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Nabaltec AG — Management Reports 2009
Jun 7, 2010
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Management Reports
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Nabaltec AG
Schwandorf
Jahresabschluss 2009 der Nabaltec AG
Einzelabschluss Nabaltec AG 2009
UNSER KNOW-HOW FÜR IHRE SICHERHEIT
LAGEBERICHT DER NABALTEC AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009
1. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN
1.1 GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Die Nabaltec AG entwickelt, produziert und vertreibt hochspezialisierte Produkte auf der Basis mineralischer Rohstoffe, insbesondere auf Basis von Aluminiumhydroxid und von Aluminiumoxid. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Anbietern bei funktionalen Füllstoffen, keramischen Rohstoffen und keramischen Massen. Die Jahresproduktionskapazität liegt bei rund 240.000 Tonnen bei einem Exportanteil von rund 70 %.
Das Anwendungsspektrum für die Nabaltec-Produkte ist extrem breit gefächert:
| ― | Flammhemmende Füllstoffe für die Kunststoffindustrie, die zum Beispiel bei Kabeln in Tunneln, Flughäfen, Hochhäusern und elektronischen Geräten eingesetzt werden und vor allem dem Brandschutz dienen |
| ― | Füllstoffe und Additive, die Kunststoffe pigmentieren, stabilisieren oder aufgrund ihrer katalytischen Fähigkeiten eingesetzt werden |
| ― | Keramische Rohstoffe zum Einsatz in der Feuerfestindustrie, in der technischen Keramik, in der Poliermittelindustrie |
| ― | Hochspezialisierte keramische Rohstoffe für Ballistik, Mikroelektronik und keramische Filter |
Mit spezialisierten Produkten für die PVC-lndustrie (Additive) und für die Elektronikindustrie (Böhmite) hat Nabaltec das Produkt- und Anwendungsspektrum 2009 um zwei zukunftsstarke Produktbereiche erweitern können.
Nabaltec-Produkte kommen immer dann bevorzugt zum Einsatz, wenn ein Höchstmaß an Qualität, Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Langlebigkeit gefordert ist.
Nabaltec verfügt als weltweit einziger Anbieter von feinstgefälltem Aluminiumhydroxid, das als hochwertiger halogenfreier, flammhemmender Füllstoff eingesetzt wird, über Produktionsstandorte (Schwandorf und Kelheim, Deutschland, und über das Tochterunternehmen Nashtec in Corpus Christi, USA) in den beiden wichtigsten Nachfragemärkten Europa und USA. Dadurch kann Nabaltec die Produkte kundennah und kosteneffizient produzieren und diese beiden wichtigen Märkte unmittelbar bedienen.
Über den Vertrieb und die anwendungstechnische Beratung pflegt Nabaltec einen sehr engen Kontakt zu den Kunden. Sämtliche Vertriebsmitarbeiter verfügen über spezifische technische und chemische Kenntnisse, so dass eine fachkundige Beratung jederzeit garantiert ist. Diese Kundennähe ist der Grundstein für eine gezielte kundenindividuelle Weiterentwicklung der Produkte.
1.2 UNTERNEHMENSSTRUKTUR
Nabaltec mit Sitz in Schwandorf wurde 1994 gegründet und übernahm 1995 den Geschäftsbetrieb der Sparte Spezialoxide der VAW aluminium AG. Im September 2006 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Seit November 2006 sind die Aktien der Nabaltec AG im Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Die Gesellschaft ist zu 51 % an der Nashtec Management Corp. und zu 51 % (direkt zu 50,49 % und indirekt über die Nashtec Management Corp., die als General Partner 1 % der Anteile hält) an Nashtec L.P. (USA) als Teil eines Joint Ventures beteiligt. Weitere Beteiligungen oder Tochtergesellschaften existieren nicht.
Entsprechend der Charakteristika der Ziel- und Abnehmermärkte gliedert die Nabaltec AG ihre Tätigkeit in zwei Unternehmensbereiche, die wiederum in jeweils zwei Geschäftsbereiche aufgeteilt sind. Darüber hinaus werden drei Dienstleistungsbereiche als Profitbzw. Cost-Center geführt.
UNTERNEHMENSBEREICHE
Funktionale Füllstoffe:
| ― | Flammschutzmittel |
| ― | Additive |
Technische Keramik:
| ― | Keramische Rohstoffe |
| ― | Keramische Massen |
DIENSTLEISTUNGSBEREICHE
Kaufmännische Dienste
Technische Dienste
Analysenzentrum
1.3 STRATEGIE
Die Nabaltec AG setzt in der Weiterentwicklung des Unternehmens folgende strategische Schwerpunkte:
1. Fortlaufende Weiterentwicklung der Produktionsprozesse und der Produktqualität zur Optimierung des Kundennutzens
Durch den anwendungstechnisch integrierten Vertrieb steht Nabaltec in einem ständigen Austausch mit den Kunden. Die eigene Produkt- und Prozessentwicklung wird laufend darauf abgestellt, den Kunden Verarbeitungsvorteile zu bieten, wie einfache und schnellere Fertigungsprozesse und damit Nutzenvorteile verbunden mit geringeren Herstellungs- und Entwicklungskosten. Entscheidend hierfür ist ein gezielter wechselseitiger Austausch mit den Kunden, insbesondere hinsichtlich des Produkt- und Weiterverarbeitungs-Know-hows. Nabaltec investiert deshalb kontinuierlich in das Technikum in Kelheim sowie die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen in Schwandorf und intensiviert die Kooperationen mit Forschungsinstitutionen.
Zur Optimierung der Prozesse gehören auch eine effiziente Energienutzung und ein umfassender Umweltschutz. Beide stellen wesentliche Wettbewerbsfaktoren dar. Nabaltec hat umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um den Energieverbrauch zu optimieren, abwasserneutral zu arbeiten und den Emissionsausstoß zu minimieren.
2. Gezielte Erweiterung der Produktpalette
Über die kontinuierliche Weiterentwicklung hinaus - häufig im engen Schulterschluss mit Schlüsselkunden - werden für ausgesuchte Anwendungen neue Produkte entwickelt. 2009 konnten zwei dieser Neuentwicklungen nicht nur zur Marktreife gebracht, sondern bereits im industriellen Maßstab produziert und vertrieben werden.
So hat Nabaltec 2008 und 2009 im neuen Geschäftsbereich "Additive" einen umweltfreundlichen Stabilisator für die PVC-lndustrie entwickelt, der die noch überwiegend verwendeten bleihaltigen Substanzen in den Kunststoffen ersetzt. Nabaltec hat hier ein neues Produkt mit hoher Wertschöpfung entwickelt, basierend auf vertrauten Prozessen und in enger Zusammenarbeit mit Schlüsselkunden. Nach erfolgreicher Testphase der Neuanlage konnte im vierten Quartal 2009 die industrielle Produktion gestartet werden.
Die Technikumsanlage in Kelheim ermöglicht Entwicklungstätigkeiten und Musterproduktionen von bis zu mehreren hundert Tonnen für die Produkteinführungen im Kleinmaßstab. Hier werden derzeit die von Nabaltec entwickelten Böhmit-Qualitäten produziert. Diese finden Verwendung als umweltfreundliche, halogenfreie Flammschutzmittel in Anwendungen, die höhere Verarbeitungstemperaturen benötigen, beispielsweise halogenfreie flammgeschützte Leiterplatten. Das Nabaltec-Produkt APYRAL® AOH kann problemlos bis zu 320°C verarbeitet werden. Da die Nachfrage nach diesem Produkt bereits zur Vollauslastung der Anlage in Kelheim führte, ist für 2010 die Produktion im industriellen Maßstab am Standort Schwandorf geplant.
3. In den Zielmärkten strebt die Nabaltec AG die Qualitätsführerschaft und eine Marktposition unter den jeweils drei führenden Anbietern an
Der Brandschutz in der Kunststoff- und Kabelindustrie wird in den kommenden Jahren weiterhin deutlich wachsen. Dabei werden halogenierte, flammhemmende Füllstoffe zunehmend durch halogenfreie ersetzt. Um von dieser Entwicklung überproportional zu profitieren und in diesem Spezialbereich zum Marktführer zu werden, wurden die Produktionskapazitäten für ATH-basierte, flammhemmende Füllstoffe gezielt ausgebaut. Heute ist Nabaltec in diesem Bereich einer der beiden führenden Anbieter weltweit.
Bei den keramischen Rohstoffen entwickelt sich der Markt für reaktive Aluminiumoxide aufgrund der Anforderungen der Feuerfestindustrie dem Umfeld entsprechend gut. Auch die Märkte der technischen Keramik und der Poliermittelindustrie zeigen weiterhin ein fundiertes Wachstum. Dieser Entwicklung trägt Nabaltec durch den Ausbau innovativer Produkte Rechnung. Gemessen am quantitativen Output ist Nabaltec nach eigenen Erhebungen die Nummer 4 im Markt. Betrachtet man die hochqualitativen Produktbereiche fällt die Marktposition besser aus.
Als Hersteller von frei verfügbaren keramischen Massen auf Basis von Aluminiumoxid für hochspezialisierte Anwendungen in der technischen Keramik ist Nabaltec bereits Marktführer. Diese Position soll mit der hochmodernen Produktionsanlage für granulierte keramische Massen in Schwandorf weiter ausgebaut werden.
4. Über ein internationales Wachstum profitiert Nabaltec von weltweiten Wachstumsimpulsen und regionalen Sonderkonjunkturen
Weltweit sind umweltschonende und hochsichere Lösungen auf dem Vormarsch, besonders gefördert durch regulatorische Vorgaben oder Selbstverpflichtungen der Industrie. Mit einem Exportanteil von rund 70 % kann Nabaltec schon heute von diesen weltweiten Trends profitieren. Mit dem Anspruch, in den eigenen Spezialmärkten zu den TOP-3-Anbietern weltweit zu gehören, verbindet sich auch das Ziel, auf allen Weltmärkten gleichermaßen vertreten zu sein. Im Mittelpunkt der Maßnahmen zur Marktausweitung stehen derzeit Nordamerika und Asien.
5. Flexible und schnelle Anpassung der Kapazitäten und Kostenstrukturen dank hochauflösender Controlling-Prozesse
Nabaltec verfolgt eine margenorientierte Kapazitätspolitik. Nachfrageschwankungen müssen möglichst früh berücksichtigt werden, da die Produktionsprozesse in der SpezialChemie nur mit einer prozessimmanenten Verzögerung erweitert oder reduziert werden können, wenn sie gleichzeitig wirtschaftlich bleiben sollen. Deshalb hat Nabaltec ein schnell greifendes und sehr differenziertes Controlling entwickelt und verfügt damit über geeignete Instrumente, die Kostenpositionen den Absatzschwankungen weitgehend anzupassen.
1.4 STEUERUNG
Die Nabaltec AG verfügt über eine differenzierte Kosten- und Leistungsrechnung, die weitgehend dem Gedanken der Grenzplankostenrechnung folgt. Über eine mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung wird das Ergebnis transparent abgebildet. Abweichungen werden durchgehend nur dort verrechnet und belastet, wo die Verantwortlichkeit dafür zu finden ist. Dieses Controllingsystem ist die Grundlage für die Steuerung des Unternehmens und deckt sowohl die Unternehmensbereiche als auch die Dienstleistungsbereiche ab. Es liefert schnell und zuverlässig Informationen über Ist-Ergebnisse und Plan-Abweichungen sowie die Erfolgswirksamkeit von Entscheidungen und Maßnahmen.
Auf dieser Grundlage baut ein das ganze Unternehmen umspannender Zielvereinbarungsprozess auf, der bis in die kleinsten Einheiten hinein mit differenzierten Zielvorgaben Verantwortlichkeiten definiert. Die Kosten- und Leistungsplanung unterstützt somit umfassend die Erreichung der Unternehmensziele. Soll-Ist-Vergleiche sind online verfügbar, signalisieren frühzeitig Handlungsbedarf und fördern den Prozess der Führung durch Zielvereinbarungen. Für alle Kostenstellen und Kostenträger wird monatlich ein Soll-Ist-Vergleich durchgeführt.
Die Unternehmensdaten werden monatlich in den Geschäftsbereichen sowie im Führungskreis präsentiert und diskutiert, Handlungsalternativen werden in diesem Gremium besprochen und umgesetzt. Der Aufbau entspricht dabei den Ansätzen in der Planung. Nach Abschluss eines Quartals wird jeweils eine Vorschaurechnung erstellt.
Seit dem Jahr 1998 wird in allen kaufmännischen Bereichen die ERP-Software "Navision" eingesetzt. Die gesamte Darstellung der Kosten- und Leistungsrechnung inklusive Ergebnisrechnung erfolgt seit 2003 bei Nabaltec auf Basis der Controlling-Software "macs". Die zentralen Kennzahlen als Grundlage für die betriebswirtschaftlichen Entscheidungen sind Umsatz, Deckungsbeitragsrechnung, EBIT, ROI, Amortisationsdauer und Cashflow.
2. GESCHÄFTSVERLAUF 2009
2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION
In nahezu allen für Nabaltec wichtigen Ländern und Regionen war die konjunkturelle Entwicklung 2009 deutlich durch die weltweite Wirtschaftskrise belastet. Die weltweite Wirtschaftsleistung ging um 1,1 % zurück. Die deutsche Wirtschaft sank um 4,9 % und damit so stark wie noch nie in der jüngeren Vergangenheit. Auch in den anderen Ländern Europas hat sich die Konjunktur deutlich eingetrübt. Unter den großen europäischen Volkswirtschaften sank die Wirtschaftsleistung in Frankreich beispielsweise um 2,3 %, in Großbritannien um 4,7 % und in Spanien um 3,6 %. Im für Nabaltec besonders wichtigen italienischen Markt ist die Wirtschaftsleistung um 4,8 % zurückgegangen. Den stärksten Rückgang erlebte Russland, wo die Wirtschaft nach einem Plus von 5,6 % 2008 auf ein Minus von 7,4 % drehte. Die US-amerikanische Wirtschaft schwächte sich um 2,5 % ab und schnitt damit sogar leicht besser ab als von vielen befürchtet. Japan setzte 2009 die bereits vorher vorhandene rezessive Konjunkturentwicklung mit einem Minus von 5,4 % fort. Von dieser Entwicklung konnten sich unter den großen Volkswirtschaften nur China mit einem Plus von 8,5 % und Indien mit 6,0 % positiv absetzen.
Charakteristisch für die wirtschaftliche Entwicklung 2009 war die extreme Unsicherheit auf allen Ebenen und in allen Bereichen. Das drückte sich nicht zuletzt in Konjunkturprognosen aus, die insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2009 permanent nach unten korrigiert wurden. Ab dem zweiten Halbjahr zeichnete sich dann weltweit eine konjunkturelle Bodenbildung ab.
2.2 BRANCHENSITUATION
Die deutsche Chemieindustrie hat 2009 eines der schwierigsten Jahre ihrer Geschichte hinter sich gebracht, so der Verband der Chemischen Industrie (VCI). Zeitweise musste branchenweit die Produktion im ersten Halbjahr um 30 % gedrosselt werden. Trotz Bodenbildung und erfolgter Belebung in der zweiten Jahreshälfte resultierte daraus ein Produktionsrückgang in der Branche von 10 % auf Jahressicht. Die Kapazitätsauslastung lag branchenweit bei durchschnittlich 75 % und das Produktionsniveau entsprach laut VCI dem Wert des Jahres 2004. Der Gesamtumsatz der chemischen Industrie ist um 12,5 % gesunken. Das Auslandsgeschäft zeigte sich etwas stabiler als die Inlandsnachfrage. Die schwache Marktlage schlug sich auch auf die Investitionen nieder, die um 10 % unter dem Wert des Vorjahres lagen.
Sowohl die Abnehmerbranchen für funktionale Füllstoffe als auch für die technische Keramik waren mit ganz ähnlichen Entwicklungen konfrontiert. Die erste Jahreshälfte war durchwegs von rückläufigen Märkten geprägt. Ab Jahresmitte setzte eine allmähliche Bodenbildung und Konsolidierung auf niedrigerem Niveau ein. Einzelne mittelbare Zielbranchen, wie Automobilproduktion oder Infrastruktur/Bauindustrie, profitierten zwar temporär von staatlichen Sonderprogrammen. Allerdings waren diese Effekte in den deutlich vorgelagerten Industrien, beispielsweise auch bei Abnehmern von funktionalen Füllstoffen und technischen Keramiken, wenig spürbar.
Dennoch bleibt der langfristige Trend einer steigenden Nachfrage nach halogenfreien, flammhemmenden Füllstoffen und insbesondere Aluminiumhydroxid weiterhin intakt. Weltweit neu gefasste Brandschutzvorschriften sorgen für Impulse. Aktuelle unabhängige Marktprognosen gehen von einer jährlichen Nachfragesteigerung von weltweit 8,1 % bis 2014 aus. Dieses Marktwachstum wird einerseits durch das wachsende öffentliche Bewusstsein für die Notwendigkeit von Brandschutz, andererseits durch die zunehmende Substitution von potenziell umweltbelastenden Flammschutzmitteln durch das umweltfreundliche, halogenfreie Aluminiumhydroxid gefördert. Diese Entwicklung wirkt sich vor allem positiv auf feinstgefällte Aluminiumhydroxide aus - ein Bereich, in dem Nabaltec nicht zuletzt durch Investitionen der vergangenen Jahre sehr gut aufgestellt ist.
Im Bereich der Spezialoxide und reaktiven Aluminiumoxide wird der Feuerfestmarkt durch die Nachfrage der Stahlindustrie geprägt. Im Sog der abklingenden Weltwirtschaft legte auch die Stahlindustrie Ende des Jahres 2008 Kapazitäten still und begann erst gegen Ende 2009 wieder mit einem allmählichen Kapazitätsausbau. 2009 ist die Stahlproduktion weltweit um 8,4 % zurückgegangen, trotz der Sonderkonjunkturen in China und Indien. Dennoch gilt auch hier, dass die langfristigen Trends Bestand haben, wie die Anforderung an die Hersteller von Feuerfestprodukten, höhere Standzeiten zu erreichen, was hochveredelte Spezialoxide begünstigt.
2.3 ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF DER NABALTEC AG
Der Geschäftsverlauf der Nabaltec AG war 2009 von einer starken Zweiteilung geprägt. Der im vierten Quartal 2008 begonnene, teilweise dramatische Nachfrageeinbruch im Zuge der Wirtschaftskrise setzte sich im ersten Quartal 2009 unvermindert fort und beeinflusste auch noch die Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal maßgeblich. Der Unternehmensbereich "Technische Keramik" konnte sich etwas länger gegen die Krise stemmen und wurde erst mit Beginn des Jahres 2009 von der globalen Nachfrageschwäche getroffen.
Das zweite Halbjahr 2009 war zuerst von einer einsetzenden Bodenbildung und zum Jahresende hin sogar wieder einem leichten Wachstum gekennzeichnet. Der Vergleich des ersten mit dem zweiten Halbjahr bei addiertem Auftragseingang, Absatz, Umsatz und Ertrag unterstreicht ausnahmslos die Aufwärtstendenz.
Insbesondere das vierte Quartal belegte nochmals die weitere Stabilisierung. Gemessen an der Gesamtleistung war es das stärkste Quartal des Jahres 2009 und auch das erste Quartal, das den Umsatz des Vorjahresquartals wieder übertreffen konnte. Auch ertragsseitig wurde die Trendumkehr unterstrichen. Das EBITDA war bereits ab dem zweiten Quartal wieder positiv und wurde konsequent im weiteren Verlauf verbessert. Das dritte und vierte Quartal schlossen dann auch beim EBIT- bereinigt um Sondereffekte - positiv ab, bei gleichzeitig ansteigender Tendenz.
Wichtigen Anteil am insgesamt im Branchenvergleich noch relativ stabilen Geschäftsverlauf und an der Erholung im zweiten Halbjahr hatte die Entwicklung der US-amerikanischen Tochtergesellschaft Nashtec. In den USA konnte 2009 der Umsatz aus dem Jahr 2008 stabil gehalten werden. Als richtig erwies es sich, in den USA eine zweite Produktqualität einzuführen. Seither entwickeln sich Nachfrage und Umsätze nochmals besser. Nashtec ist bereits seit der ersten Jahreshälfte cash-positiv und schaffte den Break-even auf operativer Basis und beim Vorsteuer-Ergebnis. Mit einer steigenden Kapazitätsauslastung im zweiten Halbjahr erreichte Nashtec Werte, die angesichts des Branchenumfelds für kaum möglich gehalten wurden.
Überaus erfreulich entwickelten sich 2009 die Umsätze mit speziellen Böhmit-Qualitäten - wenn auch noch auf relativ geringem Niveau. Hier konnte Nabaltec erste Schritte in einen zukunftsstarken Markt tätigen und sich für die weitere Marktdurchdringung eine gute Position erarbeiten. Auch der Produktionsstart für die neue Produktlinie ACTILOX® CAHC als Additiv für die Kunststoffindustrie verlief planmäßig. Das neue Werk am Standort Schwandorf nahm im vierten Quartal den Betrieb auf.
2.4 UMSATZENTWICKLUNG
Die Nabaltec AG konnte 2009 einen Umsatz von 73,1 Mio. Euro erzielen. Das sind 24,1 % weniger als im Vorjahr. Der Rückgang ist auf die gesunkene Absatzmenge zurückzuführen, die über alle Unternehmensbereiche hinweg um 31,6 % geringer war. Etwas abgefedert wurde der Umsatzverlauf durch positive Effekte bei der Entwicklung der Absatzpreise. Nabaltec ist es 2009 gelungen - bedingt durch steigende Kosten für Energie, Logistik und Rohstoffe - die Verkaufspreise nachhaltig anzuheben. Direkte Währungseffekte waren für die Umsatzentwicklung 2009 von untergeordneter Bedeutung. Nach 65,0 % im Geschäftsjahr 2008 belief sich die Exportquote im Berichtsjahr auf 69,9 %.
Der Umsatz im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" sank 2009 um 18,5 % von 61,6 Mio. Euro auf 50,2 Mio. Euro. Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" fiel der Rückgang mit 34,0 % von 34,7 Mio. Euro auf 22,9 Mio. Euro stärker aus. Beide Unternehmensbereiche waren nahezu gleichermaßen vom wirtschaftlichen Einbruch und einem entsprechenden Nachfragerückgang betroffen. Die unterschiedliche Entwicklung auf Jahresbasis resultiert vor allem daher, dass der Unternehmensbereich "Technische Keramik" auch im vierten Quartal 2008 noch einen weitgehend stabilen Geschäftsverlauf aufweisen konnte und erst im ersten Quartal 2009 von der Krise getroffen wurde. Bei den "Funktionalen Füllstoffen" war das vierte Quartal 2008 bereits stark vom Nachfrageeinbruch gekennzeichnet, dafür setzte die Stabilisierung der Umsätze 2009 etwas früher ein.
Insgesamt war im Jahresverlauf 2009 eine Stabilisierung bei den Umsätzen erkennbar. Nach deutlichen Rückgängen im ersten und zweiten Quartal konnten im dritten und vierten Quartal die Umsätze gegenüber den Vorquartalen wieder gesteigert oder zumindest stabil gehalten werden. So lagen die Umsätze im zweiten Halbjahr um 20,8 % über den Werten der ersten sechs Monate 2009. Erstmals konnte auch im vierten Quartal 2009 wieder das entsprechende Vorjahresquartal übertroffen werden, allerdings auch dadurch bedingt, dass die Entwicklung Ende 2008 schon sehr stark durch die Wirtschaftskrise beeinträchtigt und der Vergleichswert entsprechend niedriger war.
Am frühesten zu spüren war die allmähliche Erholung im US-amerikanischen und im asiatischen Markt. In beiden Regionen entwickelten sich die Umsätze bereits ab dem zweiten Quartal wieder auf ein höheres Niveau. Die US-Tochter Nashtec nahm 2009 eine erfreuliche Entwicklung. Die Bedeutung der USA im Umsatzmix von Nabaltec ist von 8,1 % auf 10,7 % gestiegen.
Mit einem Umsatz von 73,1 Mio. Euro erreichte Nabaltec ein ähnliches Umsatzniveau wie im Jahr 2006 mit 71,6 Mio. Euro. Mit diesem Rückfall um drei Jahre konnte sich Nabaltec im Branchenvergleich relativ gut behaupten, spricht der Branchenverband VCI doch davon, dass die Branche gemessen an den Produktionszahlen auf das Niveau des Jahres 2004 zurückgeworfen wurde.
Die Auftragseingänge summierten sich im Geschäftsjahr 2009 auf insgesamt 72,1 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es 68,1 Mio. Euro.
2.5 ERTRAGSLAGE
Die Gesamtleistung der Nabaltec AG lag 2009 bei 72,0 Mio. Euro nach 100,2 Mio. Euro im Jahr zuvor. Verantwortlich für den Rückgang waren die Umsatzreduzierung sowie der gezielte Bestandsabbau an fertigen Erzeugnissen. Dieser Bestandsabbau von in der Spitze rund 3,9 Mio. Euro kam vor allem in den ersten drei Quartalen zum Tragen. Mit der einsetzenden Normalisierung der Nachfrage im vierten Quartal hat Nabaltec auch die Bestände wieder leicht über die Tiefststände des dritten Quartals angehoben, um so flexibel auf Nachfrageänderungen reagieren zu können. Aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 1,2 Mio. Euro enthalten Bauzeitzinsen von 0,8 Mio. Euro.
Die sonstigen betrieblichen Erträge von 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 2,4 Mio. Euro) sind im Wesentlichen auf Kursgewinne und sonstige Erträge aus Lieferungen und Leistungen an Dritte zurückzuführen.
Operative Aufwandsquoten in Relation zur Gesamtleistung
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| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| Materialaufwand | 58,2 % | 58,5 % |
| Personalaufwand | 21,3 % | 17,4 % |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 20,6 % | 18,1 % |
Die Materialaufwandsquote (in Relation zur Gesamtleistung) konnte im Jahresvergleich leicht um 0,3 Prozentpunkte gesenkt werden. Die erzielten Preiseffekte auf der Absatzseite wirkten sich hier positiv aus. Entsprechend lag die Rohergebnismarge 2009 mit 43,5 % nur leicht unter dem Vorjahresniveau von 44,0 %. In absoluten Zahlen ging das Rohergebnis 2009 von 44,1 Mio. Euro auf 31,3 Mio. Euro zurück.
Die Personalkosten konnten 2009 durch umfangreiche Einsparungsmaßnahmen, wie Entgeltabsenkung um 6,67 %, Kurzarbeit und Einsparungen bei der jährlichen Einmalzahlung, um 2,8 Mio. Euro reduziert werden. Außerordentliche Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen im vierten Quartal 2009 saldierten die Jahreseinsparung bei den Personalkosten auf 2,2 Mio. Euro. Die Personalkostenquote ist aufgrund des überproportionalen Rückgangs der Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr von 17,4 % auf 21,3 % gestiegen. Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich leicht von 346 zum 31. Dezember 2008 auf 348 zum 31. Dezember 2009. Der Personalbedarf für den Geschäftsbereich "Additive" wurde durch interne Umsetzungen gedeckt.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von 18,1 Mio. Euro auf 14,8 Mio. Euro. Insbesondere bei den Fremdleistungen konnten Einsparungen in Höhe von 1,9 Mio. Euro realisiert werden. Die Entwicklung der Frachtkosten verlief weitgehend parallel zur Absatzentwicklung.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag 2009 bei 1,2 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es 8,5 Mio. Euro. Beide Unternehmensbereiche erwirtschafteten auf Jahressicht ein positives EBITDA. Auch hier zeigte sich die deutliche Stabilisierung beziehungsweise eine Aufwärtsentwicklung im Jahresverlauf.
Unter Berücksichtigung der planmäßig verlaufenen Abschreibungen des Geschäftsjahres 2009 in Höhe von 5,5 Mio. Euro errechnet sich das Betriebsergebnis (EBIT) mit -4,3 Mio. Euro nach 4,4 Mio. Euro im Vorjahr. Auch hier zeigte sich im Jahresverlauf eine deutliche Verbesserung von Quartal zu Quartal auf bereinigter Basis. Das vierte Quartal 2009 wurde durch einmalige Sondereffekte in Höhe von 1,0 Mio. Euro belastet. Darin enthalten sind außerordentliche Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen sowie Rückstellungen für eine Kanalsanierung und Belastungen aus einem Mühlenschaden. Bereinigt um Sondereffekte verbesserte sich das EBIT im Jahresverlauf von -2,8 Mio. Euro im ersten Halbjahr auf -0,5 Mio. Euro im zweiten Halbjahr 2009.
Der Jahresüberschuss lag im abgelaufenen Jahr bei -7,1 Mio. Euro nach 1,8 Mio. Euro im Vorjahr.
2.6 FINANZLAGE
2.6.1 FINANZMANAGEMENT
Das Finanzmanagement ist direkt dem Vorstand zugeordnet und umfasst schwerpunktmäßig das Management der Kapitalstruktur, die Liquiditätssteuerung, die Zins- und Devisenkurssicherung sowie die Finanzmittelbeschaffung. Das Tochterunternehmen Nashtec ist in diesem Zusammenhang in das konzerneinheitliche Liquiditätsmanagement eingebunden.
Dank der eigenen Produktion in den USA durch das Tochterunternehmen Nashtec konnte Nabaltec die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen zwischen US-Dollar und Euro für die Geschäftsentwicklung weitgehend eliminieren. Weiteren Währungsrisiken begegnet Nabaltec mit dem Einsatz von Devisenkurssicherungsinstrumenten, wenn dies aufgrund der Volatilität der Märkte oder dem Umfang der Fremdwährungsgeschäfte angezeigt ist.
Nabaltec hat die Finanzierung des Unternehmens - nicht zuletzt im Rahmen des umfangreichen Investitionsprogramms der vergangenen fünf Jahre - langfristig sichergestellt. Bis zum Bilanzstichtag wurden dem Tochterunternehmen liquide Mittel in Höhe von 8,4 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Zinssätze und Vertragskonditionen entsprechen trotz des schwierigen Umfelds in der Refinanzierung den Standards für mittelständisch geprägte Unternehmen. Bei Fremdfinanzierungen mit variablen Zinsen bedient sich Nabaltec fallweise auch verschiedener Zinssicherungsinstrumente mit einer mittel- bis längerfristigen Zinsbindung (Zinsswaps).
Die Finanzierung des Wachstums und der getätigten Zukunftsinvestitionen wurde vorrangig über Bankdarlehen sichergestellt, wobei Nabaltec auch günstige Programme von KfW oder LfA sowie Fördermittel der Regierung der Oberpfalz in Anspruch nimmt. Damit verfügt Nabaltec über eine ausgewogene Fremdfinanzierungsstruktur.
2.6.2 FINANZIERUNGSANALYSE
Ausgewählte Bilanzpositionen in Relation zur Bilanzsumme
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| 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 39,8 % | 48,4 % |
| Rückstellungen | 11,3 % | 11,6 % |
| Verbindlichkeiten | 48,8 % | 39,8 % |
Das Eigenkapital verringerte sich zum 31. Dezember 2009 bedingt durch die Ertragsentwicklung von 47,7 Mio. Euro auf 40,6 Mio. Euro. Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 39,8 % (Vorjahr: 48,4 %), die im Branchenvergleich als überaus solide eingestuft werden kann.
Die Verbindlichkeiten nahmen im Berichtsjahr insgesamt um 10,6 Mio. Euro zu. Dabei erhöhten sich insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 15,9 Mio. Euro. Deutlich zurückgeführt hat Nabaltec die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und zwar um 2,6 Mio. Euro oder 34,2 %. Im Geschäftsjahr 2008 wurde der Nabaltec ein Investitionszuschuss von der Regierung der Oberpfalz in Höhe von 6,0 Mio. Euro ausbezahlt. Der noch nicht für neue Sachanlageinvestitionen genutzte Anteil von 2,7 Mio. Euro zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 wurde als sonstige Verbindlichkeit bilanziert. Der Rückgang dieser Bilanzposition erklärt sich aus der anteiligen Nutzung dieses Investitionszuschusses im Laufe des Geschäftsjahres 2009.
2.6.3 SONSTIGE AUßERBILANZIELLE FINANZIERUNGSINSTRUMENTE
Nabaltec hat verschiedene technische Anlagen und Maschinen im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion veräußert. Die Restlaufzeiten der Leasingverträge belaufen sich auf ein bis fünf Jahre. Außerdem bedient sich Nabaltec eines fortlaufenden Factorings für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, insbesondere um eventuelle Ausfallrisiken zu minimieren. Weitere Instrumente, die dem Financial Engineering zugerechnet werden können, werden bei Nabaltec nicht eingesetzt.
2.6.4 INVESTITIONSANALYSE
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Nabaltec AG insgesamt 21,7 Mio. Euro investiert. Nach der anteiligen Verrechnung des Investitionszuschusses für 2009 ergibt sich ein Anlagenzugang von 20,0 Mio. Euro. Investitionsschwerpunkte waren der Geschäftsbereich "Additive" für den Aufbau der Produktionsanlage am Standort Schwandorf und neue Maschinen und Ausrüstungen, insbesondere im Geschäftsbereich "Flammschutzmittel". Im Vorjahr wurden 21,5 Mio. Euro investiert.
2.6.5 CASHFLOW
Die Nabaltec AG konnte trotz der schwierigen Geschäftsentwicklung und der belastenden Ertragssituationen einen positiven Cashflow erwirtschaften. Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit addierte sich auf 1,4 Mio. Euro. Im Vorjahr wurden 3,8 Mio. Euro erwirtschaftet. Wichtige Faktoren waren die gezielte Optimierung des Working Capitals mit einem planmäßigen Bestandsabbau bei den Vorräten von insgesamt rund 8,6 Mio. Euro. Cashbelastend mit rund 9,1 Mio. Euro waren der Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Reduzierung des in Anspruch genommenen Kontokorrents.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im Berichtszeitraum -21,8 Mio. Euro. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit aus dem Vorjahr lag bei -17,5 Mio. Euro inklusive der anteilig verrechneten Investitionszulage der Regierung der Oberpfalz. Gemessen an den Anlagenzugängen lagen die Investitionen 2009 und 2008 auf einem annähernd gleichen Niveau.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich im Berichtszeitraum von 13,9 Mio. Euro auf 19,0 Mio. Euro. Hier wirkte sich vor allem die Neuaufnahme von Finanzkrediten in Höhe von 22,7 Mio. Euro steigernd aus, während gleichzeitig 1,0 Mio. Euro an Finanzkrediten getilgt sowie rund 2,9 Mio. Euro an Zinsen bezahlt wurden.
Der Finanzmittelfonds der Nabaltec AG als Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten lag zum 31. Dezember 2009 bei 0,3 Mio. Euro, nach 1,7 Mio. Euro zum Bilanzstichtag des Vorjahres.
2.7 VERMÖGENSLAGE
Die Bilanzsumme der Nabaltec AG stieg zum 31. Dezember 2009 auf 102,0 Mio. Euro gegenüber dem Wert des Vorjahresstichtags in Höhe von 98,6 Mio. Euro.
Wichtige Aktiva der Bilanz in Relation zur Bilanzsumme
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| 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | 78,9 % | 67,3 % |
| darin: Sachanlagen | 69,5 % | 58,8 % |
| Umlaufvermögen | 20,7 % | 32,2 % |
| darin: Vorräte | 17,3 % | 26,6 % |
Auf der Aktiva-Seite stiegen die Sachanlagen auch 2009 deutlich um 22,2 % oder 12,9 Mio. Euro auf 70,9 Mio. Euro. Diese Erhöhung ist auf Investitionen in technische Anlagen und Maschinen, in die Verbesserung der Infrastruktur und Optimierung der Produktionsprozesse in Höhe von 18,3 Mio. Euro zurückzuführen.
Das Umlaufvermögen war stark von der gezielten Rückführung der Vorräte geprägt. Die Vorräte, insbesondere die Rohstoffe, waren zum Jahresende 2008 bewusst nach oben gefahren worden, um Preiserhöhungen abzumildern. Entsprechend planmäßig wurden die Vorratsbestände dann im Geschäftsjahr 2009 sukzessive gesenkt.
3. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
3.1 MITARBEITER
Die Nabaltec AG beschäftigte zum Jahresende 2009 insgesamt 348 Mitarbeiter (31. Dezember 2008: 346). In der Mitarbeiterzahl enthalten sind auch 38 Auszubildende (31. Dezember 2008: 32). Nabaltec legt hohen Wert auf eine gute Ausbildung. So stellten die Auszubildenden mit einer Quote von rund 10,9 % auch im Geschäftsjahr 2009 fast schon traditionell einen bemerkenswert großen Teil der Belegschaft. Damit erhöhte Nabaltec diesen Wert 2009 erneut leicht und lag, wie in den Vorjahren, deutlich über dem Branchendurchschnitt. Die Auszubildenden von Nabaltec zählen regelmäßig zu den Jahrgangsbesten. Aktuell werden Ausbildungsplätze in den Berufen lndustriekaufmann/-frau, Informatikkaufmann/-frau, Chemielaborant/-in, Chemikant/-in, Elektroniker/-in für Betriebstechnik und lndustriemechaniker/-in für Betriebstechnik angeboten.
Um das sicherheitsbewusste Verhalten aller Mitarbeiter zu schulen und die Umsetzung gesetzlicher und berufsgenossenschaftlicher Forderungen zu vereinfachen, hatte sich das Unternehmen bereits 2007 dazu entschlossen, zusätzlich zu den bereits bestehenden Qualitäts- und Umweltmanagement-Systemen nach ISO 9001:2008 bzw. ISO 14001:2004 auch ein Arbeitsschutzmanagement-System nach BS OHSAS 18001:2007 (British Standard Occupational Health and Safety Assessment Series) einzuführen. Im Jahr 2009 wurde ein umfangreiches Überwachungsaudit für das Qualitätsmanagement-System nach ISO 9001: 2008 durchgeführt. Ebenso erfolgten die Rezertifizierungen für das Umweltmanagement-System (ISO 14001:2004) und das Arbeitsschutzmanagement-System (BS OHSAS 18001: 2007). Im Berichtsjahr wurde erstmals auch die Produktionsstätte der Nabaltec AG in Kelheim für Qualität sowie Umwelt- und Arbeitsschutz zertifiziert; die Zertifizierung nach ISO 9001:2008 bei der Tochtergesellschaft Nashtec in den USA konnte bereits 2008 erfolgreich durchgeführt werden.
Darüber hinaus ist das Analysenzentrum der Nabaltec AG nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005 akkreditiert.
Die Nabaltec AG gehörte in der Vergangenheit regelmäßig zu den 100 besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand, so die Untersuchungen des bundesweiten, branchenübergreifenden Unternehmensvergleiches "TOP JOB". Auszeichnungen wie diese sind ein Zeichen dafür, wie ernst das Unternehmen seine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern nimmt. Arbeitsplatzsicherung hatte in der Wirtschaftskrise 2009 hohe Priorität. Alle Mitarbeiter haben hier durch Entgeltverzicht und Kurzarbeit einen wesentlichen Beitrag zur Arbeitsplatzsicherung aller beigetragen. Ein zentrales Anliegen von Nabaltec ist es, den Mitarbeitern unternehmensintern Perspektiven und Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu bieten, um auch auf diesem Wege die Identifikation mit dem Unternehmen, den Einsatz und das Engagement der Mitarbeiter zu fördern.
3.2 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten spielen im Rahmen der Gesamtstrategie der Nabaltec AG eine zentrale Rolle. Wichtiges Element der F&E-Strategie ist der enge Schulterschluss und die gemeinsame Entwicklungsarbeit mit den Kunden. Das klar definierte Ziel in allen Unternehmensbereichen lautet, den Kunden Qualitäts- und Verarbeitungsvorteile bieten zu können und sie so zu unterstützen, sich einen Wettbewerbsvorteil zu generieren. Als ein führender Anbieter von hochspezialisierten Produkten betrachtet Nabaltec Forschung und Entwicklung als eine der Kernkompetenzen.
Die enge Zusammenarbeit mit den Kunden zieht sich durch nahezu alle Unternehmensbereiche und Prozessschritte. Der anwendungsorientierte Vertrieb ist gefordert, die spezifischen Bedürfnisse der Kunden zu definieren und direkt in die Entwicklungsarbeit einfließen zu lassen. Gleiches gilt für die Rückmeldungen der Kunden bei Neuentwicklungen aber auch bei etablierten Produkten; auch sie gehen unmittelbar in die Weiterentwicklungen mit ein. Durch den anwendungstechnisch ausgerichteten Vertrieb ist Nabaltec gleichzeitig in der Lage, frühzeitig neue Trends zu erkennen und aktiv zu fördern.
Parallel ist es das Ziel von Nabaltec in der F&E-Arbeit, die eigenen Produktionsprozesse fortlaufend zu optimieren und so die Basis zu schaffen, um die eigene Marktposition weiter ausbauen zu können. Beispielsweise ist die Energieoptimierung ein fundamentaler Antrieb für vielfältige F&E-Projekte.
Die langjährig erarbeitete In-House-Kompetenz wird in einigen Bereichen durch gemeinsame Projekte mit Universitäten, öffentlichen und privaten Instituten sowie Forschungs- und Technologiegesellschaften sinnvoll ergänzt. Zu den Forschungspartnern gehören unter anderem das Institut für Verfahrenstechnik mit dem Schwerpunkt Feuerfest an der RWTH in Aachen, das deutsche Kunststoffinstitut in Darmstadt, das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme in Dresden, die Technische Universität in Dresden und die Papiertechnische Stiftung in München. Zusätzlich unterlegt wird die Innovationstätigkeit von Nabaltec durch die Teilnahme an der AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen) und verschiedenen BMBF-Projekten (Bundesministerium für Bildung und Forschung) in beiden Unternehmensbereichen.
Das ausgeprägte Engagement von Nabaltec bei Forschung & Entwicklung drückt sich auch durch verschiedene nationale und internationale Preise und Auszeichnungen für die Innovationskraft aus. Beispielsweise gehörte Nabaltec 2009 zum vierten Mal zu den 100 innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand. Bei der 17. Auflage des renommierten Unternehmensvergleichs "Top 100" überzeugte Nabaltec mit einem systematischen, gut durchdachten und entsprechend erfolgreichen Innovationsmanagement und wurde von Lothar Späth, dem ehemaligen Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg, mit dem begehrten "Top 100"-Gütesiegel ausgezeichnet. Außerdem wurde Nabaltec 2009 von dem renommierten, weltweit tätigen Marktforschungsinstitut Frost & Sullivan mit dem "Global High Performance Fillers Growth Strategy Leadership Award" ausgezeichnet. Die Analysten von Frost & Sullivan heben insbesondere die Integration einer Innovationsphilosophie in eine kundenorientierte Forschung sowie eine globale Präsenz als solide Grundlage für den Ausbau der Marktposition hervor. "Die innovative und zeitlich abgestimmte Erweiterung der Produktlinien von Nabaltec in Abstimmung mit den Bedürfnissen der Kunden unterscheidet das Unternehmen von der Konkurrenz", so Frost & Sullivan.
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Nabaltec sind derzeit vor allem darauf ausgerichtet, vorhandene Produkte und Verfahren weiterzuentwickeln und zu verfeinern. Die Maßgaben werden durch sich ständig verändernde Kunden- und Marktanforderungen definiert. Diesen gilt es jederzeit zu entsprechen und damit gleichzeitig in den eigenen Zielmärkten die Produktpalette zu arrondieren beziehungsweise zu erweitern.
Die F&E-Schwerpunkte der vergangenen beiden Jahre, Additive und Böhmite, werden auch nach erfolgreicher Markteinführung 2009 weiterhin fortgesetzt. Jetzt steht im Mittelpunkt, die Qualitäten ständig weiterzuentwickeln, neue Einsatzgebiete zu identifizieren und zu erschließen. Nicht zuletzt ist es das Ziel von Nabaltec, auch in diesen beiden neuen Bereichen, vom Start weg im weltweiten Umfeld die Qualitätsführerschaft einzunehmen.
Im Berichtsjahr 2009 standen für den Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:
Unverändert ist der Bereich der halogenfreien Flammschutzmittel ein wichtiger Wachstumsmarkt, insbesondere für innovative, umweltfreundliche Produkte. Halogenhaltige Produkte werden durch halogenfreie ersetzt, wobei Großkonzerne im Bereich der Consumer-Elektronik mit entsprechenden Werbeslogans, die die Umweltfreundlichkeit der Produkte betonen, sich dazu auch öffentlich bekennen und so diesen Trend fördern. Ein weiterer Entwicklungstrend ist die Förderung von Flammschutzmitteln im Bereich Personentransport in Bussen, wo sie bis dato noch nicht vorhanden sind.
Im Bereich der klassischen mineralischen Flammschutzmittel, wie APYRAL®, werden bestehende Produkte in Abstimmung mit den Kunden, z. B. im Bereich der Kabelindustrie, gemäß neuer Anwendungsanforderungen modifiziert. Beispielhaft sei hier auf Projekte zur optimierten Korngrößenverteilung hingewiesen. Das Augenmerk ist dabei immer auf das Erreichen optimierter Fertigprodukteigenschaften mit verbessertem Flammschutz gerichtet.
Zur Erschließung neuer Anwendungsgebiete werden weitere Spezial-Füllstoffe im Submikron-Bereich, wie ACTILOX® AS, entwickelt. Forschungs- und Entwicklungsziele sind hier die Erreichung von Antisettling-Eigenschaften und von Synergismen im Flammschutz in Harzsystemen.
Für die innovative RTM-Verfahrenstechnik (Harzverarbeitung) entwickelt die Nabaltec AG neue APYRAL®-Produkte, die bezüglich Verarbeitungsverhalten ideal angepasst werden, so dass dieser Zukunftsmarkt entsprechend bedient werden kann.
Nabaltec arbeitet intensiv an den Anwendungsentwicklungen im Bereich der Elektro- und Elektronikindustire (E&E-Industrie). So wurden aktuell Freigaben im Bereich Leiterplatten durch Feinabstimmungen neuer APYRAL®-AOH-Produkte von Kunden erhalten. Weitere Freigaben sind in Vorbereitung oder bereits im Prozess.
Für technische thermoplastische und flammgeschützte Kunststoffe führt die Nabaltec AG Anwendungsentwicklungen durch, in denen mineralische Flammschutzmittel bis dato noch nicht im Einsatz waren, z. B. spezielle feine Qualitäten von APYRAL® AOH und ACTILOX® (Böhmit). Bezüglich neuer Trends der Umwelttechnik arbeitet die Nabaltec AG an neuen Werkstoffen für Energiespeicher in alternativen Antriebskonzepten.
Im größten Marktsegment des Unternehmensbereichs "Technische Keramik" - der Feuerfestindustrie - ist ein ungebrochener Trend zu Entwicklung und Einsatz monolithischer Zustellungen zu beobachten. Die Eigenschaften der dabei benötigten Feuerfestbetone werden in entscheidender Weise durch die Leistungsfähigkeit der verwendeten Feinkomponenten, insbesondere der Aluminiumoxide, beeinflusst. Die bereits früher begonnenen Entwicklungsarbeiten zu diesem Anwendungsbereich wurden deshalb fortgeführt, und es ist gelungen, das Produktportfolio der reaktiven Tonerden um mehrere neue Produkte mit nochmals verbesserter Leistungsfähigkeit zu erweitern.
Daneben wurden in Zusammenarbeit mit Kunden und Instituten Entwicklungsprojekte zu modifizierten Mullit-Qualitäten und weiteren anwendungsoptimierten Spezialtonerden durchgeführt.
Die Weiterentwicklung im Bereich der sprühgetrockneten Aluminiumoxide (GRANALOX®) wurde in intensiver Kooperation mit Endanwendern vorangetrieben. Neben diesen kundenspezifischen Entwicklungen und Anpassungen konnten im Markt neue Produkte aus den Werkstoffklassen der reinen und der umwandlungsverstärkten Aluminiumoxide vorgestellt werden.
3.3 KUNDENBEZIEHUNGEN
Grundvoraussetzung für den Markterfolg von Nabaltec sind Produkte, die zielgerichtet auf die Bedürfnisse der Kunden entwickelt, optimiert und in großen Mengen und über lange Zeiträume stabil zu gleichbleibend bester Qualität geliefert werden. Nabaltec-Produkte helfen, die Produkte der Kunden sicherer, umweltfreundlicher, widerstandsfähiger und wettbewerbsfähiger zu machen und gleichzeitig die Produktionsprozesse der Kunden zu optimieren. Deshalb münden gemeinsame Entwicklungsprojekte und Geschäftsbeziehungen in langfristige Lieferverträge und nachhaltige Kooperationen. Das Ziel von Nabaltec, eine Marktposition unter den drei führenden Anbietern im jeweiligen weltweiten Marktsegment zu erreichen, ist vor allem nur im engen Schulterschluss mit den Kunden zu erreichen und garantiert unseren Kunden gleichzeitig höchste Verlässlichkeit und beste Verfügbarkeit.
3.4 UMWELTSCHUTZ
Nabaltec nimmt für sich in Anspruch, mit den eigenen Produkten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Ökobilanzen einer Vielzahl von Produkten zu leisten. Die zunehmende Bedeutung des Umweltschutzes ist eine der wichtigsten Triebfedern für den Erfolg von Nabaltec-Produkten auf den Weltmärkten. Sie ersetzen beispielsweise blei-, brom- und andere schwermetallhaltige Zusatzstoffe in Kunststoffen. Vor diesem Hintergrund ist es von zentraler Bedeutung, dass auch Forschung & Entwicklung, Produktion und vor- sowie nachgelagerte Logistik möglichst umweltschonend ausgelegt sind. Der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen ist ein zentrales Anliegen von Nabaltec und eine Grundvoraussetzung für die gesellschaftliche Akzeptanz des Unternehmens. Die Nabaltec AG nimmt ihre Umweltverantwortung, die über den eigenen Standort deutlich hinausgeht, aktiv an.
Besonderes Augenmerk - auch unter Kosteneinsparungsgesichtspunkten - wird auf die Optimierung der Energieprozesse in der Produktion gelegt. Gemeinsam mit externen Partnern entwickelte Nabaltec Verfahren, die deutlich weniger Prozessenergie benötigen und somit auch zu wesentlich geringeren C02-Emissionen führen. Generell ist Nabaltec bestrebt, die Produktionsprozesse für alle Anlagen so aufzubauen, dass diese einen geschlossenen Kreislauf darstellen. Einen Meilenstein stellt hier die neue CAHC-Anlage am Standort Schwandorf dar, die vollständig ohne Produktionsabwässer arbeitet und einen geschlossenen Wasserkreislauf aufweist. Auch im Umgang mit Chemikalien, wie u. a. Natronlauge, die zur Erzeugung von Feinsthydroxid verwandt wird, wird konsequent darauf geachtet, dass diese nicht an die Umwelt abgegeben werden, sondern in einem geschlossenen Produktionskreislauf vollständig für den Wiedereinsatz verwendet werden können. Ein ganz wesentlicher Anteil des Energiebedarfs von Nabaltec wird in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Müllverwertung Schwandorf durch den Einsatz regenerativer Energie gedeckt.
4. RISIKOBERICHT
4.1 RISIKOMANAGEMENT
Die Bedeutung des Risikomanagements für die Nabaltec AG ergibt sich aus der unternehmerischen Tätigkeit und den globalen Aktivitäten mit einem entsprechend internationalen Wettbewerbs- und regulatorischen Umfeld und der Gesamtkomplexität der globalen Wirtschaft. Dies ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Der Erfolg der Nabaltec AG wird ganz wesentlich durch das Erkennen dieser Chancen und Risiken sowie den bewussten Umgang mit ihnen und die Beherrschung der Risiken beeinflusst. Ein wirksames Risikomanagement ist ein Kernelement für die langfristige Sicherung des Unternehmens, seines wirtschaftlichen Erfolgs auf den internationalen Märkten und für die erfolgreiche nachhaltige Weiterentwicklung in der Zukunft.
2009 hat Nabaltec zusätzliche Schritte eingeleitet, um das Risikomanagement im Unternehmen weiterzuentwickeln. Durch die ständige Fortentwicklung der Instrumente der Risikovorsorge auf allen Gebieten können Gefährdungen für das Unternehmen frühzeitig erkannt und ausgeschlossen werden. Integrale Bestandteile sind das Risikomanagement als fortlaufender Prozess, das Risiko-Controlling, eine umfassende Kommunikation und Dokumentation sowie ein internes Überwachungssystem. Alle intern und extern erkennbaren Risiken werden möglichst lückenlos erfasst, dokumentiert, bewertet und in eine Risikomatrix eingebunden. Diese Risikomatrix stellt das Grundgerüst für die Bewertung möglicher Risikolagen sowie zur Identifizierung der Schlüsselrisiken dar.
Ausgangspunkt der konkreten Prozesse im Risikomanagement von Nabaltec ist die Identifikation und Bewertung der unterschiedlichen Risikoarten und -profile, die vom Controlling überwacht und kontrolliert werden. Berichte über die Risiken des Geschäfts sowie laufende Statusberichte werden für den Vorstand und die Geschäftsleitung erstellt und im Führungskreis diskutiert. Wichtiges Element ist dabei auch die umfassende operative Planung mit Zielvereinbarungen, die durch regelmäßige Vorschaurechnungen ergänzt wird.
Um mittel- und langfristige Chancen zu nutzen und um Risiken erkennen zu können, hat Nabaltec ein System der strategischen Planung eingeführt. In den Strategiefindungsprozess sind alle relevanten Bereiche eingebunden. Risiken, die aus Wettbewerbs-, karteil-, steuer- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen, begegnet Nabaltec bereits im Vorfeld durch die Einbindung von Experten. Maßnahmen zur Qualitätssicherung begrenzen Produkt- und Umweltrisiken. Dazu gehören beispielsweise die Zertifizierung unserer Aktivitäten nach internationalen Normen, die ständige Verbesserung von Anlagen und Verfahren, die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten sowie die Mitarbeit in internationalen Fachgremien.
Zum Risikomanagement gehören auch die regelmäßige Überprüfung der Effizienz der verwendeten Sicherungsinstrumente und die Zuverlässigkeit der Kontrollsysteme. Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen die entsprechenden Versicherungen, die die finanziellen Folgen auf Liquidität, Finanzlage und Ertragssituation begrenzen und existenzgefährdende Situationen möglichst ausschließen.
4.2 RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG
Absatzmarktrisiken
Das wirtschaftliche Umfeld für die beiden Unternehmensbereiche war 2009 durch die aufgetretene starke Zurückhaltung und Verunsicherung auf den Finanz- und Gütermärkten geprägt. Trotz Flexibilisierung und Anpassungen in den Kostenstrukturen und Kapazitäten können derart hohe Schwankungen in der Nachfrage, wie sie insbesondere zum Jahresanfang 2009 auftraten, spürbare Mengen- und Margenrisiken beinhalten. Weitere absatzseitige Risiken sind der mögliche Verlust wichtiger Key-Accounts, Marktanteilsverluste aufgrund von technologischen Neuentwicklungen oder das Vordringen von Wettbewerbern. Aufgrund der starken Positionierung von Nabaltec als Innovations- und Qualitätsführer können diese Risiken begrenzt werden und die entsprechenden Marktmechanismen gleichzeitig als Chance im globalen Wettbewerb genutzt werden.
Risiken im Zusammenhang mit der ab 1. Juli 2007 in Kraft getretenen europäischen REACH-Verordnung für bestehende Produkte ergeben sich nach heutigem Kenntnisstand nicht. Um den hohen Anforderungen Rechnung zu tragen und mögliche Beschränkungen bei Neuprodukten besser abschätzen zu können, wurde im Unternehmen eine eigene REACH-Beauftragtenstelle geschaffen. Durch den Beitritt in ein Industriekonsortium wird dem Risiko hoher Registrierungskosten erfolgreich entgegengewirkt.
Beschaffungsmarktrisiken
Nabaltec beobachtet auch vor dem Hintergrund der aktuellen konjunkturellen Entwicklung die wirtschaftliche Situation der Zulieferer sehr aufmerksam und baut für alle Produkte gezielt Alternativen auf. In der Rohstoffversorgung arbeitet Nabaltec mit mittel- und langlaufenden Lieferverträgen. Die Versorgung mit den für den Produktionsprozess wichtigsten Medien, Elektrizität, Gas und Dampf, ist ebenfalls durch langfristige Verträge abgesichert. Auf dem derzeitigen Kapazitätsniveau sind mittelfristig keine Engpässe zu erwarten. Bei starkem Wachstum verfügt Nabaltec über alternative Szenarien und Vorüberlegungen, um den steigenden Energiebedarf zu attraktiven Konditionen decken zu können. Ein weiteres Risiko sind überproportional steigende Logistikkosten. Diesem Risikoszenario kann Nabaltec einerseits durch eine stärkere Beteiligung der Kunden an den Logistikkosten begegnen und andererseits durch einen ausgewogenen Logistik-Mix. Beispielweise verfügt Nabaltec über einen eigenen Gleisanschluss, der die Bahn als Transportmittel sehr attraktiv macht.
Finanzmarktrisiken
Devisenkursrisiken werden, wenn nötig, gezielt durch Kurssicherungsmaßnahmen im US-Dollar-Bereich begrenzt. Im Rahmen der mittelfristigen Finanzierung werden zur Sicherung des Zinsniveaus Swaps eingesetzt oder Kreditvereinbarungen mit festem Zinssatz abgeschlossen. Die Nabaltec AG sowie die US-amerikanische Tochter verfügen über eine detaillierte Finanz- und Liquiditätsplanung, die regelmäßig einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen wird. Im Falle von zusätzlichem Liquiditätsbedarf werden entsprechende Finanzierungsmaßnahmen eingeleitet. Eventuellen Risiken aus der Finanzkrise, die zu einer restriktiveren Kreditvergabe seitens der Banken geführt hat, begegnet Nabaltec mit langfristig angelegten Bankdarlehen, auch bundeseigener Banken, die entsprechend besichert sind. Dem Zinsänderungsrisiko begegnet Nabaltec teilweise durch Absicherung. Die Kreditverträge der Nabaltec AG unterliegen zum Teil Covenants, die sich unter anderem an den Leverage Coverage Ratios wie auch an der EK-Quote bemessen. Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, bei Nicht-Einhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen oder er könnte von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen. Im Berichtsjahr 2009 kam es zu Verletzungen der Covenants. Der Vorstand befindet sich in Verhandlungen mit den betreffenden Banken.
Mit der Einführung des Factorings 2002 konnte der Anteil versicherter Forderungen weiter erhöht und die Liquidität des Unternehmens deutlich verbessert werden.
Personalrisiken
Personalrisiken ergeben sich durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. Nabaltec begrenzt diese Risiken durch intensive Weiterbildungs- und Nachwuchskräfteprogramme zur Steigerung der Qualifikation der Mitarbeiter sowie durch leistungsgerechte Vergütung, ebenso durch Stellvertreterregelungen, die den Ausfall von Schlüsselkräften abfedern und frühzeitige Nachfolgeplanungen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen gute Karrierechancen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten an.
Chancen im Personalbereich ergeben sich für Nabaltec aus der Gewinnung ausgewiesener Experten. Die eigene Marktstellung, das erarbeitete Renommee in der Branche, die hohe Verlässlichkeit und die bekanntermaßen starke Ausrichtung auf Forschung & Entwicklung machen Nabaltec in den eigenen Marktsegmenten zu einem attraktiven Arbeitgeber.
Produktions-, Prozess- und IT-Risiken
Nabaltec verfügt über ein integriertes Qualitätsmanagement-System mit Zertifizierung nach ISO 9001:2008, das unternehmensweit praxisbezogen umgesetzt wird. Deshalb hält Nabaltec die produktionsspezifischen Risiken für überschaubar und beherrschbar. Bei den geschäftskritischen IT-Anwendungen baut die Nabaltec AG auf standardisierte Programme und redundant ausgelegte, qualitativ hochwertige Hardware. Die regelmäßig überprüfte Zugriffsstruktur gewährleistet den Datenschutz; die Datensicherheit besteht aufgrund entsprechend allgemein etablierter Verfahren.
Umweltrisiken
Umweltrisiken können aus dem Überschreiten der zulässigen Grenzwerte für Lärm- und Staubbelastung entstehen oder durch den Austritt von Gefahrstoffen. Diesen Risiken tritt Nabaltec durch ein umfangreiches Umweltmanagement nach ISO 14001:2004, das zertifiziert ist und regelmäßig weiterentwickelt und auditiert wird, entgegen. Die Produktionsprozesse von Nabaltec basieren auf geschlossenen Kreisläufen, z. B. für Wasser und Lauge.
Technologierisiken
Mögliche technologische Risiken können entstehen durch die Substitution der Nabaltec-Produkte bei den Kunden aufgrund von Technologiewechseln, durch die Nichtnutzung neuer Technologien oder das Nichterkennen technologischer Entwicklungen. Als Innovationsführer minimiert Nabaltec diese Risiken durch ständige, intensive Anstrengungen in der Forschung & Entwicklung, die ausgeprägte Kundennähe und die integrierte Struktur von Vertrieb und F&E. In technologischen Weiterentwicklungen liegen vielmehr zahlreiche Chancen für Nabaltec, mit der eigenen Qualität Wettbewerbsvorteile zu generieren, durch schnelle Produktanpassungen neue Märkte zu besetzen und gemeinsam mit den Kunden Prozess-, Verarbeitungs- und Qualitätsvorteile zu generieren und damit die Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg zu schaffen.
Regulatorische Risiken
Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen könnten Risiken für Nabaltec entstehen lassen. Derzeit- und auf mittel- und langfristige Sicht ist keine Trendumkehr zu erkennen - sorgen regulatorische Änderungen vielmehr für zusätzliche Marktchancen. Denn im weltweiten Maßstab werden umweltschonende Produkte, wie die von Nabaltec, nachhaltig forciert, um umweltbelastende Materialien aus dem Stoffkreislauf zu entfernen.
4.3 GESAMTRISIKO
Risiken der künftigen Entwicklung bestehen aufgrund der beschriebenen ständigen Beobachtungen der für Nabaltec relevanten Märkte sowie aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Produkte und der Anpassung an die Bedürfnisse bestehender und potenzieller Kunden derzeit nicht. Insgesamt werden die Risiken im Unternehmen gut gesteuert und sind deshalb in ihrer möglichen Wirkung begrenzt. Auch künftig ist der Bestand des Unternehmens gesichert.
5. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Die Prinzipien verantwortungsbewusster Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Führungs- und Kontrollgremien der Nabaltec AG. Da das Unternehmen im Open Market der Wertpapierbörse Frankfurt mit Zulassung zum Entry Standard gelistet ist, berichtet der Vorstand auf freiwilliger Basis in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 1 HGB und Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodexes - zugleich auch für den Aufsichtsrat - über die Unternehmensleitung, -führung und Corporate Governance. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de in der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance veröffentlicht.
6. NACHTRAGSBERICHT
Die Nabaltec AG war bislang zu 51 % an der Nashtec Management Corp. und zu 51 % (direkt zu 50,49 % und indirekt über die Nashtec Management Corp., die als General Partner 1 % der Anteile hält) an Nashtec L.P. (USA) als Teil eines Joint Ventures beteiligt. Zum 1. Januar 2010 wurde die Gesellschaftsstruktur geändert. Die Nashtec Management Corp. wurde aufgelöst, die Nashtec L.P. in eine LLC umgewandelt, so dass von der Nabaltec AG nun direkt 51 % und von der Sherwin Alumina LLC direkt 49 % an der Nashtec LLC gehalten werden.
Weitere Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Nabaltec AG von besonderer Bedeutung wären und über die hier zu berichten wäre, sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 nicht eingetreten.
7. AUSBLICK
Trotz des nach wie vor herausfordernden konjunkturellen Umfelds erwartet Nabaltec dank fundamentaler Trends, wie Umweltschutz, steigende Sicherheitsstandards und wirtschaftliche Notwendigkeit zu ständigen Prozessverbesserungen bei den Kunden, eine sich positiv entwickelnde Nachfrage für die eigenen Produkte.
Nabaltec ist Qualitäts- und Innovationsführer und gehört zu den Marktführern in den eigenen Zielmärkten. Die Nabaltec AG konnte 2009 ihre Verlässlichkeit als stabiler Partner im Markt nachhaltig unter Beweis stellen. Bei einer Reihe von Marktteilnehmern, die bislang noch nicht oder nur in Teilsegmenten zu den Kunden von Nabaltec gehörten, konnten Freigabeverfahren für die eigenen Produkte erfolgreich abgeschlossen werden. Für 2010 und die Folgejahre kann dies die Basis für eine weitere Verbreiterung der Kundenstruktur sein. Nabaltec ist gut positioniert, um sich bei wieder stabilen Märkten im Schulterschluss mit den Kunden positiv weiterentwickeln zu können.
7.1. KONJUNKTUR & BRANCHE
Nach Prognosen des IMF (International Monetary Fund) ist in den für Nabaltec wichtigsten Volkswirtschaften in den Jahren 2010 und 2011 eine leichte Erholung zu erwarten. In der Euro-Region soll die Wirtschaftsleistung wieder verhalten wachsen und zwar 2010 um 1,0 % und 1,6 % im Jahr darauf. Deutschland soll leicht besser abschneiden. In den USA wird sich die Wirtschaft noch etwas schneller erholen. China und Indien setzen ihren Wachstumskurs unverändert fort.
Konjunkturprognose
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| in % | 2010 | 2011 |
|---|---|---|
| Welt gesamt | 3,9 | 4,3 |
| USA | 2,7 | 2,4 |
| Euro-Raum | 1,0 | 1,6 |
| Deutschland | 1,5 | 1,9 |
| Frankreich | 1,4 | 1,7 |
| Italien | 1,0 | 1,3 |
| Spanien | -0,6 | 0,9 |
| Großbritannien | 1,3 | 2,7 |
| Japan | 1,7 | 2,2 |
| China | 10,0 | 9,7 |
| Indien | 7,7 | 7,8 |
Quelle: IMF, World Economic Outlook, Januar 2010
Die Prognosen für die chemische Industrie in Deutschland lassen für 2010 eine deutliche Stabilisierung erwarten. Der Verband der Chemischen Industrie geht von einem Umsatzwachstum von rund 6 % aus. Das Preisniveau sollte stabil bleiben oder sogar leicht steigen. Seine Zuversicht gründet der Branchenverband auf Umfragen bei den Mitgliedsunternehmen, zu beobachtende Aussetzungen der Kurzarbeit und eine bereits wieder ausgedehnte Produktion in der Kunststoffverarbeitung und in der Automobilherstellung.
7.2 PROGNOSE DES GESCHÄFTSVERLAUFS
Nabaltec erwartet für 2010 eine Verstetigung in der Nachfrage. Die hohe Volatilität und Kurzfristigkeit, die auch im vierten Quartal 2009 noch spürbar waren, als die Kunden zum Jahreswechsel ihre Lagerbestände nochmals minimierten, sollten deutlich zurückgehen.
Regional gesehen erwartet Nabaltec in den USA eine Fortsetzung der bereits 2009 stabilisierten Umsatzentwicklung. Weitere Impulse sollten insbesondere aus dem asiatischen Markt kommen. Beispielsweise dürften die Nachfrageimpulse für halogenfreien Flammschutz aus Indien sogar die aus China noch übertreffen. Für Deutschland und Europa rechnet die Nabaltec AG mit einem leichten Wachstum aufgrund der sich stabilisierenden Nachfrage.
Im Bereich des halogenfreien Flammschutzes ist die Nabaltec AG mit der patentierten CD-Technologie für zukünftige Marktentwicklungen ausgezeichnet positioniert. Das zeigte nicht zuletzt die erfolgreiche Markteinführung einer zweiten CD-Qualität in den USA 2009. Die positiven Eigenschaften von feinstgefällten Aluminiumhydroxiden sind erst in den vergangenen Jahren zunehmend in den Fokus der Industrie gerückt und führen seither schrittweise zu einer Substitution anderer Stoffe und zu Umstellungen in der Produktentwicklung und Produktion in der weiterverarbeitenden Industrie.
Die Nabaltec AG wird die Produktpalette, die auf der CD-Technologie basiert, weiter ausbauen, um den Kunden auch in zusätzlichen Verarbeitungsbereichen und Zielmärkten die Verarbeitungsvorteile zu bieten. Die Märkte für Kabel und Dämmstoffe, die bislang die Hauptmärkte für die Feinsthydroxide bei den funktionalen Füllstoffen darstellen, sind stark von der Baukonjunktur gesteuert und deshalb auf mittlere Sicht noch nicht die internationalen Wachstumstreiber. Dagegen lassen die Anwendungssegmente im Niederspannungsbereich, in der Telekommunikation und der IT auch kurzfristig bereits wieder Wachstumsimpulse erwarten. Die Indizien für eine Belebung im Markt des halogenfreien Flammschutzes sind erkennbar. Hier wirken noch die 2009 gestarteten staatlichen Konjunkturprogramme, die nicht nur in Europa, sondern auch in den USA und in Asien verabschiedet wurden, nach. Zusätzlich unterstützt wird diese Erwartung durch die Entwicklungen in der Gesetzgebung und immer strengere Flammschutzverordnungen, die den Wechsel von halogenhaltigen hin zu halogenfreien Flammschutzmitteln in der Industrie immer weiter vorantreiben. Neue Marktstudien von 2009 sagen beispielsweise für den halogenfreien Flammschutz ein Marktwachstum von jährlich 8,1 % bis 2014 voraus.
Eine zentrale Aufgabe für 2010 und 2011 ist der erfolgreiche Ausbau des Geschäfts mit den 2009 neu gestarteten "Additiven" und speziellen Böhmit-Qualitäten. Im Bereich der "Additive" sieht Nabaltec gute Wachstumschancen, da die durch internationale Vorschriften getriebene Substitution von schwermetallhaltigen Stabilisatoren in der PVC-Herstellung die umweltfreundlichen Alternativprodukte fördert. Die von der Nabaltec AG entwickelte und patentierte Produktfamilie, die in Kunststoffmischungen giftige Bleiverbindungen ersetzen kann und als Hitzestabilisator eingesetzt wird, hat bereits zahlreiche Freigabeverfahren bei künftigen Schlüsselkunden erfolgreich durchlaufen. 2010 soll diese potenzielle Umsatzbasis weiter verbreitert werden.
Ähnlich ist die Aufgabenstellung für die Nabaltec AG bei den Böhmiten für die Elektronikindustrie. Auch hier gilt es nun nach den Anfangserfolgen 2009 die Märkte schrittweise zu erschließen und die Zulieferer für die Elektronikindustrie sukzessive zu gewinnen beziehungsweise die Freigabeprozeduren für die Nabaltec-Produkte erfolgreich abzuschließen. Das freie Marktpotenzial in diesem Segment ist durch die Umstellung der Elektronikindustrie auf halogenfreien Flammschutz in den Leiterplatten weltweit enorm. Deshalb gilt es 2010 und 2011 für Nabaltec strategisch wichtige Positionen zu besetzen, wichtige Schlüsselkunden insbesondere auch in Korea und Japan zu gewinnen und damit die eigenen umweltfreundlichen und gleichzeitig extrem leistungsfähigen Produktlösungen im Markt zu verankern.
Der Markt für technische Keramik und Feuerfesterzeugnisse wird wesentlich durch die weltweite Stahlproduktion beeinflusst. Nach dem teilweise dramatischen Rückgang 2009 ist 2010 mit einer deutlichen Stabilisierung zu rechnen. Die britische Marktforschungsgesellschaft MEPS erwartet sogar ein mengenmäßiges Wachstum von 11,1 %. Einige internationale Stahlhersteller meldeten bereits in der zweiten Jahreshälfte 2009 die schrittweise Wiederinbetriebnahme von stillgelegten Kapazitäten. Die Kunden von Nabaltec aus der Feuerfestindustrie sollten auf diese Entwicklung leicht zeitverzögert mit höheren Bestellvolumina reagieren. Insbesondere wird der Bedarf an hochwertigen aluminiumoxidhaltigen Produkten in Zukunft weiter zunehmen, denn nur so können die Standzeiten für Feuerfestprodukte erhöht werden.
Bei den keramischen Massen geht Nabaltec ebenfalls von einer grundsätzlich wieder intakten Marktverfassung und positiven Entwicklung für die Zukunft aus. Abnahmeschwerpunkte in dieser Branche sind der Personen- und Fahrzeugschutz, der weltweit weiter an Bedeutung gewinnt.
7.3 ERWARTETE ERTRAGS- UND FINANZLAGE
Nabaltec erwartet aufgrund der grundsätzlich intakten marktdeterminierenden Faktoren in den einzelnen Zielmärkten ein Umsatzwachstum für 2010 im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.
Die Nabaltec AG wird 2010 ihre Investitionen gegenüber den Vorjahren deutlich reduzieren und den freien Cashflow erhöhen. Der letzte große Baustein in dem umfangreichen Investitionsprogramm der vergangenen fünf Jahre war die neue CAHC-Produktionsanlage am Standort Schwandorf. Projekt-Maßnahmen werden 2010 zu Neu-Investitionen von ca. 3,0 Mio. Euro führen.
Bei den Personalkosten werden die Möglichkeiten der Flexibilisierung und ebenso der Kurzarbeit auch 2010 genutzt. Gleichzeitig ist geplant, den Mitarbeiterstamm stabil zu halten.
Die gesamten Produktionskosten sollen auch 2010 dahingehend weiter optimiert werden, als Nabaltec alle Möglichkeiten der Flexibilisierung und variablen Kapazitätsanpassung nutzen wird. Die Vorarbeiten wurden 2008 und 2009 erbracht, um sämtliche Prozesse entlang der Supply Chain im Branchenvergleich schnell und variabel an Nachfrageschwankungen anpassen zu können.
Die Abschreibungen der Nabaltec AG werden 2010 planmäßig steigen und damit die umfangreich getätigten Investitionen im Anlagevermögen widerspiegeln. Die Zinszahlungen werden sich 2010 voraussichtlich auf einen Wert von rund 5 Mio. Euro addieren. Die Rückführung der Kredite wird 2010 auf einem gegenüber 2009 leicht erhöhten Niveau planmäßig fortgesetzt.
Nabaltec erwartet, 2010 über alle Bereiche hinweg wieder auf den langjährigen Wachstumspfad zurückkehren zu können. Das Ziel ist ein Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich und ertragsseitig eine deutliche Verbesserung gegenüber 2009, mit der Perspektive eines ausgeglichenen Ergebnisses auf operativer Ebene.
Hinweis auf Unsicherheiten im Ausblick:
Die beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen ein nicht unerheblicher Teil außerhalb des Einflussbereichs der Nabaltec AG liegt, beeinflussen die künftigen Umsätze und Geschäftsergebnisse. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Geschäftsergebnisse von den hier getroffenen zukunftsgerichteten Aussagen und Prognosen abweichen.
Schwandorf, 5. März 2010
Nabaltec AG
Der Vorstand
Johannes Heckmann
Gerhard Witzany
Bilanz zum 31.12.2009
der Nabaltec AG, Schwandorf
AKTIVA
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| 31.12.2009 TEUR |
31.12.2008 TEUR |
|
|---|---|---|
| A. ANLAGEVERMÖGEN | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 141 | 212 |
| 2. geleistete Anzahlungen | 65 | 138 |
| 206 | 350 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 15.660 | 11.539 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 52.757 | 33.417 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.797 | 1.798 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 698 | 11.248 |
| 70.912 | 58.002 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 163 | 163 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 8.382 | 7.067 |
| 3. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen | 864 | 752 |
| 9.409 | 7.982 | |
| 80.527 | 66.334 | |
| B. UMLAUFVERMÖGEN | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 8.896 | 15.355 |
| 2. fertige Erzeugnisse und Waren | 8.707 | 10.875 |
| 17.603 | 26.230 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 416 | 1.282 |
| 2. sonstige Vermögensgegenstände | 2.816 | 2.565 |
| 3.232 | 3.847 | |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 278 | 1.674 |
| 21.113 | 31.751 | |
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 389 | 529 |
| 102.029 | 98.614 | |
| PASSIVA | ||
| 31.12.2009 TEUR |
31.12.2008 TEUR |
|
| A. EIGENKAPITAL | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | ||
| Bedingtes Kapital: TEUR 3.000 (Vj. TEUR 3.000) | 8.000 | 8.000 |
| II. Kapitalrücklage | 30.824 | 30.824 |
| III. Genussrechtskapital | 1.730 | 5.000 |
| IV. Bilanzgewinn | 0 | 3.876 |
| 40.554 | 47.700 | |
| B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN | 177 | 300 |
| C. RÜCKSTELLUNGEN | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 8.440 | 7.118 |
| 2. Steuerrückstellungen | 487 | 608 |
| 3. sonstige Rückstellungen | 2.595 | 3.667 |
| 11.522 | 11.393 | |
| D. VERBINDLICHKEITEN | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 41.433 | 25.471 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.019 | 7.620 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 287 | 23 |
| 4. sonstige Verbindlichkeiten | ||
| - davon aus Steuern: TEUR 145 (Vj. TEUR 166) | 3.037 | 6.107 |
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 17 (Vi. TEUR 16) | ||
| 49.776 | 39.221 | |
| 102.029 | 98.614 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. - 31.12.2009
der Nabaltec AG, Schwandorf
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| 01.01.-31.12.2009 | 01.01.-31.12.2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 73.060 | 96.277 | ||
| 2. Verminderung/Erhöhung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen | -2.183 | 3.676 | ||
| 3. andere aktivierte Eigenleistungen | 1.161 | 253 | ||
| Gesamtleistung | 72.038 | 100.206 | ||
| 4. sonstige betriebliche Erträge | 1.199 | 2.439 | ||
| 73.237 | 102.645 | |||
| 5. Materialaufwand: | ||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 41.319 | 57.850 | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 611 | 41.930 | 731 | 58.581 |
| Rohergebnis | 31.307 | 44.064 | ||
| 6. Personalaufwand: | ||||
| a) Löhne und Gehälter | 11.427 | 14.087 | ||
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 3.826 | 3.324 | ||
| - davon für Altersversorgung: TEUR 1.617 (Vj. TEUR 809) | ||||
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 5.480 | 4.129 | ||
| 8. sonstige betriebliche Aufwendungen | 14.824 | 35.557 | 18.137 | 39.677 |
| -4.250 | 4.387 | |||
| 9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 198 | 323 | ||
| - davon aus verbundenen Unternehmen: TEUR 198 (Vj. TEUR 323) | ||||
| 10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 270 | 29 | ||
| 11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 254 | 0 | ||
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 2.853 | 2.282 | ||
| davon Vergütungen für Genussrechtskapital TEUR 405 (Vj. TEUR 405) | ||||
| Finanzergebnis | -2.639 | -1.930 | ||
| 13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -6.889 | 2.457 | ||
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 202 | 664 | ||
| 15. sonstige Steuern | 55 | 257 | 40 | 704 |
| 16. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) | -7.146 | 1.753 | ||
| 17. Gewinnvortrag | 3.876 | 2.123 | ||
| 18. Entnahme aus Genussrechtskapital | 3.270 | |||
| 19. Bilanzgewinn | 0 | 3.876 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2009
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend wurden die Regelungen des Aktiengesetzes und der Satzung beachtet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet.
Die Nabaltec AG, Schwandorf, ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die folgenden, gegenüber dem Vorjahr teilweise modifizierten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:
Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen im Zugangsjahr werden zeitanteilig vorgenommen.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die sich an den steuerlich zulässigen Höchstsätzen orientieren. Selbstständig nutzungsfähige Anlagegüter bis zu EUR 150,00 wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für Anlagegüter, die diesen Wert übersteigen, aber noch unter EUR 1.000,00 liegen, wurde ein Sammelposten gebildet, der mit jeweils 1/5 p. a. gewinnmindernd aufgelöst wird. Die Abschreibungen im Zugangsjahr werden zeitanteilig vorgenommen. In den Herstellungskosten sind im Berichtsjahr erstmals Zinsen für Fremdkapital enthalten.
Die Finanzanlagen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Falls notwendig, wird eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Sofern die Gründe für die Beibehaltung des niedrigeren Wertansatzes nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung auf den höheren beizulegenden Wert.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Anschaffungskosten werden nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Posten, deren beizulegender Wert am Abschlussstichtag unter den Anschaffungskosten liegt, werden auf den niedrigeren beilzulegenden Wert abgeschrieben.
Die fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden in den Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Im Rahmen einer Gruppenbewertung gemäß § 240 Abs. 4 HGB werden die fertigen Erzeugnisse zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Dabei werden die Herstellungskosten für gleichartige und annähernd gleichwertige Produkte nicht den einzelnen Posten zugeordnet, sondern mittels eines gewogenen Durchschnittswerts der jeweiligen Gruppe ermittelt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.
Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten angesetzt.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.
Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurde in Höhe des Zuwendungsbetrages passiviert und wird entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Investitionen aufgelöst.
Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend dem Teilwertverfahren gemäß § 6a EStG gebildet, unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 6 % und der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck.
Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen jeweils in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.
Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen bzw. mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Die Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Grundlagen der Währungsumrechnung
Forderungen und flüssige Mittel in fremder Währung werden mit dem Briefkurs am Entstehungstag bzw. dem niedrigeren Briefkurs am Abschlussstichtag bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Geldkurs am Entstehungstag bzw. dem höheren Geldkurs am Abschlussstichtag bewertet.
Angaben zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist auf der folgenden Seite dargestellt.
Im Berichtsjahr wurden erstmals Zinsen für Fremdkapital in Höhe von TEUR 813 in die Herstellungskosten einbezogen.
Entwicklung des Anlagevermögens der Nabaltec AG für die Zeit vom 01. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009
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| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2009 EUR |
Zugang EUR |
Abgang EUR |
Umbuchung EUR |
31.12.2009 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.037.308,10 | 8.723,52 | 0,00 | 0,00 | 2.046.031,62 |
| 2. geleistete Anzahlungen | 137.629,82 | 0,00 | 73.204,50 | 0,00 | 64.425,32 |
| 2.174.937,92 | 8.723,52 | 73.204,50 | 0,00 | 2.110.456,94 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 14.264.974,06 | 2.488.874,63 | 0,00 | 2.128.278,16 | 18.882.126,85 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 55.612.766,71 | 15.032.248,11 | 49.386,57 | 8.829.511,89 | 79.425.140,14 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.269.037,79 | 321.681,04 | 8.100,00 | 73.408,40 | 5.656.027,23 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 11.248.118,37 | 481.152,77 | 0,00 | -11.031.198,45 | 698.072,69 |
| 86.394.896,93 | 18.323.956,55 | 57.486,57 | 0,00 | 104.661.366,91 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 162.930,73 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 162.930,73 |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | 7.634.944,07 | 1.568.906,54 | 0,00 | 0,00 | 9.203.850,61 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 752.309,00 | 111.832,49 | 0,00 | 0,00 | 864.141,49 |
| 8.550.183,80 | 1.680.739,03 | 0,00 | 0,00 | 10.230.922,83 | |
| 97.120.018,65 | 20.013.419,10 | 130.691,07 | 0,00 | 117.002.746,68 |
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| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2009 EUR |
Zugang EUR |
Zuschreibg. EUR |
Abgang EUR |
Stand 31.12.2009 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.825.381,07 | 79.477,16 | 0,00 | 0,00 | 1.904.858,23 |
| 2. geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 1.825.381,07 | 79.477,16 | 0,00 | 0,00 | 1.904.858,23 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.725.601,37 | 496.786,94 | 0,00 | 0,00 | 3.222.388,31 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 22.195.694,53 | 4.512.226,07 | 0,00 | 39.895,00 | 26.668.025,60 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.470.954,07 | 391.763,37 | 0,00 | 3.914,00 | 3.858.803,44 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 28.392.249,97 | 5.400.776,38 | 0,00 | 43.809,00 | 33.749.217,35 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | 567.897,28 | 253.943,55 | 0,00 | 0,00 | 821.840,83 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 567.897,28 | 253.943,55 | 0,00 | 0,00 | 821.840,83 | |
| 30.785.528,32 | 5.734.197,09 | 0,00 | 43.809,00 | 36.475.916,41 |
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| Abschreibungen d. Geschäftsjahres | |||
|---|---|---|---|
| Buchwert 31.12.2009 EUR |
Buchwert 31.12.2008 EUR |
EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 141.173,39 | 211.927,03 | 79.477,16 |
| 2. geleistete Anzahlungen | 64.425,32 | 137.629,82 | 0,00 |
| 205.598,71 | 349.556,85 | 79.477,16 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 15.659.738,54 | 11.539.372,69 | 496.786,94 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 52.757.114,54 | 33.417.072,18 | 4.512.226,07 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.797.223,79 | 1.798.083,72 | 391.763,37 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 698.072,69 | 11.248.118,37 | 0,00 |
| 70.912.149,56 | 58.002.646,96 | 5.400.776,38 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 162.930,73 | 162.930,73 | 0,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | 8.382.009,78 | 7.067.046,79 | 253.943,55 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 864.141,49 | 752.309,00 | 0,00 |
| 9.409.082,00 | 7.982.286,52 | 253.943,55 | |
| 80.526.830,27 | 66.334.490,33 | 5.734.197,09 |
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen gegen ein Factoring-Unternehmen aus verkauften Kundenforderungen (TEUR 1.030), Umsatzsteuererstattungsansprüchen (TEUR 1.163), einem Erstattungsanspruch aus Mineralölsteuer (TEUR 138) sowie einem Erstattungsanspruch aus der in Anspruch genommenen Kurzarbeit (TEUR 157) zusammen. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Von den Rechnungsabgrenzungsposten betreffen TEUR 338 Disagiobeträge aus Darlehensgewährungen und TEUR 52 vorausbezahlte Aufwendungen des folgenden Geschäftsjahres.
Eigenkapital
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| a) Gezeichnetes Kapital | EUR 8.000.000,00 |
Das Grundkapital ist eingeteilt in 8.000.000 Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien).
b) Genehmigtes Kapital
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| Zum 31.12.2009 besteht folgendes genehmigtes Kapital (befristet bis zum 22.10.2011) | EUR 3.000.000,00 |
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23.10.2006 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 22.10.2011 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu EUR 3.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 3.000.000 auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) zu erhöhen und dabei auch über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden (Genehmigtes Kapital 2006/I).
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| c) Bedingtes Kapital | EUR 3.000.000,00 |
Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23.10.2006 durch Ausgabe von bis zu 3.000.000 auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2006/I). Das Bedingte Kapital dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die gemäß Ermächtigung der Hauptversammlung vom 23.10.2006 von der Gesellschaft begeben werden.
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| d) Kapitalrücklage | EUR 30.824.219,38 |
| e) Genussrechtskapital | EUR 1.729.823,56 |
Im Eigenkapital ist ein Genussrechtskapital in Höhe von nominal TEUR 5.000 enthalten. Die planmäßige Laufzeit endet im Jahr 2013. Davor besteht kein ordentliches Kündigungsrecht der Vertragsparteien. Das Genussrechtskapital erfüllt die Voraussetzung des IDW HFA 1/1994 für den Ausweis als Eigenkapital.
Nach der Genussrechtsvereinbarung ist der Rückzahlungsbetrag des Genussrechts um den Jahresfehlbetrag eines testierten Jahresabschlusses herabzusetzen, soweit dieser nur durch Gebundenes Eigenkapital gedeckt werden kann. Als gebundenes Eigenkapital ist dabei das Grundkapital und die Kapitalrücklage (Agio) anzusehen. Da im Berichtsjahr der Jahresfehlbetrag von EUR 7.146.277,88 den Gewinnvortrag des Vorjahres um EUR 3.270.176,44 überstiegen hat, ergab sich eine entsprechende Reduktion des Genussrechtskapitals.
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| f) Bilanzgewinn | EUR | 0,00 |
| Stand 01.01.2009 | EUR | 3.876.101,44 |
| Jahresfehlbetrag Geschäftsjahr 2009 | EUR | 7.146.277,88 |
| Entnahme aus Genussrechtskapital | EUR | 3.270.176,44 |
| Stand 31.12.2009 | EUR | 0,00 |
In der Hauptversammlung vom 10. Juni 2009 wurde beschlossen, den Jahresüberschuss aus 2008 (EUR 1.753.234,22) und den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr (EUR 2.122.867,22) als Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2008 in Höhe von EUR 3.876.101,44 auf neue Rechnung vorzutragen.
Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wird entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Investitionen aufgelöst.
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen (TEUR 1.523), Sanierungs- und Entsorgungsaufwendungen (TEUR 361) sowie ausstehende Rechnungen (TEUR 399).
Verbindlichkeiten
Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Restlaufzeiten unter Angabe gewährter Sicherheiten ist dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
(Vorjahresbeträge sind in Klammern vermerkt)
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| Gesamtbetrag | Restlaufzeiten | Besicherte Beträge | Art der Sicherheit | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | bis zu 1 Jahr TEUR |
1 bis 5 Jahre TEUR |
über 5 Jahre TEUR |
TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 41.433 | 3.045 | 25.849 | 12.539 | 41.433 | Grundschulden, Sicherungsübereignung |
| (25.470) | (8.442) | (8.533) | (8.495) | (25.470) | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.019 | 5.019 | 0 | 0 | 0 | |
| (7.620) | (7.620) | (0) | (0) | (0) | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 287 | 287 | 0 | 0 | 0 | |
| (23) | (23) | (0) | (0) | (0) | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.037 | 368 | 2.669 | 0 | 0 | |
| (6.107) | (1.740) | (4.367) | (0) | (0) | ||
| 49.776 | 8.719 | 28.518 | 12.539 | 41.433 | ||
| (39.220) | (17.825) | (12.900) | (8.495) | (25.470) |
Die Kreditverträge der Nabaltec AG unterliegen teilweise Covenants, die sich zum Teil an den Leverage Coverage Ratios wie auch an der EK-Quote bemessen. Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, bei Nicht-Einhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen oder er könnte von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen. Im Berichtsjahr 2009 kam es zu Verletzungen der Covenants. Der Vorstand befindet sich in Verhandlungen mit den betreffenden Banken.
Sonstige Verbindlichkeiten
Entsprechend HFA 1/1984 sind in den sonstigen Verbindlichkeiten bereits ausbezahlte Zuwendungen in Höhe von TEUR 2.669 enthalten, denen noch keine entsprechenden Investitionen gegenüberstehen. Dieser Betrag ist bis zu der bestimmungsgemäßen Verwendung unter den sonstigen Verbindlichkeiten auszuweisen.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geografischen Märkten:
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| 2009 | 2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 21.987 | 30,1 | 33.717 | 35,0 |
| Übriges Europa | 37.267 | 51,0 | 48.854 | 50,8 |
| USA | 7.805 | 10,7 | 7.757 | 8,1 |
| Rest der Welt | 6.001 | 8,2 | 5.949 | 6,1 |
| 73.060 | 100,0 | 96.277 | 100,0 |
Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Unternehmensbereichen:
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| 2009 | 2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Funktionale Füllstoffe | 50.193 | 68,7 | 61.608 | 64,0 |
| Technische Keramik | 22.867 | 31,3 | 34.669 | 36,0 |
| 73.060 | 100,0 | 96.277 | 100,0 |
Periodenfremde Aufwendungen
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 202, die aus Steuernachzahlungen aufgrund der Betriebsprüfung 2005 - 2007 resultieren.
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens
Im Berichtsjahr erfolgten auf Ausleihungen an verbundenen Unternehmen aufgrund der geänderten Währungsparität Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 2 S. 3 HGB i.V.m. § 279 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe von TEUR 254.
Der Buchwert der Ausleihungen an verbundene Unternehmen beträgt TEUR 8.382.
Sonstige Angaben
Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften
Zur Liquiditätsverbesserung hat die Nabaltec AG Leasingverträge mit einem Geschäftsjahresaufwand von TEUR 3.111 abgeschlossen und Forderungen im Umfang von TEUR 13.036 an einen Factor abgetreten. Dem aus dem Factoringvertrag resultierenden Übergang des Delkredererisikos auf den Factor stehen in 2009 Aufwendungen für die Abwicklung und Vorfinanzierung des Forderungsverkaufs von TEUR 357 gegenüber.
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Nach § 251 und § 268 Abs. 7 HGB waren folgende Haftungsverhältnisse zu vermerken:
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| 31.12.2009 TEUR |
31.12.2008 TEUR |
||
|---|---|---|---|
| 1. Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln | 0 | 0 | |
| davon zugunsten verbundener Unternehmen: | TEUR 0 | ||
| (Vj. TEUR 0) | |||
| 2. Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechseln und Scheckbürgschaften | 0 | 0 | |
| davon zugunsten verbundener Unternehmen: | TEUR 0 | ||
| (Vj. TEUR 0) | |||
| 3. Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen | 10.926 | 12.827 | |
| davon zugunsten verbundener Unternehmen: | TEUR 5.402 | ||
| (Vj. TEUR 6.417) | |||
| 4. Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten | 0 | 0 | |
| davon zugunsten verbundener Unternehmen: | TEUR 0 | ||
| (Vj. TEUR 0) | |||
| Summe | 10.926 | 12.827 |
Die Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen beinhalten im Berichtsjahr einen in den Vorjahren unberücksichtigten Avalkredit eines Kreditinstitutes. Der Vorjahresbetrag wurde dementsprechend angepasst (TEUR 6.410).
Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:
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| 31.12.2009 TEUR |
31.12.2008 TEUR |
|
|---|---|---|
| a) Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-, Service- und Beraterverträgen | 9.709 | 11.906 |
| davon | ||
| - fällig bis zu 1 Jahr | 3.102 | 3.399 |
| - von 1 bis 5 Jahren | 6.421 | 8.507 |
| - von mehr als 5 Jahren | 186 | 0 |
| - davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 0 | 0 |
| b) Verpflichtungen (Bestellobligo) aus Investitionsaufträgen | 1.821 | 8.476 |
| - davon fällig bis zu 1 Jahr | 1.821 | 8.476 |
| Summe | 11.530 | 20.382 |
Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Die Gesellschaft hat für 2009 auf freiwilliger Basis die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de in der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance veröffentlicht.
Prüferhonorar
Das Abschlussprüfungshonorar für den Jahresabschluss 2009 beläuft sich auf TEUR 80 (einschließlich der Vergütung für die Prüfung des Konzernjahresabschlusses der Gesellschaft). Für andere Bestätigungsleistung erhielt der Abschlussprüfer ein Honorar in Höhe von TEUR 3. Auf Grund von Steuerberatungsleistungen wurde der Abschlussprüfer mit TEUR 18 vergütet.
Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen i.S.d. § 285 Nr. 21 HGB
Es bestanden keine wesentlichen, zu marktunüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen.
Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB
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| Höhe der Anteile am Kapital | Eigenkapital des letzten Geschäftsjahres*) Nashtec | Ergebnis des letzten Geschäftsjahres*) Nashtec | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Direkte Beteiligungen | in % | in USD | in USD | in EUR | in USD | in EUR |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nashtec Management Corporation, Texas (USA) | 51,0 | 2.102,65 | 1) | 1) | 1) | 1) |
| Nashtec L.P., Texas (USA) | 50,5 | 208.163,26 | -11.668.099,00 | -8.086.000,69 | -894.338,00 | -641.838,67 |
| Indirekte Beteiligungen | ||||||
| Beteiligung der Nashtec Management Corporation: | ||||||
| Nashtec L.P., Texas (USA) | 0,5 | 2.102,65 | -11.668.099,00 | -8.086.000,69 | -894.338,00 | -641.838,67 |
*) Das Eigenkapital des letzten Geschäftsjahres in Fremdwährung wurde mit dem Stichtagskurs vom Konzern umgerechnet. Das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres in Fremdwährung wurde mit dem Durchschnittskurs vom Konzern umgerechnet.
1) Die Angaben zum Eigenkapital und zum Ergebnis des letzten Geschäftsjahres unterbleiben nach § 286 Abs. 3 S. 1 Nr. 1 HGB wegen untergeordneter Bedeutung.
Im Geschäftsjahr 2009 wurden der Tochtergesellschaft Nashtec L.P. zusätzliche finanzielle Mittel in Höhe von insgesamt TUSD 1.876 zur Verfügung gestellt.
Derivative Finanzinstrumente
Im Rahmen des Risikomanagements des Unternehmens werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken, die hauptsächlich aus Zins- und Wechselkursschwankungen resultieren, zu begrenzen.
Die Marktwerte werden von unabhängigen Finanzdienstleistungsunternehmen ermittelt.
Die Nominalbeträge und Marktwerte der Finanzinstrumente per 31. Dezember 2009 stellen sich wie folgt dar:
Zinsbezogene Kontrakte
Es bestand ein Zinsswap über einen Nominalbetrag in Höhe von EUR 5.037.500,00 mit einem Marktwert zum 31.12.2008 in Höhe von EUR 452.873,21 und einer Laufzeit bis 31.03.2016. Der eingesetzte derivative Zinsswap diente der Begrenzung des Zinsänderungsrisikos. Der positive Marktwert wurde in 2008 nicht berücksichtigt. Der Zinsswap ist zum 30.06.2009 ertragswirksam in Höhe von EUR 263.000 aufgelöst worden.
Währungsbezogene Kontrakte
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| 31.12.2009 | 31.12.2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| Nominalbetrag EUR |
Marktwert EUR |
Nominalbetrag EUR |
Marktwert EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte USD | 0 | 0 | 137.532,66 | -5.727,52 |
Die Währungssicherungskontrakte werden auf der Basis von Referenzkursen unter Berücksichtigung der Terminauf- und -abschläge bewertet. Die in Höhe des negativen Marktwerts in 2008 eingestellte Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wurde zum 31.03.2009 ertragswirksam aufgelöst.
Personal
Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
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| 2009 | |
|---|---|
| Anzahl | |
| --- | --- |
| Gewerbliche Mitarbeiter | 176 |
| Angestellte | 117 |
| Geringfügig Beschäftigte | 18 |
| 311 |
Darüber hinaus werden im Geschäftsjahr durchschnittlich 35 Auszubildende beschäftigt.
Vorstand und Aufsichtsrat
Der Vorstand der Gesellschaft besteht satzungsgemäß aus mindestens einer Person. Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird durch den Aufsichtsrat festgelegt. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden ernennen. Derzeit ist keines der Vorstandsmitglieder zum Vorsitzenden ernannt.
Dem Vorstand gehören an:
Herr Johannes Heckmann
Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH)
Herr Gerhard Witzany
Dipl.-Kaufmann
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands nach § 285 S. 1 Nr. 9a HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht satzungsgemäß aus drei Mitgliedern. Dem Aufsichtsrat gehören zum Zeitpunkt der Anhangserstellung folgende Mitglieder an:
Herr Dr. Leopold von Heimendahl (Aufsichtsratsvorsitzender)
Dipl.-Physiker im Ruhestand
Herr Dr. Dieter J. Braun (Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden)
Dipl.-Chemiker im Ruhestand
Herr Prof. Dr. Jürgen G. Heinrich
Professor für Ingenieurkeramik
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für das Geschäftsjahr 2009 Bezüge von insgesamt TEUR 42.
Schwandorf, 5. März 2010
Nabaltec AG
Der Vorstand
Johannes Heckmann
Gerhard Witzany
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Nabaltec AG, Schwandorf, für das Geschäftsjahr vom I.Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Nabaltec AG, Schwandorf, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, den 8. März 2010
**Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Thiermann, Wirtschaftsprüfer
ppa. Sauer, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Aktionäre,
das Jahr 2009 begann mit einer für das Unternehmen und damit auch für den Aufsichtsrat sehr herausfordernden Situation. Die insbesondere im ersten und zweiten Quartal herrschende Unsicherheit an den Finanzmärkten, aber auch auf den wichtigsten Absatzmärkten von Nabaltec weltweit, erschwerte die Kontrolle der kurzfristigen Planung sowie die auf die Zukunft gerichtete Beratung des Managements spürbar. Zur Jahresmitte hin wurde in den Märkten aber wieder eine Stabilisierung sichtbar - bei funktionalen Füllstoffen etwas früher, bei technischer Keramik etwas später- so dass wir hier neben der Überwachung der laufenden Entwicklung auch wieder den Blick verstärkt nach vorn richten konnten.
Vor diesem Hintergrund haben wir den Vorstand im Geschäftsjahr 2009 beraten und die Geschäftsführung entsprechend den Aufgaben, die uns nach Gesetz, Corporate Governance und Satzung obliegen, ständig und mit größtmöglicher Sorgfalt überwacht und kontrolliert. Der Aufsichtsrat wurde in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, frühzeitig einbezogen und durch den Vorstand unmittelbar informiert.
Wir haben zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung unser Votum abgegeben. Sämtliche zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurden positiv beschieden. Besondere Aufmerksamkeit legten wir in unserer Arbeit 2009 auf die Risikolage der Unternehmensgruppe, auf das Risikomanagement sowie die rechtskonforme und wirtschaftliche Unternehmensführung.
Im Berichtsjahr 2009 kam der Aufsichtsrat zu vier turnusmäßigen Sitzungen am 24. April 2009, am 10. Juni 2009 im Anschluss an die Hauptversammlung, am 28. September 2009 und am 11. Dezember 2009 zusammen. 2010 haben bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 15. April keine weiteren Sitzungen stattgefunden. Alle Mitglieder waren bei sämtlichen Sitzungen anwesend. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch schriftlich und fernmündlich beraten. Sofern erforderlich hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Beschlüsse gefasst.
Da der Aufsichtsrat der Nabaltec AG nur aus drei Mitgliedern besteht, wurde auch weiterhin auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.
Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2009 keine Interessenskonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist eine ausreichende Personenzahl des Gremiums als unabhängig einzustufen, da zwei Mitglieder des Aufsichtsrats in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder dem Vorstand stehen. Zwischen der Nabaltec AG und Herrn Professor Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich besteht ein Vertrag über die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu Teilaspekten der keramischen Verfahrenstechnik.
Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodexes entsprechend hat der Aufsichtsrat auch während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner eigenen Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung, geprüft.
Schwerpunkte der Beratungen
Der Aufsichtsrat wurde auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen durch den Vorstand in mündlichen wie auch schriftlichen Berichten umfassend und zeitnah informiert. In Monats- und Quartalsberichten wurden wir insbesondere über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation, die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie den Grad der Planerreichung informiert. Darüber hinaus ließ ich mich als Vorsitzender des Aufsichtsrats fortlaufend über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand ich mit beiden Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.
Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Plenum waren die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Umsatz- und Ertragsentwicklung sowie die Vermögens- und Finanzlage. Darüber hinaus wurden folgende Schwerpunkte 2009 intensiv erörtert:
| ― | Jahresabschluss 2008 für AG und Konzern, insbesondere Risikobericht und Gewinnverwendung |
| ― | Kostensenkungsmaßnahmen vor dem Hintergrund der sich abschwächenden Absatzmärkte |
| ― | Corporate Governance, insbesondere die Prozesse im Rahmen der Vorab-Erläuterung der Quartalsberichte zwischen Vorstand und Aufsichtsrat |
| ― | Statusberichte zu Bau und Inbetriebnahme der neuen CAHC-Anlage am Standort Schwandorf |
| ― | Potenziale und Maßnahmen im Segment der Böhmite |
| ― | Umwandlung der US-amerikanischen Tochter Nashtec in eine LLC |
| ― | Planung 2010 und mittelfristige Planung bis 2012 |
| ― | Investitions- und Finanzierungsplanung für 2010 bis 2012 |
| ― | Änderungen regulatorischer und gesetzlicher Natur, wie Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung, Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz u. a. |
Ein weiterer Schwerpunkt unserer Beratungen wie auch der Kontrollen und Prüfungen waren 2009, vor allem aber in der bilanzfeststellenden Sitzung 2010, der gesamte Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern, die Überwachung des internen Kontrollsystems sowie die Wirksamkeit des internen Revisionssystems und des Risikomanagementsystems.
Vorstand und Aufsichtsrat haben mit Datum 13. März 2009 die gemeinsame Entsprechenserklärung 2009 abgegeben und diese den Aktionären auf der Unternehmens-Homepage www.nabaltec.de dauerhaft zugänglich gemacht. Mit den Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodexes in der Fassung vom 18. Juni 2009, veröffentlicht im elektronischen Bundesanzeiger am 5. August 2009, haben sich beide Gremien befasst und diese insbesondere in der Sitzung am 11. Dezember 2009 erörtert und damit die Abgabe der Entsprechenserklärung 2010 vorbereitet. Weitere Informationen zur Corporate Governance der Nabaltec AG finden sich im Bericht zur Corporate Governance in diesem Geschäftsbericht.
Vorstandsvergütung
Die Festlegung der Vorstandsvergütung erfolgt bei der Nabaltec AG im Gesamtaufsichtsrat. Der Aufsichtsrat hat die Angemessenheit der Vergütung für jedes Mitglied des Vorstands geprüft. Die Angemessenheit konnte bestätigt werden. Die Vergütungsstruktur für den Vorstand der Nabaltec AG ist auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Weitere gesetzlich geforderte Kriterien, wie eine Vergütungsstruktur, die nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleitet, oder Begrenzungsmöglichkeiten für außerordentliche Entwicklungen, sind bereits umgesetzt oder werden bei Neuverträgen entsprechend erfüllt.
Jahres- und Konzernabschluss 2009
Die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, hat den vom Vorstand nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der Nabaltec AG sowie den Konzernabschluss, der gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt wurde, und den Konzernlagebericht geprüft. Den Prüfauftrag hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juni 2009 erteilt. Vor Veröffentlichung des Wahlvorschlags hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es konnten keine Gründe erkannt werden, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Wirtschaftsprüfers begründen könnten. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, uns sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit begründen könnten und uns gegebenenfalls über Leistungen, die er zusätzlich zur Abschlussprüfung erbracht hat, zu informieren. Als Schwerpunkt für die Prüfung 2009 wurde die zutreffende Bilanzierung der Zugänge im Anlagevermögen, insbesondere vor dem Hintergrund des Investitionsschwerpunkts CAHC-Anlage in Schwandorf, festgelegt.
Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss und Lagebericht sowie für den Konzernabschluss und Konzernlagebericht einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Die gesamten Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur eigenen Prüfung vor. In der Bilanzsitzung am 15. April 2010 wurden die Unterlagen und der Bericht intensiv erörtert und diskutiert. Der Abschlussprüfer war anwesend, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für weitere Fragen zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen des Wirtschaftsprüfers war die Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Wesentliche Schwächen in diesem System konnten durch den Wirtschaftsprüfer nicht festgestellt werden. Sowohl der Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben uns alle Fragen umfassend und zu unserer Zufriedenheit beantwortet.
Nach der eigenen Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers Deloitte & Touche GmbH an. Wir billigen somit die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse für AG und Konzern zum 31. Dezember 2009. Der Jahresabschluss der Nabaltec AG ist damit festgestellt.
Der Aufsichtsrat dankt Vorstand und Management für die jederzeit gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in dem sehr herausfordernden vergangenen Jahr erneut maßgeblich dazu beigetragen haben, dass die Nabaltec AG ihre Position unter schwierigsten Bedingungen auf dem Weltmarkt behaupten konnte - immer mit dem Ziel größtmöglicher Zufriedenheit der Kunden bei gleichzeitig wirtschaftlich sinnvollem Handeln.
Schwandorf, 15. April 2010
Dr. Leopold von Heimendahl, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
für das Geschäftsjahr 2010
Vorstand und Aufsichtsrat der Nabaltec AG mit dem Sitz in Schwandorf erklären gemäß § 161 AktG:
Die Nabaltec AG hat den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") seit der erstmaligen Abgabe der Entsprechenserklärung am 26.03.2007 in den Geschäftsjahren 2007 bis 2009 mit den in den Entsprechenserklärungen für diese Geschäftsjahre genannten Ausnahmen entsprochen. Die Gesellschaft wird den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 18.06.2009, veröffentlicht im elektronischen Bundesanzeiger am 05.08.2009, vom Geschäftsjahr 2010 an mit folgenden Ausnahmen entsprechen:
| ― | Die Gesellschaft wird die Einberufung der Hauptversammlung und die Einberufungsunterlagen den Finanzdienstleistern, Aktionären und Aktionärsvereinigungen nicht auf elektronischem Wege übermitteln (Kodex Ziffer 2.3.2). Die Nabaltec AG versendet die Einladung zur Hauptversammlung über die Depotbanken an ihre Aktionäre, die Einladung wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht, und sowohl die Einladung als auch der Geschäftsbericht und etwaige weitere HV-Vorlagen werden auf den Internetseiten der Gesellschaft zum Download zur Verfügung gestellt. Die Aktionäre verfügen damit aus Sicht der Gesellschaft über erprobte und sichere Informationsmöglichkeiten, so dass die Gesellschaft keine Notwendigkeit für einen zusätzlichen elektronischen Versand sieht. |
| ― | Für die Mitglieder des Aufsichtsrats besteht eine Directors-&-Officers-Versicherung. Ein Selbstbehalt der Versicherten wurde nicht vereinbart (Kodex Ziffer 3.8). Vorstand und Aufsichtsrat sind der Ansicht, dass ein derartiger Selbstbehalt nicht geeignet ist, die Motivation und die Verantwortung, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats die ihnen übertragenen Aufgaben wahrnehmen, weiter zu verbessern. |
| ― | Der Aufsichtsrat wird bis auf Weiteres keinen Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands bestellen (Kodex Ziffer 4.2.1). Die beiden Vorstandsmitglieder arbeiten gleichberechtigt. Aus Sicht des Aufsichtsrats wird diese erfolgreiche gleichberechtigte Zusammenarbeit fortgesetzt, und es besteht kein Anlass, eines der beiden Vorstandsmitglieder durch Ernennung zum Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands gegenüber dem anderen Vorstandsmitglied hervorzuheben. |
| ― | Die Vorstandsbezüge werden nicht aufgeschlüsselt und unter Namensnennung offengelegt; der Bericht zur Corporate Governance enthält keinen Vergütungsbericht (Kodex Ziffern 4.2.4 und 4.2.5). Die Nabaltec AG erfüllt alle Pflichten zur Offenlegung der Vorstandsvergütung gemäß HGB und IFRS und hält die entsprechenden Informationen für ausreichend. |
| ― | Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist nicht festgelegt (Kodex Ziffer 5.1.2), da dem Unternehmen grundsätzlich auch die Expertise älterer und besonders erfahrener Vorstandsmitglieder zur Verfügung stehen soll und eine optimale Besetzung des Vorstands nicht aus rein formalen Gründen von vornherein ausgeschlossen sein soll. |
| ― | Der Aufsichtsrat bildet derzeit keine Ausschüsse, insbesondere keinen Prüfungsausschuss und keinen Nominierungsausschuss (Kodex Ziffern 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3). Der Aufsichtsrat ist mit drei Personen der Größe des Unternehmens angemessen besetzt. Da auch jedem Ausschuss des Aufsichtsrats mindestens drei Mitglieder angehören müssten, hält der Aufsichtsrat die Bildung von Ausschüssen derzeit weder für erforderlich noch für zweckmäßig, da er mit Entscheidungen des Gesamtplenums effektiv arbeitet. |
| ― | Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten lediglich eine feste Vergütung und ein Sitzungsgeld, jedoch keine erfolgsorientierte Vergütung; der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat wirkt sich auf die Höhe der Vergütung nicht aus. Die Aufsichtsratsvergütung wird nicht aufgeschlüsselt und unter Namensnennung offengelegt (Kodex Ziffer 5.4.6). Vorstand und Aufsichtsrat halten die derzeitige Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats, die von der Hauptversammlung festgelegt worden ist, für angemessen und die Offenlegung der Gesamtvergütung des Aufsichtsrats im Konzernanhang für ausreichend. |
| ― | Die Gesellschaft wird den Konzernabschluss nicht binnen 90 Tagen nach Ende des Geschäftsjahres und Zwischenberichte nicht binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich machen (Kodex Ziffer 7.1.2). Die Konzernabschlüsse der Gesellschaft werden weiterhin binnen vier Monaten nach Ende des Geschäftsjahres und Zwischenberichte binnen 60 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich gemacht. Die Gesellschaft hält damit auf freiwilliger Basis die gesetzlichen Fristen für den regulierten Markt sowie die Vorgaben der Börsenordnung für den Prime Standard ein, die aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat angemessen sind. |
Schwandorf, 12.03.2010
Der Vorstand:
Johannes Heckmann
Gerhard Witzany
Der Aufsichtsrat:
Dr. Leopold von Heimendahl
Dr. Dieter J. Braun
Professor Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich
Nabaltec AG
Alustraße 50-52
92421 Schwandorf
Deutschland
Telefon:+49 9431 53-0
Telefax: +49 9431 53-260
www.nabaltec.de