AI assistant
Nestlé AG — Audit Report / Information 2014
Nov 5, 2015
937_rns_2015-11-05_53811619-2d89-4741-b8df-b5214e6d5036.html
Audit Report / Information
Open in viewerOpens in your device viewer
Publication

Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft
Frankfurt am Main
Jahresabschluss zum 31.12.2014
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014
Grundlagen und Steuerung des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Nahrungsmitteln sowie von Heil- und Pflegemitteln. Die Anteile der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft (im Weiteren kurz "Nestlé Deutschland AG") liegen zu 100 % bei der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, die wiederum zum Konzern Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), gehört.
Das operative Geschäft eines Großteils der Nestlé Deutschland AG wird durch das Zonenmanagement Europa der obersten Muttergesellschaft, Nestlé S.A., gesteuert. Neben einigen Teilbereichen der Nestlé Deutschland AG gehören zur "Berichtseinheit Deutschland" noch weitere Aktivitäten, wie das deutsche Eiscreme- und Tiefkühlkostgeschäft; andere Teilbereiche wie das Tiernahrungsgeschäft oder Nespresso gehören dagegen nicht zu dieser Berichtseinheit. Die Steuerung erfolgt auf Basis der Zahlen nach International Financial Reporting Standards ("IFRS") unter Berücksichtigung der "Nestlé Accounting Guidelines". Da die "Berichtseinheit Deutschland" zwar zu einem großen Teil mit dem Umfang der Nestlé Deutschland AG übereinstimmt, aber nicht vollständig deckungsgleich ist und die Werte gemäß IFRS ermittelt werden, verzichten wir an dieser Stelle auf die Angabe konkreter Kennzahlen.
Die für die Unternehmenssteuerung bedeutsamsten handelsrechtlichen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis.
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Die deutsche Wirtschaft erwies sich 2014 trotz des schwierigen weltwirtschaftlichen Umfelds im Jahresdurchschnitt als stabil: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag preisbereinigt 1,5 % über dem Vorjahr. Vor allem zum Jahresende zog die Wirtschaftsleistung nach einer schwächeren Periode im Sommer wieder an. So lag das BIP im vierten Quartal 2014 um 0,7 % höher als im dritten Quartal und stabilisierte sich nach einem schwungvollen Jahresauftakt (+0,8 % im ersten Quartal) und einer Schwächephase im Sommer (-0,1 % im zweiten und +0,1 % im dritten Quartal). Der Haupttreiber des Wachstums war dabei die starke Binnennachfrage. Fast alle Wirtschaftsbereiche verzeichneten 2014 eine positive Entwicklung.
Der private Konsum wuchs im vergangenen Jahr preisbereinigt um 1,1 % gegenüber dem Vorjahr und war damit ein wichtiger Wachstumspfeiler. Er wurde gestützt von der positiven Arbeitsmarktentwicklung, steigenden Löhnen und Gehältern sowie der niedrigen Teuerungsrate.
Auch der Arbeitsmarkt entwickelte sich 2014 positiv und setzte damit den positiven Trend der Vorjahre fort. Die Arbeitslosenquote lag 2014 bei durchschnittlich 6,7 % und damit 0,2 % niedriger als 2013. Dies ist, zusammen mit dem Jahr 2012, der niedrigste Stand der Arbeitslosigkeit seit 1991. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte im achten Jahr in Folge mit 42,7 Millionen einen neuen Höchststand.
Im Jahr 2014 stiegen die Verbraucherpreise um 0,9 % gegenüber dem Vorjahr, womit die Jahresteuerungsrate seit 2011 rückläufig ist. Insbesondere fallende Energiepreise wirkten sich im vergangenen Jahr reduzierend auf die Teuerung aus. Die Nahrungsmittelpreise verzeichneten 2014 eine Steigerung um 1,0 % gegenüber 2013.
Der Umsatz der deutschen Ernährungsindustrie ging 2014 um 1,1 % auf EUR 173,2 Mrd. zurück. Export und Import entwickelten sich dabei gegenläufig. Während der Exportanteil mit 33 % leicht stieg (2013: 30 %) und der Exportumsatz um 5,6 % wuchs, fiel der Inlandsumsatz um 4,1 %. Mehrere Faktoren wirkten sich belastend auf die Hersteller aus, u. a. der zunehmende Konkurrenzdruck im internationalen Wettbewerb, stagnierende Verkaufspreise und ein hohes Kostenniveau.
Der Rohstoffpreisindex sank 2014 im Jahresvergleich um 7,4 %. Der sinkende Ölpreis war für diese Entwicklung hauptverantwortlich. Der Teilindex für Nahrungs- und Genussmittel fiel gegenüber dem Vorjahr um 3,2 %. Überaus gute Ernten in den USA bei Weizen, Mais und Sojabohnen ließen die Preise kräftig fallen. Kaffee verteuerte sich hingegen aufgrund der Trockenheit in Brasilien zu Jahresbeginn 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 30 %. Ebenso stieg der Preis für Kakaobohnen 2014 im Vergleich zum Jahr 2013 signifikant, u. a. aufgrund befürchteter Auswirkungen der Ebola-Epidemie in Westafrika. Der Milchpreis litt in der zweiten Jahreshälfte unter einer geringen Nachfrage in China und dem russischen Importstopp sowie starkem Wachstum der Milchproduktion in Exportregionen. Der Preis für Palmöl zeigte zum Jahresende wieder nach oben, nachdem schwere Regenfälle in Malaysia einen Teil der Ernte vernichtet hatten.
Veräußerungen von Geschäftsbereichen
Unser Unternehmen fokussiert im Zuge eines kontinuierlichen Portfoliomanagements das Kindernahrungsgeschäft künftig in Deutschland und Österreich auf die Marke Beba. Entsprechend konzentriert sich die Nestlé Nutrition GmbH künftig auf die Weiterentwicklung des Geschäfts mit wissenschaftsbasierter Säuglingsnahrung, Nahrung für spezielle medizinische Bedürfnisse und Cerealien für Kleinkinder. Im Zuge dieser Fokussierung haben wir uns aus dem Beikostgeschäft unter den Marken Alete und Milasan zurückgezogen und dieses einschließlich des Werks Weiding veräußert. Zum 1. Januar 2015 hat ein Eigentümer-Konsortium die Marken sowie das dazugehörige Werk übernommen. Mit dem Eigentümer-Konsortium wurde ein Partner gefunden, der das Geschäft mit Alete und Milasan in den Mittelpunkt seiner Geschäftsstrategie stellen will und so als Mittelständler schnell und wendig auf Marktbedürfnisse reagieren kann. Die Umsatzerlöse, die im Geschäftsjahr 2014 in diesen Unternehmensbereichen erzielt wurden, sind im Hinblick auf das Gesamtgeschäftsvolumen unserer Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung.
Zum 1. Oktober 2014 hat der Nestlé-Konzern das Sportnutritionsgeschäft unter der Marke PowerBar an Post Holdings, Inc. verkauft. Post Holdings, Inc. hat seinen Sitz in St. Louis, Missouri (USA), und ist ein führender Hersteller und Verkäufer von Markencerealien in den USA und in Kanada. In Deutschland wurde der Geschäftsbereich PowerBar der Nestlé Deutschland AG sowie deren Tochtergesellschaft PowerBar Europe GmbH, München, veräußert. Bis zum 30. September 2014 wurden in diesem Geschäftsbereich Umsatzerlöse von EUR 27 Mio erzielt.
Geschäftsverlauf
Die Umsatzerlöse unseres Unternehmens von EUR 3.263 Mio (i. Vj. EUR 3.221 Mio) weisen im Jahr 2014 ein Wachstum von 1,3 % auf. Der Umsatzzuwachs im Exportgeschäft betrug dabei 1,9 %, während das Inlandsgeschäft um 1,1 % wuchs. Die Entwicklung in den einzelnen Produktgruppen stellt sich unterschiedlich dar.
Ein starkes Umsatzwachstum zeigt mit 5,3 % die Produktgruppe Getränke, weiterhin unterstützt durch die erfolgreichen (Kaffee-) Kapselsysteme Dolce Gusto und Nespresso.
Die Produktgruppe Milch- und Diätetikprodukte konnte trotz des fortgesetzten Geburtenrückgangs und eines leicht rückläufigen Inlandsgeschäfts durch ein steigendes Exportvolumen an verbundene Unternehmen ein Umsatzwachstum von 1,4 % erzielen.
Bei der Produktgruppe Fertiggerichte und Produkte für die Küche ergibt sich ein Umsatzrückgang von 1,4 %. Während der Geschäftsverlauf des Bereiches Nestlé Wagner deutlich positiv war, entwickelten sich die Geschäftsbereiche Kulinarik und Herta nicht entsprechend unseren Erwartungen. Bei Herta waren die Produktionskapazitäten und in Folge die Markteinführung strategisch wichtiger Produkte von Anlaufschwierigkeiten der neuen Fabrik in Herten deutlich beeinträchtigt.
Der Umsatz mit Produkten für Heimtiere ist um 3,9 % wieder deutlich gewachsen. Ein erfreuliches Wachstum im Inland konnte durch Exportzuwächse an verbundene Unternehmen verstärkt werden.
Die Produktgruppe Schokoladen- und Süßwarenprodukte weist einen Umsatzzuwachs von 2,4 % auf. Das Geschäft entwickelte sich sowohl im Inland als auch beim Export an verbundene Unternehmen erfreulich.
Unter der Produktgruppe "Sonstige" werden die Umsatzerlöse im Bereich der Sportlernahrung unter der Marke PowerBar, der Pflegeprodukte unter der Marke Bübchen sowie Umsatzerlöse mit Accessoires im Geschäftsbereich Nespresso zusammengefasst. Der Umsatzrückgang von 5,8 % ist im Wesentlichen auf die Veräußerung des Geschäftsbereiches PowerBar zum 1. Oktober 2014 zurückzuführen.
Das Jahresergebnis vor der Gewinnabführung beträgt EUR 99,6 Mio und ist vor allem durch die Veräußerung des Geschäftsbereiches Alete (inkl. Milasan) und des dazu gehörenden Werkes Weiding negativ beeinflusst. Im Vorjahr wurde vor Verlustübernahme ein negatives Ergebnis von EUR -23,0 Mio erzielt. Das Vorjahresergebnis war durch die Verschmelzung der Wagner Tiefkühlprodukte GmbH, Nonnweiler, und den hieraus entstandenen Verschmelzungsverlust ebenfalls stark belastet. Gegenläufig wirkten im Vorjahr Gewinne aus dem Verkauf von immateriellen Vermögensgegenständen.
Im Vorjahr wurde für 2014 mit einem um die Veräußerung des Geschäftsbereiches PowerBar bereinigten Umsatzwachstum von 1-2 % und - ohne Sondereffekte - einem Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) mindestens auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2012 (EUR 186,0 Mio) gerechnet. Das Umsatzwachstum liegt im Rahmen der Erwartungen, das Jahresergebnis liegt unter der Prognose des Vorjahres.
Ertragslage
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf EUR 100,9 Mio (i. Vj. EUR 274,0 Mio).
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um EUR 76,4 Mio gesunken. Dies resultiert vor allem aus im Vorjahr enthaltenen Erträgen aus der Veräußerung von immateriellen Vermögensgegenständen des Geschäftsbereiches Wagner an die Tochtergesellschaft Nestlé Wagner GmbH, Nonnweiler.
Der Anteil des Materialaufwands am Umsatz war im Vergleich zum Vorjahr mit 48,4 % (i. Vj. 49,9 %) leicht rückläufig.
Der Anteil des Personalaufwands am Umsatz ist leicht auf 11,9 % (i. Vj. 11,3 %) gestiegen, was im Wesentlichen auf unterjährige Gehaltssteigerungen bis zu 3,5 % je nach Standort zurückzuführen ist.
Die Abschreibungen erhöhten sich nach der Inbetriebnahme der neuen Werke in Schwerin und Herten sowie aufgrund außerplanmäßiger Abschreibungen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um EUR 82,6 Mio deutlich gestiegen, wobei ein Großteil in Höhe von EUR 35,1 Mio aus höheren Aufwendungen für Werbungen, Repräsentation und Verkaufsförderung resultiert. Darüber hinaus fielen Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der Veräußerung des Beikostgeschäfts (Alete und Milasan) einschließlich des Werkes in Weiding an.
Das Beteiligungsergebnis liegt mit EUR 22,6 Mio um EUR 21,4 Mio unter dem Vorjahreswert von EUR 44,0 Mio. Dieser Rückgang ist auf den Verkauf der Marke Wagner von der Nestlé Wagner GmbH an die Société des Produits Nestlé S.A, Vevey, Schweiz, zurückzuführen: Die im übernommenen Ergebnis 2013 enthaltenen Lizenzerträge der Nestlé Wagner GmbH sind durch den Verkauf in 2014 entfallen. Darüber hinaus waren geringere Erträge aus der Beteiligung an der Alois Dallmayr Kaffee OHG, München, zu verzeichnen.
Das Finanzergebnis (einschließlich Abschreibungen auf Finanzanlagen) hat sich um EUR 9,5 Mio von EUR 1,4 Mio auf EUR -8,1 Mio verschlechtert, was insbesondere in Höhe von EUR 6,1 Mio aus der Aufzinsung von Rückstellungen und Darlehen resultiert, während im Vorjahr Erträge in Höhe von EUR 3,6 Mio aus der Abzinsung von Rückstellungen angefallen waren.
Das außerordentliche Ergebnis des Vorjahres in Höhe von EUR -295,8 Mio bestand im Wesentlichen aus dem Verlust aus der Verschmelzung der Wagner Tiefkühlprodukte GmbH, Nonnweiler, auf die Nestlé Deutschland AG.
Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Nestlé Deutschland AG hat sich um EUR 142,2 Mio von EUR 1.633,0 Mio auf EUR 1.490,8 Mio reduziert. Die Eigenkapitalquote beträgt 16,0 % (i. Vj. 14,6 %).
Das Anlagevermögen hat sich um EUR 9,8 Mio reduziert. Das Sachanlagevermögen, innerhalb dessen aufgrund der Inbetriebnahme der neuen Werke in Schwerin und Herten substanzielle Umbuchungen aus Anlagen im Bau in Bauten und technische Anlagen stattfanden, war um EUR 2,2 Mio rückläufig. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen betreffen überwiegend das neue Werk in Schwerin. Darüber hinaus wurden jedoch auch in den anderen Werken Investitionen vorgenommen. Diesen Zugängen stehen Abschreibungen in Höhe von EUR 106,6 Mio gegenüber.
Das Umlaufvermögen ist um EUR 131,8 Mio gesunken, was vor allem auf EUR 120,8 Mio geringere Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen ist. Diese reduzierten sich, nachdem im Vorjahr noch Forderungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögensgegenständen und aus dem Verlustausgleich enthalten waren. Darüber hinaus reduzierten sich die Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen nach der Vereinnahmung von Gewinnansprüchen.
Auf der Passivseite der Bilanz spiegelt sich die Reduzierung der Bilanzsumme um EUR 142,2 Mio vor allem durch um EUR 213,5 Mio geringere Verbindlichkeiten und um EUR 58,4 Mio höhere Rückstellungen wider.
Der Rückgang der Verbindlichkeiten ist geprägt durch um EUR 194,0 Mio niedrigere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Diese Entwicklung resultiert vor allem aus einem um EUR 293,8 Mio geringeren Finanzierungsbedarf, der über den Cash Pool der Muttergesellschaft Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH zu decken war. Dagegen stellen die Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft aufgrund der Gewinnabführung einen substanziellen Gegeneffekt dar, während im Vorjahr eine Forderung aufgrund der Verlustübernahme gegen die Muttergesellschaft bestanden hatte.
Der Anstieg der Rückstellungen betrifft vor allem Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Veräußerung von Unternehmensbereichen, die Rückstellungen für Rückvergütungen und Werbekosten sowie die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.
Da die Nestlé Deutschland AG an den Cash Pool (verzinsliche Verrechnungskonten) der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH angeschlossen ist, bestehen beider Nestlé Deutschland AG keine wesentlichen Bankguthaben oder -verbindlichkeiten. Der sich bei der Gesellschaft ergebende Finanzbedarf wird im Rahmen einer Finanzierungsvereinbarung durch die Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH über den Cash Pool zur Verfügung gestellt. Der Cash Pool Saldo, der unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen wird, wurde im ersten Halbjahr mit dem 1-Monats-Euribor zuzüglich 0,25 % und im zweiten Halbjahr mit dem 1-Monats-Euribor zuzüglich 0,41 % verzinst. Der Cash Pool Saldo belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2014 auf rd. EUR 350,9 Mio (i. Vj. EUR 644,7 Mio).
Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Gemessen an den vom Management vorgegebenen Zielen blieb das Geschäftsjahr 2014 hinter den Erwartungen zurück. Mit den abgeschlossenen Investitionen an den Standorten Schwerin, Herten und Nonnweiler wurden die Grundlagen für ein weiteres Wachstum gelegt. Anlaufschwierigkeiten der Werke Herten und Nonnweiler im Geschäftsjahr 2014 sind überwunden und erforderliche Preisanpassungen für 2015 umgesetzt. Die Finanzierung erfolgt weiterhin über den konzerninternen Cash Pool.
Nachtragsbericht
Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, über die zu berichten wäre.
Forschung und Entwicklung
Die Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft greift bei der Entwicklung von Neuprodukten und neuen Produktionsverfahren auf das Know-how der international organisierten Nestlé Forschungsbereiche zurück.
Risikomanagement
Das Überwachungssystem zur Früherkennung von Risiken wurde weiterentwickelt. Die bedeutendsten Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, werden systematisch erfasst, und es werden Instrumente und Verantwortlichkeiten für ihre Beherrschung und notwendige Verbesserungen definiert. Es erfolgen eine regelmäßige Behandlung im Vorstand, Berichterstattung an den Aufsichtsrat sowie Prüfungen durch unsere Innenrevision.
Die Nestlé Deutschland AG setzt zur teilweisen Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit (insbesondere Wechselkursen, aber auch der Kaffee- und Kakaopreise) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen und das interne Berichtswesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft.
Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
Die Nestlé Deutschland AG will 2015 trotz eines zurückgehenden Marktumfelds profitabler wachsen. Nestlé Deutschland setzt auf gezieltes Wachstum durch attraktive Innovationen und Renovationen. So will das Unternehmen Impulse am Markt nicht nur in neuen Segmenten setzen, wie im Frozen Snack-Business mit der Nestlé Wagner Innovation "Rustipani", sondern auch in bestehenden Segmenten, insbesondere bei Maggi. Maggi setzt 2015 den größten Relaunch seit vielen Jahren um - eine umfassende Qualitätsoffensive, die Rezepturveränderungen und neue Verpackungen quer über alle Produkte im Kochregal vorsieht. Ein Ziel dabei ist die Verbesserung von Rezepturen, so dass Inhaltsstoffe für Verbraucher besser nachvollziehbar werden. Zudem werden zahlreiche Produkte für Endverbraucher mit einem QR-Code für das Smartphone ausgestattet und liefern so mehr Informationen zur Qualität.
Gleichzeitig wird intensiv an einer Reihe von Effizienzprojekten gearbeitet, mit dem Ziel, Effizienzgewinne in der Administration sowie in der Produktion zu realisieren und damit Mittel freizusetzen, um diese in unsere Kategorien und Marken zu investieren.
Die Bewältigung der Vertrauenskrise der Verbraucher - insbesondere vor dem Hintergrund zahlreicher Lebensmittelskandale - war in den vergangenen Jahren eine zentrale Aufgabe der Lebensmittelwirtschaft. Auch wenn sich diese Entwicklung abgeschwächt hat, bleibt es weiterhin Aufgabe von Firmen wie Nestlé, hinsichtlich der Gewährleistung von Spitzenqualität und mehr Transparenz weiterhin aktiv zu agieren.
Auf Unternehmensebene hat Nestlé Deutschland deshalb vor einigen Jahren das Qualitätsprogramm Q4 gestartet, das auf dem Nestlé Prinzip der gemeinsamen Wertschöpfung basiert. Der Qualitätsbegriff von Nestlé umfasst die vier Dimensionen Ernährung, Sicherheit, Umwelt und Gesellschaft, in denen sich das Unternehmen jeweils ehrgeizige Ziele gesetzt hat. Seit dem Start von Q4 hat Nestlé Deutschland zwischenzeitlich signifikante Fortschritte erzielt. So entsprechen bereits fast alle Nestlé Produkte für Kinder bei Nährwerten wie Fett, Zucker oder Salz den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation oder der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Kernrohstoffe wie Kakao, Kaffee, Vanille oder Palmöl stammen zum größten Teil aus Nestlé Programmen für den verantwortungsbewussten Einkauf.
In den vergangenen Jahren ist Nestlé zudem in einen offenen und selbstbewussten Dialog mit Verbrauchern, Kunden und Meinungsbildnern getreten und hat diese in die Q4-Aktivitäten eingebunden. 2015 wird Nestlé den Dialog und die Kommunikation weiter ausbauen und auch bündeln: Unter dem Motto "Qualität nehme ich persönlich!" steht dabei der Mensch im Mittelpunkt. In einer breitangelegten Markenkommunikation auf überwiegend digitalen Medien sowie im Handel wird die Qualitätsleistung der Nestlé-Marken in den Vordergrund gestellt und gezeigt, wie vielfältig für ein Mehr an Qualität gearbeitet wird. Dabei soll anhand konkreter Beispiele auch deutlich werden, wie intensiv sich die Nestlé Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für hohe Qualität einsetzen.
Aus den Innovationen und Renovationen, den Qualitätsinitiativen auf Produktebene und auch aus der Markenkommunikation eröffnen sich 2015 besondere Chancen für das Geschäft.
Zu den Risiken, die die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen können, zählt der Rückgang diverser Marktsegmente, in denen Nestlé Deutschland tätig ist. Dieser ist zum einen auf eine sich verringernde Bevölkerung, zum anderen auf den größeren Anteil berufstätiger Frauen zurückzuführen, was veränderte Konsum- und Kaufgewohnheiten mit sich bringt - insbesondere der Trend, dass zuhause weniger gekocht und gegessen wird und der Außer-Haus-Verzehr weiter steigt. Dies könnte sich negativ auf die Bedeutung und Größe unserer strategischen Segmente auswirken.
Hinzu kommen fortlaufend verstärkte Investitionen des Handels in Eigenmarken und eine Stärkung der Premium-Preissegmente, begleitet von einer fokussierten Kommunikation und Vertikalisierung der Produktion.
Das Bundeskartellamt hat Verfahren gegen die Nestlé Deutschland AG und deren Tochterunternehmen sowie Mitarbeiter eingeleitet. Der Vorstand stellte den Behörden alle erforderlichen Informationen zur Verfügung, um zur Aufklärung des Sachverhalts beizutragen. Die Gesellschaft hat die von ihr erwartete Zahlungsverpflichtung sowie die Kosten für Rechtsanwälte in den Rückstellungen erfasst. Im Kartellamtsverfahren Süßwaren hat das Bundeskartellamt Ende Januar 2013 einen Bußgeldbescheid in Höhe von EUR 13,3 Mio gegen die Gesellschaft verhängt. Das Bundeskartellamt wirft der Nestlé Deutschland AG und drei weiteren Unternehmen die Beteiligung an einem wettbewerbswidrigen Austausch vertraulicher Informationen im Zeitraum zwischen 2006 und Anfang 2008 vor. Gegen diese Entscheidung hat die Nestlé Deutschland AG Einspruch eingelegt. In einem zweiten, kategorieübergreifenden Kartellamtsverfahren hat das Bundeskartellamt Ende März 2013 ein Bußgeld in Höhe von EUR 19,5 Mio gegen die Gesellschaft verhängt. Das Bundeskartellamt wirft Nestlé Deutschland AG und fünf weiteren Markenartikelherstellern der Lebensmittelindustrie kategorieübergreifend wettbewerbswidriges Verhalten im Zeitraum zwischen Ende 2005 und Anfang 2008 vor. Auch gegen diese Entscheidung des Bundeskartellamts hat die Nestlé Deutschland AG Einspruch eingelegt. In einem weiteren Verfahren hat das Bundeskartellamt ein Bußgeld gegen die Herta GmbH verhängt. Herta GmbH und 20 weiteren Unternehmen der Fleisch- und Wurstwarenindustrie wird die Beteiligung an einem branchenweiten wettbewerbswidrigen Verhalten im Jahr 2007 vorgeworfen. Die Nestlé Deutschland AG ist davon überzeugt, dass die Vorwürfe des Kartellamts ungerechtfertigt sind und verfolgt die Aufhebung der genannten Bußgeldbescheide durch das Oberlandesgericht Düsseldorf.
Spezifische Risiken, die die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft in wesentlichem Umfang nachhaltig beeinflussen könnten, sind jedoch nicht ersichtlich.
Ausblick auf das Jahr 2015
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2015 wird von der Bundesregierung und den führenden Wirtschaftsinstituten positiv eingeschätzt. Für 2015 wird mehrheitlich von einem Wachstum zwischen 1,5 % und 2,1 % ausgegangen. Eine Hauptsäule bleibt dabei wie schon 2014 der private Konsum, was sich positiv auf konsumnahe Wirtschaftsbereiche auswirken dürfte. Die Abwertung des Euro sollte die deutsche Exportwirtschaft stärken, ebenso der niedrige Ölpreis. Ein Fragezeichen steht noch hinter der weiteren Entwicklung der geopolitischen Krisen und ihrer Effekte auf die Weltwirtschaft.
Trotz globaler Krisen und Unsicherheiten sind die deutschen Exporte im Jahr 2014 um 3,7 % gewachsen. Für 2015 rechnet der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. mit einem Exportwachstum in Höhe von 4,5 %. Die Entwicklung wird begünstigt durch niedrige Rohstoffpreise und den schwachen Euro.
Der deutsche Arbeitsmarkt bleibt nach Ansicht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit auch 2015 robust. Zu Jahresbeginn dürfte die Arbeitslosigkeit saisonbereinigt leicht zurückgehen. Bisher zeigen sich noch keine negativen Auswirkungen des neu eingeführten Mindestlohns auf den Arbeitsmarkt.
Die Rohstoffpreise entwickeln sich 2015 voraussichtlich uneinheitlich. Der Preis für Milch wird sich aufgrund der geringeren Nachfrage aus China und des anhaltenden russischen Importstopps vermutlich weiterhin auf niedrigem Niveau bewegen. Die Preise für Palmöl werden sich voraussichtlich aufgrund der steigenden Nachfrage erhöhen. Auch die Kaffeepreise bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau. Es ist davon auszugehen, dass die Preise für Kakao aufgrund des günstigen Vegetationsverlaufs, welcher zu höheren Beständen führt, fallen werden.
Die Erwartungen der deutschen Ernährungsindustrie für 2015 sind verhalten. Nach einem leicht rückläufigen Jahr 2014 rechnet die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. mit einem Wachstum von bis zu 2,0 %. Ein wichtiger Branchentrend ist weiterhin das steigende Verbraucherbewusstsein und Informationsbedürfnis in Bezug auf Lebensmittel, deren Produktion und Herkunft.
Für das laufende Geschäftsjahr 2015 rechnen wir im Hinblick auf die Veräußerung der Unternehmensbereiche Alete und Milasan sowie des Geschäftsbereiches PowerBar mit einem leichten Umsatzrückgang zwischen 2 % und 3 %. Bereinigt um diese Veräußerungen rechnen wir jedoch mit einem Umsatzwachstum innerhalb einer Bandbreite von 1-2 %. Wir werden auf der Kostenseite die Effizienzsteigerungsprojekte in Produktion, Einkauf, Verwaltung und Vertrieb fortsetzen, um ein profitables Wachstum zu sichern. In Bezug auf das Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) erwarten wir, einen Betrag in einem Korridor zwischen EUR 140 Mio und EUR 160 Mio zu erzielen.
Frankfurt am Main, den 8. Mai 2015
Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft
Der Jahresabschluss wurde am 29. Mai 2015 festgestellt.
Bilanz zum 31. Dezember 2014
Aktiva
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 1.431 | 1.262 | ||
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 2.962 | 4.393 | 3.977 | 5.239 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 316.739 | 170.644 | ||
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 208.022 | 180.474 | ||
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 62.195 | 63.582 | ||
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 21.626 | 608.582 | 196.098 | 610.798 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 27.824 | 27.849 | ||
| 2. Beteiligungen | 9.571 | 9.569 | ||
| 3. Sonstige Ausleihungen | 22.000 | 27.823 | ||
| 4. Sondervermögen Pension Trust | 20.331 | 21.197 | ||
| 5. Genossenschaftsanteile | 653 | 80.379 | 653 | 87.091 |
| 693.354 | 703.128 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Vorräte | ||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 76.480 | 74.205 | ||
| 2. Unfertige Erzeugnisse | 22.742 | 21.349 | ||
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 130.850 | 230.072 | 137.136 | 232.690 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 339.660 | 320.854 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 0 (i. Vj. TEUR 146) - | ||||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 117.873 | 238.625 | ||
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 23.826 | 51.201 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 800 (i. Vj. TEUR 800) - | ||||
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 71.893 | 553.252 | 67.909 | 678.589 |
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 10.846 (i. Vj. TEUR 10.258) - | ||||
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 12.695 | 16.537 | ||
| 796.019 | 927.816 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.431 | 2.096 | ||
| 1.490.804 | 1.633.040 | |||
| Passiva | ||||
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 214.267 | 214.267 | ||
| II. Gewinnrücklagen | ||||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 21.427 | 21.427 | ||
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 2.778 | 24.205 | 2.778 | 24.205 |
| 238.472 | 238.472 | |||
| B. Sonderposten für Investitionszuschüsse | 22.220 | 9.258 | ||
| C. Rückstellungen | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 7.456 | 7.688 | ||
| 2. Steuerrückstellungen | 1.284 | 2.395 | ||
| 3. Sonstige Rückstellungen | 339.103 | 279.406 | ||
| 347.843 | 289.489 | |||
| D. Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 39 | 257 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 39 (i. Vj. TEUR 257) - | ||||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 249.814 | 282.762 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 249.814 (i. Vj. TEUR 282.762) - | ||||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 596.401 | 790.374 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 596.401 (i. Vj. TEUR 789.579) - | ||||
| - davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahre TEUR 0 (i. Vj. TEUR 709) - | ||||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 441 | 266 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 441 (i. Vj. TEUR 266) - | ||||
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 31.642 | 18.162 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 29.495 (i. Vj. TEUR 15.382) - | ||||
| - davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahre TEUR 335 (i. Vj. TEUR 435) - | ||||
| - davon aus Steuern TEUR 8.700 (i. Vj. TEUR 6.831) - | ||||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 741 (i. Vj. TEUR 752) - | ||||
| 878.337 | 1.091.821 | |||
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 3.932 | 4.000 | ||
| 1.490.804 | 1.633.040 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
| 2014 | 2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 3.263.003 | 3.220.538 | ||
| 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 2.211 | 12.593 | ||
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 3.513 | 5.599 | ||
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 307.885 | 384.269 | ||
| 5. Materialaufwand | ||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -1.524.748 | -1.550.219 | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -53.557 | -1.578.305 | -56.278 | -1.606.497 |
| 6. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | -310.302 | -296.774 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -76.782 | -387.084 | -67.751 | -364.525 |
| - davon für Altersversorgung TEUR 12.737 (i. Vj. TEUR 6.262) - | ||||
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -108.134 | -89.309 | ||
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.416.588 | -1.333.956 | ||
| 9. Erträge aus Beteiligungen | 17.378 | 27.477 | ||
| - davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 75 (i. Vj. TEUR 771) - | ||||
| 10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 5.230 | 16.505 | ||
| 11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 456 | 302 | ||
| 12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.226 | 5.792 | ||
| 13. Abschreibungen auf Finanzanlagen | -2.315 | 0 | ||
| 14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -7.527 | -4.742 | ||
| - davon an verbundene Unternehmen TEUR 3.251 (i. Vj. TEUR 3.172) - | ||||
| 15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 100.949 | 274.046 | ||
| 16. Außerordentliche Aufwendungen / Außerordentliches Ergebnis | 0 | -295.764 | ||
| 17. Erträge aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 20 | 41 | ||
| 18. Sonstige Steuern | -1.394 | -1.365 | ||
| 19. Jahresergebnis vor Gewinnabführung | 99.575 | -23.042 | ||
| 20. Erträge aus der Verlustübernahme | 0 | 23.042 | ||
| 21. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn | -99.575 | 0 | ||
| 22. Jahresüberschuss | 0 | 0 |
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2014 TEUR |
Zugänge des Geschäftsjahres TEUR |
Umgliederungen TEUR |
Abgänge des Geschäftsjahres TEUR |
31.12.2014 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 6.886 | 754 | 0 | 3.516 | 4.124 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 5.022 | 0 | 0 | 750 | 4.272 |
| 11.908 | 754 | 0 | 4.266 | 8.396 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 428.410 | 40.900 | 123.033 | 5.221 | 587.122 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 967.987 | 32.120 | 60.064 | 10.211 | 1.049.960 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 277.508 | 20.901 | 4.631 | 20.513 | 282.527 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 196.098 | 13.257 | -187.728 | 1 | 21.626 |
| 1.870.003 | 107.178 | 0 | 35.946 | 1.941.235 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 38.352 | 0 | 0 | 25 | 38.327 |
| 2. Beteiligungen | 9.569 | 10 | 0 | 8 | 9.571 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 29.617 | 97 | 0 | 3.605 | 26.109 |
| 4. Sondervermögen | |||||
| Pension Trust | 21.197 | 585 | -1.451 | 0 | 20.331 |
| 5. Genossenschaftsanteile | 653 | 0 | 0 | 0 | 653 |
| 99.388 | 692 | -1.451 | 3.638 | 94.991 | |
| 1.981.299 | 108.624 | -1.451 | 43.850 | 2.044.622 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2014 TEUR |
Abschreibungen des Geschäftsjahres TEUR |
Abgänge des Geschäftsjahres TEUR |
31.12.2014 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 5.624 | 564 | 3.495 | 2.693 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.045 | 1.015 | 750 | 1.310 |
| 6.669 | 1.579 | 4.245 | 4.003 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 257.766 | 17.148 | 4.531 | 270.383 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 787.513 | 63.389 | 8.964 | 841.938 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 213.926 | 26.018 | 19.612 | 220.332 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 1.259.205 | 106.555 | 33.107 | 1.332.653 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 10.503 | 0 | 0 | 10.503 |
| 2. Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 1.794 | 2.315 | 0 | 4.109 |
| 4. Sondervermögen | ||||
| Pension Trust | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 5. Genossenschaftsanteile | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 12.297 | 2.315 | 0 | 14.612 | |
| 1.278.171 | 110.449 | 37.352 | 1.351.268 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2014 TEUR |
31.12.2013 TEUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 1.431 | 1.262 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 2.962 | 3.977 |
| 4.393 | 5.239 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 316.739 | 170.644 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 208.022 | 180.474 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 62.195 | 63.582 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 21.626 | 196.098 |
| 608.582 | 610.798 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 27.824 | 27.849 |
| 2. Beteiligungen | 9.571 | 9.569 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 22.000 | 27.823 |
| 4. Sondervermögen | ||
| Pension Trust | 20.331 | 21.197 |
| 5. Genossenschaftsanteile | 653 | 653 |
| 80.379 | 87.091 | |
| 693.354 | 703.128 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2014
A. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main (im Weiteren kurz "Nestlé Deutschland AG"), zum 31. Dezember 2014 wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.
Die Form der Darstellung des Jahresabschlusses wurde beibehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Gesellschaft gehört als Teilkonzern zum Konzernkreis der Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), und ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes gemäß § 292 Abs. 1 HGB befreit. Der Konzernabschluss der Nestlé S.A., der nach IFRS-Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt ist, wird im Bundesanzeiger offengelegt.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 erfolgte die Verschmelzung der DISTRIBUTA Gesellschaft für Lebensmittellogistik mbH, Wildau, auf die Nestlé Deutschland AG. Sämtliche Geschäftsanteile an der verschmolzenen Gesellschaft hielt die Muttergesellschaft Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt am Main. Ferner hat der Nestlé S.A.-Konzern zum 1. Oktober 2014 das Sportnutritionsgeschäft unter der Marke PowerBar an die Unternehmensgruppe Post Holdings, Inc. verkauft. Post Holdings, Inc. hat seinen Sitz in St. Louis, Missouri (USA) und ist ein führender Hersteller und Verkäufer von Markencerealien in den USA und in Kanada. In Deutschland wurde der Geschäftsbereich PowerBar der Nestlé Deutschland AG sowie deren Tochtergesellschaft PowerBar Europe GmbH, München, veräußert. Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten ist aufgrund dieser beiden Vorgänge nicht beeinträchtigt.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Mit Ausnahme der Bildung von Bewertungseinheiten im Zusammenhang mit der Rohkaffee- und Kakaobeschaffung sind die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt worden. Zu den Auswirkungen der Bilanzierungsänderung verweisen wir auf den nachfolgenden Abschnitt "Finanzinstrumente".
Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig über drei Jahre nach der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die handels- und steuerrechtlich aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Die Zugänge zu den Sachanlagen werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt. Zugänge werden über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:
| Anlagenklasse | Jahre |
|---|---|
| Gebäude | 33 Jahre |
| Maschinen | 6 bis 10 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4 bis 5 Jahre |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen.
Die Grenze für die Betrachtung eines geringwertigen Wirtschaftsgutes liegt unverändert zum Vorjahr bei EUR 150,00. Alle Zugänge unter dieser Grenze werden direkt aufwandswirksam erfasst.
Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Die Ausleihungen werden, soweit sie unverzinslich sind, mit ihrem Barwert angesetzt. Die Abzinsung erfolgte mit den laufzeitkongruenten durchschnittlichen Marktzinssätzen zum 31. Dezember 2014.
Das nicht verrechnete Sondervermögen Pension Trust entfällt auf Pensionsrückstellungen, die im Hinblick auf die zu Grunde liegenden Zusagen nicht von der Gesellschaft selbst, sondern von ihren Betriebsführungsgesellschaften bilanziert werden. Die Bewertung erfolgt mit den Anschaffungskosten.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die Anschaffungskosten sind - mit Ausnahme von Rohkaffee sowie den Beständen des Geschäftsbereichs Herta - nach der Fifo-Methode ermittelt. Die Rohkaffeebestände sind nach der Lifo-Methode bewertet. Der Geschäftsbereich Herta ermittelt die Anschaffungskosten nach der Durchschnittsmethode.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse, soweit sie Rohkaffeebestände enthalten, sind nach der Lifo-Methode bewertet. Die übrigen Bestände sind mit den durchschnittlichen Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten die Material-, Fertigungs- und produktionsbezogenen Gemeinkosten der Werke, einschließlich aktivierungspflichtiger Abschreibungen.
Waren sind, mit Ausnahme der Bestände des Geschäftsbereichs Herta, nach der Fifo-Methode bewertet. Die Warenbestände des Geschäftsbereichs Herta sind mit dem Durchschnittswert angesetzt.
Die Bewertungsunterschiede zu höheren Marktpreisen am Stichtag betragen für die nach der Lifo-Methode bewerteten Bestände TEUR 3.008 und für die nach der Fifo-Methode bewerteten Bestände TEUR 754.
Von den Wertansätzen der Vorräte werden sowohl in Fällen verminderter Verwertbarkeit als auch bei gesunkenen Wiederbeschaffungskosten oder zur verlustfreien Bewertung erforderliche Wertabschläge vorgenommen.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelrisiken und das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.
Die Bewertung der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte mit dem Nennwert. Wertberichtigungen werden vorgenommen, soweit erforderlich.
Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgte zum Nominalwert.
Das auf DM 419.069.100,00 (EUR 214.266.628,49) lautende gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird über die Nutzungsdauer der entsprechenden Anlagengegenstände ertragswirksam aufgelöst.
Die Pensionsverpflichtungen wurden mit Ausnahme der rückgedeckten Direktzusagen gutachterlich unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens bewertet und damit mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Dabei wurden die Richttafeln 2005 G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Für die Abzinsung der Firmenrenten ist der von der Deutschen Bundesbank für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zum 31. Dezember 2014 (i. Vj. 31. Oktober 2013) veröffentlichte Zinssatz von 4,53 % (i. Vj. 4,90 %) verwendet worden. Zukünftige Anpassungen der Versorgungsleistungen wurden durch einen Gehaltstrend von 2,0 % (i. Vj. 2,0 %) und einem Rententrend von 1,7 % (i. Vj. 2,0 %). berücksichtigt.
Die in der Nestlé Rückdeckungskasse VVaG, Frankfurt am Main, rückgedeckten Direktzusagen sind leistungskongruent rückgedeckte Versorgungszusagen, die wie wertpapiergebundene Zusagen behandelt werden. Entsprechend sind die Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruches angesetzt, welcher mit dem steuerlichen Aktivwert übereinstimmt.
Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird. Langfristige Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssatz entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen. Die Rückstellung für Lohn- und Gehaltszahlungen wird ratierlich ab dem Beginn der Aktivphase angesammelt, während die Rückstellung für Aufstockungsleistungen mit Vertragsabschluss gebildet wird. Die Bewertung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Barwert. Die Rückstellungen für den Restricted Stock Unit Plan werden ratierlich über den Erdienungszeitraum angesammelt. Der Bewertung liegt der Börsenkurs der Nestlé S.A.-Aktien am Stichtag zu Grunde.
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit den Einstandskursen. Die zum Stichtag bilanzierten Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind vollumfänglich binnen Jahresfrist fällig und werden daher mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.
Bei der Nestlé Deutschland AG werden seit 2005 auf Grundlage des Gesetzes über den Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen (Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz - TEHG) Emissionsrechte bilanziert. Die durch das Umweltbundesamt in Deutschland unentgeltlich ausgegebenen Emissionsrechte wurden zum Zeitpunkt der Eintragung in das Emissionshandelsregister mit dem Zeitwert unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen aktiviert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag werden, wenn erforderlich vorgenommen.
Finanzinstrumente
Die Nestlé Deutschland AG setzt zur teilweisen Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit (insbesondere Wechselkursen) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität - wie Devisentermingeschäfte - verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen und das interne Berichtswesen sowie die Funktionstrennung regeln.
Die Nominal- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente der Nestlé Deutschland AG stellen sich wie folgt dar:
| Nominalvolumen TEUR |
Marktwerte TEUR |
|
|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte | 119.252 | 3.789 |
Die Laufzeiten der Devisentermingeschäfte liegen unter einem Jahr.
Als Nominalvolumen eines derivativen Sicherungsgeschäftes wird die rechnerische Bezugsgröße bezeichnet, aus der sich die Zahlungen ableiten. Sicherungsgegenstand und Risiko sind nicht die Nominalwerte selbst, sondern nur die Preisänderungen (z. B. Wechselkursänderungen) bezogen auf die Nominalwerte.
Die Ermittlung der Marktwerte der Devisentermingeschäfte erfolgt auf Basis quotierter Marktpreise am Bilanzstichtag ohne Verrechnung mit etwaig gegenläufigen Wertentwicklungen aus zu Grunde liegenden Grundgeschäften. Der Marktwert entspricht dem Betrag, den die Nestlé Deutschland AG bei vorzeitiger Auflösung des Sicherungsgeschäfts über die Nominalwerte hinaus zu bezahlen (-) oder zu bekommen (+) hätte. Für drohende Verluste aus diesen Geschäften waren keine Rückstellungen erforderlich (i. Vj. TEUR 1.730).
Ferner setzt die Gesellschaft derivative Finanzinstrumente ein, um sich gegen Schwankungen der Rohstoffpreise für Kaffee und Kakao abzusichern. Zum Stichtag bestehen die nachfolgenden Sicherungsgeschäfte:
| Menge to. | Transaktionsvolumen TEUR |
Positiver Marktwert TEUR |
Negativer Marktwert TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Rohkaffee | 67.567 | 118.866 | 2.895 | -8.236 |
| Kakao | 18.660 | 45.560 | 1.324 | -876 |
Die Ermittlung der Marktwerte für die offenen Sicherungsgeschäfte erfolgt auf Basis quotierter Marktpreise zum Bilanzstichtag. Im Gegensatz zum Vorjahr wurden mit den zugrunde liegenden Grundgeschäften keine Bewertungseinheiten gebildet, um vor dem Hintergrund zunehmender Einkaufsvolumina und zunehmender Schwankungen der Rohstoffpreise den Einblick in die Vermögens- und Ertragslage zu verbessern. Für die negativen Marktwerte wurden deshalb Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von TEUR 9.112 gebildet. Insoweit ist das Jahresergebnis vor Gewinnabführung von dieser Bilanzierungsänderung negativ beeinflusst.
C. Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.
Im Anlagevermögen wurden außerplanmäßige Abschreibungen in folgender Höhe vorgenommen:
| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB | 12.220 | 6.278 |
Die außerplanmäßigen Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB entfallen auf den Standort Weiding (TEUR 11.885) sowie auf den Maschinenbestand der Werke Neuss (TEUR 211), Osthofen (TEUR 112) und Ludwigsburg (TEUR 12).
Finanzanlagen
An den nachstehenden Unternehmen hält die Nestlé Deutschland AG mindestens 50 % der Anteile am Kapital:
Direkte Beteiligungen über 50 %:
| Unternehmen | Sitz | Höhe des Anteils am Kapital in % |
Eigenkapital in TEUR |
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres in TEUR |
|---|---|---|---|---|
| ALI Nahrungs- und Genussmittel GmbH* 1) | Frankfurt a. M. | 100 | 51 | 0 |
| Alpursa Lebensmittel GmbH* 1) | Frankfurt a. M. | 100 | 51 | 0 |
| APONTI Vertriebsgesellschaft mbH* 1) | Frankfurt a. M. | 100 | 26 | 0 |
| Benedict Lebensmittel GmbH* 1) | Frankfurt a. M. | 100 | 26 | 0 |
| Bübchen-Werk Ewald Hermes Pharmazeutische Fabrik GmbH*1) | Soest | 100 | 26 | 0 |
| Erlenbacher Backwaren GmbH1) | Groß-Gerau | 100 | 2.582 | 0 |
| Gesuna Nahrungsmittel GmbH* 1) | Euskirchen | 100 | 256 | 0 |
| HS Hanseatische Konsumgüter GmbH* 1) | Hamburg | 100 | 26 | 0 |
| Herta GmbH* 1) | Herten | 100 | 51 | 0 |
| Herta Produktions GmbH*1) | Herten | 100 | 25 | 0 |
| MAGGI GmbH* 1) | Singen | 100 | 51 | 0 |
| MAGGI Kochstudio Treff GmbH*1) | Frankfurt a. M. | 100 | 102 | 0 |
| Milasan GmbH* 1) | Malliß | 100 | 26 | 0 |
| Nespresso Deutschland GmbH* 1) | Düsseldorf | 100 | 25 | 0 |
| Nestlé GLOBE Center Europe GmbH* 1) | Frankfurt a. M. | 100 | 30 | 0 |
| Nestlé HealthCare Nutrition GmbH* 1) | Frankfurt a. M. | 100 | 25 | 0 |
| Nestlé Kaffee & Schokoladen GmbH* 1) | Frankfurt a. M. | 100 | 52 | 0 |
| Nestlé Nutrition GmbH* 1) | Frankfurt a. M. | 100 | 52 | 0 |
| Nestlé Professional GmbH* 1) | Frankfurt a. M. | 100 | 520 | 0 |
| Nestlé Purina PetCare Deutschland GmbH* 1) | Euskirchen | 100 | 30 | 0 |
| Nestlé Verbraucher-Service GmbH* 1) | Frankfurt a. M. | 100 | 26 | 0 |
| Nestlé Versorgungskasse GmbH | Frankfurt a. M. | 100 | 60 | 0 |
| Nestlé Wagner GmbH* 1) | Nonnweiler | 100 | 25 | 0 |
| Nestlé WCO GmbH* 1) | Malliß-Conow | 100 | 25 | 0 |
| "Schoko" Schokoladen- und Süßwaren GmbH* 1) | Frankfurt a. M. | 100 | 26 | 0 |
| Vitaflo Pharma GmbH | Bad Homburg | 100 | 150 | 1.234 |
| Westfälische Fleischwaren Vogt GmbH* 1) | Herten | 100 | 26 | 0 |
Indirekte Beteiligungen über 50 %:
| Unternehmen | Sitz | Höhe des Anteils am Kapital in % |
Eigenkapital in TEUR |
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres in TEUR |
|---|---|---|---|---|
| Confitesse Backwaren Vertrieb GmbH2) | Troisdorf | 100 | 26 | 0 |
* Betriebsführungs- oder Namenslizenzgesellschaften, Tätigkeit ausschließlich für Rechnung des Mutterunternehmens ohne eigene wirtschaftliche Ergebnisse (teilweise mit eigenem Personal)
1) Gesellschaften mit Gewinnabführungsvertrag
2) Gesellschaft hat einen Gewinnabführungsvertrag mit der Erlenbacher Backwaren GmbH, die wiederum einen Gewinnabführungsvertrag mit der Nestlé Deutschland AG hat
An den folgenden Unternehmen hält die Nestlé Deutschland AG 20 % bis 50 % der Anteile am Kapital:
Direkte Beteiligungen von 20 % bis 50 %:
| Unternehmen | Sitz | Höhe des Anteils am Kapital in % |
|---|---|---|
| Alois Dallmayr Kaffee OHG | München | 25 |
| C.P.D. Cereal Partners Deutschland GmbH & Co. OHG | Frankfurt a. M. | 50 |
| C.P.D. Cereal Partners Deutschland Verwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt a. M. | 50 |
| Cremilk GmbH | Kappeln | 25 |
| Nestlé Food LLC | Moskau / Russland | 35 |
| Nestlé Kuban LLC | Timashevsk / Russland | 33 |
Auf die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses der Unternehmen, an denen eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligung von 20 % bis 50 % besteht, wird gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 und 2 HGB verzichtet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| bis 1 Jahr TEUR |
über 1 Jahr TEUR |
Gesamt 31.12.2014 TEUR |
Gesamt 31.12.2013 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 339.660 | 0 | 339.660 | 320.854 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 117.873 | 0 | 117.873 | 238.625 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 23.026 | 800 | 23.826 | 51.201 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 61.047 | 10.846 | 71.893 | 67.909 |
| Summe | 541.606 | 11.646 | 553.252 | 678.589 |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Verrechnungsverkehr in Bezug auf Lieferungen und Leistungen, Ergebnisabführungsverträge, Cash-Pooling und die umsatzsteuerliche Organschaft. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin belaufen sich auf TEUR 20.574 (i. Vj. TEUR 46.961).
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren im Wesentlichen aus Beteiligungserträgen und im Übrigen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 8.381.382 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen. Mit der Nestlé S.A wurde am 23. bzw. 28. Dezember 1987 ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen, der nach Zustimmung durch die Hauptversammlung und Eintragung im Handelsregister seit dem 26. Januar 1989 wirksam ist.
Mit der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, wurde am 30. Mai 2001 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, der nach Zustimmung durch die Hauptversammlung und Eintragung im Handelsregister am 11. September 2001 wirksam wurde.
Gewinnrücklagen
Die gesetzliche Rücklage mit TEUR 21.427 und die anderen Gewinnrücklagen mit TEUR 2.778 blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Der nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrte Betrag beläuft sich auf TEUR 2.274 (i. Vj. TEUR 1.746) und resultiert vollständig aus der Zeitwertbewertung des mit den Pensionsrückstellungen verrechneten Deckungsvermögens. Der ausschüttungsgesperrte Betrag ist vollständig durch frei verfügbare Rücklagen gedeckt.
Rückstellungen
Die Zuführungen zu dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen im Geschäftsjahr entfallen mit TEUR 686 auf die laufende Aufzinsung der bestehenden Anwartschaften sowie mit TEUR 870 auf die im Geschäftsjahr erworbenen Anwartschaften. Ein Teil der Pensionsrückstellungen mit einem Erfüllungsbetrag von TEUR 20.968 (i. Vj. TEUR 19.710) wurde nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem korrespondierenden Deckungsvermögen von TEUR 15.294 (i. Vj. TEUR 14.310) verrechnet. Die Bewertung dieses verrechneten Deckungsvermögens erfolgte zu beizulegenden Zeitwerten. Die ursprünglichen Anschaffungskosten hierfür betrugen TEUR 13.020 (i. Vj. TEUR 12.564).
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:
| 31.12.2014 TEUR |
31.12.2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Rückvergütungen, Werbekosten und sonstige Verpflichtungen | 193.894 | 171.679 |
| Rückstellungen aus dem Personalbereich | 46.014 | 41.330 |
| Ausstehende Rechnungen | 34.422 | 28.973 |
| Verpflichtungen aus Desinvestitionen | 22.100 | 0 |
| Umstrukturierungen, Sozialpläne und Abfindungen | 11.705 | 12.494 |
| Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften | 10.933 | 3.361 |
| Sanierungs- und Instandhaltungsaufwendungen | 6.576 | 6.403 |
| Prozesskosten | 5.467 | 4.068 |
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:
| bis 1 Jahr TEUR |
1 bis 5 Jahre TEUR |
über 5 Jahre TEUR |
Gesamt 31.12.2014 TEUR |
Gesamt 31.12.2013 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 39 | 0 | 0 | 39 | 257 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 249.814 | 0 | 0 | 249.814 | 282.762 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 596.401 | 0 | 0 | 596.401 | 790.374 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 441 | 0 | 0 | 441 | 266 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 29.495 | 1.812 | 335 | 31.642 | 18.162 |
| Summe | 876.190 | 1.812 | 335 | 878.337 | 1.091.821 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 452.520 (i. Vj. TEUR 651.438). Davon entfallen TEUR 350.897 (i. Vj. TEUR 644.721) auf das Cash Pooling und TEUR 99.575 auf die Ergebnisabführung. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen den Lieferungs- und Leistungsverkehr.
Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen
Die Nestlé Deutschland AG gewährleistet zusammen mit den übrigen Trägern der Nestlé Pensionskasse VVaG, Frankfurt am Main, der Nestlé Versorgungskasse GmbH, Frankfurt am Main, und der Nestlé Pensionsfonds AG, Biessenhofen, die ausreichende Finanzierung der satzungsmäßigen Leistungen dieser Versorgungseinrichtungen. Des Weiteren bestehen Bürgschaften in Höhe von TEUR 13.726 (i. Vj. TEUR 12.755). Mit Blick auf die wirtschaftliche Lage der Schuldnerinnen sind derzeit keine Tatsachen bekannt, die auf eine Inanspruchnahme aus den vorgenannten Haftungsverhältnissen schließen lassen.
| bis 1 Jahr TEUR |
1 bis 5 Jahre TEUR |
über 5 Jahre TEUR |
Gesamt 31.12.2014 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | ||||
| Verpflichtungen aus Mietverträgen | 13.374 | 35.286 | 9.216 | 57.876 |
| Verpflichtungen aus Leasingverträgen | 6.086 | 7.247 | 0 | 13.333 |
| Verpflichtungen aus Investitionen (Bestellobligo) | 6.775 | 0 | 0 | 6.775 |
| Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen | 26.235 | 42.533 | 9.216 | 77.984 |
Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen wie im Vorjahr nicht.
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Aufgliederung nach Produktgruppen:
| 2014 TEUR |
Anteil % |
2013 TEUR |
Anteil % |
|
|---|---|---|---|---|
| Fertiggerichte und Produkte für die Küche | 1.264.553 | 38,8 | 1.282.910 | 39,8 |
| Getränke | 815.977 | 25,0 | 775.147 | 24,1 |
| Milch- und Diätetikprodukte | 428.054 | 13,1 | 422.327 | 13,1 |
| Schokolade und Süßwaren | 342.884 | 10,5 | 334.842 | 10,4 |
| Produkte für Heimtiere | 318.271 | 9,7 | 306.329 | 9,5 |
| Sonstiges | 93.264 | 2,9 | 98.983 | 3,1 |
| Summe | 3.263.003 | 100,0 | 3.220.538 | 100,0 |
| - davon Export - | 789.569 | 774.497 |
Sonstige betriebliche Erträge/periodenfremde Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 11.045 (i. Vj. TEUR 6.818).
Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 31.633 (i. Vj. TEUR 30.141). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. Im Vorjahr waren ferner noch Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen enthalten. Aus der Auflösung eines Sonderpostens mit Rücklageanteil sind Erträge in Höhe von TEUR 898 enthalten.
Sonstige betriebliche Aufwendungen/periodenfremde Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 7.719 (i. Vj. TEUR 7.326).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten ferner periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 549 (i. Vj. TEUR 1.322), die überwiegend aus dem Abgang von Sachanlagevermögen resultieren.
Zinsergebnis
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten mit TEUR 549 (i. Vj. 3.595) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen.
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten mit TEUR 4.314 (i. Vj. TEUR 2.161) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen. Dagegen saldiert werden Erträge von TEUR 625 aus dem nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechneten Deckungsvermögen.
Steuerliche Organschaft
Mit der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH besteht eine gewerbe- und körperschaft- sowie umsatzsteuerliche Organschaft.
Jahresergebnis vor Gewinnabführung
Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung an die Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH beträgt TEUR 99.575.
E. Sonstige Angaben
Mitarbeiter
| 2014 Anzahl | 2013 Anzahl | |
|---|---|---|
| Arbeitnehmer (Jahresdurchschnitt) | ||
| Arbeiter | 2.912 | 2.974 |
| Angestellte | 2.668 | 2.670 |
| Auszubildende | 232 | 222 |
| Summe | 5.812 | 5.866 |
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen
Innerhalb des weltweiten Nestlé S.A.-Konzerns werden Warenlieferungen im Verbundbereich zu Preisen gemäß der von Nestlé S.A. vorgegebenen Transferpreisrichtlinie verrechnet.
Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands
Die Vergütungen an den Aufsichtsrat belaufen sich auf TEUR 211, die Gesamtbezüge des Vorstands auf TEUR 3.291.
Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen betragen TEUR 393. Für diesen Personenkreis bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 4.917.
Honorar des Abschlussprüfers
Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer, das im Berichtsjahr als Aufwand erfasst wurde, beträgt TEUR 1.210 und entfällt mit TEUR 1.186 auf Abschlussprüfungsleistungen sowie mit TEUR 24 auf sonstige Bestätigungsleistungen.
Mitglieder des Aufsichtsrats
Dr. h.c. Helmut O. MAUCHER
Ehrenvorsitzender
Ehrenpräsident des Verwaltungsrats der Nestlé S.A.,
Cham und Vevey (Schweiz)
Professor Dr. Werner BAUER
Vorsitzender
Ehemaliger Generaldirektor der Nestlé S.A.,
Cham und Vevey (Schweiz)
Thomas GAUGER*
Stellvertretender Vorsitzender
Landesbezirksvorsitzender Nordrhein-Westfalen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten ("NGG"), Düsseldorf
Dr. Rainer SAELZLE
Stellvertretender Vorsitzender
Ehem. Vorstandsmitglied der Nestlé Deutschland AG,
Friedrichsdorf
Hans-Dieter BISCHOF
Ehemaliges Vorstandsmitglied der Nestlé Deutschland AG,
Budenheim
Reiner EICH*
Betriebsratsvorsitzender der Zentrale der Nestlé Deutschland AG,
Frankfurt am Main
Susanne FERSCHL*
Betriebsratsvorsitzende Werk Biessenhofen und Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Nestlé Deutschland AG,
Kaufbeuren
Anette HARES
Ehemalige geschäftsführende Gesellschafterin der Wagner Tiefkühlprodukte GmbH,
Nonnweiler
Dr. Steffen JUST
Chief Compliance Officer der Nestlé Deutschland AG,
Frankfurt am Main
Prof. Dr. Renate KÖCHER
Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach,
Konstanz
Thomas KRAUSE*
Betriebsratsvorsitzender Chocoladenwerk Hamburg,
Schwarzenbek
Prof. Dr. Mathias MÜLLER
Geschäftsführender Gesellschafter IWB Dr. Müller Immobilienwirtschaftliche Beratung GmbH,
Hofheim
Karl-Heinz RINGEL
Ehem. Vorstandsmitglied der Nestlé Deutschland AG,
Wiesbaden
Peter SCHMIDT
Stellv. Landesbezirksvorsitzender der Gewerkschaft NGG,
Kempten
Beatrix SONNENSCHEIN * (bis 17. März 2014)
Betriebsratsvorsitzende Werk Maggi,
Singen
Ali SEN* (ab 13. Mai 2014)
Betriebsratsmitglied der Erlenbacher Backwaren GmbH,
Groß-Gerau
Antje WILLEMS-STICKEL
Geschäftsführende Gesellschafterin der Creme 21 GmbH,
Bad Homburg v.d.H.
Andreas ZORN*
Betriebsratsvorsitzender Werk Neuss der Nestlé Deutschland AG,
Neuss
* Arbeitnehmervertreter
Mitglieder des Vorstands
Gerhard BERSSENBRÜGGE, Diplom-Kaufmann
Vorsitzender
Peter HADASCH, Rechtsanwalt
Vorstand Personal
Hubert STÜCKE, Diplom-Kaufmann
Vorstand Finanzen und Controlling
Michael ULRICH, Diplom-Ingenieur (bis 30. Juni 2014)
Vorstand Technik
Machiel DUIJSER, Diplom-Ingenieur (ab 1. Juli 2014)
Vorstand Technik
Gewinnverwendung
Seit 2001 besteht mit der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH ein Gewinnabführungsvertrag, der auch zum vollständigen Verlustausgleich verpflichtet.
Frankfurt am Main, den 8. Mai 2015
Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand im Jahre 2014 regelmäßig über die Lage des Unternehmens sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Es fanden im Berichtsjahr drei Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Die Abschlussprüfer haben an der bilanzfeststellenden Sitzung des Aufsichtsrats teilgenommen.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2014 sind von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Von dem Ergebnis der Abschlussprüfung hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat ebenfalls den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft und ist hierbei zu dem abschließenden Ergebnis gelangt, dass Einwendungen hiergegen nicht zu erheben sind und er den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss billigt. Dieser ist damit festgestellt.
Die Nestlé Deutschland AG gehört als Teilkonzern zum Konzernkreis der Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), und ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes gemäß § 292 Abs. 1 HGB befreit. Der Konzernabschluss der Nestlé S.A., der nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) aufgestellt ist, wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.
Schwerin, den 29. Mai 2015
Der Aufsichtsrat
Prof. Dr. Werner Bauer, Vorsitzender
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 8. Mai 2015
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Vogler, Wirtschaftsprüfer
Hofmann, Wirtschaftsprüfer