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Nabaltec AG Annual Report 2023

Jun 28, 2024

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Annual Report

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Finanzbericht: 34516414

Nabaltec AG

Schwandorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BERICHT des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionäre,

die Nabaltec AG war im Geschäftsjahr 2023 zunehmend der spürbar schwächeren Industriedynamik ausgesetzt, die leider die Zielmärkte des Unternehmens nicht verschont ließ. Die 2023 von hohen Energiekosten, Inflation sowie Rezessionssorgen geprägte Gesamtsituation hat kundenseitig zu einem sehr volatilen und nicht langfristig prognostizierbaren Orderverhalten geführt. Umsatzseitig wurde die Prognose für das Gesamtjahr daher leicht verfehlt. Gleichzeitig konnte jedoch die Prognose für die EBIT-Marge übertroffen werden.

Die Nabaltec war 2023 einer spürbar schwächeren Industriedynamik ausgesetzt; die Umsatzprognose für das Gesamtjahr wurde daher leicht verfehlt

Der Aufsichtsrat wird die weitere Geschäftsentwicklung der Nabaltec insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Markt- und Konjunkturentwicklung jederzeit genau beobachten. Die Situation des Unternehmens zeigt sich insgesamt derzeit als sehr stabil trotz der Eintrübung an den Märkten.

ZUSAMMENARBEIT VON AUFSICHTSRAT UND VORSTAND

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und sich regelmäßig vom Vorstand ausführlich über die Entwicklung und Lage der Gesellschaft unterrichten lassen. Entsprechend den zugrunde liegenden Informationen hat der Aufsichtsrat den Vorstand beraten sowie mit größtmöglicher Sorgfalt überwacht und kontrolliert. Bei allen Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat frühzeitig miteinbezogen sowie unmittelbar und umfassend vom Vorstand informiert.

Wesentliche Geschehnisse sowie Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements, der Compliance und der Nachhaltigkeit hat der Aufsichtsrat sowohl intern als auch gemeinsam mit dem Vorstand erörtert. Zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Sämtliche zustimmungsbedürftigen Geschäfte im Geschäftsjahr 2023 wurden positiv beschieden.

Sämtliche zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurden 2023 positiv beschieden

Nach Einschätzung des Aufsichtsrats sind derzeit alle drei Mitglieder des Gremiums als unabhängig einzustufen. Der Aufsichtsrat behält sich jedoch vor, Beratungs- oder Dienstverträge zwischen einzelnen Mitgliedern des Gremiums und der Gesellschaft zu genehmigen, wenn der Abschluss eines solchen Vertrags im Einzelfall nach übereinstimmender Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat im Interesse der Gesellschaft liegt.

Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Mit drei Mitgliedern hat der Aufsichtsrat die geeignete Größe, sämtliche Angelegenheiten im Gesamtaufsichtsrat zu erörtern und zu entscheiden. Im Rahmen der Beratungen, der Beschlüsse und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2023 keine Interessenkonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten. Auf die Bildung eines Prüfungsausschusses wurde weiterhin verzichtet. Auch diese Aufgaben werden vom Gesamtgremium wahrgenommen.

Der Aufsichtsrat hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr seine eigene Tätigkeit einer Selbstbeurteilung (Effizienzprüfung) unterzogen und ist zu einem positiven Ergebnis gekommen. Schwerpunkte bei der Selbstbeurteilung waren vor allem die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung.

ÄNDERUNGEN IN DER BESETZUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine Änderungen in der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats.

SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS UND SCHWERPUNKTE DER BERATUNG

Der Aufsichtsrat hat 2023 in vier Sitzungen getagt, bei denen jeweils alle Mitglieder anwesend waren

Im Berichtsjahr fanden vier turnusmäßige ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats statt: am 20. April, am 28. Juni im Anschluss an die Hauptversammlung, am 28. September sowie am 12. Dezember. Sämtliche Sitzungen des Jahres 2023 fanden als Präsenzsitzungen statt, bei denen jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrats anwesend waren. Im Jahr 2024 haben bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 17. April 2024 (als Präsenzsitzung) keine weiteren Sitzungen stattgefunden. Ergänzend haben sich die Mitglieder des Aufsichtsrats auch schriftlich und fernmündlich beraten. Außerhalb von Aufsichtsratssitzungen hat der Aufsichtsrat im Jahr 2023 keine Beschlüsse gefasst.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden vor allem folgende Schwerpunkte intensiv erörtert:

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Jahresabschluss 2022 für AG und Konzern einschließlich Gewinnverwendungsvorschlag
Planung 2024 und mittelfristige Planung bis 2026
Investitionsprogramm 2024 und Finanzierungsplanung für den Zeitraum 2024 bis 2026
Vertriebsplanung Nabaltec-Konzern 2024 inklusive der Vertriebsstruktur in Nordamerika
Maßnahmen im Zusammenhang mit der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Lage und insbesondere der Rohstoff- und Energiepreissituation in Deutschland

Die Zielsetzung und der Realisierungsstand von Innovationsprojekten sowie die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, die Rechnungslegungsprozesse in der AG und im Konzern sowie die Überwachung des internen Kontrollsystems waren weitere Schwerpunkte der Arbeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2023.

Der Aufsichtsrat hat sich auch außerhalb der Sitzungen regelmäßig über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, informiert. Die aktuelle Situation des Unternehmens, die Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle sowie wichtige Entscheidungen des Vorstands waren zusätzlich Gegenstand der Gespräche zwischen Vorstand und Aufsichtsrat und wurden auch in schriftlichen Berichten behandelt. In Monats- und Quartalsberichten wurde der Aufsichtsrat insbesondere über Marktentwicklungen, die Risiko- und Wettbewerbssituation, die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie den Grad der Planerreichung informiert. Weitere für die Geschäftsentwicklung wesentliche Aspekte, wie die Energiekrise sowie die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa, wurden ebenfalls regelmäßig erörtert. Zu diesem Zweck stand der Vorsitzende des Aufsichtsrats in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der Aufsichtsrat wurde ausführlich über Marktentwicklungen, die Risiko- und Wettbewerbssituation sowie die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung informiert

PRÜFUNG VON JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2023

Die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, hat den nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der Nabaltec AG sowie den Konzernabschluss, der gemäß § 315e HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt wurde, sowie den Konzernlagebericht, jeweils zum 31. Dezember 2023, geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.

Den Prüfauftrag hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2023 erteilt. Als Prüfungsschwerpunkt für das Geschäftsjahr 2023 wurde die Bewertung der Finanzanlagen festgelegt.

Die gesamten Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur eigenen Prüfung vor. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben die Unterlagen eingehend geprüft. In der Bilanzsitzung am 17. April 2024 wurden die Unterlagen und die Berichte intensiv erörtert. Der Abschlussprüfer war anwesend, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für weitere Fragen zur Verfügung. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat auch seine Unabhängigkeit bestätigt; Umstände, die seine Befangenheit befürchten lassen, waren und sind nicht erkennbar. Nach der eigenen Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlageberichtschließt sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers Deloitte GmbH an. Weiter erklärt der Aufsichtsrat, dass nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat deshalb die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse für AG und Konzern zum 31. Dezember 2023 gebilligt. Der Jahresabschluss 2023 der Nabaltec AG ist damit festgestellt.

Die aufgestellten Jahresabschlüsse für AG und Konzern zum 31. Dezember 2023 wurden durch den Aufsichtsrat geprüft und gebilligt

DANK

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr stets großes Engagement sowie die erfolgreiche Arbeit in einem weiterhin fordernden Umfeld.

Schwandorf, 17. April 2024

GERHARD WITZANY, Vorsitzender des Aufsichtsrats

KONZERNLAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023*

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell des Konzerns

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Umweltfreundliche und hochspezialisierte Produkte

Ausgezeichnete Wachstumsperspektiven für Nabaltec-Produkte

Die Nabaltec AG entwickelt, produziert und vertreibt unter Einbeziehung ihrer Konzernunternehmen umweltfreundliche und zugleich hochspezialisierte Produkte auf der Basis mineralischer Rohstoffe. Der Nabaltec-Konzern gehört zu den weltweit führenden Anbietern von funktionalen Füllstoffen und Spezialoxiden auf Basis von Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid. Die Jahresproduktionskapazität aller Konzernunternehmen liegt derzeit bei rund 265.000 Tonnen.

Das Anwendungsspektrum für Nabaltec-Produkte ist sehr breit gefächert:

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flammhemmende Füllstoffe für die Kunststoffindustrie, die z. B. bei Kabeln in Tunneln, Flughäfen, Hochhäusern und elektronischen Geräten eingesetzt werden,
Füllstoffe und Additive, die z. B. als Beschichtungsmaterial für Separatoren in Lithium-Ionen-Batterien, als mineralische Barriereschicht in Folien oder in "Gap Fillern" zur Verbesserung der Wärmeleitfähigkeit eingesetzt werden,
keramische Rohstoffe zum Einsatz in der Feuerfestindustrie, in der technischen Keramik und Poliermittelindustrie,
hochspezialisierte keramische Massen für Ballistik, Mikroelektronik und keramische Filter.

Nabaltec-Produkte kommen immer dann bevorzugt zum Einsatz, wenn ein Höchstmaß an Qualität, Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Langlebigkeit gefordert ist. Diese Kombination wichtiger Eigenschaften ist die Basis für ausgezeichnete Wachstumsperspektiven. Die wesentlichen Treiber sind das global gestiegene Umweltbewusstsein, vielfältige internationale und nationale Gesetzgebungen sowie freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie zu umweltfreundlicheren Produkten. Der Bedarf an Brandschutz in der Kunststoff- und Kabelindustrie wird in den kommenden Jahren weiter wachsen; das belegen Marktforschungsstudien. Um von dieser Entwicklung zu profitieren, wurden im Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" die Produktionskapazitäten für umweltfreundliche, flammhemmende Füllstoffe gezielt ausgebaut. Heute ist Nabaltec in diesem Bereich einer der führenden Anbieter weltweit. Mit dem noch jungen Marktsegment Batterie für Anwendungen in der E-Mobilität bedient Nabaltec einen Markt, der in den kommenden Jahren trotz aktueller Seitwärtsbewegung ein starkes Wachstum verzeichnen wird. Nabaltec sieht sich hier als einer der bedeutendsten Hersteller weltweit für Beschichtungsmaterial auf Basis von Böhmit.

Auch im Produktsegment "Spezialoxide" sieht Nabaltec aufgrund der Vielzahl von Anwendungen und der relevanten Zielmärkte langfristig gute Wachstumspotenziale für Nabaltec-Produkte, insbesondere bei reaktiven Aluminiumoxiden aufgrund steigender Qualitätsanforderungen der Feuerfestindustrie.

Über den Vertrieb und die anwendungstechnische Beratung pflegt Nabaltec einen sehr engen Kontakt zu den Kunden. Diese Kundennähe ist die Basis für eine gezielte, markt- und anwendungsorientierte Weiterentwicklung der Produkte.

* Alle nachfolgenden Zahlenangaben erfolgen kaufmännisch gerundet in Mio. Euro. Hierdurch können sich bei Addition oder Subtraktion u. U. scheinbare Differenzen ergeben.

UNTERNEHMENS- UND KONZERNSTRUKTUR

Nabaltec-Aktie seit 2006 im Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse

Die Nabaltec AG mit Sitz in Schwandorf wurde 1994 gegründet und übernahm 1995 den Geschäftsbetrieb der Sparte Spezialoxide der VAW aluminium AG. Im September 2006 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Seit November 2006 sind die Aktien der Nabaltec AG im Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse notiert, durchgängig in Qualitätssegmenten der Deutsche Börse AG, seit März 2017 im Marktsegment Scale.

Seit dem Börsengang 2006 verfügt Nabaltec über einen intakten Kapitalmarktzugang. Belege hierfür sind zum einen die Unternehmensanleihe 2010, die Schuldscheindarlehen 2013, 2015 und 2022 sowie die 2017 durchgeführte Kapitalerhöhung. Dieser Zugang zum Kapitalmarkt, der jederzeit durch eine transparente und verlässliche Kommunikation gepflegt wird, sichert Nabaltec eine ausgewogene und weitgehend unabhängige Finanzierung.

Naprotec LLC und Nashtec LLC in Nabaltec USA Corporation gebündelt

Nabaltec ist über die im Jahr 2018 gegründete Nabaltec USA Corporation zu 100% an der Nashtec LLC (USA) sowie an der Naprotec LLC (USA) beteiligt. In der Nabaltec USA Corporation sind neben administrativen Aufgaben auch Vertriebsaktivitäten des Nabaltec-Konzerns für Nordamerika gebündelt. Die Nashtec LLC und die Naprotec LLC sind reine Produktionsgesellschaften, überwiegend für Produkte im Anwendungsbereich halogenfreier Flammschutz.

Darüber hinaus wurde im Jahr 2018 die Nabaltec (Shanghai) Trading Co., Ltd. mit Sitz in Shanghai, China, gegründet. Die Gesellschaft ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Nabaltec und bietet mit einem Lager vor Ort kurze Lieferzeiten und eine Fakturierung in Landeswährung.

Weitere Beteiligungen oder Tochtergesellschaften existieren derzeit nicht.

Entsprechend den Charakteristika der Ziel- und Abnehmermärkte gliedert der Nabaltec-Konzern seine Tätigkeit in zwei Produktsegmente, die wiederum in Marktsegmente aufgeteilt sind.

PRODUKTSEGMENT

"FUNKTIONALE FÜLLSTOFFE"

Marktsegmente:

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Kabel
Harze, Dispersionen und Klebstoffe
Batterie
Gummi und Elastomere

PRODUKTSEGMENT

"SPEZIALOXIDE"

Marktsegmente:

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Feuerfest
Technische Keramik
Poliermittel
Adsorbentien und Katalyse

1.2 Ziele und Strategien

1. Optimierung des Kundennutzens durch fortlaufende Weiterentwicklung der Produktionsprozesse und der Produktqualität

Produkt- und Prozessentwicklung wird laufend optimiert

Durch den kontinuierlichen Austausch mit den Kunden optimiert Nabaltec eigene Produkte und Prozesse und richtet diese auf kundenspezifische Anforderungen aus. Produktverbesserungen und Scaling-up erfolgen in enger Abstimmung mit den Kunden. Insbesondere im Bereich der E-Mobilität wird Nabaltec vor neue Herausforderungen gestellt, die eine kontinuierliche Anpassung der Prozesse erfordern, um den Anforderungen dieses Marktes gerecht zu werden. Darüber hinaus verfolgt Nabaltec für Kunden weltweit eine globale Freigabe- und Bereitstellungspolitik gleichwertiger Produkte aus verschiedenen Standorten. Diese Vorgehensweise bedient sich standardisierter Freigabe- und Change-Management-Prozesse und gewährleistet eine weitere Verbesserung des Kundennutzens bei gleichzeitiger Optimierung interner Abläufe.

Kontinuierliche Investition in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Nabaltec investiert kontinuierlich in die internen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen, das Analysenzentrum, eigene Technika und eine Pilotanlage. Nabaltec kooperiert darüber hinaus bereits seit Jahren mit verschiedenen Forschungsinstitutionen und beteiligt sich an Forschungskonsortien. Zur Optimierung der Prozesse gehören auch eine effiziente Energienutzung und ein umfassender Umweltschutz. Beide Aspekte stellen wesentliche Wettbewerbsfaktoren dar. Nabaltec hat umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um den spezifischen Energieverbrauch zu reduzieren, nahezu abwasserfrei zu arbeiten und den Emissionsausstoß zu minimieren. Durch die Einführung von Verpackungen mit Recycling-Anteil schließt Nabaltec Materialkreisläufe.

Nabaltec wurde wiederholt von der unabhängigen international anerkannten Nachhaltigkeits-Ratingagentur EcoVadis für ihre Leistungen im Bereich Environmental, Social &Governance (ESG) ausgezeichnet. Die Bewertung berücksichtigt internationale Nachhaltigkeitsstandards wie die Global Reporting Initiative, den Global Compact der Vereinten Nationen und die ISO 26000. ESG-Aspekte spielen erkennbar eine immer wichtiger werdende Rolle bei der Beschaffungsentscheidung der Kunden.

2. Gezielte Erweiterung der Produktpalette

Nabaltec erweitert das eigene Produktportfolio aktuell in drei Dimensionen:

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durch Neuentwicklungen von Produkten, häufig in enger Zusammenarbeit mit Schlüsselkunden. Beispielhaft ist die Entwicklung neuer keramifizierender Flammschutzmittel für Hitzebarrieren, etwa für Batteriegehäuse in Elektrofahrzeugen;
durch gezielte Weiterentwicklungen bestehender Produkte hinsichtlich Anwendungsperformance, die meist auf spezielle Kundenanforderungen ausgerichtet sind. Die GRANALOX ® -Produktgruppe ist hierfür exemplarisch;
durch Weiterentwicklung bestehender Produkte für völlig neue Anwendungsfelder, beispielsweise wärmeleitfähige Kunststoffe.

Mit einer eigenen Pilotanlage am Standort Schwandorf verfügt Nabaltec über eine optimale Ausstattung für die Übertragung von Entwicklungsprodukten aus Labor bzw. Technikum in die Musterproduktion in einer Größenordnung von bis zu mehreren hundert Tonnen. Neben der Prozess- und Verfahrensentwicklung ist die Pilotanlage somit Basis für industrielle Produkteinführungen.

3. Strategische Erweiterung und Ausbau der Produktionskapazität Böhmit und viskositätsoptimierter Aluminiumhydroxide

Um dem weiterhin erwarteten stark steigenden Wachstum im für den Nabaltec-Konzern wirtschaftlich bedeutenden Markt für Lithium-Ionen-Batterien gerecht zu werden und diesem konsequent zu folgen, wird die Produktionskapazität von aktuell 10.000 Jahrestonnen auf20.000 Jahrestonnen bis Ende 2024 erhöht. Zusätzlich erfolgt der Ausbau viskositätsoptimierter Aluminiumhydroxide für die stark steigende Nachfrage im Bereich des thermischen Managements. Die Produktionskapazität für diesen Produktbereich soll durch investive Maßnahmen bis Mitte 2025 von aktuell 20.000 auf 50.000 Jahres tonnen anwachsen.

4. Flexible und schnelle Anpassung der Kapazitäten und Kostenstrukturen dank hochauflösender Controlling-Prozesse

Nabaltec verfolgt eine margenorientierte Kapazitätspolitik

Nabaltec verfolgt eine margenorientierte Kapazitätspolitik. Nachfrageschwankungen und Veränderungen in den Losgrößen müssen möglichst früh berücksichtigt werden, da die Produktionsprozesse in der Spezialchemie nur mit einer prozessimmanenten Verzögerung variiert werden können, wenn sie gleichzeitig wirtschaftlich bleiben sollen. Deshalb hat Nabaltec ein schnell wirksames und sehr differenziertes Controlling etabliert und verfügt damit über geeignete Instrumente, um die Kostenpositionen weitgehend an die Absatz- und Losgrößenschwankungen anzupassen.

5. Sicherstellung der Zukunftsinvestitionen durch eine starke Finanzierungsbasis

Um das Potenzial beider Produktsegmente im Markt voll ausschöpfen zu können, sind weiterhin Investitionen nötig. Das notwendige Know-how sowie diese Investitionstätigkeit sind gleichzeitig eine hohe Markteintrittsbarriere für mögliche neue Anbieter. Um die notwendigen Investitionsmittel zur Verfügung zu haben, setzt Nabaltec auf eine Finanzierungsbasis, die sich aus einem ausgewogenen Mix aus Eigen- und Fremdkapital zusammensetzt.

1.3 Steuerungssystem

Zielvereinbarungsprozess definiert Verantwortlichkeiten

Nabaltec hat einen den gesamten Konzern umspannenden Zielvereinbarungsprozess implementiert, der bis in die kleinsten Einheiten hinein mit differenzierten Zielvorgaben Verantwortlichkeiten definiert. Die Ergebnis-, Kosten- und Leistungsplanung unterstützt umfassend die Analyse zur Erreichung der Unternehmensziele. Soll-Ist-Vergleiche sind online verfügbar, signalisieren frühzeitig Handlungsbedarf und fördern den Prozess der Führung durch Zielvereinbarungen. Für alle Kostenstellen und Kostenträger wird monatlich ein Soll-Ist-Vergleich durchgeführt.

In allen kaufmännischen Bereichen wird die ERP-Software "Microsoft Dynamics 365 Business Central" eingesetzt. Die gesamte Darstellung der Kosten- und Leistungsrechnung, inkl. Ergebnisrechnung, erfolgt bei Nabaltec auf Basis der Controlling-Software "macs Complete". Die zentralen Steuerungsgrößen als Grundlage für die betriebswirtschaftlichen Entscheidungen im Konzern sind Umsatz und EBIT-Marge.

1.4 Grundzüge des Vergütungssystems der Organe

Die Vergütung des Vorstands und der Aufsichtsräte wird im Konzernanhang (dort Abschnitt 7.4) näher erläutert.

VORSTAND

Variables Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder enthält feste und variable Bestandteile, wobei sich Letztere jährlich wiederkehrend am geschäftlichen Erfolg orientieren und bezogen auf das Jahresfestgehalt nach oben begrenzt sind. Mit der Vergütung ist die gesamte Tätigkeit der jeweiligen Mitglieder des Vorstands für die Gesellschaft und deren Tochter- und Beteiligungsunternehmen abgegolten.

Die Bemessungsgrundlage für die variable Vergütung errechnet sich wie folgt: Von dem konsolidierten positiven Ergebnis nach IFRS vor Steuern unter Verrechnung der Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter und nach Abzug eines Verlustvortrags aus dem Vorjahr erhält der Vorstandsvorsitzende eine Tantieme von 4 % des Betrages und jedes weitere Vorstandsmitglied eine Tantieme von 2 % des Betrages, der 4,2 Mio. Euro überschreitet. Die variable Vergütung ist auf maximal 100 % des Jahresfestgehalts begrenzt.

Im Rahmen der festen Vergütungsbestandteile gewährt die Gesellschaft dem Vorstand neben dem Festgehalt Nebenleistungen in Form von Dienstwagennutzung, Unfallversicherung, den gesetzlichen Regelungen für Arbeitnehmer entsprechenden Zuschüssen zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie zeitlich begrenzten Lohnfortzahlungen im Krankheits- und Todesfall. Darüber hinaus erhält der Vorstandsvorsitzende mit Eintritt des Pensionsfalles eine Pension in Höhe von maximal 67 %, alle weiteren Vorstandsmitglieder erhalten eine Pension von bis zu 50 % des zuletzt erreichten Bruttojahresfestgehalts; des Weiteren wird einem hinterbliebenen Ehegatten Witwengeld von bis zu 75 % der Pension im Falle des Vorstandsvorsitzenden und von bis zu 60 % im Falle aller weiteren Vorstandsmitglieder gewährt.

Im Rahmen einer D&O-Versicherung mit einer Versicherungssumme bis zur Höhe von 25,0 Mio. Euro werden die Vorstände unter Beachtung des gesetzlich vorgeschriebenen Selbstbehalts von 10 % des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen ihrer festen jährlichen Vergütung versichert. Die anfallenden Versicherungsprämien trägt Nabaltec.

AUFSICHTSRAT

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jeweils eine feste, nach Schluss des Geschäftsjahres fällige Vergütung in Höhe von 18.000,00 Euro je Geschäftsjahr und ein Sitzungsgeld von 1.500,00 Euroje Aufsichtsratssitzung. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält eine feste, nach Schluss des Geschäftsjahres fällige Vergütung in Höhe von 27.000,00 Euro je Geschäftsjahr und ein Sitzungsgeld von 2.250,00 Euroje Aufsichtsratssitzung. Beginnt oder endet die Amtszeit eines Aufsichtsratsmitglieds während eines Geschäftsjahres, steht ihm die feste Vergütung zeitanteilig zu.

Mitglieder des Aufsichtsrats sind im Interesse der Gesellschaft in eine D&O-Versicherung einbezogen

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind (unverändert seit dem 1. Januar 2020) in eine im Interesse der Gesellschaft von dieser abgeschlossene Vermögensschadenshaftpflichtversicherung für Organe und andere Führungskräfte der Gesellschaft und der mit ihr verbundenen Unternehmen (D&O-Versicherung) mit einer Versicherungssumme von bis zu 25,0 Mio. Euro ohne Selbstbeteiligung der versicherten Mitglieder des Aufsichtsrats einbezogen. Die anfallenden Versicherungsprämien trägt Nabaltec.

Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats den Ersatz ihrer Auslagen sowie eine eventuell auf die Aufsichtsratsvergütung anfallende gesetzliche Umsatzsteuer.

1.5 Forschung und Entwicklung

F&E-Aktivitäten nehmen eine zentrale Rolle im Unternehmen ein

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nehmen eine zentrale Rolle in der Gesamtstrategie von Nabaltec ein. Wichtige Elemente der F&E-Strategie sind der enge Schulterschluss und die gemeinsame Entwicklungsarbeit mit den Kunden. Der Fokus in allen Produktbereichen liegt darauf, den Kunden ein optimales Produkt liefern zu können und sie so zu unterstützen, dass ein Wettbewerbsvorteil generiert werden kann. Als ein führender Anbieter von hochspezialisierten Produkten betrachtet Nabaltec Forschung und Entwicklung als eine zentrale Kernkompetenz. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen 2023 bei 2,4 % vom Umsatz.

Die Ergebnisse aus der Zusammenarbeit mit den Kunden fließen unmittelbar in die Entwicklungsarbeit der technischen Bereiche Anwendungstechnik, Verfahrensentwicklung und Produktion ein. Dies gilt sowohl im Fall der Weiterentwicklung von etablierten Produkten als auch für die Entwicklung von Neuprodukten.

Um auch weiterhin auf dem weltweiten Markt erfolgreich zu sein, hat die Optimierung der Produktionsprozesse ebenfalls einen hohen Stellenwert in der F&E-Arbeit. Die Energie- und die Ressourceneffizienz sind hier schon seit jeher wesentliche Treiber und bekommen im Rahmen des zukünftigen ESG-Reportings zusätzliches Gewicht.

Nabaltec arbeitet intensiv mit Hochschulen und Instituten zusammen. Aktuell werden zwei öffentlich geförderte Projekte der IGF (Industrielle Gemeinschaftsforschung) von Nabaltec-Mitarbeitern in projektbegleitenden Ausschüssen bearbeitet. Zu den Forschungspartnern gehören die Technische Universität Chemnitz, die Forschungsgemeinschaft Feuerfest e. V. und die Papiertechnische Stiftung PTS in Heidenau. Neu ist die Zusammenarbeit mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden in Form einer Mitgliedschaft im PartnerCircle. Dieser Partnerschaftsvertrag zielt neben gemeinsamen Forschungsprojekten auf eine intensive Kooperation, u. a. durch Vorträge, Exkursionen, regelmäßige Veranstaltungen sowie eine Firmenpräsenz über digitale Medien vor Ort im Hörsaal, ab.

Neben dem Bestreben, neue Ideen für Produkte, Verfahren und Anwendungen auszuarbeiten und entsprechende Neuentwicklungen zu starten, sind die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Nabaltec auch darauf ausgerichtet, vorhandene Produkte und Verfahren weiterzuentwickeln und zu verfeinern.

Im Rahmen des Strategieprozesses greifen nach Produkt- und Anwendungsbereich zusammengestellte, interdisziplinäre Teams aus Entwicklung, Vertrieb, Werks- und Verfahrensentwicklung die Erkenntnisse aus dem Markt auf und bringen sie in einen Kontext mit den identifizierten Trends. Dies gewährleistet eine zeitnahe und strategiekonforme Umsetzung von neuen Anwendungen, Prozessen und Produkten.

F&E-Aktivitäten bleiben auch weiterhin von Herausforderungen im Bereich der Elektromobilität geprägt

Das Geschäftsjahr 2023 war im Bereich Forschung und Entwicklung weiterhin stark von den Herausforderungen der E-Mobilität, insbesondere der Batterieentwicklung, geprägt. Für die Anwendung der Nabaltec-Böhmite war die Inbetriebnahme einer Beschichtungsanlage für das Labor im Jahr 2023 ein wichtiger Meilenstein. Sie ermöglicht Nabaltec, die Prozesse ihrer Kunden noch besser nachzustellen. Die nächste Generation von Lithium-Ionen-Batteriezellen mit gesteigerten Energiedichten und damit höheren Speicherkapazitäten benötigt Separatorfolien mit immer dünneren Beschichtungen. Das erfordert die Entwicklung extrem feiner und dennoch gut dispergierbarer Böhmite. Die ersten Kundenfreigaben erfolgten auf Basis von Pilotproduktionen, erste Produktionschargen sollen Anfang 2024 hergestellt werden.

Die Beschichtung von Elektroden (insbesondere Kathodenkantenbeschichtung) hat aufgrund des Aufbaus weiterer Batteriezellfabrikationen in Europa an Bedeutung gewonnen. Auf Basis eigener Ausarbeitungen zur Anwendungsperformance der Nabaltec-Böhmite konnten bereits seit 2022 mehrere europäische und global agierende Kunden für Freigabeprozesse gewonnen werden. Im Jahr 2023 sind diese Prozesse gut vorangeschritten und bei einem Teil der Kunden wurde die letzte Phase der industriellen Freigabe gestartet.

Darüber hinaus lag ein weiterer Schwerpunkt der Tätigkeiten auf verfahrenstechnischen und produktionsbegleitenden Entwicklungen im Zusammenhang mit den laufenden Kapazitätserweiterungen bei Böhmit. Projekte zu Prozess-, Kosten- und Qualitätsoptimierungen standen dabei im Fokus.

Neben den Anwendungen von Böhmiten in der Batteriezelle sind das Wärmemanagement und der Flammschutz von Batteriesystemen wichtige Entwicklungsfelder der E-Mobilität, in denen Nabaltec aktiv ist.

Wärmemanagement und Flammschutz in Batteriesystemen in der E-Mobilität sind wichtige Entwicklungsfelder der Nabaltec

Mit der Forderung nach deutlich verkürzten Ladezeiten und der flächendeckenden Einführung von Schnellladestationen gewinnen wärmeleitfähige Werkstoffe an Bedeutung. Denn insbesondere bei schnellem Laden entsteht Wärme, die aus der Batterie abgeführt werden muss, um diese nicht zu schädigen. Nabaltec-Aluminiumhydroxide der APYRAL ® -HC-Serie werden verwendet, um wärmeleitfähige Materialien herzustellen, die diese Wärme ableiten können. TIMs (Thermal Interface Materials) bzw. sogenannte "Gap Filler" enthalten sehr hohe Füllgrade an APYRAL ® -HC-Produkten und werden zwischen den einzelnen Batteriezellen und der Wärmeleitplatte aus Aluminium eingebracht. APYRAL ® HC wird auch am Standort Chattanooga bei Naprotec in den USA produziert und garantiert international operierenden Kunden eine hohe Liefersicherheit. Mit APYRAL ® HC gefüllte Materialien erhöhen die Lebensdauer einer Batterie im täglichen Gebrauch und bieten zusätzlich einen hohen Flammschutz.

Um im Entzündungsfall ein Übergreifen der Flammen auf das gesamte Fahrzeug zu verhindern, muss das Batteriegehäuse zusätzlich eine entsprechende Barriere-Funktion gewährleisten. Nabaltec hat für diese Anwendung Flammschutzmittel entwickelt, die 2023 unter dem Namen ACTILOX ® HTB vorgestellt wurden. Ziel dieser Anwendung ist, bei Beflammung eine mechanisch stabile Barriere auszubilden, die das Durchbrennen des Batteriedeckels auch ohne zusätzliche Barriereplatten gewährleisten soll.

Innovative und umweltfreundliche Produkte für den Flammschutz sind die Garanten für das langfristige Wachstum der Nabaltec

Die innovativen und umweltfreundlichen Produkte für den Flammschutz sind die Garanten für das langfristige Wachstum der Nabaltec. Dabei gewinnen die Entwicklungen in den Bereichen Recycling und Zirkularität immer mehr an Bedeutung. Nabaltec hat sich daher einem Konsortialprojekt mit dem Titel "Tailoring the HFFR Performance of Recyclates" angeschlossen, in dem acht Industriepartner am Beispiel ausgewählter Abfallströme die Aufwertung von Post-Consumer- und industriellen Kunststoffrezyklaten zu halogenfrei flammgeschützten Spezialcompounds für Elektro- und Elektronikanwendungen aufzeigen wollen. Das Projekt wird am Fraunhofer LBF in Darmstadt durchgeführt.

In der Feuerfestindustrie sieht der Konzern seit Jahren einen Trend zum verstärkten Einsatz von hochreaktiven Aluminiumoxiden. Nabaltec hat daher die Entwicklungsaktivitäten im Anwendungsbereich Feuerfest auf die Erweiterung des Produktportfolios bei Reaktivtonerden ausgerichtet. So wurde im Jahr 2023 mit NABALOX ® NO 550 P ein neues Produkt eingeführt, das in sehr wasserarmen Feuerfestbetonen gute Fließfähigkeit zeigt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION

Das Wirtschaftswachstum fiel in der zweiten Jahreshälfte 2023 teilweise stärker aus als erwartet; insgesamt stieg die wirtschaftliche Entwicklung weltweit auf 3,1 % nach 3,5 % im Vorjahr

Der Internationale Währungsfonds schätzt, dass das Wirtschaftswachstum in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 in den Vereinigten Staaten sowie in mehreren wichtigen Schwellen- und Entwicklungsländern stärker als erwartet ausfiel. Häufig trugen die staatlichen und privaten Ausgaben zum Aufschwung bei, wobei die real verfügbaren Einkommenszuwächse den Konsum bei nach wie vor angespannten - wenn auch sich entspannenden - Arbeitsmärkten stützten und die Haushalte ihre in der Pandemiezeit angesammelten Ersparnisse abbauten. Auch auf der Angebotsseite kam es zu einer Expansion, die sich in einem breiten Anstieg der Erwerbsbeteiligung, der Lösung von Lieferkettenproblemen aus der Pandemiezeit und einer Verkürzung der Lieferzeiten niederschlug. Die steigende Dynamik war jedoch nicht überall zu spüren. Das Wachstum im Euroraum war aufgrund der gedämpften Verbraucherstimmung, der anhaltenden Auswirkungen der hohen Energiepreise und der Schwäche des zinssensiblen verarbeitenden Gewerbes und der Unternehmensinvestitionen deutlich gedämpft. Insgesamt beziffert der IMF das Wachstum der Weltwirtschaft auf 3,1 % nach 3,5 % im Jahr zuvor. 1

Mit einer Konjunkturentwicklung von -0,3 % liegt Deutschland 2023 unter dem Durchschnitt im Euroraum von 0,5 %. Im Verlauf des Jahres 2023 hat sich die Wirtschaftsleistung im Inland im Wesentlichen seitwärts bewegt, wobei die geringen Zuwächse aus der ersten Jahreshälfte durch die rückläufige Entwicklung im zweiten Halbjahr wieder aufgezehrt wurden. Die konjunkturelle Schwäche war vor allem dem rückläufigen Konsum und einem darbenden Exportgeschäft geschuldet. Auch die Bauaktivität zeigte sich in der Tendenz weiter abwärtsgerichtet. Die Inflation ist in Deutschland im Jahr 2023 jedoch mit einer Teuerungsrate von 5,9% gesunken, nachdem sie im Jahr 2022 6,9% betragen hatte. Gemäß dem Institut für Weltwirtschaft in Kiel ist die Hochinflationsphase ausgestanden und die Inflationsraten der kommenden beiden Jahre sinken weiter auf 2,3 % (2024) und 1,8 % (2025). 2

2.1.2 BRANCHENSITUATION

Der Branchenumsatz sank 2023 in der Chemiebranche um 12 %

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) berichtet, dass der Branchenumsatz 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 12 % gesunken ist, wobei der Rückgang besonders kräftig im Inland ausfiel. Die Produktion der Branche sank gegenüber dem Vorjahr um 8 %. Rechnet man das Pharmageschäft heraus, erhöht sich dieser Rückgang auf rund 11 %. Die Mitgliederumfrage des VCI ergab, dass Umsatzrückgang, sinkende Verkaufspreise und hohe Produktionskosten die Gewinne der Unternehmen erheblich unter Druck setzten: Knapp 40 % der Mitgliedsunternehmen beklagten deutliche Gewinneinbrüche; rund 15 % der Unternehmen schrieben bereits rote Zahlen. 3

Der langfristige Trend einer steigenden Nachfrage nach halogenfreien, flammhemmenden Füllstoffen und insbesondere Aluminiumhydroxid ist jedoch unverändert intakt. Unabhängige Marktprognosen gehen von einer durchschnittlichen jährlichen Nachfragesteigerung von weltweit 4,3 % bis 2027 aus (auf Basis ATH, Quelle: MarketsandMarkets, 2022). 4 Vor allem das wachsende öffentliche Bewusstsein für die Notwendigkeit von Brandschutz wie auch die zunehmende Substitution von potenziell umweltbelastenden Flammschutzmitteln durch das umweltfreundliche, halogenfreie Aluminiumhydroxid fördern das Marktwachstum. Diese Entwicklung wirkt sich insbesondere positiv auf den Produktbereich Feinsthydroxide aus. Auch für Böhmit mit seinen vielfältigen Anwendungsfeldern, allen voran in der E-Mobilität, sind die langfristigen Perspektiven nach Einschätzung von Nabaltec weiterhin sehr gut, wenngleich es in diesem Bereich zu einer temporären Nachfragedelle gekommen ist. Nabaltec rechnet mit einer deutlichen Mengensteigerung bei Lithium-Ionen-Batterien aus europäischer Produktion in den kommenden Jahren. Dementsprechend wird sich das Potenzial für Böhmit neben Asien auch schrittweise auf Europa erweitern.

Der langfristige Trend einer steigenden Nachfrage nach halogenfreien, flammhemmenden Füllstoffen ist unverändert intakt

Im Bereich der Spezialoxide wird der Feuerfestmarkt durch die Nachfrage aus der Stahlindustrie geprägt. Der Trend zu höherwertigen Feuerfestprodukten und verschleißbeständigeren Keramiken hält weiterhin an. Nach Einschätzung von Marktexperten wird das Wachstum bei Feuerfestprodukten bei 4,3 % und in der technischen Keramik bei 6,5 % pro Jahr bis 2028 (Quelle: IMARC Group, 2023) liegen. 5

1 IMF - World Economic Outlook, January 2024

2 Kieler Konjunkturberichte Nr. 110 (2023/​04), Deutsche Wirtschaft im Winter 2023

3 Pressemitteilung VCI, Jahresbilanz 2023, 15. Dezember 2023

2.2 Geschäftsverlauf

2023 gingen die Absatzmengen konjunkturbedingt zurück; der Umsatz der Nabaltec lag mit 200,1 Mio. Euro auf dem zweithöchsten Stand in der Unternehmensgeschichte

Das Jahr 2023 startete mit einem sehr guten ersten Quartal 2023, das von einem Umsatzwachstum geprägt war, das allerdings ausschließlich preisgetrieben war - Nabaltec hatte nach 2022 zum Jahresbeginn 2023 noch einmal die Preise erhöht. Im zweiten Quartal 2023 zeigte sich bereits eine deutliche Abschwächung der industriellen Dynamik, die sich im weiteren Verlauf durch das Jahr 2023 fortsetzte. Aus der Perspektive des Gesamtjahres 2023 kam es entsprechend in nahezu allen Produktbereichen beider Produktsegmente "Funktionale Füllstoffe" und "Spezialoxide" daher zu einem Absatzmengenrückgang. Ein auf Kundenseite fortwährender Fokus auf geringe Lagerbestände sowie vermehrt kurzfristiges und sprunghaftes Orderverhalten seitens der Kunden sind durch das Jahr hinweg deutlich spürbar gewesen. Bei der Gesamtlage an den Märkten konnten keine weiteren preispolitischen Hebel mehr zum Einsatz kommen. Der Konzernumsatz der Nabaltec belief sich 2023 auf 200,1 Mio. Euro nach 218,8 Mio. Euro im Vorjahr (- 8,5 %), was in der Unternehmensgeschichte der Nabaltec den zweitstärksten Umsatz nach dem Rekordjahr 2022 darstellt.

Im Jahr 2023 erzielte Nabaltec ein operatives Ergebnis (EBIT) von 18,3 Mio. Euro nach 29,2 Mio. Euro im Vorjahr (-37,3 %). Die EBIT-Marge (bezogen auf die Gesamtleistung) lag bei 9,1 %, nachdem sie im Vorjahr bei 13,1 % gelegen hatte. Das EBITDA hatte im Geschäftsjahr 2022 bei 42,4 Mio. Euro gelegen und sank im Geschäftsjahr 2023 auf 31,0 Mio. Euro (-26,9 %).

4 MarketsandMarkets, Studie "Flame Retardants Market, Global Forecast to 2027" aus dem Jahr 2022

5 IMARC Group, Studie "Aluminum Oxide Market: Global Industry Trends, Share, Size, Growth, Opportunity and Forecast 2023-2028" aus dem Jahr 2023

Aufgrund der schwächeren Industriedynamik wurde die Prognose von August 2023 umsatzseitig leicht verfehlt; beim EBIT konnte die prognostizierte Marge übertroffen werden

Aufgrund der allgemein sehr schwachen Nachfrage sowie eines anhaltenden Lagerabbaus bei Kunden war es in beiden Produktsegmenten zu einem deutlichen Umsatzrückgang im zweiten Quartal 2023 gekommen. Das Unternehmen sah im Gegensatz zu den ursprünglichen Erwartungen keine Erholungstendenzen für den weiteren Jahresverlauf und hat vor diesem Hintergrund im August 2023 die Prognose für das Gesamtjahr 2023 angepasst. Nabaltec erwartete nunmehr einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr in einer Bandbreite von 4% bis 6%, nachdem zuvor mit einem Umsatzwachstum in der Bandbreite von 3% bis 5% gerechnet worden war. Der tatsächliche Umsatzrückgang für das Jahr 2023 lag bei 8,5%, ausgelöst durch einen unerwartet hohen Umsatzeinbruch im Produktsegment "Spezialoxide" im vierten Quartal. Gleichzeitig wurde die angepasste Prognose für das Ergebnis übertroffen. Die EBIT-Marge 2023, ermittelt als Quotient des EBIT durch die Gesamtleistung, lag bei 9,1 % (Vorjahr: 13,1 %) und übertraf damit die im August 2023 prognostizierte Bandbreite von 6% bis 8%. Ursprünglich waren 8% bis 10 % erwartet worden. Ein geringerer Kostenanfall als erwartet im vierten Quartal des Geschäftsjahres führte auf Jahressicht zu einer verbesserten EBIT-Marge im Vergleich zur angepassten Prognose.

2.3 Lage

2.3.1 ERTRAGSLAGE

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte der Nabaltec-Konzern einen Umsatz von 200,1 Mio. Euro nach 218,8 Mio. Euro im Vorjahr (- 8,5 %). Der Umsatzrückgang war durch die sich deutlich abschwächende Marktdynamik mit überproportionalen Absatzrückgängen bedingt.

Im ersten Quartal 2023 konnte Nabaltec preisgetrieben wachsen und erzielte einen Konzernumsatz von 57,0 Mio. Euro nach 54,8 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres (+4,0%). Die schwache Industriedynamik zeigte sich in den darauffolgenden Quartalen allerdings deutlich und die Effekte konnten nicht mehr im Maße wie zuvor durch weitere Preisanpassungen aufgefangen werden. Im zweiten Quartal sank der Konzernumsatz der Nabaltec um 12,2 % auf 49,1 Mio. Euro (Vorjahresquartal: 55,9 Mio. Euro). Im dritten Quartal lag er bei 49,8 Mio. Euro nach 56,5 Mio. Euro im Vorjahresquartal (-11,9 %) und im abschließenden vierten Quartal erzielte Nabaltec einen Umsatz von 44,3 Mio. Euro nach 51,7 Mio. Euro im Vergleichszeitraum (-14,3 %).

Im Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" lag der Umsatz 2023 bei 142,3 Mio. Euro; im Produktbereich Böhmit wurde ein Umsatz von 17,3 Mio. Euro erzielt

Im Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" erzielte Nabaltec im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 142,3 Mio. Euro nach 148,0 Mio. Euro im Vorjahr, was einer Reduktion von 3,9% entspricht. Die Absatzmengen sind 2023 aufgrund der Unsicherheiten an den Märkten und durch weiteren konsequenten Bestandsabbau seitens vieler Kunden insgesamt um 13,5% zurückgegangen. Im Produktbereich Böhmit betrug der Umsatz im Jahr 2023 17,3 Mio. Euro nach 19,0 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anteil des Böhmits am Konzernumsatz lag damit unverändert wie auch im Vorjahr bei rund 9 %.

Im Produktsegment "Spezialoxide" lag der Umsatz 2023 bei 57,8 Mio. Euro nach 70,9 Mio.

Euro im Vorjahr (-18,5%). Ursächlich ist hier die anhaltende Schwäche der Stahlindustrie.

UMSATZ NACH PRODUKTSEGMENTEN 2023 (IN MIO. EURO)

UMSATZ NACH REGIONEN 2023 (IN %)

Auf Gesamtjahressicht ist der Exportanteil leicht gestiegen und liegt mit 75,0 % (Vorjahr: 73,7 %) auf einem weiterhin sehr hohen Niveau.

Exportquote liegt mit 75,0 % auf einem hohen Niveau

Die Ordereingänge addierten sich über das Gesamtjahr auf176,4 Mio. Euro nach 164,6 Mio. Euro im Vorjahr. Wie bereits im Jahr 2022 wurden auch im Jahr 2023 Aufträge eher kurzfristig und eng nach Bedarf geordert. Nabaltec beendete das Jahr 2023 mit einem Auftragsbestand in Höhe von 38,0 Mio. Euro (Vorjahr: 61,7 Mio. Euro). Dieser spiegelte die Kurzfristigkeit im Orderverhalten der Kunden wider.

Gesamtleistung lag im Jahr 2023 bei 201,1 Mio. Euro

Die Gesamtleistung im Nabaltec-Konzern lag 2023 bei 201,1 Mio. Euro nach 223,0 Mio. Euro im Vorjahr. Maßgeblich für diese Entwicklung ist die gegenüber 2022 schwächere Umsatzentwicklung wie auch der deutlich geringere Bestandsaufbau an fertigen und unfertigen Erzeugnissen von 0,6 Mio. Euro im Jahr 2023 nach 3,6 Mio. Euro im Vorjahr. Die Bestandsveränderung 2023 resultierte per saldo aus einer wertmäßigen Bestandserhöhung bei gleichzeitig geringeren Mengen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen zum Jahresende bei 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 3,5 Mio. Euro) und beinhalten neben Währungsgewinnen (1,0 Mio. Euro) auch sonstige Erträge aus Lieferungen und Leistungen an Dritte. Der Rückgang resultiert dabei nahezu ausschließlich aus geringeren Erträgen aus der Währungsumrechnung.

OPERATIVE AUFWANDSQUOTEN IN RELATION ZUR GESAMTLEISTUNG (IN %)

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2023 2022
Materialaufwand 50,7 47,7
Personalaufwand 19,0 17,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen 16,3 17,1

Die Abschreibungsquote (in Relation zur Gesamtleistung) betrug im Jahr 2023 6,3 % nach 5,9 % im Vorjahr. Die Abschreibungen beliefen sich auf einen Gesamtwert von 12,7 Mio. Euro nach 13,2 Mio. Euro im Jahr zuvor.

Gestiegene Materialkosten konnten 2023 nicht wie im Vorjahr über Preisanpassungen abgefedert werden

Bei der Materialaufwandsquote (in Relation zur Gesamtleistung) errechnet sich eine Steigerung auf 50,7 % (Vorjahr: 47,7 %). Gegenüber dem Vorjahr ließen sich im Jahr 2023 die gestiegenen Kosten für Rohstoffe und Energie nicht mehr vollumfänglich durch Preisanpassungen abfedern. Absolut war der Materialaufwand aufgrund geringerer Absatzmengen von 106,4 Mio. Euro auf 101,9 Mio. Euro gesunken (-4,2 %).

Die Rohergebnismarge (in Relation zur Gesamtleistung) sank von 53,8% im Vorjahr auf 50,7% im Jahr 2023. In absoluten Zahlen lag das Rohergebnis im Jahr 2023 bei 102,0 Mio. Euro nach 120,0 Mio. Euro im Vorjahr.

Bei einer Mitarbeiterzahl im Konzern von 516 Personen zum Jahresende 2023 (31. Dezember 2022: 506) stieg die Personalkostenquote (in Relation zur Gesamtleistung) im Vergleich zum Vorjahr von 17,8 % auf 19,0 %. Absolut war der Personalaufwand von 39,6 Mio. Euro im Jahr 2022 auf38,2 Mio. Euro im Berichtsjahr leicht gesunken. Das im Chemie-Tarifvertrag vereinbarte Inflationsgeld in Höhe von 3.000 Euro pro Vollzeitmitarbeiter war von der Nabaltec AG bereits in vollem Umfang im Dezember 2022 an die Beschäftigten in Deutschland ausbezahlt worden. Darüber hinaus beinhalten die Personalkosten im Jahr 2023 geringere Tantiemen und Prämien als im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von 38,1 Mio. Euro auf 32,8 Mio.

Euro - im Wesentlichen bedingt durch niedrigere Frachtkosten, da die Raten im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr spürbar reduziert waren. Die Kostenquote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, gemessen an der Gesamtleistung, lag bei 16,3% nach 17,1 % im Vorjahr.

EBITDA 2023 bei 31,0 Mio. Euro nach 42,4 Mio. Euro im Vorjahr

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei 31,0 Mio. Euro nach 42,4 Mio. Euro im Jahr 2022 (-26,9 %). Die EBITDA-Marge (in Relation zur Gesamtleistung) beträgt 15,4 % im Jahr 2023 (Vorjahr: 19,0 %).

Für das Jahr 2023 errechnet sich ein operatives Ergebnis (EBIT) von 18,3 Mio. Euro nach 29,2 Mio. Euro im Vorjahr. Die EBIT-Marge (bezogen auf die Gesamtleistung) liegt im Jahr 2023 bei 9,1 % (Vorjahr: 13,1 %).

EBIT (IN MIO. EURO)

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug 2023 16,1 Mio. Euro, nachdem es im Vorjahr bei 27,5 Mio. Euro gelegen hatte. Darin enthalten ist das Finanzergebnis 2023 in Höhe von -2,2 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte das Finanzergebnis -1,7 Mio. Euro betragen. Neben Zinsaufwendungen in Höhe von 4,3 Mio. Euro konnten aufgrund der guten Cashsituation Zinserträge in Höhe von 2,1 Mio. Euro im Jahr 2023 realisiert werden.

Der Steueraufwand lag im Geschäftsjahr 2023 bei 4,7 Mio. Euro nach 1,1 Mio. Euro im Vorjahr. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus dem Jahr 2022 enthielten einen Steuerertrag in Höhe von 6,8 Mio. Euro, resultierend aus dem vertraglichen Kostenausgleich gegenüber der Nashtec LLC im Geschäftsjahr 2020.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr errechnet sich damit ein Konzernergebnis von 11,4 Mio. Euro nach 26,4 Mio. Euro im Vorjahr. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie im Jahr 2023 von 1,30 Euro (Vorjahr: 3,00 Euro).

Ergebnis je Aktie 2023 bei 1,30 Euro

SEGMENTBERICHT: ENTWICKLUNGEN IN DEN PRODUKTSEGMENTEN

FUNKTIONALE FÜLLSTOFFE (IN MIO. EURO)

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2023 2022
Umsatz 142,3 148,0
EBITDA 26,6 30,5
EBIT 16,9 20,6
Investitionen 12,3 9,3

Im Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" ist der Umsatz 2023 um 3,9 % von 148,0 Mio. Euro auf142,3 Mio. Euro gesunken. Die Absatzmenge sank in diesem Segment insgesamt um 13,5%. Nabaltec rechnet für einen mittelfristigen Zeithorizont wieder mit einer positiven Dynamik. Langfristig zeichnet sich im Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" weiterhin ab, dass die grundlegenden Markttreiber für die Produkte intakt sind.

Im Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" sind die grundlegenden Markttreiber intakt

UMSÄTZE PRODUKTSEGMENT "FUNKTIONALE FÜLLSTOFFE" NACH QUARTALEN (IN MIO. EURO)

Das EBITDA sank von 30,5 Mio. Euro im Vorjahr auf 26,6 Mio. Euro im Geschäftsjahr.

Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" bildete auch 2023 den Investitionsschwerpunkt

Mit rund 88% der Gesamtinvestitionen bildete das Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" den Investitionsschwerpunkt 2023 im Nabaltec-Konzern. Investitionsausgaben wurden vor allem für den Ausbau der Kapazitäten im Produktbereich Böhmit für die weitere Optimierung von Produktionsprozessen sowie für Ersatzinvestitionen am Standort Schwandorf getätigt.

SPEZIALOXIDE (IN MIO. EURO)

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2023 2022
Umsatz 57,8 70,9
EBITDA 4,4 11,9
EBIT 1,4 8,6
Investitionen 1,7 1,5

Umsatz im Produktsegment "Spezialoxide" lag bei 57,8 Mio. Euro

Im Produktsegment "Spezialoxide" ergab sich ein Umsatz von 57,8 Mio. Euro im Berichtsjahr nach 70,9 Mio. Euro im Jahr zuvor (-18,5%). In Summe war die Absatzmenge im Produktsegment um 25,5% rückläufig.

Umsatz im Produktsegment "Spezialoxide" lag bei 57,8 Mio. Euro

UMSÄTZE PRODUKTSEGMENT "SPEZIALOXIDE" NACH QUARTALEN (IN MIO. EURO)

Das EBITDA im Produktsegment "Spezialoxide" lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 4,4 Mio. Euro nach 11,9 Mio. Euro im Vorjahr.

Rund 12% der Gesamtinvestitionen flossen in das Produktsegment "Spezialoxide", vor allem in die Prozessoptimierung und für Ersatzinvestitionen.

2.3.2 FINANZLAGE

Das Finanzmanagement ist direkt dem Vorstand zugeordnet und umfasst schwerpunktmäßig das Management der Kapitalstruktur, die Liquiditätssteuerung, die Zins- und Devisenkursabsicherung sowie die Finanzmittelbeschaffung. Die Tochterunternehmen sind in das Konzernliquiditätsmanagement eingebunden.

Wechselkursschwankungen zwischen US-Dollar und Euro begegnet Nabaltec mit dem Einsatz von Devisenkurssicherungsinstrumenten, wenn dies aufgrund des Umfangs der Fremdwährungsgeschäfte angezeigt ist.

Der Finanzierungsbedarf für das angestrebte Wachstum sowie für die getätigten Investitionen wird mithilfe des Eigenkapitals, über Darlehen sowie über den operativen Cashflow sichergestellt. Nach einer Refinanzierungsmaßnahme über ein Schuldscheindarlehen im April des Jahres 2022 ergaben sich im Berichtsjahr keine Änderungen.

Die Schuldscheindarlehensverträge der Nabaltec unterliegen Covenants, die sich an den "Leverage Coverage Ratios" bemessen. Im Geschäftsjahr 2023 kam es zu keinen Verletzungen der zum 31. Dezember 2023 geltenden Covenants.

2.3.2.1 Kapitalstruktur

Das Grundkapital der Nabaltec beträgt 8,8 Mio. Euro. Das Konzerneigenkapital stieg zum 31. Dezember 2023 auf 141,8 Mio. Euro nach 133,5 Mio. Euro im Vorjahr. Der Zuwachs resultierte insbesondere aus dem positiven Konzernergebnis.

Eigenkapital stieg 2023 auf 141,8 Mio. Euro

Eigenkapital stieg 2023 auf 141,8 Mio. Euro

Die langfristigen Schulden lagen zum 31. Dezember 2023 bei 122,6 Mio. Euro und damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (122,7 Mio. Euro zum 31. Dezember 2022). Die kurzfristigen Schulden sanken gegenüber dem 31. Dezember 2022 von 24,9 Mio. Euro auf 16,5 Mio. Euro. Geringere kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Ertragsteuern waren hierfür ausschlaggebend.

STRUKTUR DER PASSIVA (IN %)

SONSTIGE FINANZIERUNGSINSTRUMENTE

Nabaltec hat in geringem Umfang Leasinggeschäfte mit Vertragslaufzeiten von bis zu fünf Jahren vereinbart. Diese werden jedoch auf Grundlage der Wahlrechte nach IFRS 16.5 nicht im Konzernabschluss angesetzt. Außerdem bedient sich Nabaltec eines fortlaufenden Factorings für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, auch um eventuelle Ausfallrisiken zu minimieren. Weitere Instrumente, die dem Financial Engineering zugerechnet werden können, werden im Nabaltec-Konzern nicht eingesetzt.

2.3.2.2 Investitionen

Nabaltec investierte 2023 14,0 Mio. Euro

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Nabaltec-Konzern 14,0 Mio. Euro in das Anlagevermögen investiert, nach 10,8 Mio. Euro im Vorjahr. Im Jahr 2023 lag der Investitionsschwerpunkt auf dem Standort Schwandorf. Die Mittel flossen insbesondere in technische Anlagen und Maschinen zur Kapazitätserweiterung, in die Prozessoptimierung sowie in Ersatzinvestitionen.

Nabaltec investierte 2023 14,0 Mio. Euro

Für 2024 plant die Nabaltec mit Investitionsausgaben in Höhe von rund 35 Mio. Euro, vorrangig für den weiteren Kapazitätsausbau bei Böhmit sowie bei viskositätsoptimierten Aluminiumhydroxiden, die vor allem als Verbundstoffe in der E-Mobilität zum Einsatz kommen. Darüber hinaus sind Investitionen für die Prozessoptimierung, für Infrastrukturmaßnahmen und für Digitalisierungsprojekte geplant.

2.3.2.3 Liquidität

Der operative Cashflow des Nabaltec-Konzerns sank von 32,4 Mio. Euro im Jahr 2022 auf 16,5 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023. Insbesondere die deutliche Abweichung im Ergebnis vor Steuern von -11,4 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich im reduzierten Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit. Beim Working Capital erhöhten sich die Cashabflüsse im Geschäftsjahr 2023 um 1,5 Mio. Euro und für gezahlte Ertragsteuern um 3,1 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Der Mittelabfluss für Investitionen sank im Vergleich zum Vorjahr von 25,7 Mio. Euro auf 14,0 Mio. Euro. Schwerpunkte waren der Ausbau der Kapazitäten für Böhmit und die Prozessoptimierung am Standort Schwandorf. Im Vorjahr beinhaltete der Cashflow aus Investitionstätigkeit eine Auszahlung für Anlagen in Festgelder mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten in Höhe von 15,0 Mio. Euro.

Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2022 lag bei 2,5 Mio. Euro

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag 2023 bei -3,4 Mio. Euro, nachdem er im Vorjahr bei plus 28,0 Mio. Euro gelegen hatte. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet eine Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 2,5 Mio. Euro. Die gezahlten Zinsen lagen bei 3,0 Mio. Euro und die erhaltenen Zinsen bei 2,0 Mio. Euro. Im Vorjahr war die Einzahlung aus dem Emissionserlös des im April 2022 begebenen Schuldscheindarlehens mit einem Volumen von 90,0 Mio. Euro ebenso enthalten wie Auszahlungen für die planmäßige Tilgung bisheriger Darlehen in Höhe von 59,0 Mio. Euro.

Free-Cashflow bei 2,5 Mio. Euro

Der Free-Cashflow (der Saldo aus operativem und investivem Cashflow) der Nabaltec lag 2023 bei 2,5 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte der Cashflow unter Berücksichtigung der Auszahlung für Anlagen in Festgelder mit Laufzeiten von mehr als drei Monaten in Höhe von 15,0 Mio. Euro bei 6,7 Mio. Euro gelegen.

Der Finanzmittelfonds des Nabaltec-Konzerns als Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten lag zum 31. Dezember 2023 bei 86,0 Mio. Euro nach 87,5 Mio. Euro zum Bilanzstichtag des Vorjahres.

2.3.2.4 Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme sank im Vergleich zum 31. Dezember 2022 leicht von 281,1 Mio. Euro auf 280,9 Mio. Euro zum Ende des Berichtsjahres. Bei den Aktiva sanken die langfristigen Vermögenswerte von 135,3 Mio. Euro auf 120,7 Mio. Euro. Dies ist auf eine Umgliederung von langfristig angelegten Vermögenswerten in Höhe von 15,0 Mio. Euro (Anlagen in Festgelder mit Laufzeiten von mehr als drei Monaten) in die kurzfristigen Vermögenswerte zurückzuführen. Entsprechend stiegen die kurzfristigen Vermögenswerte auf 160,2 Mio. Euro zum 31. Dezember 2023 nach 145,8 Mio. Euro zum Bilanzstichtag des Vorjahres. Darin enthalten ist eine Erhöhung der Vorräte von 45,7 Mio. Euro auf 51,1 Mio. Euro, im Wesentlichen aufgrund wertmäßiger Anpassung.

STRUKTUR DER AKTIVA (IN %)

2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.4.1 FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Der Geschäftserfolg der Nabaltec basiert auf einer langfristigen Wachstumsstrategie. Ziel der Konzernsteuerung ist es, dass der Konzern profitabel und kapitaleffizient wächst. Deshalb wird den Steuerungsgrößen Umsatz und EBIT-Marge große Bedeutung beigemessen. Entsprechend liegt der Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung und Optimierung dieser beiden bedeutsamsten operativen finanziellen Leistungsindikatoren, die gleichzeitig die Basis für die operativen Entscheidungen bilden und somit als Grundlage für die Prognose dienen.

Umsatzwachstum und EBIT-Marge werden als zentrale Steuerungsgrößen herangezogen

Nabaltec zieht zusätzlich die nachstehenden Renditekennzahlen zur Kontrolle des Konzernerfolgs heran. Das unternehmensinterne Controlling- und Steuerungssystem bildet die Grundlage für eine wertorientierte Steuerung des Konzerns durch den Vorstand der Nabaltec AG.

UMSATZ- UND KAPITALRENDITEN (IN %)

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2023 2022
Eigenkapitalrendite 8,0 19,8
Return on Capital Employed (ROCE) 10,2 17,2

Die Eigenkapitalrendite ergibt sich aus dem Verhältnis von Konzernjahresergebnis zum Eigenkapital. Der deutliche Rückgang der Eigenkapitalrendite ist im Wesentlichen auf das um 15,0 Mio. Euro zurückgegangene Jahresergebnis zurückzuführen.

Der Return on Capital Employed (ROCE) stellt das EBIT dem eingesetzten Kapital gegenüber (Anlagevermögen + Working Capital). Bei einem weitgehend stabilen Niveau des eingesetzten Kapitals ergibt sich der Rückgang des ROCE aus dem im Geschäftsjahr um 10,9 Mio. Euro gesunkenen EBIT.

Diese beiden finanziellen Leistungsindikatoren werden nicht zur internen Steuerung des Konzerns herangezogen.

2.4.2 NICHTFINANZIEILE LEISTUNGSINDIKATOREN

Die nachstehend genannten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden nicht zur konkreten internen Steuerung des Unternehmens bzw. des Konzerns herangezogen, werden von der Gesellschaft jedoch als wichtig für die weitere Entwicklung angesehen und daher laufend beobachtet.

Mitarbeiter

Ausbildungsquote langfristig auf einem hohen Niveau

Der Nabaltec-Konzern beschäftigte zum Jahresende 2023 insgesamt 516 Mitarbeiter (31. Dezember 2022: 506). Davon waren 500 Mitarbeiter (31. Dezember 2022: 490) in Deutschland tätig. In dieser Zahl enthalten sind auch 43 Auszubildende (31. Dezember 2022: 43). Nabaltec legt großen Wert auf eine gute Ausbildung. So stellten die Auszubildenden mit einer Quote von 8,3% auch im Geschäftsjahr 2023 einen schon traditionell bemerkenswert großen Teil der Belegschaft. Die Auszubildenden von Nabaltec zählen regelmäßig zu den Jahrgangsbesten. Aktuell werden Ausbildungsplätze (m/​w/​d) in den Berufen Industriekaufmann, Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, Kaufmann für Digitalisierungsmanagement, Chemielaborant, Chemikant, Produktionsfachkraft Chemie, Industriemechaniker und Elektroniker für Betriebstechnik sowie ein duales Studium Bio- und Umweltverfahrenstechnik angeboten.

Nabaltec bietet Mitarbeitern weitreichende Entwicklungsmöglichkeiten sowie zahlreiche Maßnahmen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Unternehmensintern bietet Nabaltec Perspektiven und Weiterentwicklungsmöglichkeiten, um auch auf diesem Wege die Identifikation mit dem Unternehmen sowie den Einsatz und das Engagement der Mitarbeiter zu fördern. Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements bietet das Unternehmen zahlreiche Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit an. Für das große Engagement in diesem Kontext bekam die Nabaltec von der AOK Bayern bereits zum wiederholten Male die Auszeichnung "Gesundes Unternehmen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement" in Silber verliehen.

Kundenbeziehungen

Ziel von Nabaltec ist es, die eigene Marktposition kontinuierlich zu festigen und punktuell weiter auszubauen. Als Premiumanbieter legt das Unternehmen Wert auf eine hohe Qualität und einen sehr guten Kundenservice, was kundenseitig regelmäßig bestätigt wird.

Die Kundenversorgung durch die Nashtec LLC in den USA hat sich im Laufe des Jahres 2023 weiter stabil entwickelt. Bei der Markteinführung der Produkte der Naprotec LLC intensiviert Nabaltec weiter den Aufbau des Neukundenbestands, und das Interesse an einem Ausbau der Geschäftsbeziehung nimmt auf Kundenseite stetig zu. Die Absatzmengen verbessern sich demnach kontinuierlich, jedoch noch auf niedriger Basis.

Die Vertriebstochter in Shanghai richtet ihren Fokus auf die Bearbeitung des Marktsegments Batterie. Die Bevorratung vor Ort ermöglicht Nabaltec kurze Lieferzeiten sowie eine Fakturierung in Landeswährung.

Um einen 360-Grad-Zugang zu wichtigen Märkten und Technologien gewährleisten zu können, ist das Unternehmen in mehreren europäischen Verbänden tätig. Neben den beiden Cefic-Fachgruppen pinfa (Phosphorus, Inorganic and Nitrogen Flame Retardants Association) und EPSA (European Producers of Specialty Alumina) ist Nabaltec auch im paneuropäischen Verband der Kunststofferzeuger PlasticsEurope Deutschland e.V., der Forschungsgesellschaft Kunststoffe e. V. sowie in der DKG (Deutsche Keramische Gesellschaft) und dem VDFFI (Verband der Deutschen Feuerfest-Industrie) engagiert.

Über das Engagement in Verbänden besitzt Nabaltec einen sehr guten Zugang zu wichtigen Märkten

In den USA und China engagiert sich Nabaltec in der pinfa North America bzw. pinfa China. Nabaltec ist Mitglied der Amerikanischen Keramischen Gesellschaft (ACerS) und plant in dieser Region den Ausbau der Verbandsarbeit, um weitere wichtige Märkte abdecken zu können. Durch dieses Engagement können sehr frühzeitig wichtige Trends in den Hauptabsatzmärkten "Flammschutz" und "Keramik" auf globaler Ebene erkannt werden.

Managementsysteme

Nabaltec verfügt über integrierte Managementsysteme im Bereich Qualität und Umwelt sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz. Im Jahr 2023 wurden die bestehenden Managementsysteme nach ISO 9001, ISO 14001 und ISO 45001 am Standort Schwandorf im Rahmen von Überwachungsaudits erfolgreich bestätigt.

Um den Anforderungen eines sich stetig ändernden Energiemarktes effektiv begegnen zu können, besitzt Nabaltec ein zertifiziertes Energiemanagementsystem. Im Jahr 2023 wurde das Energiemanagementsystem nach ISO 50001 im Rahmen eines Überwachungsaudits erfolgreich bestätigt.

Die Akkreditierung des Analysenzentrums der Nabaltec nach der Norm ISO/​IEC 17025 wurde auch im Jahr 2023 aufrechterhalten.

Ebenfalls wurden im Jahr 2023 die bestehenden Qualitätsmanagementsysteme nach ISO 9001 bei den Tochtergesellschaften Nashtec LLC im Rahmen eines Wiederholungsaudits und Naprotec LLC im Rahmen eines Überwachungsaudits erfolgreich bestätigt.

Das Nachhaltigkeitsengagement von Nabaltec wurde im Jahr 2023 durch die Firma EcoVadis mit dem Silber-Status ausgezeichnet.

Umweltschutz

Der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen ist ein zentrales Anliegen von Nabaltec

Nabaltec nimmt für sich in Anspruch, mit den eigenen Produkten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Ökobilanz bei einer Vielzahl von Produkten zu leisten. Die zunehmende Bedeutung des Umweltschutzes ist eine der wichtigsten Triebfedern für den Erfolg von Nabaltec-Produkten auf den Weltmärkten. Sie sind beispielsweise Bestandteil von Lithium-Ionen-Batterien, die in der E-Mobilität einen wesentlichen Beitrag zur CO 2 -Reduzierung leisten. Andere Produkte finden sich in Kunststoffen wieder und ersetzen vorwiegend bromhaltige Flammschutzmittel. Damit werden die Produkte sicherer und sind leichter zu recyceln. Vor diesem Hintergrund ist es von zentraler Bedeutung, dass auch Forschung und Entwicklung, Produktion sowie vor- und nachgelagerte Logistik möglichst umweltschonend angelegt sind. Der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen ist ein zentrales Anliegen von Nabaltec und eine Grundvoraussetzung für die gesellschaftliche Akzeptanz des Konzerns. Nabaltec nimmt die Umweltverantwortung, die über den eigenen Standort deutlich hinausgeht, aktiv an.

Reduzierung des CO2-Ausstoßes durch Bezug thermischer Energie vom benachbarten Müllkraftwerk in Schwandorf

Im Rahmen der Rezyklierbarkeit wird im Produktsegment "Spezialoxide" Material wieder in den Produktionsprozess integriert. Im Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" werden das Spülmaterial und sonstige nicht spezifische Materialien intern als Rohstoff wieder eingesetzt. Damit wird ein Beitrag zur nachhaltigen Verwendung von Rohstoffen geleistet. Das Thema Trennung von Stoffströmen zur Wiederverwendung stellt auch im Abfallbereich einen Schwerpunkt dar. Darüber hinaus wird ein wesentlicher Teil des Energiebedarfs von Nabaltec in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Müllverwertung Schwandorf durch den Einsatz regenerativer Energie gedeckt. Durch den Bezug von thermischer Energie in Form von Dampf und Strom vom benachbarten Müllkraftwerk leistet Nabaltec am Hauptsitz in Schwandorf einen Beitrag zur Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes. Dem effizienten Umgang mit thermischer Energie, die einer der wichtigsten Energieträger bei Nabaltec ist, wird in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung beigemessen. So setzt Nabaltec konsequent auf Wärmerekuperation bei den Trocknungsprozessen, indem die Wärme der Abluft wieder in den Trocknungsprozess zurückgeführt wird.

Generell ist Nabaltec bestrebt, die Produktionsprozesse für alle Anlagen so aufzubauen, dass diese einen geschlossenen Kreislauf darstellen. Im Umgang mit Chemikalien, wie z. B. Natronlauge, die zur Erzeugung von Feinsthydroxid verwendet wird, achtet Nabaltec konsequent darauf, dass diese nicht an die Umwelt abgegeben werden, sondern in einem geschlossenen Produktionskreislauf für den Wiedereinsatz genutzt werden können.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG

Nabaltec sieht auch 2024 weitgehend intakte Absatzmärkte für die eigenen Produkte

Nabaltec sieht für die eigenen Produkte im Jahr 2024 weitgehend stabile Absatzmärkte, jedoch auf niedrigem Niveau und gepaart mit einem unsicheren Marktumfeld und verstärkter Volatilität. Basierend auf der bisherigen Marktposition und der langjährig aufgebauten Reputation sieht Nabaltec mittelfristig gute Perspektiven für die eigenen Schlüsselprodukte.

KONJUNKTUR UND BRANCHE

Der IMF erwartet in seiner Prognose vom Januar 2024 ein globales Wachstum von 3,1 %

Der IMF prognostizierte im Januar 2024 für das aktuelle Geschäftsjahr ein globales Wachstum von 3,1 % und für das Folgejahr 2025 von 3,2 %, wobei die Prognose für 2024 um 0,2 Prozentpunkte höher ausfällt als im Weltwirtschaftsausblick (WEO) vom Oktober 2023. Der leicht optimistischere Ausblick basiert auf der Entwicklung in den USA und in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern, die sich als widerstandsfähiger als erwartet erwiesen, sowie in China, das staatliche Unterstützung erhalte. Der IMF merkt in der Januarprognose aber auch explizit an, dass die Werte unter dem historischen Durchschnitt (gemessen an den Jahren 2000-2019) von 3,8% liegen. Die im Rahmen der Inflationsbekämpfung erhöhten Leitzinsen der Zentralbanken und das Auslaufen der staatlichen Unterstützungsmaßnahmen infolge der hohen Staatsverschuldung belasteten die Wirtschaftstätigkeit. Das zugrunde liegende Produktivitätswachstum sei gering. Die Inflation gehe in den meisten Regionen schneller zurück als erwartet, da die Probleme auf der Angebotsseite und die Zeit der restriktiven Geldpolitik überwunden seien. 6

Die deutsche Wirtschaft kommt nach den Angaben des IfW Kiel nur mit Mühe aus der Stagnation. Im Jahr 2024 soll die Wirtschaftsleistung demnach wieder zulegen, wenngleich eine große konjunkturelle Dynamik derzeit nicht absehbar ist. Vor allem die recht kräftigen Zuwächse des real verfügbaren Einkommens seien ein Anschub für den privaten Konsum, jedoch belaste die Zinswende weiterhin die Baubranche und größere Impulse seitens der Weltwirtschaft ließen auf sich warten. Auch werde sich die wirtschaftliche Expansion verlangsamen, nicht zuletzt durch die sich nach dem Bundesverfassungsgerichtsurteil zum Nachtragshaushalt 2021 abzeichnende Konsolidierung des Staatshaushalts. In der Prognose des IfW senken die zusätzlichen Einsparungen die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts um gut 0,3 Prozentpunkte im Jahr 2024. Insgesamt rechnet das Institut mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts für das Jahr 2024 von 0,9 Prozent. 7

6 IMF - World Economic Outlook Update, January 2024 7 Kieler Konjunkturberichte Nr. 110 (2023/​04)

PROGNOSE BIP-WACHSTUM GEGENÜBER VORJAHR (IN %)

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2024 2025
Welt gesamt 2,9 3,2
USA 1,5 2,0
Euroraum 0,8 1,5
Lateinamerika 1,4 2,1
Asien 5,2 5,2
Deutschland 0,9 1,4
Frankreich 1,0 1,6
Italien 0,2 0,8
Vereinigtes Königreich 0,8 1,5
Japan 0,7 1,2
China 4,7 4,6
Indien 7,0 7,0

Quelle: Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte Nr. 109 "Weltwirtschaft im Winter 2023", 13. Dezember 2023

Der VCI (Verband der Chemischen Industrie e.V.) erwartet für 2024 keine Besserung der Lage in der Chemieindustrie. Zum Jahresende 2023 herrschte in der Branche weiterhin Rezessionsstimmung. Die aktuelle Geschäftslage wie auch die Erwartungen für die kommenden Monate seien negativ. Umsatzrückgang, sinkende Verkaufspreise und hohe Produktionskosten setzten die Gewinne der Unternehmen erheblich unter Druck. Bei der Umsatzprognose für das Jahr 2024 geht der Verband von einem weiteren Minus von 3 % aus. 8

In den wichtigsten Zielmärkten der Nabaltec sind die langfristigen Perspektiven nach Meinung des Unternehmens jedoch weitgehend positiv. Kurzfristig ist aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Tendenzen mit einer Nachfrageeintrübung zu rechnen. Mittel- und langfristig rechnet Nabaltec aufgrund des zukunftsträchtigen Produktportfolios wieder mit Zuwächsen in nahezu allen Produktbereichen.

Langfristige Perspektiven in den Zielmärkten weitestgehend positiv

PROGNOSE DES GESCHÄFTSVERLAUFS

Das Jahr 2023 verlief für die Nabaltec AG mit einem Umsatzminus von 8,5 % etwas positiver als im Branchendurchschnitt, der 12 % hinter dem Vorjahr zurück liegt. 9 Kundenseitig gingen die Bestellungen im Jahresverlauf zunehmend entsprechend der jeweiligen Auftragslage ein und der fortwährende Fokus auf geringe Lagerbestände war deutlich spürbar. Entsprechend gab es vermehrt kurzfristiges und sprunghaftes Orderverhalten auf der Seite der Kunden. Auch zum Jahresstart 2024 ist die Nachfrage verhalten und von Kurzfristigkeit geprägt.

Für den überwiegenden Teil der Produktbereiche geht Nabaltec für das laufende Geschäftsjahr von einer stabilen Nachfrage aus. Insgesamt bleiben auch im Jahr 2024 Unsicherheiten im Zusammenhang mit Rohstoff- und Energiepreisen.

Für den überwiegen den Teil der Produktbereiche geht Nabaltec von einer stabilen Nachfrage aus

In den USA erwartet Nabaltec eine weiterhin gute Geschäftslage bei Nashtec und eine sukzessive Verbesserung bei Naprotec.

Innerhalb der "Funktionalen Füllstoffe" werden auch im Jahr 2024 die Feinsthydroxide der mit Abstand wichtigste Produktbereich bleiben. Der Produktbereich Böhmit wird sich aufgrund der aktuell schwachen Entwicklung in der E-Mobilität zunächst weiter seitwärts entwickeln. Auch der prognostizierte Kapazitätsaufbau von Batteriezellen in Europa lässt immer noch auf sich warten. Im Produktsegment "Spezialoxide" wird nach einem stark rückläufigen Geschäftsjahr 2023 im Jahr 2024 eine Erholung erwartet

8 VCI, Pressemitteilung zur Jahresbilanz 2023, 15. Dezember 2023

9 VCI, Pressemitteilung zur Jahresbilanz 2023, 15. Dezember 2023 In den USA erwartet Nabaltec eine weiterhin gute Geschäftslage bei Nashtec und eine sukzessive Verbesserung bei Naprotec.

PROGNOSE DER ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Nabaltec erwartet für das Jahr 2024 ein Umsatzwachstum leicht über dem Vorjahresniveau und eine EBIT-Marge in der Bandbreite von 7 % bis 9 %

Aufgrund des konjunkturellen und branchenbezogenen Umfelds erwartet Nabaltec für das Jahr 2024 einen Umsatz, der leicht über dem Niveau des Vorjahres 2023 (200,1 Mio. Euro) liegt. Ergebnisseitig erwartet Nabaltec eine EBIT-Marge in einer Bandbreite von 7 % bis 9 % nach 9,1 % im Geschäftsjahr 2023. Die Prognose basiert auf der Annahme, dass sich die Wirtschaft und die für Nabaltec relevanten Branchen stabil entwickeln werden. Zum Zeitpunkt der Erstellung der Prognose ist weiterhin unklar, in welcher Geschwindigkeit oder mit welcher Dynamik sich die wirtschaftliche Lage global und in den für Nabaltec relevanten Märkten erholen wird. Die Inflation, hohe Zinsen und eine unsichere Lage bremsen weltweit Konsum und Investitionen. Bei fortwährenden negativen volkswirtschaftlichen Verwerfungen aufgrund der geopolitischen Lage sind negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht auszuschließen.

HINWEIS AUF UNSICHERHEITEN IM AUSBLICK

Die beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf heutigen Erwartungen und Annahmen. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Geschäftsergebnisse von den hier getroffenen zukunftsgerichteten Aussagen und Prognosen abweichen.

3.2 Chancen- und Risikobericht

RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Wirksames Risikomanagement ist entscheidend für die langfristige Unternehmenssicherung

Die Bedeutung des Risikomanagements für den Nabaltec-Konzern ergibt sich aus der unternehmerischen Tätigkeit und den globalen Aktivitäten in einem entsprechend internationalen Wettbewerbs- und regulatorischen Umfeld sowie der Gesamtkomplexität der globalen Wirtschaft. Der Erfolg des Nabaltec-Konzerns wird ganz wesentlich durch das Erkennen der damit verbundenen Chancen und Risiken sowie den bewussten Umgang mit ihnen und die Beherrschung der Risiken beeinflusst. Ein wirksames Risikomanagement ist ein Kernelement für die langfristige Sicherung des Unternehmens, seines wirtschaftlichen Erfolgs auf den internationalen Märkten und für die erfolgreiche nachhaltige Weiterentwicklung in der Zukunft.

Nabaltec entwickelt das Risikomanagement im Unternehmen und im Konzern ständig weiter. Durch die Fortentwicklung der Instrumente der Risikovorsorge auf allen Gebieten können Gefährdungen für das Unternehmen frühzeitig erkannt und ausgeschlossen werden. Integrale Bestandteile sind das Risikomanagement als fortlaufender Prozess, das Risiko-Controlling, eine umfassende Kommunikation und Dokumentation sowie ein internes Überwachungssystem. Alle intern und extern erkennbaren Risiken werden möglichst lückenlos erfasst, dokumentiert, bewertet und in eine Risikomatrix eingebunden. Diese Risikomatrix stellt das Grundgerüst für die Bewertung möglicher Risikolagen sowie zur Identifizierung der Schlüsselrisiken dar.

Ausgangspunkt der konkreten Prozesse im Risikomanagement von Nabaltec sind die Identifikation und Bewertung der unterschiedlichen Risikoarten und -profile, die vom Controlling überwacht und kontrolliert werden. Berichte über die Risiken des Geschäfts sowie laufende Statusberichte werden für den Vorstand erstellt und im Führungskreis diskutiert. Wichtiges Element ist dabei auch die umfassende operative Planung mit Zielvereinbarungen, die um regelmäßige Vorschaurechnungen ergänzt wird.

Um mittel- und langfristige Chancen nutzen und um Risiken erkennen zu können, verfügt Nabaltec über ein System der strategischen Planung. In den Strategiefindungsprozess sind alle relevanten Bereiche eingebunden. Risiken, die aus wettbewerbs-, kartell-, steuer- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen, begegnet Nabaltec bereits im Vorfeld durch die Einbindung von Experten. Maßnahmen zur Qualitätssicherung begrenzen Produkt- und Umweltrisiken. Dazu gehören beispielsweise die Zertifizierung der Aktivitäten nach internationalen Normen, die ständige Verbesserung von Anlagen und Verfahren, die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten sowie die Mitarbeit in internationalen Fachgremien.

Einführung eines strategischen Planungssystems, um mittel- und langfristige Chancen zu nutzen und Risiken zu erkennen

Zum Risikomanagement gehört auch die regelmäßige Überprüfung der Effizienz der verwendeten Sicherungsinstrumente und der Zuverlässigkeit der Kontrollsysteme. Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen die entsprechenden Versicherungen, die die finanziellen Auswirkungen auf Liquidität, Finanzlage und Ertragssituation begrenzen und existenzgefährdende Situationen möglichst ausschließen.

ABSATZMARKT

Wesentliche absatzseitige Risiken sind der mögliche Verlust wichtiger Key Accounts, Marktanteilsverluste aufgrund von technologischen Neuentwicklungen oder das Vordringen von Wettbewerbern. Aufgrund der guten Positionierung von Nabaltec sowie eines permanenten Monitorings der Zielmärkte können diese Risiken begrenzt und die entsprechenden Marktmechanismen gleichzeitig als Chance im globalen Wettbewerb genutzt werden.

Geopolitische Risiken können zu einer Beeinträchtigung auf der Absatzseite führen. Wirtschaftliche Rezession, Inflation sowie eine europäische oder globale Energiekrise können sich auch mittel- und langfristig negativ auf die Absatzsituation von Nabaltec auswirken. Weiterhin bestehen Risiken im Zusammenhang mit der Markterschließung von Naprotec-Produkten in den USA. Sollten die Marktbedarfe auch in Zukunft wesentlich unter den ursprünglichen Annahmen bleiben, besteht das Risiko einer dauerhaften Minderauslastung, die zu Anpassungen der Vermögenswerte führen kann. Ebenso sind bei einer erneuten Pandemiesituation negative Auswirkungen auf den Absatzmarkt nicht ausgeschlossen.

BESCHAFFUNGSMARKT

Versorgung mit den wichtigsten Energieträgern ist durch langfristige Verträge abgesichert

Nabaltec beobachtet die wirtschaftliche Situation ihrer Zulieferer sehr aufmerksam und hat für alle Produkte gezielt Alternativen aufgebaut. Die Energiesituation in Europa führt dazu, dass Nabaltec auch Lieferanten außerhalb Europas einbindet, was erhöhten Aufwand und Risiken in der Logistik zur Folge hat. In der Rohstoffversorgung arbeitet Nabaltec gewöhnlich mit mittel- und langfristigen Lieferverträgen. Die Versorgung mit den für den Produktionsprozess wichtigsten Energieträgern wie Elektrizität, Gas und Dampf ist gesichert, jedoch haben sich infolge des Kriegs in der Ukraine die Energiekosten stark nach oben entwickelt. Ein langfristiger Gasvertrag aus dem Jahr 2020 mit Laufzeit bis Ende 2024 wirkt noch dämpfend auf die Kostensteigerungen. In Anbetracht des weiterhin bestehenden Russland-Ukraine-Konflikts kann es durch stark volatile Energiepreise sowie mögliche Versorgungsengpässe zu negativen Auswirkungen auf Nabaltec kommen.

Die zuletzt überproportionalen Kostensteigerungen im Bereich Rohstoffe und Energie werden sich 2024 voraussichtlich nicht fortsetzen

Den im Jahr 2023 nochmals nach 2022 gestiegenen Preisen am Beschaffungsmarkt, sowohl für Rohstoffe als auch für Energie, konnte sich auch Nabaltec nicht entziehen. Die überproportionalen Kostensteigerungen im Bereich der Rohstoffe und Energie in den Jahren 2022 und 2023 werden sich nach gegenwärtigen Erkenntnissen im Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich nicht fortsetzen. Hier wird eine Seitwärtsbewegung bzw. leichte Entspannung durch die Gesellschaft gesehen.

Ein weiteres Risiko sind überproportional steigende Logistikkosten. Diesem Risiko kann Nabaltec einerseits durch eine Beteiligung der Kunden an den Logistikkosten und andererseits durch einen ausgewogenen Logistikmix begegnen. Beispielsweise verfügt Nabaltec über einen eigenen Gleisanschluss, der die Bahn als Transportmittel sehr attraktiv macht. Im Jahr 2023 sind die Logistikkosten für Rohstoffe durch Kapazitätsverknappung auf dem Binnenschiffsmarkt und stark erhöhte Niedrigwasserzuschläge gestiegen. Nabaltec hat dem mit einer unterjährigen Umstellung der Logistik für Aluminiumhydroxid auf Bahntransporte über den Seehafen Bremen entgegengewirkt. Ab 2025 wird am Terminal 4 bei der Weserport GmbH in Bremen ein Logistik-Hub im Auftrag von Nabaltec in Betrieb genommen, wodurch Nabaltec mehr Flexibilität bei der Rohstofflogistik gewinnt.

FINANZMARKT

Devisenkursrisiken werden, wenn nötig, gezielt durch Kurssicherungsmaßnahmen im US-Dollar-Bereich begrenzt. Der Nabaltec-Konzern verfügt über eine detaillierte Finanz- und Liquiditätsplanung, die regelmäßig einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen wird. Im Falle von zusätzlichem Liquiditätsbedarf werden entsprechende Finanzierungsmaßnahmen eingeleitet. Dem Zinsänderungsrisiko begegnet Nabaltec teilweise durch Absicherung. Zum 31. Dezember 2023 bestanden diesbezüglich keine Sicherungsgeschäfte.

Im Geschäftsjahr 2023 kam es zu keinen Verletzungen der geltenden Covenants

Die Kreditverträge der Nabaltec unterliegen Financial Covenants, die sich an den Leverage Coverage Ratios bemessen. Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, bei Nichteinhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen oder von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch zu machen. Im Geschäftsjahr kam es zu keinen Verletzungen der zum 31. Dezember 2023 geltenden Covenants.

Mithilfe von Factoring kann ein wesentlicher Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen finanziert werden.

PERSONALBEREICH

Personalrisiken ergeben sich insbesondere aus der Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. Nabaltec begrenzt diese Risiken durch intensive Weiterbildungs- und Nachwuchskräfteprogramme zur Steigerung der Qualifikation der Mitarbeiter sowie durch leistungsgerechte Vergütung, durch Stellvertreterregelungen, die den Ausfall von Schlüsselkräften abfedern, und durch frühzeitige Nachfolgeplanungen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen, auch im Konzern, gute Karrierechancen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten an. Die eigene Marktstellung, das erarbeitete Renommee in der Branche, die hohe Verlässlichkeit und die bekanntermaßen starke Ausrichtung auf Forschung und Entwicklung machen Nabaltec in den eigenen Marktsegmenten und der Region zu einem attraktiven Arbeitgeber.

Intensive Weiterbildungs- und Nachwuchskräfteprogramme

PRODUKTIONS-, PROZESS- UND IT-BEREICH

Nabaltec verfügt über ein integriertes Qualitätsmanagementsystem mit Zertifizierung nach ISO 9001, das unternehmensweit umgesetzt ist. Deshalb hält Nabaltec die produktionsspezifischen Risiken für überschau- und beherrschbar. Bei den geschäftskritischen IT-Anwendungen baut Nabaltec auf standardisierte Programme und redundant ausgelegte, qualitativ hochwertige Hardware. Die regelmäßig überprüfte Zugriffsstruktur gewährleistet den Datenschutz; die Datensicherheit wird durch allgemein etablierte Verfahren gewährleistet. Die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien auf Basis der Gesetzeslage ist im Unternehmen und Konzern gesichert und wird zusätzlich durch einen externen Datenschutzbeauftragten überwacht. Die etablierten Mechanismen zur Cybersicherheit werden regelmäßig überprüft und aktiv kontrolliert (Penetrationstest). Darüber hinaus finden künftig verstärkt Awareness-Schulungen statt.

Produktionsspezifische Risiken sind überschaubar und beherrschbar

UMWELTSCHUTZ

Umweltrisiken können aus dem Überschreiten der zulässigen Grenzwerte für Lärm- und Staubbelastung oder durch den Austritt von Gefahrstoffen entstehen. Diesen Risiken tritt Nabaltec durch ein umfangreiches Umweltmanagement nach ISO 14001 entgegen, das zertifiziert ist sowie regelmäßig weiterentwickelt und auditiert wird. Die Produktionsprozesse von Nabaltec basieren auf weitgehend geschlossenen Kreisläufen, z. B. für Wasser und Lauge.

TECHNOLOGISCHE WEITERENTWICKLUNG

Mögliche technologische Risiken können durch die Substitution der Nabaltec-Produkte bei den Kunden aufgrund von Technologiewechseln, durch die Nichtnutzung neuer Technologien oder das Nichterkennen technologischer Entwicklungen seitens Nabaltec entstehen. Als Innovationsführer ist es das Ziel von Nabaltec, diese Risiken durch ständige, intensive Anstrengungen in der Forschung und Entwicklung und die ausgeprägte Kundennähe zu minimieren. In technologischen Weiterentwicklungen liegen vielmehr zahlreiche Chancen für Nabaltec, mit der eigenen Qualität Wettbewerbsvorteile zu generieren, durch schnelle Produktanpassungen neue Märkte zu besetzen sowie gemeinsam mit den Kunden Prozess-, Verarbeitungs- und Qualitätsvorteile und damit die Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg zu schaffen.

GESETZLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Gesetzliche Rahmenbedingungen sorgen aktuell für zusätzliche Marktchancen

Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen könnten Risiken für Nabaltec entstehen lassen. Derzeit - und auf mittel- und langfristige Sicht ist keine Trendumkehr zu erkennen - sorgen regulatorische Änderungen vielmehr für zusätzliche Marktchancen. Denn im weltweiten Maßstab werden umweltschonende Produkte wie die von Nabaltec nachhaltig forciert, um umweltbelastende Materialien aus dem Stoffkreislauf zu entfernen.

Nabaltec unterliegt als energieintensiver Betrieb, der im internationalen Wettbewerb steht, diversen energie- und klimarechtlichen Regularien, wie unter anderem dem nationalen CO 2 -Preis. Durch veränderte oder neue gesetzliche Regelungen kann hieraus eine steigende Kostenbelastung bei Nabaltec resultieren.

GESAMTBEURTEILUNG DER CHANCEN- UND RISIKOLAGE DES KONZERNS

Risiken werden im Konzern gut gesteuert

Aufgrund der beschriebenen ständigen Beobachtung der für Nabaltec relevanten Märkte sowie wegen der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Produkte und der Anpassung an die Bedürfnisse aktueller und potenzieller Kunden bestehen derzeit - vorbehaltlich unerwarteter konjunktureller und geopolitischer Risiken - nach Ansicht des Vorstands keine wesentlichen Risiken für die künftige Entwicklung der Nabaltec AG und des Konzerns. Insgesamt sind die Risiken im Unternehmen und im Konzern nach unserer Beurteilung in ihrer möglichen Wirkung begrenzt. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens oder des Konzerns gefährden, sind derzeit nicht zu erkennen.

Schwandorf, 28. März 2024

Nabaltec AG

Der Vorstand

JOHANNES HECKMANN

GÜNTHER SPITZER

DR. ALEXANDER RISCH

KONZERN-GESAMT ERGEBNISRECHNUNG für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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in TEUR siehe Anhang 01.01. - 31.12.2023 01.01. - 31.12.2022
Umsatzerlöse 5.1 200.133 218.839
Veränderung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen 556 3.603
Andere aktivierte Eigenleistungen 5.2 415 513
Gesamtleistung 201.104 222.955
Sonstige betriebliche Erträge 5.3 2.770 3.486
Materialaufwand 5.4 -101.856 -106.399
Rohergebnis 102.018 120.042
Personalaufwand 5.5 -38.175 -39.576
Abschreibungen 5.7 -12.664 -13.202
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.8 -32.840 -38.097
Betriebsergebnis (EBIT) 18.339 29.167
Sonstige Finanzerträge 5.10 0 13
Zinsen und ähnliche Erträge 5.11 2.136 399
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.12 -4.336 -2.126
Ergebnis vor Steuern (EBT) 16.139 27.453
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.13 -4.721 -1.078
Konzernjahresergebnis nach Steuern 11.418 26.375
Ergebnis je Aktie (in EUR) 7.5 1,30 3,00
Konzernjahresergebnis nach Steuern 11.418 26.375
Posten, die zukünftig möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Fremdwährungsumrechnung (nach Steuern) 5.13 -1.042 1.440
Nettoergebnis aus Hedge Accounting (nach Steuern) 5.13 0 208
Summe -1.042 1.648
Posten, die zukünftig nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (nach Steuern) 5.13 433 11.148
Summe 433 11.148
Sonstiges Ergebnis gesamt 5.13 -609 12.796
Gesamtergebnis 10.809 39.171

KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

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in TEUR siehe Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Langfristige Vermögenswerte 120.716 135.315
Immaterielle Vermögenswerte 880 575
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.1 219 348
Geleistete Anzahlungen 6.1 661 227
Sachanlagen 118.985 118.789
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.2 34.202 36.141
Technische Anlagen und Maschinen 6.2 64.012 70.145
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.2 5.343 4.334
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.2 15.428 8.169
Finanzanlagen 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.3 0 0
Sonstige Vermögenswerte 6.7 0 15.000
Aktive latente Steuern 5.13 851 951
Kurzfristige Vermögenswerte 160.166 145.754
Vorräte 51.131 45.737
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.4 35.579 30.591
Unfertige Erzeugnisse 6.4 1.585 1.715
Fertige Erzeugnisse und Waren 6.4 13.967 13.431
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen 23.080 12.503
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.5 1.447 6.451
Forderungen aus Ertragsteuern 6.6 517 903
Sonstige Vermögenswerte 6.7 21.116 5.149
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.8 85.955 87.514
SUMME AKTIVA 280.882 281.069
PASSIVA
in TEUR siehe Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Eigenkapital 141.810 133.465
Gezeichnetes Kapital 6.9 8.800 8.800
Kapitalrücklage 6.9 47.029 47.029
Andere Gewinnrücklage 6.9 9.699 9.699
Ergebnisvortrag 6.9 68.091 44.180
Konzernjahresergebnis nach Steuern 11.418 26.375
Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen 6.9 -3.227 -2.618
Langfristige Schulden 122.561 122.686
Pensionsrückstellungen 6.10 27.920 27.985
Sonstige Rückstellungen 6.10 1.268 1.286
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.11 89.962 89.954
Passive latente Steuern 5.13 3.411 3.461
Kurzfristige Schulden 16.511 24.918
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 6.11 984 2.949
Sonstige Rückstellungen 6.10 558 577
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.11 971 783
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.11 10.124 15.087
Sonstige Verbindlichkeiten 6.11 3.874 5.522
SUMME PASSIVA 280.882 281.069

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023

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in TEUR siehe Anhang 01.01. - 31.12.2023 01.01. - 31.12.2022
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit
Ergebnis vor Steuern (EBT) 16.139 27.453
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.7 12.664 13.202
-/​+ Gewinn/​Verlust aus Anlagenabgang -28 -2
- Zinserträge 5.11 -2.136 -399
+ Zinsaufwendungen 5.12 4.336 2.126
Operatives Ergebnis vor Working-Capital-Veränderungen 30.975 42.380
+/​- Zunahme/​Abnahme der Rückstellungen -545 55
-/​+ Zunahme/​Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 4.037 17
+/​- Bestandsminderung/​Bestandserhöhung der Vorräte 6.4 -5.394 -11.802
+/​- Zunahme/​Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -6.610 4.731
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern 22.463 35.381
- Gezahlte Ertragsteuern -6.011 -2.944
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 16.452 32.437
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 54 2
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 6.2 -13.609 -10.487
- Auszahlungen für Investitionen in immaterielles Anlagevermögen 6.1 -439 -325
- Auszahlungen für Anlagen in Festgelder mit Laufzeit >3 Monate 0 -15.000
+ Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 0 77
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -13.994 -25.733
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
- Dividenden -2.464 -2.200
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 6.11 0 89.950
- Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten 6.11 0 -59.000
- Gezahlte Zinsen -2.977 -1.124
+ Erhaltene Zinsen 2.028 343
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -3.413 27.969
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -955 34.673
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -604 635
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.8 87.514 52.206
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.8 85.955 87.514

KONZERN-EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023

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in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Andere Gewinnrücklage Ergebnisvortrag inkl. Konzernjahresergebnis
Stand 01.01.2022 8.800 47.029 9.699 46.380
Dividendenzahlungen - - - -2.200
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - - - -
Fremdwährungsumrechnung - - - -
Nettoergebnis aus Hedge Accounting - - - -
Sonstiges Ergebnis - - - -
Konzernjahresergebnis nach Steuern - - - 26.375
Gesamtergebnis - - - 26.375
Stand 31.12.2022 8.800 47.029 9.699 70.555
Stand 01.01.2023 8.800 47.029 9.699 70.555
Dividendenzahlungen - - - -2.464
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - - - -
Fremdwährungsumrechnung - - - -
Nettoergebnis aus Hedge Accounting - - - -
Sonstiges Ergebnis - - - -
Konzernjahresergebnis nach Steuern - - - 11.418
Gesamtergebnis - - - 11.418
Stand 31.12.2023 8.800 47.029 9.699 79.509

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in TEUR Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen Konzern Eigenkapital
Stand 01.01.2022 -15.414 96.494
Dividendenzahlungen - -2.200
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 11.148 11.148
Fremdwährungsumrechnung 1.440 1.440
Nettoergebnis aus Hedge Accounting 208 208
Sonstiges Ergebnis 12.796 12.796
Konzernjahresergebnis nach Steuern - 26.375
Gesamtergebnis 12.796 39.171
Stand 31.12.2022 -2.618 133.465
Stand 01.01.2023 -2.618 133.465
Dividendenzahlungen - -2.464
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 433 433
Fremdwährungsumrechnung -1.042 -1.042
Nettoergebnis aus Hedge Accounting 0 0
Sonstiges Ergebnis -609 -609
Konzernjahresergebnis nach Steuern - 11.418
Gesamtergebnis -609 10.809
Stand 31.12.2023 -3.227 141.810

ENTWICKLUNG DES KONZERN ANLAGEVERMÖGENS für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023

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Anschaffungs-/​Herstellungskosten
in TEUR Stand 01.01.2023 Zugang Abgang Umbuchung Währungsdifferenzen Stand 31.12.2023
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 3.886 439 0 0 0 4.325
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.659 5 0 0 0 3.664
Geleistete Anzahlungen 227 434 0 0 0 661
Sachanlagen 317.650 13.609 788 0 -2.938 327.533
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 67.415 76 0 0 -740 66.751
Technische Anlagen und Maschinen 226.090 2.173 728 1.977 -2.112 227.400
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.976 1.997 60 102 -61 17.954
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.169 9.363 0 -2.079 -25 15.428
Finanzanlagen 0 0 0 0 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0 0
Summe Anlagevermögen 321.536 14.048 788 0 -2.938 331.858

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Kumulierte Abschreibungen
in TEUR Stand 01.01.2023 Zugang Abgang
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 3.311 134 0
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.311 134 0
Geleistete Anzahlungen 0 0 0
Sachanlagen 198.861 12.530 763
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.274 1.796 0
Technische Anlagen und Maschinen 155.945 9.667 712
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.642 1.067 51
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
Finanzanlagen 0 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0
Summe Anlagevermögen 202.172 12.664 763

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Kumulierte Abschreibungen
in TEUR Währungsdifferenzen Stand 31.12.2023
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 0 3.445
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 3.445
Geleistete Anzahlungen 0 0
Sachanlagen -2.080 208.548
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -521 32.549
Technische Anlagen und Maschinen -1.512 163.388
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -47 12.611
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0
Finanzanlagen 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0
Summe Anlagevermögen -2.080 211.993

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Buchwert
in TEUR Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 880 575
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 219 348
Geleistete Anzahlungen 661 227
Sachanlagen 118.985 118.789
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.202 36.141
Technische Anlagen und Maschinen 64.012 70.145
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.343 4.334
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.428 8.169
Finanzanlagen 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0
Summe Anlagevermögen 119.865 119.364

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022

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Anschaffungs-/​Herstellungskosten
in TEUR Stand 01.01.2022 Zugang Abgang Umbuchung Währungsdifferenzen Stand 31.12.2022
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Immaterielle Vermögenswerte 3.561 325 0 0 0 3.886
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.506 99 0 54 0 3.659
Geleistete Anzahlungen 55 226 0 -54 0 227
Sachanlagen 302.735 10.487 64 0 4.492 317.650
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 65.185 1.140 0 2 1.088 67.415
Technische Anlagen und Maschinen 218.405 2.997 0 1.394 3.294 226.090
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.413 1.434 64 112 81 15.976
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.732 4.916 0 -1.508 29 8.169
Finanzanlagen 78 0 78 0 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 78 0 78 0 0 0
Summe Anlagevermögen 306.374 10.812 142 0 4.492 321.536

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Kumulierte Abschreibungen
in TEUR Stand 01.01.2022 Zugang Abgang
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Immaterielle Vermögenswerte 3.165 146 0
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.165 146 0
Geleistete Anzahlungen 0 0 0
Sachanlagen 182.831 13.056 64
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.723 1.766 0
Technische Anlagen und Maschinen 143.487 10.269 0
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.621 1.021 64
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
Finanzanlagen 0 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0
Summe Anlagevermögen 185.996 13.202 64

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Kumulierte Abschreibungen
in TEUR Währungsdifferenzen Stand 31.12.2022
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 0 3.311
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 3.311
Geleistete Anzahlungen 0 0
Sachanlagen 3.038 198.861
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 785 31.274
Technische Anlagen und Maschinen 2.189 155.945
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 64 11.642
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0
Finanzanlagen 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0
Summe Anlagevermögen 3.038 202.172

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Buchwert
in TEUR Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 575 396
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 348 341
Geleistete Anzahlungen 227 55
Sachanlagen 118.789 119.904
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 36.141 36.462
Technische Anlagen und Maschinen 70.145 74.918
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.334 3.792
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.169 4.732
Finanzanlagen 0 78
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 78
Summe Anlagevermögen 119.364 120.378

KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Allgemeines

Die Nabaltec AG mit Sitz in Schwandorf, Deutschland, 1 wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 14. Dezember 1994 unter der Firma Nabaltec GmbH mit Sitz in Schwandorf (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Amberg unter HRB 3920) gegründet. Sie übernahm im Jahr 1995 den Geschäftsbetrieb der Sparte Spezialoxide von der VAW aluminium AG. Im Jahr 2006 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft.

Gegenstand des Unternehmens ist gemäß § 2 der Satzung die Herstellung von Produkten auf Basis mineralischer Rohstoffe, insbesondere unter Verwendung von Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid, und der Vertrieb dieser Produkte.

Die Aktien der Nabaltec AG sind seit dem 24. November 2006 an der Frankfurter Wertpapierbörse im Open Market notiert. Sie werden seit dem 1. März 2017 in das Marktsegment "Scale" einbezogen.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 28. März 2024 durch den Vorstand freigegeben.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind stetig angewendet worden.

2.1 Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde in Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die IFRS umfassen die vom International Accounting Standards Board veröffentlichten IFRS, die International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und des früheren Standing Interpretations Committee (SIC).

Es handelt sich um den Konzernabschluss der Nabaltec AG. Alle für das Geschäftsjahr 2023 gültigen bzw. von der EU übernommenen Standards wurden, soweit sie für den Konzernabschluss einschlägig sind, angewendet.

Das Geschäftsjahr der Nabaltec AG verläuft jeweils vom 1. Januar bis zum 31. Dezember.

Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) dargestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Beträge entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (TEUR) auf- oder abgerundet. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben Differenzen auftreten können.

Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Konzernanhang gegebenenfalls detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden.

Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

1 Nabaltec AG, Alustraße 50-52, 92421 Schwandorf, Deutschland

2.2 Angewandte Rechnungslegungsstandards

Für das Geschäftsjahr 2023 wurden alle Rechnungslegungsstandards angewandt, die für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2023 beginnen, verpflichtend anzuwenden sind. Dies umfasst insbesondere auch die folgenden Standards und Interpretationen, die erstmalig anzuwenden waren:

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Änderungen an IAS 1 und am IFRS-Leitliniendokument 2 - Angabe der Rechnungslegungsmethoden: Im Februar 2021 hat das IASB Änderungen an IAS 1 und IFRS Practice Statement 2 "Making Materiality Judgements" veröffentlicht. Diese sollen Unternehmen die Beurteilung erleichtern, wann Informationen zu Rechnungslegungsmethoden als "wesentlich" einzustufen und folglich anzugeben sind. Die Änderungen sollen Unternehmen dabei unterstützen, Abschlussadressaten hilfreichere Angaben zu Rechnungslegungsmethoden bereitzustellen, indem die Anforderung, "maßgebliche" (significant) Rechnungslegungsmethoden anzugeben, ersetzt wird durch die Anforderung, "wesentliche" (material) Informationen zu Rechnungslegungsmethoden anzugeben, und Leitlinien hinzugefügt werden, um die Anwendung des Wesentlichkeitskonzepts bei der Beurteilung der Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden zu unterstützen. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Änderungen an IAS 8: Definition rechnungslegungsbezogener Schätzungen: Im Februar 2021 hat das IASB Änderungen an IAS 8 veröffentlicht, mit denen eine neue Definition für rechnungslegungsbezogene Schätzungen eingeführt wurde. Die Änderungen stellen klar, inwiefern sich Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen von Änderungen der Rechnungslegungsmethoden und Fehlerkorrekturen unterscheiden. Sie erläutern außerdem, wie Unternehmen rechnungslegungsbezogene Schätzungen mithilfe von Bemessungstechniken und Inputfaktoren vornehmen können. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Änderungen an IAS 12 - Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion entstehen: Im Mai 2021 hat das IASB Änderungen an IAS 12 veröffentlicht. Das IASB reagierte damit auf bestehende Unsicherheiten bei der Bilanzierung von latenten Steuern im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen und Entsorgungs- bzw. Wiederherstellungsverpflichtungen ("decommissioning obligations"). Werden Vermögenswerte und Schulden erstmalig erfasst, galt schon bislang unter bestimmten Voraussetzungen die sogenannte "initial recognition exemption" (IAS 12.15). In diesen Fällen sind latente Steuern ausnahmsweise nicht anzusetzen. In der Praxis bestand Unsicherheit darüber, ob diese Ausnahmeregelung auch für Leasingverhältnisse und Entsorgungs- bzw. Wiederherstellungsverpflichtungen gilt. Um eine einheitliche Anwendung des Standards zu gewährleisten, hat das IASB eine eng begrenzte Änderung an IAS 12 vorgenommen. Aufgrund der Änderung an IAS 12 gilt die initial recognition exemption nicht mehr für solche Transaktionen, in denen beim erstmaligen Ansatz sowohl abziehbare als auch steuerbare temporäre Differenzen in gleicher Höhe entstehen, auch wenn die sonstigen bisher schon gültigen Voraussetzungen erfüllt sind. Es handelt sich somit um eine Rückausnahme von der initial recognition exemption für eng umrissene Fälle. Die Änderungen führen dazu, dass latente Steuern z.B. auf beim Leasingnehmer bilanzierte Leasingverhältnisse und auf Entsorgungs- bzw. Wiederherstellungsverpflichtungen anzusetzen sind. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Änderungen an IAS 12: Internationale Steuerreform - Säule- 2-Modellregeln: Im Mai 2023 hat das IASB IAS 12 Amendment International Tax Reform - Pillar Two Model Rules zu verpflichtend anzuwendenden Erleichterungen bei der Bilanzierung latenter Steuern aus der globalen Mindestbesteuerung veröffentlicht. Die Änderungen beinhalten eine vorübergehende, verpflichtend anzuwendende Ausnahme von der Bilanzierung latenter Steuern, die sich aus der Einführung der globalen Mindestbesteuerung ergeben, und gezielte Anhangangaben für betroffene Unternehmen, um den Abschlussadressaten ein Verständnis über den Grad der Betroffenheit eines Unternehmens durch die Mindestbesteuerung zu ermöglichen. Die internationale Steuerreform Pillar Two ist für den Konzern nicht anwendbar, da die Größenkriterien für die Anwendung nicht erfüllt werden. Die Änderungen hatten daher keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Die folgenden, bereits veröffentlichten, aber noch nicht verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen wurden nicht vorzeitig angewandt:

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Änderungen an IAS 1 - Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig und langfristige Schulden mit Covenants: Im Januar 2020 und Oktober 2022 hat das IASB Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" veröffentlicht, um die Vorschriften für die Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig zu präzisieren, wenn ein Unternehmen Nebenbedingungen in seinen Kreditvereinbarungen (sogenannte Covenants) erfüllen muss. Mit den Änderungen im Jahr 2022 werden Unklarheiten bei den Änderungen aus dem Jahr 2020 beseitigt, die insbesondere solche Nebenbedingungen betreffen, die nicht am Stichtag, sondern unterjährig zu erfüllen sind. Es wird nunmehr klar geregelt, dass lediglich solche Nebenbedingungen, die ein Unternehmen am oder vor dem Abschlussstichtag erfüllen muss, die Klassifizierung einer Schuld als kurz- oder langfristig beeinflussen. Covenants, die ein Unternehmen erst nach dem Bilanzstichtag zu erfüllen hat, sind für die Klassifizierung zum Bilanzstichtag unbeachtlich. In diesen Fällen hat das Unternehmen über ein bestehendes sofortiges Rückzahlungsrisiko der weiterhin als langfristig ausgewiesenen Schuld bei einem Covenant-Bruch innerhalb der nächsten zwölf Monate im Anhang zu berichten. Liegt am oder vor dem Abschlussstichtag ein Covenant-Bruch vor, in dessen Folge die Verbindlichkeit auf Verlangen des Kreditgebers sofort rückzahlbar wird, ist eine Schuld nur dann weiterhin als langfristig auszuweisen, wenn der Kreditnehmer zum Bilanzstichtag ein Recht hat, die Erfüllung um mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben. Andernfalls ist die Schuld als kurzfristig einzustufen. Auch hier wurde klargestellt, dass für die Beurteilung, ob ein solches Prolongationsrecht besteht, ausschließlich auf die Verhältnisse am Bilanzstichtag abzustellen ist. Das Recht muss dabei substanziell sein. Dies ist nur dann der Fall, wenn der Kreditgeber bis zum Bilanzstichtag einem Rückzahlungsaufschub um mehr als zwölf Monate zugestimmt hat. Eine spätere Zustimmung - auch wenn diese vor der Genehmigung des Abschlusses zur Veröffentlichung erfolgt - darf nicht mehr berücksichtigt werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestehendes Prolongationsrecht auch ausgeübt wird, ist für die Klassifizierung nicht relevant. Damit ist eine Schuld bei Vorliegen eines Prolongationsrechts selbst dann als langfristig zu klassifizieren, wenn sie voraussichtlich innerhalb der nächsten zwölf Monate beglichen wird. Umgekehrt hat ein Unternehmen, das zum Bilanzstichtag über kein Prolongationsrecht verfügt, eine Schuld ungeachtet potenzieller Refinanzierungsmöglichkeiten als kurzfristig auszuweisen. Die Änderungen gelten für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen, und sind rückwirkend anzuwenden. Die Änderungen werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

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Änderungen an IFRS 16 - Leasingverbindlichkeiten in einem Sale-and-Leaseback: Das IASB hat am 22. September 2022 Änderungen an IFRS 16 "Leasingverhältnisse" veröffentlicht. Die Änderung betrifft die Bilanzierung von Leasingverbindlichkeiten aus Sale-and-Lease-back-Transaktionen und schreibt vor, dass ein Leasingnehmer im Anschluss an einen Verkauf die Leasingverbindlichkeit so zu bewerten hat, dass er keinen Betrag im Gewinn oder Verlust erfasst, der sich auf das zurückbehaltene Nutzungsrecht bezieht. Die neu eingefügten Paragrafen erläutern unter anderem anhand von Beispielen mögliche Vorgehensweisen, insbesondere bei variablen Leasingzahlungen. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung der Änderungen ist laut IASB zulässig. Der Konzern erwartet keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Änderungen an IAS 7 und IFRS 7 - Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen: Das IASB hat am 22. Mai 2023 Änderungen an IAS 7 "Kapitalflussrechnung" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" veröffentlicht, die insbesondere zusätzliche Angabepflichten im Zusammenhang mit Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen (Reverse-Factoring-Vereinbarungen) einführen und darauf abzielen, die Transparenz solcher Vereinbarungen und deren Auswirkungen auf die Verbindlichkeiten, Cashflows und das Liquiditätsrisiko im Abschluss eines Unternehmens zu erhöhen. Darüber hinaus enthalten die Änderungen Klarstellungen in Bezug auf die Merkmale von Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung der Änderungen ist laut IASB-vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht-zulässig. Der Konzern erwartet keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss; eine vorzeitige Anwendung durch Nabaltec ist nicht vorgesehen.
Änderungen an IAS 21 - Mangel an Umtauschbarkeit: Das IASB hat am 15. August 2023 Änderungen an IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" veröffentlicht. Hintergrund der Änderungen sind Unterschiede in der Bilanzierungspraxis in Bezug auf die Abbildung eines Mangels an Umtauschbarkeit. Die Änderungen regeln, welcher Wechselkurs zu verwenden ist, wenn der Stichtagskurs nicht beobachtbar ist, und schließen damit eine Regelungslücke in IAS 21. Ist eine Währung nicht umtauschbar, sind im Anhang Informationen offenzulegen, durch die Abschlussadressaten ein Verständnis darüber erlangen können, wie sich die nicht umtauschbare Währung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Zahlungsströme des berichtenden Unternehmens auswirkt. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2025 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung der Änderungen ist laut IASB - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - zulässig. Der Konzern erwartet keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss; eine vorzeitige Anwendung durch Nabaltec ist nicht vorgesehen.

2.3 Tochterunternehmen und Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss beinhaltet den Abschluss des Mutterunternehmens und der von ihm beherrschten Unternehmen (seine Tochterunternehmen), soweit sie für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich sind. Die Gesellschaft erlangt die Beherrschung, wenn sie

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Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann,
schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und
die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann.

Die Zusammensetzung des Konzerns stellt sich wie folgt dar:

ANZAHL DER UNTERNEHMEN

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31.12.2023 31.12.2022
Nabaltec AG und vollkonsolidierte Tochterunternehmen
Inland 1 1
Ausland 4 4

Die folgenden Tochterunternehmen wurden in den Konzernabschluss der Nabaltec AG im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:

TOCHTERUNTERNEHMEN

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Stimmrechts- und Kapitalanteil
Firma der Tochtergesellschaft Hauptgeschäft Sitz 31.12.2023

in %
31.12.2022

in %
--- --- --- --- ---
Nashtec LLC Produktion Corpus Christi, USA 100,00 100,00
Nabaltec USA Corporation Verwaltung und Vertrieb Corpus Christi, USA 100,00 100,00
Naprotec LLC Produktion Chattanooga, USA 100,00 100,00
Nabaltec (Shanghai) Trading Co., Ltd. Marketing und Vertrieb Shanghai, China 100,00 100,00

Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum Konzernabschluss 2022 nicht geändert.

Im Geschäftsjahr 2018 hat die Nabaltec AG Grundstücke und Gebäude in Chattanooga, Tennessee, USA, für die Errichtung einer Produktionsanlage für veredelte Hydroxide erworben. Zu diesem Zweck wurde die Naprotec LLC als Produktionsgesellschaft gegründet. Die Anteile der Naprotec LLC wurden in die ebenfalls im Geschäftsjahr 2018 neu gegründete Tochtergesellschaft Nabaltec USA Corporation eingebracht. In diesem Zusammenhang wurden die Anteile der Nashtec LLC gleichfalls in die Nabaltec USA Corporation eingebracht.

Die Nabaltec AG hat darüber hinaus im Oktober 2018 die Nabaltec (Shanghai) Trading Co., Ltd. mit Sitz in Shanghai, China, gegründet. Die Gründung dieser Handelsgesellschaft ist die konsequente Weiterführung des Geschäftsausbaus der Nabaltec im asiatischen Raum.

Am 21. November 2022 wurde das bisherige Tochterunternehmen Nabaltec Asia Pacific K.K., welches aus Wesentlichkeitsaspekten nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurde, liquidiert. Sämtliche Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, die nach nationalem Recht aufgestellt sind, wurden auf IFRS übergeleitet und an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns angepasst.

Die Abschlussstichtage aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften entsprechen jeweils dem 31. Dezember.

2.4 Konsolidierungsmethoden

Alle konzerninternen Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Erträge, Aufwendungen und Cashflows im Zusammenhang mit Geschäftsvorfällen zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt (date of exchange) zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der nicht kontrollierenden Anteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag nach nochmaliger Überprüfung direkt in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Die Auswirkungen aller wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Dabei werden Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzernunternehmen verrechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen von Vermögenswerten, die noch nicht an Dritte weiterveräußert sind, werden eliminiert. Auf temporäre Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden vom Zeitpunkt des Beginns bzw. bis zur Beendigung der Beherrschungsmöglichkeit in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung einbezogen.

2.5 Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.

In den in lokaler Währung aufgestellten Jahresabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden monetäre Posten in fremder Währung (liquide Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) zum Stichtagskurs bewertet. Die Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nichtmonetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Kursen angesetzt.

Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften erfolgt auf der Grundlage des Konzeptes der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht grundsätzlich selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung identisch mit der Landeswährung der Gesellschaften.

Die Vermögenswerte und Schulden werden folglich zum Stichtagskurs, das Eigenkapital zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zu monatlichen Durchschnittskursen umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral verrechnet und im Eigenkapital gesondert unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen.

Währungsdifferenzen, die sich gegenüber der Vorjahresumrechnung im Konzern ergeben, werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" erfasst.

Die Anfangsbestände der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sind mit dem Stichtagskurs des letzten Bilanzstichtags, die Abschreibungen und alle anderen Bewegungen des Geschäftsjahres mit dem monatlichen Durchschnittskurs umgerechnet. Als Folge der Umrechnung des Anlagevermögens der ausländischen Tochterunternehmen ergeben sich bei der Entwicklung des Anlagevermögens Umrechnungsdifferenzen, die im Anlagengitter in gesonderten Spalten dargestellt werden.

3. Verwendung von Annahmen und Schätzungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung bestimmte Annahmen sowie Schätzungen, die Auswirkungen auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen haben. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit kann es jedoch unter Umständen in zukünftigen Perioden zur Notwendigkeit erheblicher Anpassungen des Buchwertes der betroffenen Vermögenswerte und Schulden kommen. Annahmen, Schätzungen und Ermessensentscheidungen unterliegen aufgrund eines zunehmend komplexen und unsicheren makroökonomischen und geopolitischen Umfelds, insbesondere aufgrund des Kriegs in der Ukraine, fortdauernder Inflation, gestiegenen Zinssätzen sowie der zunehmenden Besorgnis einer Verlangsamung eines Wirtschaftswachstums in wichtigen Märkten im Vergleich zu den Vorjahren einer erhöhten Unsicherheit. Auswirkungen auf den Konzernabschluss können sich weiterhin aus volatilen Fremdwährungskursen, Zahlungsausfällen, sich verändernden Umsatzerlös- und Kostenstrukturen oder unsicheren Prognosen hinsichtlich der Höhe und des Zeitpunkts von Zahlungsflüssen ergeben. Diese Faktoren können sich auf beizulegende Zeitwerte und Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, Höhe und Zeitpunkt der Ergebnisrealisierung auswirken. Insofern können negative Abweichungen von den Annahmen Wertminderungen bzw. andere langfristige Vermögenswerte erforderlich machen, wohingegen positive Abweichungen unter Umständen auch Wertaufholungen auslösen können. Bei der Aktualisierung der im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses getroffenen abschlussrelevanten Schätzungen und Ermessensentscheidungen wurden seitens der Unternehmensleitung verfügbare Informationen insbesondere über die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung sowie länderspezifische staatliche Maßnahmen auf dem aktuell vorhandenen Kenntnisstand berücksichtigt.

Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:

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Pensionen und andere Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses: Die Bewertung der Pensionspläne wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrugen zum 31. Dezember 2023 TEUR 27.920 (Vorjahr: TEUR 27.985). Weitere Einzelheiten sind unter Punkt 6.10 "Kurz- und langfristige Rückstellungen" dargestellt.
Ansatz latenter Steuern: Bei der Beurteilung der Realisierbarkeit der latenten Steuern überprüft die Unternehmensleitung, ob es wahrscheinlich ist, dass alle aktiven latenten Steuern realisiert werden. Die endgültige Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern ist davon abhängig, ob in jenen Perioden, in denen die temporären Differenzen abzugsfähig werden, ausreichend steuerpflichtiges Einkommen erzielt wird. Ist dies nicht der Fall, können aktive latente Steuern nicht verwendet und infolgedessen nicht angesetzt werden. Die aktiven latenten Steuern (vor Saldierung mit passiven latenten Steuern) zum 31. Dezember 2023 betrugen TEUR 6.141 (Vorjahr: TEUR 6.966).

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Wertminderung von nichtfinanziellen Vermögenswerten: Werthaltigkeitsprüfungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sind anlassbezogen vorzunehmen und basieren grundsätzlich auf geschätzten künftigen abgezinsten Nettozahlungsströmen, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Faktoren wie geringere Umsatzerlöse und daraus resultierende niedrigere Nettozahlungsströme sowie Änderungen der verwendeten Abzinsungsfaktoren können zu einer Wertminderung führen. Verbesserte Faktoren können, falls notwendig, zu Zuschreibungen führen.

Die sich tatsächlich in zukünftigen Perioden einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

4. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

4.1 Umsatzrealisierung

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden entsprechend den Kriterien des IFRS 15 in Höhe der erwarteten Gegenleistung erfasst, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die vereinbarten Güter erlangt und Nutzen aus diesen ziehen kann.

Der Zeitpunkt der Übertragung der Verfügungsgewalt an den gelieferten Gütern stimmt regelmäßig mit dem Lieferzeitpunkt bzw. dem vertraglichen Zeitpunkt des Gefahrenübergangs überein. Die Umsatzerlöse des Konzerns werden ausschließlich zeitpunktbezogen realisiert. Insofern bringt die Umsatzrealisierung im Konzern keine signifikanten Ermessensentscheidungen mit sich. Die Zahlungsziele der Kunden bewegen sich in kurzfristigen Zeiträumen und es bestehen keine Finanzierungskomponenten.

Die Umsatzerlöse werden vermindert um variable Gegenleistungen (Erlösschmälerungen und Skonti) ausgewiesen.

Für detailliertere Angaben verweisen wir auf Punkt 5.1 "Umsatzerlöse".

4.2 Aufwandsrealisierung

Die Aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Betriebliche Aufwendungen werden dabei mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

4.3 Forschungs- und Entwicklungskosten

Der Nabaltec-Konzern investiert einen Teil seiner finanziellen Ressourcen in Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Neben internen Entwicklungstätigkeiten in Bezug auf die individuelle Weiterentwicklung von entgeltlich erworbener Software umfasst dies insbesondere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten zur Weiterentwicklung bestehender sowie zur Entwicklung neuer Produkte und Verfahren.

Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Ein immaterieller Vermögenswert, der aus der Entwicklung im Rahmen eines einzelnen Projekts entsteht, wird nur dann erfasst, wenn der Konzern die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, damit dieser zur internen Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung steht, sowie die Absicht nachweisen kann, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen. Ferner muss der Konzern die Generierung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen zur Vollendung des Vermögenswertes und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können, belegen.

Nach erstmaligem Ansatz der Entwicklungskosten wird das Anschaffungskostenmodell angewendet, nach dem der Vermögenswert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen anzusetzen ist. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten umfassen die direkt zuordenbaren Personal- und sonstigen Einzelkosten sowie einen angemessenen Teil der Gemeinkosten. Die aktivierten Beträge werden nach Inbetriebnahme über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Der aktivierte Betrag der Entwicklungskosten wird einmal jährlich auf Wertminderung überprüft, wenn der Vermögenswert noch nicht genutzt wird oder wenn unterjährig Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen.

Bei Nabaltec werden grundsätzlich alle wesentlichen Entwicklungskosten aktiviert, die bei intern entwickelter Software in der Phase der Anwendungsentwicklung anfallen. Die Abschreibung dieser Kosten (grundsätzlich nach der linearen Methode) über die zu erwartende Nutzungsdauer beginnt zum Zeitpunkt der technischen Einsetzbarkeit der fertig entwickelten Software.

Da eigene Entwicklungsprojekte häufig behördlichen Genehmigungsverfahren und anderen Unwägbarkeiten unterliegen, sind die Bedingungen für eine Aktivierung der vor der Genehmigung entstandenen Kosten in der Regel nicht erfüllt oder ihr Umfang in der kurzen Phase zwischen Entwicklung bzw. Genehmigung und Markteinführung ist unwesentlich.

Zum 31. Dezember 2023 sind keine Entwicklungskosten aktiviert (Vorjahr: TEUR 0).

4.4 Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um entsprechende Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßige Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.

Die planmäßige Abschreibungsdauer beträgt für:

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◊ EDV-Software 4 bis 5 Jahre

Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende jedes Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst. Zum 31. Dezember 2023 sind keine solchen Anpassungen erfolgt.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer liegen nicht vor.

Zur Aktivierung von Entwicklungskosten als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wird auf Punkt 4.3 "Forschungs- und Entwicklungskosten" verwiesen.

4.5 Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der zurechenbaren Gemeinkosten sowie gegebenenfalls auch Bauzeitzinsen.

Planmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Abschreibungsdauer beträgt für:

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◊ Betriebs- und Geschäftsgebäude 20 bis 50 Jahre
◊ Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 22 Jahre
◊ Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre

Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende jedes Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst. Zum 31. Dezember 2023 sind keine solchen Anpassungen erfolgt.

4.6 Fremdkapitalkosten

In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten (das sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen) stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereitstehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet; siehe hierzu Punkt 6.2 "Sachanlagen".

Erwirtschaftete Erträge aus der zwischenzeitlichen Anlage speziell aufgenommenen Fremdkapitals, bis zu dessen Ausgabe für qualifizierte Vermögenswerte, werden von den aktivierbaren Fremdkapitalkosten abgezogen.

Alle anderen Fremdkapitalkosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

4.7 Zuwendungen der öffentlichen Hand

Investitionszuwendungen der öffentlichen Hand werden als Minderung der Anschaffungs- und Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswertes (IAS 20.24, Alternative 2) erfasst. Die Auflösung erfolgt über die Nutzungsdauer des geförderten Vermögenswertes in Form von dadurch reduzierten Abschreibungsbeträgen.

4.8 Leasingverträge - Konzern als Leasingnehmer

Bei Vertragsbeginn beurteilt der Konzern nach IFRS 16, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswertes gegen Zahlung eines Entgeltes für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren.

Sofern wesentlich, werden entsprechend IFRS 16 im Konzern Vermögenswerte für das gewährte Nutzungsrecht sowie korrespondierend Leasingverbindlichkeiten für die eingegangene Zahlungsverpflichtung zu Barwerten bilanziert. Entsprechend dem Wahlrecht nach IFRS 16.4 werden die Vorschriften seitens des Konzerns nicht auf Leasingverhältnisse über immaterielle Vermögenswerte angewendet.

Nabaltec hat beschlossen, von der Anwendungserleichterung des IFRS 16.5 Gebrauch zu machen und Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, sowie für kurzfristige Leasingverhältnisse nicht anzusetzen. Der Konzern erfasst die mit diesen Leasingverhältnissen in Zusammenhang stehenden Leasingzahlungen über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear als Aufwand.

Zum 31. Dezember 2023 sind aus Wesentlichkeitsaspekten keine Nutzungsrechte aktiviert und entsprechend keine Leasingverbindlichkeiten passiviert (Vorjahr: TEUR 0).

4.9 Wertminderung von nichtfinanziellen Vermögenswerten

Die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes von immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird auf Basis der zukünftig aus der Nutzung zu erwartenden Zahlungsströme (abgezinst mit einem risikoadäquaten Zinssatz) sowie auf Basis des Nettoveräußerungspreises überprüft (Impairment-Test), wenn besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen eine Korrektur der geschätzten Nutzungsdauer oder einen Wertverfall anzeigen. An jedem Bilanzstichtag wird eine Einschätzung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass langfristige Vermögenswerte wertgemindert sein könnten. Liegen entsprechende Anhaltspunkte vor, wird der erzielbare Betrag (recoverable amount) des Vermögenswertes bestimmt und seinem Buchwert gegenübergestellt. Können den einzelnen Vermögenswerten keine eigenen, von anderen Vermögenswerten oder anderen Gruppen von Vermögenswerten weitgehend unabhängig generierten Mittelzuflüsse zugeordnet werden, wird deren Werthaltigkeit auf Basis der kleinsten übergeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheit von Vermögenswerten getestet. Des Weiteren erfolgt für noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte jährlich eine Überprüfung auf Wertminderung. Falls der Nettobuchwert von Vermögenswerten größer ist als der erzielbare Betrag (höherer Wert aus Nutzungswert und Nettoveräußerungswert), wird eine außerplanmäßige Abschreibung durchgeführt. Bei der Festlegung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme werden das aktuelle und zukünftig erwartete Ertragsniveau sowie geschäftsfeldspezifische, technologische, wirtschaftliche und allgemeine Entwicklungen berücksichtigt. Wenn der Grund für eine früher durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung entfällt, wird - soweit dies zulässig ist - eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.

4.10 Finanzielle Vermögenswerte

Bei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert nach IFRS 9 wie folgt eingestuft und bewertet:

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Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC)
Schuldinstrumente zu FVOCI: Investments in Schuldinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis bewertet werden (FVOCI - debt)
Eigenkapitalinstrumente zu FVOCI: Eigenkapitalinvestments, die zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis bewertet werden (FVOCI - equity)
Finanzielle Vermögenswerte zu FVTPL: Investments zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust (FVTPL)

Finanzielle Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung nicht reklassifiziert, es sei denn, der Konzern ändert sein Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte. In diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag der Berichtsperiode reklassifiziert, die auf die Änderung des Geschäftsmodells folgt.

Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und er nicht als FVTPL designiert wurde:

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Der Vermögenswert wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, und
die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswertes führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.

Ein Schuldinstrument wird zu FVOCI designiert, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und es nicht als FVTPL designiert wurde:

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Das Schuldinstrument wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, sowohl finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten als auch finanzielle Vermögenswerte zu verkaufen; und
die Vertragsbedingungen führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.

Beim erstmaligen Ansatz eines Eigenkapitalinvestments, das nicht zu Handelszwecken gehalten wird, kann der Konzern unwiderruflich wählen, Folgeänderungen im beizulegenden Zeitwert des Investments im sonstigen Ergebnis zu zeigen. Diese Wahl wird einzelfallbezogen für jedes Investment getroffen.

Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI bewertet werden, werden zu FVTPL bewertet. Dies umfasst alle derivativen finanziellen Vermögenswerte sowie zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente und Finanzinstrumente, die freiwillig als FVTPL designiert wurden.

ERSTBEWERTUNG

Beim erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswertes zuzurechnen sind.

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d. h. an dem Tag, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswertes bzw. der Verbindlichkeit eingegangen wurde, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.

FOLGEBEWERTUNG

Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC)

Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten werden mittels der Effektivzinsmethode folgebewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden durch Wertminderungsaufwendungen gemindert. Zinserträge, Währungskursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Das Ergebnis aus der Ausbuchung wird ebenfalls im Gewinn oder Verlust erfasst.

Schuldinstrumente zu FVOCI

Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Zinserträge, die mit der Effektivzinsmethode berechnet werden, Wechselkursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei der Ausbuchung wird das kumulierte sonstige Ergebnis in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Eigenkapitalinvestments zu FVOCI

Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Dividenden werden als Ertrag im Gewinn oder Verlust erfasst, es sei denn, die Dividende stellt offensichtlich eine Deckung eines Teils der Kosten des Investments dar. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst und niemals in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Finanzielle Vermögenswerte zu FVTPL

Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Nettogewinne und -verluste, einschließlich jeglicher Zins- oder Dividendenerträge, werden im Gewinn oder Verlust erfasst.

AUSBUCHUNG FINANZIELLER VERMÖGENSWERTE

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn das Unternehmen die Verfügungsmacht über die vertraglichen Rechte auf Cashflows verliert, aus denen der finanzielle Vermögenswert besteht.

Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt und im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder vollständig überträgt noch vollständig zurückbehält und dabei auch die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert zurückbehält, erfasst der Konzern den übertragenen Vermögenswert weiter im Umfang seines anhaltenden Engagements.

Um Zahlungseingänge frühzeitig zu realisieren, werden teilweise Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an eine Factoringgesellschaft verkauft. Die betreffenden Forderungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs ausgebucht, da alle mit Eigentum an den Forderungen verbundenen Chancen und Risiken auf den Erwerber übertragen werden. Der vom Factoringpartner veranschlagte Sicherheitseinbehalt wird nach den allgemeinen Vorgaben des IFRS 9 in den kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten verbucht.

4.11 Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Bei finanziellen Vermögenswerten oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten wird an jedem Bilanzstichtag ermittelt, ob eine Wertminderung vorliegt. Ein Wertminderungsaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte unterliegen einem einheitlichen Wertberichtigungsmodell (expected loss model), unterteilt in den vereinfachten Ansatz für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den allgemeinen dreistufigen Ansatz für alle anderen finanziellen Vermögenswerte. Beim dreistufigen Ansatz sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwertes eines erwarteten 12-Monats-Verlusts zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderungen hat die Zinsvereinnahmung auf Grundlage des Nettobuchwertes (Buchwert abzüglich Risikovorsorge) zu erfolgen (Stufe 3).

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich angemessener Wertberichtigungen ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend dem erwarteten Ausfall gebildet.

Sollten Zweifel an der Einbringlichkeit der sonstigen finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten oder Finanzinstrumente zu FVOCI bestehen, werden entsprechende einzelfallbezogene Wertberichtigungen vorgenommen.

4.12 Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird die Methode des gewogenen Durchschnitts angewandt.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis einer Normalbeschäftigung ermittelt. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert.

Im Rahmen einer Gruppenbewertung werden die fertigen Erzeugnisse zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungswerte am Bilanzstichtag vorgenommen.

4.13 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die bilanzierten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von maximal drei Monaten. Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung kommt die entsprechende Definition zur Anwendung. Dementsprechend entspricht der Finanzmittelfonds dem Bilanzposten "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente". Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

4.14 Steuern

TATSÄCHLICHE ERTRAGSTEUERN

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende sowie für frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrages werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

LATENTE STEUERN

Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 "Ertragsteuern" nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den IFRS-Wertansätzen und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sowie auf temporäre Differenzen dürfen gemäß IAS 12.34 nur in dem Maße angesetzt werden, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige steuerliche Gewinne entstehen werden, die eine Verrechnung dieser Verlustvorträge ermöglichen.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht.

Soweit eine Aufrechnung möglich ist, werden aktive und passive latente Steuern saldiert.

4.15 Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Im Konzern werden derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Zins- und Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Die Bewertung der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt. Bei den derivativen Finanzinstrumenten, bei denen Hedge Accounting vorliegt, werden die Marktwertänderungen entweder im Ergebnis (Fair Value Hedge) oder als Bestandteil des Eigenkapitals (Cashflow Hedge) ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde kein Hedge Accounting für Cashflow Hedges aus Zinsabsicherungen angewandt, da keine Zinssicherungen bestanden. Fremdwährungsabsicherungen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen.

Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert werden, sind als "Fair Value through Profit and Loss" eingestuft. Es handelt sich um derivative finanzielle Vermögenswerte, wenn der beizulegende Zeitwert positiv ist, und um derivative finanzielle Verbindlichkeiten, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes dieser derivativen Finanzinstrumente werden in das Periodenergebnis einbezogen.

4.16 Eigenkapital

Die von den Gesellschaftern geleisteten Einlagen und Zahlungen in die Kapitalrücklage werden unter Abzug der mit dem Erwerb des Eigenkapitals direkt verbundenen Transaktionskosten und unter Berücksichtigung eines eventuellen Steuereffektes angesetzt.

4.17 Sonstige Rückstellungen

Gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" werden Rückstellungen gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit über 50% liegen muss. Die Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Langfristige sonstige Rückstellungen werden abgezinst. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.

Für Jubiläumsgeldverpflichtungen, die aufgrund von Betriebsvereinbarungen bestehen, wurde unter Zugrundelegung derselben Rechnungsgrößen wie für Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen vorgesorgt (siehe nachstehend). Die Jubiläumsgeldverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) berechnet.

4.18 Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Die (Netto-)Zinskomponente ist zum Periodenbeginn durch Multiplikation der (Netto-) Pensionsverpflichtung - d. h. der Verpflichtungsbestand abzüglich des Planvermögens - mit dem für die Bewertung der Pensionsverpflichtung zugrunde gelegten Diskontierungszinssatz zu ermitteln. Dadurch werden der aus der Aufzinsung der Verpflichtung resultierende Zinsaufwand und der erwartete Planvermögensertrag saldiert und zwingend erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst. Zugleich wird damit der erwartete Planvermögensertrag in Höhe des Diskontierungszinssatzes angenommen.

Abweichungen zwischen der tatsächlichen Rendite des Planvermögens beziehungsweise des Diskontierungszinssatzes am Abschlussstichtag und dem unterstellten Diskontierungszinssatz (= unterstellte Rendite des Planvermögens) gehen ebenso wie andere versicherungsmathematische Bewertungsanpassungen im Sinne einer Neubewertungskomponente in das sonstige Ergebnis ein.

Der Diskontierungszinssatz für die Abzinsung der (Netto-)Pensionsverpflichtung wird auf Grundlage erstrangiger, festverzinslicher Industrieanleihen am Markt ermittelt.

Die ergebniswirksam zu berücksichtigende Dienstzeitkomponente (service cost) umfasst unter anderem sowohl den laufenden als auch den gesamten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand aus Planänderungen.

4.19 Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IFRS 9 werden als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" oder als "übrige Verbindlichkeiten" klassifiziert.

Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist.

ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden sofort erfolgswirksam erfasst. Diese Kategorie umfasst derivative Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten. Gewinne oder Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden erfolgswirksam erfasst.

ÜBRIGE VERBINDLICHKEITEN

Darlehen werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Fremdkapitalaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet. Sie werden nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Differenzen zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden hierbei entsprechend der Effektivzinsmethode erfolgswirksam erfasst.

Die finanziellen Verbindlichkeiten, die sämtlich der Kategorie der übrigen Verbindlichkeiten zugeordnet sind, werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung abzüglich der mit der Fremdkapitalaufnahme verbundenen Transaktionskosten bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn sie getilgt ist, d.h. die Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen ist.

5. Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

5.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren hauptsächlich aus der Lieferung von Produkten auf Basis von Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid an Kunden. Daneben werden keine weiteren Leistungen an Kunden erbracht. Die Verträge kommen hierbei regelmäßig durch die einzelnen Abrufe bzw. Bestellungen der Kunden zustande. Die Verträge bestehen somit ausschließlich aus einer separaten Leistungsverpflichtung: der Lieferung von Gütern. Eine Zusammenfassung von Verträgen oder Vertragsänderungen ist nicht einschlägig.

Bezüglich der Ermittlung des Transaktionspreises setzt sich bei Nabaltec die vereinbarte Gegenleistung aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Die fixe Gegenleistung ist ein fest vereinbarter Betrag, der sich aus der jeweiligen Bestellung ergibt. Zu den variablen Gegenleistungen zählen Skonti und Boni. Diese werden umsatzmindernd im jeweiligen Geschäftsjahr periodisch korrekt erfasst. Aufgrund der kurzen Vertragslaufzeiten (einzelne Bestellungen) liegen keine wesentlichen Finanzierungskomponenten vor. Es gibt auch keine zahlungsunwirksamen Gegenleistungen von Kunden.

Bei Nabaltec existieren derzeit keine Verträge mit mehreren Leistungsverpflichtungen. Eine Allokation des Transaktionspreises anhand der Einzelveräußerungspreise ist daher nicht erforderlich.

Hinsichtlich des Zeitpunkts der Umsatzrealisierung erfolgt die Erlösrealisierung zeitpunktbezogen. Insbesondere existieren auch keine Produkte, die aufgrund praktischer oder vertraglicher Beschränkungen keine alternative Nutzungsmöglichkeit für das Unternehmen aufweisen. Der Zeitpunkt der Übertragung der Verfügungsgewalt an den gelieferten Gütern stimmt regelmäßig mit dem Lieferzeitpunkt bzw. dem vertraglichen Zeitpunkt des Gefahrenübergangs überein.

Zur Verteilung der Umsatzerlöse auf die Produktbereiche verweisen wir auf die Segmentberichterstattung und die zugehörigen Erläuterungen unter Punkt 7.7 "Segmentberichterstattung".

5.2 Andere aktivierte Eigenleistungen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Eigenleistungen in Höhe von TEUR 415 (Vorjahr: TEUR 513) für verschiedene technische Anlagen und Maschinen aktiviert, davon aktivierte Bauzeitzinsen in Höhe von TEUR 182 (Vorjahr: TEUR 73).

5.3 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

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in TEUR 2023 2022
Währungsgewinne 1.004 2.189
Auflösung Wertberichtigung von Forderungen 447 0
Sonstige 320 411
Sachbezüge 238 220
Nutzwasserlieferungen 181 167
Mieten und Pachten 166 166
Rangier- und Gleisarbeiten 106 10
Leistungen Analysenzentrum 104 112
Magazin- und Schrottverkauf 76 107
Versicherungsentschädigungen 44 72
Personaldienstleistungen 32 29
Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 28 3
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 20 0
Zuwendungen der öffentlichen Hand 4 0
Gesamt 2.770 3.486

5.4 Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

MATERIALAUFWAND

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in TEUR 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 99.448 103.570
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.408 2.829
Gesamt 101.856 106.399

Der Betrag der Bestandsabwertungen bzw. Wertminderungen von Vorräten, der als Aufwand erfasst worden ist, belief sich auf TEUR 573 (Vorjahr: TEUR 467).

5.5 Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

PERSONALAUFWAND

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in TEUR 2023 2022
Löhne und Gehälter 31.903 32.920
Sozialabgaben 5.589 5.559
Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen 498 918
Übrige Aufwendungen für Altersvorsorge 185 179
Gesamt 38.175 39.576

Die Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen erfüllen die Kriterien eines leistungsorientierten Pensionsplans im Sinne des IAS 19.

Bei den übrigen Aufwendungen für Altersvorsorge handelt es sich um Zuschüsse des Arbeitgebers zu Altersvorsorgeplänen der Arbeitnehmer, welche die Kriterien eines beitragsorientierten Pensionsplans im Sinne des IAS 19 erfüllen.

Zudem sind die von der Gesellschaft zu tragenden Anteile zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von TEUR 2.301 (Vorjahr: TEUR 2.189) in den Sozialabgaben enthalten, welche monatlich abgeführt werden.

5.6 Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Konzern hat sich folgendermaßen entwickelt:

MITARBEITER

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2023 2022
Gewerbliche Mitarbeiter 262 256
Angestellte 208 196
Geringfügig Beschäftigte 4 5
Gesamt 474 457

Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr durchschnittlich 38 Auszubildende (Vorjahr: 43) beschäftigt.

5.7 Abschreibungen

Die vorgenommenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen können der vorstehenden Darstellung "Entwicklung des Konzernanlagevermögens" entnommen werden.

Die Gesellschaft führt bei Vorliegen entsprechender Indikatoren einen Werthaltigkeitstest von immateriellen Vermögenswerten und von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens durch. Dazu wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde auf Basis des Nutzungswertes mithilfe der Discounted-Cashflow-Methode bestimmt. Diesen diskontierten Cashflows liegen Drei-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen aus der Vergangenheit und basieren auf der besten vom Management vorgenommenen Einschätzung über künftige Entwicklungen der Gesellschaft. Die Diskontierung der prognostizierten Cashflows erfolgt mit einem risikoadäquaten Zinssatz.

5.8 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

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in TEUR 2023 2022
Frachten 10.347 15.056
Fremdleistungen 8.795 9.905
Verkaufsprovisionen 3.361 3.440
Übrige 1.661 1.114
Währungsverluste 1.548 1.768
Versicherungen 1.406 1.340
Sonstige Verwaltungskosten 1.091 975
Sonstige Steuern 1.045 380
Leasingzahlungen (Miete und Leasing) 940 986
Personalnebenkosten 792 725
Rechts- und Beratungskosten 770 955
Reisekosten 671 416
Werbekosten 413 598
Wertberichtigungen von Forderungen 0 439
Gesamt 32.840 38.097

5.9 Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr wurden sämtliche Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von insgesamt TEUR 4.862 (Vorjahr: TEUR 4.755) als Aufwand erfasst.

5.10 Sonstige Finanzerträge

Bei den sonstigen Finanzerträgen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 13) handelte es sich im Vorjahr um den Gewinn aus der am 21. November 2022 erfolgten Liquidierung des nichtkonsolidierten Tochterunternehmens Nabaltec Asia Pacific K.K., Tokio, Japan.

5.11 Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinsen und ähnlichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE

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in TEUR 2023 2023 2022
Erträge aus Planvermögen (Rückdeckungsversicherung) 109 56
Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten 2.027 343
Gesamt 2.136 399

5.12 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen können folgender Übersicht entnommen werden:

ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN

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in TEUR 2023 2022
Zinsaufwendungen bei Kreditinstituten 2.633 1.242
Zinsaufwendungen aus Aufzinsung von Rückstellungen 1.165 506
Zinsaufwendungen aus Factoring 523 175
Avalprovision 8 8
Zinsaufwendungen aus sonstigen Aufzinsungen 7 10
Zinsaufwendungen aus Zinsswapgeschäften 0 185
Gesamt 4.336 2.126

5.13 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag teilen sich wie folgt auf:

STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

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in TEUR 2023 2022
Tatsächliche Ertragsteuern:
Steueraufwand laufendes Jahr 4.456 8.168
Steueraufwand/​-ertrag Vorjahre 8 -6.477
Latente Ertragsteuern:
Entstehung und Umkehr temporärer Differenzen 16 4.702
Erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis 241 -5.315
Gesamt 4.721 1.078

Bei den Ertragsteueraufwendungen des Geschäftsjahres 2023 handelt es sich um die laufende Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag sowie um ausländische Ertragsteuern (USA und Shanghai). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthielten im Vorjahr einen Steuerertrag in Höhe von TEUR 6.784, resultierend aus dem vertraglichen Kostenausgleich gegenüber der Nashtec LLC im Geschäftsjahr 2020. Nach Abschluss der steuerlichen Veranlagung Ende September 2022 für das Geschäftsjahr 2020 wurde der im Jahr 2020 an die Nashtec LLC gewährte Kostenausgleich von den deutschen Steuerbehörden in vollem Umfang als in Deutschland abzugsfähiger Steueraufwand anerkannt. Aufgrund der diesen Sachverhalt betreffenden Unsicherheit war zuvor kein Steuerertrag berücksichtigt worden.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Dabei werden die am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Für die Berechnung der latenten Steuern in Deutschland wird ein Steuersatz von 29,13 % (Vorjahr: 29,13 %) herangezogen. Er ergibt sich aus dem gültigen unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15%, dem Solidaritätszuschlag von unverändert 5,50% und dem Gewerbesteuersatz von 13,30 % (Vorjahr: 13,30 %). Für die ausländischen Gesellschaften werden die jeweiligen nationalen Steuersätze zugrunde gelegt.

Die Ertragsteuereffekte im sonstigen Ergebnis als Teil des Konzerneigenkapitals gliedern sich je Bestandteil wie folgt auf:

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Vor Steuern Latente Steuern Nach Steuern
in TEUR 2023 2022 2023 2022 2023 2022
--- --- --- --- --- --- ---
Fremdwährungsumrechnung -1.461 2.088 419 -648 -1.042 1.440
Nettoergebnis aus Hedge Accounting 0 293 0 -85 0 208
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 611 15.730 -178 -4.582 433 11.148
Gesamt -850 18.111 241 -5.315 -609 12.796

Die folgende Tabelle zeigt die steuerliche Überleitungsrechnung von dem im jeweiligen Geschäftsjahr erwarteten Ertragsteueraufwand zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung:

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG

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2023 2022
Steuersatz 29,13 % 29,13 %
in TEUR
Ergebnis vor Steuern 16.139 27.453
Erwarteter Steueraufwand 4.701 7.997
Abweichungen
1. Abweichender ausländischer Steuersatz -78 -90
2. Anpassung Steueraufwand Vorjahre 8 -6.477
3. Neubewertung Verlustvortrag USA 31 0
4. Nutzung bislang nicht erfasster Verluste -50 -361
5. Nicht abzugsfähige Aufwendungen 106 52
6. Sonstiges 3 -43
Steueraufwand laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung 4.721 1.078

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

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Konzernbilanz Konzern-Gesamtergebnisrechnung
in TEUR Aktive latente Steuern 31.12.2023 31.12.2022 2023 2022
--- --- --- --- ---
Sonstige Vermögenswerte 577 567 10 10
Pensionsrückstellungen 2.674 2.939 -265 -4.567
Sonstige Rückstellungen 237 245 -8 -45
Verlustvortrag 2.614 3.062 -448 144
Übrige 39 153 -114 63
Summe aktive latente Steuern - brutto 6.141 6.966 -825 -4.395
Saldierungen -5.290 -6.015 0 0
Summe aktive latente Steuern - netto 851 951 -825 -4.395
Passive latente Steuern
Anlagevermögen 7.367 8.064 731 363
Vorräte 931 601 -330 -69
Übrige 403 811 408 -601
Summe passive latente Steuern - brutto 8.701 9.476 809 -307
Saldierungen -5.290 -6.015 0 0
Summe passive latente Steuern - netto 3.411 3.461 809 -307

Die aktive latente Steuer auf Verlustvorträge entfällt vollständig auf den bestehenden Verlustvortrag der Nabaltec USA Corporation von TEUR 12.449 (Vorjahr: TEUR 14.580). Dieser kann unter Beachtung der in den USA geltenden Regelungen zur Mindestbesteuerung dort genutzt werden. Latente Steueransprüche auf Verlustvorträge sind aber nur in dem Maße zu bilanzieren, als das Unternehmen über ausreichende zu versteuernde temporäre Differenzen verfügt oder soweit überzeugende substanzielle Hinweise dafür vorliegen, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die ungenutzten steuerlichen Verluste vom Unternehmen verwendet werden können. Auf Basis von Annahmen und Einschätzungen des Managements über die zukünftige Geschäftsentwicklung liegen für die Realisierung dieser Steueransprüche überzeugende substanzielle Hinweise vor. Diese Einschätzung basiert auf den Erfahrungen der Vergangenheit und den aktuell vorliegenden Informationen und Prognosen. Dementsprechend wurden bei Gesellschaften, die im laufenden Jahr oder im Vorjahr ein negatives steuerliches Ergebnis erwirtschafteten und bei denen die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge nicht durch einen Passivüberhang der latenten Steuern gedeckt sind, aktive latente Steuern auf Verlustvorträge nur in Höhe von TEUR 2.614 (Vorjahr: TEUR 3.062) angesetzt.

Die Abzugsfähigkeit von solchen vorgetragenen Verlusten ist in den USA auf 80 % des laufenden steuerpflichtigen Gewinns beschränkt.

Aktive und passive latente Steuern in den USA werden mit aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge verrechnet.

6. Erläuterungen zur Konzernbilanz

6.1 Immaterielle Vermögenswerte

Hinsichtlich der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf die vorstehende Darstellung "Entwicklung des Konzernanlagevermögens".

Bei den immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um EDV-Software und gewerbliche Schutzrechte.

Immaterielle Vermögenswerte waren zum 31. Dezember 2023 wie im Vorjahr nicht sicherungsübereignet.

Wesentliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten lagen nicht vor.

6.2 Sachanlagen

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist in der vorstehenden Darstellung "Entwicklung des Konzernanlagevermögens" enthalten.

Wie bereits zum Vorjahresstichtag dienen keine Vermögenswerte des Sachanlagevermögens als Sicherheiten für Fremdkapital.

Für die langfristige Herstellung von verschiedenen technischen Anlagen, Gebäuden und Betriebsvorrichtungen wurden im Geschäftsjahr 2023 Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 182 aktiviert (Vorjahr: TEUR 73). Der durchschnittliche Finanzierungskostensatz, der bei der Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten zugrunde gelegt worden ist, betrug 3,00 % (Vorjahr: 1,50 %).

6.3 Finanzanlagen

Nach einem längeren verwaltungstechnischen Prozess wurde im Vorjahr die Gesellschaft Nabaltec Asia Pacific K.K., die aus Wesentlichkeitsgründen nicht vollkonsolidiert wurde, am 21. November 2022 liquidiert.

6.4 Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

VORRÄTE

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in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 35.579 30.591
Unfertige Erzeugnisse 1.585 1.715
Fertige Erzeugnisse und Waren 13.967 13.431
Gesamt 51.131 45.737

Es dienen ebenso wie bereits am Vorjahresstichtag keine Vorratsbestände als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Wertminderung von Vorräten, die als Aufwand erfasst worden ist, beläuft sich auf TEUR 573 (Vorjahr: TEUR 467).

6.5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich folgendermaßen dar:

FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

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in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - brutto 1.586 7.037
Einzelwertberichtigungen -139 -586
Gesamt 1.447 6.451

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Am Bilanzstichtag waren die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch echtes Factoring in Höhe von TEUR 30.076 (Vorjahr: TEUR 31.672) gemindert. Beim echten Factoring übernimmt die Factoringgesellschaft das Ausfallrisiko der Forderungen. Hinsichtlich der Entwicklung des Wertberichtigungskontos sowie der Altersstruktur der Forderungen verweisen wir auf den Punkt 7.2 "Angaben zu Finanzinstrumenten".

6.6 Forderungen aus Ertragsteuern

Bei den Ertragsteuerforderungen in Höhe von TEUR 517 (Vorjahr: TEUR 903) handelt es sich um Steuererstattungsansprüche gegen deutsche Finanzbehörden, die aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag resultieren.

6.7 Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

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in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Festgeldanlagen mit Laufzeit >3 Monate 15.000 15.000
Forderungen aus Factoring 2.830 2.463
Übrige 796 1.085
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 18.626 18.548

SONSTIGE NICHTFINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

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in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Umsatzsteuerforderungen 2.122 1.297
Aktive Rechnungsabgrenzungen 368 304
Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte 2.490 1.601
Gesamt 21.116 20.149

Bei den zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Forderungen aus Factoring in Höhe von TEUR 2.830 (Vorjahr: TEUR 2.463) handelt es sich überwiegend um die Sicherheitseinbehalte aus dem Factoring.

Von den sonstigen Vermögenswerten haben TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 15.000) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

6.8 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:

ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

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in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Guthaben bei Kreditinstituten 85.951 87.513
Kassenbestand 4 1
Gesamt 85.955 87.514

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und maximal drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.

Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung ergeben sich in Bezug auf den Finanzmittelfonds ebenso wie im Vorjahr keine Unterschiede zum bilanzierten Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum Abschlussstichtag.

Es liegen keine Verfügungsbeschränkungen bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten vor.

6.9 Eigenkapital

Die Veränderung des Eigenkapitals der Nabaltec AG ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

GEZEICHNETES KAPITAL

Das voll eingezahlte Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 8.800 (Vorjahr: TEUR 8.800) und besteht aus 8.800.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Stückaktie. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme.

GENEHMIGTES KAPITAL

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2021 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 31. Mai 2026 einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu TEUR 4.400 durch die Ausgabe von bis zu 4.400.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/​oder Sacheinlage zu erhöhen, wobei die Erhöhung der Anzahl der Aktien in demselben Verhältnis wie die Erhöhung des Grundkapitals zu erfolgen hat. Der Vorstand darf dabei mit Zustimmung des Aufsichtsrats über einen Ausschluss des Bezugsrechts entscheiden (Genehmigtes Kapital 2021/​I).

BEDINGTES KAPITAL

Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2021 um bis zu TEUR 4.400 durch Ausgabe von bis zu 4.400.000 auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2021/​I). Das bedingte Kapital dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- und/​oder Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 16. Juni 2021 von der Gesellschaft begeben werden.

Bis dato sind keine derartigen Schuldverschreibungen begeben worden.

KAPITALRÜCKLAGE

Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Kapitalrücklage TEUR 47.029 (Vorjahr: TEUR 47.029). Die Kapitalrücklage resultiert unter anderem aus der im September 2017 erfolgten Kapitalerhöhung. Durch den Emissionspreis von EUR 23,00 je Aktie wurde durch die Kapitalmaßnahme ein Agio von TEUR 17.600 erzielt. Gegenläufig wurden Transaktionskosten in Höhe von TEUR 335 (nach Steuern) mindernd erfasst. Die Kapitalrücklage enthält darüber hinaus ein Aufgeld aus dem im Jahr 2006 vollzogenen Börsengang. Dies resultierte aus der Ausgabe von 2.000.000 Stückaktien für EUR 15,50 je Aktie mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie, wodurch ein Aufgeld in Höhe von EUR 14,50 je Aktie bzw. insgesamt TEUR 29.000 erzielt wurde, dem Transaktionskosten von TEUR 1.060 (nach Steuern) gegenüberstanden.

GEWINNRÜCKLAGE

Zum 31. Dezember 2023 beträgt die andere Gewinnrücklage TEUR 9.699 (Vorjahr: TEUR 9.699).

Für das Geschäftsjahr 2023 wird der Vorstand vorschlagen, aus dem nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelten Bilanzgewinn der Nabaltec AG eine Dividende in Höhe von EUR 0,28 pro Aktie, d. h. insgesamt TEUR 2.464 auszuschütten.

ERGEBNISVORTRAG

Der Ergebnisvortrag resultiert aus den kumulierten Konzernjahresergebnissen abzüglich der jeweils vom Mutterunternehmen ausgeschütteten Dividenden.

Bezüglich der Entwicklung des Ergebnisvortrags verweisen wir auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.

SONSTIGE ERFOLGSNEUTRALE EIGENKAPITALVERÄNDERUNGEN

Ein sich aus der Währungsumrechnung ergebender Unterschiedsbetrag, Marktwertänderungen derivativer Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting vorliegt, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen sowie aus korrespondierenden latenten Steuern werden erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital unter dieser Postenbezeichnung gesondert ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2023 betragen diese erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen kumuliert TEUR -3.227 (Vorjahr: TEUR -2.618).

6.10 Kurz- und langfristige Rückstellungen

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ist in den folgenden Übersichten dargestellt:

GESCHÄFTSJAHR 2023

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in TEUR Stand 01.01.2023 Zuführung Verbrauch Auflösung Stand 31.12.2023
Rückstellungen aus dem Personalbereich 1.286 98 116 0 1.268
Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung 358 0 0 0 358
Übrige Rückstellungen 219 199 218 0 200
Gesamt 1.863 297 334 0 1.826

GESCHÄFTSJAHR 2022

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in TEUR Stand 01.01.2022 Zuführung Verbrauch Auflösung Stand 31.12.2022
Rückstellungen aus dem Personalbereich 1.318 68 100 0 1.286
Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung 298 60 0 0 358
Übrige Rückstellungen 187 218 186 0 219
Gesamt 1.803 346 286 0 1.863

Bei den Rückstellungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 1.268 (Vorjahr: TEUR 1.286) handelt es sich um Jubiläumsgeldverpflichtungen. Als Bewertungsverfahren wurde die Projected-Unit-Credit-Methode zugrunde gelegt, nach der die Finanzierung der Jubiläumsgeldverpflichtungen über Einmalprämien für den jährlichen Anwartschaftszuwachs unter Berücksichtigung von Trendannahmen erfolgt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde: Rechnungszinssatz p.a. 4,10%, Gehaltstrend p. a. 2,75 %, Rententrend p. a. 2,00 %, Fluktuation p. a. 1,00 %.

Die Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung enthalten Reinigungskosten im Zusammenhang mit der Einstellung des Produktionsbereichs Mullit in Höhe von TEUR 358 (Vorjahr: TEUR 358).

PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Der Konzern hat leistungsorientierte Pensionspläne aufgelegt. Dadurch wird für einen Teil der Mitarbeiter Vorsorge für die Zeit nach der Pensionierung getroffen. Es handelt sich um Endgehaltspläne für Vorstände und Mitarbeiter aufgrund der Versorgungsordnung. Die Versorgungsordnung besitzt Gültigkeit für Mitarbeiter, die vor dem 1. Mai 1995 in die Gesellschaft eingetreten sind und zu diesem Stichtag in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis standen. Folglich sind keine Zugänge mehr zum Kreis der Bezugsberechtigten zu verzeichnen. Für einen Teil der Pläne werden Beiträge an eine Rückdeckungsversicherung geleistet. Aufgrund der Planausgestaltung ist der Arbeitgeber versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt. Die wesentlichsten sind dabei das Zinsrisiko und das Risiko der Langlebigkeit. Das Alter der im Rahmen des Pensionsplans erfassten Personen liegt derzeit zwischen 60 und 65 Jahren. Der Berechnung der Verpflichtungen liegt ein unterstelltes Renteneintrittsalter von 63 Jahren (Versorgungsordnung) bzw. 65 Jahren (Vorstände) zugrunde.

In den folgenden Tabellen werden sowohl die Zusammensetzung von in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen als auch die Zusammensetzung von in der Konzernbilanz für die jeweiligen Pläne angesetzten Beträgen dargestellt:

AUFWENDUNGEN FÜR VERSORGUNGSLEISTUNGEN

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in TEUR 2023 2022
Laufender Dienstzeitaufwand 498 918
Nettozinsaufwand 1.045 471
Aufwendungen für Versorgungsleistungen 1.543 1.389
Tatsächliche Erträge aus Planvermögen 59 60

Der Nettozinsaufwand setzt sich aus dem Zinsaufwand in Höhe von TEUR 1.118 (Vorjahr: TEUR 492) abzüglich der erwarteten Erträge aus Planvermögen in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 21) zusammen. Der Zinsanteil aus der Zuführung der Pensionsrückstellungen sowie die Erträge aus dem Planvermögen werden im Finanzergebnis dargestellt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst und entwickelten sich wie folgt:

ENTWICKLUNG DER VERSICHERUNGSMATHEMATISCHEN GEWINNE/​VERLUSTE

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in TEUR
Versicherungsmathematische Verluste zum 1. Januar 2022 -21.059
Gewinne aus der Änderung von biometrischen und finanziellen Annahmen 15.368
Erfahrungsbedingte Gewinne 323
Gewinne aus Planvermögen 39
Versicherungsmathematische Verluste zum 31. Dezember 2022 -5.329
Gewinne aus der Änderung von biometrischen und finanziellen Annahmen 877
Erfahrungsbedingte Verluste -252
Verluste aus Planvermögen -14
Versicherungsmathematische Verluste zum 31. Dezember 2023 -4.718

Die Änderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

LEISTUNGSORIENTIERTE VERPFLICHTUNGEN

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in TEUR
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 1. Januar 2022 45.181
Zinsaufwand 492
Laufender Dienstzeitaufwand 918
Gezahlte Leistungen -969
Versicherungsmathematische Gewinne/​Verluste -15.691
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. Dezember 2022 29.931
Zinsaufwand 1.118
Laufender Dienstzeitaufwand 498
Gezahlte Leistungen -1.021
Versicherungsmathematische Gewinne/​Verluste -625
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. Dezember 2023 29.901

Von den leistungsorientierten Verpflichtungen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 29.901 (Vorjahr: TEUR 29.931) ist ein Verpflichtungsbetrag in Höhe von TEUR 9.654 (Vorjahr: TEUR 9.515) mit einem Deckungskapital in Höhe von TEUR 1.981 (Vorjahr: TEUR 1.947) rückdeckungsversichert.

Für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 wird mit Rentenzahlungen in Höhe von ca. TEUR 1.088 bzw. TEUR 1.155 gerechnet.

Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens stellen sich wie folgt dar:

BEIZULEGENDER ZEITWERT DES PLANVERMÖGENS

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in TEUR
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Januar 2022 1.912
Arbeitgeberbeiträge 36
Gezahlte Leistungen -61
Erwartete Rendite 21
Versicherungsmathematische Gewinne/​Verluste 39
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 2022 1.947
Arbeitgeberbeiträge 36
Gezahlte Leistungen -61
Erwartete Rendite 73
Versicherungsmathematische Gewinne/​Verluste -14
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 2023 1.981

Bei dem Planvermögen handelt es sich um den Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung, der gemäß IAS 19.7 (b) als Planvermögen zu behandeln ist. Der Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2024 mit Beiträgen zum Planvermögen in Höhe von TEUR 36.

Der bilanzierte Wert der Pensionsrückstellungen lässt sich zum Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wie folgt überleiten:

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in TEUR 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2020 31.12.2019
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 29.901 29.931 45.181 46.370 48.212
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 1.981 1.947 1.912 1.878 1.839
Pensionsrückstellungen 27.920 27.985 43.269 44.492 46.373

Nachfolgend werden die Grundannahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses dargestellt:

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in % 2023 2022
Abzinsungssatz 4,10 3,80
Gehaltstrend 2,75 2,75
Rententrend 2,00 2,00
Fluktuation 1,00 1,00

Sterblichkeit nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei Rentnern im Alter von 65 Jahren gemäß Heubeck-Richttafeln 2018 G.

Im Geschäftsjahr erfolgte eine weitere pauschale Anpassung des zugrunde liegenden Rententrends um zusätzlich 8% zur Berücksichtigung der Inflationsdynamik.

Es ergeben sich folgende Auswirkungen auf die Pensionsverpflichtung, sofern sich die versicherungsmathematischen Annahmen ändern:

PENSIONSVERPFLICHTUNG

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in TEUR + 25 BP -25 BP
Abzinsungssatz 28.923 30.941
Gehaltstrend 30.049 29.765
Rententrend 30.734 29.111

Die vorstehende Sensitivitätsanalyse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Änderungen konstant gehalten werden. In der Realität ist es jedoch nicht unwahrscheinlich, dass Veränderungen in einigen Annahmen miteinander korrelieren können.

Die Methoden und Arten von Annahmen zur Vorbereitung der Sensitivitätsanalyse haben sich im Vergleich zur Vorperiode nicht geändert.

6.11 Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten

BUCHWERTE

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in TEUR Buchwert davon Laufzeit ≤ 1 Jahr davon Laufzeit >1 - 5 Jahre davon Laufzeit >5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.12.2023 90.933 971 44.982 44.980
31.12.2022 90.737 783 44.977 44.977
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2023 10.124 10.124 - -
31.12.2022 15.087 15.087 - -
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 31.12.2023 984 984 - -
31.12.2022 2.949 2.949 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 31.12.2023 3.874 3.874 - -
31.12.2022 5.522 5.522 - -
Gesamt 31.12.2023 105.915 15.953 44.982 44.980
31.12.2022 114.295 24.341 44.977 44.977

VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN

Die Nabaltec AG hat ein Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von TEUR 90.000 mit Valuta April 2022 erfolgreich begeben. Der Emissionserlös diente zur Refinanzierung bestehender Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 39.000 und eines bilateralen Bankdarlehens in Höhe von TEUR 20.000, fällig im April 2022. Darüber hinaus dienen die Mittel zur Finanzierung weiterer Wachstumsprojekte, insbesondere zur Kapazitätserweiterung im Produktbereich Böhmit sowie bei viskositätsoptimierten Aluminiumhydroxiden, die vor allem als Verbundstoffe in der Elektromobilität zum Einsatz kommen. Das Volumen verteilt sich auf fixe und variable Tranchen mit Laufzeiten von fünf und sieben Jahren. Das Schuldscheindarlehen wurde ohne breite Vermarktung im Rahmen eines "Private Placements" unter Beteiligung von fünf Investoren platziert.

Der Schuldscheindarlehensvertrag der Nabaltec AG unterliegt Covenants, die sich an den "Leverage Coverage Ratios" (Net Debt /​ EBITDA) bemessen. Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, bei Nichteinhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen, oder er könnte von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen. Im Berichtsjahr 2023 kam es zu keinen Verletzungen der zum 31. Dezember 2023 wirksamen Covenants. Auch für 2024 wird mit keinen Covenant-Verletzungen gerechnet.

VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von maximal 90 Tagen.

Die Buchwerte der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen aufgrund dieser Kurzfristigkeit annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert.

VERBINDLICHKEITEN AUS ERTRAGSTEUERN

Diese umfassen ausstehende Steuerzahlungen in Deutschland und bei Tochterunternehmen, die aus den lokalen Ertragsteuern für das abgelaufene Geschäftsjahr resultieren.

SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf die im Folgenden aufgeführten finanziellen bzw. nichtfinanziellen Verbindlichkeiten:

SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

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in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Abschluss und Prüfung 251 209
Übrige 94 217
Berufsgenossenschaft 27 123
Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 372 549

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in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Boni und andere erfolgsabhängige Vergütungen 1.900 2.690
Ausstehender Urlaubsanspruch 972 1.008
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt 344 350
Sonstige Verbrauchsteuern 204 813
Verbindlichkeiten Sozialaufwendungen 49 65
Erfindervergütungen 32 38
Demografiebetrag II 1 9
Kurzfristige sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 3.502 4.973
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten (gesamt) 3.874 5.522

Die Verbindlichkeiten für Boni und andere erfolgsabhängige Vergütungen entstehen in Abhängigkeit von deren Zielerreichung. Die Verbindlichkeit aus ausstehenden Urlaubsansprüchen wurde mitarbeiterbezogen gebildet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt resultieren im Wesentlichen aus zum Stichtag noch nicht abgeführter Lohn- und Kirchensteuer für das abgelaufene Geschäftsjahr.

Aufgrund der Kurzfristigkeit entsprachen die Buchwerte der kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert.

7. Sonstige Angaben

7.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

VERPFLICHTUNGEN AUS LEASINGVERHÄLTNISSEN - KONZERN ALS LEASINGNEHMER

Der Konzern hat finanzielle Verpflichtungen aus eingegangenen Leasingverhältnissen. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 bestehen keine Leasingverträge für technische Anlagen und Maschinen im Rahmen von Sale-and-lease-back-Transaktionen. Die Restlaufzeiten aller Verträge belaufen sich im Wesentlichen auf 1 bis 5 Jahre.

Im laufenden Geschäftsjahr wurden TEUR 940 (Vorjahr: TEUR 986) aus Leasingverhältnissen (ausschließlich kurzfristige Leasingverhältnisse oder Leasingvereinbarungen über geringwertige Vermögenswerte) aufwandswirksam erfasst.

Die Summe der künftigen Leasingzahlungen setzt sich nach Fälligkeit wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Leasingzahlungen innerhalb 1 Jahres 898 732
Leasingzahlungen zwischen 1 und 5 Jahren 7.169 808
Leasingzahlungen über 5 Jahre 4.968 0
Gesamt 13.035 1.540

Der Anstieg der künftigen Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen resultiert aus dem Abschluss eines Logistikvertrags mit der Weserport GmbH im Geschäftsjahr 2023.

EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Zum 31. Dezember 2023 waren folgende Haftungsverhältnisse zu vermerken:

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in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Vertragserfüllungsbürgschaften
Gesonderte Netzentgelte für Gas 1.392 1.531
Investitionskosten der Weserport GmbH 1.000 0

Die Vertragserfüllungsbürgschaft, die vollumfänglich Verbindlichkeiten wegen gesonderter Netzentgelte für Gas betrifft, beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 1.392. Die Bürgschaft wird jährlich kontinuierlich um EUR 139.200,00 reduziert und läuft bis 31. Dezember 2032. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wird als gering eingestuft, da die Geschäftsführung aufgrund der positiven Liquiditätssituation der Gesellschaft davon ausgeht, dass die Zahlungsverpflichtungen laufend erfüllt werden.

Im Jahr 2023 wurde eine weitere Vertragserfüllungsbürgschaft, die vollumfänglich Verbindlichkeiten wegen der Absicherung der Investitionskosten der Weserport GmbH betrifft, in Höhe von TEUR 1.000 unterzeichnet. Die Bürgschaft ist bis zum 31. Dezember 2029 befristet. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wird als gering eingestuft, da die Geschäftsführung aufgrund der positiven Liquiditätssituation der Gesellschaft davon ausgeht, dass die Zahlungsverpflichtungen laufend erfüllt werden.

Die Nabaltec AG hat zur Absicherung von Rohstofflieferungen an die Nashtec LLC eine Zahlungsgarantie über TUSD 2.000 (Vorjahr: TUSD 1.600) abgegeben. Die Gesellschaft erwartet aufgrund der positiven Entwicklung der Nashtec, nicht in Anspruch genommen zu werden.

Zum 31. Dezember 2023 lagen Bestellobligos in Höhe von TEUR 10.132 (Vorjahr: TEUR 6.600) aus Investitionsaufträgen vor.

7.2 Angaben zu Finanzinstrumenten

BUCHWERTE, WERTANSÄTZE, BEIZULEGENDE ZEITWERTE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte sämtlicher im Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente:

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Buchwert Beizulegender Zeitwert
in TEUR Bewertungskategorie gemäß IFRS 9 2023 2022 2023 2022
--- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 1.447 6.451 1.447 6.451
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen
Sonstige nichtderivative Forderungen und finanzielle Vermögenswerte AC 18.626 18.548 18.626 18.548
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 85.955 87.514 85.955 87.514
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 90.933 90.737 90.933 90.737
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 10.124 15.087 10.124 15.087
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten AC 372 549 372 549

Für die Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 wurden die folgenden Abkürzungen benutzt:

ABKÜRZUNGEN

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AC Amortised cost Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten sind
FVOCI (debt) Fair Value through Other Comprehensive Income - debt instrument Schuldinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind (recycling)
FVOCI (equity) Fair Value through Other Comprehensive Income - equity instrument Eigenkapitalinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind (non recycling)
FVTPL Fair Value through Profit and Loss Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind

Der beizulegende Zeitwert der Darlehen sowie der sonstigen finanziellen Vermögenswerte entspricht näherungsweise dem Buchwert.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen haben Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

NETTOERGEBNIS NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN

Im Folgenden werden die Ertrags- und Aufwandsposten aus Finanzinstrumenten nach den Bewertungskategorien des IFRS 9 dargestellt:

BEWERTUNGSKATEGORIE GEMÄSS IFRS 9

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aus der Folgebewertung
in TEUR aus Zinsen zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung Nettoergebnis 2023
--- --- --- --- --- --- ---
Amortised cost AC 2.027 - -641 447 1.833
Fair Value through Other Comprehensive Income - debt instrument FVOCI (debt) - - - - -
Fair Value through Other Comprehensive Income - equity instrument FVOCI (equity) - - - - -
Fair Value through Profit and Loss FVTPL - - - - -
Other Liabilities AC -3.163 - 97 - -3.066
Gesamt 2023 -1.136 - -544 447 -1.233

BEWERTUNGSKATEGORIE GEMÄSS IFRS 9

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aus der Folgebewertung
in TEUR aus Zinsen zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung Nettoergebnis 2022
--- --- --- --- --- --- ---
Amortised cost AC 343 - 462 -439 366
Fair Value through Other Comprehensive Income - debt instrument FVOCI (debt) - - - - -
Fair Value through Other Comprehensive Income - equity instrument FVOCI (equity) - - - - -
Fair Value through Profit and Loss FVTPL - - - - -
Other Liabilities AC -1.427 - -41 - -1.468
Gesamt 2022 -1.084 - 421 -439 -1.102

Zinserträge bzw. -aufwendungen aus Finanzinstrumenten sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter "Zinsen und ähnliche Erträge" bzw. "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Die Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten der Bewertungskategorie "Amortised Cost" betreffen im Wesentlichen Zinserträge aus Kontokorrentguthaben sowie kurz- und langfristigen Einlagen. Die Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie "Other Liabilities" betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die nach der Effektivzinsmethode berechneten Gesamtzinsaufwendungen betragen für die Schuldscheindarlehen TEUR 2.640 (Vorjahr: TEUR 1.193).

Das Ergebnis aus der Währungsumrechnung finanzieller Vermögenswerte der Bewertungskategorie "Amortised Cost" bzw. Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie "Other Liabilities" resultiert aus Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, sofern sie in Fremdwährung valutieren. Es wird in den "sonstigen betrieblichen Erträgen" bzw. "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" erfasst.

Bei dem Ergebnis aus Wertberichtigungen handelt es sich im Wesentlichen um Zuführungen zu bzw. Auflösungen von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese Beträge sind in den "sonstigen betrieblichen Erträgen" bzw. "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" erfasst.

FAIR-VALUE-HIERARCHIE

Für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, gibt es eine Hierarchie verschiedener Fair-Value-Bestimmungen, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert:

Stufe 1: Auf der ersten Ebene der Fair-Value-Hierarchie werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von öffentlich notierten Marktpreisen bestimmt, da auf einem aktiven Markt der bestmögliche objektive Hinweis für den beizulegenden Zeitwert eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit beobachtbar ist.

Stufe 2: Wenn kein aktiver Markt für ein Finanzinstrument besteht, bestimmt ein Unternehmen den beizulegenden Zeitwert unter Zuhilfenahme von Bewertungsmodellen. Zu den Bewertungsmodellen gehören die Verwendung der Discounted-Cashflow-Methode, Optionspreismodelle, der Vergleich mit dem aktuell beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments oder auch die Verwendung von jüngsten Geschäftsvorfällen zwischen sachverständigen, voneinander unabhängigen, vertragswilligen Geschäftspartnern. Der beizulegende Zeitwert wird auf Grundlage der Ergebnisse einer Bewertungsmethode geschätzt, die im größtmöglichen Umfang Daten aus dem Markt verwendet und so wenig wie möglich auf unternehmensspezifischen Daten basiert.

Stufe 3: Den auf dieser Ebene verwendeten Bewertungsmodellen liegen auch nicht am Markt beobachtbare Parameter und Annahmen zugrunde.

SICHERUNGSBEZIEHUNGEN

Zur Absicherung gegen die aus Veränderungen des Marktzinsniveaus resultierenden Schwankungen der Zahlungsmittelabflüsse für das variabel verzinsliche Schuldscheindarlehen, welches im April 2022 vollständig getilgt wurde, wurden Zinsswaps abgeschlossen. Die designierten und effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen wurden gemäß den Regelungen des Hedge Accountings des IFRS 9 bilanziert. Somit wurden die Risiken aus Zins- und Währungsschwankungen gezielt gesteuert und die Ergebnisvolatilitäten reduziert.

Die Nabaltec AG hat die Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von TEUR 90.000 mit Valuta April 2022 erfolgreich begeben. Für den variabel verzinslichen Teil in Höhe von TEUR 45.000 wurden keine Sicherungsbeziehungen abgeschlossen.

Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie der Konzern die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt. Die Sicherungsbeziehungen werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, hochwirksam waren.

IFRS 9 stellt für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß den Regelungen des Hedge Accountings unter anderem die Anforderung, dass die designierten Sicherungsbeziehungen effektiv sein müssen. Der effektive Teil einer Sicherungsbeziehung wird ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst, während der ineffektive Teil sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst wird.

Bei der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2023 zur Absicherung der Zinsänderungsrisiken der in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesenen Schuldscheindarlehen (Buchwert TEUR 0; Vorjahr: TEUR 0) Zinsderivate mit einem Marktwert in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) bilanziert. Devisenderivate wurden im Berichtsjahr nicht abgeschlossen (im Vorjahr ebenfalls TEUR 0). Aus der erfolgsneutralen Realisierung des beizulegenden Zeitwertes der Zinsderivate resultieren im Geschäftsjahr 2023 Wertveränderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 293), die in voller Höhe direkt im Eigenkapital erfasst wurden. Die durch die Cashflow Hedges gesicherten Zahlungsströme treten bei den Zinsderivaten infolge von regelmäßigen Zinszahlungen ein. Die Zinsderivate mit einem Nominalvolumen in Höhe von insgesamt TEUR 39.000 sind am 25. April 2022 ausgelaufen.

Bei den folgenden dargestellten Risiken haben sich gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich keine veränderten Risikopositionen ergeben.

AUSFALLRISIKO

Ausfallrisiken resultieren hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Um diese Ausfallrisiken zu minimieren, werden Factoring-Transaktionen eingesetzt. Mit den entsprechenden vertraglichen Vereinbarungen wird hierbei das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners auf den Vertragspartner übertragen. Die entsprechenden Beträge werden folglich vollständig ausgebucht und nicht weiter als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanziert. Hiervon ausgenommen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche vom Factor nicht angenommen werden, z.B. aufgrund der Überschreitung eines Kreditlimits.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für erwartete uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements entsprechend dem expected loss model ermittelt wurden. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar werden. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.

Aus den finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, die u.a. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige Vermögenswerte beinhalten, ergibt sich bei Ausfall eines Kontrahenten ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwertes der entsprechenden Instrumente.

Im Konzern liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor, da diese über eine große Anzahl von Vertragspartnern und Kunden verteilt sind. Zusätzlich sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Kreditausfallversicherung abgesichert. Es bestehen wie im Vorjahr keine Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

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in TEUR 2023 2022
Stand 01.01. 586 147
Aufwandswirksame Zuführungen 0 439
Auflösung -447 0
Stand 31.12. 139 586

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

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überfällig, aber nicht wertgemindert
in TEUR Buchwert weder überfällig noch wertgemindert < 3 Monate 3 - 6 Monate > 6 - 12 Monate > 12 Monate
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2023 1.447 1.447 0 0 0 0
31.12.2022 6.451 6.451 0 0 0 0

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestandes der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Es lagen weder überfällige noch wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund geänderter Konditionen vor.

Bei den Festgeldanlagen in Höhe von TEUR 15.000 (Vorjahr: TEUR 15.000) deuten ebenfalls keine Anzeichen darauf hin, dass die betreffenden Kreditinstitute ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können.

Für die weiteren finanziellen Vermögenswerte wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag bestehen diesbezüglich keine zu erwartenden Wertminderungen.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Dabei werden u.a. die Laufzeiten finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Ziel des Konzerns ist es, durch Nutzung von Kontokorrentkrediten und Darlehen den Finanzmittelbedarf kontinuierlich zu decken und dabei gleichzeitig größtmögliche Flexibilität zu gewährleisten. Der Konzern verfügt zum 31. Dezember 2023 über bestehende, nicht ausgenutzte Kreditrahmenverträge in Höhe von TEUR 2.000 (Vorjahr: TEUR 2.000).

Die folgende Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zahlungsmittelabflüsse der finanziellen Verbindlichkeiten. Einbezogen wurden alle finanziellen Verbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten werden dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

ZAHLUNGSMITTELABFLÜSSE (UNDISKONTIERT)

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in TEUR Gesamt davon Lauf zeit ≤ 1 Jahr davon Laufzeit >1 - 5 Jahre davon Laufzeit >5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.12.2023 105.788 4.013 56.043 45.732
31.12.2022 102.750 2.885 54.419 45.446
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2023 10.124 10.124 - -
31.12.2022 15.087 15.087 - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2023 372 372 - -
31.12.2022 549 549 - -
Gesamt (finanzielle Verbindlichkeiten) 31.12.2023 116.284 14.509 56.043 45.732
31.12.2022 118.386 18.521 54.419 45.446

WÄHRUNGSRISIKO

Die Währungsrisiken des Konzerns resultieren aus seiner operativen Tätigkeit. Zwar agieren die einzelnen Konzernunternehmen überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung, jedoch sind sie Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt.

Währungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte auf das Ergebnis vor Steuern (aufgrund der Änderung der ergebniswirksamen Folge- bzw. Stichtagsbewertung finanzieller Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten) sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar, die aus Auf- bzw. Abwertungen des Euro gegenüber sämtlichen Fremdwährungen resultieren. Im Rahmen dieser Analysen wird auf Finanzinstrumente abgestellt, die in einer von der lokalen funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Auf die Angabe wechselkursbedingter Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung Euro wird somit gemäß den Anforderungen des IFRS 7 verzichtet. Zum Bilanzstichtag ergaben sich in Abweichung vom Vorjahr keine Auswirkungen auf das Eigenkapital aufgrund von Änderungen beizulegender Zeitwerte von Devisenderivaten zur Absicherung künftiger Zahlungsströme.

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Kursentwicklung

in %
Ergebnisauswirkung vor Steuern

in TEUR
Auswirkungen auf das Eigenkapital *

in TEUR
2023
USD +10 269 0
USD -10 -269 0
2022
USD +10 729 0
USD -10 -729 0

* Ohne Darstellung der Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern

ZINSÄNDERUNGSRISIKO

Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit variablem Zinssatz. Die Steuerung der Zinsaufwendungen des Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß den Anforderungen des IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von hypothetischen Änderungen der Marktzinssätze auf laufende Zinszahlungen bzw. Zinserträge und -aufwendungen im Ergebnis vor Steuern sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital (aus der Folgebewertung der in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen designierten Zinsderivate) wie folgt dar:

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Erhöhung/​ Verringerung in Basispunkten Ergebnisauswirkung vor Steuern

in TEUR
Auswirkungen auf das Eigenkapital *

in TEUR
2023
Europa +100 579 0
USA +100 0 0
Europa -100 -579 0
USA -100 0 0
2022
Europa +100 135 0
USA +100 0 0
Europa -100 -135 0
USA -100 0 0

* Ohne Darstellung der Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern

7.3 Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement

Bei der Nabaltec AG ist ein solides Kapitalmanagement im Einsatz, das es dem Konzern ermöglichen soll, seinen Wachstumskurs weiter fortzusetzen sowie die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Dabei wird insbesondere auf ein langfristig ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital geachtet.

Im Folgenden sind das Eigenkapital und die im Zuge des Kapitalmanagements erfassten Fremdkapitalpositionen der Nabaltec AG zum 31. Dezember 2023 und 2022 dargestellt:

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31.12.2023

in TEUR
31.12.2022

in TEUR
Veränderung

in %
Eigenkapital 141.810 133.465 6,25
als % vom Gesamtkapital 60,93 59,53 2,35
Langfristige Finanzschulden 89.962 89.954 -
Kurzfristige Finanzschulden 971 783 24,01
Fremdkapital * 90.933 90.737 0,22
als % vom Gesamtkapital 39,07 40,47 -3,46
Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements 232.743 224.202 3,81

* Die Gesellschaft definiert Fremdkapital als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Das Eigenkapital hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 8.345 auf TEUR 141.810, bedingt im Wesentlichen durch das positive Konzernergebnis in Höhe von TEUR 11.418 sowie durch die Reduzierung der versicherungsmathematischen Verluste um TEUR 433, erhöht.

Das Fremdkapital hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 196 auf TEUR 90.933, bedingt im Wesentlichen durch die Veränderungen der Kontokorrentverbindlichkeiten, erhöht.

Insgesamt führten diese Kapitaleffekte im Jahr 2023 zu einer Erhöhung der Eigenkapitalquote (in Prozent vom Gesamtkapital) auf 60,93 % gegenüber 59,53 % im Vorjahr. Das Verhältnis Fremdkapital zu Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements sank von 40,47 % zum 31. Dezember 2022 auf 39,07 % zum 31. Dezember 2023.

Im Rahmen der weiteren Unternehmensentwicklung optimiert der Konzern permanent sein Finanzmanagement, verbunden mit einer kontinuierlichen Überwachung und Steuerung der Eigenkapitalquote.

Ziel dieses Finanzmanagements ist es, alle notwendigen Investitionen zu finanzieren, gegenüber den Geschäftspartnern der Nabaltec AG eine hohe Solvenz darzustellen sowie die Kapitalkosten zu optimieren.

Die Nabaltec AG unterliegt keinen satzungsmäßigen oder aufsichtsrechtlichen Kapitalerfordernissen. Zu Covenants aus Kreditverträgen wird auf Punkt 6.11 "Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten" verwiesen.

7.4 Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" gelten Unternehmen und Personen dann, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben, oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist.

Als nahestehende Personen bzw. Unternehmen wurden identifiziert:

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die Mitglieder des Vorstands (siehe Punkt 7.8 "Organe der Gesellschaft") und deren nahe Familienangehörige,
die Mitglieder des Aufsichtsrats (siehe Punkt 7.8 "Organe der Gesellschaft") und deren nahe Familienangehörige,
Unternehmen, die von den Mitgliedern des Vorstands oder Aufsichtsrats oder deren nahen Familienangehörigen direkt oder indirekt beherrscht werden.

Die Mitglieder des Vorstands erhielten im Geschäftsjahr 2023 kurzfristige Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 2.248 (Vorjahr: TEUR 2.537). Des Weiteren wurden den Rückstellungen für Jubiläen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5) zugeführt. Darüber hinaus wurden Aufwendungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von TEUR 581 (Vorjahr: TEUR 752) getätigt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2023 Aufsichtsratsbezüge in Höhe von insgesamt TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 70).

Zum 31. Dezember 2023 bzw. 2022 bestanden folgende Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen:

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Forderungen Verbindlichkeiten
in TEUR 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
--- --- --- --- ---
Von Mitgliedern des Aufsichtsrats beherrschte Unternehmen 0 0 0 0
Von Mitgliedern des Vorstands beherrschte Unternehmen 4 3 0 25

Im Geschäftsjahr 2023 bzw. 2022 wurden neben den Vergütungen für die Mitglieder des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats die folgenden Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen erfasst:

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Erbrachte Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Erträge Empfangene Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Aufwendungen
in TEUR 2023 2022 2023 2022
--- --- --- --- ---
Von Mitgliedern des Aufsichtsrats beherrschte Unternehmen 0 0 0 0
Von Mitgliedern des Vorstands beherrschte Unternehmen 32 29 1.347 671

Transaktionen mit Unternehmen, die von Mitgliedern des Vorstands beherrscht werden, umfassen Dienstleistungen im Rahmen der Abwicklung der Personalwirtschaft und sonstige Dienstleistungen (Erträge in Höhe von TEUR 32, im Vorjahr von TEUR 29) sowie Anlagenplanungen (Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.347, im Vorjahr von TEUR 671).

7.5 Ergebnis je Aktie

Die Anzahl der ausstehenden Aktien entwickelte sich während des Geschäftsjahres wie folgt:

ANZAHL AKTIEN

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2023 2022
Ausstehende Stammaktien per 01.01. 8.800.000 8.800.000
Es fanden in den Geschäftsjahren keine Transaktionen statt. 0 0
Ausstehende Stammaktien per 31.12. 8.800.000 8.800.000
Durchschnittlich unverwässerte Anzahl der ausstehenden Stammaktien 8.800.000 8.800.000

Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien der Gesellschaft zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien, die sich während des Geschäftsjahres im Umlauf befinden, geteilt.

Gemäß IAS 33 "Ergebnis je Aktie" sind zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie zusätzlich die Effekte potenzieller Stammaktien zu berücksichtigen. Derartige verwässernde Effekte bestehen derzeit nicht. Somit ist das unverwässerte Ergebnis je Aktie gleich dem verwässerten Ergebnis je Aktie für die Geschäftsjahre 2023 und 2022.

Das Ergebnis je Aktie stellt sich somit wie folgt dar:

ERGEBNIS JE AKTIE

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2023 2022
Konzernergebnis nach Steuern (in TEUR) 11.418 26.375
Durchschnittlich unverwässerte Anzahl der ausstehenden Stammaktien 8.800.000 8.800.000
Ergebnis je Aktie (in EUR) 1,30 3,00

Im Weiteren verweisen wir auf die Ausführungen unter Punkt 6.9 "Eigenkapital".

7.6 Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Zahlungsmittelströme. Entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnung" werden Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit sowie aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Der Finanzmittelfonds laut Konzern-Kapitalflussrechnung entspricht der unter Punkt 6.8 dargestellten Position "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" der Bilanz.

Die gezahlten bzw. erhaltenen Zinsen und Ertragsteuern sind direkt aus der Konzern-Kapitalflussrechnung ersichtlich.

Die bilanzwirksamen Veränderungen der der Finanzierungstätigkeit zuzuordnenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus Veränderungen der Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 188 sowie aus zahlungsunwirksamen Aufzinsungen originärer Transaktionskosten in Höhe von TEUR 8.

7.7 Segmentberichterstattung

Die operativen Segmente entsprechen den Geschäftssegmenten des Konzerns. Die Risiken sowie die internen Organisations- und Berichtsstrukturen des Konzerns werden überwiegend durch die Unterscheidung der hergestellten Produkte bestimmt.

GESCHÄFTSSEGMENTE

Nabaltec ist in die zwei Produktsegmente "Funktionale Füllstoffe" und "Spezialoxide" unterteilt. Jedes Segment stellt dabei ein strategisches Geschäftssegment dar, dessen Produktpalette und Märkte sich von dem jeweils anderen unterscheiden.

Im Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" werden vor allem halogenfreie, flammhemmende Füllstoffe für die Kunststoff- und Kabelindustrie sowie Additive produziert und abgesetzt.

Im Produktsegment "Spezialoxide" werden keramische Rohstoffe und keramische Massen für eine Vielzahl von Anwendungen in der technischen Keramik sowie der Feuerfestindustrie hergestellt und vertrieben.

Die Spalte "Sonstiges" umfasst Vermögenswerte und Schulden, die sich nicht einzelnen Segmenten zuordnen lassen. Dabei handelt es sich insbesondere um die Liquiden Mittel (Segmentvermögen) sowie um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Rückstellungen für Pensionen (Segmentschulden).

Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden grundsätzlich anhand marktüblicher Konditionen wie unter fremden Dritten ermittelt. Segmenterträge, Segmentaufwendungen und Segmentergebnis umfassen Transfers zwischen den Produktsegmenten, die im Rahmen der Konsolidierung eliminiert werden. In den Geschäftsjahren 2023 und 2022 fanden zwischen den Geschäftssegmenten keine Transaktionen statt.

GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2023

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in TEUR Funktionale Füllstoffe Spezialoxide Sonstiges Nabaltec-Konzern
Umsatzerlöse
Erlöse mit externen Kunden 142.309 57.824 - 200.133
Segmentergebnis
EBITDA 26.606 4.397 - 31.003
EBIT 16.929 1.410 - 18.339
Vermögenswerte und Schulden
Segmentvermögen 138.315 41.612 100.955 280.882
Segmentschulden 11.628 3.912 123.532 139.072
Sonstige Segmentinformationen
Investitionen
- Sachanlagen 12.033 1.576 - 13.609
- Immaterielle Vermögenswerte 285 154 - 439
Abschreibungen
- Sachanlagen 9.593 2.937 - 12.530
- Immaterielle Vermögenswerte 84 50 - 134

GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2022

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in TEUR Funktionale Füllstoffe Spezialoxide Sonstiges Nabaltec-Konzern
Umsatzerlöse
Erlöse mit externen Kunden 147.973 70.866 - 218.839
Segmentergebnis
EBITDA 30.458 11.911 - 42.369
EBIT 20.597 8.570 - 29.167
Vermögenswerte und Schulden
Segmentvermögen 134.695 43.860 102.514 281.069
Segmentschulden 17.225 8.196 122.183 147.604
Sonstige Segmentinformationen
Investitionen
- Sachanlagen 9.077 1.410 - 10.487
- Immaterielle Vermögenswerte 194 131 - 325
Abschreibungen
- Sachanlagen 9.773 3.283 - 13.056
- Immaterielle Vermögenswerte 88 58 - 146

INFORMATIONEN NACH REGIONEN

Die Regionen sind in Deutschland, übriges Europa, USA und den Rest der Welt unterteilt.

GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2023

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in TEUR Deutschland Übriges Europa USA Rest der Welt Summe
Umsatzerlöse
Erlöse mit externen Kunden 50.049 103.963 23.811 22.310 200.133
Sonstige Segmentinformationen
Segmentvermögen 239.772 - 37.002 4.108 280.882
Investitionen
- Sachanlagen 12.635 - 974 - 13.609
- Immaterielle Vermögenswerte 439 - - - 439

GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2022

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in TEUR Deutschland Übriges Europa USA Rest der Welt Summe
Umsatzerlöse
Erlöse mit externen Kunden 57.661 102.388 30.083 28.707 218.839
Sonstige Segmentinformationen
Segmentvermögen 238.807 - 38.434 3.828 281.069
Investitionen
- Sachanlagen 9.208 - 1.279 - 10.487
- Immaterielle Vermögenswerte 325 - - - 325

Im Geschäftsjahr 2023 wurde mit keinem Kunden ein Umsatz von mehr als 10 % des Gesamtumsatzes erzielt. Im Geschäftsjahr 2022 wurde mit einem Kunden ein Umsatz von mehr als 10% des Gesamtumsatzes erzielt. Der Umsatz dieses Kunden betrug im Jahr 2022 TEUR 23.678 und ist im Segment "Funktionale Füllstoffe" enthalten.

Die langfristigen Vermögenswerte des Konzerns befinden sich in Deutschland und den USA. Als langfristiges Vermögen werden dabei Vermögenswerte berücksichtigt, die in der operativen Geschäftstätigkeit eingesetzt werden und die dazu gedacht sind, länger als 12 Monate im Unternehmen zu verbleiben. Ausschlaggebend für die Zuordnung war dabei der Standort der jeweiligen Vermögenswerte.

7.8 Organe der Gesellschaft

VORSTAND

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◊ Herr Johannes Heckmann (Vorstandsvorsitzender)
◊ Herr Günther Spitzer (Finanzvorstand)
◊ Herr Dr. Alexander Risch (Vorstand Operatives Geschäft)

AUFSICHTSRAT

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◊ Herr Gerhard Witzany (Vorsitzender)
◊ Herr Dr. Dieter J. Braun (stellv. Vorsitzender)
◊ Herr Prof. Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich

7.9 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Derartige berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht zu verzeichnen.

7.10 Honorare des Abschlussprüfers

Das Abschlussprüferhonorar für Abschlussprüfungsleistungen (einschließlich des Konzernabschlusses 2023) beläuft sich auf TEUR 134 (Vorjahr: TEUR 126). Für andere Bestätigungsleistungen erhielt der Abschlussprüfer ein Honorar in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 3) und für Steuerberatungsleistungen ein Honorar in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 86). Sonstige Leistungen wurden - wie im Vorjahr - nicht erbracht.

Schwandorf, 28. März 2024

Nabaltec AG

Der Vorstand

JOHANNES HECKMANN

GÜNTHER SPITZER

DR. ALEXANDER RISCH

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Nabaltec AG, Schwandorf

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der Nabaltec AG, Schwandorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Nabaltec AG, Schwandorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen

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den Bericht des Aufsichtsrats, der uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt wird,
alle übrigen Teile des Geschäftsberichts, der uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt wird,
aber nicht den Konzernabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

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wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren, oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs, oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Nürnberg, den 28. März 2024

Deloitte GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Christian Fischer, Wirtschaftsprüfer

gez. Johannes Gräbner, Wirtschaftsprüfer