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Nexus AG Annual Report 2010

Oct 27, 2011

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Annual Report

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Publication

Nexum AG

Köln

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010

Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktiva 31.12.2010 31.12.2009
T€ T€
A. Anlagevermögen 670 633
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 61 38
II. Sachanlagen 234 220
III. Finanzanlagen 375 375
B. Umlaufvermögen 3.139 3.060
I. Vorräte 560 891
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.578 2.168
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1 1
C. Rechnungsabgrenzungsposten 97 104
3.906 3.797
Passiva 31.12.2010 31.12.2009
T€ T€
A. Eigenkapital 149 149
I. Gezeichnetes Kapital 100 100
II. Gewinnrücklagen 10 10
III. Bilanzgewinn/-verlust 39 39
B. Rückstellungen 581 380
C. Verbindlichkeiten 3.047 3.154
D. Rechnungsabgrenzungsposten 129 114
3.906 3.797

Anhang für 2010

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25. Mai 2009 erstellt.

Die Anwendung der geänderten Vorschriften erfolgte erstmals für das Geschäftsjahr 2010.

Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Satz 1 HGB hinsichtlich der Angaben gemäß § 285 Nr. 9 HGB über die Organbezüge werden in Anspruch genommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der erstmaligen Aufstellung des Abschlusses nach BilMoG wurden die Vorjahresvergleichszahlen auf Grund des Wahlrechts des Artikels 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, linear um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze abgeschrieben. Anlagegüter von einem Wert zwischen 150,00 EUR und 1.000,00 EUR werden in einen Sammelposten, der insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, eingestellt und einheitlich über 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von 150,00 EUR werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die unfertigen Leistungen werden auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Kostenrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet. Es werden nur die den Projekten direkt zurechenbaren Mitarbeiterstunden mit einem einheitlichen, durchschnittlichen Stundensatz angesetzt. Dabei werden neben Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten berücksichtigt. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die übrigen Aktiva sind zum Nominalbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände werden im Zugangszeitpunkt vereinfachend zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Nur wenn der Wertansatz, der sich bei einer Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs ergibt, wesentlich von dem Wertansatz abweicht, der sich bei einer Umrechnung zum Briefkurs ergeben würde, wird zum Briefkurs umgerechnet. Die Folgebewertung erfolgt gemäß § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB) und des Realisationsprinzips (§ 252 Abs.1 S.4 Halbsatz 2 HGB). Kurzfristige Posten mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr werden stets mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

Finanzanlagen

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes gem. § 285 Abs. 1 Nr. 11 HGB ist der nachfolgenden Übersicht "Angaben zum Anteilsbesitz" zu entnehmen. 

Angaben zum Anteilsbesitz

Beteiligung Eigenkapital Jahresergebnis
% in TEUR in TEUR
myON-ID GmbH,  München 8,64 591* -489*

*Jahresergebnis und Eigenkapital 2009, da aktuelle Zahlen nicht verfügbar.

Die Pironet NDH B.V., Amsterdam wurde zum 25.02.2010 aufgelöst.

Der Gegenstand der myON-ID GmbH ist die Entwicklung und Vermarktung einer Internetplattform für das Reputationsmanagement.

Die Nexum AG hielt am 1. Januar 2009 25,07 % am Grundkapital der myOn-ID GmbH. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 8. April 2009 wurde das Stammkapital der Gesellschaft von 53.850 EUR um 5.950 EUR auf 59.800 EUR unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre erhöht. Nach dieser Kapitalerhöhung beträgt der Anteil der Nexum AG am Grundkapital der Gesellschaft 14,22 % in 2009. Die Kapitalerhöhung und die Sitzverlegung nach München wurden am 29. Mai 2009 ins Handelsregister eingetragen.

Mit Beschluss vom 9. Dezember 2010 wurde die Kapitalerhöhung vom 28. Oktober 2008 von ursprünglich 33.900 EUR auf 59.800 EUR aus kartellrechtlichen Gründen für unwirksam erklärt und gleichzeitig  das Stammkapital um TEUR 26 auf TEUR 60 erhöht (Kapitalerhöhung I). Zur Übernahme eines neuen Geschäftsanteils im Nennbetrag zu TEUR 20 wurde die T-Online Venture Fund GmbH & Co. KG zugelassen. Zur Übernahme eines neuen Geschäftsanteils im Nennbetrag zu TEUR 6 wurde die Technologie Beteiligungsfonds Bayern III GmbH und Co. KG zugelassen. Mit demselben Beschluss wurde das  Stammkapital um weitere TEUR 39 auf TEUR 93 (Kapitalerhöhung II) erhöht. Zur Übernahme eines neuen Geschäftsanteils mit einem Nennbetrag von TEUR 19.290 wurde die T-Online Venture Fund GmbH & Co. KG Bonn zugelassen. Zur Übernahme eines neuen Geschäftsanteils mit einem Nennbetrag von TEUR 19.290 wurde die Technologie Beteiligungsfonds Bayern III GmbH & Co. KG zugelassen.

Nach diesen Kapitalerhöhungen und unter Berücksichtigung der für unwirksam erklärten Kapitalerhöhung aus 2008, verringerte sich der Anteil der Nexum AG am Grundkapital der Gesellschaft von 14,22 % auf 8,64 %.

Die Kapitalerhöhungen waren bis zum 31.12.2010 noch nicht im Handelsregister eingetragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen enthalten in Höhe von TEUR 1.127 (Vj.: TEUR 891) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Gegen die Nexum Interactive Ltd., St. Albans, Großbritannien, besteht eine Forderung in Höhe von TEUR 943 (Vj.: TEUR 762). Hiervon entfallen TEUR 589 (Vj. TEUR 556) auf ein Darlehen sowie TEUR 143 auf Zinsforderungen im Zusammenhang mit diesem Darlehen. Das Darlehen hat jeweils eine feste Vertragslaufzeit von einem Jahr und ist zum Monatsende kündbar. Zur Vermeidung der rechtlichen Folgen der Überschuldung ist die Nexum AG in voller Höhe im Rang hinter den anderen Gläubigern zurückgetreten und hat einen bedingten Forderungsverzicht ausgesprochen. Die Pironet NDH AG hat am 28. Dezember 2007 eine Bürgschaft für die Verpflichtung der Pironet NDH Ltd. aus dem Darlehen übernommen. Die Gesellschaft hat die Bürgschaft der Pironet NDH AG in Anspruch genommen.

Sämtliche ausgewiesenen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2010 unverändert TEUR 100.

Gesetzliche Rücklage

Zum 31. Dezember 2008 wurde erstmalig gemäß § 150 AktG eine gesetzliche Rücklage i.H.v. TEUR 2 gebildet. Zum 31. Dezember 2009 wurden weitere TEUR 8 in die gesetzliche Rücklage eingestellt.

Die gesetzliche Rücklage erreicht somit den zehnten Teil des gezeichneten Kapitals gem. § 150 Abs. 2 AktG.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten umfassen überwiegend Kontokorrent-Verbindlichkeiten gegenüber der Pironet NDH AG in Höhe von TEUR 1.932 (Vj.: TEUR 1.943), wovon TEUR 152 (Vj.: TEUR 159)  aus dem Umsatzsteuerorganverhältnis zur Pironet NDH AG resultieren.

Sämtliche ausgewiesene Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag liegen keine Haftungsverhältnisse vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Jahresende bestanden nicht in der Bilanz erfasste finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 88. 

Davon sind fällig:

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten TEUR
2011 55
2012 27
2013 6
Summe 88

Alle Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2011 und 2013.

Sonstige Angaben

Aufsichtsrat

Herr Hans-Werner Scherer (Vorsitzender), Kaufmann, Köln

Herr Dirk Steinmetz (stellvertretender Vorsitzender), Diplom-Kaufmann, Köln

Herr Ulf Adebahr, DV-Kaufmann, Köln (bis zum 31. März 2011)

Andreas Ludl, Köln (bis zum 30. Juli 2010)        

Vorstand

Herr Georg Kühl, Diplom-Kaufmann, Köln

Herr Dr. Michael Klinkers, Diplom-Kaufmann, Köln

Auf die Angabe der Bezüge des Vorstands wurde gemäß § 288 Abs. I  HGB verzichtet.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Pironet NDH AG, Köln, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird nach IFRS erstellt und ist am Sitz der Pironet NDH AG in Köln erhältlich oder kann auf der Homepage der Pironet NDH AG eingesehen werden.

Köln, 4. April 2011

Georg Kühl                                       Dr. Michael Klinkers

Vorstand                                           Vorstand