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Nestlé AG Audit Report / Information 2017

Jan 25, 2019

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Audit Report / Information

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Publication

Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis 31.12.2017

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

Grundlagen und Steuerung des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Nahrungsmitteln sowie von Heil- und Pflegemitteln. Die Anteile der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft (im Weiteren kurz "Nestlé Deutschland AG") liegen zu 100 % bei der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, die wiederum zum Konzern Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), gehört.

Das operative Geschäft eines Großteils der Nestlé Deutschland AG wird durch das Zonenmanagement EMENA (Europa, Mittlerer Osten und Nord-Afrika) der obersten Muttergesellschaft, Nestlé S.A., gesteuert. Neben einigen Teilbereichen der Nestlé Deutschland AG gehören dagegen andere Teilbereiche wie das Tiernahrungsgeschäft oder Nespresso nicht zur "Berichtseinheit Deutschland". Die Steuerung erfolgt auf Basis der Zahlen nach International Financial Reporting Standards ("IFRS") unter Berücksichtigung der "Nestlé Accounting Guidelines". Da die "Berichtseinheit Deutschland" zwar zu einem großen Teil mit dem Umfang der Nestlé Deutschland AG übereinstimmt, aber nicht vollständig deckungsgleich ist und die Werte gemäß IFRS ermittelt werden, verzichten wir an dieser Stelle auf die Angabe konkreter Kennzahlen.

Die für die Unternehmenssteuerung bedeutsamsten handelsrechtlichen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse aus den Produktkategorien im Rahmen der Hauptgeschäftstätigkeit, d.h. ohne Erträge aus Nebenleistungen wie IT-Dienstleistungen und sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen, und das Jahresergebnis vor Gewinnabführung.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen im Jahr 2017

Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2017 dank eines positiven Konsumklimas und einer starken Weltwirtschaft ein kräftiges Wachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2017 um 2,2 % höher als im Vorjahr. Auf einen sehr guten Start in das Jahr (erstes Quartal: +3,4 %) folgte ein sich abflachendes Wachstum im zweiten Quartal (+1,0 %). Im dritten (+ 2,2 %) und vierten Quartal (+2,3 %) beschleunigte sich das Wachstum wieder. Die deutsche Wirtschaft ist damit das achte Jahr in Folge gewachsen. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,3 % lag. Impulse kamen 2017 insbesondere von den privaten Konsumausgaben, die um 2,0 % gewachsen sind. Die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit 1,4 % unterdurchschnittlich an. Die deutschen Exporte legten im Jahr 2017 weiter zu. Die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen waren um 4,7 % höher als im Vorjahr. Die Importe nahmen im gleichen Zeitraum noch stärker zu (+5,2 %).

Auch der Arbeitsmarkt entwickelte sich im Jahresverlauf sehr positiv. Die Arbeitslosenquote lag im Jahr 2017 bei durchschnittlich 5,7 %. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt von knapp 44,3 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Das ist der höchste Stand seit der Wiedervereinigung in Deutschland. Die Zahl der Erwerbstätigen hat im Vergleich zum Vorjahr um rund 638.000 Personen zugenommen. Eine höhere Erwerbsbeteiligung sowie die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland glichen altersbedingte demografische Effekte mehr als aus.

Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahr 2017 um durchschnittlich 1,8 % gegenüber dem Vorjahr und damit stärker als in den vergangenen vier Jahren. Die monatlichen Inflationsraten bewegten sich zwischen +1,5 % (Mai 2017) und +2,2 % (Februar 2017). Für den deutlichen Anstieg der Verbraucherpreise waren maßgeblich die Energiepreise verantwortlich.

Auch die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2017 mit +3,0 % deutlich gegenüber dem Vorjahr (2016: +0,8 %). Die Preiserhöhungen betrafen alle Nahrungsmittelgruppen, insbesondere aber verteuerten sich Speisefette und Speiseöle (+21,4 %), Molkereiprodukte (+9,7 %) sowie Obst (+2,7 %).

Die deutsche Ernährungsindustrie erwartet für das Gesamtjahr 2017 ihr bislang höchstes Umsatzergebnis. Nach Schätzungen stieg der Umsatz um 5,7 % gegenüber dem Vorjahr auf 181 Milliarden Euro. Die Lebensmittelausfuhren verzeichneten ein Wachstum von 6,9 % auf 60,4 Milliarden Euro und blieben damit der Wachstumsmotor der Branche. Während das Geschäft im EU-Binnenmarkt florierte, dämpften bestehende Handelsbarrieren weiteres Wachstum in Drittländern. Im Lebensmitteleinzelhandel sind die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 3,6 % gestiegen. In den vergangenen Jahren waren die Preise vor allem im Bereich "Frische Produkte" gestiegen; inzwischen gilt dies aber auch für "Packaged Goods". Diese verzeichneten im Jahr 2017 einen starken Wertzuwachs von +3,3 %.

Zum Jahresbeginn 2017 setzte der Preisindex für Rohstoffe seinen eher schwachen Aufwärtstrend fort, sank jedoch im März 2017 wieder ab. Grund für den Einbruch der weltweiten Rohstoffpreise waren in erster Linie fallende Preise bei den Energierohstoffen. Nachdem der Index ab April 2017 wieder ein kurzes Plus verbuchen konnte, sank er in der Jahresmitte auf den Jahrestiefpunkt. Das lag auch am Rohölpreis, der etwa gleichzeitig seinen bisherigen Jahrestiefpunkt erreichte. Der Rohstoffpreisindex erholte sich jedoch und setzte das Jahr mit einem Aufwärtstrend bis Dezember 2017 fort. Auch der Teilindex für Nahrungs- und Genussmittel fiel in der ersten Jahreshälfte und konnte diesen Preisverfall auch in der zweiten Jahreshälfte nicht ausgleichen. Grund für die gesunkenen Preise waren gute Ernten, zum Beispiel bei Kakao, Kaffee und Zucker. Zum Ende des Jahres fiel auch der Palmölpreis, bedingt durch Meldungen über hohe Lagerbestände in Malaysia und eine geringere Nachfrage. Nach Schwankungen über das Jahr hinweg erreichte der weltweite Milchpreis im Dezember 2017 den niedrigsten Stand seit August 2016. Ursache dafür ist ein weltweites Überangebot an Milch.

Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse unseres Unternehmens von EUR 3.647,5 Mio (i. Vj. EUR 3.607,3 Mio) weisen im Jahr 2017 einen leichten Anstieg von 1,1 % auf. Der Umsatzanstieg entfällt mit 1,7 % auf die Umsatzerlöse aus den Produktkategorien im Rahmen der Hauptgeschäftstätigkeit (EUR 3.425,7 Mio; i. Vj. EUR 3.368,2 Mio), d.h. ohne Erträge aus Nebenleistungen wie IT-Dienstleistungen und sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen. Ein Rückgang von 7,2 % ist bei den Erträgen aus Nebenleistungen wie IT-Dienstleistungen und sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen zu verzeichnen (EUR 221,8 Mio; i. Vj. EUR 239,1 Mio). Innerhalb des Umsatzes der Produktkategorien kam es im Inland zu einem leichten Rückgang von 0,9 %, während das Exportgeschäft um 9,8 % gewachsen ist.

2017

TEUR
Anteil

%
2016

TEUR
Anteil

%
Veränderung

%
Fertiggerichte und Produkte für die Küche 1.286.481 35 1.298.024 36 -0,89
Getränke 876.879 24 878.479 24 -0,18
Milch- und Diätetikprodukte 418.929 11 376.731 10 11,20
Produkte für Heimtiere 410.761 11 389.106 11 5,57
Schokoladen und Süßwaren 368.261 10 356.657 10 3,25
Sonstiges 64.370 2 69.227 2 -7,02
Summe nach Produktkategorien 3.425.681 94 3.368.224 93 1,71
- davon Export - 907.085 25 826.170 23 9,79
Sonstige Umsatzerlöse aus IT-Dienstleistungen 159.995 4 164.868 5 -2,96
Sonstige Umsatzerlöse aus sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen 61.837 2 74.201 2 -16,66
Summe Gesamt 3.647.513 100 3.607.293 100 1,11

Bei der Produktgruppe Fertiggerichte und Produkte für die Küche ergibt sich ein Umsatzrückgang von 0,9 %. Während die Umsatzerlöse der Bereiche Wagner und Herta das Vorjahr übertroffen haben, entwickelten sich die Umsätze des Geschäftsbereichs Kulinarik negativ, da zwar deutliche Volumensteigerungen erzielt werden konnten, aber Preisadjustierungen vorzunehmen waren.

Die Produktgruppe Getränke die im Wesentlichen unsere Produktgruppen Nescafé, Nespresso und Dolce Gusto umfasst, weist gesamthaft einen leichten Umsatzrückgang von 0,2 % auf. Das Inlandsgeschäft war hierbei gesamthaft volumenbedingt leicht rückläufig. Ein kräftiges Exportwachstum durch gesteigerte Absatzvolumina an verbundene Unternehmen konnte den Umsatzrückgang nicht ganz kompensieren.

Die Produktgruppe Milch- und Diätetikprodukte verzeichnet ein Umsatzwachstum von 11,2 %, bedingt durch einen deutlich höheren Export an verbundene Unternehmen, der mehr als drei Viertel des Gesamtumsatzes dieser Produktgruppe ausmacht.

Der Umsatz mit Produkten für Heimtiere ist um 5,6 % wieder deutlich gewachsen. Ein erfreuliches Wachstum im Inland wurde durch Exportzuwächse an verbundene Unternehmen nochmals verstärkt.

Die Produktgruppe Schokoladen- und Süßwarenprodukte weist einen erfreulichen Umsatzzuwachs von 3,3 % auf. Das Geschäft entwickelte sich im Inland leicht rückläufig, während die Exporte an verbundene Unternehmen deutlich über dem Vorjahr lagen.

Unter der Produktgruppe "Sonstige" werden die Umsatzerlöse der Pflegeprodukte unter der Marke Bübchen sowie Umsatzerlöse mit Accessoires im Geschäftsbereich Nespresso zusammengefasst. Hier ergab sich ein Umsatzrückgang von 7,0 %.

Nach diesem Anstieg der Umsatzerlöse in den Produktkategorien um 1,7 % führt ein Rückgang von 7,2 % bei den Erträgen aus Nebenleistungen wie IT-Dienstleistungen und sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen zum Gesamtumsatzanstieg von 1,1 %.

Das Jahresergebnis vor der Gewinnabführung beträgt EUR 117,6 Mio und ist vor allem durch Restrukturierungsaufwendungen sowie außerplanmäßige Abschreibungen negativ beeinflusst. Im Vorjahr betrug das Jahresergebnis vor der Gewinnabführung EUR 102,2 Mio und war ebenfalls vor allem durch Restrukturierungsaufwendungen und Sonderabschreibungen im Zusammenhang mit der Schließung eines Werkes und des Weiteren durch eine nachträgliche Kaufpreisanpassung für eine in 2015 erfolgte Veräußerung des restlichen Anteils an einer Beteiligung negativ beeinflusst. Der Veräußerungsgewinn aus dem Abgang der Beteiligung Erlenbacher Backwaren GmbH, Groß-Gerau, konnte im Geschäftsjahr 2016 diese Sonderbelastungen nicht kompensieren.

Im Vorjahr wurde für das Geschäftsjahr 2017 mit einem leichten Umsatzwachstum gerechnet. In Bezug auf das Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) erwarteten wir, einen Betrag in einem Korridor zwischen EUR 160 Mio und EUR 180 Mio zu erzielen. Etwaige Ergebnisbelastungen aus anfallenden Restrukturierungsmaßnahmen waren seinerzeit noch nicht definierbar.

Durch eine insgesamt positive Volumenentwicklung konnte trotz des Preisdrucks im Lebensmitteleinzelhandel ein positives Umsatzwachstum erzielt werden. Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung erreicht - im Wesentlichen bereinigt um die Ergebnisbelastungen aus anfallenden Restrukturierungsmaßnahmen und sonstige Sondereffekte - knapp die im Vorjahr erwartete Bandbreite.

Ertragslage

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind nahezu stabil geblieben. Einerseits fielen höhere Erträge aus der Weiterbelastung von Aufwendungen, insbesondere vom Globe Center Europe an andere Konzerngesellschaften, an. Gegenläufig wirkte allerdings der Wegfall von im Vorjahr erzielten Erträgen aus der Veräußerung der Beteiligung Erlenbacher Backwaren GmbH, Groß-Gerau.

Der Anteil des Materialaufwands am Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr mit 47,5 % (i. Vj. 45,7 %) an, was auf im Jahresdurchschnitt höhere Rohstoffpreise aber auch auf Veränderungen im Sortimentsmix zurückzuführen ist.

Der Anteil des Personalaufwands am Umsatz ist leicht auf 10,5 % (i. Vj. 10,7 %) gesunken. Während Tarifsteigerungen tendenziell zu höheren Lohn- und Gehaltsaufwendungen führten, war die Beschäftigtenzahl rückläufig.

Die Abschreibungen lagen mit EUR 125,6 Mio, vor allem bedingt durch weitere außerplanmäßige Abschreibungen im Bereich der Werke, über dem Vorjahr (i. Vj. EUR 111,1 Mio).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um EUR 76,8 Mio gesunken. Im Vorjahr war hier eine nachträgliche Kaufpreisanpassung für die in 2015 erfolgte Veräußerung des restlichen Anteils an einer Beteiligung enthalten. Zudem wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr eine höhere Effizienz von Werbemaßnahmen sowie im Einsatz von Mitteln zur Verkaufsförderung erreicht. In beiden Geschäftsjahren waren die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Übrigen mit Aufwendungen für Restrukturierungen im Zusammenhang mit Effizienzsteigerungen vor allem in der Verwaltung bzw. im Zusammenhang mit der Schließung eines Werkes belastet.

Das Beteiligungsergebnis liegt mit EUR 5,7 Mio um EUR 9,9 Mio unter dem Vorjahreswert von EUR 15,6 Mio, was zum größten Teil auf die entfallene Gewinnabführung der Beteiligung Erlenbacher Backwaren GmbH, Groß-Gerau, nach deren Veräußerung zurückzuführen ist.

Das Finanzergebnis beinhaltet höhere Aufzinsungen von Pensions- und sonstigen Rückstellungen, die allerdings durch Erträge aus dem Deckungsvermögen für Ansprüche aus der betrieblichen Altersvorsorge überkompensiert wurden, wodurch sich das Finanzergebnis per Saldo um EUR 1,5 Mio von EUR -4,0 Mio auf EUR -2,5 Mio verbessert.

Akquisition

Zum 01.05.2017 hat sich die Nestlé Deutschland AG durch den Erwerb von 80% der Anteile an der Terra Canis GmbH, München, mehrheitlich beteiligt. Das Münchner Start-up Unternehmen stellt Premium Tiernahrung her, insbesondere Katzen- und Hundefutter in Lebensmittelqualität.

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Nestlé Deutschland AG hat sich um EUR 22,6 Mio von EUR 1.547,0 Mio auf EUR 1.524,4 Mio reduziert. Die Eigenkapitalquote beträgt 15,6 % (i. Vj. 15,4 %).

Das Anlagevermögen hat sich um EUR 20,4 Mio reduziert. Das Sachanlagevermögen sank -stark beeinflusst durch Sonderabschreibungen im Werksbereich - um EUR 37,4 Mio, während das Finanzanlagevermögen vor allem durch den Erwerb einer Beteiligung um EUR 18,5 Mio anstieg.

Das Umlaufvermögen ist mit einer Reduktion von EUR 3,8 Mio nahezu stabil geblieben. Höheren Vorräten standen geringere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber, während die anderen Posten ebenfalls annähernd auf Vorjahresniveau lagen

Auf der Passivseite der Bilanz spiegelt sich die Verringerung der Bilanzsumme um EUR 22,6 Mio vor allem durch geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wider, während die anderen Posten weitestgehend stabil geblieben sind.

Da die Nestlé Deutschland AG an den Cash Pool (verzinsliche Verrechnungskonten) der Muttergesellschaft Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH angeschlossen ist, bestehen bei der Nestlé Deutschland AG keine wesentlichen Bankguthaben oder -verbindlichkeiten. Der sich bei der Gesellschaft ergebende Finanzbedarf wird im Rahmen einer Finanzierungsvereinbarung durch die Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH über den Cash Pool zur Verfügung gestellt, dessen Verzinsung zu marktüblichen und an den Euribor gekoppelten Konditionen erfolgt. Die Cash Pool Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2017 auf rd. EUR 260,7 Mio (i. Vj. EUR 266,4 Mio).

Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Gemessen an den vom Management vorgegebenen Zielen erfüllte das Geschäftsjahr 2017 die Erwartungen, vor allem hinsichtlich des Wachstums. Die Finanzierung erfolgt weiterhin über den konzerninternen Cash Pool. Vor diesem Hintergrund beurteilen wir unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und deren Entwicklung im Berichtsjahr weiterhin positiv.

Erklärung zur Unternehmensführung

Der Aufsichtsrat hatte erstmals im Mai 2015 bis zum 30. Juni 2017 zu erreichende Zielgrößen für den Frauenanteil festgelegt. Das für den Aufsichtsrat festgelegte Ziel von 25 % wurde mit 38 % übererfüllt, das für den Vorstand festgelegte Ziel von 25 % wurde mit 20 % aufgrund der temporären Doppelbesetzung eines Ressorts mit einem männlichen Vorstand nicht erreicht.

Im Mai 2017 wurde beschlossen, für den Zeitraum bis zum 30. April 2022 die Quote für den Aufsichtsrat auf 30 % zu erhöhen und für den Vorstand mit 25 % beizubehalten. Der Vorstand hat darüber hinaus die Zielgrößen für den Frauenanteil auf der ersten und zweiten Führungsebene unter dem Vorstand auf jeweils 25 % festgelegt.

Zum 31.12.2017 lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 29 %, im Vorstand bei 25 %, auf der ersten Führungsebene unter dem Vorstand bei 22 %, sowie auf der zweiten Führungsebene unter dem Vorstand bei 26 %.

Forschung und Entwicklung

Die Nestlé Deutschland AG greift bei der Entwicklung von Neuprodukten und neuen Produktionsverfahren auf das Know-how der international organisierten Nestlé Forschungsbereiche zurück.

Risikomanagement

Das Risikomanagementsystem (RMS) der Nestlé Deutschland AG ist Teil des globalen RMS, ein alle Unternehmensaktivitäten umfassendes System, das ein systematisches und permanentes Vorgehen mit folgenden Elementen umfasst: Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung, Dokumentation und Kommunikation von Risiken sowie die Überwachung dieser Aktivitäten. Das RMS hat dabei folgende Zielsetzungen:

Die Unternehmens-Organisation über Risiken mit dem Potential zur Gefährdung der erfolgreichen Umsetzung der strategischen Ziele zu informieren.
Rückmeldung über die Effektivität von Kontrollmaßnahmen zu wesentlichen Risiken zu geben.

Teil des RMS ist auch das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) mit der Zielsetzung, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit hinsichtlich der regelkonformen Aufstellung des Jahresabschlusses zu erlangen.

Die einzelnen Komponenten des RMS unterliegen der regelmäßigen Prüfung durch die Innenrevision.

Die Nestlé Deutschland AG setzt zur teilweisen Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit (insbesondere Wechselkursen, aber auch der Kaffee- und Kakaopreise) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen und das interne Berichtswesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Nestlé Deutschland AG bewegt sich in einem stagnierenden bis zurückgehenden Marktumfeld, hat 2017 aber in den meisten Kategorien Marktanteile hinzugewonnen - was für die Stärke ihrer Marken spricht. Dennoch nimmt die Intensität des Wettbewerbs zu, auch bedingt durch neue lokale Unternehmen. Gleichzeitig muss das Unternehmen Antworten auf das sich verändernde Ernährungs- und Konsumverhalten der Verbraucher geben. Unterdessen ist die Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel unverändert hoch, ebenso die Akzeptanz und Nachfrage von Handelsmarken seitens der Verbraucher. Daneben erhöht die Internationalisierung des Handels den Preisdruck auf der Kundenseite. Darüber hinaus legt die Digitalisierung der Gesellschaft und Wirtschaft an Geschwindigkeit zu und erhöht den Anpassungsdruck für alle Unternehmen, so auch für die Nestlé Deutschland AG.

All diese Faktoren sind für die Nestlé Deutschland AG Chance und Risiko zugleich. In diesem dynamischen Umfeld will die Nestlé Deutschland AG profitabler wachsen und sich effizienter für die Zukunft aufstellen. Zu den Chancen und Risiken im Einzelnen:

Im Lebensmitteleinzelhandel gewinnt der Discount weiter an Bedeutung mit steigenden Umsatzzahlen, dem Aufgreifen neuer Trends wie Frische, neuen Service-Angeboten, Convenience- und "To Go"-Produkten sowie der Modernisierung der Einkaufsläden und der verstärkten Listung von Marken. Dies bietet Markenherstellern Chancen zum Ausbau des Geschäfts.

Wir sehen ein steigendes Qualitätsbewusstsein der Konsumenten, aber gleichzeitig machen rund zwei Drittel der Verbraucher keinen Unterschied zwischen Marken und Handelsmarken sowie Nachahmerprodukten. Darüber hinaus wird zuhause immer weniger gekocht und gegessen und dafür mehr "außer Haus" konsumiert. Dies ist insbesondere auch auf die steigende Anzahl an kleineren Haushalten (1 oder 2 Personen-Haushalte) zurückzuführen. Neben den Einkaufsgewohnheiten verändern sich auch die Ansprüche der Menschen an die Produkte. Verbraucher hinterfragen kritischer die Zusammensetzung, Zutaten und den Mehrwert von Lebensmitteln. Die Essgewohnheiten werden zunehmend zum Ausdruck des persönlichen Lebensstils. Diese Trends bieten Chancen für Nestlé, beinhalten gleichzeitig aber auch Risiken. Wenn es gelingt, auf sich ändernde Konsumentenanforderungen mit neuen Konzepten und verlässlicher Qualität zu antworten, kann dies dem aktuell zu beobachtenden Rückgang der Marktsegmente in der trockenen Kulinarik entgegen wirken.

So hat Maggi mit "Ideen vom Wochenmarkt" ein neues Produktkonzept eingeführt, das Verbraucher dazu einlädt, mit besonderen Gerichten neue Geschmackswelten zu entdecken und gleichzeitig Freiraum für individuelle Kreativität in der Küche lässt. Auch die gleichzeitige Überarbeitung der Verpackungen und Rezepturen mit Fokus auf hochwertige und natürliche Zutaten eines Großteils des Maggi Trockensegments sowie der neue Auftritt im Regal sind wichtige Schritte auf der Reise hin zur "Neuen Maggi Qualität". Ein ebenso wichtiger Pfeiler ist der neue Maggi Kochstudio Store in Frankfurt, der seit seiner Eröffnung im Juni 2017 schon rund 130.000 Besucher empfangen konnte und vom Handelsverband Deutschland als Deutschlands bester neuer "Concept Store" ausgezeichnet wurde.

Dem Trend nach "Snacking"- und "Convenience"-Produkten wird das Unternehmen durch die Lancierung von Innovationen wie zum Beispiel der "Steinofen BäckerKruste" von Nestlé Wagner, gerecht.

Zudem bieten die Kategorien der Nestlé Deutschland AG neue Produkte und Services an, um Kunden im Außer-Haus-Geschäft zu bedienen, so zum Beispiel Kaffee-Kombiautomaten mit löslichem Kaffee und Kaffeebohnen, Brotaufstriche für Bäckereifilialen und die Snackgastronomie, frische Pizzavarianten für die Kantinenverpflegung oder hochwertige Pasten und Konzentrate für Profiköche.

Weltweit steigt die Nachfrage nach medizinischen Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmitteln, wovon auch das Geschäft der Nestlé Health Science profitiert. Zum weiteren Ausbau ihres deutschen Werks in Osthofen, das auf Sonden- und Aufbaunahrung spezialisiert ist, investiert Nestlé bis Mitte der 2020er-Jahre rund 50 Millionen Euro und verdreifacht so die Produktion in Osthofen.

In der Digitalisierung wird die Nestlé Deutschland AG auch 2018 wichtige Impulse setzen -wobei die digitale Transformation des Unternehmens weit über die Markenkommunikation hinausgeht. Neben dem wachsenden Onlinegeschäft gibt es zahlreiche Beispiele für digitale Erfolge, etwa das Maggi Kochstudio Bloggerteam, der Chatbot "Nutri" des Nestlé Ernährungsstudios oder Digitalprojekte in der Produktion und Supply Chain. Das Unternehmen fördert auch weiterhin die Entwicklung der digitalen Kompetenzen ihrer Mitarbeiter mit einem umfangreichen Schulungsprogramm.

Die Nestlé Deutschland AG arbeitet fortlaufend intensiv an einer Reihe von Effizienzprojekten, um Prozesse und Strukturen zu optimieren, die Profitabilität zu steigern und Mittel freizusetzen, die sie in ihre Kategorien und Marken investiert.

Vor dem Hintergrund eines schnellen und beweglichen IT-Umfeldes mit der Gefahr möglicher "Cyberkriminalität" muss die Nestlé Deutschland AG die daraus erwachsenden Risiken frühzeitig erkennen und die Maßnahmen zum Schutz der IT-Systeme kontinuierlich und zügig anpassen. Wie alle Unternehmen in Europa ist die Nestlé Deutschland AG von der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union, die im Mai 2018 in Kraft tritt, berührt und nimmt die Auswirkungen dieser Verordnung sehr ernst. Entsprechende Maßnahmen wurden eingeleitet, um den gesteigerten Dokumentations- und Informationspflichten nachzukommen.

Am 24. September 2017 wurde der Deutsche Bundestag zum 19. Mal gewählt. Sechs Monate nach dem Wahlergebnis wurde der Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD am 12. März 2018 unterzeichnet. Die mittelfristigen Auswirkungen von Beschlüssen der neuen Bundesregierung auf die deutsche Ernährungsbranche sind zum heutigen Zeitpunkt noch nicht abschätzbar.

Spezifische Risiken, die die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft in wesentlichem Umfang nachhaltig beeinflussen könnten, sind jedoch nicht ersichtlich.

Nestlé in der Gesellschaft

Als Nestlé sind wir davon überzeugt, dass wir nur dann langfristig Erfolg haben werden, wenn wir gleichzeitig Mehrwert für unsere Aktionäre und für die Gesellschaft schaffen. Dieser Ansatz der Gemeinsamen Wertschöpfung prägt unser Handeln und ermöglicht damit die Umsetzung unseres Unternehmenssinns: Lebensqualität verbessern und zu einer gesünderen Zukunft beitragen. In der Wertschöpfungskette von Nestlé sehen wir drei Bereiche, in denen das Potential für eine Gemeinsame Wertschöpfung am größten ist: In der Ernährung, beim Thema Wasser und in der ländlichen Entwicklung. Wir wollen den Menschen mit unseren Produkten ein gesünderes und glücklicheres Leben ermöglichen, florierende, widerstandsfähige Gemeinschaften fördern und die natürlichen Ressourcen für künftige Generationen erhalten. Dazu haben wir uns langfristige Ziele gesetzt, über deren Umsetzung wir jährlich transparent berichten. Das Prinzip der Gemeinsamen Wertschöpfung ist damit zur Antriebsfeder unseres Handelns geworden und drückt sich in einer Vielzahl von Initiativen und Aktionen aus - entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dies erwarten auch unsere Verbraucher und zahlreiche gesellschaftliche Stakeholdergruppen von uns. Insofern tragen nachfolgend genannte Einzelmaßnahmen auch zur Risikominderung bei, reflektieren aber vor allem unser Selbstverständnis als Unternehmen in der Gesellschaft.

Im März 2017 wurde auf europäischer Ebene von Nestlé und weiteren Unternehmen die "Evolved Nutrition Labeling (ENL) Initiative" gestartet, mit dem Ziel einen Vorschlag für ein portionsbasiertes, farbiges Kennzeichnungssystem zu entwickeln. Dies eröffnet die Chance, einen Prozess für eine einheitliche freiwillige Nährwertkennzeichnung in Europa zu starten und aktiv mitzugestalten.

Unter dem Dach des Nestlé Unternehmenssinns ("Lebensqualität verbessern und zu einer gesünderen Zukunft beitragen") und der Nestlé Werte arbeitet das Unternehmen in allen Produktkategorien an Initiativen für Einzelne und Familien, für Gemeinschaften und für den Planeten. Darunter fällt zum Beispiel die Verbesserung der Nährwerte der Produkte nach der für Nestlé weltweit gültigen "Nutritional Foundation", die sich an Nährwertempfehlungen von Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation orientiert. Die Weiterentwicklung des Programms nimmt auch das wachsende Bedürfnis von Verbrauchern auf, mehr über die Herkunft von Lebensmitteln zu erfahren. So widmet sich das Programm dem verantwortungsbewussten Einkauf ("Responsible Sourcing") für Rohstoffe wie Kaffee, Kakao, Palmöl, Tomaten oder Kräuter. In diesem Kontext betreibt Nestlé zahlreiche Projekte im Bereich ökologische Nachhaltigkeit (z.B. Erhalt / Wiederherstellung von Artenvielfalt), in der sozialen Compliance (z.B. Zugang zu sauberem Trinkwasser) und im Bereich ökonomische Nachhaltigkeit (z.B. Energieeffizienz, Wassereinsparungen, Ökobilanzen).

Auch die Verantwortung von Nestlé im Umgang mit Wasser wird für Verbraucher, Handelskunden und Nichtregierungsorganisationen immer wichtiger und stellt sich als bedeutender Erfolgsfaktor für die Reputation des Unternehmens, das Gewinnen zukünftiger Mitarbeiter und den Verkauf von Produkten heraus. Hier arbeitet Nestlé insbesondere an drei Themen: an der Erzielung von Wassereinsparungen in Landwirtschaft und Lieferkette, an Verbesserungen der Wasserverfügbarkeit innerhalb der Gesellschaft (Zugang zu Wasser und Sanitärversorgung) und am verstärkten Dialog mit verschiedenen gesellschaftlichen Stakeholdergruppen. Hinsichtlich der Wassereinsparungen für Rohstoffe und Produktion konnte Nestlé bereits Erfolge verbuchen (zum Beispiel in der Kaffeeproduktion und beim Tomatenanbau) und den Wasserverbrauch ihrer Werke in 2017 um 3,8 % senken. Parallel ruft Nestlé zusätzliche Projekte wie die unabhängige Zertifizierung von Wasserquellen durch Nichtregierungsorganisationen ("Alliance for Water Stewardship") ins Leben. Den bereits seit vielen Jahren geführten Dialog zu ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit führt die Nestlé Deutschland AG über ihren Verbraucher-, Experten- und NGO-Beirat auch zukünftig fort. Nichtregierungsorganisationen bescheinigen Nestlé in ihren Aktivitäten wichtige Fortschritte.

Darüber hinaus bekräftigt die Nestlé Deutschland AG ihren Anspruch, einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten und fördert seit 2013 mit der sogenannten "Youth Employment Initiative", die Chancen junger Menschen auf dem Arbeitsmarkt. Allein in Deutschland konnte Nestlé 2017 mehr als 100 berufsvorbereitende Veranstaltungen wie Messen, Bewerbertrainings, Mentoring-Tage und Veranstaltungen für Schüler und Studenten anbieten und so mehr als 920 junge Jobsuchende beim Start ins Berufsleben unterstützen. Die Nestlé Deutschland AG hat sich zum Ziel gesetzt, 700 Jugendlichen in 2018 eine Beschäftigungsmöglichkeit zu bieten. Weiterhin setzt das Unternehmen seine Unterstützung für Flüchtlinge bei der Integration in Deutschland fort. Mit der Unternehmensinitiative "Nestlé hilft" bietet Nestlé seit 2015 zusätzlich Einstiegshilfen, Sprachkurse, Praktika und Ausbildungsplätze für Flüchtlinge an. Insgesamt hat die Nestlé Deutschland AG 2016 und 2017 19 Flüchtlinge auf diesem Weg eingestellt, 31 absolvierten ein Praktikum und vier erhielten eine Einstiegsqualifizierung.

Ausblick auf das Jahr 2018

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wird für das Jahr 2018 von führenden Wirtschaftsinstituten positiv eingeschätzt; insgesamt wird ein Wachstum des Bruttoinlandproduktes zwischen + 2,0 % und + 2,7 % prognostiziert. Nach Angaben des Deutschen Industrie und Handelskammertags (DIHK), gewinnt die Wirtschaft dank Konsum, Investitionen und Exporten weiter an Stärke. Sowohl die Finanzierungbedingungen als auch die außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden weiterhin als günstig beurteilt.

Die kräftige internationale Konjunktur stützt die deutschen Exporte und die positive Beschäftigungssituation lässt privaten Konsum und Wohnungsbau expandieren. Die Inflationsrate 2018 liegt nach Einschätzung der Wirtschaftsinstitute bei ca. 1,7 %. Risikopotentiale liegen in aktuellen Konflikten um Nordkorea oder im Nahen Osten, im Brexit und in der Geldpolitik der USA. Nachdem der ifo-Geschäftsklimaindex zu Jahresbeginn auf einen neuen Rekordhoch (Januar 2018: 117,6 Punkte) gestiegen war, verzeichnete er im Februar 2018 (115,4 Punkte), März (103,3 Punkte) und April (102,1 Punkte) eine leichte aber kontinuierliche Abwärtsbewegung.

Für den Export wird für 2018 vom Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) ein Wachstum in Höhe von 5 % prognostiziert. Risiken für den deutschen Außenhandel sieht der BGA in zunehmendem Wirtschaftsprotektionismus und Nationalismus.

Einige Wirtschaftsinstitute wie das Kieler Institut für Weltwirtschaft warnen vor einer Überhitzung der deutschen Wirtschaft. Vor diesem Hintergrund könnten Spannungen um Lohnentwicklungen entstehen.

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt setzt sich laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2018 der positive Trend aufgrund der dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung voraussichtlich fort.

Weiterhin setzen sich in Deutschland große demografische Veränderungen fort. Der Anteil der Senioren und der Personen mit Migrationshintergrund steigt, außerdem wächst die Anzahl der Ein- und Zweipersonenhaushalte. Bestehende regionale Unterschiede in der Bevölkerungsstruktur werden sich nach Expertenmeinung im Zeitablauf weiter verstärken. Städte und Großräume gewinnen teilweise zweistellig Bevölkerung hinzu (Urbanisierung), während sich der Osten und die Mitte Deutschlands zusehends entvölkern. All diese Veränderungen werden Auswirkungen auf das Kauf- und Essverhalten der Menschen haben.

Auch im europäischen Lebensmittelhandel setzen sich grundlegende Veränderungen inklusive einer länderübergreifenden Konsolidierungswelle fort, die nach Einschätzung von Experten bis 2025 zu einer Halbierung der Zahl der großen Lebensmittelhändler führen wird.

Die Kaufkraft der deutschen Verbraucher wird sich laut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) weiter positiv entwickeln. Prognosen gehen von einem Wachstum der Pro-Kopf-Kaufkraft um +2,8 % und damit 633 Euro mehr als im Vorjahr aus.

Der Rohstoffpreisindex zeigt seit Mitte Dezember 2017 einen leichten Aufwärtstrend. Analysten erwarten für 2018 steigende Preise im globalen Rohstoffbereich.

Die Umsatzentwicklung der Ernährungsindustrie wird vom Bundesverband der deutschen Ernährungsindustrie (BVE) auf Basis seiner Konjunkturumfrage für 2018 optimistisch eingeschätzt. Von der neuen Bundesregierung fordert die Ernährungsindustrie eine Senkung des Regulierungsdrucks und eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.

Für das laufende Geschäftsjahr 2018 rechnet die Nestlé Deutschland AG wiederum mit einem leichten Umsatzwachstum im Inland aus den Produktkategorien im Rahmen der Hauptgeschäftstätigkeit, d.h. ohne Erträge aus Nebenleistungen wie IT-Dienstleistungen und sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen. Allerdings führt die Schließung des Werkes Mainz zum 31.12.2017 zu einem Rückgang beim Exportvolumen, so dass wir insgesamt mit einem leichten Umsatzrückgang aus den Produktkategorien rechnen müssen. Auf der Kostenseite werden Effizienzsteigerungsprojekte in Produktion, Einkauf, Verwaltung und Vertrieb fortgesetzt, um profitables Wachstum zu sichern. In Bezug auf das Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) erwartet die Nestlé Deutschland AG, einen Betrag in einem Korridor zwischen EUR 150 Mio und EUR 170 Mio zu erzielen.

Frankfurt am Main, den 4. Mai 2018

Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit gemäß § 21 Absatz 1 Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG)

Eine angemessene Honorierung geht bei Nestlé über die reine Lohn- und Gehaltszahlung hinaus. Nestlé bezahlt marktgerechte Löhne und Gehälter. Die Lohn- und Gehaltszahlung wird ergänzt durch Pensionsbeiträge, Entwicklungsmöglichkeiten und –maßnahmen sowie unser vielfältiges Nebenleistungsangebot.

Dieses Angebot stellen wir über die globale Nestlé Total Rewards Policy sicher, die für alle Standorte der Nestlé in Deutschland gilt.

Maßnahmen zur Förderung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer

Grundsätzlich erfolgt die Vergütung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Basis ihrer Fähigkeiten und ihrer Qualifikation.

Die Definition der individuellen Vergütung erfolgt auf Basis von Tarifverträgen, auf Basis von Positionsbewertungen im Rahmen von Gehaltsbändern und auf Basis von internen und externen Vergütungsbenchmarks. Das Geschlecht oder die regionale Herkunft des Mitarbeiters wird weder bei der Festlegung der Vergütung berücksichtigt noch bei der regelmäßigen Entgeltüberprüfung.

Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkung

Bedarfsgerechte Personalentwicklungsmöglichkeiten wie interne und externe Trainings, Business-Coaching, internationale Trainings oder Sprachtrainings stehen bei Nestlé grundsätzlich allen Mitarbeitern auf allen Ebenen unabhängig von ihrem Geschlecht zur Verfügung.

Neben den Personalentwicklungsmöglichkeiten ist es Nestlé wichtig, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarung von Beruf und Familie anzubieten. Hierzu zählten in den Jahren 2016 und 2017 unter anderen:

Teilzeitbeschäftigungen: Unter Berücksichtigung des Aufgabengebietes ist in den meisten Fällen neben einer Vollzeitbeschäftigung auch eine Teilzeitbeschäftigung möglich.
Sabbatical: Mit dem Sabbatical wird es allen unbefristeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglicht, eine auf maximal sechs Monate befristete Auszeit von der Arbeit zu nehmen. Im Anschluss können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die bisherige Position im Unternehmen zurückkehren.
Homeoffice-Regelung: Unter Berücksichtigung des Aufgabengebietes und in Rücksprache mit den Vorgesetzten ist ein kurzfristiges externes Arbeiten bei Nestlé möglich.
Unterstützung in familiären Notfallsituation: In diesem Bereich arbeitet Nestlé mit dem pme Familienservice zusammen, dieser bietet allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Unterstützungen in unterschiedlichen Lebenssituationen an, wie z.B. Kinderbetreuung, Homecare-Eldercare oder Lebenslagen-Coaching.

Zugeschnitten auf Mitarbeiterinnen bieten wir ein Cross-Mentoring Programm an. In diesem Programm arbeitet Nestlé mit anderen Unternehmen zusammen, in dem Frauen gefördert werden, die gerade eine Führungsrolle übernommen haben bzw. in Kürze übernehmen werden. Hierzu wird den teilnehmenden Mitarbeiterinnen für zwölf Monate ein erfahrener Mentor aus einem anderen Unternehmen zur Seite gestellt. Mit diesem kann sich die Mitarbeiterin in dieser Zeit regelmäßig zu unterschiedlichen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Karriere austauschen.

Angaben zu den Beschäftigtenzahlen gemäß § 21 Absatz 2 EntgTranspG

Nestlé Deutschland AG Beschäftigt 2016 Durchschnitt Beschäftigt 2017 Durchschnitt
Beschäftigte 5.316 5.233
Vollzeitbeschäftigte 4.613 4.453
Davon Frauen 1.311 1.249
Davon Männer 3.302 3.205
Teilzeitbeschäftigte 703 779
Davon Frauen 545 584
Davon Männer 158 196

Bilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 640 1.154
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 640 931 2.085
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 314.046 304.006
2. Technische Anlagen und Maschinen 182.917 186.214
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.795 58.339
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 62.357 615.115 104.003 652.562
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 113.880 93.853
2. Beteiligungen 1.043 1.043
3. Sonstige Ausleihungen 13.629 16.199
4. Sondervermögen Pension Trust 19.330 18.297
5. Genossenschaftsanteile 653 148.535 653 130.045
764.290 784.692
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 77.585 69.519
2. Unfertige Erzeugnisse 20.625 25.287
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 128.757 226.967 108.369 203.175
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 317.463 346.226
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) -
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 153.120 151.687
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 0 (i. Vj. TEUR 13.590) -
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.380 9.639
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 800 (i. Vj. TEUR 800) -
4. Sonstige Vermögensgegenstände 41.655 517.618 37.669 545.221
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 7.979 (i. Vj. TEUR 9.741) -
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 12.282 12.291
756.867 760.687
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.286 1.636
1.524.443 1.547.015
Passiva
31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 214.267 214.267
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 21.427 21.427
2. Andere Gewinnrücklagen 2.778 24.205 2.778 24.205
238.472 238.472
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 16.970 18.683
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.779 5.354
2. Steuerrückstellungen 575 704
3. Sonstige Rückstellungen 377.998 375.632
384.352 381.690
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10 0
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 10 (i. Vj. TEUR 0) -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 318.183 348.612
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 318.183 (i. Vj. TEUR 348.612) -
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 534.481 535.846
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 533.469 (i. Vj. TEUR 534.949) -
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 84 92
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 84 (i. Vj. TEUR 92) -
5. Sonstige Verbindlichkeiten 28.359 21.505
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 28.092 (i. Vj. TEUR 20.615) -
- davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahre TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) -
- davon aus Steuern TEUR 11.127 (i. Vj. TEUR 9.056) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 206 (i. Vj. TEUR 603) - 881.117 906.055
E. Rechnungsabgrenzungsposten 3.532 2.115
1.524.443 1.547.015

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

2017 2016
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 3.647.513 3.607.293
2. Erhöhung (i. Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 4.097 -3.738
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 7.825 10.823
4. Sonstige betriebliche Erträge 143.665 143.672
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 1.535.023 -1.459.256
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -198.479 -1.733.502 -188.426 -1.647.682
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -308.942 -315.579
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -72.550 -381.492 -68.899 -384.478
- davon für Altersversorgung TEUR 9.328 (i. Vj. TEUR 5.808) -
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -125.604 -111.110
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.445.676 -1.522.486
9. Erträge aus Beteiligungen 2.746 6.926
- davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 1.048 (i. Vj. TEUR 0) -
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 2.972 8.705
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.717 1.429
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.488 228
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -7.710 -5.677
- davon an verbundene Unternehmen TEUR 1.839 (i. Vj. TEUR 1.431) -
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -50 0
15. Ergebnis nach Steuern 119.989 103.905
16. Sonstige Steuern -2.397 -1.700
17. Jahresergebnis vor Gewinnabführung 117.592 102.205
18. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -117.592 -102.205
19. Jahresüberschuss 0 0

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2017

TEUR
Zugänge des Geschäftsjahres

TEUR
Umgliederungen

TEUR
Verschmelzung

TEUR
Abgänge des Geschäftsjahres

TEUR
31.12.2017

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.326 338 1.938 0 1.051 4.551
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.272 0 0 0 0 4.272
7.598 338 1.938 0 1.051 8.823
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 571.741 24.729 7.829 0 3.998 600.301
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.003.921 6.005 69.395 0 8.629 1.070.692
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 287.140 19.297 1.640 0 43.940 264.137
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 104.003 37.218 -78.864 0 0 62.357
1.966.805 87.249 0 0 56.567 1.997.487
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 93.878 20.053 0 26 0 113.905
2. Beteiligungen 1.043 0 0 0 0 1.043
3. Sonstige Ausleihungen 17.791 16 0 0 3.153 14.654
4. Sondervermögen Pension Trust 18.297 3.741 -1.183 0 1.525 19.330
5. Genossenschaftsanteile 653 0 0 0 0 653
131.662 23.810 -1.183 26 4.678 149.585
2.106.065 111.397 755 26 62.296 2.155.895
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2017

TEUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres

TEUR
Umgliederungen

TEUR
Zuschreibungen des Geschäftsjahres

TEUR
Abgänge des Geschäftsjahres

TEUR
31.12.2017

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.172 773 1.938 0 972 3.911
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.341 931 0 0 0 4.272
5.513 1.704 1.938 0 972 8.183
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 267.735 22.013 -2 0 3.491 286.255
2. Technische Anlagen und Maschinen 817.707 78.626 0 0 8.558 887.775
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 228.801 23.261 2 0 43.722 208.342
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
1.314.243 123.900 0 0 55.771 1.382.372
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25 0 0 0 0 25
2. Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 1.592 0 0 567 0 1.025
4. Sondervermögen Pension Trust 0 0 0 0 0 0
5. Genossenschaftsanteile 0 0 0 0 0 0
1.617 0 0 567 0 1.050
1.321.373 125.604 1.938 567 56.743 1.391.605
Buchwerte
31.12.2017

TEUR
31.12.2016

TEUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 640 1.154
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 931
640 2.085
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 314.046 304.006
2. Technische Anlagen und Maschinen 182.917 186.214
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.795 58.339
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 62.357 104.003
615.115 652.562
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 113.880 93.853
2. Beteiligungen 1.043 1.043
3. Sonstige Ausleihungen 13.629 16.199
4. Sondervermögen Pension Trust 19.330 18.297
5. Genossenschaftsanteile 653 653
148.535 130.045
764.290 784.692

Anhang für das Geschäftsjahr 2017

A. Allgemeine Angaben

Die Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft (im Weiteren kurz "Nestlé Deutschland AG") hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (HRB 28163).

Der Jahresabschluss der Nestlé Deutschland AG zum 31. Dezember 2017 ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft gehört als Teilkonzern zum Konzernkreis der Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), und ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes gemäß § 292 Abs. 1 HGB befreit. Der Konzernabschluss der Nestlé S.A. (größter und kleinster Kreis), der nach IFRS-Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt ist, wird im Bundesanzeiger in deutscher Sprache offengelegt.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 erfolgte die Verschmelzung der "SCHOKO" Schokoladen- und Süßwaren GmbH, Frankfurt am Main, auf die Nestlé Deutschland AG.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig über drei Jahre nach der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben und ist nun voll abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die handels- und steuerrechtlich aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Die Zugänge zu den Sachanlagen werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt. Zugänge werden über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:

Anlagenklasse Jahre
Gebäude 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 6 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 5 Jahre

Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen.

Die Grenze für die Betrachtung eines geringwertigen Wirtschaftsgutes liegt unverändert zum Vorjahr bei EUR 150,00. Alle Zugänge unter dieser Grenze werden direkt aufwandswirksam erfasst.

Anteile an verbundenen Unternehmen, die Beteiligungen und die Genossenschaftsanteile werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Ausleihungen werden, soweit sie unverzinslich sind, mit ihrem Barwert angesetzt. Die Abzinsung erfolgte mit den von der Bundesbank veröffentlichten, laufzeitkongruenten, durchschnittlichen Marktzinssätzen zum 31. Dezember 2017.

Das nicht verrechnete Sondervermögen Pension Trust entfällt auf Pensionsrückstellungen, die im Hinblick auf die zugrunde liegenden Zusagen nicht von der Gesellschaft selbst, sondern von ihren Betriebsführungsgesellschaften bilanziert werden. Die Bewertung erfolgt mit den Anschaffungskosten.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die Anschaffungskosten sind - mit Ausnahme der Bestände des Geschäftsbereichs Herta, deren Ermittlung nach der Durchschnittsmethode erfolgt - nach der Fifo-Methode ermittelt. Im Vorjahr wurden die Wertansätze der Rohkaffeebestände nach der Lifo-Methode ermittelt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit den durchschnittlichen Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie die produktionsbezogenen Gemeinkosten der Werke, einschließlich aktivierungspflichtiger Abschreibungen. Im Vorjahr wurden die unfertigen und fertigen Erzeugnisse, soweit sie Rohkaffeebestände enthalten, nach der Lifo-Methode angesetzt.

Waren sind, mit Ausnahme der Bestände des Geschäftsbereichs Herta, nach der Fifo-Methode bewertet. Die Warenbestände des Geschäftsbereichs Herta sind mit dem Durchschnittswert angesetzt.

Die Bewertungsunterschiede zu höheren Marktpreisen am Stichtag betragen für die nach der Fifo-Methode bewerteten Bestände TEUR 1.826.

Von den Wertansätzen der Vorräte werden sowohl in Fällen verminderter Verwertbarkeit als auch bei gesunkenen Wiederbeschaffungskosten oder zur verlustfreien Bewertung erforderliche Wertabschläge vorgenommen.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelrisiken und das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Die Bewertung der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt mit dem Nennwert. Wertberichtigungen werden vorgenommen, soweit erforderlich. Langfristige unverzinsliche Forderungen werden mit dem Barwert angesetzt.

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nominalwert.

Das auf DM 419.069.100,00 (EUR 214.266.628,49) lautende gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird über die Nutzungsdauer der entsprechenden Anlagengegenstände ertragswirksam aufgelöst.

Die Pensionsverpflichtungen wurden mit Ausnahme der rückgedeckten Direktzusagen gutachterlich unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens bewertet und damit mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Dabei wurden die Richttafeln 2005 G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung der Firmenrenten ist der von der Deutschen Bundesbank für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zum 31. Dezember 2017 veröffentlichte Zinssatz von 3,68% (i. Vj. 4,01%) verwendet worden. Rückstellungen für Firmenrenten sind im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017 unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre (bis zum Geschäftsjahr 2015: durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre) bewertet worden.

Der Ansatz der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen, der sich nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergeben würde, übersteigt den in der Bilanz angesetzten Betrag um TEUR 3.271. Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt. Der Zinsänderungseffekt wird im operativen Ergebnis ausgewiesen.

Zukünftige Anpassungen der Versorgungsleistungen wurden durch einen Gehaltstrend von 2,3% (i. Vj. 2,0%) und einem Rententrend von 1,7% (i. Vj. 1,7%) berücksichtigt.

Die in der Nestlé Rückdeckungskasse VVaG, Frankfurt am Main, rückgedeckten Direktzusagen sind leistungskongruent rückgedeckte Versorgungszusagen, die wie wertpapiergebundene Zusagen behandelt werden. Entsprechend sind die Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs angesetzt (TEUR 2.496) und vollständig mit diesem verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird. Erwartete zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden dabei berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst. Zinsänderungseffekte werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen. Die Rückstellung für Lohn- und Gehaltszahlungen wird ratierlich ab dem Beginn der Aktivphase angesammelt, während die Rückstellung für Aufstockungsleistungen mit Vertragsabschluss gebildet wird. Die Bewertung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Barwert. Die Rückstellungen für den Performance Stock Unit Plan (aktienbasierte Vergütung) werden ratierlich über den Erdienungszeitraum angesammelt. Der Bewertung liegt der Börsenkurs der Nestlé S.A.-Aktien am Stichtag zugrunde.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit den Einstandskursen. Die zum Stichtag bilanzierten Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind vollumfänglich binnen Jahresfrist fällig und werden daher mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Bei der Nestlé Deutschland AG werden seit 2005 auf Grundlage des Gesetzes über den Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen (Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz - TEHG) Emissionsrechte bilanziert. Die durch das Umweltbundesamt in Deutschland unentgeltlich ausgegebenen Emissionsrechte wurden zum Zeitpunkt der Eintragung in das Emissionshandelsregister mit dem Zeitwert unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen aktiviert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag werden vorgenommen soweit erforderlich.

Finanzinstrumente

Die Nestlé Deutschland AG setzt zur teilweisen Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit (insbesondere Wechselkursen) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität - wie Devisentermingeschäfte - verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen und das interne Berichtswesen sowie die Funktionstrennung regeln.

Die Nominal- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente der Nestlé Deutschland AG stellen sich wie folgt dar:

Nominalvolumen

TEUR
Positiver Marktwert

TEUR
Negativer Marktwert

TEUR
Devisentermingeschäfte 174.453 646 -1.800

Die Laufzeiten der Devisentermingeschäfte liegen unter einem Jahr.

Als Nominalvolumen eines derivativen Sicherungsgeschäftes wird die rechnerische Bezugsgröße bezeichnet, aus der sich die Zahlungen ableiten. Sicherungsgegenstand und Risiko sind nicht die Nominalwerte selbst, sondern nur die Preisänderungen (z. B. Wechselkursänderungen) bezogen auf die Nominalwerte.

Die Ermittlung der Marktwerte der Devisentermingeschäfte erfolgt auf Basis quotierter Marktpreise am Bilanzstichtag ohne Verrechnung mit etwaig gegenläufigen Wertentwicklungen aus zugrunde liegenden Grundgeschäften. Der Marktwert entspricht dem Betrag, den die Nestlé Deutschland AG bei vorzeitiger Auflösung des Sicherungsgeschäfts über die Nominalwerte hinaus zu bezahlen (-) oder zu bekommen (+) hätte. Für drohende Verluste aus diesen Geschäften wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 1.800 (i. Vj. TEUR 1.125) gebildet.

Ferner setzt die Gesellschaft derivative Finanzinstrumente ein, um sich gegen Schwankungen der Rohstoffpreise für Kakao abzusichern. Zum Stichtag bestehen die nachfolgenden Sicherungsgeschäfte:

Menge Tonnen Transaktionsvolumen

TEUR
Positiver Marktwert

TEUR
Negativer Marktwert

TEUR
Kakao 32.750 57.197 1.346 -3.177

Die Ermittlung der Marktwerte für die offenen Sicherungsgeschäfte erfolgt auf Basis quotierter Marktpreise zum Bilanzstichtag. Für die negativen Marktwerte wurden Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von TEUR 3.177 (i. Vj. TEUR 10.277) gebildet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Im Anlagevermögen wurden außerplanmäßige Abschreibungen in folgender Höhe vorgenommen. Diese bestehen im Wesentlichen aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf andere aktivierte Eigenleistungen und auf Gebäude und bewegliches Sachanlagevermögen am Produktionsstandort Mainz:

2017

TEUR
2016

TEUR
§ 253 Abs. 3 Satz 3 HGB 20.157 5.012

Finanzanlagen

An den nachstehenden Unternehmen hält die Nestlé Deutschland AG mindestens 50 % der Anteile am Kapital:

Direkte Beteiligungen über 50 %:

Unternehmen Sitz Höhe des Anteils am Kapital

in %
Eigenkapital

in TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres

in TEUR
Alpursa Lebensmittel GmbH1 2 Frankfurt a. M. 100 51 0
APONTI Vertriebsgesellschaft mbH1 2 Frankfurt a. M. 100 26 0
Benedict Lebensmittel GmbH1 2 Frankfurt a. M. 100 26 0
Bübchen Vertriebs GmbH1 2 Frankfurt a. M. 100 26 0
Gesuna Nahrungsmittel GmbH1 2 Euskirchen 100 256 0
HS Hanseatische Konsumgüter GmbH1 2 Hamburg 100 26 0
Herta GmbH1 2 Herten 100 51 0
Herta Produktions GmbH1 2 Herten 100 25 0
MAGGI GmbH1 2 Singen 100 51 0
MAGGI Kochstudio Treff GmbH1 2 Frankfurt a. M. 100 102 0
Merrick Europe GmbH (bis 26. Dezember 2017: ALI Nahrungs- und Genussmittel GmbH)1 2 Frankfurt a. M. 10G 51 0
Nespresso Deutschland GmbH1 2 Düsseldorf 100 25 0
Nestlé GLOBE Center Europe GmbH1 2 Frankfurt a. M. 100 30 0
Nestlé Health Science (Deutschland) GmbH1 2 Frankfurt a. M. 100 25 0
Nestlé Kaffee & Schokoladen GmbH1 2 Frankfurt a. M. 100 52 0
Nestlé Nutrition GmbH1 2 Frankfurt a. M. 100 52 0
Nestlé Professional GmbH1 2 Frankfurt a. M. 100 520 0
Nestlé Purina PetCare Deutschland GmbH1 2 Euskirchen 100 30 0
Nestlé Verbraucher-Service GmbH1 2 Frankfurt a. M. 100 26 0
Nestlé Versorgungskasse GmbH Frankfurt a. M. 100 60 0
Nestlé Wagner GmbH1 2 Nonnweiler 100 25 0
Nestlé WCO GmbH1 2 Malliß-Conow 100 25 0
Terra Canis GmbH München 80 60 k.A.3
Vitaflo Deutschland GmbH2 Steinbach (Taunus) 100 150 0
Westfälische Fleischwaren Vogt GmbH1 2 Herten 100 26 0

Indirekte Beteiligungen über 50 %:

Unternehmen Sitz Höhe des Anteils am Kapital

in %
Eigenkapital

in TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres

in TEUR
Schäbitz Wurstwaren GmbH München 80 100 k.A3

1 Betriebsführungs- oder Namenslizenzgesellschaften, Tätigkeit ausschließlich für Rechnung des Mutterunternehmens ohne eigene wirtschaftliche Ergebnisse (teilweise mit eigenem Personal)

2 Gesellschaften mit Gewinnabführungsvertrag

3 liegt zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses noch nicht vor

An den folgenden Unternehmen hält die Nestlé Deutschland AG 20 % bis 50 % der Anteile am Kapital:

Direkte Beteiligungen von 20 % bis 50 %:

Unternehmen Sitz Höhe des Anteils am Kapital

in %
C.P.D. Cereal Partners Deutschland GmbH & Co. OHG Frankfurt a. M. 50
C.P.D. Cereal Partners Deutschland Verwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt a. M. 50
Cremilk GmbH Kappeln 25
Nestlé Kuban LLC Timashevsk/Russland 33

Indirekte Beteiligungen von 20 % bis 50 %:

Unternehmen Sitz Höhe des Anteils am Kapital

in %
Dognet.de GmbH Wuppertal 21

Auf die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses der Unternehmen, an denen eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligung von 20 % bis 50 % besteht, wird gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 und 2 HGB verzichtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

bis 1 Jahr

TEUR
über 1 Jahr

TEUR
Gesamt 31.12.2017

TEUR
Gesamt 31.12.2016

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 317.463 0 317.463 346.226
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 153.120 0 153.120 151.687
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.580 800 5.380 9.639
Sonstige Vermögensgegenstände 33.676 7.979 41.655 37.669
Summe 508.839 8.779 517.618 545.221

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus dem Verrechnungsverkehr in Bezug auf Lieferungen und Leistungen, Ergebnisabführungsverträgen, Cash-Pooling und der umsatzsteuerlichen Organschaft. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin belaufen sich auf TEUR 4.235 (i. Vj. TEUR 16.459).

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Beteiligungserträgen und im Übrigen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 8.381.382 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen. Mit der Nestlé S.A. wurde am 23. bzw. 28. Dezember 1987 ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen, der nach Zustimmung durch die Hauptversammlung und Eintragung im Handelsregister seit dem 26. Januar 1989 wirksam ist.

Mit der alleinigen Gesellschafterin Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, wurde am 30. Mai 2001 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, der nach Zustimmung durch die Hauptversammlung und Eintragung im Handelsregister am 11. September 2001 wirksam wurde.

Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage mit TEUR 21.427 und die anderen Gewinnrücklagen mit TEUR 2.778 blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Der nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrte Betrag beläuft sich auf TEUR 3.312 (i. Vj. TEUR 3.746) und resultiert vollständig aus der Zeitwertbewertung des mit den Pensionsrückstellungen verrechneten Deckungsvermögens. Darüber hinaus ist die Differenz der Erfüllungsbeträge zwischen der Ermittlung mittels des 7-Jahres-Durchschnittszinses und des 10-Jahres-Durchschnittszinses (TEUR 3.271) gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt. Der ausschüttungsgesperrte Betrag ist vollständig durch frei verfügbare Rücklagen gedeckt.

Rückstellungen

Die Zuführungen zu dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen im Geschäftsjahr entfallen mit TEUR 855 auf die laufende Aufzinsung der bestehenden Anwartschaften sowie mit TEUR 1.378 auf die im Geschäftsjahr erworbenen Anwartschaften. Ein Teil der Pensionsrückstellungen mit einem Erfüllungsbetrag von TEUR 23.236 (i. Vj. TEUR 21.585) wurde nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem korrespondierenden Deckungsvermögen von TEUR 18.662 (i. Vj. TEUR 17.479) verrechnet. Die Bewertung dieses verrechneten Deckungsvermögens erfolgte zu beizulegenden Zeitwerten. Die ursprünglichen Anschaffungskosten hierfür betrugen TEUR 15.350 (i. Vj. TEUR 13.733).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:

31.12.2017

TEUR
31.12.2016

TEUR
Rückvergütungen, Werbekosten und sonstige Verpflichtungen 216.555 218.644
Rückstellungen aus dem Personalbereich 56.697 52.661
Umstrukturierungen, Sozialpläne und Abfindungen 51.096 44.488
Ausstehende Rechnungen 22.699 23.885
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 10.567 15.106
Prozesskosten 3.902 2.448

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:

bis 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Gesamt 31.12.2017

TEUR
Gesamt 31.12.2016

TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10 0 0 10 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 318.183 0 0 318.183 348.612
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 533.469 321 691 534.481 535.846
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 84 0 0 84 92
Sonstige Verbindlichkeiten 28.092 267 0 28.359 21.505
Summe 879.838 588 691 881.117 906.055

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 380.941 (i. Vj. TEUR 379.362). Davon entfallen TEUR 260.702 (i. Vj. TEUR 266.395) auf das Cash Pooling und TEUR 117.592 (i. Vj. TEUR 102.205) auf die Ergebnisabführung. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen den Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen

Die Nestlé Deutschland AG gewährleistet zusammen mit den übrigen Trägern der Nestlé Pensionskasse VVaG, Frankfurt am Main, der Nestlé Versorgungskasse GmbH, Frankfurt am Main, und der Nestlé Pensionsfonds AG, Biessenhofen, die ausreichende Finanzierung der satzungsmäßigen Leistungen dieser Versorgungseinrichtungen. Des Weiteren bestehen Bürgschaften in Höhe von TEUR 14.716 (i. Vj. TEUR 14.807). Mit Blick auf die wirtschaftliche Lage der Schuldnerinnen sind derzeit keine Tatsachen bekannt, die auf eine Inanspruchnahme aus den vorgenannten Haftungsverhältnissen schließen lassen.

bis 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Gesamt 31.12.2017

TEUR
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 22.814 67.497 13.601 103.912
Verpflichtungen aus Investitionen (Bestellobligo) 5.841 0 0 5.841
Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen 28.655 67.497 13.601 109.753

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen und assoziierten Unternehmen sowie resultierend aus der Altersversorgung bestehen wie im Vorjahr nicht.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Produktgruppen:

2017

TEUR
Anteil

%
2016

TEUR
Anteil

%
Fertiggerichte und Produkte für die Küche 1.286.481 35 1.298.024 36
Getränke 876.879 24 878.479 24
Milch- und Diätetikprodukte 418.929 12 376.731 10
Produkte für Heimtiere 410.761 11 389.106 11
Schokolade und Süßwaren 368.261 10 356.657 10
Sonstiges 64.370 2 69.227 2
Summe nach Produktkategorien 3.425.681 94 3.368.224 93
- davon Export - 907.085 25 826.170 23
Sonstige Umsatzerlöse aus IT-Dienstleistungen 159.995 4 164.868 5
Sonstige Umsatzerlöse aus sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen 61.837 2 74.201 2
Summe Gesamt 3.647.513 100 3.607.293 100

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 8.116 (i. Vj. TEUR 3.154).

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 42.301 (i. Vj. TEUR 46.092). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen.

Aus der Auflösung eines Sonderpostens für Investitionszuschüsse sind Erträge in Höhe von TEUR 1.713 (i. Vj. TEUR 1.713) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 3.726 (i. Vj. TEUR 7.126). Zudem sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 32.808 aus Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen von Effizienzsteigerungsprojekten in Produktion, Einkauf, Verwaltung und Vertrieb enthalten.

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis beinhaltet Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen i. H. v. TEUR 3.510 (i. Vj. TEUR 1.229). Außerdem enthalten sind laufende Erträge von TEUR 1.617 (i. Vj. TEUR 357) aus dem nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechneten Deckungsvermögen sowie Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen von TEUR 125 (i. Vj. TEUR 0).

Steuerliche Organschaft

Mit der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH besteht eine gewerbe- und körperschaft- sowie umsatzsteuerliche Organschaft.

Jahresergebnis vor Gewinnabführung

Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung an die Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH beträgt TEUR 117.592 (i. Vj. TEUR 102.205).

E. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Arbeitnehmer (Jahresdurchschnitt) 2017

Anzahl
2016

Anzahl
Arbeiter 2.539 2.571
Angestellte 2.493 2.530
davon leitende Angestellte 183 181
Auszubildende 201 215
Summe 5.233 5.316

Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Vergütungen an den Aufsichtsrat belaufen sich auf TEUR 208, die Gesamtbezüge des Vorstands auf TEUR 3.030.

Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen betragen TEUR 389. Für diesen Personenkreis bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 5.239.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer, das im Berichtsjahr als Aufwand erfasst wurde, beträgt TEUR 1.036 und entfällt mit TEUR 977 auf Abschlussprüfungsleistungen sowie mit TEUR 59 auf sonstige Bestätigungsleistungen.

Mitglieder des Aufsichtsrats

Dr. h.c. Helmut O. MAUCHER (bis 5. März 2018), Ehrenvorsitzender, Ehrenpräsident des Verwaltungsrats der Nestlé S.A.,, Bad Homburg v.d.H.
Peter VOGT (ab 19. Mai 2017), Vorsitzender, Stellvertretender Executive Vice President / Direktor Personal Nestlé S.A., Jenins (Schweiz)
Professor Dr. Werner BAUER (bis 19. Mai 2017), Vorsitzender, Ehemaliger Generaldirektor der Nestlé S.A.,, Lutry (Schweiz)
Thomas GAUGER4, Stellvertretender Vorsitzender, Landesbezirksvorsitzender Nordrhein-Westfalen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten ("NGG"), Essen
Dr. Rainer SAELZLE (bis 19. Mai 2017), Stellvertretender Vorsitzender, Ehem. Vorstandsmitglied der Nestlé Deutschland AG, Friedrichsdorf
Reiner EICH4, Betriebsratsvorsitzender der Zentrale der Nestlé Deutschland AG, Frankfurt am Main
Susanne FERSCHL4 (bis 11. Dezember 2017), Betriebsratsvorsitzende Werk Biessenhofen und Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Nestlé Deutschland AG,, Kaufbeuren
Corinne GABLER, Regional Manager Zone EMENA Corseaux (Schweiz)
Anette HARES (bis 19.Mai 2017), Ehemalige geschäftsführende Gesellschafterin der Wagner Tiefkühlprodukte GmbH, Nonnweiler
Dr. Steffen JUST4, Chief Compliance Officer der Nestlé Deutschland AG, Königstein i. Ts.
Prof. Dr. Renate KÖCHER, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, Konstanz
Ina Korte-Grimberg4 (ab 19. Januar 2018), Referatsleiterin Süßwaren und Tabak in der NGG Hauptverwaltung, Hamburg
Thomas KRAUSE4 Betriebsratsvorsitzender Chocoladenwerk Hamburg, Schwarzenbek
Prof. Dr. Mathias MÜLLER, Geschäftsführender Gesellschafter IWB Dr. Müller Immobilienwirtschaftliche Beratung GmbH, Hofheim am Taunus
Simone PEETZ (ab 19. Mai 2017), Leiterin Vertrieb Insulinpumpensysteme Roche Diabetes Care Deutschland GmbH Bensheim
Kerstin SCHMEIDUCH (ab 19. Mai 2017), Direktorin Recht und Unternehmenskommunikation Nestlé Purina Zone EMENA Pully (Schweiz)
Peter SCHMIDT4 (bis 11. Dezember 2017), Stellv. Landesbezirksvorsitzender der Gewerkschaft NGG, Kempten
Helmut SERWE4 (bis 19. Mai 2017, ab 19. Januar 2018) Betriebsratsvorsitzender Nestlé Wagner GmbH, Nonnweiler
Ortwin TORK4 (ab 19. Mai 2017), Betriebsratsvorsitzender Maggi-Werk Lüdinghausen, Lüdinghausen
Antje WILLEMS-STICKEL, Geschäftsführende Gesellschafterin der Creme 21 GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Klaus E. ZIMMERMANN, Direktor Technik und Produktion Zone EMENA, Pully (Schweiz)
Andreas ZORN4, Betriebsratsvorsitzender Werk Neuss der Nestlé Deutschland AG, Neuss

4 Arbeitnehmervertreter

Mitglieder des Vorstands

Béatrice GUILLAUME-GRABISCH Vorsitzende
Peter HADASCH (bis 12. Oktober 2017), Vorstand Personal
Ralf HENGELS Vorstand Personal
Steffen KINDLER (ab 1. Januar 2018), Vorstand Finanzen und Controlling
Ralph-Alexander Axel KNOCH Vorstand Technik
Hubert STÜCKE (ab 1. Januar 2018), Vorstand Geschäfts- und Unternehmensentwicklung (bis 31. Dezember 2017 Vorstand Finanzen und Controlling)

Gewinnverwendung

Seit 2001 besteht mit der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH ein Gewinnabführungsvertrag, der auch zum vollständigen Verlustausgleich verpflichtet.

Nachtragsbericht

Nach dem Stichtag haben sich keine Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung ergeben.

Frankfurt am Main, den 4. Mai 2018

Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Der Jahresabschluss wurde am 27.06.2018 festgestellt.

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand im Jahre 2017 regelmäßig über die Lage des Unternehmens sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Es fanden im Berichtsjahr zwei Sitzungen des Aufsichtsrats statt, Die Abschlussprüfer haben an der bilanzfeststellenden Sitzung des Aufsichtsrats teilgenommen.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2017 sind von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Von dem Ergebnis der Abschlussprüfung hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat ebenfalls den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft und ist hierbei zu dem abschließenden Ergebnis gelangt, dass Einwendungen hiergegen nicht zu erheben sind und er den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss billigt. Dieser ist damit festgestellt.

Die Nestlé Deutschland AG gehört als Teilkonzern zum Konzernkreis der Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), und ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes gemäß § 292 Abs. 1 HGB befreit. Der Konzernabschluss der Nestlé S.A., der nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) aufgestellt ist, wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Hamburg, den 27. Juni 2018

Der Aufsichtsrat

Peter Vogt, Vorsitzender

AUFSICHTSRATSVORSITZENDER: PETER VOGT

VORSTAND: BEATRICE GUILLAUME-GRABISCH (VORSITZENDE), RALF HENGELS, STEFFEN KINDLER, ALEXANDER KNOCH, HUBERT STÜCKE SITZ FRANKFURT AM MAIN REGISTERGERICHT AMTSGERICHT FRANKFURT AM MAIN, HRB 28 163

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 23. Mai 2018

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Dietz, Wirtschaftsprüferin

Sprinz, Wirtschaftsprüfer