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Nestlé AG Audit Report / Information 2022

Aug 10, 2023

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Audit Report / Information

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Publication

Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach §289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Düsseldorf, 31. März 2023

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Haas, Wirtschaftsprüfer

Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

TEUR TEUR 31.12.2021

TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 85 238
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 283.182 269.797
2. Technische Anlagen und Maschinen 147.536 168.344
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.914 33.440
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 75.274 39.418
541.906 510.999
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 115.470 113.857
2. Beteiligungen 356 356
3. Sonstige Ausleihungen 1.453 1.674
4. Sondervermögen Pension Trust 15.987 14.640
5. Genossenschaftsanteile 653 653
133.919 131.180
675.910 642.417
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 129.250 104.017
2. Unfertige Erzeugnisse 20.518 20.257
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 114.596 110.253
264.364 234.527
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 329.255 295.128
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 162.737 349.950
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 0 (i. Vj. TEUR 6)
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.828 2.063
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0)
4. Sonstige Vermögensgegenstände 44.609 48.375
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 21.554 (i. Vj. TEUR 19.775)
539.429 695.516
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 12.880 9.005
816.673 939.048
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.583 2.015
1.500.166 1.583.480
Passiva
TEUR TEUR 31.12.2021

TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 214.267 214.267
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 21.427 21.427
2. Andere Gewinnrücklagen 2.778 2.778
24.205 24.205
238.472 238.472
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 8.561 10.226
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 26.969 16.098
2. Steuerrückstellungen 0 113
3. Sonstige Rückstellungen 443.375 420.579
470.344 436.790
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25 5
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 25 (i. Vj. TEUR 5)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 353.128 306.614
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 353.128 (i. Vj. TEUR 306.614)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 406.710 573.555
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 406.710 (i. Vj. TEUR 573.555)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 21.908 16.463
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 21.668 (i. Vj. TEUR 16.233)
davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahre TEUR 175 (i. Vj. TEUR 180)
davon aus Steuern TEUR 6.547 (i. Vj. TEUR 6.656)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0)
781.771 896.637
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.018 1.355
1.500.166 1.583.480

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

TEUR TEUR 2021

TEUR
1. Umsatzerlöse 3.199.602 3.001.218
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 566 1.199
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.237 2.001
4. Sonstige betriebliche Erträge 261.245 350.136
3.462.650 3.354.554
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.810.036 -1.557.309
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -75.914 -63.714
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -264.452 -263.763
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -76.151 -62.372
davon für Altersversorgung TEUR 16.037 (Vj. TEUR 5.710)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -91.478 -95.066
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.047.772 -1.069.467
-3.365.803 -3.111.691
9. Erträge aus Beteiligungen 1.052 17.286
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 0 (Vj. TEUR 16.039)
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.210 54.864
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3 110
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.446 264
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen -31 -48
14. Aufwendungen aus Verlustübernahme -782 -280
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.550 -3.372
davon an verbundene Unternehmen TEUR 708 (Vj.TEUR 1.249)
1.348 68.824
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 -802
17. Ergebnis nach Steuern 98.195 310.885
18. Sonstige Steuern -1.913 -4.814
19. Jahresergebnis vor Ergebnisabführung 96.282 306.071
20. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn -96.282 -306.071
21. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben

Die Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft (im Weiteren kurz "Nestlé Deutschland AG") hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (HRB 28163).

Der Jahresabschluss der Nestlé Deutschland AG zum 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon Vermerke in diesem Anhang gemacht.

Die Gesellschaft gehört als Teilkonzern zum Konzernkreis der Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), und ist 2022 von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes gemäß § 292 Abs. 1 HGB befreit. Der Konzernabschluss der Nestlé S.A. (größter und kleinster Kreis), der nach IFRS-Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt ist, wird im Bundesanzeiger in deutscher Sprache offengelegt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig über drei Jahre nach der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die handels- und steuerrechtlich aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Die Zugänge zu den Sachanlagen werden ab dem Anschaffungszeitpunkt pro rata temporis abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt. Zugänge werden über folgende voraussichtliche Nutzungsdauern abgeschrieben:

Anlagenklasse Jahre
Gebäude 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 6 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 5 Jahre

Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen.

Die Grenze für die Betrachtung eines geringwertigen Wirtschaftsgutes liegt unverändert zum Vorjahr bei EUR 250,00. Alle Zugänge unter dieser Grenze werden direkt aufwandswirksam erfasst.

Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Genossenschaftsanteile werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Ausleihungen werden, soweit sie unverzinslich sind, mit ihrem Barwert angesetzt. Die Abzinsung erfolgte mit den von der Bundesbank veröffentlichten laufzeitkongruenten durchschnittlichen Marktzinssätzen zum 31. Dezember 2022.

Das nicht verrechnete Sondervermögen Pension Trust entfällt auf Pensionsrückstellungen, die im Hinblick auf die zugrunde liegenden Zusagen nicht von der Gesellschaft selbst, sondern von ihren Betriebsführungsgesellschaften bilanziert werden. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die Anschaffungskosten sind nach der Fifo-Methode ermittelt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten, die produktionsbezogenen Gemeinkosten der Werke, einschließlich aktivierungspflichtiger Abschreibungen, sowie produktionsbezogene Kosten der Verwaltung.

Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert und nach der Fifo-Methode bewertet.

Die Abwertungen durch niedrigere Marktpreise am Bilanzstichtag betragen für die nach der Fifo-Methode bewerteten Bestände TEUR 7.520.

Von den Wertansätzen der Vorräte werden sowohl in Fällen verminderter Verwertbarkeit als auch bei gesunkenen Wiederbeschaffungskosten oder zur verlustfreien Bewertung erforderliche Wertabschläge vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert angesetzt. Einzelrisiken und das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Die Bewertung der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt mit dem Nennwert. Wertberichtigungen werden vorgenommen, soweit erforderlich.

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nominalwert.

Das auf DM 419.069.100,00 (EUR 214.266.628,49) lautende gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird über die Nutzungsdauer der entsprechenden Anlagengegenstände ertragswirksam aufgelöst.

Die Pensionsverpflichtungen wurden mit Ausnahme der rückgedeckten Direktzusagen gutachterlich unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens bewertet und damit mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Dabei wurden die Richttafeln 2018 G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung der Firmenrente ist der von der Deutschen Bundesbank für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zum 31. Dezember 2022 veröffentlichte Zinssatz von 1,78% (i. Vj. 1,87%) verwendet worden. Rückstellungen für Firmenrenten sind im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre bewertet worden.

Der Ansatz der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen, der sich nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergeben würde, übersteigt den in der Bilanz angesetzten Betrag um TEUR 2.317. Dieser Betrag ist ausschüttungs-, aber nicht abführungsgesperrt. Der Zinsänderungseffekt wird im operativen Ergebnis ausgewiesen.

Zukünftige Anpassungen der Versorgungsleistungen wurden durch einen Gehaltstrend von 2,75% (i. Vj. 2,75%) und einem Rententrend von 2,0% (i. Vj. 1,7%) berücksichtigt.

Die in der Nestlé Rückdeckungskasse VVaG, Frankfurt am Main, rückgedeckten Direktzusagen sind leistungskongruent rückgedeckte Versorgungszusagen, die wie wertpapiergebundene Zusagen behandelt werden. Entsprechend sind die Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert (und Anschaffungskosten) des Rückdeckungsversicherungsanspruchs angesetzt (TEUR 4.537) und vollständig mit diesem verrechnet.

Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen. Die Rückstellung für Lohn- und Gehaltszahlungen wird ratierlich ab dem Beginn der Aktivphase angesammelt, während die Rückstellung für Aufstockungsleistungen mit Vertragsabschluss gebildet wird. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszins von 0,51% p. a. Den Berechnungen liegt ein Gehaltstrend von 2,75% p. a. zugrunde.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird. Erwartete zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden dabei berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst. Zinsänderungseffekte werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die Rückstellungen für den Performance Stock Unit Plan (aktienbasierte Vergütung) werden ratierlich über den Erdienungszeitraum angesammelt. Der Bewertung liegt der Börsenkurs der Nestlé S.A.-Aktien am Bilanzstichtag zugrunde.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit den Einstandskursen. Die zum Stichtag bilanzierten Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind vollumfänglich binnen Jahresfrist fällig und werden daher mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Finanzinstrumente

Die Nestlé Deutschland AG setzt zur teilweisen Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit (insbesondere Wechselkursen) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität- wie Devisentermingeschäfte - verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen und das interne Berichtswesen sowie die Funktionstrennung regeln.

Die Nominal- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente der Nestlé Deutschland AG stellen sich wie folgt dar:

Nominalvolumen

TEUR
Positiver Marktwert

TEUR
Negativer Marktwert

TEUR
Devisentermingeschäft 198.875 679 -3.217

Die Laufzeiten der Devisentermingeschäfte liegen unter einem Jahr.

Als Nominalvolumen eines derivativen Sicherungsgeschäftes wird die rechnerische Bezugsgröße bezeichnet, aus der sich die Zahlungen ableiten. Sicherungsgegenstand und Risiko sind nicht die Nominalwerte selbst, sondern nur die Preisänderungen (z. B. Wechselkursänderungen) bezogen auf die Nominalwerte.

Die Ermittlung der Marktwerte der Devisentermingeschäfte erfolgt auf Basis quotierter Marktpreise am Bilanzstichtag ohne Verrechnung mit etwaig gegenläufigen Wertentwicklungen aus zugrunde liegenden Grundgeschäften. Der Marktwert entspricht dem Betrag, den die Nestlé Deutschland AG bei vorzeitiger Auflösung des Sicherungsgeschäfts über die Nominalwerte hinaus zu bezahlen (-) oder zu bekommen (+) hätte. Für drohende Verluste aus diesen Geschäften wurden im Geschäftsjahr 2022 eine Rückstellung i.H.v. TEUR 3.217 gebildet (i. Vj. TEUR 0).

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Im Anlagevermögen wurden außerplanmäßige Abschreibungen in folgender Höhe vorgenommen:

2022

TEUR
2021

TEUR
Außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB 1.243 873

Diese bestehen aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf bewegliches Sachanlagevermögen an den Produktionsstandorten Lüdinghausen und Nonnweiler sowie Boutiquen von Nespresso an verschiedenen Standorten.

Finanzanlagen

An den nachstehenden Unternehmen hält die Nestlé Deutschland AG mindestens 50 % der Anteile am Kapital:

Unternehmen Sitz Höhe des Anteils am Kapital

in %
Eigenkapital

in TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres in TEUR
APONTI Rentenverwaltungsgesellschaft mbH1 2 Frankfurt a. M. 100 26 0
Bübchen Vertriebs GmbH1 2 Frankfurt a. M. 100 26 0
Gesuna Nahrungsmittel GmbH1 2 Euskirchen 100 256 0
HS Hanseatische Konsumgüter GmbH1 2 Hamburg 100 26 0
Innoheld GmbH1 2 Frankfurt a. M. 100 35 0
MAGGI GmbH1 2 Singen/Hohentwiel 100 51 0
MAGGI Kochstudio Treff GmbH1 2 Frankfurt a. M. 100 102 0
Merrick Europe GmbH1 2 Frankfurt a. M. 100 51 0
Nespresso Deutschland GmbH1 2 Düsseldorf 100 25 0
Nestlé GLOBE Center Europe GmbH1 2 Frankfurt a. M. 100 30 0
Nestlé Health Science (Deutschland) GmbH1 2 Frankfurt a. M. 100 111 0
Nestlé Kaffee & Schokoladen GmbH1 2 Frankfurt a. M. 100 52 0
Nestlé Nutrition GmbH1 2 Frankfurt a. M. 100 52 0
Nestlé Professional GmbH1 2 Frankfurt a. M. 100 520 0
Nestlé Purina PetCare Deutschland GmbH1 2 Euskirchen 100 30 0
Nestlé Verbraucher-Service GmbH1 2 Frankfurt a. M. 100 30 0
Nestlé Versorgungskasse GmbH Frankfurt a. M. 100 60 0
Nestlé Wagner GmbH1 2 Nonnweiler 100 25 0
Nestlé WCO GmbH1 2 Malliß-Conow 100 25 0
Terra Canis GmbH3 München 100 5.679 1.359
Tivall Deutschland GmbH1 2 Frankfurt a. M. 100 25 0
USMedia GmbH1 2 Tegernsee 100 13 0
Vitaflo Comidamed GmbH2 Rosbach v. d. Höhe 100 51 0
Vitaflo Deutschland GmbH2 Steinbach (Taunus) 100 1.231 0

1 Betriebsführungs- oder Namenslizenzgesellschaften, Tätigkeit ausschließlich für Rechnung des Mutterunternehmens ohne eigene wirtschaftliche Ergebnisse (teilweise mit eigenem Personal)

2 Gesellschaften mit Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag

3 Werte des Eigenkapitals und des Ergebnisses sind vom letzten testierten Jahresabschluss des Berichtsjahres 2021

Indirekte Beteiligungen über 50 %:

Unternehmen Sitz Höhe des Anteils am Kapital

in %
Eigenkapital

in TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres in TEUR
Schäbitz GmbH3 München 100 0 0

An den folgenden Unternehmen hält die Nestlé Deutschland AG 20 % bis 50 % der Anteile am Kapital:

Unternehmen Sitz Höhe des Anteils am Kapital in %
C.P.D. Cereal Partners Deutschland GmbH & Co. OHG Frankfurt a. M. 50
C.P.D. Cereal Partners Deutschland Verwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt a. M. 50
Nestlé Kuban LLC Timasheysk/Russland 33

Auf die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses der Unternehmen, an denen eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligung von 20 % bis 50 % besteht, wird gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 und 2 HGB verzichtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

bis 1 Jahr

TEUR
über 1 Jahr

TEUR
Gesamt 31.12.2022

TEUR
Gesamt 31.12.2021

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 329.255 0 329.255 295.128
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 162.737 0 162.737 349.950
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.828 0 2.828 2.063
Sonstige Vermögensgegenstände 23.055 21.554 44.609 48.375
Summe 517.875 21.554 539.429 695.516

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus dem Verrechnungsverkehr in Bezug auf Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 155.932 (i. Vj. TEUR 295.086), sowie aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von TEUR 1.210 (i. Vj. TEUR 54.864). Die Forderungen gegen die Gesellschafterin aus dem Verrechnungsverkehr belaufen sich auf TEUR 5.595 (i. Vj. TEUR 75.931). Forderungen aus dem Cash Pooling (Finanz-Verrechnungskonto), welche im Geschäftsjahr 2021 in Höhe von TEUR 121.225 gegenüber der Gesellschafterin angefallen sind, bestehen im aktuellen Geschäftsjahr nicht.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Beteiligungserträgen TEUR 2.828 (i. Vj. TEUR 2.063).

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 8.381.382 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen. Mit der Nestlé S.A. wurde am 23. bzw. 28. Dezember 1987 ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen, der nach Zustimmung durch die Hauptversammlung und Eintragung im Handelsregister seit dem 26. Januar 1989 wirksam ist.

Mit der alleinigen Gesellschafterin Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, wurde am 30. Mai 2001 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, der nach Zustimmung durch die Hauptversammlung und Eintragung im Handelsregister am 11. September 2001 wirksam wurde.

Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage mit TEUR 21.427 und die anderen Gewinnrücklagen mit TEUR 2.778 blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Rückstellungen

Die Zuführungen zu dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen im Geschäftsjahr entfallen mit TEUR 1.497 auf die laufende Aufzinsung der bestehenden Anwartschaften sowie mit TEUR 6.144 auf die im Geschäftsjahr erworbenen Anwartschaften. Ein Teil der Pensionsrückstellung mit einem Erfüllungsbetrag von TEUR 44.929 (i. Vj. TEUR 41.179) wurde nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem korrespondierenden Deckungsvermögen von TEUR 25.881 (i. Vj. TEUR 32.181) verrechnet. Hieraus resultieren ein Passivüberhang in Höhe von TEUR 19.048. Die Bewertung dieses verrechneten Deckungsvermögens erfolgte zu beizulegenden Zeitwerten. Die historisch fortgeführten Anschaffungskosten hierfür betrugen TEUR 25.719 (i. Vj. TEUR 31.264). Der nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrte Betrag beläuft sich auf TEUR 162 und resultiert vollständig aus der Zeitwertbewertung des mit den Pensionsrückstellungen verrechneten Deckungsvermögens. Darüber hinaus ist die Differenz der Erfüllungsbeträge zwischen der Ermittlung mittels des 7-Jahres-Durchschnittszinses und des 10-Jahres-Durchschnittszinses (TEUR 2.317) gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungs-, aber nicht abführungsgesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

31.12.2022

TEUR
31.12.2021

TEUR
Rückvergütungen, Werbekosten und sonstige Verpflichtungen 291.328 256.815
Rückstellungen aus dem Personalbereich 56.903 56.267
Umstrukturierungen, Sozialpläne und Abfindungen 48.120 51.571
Ausstehende Rechnungen 19.473 36.295
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 14.376 5.387
Unterlassene Instandhaltung 2.599 2.344
Prozesskosten 706 1.097
Übrige 9.870 10.803
Summe 443.375 420.579

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:

bis 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Gesamt 31.12.2022

TEUR
Gesamt 31.12.2021

TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25 0 0 25 5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 353.128 0 0 353.128 306.614
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 406.710 0 0 406.710 573.555
Sonstige Verbindlichkeiten 21.668 65 175 21.908 16.463
Summe 781.531 65 175 781.771 896.637

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 139.923 (i. Vj. TEUR 311.772). Davon entfallen TEUR 96.282 auf den Gewinnabführungsvertrag. Die verbleibenden Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betreffen den reinen Verrechnungsverkehr sowie mit TEUR 40.651 (Vorjahr: TEUR 0) Verbindlichkeiten aus Cash Pooling (Finanz-Verrechnungskonto).

Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 266.787 (i. Vj. TEUR 261.783).

Im Geschäftsjahr 2022 beliefen sich die Verbindlichkeiten aus Kaffeesteuer auf TEUR 2.181 (i. Vj. TEUR 2.826).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Verbindlichkeiten aus Reverse Factoring in Höhe von TEUR 105.754 (i. Vj TEUR 68.218).

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Nestlé Deutschland AG gewährleistet zusammen mit den übrigen Trägern der Nestlé Pensionskasse VVaG, Frankfurt am Main, der Nestlé Versorgungskasse GmbH, Frankfurt am Main, und der Nestlé Pensionsfonds AG, Biessenhofen, die ausreichende Finanzierung der satzungsmäßigen Leistungen dieser Versorgungseinrichtungen.

Die nach Art. 28 Abs. 2 EGHGB nicht in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen für laufende Pensionen, Anwartschaften auf Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für mittelbare Verpflichtungen (bestehend aus der Differenz zwischen dem notwendigen Erfüllungsbetrag der Altersversorgungsverpflichtungen und dem beizulegenden Zeitwert des Vermögens der Versorgungseinrichtungen) beläuft sich unter Verwendung der Bewertungskriterien nach § 253 Abs. 2 HGB (u.a. auf den 31.12.2022 anzuwendender Zinssatz von 1,78 %) auf EUR 241 Mio.

Eine Nachschusspflicht für die Nestlé Deutschland AG ergibt sich hieraus zum Stichtag nicht, da nach der Bewertung gemäß den aufsichtsrechtlichen Vorschriften der vorgenannten Versorgungseinrichtungen kein Fehlbetrag vorliegt. Auch eine Bewertung der mittelbaren Zusagen nach den Vorgaben des IFRS (u.a. auf den 31.12.2022 anzuwendender Zinssatz von 4,21 %) führt zu keiner Deckungslücke.

Des Weiteren bestehen Bürgschaften in Höhe von TEUR 12.298 (i. Vj. TEUR 12.243). Mit Blick auf die wirtschaftliche Lage dieser Schuldnerinnen sind derzeit keine Tatsachen bekannt, die auf eine sich konkretisierende Inanspruchnahme aus den vorgenannten Haftungsverhältnissen schließen lassen.

bis 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Gesamt 31.12.2022

TEUR
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 29.678 46.311 6.718 82.707
Verpflichtungen aus Investitionen (Bestellobligo) 21.386 0 0 21.386
Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen 51.064 46.311 6.718 104.093

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beinhalten Aufwendung in Höhe von TEUR 82.707 (i. Vj. TEUR 81.237) für nicht aktivierte Miet- und Leasinggegenstände, da deren rechtliches sowie wirtschaftliches Eigentum nicht der Nestlé Deutschland AG zuzurechnen ist. Damit tragen sie zu einer verbesserten Liquiditätsplanung und Senkung der Kapitalbindung bei. Die mit den Vermögensgegenständen verbundenen Vorteile und Risiken werden vollständig vom Leasinggeber getragen und haben folglich keine Auswirkungen für die Nestlé Deutschland AG.

Als Gesellschafterin der C.P.D. Cereal Partners Deutschland GmbH & Co. OHG, Frankfurt am Main, haftet die Nestlé Deutschland AG unbeschränkt. Aufgrund der soliden finanziellen Ausstattung der Gesellschaft wird das Risiko einer Inanspruchnahme als gering eingeschätzt.

D. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Produktgruppen:

2022

TEUR
Anteil

%
2021

TEUR
Anteil

%
Fertiggerichte und Produkte für die Küche 977.186 30 964.121 32
Getränke 726.567 23 727.635 24
Produkte für Heimtiere 492.498 15 439.357 15
Milch- und Diätetikprodukte 510.427 16 420.560 14
Schokolade und Süßwaren 374.933 12 327.175 11
Sonstiges 18.399 1 20.451 1
Summe nach Produktkategorien 3.100.010 97 2.899.299 97
- davon Export - 1.033.356 32 892.161 30
Europa 794.905 77 698.061 78
Asien 167.661 16 119.583 14
Australien 34.769 3 38.224 4
Südamerika 10.534 1 10.197 1
Nordamerika 18.478 2 20.277 2
Afrika 7.009 1 5.819 1
Umsatzerlöse aus IT-Dienstleistungen 27.898 1 30.940 1
Sonstige Umsatzerlöse aus sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen 71.694 2 70.979 2
Summe Gesamt 3.199.602 100 3.001.218 100

In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 29.348 (i. Vj. TEUR 36.698) enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 19.369 (i. Vj. TEUR 8.009).

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 13.117 (i. Vj. TEUR 26.985). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen.

Aus der Auflösung eines Sonderpostens für Investitionszuschüsse sind Erträge in Höhe von TEUR 1.665 (i. Vj. TEUR 1.611) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthielten im Vorjahr Erträge aus einer Nachzahlung durch den Verkauf von Markenrechten in Höhe von TEUR 15.095.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 8.053 (i. Vj. TEUR 4.770).

Zudem sind Lizenzaufwendungen in Höhe von TEUR 88.723 (i. Vj. TEUR 94.091) enthalten, deren Veränderung auf die Reduktion der Lizenzrate um 1% zurückzuführen ist, sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 20.559 (i. Vj. TEUR 21.432) aus Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen von Effizienzsteigerungsprojekten in Produktion, Einkauf, Verwaltung und Vertrieb.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 126 aus einer Steuernachzahlung im Geschäftsbereich Nespresso (i. Vj. TEUR 0).

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis beinhaltet Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen i. H. v. TEUR 565 (i. Vj. TEUR 1.947). Im Geschäftsjahr 2022 sind im Zinsergebnis Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 8 enthalten (i. Vj. TEUR 0).

Steuerliche Organschaft

Mit der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH besteht eine gewerbe- und körperschaft- sowie umsatzsteuerliche Organschaft.

Jahresergebnis vor Ergebnisabführung

Das Jahresergebnis vor Vereinnahmung von der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH auf Grundlage eines Ergebnisabführungsvertrags in Form eines Gewinns beträgt TEUR 96.282 (i. Vj. Gewinn von TEUR 306.071.

E. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

2022

Anzahl
2021

Anzahl
Arbeitnehmer (Jahresdurchschnitt)
Produktion 2.328 2.384
Verwaltung 1.661 1.665
Summe 3.989 4.049
Auszubildende (Jahresdurchschnitt)
Auszubildende 120 126
Summe 4.109 4.175

Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Vergütungen an den Aufsichtsrat belaufen sich auf TEUR 182, die Gesamtbezüge des Vorstands auf TEUR 3.428.

Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen betragen TEUR 465. Für diesen Personenkreis bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 7.477.

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für den Abschlussprüfer beträgt TEUR 605 und entfällt mit TEUR 554 auf Abschlussprüfungsleistungen sowie mit TEUR 51 auf sonstige Bestätigungsleistungen.

Mitglieder des Aufsichtsrats

Peter VOGT

Vorsitzender
Küsnacht (Schweiz)

Dr. Johannes SPECHT4 (bis zum 31.05.2022)

Leiter der Tarifabteilung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten ("NGG")
Hamburg

Corinne EMONET (bis zum 31.05.2022)

Head of R&D Innovation Acceleration
Vevey (Schweiz)

Uwe HILDEBRANDT4

Stellvertretender Vorsitzender
Vorsitzender des Landesbezirks Südwest der NGG
Freudental

Dr. Steffen JUST4

Chief Compliance Officer der Nestlé Deutschland AG
Königstein i. Ts.

Prof. Dr. Renate KÖCHER (bis zum 31.05.2022)

Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach
Konstanz

Michael KÖNIGSFELD4

Betriebsratsvorsitzender Purina-Werk Euskirchen
Mechernich

Thomas KRAUSE4 (bis zum 31.05.2022)

Betriebsratsvorsitzender Chocoladenwerk Hamburg
Schwarzenbek

Sabrina MAIER4

Betriebsratsvorsitzende Werk Biessenhofen
Biessenhofen

Prof. Dr. Mathias MÜLLER (bis zum 31.05.2022)

Geschäftsführender Gesellschafter IWB Dr. Müller Immobilienwirtschaftliche Beratung GmbH
Hofheim am Taunus

Dr. Wolfgang W. PASEWALD

Vizepräsident Organizational Efficiency Nestlé S.A.
Lausanne (Schweiz)

Simone PEETZ

Verkaufsleiterin Süd Roche Diabetes Care Deutschland GmbH
Bensheim

Kerstin SCHMEIDUCH

Direktorin Recht und Unternehmenskommunikation Nestlé Purina Zone EMENA
Pully (Schweiz)

Dr. Susanne UHL4 (seit dem 09.06.2022)

Leiterin des Hauptstadtbüros der Gewerkschaft NGG
Hamburg

Dr. Antonia WANNER (seit dem 09.06.2022)

Group Head of Environmental, Social Governance (ESG) Strategy & Deployment
St. Légier (Schweiz)

Helmut SERWE4 (bis zum 31.05.2022)

Betriebsratsvorsitzender Nestlé Wagner GmbH
Nonnweiler

Antje WILLEMS-STICKEL

Geschäftsführerin A.S. Global Brands GmbH
Bad Homburg v.d.H.

Andreas ZORN4

Betriebsratsvorsitzender Werk Neuss der Nestlé Deutschland AG
Neuss

4 Arbeitnehmervertreter

Mitglieder des Vorstands

Marc-Aurel BOERSCH (bis zum 01.03.2023)

Vorsitzender

Alexander von MAILLOT (ab dem 01.03.2023)

Vorsitzender

Ralf HENGELS

Vorstand Personal

Steffen KINDLER (bis zum 01.04.2023)

Vorstand Finanzen und Controlling

Carten HACKEL (ab dem 01.03.2023)

Vorstand Finanzen und Controlling

Ralph-Alexander Axel KNOCH (bis zum 31.03.2023)

Vorstand Technik

Gewinnverwendung

Seit 2001 besteht mit der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH ein Gewinnabführungsvertrag, der auch zum vollständigen Verlustausgleich verpflichtet.

Nachtragsbericht

Nach der militärischen Eskalation der Situation in der Ukraine Ende Februar 2022 kam es aufgrund der zunehmenden geopolitischen Spannungen im Geschäftsjahr 2022 zu einem erheblichen Anstieg der Volatilität an den Rohstoff- und Devisenmärkten. Nestlé erwartet einen weiterhin hohen Kostendruck aufgrund gestiegener Preise für Rohstoffe und bezogene Leistungen.

Aufgrund der Erhöhung der laufenden Leistungen der Nestlé Pensionsfond AG, Frankfurt am Main (NPF) zum 1. Januar 2023, ergibt sich im Jahr 2023 auf Grundlage des § 3.4.1 des Pensionsfondsvertrages für die Nestlé Deutschland AG ein zu leistender Folgebeitrag in Höhe von 27 Mio. EUR.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Frankfurt am Main, den 31.03.2023

Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Alexander von MAILLOT

Steffen KINDLER

Carsten HACKEL

Ralf HENGELS

Ralph-Alexander Axel KNOCH

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022

TEUR
Zugänge

TEUR
davon aktivierte Fremdkapitalzinsen

TEUR
Abgänge

TEUR
Umbuchungen Verschmelzungen

TEUR
31.12.2022

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.735 35 0 551 9 4.228
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.272 0 0 0 0 4.272
9.007 35 0 551 9 8.500
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 536.097 28.911 0 2.139 1.156 564.025
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.016.529 22.550 0 6.841 16.250 1.048.488
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 251.603 15.856 0 16.601 2.466 253.324
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 39.418 55.736 0 17 -19.863 75.274
1.843.647 123.053 0 25.598 9 1.941.111
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 113.882 7.290 0 5.677 0 115.495
2. Beteiligungen 356 0 0 0 0 356
3. Sonstige Ausleihungen 2.226 1 0 214 0 2.013
4. Sondervermögen Pension Trust 14.640 15.987 0 14.640 0 15.987
5. Genossenschaftsanteile 653 0 0 0 0 653
131.757 23.278 0 20.531 0 134.504
1.984.411 146.366 0 46.680 18 2.084.115
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
Umbuchungen Verschmelzungen

TEUR
31.12.2022

TEUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.497 197 551 0 4.143
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.272 0 0 0 4.272
8.769 197 551 0 8.415
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 266.300 16.415 1.872 0 280.843
2. Technische Anlagen und Maschinen 848.185 59.675 6.833 -75 900.952
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 218.163 15.191 16.021 77 217.410
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
1.332.648 91.281 24.726 2 1.399.205
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25 0 0 0 25
2. Beteiligungen 0 0 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 552 11 3 0 560
4. Sondervermögen Pension Trust 0 0 0 0 0
5. Genossenschaftsanteile 0 0 0 0 0
577 11 3 0 585
1.341.994 91.489 25.280 2 1.408.205
Buchwerte
31.12.2022

TEUR
31.12.2021

TEUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 85 238
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
85 238
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 283.182 269.797
2. Technische Anlagen und Maschinen 147.536 168.344
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.914 33.440
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 75.274 39.418
541.906 510.999
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 115.470 113.857
2. Beteiligungen 356 356
3. Sonstige Ausleihungen 1.453 1.674
4. Sondervermögen Pension Trust 15.987 14.640
5. Genossenschaftsanteile 653 653
133.919 131.180
675.910 642.417

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Grundlagen und Steuerung des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Nahrungsmitteln sowie von Heil- und Pflegemitteln. Die Anteile der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft (im Weiteren kurz "Nestlé Deutschland AG") liegen zu 100 % bei der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, die wiederum zum Konzern Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), gehört.

Das operative Geschäft eines Großteils der Nestlé Deutschland AG wird durch das Zonenmanagement EMENA (Europa, Mittlerer Osten und Nord-Afrika) der obersten Muttergesellschaft, Nestlé S.A., gesteuert. Die Steuerung erfolgt auf Basis der Zahlen nach International Financial Reporting Standards ("IFRS") unter Berücksichtigung der "Nestlé Accounting Guidelines". Da die "Berichtseinheit Deutschland" zwar zu einem großen Teil mit dem Umfang der Nestlé Deutschland AG übereinstimmt, aber nicht vollständig deckungsgleich ist, und die Werte gemäß IFRS ermittelt werden, verzichten wir an dieser Stelle auf die Angabe konkreter Kennzahlen.

Die für die Unternehmenssteuerung bedeutsamsten handelsrechtlichen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse im Inland aus den Produktkategorien im Rahmen der Hauptgeschäftstätigkeit, d. h. ohne Erträge aus Nebenleistungen wie IT-Dienstleistungen und sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen, und das Jahresergebnis vor Gewinnabführung.

Wirtschaftsbericht

Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahr 2022 laut statistischem Bundesamt um durchschnittlich 7,9 % gegenüber dem Vorjahr. Zugleich stiegen ebenfalls die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel mit 13,4 % deutlich. Vor allem Speiseöle und -fette (+36,2 %) sowie Molkereiprodukte und Eier (+19,7 %) und Gemüse (+12,1 %) waren von der Preiserhöhung betroffen.

Nach ersten Schätzungen der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) ist der Umsatz der deutschen Ernährungsindustrie in 2022 im Vergleich zum Vorjahr (EUR 186,3 Mrd.) um 16 % auf EUR 216,3 Milliarden gestiegen.

Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse unseres Unternehmens in Höhe von EUR 3.199,6 Mio. (i. Vj. EUR 3.001,2 Mio.) weisen im Jahr 2022 einen Anstieg von 6,6 % auf. Der Umsatzanstieg entfällt mit 6,9% auf die Umsatzerlöse aus den Produktkategorien (EUR 3.100,0 Mio.; i. Vj. EUR 2.899,3 Mio.). Das Umsatzwachstum in Inland aus den Produktkategorien betrug hierbei 3,0 %, während das Exportgeschäft um 15,8 % wuchs.

2022

TEUR
Anteil

%
2021

TEUR
Anteil

%
Fertiggerichte und Produkte für die Küche 977.186 30 964.121 32
Getränke 726.567 23 727.635 24
Produkte für Heimtiere 492.498 15 439.357 15
Milch- und Diätetikprodukte 510.427 16 420.560 14
Schokoladen und Süßwaren 374.933 12 327.175 11
Sonstiges 18.399 1 20.451 1
Summe nach Produktkategorien 3.100.010 97 2.899.299 97
- davon Export - 1.033.356 32 892.161 30
Sonstige Umsatzerlöse aus IT-Dienstleistungen 27.898 1 30.940 1
Sonstige Umsatzerlöse aus sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen 71.694 2 70.979 2
Summe Gesamt 3.199.602 100 3.001.218 100

In der Produktkategorie Fertiggerichte und Produkte für die Küche wurde ein Umsatzwachstum von 1,4 % erzielt. Der Bereich Nestlé Kulinarik mit den Marken Maggi, Thomy und Garden Gourmet war trotz kosteninduzierter Preisanpassungen leicht rückläufig. Ursächlich hierfür waren insbesondere Volumenrückgänge aufgrund des im Vorjahr pandemiebedingt noch höheren Lebensmittelkonsums der Verbraucher zuhause. Das Pizzageschäft unter der Marke Wagner entwickelte sich insgesamt leicht positiv, wobei auch hier leichte Mengenrückgänge zu verzeichnen waren.

Die Produktkategorie Getränke, die im Wesentlichen unsere Marken Nescafé, Nespresso, Dolce Gusto und Starbucks umfasst, weist einen leichten Umsatzrückgang von 0,2 % auf. Die Bereiche Nescafé und Starbucks konnten deutlich wachsen, während das Kapselgeschäft unter den Marken Nespresso und Dolce Gusto rückläufig war. Auch die Exporte von Dolce Gusto-Kapseln in andere Märkte gingen zurück.

Der Umsatz mit Produkten für Heimtiere entwickelte sich mit einem Wachstum von 12,1 % weiter positiv. Die Entwicklung wurde sowohl durch ein starkes Inlands- wie auch Exportgeschäft getragen.

Die Produktkategorie Milch- und Diätetikprodukte verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Umsatzanstieg von 21,4 %. Der Umsatz im Inland erzielte Zuwächse aufgrund von Produktneueinführungen, starker Verkäufe aufgrund privater Spenden im Zusammenhang mit der Situation in der Ukraine und positiver Berichterstattung bezüglich der Qualität einiger Produkte. Auch die Exporte an verbundene Unternehmen entwickelten sich deutlich positiv.

Die Produktkategorie Schokoladen und Süßwaren weist ebenfalls ein deutliches Umsatzwachstum von 14,6 % auf. Die Entwicklung im Inland hat sich weiter stabilisiert und insbesondere das Impulsgeschäft konnte weiter aufholen, nachdem es auch noch im Vorjahr pandemiebedingt von den starken Reisebeschränkungen beeinflusst war (zum Beispiel Snacking an Autobahnraststätten oder dem deutlich reduzierten Flug- und Bahnverkehr). Auch das Exportgeschäft an verbundene Unternehmen konnte im Zuge der Lockerungen coronabedingter Maßnahmen im Ausland wie auch dem Duty Free Kanal wieder deutlich wachsen.

Unter der Produktkategorie "Sonstiges" werden im Wesentlichen die Umsatzerlöse mit Accessoires im Geschäftsbereich Nespresso dargestellt. Die Umsatzerlöse entwickelten sich um 10,1 % auf niedrigem Niveau rückläufig.

Nach diesem Wachstum der Umsatzerlöse in den Produktkategorien um 6,9 % führt ein leichter Rückgang bei den Erträgen aus Nebenleistungen wie IT-Dienstleistungen und sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen zum einem Gesamtumsatzwachstum von 6,6 %.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2022 rechnete die Nestlé Deutschland AG seinerzeit unter Berücksichtigung der verfügbaren Erkenntnisse mit einem stabilen Umsatzverlauf im Inland aus den Produktkategorien.

Die Geschäftsentwicklung der Nestlé Deutschland AG lag bei einem Umsatzwachstum im Inland aus den Produktkategorien von 3,0 % hauptsächlich aufgrund von notwendigen Preiserhöhungen über den Erwartungen. Ursache für die Preiserhöhungen waren signifikante Kostensteigerungen auf der Materialaufwandsseite, die Mengenentwicklung war leicht rückläufig.

Ertragslage

Die Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr ist vor allem durch signifikante Preiseffekte gesamthaft negativ geprägt. Insbesondere konnte das Umsatzwachstum nicht mit den gestiegenen Materialaufwendungen aufgrund höherer Preise für Rohstoffe und bezogene Leistungen schritthalten. Im Vorjahr beeinflussten per Saldo deutlich positive Sondereffekte die Ertragslage. Insofern ist die Ergebnisentwicklung nicht unmittelbar vergleichbar.

Das positive Jahresergebnis vor der Gewinnabführung beträgt EUR 96,3 Mio. Im Vorjahr betrug das Jahresergebnis vor der Gewinnabführung EUR 306,1 Mio. und war vor allem durch einen außergewöhnlichen Ertrag aus dem Verkauf des Gebäudes der Nestlé-Zentrale in Frankfurt am Main in Höhe eines niedrigen dreistelligen Millionenbetrages positiv beeinflusst. Daneben ergab sich eine deutlich unter Vorjahr liegende Ergebnisabführung. Im Vorjahr war eine Ergebnisabführung einer Tochtergesellschaft im mittleren zweistelligen Millionenbereich aufgrund von außergewöhnlichen Erträgen aufgrund einer Nachzahlung aus der Veräußerung von Markenrechten enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um EUR 88,9 Mio. gesunken. Haupttreiber war ein außergewöhnlicher Ertrag aus dem Verkauf des Gebäudes der Nestlé-Zentrale in Frankfurt am Main im Vorjahr.

Die Relation des Materialaufwands (inklusive der Aufwendungen für bezogene Leistungen) zum Umsatz lag mit 59,0 % deutlich über dem Niveau des Vorjahres (i. Vj. 54,0 %), hauptsächlich bedingt durch signifikante Preisanstiege bei Rohstoffen und bezogenen Leistungen.

Trotz eines absoluten Anstiegs des Personalaufwands ist dieser in Relation zum Umsatz auf 10,7 % (i. Vj. 10,9 %) leicht gesunken.

Die Abschreibungen lagen mit EUR 91,5 Mio. leicht unter dem Vorjahresniveau (i. Vj. EUR 95,1 Mio.).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um EUR 21,7 Mio. von EUR 1.069,5 Mio. auf EUR 1.047,8 Mio. gesunken.

Das Beteiligungsergebnis liegt mit EUR 1,5 Mio. um EUR 70,4 Mio. unter dem Vorjahreswert von EUR 71,9 Mio. Der Rückgang resultiert zu einem großen Teil aus einer deutlich unter Vorjahr liegenden Ergebnisabführung einer Tochtergesellschaft aufgrund von außergewöhnlichen Erträgen aus der Nachzahlung aus der Veräußerung von Markenrechten im mittleren zweistelligen Millionenbereich im Vorjahr. Des Weiteren erfolgte keine Ausschüttung seitens der russischen Beteiligungen.

Das Finanzergebnis hat sich um EUR 2,9 Mio. von EUR -3,0 Mio. auf EUR -0,1 Mio. verbessert.

In Bezug auf das Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) erwartete die Nestlé Deutschland AG, einen Betrag in einem Korridor zwischen EUR 130 Mio. und EUR 150 Mio., zu erzielen. Allerdings wurde darauf hingewiesen, dass insbesondere das Ausmaß der sich fortsetzenden Steigerungen der Energie- und Rohstoffpreise und deren Verstärkung aufgrund der Ukraine-Krise nicht abschätzbar sei. Ebenso wurde angemerkt, dass die Umsetzbarkeit und kompensierende Wirkung von notwendigen Preisanpassungen über noch laufende oder anstehende Verhandlungen mit den Handelspartnern seinerzeit nicht hinreichend sicher prognostizierbar seien.

Rückblickend hat sich der Materialaufwand durch signifikant gestiegene Preise für Rohstoffe und bezogene Leistungen überproportional erhöht. Notwendige und verantwortungsvoll umgesetzte Preisanpassungen auf der Absatzseite konnten aufgrund zeitlich versetzter Realisierungen nicht schritthalten. Des Weiteren hat sich das Beteiligungsergebnis durch vollständig ausgebliebene Gewinnausschüttungen seitens der russischen Beteiligungen substanziell reduziert. Aufgrund dieser Hauptursachen liegt das Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) der Nestlé Deutschland AG in Höhe von EUR 96,3 Mio. im abgelaufenen Geschäftsjahr auch deutlich unter dem erwarteten Zielkorridor. Dieser Zielkorridor war jedoch hinsichtlich der Prognosesicherheit in Bezug auf die nicht einzuschätzenden Auswirkungen der Ukraine-Krise entsprechend eingeschränkt.

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Nestlé Deutschland AG hat sich um EUR 83,3 Mio. von EUR 1.583,5 Mio. auf EUR 1.500,2 Mio. verringert. Die Eigenkapitalquote beträgt 15,9 % (i. Vj. 15,1 %).

Das Anlagevermögen hat sich um EUR 33,5 Mio. von EUR 642,4 Mio. auf EUR 675,9 Mio. erhöht. Das Sachanlagevermögen stieg um EUR 30,9 Mio. Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von EUR 123,1 Mio. in das Sachanlagevermögen getätigt. Der Zuwachs resultiert hauptsächlich aus einem Werksneubau im Bereich der Tiernahrung sowie aus Erweiterungen der Produktionskapazitäten für die Produktkategorie Getränke.

Das Umlaufvermögen hat sich um EUR 122,4 Mio. von EUR 939,1 Mio. auf EUR 816,7 Mio. insbesondere durch gesunkene Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduziert. Die Vorräte lagen mit EUR 264,4 Mio. um EUR 29,9 Mio. über dem Vorjahr (EUR 234,5 Mio.). Dagegen sind die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um EUR 156,1 Mio. von EUR 695,5 Mio. auf EUR 539,4 Mio. deutlich gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen hierbei um EUR 34,1 Mio. zu. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, insbesondere gegen die Muttergesellschaft Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, gegen die zum Ende des Geschäftsjahres keine Forderung aufgrund von Guthaben aus dem Cash Pooling mehr bestand, sanken hingegen um EUR 187,2 Mio.

Auf der Passivseite der Bilanz spiegelt sich die Reduzierung der Bilanzsumme um EUR 83,3 Mio. einerseits durch um EUR 114,9 Mio. niedrigere Verbindlichkeiten - vor allem gegenüber verbundenen Unternehmen - sowie um EUR 33,6 Mio. höhere Rückstellungen - vor allem für Rückvergütungen, Werbekosten und sonstige Verpflichtungen - wider.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um EUR 46,5 Mio. von EUR 306,6 Mio. auf EUR 353,1 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken um EUR 166,9 Mio. von EUR 573,6 Mio. auf EUR 406,7 Mio. deutlich, hauptsächlich bedingt durch den geringeren Anspruch gegenüber der Muttergesellschaft Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH aufgrund der Gewinnabführung.

Da die Nestlé Deutschland AG an den Cash Pool (verzinsliche Verrechnungskonten) der Muttergesellschaft Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH angeschlossen ist, bestehen bei der Nestlé Deutschland AG keine wesentlichen Bankguthaben oder -verbindlichkeiten. Sowohl der sich bei der Gesellschaft ergebende Finanzbedarf als auch Finanzüberschüsse werden im Rahmen einer Finanzierungsvereinbarung durch die Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH über den Cash Pool zur Verfügung gestellt beziehungsweise über diesen angelegt. Die Verzinsung des Cash Pools erfolgt zu marktüblichen und an den Euribor gekoppelten Konditionen. Die Cash-Pool-Verbindlichkeit gegen die Muttergesellschaft belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2022 auf rd. EUR 40,7 Mio. Forderungen aus dem Cash-Pool, welche im Geschäftsjahr 2021 in Höhe von rd. EUR 121,2 Mio. gegen die Muttergesellschaft angefallen waren, bestanden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht.

Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Gemessen an den vom Management vorgegebenen Zielen hat das Geschäftsjahr 2022 die Erwartungen hinsichtlich der Ergebnisentwicklung nicht erfüllt, obwohl die Umsatzerlöse aufgrund von Preisanpassungen über dem erwarteten Wachstum lagen. Hauptursache für die schlechtere Ergebnisentwicklung waren die nicht vollständig zu kompensierenden, signifikant gestiegenen Materialaufwendungen aufgrund der Preissteigerungen für Rohstoffe und bezogene Leistungen sowie die ausgebliebenen Erträge aus den russischen Beteiligungen. Die Finanzierung erfolgt weiterhin über den konzerninternen Cash-Pool. Vor diesem Hintergrund beurteilen wir unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und deren Entwicklung im Berichtsjahr weiterhin positiv.

Erklärung zur Unternehmensführung*

Der Aufsichtsrat hatte im November 2022 beschlossen, für den Zeitraum bis zum 30. November 2027 den Frauenanteil für den Aufsichtsrat auf mindestens auf 41,7 % zu erhöhen und für den Vorstand mit 25 % beizubehalten. Der Vorstand hat darüber hinaus im Oktober 2022 die Zielgrößen für den Frauenanteil auf der ersten und zweiten Führungsebene unter dem Vorstand auf jeweils 30 % für den Zeitraum bis zum 30. November 2027 festgelegt.

Zum 31. Dezember 2022 lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 50 % (2021: 38%), im Vorstand bei 0 % (2021: 0%), auf der ersten Führungsebene unter dem Vorstand bei 19 % (2021: 16%) sowie auf der zweiten Führungsebene unter dem Vorstand bei 35 % (2021: 35%).

Die Frist für die Zielerreichung für den Zeitraum der vorangegangenen Festlegung aus 2017 lag im April 2022. Die bis zum 30. April 2022 festgelegte Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat von 30% wurde übertroffen, im Vorstand wurde die Zielgröße von 25% nicht erreicht. Die Zielgröße von 25% für den Frauenanteil auf der ersten Führungsebene unter dem Vorstand wurde ebenfalls nicht erreicht, während sie für den Frauenanteil auf der zweiten Führungsebene unter dem Vorstand übertroffen wurde. Die Zielgrößen für den Frauenanteil dokumentieren das Bestreben der Unternehmensführung, Chancengleichheit bei der Besetzung vakanter Stellen auf jeder Ebene sicherzustellen. Die finale Entscheidung für die Besetzung wird allerdings aufgrund der erforderlichen Qualifikation sowie der jeweiligen Verfügbarkeit getroffen, daher wurde die Zielgröße bis zum 30. April 2022 noch nicht erreicht.

Forschung und Entwicklung

Die Nestlé Deutschland AG greift bei der Entwicklung von Neuprodukten und neuen Produktionsverfahren auf das Know-how der international organisierten Nestlé-Forschungsbereiche zurück.

Risikomanagement

Das Risikomanagementsystem (RMS) der Nestlé Deutschland AG ist als Teil des globalen RMS ein alle Unternehmensaktivitäten umfassendes System. Dabei wird ein systematischer und permanenter Prozess mit folgenden Elementen durchlaufen: Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobewertung, Risikokommunikation sowie die Risikoüberwachung. Das RMS hat dabei folgende wesentliche Zielsetzungen:

Die Unternehmensorganisation über Risiken mit dem Potenzial zur Gefährdung der erfolgreichen Umsetzung der strategischen Ziele zu informieren.
Rückmeldung über die Effektivität von Kontrollmaßnahmen zu wesentlichen Risiken zu geben.

* Die "Erklärung zur Unternehmensführung" wird in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Teil des RMS ist auch das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) mit der Zielsetzung, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit hinsichtlich der regelkonformen Aufstellung des Jahresabschlusses zu erlangen.

Die einzelnen Komponenten des RMS unterliegen der regelmäßigen Prüfung durch die Innenrevision.

Die Nestlé Deutschland AG setzt zur teilweisen Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit (insbesondere von Wechselkursen) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen und das interne Berichtswesen sowie die Funktionstrennung regeln. Wir verweisen diesbezüglich auch auf unsere Ausführungen im Anhang.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Nestlé Deutschland AG bewegt sich in einem stagnierenden Marktumfeld. Laut Prognose der Bundesregierung wird eine Rezession jedoch ausbleiben. Für das Jahr 2023 rechnet die Bundesregierung wieder mit einem leichten Wirtschaftswachstum, für 2024 mit einem Wachstum von 1,8 %. Der Markt ist weiterhin geprägt von hoher Inflation, beginnend Ende 2021 und verstärkt mit Ausbruch des Angriffskrieges Russlands in der Ukraine im Februar 2022. Für 2023 wird eine Inflationsrate im Mittel um +6,4% erwartet (+8,7% Jan '23). Dies ist eine Abschwächung gegenüber 2022 (+7,8%), sie bleibt jedoch vergleichsweise hoch (+3,1% in 2021).

Auch 2023 werden höhere Rohstoff- und Verpackungspreise und Abhängigkeiten von globalen Lieferketten das Unternehmensumfeld weiter prägen. Daneben erfordern ein herausforderndes Wettbewerbsumfeld sowie die Konzentration des Lebensmitteleinzelhandels in Deutschland und in internationalen Einkaufsallianzen volle Aufmerksamkeit. Produktinnovationen, die Weiterentwicklung von Marken sowie Themen wie Qualität, gesündere Ernährung und Nachhaltigkeit bestärken den Kurs von Nestlé Deutschland AG.

Die COVID-19 Pandemie ist nicht mehr das prägende Thema für Konsumenten, sondern die gestiegenen Preise sind Sorge Nummer eins. Auch der Außer-Haus Konsum ist von den Preissteigerungen betroffen. Dieser erholt sich zwar, das Besuchsniveau bleibt jedoch hinter dem Vor-COVID-19-Niveau zurück. Convenience Produkte sowie preisgünstige Einzelmahlzeiten können profitieren so auch die Nestlé Kulinarik mit Fertiggerichten, Suppen und Saucen. (Ipsos, "What worries the world" report January 23; Erhebungszeitraum 22nd December 2022- 6th January 2023)

Das erhöhte Preisbewusstsein und der Bedarf zu sparen, lassen Konsumenten ihr Einkaufsverhalten anpassen. Vor allem Discounter profitieren davon. Die Vollsortimenter können dagegen nicht mehr an das starke Wachstum der Vorjahre anknüpfen. Insbesondere Handelsmarken profitieren sowohl im Preiseinstiegs- als auch im Premiumbereich. Marken werden bevorzugter in Promotion gekauft. Die Einkaufsfrequenz hat sich wieder erhöht. Der Onlinehandel legt weiter zu, wenn auch auf geringem Niveau. Drogeriemärkte erholen sich.

Lebensmittel- und Energiepreise treiben die Preisentwicklung. Das Wachstum in FMCG und Food sowie den Nestlé Kategorien ist insgesamt preisgetrieben, während Mengen mehrheitlich rückläufig sind. Allerdings ist eine Deflation in einzelnen Kategorien möglich (z.B. Pflanzenöl) da Rohstoff- und Verpackungspreise teilweise sinken (z.T. liegen sie jedoch noch über Vor-COVID-19-Niveau) und Händler wieder auf eine Kommunikation niedriger Preise für einzelne Kategorien wie beispielsweise Butter setzen.

Die Konzentration im Handel nimmt weiter zu (Top-4 Händler sind für ein Dreiviertel des Food-Umsatzes in Deutschland verantwortlich). Der Verkauf der Real-Märkte ist abgeschlossen, durch die Aufteilung der Märkte unter verbleibenden Handelspartnern konzentriert sich der Handel in Deutschland stark. Der zunehmende Einfluss deutscher Händler in internationalen Einkaufsallianzen- und -kooperationen setzt Hersteller weiter unter Preisdruck. Die weitere Entwicklung und Konzentration im Handelsumfeld bleiben schwierig einzuschätzen.

Nestlé erwartet einen weiterhin hohen Kostendruck aufgrund gestiegener Rohstoffpreise (u.a. für Kakao, Weizen, Aluminium) und beobachtet die weitere Entwicklung der Energie- und Lohnkosten. Die Umsetzung notwendiger Preiserhöhungen über die Handelspartner gestaltet sich vor diesem Hintergrund weiterhin als schwierig. Nestlé erwartet eine Erholung der Produktionsmengen für Kategorien (z.B. Instant Noodles), die im vergangenen Jahr durch Lieferengpässe aufgrund des Angriffskrieges in der Ukraine sowie pandemiebedingter geringerer Kapazitäten beeinträchtigt waren und teilweise kontingentiert werden mussten (z.B. Pflanzenöl). Hinzu kommen gestiegene Produktionskosten, teilweise erschwerte Erntesituationen (z.B. verregnete Kaffeeernten in Brasilien, u.a. bedingt durch den Klimawandel) und grundsätzlich gestiegene Logistikkosten im Import sowie Export.

Auch 2023 bleibt das Thema Nachhaltigkeit wichtig und das Bedürfnis nach Anpassung der eigenen Einkaufs- und Ernährungsgewohnheiten wächst. Nachhaltigkeit und eine fleischärmere bzw. pflanzenbetonte Ernährung bleiben wichtige Trends und werden seit Ende 2021 auch durch die Schwerpunkte der neuen Bundesregierung gefördert und voraussichtlich mit der aktuell in der Entwicklung befindlichen Ernährungsstrategie 2050 der Bundesregierung weiter etabliert. Unter der Marke Garden Gourmet bietet Nestlé eine breite Palette an veganen sowie vegetarischen Lebensmitteln und Fleischersatzprodukten an. Diese reicht vom Garden Gourmet Sensational Burger über Gemüsebällchen bis hin zu veganen Filet-Streifen. Immer im Fokus: innovative Produktneuheiten. Das Fischersatzprodukt "Thun-Visch" wurde 2021 neu im Markt eingeführt und hat sich mittlerweile etabliert. 2022 kam der Ei-Ersatz vEGGie nach erfolgreichem "Test & Learn" in den Handel.

Der Anspruch von Konsumenten, mehr über ihre Lebensmittel und deren Nährwertprofile zu erfahren, hält weiter an. Mit der Einführung der internationalen Nährwertkennzeichnung "Nutri-Score", die von Nestlé Deutschland unterstützt wurde, setzt das Unternehmen auf Transparenz auf dem Produkt. Bis Ende 2022 wurde der Nutri-Score auf allen Nestlé-Produkten im Geltungsbereich auf der Verpackung eingeführt (explizit ausgenommen sind Produkte der Nestlé Nutrition, Nestlé Health Science, Pet Food, aber auch beispielsweise purer Kaffee). 2022 wurden Änderungen des Nutri-Score Algorithmus angekündigt, diese orientieren sich stärker als bisher an den "Food Based Dietary Guidelines". Sie sollen helfen, die Scores innerhalb einer Produktgruppe besser zu differenzieren. Auf der Verpackung nutzt Nestlé bis auf weiteres den aktuellen Nutri-Score, bis weitere Entscheidungen zum neuen Algorithmus bzw. für ein EU-weites System getroffen sind.

Mehr Transparenz in der Lieferkette gewinnt weiter an Beachtung. Der Beschluss zum Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) in Deutschland betrifft auch Nestlé seit dem 1. Januar 2023. Nestlé hat die Einführung des Gesetzes befürwortet, da es klare Anforderungen für die Sorgfaltspflichten von Unternehmen zum Schutz der Menschenrechte in globalen Lieferketten festlegt. Vorbereitend auf das deutsche sowie das europäische Lieferkettengesetz, das in den kommenden Jahren erwartet wird, führt Nestlé in Deutschland auf lokaler Ebene eine umfassende Risikoanalyse durch, um die menschenrechtlichen und umweltbezogenen Risiken in allen Geschäftsabläufen angemessen zu adressieren.

Wichtiges Nachhaltigkeitsziel und voller Fokus bleiben die Einhaltung und Erreichung der Klima-Ziele. Nestlé hat sich global zum Ziel gesetzt, bis 2050 die Treibhausgasemissionen auf Netto-Null zu reduzieren, bis 2030 50% sowie bis 2025 20% der CO2 e-Emissionen zu reduzieren. Bis dato hat Nestlé global den "Peak Carbon" hinter sich gelassen, die CO2 e-Emissionen befinden sich unter der Baseline von 2018. Für 2023 werden weitere signifikante Reduktionen erwartet, die aus den weitreichenden Investments der letzten zwei Jahre resultieren.

Im Fokus der Nestlé Deutschland AG sind neben dem Vorantreiben von Wachstumsinitiativen und der digitalen Transformation auch die Umsetzung weiterer Effizienzprojekte, häufig verbunden mit positiven Auswirkungen auf die Klimabilanz des Unternehmens. Interne Prozesse und Strukturen werden weiter optimiert und ermöglichen somit weitere Investitionen in Kategorien und Marken.

Darüber hinaus ist das Unternehmen gefordert, ein sich stetig entwickelndes IT-Umfeld im Blick zu behalten sowie die damit verbundenen Risiken für Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit jeglicher Daten, frühzeitig zu erkennen und erforderliche Maßnahmen zu ergreifen.

Spezifische Risiken, welche die zukünftige Entwicklung der Nestlé Deutschland AG in wesentlichem Umfang nachhaltig beeinträchtigen oder den Bestand der Nestlé Deutschland AG gefährden könnten, sind derzeit nicht ersichtlich.

Ausblick für die Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft

Nach der militärischen Eskalation der Situation in der Ukraine Ende Februar 2022 kam es aufgrund der zunehmenden geopolitischen Spannungen im Geschäftsjahr 2022 zu einem erheblichen Anstieg der Volatilität an den Rohstoff- und Devisenmärkten. Nestlé erwartet auch für das laufende Geschäftsjahr einen weiterhin hohen Kostendruck aufgrund gestiegener Preise für Rohstoffe und bezogene Leistungen.

Die im Jahr 2022 unterjährig umgesetzten Preisanpassungen werden erst im laufenden Geschäftsjahr 2023 ihre volle Wirkung zeigen. Die Umsetzung weiterer Preiserhöhungen ist vor dem Hintergrund des anhaltenden Kostendrucks notwendig. Wir rechnen daher für das laufende Geschäftsjahr 2023 mit einem prozentualen Umsatzwachstum im Inland aus den Produktkategorien in einem mittleren einstelligen Bereich. Wir gehen derzeit davon aus, dass damit die weiteren Preissteigerungen für Rohstoffe und bezogene Leistungen kompensiert werden können.

Die Entwicklung des Beteiligungsergebnisses ist stark abhängig von der weiteren Entwicklung der russischen Beteiligungen und schwer prognostizierbar. Wir berücksichtigen daher im Rahmen der Prognoserechnungen derzeit keine wesentlichen Beteiligungserträge. Einen negativen Einfluss auf das Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) könnte die Bewertung der russischen Beteiligungen im laufenden Geschäftsjahr 2023 haben. Wir haben Einblick in die der Hauptgesellschafterin vorliegenden Planungsunterlagen der russischen Beteiligungsgesellschaften genommen und gehen derzeit nicht von einer nachhaltigen Wertminderung aus.

Die Nestlé Deutschland AG hat im laufenden Geschäftsjahr 2023 einen Folgebeitrag in Höhe eines Betrags im unteren zweistelligen Millionenbereich an eine Einrichtung der betrieblichen Altersversorgung zur Finanzierung einer Erhöhung der laufenden Leistungen geleistet. Im Rahmen der Prognose sind uns keine weiteren quantifizierbaren Sondereffekte, die das Ergebnis beeinflussen könnten, bekannt. Hinsichtlich der Entwicklung das Jahresergebnisses (vor Gewinnabführung) gehen wir daher auf Basis der derzeitigen Erkenntnisse von einem Betrag in einem Korridor von EUR 50-70 Mio. aus.

Die Finanzierung der Gesellschaft wird auch zukünftig über den konzerninternen Cash-Pool sichergestellt.

Hinsichtlich der Nachberichtserstattung verweisen wir auf den Anhang.

Frankfurt am Main, den 31. März 2023

Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Alexander von MAILLOT

Steffen KINDLER

Carsten HACKEL

Ralf HENGELS

Ralph-Alexander Axel KNOCH

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand im Jahre 2022 regelmäßig über die Lage des Unternehmens sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Es fanden im Berichtsjahr zwei Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Die Abschlussprüfer haben an der bilanzfeststellenden Sitzung des Aufsichtsrats teilgenommen.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2022 sind von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Von dem Ergebnis der Abschlussprüfung hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat ebenfalls den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft und ist hierbei zu dem abschließenden Ergebnis gelangt, dass Einwendungen hiergegen nicht zu erheben sind und er den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss billigt. Dieser ist damit festgestellt.

Die Nestlé Deutschland AG gehört als Teilkonzern zum Konzernkreis der Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), und ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes gemäß § 292 Abs. 1 HGB befreit. Der Konzernabschluss der Nestlé S.A., der nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) aufgestellt ist, wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Der Aufsichtsrat

Frankfurt, den 25. Mai 2023

Peter Vogt, Vorsitzender

Aufsichtsratsvorsitzender: Peter Vogt

Vorstand: Alexander von Maillot (Vorsitzender), Carsten Hackel, Ralf Hengeis, Fabrice Johan Sitz Frankfurt am Main | Registergericht Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 28 163 Deutsche Bank AG, Frankfurt, IBAN: DE 92 5007 0010 0792 9193 00, BIC: DEUTDEFFXXX Commerzbank AG, Frankfurt, IBAN: DE 67 5008 0000 0510 4105 00, BIC: DRESDEFFXXX

Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit gemäß § 21 Absatz 1 Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG) für das Jahr 2022

Eine angemessene Honorierung geht bei der Nestlé Deutschland AG über die reine Lohn- und Gehaltszahlung hinaus. Die Nestlé Deutschland AG bezahlt marktgerechte Löhne und Gehälter. Die Lohn- und Gehaltszahlung wird ergänzt durch Pensionskassenbeiträge, Entwicklungsmöglichkeiten und -maßnahmen sowie unser vielfältiges Nebenleistungsangebot.

Dieses Angebot stellen wir über die globale Nestlé Total Rewards Policy sicher, die für alle Standorte der Nestlé Deutschland AG in Deutschland gilt.

Maßnahmen zur Förderung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer

Grundsätzlich erfolgt die Vergütung unserer Mitarbeiter:innen auf Basis ihrer Fähigkeiten und ihrer Qualifikation.

Die Definition der individuellen Vergütung erfolgt auf Basis von Positionsbewertungen im Rahmen von Gehaltsbändern und auf Basis von internen und externen Vergütungsbenchmarks. Das Geschlecht oder die regionale Herkunft der Mitarbeiter:innen wird weder bei der Festlegung der Vergütung berücksichtigt noch bei der regelmäßigen Entgeltüberprüfung.

Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkung

Bedarfsgerechte Personalentwicklungsmöglichkeiten wie interne und externe Trainings, Business-Coaching, internationale Trainings oder Sprachtrainings stehen bei der Nestlé Deutschland AG grundsätzlich allen Mitarbeiter:innen auf allen Ebenen unabhängig von ihrem Geschlecht zur Verfügung.

Neben den Personalentwicklungsmöglichkeiten ist es der Nestlé Deutschland AG wichtig, allen Mitarbeiter:innen Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarung von Beruf und Familie anzubieten. Hierzu zählten in den Jahren 2020, 2021 und 2022 unter anderen:

Teilzeitbeschäftigungen: Unter Berücksichtigung des Aufgabengebietes ist in den meisten Fällen neben einer Vollzeitbeschäftigung auch eine Teilzeitbeschäftigung möglich.
Hybrides Arbeiten: Bei der Nestlé Deutschland AG haben Mitarbeiter:innen die Möglichkeit mobil zu arbeiten, sofern es das Aufgabengebiet zulässt und mit der Führungskraft abgestimmt ist.
Unterstützung in familiären Notfallsituation: In diesem Bereich arbeitet die Nestlé Deutschland AG mit dem pme Familienservice zusammen, dieser bietet allen Mitarbeiter:innen Unterstützungen in unterschiedlichen Lebenssituationen an, wie z.B. Gesundheitliche Beeinträchtigung, Partnerschaft/ Familie, Erziehung/Schule oder Lebenslagen-Coaching.
Nestzeit: Die Nestzeit ist eine zusätzliche bezahlte Freistellung von vier Wochen nach der Geburt eines Kindes. Es handelt sich um ein Angebot, das beide Elternteile zusätzlich zu Mutterschutz und Elternzeit wahrnehmen können.

Zugeschnitten auf Mitarbeiterinnen bieten wir ein Cross-Mentoring Programm an. In diesem Programm arbeitet die Nestlé Deutschland AG mit anderen Unternehmen zusammen, in dem Frauen gefördert werden, die gerade in einer Führungsrolle sind bzw. in Kürze eine übernehmen werden. Hierzu wird den teilnehmenden Mitarbeiterinnen für zwölf Monate ein erfahrener Mentor aus einem anderen Unternehmen zur Seite gestellt. Mit diesem kann sich die Mitarbeiterin in dieser Zeit regelmäßig zu unterschiedlichen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Karriere austauschen. Zudem können die Mitarbeiterinnen an verschiedenen Trainings und Events teilnehmen.

Angaben zu den Beschäftigtenzahlen gemäß § 21 Absatz 2 EntgTranspG

Nestlé Deutschland AG Mitarbeiterinnen 2020 (Durchschnitt) Mitarbeiterinnen 2021 (Durchschnitt) Mitarbeiterinnen 2022 (Durchschnitt)
Mitarbeiterinnen 4.383 4.311 4.193
Vollzeit-Mitarbeiter:innen 3.749 3.676 3.554
Davon Frauen 1.069 1.053 1.006
Davon Männer 2.680 2.623 2.548
Teilzeit-Mitarbeiter:innen 634 635 640
Davon Frauen 496 496 508
Davon Männer 138 139 132