht. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Alle Aktien sind Stammaktien und gewähren die gleichen aktienrechtlich vorgesehenen Rechte.

b) Eigene Anteile

In der Hauptversammlung vom 19. Juni 2006 wurde die Gesellschaft bis zum 30. November 2007 ermächtigt, eigene Aktien bis zu einer Höhe von insgesamt 10% des Grundkapitals, d.h. bis zu 1.380.520 Stückaktien im rechnerischen Wert von EUR 1,00 zu erwerben. Hiervon hat die Gesellschaft in 2007 Gebrauch gemacht und 8.420 Stückaktien mit Anschaffungskosten von insgesamt TEUR 26 erworben, wovon in 2011 2.100 Stückaktien und im Berichtsjahr weitere 2.500 Stückaktien wieder verkauft wurden. Durch ein im Dezember 2011 neu gestartetes Aktienrückkaufprogramm wurden in 2011 3.872 Stückaktien mit Anschaffungskosten von insgesamt TEUR 26 und bis zum Stichtag 31. Dezember 2012 33.916 weitere Stückaktien mit Anschaffungskosten von insgesamt TEUR 252 erworben. Die eigenen Anteile werden mit den gesamten Anschaffungskosten in einer Summe offen vom Eigenkapital abgezogen (cost method). Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handelns in eigenen Aktien genutzt werden. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals durch die Gesellschaft ausgeübt werden, aber auch für Rechnung durch Dritte durchgeführt werden.

Genehmigtes Kapital

In der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 wurde die in der Hauptversammlung vom 14. Juni 2010 erteilte Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von EUR 6.902.600,00 neu gefasst. Der Vorstand wurde ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. April 2017 einmal oder mehrmals um bis zu EUR 7.152.575,00 durch Ausgabe neuer, nennwertloser Inhaberaktien (Stückaktien) gegen Bar- und / oder Sacheinlagen, zu erhöhen. Der Vorstand entscheidet mit Zustimmung des Aufsichtsrates über die Bedingungen der Aktienausgabe. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in folgenden Fällen zu entscheiden:

a) für Spitzenbeträge,

b) für eine Ausgabe an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens

c) für eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen

d) bei Kapitalerhöhung gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Feststellung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10% des zum Zeitpunkt der Ermächtigung vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10% des Grundkapitals werden Aktien, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gem. §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, sowie Aktien, auf die ein Wandlungsrecht oder Optionsrecht oder eine Wandlungspflicht oder Optionsausübungspflicht aufgrund von Option- und/oder Wandelschuldverschreibungen besteht, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gem. § 221 Abs. 4, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind, angerechnet.

Im Berichtszeitraum wurde eine Barkapitalerhöhung in Höhe von EUR 800.000,00 durchgeführt. Zum Bilanzstichtag war noch ein Genehmigtes Kapital in Höhe von EUR 6.352.575,00 (Vorjahr EUR 6.488.600,00) vorhanden.

Bedingtes Kapital und Aktienoptionspläne (AOP)

Das bedingte Kapital III und das bedingte Kapital IV wurden in der Hauptversammlung am 23. Mai 2012 aufgehoben. Die im Zusammenhang mit dem bedingten Kapital ausgegebenen Aktienoptionen sind verfallen.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 23. Mai 2012 wurde bedingtes Kapital in Höhe von EUR 1.400.000,00 geschaffen (Bedingtes Kapital 2012). Das Grundkapital ist entsprechend zur Durchführung eines Aktienoptionsprogramms um EUR 1.400.000,00 auf den Inhaber lautender Stückaktien bedingt erhöht (AOP 2012).

Vorstandsbonus für zukünftige Kursentwicklung

Mit der Verlängerung der Dienstverträge für die Vorstandsmitglieder wurden ab dem Geschäftsjahr 2012 Bonuszahlungen vereinbart, die an die zukünftige Kursentwicklung der NEXUS-Aktie gekoppelt sind. Dabei wird eine Bonuszahlung an die Vorstandsmitglieder fällig, wenn eine Überschreitung zwischen dem errechneten Ausgangskurs zum 31. Dezember 2011 und dem Schlusskurs zum 31. Dezember 2014 erfolgt.

Die Überschreitung und damit die Bonuszahlung erfolgen in Euro-Cent Schritten. Für Optionen werden in den Geschäftsjahren 2012-2014 geschätzte Kosten in Höhe von TEUR 120 anfallen. Im Geschäftsjahr 2012 war ein Aufwand für Wertsteigerungsrechte in Höhe von TEUR 40 zu erfassen. Die Anzahl der virtuellen Optionen beläuft sich auf 100.000 Stück. Für die Berechnung der Kurse wurden 56 Kursfeststellungen über die Restlaufzeit von zwei Jahren unterstellt. Gleichzeitig wurde ein risikoloser Zins in Abhängigkeit der Laufzeit von 1,25% für ein und zwei Jahre sowie für drei Jahre von 2,00% festgelegt. Dabei wurden Dividenden abstrahiert.

c) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beinhaltet im Wesentlichen Aufgelder aus der in 2000 durchgeführten Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit dem Börsengang der NEXUS AG, die Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe der Ausgabe neuer Aktien gegen Sach- und Barkapitaleinlagen sowie der Ausübung von Aktienoptionen von Vorständen, Mitgliedern der Geschäftsführung in Tochterunternehmen und Mitarbeitern der NEXUS Gruppe. Die im Rahmen der Barkapitalerhöhung und der Kapitalerhöhung durch Sacheinlage angefallenen direkt zuordenbaren Aufwendungen wurden mit der Kapitalrücklage verrechnet. Außerdem wird der beizulegende Zeitwert der im Rahmen der Aktienoptionspläne ausgegebenen Aktien in der Position Kapitalrücklage berücksichtigt. Entsprechend § 150 AktG müssen die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklage den zehnten Teil des Grundkapitals übersteigen, damit sie zum Ausgleich von Verlusten oder für eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln verwendet werden dürfen. Solange die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklage zusammen nicht den zehnten Teil des Grundkapitals übersteigen, dürfen sie nur zum Ausgleich von Verlusten verwendet werden, soweit der Verlust nicht durch Gewinnvortrag bzw. Jahresüberschuss gedeckt ist und nicht durch Auflösung anderer Gewinnrücklagen ausgeglichen werden kann.

Durch eine im Berichtsjahr durchgeführte Barkapitalerhöhung erhöhte sich die Kapitalrücklage um TEUR 6.196 (Vorjahr TEUR 771). Weitere TEUR 8 resultieren aus der Ausgabe von eigenen Anteilen.

d) Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung

Die Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung resultiert aus Differenzen, die bei der Umrechnung der Jahresabschlüsse von fünf ausländischen Tochtergesellschaften entstehen.

e) Bewertungsrücklage für Kaufpreisverbindlichkeiten

Die Bewertungsrücklage für Kaufpreisverbindlichkeiten enthält die Zeitwertanpassung des bedingten Kaufpreises aus dem Erwerb der Domis Consulting AG, Altishofen, zum Stichtag.

f) Bewertungsrücklage für Finanzinstrumente

Die Bewertungsrücklage für Finanzinstrumente enthält die kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung der zum beizulegenden Zeitwert der als zur Veräußerung bestimmt klassifizierten finanziellen Vermögenswerte nach Verrechnung der latenten Steuern.

g) Rücklage für Pensionen

Die Rücklage für Pensionen enthält die finanzmathematischen kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach Verrechnung latenter Steuern.

Kapitalmanagement

Ziel des Kapitalmanagements ist die Erhaltung der finanziellen Substanz des Konzerns sowie die nachhaltige Sicherstellung der notwendigen finanziellen Flexibilität. Zur Messung der finanziellen Sicherheit des Konzerns wird auch die Eigenkapitalquote herangezogen. Dabei wird das in der Konzernbilanz ausgewiesene Eigenkapital ins Verhältnis zur Bilanzsumme gesetzt. Die Finanzierungsstruktur ist danach durch eine als konservativ zu bezeichnende Kapitalstruktur, in der die Eigenfinanzierung dominiert, geprägt. Zum Bilanzstichtag beträgt die Eigenkapitalquote 67,3% (im Vorjahr: 71,0% nach Anpassung aufgrund IAS 8.41 ff.). Die Fremdfinanzierung erfolgt fast ausschließlich über Verbindlichkeiten, die aus dem operativen Geschäftsbetrieb resultieren, sowie in geringem Umfang über Pensionen. Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten bestehen nahezu nicht.

Im Mai 2012 wurde eine Dividende in Höhe von EUR 0,10 auf die 14.284.310 Stück dividendenberechtigten, auf den Inhaber lautenden, Stückaktien bezahlt.

13. Pensionsverpflichtungen

Die Rückstellungen wurden für die von der Forest Gesellschaft für Products & Services mbH zum 30. September 2000 übernommenen unmittelbaren Pensionsverpflichtungen (Direktzusagen) bei der NEXUS . IT GmbH SÜDOST, NEXUS / CCC GmbH und NEXUS . IT GmbH NORD gebildet. Bei den leistungsorientierten Plänen in der Schweiz handelt es sich um Vorsorgewerke nach dem schweizerischen Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG). Diese Pläne stellen sogenannte Vollversicherungen dar, bei denen wenigstens temporär sämtliche versicherungsmathematischen Risiken, einschließlich der Kapitalmarktrisiken, von einer Versicherungsgesellschaft getragen werden.

Die Höhe der Leistungen der übernommenen Pensionszusagen richtet sich nach den Dienstjahren und dem jeweiligen Gehalt der bezugsberechtigten Personen. Die Rückstellung wird gebildet für zahlbare Leistungen in Form von Alters- und Invalidenrente sowie für Hinterbliebenengeld. Es handelt sich um unverfallbare Anwartschaften. Ein Planvermögen besteht nur für die Verpflichtungen in der Schweiz.

Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen berücksichtigt Marktzinssätze sowie Lohn-, Gehalts- und Rententrends. In Deutschland wurden als biometrische Rechnungsgrundlagen, die Todesfallwahrscheinlichkeit, Invaliditätswahrscheinlichkeit und Verheiratungswahrscheinlichkeit im Todesfall enthalten, die Richttafeln 2005 G (Verlag Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln) zugrunde gelegt. In der Schweiz wurde der auf statistischen Zahlen der Jahre 2002 - 2004 beruhende Tarif BVG 2005 zugrunde gelegt. Um die sinkende Sterblichkeit und gleichzeitig gestiegene Invalidierungswahrscheinlichkeit zu berücksichtigen, wird der Tarif um 0,5% pro Jahr verstärkt. In 2012 beträgt die Verstärkung somit 3,5%.

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2012

%
2011

%
Rechnungszinsfuß (D) 3,00 4,37
Rechnungszinsfuß (CH) 1,60 2,25
Durchschnittliche Fluktuationsrate (D) 5,0 5,0
Durchschnittliche Fluktuationsrate (CH) 15,0 15,0
Lohn- und Gehaltstrend (D) 0 0
Lohn- und Gehaltstrend (CH) 1,0 1,0
jährliche Anhebung laufender Renten (D) 2,0 2,0
jährliche Anhebung laufender Renten (CH) 0,0 0,0
erwartete Rendite Planvermögen (CH) 2,5 2,5

Die Änderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen und des Planvermögens stellen sich wie folgt dar:

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2012

TEUR
2011

TEUR
Barwert der Verpflichtungen zu Beginn des Berichtszeitraums 15.138 10.789
Währungsänderungen 110 299
Laufender Dienstzeitaufwand 516 472
Zinsaufwand 360 423
Gezahlte Leistungen -415 -1.284
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) 707 -544
Beiträge Arbeitnehmer 563 505
Unternehmenszusammenschlüsse 0 4.478
Barwert der Verpflichtungen zum Ende des Berichtszeitraums 16.979 15.138
Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des Berichtszeitraums 13.253 9.570
Währungsänderungen 102 283
Erwartete Erträge aus Planvermögen 343 439
Beiträge Arbeitgeber 565 505
Beiträge Arbeitnehmer 563 505
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (-) -44 -1.015
Kapitalauszahlungen -400 -1.271
Unternehmenszusammenschlüsse 0 4.237
Zeitwert des Planvermögens zum Ende des Berichtszeitraums 14.382 13.253
Barwert der extern finanzierten Verpflichtungen 16.072 14.399
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 14.382 13.253
Unterdeckung 1.690 1.144
Barwert der intern finanzierten Verpflichtungen 907 740
Finanzierungsstatus 2.597 1.884
Bilanzierte Pensionsverpflichtungen 2.597 1.884
davon Ausweis als Pensionsrückstellungen 2.597 1.884

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste 2012 in Höhe von TEUR 751 wurden, nach Berücksichtigung latenter Steuern, im sonstigen Ergebnis erfasst. Die kumulierten versicherungsmathematischen Verluste sind mit TEUR 2.141 abzgl. latenter Steuern im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Gesamtaufwand für leistungsorientierte Versorgungszusagen, der im Personalaufwand enthalten ist, setzt sich wie unten aufgeführt zusammen:

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2012

TEUR
2011

TEUR
Laufender Dienstzeitaufwand 516 472
Zinsaufwand 360 423
Erwartete Erträge aus Planvermögen -343 -439
Nettopensionsaufwand 533 456

Die tatsächlichen Ergebnisse des Planvermögens belaufen sich auf TEUR -299 (Vorjahr: TEUR 576). Das Planvermögen entfällt ausschließlich auf die Schweizer Pläne und besteht aus den Ansprüchen gegen die Versorgungswerke. Die erwarteten Gesamterträge aus Planvermögen werden auf der Grundlage der zu diesem Zeitpunkt gängigen Marktpreise für den Zeitraum, über den die Verpflichtung erfüllt wird, berechnet.

Die erfahrungsbedingten Berichtigungen der Pensionsverpflichtungen belaufen sich auf TEUR 41 (Vorjahr: TEUR -698), die des Planvermögens auf TEUR -44 (Vorjahre: TEUR -1.015). Für das laufende Geschäftsjahr werden Arbeitgeberbeiträge in das Planvermögen in Höhe von TEUR 585 erwartet.

Der Barwert der Pensionsverpflichtungen und des Planvermögens hat sich in den vergangenen fünf Jahren wie folgt entwickelt:

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2012

TEUR
2011

TEUR
2010

TEUR
2009

TEUR
2008

TEUR
Barwert der Pensionsverpflichtungen 16.979 15.138 10.789 610 534
Zeitwert des Planvermögens -14.382 -13.253 -9.570 0 0
Planfehlbetrag 2.597 1.885 1.219 610 534
Erfahrungsbedingte Anpassungen der Pensionsverpflichtungen 41 -698 343 -5 103
Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens -44 -1.015 0 0 0

In Deutschland wird die gesetzliche Rentenversicherung als beitragsorientierter Versorgungsplan angesehen. Der für die gesetzliche Rentenversicherung erfasste Aufwand für die sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter hat für das abgelaufene Geschäftsjahr TEUR 1.364 (Vorjahr: TEUR 1.283) betragen. Daneben bestehen für Vorstandsmitglieder weitere beitragsorientierte Pläne aus Direktversicherungen, für die im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 31) angefallen sind.

14. Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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Stand

01.01.2012

TEUR
Verbrauch 2012

TEUR
Auflösung 2012

TEUR
Einstellung 2012

TEUR
Stand 31.12.2012

TEUR
Noch zu erbringende Leistungen 1.106 919 0 925 1.112
Übrige Rückstellungen 274 77 110 116 203
1.380 996 110 1.041 1.315

Die noch zu erbringenden Leistungen betreffen Risiken im Projektgeschäft aus drohenden Nachlaufkosten sowie ggf. Preisnachlässen, die auf Basis von Erfahrungswerten sowie der noch erwarteten Kosten berechnet werden. Für sie wird ein Verbrauch in 2013 erwartet. Die übrigen Rückstellungen verbrauchen sich erwartungsgemäß im kommenden Jahr.

15. Verbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten

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Kurzfristig (< 1 Jahr)

TEUR
31.12.2012 Langfristig (> 1 Jahr)

TEUR
Finanzverbindlichkeiten 385 -

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Kurzfristig (< 1 Jahr)

TEUR
31.12.2011 Langfristig (> 1 Jahr)

TEUR
Finanzverbindlichkeiten 88 -

Die Finanzverbindlichkeiten beinhalten Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

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Kurzfristig (< 1 Jahr)

TEUR
31.12.2012 Langfristig (> 1 Jahr)

TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.079 -

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Kurzfristig (< 1 Jahr)

TEUR
31.12.2011 Langfristig (> 1 Jahr)

TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.444 -

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Der Gesamtbetrag ist innerhalb eines Jahres fällig.

Ertragsteuerverbindlichkeiten

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Kurzfristig (< 1 Jahr)

TEUR
31.12.2012 Langfristig (> 1 Jahr)

TEUR
Ertragsteuerverbindlichkeiten 513 -

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Kurzfristig (< 1 Jahr)

TEUR
31.12.2011 Langfristig (> 1 Jahr)

TEUR
Ertragsteuerverbindlichkeiten 172 -

Die tatsächlichen Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zu Grunde gelegt, die am Bilanzstichtag im jeweiligen Land der Gesellschaft gelten.

Erlösabgrenzung

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Kurzfristig (< 1 Jahr)

TEUR
31.12.2012 Langfristig (> 1 Jahr)

TEUR
Erlösabgrenzung 3.569 -

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Kurzfristig (< 1 Jahr)

TEUR
31.12.2011 Langfristig (> 1 Jahr)

TEUR
Erlösabgrenzung 2.188 -

Die Realisierung von Umsatzerlösen für den Bereich Softwarepflege erfolgt über den Leistungszeitraum. Durch Abweichung des Leistungszeitraums vom Geschäftsjahr sind Erlösabgrenzungen notwendig. Die Erlösabgrenzung wird im folgenden Geschäftsjahr über den Leistungszeitraum erlöswirksam aufgelöst. Die wesentliche Erhöhung dieser Position resultiert aus vorgenommenen Erlösabgrenzungen bei den neu in den Konzern integrierten Gesellschaften.

Sonstige nicht finanzielle Schulden

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Kurzfristig (< 1 Jahr)

TEUR
31.12.2012 Langfristig (> 1 Jahr)

TEUR
Sonstige nicht finanzielle Schulden 8.132 -
Erhaltene Anzahlungen 5.973 -
Sonstige Steuern und Sozialabgaben 2.159 -

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Kurzfristig (< 1 Jahr)

TEUR
31.12.2011 Langfristig (> 1 Jahr)

TEUR
Sonstige nicht finanzielle Schulden 7.107 -
Erhaltene Anzahlungen 5.627 -
Sonstige Steuern und Sozialabgaben 1.480 -

Die sonstigen nicht finanziellen Schulden beinhalten erhaltene Anzahlungen auf Kundenverträge und sonstige Steuern, insbesondere Umsatzsteuer-, Lohn- und Kirchensteuerzahlungsverpflichtungen sowie Sozialabgaben.

Sonstige finanzielle Schulden

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Kurzfristig (< 1 Jahr)

TEUR
31.12.2012 Langfristig (> 1 Jahr)

TEUR
Sonstige finanzielle Schulden 3.594 5.030
aus Verpflichtungen für Gehaltsverbindlichkeiten 2.739 -
Derivate ohne Hedgebeziehung - -
Sonstige 855 5.030

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Kurzfristig (< 1 Jahr)

TEUR
31.12.2011 Langfristig (> 1 Jahr)

TEUR
Sonstige finanzielle Schulden 2.870 3.130
aus Verpflichtungen für Gehaltsverbindlichkeiten 2.579 -
Derivate ohne Hedgebeziehung 81 -
Sonstige 210 3.130

In der Position Sonstige wurden die wahrscheinlichen Kaufpreisverpflichtungen aus Put-Call Optionen zum Erwerb restlicher Unternehmensanteile in Höhe von TEUR 4.747 (Vorjahr: TEUR 1.814) sowie der bedingte Kaufpreis für den Erwerb der ASS.TEC GmbH in Höhe von TEUR 520 (Vorjahr: TEUR 0) eingestellt. Des weiteren sind in dieser Position Darlehen in Höhe von TEUR 322 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

16. Eventualverbindlichkeiten und sonstige Verpflichtungen

1) Gerichtliche Prozesse sowie Forderungen aus Rechtsstreitigkeiten, die sich im normalen Geschäftsverlauf ergeben, könnten in der Zukunft gegenüber den Konzerngesellschaften geltend gemacht werden.

Die damit einhergehenden Risiken werden im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens analysiert. Obgleich das Ergebnis dieser Streitfälle nicht immer genau eingeschätzt werden kann, ist der Vorstand der Ansicht, dass sich hieraus keine wesentlichen Verpflichtungen ergeben werden.

2) Des Weiteren ergeben sich finanzielle Verpflichtungen aus der Anmietung von Büroräumen, dem Leasing von Fahrzeugen und aus anderen Verpflichtungen. Entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der Leasingvereinbarungen sind die Leasingverhältnisse als Operating - Leasingverhältnisse zu klassifizieren. Die sich daraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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31.12.2012 2013

TEUR
2014 - 2017

TEUR
ab 2018

TEUR
Mieten 1.512 2.707 531
Leasing 780 865 0
2.292 3.572 531

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31.12.2011 2012

TEUR
2013 - 2016

TEUR
ab 2017

TEUR
Mieten 1.276 2.605 949
Leasing 707 609 0
1.983 3.214 949

Die Miet- und Leasingzahlungen des Geschäftsjahres betragen:

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2012

TEUR
2011

TEUR
Mieten 1.826 1.550
Leasing 1.141 944
2.967 2.494

Miet- und Leasingvereinbarung enthalten weder Verlängerungs- oder Kaufoptionen noch Preisanpassungsklauseln. Im Jahr 2012 sind nur Mindestleasingzahlungen enthalten.

17. Umsatzerlöse

Die konsolidierten Umsatzerlöse sind in der nachfolgenden Übersicht nach Regionen und Geschäftsbereichen aufgegliedert:

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Healthcare Software
2012 2011
--- --- --- --- ---
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Deutschland 29.216 51,3 25.402 51,3
Österreich 1.172 2,1 1.164 2,4
Schweiz / Lichtenstein 23.325 41,0 20.905 42,2
andere Regionen 3.208 5,6 2.021 4,1
Gesamt 56.921 100,0 49.492 100,0

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Healthcare Service
2012 2011
--- --- --- --- ---
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Deutschland 5.240 96,7 3.983 98,5
Österreich 97 1,8 49 1,2
Schweiz / Lichtenstein 82 1,5 2 0,0
andere Regionen 0 0 8 0,3
Gesamt 5.419 100,0 4.042 100,0

Davon entfielen auf:

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2012 2011
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Lieferungen 4.533 7,3 3.699 6,9
Dienstleistungen 47.084 75,5 39.345 73,5
Lizenzen 10.723 17,2 10.490 19,6
Gesamt 62.340 100,0 53.534 100,0

Die im Berichtsjahr nach der PoC-Methode erfassten Umsatzerlöse aus langfristiger Auftragsfertigung belaufen sich auf TEUR 33.413 (Vorjahr: TEUR 28.441).

18. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 161), Erträge aus der Ausbuchung von kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 338 (Vorjahr: TEUR 201), geldwerte Vorteile in Höhe von TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 45), der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 294), sowie Erträge aus Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 16). Im Berichtsjahr wurden Fremdwährungsgewinne in Höhe von TEUR 645 (Vorjahr: TEUR 940) erfolgswirksam erfasst.

19. Materialaufwand

Der Materialaufwand stellt sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:

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2012

TEUR
2011

TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.534 6.889
Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.110 2.848
11.644 9.737

In den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren befinden sich hauptsächlich Aufwendungen aus Hardwarekäufen, die zum Weiterverkauf bestimmt sind. Im Bereich der bezogenen Leistungen wurden überwiegend Leistungen im Zuge des Projektgeschäftes an Dritte vergeben.

20. Mitarbeiterzahl und Personalaufwand

Im Jahresdurchschnitt waren in den einzelnen Geschäftsjahren die folgende Anzahl an Mitarbeitern und Auszubildenden beschäftigt:

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2012 2011
Angestellte 478 433
leitende Angestellte 12 10
490 443

Die Personalkostenentwicklung stellt sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:

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2012

TEUR
2011

TEUR
Löhne und Gehälter 29.484 25.908
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 5.082 4.218
34.566 30.126

Im Personalaufwand betreffen TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 0) Aufwendungen für gewährte Aktienoptionen, die über den Erdienungszeitraum verteilt gemäß IFRS 2 erfasst werden.

21. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2012

TEUR
2011

TEUR
Betriebskosten 2.529 2.566
Vertriebskosten 2.806 2.411
Verwaltungskosten 2.691 2.383
Übrige betriebliche Aufwendungen 2.622 2.285
sonstige Steuern 62 73
10.710 9.718

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Zuführungen zu Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 643 (Vorjahr: TEUR 1.060), Zuführungen zu Rückstellungen in Höhe von TEUR 173 (Vorjahr: TEUR 220), Währungskursverluste in Höhe von TEUR 282 (Vorjahr: TEUR 758), Verluste aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 737 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Abschreibungen und Verluste von Forderungen in Höhe von TEUR 251 (Vorjahr: TEUR 221). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der vorstehenden Tabelle beinhalten die Vergütung der Prüfungsgesellschaft für den Konzernabschluss wie folgt:

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2012

TEUR
Abschlussprüfung (Einzel- und Konzernabschluss) 133
Steuerberatungsleistungen 62
195

22. Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen

Ausgewiesen werden die auf den NEXUS-Konzern entfallenden, anteiligen Jahresergebnisse der at Equity bewerteten Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2) und ein Aufwand in Höhe von TEUR 47 aus dem Abgang der nexus / Arabia Ltd., Riyadh (Saudi Arabien), (Vorjahr: Ertrag in Höhe von TEUR 133 aus der Neubewertung der at Equity bewerteten Beteiligung an der VEGA Software GmbH, Aachen, im Rahmen der Erstkonsolidierung).

23. Finanzerträge

Von den Finanzerträgen entfallen TEUR 200 (Vorjahr: TEUR 168) auf Erträge aus Wertpapieren, TEUR 138 (Vorjahr: TEUR 159) auf Zinserträge aus Bankguthaben, TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3) auf Zinserträge gegenüber Organen der Gesellschaft, TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 21) auf Erträge aus Zuschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens und TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 52) auf sonstige Zinsen und ähnliche Erträge.

24. Finanzaufwendungen

Von den Finanzaufwendungen entfallen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 87) auf Abschreibungen und Abgangsverluste auf Wertpapiere des Umlaufvermögens, TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 1) auf Zinsaufwendungen aus Bankverbindlichkeiten und TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 33) auf sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen. Im Berichtsjahr sind TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) an Fremdkapitalzinsen aktiviert worden.

25. Ertragsteuern

Die Ertragsteuern setzen sich aus dem tatsächlichen Steueraufwand bzw. dem tatsächlichen Steuerertrag sowie dem latenten Steueraufwand bzw. latenten Steuerertrag zusammen. Die tatsächlichen Steuerforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden unter Anwendung der am Stichtag geltenden Steuergesetze mit den Beträgen bemessen, die voraussichtlich an die zuständigen Finanzbehörden abzuführen bzw. von ihnen einzufordern sind. Latente Steuerverbindlichkeiten bzw. -forderungen werden auf Basis der Steuergesetze, die am Stichtag Gültigkeit hatten, zu dem Steuersatz bewertet, der voraussichtlich in der Periode Gültigkeit hat, in der die Verbindlichkeit beglichen wird bzw. die Forderung fällig ist. In 2012 wurden auf Basis einer Fünfjahresplanung alle Verlustvorträge auf Ihre Werthaltigkeit überprüft. Dabei wurden aktive latente Steuern nur in der Höhe gebildet, inwieweit eine Realisierung durch zukünftige Gewinne möglich ist. Passive latente Steuern, die insbesondere durch die Aktivierung von Entwicklungskosten entstehen, werden als latente Steueraufwendungen passiviert oder wenn möglich mit aktivierten latenten Steuern verrechnet. Die auf das Ergebnis vor Ertragsteuern entfallenden Steuern teilen sich im Berichtsjahr auf tatsächliche und latente Ertragsteuern wie folgt auf:

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2012

TEUR
angepasst** 2011

TEUR
2011

TEUR
Laufender Steueraufwand -685 -237 -237
- laufendes Jahr -649 -152 -152
- Vorjahre -36 -85 -85
Latente Steueraufwendungen** 624 310 296
- Entstehung / Umkehrung latenter Differenzen 624 309 295
- Aus dem Eigenkapital ins Konzernjahresergebnis überführte latente Steuern 0 1 1
-61 73 59

** Anpassung aufgrund IAS 8.41 ff.

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden im Inland die Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlags und die Gewerbesteuer sowie im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Außerdem werden in diesem Posten Steuerabgrenzungen auf alle wesentlichen Unterschiedsbeträge zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz sowie ggf. auf Konsolidierungsmaßnahmen erfasst. Substanzielle Hinweise für die Realisierung der latenten Steueransprüche auf nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge, die höher sind als die Ergebniseffekte aus der Umkehrung bestehender zu versteuernder temporärer Differenzen ergeben sich aus:

Der stetigen Ergebnisverbesserung des Kerngeschäftes,
dem sich erhöhenden Wartungsvolumen,
der Planung der zur NEXUS-Gruppe gehörenden Einzelgesellschaften.

Bei der Ermittlung der Steuersätze wurde im Inland für die Körperschaftsteuerbelastung ein Steuersatz von 15,0% zzgl. Solidaritätszuschlag, also in Summe 15,825%, angesetzt, für die Gewerbesteuer in Abhängigkeit von der Gemeinde ein Steuersatz zwischen 11,55% und 16,38%. Im Ausland betragen die Ertragsteuersätze zwischen 11,4% und 33,3%. Der ausgewiesene Steueraufwand weicht vom erwarteten Steueraufwand ab, der sich bei Anwendung des nominalen Steuersatzes der NEXUS AG von 28,4% (Vorjahr: 28,4%) auf das Ergebnis nach IFRS ergeben hätte. Die Beziehung vom erwarteten Steueraufwand zum Steueraufwand, welcher sich aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ergibt, zeigt folgende Überleitungsrechnung:

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2012

TEUR
angepasst** 2011

TEUR
2011

TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern** 5.823 4.524 4.636
Erwarteter Ertragsteueraufwand bei Steuersatz 28,4% (Vorjahr: 28,4%)** -1.655 -1.286 -1.316
Veränderung nicht aktivierter latenter Steuern auf Verlustvorträge 1.544 1.399 1.399
Steuersatzdifferenzen bei Tochtergesellschaften 255 79 79
Abweichungen aus steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen -107 -26 -26
Steuern Vorjahre und sonstige Abweichungen** -98 -93 -77
Steueraufwand lt. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung -61 73 59

** Anpassung aufgrund IAS 8.41 ff.

26. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich mittels Division des den Aktionären zustehenden Konzernjahresüberschusses durch die durchschnittliche gewichtete Anzahl der während der Periode im Umlauf befindlichen Aktien. Zur Berechnung eines verwässerten Ergebnisses je Aktie wäre der den Aktionären zurechenbare Konzernjahresüberschuss sowie der gewichtete Durchschnitt der sich im Umlauf befindlichen Aktien um die Auswirkungen aller verwässernden potenziellen Aktien, welche durch Ausübung der ausgereichten Optionen entstehen, zu bereinigen.

In 2012 bestanden keine Bezugsrechte aus Aktienoptionsprogrammen, so dass sich kein Verwässerungseffekt ergibt. Zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wurde eine durchschnittliche Anzahl der Aktien von Tsd. 14.406 (Vorjahr: Tsd. 14.208) zu Grunde gelegt.

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2012 angepasst** 2011 2011
Konzernjahresüberschuss (Anteil Gruppe) in TEUR 6.128 4.672 4.770
Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd.) 14.406 14.208 14.208
Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert und verwässert) 0,43 0,33 0,34

** Anpassung aufgrund IAS 8.41 ff.

27. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns der NEXUS AG im Berichtsjahr durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit strukturiert. Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ausgewiesen.

28. Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit

In 2012 ist der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit gegenüber dem Vorjahr von TEUR 10.995 auf TEUR 8.276 gefallen. Im Wesentlichen hat sich hierin die geringere Vorfinanzierung durch Kundenanzahlungen niedergeschlagen.

29. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit ist mit TEUR -12.990 (Vorjahr: TEUR -17.650) deutlich weniger negativ als im Vorjahr. Zwei Unternehmenserwerbe und die Investitionen in immaterielles Anlagevermögen, insbesondere in Entwicklungsleistungen, bildeten auch 2012 den Schwerpunkt der Investitionstätigkeiten.

30. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit wurde vor allem durch die Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien (TEUR 6.996) und gegenläufig durch die erstmalige Zahlung von Dividenden (TEUR 1.428) an unsere Aktionäre beeinflusst.

31. Finanzmittelbestand

Der Finanzmittelbestand setzt sich aus liquiden Mitteln (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten), abzüglich Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen.

32. Berichterstattung nach Geschäftssegmenten

Gemäß IFRS 8 sind die operativen Geschäftssegmente auf Basis der internen Steuerung und Berichterstattung abzugrenzen. Der Vorstand der Nexus AG als oberster Entscheidungsträger im Konzern überwacht regelmäßig die Ertragskraft und trifft seine Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen auf Basis der Business Units NEXUS / CIS, NEXUS / CSO, NEXUS / DIS, NEXUS / HOSPIS, NEXUS / QM, NEXUS / NCS sowie NEXUS / HCS. Die Business Units bilden damit die operativen Segmente im Sinne von IFRS 8 ab. Die in den Konzernabschluss einbezogenen rechtlichen Einheiten werden jeweils vollständig einer Business Unit zugeordnet. Jede Business Unit besteht somit jeweils aus einer oder mehreren rechtlichen Einheiten.

In den Business Units NEXUS / CIS, NEXUS / CSO, NEXUS / DIS, NEXUS / QM, NEXUS / HOSPIS (CH), NEXUS / NCS werden Softwarelösungen für das Gesundheitswesen im administrativen und im medizinischen Bereich entwickelt und vertrieben. Da die wirtschaftliche Entwicklung dieser Business Units auf externe Einflüsse gleichförmig reagiert, die angebotenen Produkte und Dienstleistungen ähnlich und der Leistungserstellungsprozess nahezu identisch ist, sowie außerdem die Kunden und Vertriebsmethoden sehr ähnlich bzw. identisch sind, werden diese sechs Business Units analog der internen Berichterstattung gem. IFRS 8 zu dem berichtspflichtigen Segment Healthcare Software zusammengefasst.

Das Management steuert die Segmente über das betriebliche Segmentergebnis.

Das nicht dem Berichtssegment Healthcare Software zugeordnete operative Segment NEXUS / HCS berichtet als eigenständig berichtspflichtiges Segment Healthcare Service. Die unter Healthcare Service zusammengefassten Gesellschaften werden einheitlich geführt. Unter dem Label NEXUS / CCC werden zentral Dienstleistungen und Lösungen für Hotline und Applikationssupport, Hardwareservices und -lösungen, Schnittstellenservices und -lösungen und externe Qualitätssicherung angeboten. Unter dem Label NEXUS / IT werden von der Betriebsführung bis hin zur Betreuung der eingesetzten Software-Applikationen und dem Anwendersupport leitende Funktionen im täglichen Management der Klinik-IT erbracht. Unter dem Label ASS.TEC GmbH werden schwerpunktmäßig EDV-gestützte Prozessberatungen inklusive SAP-Beratungen angeboten. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der beiden berichtspflichtigen Segmente entsprechen den gleichen Rechnungslegungsmethoden wie die externe Berichterstattung. Transaktionen zwischen den Segmenten werden anhand marktüblicher Konditionen abgerechnet.

Im Folgenden sind die Umsatzerlöse und Ergebnisse sowie das Segmentvermögen und die Segmentverbindlichkeiten der einzelnen berichtspflichtigen Segmente des Konzerns dargestellt: siehe nächste Seite.

Die geografischen Segmente des Konzerns werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Verkäufe an die externen Kunden, die in den geografischen Segmenten angegeben werden, werden entsprechend dem geografischen Standort der Kunden den einzelnen Segmenten zugewiesen.

Angaben zu den geografischen Segmenten machen wir folgende:

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2012

TEUR
angepasst** 2011

TEUR
2011

TEUR
Umsätze
Deutschland 34.456 29.385 29.385
Österreich 1.269 1.213 1.213
Schweiz 23.407 20.907 20.907
andere Regionen 3.208 2.029 2.029
62.340 53.534 53.534
Anlagevermögen*
Deutschland 37.848 24.307 24.307
Österreich 14 22 22
Schweiz 12.483 15.460 14.097
andere Regionen 1.074 0 0
51.419 39.789 38.426

* ohne Finanzanlagen

** Anpassung aufgrund IAS 8.41 ff.

Zum 31.12.2012 und zum 31.12.2011 wurden keine Kunden identifiziert, mit denen der Konzern jeweils mindestens 10% seiner Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielt hat.

33. Finanzinstrumente

Finanzrisikomanagement

Der Konzern ist teilweise auf internationaler Ebene tätig, wodurch er Marktrisiken aufgrund von Änderungen der Wechselkurse ausgesetzt ist. Der Konzern geht nicht davon aus, dass diese Risiken einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns haben können. Nachfolgende Ausführungen ergänzen die Ausführungen zu den im Lagebericht gemachten Angaben zu Risiken.

Ausfallrisiken

Finanzinstrumente, die für die Gesellschaft möglicherweise eine Konzentration des Ausfallsrisikos bewirken können, sind hauptsächlich Guthaben bei ganz überwiegend renommierten Finanzinstituten in Deutschland und der Schweiz, marktgängige Wertpapiere und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Gesellschaft lauten vorwiegend auf Euro, Schweizer Franken und US-Dollar. Bei den marktgängigen Wertpapieren handelt es sich um Rentenfonds. Die Gesellschaft überwacht fortlaufend ihre Positionen bei den Finanzinstituten, die ihre Vertragspartner bei den Finanzinstrumenten sind, sowie deren Bonität und kann kein Risiko der Nichterfüllung erkennen. Ausfallrisiken bzw. Risiken, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, werden mittels Verwendung von Kreditlinien und anderer Kontrollverfahren im Rahmen des Forderungsmanagements (bspw. Bonitätsprüfungen) gesteuert. Im Konzern besteht zum Bilanzstichtag keine exponierte Ausfallrisikokonzentration bei den Leistungsforderungen mehr (Vorjahr: TEUR 756). Alle übrigen theoretischen Einzelrisiken im Bereich der Kundenforderungen liegen am Bilanzstichtag unter je EUR 0,5 Mio. und betreffen ganz überwiegend Forderungen gegen Einrichtungen des Gesundheitswesens in Deutschland und der Schweiz (Krankenhäuser, Kliniken, Spitale etc.). Zum 31. Dezember 2012 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Nennwert von TEUR 1.722 (Vorjahr: TEUR 1.646) wertgemindert (vgl. 9. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen).

Mit der unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Darlehensforderung gegen einen Dritten in Höhe von EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0,8 Mio.) ergibt sich eine wesentliche Risikokonzentration. Diese Darlehensforderung ist mit Grundschulden in Höhe von EUR 1,4 Mio. (3. Rang) gesichert. Ein Hinweis auf eine Wertminderung der Darlehensforderung liegt nicht vor.

Das Ausfallrisiko ist auf die Buchwerte (TEUR 30.549; Vorjahr: TEUR 25.748) begrenzt.

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Berichterstattung nach Geschäftssegmenten Healthcare Software Healthcare Service Konsolidierung
2012

TEUR
angepasst** 2011

TEUR
2011

TEUR
2012

TEUR
2011

TEUR
2012

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Umsätze mit Dritten 56.921 49.492 49.492 5.419 4.042
- Lieferungen 3.265 2.557 2.557 1.268 1.142
- Dienstleistungen 43.606 36.744 36.744 3.478 2.601
- Lizenzen 10.050 10.191 10.191 673 299
Umsätze zwischen den Segmenten 79 41 41 4.342 3.971 -4.421
Segmentumsätze 57.000 49.533 49.533 9.761 8.013 -4.421
Betriebliches Segmentergebnis** 4.798 3.142 3.254 604 965
Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen
Finanzerträge
Finanzaufwendungen
Ergebnis vor Ertragsteuern**
Ertragsteuern**
Konzernjahresüberschuss**
Davon entfallen auf
- Aktionäre der NEXUS AG**
- Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Segmentvermögen** 76.159 63.423 62.060 5.052 921
Finanzanlagen
Sonstige Vermögenswerte
Aktive latente Steuern
Ertragsteuerforderungen
Barmittel und Bankguthaben
Gesamt Vermögen**
Segmentschulden** 24.305 19.359 17.936 2.593 1.400
Finanzverbindlichkeiten
Ertragsteuerverbindlichkeiten
Sonstige Steuerverbindlichkeiten
Passive latente Steuern**
Gesamt Verbindlichkeiten**
Investitionen** 5.308 6.057 5.741 218 203
Abschreibungen** 6.326 6.429 6.317 173 91

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Berichterstattung nach Geschäftssegmenten Konsolidierung Konzern
2011

TEUR
2012

TEUR
angepasst** 2011

TEUR
2011

TEUR
--- --- --- --- ---
Umsätze mit Dritten 62.340 53.534 53.534
- Lieferungen 4.533 3.699 3.699
- Dienstleistungen 47.084 39.345 39.345
- Lizenzen 10.723 10.490 10.490
Umsätze zwischen den Segmenten -4.012 0 0 0
Segmentumsätze -4.012 62.340 53.534 53.534
Betriebliches Segmentergebnis** 5.402 4.107 4.219
Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen -47 135 135
Finanzerträge 481 403 403
Finanzaufwendungen -13 -121 -121
Ergebnis vor Ertragsteuern** 5.823 4.524 4.636
Ertragsteuern** -61 73 59
Konzernjahresüberschuss** 5.762 4.597 4.695
Davon entfallen auf
- Aktionäre der NEXUS AG** 6.128 4.672 4.770
- Anteile nicht beherrschender Gesellschafter -366 -75 -75
Segmentvermögen** 81.211 64.344 62.981
Finanzanlagen 43 130 130
Sonstige Vermögenswerte 2.324 2.191 2.191
Aktive latente Steuern 4.174 3.033 3.033
Ertragsteuerforderungen 509 52 52
Barmittel und Bankguthaben 12.906 12.033 12.033
Gesamt Vermögen** 101.167 81.783 80.420
Segmentschulden** 26.898 20.759 19.336
Finanzverbindlichkeiten 385 88 88
Ertragsteuerverbindlichkeiten 513 172 172
Sonstige Steuerverbindlichkeiten 1.418 1.244 1.244
Passive latente Steuern** 3.840 1.463 1.425
Gesamt Verbindlichkeiten** 33.054 23.726 22.265
Investitionen** 5.526 6.260 5.944
Abschreibungen** 6.499 6.520 6.408

** Anpassung aufgrund IAS 8.41 ff.

Liquiditätsrisiken

Der Konzern ist bestrebt, über genügend Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente oder entsprechende Kreditlinien zu verfügen, um seine Verpflichtungen in den nächsten Jahren zu erfüllen. Des Weiteren steht der Gesellschaft genehmigtes Kapital im Betrag von TEUR 6.353 (Vorjahr: TEUR 6.488) für weitere Kapitalerhöhungen zur Verfügung.

Die nachstehende Tabelle zeigt wie sich die nicht diskontierten Cash Flows aus den originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie aus derivativen Finanzinstrumenten auf die Liquiditätssituation des Konzern auswirken, und stellt diese den Buchwerten gegenüber. Negative Wertangaben entsprechen einem Finanzmittelzufluss. Mit signifikant hiervon abweichenden Zahlungsströmen (Fristen oder Beträge) wird nicht gerechnet.

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Buchwert 31.12.2012

TEUR
Cash Flows innerhalb 1 Jahr

TEUR
Cash Flows in 1 bis 5 Jahren

TEUR
Cash Flows nach mehr als 5 Jahren

TEUR
Summe Cash Flows

TEUR
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 385 385 - - 385
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.079 4.079 - - 4.079
sonstige 8.624 3.594 5.030 - 8.624
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Währungsderivate ohne Hedge-Beziehung 0 0 0 0 0

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Buchwert 31.12.2011

TEUR
Cash Flows innerhalb 1 Jahr

TEUR
Cash Flows in 1 bis 5 Jahren

TEUR
Cash Flows nach mehr als 5 Jahren

TEUR
Summe Cash Flows

TEUR
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 88 88 - - 88
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.444 3.444 - - 3.444
sonstige 5.919 2.789 3.130 - 5.919
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Währungsderivate ohne Hedge-Beziehung 81 81 - - 81

** Anpassung aufgrund IAS 8.41 ff.

Währungsrisiken

Währungsrisiken entstehen durch die in der Schweiz, den USA sowie anderen Regionen realisierten Umsätze in CHF und USD sowie den daraus resultierenden Forderungen, die bis zur Zahlung Währungsschwankungen unterliegen.

Zinsrisiken

Die NEXUS AG nimmt keine langfristigen Darlehen in Anspruch. Ein Cash Flow-Zinsrisiko besteht nicht. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Rentenfonds. Die Anlagen unterliegen einem Zins- bzw. einem Marktwertrisiko. Das Fair-Value-Risiko wird aufgrund der Klassifizierung der Wertpapiere - als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - bis zu einer Veräußerung oder Wertminderung im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital in einer entsprechenden Bewertungsrücklage erfasst.

Zeitwert

Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Konzerns umfassen in erster Linie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Kontokorrentkredite, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. Der Buchwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente kommt seinem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zu Grunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.

Transaktionsrisiko

Die NEXUS AG hat in 2012 44,7% des Umsatzes außerhalb des Euroraumes fakturiert (Vorjahr: 45,1 %). Kosten fallen aufgrund unserer Aktivitäten in der Schweiz in Schweizer Franken an, jedoch nur in geringem Maße in US Dollar. Zum 31.12.2012 hatte der Konzern einen Bestand an USD in Höhe von TUSD 60 = TEUR 45 (31.12.2011: TUSD 2.834 = TEUR 2.191) und einen Bestand an Schweizer Franken in Höhe von TCHF 4.223 = TEUR 3.498 (31.12.2011: TCHF 1.753 = TEUR 1.442). Es bestanden zum 31.12.2012 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung von TSAR 0 = TEUR 0 (31.12.2011: TSAR 4.115 = TEUR 848) sowie TCHF 8.291 = TEUR 6.868 (31.12.2011: TCHF 8.733= TEUR 7.179). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum 31.12.2012 in fremder Währung betrugen TCHF 1.502 = TEUR 1.244 (31.12.2011: TCHF 1.473 = TEUR 1.211); die Verbindlichkeiten in USD sind wie im Vorjahr nicht wesentlich. Zur Steuerung des Währungsrisikos werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Eine Sicherungsbeziehung bestand zum Stichtag nicht. Basierend auf den Bilanzstichtagskursen der relevanten Währungen wurde der Ermittlung von Sensitivitäten eine hypothetische Veränderung der Wechselkursrelationen um jeweils zehn Prozent zugrunde gelegt. Wäre zum Abschlussstichtag der Euro gegenüber dem US Dollar um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um TEUR 5 reduziert (erhöht) (Vorjahr: TEUR 219). Wären die Schweizer Franken (CHF) gegenüber dem Euro am Abschlussstichtag um 10% aufgewertet (abgewertet), würde sich ein um TEUR 562 (Vorjahr: TEUR 597) höheres (niedrigeres) Konzernergebnis vor Steuern ergeben.

Translationsrisiko

Der Sitz der Tochtergesellschaften NEXUS Schweiz GmbH (100%), NEXUS Medizinsoftware und Systeme AG (99,98%) und Flexreport AG (100%), Domis Consulting AG (100%) sowie der Synergetics AG (60%) befinden sich außerhalb des Euroraums. Da die Berichtswährung des NEXUS-Konzerns der Euro ist, werden die Erträge und die Aufwendungen dieser Tochtergesellschaften im Rahmen der Konsolidierung in Euro umgerechnet. Änderungen der durchschnittlichen Wechselkurse von einer Berichtsperiode zur anderen können signifikante Umrechnungseffekte verursachen, zum Beispiel in Bezug auf die Umsatzerlöse, das Segmentergebnis und das Konzernergebnis.

Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die nachfolgende Tabelle gibt die Buchwerte nach Bewertungskategorie gemäß IAS 39 und die beizulegenden Zeitwerte nach Klassen von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten an. Die Nettogewinne der Kategorie FVTPL (HfT) werden unter der Position Sonstige betriebliche Erträge erfasst. Die Nettogewinne / -verluste der Kategorie AfS beinhalten Minderungsverluste von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 87), die in der Position Finanzaufwendungen erfasst werden. Gewinne werden unter Finanzerträgen ausgewiesen.

Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Wertminderungen aus der Bewertungsrücklage für Finanzinstrumente aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Nettogewinne / -verluste der Kategorie loans and receivables beinhalten Minderungsverluste von TEUR -893 (Vorjahr: TEUR -1.281). Diese werden in der Position Sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Erträge aus Wertaufholungen in Höhe von TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 294) werden unter Sonstige betriebliche Erträge erfasst.

Nettogewinne/ -verluste aus Finanzinstrumenten

Die im Geschäftsjahr erfassten Nettogewinne/ -verluste aus Finanzinstrumenten (nach Bewertungskategorie) lassen sich wie folgt zusammenfassen:

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2012

TEUR
2011

TEUR
FVTPL (HfT)* 81 -81
Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes von derivativen Finanzinstrumenten 81 -81
AfS 89 69
Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes von Wertpapieren 89 69
LaR -762 -987
Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes von Forderungen -762 -987
-592 -999

* Nettoverluste werden in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst (TEUR 0 Vorjahr: TEUR 81)

Zinserträge/-aufwendungen aus Finanzinstrumenten

Zinserträge/-aufwendungen aus Finanzinstrumenten, die nicht erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet wurden, fielen im Geschäftsjahr 2012 wie folgt an:

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Zinserträge / -aufwendungen aus Finanzinstrumenten 2012

TEUR
2011

TEUR
Zinserträge 392 382
Zinsaufwendungen 13 66
379 316

Die Zinserträge betreffen mit TEUR 143 (Vorjahr: TEUR 94) Finanzinstrumente der Kategorie AfS. Zinserträge auf wertgeminderte finanzielle Vermögenswerte betragen TEUR 143 (Vorjahr: TEUR 94).

Die folgende Übersicht stellt für die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente dar, auf welchen wesentlichen Parametern die Bewertung basiert. Die einzelnen Stufen sind gemäß IFRS 7 wie folgt definiert:

Stufe 1: Bewertung mit auf aktiven Märkten notierten (unverändert übernommen) Preisen für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Stufe 2: Bewertungen für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit erfolgt entweder direkt (als Preis) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) auf Basis beobachtbarer Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen.

Stufe 3: Bewertung auf Basis von Modellen mit nicht am Markt beobachtbaren Inputparametern.

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31.12.2012
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
--- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte 2.145 0 0 2.145
Wertpapiere 2.145 0 0 2.145
Finanzielle Schulden 0 0 0 0
Derivate ohne Hedgebeziehung 0 0 0 0

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31.12.2011
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
--- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte 2.056 0 0 2.056
Wertpapiere 2.056 0 0 2.056
Finanzielle Schulden 0 81 0 81
Derivate ohne Hedgebeziehung 0 81 0 81

Erläuterung der Abkürzungen

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FVTPL (HfT) erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten (zu Handelszwecken gehalten)
AfS zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
LaR Kredite und Forderungen
FLAC finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden

Für die Position Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten ist eine eigenständige Klasse zu bilden. Eine pauschale Zuordnung zu den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten oder zu den zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten ist nicht sachgerecht, da ein Ausweis zum Nominalwert erfolgt, wobei ausländische Sorten zum Tageskurs umgerechnet werden. Die Bewertung des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten steht somit nicht im Zusammenhang mit einer Kategorisierung nach IAS 39, weshalb keine Angabe des bilanziellen Wertansatzes nach Bewertungskategorie erfolgt.

Bezüglich des Schuldscheindarlehens weicht der Zeitwert nicht wesentlich vom Buchwert ab, da dieses halbjährlich gekündigt werden kann, variabel verzinslich ist und zum Nominalwert erstattet wird.

34. Haftungsverhältnisse

Am 31. Dezember 2012 bestanden wie zum Vorjahresstichtag keine Haftungsverhältnisse.

35. Beziehung zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Nahe stehende Unternehmen

Die NEXUS AG ist das oberste Mutterunternehmen. Mit dem assoziierten Unternehmen G.I.T.S. Gesundheitswesen IT- Service GmbH Fürstenfeldbruck, Fürstenfeldbruck, wurden im Berichtszeitraum für den Konzern unbedeutende Transaktionen durchgeführt. Insgesamt wurden Verkäufe in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 60) und keine Käufe getätigt. Zum Stichtag bestanden offene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 0) und wie im Vorjahr keine offenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Mit den assoziierten Unternehmen Medidata GmbH, Berlin, und Palladium-med GmbH, Berlin, gab es im Geschäftsjahr keinerlei Geschäftsvorfälle.

Nahestehende Personen

Als Managementmitglieder in Schlüsselpositionen werden nur Managementmitglieder (Aufsichtsrat und Vorstand) der Konzernmuttergesellschafter NEXUS AG angesehen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erbringen neben ihrer Aufsichtsratstätigkeit vereinzelt selbst oder über ihnen nahestehende Gesellschaften Dienstleistungen für den Konzern und rechnen diese nach marktüblichen Bedingungen ab. In 2012 betrugen die hierfür als Aufwand angefallenen Dienstleistungshonorare TEUR 147 (Vorjahr: TEUR 102). Am Bilanzstichtag waren hieraus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 0) offen. Daneben erbringen Konzernunternehmen Dienstleistungen an Aufsichtsratsmitglieder und rechnen diese nach marktüblichen Bedingungen ab. In 2012 betrugen die hierfür angefallenen Erlöse TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 90). Am Bilanzstichtag waren hieraus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 56) offen. Es bestehen, neben den bereits an dieser und anderen Stellen gemachten Angaben, keine weiteren berichtspflichtigen Beziehungen zu nahe stehenden Personen.

Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, unverzinslich und werden durch Barzahlung beglichen. Für Forderungen oder Schulden gegen nahestehende Unternehmen bestehen keinerlei Garantien. Zum 31. Dezember 2012 hat der Konzern wie zum Vorjahresstichtag keine Wertberichtigung auf Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen und Personen gebildet. Die Notwendigkeit des Ansatzes einer Wertberichtigung wird jährlich überprüft, indem die Finanzlage des nahe stehenden Unternehmens und der Markt, in dem dieses tätig ist, überprüft werden.

36. Organe der Gesellschaft

Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:

Dr. jur. Hans-Joachim König, Singen; Vorsitzender
Prof. Dr. Ulrich Krystek, Hofheim; stellv. Vorsitzender
Diplom-Betriebswirt (FH) Wolfgang Dörflinger, Konstanz
Dipl.-oec. Matthias Gaebler, Stuttgart
Erwin Hauser, Kaufmann, Blumberg
Prof. Dr. Alexander Pocsay, St. Ingbert

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen TEUR 112 (Vorjahr: TEUR 112).

Der Vorstand:

Dr. Ingo Behrendt, Konstanz, Vorstandsvorsitzender
Dipl.-Betriebswirt Ralf Heilig, Kreuzlingen (CH), Vertriebsvorstand
Dipl.- Ing. Edgar Kuner, St. Georgen, Entwicklungsvorstand

Die Gesamtbezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:

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Gehaltskomponenten 2012

TEUR
2011

TEUR
Erfolgsunabhängige Komponenten 613 569
a) Kurzfristig fällige Leistungen 588 538
b) Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 25 31
Erfolgsabhängige Komponente ohne langfristige Anreizwirkung 350 382
Erfolgsabhängige Komponente mit langfristiger Anreizwirkung zum beizulegenden Zeitwert 0 53
Summe 963 1.004

Abfindungen wurden nicht bezahlt. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 wird auf die individualisierte Angabe der Vorstandsgehälter verzichtet.

Am Bilanzstichtag waren keine Aktienoptionen mehr an die Vorstände ausgegeben. Im Dezember 2011 wurde mit den Vorständen eine aktienbasierte Vergütung vereinbart. Sie besteht aus 100.000 virtuellen Aktienoptionen, die im Jahr 2015 fällig werden und auf der Kursentwicklung der Jahre 2012 bis 2014 basieren. Der beizulegende Zeitwert bei Gewährung in 2011 betrug TEUR 53. In 2012 sind TEUR 40 entsprechend dem Erdienungszeitraum zugeführt worden.

In 2008 wurde einem Vorstandsmitglied ein Darlehen in Höhe von TEUR 250 gewährt, das regelmäßig getilgt wurde. Im Berichtsjahr erfolgte die Schlussrate in Höhe von TEUR 52. Der Zinssatz für das gewährte Darlehen betrug 4% p.a. Zum 31. Dezember 2012 existieren keine Darlehen an Vorstandsmitglieder.

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Zum 31.12.2012

in TEUR
Klasse gemäß IFRS 7.6 Beizulegender

Zeitwert
Buchwert Bilanzieller Wertansatz nach Bewertungskategorie IAS 39
Bewertung zum 31.12.2012 zum 31.12.2012 FVTPL (HfT) AfS LaR FLAC
--- --- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Wertpapiere zum beizulegenden Zeitwert 2.145 2.145 - 2.145 - -
Schuldscheindarlehen zu fortgeführten Anschaffungskosten 8.000 8.000 - - 8.000 -
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten - - 12.906 - - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu fortgeführten Anschaffungskosten 18.465 18.465 - - 18.465 -
Forderungen gegen at Equity bewertete Unternehmen zu fortgeführten Anschaffungskosten 22 22 - - 22 -
Projektaufträge mit einem aktivischen Saldo gegenüber Kunden zu fortgeführten Anschaffungskosten 657 657 - - 657 -
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten 1.260 1.260 - - 1.260 -
30.549 43.455 - 2.145 28.404 -
Passiva
Finanzverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 385 385 - - - 385
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu fortgeführten Anschaffungskosten 4.079 4.079 - - - 4.079
Derivate ohne Hedgebeziehung zum beizulegenden Zeitwert - - - - - -
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 8.624 8.624 - - - 8.624
13.088 13.088 - - - 13.088

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Zum 31.12.2011

in TEUR
Klasse gemäß IFRS 7.6 Beizulegender Zeitwert Buchwert Bilanzieller Wertansatz nach Bewertungskategorie IAS 39
Bewertung zum 31.12.2011 zum 31.12.2011 FVTPL (HfT) AfS LaR
--- --- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Wertpapiere zum beizulegenden Zeitwert 2.056 2.056 - 2.056 - -
Schuldscheindarlehen zu fortgeführten Anschaffungskosten 8.000 8.000 - - 8.000 -
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten - - 12.033 - - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu fortgeführten Anschaffungskosten 14.168 14.168 - - 14.168 -
Forderungen gegen at Equity bewertete Unternehmen zu fortgeführten Anschaffungskosten 11 11 - - 11 -
Projektaufträge mit einem aktivischen Saldo gegenüber Kunden zu fortgeführten Anschaffungskosten 185 185 - - 185 -
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten 1.328 1.328 - - 1.328 -
25.748 37.781 - 2.056 23.692 -
Passiva
Finanzverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 88 88 - - - 88
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu fortgeführten Anschaffungskosten 3.444 3.444 - - - 3.444
Derivate ohne Hedgebeziehung zum beizulegenden Zeitwert 81 81 81 - - -
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten** zu fortgeführten Anschaffungskosten 4.496 4.496 - - - 4.496
8.109 8.109 81 8.028
** Anpassung aufgrund IAS 8.41 ff.
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 5.919 5.919 - - - 5.919
9.532 9.532 81 - - 9.451

37. Director's Holdings

lm Geschäftsjahr 2012 hat sich die Anzahl der gehaltenen Aktien des Vorstandes und des Aufsichtsrates wie in der unteren Aufstellung dargestellt verändert.

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Aufsichtsrat Anzahl gehaltener Aktien Anzahl Optionen
Dr. jur. Hans-Joachim König 101.239 Vorjahr (101.239) 0 Vorjahr (0)
Prof. Dr. Alexander Pocsay 121.500 Vorjahr (121.500) 0 Vorjahr (0)
Erwin Hauser 15.000 Vorjahr (15.000) 0 Vorjahr (0)
Prof. Dr. Ulrich Krystek 0 Vorjahr (0) 0 Vorjahr (0)
Diplom-Betriebswirt FH Wolfgang Dörflinger 0 Vorjahr (0) 0 Vorjahr (0)
Diplom-oec. Matthias Gaebler 0 Vorjahr (0) 0 Vorjahr (0)
Vorstand
Dr. Ingo Behrendt Dipl. Betriebswirt (MBA) 169.000 Vorjahr (169.000) 0 Vorjahr (0)
Ralf Heilig Dipl. Betriebswirt (MBA) 135.350 Vorjahr(135.350) 0 Vorjahr (0)
Edgar Kuner (Dipl.-Ingenieur) 248.051 Vorjahr (248.051) 0 Vorjahr (0)

38. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die zusätzliche Informationen zur Lage des Unternehmens zum Bilanzstichtag liefern, werden in der Bilanz berücksichtigt. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die zu Anpassungen führen, gibt es nicht.

39. Erklärung gem. § 161 AktG zum deutschen Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der NEXUS AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und auf der Unternehmenswebsite www.nexus-ag.de - unter Unternehmen - Investor Relations - Corporate Governance dauerhaft zugänglich gemacht.

Villingen-Schwenningen, den 18. März 2013

NEXUS AG

Der Vorstand

VERSICHERUNG der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Villingen-Schwenningen, den 18. März 2013

NEXUS AG

Der Vorstand

BESTÄTIGUNGSVERMERK des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Nexus AG, Villingen-Schwenningen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernkapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 22. März 2013

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Brantner, Wirtschaftsprüfer

Kern, Wirtschaftsprüferin

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