Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Nekkar Annual Report 2009

Feb 7, 2011

3669_rns_2011-02-07_ff5f76a1-6806-44f3-9748-c14e54ab3836.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Publication

Neckar - Aktiengesellschaft

Stuttgart

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009

Bilanz zum 31. Dezember 2009

AKTIVA

Anhang 31.12.2009

T€
31.12.2008

T€
Anlagevermögen (1)
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.223 1.265
Sachanlagen 36.553 37.605
Finanzanlagen 138 178
37.914 39.048
Umlaufvermögen
Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände (2) 31.429 27.979
Wertpapiere (3) 2.196 1.790
Flüssige Mittel (4) 1.217 3.680
34.842 33.449
Rechnungsabgrenzungsposten 22 5
72.778 72.502
Passiva
Anhang 31.12.2009

T€
31.12.2008

T€
Eigenkapital (5) 10.000 10.000
Rücklage eigene Aktien 0 88
Bilanzgewinn/-verlust 88 -88
Verlustvortrag -88 0
Rückstellungen (6) 25.840 25.431
Verbindlichkeiten (7) 16.293 14.901
Rechnungsabgrenzungsposten (8) 20.645 22.170
72.778 72.502

Gewinn- und Verlustrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2009

Anhang 2009

T€
2008

T€
Umsatzerlöse (9) 23.726 21.141
Aktivierte Eigenleistungen 63
Sonstige betriebliche Erträge (19) 1.806 2.340
Gesamtleistung 25.532 23.544
Materialaufwand (11) -5.221 -4.715
Personalaufwand (12) -6.174 -5.962
Abschreibungen -2.771 -2.788
Sonstige betriebliche Aufwendungen (13) -4.516 -3.789
Finanzergebnis (14) -1.199 -1.679
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 5.651 4.611
Steuern vom Einkommen und Ertrag (15) 0 0
Sonstige Steuern -36 -39
Ergebnis vor Ansatz des Konzessionsaufwands 5.615 4.572
Konzessionsaufwand (16) -5.615 -4.572
Jahresergebnis 0 0
Verlustvortrag -88 0
Entnahme aus Rücklage für eigene Anteile (17) 88 0
Einstellung in Rücklage für eigene Anteile 0 -88
Bilanzgewinn (Vj. Bilanzverlust) 0 -88

Anhang der Neckar-Aktiengesellschaft, Stuttgart 2009

Beim Jahresabschluss wurden die handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften beachtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe (EnBW AG), zum 31. Dezember 2009 einbezogen. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Herstellungskosten umfassen ausschließlichdie Einzelkosten, beim Kraftwerk Aldingen zuzüglich aktivierter Bauzinsen. Die Sachanlagen werden linear abgeschrieben, bei Gebäude bezogen auf eine Nutzungsdauer von 50 Jahren, höchstens jedoch bis zum Heimfallzeitpunkt am 31.12.2034. Bei den übrigen Anlagengegenständen wird die jeweils steuerlich anerkannte Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne von § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG werden aufgrund der untergeordneten Bedeutung aus Vereinfachungsgründen entsprechend der steuerlichen Regelung behandelt.

Bei den Finanzanlagen sind Beteiligungen zu Anschaffungskosten und Ausleihungen zum Nominalwert bilanziert. Ausleihungen sind grundsätzlich durch Grundpfandrechte besichert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert. Soweit erforderlich, sind Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Soweit den Forderungen zum Barwert passivierte Rückstellungen gegenüberstehen, erfolgt die Aktivierung zu diesen abgezinsten Werten.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Börsenkursen bilanziert.

Passiva

Die Rückstellung für Pensionen ist auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach der Teilwertmethode mit einem Zinssatz von 5,0 % gebildet worden. Der Jubiläumsrückstellung und der Frühruhestandsrückstellung liegt ebenfalls ein Zinssatz von 5,0 % zugrunde. Als Berechnungsgrundlage wurde wie im Vorjahr jeweils die Heubeck-Richttafeln 2005 G verwendet.

Bei den übrigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten angemessen berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Bilanzerläuterungen

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der Anlagepositionen ist in der Anlage zum Anhang gesondert dargestellt.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2009

T€
31.12.2008

T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.246 602
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.249 931
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 192 213
Sonstige Vermögensgegenstände 28.742 26.233
- davon an verbundene Unternehmen 14.720 14.755
- davon gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.469 1.439
31.429 27.979

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten vor allem in Zukunft fällige Ansprüche an unsere Stromabnehmer, basierend auf Verpflichtungen gegenüber den Empfängern von Versorgungs-, Frühruhestands- und Altersteilzeitbezügen, Jubiläumszahlungen, Versorgungskapital sowie auf Freistellung von unseren Verpflichtungen zur Zahlung von künftigen Beiträgen an den Pensions-Sicherungs-Verein. Die entsprechenden Verpflichtungen sind in der Bilanz in gleicher Höhe passiviert. Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen 22.664 T€ (Vj. 22.381 T€).

(3) Wertpapiere

31.12.2009

T€
31.12.2008

T€
Eigene Anteile 0 88
Sonstige Wertpapiere 2.196 1.702
2.196 1.790

(4) Flüssige Mittel

Von den flüssigen Mitteln betreffen 1.215 T€ Guthaben bei Kreditinstituten.

Im Berichtsjahr wurde das SEB AG Treuhandkonto (178 T€) in die sonstige Vermögensgegenstände umgegliedert.

(5) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von 10 Mio. € ist in 220.000 nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Die Aktien lauten auf den Namen der Aktionäre.

Die EnBW Kraftwerke AG hält eine Mehrheitsbeteiligung nach § 290 HGB von 82,2 %. Das Bestehen der Mehrheitsbeteiligung wurde der Gesellschaft am 16. März 2004 mitgeteilt.

Im Vorjahr wurden Aktien zurückgekauft. Gemäß § 272 Abs. 4 HGB wurde hierfür eine Rücklage für eigene Aktien in Höhe der Anschaffungskosten (88 T€) gebildet. Im Gegenzug wurde ein Bilanzverlust von 88 T€ ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden diese Aktien im Zuge der Vereinbarung zum Interessenausgleich im Zusammenhang mit der Errichtung des Wasserkraftwerks an der Staustufe Esslingen an die Stadt Esslingen übergeben. Somit wurde die Rücklage zu Gunsten des Bilanzergebnisses aufgelöst. Der Bilanzverlust aus dem Jahr 2008 hat sich damit wieder neutralisiert.

(6) Rückstellungen

31.12.2009

T€
31.12.2008

T€
Rückstellungen für Pensionen 23.786 23.584
Sonstige Rückstellungen 2.054 1.847
25.840 25.431

Die sonstigen Rückstellungen betreffen ausstehende Rechnungen (374 T€), Rückstellungen für Prozesskosten und Schadenersatz im Zusammenhang mit Neckarbaggergut (141 T€), Frühruhestandsverpflichtungen (75 T€), Strompreisverbilligung (477 T€), sonstige Personalrückstellungen (955 T€) sowie Jahresabschlusskosten (32 T€).

(7) Verbindlichkeiten

31.12.2009

T€
davon Laufzeit bis 1 Jahr

T€
davon Laufzeit 1 bis 5 Jahre

T€
davon Laufzeit über 5 Jahre

T€
31.12.2008

T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.626 3.469 665 492 7.832
(Vorjahr) (1.821) (5.384) (627)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 955 955 0 0 1.246
(Vorjahr) (1246) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.611 5.212 704 2695 4.121
(Vorjahr) (4.121) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.129 958 31 140 914
(Vorjahr) (914) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 972 501 97 374 788
(Vorjahr) (414) (0) (374)
- davon aus Steuern 113 113 0 0 59
(Vorjahr) (59) (0) (0)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 247 247 0 0 127
(Vorjahr) (127) (0) (0)
16.293 7.626 832 3.209 14.901

Die Verbindlichkeiten sind ungesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag betreffen hauptsächlich Verpflichtungen gegenüber der Rentenzuschusskasse, des Pensions-Sicherungs-Vereins, Steuern sowie die Heimfallverpflichtung.

Die darin enthaltene Heimfallverpflichtung (374 T€) bestimmt sich nach den bei Konzessionsende zum 31.12.2034 noch nicht abgeschriebenen Anlagewerten. Zu diesem Zeitpunkt hat die Bundesrepublik Deutschland das Recht zur entschädigungslosen und lastenfreien Übernahme der Kraftwerke.

(8) Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen abgegrenzte Stromerlöse für spätere Geschäftsjahre.

Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

(9) Umsatzerlöse

Es sind überwiegend die Erlöse aus der Weiterbelastung der Selbstkosten aus dem Kraftwerksbetrieb einschließlich der sogenannten Wassergelder sowie ggf. Finanzierungskosten für Investitionen an die jeweiligen Stromabnehmer enthalten.

(10) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Mieteinnahmen, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus Dienstleistungen gegenüber Dritten sowie Veräußerungsgewinne aus dem Verkauf von nicht mehr betriebsnotwendigen Immobilien.

(11) Materialaufwand

2009

T€
2008

T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs- stoffe sowie für bezogene Waren 855 756
Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.366 3.959
5.221 4.715

Es handelt sich im Wesentlichen um die Material- und Fremdleistungskosten für den Betrieb und die Instandhaltung der Kraftwerke.

(12) Personalaufwand

2009

T€
2008

T€
Löhne und Gehälter 4.226 4.122
Soziale Abgaben 659 690
Aufwendungen für Altersversorgung 1.240 1.140
Aufwendungen für Unterstützung 49 10
6.174 5.962

Die Zinszuführung zu den Pensionsrückstellungen werden unter "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

(13) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Enthalten sind hauptsächlich Konzernverrechnungen für Personal- und Supportleistungen, Versicherungskosten, Kosten des Fuhrparks, Aufwand für Ablösestrom, sowie allgemeine Büro- und Verwaltungskosten.

(14) Finanzergebnis

2009

T€
2008

T€
Erträge Beteiligungen 2 2
Erträge aus Ausleihungen von Finanzanlagevermögen 4 4
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 177 275
Zuschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 270 0
Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -20 -340
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.632 -1.620
-1.199 -1.679

Bei den Beteiligungserträgen handelt es sich um die Dividende der Neckarhafen Plochingen GmbH.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind 73 T€ Zinsaufwand an verbundene Unternehmen enthalten.

(15) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund eines steuerlichen Verlustvortrags aus Vorjahren fallen für das Berichtsjahr keine Einkommens- und Ertragssteuern an.

(16) Konzessionsaufwand

Das Ergebnis von 5.615 T€ (Vorjahr 4.572 T€) stellt den Konzessionsaufwand des Berichtsjahres dar. Die Jahresergebnisse der Gesellschaft stehen solange nicht zur Zahlung einer Dividende zur Verfügung, bis die Höhe der ursprünglichen Neckarausbaudarlehen des Bundes erwirtschaftet sind.

(17) Entnahme aus den Rücklagen für eigene Aktien

Im Geschäftsjahr 2008 wurden nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Anteile erworben und für den Bestand eigener Aktien nach § 272 Abs. 4 HGB eine Rücklage für eigene Anteile gebildet. Mit Übertragung der eigenen Aktien auf die Stadt Esslingen im Geschäftsjahr 2009, wurde der in die Rücklage eingestellte Betrag entnommen und somit 2009 der Verlustvortrag aus 2008 ausgeglichen.

Sonstige Angaben

a) Beschäftigte Mitarbeiter/innen im Jahresdurchschnitt:

2009 2008 Veränderung
in den Kraftwerken 53 54 -1
in der Zentrale 5 5 -
58 59 -1

b) Die Bezüge des Vorstands beliefen sich im Berichtsjahr auf 338 T€.

c) Für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen sind im Berichtsjahr 198 T€ angefallen.

d) Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind 1.716 T€ zurückgestellt.

e) Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden im Berichtsjahr insgesamt 13 T€ vergütet.

f) Von einer Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB wird abgesehen, da die Angaben im Konzernabschluss der EnBW AG, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird enthalten sind.

g) Es wurden folgende Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt:

Mit den Gesellschaftern EnBW Kraftwerke AG, SÜWAG Energie AG und Grosskraftwerk Mannheim AG bestehen Darlehensverträge zur Finanzierung des Wasserkraftwerks in Esslingen in Höhe von zusammen 5.200 T€ mit einer Verzinsung von 1% p.a.

h) Gemäß § 10 Abs. 2 EnWG sind Geschäfte im größeren Umfangs mit verbundenen sowie assoziierten Unternehmen, wenn sie aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und für die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage von wesentlicher Bedeutung sind, gesondert auszuweisen. Im Geschäftsjahr 2009 wurden folgende wesentliche Geschäfte durchgeführt:

Die EnBW Systeme Infrastruktur Support GmbH (SIS) übernimmt für die Neckar-AG die Funktionen Rechnungswesen und Steuern. Die Neckar-AG nimmt darüber hinaus von der SIS Leistungen im Bereich Einkauf und Logistik, Informationsverarbeitung, Personalwesen sowie Recht und Versicherungen in Anspruch.

Von der EnBW Kraftwerke AG (KWG) werden Leistungen für den Betrieb und die Instandhaltung der Kraftwerke und zur Verwaltung der Gesellschaft („Gemeinsamer Betrieb Wasserkraftwerke“) in Anspruch genommen. Außerdem werden die Verwaltungsräume zu marktüblichen Konditionen von der KWG gemietet. Die Leistungen werden anhand eines detaillierten Leistungsverzeichnisses mittels konzerneinheitlicher Verrechnungspreise des EnBW-Konzerns abgerechnet.

i) Die Neckar-AG versorgt aus der historischen Entwicklung heraus noch einige Privathaushalte mit Strom, die elektrisch direkt an ein Kraftwerk angeschlossen sind. Die Neckar-AG betreibt keine Stromversorgungsnetze sondern nur kurze Direktleitungen zwischen Kraftwerk und Stromkunde.

Aufsichtsrat und Vorstand

Aufsichtsrat Prof. Dr.-Ing. Otto Hasenkopf, Esslingen

Mitglied des Vorstands i. R.

der EnBW Kraftwerke AG

Vorsitzender

- bis 20.04.2009

Dipl-Phys. Michael Wenk, Obrigheim

Mitglied des Vorstands der

EnBW Kraftwerke AG

Vorsitzender

- ab 20.04.2009

Bernd Flaig, Gundelsheim

Monteur

Arbeitnehmervertreter

1. stellv. Vorsitzender

Dipl.-Verww. Manfred Eichkorn, Bad Dürrheim

Mitglied des Vorstands der

EnBW Kraftwerke AG

2. stellv. Vorsitzender

Dr.-Ing. Karl-Heinz Czychon, Weinheim

Mitglied des Vorstands der

Grosskraftwerk Mannheim AG

Dipl.-Inf. (FH) / Dipl.-Volksw.

Hans-Georg Edlefsen, Waldbronn

Mitglied des Vorstands der EnBW Regional AG

- bis 20.04.2009

Kurt Emmerich, Waldbrunn

Monteur

Arbeitnehmervertreter

- ab 20.04.2009

Dipl.-Ing. Reiner Hönes, Stuttgart

Leiter Kraftwerkswirtschaft der

EnBW Kraftwerke AG

Dr. rer. oec. Klaus Kaiser, Waltrop

Mitglied des Vorstands der

Süwag Energie AG

Klaus Krickl, Schönau

Werkmeister

Arbeitnehmervertreter

- bis 20.04.2009

Martin Schlipf, Ludwigsburg

Elektromeister

Arbeitnehmervertreter

Klaus Wachter, Ebersbach

Leiter Controlling und Finanzen der

EnBW Kraftwerke AG

- ab 20.04.2009

Vorstand Bernd Luithle, Ilsfeld-Auenstein

Dr. Nicolaus Römer, Fellbach

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gegenüber den Aktionären, die bei der Privatisierung der Gesellschaft gegenüber dem Bund die bedingt rückzahlbaren Darlehen zur Finanzierung der Schifffahrtsstraße übernommen haben, bestehen noch finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 95.015 T€ (Vj. 100.630 T€).

Darüber hinaus besteht die Verpflichtung zu unentgeltlichen konzessionsrechtlichen Energielieferungen. Diese enden überwiegend am 31.12.2034. In einem Fall ist, mit Zustimmung des Bundesministeriums für Verkehr, eine längere Laufzeit bis 2050 festgelegt. Es bestehen jährliche Verpflichtungen im Gegenwert von554 T€.

Aus einem im Jahr 1995 mit der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Baden-Württemberg abgeschlossenen Vertrag besteht in Erfüllung des Konzessions- und Bauvertrags gegenüber der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes noch eine Verpflichtung zur Kostenübernahme für drei investive Maßnahmen, höchstens bis zu einem Betrag von 14,4 Mio. €. Kosten entstehen frühestens bei der Aufnahme dieser Maßnahmen in die Mittelfristplanung des Bundes. Die WSV rechnet nicht damit, dass dafür in den nächsten Jahren Kosten anfallen.

Das Bestellobligo zum Bilanzstichtag betrug 3.384 T€.

Stuttgart, 7. Januar 2010

Der Vorstand

Luithle

Dr. Römer

Anlage 1 zum Anhang

Gegenüber den Aktionären, die bei der Privatisierung der Gesellschaft gegenüber dem Bund die bedingt rückzahlbaren Darlehen zur Finanzierung der Schifffahrtsstraße übernommen haben, bestehen noch finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 95.015 T€ (Vj. 100.630 T€).

Darüber hinaus besteht die Verpflichtung zu unentgeltlichen konzessionsrechtlichen Energielieferungen. Diese enden überwiegend am 31.12.2034. In einem Fall ist, mit Zustimmung des Bundesministeriums für Verkehr, eine längere Laufzeit bis 2050 festgelegt. Es bestehen jährliche Verpflichtungen im Gegenwert von554 T€.

Aus einem im Jahr 1995 mit der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Baden-Württemberg abgeschlossenen Vertrag besteht in Erfüllung des Konzessions- und Bauvertrags gegenüber der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes noch eine Verpflichtung zur Kostenübernahme für drei investive Maßnahmen, höchstens bis zu einem Betrag von 14,4 Mio. €. Kosten entstehen frühestens bei der Aufnahme dieser Maßnahmen in die Mittelfristplanung des Bundes. Die WSV rechnet nicht damit, dass dafür in den nächsten Jahren Kosten anfallen.

Das Bestellobligo zum Bilanzstichtag betrug 3.384 T€.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2009

T€
Zugänge

T€
Umbuchungen

T€
Abgänge

T€
31.12.2009

T€
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.726 5 0 0 4.731
4.726 5 0 0 4.731
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 41.612 5 111 0 41.729
2. Technische Anlagen und Maschinen 64.697 0 0 0 64.697
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.859 231 0 76 2.014
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.300 1.435 -111 0 2.624
109.468 1.671 0 76 111.063
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 83 0 0 0 83
2. Sonstige Ausleihungen 95 0 0 40 55
178 0 0 40 138
114.372 1.676 0 116 115.932
kumulierte Abschreibung
01.01.2009

T€
Zugänge

T€
Umbuchungen

T€
Abgänge

T€
31.12.2009

T€
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.460 48 0 0 3.508
3.460 48 0 0 3.508
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.184 744 0 0 24.928
2. Technische Anlagen und Maschinen 46.197 1.868 0 0 48.065
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.482 111 0 76 1.516
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
71.863 2.723 0 76 74.510
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0 0 0 0 0
2. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
75.323 2.771 0 76 78.018
Buchwerte
31.12.2009

T€
31.12.2008

T€
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.223 1.265
1.223 1.265
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.800 17.428
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.632 18.500
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 497 377
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.624 1.300
36.553 37.605
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 83 83
2. Sonstige Ausleihungen 55 94
138 178
37.914 39.048

Lagebericht für 2009

Allgemeines

Die Gesellschaft betreibt 23 eigene Laufwasserkraftwerke am Neckar und baut die Wasserkraft am Neckar aus.

Die Gesellschaft hatte ursprünglich auch die Aufgabe zum Ausbau des Neckars zur Großschifffahrtsstraße zwischen Mannheim und Plochingen. Der Neckarausbau wurde offiziell zum 31. Dezember 1991 abgeschlossen. Sämtliche Schifffahrtsanlagen wurden nach Fertigstellung dem deutschen Staat unentgeltlich übergeben. Betrieb und Unterhaltung der Bundeswasserstraße Neckar sind seit dem ausschließlich Aufgaben der Wasserstraßenverwaltung des Bundes.

Die Neckar-AG wurde 1995 privatisiert. Das Käuferkonsortium hat die damals bestehenden Finanzierungsdarlehen zum Ausbau des Neckars gegenüber dem Bund abgelöst. Die Jahresergebnisse der Neckar-AG stehen solange in voller Höhe diesen Aktionären zu, bis die ursprünglichen Baukosten zum Ausbau des Neckars zur Bundeswasserstraße erwirtschaftet sind. Eine Dividende kann solange nicht ausgeschüttet werden.

Die gesamten Aufwendungen für den Bau der Schifffahrtsstraße haben sich bis zum 31. Dezember 2009 auf 336 Mio. € summiert. Die von 1948 bis einschließlich 2009 erzielten Überschüsse betragen 173 Mio. €. Damit wurden bisher 51,5 % der angefallenen Baukosten erwirtschaftet.

Aufgrund eines im Dezember 1995 zwischen der Bundesrepublik Deutschland, dem Land Baden-Württemberg und der Neckar-AG im Rahmen der Privatisierung geschlossenen Anpassungsvertrages besteht noch eine Kostenverpflichtung für Investitionen an je einem Trocknungsbecken in Altbach und auf der Benninger Insel in Marbach sowie zum Einbau von Störkörpern bei der Staustufe Poppenweiler zur Vermeidung von Ablagerungen. Der Zeitpunkt für die Ausführung der Investitionen sowie deren Kosten sind abhängig von der Aufnahme dieser Maßnahmen in die Mittelfristplanung der Wasserstraßenverwaltung des Bundes.

Darstellung des Geschäftsverlaufs

a) Umsatz

Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr von 21,1 Mio. € auf 23,7 Mio. € gestiegen. Im Umsatz sind vor allem die Kosten der Stromerzeugung enthalten, die den jeweiligen Stromabnehmern der Wasserkraftwerke auf Basis der Selbstkostenerstattungsbasis zuzüglich des sog. Wassergeldes (Gewinnbestandteil) weiterbelastet werden.

Die um 2,6 Mio. € höheren Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus höheren Bonuserträgen (+ 0,6 Mio. €), zusätzlichen Erlösen aus Wassergeld (+ 0,2 Mio. €) sowie aus weiterverrechneten höheren Kosten der Stromerzeugung aus der Instandhaltung der Kraftwerke (+ 0,5 Mio. €), höherem Aufwand aus Ablöseleistungen (+ 0,7 Mio. €) und aus höheren Beiträgen zur Insolvenzversicherung(+ 0,3 Mio. €).

b) Stromerzeugung

Aus dem Wasserdargebot des Neckars resultierte 2009 eine Jahresstromerzeugung von brutto 499 Mio. kWh (Vorjahr 510 Mio. kWh). Die gegenüber dem Vorjahr um rd. 2 % niedrigere Jahreserzeugung resultiert aus einer geringeren Wasserführung des Neckars. Die Jahreserzeugung 2009 wurde im Vergleich zum langjährigen Mittel (492 Mio. kWh) leicht überschritten.

Nach Abzug des Eigenbedarfs und von vertraglichen Lieferverpflichtungen gegenüber Dritten wurden im Berichtsjahr 491 Mio. kWh (Vj. 501 Mio. kWh) elektrische Energie abgegeben.

c) Betrieb und Unterhaltung der Kraftwerke

Die Erneuerungs- und Umbaumaßnahmen in den einzelnen Kraftwerken wurden planmäßig abgewickelt. Die Arbeitsausnutzung der Anlagen betrug 96,1 %.

Das größte Hochwasser trat am 14. März 2009 mit einem Abfluss in Rockenau von 532 m³/s auf. Der niedrigste Abfluss wurde am 29. September 2009 mit 30 m³/s gemessen. Im Berichtsjahr gab es keine Ereignisse mit nennenswerten Auswirkungen auf den Kraftwerksbetrieb.

Neben den regelmäßigen Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten wurden 2009 Grundüberholungen an den wesentlichen Kraftwerkskomponenten der Wasserkraftwerke Hessigheim und Schwabenheim durchgeführt.

Die durchgeführten Modernisierungen von Steuerungseinheiten in den Wasserkraftwerken Hessigheim bzw. Kochendorf tragen auch zur Sicherstellung der Fernsteuerung des Kraftwerksparks am Neckar bei.

d) Investitionen

Neubau Wasserkraftwerk Esslingen

Das Kraftwerk Esslingen ist mit einer Leistung von 1.250 kW und einer Jahreserzeugung von 7,1 Mio. kWh geplant.

Mit dem Bau des Wasserkraftwerks wurde am 30. März 2009 anlässlich eines offiziellen Spatenstichs im Beisein der Baden-Württembergischen Umweltministerin Frau Gönner begonnen. Die Bauarbeiten sind soweit vorangeschritten, dass inzwischen mit der Saugrohrschalung für die Turbinen begonnen werden konnte.

Erweiterung bestehendes Wasserkraftwerk Feudenheim

Im Kraftwerk Feudenheim ist der Zubau einer 4. Maschine angedacht. Die Umweltverträglichkeitsprüfung mit Festlegung der Mindestwasserausleitung für den Ilvesheimer Altarm steht unmittelbar vor dem Abschluss. Noch offen sind Maßnahmen für die Gewässerstruktur im Ilvesheimer Altarm. Anschließend wird die Wirtschaftlichkeit des Projektes bewertet.

Erweiterung bestehendes Wasserkraftwerk Neckarzimmern

Es ist geplant, das Kraftwerk Neckarzimmern um eine 2. Maschine zu erweitern. Der Genehmigungsantrag ist eingereicht. Inzwischen fordert die Genehmigungsbehörde weitere Stellungnahmen zu Körperschall während der Bauphase und zum anschließenden Betrieb sowie eine Modifizierung der Durchgängigkeit der Staustufe.

Erneuerung des Datenübertragungskabels am Neckar

In einem mehrjährigen Gemeinschaftsprojekt mit der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Süd West wird das über 50 Jahre alte Fernsprech-Kupferkabel zwischen Plochingen und Mannheim über eine Strecke von mehr als 200 km durch ein Lichtwellenleiterkabel ersetzt. 2009 wurde mit der Feintrassierungsplanung und der rechtlichen Grundstückssicherung begonnen.

e) Umweltschutz und Arbeitssicherheit

Durch die Stromerzeugung aus den Wasserkraftwerken der Neckar-AG konnte im Vergleich mit einem entsprechenden Steinkohlekraftwerk ein Ausstoß von ca. 449.000 t Kohlendioxid, ca. 185 t Schwefeldioxid und ca. 269 t Stickoxid vermieden werden. Dieser wichtige Beitrag zum Schutz der Umwelt unterstreicht die Bedeutung der Stromerzeugung aus Wasserkraft.

Unfallverhütung ist für die Neckar-AG ein wichtiger Bestandteil bei der Planung und Durchführung von Erneuerungs- und Unterhaltungsarbeiten. Die Einweisung und Ausbildung in der Arbeitssicherheit tragen wesentlich zur Vermeidung von Arbeitsunfällen bei. Dies zeigt auch die Bilanz im Berichtszeitraum mit keinem meldepflichtigen Arbeitsunfall.

f) Personal und Soziales

Ende 2009 waren einschließlich der leitenden Angestellten 58 Mitarbeiter/innen beschäftigt (Vj. 59 Mitarbeiter/innen).

Ausscheidende Mitarbeiter/innen im Betrieb der Neckar-AG werden durch die Kooperation mit der EnBW Kraftwerke AG im Rahmen des Vertrages zur Bildung eines gemeinsamen Betriebes „Wasserkraftwerke“ zur Erzielung von Synergieeffekten ersetzt.

Bedeutsame Vorgänge des Geschäftsjahres

Im Frühjahr 2009 wurden die im Jahr 2008 von Kommunen zurückgekaufte Aktien im Rahmen einer Partnerschaft auf die Stadt Esslingen übertragen. Die Stadt Esslingen hält damit 0,9 % des Aktienkapitals.

Die Neckar-AG hat im Jahr 1952 von einem privaten Kraftwerksbetreiber eine wasserrechtliche Genehmigung für den damaligen Bau des Wasserkraftwerks Besigheim übernommen, verbunden mit der Verpflichtung zu einer Freistromlieferung an den ursprünglichen Konzessionär. Seit dem sog. „Unbundling“ in der deutschen Energiewirtschaft fallen für den Transport dieser Freistromlieferungen Durchleitungsentgelte sowie EEG-Umlagen und Stromsteuer an.

Zwischen der Neckar-AG, dem ursprünglichen Konzessionär und dem Netzbetreiber bestehen Unstimmigkeiten, wer diese Kostenbestandteile zu tragen hat. Die Altverträge konnten deshalb bisher nicht an die geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen angepasst werden. Im Zusammenhang mit den Durchleitungsentgelten ist derzeit zwischen dem Netzbetreiber und dem ursprünglichen Konzessionär ein Rechtsstreit anhängig. Die Neckar-AG ist bisher nicht in den Rechtsstreit direkt einbezogen.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Vermögen besteht zum weit überwiegenden Teil aus langfristigen Vermögenswerten. Es handelt sich im Wesentlichen um die Kraftwerksanlagen einschl. der dazugehörigen Liegenschaften. Das Vermögen ist durch Eigen- und langfristiges Fremdkapital abgedeckt.

Der Cashflow war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv und wird in Höhe des Jahresergebnisses zur Tilgung der Konzessionsdarlehen an die Konsortialpartner weitergegeben.

Das Jahresergebnis vor Ansatz des Konzessionsaufwands beträgt 5,6 Mio. € (Vj. 4,6 Mio. €). Darin enthalten sind Erträge aus der Veräußerung von nicht betriebsnotwendigen Grundstücken und Wohnbauten in Höhe von 0,4 Mio. € (Vj. 0,6 Mio. €). Die Ergebnisverbesserung ist hauptsächlich auf höhere Bonuserträge mit den Stromabnehmern der Kraftwerke zurückzuführen.

Finanzinstrumente

a) Risikomanagement

Aufgrund der mit den Stromabnehmern langfristig abgeschlossenen Verträge, wonach von diesen die jährlich anfallenden Ausgaben getragen werden, bestehen für die Neckar-AG keinerlei finanzielle Risiken aus dem Betrieb und der Verwaltung der Kraftwerke. Die heutige wirtschaftliche Entwicklung erfordert jedoch eine ständige Kontrolle der Kosten und Prozesse eines Unternehmens. Das vor einigen Jahren von der Neckar-AG eingesetzte System zur Kostenüberwachung und –kontrolle sowie Benchmarks und „Best practice“-Maßnahmen haben sich bewährt.

Durch ein formalisiertes Risikomanagementsystems wird neben dem Erkennen von allgemeinen Geschäftsrisiken sichergestellt, dass auch Risiken aus dem Kraftwerksbetrieb mit nennenswerten finanziellen Auswirkungen auf unsere Stromabnehmer rechtzeitig erkannt werden.

Behördliche Auflagen:

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie aus dem Jahr 2000 ist zwischenzeitlich in die nationale Gesetzgebung eingeflossen. Auf dieser Grundlage fordern die Behörden u. a. die Fisch-Durchgängigkeit der Flüsse. Legt man die heutigen Vorstellungen zugrunde, ist davon auszugehen, dass über Fischaufstiege und Restwasserausleitungen in den Neckar-Altarm größere Wasser- und damit Energieverluste entstehen.

Die rechtliche Durchsetzbarkeit zum Bau von Fischauf-/abstiegen an vorhandenen Kraftwerken innerhalb der Konzessionslaufzeit ist noch ungeklärt. Im neuen Wasserhaushaltsgesetz, das zum 1. März 2010 in Kraft treten wird, ist die Durchgängigkeit an Schifffahrtsstrassen gefordert. Deshalb ist zumindest im Bereich des unteren Neckars in den nächsten Jahren mit entsprechenden Maßnahmen zu rechnen. Umbaumaßnahmen zur Erhöhung der Durchgängigkeit sowie daraus entstehende Erzeugungsverluste gehen grundsätzlich zu Lasten der Stromabnehmer. Für die Neckar-AG ist damit kein wirtschaftliches Risiko verbunden.

Die Bundesrepublik Deutschland plant, zwischen etwa 2012 und 2024 an allen 27 Staustufen jeweils eine Schleusenkammer für 135-Meter-Schiffe zu verlängern. Durch den Schleusenausbau ist mit einer weiteren Reduzierung der verfügbaren Wassermenge für die Erzeugung zu rechnen.

b) Marktpreis-, Kredit- und Liquiditätsrisiken

Risiken aus Marktpreisschwankungen sowie Liquiditätsrisiken sind aus den unter a) genannten Gründen weitgehend auszuschließen.

Bei den Stromabnehmern der Neckar-AG handelt es sich um führende deutsche Energieversorgungsunternehmen. In der Beziehung zu unseren Stromabnehmern rechnen wir deshalb nicht mit Kreditrisiken wegen Forderungsausfällen.

Die Risiken für Kapitalverluste im Zusammenhang mit kurz- und mittelfristigen Wertpapieranlagen sind überschaubar, da nur ein Teil der liquiden Mittel in Wertpapiere mit seither vergleichbar guter Bonität und hoher Streuung angelegt werden. Die Risiken der derzeitigen Kapitalmarktturbulenzen sind in die Bewertung der Wertpapiere mit eingeflossen.

c) Corporate Governance

Durch den gemeinsamen Betrieb Wasserkraftwerke mit der EnBW Kraftwerke AG ist die Neckar-AG operativ eng mit der EnBW verbunden. Die Neckar-AG hat deshalb keine eigenen Grundsätze für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung und –kontrolle entwickelt, sondern wendet die im Jahr 2008/2009 bei der EnBW eingeführten Compliance-Regelungen auch für sich an.

d) Internes Kontrollsystem (IKS)

Durch die enge Verbindung mit der EnBW ist die Neckar-AG in das interne Kontrollsystem des EnBW-Konzerns eingebunden, so dass Unregelmäßigkeiten im Geschäftsbetrieb frühzeitig erkannt werden.

Die Neckar-AG wendet in seinem Geschäftsbetrieb außerdem die Konzerngrundsätze der EnBW zur Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnologie an (IuK Security Policy).

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Das in den Stromlieferungsverträgen festgelegte Wassergeld stellt zum überwiegenden Teil das wirtschaftliche Ergebnis der Gesellschaft dar (Gewinnbestandteil). Vertragliche Preisänderungsklauseln führen auf lange Sicht zu stabilen Ergebnissen.

Die bereits in den Vorjahren abgeschlossenen ergänzenden vertraglichen Regelungen in der Betriebsführung von fremden Kraftwerken sowie von zusätzlichen, leistungsorientierten Bonusregelungen mit den Stromabnehmern tragen ebenfalls zur Gewinnverbesserung bei.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Erweiterung des Kraftwerksparks durch das im Bau befindliche Wasserkraftwerk in Esslingen sowie gegebenenfalls die angedachten Erweiterungen an bestehenden Anlagen bieten die Chance zu einer Verbesserung der Ertragslage, so dass auch auf lange Sicht von einer positiven Ergebnisentwicklung ausgegangen werden kann.

Die restlichen nicht mehr betriebsnotwendigen Immobilien aus einem Vergleich mit dem Bund sind durch die aktuelle Marktlage, die vorhandene Mieterstruktur und dem anstehenden Sanierungsbedarf schwer zu veräußern. Wir gehen deshalb davon aus, dass die zum Ergebnis beitragenden Immobilienerlöse mittelfristig entfallen. Der Immobilienverkauf wird weiterverfolgt.

Ausblick 2010

Nach den mit den Stromabnehmern geführten Gesprächen zur Mittelfristplanung über den Betrieb und die Instandhaltung der Kraftwerke rechnen wir für das Jahr 2010 mit Instandhaltungsausgaben auf dem bisherigen Niveau. Diese Kosten werden im Rahmen der Selbstkostenabrechnung von den Stromabnehmern der Kraftwerke getragen.

Der Betrieb und die Instandhaltung der Kraftwerke wurden 2009 organisatorisch aufgeteilt. Mit dieser Organisationsänderung wird die aufgabenspezifische Weiterentwicklung der Fachkompetenz der Mitarbeiter unterstützt. Dies ist mit eine Voraussetzung, um der zunehmend schwieriger werdenden Situation bei den Fremdleistungen sowohl qualitativ als auch in der Verfügbarkeit entgegenzuwirken.

Die Neckar-AG versorgt aus der historischen Entwicklung heraus noch einige Privathaushalte mit Strom, die elektrisch direkt an ein Kraftwerk angeschlossen sind. Die Neckar-AG betreibt keine Stromversorgungsnetze sondern nur kurze Direktleitungen zwischen Kraftwerk und Stromkunde. Im Rechnungswesen ist deshalb kein „Unbundling“ i. S. d. Energiewirtschaftsgesetzes notwendig.

Abhängigkeitsbericht

In dem von uns für das Geschäftsjahr 2009 aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen haben wir abschließend erklärt, dass unsere Gesellschaft nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, zu dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und nicht benachteiligt wurde.

Stuttgart, 7. Januar 2010

Der Vorstand

Luithle

Dr. Römer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand während des Geschäftsjahres anhand regelmäßiger Berichte und in Sitzungen über die Entwicklung und die Lage der Gesellschaft unterrichten lassen und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Wichtige Vorgänge wurden mit dem Vorstand erörtert.

Die Gesellschaft hat ein Risikomanagementsystem installiert. Der Vorstand hat an den Aufsichtrat berichtet, dass im Berichtsjahr 2009 keine Risiken mit nennenswerten finanziellen Auswirkungen erkannt wurden.

Die Gesellschaft ist in das interne Kontrollsystem des EnBW-Konzerns eingebunden und wendet in seinem Geschäftsbetrieb die Konzerngrundsätze zur Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnologie an. Der Vorstand hat an den Aufsichtrat berichtet, dass im Berichtsjahr 2009 keine Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden.

Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2009 zweimal, der Personalausschuss tagte einmal.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009 und der Lagebericht sind durch die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft. Er hat den Jahresabschluss 2009 gebilligt, der damit festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft und für rechtmäßig befunden. Der Abschlussprüfer hat gemäß § 313 Abs. 3 AktG bestätigt, dass die Angaben im Bericht richtig sind und dass bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war. Von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Er erhebt keine Einwendungen gegen die abschließende Erklärung des Vorstands.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Betriebsräten und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre engagierte und wertvolle Arbeit, die maßgeblich zum Erfolg des Jahres 2009 beigetragen hat.

Stuttgart, 15. April 2010

Der Aufsichtsrat

Michael Wenk, Vorsitzender

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Neckar-Aktiengesellschaft, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Nach § 10 Abs. 4 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und die Einhaltung der Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die interne Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellungdes Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG hat zu keinen Einwendungen geführt.

Stuttgart, 22. Januar 2010

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Günnewig, Wirtschaftsprüfer

Schulenburg, Wirtschaftsprüfer