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Nestlé AG Management Reports 2011

Jan 25, 2013

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Management Reports

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Publication

Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld

Die Schulden- und Vertrauenskrise in Europa hat das Wirtschaftsklima in Deutschland 2011 zunehmend belastet. Die Wachstumskräfte, die die Erholungsphase der vergangenen zwei Jahre prägten, klangen zum Jahresende bereits aus und wurden zunehmend von den finanzpolitischen Unsicherheiten in Europa überlagert. Zum Jahresende ließ die Wachstumsdynamik bei Investitionen und Konsum bereits spürbar nach. Dennoch haben Wirtschaftswachstum und Konsum noch vergleichsweise kräftig zugelegt, gestützt von anhaltend niedrigen Zinsen (Ausrüstungsinvestitionen) und unverändert positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt (Konsumnachfrage).

Die niedrige Arbeitslosigkeit und die positive Entwicklung der verfügbaren Einkommen infolge höherer Lohnabschlüsse haben die private Konsumnachfrage 2011 gestützt. Der private Konsum hat damit wesentlich zum Wachstum in Deutschland beigetragen.

Auch in 2011 haben die hohen Preise für Energie und Lebensmittelrohstoffe Verbraucher und Lebensmittelbranche belastet. Mit +2,9 % stiegen die Verbraucherpreise für Lebensmittel deutlich überdurchschnittlich an. Kostentreiber bei Nahrungsmitteln waren insbesondere pflanzliche Fette, Getreideerzeugnisse, Kaffee, milchbasierte und tierische Rohstoffe sowie auf der Vorlieferstufe Futtermittel.

Der Umsatz der Lebensmittelbranche hat 2011 nominal zwar deutlich zugelegt. Insgesamt ist das nominelle Umsatzwachstum der Branche 2011 aber überwiegend auf Preisanpassungen infolge der gestiegenen Rohstoffkosten zurückzuführen. Real hat die Branche nur ein geringes Wachstum im Inland erreichen können.

Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse unseres Unternehmens weisen im Jahr 2011 ein Wachstum von 6,2 % auf. Die Entwicklung in den einzelnen Produktgruppen stellt sich allerdings unterschiedlich dar. Der Umsatzzuwachs war durch ein starkes Exportwachstum von 10,8 % gestützt, während das Inlandsgeschäft um 4,9 % wuchs. Das Wachstum ist allerdings auch durch Preiserhöhungen geprägt gewesen, die auf Grund des starken Anstiegs von Rohstoffpreisen notwendig waren.

Das stärkste Umsatzwachstum zeigt mit 23,2 % die Produktgruppe Getränke, weiterhin gestützt auf das erfolgreiche (Kaffee-) Kapselsystem Dolce Gusto sowie den weiterhin stark wachsenden Geschäftsbereich Nespresso. Ebenso konnte der Export an verbundene Unternehmen wieder kräftig wachsen.

Die Produktgruppe Milch- und Diätetikprodukte konnte trotz eines rückläufigen Inlandsgeschäfts, nicht zuletzt auf Grund des fortgesetzten Geburtenrückgangs, durch ein steigendes Exportvolumen an verbundene Unternehmen ein Umsatzwachstum von 2,0 % erzielt werden.

Bei den Fertiggerichten und Produkten für die Küche ergibt sich ein Umsatzwachstum von 0,9 %. Der Geschäftsbereich Kulinarik, der diese Produktgruppe prägt, entwickelte sich sowohl im Inland als auch im Export positiv.

Der Umsatz mit Produkten für Heimtiere ist um 6,7 % deutlich gewachsen. Ein weiteres Wachstum im Inland durch eine weitere Fokussierung auf Markenprodukte konnte deutliche Exportrückgänge an verbundene Unternehmen mehr als kompensieren.

Die Produktgruppe Schokoladen- und Süßwarenprodukte weist einen Umsatzzuwachs von 0,9 % auf. Ein positives Wachstum im Inland konnte den Exportrückgang an verbundene Unternehmen mehr als ausgleichen.

Unter der Produktgruppe "Sonstige" werden die Umsatzerlöse im Bereich der Sportlernahrung unter der Marke PowerBar, der Pflegeprodukte unter der Marke Bübchen sowie Umsatzerlöse mit Accessoires im Geschäftsbereich Nespresso zusammengefasst, die ein Wachstum von 4,0 % erreichten.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Anteile der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft liegen zu 100 % bei der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, die wiederum zum Konzern Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), gehört.

Das operative Geschäft eines Großteils der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft wird durch das Zonenmanagement Europa der obersten Muttergesellschaft, Nestlé S.A., gesteuert. Neben einigen Teilbereichen der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft gehören zur "Berichtseinheit Deutschland" noch weitere Aktivitäten, wie das deutsche Eiscreme- und Tiefkühlkostgeschäft; andere Teilbereiche wie das Tiernahrungsgeschäft oder Nespresso gehören dagegen nicht zu dieser Berichtseinheit. Die Steuerung erfolgt auf Basis der Zahlen nach International Financial Reporting Standards ("IFRS") unter Berücksichtigung der "Nestlé Accounting Guidelines".

Das Zonenmanagement Europa gibt am Ende eines Geschäftsjahres der "Berichtseinheit Deutschland" die im kommenden Geschäftsjahr zu erreichenden Ziele vor. Insbesondere sind diese:

RIG (Real Internal Growth)
OG (Organic Growth)
EBIT (Earnings before Interest and Taxes)
SoM (Share of Market)

Die "Berichtseinheit Deutschland" hat in 2011 vor dem Hintergrund der allgemeinen Finanzkrise die oben genannten Ziele nicht vollständig erreichen können. Da die "Berichtseinheit Deutschland" zwar zu einem großen Teil mit dem Umfang der Nestlé Deutschland AG übereinstimmt, aber nicht vollständig deckungsgleich ist und die Werte gemäß IFRS ermittelt werden, verzichten wir an dieser Stelle auf die Angabe konkreter Kennzahlen.

Ertragslage

Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung beträgt nach Ablauf des Geschäftsjahres 2011 225,2 Millionen Euro (im Vj. 115,8 Millionen Euro); das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf 223,8 Millionen Euro (im Vj. 118,5 Millionen Euro).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 11,6 Millionen Euro gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf Erträge aus der Veräußerung von Markenrechten innerhalb des Nestlé-Konzerns zurückzuführen, während entsprechend der Geschäftsentwicklung gesunkene Zuschüsse aus dem Nestlé-Konzern für den Betrieb eines Geschäftsbereiches gegenläufig wirkten.

Der Anteil des Materialaufwands am Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr auf 51,0 % (im Vj. 47,4 %) gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf deutlich gestiegene Rohstoffkosten zurückzuführen. Die erforderlichen Preiserhöhungen konnten im Laufe des Geschäftsjahres 2011 noch nicht in ausreichendem Umfang vorgenommen werden.

Der Anteil des Personalaufwands am Umsatz hat sich auf 12,5 % (im Vj. 13,9 %) reduziert. Der Effekt aus unterjährigen Gehaltssteigerungen in einer Bandbreite von 2,6 bis 4,1 % je nach Standort wird dadurch überlagert, dass im Vorjahr deutlich mehr Restrukturierungsaufwendungen sowie Aufwendungen auf Grund der Übertragung von Pensionsverpflichtungen auf die Nestlé Pensionsfonds AG, Biessenhofen, auszuweisen waren.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 52,6 Millionen Euro gesunken. Zum einen sind geringere Aufwendungen für Werbungen, Repräsentation und Verkaufsförderung und sonstige Verpflichtungen zu verzeichnen. Hinzu kommen im Wesentlichen geringere Aufwendungen für Beratung und sonstige Dienstleistungen, geprägt durch niedrigere Aufwendungen des Teilbereichs Herta für die Erstattung von Aufwendungen dessen Betriebsführungsgesellschaften, die im Vorjahr auf Grund von Restrukturierungsprojekten erhöht waren. Zudem haben sich die Transport- und Lagerkosten reduziert, was zu einem großen Teil aus dem Ankauf eines bisher angemieteten Distributionszentrums resultiert.

Das Beteiligungsergebnis liegt mit 69,7 Millionen Euro um 43,1 Millionen über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg ist insbesondere auf eine Beteiligung zurückzuführen, mit der ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen wurde, wodurch sich neben der Ausschüttung aus dem Vorjahr 2010 auch der phasengleich vereinnahmte Gewinn aus 2011 im Beteiligungsergebnis niederschlägt.

Das Finanzergebnis hat sich um 15,4 Millionen Euro von 10,9 Millionen Euro auf -4,5 Millionen Euro verschlechtert. Im Wesentlichen ist dies auf die im Vorjahr auszuweisende Aufzinsung von unverzinslichen Ausleihungen zurückzuführen, die im Jahr 2008 an die Nestlé Rückdeckungskasse VVaG, Frankfurt am Main, und die Nestlé Pensionskasse VVaG, Frankfurt am Main, gewährt worden waren.

Das außerordentliche Ergebnis im Vorjahr von -4,2 Millionen Euro war geprägt durch Effekte auf Grund der Umstellung der Rechnungslegung gemäß BilMoG und resultierte im Wesentlichen aus der per 01.01.2010 vorgenommenen Neubewertung von Pensionsrückstellungen. Aus einer abgeschlossenen Betriebsprüfung, die sich auf die Zeit vor der steuerlichen Organschaft der Nestlé Deutschland AG bezog, sowie aus geänderten Umsatzsteuererklärungen aus den Vorjahren ergab sich ein Steuerertrag von 1,3 Millionen Euro.

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Nestlé Deutschland AG hat sich um 196 Millionen Euro von 1.327 Millionen Euro auf 1.523 Millionen Euro erhöht.

Das Anlagevermögen hat sich um 103 Millionen Euro erhöht. Das Sachanlagevermögen wuchs um 131 Millionen Euro, was im Wesentlichen durch die Investition in neue Produktionsanlagen im Bereich der Kindernahrung sowie den Zugang von Grundstücken und Gebäuden durch die Anwachsung einer Immobilienobjektgesellschaft auf die Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft geprägt war. Diese Anwachsung führte folglich auch zu einem Rückgang bei den Finanzanlagen.

Das Umlaufvermögen ist um 93 Millionen Euro angestiegen, was in Höhe von 22 Millionen Euro auf höhere Forderungen gegen verbundene Unternehmen und in Höhe von 20 Millionen Euro auf höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen ist. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist vor allem durch die erstmalige Gewinnabführung einer Beteiligung geprägt.

Auf der Passivseite der Bilanz spiegelt sich die Erhöhung der Bilanzsumme um 196 Millionen Euro vor allem durch um 210 Millionen Euro höhere Verbindlichkeiten wider, denen um 17 Millionen Euro niedrigere Rückstellungen gegenüber stehen.

Die Anstieg der Verbindlichkeiten ist geprägt durch um 197 Millionen Euro höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, was hauptsächlich aus der erhöhten Gewinnabführung an die Muttergesellschaft und aus den vorgenommen Investitionen in Sachanlagen sowie aus der Anwachsung einer Immobilienobjektgesellschaft auf die Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft resultiert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 6 Millionen Euro.

Da die Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft an den Cash Pool (verzinsliche Verrechnungskonten) der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH angeschlossen ist, bestehen bei der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft keine wesentlichen Bankguthaben oder -verbindlichkeiten. Der sich bei der Gesellschaft ergebende Finanzbedarf wird im Rahmen einer Finanzierungsvereinbarung durch die Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH über den Cash Pool zur Verfügung gestellt. Der Cash Pool Saldo, der unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen wird, wird mit dem 1-Monats-Euribor zuzüglich 0,25 % bei Aufnahme und abzüglich 0,25 % bei Anlage verzinst und belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2011 auf rd. 432 Millionen Euro (im Vj. 319 Millionen Euro).

Forschung und Entwicklung

Die Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft greift bei der Entwicklung von Neuprodukten und neuen Produktionsverfahren auf das Know-how der international organisierten Nestlé Forschungsbereiche zurück.

Risikomanagement

Das Überwachungssystem zur Früherkennung von Risiken wurde weiterentwickelt. Die bedeutendsten Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, werden systematisch erfasst, und es werden Instrumente und Verantwortlichkeiten für ihre Beherrschung und notwendige Verbesserungen definiert. Es erfolgen eine regelmäßige Behandlung im Vorstand, Berichterstattung an den Aufsichtsrat sowie Prüfungen durch unsere Innenrevision.

Die Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft setzt zur teilweisen Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit (insbesondere Wechselkursen, aber auch Kaffee, Kakao sowie Energie) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität --wie Devisentermingeschäfte-- verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen und das interne Berichtswesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft.

Ausblick auf das Jahr 2012

Die andauernde Finanzkrise hat das Wirtschaftsklima für 2012 eingetrübt. Dämpfend wirken die schwächeren Exportaussichten in Folge der Haushaltskonsolidierung, die etwas gebremste Konsumnachfrage und ein erwarteter deutlicher Rückgang der Ausrüstungsinvestitionen. Die Stützungs- und Konsolidierungsmaßnahmen haben bislang aber soweit Erfolg gezeigt, dass ein drastischer Einbruch der Binnenkonjunktur weniger wahrscheinlich geworden ist. Die Binnenkonjunktur wirkt auf Grund der weiter positiven Lage am Arbeitsmarkt stabilisierend.

Während das Wachstum der Weltwirtschaft und insbesondere im Euroraum weiter zurückgehen, bleibt das Wachstum in Deutschland 2012 noch relativ stabil (bis +0,8 % real) getragen von der Konsumnachfrage (Prognose bis +0,8 % real). Die Nachfrage nach Investitionsgütern aus dem In- und Ausland dürfte aber im Jahresverlauf deutlich unter Druck geraten.

Die Lage am Arbeitsmarkt verschiebt sich wie im Vorjahr weiter zu Gunsten der Arbeitnehmer; der Mangel an Fachkräften dürfte sich zunehmend bemerkbar machen. Vergleichsweise hohe Lohnforderungen der Arbeitnehmer zu Beginn des Jahres lassen einen Anstieg der verfügbaren Einkommen in der Größenordnung von +2,7 % nominal erwarten.

Die Risiken im Finanzsektor und insbesondere in mehreren Staatshaushalten im Euro-Währungsverbund bestehen auch 2012 weiterhin.

Das Preisklima in Deutschland wird 2012 durch weiter steigende Energie- und Nahrungsmittelpreise geprägt. Wichtige Rohstoffe der Lebensmittelindustrie werden --dem mittelfristigen Trend folgend-- erwartungsgemäß weiter kräftige Preissteigerungen verzeichnen. Gleichzeitig schlagen sich die hohen Tarifabschlüsse auf der Kostenseite der Unternehmen nieder. Somit könnten die Verbraucherpreise in Deutschland um gut 2,3 % steigen. Die Nahrungsmittelpreise werden erwartungsgemäß weiter überdurchschnittlich steigen.

Für die Nahrungsmittelbranche ist für 2012 mit einem leichten realen und entsprechend höheren nominalen Wachstum zu rechnen; dabei dürften Preisanpassungen an gestiegene Kosten jedoch die Branche wesentlich prägen.

Unser Unternehmen will sich, seiner Strategie folgend, weiter auf sein Markenportfolio fokussieren. Daher legen wir auch im Herta-Geschäft den strategischen Fokus künftig auf das Markengeschäft.

Die Sprehe Unternehmensgruppe und die Herta GmbH haben im Convenience-Bereich mit Wurstwaren (Salami, Bratwürste, etc.) eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Diese schließt die Übernahme der Herta-Werke Berlin und Neuenkirchen sowie das Private Label- und Industrie-Geschäft in diesem Bereich mit allen bestehenden Kunden ein. Zudem sind die Übernahme der Marke Dörffler (Wurst-Konserven) in Lizenz, das Co-Packing von Herta-Produkten und ein fachlicher Austausch mit der Sprehe Geflügel- und Tiefkühlfeinkost Handels GmbH & Co. KG, Lorup, Teil der Vereinbarung.

Die Standorte Berlin und Neuenkirchen werden zum 1. Mai 2012 von der Sprehe Unternehmensgruppe übernommen und gemeinsam weiter entwickelt. Die Produktionskapazität liegt gegenwärtig bei jährlich je rund 6000 Tonnen. Die Sprehe Unternehmensgruppe wurde 1987 von den Brüdern Albert und Paul Sprehe gegründet und produziert heute an verschiedenen Standorten in Deutschland frische und tiefgekühlte Fleischwaren, Feinkost, Tiefkühlkost und Convenience Produkte sowie Produkte aus Hähnchen-, Puten- und Schweinefleisch.

Für das laufende Geschäftsjahr 2012 rechnen wir mit einem um die Desinvestition im Geschäftsbereich Herta bereinigten Umsatzwachstum oberhalb der normalen Bandbreite von 1-2 %, da wegen der gestiegenen Rohstoffkosten noch Preiserhöhungen umzusetzen sind. Wir werden auf der Kostenseite die Effizienzsteigerungsprojekte in Produktion, Einkauf, Verwaltung und Vertrieb fortsetzen, um ein profitables Wachstum zu sichern. Wir erwarten, beim Jahresergebnis mindestens das Niveau des Vorjahres erreichen zu können.

Ausblick auf das Jahr 2013

Die aktuellen Prognosen gehen für das Jahr 2013 von einer Rückkehr zum Wachstumskurs aus. Die Eurozone und weitere wichtige Absatzmärkte dürften 2013 wieder ein positives Wachstum erreichen. Entsprechend werden auch die deutschen Ausfuhren wieder stärker wachsen. Eine Zunahme des realen Bruttoinlandsproduktes in der Größenordnung um 1,5 bis 1,8 % --also leicht über dem Wachstumspotenzial-- erscheint derzeit möglich.

Weltweit und in Deutschland gehen auch 2013 vom notwendigen haushaltspolitischen Konsolidierungskurs noch dämpfende Impulse auf die Weltwirtschaft aus, allerdings in schwächerem Ausmaß. Eine zentrale Voraussetzung für die erwartete Rückkehr auf einen normalen Wachstumspfad ist jedoch die konsequente Bereinigung und Konsolidierung von Finanzsektor und Staatshaushalten. Angesichts des zunehmenden Widerstands in einem Teil der Risikostaaten ist der Erfolg mit erheblichen Unsicherheiten belastet.

Die Arbeitslosenquote dürfte 2013 weiter zurückgehen, mit entsprechend positiven Impulsen für den privaten Konsum. Mit der Stabilisierung der Wirtschaft in wichtigen Absatzregionen für deutsche Ausfuhren nehmen auch die Exporte weiter zu. Gleichzeitig ist auch mit einer erneuten Zunahme der inländischen Investitionstätigkeit zu rechnen, so dass die Wachstumskräfte --wenngleich mit moderaten Zuwachsraten-- auf einer breiten Basis stehen.

Für die Entwicklung der Energie- und weiteren Rohstoffpreise liegen zurzeit keine belastbaren Prognosen vor. Auszugehen ist mittelfristig von weiterhin hohen und tendenziell weiter steigenden Preisen für landwirtschaftliche Rohstoffe, was sich in den Preissteigerungsraten entsprechend niederschlagen wird. Mit der Belebung der Weltwirtschaft dürften auch die Energiepreise weiter steigen.

Für die Lebensmittelwirtschaft zeichnen sich für 2013 derzeit keine signifikanten Änderungen von realwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Wachstumsperspektiven ab. Das Tagesgeschäft und verbraucherpolitische Diskussionen dürften jedoch auch 2013 von Änderungen im regulatorischen Bereich geprägt sein, insbesondere hinsichtlich der Umsetzung europäischer Kennzeichnungsvorschriften.

Für 2013 gehen wir von einem nachhaltigen Umsatzwachstum in einer Bandbreite von 1-2 % gegenüber 2012 aus, sofern sich die Lage an den Rohstoffmärkten stabil zeigt. Zudem werden wir alle Anstrengungen unternehmen, um mit kontinuierlichen Verbesserungsprozessen eine nachhaltige Profitabilität zu sichern, und wiederum mindestens das Ergebnis des Geschäftsjahres 2011 zu erreichen.

Chancen und spezifische Risiken

Wichtige Herausforderungen für die Branche sind weiterhin die steigenden Rohstoffkosten und das zunehmende Bewusstsein der Verbraucher für Nachhaltigkeitsaspekte in den globalen Lieferketten. Dies ist auch vor dem Hintergrund der weltweit steigenden Nachfrage nach Agrarrohstoffen zu sehen und dem hiervon ausgehenden Druck auf Anbauflächen und resultierende Nutzungskonflikte zwischen Nahrung, energetischer Nutzung sowie Artenvielfalt. Zusätzlich verstärkt wird dies durch die angestrebte Ausweitung des Anteils erneuerbarer Energien an der deutschen Energieversorgung. Hier gilt es, zusätzlichen Druck auf den Anbau von Lebensmittelrohstoffen zu vermeiden.

Dies stellt zusätzliche Anforderungen an die Gestaltung globaler Wertschöpfungsketten, mit entsprechendem Investitionsbedarf in die Sicherung von Rohstoffversorgung und Nachhaltigkeit. Auch vor dem Hintergrund zunehmender Anforderungen der Verbraucher hinsichtlich Transparenz von Lieferketten stellt dies für die Branche eine Herausforderung dar, der sich die Unternehmen stellen müssen.

Eine zentrale Aufgabe der Lebensmittelwirtschaft in Deutschland bleibt die Bewältigung der Vertrauenskrise der Verbraucher. Dies fordert die Branche als Ganzes ebenso wie die einzelnen Unternehmen. Gleichzeitig ermöglichen und fordern Veränderungen im Kommunikationsverhalten der Verbraucher einen Dialog auf Augenhöhe, auch als Grundlage für Vertrauensbildung.

Unsere Chancen bestehen darin, dass wir durch weitere Produkt-Innovationen und Produkt-Renovationen zusätzliche Umsatzpotenziale erschließen, um dem angesichts des wirtschaftlichen Umfelds beschränkten Mengensteigerungspotenzial entgegenzuwirken. Dabei setzen wir auf ein wachsendes Ernährungs- und Gesundheitsbewusstsein unserer Verbraucher. Nutritionelle Aspekte und der Wellness Gedanke dienen bei unserer Produktentwicklung als Leitlinie.

Das Bundeskartellamt hat Verfahren gegen die Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft und deren Tochterunternehmen sowie Mitarbeiter eingeleitet. Der Vorstand stellte den Behörden alle erforderlichen Informationen zur Verfügung, um zur Aufklärung des Sachverhalts beizutragen. Die Gesellschaft hat die von ihr erwartete Zahlungsverpflichtung sowie die Kosten für Rechtsanwälte in den Rückstellungen erfasst.

Spezifische Risiken, die die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft in wesentlichem Umfang nachhaltig beeinflussen könnten, sind nicht ersichtlich.

Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, über die zu berichten wäre.

Frankfurt am Main, den 13. April 2012

Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft

Bilanz zum 31. Dezember 2011

Aktiva

31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.314 1.454
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 111.471 10.067
2. Technische Anlagen und Maschinen 152.758 63.430
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 58.097 53.398
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.887 346.213 87.904 214.799
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 331.239 359.719
2. Beteiligungen 9.564 9.564
3. Sonstige Ausleihungen 42.595 41.712
4. Sondervermögen Pension Trust 23.643 24.057
5. Genossenschaftsanteile 656 407.697 656 435.708
755.224 651.961
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 62.760 55.339
2. Unfertige Erzeugnisse 24.481 22.130
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 128.509 215.750 110.123 187.592
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 279.394 259.001
--davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 7 (i. Vj. TEUR 9)--
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 183.407 161.027
--davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 9.764 (i. Vj. TEUR 11.873)--
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 14.932 12.991
--davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 2.000 (i. Vj. TEUR 2.000)--
4. Sonstige Vermögensgegenstände 45.968 523.701 44.058 477.077
--davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 9.060 (i. Vj. TEUR 10.359)--
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 25.874 7.837
765.325 672.506
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.973 2.037
1.522.522 1.326.504
Passiva
31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 214.267 214.267
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 21.427 21.427
2. Andere Gewinnrücklagen 2.778 24.205 2.778 24.205
238.472 238.472
B. Sonderposten mit Rücklageanteil und für unentgeltlich ausgegebene Emissionsberechtigungen 1.180 124
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.083 11.806
2. Steuerrückstellungen 3.794 2.037
3. Sonstige Rückstellungen 251.669 267.209
264.546 281.052
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 106 644
--davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 106 (i. Vj. TEUR 644)--
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 170.770 164.526
--davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 170.770 (i. Vj. TEUR 164.526)--
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 825.004 628.078
--davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 824.919 (i. Vj. TEUR 627.992)--
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 402 1.116
--davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 402 (i. Vj. TEUR 1.116)--
5. Sonstige Verbindlichkeiten 20.142 11.602
--davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 15.966 (i. Vj. TEUR 9.999)--
--davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahre TEUR 1.712 (i. Vj. TEUR 682)--
--davon aus Steuern TEUR 4.870 (i. Vj. TEUR 6.875)--
--davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 1.490 (i. Vj. TEUR 2.176)--
1.016.424 805.966
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.900 890
1.522.522 1.326.504

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2011

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2011

TEUR
Zugänge des

Geschäftsjahres

TEUR
Verschmelzung

Anwachsung

Umgliederungen

TEUR
Abgänge des

Geschäftsjahres

TEUR
31.12.2011

TEUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.992 564 0 459 4.097
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.625 1.011 293.489 36 319.089
2. Technische Anlagen und Maschinen 748.313 37.930 84.395 9.659 860.979
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 310.575 27.583 3.074 21.138 320.094
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 88.184 23.135 -87.430 2 23.887
1.171.697 89.659 293.528 30.835 1.524.049
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 370.222 0 -28.480 0 341.742
2. Beteiligungen 9.564 0 0 0 9.564
3. Sonstige Ausleihungen 45.483 0 0 855 44.628
4. Sondervermögen Pension Trust 27.681 1.012 -1.285 0 27.408
5. Genossenschaftsanteile 656 0 0 0 656
453.606 1.012 -29.765 855 423.998
1.629.295 91.235 263.763 32.149 1.952.144
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2011

TEUR
Abschreibungen

des Geschäftsjahres

TEUR
Verschmelzung

Anwachsung

Umgliederungen

TEUR
Abgänge des Geschäftsjahres

TEUR
Zuschreibungen

TEUR
31.12.2011

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.538 704 0 459 0 2.783
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.558 1.485 191.610 35 0 207.618
2. Technische Anlagen und Maschinen 684.883 32.654 257 9.573 0 708.221
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 257.177 25.020 21 20.221 0 261.997
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 280 0 -278 2 0 0
956.898 59.159 191.610 29.831 0 1.177.836
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.503 0 0 0 0 10.503
2. Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 3.771 0 0 0 1.738 2.033
4. Sondervermögen Pension Trust 0 0 0 0 0 0
5. Genossenschaftsanteile 0 0 0 0 0 0
14.274 0 0 0 1.738 12.536
973.710 59.863 191.610 30.290 1.738 1.193.155
Verrechnung mit

Pensionsrückstellungen

31.12.2011

TEUR
Buchwerte
31.12.2011

TEUR
31.12.2010

TEUR
--- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 1.314 1.454
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 111.471 10.067
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 152.758 63.430
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 58.097 53.398
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 23.887 87.904
0 346.213 214.799
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 331.239 359.719
2. Beteiligungen 0 9.564 9.564
3. Sonstige Ausleihungen 0 42.595 41.712
4. Sondervermögen Pension Trust 3.765 23.643 24.057
5. Genossenschaftsanteile 0 656 656
3.765 407.697 435.708
3.765 755.224 651.961

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

2011 2010
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 2.747.335 2.587.119
2 Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5.710 3.245
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.817 4.569
4. Sonstige betriebliche Erträge 327.334 315.744
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.352.227 -1.186.431
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -48.432 -1.400.659 -39.052 -1.225.483
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -278.894 -274.788
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -64.338 -343.232 -84.046 -358.834
--davon für Altersversorgung TEUR 8.402 (i. Vj. TEUR 23.574)--
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -59.863 -71.751
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.120.855 -1.173.416
9. Erträge aus Beteiligungen 28.276 22.179
--davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 17.903 (i. Vj. TEUR 13.714)--
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 41.509 4.523
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.258 15.924
--davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 121 (i. Vj. TEUR 54)--
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -215
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme -51 -71
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -7.762 -5.057
--davon an verbundene Unternehmen TEUR 6.006 (i. Vj. TEUR 2.840)--
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 223.817 118.476
16. Außerordentliche Aufwendungen/Außerordentliches Ergebnis 0 -4.226
17. Erträge aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 628 1.491
18. Erträge aus sonstigen Steuern 719 32
19. Jahresergebnis vor Gewinnabführung 225.164 115.773
20. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -225.164 -115.773
21. Jahresüberschuss 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2011

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, zum 31. Dezember 2011 wird nach den Vorschriften des HGB und des AktG unter Anwendung der Vorschriften des BilMoG aufgestellt.

Die Form der Darstellung des Jahresabschlusses wurde beibehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft gehört als Teilkonzern zum Konzernkreis der Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), und ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes gemäß § 292 Abs. 1 HGB befreit. Hinsichtlich der Offenlegung macht die Gesellschaft von § 292 HGB Gebrauch. Der Konzernabschluss der Nestlé S.A., der nach IFRS-Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt ist, wird in der Schweiz offengelegt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert angewandt worden.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig nach der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die handels- und steuerrechtlich aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Die Zugänge zu den Sachanlagen werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden entweder nach der degressiven oder der linearen Methode ermittelt. Die Zugänge des beweglichen Sachanlagevermögens von 2001 bis 2005 werden entsprechend den steuerlichen Regelungen bei Anwendung der degressiven Abschreibungsmethode mit jährlich 20 % des Buchwertes der Anlagegegenstände abgeschrieben, während für Zugänge vor 2001 und in 2006 und 2007 ein Prozentsatz von 30 % angewandt wird. Auf die lineare Abschreibungsmethode wird übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Seit 2008 werden Zugänge grundsätzlich linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. In den Geschäftsjahren 2009 und davor wurden steuerliche Sonderabschreibungen auch im handelsrechtlichen Jahresabschluss vorgenommen. Im Hinblick auf Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB wurden diese auch nach Anwendung des BilMoG beibehalten. Geringwertige Anlagegüter werden im Zeitpunkt ihres Zugangs vollständig abgeschrieben. Die Grenze für die Betrachtung eines geringwertigen Anlagegutes liegt unverändert zum Vorjahr bei EUR 150,00.

Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Mit Vertrag vom 17. Mai 2011 erfolgten die Verschmelzung der Nestlé Unternehmungen GmbH &Co. Objekte Mobilien KG, Frankfurt am Main, rückwirkend zum 31. Dezember 2010 sowie mit Vertrag vom 1. Juli 2011 die Verschmelzung der Nestlé Unternehmungen GmbH &Co. Objekt Singen KG, Frankfurt am Main, rückwirkend zum 31. Dezember 2010, auf die Nestlé Deutschland AG, Frankfurt am Main. Weiterhin erfolgte mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 die Anwachsung der Fucatus Vermietungsgesellschaft mbH &Co. Objekte Mainz OHG, Mainz, auf die Nestlé Deutschland AG, Frankfurt am Main. Im Rahmen der im Geschäftsjahr erfolgten Verschmelzungen und Anwachsung wurden die Buchwerte der aufgenommenen Gesellschaften fortgeführt. Auf Grund der Verschmelzungen und Anwachsung stieg die Bilanzsumme der Gesellschaft an. Das Anlagevermögen stieg durch Zugänge aus Verschmelzungen und Anwachsung um TEUR 101.917 sowie finanzielle Verbindlichkeiten um TEUR 83.366. Gegenläufig wirkte der Abgang des Beteiligungsansatzes mit TEUR 28.372.

Die Ausleihungen werden, soweit sie unverzinslich oder unterverzinst sind, mit ihrem Barwert angesetzt. Die Abzinsung erfolgte analog dem Vorjahr mit den laufzeitkongruenten durchschnittlichen Marktzinssätzen zum 31. Dezember 2011, die von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht worden sind.

Das nicht verrechnete Sondervermögen Pension Trust entfällt auf Pensionsrückstellungen, die im Hinblick auf die zu Grunde liegenden Zusagen nicht von der Gesellschaft selbst, sondern von ihren Betriebsführungsgesellschaften bilanziert werden.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die Anschaffungskosten sind -mit Ausnahme von Rohkaffee sowie den Beständen der Geschäftsbereiche Herta und PowerBar- nach der Fifo-Methode ermittelt. Die Rohkaffeebestände sind nach der Lifo-Methode bewertet. Die Geschäftsbereiche Herta und PowerBar ermitteln die Anschaffungskosten nach der Durchschnittsmethode.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse, soweit sie Rohkaffeebestände enthalten, sind nach der Lifo-Methode bewertet. Die übrigen Bestände sind mit dem Durchschnittswert der Produktion angesetzt. Waren sind, mit Ausnahme der Bestände der Geschäftsbereiche Herta und PowerBar, nach der Fifo-Methode bewertet. Die Warenbestände der Geschäftsbereiche Herta und PowerBar sind mit dem Durchschnittswert angesetzt. Die Bewertungsunterschiede zu höheren Marktpreisen am Stichtag betragen für die nach der Lifo-Methode bewerteten Bestände TEUR 4.082, für die nach der Fifo-Methode bewerteten Bestände TEUR 527.

Die Vorräte werden mit den Herstellungs- bzw. den Anschaffungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten die Material-, Lohn- und Gemeinkosten der Werke, einschließlich aktivierungspflichtiger Abschreibungen, sowie alle mit der Herstellung in Zusammenhang stehenden Verwaltungskosten.

Von den Wertansätzen der Vorräte werden sowohl in Fällen verminderter Verwertbarkeit als auch bei gesunkenen Wiederbeschaffungskosten oder zur verlustfreien Bewertung erforderliche Wertabschläge vorgenommen.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelrisiken und das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Die Bewertung der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte mit dem Nennwert. Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgte zum Nominalwert.

Das auf DM 419.069.100,00 (EUR 214.266.628,49) lautende gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.

Die Pensionsverpflichtungen wurden gutachterlich unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens bewertet und damit mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Dabei wurden die Richttafeln 2005 G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Für die Abzinsung wurde der von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren zum 31. Oktober 2011 (beim Teilbereich Purina PetCare zum 30. November 2011) veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 5,13 % p.a. (beim Teilbereich Purina PetCare in Höhe von 5,14 % p.a.) verwendet. Zukünftige Anpassungen der Versorgungsleistungen wurden durch einen Gehalts- und Rententrend von je 2,0 % p.a. berücksichtigt. Ein Fehlbetrag im Sinne von Art. 67 Abs. 2 EGHGB existiert nicht.

Die in der Nestlé Rückdeckungskasse VVaG, Frankfurt am Main, rückgedeckten Direktzusagen sind leistungskongruent rückgedeckte Versorgungszusagen, die wie wertpapiergebundene Zusagen behandelt werden. Entsprechend sind die Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruches angesetzt, welcher mit dem steuerlichen Aktivwert übereinstimmt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verpflichtungen und wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird. Langfristige Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen. Die Rückstellung für Lohn- und Gehaltszahlungen wird ratierlich ab dem Beginn der Aktivphase angesammelt, während die Rückstellung für Aufstockungsleistungen mit Vertragsabschluss gebildet wird. Die Bewertung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Barwert. Die Rückstellungen für den Restricted Stock Unit Plan werden ratierlich über den Erdienungszeitraum angesammelt. Der Bewertung liegt der Börsenkurs der Nestlé S.A.-Aktien am Stichtag zu Grunde.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt mit den Einstandskursen, soweit keine Kurssicherung erfolgt ist. Die zum Stichtag bilanzierten Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind vollumfänglich binnen Jahresfrist fällig und werden daher mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Bei der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft werden seit 2005 auf Grundlage des Gesetzes über den Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen (Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz - TEHG) Emissionsrechte bilanziert. Die durch das Umweltbundesamt in Deutschland unentgeltlich ausgegebenen Emissionsrechte wurden zum Zeitpunkt der Eintragung in das Emissionshandelsregister mit dem Zeitwert unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen aktiviert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag wurden in erforderlichem Umfang vorgenommen.

Für die tatsächlichen Treibhausgasemissionen im Geschäftsjahr 2011 wurden Rückstellungen gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB sowie für die in 2011 nicht in Anspruch genommenen Emissionsrechte ein Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene Emissionsberechtigungen gebildet.

Finanzinstrumente

Die Nestlé Deutschland AG setzt zur teilweisen Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit (insbesondere Wechselkursen) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität -wie Devisentermingeschäfte - verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen und das interne Berichtswesen sowie die Funktionstrennung regeln.

Die Nominal- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente der Nestlé Deutschland AG stellen sich wie folgt dar:

Nominalvolumen

TEUR
Marktwerte

TEUR
Devisentermingeschäfte 95.777 5.662
Energieabsicherung 726 -34

Die Laufzeiten der Devisentermingeschäfte und der Energieabsicherung liegen unter einem Jahr.

Als so genanntes Nominalvolumen eines derivativen Sicherungsgeschäftes wird die rechnerische Bezugsgröße bezeichnet, aus der sich die Zahlungen ableiten. Sicherungsgegenstand und Risiko sind nicht die Nominalwerte selbst, sondern nur die Preisänderungen (z.B. Wechselkursänderungen) bezogen auf die Nominalwerte.

Die Ermittlung der Marktwerte erfolgt auf Basis quotierter Marktpreise am Bilanzstichtag ohne Verrechnung mit etwaig gegenläufigen Wertentwicklungen aus zu Grunde liegenden Grundgeschäften. Der Marktwert entspricht dem Betrag, den die Nestlé Deutschland AG bei vorzeitiger Auflösung des Sicherungsgeschäfts über die Nominalwerte hinaus zu bezahlen (-) oder zu bekommen (+) hätte.

Zum 31. Dezember 2011 wurden bilanzielle Bewertungseinheiten gebildet, die offene Einkaufskontrakte an Kaffee und Kakao mit Lieferterminen von März bis Dezember 2012 betreffen. Zur Absicherung der Preisrisiken wurden Mikro-Hedges gebildet. Daraus resultieren zum Stichtag die nachfolgenden Effekte:

Menge t Transaktionsvolumen

TEUR
Positiver Marktwert

TEUR
Negativer Marktwert

TEUR
Kaffee 15.573 37.815 2.216 8.413
Kakao 12.880 27.941 2.525 8.455

Für drohende Verluste aus diesen Geschäften wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 236 (i. Vj. TEUR 2.034) gebildet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Bestandteil der Bilanz dargestellt.

Im Anlagevermögen wurden außerplanmäßige Abschreibungen in folgender Höhe vorgenommen:

2011

TEUR
2010

TEUR
§ 253 Abs. 3 Satz 3 HGB 3.293 19.427

Die außerplanmäßigen Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB resultieren aus Abschreibungen für das zum Verkauf anstehende Werk des Teilbereichs Herta (TEUR 1.431) sowie aus Abschreibungen auf Sachanlagen von insgesamt TEUR 1.862.

Finanzanlagen

An den nachstehenden Unternehmen hält die Nestlé Deutschland AG mindestens 50 % der Anteile am Kapital: Direkte Beteiligungen über 50 %

Unternehmen Sitz Höhe des Anteils am Kapital

in %
Eigenkapital

in TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres

in TEUR
ACREDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Nestlé KG Düsseldorf 94 10 -54
ALI Nahrungs- und Genußmittel GmbH*1) Frankfurt a. M. 100 51 0
Alpursa Lebensmittel GmbH*1) Frankfurt a. M. 100 51 0
APONTI Vertriebsgesellschaft mbH*1) Frankfurt a. M. 100 26 0
Benedict Lebensmittel GmbH*1) Frankfurt a. M. 100 26 0
Bübchen-Werk Ewald Hermes Pharmazeutische Fabrik GmbH*1) Soest 100 26 0
Erlenbacher Backwaren GmbH1) Groß-Gerau 100 2.582 0
Gesuna Nahrungsmittel GmbH*1) Euskirchen 100 256 0
HS Hanseatische Konsumgüter GmbH*1) Hamburg 100 26 0
Herta GmbH*1) Herten 100 51 0
Herta Produktions GmbH*1) Herten 100 25 0
MAGGI GmbH*1) Singen 100 51 0
MAGGI Kochstudio Treff GmbH*1) Frankfurt a. M. 100 102 0
Milasan GmbH*1) Malliß 100 26 0
Nespresso Deutschland GmbH*1) Düsseldorf 100 25 0
Nestlé Kaffee &Schokoladen GmbH*1) (ehem. Nestlé Erzeugnisse GmbH) Frankfurt a. M. 100 52 0
Nestlé GLOBE Center Europe GmbH*1) Frankfurt a. M. 100 30 0
Nestlé HealthCare Nutrition GmbH*1) Frankfurt a. M. 100 25 0
Nestlé Nutrition GmbH*1) Frankfurt a. M. 100 52 0
Nestlé Professional GmbH*1) Frankfurt a. M. 100 520 0
Nestlé Purina PetCare Deutschland GmbH*1) Euskirchen 100 30 0
Nestlé Verbraucher-Service GmbH*1) Frankfurt a. M. 100 26 0
Nestlé Versorgungskasse GmbH Frankfurt a. M. 100 60 0
PowerBar Europe GmbH*1) München 100 25 0
"Schoko" Schokoladen- und Süßwaren GmbH*1) Frankfurt a. M. 100 26 0
Wagner Tiefkühlprodukte GmbH1) Nonnweiler 74 511 0
WCO Kinderkost GmbH Conow1) Conow 100 26 0
Westfälische Fleischwaren Vogt GmbH*1) Herten 100 26 0

Indirekte Beteiligungen über 50 %

Unternehmen Sitz Höhe des Anteils am Kapital

in %
Eigenkapital

in TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres

in TEUR
ACREDA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Conow KG Düsseldorf 94 10 -6
Confitesse Backwaren Vertrieb GmbH Troisdorf 100 26 2

* Betriebsführungs- oder Namenslizenzgesellschaften, Tätigkeit ausschließlich für Rechnung des Mutterunternehmens ohne eigene wirtschaftliche Ergebnisse (teilweise mit eigenem Personal)

1) Gesellschaften mit Gewinnabführungsvertrag

An den folgenden Unternehmen hält die Nestlé Deutschland AG zwischen 20 % und 50 % der Anteile am Kapital:

Direkte Beteiligungen zwischen 20 % und 50 %

Unternehmen Sitz Höhe des Anteils am Kapital

in %
Alois Dallmayr Kaffee OHG München 25
C.P.D. Cereal Partners Deutschland GmbH & Co. OHG Frankfurt a. M. 50
C.P.D. Cereal Partners Deutschland Verwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt a. M. 50
Cremilk GmbH Kappeln 25
Nestlé Food LLC Moskau / Russland 35

Auf die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses der Unternehmen, an denen eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligung zwischen 20 % und 50 % besteht, wird gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 und 2 HGB verzichtet.

Die wesentliche Veränderung der Anteile an verbundenen Unternehmen resultiert aus der Anwachsung der Fucatus Vermietungsgesellschaft mbH &Co. Objekt Mainz OHG, Düsseldorf, auf die Nestlé Deutschland AG, Frankfurt am Main, mit Wirkung zum 31. Dezember 2011.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

bis 1 Jahr

TEUR
über 1 Jahr

TEUR
gesamt

31.12.2011

TEUR
gesamt

31.12.2010

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 279.387 7 279.394 259.001
Forderungen gegen verbundene Unternehmen* 173.643 9.764 183.407 161.027
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht** 12.932 2.000 14.932 12.991
Sonstige Vermögensgegenstände 36.908 9.060 45.968 44.058
Summe 502.870 20.831 523.701 477.077

* davon Darlehen TEUR 12.098 (i. Vj. TEUR 12.276), davon Cash Pooling mit Tochtergesellschaft TEUR 2.978 (i. Vj.TEUR 3.207), die übrigen Forderungen resultieren aus Verrechnungsverkehr, davon gegen die Gesellschafterin TEUR 12.445 (i. Vj. TEUR 9.351)

** davon sonstige Forderungen TEUR 11.282 (i. Vj. TEUR 10.458), die übrigen Forderungen resultieren aus Lieferungen und Leistungen

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 8.381.382 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen.

Mit der Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), wurde am 23./28. Dezember 1987 ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen, der nach Zustimmung durch die Hauptversammlung und Eintragung im Handelsregister seit dem 26. Januar 1989 wirksam ist.

Mit der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, wurde am 30. Mai 2001 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, der nach Zustimmung durch die Hauptversammlung und Eintragung im Handelsregister am 11. September 2001 wirksam wurde. In 2002 wurde ein so genanntes Squeeze-Out nach §§ 327a ff. AktG durchgeführt.

Hinsichtlich der angemessenen Höhe der Barabfindungen laufen derzeit Spruchstellenverfahren.

Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage mit TEUR 21.427 und die anderen Gewinnrücklagen mit TEUR 2.778 blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Rückstellungen

Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen im Geschäftsjahr entfallen mit TEUR 849 auf die laufende Aufzinsung der bestehenden Anwartschaften sowie mit TEUR 290 auf die im Geschäftsjahr erdienten Anwartschaften.

Die Rückstellungen für das so genannte "Internationale Personal" wurden im Geschäftsjahr an die Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz) übertragen.

Es wurden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 3.765 mit korrespondierendem Deckungsvermögen verrechnet. Die Bewertung dieses verrechneten Sondervermögens erfolgte zu beizulegenden Zeitwerten. Ursprüngliche Anschaffungskosten betragen TEUR 3.433.

Im Geschäftsjahr wurden Erträge aus dem verrechneten Sondervermögen in Höhe von insgesamt TEUR 332 verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:

31.12.2011

TEUR
31.12.2010

TEUR
Rückvergütungen, Werbekosten und sonstige Verpflichtungen 152.232 148.348
Rückstellungen aus dem Personalbereich 38.669 35.100
Umstrukturierungen, Sozialpläne und Abfindungen 15.387 28.547
Restricted Stock Unit Plan 8.679 7.923
Sanierungs- und Instandhaltungsaufwendungen 6.261 6.956
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 2.128 3.281

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:

bis 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
gesamt

31.12.2011

TEUR
gesamt

31.12.2010

TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 106 0 0 106 644
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 170.770 0 0 170.770 164.526
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen* 824.919 85 0 825.004 628.078
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht** 402 0 0 402 1.116
Sonstige Verbindlichkeiten 15.966 2.464 1.712 20.142 11.602
Summe 1.012.163 2.549 1.712 1.016.424 805.966

* davon aus Cash Pooling mit Muttergesellschaft TEUR 432.183 (i. Vj. TEUR 361.611), die übrigen Verbindlichkeiten resultieren aus dem Verrechnungsverkehr; davon gegenüber der Muttergesellschaft TEUR 225.452 (i. Vj. TEUR 121.111)

** davon sonstige Verbindlichkeiten TEUR 4 (i. Vj. TEUR 4), die übrigen Verbindlichkeiten resultieren aus dem Verrechnungsverkehr

Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen

Die Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft gewährleistet zusammen mit den übrigen Trägern der Nestlé Pensionskasse VVaG, Frankfurt am Main, der Nestlé Versorgungskasse GmbH, Frankfurt am Main, und der Nestlé Pensionsfonds AG, Frankfurt am Main, die ausreichende Finanzierung der satzungsmäßigen Leistungen dieser Versorgungseinrichtungen.

Haftungsverhältnisse 31.12.2011

TEUR
31.12.2010

TEUR
Bürgschaften 6.837 2.780
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bis 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Gesamt 31.12.2011

TEUR
Verpflichtungen aus überwiegend jährlich kündbaren Mietverträgen 13.727 39.533 10.229 63.489
Verpflichtungen aus Leasingverträgen* 5.561 5.966 722 12.249
--davon gegenüber verbundenen Unternehmen--* 38 152 710 900
Verpflichtungen aus Investitionen (Bestellobligo) 31.911 0 0 31.911
Verpflichtungen aus Vorratsbeschaffungen (Bestellobligo) 324.968 0 0 324.968
Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen 376.167 45.499 10.951 432.617

* Für die Verpflichtungen aus Leasingverträgen, die im Wesentlichen gegenüber Gesellschaften aus dem Geschäftsbereich Schöller bestehen, wurde für die Darstellung ein Zeitraum mit gleichbleibenden Werten bis in das Jahr 2016 unterstellt.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Produktgruppen:

2011

TEUR
Anteil

%
2010

TEUR
Anteil

%
Getränke 643.341 23,4 522.306 20,2
Milch- und Diätetikprodukte 363.492 13,2 356.281 13,8
Fertiggerichte und Produkte für die Küche 1.064.963 38,8 1.055.545 40,8
Produkte für Heimtiere 256.209 9,3 240.060 9,3
Schokolade und Süßwaren 324.430 11,8 321.683 12,4
Sonstiges 94.900 3,5 91.244 3,5
Summe 2.747.335 100,0 2.587.119 100,0
--davon Export-- 624.250 563.418

Im Jahr 2011 stiegen die Umsatzerlöse um TEUR 160.216 bzw. 6,2 % auf TEUR 2.747.335 an. Das stärkste Umsatzwachstum zeigt mit 23,2 % die Produktgruppe Getränke, weiterhin gestützt auf das erfolgreiche (Kaffee-) Kapselsystem Dolce Gusto sowie den weiterhin stark wachsenden Geschäftsbereich Nespresso.

Sonstige betriebliche Erträge / periodenfremde Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 11.590 bzw. 3,7 % auf TEUR 327.334 gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Veräußerung der Marken "Spillers" aus dem Teilbereich Purina Petcare an die Société des Produits Nestlé S.A., Vevey (Schweiz).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erlöse aus Dienstleistungen (TEUR 203.462, i. Vj. TEUR 200.219), sonstigen Verkäufen und Leistungen, insbesondere aus IT-Leistungen (TEUR 46.978, i. Vj. TEUR 50.018), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 29.184, i. Vj. TEUR 31.740), aus dem Verkauf Marken "Spillers"" (TEUR 23.596, i. Vj. TEUR 0), Erträge aus Kostenweiterbelastungen des Geschäftsbereichs Nespresso (TEUR 11.216, i. Vj. TEUR 21.544) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung (TEUR 6.311, i. Vj. TEUR 5.641).

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 54.420 (i. Vj. TEUR 32.752). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 29.184 (i. Vj. TEUR 31.740) und aus dem Verkauf der Marken "Spillers" TEUR 23.596 (i. Vj. TEUR 0).

Die Erträge aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind in Höhe von TEUR 628 periodenfremd.

Sonstige betriebliche Aufwendungen / periodenfremde Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen hauptsächlich Aufwendungen für Werbung, Repräsentations- und Verkaufsförderungsmaßnahmen (TEUR 408.269; i. Vj. TEUR 442.477), Aufwendungen für Beratung und sonstige Dienstleistungen (TEUR 320.547; i. Vj. TEUR 349.128), Transport- und Lagerkosten (TEUR 79.790; i. Vj. TEUR 89.814), Lizenzaufwendungen sowie Aufwendungen aus Mieten, Pachten und Leasing (TEUR 49.847; i. Vj. TEUR 41.543) und entfallen mit TEUR 7.653 (i. Vj. TEUR 3.076) auf Aufwendungen aus der Währungsumrechnung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 736 (i. Vj. TEUR 1.231), die wie im Vorjahr vollständig aus dem Abgang von Sachanlagevermögen resultieren.

Mit den Erträgen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (TEUR 685) sind periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 57 verrechnet worden.

Zinsergebnis

Im Zinsergebnis sind aus Auf- und Abzinsungen Erträge in Höhe von TEUR 571 sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.143 enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Mit der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, besteht eine umsatz-, gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft.

Jahresergebnis vor Gewinnabführung

Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung an die Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH beträgt TEUR 225.164.

E. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Arbeitnehmer (Jahresdurchschnitt) 2011 Anzahl 2010 Anzahl
Arbeiter 2.916 2.898
Angestellte 2.537 2.445
Auszubildende 220 228
Summe 5.673 5.571

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen

Innerhalb des weltweiten Nestlé-Konzerns werden Warenlieferungen im Verbundbereich zu Preisen gemäß der von der Nestlé S.A. vorgegebenen Transferpreisrichtlinie verrechnet.

Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Vergütungen an den Aufsichtsrat belaufen sich auf TEUR 163, die Gesamtbezüge des Vorstands auf TEUR 2.633.

Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen betragen TEUR 254; für diesen Personenkreis bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.248.

Bezüge der Abschlussprüfer

Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer der Gesellschaft, das im Berichtsjahr als Aufwand erfasst wurde, beträgt TEUR 1.385 und entfällt mit TEUR 1.299 auf Abschlussprüfungsleistungen sowie mit TEUR 86 auf sonstige Bestätigungsleistungen.

Mitglieder des Aufsichtsrats

Dr. h.c. Helmut O. MAUCHER

Ehrenvorsitzender

Ehrenpräsident des Verwaltungsrats der Nestlé S.A.,

Cham und Vevey (Schweiz)

Professor Dr. Werner BAUER

Vorsitzender

Generaldirektor, Nestlé S.A.,

Cham und Vevey (Schweiz)

Thomas GAUGER*

Stellvertretender Vorsitzender

Landesbezirksvorsitzender Nordrhein-Westfalen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten,

Düsseldorf

Reiner EICH*

Betriebsratsvorsitzender der Zentrale der Nestlé Deutschland AG,

Frankfurt am Main

Susanne FERSCHL*

Betriebsratsvorsitzende Werk Biessenhofen und Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Nestlé Deutschland AG,

Biessenhofen

Peter HADASCH* (bis 1.11.2011)

Direktor Altersversorgung der Nestlé Deutschland AG,

Frankfurt am Main

Klaus HOFFMANN* (bis 10.01.2011)

Betriebsratsvorsitzender Werk Hamburg,

Hamburg

Dr. Joachim von HARBOU

Ehem. Vorstandsmitglied der Dresdner Bank AG,

Frankfurt am Main

Angelika JAHR-STILCKEN

Aufsichtsratsmitglied der Gruner + Jahr AG & Co. KG,

Hamburg

Dr. Steffen JUST* (ab 3.11.2011)

Chief Compliance Officer der Nestlé Deutschland AG,

Frankfurt am Main

Gerd MAIS*

Betriebsratsvorsitzender Werk Mainz der Nestlé Deutschland AG,

Mainz

Dr. Manfred NEKOLA

Ehem. Vice President und Technical Manager Zone Europe Nestec S.A., Vevey (Schweiz),

Heilbronn

Karl-Heinz RINGEL

Ehem. Vorstandsmitglied der Nestlé Deutschland AG, Frankfurt am Main,

Wiesbaden

Karsten ROTHE* (bis 30.09.2011)

Referatsleiter der Tarifabteilung der Gewerkschaft NGG,

Hamburg

Peter SCHMIDT* (ab 1.10.2011)

Stellv. Landesbezirksvorsitzender Gewerkschaft NGG,

Kempten

Dr. Rainer SAELZLE

Ehem. Vorstandsmitglied der Nestlé Deutschland AG, Frankfurt am Main,

Friedrichsdorf

Ralf STERK*

Sachbearbeiter "Industrielle Organisation" Werk Singen,

Singen

Hans-Joachim TONNELLIER

Vorsitzender des Vorstandes der Frankfurter Volksbank eG,

Frankfurt am Main

Antje WILLEMS-STICKEL

Geschäftsführerin der Creme 21 GmbH,

Bad Homburg

Andreas ZORN*

Betriebsratsvorsitzender Werk Neuss der Nestlé Deutschland AG,

Neuss

* Arbeitnehmervertreter

Mitglieder des Vorstands

Gerhard BERSSENBRÜGGE, Diplom-Kaufmann

Vorsitzender

Hans-Dieter BISCHOF, Diplom-Ingenieur (bis 31.12.2011)

Vorstand Technik

Paolo FAGNONI, Dottore in Economia e Commercio (bis 01.02.2012)

Vorstand Geschäftsbereich Maggi

Elke STRATHMANN, Diplom-Mathematikerin (bis 01.11.2011)

Vorstand Personal

Hubert STÜCKE, Diplom-Kaufmann

Vorstand Finanzen und Controlling

Michael ULRICH, Diplom-Ingenieur (ab 01.01.2012)

Vorstand Technik

Peter HADASCH, Rechtsanwalt (ab 18.11.2011)

Vorstand Personal

Gewinnverwendung

Seit 2001 besteht mit der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH ein Gewinnabführungsvertrag, der auch zum vollständigen Verlustausgleich verpflichtet.

Frankfurt am Main, den 13. April 2012

Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25. Mai 2012 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 13. April 2012

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Vogler Wirtschaftsprüfer

Vogelsang Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand im Jahre 2011 regelmäßig über die Lage des Unternehmens sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Es fanden im Berichtsjahr zwei Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Die Abschlussprüfer haben an der bilanzfeststellenden Sitzung des Aufsichtsrats teilgenommen.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2011 sind von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Von dem Ergebnis der Abschlussprüfung hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat ebenfalls den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft und ist hierbei zu dem abschließenden Ergebnis gelangt, dass Einwendungen hiergegen nicht zu erheben sind und er den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss billigt. Dieser ist damit festgestellt.

Die Nestlé Deutschland AG gehört als Teilkonzern zum Konzernkreis der Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), und ist von der Aufstellung eine Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes gemäß § 292 Abs. 1 HGB befreit. Der Konzernabschluss der Nestlé S.A., der nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) aufgestellt ist, wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Frankfurt, den 25. Mai 2012

Der Aufsichtsrat

Prof. Dr. Werner Bauer, Vorsitzender