AI assistant
Nestlé AG — Annual Report 2016
Dec 19, 2017
937_rns_2017-12-19_2317aec1-7c24-49d1-9fcc-30a6eec173af.html
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer
Publication

Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft
Frankfurt am Main
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016
Grundlagen und Steuerung des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Nahrungsmitteln sowie von Heil- und Pflegemitteln. Die Anteile der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft (im Weiteren kurz "Nestlé Deutschland AG") liegen zu 100 % bei der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, die wiederum zum Konzern Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), gehört.
Das operative Geschäft eines Großteils der Nestlé Deutschland AG wird durch das Zonenmanagement EMENA (Europa, Mittlerer Osten und Nord-Afrika) der obersten Muttergesellschaft, Nestlé S.A., gesteuert. Neben einigen Teilbereichen der Nestlé Deutschland AG gehören zur "Berichtseinheit Deutschland" noch weitere Aktivitäten, wie bis zum 30. September 2016 das in ein Joint Venture übertragene deutsche Eiscreme- und Tiefkühlkostgeschäft; andere Teilbereiche wie das Tiernahrungsgeschäft oder Nespresso gehören dagegen nicht zu dieser Berichtseinheit. Die Steuerung erfolgt auf Basis der Zahlen nach International Financial Reporting Standards ("IFRS") unter Berücksichtigung der "Nestlé Accounting Guidelines". Da die "Berichtseinheit Deutschland" zwar zu einem großen Teil mit dem Umfang der Nestlé Deutschland AG übereinstimmt, aber nicht vollständig deckungsgleich ist und die Werte gemäß IFRS ermittelt werden, verzichten wir an dieser Stelle auf die Angabe konkreter Kennzahlen.
Die für die Unternehmenssteuerung bedeutsamsten handelsrechtlichen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis vor Gewinnabführung.
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen im Jahr 2016
Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2016, dank robuster Binnennachfrage und stabiler konjunktureller Lage, ein solides Wachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 % höher als im Vorjahr. Das Wirtschaftswachstum erreichte sein Hoch im zweiten Quartal. So folgte auf einen guten Start in das Jahr (erstes Quartal: +1,5 %) ein ausgeprägt starkes Wachstum der Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal (+3,2 %), gefolgt von einem sich abflachenden Wachstum im dritten (+1,5 %) und vierten Quartal (+1,2 %). Der Konsum erwies sich hierbei als wichtigster Wachstumsmotor. Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um +2,0 %, die Konsumausgaben des Staates sogar um +4,2 % gegenüber dem Vorjahr. Die deutschen Exporte waren im Jahr 2016 um +1,1 % und die Importe um +0,6 % höher als im Jahr 2015. Die Exporte und Importe übertrafen damit im Jahr 2016 die bisherigen Höchstwerte aus dem Jahr 2015.
Auch der Arbeitsmarkt entwickelte sich im Verlauf des Jahres 2016 weiter positiv. Die Arbeitslosenquote lag im Jahr 2016 bei durchschnittlich 6,1 % - die niedrigste Quote seit der Wiedervereinigung. Die Wirtschaftsleistung wurde 2016 im Jahresdurchschnitt von 43,49 Mio Erwerbstätigen erbracht. Damit sind Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung weiter gestiegen und erreichten einen neuen Höchststand seit der Wiedervereinigung.
Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahr 2016 um durchschnittlich +0,5 % gegenüber dem Vorjahr und damit erstmals seit 2011 wieder stärker als im Jahr zuvor (2015: +0,3 %). Zu Beginn des Jahres 2016 bewegten sich die monatlichen Inflationsraten zunächst auf moderatem Niveau und rutschten dabei einmalig in den negativen Bereich ab (April 2016: -0,1 %). Gegen Mitte des Jahres zog die Inflationsrate dann langsam an und erreichte im Dezember 2016 mit +1,7 % ihren Höchstwert. Die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel stiegen 2016 (genau wie 2015) um +0,8 %. Während es jedoch 2015 im Vorjahresvergleich bei den einzelnen Nahrungsmittelgruppen sowohl Preiserhöhungen als auch Preisrückgänge gab, sanken 2016 nur in einer Warengruppe innerhalb des Indexes die Preise gegenüber dem Vorjahr (Molkereiprodukte -4,4 %).
Die deutsche Ernährungsindustrie steigerte im Gesamtjahr 2016 ihren Umsatz um +1,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Mengenwachstum betrug +1,3 % im Vorjahresvergleich. Hieraus ergab sich ein leichter negativer Preiseffekt. Die Lebensmittelausfuhren konnten ein Wachstum von +0,9 % gegenüber Vorjahr verzeichnen und lagen damit leicht unter dem Branchenwachstum. Im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) konnten besonders "Frische Produkte" 2016 an Bedeutung gewinnen und verzeichneten einen überdurchschnittlichen Wertzuwachs von +2,2 % im Vorjahresvergleich, bei den "verpackten Produkten" waren es im LEH nur +0,4 % im Vergleich zum Vorjahr.
Zum Jahresbeginn 2016 hatte der Preisindex für Rohstoffe noch den niedrigsten Stand seit zwölf Jahren erreicht. Das lag auch am Ölpreis, der ungefähr gleichzeitig seinen Tiefpunkt markierte und im Gesamtindex einen beträchtlichen Anteil ausmacht. Seit Februar 2016 haben sich die Preise deutlich erholt. Der Preisindex für Rohstoffe verbuchte im März ein kräftiges Plus und setzte diese Aufwärtsbewegung über das gesamte Jahr fort. Nicht nur Öl und Gas wurden in diesem Jahr wieder teurer, auch der Teilindex für Nahrungs- und Genussmittel stieg im Verlauf des Jahres wieder an. Ausschlagegebend waren in erster Linie steigende Genussmittelpreise. Kaffee verteuerte sich im Jahresverlauf getrieben durch widrige Witterungsbedingungen in wichtigen Anbauregionen Brasiliens. Hingegen ließen gute Ernteaussichten in Westafrika Preise für Kakao in der zweiten Jahreshälfte fallen. In Malaysia drückten sinkende Exporte nach China und Indien zu Beginn des Jahres den Palmölpreis ins Minus bevor er im restlichen Verlauf des Jahres aufgrund steigender Nachfrage aus allen Teilen der Welt anstieg und im Oktober sein Sechs-Monats-Hoch erreichte. Ein Überangebot an Milch in Europa führte dazu, dass die Molkereiwirtschaft im Juni den Tiefpunkt der niedrigen globalen Milchpreise verbuchte. Mit dem Rückgang des Milchangebots in Europa, in der zweiten Jahreshälfte 2016, erholte sich der Milchpreis zum Ende des Jahres wieder.
Veräußerungen von Gesellschaftsanteilen/Umstrukturierungen
Zum 1. Oktober 2016 haben Nestlé und PAI Partners das Joint Venture "Froneri" gegründet, an dem beide Partner gleich hohe Kapitalanteile halten. Die Nestlé Deutschland AG hat in dieses Joint Venture ihre Tochtergesellschaft Erlenbacher Backwaren GmbH, Groß-Gerau, die Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH ihre Tochtergesellschaft Nestlé Schöller GmbH, Nürnberg, mit ihren Tochtergesellschaften eingebracht.
Geschäftsverlauf
Im Juli 2015 ist das Gesetz zur Umsetzung der Bilanzrichtlinie 2013/34/EU (BilRUG) in Kraft getreten. Durch das BilRUG ergeben sich zahlreiche Änderungen und Neuerungen, die erstmals verpflichtend für Jahresabschlüsse ab 2016 zu beachten sind. Insbesondere ist die Ausweitung der handelsrechtlichen Umsatzerlösdefinition zu nennen, die zur Folge hat, dass bestimmte Posten, die bisher als betriebliche Erträge auszuweisen waren, nun dem Umsatz zuzurechnen sind. Ähnliches gilt auch für bisherige sonstige betriebliche Aufwendungen, die nun als Materialaufwand auszuweisen sind. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde deshalb auch die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres entsprechend den neuen Regelungen gegliedert. Die nachfolgenden Ausführungen im Lagebericht beziehen sich auf das neu gegliederte Vorjahr.
Die Umsatzerlöse unseres Unternehmens von EUR 3.607,3 Mio (i. Vj. EUR 3.632,1 Mio) weisen im Jahr 2016 einen leichten Rückgang von 0,7 % auf. Der Umsatzrückgang entfällt mit 0,6 % auf die bisherigen Produktkategorien. Ein Rückgang von 1,5 % ist bei Umsatzerlösen zu verzeichnen, die gemäß BilRUG erstmals als solche auszuweisen sind. Innerhalb des Umsatzes der bisherigen Produktkategorien betrug der Umsatzzuwachs im Inland 0,4 %, während das Exportgeschäft um 3,7 % rückläufig war.
Die Produktgruppe Getränke weist einen Umsatzanstieg von 1,4 % auf. Diese Entwicklung ist vor allem getragen durch eine gute Entwicklung der Kategorie löslicher Kaffee sowie ein kräftiges Exportwachstum von Dolce Gusto Kapseln. Das Inlandsgeschäft unter den Marken Nespresso und Dolce Gusto war allerdings aufgrund des Wettbewerbs durch alternative und kompatible Kapseln belastet.
Die Produktgruppe Milch- und Diätetikprodukte verzeichnet einen Umsatzrückgang von 10,6 %, bedingt durch einen deutlich schwächeren Export an verbundene Unternehmen, der mehr als zwei Drittel des Gesamtumsatzes dieser Produktgruppe ausmacht.
Bei der Produktgruppe Fertiggerichte und Produkte für die Küche ergibt sich ein Umsatzrückgang von 1,2 %. Während die Umsatzerlöse der Bereiche Wagner und Herta das Vorjahr übertroffen haben, entwickelten sich die Umsätze des Geschäftsbereichs Kulinarik negativ.
Der Umsatz mit Produkten für Heimtiere ist um 7,7 % wieder deutlich gewachsen. Ein erfreuliches Wachstum im Inland wurde von Exportzuwächsen an verbundene Unternehmen begleitet.
Die Produktgruppe Schokoladen- und Süßwarenprodukte weist einen leichten Umsatzzuwachs von 0,2 % auf. Das Geschäft entwickelte sich im Inland sehr erfreulich, während die Exporte an verbundene Unternehmen unter dem Vorjahr lagen.
Unter der Produktgruppe "Sonstige" werden die Umsatzerlöse der Pflegeprodukte unter der Marke Bübchen sowie Umsatzerlöse mit Accessoires im Geschäftsbereich Nespresso zusammengefasst. Der Umsatzrückgang von 2,7 % ist im Wesentlichen auf die Tatsache zurückzuführen, dass seit dem 1. Januar 2016 der Export von Pflegeprodukten unter der Marke Bübchen nicht mehr durch die Nestlé Deutschland AG durchgeführt wird.
Die gemäß BilRUG neu unter den Umsatzerlösen - ehemals als sonstige betriebliche Erträge - auszuweisenden Posten wie beispielsweise Vergütungen der vom Globe Center Europe an andere Konzerngesellschaften erbrachten Leistungen nahmen gesamthaft um 1,5 % ab, allerdings in absoluten Werten per Saldo nicht signifikant.
Das Jahresergebnis vor der Gewinnabführung beträgt EUR 102,2 Mio und ist vor allem durch Restrukturierungsaufwendungen und Sonderabschreibungen im Zusammenhang mit der Schließung eines Werkes und des Weiteren durch eine nachträgliche Kaufpreisanpassung für die im Vorjahr erfolgte Veräußerung des restlichen Anteils an einer Beteiligung stark negativ beeinflusst. Der Veräußerungsgewinn aus dem Abgang der Beteiligung Erlenbacher Backwaren GmbH, Groß-Gerau, konnte diese Sonderbelastungen nicht kompensieren. Im Vorjahr wurde vor der Gewinnabführung ein Ergebnis von EUR 293,9 Mio erzielt, das vor allem durch die Veräußerung der restlichen Anteile an einer Beteiligung sowie eine Zuschreibung auf den Buchwert der russischen Beteiligung Nestlé Rossiya LLC, Moskau/Russland, deutlich positiv beeinflusst war.
Im Vorjahr wurde für das Geschäftsjahr 2016 mit einem leichten Umsatzwachstum gerechnet. In Bezug auf das Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) erwarteten wir, einen Betrag in einem Korridor zwischen EUR 160 Mio und EUR 180 Mio zu erzielen. Etwaige Ergebnisbelastungen aus anfallenden Restrukturierungsmaßnahmen im Falle der seinerzeit noch nicht beschlossenen Schließung des Werkes Mainz waren als mögliche Belastung angemerkt worden.
Die Umsatzentwicklung ist belastet durch einen schwierigen Geschäftsverlauf in der Kulinarik sowie im Kaffeekapselgeschäft im Inland aber auch durch rückläufige Exportvolumen an verbundene Unternehmen vor allem in der Produktgruppe Milch- und Diätetikprodukte und liegt insofern gesamthaft leicht unter den Erwartungen. Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung erreicht - im Wesentlichen bereinigt um die Ergebnisbelastungen aus anfallenden Restrukturierungsmaßnahmen und sonstige Sondereffekte - knapp die im Vorjahr erwartete Bandbreite.
Ertragslage
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um EUR 99,1 Mio gesunken. Dies resultiert zu einem großen Teil aus der Veräußerung eines Anteils an einer Beteiligung im Vorjahr, was durch die Veräußerung der Beteiligung Erlenbacher Backwaren GmbH, Groß-Gerau, im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht kompensiert werden konnte.
Der Anteil des Materialaufwands am Umsatz war im Vergleich zum Vorjahr mit 45,7 % (i. Vj. 47,2 %) rückläufig, was auf die im Jahresdurchschnitt niedrigeren Rohstoffpreise zurückzuführen ist.
Der Anteil des Personalaufwands am Umsatz ist leicht auf 10,7 % (i. Vj. 10,5 %) gestiegen.
Die Abschreibungen lagen mit EUR 111,1 Mio vor allem bedingt durch außerplanmäßige Abschreibungen im Zusammenhang mit der Schließung des Werkes Mainz über dem Vorjahr (i. Vj. EUR 100,8 Mio).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um EUR 117,8 Mio deutlich gestiegen, wobei der Anstieg in Höhe von EUR 49,9 Mio hälftig aus höheren Aufwendungen für Werbungen, Repräsentation und Verkaufsförderung resultiert. Der restliche Anstieg ist größtenteils durch Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit der Schließung des Werkes Mainz sowie durch eine nachträgliche Kaufpreisanpassung für die im Vorjahr erfolgte Veräußerung des restlichen Anteils an einer Beteiligung bedingt.
Das Beteiligungsergebnis liegt mit EUR 15,6 Mio um EUR 0,3 Mio über dem Vorjahreswert von EUR 15,3 Mio.
Das Finanzergebnis hat sich um EUR 1,6 Mio von EUR -2,4 Mio auf EUR -4,0 Mio verschlechtert. Hier wirkten sich u. a. geringere Zinserträge aufgrund der Rückführung von in Vorjahren erfolgten Ausleihungen an Einrichtungen für die betriebliche Altersvorsorge aus.
Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Nestlé Deutschland AG hat sich um EUR 33,4 Mio von EUR 1.580,4 Mio auf EUR 1.547,0 Mio reduziert. Die Eigenkapitalquote beträgt 15,4 % (i. Vj. 15,1 %).
Das Anlagevermögen hat sich um EUR 16,4 Mio erhöht. Das Sachanlagevermögen stieg bedingt durch Werksinvestitionen um EUR 34,8 Mio, während sich das Finanzanlagevermögen fast ausschließlich durch die Veräußerung einer Beteiligung um EUR 17,3 Mio reduzierte.
Das Umlaufvermögen ist um EUR 49,5 Mio deutlich gesunken, was vor allem auf niedrigere Vorräte aber auch niedrigere Bankguthaben zurückzuführen ist. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände blieben zwar gesamthaft in etwa auf Vorjahresniveau, allerdings standen höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen deutlich niedrigere sonstige Vermögensgegenstände gegenüber. Diese reduzierten sich vor allem durch den Erhalt einer Kaufpreisrate aus der Veräußerung eines Anteils einer Beteiligung im Vorjahr sowie die Auszahlung einer Investitionszulage im Zusammenhang mit einem Werksneubau.
Auf der Passivseite der Bilanz spiegelt sich die Verringerung der Bilanzsumme um EUR 33,4 Mio vor allem durch um EUR 71,3 Mio geringere Verbindlichkeiten wider, während die Rückstellungen um EUR 40,8 Mio anstiegen.
Der Rückgang der Verbindlichkeiten ist geprägt durch um EUR 148,3 Mio geringere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Zunächst verringerten sich die operativen Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft um EUR 185,4 Mio, vor allem aufgrund der niedrigeren Gewinnabführung. Gegenläufig wirkte ein um EUR 45,2 Mio erhöhter Finanzierungsbedarf, der über den Cash Pool der Muttergesellschaft Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH zu decken war.
Da die Nestlé Deutschland AG an den Cash Pool (verzinsliche Verrechnungskonten) der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH angeschlossen ist, bestehen bei der Nestlé Deutschland AG keine wesentlichen Bankguthaben oder -verbindlichkeiten. Der sich bei der Gesellschaft ergebende Finanzbedarf wird im Rahmen einer Finanzierungsvereinbarung durch die Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH über den Cash Pool zur Verfügung gestellt. Der Cash Pool Saldo, der unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen wird, wurde im ersten Halbjahr mit dem 1-Monats-Euribor zuzüglich 0,30 % und im zweiten Halbjahr mit dem 1-Monats-Euribor zuzüglich 0,45 % verzinst. Der negative Cash Pool Saldo belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2016 auf rd. EUR 266,4 Mio (i. Vj. EUR 221,2 Mio).
Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Gemessen an den vom Management vorgegebenen Zielen erfüllte das Geschäftsjahr 2016 nicht alle Erwartungen, vor allem hinsichtlich des Wachstums. Mit den abgeschlossenen Investitionen an den Standorten Schwerin, Herten und Nonnweiler in den Vorjahren wurden die Grundlagen für ein weiteres Wachstum gelegt. Erforderliche Preisanpassungen für 2017 wurden umgesetzt. Die Finanzierung erfolgt weiterhin über den konzerninternen Cash Pool. Vor diesem Hintergrund beurteilen wir unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und deren Entwicklung im Berichtsjahr weiterhin positiv.
Erklärung zur Unternehmensführung
Der Aufsichtsrat hat die Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat auf 25 % sowie im Vorstand auf 25 % festgelegt. Der Vorstand hat die Zielgrößen für den Frauenanteil auf der ersten und zweiten Führungsebene unter dem Vorstand auf jeweils 25 % festgelegt.
Forschung und Entwicklung
Die Nestlé Deutschland AG greift bei der Entwicklung von Neuprodukten und neuen Produktionsverfahren auf das Know-how der international organisierten Nestlé Forschungsbereiche zurück.
Risikomanagement
Das Überwachungssystem zur Früherkennung von Risiken wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die bedeutendsten Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, werden systematisch erfasst, und es werden Instrumente und Verantwortlichkeiten für ihre Beherrschung und notwendige Verbesserungen definiert. Es erfolgen eine regelmäßige Behandlung im Vorstand, Berichterstattung an den Aufsichtsrat sowie Prüfungen durch unse2re Innenrevision.
Die Nestlé Deutschland AG setzt zur teilweisen Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit (insbesondere Wechselkursen, aber auch der Kaffee- und Kakaopreise) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen und das interne Berichtswesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft.
Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
Die Nestlé Deutschland AG bewegt sich in einem insgesamt stagnierenden bis zurückgehenden Marktumfeld. Gleichzeitig ist das Unternehmen einem sich veränderndem Konsum- und Kaufverhalten ausgesetzt. Weiter verstärkt hat sich auch die Wettbewerbsintensität - auch in den Kategorien, in denen die Nestlé Deutschland AG tätig ist. Die Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel ist unverändert hoch, ebenso die Akzeptanz und Nachfrage von Handelsmarken seitens der Konsumenten. Darüber hinaus schreitet die Digitalisierung der Gesellschaft und Wirtschaft mit hoher Geschwindigkeit voran und erhöht den Anpassungsdruck für alle Unternehmen, so auch für die Nestlé Deutschland AG.
All diese Faktoren sind für die Nestlé Deutschland AG Chance und Risiko zugleich. In diesem dynamischen Umfeld will die Nestlé Deutschland AG profitabler wachsen und sich effizienter für die Zukunft aufstellen. Zu den Chancen und Risiken im Einzelnen:
Der Markt für medizinische Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel entwickelt sich weiterhin positiv. Um dem Folge zu tragen, investiert Nestlé in den Ausbau ihres Werks in Osthofen, das auf Sonden- und Aufbaunahrung spezialisiert ist. Hier werden Chancen im Qualitätssiegel "Made in Germany" besonders für anspruchsvolle Produkte gesehen. Der neue Produktionsbereich wird voraussichtlich Anfang 2019 in Betrieb gehen.
Im Lebensmitteleinzelhandel gewinnt der Discount zunehmend an Bedeutung mit steigenden Umsatzzahlen und dem Aufgreifen neuer Trends wie Frische, neuen Service-Angeboten, "Convenience" und "To Go" Produkten sowie der Modernisierung der Einkaufsläden und der zunehmenden Listung von Marken. Die Nestlé Deutschland AG ergreift diese Chance und startete 2016 mit der Listung von Wagner Pizza bei Aldi Süd.
Insgesamt verändern sich neben den Einkaufsgewohnheiten auch die Ernährungsgewohnheiten der Menschen: Verbraucher hinterfragen kritischer die Zusammensetzung, Zutaten und den Mehrwert von Lebensmitteln. Die Lebensweise wird zunehmend zum persönlichen Statement des eigenen Lebensstils. Die Geschäftseinheiten der Nestlé Deutschland AG antworten auf diese Trends mit neuen Konzepten. So führt Maggi ein Sortiment an vegetarischen Fix-Produkten ein. Hier treibt Maggi ihre "Neue Maggi Qualität" mit neuen Rezepturen und hochwertigen Zutaten voran. Herta investiert weiter in vegetarische Aufschnitts-Sorten und spricht die wachsende Zahl der sogenannten Flexitarier an.
Eine wichtige Chance für die Nestlé Deutschland AG bietet sich durch die Tatsache, dass sich das Verhältnis zwischen Preisorientierung und Qualität nach und nach mehr zu Qualität verschiebt. Immer noch machen aber rund zwei Drittel der Verbraucher keinen Unterschied zwischen Marken und Handelsmarken. Es gilt hier für Nestlé, die Qualitätsvorteile ihrer Marken herauszustellen. Daher bietet eine seit mehreren Jahren laufende ganzheitliche Qualitätsinitiative der Nestlé Deutschland AG einen wichtigen Vorteil. Über alle Produktkategorien arbeitet das Unternehmen auch 2017 im Rahmen dieses Programms an der Verbesserung der Nährwerte ihrer Produkte nach der Nestlé weltweit gültigen "Nutritional Foundation", die sich an Nährwertempfehlungen von Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation orientiert. Die Weiterentwicklung des Programms nimmt auch das wachsende Bedürfnis von Verbrauchern auf, mehr über die Herkunft von Lebensmitteln zu erfahren. So wird das Programm für den verantwortungsbewussten Einkauf ("Responsible Sourcing") nach Hauptrohstoffen wie Kaffee, Kakao, Palmöl oder Tomaten auf weitere Rohstoffe wie Kräuter ausgebaut. Auch abfallbezogene Themen (z. B. neue Regelungen durch die Kommunen) werden aktiv und lösungsorientiert aufgegriffen.
Nestlé führt auch den intensiven Dialog über ihren Verbraucher- sowie ihren Experten- und NGO-Beirat weiter. Nicht-Regierungsorganisationen bescheinigen Nestlé in ihrem Qualitätsprogramm wichtige Fortschritte. Gemeinsam mit fünf weiteren Unternehmen arbeitet die Nestlé S.A. daran, das bestehende Nährwertkennzeichnungssystem weiter zu entwickeln, um Verbraucher noch besser zu informieren. Ziel ist ein in Europa einheitliches Nährwertkennzeichnungssystem, das durch den Bezug zu Portionsgrößen und durch die farbige Gestaltung Verbraucher noch besser bei einer informierten Lebensmittelauswahl unterstützt.
Darüber hinaus bekennt sich Nestlé zu ihrer sozialen Verantwortung und ihrer wichtigen Rolle, innerhalb der Gesellschaft einen Beitrag zu leisten. Bereits seit 2013 fördert Nestlé auf europäischer Ebene mit der "Youth Employment Initiative" die Chancen junger Menschen auf dem Arbeitsmarkt. Mehr als 32.000 Praktika, Ausbildungsmöglichkeiten und Berufsperspektiven speziell für junge Menschen hat das Unternehmen so geschaffen und will bis 2020 nochmals 35.000 Qualifizierung- und Berufsmöglichkeiten bieten. Eine große Herausforderung in Deutschland war im Jahr 2016 die Integration von Menschen, die als Flüchtlinge ins Land gekommen sind. Im Hinblick darauf setzt Nestlé in Deutschland seit Ende 2015 verschiedene Maßnahmen erfolgreich um, welche auf die Soforthilfe für Flüchtlingsorganisationen, das Engagement ihrer Mitarbeitern in der Flüchtlingshilfe und die Integration und Qualifizierung junger Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt (Bereitstellung von zusätzlichen Praktika und Ausbildungsplätzen) abzielen.
In der Digitalisierung wird die Nestlé Deutschland AG 2017 nicht nur in der Markenkommunikation neue Impulse setzen. Das Unternehmen geht zügig weitere Schritte in der digitalen Unternehmenstransformation quer über alle Bereiche und Prozesse und ist besonders auf den Gebieten der personalisierten Konsumentenansprache und der Bereitstellung von Inhalten und Services tätig und wird digitale Markenerlebnisse im Onlinehandel weiter ausbauen, um das Geschäft im Onlinehandel zu stärken. Neben diesen digitalen Initiativen setzt das Unternehmen auch weiterhin auf die Entwicklung und Ausbildung der digitalen Kompetenzen ihrer Mitarbeiter mit einem umfangreichen Schulungsprogramm.
Die Nestlé Deutschland AG arbeitet fortlaufend intensiv an einer Reihe von Effizienzprojekten mit dem Ziel Prozesse und Strukturen zu optimieren und Mittel freizusetzen, um diese in ihre Kategorien und Marken zu investieren.
Zu den Risiken, die die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen können, zählt insbesondere der anhaltende Rückgang der kulinarischen Marktsegmente, in denen die Nestlé Deutschland AG tätig ist. Dieser ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass zuhause immer weniger gekocht und gegessen wird. Veränderte Konsum- und Kaufgewohnheiten und der weiter steigende Außer-Haus-Verzehr könnten sich mittelfristig negativ auf die Bedeutung und Größe der strategischen Segmente der Nestlé Deutschland AG auswirken. Hierzu arbeiten die kulinarischen Einheiten der Nestlé Deutschland AG an neuen Produkten und Services. Auch ein neues Konzept für das Maggi Kochstudio soll dabei unterstützen.
Vor dem Hintergrund eines schnellen und beweglichen IT Umfeldes muss die Nestlé Deutschland AG die daraus erwachsenden Risiken frühzeitig erkennen und die Maßnahmen für IT Systeme und IT Sicherheit kontinuierlich und zügig anpassen.
Das Bundeskartellamt hat Verfahren gegen die Nestlé Deutschland AG und deren Tochterunternehmen sowie Mitarbeiter eingeleitet. Der Vorstand hat den Behörden alle erforderlichen Informationen zur Verfügung gestellt, um zur Aufklärung des Sachverhalts beizutragen. Die Gesellschaft hatte die von ihr erwarteten Zahlungsverpflichtungen sowie die Kosten für Rechtsanwälte in den Rückstellungen erfasst. Im Kartellamtsverfahren Süßwaren hatte das Bundeskartellamt Ende Januar 2013 einen Bußgeldbescheid in Höhe von EUR 13,3 Mio gegen die Gesellschaft verhängt. Das Bundeskartellamt warf der Nestlé Deutschland AG und drei weiteren Unternehmen die Beteiligung an einem wettbewerbswidrigen Austausch vertraulicher Informationen im Zeitraum zwischen 2006 und Anfang 2008 vor. Gegen diese Entscheidung hatte die Nestlé Deutschland AG zunächst Einspruch eingelegt. In einem zweiten, kategorieübergreifenden Kartellamtsverfahren hatte das Bundeskartellamt Ende März 2013 ein Bußgeld in Höhe von EUR 19,5 Mio gegen die Gesellschaft verhängt. Das Bundeskartellamt warf Nestlé Deutschland AG und fünf weiteren Markenartikelherstellern der Lebensmittelindustrie kategorieübergreifend wettbewerbswidriges Verhalten im Zeitraum zwischen Ende 2005 und Anfang 2008 vor. Auch gegen diese Entscheidung des Bundeskartellamts hatte die Nestlé Deutschland AG Einspruch eingelegt.
Die Nestlé Deutschland AG hat am Ende des Geschäftsjahres 2016 ihre Einsprüche gegen die vorgenannten Entscheidungen vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf nach einer erneuten Überprüfung der Erfolgsaussichten und aus prozessökonomischen Erwägungen zurückgenommen. Die Entscheidungen des Bundeskartellamts wurden daraufhin rechtskräftig. Die ausgesprochenen Bußgelder wurden gezahlt.
In einem weiteren Verfahren hat das Bundeskartellamt ein Bußgeld gegen die Herta GmbH verhängt. Herta GmbH und 20 weiteren Unternehmen der Fleisch- und Wurstwarenindustrie wird die Beteiligung an einem branchenweiten wettbewerbswidrigen Verhalten im Jahr 2007 vorgeworfen. Die Nestlé Deutschland AG ist davon überzeugt, dass die Vorwürfe des Kartellamts ungerechtfertigt sind und verfolgt die Aufhebung des genannten Bußgeldbescheides durch das Oberlandesgericht Düsseldorf.
Spezifische Risiken, die die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft in wesentlichem Umfang nachhaltig beeinflussen könnten, sind jedoch nicht ersichtlich.
Ausblick auf das Jahr 2017
Die deutsche Wirtschaft bleibt 2017 in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld voraussichtlich auf Wachstumskurs. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland für das Jahr 2017 wird von führenden Wirtschaftsinstituten positiv eingeschätzt, wenn auch das Wachstum etwas geringer als noch in 2016 erwartet wird. Aktuelle Prognosen von Organisationen und führenden Wirtschaftsinstituten bezüglich der Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes in Deutschland für 2017 bewegen sich in einer Spanne zwischen 1,0 % und 1,8 %. Die Abschwächung erklärt sich in erster Linie durch die größere Zahl an Feiertagen, die in diesem Jahr im Gegensatz zum Vorjahr auf einen Wochentag fallen. Zum moderaten Aufschwung trägt vor allem der private Konsum im Inland bei, der von der günstigen Arbeitsmarktlage und den steigenden Einkommen der privaten Haushalte profitiert. Allerdings ist zu erwarten, dass sich der private Konsum aufgrund der steigenden Inflation etwas abschwächen könnte. Langfristige Auswirkungen verschiedener politischer Unsicherheiten wie der Brexit-Prozess, die Politik der neuen US-Regierung oder der Ausgang wichtiger politischer Wahlen in Europa, allen voran Frankreich, auf die deutsche Konjunktur sind bislang schwer absehbar. Zu Jahresbeginn verzeichnete der ifo-Geschäftsklimaindex eine Aufwärtsentwicklung für die Erwartungen der Unternehmen und stieg im März (saisonbereinigt korrigiert) mit 112,3 Punkten auf den höchsten Wert seit sechs Jahren.
Die Aussichten für den Export werden trotz eines starken Jahresstarts im Januar (+11,8 %) vom Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) zunächst verhalten eingeschätzt. Die zunehmenden Risiken für den deutschen Außenhandel liegen unter anderem in den ungewissen Bedingungen des Brexit-Prozesses, den Auswirkungen des gescheiterten Referendums in Italien und einem globalen Anstieg protektionistischer Tendenzen als Folge der Handelspolitik der neuen US-Regierung unter Donald Trump. Der BGA erwartet ein marginales Wachstum der deutschen Exporte in Höhe von bis zu +2,5 %.
Auf dem deutschen Arbeitsmarkt setzt sich laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2017 der positive Trend fort. Der Ausblick auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit ist demnach voraussichtlich weiterhin günstig.
Im Januar und Februar 2017 zeigt sich der Rohstoffpreisindex mit schwachem Aufwärtstrend. Für das Gesamtjahr 2017 erwarten die meisten Marktbeobachter und Analysten eine weitere Stabilisierung der Rohstoffmärkte, aber nicht unbedingt einen ähnlich ausgeprägten Preisanstieg wie in 2016. Für Rohkaffee weisen die Indizien auf steigende Preise hin. Dies begründet sich auf zwei Faktoren: Durch die wachsende Weltbevölkerung besonders in Gebieten mit zunehmendem Wohlstand steigt die Nachfrage nach Kaffee. Zum anderen kompensiert das Angebot nicht diese steigende Nachfrage, weil Anbauflächen für Kaffee durch den Klimawandel immer knapper werden. Zusätzlich wird nach der Rekordernte in 2016 jetzt mit wesentlich schwächeren Erträgen gerechnet. Im zweijährigen Ernte-Rhythmus ist nun das schwächere Erntejahr zu erwarten. Dies wird voraussichtlich vor allem bei Arabica zu einem Verfügbarkeitsdefizit führen und ein weiteres Nachgeben der Märkte verhindern. Nach dem großen Anstieg der Milchproduktion und Verfügbarkeit in 2016 wird in diesem Jahr mit einer verringerten Verfügbarkeit gerechnet. Gründe hierfür sind die rückläufige Milchmenge und erhöhte Exportmöglichkeiten. Dies wird vor allem durch den relativ schwachen Euro und die reduzierte Milchproduktion in Ozeanien begünstigt. Die Kakaopreise in 2017 haben sich gegenüber dem Vorjahr stark reduziert. Dies liegt an der sehr guten Ernte und daran, dass die hohen Preise zu Beginn des Jahres 2016 die Nachfrage reduziert haben. Der relativ kleine Kakaomarkt ist jedoch sehr anfällig für Spekulation und kann, trotz der guten Versorgungslage, schnell wieder ansteigen, wenn er als "unterbewertet" gilt.
Die deutsche Ernährungsindustrie steht im Jahr 2017 durch fehlendes Inlandswachstum, zunehmende Exporthürden, hohe Produktionskosten, zunehmenden internationalen Wettbewerb und den Fachkräftemangel weiter unter starkem Druck.
Die Kaufkraft der deutschen Verbraucher wird sich laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) weiter positiv entwickeln. Prognosen gehen von einem Wachstum der pro-Kopf-Kauf-kraft um +1,7 % aus.
Für das laufende Geschäftsjahr 2017 rechnet die Nestlé Deutschland AG wiederum mit einem leichten Umsatzwachstum. Auf der Kostenseite werden Effizienzsteigerungsprojekte in Produktion, Einkauf, Verwaltung und Vertrieb fortgesetzt, um profitables Wachstum zu sichern. Zudem werden Strukturanpassungen durch die Ausgliederung verschiedener Geschäfte in das neu geschaffene Joint Venture "Froneri" erforderlich. Im Zuge der Schließung des Kaffee-Werkes Mainz Ende des Jahres 2017 wurde gemeinsam mit den Arbeitnehmergremien ein Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter beschlossen. In Bezug auf das Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) erwartet die Nestlé Deutschland AG, einen Betrag in einem Korridor zwischen EUR 160 Mio und EUR 180 Mio zu erzielen.
Frankfurt am Main, den 4. Mai 2017
Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Bilanz zum 31. Dezember 2016
Aktiva
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 1.154 | 1.184 | ||
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 931 | 2.085 | 1.946 | 3.130 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 304.006 | 303.543 | ||
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 186.214 | 199.339 | ||
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 58.339 | 60.187 | ||
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 104.003 | 652.562 | 54.718 | 617.787 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 93.853 | 108.358 | ||
| 2. Beteiligungen | 1.043 | 1.043 | ||
| 3. Sonstige Ausleihungen | 16.199 | 18.053 | ||
| 4. Sondervermögen Pension Trust | 18.297 | 19.263 | ||
| 5. Genossenschaftsanteile | 653 | 130.045 | 653 | 147.370 |
| 784.692 | 768.287 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Vorräte | ||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 69.519 | 76.033 | ||
| 2. Unfertige Erzeugnisse | 25.287 | 20.030 | ||
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 108.369 | 203.175 | 128.160 | 224.223 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 346.226 | 329.137 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) - | ||||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 151.687 | 132.637 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 13.590 (i. Vj. TEUR 0) - | ||||
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 9.639 | 12.793 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 800 (i. Vj. TEUR 800) - | ||||
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 37.669 | 545.221 | 80.471 | 555.038 |
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 9.741 (i. Vj. TEUR 48.903) - | ||||
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 12.291 | 30.911 | ||
| 760.687 | 810.172 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.636 | 1.939 | ||
| 1.547.015 | 1.580.398 | |||
| Passiva | ||||
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 214.267 | 214.267 | ||
| II. Gewinnrücklagen | ||||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 21.427 | 21.427 | ||
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 2.778 | 24.205 | 2.778 | 24.205 |
| 238.472 | 238.472 | |||
| B. Sonderposten für Investitionszuschüsse | 18.683 | 20.396 | ||
| C. Rückstellungen | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 5.354 | 6.243 | ||
| 2. Steuerrückstellungen | 704 | 982 | ||
| 3. Sonstige Rückstellungen | 375.632 | 333.616 | ||
| 381.690 | 340.841 | |||
| D. Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 240 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 0 (i. Vj. TEUR 240) - | ||||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 348.612 | 275.002 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 348.612 (i. Vj. TEUR 275.002) - | ||||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 535.846 | 684.159 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 534.949 (i. Vj. TEUR 684.159) - | ||||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 92 | 45 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 92 (i. Vj. TEUR 45) - | ||||
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 21.505 | 17.894 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 20.615 (i. Vj. TEUR 16.259) - | ||||
| - davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahre TEUR 0 (i. Vj. TEUR 248) - | ||||
| - davon aus Steuern TEUR 9.056 (i. Vj. TEUR 9.789) - | ||||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 603 (i. Vj. TEUR 676) - | ||||
| 906.055 | 977.340 | |||
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.115 | 3.349 | ||
| 1.547.015 | 1.580.398 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
| 2016 | 2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 3.607.293 | 3.632.130 | ||
| 2. Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | -3.738 | 1.478 | ||
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 10.823 | 4.508 | ||
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 143.672 | 242.779 | ||
| 5. Materialaufwand | ||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -1.459.256 | -1.554.774 | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -188.426 | -1.647.682 | -158.075 | -1.712.849 |
| 6. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | -315.579 | -309.221 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -68.899 | -384.478 | -70.623 | -379.844 |
| - davon für Altersversorgung TEUR 5.808 (i. Vj. TEUR 6.833) - | ||||
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -111.110 | -100.773 | ||
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.522.486 | -1.404.717 | ||
| 9. Erträge aus Beteiligungen | 6.926 | 6.929 | ||
| - davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 0 (i. Vj. TEUR 8) - | ||||
| 10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 8.705 | 8.325 | ||
| 11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 1.429 | 2.011 | ||
| 12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 228 | 623 | ||
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -5.677 | -5.012 | ||
| - davon an verbundene Unternehmen TEUR 1.431 (i. Vj. TEUR 1.956) - | ||||
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0 | 32 | ||
| 15. Ergebnis nach Steuern | 103.905 | 295.620 | ||
| 16. Sonstige Steuern | -1.700 | -1.681 | ||
| 17. Jahresergebnis vor Gewinnabführung | 102.205 | 293.939 | ||
| 18. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn | -102.205 | -293.939 | ||
| 19. Jahresüberschuss | 0 | 0 |
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2016 TEUR |
Zugänge des Geschäftsjahres TEUR |
Umgliederungen TEUR |
Abgänge des Geschäftsjahres TEUR |
31.12.2016 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 3.274 | 392 | 0 | 340 | 3.326 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 4.272 | 0 | 0 | 0 | 4.272 |
| 7.546 | 392 | 0 | 340 | 7.598 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 556.868 | 13.280 | 4.628 | 3.035 | 571.741 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.005.216 | 39.680 | 17.270 | 58.245 | 1.003.921 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 290.021 | 20.057 | 2.192 | 25.130 | 287.140 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 54.718 | 73.419 | -24.090 | 44 | 104.003 |
| 1.906.823 | 146.436 | 0 | 86.454 | 1.966.805 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 108.384 | 48.818 | 0 | 63.324 | 93.878 |
| 2. Beteiligungen | 1.043 | 0 | 0 | 0 | 1.043 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 20.618 | 34 | 0 | 2.861 | 17.791 |
| 4. Sondervermögen Pension Trust | 19.263 | 504 | 0 | 1.470 | 18.297 |
| 5. Genossenschaftsanteile | 653 | 0 | 0 | 0 | 653 |
| 149.961 | 49.356 | 0 | 67.655 | 131.662 | |
| 2.064.330 | 196.184 | 0 | 154.449 | 2.106.065 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2016 TEUR |
Abschreibungen des Geschäftsjahres TEUR |
Zuschreibungen des Geschäftsjahres TEUR |
Abgänge des Geschäftsjahres TEUR |
31.12.2016 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 2.090 | 422 | 0 | 340 | 2.172 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 2.326 | 1.015 | 0 | 0 | 3.341 |
| 4.416 | 1.437 | 0 | 340 | 5.513 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 253.325 | 17.154 | 0 | 2.744 | 267.735 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 805.877 | 68.816 | 0 | 56.986 | 817.707 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 229.834 | 23.703 | 0 | 24.736 | 228.801 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 1.289.036 | 109.673 | 0 | 84.466 | 1.314.243 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 26 | 0 | 0 | 1 | 25 |
| 2. Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 2.565 | 0 | 973 | 0 | 1.592 |
| 4. Sondervermögen Pension Trust | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 5. Genossenschaftsanteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2.591 | 0 | 973 | 1 | 1.617 | |
| 1.296.043 | 111.110 | 973 | 84.807 | 1.321.373 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 TEUR |
31.12.2015 TEUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 1.154 | 1.184 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 931 | 1.946 |
| 2.085 | 3.130 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 304.006 | 303.543 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 186.214 | 199.339 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 58.339 | 60.187 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 104.003 | 54.718 |
| 652.562 | 617.787 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 93.853 | 108.358 |
| 2. Beteiligungen | 1.043 | 1.043 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 16.199 | 18.053 |
| 4. Sondervermögen Pension Trust | 18.297 | 19.263 |
| 5. Genossenschaftsanteile | 653 | 653 |
| 130.045 | 147.370 | |
| 784.692 | 768.287 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2016
A. Allgemeine Angaben
Die Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft (im Weiteren kurz "Nestlé Deutschland AG") hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (HRB 28163).
Der Jahresabschluss der Nestlé Deutschland AG zum 31. Dezember 2016 ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) in der jeweiligen Fassung des am 23. Juli 2015 in Kraft getretenen Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Aufgrund der Neufassung des HGB durch das BilRUG ergeben sich Änderungen bei den Umsatzerlösen, im Materialaufwand sowie im sonstigen betrieblichen Ergebnis. Diese sind in den einzelnen Gewinn- und-Verlust-Positionen näher erläutert. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst.
Die Gesellschaft gehört als Teilkonzern zum Konzernkreis der Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), und ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes gemäß § 292 Abs. 1 HGB befreit. Der Konzernabschluss der Nestlé S.A. (größter und kleinster Kreis), der nach IFRS-Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt ist, wird im Bundesanzeiger in deutscher Sprache offengelegt.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig über drei Jahre nach der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die handels- und steuerrechtlich aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Die Zugänge zu den Sachanlagen werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt. Zugänge werden über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:
| Anlagenklasse | Jahre |
| Gebäude | 33 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 6 bis 10 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4 bis 5 Jahre |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen.
Die Grenze für die Betrachtung eines geringwertigen Wirtschaftsgutes liegt unverändert zum Vorjahr bei EUR 150,00. Alle Zugänge unter dieser Grenze werden direkt aufwandswirksam erfasst.
Anteile an verbundenen Unternehmen, die Beteiligungen und die Genossenschaftsanteile werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Die Ausleihungen werden, soweit sie unverzinslich sind, mit ihrem Barwert angesetzt. Die Abzinsung erfolgte mit den laufzeitkongruenten durchschnittlichen Marktzinssätzen zum 31. Dezember 2016.
Das nicht verrechnete Sondervermögen Pension Trust entfällt auf Pensionsrückstellungen, die im Hinblick auf die zugrunde liegenden Zusagen nicht von der Gesellschaft selbst, sondern von ihren Betriebsführungsgesellschaften bilanziert werden. Die Bewertung erfolgt mit den Anschaffungskosten.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die Anschaffungskosten sind - mit Ausnahme von Rohkaffee sowie den Beständen des Geschäftsbereichs Herta - nach der Fifo-Methode ermittelt. Die Wertansätze der Rohkaffeebestände sind nach der Lifo-Methode ermittelt. Der Geschäftsbereich Herta ermittelt die Anschaffungskosten nach der Durchschnittsmethode.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind, soweit sie Rohkaffeebestände enthalten, nach der Lifo-Methode angesetzt. Die übrigen Bestände sind mit den durchschnittlichen Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie die produktionsbezogenen Gemeinkosten der Werke, einschließlich aktivierungspflichtiger Abschreibungen.
Waren sind, mit Ausnahme der Bestände des Geschäftsbereichs Herta, nach der Fifo-Methode bewertet. Die Warenbestände des Geschäftsbereichs Herta sind mit dem Durchschnittswert angesetzt.
Die Bewertungsunterschiede zu höheren Marktpreisen am Stichtag betragen für die nach der Lifo-Methode bewerteten Bestände TEUR 3.360 und für die nach der Fifo-Methode bewerteten Bestände TEUR 128.
Von den Wertansätzen der Vorräte werden sowohl in Fällen verminderter Verwertbarkeit als auch bei gesunkenen Wiederbeschaffungskosten oder zur verlustfreien Bewertung erforderliche Wertabschläge vorgenommen.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelrisiken und das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.
Die Bewertung der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt mit dem Nennwert. Wertberichtigungen werden vorgenommen, soweit erforderlich. Langfristige unverzinsliche Forderungen werden mit dem Barwert angesetzt.
Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nominalwert.
Das auf DM 419.069.100,00 (EUR 214.266.628,49) lautende gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird über die Nutzungsdauer der entsprechenden Anlagengegenstände ertragswirksam aufgelöst.
Die Pensionsverpflichtungen wurden mit Ausnahme der rückgedeckten Direktzusagen gutachterlich unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens bewertet und damit mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Dabei wurden die Richttafeln 2005 G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung der Firmenrenten ist der von der Deutschen Bundesbank für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zum 31. Dezember 2016 veröffentlichte Zinssatz von 4,01 % (i. Vj. 3,89 %) verwendet worden. Rückstellungen für Firmenrenten sind im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre (Vorjahr: durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre) bewertet worden.
Der Ansatz der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen, der sich nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergeben würde, übersteigt den in der Bilanz angesetzten Betrag um TEUR 2.678. Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt. Der Zinsänderungseffekt wird im operativen Ergebnis ausgewiesen.
Zukünftige Anpassungen der Versorgungsleistungen wurden durch einen Gehaltstrend von 2,0 % (i. Vj. 2,0 %) und einem Rententrend von 1,7 % (i. Vj. 1,7 %) berücksichtigt.
Die in der Nestlé Rückdeckungskasse VVaG, Frankfurt am Main, rückgedeckten Direktzusagen sind leistungskongruent rückgedeckte Versorgungszusagen, die wie wertpapiergebundene Zusagen behandelt werden. Entsprechend sind die Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert des Rückdeckungsversicherungs-anspruches angesetzt (TEUR 2.255) und vollständig mit diesem verrechnet.
Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird. Erwartete zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden dabei berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen. Die Rückstellung für Lohn- und Gehaltszahlungen wird ratierlich ab dem Beginn der Aktivphase angesammelt, während die Rückstellung für Aufstockungsleistungen mit Vertragsabschluss gebildet wird. Die Bewertung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Barwert. Die Rückstellungen für den Performance Stock Unit Plan (aktienbasierte Vergütung) werden ratierlich über den Erdienungszeitraum angesammelt. Der Bewertung liegt der Börsenkurs der Nestlé S.A.-Aktien am Stichtag zugrunde.
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit den Einstandskursen. Die zum Stichtag bilanzierten Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind vollumfänglich binnen Jahresfrist fällig und werden daher mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.
Bei der Nestlé Deutschland AG werden seit 2005 auf Grundlage des Gesetzes über den Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen (Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz - TEHG) Emissionsrechte bilanziert. Die durch das Umweltbundesamt in Deutschland unentgeltlich ausgegebenen Emissionsrechte wurden zum Zeitpunkt der Eintragung in das Emissionshandelsregister mit dem Zeitwert unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen aktiviert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag werden vorgenommen soweit erforderlich.
Finanzinstrumente
Die Nestlé Deutschland AG setzt zur teilweisen Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit (insbesondere Wechselkursen) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität - wie Devisentermingeschäfte - verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen und das interne Berichtswesen sowie die Funktionstrennung regeln.
Die Nominal- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente der Nestlé Deutschland AG stellen sich wie folgt dar:
| Nominalvolumen TEUR |
Marktwerte TEUR |
|
|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte | 128.870 | 2.842 |
Die Laufzeiten der Devisentermingeschäfte liegen unter einem Jahr.
Als Nominalvolumen eines derivativen Sicherungsgeschäftes wird die rechnerische Bezugsgröße bezeichnet, aus der sich die Zahlungen ableiten. Sicherungsgegenstand und Risiko sind nicht die Nominalwerte selbst, sondern nur die Preisänderungen (z. B. Wechselkursänderungen) bezogen auf die Nominalwerte.
Die Ermittlung der Marktwerte der Devisentermingeschäfte erfolgt auf Basis quotierter Marktpreise am Bilanzstichtag ohne Verrechnung mit etwaig gegenläufigen Wertentwicklungen aus zugrunde liegenden Grundgeschäften. Der Marktwert entspricht dem Betrag, den die Nestlé Deutschland AG bei vorzeitiger Auflösung des Sicherungsgeschäfts über die Nominalwerte hinaus zu bezahlen (-) oder zu bekommen (+) hätte. Für drohende Verluste aus diesen Geschäften wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 1.125 (i. Vj. TEUR 466) gebildet.
Ferner setzt die Gesellschaft derivative Finanzinstrumente ein, um sich gegen Schwankungen der Rohstoffpreise für Kaffee und Kakao abzusichern. Zum Stichtag bestehen die nachfolgenden Sicherungsgeschäfte:
| Menge Tonnen | Transaktionsvolumen TEUR |
Positiver Marktwert TEUR |
Negativer Marktwert TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Rohkaffee | 49.774 | 103.793 | 6.246 | -3.418 |
| Kakao | 11.470 | 63.759 | 2.903 | -6.859 |
Die Ermittlung der Marktwerte für die offenen Sicherungsgeschäfte erfolgt auf Basis quotierter Marktpreise zum Bilanzstichtag. Für die negativen Marktwerte wurden Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von TEUR 10.277 (i. Vj. TEUR 5.526) gebildet.
C. Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.
Im Anlagevermögen wurden außerplanmäßige Abschreibungen in folgender Höhe vorgenommen:
| 2016 TEUR |
2015 TEUR |
|
|---|---|---|
| § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB | 5.012 | 2.283 |
Die außerplanmäßigen Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB entfallen im Wesentlichen auf das Sachanlagevermögen am Standort Mainz (TEUR 3.517), den Teilbereich GLOBE Center Europe (TEUR 637) sowie auf den Maschinenbestand der Werke Biessenhofen (TEUR 490) und Neuss (TEUR 235).
Finanzanlagen
An den nachstehenden Unternehmen hält die Nestlé Deutschland AG mindestens 50 % der Anteile am Kapital:
Direkte Beteiligungen über 50 %:
| Unternehmen | Sitz | Höhe des Anteils am Kapital in % |
Eigenkapital in TEUR |
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres in TEUR |
|---|---|---|---|---|
| ALI Nahrungs- und Genussmittel GmbH1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 51 | 0 |
| Alpursa Lebensmittel GmbH1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 51 | 0 |
| APONTI Vertriebsgesellschaft mbH1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 26 | 0 |
| Benedict Lebensmittel GmbH1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 26 | 0 |
| Bübchen Vertriebs GmbH1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 26 | 0 |
| Gesuna Nahrungsmittel GmbH1 2 | Euskirchen | 100 | 256 | 0 |
| HS Hanseatische Konsumgüter GmbH1 2 | Hamburg | 100 | 26 | 0 |
| Herta GmbH1 2 | Herten | 100 | 51 | 0 |
| Herta Produktions GmbH1 2 | Herten | 100 | 25 | 0 |
| MAGGI GmbH1 2 | Singen | 100 | 51 | 0 |
| MAGGI Kochstudio Treff GmbH1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 102 | 0 |
| Nespresso Deutschland GmbH1 2 | Düsseldorf | 100 | 25 | 0 |
| Nestlé GLOBE Center Europe GmbH1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 30 | 0 |
| Nestlé Health Science (Deutschland) GmbH1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 25 | 0 |
| Nestlé Kaffee & Schokoladen GmbH1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 52 | 0 |
| Nestlé Nutrition GmbH1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 52 | 0 |
| Nestlé Professional GmbH1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 520 | 0 |
| Nestlé Purina PetCare Deutschland GmbH1 2 | Euskirchen | 100 | 30 | 0 |
| Nestlé Verbraucher-Service GmbH1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 26 | 0 |
| Nestlé Versorgungskasse GmbH | Frankfurt a. M. | 100 | 60 | 0 |
| Nestlé Wagner GmbH1 2 | Nonnweiler | 100 | 25 | 0 |
| Nestlé WCO GmbH1 2 | Malliß-Conow | 100 | 25 | 0 |
| "Schoko" Schokoladen- und Süßwaren GmbH1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 26 | 0 |
| Vitaflo Deutschland GmbH (bis 24. Oktober 2016: Vitaflo Pharma GmbH, Bad Homburg v.d.H.)2 | Steinbach (Taunus) | 100 | 150 | 0 |
| Westfälische Fleischwaren Vogt GmbH1 2 | Herten | 100 | 26 | 0 |
1 Betriebsführungs- oder Namenslizenzgesellschaften, Tätigkeit ausschließlich für Rechnung des Mutterunternehmens ohne eigene wirtschaftliche Ergebnisse (teilweise mit eigenem Personal)
2 Gesellschaften mit Gewinnabführungsvertrag
An den folgenden Unternehmen hält die Nestlé Deutschland AG 20 % bis 50 % der Anteile am Kapital:
Direkte Beteiligungen von 20 % bis 50 %:
| Unternehmen | Sitz | Höhe des Anteils am Kapital in % |
|---|---|---|
| C.P.D. Cereal Partners Deutschland GmbH & Co. OHG | Frankfurt a. M. | 50 |
| C.P.D. Cereal Partners Deutschland Verwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt a. M. | 50 |
| Cremilk GmbH | Kappeln | 25 |
| Nestlé Kuban LLC | Timashevsk/Russland | 33 |
Auf die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses der Unternehmen, an denen eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligung von 20 % bis 50 % besteht, wird gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 und 2 HGB verzichtet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| bis 1 Jahr TEUR |
über 1 Jahr TEUR |
Gesamt 31.12.2016 TEUR |
Gesamt 31.12.2015 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 346.226 | 0 | 346.226 | 329.137 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 138.097 | 13.590 | 151.687 | 132.637 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 8.839 | 800 | 9.639 | 12.793 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 27.928 | 9.741 | 37.669 | 80.471 |
| Summe | 521.090 | 24.131 | 545.221 | 555.038 |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus dem Verrechnungsverkehr in Bezug auf Lieferungen und Leistungen, Ergebnisabführungsverträge, Cash-Pooling und die umsatzsteuerliche Organschaft. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin belaufen sich auf TEUR 16.459 (i. Vj. TEUR 23.202).
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Beteiligungserträgen und im Übrigen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Um nach erstmaliger Anwendung des BilRUG die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr zu gewährleisten, wurden die Vorjahreszahlen angepasst. In diesem Zusammenhang wurde der Vorjahreswert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.946 erhöht und der Vorjahreswert der sonstigen Vermögensgegenstände entsprechend vermindert.
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 8.381.382 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen. Mit der Nestlé S.A. wurde am 23. bzw. 28. Dezember 1987 ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen, der nach Zustimmung durch die Hauptversammlung und Eintragung im Handelsregister seit dem 26. Januar 1989 wirksam ist.
Mit der alleinigen Gesellschafterin Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, wurde am 30. Mai 2001 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, der nach Zustimmung durch die Hauptversammlung und Eintragung im Handelsregister am 11. September 2001 wirksam wurde.
Gewinnrücklagen
Die gesetzliche Rücklage mit TEUR 21.427 und die anderen Gewinnrücklagen mit TEUR 2.778 blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Der nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrte Betrag beläuft sich auf TEUR 3.746 (i. Vj. TEUR 3.468) und resultiert vollständig aus der Zeitwertbewertung des mit den Pensionsrückstellungen verrechneten Deckungsvermögens. Darüber hinaus ist die Differenz der Erfüllungsbeträge zwischen der Ermittlung mittels des 7-Jahres-Durchschnittszinses und des 10-Jahres-Durchschnittszinses (TEUR 2.678) gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt. Der ausschüttungsgesperrte Betrag ist vollständig durch frei verfügbare Rücklagen gedeckt.
Rückstellungen
Die Zuführungen zu dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen im Geschäftsjahr entfallen mit TEUR 847 auf die laufende Aufzinsung der bestehenden Anwartschaften sowie mit TEUR 403 auf die im Geschäftsjahr erworbenen Anwartschaften. Ein Teil der Pensionsrückstellungen mit einem Erfüllungsbetrag von TEUR 21.585 (i. Vj. TEUR 21.770) wurde nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem korrespondierenden Deckungsvermögen von TEUR 17.479 (i. Vj. TEUR 16.844) verrechnet. Die Bewertung dieses verrechneten Deckungsvermögens erfolgte zu beizulegenden Zeitwerten. Die ursprünglichen Anschaffungskosten hierfür betrugen TEUR 13.733 (i. Vj. TEUR 13.376).
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:
| 31.12.2016 TEUR |
31.12.2015 TEUR |
|
|---|---|---|
| Rückvergütungen, Werbekosten und sonstige Verpflichtungen | 218.644 | 209.140 |
| Rückstellungen aus dem Personalbereich | 52.661 | 42.551 |
| Umstrukturierungen, Sozialpläne und Abfindungen | 44.488 | 14.888 |
| Ausstehende Rechnungen | 23.885 | 29.413 |
| Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften | 15.106 | 6.765 |
| Verpflichtungen aus Desinvestitionen | 4.257 | 7.122 |
| Prozesskosten | 2.448 | 5.831 |
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:
| bis 1 Jahr TEUR |
1 bis 5 Jahre TEUR |
über 5 Jahre TEUR |
Gesamt 31.12.2016 TEUR |
Gesamt 31.12.2015 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 | 0 | 0 | 240 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 348.612 | 0 | 0 | 348.612 | 275.002 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 534.949 | 223 | 674 | 535.846 | 684.159 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 92 | 0 | 0 | 92 | 45 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 20.615 | 890 | 0 | 21.505 | 17.894 |
| Summe | 904.268 | 1.113 | 674 | 906.055 | 977.340 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 379.362 (i. Vj. TEUR 522.345). Davon entfallen TEUR 266.395 (i. Vj. TEUR 221.199) auf das Cash Pooling und TEUR 102.205 (i. Vj. TEUR 293.939) auf die Ergebnisabführung. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen den Lieferungs- und Leistungsverkehr.
Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen
Die Nestlé Deutschland AG gewährleistet zusammen mit den übrigen Trägern der Nestlé Pensionskasse VVaG, Frankfurt am Main, der Nestlé Versorgungskasse GmbH, Frankfurt am Main, und der Nestlé Pensionsfonds AG, Biessenhofen, die ausreichende Finanzierung der satzungsmäßigen Leistungen dieser Versorgungseinrichtungen. Des Weiteren bestehen Bürgschaften in Höhe von TEUR 14.807 (i. Vj. TEUR 14.942). Mit Blick auf die wirtschaftliche Lage der Schuldnerinnen sind derzeit keine Tatsachen bekannt, die auf eine Inanspruchnahme aus den vorgenannten Haftungsverhältnissen schließen lassen.
| bis 1 Jahr TEUR |
1 bis 5 Jahre TEUR |
über 5 Jahre TEUR |
Gesamt 31.12.2016 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | ||||
| Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen | 16.709 | 33.986 | 15.618 | 66.313 |
| Verpflichtungen aus Investitionen (Bestellobligo) | 4.865 | 0 | 0 | 4.865 |
| Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen | 21.574 | 33.986 | 15.618 | 71.178 |
Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen und assoziierten Unternehmen sowie resultierend aus der Altersversorgung bestehen wie im Vorjahr nicht.
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde die durch das BilRUG geänderte Definition der Umsatzerlöse erstmalig angewendet. Um die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr zu gewährleisten, wurden die Vorjahreszahlen angepasst. In diesem Zusammenhang wurden die Umsatzerlöse des Vorjahres um TEUR 242.632 erhöht.
Aufgliederung nach Produktgruppen:
| 2016 TEUR |
Anteil % |
2015 TEUR |
Anteil % |
|
|---|---|---|---|---|
| Fertiggerichte und Produkte für die Küche | 1.298.024 | 36 | 1.313.655 | 36 |
| Getränke | 878.479 | 24 | 866.100 | 24 |
| Milch- und Diätetikprodukte | 376.731 | 10 | 421.498 | 11 |
| Produkte für Heimtiere | 389.106 | 11 | 361.204 | 10 |
| Schokolade und Süßwaren | 356.657 | 10 | 355.880 | 10 |
| Sonstiges | 69.227 | 2 | 71.161 | 2 |
| Summe nach Produktkategorien | 3.368.224 | 93 | 3.389.498 | 93 |
| Umsatzerlöse aus IT-Dienstleistungen | 164.868 | 5 | 138.913 | 4 |
| Umsatzerlöse aus sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen | 74.201 | 2 | 103.719 | 3 |
| Summe nach BilRUG | 3.607.293 | 100 | 3.632.130 | 100 |
| - davon Export - | 826.170 | 858.175 |
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 3.154 (i. Vj. TEUR 4.527). Ferner ist ein Gewinn in Höhe von TEUR 21.984 aus der Veräußerung der Geschäftsanteile an der Erlenbacher Backwaren GmbH, Groß-Gerau, enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 46.092 (i. Vj. TEUR 34.363). Diese resultieren im Wesentlichen (i. Vj. vollständig) aus der Auflösung von Rückstellungen.
Aus der Auflösung eines Sonderpostens für Investitionszuschüsse sind Erträge in Höhe von TEUR 1.713 (i. Vj. TEUR 1.708) enthalten.
Um nach erstmaliger Anwendung des BilRUG die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr zu gewährleisten, wurden die Vorjahreszahlen angepasst. In diesem Zusammenhang wurden die sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 241.442 verringert.
Materialaufwand
Um nach erstmaliger Anwendung des BilRUG die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr zu gewährleisten, wurden die Vorjahreszahlen angepasst. In diesem Zusammenhang wurden die Aufwendungen für bezogene Leistungen (Materialaufwand) des Vorjahres um TEUR 131.086 erhöht.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 7.126 (i. Vj. TEUR 6.261). Zudem sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 32.878 aus den Restrukturierungsmaßnahmen am Produktionsstandort Mainz, die aufgrund der Werksschließung zum 31. Dezember 2017 erforderlich sind, enthalten
Um nach erstmaliger Anwendung des BilRUG die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr zu gewährleisten, wurden die Vorjahreszahlen angepasst. In diesem Zusammenhang wurden die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 129.896 verringert.
Zinsergebnis
Das Zinsergebnis beinhaltet Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen i. H. v. TEUR 1.229 (i. Vj. TEUR 2.481). Dagegen saldiert wurden laufende Erträge von TEUR 357 (i. Vj. TEUR 360) aus dem nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechneten Deckungsvermögen.
Im Vorjahr waren mit TEUR 165 Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen enthalten.
Steuerliche Organschaft
Mit der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH besteht eine gewerbe- und körperschaft-sowie umsatzsteuerliche Organschaft.
Jahresergebnis vor Gewinnabführung
Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung an die Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH beträgt TEUR 102.205 (i. Vj. TEUR 293.939).
E. Sonstige Angaben
Mitarbeiter
| 2016 Anzahl |
2015 Anzahl |
|
|---|---|---|
| Arbeitnehmer (Jahresdurchschnitt) | ||
| Arbeiter | 2.571 | 2.683 |
| Angestellte | 2.530 | 2.564 |
| davon leitende Angestellte | 181 | 181 |
| Auszubildende | 215 | 222 |
| Summe | 5.316 | 5.469 |
Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands
Die Vergütungen an den Aufsichtsrat belaufen sich auf TEUR 268, die Gesamtbezüge des Vorstands auf TEUR 2.599.
Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen betragen TEUR 392. Für diesen Personenkreis bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 4.849.
Honorar des Abschlussprüfers
Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer, das im Berichtsjahr als Aufwand erfasst wurde, beträgt TEUR 1.000 und entfällt mit TEUR 964 auf Abschlussprüfungsleistungen sowie mit TEUR 36 auf sonstige Bestätigungsleistungen.
Mitglieder des Aufsichtsrats
| ― | Dr. h.c. Helmut O. MAUCHER Ehrenvorsitzender Ehrenpräsident des Verwaltungsrats der Nestle S.A., Bad Homburg v.d.H. |
| ― | Professor Dr. Werner BAUER Vorsitzender Ehemaliger Generaldirektor der Nestle S.A., Lutry (Schweiz) |
| ― | Thomas GAUGER3 Stellvertretender Vorsitzender Landesbezirksvorsitzender Nordrhein-Westfalen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten ("NGG"), Essen |
| ― | Dr. Rainer SAELZLE Stellvertretender Vorsitzender Ehem. Vorstandsmitglied der Nestle Deutschland AG, Friedrichsdorf |
| ― | Hans-Dieter BISCHOF (bis 13. Mai 2016) Ehemaliges Vorstandsmitglied der Nestle Deutschland AG, Budenheim |
| ― | Reiner EICH3 Betriebsratsvorsitzender der Zentrale der Nestle Deutschland AG, Frankfurt am Main |
| ― | Susanne FERSCHL3 Betriebsratsvorsitzende Werk Biessenhofen und Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Nestle Deutschland AG, Kaufbeuren |
| ― | Corinne GABLER (ab 15. Mai 2016) Regional Manager Zone EMENA Corseaux (Schweiz) |
| ― | Anette HARES Ehemalige geschäftsführende Gesellschafterin der Wagner Tiefkühlprodukte GmbH, Nonnweiler |
| ― | Dr. Steffen JUST3 Chief Compliance Officer der Nestle Deutschland AG, Königstein i. Ts. |
| ― | Prof. Dr. Renate KÖCHER Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, Konstanz |
| ― | Thomas KRAUSE3 Betriebsratsvorsitzender Chocoladenwerk Hamburg, Schwarzenbek |
| ― | Prof. Dr. Mathias MÜLLER Geschäftsführender Gesellschafter IWB Dr. Müller Immobilienwirtschaftliche Beratung GmbH, Hofheim am Taunus |
| ― | Karl-Heinz RINGEL (bis 10. Juni 2016) Ehem. Vorstandsmitglied der Nestle Deutschland AG, Wiesbaden |
| ― | Peter SCHMIDT3 Stellv. Landesbezirksvorsitzender der Gewerkschaft NGG, Kempten |
| ― | Ali-Riza SEN3 (bis 30. September 2016) Betriebsratsmitglied der Erlenbacher Backwaren GmbH, Mainz-Kostheim |
| ― | Helmut SERWE3 (ab 3. November 2016) Betriebsratsvorsitzender Nestle Wagner GmbH, Nonnweiler |
| ― | Antje WILLEMS-STICKEL Geschäftsführende Gesellschafterin der Creme 21 GmbH, Bad Homburg v.d.H. |
| ― | Klaus E. ZIMMERMANN (ab 14. Juni 2016) Direktor Technik und Produktion Zone EMENA, Pully (Schweiz) |
| ― | Andreas ZORN3 Betriebsratsvorsitzender Werk Neuss der Nestle Deutschland AG, Neuss |
3 Arbeitnehmervertreter
Mitglieder des Vorstands
| ― | Béatrice GUILLAUME-GRABISCH Vorsitzende |
| ― | Peter HADASCH Vorstand Personal |
| ― | Ralf HENGELS (ab 1. Oktober 2016) Stellvertretender Vorstand Personal |
| ― | Ralph-Alexander Axel KNOCH Vorstand Technik |
| ― | Hubert STÜCKE Vorstand Finanzen und Controlling |
Gewinnverwendung
Seit 2001 besteht mit der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH ein Gewinnabführungsvertrag, der auch zum vollständigen Verlustausgleich verpflichtet.
Nachtragsbericht
Im März 2017 hat die Nestlé Deutschland AG eine Mehrheitsbeteiligung an der Terra Canis GmbH, einem Premium Tiernahrungshersteller mit Sitz in München (Umsatz 2016: rund EUR 17 Mio), erworben.
Darüber hinaus gab es keine weiteren Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag gegeben.
Frankfurt am Main, den 4. Mai 2017
Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Der Jahresabschluss wurde am 19. Mai 2017 festgestellt.
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand im Jahre 2016 regelmäßig über die Lage des Unternehmens sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Es fanden im Berichtsjahr drei Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Die Abschlussprüfer haben an der bilanzfeststellenden Sitzung des Aufsichtsrats teilgenommen.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2016 sind von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Von dem Ergebnis der Abschlussprüfung hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat ebenfalls den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft und ist hierbei zu dem abschließenden Ergebnis gelangt, dass Einwendungen hiergegen nicht zu erheben sind und er den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss billigt. Dieser ist damit festgestellt.
Die Nestlé Deutschland AG gehört als Teilkonzern zum Konzernkreis der Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), und ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes gemäß § 292 Abs. 1 HGB befreit. Der Konzernabschluss der Nestlé S.A., der nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) aufgestellt ist, wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.
Neuss, den 19. Mai 2017
Der Aufsichtsrat
Prof. Dr. Werner Bauer, Vorsitzender
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 4. Mai 2017
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Dr. Dietz, Wirtschaftsprüferin
Hofmann, Wirtschaftsprüfer