AI assistant
Nestlé AG — Management Reports 2013
Mar 9, 2015
937_rns_2015-03-09_e53ce4f1-541e-426d-a118-e0d764dbe044.html
Management Reports
Open in viewerOpens in your device viewer
Publication

Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft
Frankfurt am Main
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013
Grundlagen und Steuerung des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Nahrungsmitteln sowie von Heil- und Pflegemitteln. Die Anteile der Nestle Deutschland Aktiengesellschaft (im Weiteren kurz "Nestlé Deutschland AG") liegen zu 100 % bei der Nestle Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, die wiederum zum Konzern Nestle S.A., Cham und Vevey (Schweiz), gehört.
Das operative Geschäft eines Großteils der Nestlé Deutschland AG wird durch das Zonenmanagement Europa der obersten Muttergesellschaft, Nestle S.A., gesteuert. Neben einigen Teilbereichen der Nestle Deutschland Aktiengesellschaft gehören zur "Berichtseinheit Deutschland" noch weitere Aktivitäten, wie das deutsche Eiscreme- und Tiefkühlkostgeschäft; andere Teilbereiche wie das Tiernahrungsgeschäft oder Nespresso gehören dagegen nicht zu dieser Berichtseinheit. Die Steuerung erfolgt auf Basis der Zahlen nach International Financial Reporting Standards ("IFRS") unter Berücksichtigung der "Nestle Accounting Guidelines". Da die "Berichtseinheit Deutschland" zwar zu einem großen Teil mit dem Umfang der Nestlé Deutschland AG übereinstimmt, aber nicht vollständig deckungsgleich ist und die Werte gemäß IFRS ermittelt werden, verzichten wir an dieser Stelle auf die Angabe konkreter Kennzahlen.
Die für die Unternehmenssteuerung bedeutsamsten handelsrechtlichen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis.
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Im Jahresdurchschnitt 2013 ist die deutsche Wirtschaftsleistung gewachsen: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag preisbereinigt 0,4 % über dem Vorjahr. Im Jahresverlauf zeigte sich das zweite Quartal mit einem Anstieg von 0,7 % gegenüber dem Vorquartal besonders wachstumsstark. Nachdem das BIP im dritten Quartal noch 0,3 % im Vergleich zum Vorquartal gestiegen war, waren es im vierten Quartal 0,4 %. Im Vergleich zum Gesamtjahreswert 2012 (0,7 %) hat sich das Wirtschaftswachstum 2013 insgesamt abgeschwächt, was auf die anhaltende Rezession in einigen europäischen Ländern und eine gebremste weltwirtschaftliche Entwicklung zurückzuführen ist.
Der wichtigste Wachstumsfaktor der deutschen Wirtschaft im vergangenen Jahr war der private Konsum. Preisbereinigt stiegen die privaten Konsumausgaben um 0,9 % (2012: 0,8 %). Gute Einkommenserwartungen und eine hohe Kaufneigung führten ganzjährig zu einem positiven Konsumklima.
Auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist seit Jahren ein positiver Trend zu beobachten. 2013 nahm die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt um 0,6 % zu. Im Gesamtjahr waren durchschnittlich rund 41,84 Mio. Personen erwerbstätig. Die Arbeitslosenquote blieb allerdings bei einem Jahresdurchschnitt von 6,9 % auf dem Vorjahreswert.
Von Januar bis November 2013 legten die Verbraucherpreise um insgesamt 1,5 % zu, die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke um 3,9 %. Im Dezember stiegen die Lebensmittelpreise um 3,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit folgte die Verbraucherpreisentwicklung dem Trend aus dem Vorjahr. Gründe für die Erhöhung sind gestiegene Produktionskosten sowie Angebots- und Nachfrageschwankungen. Langfristig gesehen liegen die Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln dennoch deutlich unterhalb der allgemeinen Teuerungsrate in Deutschland.
Die deutsche Ernährungsindustrie blieb 2013 mit einem Umsatz von 174,5 Mrd. Euro auf einem stabilen Kurs. Das moderate Wachstum von 3 % war vor allem preisbedingt, mengenmäßig stieg der Branchenumsatz nur um 0,4 %. Insgesamt war das Geschäftsumfeld von steigenden Produktionskosten, hartem Wettbewerb und einem verhaltenen Exportgeschäft geprägt. Der Auslandsumsatz lag mit 5,2 % unter dem Wachstumsniveau des Vorjahres (2012: 11,4 %).
Im Gegensatz zum Vorjahr ist der Rohstoffpreisindex 2013 um 5,1 % zurückgegangen. Der Teilindex für Nahrungs- und Genussmittel sank besonders stark um 14,1 %. Preisrückgänge bedingt durch gute Ernten wiesen vor allem Weizen und Kaffee auf (insbesondere Arabica). Ein konstant hohes Preisniveau zeigte sich hingegen im Milchbereich aufgrund der starken Nachfrage nach Milchprodukten aus China. Preistreiber waren Kakao -insbesondere beeinflusst durch einen Nachfrageanstieg - sowie unterschiedliche Gemüsearten und Fleischrohstoffe.
Veränderungen in der rechtlichen Struktur / Desinvestitionen
Mit Wirkung zum 01. Januar 2013 wurde die Wagner Tiefkühlprodukte GmbH, Nonnweiler, auf die Nestlé Deutschland AG verschmolzen. Die betrieblichen Funktionen des dadurch neu entstandenen Geschäftsbereiches werden im Auftrag der Nestlé Deutschland AG von ihrer Tochtergesellschaft Nestle Wagner GmbH, Nonnweiler, ausgeübt, die auch die Mitarbeiter dieses Bereiches beschäftigt.
Geschäftsverlauf
Die Umsatzerlöse unseres Unternehmens weisen im Jahr 2013 ein Wachstum von 15,8 % auf. Der Umsatzzuwachs war durch ein starkes Exportwachstum von 17,1 % gestützt, während das Inlandsgeschäft um 15,4 % wuchs. Die Entwicklung in den einzelnen Produktgruppen stellt sich unterschiedlich dar.
Der starke Anstieg der Umsatzerlöse ist im Übrigen durch die Verschmelzung der Wagner Tiefkühlprodukte GmbH, Nonnweiler, auf die Nestlé Deutschland AG überzeichnet. Bereinigt um diesen Effekt, der sich in der Produktgruppe Fertiggerichte und Produkte für die Küche niederschlägt, stiegen die Umsatzerlöse insgesamt um 4,5 %.
Ein starkes Umsatzwachstum zeigt mit 8,1 % die Produktgruppe Getränke, weiterhin unterstützt durch die erfolgreichen (Kaffee-) Kapselsysteme Dolce Gusto und Nespresso. Zusätzlich leistet das zum Ende des Jahres 2012 eingeführte Tee-Kapselsystem Special.T einen positiven Beitrag.
Die Produktgruppe Milch- und Diätetikprodukte konnte trotz des fortgesetzten Geburtenrückgangs sowohl im Inlandsgeschäft als auch durch ein steigendes Exportvolumen an verbundene Unternehmen ein Umsatzwachstum von 7,8 % erzielen.
Bei der Produktgruppe Fertiggerichte und Produkte für die Küche ergibt sich nach der Verschmelzung der Wagner Tiefkühlprodukte GmbH, Nonnweiler, auf die Nestlé Deutschland AG ein Umsatzwachstum von 31,3 %. Bereinigt um diesen Effekt ergibt sich noch ein leichtes Wachstum von 0,3 %. In den Geschäftsbereichen Kulinarik und Herta entwickelten sich sowohl das Inlands- als auch das Exportgeschäft nicht entsprechend unseren Erwartungen.
Der Umsatz mit Produkten für Heimtiere ist um 12,2 % wieder deutlich gewachsen. Ein erfreuliches Wachstum im Inland konnte durch deutliche Exportzuwächse an verbundene Unternehmen ausgebaut werden.
Die Produktgruppe Schokoladen- und Süßwarenprodukte weist einen Umsatzzuwachs von 2,8 % auf. Das Geschäft entwickelte sich sowohl im Inland als auch beim Export an verbundene Unternehmen erfreulich.
Unter der Produktgruppe "Sonstige" werden die Umsatzerlöse im Bereich der Sportlernahrung unter der Marke PowerBar, der Pflegeprodukte unter der Marke Bübchen sowie Umsatzerlöse mit Accessoires im Geschäftsbereich Nespresso zusammengefasst, die ein Wachstum von 3,6 % erreichten.
Das Jahresergebnis vor der Verlustübernahme beträgt -23,0 Millionen Euro. Im Vorjahr wurde vor der Gewinnabführung noch ein positives Ergebnis von 186,0 Millionen Euro erzielt. Der Ergebnisrückgang ist auf die Verschmelzung der Wagner Tiefkühlprodukte GmbH, Nonnweiler, und den hieraus entstandenen Verschmelzungsverlust zurückzuführen. Gegenläufig wirkten Gewinne aus der Veräußerung von immateriellen Vermögensgegenständen.
Im Vorjahr wurde für 2013 mit einem Umsatzwachstum von 1 -2 % und einem Jahresergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2012 gerechnet.
Ertragslage
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf 274,0 Millionen Euro (im Vj. 186,7 Millionen Euro).
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 63,1 Millionen Euro angestiegen. Dies resultiert vor allem aus Erträgen aus der Veräußerung von immateriellen Vermögensgegenständen des Geschäftsbereiches Wagner an die Tochtergesellschaft Nestle Wagner GmbH, Nonnweiler.
Der Anteil des Materialaufwands am Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr mit 49,9 % (im Vj. 50,5 %) annähernd stabil geblieben.
Der Anteil des Personalaufwands am Umsatz hat sich auf 11,3 % (im Vj. 13,3 %) stark reduziert. Der Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die betrieblichen Funktionen des Geschäftsbereiches Wagner im Auftrag der Nestlé Deutschland AG von ihrer Tochtergesellschaft Nestle Wagner GmbH, Nonnweiler, ausgeübt werden, die auch die Mitarbeiter dieses Bereiches beschäftigt. Deren Personalaufwand wird an die Nestlé Deutschland AG weiterbelastet und hier unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Insofern steht den bei der Nestlé Deutschland AG ausgewiesenen Umsatzerlösen des Geschäftsbereiches Wagner kein originärer Personalaufwand gegenüber. Ein weiterer Rückgang resultiert aus im Vorjahr im Personalaufwand enthaltenen höheren Restrukturierungsaufwendungen sowie einem überproportionalen Umsatzanstieg. Andererseits waren sowohl unterjährige Gehaltssteigerungen bis zu 3,4 % je nach Standort sowie eine gestiegene jahresdurchschnittliche Anzahl an Vollzeitarbeitskräften zu verzeichnen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 208,3 Millionen Euro deutlich gestiegen, wobei ein Großteil davon aus der Strukturveränderung aufgrund der Verschmelzung der Wagner Tiefkühlprodukte GmbH, Nonnweiler, auf die Nestlé Deutschland AG resultiert. Ein weiterer wesentlicher Teil des Anstiegs resultiert aus den Personalaufwendungen der Nestle Wagner GmbH, Nonnweiler, die bei der Nestlé Deutschland AG unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen auszuweisen sind. Des Weiteren fielen -bereinigt um diese Strukturveränderungen aufgrund der Verschmelzung -höhere Aufwendungen für Werbungen, Repräsentation, Verkaufsförderung und sonstige Verpflichtungen an.
Das Beteiligungsergebnis liegt mit 44,0 Millionen Euro um 17,3 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 61,3 Millionen Euro. Dieser Rückgang ist insbesondere auf die Verschmelzung der Wagner Tiefkühlprodukte GmbH, Nonnweiler, auf die Nestlé Deutschland AG zurückzuführen.
Das Finanzergebnis hat sich um 3,3 Millionen Euro von -1,9 Millionen Euro auf 1,4 Millionen Euro verbessert, was insbesondere in Höhe von 3,6 Millionen Euro aus der Abzinsung von Rückstellungen sowie aus einem nochmals leicht gesunken Zinsniveau resultiert, während der über den Cash Pool finanzierte Mittelbedarf sich vor allem auf Grund der Investitionen erhöht hat.
Das außerordentliche Ergebnis in Höhe von -295,8 Millionen Euro besteht im Wesentlichen aus dem Verschmelzungsverlust aus der Verschmelzung der Wagner Tiefkühlprodukte GmbH, Nonnweiler, auf die Nestlé Deutschland AG. Das Steuerergebnis von -1,3 Millionen EUR setzt sich im Wesentlichen aus der Grundsteuer, der Umsatzsteuer auf unentgeltliche Wertabgaben an Mitarbeiter sowie aus Vorjahreseffekten aus der Grunderwerbsteuer zusammen.
Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Nestlé Deutschland AG hat sich um 87 Millionen Euro von 1.546 Millionen Euro auf 1.633 Millionen Euro erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 14,6 % (i. Vj. 15,4 %).
Das Anlagevermögen hat sich um 111 Millionen Euro reduziert. Das Sachanlagevermögen wuchs um 199 Millionen Euro, was im Wesentlichen durch Investitionen in neue Produktionsanlagen in den Geschäftsbereichen Wagner, Herta sowie Nescafé Dolce Gusto geprägt war, aber auch durch Zugänge aufgrund der Verschmelzung der Wagner Tiefkühlprodukte GmbH, Nonnweiler, auf die Nestlé Deutschland AG bedingt ist. Das Finanzanlagevermögen sank um 309 Millionen Euro, im Wesentlichen ebenfalls resultierend aus der Verschmelzung.
Das Umlaufvermögen ist um 198 Millionen Euro angestiegen. Vom Gesamtanstieg entfallen 40 Millionen Euro auf höhere Vorräte sowie 166 Millionen Euro auf höhere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände. Der Anstieg des Umlaufvermögens ist zu einem großen Teil auf die Verschmelzung der Wagner Tiefkühlprodukte GmbH, Nonnweiler, zurückzuführen. Ferner werden mit 78 Millionen Euro Forderungen gegen die Tochtergesellschaft Nestle Wagner GmbH, Nonnweiler, ausgewiesen, die aus der Veräußerung von Vermögensgegenständen des Geschäftsbereichs Wagner resultieren.
Auf der Passivseite der Bilanz spiegelt sich die Erhöhung der Bilanzsumme um 87 Millionen Euro vor allem durch um 37 Millionen Euro höhere Verbindlichkeiten und um 37 Millionen Euro höhere Rückstellungen wider.
Der Anstieg der Verbindlichkeiten ist geprägt durch um 85 Millionen Euro höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, zu einem großen Teil aufgrund des Investitionsfortschritts in neue Produktionsanlagen aber auch resultierend aus der Verschmelzung. Der Anstieg der Rückstellungen betrifft die Rückstellungen für Rückvergütungen, Werbekosten und sonstige Verpflichtungen sowie die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen nahmen per Saldo um 49 Millionen Euro ab. Während die im Vorjahr bestehenden Verbindlichkeiten aufgrund der Ergebnisabführung entfielen, erhöhte sich der Finanzierungsbedarf bei der Muttergesellschaft Nestle Unternehmungen Deutschland GmbH.
Da die Nestlé Deutschland AG an den Cash Pool (verzinsliche Verrechnungskonten) der Nestle Unternehmungen Deutschland GmbH angeschlossen ist, bestehen bei der Nestlé Deutschland AG keine wesentlichen Bankguthaben oder -verbindlichkeiten. Der sich bei der Gesellschaft ergebende Finanzbedarf wird im Rahmen einer Finanzierungsvereinbarung durch die Nestle Unternehmungen Deutschland GmbH über den Cash Pool zur Verfügung gestellt. Der Cash Pool Saldo, der unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen wird, wird mit dem 1-Monats-Euribor zuzüglich 0,25 % bei Aufnahme und abzüglich 0,25 % bei Anlage verzinst und belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2013 auf rd. 645 Millionen Euro (im Vj. 499 Millionen Euro).
Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Gemessen an den vom Management vorgegebenen Zielen blieb das Geschäftsjahr 2013 hinter den Erwartungen zurück. Durch die Verschmelzung der Wagner Tiefkühlprodukte GmbH, Nonnweiler, konnte die Umsatzbasis der Nestlé Deutschland AG nachhaltig gestärkt werden. Mit den Investitionen an den Standorten Herten und Schwerin werden die Grundlagen für ein weiteres Wachstum gelegt. Die Finanzierung erfolgt weiterhin über den konzerninternen Cash Pool.
Forschung und Entwicklung
Die Nestle Deutschland Aktiengesellschaft greift bei der Entwicklung von Neuprodukten und neuen Produktionsverfahren auf das Know-how der international organisierten Nestle Forschungsbereiche zurück.
Risikomanagement
Das Überwachungssystem zur Früherkennung von Risiken wurde weiterentwickelt. Die bedeutendsten Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, werden systematisch erfasst, und es werden Instrumente und Verantwortlichkeiten für ihre Beherrschung und notwendige Verbesserungen definiert. Es erfolgen eine regelmäßige Behandlung im Vorstand, Berichterstattung an den Aufsichtsrat sowie Prüfungen durch unsere Innenrevision.
Die Nestlé Deutschland AG setzt zur teilweisen Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit (insbesondere Wechselkursen, aber auch Kaffee, Kakao sowie Energie) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität --wie Devisentermingeschäfte--verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen und das interne Berichtswesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft.
Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
Die Nestlé Deutschland AG will 2014 durch Innovationen, Wiedereinlistungen und verstärkte Aktionen in einigen Segmenten Marktanteile zurückgewinnen und auch verstärkt in Werbung und Digitalmedien investieren. Gleichzeitig wird intensiv an einer Reihe von Effizienz- und Strukturprojekten gearbeitet, mit dem Ziel, Effizienzgewinne zu realisieren und diese dann in unsere Marken und in Kommunikation zu investieren. Alle Divisionen und zentralen Funktionen von Nestle Deutschland haben entsprechende Projekte initiiert.
Im Kulinarikbereich setzen sich die Schwäche des Gesamtmarktes und der massive Wettbewerb auch in 2014 weiter fort. Der Markt verliert jährlich signifikant Mahlzeiten, die früher zu Hause gekocht und gegessen wurden; stattdessen versorgen sich die Menschen zunehmend außer Haus. Entsprechend verstärkt unsere Kulinariksparte ihre Anstrengungen hinsichtlich attraktiver Innovationen sowie einem neuen kommunikativen Gesamtauftritt, insbesondere im Digitalbereich.
Zudem haben wir ein Programm aufgesetzt, mit dem wir unsere Chancen im Außer Haus-Bereich neu überprüfen und durch Zusammenarbeit auf "Nestle in the Market" (NiM) Ebene auch über vorhandene organisatorische Strukturen hinausgehen.
Das Bundeskartellamt hat Verfahren gegen die Nestlé Deutschland AG und deren Tochterunternehmen sowie Mitarbeiter eingeleitet. Der Vorstand stellte den Behörden alle erforderlichen Informationen zur Verfügung, um zur Aufklärung des Sachverhalts beizutragen. Die Gesellschaft hat die von ihr erwartete Zahlungsverpflichtung sowie die Kosten für Rechtsanwälte in den Rückstellungen erfasst. Im Kartellamtsverfahren Süßwaren hat das Bundeskartellamt Ende Januar 2013 einen Bußgeldbescheid in Höhe von 13,3 Millionen Euro gegen die Gesellschaft verhängt. Das Bundeskartellamt wirft der Nestlé Deutschland AG und drei weiteren Unternehmen die Beteiligung an einem wettbewerbswidrigen Austausch vertraulicher Informationen im Zeitraum zwischen 2006 und Anfang 2008 vor. Gegen diese Entscheidung hat die Nestlé Deutschland AG Einspruch eingelegt. In einem zweiten, kategorieübergreifenden Kartellamtsverfahren hat das Bundeskartellamt Ende März 2013 ein Bußgeld in Höhe von 19,5 Millionen Euro gegen die Gesellschaft verhängt. Das Bundeskartellamt wirft Nestlé Deutschland AG und fünf weiteren Markenartikelherstellern der Lebensmittelindustrie kategorieübergreifend wettbewerbswidriges Verhalten im Zeitraum zwischen Ende 2005 und Anfang 2008 vor. Auch gegen diese Entscheidung des Bundeskartellamts hat die Nestlé Deutschland AG Einspruch eingelegt. Die Nestlé Deutschland AG ist davon überzeugt, dass die Vorwürfe des Kartellamts ungerechtfertigt sind und verfolgt die Aufhebung der genannten Bußgeldbescheide durch das Oberlandesgericht Düsseldorf.
In den letzten Jahren war die Bewältigung der Vertrauenskrise der Verbraucher -insbesondere vor dem Hintergrund zahlreicher Lebensmittelskandale -eine zentrale Aufgabe der Lebensmittelwirtschaft. Diese hatte die Branche als Ganzes, aber auch die einzelnen Unternehmen gefordert. Diese Entwicklung hat sich ein wenig abgeschwächt, auf der einen Seite durch weniger Lebensmittelskandale, auf der anderen Seite ist das Image der Lebensmittelwirtschaft durch ein besseres Agieren nicht weiter gesunken. Dennoch bleibt es Aufgabe von Firmen wie Nestle, hinsichtlich der Gewährleistung von Spitzenqualität und mehr Transparenz weiterhin proaktiv zu agieren.
Auf Unternehmensebene haben wir bereits deshalb vor zwei Jahren die Qualitätsinitiative Q4 gestartet, mit der wir die weitere Verbesserung unserer Produkte vorantreiben - und zwar in den vier Dimensionen Sicherheit, Geschmack, Gesundheit und Nachhaltigkeit. Das reicht von der Überarbeitung von Rezepturen und Inhaltsstoffen bis zur Beschaffung von Rohstoffen wie Nüssen oder Vanille aus nachhaltigem Anbau. Zudem wollen wir uns als Unternehmen in der Kommunikation mehr öffnen, um Handel, Verbrauchern, Politik und NGOs zu zeigen, welche hohen Qualitätsmaßstäbe wir an unsere Produkte legen. Bei all diesen Aktivitäten hat Nestle Deutschland zwischenzeitlich signifikante Fortschritte erzielt und damit auch die Position gegenüber den Handelskunden spürbar gestärkt.
Besonderes Augenmerk kommt in diesem Jahr der Nestle Qualitätskampagne zu. Diese soll sowohl auf die Dachmarke Nestle wie auch auf die einzelnen Marken einzahlen. Neben dem Jubiläum "200 Jahre Heinrich Nestle" sind unsere Anstrengungen für ein Mehr an Lebensqualität der Menschen die zentrale Aussage der Kampagne. Sowohl aus dem Jubiläum als auch aus der Qualitätskampagne eröffnen sich 2014 besondere Chancen für unser Geschäft.
Spezifische Risiken, die die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft in wesentlichem Umfang nachhaltig beeinflussen könnten, sind nicht ersichtlich.
Ausblick auf das Jahr 2014
Für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der deutschen Wirtschaft sehen die Prognosen für 2014 einer positiven konjunkturellen Entwicklung entgegen. Schon im Januar stehen die Zeichen auf Wachstum, begünstigt durch die Stärke der deutschen Volkswirtschaft sowie die optimistischen Erwartungen an den privaten Konsum, bedingt durch eine niedrige Arbeitslosenquote, anhaltendes Beschäftigungswachstum und spürbare Verdienstzuwächse.
Auch die Aussichten für die deutsche Exportwirtschaft bleiben positiv. Als Indikator dienen hierfür sowohl zunehmende Auslandsbestellungen als auch hohe Exporterwartungen seitens des Verarbeitenden Gewerbes. Außenwirtschaftlich könnte die anhaltende Schuldenkrise in der Eurozone jedoch ein Risiko für die europäische und globale Wirtschaft bedeuten.
Der deutsche Arbeitsmarkt wird 2014 voraussichtlich durch hohe Zuwanderungsraten geprägt, insbesondere vor dem Hintergrund des Wegfalls der Beschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit in Rumänien und Bulgarien. Die Anzahl der Erwerbstätigen könnte so um 280.000 Personen steigen, die Arbeitslosenquote würde dennoch nur geringfügig auf 6,8% sinken. Das entspräche absolut einem Rückgang auf 2,9 Millionen Arbeitslose.
Im Hinblick auf die Entwicklung der Rohstoffpreise ist mit einem Preisanstieg für Milcherzeugnisse (inkl. Käse), Kakaobutter, Gemüse (vor allem Tomaten und Zwiebeln) sowie Fleisch zu rechnen. Ebenfalls der Rohkaffee, Arabica und Robusta, verzeichnen in den letzten Monaten einen überaus starken Preisanstieg. Eine leichte Erholung auf hohem Niveau zeigen die Preise für Weizen und gegen Ende des laufenden Jahres eventuell für Zucker.
Trotz steigender Herstellungskosten, hartem Wettbewerb und immer anspruchsvolleren Kundenforderungen rechnen Experten mit einem leichten Umsatzwachstum bei den Lebensmittelherstellern. Nominal ist ein Wachstum von bis zu 4,0 % möglich, bedingt durch die positive Entwicklung des Exportgeschäfts, die tendenziell niedrige Inflationsrate und das gute Konsumklima.
Mit Blick auf zahlreiche Lebensmittelskandale in den vergangenen Jahren und die anhaltend hohe Berichterstattung in den Medien bleibt die Bewahrung des Verbrauchervertrauens auch in 2014 eine zentrale Aufgabe der Lebensmittelwirtschaft in Deutschland. Dies fordert sowohl die Branche als Ganzes als auch einzelne Unternehmen.
Für das laufende Geschäftsjahr 2014 rechnen wir mit einem um die geplante Veräußerung des Geschäftsbereiches Powerbar bereinigten Umsatzwachstum innerhalb einer Bandbreite von 1-2 %. Wir werden auf der Kostenseite die Effizienzsteigerungsprojekte in Produktion, Einkauf, Verwaltung und Vertrieb fortsetzen, um ein profitables Wachstum zu sichern. Wir erwarten, beim Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) mindestens das Niveau des Jahres 2012 (186,0 Millionen Euro) erreichen zu können, da das Ergebnis des Geschäftsjahres 2013 durch Sondereffekte, insbesondere den Verschmelzungsverlust, stark belastet war.
Nachtragsbericht
Der Nestle-Konzern teilte Anfang Februar 2014 mit, dass das Sportnutritionsgeschäft unter den Marken PowerBar und Musashi an Post Holdings verkauft wurde. Post Holdings hat seinen Sitz in St. Louis, Missouri und ist ein führender Hersteller und Verkäufer von Markencerealien in den Vereinigten Staaten und in Kanada. Die Aktivitäten des Sportnutritionsgeschäfts von Nestle erstrecken sich vor allem auf die Vereinigten Staaten, Kanada, Westeuropa, Australien, Neuseeland und Japan. In Deutschland sind der Geschäftsbereich PowerBar der Nestlé Deutschland AG sowie deren Tochtergesellschaft PowerBar Europe GmbH, München, von der Transaktion betroffen, die voraussichtlich noch in der ersten Hälfte des Jahres 2014 abgeschlossen wird. 2013 hat der Geschäftsbereich PowerBar der Nestle Deutschland Umsatzerlöse von EUR 33,1 Millionen Euro erzielt.
Darüber hinaus sind nach Ende des Geschäftsjahres keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, über die zu berichten wäre.
Frankfurt am Main, den 5. Mai 2014
Nestle Deutschland Aktiengesellschaft
Der Jahresabschluss wurde am 23.05.2014 festgestellt.
Bilanz zum 31. Dezember 2013
Aktiva
| 31.12.2013 | 31.12.2012 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 1.262 | 1.356 | ||
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 3.977 | 5.239 | 5.323 | 6.679 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 170.644 | 117.008 | ||
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 180.474 | 154.449 | ||
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 63.582 | 58.212 | ||
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 196.098 | 610.798 | 82.059 | 411.728 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 27.849 | 331.255 | ||
| 2. Beteiligungen | 9.569 | 9.566 | ||
| 3. Sonstige Ausleihungen | 27.823 | 32.550 | ||
| 4. Sondervermögen Pension Trust | 21.197 | 21.839 | ||
| 5. Genossenschaftsanteile | 653 | 87.091 | 653 | 395.863 |
| 703.128 | 814.270 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Vorräte | ||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 74.205 | 63.820 | ||
| 2. Unfertige Erzeugnisse | 21.349 | 20.726 | ||
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 137.136 | 232.690 | 108.355 | 192.901 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 320.854 | 281.506 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 146 (i. Vj. TEUR 4) - | ||||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 238.625 | 148.111 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) - | ||||
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 51.201 | 28.734 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 800 (i. Vj. TEUR 800) - | ||||
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 67.909 | 678.589 | 53.726 | 512.077 |
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 10.258 (i. Vj. TEUR 10.474) - | ||||
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 16.537 | 24.567 | ||
| 927.816 | 729.545 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.096 | 2.554 | ||
| 1.633.040 | 1.546.369 | |||
| Passiva | ||||
| 31.12.2013 | 31.12.2012 | |||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 214.267 | 214.267 | ||
| II. Gewinnrücklagen | ||||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 21.427 | 21.427 | ||
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 2.778 | 24.205 | 2.778 | 24.205 |
| 238.472 | 238.472 | |||
| B. Sonderposten für Investitionszuschüsse (i. Vj. Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene Emissionsberechtigungen) | 9.258 | 120 | ||
| C. Rückstellungen | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 7.688 | 8.411 | ||
| 2. Steuerrückstellungen | 2.395 | 1.050 | ||
| 3. Sonstige Rückstellungen | 279.406 | 243.011 | ||
| 289.489 | 252.472 | |||
| D. Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 257 | 812 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 257 (i. Vj. TEUR 812) - | ||||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 282.762 | 197.816 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 282.762 (i. Vj. TEUR 197.816) - | ||||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 790.374 | 839.055 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 789.579 (i. Vj. TEUR 838.898) - | ||||
| - davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahre TEUR 709 (i. Vj. TEUR 0) - | ||||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 266 | 1.029 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 266 (i. Vj. TEUR 1.029) - | ||||
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 18.162 | 16.593 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 15.382 (i. Vj. TEUR 13.063) - | ||||
| - davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahre TEUR 435 (i. Vj. TEUR 988) - | ||||
| - davon aus Steuern TEUR 6.831 (i. Vj. TEUR 4.385) - | ||||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 752 (i. Vj. TEUR 824) - | ||||
| 1.091.821 | 1.055.305 | |||
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 4.000 | 0 | ||
| 1.633.040 | 1.546.369 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013
| 2013 | 2012 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 3.220.538 | 2.780.257 | ||
| 2 Erhöhung (i. Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 12.593 | -9.183 | ||
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 5.599 | 4.360 | ||
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 384.269 | 321.218 | ||
| 5. Materialaufwand | ||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -1.550.219 | -1.359.518 | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -56.278 | -1.606.497 | -44.159 | -1.403.677 |
| 6. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | -296.774 | -302.780 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -67.751 | -364.525 | -67.832 | -370.612 |
| - davon für Altersversorgung TEUR 6.262 (i. Vj. TEUR 6.863) - | ||||
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -89.309 | -69.386 | ||
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.333.956 | -1.125.695 | ||
| 9. Erträge aus Beteiligungen | 27.477 | 23.754 | ||
| - davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 771 (i. Vj. TEUR 105) - | ||||
| 10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 302 | 0 | ||
| - davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) - | ||||
| 11. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 16.505 | 40.384 | ||
| 12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 5.792 | 3.081 | ||
| - davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 0 (i. Vj. TEUR 150) - | ||||
| 13. Aufwendungen aus Verlustübernahme | 0 | -2.800 | ||
| 14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -4.742 | -4.995 | ||
| - davon an verbundene Unternehmen TEUR 3.172 (i. Vj. TEUR 3.414) - | ||||
| 15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 274.046 | 186.706 | ||
| 16. Außerordentliche Erträge | 0 | 158 | ||
| 17. Außerordentliche Aufwendungen | -295.764 | 0 | ||
| 18. Außerordentliches Ergebnis | -295.764 | 158 | ||
| 19. Erträge (i. Vj. Aufwand) aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 41 | -16 | ||
| 20. Aufwand (i. Vj. Ertrag) aus sonstigen Steuern | -1.365 | -843 | ||
| 21. Jahresergebnis vor Gewinnabführung | -23.042 | 186.005 | ||
| 22. Erträge aus der Verlustübernahme | 23.042 | 0 | ||
| 23. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn | 0 | -186.005 | ||
| 24. Jahresüberschuss | 0 | 0 |
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2013
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2013 TEUR |
Zugänge des Geschäftsjahres TEUR |
Verschmelzung Anwachsung Umgliederungen TEUR |
Abgänge des Geschäftsjahres TEUR |
31.12.2013 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 4.156 | 463 | 3.216 | 949 | 6.886 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 5.353 | 190 | 0 | 521 | 5.022 |
| 9.509 | 653 | 3.216 | 1.470 | 11.908 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 344.057 | 37.048 | 50.681 | 3.376 | 428.410 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 865.731 | 18.681 | 128.588 | 45.013 | 967.987 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 291.644 | 27.270 | 8.598 | 50.004 | 277.508 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 82.059 | 130.769 | -16.705 | 25 | 196.098 |
| 1.583.491 | 213.768 | 171.162 | 98.418 | 1.870.003 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 341.758 | 91.850 | -390.832 | 4.424 | 38.352 |
| 2. Beteiligungen | 9.566 | 3 | 0 | 0 | 9.569 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 35.288 | 707 | -5.880 | 498 | 29.617 |
| 4. Sondervermögen Pension Trust | 26.608 | 1.343 | 7.556 | 0 | 35.507 |
| 5. Genossenschaftsanteile | 653 | 0 | 0 | 0 | 653 |
| 413.873 | 93.903 | -389.156 | 4.922 | 113.698 | |
| 2.006.873 | 308.324 | -214.778 | 104.810 | 1.995.609 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2013 TEUR |
Abschreibungen des Geschäftsjahres TEUR |
Verschmelzung Anwachsung Umgliederungen TEUR |
Abgänge des Geschäftsjahres TEUR |
Abzinsung TEUR |
31.12.2013 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 2.800 | 662 | 3.094 | 932 | 0 | 5.624 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 30 | 1.015 | 0 | 0 | 0 | 1.045 |
| 2.830 | 1.677 | 3.094 | 932 | 0 | 6.669 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 227.049 | 12.670 | 21.065 | 3.018 | 0 | 257.766 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 711.282 | 50.294 | 70.683 | 44.746 | 0 | 787.513 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 233.432 | 24.668 | 5.012 | 49.186 | 0 | 213.926 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 1.171.763 | 87.632 | 96.760 | 96.950 | 0 | 1.259.205 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 10.503 | 0 | 0 | 0 | 0 | 10.503 |
| 2. Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 2.738 | 0 | 0 | 0 | -944 | 1.794 |
| 4. Sondervermögen Pension Trust | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 5. Genossenschaftsanteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 13.241 | 0 | 0 | 0 | -944 | 12.297 | |
| 1.187.834 | 89.309 | 99.854 | 97.882 | -944 | 1.278.171 |
| Verrechnung mit Pensionsrückstellungen | Buchwerte | ||
|---|---|---|---|
| 31.12.2013 TEUR |
31.12.2013 TEUR |
31.12.2012 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0 | 1.262 | 1.356 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 3.977 | 5.323 |
| 0 | 5.239 | 6.679 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0 | 170.644 | 117.008 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 0 | 180.474 | 154.449 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0 | 63.582 | 58.212 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 196.098 | 82.059 |
| 0 | 610.798 | 411.728 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 27.849 | 331.255 |
| 2. Beteiligungen | 0 | 9.569 | 9.566 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 0 | 27.823 | 32.550 |
| 4. Sondervermögen Pension Trust | 14.310 | 21.197 | 21.839 |
| 5. Genossenschaftsanteile | 0 | 653 | 653 |
| 14.310 | 87.091 | 395.863 | |
| 14.310 | 703.128 | 814.270 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2013
A. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der Nestle Deutschland Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, zum 31. Dezember 2013 wird nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt.
Die Form der Darstellung des Jahresabschlusses wurde beibehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Gesellschaft gehört als Teilkonzern zum Konzernkreis der Nestle S.A., Cham und Vevey (Schweiz), und ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes gemäß § 292 Abs. 1 HGB befreit. Der Konzernabschluss der Nestle S.A., der nach IFRS-Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt ist, wird im Bundesanzeiger offengelegt.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt worden.
Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig über drei Jahre nach der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die handels- und steuerrechtlich aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Die Zugänge zu den Sachanlagen werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden entweder nach der degressiven oder der linearen Methode ermittelt. Die Zugänge des beweglichen Sachanlagevermögens von 2001 bis 2005 werden entsprechend den steuerlichen Regelungen bei Anwendung der degressiven Abschreibungsmethode mit jährlich 20 % des Buchwertes der Anlagegegenstände abgeschrieben, während für Zugänge in 2006 und 2007 ein Prozentsatz von 30 % angewandt wird. Auf die lineare Abschreibungsmethode wird übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Seit 2008 werden Zugänge grundsätzlich linear über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:
| Anlagenklasse | Jahre |
|---|---|
| Gebäude | 33 Jahre |
| Maschinen | 6 bis 10 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4 bis 5 Jahre |
Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Die Grenze für die Betrachtung eines geringwertigen Wirtschaftsgutes liegt unverändert zum Vorjahr bei EUR 150,00. Alle Zugänge unter dieser Grenze werden direkt aufwandswirksam erfasst.
Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Mit Wirkung zum 1. Januar 2013 erfolgte die Verschmelzung der Wagner Tiefkühlprodukte GmbH, Nonnweiler, und mit Wirkung zum 31. Mai2013 fand die Verschmelzung der Neutralis Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH, Düsseldorf, auf die Nestlé Deutschland AG statt. Die BONITAS Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Weiding KG, Düsseldorf, ist mit Wirkung zum 31. Juli 2013 angewachsen.
Im Rahmen der im Geschäftsjahr erfolgten Verschmelzungen und Anwachsung wurden die Buchwerte der aufgenommenen Gesellschaften fortgeführt. Infolge der Verschmelzungen und der Anwachsung sind die Bilanzwerte der Gesellschaft nur noch bedingt mit den Vorjahreswerten vergleichbar.
Die Ausleihungen werden, soweit sie unverzinslich oder unterverzinst sind, mit ihrem Barwert angesetzt. Die Abzinsung erfolgte analog dem Vorjahr mit den laufzeitkongruenten durchschnittlichen Marktzinssätzen zum 30. November 2013, die von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht worden sind.
Das nicht verrechnete Sondervermögen Pension Trust entfällt auf Pensionsrückstellungen, die im Hinblick auf die zu Grunde liegenden Zusagen nicht von der Gesellschaft selbst, sondern von ihren Betriebsführungsgesellschaften bilanziert werden.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die Anschaffungskosten sind --mit Ausnahme von Rohkaffee sowie den Beständen der Geschäftsbereiche Herta und PowerBar--nach der Fifo-Methode ermittelt. Die Rohkaffeebestände sind nach der Lifo-Methode bewertet. Die Geschäftsbereiche Herta und PowerBar ermitteln die Anschaffungskosten nach der Durchschnittsmethode.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse, soweit sie Rohkaffeebestände enthalten, sind nach der Lifo -Methode bewertet. Die übrigen Bestände sind mit dem Durchschnittswert der Produktion angesetzt. Waren sind, mit Ausnahme der Bestände der Geschäftsbereiche Herta und PowerBar, nach der Fifo-Methode bewertet. Die Warenbestände der Geschäftsbereiche Herta und PowerBar sind mit dem Durchschnittswert angesetzt. Die Bewertungsunterschiede zu höheren Marktpreisen am Stichtag betragen für die nach der Lifo-Methode bewerteten Bestände TEUR 1.275 und für die nach der Fifo-Methode bewerteten Bestände TEUR 274.
Die Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten die Material-, Lohn- und produktionsbezogenen Gemeinkosten der Werke, einschließlich aktivierungspflichtiger Abschreibungen, sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung.
Von den Wertansätzen der Vorräte werden sowohl in Fällen verminderter Verwertbarkeit als auch bei gesunkenen Wiederbeschaffungskosten oder zur verlustfreien Bewertung erforderliche Wertabschläge vorgenommen.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelrisiken und das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Die Bewertung der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte mit dem Nennwert. Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgte zum Nominalwert.
Das auf DM 419.069.100,00 (EUR 214.266.628,49) lautende gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.
Die Pensionsverpflichtungen wurden gutachterlich unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens bewertet und damit mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Dabei wurden die Richttafeln 2005 G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Für die Abzinsung der Firmenrenten ist der von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren zum 31. Oktober 2013 veröffentlichte Zinssatz von 4,90 % p. a. verwendet worden. Für die Übergangsgelder ehemaliger Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Purina wurde für die Abzinsung der von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren zum 30. November 2013 veröffentlichte Zinssatz von 4,89 % p. a. verwendet. Zukünftige Anpassungen der Versorgungsleistungen wurden durch einen Gehalts- und Rententrend von je 2,0 % p. a. berücksichtigt. Ein Fehlbetrag im Sinne von Art. 67 Abs. 2 EGHGB existiert nicht.
Die in der Nestle Rückdeckungskasse VVaG, Frankfurt am Main, rückgedeckten Direktzusagen sind leistungskongruent rückgedeckte Versorgungszusagen, die wie wertpapiergebundene Zusagen behandelt werden. Entsprechend sind die Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruches angesetzt, welcher mit dem steuerlichen Aktivwert übereinstimmt.
Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird. Langfristige Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen. Die Rückstellung für Lohn- und Gehaltszahlungen wird ratierlich ab dem Beginn der Aktivphase angesammelt, während die Rückstellung für Aufstockungsleistungen mit Vertragsabschluss gebildet wird. Die Bewertung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Barwert. Die Rückstellungen für den Restricted Stock Unit Plan werden ratierlich über den Erdienungszeitraum angesammelt. Der Bewertung liegt der Börsenkurs der Nestle S.A.-Aktien am Stichtag zu Grunde.
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt mit den Einstandskursen, soweit keine Kurssicherung erfolgt ist. Die zum Stichtag bilanzierten Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind vollumfänglich binnen Jahresfrist fällig und werden daher mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.
Bei der Nestle Deutschland Aktiengesellschaft werden seit 2005 auf Grundlage des Gesetzes über den Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen (Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz - TEHG) Emissionsrechte bilanziert. Die durch das Umweltbundesamt in Deutschland unentgeltlich ausgegebenen Emissionsrechte wurden zum Zeitpunkt der Eintragung in das Emissionshandelsregister mit dem Zeitwert unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen aktiviert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag werden, wenn erforderlich vorgenommen.
Für die Verpflichtungen aus Treibhausgasemissionen wurden Rückstellungen gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB in 2013 gebildet.
Finanzinstrumente
Die Nestlé Deutschland AG setzt zur teilweisen Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit (insbesondere Wechselkursen) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität -wie Devisentermingeschäfte--verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen und das interne Berichtswesen sowie die Funktionstrennung regeln.
Die Nominal- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente der Nestlé Deutschland AG stellen sich wie folgt dar:
| Nominalvolumen TEUR |
Marktwerte TEUR |
|
|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte | 125.288 | -1.194 |
Die Laufzeiten der Devisentermingeschäfte liegen unter einem Jahr.
Als Nominalvolumen eines derivativen Sicherungsgeschäftes wird die rechnerische Bezugsgröße bezeichnet, aus der sich die Zahlungen ableiten. Sicherungsgegenstand und Risiko sind nicht die Nominalwerte selbst, sondern nur die Preisänderungen (z. B. Wechselkursänderungen) bezogen auf die Nominalwerte.
Die Ermittlung der Marktwerte erfolgt auf Basis quotierter Marktpreise am Bilanzstichtag ohne Verrechnung mit etwaig gegenläufigen Wertentwicklungen aus zu Grunde liegenden Grundgeschäften.
Der Marktwert entspricht dem Betrag, den die Nestle Deutschland Aktiengesellschaft bei vorzeitiger Auflösung des Sicherungsgeschäfts über die Nominalwerte hinaus zu bezahlen (-) oder zu bekommen (+) hätte.
Für drohende Verluste aus diesen Geschäften wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 1.730 (i. Vj. TEUR 1.307) gebildet.
Zum 31. Dezember 2013 wurden bilanzielle Bewertungseinheiten gebildet, die offene Einkaufskontrakte an Kaffee und Kakao mit Lieferterminen von März bis Dezember 2014 betreffen. Zur Absicherung der Preisrisiken wurden Mikro-Hedges gebildet. Daraus resultieren zum Stichtag die nachfolgenden Effekte:
| Menge t | Transaktionsvolumen TEUR |
Positiver Marktwert TEUR |
Negativer Marktwert TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Kaffee | 34.418 | 49.240 | 814 | -3.491 |
| Kakao | 34.800 | 69.081 | 2.931 | -861 |
Zur bilanziellen Abbildung von Bewertungseinheiten verwendet die Gesellschaft die Einfrierungsmethode.
C. Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.
Im Anlagevermögen wurden außerplanmäßige Abschreibungen in folgender Höhe vorgenommen:
| 2013 TEUR |
2012 TEUR |
|
|---|---|---|
| § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB | 6.278 | 185 |
Die außerplanmäßigen Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB resultieren aus Abschreibungen auf den Maschinenbestand der Werke Biesenhofen (TEUR 1.602), Osthofen (TEUR 387) sowie aus Maschinenbestand und Gebäude des Werkes Conow (TEUR 3.102). Des Weiteren beinhalten sie Abschreibungen auf alle Standorte der Maggi Kochstudio Treffs in Höhe von TEUR 1.187.
Finanzanlagen
An den nachstehenden Unternehmen hält die Nestlé Deutschland AG mindestens 50 % der Anteile am Kapital:
Direkte Beteiligungen über 50 %
| Unternehmen | Sitz | Höhe des Anteils am Kapital in % |
Eigenkapital in TEUR |
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres in TEUR |
|---|---|---|---|---|
| ALI Nahrungs- und Genussmittel GmbH*1) | Frankfurt a. M. | 100 | 51 | 0 |
| Alpursa Lebensmittel GmbH*1) | Frankfurt a. M. | 100 | 51 | 0 |
| APONTI Vertriebsgesellschaft mbH*1) | Frankfurt a. M. | 100 | 26 | 0 |
| Benedict Lebensmittel GmbH*1) | Frankfurt a. M. | 100 | 26 | 0 |
| Bübchen-Werk Ewald Hermes Pharmazeutische Fabrik GmbH*1) | Soest | 100 | 26 | 0 |
| Erlenbacher Backwaren GmbH1) | Groß-Gerau | 100 | 2.582 | 0 |
| Gesuna Nahrungsmittel GmbH*1) | Euskirchen | 100 | 256 | 0 |
| HS Hanseatische Konsumgüter GmbH*1) | Hamburg | 100 | 26 | 0 |
| Herta GmbH*1) | Herten | 100 | 51 | 0 |
| Herta Produktions GmbH*1) | Herten | 100 | 25 | 0 |
| MAGGI GmbH*1) | Singen | 100 | 51 | 0 |
| MAGGI Kochstudio Treff GmbH*1) | Frankfurt a. M. | 100 | 102 | 0 |
| Milasan GmbH*1) | Maliß | 100 | 26 | 0 |
| Nespresso Deutschland GmbH*1) | Düsseldorf | 100 | 25 | 0 |
| Nestle GLOBE Center Europe GmbH*1) | Frankfurt a. M. | 100 | 30 | 0 |
| Nestle Healthcare Nutrition GmbH*1) | Frankfurt a. M. | 100 | 25 | 0 |
| Nestle Kaffee & Schokoladen GmbH*1) (ehem. Nestle Erzeugnisse GmbH) | Frankfurt a. M. | 100 | 52 | 0 |
| Nestle Nutrition GmbH*1) | Frankfurt a. M. | 100 | 52 | 0 |
| Nestle Professional GmbH*1) | Frankfurt a. M. | 100 | 520 | 0 |
| Nestle Purina PetCare Deutschland GmbH*1) | Euskirchen | 100 | 30 | 0 |
| Nestle Verbraucher-Service GmbH*1) | Frankfurt a. M. | 100 | 26 | 0 |
| Nestle Versorgungskasse GmbH | Frankfurt a. M. | 100 | 60 | 0 |
| Nestle Wagner GmbH*1) | Nonnweiler | 100 | 25 | 0 |
| Nestle WCO GmbH*1) | Malliß-Conow | 100 | 25 | 0 |
| PowerBar Europe GmbH*1) | München | 100 | 25 | 0 |
| "SCHOKO" Schokoladen- und Süßwaren GmbH*1) | Frankfurt a. M. | 100 | 26 | 0 |
| Vitaflo Pharma GmbH | Bad Homburg | 100 | 150 | 834 |
| Westfälische Fleischwaren Vogt GmbH*1) | Herten | 100 | 26 | 0 |
Indirekte Beteiligungen über 50 %
| Unternehmen | Sitz | Höhe des Anteils am Kapital in % |
Eigenkapital in TEUR |
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres in TEUR |
|---|---|---|---|---|
| Confitesse Backwaren Vertrieb GmbH2) | Troisdorf | 100 | 26 | 0 |
* Betriebsführungs- oder Namenslizenzgesellschaften, Tätigkeit ausschließlich für Rechnung des Mutterunternehmens ohne eigene wirtschaftliche Ergebnisse (teilweise mit eigenem Personal)
1) Gesellschaften mit Gewinnabführungsvertrag
2) Gesellschaft hat einen Gewinnabführungsvertrag mit der Erlenbacher Backwaren GmbH, die wiederum einen Gewinnabführungsvertrag mit der Nestlé Deutschland AG hat
An den folgenden Unternehmen hält die Nestlé Deutschland AG zwischen 20 % und 50 % der Anteile am Kapital:
Direkte Beteiligungen zwischen 20 % und 50 %
| Unternehmen | Sitz | Höhe des Anteils am Kapital in % |
|---|---|---|
| Alois Dallmayr Kaffee OHG | München | 25 |
| C.P.D. Cereal Partners Deutschland GmbH & Co. OHG | Frankfurt a. M. | 50 |
| C.P.D. Cereal Partners Deutschland Verwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt a. M. | 50 |
| Cremilk GmbH | Kappeln | 25 |
| Nestle Food LLC | Moskau / Russland | 35 |
| Nestle Kuban LLC | Timashevsk / Russland | 33 |
Auf die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses der Unternehmen, an denen eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligung zwischen 20 % und 50 % besteht, wird gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 und 2 HGB verzichtet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| bis 1 Jahr TEUR |
über 1 Jahr TEUR |
gesamt 31.12.2013 TEUR |
gesamt 31.12.2012 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 320.708 | 146 | 320.854 | 281.506 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen* | 238.625 | 0 | 238.625 | 148.111 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht** | 50.401 | 800 | 51.201 | 28.734 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 57.651 | 10.258 | 67.909 | 53.726 |
| Summe | 667.385 | 11.204 | 678.589 | 512.077 |
* die Forderungen resultieren aus Verrechnungsverkehr, inklusive Ergebnisabführung, davon gegen die Gesellschafterin TEUR 46.961 (i. Vj. TEUR 12.280)
** davon sonstige Forderungen TEUR 48.209 (i. Vj. TEUR 25.161), die übrigen Forderungen resultieren aus Lieferungen und Leistungen
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 8.381.382 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen. Mit der Nestle S.A., Cham und Vevey (Schweiz), wurde am 23./28. Dezember 1987 ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen, der nach Zustimmung durch die Hauptversammlung und Eintragung im Handelsregister seit dem 26. Januar 1989 wirksam ist.
Mit der Nestle Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, wurde am 30. Mai 2001 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, der nach Zustimmung durch die Hauptversammlung und Eintragung im Handelsregister am 11. September 2001 wirksam wurde. In 2002 wurde ein so genanntes Squeeze-Out nach §§ 327a ff. AktG durchgeführt.
Hinsichtlich der angemessenen Höhe der Barabfindungen laufen derzeit Spruchstellenverfahren.
Gewinnrücklagen
Die gesetzliche Rücklage mit TEUR 21.427 und die anderen Gewinnrücklagen mit TEUR 2.778 blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert.
Rückstellungen
Die Zuführungen zu der Pensionsrückstellungen im Geschäftsjahr entfallen mit TEUR 1.023 auf die laufende Aufzinsung der bestehenden Anwartschaften sowie mit TEUR 321 auf die im Geschäftsjahr erworbenen Anwartschaften.
Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt TEUR 21.998. Davon wurden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von TEUR 14.310 mit korrespondierendem Deckungsvermögen verrechnet. Die Bewertung dieses verrechneten Sondervermögens erfolgte zu beizulegenden Zeitwerten. Die ursprünglichen Anschaffungskosten betrugen TEUR 12.564.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:
| 31.12.2013 TEUR |
31.12.2012 TEUR |
|
|---|---|---|
| Rückvergütungen, Werbekosten und sonstige Verpflichtungen | 171.679 | 139.814 |
| Rückstellungen aus dem Personalbereich | 34.006 | 32.833 |
| Ausstehende Rechnungen | 28.973 | 18.720 |
| Umstrukturierungen, Sozialpläne und Abfindungen | 12.494 | 15.562 |
| Restricted Stock Unit Plan | 7.324 | 7.721 |
| Sanierungs- und Instandhaltungsaufwendungen | 6.403 | 6.363 |
| Prozesskosten | 4.068 | 3.741 |
| Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften | 3.361 | 3.238 |
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:
| bis 1 Jahr TEUR |
1 bis 5 Jahre TEUR |
über 5 Jahre TEUR |
gesamt 31.12.2013 TEUR |
gesamt 31.12.2012 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 257 | 0 | 0 | 257 | 812 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 282.762 | 0 | 0 | 282.762 | 197.816 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen* | 789.579 | 86 | 709 | 790.374 | 839.055 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 266 | 0 | 0 | 266 | 1.029 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 15.382 | 2.345 | 435 | 18.162 | 16.593 |
| Summe | 1.088.246 | 2.431 | 1.144 | 1.091.821 | 1.055.305 |
* davon aus Cash Pooling mit Muttergesellschaft TEUR 644.721 (i. Vj. TEUR 499.259); die übrigen Verbindlichkeiten resultieren aus dem Verrechnungsverkehr, wovon TEUR 6.717 (i. Vj. 188.460) gegenüber der Muttergesellschaft bestehen.
Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen
Die Nestlé Deutschland AG gewährleistet zusammen mit den übrigen Trägern der Nestle Pensionskasse VVaG, Frankfurt am Main, der Nestle Versorgungskasse GmbH, Frankfurt am Main, und der Nestle Pensionsfonds AG, Frankfurt am Main, die ausreichende Finanzierung der satzungsmäßigen Leistungen dieser Versorgungseinrichtungen. Derzeit sind keine Tatsachen bekannt, die auf eine Inanspruchnahme aus den vorgenannten Haftungsverhältnissen schließen lassen.
| Haftungsverhältnisse | 31.12.2013 TEUR |
31.12.2012 TEUR |
|---|---|---|
| Bürgschaften | 12.755 | 12.044 |
| bis 1 Jahr TEUR |
1 bis 5 Jahre TEUR |
über 5 Jahre TEUR |
Gesamt 31.12.2013 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | ||||
| Verpflichtungen aus überwiegend jährlich kündbaren Mietverträgen | 13.415 | 39.111 | 10.042 | 62.568 |
| Verpflichtungen aus Leasingverträgen | 8.056 | 13.641 | 118 | 21.815 |
| Verpflichtungen aus Investitionen (Bestellobligo) | 24.699 | 0 | 0 | 24.699 |
| Verpflichtungen aus Vorratsbeschaffungen (Bestellobligo) | 282.255 | 0 | 0 | 282.255 |
| Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen | 328.425 | 52.752 | 10.160 | 391.337 |
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Aufgliederung nach Produktgruppen:
| 2013 TEUR |
Anteil % |
2012 TEUR |
Anteil % |
|
|---|---|---|---|---|
| Fertiggerichte und Produkte für die Küche | 1.282.910 | 39,8 | 977.156 | 35,2 |
| Getränke | 775.147 | 24,1 | 717.016 | 25,8 |
| Milch- und Diätetikprodukte | 422.327 | 13,1 | 391.896 | 14,1 |
| Schokolade und Süßwaren | 334.842 | 10,4 | 325.606 | 11,7 |
| Produkte für Heimtiere | 306.329 | 9,5 | 273.027 | 9,8 |
| Sonstiges | 98.983 | 3,1 | 95.556 | 3,4 |
| Summe | 3.220.538 | 100,0 | 2.780.257 | 100,0 |
| -- davon Export -- | 774.497 | 661.092 |
Sonstige betriebliche Erträge / periodenfremde Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 6.818 (i. Vj. TEUR 9.818).
Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 30.141 (i. Vj. TEUR 41.742). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 20.528 (i. Vj. TEUR 26.627) und aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens in Höhe von TEUR 9.575 (i. Vj. TEUR 13.571).
Aus der Auflösung eines Sonderpostens mit Rücklageanteil sind Erträge in Höhe von TEUR 234 enthalten.
In den Aufwendungen aus Steuern sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 41 verrechnet.
Sonstige betriebliche Aufwendungen / periodenfremde Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 7.326 (i. Vj. TEUR 7.072).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.322 (i. Vj. TEUR 953), die überwiegend aus dem Abgang von Sachanlagevermögen resultieren.
Von den Aufwendungen aus sonstigen Steuern (TEUR 1.365) sind TEUR 272 periodenfremd.
Zinsergebnis
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten mit TEUR 3.595 Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen.
In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen wurden die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen von TEUR 2.161 mit den Erträgen aus dem Sondervermögen Pension Trust von TEUR 803 verrechnet.
Außerordentlicher Aufwand
Der außerordentliche Aufwand resultiert aus den Verschmelzungen der Wagner Tiefkühlprodukte GmbH und der Neutralis Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH sowie der Anwachsung der BONITAS Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Weiding KG auf die Nestlé Deutschland AG.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Mit der Nestle Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, besteht eine gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft.
Jahresergebnis vor Verlustausgleich
Das Jahresergebnis vor Verlustausgleich durch die Nestle Unternehmungen Deutschland GmbH beträgt TEUR 23.042.
E. Sonstige Angaben
Mitarbeiter
| 2013 Anzahl | 2012 Anzahl | |
|---|---|---|
| Arbeitnehmer (Jahresdurchschnitt) | ||
| Arbeiter | 2.974 | 2.962 |
| Angestellte | 2.670 | 2.654 |
| Auszubildende | 222 | 215 |
| Summe | 5.866 | 5.831 |
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen
Innerhalb des weltweiten Nestle-Konzerns werden Warenlieferungen im Verbundbereich zu Preisen gemäß der von Nestle S.A. vorgegebenen Transferpreisrichtlinie verrechnet.
Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands
Die Vergütungen an den Aufsichtsrat belaufen sich auf TEUR 193, die Gesamtbezüge des Vorstands auf TEUR 2.069.
Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen betragen TEUR 331. Für diesen Personenkreis bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 3.995.
Honorar des Abschlussprüfers
Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer, das im Berichtsjahr als Aufwand erfasst wurde, beträgt TEUR 1.463 und entfällt mit TEUR 1.376 auf Abschlussprüfungsleistungen sowie mit TEUR 87 auf sonstige Bestätigungsleistungen.
Mitglieder des Aufsichtsrats
Dr. h.c. Helmut O. MAUCHER
Ehrenvorsitzender
Ehrenpräsident des Verwaltungsrats der Nestlé S.A.,
Cham und Vevey (Schweiz)
Professor Dr. Werner BAUER
Vorsitzender
Generaldirektor, Nestlé S.A.,
Cham und Vevey (Schweiz)
Thomas GAUGER*
Stellvertretender Vorsitzender
Landesbezirksvorsitzender Nordrhein-Westfalen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten,
Düsseldorf
Dr. Rainer SAELZLE
Stellvertretender Vorsitzender
Ehem. Vorstandsmitglied der Nestlé Deutschland AG,
Friedrichsdorf
Hans-Dieter BISCHOF
Ehemaliges Vorstandsmitglied der Nestlé Deutschland AG,
Budenheim
Reiner EICH*
Betriebsratsvorsitzender der Zentrale der Nestlé Deutschland AG,
Frankfurt am Main
Susanne FERSCHL*
Betriebsratsvorsitzende Werk Biessenhofen und Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Nestlé Deutschland AG,
Kaufbeuren
Anette HARES
Ehemalige geschäftsführende Gesellschafterin der Wagner Tiefkühlprodukte GmbH,
Nonnweiler
Dr. Steffen JUST
Chief Compliance Officer der Nestlé Deutschland AG,
Frankfurt am Main
Prof. Dr. Renate KÖCHER
Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach,
Konstanz
Thomas KRAUSE*
Betriebsratsvorsitzender Chocoladenwerk Hamburg,
Schwarzenbek
Prof. Dr. Mathias MÜLLER
Geschäftsführender Gesellschafter IWB Dr. Müller Immobilienwirtschaftliche Beratung GmbH,
Hofheim
Karl-Heinz RINGEL
Ehem. Vorstandsmitglied der Nestlé Deutschland AG,
Wiesbaden
Peter SCHMIDT
Stellv. Landesbezirksvorsitzender Gewerkschaft NGG,
Kempten
Beatrix SONNENSCHEIN*
Betriebsratsvorsitzende Werk Maggi,
Singen
Antje WILLEMS-STICKEL
Geschäftsführende Gesellschafterin der Creme 21 GmbH,
Bad Homburg v.d.H.
Andreas ZORN*
Betriebsratsvorsitzender Werk Neuss der Nestlé Deutschland AG,
Neuss
* Arbeitnehmervertreter
Mitglieder des Vorstands
Gerhard BERSSENBRÜGGE, Diplom-Kaufmann
Vorsitzender
Peter HADASCH, Rechtsanwalt
Vorstand Personal
Hubert STÜCKE, Diplom-Kaufmann
Vorstand Finanzen und Controlling
Michael ULRICH, Diplom-Ingenieur
Vorstand Technik
Gewinnverwendung
Seit 2001 besteht mit der Nestle Unternehmungen Deutschland GmbH ein Gewinnabführungsvertrag, der auch zum vollständigen Verlustausgleich verpflichtet.
Frankfurt am Main, den 5. Mai 2014
Nestle Deutschland Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Nestle Deutschland Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Nestle Deutschland Aktiengesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 5. Mai 2014
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Vogler, Wirtschaftsprüfer
Hofmann, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand im Jahre 2013 regelmäßig über die Lage des Unternehmens sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Es fanden im Berichtsjahr zwei Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Die Abschlussprüfer haben an der bilanzfeststellenden Sitzung des Aufsichtsrats teilgenommen.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2013 sind von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Von dem Ergebnis der Abschlussprüfung hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat ebenfalls den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft und ist hierbei zu dem abschließenden Ergebnis gelangt, dass Einwendungen hiergegen nicht zu erheben sind und er den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss billigt. Dieser ist damit festgestellt.
Die Nestlé Deutschland AG gehört als Teilkonzern zum Konzernkreis der Nestle S.A., Cham und Vevey (Schweiz), und ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes gemäß § 292 Abs. 1 HGB befreit. Der Konzernabschluss der Nestle S.A., der nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) aufgestellt ist, wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.
Der Aufsichtsrat
Herten, den 23. Mai 2014
Prof. Dr. Werner Bauer, Vorsitzender