Annual Report • Apr 17, 2020
Annual Report
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Finanz-Highlights für das Geschäftsjahr 2019
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| 2019 | 2018 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Umsatz und Ergebnis | TEUR | TEUR | (in %) |
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 147.648 | 136.469 | 8,2 |
| Umsatz HC-Software | 139.597 | 125.904 | 10,9 |
| Umsatz HC-Service | 8.051 | 10.565 | -23,8 |
| Umsatz Inland | 78.747 | 73.700 | 6,8 |
| Umsatz Ausland | 68.901 | 62.769 | 9,8 |
| Betriebsergebnis | 17.444 | 15.181 | 14,9 |
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 16.862 | 14.929 | 12,9 |
| Konzernergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | 17.444 | 15.181 | 14,9 |
| EBITA | 21.676 | 18.335 | 18,2 |
| EBITDA (unbereinigt IFRS 16 Effekt) | 33.947 | 26.708 | 27,1 |
| EBITDA (bereinigt IFRS 16 Effekt) | 29.570 | 26.708 | 10,7 |
| Konzernjahresüberschuss | 12.121 | 10.996 | 10,2 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 24.618 | 20.241 | 21,6 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -7.010 | -17.164 | -59,2 |
| Ergebnis pro Aktie (unverwässert / verwässert) in EUR | 0,69 / 0,69 | 0,69 / 0,69 | 0,0/0,0 |
| Aktienkurs (Schlusskurs Geschäftsjahresende, Xetra, in EUR) | 34,60 | 24,50 | 41,2 |
| Laufende Entwicklungskosten und Abschreibungen | |||
| Aktivierung von Software-Entwicklungen | 3.850 | 4.130 | -6,8 |
| Laufende Investitionen in Software-Entwicklungen | 26.064 | 22.688 | 14,9 |
| Abschreibungen gesamt | 16.503 | 11.527 | 43,2 |
| Akquisitionsbedingte Abschreibungen aus Purchase Price Allocation | 4.232 | 3.154 | 34,2 |
| Vermögen und Eigenkapital | |||
| Anlagevermögen (ohne latente Steuern) | 134.650 | 121.931 | 10,4 |
| Umlaufvermögen / kurzfristige Vermögenswerte | 69.766 | 85.217 | -18,1 |
| Netto-Liquidität | 35.204 | 27.016 | 30,3 |
| Eigenkapital | 115.135 | 108.325 | 6,3 |
| Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) | 1.296 | 1.153 | 12,4 |
Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
Inhalt
Geschäftsbericht 2019
Brief an die Aktionäre
Bericht des Aufsichtsrats
ONE / NEXUS - Erfolgsgeschichten
Unser NEXUS Management Team
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019
Konzernabschluss
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
Brief an die Aktionäre
Sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre,
2019 war ein bewegtes Jahr, für NEXUS und für die E-Health-Branche insgesamt. Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist mittlerweile in nahezu allen europäischen Volkswirtschaften zur Kernstrategie erklärt worden und die Branche erhält auf Seiten der Politik und auf Seiten der Investoren hohe Aufmerksamkeit.
Damit verbunden haben wir in 2019 und Anfang 2020 eine neue Welle der Konsolidierung auf der Anbieterseite gesehen und das Interesse der Finanzinvestoren am E-Health-Markt ist sprunghaft gestiegen. Diese Entwicklung setzt sich offensichtlich auch in 2020 weiter fort.
NEXUS hat sich in der Vergangenheit immer wieder an Konsolidierungen beteiligt und auf diese Weise das Portfolio und den Aktionsradius erweitert. Bisher nicht beteiligt haben wir uns an der Übernahme von reinen Wettbewerbsprodukten mit geringen Produktsynergien. Hier sehen wir die Gefahr, dass die Refinanzierung der Kaufpreise zu einer starken Belastung des Kunden-/ Lieferantenverhältnisses führen wird. Unser Ziel, gemeinsam mit Kunden zukunftsorientierte E-Health-Projekte umzusetzen, würden wir damit aus dem Fokus verlieren.
In diesem Umfeld ist es umso wichtiger, dass sich NEXUS als ein Unternehmen beweist, welches seinen Schwerpunkt auf Kundenorientierung und Innovation legt. Das ist eine wichtige Botschaft in dieser Umbruchphase: Nahe an den Bedürfnissen unserer Kunden zu sein, bleibt weiterhin unsere oberste Priorität. Krankenhäuser sind darauf angewiesen, dass wir unsere Softwarelösungen ständig verbessern und so die tägliche Arbeit von Pflegenden und Ärzten erleichtern. Durch unsere innovative „Buy-and-Build-Strategie“ haben wir in den letzten Jahren ein beeindruckendes Produktportfolio geschaffen, das genau auf diese Anforderungen der Krankenhäuser ausgerichtet ist.
Das NEXUS-Team freut sich daher umso mehr, dass wir in 2019 auch wirtschaftlich eine äußerst positive Entwicklung zeigen konnten. Wir wachsen weiter stark, haben eine darüber hinaus ansteigende Profitabilität und konnten unsere Marktposition durch neue Aufträge und interessante Akquisitionen weiter verbessern. Wir sind stolz, dass wir den ungebrochen positiven Trend auch 2019 weiter fortsetzen konnten.
ALLGEMEINE ENTWICKLUNG
Wir haben uns im letzten Jahr sehr stark auf unsere Kunden konzentriert und großartige Erfolgsgeschichten mit unserer Produktoffensive „ONE / NEXUS“ erlebt. Kliniken konnten durch den Einsatz unserer neuesten Technologie ihre digitale Transformation deutlich beschleunigen und Patienten und Mitarbeitern außergewöhnliche Erlebnisse ermöglichen.
In 2019 stand dabei die Umsetzung unserer ONE / NEXUS-Projekte im Fokus: Dazu gehört die digitale Neuausrichtung ganzer Kliniken mit NEXUS / KIS NG, aber auch die Verbindung von digitalen Prozessen, z.B. in Labor und Pathologie. Auch telemedizinische Verbindungen in der Unfallmedizin sowie die durchgehend mobile Nutzung unserer KIS-Funktionen waren ONE / NEXUS-Projektschwerpunkte in 2019.
Dabei kommt es insbesondere darauf an, durch Technologien neue Erlebensräume für Mitarbeiter und Patienten zu schaffen. Die NEXUS / NG-Technologie ist genau dafür entwickelt. „Standardisierung und Individualität“, „Moderne Technologie und einfache Anwendung“ - diese scheinbaren Gegensätze werden vereint und schaffen damit persönliche Erlebnisse und Begeisterung.
Der Erfolg unser ONE / NEXUS-Produktoffensive motiviert uns zusätzlich, unsere NG-Architektur noch schneller voranzubringen. Kunden können sich darauf verlassen, dass alle Module der NEXUS-Gruppe in der innovativen NG-Technologie zur Verfügung stehen werden.

Dafür haben wir auch in 2019 erneut 17,6% unseres Umsatzes, oder rund 26 Mio. Euro, in Neuentwicklungen investiert. Ein hoher Wert, der in unserer Branche außergewöhnlich und gleichzeitig die Grundlage unseres Erfolges ist. Das hat sich in 2019 erneut bestätigt:
Der Gesamtumsatz ist in 2019 um rund 8,2 % auf 147,6 Mio. Euro gestiegen, der Umsatz in unserem Kernsegment Healthcare Software um 10,9 % von 125,9 Mio. Euro auf 139,6 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag mit 16,9 Mio. Euro um 12,9 % höher als im Vorjahr. Das EBITDA (unbereinigt IFRS 16 Effekt) erreichte 33,9 Mio. Euro nach rund 26,7 Mio. Euro im Vorjahr.
MARKTERFOLGE
Trotz des gestiegenen Interesses an E-Health-Lösungen bewegen wir uns nach wie vor in einem herausfordernden Branchenumfeld, das von intensivem Wettbewerb gekennzeichnet ist. Eine geringere Anzahl an internationalen Wettbewerbern bietet sich einen intensiven Wettbewerb um Kunden und Marktanteile. Die Frage, welche Systeme auf Dauer am Markt bleiben, führt dazu, dass Kunden einem Systemwechsel (KIS) derzeit eher kritisch betrachten.
Demgegenüber steht, dass wir in letzter Zeit in einigen Ländern sehr große Ausschreibungen bearbeiten. Möglicherweise sehen wir hier eine Trendumkehr.
Davon unabhängig profitiert die NEXUS-Gruppe von der hohen Anzahl an Bestandskunden und den sich daraus ergebenden Cross-Selling- und Wachstumspotentialen. Für NEXUS ist es geschäftsentscheidend, diese Kundengruppe regelmäßig und gut zu betreuen und ihre Digitalisierungsprojekte erfolgreich zu entwickeln. Im vergangenen Jahr haben wir über 600 Einzelverträge mit Bestandskunden geschlossen.
Daher sind wir mit der Projekt- und Auftragssituation in 2019 auch sehr zufrieden. Die Markteinführung unserer ONE / NEXUS-Produkte lief ausnahmslos gut und hat zu erfreulichen Auftragseingängen und Umsätzen geführt.
In Deutschland haben wir u. a. einen Vertrag mit einer Klinikgruppe geschlossen, der weitgehend alle ONE / NEXUS-Leistungen umfasst. Das heißt, neben den Softwarekomponenten sind auch umfangreiche Betriebs- und Servicedienstleistungen beinhaltet. Wir haben ein kleineres Krankenhaus in Berlin vollständig digital ausgestattet und durften eine Reihe von Psychiatrien als Neukunden begrüßen. In diesen Projekten werden auch mobile Apps intensiv genutzt.
In den Niederlanden konnten wir ein großes Projekt für uns entscheiden. Der Kunde hat sich zur Digitalisierung sämtlicher Krankenhausprozesse mit NEXUS-Software entschieden. Ein wichtiges Signal, dass NEXUS bereit ist, in diesen Markt und die Projekte zu investieren. In der Schweiz haben sich drei neue Gesamthauskunden für unser NEXUS / HIS NG entschieden. Auch hier zeigt sich der Erfolg unserer ONE / NEXUS-Initiative.
Wir konnten in 2019 auch im Bereich der diagnostischen Systeme viele ONE / NEXUS-Projekte realisieren. Der Markt ist zunehmend überzeugt, dass die diagnostische ONE / NEXUS-Plattform zu wesentlichen Fortschritten in der IT-Strategie führt und die Anwenderzufriedenheit deutlich erhöht. Mit unseren Produkten für die digitale Endoskopie, Kardiologie und Frauenheilkunde haben wir in 2019 hohe Auftragseingänge verbucht. Hervorzuheben ist auch der Bereich NEXUS / PATHOLOGIE und NEXUS / LABOR. Hier waren wir außerordentlich erfolgreich.

Die ONE / NEXUS-Produktlinien haben sich insgesamt sehr positiv entwickelt. Unser telemedizinisches Netzwerk „TKmed“ hat mittlerweile über 800 Empfänger und gehört damit zu den größten Telemedizinanbietern in Deutschland. In 2019 hat sich unter anderem die größte deutsche Universitätsklinik, die Charite Berlin, zur Einführung von TKmed entschieden.
Gleiches gilt für unser Enterprise Content Management (ECM), das in Kombination mit dem PACS der NEXUS / CHILI GmbH zu einem Gesamtarchivsystem für Kliniken weiterentwickelt wurde (VNA - Vendor Neutral Archive). Großkunden, wie z. B. die Asklepios-Gruppe, rollen unser Produkt immer weiter aus und wir entwickeln uns in diesem Bereich damit langsam zum Marktstandard.
In der Radiologie konnten wir sowohl im Bereich der Radiologie-Informationssysteme (RIS) als auch in der Befundung (PACS) unsere ONE / NEXUS-Strategie umsetzen und eine Reihe neuer Aufträge gewinnen. Bemerkenswert sind auch die mittlerweile 650 Installationen unseres PACS in den USA - wenngleich sich darunter auch kleine Installationen befinden: ein Beweis für die Produktstärke und Flexibilität dieser Anwendungen.
Wir hatten in 2019 jedoch auch enttäuschende Entwicklungen. So sind Umsatz und Ergebnis in Polen und den Niederlanden hinter den Erwartungen geblieben. In den Niederlanden haben wir viel in eine große Ausschreibung investiert, die wir jedoch für uns entscheiden konnten. Die Kosten haben unser Ergebnis belastet. In Polen verzögerten sich Ausschreibungen und Auftragsvergaben. Auch im Bereich „Healthcare Service“ liegen wir im Umsatz um rund 20% deutlich unter dem Vorjahreswert. Im letzten Quartal zeigte sich jedoch, dass wir die organisatorischen Herausforderungen in diesem Bereich bewältigt haben. Die Auftragslage hat sich durch zwei Großaufträge wieder verbessert.
Insgesamt können wir mit den Auftragseingängen in 2019 sehr zufrieden sein. Es hat sich erneut bestätigt, dass unsere Strategie, neben dem KIS auch spezialisierte, modulare Lösungen für Abteilungen und Bereiche anzubieten, erfolgreich ist.
PROJEKTE UND SERVICE
Wir konnten auch in 2019 eine Reihe von spannenden Projekten realisieren. Große KISNG-Umstellungen, z. B. im Diakonie-Klinikum Stuttgart und im Clementinenhaus Hannover, haben erhebliche Kapazitäten gebunden, verliefen aber gleichzeitig sehr erfolgreich. Ebenfalls ressourcenintensiv war die Einführung der neuen ONE / NEXUS-Medikation in den Niederlanden. Die Anpassungen an den komplexen Medikationsprozess in niederländischen Krankenhäusern hat uns stark herausgefordert. Gleiches gilt für das Bundeswehr-Projekt „NEXUS / KIS NG zur Ausstattung der Rettungskette im Einsatz“. Auch hier haben wir einen hohen Innovationsanteil, konnten aber im letzten Jahr ganz wesentliche Meilensteine erfolgreich abschließen.
Insgesamt liefen die Projekte in 2019 sehr gut. Der Roll-out des Radiologieprojekts Klinikgruppe Hirslanden (CH), welches uns in letzter Zeit stark beschäftigt hat, ist genauso erfolgreich verlaufen, wie die Ersteinführung der Radiologiesoftware im St. Anna Krankenhaus in Geldrop, Niederlande. In Frankreich hat die Umstellung der 52 Elsan-Kliniken auf KIS NG (Emed) begonnen und läuft plangemäß. In England und in Österreich haben wir die Labor- und Pathologieprojekte erfolgreich fortgesetzt. Auch unser Innovationsprojekt „ENDOBASE NEXT“, das wir gemeinsam mit Olympus umsetzen, konnten wir in 2019 deutlich voranbringen; wenn auch die Realisierung von gemeinsamen Projekten in Ländern, in denen wir bisher keine Installationen hatten, deutlich langsamer und aufwändiger war, als geplant.
Im Bereich Healthcare Service schlossen wir den Großauftrag der Kliniken der Deutschen Rentenversicherung erfolgreich ab. Gleichzeitig haben wir die organisatorische Neuausrichtung unter dem Titel „CLOUD IT“ genutzt, um unsere Prozesse zu verbessern und neue Aufträge zu akquirieren. Die neue Aufstellung hat uns leistungsfähiger gemacht und das Angebot an unsere Kunden, den Betrieb und den End-User-Support unserer eigenen Software-Applikationen zu übernehmen, stärker fokussiert.
UMSÄTZE
Der Gesamtumsatz stieg im Berichtsjahr auf 147,6 Mio. Euro (Vj: 136,5 Mio. Euro). Gemessen am Vorjahr lag der Umsatz damit um rund 8,2% höher. Der Bereich Healthcare Software wuchs um 10,9% auf 139,6 Mio. Euro (Vj: 125,9 Mio. Euro). Im Bereich Healthcare Service konnten wir hingegen nur 8,1 Mio. Euro nach 10,6 Mio. Euro (2018) realisieren (-23,8 %). Das internationale Geschäft machte in 2019 im Gesamtkonzern einen Anteil von 46,7 % nach 46,0 % im Vorjahr aus.
INNOVATIONEN UND AKQUISITIONEN
Innovationsschwerpunkt in 2019 war erneut unser ONE / NEXUS-Programm. ONE / NEXUS ist die konsequente Weiterentwicklung unsere Produkte zu integrierten Prozesslösungen. Daneben investierten wir in 2019 insbesondere in NEXUS / MOBILE, diagnostische Lösungen und in die Internationalisierung unseres Produktprogramms.
Eine vielversprechende Entwicklung werden wir im Herbst 2020 in den Markt einführen. Das ONE / NEXUS-Modul „Terminologie NG“ ist ein neues Werkzeug, das eine intelligente Erstellung von Befundtexten und Diagnosen in der gesamten Klinik ermöglicht. Auf Basis von Bildanalysen, vordefinierten Terminologien und Erfahrungswissen können Befunde deutlich schneller und in höherer Qualität erstellt werden. Dabei wird sowohl Spracheingabe als auch strukturierte und grafische Texterfassung genutzt: und zwar gleichzeitig. Eine wichtige Basis für zukünftige KI-Anwendungen.
In der Schweiz haben wir mit der Entwicklung des elektronischen Patientendossiers (EPD) einen großen Entwicklungsschritt gemacht und wurden von der kantonseigenen Gesellschaft axsana als Entwicklungspartner für die B2B-Plattform „HealthLink“ beauftragt. Eine Entscheidung, die schweizweit Interesse gefunden hat.
Neben den Eigenentwicklungen haben wir uns in 2019 auch durch Akquisitionen verstärkt. Über die Akquisition der NEXUS SWISSLAB GmbH, Berlin, mit den dazugehörigen Labor-Produkten „SWISSLAB Laboratory Information System“ und „LAURIS Order Communication System“ haben wir bereits im letzten Jahr berichtet. Nach rund einem Jahr Zugehörigkeit zur NEXUS-Gruppe sind wir mit der Entwicklung des Unternehmens und insbesondere mit der neu erreichten Produktposition sehr zufrieden. Wir konnten in 2019 das Portfolio innovativ weiterentwickeln und die bestehenden Kunden ohne Ausnahme halten. Durch Produktintegration mit NEXUS-Modulen - z. B. der NEXUS / PATHOLOGIE und NEXUS / QM - ist es uns darüber hinaus gelungen, das Angebot noch attraktiver zu gestalten und neue, große Kunden für das gemeinsame Produktportfolio zu gewinnen.
Anfang Juni 2019 haben wir uns an der börsennotierten ifa systems AG, Frechen, mit einem Anteil von 52,56 % beteiligt. Mit dieser wesentlichen Beteiligung konnten wir unser Engagement im Bereich der E-Health-Anwendungen in der Augenheilkunde deutlich ausbauen. Die Optimierung ophthalmologischer Behandlungen erhält in einer älter werdenden Gesellschaft einen immer höheren Stellenwert und ist für die Versorgungssicherheit kritisch. Die Zusammenarbeit zwischen der ifa systems AG und der NEXUS AG ist sehr vielversprechend gestartet. Bereits in den ersten Monaten konnte die ifa systems AG zwei sehr wichtige Lizenzaufträge realisieren und damit einen sehr positiven Beitrag zum Ergebnis der NEXUS-Gruppe leisten. Ziel ist es, gemeinsam mit der ifa systems AG den Innovationsbereich „Ophthalmologie“ langfristig zu stärken und neue Anwendungen, insbesondere im klinischen Bereich, anzubieten.
ERGEBNISSE
Viele Neuentwicklungen, Sanierungsübernahmen und Expansionen: Trotz dieser vielfältigen und zum Teil kostenintensiven Aktivitäten lagen die Ergebnisse in 2019 erneut sehr deutlich über dem Vorjahr. Wir konnten das Ergebnis vor Steuern von 14,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 16,9 Mio. Euro (+12,9 %) erhöhen. Das EBITA stieg von 18,3 Mio. Euro auf EUR 21,7 Mio. Euro (+18,2 %) und das EBITDA (unbereinigt IFRS 16 Effekt) erreichte 33,9 Mio. Euro nach 26,7 Mio. Euro im Vorjahr (+27,1 %). Erneut sehr stark war der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit, der mit 24,6 Mio. Euro rund 21,6 % über dem Vorjahr (20,2 Mio. Euro) lag.
Die liquiden Mittel der NEXUS-Gruppe betrugen trotz der wesentlichen Investitionen im vergangenen Jahr (Rechenzentren-, Immobilien-, Akquisitions- und Entwicklungsinvestitionen) zum 31. Dezember 2019 insgesamt 35,2 Mio. Euro (Vj: 27,0 Mio. Euro). Der Konzernjahresüberschuss stieg von 11,0 Mio. Euro auf 12,1 Mio. Euro (+10,2 %).
Dieses starke Ergebnis beinhaltet erhebliche Sonderaufwendungen. Belastend wirkten die Kosten für Unternehmenserwerbe und Unternehmensintegrationen. Hier haben wir neben den direkten Kosten beträchtliche Unternehmensressourcen abgestellt. In Summe kalkulieren wir die Kosten der Unternehmenserwerbe und Integrationskosten in 2019 auf 2,4 Mio. Euro. Die Kosten der Reorganisation inkl. der Projektkosten im Bereich Healthcare Service lagen bei rund TEUR 575.
Unser Technologie- und Geschäftsmodell ist nachhaltig ausgerichtet. Das zeigen die Ergebnisse 2019 erneut sehr deutlich. Seit 2002 gelingt es uns, unsere Marktposition, unsere Umsätze und unsere Ergebnisse kontinuierlich zu verbessern. Damit sind wir sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis im Healthcare Software-Bereich im 18. Jahr in Folge zweistellig gewachsen.
Für 2020 sehen wir in der derzeitigen Konsolidierungsphase große Chancen. Nicht nur auf der Akquisitionsseite - sondern insbesondere auch am Markt: Die Veränderungen auf der Anbieterseite bieten uns die Möglichkeit, Kunden von Altprodukten eine moderne Produktalternative anzubieten. Wir sehen, dass Kunden auf unsere Angebote aufgeschlossen reagieren, gerade vor dem Hintergrund, dass die Notwendigkeit zur Refinanzierung der Kaufpreise zu Preissteigerungen führen könnte. Wir sehen daher das Jahr 2020 für uns als Übergangsjahr, in dem wir uns auf die Zusammenführung unserer Produkte und die Verbesserung unserer Marktposition konzentrieren. Wir sind heute so aufgestellt, dass wir ein voll digitales Krankenhaus mit allen Spezialapplikationen aus dem eigenen Produktportfolio realisieren können: Eine Ausnahmestellung am Markt, die wir in dieser Situation nutzen können.
KAPITALMARKT
Der Kapitalmarkt hat auch in 2019 ein hohes Interesse an unserer Aktie gezeigt, was sich sehr deutlich im Kurs widergespiegelt hat. Die NEXUS-Aktie stand am Jahresende 2018 bei einem Kurs von EUR 24,50 (Schlusskurs 28. Dezember 2018, Xetra). Zum Geschäftsjahresende 2019 stieg der Kurs auf EUR 34,60 (Schlusskurs 30. Dezember 2019, Xetra). Zwischenzeitlich erreichte die Aktie der NEXUS AG EUR 36,00 (Schlusskurs 15. November 2019, Xetra). Gegenüber dem 28. Dezember 2018 hat die Aktie damit einen Anstieg von 46,9% erzielt. Der DAX 30 hat in dieser Zeit rund 25,5 % gewonnen, der TECDAX rund 23,1 %.
Sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre, das NEXUS-Team bedankt sich bei Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihre Treue zum Unternehmen. Gemeinsam mit Ihnen, mit unseren Kunden, Mitarbeitern und Partnern wollen wir die außergewöhnliche Entwicklung der NEXUS weiter fortführen.
Herzlichst
Dr. Ingo Behrendt, Chief Executive Officer
Edgar Kuner Chief, Development Officer
Ralf Heilig, Chief Sales Officer
„Mit NEXUS / KIS NG wird die Elektronische Patientenakte - ePA zu einer wirklich runden Sache. Alle relevanten Patientendaten sind auf einen Blick verfügbar.“
Therese-Charlotte Daumiller
Gesundheits- und Krankenpflegerin Bachelor of Arts (B.A) im Diakonie-Klinikum Stuttgart
DR. HANS-JOACHIM KÖNIG
AUFSICHTSRATSVORSITZENDER
Der Aufsichtsrat wurde im Geschäftsjahr 2019 durch den Vorstand regelmäßig und umfassend durch schriftliche und mündliche Berichte über die aktuelle Geschäftsentwicklung, die Risikosituation und insbesondere über wichtige Ereignisse in der Gesellschaft und dem NEXUS-Konzern zeitnah unterrichtet. Der Aufsichtsrat ist seiner Prüfungs- und Überwachungspflicht nachgekommen. Die dem Aufsichtsrat aufgrund der gesetzlichen, satzungsmäßigen und Bestimmungen der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats zur Zustimmung vorgelegten Geschäfte wurden überprüft, mit dem Vorstand erörtert und der Beschlussfassung zugeführt. Darüber hinaus wurden der Aufsichtsratsvorsitzende sowie dessen Stellvertreter laufend vom Vorstand über die Ertragslage, den Geschäftsverlauf und aktuelle Themen informiert.
Vorstand und Aufsichtsrat
Im Geschäftsjahr 2019 waren bis zum Ablauf der Hauptversammlung am 03. Mai 2019 Frau Prof. Dr. Felicia Rosenthal sowie die Herren Dr. Hans-Joachim König (Vorsitzender), Prof. Dr. Ulrich Krystek (stellvertretender Vorsitzender), Wolfgang Dörflinger, Gerald Glasauer sowie Prof. Dr. Alexander Pocsay Mitglieder des Aufsichtsrats. Die Amtszeit des gesamten Aufsichtsrats endete tumusgemäß mit Ablauf der Hauptversammlung am 03. Mai 2019.
Die Herren Wolfgang Dörflinger und Gerald Glasauer standen für die Wiederwahl nicht zur Verfügung.
In Übereinstimmung mit dem Vorschlag des Nominierungsausschusses wurden in der Hauptversammlung vom 03. Mai 2019 die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Herr Dr. Hans-Joachim König, Rechtsanwalt, Herr Prof. Dr. Ulrich Krystek, Universitätsprofessor, Herr Prof. Dr. Alexander Pocsay, Managementberater, sowie Frau Prof. Dr. Felicia Rosenthal, Geschäftsführerin, wieder zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt. Des Weiteren wurden Herr Dr. Dietmar Kubis, Rechtsanwalt, und Herr Jürgen Rottler, Founder und Präsident, neu zu Mitgliedern des Aufsichtsrats der NEXUS AG gewählt.
Im Vorstand gab es im Geschäftsjahr 2019 keine Veränderung.
Sitzungen des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2019 am 26. Februar 2019, 03. Mai 2019, 19. September 2019 und 18. Dezember 2019 vier ordentliche Sitzungen durchgeführt. Daneben wurden am 04. März 2019 und 04. Juni 2019 Aufsichtsratssitzungen im Rahmen von Telefonkonferenzen durchgeführt und Aufsichtsratsbeschlüsse gefasst. Kein Aufsichtsratsmitglied fehlte an der Hälfte oder mehr der Aufsichtsratssitzungen. Die Teilnahme ist in der nachstehenden Tabelle dokumentiert (siehe Tabelle).
Die Aufsichtsratssitzung am 26. Februar 2019 befasste sich mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der NEXUS AG für das Geschäftsjahr 2018 sowie der Feststellung des Jahresabschlusses und der Billigung des Konzernabschlusses. Ebenfalls befasste sich diese Aufsichtsratssitzung mit der Prüfung und Beschlussfassung zu den sonstigen im Lagebericht anzugebenden Pflichtveröffentlichungen. Darüber hinaus wurden die Tagesordnungspunkte für die Hauptversammlung und die Beschlussvorschläge zu den Tagesordnungspunkten für die Hauptversammlung erörtert und beschlossen. Insbesondere wurde in Übereinstimmung mit dem Vorstand ein Gewinnverwendungsvorschlag an die Hauptversammlung unterbreitet. Des Weiteren wurden der Hauptversammlung die Wahl des Abschlussprüfers und der vorstehend näher bezeichneten Mitglieder des Aufsichtsrats vorgeschlagen.
In der nach der Neuwahl des Aufsichtsrats am 03. Mai 2019 durchgeführten konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats wurde mit Herrn Dr. Hans-Joachim König der Aufsichtsratsvorsitzende und mit Herrn Prof. Dr. Ulrich Krystek der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende gewählt. Daneben wurden in dieser Sitzung die Mitglieder des Prüfungsausschusses und des Personalausschusses gewählt.
In den weiteren Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand dem Aufsichtsrat ausführlich über die Geschäftslage berichtet und der Aufsichtsrat hat diese jeweils umfassend erörtert. Dabei wurden mehrere Beschlüsse betreffend der Akquisition von Unternehmen bzw. Anteilen gefasst. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat umfassend über das Compliance Management System der NEXUS AG und ihrer Tochtergesellschaften informiert und dabei aktuelle Entwicklungen zum weiteren Rollout erläutert.
Der Aufsichtsrat hat sich in seiner Sitzung vom 18. Dezember 2019 mit der Effizienz seiner Tätigkeit (Effizienzprüfung gem. Ziff. 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex) befasst.
AUFSICHTSRATSSITZUNGEN 2019

* neues Mitglied Aufsichtsrat ab dem 03. Mai 2019
** ausgeschieden zum 03. Mai 2019
e entschuldigt
Der Aufsichtsrat hat sich in seiner Sitzung am 18. Dezember 2019 ausführlich mit allgemeinen Compliance Fragen befasst. Insbesondere wurden die Entsprechenserklärung, eine neue Geschäftsordnung des Aufsichtsrats, allgemeine Corporate Governance Regelungen des Aufsichtsrats, Code of Business Conduct und der gesonderte nichtfinanzielle Konzernbericht der Beschlussfassung zugeführt.
Der Aufsichtsrat hat demgemäß über die gemeinsame Entsprechungserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand gemäß § 161 AktG entschieden. Die Entsprechungserklärung ist im Internet unter www.nexus-ag.de - Unternehmen - Investor Relations - Corporate Governance wiedergegeben. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat sich intensiv mit der Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB) befasst.
Ausschüsse
Der vom Aufsichtsrat gebildete Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2019 einmal. Der Personalausschuss führte keine eigene Sitzung durch. Neben den genannten Ausschüssen bestanden im Geschäftsjahr 2019 keine weiteren Ausschüsse des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat hat sich selbst als Nominierungsausschuss konstituiert und in der Aufsichtsratssitzung vom 26. Februar 2019 die Kandidaten zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagen.
Jahresabschlussprüfung
Der durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der NEXUS AG, der Lagebericht, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfergesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft worden. Die Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, ist durch Hauptversammlungsbeschluss vom 03. Mai 2019 zum Abschlussprüfer der NEXUS AG sowie des NEXUS-Konzerns für das Geschäftsjahr 2019 bestellt worden und wurde demgemäß mit der vorstehenden Prüfung beauftragt. Die Abschlussprüfer haben keine Einwände erhoben und dies in den uneingeschränkten Bestätigungsvermerken bestätigt. Die Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte lagen dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor, sie wurden vom Prüfungsausschuss und vom Aufsichtsrat jeweils eingehend geprüft und in der Prüfungsausschusssitzung und der Sitzung des Aufsichtsrats jeweils am 09. März 2020 ausführlich besprochen. An der Prüfungsausschusssitzung und der Sitzung des Aufsichtsrats am 09. März 2020 nahm auch der Abschlussprüfer teil. Dieser berichtete über wesentliche Ergebnisse der Prüfung und stand für weitere Erläuterungen zur Verfügung. Der Abschlussprüfer bestätigte dem Aufsichtsrat die Wirksamkeit des Überwachungssystems im Sinne des § 91 Abs. 2 AktG. Außerdem versicherten die Prüfer, dass sie im Berichtsjahr über die Abschlussprüfung hinaus keine wesentlichen Leistungen für die Gesellschaft erbracht haben und keine Umstände vorliegen, die ihre Unabhängigkeit beeinträchtigen könnten. Auf Basis der Prüfung des Prüfungsausschusses und seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat nach weiteren Erörterungen durch Beschluss vom 09. März 2020 dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfung zugestimmt. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Prüfungsausschusses und der Prüfung durch den Aufsichtsrat haben sich keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der NEXUS AG sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht durch Beschluss vom 09. März 2020 festgestellt bzw. gebilligt.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand des Unternehmens für ihre Leistung und ihr hohes Engagement in der NEXUS AG und allen verbundenen Unternehmen. Außerdem gratuliert der Aufsichtsrat an dieser Stelle zum wiederholt erfolgreichen Geschäftsjahr.
Donaueschingen, 09. März 2020
Dr. Hans-Joachim König, Aufsichtsratsvorsitzender
ONE / NEXUS
2020
ERFOLGSGESCHICHTEN UNSERER KUNDEN
Moderne Kliniken beschleunigen ihre digitale Neuausrichtung durch automatisierte Prozesse, etablieren neue Arbeitsformen, bieten Patienten und Mitarbeitern außergewöhnliche Erlebnisse. Sie nutzen neueste Technologien, um ihre Pläne in Handlungen umzusetzen - und beschleunigen so die Transformation.
„Wir haben im letzten Jahr großartige Erfolgsgeschichten mit ONE / NEXUS erlebt.“
| ― | Telemedizin (TKmed) direkt aus dem NEXUS / KIS NG heraus |
| ― | Die papierlose Klinik in Berlin |
| ― | Die mobile Nutzung von KIS-Funktionen flächendeckend ausgerollt |
| ― | Labor + Pathologieprozesse über ONE / NEXUS integriert |
| ― | Herzkatheter-Messplatz in ONE / NEXUS integriert |
ONE / NEXUS
ERFAHRUNGEN UND PROJEKTE UNSERER KUNDEN
Was wünschen und fühlen Ihre Mitarbeiter und Patienten?
Durch persönliche Erlebnisse und Erfahrungen können Digitalisierungsvorhaben begeistern. ONE / NEXUS-Projekte können dabei einen wichtigen Beitrag leisten.
Begeisterung der eigenen Mitarbeiter für neue Prozesse und Technologien ist in jedem Digitalisierungsprojekt ein Erfolgsgarant. Kunden erleben Ihre Produkte und Services häufig völlig anders, als Sie glauben. Gleichzeitig den Patienten neue Erlebnisse zu ermöglichen: darum geht es in ONE / NEXUS-Projekten.
Mit unseren Kunden gemeinsam planen wir nicht nur die Technologie, sondern entwerfen auch Erlebensräume für Mitarbeiter und Patienten. Die NEXUS / NG-Technologie sichert dabei die Möglichkeit, Standardisierung und Individualität, moderne Technologie und einfache Anwendung zu vereinbaren und so persönliche Erlebnisse und Begeisterung zu kreieren.
ONE / NEXUS Lösungen
DIESE PROZESSE DIGITALISIEREN UNSERE KUNDEN
Wie entlasten wir unsere Pflegenden und Ärzte? In Digitalisierungsprojekten geht es um die Abbildung vollständiger Arbeitsprozesse, die nicht an Abteilungsgrenzen haltmachen. ONE / NEXUS-Lösungen heben diese Grenzen auf und schaffen Lösungen, die zu echter Entlastung führen.
ONE / NEXUS integriert innerhalb einer Container-Architektur alle Arbeitsschritte und setzt die einheitliche Benutzerführung in allen Modulen um.
NEXUS-Kunden können sich somit darauf verlassen, dass alle neuen Module in der innovativen NG-Technologie integriert werden. Digitalisierungsprojekte können mit ONE / NEXUS auch schrittweise umgesetzt werden, ohne die Prozesssicht zu verlassen.
ONE / NEXUS Kunden
WORAUF SIND UNSERE KUNDEN SPEZIALISIERT?
Das Gesundheitswesen umfasst eine sehr heterogene Kundenlandschaft. Von der Universitätsklinik bis zum niedergelassenen Radiologen, von der Psychiatrie bis zur Neuroreha: Starke Spezialisierungen erfordern vielseitige Lösungen.
ONE / NEXUS-Lösungen erfüllen diesen Anspruch. Vordefinierte Prozesse und Technologien bieten passgenaue Lösungen. Das NEXUS / KIS NG kennt weitere Ausprägungen.

NEXUS / NEXT GENERATION-Lösungen
NEXUS / KIS NG
Kernmodul der NEXUS / NEXT GENERATION ist das NEXUS / KIS NG. Es steht für ein modernes, auf die Benutzer fokussiertes, klinisches Informationssystem und unterstützt den gesamten administrativen und medizinisch-pflegerischen Bereich der Klinik.
NEXUS / PSYCHIATRIE NG
NEXUS bietet eine Komplettlösung für psychiatrische Einrichtungen, von der Behandlung des Patienten bis zum Kennzahlenmanagement für die Klinikleitung.
NEXUS / REHA NG
NEXUS / REHA NG unterstützt den gesamten Behandlungsverlauf eines Rehabilitationsaufenthalts. Eine enge Vernetzung der medizinisch-therapeutischen und der administrativen Prozesse ist ein Kernelement der Lösung.
NEXUS / MOBILE
Teil der NEXT GENERATION-Software ist ein mobiles Gesamtkonzept, das weit über die reine App-Entwicklung hinausgeht. Geräteverwaltung, App-Überwachung, gesicherte Kommunikation und die KIS-Integration werden in einem aufeinander abgestimmten System angeboten.
NEXUS / SWISSLAB (LABOR)
Das NEXUS / SWISSLAB Laborinformationssystem ist ein Premiumprodukt zur Digitalisierung aller Laborbereiche. Der ganzheitliche Blick auf den Patienten wird dabei verknüpft mit modernster Diagnostik.
NEXUS / PATHOLOGIE NG
Das Modul steuert die Prozesse in der Pathologie von der Materialerfassung bis hin zur Abrechnung. In über 300 Instituten und Kliniken ist NEXUS / PATHOLOGIE NG im NEXUS / KIS NG integriert oder als eigenständige Lösung im Einsatz.
NEXUS / ZYTOLOGIE NG
NEXUS ist mit ca. 150 Installationen in Deutschland einer der führenden Anbieter von Zytologie-Systemen. Die Touchscreen-gestützte Befunderfassung und zahlreiche Schnittstellen zu Laborgeräten schaffen erheblichen Zeitgewinn bei der Befundung.
NEXUS / LAURIS
NEXUS / LAURIS ist ein Kommunikationstool für Labore und Pathologien. Der Versand der Proben wird elektronisch begleitet und die Ergebnisse in Echtzeit an die Einsender übermittelt. NEXUS integriert LAURIS auch in das NEXUS / KIS und die Befundsysteme der E&L.
NEXUS / MEDIKATION NG
Der Medikationsprozess wird durch NEXUS / MEDIKATIONNG umfänglich unterstützt: Verordnen, Bereitstellen, Kontrollieren, Verabreichen. Das Modul ist im NEXUS / KIS NG integriert und bietet eine berufsübergreifende Sicht auf die Medikation eines Patienten.
NEXUS / AEMP NG
Der Aufbereitungsprozess der Medizinprodukte in der ZSVA / AEMP wird in vollem Umfang durch die Systemlösung unterstützt. Planung, Qualitätssicherung, Dokumentation und Archivierung aller Prozessschritte bis hin zum OP gewährleisten höchste Patientensicherheit.
NEXUS / CURATOR (QUALITÄTSMANAGEMENT)
NEXUS / CURATOR ist die webbasierte Wissensdatenbank für das Qualitätsmanagement mit Dokumentenlenkung im Gesundheitswesen. Das Portal dient der verbesserten Kommunikation im Krankenhaus.
NEXUS / FOODCARE
Patientenzimmer in direkter Kommunikation mit der Küche. Die Software kann integriert in das NEXUS / KIS NG, oder unabhängig in Kombination mit anderen KIS-Systemen eingesetzt werden.
NEXUS / PDMS NG
Das NEXUS / PDMS NG ist eine im KIS komplett integrierte Lösung für die Intensivstation. Der Vorteil: Ein durchgängiges System, das Patientendaten von der Notaufnahme über den OP und die Intensivstation bis zur Normalstation ohne Medienbrüche und Datenverlust bereitstellt.
NEXUS / CRM (CREATIV)
Das NEXUS / CRM (CREATIV) ist ein modernes Customer Relationship Management (CRM) für Kliniken und Spendenorganisationen. Unter Beachtung der DSGVO-Vorschriften automatisiert und professionalisiert es die Kommunikation mit Patienten, Einweisern und Spendern.
NEXUS / RIS NG
Das NEXUS / RIS NG ist das innovativste Radiologie-Informations-System auf dem Markt. Die neue Technologie und moderne Benutzeroberfläche bieten alle Funktionen zur optimalen Unterstützung der radiologischen Prozesse und sorgen für eine zeitsparende Versorgung Ihrer Patienten.
NEXUS / CHILI PACS NG
Nahtlos integriert in das NEXUS / RIS NG oder als eigenständige Lösung: Das NEXUS / CHILI PACS NG erlaubt die Befundung, Darstellung, Bearbeitung und Kommunikation von beliebigen multimedialen Daten. Das PACS kann als Vendor Neutral Archive (VNA) Bilder und Dokumente aller Hersteller verarbeiten.
NEXUS / CHILI TELEMEDIZIN
Die Portale für Telemedizin und Teleradiologie verbinden Ärzte bei der medizinischen Behandlung ihrer Patienten. Mit unserer TKmed-Lösung bieten wir das bundesweit größte Netz an Teilnehmern, das einen schnellen, sicheren und datenschutzkonformen Austausch von radiologischen Daten ermöglicht.
NEXUS / PEGASOS NG (ARCHIV & ECM)
Die Steuerung und Verwaltung von Dokumenten ist integrierter Teil der NEXUS / NEXT GENERATION-Lösung. Die Software NEXUS / PEGASOS NG steuert die Aktenverwaltung, die digitale Archivierung, das Dokumentenmanagement und das Prozessmanagement: Dokumente, Bilder, Videos und Audio-Dateien bis hin zu DICOM-Objekten werden archiviert.
NEXUS / SPEZIALBEFUNDUNG NG (E&L)
Die intelligente Befundungssoftware für Spezialdiagnostik von E&L ermöglicht es Ärzten aus nahezu allen Fachbereichen der Klinik (z.B. Endoskopie, Kardiologie, Sonographie, Ophthalmologie, Urologie u.a.), Befunde schnell, qualitativ hochwertig und mit medizinischem Spezialwissen zu erstellen.
NEXUS / ENDOSKOPIE NG (CWD VON E&L) UND ENDOBASE NEXT VON OLYMPUS
Die marktführende Lösung in der inneren Medizin stammt von E&L und ermöglicht es, mit wenigen Schritten klar strukturierte Befunde zu erstellen. CWD ist auch Basis des Produkts ENDOBASE NEXT, das von Olympus europaweit vertrieben wird.
NEXUS / KARDIOLOGIE NG (CVIS)
Das hochspezialisierte CVIS der E&L digitalisiert den Gesamtprozess in der Kardiologie. Vom Normalbefund bis zur ausführlichen Dokumentation komplexer Sachverhalte wird die gesamte Bandbreite kardiologischer Untersuchungen unterstützt und kardiologische Modalitäten integriert.
NEXUS / FRAUENKLINIK (astraia)
Mit der astraia-Lösung erweitern wir unser Angebot in NEXUS / FRAUENKLINIK um das international führende System in der Ultraschalldiagnostik. Von Untersuchungen des Fötus, einschließlich Ersttrimester-Risikobestimmung, bis hin zum Brust- und gynäkologischen Ultraschall, erfolgt eine strukturierte digitale Dokumentation.
NEXUS / GEBURTSHILFE NG
NEXUS / GEBURTSHILFE NG ist speziell auf die Bedürfnisse gynäkologischer und geburtshilflicher Kliniken ausgerichtet. Von der Schwangerenvorsorge und Pränataldiagnostik über die CTG-Überwachung, Partogramm und Geburtsdokumentation bietet NEXUS das in Deutschland führende System für Frauenkliniken.
NEXUS / OPHTHALMOLOGIE
Mit NEXUS / OPHTHALMOLOGIE wird der Behandlungsablauf in Praxen, Verbünden und Kliniken von der Administration über die ophthalmologische Befundung organisiert. Die Geräteintegration aller gängigen oph-thalmologischen Gerätetypen sowie die Bildintegration (VNA) sind wesentliche Merkmale der Lösung.
NEXUS / INTEGRATIONSERVER
Der NEXUS / INTEGRATIONSERVER bietet eine flexible Datendrehscheibe, die passgenau auf die IT-Bedürfnisse im Gesundheitswesen abgestimmt ist. Die Kommunikation der NEXUS Integrationsplattform erfolgt entlang international anerkannter Standards, sei es HL7, IHE oder FHIR.
Moderne Medizin braucht innovative IT
NEXUS / KIS NG IM DIAKONIE-KLINIKUM STUTTGART
Ein unter NEXUS / KIS hoch integriertes Haus im laufenden Betrieb auf die NEXUS / NEXT GENERATION-Technologie umzustellen - dieser Herausforderung stellten sich die Mitarbeitenden des Diakonie-Klinikums Stuttgart. Mit Erfolg.
Es ist 6.00 Uhr morgens. Das Pflegeteam der Frühschicht löst die Kollegen, die in der Nacht das Wohl der Patienten überwacht haben, ab. Im Zuge der Übergabe werden die nächtlichen Ereignisse an die übernehmenden Pflegekräfte mitgeteilt: Gab es Neuzugänge? Wie ist das Befinden der einzelnen Patienten? Sind Besonderheiten zu beachten? Statt einen Stapel von Papierakten durchzugehen oder umständlich über ausufernde Menüs an die notwendigen Informationen zu gelangen, arbeiten die Mitarbeiter des Diakonie-Klinikums Stuttgart mit NEXUS / KIS NG.
Die Zukunft ist digital
Das traditionsreiche Krankenhaus im Herzen Stuttgarts hat sich Ende 2018 ein ehrgeiziges Digitalisierungsprojekt auf die Fahnen geschrieben: Mit ONE / NEXUS wurde der nächste Schritt in die digitale Zukunft umgesetzt.
Die unterschiedlichen Berufsgruppen im Diakonie-Klinikum arbeiten bereits seit 2011 mit dem Krankenhausinformationssystem von NEXUS von der Ärzteschaft über die Pflegenden hin zu Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern. Das Projektteam stand vor der Herausforderung, ein unter NEXUS / KIS hoch integriertes Haus im laufenden Betrieb auf NEXUS / KIS NG umzustellen - ohne die etablierten Abläufe zu stören, sondern vielmehr zu optimieren. „Wir sind das Krankenhaus, das in Baden-Württemberg in den letzten Jahren am stärksten gewachsen ist. In dieser dynamischen Situation war es uns wichtig, die Prozesse und unsere IT-Struktur anzupassen“, beschreibt Friedhelm Brinkmann, EDV-Leiter im Diakonie-Klinikum, die Ausgangslage.
„Uns hat das innovative Bedienkonzept von NEXUS / KISNG überzeugt. Es ist übersichtlich, flexibel im Handling und orientiert sich konsequent an den täglichen Arbeitsprozessen unserer Mitarbeitenden.“
Ursula Gulde, Projektleiterin NEXUS / KIS NG, Diakonie-Klinikum Stuttgart
Prozessgestaltung als Ausgangspunkt der digitalen Neuausrichtung
Da die neue Software konsequent auf die Prozesse der Anwender ausgerichtet ist, ging es im ersten Schritt um die Arbeitsabläufe der einzelnen Berufsgruppen: Wann benötigen Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten, Funktionsdienste oder Medizincontroller welche Informationen, um die eigenen Arbeitsabläufe bestmöglich zu unterstützen? Auf Basis dieser Anforderungen entwickelte das Projektteam zentrale Workspaces und Workflows.
Digitale Erfolgsgeschichten im Krankenhaus-Alltag
Nach der Übergabe steht der Vitalparameterrundgang an. Es gilt, Blutdruck, Temperatur, Puls und weitere Vitalwerte zu erfassen: Statt auf Papier direkt in der digitalen Stationskurve, die über mobil nutzbare PCs auf Visiten- oder Pflegewagen aufgerufen wird.
Die Workspaces in NEXUS / KIS NG bieten den entscheidenden Vorteil, dass Informationen nicht nur elektronisch vorliegen und abrufbar sind, sondern tatsächlich parallel dargestellt werden. Das macht die tägliche Arbeit schneller, sicherer und transparenter.
„Erst mit NEXUS / KIS NG wird die ePA zu einer wirklich runden Sache. Alle relevanten Daten sind auf einen Blick verfügbar!“
Statt nach der Visite handschriftliche Anordnungen der Ärzte mühsam zu entziffern und anschließend am Stationsrechner ins KIS zu übertragen und weiterzuverarbeiten, werden diese ohne Umwege digital erfasst.
In den Funktionsstellen profitieren die Mitarbeiter von der übersichtlichen Informationsdarstellung in NEXUS / KIS NG. Ärzte können zum Beispiel im Terminkalender direkt auf ihre Patienten zugreifen und die Befundschreibung starten. Werden zusätzliche Daten benötigt, etwa aus der archivierten Patientenakte, kann das jeweilige Modul über eine intelligente Suchfunktion gefunden und im NG-Workspace gestartet werden - eine Funktion, die von den Nutzern sehr gut angenommen wird.
„Die parallele Darstellung der relevanten Daten in NEXUS / KIS NG sorgt dafür, dass keine Informationen übersehen werden - das ist komfortabel und erhöht die Patientensicherheit“
Die Anwender sind überzeugt
Der Verzicht auf die klassische Menüstruktur im KIS war eine der größeren Herausforderungen für das Projektteam und die Mitarbeitenden im Diakonie-Klinikum Stuttgart. „NEXUS / KIS NG lässt sich genau an die Prozesse der Nutzer anpassen - für viele erforderte das zunächst ein Umdenken,“ meint Ursula Gulde, die das Projektteam in Stuttgart leitet. „Die Vorteile des Bedienkonzepts kamen bei unseren Anwendern aber schnell an - so ließen sich auch kleinere Rückschläge in der Projektumsetzung gut verkraften.“
Ende 2019 arbeiten etwa 90% der Benutzergruppen mit NEXUS / KIS NG. Der ambitionierte Zeitplan wurde also weitgehend eingehalten. Und die erfolgreiche Einführung von NEXUS / KIS NG im Diakonie-Klinikum Stuttgart zeigt: Auf Basis der NG-Technologie lassen sich Prozesse im Krankenhaus - egal ob im klinischen oder im administrativen Bereich - neu denken und optimieren. NEXUS / NEXT GENERATION ermöglicht echte digitale Transformation!
Über das Diakonie-Klinikum Stuttgart
Moderne Medizin, gute Pflege und menschliche Zuwendung - dafür steht das Diakonie-Klinikum Stuttgart. Und dafür setzen sich die fast 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr mit großem Engagement ein.
Der Weg zur APP-gestützten Visite in der Psychiatrie/ Psychosomatik
NEXUS / KIS IN DER PSYCHIATRISCHEN KLINIK UELZEN GEMEINNÜTZIGE GMBH
Die Umstellung von der Papierakten-gestützten Visite hin zur APP-gestützten Visite im laufenden Betrieb stellt die Mitarbeiter der Psychiatrischen Klinik Uelzen gGmbH vor eine große Herausforderung und bietet zugleich großartige neue Möglichkeiten.
Ein Text von Christian Kienbaum, Leitung Patientenmanagement & IT, Psychiatrische Klinik Uelzen gGmbH
Alles fing damit an, dass im Zuge des Kaufs eines neuen KIS der Firma NEXUS der Wunsch vorhanden war, perspektivisch die elektronische Medikation und die digitale Stationskurve einzusetzen. Natürlich mussten
„Hinsichtlich der technischen App-Entwicklung hat sich in den vergangenen Monaten viel Positives getan. Der Ausbau der mobilen Lösungen hat für die Zukunft im Gesundheitswesen eine zentrale Bedeutung.“
Ulf Dittberner, IT-Leiter, Psychiatrische Klinik Uelzen gGmbH
Sorgen insbesondere der Ärzte ernstgenommen werden, die befürchteten, dass sich der Medikamenten-Anordnungsprozess viel komplizierter gestaltet als bisher. Ein Angebot, um den Ärzten diesen Umstellungsprozess „schmackhaft“ zu machen, d.h. einen qualitativen Mehrgewinn zu erzeugen, ist u.a. die Integration einer Arzneimittel-Therapie-Sicherheits-Prüfung in die elektronische Medikation des NEXUS / KIS.
Überzeugend ist auch der Einsatz der neuen digitalen Stationskurve, die eine flexiblere Funktionalität zur Erfassung und Bearbeitung von Vitalwerten, Medikamenten und Pflegemaßnahmen bereitstellt und Anwendern deutlich schnelleres Arbeiten ermöglicht.
Eine echte Hürde allerdings war im Haus zu überwinden, die mit NEXUS zunächst gar nichts zu tun hatte, sondern die vielmehr einen Kernprozess unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse in der stationären psychiatrischen / psychosomatischen Krankenhausbehandlung berührt, nämlich die Zimmervisite. In dieser ist vor allem der Arzt mit dem Patienten in einem direkten Gespräch, während er bisher die Papierakte mit der Papierkurve im Zugriff hatte. Die Möglichkeit, stattdessen mittels eines Notebooks auf einem Rollwagen Einblick in die digitale Kurve zu nehmen, schied für die Ärzte von vorneherein kategorisch aus, weil der Fokus beim Patienten und eben nicht beim Notebook liegen sollte und der Rollwagen als Distanz schaffende Barriere gewertet wurde.
Eine Lösung ergab sich durch die stetige Weiterentwicklung der NEXUS / MOBILE-Anwendungen. Insbesondere die ARZT-APP verdient diesbezüglich ein besonderes Augenmerk, da sie mittlerweile in der Lage ist, die zuletzt angeordnete Medikation, die Kurve und Labordaten in übersichtlicher Weise darzustellen.
„Mit der verstärkten Zuwendung zum Kunden hat NEXUS in den vergangenen Jahren den Boden dafür bereitet, IT-Lösungen für komplexe kundenspezifische Anforderungen (hier: App-gestützte Visite) anbieten zu können.“
Christian Kienbaum, Leiter Patientenmanagement & IT, Psychiatrische Klinik Uelzen gGmbH
Die Weiterentwicklung der App haben wir zum Anlass genommen, hier im Haus im Oktober 2018 gemeinsam mit NEXUS einen Tages-Workshop durchzuführen, bei dem in einer Simulation zunächst der bisherige Verlauf der Zimmervisite dargestellt wurde, um danach mit NEXUS mittels Tablet-gestützter App-Bedienung die Papierakte durch die digitale Lösung zu ersetzen. Die Bedenken der Anwender konnten damit weitestgehend ausgeräumt werden.
Diese Lösung musste nun in die Praxis überführt werden. Hierbei galt es, diverse weitere „Stolpersteine“ aus dem Weg zu räumen, z.B.:
| ― | Vollumfängliche Nutzung von NEXUS / MOBILE nebst Kauf und Einrichtung von Tablets und Smartphones (auf Android-Plattform), |
| ― | die Produktion von Schulungsvideos über NEXUS / TUTORING, |
| ― | die Klärung, wer für unser Haus den hausspezifischen Medikamentenbestand pflegt (bei uns macht dies die beauftragte externe Apotheke), |
| ― | die ärztliche Begleitung der Zimmervisite am Notebook-Rollwagen, um mit Arztrecht Änderungen an der Medikation auf Zuruf des Oberarztes vornehmen zu können. |
Nun, am Ende der Vorbereitungen, stehen wir (nach weiteren Tests der ARZT-APP auf Tablets durch unsere Ärzte) kurz vor der Produktivnahme der Module „elektronische Medikation“ (inkl. AiD Klinik), „neue digitale Stationskurve“ und der „App-gestützten Visite“. Wir sind zuversichtlich, dass sich bis Mitte des Jahres die neuen Prozesse reibungslos eingespielt haben.
„Der zügige Zugriff auf Patientendaten via Tablet bzw. Smartphone hat für mich im Alltag einen hohen Stellenwert.“
Rene Marahrens, Oberarzt, Psychiatrische Klinik Uelzen gGmbH
Über die Psychiatrische Klinik Uelzen gGmbH
Die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen insbesondere in unserem Versorgungsgebiet der Landkreise Uelzen und Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen) ist unser Selbstverständnis, unser Auftrag, unser Ziel und unsere Berufung. Dafür setzen sich die ca. 160 Mitarbeiter der Klinik rund um die Uhr ein.
„Arona ist zu 100 % digital. Ich habe mich komplett daran gewöhnt, inzwischen kann ich mir die Arbeit mit Papier gar nicht mehr vorstellen.“
Petra Kretschmer
Bereichsleitung und Pflegefachkraft, ARONA Klinik für Altersmedizin Berlin-Marzahn
Unser NEXUS Management Team
Svenja Randerath
NEXUS AG
Roland Popp
NEXUS AG
Stefan Born
NEXUS Deutschland
Uwe Hannemann
E&L, NEXUS
Daniel Heine
NEXUS Deutschland
Klaus Fritsch
NEXUS / DIS, NEXUS / CLOUD IT
Sabine Dold
NEXUS AG
Ivo Braunschweiler
NEXUS Schweiz
Dr. Heiko Münch
NEXUS / CHILI
Loïc Raynal
NEXUS France
Jean-Marc Trichard
NEXUS France
Jörg Polis
ifa Systems
Thomas Lichtenberg
NEXUS / MARABU
Uwe Engelmann
NEXUS / CHILI
Katharina Kajzer
NEXUS / EPS
Michael Brütting
NEXUS / EPS
Sylvia Unger
NEXUS / EPS
Eric van Kooten
NEXUS Nederland
NEXUS Nederland
NEXUS Nederland
Xavier Conill Vergés
NEXUS / SISINF
Jacek Kobusinski
NEXUS Polska
Ewa Szalczyk
NEXUS Polska
Pawel Masadynski
NEXUS Polska
Christine Gärtner
NEXUS / FRAUENKLINIK
Dennis Klein
NEXUS / CHILI
Clas Clasen
NEXUS / QM
Arnd Liman
NEXUS / PATHOLOGIE
Ulrike Stahnke
E&L
Udo Geißler
E&L
Hannes Wehinger
NEXUS AG
Andreas Schwengeler
NEXUS / CREATIV
Thomas Nieth
NEXUS / HIGHSYSTEM
Michael Ziegler
NEXUS Schweiz
Sabine Süsskind
NEXUS / CHILI
Melanie Ilic
NEXUS AG
Michael Schösser
NEXUS Deutschland
Markus Erler
NEXUS Deutschland
Stefan Berg
NEXUS / CLOUD IT
Cornelia Neuendorf
NEXUS / ASTRAIA
Dirk Hübner
NEXUS/IPS
Timo Hornig
NEXUS / CSO
Hagen Kühn
NEXUS / CSO
Andreas Pribil
NEXUS Österreich
„Das NEXUS / RIS NG ist mein individuelles ,all in one Tool‛ für höchste Qualität zum Wohl meiner Patienten“
Prof. Dr. Lars Grenacher
Ärztlicher Direktor und Facharzt für Radiologie, Conradia Radiologie München
GRUNDLAGEN DES KONZERNS
GESCHÄFTSMODELL
Die NEXUS entwickelt, vertreibt und wartet Softwarelösungen für Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen, Fachkliniken und Pflegeheime. Alle Softwarelösungen zielen darauf ab, dass die Gesundheitseinrichtungen ihre Prozesse effizienter abwickeln können und die Mitarbeiter mehr Zeit für Patienten zur Verfügung haben. NEXUS entwickelt Softwarelösungen, indem Know-how und Ideen von Kunden und eigenen Mitarbeitern zusammengebracht werden. NEXUS kann dabei auf ein umfangreiches Expertenwissen aus unterschiedlichen europäischen Ländern und einer Vielzahl von Einrichtungen zurückgreifen. NEXUS bietet folgende Produktgruppen an:
| ― | NEXUS / KIS NG: Komplett-Informationssystem für somatische Häuser in Deutschland |
| ― | NEXUS / PSYCHIATRIE: Komplett-Informationssystem für psychiatrische Häuser |
| ― | NEXUS / HEIM: Komplett-Informationssystem für Altenheime und Altenheimketten |
| ― | NEXUS / REHA: Komplett-Informationssystem für Rehabilitationseinrichtungen + NEXUS / PAT (CH): Administratives Komplett-Informationssystem für Schweizer Spitäler |
| ― | NEXUS / DIS: Interdisziplinäres diagnostisches Informationssystem |
| ― | NEXUS / SWISSLAB: Premium Labor-Informationssystem |
| ― | NEXUS / LAURIS: Auftragskommunikation in der Diagnostik |
| ― | NEXUS / PATHOLOGIE und NEXUS / ZYTOLOGIE: Informationssystem für pathologische und zytologische Einrichtungen |
| ― | NEXUS / RADIOLOGIE: Radiologie-Informations- (RIS) und Bildsystem (PACS) für radiologische Abteilungen und Praxen |
| ― | NEXUS / CHILI: PACS- und Teleradiologie-Lösungen |
| ― | NEXUS / FRAUENKLINIK: Informationssystem für geburtshilfliche Einrichtungen und Frauenkliniken |
| ― | astraia: Spezialbefundung in der Geburtshilfe und Gynäkologie |
| ― | NEXUS / INFORMATIONSTORE: Management-Informationssysteme für Krankenhäuser |
| ― | NEXUS / QM: Informationssysteme für das Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen |
| ― | NEXUS / AEMP, NEXUS / SPM und EuroSDS: Informationssystem für Sterilisationsprozesse im Krankenhaus |
| ― | NEXUS / INTEGRATIONSERVER: Schnittstellenmanagement für Krankenhaus-Informationssysteme |
| ― | NEXUS / CLOUD IT: Outsourcing-Lösungen im Gesundheitswesen |
| ― | NEXUS / SPEZIALBEFUNDUNG und Clinic WinData (CWD): Informationssysteme für die medizinische Fachbefundung und Geräteintegration |
| ― | NEXUS / AMBULANTE PFLEGE und asebis: Die Spitex-Komplettlösung für den Schweizer Markt |
| ― | NEXUS / ARCHIV und NEXUS / PEGASOS: Archivierung und Prozessmanagement im Gesundheitswesen |
| ― | Emed: Webbasiertes klinisches Informationssystem für französische Gesundheitseinrichtungen |
| ― | NEXUS / EPD: Komplett-Informationssystem für somatische und psychiatrische Häuser in den Niederlanden |
| ― | TESIS: Komplett-Informationssystem für somatische Häuser in Katalonien (Spanien) |
| ― | NEXUS / VITA und TESIS VITA: Komplett-Informationssystem für In-vitro- Kliniken |
| ― | NEXUS / SWITSPOT: Softwarelösungen zur Ergänzung des SAP-Personalmanagements |
| ― | NEXUS / ASS.TEC: Prozess- und HR-Beratung im SAP-Umfeld |
| ― | highsystemNET: Life-Cycle-Client-Management |
| ― | CREATIV OM: CRM für Non-Profit-Organisationen und Gesundheitseinrichtungen |
| ― | NEXUS / ESKULAP: Komplett-Informationssystem für somatische und psychiatrische Häuser in Polen |
| ― | ifa Systems: Software-Lösungen in der Augenheilkunde |
NEXUS vermarktet Softwarelösungen, installiert diese beim Kunden und übernimmt die Pflege der Lösungen im Sinne der Weiterentwicklung und Beratung. Bei Bedarf betreibt NEXUS die Software in eigenen oder gemieteten Rechenzentren und übernimmt die Gesamtbetreuung für den Kunden.
Die NEXUS-Softwarearchitektur ist modular, offen und serviceorientiert. Die Serviceorientierung der Produkte ermöglicht es, Funktionalitäten (Services) auch in Fremdprodukte zu integrieren. Ebenso können auf diese Weise Bestandskunden neu akquirierter Unternehmen unmittelbar von Funktionsausweitungen profitieren.
Die verschiedenen Module der Software-Lösungen werden sowohl zur Verbesserung der Verwaltungs-, Abrechnungs- und Behandlungsabläufe, als auch zur Optimierung der Qualität der Dokumentation von Patientendaten eingesetzt. Die Zielsetzung unserer Produkte ist es, Kunden des Gesundheitswesens Instrumente anzubieten, mit denen sie ihre Geschäftsprozesse digitalisieren, beschleunigen und qualitativ verbessern können. IT-Serviceleistungen runden das Leistungsspektrum ab.
Die NEXUS-Gruppe ist an den Standorten Donaueschingen, Berlin, Dossenheim, Erlangen, Frankfurt (Main), Magdeburg, Ismaning, München, Jena, Kassel, Neckarsulm, Ratingen, Münster, Frechen, Singen (Hohentwiel), Wien (AT), Wallisellen (CH), Widnau (CH), Altishofen (CH), Basel (CH), Lugano (CH), Zürich (CH), Grenoble (F), Vichy (F), Nieuwegein (NL) sowie Sabadell (ES) und Posen (PL) vertreten. Die strategische Ausrichtung der Gruppe wird maßgeblich von der NEXUS AG bestimmt.
In 2019 ergaben sich folgende Änderungen in der Beteiligungsstruktur:
| ― | Die NEXUS AG hat am 15.05.2019 aus dem bestehenden Optionsvertrag die restlichen 10,00 % der Anteile an der Tochtergesellschaft nexus / switspot GmbH, Neckarsulm, erworben. |
| ― | Die NEXUS AG hat am 04.06.2019 52,56 % der Anteile an der ifa systems AG, Frechen, erworben. |
| ― | Die NEXUS AG hat am 06.06.2019 aus dem bestehenden Optionsvertrag weitere 11,37 % der Anteile des Tochterunternehmens NEXUS POLSKA sp. z.o.o., Posen, erworben. |
| ― | Mit Geschäftsanteilskaufvertrag vom 14.06.2019 hat die NEXUS AG die restlichen 49,80 % der Anteile an der NEXUS . IT GmbH SÜDOST, Donaueschingen, erworben. |
| ― | Die NEXUS AG hat am 26.06.2019 aus dem bestehenden Optionsvertrag die restlichen 10,00% der Anteile an der Tochtergesellschaft NEXUS SISINF SL, Sabadell, erworben. |
Zum 01.01.2020 wurden acht Unternehmen der NEXUS-Gruppe auf insgesamt vier Unternehmenseinheiten fusioniert. Hintergrund der Fusionen ist die Zusammenlegung von bisher getrennt geführten Profitcentern und die damit verbesserte Steuerungsfähigkeit der Gesamtgruppe.
Steuerungssystem
Die NEXUS-Gruppe ist in zwei Segmente („Healthcare Software” und „Healthcare Service”) und innerhalb der Segmente in verschiedene Geschäftsgebiete untergliedert.
Jedes Geschäftsgebiet verfügt über ein eigenständiges Geschäftsmodell. Grundlage der Geschäftsgebietsstrategie sind die Produktprogramm-, Markt-, Technologie- und Vertriebsstrategien der Gesamtgruppe. Die Steuerung der Segmente und Geschäftsgebiete erfolgt über die Messung von insgesamt drei einheitlichen Kennzahlen (nach lokalen Rechnungslegungsstandards): „Umsatz", „Ergebnis vor Steuern" und „Relative Marktposition“. Unter „Relativer Marktposition" verstehen wir die Entwicklung eines Segmentes oder Geschäftsgebietes, gemessen anhand der Unternehmensentwicklung im Vergleich zu den relevanten Wettbewerbern, soweit diese Informationen vorliegen. Die Kennzahlen werden quartalsweise vom Vorstand überprüft.
Forschung und Entwicklung
Die NEXUS-Gruppe betreibt keine Forschung, sondern nur Softwareentwicklung. In 2019 wurden Entwicklungsaufwendungen, insbesondere für die Produktgruppen NEXUS / HIS, NEXUS / KIS sowie für NEXUS / KIS NG, NEXUS / RADIOLOGIE, CWD, Emed und mobile Apps getätigt. Weitere Ergänzungsprodukte wurden neu entwickelt und unmittelbar in den Markt eingeführt. Die NEXT GENERATION-Software wird innerhalb der NEXUS AG entwickelt und durch die Etablierung einer eigenen Entwicklungsgruppe unterstützt.
Die Gesamtaufwendungen für Entwicklungen belaufen sich 2019 auf TEUR 26.064 (Vj: TEUR 22.688) und damit auf 17,7 % der Umsatzerlöse (Vj: 16,6 %). Von den Gesamtaufwendungen für Entwicklungen wurden TEUR 3.850 (Vj: TEUR 4.130) aktiviert.
Dies entspricht einer Aktivierungsquote von 14,8 % (Vj: 18,2 %). Die Abschreibungen auf eigene Entwicklungskosten betragen TEUR 5.702 (Vj: TEUR 5.619).
Für das Geschäftsjahr 2020 sind aktivierungsfähige Entwicklungsinvestitionen in etwa gleicher Höhe wie in 2019 geplant. Im Entwicklungsbereich waren zum Ende des Berichtsjahres 418 Mitarbeiter (Vj: 414 Mitarbeiter) beschäftigt.
WIRTSCHAFTSBERICHT
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
NEXUS liefert hauptsächlich an Kunden innerhalb des öffentlichen Gesundheitswesens im In- und Ausland mit Schwerpunkt in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich, Spanien, Polen und Österreich. Die Auftragslage hängt vom Wettbewerbsumfeld sowie von den Budgetentwicklungen und den Strukturveränderungen im Gesundheitswesen der einzelnen Länder ab. Eine unmittelbare Abhängigkeit von konjunkturellen Entwicklungen ist jedoch nicht gegeben. Langfristig könnte eine Krise der öffentlichen Staatsfinanzen in europäischen Ländern jedoch zu einer Reduktion der Wachstumserwartungen der NEXUS-Gruppe führen. Eine gesicherte Prognose dieser Entwicklungen lässt sich derzeit nicht stellen. Es bestätigt sich jedoch, dass „Optimierungen im Gesundheitswesen durch moderne Informationssysteme” auch in Krisenzeiten ein fester Punkt auf der Prioritätenliste des Gesundheitswesens fast aller Länder bleibt.
Technologietrends
Die regelmäßig veröffentlichten Technologietrends der jeweiligen Jahre (z. B. Nucleus's top 10 predictions for 2020, Gartner Report „Crisp IT-Trends 2020” und Forrester Predictions 2020) beschreiben die aktuellen Technologietrends.
Für NEXUS haben wir die folgenden neun Trends als bedeutsam eingestuft:
Trend I: 5G als neuer Mobilfunkstandard in Kliniken
5G gehört in der Informations- und Kommunikationstechnologie sicherlich zu den disruptivsten Kräften der letzten Jahrzehnte und wird auch in Klinken zu wesentlichen Veränderungen führen. Durch die kurzen Latenzzeiten, hohe Zuverlässigkeit und hohe Datenübertragungsraten können neue Prozessunterstützungen realisiert werden. Das gilt für Telemedizin (z. B. Tele-Chirurgie), für Online Diagnose (z. B. Bildinformationen aus dem Krankenwagen) oder für Tracking und Tracing (z. B. von Patienten oder medizinischen Geräten) in der Klinik. NEXUS ist in diesen Anwendungsfeldern mit eigenen Lösungen aktiv und wird die Möglichkeiten von 5G frühzeitig evaluieren.
Trend II: Compliance und digitale Ethik
Compliance wird ein immer wichtigerer Faktor bei der Entwicklung und dem Betrieb von Softwarelösungen. Marktforschungsinstitute (z. B. Forrester Research oder Gartner) erwarten 2020 eine zunehmende Beeinträchtigung der IT-Entwicklung durch regulatorische Maßnahmen und gehen davon aus, dass allein die EU-DSGVO zur Folge hat, dass bereits im nächsten Jahr 20 Prozent der B2B-Kunden die Verwendung ihrer Daten für KI-Lösungen (Künstliche Intelligenz) untersagen werden. Gleichzeitig steigen die Investitionen in regulatorische Technologien sehr deutlich und Ausgaben für Compliance sind nötig, um die vielfältigen Auflagen bei Datenschutz, Zöllen und Handelsvorschriften einhalten zu können. Im Rahmen der Diskussion um KI wird die Einhaltung von Compliance-Richtlinien und die Berücksichtigung ethischer und rechtlicher Aspekte zunehmende Relevanz erhalten. KI-Einsatzszenarien werden wirksam werden, wenn Anwender von der ethischen und rechtlichen Unbedenklichkeit überzeugt sind. Für NEXUS bietet diese Entwicklung Herausforderung und Chance zugleich. Während Anforderungen an die interne Organisation und die Produktentwicklung durch DSGVO, Produkthaftung und Zertifizierungen stark steigen, erhöhen sich gleichzeitig unsere Marktchancen mit Compliance-Produkten. NEXUS bietet eine Reihe von Softwarelösungen, die den Kliniken helfen, ihre Lösungen und ihre IT auf die Compliance-Anforderungen abzustimmen. Die Nachfrage nach diesen Produkten steigt stark.
Trend III: No- und Low-Code-Modelle
Der Zugang zu technologischem Wissen wird durch vereinfachte Technologieanwendung radikal vereinfacht. Dieser generelle Trend, der auch als „Demokratisierung des Wissens“ bezeichnet wird (vgl. Gartner 2020) findet in der Software in Form von sogenannten Low- oder No-Code-Modellen statt. Die Erweiterung dieser Phänomene durch Automatisierung zusätzlicher Funktionen zur Anwendungsentwicklung kann dazu führen, dass Menschen über eine radikal vereinfachte Erfahrung Zugang zu technischen Fachkenntnissen erhalten, die über ihre eigene Ausbildung hinausgehen. Für NEXUS bietet sich hier die Chance, unseren Anwendern Low-Code-Modelle anzubieten, mit denen sie spezifische Dokumentationen und Analysen individualisiert automatisieren können. Als erstes Produkt werden wir in 2020 ein grafisches Diagnosetool für die innere Medizin am Markt präsentieren.
Trend IV: Cloudbasierte Plattformen verändern sich
Auch im Gesundheitswesen sind Public- und Private Clouds stark wachsend und Cloud-Akzeptanz ist mittlerweile „Mainstream" in den Kundengruppen. Gleichzeitig entwickeln sich cloudbasierte Plattformen (PaaS), über die sich neue Technologien flexibler und skalierfähiger erschließen lassen. Ziel ist es, mit Containern, Abstraktionen und Programmierschnittstellen (APIs) die Portabilität von Anwendungen und die Flexibilität beim Hosting zu verbessern. Über Edge Computing wird die Cloud-Architektur heute um eine dezentrale, hardwarebezogene Komponente erweitert. Edge-Computing-Devices, wie z. B. Ein-Platinen-PCs, die nahe an den Medizingeräten stehen, oder Mini-Data-Center in Krankenhausabteilungen, erweitern die Rechenleistung der Cloud und stehen da zur Verfügung, wo sie für Analysen gebraucht werden. NEXUS sieht den Trend als Chance, zunehmend plattformübergreifendende Integration bieten zu können und damit die heutigen nahtlosen Integrationen innerhalb ihres eigenen Stacks zu erweitern. Gerade unsere Container-Technologie ermöglicht es uns, hier innovativ sehr weit vorne zu agieren. Die Erweiterung um Edge Computing verstärkt unser Angebot im datenintensiven Bereich.
Trend V: Künstliche Intelligenz (KI) und Sicherheit
KI ist der technologische Haupttrend der letzten Jahre und spielt gerade im Gesundheitswesen eine immer wichtigere Rolle. In vielen diagnostischen und therapeutischen Bereichen wird KI eingesetzt, um Krankheiten effizienter zu diagnostizieren, Medikamente zu entwickeln, Behandlungen zu personalisieren und sogar Gene zu editieren. KI wird gleichzeitig immer stärker in der „Anwendungsentwicklung“, der „Data Science“ und dem „Testen" zur Automation genutzt. Die Stichworte „Hyperautomation“ und „Geschäftstransformation“ sind daher sowohl in der medizinischen Diagnostik als auch in der Softwareentwicklung passende Beschreibungen für die mögliche Wirkung von KI. NEXUS engagiert sich mit KI-Entwicklungsprojekten in beiden Bereichen und sieht für die nächsten Jahre erhebliche Geschäftschancen. Wir sehen aber auch zunehmende Anforderungen auf unsere Sicherheitsteams und Risikoverantwortlichen zukommen, da immer mehr potenzielle Angriffspunkte (Cloud Computing, Microservices) entstehen. Der Schutz von KI-gestützten Systemen und der Einsatz von KI zur Verbesserung der Sicherheitsverteidigung wird ein weiterer Schwerpunkt unserer Entwicklung.
Trend VI: Mobile Computing und „intelligent Apps and Analytics”
Mobile Anwendungen verbreiten sich immer schneller in Gesundheitseinrichtungen. „Intelligent Apps and Analytics", wie beispielsweise virtuelle persönliche Assistenten, sind ein fester Bestandteil mobiler Anwendungen und werden zu den Anwendungsbereichen der künstlichen Intelligenz zugerechnet. Jede App, jede Anwendung wird laut Gartner zukünftig KI-Komponenten enthalten. Intelligente Layer zwischen Menschen und Systemen entstehen, die auch die Art, wie in Krankenhäusern gearbeitet wird, verändern werden. Gerade im Arztberuf sind solche Anwendungen sehr gut möglich. NEXUS bezieht diese Möglichkeiten bereits heute in das Produktdesign der eigenen NEXUS / MOBILE-Apps mit ein.
Trend VII: Wandel im Umgang mit Legacy-Systemen: „Wrap & Trap“
Einer der bedeutendsten Trends für die NEXUS Gruppe ist der Wandel im Umgang mit Alt-Systemen. Die Weiterentwicklung bzw. Auflösung monolithischer Legacy-Systeme wird in Krankenhäusern zunehmend wichtig. In vielen Häusern ist ein Großteil der verfügbaren Ressourcen an Legacy-Systeme gebunden und schrittweise Veränderungen sind zu komplex oder zu langsam, um die Anforderungen an die Digitalisierung zu erfüllen. Der IT-Trend geht daher stark in Richtung „Wrap & Trap". Unter „Wrap & Trap“ verstehen wir die Herausnahme einzelner Funktionalitäten aus den Altsystemen und deren Integration in eine moderne Micro-Service-orientierte IT-Architektur. Abgekapselt lassen sich damit bewährte Systeme gerade für stark regulierte Bereiche weiter betreiben (z. B. Abrechnung und Patientenmanagement) und neue Architekturen ausbauen. NEXUS hat die „Wrap & Trap“-Methode als Strategie definiert, um erworbene Systeme zu modernisieren oder um gemeinsam mit Krankenhäusern Modernisierungsstrategien umzusetzen.
Trend VIII: Datenplattformen und sekundäre Datennutzung
Daten, die unabhängig vom Krankenhaus-Informationssystem (KIS) in unterschiedlichen Silos, unterschiedlichen Fachabteilungen und unterschiedlichen Formaten und Datenbanken gelagert werden, sind häufig nicht einfach abrufbar. Für eine 360-Grad-Sicht auf den Patienten müssen aber alle verfügbaren Daten in der jeweils benötigen Form konsolidiert und zusammengefügt werden. Virtuelle, geteilte Datenplattformen integrieren sämtliche Datenquellen, dienen als Datendrehscheibe für alle Klinikprozesse und ermöglichen so die flexible Nutzung der Daten. Wir arbeiten hier insbesondere an der Weiterentwicklung einer diagnostischen Datenplattform, die sämtliche patientenbezogenen diagnostischen Befunde als Rohdaten den Nutzern zur Verfügung stellt. Aufgrund unserer breiten diagnostischen Aufstellung in vielen Krankenhäusern haben wir für diese Anwendung nach unserer Einschätzung sehr gute Voraussetzungen.
Damit verbunden ist die Möglichkeit der sekundären Datennutzung, also die Nutzung von Daten über den ursprünglichen Zweck hinaus. Gerade für Studien, Forschungen und Entwicklungen können medizinische Daten von großem Wert sein. Auch wenn sich in den letzten Monaten in diesem Bereich aufgrund der offenen Datenschutzfragen nicht viel getan hat, sieht die NEXUS hier einen Schwerpunktbereich, an dem wir zukünftig arbeiten werden.
Trend IX: Human Augmentation und neue Formen der Mensch-Maschine-Kommunikation
Unter dem Begriff „Human Augmentation“ wird die Interaktion mit Apps und Diensten via Sprachsteuerung und via Augmented Reality (AR) oder 3D-Gestensteuerung verstanden. Darüber hinaus werden Geräte, die ohne eigenes Bedienelement auf den Markt kommen, da die Funktionssteuerung per App vom Smartphone oder Tablet erfolgt („interfaceless“), immer stärker genutzt. Der Trend umfasst den Einsatz von Technologie zur Steigerung kognitiver und physischer Fähigkeiten, wie z. B. der Wearables in der Pflege oder Implantate zur Verbesserung körperlicher Fähigkeiten. Da eine erleichterte Interaktion zu den Kernanforderungen unserer Kundengruppen gehört, erwarten wir bei NEXUS eine große Akzeptanz neuer Lösungen aus diesem Bereich.
Ausblick
Für NEXUS bleibt die Trendverfolgung wichtig, um unsere Entwicklungsprioritäten regelmäßig zu prüfen. In 2020 verändern sich die Schwerpunkte nicht: Wir sehen erneut im Trendthema „Künstliche Intelligenz“ große Möglichkeiten. Insbesondere in unserer Sparte „Diagnostische Informationssysteme“ ergeben sich zahlreiche Anwendungsoptionen, die jedoch noch Zeit bis zur Marktreife benötigen. Hinzu kommen die Themen „5G“ und „Compliance“, die wir stärker in den Fokus nehmen werden. Neue Bereiche wie „Low- und No-Code“ und „Human Augmentation“ verfolgen wir in einzelnen Entwicklungsprojekten und schärfen damit unsere Innovationskraft. Mit der NEXT GENERATION-Technologie sind wir an vielen Innovationsthemen bereits sehr nah dran und wollen unseren Innovationsvorsprung weiter ausbauen.
Wettbewerbsumfeld und Marktstellung
Die Positionierung der NEXUS als innovativer Lösungsanbieter im europäischen Gesundheitswesen ist gelungen. Unsere Auftragserfolge, unsere Firmenkäufe und somit die Anzahl an Installationen haben zu einer Erhöhung des Bekanntheitsgrads des Unternehmens geführt. Den weiteren Ausbau der europäischen Aktivitäten haben wir auch in 2019 nachhaltig verfolgt und konnten steigende Umsätze realisieren.
In derzeit eher zurückhaltenden Märkten waren die Gesellschaften der NEXUS-Gruppe in 2019 erneut vertrieblich sehr erfolgreich. Das gilt insbesondere für die Kernmärkte Deutschland, Schweiz, Niederlande, Frankreich und Polen.
Neukunden wurden im vergangenen Jahr in allen Produktbereichen gewonnen. Hervorzuheben sind die Produkte NEXUS / KIS, CWD, NEXUS / CHILI, NEXUS / FRAUENKLINIK und NEXUS / PEGASOS. Nach Problemen am Anfang des Jahres hat sich das Service-Geschäft positiv entwickelt. Im Bereich der Gesamtsysteme konnten wir insbesondere in den Niederlanden, Deutschland und der Schweiz einige wesentliche Aufträge gewinnen.
Der Markt für Softwaresysteme im medizinischen Bereich zeichnet sich weiterhin durch hohe Wettbewerbsintensität und durch starke Anbieterkonzentration aus.
Die Konsolidierung innerhalb unserer Branche ist in 2019 stark fortgeschritten. Nachdem die italienische Gruppe Dedalus Italia S.p.A. die Healthcare Softwaresparte der AGFA-Geavert N.V. erworben hat, hat sich eine neue europäische Marktsituation ergeben. Hinzu kommt, dass der amerikanische Anbieter Cerner Corp. Teile seines europäischen Portfolios an die Compugroup AG verkauft hat. In Frankreich wurde das Unternehmen Softway Medical SAS von einem Private Equity Fonds übernommen und in anderen europäischen Ländern werden weitere Konsolidierungsschritte angekündigt. NEXUS gehört weiter zu den aktiven Konsolidierern am Markt. Es ist zu vermuten, dass der Konsolidierungsdruck noch weiter anhält und die neue Marktsituation zu Verschiebungen führen wird. Aus unserer Sicht gibt es derzeit neben NEXUS nur noch wenige Wettbewerber auf dem europäischen Markt, denen langfristiges Potential zugesprochen wird.
Wie in der der internen Analyse der NEXUS prognostiziert, ist die „relative Marktposition“ gestiegen. Dabei lag der Umsatzanstieg über dem durchschnittlichen Anstieg der wesentlichen Wettbewerber. Unter den Wettbewerbern in Europa nimmt die NEXUS, gemessen am Jahresgesamtumsatz, nach der Unternehmenskonsolidierung Dedalus / AGFA und Compugroup / Cerner den 3. Platz ein.
Geschäftsverlauf
Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Ertragslage
Durch die erstmalige Anwendung des IFRS 16 sind im EBITDA Effekte in den Abschreibungen in Höhe von TEUR 4.196 und in den Finanzaufwendungen in Höhe von TEUR 181 beinhaltet. Gegenläufig reduzieren sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entsprechend.
Die NEXUS-Gruppe hat in 2019 einen deutlich erhöhten konsolidierten Umsatz von TEUR 147.648 nach TEUR 136.469 in 2018 erwirtschaftet. Das bedeutet einen Umsatzanstieg von TEUR 11.179 (+8,2 %). Die aktivierten Eigenleistungen betragen im Geschäftsjahr TEUR 3.850 (Vj: TEUR 4.130). Der Materialaufwand ist, mit TEUR 21.507 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 23.044) um 6,7 % gesunken; dies ist überwiegend einer Verschiebung im Produktmix geschuldet. Der Anstieg im Personalaufwand von TEUR 76.392 auf TEUR 91.566 (+19,9 %) resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Mitarbeiterzahlen, welcher nahezu ausschließlich im Zusammenhang mit Unternehmensakquisitionen des Geschäftsjahres und der Vorperiode steht. In diesem Zusammenhang ergibt sich darüber hinaus der, bereinigt um den Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 16, deutliche Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie der sonstigen betrieblichen Erträge aus der Erbringung von Leistungsverpflichtungen, die im Rahmen einer Unternehmensakquisition in Höhe von TEUR 9.567 eingegangen wurden. Das EBITDA 2019 erreichte TEUR 33.947 nach TEUR 26.708 in 2018 (+27,1 %). Im EBITDA sind Effekte aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 in Höhe von TEUR 4.377 beinhaltet. Ohne diese Anwendung wäre das EBIDTA von TEUR 26.708 auf TEUR 29.570 (+10,7 %) gestiegen.
Abschreibungen fielen in Höhe von TEUR 16.503 (Vj: TEUR 11.527) an. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten, Technologien und Kundenbeziehungen. In den Abschreibungen sind Effekte aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 in Höhe von TEUR 4.196 beinhaltet.
Das Periodenergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich von TEUR 14.929 im Vorjahr deutlich auf TEUR 16.862 (+12,9 %). Damit wurden die prognostizierten leicht steigenden Umsätze sowie das prognostizierte leicht steigende EBT, insbesondere durch die Unternehmensakquisitionen des Geschäftsjahres und des Vorjahres, übertroffen.
Der Konzernjahresüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 10.996) auf TEUR 12.121 erhöht (+10,2 %). Grund für diesen Anstieg sind, neben den genannten Effekten aus Unternehmensakquisitionen, die deutlich höheren Umsatzerlöse und die daraus resultierenden Skaleneffekte. Belastend wirkte die höhere Steuerquote, die von 26,3 % auf 28,1 % gestiegen ist.
Die Ergebnisse innerhalb der Bereiche haben sich sehr unterschiedlich entwickelt. Der Bereich Healthcare Software hat das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von TEUR 16.740 nach einem EBIT von TEUR 13.930 im Vorjahr (+20,2 %) sehr deutlich verbessert und dabei auch die Vorjahresprognose (deutlich steigender Umsatz) erreicht. Im EBIT sind Effekte aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 in Höhe von TEUR 163 beinhaltet. Die Erstkonsolidierung der ifa systems AG, Frechen, wirkt sich dabei mit TEUR 2.532 auf das EBIT aus. Im Bereich Healthcare Service wurde ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen in Höhe von TEUR 704 (2018: TEUR 1.251; -43,7 %) erzielt. Im EBIT sind Effekte aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 in Höhe von TEUR 18 beinhaltet. Der Umsatz sowie das Ergebnis vor Steuern haben sich aufgrund einer Neuausrichtung und der Einstellung von Projekten, die nicht zum Kerngeschäft gehören, wie prognostiziert, stark rückläufig entwickelt. Die im Jahr 2018 eingeleitete Neuausrichtung und Konsolidierung dieses Bereiches wurde im Geschäftsjahr 2019 weiterverfolgt.
Vermögenslage
Die Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die Marken mit unbestimmter Nutzungsdauer in Höhe von TEUR 82.804 (Vj: TEUR 81.529) sind nach den Ergebnissen unserer, zum Bilanzstichtag durchgeführten, Impairment-Tests in voller Höhe werthaltig. Für die übrigen immateriellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 29.891 (Vj: TEUR 29.842), die sich insbesondere aus eigenen aktivierten Entwicklungen sowie erworbener Technologie und Kundenbeziehungen zusammensetzen, lagen in 2019 keine Hinweise auf Wertminderungen vor. Die immateriellen Vermögenswerte einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts belaufen sich auf TEUR 112.695 (Vj: TEUR 111.371) und damit auf 54,2 % (Vj: 52,8 %) der Bilanzsumme. Ohne die Anwendung von IFRS 16 würden die immateriellen Vermögenswerte einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts 57,1 % (Vj: 52,8 %) der Bilanzsumme betragen.
Die kurzfristigen Finanzanlagen sind gegenüber dem Vorjahr von TEUR 1.586 auf TEUR 1.671 gestiegen.



Das Eigenkapital der NEXUS-Gruppe beträgt zum Stichtag TEUR 115.135 nach TEUR 108.325 im Vorjahr, was einer Eigenkapitalquote von 55,3 % entspricht (Vj: 51,3 %). Ohne die Anwendung von IFRS 16 würde die Eigenkapitalquote 58,4 % betragen.
In 2019 wurde eine Dividende von 17 Cent pro Aktie (EUR 2.676.091,72) an die Aktionäre ausgezahlt.
Die Vertragsverbindlichkeiten gemäß IFRS 15 in Höhe von TEUR 1.850 (Vj: TEUR 5.399) betreffen im Wesentlichen die von Kunden erhaltenen Anzahlungen für Softwareprojekte.
Das Barvermögen zuzüglich der als Liquiditätsreserve gehaltenen Wertpapiere betrug per 31. Dezember 2019 TEUR 35.204 (Vj: TEUR 27.016). Das entspricht 16,9 % (Vj: 12,8 %) der Bilanzsumme. Ohne die Anwendung von IFRS 16 würde das Barvermögen zuzüglich der als Liquiditätsreserve gehaltenen Wertpapiere 17,9 % der Bilanzsumme betragen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 0,2 % verringert und betragen zum 31. Dezember 2019 TEUR 25.927 nach TEUR 25.980 im Vorjahr.
Finanzlage
Der Mittelzu- und -abfluss wird anhand der Kapitalflussrechnung dargestellt. In 2019 lag der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit bei TEUR 24.618 und damit deutlich über dem Cash Flow des Vorjahres (TEUR 20.241) (+21,6 %). Im Wesentlichen ist der Anstieg auf die Veränderungen der Forderungen und sonstige Vermögenswerte und die Erstanwendung von IFRS 16 Leasingverhältnisse zurückzuführen. Durch die Erfassung der Tilgungszahlungen für Leasingverhältnisse im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit i.H.v. TEUR 4.122 verbessert sich der Cash Flow aus Geschäftstätigkeit entsprechend. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug per Saldo TEUR -7.010 (Vj: TEUR -17.164) und resultierte vor allem aus Auszahlungen für Unternehmenserwerbe sowie Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei TEUR -10.150 (Vj: TEUR -4.438) und beinhaltet vor allem Dividendenzahlung, Einzahlungen und Auszahlungen für den Verkauf und Kauf eigener Anteile. Durch die Erstanwendung von IFRS 16 Leasingverhältnisse und die damit einhergehende Erfassung der Tilgungszahlungen für Leasingverhältnisse im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit i.H.v. TEUR 4.122 führt dies zu einer entsprechenden Verschlechterung.
Investitionen / Akquisitionen
Zur Veränderung der Beteiligungsstruktur der NEXUS AG wird auf den Abschnitt „Geschäftsmodell“ des Konzernlageberichts verwiesen.
Sonstige Finanzielle Verpflichtungen
Der Konzern hat hauptsächlich Leasingverträge für die Betriebs- und Geschäftsausstattung (inkl. der EDV-Hardware) und die Dienstfahrzeuge abgeschlossen. Darüber hinaus bestehen Mietverträge und sonstige Vertragsverpflichtungen über Geschäftsräume. Der Zweck der Verträge ist die Finanzierung und Beschaffung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen. Risiken könnten durch den Abschluss teurerer Anschlussverträge zu höheren Kosten nach dem Auslaufen dieser Verträge entstehen.
Vorteile, die zu der Entscheidung zur Durchführung bzw. Beibehaltung dieser Geschäfte geführt haben, sind hauptsächlich in der für die Gesellschaft fehlenden Kapitalbindung bei der Beschaffung des betriebsnotwendigen Anlagevermögens zu sehen. Darüber hinaus ergibt sich durch die Leasingfinanzierung für die Gesellschaft kein Verwertungsrisiko und die Möglichkeit der kurzfristigen Sicherung des aktuellen technischen Entwicklungsstandes.
Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements
Das NEXUS-Finanzmanagement zielt darauf ab, die finanzielle Stabilität und die Flexibilität des Unternehmens sicherzustellen. Einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital kommt dabei eine wesentliche Rolle zu. Die Kapitalstruktur der NEXUS besteht zu 55,3 % aus Eigenkapital, zu 21,8 % aus langfristigen Schulden und zu 22,9% aus kurzfristigen Schulden. Die langfristigen Schulden bestehen im Wesentlichen aus Pensionsverpflichtungen und sonstigen finanziellen Schulden. Bei den kurzfristigen Schulden handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen, sonstige finanzielle Schulden und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die dem operativen Geschäft zuzuordnen sind.
Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Die finanziellen Leistungsindikatoren (Kennzahlen) der NEXUS, „Umsatz” und „Ergebnis vor Steuern”, haben sich in der Gruppe positiv entwickelt. Im Segment Healthcare Software sind die Kennzahlen „Umsatz” und „Ergebnis vor Steuern” deutlich gestiegen. Im Segment Healthcare Service sind „Umsatz” und „Ergebnis vor Steuern” stark gesunken. Der nicht finanzielle Leistungsindikator „relative Marktposition” ist jeweils leicht gestiegen.
CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Das unternehmerische Handeln der NEXUS ist mit Risiken und Chancen verbunden. Zur frühzeitigen Erkennung, Bewertung und zum richtigen Umgang mit Chancen und Risiken hat die NEXUS AG ein Risikosteuerungs- und Kontrollsystem eingeführt. Das System umfasst die NEXUS AG inklusive aller mehrheitlich gehaltenen Tochtergesellschaften und liegt in der Verantwortung des Vorstands und der Geschäftsführer der Tochtergesellschaften.
Darüber hinaus ist die NEXUS mit kurz-, mittel- und langfristigen strategischen und operativen Risiken konfrontiert, die sich auf Veränderungen und Fehler innerhalb des Umfeldes, der Branche, der innerbetrieblichen Management- und Leistungsprozesse oder des finanzwirtschaftlichen Umfelds beziehen.
Chancenbericht
Wesentliche Risiken und Chancen, die eine deutliche Veränderung der wirtschaftlichen Lage bei NEXUS hervorrufen könnten, liegen im Markt und Branchenumfeld. Die NEXUS AG erwirtschaftet ihre Umsatzerlöse im Wesentlichen aus dem Verkauf von Softwarelizenzen und Dienstleistungen für das Gesundheitswesen in Deutschland, der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, Frankreich, Polen und Spanien. Das derzeitige gesamtwirtschaftliche Umfeld ist stabil und insbesondere in Deutschland sind die öffentlichen Haushalte nicht angespannt. In vielen europäischen öffentlichen Haushalten werden jedoch weitere Budgetkürzungen diskutiert, die sich auch auf die Finanzierung der öffentlichen Investitionen auswirken. Dazu gehören in den europäischen Ländern auch das Gesundheitswesen und insbesondere die Krankenhäuser.
Gartner hat seine Prognose für das Wachstum der weltweiten IT-Ausgaben für 2020 mit 3,7 % angegeben und sieht das höchste Wachstum in der Enterprise-Software in der EMEA-Region. Frost und Sullivan geben in ihrer Studie 2019 an, dass die IT-Ausgaben in europäischen Krankenhäusern in den nächsten drei Jahren weiter steigen werden. Allein in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien werden mehr als 6,0 Mrd. USD für Informationstechnologie im Gesundheitswesen ausgegeben. Die Einspareffekte werden ebenfalls als hoch eingeschätzt. Nach einer Studie von Mc. Kinsey & Company (10/2018) können durch den Einsatz digitaler Technologien im deutschen Gesundheitswesen bis zu 34 Mrd. EUR jährlich eingespart werden. Dies entspricht rund 12 % der gesamten jährlichen Gesundheits- und Versorgungskosten von zuletzt 290 Mrd. Euro.
Auch wenn die Zahlen keinen unmittelbaren Aufschluss über die individuelle Investitionsbereitschaft von Einrichtungen im Gesundheitswesen geben, geht NEXUS davon aus, dass sich die Zielgruppe somatischer und psychiatrischer Krankenhäuser, medizinischer Versorgungszentren, Reha-, Alten- und Pflegeheime ebenfalls dem Trend zunehmender Investitionen in IT- und Software-Lösungen weiter anschließen wird. Für NEXUS ergeben sich dabei erhebliche Chancen, ein überdurchschnittliches Wachstum zu erzielen.
Unsere derzeitige Technologie- und Marktposition eröffnet uns die Möglichkeit, neue Kunden zu erschließen und die Marge zu verbessern. Die bisher installierte Kundenbasis ist hierfür eine ausgezeichnete Referenz. Unsere Technologiestrategie und unsere applikative Trennung zwischen einem klinischen und einem diagnostischen System findet am Markt zunehmend Aufmerksamkeit. Als Anbieter von Qualitätssoftware hat sich NEXUS am Markt einen sehr guten Ruf erarbeitet und gilt als stabiles, wachsendes Unternehmen. In den letzten Jahren galt dies insbesondere für den deutschen, den französischen, den niederländischen und seit 2018 auch den polnischen Markt, in dem die NEXUS AG mit dem Neuprodukt NEXUS / KIS NG wesentliche Aufträge gewinnen und damit andere etablierte Wettbewerber ablösen konnte.
Sollten sich trotz des segmentierten Marktes andere Anbieter als Standard durchsetzen, wird die Strategie der NEXUS AG als mittelständischer Anbieter mit internationaler Präsenz nicht erfolgreich sein. Durch die fortschreitende Konsolidierung ist weiterhin die Möglichkeit der Übernahme durch einen Wettbewerber gegeben. Auf die für die NEXUS-Gruppe relevanten Risiken wird im folgenden Risikobericht detailliert eingegangen.
Risikobericht
Grundlagen
Risikomanagement
NEXUS hat ein, den Verhältnissen angemessenes, internes Kontrollsystem sowie Controlling-Instrumentarium und Risikomanagement implementiert. Neben einem intensiven Kosten- und Ergebnismanagement, das im Rahmen regelmäßiger Management- und Aufsichtsratssitzungen überwacht wird, besteht ein Risikomanagement-Handbuch.
Identifikation
Das Management-Team hat folgende Risikofelder identifiziert:
| ― | Kundenprojekte |
| ― | Entwicklungsprojekte |
| ― | Mangelnde Marktakzeptanz von Produkten |
| ― | Risiken durch Abwanderung von Kern-Know-how Trägern |
| ― | Prozessrisiken |
| ― | Entwicklung von Tochter- und Beteiligungsgesellschaften |
| ― | IT-Sicherheit und -verfügbarkeit |
| ― | Reputation |
| ― | Regulatorische Risiken |
| ― | Fraud-Risiko |
| ― | Datensicherheit und Datenschutz |
| ― | Unternehmensentscheidungen |
Organisation
Die Berichterstattung, die Dokumentation und die Maßnahmenentwicklung sind im Risikohandbuch der NEXUS AG geregelt. Die Umsetzung wird periodisch vom Vorstand überprüft. In 2019 wurden sechs Risikoberichte von den verantwortlichen Stellen an den Vorstand gemeldet und von diesem bewertet.
Der Einkauf ist im Wesentlichen auftragsbezogen und in Abstimmung mit den zuständigen Projektmanagern organisiert. Zahlungsausgänge werden bei der NEXUS AG durch den Vorstand und bei den Tochtergesellschaften durch den jeweiligen Geschäftsführer genehmigt. Der Personalabrechnungsprozess erfolgt für die inländischen Gesellschaften zentral in Donaueschingen und unterliegen dem Vier-Augen-Prinzip.
Zur Leistungserfassung der Entwicklungsabteilung wird eine Oracle-Datenbank verwendet. Die Steuerung wird durch eine Vierteljahresplanung vorgenommen. Die NEXUS-Gruppe nutzt eine ERP-Software (Enterprise Ressource Planning), mit der Informationen, sowohl für Ablaufprozesse und interne Kontrollen, als auch für Zwecke der Berichterstattung, verfügbar gemacht werden. Darüber hinaus findet eine regelmäßige Kommunikation zwischen den Finanzabteilungen der dezentralen Tochterunternehmen und der zentralen Konzernfinanzabteilung statt.
Der wirtschaftlichen Entwicklung der Geschäftsbereiche wird verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt. Diese berichten ihre Ergebnisse monatlich an den Vorstand. Der Vorstand ist an den maßgeblichen Entscheidungen unmittelbar beteiligt. Für die Steuerung und Überwachung werden die Tochtergesellschaften hierzu nach Produkten bzw. Märkten zusammengefasst, die wiederum den beiden Segmenten Healthcare Software und Healthcare Services zugeordnet werden.



Bewertung und Steuerung
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| Risikoart | Eintrittswahrscheinlichkeit | Grad der finanziellen Auswirkung |
|---|---|---|
| Strategische Risiken | ||
| Unternehmensentscheidungen | Hoch | Hoch |
| Operative Risiken | ||
| Projektrisiken im Kundengeschäft | Hoch | Mittel |
| Risiken in Entwicklungsprojekten | Hoch | Hoch |
| Risiken durch mangelnde Marktakzeptanz unserer Produkte | Mittel | Hoch |
| Risiken durch Abwanderung von Kern-Know-how Trägern | Mittel | Gering |
| Risiken in der IT-Sicherheit und -verfügbarkeit | Gering | Gering |
| Reputationsrisiko | Hoch | Mittel |
| Datensicherheit und Datenschutz | Gering | Gering |
| Arbeitssicherheit | Gering | Gering |
| Rechtliche und Compliance Risiken | ||
| Prozessrisiko | Gering | Gering |
| Regulatorische Risiken | Hoch | Mittel |
| Fraud-Risiko | Gering | Gering |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | ||
| Risiken in der Entwicklung der Tochtergesellschaften und Profitcentern | Hoch | Hoch |
Strategische Risiken
Unternehmensentscheidungen: Risiken können auch aus strategischen Unternehmensentscheidungen resultieren, die kurzfristig und langfristig grundsätzlich das Chancen- und Risikopotential der NEXUS verändern.
Operative Risiken
Projektrisiken im Kundengeschäft: Umsetzungsschwierigkeiten, insbesondere technischer Art, könnten bei den vorliegenden Großprojekten zu Pönalen oder Rückabwicklungen führen, die sich wiederum negativ auf die Ertragslage, aber auch auf die Marktreputation auswirken könnten. Zahlungsausfälle in Großprojekten durch Zahlungsschwierigkeiten oder Zahlungszurückhaltung der Kunden könnten zu Liquiditätsbelastungen für das Unternehmen führen, insbesondere, wenn im Rahmen von Großprojekten erhebliche Vorleistungen erbracht wurden. Ausfallrisikokonzentrationen entstehen im Konzern temporär innerhalb von Großprojekten. Die maximale Risikohöhe ergibt sich aus dem Buchwert der aktivierten Forderungen und ggf. aus Schadenersatz- oder Haftungsansprüchen. Dieses Risiko wird, soweit möglich, durch die Vereinbarung von Anzahlungen reduziert. Ausfallrisiken bzw. Risiken, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, werden im Rahmen des Forderungsmanagements (bspw. Bonitätsprüfungen) aktiv gesteuert.
Risiken in Entwicklungsprojekten: Im Rahmen von Entwicklungsprojekten besteht das Risiko von Kostenüberschreitungen, wenn die dafür geplanten Manntage nicht zur Fertigstellung des Projektes ausreichen, insbesondere wenn das Projekt sich technisch nicht umsetzen lässt. Entwicklungsprojekte unterliegen festgesetzten Terminen. Werden diese nicht eingehalten und überschritten, kann dies zu hohen finanziellen Auswirkungen führen. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass Entwicklungsprojekte nicht den Marktbedürfnissen entsprechen. Durch Meilensteinplanungen mit einem integrierten Controllingprozess begegnet NEXUS diesem Risiko und steuert durch regelmäßige Neueinschätzung der Marktakzeptanz der einzelnen Entwicklungsprojekte gezielt gegen.
Risiken durch mangelnde Marktakzeptanz unserer Produkte: Es besteht ein Risiko, dass der von NEXUS erreichte Innovationsvorsprung durch Wettbewerbsinnovationen verloren geht und dadurch Marktanteile verloren gehen. Risiken liegen auch in der Zeit- und Budgetplanung sowie in der Gestaltung und in der Qualität von Eigenentwicklungen, bei denen Abweichungen von der Marktspezifikation erhebliche Auswirkungen hinsichtlich der Vermarktung und der Kostenposition bedeuten können. In der Softwareentwicklung werden außerdem teilweise Drittprodukte eingesetzt, bei deren Verlust oder bei mangelnder Qualität der Technologie es zu Verzögerungen der eigenen Softwareauslieferung kommen kann. Die NEXUS AG begegnet diesen Risiken mit jährlichen qualitätsgeprüften Releases, die einen vordefinierten Qualitätsmanagement-Prozess durchlaufen.
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | ||||
|---|---|---|---|---|
| Grad der finanziellen Auswirkung | Gering ≤ 30 % | Mittel > 30 % bis < 50 % | Hoch ≥ 50 % bis < 80 % | Sehr hoch ≥ 80 % |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Bestandsgefährdendes Risiko (Hoch) ≥ 1 MEUR | ||||
| Wesentliches Risiko (Mittel) < 1 MEUR | ||||
| Relevantes Risiko (Gering) ≥100 TEUR |
Risiken durch Abwanderung von Kern-Know-how-Trägern: Die Entwicklung der NEXUS hängt in starkem Umfang vom Wissen und der konzernweiten Leistungsbereitschaft der Belegschaft ab. Es besteht grundsätzlich das Risiko, durch Fluktuation Kompetenzen zu verlieren und Marktvorteile einzubüßen. Das Abwandern einer größeren Anzahl von Kern-Know-how-Trägern könnte zumindest kurzfristig zu erheblichen Schwierigkeiten in der operativen Geschäftsabwicklung führen. Zudem zeigt der Arbeitsmarkt seit Jahren einen Mangel an Fachkräften. Die NEXUS begegnet diesem Risiko mit aktiver Personalentwicklung, die einen wichtigen Bestandteil für eine vorausschauende und zuverlässige Sicherung unserer Personalressourcen darstellt.
Risiken in der IT-Sicherheit und -verfügbarkeit: Im Themenbereich IT-Sicherheit und -verfügbarkeit können unterschiedliche Risiken auftreten, die zu Pönale- und Regressforderungen führen können. Durch Eingriffe und Angriffe fremder Dritter (z. B. Trojaner und Hacker) auf das IT-System der NEXUS AG (externe Bedrohung der IT-Sicherheit) besteht ein latentes Risiko in der IT-Sicherheit. Im Bereich der Performance und somit der Verfügbarkeit der IT-Server für unsere Kunden, besteht ein weiteres Risiko, welches direkte Auswirkung auf die IT-Verfügbarkeit hat. Diese Risiken können für die NEXUS AG und deren Tochtergesellschaften gravierende materielle Auswirkungen haben, da sie von einer funktionierenden IT-Infrastruktur abhängig sind. Durch regelmäßige Überwachung der IT-Systeme und der Sicherstellung der Erreichbarkeit der IT-Server sowie einer redundanten Datensicherung wird dieses Risiko minimiert.
Reputationsrisiko: Das Reputationsrisiko kann für die NEXUS AG und deren Tochtergesellschaften gravierende materielle Auswirkungen haben und kann durch die Verschlechterung der allgemeinen Vermögens- / Finanz- / Ertragslage der NEXUS AG, Verschlechterung des Rufs am Kapitalmarkt, sowie Rückrufaktion von fehlerhafter Software und Schieflagen bei Großprojekten, eintreten. Durch Überprüfung und regelmäßige Review-Termine durch die entsprechenden Verantwortlichen wird diesem Risiko entsprechend begegnet.
Datensicherheit und Datenschutz: Unter Datensicherheit wird der Schutz von Daten vor Verlust, Verfälschung, Beschädigung oder Löschung durch Maßnahmen und durch Software verstanden. Ebenso der Schutz des Einzelnen davor, dass er durch den Umgang mit seinen personenbezogenen Daten in seinem Recht auf informationelle Selbstbestimmung beeinträchtig wird. Datensicherheit ist die Voraussetzung von Datenschutz. Sie ist essenzieller Bestandteil der gesamten Informationssicherheit und dient auch zur Vermeidung und Bekämpfung von Cyberkriminalität. Seit dem 25. Mai 2018 gilt die europäische Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO). Als Risiko wird die Nicht-Einhaltung der Regelungen der EU-DSGVO definiert. Für die Früherkennung bzgl. der Nicht-Einhaltung der gesetzlichen Regelungen im Datenschutz wurde ein Datenschutzbeauftragter beauftragt, der die europäische Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) überwacht.
Arbeitssicherheit: Arbeitssicherheit ist die Sicherheit der Beschäftigten bei der Arbeit, also die Beherrschung und Minimierung von Gefahren für ihre Sicherheit und Gesundheit. Sie ist damit Bestandteil des Arbeitsschutzes im Sinne des Arbeitsschutzgesetzes, das Maßnahmen zur Verhütung von Unfällen bei der Arbeit und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren einschließlich Maßnahmen der menschengerechten Gestaltung der Arbeit fordert. Derjenige, der als Unternehmer oder als vom Unternehmer Beauftragter Arbeit beauftragt oder zulässt, die nicht den Regelwerken und Normen der jeweiligen Branche entspricht, kann persönlich straf- und zivilrechtlich belangt werden. Zur Risikominimierung wurde ein Arbeitssicherheitsbeauftragter für den Konzern bestellt, der die Arbeitssicherheit überwacht und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechend schult.
Rechtliche und Compliance Risiken
Prozessrisiko: Als börsennotiertes Unternehmen ist die NEXUS AG hinsichtlich der Öffentlichkeitswirkung von Streitfällen und hinsichtlich der Begehrlichkeiten, unsere Schwachstellen auszunutzen, derzeit wesentlich gefährdeter als früher. Es herrscht der Eindruck, dass die NEXUS AG nur in eine gerichtliche Situation gebracht werden muss, um diese unter Druck setzen zu können. Wesentliche Risiken könnten sich aus Provisionsklagen von Handelsvertretern, Vertriebsmittlern und Mitarbeitern, Klagen von Aktionären über mangelnde Gleichbehandlung sowie Informationsverstöße und Kundenklagen auf Nichterfüllung, Minderung oder Schadenersatz ergeben. Durch eine höhere Prozesssicherheit mittels Dokumentenlage wird diesem Risiko begegnet.
Regulatorische Risiken: Bei der NEXUS AG bestehen regulatorische Risiken durch rechtliche Änderungen (so vor allem die medizinischen Anforderungen bei Medizingeräten und regulatorische Änderungen mit Auswirkungen auf Kundenabrechnungen), regulatorische Änderungen im Hinblick auf den Kapitalmarkt und regulatorische Änderungen bei den Rechnungslegungsvorschriften (HGB und IFRS). Diese Risiken können Auswirkungen auf das operative Geschäft der NEXUS AG haben und haben somit Einfluss auf die Softwareentwicklung der NEXUS AG und ihrer Tochtergesellschaften. Hier besteht das Risiko von Pönalen durch unsere Kunden. Regulatorische Risiken im Hinblick auf den Kapitalmarkt können den Umfang der erforderlichen Aktivitäten im Investor Relations Bereich erheblich erhöhen. Ferner besteht das Risiko von Strafzahlungen durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Änderungen in den Rechnungslegungsvorschriften können ergebnismäßige Auswirkungen in den Konzern- und Einzelabschlüssen haben. Die Erstellung des Jahres- und Konzernabschlusses erfolgt zentral in Donaueschingen. Der Abschlusserstellungsprozess wird zentral durch den Leiter Finanzen sowie den Vorstand der NEXUS AG überwacht. Das Vier-Augen-Prinzip wird grundsätzlich gewahrt. Durch die regelmäßige Überwachung des rechtlichen Umfeldes, relevanter Gesetze für den Kapitalmarkt und Rechnungslegungsvorschriften wird dieses Risiko minimiert.
Fraud-Risiko: Unter „Fraud" wird Betrug, Täuschung, Schwindel, Unterschlagung in Wirtschaftsunternehmen verstanden. Fraud ist das vorsätzliche Handeln eines oder mehrerer Führungskräfte und Mitarbeiter zur Erlangung eines ungerechtfertigten oder illegalen Vorteils. Fraud entsteht durch die Kombination von drei Faktoren. Als Motivation wird in der Regel ein finanzieller Eigenbedarf (Bereicherung) gesehen, der auch durch subjektiv empfundenen Druck (z. B. durch Bonusvereinbarungen / Zielvorgaben) entstehen kann. Der Täter muss die Tat sich selbst gegenüber rechtfertigen können. Rechtfertigungsgründe können z. B. „Das Geld steht mir ohnehin zu.”, „Damit schaffe ich Gerechtigkeit.” oder „Ich kann meine Zielvorgaben nicht anders erreichen.” sein. Der Täter hat die Gelegenheit (z. B. durch die Funktion des Mitarbeiters, Schwächen im internen Kontrollsystem durch sog. „Management Override”), ein Tatbegehen vorzunehmen. Durch die regelmäßige Überwachung des Kassen- und Kontobestand des Geschäftsbereichs sowie die Sicherstellung funktionsfähiger Kontrollen im Rahmen des IKS wird diesem Risiko begegnet.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Risiken in der Entwicklung der Tochtergesellschaften und Profitcenter:
Bei Tochtergesellschaften können unterschiedliche Risiken durch die Notwendigkeit zur Abwertung der Beteiligungsansätze (Impairment-Test), Überschuldungs- und Liquiditätsprobleme sowie Integrationsprobleme entstehen. Durch die große Anzahl an Tochtergesellschaften müssen diese Risiken als besonders gravierend angesehen werden, da die Schieflage einzelner Tochtergesellschaften / Profitcenter zu einer Existenzgefährdung des Gesamtunternehmens führen kann. Um diese Risiken zu minimieren, werden monatliche Geschäfts-Review-Termine, kalendervierteljährliche Überprüfungen der Geschäftsaussichten und Planungen sowie die Abarbeitung von Integrationsplänen durch den Vorstand vorgenommen.
Überwachung und Berichterstattung
Die Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems obliegt dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Im Risikohandbuch der NEXUS AG sind detaillierte Maßnahmen zur Risikofrüherkennung, Berichterstattung und die jeweiligen Risikoinhaber definiert.
Zusammenfassende Darstellung der Chancen- und Risikosituation der NEXUS-Gruppe
Die NEXUS AG sowie alle ihre Tochtergesellschaften arbeiten nach einer einheitlichen Methode der Chancen-/Risikoanalyse und des Chancen-/Risikomanagements. Der Früherkennung von Risiken wird damit eine wesentliche Bedeutung beigemessen. Die Überwachung der Risiken durch eindeutige Kennzahlen (Umsatz, Ergebnis vor Steuern, relative Marktposition) ermöglicht eine klare Einschätzung über die Bedeutung.
Weder aus den Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikoposition lässt sich derzeit erkennen, dass der Fortbestand des Unternehmens gefährdet ist. Gleichzeitig sieht das Management noch erhebliche Potentiale zur Verbesserung der Risiko- und Chancenposition der NEXUS AG.
ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und Börsennotierung
Die NEXUS AG ist an der Frankfurter Wertpapierbörse im Prime Standard unter der Wertpapierkennnummer (WKN) 522090 gelistet. Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 15.752.231 setzt sich wie folgt zusammen: Stammaktien: 15.752.231 Stück zum rechnerischen Wert von jeweils EUR 1,00. Zu den aus Stückaktien vermittelten Rechten und Pflichten verweisen wir auf das Aktiengesetz (§§ 8 ff. AktG). Zum Stichtag sind 15.748.971 Aktien ausgegeben.
Art der Stimmrechtskontrolle im Fall von Arbeitnehmerbeteiligungen
Bei den am Kapital beteiligten Arbeitnehmern existiert keine Trennung zwischen Stimmrecht und Aktie. Die Kontrollrechte können unmittelbar durch die Arbeitnehmer ausgeübt werden.
Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen
Es existieren keine weitergehenden Satzungsbestimmungen zur Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern als die in den gesetzlichen Vorschriften. Zudem sind keine wesentlichen Satzungsbestimmungen anzugeben, die von gesetzlichen Vorschriften und von dispositiven Vorschriften abweichen.
Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien
Die Hauptversammlung der NEXUS AG hat mit Beschluss vom 12. Mai 2017 den Vorstand ermächtigt, bis zum 30. April 2022 eigene Aktien bis zu einer Höhe von insgesamt 10 % des Grundkapitals, das bei Einberufung der Hauptversammlung vorhanden war, d. h. maximal bis zu 1.573.566 Stückaktien mit rechnerischem Nennwert von je EUR 1,00, zu erwerben. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen sowie das Bezugsrecht der Aktionäre im Falle der Verwendung der eigenen Aktien nach Maßgabe der näheren Bestimmungen des am 17. Mai 2017 im Bundesanzeiger veröffentlichen Punkt 7 der Tagesordnung der Hauptversammlung der NEXUS AG auszuschließen. Die bis dahin bestehende Ermächtigung vom 18. Mai 2015 wurde damit aufgehoben.
Er ist ferner ermächtigt, die erworbenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates an Dritte im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen, bei einem Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen anzubieten. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien ist insoweit ausgeschlossen.
Der Vorstand der NEXUS AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 25. Oktober 2016 beschlossen, von der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18. Mai 2015 zum Erwerb bis zu 200.000 Stück eigener Aktien (das entspricht 1,27 % vom Grundkapital) der Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG Gebrauch zu machen. Aus diesem Aktienrückkaufprogramm wurden bis zum 31. Dezember 2019 95.558 Stück (Vj: 78.956 Stück) eigene Anteile (= EUR 95.558 Grundkapital; Vj: EUR 78.956 Grundkapital) zu einem Durchschnittskurs von EUR 24,10 erworben. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 0,6 % (Vj: 0,5 %).
Bzgl. der Angaben gem. § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG verweisen wir auf den Anhang.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist ermächtigt, in der Zeit bis zum 30. April 2021 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 3.000.000,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Inhaberaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Die neuen Aktien können auch an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens ausgegeben werden. Der Vorstand entscheidet mit Zustimmung des Aufsichtsrats über die Bedingungen der Aktienausgabe. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in folgenden Fällen zu entscheiden:
a) für Spitzenbeträge,
b) zur Ausgabe neuer Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines verbundenen Unternehmens,
c) zur Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlage zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen,
d) zur Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Feststellung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des zum Zeitpunkt der Eintragung dieser Ermächtigung im Handelsregister vorhandenen Grundkapitals (EUR 15.735.665,00) und - kumulativ - 10 % des zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals ist der anteilige Betrag am Grundkapital abzusetzen, der auf neue oder zurückerworbene Aktien entfällt, die seit der Eintragung dieser Ermächtigung im Handelsregister unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 S. 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und/oder Wandlungsrechte aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und/oder Wandlungspflichten aus Wandelschuldverschreibungen beziehen, die seit der Eintragung dieser Ermächtigungen im Handelsregister in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind.
Bedingtes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft wird um EUR 1.400.000,00 durch Ausgabe von bis zu 1.400.000 auf den Inhaber lautender Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,00 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012). Das bedingte Kapital dient der Sicherung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen, die auf Grund der Ermächtigung der Hauptversammlung der NEXUS AG vom 23. Mai 2012 gegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Aktienoptionen ausgegeben werden und die Inhaber dieser Aktienoptionen von ihrem Bezugsrecht auf Aktien Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt.
Vergütungsbericht
Der nachfolgende Vergütungsbericht entspricht, unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 07. Februar 2017, den Vorgaben des deutschen Handelsrechts (HGB) und enthält die gemäß IFRS 2.44 geforderten Angaben zur anteilsbasierten Vergütung.
Grundzüge des Vergütungssystems
Die Festlegung von Struktur und Höhe sowie die regelmäßige Überprüfung der Vergütung des Vorstands wird bei der NEXUS AG vom Aufsichtsrat beschlossen. Das Vergütungssystem für den Vorstand basiert auf den Grundsätzen der Leistungs- und Ergebnisorientierung und besteht aus einem erfolgsunabhängigen Bestandteil (inkl. Nebenleistungen), einem variablen, erfolgsabhängigen Bestandteil sowie Versorgungszusagen. Darüber hinaus unterhält die Gesellschaft für ihre Organmitglieder eine Vermögenshaftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung). Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung eines jeden Vorstandsmitglieds bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung des Marktumfelds.
Der erfolgsunabhängige Bestandteil der Vergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einem Fixum, ausbezahlt in zwölf Monatsraten, und Sachbezügen, welche aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzungen bestehen (Nebenleistungen). Der variable, erfolgsabhängige Bestandteil der Vergütung besteht für die Vorstandsmitglieder aus zwei Komponenten (sog. Boni 1 und 2).
Dem Vorstand gehörten zum 31. Dezember 2019 folgende Personen an:
| ― | Dr. Ingo Behrendt, Vorstandsvorsitzender |
| ― | Ralf Heilig, Vertriebsvorstand |
| ― | Edgar Kuner, Entwicklungsvorstand |
Vorstand
Der Bonus 1 richtet sich bei Vertriebsvorstand Ralf Heilig und bei Entwicklungsvorstand Edgar Kuner nach jährlich neu geschlossenen Zielvereinbarungen, wobei der Bonus 1 bei Zielerreichung auf einen Höchstbetrag von TEUR 80 begrenzt ist. Der Bonus 1 richtet sich beim Vorstandsvorsitzenden Dr. Ingo Behrendt nach dem Konzernergebnis des Geschäftsjahres der NEXUS AG, wobei der Bonus auf einen Höchstbetrag von TEUR 260 begrenzt ist. Der Bonus 1 ist nach Feststellung der Zielerreichung bzw. Billigung des Konzernabschlusses der NEXUS AG fällig.
Der Bonus 2 richtet sich bei den Vorstandsmitgliedern nach der mittelfristigen Entwicklung des Konzern-EBITDA der NEXUS Gruppe (LTIP), wobei rollierend ein Durchschnitt von drei Geschäftsjahren zugrunde gelegt wird (2018-2020; Bonuszyklus). Der Bonus 2 ist bei Vertriebsvorstand Ralf Heilig und bei Entwicklungsvorstand Edgar Kuner jeweils auf einen Höchstbetrag von TEUR 400 und beim Vorstandsvorsitzenden Dr. Ingo Behrendt auf einen Höchstbetrag von TEUR 950 begrenzt. Die Vorstandmitglieder können die Auszahlung in Stückaktien der NEXUS AG verlangen, wobei ein Durchschnittsaktienwert für den Bonuszyklus zugrunde gelegt wird. Der Bonus 2 ist nach Billigung des Konzernabschlusses der NEXUS AG für das letzte Geschäftsjahr des Bonuszyklus (2020) fällig, wobei nach Billigung des Konzernabschlusses für das erste und zweite Jahr des Bonuszyklus Abschlagszahlungen geleistet werden können. Für den Anspruch aus dem Bonus 2 für das Geschäftsjahr 2018 haben die Vorstandsmitglieder den Ausgleich in Barmitteln gewählt. Für den Anspruch aus dem Bonus 2 für das Geschäftsjahr 2019 werden die Vorstandsmitglieder voraussichtlich einen Ausgleich in Barmittel wählen.
Aus dem vorangegangenen Bonuszyklus (2015-2017) standen den Vorstandmitgliedern insgesamt 160.000 Aktien der NEXUS AG zu. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung betrug TEUR 788. Der Anspruch der Vorstandmitglieder wurde 2017 gestundet, um der NEXUS AG die Erfüllung im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms zu ermöglichen. Zum 31. Dezember 2019 besteht ein Anspruch des Vorstandsvorsitzenden Dr. Ingo Behrendt auf 64.000 Aktien und des Vertriebsvorstands Ralf Heilig und Entwicklungsvorstands Edgar Kuner auf jeweils 10.000 Aktien.
Der Vertriebsvorstand Ralf Heilig hat Anspruch auf eine monatliche Zahlung der NEXUS AG in eine Unterstützungskasse. Der Rentenanspruch entsteht mit Erreichen des 60. Lebensjahres. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Ingo Behrendt hat Anspruch auf eine monatliche Zahlung an vier Unterstützungskassen. Darüber hinaus besteht eine Direktzusage der NEXUS AG für eine betraglich fixierte monatliche Rente, welche sich nach der Dauer der Unternehmenszugehörigkeit richtet. Der Barwert dieser Direktzusage beträgt zum 31. Dezember 2019 TEUR 336. Der Versorgungsaufwand des Berichtsjahres beträgt TEUR 336. Der Rentenanspruch entsteht mit Erreichen bzw. Vollendung des 60. Lebensjahres.
Die folgende Detailaufstellung stellt die Vorstandsvergütung gemäß 2.44 IFRS dar:
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| Zufluss | Dr. Ingo Behrendt Vorstandsvorsitzender Eintrittsdatum: 01.03.2000 | Ralf Heilig Vertriebsvorstand Eintrittsdatum: 01.10.2001 | Edgar Kuner Entwicklungsvorstand Eintrittsdatum: 01.08.1989 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | 2018 | 2019 | 2019 (Min) | 2019 (Max) | 2018 | 2019 | 2019 (Min) | 2019 (Max) | 2018 | 2019 | 2019 (Min) | 2019 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 322 | 280 | 280 | 280 | 180 | 174 | 174 | 174 | 170 | 170 | 170 | 170 |
| Nebenleistungen | 12 | 12 | 12 | 12 | 14 | 14 | 14 | 14 | 9 | 9 | 9 | 9 |
| Summe | 334 | 292 | 292 | 292 | 194 | 188 | 188 | 188 | 179 | 179 | 179 | 179 |
| Einjährige variable Vergütung | 250 | 260 | 0 | 260 | 80 | 80 | 0 | 80 | 70 | 70 | 0 | 70 |
| Mehrjährige variable Vergütung | ||||||||||||
| LTIP 2015-2017 | 245 | 699 | 0 | 699 | 245 | 240 | 0 | 240 | 245 | 240 | 0 | 240 |
| LTIP 2018-2020 | 0 | 135 | 0 | 135 | 0 | 60 | 0 | 60 | 0 | 60 | 0 | 60 |
| Summe | 495 | 1.094 | 0 | 1.094 | 325 | 380 | 0 | 380 | 315 | 370 | 0 | 370 |
| Versorgungsaufwand | 18 | 18 | 18 | 18 | 6 | 6 | 6 | 6 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 847 | 1.404 | 310 | 1.404 | 525 | 574 | 194 | 574 | 494 | 549 | 179 | 549 |
| Gesamtvergütung ohne periodenfremder Zufluss | 602 | 705 | 310 | 705 | 280 | 334 | 194 | 334 | 249 | 309 | 179 | 309 |
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| Gewährungen in 2019 | Dr. Ingo Behrendt Vorstandsvorsitzender Eintrittsdatum: 01.03.2000 | Ralf Heilig Vertriebsvorstand Eintrittsdatum: 01.10.2001 | Edgar Kuner Entwicklungsvorstand Eintrittsdatum: 01.08.1989 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | 2018 | 2019 | 2019 (Min) | 2019 (Max) | 2018 | 2019 | 2019 (Min) | 2019 (Max) | 2018 | 2019 | 2019 (Min) | 2019 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 322 | 280 | 280 | 280 | 180 | 174 | 174 | 174 | 170 | 170 | 170 | 170 |
| Nebenleistungen | 12 | 12 | 12 | 12 | 14 | 14 | 14 | 14 | 9 | 9 | 9 | 9 |
| Summe | 334 | 292 | 292 | 292 | 194 | 188 | 188 | 188 | 179 | 179 | 179 | 179 |
| Einjährige variable Vergütung | 260 | 260 | 0 | 260 | 80 | 80 | 0 | 80 | 80 | 80 | 0 | 80 |
| Mehrjährige variable Vergütung | ||||||||||||
| LTIP 2015-2017 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| LTIP 2018-2020 | 101 | 240 | 0 | 240 | 45 | 107 | 0 | 107 | 45 | 107 | 0 | 107 |
| Summe | 361 | 500 | 0 | 500 | 125 | 187 | 0 | 187 | 125 | 187 | 0 | 1 87 |
| Versorgungsaufwand 1) | 18 | 354 | 354 | 354 | 6 | 6 | 6 | 6 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 713 | 1.146 | 646 | 1.146 | 325 | 381 | 194 | 381 | 304 | 366 | 179 | 366 |
| Gesamtvergütung ohne periodenfremder Gewährung | 713 | 810 | 310 | 810 | 325 | 381 | 194 | 381 | 304 | 366 | 179 | 366 |
1) Im Zusammenhang mit der Direktzusage wurde im Berichtsjahr auf Grundlage neuer versicherungsmathematischer Berechnungen für den seit Dienstantritt erdienten Versorgungsanspruch erstmals eine Pensionsrückstellung gebildet.
In der Gesamtvergütung für 2019 sind für Dr. Ingo Behrendt insgesamt TEUR 699, für Ralf Heilig TEUR 240 und für Edgar Kuner TEUR 240 aus einem Aktienbonusprogramm der Jahre 2015-2017 enthalten. Die Übertagung der Aktien (Zufluss) ist erst in 2019 erfolgt, da die Vorstände die Ausgabe dem Unternehmen gestundet haben. Die Stundung erfolgte zinslos und unter Verzicht auf Dividenden. Ohne diesen periodenfremden Zufluss hätte die Gesamtvergütung des Zuflusses in 2019 für Dr. Ingo Behrendt TEUR 705, für Ralf Heilig TEUR 334 und für Edgar Kuner TEUR 309 betragen.
In der Gesamtvergütung für 2019 für Dr. Ingo Behrendt sind periodenfremde Versorgungsaufwände in Höhe von TEUR 336 gewährt worden. Diese Aufwände sind den Perioden 2000-2018 zuzurechnen. Ohne diese periodenfremde Gewährung beträgt die Gesamtvergütung der Gewährung im Maximum TEUR 810 und im Minimum TEUR 310.
Aufsichtsrat
Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung der NEXUS AG festgelegt; sie ist in der Satzung der NEXUS AG geregelt. Die Vergütungen orientieren sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie am wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält eine jährliche Vergütung, die sich aus einer festen und einer variablen Vergütung zusammensetzt. Die feste Vergütung beträgt für den Aufsichtsratsvorsitzenden EUR 15.000 und für die anderen Aufsichtsratsmitglieder EUR 11.000. Daneben wird eine ergebnisabhängige, variable Vergütung gewährt, die für den Aufsichtsratsvorsitzenden maximal EUR 15.000 und für die anderen Aufsichtsratsmitglieder maximal EUR 5.000 beträgt. Für den Vorsitz in Ausschüssen werden weitere EUR 1.000 gewährt.
Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:
| ― | Dr. jur. Hans-Joachim König, Singen, Vorsitzender |
| ― | Prof. Dr. Ulrich Krystek, Berlin, stellv. Vorsitzender |
| ― | Prof. Dr. med. Felicia M. Rosenthal, Freiburg |
| ― | Prof. Dr. Alexander Pocsay, St. Ingbert |
| ― | Dr. Dietmar Kubis, Jena (ab 03. Mai 2019) |
| ― | Jürgen Rottier, Singen (ab 03. Mai 2019) |
| ― | Diplom-Betriebswirt (FH) Wolfgang Dörflinger, Konstanz (bis 03. Mai 2019) |
| ― | Gerald Glasauer, Betriebswirt, Obersulm (bis 03. Mai 2019) |
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen TEUR 112 (Vj: TEUR 112). Der Aufsichtsratsvorsitzende erbringt neben seiner Aufsichtsratstätigkeit vereinzelt selbst oder über eine ihm nahestehende Gesellschaft Dienstleistungen für die NEXUS AG und rechnet diese nach marktüblichen Bedingungen ab. In 2019 betrugen die hierfür als Aufwand angefallenen Dienstleistungshonorare TEUR 72 (Vj: TEUR 121).
(KONZERN-) ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND ZUR ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
Die (Konzern-) Erklärung zur Unternehmensführung sowie die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG wurden auf der Unternehmenswebsite www.nexus-ag.de - Unternehmen - Investor Relations - Corporate Governance veröffentlicht.
GESONDERTER NICHTFINANZIELLER KONZERNBERICHT
Der Nichtfinanzielle Konzernbericht gemäß §§ 315b-315c HGB i. V. m. §§ 289c-289e HGB wurde auf der Unternehmenswebsite www.nexus-ag.de - Unternehmen - Investor Relations - Corporate Governance - gesonderter nichtfinanzieller Konzernbericht veröffentlicht.
Börsen-, Event- und Finanzdaten
AKTIENKURSE FRANKFURTER WERTPAPIERBÖRSE
(5-JAHRESBETRACHTUNG)

PROGNOSEBERICHT 2020
Die Digitalisierung des Gesundheitswesens hat in vielen Ländern eine hohe wirtschaftliche und politische Bedeutung. Während der Anspruch an das Gesundheitswesen weiter steigt, haben die Anbieter zunehmend Probleme, ausreichend Personal zur Verfügung zu stellen. Der Digitalisierung fällt in dieser Situation eine Schlüsselposition zu. Durch digitalisierte Prozesse können Arbeitsschritte automatisiert und die Qualität verbessert werden. Politisch kommt hinzu, dass die Öffentlichkeit zunehmend wahrnimmt, dass Europa in der Digitalisierung hinter anderen Regionen zurückfällt.
Daher steigen Budgets für IT und in vielen Krankenhäusern werden weitreichende Digitalisierungskonzepte erarbeitet. Eingetrübt wird diese, an sich sehr positive Entwicklung, nur von dem fehlenden Potential zur Umsetzung in den Krankenhäusern. Es mangelt in den meisten Einrichtungen an Personal und Organisationskraft, um die ehrgeizigen Digitalisierungsziele auch zu realisieren. Daher sehen wir derzeit noch keine sprunghaft ansteigende Nachfrage nach neuen Lösungen. Die Bereitschaft Systeme abzulösen, denen kein Weiterentwicklungspotential zugeschrieben wird, ist nach wie vor gering.
Einige Entwicklungen erhöhen jedoch den Druck auf die Gesundheitseinrichtungen zu einem rascheren Wandel. Insbesondere die Patienten stellen Forderungen nach diagonalerer Kommunikation und Datenübernahmen und zeigen wenig Verständnis für organisatorische Hürden. Patienten drohen zu innovativeren Anbietern (Tele-Health-Anbieter) abzuwandern und verursachen daher wirtschaftlichen Druck auf die bisherigen Dienstleister. Positiv ist, dass die Transformation zu Cloud-Lösungen und eine stärke Orientierung an Micro-Services die Umsetzung neuer technologischer Lösungen erleichtert.
Trotz dieser gemischten Ausgangslage sind die Zukunftsperspektiven der NEXUS nach wie vor sehr positiv. Durch unser modernes Produktportfolio und die Cross-Selling-Potentiale, die wir bei unseren zahlreichen Bestandkunden haben, waren wir bisher in der Lage, auch in einem weniger dynamischen Marktumfeld Wachstum zu erzielen. Gerade die Einführung unserer ONE / NEXUS Initiative, aber auch die Integration der jüngst getätigten Unternehmensakquisitionen, verbessern unsere strategische Position weiter.
In 2020 werden wir uns daher auch sehr stark darauf konzentrieren, unsere Produkte weiter zusammenzuführen, unsere ONE / NEXUS Referenzen auszubauen und die neuen Vertriebschancen aktiv anzugehen. Daher wird 2020 für uns ein Vorbereitungsjahr, in dem wir nicht so sehr auf Umsatzsteigerung setzen, sondern eher unsere Position als starke europäische Marke ausbauen wollen.
Trotz umfangreicher Maßnahmen erwarten wir in unserer Planung für die NEXUS-Gruppe im Segment „Healthcare Software” eine leichte Steigerung im Umsatz. Im Bereich „Healthcare Service” erwarten wir aufgrund der Strategieänderung Umsätze leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt sehen wir für 2020 in den Leistungskennziffern Umsatz und Ergebnis vor Steuern weiter leicht steigende Werte. Eine leichte Verbesserung in der relativen Marktposition in den relevanten Märkten geht damit einher. Die Planung berücksichtigt weitere Investitionen in Internationalisierung und die Erweiterung unserer Produktpalette. Sollten sich in 2020 wesentliche Änderungen in der konsolidierten Gruppe ergeben, kann dies zu einer Änderung der Planung führen.
Donaueschingen, den 09. März 2020
NEXUS AG
Der Vorstand
Dr. Ingo Behrendt
Ralf Heilig
Edgar Kuner
INVESTOR RELATIONS
Die aktive Kommunikation mit unseren Aktionären, potenziellen Investoren, Analysten und dem Finanzmarkt bildet den Schwerpunkt unserer Investor Relations-Aktivitäten. Wir informieren alle Marktteilnehmer kontinuierlich, zeitnah und umfänglich über Presse- und Ad Hoc-Mitteilungen sowie über die pflichtmäßigen Finanzberichte zu den Quartalen, dem Halb- und dem Geschäftsjahr.
Darüber hinaus pflegen wir den intensiven Dialog mit institutionellen Investoren und Finanzanalysten mittels One-on-One-Gesprächen und auf Roadshows. Unser Investor Relations-Team steht Ihnen selbstverständlich als Ansprechpartner gerne zur Verfügung.
DIVIDENDE
Wir sind der Überzeugung, dass unsere Aktionäre am Ergebnis 2019 angemessen beteiligt werden sollen. Gleichzeitig soll eine weitere Eigenfinanzierung der Wachstumspläne sichergestellt werden. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, eine im Vergleich zum Vorjahr um 1 Cent höhere Dividende von EUR 0,18 (2018: EUR 0,17) an die Aktionäre zu zahlen.
10. März 2020
IR Conference Call zum Geschäftsbericht 2019
29. April 2020
Quartalsbericht Q1 / 2020
30. April 2020
Hauptversammlung 2020, Donaueschingen
11. August 2020
Halbjahresbericht 2020
11. August 2020
IR Conference Call zum Halbjahresergebnis
21.-23. September 2020
Investorenkonferenz Berenberg, München
10. November 2020
Quartalsbericht Q3 / 2020
2019 2018 2017 20 16
Höchst 36,00 29,30 29,26 19, 22
Tiefst 22,70 22,30 17,49 15, 10
Börsenkapitalisierung 545,0 385,1 406,6 277,9 (Geschäftsjahr in Mio. EU R)
Ergebnis je Aktie 0,69 0,69 0,62 0,52 (verwässert) in E UR
„Der zügige Zugriff auf Patientendaten via Tablet bzw. Smartphone hat für mich im Alltag einen hohen Stellenwert.“
Rene Marahrens
Oberarzt, Psychiatrische Klinik Uelzen gGmbH
AKTIVA
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| Anhang | 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 5 | 74.0 18 | 72.762 1) |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 5 | 38.677 | 38.609 |
| Sachanlagen | 6 | 10.794 | 10.378 |
| Nutzungsrechte an Leasinggegenständen | 4 | 10.791 | - |
| Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen | 7 | 15 | 26 |
| Aktive latente Steuern | 9 / 26 | 3.650 | 3.860 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 11 | 355 | 156 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 138.300 | 125.791 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 8 | 418 | 536 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 10 | 25.927 | 25.980 |
| Vertragsvermögenswerte | 10 | 640 | 1.007 |
| Ertragsteuerforderungen | 2.340 | 1.511 | |
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 12 | 3.049 | 1.918 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 11 | 2.188 | 27.249 |
| Kurzfristige Finanzanlagen | 11 | 1.671 | 1.586 |
| Barmittel und Bankguthaben | 33.533 | 25.430 | |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 69.766 | 85.217 | |
| Bilanzsumme | 208.066 | 211.008 |
1) Gemäß IFRS 3.46 ff. wurde der Kaufpreis der NEXUS SWISSLAB GmbH, Berlin (vormals: Swisslab DITS GmbH, Berlin) um TEUR 700 angepasst. Weitere Ausführungen sind in Nummer 3 zu finden.
PASSIVA
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| Anhang | 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|---|
| Kapital und Rücklagen | 13 | TEUR | TEUR |
| --- | --- | --- | --- |
| Gezeichnetes Kapital | 15.752 | 15.752 | |
| Kapitalrücklage | 32.987 | 34.166 | |
| Gewinnrücklage | 60.427 | 52.182 | |
| Konzernjahresüberschuss | 10.841 | 10.921 | |
| Kumuliertes übriges Konzernergebnis | -8.666 | -4.640 | |
| Eigene Anteile | 173 | -759 | |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | 111.514 | 107.622 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 3.621 | 703 | |
| Summe Eigenkapital | 115.135 | 108.325 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Pensionsverpflichtungen | 14 | 17.198 | 10.838 |
| Passive latente Steuern | 9 / 26 | 7.369 | 7.219 |
| Sonstige finanzielle Schulden | 16 | 13.940 | 19.358 |
| Verbindlichkeiten Nutzungsrechte | 4 /16 | 6.899 | |
| Summe langfristige Schulden | 45.406 | 37.415 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | 15 | 10.772 | 13.128 |
| Finanzverbindlichkeiten | 16 | 0 | 9.000 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 16 | 6.326 | 7.070 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 16 | 1.700 | 1.615 |
| Erlösabgrenzung | 16 | 5.946 | 4.660 |
| Sonstige nichtfinanzielle Schulden | 16 | 4.296 | 3.111 |
| Sonstige finanzielle Schulden | 16 | 12.6 69 | 21.285 1) |
| Verbindlichkeiten Nutzungsrechte | 4/16 | 3.966 | - |
| Vertragsverbindlichkeiten | 16 | 1.850 | 5.399 |
| Summe kurzfristige Schulden | 47.525 | 65.268 | |
| Bilanzsumme | 208.066 | 211.008 |
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| Anhang | 01.01.2019-31.12.2019 | 01.01.2018-31.12.2018 | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 18 | 147.648 | 136.469 |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 3.850 | 4.130 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 19 | 16.004 | 4.783 |
| Materialaufwand einschließlich bezogene Leistungen | 20 | 21.507 | 23.044 |
| Personalaufwand | 21 | 91.566 | 76.392 |
| Abschreibungen | 16.503 | 11.527 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 22 | 20.482 | 19.238 |
| Betriebsergebnis | 17.444 | 15.181 | |
| Ergebnis aus at Equity bewerteten Beteiligungen | 23 | -11 | 0 |
| Finanzerträge | 24 | 32 | 38 |
| Finanzaufwendungen | 25 | 603 | 290 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 16.862 | 14.929 | |
| Ertragsteuern | 9 / 26 | 4.741 | 3.933 |
| Konzernjahresüberschuss | 12.121 | 10.996 | |
| Vom Konzernjahresüberschuss entfallen auf: | |||
| - Aktionäre der NEXUS AG | 10.841 | 10.921 | |
| - Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 1.280 | 75 | |
| Konzernüberschuss je Aktie | |||
| Gewogener Durchschnitt (unverwässert / verwässert) der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd.) | 15.732 / 15.732 | 15.733 / 15.733 | |
| Unverwässert / verwässert | 27 | 0,69 / 0,69 | 0,69 / 0,69 |
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| 01.01.2019-31.12.2019 | 01.01.2018-31.12.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Konzernjahresüberschuss | 12.121 | 10.996 |
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Posten, die nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | -5.404 | 1.422 |
| Steuereffekt | 938 | -247 |
| Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wurden oder werden können | ||
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 469 | 401 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -3.997 | 1.576 |
| Gesamtergebnis der Periode | 8.124 | 12.572 |
| Vom Gesamtergebnis der Periode entfallen auf: | ||
| - Aktionäre der NEXUS AG | 6.815 | 12.485 |
| - Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 1.309 | 87 |
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| Anhang | 01.01.2019-31.12.2019 | 01.01.2018-31.12.2018 | |
|---|---|---|---|
| 1. Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 29 | TEUR | TEUR |
| --- | --- | --- | --- |
| Konzernjahresergebnis vor Ertragsteuern | 16.862 | 14.929 | |
| Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen | 5/6 | 12.308 | 11.527 |
| Abschreibungen (+) auf Nutzungsrechte IFRS 16 Leasingverhältnisse | 4 | 4.195 | - |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) | -597 | 1.085 | |
| Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte | 8 | 152 | 658 |
| Gewinn (-) / Verlust (+) aus Anlagen- und Wertpapierabgängen | 61 | - 79 | |
| Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen und sonstige Vermögenswerte aus laufender Geschäftstätigkeit 1) | 12.291 | -1.104 | |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen soweit nicht im sonstigen Ergebnis erfasst | 14/15 | -4.240 | -2.550 |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit | -11.601 | -381 | |
| Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) | -379 | -57 | |
| Ertragssteuerzahlungen (-) | -4.434 | -3.787 | |
| 24.618 | 20.241 | ||
| 2. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | 30 | ||
| Auszahlungen (-) für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 5 / 6 | -5.872 | -7.654 |
| Einzahlungen (+) für Verkauf von immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 141 | 0 | |
| Auszahlungen (-) für Zugänge zum Konsolidierungskreis | 3 | -1.279 | -9.510 |
| -7.010 | -17.164 | ||
| 3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | 31 | ||
| Auszahlungen (-) für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen für bereits konsolidierte Unternehmen | -2.492 | -1.579 | |
| Auszahlungen (-) für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -4.122 | 0 | |
| Auszahlungen (-) von Dividenden | -2.676 | -2.519 | |
| Auszahlungen (-) von Dividenden an Minderheiten | -436 | 0 | |
| Auszahlungen (-) aus dem Kauf eigene Anteile | -424 | -1.345 | |
| Einzahlungen (+) aus dem Verkauf eigener Anteile | 0 | 1.005 | |
| -10.150 | -4.438 | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands (Summe aus 1 + 2 + 3) | 7.458 | -1.361 | |
| Wechselkursbedingte Veränderungen des Bestands an Finanzmitteln | 645 | 255 | |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 25.430 | 26.536 | |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 33.533 | 25.430 | |
| Zusammensetzung des Finanzmittelbestands | 32 | ||
| Liquide Mittel | 33.533 | 25.430 | |
| Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten | 0 | 0 | |
| 33.533 | 25.430 |
1) Verrechnung der Ein- und Auszahlung aus der Erfüllung der Closing Conditions aus dem Kauf der NEXUS SWISSLAB GmbH
Unsere Standorte

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung FÜR DIE ZEIT VOM 01.01.2019 BIS 31.12.2019 UND 01.01.2018 BIS 31.12.2018
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| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklagen | Gewinnrücklage | Jahresüberschuss | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Konzerneigenkapital zum 01.01.2018 | 15.752 | 34.953 | 48.202 | 9.832 |
| Anpassung aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 | - | - | -103 | - |
| Anpassung aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 | - | - | 6 | - |
| Angepasstes Konzerneigenkapital zum 01.01.2018 | 15.752 | 102.953 | 48.105 | 9.832 |
| Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2017 in den Konzerngewinnvortrag | - | - | 9.832 | -9.832 |
| Finanzmathematische Gewinne und Verluste | - | - | - | - |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern | - | - | - | - |
| Währungsdifferenzen | - | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernjahresüberschuss 2018 | - | - | - | 10.921 |
| Gesamtergebnis der Periode | 0 | 0 | 0 | 10.921 |
| Dividendenzahlung | - | - | -2.519 | - |
| Kauf eigener Anteile | - | - | - | - |
| Ausgabe eigener Anteile | - | - | - | - |
| Zugang Minderheiten | - | - | -3.236 | - |
| Aktienbasierte Vergütung | - | -787 | - | - |
| Konzerneigenkapital zum 31.12.2018 | 15.752 | 34.166 | 52.182 | 10.921 |
| Konzerneigenkapital zum 01.01.2019 | 15.752 | 34.166 | 52.182 | 10.921 |
| Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2018 in den Konzerngewinnvortrag | - | - | 10.921 | -10.921 |
| Finanzmathematische Gewinne und Verluste | - | - | - | - |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern | - | - | - | - |
| Währungsdifferenzen | - | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernjahresüberschuss 2019 | - | - | - | 10.841 |
| Gesamtergebnis der Periode | 0 | 0 | 0 | 10.841 |
| Dividendenzahlung | - | - | -2.676 | - |
| Dividendenzahlung an Minderheiten | - | - | - | |
| Kauf eigener Anteile | - | - | - | |
| Ausgabe eigener Anteile | - | - | ||
| Zugang Minderheiten | - | - | - | - |
| Aktienbasierte Vergütung | - | -1.179 | - | - |
| Konzerneigenkapital zum 31.12.2019 | 15.752 | 32.987 | 60.427 | 10.841 |
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| Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung | Rücklage für Pensionen | Eigene Anteile | Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | |
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konzerneigenkapital zum 01.01.2018 | 889 | -7.093 | -419 | 102.116 | 893 |
| Anpassung aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 | - | - | - | -103 | - |
| Anpassung aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 | - | - | - | 6 | - |
| Angepasstes Konzerneigenkapital zum 01.01.2018 | EA | -7.093 | -419 | AL | 893 |
| Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2017 in den Konzerngewinnvortrag | - | - | - | 0 | - |
| Finanzmathematische Gewinne und Verluste | - | 1.421 | - | 1.421 | 1 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern | - | -247 | - | -247 | - |
| Währungsdifferenzen | 242 | 148 | - | 390 | 11 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 242 | 1.322 | 0 | 1.564 | 12 |
| Konzernjahresüberschuss 2018 | - | - | - | 10.921 | 75 |
| Gesamtergebnis der Periode | 242 | 1.322 | 0 | 12.485 | 87 |
| Dividendenzahlung | - | - | - | -2.519 | - |
| Kauf eigener Anteile | - | - | -1.345 | -1.345 | - |
| Ausgabe eigener Anteile | - | - | 1.005 | 1.005 | - |
| Zugang Minderheiten | - | - | - | -3.236 | -277 |
| Aktienbasierte Vergütung | - | - | - | -787 | - |
| Konzerneigenkapital zum 31.12.2018 | 1.131 | -5.771 | -759 | 107.622 | 703 |
| Konzerneigenkapital zum 01.01.2019 | 1.131 | -5.771 | -759 | 107.622 | 703 |
| Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2018 in den Konzerngewinnvortrag | - | - | - | 0 | - |
| Finanzmathematische Gewinne und Verluste | - | -5.391 | - | -5.391 | -13 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern | - | 935 | - | 935 | 3 |
| Währungsdifferenzen | 662 | -232 | - | 430 | 39 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 662 | -4.688 | 0 | -4.062 | 29 |
| Konzernjahresüberschuss 2019 | - | - | - | 10.841 | 1.280 |
| Gesamtergebnis der Periode | 662 | -4.688 | 0 | 6.815 | 1.309 |
| Dividendenzahlung | - | - | - | -2.676 | - |
| Dividendenzahlung an Minderheiten | - | - | - | 0 | -436 |
| Kauf eigener Anteile | - | -424 | -424 | - | |
| Ausgabe eigener Anteile | - | - | 1.356 | 1.356 | - |
| Zugang Minderheiten | - | - | - | 0 | 2.045 |
| Aktienbasierte Vergütung | - | - | -1.179 | - | |
| Konzerneigenkapital zum 31.12.2019 | 1.793 | -10.459 | 173 | 111.514 | 3.621 |
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| Gesamtsumme Eigenkapital | Genehmigtes Kapital | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Konzerneigenkapital zum 01.01.2018 | 103.009 | 2.984 |
| Anpassung aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 | -103 | - |
| Anpassung aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 | 6 | - |
| Angepasstes Konzerneigenkapital zum 01.01.2018 | 102.912 | 2.984 |
| Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2017 in den Konzerngewinnvortrag | 0 | - |
| Finanzmathematische Gewinne und Verluste | 1.422 | - |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern | -247 | - |
| Währungsdifferenzen | 401 | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 1.576 | 0 |
| Konzernjahresüberschuss 2018 | 10.996 | - |
| Gesamtergebnis der Periode | 12.572 | 0 |
| Dividendenzahlung | -2.519 | - |
| Kauf eigener Anteile | -1.345 | - |
| Ausgabe eigener Anteile | 1.005 | - |
| Zugang Minderheiten | -3.513 | - |
| Aktienbasierte Vergütung | -787 | - |
| Konzerneigenkapital zum 31.12.2018 | 108.325 | 2.984 |
| Konzerneigenkapital zum 01.01.2019 | 108.325 | 2.984 |
| Einstellung des Konzernjahresüberschusses 2018 in den Konzerngewinnvortrag | 0 | - |
| Finanzmathematische Gewinne und Verluste | -5.404 | - |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern | 938 | - |
| Währungsdifferenzen | 469 | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -3.997 | 0 |
| Konzernjahresüberschuss 2019 | 12.121 | - |
| Gesamtergebnis der Periode | 8.124 | 0 |
| Dividendenzahlung | -2.676 | - |
| Dividendenzahlung an Minderheiten | -436 | - |
| Kauf eigener Anteile | -424 | - |
| Ausgabe eigener Anteile | 1.356 | - |
| Zugang Minderheiten | 2.045 | - |
| Aktienbasierte Vergütung | -1.179 | - |
| Konzerneigenkapital zum 31.12.2019 | 115.135 | 2.984 |
„Die Digitalisierung löst den endlosen Papierkram ab - und das ist gut so! Mit NEXUS ist es möglich, dass ich alle relevanten Dokumente für einen Befund auf einen Blick habe.“
Dr. med. Stefan Siebert
Facharzt für Radiologie am Standort Klinik im Park, Zürich
1. ALLGEMEINE ANGABEN
Der NEXUS-Konzern (nachfolgend NEXUS) entwickelt und vertreibt mit seinen Unternehmensbereichen „Healthcare Software“ und „Healthcare Service“ Soft- und Hardware-Lösungen und erbringt IT-Dienstleistungen insbesondere für Kunden des Gesundheitswesens. Der Konzern konzentriert sich im Bereich „Healthcare Software“ auf Informationssysteme für Krankenhäuser, Psychiatrien, Rehabilitations- und Sozialeinrichtungen. Der Bereich „Healthcare Service“ erbringt IT-Dienstleistungen für den IT-Betrieb insbesondere im Gesundheitswesen. Mutterunternehmen des Konzerns ist die Nexus AG.
Die Nexus AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Nummer HRB 602434 eingetragen. Die Nexus AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft und im Segment „Prime Standard“ zugelassen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand aufgestellt und am 09. März 2020 von diesem zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Die Veröffentlichung erfolgt nach Prüfung und Billigung durch den Aufsichtsrat am 10. März 2020.
Sitz der Gesellschaft der Nexus AG ist: Irmastraße 1, 78166 Donaueschingen, Deutschland
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| Auflistung der konsolidierten Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen | 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|---|
| Vollkonsolidierung | Land | Anteil am Kapital in % | |
| --- | --- | --- | --- |
| NEXUS Digitale Dokumentationssysteme Projektentwicklungsges.m.b.H., Wien |
Österreich | 100,00 | 100, 00 |
| Nexus Integration Solution GmbH, Donaueschingen (vormals: Nexus Deutschland GmbH, Donaueschingen) 1)2) | Deutschland | 100,00 | 100, 00 |
| NEXUS . IT GmbH SÜDOST, Donaueschingen (vormals: Singen Hohentwiel) 1)3) | Deutschland | 100,00 | 50,20 |
| NEXUS / CLOUD IT GmbH, Donaueschingen 1) | Deutschland | 100,00 | 100, 00 |
| Nexus Medizinsoftware und Systeme AG, Altishofen 4) | Schweiz | - | 100, 00 |
| Nexus Deutschland GmbH, Donaueschingen (vormals: nexus/cis GmbH, Donaueschingen) 1)5) | Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| nexus/dis GmbH, Frankfurt am Main 1) | Deutschland | 100,00 | 100, 00 |
| nexus/qm GmbH, Singen Hohentwiel 1) | Deutschland | 100,00 | 100, 00 |
| nexus/ reha GmbH, Donaueschingen 6) | Deutschland | 100,00 | 100, 00 |
| nexus/cso GmbH, Donaueschingen 1) | Deutschland | 100,00 | 100, 00 |
| VEGA Software GmbH, Frankfurt am Main 7) | Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| NEXUS Schweiz AG, Altishofen | Schweiz | 100,00 | 100, 00 |
| Synergetics AG, Altishofen 8) | Schweiz | 60,00 | 60,00 |
| NEXUS / OPTIM S.A.S, Grenoble | Frankreich | 100,00 | 100,00 |
| E&L medical Systems GmbH, Erlangen 1) | Deutschland | 100,00 | 100, 00 |
| NEXUS / ASS.TEC GmbH, Donaueschingen 9) | Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| NEXUS / MARABU GmbH, Berlin | Deutschland | 100,00 | 100, 00 |
| nexus/ cs3i S.A.S, Bellerive-sur-Allier 10) | Frankreich | 100,00 | 100,00 |
| NEXUS Nederland B.V., Nieuwegein | Niederlande | 100,00 | 100, 00 |
| nexus/ switspot GmbH, Neckarsulm 11) | Deutschland | 100,00 | 100, 00 |
| NEXUS SISINF SL, Sabadell 12) | Spanien | 100,00 | 100, 00 |
| IBH Datentechnik GmbH, Kassel 13) | Deutschland | 100,00 | 100, 00 |
| NEXUS / CHILI GmbH, Dossenheim (vormals: CHILI GmbH, Dossenheim) 14) | Deutschland | 83,73 | 83,73 |
| highsystem ag, Zürich 15) | Schweiz | 95,00 | 95, 00 |
| NEXUS POLSKA sp. z o.o., Posen 16) | Polen | 100,00 | 100, 00 |
| ASTRAIA Software GmbH, München 17) | Deutschland | 100,00 | 100, 00 |
| Creativ Software AG, Widnau 18) | Schweiz | 100,00 | 100, 00 |
| NEXUS SWISSLAB GmbH, Berlin (vormals: Swisslab DITS GmbH, Berlin)1) 19) | Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| ifa systems AG, Frechen | Deutschland | 52,56 | - |
| Equity-Konsolidieru ng | |||
| G.I.T.S. Gesundheitswesen IT-Service GmbH Fürstenfeldbruck, Fürstenfeldbruck 20) | Deutschland | 49,00 | 49,00 |
1) Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB.
2) Die Nexus Deutschland GmbH, Donaueschingen, wurde zum 02. Juli 2019 in Nexus Integration Solution GmbH, Donaueschingen, umfirmiert.
3) Mit Geschäftsanteils-Kaufvertrag vom 14. Juni 2019 hat die Nexus AG die restlichen 49,80 % der Anteile an der NEXUS. IT GmbH SÜDOST, Donaueschingen, erworben.
4) Die Nexus Medizinsoftware und Systeme AG, Altishofen, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 19. September 2019 auf die NEXUS Schweiz AG, Altishofen, per 01. Juli 2019 verschmolzen.
5) Die nexus/cis GmbH, Donaueschingen, wurde zum 01. Juli 2019 in Nexus Deutschland GmbH, Donaueschingen, umfirmiert.
6) Die nexus / reha GmbH, Donaueschingen, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 18. November 2019 auf die nexus/cso GmbH, Donaueschingen, per 01. Januar 2020 verschmolzen.
7) Die VEGA Software GmbH, Frankfurt am Main, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 18. November 2019 auf die Nexus Deutschland GmbH, Donaueschingen, per 01. Januar 2020 verschmolzen.
8) Die Anteile werden indirekt über die NEXUS Schweiz AG, Altishofen, gehalten.
9) Die NEXUS / ASS.TEC GmbH, Donaueschingen, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 18. November 2019 auf die nexus / switspot GmbH, Neckarsulm, per 01. Januar 2020 verschmolzen.
10) Die Anteile werden indirekt über die NEXUS / OPTIM S.A.S, Grenoble, gehalten.
11) Die Nexus AG hat am 15. Mai 2019 aus dem bestehenden Optionsvertrag die restlichen 10,00 % der Anteile an der bereits vorhandenen Tochtergesellschaft nexus / switspot GmbH, Neckarsulm, erworben.
12) Die Nexus AG hat am 26. Juni 2019 aus dem bestehenden Optionsvertrag die restlichen 10,00 % der Anteile an der bereits vorhandenen Tochtergesellschaft NEXUS SISINF SL, Sabadell, erworben.
13) Die IBH Datentechnik GmbH, Kassel, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 18. November 2019 auf die Nexus Integration Solution GmbH, Donaueschingen, per 01. Januar 2020 verschmolzen.
14) Gesellschaftsrechtlicher Anteil beträgt nur 51,19 %. Über die restlichen 32,54 % der Anteile besteht ein Optionsvertrag. Die CHILI GmbH, Dossenheim, wurde zum 09. Dezember 2019 in NEXUS / CHILI GmbH, Dossenheim, umfirmiert.
15) Die Anteile werden indirekt über die NEXUS Schweiz AG, Altishofen, gehalten. Der gesellschaftsrechtliche Anteil beträgt nur 80,00 %. Über weitere 15,00 % der Anteile besteht ein Optionsvertrag.
16) Gesellschaftsrechtlicher Anteil beträgt nur 66,37 %. Über die restlichen 33,63 % der Anteile besteht ein Optionsvertrag. Die Nexus AG hat am 06. Juni 2019 aus dem bestehenden Optionsvertrag weitere 11,37 % der Anteile des Tochterunternehmens NEXUS POLSKA sp. z o.o., Posen, erworben.
17) Gesellschaftsrechtlicher Anteil beträgt nur 61,0 %. Über die restlichen 39,0 % der Anteile besteht ein Optionsvertrag.
1 8) Die Anteile werden indirekt über die NEXUS Schweiz AG, Altishofen, gehalten. Gesellschaftsrechtlicher Anteil beträgt nur 80,0 %. Über die restlichen 20,0 % der Anteile besteht ein Optionsvertra g.
19) Die Swisslab DITS GmbH, Berlin, wurde zum 12. November 2019 in NEXUS SWISSLAB GmbH, Berlin, umfirmiert.
20)Die G.I.T.S. Gesundheitswesen IT-Service GmbH Fürstenfeldbruck, Fürstenfeldbruck wird mit Wirkung zum 01. Januar 2020 aufgelöst.
2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
2.1 Grundlagen der Erstellung des Abschlusses
Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß § 315e Abs. 1 HGB nach dem am Bilanzstichtag von der Europäischen Union verpflichtend übernommenen Regelwerk des International Accounting Standards Board (IASB) und den ergänzend zu berücksichtigenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt, er steht in Einklang mit den am Bilanzstichtag geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, einschließlich den noch in Kraft befindlichen International Accounting Standards (IAS) und den ergänzenden Interpretationen (IFRIC bzw. SIC). Es wurden alle für das Geschäftsjahr 2019 zwingend anzuwendenden IFRS und IFRIC berücksichtigt. Noch nicht verpflichtend in Kraft getretene Standards und Interpretationen des IASB wurden nicht angewendet.
Berichtswährung
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts Abweichendes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend (TEUR) gerundet.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss einbezogen sind - neben der Nexus AG als Mutterunternehmen - alle operativ tätigen in- und ausländischen Tochterunternehmen, die von der Nexus AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht werden. Zum Bilanzstichtag wurde ein assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert.
Konsolidierungsgrundsätze
Alle zum 31. Dezember 2019 einbezogenen Gesellschaften erstellen ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember. Diese werden in einheitlich aufgestellte, konsolidierungsfähige Abschlüsse nach den International Financial Reporting Standards, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, übergeleitet. Konzerninterne Geschäftsvorfälle werden im Anschluss eliminiert.
Für Unternehmenskäufe wird die Erwerbsmethode verwendet. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt auf den Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung erlangt wurde. Dabei wird das ausgewiesene Eigenkapital der einbezogenen Unternehmen gegen die Beteiligungsbuchwerte aufgerechnet. Die Vermögenswerte sowie Schulden und Eventualschulden werden dabei mit ihren Zeitwerten angesetzt. Im Rahmen eines Identifikationsprozesses werden nach IFRS 3 bisher nicht bilanzierte, aber bilanzierungsfähige immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Zusätzlich sind auch Eventualschulden zu berücksichtigen. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert nach IFRS 3 aktiviert bzw. negative Unterschiedsbeträge nach nochmaliger Überprüfung der Wertansätze ertragswirksam vereinnahmt. Zukünftig anfallende Kaufpreiserhöhungen, deren Eintritt hinreichend wahrscheinlich ist, werden als zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlungen zum im Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert im Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und als Verbindlichkeit ausgewiesen.
Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften sind im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gegeneinander verrechnet worden. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden Innenumsätze eliminiert. Eine Eliminierung der Zwischenergebnisse wurde - soweit anwendbar - vorgenommen.
Der Konzernjahresüberschuss ist als vollkonsolidiertes Periodenergebnis nach dem Gesamtkostenverfahren ermittelt, indem sämtliche Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen konsolidiert worden sind.
Die Ergebnisanteile, die anderen Gesellschaftern zustehen, werden unterhalb des Konzernjahresüberschusses gesondert bzw. deren Anteile in der Bilanz als separate Position innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, erfolgt nach den Vorschriften von IAS 21. Die funktionale Währung ist bei allen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung. Die Bilanzen der Konzerngesellschaften in der Schweiz werden dementsprechend mit dem Stichtagskurs von 1,0856 CHF / EUR (Vj: 1,1266 CHF / EUR), das Jahresergebnis mit dem Durchschnittskurs von 1,1126 CHF / EUR (Vj: 1,1550 CHF / EUR) und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Die Bilanz der Konzerngesellschaft in Polen wird dementsprechend mit dem Stichtagskurs von 4,2597 PLN / EUR (Vj: 4,2981 PLN / EUR), das Jahresergebnis mit dem Durchschnittskurs von 4,2980 PLN / EUR (Vj: 4,2618 PLN / EUR) und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Sich hieraus ergebende Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Gleiches gilt für Umrechnungsdifferenzen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung, soweit es sich bei den anzurechnenden Forderungen um Darlehen handelt, die gemäß IAS 21.32 als Nettoinvestment in einem ausländischen Geschäftsbetrieb anzusehen sind.
Alle übrigen Umrechnungsdifferenzen, die bei der Schuldenkonsolidierung anfallen, werden erfolgswirksam erfasst.
2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Allerdings haben das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) die Anpassung bestehender Standards sowie einige neue Interpretationen verabschiedet. Alle für das Geschäftsjahr 2019 verpflichtend anzuwendende International Accounting Standards bzw. IFRS und IFRIC wurden berücksichtigt. In der nachfolgenden Tabelle sind die neuen oder geänderten Standards oder Interpretationen dargestellt, die durch die NEXUS im Geschäftsjahr angewendet wurden oder zulässigerweise noch nicht angewendet wurden.
Neue, derzeit gültige Anforderungen:
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| Standard / Interpretation | Titel des Standards / der Interpretation bzw. des Amendments | Anzuwenden für Geschäftsjahre ab | Auswirkungen auf den NEXUS-Konzernabschluss |
|---|---|---|---|
| IFRS 16 | Leasing | 01. Januar 2019 | Siehe unten |
| Amendments to IFRS 9 | Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung | 01. Januar 2019 | Keine Auswirkungen |
| IFRIC 23 | Unsicherheit bezüglich ertragsteuerlicher Behandlung | 01. Januar 2019 | Keine Auswirkungen |
| Jährlicher Verbesserungsprozess (Zyklus 2015-2017) | Änderungen an IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23 | 01. Januar 2019 | Keine Auswirkungen |
| Amendments to IAS 28 | Gemeinschaftsunternehmen | 01. Januar 2019 | Keine Auswirkungen |
| Amendments to IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer: Planänderung, -kürzung oder -abgeltung | 01. Januar 2019 | Keine Auswirkungen |
Zukünftige Anforderungen:
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| Standard / Interpretation | Titel des Standards / der Interpretation bzw. des Amendments | Anzuwenden für Geschäftsjahre ab 1) | Auswirkungen auf den NEXUS-Konzernabschluss |
|---|---|---|---|
| EU Endorsement ist bis zum Datum der Freigabe zur Veröffentlichung erfolgt | |||
| Amendments to IAS 1 und IAS 8 | Definition von Wesentlichkeit | 01. Januar 2020 | Grundsätzliche Bedeutung |
| Amend. Verweise Rahmenkonzept IFRS | Aktualisierung der Verweise auf das Rahmenkonzept IFRS | 01. Januar 2020 | Grundsätzliche Bedeutung |
| Interest Rate Benchmark Reform | Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 | 01. Januar 2020 | Keine wesentlichen Auswirkungen |
| EU Endorsement ist noch ausstehend | |||
| IFRS 17 | Versicherungsverträge | 01. Januar 2021 | Keine Auswirkungen |
| Amendments to IFRS 3 | Unternehmenszusammenschlüsse | 01. Januar 2020 | Keine Auswirkungen |
| Amendments to IAS | Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig | Ausstehend | Auswirkungen noch zu bestimmen |
1) Die Nexus AG plant die erstmalige Anwendung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben.
IFRS 16 - Leasingverhältnisse
Das IASB veröffentlichte am 13. Januar 2016 den neuen Standard IFRS 16 (Leasingverhältnisse).
IFRS 16 löst die bisherige Klassifizierung von Leasingverträgen auf Leasingnehmerseite in Operating- und Finance-Leasing-Verhältnisse ab. Stattdessen führt IFRS 16 ein einheitliches Bilanzierungsmodell ein, nach dem Leasingnehmer verpflichtet sind, für Leasing Verträge mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten Vermögenswerte für das Nutzungsrecht und Leasingverbindlichkeiten anzusetzen.
Dies führt dazu, dass bisher nicht bilanzierte Leasingverhältnisse künftig - weitgehend vergleichbar mit der heutigen Bilanzierung von Finance-Leasing-Verhältnissen - bilanziell zu erfassen sind. IFRS 16 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01. Januar 2019 beginnen. Die Erstanwendung des IFRS 16 erfolgt nach der modifizierten retrospektiven Methode; die Vergleichszahlen der Vorjahresperioden werden nicht angepasst. Für Leasinggegenstände von geringem Wert und für kurzfristige Leasingverhältnisse (weniger als 12 Monate) wird von den Anwendungserleichterungen Gebrauch gemacht.
Die Nexus AG hat im Jahr 2018 ein konzernübergreifendes Projekt zur Implementierung des neuen Standards aufgesetzt. Im Rahmen einer umfassenden softwaregestützten Vertragsanalyse wurde der Gesamtumfang der nach IFRS 16 zu bewertenden Verträge identifiziert und nach der Vertragsart geclustert und nach entsprechender Vertragslaufzeit aufgeteilt. Es wurden folgende Vertragsarten identifiziert:
| ― | Mietverträge für Kraftfahrzeuge |
| ― | Mietverträge für Bürogebäude und Parkplätze |
| ― | Mietverträge für Hardware und Software |
Die Auswirkungen der identifizierten Leasingverhältnisse nach IFRS 16 auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden im Konzernanhang Nummer vier erläutert.
2.3 Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen
Die wichtigsten Ermessensentscheidungen, zukunftsbezogene Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden im Folgenden erläutert.
Wertminderung der immateriellen Vermögenswerte
Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte und Marken mit unbestimmter Nutzungsdauer wertgemindert sind. Dies erfordert eine Schätzung des erzielbaren Betrages der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen diese immateriellen Vermögenswerte zugeordnet sind.
Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss der Konzern darüber hinaus zum einen die künftigen Cash Flows schätzen als auch einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cash Flows zu ermitteln.
Bei Unternehmenserwerben identifizierte Kundenbeziehungen und Technologie
Der beizulegende Zeitwert von erworbenen Wartungsverträgen (Kundenbeziehungen) zum Zeitpunkt von Unternehmenserwerben wird auf Basis des geschätzten zukünftigen Nutzens, insbesondere aufgrund zukünftig erwarteter, mit einem angemessenen Zinssatz diskontierter Zahlungsüberschüsse, ermittelt und über die voraussichtliche Nutzungsdauer, auf Basis einer unterstellten jährlichen Abwanderung der Kunden, abgeschrieben. Der beizulegende Zeitwert von erworbener Technologie zum Zeitpunkt von Unternehmenserwerben wird auf Basis eines kostenorientierten Verfahrens oder der Lizenzpreisanalogiemethode ermittelt und über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Bei Unternehmenserwerben identifizierte Markenrechte
Der beizulegende Zeitwert von erworbenen Markenrechten wird auf Basis der Lizenzpreisanalogiemethode ermittelt. Dabei wird der Wert des immateriellen Vermögenswerts als Barwert ersparter Lizenzzahlungen berechnet. Hierzu wird ermittelt, welche marktüblichen Lizenzzahlungen fiktiv zu entrichten wären, wenn sich der betreffende immaterielle Vermögenswert im Eigentum eines Dritten befände. Die fiktiven Nachsteuer-Lizenzzahlungen werden mit einem angemessenen Zinssatz auf den Bewertungsstichtag diskontiert.
Bei Unternehmenserwerben vertraglich vereinbarte zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlungen
Zum Zeitpunkt von Unternehmenserwerben können zukünftig erwartete Kaufpreiszahlungen mit dem Verkäufer vertraglich vereinbart werden. Der beizulegende Zeitwert (Fair Value Hierarchie Stufe 3) wird auf Basis der geplanten Umsätze und / oder Ergebnisse berechnet und anhand der Wachstumsprognose jährlich neu ermittelt. Dieser Wert wird über seine Laufzeit mit einem angemessenen Zinssatz diskontiert.
Bei Unternehmenserwerben zugegangener nicht beherrschende Anteile
Die Bestandteile der zugegangener nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen zum Erwerbszeitpunkt werden zum entsprechenden Anteil der gegenwärtigen Eigentumsinstrumente an den für das identifizierte Nettovermögen des erworbenen Unternehmens angesetzten Beträgen bewertet.
Entwicklungskosten
Die Entwicklungskosten werden entsprechend der in der Anhangangabe 2.4 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Für selbst geschaffene Entwicklungen ist zur Bestimmung von Abschreibungsart und -dauer der aktivierungspflichtigen Herstellungskosten der zukünftige Nutzenverlauf abzuschätzen.
Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge
Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird und diese noch bestehen werden, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung auf der Grundlage des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.
Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.
2.4 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Gliederung
Die Vermögens- und Schuldposten in der Bilanz wurden entsprechend ihrer Fristigkeit gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
Finanzinstrumente
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente (finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten) im Sinne von IAS 32 und IFRS 9 umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Beteiligungen, Wertpapiere, liquide Mittel, kurzfristige Darlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie bestimmte auf vertraglichen Vereinbarungen beruhende sonstige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Nach IFRS 9 bestehen drei Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte:
| ― | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte |
| ― | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
| ― | erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
Die Klassifizierung nach IFRS 9 ist abhängig von der Erfüllung der Zahlungsstromkriterien, nachdem die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich aus Zins und Tilgung bestehen sowie von der Erfüllung des Geschäftsmodellkriteriums, bei dem die Klassifizierung in Abhängigkeit der Steuerung der finanziellen Vermögenswerte zur Generierung von Zahlungsströmen erfolgt.
Nach IFRS 9 wird bei der erstmaligen Erfassung eines Finanzinstrumentes dieses mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem Zeitwert der gegebenen Gegenleistung entsprechen. Transaktionskosten werden einbezogen, sofern es sich nicht um ein erfolgswirksam zum Zeitwert bilanziertes Finanzinstrument handelt. Bei erstmaligem Ansatz erfolgt auch die Einstufung in eine der oben genannten Bewertungskategorien.
Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte und finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft wurden. Finanzielle Vermögenswerte, die für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden, erfüllen nicht die Zahlungsstrom- und Geschäftsmodellbedingungen und dürfen daher nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Schulden werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust, einschließlich aus Zinsen und Dividenden, wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente sind nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten bzw. Vermögenswerte, die nicht zur Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert designiert wurden. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerte erfüllen kumuliert folgende Bedingungen:
| ― | das Finanzinstrument wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Ziel es ist, das Finanzinstrument zu halten, um daraus vertragliche Zahlungsströme zu generieren und die vertraglichen Bedingungen führen an bereits festgelegten Terminen zu Zahlungsströmen, die ausschließlich aus Zins und Tilgung betreffend den Nominalbetrag bestehen. |
Der Konzern ist zwar auf internationaler Ebene, überwiegend jedoch im europäischen Raum geschäftstätig und daher nur eingeschränkt Marktrisiken aufgrund von Änderungen der Wechselkurse ausgesetzt. Ausfallrisiken werden gemäß IFRS 9 mit einem Wertminderungsmodell erfasst, welches auf den erwarteten Verlusten basiert. Das Wertminderungsmodell ist auf zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte und auf Vertragsvermögenswerte anzuwenden.
Nach IFRS 9 werden allen erwarteten Kreditverlusten bei den zuvor genannten Vermögenswerten durch die Vornahme von Wertminderungen Rechnung getragen. Hierzu wird das nach IFRS 9 vorgegebene allgemeine Modell (Drei-Stufen-Modell, beginnend mit dem „12-month-expected-credit-loss“) verwendet bzw. das vereinfachte Modell (Zwei-Stufen-Modell) bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten. Im vereinfachten Modell wird die Wertminderung für die gesamte Laufzeit berechnet („lifetime-expected-credit-loss“).
Die Wertminderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zur Bewertung der erwarteten Verluste werden angemessene und belastbare Informationen herangezogen, die mit vertretbarem Aufwand zur Verfügung gestellt werden können. Die Ausfallrisiken werden, sofern verfügbar, anhand externer Bonitätsratings sowie historischen Ausfallraten bestimmt.
Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswerts, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Immaterielle Vermögenswerte werden ausgewiesen, wenn es wahrscheinlich ist, dass der dem Vermögenswert zuzuordnende künftige wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Herstellungskosten des Vermögenswerts zuverlässig bemessen werden können. Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, abzüglich jeder kumulierten Abschreibung und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen.
elbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden mit Ausnahme von aktivierten Entwicklungskosten nicht aktiviert. Damit verbundene Kosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Für die immateriellen Vermögenswerte ist zunächst festzustellen, ob sie eine begrenzte oder unbestimmte Nutzungsdauer haben. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung untersucht. Die Abschreibungsperiode und die Abschreibungsmethode werden für einen immateriellen Vermögenswert mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswerts geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen erfasst. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich Werthaltigkeitstests durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts mit unbestimmter Nutzungsdauer wird einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist
Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von einer unbestimmten Nutzungsdauer zur begrenzten Nutzungsdauer auf prospektiver Basis vorgenommen. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden aus den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst. Die immateriellen Vermögenswerte enthalten Wartungsverträge / Kundenbeziehungen, Marken, Software, Technologien, Geschäfts- oder Firmenwerte und aktivierte Entwicklungskosten.
a) Wartungsverträge, Kundenbeziehungen
Die Gesellschaft hat in Vorjahren sowie im abgelaufenen Jahr im Rahmen von Unternehmenserwerben Softwarepflegeverträge übernommen. Für die Kundenbeziehungen wurde eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 10 Jahren unterstellt. Die Abschreibungsmethode entspricht dem erwarteten Verbrauch des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts.
b) Software
Software wird mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert ausgewiesen. Software wird über einen Zeitraum von 4 bis 6 Jahren linear abgeschrieben.
c) Technologien
Technologiebezogene Vermögenswerte beziehen sich auf Prozess- und Entwicklungs-Know-How, das in Vorjahren und im abgelaufenen Jahr im Rahmen von Unternehmenserwerben erworben wurde. Technologien stehen langfristig dem Konzern zur Verfügung und werden grundsätzlich über 5 Jahre linear abgeschrieben.
d) Geschäfts- oder Firmenwerte
Der Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmens über den erworbenen Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden im Erwerbszeitpunkt wird als Geschäfts- oder Firmenwert bezeichnet und in der Bilanz als Vermögenswert angesetzt. Zum Zweck der Überprüfung, ob eine Wertminderung vorliegt, muss der Geschäfts- oder Firmenwert, vom Übernahmetag an einer der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen sollen, zugeordnet werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des Konzerns diesen Einheiten oder Gruppen von Einheiten bereits zugewiesen worden sind. Jede Einheit oder Gruppe von Einheiten, zu der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, stellt die niedrigste Ebene innerhalb des Konzerns dar, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird und ist nicht größer als ein Geschäftssegment, wie es gemäß IFRS 8 „Geschäftssegmente“ festgelegt ist. Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten), auf die sich ein Geschäfts- oder Firmenwert bezieht, bestimmt. Liegt der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Die Wertminderung ist zunächst in voller Höhe dem Geschäfts- oder Firmenwert zuzuordnen. Eine darüber hinaus gehende Wertminderung wird anteilig den Buchwerten der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet. In den Fällen, in denen ein Geschäfts- oder Firmenwert einen Teil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit darstellt und ein Teil des Geschäftsbereiches dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereiches bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung des Geschäftsbereiches einbezogen. Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der auf diese Weise veräußert wird, wird auf der Grundlage des Verhältnisses des veräußerten Geschäftsbereiches zum nichtveräußerten Anteil der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Ein wertgeminderter Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht mehr zugeschrieben.
e) Marken
Die Bewertung einer Marke stützt sich auf die Verbreitung und die Nutzung innerhalb unterschiedlicher Informationssysteme am Markt und beruht auf der Markenstärke und der Verbreitung innerhalb der Zielgruppe. Sie erfolgt anhand eines kapitalwertorientierten Verfahrens auf Basis einer 3-Jahresplanung des Managements, auf Basis des Geschäftsjahres in dem der Erwerb erfolgte. Aufbauend auf diesem Geschäftsjahr werden die Erlöse mit einer konstanten Wachstumsrate kalkuliert. Sie steht dem Konzern unbegrenzt zur Verfügung und wird daher nicht abgeschrieben. Der Wertansatz wird mindestens einmal jährlich auf Wertminderung getestet.
f) Entwicklungskosten
Entwicklungskosten werden als immaterieller Vermögenswert mit ihren Herstellungskosten aktiviert, sofern die Voraussetzungen gemäß IAS 38.57 kumuliert gegeben sind. Falls diese Voraussetzungen nicht gegeben sind, werden die Entwicklungskosten im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst. Im Fall der Aktivierung umfassen die Herstellungskosten alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht aktiviert. Die Abschreibung erfolgt linear ab Fertigstellung über einen Zeitraum von 4 bis 6 Jahren. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Abschreibungen der Entwicklungskosten in den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen enthalten. Solange eine Nutzungsbereitschaft einer aktivierten Entwicklung noch nicht vorliegt oder Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen, wird der aktivierte Betrag der Entwicklungskosten einmal jährlich auf Wertminderung überprüft.
Sachanlagen
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibung und kumulierter Wertminderungen angesetzt. Die ursprünglichen Anschaffungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten von Sachanlagen umfassen die Aufwendungen, die durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Dienstleistungen für die Herstellung entstehen. Dazu gehören neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in welcher sie anfallen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter der Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Als Abschreibungsmethode wird die lineare Abschreibung verwendet.
Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer beträgt:
1. bei Bauten: 20 bis 33 Jahre
2. bei Mietereinbauten: 5 bis 10 Jahre
3. bei Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 8 Jahre
Die Buchwerte der Sachanlagen werden auf Wertminderungen überprüft, sobald Indikatoren dafür vorliegen, dass der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethode werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Finanzanlagen
Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden gemäß IAS 28 entsprechend der Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt und das weder ein Tochterunternehmen noch ein Joint Venture ist. Ein Joint Venture ist ein aufgrund vertraglicher Vereinbarung gemeinschaftlich von Partnerunternehmen geführtes Unternehmen. Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des Unternehmens erfasst. Der mit einem assoziierten Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. Nach Anwendung der Equity-Methode stellt der Konzern fest, ob hinsichtlich der Nettoinvestition des Konzerns beim einbezogenen Unternehmen die Berücksichtigung eines zusätzlichen Wertminderungsaufwands erforderlich ist. Der Konzernjahresüberschuss enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmens. Unmittelbar im Eigenkapital des einbezogenen Unternehmens erfasste Änderungen werden vom Konzern in Höhe seines Anteils ebenfalls unmittelbar im Eigen- kapital erfasst und - sofern erforderlich - in die Aufstellung über Veränderungen des Eigenkapitals aufgenommen. Der Bilanzstichtag der assoziierten Unternehmen entspricht dem des Konzerns. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für ähnliche Geschäftsvorfälle und Ereignisse der assoziierten Unternehmen und des Konzerns stimmen aus Sicht des Konzerns ohne wesentliche Abweichungen überein. Die Anteile an at equity bewerteten Unternehmen werden gemäß IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Latente Steuern
Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Methode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Latente Steuerschulden und -ansprüche werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:
| ― | eine latente Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts sowie |
| ― | eine latente Steuerschuld bzw. ein latenter Steueranspruch aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das bilanzielle Ergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst. |
| ― | Latente Steuerschulden aus zuversteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, Zweigniederlassungen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures stehen, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. |
| ― | Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und nicht genutzte Steuergutschriften nur in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Dies gilt ebenfalls für latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, Zweigniederlassungen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures stehen. |
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruches ermöglicht. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuervorschriften) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst werden, werden ebenfalls dort erfasst. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden.
Vorräte
Unter den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen, die direkt dem Leistungserstellungsprozess zugeordnet werden können. Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, soweit sie dem Leistungserstellungsprozess zuzurechnen sind. Fremdkapitalzinsen sind nicht zu aktivieren, da keine qualifizierten Vermögenswerte vorliegen. Nicht veräußerbare Vorräte werden vollständig abgeschrieben. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden gemäß IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Vermögenswerte werden mit dem Ziel gehalten, die daraus resultierenden vertraglichen Zahlungsströme zu generieren. Die vertraglichen Bedingungen führen an bereits festgelegten Terminen zu Zahlungsströmen, die ausschließlich aus Zins und Tilgung betreffend den Nominalbetrag bestehen.
Vertragsvermögenswerte
Die Vertragsvermögenswerte betreffen im Wesentlichen die Ansprüche des Konzerns auf Gegenleistung für abgeschlossene, aber zum Stichtag noch nicht abgerechnete Leistungen aus Auftragsfertigungen von Krankenhausinformationssystemen. Die Vertragsvermögenswerte werden in die Forderungen umgegliedert, wenn die Rechte vorbehaltlos werden. Dies geschieht in der Regel, wenn der Konzern eine Rechnung an den Kunden ausstellt.
Wertpapiere
Die Wertpapiere werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert. Bei der erstmaligen Erfassung werden diese mit ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die Wertpapiere mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und die Veränderungen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts basiert auf öffentlich notierten Preisen einer Wertpapierbörse.
Wertminderungen
Nach IFRS 9 wird allen erwarteten Kreditverlusten bei den zuvor genannten Vermögenswerten durch die Vornahme von Wertminderungen Rechnung getragen. Hierzu wird das nach IFRS 9 vorgegebene allgemeine Modell (Drei-Stufen-Modell, beginnend mit dem „12-Monats-expected-credit-loss“) verwendet bzw. das vereinfachte Modell (Zwei-Stufen-Modell) bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten. Im vereinfachten Modell wird die Wertminderung für die gesamte Laufzeit berechnet („lifetime-expected-credit-loss“).
Liquide Mittel
Liquide Mittel bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten. Diese haben eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten und erfüllen die Voraussetzungen nach IAS 7.7.
Der Konzern wendet das allgemeine Modell nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste bei den Liquiden Mitteln zu bemessen; dem zufolge werden die erwarteten Kreditverluste für die 12 Monats-Periode herangezogen. Siehe dazu auch Note 34.
Wertminderung von langfristigen nichtfinanziellen Vermögenswerten
Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cash-Flows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst.
Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden in der Position Abschreibungen erfasst. An jedem Berichtsstichtag wird mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen. Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung ist sofort im Konzernjahresüberschuss zu erfassen. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwerts, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen.
Behandlung von Optionen
Optionen bestehen ausschließlich in Form von Put-, Call-Optionen im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben in Bezug auf die Aufstockung bereits beherrschender Anteile. Die bilanzielle Abbildung erfolgt im Rahmen eines antizipierten Erwerbs gemäß IFRS 3.
Rückstellungen für Pensionen
Der Konzern verfügt im Inland über acht Pensionspläne. Die Leistungen werden nicht - mit Ausnahme einer Gesellschaft - über einen Fonds finanziert. Daneben bestehen in der Schweiz durch Planvermögen finanzierte Verpflichtungen aus dem Vorsorgewerk nach dem schweizerischen Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invaliditätsvorsorge (BVG). Die Aufwendungen für die im Rahmen der als leistungsorientierte Pläne zu beurteilenden gewährten Leistungen werden gesondert für jeden Plan unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (IAS 19) ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden nach Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Als biometrische Berechnungsgrundlagen (Sterblichkeit der Begünstigten, Invaliditätswahrscheinlichkeiten, Verheiratungswahrscheinlichkeiten im Todesfall) werden in Deutschland die Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH zugrunde gelegt. In der Schweiz wurde der auf statistischen Zahlen der Jahre 2010 - 2014 beruhende Tarif BVG 2015 zugrunde gelegt. In den Niederlanden wurde die AG Prognosetafel 2016 with mortality experience adjustments zugrunde gelegt.
Sonstige Rückstellungen
Rückstellungen werden gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 mit der bestmöglichen Schätzung der Ausgaben, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich wären. Aufwandsrückstellungen werden nicht angesetzt. Resultiert aus dem Erfüllungszeitpunkt der Verpflichtung ein wesentlicher Zinseffekt, so wird die Rückstellung zum Barwert bilanziert. Die Erhöhung der Rückstellung im Zeitablauf wird unter den Finanzaufwendungen erfasst.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn NEXUS eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich gegebenenfalls angefallenen Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertragliche Verpflichtung beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist.
Eventualverbindlichkeiten
Eventualverbindlichkeiten werden im Konzernabschluss solange nicht passiviert, bis eine Inanspruchnahme wahrscheinlich ist. Sie werden im Konzernanhang angegeben, sofern eine Inanspruchnahme nicht unwahrscheinlich ist.
Umsatzrealisierung
Die Umsatzerlöse des Konzerns stammen aus Softwarelizenzen und damit in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen, die die Unterstützung bei der Implementierung sowie Wartung und sonstige Dienstleistungen umfassen. In der Regel räumt die Gesellschaft ihren Kunden eine zeitlich unbegrenzte Nutzung der Software ein. Zusätzlich erzielt der Konzern Umsätze mit dem Verkauf von Hardware. Erlöse aus der Lieferung von Waren und Rechten werden im Einklang mit IFRS 15 erfasst, wenn die übernommene Leistungsverpflichtung durch Übergang der Verfügungsmacht auf den Kunden erbracht wurde, der Zufluss der Gegenleistung wahrscheinlich und der Betrag verlässlich zu bestimmen ist. Erlöse aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistungen erbracht wurden und der Kunde den wesentlichen Nutzen daraus vereinnahmen kann. Eine Erlösrealisierung findet nicht statt, sofern wesentliche Risiken hinsichtlich des Erhalts der Gegenleistung bzw. einer potentiellen Warenrückgabe bestehen. Die NEXUS-Gruppe weist seine Umsatzerlöse unter Abzug von Erlösschmälerungen aus.
Aus Werkverträgen resultierende Erlöse und Aufwendungen werden nach der Percentage-of-Completion Methode entsprechend IFRS 15 bilanziert. Hiernach werden die Erlöse entsprechend dem Fertigstellungsgrad ausgewiesen. Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den insgesamt zum Abschlussstichtag geschätzten Auftragskosten. Nach der Percentage-of-Completion Methode bilanzierte Werkverträge werden am Abschlussstichtag entsprechend mit ihren angefallenen Auftragskosten zuzüglich des sich aus dem erreichten Fertigstellungsgrad ergebenden anteiligen Gewinns bewertetet. Bilanziell werden die generierten Erlöse aus Fertigungsaufträgen abzüglich erhaltener Anzahlungen nach IFRS 15 in den Vertragsvermögenswerten erfasst. Änderungen in den beauftragten Leistungen werden nur dann im Rahmen eines bestehenden Fertigungsauftrags berücksichtigt, sofern eine Akzeptanz seitens des Kunden als wahrscheinlich gesehen wird und eine Einschätzung der Höhe verlässlich vorgenommen werden kann. Sofern sich das Ergebnis eines Werksvertrags nicht hinreichend sicher abschätzen lässt, werden die wahrscheinlich erzielbaren Umsätze zumindest bis zur Höhe der angefallenen Kosten erfasst. Auftragskosten werden für die Periode als Aufwand ausgewiesen, in der sie anfallen. Die Erlösrealisierung aus Verträgen, die mehrere Vertragselemente enthalten (Mehrkomponentenverträge), findet statt, wenn das jeweilige Vertragselement geliefert oder erbracht worden ist und basiert auf den objektiv feststellbaren relativen Einzelveräußerungspreisen der einzelnen Vertragselemente.
Im Folgenden werden die Hauptumsatzarten und ihre Realisierung dargestellt:
Softwarelizenzen
Hierunter fallen Umsatzerlöse aus Softwarelizenzverkäufen, die in der Regel einmalig vergütet werden. Die Lizenz berechtigt zur dauerhaften Nutzung der Software. Die Lizenzgebühr ist vertraglich fixiert und löst keine künftigen Lizenzzahlungen oder nutzungsabhängigen Abrechnungen aus. Nach IFRS 15 ist die zugrundeliegende Lizenz entscheidend. Das Nutzungsrecht fließt dem Kunden zu einem definierten Zeitpunkt zu, was zu einer zeitpunktbezogenen Umsatzrealisierung führt. Die Erlösrealisierung von Softwarekomponenten im Rahmen von Werkverträgen, erfolgt entsprechend dem Fertigstellungsgrad des Projektes (Percentage-of-Completion).
Softwarepflege
Hierunter fallen Umsatzerlöse aus Verträgen, die dem Kunden Zugang zu neuen Versionen von Softwareprodukten geben, nachdem diese ausgeliefert wurden. Diese Aktualisierungen dienen der Fehlerbehebung, der Verbesserung der Leistung und weiterer Eigenschaften, aber auch der Anpassung an geänderte Rahmenbedingungen. Das Softwarepflegevertragsverhältnis beinhaltet des Weiteren einen Hotline-Support. Der in diesem Zusammenhang entstehende Umsatzerlös wird zeitraumbezogen erfasst.
Dienstleistungen
Umsätze aus Dienstleistungen, die auf Stundenbasis oder zu vertraglich vereinbarten Festpreisen vergütet werden, fallen unter die Umsatzart Dienstleistungen. Die im Kundenauftrag durchgeführten Tätigkeiten umfassen z. B. Projektmanagement, Analysen, Schulungen, Systemkonfiguration sowie kundenbezogene Programmierung. Für die zu erbringenden Dienstleistungen, welche auf Stundenbasis vergütet werden, erfolgt die Erlösrealisierung mit Vollendung der Dienstleistung.
Die Erlösrealisierung von Dienstleistungskomponenten im Rahmen von Werkverträgen und sonstigen Dienstleistungsverträgen erfolgt entsprechend dem Fertigstellungsgrad des Projektes (Percentage-of-Completion).
Hardware
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Hardware- und Infrastrukturkomponenten umfassen zum Beispiel PCs, Server, Monitore, Drucker, Switches, Racks, Netzwerkkomponenten, etc. Diese Erlöse werden sofort bei Erbringung der Leistungsverpflichtung durch Auslieferung der Hardwarekomponenten realisiert.
Ausnahmen hiervon bilden im Rahmen von Werksverträgen vertraglich fixierte Hardwarekomponenten, welche im Gesamtprojekt entsprechend dem Fertigstellungsgrad (Percentage-of-Completion) realisiert werden.
Finanzerträge / Finanzaufwendungen
Finanzerträge und Finanzaufwendungen werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung erfasst.
Fremdwährungen
Fremdwährungsgeschäfte werden in der Berichtswährung erfasst, indem der Fremdwährungsbetrag mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles gültigen Umrechnungskurs zwischen Berichts- und Fremdwährung umgerechnet wird. Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung monetärer Posten sowie aus der Stichtagsbewertung zu Kursen, die sich von den ursprünglich während der Periode erfassten unterscheiden, werden als Aufwand oder Ertrag in der Periode, in der sie entstanden sind, erfasst.
Leasing
Nach IFRS 16 entfällt die bisherige Unterscheidung zwischen Operating- und Finanzierungsleasingverhältnissen beim Leasingnehmer. Für alle Leasingverhältnisse bei der, die NEXUS der Leasingnehmer ist wird ein Nutzungsrecht an einem Vermögenswert sowie eine Leasingverbindlichkeit bilanziert. Das Nutzungsrecht wird nach den Vorschriften für immaterielle Vermögenswerte über die Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die Bilanzierung der Leasingverbindlichkeit erfolgt entsprechend den Vorschriften für Finanzinstrumente nach IFRS 9. Der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung wird gesondert als Abschreibungen auf den Vermögenswert und Zinsen aus der Verbindlichkeit vorgenommen.
3. UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE
Erwerb der ifa Systems AG, Frechen
Mit mehr als 60 Mitarbeitern und Anwendern in über 20 Ländern mit insgesamt 15.000 Arbeitsplatzlizenzen gehört die ifa systems AG in Frechen zu den Top-Anbietern von ophthalmologischer Software in Deutschland. Durch den Erwerb am 04. Juni 2019 über 52,56 % der Anteile an der ifa systems AG, Frechen, hat NEXUS sein Engagement im Bereich der E-Health Anwendungen in der Augenheilkunde deutlich ausgebaut. Ziel ist es, diesen Innovationsbereich fest in das Produktportfolio der NEXUS zu integrieren. Als Kaufpreis wurden TEUR 2.700 in bar entrichtet.
Die bei der Kaufpreisallokation identifizierten und bewerteten Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen aus Kundenbeziehungen (TEUR 1.840) und Technologie (TEUR 4.219), sowie unvorteilhafte Verträge (TEUR 1.222) zum Erwerbszeitpunkt. Die Forderungen wurden mit ihrem Bruttowert angesetzt. Eine Wertberichtigung wurde nicht vorgenommen, da mit einem vollständigen Zufluss der ausstehenden Forderungen gerechnet wird. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 445. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert hauptsächlich aus den Fähigkeiten und der fachlichen Begabung der Belegschaft der ifa systems AG sowie den erwarteten Synergien aus der Eingliederung des Unternehmens in das bestehende Softwaregeschäft des Konzerns. Von dem erfassten Geschäfts- oder Firmenwert ist voraussichtlich nichts für Steuerzwecke abzugsfähig.
Für das Jahr 2019 lag der Umsatz mit Dritten ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt bei TEUR 6.691 und der Beitrag zum Konzernjahresüberschuss bei TEUR 2.168. Hätte der Unternehmenserwerb zum Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich die Umsatzerlöse auf TEUR 9.674 und der Beitrag zum Konzernjahresüberschuss auf TEUR 2.261 belaufen.
Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden in der Bilanz mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt und stellen sich wie folgt dar:
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| Vermögenswerte / Schulden ifa systems AG, Frechen | Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
|---|---|
| EUR | |
| --- | --- |
| Kassenbestand | 3.409.663,66 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 6.059.147,34 |
| Nutzungsrechte | 211.157,71 |
| Sachanlagen | 53.477,63 |
| Finanzanlagen | 1,00 |
| Vorräte | 33.374,63 |
| Aktive latente Steuern | 625.641,94 |
| Sonstige Vermögenswerte | 102.139,01 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.183.170,35 |
| 11.677.773,27 | |
| Sonstige Rückstellungen | 1.118.675,51 |
| Passive latente Steuern | 1.056.478,00 |
| Steuerrückstellungen | 135.003,70 |
| Verbindlichkeiten | 5.078.028,72 |
| 7.388.185,93 | |
| Nettovermögen zum Erwerbszeitpunkt | 4.289.587,34 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 2.034.980,24 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 445.392,90 |
| Anschaffungskosten gesamt | 2.700.000,00 |
| Die Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen | |
| In bar entrichteter Kaufpreis | 2.700.000,00 |
| Noch zu entrichtender Kaufpreis | 0,00 |
| Anschaffungskosten gesamt | 2.700.000,00 |
| Entwicklung der Zahlungsmittel aus dieser Akquisition ergibt sich wie folgt | |
| In bar entrichteter Kaufpreis | 2.700.000,00 |
| Erworbene Zahlungsmittel | 3.409.663,66 |
| Zufluss von Zahlungsmitteln | 709.663,66 |
Anpassung der erstmaligen Bilanzierung der NEXUS SWISSLAB GmbH, Berlin (vormals: Swisslab DITS GmbH, Berlin) während des Bewertungszeitraumes
NEXUS hat mit Kaufvertrag vom 11. Oktober 2018 zum 30. November 2018 100,00% der Swisslab DITS GmbH, Berlin, erworben. In diesem Zusammenhang wurden Anschaffungskosten aufgrund einer Rückzahlungsverpflichtung gegenüber dem Anteilsverkäufer in Höhe von TEUR 5.911 aktiviert. Mit Ergänzungsvereinbarung vom 28. März 2019 zum Kaufvertrag vom 11. Oktober 2018 zum 30. November 2018 wurde das Targeted Cash Amount um TEUR 700 während des Bewertungszeitraumes reduziert. Daraus ergeben sich in Übereinstimmung mit IFRS 3.46 ff. die folgenden erfolgsneutralen Anpassungen des Targeted Cash Amount von EUR 5.910.721,41 auf EUR 5.210.721,41 und der Anschaffungskosten von insgesamt EUR 8.390.076,40 auf EUR 7.690.076,40. Der Geschäfts- oder Firmenwert reduziert sich erfolgsneutral von EUR 4.494.728,37 auf EUR 3.794.728,37.
Erwerb weiterer Anteile an der NEXUS / CHILI GmbH, Dossenheim (vormals: Chili GmbH, Dossenheim)
NEXUS hat am 28. März 2018 einen Put- und Call-Optionsvertrag über 32,54 % der NEXUS / CHILI GmbH, Dossenheim, abgeschlossen. Gemäß IAS 32.23 ist die Verpflichtung, Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zu kaufen, als Finanzverbindlichkeit mit dem erwarteten Kaufpreis bilanziert worden. Die zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TEUR 3.512 stellt den Zeitwert dar. Auf die zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung wurde eine Kaufpreisvorauszahlung von TEUR 1.150 geleistet.
Anpassung der zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlung der NEXUS SWISSLAB GmbH, Berlin (vormals: Swisslab DITS GmbH, Berlin)
Mit Kaufvertrag vom 11. Oktober 2018 zum 30. November 2018 wurde ein fester Ergänzungskaufpreis zum 31. Dezember 2021 über TEUR 2.500 vereinbart. Die zukünftige feste Kaufpreiszahlung wurde im Geschäftsjahr 2018 in Höhe von TEUR 2.479 passiviert. Im Geschäftsjahr 2019 wurde diese aufgrund der Aufzinsung um weitere TEUR 7 erhöht. Somit ergibt sich zum Stichtag eine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TEUR 2.486.
Anpassung der zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlung der IBH Datentechnik GmbH, Kassel
Die zum 31. Dezember 2018 zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TEUR 2.086 wurde vorzeitig mit Vereinbarung vom 30. April 2019 durch Einmalzahlung in Höhe von TEUR 2.000 in bar abgeschlossen. Es wurden TEUR 86 erfolgswirksam aufgelöst.
Anpassung der zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlung der nexus / switspot GmbH, Neckarsulm
Die zum 31. Dezember 2018 zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TEUR 1.201 wurde mit Kaufvertrag vom 15. Mai 2019 über die restlichen 10,0 % der Anteile an der nexus / switspot GmbH, Neckarsulm in Höhe von TEUR 1.160 in bar entrichtet. Es wurden TEUR 40 erfolgswirksam aufgelöst. Somit ergibt sich zum Stichtag keine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung mehr.
Anpassung der zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlung der highsystem ag, Zürich
Im Zusammenhang mit dem Erwerb der highsystem ag, Zürich, wurde im Geschäftsjahr 2017 eine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TCHF 723 passiviert. Im Geschäftsjahr 2017 wurde diese aufgrund der Aufzinsung um TCHF 2 erhöht. Im Geschäftsjahr 2018 wurde diese aufgrund der Aufzinsung um weitere TCHF 7 erhöht. Im Geschäftsjahr 2019 wurde diese aufgrund der Aufzinsung um weitere TCHF 7 erhöht. Somit ergibt sich zum Stichtag eine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung nach Währungskurseffekten in Höhe von TEUR 682.
Anpassung der zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlung der NEXUS POLSKA sp. z o.o., Posen
Im Zusammenhang mit dem Erwerb der NEXUS POLSKA sp. z o.o., Posen, wurde im Geschäftsjahr 2018 eine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TPLN 22.551 passiviert. Im Geschäftsjahr 2018 wurde diese aufgrund der Aufzinsung um TPLN 106 erhöht. Im Geschäftsjahr 2019 wurde diese aufgrund der Aufzinsung um TPLN 109 erhöht. Mit Kaufvertrag (Put-Optionsvertrag) vom 06. Juni 2019 wurden weitere 11,37 % der NEXUS POLSKA sp. z o.o., Posen, erworben. Der Kaufpreis in Höhe von TEUR 1.192 wurde in bar entrichtet. Im Geschäftsjahr ergaben sich Änderungen in der Ertragsprognose, die zu einer aufwandswirksamen Anpassung von TPLN 816 führten. Somit ergibt sich zum Stichtag eine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung nach Währungskurseffekten in Höhe von TEUR 4.448.
Anpassung der zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlung der Creativ Software AG, Widnau
Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Creativ Software AG, Widnau, wurde im Geschäftsjahr 2018 eine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TCHF 3.715 passiviert. Im Geschäftsjahr 2018 wurde diese aufgrund der Aufzinsung um TCHF 10 erhöht. Im Geschäftsjahr 2019 wurde diese aufgrund der Aufzinsung um TCHF 16 erhöht. Somit ergibt sich zum Stichtag eine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung nach Währungskurseffekten in Höhe von TEUR 3.447.
Anpassung der zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlung der ASTRAIA Software GmbH, München
Im Zusammenhang mit dem Erwerb der ASTRAIA Software GmbH, München, wurde im Geschäftsjahr 2018 eine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TEUR 2.497 passiviert. Im Geschäftsjahr 2018 wurde diese aufgrund der Aufzinsung um TEUR 4 erhöht. Im Geschäftsjahr 2019 wurde diese aufgrund der Aufzinsung um TEUR 7 erhöht. Somit ergibt sich zum Stichtag eine zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TEUR 2.508.
4. LEASINGVERHÄLTNISSE
Die Nexus AG wendet IFRS 16 Leasingverhältnisse für dieses Geschäftsjahr beginnend am 01. Januar 2019 an. Die Erstanwendung des IFRS 16 erfolgt nach der modifizierten retrospektiven Methode; die Vergleichszahlen der Vorjahresperioden werden nicht angepasst. Die Gesellschaft hat hauptsächlich Leasingverträge für die Betriebs- und Geschäftsausstattung (inkl. der EDV-Hardware), Dienstfahrzeuge und Mietverträge über Geschäftsräume abgeschlossen. Der Zweck der Verträge ist die Finanzierung und Beschaffung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen. Vorteile, die zu der Entscheidung zur Durchführung bzw. Beibehaltung dieser Geschäfte geführt haben, sind hauptsächlich in der für die Gesellschaft fehlenden Kapitalbindung bei der Beschaffung des betriebsnotwendigen Anlagevermögens zu sehen. Darüber hinaus ergibt sich durch die Leasingfinanzierung für die Gesellschaft kein Verwertungsrisiko und die Möglichkeit der kurzfristigen Sicherung des aktuellen technischen Entwicklungsstandes.
Für Ansatz- und Bewertungszwecke wendet die Nexus AG den Portfolioansatz gemäß IFRS 16.B1 an und fasst Mietverträge für Gebäude. Leasingverträge für Kraftfahrzeuge und Verträge für Drucker, Server, Hardware und Sonstiges aufgrund ähnlicher Eigenschaften zusammen, hierdurch resultieren keine wesentlichen Unterschiede im Vergleich zur Bilanzierung der einzelnen Vereinbarungen.
Die Leasingverbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit. Die Angabepflichten nach IAS 7.44A werden durch die nachfolgenden Ausführungen erfüllt.
Die Entwicklung der separat dargestellten Nutzungsrechte an Vermögenswerten, die im Rahmen eines Leasingverhältnisses im Anlagevermögen bilanziert sind, stellen sich wie folgt dar:
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||
|---|---|---|---|
| Grenzfremdkapitalzinssatz | 31.12.2018 | IFRS 16 Erstanwendung | |
| --- | --- | --- | --- |
| --- | --- | --- | --- |
| Mietverträge Gebäude | 1,89 % | 0 | 6.064 |
| Leasingverträge Kraftfahrzeuge | 1,63 % | 0 | 3.164 |
| Verträge für Drucker, Server, Hardware und Sonstige | 1,67 % | 0 | 237 |
| Gesamt | 0 | 9.465 |
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2019 | Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen des Konzernkreises | Währungsänderungen | Zugänge | Abgänge | 31.12.2019 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Mietverträge Gebäude | 6.064 | 52 | 13 | 3.827 | 256 | 9.674 |
| Leasingverträge Kraftfahrzeuge | 3.164 | 159 | 9 | 1.517 | 194 | 4.637 |
| Verträge für Drucker, Server, Hardware und Sonstige | 237 | 0 | 1 | 7 | 19 | 224 |
| Gesamt | 9.465 | 211 | 23 | 5.351 | 469 | 14.535 |
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| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2019 | Währungsänderungen | Zugänge | Abgänge | 31.12.2019 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Mietverträge Gebäude | 0 | 0 | 2.467 | 255 | 2.212 |
| Leasingverträge Kraftfahrzeuge | 0 | 0 | 1.606 | 177 | 1.429 |
| Verträge für Drucker, Server, Hardware und Sonstige | 0 | 0 | 122 | 19 | 103 |
| Gesamt | 0 | 0 | 4.195 | 451 | 3.744 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
| --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Mietverträge Gebäude | 7.462 | 0 |
| Leasingverträge Kraftfahrzeuge | 3.208 | 0 |
| Verträge für Drucker, Server, Hardware und Sonstige | 121 | 0 |
| Gesamt | 10.791 | 0 |
Die folgenden Tabellen zeigen die Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten, die Aufteilung der Verbindlichkeiten nach Klassen in kurz- und langfristig, der Aufwand für kurzfristige bzw. geringwertige Leasingverhältnisse, den nicht in die Bewertung von Leasingverbindlichkeiten einbezogenen Aufwand für variable Leasingzahlungen und die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für die bestehenden Leasingverhältnisse im Geschäftsjahr 2019:
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| Nutzungsrecht | Zinsaufwendungen in TEUR | Verbindlichkeiten kurzfristig | Verbindlichkeiten langfristig | Kurzfristige Leasingzahlungen | Variable Leasingzahlungen |
|---|---|---|---|---|---|
| Mietverträge Gebäude | 128 | 2.369 | 5.145 | 422 | 36 |
| Leasingverträge Kraftfahrzeuge | 50 | 1.507 | 1.722 | 31 | 13 |
| Verträge für Drucker, Server, Hardware und Sonstige | 3 | 90 | 32 | 139 | 0 |
| Gesamt | 181 | 3.966 | 6.899 | 592 | 49 |
| Zahlungsmittelabflüsse | 2019 | 2020 | 2021-2024 | ab 2025 | Variable Leasingzahlungen |
| Mietverträge Gebäude | 3.027 | 2.474 | 4.999 | 288 | 36 |
| Leasingverträge Kraftfahrzeuge | 1.670 | 1.531 | 1.736 | 0 | 13 |
| Verträge für Drucker, Server, Hardware und Sonstige | 253 | 90 | 33 | 0 | 0 |
| Gesamt | 4.950 | 4.095 | 6.768 | 288 | 49 |
Die jeweiligen Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 16 Leasingverhältnisse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden direkt in den entsprechenden Notes angegeben.
5. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Geschäfts- oder Firmenwerte
Im Rahmen eines jährlichen Impairment-Tests gemäß IAS 36 werden jeweils zum 31.Dezember die Geschäfts- oder Firmenwerte, zur Überprüfung der Werthaltigkeit zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) zugeordnet. Die nachfolgende Tabelle stellt die ZGE sowie die relevanten Annahmen und Parameter dar. Der erzielbare Betrag wurde zum Bilanzstichtag jeweils auf der Basis der Berechnung eines Nutzungswertes ermittelt. Ein Abschreibungsbedarf ergab sich hiernach nicht. Der berechnete Nutzungswert basiert auf Prognosen, bei denen Schätzungsunsicherheiten bestehen. Wesentliche Unsicherheiten liegen in folgenden Positionen:
a) Gewinnmarge
Die Gewinnmarge wird anhand durchschnittlicher Werte errechnet, die sich unter Berücksichtigung der Margen aus Vorjahren sowie einer Ausweitung des Lizenzgeschäfts auf Basis schon abgeschlossener Verträge ergeben. Die Gewinnmargen werden zudem planerisch um die erwartete Effizienzsteigerung angepasst.
b) Abzinsungssatz
Der Abzinsungssatz der jeweiligen ZGE wird über einen einheitlichen WACC (Weighted Average Cost of Capital) definiert.
c) Entwicklung der Marktanteile und Wartungserlöse
Diese Annahmen sind von besonderer Bedeutung, da sich hier die Einschätzung widerspiegelt, wie sich die ZGEs im Vergleich zu ihren Wettbewerbern innerhalb des Planungshorizontes entwickeln werden. Dabei ist zu beachten, dass es sich nicht um klar umrissene Märkte handelt, sondern zu einem großen Teil auch um Projektgeschäfte, die eine klare Vergleichbarkeit nicht ermöglichen.
d) Detailplanungsphase
Den Wachstumsraten in der Detailplanungsphase liegen veröffentlichte branchenbezogene Marktforschungen zugrunde. Sie werden zusätzlich maßgeblich von der ZGE individuellen Einschätzung zukünftiger Potentiale beeinflusst. Hier werden auch die spezifischen Risiken der jeweiligen ZGE berücksichtigt. Diese Annahmen werden durch konkrete Vertriebs-, Entwicklungs- und Marketingpläne unterlegt.
e) Sensitivitätsanalyse
In einer Sensitivitätsbetrachtung wurden des Weiteren wesentliche Parameter des Werthaltigkeitstests im Rahmen einer möglichen Entwicklung in vernünftigem Ermessen verändert. Die Erhöhung des Abzinsungssatzes um 25 Basispunkte und eine Verringerung der relevanten Cash Flows um 5 % führten zu keiner Notwendigkeit für eine Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte.
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| Zahlungsmittelgenerierende Einheit | Zuzuordnendes Unternehm en | Organisches Wachstum in % Detailplanungszeitraum von 3 Jahren 1) | Abzinsungssatz in % vor Steuern für Cash-Flow-Prognose | Geschäfts- oder Firmenwert | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | |||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| NEXUS / DE (Deutschland) | Nexus Deutschland GmbH | 8 | 6 | 10,11 | 10,20 | 14.336 | 14.336 2) |
| NEXUS / MARABU GmbH | |||||||
| nexus/qm GmbH | |||||||
| VEGA Software GmbH | |||||||
| Nexus Integration Solution GmbH | |||||||
| NEXUS SWISSLAB GmbH | |||||||
| IBH Datentechnik GmbH | |||||||
| Nexus AG | |||||||
| NEXUS / DIS (Diagnostische Systeme) | nexus/dis GmbH | 6 | 5 | 10,21 | 10,31 | 14.965 | 14.520 |
| E&L medical Systems GmbH | |||||||
| NEXUS / CHILI GmbH | |||||||
| ifa systems AG | |||||||
| ASTRAIA Software GmbH | |||||||
| NEXUS / ROE (Rest of Europe) | NEXUS Schweiz AG | 7 | 6 | 8,71 | 8,96 | 41.864 | 41.053 |
| NEXUS Nederland B.V. | |||||||
| NEXUS Digitale Dokumentationssysteme Projektentwicklungsges.m.b.H. | |||||||
| NEXUS / OPTIM S.A.S | |||||||
| nexus /cs3i S.A.S | |||||||
| nexus/cso GmbH | |||||||
| nexus / reha GmbH | |||||||
| NEXUS SISINF SL | |||||||
| NEXUS POLSKA sp. z o.o. | |||||||
| NEXUS / CMS (Consulting & Managed Services) | NEXUS / ASS.TEC GmbH | 2 | 1 | 9,74 | 9,83 | 2.853 | 2.853 |
| NEXUS . IT GmbH SÜDOST | |||||||
| NEXUS / CLOUD IT GmbH | |||||||
| nexus / switspot GmbH | |||||||
| Summe | 74.018 | 72.762 |
1) Für die Extrapolation der Cash Flows nach dem Detailplanungszeitraum wurde eine Wachstumsrate von Null unterstellt.
2)Gemäß IFRS 3.46 ff. wurde der Kaufpreis der NEXUS SWISSLAB GmbH, Berlin (vormals: Swisslab DITS GmbH, Berlin) um TEUR 700 angepasst.
6. SACHANLAGEN
Die Sachanlagen setzen sich überwiegend aus Grundstücken und Gebäuden, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Anlagen im Bau zusammen. Die Sachanlagen unterliegen keinen Beschränkungen hinsichtlich der Verfügungsmöglichkeiten.
Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS 2019
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| Anschaffungs- und Herstellerkosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2019 | Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen des Konzernkreises | Währungsänderungen | Zugänge | Umgliederung | Abgänge | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Konzessionen / Patente | 6.290 | 0 | 43 | 295 | 0 | 136 |
| Geschäfts- oder Firmenwer te | 72.939 1) | 445 | 811 | 0 | 0 | 0 |
| Entwicklungskosten | 56.067 | 0 | 122 | 3.850 | 0 | 0 |
| Kundenbeziehungen / Technologie | 32.357 | 6.059 | 231 | 0 | 0 | 0 |
| Marke | 8.767 | 0 | 19 | 0 | 0 | 0 |
| 176.420 | 6.504 | 1.226 | 4.145 | 0 | 136 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Mietereinbauten | 1.024 | 0 | 3 | 327 | 20 | 89 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 9.671 | 53 | 102 | 2.023 | -20 | 1.272 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 4.546 | 0 | 0 | 230 | 91 | 0 |
| Anlagen im Bau | 819 | 0 | 0 | 0 | -91 | 0 |
| 16.060 | 53 | 105 | 2.580 | 0 | 1.361 | |
| Gesamt | 192.480 | 6.557 | 1.331 | 6.725 | 0 | 1.497 |
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| Anschaffungs- und Herstellerkosten | |
|---|---|
| 31.12.2019 | |
| --- | --- |
| TEUR | |
| --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | |
| Konzessionen / Patente | 6.492 |
| Geschäfts- oder Firmenwer te | 74.195 |
| Entwicklungskosten | 60.039 |
| Kundenbeziehungen / Technologie | 38.647 |
| Marke | 8.786 |
| 188.159 | |
| Sachanlagen | |
| Mietereinbauten | 1.285 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 10.557 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 4.867 |
| Anlagen im Bau | 728 |
| 17.437 | |
| Gesamt | 205.596 |
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| Kumulierte Abschreibungen | |||
|---|---|---|---|
| 01.01.2019 | Währungsänderungen | Zugänge | |
| --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||
| Konzessionen / Patente | 5.220 | 40 | 368 |
| Geschäfts- oder Firmenwer te | 177 | 0 | 0 |
| Entwicklungskosten | 40.608 | 110 | 5.656 |
| Kundenbeziehungen / Technologie | 19.044 | 136 | 4.240 |
| Marke | 0 | 0 | 0 |
| 65.049 | 286 | 10.264 | |
| Sachanlagen | |||
| Mietereinbauten | 436 | 3 | 160 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.044 | 81 | 1.767 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 202 | 0 | 117 |
| Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 |
| 5.682 | 84 | 2.044 | |
| Gesamt | 70.731 | 370 | 12.308 |
scroll
| Kumulierte Abschreibungen | |||
|---|---|---|---|
| Umgliederung | Abgänge | 31.12.2019 | |
| --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||
| Konzessionen / Patente | 0 | 135 | 5.493 |
| Geschäfts- oder Firmenwer te | 0 | 0 | 177 |
| Entwicklungskosten | 0 | 0 | 46.374 |
| Kundenbeziehungen / Technologie | 0 | 0 | 23.420 |
| Marke | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 135 | 75.464 | |
| Sachanlagen | |||
| Mietereinbauten | 0 | 72 | 527 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0 | 1.095 | 5.797 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 0 | 0 | 319 |
| Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 1.167 | 6.643 | |
| Gesamt | 0 | 1.302 | 82.107 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
| --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Konzessionen / Patente | 999 | 1.070 |
| Geschäfts- oder Firmenwer te | 74.0 18 | 72.762 1) |
| Entwicklungskosten | 13.665 | 15.459 |
| Kundenbeziehungen / Technologie | 15.227 | 13.313 |
| Marke | 8.786 | 8.767 |
| 112.695 | 111.371 | |
| Sachanlagen | ||
| Mietereinbauten | 758 | 588 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.760 | 4.627 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 4.548 | 4.344 |
| Anlagen im Bau | 728 | 819 |
| 10.794 | 10.378 | |
| Gesamt | 123.489 | 121.749 |
1) Gemäß IFRS 3.46 ff. wurde der Kaufpreis der NEXUS SWISSLAB GmbH, Berlin (vormals: Swisslab DITS GmbH, Berlin) um TEUR 700 angepasst. Weitere Ausführungen sind in Nummer 3 zu finden.
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS 2018
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2018 | Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen des Konzernkreises | Währungsänderungen | Zugänge | Abgänge | 31.12.2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Konzessionen / Patente | 5.711 | 672 | 1 | 340 | 434 | 6.290 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 49.491 | 23.051 1) | 397 | 0 | 0 | 72.939 |
| Entwicklungskosten | 51.821 | 0 | 116 | 4.130 | 0 | 56.067 |
| Kundenbeziehungen / Technologie | 25.187 | 7.046 | 124 | 0 | 0 | 32.357 |
| Marke | 8.749 | 0 | 18 | 0 | 0 | 8.767 |
| 140.959 | 30.769 | 656 | 4.470 | 434 | 176.420 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Mietereinbauten | 979 | 0 | 3 | 52 | 10 | 1.024 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 8.748 | 601 | 60 | 3.049 | 2.787 | 9.671 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 4.478 | 0 | 0 | 68 | 0 | 4.546 |
| Anlagen im Bau | 804 | 0 | 0 | 15 | 0 | 819 |
| 15.009 | 601 | 63 | 3.184 | 2.797 | 16.060 | |
| Gesamt | 155.968 | 31.370 | 719 | 7.654 | 3.231 | 192.480 |
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| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2018 | Währungsänderungen | Zugänge | Abgänge | 31.12.2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| Konzessionen / Patente | 4.979 | 13 | 599 | 371 | 5.220 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 177 | 0 | 0 | 0 | 1 77 |
| Entwicklungskosten | 34.892 | 97 | 5.619 | 0 | 40.6 08 |
| Kundenbeziehungen / Technologie | 15.793 | 98 | 3.153 | 0 | 19.044 |
| Marke | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 55.841 | 208 | 9.371 | 371 | 65.049 | |
| Sachanlagen | |||||
| Mietereinbauten | 314 | 3 | 125 | 6 | 436 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.192 | 60 | 1.925 | 2.133 | 5.044 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 96 | 0 | 106 | 0 | 202 |
| Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 5.602 | 63 | 2.156 | 2.139 | 5.682 | |
| Gesamt | 61.443 | 271 | 11.527 | 2.510 | 70.731 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
| --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Konzessionen / Patente | 1.070 | 732 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 72.762 1) | 49.314 |
| Entwicklungskosten | 15.459 2) | 16.929 |
| Kundenbeziehungen / Technologie | 13.313 | 9.394 |
| Marke | 8.767 | 8.749 |
| 111.371 | 85.118 | |
| Sachanlagen | ||
| Mietereinbauten | 588 | 665 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.627 | 3.556 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 4.344 | 4.382 |
| Anlagen im Bau | 819 | 804 |
| 10.378 | 9.407 | |
| Gesamt | 121.749 | 94.525 |
1) Gemäß IFRS 3.46 ff. wurde der Kaufpreis der NEXUS SWISSLAB GmbH, Berlin (vormals: Swisslab DITS GmbH, Berlin) um TEUR 700 angepasst. Weitere Ausführungen sind in Nummer 3 zu finden.
2) Davon noch nicht zur Nutzung bereite Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 0.
7. ANTEILE AN AT EQUITY BEWERTETEN UNTERNEHMEN
Die Nexus AG hält zum 31. Dezember 2019 folgende indirekte unwesentliche Beteiligung, die at Equity konsolidiert wird:
Assoziierte Unternehmen
| ― | G.I.T.S. Gesundheitswesen IT-Service GmbH Fürstenfeldbruck, Fürstenfeldbruck (49,00 %), die Gesellschaft wird mit Wirkung zum 01. Januar 2020 aufgelöst. |
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| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Anteil an der Bilanz der Beteiligung | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | 37 | 43 |
| Kurzfristige Schulden | -8 | -3 |
| Anteiliges Reinvermögen | 29 | 40 |
| Anteil an den Erlösen und dem Gewinn der Beteiligung | ||
| Erlöse | 95 | 68 |
| Gewinn | -11 | 0 |
| Veränderungen der Beteiligung | ||
| Abgang Beteiligungsbuchwert Palladium-med GmbH, Berlin | 0 | -5 |
| Buchwert der Beteiligung | 15 | 26 |
8. VORRÄTE
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
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| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 85 | 95 |
| Waren | 324 | 441 |
| Geleistete Anzahlungen | 9 | 0 |
| 418 | 536 |
Im Berichtsjahr wurden keine Wertminderungen bzw. Wertaufholungen (Vj: TEUR 0) erfasst. Es gibt im laufenden Geschäftsjahr keine Vorräte, die zum Nettoveräußerungspreis bilanziert werden. Im Geschäftsjahr sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 12.765 (Vj: TEUR 12.432) als Aufwand erfasst worden.
9. LATENTE STEUERN
Eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern wurde in Übereinstimmung mit IAS 12 vorgenommen. Die aktiven und passiven latenten Steuern gliedern sich nach ihrer Entstehungsursache wie folgt auf: siehe Tabelle.
Zum 31. Dezember 2019 waren keine passiven latenten Steuern auf nicht abgeführte Gewinne von Tochterunternehmen oder at Equity bewerteten Unternehmen erfasst, weil der Konzern davon ausgeht, dass in absehbarer Zukunft die bislang nicht ausgeschütteten Gewinne nicht ausgeschüttet werden. Zudem sind aufgrund des deutschen Steuersystems die im Falle einer Ausschüttung an das Mutterunternehmen resultierenden Steuern der Höhe nach für den Konzern unwesentlich.
Zum Bilanzstichtag bestehen im Inland Verlustvorträge in Höhe von TEUR 7.026 (Vj: TEUR 6.086) bei der Körperschaftsteuer bzw. in Höhe von TEUR 6.958 (Vj: TEUR 5.730) bei der Gewerbesteuer. Bei den ausländischen Konzernunternehmen sind steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 724 (Vj: TEUR 103) vorhanden. In dem Gesamtvolumen sind Verlustvorträge von TEUR 5.411 (Vj: TEUR 1.027) enthalten, die als nicht nutzbar eingeschätzt worden sind (Körperschaftsteuer TEUR 2.719 (Vj: TEUR 527), Gewerbesteuer TEUR 2.692 (Vj: TEUR 501). Davon sind TEUR 5.411 (Vj: TEUR 1.027) zeitlich unbegrenzt vortragsfähig.
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| Konzern - Bilanz | Konzern - GuV | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Latenter Steueranspruch | ||||
| Steuerliche Verlustvorträge | 2.006 | 1.717 | -315 | -1.124 |
| Bewertungsunterschiede steuerlicher Goodwill | 20 | 77 | 0 | -4 |
| Bewertungsunterschiede Pensionen | 3.600 | 2.399 | 119 | 48 |
| Bewertungsunterschiede Rückstellungen | 56 | 2.119 | -2.081 | -61 |
| Bewertungsunterschiede Wertpapiere | 105 | 131 | -26 | -27 |
| 5.787 | 6.443 | -2.303 | -1.168 | |
| Verrechnung mit latenten Steuerschulden / Aufwendungen | -2.137 | -2.583 | 2.303 | 1.168 |
| Latenter Steueranspruch gesamt | 3.650 | 3.860 | 0 | 0 |
| Latente Steuerschuld | ||||
| Entwicklungskosten | 3.733 | 3.863 | 346 | -225 |
| Bewertungsunterschiede Forderungen | 84 | 84 | 9 | 16 |
| Technologie / Know-how | 5.014 | 5.744 | 1.005 | 774 |
| Projektaufträge | 101 | 111 | 10 | -49 |
| Darlehen und sonstige Verbindlichkeiten | 574 | 0 | -87 | 0 |
| 9.506 | 9.802 | 1.283 | 516 | |
| Davon verrechnet mit latenten Steuerforderungen / Erträgen | -2.137 | -2.583 | -2.303 | -1.168 |
| Latente Steuerschuld gesamt | 7.369 | 7.219 | -1.020 | -652 |
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuern | -1.020 | -652 |
| im sonstigen Ergebnis erfasste Anpassung der latenten Steuern im Rahmen der Rücklage für Pensionen | 938 | -247 |
| im sonstigen Ergebnis erfasste Anpassung der latenten Steuern aus Währungsumrechnung | 152 | 437 |
| Zu- und Abgänge von latenten Steuern im Rahmen von Zugängen zum Konsolidierungskreis | -430 | 1.170 |
| Veränderung Bilanzposten latente Steuern | -360 | 708 |
10. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN SOWIE VERTRAGSVERMÖGENSWERTE
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Forderungen mit einem Zahlungsziel größer als ein Jahr in Höhe von TEUR 198 (Vj: TEUR 609) enthalten.
Die Aufwendungen des Geschäftsjahres für die Wertminderung von Forderungen in Höhe von TEUR 2.248 wurden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Im Geschäftsjahr 2019 wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.168 (Vj: TEUR 126) ausgebucht. Es hat Zahlungseingänge in Höhe von TEUR 7 (Vj: keine) auf ausgebuchte Forderungen gegeben. Der Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen unterscheidet sich nicht von ihrem Buchwert. Zum 31. Dezember 2019 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 5.050 (Vj: im Nennwert von TEUR 4.225) wertgemindert.
Vertragsvermögenswerte
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| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Bruttobestand | 647 | 1.010 |
| Risikovorsorge IFRS 9 | 7 | 3 |
| Summe | 640 | 1.007 |
In den Vertragsvermögenswerten sind keine Posten mit einer Fälligkeit größer als ein Jahr enthalten (Vj: Keine). Zum 31. Dezember 2019 waren Vertragsvermögenswerte in Höhe von TEUR 7 (Vj: TEUR 3) wertgemindert. Zur Ermittlung der Risikovorsorge nach IFRS 9 siehe Note 34.
11. SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND KURZFRISTIGE FINANZANLAGEN
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte und kurzfristigen Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
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| 31.12.2019 | ||
|---|---|---|
| Kurzfristig (< 1 Jahr) | Langfristig (> 1 Jahr) | |
| --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||
| Aus Darlehen an Mitarbeiter und Dritte | 36 | 0 |
| Aus Sonstige | 2.152 | 355 |
| Summe sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.188 | 355 |
| Kurzfristige Finanzanlagen | ||
| Wertpapiere | 1.671 | 0 |
| Summe kurzfristige Finanzanlagen | 1.671 | 0 |
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| 31.12.2018 | ||
|---|---|---|
| Kurzfristig (< 1 Jahr) | Langfristig (> 1 Jahr) | |
| --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||
| Aus Darlehen an Mitarbeiter und Dritte | 362 | 0 |
| Aus Sonstige | 26.887 | 156 |
| Summe sonstige finanzielle Vermögenswerte | 27.249 | 156 |
| Kurzfristige Finanzanlagen | ||
| Wertpapiere | 1.586 | 0 |
| Summe kurzfristige Finanzanlagen | 1.586 | 0 |
In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind zum 31. Dezember 2019 Forderungen aus der Weiterbelastung von Kosten der Restrukturierung an den ehemaligen Gesellschafter der NEXUS SWISSLAB GmbH in Höhe von TEUR 1.544 enthalten. Zur Ermittlung der Risikovorsorge nach IFRS 9 siehe Note 34.
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die Bonität der finanziellen Vermögenswerte ist gegeben. Es bestehen keine weiteren Sicherheiten oder sonstige Kreditverbesserungsmaßnahmen, welche das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten mindern würden.
Der Zeitwert der sonstigen finanziellen Vermögenswerte unterscheidet sich nicht von ihrem Buchwert. Zum 31. Dezember 2019 bestehen Wertberichtigungen nach dem expected credit loss modell (erwartete Kreditverluste) entsprechend IFRS 9 in Höhe von TEUR 11 (Vj: TEUR 27).
Der ausstehende Vertragswert von finanziellen Vermögenswerten, die 2019 abgeschrieben wurden, für die aber noch Beitreibungsverfahren laufen, beträgt TEUR 0.
Kurzfristige Finanzanlagen
Die kurzfristigen Finanzanlagen stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
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| 31.12.2019 | ||
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | Zeitwert | |
| --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Wertpapiere | ||
| Rentenfonds | 2.014 | 1.671 |
| Summe | 2.014 | 1.671 |
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| 31.12.2018 | ||
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | Zeitwert | |
| --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Wertpapiere | ||
| Rentenfonds | 2.014 | 1.586 |
| Summe | 2.014 | 1.586 |
Im Berichtszeitraum waren Zuschreibungen in Höhe von TEUR 85 (Vj: Abschreibungen TEUR 119) sowie Zinserträge aus Wertpapieren von TEUR 19 (Vj: TEUR 34) erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.
Zum 31. Dezember 2019 bestanden analog zum Vorjahr keine derivativen Finanzinstrumente.
12. SONSTIGE NICHTFINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Die sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
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| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Aktive Rechnungsabgrenzung | 2.352 | 1.339 |
| Forderungen i. R. d. sozialen Sicherheit | 16 | 235 |
| Geleistete Anzahlungen | 21 | 222 |
| Umsatzsteuer | 629 | 47 |
| Lohn- und Gehaltsvorschüsse | 31 | 15 |
| Summe sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 3.049 | 1.918 |
Der Zeitwert der sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerte unterscheidet sich nicht von ihrem Buchwert. Unerfüllte Bedingungen und andere Erfolgsunsicherheiten im Zusammenhang mit im Abschluss erfassten Beihilfen der öffentlichen Hand bestehen nicht.
13. EIGENKAPITAL
Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag TEUR 115.135 (Vj: TEUR 108.325). Es wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung hingewiesen.
a) Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2019 15.752.231 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 eingeteilt und in voller Höhe eingezahlt. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Alle Aktien sind Stammaktien und gewähren die gleichen aktienrechtlich vorgesehenen Recht e.
In teilweiser Ausnutzung der am 13. Mai 2016 von der Hauptversammlung der Nexus AG beschlossenen Ermächtigung für die Zeit bis zum 30. April 2021 zur Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 3.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 3.000.000 neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen (Genehmigtes Kapital 2016 / I) hat der Vorstand am 14. Juli 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom gleichen Tag beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre - zugunsten der Arbeitnehmer der Nexus AG und verbundener Unternehmen der Nexus AG - von EUR 15.735.665,00 um bis zu EUR 25.000,00 auf EUR 15.760.665,00 durch Ausgabe von bis zu 25.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem auf sie entfallenden Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von je EUR 1,00 und mit Gewinnberechtigung ab dem 01. Januar 2017 zu erhöhen. Die Eintragung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg (HRB 602434) erfolgte am 27. Oktober 2017. Das Grundkapital hat sich um EUR 16.566,00 auf EUR 15.752.231,00 erhöht. Somit beträgt das genehmigte Kapital 2016 / I nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 2.983.434,00. Der Veräußerungspreis betrug insgesamt EUR 400.068,90, der Erlös aus dem Verkauf (EUR 383.502,90) wurde der Kapitalrücklage zugeführt.
b) Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beinhaltet im Wesentlichen Aufgelder aus der im Geschäftsjahr 2000 durchgeführten Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit dem Börsengang der Nexus AG, die Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe der Ausgabe neuer Aktien gegen Sach- und Barkapitaleinlagen sowie der Ausübung von Aktienoptionen von Vorständen, Mitgliedern der Geschäftsführung in Tochterunternehmen und Mitarbeitern der NEXUS-Gruppe. Die im Rahmen der Barkapitalerhöhung und der Kapitalerhöhung durch Sacheinlage angefallenen, direkt zuordenbaren Aufwendungen wurden mit der Kapitalrücklage verrechnet. Außerdem wird der beizulegende Zeitwert, der im Rahmen der Aktienoptionspläne ausgegebenen Aktien in dem Posten Kapitalrücklage berücksichtigt.
Die Kapitalrücklage hat sich durch die aktienbasierte Vergütung um TEUR 1.179 verringert.
c) Gewinnrücklage
Die Gewinnrücklage beinhaltet den Gewinnvortrag, die anderen Gewinnrücklagen sowie die gesetzliche Rücklage.
Entsprechend § 150 AktG müssen die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklage den zehnten Teil des Grundkapitals übersteigen, damit sie zum Ausgleich von Verlusten oder für eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln verwendet werden dürfen. Solange die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklage zusammen nicht den zehnten Teil des Grundkapitals übersteigen, dürfen sie nur zum Ausgleich von Verlusten verwendet werden, soweit der Verlust nicht durch Gewinnvortrag bzw. Jahresüberschuss gedeckt ist und nicht durch Auflösung anderer Gewinnrücklagen ausgeglichen werden kann.
d) Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung
Die Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung resultiert aus Differenzen, die bei der Umrechnung der Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften entstehen.
e) Rücklage für Pensionen
Die Rücklage für Pensionen enthält die finanzmathematisch kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach Verrechnung latenter Steuern.
f) Eigene Anteile
Die eigenen Anteile haben sich zum Stichtag wie folgt entwickelt: siehe nachfolgende Tabelle.
Die eigenen Anteile werden mit den gesamten Anschaffungskosten in einer Summe offen vom Eigenkapital abgezogen (cost method). Zum 31. Dezember 2019 beträgt der Wert der eigenen Anteile nach der cost method TEUR 173. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien verwendet werden.
g) Genehmigtes Kapital
In der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 wurde die in der Hauptversammlung vom 14. Juni 2010 erteilte Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von EUR 6.902.600,00 neu gefasst. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. April 2017 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu EUR 7.152.575,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012). Die Ermächtigung betrug nach teilweiser Ausschöpfung durch eine Barkapitalerhöhung in 2012 in Höhe von EUR 800.000,00 sowie eine Barkapitalerhöhung in 2015 in Höhe von EUR 630.515,00 noch EUR 5.722.060,00.
In der Hauptversammlung vom 13. Mai 2016 wurde die in der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 erteilte Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von EUR 7.152.575,00 neu gefasst. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. April 2021 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 3.000.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Die erteilte Ermächtigung vom 23. Mai 2012 wurde damit aufgehoben. Die Ermächtigung betrug nach teilweiser Ausschöpfung durch eine Barkapitalerhöhung in 2017 in Höhe von EUR 16.566,00 noch EUR 2.983.434,00.
Bedingtes Kapital und Aktienoptionspläne (AOP)
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 23. Mai 2012 wurde bedingtes Kapital in Höhe von EUR 1.400.000,00 geschaffen (Bedingtes Kapital 2012). Das Grundkapital ist entsprechend zur Durchführung eines Aktienoptionsprogramms um EUR 1.400.000,00 auf den Inhaber lautender Stückaktien bedingt erhöht.
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| Erteilung der Ermächtigung in der Hauptversammlung vom ... | Ermächtigung gültig zum | Maximales Rückkaufvolumen von höchstens 10 % des Grundkapitals (in Stückaktien) | Geschäftsjahr der Transaktion | Rücklauf (+) / Ausgabe (-) (in Stückaktien) |
|---|---|---|---|---|
| Bestand 01.01.2016 | 4.760 | |||
| 18. Mai 2015 | 30. April 2020 | 1.573.566 | 2016 | -4.844 |
| 2016 | 16.056 1) | |||
| 2017 | -1.100 | |||
| 2017 | 2.699 1) | |||
| 12. Mai 2017 | 30. April 2022 | 1.573.566 | 2017 | -1.637 |
| 2017 | 7.622 1) | |||
| 2018 | -36.750 | |||
| 2018 | 52.579 1) | |||
| 2019 | -52.727 | |||
| 2019 | 16.602 1) | |||
| Bestand 31.12.2019 | 3.260 |
1) Der Rückkauf erfolgte durch ein Aktienrückkaufprogramm, welches der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 25. Oktober 2016 beschlossen hat. Im Geschäftsjahr 2016 wurden 16.056 Stückaktien zu Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 296 erworben. Im Geschäftsjahr 2017 wurden 10.321 Stückaktien zu Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 240 erworben. Im Geschäftsjahr 2018 wurden 52.579 Stückaktien zu Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 1.345 erworben. Im Geschäftsjahr 2019 wurden 16.602 Stückaktien zu Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 424 erworben.
Vorstandsbonus für zukünftige Kursentwicklung
Zusätzlich wurde im Mai 2014 mit den Vorständen eine aktienbasierte Vergütung vereinbart. Sie besteht in Abhängigkeit der Unternehmenswertsteigerung aus maximal 160.000 Aktien, die über die Laufzeit jährlich fällig werden und auf der Kursentwicklung der Jahre 2015 bis 2017 basieren. Der beizulegende Zeitwert dieser Vergütungskomponente betrug im Zeitpunkt der Gewährung TEUR 788. Die Kapitalrücklage hat sich durch die aktienbasierte Vergütung um TEUR 1.179 verringert. Für die Geschäftsjahre 2018 bis 2020 besteht eine Bonusvereinbarung der Vorstandsmitglieder, die wahlweise in Aktien der Nexus AG oder in Barmittel ausgeübt werden kann. Bezüglich der notwendigen Angaben gemäß IFRS 2.44 verweisen wir auf den Vergütungsbericht im Lagebericht.
Kapitalmanagement
Ziel des Kapitalmanagements ist die Erhaltung der finanziellen Substanz des Konzerns sowie die nachhaltige Sicherstellung der notwendigen finanziellen Flexibilität. Zur Messung der finanziellen Sicherheit des Konzerns wird auch die Eigenkapitalquote herangezogen. Dabei wird das in der Konzernbilanz ausgewiesene Eigenkapital ins Verhältnis zur Bilanzsumme gesetzt. Die Finanzierungsstruktur ist danach durch eine als konservativ zu bezeichnende Kapitalstruktur, in der die Eigenfinanzierung dominiert, geprägt. Zum Bilanzstichtag beträgt die Eigenkapitalquote 55,3% (Vj: 51,3%). Die Fremdfinanzierung erfolgt fast ausschließlich über Verbindlichkeiten, die aus dem operativen Geschäftsbetrieb resultieren, sowie in geringem Umfang über Pensionen. Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten bestehen nicht.
Im Mai 2019 wurde eine Dividende in Höhe von EUR 0,17 auf die 15.741.761 Stück Dividendenberechtigten, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bezahlt. Für das Geschäftsjahr 2019 wird eine Dividendenausschüttung in Höhe von EUR 0,18 pro dividendenberechtigte, auf den Inhaber lautende Stückaktie vorgeschlagen.
14. PENSIONSVERPFLICHTUNGEN
Die Rückstellungen wurden für die von der Forest Gesellschaft für Products & Services mbH zum 30. September 2000 übernommenen unmittelbaren Pensionsverpflichtungen (Direktzusagen) bei der NEXUS . IT GmbH SÜDOST, Nexus Integration Solution GmbH (vormals Nexus Deutschland GmbH), NEXUS / CLOUD IT GmbH und für die übernommenen Pensionsverpflichtungen bei der NEXUS / ASS.TEC GmbH und der NEXUS SWISSLAB GmbH (vormals Swisslab DITS GmbH) gebildet. Im Geschäftsjahr 2019 wurde erstmalig bei der Nexus AG eine Rückstellung für eine Pensionsverpflichtung (Direktzusage) gebildet. Bei den leistungsorientierten Plänen in der Schweiz handelt es sich um Vorsorgewerke nach dem schweizerischen Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG). Diese Pläne stellen sogenannte Vollversicherungen dar, bei denen wenigstens temporär sämtliche versicherungsmathematischen Risiken, einschließlich der Kapitalmarktrisiken, von einer Versicherungsgesellschaft getragen werden.
In den Niederlanden ist der Vertrag über den leistungsorientierten Versorgungsplan zum 31. Dezember 2017 ausgelaufen und wurde in diesem Zusammenhang ab dem 01. Januar 2018 zu einen beitragsorientierten Versorgungsplan geändert. Aufgrund der Änderung des Versorgungsplans besteht zum Stichtag eine Pensionsverpflichtung, der in gleicher Höhe ein Planvermögen gegenübersteht.
Die Höhe der Leistungen der übernommenen Pensionszusagen richtet sich nach den Dienstjahren und dem jeweiligen Gehalt der bezugsberechtigten Personen. Die Rückstellung wird gebildet für zahlbare Leistungen in Form von Alters- und Invalidenrente sowie für Hinterbliebenengeld. Es handelt sich um unverfallbare Anwartschaften. Ein Planvermögen besteht für die Verpflichtungen in der Schweiz, für zwei Gesellschaften in Deutschland sowie in den Niederlanden.
Diese leistungsorientierten Pläne belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Markt-(Anlage-) Risiko.
Finanzierung
Während die inländischen Pensionsverpflichtungen, ausgenommen NEXUS / ASS.TEC GmbH und NEXUS SWISSLAB GmbH (vormals Swisslab DITS GmbH), durch das Unternehmen finanziert werden, werden die Verpflichtungen in den Niederlanden und der Schweiz sowie bei der NEXUS / ASS.TEC GmbH und der NEXUS SWISSLAB GmbH (vormals Swisslab DITS GmbH) über Versicherungsunternehmen verwaltet und finanziert. Die Finanzierungsanforderungen basieren auf versicherungsmathematischen Bewertungsrahmenkonzepten.
Bewertungsgrundlagen
Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen berücksichtigt Marktzinssätze sowie Lohn-, Gehalts- und Rententrends. In Deutschland wurden als biometrische Rechnungsgrundlagen die Todesfallwahrscheinlichkeit, Invaliditätswahrscheinlichkeit und Verheiratungswahrscheinlichkeit im Todesfall gemäß den Richttafeln 2018 G (Verlag Heubeck-Richttafeln- GmbH, Köln) zugrunde gelegt. In der Schweiz wurde der auf statistischen Zahlen der Jahre 2010- 2014 beruhende Tarif BVG 2015 zugrunde gelegt. In den Niederlanden wurde die AG Prognosetafel 2018 with mortality experience adjustments zugrunde gelegt.
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| 2020 1) | 2019 | 2018 | |
|---|---|---|---|
| % | % | % | |
| --- | --- | --- | --- |
| Rechnungszinsfuß (DE) | 1,34 | 1,94 | 1,94 |
| Rechnungszinsfuß (NL) | 1,6 | 2,4 | 2,4 |
| Rechnungszinsfuß (CH) | 0,3 | 1,1 | 1,1 |
| Durchschnittliche Fluktuationsrate (DE) | 5,0 | 5,0 | 5,0 |
| Durchschnittliche Fluktuationsrate (NL) | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Durchschnittliche Fluktuationsrate (CH) 2) | 1,3-28,5 | 1,3-28,5 | 1,3-28,5 |
| Lohn- und Gehaltstrend (DE) | 1,13 | 1,29 | 1,29 |
| Lohn- und Gehaltstrend (NL) | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Lohn- und Gehaltstrend (CH) | 0,5 | 0,5 | 0,5 |
| jährliche Anhebung laufender Renten (DE) | 1,34 | 1,29 | 1,29 |
| jährliche Anhebung laufender Renten (NL) | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| jährliche Anhebung laufender Renten (CH) | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
1) Grundlagen für die Sensitivitätsanalyse
2) Die Annahme zur Austrittswahrscheinlichkeit umfasst eine altersabhängige Abstufung. Diese beträgt ab Alter 20 28,5% und wird dann stufenweise abgesenkt, bis ab Alter 60 die Austrittswahrscheinlichkeit 1,3% beträgt.
Am 31. Dezember 2019 lag die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung im Inland bei 20 Jahren (Vj: 18 Jahre), in den Niederlanden bei 26 Jahren (Vj: 25 Jahre) und in der Schweiz bei 20 Jahren (Vj: 19 Jahre).
Veränderung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Verpflichtungen
Die Änderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen und des Planvermögens stellen sich wie folgt dar:
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Barwert der Verpflichtungen zu Beginn des Berichtszeitraums | 51.118 | 44.001 |
| Erfasst im Gewinn oder Verlust | ||
| Laufender Dienstzeitaufwand | 1.705 | 995 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -42 | 0 |
| Zinsaufwand | 813 | 607 |
| Erfasst im sonstigen Ergebnis | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+ | )aus | |
| - demografischen Annahmen | 0 | -156 |
| - finanziellen Annahmen | 8.444 | -2.178 |
| - erfahrungsbedingter Berichtigung | 1.695 | 324 |
| Währungsänderungen | 1.192 | 1.011 |
| Sonstiges | ||
| Zugang Pensionsverpflichtungen | 0 | 5.133 |
| Gezahlte Leistungen und Abgänge | 753 | 849 |
| Beiträge Arbeitnehmer | 1.003 | 818 |
| Verwaltungskosten | -359 | -286 |
| 66.322 | 51.118 |
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des | 40.280 | 33.486 |
| Berichtszeitraums | ||
| Erfasst im Gewinn oder Verlust | ||
| Zinserträge | 689 | 518 |
| Erfasst im sonstigen Ergebnis | ||
| Erträge aus Planvermögen ohne Zinserträge | 4.735 | -589 |
| Währungsänderungen | 828 | 649 |
| Sonstiges | ||
| Zugang Planvermögen | 0 | 3.969 |
| Beiträge Arbeitgeber | 1.175 | 844 |
| Beiträge Arbeitnehmer | 1.003 | 818 |
| Kapitalauszahlungen | 791 | 886 |
| Verwaltungskosten | -377 | -301 |
| Zeitwert des Planvermögens zum Ende des Berichtszeitraums | 49.124 | 40.280 |
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Barwert der extern finanzierten Verpflichtungen | 64.833 | 50.011 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 49.124 | 40.280 |
| Unterdeckung | 15.709 | 9.731 |
| Barwert der intern finanzierten Verpflichtungen | 1.489 | 1.107 |
| Finanzierungsstatus | 17.198 | 10.838 |
| Bilanzierte Pensionsverpflichtungen | 17.198 | 10.838 |
| Davon Ausweis als Pensionsrückstellungen | 17.198 | 10.838 |
Die Verpflichtung teilt sich wie folgt auf die Teilnehmergruppen auf:
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Aktive Mitarbeiter | 15.653 | 9.895 |
| Unverfallbar Ausgeschiedene | 247 | 224 |
| Rentner | 1.298 | 719 |
| 17.198 | 10.838 |
Die versicherungsmathematischen Gewinne (-) und Verluste (+) 2019 in Höhe von TEUR 5.404 wurden, vor Berücksichtigung latenter Steuern, im sonstigen Ergebnis erfasst. Die kumulierten versicherungsmathematischen Verluste sind mit TEUR 12.588 abzgl. latenter Steuern im sonstigen Ergebnis erfasst.
Der Gesamtaufwand für leistungsorientierte Versorgungszusagen, der im Personalaufwand enthalten ist, setzt sich wie unten aufgeführt zusammen:
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Laufender und nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 1.663 | 995 |
| Zinsaufwand | 813 | 607 |
| Zinserträge aus Planvermögen | -689 | -518 |
| Verwaltungskosten | 17 | 16 |
| Nettopensionsaufwand | 1.804 | 1.100 |
Die tatsächlichen Ergebnisse des Planvermögens belaufen sich auf TEUR -5.425 (Vj: TEUR 71). Das Planvermögen entfällt auf die Schweizer Pläne sowie auf die NEXUS Nederland B.V., die NEXUS / ASS.TEC GmbH und die NEXUS SWISSLAB GmbH (vormals Swisslab DITS GmbH) und besteht aus den Ansprüchen gegen Versorgungswerke.
Das Planvermögen setzt sich in den Niederlanden, der Schweiz und in Deutschland wie folgt zusammen:
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Anleihen | 18.732 | 19.653 |
| Immobilien | 0 | 3.188 |
| Aktien | 4.812 | 7.044 |
| Flüssige Mittel und Festgelder | 3.098 | 688 |
| Sonstiges | 22.482 | 9.707 |
| Summe | 49.124 | 40.280 |
Das Planvermögen in den Niederlanden in Höhe von TEUR 19.959, ausgewiesen unter Sonstiges, wird über eine Versicherungsgesellschaft gehalten und angelegt.
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| 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | |
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Barwert der Pensionsverpflichtungen | 66.322 | 51.118 | 44.001 | 45.105 | 39.181 |
| Zeitwert des Planvermögens | 49.124 | 40.280 | 33.486 | -33.531 | -28.366 |
| Planfehlbetrag | 17.198 | 10.838 | 10.515 | 11.574 | 10.815 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen der Pensionsverpflichtungen | 1.695 | 324 | 749 | 1.688 | -433 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens | 4.735 | -589 | 309 | 2.648 | -2.104 |
Die erfahrungsbedingten Berichtigungen der Pensionsverpflichtungen belaufen sich auf TEUR 1.695 (Vj: TEUR 324), die des Planvermögens auf TEUR 4.736 (Vj: TEUR -589). In Deutschland wird die gesetzliche Rentenversicherung als beitragsorientierter Versorgungsplan angesehen. Der für die gesetzliche Rentenversicherung erfasste Aufwand für die sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter hat für das abgelaufene Geschäftsjahr TEUR 3.550 (Vj: TEUR 3.904) betragen. Daneben bestehen für Vorstandsmitglieder weitere beitragsorientierte Pläne aus Direktversicherungen, für die im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 360 (Vj: TEUR 25) angefallen sind.
Sensitivitätsanalyse
Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachstehenden Beträgen beeinflusst. Wir gehen davon aus, dass die Faktoren Fluktuation und Sterblichkeit aufgrund der Duration der wesentlichen Verpflichtungen keiner wesentlichen Volatilität unterliegt. Daher wird auf eine Sensitivitätsanalyse an dieser Stelle verzichtet.
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Veränderung der Verpflichtung | TEUR | TEUR |
| --- | --- | --- |
| Aktuelle Annahme per 31. Dezember | ||
| Gesamte Verpflichtung | 66.322 | 51.118 |
| Extern finanzierte Verpflichtung | 64.833 | 50.011 |
| Intern finanzierte Verpflichtung | 1.489 | 1.107 |
| Diskontierungszinssatz +0,5 PP | -6.869 | -4.707 |
| Diskontierungszinssatz -0,5 PP | 7.701 | 4.8 87 |
| Lohnsteigerungsrate +0,5 PP 1) | 531 | 6 53 |
| Lohnsteigerungsrate -0,5 PP 1) | -551 | -6 80 |
| Lohnsteigerungsrate +0,5 PP 2) | -146 | -2 03 |
| Lohnsteigerungsrate -0,5 PP 2) | -154 | -2 63 |
| Rententrend +0,5 PP 3) | -40 | -1 62 |
| Rententrend -0,5 PP 3) | -251 | -300 |
PP = Prozentpunkte
1) Aufgrund der Annahme der jährlichen Lohnsteigerungen im Inland mit 0 % (mit Ausnahme NEXUS SWISSLAB GmbH, Berlin), betreffen die Beträge in Bezug auf die Lohnsteigerungsrate nur die niederländischen und schweizerischen extern finanzierten Verpflichtungen.
2) Die Beträge betreffen nur die Pensionsverpflichtungen der NEXUS SWISSLAB GmbH (vormals: Swisslab DITS GmbH), Berlin.
3) Aufgrund der Annahme der jährlichen Anhebung der Renten in der Schweiz und den Niederlanden mit 0 %, betrifft die Sensitivitätsanalyse in Bezug auf den Rententrend nur die inländischen Verpflichtungen.
Obwohl die Analyse die vollständige Verteilung der nach dem Plan erwarteten Cash Flows nicht berücksichtigt, liefert sie einen Näherungswert für die Sensitivität der dargestellten Annahmen. Die Auswirkungen auf die erwarteten Cash Flows in den Folgeperioden aus den internen finanziellen Verpflichtungen sind von untergeordneter Bedeutung.
Für das Geschäftsjahr 2020 werden ein Pensionsaufwand in Höhe von TEUR 1.591, ein Barwert der Verpflichtung in Höhe von TEUR 69.015 sowie ein Zeitwert des Planvermögens in Höhe von TEUR 51.240 prognostiziert.
Vom Arbeitgeber direkt bezahlte Versorgungsleistungen werden in Höhe von TEUR 58 erwartet.
Die erwarteten Beiträge zum Planvermögen für 2020 belaufen sich auf TEUR 332.
Ein aktives Risikomanagement im Zusammenhang mit dem Versorgungsplan wird aufgrund der überschaubaren Risiken für den Gesamtkonzern aktuell nicht durchgeführt.
15. RÜCKSTELLUNGEN
Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| Stand 01.01.2019 | Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen des Konzernkreises |
Währungsänderungen | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Noch zu erbringende Leistungen | 2.450 | 0 | 38 |
| Übrige Rückstellungen | 10.678 | 1.119 | 0 |
| 13.128 | 1.119 | 38 |
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| Verbrauch 2019 | Auflösung 2019 | Zuführung 2019 | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Noch zu erbringende Leistungen | 1.195 | 727 | 2.900 |
| Übrige Rückstellungen | 4.288 | 531 | 328 |
| 5.483 | 1.258 | 3.228 |
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| Stand 31.12.2019 | |
|---|---|
| TEUR | |
| --- | --- |
| Noch zu erbringende Leistungen | 3.466 |
| Übrige Rückstellungen | 7.306 |
| 10.772 |
Die noch zu erbringenden Leistungen betreffen Risiken im Projektgeschäft aus drohenden Nachlaufkosten, die auf Basis von Erfahrungswerten sowie der noch erwarteten Kosten berechnet werden. Für sie wird ein Verbrauch in 2020 erwartet. Die übrigen Rückstellungen verbrauchen sich erwartungsgemäß im kommenden Jahr. Die Zugänge der übrigen Rückstellungen aus Unternehmenszusammenschlüssen in Höhe von TEUR 1.119 resultieren aus der Erstkonsolidierung der ifa systems AG, Frechen.
16. VERBINDLICHKEITEN
Die Verbindlichkeiten setzen sich bzgl. der Fälligkeiten wie folgt zusammen:
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| 31.12.2019 | ||
|---|---|---|
| Kurzfristig (< 1 Jahr) | Langfristig (> 1 Jahr) | |
| --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.326 | 0 |
| Ertragsteuerverbindlichkeit | 1.700 | 0 |
| Erlösabgrenzung | 5.946 | 0 |
| Sonstige nichtfinanzielle Schulden | 4.296 | 0 |
| - Sonstige Steuern | 4.296 | 0 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 1.850 | 0 |
| Sonstige finanzielle Schulden | 12.669 | 13.940 |
| - Aus Verpflichtungen für Gehaltsverbindlichkeiten | 5.933 | 0 |
| - Sonstige | 6.736 | 13.940 |
| Verbindlichkeiten Nutzungsrechte | 3.966 | 6.899 |
| Summe | 36.753 | 20.839 |
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| 31.12.2018 | ||
|---|---|---|
| Kurzfristig | Langfristig | |
| --- | --- | --- |
| (< 1 Jahr) | (> 1 Jahr) | |
| --- | --- | --- |
| TEUR | TE UR | |
| --- | --- | --- |
| Finanzverbindlichkeiten 1) | 9.000 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.070 | 0 |
| Ertragsteuerverbindlichkeit | 1.615 | 0 |
| Erlösabgrenzung | 4.660 | 0 |
| Sonstige nichtfinanzielle Schulden | 3.111 | 0 |
| - Sonstige Steuern | 3.111 | 0 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 5.399 | 0 |
| Sonstige finanzielle Schulden | 21.985 | 19.358 |
| -Aus Verpflichtungen für Gehaltsverbindlichkeiten | 3.266 | 0 |
| - Sonstige | 18.719 | 19.358 |
| Summe | 52.840 | 19.358 |
1) Im Rahmen des Unternehmenserwerbs der NEXUS SWISSLAB GmbH, Berlin (vormals: Swisslab DITS GmbH, Berlin), wurde eine Finanzverbindlichkeit in Form eines kurzfristigen Darlehens in Höhe von TEUR 9.000 gegenüber dem Anteilsverkäufer übernommen.
Die Ertragssteuerverbindlichkeiten betreffen die tatsächlichen Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden. Sie sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zu Grunde gelegt, die am Bilanzstichtag im jeweiligen Land der Gesellschaft gelten.
Erlösabgrenzungen sind notwendig, wenn der Leistungszeitraum bzgl. der Realisierung von Umsatzerlösen für den Bereich der Softwarepflege vom Geschäftsjahr abweicht. Die Erlösabgrenzung wird im folgenden Geschäftsjahr über den Leistungszeitraum erlöswirksam aufgelöst.
Die sonstigen nichtfinanziellen Schulden beinhalten sonstige Steuern (Umsatz-, Lohn- und Kirchensteuer sowie Sozialabgaben).
Die Vertragsverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die von Kunden erhaltenen Anzahlungen.
In dem Posten Sonstige wurden die wahrscheinlichen Kaufpreisverpflichtungen aus zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlungen (Ermittlung siehe Note 3) zum Erwerb restlicher Unternehmensanteile in Höhe von TEUR 15.792 (Vj: TEUR 25.767) eingestellt und entwickelt sich wie folgt:
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| TEUR | |
|---|---|
| Stand der zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlungen zum 01. Januar 2019 | 25.767 |
| Abgang aufgrund der Auszahlung der verbleibenden Kaufpreisverbindlichkeit der NEXUS SWISSLAB GmbH, Berlin | -5.211 |
| Anpassungen nach IFRS 3.46 ff. Kaufpreisverbindlichkeit der NEXUS SWISSLAB GmbH, Berlin | -700 |
| Abgang aufgrund der Auszahlung der verbleibenden Kaufpreisverbindlichkeit der IBH Datentechnik GmbH, Kassel | -2.000 |
| Abgang aufgrund erfolgswirksamer Ausbuchung der verbleibenden Kaufpreisverbindlichkeit der IBH Datentechnik GmbH, Kassel | -86 |
| Abgang aufgrund der anteiligen Auszahlung Kaufpreisverbindlichkeit der NEXUS POLSKA sp. z o.o., Posen | -1.192 |
| Abgang aufgrund der Auszahlung der verbleibenden Kaufpreisverbindlichkeit der nexus / switspot GmbH, Neckarsulm | -1.160 |
| Abgang aufgrund erfolgswirksamer Ausbuchung der verbleibenden Kaufpreisverbindlichkeit der nexus / switspot GmbH, Neckarsulm | -40 |
| Zugänge aufgrund Aufzinsung | 62 |
| - highsystem ag 1) | 7 |
| - NEXUS POLSKA sp. z o.o. 1) | 25 |
| - ASTRAIA Software GmbH | 7 |
| - NEXUS SWISSLAB Gmb H | 7 |
| - Creativ Software AG 1) | 16 |
| Erhöhung der Kaufpreisverbindlichkeit auf Grund von Schätzungsänderungen im Zusammenhang der NEXUS POLSKA sp. z o.o., Posen | 190 |
| Erhöhung der Kaufpreisverbindlichkeit auf Grund von Schätzungsänderungen im Zusammenhang der NEXUS / CHILI GmbH, Dossenheim | 162 |
| Zugänge aufgrund von Unternehmenserwerben | 0 |
| Wechselkursbedingte Anpassungen | 141 |
| Stand der zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlungen zum 31. Dezember 2019 | 15.933 |
1) inklusive der Währungskurseffekte
In den erwarteten Kaufpreiszahlungen sind TEUR 2.362 kurzfristig.
17. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE VERPFLICHTUNGEN
1. Gerichtliche Prozesse sowie Forderungen aus Rechtsstreitigkeiten, die sich im normalen Geschäftsverlauf ergeben, könnten in der Zukunft gegenüber den Konzerngesellschaften geltend gemacht werden. Die damit einhergehenden Risiken werden im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens analysiert. Obgleich das Ergebnis dieser Streitfälle nicht immer genau eingeschätzt werden kann, ist der Vorstand der Ansicht, dass sich hieraus keine wesentlichen Verpflichtungen ergeben werden.
Eventualverbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 246 (Vj: TEUR 478) aus Gewährleistungsverpflichtungen.
2. Des Weiteren ergeben sich finanzielle Verpflichtungen aus der Anmietung von Büroräumen, dem Leasing von Fahrzeugen und aus anderen Verpflichtungen. Entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der Leasingvereinbarungen sind die Leasingverhältnisse als Operating-Leasingverhältnisse zu klassifizieren.
Die sich daraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
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| 31.12.2019 | 2020 | 2021-2024 | ab 2025 |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Mieten | 2.474 | 4.999 | 429 |
| Leasing | 1.621 | 1.769 | 0 |
| 4.095 | 6.768 | 429 |
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| 31.12.2018 | 2019 | 2020-2023 | ab 2024 |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Mieten | 3.090 | 7.619 | 906 |
| Leasing | 1.505 | 1.846 | 0 |
| 4.595 | 9.465 | 906 |
Die Miet- und Leasingzahlungen des Geschäftsjahres betragen:
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Mieten | 3.027 | 3.421 |
| Leasing | 1.923 | 1.419 |
| 4.950 | 4.840 |
Miet- und Leasingvereinbarungen enthalten weder Kaufoptionen noch Preisanpassungsklauseln. Enthaltene Verlängerungsoptionen werden mit hinreichender Sicherheit nicht vom Leasingnehmer ausgeübt. Im Jahr 2019 sind nur Mindestleasingzahlungen enthalten.
3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen darüber nicht (Vj: TEUR 0).
18. UMSATZERLÖSE
Die konsolidierten Umsatzerlöse sind in der nachfolgenden Übersicht nach Regionen und Geschäftsbereichen aufgegliedert:
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| Healthcare Software | 2019 | 2018 | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 71.245 | 51,1 | 63.703 | 50,6 |
| Schweiz / Liechtenstein | 32.570 | 23,4 | 29.307 | 23,3 |
| Niederlande | 14.705 | 10,5 | 14.231 | 11,3 |
| Polen | 6.180 | 4,4 | 6.898 | 5,5 |
| Frankreich | 5.873 | 4,2 | 5.542 | 4,4 |
| Österreich | 1.835 | 1,3 | 2.143 | 1,7 |
| Andere Regionen | 7.189 | 5,1 | 4.080 | 3,2 |
| Gesamt | 139.597 | 100,0 | 125.904 | 100,0 |
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| Healthcare Service | 2019 | 2018 | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 7.502 | 93,2 | 9.997 | 94,6 |
| Schweiz / Liechtenstein | 391 | 4,9 | 374 | 3,5 |
| Österreich | 34 | 0,4 | 7 | 0,1 |
| Andere Regionen | 124 | 1,5 | 187 | 1,8 |
| Gesamt | 8.051 | 100,0 | 10.565 | 100,0 |
Davon entfielen auf:
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| 2019 | 2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Dienstleistungen und Softwarepflege | 113.093 | 76,6 | 108.001 | 79,1 |
| Lizenzen | 27.510 | 18,6 | 21.384 | 15,7 |
| Lieferungen | 7.045 | 4,8 | 7.084 | 5,2 |
| Gesamt | 147.648 | 100,0 | 136.469 | 100,0 |
Zu den einzelnen Umsatzerlösarten und deren Realisierung wird auf die Ausführungen in 2.4, Note „Umsatzrealisierung“, verwiesen.
19. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen vor allem die ergebniswirksame Neutralisierung korrespondierender Aufwendungen einer originären Leistungsverpflichtung in Höhe von TEUR 6.000 (Vj: TEUR 500), Rückerstattungsvereinbarungen im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben in Höhe von TEUR 3.852 (Vj: TEUR 0), geldwerte Vorteile in Höhe von TEUR 1.490 (Vj: TEUR 1.269), Erträge aus Kaufpreisanpassungen in Höhe von TEUR 127 (Vj: TEUR 1.189), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.258 (Vj: TEUR 93), Erträge aus den Umsatzkorrekturen für noch in Klärung befindliche Posten in Höhe von TEUR 1.416 (Vj: TEUR 605), Erträge aus der Ausbuchung von kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 370 (Vj: TEUR 603), Erträge aus Fremdwährungsgewinne in Höhe von TEUR 109 (Vj: TEUR 71), Erträge aus Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 27 (Vj: TEUR 17), sowie Gewinne aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 7 (Vj: TEUR 79).
20. MATERIALAUFWAND UND AUFWENDUNGEN FÜR BEZOGENE LEISTUNGEN
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 12.765 | 12.432 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 8.742 | 10.612 |
| 21.507 | 23.044 |
In den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren befinden sich hauptsächlich Aufwendungen aus Lizenz- und Hardwarekäufen, die zum Weiterverkauf bestimmt sind. Im Bereich der bezogenen Leistungen wurden überwiegend Leistungen im Zuge des Projektgeschäftes an Dritte vergeben.
21. MITARBEITERZAHL UND PERSONALAUFWAND
Im Jahresdurchschnitt war in den einzelnen Geschäftsjahren die folgende Anzahl an Mitarbeitern und Auszubildenden beschäftigt:
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 1.271 | 1.126 |
| Leitende Angestellte | 25 | 27 |
| 1.296 | 1.153 1) |
1) Die Berechnungsmethode zur Ermittlung wurde in 2019 aufgrund einer dadurch höheren Vergleichbarkeit angepasst. Der Vorjahreswert von 1.280 ändert sich dadurch auf 1.153 durchschnittlich beschäftigte Mitarbeiter und Auszubildende.
Die Personalkostenentwicklung stellt sich im Berichtszeitraum wie folgt dar:
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Löhne und Gehälter | 76.145 | 63.667 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 15.421 | 12.725 |
| 91.566 | 76.392 |
22. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Betriebskosten | 2.537 | 5.694 |
| Vertriebskosten | 4.242 | 3.892 |
| Verwaltungskosten | 7.897 | 5.445 |
| Übrige betriebliche Aufwendungen | 5.806 | 4.207 |
| 20.482 | 19.238 |
Der erhöhende Effekt aus den in Vorjahren akquirierten Unternehmen überkompensiert den reduzierenden IFRS 16 Effekt. Die übrigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Zuführungen aus den Umsatzkorrekturen für noch in Klärung befindliche Posten in Höhe von TEUR 2.248 (Vj: TEUR 2.464), Abschreibungen und Verluste von Forderungen in Höhe von TEUR 1.106 (Vj: TEUR 126), Aufwand aus Kaufpreisanpassungen in Höhe von TEUR 377 (Vj: TEUR 31), Verluste aus Anlagenabgänge in Höhe von TEUR 70 (Vj: TEUR 22) sowie Währungskursverluste in Höhe von TEUR 66 (Vj: TEUR 65). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der vorstehenden Tabelle beinhalten die Vergütung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Prüfung des Konzernabschlusses wie folgt:
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Abschlussprüfungsleistungen | 225 | 138 |
| davon Vj: TEUR 67 | ||
| Andere Bestätigungsleistungen | 0 | 35 |
| Sonstige Leistungen | 36 | 10 |
| 261 | 183 |
Das Honorar für sonstige Leistungen betrifft betriebswirtschaftliche Beratungsleistungen. Im Geschäftsjahr 2019 sind TEUR 67 (Vj: TEUR 0) nachträglich für die Konzernabschlussprüfung des vorangegangenen Geschäftsjahres angefallen. Neben dem Konzernabschluss wurde durch den Abschlussprüfer auch der Jahresabschluss der Nexus AG geprüft.
23. ERGEBNIS AUS AT EQUITY BEWERTETEN UNTERNEHMEN
Ausgewiesen werden die auf die NEXUS entfallenden, anteiligen Jahresergebnisse der at Equity bewerteten Unternehmen in Höhe von TEUR -11 (Vj: TEUR 0). Aufwendungen aus der Abschreibung an einem at Equity bewerteten Unternehmen sind im Geschäftsjahr nicht angefallen (Vj: TEUR 0). Die G.I.T.S. Gesundheitswesen IT-Service GmbH Fürstenfeldbruck, Fürstenfeldbruck (49,00 %), wird mit Wirkung zum 01. Januar 2020 aufgelöst.
24. FINANZERTRÄGE
Von den Finanzerträgen TEUR 32 (Vj: TEUR 38) entfallen TEUR 19 (Vj: TEUR 34) auf Erträge aus Wertpapieren, TEUR 3 (Vj: TEUR 0) auf Zinserträge aus Bankguthaben sowie TEUR 10 (Vj: TEUR 4) auf sonstige Zinsen und ähnliche Erträge.
25. FINANZAUFWENDUNGEN
Von den Finanzaufwendungen TEUR 603 (Vj: TEUR 290) entfallen TEUR 181 (Vj: TEUR 0) auf Zinsaufwendungen aus Nutzungsrechten (Erstanwendung IFRS 16), TEUR 62 aus der Aufzinsung von aus zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlungen, Zinszahlungen für abgeschlossene Rechtsstreitigkeiten in Höhe von TEUR 42 (Vj: TEUR 0), TEUR 28 (Vj: TEUR 0) für Zinsen für Finanzverbindlichkeiten, TEUR 5 (Vj: TEUR 119) auf Abschreibungen und Abgangsverluste auf Wertpapiere des Umlaufvermögens, TEUR 1 (Vj: TEUR 5) auf Zinsaufwendungen aus Bankverbindlichkeiten sowie TEUR 284 (Vj: TEUR 166) auf sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen.
26. ERTRAGSTEUERN
Die Ertragsteuern setzen sich aus dem tatsächlichen Steueraufwand bzw. dem tatsächlichen Steuerertrag sowie dem latenten Steueraufwand bzw. latenten Steuerertrag zusammen. Die tatsächlichen Steuerforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden unter Anwendung der am Stichtag geltenden Steuergesetze mit den Beträgen bemessen, die voraussichtlich an die zuständigen Finanzbehörden abzuführen bzw. von ihnen einzufordern sind. Latente Steuerverbindlichkeiten bzw.-forderungen werden auf Basis der Steuergesetze, die am Stichtag Gültigkeit hatten, zu dem Steuersatz bewertet, der voraussichtlich in der Periode Gültigkeit hat, in der die Verbindlichkeit beglichen wird bzw. die Forderung fällig ist. In 2019 wurden auf Basis einer Fünfjahresplanung alle Verlustvorträge auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Dabei wurden aktive latente Steuern nur in der Höhe gebildet, inwieweit eine Realisierung durch zukünftige Gewinne möglich ist. Passive latente Steuern, die insbesondere durch die Aktivierung von Entwicklungskosten sowie Kundenbeziehungen / Technologie entstehen, werden als latente Steueraufwendungen passiviert oder wenn möglich mit aktivierten latenten Steuern verrechnet. Die auf das Ergebnis vor Ertragsteuern entfallenden Steuern teilen sich im Berichtsjahr auf tatsächliche und latente Ertragsteuern wie folgt auf:
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Laufender Steueraufwand | -3.721 | -3.282 |
| - Laufendes Jahr | -3.738 | -3.425 |
| - Vorjahre | 17 | 143 |
| Latente Steueraufwendungen / -erträge | -1.020 | -651 |
| - Entstehung / Umkehrung latenter Differenzen | -1.020 | -651 |
| -4.741 | -3.933 |
Als Steuern vom Einkommen werden im Inland die Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlags und die Gewerbesteuer sowie im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Außerdem werden in diesem Posten Steuerabgrenzungen auf alle wesentlichen Unterschiedsbeträge zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz sowie ggf. auf Konsolidierungsmaßnahmen erfasst. Substanzielle Hinweise für die Realisierung der latenten Steueransprüche auf nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge, die höher sind als die Ergebniseffekte aus der Umkehrung bestehender zu versteuernder temporärer Differenzen ergeben sich aus:
| ― | den stetigen Ergebnisverbesserungen des Kerngeschäftes, |
| ― | dem sich erhöhenden Wartungsvolumen, |
| ― | der Planung der zur NEXUS-Gruppe gehörenden Einzelgesellschaften. |
Bei der Ermittlung der Steuersätze wurde im Inland für die Körperschaftsteuerbelastung ein Steuersatz von 15,0 % zzgl. Solidaritätszuschlag, also in Summe 15,82%, angesetzt, für die Gewerbesteuer in Abhängigkeit von der Gemeinde ein Steuersatz zwischen 11,56 % und 17,16 %. Im Ausland betragen die Ertragsteuersätze zwischen 17,0% und 28,0%. Der ausgewiesene Steueraufwand weicht vom erwarteten Steueraufwand ab, der sich bei Anwendung des nominalen Steuersatzes der Nexus AG von 30,54 % (Vj: 30,54 %) auf das Ergebnis nach IFRS ergeben hätte. Die Beziehung vom erwarteten Steueraufwand zum Steueraufwand, welcher sich aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ergibt, zeigt folgende Überleitungsrechnung:
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 16.862 | 14.929 |
| Erwarteter Steueraufwand 30,54 % (Vj: 30,54 %) | -5.150 | -4.559 |
| Veränderung nicht aktivierter latenter Steuern auf Verlustvorträge | -10 | -145 |
| Steuersatzdifferenzen bei Tochtergesellschaften | 353 | 593 |
| Abweichungen aus steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen | -42 | -90 |
| Steuern Vorjahre und sonstige Abweichungen | 108 | 268 |
| Steueraufwand lt. Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung | -4.741 | -3.933 |
| Tatsächlicher Steueraufwand (in %) | 28,1 | 26,3 |
27. ERGEBNIS JE AKTIE
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich mittels Division des den Aktionären zustehenden Konzernjahresüberschusses durch die durchschnittliche gewichtete Anzahl der während der Periode im Umlauf befindlichen Aktien. Zur Berechnung eines verwässerten Ergebnisses je Aktie wäre der den Aktionären zurechenbare Konzernjahresüberschuss sowie der gewichtete Durchschnitt, der sich im Umlauf befindlichen Aktien um die Auswirkungen aller verwässernden potenziellen Aktien, welche durch Ausübung der ausgereichten Optionen entstehen, zu bereinigen.
Zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wurde eine durchschnittliche Anzahl der Aktien von Tsd. 15.732 (Vj: Tsd 15.733) zu Grunde gelegt.
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Konzernjahresüberschuss (Anteil Gruppe) in TEUR | 10.841 | 10.921 |
| Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien in Tsd. (unverwässert) | 15.732 | 15.733 |
| Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert) | 0,69 | 0,69 |
| Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien in Tsd. (verwässert) | 15.732 | 15.733 |
| Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert) | 0,69 | 0,69 |
Der gewichtete Durchschnitt der Stammaktien (unverwässert und verwässert) für die Geschäftsjahre 2019 und 2018 ermittelt sich wie folgt:
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| Stammaktien | Rückkauf (-) eigener Anteile | Ausgabe (+) eigener Anteile | Summe Stammaktien | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Januar | 15.712.846 | 15.728.675 | 2.715 | 3.557 | 2.177 | 0 | 15.712.308 | 15.725.118 |
| Februar | 15.712.308 | 15.725.118 | 6.092 | 11.945 | 0 | 0 | 15.706.216 | 15.713.173 |
| März | 15.706.216 | 15.713.173 | 2.500 | 0 | 38.000 | 30.000 | 15.741.716 | 15.743.173 |
| April | 15.741.716 | 15.743.173 | 0 | 0 | 0 | 0 | 15.741.716 | 15.743.173 |
| Mai | 15.741.716 | 15.743.173 | 3.995 | 1.839 | 4.000 | 942 | 15.741.721 | 15.742.276 |
| Juni | 15.741.721 | 15.742.276 | 0 | 2.480 | 300 | 3.234 | 15.742.021 | 15.743.030 |
| Juli | 15.742.021 | 15.743.030 | 0 | 3.173 | 0 | 602 | 15.742.021 | 15.740.459 |
| August | 15.742.021 | 15.740.459 | 500 | 4.200 | 250 | 1.542 | 15.741.771 | 15.737.801 |
| September | 15.741.771 | 15.737.801 | 800 | 3.517 | 0 | 0 | 15.740.971 | 15.734.284 |
| Oktober | 15.740.971 | 15.734.284 | 0 | 8.635 | 0 | 430 | 15.740.971 | 15.726.079 |
| November | 15.740.971 | 15.726.079 | 0 | 11.439 | 8.000 | 0 | 15.748.971 | 15.714.640 |
| Dezember | 15.748.971 | 15.714.640 | 0 | 1.794 | 0 | 0 | 15.748.971 | 15.712.846 |
| Summe | 16.602 | 52.579 | 52.727 | 36.750 | ||||
| Durchschnitt (unverwässert) | 15.732.452 | 15.733.273 | ||||||
| Durchschnitt (verwässert) | 15.732.452 | 15.733.273 |
28. KAPITALFLUSSRECHNUNG
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns der Nexus AG im Berichtsjahr durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit strukturiert. Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ausgewiesen.
29. CASH FLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
In 2019 ist der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 20.241 auf TEUR 24.618 gestiegen. Im Wesentlichen ist der Anstieg auf die Veränderungen der Forderungen und sonstige Vermögenswerte und die Erstanwendung von IFRS 16 Leasingverhältnisse zurückzuführen. Durch die Erfassung der Tilgungszahlungen für Leasingverhältnisse im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit i.H.v. 4.122 TEUR verbessert sich der Cash Flow aus Geschäftstätigkeit entsprechend.
30. CASH FLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT
Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit liegt bei TEUR -7.010 (Vj: TEUR -17.164). Die Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen sowie Auszahlungen für die erworbenen Unternehmen und die Erhöhung der Anteile an bereits beherrschenden Tochtergesellschaften bildeten den Schwerpunkt der Investitionstätigkeiten.
31. CASH FLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -10.150 (Vj: TEUR -4.438) wurde im Geschäftsjahr im Wesentlichen durch die Zahlung von Dividenden TEUR 2.676 (Vj: TEUR 2.519) an unsere Aktionäre, Auszahlungen für den Kauf eigener Anteile von TEUR 424 (Vj: TEUR 1.345) beeinflusst. Für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen für bereits konsolidierte Unternehmen sind im Geschäftsjahr Auszahlungen in Höhe von TEUR -2.492 (Vj: TEUR -1.579) geflossen. Der Vorjahreswert wurde in Höhe von TEUR -1.579 vom Cash Flow aus Investitionstätigkeit in den Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit umgegliedert um eine besserer Vergleichbarkeit zu schaffen.
Durch die Erstanwendung von IFRS 16 Leasingverhältnisse und die damit einhergehende Erfassung der Tilgungszahlungen für Leasingverhältnisse im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit i.H.v. TEUR 4.122 führt dies zu einer entsprechenden Verschlechterung.
32. FINANZMITTELBESTAND
Der Finanzmittelbestand setzt sich aus liquiden Mitteln (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten), abzüglich Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen.
Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2019 über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 33.533 (Vj: TEUR 25.430). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden bei Banken und Finanzinstituten hinterlegt, die im Rahmen der Bonitätseinstufungen der Deutschen Bundesbank und der im Eurosystem zugelassenen externen Ratingagenturen als Investment Grade eingestuft werden. Die geschätzte Wertberichtigung auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wurde auf Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von zwölf Monaten berechnet und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider. Der Konzern nimmt an, dass seine Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente auf Grundlage der externen Ratings der Banken und Finanzinstitute ein geringes Ausfallrisiko aufweisen. Der Konzern hat für die Ermittlung der erwarteten Verluste für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die Ausfallwahrscheinlichkeit der von der Deutschen Bundesbank und der im Eurosystem zugelassenen externen Ratingagenturen zugrunde gelegt.
33. SEGMENTIERUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN
Gemäß IFRS 8 sind die operativen Geschäftssegmente auf Basis der internen Steuerung und Berichterstattung abzugrenzen. Der Vorstand der Nexus AG als oberster Entscheidungsträger im Konzern überwacht regelmäßig die Ertragskraft und trifft seine Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen auf Basis der Business Units NEXUS Deutschland, NEXUS Rest of Europe, NEXUS / DIS und NEXUS / CMS. Die Business Units bilden damit die operativen Segmente im Sinne von IFRS 8 ab. Die in den Konzernabschluss einbezogenen rechtlichen Einheiten werden jeweils vollständig einer Business Unit zugeordnet. Jede Business Unit besteht somit jeweils aus einer oder mehreren rechtlichen Einheiten.
In den Business Units NEXUS / DE (Deutschland), NEXUS / DIS (Diagnostische Systeme) und NEXUS / ROE (Rest of Europe) werden Softwarelösungen für das Gesundheitswesen im administrativen und im medizinischen Bereich entwickelt und vertrieben. Die wirtschaftliche Entwicklung dieser Business Units reagiert gleichförmig auf externe Einflüsse. Ferner sind die angebotenen Produkte und Dienstleistungen, der Leistungserstellungsprozess, die Kunden und Vertriebsmethoden nahezu identisch bzw. ähnlich. Aus den genannten Gründen werden diese drei Business Units in dem berichtspflichtigen Segment Healthcare Software zusammengefasst.
Das Management steuert die Segmente über das betriebliche Segmentergebnis und den Segmentumsatz.
Das nicht dem Berichtssegment Healthcare Software zugeordnete operative Segment NEXUS / CMS (Consulting & Managed Services) berichtet als eigenständig berichtspflichtiges Segment Healthcare Service. Die unter Healthcare Service zusammengefassten Gesellschaften werden einheitlich geführt. Unter dem Label NEXUS / Cloud werden von der Betriebsführung bis hin zur Betreuung der eingesetzten Software-Applikationen und dem Anwendersupport leitende Funktionen im täglichen Management der Klinik-IT erbracht. Unter dem Label NEXUS / ASS.TEC werden schwerpunktmäßig EDV-gestützte Prozessberatungen inklusive SAP-Beratungen angeboten. Unter dem Label nexus / switspot werden schwerpunktmäßig SAP-HCM-Beratungen angeboten. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der beiden berichtspflichtigen Segmente entsprechen den gleichen Rechnungslegungsmethoden wie die externe Berichterstattung. Transaktionen zwischen den Segmenten werden anhand marktüblicher Konditionen abgerechnet.
Im Folgenden sind die Umsatzerlöse und Ergebnisse sowie das Segmentvermögen und die Segmentverbindlichkeiten der einzelnen berichtspflichtigen Segmente des Konzerns nachfolgend dargestellt.
Die geografischen Segmente des Konzerns werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Verkäufe an externe Kunden, die in den geografischen Segmenten angegeben werden, werden entsprechend dem geografischen Standort der Kunden den einzelnen Segmenten zugewiesen.
Angaben zu den geografischen Segmenten machen wir folgende:
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Umsätze | ||
| Deutschland | 78.747 | 73.700 |
| Schweiz / Liechtenstein | 32.961 | 29.681 |
| Niederlande | 14.705 | 14.231 |
| Polen | 6.180 | 6.898 |
| Frankreich | 5.873 | 5.542 |
| Österreich | 1.869 | 2.150 |
| andere Regionen | 7.313 | 4.267 |
| 147.648 | 136.469 | |
| Anlagevermögen (ohne Finanzanlagen) | ||
| Deutschland | 72.7 33 | 63.693 1) |
| Niederlande | 19.140 | 17.354 |
| Schweiz | 26.830 | 24.323 |
| Polen | 9.007 | 9.186 |
| Frankreich | 3.913 | 4.397 |
| Spanien | 2.652 | 2.793 |
| Österreich | 5 | 3 |
| 134.280 | 121.749 |
1) Gemäß IFRS 3.46 ff. wurde der Kaufpreis der NEXUS SWISSLAB GmbH um TEUR 700 angepass t.
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| Berichterstattung nach Geschäftssegmenten | Healthcare Software | Healthcare Service | Konsolidierung | Konzern | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erträge | ||||||||
| Umsätze mit Dritten | 139.597 | 125.904 | 8.051 | 10.565 | - | - | 147.648 | 136.469 |
| - Dienstleistungen und Softwarepflege | 105.133 | 98.434 | 7.960 | 9.567 | - | - | 113.093 | 108.001 |
| - Lizenzen | 27.498 | 20.728 | 12 | 656 | - | - | 27.510 | 21.384 |
| - Lieferungen | 6.966 | 6.742 | 79 | 342 | - | - | 7.045 | 7.084 |
| Umsätze zwischen den Segmenten | 164 | 139 | 4.682 | 5.224 | -4.846 | -5.363 | 0 | 0 |
| Segmentumsätze | 139.761 | 126.043 | 12.733 | 15.789 | -4.846 | -5.363 | 147.648 | 136.469 |
| Betriebliches Segmentergebnis | 16.740 | 13.930 | 704 | 1.251 | - | - | 17.444 | 15.181 |
| Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehm en | - | - | -11 | - | - | - | -11 | 0 |
| Finanzerträge | 30 | 37 | 2 | 1 | - | - | 32 | 38 |
| Finanzaufwendungen | -577 | -279 | -26 | - 11 | - | - | -603 | -290 |
| Ergebnis vor Ertragsteue rn | - | - | - | - | - | - | 16.862 | 14.929 |
| Ertragssteuern | - | - | - | - | - | - | 4.741 | -3.933 |
| Konzernjahresüberschus s | - | - | - | - | - | - | 12.121 | 10.996 |
| Davon entfallen auf: | ||||||||
| - Aktionäre der Nexus AG | - | - | - | - | - | 10.841 | 10.921 | |
| -Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | - | - | - | - | - | - | 1.280 | 75 |
| Segmentvermögen | 156.833 | 145.256 | 6.103 | 6.302 | - | - | 162.936 | 151.558 |
| Finanzanlagen | - | - | - | - | - | - | 15 | 26 |
| Sonstige Vermögenswerte | - | - | - | - | - | - | 5.592 | 29.323 |
| Aktive latente Steuern | - | - | - | - | - | - | 3.650 | 3.860 |
| Ertragsteuerforderungen | - | - | - | - | - | - | 2.340 | 1.511 |
| Barmittel und Bankguthaben | - | - | - | - | - | - | 33.533 | 25.430 |
| Gesamt Vermögen | - | - | - | - | - | - | 208.066 | 211.708 |
| Segmentschulden | 75.0 69 | 78.148 1) | 2.847 | 2.041 | - | - | 77.9 16 | 80.189 1) |
| Finanzverbindlichkeiten | - | - | - | - | - | - | 0 | 9.000 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | - | - | - | - | - | - | 1.700 | 1.615 |
| Erlösabgrenzung | - | - | - | - | - | - | 5.946 | 4.660 |
| Passive latente Steuern | - | - | - | - | - | - | 7.369 | 7.219 |
| Gesamt Verbindlichkeiten | 92.9 31 | 102.683 1) | ||||||
| Investitionen | 10.972 | 7.351 | 1.104 | 30 3 | - | - | 12.076 | 7.654 |
| davon aus Nutzungsrechten | 4.5 65 | - | 7 86 | - | - | - | 5.351 | - |
| davon aus imatriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 6.407 | 7.351 | 318 | 3 03 | - | - | 6.725 | 7.654 |
| Abschreibung | 15.677 | 11.136 | 826 | 3 91 | - | - | 16.503 | 11.527 |
| davon aus Nutzungsrechten | 3.747 | - | 448 | - | - | - | 4.195 | |
| -davon aus imatriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 11.930 | 11.136 | 378 | 391 | - | - | 12.308 | 11.527 |
1) Gemäß IFRS 3.46 ff. wurde der Kaufpreis der NEXUS SWISSLAB GmbH, Berlin (vormals: Swisslab DITS GmbH, Berlin) um TEUR 700 angepasst.
34. FINANZINSTRUMENTE
Der Konzern ist teilweise auf internationaler Ebene tätig, wodurch er Marktrisiken aufgrund von Änderungen der Wechselkurse ausgesetzt ist. Der Konzern geht nicht davon aus, dass diese Risiken einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns haben können. Nachfolgende Ausführungen ergänzen die Ausführungen zu den im Lagebericht gemachten Angaben zu Risiken.
Ausfallrisiken
Finanzinstrumente, die für die Gesellschaft möglicherweise eine Konzentration des Ausfallsrisikos bewirken können, sind hauptsächlich Guthaben bei ganz überwiegend renommierten Finanzinstituten in Deutschland, der Schweiz sowie in den Niederlanden, marktgängige Wertpapiere und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Gesellschaft lauten vorwiegend auf Euro und Schweizer Franken. Bei den marktgängigen Wertpapieren handelt es sich um Rentenfonds. Die Gesellschaft überwacht fortlaufend ihre Positionen bei den Finanzinstituten, die ihre Vertragspartner bei den Finanzinstrumenten sind, sowie deren Bonität und kann kein Risiko der Nichterfüllung erkennen. Ausfallrisiken bzw. Risiken, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, werden mittels Verwendung von Kreditlinien und anderer Kontrollverfahren im Rahmen des Forderungsmanagements (bspw. Bonitätsprüfungen) gesteuert.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen innerhalb von vierzehn Tagen zur Zahlung fällig und enthalten keine wesentlichen Finanzierungskomponenten. Daher wendet der NEXUS-Konzern den vereinfachten Ansatz des IFRS 9 an.
Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis einer branchenspezifischen Bonitätsverteilung mittels eines statistischen Schätzverfahrens in einer Wertminderungsmatrix zusammengefasst. Ausfallrisiko-Einstufungen werden dabei mittels qualitativer und quantitativer Faktoren definiert.
Zu jedem Stichtag werden finanzielle Vermögenswerte dahingehend untersucht, ob es eine Verschlechterung der Kreditqualität gab, die eine Änderung der Einstufung zu Folge haben. Als Ausfallereignis und Einstufung in Stufe 3, gelten Forderungen bei denen aufgrund eines gestörten Zahlungsverhalten von einer erhöhten Insolvenzgefahr ausgegangen werden kann.
Ausstehende Forderungen werden kontinuierlich lokal überwacht, um festzustellen, ob objektive Hinweise vorliegen, dass die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in ihrer Bonität beeinträchtigt sind. Die erwarteten Kreditausfallrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Konzern erwartet keine signifikante Einziehung des abgeschriebenen Betrags. Abgeschriebene finanzielle Vermögenswerte können dennoch Vollstreckungsmaßnahmen zur Einziehung überfälliger Forderungen unterliegen, um in Einklang mit der Konzernrichtlinie zu handeln.
Entwicklung der Wertminderung:
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| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | |
|---|---|
| TEUR | |
| --- | --- |
| Wertminderungen aus Kreditrisiken zum 01. Januar 2019 | 706 |
| Zuführung | 166 |
| Auflösung | 0 |
| Wertminderungen aus Kreditrisiken zum 31. Dezember 2019 | 872 |
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| Vertragsvermögenswerte | |
|---|---|
| TEUR | |
| --- | --- |
| Wertminderungen aus Kreditrisiken zum 01. Januar 2019 | 3 |
| Zuführung | 4 |
| Auflösung | 0 |
| Wertminderungen aus Kreditrisiken zum 31. Dezember 2019 | 7 |
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| Barmittel und Bankguthaben | |
|---|---|
| TEUR | |
| --- | --- |
| Wertminderungen aus Kreditrisiken zum 01. Januar 2019 | 26 |
| Zuführung | 8 |
| Auflösung | 0 |
| Wertminderungen aus Kreditrisiken zum 31. Dezember 2019 | 34 |
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| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |
|---|---|
| TEUR | |
| --- | --- |
| Wertminderungen aus Kreditrisiken zum 01. Januar 2019 | 27 |
| Zuführung | 0 |
| Auflösung | 16 |
| Wertminderungen aus Kreditrisiken zum 31. Dezember 2019 | 11 |
Der NEXUS-Konzern vertreibt seine Produkte weit überwiegend an Institutionen des Gesundheitswesens mit hoher Bonität.
Aufgrund der Kundenstruktur der NEXUS-Gruppe besteht kein signifikantes Ausfallrisiko hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Zum 31. Dezember 2019 wurde eine Kreditrisikovorsorge in Höhe von TEUR 924 (Vj: TEUR 762) gebildet. Das Ausfallrisiko ist auf die Buchwerte begrenzt.
Liquiditätsrisiken
Der Konzern ist bestrebt, über genügend Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente oder entsprechende Kreditlinien zu verfügen, um seine Verpflichtungen in den nächsten Jahren zu erfüllen. Des Weiteren steht der Gesellschaft genehmigtes Kapital im Betrag von TEUR 2.983 (Vj: TEUR 2.983) für weitere Kapitalerhöhungen zur Verfügung.
Die Liquiditätssituation des Konzerns wird laufend beobachtet und an die Geschäftsleitung berichtet. Im Konzern bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Realisierung der Forderungen aus Lieferung und Leistung wird mittels Forderungsmanagement überwacht. Wesentliche Liquiditätsrisiken bestehen daher aus Konzernsicht zum Stichtag nicht.
Die nachstehende Tabelle zeigt wie sich die nicht diskontierten Cash Flows aus den originären finanziellen Verbindlichkeiten auf die Liquiditätssituation des Konzerns auswirken, und stellt diese den Buchwerten gegenüber. Negative Wertangaben entsprechen einem Finanzmittelzufluss. Mit signifikant hiervon abweichenden Zahlungsströmen (Fristen oder Beträge) wird nicht gerechnet.
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| Buchwerte | Cash Flows | Cash Flows | Cash Flows | |
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2019 (Vorjahr) | Innerhalb 1 Jahr (Vorjahr) | Innerhalb 1 bis 5 Jahren (Vorjahr) | Nach mehr als 5 Jahren (Vorjahr) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzverbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| (9.000) | (9.000) | (0) | (0) | |
| Verbindlichkeiten aus | 6.326 | 6.326 | 0 | 0 |
| Lieferungen und Leistungen | (7.070) | (7.070) | (0) | (0) |
| Sonstige | 26.609 | 8.175 | 18.434 | 0 |
| (34.964) | (16.308) | (18.656) | (0) | |
| Summe | 32.935 | 14.501 | 18.434 | 0 |
| (51.034) | (32.378) | (18.656) | (0) |
Währungsrisiken
Währungsrisiken entstehen durch die in der Schweiz, den USA sowie anderen Regionen realisierten Umsätze in CHF, NOK, GBP, PLN und USD sowie den daraus resultierenden Forderungen, die bis zur Zahlung Währungsschwankungen unterliegen. Um den Währungsrisiken zu begegnen, wird die Entwicklung der Wechselkurse permanent überwacht. Aufgrund der geringen Volatilität der oben genannten Währungen sowie kurzen Zahlungszielen im Bereich der Forderungen geht der Konzern von keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage aus.
Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zu Grunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.
Transaktionsrisiko
Die NEXUS hat in 2019 31,5% des Umsatzes außerhalb des Euroraumes fakturiert (Vj: 29,9%). Kosten fallen aufgrund unserer Aktivitäten in der Schweiz in Schweizer Franken, in Polen in polnischen Zloty an, jedoch nur in geringem Maße in norwegischen Kronen und britischem Pfund. Zum 31. Dezember 2019 hatte der Konzern einen Bestand an Schweizer Franken in Höhe von TCHF 14.277 = TEUR 13.152 (31. Dezember 2018: TCHF 9.492 = TEUR 8.425) und einen Bestand an PLN in Höhe von TPLN 3.827 = TEUR 898 (31. Dezember 2018: TPLN 1.256 = TEUR 292).
Es bestanden zum 31. Dezember 2019 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung von TNOK 60 = TEUR 6 (31. Dezember 2018: TNOK 64 = TEUR 6), TPLN 11.151 = TEUR 2.618 (31. Dezember 2018: TPLN 12.636 = TEUR 2.940), TUSD 50 = TEUR 44 (31. Dezember 2018: TUSD 0 = TEUR 0), TGBP 105 = TEUR 123 (31. Dezember 2018: TGBP 105 = TEUR 117) sowie TCHF 3.429 = TEUR 3.159 (31. Dezember 2018: TCHF 3.260 = TEUR 2.894).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2019 in fremder Währung betrugen TCHF 2.589 = TEUR 2.385 (31. Dezember 2018: TCHF 1.700 = TEUR 1.509), TGBP 0 = TEUR 0 (31. Dezember 2018: TGBP 10 = TEUR 11) sowie TPLN 9.543 = TEUR 2.240 (31. Dezember 2018: TPLN 10.442 = TEUR 2.433). Eine Sicherungsbeziehung bestand zum Stichtag nicht. Basierend auf den Bilanzstichtagskursen der relevanten Währungen wurde der Ermittlung von Sensitivitäten eine hypothetische Veränderung der Wechselkursrelationen um jeweils zehn Prozent zugrunde gelegt.
Wäre zum Abschlussstichtag der Euro gegenüber den norwegischen Kronen um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um TEUR 1 (Vj: TEUR 1) reduziert (erhöht). Wäre zum Abschlussstichtag der Euro gegenüber dem britischen Pfund um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um TEUR 12 (Vj: TEUR 11) reduziert (erhöht). Wäre zum Abschlussstichtag der Euro gegenüber dem polnischen Zloty um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um TEUR 128 (Vj: TEUR 80) reduziert (erhöht). Eine Aufwertung (Abwertung) des Schweizer Franken (CHF) gegenüber dem Euro am Abschlussstichtag um 10 % würde ein um TEUR 1.393 (Vj: TEUR 981) höheres (niedrigeres) Konzernergebnis vor Steuern ergeben.
Translationsrisiko
Der Sitz der Tochtergesellschaften NEXUS Schweiz AG (100,00 %), Synergetics AG (60,00 %), Creativ Software AG (100,00 %) sowie highsystem ag (95,00 %), NEXUS POLSKA sp.z o.o. (100,00 %) befinden sich außerhalb des Euroraums. Da die Berichtswährung des NEXUS-Konzerns der Euro ist, werden die Erträge und die Aufwendungen dieser Tochtergesellschaften im Rahmen der Konsolidierung in Euro umgerechnet. Änderungen der durchschnittlichen Wechselkurse von einer Berichtsperiode zur anderen können signifikante Umrechnungseffekte verursachen, zum Beispiel in Bezug auf die Umsatzerlöse, das Segmentergebnis und das Konzernergebnis.
Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten
Die nachfolgende Tabelle gibt die Buchwerte nach Bewertungskategorie gemäß IFRS 9 und die beizulegenden Zeitwerte nach Klassen von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten an. Die Nettogewinne der Kategorie FVTPL beinhalten Erträge aus Wertaufholungen von TEUR 85 (Vj: Verluste aus Wertminderungen von TEUR 119), die in der Position sonstige betriebliche Erträge erfasst werden. Verluste werden unter den Finanzaufwendungen ausgewiesen.
Die Nettogewinne / -verluste der Kategorie AC beinhalten im Wesentlichen Verluste aus Wertminderungen von TEUR -2.248 (Vj: TEUR -2.464). Diese werden in der Position Sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Erträge aus Wertaufholungen in Höhe von TEUR 1.416 (Vj: TEUR 605) werden unter sonstige betriebliche Erträge erfasst.
Nettogewinne / -verluste aus Finanzinstrumenten
Die im Geschäftsjahr erfassten Nettogewinne / -verluste aus Finanzinstrumenten (nach Bewertungskategorie) lassen sich wie folgt zusammenfassen:
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| 2019 | |
|---|---|
| TEUR | |
| --- | --- |
| FVTPL | 85 |
| Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes von von Wertpapieren | 85 |
| AC | -2.214 |
| Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes der Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten | -2.214 |
| -2.129 |
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| 2018 | |
|---|---|
| TEUR | |
| --- | --- |
| FVTPL (HfT) | -119 |
| Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes von Wertpapoeren | -119 |
| AC | -1.469 |
| Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes der Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten | -1.469 |
| -1.588 |
Finanzerträge / -aufwendungen aus Finanzinstrumenten
Finanzerträge / -aufwendungen aus Finanzinstrumenten, die nicht erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet wurden, fielen im Geschäftsjahr 2019 wie folgt an:
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| Finanzerträge / -aufwendungen aus Finanzinstrumenten | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Finanzerträge | 32 | 38 |
| Finanzaufwendungen | 603 | 290 |
| -571 | -252 |
Die Finanzerträge betreffen mit TEUR 19 (Vj: TEUR 34) Finanzinstrumente der Kategorie FVTPL Von den Finanzaufwendungen TEUR 603 (Vj: TEUR 290) entfallen TEUR 181 (Vj: TEUR 0) auf Zinsaufwendungen aus Nutzungsrechten. Die Finanzaufwendungen betreffen mit TEUR 348 (Vj: TEUR 171) Finanzinstrumente der Kategorie AC und enthalten Finanzaufwendungen aus der Aufzinsung von aus zukünftig zu erwartenden Kaufpreiszahlungen TEUR 62 (Vj: TEUR 62), Zinszahlungen für abgeschlossene Rechtstreitigkeiten in Höhe von TEUR 42 (Vj: TEUR 0) und Zinsen für Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 28 (Vj: TEUR 0). Die Finanzaufwendungen enthalten keine Aufwendungen aus der Abschreibung auf Wertpapiere (Vj: TEUR 119).
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| Zum 31.12.2019 in TEUR | Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Beizulegender Zeitwert | Buchwert | Bilanzieller Wertansatz nach Bewertungskategorie IFRS 9 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Bewertung | Zum 31.12.2019 | Zum 31.12.2019 | FVTPL (HfT) | AC | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Wertpapiere | zum beizulegenden Zeitwert | 1.671 | 1.671 | 1.671 | - |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | zu fortgeführten Anschaffungskosten | 33.533 | 33.533 | - | 33.533 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | zu fortgeführten Anschaffungskosten | 25.927 | 25.927 | - | 25.927 |
| Vertragsvermögenswerte | zu fortgeführten Anschaffungskosten | 640 | 640 | - | 640 |
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | zu fortgeführten Anschaffungskosten | 2.543 | 2.543 | - | 2.543 |
| 64.314 | 64.314 | 1.671 | 62.643 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | zu fortgeführten Anschaffungskosten | 6.326 | 6.326 | - | 6.326 |
| Vertragsverbindlichkeiten | zu fortgeführten Anschaffungskosten | 1.850 | 1.850 | - | 1.8 50 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 1) | zu fortgeführten Anschaffungskosten | 26.609 | 26.609 | - | 26.609 |
| 34.785 | 34.785 | 0 | 34.785 |
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| Zum 31.12.2018 in TEUR | Bewertungskategorie nach IAS 39 | Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Beizulegender Zeitwert | Buchwert | Bilanzieller Wertansatz nach Bewertungskategorie IFRS 9 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bewertung | Bewertung | zum 31.12.2018 | zum 31.12.2018 | FVTPL (HfT) | AC | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Wertpapiere | zum beizulegenden Zeitwert | zum beizulegenden Zeitwert | 1.586 | 1.586 | 1.586 | - |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | zu fortgeführten Anschaffungskosten | zu fortgeführten Anschaffungskosten | 25.430 | 25.430 | - | 25.430 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | zu fortgeführten Anschaffungskosten | zu fortgeführten Anschaffungskosten | 25.980 | 25.980 | - | 25.980 |
| Vertragsvermögenswerte | zu fortgeführten Anschaffungskosten | zu fortgeführten Anschaffungskosten | 1.007 | 1.007 | - | 1.007 |
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | zu fortgeführten Anschaffungskosten | zu fortgeführten Anschaffungskosten | 27.405 | 27.405 | - | 27.405 |
| 81.408 | 81.408 | 1.586 | 79.822 |
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| Passiva | ||||||
| Finanzverbindlichkeiten | zu fortgeführten Anschaffungskosten | zu fortgeführten Anschaffungskosten | 9.000 | 9.000 | - | 9.000 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | zu fortgeführten Anschaffungskosten | zu fortgeführten Anschaffungskosten | 7.070 | 7.070 | - | 7.070 |
| Vertragsverbindlichkeiten | zu fortgeführten Anschaffungskosten | zu fortgeführten Anschaffungskosten | 5.399 | 5.399 | - | 5.399 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten ” | zu fortgeführten Anschaffungskosten | zu fortgeführten Anschaffungskosten | 40.643 2) | 40.643 2) | - | 40.643 2) |
| 62.112 2) | 62.112 2) | - | 62.112 2) |
1) In dieser Position sind bedingte Kaufpreise in Höhe von TEUR 15.932 (Vj: TEUR 19.856) enthalten, die zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3 bewertet wurden (siehe Note 15). Der beizulegende Zeitwert entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten.
2) Gemäß IFRS 3.46 ff. wurde der Kaufpreis der NEXUS SWISSLAB GmbH, Berlin (vormals: Swisslab DITS GmbH, Berlin) um TEUR 700 angepasst.
Die folgende Übersicht stellt für die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente dar, auf welchen wesentlichen Parametern die Bewertung basiert. Die einzelnen Stufen sind gemäß IFRS 7 wie folgt definiert:
Stufe 1: Bewertung mit auf aktiven Märkten notierten (unverändert übernommenen) Preisen für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Stufe 2: Bewertungen für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit erfolgt entweder direkt (als Preis) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) auf Basis beobachtbarer Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen.
Stufe 3: Bewertung auf Basis von Modellen mit nicht am Markt beobachtbaren Inputparametern.
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| 31.Dezember 2019 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | 1.671 | 0 | 0 | 1.671 |
| Wertpapiere | 1.671 | 0 | 0 | 1.671 |
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| 31. Dezember 2018 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | 1.586 | 0 | 0 | 1.586 |
| Wertpapiere | 1.586 | 0 | 0 | 1.586 |
Erläuterung der Abkürzungen
FVTPL (HfT)
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten (zu Handelszwecken gehalten)
AC
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten
35. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
Am 31. Dezember 2019 bestanden wie zum Vorjahresstichtag keine Haftungsverhältnisse.
36. BEZIEHUNG ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Nahestehende Unternehmen
Die Nexus AG ist das oberste Mutterunternehmen. Mit dem assoziierten Unternehmen, G.I.T.S. Gesundheitswesen IT- Service GmbH Fürstenfeldbruck, Fürstenfeldbruck, wurden im Berichtszeitraum für den Konzern unbedeutende Transaktionen durchgeführt. Insgesamt wurden Verkäufe in Höhe von TEUR 55 (Vj: TEUR 55) und keine Käufe getätigt. Zum Stichtag bestanden, wie im Vorjahr, keine offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und, wie im Vorjahr, keine offenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Nahestehende Personen
Als Managementmitglieder in Schlüsselpositionen werden nur Managementmitglieder (Aufsichtsrat und Vorstand) der Konzernmuttergesellschaft der Nexus AG angesehen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erbringen neben ihrer Aufsichtsratstätigkeit vereinzelt selbst oder über ihnen nahestehende Gesellschaften Dienstleistungen für den Konzern und rechnen diese nach marktüblichen Bedingungen ab. In 2019 betrugen die hierfür als Aufwand angefallenen Dienstleistungshonorare TEUR 72 (Vj: TEUR 121). Am Bilanzstichtag waren hieraus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5 (Vj: TEUR 0) offen. Daneben erbringen Konzernunternehmen Dienstleistungen an Aufsichtsratsmitglieder und rechnen diese nach marktüblichen Bedingungen ab. In 2019 betrugen die hierfür angefallenen Erlöse TEUR 79 (Vj: TEUR 85). Am Bilanzstichtag waren hieraus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 0 (Vj: TEUR 24) offen. Es bestehen, neben den bereits an dieser und anderen Stellen gemachten Angaben, keine weiteren berichtspflichtigen Beziehungen zu nahestehenden Personen.
Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, unverzinslich und werden durch Barzahlung beglichen. Für Forderungen oder Schulden gegen nahestehende Unternehmen bestehen keinerlei Garantien. Zum 31. Dezember 2019 hat der Konzern, wie zum Vorjahresstichtag, keine Wertberichtigung auf Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen gebildet. Die Notwendigkeit des Ansatzes einer Wertberichtigung wird jährlich überprüft, indem die Finanzlage des nahestehenden Unternehmens und der Markt, in dem dieses tätig ist, überprüft werden.
37. ORGANE DER GESELLSCHAFT
Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:
| ― | Dr. jur. Hans-Joachim König, Singen; Vorsitzender |
| ― | Prof. Dr. Ulrich Krystek, Berlin; stellv. Vorsitzender |
| ― | Prof. Dr. med. Felicia M. Rosenthal, Freiburg |
| ― | Prof. Dr. Alexander Pocsay, St. Ingbert |
| ― | Dr. Dietmar Kubis, Jena (ab 03. Mai 2019) |
| ― | Jürgen Rottier, Singen (ab 03. Mai 2019) |
| ― | Diplom-Betriebswirt (FH) Wolfgang Dörflinger, Konstanz (bis 03. Mai 2019) |
| ― | Gerald Glasauer, Betriebswirt, Obersulm (bis 03. Mai 2019) |
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen TEUR 112 (Vj: TEUR 112).
Der Vorstand:
| ― | Dr. Ingo Behrendt, Donaueschingen, Vorstandsvorsitzender |
| ― | Dipl.-Betriebswirt Ralf Heilig, Kreuzlingen (CH), Vertriebsvorstand |
| ― | Dipl.- Ing. Edgar Kuner, St. Georgen, Entwicklungsvorstand |
Die Gesamtbezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Gehaltskomponenten | TEUR | TEUR |
| --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Komponenten | 1.019 | 707 |
| a) Kurzfristige Leistungen | 659 | 682 |
| b) Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 360 | 25 |
| Erfolgsabhängige Komponenten ohne langfristige Anreizwirkung | 420 | 420 |
| Erfolgsabhängige Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung | 454 | 191 |
| Summe | 1.893 | 1.318 |
Die dem Vorstand gewährten Bezüge betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.893 (Vj: TEUR 1.318). Darin enthalten sind TEUR 360 (Vj: TEUR 25) für die Altersversorgung des Vorstands. Im Zusammenhang mit der Direktzusage wurde im Berichtsjahr auf Grundlage neuer versicherungsmathematischer Berechnungen für den seit Dienstantritt erdienten Versorgungsanspruch erstmals eine Pensionsrückstellung gebildet.
38. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Zum 01.01.2020 wurden insgesamt acht Unternehmen der NEXUS auf insgesamt vier Unternehmenseinheiten fusioniert. Hintergrund der Fusionen ist die Zusammenlegung von bisher getrennt geführten Profit-Centern und die damit verbesserte Steuerungsfähigkeit der Gesamtgruppe.
Es handelt sich dabei um folgende Fusionen:
Die nexus/ reha GmbH, Donaueschingen, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 18. November 2019 auf die nexus/cso GmbH, Donaueschingen, per 01. Januar 2020 verschmolzen.
Die VEGA SoftwareGmbH, Frankfurt am Main, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 18. November 2019 auf die Nexus Deutschland GmbH, Donaueschingen, per 01. Januar 2020 verschmolzen.
Die IBH Datentechnik GmbH, Kassel, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 18. November 2019 auf die Nexus Integration Solution GmbH, Donaueschingen, per 01. Januar 2020 verschmolzen.
Die NEXUS / ASS.TEC GmbH, Donaueschingen, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 18. November 2019 auf die nexus / switspot GmbH, Neckarsulm, per 01. Januar 2020 verschmolzen.
Der Vorstand der Nexus AG wird, vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung, mit Wirkung zum 01. Januar 2020 einen unbefristeten Ergebnisabführungsvertrag mit der Tochtergesellschaft NEXUS / MARABU GmbH schließen.
Die Nexus AG hält an der G.I.T.S. Gesundheitswesen IT-Service GmbH Fürstenfeldbruck, Fürstenfeldbruck eine indirekte unwesentliche Beteiligung (49,00 %), die at Equity konsolidiert wird. Die G.I.T.S. Gesundheitswesen IT-Service GmbH Fürstenfeldbruck wird mit Wirkung zum 01. Januar 2020 aufgelöst.
NEXUS hat zum 20. Februar 2020 100,00 % der Anteile der AEGERUS SL, Sabadell (Spanien) erworben. NEXUS verstärkt hiermit seine Aktivitäten in Spanien und im Bereich der Pflegeheime. AEGERUS SL gehört mit rund 700 Kunden zu den Marktführern für Pflegeheime in Spanien und besonders in Katalonien. Ein Markt, der in Spanien stark wachsend und in Europa noch sehr fragmentiert ist. Die sehr cloudbasierte Softwarelösung wird zukünftig gemeinsam mit der Pflegelösung NEXUS / HEIM.NET und NEXUS / SPITEX weiterentwickelt und für andere Märkte vorbereitet.
Als Kaufpreis wurden TEUR 921 vereinbart, davon wurden TEUR 532 aus dem laufenden Bankguthaben der NEXUS in bar entrichtet, für weitere TEUR 389 wurde eine Kaufpreisverbindlichkeit gebildet. Die nachfolgend dargestellten Beträge der erstmaligen Bilanzierung zum Erwerbszeitpunkt sind gemäß IFRS 3.45 vorläufig: Die zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung in Höhe von TEUR 389 stellt den Zeitwert dar. Die zukünftig zu erwartende Kaufpreiszahlung ist in der Höhe begrenzt. Die bei der Kaufpreisallokation identifizierten und bewerteten Vermögenswerte und Schulden bestehen im Wesentlichen aus Technologie TEUR 201 und Kundenbeziehungen TEUR 137 zum Erwerbszeitpunkt. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 581. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert hauptsächlich aus den Fähigkeiten und der fachlichen Begabung der Belegschaft der AEGERUS SL sowie den erwarteten Synergien aus der Eingliederung des Unternehmens in das bestehende Softwaregeschäft des Konzerns. Von dem erfassten Geschäfts- oder Firmenwert ist voraussichtlich nichts für Steuerzwecke abzugsfähig. Passive latente Steuern wurden in Höhe von TEUR 85 ermittelt. Die Angaben nach IFRS 3 B64 (h) und (i) konnten nicht erfolgen, da die Klassifizierung noch nicht abschließend vorliegt.
39. ERKLÄRUNG GEM. § 161 AKTG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Nexus AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und auf der Unternehmenswebsite unter www.nexus-ag.de - Unternehmen - Investor Relations - Corporate Governance dauerhaft zugänglich gemacht.
Donaueschingen, den 09. März 2020
Nexus AG
Der Vorstand
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Donaueschingen, den 09. März 2020
Nexus AG
Der Vorstand
An die Nexus AG, Donaueschingen
Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der Nexus AG, Donaueschingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Nexus AG, Donaueschingen, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Den auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichten gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-)Bericht sowie die auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichte (Konzern-)Erklärung zur Unternehmensführung, auf die jeweils im Konzernlagebericht in Abschnitt „Gesonderter nichtfinanzieller (Konzern-)Bericht“ bzw. „(Konzern-)Erklärung zur Unternehmensführung und zur Entsprechenserklärung“ verwiesen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse:
| ― | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannten, nicht inhaltlich geprüften, Bestandteile des Konzernlageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EUAPrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
1) Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte
2) Erwerb und Erstkonsolidierung der ifa systems AG
3) Realisierung der Umsatzerlöse aus Dienstleistung und Softwarepflege sowie dem Verkauf von Softwarelizenzen
Zu 1) Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte
a) Das Risiko für den Abschluss
In dem Konzernabschluss der Nexus AG wird unter dem Bilanzposten „Geschäfts- oder Firmenwerte“ insgesamt ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 74,0 Mio. ausgewiesen. Dies entspricht 35,6 % der Konzernbilanzsumme. Geschäfts- oder Firmenwerte werden zum Bilanzstichtag des jeweiligen Geschäftsjahres von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest(sog. Impairment Test) unterzogen.
Der jährliche Wertminderungstest für die Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf Basis eines Bewertungsmodells nach dem Discounted Cash Flow-Verfahren auf Ebene der jeweils niedrigsten Stufe der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Liegt der Buchwert der Geschäfts- und Firmenwerte über dem erzielbaren Betrag der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, ergibt sich ein Abwertungsbedarf. Zu den Erläuterungen hinsichtlich der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie zum Impairmenttest verweisen wir auf die Abschnitte 2.4 und 5 des Konzernanhangs.
Die Ermittlung auf Basis des Discounted Cash Flow-Verfahrens ist komplex und das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse aus der erwarteten Geschäfts- und Ergebnisentwicklung der Zahlungsmittelgenerierenden Einheiten während des Planungszeitraums sowie von der Bestimmung des verwendeten Abzinsungssatzes abhängig.
Vor diesem Hintergrund besteht das Risiko für den Abschluss, dass ein zum Abschlussstichtag bestehender Wertminderungsbedarf nicht erkannt wird. Insofern war dieser Sachverhalt aus unserer Sicht im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen
Zur Beurteilung der Angemessenheit der Planungsannahmen haben wir im Rahmen von Gesprächen mit dem Vorstand und den Planungsverantwortlichen ein Verständnis über den Planungsprozess und entsprechender Kontrollen erlangt. Die im Rahmen des Wertminderungstests verwendeten Planwerte haben wir mit der vom Vorstand erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Unternehmensplanung verglichen.
Die Verlässlichkeit der Unternehmensplanung wurde anhand eines retrospektiven Plan-Ist-Vergleiches zwischen den Planzahlen, die der Bewertung im Vorjahr zugrunde lagen, und dem tatsächlichen Eintritt im Geschäftsjahr 2019 beurteilt. Soweit bedeutsame Abweichungen zu verzeichnen waren, wurden diese mit den verantwortlichen Mitarbeitern der Nexus AG auf ihre Relevanz für den vorliegenden Abschluss erörtert.
Die Berechnungsmethode der Gesellschaft sowie die verwendeten wesentlichen Parameter, zu denen u. a. der Diskontierungssatz („Weighted Average Cost of Capital“), die Marktrisikoprämie, der Betafaktor sowie der Wachstumsabschlag zählen, haben wir unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten auf Angemessenheit beurteilt.
Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen.
Zudem haben wir überprüft, ob der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis der zu berücksichtigenden Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtag sachgerecht ermittelt wurde.
Die von der Gesellschaft durchgeführten Sensitivitätsanalysen für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die eine Veränderung des Diskontierungssatzes bzw. der Zahlungsmittelzuflüsse umfassen, haben wir im Hinblick auf die Aussagekraft nachvollzogen und die rechnerische Richtigkeit beurteilt.
Die Berechnungsmethode der Nexus AG zur Durchführung der Werthaltigkeitsprüfungen halten wir für sachgerecht, um einen potenziell notwendigen Abwertungsbedarf zu ermitteln. Die angewandten Bewertungsparameter und -annahmen erscheinen insgesamt nachvollziehbar und angemessen und stimmen mit unseren Erwartungen überein.
Zu 2) Erwerb und Erstkonsolidierung ifa Systems AG
a) Das Risiko für den Abschluss
Im Geschäftsjahr 2019 hat die Nexus AG die ifa Systems AG, Frechen, mehrheitlich erworben (rd. 53 %).
Der Kaufpreis betrug EUR 2,7 Mio., der Wert des ermittelten Goodwills beträgt EUR 0,4 Mio.
Im Rahmen der Kaufpreisallokation sind die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zu identifizieren und anhand ermessensbehafteter Annahmen zu bewerten.
Zu den Erläuterungen hinsichtlich des im Berichtsjahr neu erworbenen Unternehmens verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernanhang unter Abschnitt 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“.
Vor dem Hintergrund der Komplexität der zugrundeliegenden vertraglichen Regelungen und des hohen Ermessensspielraums besteht das Risiko für den Abschluss, dass die erworbenen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden nicht sachgerecht identifiziert und bewertet werden. Dies gilt entsprechend für die sich im Rahmen der Kaufpreisallokation ergebende Residualgröße Geschäfts- oder Firmenwert. Insofern waren diese Sachverhalte aus unserer Sicht im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns zunächst mit den Regelungen des zugrundeliegenden Kaufvertrags auseinandergesetzt. Anschließend haben wir das Konzept der Nexus AG zur vollständigen und sachgerechten Identifizierung und Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden beurteilt. Die Beurteilung des Konzepts (Bewertungsmodelle und Parameter) zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der identifizierten Vermögenswerte und Schulden erfolgte unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten.
Nachdem wir das Konzept als angemessen beurteilt haben, haben wir geprüft, ob die Identifizierung und Bewertung entsprechend dem von der Nexus AG entwickelten Konzept erfolgt ist.
Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden im Wesentlichen immaterielle Vermögenswerte wie Technologie, Kundenbeziehungen und Lizenzrechte identifiziert. Die Annahmen zum Bestehen von Kundenbeziehungen, Technologie und Lizenzrechte haben wir anhand der Vertragsunterlagen, weiteren vorgelegten Unterlagen sowie durch Gespräche mit dem Vorstand und den für die Erstellung der Kaufpreisallokationen verantwortlichen Mitarbeitern der Nexus AG verifiziert.
Anschließend haben wir überprüft, ob die auf dieser Basis ermittelten Werte sachgerecht in der Konzernbilanz abgebildet wurden.
Wir halten das Konzept der Nexus AG zur Identifizierung und Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden für geeignet, eine sachgerechte Abbildung im Konzernabschluss zu ermöglichen. Die von der Gesellschaft verwendeten Annahmen sind angemessen.
Zu 3) Realisierung der Umsatzerlöse aus Dienstleistung und Softwarepflege sowie dem Verkauf von Softwarelizenzen
a) Das Risiko für den Abschluss
Der Konzern erzielt die wesentlichen Umsatzerlöse aus Dienstleistung und Softwarepflege sowie dem Verkauf von Softwarelizenzen an Kunden. Mit diesen Umsatzarten wurden im Berichtsjahr EUR 140,8 Mio. der insgesamt erzielten Umsatzerlöse (EUR 147,6 Mio.) erreicht.
Die Umsatzerlöse aus dem Lizenzverkauf werden entsprechend IFRS 15 dann realisiert, wenn die übernommene Leistungsverpflichtung (Lieferung der Lizenz) durch Übergang der Verfügungsmacht auf den Kunden erbracht wurde, der Zufluss der Gegenleistung wahrscheinlich und der Betrag verlässlich bestimmbar ist. Die der Dienstleistung zugerechneten Umsatzerlöse werden erfasst, sobald die Leistungen erbracht wurden und der Kunde den wesentlichen Nutzen daraus vereinnahmen kann. Die Umsatzerlöse aus der Softwarepflege sind anteilig zeitraumbezogen über die Vertragsdauer zu realisieren.
Der Konzern bietet den Kunden Kombinationen ihrer Leistungen im Rahmen von Mehrkomponentenverträgen an.
Soweit die Leistungen in Mehrkomponentenverträgen keinen kundenspezifischen Werkvertrag (Fertigungsauftrag) im Sinne des IFRS 15 darstellen, realisiert der Konzern den jeweiligen Umsatz, wenn das entsprechende Vertragselement geliefert oder erbracht wurde. Bei Mehrkomponenten Verträgen, die kundenspezifische Werkverträge betreffen, erfolgt die Umsatzrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad des Projektes (sog. Percentage of completion Methode).
Zu den Erläuterungen hinsichtlich der Umsatzrealisierung des Nexus Konzerns verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernanhang unter Abschnitt 2.4 zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass Umsätze realisiert werden, obwohl die oben genannten Voraussetzungen des IFRS 15 zur Realisierung der Umsatzerlöse aus Dienstleistung und Softwarepflege sowie dem Verkauf von Softwarelizenzen nicht erfüllt sind und die Umsatzrealisierung mithin fehlerhaft ist. Daher war dieser Sachverhalt aus unserer Sicht im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen
Wir haben die Übereinstimmung der vom Nexus Konzern angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen für die Realisierung von Umsatzerlösen mit den Regelungen des IFRS 15 gewürdigt.
Wir haben das Kontrollumfeld in Bezug auf die Realisierung der Umsatzerlöse für die unterschiedlichen Umsatzarten untersucht. Der Nexus Konzern hat angemessene automatisierte Kontrollen im Bereich der Umsatzrealisierung eingeführt. Im Rahmen der Prüfung der Wirksamkeit der Kontrollen ergaben sich keine wesentlichen Einwendungen. Neben der Prüfung des internen Kontrollsystems haben wir aussagebezogene Prüfungshandlungen für die unterjährig realisierten Umsatzerlöse durchgeführt.
Die Auswahl der Umsatzstichprobe erfolgte auf Basis Zufallsauswahl, sodass dadurch potenziell sowohl hohe Umsätze als auch Umsätze in geringerer Höhe herangezogen wurden. Für diese Stichprobe haben wir jeweils die vertragliche Grundlage bzw. Bestellungen, den Leistungsnachweis (Übergang der Verfügungsmacht) und die an den Kunden gestellte Rechnung eingeholt und geprüft.
Darüber hinaus haben wir auf Basis der Informationen von den verantwortlichen Mitarbeitern der Nexus AG (Rechnungswesen) Werkverträge identifiziert. Bei diesen haben wir sowohl die Voraussetzungen für die Zeitpunkt- bzw. zeitraumbezogene Umsatzrealisierung überprüft als auch die angemessene Bestimmung des Fertigstellungsgrades nach der Percentage of completion Methode.
Zudem haben wir, differenziert nach Umsatzarten und Zeitabschnitten, analytische Prüfungshandlungen zur Entwicklung der Umsatzerlöse durchgeführt und auf Basis einer statistischen Auswahl (Monetary Unit Sampling) externe Saldenbestätigungen von Kunden für ausstehende Salden zum Bilanzstichtag eingeholt. Bei Differenzen oder fehlendem Rücklauf im Rahmen der Saldenbestätigungsaktion haben wir alternative Prüfungsnachweise eingeholt.
Wir halten die vom Nexus Konzern ausgeübten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Realisierung von Umsatzerlösen für geeignet, eine sachgerechte Abbildung im Konzernabschluss zu ermöglichen. Zudem konnten wir uns davon überzeugen, dass die eingerichteten Prozesse und Kontrollen geeignet sind, um eine sachgerechte Realisierung der Umsatzerlöse zu ermöglichen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
| ― | den auf der Internetseite des Konzerns veröffentlichten gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-) Bericht, auf den in Abschnitt „Gesonderter nichtfinanzieller (Konzern-)Bericht“ des Konzernlageberichts hingewiesen wird, |
| ― | die auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichte (Konzern-)Erklärung zur Unternehmensführung, auf die im Konzernlagebericht in Abschnitt „(Konzern-)Erklärung zur Unternehmensführung und zur Entsprechenserklärung“ verwiesen wird, |
| ― | den Bericht des Aufsichtsrats |
| ― | die übrigen Teile des Geschäftsberichts, aber nicht den Konzernabschluss, nicht die in die inhaltliche Prüfung einbezogenen Konzernlageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk und |
| ― | die Versicherung nach § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB zum Konzernabschluss und die Versicherung nach § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB zum Konzernlagebericht. |
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestandteil der oben genannten und auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichten (Konzern-)Erklärung zur Unternehmensführung ist, sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen.
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigt er |
| ― | falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzern läge bericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| ― | holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 03. Mai 2019 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 22. Oktober 2019 vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2018 als Konzernabschlussprüfer der Nexus AG, Donaueschingen, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Anselm von Ritter.“
Stuttgart, 09. März 2020
**Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Dr. Christoph Eppinger, Wirtschaftsprüfer
Anselm von Ritter, Wirtschaftsprüfer
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