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Nemetschek SE Annual Report 2006

Feb 13, 2007

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Annual Report

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Kompetenz

Geschäftsbericht 2006

Nemetschek in Kürze

Die Nemetschek Gruppe ist ein international führendes IT-Unternehmen der AEC-Branche (Architecture, Engineering, Construction). Das Softwarehaus entwickelt integrierte Lösungen für alle Phasen des Lebenszyklus von Gebäuden und Immobilien – vom Planen über das Bauen bis hin zum Nutzen. Die Produkte sind aktuell bei über 270.000 Kunden in 142 Ländern und in 16 Sprachen im Einsatz und optimieren den gesamten Entstehungs- und Nutzungsprozess von Bauwerken hinsichtlich Qualität, Kosten und Zeitaufwand. Nemetschek wurde 1963 von Professor Georg Nemetschek gegründet und ist an der Frankfurter Börse im Prime Standard gelistet.

Kennziffern

Angaben in Mio. € 2006 2005 Veränderung
Umsatzerlöse 107,5 98,8 8,8 %
Betriebliche Erträge 109,5 100,3 9,2 %
Rohertrag 101,8 91,7 11,1 %
in % vom Umsatz 94,8 % 92,8 %
EBITDA 20,7 16,2 27,2 %
in % vom Umsatz 19,2 % 16,4 %
EBIT 17,8 13,1 36,1 %
in % vom Umsatz 16,5 % 13,2 %
Jahresüberschuss
(Konzernanteile) 13,6 11,7 16,5 %
je Aktie in € 1,41 1,21
Jahresüberschuss 14,4 12,2 18,1 %
Perioden Cashfl ow 21,3 17,3 22,6 %
Liquide Mittel 32,0 29,0 10,6 %
Eigenkapital 55,1 48,1 14,5 %

Universität Flensburg, PFP Architekten BDA, Hamburg

Inhalt

Vorwort des Vorstandes 2
Interview 4
Building the Future 6
Geschäftsfeld Planen 8
Geschäftsfeld Bauen 11
Geschäftsfeld Nutzen 12
Geschäftsfeld Multimedia 13
Die Aktie 14
Corporate Governance 16
Bericht des Aufsichtsrates 18
Konzernabschluss der Nemetschek AG
Konzern-Lagebericht 22
Konzern-Bilanz 30
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 32
Konzern-Kapitalfl ussrechnung 33
Veränderung des Konzern-Eigenkapitals 34
Konzern-Anhang 35
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 90
Bestätigungsvermerk 92
Jahresabschluss der Nemetschek AG
Bilanz 94
Gewinn- und Verlustrechnung 96

Vorwort des Vorstandes

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Aktionäre,

2006 war ein außerordentlich erfolgreiches Jahr für Nemetschek. Drei Entwicklungen sind besonders bemerkenswert:

    1. Der Konzern hat bei Umsatz und Ergebnis deutlich zugelegt. Der Umsatz konnte auf 107,5 Mio. EUR und das Betriebsergebnis (EBIT) auf 17,8 Mio. EUR gesteigert werden.
    1. Wir haben unsere Akquisitionsstrategie konsequent umgesetzt und mit SCIA International NV in Belgien und Graphisoft SE in Ungarn zwei strategisch bedeutsame Übernahmen realisiert.
    1. Die Nemetschek Aktie ist seit nunmehr fünf Jahren im Aufwärtstrend und entwickelte sich im vergangenen Jahr mit einem Plus von über 50 Prozent deutlich besser als alle Vergleichsindizes. Dies alles sind gute Nachrichten – für die Aktionäre, die Mitarbeiter und die Kunden in aller Welt. Für den Vorstand und das Management ist es darüber hinaus Motivation für die Zukunftsgestaltung. Unser Ziel ist, die heutigen Erfolge mittel- und langfristig zu erhalten und weiter auszubauen. Mit Kreativität, mit Energie und professionellem Knowhow.

Wo wir stehen

Nemetschek ist das weltweit einzige Softwareunternehmen, das IT-Lösungen für den gesamten Entstehungs- und Nutzungsprozess von Bauwerken anbietet. Unser Produktspektrum reicht vom Planen über das Bauen bis hin zum Nutzen von Gebäuden und Immobilien. Die erfreulichen Geschäftszahlen der vergangenen Jahre zeigen, dass wir die richtige Strategie verfolgen. Das internationale Wachstum und der Ausbau unserer Markt- und Technologieführerschaft sind dabei die wichtigsten Treiber.

Was uns stark macht

Professionell aufeinander abgestimmten IT-Lösungen sind unser Alleinstellungsmerkmal. Für alle Unternehmen, die mit den komplexen Prozessen in der Bau- und Immobilienbranche konfrontiert sind, ist Nemetschek damit der strategische IT-Partner. Nach Einschätzung von Experten wird die Nachfrage in der Softwareindustrie im AEC-Bereich (Architecture, Engineering, Construction) weltweit weiter ansteigen, Institute rechnen mit jährlichen Zuwachsraten von durchschnittlich 6,8 Prozent. Wir werden diese guten Rahmenbedingungen nutzen, um Nemetschek weiter voranzubringen. Die Akquisition der belgischen SCIA International NV im Februar 2006 war bereits ein wichtiger Schritt hin zu mehr Internationalisierung. Wir sind seitdem die Nummer eins in Europa für integrierte Ingenieurbau-Software. Durch unseren Erfolg am Markt verfügen wir über eine hervorragende wirtschaftliche Basis für Wachstums- und Investitionsmöglichkeiten und konnten deshalb eine Transaktion wie Graphisoft realisieren.

Was die Übernahme von Graphisoft bedeutet

Es ist die größte Akquisition in der Firmengeschichte der Nemetschek AG und von strategischer Bedeutung für unseren Konzern. Wir sind überzeugt vom Erfolg der Transaktion und sehen unsere Position in der Spitze der internationalen Software-Unternehmen im AEC-Bereich gefestigt. Drei Kernaussagen zeigen unser Potenzial:

  1. Nemetschek wird durch die Übernahme von Graphisoft seine Marktposition noch einmal deutlich stärken. In Zahlen bedeutet dies: Jahresumsatz deutlich über 140 Mio. EUR, über 270.000 Kunden weltweit, Software in 16 Sprachen, mehr als 1.000 qualifi zierte Mitarbeiter.

"Wir blicken optimistisch in die Zukunft. Nemetschek verfügt über etablierte Marken und eine weltweite Kundenbasis. In der weiteren regionalen Expansion sehen wir sehr gute Zukunftschancen."

Ernst Homolka (Sprecher des Vorstandes)

    1. Nemetschek wird mit der Akquisition seine wirtschaftlichen Kennziffern deutlich verbessern: durch einen signifi kanten Umsatzzuwachs, durch eine erhebliche Steigerung des Betriebsergebnisses EBITDA und durch eine Erhöhung des operativen Cashfl ows.
    1. Nemetschek gewinnt zusätzliches und neues Knowhow unsere Forschungs- und Entwicklungskapazität wird sich durch das Team von Graphisoft enorm steigern.

Wo wollen wir hin

Wer sich, egal wo, mit Software im Bereich Immobilien und Bauwerke auseinandersetzt, wird das Gespräch mit Nemetschek suchen. Die innovativen und wachstumsorientierten Unternehmen der Nemetschek Gruppe arbeiten miteinander, entwickeln neue Produkte und Dienstleistungen, akquirieren Kunden und besetzen Märkte. Unsere Vision: Mit unterschiedlichen schlagkräftigen und kreativen Häusern sind wir weltweit mit den besten Lösungen für unsere Kunden präsent. Hoher Kundennutzen, neueste Technologie und verlässliche Qualität sprechen für die Lösungen aus unserem Konzern.

Verehrte Aktionäre, diese Informationen verdeutlichen, welche Zukunftschancen der Nemetschek Konzern hat. Vorstand, Management und Mitarbeiter werden auch im Jahr 2007 alles daran setzen, die hohen Erwartungen des Kapitalmarktes und die Bedürfnisse unserer Kunden zu erfüllen und somit den Erfolgskurs des Unternehmens konsequent fortsetzen.

Apropos Erfolgskurs: Seit Jahren arbeiten die besten und erfolgreichsten Architekten bei herausragenden Projekten im Bereich Kunst und Kultur mit unserer Software. Prominente Bespiele sind das Zentrum Paul Klee in Bern, das Theater in Erfurt, das Jüdische Zentrum Jakobsplatz in München sowie die Ausstellungsplanung im Guggenheim-Museum in New York. Deshalb haben wir die Illustrationen des vorliegenden Geschäftsberichts aus diesem Umfeld ausgewählt. Inspiriert von Joseph Beuys, der gesagt hat: "Die einzig revolutionäre Kraft ist die Kunst."

Ernst Homolka (Sprecher des Vorstandes)

Dr. Peter Mossack Michael Westfahl

(Vorstandsmitglied) (Vorstandsmitglied)

Interview: "Unsere Ziele bleiben ambitioniert!"

Herr Homolka, Nemetschek hatte letztes Jahr als mittelfristiges Ziel einen Umsatz von rund 150 Mio. EUR formuliert. Damals erschien dies fast utopisch, aber durch die Akquisitionen und eigenes Wachstum kommen Sie plötzlich schon sehr dicht an diese Größenordnung. Kann das in diesem Tempo weitergehen?

Homolka: Wir freuen uns sehr, dass unser Unternehmen eine so hervorragende Entwicklung nimmt. Zum einen durch eigenes, organisches Wachstum – in Deutschland konnten wir nach jahrelangem Stillstand ein Plus von über 8 Prozent erzielen, das ist durchaus respektabel. Zum anderen sind wir im Ausland sehr dynamisch vorangekommen, der Umsatzanteil liegt mittlerweile bei 57,5 Prozent. Der große Sprung aber kommt durch die Übernahme von Graphisoft. Unsere Ziele sind ambitioniert. Wir wollen in den nächsten Jahren konzernweit kräftig zulegen.

Gilt dies auch für das Ergebnis?

Homolka: Auf jeden Fall. In der Softwarebranche werden international Umsatzrenditen auf Basis des EBITDA von 20 Prozent und mehr erzielt. Dies ist unser erklärtes Ziel.

Wie sieht es mit weiteren Akquisitionen aus?

Homolka: Wir sind vernünftige Kaufl eute. Zunächst werden wir Graphisoft integrieren. Die Übernahme ist nicht nur fi nanziell, sondern auch im Hinblick auf Führung, Kontrolle und Ausrichtung eine Herausforderung. Ich schließe allerdings nicht aus, dass wir kleinere Akquisitionen realisieren, die unsere Aktivitäten der Kerngeschäftsfelder ergänzen, also zum Beispiel im Bereich Nutzen.

Herr Bojár, als Unternehmensgründer kennt Graphisoft niemand besser als Sie. Erklären Sie uns das Unternehmen.

Bojár: Ich habe das Unternehmen 1982 mit einer Handvoll Mitarbeiter gegründet, mittlerweile zählen wir zu den Top-Anbietern für Architektur-Software weltweit. Graphisoft hat im Geschäftsjahr 2006 einen Umsatz von 30,5 Mio. EUR erwirtschaftet. Wir haben heute 265 Mitarbeiter und verfügen über ein weltweites Netzwerk von sehr engagierten, loyalen und unabhängigen Vertriebspartnern. Graphisoft hat eigene Niederlassungen in Ungarn, Deutschland, den USA, Japan, Großbritannien, Spanien und Finnland. Mehr als 100.000 Kunden in 82 Ländern nutzen aktuell unsere Produkte.

Ihr "Flaggschiff" ist die Softwarelösung Archicad.

Bojár: Ja. Die besonderen Stärken unseres Hauptprodukts Archicad liegen in den Bereichen Entwurf und Design. Die Marke Archicad ist etabliert und wird in der Branche als Qualitätsprodukt geschätzt. Rund 80 Prozent des Umsatzvolumens von Graphisoft entfällt auf den Bereich Architektur, der sehr profi tabel ist.

Sie erläutern das Zusammengehen mit Nemetschek immer mit dem Schlagwort "Joining European forces". Was meinen Sie damit?

Bojár : Der weltweite AEC-Markt (Architecture, Engineering, Construction) wächst nach Jahren des Rückgangs wieder. Dieser Wachstumstrend ist angetrieben von einem massiven Wandel von 2D zu 3D-basierten Planen. Das ist eine große Chance, für die wir eine kritische Größe brauchen. Wenn zwei führende Unternehmen wie Nemetschek und Graphisoft sich zusammenschließen, dann festigen sie damit nachhaltig ihre Position im Weltmarkt.

Herr Westfahl, nach schleppender Konjunktur ist Deutschland wieder in Aufbruchsstimmung. Auf der Leitmesse BAU im Januar 2007 in München war deutlicher Optimismus zu spüren. Teilen Sie diese Einschätzung?

Westfahl: Ja, absolut. Wir sind mit dem Verlauf der Messe und vor allem mit der Resonanz der Kunden auf unsere neuen Produkte und Services sehr zufrieden. Die Messe hat auch gezeigt, welche herausragende Marktstellung Nemetschek genießt. Man hat Vertrauen in unsere Qualität, in unsere Kompetenz und in die Innovationsfähigkeit des Unternehmens. Und unsere Partner setzen hohe Erwartungen in die Kooperation mit Graphisoft. Im Zusammenspiel mit unseren neuen Kollegen von Graphisoft sind wir künftig noch stärker.

Welche Rolle spielt ihre neue Kostenplanungsmethode Design2Cost? Westfahl: Eine ganz entscheidende Rolle. Die exakte Kosten- und Mengenermittlung beim Planen, Bauen und Nutzen wird zunehmend wichtiger – insbesondere aus Bauherren- und Investorensicht. Wir verfügen als erster Anbieter über eine TÜV-zertifi zierte Methode zur Mengenermittlung. Das haben wir nur erreicht, weil wir die Bedürfnisse unserer Kunden kennen. Wir wissen um den Zeit- und Kostendruck und bieten passende IT-Lösungen.

Was tut sich bei Kooperationen?

Westfahl: Besonders wichtig ist unsere strategische Partnerschaft mit Adobe. Ziel dieser Allianz ist, Prozesse von Architekten und Ingenieuren zu optimieren. Dazu werden wir die Funktion der PDF-Erstellung auf Basis der originären Adobe PDF Libraries konzernweit in unsere Produkte integrieren. Durch einen vereinfachten Datenaustausch gewinnt man Zeit, spart Kosten, verbessert die Datensicherheit, steigert die Flexibilität und verbessert somit die Arbeitsprozesse. Diese enge Kooperation mit Adobe ist ein Meilenstein für unser Unternehmen.

Herr Dr. Mossack, Nemetschek gilt als Technologie- und Innovationsführer. Woran machen Sie das fest?

Mossack: Nemetschek investiert seit Jahren kontinuierlich in Forschung und Entwicklung (FuE). Rund ein Drittel unserer Mitarbeiter ist in diesem Bereich beschäftigt, in Deutschland, der Slowakischen Republik, den USA und Österreich. Sie garantieren die Innovationskraft des Unternehmens. Schwerpunkt unserer Aktivitäten ist die Neu- und Weiterentwicklung von Standardsoftware. Wir haben die Produkte in allen Bereichen offener, funktioneller und bedienungsfreundlicher gemacht. Mit dem Team von Graphisoft wird sich unsere FuE-Kompetenz nochmals erheblich erweitern.

Nemetschek verfügt über drei CAD-Systeme. In welche Richtung gehen Ihre Planungen?

Mossack: Wir sehen derzeit fünf CAD-Plattformen im AEC-Markt. Davon kommen drei aus dem Hause Nemetschek, nämlich Allplan, Archicad und VectorWorks. Alle Systeme haben ihren festen Platz und ergänzen sich je nach Anforderungen der Kunden zu einem einzigartigen Angebot. AEC-Projekte werden immer komplexer in der Art der Datenintegration und den Anforderungsfacetten von Teilaufgaben. Der Kunde wird auch künftig das für ihn optimale Planungssystem wählen können. Wesentlich dabei ist, dass diese Systeme in der Praxis so zusammenarbeiten, dass alle beteiligten Planer ihre jeweiligen Aufgaben optimal ausführen können. Der Standard für Datenaustausch im CAD-Bereich wird auf Basis von offenen IFC-Standards ausgebaut. IFC steht für Industry Foundation Classes. Die treibenden Unternehmen waren bisher Nemetschek und Graphisoft. Wir werden sicherstellen, dass alle Daten von Produkten unserer Unternehmensgruppe optimal austauschbar sind.

Was steht im Augenblick im Mittelpunkt Ihrer Arbeit?

Mossack: Unser Top-Thema ist Round-Trip Engineering. Damit werden Daten zwischen CAD- und Statik-Software so synchronisiert, dass zeitaufwändige und fehleranfällige Mehrfacheingaben von Entwurfsdaten entfallen. In der Praxis heißt das: Geometrische Informationen werden einmalig von Allplan Ingenieurbau nach SCIA.ESA PT übergeben. Dort wird automatisch das statische System defi niert, anschließend werden Materialeigenschaften, Lasten und Lagerungsbedingungen festgelegt. Bei einer Planungsänderung können auf Knopfdruck die geänderten Bauteile aktualisiert werden, alle zuvor getätigten Eingaben bleiben erhalten. Da eine statische Berechnung in der Regel kein einmaliger Vorgang ist, sondern kontinuierlich an veränderte Planungen angepasst wird, bedeutet Round-Trip Engineering für die beteiligten Ingenieure eine deutliche Arbeitserleichterung.

Ist die Lösung bei Nemetschek entwickelt worden?

Mossack: Es ist eine Koproduktion zwischen Nemetschek und SCIA und zeigt eindrucksvoll, welche Synergien durch eine Akquisition entstehen können. Mit der neuen Version gelingt der Brückenschlag zwischen der CAD-Welt von Allplan Ingenieurbau und der Statikwelt von SCIA.ESA PT.

Mit Kompetenz die Zukunft des Bauens gestalten

Sachverstand, Fähigkeiten, Zuständigkeit – so defi niert der Duden den Begriff Kompetenz. Mit Sachverstand, Fähigkeiten und Zuständigkeit agiert Nemetschek seit mehr als 40 Jahren in der Bau- und Immobilienbranche. Der Name Nemetschek ist zum Synonym geworden für intelligente Produkte und Dienstleistungen. Kreativ, intelligent, modern. Jahr für Jahr, Dekade für Dekade hat das Unternehmen Maßstäbe gesetzt. Mit neuen Produkten, innovativen Lösungen, mutigen Entscheidungen. Seit Langem gilt die Gruppe als sehr gute Adresse für Forschung und Entwicklung, als Partner für Hochschulen und Universitäten, als Berater für Ministerien oder Institute. Kunden in aller Welt greifen auf das Produktlösungsportfolio von Nemetschek zurück – auf fünf Kontinenten, in vielen Sprachen, für unterschiedliche Projekte.

Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass in vielen Metropolen Konzerthäuser, Theater, Museen und Universitäten mit Hilfe von Nemetschek Produkten geplant und gebaut wurden. Auf der ganzen Welt sind so Zentren für Kunst und Kultur, für Musik, Schauspiel oder Malerei entstanden. Für uns Grund genug, die herausragenden Beispiele moderner Kultur-Architektur als Leitmotiv für den aktuellen Geschäftsbericht auszuwählen. Folgen Sie uns in die Pinakothek der Moderne nach München, zum Zentrum Paul Klee nach Bern oder in das Guggenheim Museum nach New York. Franz Kafka hat geschrieben: "Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, der wird nicht alt." In den Museen dieser Welt gibt es sehr viel Schönes zu entdecken, sei es in der Kunst oder in der Architektur. Diese Schätze sind uns Inspiration und Motivation für unsere tägliche Arbeit und für die Herausforderungen der Zukunft.

Herausforderungen gibt es wahrlich genug. Die Bauwirtschaft befi ndet sich in einem tief greifenden Wandel, der den Wertschöpfungsprozess des Bauens in den nächsten Jahren nachhaltig verändern wird. Nemetschek hat diesen Trend frühzeitig erkannt. Als einziges Unternehmen weltweit unterstützt es den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden mit integrierten Software-Lösungen – vom Planen über das Bauen bis hin zum Nutzen. Ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg war die Entwicklung des so genannten Building Information Models (BIM). Damit ist es möglich, Gebäude bereits in der frühen Entwurfsphase dreidimensional zu planen und mit Objekteigenschaften wie etwa bauphysikalischen und statischen Merkmalen sowie Kosten zu versehen. Um die "Intelligenz" dieser Informationen nutzen zu können, haben wir das Nemetschek Object Interface (NOI) entwickelt, eine Schnittstelle, über die Lösungen aus unserem Portfolio miteinander kommunizieren können.

Innovativ sein heißt, immer einen Schritt voraus zu denken. Daten müssen fach- und applikationsübergreifend austauschbar sein, etwa zwischen Planern, Haustechnikern oder Facility-Managern. Deshalb bringen wir uns heute stark in die Entwicklung des Industrieformats IFC Industry Foundation Class ein, das sich mittlerweile zum Standard beim Austausch intelligenter Gebäudedaten etabliert hat. Das drückt sich auch in unserem Engagement im Softwareherstellerverband IAI (Industry Alliance for Interoperability) aus. Im Sommer 2006 hatte dieser unsere IFC-Schnittstelle in Allplan zum ersten Mal zertifi ziert. Unseren Weg, den Bauprozess ganzheitlich zu betrachten und unsere Lösungen darauf abzustimmen, werden wir konsequent weitergehen. Auch im Jahr 2006 sind wir diesem Ziel einen großen Schritt näher gekommen.

Vorwort des Vorstandes Interview

Geschäftsfeld Planen Building the Future Geschäftsfeld Bauen

Geschäftsfeld Planen – Intelligente Lösungen mit hohem Kundennutzen

Große Ideen verwirklichen und wirtschaftlich erfolgreich sein, davon träumen Architekten, Ingenieure, Bauunternehmen und Generalplaner. Unsere integrierten IT-Lösungen sichern diesen Erfolg beim Planen von Gebäuden und Immobilien. So können kreative Entwürfe in hoher Qualität, kosteneffi zient und mit geringem Zeitaufwand umgesetzt werden. Mit den Nemetschek CAD- und Berechnungsprogrammen entstehen weltweit Planungsunterlagen, realitätsnahe Visualisierungen und animierte Filme für die Bereiche Architektur, Bauingenieurwesen und Haustechnik. Da für die gesamte Planung das gleiche Gebäudemodell (Building Information Model) verwendet wird, profi tieren unsere Kunden von einer deutlichen Zeitersparnis bei der interdisziplinären Zusammenarbeit, frei von zwischengeschalteten Schnittstellen.

Über 540 Vitrinen und 208 Ausstellungswände hat das Berliner Architekturbüro Volkhausen + Lubkoll im Deutschen Historischen Museum in Berlin mit Hilfe unserer CAD-Programme geplant. Seit dem 2. Juni 2006 können sich Interessierte im historischen Zeughaus Unter den Linden über 2.000 Jahre deutsche Geschichte informieren (Bild oben).

Nemetschek auf Wachstumskurs

Die herausragende Nachricht im Geschäftsfeld Planen kam im Dezember und hat in der gesamten Branche für viel positives Aufsehen gesorgt. Kurz vor dem Jahreswechsel gelang es Nemetschek, das ungarische Unternehmen Graphisoft mehrheitlich zu übernehmen. Damit wird unser Unternehmen endgültig zum Global Player. Mit den Weltmarken Allplan, VectorWorks und Archicad werden wir künftig die Spitzenstellung im Bereich AEC-Softwarelösungen (Architecture, Engineering, Construction) einnehmen. Unsere Kunden in aller Welt werden zukünftig aus dem Nemetschek Portfolio die für sie am besten passende Anwendung nutzen.

Datenaustausch leicht gemacht

Die immer komplexeren AEC-Projekte stellen vor allem hohe Anforderungen an die Art der Datenintegration. Das Datenaustauschformat IFC, das Nemetschek und Graphisoft führend weiterentwickelt haben, bietet hierzu die Basistechnologie. Für unsere Kunden und Partner bedeutet

dies eine Fülle neuer Möglichkeiten. Das Vertriebsnetz wird individuell verstärkt und ausgebaut, eine abgestimmte Vorgehensweise beider Unternehmen wird die Marktposition in Europa, Asien und Amerika deutlich verbessern. Nemetschek war immer bestens positioniert in der Microsoft / Windows-Welt, künftig werden wir mit den Produkten von VectorWorks und Graphisoft auch der vorherrschende Anbieter für Planungswerkzeuge auf der Apple-Macintosh-Plattform sein. Perspektiven, die für alle Kunden neue Chancen und Möglichkeiten bieten.

Innovative Lösung für Kostensicherheit

Aber auch das Tagesgeschäft hat im Jahr 2006 viele neue Impulse gegeben. Ein wichtiges Thema war unsere neue Methode Design2Cost. Der Hintergrund: Architekten und Planer sind immer stärker gezwungen, unternehmerisch zu denken und zu handeln. Längst hängt ihr Erfolg nicht allein von Kreativität ab, sondern davon, ob sie die ursprünglich kalkulierten Kosten am Ende eines Projekts eingehalten haben. Dafür hat Nemetschek die

Am 9. November 2006 wurde das Jüdische Zentrum am Münchner Jakobsplatz feierlich eingeweiht. Die Architektur stammt von dem Büro Wandel Hoefer Lorch aus Saarbrücken, die Tragwerksplanung erfolgte durch die Ingenieure Sailer Stephan und Partner (Bild Mitte).

Kostenplanungsmethode Design2Cost konzipiert. Im Frühjahr startete eine Marketingkampagne, die auf großes Interesse bei den Kunden gestoßen ist. Mit der neuen Methode für die Kostenplanung können Planer, Generalunternehmer und Fertighaushersteller ihre Kosten schnell und zuverlässig bereits in der frühen Planungsphase ermitteln. Anwender erhalten eine Lösung für die Gebäude- und Kostenplanung, AVA, Kalkulation und Baudaten aus einer Hand und profi tieren von Produktivitäts- und Ertragssteigerungen. In Zahlen ausgedrückt: Der Aufwand für die Mengenermittlung sinkt um durchschnittlich 70 Prozent. Das haben nicht nur unsere Kunden durch rege Nachfrage belohnt, sondern auch der TÜV Süd: Als erster Softwareanbieter hat Nemetschek eine TÜV-Zertifi zierung für die grafi sche Mengenermittlung erhalten.

Bauprozesse zeichnen sich durch eine hohe Komplexität, eine starke Arbeitsteilung und eine Vielzahl von Beteiligten aus. Generell lässt sich der Bauprozess unterteilen in eine Planungs-, Bau- und Nutzungsphase. In der Vergangenheit war es üblich, dass Software-Lösungen nur Teilaufgaben des Bauprozesses abdeckten und voneinander unabhängig waren. Die Lösungen von Nemetschek beruhen auf einem intelligenten Gebäudemodell (Building Information Model). Diese ermöglichen bereits in der Entwurfsphase eine hochwertige und zuverlässige Mengen-, Kostenund Bauprozesssimulation und stellen die erarbeiteten Planungsergebnisse für die weiteren Fachanforderungen (Statik-Planung, Facility Management etc.) zur Verfügung. Hier zeigt sich die hohe Branchenkompetenz von Nemetschek.

Mobile Lösungen für die Baustelle

Auch Planen und Bauen im Bestand gehört zu den Arbeitsfeldern der Zukunft. Egal ob Altbauwohnungen, Verwaltungs- und Schulbauten oder Industrieobjekte – immer mehr Gebäude müssen den aktuellen Bedürfnissen der Bauherren entsprechen. Dies gilt insbesondere für geänderte gesetzliche Aufl agen oder technische Ausstattung. Wir haben daher innovative Lösungen für unsere Kunden entwickelt, um die gestiegenen Anforderungen an mobile Gebäudedatenerfassung oder digitales Aufmaß erfüllen zu können. Ein Beispiel sind unsere mobilen Anwendungen, mit denen viele Aufgaben vor Ort auf der Baustelle zeitnah bearbeitet werden können.

Nemetschek aktiv in Forschungsprojekten

Um unsere Technologieführerschaft zu sichern und weiter auszubauen, beteiligen wir uns auch an vielfältigen Forschungsprojekten. So ist Nemetschek zum Planungspartner von Hochtief und des Fraunhofer Instituts ausgewählt worden. Bei dem Projekt inhaus2 steht die Entwicklung der "mitdenkenden Immobilie" auf der Forschungsagenda. Ziel ist es, ein Gebäude zu entwickeln, das als Prototyp für zukünftige Nutzbauten dient. Hochtief setzt bei der Planung von inhaus2 unsere CAD-Programme ein.

Wie Prozesse zwischen Projektteams optimiert werden können, haben wir im Rahmen des Forschungsprojektes ArKos untersucht. ArKos steht für "Architektur Kollaborativer Szenarien" und wurde vom Institut für Wirtschaftsinformatik im Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz Saarbrücken initiiert und vom Ministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Kooperation mit Adobe erleichtert die interdisziplinäre Kommunikation

Die strategische Allianz mit Adobe Systems Inc. zeigt, dass Nemetschek erste Wahl ist als Partner für intelligente und innovative Projekte. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Prozesse von Architekten und Ingenieuren zu optimieren. Dazu wird Nemetschek die Funktion der PDF-Erstellung auf Basis der originären Adobe PDF Libraries konzernweit in seine Produkte integrieren – ein Meilenstein in der Branche. Durch diese strategische Partnerschaft können unsere Kunden dokumentenbasierte Kommunikationsprozesse noch effi zienter gestalten und sparen Kosten und Zeit.

Vorwort des Vorstandes Interview

Building the Future Geschäftsfeld Planen Geschäftsfeld Bauen

Der Markt für Bausoftware ist bereits seit drei Jahren auf Wachstumskurs. Weltweit erwarten die Marktforschungsinstitute bis 2010 im AEC-Markt (Architecture, Engineering, Construction) ein Wachstum von durchschnittlich rund 7 Prozent. Der Architekturbereich stellt mit rund 40 Prozent den größten Bereich innerhalb des AEC-Marktes dar.

International erfolgreich

Neben einer Vielzahl positiver Nachrichten im Inland war das Geschäftsjahr 2006 erneut geprägt von großen Erfolgen auf internationalen Märkten. In Westeuropa waren es vor allem Frankreich und Italien, die mit überdurchschnittlichen Zuwachsraten aufwarten konnten. Neue Produkte, innovative Lösungen, aber auch eine spürbare Belebung der Konjunktur haben zu einem sehr erfolgreichen Gesamtergebnis in Europa geführt. Sehr erfreulich ist auch die Entwicklung von NEMETSCHEK NORTH AMERICA. Wir konnten unsere Position als weltweit führender Anbieter für CAD-Programme auf der Apple-Macintosh-Plattform stärken und weiter wachsen. Besonders gut entwickelte sich das Geschäft in Europa und in Japan. Zum Wachstum hat besonders die neue Version 12.5 beigetragen. Erstmalig sind die CAD-Programme von NEMETSCHEK NORTH AMERICA nun auf Spanisch verfügbar. Das Unternehmen will seine Kompetenz in der Lokalisierung seiner Softwareprodukte weiter ausbauen, um neue Märkte wie etwa China zu erobern. Auch im Neukundengeschäft legte NEMETSCHEK NORTH AMERICA deutlich zu. Der größte Erfolg gelang bei der britischen Filmgesellschaft Eon Productions, welche die Kulissen des neuen James-Bond-Films "Casino Royale" mit VectorWorks gezeichnet hat.

Stärken im Ingenieurbau ausgebaut

Im Ingenieurbau konnten wir unsere Position als Marktführer für Ingenieurbau-Software weiter ausbauen. Auf diesem Markt sind wir mit der Nemetschek Ingenieurbau GmbH, der SCIA International NV, der Glaser – isb cad – Programmsysteme GmbH sowie der Friedrich + Lochner GmbH vertreten. Mit unserem Neuzugang SCIA International NV haben wir die letzte vorhandene Lücke im Bereich komplexer Berechnungssoftware geschlossen.

SCIA konnte im vergangenen Geschäftsjahr durch die neue Methode Round-Trip Engineering deutlich zulegen. Mit Round-Trip Engineering lassen sich Daten zwischen CAD- und Statik-Software synchronisieren. Das Ergebnis sind effi ziente und kostengünstige Tragwerke. Außerdem wirkten sich die Normen zum Eurocode 2 für die Baustatik positiv auf die Nachfrage aus. Im Oktober gelang es SCIA, die Marke von 6.000 Lizenzen zu überspringen. Die meisten Anwender der Ingenieurbau-Software kommen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Tschechien und der Slowakei. Aber auch Märkte wie die USA, Indien und Australien sind im Aufwind begriffen. Zu den bedeutendsten Neukunden, die SCIA in 2006 gewinnen konnte, zählt das französische Luftfahrtunternehmen Air France. Auch die Glaser – isb cad – Programmsysteme GmbH konnte durch Erweiterung ihrer Produktpalette die Neukundenzahl deutlich steigern. Zum Erfolg trug unter anderem das Existenzgründerprogramm CAD Start-up bei. Aber auch in der Nachwuchsförderung hat Glaser neue Wege beschritten: Mit einer Marketingoffensive an Hochschulen haben wir Studenten frühzeitig mit den CAD-Programmen von Glaser vertraut gemacht. Bei der Friedrich + Lochner GmbH trugen umfangreiche Erweiterungen der vorhandenen Programme zum Geschäftserfolg bei. Ein Entwicklungsschwerpunkt lag etwa auf ebenen und räumlichen Stabwerken, die vollständig überarbeitet wurden. Weiterhin stieß das Konzept des Software-Service auf große Nachfrage bei den Kunden.

Die Pinakothek der Moderne in München zählt zu den international führenden Zentren für Kunst, Architektur und Design des 20. und 21. Jahrhunderts. In seinen Dimensionen gehört das Haus zu den weltweit größten neuen Museumsbauten. Im Zentrum liegt die gewaltige Innenraumskulptur der Treppenanlage mit 100 m Länge und 30 m Höhe. Die Rotunde ist eine eindrucksvolle Raumschöpfung des Architekten Stephan Braunfels (Bild links).

Geschäftsfeld Bauen – Kompetenz für die mittelständische Bauwirtschaft

Die Nemetschek Bausoftware GmbH hat ihre Ziele im Geschäftsjahr 2006 trotz eines schwierigen Marktumfelds erreicht. Das Unternehmen konnte sein positives Image als verlässlicher IT-Partner für Branchensoftware in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg weiter ausbauen. In der Schweiz beträgt der Marktanteil von Nemetschek Bausoftware bereits 50 Prozent. Auch in Österreich wird das Wachstum weiter forciert. Das Unternehmen setzt in der Alpenrepublik auf Synergien mit anderen Töchtern der Nemetschek Gruppe. So ergänzen hier inzwischen die kaufmännischen Module der Nemetschek Branchenlösung BAU fi nancials unter dem Namen AUER fi nancials die in Österreich bereits marktführende baubetriebliche Software AUER Success zu einer Gesamtlösung für Österreich. Dieses integrierte Produkt wird bei der Erschließung neuer Marktsegmente helfen.

Neue Produkte überzeugen Kunden

Herausragendes Interesse fand im Geschäftsjahr 2006 neben der Kostenplanungsmethode Design2Cost auch die neue Intranet-Portallösung auf Basis des Microsoft SharePoint Portal Servers. Als Informationsplattform unterstützt die Lösung Bauunternehmen in allen Phasen der Projektabwicklung. Dabei wird direkt auf die integrierte Branchenlösung BAU fi nancials zugegriffen. Mit der Portalanwendung müssen Projektdaten nicht mehr in Akten, Verzeichnissen und Dateisystemen gesucht werden. Jeder Projektmitarbeiter erhält vielmehr alle Daten personalisiert und in Sekundenschnelle am Bildschirm angezeigt. Der Rad-Schiene-Spezialist Schreck-Mieves setzt die Lösung bereits erfolgreich in der Projektabwicklung ein.

Der österreichische Markt war 2006 von Investitionszurückhaltung geprägt. Dennoch konnte sich AUER – Die Bausoftware GmbH behaupten. Das ist unter anderem auf das neue mobile Aufmaßsystem zurückzuführen – eine Kombination der kaufmännischen Software AUER Success, einem mobilen Pocket-PC und einem Laser-Entfernungsmessgerät. Auch das neue Kalkulationspaket für die Elektrobranche, das AUER zusammen mit der Firma EDS (Elektro Daten Servicegesellschaft) entwickelt hat, traf auf gute Resonanz im Markt. Weitere Erfolge gelangen AUER bei den Österreichischen Bundesbahnen, die bereits 2005 über 300 Arbeitsplätze mit den AUER Success Modulen ausgestattet hatten und nun noch weitere Lizenzen erworben haben. Außerdem konnten der amerikanische Mischkonzern Honeywell, der österreichische Anlagenbauer CTeam und der industrielle Großkonzern RAG als Kunden gewonnen werden.

RONDO heißt der Gartenpavillon des Wiener Architektenteams ATOS, ein kreisrunder Bau, der sich als Ferienhaus, Atelier, Sauna oder Café nutzen lässt. Um die Ausschreibung, Planung und Koordinierung der einzelnen Arbeiten aus einer Hand anbieten zu können, setzen die Architekten auf die Lösungen aus dem Hause AUER.

Erster Großauftrag in Kasachstan

Kablan ist eine der bedeutendsten Baufi rmen in Kasachstan, die hochwertigen Schlüsselfertigbau erstellt. Um Baustellenabläufe durch gute Arbeitsvorbereitung zu optimieren und ein baubegleitendes Controlling einzuführen, setzt Kablan auf die Softwarelösung BAU fi nancials der Nemetschek Bausoftware GmbH. Mit ihrer Hilfe soll eine Betriebsabrechnung nach westeuropäischem Standard etabliert werden. Auch materialwirtschaftliche Prozesse will das kasachische Unternehmen künftig softwaregestützt abwickeln. Der Bausoftwarespezialist liefert und implementiert für Kablan eine Komplettlösung aus seinen international einsetzbaren kaufmännischen Modulen sowie den sonst nur in Deutschland üblichen Bautechnikprogrammen. Zudem entwickeln die Softwareexperten aus Achim eine Schnittstelle zu der weiterhin parallel laufenden landesüblichen Finanzbuchhaltung für ein Finanzreporting nach kasachischen Normen.

Vorwort des Vorstandes Interview

Building the Future Geschäftsfeld Planen Geschäftsfeld Bauen

Geschäftsfeld Nutzen – IT-Unterstützung für Facility- und Immobilienmanager

Die Nemetschek CREM Solutions GmbH & Co. KG blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück und konnte seine Marktstellung weiter ausbauen. Mit den Lösungen des Softwarespezialisten aus dem Geschäftsbereich Nutzen können Investoren, Betreiber sowie Facility- und Immobilienmanager Gebäude nicht nur planen, sondern auch kosteneffizient bewirtschaften. Die Angebotspalette umfasst Anwendungen für das kaufmännische (iX-HAUS), technische (MAXIMO) und infrastrukturelle (Allfa) Gebäudemanagement. Sie bilden die Basis für den Aufbau eines umfassenden Corporate Real Estate Managements. Die Kunden der Nemetschek CREM Solutions stammen aus der Verwaltung, der Immobilienwirtschaft, der Industrie, dem Handel, dem Banken- und Versicherungsbereich sowie aus dem Gesundheitswesen. In diesen Branchen konnte das Unternehmen auch im Jahr 2006 renommierte Neukunden gewinnen.

Facility-Management und die damit zu erbringenden Dienstleistungen werden immer anspruchsvoller. Neben der Instandhaltung gehört die Planung, Kontrolle und Bewirtschaftung von Gebäuden und Anlagen zu den Aufgaben eines Facility-Managers. Dass diese Aufgaben nicht ohne IT-Unterstützung auskommen, erklärt sich von selbst.

Gebäude optimal bewirtschaften

Den hohen Technologiestandard unserer Software hat die Nemetschek CREM Solutions mit ihrer neuen Version 18 der Softwarelösung Allfa bewiesen. Mit ihr können Anwender die Historie ihrer Liegenschaften erfassen, um so die Gebäudebewirtschaftung zu optimieren. Außerdem lassen sich mit Hilfe von Allfa Änderungen, Planungen oder Abrisse von Gebäuden darstellen. Auch wenn Unternehmen umziehen oder Abteilungen restrukturiert werden, liefert die Software eine Entscheidungsgrundlage für die Flächennutzung und Belegungsplanung. Die neuen Zusatzmodule von Allfa unterstützen die Anwender bei der Gebäudesteuerung. Das reicht von der Reservierung von Räumen und technischem Equipment bis hin zur Verwaltung von Reinigungsverträgen und -kosten.

Ebenso wurde die Softwarelösung iX-HAUS für das kaufmännische Immobilien-Management an die Bedürfnisse der Anwender konsequent weiter ausgerichtet.

Die Freigabe der neuen Version 4.7 war hierbei ein wichtiger Meilenstein. Sie wurde mit zusätzlichen Leistungen ausgestattet, insbesondere wird die immer wichtiger werdende Instandhaltung von Immobilien jetzt noch besser unterstützt. Außerdem bietet die Version 4.7 wesentliche Verbesserungen in Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit. Dieses Angebot überzeugte viele Bestandskunden, auf die neue Lösung umzustellen und kurbelte auch das Neukundengeschäft an.

Durch die künftige strategische Ausrichtung auf den Ausbau des Lösungs- und Projektgeschäftes im Immobilienund Facility-Management wird die CREM Solutions auch 2007 weiter wachsen. Ziel ist es, Kunden und Interessenten ein umfassendes Produkt- und Dienstleistungsangebot aus einer Hand anzubieten. Um dieses Wachstum qualitativ abzusichern, haben wir bereits neue Mitarbeiter für Vertrieb, Consulting und Softwareentwicklung an Bord geholt.

Das Olympische Dorf der Winterspiele 2006 in Turin wurde von den Münchner Steidle Architekten geplant. Die Architektur der Gebäude lehnt sich an das italienische Stadthaus an.

Analysten bescheinigen dem Markt für Facility-Management großes Potenzial: So prognostiziert das Marktforschungsunternehmen Lünendonk bis 2009 ein jährliches Wachstum der Dienstleistungsunternehmen von 8 Prozent. Insgesamt wird der deutsche Markt für Facility-Management auf zirka 50 bis 55 Milliarden EUR beziffert. Diese Entwicklung wird sich weiter positiv auf das Softwaregeschäft auswirken.

Geschäftsfeld Multimedia – Realitätsgetreue Visualisierung und Animation

Für die MAXON Computer GmbH, Spezialist für 3D-Animationssoftware, war 2006 ein besonderes Jahr. Nach dem bereits sehr erfolgreichen Start des Programm-Moduls MoGraph für TV-Designer bricht die zehnte Generation des Flaggschiffprodukts CINEMA 4D alle Rekorde. Im Oktober aus der Taufe gehoben, beschert die neue Version MAXON im November den umsatzstärksten Monat der gesamten 20-jährigen Firmengeschichte. Auch die Fachpresse honoriert den Erfolg: Bei den britischen Macworld Awards wurde CINEMA 4D bereits zum zweiten Mal zur besten 3D-Software gekürt. Das französische Sonovision Magazin spricht von "purem Vergnügen" bei der Arbeit mit dem neuen Release und das Computer-Fachmagazin c't aus Deutschland schreibt über die neue Version, sie "läuft der Konkurrenz in einigen Bereichen voraus".

Kunden sind begeistert von neuer Version

Das Release 10 von CINEMA 4D ist der umfangreichste Versionssprung seit Bestehen des Programms. Mehrere hundert Neuerungen sind darin eingefl ossen, darunter ein grundlegend überarbeitetes Interface, ein neuartiges Hilfesystem und stark ausgebaute Animationstools. So wird die Vorbereitungszeit für eine Character-Animation durch das neue gelenkbasierte Skelettsystem auf knapp die Hälfte reduziert; auch die Simulation von Muskeln ist nun möglich. Die neue Version verteidigt damit ihren Ruf als die am leichtesten zu bedienende Profi -3D-Software. Zeitgleich mit der zehnten Generation von CINEMA 4D hat MAXON im Herbst die dritte Version des Texturierungsprogramms BodyPaint 3D präsentiert. Die Anwender können nun Bilder mit HDRI-Farbtiefe nutzen und bearbeiten. Außerdem helfen neue Werkzeuge, 3D-Objekte noch einfacher und gleichmäßiger auf einer Ebene abzuwickeln.

MAXON konnte im Geschäftsjahr 2006 auch die Liste der Referenzkunden weiter ausbauen. Zu den prominentesten Beispielen zählen neben den beiden Weltraumbehörden Nasa und Esa die Sendergruppe ProSiebenSAT.1, die Supermarktkette EDEKA und verschiedene Töchter des Technologiekonzerns Siemens. Hollywood-Filmproduktionen wie die Trickfi lme "Monster House" oder "Jagdfi eber – Open Season", die Abenteuerfi lme "Spiderman 3" und "Fluch der Karibik 2" sowie "Die Chroniken von Narnia" kamen ohne die Hilfe der MAXON-Programme nicht aus. Auch bei der Visualisierung von Gebäuden und Landschaften ist CINEMA 4D nicht mehr wegzudenken. Ein besonderes Highlight 2006 war die Animation der 25 Hektar großen Alaskalandschaft "Yukon Bay" im Hannoveraner Zoopark, die eine raue Tundralandschaft, verlassene Bergwerksstollen und eine Bucht mit Eisbären und Robben zum Leben erweckt hat.

Der europäische Markt für Visualisierungs- und Animationssoftware hat 2006 eine Konsolidierung erfahren. Es gab kaum nennenswerte Übernahmen oder revolutionäre Produktneuheiten der Mitbewerber. In diesem Umfeld konnte MAXON seine Marktposition mit soliden Entwicklungen und kundenorientierten Produkten festigen und ausbauen. Im neuen Geschäftsjahr wird die Softwareschmiede ihre Aktivitäten auf den amerikanischen und asiatischen Märkten verstärken.

Mit CINEMA 4D enstehen Fantasie-Welten

Die "Chroniken von Narnia" handeln von vier Kindern, die ins magische Land Narnia, einer Welt voller fantastischer Lebewesen gelangen und dort zahlreiche Abenteuer bestehen müssen. An der Produktion war auch einer der größten Anbieter für Kino-Spezialeffekte beteiligt: Sony Pictures Imageworks, ein langjähriger Kunde von MAXON. Für die Gestaltung der Kulissen, das so genannte Matte Painting, verwendeten die Designer CINEMA 4D. Matte Painter Ivo Horvath erklärt: "Traditionelle Kulissenmalerei ist in seinen Möglichkeiten sehr eingeschränkt, da lediglich ein statisches Bild gemalt wird. Heute können wir jedoch sogar ein 2D-Bild problemlos auf eine 3D-Geometrie projizieren und so die Illusion einer komplett dreidimensionalen Landschaft schaffen." Für eine Szene am Bahnhof malte der Künstler die gesamte Innenausstattung: "Das einzig echte am Set war die Treppe, auf der sich die Schauspieler bewegen", erzählt Horvath. Der Fantasy-Film nutzt solche Matte Paintings in über 150 Szenen und wurde 2006 für den Oscar im Bereich visuelle Effekte nominiert.

Vorwort des Vorstandes Interview

Die Aktie

Kräftige Kursgewinne für deutsche Aktien

Die Akteure auf dem deutschen Aktienmarkt blicken auf ein erfreuliches Börsenjahr 2006 zurück. Der DAX verabschiedete sich mit einem Schlussstand von 6.597 Punkten aus dem Handel. Das bedeutet einen Wertzuwachs im Jahresverlauf von 22 Prozent. Der Nebenwerteindex MDAX verzeichnete am letzten Handelstag des Jahres ein neues Allzeithoch bei 9.405 Punkten. Der Zuwachs im Jahresverlauf übertraf mit 29 Prozent wie im Vorjahr das Kursbarometer der Standardwerte. Der SDAX war ebenso erfolgreich mit einem Zuwachs von 31 Prozent. Auch die Technologiewerte im TecDAX schnitten mit einem Zuwachs von 25 Prozent sehr gut ab.

Überdurchschnittliche Performance der Nemetschek Aktie

Mit einem Plus von rund 57 Prozent gelang es der Nemetschek Aktie, die gute Entwicklung der Standardindizes im Jahresverlauf zu überfl ügeln. Positive Nachrichten über die gute Geschäftsentwicklung, den eingeschlagenen Wachstumskurs sowie die Dividendenausschüttung verhalfen der Aktie zu starken Kursgewinnen. Begleitet wurde diese Entwicklung von Berichten über eine anziehende Baukonjunktur in Europa insgesamt, aber vor allem in Deutschland. Dies lenkte die Aufmerksamkeit der Anleger zusätzlich auf die Aktie. Der Jahreshöchstkurs lag im Mai bei 23,95 EUR. Die Handelsaktivität der Nemetschek Aktie lag mit einem Handelsvolumen von 275.000 EUR auf Vorjahresniveau. Besonders stark nachgefragt war die Aktie im ersten Halbjahr. Der durchschnittliche Tagesumsatz lag bei rund 14.500 Stück.

Aktionärsstruktur bleibt konstant

Die Aktionärsstruktur der Nemetschek AG hat sich im Jahresverlauf nur unwesentlich verändert. Der Anteil der Familie Nemetschek erhöhte sich im November 2006 durch einen Zukauf von Professor Georg Nemetschek um 0,97 Prozent. Die Familie Nemetschek bleibt weiterhin Hauptaktionär mit aktuell 53,5 Prozent. Der Streubesitz beträgt 46,5 Prozent.

Dividende steigt auf 0,65 EUR

Die Nemetschek AG zahlte im zweiten Jahr in Folge eine Dividende an die Aktionäre. Auf der Hauptversammlung am 23. Mai 2006 wurde eine Dividende je Aktie von 0,65 EUR beschlossen. Das entspricht einer Ausschüttung von 6,3 Mio. EUR bei 9,6 Mio. Aktien und entsprach zu diesem Zeitpunkt einer Dividendenrendite von rund 3,0 Prozent. Die Basisdividende stieg somit gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent. Im Geschäftsjahr 2005 schüttete die Gesellschaft eine Basisdividende von 0,50 EUR und eine einmalige Bonusdividende von 1,50 EUR aus.

Steuerfreie Ausschüttung für Kleinaktionäre

Die Ausschüttung der Dividende der Nemetschek AG erfolgte – wie auch im Vorjahr – aus dem steuerlichen Einlagekonto gemäß § 27 KStG. Das bedeutete für in Deutschland ansässige Aktionäre, die eine Beteiligung von weniger als 1 Prozent an der Nemetschek AG hielten, in der Regel eine steuerfreie Vereinnahmung.

Geschäftsbericht 2005 gewinnt Gold Award

Auch im Jahr 2006 suchten wir wieder aktiv den intensiven Dialog mit dem Kapitalmarkt. Auf zahlreichen Roadshows haben wir Investoren in Europa besucht und die Nemetschek AG auf Investorenkonferenzen einem interessierten Publikum vorgestellt. Im Internet haben wir ein breites Angebot an Informationen über den Konzern eingestellt, das wir ständig aktualisieren und erweitern. Ein besonderes Highlight war die Auszeichnung für den Geschäftsbericht 2005 mit einem Gold Award in der Kategorie Technologie (Unternehmen mit einem Umsatz unter 100 Mio. EUR). Darüber hinaus gehört der Nemetschek Geschäftsbericht zu den TOP 100 der Geschäftsberichte 2005 über alle Kategorien hinweg. Der Award wurde von der League of American Communications Professionals (LACP) ausgeschrieben. Über 1.900 Unternehmen aus 16 Ländern haben an diesem Wettbewerb teilgenommen.

Kennzahlen

2006 2005 2004
Ergebnis je Aktie 1,41in € 1,21 0,56
Perioden Cashfl ow je Aktie 2,21in € 1,80 1,53
Eigenkapital je Aktie 5,73in € 5,00 6,13
Höchstkurs 23,95in € 19,49 10,39
Tiefstkurs 13,46in € 9,00 5,50
Aktienkurs zum 31.12. 22,10in € 14,10 10,00
Marktkapitalisierung zum 31.12. 212,7in Mio. € 135,7 96,3
Kurs-Umsatz-Verhältnis 1,98 1,37 1,00
Kurs-Gewinn-Verhältnis 15,67 11,65 17,70
Kurs-Eigenkapital-Verhältnis 3,86 2,82 1,63
Durchschnittlich im Umlauf befi ndliche Aktien 9,625in Mio. € 9,621 9,611

Aktienbesitz der Organmitglieder zum 31. Dezember 2006

Aktienbestand Bezugsrechte
Vorstand
Gerhard Weiß 13.603 0
Dr. Peter Mossack 0 50.000
Michael Westfahl 0 50.000
Aufsichtsrat
Kurt Dobitsch 0 0
Prof. Georg Nemetscheck 2.408.222 0
Rüdiger Herzog 0 0

Corporate Governance

Der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 12. Juni 2006 stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften sowie Empfehlungen zur Leítung und Überwachung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Diese in Deutschland geltenden Regeln sollen für nationale und internationale Investoren transparent gemacht werden, um so das Vertrauen in die Unternehmensführung deutscher Gesellschaften zu stärken.

Gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung ist für Nemetschek die Grundlage, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Vorstand und Aufsichtsrat folgen weitestgehend den Empfehlungen des Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung. Dabei versteht Nemetschek Corporate Governance als einen kontinuierlichen Prozess. Die Grundsätze werden im Lichte neuer Er fahrungen, gesetzlicher Vorgaben und weiterentwickelter nationaler und internationaler Standards regelmäßig überprüft und angepasst.

Im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften erklären Vorstand und Aufsichtsrat der Nemetschek Aktiengesellschaft jährlich, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird oder Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Die letzte Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz wurde am 20. März 2007 abgegeben und kann auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.nemetschek.de eingesehen werden. Den vollständigen Kodextext fi nden Sie im Internet unter www.corporate-governancecode.de.

Entsprechenserklärung gemäß §161 AktG für das Jahr 2007 Vorstand und Aufsichtsrat der Nemetschek Aktiengesellschaft erklären gemäß §161 Aktiengesetz, dass den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 12. Juni 2006 seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 22. März 2006 mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:

  • Die D&O-Versicherung sieht keinen Selbstbehalt für die Organmitglieder vor (Kodex-Ziffer 3.8 Abs.2). Die Nemetschek Aktiengesellschaft ist nicht der Ansicht, dass ein Selbstbehalt die Motivation und Verantwortung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder verbessern würde.
  • Der Vorstand nimmt am Aktienoptionsprogramm teil und erhält damit auch eine variable Vergütung mit Risikocharakter und langfristiger Anreizwirkung. Dieses Aktienoptionsprogramm enthält keine Begrenzungsmöglichkeit für außergewöhnliche, nicht vorhergesehene Entwicklungen (Cap) (Kodex-Ziffer 4.2.3 Abs. 2).
  • Eine Altersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder ist nicht explizit festgelegt und derzeit nicht geplant (Kodex-Ziffer 5.1.2 Abs. 2 und 5.4.1). Eine solche Altersgrenze würde die Gesellschaft pauschal in der Auswahl geeigneter Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder einschränken. Eine Auswahl fi ndet allein nach fachlicher Kompetenz und der notwendigen Erfahrung statt. Die Gesellschaft folgt daher der genannten Empfehlung nicht.
  • Der Empfehlung des Kodex zur Einrichtung fachlich qualifi zierter Ausschüsse wird nicht gefolgt (Kodex Ziffer 5.3), da der Aufsichtsrat nur aus drei Mitgliedern besteht. Die Aufgaben, für die der Kodex die Einrichtung von Ausschüssen empfi ehlt, werden vom Aufsichtsrat der Nemetschek Aktiengesellschaft insgesamt wahrgenommen.

München, 20. März 2007

Vorstand und Aufsichtsrat der Nemetschek Aktiengesellschaft

Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle relevanten Fragen bezüglich der Geschäftsentwicklung, der Unternehmensplanung einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Weitere Informationen hierzu fi nden Sie im Bericht des Aufsichtsrates auf den Seiten18 bis 19 dieses Geschäftsberichts und im Lagebericht auf Seite 27 bis 28.

Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Gemäß den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex weisen wir bereits seit dem Vorjahr die Vergütung aller Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates individualisiert aus. Die individualisierte und nach Bestandteilen aufgegliederte Aufstellung der Vergütungen fi nden Sie im Anhang des Konzernabschlusses auf Seite 86 bis 88.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten gemäß den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex neben einer festen auch eine erfolgsabhängige Vergütung. Dies hat die Hauptversammlung der Nemetschek AG am 20. Mai 2005 beschlossen. Die variable Vergütung orientiert sich an dem Konzernergebnis pro Aktie. Diese maßgebende Kenngröße bildet nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat einen zuverlässigen Maßstab für die Steigerung des inneren Werts der Aktien und damit des Unternehmenserfolgs.

Die Vorstandsvergütung setzt sich je zur Hälfte aus einem Grundgehalt und einer variablen Vergütung zusammen. Die variable Vergütung ist größtenteils abhängig von der Erreichung der Unternehmensziele bei Umsatz und Ergebnis. Ein kleinerer Teil der variablen Vergütung wird bei Erreichung individueller Ziele ausbezahlt. Darüber hinaus nimmt der Vorstand am Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft teil und erhält dadurch eine zusätzliche variable Komponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter.

Aktienoptionsplan

Die Nemetschek AG bietet für die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft, Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen sowie Mitarbeiter in Schlüsselfunktionen und Führungskräfte der Gesellschaft und verbundener Unternehmen (Bezugsberechtigte), die einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung des Unternehmenswertes leisten können, die Teilnahme an einem Aktienoptionsprogramm an. Dadurch sollen qualifi zierte Führungskräfte für den Konzern gewonnen und langfristig an das Unternehmen gebunden werden.

Der Preis für den Erwerb der Aktien bei Ausübung der Optionen ("Ausübungspreis") entspricht dem arithmetischen Mittel der an der Frankfurter Wertpapierbörse festgestellten Schlusskurse der Nemetschek Aktie der letzten fünf Handelstage vor dem Beschluss des Vorstandes, bzw. für Vorstandsmitglieder der Gesellschaft des Aufsichtsrats, über die Einräumung der Optionen, mindestens jedoch dem auf die einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals (§ 9 Abs. 1 AktG).

Die Optionsrechte können frühestens zwei Jahre nach Begebung bis zu 50 Prozent, bis zu 75 Prozent frühestens drei Jahre und bis zu 100 Prozent frühestens vier Jahre nach Begebung ausgeübt werden. Die Vertragslaufzeit einer jeden gewährten Option beträgt fünf Jahre. Ein Barausgleich ist nicht vorgesehen.

Beim Aktienoptionsplan wurde ein anspruchsvolles Erfolgsziel festgelegt: Die Optionsrechte können nur ausgeübt werden, wenn der Kurs der Nemetschek Aktie, bereinigt um etwaige zwischenzeitliche Dividendenzahlungen, Bezugsrechte und andere Sonderrechte, nach frühestens zwei Jahren seit Beginn der Begebung der jeweiligen Tranche im Zeitpunkt der Ausübung mindestens 150 Prozent des Wertes der Nemetschek Aktie zum Zeitpunkt des Beginns der Begebung der jeweiligen Tranche beträgt. Nach Ablauf von drei Jahren seit Begebung muss der Wert der Aktie mindestens 175 Prozent betragen.

Weitere Bedingung ist, dass der Optionsberechtigte die für das Ausgabejahr vereinbarten persönlichen und betrieblichen Erfolgsziele im Ausgabejahr erfüllt hat, es sei denn, der Vorstand (für diesen der Aufsichtsrat) bestätigt ihm, dass die Verfehlung der Ziele keine oder nur eine begrenzte Auswirkung auf die Ausübung der Optionen hat.

Im Geschäftsjahr 2005 wurden erstmals 100.000 Optionen an Vorstände gewährt. Der gewichtete, durchschnittliche Ausübungspreis betrug 14,60 EUR. Bisher sind keine Optionen kaduziert, ausgeübt und / oder verfallen. Weitere Informationen, insbesondere zur Bewertung der aktienbasierten Vergütung, fi nden Sie im Anhang des Konzernabschlusses auf Seite 87 bis 88.

Vorwort des Vorstandes Interview

Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2006 der Nemetschek AG

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Aktionäre,

wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2006 zurück. Die Entwicklung der Nemetschek Gruppe hat in allen Bereichen wesentliche Fortschritte zu verzeichnen. Das Unternehmen befi ndet sich auf Wachstumskurs und konnte sowohl organisch als auch durch Akquisitionen im Umsatz zulegen. Die Ertragskraft des Konzerns wurde erneut deutlich gesteigert. Die Marktposition als führendes Unternehmen für Informationstechnologie für das Planen, Bauen und Nutzen von Gebäuden und Immobilien wurde ausgebaut und die Produktlösungen weiter verbessert.

Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand

Der Aufsichtsrat der Nemetschek AG hat seinem Auftrag gemäß im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006 die ihm nach dem Gesetz obliegenden Aufgaben und Pfl ichten wahrgenommen. Er hat über die strategische und geschäftliche Entwicklung des Unternehmens sowie über aktuelle Ereignisse und grundsätzliche Fragen in sieben Sitzungen während des Jahres beraten. Der Vorstand der Nemetschek AG hat dem Aufsichtsrat vierteljährlich einen umfassenden Bericht über den Geschäftsverlauf einschließlich der Umsatz-, Ertrags- und Liquiditätsentwicklung sowie der Lage der Gesellschaft vorgelegt. Diese Berichte wurden durch eine monatliche Berichterstattung über Umsatzentwicklung und Deckungsbeiträge für den Konzern insgesamt und für die einzelnen Tochtergesellschaften ergänzt. Darüber hinaus hat er den Aufsichtsrat über die wesentlichen Geschäftsvorgänge, die beabsichtigten Geschäftsplanungen sowie die strategische Ausrichtung der Gesellschaft informiert. Die Berichte haben jeweils allen Aufsichtsräten vorgelegen und wurden in gemeinsamen Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat beraten. Anhand der Berichte der Nemetschek AG hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstandes überwacht und begleitet. Zustimmungsbedürftigen Vorhaben wurde die Zustimmung erteilt. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet. Aufsichtsrat und Vorstand waren an allen Aufsichtsratssitzungen vollständig anwesend. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und nahm an wichtigen Strategiesitzungen der operativen Bereiche und Akquisitionsgesprächen teil. Der Vorstand hat mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden wesentliche Geschäftsvorgänge diskutiert und beraten und hat ihn über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und über wesentliche Geschäftsvorfälle informiert. So konnte der Aufsichtsrat sich ein eigenständiges Bild über das Unternehmen und die Entwicklung machen.

Themen der einzelnen Aufsichtsratssitzungen

Sitzung im Februar 2006: Diese Aufsichtsratssitzung behandelte den Vorstandsbericht zum Ergebnis Gesamtjahr 2005 und die Vorstellung des neuen Geschäftsplans für das Jahr 2006. Inhaltliche Schwerpunkte der Sitzung waren der Statusbericht zu laufenden M & A–Projekten sowie zur Entwicklung der Gesellschaft Nemetschek CREM Solutions GmbH & Co. KG. Weitere Themen waren der Strategieplan zur Umsatzrendite mit Maßnahmenkatalog für 2006, der Strategiebericht Wachstum sowie der Geschäftsverteilungsplan und die Zielvereinbarungen der Vorstände für das Jahr 2006. Abschließend wurde der Revisionsbericht vorgestellt und besprochen.

Sitzung im März 2006: In dieser Aufsichtsratssitzung wurden der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Nemetschek AG sowie die Prüfungsberichte und die Berichterstattung des Abschlussprüfers diskutiert. An dieser Aufsichtsratssitzung, an der auch der bestellte Abschlussprüfer teilgenommen hat, wurde der geprüfte Jahresabschluss 2005 der Nemetschek AG festgestellt und der ebenfalls geprüfte Konzernabschluss 2005 gebilligt sowie über die Gewinnverwendung entschieden. Weitere Themen waren der Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2006 mit Prognose für das Gesamtjahr 2006, der Geschäftsplan 2006 sowie der Bericht zum M&A-Status. Vertieft wurde auf die Strategie für den Bereich Ingenieurbau und die Wachstumsstrategie eingegangen. Zudem wurde über die Vorbereitungen für die Hauptversammlung 2006 gesprochen.

Sitzung im Mai 2006: Diese Aufsichtsratssitzung behandelte den Vorstandsbericht zur Geschäftsentwicklung im ersten Quartal. Zentrales Thema war die Unternehmensstrategie 2006 bis 2008, über die sich der Aufsichtsrat detailliert informierte.

Sitzung im Juni 2006: Themen dieser Aufsichtsratssitzung waren die Umsatzentwicklung im Stammhausgeschäft, die Umsatzrendite und die Aufbauorganisation des Businessmanagements. Des Weiteren wurden der Europäische Rollout der Allplan-Technologie und M&A-Projekte diskutiert. Zudem stand die Effi zienzprüfung des Aufsichtsrates auf der Agenda.

Sitzung im Juli 2006: In dieser Aufsichtsratssitzung wurde der Vorstandsbericht zur Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal mit den Projekten des Gesamtjahres besprochen. Weitere Inhalte waren laufende M & A-Projekte und die Diskussion weiterer Akquisitionsziele sowie die strategische Kooperation mit Adobe. Des Weiteren informierte sich der Aufsichtsrat zu aktuellen Themen aus den Bereichen Technologieentwicklung und Vertrieb. Sitzung im Oktober 2006: Diese Aufsichtsratssitzung behandelte den Vorstandsbericht zur Geschäftsentwicklung im dritten Quartal und den Ausblick bis Jahresende. Daraufhin folgten Bericht und Beschlussfassung zu laufenden M & A-Projekten. Des Weiteren wurden Konzeptpräsentationen mit Geschäftsplan zur Beschlussfassung zu folgenden Themen vorgetragen: Ingenieurbau, Architektur, Allplan, Nemetschek Open Interface (NOI), Ease of Use Initiative und Design2Cost. Darüber hinaus wurde ein Update der Vermarktungsverbesserung in Deutschland und Europa, der Geschäftsplan für die Produktreihe OnSite sowie ein Update zur strategischen Kooperation mit Adobe vorgestellt. Abschließend wurden eingehend die Kundenzufriedenheit, die Entwicklung in den internationalen Märkten und die Jahresplanung 2007 besprochen.

Sitzung im Dezember 2006: In dieser Aufsichtsratssitzung wurde der Vorstandsbericht zur Geschäftsentwicklung im vierten Quartal besprochen. Es erfolgte Bericht und Beschlussfassung zur Akquisition von Graphisoft und zu weiteren M & A-Projekten. Weitere Inhalte waren die Vermarktungsverbesserung in Europa, die Kundenzufriedenheit, ein Update zur strategischen Kooperation mit Adobe und zur Entwicklung in den internationalen Märkten. Ausführlich wurden der Geschäftsplan 2007 und die Geschäftsordnung des Vorstandes diskutiert.

Jahresabschluss und Abhängigkeitsbericht geprüft

Der vom Vorstand nach den Grundsätzen des Handelsgesetzbuches aufgestellte Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts der Nemetschek Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2006 und der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellte Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2006 sind von der Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat sich von der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überzeugt.

An der Aufsichtsratssitzung vom 20. März 2007, in der über den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der Nemetschek AG beraten wurde, nahm der Abschlussprüfer teil und beantwortete alle Fragen hierzu ausführlich.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht seinerseits geprüft. Dem Ergebnis der Prüfungen durch den Abschlussprüfer tritt der Aufsichtsrat aufgrund eigener Prüfung bei. Einwendungen werden nicht erhoben. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss 2006 der Nemetschek AG werden durch den Aufsichtsrat ausdrücklich gebilligt. Der Jahresabschluss 2006 der Nemetschek AG ist damit festgestellt.

Veränderungen im Vorstand

Anfang 2007 gab es Veränderungen im Vorstand der Nemetschek AG: Ernst Homolka, Direktor Finanzen und Administration der Nemetschek AG, ist vom Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. Januar 2007 als Finanzvorstand und Sprecher des Vorstandes berufen worden. Ernst Homolka ist bereits seit 1999 für die Nemetschek AG tätig. Der langjährige Vorstandsvorsitzende Gerhard Weiß schied zum 31. Januar 2007 aus seinem Amt aus. Der Aufsichtsrat, die Familie Nemetschek und die gesamte Belegschaft danken Gerhard Weiß für sein außerordentliches Engagement und die langjährigen Leistungen für das Unternehmen und wünschen ihm für den dritten Lebensabschnitt viel Gesundheit und alles Gute. Die Mitglieder des Aufsichtsrates blieben unverändert.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Nemetschek Konzerns für ihren großen Einsatz und die im abgelaufenen Geschäftsjahr erbrachten Leistungen.

München, 20. März 2007

Kurt Dobitsch Vorsitzender des Aufsichtsrates

Jahresabschluss

Konzernabschluss der Nemetschek AG
Konzern-Lagebericht 22
Konzern-Bilanz 30
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 32
Konzern-Kapitalfl ussrechnung 33
Veränderung des Konzern-Eigenkapitals 34
Konzern-Anhang 35
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 90
Bestätigungsvermerk 92
Jahresabschluss der Nemetschek AG
Bilanz 94
Gewinn- und Verlustrechnung 96

Zentrum Paul Klee, Bern

Konzern-Lagebericht

Konzern-Bilanz Konzern-Gewinnund Verlustrechnung Konzern-Kapitalfl ussrechnung

Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006

Geschäft und Rahmenbedingungen

Nemetschek in Kürze

Der Nemetschek Konzern ist ein führender Anbieter für Informationstechnologie mit den Tätigkeitsschwerpunkten Planen, Bauen und Nutzen von Immobilien. Weltweit entwickelt und verkauft der Nemetschek Konzern innovative Softwareprodukte und Dienstleistungen für die Herausforderungen der Zukunft. Das Angebot umfasst qualitativ hochwertige, integrierte Lösungen für den gesamten Lebenszyklus von Immobilien.

Überblick: Profi tables Wachstum

Für den Nemetschek Konzern war 2006 ein außerordentlich erfolgreiches Geschäftsjahr. So stieg der Umsatz um 8,8 % auf 107,5 Mio. EUR. Die positive Entwicklung spiegelt die verbesserte Marktposition, die guten Rahmenbedingungen in einzelnen Regionen sowie die erfolgreiche Akquisition der SCIA International NV wider. Insbesondere das konjunkturelle Umfeld im Heimatmarkt Deutschland zeigte sich erstmals seit Jahren mit einem positiven Wachstumstrend. Der Ertrag konnte im vierten Jahr in Folge deutlich gesteigert werden. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 36,1 % auf 17,8 Mio. EUR.

Die Marktposition als führender Anbieter für integrierte Softwarelösungen will Nemetschek ausbauen. Eine starke Bedeutung wird der weiteren Internationalisierung der Nemetschek Gruppe zukommen. Zusätzliches profi tables Wachstum ergibt sich durch Akquisitionen und strategische Partnerschaften. Mit der Übernahme der Mehrheit der ungarischen Firma Graphisoft SE hat Nemetschek am Ende des Geschäftsjahres die größte Akquisition der Firmengeschichte realisiert. Die Eingliederung von Graphisoft trägt entscheidend zur Verbesserung der weltweiten Marktpräsenz und zur strategischen Positionierung der Nemetschek Gruppe bei.

Branchensituation

Gute Indikatoren für die individuelle Investitionsbereitschaft unserer Kunden für Informationstechnologie (IT) sind vor allem die allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen, die Aussichten in der Bau- und Immobilienbranche sowie die Gesamtausgaben für IT. Im Geschäftsjahr 2006 haben sich diese konjunkturellen Rahmendaten durchweg verbessert.

Die Weltwirtschaft blieb 2006 auf Wachstumskurs und dürfte nach Einschätzung von Wirtschaftsforschern um 3,7 % gewachsen sein. Die größten Wachstumsimpulse kamen aus den USA und China. Etwas verhaltener zeigte sich die Entwicklung in der Euro-Zone mit geschätzten 2,7 %.

Die Entwicklung in der Baubranche in Europa liegt voraussichtlich über dem Gesamtwachstum. Der Forschungsverbund Euroconstruct rechnet nach einer Schätzung von Anfang Dezember 2006 mit einem Wachstum der Bautätigkeit in Europa im abgelaufenen Geschäftsjahr von insgesamt 3,2 %. Die Experten gehen in ihrem mittelfristigen Ausblick 2006 bis 2009 von einer durchschnittlichen Wachstumsrate in der gesamten Bauindustrie von 2 % aus. Die Entwicklung in Deutschland, dem größten Markt in Europa, übertraf den vorsichtigen Optimismus zum Jahresanfang 2006. Nach Schätzungen des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB) vom Januar dieses Jahres stieg in Deutschland der baugewerbliche Umsatz in 2006 um 6,5 % nach minus 6,5 % im Vorjahr. Die Experten des HDB sind für 2007 weiterhin positiv gestimmt und prognostizieren ein Umsatzplus von 3,5 %.

Die IT-Investitionen stiegen das dritte Jahr in Folge gegenüber dem Vorjahr an. Das European Information Technology Observatory (EITO) geht für 2006 in der Europäischen Union von einem Wachstum im Bereich der Informationstechnologie von 3,8 % nach 3,4 % im Vorjahr aus. Für 2007 erwarten die Experten von EITO ein Wachstum von 4,2 %.

Geschäftsfelder

Planen

Das Geschäftsfeld Planen entwickelte sich im Jahr 2006 positiv. Bei einem Umsatzplus von 9,0 % konnte das Betriebsergebnis um 33,0 % gesteigert werden. Mit einem Umsatzvolumen von 80,8 Mio. EUR ist Planen der größte Geschäftsbereich des Nemetschek Konzerns und mit eigenen Vertriebsgesellschaften und Partnern weltweit vertreten. Die Kunden sind Architekten und Bauingenieure. Das Lösungsangebot der Nemetschek Gruppe deckt alle Leistungsphasen des Entstehungsprozesses einer Immobilie – vom Entwurf, der Konstruktion, Statik und Kostenermittlung – mit IT-Lösungen ab.

Bestätigungsvermerk Jahresabschluss der Nemetschek Aktiengesellschaft

Besonders erfolgreich entwickelte sich die amerikanische Konzerngesellschaft NEMETSCHEK NORTH AMERICA Inc., Columbia, Maryland, USA, die wie im Vorjahr zweistellig in Umsatz und Ergebnis zulegte. Wesentlich dazu beigetragen hat die neue Version des Hauptproduktes VectorWorks, das Anfang des Jahres auf den Markt kam. In Westeuropa ist besonders die gute Entwicklung in Frankreich und Italien hervorzuheben, die ebenfalls ein zweistelliges Umsatzwachstum zu verzeichnen haben. In Deutschland hat Nemetschek mit der Design2Cost-Kampagne einmal mehr seine Innovationsführerschaft unter Beweis gestellt. Die neue Methodik verbessert den gesamten Arbeitsprozess in der CAD- und Kostenplanung entscheidend und stieß in der Branche auf großes Interesse.

Nemetschek trennte sich im Januar von der Beteiligung an der auf dem deutschen Markt tätigen acadGraph CAD Studio GmbH, die in den vergangen Jahren negative Ergebnisse erzielte. Bereinigt um den Vorjahresumsatz der acadGraph entwickelten sich die Umsätze in Deutschland positiv. Begleitet war diese Entwicklung durch verbesserte konjunkturelle Rahmenbedingungen. Die Nemetschek Engineering GmbH mit Sitz in Wals bei Salzburg, Österreich, die Anfang 2005 gegründete wurde, um den Markt für Planungssoftware für Fertigteile gezielter angehen zu können, zeigte in 2006 ebenfalls ein erfreuliches Umsatzwachstum sowie eine deutliche Steigerung des Betriebsergebnisses.

Mit integrierten Ingenieurbaulösungen führend in Europa

Gleich Anfang des Jahres hat Nemetschek eine erfolgversprechende Akquisition durchgeführt und sich mit 78,84 % an der SCIA International NV, Herk-de-Stad, Belgien beteiligt. In Europa ist die Nemetschek Gruppe damit der führende Anbieter für integrierte CAD / CAE-Software (Computer Aided Design / Computer Aided Engineering) im Bereich Ingenieurbau. Der entscheidende Vorteil gegenüber den Mitbewerbern ist, dass Nemetschek den Kunden integrierte Architektur-, Ingenieurbau- und Tragwerkslösungen bietet. Mit dieser integrierten Produktfamilie wird die Marktposition deutlich verstärkt.

Gemeinsam mit SCIA wird Nemetschek stärker im Bereich High-end Engineering Design für komplexe Konstruktionen wie z. B. Brücken, Tunnel und Industriebauten vertreten sein. Nemetschek bietet damit seinen Kunden als einziges Unternehmen innovative Lösungen an, die innerhalb einer

Datenstruktur die Arbeitsabläufe vom CAD über die statische Berechnung und Bemessung bis hin zur Optimierung von kompletten Tragwerken innerhalb einer Datenstruktur verbessern. SCIA hat weltweit rund 5.000 Kunden und ist in 16 Ländern vertreten. Das 1974 gegründete Unternehmen ist in den Beneluxländern Marktführer und gehört auch in Tschechien und der Slowakei zu den führenden Unternehmen der Branche. So wurden unter anderem ein Bürokomplex in "La Défense" in Paris, das Olympische Fußball-Stadion auf Kreta und der Flughafen "King Abdulaziz International" in Saudi-Arabien mit Software von SCIA erstellt. Die SCIA International NV war im Geschäftsjahr 2006 erfolgreich und wird ab März 2006 mit einem Umsatz in Höhe von 7,0 Mio. EUR im Konzernabschluss berücksichtigt.

Nemetschek erwirbt Mehrheit an Graphisoft SE

Am Ende des Jahres realisierte Nemetschek eine weitere strategisch sehr bedeutende Akquisition. Im Dezember gelang die Mehrheitsbeteiligung an der ungarischen Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn, einem der Hauptwettbewerber im Geschäftsbereich Planen. Zum 31. Dezember 2006 hat Nemetschek 54,3 % der insgesamt 10,6 Mio. Aktien der Graphisoft SE zum Preis von 9 EUR je Aktie erworben. Mit der Akquisition baut das Softwareunternehmen seine weltweit führende Position aus und wird mit den CAD-Programmen Allplan, VectorWorks und Archicad zur Nummer eins im europäischen Markt für AEC-Softwarelösungen (Architecture, Engineering, Construction). Graphisoft SE ist spezialisiert auf Softwarelösungen für das Planen von Gebäuden. Das Unternehmen wurde 1982 gegründet, zählt heute 265 Mitarbeiter und verfügt über ein weltweites Netzwerk von engagierten, loyalen und unabhängigen Vertriebspartnern, Graphisoft hat eigene Büros in Ungarn, Deutschland, den USA, Japan, Großbritannien, Spanien und Finnland. Mehr als 100.000 Kunden in 82 Ländern nutzen die Produkte des Unternehmens. Die besonderen Stärken des Hauptprodukts Archicad liegen in den Bereichen Entwurf und Design. Die Graphisoft Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2006 einen Umsatz von 30,5 Mio. EUR.

Zum 31. Dezember 2006 wird der Teilkonzern Graphisoft mit in den Konzernabschluss einbezogen. Dies hat relevante Auswirkungen auf die Bilanzpositionen. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung der Nemetschek Gruppe, wie zum Beispiel Umsatz und Ergebnis, werden ab

Konzern-Lagebericht

Konzern-Bilanz Konzern-Gewinnund Verlustrechnung Konzern-Kapitalfl ussrechnung

2007 inklusive des Graphisoft Teilkonzerns ausgewiesen. Innerhalb der Nemetschek Gruppe wird Graphisoft als strategische Finanzbeteiligung geführt. Organisations- und Managementstruktur sowie Unternehmensund Markennamen bleiben erhalten.

Bauen

Das Geschäftsfeld Bauen umfasst die Gesellschaften Nemetschek Bausoftware GmbH, Achim, und ING. AUER - Die Bausoftware GmbH, Mondsee, Österreich, die vor allem im deutschsprachigen Raum kaufmännische und technisch-betriebswirtschaftliche Lösungen für mittelständische Bauunternehmen und Planer anbieten. Das Marktumfeld war durch eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft der Bauunternehmen in IT geprägt. Die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis im Geschäftsfeld Bauen liegen unter dem Vorjahresniveau. Gemeinsame vertriebliche Aktivitäten der beiden Nemetschek Töchter sowie der Ausbau der Präsenz in Osteuropa zeigen bereits erste Erfolge.

Nutzen

Das Geschäftsfeld Nutzen umfasst die in der Nemetschek CREM Solutions GmbH&Co. KG, Ratingen, gebündelten Konzernaktivitäten im kaufmännischen Immobilienmanagement und im technisch und infrastrukturell orientierten Facility-Management. Die vertriebliche Neuausrichtung und das neue Kundenbetreuungskonzept haben wesentlich zur Steigerung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 13,2 % und zu einem positiven Betriebsergebnis beigetragen. Das Hauptprodukt Allfa ist mit vielen neuen Funktionalitäten noch effektiver und effi zienter in der Anwendung für die Kunden geworden, die vor allem in der öffentlichen Verwaltung, der Immobilienwirtschaft, Industrie, Handel, Banken- und Versicherungswirtschaft sowie im Gesundheitswesen angesiedelt sind.

Multimedia

Das Geschäftsfeld Multimedia (ehemals New Business Opportunities) umfasst die MAXON Computer GmbH in Deutschland und ihre Tochtergesellschaften in den USA und England. Die MAXON-Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die Umsatzerlöse stiegen um 28,0 % und das Betriebsergebnis EBIT von 1,0 Mio. EUR auf 1,8 Mio. EUR. Die High-end-, 3D-Modelling-, Animations- und Rendering-Software CINEMA 4D sowie das 3D-Painting-Programm BodyPaint 3D von MAXON gehören zu den führenden Softwarelösungen in diesem Bereich. Die mit vielen Neuerungen verbesserten Versionen, die im Herbst auf den Markt kamen, wurden von der Fachwelt sehr positiv beurteilt und trugen maßgeblich zum Umsatzerfolg bei.

Unternehmenssteuerung des Konzerns

Die Nemetschek Aktiengesellschaft ist eine Holding mit Sitz in München, die den dezentral organisierten Nemetschek Konzern zielgerichtet steuert und kontrolliert. Die vier Geschäftsbereiche Planen, Bauen, Nutzen und Multimedia umfassen 45 nationale und internationale operativ tätige Gesellschaften. Die einzelnen Geschäftsbereiche werden unter der Maßgabe der strategischen Gesamtausrichtung des Konzerns gesteuert. Es gibt eine Gesamtplanung, in die die Jahresbudgets der Konzernunternehmen einfl ießen. Die Planung erfolgt auf Ebene der Erlösarten, auf Produkt- und Profi tcenter-Ebene und den dazugehörigen Kosten nach Umsatz- und Gesamtkostenverfahren. Die unterjährige Berichterstattung erfolgt monatlich auf Umsatz-, Ertrags- und Kostenebene je Bereich mit detaillierter Analyse der Abweichungen gegenüber der Planung und dem Vorjahr sowie einem monatlich aktualisierten Ausblick auf das Geschäftsjahresende. Zur Steuerung werden betriebsbezogene spezifi sche Kennzahlen verwendet, die in einem Management-Informationssystem abgebildet werden. Wesentliche Kennzahlen sind die Umsätze nach Erlösarten und das EBITA. Eine zentrale Steuerungsgröße ist die Umsatzrendite und der Konzerndeckungsbeitrag. Die Vorstandsvergütung besteht aus variablen, fi xen und aktienbasierten Anteilen. Im Falle einer Änderung der Kontrollmehrheit über das Unternehmen bestehen keine gesonderten Austrittsvereinbarungen für die Vorstände. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals zu erhöhen. Die Mitglieder des Vorstandes werden vom Aufsichtsrat für höchstens fünf Jahre bestellt.

Veränderung des Konzern-Eigenkapitals Nemetschek Aktiengesellschaft

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Erfolgreiches Geschäftsjahr 2006

Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2006 bei 107,5 Mio. EUR (Vorjahr: 98,8 Mio. EUR) und stieg somit um 8,8 %. Erfolgreich verlief das Geschäft in Deutschland, wo erstmals nach Jahren wieder ein Umsatzwachstum von 8,4 % erzielt wurde, wenn man den Vorjahresumsatz um die acadgraph CAD Studio GmbH bereinigt, die Anfang 2006 verkauft wurde. Die Inlandsumsätze betragen 45,7 Mio. EUR (Vorjahr: 46,4 Mio. EUR). Der Auslandsumsatz stieg im Berichtszeitraum ebenfalls deutlich an. Durch die Akquisition der belgischen SCIA International NV und dem zusätzlichen Wachstum im Ausland erhöhte sich der Anteil des internationalen Umsatzes am Gesamtumsatz auf 57,5 % (Vorjahr: 53,1 %).

Im Geschäftsfeld Planen lagen die Umsätze bei 80,8 Mio. EUR (Vorjahr: 74,1 Mio. EUR). Im Geschäftsfeld Bauen wurden Umsätze in Höhe von 12,1 Mio. EUR erzielt (Vorjahr: 12,6 Mio. EUR) und im Geschäftsfeld Nutzen in Höhe von 6,3 Mio. EUR (Vorjahr: 5,5 Mio. EUR). Im Bereich Multimedia stieg der Umsatz auf 8,3 Mio. EUR (Vorjahr: 6,5 Mio. EUR) an.

Überproportionaler Anstieg der Ergebnisse

Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 36,1 % auf 17,8 Mio. EUR (Vorjahr: 13,1 Mio. EUR). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 16,5 % (Vorjahr: 13,2 %). Der Ergebniszuwachs resultiert zu einem wesentlichen Teil aus dem Bereich Planen. Das EBIT in diesem Bereich stieg von 9,4 Mio. EUR auf 12,5 Mio. EUR. Ebenfalls sehr erfolgreich war das Geschäftsfeld Multimedia mit einer EBIT-Marge von 21,3 %. Das Geschäftsfeld Nutzen erreichte die Gewinnzone und erfüllt damit das für 2006 gesetzte Ziel. Der Ergebnisbeitrag des Geschäftsfelds Bauen blieb mit 3,5 Mio. EUR unter dem Vorjahr.

Der erhöhte Umsatz war begleitet durch einen unterproportionalen Anstieg der betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatzwachstum. Dies spiegelt das gute Kostenmanagement innerhalb der Nemetschek Gruppe und den hohen Anteil an eigenentwickelter Software wider. Die betrieblichen Aufwendungen betragen 91,8 Mio. EUR (Vorjahr: 87,3 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen gingen um 0,3 Mio. EUR zurück.

Die EBITDA-Marge verbesserte sich auf 19,2 % (Vorjahr: 16,4 %). Das Finanzergebnis lag bei 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR). Die Steuerquote belief sich auf 22,4 % (Vorjahr: 13,4 % bedingt durch Einmaleffekte).

Der Jahresüberschuss legte um 18,1 % auf 14,4 Mio. EUR zu (Vorjahr: 12,2 Mio. EUR). Die Ergebnisanteile der Minderheitsgesellschafter am Jahresüberschuss belaufen sich auf 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR), was ausschließlich auf die Ergebnisverbesserung der jeweiligen Unternehmen zurückzuführen ist. Das Ergebnis je Aktie stieg auf 1,41 EUR (Vorjahr: 1,21 EUR).

Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit plus 50,5 %

Nemetschek ist ein liquiditätsstarkes Unternehmen. Der Perioden Cashfl ow stieg im Geschäftsjahr 2006 um 22,6 % auf 21,3 Mio. EUR (Vorjahr: 17,3 Mio. EUR). Der Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich um 50,5 % auf 18,3 Mio. EUR. Der Cashfl ow aus Investitionstätigkeit beträgt – 6,3 Mio. EUR. Der Cashfl ow aus Investitionstätigkeit ist geprägt durch Effekte aus der Akquisition von Graphisoft sowie dem Erwerb der SCIA International NV. Aus dem Erwerb von Tochterunternehmen fl ossen dem Konzern im Geschäftsjahr 2006 insgesamt 1,4 Mio. EUR liquide Mittel zu. Für die Kaufpreiszahlung für den Erwerb der restlichen 25 % der ING. AUER – Die Bausoftware GmbH war im Geschäftsjahr ein Mittelabfl uss in Höhe von 5,3 Mio. EUR zu verzeichnen. Für Investitionen in das Anlagevermögen wurden 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR) aufgewendet. Im Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit zeigt sich vor allem die Dividendenzahlung in Höhe von 6,3 Mio. EUR sowie die Veränderung der Bankverbindlichkeit aufgrund der Unternehmensakquisition in Höhe von 1,0 Mio. EUR.

Bilanzveränderungen aufgrund der Akquisitionen

Gegenüber dem Vorjahr gab es wesentliche Veränderungen von Bilanzpositionen, die vor allem auf die Akquisition der SCIA International NV und der Graphisoft SE zurückzuführen sind.

Auf der Aktivseite erhöhten sich die kurzfristigen Vermögenswerte von 50,8 Mio. EUR auf 83,6 Mio. EUR. Zu dieser Erhöhung hat vor allem ein Anstieg der liquiden Mittel, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der kurzfristigen Vermögenswerte beigetragen.

Konzern-Bilanz Konzern-Gewinnund Verlustrechnung

Der Finanzmittelfonds beträgt zum 31. Dezember 2006 34,5 Mio. EUR (Vorjahr: 29,0 Mio. EUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund der Unternehmensakquisitionen um 10,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Die Position Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte beträgt 19,5 Mio. EUR nach 2,8 Mio. EUR im Vorjahr. Hier ist ein Darlehen der Graphisoft SE an die Graphisoft Park Kft. in Höhe von 14,5 Mio. EUR beinhaltet, das Anfang 2007 bereits zurückgezahlt wurde. Die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte betragen 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR). Im Vorjahr war in dieser Position noch die zum Verkauf bestimmte acadGraph CAD Studio GmbH enthalten.

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen von 30,2 Mio. EUR auf 120,6 Mio. EUR. Durch die beiden Neuzugänge Graphisoft SE und SCIA International NV erhöhten sich die immateriellen Vermögenswerte um 65,9 Mio. EUR auf 67,0 Mio. EUR und der Geschäfts- und Firmenwert um 19,8 Mio. EUR auf 43,6 Mio. EUR. Die latenten Steuern erhöhten sich von 1,8 Mio. EUR auf 3,4 Mio. EUR.

Die Passivseite ist durch einen Anstieg der kurzfristigen Schulden von 31,0 Mio. EUR auf 134,6 Mio. EUR gekennzeichnet. In dieser Position ist die Kaufpreisverbindlichkeit für den Erwerb von 54,3 % der Graphisoft SE in Höhe von 54,0 Mio. EUR (inkl. Nebenkosten) sowie die Schulden gegenüber den Restaktionären in Höhe von 33,6 Mio. EUR enthalten. Die Schulden, die in unmittelbarem Zusammenhang mit den als zur Veräußerung gehaltenen klassifi zierten Vermögenswerten stehen, sind mit dem Verkauf der acadGraph CAD Studio GmbH abgegangen.

Die Erhöhung der langfristigen Verbindlichkeiten ist vor allem durch den Anstieg der latenten Steuern von 1,2 Mio. EUR auf 13,0 Mio. EUR begründet, davon entfallen 10,0 Mio. EUR auf die Kaufpreisverteilung von Graphisoft.

Das Eigenkapital beläuft sich auf 55,1 Mio. EUR (Vorjahr: 48,1 Mio. EUR), entsprechend ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 27,0 % (Vorjahr: 59,5 %). Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2006 liegt bei 204,1 Mio. EUR (Vorjahr: 81,0 Mio. EUR).

Forschung und Entwicklung

Hohe Bedeutung für die Innovationskraft

Für den Geschäftserfolg unseres Unternehmens spielt der Bereich Forschung und Entwicklung (FuE) eine tragende Rolle. In 2006 haben wir 19,7 Mio. EUR (Vorjahr: 18,0 Mio. EUR) in FuE investiert. Das entspricht einer Forschungsquote von 18,4 %. Über ein Drittel der Mitarbeiter des Nemetschek Konzerns gehören dem FuE-Bereich an.

Die Mitarbeiter sind in Deutschland sowie an internationalen Entwicklungsstandorten in der Slowakischen Republik, USA und Österreich tätig. Die FuE-Aktivitäten werden zentral durch den Vorstandsbereich FuE koordiniert. Für die Weiterentwicklung der Produktfamilie Allplan zeichnet sich die Nemetschek Technology GmbH mit Sitz in München verantwortlich. Die Konzerngesellschaft Nemetschek Slovensko s.r.o. mit Sitz in Bratislava fungiert als interner FuE-Dienstleister für den Konzern.

Wesentliche Verbesserungen beim Datenaustausch

Schwerpunkt unserer FuE-Aktivitäten ist die Neu- und Weiterentwicklung von Standardsoftware. In allen Unternehmensbereichen wurden die aktuellen Produkte hinsichtlich Funktionalität, Bedienungsfreundlichkeit und Offenheit weiterentwickelt. Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Forschungsarbeit im Geschäftsjahr 2006 war die Verzahnung von SCIA ESA PT und Allplan. Über eine neue Software-Schnittstelle werden Daten aus CAD und statischer Berechnung zusammengeführt und ermöglichen so Round-Trip Engineering. Durch Round-Trip Engineering werden Daten zwischen CADund Statik-Software so synchronisiert, dass zeitaufwändige und fehleranfällige Mehrfacheingaben von Entwurfsdaten entfallen. Bei einer Planungsänderung können auf Knopfdruck die geänderten Bauteile aktualisiert werden, alle zuvor getätigten Eingaben bleiben erhalten.

Um ein "intelligentes" Datenmanagement zwischen CAD-Systemen und anderen Anwendungen sicherzustellen, unterstützt Nemetschek die Verbesserung und Weiterentwicklung des weltweiten offenen Industrie-Datenstandards IFC (Industrie Foundation Class des Verbandes IAI), welches hersteller- und plattformunabhängig die objektorientierte Darstellung von Gebäudemodelldaten analog zum BIM (Building Information Model) unterstützt. Der IFC-Standard wurde in Version 2006 implementiert und ist ein wesentlicher Baustein für die Integration der Planungslösungen für Nemetschek. Mit der Akquisition der Graphisoft SE, die sich ebenfalls sehr stark im IAI (International Alliance for Interoperability) engagiert, wird die IFC-Position gegenüber dem proprietären DWG-Format von Autodesk weltweit gestärkt. Dies ist ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu einem vollständig integrierten intelligenten Gebäudemodell (BIM).

Ein weiterer Schwerpunkt war die Umsetzung von strategischen Partnerschaften. So kooperieren Nemetschek und die Münchner baulogis GmbH bei der internetbasierten unternehmens- und organisationsübergreifenden Abwicklung von Bauprojekten: Planer, Bauherren, Generalunternehmen und Investoren haben jederzeit und überall Zugriff auf aktuelle Dokumente, die im Laufe eines Immobilienlebenszyklus entstehen. Die gemeinsame Datenbasis verbessert die Kommunikation aller Projektteilnehmer, schafft

Bestätigungsvermerk Jahresabschluss der Nemetschek Aktiengesellschaft

Transparenz über Gebäudeinformationen und erleichtert das Management von Immobilien. Weiterhin wurde eine strategisch bedeutsame Kooperation zwischen Nemetschek und Adobe Systems Inc. beschlossen. Die beiden Unternehmen werden künftig enger zusammenarbeiten und den Einsatz von PDF als Zukunftsformat für den Datenaustausch in der Bauindustrie stärker vorantreiben. Alle Produkte im Nemetschek Konzern werden künftig auf Basis von PDF (2D und 3D) miteinander kommunizieren können. Für Architekten und Ingenieure wird es so künftig einfacher, Pläne und Projektdokumente mit Bauherren und Partnern auszutauschen und abzustimmen.

Mitarbeiter

Im Nemetschek Konzern waren zum 31. Dezember 2006 weltweit 1.151 Mitarbeiter (Vorjahr: 735) beschäftigt. Durch die Übernahme der Mehrheit an Graphisoft kamen zum 31. Dezember 2006 265 Mitarbeiter hinzu. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Nemetschek 880 Mitarbeiter (ohne Graphisoft, Vorjahr: 736), davon 421 in Deutschland und 459 im Ausland. Der Anstieg der Mitarbeiter ist zum einen auf die mehrheitliche Übernahme der belgischen SCIA International NV zurückzuführen und zum anderen auf Neueinstellungen im Zuge der eingeleiteten Wachstumsphase.

Risikobericht

Risikomanagement

Das unternehmerische Handeln der Nemetschek Aktiengesellschaft ist mit Chancen und Risiken verbunden. Zur frühzeitigen Erkennung, Bewertung und zum richtigen Umgang mit unternehmerischen Risiken setzen wir ein entsprechendes Steuerungs- und Kontrollsystem ein. Ziel des konzernweiten Risikomanagementsystems ist es, zeitnah geänderte Risikosituationen zu erkennen, negativen Entwicklungen entgegenzuwirken und Marktchancen zu nutzen. Die generelle konzernweite Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung von Risiken liegt beim Vorstand. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben unterstützen ihn dabei die Mitglieder der Geschäftsleitung, die defi nierten Risk Owner und der Risk Manager. In den Verantwortungsbereich des Risk Managers fällt die Planung, Informationsversorgung, Kontrolle und Steuerung der Risiken. Die sogenannten Risk Owner sind für die kontinuierliche Identifi zierung, Bewertung und Steuerung der Risiken in den jeweils operativen Bereichen zuständig. Halbjährlich wird im Rahmen einer Risikoinventur die aktuelle Risikolage des Konzerns aktualisiert und dokumentiert. Die Regelberichterstattung kann unterjährig durch Ad-hoc-Informationen ergänzt werden.

Risiken der künftigen Entwicklung

Mit unserer Geschäftstätigkeit sind wir zum einen mit strategischen Risiken konfrontiert, die eher mittel- und langfristiger Natur sind und die sich auf Veränderungen von Umfeldfaktoren und Managementprozessen, wie zum Beispiel dem Entwicklungs-, dem Vermarktungs-, dem Organisations- und dem Führungsprozess, beziehen. In diesen Bereichen bestehen zudem operative Risiken, die eher kurzfristiger Natur sind und direkte und indirekte Verluste aus nicht adäquaten und fehlerhaften internen Prozessen, Systemen oder externen Geschehnissen sowie menschlichem Versagen bewirken können.

Wesentliche Risiken, die eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage des Nemetschek Konzerns hervorrufen könnten, liegen im markt- und branchenbedingten Umfeld. Der Erfolg des Nemetschek Konzerns hängt vor allem in den Bereichen Planen und Bauen von der konjunkturellen Entwicklung in der Bau- und Immobilienbranche ab.

Eine schwache wirtschaftliche Lage in den für den Nemetschek Konzern relevanten Märkten in West- und Osteuropa, USA und Asien kann negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Nemetschek Konzerns haben. Eine Risikodiversifi kation wird durch die Marktpräsenz in verschiedenen Ländern erreicht, die sich in der Regel auch durch unterschiedliche Konjunktur- und Wettbewerbsrisiken auszeichnen.

Darüber hinaus wird das Risiko durch eine breite Kundenbasis und das vielfältige Produktportfolio gestreut.

Ein unternehmensstrategisches Risiko in den von uns bedienten Marktsegmenten resultiert aus dem schnellen technologischen Wandel. Es besteht ein grundsätzliches Risiko, dass der vom Nemetschek Konzern erreichte Innovationsvorsprung bzw. besondere Eigenschaften der Produkte des Nemetschek Konzerns durch Nachahmung und Innovation von Wettbewerbern sowie durch Nicht- oder nicht rechtzeitige Anpassung an geänderte Kundenanforderungen und technologische Innovationen verloren gehen. Es ist weiterhin nicht auszuschließen, dass neue Bedürfnisse der Kunden nicht rechtzeitig erkannt werden, um daraus entsprechende Entwicklungsziele abzuleiten und so neue und verbesserte Produkte nicht rechtzeitig im Markt eingeführt werden können.

Hoch qualifi zierte Mitarbeiter zu gewinnen und dauerhaft ans Unternehmen zu binden, ist deshalb ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Nemetschek Konzern. Wenn Führungskräfte oder andere qualifi zierte Mitarbeiter den Nemetschek Konzern verlassen und kein entsprechender Ersatz gefunden werden kann, wirkt sich das unter Umständen negativ auf die Geschäftsentwicklung aus. Insbesondere dann, wenn damit ein Verlust von Wissen und unternehmensspezifi schen Daten aufgrund mangelnder Dokumentation und Sicherung einhergeht. Um diesem Risiko vorzubeugen, bietet der Nemetschek Konzern attraktive und moderne Arbeitsplätze an und verbessert kontinuierlich die Prozesse im Bereich des Wissensmanagements.

Konzern-Bilanz Konzern-Gewinnund Verlustrechnung Konzern-Kapitalfl ussrechnung

Im Geschäftsjahr 2006 hat die Nemetschek AG bedeutende strategische Unternehmensakquisitionen realisiert, die vor dem Hintergrund eines globalen Marktes entscheidend für den zukünftigen Markterfolg der Nemetschek Gruppe sind. Der Erwerb neuer Gesellschaften sowie deren Integration in den Konzernverbund sind stets mit Risiken verbunden. Diesen versucht die Nemetschek AG durch umfangreiche Prüfungen im Vorfeld sowie durch Maßnahmen, die den Prozess der Akquisition unterstützen, Rechnung zu tragen. Zudem begleitet der Aufsichtsrat aktiv die Akquisitionen. Aufgrund langjähriger Erfahrungen mit Firmenkäufen ist sich die Nemetschek AG der Risiken bewusst, die der Erwerb der Graphisoft SE sowie der SCIA International NV im Geschäftsjahr 2006 mit sich bringen. Die Nemetschek Holding ist von Anfang an aktiv in die Steuerung der erworbenen Unternehmen eingebunden. Dies gelingt auf der einen Seite durch Besetzung von Aufsichtsratsposten der jeweiligen Firma und auf der anderen Seite durch die Vernetzung bzw. den Informationsaustausch zwischen den operativen Einheiten innerhalb der Nemetschek Gruppe.

Die Struktur der Finanzierung der Akquisition der Graphisoft SE wird im Anhang detailliert erläutert. Im ersten Schritt wurde das Darlehen in Höhe von 54,0 Mio. EUR für den Erwerb eines 54,3 %-Anteils an Aktien der Graphisoft SE in Anspruch genommen. Die weitere Inanspruchnahme hängt vom Ausgang des Übernahmeangebots ab. Die Annahmefrist endet am 21. März 2007.

Finanzwirtschaftliche Risiken können zudem entstehen, weil ein Teil der Geschäftstätigkeit des Nemetschek Konzerns in Fremdwährungen abgewickelt wird. Insbesondere im US-Dollar-Raum und gegebenenfalls auch für den ungarischen Forint können sich Währungsschwankungen erheblich auf die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis auswirken. Die zu erwartenden Gewinnausschüttungen werden zum Teil durch Währungstermingeschäfte abgesichert. Ausführungen zu Fremdwährungs- und Zinsrisiken sowie zu Risiken aus Finanzierungen werden detailliert im Konzernanhang gemacht.

Zusammenfassend sind wir davon überzeugt, dass die vorstehend identifi zierten wesentlichen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter haben und der Nemetschek Konzern die bestehenden Herausforderungen auch in 2007 wieder erfolgreich meistern wird. Nemetschek erwartet für das Geschäftsjahr 2007 positive Rahmenbedingungen. Unsere Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung und den Ausbau unserer Marktposition als führender Anbieter für integrierte Softwarelösungen für den gesamten Lebenszyklus von Immobilien sehen wir in einer weiteren verstärkten Internationalisierung, strategischen Partnerschaften sowie gezielten Akquisitionen. Zudem wollen wir unser Marktpotenzial in bestehenden Märkten mit unseren innovativen Softwarelösungen voll ausschöpfen.

Hinweis zu Prognosen

Dieser Konzernlagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen – also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese zu kunfts gerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "einschätzen" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einfl ussbereichs des Nemetschek Konzerns liegen, beeinfl usst die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des Nemetschek Konzerns. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen des Nemetschek Konzerns wesentlich abweichen von den in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen.

Veränderung des Konzern-Eigenkapitals Bestätigungsvermerk Jahresabschluss der Nemetschek Aktiengesellschaft

Nachtragsbericht

Die Nemetschek AG hat den Aktionären der Graphisoft SE Anfang 2007 ein öffentliches Übernahmeangebot unterbreitet. Das Angebot sieht eine Barabfi ndung je Aktie in Höhe von 2.273 Forint (entspricht 9 Euro) vor. Das Angebot wurde am 17. Januar 2007 an die ungarische Finanzbehörde HFSA (Hungarian Financial Supervisory Authority) zur Genehmigung übermittelt. Die HFSA hat am 1. Februar 2007 die Genehmigung für das öffentliche Übernahmeangebot der Nemetschek AG an die Graphisoft-Aktionäre erteilt. Die Frist, in der Graphisoft-Aktionäre das Angebot von Nemetschek annehmen können, läuft vom 4. Februar bis 21. März 2007. Das Board of Directors von Graphisoft hat am 1. Februar 2007 den Graphisoft-Aktionären empfohlen, das Angebot anzunehmen.

Nach Schluss des Geschäftsjahres ergaben sich ansonsten keine nennenswerten Änderungen bei den Rahmenbedingungen. Weder änderte sich das wirtschaftliche Umfeld in einem Maße, dass es wesentliche Auswirkungen auf unsere Geschäftsaktivitäten hatte, noch stellte sich die Branchensituation wesentlich anders dar als zum 31. Dezember 2006.

Prognosebericht

Im Jahr 2007 rechnen die Experten mit einer weltweit positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und einer steigenden Nachfrage in der Softwareindustrie im Bereich AEC (Architecture, Engineering, Construction). Die wichtigsten Märkte sind Europa und Nordamerika. Bis 2010 wird mit einem durchschnittlichen Wachstum von 6,8 % p.a. gerechnet. Auf der Basis dieser wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwartet der Vorstand eine positive Weiterentwicklung für den Nemetschek Konzern. Dabei wird ein zentraler Fokus auf steigendes Wachstum gelegt. Ein zentrales Augenmerk wird auf die Nutzung der breiten Kundenbasis der Nemetschek Gruppe für die Vermarktung bestehender und verbesserter Lösungen in bereits erschlossenen Märkten gelegt.

Nemetschek wird durch die Übernahme von Graphisoft seine Marktposition noch einmal deutlich stärken. Die Kundenbasis wird erheblich erweitert. Zusätzliche Wachstumspotenziale entstehen in der Nutzung der Vermarktungsbasis von Graphisoft für das Lösungsportfolio der gesamten Nemetschek Gruppe. Zudem verstärkt das Hauptprodukt Archicad von Graphisoft nicht nur die Marktpräsenz von Nemetschek im Windows-Umfeld, sondern hat auch eine vollständige Marktabdeckung im Macintosh-Umfeld zur Folge. Die Forschungs- und Entwicklungskapazität der Nemetschek Gruppe wird durch das Graphisoft Team enorm gesteigert. Mit dem zusätzlichen Knowhow wird auch in Zukunft die Sicherung der technologischen Führerschaft bei der Weiterentwicklung des intelligenten Gebäudemodells (BIM) gesichert sein. Gemeinsam mit Graphisoft wird die Nemetschek Gruppe in Zukunft noch stärker das alternative Datenaustauschformat IFC positionieren, das entscheidende Vorteile für die Kunden bei der Weitergabe von 3D-Daten bietet. Aufgrund der Akquisition der Graphisoft SE am 31. Dezember 2006 wird der Umsatz der Nemetschek Gruppe in 2007 überproportional steigen. Erwartungsgemäß wird die Nemetschek Gruppe dieses und nächstes Jahr analog zur allgemeinen Marktentwicklung wachsen. Der Perioden Cashfl ow der Nemetschek Gruppe wird sich wesentlich erhöhen. Die Zinsaufwendungen werden aufgrund der Akquisition von Graphisoft ansteigen. Die erreichte Rentabilität auf Basis des EBITDA soll in 2007 und 2008 weiter verbessert werden.

München, 6. März 2007

Der Vorstand

Ernst Homolka Dr. Peter Mossack Michael Westfahl

Konzern-Lagebericht Konzern-Gewinnund Verlustrechnung

Konzern-Bilanz

zum 31. Dezember 2006 und zum 31. Dezember 2005

Aktiva Angaben in Tausend € 31.12.2006 31.12.2005 [Anhang]
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 32.033 28.966 [23]
Wertpapiere 3.820 0 [23]
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.680 14.435 [13]
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 0 148
Vorräte 814 481
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern 2.139 1.917 [14]
Rechnungsabgrenzungspostenund sonstige kurzfristige Vermögenswerte 19.509 2.777 [14]
Vermögenswerte einer Veräußerungsgruppe,die als zur Veräußerung gehalten klassifi ziert wird 560 2.075 [14]
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 83.555 50.799
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagevermögen 4.508 2.811 [12]
Immaterielle Vermögenswerte 67.043 1.166 [12]
Geschäfts- oder Firmenwert 43.560 23.734 [12]
Anteile an assoziierten Unternehmen / Finanzanlagen 484 387 [12]
Latente Steuern 3.354 1.835 [10]
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.628 230 [14]
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 120.577 30.163
Aktiva, gesamt 204.132 80.962

Der Anhang zu dieser Bilanz ist integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

Passiva Angaben in Tausend € 31.12.2006 31.12.2005 [Anhang]
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil
an langfristigen Darlehen 797 702 [19]
Schulden aus Lieferungen und Leistungen 5.986 3.615 [19]
Erhaltene Anzahlungen 310 64 [19]
Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 12.087 8.780 [18]
Umsatzabgrenzungsposten 10.322 6.807 [20]
Schulden aus Ertragsteuern 3.692 1.118 [19]
Sonstige kurzfristige Schulden 101.408 9.181 [19]
Schulden, die in unmittelbarem Zusammenhangmit den als zur Veräußerung gehalten klassifi ziertenVermögenswerten stehen 0 763 [19]
Kurzfristige Schulden, gesamt 134.002 31.030
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehen ohne kurzfristigen Anteil 242 0 [19]
Latente Steuern 12.956 1.215 [10]
Pensionsrückstellungen 590 583 [18]
Sonstige langfristige Schulden 636 0 [19]
Langfristige Schulden, gesamt 14.424 1.798
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 9.625 9.625 [16]
Kapitalrücklage 41.640 41.354 [17]
Gewinnrücklage 52 52 [17]
Währungsumrechnung – 2.810 – 1.851
Bilanzgewinn / -verlust 5.242 – 2.083
Minderheitenanteile 1.357 1.037
Eigenkapital, gesamt 55.106 48.134
Passiva, gesamt 204.132 80.962

Der Anhang zu dieser Bilanz ist integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2006 und 2005

Angaben in Tausend € 2006 2005 [Anhang]
Umsatzerlöse 107.481 98.776 [1]
Andere aktivierte Eigenleistungen 142 0 [2]
Sonstige betriebliche Erträge 1.891 1.555 [3]
Betriebliche Erträge 109.514 100.331
Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen – 7.672 – 8.663 [4]
Personalaufwand – 46.923 – 44.071 [5]
Abschreibungen auf Sachanlagenund immaterielle Vermögenswerte – 2.379 – 3.179 [6]
Abschreibungen auf Sachanlagenund immaterielle Vermögenswerteaus Kaufpreisverteilung – 503 0 [6]
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 34.273 – 31.365 [7]
Betriebliche Aufwendungen – 91.750 – 87.278
Betriebsergebnis 17.764 13.053
Zinserträge 689 865 [9]
Zinsaufwendungen – 133 – 117 [9]
Erträge aus assoziierten Unternehmen 211 223 [8]
Ergebnis vor Steuern 18.531 14.024
Steuern vom Einkommen und Ertrag – 4.181 – 1.876 [10]
Jahresüberschuss 14.350 12.148
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 13.592 11.668
Minderheitenanteile 758 480 [11]
14.350 12.148
Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert) 1,41 1,21 [21]
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert) 1,41 1,21
Durchschnittlich im Umlauf befi ndliche Aktien(unverwässert) 9.625.000 9.621.439
Durchschnittlich im Umlauf befi ndliche Aktien(verwässert) 9.650.000 9.621.439

Der Anhang zu dieser Gewinn- und Verlustrechnung ist integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

Konzern-Kapitalfl ussrechnung

für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2006 und 2005

Angaben in Tausend € 2006 2005 [Anhang]
Jahresergebnis (vor Steuern) 18.531 14.024
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.882 3.179
Veränderung der Pensionsrückstellung 7 170
Nicht zahlungswirksame Transaktionen 41 81
Ertrag aus assoziierten Unternehmen – 211 – 223
Aufwand / Ertrag aus dem Abgang von Sachanlagevermögen – 4 95
Perioden Cashfl ow 21.246 17.326
Zinserträge – 689 – 865
Zinsaufwendungen 133 117
Änderung sonstige Rückstellungen und abgegrenzteSchulden 1.052 – 246
Änderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 216 – 1.029
Änderung Vorräte, andere Aktiva – 495 – 767
Änderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 108 – 673
Änderungen andere Passiva – 534 671
Einzahlungen aus Ausschüttung assoziierter Unternehmen 141 251
Erhaltene Zinsen 671 736
Erhaltene Ertragssteuern 904 0
Gezahlte Ertragssteuern – 4.489 – 3.387
Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit 18.264 12.134
Investitionen in Anlagevermögen – 2.050 – 2.141
Erwerb Tochterunternehmen abzüglich erworbenerZahlungsmittel*) 1.390 0
Änderung der Schulden aus Akquisitionen – 5.747 0
Einzahlungen aus Abgang des Anlagevermögens 69 98
Cashfl ow aus Investitionstätigkeit – 6.338 – 2.043
Dividendenzahlung – 6.256 –19.250
Ausbezahlte Gewinnanteile an Minderheitsgesellschafter – 397 – 874
Veränderung Bankverbindlichkeiten aufgrundUnternehmensakquisition 1.000 0
Rückzahlung Bankverbindlichkeiten –78 – 701
Gezahlte Zinsen –76 –117
Einzahlung aus dem Verkauf eigener Aktien 0 234
Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit – 5.807 – 20.708
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 6.119 –10.617
Auswirkungen von Wechselkursänderungenauf den Finanzmittelfonds – 574 550
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 28.966 39.033
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 34.511 28.966 [23]

Der Anhang zu dieser Kapitalfl ussrechnung ist integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

*) Erläuterungen hierzu siehe Anhang S.43: "Erstmalig wurden aufgrund erworbener Anteile folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen."

Veränderung des Konzern-Eigenkapitals

für die Zeit vom 01. Januar 2005 bis zum 31. Dezember 2006

Angaben in Tausend € Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital
GezeichnetesKapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Währungsumrechnung Bilanzgewinn /-verlust Summe Minderheitsanteile SummeEigenkapital
Stand 01.01.2005 9.625 46.345 0 – 3.037 5.496 58.429 1.497 59.926
Verkauf eigener Aktien 182 52 234 234
Zusätzlicher Anteilserwerb – 5.254 – 5.254 – 66 – 5.320
Aktienbasierte Vergütung 81 81 81
GewinnauszahlungMinderheiten 0 – 874 – 874
Differenzen ausWährungsumrechnung 1.186 3 1.189 1.189
Dividendenzahlung –19.250 – 19.250 –19.250
Jahresüberschuss 11.668 11.668 480 12.148
Stand 31.12.2005 9.625 41.354 52 – 1.851 –2.083 47.097 1.037 48.134
Zusätzlicher Anteilserwerb 0 – 51 – 51
Aktienbasierte Vergütung 194 194 194
Emissionskosten Vorjahre 92 92 92
GewinnauszahlungMinderheiten – 10 – 10 – 387 – 397
Differenzen ausWährungsumrechnung – 960 – 960 – 960
Dividendenzahlung – 6.256 – 6.256 – 6.256
Jahresüberschuss 13.592 13.592 758 14.350
Stand 31.12.2006 9.625 41.640 52 – 2.811 5.243 53.749 1.357 55.106

Der Anhang zu dieser Aufstellung der Veränderung des Eigenkapitals ist integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

Die Veränderung des Konzern-Eigenkapitals wird unter den Anhangsangaben [15, 16, 17] erläutert.

Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2006

Die Gesellschaft

Der Nemetschek Konzern ist einer der weltweit führenden Lösungsanbieter von Informationstechnologie und Consulting für das Planen, Bauen und Nutzen von Bauwerken und Immobilien. Bei über 270.000 Unternehmen in 142 Ländern sind die Standard-Software-Lösungen in 16 Sprachen im Einsatz. Diese IT-Lösungen schaffen Synergien und optimieren den gesamten Entstehungs- und Nutzungsprozess von Bauwerken hinsichtlich Qualität, Kosten und Zeitaufwand.

Das Gesamtlösungsangebot umfasst den kompletten Planungs-, Bau- und Nutzungsprozess von Gebäuden und Immobilien und verbindet damit die Anwendungsvorteile der Welt der Informationstechnologie mit der Fachwelt der Bauherren, Architekten, Ingenieure, Baufi rmen, Facility- und Immobilienmanager. Des Weiteren ist der Konzern im Bereich Multimedia-Software für Visualisierung und Animation tätig.

Die Nemetschek Aktiengesellschaft wurde durch Umwandlung der Nemetschek GmbH am 10. September 1997 gegründet und ist seit 10. März 1999 an der Deutschen Börse in Frankfurt notiert, seit 1. Januar 2003 im Segment "Prime Standard". Sitz der Nemetschek Aktiengesellschaft ist 81829 München, Deutschland, Konrad-Zuse-Platz 1. Der Geschäftsbericht 2006 ist dort erhältlich.

Angaben zum deutschen "Corporate Governance Kodex"

Die Entsprechenserklärung wurde im März 2006 abgegeben und ist den Aktionären über die Homepage der Nemetschek Aktiengesellschaft (www.nemetschek.de/ir) zugänglich.

Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2006 wird wie im Vorjahr nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine am Börsensegment "Prime Standard" notierte Gesellschaft und wendet die Vorschriften gemäß § 315a HGB an und ist daher von den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB zur Erstellung eines Konzernabschlusses befreit. Der Konzernlagebericht wurde im Einklang mit § 315 HGB erstellt.

Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewendeten Methoden. Darüber hinaus hat der Konzern die neuen / überarbeiteten Standards angewendet, welche für die ab dem 1. Januar 2006 beginnende Geschäftsjahre verbindlich sind.

Folgende IFRS und Interpretationen sind erstmals für das am 1. Januar 2006 beginnende Geschäftsjahr verbindlich. Daraus resultieren für die Nemetschek Aktiengesellschaft sowohl Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden als auch geänderte Anhangsangaben:

  • IAS 39 "Änderung Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung"
  • IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält"
  • IFRIC 5 "Rechte auf Anteile an Fonds für Entsorgung, Wiederherstellung und Umweltsanierung"
  • IFRIC 6 "Verbindlichkeiten, die sich aus einer Teilnahme an einem spezifi schen Markt ergeben Elektro- und Elektronik-Altgeräte"

Der Konzern hat die folgenden Standards und IFRIC Interpretationen, die bereits herausgegeben wurden, jedoch noch nicht in Kraft getreten sind, noch nicht vorzeitig angewendet. Die Nemetschek Aktiengesellschaft beabsichtigt grundsätzlich, alle Standards zum Zeitpunkt der erstmaligen verpfl ichtenden Anwendung zu berücksichtigen.

Von der EU im Rahmen des Komitologieverfahrens übernommene IFRS und IFRIC Interpretationen, die noch nicht in Kraft getreten sind:

  • IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben"
  • IAS 1 "Änderung Darstellung des Abschlusses"
  • IFRIC 7 "Anwendung des Restatement Approach" von IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinfl ationsländern"
  • IFRIC 8 "Anwendungsbereich von IFRS 2"
  • IFRIC 9 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate"

Die sich aus diesen Änderungen ergebenden wesentlichen Auswirkungen werden in den folgenden Abschnitten erläutert.

Änderungen von IAS 39 – Fair Value Option und Cash Flow Hedge Accounting

Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2006 beginnen, anzuwenden. Die Änderungen schränken die Möglichkeit ein, jeden fi nanziellen Vermögenswert oder jede fi nazielle Schuld erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Eine Auswirkung auf den Konzernabschluss der Nemetschek Aktiengesellschaft hat sich nicht ergeben.

Änderungen von IAS 39 – Bilanzierung der Absicherung erwarteter konzerninterner Transaktionen

Diese Neuregelung des IAS 39 gestattet es, das Währungsrisiko einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen konzerninternen Transaktion als Grundgeschäft eines Cash Flow Hedge im Konzernabschluss zu designieren, sofern die Transaktion auf eine andere Währung lautet als die funktionale Währung des Unternehmens, das diese Transaktion abwickelt, und das Währungsrisiko sich auf die konsolidierte Gewinn- und Verlustabrechnung auswirkt. Die Änderungen führten zu keinen Auswirkungen auf Ansatz und die Bewertung.

Änderungen von IAS 39 und IFRS 4 – Financial Guarantee Contracts

Finanzielle Garantien fallen nach der Überarbeitung von IAS 39 und IFRS 4 allein in den Anwendungsbereich von IAS 39. Vorher unterlagen fi nanzielle Garantien – je nach Ausgestaltung – entweder dem Anwendungsbereich des IAS 39 oder des IFRS 4. Die Änderung ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2006 beginnen, anzuwenden. Derzeit bestehen im Konzern keine derartigen Garantien, eine Auswirkung konnte nicht festgestellt werden.

IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält"

Diese Interpretation ist erstmals für das am oder nach dem 1. Januar 2006 beginnende Geschäftsjahr anzuwenden. Diese Interpretation enthält Leitlinien zur Ermittlung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, auf das die Bilanzierungsvorschriften für Leasingverhältnisse anzuwenden sind. Die Anwendung des IFRIC 4 ergab auf den Konzernabschluss der Nemetschek Aktiengesellschaft keine Auswirkung.

IFRIC 5 "Rechte auf Anteile an Fonds für Entsorgung, Wiederherstellung und Umweltsanierung"

Diese Interpretation ist erstmals für das am oder nach dem 1. Januar 2006 beginnende Geschäftsjahr anzuwenden. Diese Interpretation regelt die Bilanzierung von Anteilen an Fonds, die zur Finanzierung der Entsorgung von Vermögenswerten des Unternehmens auferlegt wurden. Die Anwendung des IFRIC 5 ergab auf den Konzernabschluss der Nemetschek Aktiengesellschaft keine Auswirkung.

IFRIC 6 "Verbindlichkeiten, die sich aus einer Teilnahme an einem spezifi schen Markt ergeben – Elektro- und Elektronik-Altgeräte"

Diese Interpretation ist erstmals für das am oder nach dem 1. Januar 2006 beginnende Geschäftsjahr anzuwenden. Diese Interpretation regelt die Erfassung einer Schuld für die Entsorgung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten entsprechend den Bestimmungen der EU-Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte. Die Anwendung des IFRIC 6 ergab auf den Konzernabschluss der Nemetschek Aktiengesellschaft keine Auswirkung.

IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben"

IFRS 7 regelt die Angabepfl ichten über Finanzinstrumente sowohl von Industrieunternehmen als auch von Banken und ähnlichen Finanzinstitutionen. IFRS 7 ersetzt IAS 30 "Angaben im Abschluss von Banken und ähnlichen Finanzinstitutionen" sowie die in IAS 32 "Finanzinstrumente: Angaben und Darstellung" enthaltenen Angabepfl ichten. IFRS 7 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2007 beginnen. Die Geschäftsleitung hat die Analyse der Auswirkungen dieses Standards zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses noch nicht abgeschlossen.

Änderungen von IAS 1 "Darstellung des Abschlusses"

Die zusätzlichen Angabepfl ichten, die aus der Änderung von IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" resultierten, wurden im Konzernabschluss nicht vorzeitig berücksichtigt. Die Änderungen werden im Wesentlichen zusätzliche Angaben über Ziele, Methoden und Prozesse des Konzerns hinsichtlich des Kapitalmanagements betreffen. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2007 beginnen, anzuwenden.

IFRIC 7 "Anwendung des Restatement Approach" von IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinfl ationsländern"

Diese Interpretation ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. März 2006 beginnen und enthält Erläuterungen zum IAS 29 zur Frage der Anpassung des Jahresabschlusses für den Fall, dass die funktionale Währung eines Unternehmens erstmals als hochinfl ationär eingestuft wird. Sie hat voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRIC 8 "Anwendungsbereich von IFRS 2"

Diese Interpretation ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Mai 2006 beginnen. Diese Interpretation regelt die Anwendung von IFRS 2 auf alle Vereinbarungen, bei denen der beizulegende Zeitwert einer Gegenleistung geringer ist als der beizulegende Zeitwert der durch das Unternehmen gewährten Eigenkapitalinstrumente. Der Konzern wird die Änderungen erstmals im Geschäftsjahr 2007 anwenden. Sie hat voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRIC 9 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate"

Diese Interpretation ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juni 2006 beginnen. IFRIC 9 befasst sich mit der Besonderheit der Bilanzierung von eingebetteten Derivaten nach IAS 39. Nach IFRIC 9 muss die Beurteilung, ob ein eingebettetes Derivat getrennt vom Basisvertrag zu bilanzieren ist, grundsätzlich zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses vorgenommen werden. Eine Neueinschätzung während der Vertragslaufzeit ist nur dann zulässig, wenn sich die zugrunde liegenden Vertragsbedingungen und die damit verbundenen Zahlungsströme signifi kant ändern. Dabei ist darauf abzustellen, in welchem Umfang sich die Zahlungen aus dem eingebetteten Derivat und / oder dem Basisvertrag gegenüber den ursprünglichen Zahlungsströmen geändert haben. IFRIC 9 hat voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRS und IFRIC Interpretationen, die noch nicht in Kraft getreten sind und von der EU noch nicht im Rahmen des Komitologieverfahrens übernommen wurden:

  • IFRS 8 "Operative Segmente"
  • IFRIC 10 "Zwischenberichterstattung und Wertminderung"
  • IFRIC 11 "Konzerninterne Geschäfte und Geschäfte mit eigenen Aktien nach IFRS 2"
  • IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen"

IFRS 8 "Operative Segmente"

IFRS 8 ersetzt IAS 14 "Segmentberichterstattung" und passt die Standards des IASB an die Vorschriften des Statement of Financial Accounting Standards (SFAS) 131 an. IFRS 8 fordert die Angabe von fi nanziellen und beschreibenden Informationen bezüglich so genannter "berichtspfl ichtiger Segmente". Berichtspfl ichtige Segmente sind entweder operative Segmente oder Zusammenfassungen von operativen Segmenten, die bestimmten Kriterien genügen. Operative Segmente stellen Komponenten eines Unternehmens dar, über die Finanzinformationen verfügbar sind, die regelmäßig durch die oberste Führungskraft des operativen Bereichs überprüft werden, um zu entscheiden, wie Ressourcen verteilt und Leistungen beurteilt werden. Im Allgemeinen müssen Finanzinformationen auf Basis der internen Steuerungskonzeption berichtet werden, die bei der Beurteilung der operativen Segmente verwendet wird (Management Approach). Der Standard ist anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist erlaubt. Der Konzern hat die Analyse der Auswirkungen dieser Änderung zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses noch nicht abgeschlossen.

IFRIC 10 "Zwischenberichterstattung und Wertminderung"

In der Interpretation wird der vermeintliche Widerspruch zwischen den Vorschriften von IAS 34 "Zwischenberichterstattung" und denen in anderen Standards in Bezug auf die Erfassung und die Wiederaufholung von Wertminderungsaufwendungen im Jahresabschluss beim Geschäfts- oder Firmenwert und bestimmten fi nanziellen Vermögenswerten behandelt. In IFRIC 10 wird festgehalten, dass ein Unternehmen einen in einer früheren Zwischenperiode erfassten Wertminderungsaufwand beim Geschäfts- oder Firmenwert, bei einem gehaltenen Eigenkapitalinstrument oder bei

einem zu Anschaffungskosten gehaltenen fi nanziellen Vermögenswert nicht wiederaufholen darf und dass ein Unternehmen diesen Beschluss nicht durch Analogieschluss auf andere Bereiche mit möglichen Widersprüchen zwischen IAS 34 und anderen Standards ausweiten darf. IFRIC 10 tritt für am oder nach dem 1. November 2006 beginnende Geschäftsjahre in Kraft. Eine frühere Anwendung wird empfohlen. IFRIC 10 hat voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRIC 11 "Konzerninterne Geschäfte und Geschäfte mit eigenen Aktien nach IFRS 2"

Diese Interpretation beantwortet die Frage, wie IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung" auf aktienbasierte Zahlungsvereinbarungen anzuwenden ist, die unternehmenseigene Eigenkapitalinstrumente oder Eigenkapitalinstrumente eines anderen Unternehmens desselben Konzerns beinhalten. IFRIC 11 tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. März 2007 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist erlaubt. IFRIC 11 hat voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen"

Der Anwendungsbereich von IFRIC 12 beschränkt sich auf die Bilanzierung von Dienstleistungslizenzen (beispielsweise für das Betreiben von Autobahnen oder Krankenhäusern) aus Sicht des Lizenznehmers und behandelt ausschließlich Vereinbarungen mit öffentlichen Lizenzgebern. IFRIC 12 ist für Geschäftsjahre verpfl ichtend anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2008 beginnen. Diese Interpretation fi ndet auf die Geschäftstätigkeit des Konzerns keine Anwendung.

Bilanzgliederung:

Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß IAS 1 nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden. Als langfristige sonstige Vermögenswerte bzw. langfristige Schulden werden Positionen ausgewiesen, die nicht innerhalb eines Jahres fällig sind. Weiterhin werden latente Steuern jeweils als langfristige Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgte unter Heranziehung der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, mit Ausnahme der zu Handelszwecken gehaltenen und zur Veräußerung verfügbaren fi nanziellen Vermögenswerte, die zum Zeitwert bewertet werden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die im Konzernabschluss verwandte Währung ist EUR, im Anhang werden die Positionen, sofern nicht anders angegeben, in TEUR dargestellt.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss einbezogen sind neben der Nemetschek Aktiengesellschaft alle in- und ausländischen Tochterunternehmen. Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Im Folgenden sind die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sowie die nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen dargestellt:

Verbundene Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen sind:

Name, Sitz der Gesellschaft Angaben in Tausend € Anteilsbesitzin % Eigenkapital31.12.2006 Jahresergebnis2006
Nemetschek Aktiengesellschaft, München 66.717 7.035
Unmittelbare Beteiligungen
Geschäftsfeld Planen
Nemetschek Deutschland GmbH, München 100,00 3.004 317
Nemetschek Technology GmbH, München 100,00 2.000 1.899
NEMETSCHEK NORTH AMERICA Inc., Columbia, Maryland, USA 100,00 14.580 3.477
NEMETSCHEK FRANCE SARL, Asnières, Frankreich 100,00 773 564
Nemetschek Fides & Partner AG, Wallisellen, Schweiz 81,00 709 304
NEMETSCHEK ITALIA SRL, Trient, Italien 100,00 542 – 31
NEMETSCHEK ESPANA S.A., Madrid, Spanien 100,00 – 148 – 100
NEMETSCHEK (UK) Ltd., London, Großbritannien 100,00 – 500 – 3
NEMETSCHEK s.r.o., Prag, Tschechien 100,00 17 17
NEMETSCHEK kft., Budapest, Ungarn 100,00 57 6
NEMETSCHEK OOO, Moskau, Russland 100,00 – 233 10
Friedrich + Lochner GmbH, Stuttgart 100,00 51 1.463
Campus Technology Fund, Heverlee, Belgien 100,00 418 46
Software Adventure Cv, Herk-de-Stad, Belgien 54,54 564 – 1
Glaser ISB CAD Programmsysteme GmbH, Wennigsen 70,00 1.337 651
Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn 56,21 9.161 – 4.241
DACODA GmbH, Rottenburg 51,00 65 30
Geschäftsfeld Bauen
Nemetschek Bausoftware GmbH, Achim 95,00 1.417 604
ING. AUER – Die Bausoftware GmbH, Mondsee, Österreich 49,90 2.519 2.243
Geschäftsfeld Nutzen
Nemetschek CREM Solutions GmbH & Co. KG, Ratingen 100,00 – 1.381 195
Nemetschek CREM Verwaltungs GmbH, München 100,00 60 1
Geschäftsfeld Multimedia
MAXON Computer GmbH, Friedrichsdorf 70,00 2.008 1.157
Übrige
Nemetschek Austria Beteiligungen GmbH, Mondsee, Österreich 100,00 461 – 213
Nemetschek Verwaltungs GmbH, München 100,00 26 0

Fortsetzung:

Name, Sitz der Gesellschaft Angaben in Tausend € Anteilsbesitzin % Eigenkapital31.12.2006 Jahresergebnis2006
Mittelbare Beteiligungen
Geschäftsfeld Planen
NEMETSCHEK Ges.m.b.H., Wals, Österreich, über Nemetschek Austria Beteiligungen GmbH 100,00 321 174
Nemetschek Engineering GmbH, Wals, Österreich,über Nemetschek Austria Beteiligungen GmbH 100,00 636 451
NEMETSCHEK Slovensko s.r.o., Bratislava,Slowakische Republik, über Nemetschek Technology GmbH 100,00 132 –15
Über Campus Technology Fund, Heverlee, Belgien undSoftware Adventure Cv, Herk-de-Stad, Belgien:
SCIA International NV, Herk-de-Stad, Belgien 78,84 1.482 2
SCIA Group NV, Herk-de-Stad, Belgien 100,00 1.447 495
SCIA W+B Software BV, Arnhem, Niederlande 100,00 59 159
SCIA Sarl, Roubaix, Frankreich 100,00 – 44 – 36
SCIA Cz s.r.o., Brno, Tschechien 100,00 46 –113
SCIA Sk s.r.o., Zilina, Slowakische Republik 100,00 191 68
SCIA MAPS SA, Gurmels, Schweiz 100,00 – 24 –13
Über Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn:
Graphisoft R & D Számitástechnikai, Fejlesztö zrt., Budapest, Ungarn 85,80 45.558 7.000
Graphisoft CAD Studio Kft., Budapest, Ungarn 92,00 251 – 73
Graphisoft Deutschland GmbH, München 100,00 – 759 –182
Graphisoft USA Inc., Massachusetts, Newton, USA 100,00 – 4.290 379
Graphisoft Japan KK, Tokio, Japan 100,00 – 614 – 106
Graphisoft Spain SL, Madrid, Spanien 100,00 – 105 20
Graphisoft UK Ltd., Surrey, Großbritannien 100,00 – 2.665 – 382
Graphisoft Finland Oy, Helsinki, Finnland 100,00 – 227 – 284
Geschäftsfeld Bauen
ING. AUER – Die Bausoftware GmbH, Mondsee, Österreich,über Nemetschek Austria Beteiligungen GmbH 50,10 2.519 2.243
Geschäftsfeld Multimedia
MAXON COMPUTER Inc., Thousand Oaks, Kalifornien, USA über Maxon Computer GmbH 63,00 518 311
MAXON Computer Ltd., Bedford, Großbritannien, über Maxon Computer GmbH 63,00 – 79 70

Die Jahresergebnisse der Nemetschek Technology GmbH und der Friedrich + Lochner GmbH

sind jeweils vor Ergebnisabführungsvertrag mit der Nemetschek Aktiengesellschaft dargestellt.

Assoziierte Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert sind:

Name, Sitz der Gesellschaft Angaben in Tausend € Anteilsbesitzin % Eigenkapital31.12.2006 Jahresergebnis2006
DocuWare Aktiengesellschaft, Germering 30,00 3.906 704
Andere Angaben zur DocuWare AG 31.12.2006 31.12.2005
Vermögenswerte 7.699 7.577
Schulden 3.793 3.980
Umsatzerlöse 6.812 7.360
Jahresüberschuss 704 744

Finanzanlagen

Name, Sitz der GesellschaftAngaben in Tausend € Anteilsbesitzin % Eigenkapital31.12.2006 Jahresergebnis2006
Sidoun GmbH, Freiburg i. Breisgau* 16,26 – 1.640 903
Sidoun international GmbH, Freiburg i. Breisgau* ** 16,40 25 0
NEMETSCHEK EOOD, Sofi a, Bulgarien 20,00 609 271
rivera GmbH, Karlsruhe über Nemetschek Bausoftware GmbH 20,00 25 – 28

* Abweichendes Geschäftsjahr zum 30. Juni 2006

** Neugründung; per 28. Juni 2006

Die Angaben zu den Gesellschaften entsprechen den landesrechtlichen Einzelabschlüssen, umgerechnet in TEUR.

Die Vermutung, dass bei den mit 20 % und mehr Stimmrechtsanteile gehaltenen Finanzanlagen maßgeblicher Einfl uss vorliegt, wird sowohl für die NEMETSCHEK EOOD, Sofi a, Bulgarien, als auch für die rivera GmbH, Karlsruhe, widerlegt, da weder Einfl uss in der Geschäftsführung noch als Aufsichtsorgan ausgeübt wird. Ebenso werden weder nennenswerte Geschäftsbeziehungen unterhalten noch wird Einfl uss über die reine Kapitalbeteiligung hinaus ausgeübt. Die Finanzanlagen stellen reine Kapitalbeteiligungen dar.

Im Geschäftsjahr 2006 wurden 33 % der Anteile an der TraiCen IT Training & Consulting GmbH, München, mit einem Gewinn in Höhe von TEUR 10 veräußert.

Veränderungen des Konsolidierungskreises

Im Laufe des Geschäftsjahres 2006 hat sich die Zusammensetzung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen geändert.

acadGraph CAD Studio GmbH, München

Per 31. Januar 2006 wurden 100 % der Anteile der acadGraph CAD Studio GmbH, München, veräußert. Dabei entstand ein Entkonsolidierungsergebnis in Höhe von TEUR 152. Es ergaben sich keine Auswirkungen auf den Zahlungsmittelbestand.

Erstmalig wurden aufgrund erworbener Anteile folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen:

SCIA Group NV, Herk-de-Stad, Belgien

Mit Kaufvertrag vom 14. Februar 2006 erwarb die Nemetschek AG über die Campus Technology Fund, Heverlee, Belgien und Software Adventure Cv, Herk-de-Stad, Belgien insgesamt 78,84 % an der als Holding für Tochtergesellschaften des SCIA Konzerns fungierenden SCIA International NV, Herk-de-Stad, Belgien. Der Erwerbszeitpunkt ist der 28. Februar 2006. Der in den Konsolidierungskreis der Nemetschek AG einzubeziehende Teilkonzern stellt sich gemäß der Beteiligungsverhältnisse wie folgt dar:

100,00 %
54,54 %
78,84 %
100,00 %
100,00 %
100,00 %
100,00 %
100,00 %
100,00 %

Die Anschaffungskosten des Zusammenschlusses betrugen TEUR 4.330, davon entfallen TEUR 202 auf Anschaffungsnebenkosten.

Die Nemetschek Aktiengesellschaft hat eine Put-Option gegenüber den Minderheitsgesellschaftern zum Erwerb der verbleibenden 21,16 % gewährt. Zur Bewertung der Put-Option wird das durchschnittliche EBITA über drei Jahre herangezogen. Entsprechend steht zum 31. Dezember 2006 eine abgezinste Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 1.101 zu Buche. Die Option kann frühestens im Geschäftsjahr 2009 gezogen werden. Es erfolgt kein Ausweis von Minderheiten im Eigenkapital und der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern unter den sonstigen Schulden.

Die beizulegenden Zeitwerte der identifi zierbaren Vermögenswerte und Schulden der SCIA Group NV, Herk-de-Stad, Belgien, zum Erwerbszeitpunkt (28. Februar 2006) und die entsprechenden Buchwerte unmittelbar vor dem Erwerbszeitpunkt stellen sich wie folgt dar:

Angaben in Tausend € Buchwert Beizulegender
zum 28.02.2006 Zeitwertzum 28.02.2006
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 645 645
Vorräte und andere Aktiva 219 219
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.641 2.641
Sachanlagen 885 1.140
Immaterielle Vermögenswerte 0 3.700
Firmenwert 255 0
4.645 8.345
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 573 573
Sonstige Schulden und andere Passiva 2.669 2.669
Rückstellungen 255 255
Passive latente Steuern 0 1.305
3.497 4.802
Nettovermögen 1.148 3.543
Firmenwert aus dem Unternehmenserwerb 1.888
Gesamte Anschaffungskosten* 5.431
Zahlungsmittelfl uss aufgrund des Unternehmenserwerbs:Vom Tochterunternehmen erworbene Zahlungsmittel 645
Abfl uss von Zahlungsmitteln – 3.986
Tatsächlicher Zahlungsmittelabfl uss – 3.341

* Anschaffungskosten inkl. Verbindlichkeit aus der Put-Option in Höhe von TEUR 1.101.

Der Firmenwert durch den Unternehmenserwerb in Höhe von TEUR 1.888 umfasst den beizulegenden Zeitwert für die erwartete Stärkung der Marktposition sowie der erwarteten Fortführung des Wachstumskurses.

Die SCIA Group NV, Herk-de-Stad, Belgien, hat seit dem Erwerbszeitpunkt einen Beitrag zum operativen Ergebnis des Konzerns in Höhe von TEUR 338 erwirtschaftet. Hätte der Unternehmenserwerb bereits zum Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich die Umsätze des Konzerns für die zwölf Monate um TEUR 8.157 und das Jahresergebnis des Konzerns für die zwölf Monate um TEUR 165 erhöht.

Die Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts aufgrund der vorläufi g ermittelten Kaufpreisverteilung stellen sich wie folgt dar:

Angaben in Tausend € AnpassungenZeitwert NutzungsdauerJahre JährlicheAbschreibung
Grund und Boden Sachanlagen 255 n / a 0
Software 1.000 3 333
Customer Relationship 2.700 10 270
Immaterielle Vermögenswerte 3.700 603
Eliminierung Firmenwert* – 255
Passive latente Steuern 1.305
Gesamt Unterschiedsbetrag vor Firmenwert 2.395

* Firmenwert-Buchwert wird dem Firmenwert aus Unternehmenserwerb zugerechnet.

Für die Ermittlung des Zeitwerts des immateriellen Vermögenswerts Software wurde ein kapitalmarktorientierter Ansatz (DCF-Methode = Discounted Cash Flow) gewählt. Dabei wurde eine hypothetische Lizenzgebühr auf die zu erwartenden Umsatzerlöse angerechnet. Für die Ermittlung des Zeitwerts der Customer Relationship wurde zunächst die künftige Dauer der Kundenbeziehungen geschätzt. Anschließend erfolgte die Kalkulation angenommener künftiger Umsatzerlöse abzüglich voraussichtlich entstehender Wartungs- und Instandhaltungskosten im Rahmen der Kundenbeziehung unter Berücksichtigung zu erwartender künftiger Margen.

Die vorläufi g ermittelte Kaufpreisverteilung begründet sich in der Berechnung der noch ausstehenden Minderheiten.

DACODA GmbH, Rottenburg

Mit Kaufvertrag vom 17. August 2006 erwarb die Nemetschek AG 51 % der Anteile der DACODA GmbH, Rottenburg. Der Kaufpreis betrug EUR 12.750,00.

Die Nemetschek Aktiengesellschaft hat eine Put-Option gegenüber den Minderheitsgesellschaftern zum Erwerb der verbleibenden 49 % gewährt. Zur Bewertung der Put-Option wird das durchschnittliche EBIT über drei Jahre herangezogen. Entsprechend steht zum 31. Dezember 2006 eine abgezinste Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 160 zu Buche. Die Option kann frühestens im Geschäftsjahr 2009 gezogen werden. Es erfolgt kein Ausweis von Minderheiten im Eigenkapital und der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern unter den sonstigen Schulden. Die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt (17. August 2006) stellen sich für 100 % wie folgt dar:

Angaben in Tausend € Buchwert BeizulegenderZeitwert
zum 17.08.2006 zum 17.08.2006
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 56 56
Vorräte und andere Aktiva 67 67
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 227 227
Sachanlagen 188 188
538 538
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 438 438
Sonstige Schulden und andere Passiva 64 64
502 502
Nettovermögen 36 36
Firmenwert aus dem Unternehmenserwerb 141
Gesamte Anschaffungskosten* 177
Zahlungsmittelfl uss aufgrund des Unternehmenserwerbs:Vom Tochterunternehmen erworbene Zahlungsmittel 56
Abfl uss von Zahlungsmitteln – 13
Tatsächlicher Zahlungsmittelzufl uss 43

* Anschaffungskosten inkl. Verbindlichkeit aus der Put-Option in Höhe von TEUR 160.

Der Firmenwert durch den Unternehmenserwerb in Höhe von TEUR 141 umfasst den beizulegenden Zeitwert für die erwartete Stärkung der Marktposition.

Die DACODA GmbH, Rottenburg, hat seit dem Erwerbszeitpunkt einen Beitrag zum operativen Ergebnis des Konzerns in Höhe von TEUR 56 erwirtschaftet. Hätte der Unternehmenserwerb bereits zum Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich die Umsätze des Konzerns für die zwölf Monate um TEUR 572 und das Jahresergebnis des Konzerns für die zwölf Monate um TEUR 39 erhöht.

Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn

Zum 21. Dezember 2006 legte die Nemetschek Aktiengesellschaft eine Call-Option auf ein Aktienpaket von ausgewählten Aktien der Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn, vor. Mit Ausübung der Call-Option erwarb die Nemetschek AG am 31. Dezember 2006 insgesamt 54,3 % der Aktien der Graphisoft SE. Dies entspricht 5.774.924 Aktien. Der Kaufpreis pro Aktie betrug 9 EUR. Die Anschaffungskosten betrugen somit insgesamt 54 Mio. EUR, davon entfallen 2 Mio. EUR auf Anschaffungsnebenkosten. Nach Berücksichtigung der eigenen Anteile (Stück 358.369) der Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn, beläuft sich der Anteilsbesitz der Nemetschek Aktiengesellschaft auf 56,21 %.

Der in den Konsolidierungskreis der Nemetschek Aktiengesellschaft einzubeziehende Teilkonzern stellt sich gemäß der Beteiligungsverhältnisse wie folgt dar:

Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn 56,21 %
Graphisoft R & D Számitástechnikai Fejlesztö zrt., Budapest, Ungarn 85,80 %
Graphisoft CAD Studio Kft., Budapest, Ungarn 92,00 %
Graphisoft Deutschland GmbH, München 100,00 %
Graphisoft USA Inc., Massachusetts, Newton, USA 100,00 %
Graphisoft Japan KK, Tokio, Japan 100,00 %
Graphisoft Spain SL, Madrid, Spanien 100,00 %
Graphisoft UK Ltd., Surrey, Großbritannien 100,00 %
Graphisoft Finland Oy, Helsinki, Finnland 100,00 %

Die beizulegenden Zeitwerte der identifi zierbaren Vermögenswerte und Schulden der Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn, zum Erwerbszeitpunkt (31. Dezember 2006) und die entsprechenden Buchwerte unmittelbar vor dem Erwerbszeitpunkt stellen sich wie folgt dar:

Angaben in Tausend € Buchwert Beizulegender
zum 31.12.2006 Zeitwertzum 31.12.2006
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.688 4.688
Wertpapiere 1.342 1.342
Vorräte und andere Aktiva 17.800 17.800
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.406 7.406
Sachanlagen 886 886
Immaterielle Vermögenswerte 220 62.720
Beteiligungen 50 50
Aktive latente Steuern 1.071 1.071
33.463 95.963
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.252 1.252
Schulden gegenüber Minderheiten 0 33.587
Sonstige Schulden und andere Passiva 7.600 14.565
Rückstellungen 400 400
Passive latente Steuern 32 10.032
9.284 59.836
Nettovermögen 24.179 36.127
Firmenwert aus dem Unternehmenserwerb 17.847
Gesamte Anschaffungskosten 53.974
Zahlungsmittelfl uss aufgrund des Unternehmenserwerbs:Vom Tochterunternehmen erworbene Zahlungsmittel 4.688
Abfl uss von Zahlungsmitteln 0
Tatsächlicher Zahlungsmittelzufl uss 4.688

Die erworbenen Zahlungsmittel setzen sich aus Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 4.688) zusammen. Die sonstigen Schulden und anderen Passiva enthalten ein Bankdarlehen in Höhe von TEUR 153.

Der Firmenwert durch den Unternehmenserwerb in Höhe von TEUR 17.847 umfasst den beizulegenden Zeitwert für die erwartete Stärkung der Marktposition sowie der erwarteten Fortführung des Wachstumskurses.

Die Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn, hat seit dem Erwerbszeitpunkt noch keinen Beitrag zum Ergebnis des Konzerns erwirtschaftet. Hätte der Unternehmenserwerb bereits zum Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich die Umsätze des Konzerns für die zwölf Monate um TEUR 30.507 erhöht und das Jahresergebnis des Konzerns für die zwölf Monate um TEUR 1.259 verringert. Im Geschäftsjahr 2006 erwirtschaftete die Graphisoft SE ein Betriebsergebnis von TEUR – 628, das sich aus den Bereichen Architektur (TEUR 7.014) und Constructor (TEUR – 7.642) zusammensetzt.

Die Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte stellen sich wie folgt dar:

Angaben in Tausend € AnpassungenZeitwert NutzungsdauerJahre JährlicheAbschreibung
Markenname 5.300 15 353
Markenzeichen 2.800 10 280
Software 27.100 7 3.871
Customer Relationship 27.300 12 2.275
Immaterielle Vermögenswerte 62.500 6.779
Schulden gegenüber Minderheiten 33.587
Sonstige Schulden und andere Passiva 6.965
Passive latente Steuern 10.000
Gesamt Unterschiedsbetrag vor Firmenwert 11.948

Ein Erwerb von bis zu 100 % der Anteile an der Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn, ist durch das öffentliche Übernahmeangebot für die restlichen 43,79 % möglich. Für den Fall, dass die Nemetschek Aktiengesellschaft 100 % der Aktien der Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn, erwirbt, beträgt das Finanzierungsvolumen 95 Mio. EUR zuzüglich Nebenkosten. Die Finanzierung erfolgt dabei über eine Kreditfazilität, arrangiert in drei Tranchen von der WestLB AG, Düsseldorf. Unter der Annahme, dass die Nemetschek Aktiengesellschaft tatsächlich 100 % der Anteile erwirbt, werden 20 % durch eigene Mittel fi nanziert (siehe Rückzahlungskonditionen "Bridgefi nanzierung").

Zur Ermittlung des Zeitwerts des Markennamens und Markenzeichens wurde der "Relief from Royalty" Ansatz gewählt. Entsprechend wurde eine hypothetische Lizenzgebühr auf künftige hochgerechnete Umsatzerlöse kalkuliert. Für die Ermittlung des Zeitwerts des immateriellen Vermögenswerts Software wurde ebenfalls der "Relief from Royalty" Ansatz gewählt. Dabei wurde eine hypothetische Lizenzgebühr auf die zu erwartenden Umsatzerlöse angerechnet. Für die Ermittlung des Zeitwerts der Customer Relationship wurde zunächst die künftige Dauer der Kundenbeziehungen geschätzt. Anschließend erfolgte die Kalkulation angenommener künftiger Umsatzerlöse abzüglich voraussichtlich entstehender Wartungs- und Instandhaltungskosten im Rahmen der Kundenbeziehung unter Berücksichtigung zu erwartender künftiger Margen.

Die sonstigen Schulden betreffen Stock-Optionen, die von der Graphisoft SE bereits vor dem Unternehmenserwerb durch die Nemetschek Aktiengesellschaft an Graphisoft Mitarbeiter gewährt wurden.

Die vorläufi g ermittelte Kaufpreisverteilung begründet sich in der Berechnung der noch ausstehenden Minderheiten.

Die Struktur der Finanzierung stellt sich wie folgt dar:

Als Kreditnehmer fungieren die Nemetschek Aktiengesellschaft, München, und die Nemetschek Technology GmbH, München.

Verwendungszweck

Finanzierung der Übernahme von mindestens 50,01 % der Aktien der Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn, von bestehenden Großaktionären sowie eines öffentlichen Übernahmeangebots zum Erwerb der dann noch ausstehenden Aktien.

Als Sicherheit fungieren die von der Nemetschek Aktiengesellschaft erworbenen Aktien der Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn, die auf ein Depot der WestLB AG, Düsseldorf, hinterlegt und verpfändet werden.

Mittelherkunft Mio. EUR Laufzeit Rückzahlung Zinssatz Verfüg barkeit Sonstiges
TRANCHE 1"Bridgefi nanzierung" 20 30.09.2007 Am Ende derLaufzeit sowievorzeitig proZinsperiode max.5 Mio. EUR EURIBORzzgl. 1,0 % 31.3.2007 Sicherheit:Bankguthabeni.H.v. 20 Mio.EUR durch mtl.Nachweis
TRANCHE 2"Term Loan" 35 31.12.2011 Halbjährl. Rateni.H.v. 3,5 Mio.sowie vorzeitigpro Zinsperiod.max. 5 Mio. EUR EURIBORzzgl. 1,5 % 31.3.2007
TRANCHE 3"Revolving CreditFacility" 45 31.12.2011 Pro Ziehung amEnde der jeweiligen Zinsperiode,spätestens amEnde der Laufzeit EURIBORzzgl. 1,5 % Währendder gesamtenLaufzeit Falls Nichtbeanspruchungder gesamtenTranche:10 Mio. EUR alsBetriebsmittelKredit möglich
Gesamt 100

Pfl ichtsondertilgung

Falls im Rahmen der Übernahme insgesamt über 80 Mio. EUR gezogen werden, werden die Kreditnehmererlöse, die die Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn, durch Rückzahlung eines Darlehens erzielt, das i.H.v. 12,5 Mio. EUR an die Graphisoft Park Ingatlanfejlesztö Kft., Budapest, Ungarn, gegeben wurde, i.H.v. 7 Mio. EUR zur Rückzahlung von ausstehenden Ziehungen der Tranche 3 verwendet. Im entsprechenden Umfang reduziert sich die Tranche 3.

Firmenwerte

Entsprechend der o.g. Akquisitionen stellt sich die Firmenwertentwicklung wie folgt dar:

Angaben in Tausend € 2006 2005
Vortrag 01.01 23.734 23.273
Zugänge 20.328 0
Abgänge 0 - 180
Währungsdifferenzen – 502 641
Stand 31.12. 43.560 23.734

Die Zugänge setzen sich wie folgt zusammen:

Angaben in Tausend € 2006
Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn 17.847
SCIA Group NV, Herk-de-Stad, Belgien 1.888
Nemetschek Bausoftware GmbH, Achim 452
DACODA GmbH, Rottenburg 141
Gesamt Zugang Firmenwerte 20.328

Gemäß IFRS 3 fi ndet der "Impairment-Only Approach" Anwendung. Eine Sonderabschreibung auf die Firmenwerte fand im Geschäftsjahr nicht statt.

Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit repräsentiert das jeweilige Konzernunternehmen.

Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte, die den jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet wurden:

Angaben in Tausend € 2006 2005
Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn 17.847 0
ING. AUER – Die Bausoftware GmbH, Mondsee, Österreich 6.486 6.486
Nemetschek Bausoftware GmbH, Achim 5.485 5.033
NEMETSCHEK NORTH AMERICA Inc., Columbia, Maryland, USA 4.377 4.879
MAXON Computer GmbH, Friedrichsdorf 3.008 3.008
Nemetschek CREM Solutions GmbH & Co. KG, Ratingen 2.028 2.028
SCIA Group NV, Herk-de-Stad, Belgien 1.888 0
Friedrich + Lochner GmbH, Stuttgart 1.293 1.293
Glaser ISB CAD Programmsysteme GmbH, Wennigsen 697 697
DACODA GmbH, Rottenburg 141 0
Sonstige 310 310
Gesamt Firmenwerte 43.560 23.734

Die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte, die der Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn, ING. AUER – Die Bausoftware, GmbH, Mondsee, Österreich, der Nemetschek Bausoftware GmbH, Achim, und der NEMETSCHEK NORTH AMERICA Inc., Columbia, Maryland, USA, zugerechnet werden, sind im Vergleich zum Gesamtbuchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte wesentlich.

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit des jeweiligen Konzernunternehmens wird auf Basis der Berechnung des Nutzungswerts unter Verwendung von Cashfl ow-Prognosen ermittelt, die auf von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von vier Jahren genehmigten Finanzplänen basieren. Der für die Cashfl ow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz bewegt sich in einer Bandbreite von 7,95 % bis 9,65 % (Vorjahr: Bandbreite von 6,26 % bis 9,23 %). Cashfl ows nach dem Zeitraum von vier Jahren werden als ewige Rente angesetzt. Bei der Ermittlung der Werte für die ewige Rente wurde für Zwecke der Ermittlung des Nutzungswerts zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte mit Wachstumsabschlägen von 2 % bis 5 % gerechnet. Diese Vorgehensweise wurde für alle Buchwerte angewendet.

Im Folgenden werden die Grundannahmen für die signifi kanten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erläutert, auf deren Basis die Unternehmensleitung ihre Cashfl ow-Prognosen zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erstellt hat.

Geplante Umsatzentwicklung / Bruttogewinnmarge

Für Zwecke dieser Bewertung geht die Unternehmensleitung von branchenüblichen Prognosen aus. Die im unmittelbar vorhergehenden Geschäftsjahr erreichten Entwicklungen sind entsprechend berücksichtigt. Die Entwicklung der Märkte wird analog dem Vorjahr eingeschätzt.

Steigerung des Personalaufwands

Branchenübliche Kostenentwicklungen für die Vergütungen der Mitarbeiter sind berücksichtigt.

Investitionen

Ersatzinvestitionen werden jeweils in Höhe der jährlichen Abschreibungen geplant.

Im Vorjahr wurden folgende Neugründungen von Gesellschaften und erworbene Anteile folgender Gesellschaften in den Konzernabschluss der Nemetschek Aktiengesellschaft einbezogen:

  • Neugründung der Nemetschek Engineering GmbH, Wals, Österreich, am 21. Februar 2005
  • Neugründung der Nemetschek Austria Beteiligung GmbH, Mondsee, Österreich, am 14. Juni 2005
  • Beteiligung der Nemetschek Bausoftware GmbH, Achim, an der neugegründeten rivera GmbH, Karlsruhe, zum 21. Dezember 2005
  • Kauf der restlichen Anteile an der ING. AUER Die Bausoftware GmbH, Mondsee, Österreich, durch die neugegründete Nemetschek Austria Beteiligung GmbH, Mondsee, Österreich, Kaufpreis TEUR 5.295 am 18. August 2005
  • Kauf der restlichen 0,25 % an der Nemetschek CREM Solutions GmbH & Co. KG, Ratingen, Kaufpreis TEUR 8 am 30. November 2005.

Im Vorjahr wurden folgende Neugründungen von Gesellschaften und erworbene Anteile folgender Gesellschaften in den Konzernabschluss der Graphisoft SE einbezogen:

Die Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn, erwarb am 1. September 2005 100 % an der Dynamic Solution Systems Oy, Helsinki, Finnland (heute: Graphisoft Finland Oy) zum Kaufpreis von 2,6 Mio. EUR. Per 31. Dezember 2006 besteht eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 3,2 Mio. EUR.

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der Gruppe beinhaltet die Nemetschek Aktiengesellschaft, München, und die von ihr beherrschten Unternehmen. Eine Beherrschung wird dann angenommen, wenn der Konzern direkt oder indirekt über mehr als die Hälfte der Stimmrechte eines Unternehmens verfügt und es möglich ist, die Geschäfts- und Finanzpolitik eines Tochterunternehmens so zu bestimmen, dass der Konzern Vorteile aus deren Tätigkeit ziehen kann. Die Minderheitenanteile am Jahresergebnis und am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen werden getrennt in der Gewinnverteilungsrechnung und innerhalb des Eigenkapitals dargestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt bei neu erworbenen Unternehmen nach der Erwerbsmethode. Danach werden die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses auf die erworbenen identifi zierbaren Vermögenswerte und die übernommenen identifi zierbaren Schulden und Eventualschulden entsprechend ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt verteilt. Ein Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifi zierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden, wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die während des Jahres erworbenen oder verkauften Unternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt bis zum Verkaufszeitpunkt in den Konzernabschluss aufgenommen.

Anteile an assoziierten Unternehmen (grundsätzlich Investitionen von 20 % bis 50 % des Kapitals) werden nach der Equity-Methode bilanziert, wenn die Nemetschek Aktiengesellschaft einen maßgeblichen Einfl uss ausübt. Eine Neubewertung der Anteile eines assoziierten Unternehmens fi ndet statt, sofern ein Anzeichen dafür besteht, dass eine Investition in ein assoziiertes Unternehmen wertgemindert ist oder Wertminderungsaufwendungen früherer Jahre nicht mehr bestehen.

Zwischengesellschaftliche Salden und Transaktionen, einschließlich Zwischenergebnisse, werden eliminiert. Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Nemetschek Aktiengesellschaft

Schätzungen bei der Erstellung des Konzernabschlusses

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert in Übereinstimmung mit IFRS Schätzungen und Annahmen des Managements, welche die Beträge in den Aktiva und Passiva, den Anhangsangaben und in der Gewinn- und Verlustrechnung beeinfl ussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Schätzungen abweichen.

Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert ist. Dies erfordert eine Schätzung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashfl ows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen oder darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashfl ows zu ermitteln.

Entwicklungskosten werden entsprechend der im Anhang dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge hat die Unternehmensleitung Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashfl ows aus Vermögenswerten, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zufl usses von zukünftigen Cashfl ows, die die Vermögenswerte generieren, vorzunehmen.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsgeschäfte werden in der Berichtswährung erfasst, indem der Fremdwährungsbetrag mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls gültigen Umrechnungskurs zwischen Berichts- und Fremdwährung umgerechnet wird. Sämtliche monetären Vermögenswerte und Schulden werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung monetärer Posten zu Kursen, die sich von den ursprünglich während der Periode erfassten unterscheiden, werden als sonstiger betrieblicher Aufwand oder Ertrag in der Periode erfasst, in der sie entstanden sind.

Die ausländischen Beteiligungen im Konsolidierungskreis sind in fi nanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig. Sie werden daher als wirtschaftlich selbständige ausländische Teileinheiten betrachtet. Ihre Berichtswährung entspricht der jeweiligen lokalen Währung. Die Bilanzen der von den ausländischen Beteiligungen im Konsolidierungskreis erstellten Abschlüsse sind zum Wechselkurs per Jahresende umzurechnen (inklusive der Geschäfts- oder Firmenwerte). Die Gewinn- und Verlustrechnungen sind zu den an den Tagen der Geschäftsvorfälle geltenden Umrechnungskurse umzurechnen. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden in einer Rücklage für Währungsumrechnungen im Eigenkapital berücksichtigt.

Für die nicht an der Europäischen Währungsunion teilnehmenden Länder werden folgende Umrechnungskurse angewendet:

Währung Durchschnittskurs 2006 Kurs zum31.12.2006 Durchschnittskurs2005 Kurs zum31.12.2005
EUR / USD 1,26 1,32 1,24 1,18
EUR / CHF 1,58 1,61 1,55 1,55
EUR / SKK 37,10 34,53 38,55 37,87
EUR / CZK 28,28 27,47 29,79 29,02
EUR / RUR 34,16 34,68 35,07 34,00
EUR / HUF 264,24 251,50 248,60 252,90
EUR / GBP 0,68 0,67 0,68 0,69

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahre abgeschrieben.

Die immateriellen Vermögenswerte aufgrund der Kaufpreisverteilung werden wie folgt abgeschrieben:

Nutzungsdauerin Jahren
Markenname 15
Markenzeichen 10
Software 3 – 7
Customer Relationship 10 – 12

Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt.

Darüber hinaus wird für jeden einzelnen immateriellen Vermögenswert bestimmt, ob eine begrenzte oder unbestimmte Nutzungsdauer vorliegt gem. IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" (überarbeitet) und IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" (überarbeitet). Die Überprüfung von immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer auf Werthaltigkeit erfolgt mindestens einmal jährlich zum 31. Dezember. Die Überprüfung wird in Abhängigkeit des Einzelfalls für den einzelnen Vermögenswert oder auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit durchgeführt. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts mit unbestimmter Nutzungsdauer wird einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von einer unbestimmten Nutzungsdauer zur begrenzten Nutzungsdauer auf prospektiver Basis vorgenommen.

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden in der anfallenden Periode als Aufwand erfasst, außer es handelt sich um Entwicklungskosten für Produkte, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Das Produkt ist klar defi niert und seine der Entwicklung direkt zurechenbaren Ausgaben können zuverlässig bewertet werden.
  • Die technische Realisierbarkeit des Produktes ist nachgewiesen.
  • Das Produkt ist zum Verkauf oder zur internen Nutzung bestimmt.
  • Es besteht ein Markt für das Produkt oder der interne Nutzen ist nachweisbar und adäquate technische, fi nanzielle und sonstige Ressourcen stehen zur Fertigstellung zur Verfügung.

Aktivierte Entwicklungskosten

Während der Entwicklungsperiode wird der Vermögenswert einmal jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Nach dem erstmaligen Ansatz der Entwicklungskosten wird das Anschaffungskostenmodell angewendet, nach dem der Vermögenswert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen anzusetzen ist. Die Abschreibung beginnt nach Abschluss der Entwicklung, wenn der Vermögenswert zur Nutzung zur Verfügung steht. Die Abschreibung erfolgt über den Zeitraum, über den Umsätze zu erwarten sind, in der Regel erfolgt die Abschreibung linear über fünf Jahre. Während des Zeitraums, in dem der Vermögenswert noch nicht genutzt wird, wird der Vermögenswert jährlich auf Werthaltigkeit geprüft.

Staatliche Entwicklungszuschüsse der EU für die periodische Grundlagenforschung werden auf Basis der angefallenen Stunden geleistet. Diese werden im Konzernabschluss als sonstiger betrieblicher Ertrag behandelt.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Sie werden über die betriebsgewöhnliche Nutungsdauer linear wie folgt abgeschrieben:

Nutzungsdauerin Jahren
EDV-Geräte 3
Kraftfahrzeuge 5
Betriebsausstattung 3 – 10
Mietereinbauten 5 – 10

Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen die geschätzten Nutzungsdauern der Vermögenswerte zugrunde.

Wenn Sachanlagen veräußert werden oder ausscheiden, werden deren Anschaffungskosten und kumulierte Abschreibungen aus der Bilanz eliminiert und der aus ihrem Verkauf resultierende Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer (einschließlich der aktivierten Entwicklungskosten) werden im Hinblick auf eine Wertminderung geprüft, wann immer aufgrund von Ereignissen oder Änderungen der Umstände Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Buchwert nicht erzielbar sein könnte. Immer wenn der Buchwert eines Vermögenswertes seinen erzielbaren Betrag übersteigt, wird bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, die zu Anschaffungs- / Herstellungskosten angesetzt worden sind, ein Wertminderungsaufwand erfolgswirksam erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag von Netto-Veräußerungswert und Nutzungswert. Der Netto-Veräußerungswert ist der durch einen Verkauf des Vermögenswertes erzielbare Betrag aus einer marktüblichen Transaktion zwischen sachverständigen vertragswilligen Parteien. Unter Nutzungswert wird der Barwert des geschätzten künftigen Cashfl ows verstanden, der aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende seiner Nutzungsdauer erwartet werden kann. Der erzielbare Betrag ist für den einzelnen Vermögenswert zu schätzen, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit.

Eine Aufhebung eines in früheren Jahren für einen Vermögenswert erfassten Wertminderungsaufwands wird verzeichnet, wenn ein Anhaltspunkt vorliegt, dass der Wertminderungsaufwand nicht länger besteht oder sich verringert haben könnte. Die Aufhebung wird als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (IAS 36).

Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifi zierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden bemessen. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich oder dann auf Wertminderungen getestet, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert gemindert sein könnte.

Zum Zweck der Überprüfung, ob eine Wertminderung vorliegt, muss der Geschäfts- oder Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, vom Übernahmetag an jeder der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, die aus Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen, zugeordnet werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des Konzerns diesen Einheiten oder Gruppen von Einheiten bereits zugewiesen worden sind. Jede Einheit oder Gruppe von Einheiten, zu der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, stellt die niedrigste Ebene innerhalb des Konzerns dar, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird.

Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten), auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht, bestimmt. Liegt der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst.

Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf nicht in den nachfolgenden Berichtsperioden aufgeholt werden.

Ein Leasingverhältnis wird als Operating-Leasingverhältnis klassifi ziert, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit Eigentum verbunden sind, bei dem Leasinggeber verbleiben. Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses sind als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu erfassen (IAS 17.25).

Bei den Vorräten handelt es sich ausschließlich um Handelswaren, die zu Anschaffungskosten angesetzt werden. Bestandsrisiken, die sich aus einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Netto-Veräußerungswerte werden angesetzt. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Netto-Veräußerungswert gestiegen ist, wird die daraus resultierende Wertaufholung als Minderung des Materialaufwands erfasst.

Fremdkapitalkosten werden sofort als Aufwand erfasst.

Die von Kunden erhaltenen Anzahlungen werden passiviert.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zum Zeitwert der hingegebenen Gegenleistung ausgewiesen und mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten nach Bildung notwendiger Wertberichtigungen bewertet.

In der Bilanz enthaltene fi nanzielle Vermögenswerte und fi nanzielle Schulden umfassen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte und Schulden, langfristige Vermögenswerte, Darlehen, Direktkredite und Finanzinvestitionen. Die Ansatz- und Bewertungskriterien für diese Posten werden in den jeweiligen in dieser Anhangsangabe enthaltenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden offengelegt.

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als fi nanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte klassifi ziert. Bei dem erstmaligen Ansatz von fi nanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des fi nanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Die Nemetschek Aktiengesellschaft legt die Klassifi zierung ihrer fi nanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist.

Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von fi nanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag, d. h. zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpfl ichtung zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von fi nanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete fi nanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte, die als zu Handelszwecken gehalten klassifi ziert sind, sind in der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete fi nanzielle Vermögenswerte" enthalten. Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifi ziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivative Finanzinstrumente werden auch als zu Handelszwecken gehalten klassifi ziert, es sei denn, es handelt sich hierbei um Derivate, die als Sicherheitsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus fi nanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen sind nicht-derivative fi nanzielle Vermögenswerte mit festen oder zumindest ermittelbaren Zahlungsbeträgen und festen Fälligkeitsterminen, die der Konzern bis zur Fälligkeit zu halten beabsichtigt und in der Lage ist. Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden nach ihrer erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dies ist der Betrag, mit dem ein fi nanzieller Vermögenswert bei der erstmaligen Erfassung bewertet wurde, abzüglich Tilgungen, zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisierung einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglich angesetzten Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode sowie abzüglich der Wertberichtigung für Wertminderungen. In diese Berechnung fl ießen alle zwischen den Vertragsparteien gezahlten oder erhaltenen Gebühren und sonstige Entgelte ein, die ein integraler Teil des Effektivzinssatzes, der Transaktionskosten und aller anderen Agien und Disagien sind. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Finanzinvestitionen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen.

Zur Veräußerung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative fi nanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifi ziert und nicht in eine vorstehend genannte Kategorie eingestuft sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden zur Veräußerung gehaltene fi nanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei die nicht realisierten Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital, in der Rücklage für nicht realisierte Gewinne, erfasst werden. Bei Abgang von Finanzinvestitionen wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Erhaltene oder gezahlte Zinsen aus Finanzinvestitionen werden als Zinserträge oder Zinsaufwendungen ausgewiesen. Es wird die Effektivzinsmethode angewendet. Dividenden aus Finanzinvestitionen werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf die Zahlung erfolgswirksam als "erhaltene Dividende" erfasst.

Für die Bewertung der Finanzanlagen ist eine zuverlässige Ermittlung des Zeitwertes derzeit nicht möglich, weil keine ausreichenden Plandaten zur Verfügung stehen. Daher erfolgt eine Bewertung mit den fortgeführten Anschaffungskosten.

Beizulegender Zeitwert

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch den am Bilanzstichtag notierten Marktpreis (Geldkurs) bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden ermittelt. Zu den Bewertungsmethoden gehören unter Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, die Analyse von diskontierten Cashfl ows sowie die Verwendung anderer Bewertungsmodelle.

Zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen

Ist ein zur Veräußerung verfügbarer Vermögenswert in seinem Wert gemindert, wird ein im Eigenkapital erfasster Betrag in Höhe der Differenz zwischen den Anschaffungskosten (abzüglich etwaiger Tilgungen und Amortisationen) und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert, abzüglich etwaiger, bereits früher ergebniswirksam erfasster Wertberichtigungen dieses fi nanziellen Vermögenswertes, in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Wertaufholungen bei Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung eingestuft sind, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wertaufholungen bei Schuldinstrumenten, die als zur Veräußerung eingestuft sind, werden ergebniswirksam erfasst, wenn der Anstieg des beizulegenden Zeitwerts des Instruments objektiv aus einem Ereignis, das nach der ergebniswirksamen Erfassung der Wertminderung aufgetreten ist, resultiert.

Kredite und Forderungen

Kredite und Forderungen sind nicht derivative fi nanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen.

Verzinsliche Darlehen

Darlehen werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung abzüglich der mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte, um sich gegen Währungsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der entsprechende Vertrag abgeschlossen wird, zunächst mit ihrem beizulegenden Zeitwerten angesetzt und nachfolgend mit ihrem beizulegenden Zeitwerten neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.

Bei derivativen Finanzinstrumenten, die nicht die Kriterien für eine Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfüllen, werden Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts sofort erfolgswirksam erfasst.

Der beizulegende Zeitwert von Devisenterminkontrakten wird unter Bezugnahme auf die aktuellen Devisenterminkurse für Kontrakte mit ähnlichen Fälligkeitsstrukturen ermittelt.

Finanzmittelfonds – Liquide Mittel und Wertpapiere

Die liquiden Mittel und Wertpapiere enthalten kurzfristige hoch liquide Anlagen, die innerhalb von drei Monaten oder weniger zu fl üssigen Mitteln umgewandelt werden können. Dabei können unwesentliche Wertschwankungen auftreten. Wertpapiere mit einer Laufzeit über drei Monate werden nicht dem Finanzmittelfonds zugerechnet.

Rücklagen werden nach den gesetzlichen Bestimmungen bzw. der Satzung gebildet (Angabe 17).

Aktienbasierte Vergütung

Aktienbasierte Vergütungen werden gemäß IFRS 2 als Aufwand für Aktienoptionen von leitenden Angestellten im Personalaufwand und entsprechend im Eigenkapital (Kapitalrücklage) erfasst. Die Gesellschaft unterhält eine betriebliche Altersversorgung für bestimmte Mitglieder des Managements. Die Rückstellungen werden jährlich von anerkannten unabhängigen Gutachtern bewertet. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpfl ichtungen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet (IAS 19). Die Projected-Unit-Credit-Methode unterstellt, dass in jedem Dienstjahr ein zusätzlicher Teil des letztlichen Leistungsanspruches erdient wird und bewertet jeden dieser Leistungsbausteine separat, um so die endgültige Verpfl ichtung aufzubauen. Die Verpfl ichtung wird in der Bilanz als Rückstellung ausgewiesen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden sofort ergebniswirksam berücksichtigt.

Alle übrigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpfl ichtungen, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Langfristige Rückstellungen werden bei wesentlichen Effekten auf den Stichtag abgezinst.

Eventualverbindlichkeiten sind im Konzernabschluss solange nicht passiviert, bis eine Inanspruchnahme wahrscheinlich ist. Sie werden im Konzernanhang angegeben, sofern eine Inanspruchnahme wahrscheinlich ist.

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten (IAS 12.46, IAS 12.47).

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen (IAS 12.15):

Die latente Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinfl usst, darf nicht angesetzt werden.

Die latente Steuerschuld aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures stehen, darf nicht angesetzt werden, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden (IAS 12.39).

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können.

Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:

Latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinfl usst, dürfen nicht angesetzt werden (IAS 12.24).

Latente Steueransprüche aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures im Zusammenhang stehen, dürfen nur in dem Umfang erfasst werden, in dem es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit umkehren werden und ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können (IAS 12.44).

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruches ermöglicht (IAS 12.56).

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze (und Steuervorschriften) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind (IAS 12.47).

Ertragsteuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden im Eigenkapital und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (IAS 12.61).

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden (IAS 12.74).

Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug von Umsatzsteuern erfasst (IAS 18.8).

Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:

Wenn beim Kauf von Gütern oder Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von den Steuerbehörden eingefordert werden kann, wird die Umsatzsteuer als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswerts bzw. als Teil der Aufwendungen erfasst; und Forderungen und Schulden werden mitsamt dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt.

Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet wird oder an diese abgeführt wird, wird unter den Vermögenswerten oder Schulden in der Bilanz erfasst.

Die Schulden sind mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

Minderheitenanteile erhalten ihren Anteil an Zeitwerten der identifi zierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt des Erwerbs eines Tochterunternehmens. Die auf Minderheitenanteile entfallenden Verluste eines konsolidierten Tochterunternehmens können den auf diese Anteile entfallenden Anteil am Eigenkapital des Tochterunternehmens übersteigen. Der übersteigende Betrag und jeder weitere auf Minderheitenanteile entfallende Verlust wird gegen die Mehrheitsbeteiligung am Konzerneigenkapital verrechnet, vorbehaltlich des Umfangs, in dem die Minderheitenanteile zum einen verbindlich verpfl ichtet sind und zum anderen in der Lage sind, die Verluste auszugleichen. Falls das Tochterunternehmen zu einem späteren Zeitpunkt Gewinne ausweist, werden diese in voller Höhe der Mehrheitsbeteiligung zugewiesen, soweit diese die zuvor übernommenen kumulierten Verlustanteile der Minderheiten nicht übersteigen (IAS 27.27).

Umsätze werden realisiert, wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, dass wirtschaftliche Vorteile aus den Geschäftsvorfällen dem Unternehmen zufl ießen und die Höhe des Ertrages zuverlässig feststeht. Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und Erlösschmälerungen ausgewiesen, sobald eine Lieferung erfolgt und der Gefahrenübergang vollendet ist. Dienstleistungserlöse werden realisiert in Abhängigkeit vom Stadium der Leistungserbringung, wenn sie mit hoher Wahrscheinlichkeit feststehen. Das Stadium der Leistungserbringung wird durch Arbeitsnachweise festgestellt und richtet sich grundsätzlich nach den geleisteten Stunden im Verhältnis zu den geplanten Gesamtstunden.

Grundsätzliches zur Umsatzrealisierung

Der Nemetschek Konzern differenziert grundsätzlich zwischen der Realisierung von Umsatzerlösen aus dem Verkauf von Waren und Erzeugnissen, aus der Erbringung von Dienstleistungen sowie Erträgen aus Lizenzen.

Erlöse aus dem Verkauf von Waren und Erzeugnissen sind zu realisieren (Zeitpunkt), wenn folgende Bedingungen kumulativ erfüllt sind (IAS 18.14):

  • Übertragung des wesentlichen Risikos und der Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse in Zusammenhang stehen (Eigentumsübergang)
  • Dem Unternehmen verbleibt kein Verfügungsrecht
  • Die Höhe der Erlöse kann verlässlich bestimmt werden
  • Zufl uss des wirtschaftlichen Nutzens des Verkaufs ist hinreichend sicher (Forderungseingang)
  • Die im Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen Kosten können verlässlich bestimmt werden

Erträge aus dem Erbringen von Dienstleistungen sind zu realisieren, wenn (IAS 18.20):

  • Die Höhe der Erträge verlässlich bemessen werden kann
  • Es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft dem Unternehmen zufl ießen wird (Forderungseingang)
  • Der Fertigstellungsgrad des Geschäfts am Bilanzstichtag verlässlich bemessen werden kann
  • Die für das Geschäft angefallenen Kosten und die bis zu seiner vollständigen Abwicklung zu erwartenden Kosten verlässlich bemessen werden können

In einzelnen Fällen werden Werk- und Festpreisverträge geschlossen. In diesen Fällen werden Umsatzerlöse und Erträge nach der Teilgewinnrealisierung (Percentage of Completion Method) ermittelt, soweit die Voraussetzungen nach IAS 11.23 vorliegen. Dabei werden die einzelnen Umsatzkomponenten in dem Umfang realisiert, der dem Anteil des Projektfortschritts der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den am Stichtag geschätzten gesamten Auftragskosten entspricht.

Im Einzelnen bedeutet dies für den Nemetschek Konzern:

a. Software und Lizenzen

aa. Standard-Software

Grundsätzlich werden die oben stehenden Kriterien zum Verkauf von Waren und Erzeugnissen angewendet, d. h. der Umsatz ist mit dem Verkauf der Software realisiert.

Lizenzgebühren und Nutzungsentgelte, die aus der Nutzung betrieblicher Vermögenswerte (Software) resultieren, werden nach Maßgabe des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung erfasst. Sofern nicht anders vereinbart, erfolgt eine Erfassung des Ertrags linear über die Laufzeit der Lizenzvereinbarung.

Die Überlassung von Nutzungsrechten gegen fi xe Vergütung (Einmallizenzen), die dem Lizenznehmer unbeschränkte Nutzung gewährt, ist in wirtschaftlicher Betrachtungsweise ein Veräußerungsakt und wird in voller Höhe als Ertrag realisiert.

Hängt der Zufl uss der Lizenz- oder Nutzungsgebühr vom Eintritt eines bestimmten zukünftigen Ereignisses ab, wird der Ertrag nur erfasst, wenn die Lizenzgebühr oder das Nutzungsentgelt mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zufl ießen wird. Dieser Zeitpunkt ist normalerweise der Eintritt des zukünftigen Ereignisses.

ab. Verkaufsgeschäfte über Handelsvertreter / -agenten

Nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise wird der Ertrag grundsätzlich mit dem Übergang des Eigentums und der damit verbundenen Risiken und Chancen erfasst. Handelt der Verkäufer jedoch als Agent / Stellvertreter, so wird der Ertrag erst mit dem Verkauf von Software / Hardware an den Endabnehmer erfasst.

Veränderung des Konzern-Eigenkapitals

b. Hardware

Es werden die oben stehenden Kriterien zum Verkauf von Waren und Erzeugnissen angewendet, das heißt mit dem Verkauf (Auslieferung der Ware) ist der Umsatz realisiert.

c. Consulting

ca. Werkvertrag

Grundsätzlich werden die oben stehenden Kriterien zum Verkauf von Dienstleistungen angewendet. Gegebenenfalls wird beachtet, dass bei der Vereinbarung von defi nierten Beratungsabschnitten eine anteilige, entsprechende Realisierung (Percentage of Completion Method nach IAS11) des Umsatzes erfolgt. Die jeweilige Beratungsstufe muss nicht beendet sein. Die Kosten werden entsprechend erfasst.

cb. Dienstleistungsvertrag

Bei reinen Dienstleistungsverträgen werden Umsätze in der Periode realisiert, in der die Dienstleistung erbracht wurde (Beratungsverträge).

d. Maintenance

Grundsätzlich werden die oben stehenden Kriterien zum Verkauf von Dienstleistungen angewendet, d. h. Umsatzerlöse aus Wartungsverträgen bzw. -leistungen werden in der Periode der Leistungserbringung realisiert.

Enthält der Verkaufspreis von Software / Hardware einen bestimmten Teilbetrag für nachfolgende Dienstleistungen (z. B. Maintenance), wird dieser Betrag abgegrenzt und über die Perioden der Leistungserbringung zeitanteilig als Ertrag erfasst. Der Teilbetrag wird zunächst passiv abgegrenzt.

e. Schulungen

Grundsätzlich werden die oben stehenden Kriterien zum Verkauf von Dienstleistungen angewendet, d. h. der Umsatz ist mit Leistungserbringung realisiert.

Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind (unter Verwendung der Effektivzinsmethode, d. h. des Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzufl üsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des fi nanziellen Vermögenswerts abgezinst werden).

Die Segmentberichterstattung wird vom Management weltweit in die Geschäftsfelder Planen, Bauen, Nutzen und Multimedia aufgeteilt. Die Geschäftsfelder Planen, Bauen, Nutzen und Multimedia bilden die Basis für das primäre Segmentberichtsformat.

Die Mitarbeiter (einschließlich der Führungskräfte) der Nemetschek Aktiengesellschaft erhalten aktienbasierte Vergütungen, wobei die Mitarbeiter als Vergütung für ihre Leistungen Eigenkapitalinstrumente erhalten. Die Aufwendungen, die aufgrund von Transaktionen mit Ausgleich von Eigenkapitalinstrumenten entstehen, werden mit dem beizulegenden Zeitwert der gewährten Eigenkapitalinstrumente zum Zeitpunkt der Gewährung bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird unter Anwendung eines Binominalmodells (Black-Scholes) ermittelt. Die Aufwendungen aus Transaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden bei gleichzeitiger entsprechender Erhöhung des Eigenkapitals über den Zeitraum erfasst, in dem die Leistungs- und / oder Dienstbedingungen erfüllt werden. Dieser Zeitraum endet zu dem Zeitpunkt, ab dem der betreffende Mitarbeiter unwiderrufl ich bezugsberechtigt wird ("Zeitpunkt der ersten Ausübungsmöglichkeit").

Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die zusätzliche Informationen zur Lage des Konzerns zum Bilanzstichtag liefern (berücksichtigungspfl ichtige Ereignisse), werden im Abschluss bilanziell berücksichtigt. Nicht zu berücksichtigende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden im Anhang angegeben, wenn sie wesentlich sind (IAS 10.7, 10.20).

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben in Tausend € 2006 2005 [1] Umsatzerlöse
Software und Lizenzen 56.322 50.310
Maintenance (Software-Service-Verträge) 40.928 38.483
Dienstleistungen (Consulting und Schulungen) 8.898 8.519
Hardware 1.333 1.464
107.481 98.776

In den Umsatzerlösen sind TEUR 217 (Vorjahr: TEUR 1.076) aufgrund der Anwendung der Teilgewinnrealisierung (Percentage of Completion Method) enthalten. Diesen Umsatzerlösen stehen Aufwendungen in Höhe von TEUR 186 (Vorjahr: TEUR 464) gegenüber. Im Geschäftsjahr wird ein Gewinn aus Projekten aufgrund der Anwendung der Teilgewinnrealisierung in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 612) ausgewiesen. Die Auftragskosten umfassen dem Vertrag direkt und indirekt zurechenbaren Kosten sowie Kosten, die dem Kunden vertragsgemäß in Rechnung gestellt werden können. Der Projektfortschritt wird anhand der aufgelaufenen Kosten im Verhältnis zu den geplanten Kosten ermittelt. Entsprechend erfolgt die Umsatzrealisierung.

Die Aufgliederung nach Segmenten wird aus der Segmentberichterstattung (Angabe 25) ersichtlich.

Gemäß IAS 38 sind Entwicklungskosten, sofern sie nicht für Grundlagenforschung oder nicht auftragsbezogen anfallen, aktivierungspfl ichtig, wenn die Voraussetzungen des IAS 38.45 erfüllt sind. Siehe auch Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.

Im Geschäftsjahr 2006 hat die Gesellschaft nicht auftragsbezogene Produktentwicklung betrieben. Die Entwicklungskosten der Projekte, die die Kriterien des IAS 38.45 nicht erfüllt haben, sind als Aufwand erfasst. Sofern sich die Entwicklungstätigkeit auf verwendbare Produkte bezogen hat, sind in diesem Zusammenhang angefallene Aufwendungen aktiviert worden. Dabei wurden Personaleinzelkosten zuzüglich direkt zurechenbarer Gemeinkosten erfasst. Im Rahmen von selbsterstellten Softwareleistungen wurden im Geschäftsjahr TEUR 142 (Vorjahr: TEUR 0) aktiviert.

Die wirtschaftliche Nutzungsdauer der aktivierten Entwicklungskosten wird mit fünf Jahren angenommen. Die Abschreibung beginnt mit der wirtschaftlichen Verwertung der Entwicklungsergebnisse im Jahr des Anfalls und wird linear vorgenommen. Im Jahr 2006 wurden für Forschung und Entwicklung TEUR 19.747 ausgegeben (Vorjahr: TEUR 18.040).

Angaben in Tausend € 2006 2005
Erträge aus Untervermietung 662 719
Verrechnung sonstiger Leistungen 519 180
Entwicklungszuschüsse EU-Projekte 90 159
Erträge aus Anlagenverkäufen 69 98
Erträge aus Währungskursdifferenzen 59 31
Werbekostenzuschüsse 15 112
Übrige 477 256
1.891 1.555

In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 152 aus der Entkonsolidierung der acadGraph CAD Studio GmbH, München, enthalten.

[2] Andere aktivierte Eigenleistungen

[3] Sonstige betriebliche

Erträge

Konzern-Kapitalfl ussrechnung

[4] Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen

Angaben in Tausend € 2006 2005
Aufwendungen für Waren 6.576 7.356
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.096 1.307
7.672 8.663

[5] Personalaufwand

Angaben in Tausend € 2006 2005
Löhne und Gehälter 39.698 37.206
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 7.225 6.865
46.923 44.071

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten u. a. Versorgungsansprüche in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 170) und die landesüblichen Aufwendungen der staatlichen Rentenversicherung der Arbeitnehmer. Zudem bestehen für Mitarbeiter des Konzerns, auf eigene Kosten, diverse private Zusatzabsicherungen für die Altersversorgung.

Im Jahresdurchschnitt* wurden beschäftigt (Beschäftigtenanzahl):

2006 2005
Vertrieb / Marketing / Hotline 457 383
Entwicklung 327 265
Administration 96 88
880 736
Beschäftigtenzahl zum 31.12.** 1.151 735

* exkl. Graphisoft SE Mitarbeiter

** inkl. Graphisoft SE Mitarbeiter

[6] Abschreibungen

Angaben in Tausend € 2006 2005
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 1.132 1.760
Abschreibungen auf Sachanlagen 1.247 1.419
Abschreibungen 2.379 3.179
Abschreibungen aus Kaufpreisverteilung auf immaterielle Vermögenswerte 503 0
Abschreibungen gesamt 2.882 3.179

[7] Sonstige betriebliche Aufwendungen

Angaben in Tausend € 2006 2005
Provisionen 6.897 5.948
Mieten / Leasing 5.833 5.391
Werbeaufwendungen 4.444 4.583
Aufwendungen für Fremdleistungen 4.065 4.881
Rechts- und Beratungskosten 3.126 1.928
Reisekosten 2.235 2.138
Kraftfahrzeugkosten 1.599 1.338
Kommunikation 1.039 1.385
Übrige 5.035 3.773
34.273 31.365

In der Position "Übrige" befi nden sich diverse Positionen, welche im Wesentlichen kleiner als TEUR 500 sind. Die Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen in Höhe von unter TEUR 118 (Vorjahr: unter TEUR 100) sind in der Position "Übrige" enthalten. Weiterhin sind in dieser Position nicht mehr benötigte Einzelwertberichtigung in Höhe von TEUR 247 (Vorjahr: TEUR 150) verrechnet.

Das Beteiligungsergebnis enthält Zuschreibungen auf assoziierte Unternehmen in Höhe von TEUR 211 (Vorjahr: TEUR 223).

[8] Erträge aus assoziierten Unternehmen

[9] Zinserträge /
-aufwendungen
Angaben in Tausend € 2006 2005
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 689 865
Zinsen und ähnliche Aufwendungen – 133 – 117
556 748
Angaben in Tausend € 2006 2005 [10] Ertragsteuern
Tatsächliche Ertragsteuern 4.158 3.408
Auswirkung Steuern Vorjahre 5 – 1.173
Latente Steuern 18 – 359
4.181 1.876

Die Ertragsteuersätze der einzelnen Gesellschaften liegen zwischen 16,0 % und 40,5 % (Vorjahr: zwischen 19,0 % und 40,5 %). Die Bewertung der Steuerlatenzen erfolgt mit dem nominalen Steuersatz der Nemetschek Aktiengesellschaft bzw. mit dem maßgeblichen Steuersatz der jeweiligen Tochtergesellschaft. Dabei wird für die Nemetschek Aktiengesellschaft ein Steuersatz in Höhe von 40,5 % zu Grunde gelegt (Vorjahr: 40,5 %), der sich wie folgt ermittelt:

Angaben in % 2006 2005
Ergebnis vor Steuern 100,0 100,0
19,2 % Gewerbesteuer (gewichtet) 19,2 19,2 19,2 19,2
80,8 80,8
25 % Körperschaftsteuer 20,2 20,2 20,2 20,2
5,5 % Solidaritätszuschlag 1,1 1,1 1,1 1,1
59,5 40,5 59,5 40,5
2006 2005
18.531 14.024
7.505 5.680
– 1.447 – 1.068
– 28 – 114
– 2.336 – 1.676
5 – 1.173
499 68
– 17 159
4.181 1.876
22,6 % 13,4 %

Die latenten Ertragsteuern setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

Angaben in Tausend € Konzernbilanz Konzern Gewinn- und Verlustrechnung
2006 2005 2006 2005
Aktive
Steuerliche Verlustvorträge 1.061 1.127 – 152 0
Zwischenergebnis Eliminierung
Ausgliederung 642 0 642 0
Software Entwicklungskosten 515 0 0 0
Bewertung Forderungen 433 0 – 13 0
Umsatzabgrenzungsposten 198 123 – 30 51
Drohverluste Miete 141 264 – 123 264
Garantierückstellung 104 95 8 95
Urlaubsrückstellung 96 93 13 39
IFRS Pensionen 77 80 – 2 54
Eliminierung ZwischengewinneAnlagevermögen 47 67 – 20 67
Rechnungsabgrenzung Miete 41 49 3 20
Fertigungsauftrag 6 0 – 17 0
Bewertung Schulden 30 0 0 0
Rückstellung Archivkosten 20 20 0 20
Sonstige 32 0 20 0
Neubewertung der Fremdwährungs
kontrakte 0 16 – 16 16
Saldierung – 89 – 99 0 0
Gesamt Aktive 3.354 1.835
Passive
BewertungsunterschiedKaufpreisverteilung
Anlagevermögen Graphisoft 10.000 0 0 0
Anlagevermögen SCIA 1.139 0 166 0
Bewertungsunterschied Firmenwerte 851 851 0 0
Garantierückstellung 442 364 – 77 – 364
Bewertung Schulden 412 0 – 405 0
Anlagevermögen 89 99 10 0
Aktivierung selbsterstellte Software 56 0 – 56 0
Fertigungsauftrag 30 0 – 29 0
Bewertung Forderungen 23 0 0 0
Sonstige 3 0 – 2 0
Bewertungsunterschiedselbsterstellte Software 0 0 0 97
Emissionskosten 0 0 62 0
Saldierung – 89 – 99 0 0
Gesamt Passive 12.956 1.215
Latenter Steueraufwand (-ertrag) – 18 359

Die latenten Steueransprüche auf Verlustvorträge ermitteln sich wie folgt:

Angaben in Tausend € 2006 2005
Verluste laut Gesellschaften 31.057 31.090
Aktive latente Steuern brutto 10.812 11.379
Nicht aktivierte latente Steuern auf Verlustvorträge – 9.751 – 10.252
Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge netto 1.061 1.127

Die Positionen enthalten latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge, deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Die aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden auf Basis der Aufwands- und Ertragsplanung für das Geschäftsjahr 2007 der Nemetschek Aktiengesellschaft (Mutterunternehmen) und deren Tochtergesellschaften gebildet. Die Detailplanung der Gesellschaften beziehen sich auf eine Jahresperiode. Die Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge für einen darüber hinausgehenden Zeitraum wird vom Management als nicht belegbar eingestuft.

Andere nicht aktivierte latente Steuern ergeben sich aus folgenden Positionen:

Angaben in Tausend € 2006Bemessung 2006Latente Steuer 2005Bemessung 2005Latente Steuer
Ergänzungsbilanz 0 0 665 269
ZwischenergebniseliminierungAusgliederung 0 0 3.954 1.598
Zur Veräußerung bestimmteVermögenswerte 385 156 385 156
Nicht aktivierte latente Steuern,andere Positionen 385 156 5.004 2.023

Aufgrund der Unsicherheit der steuerlichen Durchsetzbarkeit wurden auf die oben genannten Positionen keine latenten Steuern angesetzt.

[11] Anteile anderer Gesellschafter

Angaben in Tausend € 2006 2005
Gewinnanteile anderer Gesellschafter 758 480

Die Gewinnanteile der anderen Gesellschafter werden in der Gewinn- und Verlustrechnung separat ausgewiesen.

Bestätigungsvermerk Jahresabschluss der Nemetschek Aktiengesellschaft

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Ein Anlagespiegel ist auf der letzten Seite dieses Anhangs dargestellt.

Angaben in Tausend € 2006 2005
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (vor Wertberichtigungen) 27.502 17.086
Einzelwertberichtigungen – 2.822 –2.651
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.680 14.435

Dem Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch dementsprechende Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 bis 90 Tagen.

Die Höhe des Wertberichtigungsaufwandes im laufenden Geschäftsjahr beträgt TEUR 542 (Vorjahr: TEUR 793). Die Auflösungen der Wertberichtigungen betrugen TEUR 789 (Vorjahr: TEUR 163).

Angaben in Tausend € 2006 2005
Kurzfristige Darlehensforderungen 14.618 109
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 2.334 2.192
Kurzfristige Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern 2.139 1.917
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 560 2.075
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 2.557 476
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 22.208 6.769
Langfristiger Anteil aus Kaufpreisforderung acadGraph CAD Studio GmbH 765 0
Rückdeckungsversicherung 255 230
Langfristige Darlehensforderungen 209 0
Langfristige Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern 167 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 232 0
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 1.628 230

[14] Steuererstattungsansprüche, sonstige Ver mögenswerte, zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungsposten

[12] Anlagemögen

[13] Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

23.836 6.999

Die kurzfristigen Vermögenswerte enthalten ein Darlehen in Höhe von TEUR 14.514, ausgereicht von der Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn, an die Graphisoft Park Ingatlanfejlesztö Kft., Budapest, Ungarn. Das Darlehen wurde in voller Höhe am 10. Januar 2007 zurückbezahlt.

Die sonstigen kurzfristigen Darlehen sind innerhalb der nächsten drei Monate fällig. Zinserträge werden in Höhe des derzeit marktüblichen Zinssatzes vereinnahmt.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten Forderungen der Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn, gegen ein ungarisches Maklerunternehmen in Höhe von TEUR 1.552 aus der Ausübung von Stock-Optionen.

Konzern-Kapitalfl ussrechnung

Die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte betreffen eine Immobilie der Nemetschek CREM Solutions GmbH & Co. KG, Ratingen, in Höhe von TEUR 560 (Geschäftsfeld Nutzen), deren Verkauf in naher Zukunft beabsichtigt ist. Der Rückgang resultiert aus der Veräußerung von Vermögenswerten der acadGraph CAD Studio GmbH, München.

Die Entwicklung der Kapitalrücklage, der Gewinnrücklage und des Konzernbilanzgewinns / -verlusts ist in der Veränderung des Eigenkapitals dargestellt. [15] Eigenkapital

Das Grundkapital der Nemetschek Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2006 beläuft sich auf EUR 9.625.000,00 unverändert zum Vorjahr. Seit dem 1. Januar 2004 beträgt die Anzahl der Stückaktien mit einem Nennwert von 1 EUR unverändert 9.625.000 Stück. [16] Gezeichnetes Kapital

Laut Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Juli 2003 ist der Vorstand bis zum 28. Juli 2008 wie folgt ermächtigt:

  • das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um EUR 1.200.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I).
  • das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um EUR 3.600.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II).
  • Die Hauptversammlung vom 29. Juli 2003 hat eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft um bis zu EUR 850.000,00 beschlossen, die der Gewährung von Bezugsrechten (Optionsrechten) an Vorstandsmitglieder und Führungskräften dient.
  • Wir verweisen auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel. Für den Aufwand der aktienbasierten Vergütung 2006 wurden TEUR 194 in die Kapitalrücklagen eingestellt, siehe Anhang [28]. Die Ausschüttung der Dividende von insgesamt TEUR 6.256 erfolgte am 23. Mai 2006 (Basisdividende von EUR 0,65). Die Änderung Emissionskosten Vorjahre in Höhe von TEUR 92 betrifft einen Vorsteuererstattungsanspruch gegenüber dem Finanzamt für Kosten des Börsenganges. [17] Kapitalrücklage / Gewinnrücklagen

Die aus Pensionsplänen entstehende Verpfl ichtung gegenüber Geschäftsführern einer Tochtergesellschaft wird unter Verwendung der Methode der laufenden Einmalprämien festgestellt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden sofort ergebniswirksam berücksichtigt. In dem am 31. Dezember 2006 abgelaufenen Jahr erfolgten keinerlei Plankürzungen. Die Pläne wurden über diese Periode hinaus weitergeführt. Die Pensionspläne enthalten eine Anwartschaft ab Erreichen des 65. Lebensjahres von 60 % des letzten Nettogehaltes, höchstens aber EUR 3.834 (DM 7.500). Es handelt sich sämtlich um unverfallbare Ansprüche. [18] Rückstellungen und abgegrenzte Schulden

In der nachstehenden Tabelle werden die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge mit den Verpfl ichtungen in einer Übergangsrechnung verrechnet:

Angaben in Tausend € Stand 01.01. Inanspruchnahme Aufl ösung Zuführung Stand 31.12.
Pensionsrückstellungen 2006 583 0 0 7 590
Pensionsrückstellungen 2005 413 0 0 170 583
Angaben in Tausend € 2006 2005
Barwert der Verpfl ichtung 590 583

Die Aufwendungen entfallen auf:

Angaben in Tausend € 2006 2005
Service Costs 32 56
Zinsaufwand 25 22
Versicherungsmathematische Gewinne (Vorjahr: Verluste) – 50 92
Aufwendungen für Versorgungsleistungen 7 170

Der Aufwand für Altersversorgungsleistungen aus Dienstzeitaufwand und Zinsen beträgt TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 170) und wird ausschließlich im Personalaufwand ausgewiesen. Analog zum Vorjahr wurden die "Richttafeln 2005 G" von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die grundlegenden versicherungsmathematischen Annahmen, die für die Festlegung der Verpfl ichtungen aus Altersversorgungsplänen herangezogen werden, waren zum 31. Dezember wie folgt:

Angaben in % 2006 2005
Abzinsungssatz 4,50 4,25
Künftige Gehaltssteigerungen 0,00 0,00
Künftige Rentensteigerungen 1,00 1,00

Die Beträge der laufenden und der vorangegangenen vier Berichtsperioden stellen sich wie folgt dar:

Angaben in Tausend € 2006 2005 2004 2003 2002
Leistungsorientierte Verpfl ichtung 590 583 443 355 322
Rückdeckungsversicherung 255 230 205 0 0
Unterdeckung 335 353 238 355 322
Erfahrungsbedingte Anpassung der Planschulden– = Verlust / + = Gewinn 49 – 92 – 47 18 11
Erfahrungsbedingte Anpassung der Aktivwerte– = Verlust / + = Gewinn – 9 – 9 0 – 6 – 6

Die abgegrenzten Schulden enthalten folgende Positionen:

Angaben in Tausend € 2006 2005
Provisionen / Boni Mitarbeiter 4.483 3.502
Ausstehende Rechnungen 3.269 1.297
Abgrenzungen Urlaub Mitarbeiter 1.755 1.462
Rechts- und Beratungskosten / Jahresabschlusskosten 347 313
Sonstige abgegrenzte Schulden (Einzelpositionen unter TEUR 100) 874 463
Abgegrenzte Schulden, gesamt 10.728 7.037

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten folgende Positionen:

Angaben in Tausend € Stand 01.01.06 Inanspruchnahme Aufl ösung Zuführung Stand 31.12.06
Drohverluste Miete 652 354 0 52 350
Garantien 591 591 0 511 511
Gutschriften auf Rechnungen 315 315 0 313 313
Archivierungskosten 185 0 0 0 185
31. Dezember 2006 1.743 1.260 0 876 1.359
31. Dezember 2005 1.547 902 0 1.098 1.743

Die Drohverlustrückstellung für Mieten wurde auf Basis der aktuellen Untermietverträge hochgerechnet und für die Restlaufzeiten der Untermietverträge ermittelt.

Die Rückstellung für Gutschriften beinhaltet Vorsorge für etwaige Gutschriften aus den Umsatzerlösen des Vorjahres.

Die Rückstellungen für Garantien wurden in Höhe von mindestens 0,5 % der Umsatzerlöse abzüglich Fremdprodukte gebildet (Garantiebehafteter Umsatz).

Angaben in Tausend € 2006 2005
Abgegrenzte Schulden 10.728 7.037
Sonstige Rückstellungen 1.359 1.743
Sonstige Rückstellungen und abgegrenzte Schulden, gesamt 12.087 8.780

Während die Rückstellungen für Garantien und Gutschriften kurzfristiger Natur sind, umschließen die Rückstellungen für Drohverluste einen Zeitraum von vier Jahren und die Archivierungskosten einen Zeitraum von zehn Jahren. Eine Inanspruchnahme der kurzfristigen Rückstellungen wird innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet.

Als international tätiges Unternehmen mit unterschiedlichen Geschäftsfeldern ist die Gruppe einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu können insbesondere Risiken aus den Bereichen Gewährleistung, Steuerrecht und sonstigen Rechtsstreitigkeiten gehören. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden, so dass aufgrund von Entscheidungen Aufwendungen entstehen, die nicht in vollem Umfang durch Versicherungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft und seine Ergebnisse haben könnten. Nach Einschätzung des Vorstandes sind in den gegenwärtig anhängigen Rechtsverfahren Entscheidungen mit wesentlichem Einfl uss auf die Vermögens- und Ertragslage zu Lasten des Konzerns nicht zu erwarten.

Die Schulden, gegliedert nach Restlaufzeiten, setzen sich wie folgt zusammen:

2006 Angaben in Tausend € Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüberKreditinstituten 1.039 797 242 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 310 310 0 0
Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und 5.986 5.986 0 0
Schulden aus Ertragsteuern 3.692 3.692 0 0
Schulden von zur Veräußerunggehaltenen Vermögenswerten 0 0 0 0
Sonstige Schulden 102.044 101.408 636 0
davon aus Steuern 3.697 3.697 0 0
Sicherheit davon im Rahmen der sozialen 1.001 1.001 0 0
31. Dezember 2006 113.071 112.193 878 0
2005 Angaben in Tausend € Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüberKreditinstituten 702 702 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 64 64 0 0
Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und 3.615 3.615 0 0
Schulden aus Ertragsteuern 1.118 1.118 0 0
Schulden von zur Veräußerunggehaltenen Vermögenswerten 763 763 0 0
Sonstige Schulden 9.181 9.181 0 0
davon aus Steuern 2.005 2.005 0 0
Sicherheit davon im Rahmen der sozialen 926 926 0 0
31. Dezember 2005 15.443 15.443 0 0

[19] Schulden

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus den Lieferungen von beweglichem Anlagevermögen und Vorräten.

Die Konditionen der oben aufgeführten fi nanziellen Schulden:

  • Schulden aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 60 Tagen
  • Sonstige Schulden sind nicht verzinslich und haben eine durchschnittliche Fälligkeit von 60 Tagen

Die sonstigen Schulden beinhalten im Wesentlichen die Schulden gegenüber den Aktionären der Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn, für den Erwerb der 5.774.924 Aktien (9 EUR pro Stück) in Höhe von TEUR 51.974 sowie die Schulden gegenüber den Restaktionären in Höhe von TEUR 33.587.

Zum 31. Dezember 2006 besteht im Konzern eine Buchgrundschuld über TEUR 1.022 zu Gunsten der Credit- und Volksbank e.G. Wuppertal. Diese dient zur Besicherung einer Verbindlichkeit der Nemetschek CREM Solutions GmbH & Co. KG. Weitere durch Grundpfandrechte oder Sicherungsübereignung gesicherte Verbindlichkeiten liegen zum 31. Dezember 2006 nicht vor.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

Nemetschek CREM Solutions GmbH & Co. KG, Ratingen

Es besteht ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 654, mit einem variablen Zinssatz von 2,5 % über dem 3-Monats-EURIBOR. Das Darlehen wurde unterjährig verlängert und hat nach wie vor eine Laufzeit von unter einem Jahr.

SCIA Group NV, Herk-de-Stad, Belgien

Die Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 222 stellen sich wie folgt dar:

Angaben in Tausend € KurzfristigerAnteil LangfristigerAnteil Zinsin % Rückzahlungsdatum
Darlehen 1 35 71 4,10 20.11.2009
Darlehen 2 14 54 4,71 21.06.2010
Darlehen 3 6 6 4,08 02.03.2009
Darlehen 4 12 24 4,69 04.11.2009
31. Dezember 2006 67 155

Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn

Das zweckgebundene Darlehen für Entwicklungsleistungen in Höhe von insgesamt TEUR 153 zum 31. Dezember 2006 stellt sich wie folgt dar:

Angaben in Tausend € KurzfristigerAnteil LangfristigerAnteil Zinsin % Rückzahlungsdatum
Darlehen 76 77 EURIBOR abzügl.3 % (mind. 1 %) Jährl. TEUR 38über vier Jahre

Nemetschek Aktiengesellschaft

Eventualverbindlichkeiten

Die Eventualverbindlichkeiten betragen zum Stichtag TEUR 1.371 und betreffen im Wesentlichen Miet- sowie Bankbürgschaften. Aus steuerlicher Sicht bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 792, die in den nächsten fünf Jahren zu Zahlungen führen können.

Der Umsatzabgrenzungsposten beläuft sich auf TEUR 10.322 (Vorjahr: TEUR 6.807). Der Gesamtbetrag wird im ersten Halbjahr 2007 zu Umsatzerlösen führen.

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie berücksichtigt keine Optionen und ergibt sich, indem das auf die Aktien entfallende Nettoergebnis durch die durchschnittliche Zahl der Aktien dividiert wird.

Zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird der den Stammaktionären zurechenbare Periodengewinn sowie der gewichtete Durchschnitt der sich im Umlauf befi ndlichen Aktien um die Auswirkungen aller verwässernden potenziellen Stammaktien, die durch die Ausübung von Aktienbezugsrechten entstehen, bereinigt. Die Anzahl der Stammaktien ist gleich der gewichteten Durchschnittszahl der Stammaktien plus der gewichteten Durchschnittszahl der Stammaktien, die aufgrund der Umwandlung aller verwässernden potenziellen Stammaktien in Stammaktien ausgegeben würden. Die Umwandlung von Aktienbezugsrechten in Stammaktien gilt an dem Tag als erfolgt, an dem die Bezugsrechte gewährt wurden. Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses pro Aktie wird die gewichtete Durchschnittszahl der Stammaktien, welche aufgrund der Umwandlung aller verwässernden potenziellen Stammaktien in Stammaktien ausgegeben würde, in den Perioden nicht mit berücksichtigt, in welchen ein Jahresfehlbetrag ausgewiesen wurde. Die Anzahl der potenziellen Stammaktien, die in der Berechnung des verwässerten Verlusts je Aktie berücksichtigt sind, beläuft sich zum 31. Dezember 2006 auf 25.000 (Vorjahr: 0). Bei den Optionen wurde ein Verwässerungseffekt berücksichtigt, da während der Berichtsperiode der durchschnittliche Börsenkurs der Stammaktien den Ausübungspreis der Optionen im letzten Quartal erreicht hat.

2006 2005
Nettoergebnis in TEUR 13.592 11.668
Durchschnittliche Zahl der sich im Umlauf befi ndlichen Aktienzum 31. Dezember in Stück 9.625.000 9.621.439
Durchschnittliche Zahl der für die Berechnung des verwässerten Ergebnissesheranzuziehenden Aktien zum 31. Dezember in Stück 9.650.000 9.621.439
Ergebnis je Aktie in EUR, unverwässert 1,41 1,21
Ergebnis je Aktie in EUR, verwässert 1,41 1,21

Bei der Berechnung der durchschnittlichen Zahl des verwässerten Ergebnisses pro Aktie wurden 25.000 Aktienoptionen berücksichtigt.

[20] Umsatzabgrenzungs-

[21] Ergebnis je Aktie

posten

Konzern-Kapitalfl ussrechnung

[22] Finanzielle Verpflichtungen

Angaben in Tausend € Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Mietverträge 29.907 7.060 22.309 538
Leasingverträge 1.608 644 893 71
Gesamte fi nanzielle Verpfl ichtungen
31. Dezember 2006 31.515 7.704 23.202 609
Mietverträge 15.690 4.094 11.279 317
Leasingverträge 1.073 504 541 28
Gesamte fi nanzielle Verpfl ichtungen
31. Dezember 2005 16.763 4.598 11.820 345

Bei den Mietverträgen handelt es sich fast ausschließlich um Mietverträge mit begrenzten Laufzeiten für Bürofl ächen. Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten zum größten Teil das Leasing von Kraftfahrzeugen und Telekommunikationseinrichtungen. Den Mietverpfl ichtungen stehen erwartete Erträge aus unkündbaren Untermietverhältnissen für die Jahre 2007 – 2010 in Höhe von TEUR 1.223 (Vorjahr: TEUR 1.641) gegenüber.

[23] Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalfl ussrechnung ist nach den Zahlungsströmen aus Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Der Cashfl ow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 18.051 (Vorjahr: TEUR 12.134).

Der Cashfl ow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR – 6.338 (Vorjahr: TEUR – 2.043) ist geprägt durch Ersatzbeschaffungen im Bereich des Sachanlagevermögens und Software der Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 2.050 (Vorjahr: TEUR 2.141). Für die Kaufpreiszahlung für den Erwerb der restlichen 25 % der ING. AUER – Die Bausoftware GmbH, Mondsee, Österreich, war im Geschäftsjahr ein Abfl uss in Höhe von TEUR 5.295 zu verzeichnen. Hinsichtlich der Effekte aus dem Erwerb von Tochterunternehmen fl ossen dem Konzern im Geschäftsjahr TEUR 1.390 zu (SCIA International NV: TEUR – 3.341, DACODA GmbH: TEUR 43, Graphisoft SE: TEUR 4.688).

Der Cashfl ow aus der Finanzierungstätigkeit besteht im Wesentlichen aus der Ausschüttung der Dividende im Mai 2006 TEUR – 6.256 (Vorjahr: TEUR – 19.250), der Auszahlung von Gewinnanteilen an Minderheitsgesellschaften TEUR – 397 (Vorjahr: TEUR – 874) sowie der Veränderung von Bankverbindlichkeiten im Zuge der Akquisitionen in Höhe von TEUR 1.000.

Die Finanzmittelfonds des Konzerns bestehen aus kurzfristigen Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie kurzfristigen Wertpapieren und setzen sich wie folgt zusammen:

Angaben in Tausend € 2006 2005
Bankguthaben 30.180 28.966
Wertpapiere, dem Finanzmittelfonds zurechenbar 2.478 0
Festgelder 1.853 0
Finanzmittelfonds 34.511 28.966

Nemetschek Aktiengesellschaft

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Die Festgeld- und Wertpapieranlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und drei Monaten betragen und geringfügigen Wertschwankungen unterliegen können. Die Festgelder werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen verzinst. Die Wertpapiere in Höhe von TEUR 3.820 beinhalten neben kurzfristigen Anlagen (TEUR 2.478), die dem Finanzmittelfonds zugerechnet wurden, auch Anlagen (TEUR 1.342) mit einer Laufzeit zwischen drei und sechs Monaten. Der beizulegende Zeitwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie dem Finanzmittelfonds zurechenbare Wertpapiere beträgt TEUR 34.511 (Vorjahr: TEUR 28.966).

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit ist der Nemetschek Konzern insbesondere Währungskursschwankungen ausgesetzt. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften auszuschließen bzw. zu begrenzen. Alle Sicherungsmaßnahmen werden zentral durch das Konzern-Treasury koordiniert bzw. durchgeführt.

Aufgrund seiner internationalen Geschäftsaktivitäten ist der Nemetschek Konzern Wechselkursschwankungen an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten ausgesetzt. Es bestehen für die konzernweite Fremdwährungspolitik Richtlinien, die sich an den Mindestanforderungen an das Betreiben von Handelsgeschäften der Kreditinstitute der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht orientieren. Als Partner für den Abschluss der Sicherungsgeschäfte fungieren erstklassige nationale Banken, deren Bonität laufend von führenden Rating-Agenturen überprüft wird.

Zielsetzung der Gesellschaft im Rahmen des Finanzrisikomanagements ist es, die nachfolgend dargestellten Risiken durch die angeführten Methoden zu reduzieren.

Wechselkursrisikosteuerung

Der Konzern schließt bei Bedarf zur Steuerung des Wechselkursrisikos, resultierend aus dem Cashfl ow aus (erwarteten) Geschäftsaktivitäten und Finanzierungsmaßnahmen, die auf Fremdwährungen lauten, unterschiedliche Arten von Devisenverträgen ab. Das Transaktionsrisiko wird in jeder relevanten Fremdwährung berechnet unter Einschluss der in Fremdwährung angegebenen Vermögenswerte und Schulden sowie bestimmter bilanzunwirksamer Posten wie feste und wahrscheinliche Kauf- und Verkaufsverpfl ichtungen. Die Währungsrisiken des Konzerns sind auf seine weltweite Geschäftstätigkeit und den Betrieb von Produktionsstätten und Vertriebseinrichtungen in verschiedenen Ländern zurückzuführen.

Der Konzern hat im Jahr 2006 zwei zum Abschlussstichtag noch schwebende Devisentermingeschäfte im Bereich des USD abgeschlossen. Der beizulegende Wert dieser Geschäfte liegt aufgrund des Bewertungskurses des USD zum 31. Dezember 2006 über den Einstandskursen.

Termingeschäfte zur Absicherungerwarteter Ausschüttungen Angaben in Tausend € Fälligkeit WechselkursEUR / USD EntstandenerGewinn 2006
Verkauf USD
USD 500.000 10. Mai 2007 1,303 10
USD 300.000 10. Mai 2007 1,324 10

[24] Finanzinstrumente

Liquiditätsrisiken

Der Konzern benötigt ausreichende liquide Mittel zur Erfüllung seiner fi nanziellen Verpfl ichtungen. Liquiditätsrisiken entstehen durch die Möglichkeit, dass Kunden nicht in der Lage sind, etwaige Verpfl ichtungen gegenüber dem Nemetschek Konzern im Rahmen der normalen Handelsbedingungen zu erfüllen. Die Kreditwürdigkeit der Gruppe erlaubt die Beschaffung von liquiden Mitteln in ausreichendem Maße. Darüber hinaus sind noch nicht in Anspruch genommene Kreditlinien vorhanden.

Zur Steuerung dieses Risikos nimmt das Unternehmen periodisch eine Einschätzung der Zahlungsfähigkeit seiner Kunden vor. Liquiditätsrisiken können außerdem auf das unter Umständen fehlende Vorhandensein eines Marktes für Derivate zurückzuführen sein.

Ausfallrisiken

Ausfallrisiken, d. h. Risiken, dass Vertragspartner ihren Zahlungsverpfl ichtungen nicht nachkommen, werden durch die Handhabung von Kreditgenehmigungen, die Festlegung von Obergrenzen und Kontrollverfahren gesteuert. Wo es sachgerecht ist, beschafft sich das Unternehmen zusätzliche Sicherheiten in Form von Anrechten auf Wertpapiere oder vereinbart Globalverrechnungsverträge.

Die Gesellschaft erwartet keine Forderungsausfälle bei Geschäftspartnern, denen eine hohe Kreditwürdigkeit eingeräumt wurde. Der Nemetschek Konzern hat keine wesentliche Konzentration von Kreditrisiken auf einen einzelnen Kunden oder eine bestimmte Kundengruppe. Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich aus den in der Bilanz abgebildeten Beträgen.

Kreditrisiken

Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Alle Kunden, die mit dem Konzern Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht, so dass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Bei Transaktionen, die nicht im Land der jeweiligen operativen Einheit durchgeführt werden, wird keine Kreditierung ohne vorherige Genehmigung durch den Leiter des Forderungscontrollings vorgenommen.

Bei sonstigen fi nanziellen Vermögenswerten des Konzerns wie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen und bestimmte derivative Finanzinstrumente, entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente.

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten

Der beizulegende Zeitwert ist defi niert als der Betrag, zu dem das betreffende Instrument in einer gegenwärtigen Transaktion (ausgenommen: erzwungene Veräußerungen oder Liquidationen) zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern getauscht werden könnte. Beizulegende Zeitwerte sind je nach Sachlage mit Hilfe von börsennotierten Marktpreisen oder der Analyse von diskontierten Cashfl ow- oder Optionsmodellen zu ermitteln.

Bestätigungsvermerk Jahresabschluss der Nemetschek Aktiengesellschaft

Zur Schätzung des beizulegenden Zeitwertes der einzelnen Klassen von Finanzinstrumenten werden die folgenden Verfahren und Annahmen verwendet:

Finanzielle Vermögenswerte und kurzfristige fi nanzielle Schulden

Der Buchwert fl üssiger Mittel, anderer fi nanzieller Vermögenswerte und kurzfristiger fi nanzieller Schulden kommt dem beizulegenden Zeitwert durch die verhältnismäßig kurzfristige Fälligkeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Wo keine börsennotierten Marktpreise verfügbar sind, werden die beizulegenden Zeitwerte öffentlich gehandelter Finanzinstrumente auf der Grundlage der börsennotierten Marktpreise für gleichartige oder ähnliche Vermögensanlagen geschätzt. Bei allen anderen Finanzinstrumenten ohne börsennotierten Marktpreis ist eine vernünftige Schätzung des beizulegenden Zeitwertes errechnet worden, die auf dem erwarteten Cashfl ow oder dem jeder Vermögensanlage zugrunde liegenden Reinvermögen basiert. Sämtliche Buchwerte approximieren den Zeitwert der entsprechenden Positionen.

Derivative Finanzinstrumente

Als Sicherungsinstrumente eingesetzte Derivate mit positiven (negativen) Zeitwerten werden in Abhängigkeit von ihrer Laufzeit entweder als sonstige kurzfristige Vermögenswerte (Rückstellungen) oder als sonstige langfristige Vermögenswerte (Rückstellungen) klassifi ziert. Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert sind, werden als zu Handelszwecken gehaltene fi nanzielle Vermögenswerte eingestuft und mit dem Zeitwert bewertet; Änderungen des Zeitwertes werden in das Periodenergebnis einbezogen.

Die Gesellschaft unterteilt ihre Tätigkeiten in die Geschäftsfelder Planen, Bauen, Nutzen und Multimedia. Das Segment Planen beinhaltet den Bereich Architektur und Ingenieurbau und wird im Wesentlichen durch die Entwicklung und Vermarktung von CAD-, Statik- und Ausschreibungssoftware bestimmt. Der Bereich Bauen umfasst die Erstellung und Vermarktung von kaufmännischer Software für Bauunternehmen. Schließlich wird mit dem Geschäftssegment Nutzen das Facility- und Immobilien-Management abgedeckt, welches sich mit der umfassenden Verwaltung von Immobilienprojekten beschäftigt. Des Weiteren ist der Konzern im Geschäftsfeld Multimedia im Bereich Multimedia-Software, Visualisierung und Animation tätig.

[25] Segmentberichterstattung

Angaben zur Bilanz:

2006Angaben in Tausend € Gesamt Planen Bauen Nutzen Multimedia
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.679 20.703 2.276 1.024 676
Vorräte 814 608 37 0 169
Sonstige Vermögenswerte /Aktive Rechnungsabgrenzungen 21.138 19.549 292 694 603
Vermögenswerte, die zur Veräußerunggehalten werden 560 0 0 560 0
Anlagevermögen 115.111 97.263 12.469 2.084 3.295
davon Zugänge Anlagevermögen 2.050 1.503 360 35 152
Segmentvermögen 162.302 138.123 15.074 4.362 4.743
Liquide Mittel und Wertpapiere 35.853
Finanzanlagen assoziierter Unternehmen 484
Nicht zugeordnete Vermögenswerte, Ertragsteuernund aktive latente Steuern 5.493
Gesamtvermögen 204.132
Schulden 108.341 107.214 640 224 263
Rückstellungen und abgegrenzte Schulden(inkl. Pensionsrückstellungen) 12.677 10.159 526 733 1.259
Umsatzabgrenzungsposten 10.322 10.054 107 139 22
Segmentschulden 131.340 127.427 1.273 1.096 1.544
Nicht zugeordnete Schulden* 17.686
Gesamtschulden 149.026

* Nicht zugeordnet wurden Verbindlichkeiten aus Darlehen, Ertragsteuern sowie latente Steuern.

2005 Angaben in Tausend € Gesamt Planen Bauen Nutzen Multimedia
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.435 10.842 1.912 732 949
Vorräte 481 291 47 0 143
Sonstige Vermögenswerte /
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 5.230 4.082 234 640 274
Anlagevermögen 27.711 10.432 11.818 2.110 3.351
davon Zugänge Anlagevermögen 2.141 1.656 266 26 193
Segmentvermögen 47.857 25.647 14.011 3.482 4.717
Liquide Mittel 28.966
Finanzanlagen assoziierter Unternehmen 387
und aktive latente Steuern Nicht zugeordnete Vermögenswerte, Ertragsteuern 3.752
Gesamtvermögen 80.962
Schulden 8.328 6.863 584 629 252
Rückstellungen und abgegrenzte Schulden(inkl. Pensionsrückstellungen) 9.363 7.061 817 614 871
Umsatzabgrenzungsposten 6.807 6.643 115 49 0
Segmentschulden 24.498 20.567 1.516 1.292 1.123
Nicht zugeordnete Schulden* 8.330
Gesamtschulden 32.828

* Nicht zugeordnet wurden Verbindlichkeiten aus Darlehen, Ertragsteuern sowie latente Steuern.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung:

2006 Angaben in Tausend € Gesamt Eliminierung Planen Bauen Nutzen Multimedia
Umsatzerlöse Extern 107.481 0 80.828 12.126 6.263 8.264
Segment Verkäufe 0 – 1.162 332 61 290 479
Gesamte Umsatzerlöse 107.481 – 1.162 81.160 12.187 6.553 8.743
Abschreibungen 2.882 0 2.469 152 61 200
EBIT 17.764 0 12.446 3.536 18 1.764
Zinserträge 689
Zinsaufwendungen – 133
Ergebnis assoziierter Unternehmen 211
Ertragsteuern – 4.181
Jahresüberschuss 14.350
2005 Angaben in Tausend € Gesamt Eliminierung Planen Bauen Nutzen Multimedia
Umsatzerlöse Extern 98.776 0 74.142 12.644 5.535 6.455
Segment Verkäufe 0 – 971 157 79 336 399
Gesamte Umsatzerlöse 98.776 – 971 74.299 12.723 5.871 6.854
Abschreibungen 3.179 0 2.608 165 108 298
EBIT 13.053 0 9.357 4.068 – 1.384 1.012
Zinserträge 865
Zinsaufwendungen – 117
Ergebnis assoziierter Unternehmen 223
Ertragsteuern – 1.876

In der Abschreibung des Geschäftsfeldes Planen sind TEUR 503 Abschreibungen aus Kaufpreisverteilung enthalten. Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden anhand der marktüblichen Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Segmenterträge, Segmentaufwendungen und das Segmentergebnis umfassen Transfers zwischen den Geschäftssegmenten. Diese Transfers werden bei der Konsolidierung eliminiert.

Die Aufteilung der geografi schen Segmente stellt sich wie folgt dar:

Angaben in Tausend € Umsatzerlöse2006 Anlagevermögen Zugänge Anlagevermögen Umsatzerlöse2005 Anlagevermögen Zugänge Anlagevermögen
Deutschland 45.693 15.455 1.066 46.370 13.115 1.099
Ausland 61.788 100.140 984 52.406 14.983 1.043
Gesamt 107.481 115.595 2.050 98.776 28.098 2.142

Die geografi schen Segmente des Konzerns werden nach dem Standort der Vermögenswerte des Konzerns bestimmt. Verkäufe an die externen Kunden, die in den geografi schen Segmenten angegeben werden, werden entsprechend dem geografi schen Standort der Kunden den einzelnen Segmenten zugewiesen.

Die Nemetschek Aktiengesellschaft hat per 31. Dezember 2006 54,3 % der Aktien an dem an der ungarischen Börse notierten Mitbewerber Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn, von insgesamt 18 Aktionären übernommen, unter anderem vom Firmengründer. Inklusive eigener Anteile der Graphisoft SE hält die Nemetschek Aktiengesellschaft somit 56,21 % an der Graphisoft SE. Den freien Streubesitz-Aktionären muss gemäß den ungarischen Kapitalmarktrichtlinien ein obligatorisches Übernahmeangebot unterbreitet werden, das über einen Kredit, der gleichzeitig auch zur Bereitstellung der Mittel für die Aktienübernahme von den Altaktionären dient, fi nanziert wird. Im Übernahmeangebot wird den freien Aktionären der Graphisoft SE ein Betrag von 2.273 Forint (entspricht 9 EUR) pro Aktie geboten. Am 17. Januar 2007 wurden die entsprechenden Angebotsdokumente zur Genehmigung bei der zuständigen ungarischen Finanzaufsicht eingereicht, das am 1. Februar 2007 von dieser genehmigt wurde. Die freien Aktionäre haben vom 4. Februar 2007 bis zum 21. März 2007 Zeit zur Angebotsannahme.

Die Nemetschek Aktiengesellschaft wird Graphisoft SE als strategische Finanzbeteiligung halten. Graphisoft SE wird als eigenständige Organisation weitergeführt und seine eigene Identität behalten.

Die Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn, reichte im Geschäftsjahr 2006 ein Darlehen in Höhe von TEUR 14.514 an die Graphisoft Park Ingatlanfejlesztö Kft., Budapest, Ungarn, aus. Das Darlehen wurde in voller Höhe am 10. Januar 2007 zurückbezahlt.

Am 12. Februar 2007 wurde eine generelle Vereinbarung erarbeitet, die eine Ausgliederung des Constructor-Bereichs der Graphisoft SE European Company Limited by Shares, Budapest, Ungarn, beinhaltet. Entsprechend wird Graphisoft SE einen Minderheitenanteil an der neuen auszugliedernden Gesellschaft erwerben.

Der Konzern führt mit assoziierten Unternehmen und nahestehenden Personen Transaktionen durch. Diese sind Teil der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und werden wie unter Fremden Dritten gehandhabt. Zu den wesentlichen Transaktionen zählt der Lizenzeinkauf in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 54), die Untervermietung von Flächen in Höhe von TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 50), sowie Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von TEUR 190 (Vorjahr: TEUR 0)

In der Bilanz sind folgende offenen Posten enthalten, die aus Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und nahestehenden Personen stammen:

Angaben in Tausend € 2006 2005
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Vermögensgegenstände 9 148

[26] Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

[27] Beziehungen zu nahestehenden Personen

Angaben zu Geschäften nach § 15a WpHG

Von Vorstand und Aufsichtsrat sind uns folgende Erwerbe oder Veräußerungen von Aktien der Gesellschaft gemäß § 15a WpHG, so genannte Directors´ Dealings, durch sie oder nahestehende Personen mitgeteilt worden:

Datum Anzahl der Aktien in TEUR
Dr. Peter Mossack 1. Juni 2006 1.000 1) 20
Gerhard Weiß 28. September 2006 7.395 1) 160
Gerhard Weiß 29. September 2006 3.669 1) 79
Gerhard Weiß 2. Oktober 2006 1.425 1) 31
Prof. Georg Nemetschek 16. November 2006 93.725 2) 1.341
  1. Verkauf

  2. außerbörslicher Kauf

Vorstand

Den Mitgliedern des Vorstandes der Nemetschek Aktiengesellschaft werden jährliche Bezüge mit einem festen und einem variablen Bestandteil einschließlich Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung gewährt.

Angaben in Tausend € Fixum * ErfolgsabhängigeVergütung AktienbasierteVergütung 2006
Gerhard Weiß 219 505 0 724
Michael Westfahl 168 163 97 428
Dr. Peter Mossack 168 163 97 428
Summe der Bezüge des Vorstandes 2006 555 831 194 1.580
Angaben in Tausend € Fixum * ErfolgsabhängigeVergütung AktienbasierteVergütung 2005
Gerhard Weiß 145 105 0 250
Michael Westfahl 168 107 40,5 316
Dr. Peter Mossack 165 107 40,5 312
Summe der Bezüge des Vorstandes 2005 478 319 81 878

* Das Fixum enthält das Fixgehalt und andere zu versteuernde Gehaltsbestandteile wie Kranken- und Pfl egeversicherung sowie Dienstwagenregelungen.

Aufsichtsrat

Angaben in Tausend € Fixum * ErfolgsabhängigeVergütung 2006
Kurt Dobisch 30,0 15,0 45,0
Prof. Georg Nemetschek 22,5 15,0 37,5
Rüdiger Herzog 15,0 15,0 30,0
Summe der Bezüge des Aufsichtsrates 67,5 45,0 112,5
Angaben in Tausend € Fixum * ErfolgsabhängigeVergütung 2005
Kurt Dobisch 30,0 15,5 45,5
Prof. Georg Nemetschek 22,5 15,5 38,0
Rüdiger Herzog 15,0 15,5 30,5
Summe der Bezüge des Aufsichtsrates 67,5 46,5 114,0

Der Konzern hat einen Aktienoptionsplan für die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft, Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen sowie Mitarbeiter in Schlüsselfunktionen und Führungskräfte der Gesellschaft und verbundener Unternehmen (Bezugsberechtigte).

Der Preis für den Erwerb der Aktien bei Ausübung der Optionen ("Ausübungspreis") entspricht dem arithmetischen Mittel der an der Frankfurter Wertpapierbörse festgestellten Schlusskurse der Nemetschek Aktie der letzten fünf Handelstage vor dem Beschluss des Vorstandes, bzw. für Vorstandsmitglieder der Gesellschaft des Aufsichtsrats, über die Einräumung der Optionen, mindestens jedoch dem auf die einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals (§ 9 Abs. 1 AktG).

Die Optionsrechte können frühestens zwei Jahre nach Begebung bis zu 50 %, bis zu 75 % frühestens drei Jahre und bis zu 100 % frühestens vier Jahre nach Begebung ausgeübt werden. Die Vertragslaufzeit einer jeden gewährten Option beträgt fünf Jahre. Ein Barausgleich ist nicht vorgesehen.

Die Optionsrechte können nur ausgeübt werden, wenn der Kurs der Nemetschek Aktie, bereinigt um etwaige zwischenzeitliche Dividendenzahlungen, Bezugsrechte und andere Sonderrechte, nach frühestens zwei Jahren seit Beginn der Begebung der jeweiligen Tranche im Zeitpunkt der Ausübung mindestens 150 % des Wertes der Nemetschek Aktie zum Zeitpunkt des Beginns der Begebung der jeweiligen Tranche beträgt. Nach Ablauf von drei Jahren seit Begebung muss der Wert der Aktie mindestens 175 % betragen.

Weitere Bedingung ist, dass der Optionsberechtigte die für das Ausgabejahr vereinbarten persönlichen und betrieblichen Erfolgsziele im Ausgabejahr erfüllt hat, es sei denn, der Vorstand (für diesen der Aufsichtsrat) bestätigt ihm, dass die Verfehlung der Ziele keine oder nur eine begrenzte Auswirkung auf die Ausübung der Optionen hat.

Im Geschäftsjahr 2005 wurden erstmals 100.000 Optionen an Vorstände gewährt. Der gewichtete durchschnittliche Ausübungspreis betrug 14,60 EUR. Bisher sind keine Optionen kaduziert, ausgeübt und / oder verfallen.

[28] Aktienbasierte Vergütung

Folgende Parameter wurden zur Berechnung herangezogen.

Volatilität 50,0 %
Risikoloser Zinssatz 3,1 %
Laufzeit für 50 % 2 Jahre
Laufzeit für 25 % 3 Jahre
Laufzeit für 25 % 4 Jahre
Abschlag für Zielerreichung 25 %

Die Volatilität resultiert aus dem durchschnittlichen Wert der letzten drei Jahre und wird auf dieser Basis für die Zukunft prognostiziert.

Die Optionen werden unter Anwendung der Black-Scholes-Formel bewertet. Der Aufwand wird über den erwarteten Erdienungszeitraum von 2005 bis 2009 erfasst. Für die ausgegebenen Optionen ergibt sich ein Gesamtaufwand von TEUR 675, von dem TEUR 194 im Geschäftsjahr 2006 als Personalaufwand berücksichtigt sind (Vorjahr: TEUR 81).

[29] Vergütung der Abschlussprüfer

Angaben in Tausend € 2006
Einzelabschluss 50
Konzernabschluss 207
Gesamt 257

Im Rahmen steuerlicher Beratung wurden TEUR 1 vergütet. Weitere Vergütungen wurden an den Abschlussprüfer nicht geleistet.

[30] Datum der Veröffentlichung

Der Konzernabschluss wird am 13. März 2007 zur Veröffentlichung freigegeben (Tag der Freigabe zur Vorlage an den Aufsichtsrat durch das Management).

Bestätigungsvermerk Jahresabschluss der Nemetschek Aktiengesellschaft

Aufsichtsrat

Herr Kurt Dobitsch (tätig als selbständiger Unternehmer) Vorsitzender Mitgliedschaften in Aufsichtsräten: United Internet AG (Vorsitzender) Bechtle AG DocuWare AG 1 & 1 Internet AG Hybris AG PSP AG

Herr Prof. Georg Nemetschek

(Dipl.-Ing., tätig als selbständiger Unternehmer) Stellvertretender Vorsitzender

Herr Rüdiger Herzog (Rechtsanwalt, tätig als Geschäftsführer) Mitglied

Vorstand

Herr Gerhard Weiß (Dipl.-Betriebswirt) bis 31. Januar 2007 Vorsitzender Mitgliedschaften in Aufsichtsräten: NEMETSCHEK NORTH AMERICA Inc. Nemetschek Bausoftware GmbH NEMETSCHEK Slovensko s.r.o.

SCIA International NV

Herr Ernst Homolka

(Kaufmann) seit 1. Januar 2007: Sprecher des Vorstandes Vorstand Finanzen & Administration seit 1. Februar 2007: Mitgliedschaft in Aufsichtsräten: Nemetschek Bausoftware GmbH SCIA International NV

Herr Michael Westfahl

(Dipl.-Ing.) Vorstand Vertrieb & Marketing Mitgliedschaft in Aufsichtsräten:

  • Nemetschek Bausoftware GmbH
  • NEMETSCHEK Fides & Partner AG
  • SCIA International NV

Herr Dr. Peter Mossack (Dipl.-Physiker) Vorstand Forschung & Entwicklung Mitgliedschaft in Aufsichtsräten: NEMETSCHEK Slovensko s.r.o.

München, 6. März 2007

Nemetschek Aktiengesellschaft

Ernst Homolka Dr. Peter Mossack Michael Westfahl

[31] Anlagen zu den Mitgliedern des Aufsichtsrates und Vorstandes der Gesellschaft

und Verlustrechnung

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens

zum 31. Dezember 2006 und zum 31. Dezember 2005

2006Angaben in Tausend € Entwicklung der Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand 01.01.06 Umgliederung* Umgliederung** Kursdifferenzen Veränderungaufgrund Unternehmenserwerben Zugänge Abgänge Stand 31.12.06
I. ImmaterielleVermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte undähnliche Rechte 8.605 0 0 – 29 66.863 580 150 75.869
Selbsterstellte Software 0 0 0 0 0 142 0 142
Firmenwert 23.734 0 0 – 502 20.328 0 0 43.560
32.339 0 0 – 531 87.191 722 150 119.571
II. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 0 0 0 0 0 0 0 0
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 14.529 0 0 – 148 1.775 1.326 1.019 16.463
14.529 0 0 – 148 1.775 1.326 1.019 16.463
III. Finanzanlagen
Assoziierte Unternehmen /
Finanzanlagen 10.439 0 0 1 50 2 33 10.459
10.439 0 0 1 50 2 33 10.459
GesamtKonzern-Anlagevermögen 57.307 0 0 – 678 89.016 2.050 1.202 146.493

* Umgliederung aufgrund erstmaliger Anwendung IFRS 3.79 ** Umgliederung nach IFRS 5

2005Angaben in Tausend € Entwicklung der Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand 01.01.05 Umgliederung* Umgliederung** Kursdifferenzen Veränderungaufgrund Unternehmenserwerben Zugänge Abgänge Stand 31.12.05
I. ImmaterielleVermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte undähnliche Rechte 10.199 0 1.781 – 2 0 810 621 8.605
Selbsterstellte Software 3.788 0 0 0 0 0 3.788 0
Firmenwert 71.911 – 48.638 180 641 0 0 0 23.734
85.898 – 48.638 1.961 639 0 810 4.409 32.339
II. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 1.122 0 1.122 0 0 0 0 0
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 14.119 0 310 195 0 1.326 801 14.529
15.241 0 1.432 195 0 1.326 801 14.529
III. Finanzanlagen
Assoziierte Unternehmen /
Finanzanlagen 10.434 0 0 0 0 5 0 10.439
10.434 0 0 0 0 5 0 10.439
Gesamt
Konzern-Anlagevermögen 111.573 – 48.638 3.393 834 0 2.141 5.210 57.307
Restbuchwerte
Stand 31.12.06 Stand 31.12.05
66.901 1.166
142 0
43.560 23.734
110.603 24.900
0 0
4.508 2.811
4.508 2.811
484 387
484 387
115.595 28.098
Stand 01.01.06 Umgliederung* Umgliederung** Kursdifferenzen Abschreibungen EquityMethode Abgänge Stand 31.12.06
7.439 0 0 – 8 1.635 0 98 8.968
0 0 0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0 0 0
7.439 0 0 – 8 1.635 0 98 8.968
0 0 0 0 0 0 0 0
11.718 0 0 – 99 1.247 0 911 11.955
11.718 0 0 – 99 1.247 0 911 11.955
10.052 0 0 0 0 70 7 9.975
10.052 0 0 0 0 70 7 9.975
29.209 0 0 – 107 2.882 70 1.016 30.898

Entwicklung der aufgelaufenden Abschreibungen

Entwicklung der aufgelaufenden Abschreibungen
Stand 01.01.05 Umgliederung* Umgliederung** Kursdifferenzen Abschreibungen EquityMethode Abgänge Stand 31.12.05
7.699 0 1.162 – 10 1.518 0 606 7.439
3.546 0 0 0 242 0 3.788 0
48.638 – 48.638 0 0 0 0 0 0
59.883 – 48.638 1.162 – 10 1.760 0 4.394 7.439
539 0 562 0 23 0 0 0
11.113 0 294 126 1.396 0 623 11.718
11.652 0 856 126 1.419 0 623 11.718
10.025 0 0 0 0 – 27 0 10.052
10.025 0 0 0 0 – 27 0 10.052
81.560 – 48.638 2.018 116 3.179 – 27 5.017 29.209
Restbuchwerte
Stand 31.12.05 Stand 31.12.04
1.166 2.500
0 242
23.734 23.273
24.900 26.015
0 583
2.811 3.006
2.811 3.589
387 409
387 409

28.098 30.013

Bestätigungsvermerk

Zu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den von der Nemetschek Aktiengesellschaft, München, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalfl ussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewendeten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

München, den 9. März 2007

Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Marxer Haucke Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Bilanz 94
Gewinn- und Verlustrechnung 96

und Verlustrechnung

Bilanz Nemetschek Aktiengesellschaft

zum 31. Dezember 2006 und zum 31. Dezember 2005

AktivaAngaben in € 31.12.2006 31.12.2005
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Wertesowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.740,00 4.756,00
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 622.955,00 814.145,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 63.837,00 68.953,00
686.792,00 883.098,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 103.118.823,72 45.495.589,37
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.369.730,00 5.145.436,58
3. Beteiligungen 1.712.275,84 1.735.725,84
110.200.829,56 52.376.751,79
GESAMT ANLAGEVERMÖGEN 110.890.361,56 53.264.605,79
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.109,81 4.573,10
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.830.793,92 6.151.312,89
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denenein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 132.776,23
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.031.068,72 2.815.924,21
7.863.972,45 9.104.586,43
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.010.588,41 6.406.175,74
GESAMT UMLAUFVERMÖGEN 14.874.560,86 15.510.762,17
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 51.655,70 29.718,60
125.816.578,12 68.805.086,56
Passiva Angaben in € 31.12.2006 31.12.2005
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital(Bedingtes Kapital EUR 850.000,00 [Vorjahr: EUR 850.000,00]) 9.625.000,00 9.625.000,00
II. Kapitalrücklage 49.404.856,90 49.404.856,90
III. Bilanzgewinn 7.686.902,19 6.908.615,81
GESAMT EIGENKAPITAL 66.716.759,09 65.938.472,71
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 142.800,00 202.700,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.436.282,05 1.310.418,87
GESAMT RÜCKSTELLUNGEN 3.579.082,05 1.513.118,87
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 519.108,24 272.757,83
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 510.594,96 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten– davon aus Steuern: EUR 982.204,03(Vorjahr: EUR 735.504,04)– davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00
(Vorjahr: EUR 22.197,01) 54.491.033,78 1.080.737,15
GESAMT VERBINDLICHKEITEN 55.520.736,98 1.353.494,98
125.816.578,12 68.805.086,56

Gewinn- und Verlustrechnung Nemetschek Aktiengesellschaft

für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2006 und 2005

Angaben in € 01.01. – 31.12.06 01.01. – 31.12.2005
1. Umsatzerlöse 1.678.345,38 2.161.211,50
2. Sonstige betriebliche Erträge 5.134.018,74 5.154.686,48
Betriebliche Erträge 6.812.364,12 7.315.897,98
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter – 2.761.606,51 – 1.873.949,18
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgungund für Unterstützung– davon für Altersversorgung: EUR 5.236,96 (Vorjahr: EUR 5.236,96) – 214.698,93 – 153.943,75
4. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenständedes Anlagevermögens und Sachanlagen – 239.299,62 – 292.911,65
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diesedie in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 – 299.427,66
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen – 6.922.044,98 – 7.009.110,74
Betriebliche AufwendungenBetriebsergebnis – 10.137.650,04– 3.325.285,92 – 9.629.342,98– 2.313.445,00
6. Erträge aus Beteiligungen
– davon aus verbundenen Unternehmen:EUR 6.675.907,62 (Vorjahr: EUR 6.558.214,03) 6.675.907,62 6.809.059,17
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 3.362.111,78 3.331.686,64
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen desFinanzanlagevermögens einschließlich Zuschreibungserträgen– davon aus verbundenen Unternehmen:EUR 276.388,38 (Vorjahr: EUR 186.817,23) 276.388,38 360.206,62
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge– davon aus verbundenen Unternehmen:EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 13.680,31) 202.933,60 416.795,32
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 – 805.345,56
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 – 1.053.089,64
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen– davon aus verbundenen Unternehmen:EUR 10.000,00 (Vorjahr: EUR 0,00) – 10.672,13 – 416,19
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 7.181.383,33 6.745.451,36
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 290.431,62 – 249.501,92
15. Sonstige Steuern 143.584,67 0,00
16. Jahresüberschuss 7.034.536,38 6.495.949,44
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 652.365,81 361.019,52
18. Zuführung in die Kapitalrücklage 0,00 – 8.893,74
19. Entnahmen aus der Rücklage für eigene Anteile 0,00 60.540,59
20. Bilanzgewinn 7.686.902,19 6.908.615,81

Impressum Copyright 2007 Nemetschek AG, München

Konzeption und Redaktion Maren Moisl Janet Franke (Nemetschek AG)

Gestaltung und Realisation FIRST RABBIT GmbH, Köln

Prepress FIRST RABBIT GmbH, Köln

Druck Mediahaus Biering GmbH, München

Fotonachweis

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