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Nabaltec AG — Annual Report 2022
May 25, 2023
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Annual Report
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Finanzbericht: 32455908

Nabaltec AG
Schwandorf
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionäre,
die Geschäftsentwicklung der Nabaltec hat sich in dem von Rezessionssorgen, Inflation und Energiepreisexplosion geprägten und durchaus schwierigen und unruhigen Umfeld des Jahres 2022 sehr robust und stabil gezeigt. Die Preisentwicklung war im abgelaufenen Geschäftsjahr maßgeblich für die gute Umsatzentwicklung der Nabaltec und verdeutlicht bei einer leicht rückläufigen Absatzmenge, dass die Märkte, in denen das Unternehmen agiert, langfristig intakt sind. Aufgrund der positiven Unternehmensentwicklung wurde die im November 2022 zum zweiten Mal angehobene Prognose am oberen Ende der Bandbreite getroffen.
Die weitere Entwicklung an den Märkten werden wir trotz der aktuell weitgehend stabilen Unternehmenslage immer genau im Blick behalten, um sowohl Marktrisiken als auch Chancen frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren.
ZUSAMMENARBEIT VON AUFSICHTSRAT UND VORSTAND
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2022 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und sich regelmäßig vom Vorstand ausführlich über die Entwicklung und Lage der Gesellschaft unterrichten lassen. Entsprechend den zugrunde liegenden Informationen hat der Aufsichtsrat den Vorstand beraten sowie mit größtmöglicher Sorgfalt überwacht und kontrolliert. Bei allen Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat frühzeitig mit einbezogen und unmittelbar und umfassend vom Vorstand informiert.
Wesentliche Geschehnisse sowie Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements, der Compliance und der Nachhaltigkeit hat der Aufsichtsrat sowohl intern als auch gemeinsam mit dem Vorstand erörtert. Zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Sämtliche zustimmungsbedürftige Geschäfte im Geschäftsjahr 2022 wurden positiv beschieden.
Nach Einschätzung des Aufsichtsrats sind derzeit alle drei Mitglieder des Gremiums als unabhängig einzustufen. Der Aufsichtsrat behält sich jedoch vor, Beratungs- oder Dienstverträge zwischen einzelnen Mitgliedern des Gremiums und der Gesellschaft zu genehmigen, wenn der Abschluss eines solchen Vertrags im Einzelfall nach übereinstimmender Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat im Interesse der Gesellschaft liegt.
Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Mit drei Mitgliedern hat der Aufsichtsrat die geeignete Größe, sämtliche Angelegenheiten im Gesamtaufsichtsrat zu erörtern und zu entscheiden. Im Rahmen der Beratungen, der Beschlüsse und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2022 keine Interessenkonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten. Auf die Bildung eines Prüfungsausschusses wurde weiterhin verzichtet. Auch diese Aufgaben werden vom Gesamtgremium wahrgenommen.
Der Aufsichtsrat hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr seine eigene Tätigkeit einer Selbstbeurteilung (Effizienzprüfung) unterzogen und ist zu einem positiven Ergebnis gekommen. Schwerpunkte bei der Selbstbeurteilung waren vor allem die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung.
SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS UND SCHWERPUNKTE DER BERATUNG
Im Berichtsjahr fanden vier turnusmäßige ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats statt: am 7. April, am 29. Juni im Anschluss an die virtuelle Hauptversammlung, am 29. September sowie am 15. Dezember. Sämtliche Sitzungen des Jahres 2022 fanden als Präsenzsitzungen statt, bei denen jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrats anwesend waren. Im Jahr 2023 haben bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 20. April 2023 (als Präsenzsitzung) keine weiteren Sitzungen stattgefunden. Ergänzend haben sich die Mitglieder des Aufsichtsrats auch schriftlich und fernmündlich beraten. Außerhalb von Aufsichtsratssitzungen hat der Aufsichtsrat im Jahr 2022 in drei Fällen Beschlüsse gefasst.
Im Geschäftsjahr 2022 wurden vor allem folgende Schwerpunkte intensiv erörtert:
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| ― | Jahresabschluss 2021 für AG und Konzern einschließlich Gewinnverwendungsvorschlag |
| ― | Planung 2023 und mittelfristige Planung bis 2025 |
| ― | Investitions- und Finanzierungsplanung für den Zeitraum 2023 bis 2025 |
| ― | Vertriebsplanung Nabaltec-Konzern 2023 inklusive der Vertriebsstruktur in Nordamerika |
| ― | Maßnahmen im Zusammenhang mit der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Lage und insbesondere der Rohstoffsituation und der Energiepreissituation in Deutschland |
Die Zielsetzung und der Realisierungsstand von Innovationsprojekten sowie die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, die Rechnungslegungsprozesse in der AG und im Konzern sowie die Überwachung des internen Kontrollsystems waren weitere Schwerpunkte der Arbeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2022.
Der Aufsichtsrat hat sich auch außerhalb der Sitzungen regelmäßig über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, informiert. Die aktuelle Situation des Unternehmens, die Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle sowie wichtige Entscheidungen des Vorstands waren zusätzlich Gegenstand der Gespräche zwischen Vorstand und Aufsichtsrat und wurden auch in schriftlichen Berichten behandelt. In Monats- und Quartalsberichten wurde der Aufsichtsrat insbesondere über Marktentwicklungen, die Risiko- und Wettbewerbssituation, die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie den Grad der Planerreichung informiert. Weitere für die Geschäftsentwicklung wesentliche Aspekte, wie die Energiekrise sowie weitere Auswirkungen der 2022 noch fortwährenden Corona-Pandemie, wurden ebenfalls regelmäßig erörtert. Zu diesem Zweck stand der Vorsitzende des Aufsichtsrats in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.
PRÜFUNG VON JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2022
Die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, hat den nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der Nabaltec AG sowie den Konzernabschluss, der gemäß § 315e HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt wurde, sowie den Konzernlagebericht, jeweils zum 31. Dezember 2022, geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.
Den Prüfauftrag hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Juni 2022 erteilt. Als Prüfungsschwerpunkte für das Geschäftsjahr 2022 wurden die Investitionen in das Sachanlagevermögen, die Bewertung der Finanzanlagen sowie die Bilanzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten festgelegt.
Die gesamten Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur eigenen Prüfung vor. In der Bilanzsitzung am 20. April 2023 wurden die Unterlagen und die Berichte intensiv erörtert. Der Abschlussprüfer war anwesend, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für weitere Fragen zur Verfügung. Nach der eigenen Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlageberichtschließt sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers Deloitte GmbH an. Weiter erklärt der Aufsichtsrat, dass nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat deshalb die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse für AG und Konzern zum 31. Dezember 2022 gebilligt. Der Jahresabschluss 2022 der Nabaltec AG ist damit festgestellt.
DANK
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr hohes Engagement im vergangenen Geschäftsjahr sowie die erfolgreiche Arbeit in einem weiter fordernden Umfeld.
Schwandorf, 20. April 2023
GERHARD WITZANY
Vorsitzender des Aufsichtsrats
KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022*
1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS
1.1 GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Die Nabaltec AG entwickelt, produziert und vertreibt unter Einbeziehung ihrer Konzernunternehmen umweltfreundliche und zugleich hochspezialisierte Produkte auf der Basis mineralischer Rohstoffe. Der Nabaltec-Konzern gehört zu den weltweit führenden Anbietern von funktionalen Füllstoffen und Spezialoxiden auf Basis von Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid. Die Jahresproduktionskapazität aller Konzernunternehmen liegt derzeit bei rund 265.000 Tonnen.
Das Anwendungsspektrum für Nabaltec-Produkte ist sehr breit gefächert:
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| ― | flammhemmende Füllstoffe für die Kunststoffindustrie, die z. B. bei Kabeln in Tunneln, Flughäfen, Hochhäusern und elektronischen Geräten eingesetzt werden, |
| ― | Füllstoffe und Additive, die z. B. als Beschichtungsmaterial für Separatoren in Lithium-Ionen-Batterien, als mineralische Barriereschicht in Folien oder in "Gap-Fillern" zur Verbesserung der Wärmeleitfähigkeit eingesetzt werden, |
| ― | keramische Rohstoffe zum Einsatz in der Feuerfestindustrie, in der technischen Keramik und Poliermittelindustrie, |
| ― | hochspezialisierte keramische Massen für Ballistik, Mikroelektronik und keramische Filter. |
Nabaltec-Produkte kommen immer dann bevorzugt zum Einsatz, wenn ein Höchstmaß an Qualität, Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Langlebigkeit gefordert ist. Diese Kombination wichtiger Eigenschaften ist die Basis für ausgezeichnete Wachstumsperspektiven. Die wesentlichen Treiber sind das global gestiegene Umweltbewusstsein, vielfältige internationale und nationale Gesetzgebungen sowie freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie zu umweltfreundlicheren Produkten. Der Bedarf an Brandschutz in der Kunststoff- und Kabelindustrie wird in den kommenden Jahren weiter wachsen; das belegen Marktforschungsergebnisse. Um von dieser Entwicklung überproportional zu profitieren, wurden im Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" die Produktionskapazitäten für umweltfreundliche, flammhemmende Füllstoffe gezielt ausgebaut. Heute ist Nabaltec in diesem Bereich einer der führenden Anbieter weltweit. Mit dem noch jungen Marktsegment Batterie für Anwendungen in der Elektromobilität bedient Nabaltec einen Markt, der in den kommenden Jahren ein starkes Wachstum verzeichnen wird. Nabaltec sieht sich hier als einer der bedeutendsten Hersteller weltweit für Beschichtungsmaterial auf Basis von Böhmit.
Auch im Produktsegment "Spezialoxide" sieht Nabaltec aufgrund der Vielzahl von Anwendungen und der relevanten Zielmärkte langfristig gute Wachstumspotenziale für Nabaltec-Produkte, insbesondere bei reaktiven Aluminiumoxiden aufgrund steigender Qualitätsanforderungen der Feuerfestindustrie.
Über den Vertrieb und die anwendungstechnische Beratung pflegt Nabaltec einen sehr engen Kontakt zu den Kunden. Diese Kundennähe ist die Basis für eine gezielte, markt- und anwendungsorientierte Weiterentwicklung der Produkte.
* Alle nachfolgenden Zahlenangaben erfolgen kaufmännisch gerundet in Mio. Euro. Hierdurch können sich bei Addition oder Subtraktion u.U. scheinbare Differenzen ergeben.
UNTERNEHMENS- UND KONZERNSTRUKTUR
Die Nabaltec AG mit Sitz in Schwandorf wurde 1994 gegründet und übernahm 1995 den Geschäftsbetrieb der Sparte Spezialoxide der VAW aluminium AG. Im September 2006 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Seit November 2006 sind die Aktien der Nabaltec AG im Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse notiert, durchgängig in Qualitätssegmenten der Deutsche Börse AG, seit März 2017 im Marktsegment Scale.
Seit dem Börsengang 2006 verfügt Nabaltec über einen intakten Kapitalmarktzugang. Belege hierfür sind zum einen die Unternehmensanleihe 2010, die Schuldscheindarlehen 2013, 2015 und 2022 sowie die 2017 durchgeführte Kapitalerhöhung. Dieser Zugang zum Kapitalmarkt, der jederzeit durch eine transparente und verlässliche Kommunikation gepflegt wird, sichert Nabaltec eine ausgewogene und weitgehend unabhängige Finanzierung.
Nabaltec ist über die im Jahr 2018 gegründete Nabaltec USA Corporation zu 100% an der Nashtec LLC (USA) sowie an der Naprotec LLC (USA) beteiligt. In der Nabaltec USA Corporation sind neben den administrativen Aufgaben, wie z. B. Finanzbuchhaltung für alle USA-Gesellschaften, auch die Vertriebsaktivitäten des Nabaltec-Konzerns für Nordamerika gebündelt.
Die Nashtec LLC wurde im März 2017 vollständig durch die Nabaltec übernommen, die bis zu diesem Zeitpunkt bereits 51 % der Anteile besaß. Ziel der Übernahme war die Fortführung der Nashtec LLC, die wegen der Insolvenz des Vormateriallieferanten Sherwin Alumina LLC die Produktion von Feinsthydroxiden vorübergehend hatte einstellen müssen, auf Basis einer Stand-alone-Lösung. Ende 2018 nahm die Nashtec LLC ihren Produktionsbetrieb wieder auf.
Für die Errichtung einer Produktionsanlage für gemahlene Hydroxide wurde 2018 darüber hinaus die Naprotec LLC als Produktionsgesellschaft in Chattanooga, USA, gegründet, deren Anteile ebenfalls von der Nabaltec USA Corporation gehalten werden. Nabaltec hat damit das Produktportfolio in den USA für die Anwendungen halogenfreier Flammschutzmittel deutlich ausgeweitet. Die Anlage nahm im ersten Halbjahr 2020 den Produktionsbetrieb auf.
Darüber hinaus wurde im Oktober 2018 die Nabaltec (Shanghai) Trading Co., Ltd. mit Sitz in Shanghai, China, gegründet. Die Gesellschaft ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Nabaltec und bietet mit einem Lager vor Ort kurze Lieferzeiten und eine Fakturierung in Landeswährung.
In Japan hatte die Nabaltec zur Stärkung des südostasiatischen Marktes 2016 eine 100%ige Tochtergesellschaft, die Nabaltec Asia Pacific K.K., mit Sitz in Tokio, Japan, gegründet, die im Bereich Marketing und Vertrieb für das komplette Produktprogramm der Nabaltec tätig war. Aufgrund einer Neustrukturierung der Geschäftsaktivitäten im wachsenden Markt für Separatorfolien in Lithium-Ionen-Batterien kann die Nabaltec Asia Pacific K.K. nicht mehr ihre angedachte Rolle einnehmen. Deshalb wurde die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 aufgelöst. Aufgrund des geringen Geschäftsumfanges dieser Vertriebs- und Marketinggesellschaft war das Tochterunternehmen bisher als unwesentlich eingestuft und damit nicht in den Konzernabschluss der Nabaltec einbezogen worden.
Weitere Beteiligungen oder Tochtergesellschaften existieren derzeit nicht.
Entsprechend den Charakteristika der Ziel- und Abnehmermärkte gliedert der Nabaltec-Konzern seine Tätigkeit in zwei Produktsegmente, die wiederum in Marktsegmente aufgeteilt sind.
PRODUKTSEGMENTE "FUNKTIONALE FÜLLSTOFFE" UND "SPEZIALOXIDE"
Marktsegmente:
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| ― | Kabel |
| ― | Harze & Dispersionen |
| ― | Gummi & Elastomere |
| ― | Batterie |
| ― | Adsorbentien & Katalyse |
| ― | Feuerfest |
| ― | Technische Keramik |
| ― | Poliermittel |
| ― | Sonstige |
1.2 ZIELE UND STRATEGIEN
1. OPTIMIERUNG DES KUNDENNUTZENS DURCH FORTLAUFENDE WEITERENTWICKLUNG DER PRODUKTIONSPROZESSE UND DER PRODUKTQUALITÄT
Durch den kontinuierlichen Austausch mit den Kunden optimiert Nabaltec eigene Produkte und Prozesse und richtet diese auf kundenspezifische Anforderungen aus. Produktverbesserungen und Scaling-up erfolgen in enger Abstimmung mit den Kunden. Insbesondere Kunden im Bereich der Elektromobilität stellen Nabaltec vor neue Herausforderungen, die eine kontinuierliche Anpassung der Prozesse erfordern, um den Anforderungen dieses Marktes gerecht zu werden. Darüber hinaus verfolgt Nabaltec für Kunden weltweit eine globale Freigabe- und Bereitstellungspolitik gleichwertiger Produkte aus verschiedenen Standorten. Diese Vorgehensweise dient einer weiteren Verbesserung des Kundennutzens bei gleichzeitiger Optimierung interner Prozesse.
Nabaltec investiert kontinuierlich in die internen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen, das Analysenzentrum, eigene Technika und eine Pilotanlage. Nabaltec kooperiert darüber hinaus bereits seit Jahren mit verschiedenen Forschungsinstitutionen und beteiligt sich an Forschungskonsortien. Zur Optimierung der Prozesse gehören auch eine effiziente Energienutzung und ein umfassender Umweltschutz. Beide Aspekte stellen wesentliche Wettbewerbsfaktoren dar. Nabaltec hat umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um den spezifischen Energieverbrauch zu reduzieren, nahezu abwasserfrei zu arbeiten und den Emissionsausstoß zu minimieren. Durch Verpackungsrecycling schließt Nabaltec Materialkreisläufe.
Nabaltec wurde wiederholt von der unabhängigen international anerkannten Nachhaltigkeitsratingagentur EcoVadis für ihre Leistungen im Bereich Environmental, Social & Governance (ESG) ausgezeichnet. Die Bewertung berücksichtigt internationale Nachhaltigkeitsstandards wie die Global Reporting Initiative, den Global Compact der Vereinten Nationen und der ISO 26000. ESG-Aspekte spielen erkennbar eine immer wichtiger werdende Rolle bei der Beschaffungsentscheidung der Kunden.
2. GEZIELTE ERWEITERUNG DER PRODUKTPALETTE
Nabaltec erweitert das eigene Produktportfolio aktuell in drei Dimensionen:
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| ― | durch Neuentwicklungen von Produkten, häufig in enger Zusammenarbeit mit Schlüsselkunden. Beispielhaft ist der Einsatz von Böhmit für alternative Energiespeicher und in der Elektromobilität; |
| ― | durch gezielte Weiterentwicklungen bestehender Produkte hinsichtlich Anwendungsperformance, die meist auf spezielle Kundenanforderungen ausgerichtet sind. Die GRANALOX®-Produktgruppe ist hierfür exemplarisch; |
| ― | durch Weiterentwicklung bestehender Produkte für völlig neue Anwendungsfelder, beispielsweise wärmeleitfähige Kunststoffe. |
Mit einer eigenen Pilotanlage am Standort Schwandorf verfügt Nabaltec über eine optimale Ausstattung für die Übertragung von Entwicklungsprodukten aus Labor bzw. Technikum in die Musterproduktion von bis zu mehreren hundert Tonnen. Neben der Prozess- und Verfahrensentwicklung ist die Pilotanlage somit Basis für industrielle Produkteinführungen.
3. STRATEGISCHE ERWEITERUNG UND AUSBAU DER PRODUKTIONSKAPAZITÄT BÖHMIT UND VISKOSITÄTSOPTIMIERTER ALUMINIUMHYDROXIDE
Um dem weiterhin erwarteten stark steigenden Wachstum im für den Nabaltec-Konzern wirtschaftlich bedeutenden Markt für Lithium-Ionen-Batterien gerecht zu werden und konsequent zu folgen, wird die Produktionskapazität von aktuell 10.000 Jahrestonnen auf 20.000 Jahrestonnen bis Mitte 2024 erhöht. Zusätzlich erfolgt der Ausbau viskositätsoptimierter Aluminiumhydroxide für die stark steigende Nachfrage im Bereich des thermischen Managements. Die Produktionskapazität für diesen Produktbereich soll durch investive Maßnahmen bis 2025 von aktuell 20.000 auf 50.000 Jahrestonnen anwachsen.
4. FLEXIBLE UND SCHNELLE ANPASSUNG DER KAPAZITÄTEN UND KOSTENSTRUKTUREN DANK HOCHAUFLÖSENDER CONTROLLING-PROZESSE
Nabaltec verfolgt eine margenorientierte Kapazitätspolitik. Nachfrageschwankungen und Veränderungen in den Losgrößen müssen möglichst früh berücksichtigt werden, da die Produktionsprozesse in der Spezialchemie nur mit einer prozessimmanenten Verzögerung variiert werden können, wenn sie gleichzeitig wirtschaftlich bleiben sollen. Deshalb hat Nabaltec ein schnell wirksames und sehr differenziertes Controlling etabliert und verfügt damit über geeignete Instrumente, um die Kostenpositionen weitgehend an die Absatz- und Losgrößenschwankungen anzupassen.
5. SICHERSTELLUNG DER ZUKUNFTSINVESTITIONEN DURCH EINE STARKE FINANZIERUNGSBASIS
Um das Potenzial beider Produktsegmente im Markt voll ausschöpfen zu können, sind weiterhin Investitionen nötig. Das notwendige Know-how sowie diese Investitionstätigkeit sind gleichzeitig eine hohe Markteintrittsbarriere für mögliche neue Anbieter. Um die notwendigen Investitionsmittel zur Verfügung zu haben, setzt Nabaltec auf eine Finanzierungsbasis, die sich aus einem ausgewogenen Mix aus Eigen- und Fremdkapital zusammensetzt.
1.3 STEUERUNGSSYSTEM
Nabaltec hat einen den gesamten Konzern umspannenden Zielvereinbarungsprozess implementiert, der bis in die kleinsten Einheiten hinein mit differenzierten Zielvorgaben Verantwortlichkeiten definiert. Die Ergebnis-, Kosten- und Leistungsplanung unterstützt umfassend die Analyse zur Erreichung der Unternehmensziele. Soll-Ist-Vergleiche sind online verfügbar, signalisieren frühzeitig Handlungsbedarf und fördern den Prozess der Führung durch Zielvereinbarungen. Für alle Kostenstellen und Kostenträger wird monatlich ein Soll-Ist-Vergleich durchgeführt.
In allen kaufmännischen Bereichen wird die ERP-Software "Microsoft Dynamics 365 Business Central" eingesetzt. Die gesamte Darstellung der Kosten- und Leistungsrechnung, inkl. Ergebnisrechnung, erfolgt bei Nabaltec auf Basis der Controlling-Software "macs Complete". Die zentralen Steuerungsgrößen als Grundlage für die betriebswirtschaftlichen Entscheidungen im Konzern sind Umsatz und EBIT-Marge.
1.4 GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS DER ORGANE
Die Vergütung des Vorstands und der Aufsichtsräte wird im Konzernanhang (dort Abschnitt 7.4) näher erläutert.
VORSTAND
Die Vorstandsverträge wurden im Geschäftsjahr 2021 durch den Aufsichtsrat neu gefasst. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder enthält feste und variable Bestandteile, wobei sich Letztere jährlich wiederkehrend am geschäftlichen Erfolg orientieren und bezogen auf das Jahresfestgehalt nach oben begrenzt sind. Mit der Vergütung ist die gesamte Tätigkeit der jeweiligen Mitglieder des Vorstands für die Gesellschaft und deren Tochter- und Beteiligungsunternehmen abgegolten.
Die Bemessungsgrundlage für die variable Vergütung errechnet sich wie folgt: Von dem konsolidierten positiven Ergebnis nach IFRS vor Steuern unter Verrechnung der Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter und nach Abzug eines Verlustvortrags aus dem Vorjahr erhält der Vorstandsvorsitzende eine Tantieme von 4 % des Betrages und jedes weitere Vorstandsmitglied eine Tantieme von 2% des Betrages, der 4,2 Mio. Euro überschreitet. Die variable Vergütung ist auf maximal 100 % des Jahresfestgehalts begrenzt.
Im Rahmen der festen Vergütungsbestandteile gewährt die Gesellschaft dem Vorstand neben dem Festgehalt Nebenleistungen in Form von Dienstwagennutzung, Unfallversicherung, den gesetzlichen Regelungen für Arbeitnehmer entsprechende Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie zeitlich begrenzte Lohnfortzahlungen im Krankheits- und Todesfall. Darüber hinaus erhält der Vorstandsvorsitzende mit Eintritt des Pensionsfalles eine Pension in Höhe von maximal 67 %, alle weiteren Vorstandsmitglieder erhalten eine Pension in der Bandbreite von minimal 28 % bis maximal 50 % des zuletzt erreichten Bruttojahresfestgehalts; des Weiteren wird einem hinterbliebenen Ehegatten Witwengeld von bis zu 75% der Pension im Falle des Vorstandsvorsitzenden und 60 % im Falle aller weiteren Vorstandsmitglieder gewährt.
Im Rahmen einer D&O-Versicherung mit einer Versicherungssumme bis zur Höhe von 25,0 Mio. Euro werden die Vorstände unter Beachtung des gesetzlich vorgeschriebenen Selbstbehalts von 10 % des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen ihrer festen jährlichen Vergütung versichert. Die anfallenden Versicherungsprämien trägt die Gesellschaft.
AUFSICHTSRAT
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wurde zuletzt mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Juni 2022 neu gefasst. Demnach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats jeweils eine feste, nach Schluss des Geschäftsjahres fällige Vergütung in Höhe von 18.000,00 Euro je Geschäftsjahr und ein Sitzungsgeld von 1.500,00 Euro je Aufsichtsratssitzung. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält eine feste, nach Schluss des Geschäftsjahres fällige Vergütung in Höhe von 27.000,00 Euro je Geschäftsjahr und ein Sitzungsgeld von 2.250,00 Euro je Aufsichtsratssitzung. Beginnt oder endet die Amtszeit eines Aufsichtsratsmitglieds während eines Geschäftsjahres, steht ihm die feste Vergütung zeitanteilig zu.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind (unverändert seit dem 1. Januar 2020) in eine im Interesse der Gesellschaft von dieser abgeschlossene Vermögensschadenshaftpflichtversicherung für Organe und andere Führungskräfte der Gesellschaft und der mit ihr verbundenen Unternehmen (D&O-Versicherung) mit einer Versicherungssumme von bis zu 25,0 Mio. Euro ohne Selbstbeteiligung der versicherten Mitglieder des Aufsichtsrats einbezogen. Die anfallenden Versicherungsprämien trägt die Gesellschaft.
Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats den Ersatz ihrer Auslagen sowie eine eventuell auf die Aufsichtsratsvergütung anfallende gesetzliche Umsatzsteuer.
1.5 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nehmen eine zentrale Rolle in der Gesamtstrategie von Nabaltec ein. Wichtige Elemente der F&E-Strategie sind der enge Schulterschluss und die gemeinsame Entwicklungsarbeit mit den Kunden. Der Fokus in allen Produktbereichen liegt darauf, den Kunden ein optimales Produkt liefern zu können und sie so zu unterstützen, dass ein Wettbewerbsvorteil generiert werden kann. Als ein führender Anbieter von hochspezialisierten Produkten betrachtet Nabaltec Forschung und Entwicklung als eine zentrale Kernkompetenz. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen 2022 bei 2,2 % vom Umsatz.
Die enge Zusammenarbeit mit den Kunden zieht sich durch alle Funktionsbereiche und Prozessschritte. Durch die anwendungsorientierte Marktbearbeitung können die spezifischen Kundenbedürfnisse frühzeitig definiert werden und unmittelbar in die Entwicklungsarbeit der technischen Bereiche Anwendungstechnik, Verfahrensentwicklung und Produktion einfließen. Dies gilt sowohl im Fall der Weiterentwicklung von etablierten Produkten als auch für die Entwicklung von Neuprodukten.
Um auch weiterhin auf dem weltweiten Markt erfolgreich zu sein, hat die Optimierung der Produktionsprozesse ebenfalls einen hohen Stellenwert in der F&E-Arbeit. Die Energie- und die Ressourceneffizienz sind hier schon seit jeher wesentliche Treiber und bekommen im Rahmen des zukünftigen ESG-Reportings zusätzliches Gewicht.
Um relevanten Trends Rechnung zu tragen, erfolgt eine intensive Zusammenarbeit mit Hochschulen und Instituten. Seit 2021 werden drei öffentlich geförderte Projekte der IGF (Industrielle Gemeinschaftsforschung) von Nabaltec-Mitarbeitern in projektbegleitenden Ausschüssen bearbeitet. Zu den Forschungspartnern gehören mehrere Institute der Fraunhofer-Gesellschaft, die RWTH in Aachen, die Papiertechnische Stiftung PTS in Heidenau und die Universität Bayreuth.
Das ausgeprägte Engagement von Nabaltec in der Forschung und Entwicklung drückt sich auch durch verschiedene nationale und internationale Preise und Auszeichnungen für die Innovationskraft aus. Beispielsweise gehörte die Nabaltec bereits elfmal zu den 100 innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand und wurde in unterschiedlichen Bereichen mehrfach für ihre Innovationskraft ausgezeichnet.
Neben dem Bestreben, neue Ideen für Produkte, Verfahren und Anwendungen auszuarbeiten und entsprechende Neuentwicklungen zu starten, sind die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Nabaltec auch darauf ausgerichtet, vorhandene Produkte und Verfahren weiterzuentwickeln und zu verfeinern.
Im Rahmen des Strategieprozesses greifen nach Produkt- und Anwendungsbereich zusammengestellte, interdisziplinäre Teams aus Entwicklung, Vertrieb, Werks- und Verfahrensentwicklung die Erkenntnisse aus dem Markt auf und bringen sie in einen Kontext mit den identifizierten Trends. Dies gewährleistet eine zeitnahe und strategiekonforme Umsetzung von neuen Anwendungen, Prozessen und Produkten.
Das Geschäftsjahr 2022 war im Bereich Forschung und Entwicklung weiterhin von den Herausforderungen der Elektromobilität geprägt. Während das wirtschaftliche Umfeld bei den keramisch beschichteten Separatorfolien für Lithium-Ionen-Batterien 2022 zu einer Wachstumsdelle bei den Böhmiten führte, wurden die Weiterentwicklungen in diesem Produkt- und Anwendungsbereich mit hoher Intensität fortgeführt. Der Schwerpunkt der Tätigkeiten lag einerseits auf verfahrenstechnischen und produktionsbegleitenden Entwicklungen im Zusammenhang mit den laufenden Kapazitätserweiterungen. Andererseits wurden wichtige Grundlagenentwicklungen weitergeführt, um den Anforderungen der nächsten Generation von Lithium-Ionen-Batterien mit gesteigerten Energiedichten und damit höheren Speicherkapazitäten gerecht zu werden. Die hierfür benötigten Separatorfolien müssen mit immer dünneren Beschichtungen ausgestattet werden. Hierfür wurden weitere Pilotproduktionschargen an die wichtigsten Nabaltec-Kunden bemustert.
Die Beschichtung von Elektroden (insbesondere Kathodenkantenbeschichtung) hat aufgrund des Aufbaus weiterer Batteriezellfabrikationen in Europa an Bedeutung gewonnen. Nach Demonstration der Anwendungsperformance durch eigene Ausarbeitungen startete Nabaltec 2022 in erste Freigabeprozesse mit Kunden für Nabaltec-Böhmite, die 2023 ihren Abschluss finden sollen.
Das Wärmemanagement von Batteriesystemen ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Elektromobilität. Aufgrund der Forderung nach deutlich verkürzten Ladezeiten und insbesondere wegen der geplanten flächendeckenden Einführung von Schnellladestationen gewinnen wärmeleitfähige Werkstoffe an Bedeutung. Die seit 2020 eingeführte Produktfamilie für Anwendungen der Wärmeleitfähigkeit, bestehend aus den Produktgruppen APYRAL® HC, NABALOX® HC und ACTILOX® HC, konnte sich inzwischen in weiten Teilen der Batterie- und Ladetechnik etablieren. Die Aluminiumhydroxid-basierten APYRAL®-HC-Produkte ermöglichen sehr hohe Füllgrade und Wärmeleitfähigkeiten in TIMs (Thermal Interface Materials) bzw. sogenannten "Gap-Fillern". Gleichzeitig zeigen die auf Basis von APYRAL® HC hergestellten Produkte sehr geringe Abrasion bei Herstellung und Applikation in der Batteriemodul-bzw. Batteriepack-Fertigung. APYRAL® HC wird auch am Standort Chattanooga bei Naprotec in den USA hergestellt.
Die mineralischen Flammschutzmittel sind weiterhin ein Wachstumsgarant für die innovativen und umweltfreundlichen Produkte der Nabaltec. Neben den Themen "Rauchgasentwicklung" und "Rauchgastoxizität" haben die immer höheren Flammschutzanforderungen im Rahmen der europäischen Bauprodukteverordnung an Wichtigkeit gewonnen. Dies erfordert Kunststoffkomponenten mit einem hohen Anteil an Aluminiumhydroxid, die dennoch sehr gut zu verarbeiten sein sollen. Das bereits 2021 am Markt vorgestellte APYRAL® 40 (EX) CDO, ein ergänzendes Produkt zu APYRAL® 40 CD mit einem weiter verbesserten Verarbeitungsverhalten bei der Compoundierung, wurde im Laufe des Jahres 2022 erstmalig bei der Nashtec LLC produziert.
In der Feuerfestindustrie sieht der Konzern seit Jahren einen Trend zum verstärkten Einsatz von hochreaktiven Aluminiumoxiden. Nabaltec hat daher die Entwicklungsaktivitäten auf die Erweiterung des Know-hows im Bereich der Reaktivtonerden ausgerichtet. Die daraus resultierenden Neuentwicklungen und Anwendungsuntersuchungen wurden auf der Feuerfestfachkonferenz UNITECR 2022 in Chicago, Illinois, USA, vorgestellt. Um dem weiter steigenden Bedarf an reaktiven Tonerden folgen zu können, arbeitet Nabaltec zudem intensiv an der Optimierung bzw. Modifikation bestehender Produktionsprozesse.
Die traditionell sehr individuelle Zusammenarbeit mit den Kunden im Bereich der GRANALOX®-Produktgruppe war 2022 durch einen Mengenausbau des Absatzes bei asiatischen Kunden insbesondere im Zulieferbereich der Elektromobilität gekennzeichnet. Im Bereich des Verschleißschutzes wurde mit der Type GRANALOX® NM ZTA 10 ein neues Produkt entwickelt. Freigabeprozesse bei mehreren Kunden wurden angestoßen. Für das Segment Hochleistungskeramik wurde GRANALOX® NM 9991 F einem breiten Fachpublikum auf der CIMTEC 2022 in Perugia, Italien, vorgestellt. Es konnten 2022 bereits erste Absätze realisiert werden.
2. WIRTSCHAFTSBERICHT
2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN
2.1.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION
Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich 2022 signifikant von 6,1 % im Jahr 2021 auf 3,2 % verlangsamt. Starke Einflussfaktoren waren die hohen Energiepreise und allgemeine große Unsicherheiten, deutlich verschärft durch geopolitische Entwicklungen, insbesondere den Krieg in der Ukraine. Bremsend wirkte im weiteren Jahresverlauf auch die Geldpolitik, die angesichts eines auf breiter Front hohen Inflationsdrucks ausgesprochen rasch gestrafft wurde. Die Produktion blieb bis in den Herbst hinein insgesamt zwar weiter aufwärtsgerichtet, wobei Impulse von nachlassenden Lieferengpässen und der weiter fortschreitenden Normalisierung der Aktivität in den von der Corona-Pandemie besonders getroffenen Wirtschaftsbereichen ausgingen. Gleichzeitig wurde diese Entwicklung aber überlagert durch eine nachlassende wirtschaftliche Dynamik zum Jahresende hin, die vor allem von den großen reifen Volkswirtschaften ausging. Diese stehen zum Ausgang des Jahres 2022 trotz erheblicher fiskalischer Stützungsmaßnahmen vor dem Eintritt in eine Phase mit abgeschwächten Konjunkturaussichten. Mit dem im Dezember 2022 erwarteten Wachstum von 3,2% für das Gesamtjahr 2022 dürfte die Weltkonjunktur zwar leicht besser abschneiden als noch im Jahresverlauf prognostiziert, der weitere Ausblick auf den Jahresstart und den Verlauf des Jahres 2023 bleibt aber von Skepsis geprägt, und es wird eine nochmalige Abschwächung erwartet.
Mit einem Konjunkturwachstum von 1,9 % liegt Deutschland 2022 deutlich unter dem Durchschnitt im Euroraum (3,4%), so die Erwartungen des IfW Kiel im Dezember 2022. Nach einem vergleichsweise guten ersten Quartal mit einem Wachstum von 0,8 % folgte im zweiten Quartal eine sehr deutliche Abschwächung auf 0,1 %. Trotz leichter Aufhellungstendenzen im dritten Quartal mit einem Wachstum von 0,4% bleibt das IfW Kiel für das Winterhalbjahr skeptisch. So wird für das vierte Quartal 2022 kein Wachstum mehr gesehen. Zentraler Faktor waren und sind die hohen Energiepreise. Sie belasten die Kaufkraft der privaten Haushalte und dämpfen den privaten Konsum. Das weltwirtschaftliche Umfeld war schwach und lieferte keine positiven Impulse für die deutsche Konjunktur. Die leichte Aufhellung im Herbst war vor allem dem zumindest temporär deutlichen Absinken der Großhandelspreise für Gas und Strom zu verdanken - auch wenn sie sich nach wie vor auf hohem Niveau befinden. Die Höchststände waren hier im August und September erreicht worden. Die Experten des IfW gehen zudem davon aus, dass die Belastungen der privaten Haushalte und Unternehmen durch die hohen Energiekosten durch sogenannte Preisbremsen abgefedert werden. Konjunkturunterstützend hat sich auch ausgewirkt, dass sich beispielsweise im dritten Quartal die Exporte trotz fallender Stimmungsindikatoren bislang robust gezeigt haben. Auch der Arbeitsmarkt erwies sich trotz der wirtschaftlichen Abkühlung als stabil, auch weil die Unternehmen nach wie vor nach Fachkräften suchen. Insgesamt haben sich zum Jahreswechsel 2022/2023 hin die Aussichten für die Konjunktur - bei großer Unsicherheit - etwas aufgehellt. Zwar dürfte die Wirtschaftsleistung im Winterhalbjahr leicht rückläufig sein, insgesamt zeichnet sich aber für das Jahr 2023 - im Gegensatz zu früheren Prognosen der Konjunkturexperten - eine etwas stabilere Entwicklung ab.
Im industriellen Sektor hat sich die Lage laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) zum Jahresende nach einem schwachen Start in das vierte Quartal stabilisiert. Das ifo Geschäftsklima habe sich laut BMWi im Dezember weiter aufgehellt, auch weil sich in den ersten Monaten des neuen Jahres die Materialengpässe zunehmend abbauen dürften. Ebenso trugen die Beschlüsse der Bundesregierung zur Gas- und Strompreisbremse dazu bei, dass sich die Stimmung bei den Unternehmen, aber auch bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern weiter verbessert. Der Ausblick auf die Industriekonjunktur im ersten Quartal 2023 bleibt angesichts einer weiterhin schwachen Nachfrage dennoch verhalten.
2.1.2 BRANCHENSITUATION
Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) geht davon aus, dass die Produktion 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 6 % gesunken sein wird. Rechnet man das Pharmageschäft heraus, erhöht sich dieser Rückgang auf rund 10 %. Einen ähnlich starken Einbruch bei der Produktion gab es zuletzt 2009 als Folge der Weltwirtschaftskrise. Dennoch lag der Umsatz in Deutschlands Chemieindustrie preisgetrieben im Gesamtjahr mit 266,5 Milliarden Euro noch rund 17,5 % höher als 2021. Die Verkaufsmengen waren rückläufig. Aufgrund des enormen Energie- und Rohstoffkostendrucks kam es zu einem kräftigen Anstieg der Produktpreise. Infolgedessen waren chemische Erzeugnisse im Gesamtjahr 2022 durchschnittlich 22 % teurer als im Vorjahr.
Der langfristige Trend einer steigenden Nachfrage nach halogenfreien, flammhemmenden Füllstoffen und insbesondere Aluminiumhydroxid ist jedoch unverändert intakt. Unabhängige Marktprognosen gehen von einer jährlichen Nachfragesteigerung von weltweit 4,3 % bis 2027 aus (auf Basis ATH, Quelle: Marketsand Markets, 2022). Vor allem das wachsende öffentliche Bewusstsein für die Notwendigkeit von Brandschutz wie auch die zunehmende Substitution von potenziell umweltbelastenden Flammschutzmitteln durch das umweltfreundliche, halogenfreie Aluminiumhydroxid fördern das Marktwachstum. Diese Entwicklung wirkt sich insbesondere positiv auf den Produktbereich Feinsthydroxide aus. Auch für Böhmit mit seinen vielfältigen Anwendungsfeldern, allen voran in der Elektromobilität, sind die langfristigen Perspektiven nach Einschätzung der Nabaltec weiterhin sehr gut, wenngleich es in diesem Bereich zu einer temporären Nachfragedelle gekommen ist. Nabaltec rechnet mit einer deutlichen Mengensteigerung bei Lithium-Ionen-Batterien aus europäischer Produktion in ein bis zwei Jahren. Dementsprechend wird sich das Potenzial für Böhmit neben Asien auch schrittweise auf Europa erweitern.
Im Bereich der Spezialoxide wird der Feuerfestmarkt durch die Nachfrage aus der Stahlindustrie geprägt. Der Trend zu höherwertigen Feuerfestprodukten und verschleißbeständigeren Keramiken hält weiterhin an. Nach Einschätzung von Marktexperten wird das Wachstum bei Feuerfestprodukten bei 4,3 % und in der technischen Keramik bei 6,5 % pro Jahr bis 2028 (Quelle: IMARC Group, 2023) liegen.
2.2 GESCHÄFTSVERLAUF
Der Nabaltec-Konzern verzeichnete 2022 ein sehr gutes Geschäftsjahr - umsatz- und ertragsseitig das erfolgreichste Jahr in der Unternehmensgeschichte. Das Ergebnis in Zahlen sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieses rein preisgetrieben war und sich die Nachfrage an den Märkten im Jahresverlauf gegenüber Vorjahr eingetrübt hat. Die Unsicherheit bleibt vor dem Hintergrund der Inflation und steigender Energie- und Rohstoffpreise weiterhin hoch und Unternehmen bestellen vorwiegend nach Bedarf und achten verstärkt auf niedrige Lagerbestände. Insbesondere im vierten Quartal 2022 war dieser Effekt bei einer rückläufigen Nachfrage noch einmal deutlich zu spüren.
Der Konzernumsatz von Nabaltec belief sich 2022 auf 218,8 Mio. Euro nach 187,0 Mio. Euro im Vorjahr (+17,0 %). Im Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" lag der Umsatz bei 148,0 Mio. Euro nach 130,6 Mio. Euro im Vorjahr (+13,3%) und im Produktsegment "Spezialoxide" bei 70,9 Mio. Euro nach 56,4 Mio. Euro im Jahr 2021 (+25,7 %). Beim Böhmit-Absatz war bereits zum Jahresende 2021 aufgrund damals starker Vorratskäufe der Kunden eine verringerte Dynamik für das Jahr 2022 zu erwarten gewesen. Mit einem Absatzrückgang auf Jahressicht von 27,6 % im Jahr 2022 war der Markt für Böhmit von den fehlenden Impulsen aus der Industrie deutlich belastet. Nabaltec wird die weitere Entwicklung genau beobachten und erwartet mittelfristig wieder eine höhere Marktdynamik, wenngleich das Umfeld derzeit weiterhin schwer berechenbar ist.
Für das Jahr 2022 errechnet sich ein operatives Ergebnis (EBIT) von 29,2 Mio. Euro nach 24,6 Mio. Euro im Vorjahr. Die EBIT-Marge (bezogen auf die Gesamtleistung) lag wie im Vorjahr bei 13,1 %.
Das EBITDA hatte im Geschäftsjahr 2021 bei 37,3 Mio. Euro gelegen und stieg im Geschäftsjahr 2022 auf 42,4 Mio. Euro (+13,7 %).
Aufgrund der sehr guten Umsatz- und Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2022 erhöhte Nabaltec die Umsatzprognose für das Gesamtjahr bereits im August 2022. Angesichts der im dritten Quartal anhaltend sehr guten Entwicklung und zusätzlicher Preiseffekte wurde die bisherige Prognose erneut nach oben angepasst. Das Unternehmen rechnete ursprünglich für das Geschäftsjahr 2022 mit einem Umsatzwachstum in einer Bandbreite von 10% bis 12 % und erhöhte diese Erwartung zunächst auf 12 % bis 14 %, im weiteren Jahresverlauf dann auf 15 % bis 17 %. Mit einem Umsatzwachstum von 17,0 % wurde die Prognose mit einer Punktlandung am oberen Ende dieser zuletzt prognostizierten Spanne erfüllt. Ergebnisseitig hatte Nabaltec wegen deutlich steigender Rohstoff- und Energiepreise für das Gesamtjahr die EBIT-Marge in der Bandbreite von 10% bis 12% im Sommer 2022 zunächst bestätigt. Aufgrund positiver Preiseffekte auf der Verkaufsseite im zweiten Halbjahr wurde die Prognose für die EBIT-Marge im Herbst auf 12 % bis 13 % nach oben angepasst. Auch bei dieser Prognose lagen die finalen Werte mit 13,1 % am oberen Ende der Bandbreite. Gegenüber der ursprünglichen Prognose für das Geschäftsjahr 2022 wurden beide Werte übertroffen.
2.3 LAGE
2.3.1 ERTRAGSLAGE
Im Geschäftsjahr 2022 erzielte der Nabaltec-Konzern einen Umsatz von 218,8 Mio. Euro nach 187,0 Mio. Euro im Vorjahr (+17,0 %). Die Umsatzentwicklung war im Wesentlichen von Preiserhöhungen über alle Produktbereiche hinweg getrieben.
Nabaltec übertraf in jedem Quartal den entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Im ersten Quartal wurde ein Umsatz von 54,8 Mio. Euro erzielt nach 46,0 Mio. Euro im Vorjahresquartal (+19,1 %). Das zweite Quartal 2022 lag umsatzseitig bei 55,9 Mio. Euro nach 47,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum (+16,7%). Im dritten Quartal übertraf Nabaltec das Vorjahresquartal um 21,0 % und steigerte den Umsatz auf 56,5 Mio. Euro nach 46,7 Mio. Euro im entsprechenden Zeitraum 2021. Im vierten Quartal lag der Umsatz bei 51,7 Mio. Euro nach 46,4 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dies entspricht einem Plus von 11,4 %.
Im Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" erzielte Nabaltec im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von 148,0 Mio. Euro nach 130,6 Mio. Euro im Vorjahr, was einer Steigerung von 13,3 % entspricht. Die gute Umsatzentwicklung ist allein auf die Preisentwicklung zurückzuführen. Die Absatzmengen sind 2022 aufgrund der Unsicherheiten an den Märkten und durch konsequenten Bestandsabbau zum Jahresende seitens vieler Kunden insgesamt um 5,7 % zurückgegangen. Im Produktbereich Böhmit lag der Umsatz im Jahr 2022 bei 19,0 Mio. Euro nach 24,2 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anteil des Böhmits am Konzernumsatz lag damit bei rund 9 % (Vorjahr 13 %).
Beim Produktsegment "Spezialoxide" lag der Umsatz 2022 bei 70,9 Mio. Euro nach 56,4 Mio. Euro im Vorjahr (+25,7 %). Auch hier war das Wachstum preisgetrieben bei gleichzeitig leichtem Rückgang der Absatzmengen.
UMSATZ NACH PRODUKTSEGMENTEN 2022 (IN MIO. EURO)

UMSATZ NACH REGIONEN 2022 (IN %)

Auf Gesamtjahressicht ist der Exportanteil leicht gesunken und liegt mit 73,7 % (Vorjahr 75,5%) auf einem weiterhin sehr hohen Niveau. In den umsatzstärksten Regionen verzeichnete die Nabaltec im Jahr 2022 durchgängig ein Umsatzwachstum, lediglich im asiatischen Markt inklusive China gab es einen Rückgang.
Die Ordereingänge addierten sich über das Gesamtjahr auf 164,6 Mio. Euro nach 263,0 Mio. Euro im Vorjahr. Nachdem Kunden bereits im Vorjahr weitreichende Orders für das Jahr 2022 getätigt hatten, reduzierte sich in der Folge die Dynamik bei den Auftragseingängen im Jahresverlauf 2022 deutlich. Gleichzeitig zeigt sich der Trend, dass die Kunden die Bevorratung wieder zurückfahren und die Bedarfe kurzfristiger ordern. Das Jahr 2022 beendete Nabaltec mit einem Auftragsbestand von 61,7 Mio. Euro nach 115,9 Mio. Euro im Vorjahr.
Die Gesamtleistung im Nabaltec-Konzern lag 2022 bei 223,0 Mio. Euro nach 187,2 Mio. Euro im Vorjahr. Maßgeblich für diese Entwicklung ist die gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserte Umsatzentwicklung. Weiterhin hatte Nabaltec im Geschäftsjahr 2022 nach einem leichten Bestandsabbau im Jahr zuvor Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen im Umfang von 3,6 Mio. Euro aufgebaut.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen auf 3,5 Mio. Euro (Vorjahr 2,7 Mio. Euro) und beinhalten neben Währungsgewinnen (2,2 Mio. Euro) auch sonstige Erträge aus Lieferungen und Leistungen an Dritte.
OPERATIVE AUFWANDSQUOTEN IN RELATION ZUR GESAMTLEISTUNG (IN %)
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| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Materialaufwand | 47,7 | 47,1 |
| Personalaufwand | 17,8 | 18,6 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 17,1 | 15,8 |
Die Abschreibungsquote (in Relation zur Gesamtleistung) betrug im Jahr 2022 5,9 % nach 6,8 % im Vorjahr. Die Abschreibungen beliefen sich auf einen Gesamtwert von 13,2 Mio. Euro nach 12,7 Mio. Euro im Jahr zuvor.
Bei der Materialaufwandsquote (in Relation zur Gesamtleistung) errechnet sich eine leichte Steigerung auf 47,7 % (Vorjahr 47,1 %), was deutlich zeigt, dass gestiegene Kosten über die umgesetzten Preisanpassungen gut abgefedert werden konnten. Gleichzeitig profitierte Nabaltec hier von einer vorausschauenden Beschaffungspolitik. Absolut war der Materialaufwand aufgrund der Preiserhöhungen insbesondere bei Rohstoffen und Energie von 88,2 Mio. Euro auf 106,4 Mio. Euro gestiegen (+20,6 %).
Die Rohergebnismarge (in Relation zur Gesamtleistung) sank leicht von 54,4 % im Vorjahr auf 53,8 % im Jahr 2022. In absoluten Zahlen lag das Rohergebnis im Jahr 2022 bei 120,0 Mio. Euro nach 101,8 Mio. Euro im Vorjahr.
Die Personalkostenquote (in Relation zur Gesamtleistung) sank 2022 im Vergleich zum Vorjahr von 18,6 % auf 17,8 %. Die Mitarbeiterzahl im Konzern stieg von 481 zum 31. Dezember 2021 auf 506 zum Jahresende 2022. Absolut war der Personalaufwand von 34,8 Mio. Euro im Jahr 2021 auf 39,6 Mio. Euro im Jahr 2022 gestiegen, was einem Zuwachs von 13,8 % entspricht. Das im Chemie-Tarifvertrag vereinbarte Inflationsgeld in Höhe von 3.000 Euro pro Vollzeitmitarbeiter wurde von der Nabaltec AG bereits in vollem Umfang im Dezember 2022 an die Mitarbeiter in Deutschland ausbezahlt.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 29,6 Mio. Euro auf 38,1 Mio. Euro -im Wesentlichen bedingt durch gestiegene Frachtkosten aufgrund von Preissteigerungen bei den Frachtraten, durch erhöhte Reparaturkosten sowie durch steigende Vertriebskosten. Die Kostenquote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, gemessen an der Gesamtleistung, stieg gegenüber dem Vorjahreswert von 15,8 % auf 17,1 %.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei 42,4 Mio. Euro nach 37,3 Mio. Euro (+13,7%) im Jahr 2021. Die EBITDA-Marge (in Relation zur Gesamtleistung) beträgt 19,0% im Jahr 2022.
Für das Jahr 2022 errechnet sich ein operatives Ergebnis (EBIT) von 29,2 Mio. Euro nach 24,6 Mio. Euro im Vorjahr. Die EBIT-Marge (bezogen auf die Gesamtleistung) liegt im Jahr 2022 bei 13,1 %.
EBIT (IN MIO. EURO)

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug 2022 27,5 Mio. Euro (Vorjahr 22,8 Mio. Euro). Darin enthalten ist das Finanzergebnis 2022 in Höhe von -1,7 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte das Finanzergebnis bei -1,8 Mio. Euro gelegen.
Der Steueraufwand lag im Geschäftsjahr 2022 bei 1,1 Mio. Euro nach 6,5 Mio. Euro im Vorjahr. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten einen Steuerertrag in Höhe von 6,8 Mio. Euro, resultierend aus dem vertraglichen Kostenausgleich gegenüber der Nashtec LLC im Geschäftsjahr 2020. Nach Abschluss der steuerlichen Veranlagung Ende September 2022 für das Geschäftsjahr 2020 wurde der im Jahr 2020 an die Nashtec LLC gewährte Kostenausgleich von den deutschen Steuerbehörden in vollem Umfang als in Deutschland abzugsfähiger Steueraufwand anerkannt. Aufgrund der diesen Sachverhalt betreffenden Unsicherheit war zuvor kein Steuerertrag berücksichtigt worden (siehe auch Abschnitt "Steuern" des Chancen- und Risikoberichts im Geschäftsbericht 2021).
Für das abgelaufene Geschäftsjahr errechnet sich damit ein Konzernergebnis von 26,4 Mio. Euro nach 16,3 Mio. Euro im Vorjahr. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie im Jahr 2022 von 3,00 Euro (Vorjahr: 1,85 Euro).
Segmentbericht: Entwicklungen in den Produktsegmenten
FUNKTIONALE FÜLLSTOFFE (IN MIO. EURO)
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| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Umsatz | 148,0 | 130,6 |
| EBITDA | 30,5 | 26,0 |
| EBIT | 20,6 | 16,6 |
| Investitionen | 9,3 | 5,1 |
Im Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" ist der Umsatz 2022 um 13,3 % von 130,6 Mio. Euro auf 148,0 Mio. Euro gestiegen. Abgesehen vom Produktbereich Böhmit wurde in sämtlichen Produktbereichen ein umsatzseitiger Zuwachs erreicht, wenngleich der Absatz im Produktsegment um 5,7 % gesunken ist. Der Umsatzrückgang im Bereich Böhmit betrug 21,5 %. Nabaltec rechnet für einen mittelfristigen Zeithorizont wieder mit einer erhöhten positiven Dynamik. Langfristig zeichnet sich im Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" weiterhin ab, dass die grundlegenden Markttreiber für die Produkte intakt sind.
UMSÄTZE PRODUKTSEGMENT "FUNKTIONALE FÜLLSTOFFE" NACH QUARTALEN (IN MIO. EURO)

Das EBITDA stieg von 26,0 Mio. Euro im Jahr 2021 auf 30,5 Mio. Euro im Geschäftsjahr.
Mit rund 86 % der Gesamtinvestitionen bildete das Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" erneut den Investitionsschwerpunkt 2022 im Nabaltec-Konzern. Investitionsausgaben wurden vor allem für den Ausbau der Kapazitäten im Produktbereich Böhmit für die weitere Optimierung von Produktionsprozessen sowie für Ersatzinvestitionen am Standort Schwandorf getätigt.
SPEZIALOXIDE (IN MIO. EURO)
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| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Umsatz | 70,9 | 56,4 |
| EBITDA | 11,9 | 11,3 |
| EBIT | 8,6 | 8,0 |
| Investitionen | 1,5 | 1,6 |
Im Produktsegment "Spezialoxide" stieg der Umsatz um 25,7 % von 56,4 Mio. Euro auf 70,9 Mio. Euro im Berichtsjahr. Auch in diesem Produktsegment war die Entwicklung maßgeblich von steigenden Absatzpreisen getrieben. In Summe war die Absatzmenge im Produktsegment um 3,2 % rückläufig.
UMSÄTZE PRODUKTSEGMENT "SPEZIALOXIDE" NACH QUARTALEN (IN MIO. EURO)

Das EBITDA im Produktsegment "Spezialoxide" lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 11,9 Mio. Euro nach 11,3 Mio. Euro im Vorjahr.
Rund 14 % der Gesamtinvestitionen flössen in das Produktsegment "Spezialoxide", vor allem in die Kapazitätserweiterung wertschöpfungsstarker Produkte und in die Optimierung von Produktionsprozessen.
2.3.2 FINANZLAGE
Das Finanzmanagement ist direkt dem Vorstand zugeordnet und umfasst schwerpunktmäßig das Management der Kapitalstruktur, die Liquiditätssteuerung, die Zins- und Devisenkursabsicherung sowie die Finanzmittelbeschaffung. Die Tochterunternehmen sind in das Konzernliquiditätsmanagement eingebunden.
Wechselkursschwankungen zwischen US-Dollar und Euro begegnet Nabaltec mit dem Einsatz von Devisenkurssicherungsinstrumenten, wenn dies aufgrund des Umfangs der Fremdwährungsgeschäfte angezeigt ist.
Bei Fremdfinanzierungen mit variablen Zinsen bedient sich Nabaltec fallweise auch verschiedener Zinssicherungsinstrumente mit einer mittel- bis längerfristigen Zinsbindung.
Der Finanzierungsbedarf für das angestrebte Wachstum sowie für die getätigten Investitionen wird mithilfe des Eigenkapitals, über Darlehen sowie über den operativen Cashflow sichergestellt.
Die Schuldscheindarlehensverträge der Nabaltec unterliegen Covenants, die sich an den "Leverage Coverage Ratios" bemessen. Im Geschäftsjahr 2022 kam es zu keinen Verletzungen der zum 31. Dezember 2022 geltenden Covenants.
Die zweite Tranche des Schuldscheindarlehens 2015 in Höhe von 39,0 Mio. Euro sowie ein bilaterales Darlehen in Höhe von 20,0 Mio. Euro wurden planmäßig im April 2022 zurückbezahlt. Zur Refinanzierung der beiden Posten wurden im Februar 2022 Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 90,0 Mio. Euro und Laufzeiten von fünf bzw. sieben Jahren mit Valuta April 2022 erfolgreich begeben. Darüber hinaus dienen die Mittel zur Finanzierung weiterer Wachstumsprojekte, insbesondere zur Kapazitätserweiterung im Produktbereich Böhmit für Lithium-Ionen-Batterien.
2.3.2.1 KAPITALSTRUKTUR
Das Grundkapital der Nabaltec beträgt 8,8 Mio. Euro. Das Konzerneigenkapital stieg insbesondere wegen des guten Konzernergebnisses und einer aufgrund der Zinsentwicklung nach IAS 19 reduzierten Pensionsrückstellung auf 133,5 Mio. Euro zum 31. Dezember 2022 nach 96,5 Mio. Euro im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote lag am 31. Dezember 2022 bei 47,5 %.
Die langfristigen Schulden lagen zum 31. Dezember 2022 bei 122,7 Mio. Euro nach 44,6 Mio. Euro zum Jahresende 2021. Die kurzfristigen Schulden sanken gegenüber dem 31. Dezember 2021 von 79,6 Mio. Euro auf 24,9 Mio. Euro. Das neu begebene Schuldscheindarlehen sowie die planmäßige Tilgung vorhandener Darlehen führten im Wesentlichen zu dieser Veränderung bei den kurzfristigen und langfristigen Schulden.
STRUKTUR DER PASSIVA (IN %)

Sonstige Finanzierungsinstrumente
Nabaltec hat in geringem Umfang Leasinggeschäfte mit Vertragslaufzeiten von bis zu fünf Jahren vereinbart. Diese werden jedoch auf Grundlage der Wahlrechte nach IFRS 16.5 nicht im Konzernabschluss angesetzt. Außerdem bedient sich Nabaltec eines fortlaufenden Factorings für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, auch um eventuelle Ausfallrisiken zu minimieren. Weitere Instrumente, die dem Financial Engineering zugerechnet werden können, werden im Nabaltec-Konzern nicht eingesetzt.
2.3.2.2 INVESTITIONEN
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Nabaltec-Konzern 10,8 Mio. Euro in das Anlagevermögen investiert, nach 6,7 Mio. Euro im Vorjahr. Im Jahr 2022 lag der Investitionsschwerpunkt auf dem Standort Schwandorf. Die Mittel flossen insbesondere in technische Anlagen und Maschinen zur Kapazitätserweiterung, in Infrastrukturmaßnahmen und in die Prozessoptimierung sowie Ersatzinvestitionen.
Für 2023 plant die Nabaltec mit Investitionen vorrangig für den Kapazitätsausbau bei Böhmit sowie bei viskositätsoptimierten Aluminiumhydroxiden, die vor allem als Verbundstoffe in der Elektromobilität zum Einsatz kommen. Darüber hinaus sind Investitionen für die Prozessoptimierung, für Infrastrukturmaßnahmen und für Digitalisierungsprojekte geplant.
2.3.2.3 LIQUIDITÄT
Der operative Cashflow des Nabaltec-Konzerns sank leicht von 33,2 Mio. Euro im Jahr 2021 auf 32,4 Mio. Euro im Geschäftsjahr. Das deutlich gestiegene Periodenergebnis wirkte sich positiv auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit aus. Veränderungen im Working Capital, insbesondere die Bestandserhöhung der Vorräte, wirkten sich hingegen belastend auf den Cashflow aus.
Der Mittelabfluss für Investitionen stieg im Vergleich zum Vorjahr von 6,7 Mio. Euro auf 25,7 Mio. Euro. Schwerpunkte waren der Ausbau der Kapazitäten für Böhmit und die Prozessoptimierung am Standort Schwandorf sowie die Auszahlung für Anlagen in Festgelder mit Laufzeit größer drei Monate in Höhe von 15,0 Mio. Euro.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag 2022 bei plus 28,0 Mio. Euro nach -1,4 Mio. Euro im Vorjahr. Darin enthalten sind die Einzahlung aus dem Emissionserlös des im April 2022 begebenen Schuldscheindarlehens mit einem Volumen von 90,0 Mio. Euro sowie Auszahlungen für die planmäßige Tilgung bisheriger Darlehen in Höhe von 59,0 Mio. Euro. Darüber hinaus beinhaltet der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 2,2 Mio. Euro. Die gezahlten Zinsen lagen im Berichtsjahr bei 1,1 Mio. Euro.
Der Free-Cashflow (der Saldo aus operativem und investivem Cashflow) von Nabaltec lag 2022 unter Berücksichtigung der Auszahlung für Anlagen in Festgelder mit Laufzeit größer drei Monate in Höhe von 15,0 Mio. Euro bei 6,7 Mio. Euro nach 26,4 Mio. Euro im Jahr 2021.
Der Finanzmittelfonds des Nabaltec-Konzerns als Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten lag zum 31. Dezember 2022 bei 87,5 Mio. Euro nach 52,2 Mio. Euro zum Bilanzstichtag des Vorjahres.
2.3.2.4 VERMÖGENSLAGE
Die Konzernbilanzsumme stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2021 von 220,7 Mio. Euro auf 281,1 Mio. Euro zum 31. Dezember 2022. Dies ist in erster Linie den kurzfristigen Vermögenswerten aufgrund des deutlich erhöhten Zahlungsmittelbestandes und der gestiegenen Vorräte zuzuschreiben.
STRUKTUR DER AKTIVA (IN %)

Bei den Aktiva sank das Sachanlagevermögen abschreibungsbedingt leicht von 119,9 Mio. Euro im Jahr 2021 auf 118,8 Mio. Euro. Die Summe der langfristigen Vermögenswerte stieg zum 31. Dezember 2022 auf 135,3 Mio. Euro nach 122,5 Mio. Euro zum 31. Dezember 2021 und beinhaltet zweijährige Festgelder in Höhe von 15,0 Mio. Euro.
2.4 FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
2.4.1 FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Der Geschäftserfolg der Nabaltec basiert auf einer langfristigen Wachstumsstrategie. Ziel der Konzernsteuerung ist es, dass der Konzern profitabel und kapitaleffizient wächst. Deshalb wird den Steuerungsgrößen Umsatz und EBIT-Marge hohe Bedeutung beigemessen. Entsprechend liegt der Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung und Optimierung dieser beiden bedeutsamsten operativen finanziellen Leistungsindikatoren, die gleichzeitig die Basis für die operativen Entscheidungen bilden und insofern als Grundlage für die Prognose dienen.
Nabaltec zieht zusätzlich die nachstehenden Renditekennzahlen zur Kontrolle des Konzernerfolgs heran. Das unternehmensinterne Controlling- und Steuerungssystem bildet die Grundlage für eine wertorientierte Steuerung des Konzerns durch den Vorstand der Nabaltec AG.
UMSATZ- UND KAPITALRENDITEN (IN %)
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| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Eigenkapitalrendite | 19,8 | 16,9 |
| Return on Capital Employed (ROCE) | 17,2 | 16,6 |
Die Eigenkapitalrendite ergibt sich aus dem Verhältnis von Konzernjahresergebnis zum Eigenkapital. Der Return on Capital Employed (ROCE) stellt das EBIT dem eingesetzten Kapital gegenüber (Anlagevermögen + Working Capital).
Diese beiden finanziellen Leistungsindikatoren werden nicht zur internen Steuerung des Konzerns herangezogen.
2.4.2 NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Die nachstehend genannten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden nicht zur konkreten internen Steuerung des Unternehmens bzw. des Konzerns herangezogen.
Mitarbeiter
Der Nabaltec-Konzern beschäftigte zum Jahresende 2022 insgesamt 506 Mitarbeiter (31. Dezember 2021: 481). Davon waren 490 Mitarbeiter (31. Dezember 2021: 465) in Deutschland tätig. In der Mitarbeiterzahl enthalten sind auch 43 Auszubildende (31. Dezember 2021: 42). Nabaltec legt großen Wert auf eine gute Ausbildung. So stellten die Auszubildenden mit einer Quote von 8,5% auch im Geschäftsjahr 2022 einen schon traditionell bemerkenswert großen Teil der Belegschaft; diese Quote liegt damit auch 2022 deutlich über dem Branchendurchschnitt. Die Auszubildenden von Nabaltec zählen regelmäßig zu den Jahrgangsbesten. Aktuell werden Ausbildungsplätze (m/w/d) in den Berufen Industriekaufmann, Kaufmann für Digitalisierungsmanagement, Chemielaborant, Chemikant und Produktionsfachkraft Chemie angeboten.
Unternehmensintern bietet Nabaltec Perspektiven und Weiterentwicklungsmöglichkeiten, um auch auf diesem Wege die Identifikation mit dem Unternehmen sowie den Einsatz und das Engagement der Mitarbeiter zu fördern. Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements bietet das Unternehmen zahlreiche Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit an. Für das hohe Engagement in diesem Kontext bekam die Nabaltec von der AOK Bayern bereits zum zweiten Mal die Auszeichnung "Gesundes Unternehmen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement" in Silber verliehen.
Kundenbeziehungen
Ziel von Nabaltec ist es, die eigene Marktposition kontinuierlich zu festigen und punktuell weiter auszubauen.
Die Kundenversorgung durch die Nashtec LLC in den USA hat sich im Laufe des Jahres 2022 stabil entwickelt und die Absätze konnten leicht ausgebaut werden.
Bei der Markteinführung der Produkte der Naprotec LLC konnten nach Verzögerungen durch die Pandemie auch im Jahr 2022 nur kleine Fortschritte erzielt werden.
Die Vertriebstochter in Shanghai konnte sich im Geschäftsjahr trotz lokaler Pandemie-Einschränkungen gut behaupten. Analog zum Vorjahr lag auch im Jahr 2022 ein besonderes Augenmerk auf der Bevorratungs- und damit teils sehr kurzfristigen Lieferfähigkeit der Nabaltec (Shanghai) Trading Co., Ltd.
Nabaltec hat die Geschäftsaktivitäten im wachsenden Markt für Separatorfolien in Lithium-lonen-Batterien in Asien im Geschäftsjahr 2022 neu strukturiert, um damit das Profil im Markt weiter zu schärfen und die Bindung an Kunden und Distributionspartner zu stärken. Mit der Einrichtung eines direkten Kommunikationswegs zum Sitz des Mutterunternehmens in Schwandorf, über den alle relevanten Fragestellungen im Hinblick auf die Expansionspläne im Batteriegeschäft und in den Märkten koordiniert werden können, kann Nabaltec die globalen Wachstumspläne seiner Kunden maximal unterstützen und so einen höheren Mehrwert generieren. Die Tochtergesellschaft Nabaltec Asia Pacific K.K. konnte in diesem Restrukturierungsprozess nicht mehr ihre ursprüngliche Rolle in den Vertriebsaktivitäten ausspielen und wurde deshalb im Geschäftsjahr 2022 aufgelöst.
Um einen 360°-Zugang zu wichtigen Märkten und Technologien gewährleisten zu können, ist Nabaltec in mehreren europäischen Verbänden tätig. Neben den beiden Cefic-Fachgruppen pinfa (Phosphorus, Inorganic and Nitrogen Flame Retardants Association) und EPSA (European Producers of Specialty Alumina) ist Nabaltec auch im paneuropäischen Verband der Kunststofferzeuger PlasticsEurope Deutschland e.V., der Forschungsgesellschaft Kunststoffe e.V. sowie in der DKG (Deutsche Keramische Gesellschaft) und dem VDFFI (Verband der Deutschen Feuerfest-Industrie) engagiert.
In den USA und China engagiert sich Nabaltec in der pinfa North America bzw. pinfa China. Nabaltec ist Mitglied der Amerikanischen Keramischen Gesellschaft (ACerS) und plant in dieser Region den Ausbau der Verbandsarbeit, um weitere wichtige Märkte abdecken zu können. Durch dieses Engagement werden sehr frühzeitig wichtige Trends in den Hauptabsatzmärkten "Flammschutz" und "Keramik" auf globaler Ebene zugänglich.
Managementsysteme
Um das sicherheitsbewusste Verhalten aller Mitarbeiter zu stärken und die Umsetzung gesetzlicher und berufsgenossenschaftlicher Forderungen zu vereinfachen, hat sich Nabaltec bereits 2007 dazu entschlossen, zusätzlich zu den bereits bestehenden Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen ein Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystem einzuführen. Im Jahr 2022 wurden die bestehenden Managementsysteme nach ISO 9001 und ISO 14001 am Standort Schwandorf im Rahmen von Wiederholungsaudits erfolgreich rezertifiziert. Das Zertifikat des bestehenden Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystems nach ISO 45001 wurde während eines Überwachungsaudits erfolgreich bestätigt.
Um den Anforderungen eines sich stetig ändernden Energiemarktes effektiv begegnen zu können, hat Nabaltec schon im Jahr 2010 ein zertifiziertes Energiemanagementsystem eingeführt. Im Jahr 2022 wurde das Energiemanagementsystem im Rahmen eines Wiederholungsaudits erfolgreich rezertifiziert.
Die Akkreditierung des Analysenzentrums der Nabaltec nach der Norm ISO/IEC 17025 wurde 2022 in einem Überwachungsaudit bestätigt und aktualisiert.
Ebenfalls 2022 wurde bei der US-amerikanischen Tochtergesellschaft Nashtec LLC erfolgreich ein Wiederholungsaudit nach der Qualitätsmanagementnorm ISO 9001 durchgeführt.
Im Januar 2022 wurde im Rahmen eines Zertifizierungsaudits das Qualitätsmanagementsystem der amerikanischen Tochtergesellschaft Naprotec LLC erfolgreich nach der internationalen Norm ISO 9001 zertifiziert.
Außerdem wurde das Nachhaltigkeitsengagement der Nabaltec 2022 durch die Firma EcoVadis nach zweimaliger Auszeichnung in Silber nun mit dem Gold-Status ausgezeichnet.
Umweltschutz
Nabaltec nimmt für sich in Anspruch, mit den eigenen Produkten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Ökobilanz bei einer Vielzahl von Produkten zu leisten. Die zunehmende Bedeutung des Umweltschutzes ist eine der wichtigsten Triebfedern für den Erfolg von Nabaltec-Produkten auf den Weltmärkten. Sie sind Teil von Dieselrußpartikelfiltern oder Katalysatoren und leisten beispielsweise einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung von Feinstaub und Ruß. Andere Produktfamilien finden sich in Kunststoffen wieder. Hier ersetzen sie vorwiegend bromhaltige Flammschutzmittel. Damit werden die Produkte sicherer und sind leichter zu recyceln. Vor diesem Hintergrund ist es von zentraler Bedeutung, dass auch Forschung und Entwicklung, Produktion und vor- sowie nachgelagerte Logistik möglichst umweltschonend angelegt sind. Der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen ist ein zentrales Anliegen von Nabaltec und eine Grundvoraussetzung für die gesellschaftliche Akzeptanz des Konzerns. Nabaltec nimmt die Umweltverantwortung, die über den eigenen Standort deutlich hinausgeht, aktiv an.
Im Rahmen der Rezyklierbarkeit wird im Bereich technische Keramik Material wieder in den Produktionsprozess integriert. Im Bereich der funktionalen Füllstoffe werden das Spülmaterial und sonstige nicht spezifische Materialien intern als Rohstoff wieder eingesetzt. Damit wird ein Beitrag zur nachhaltigen Verwendung von Rohstoffen geleistet. Das Thema Trennung von Stoffströmen zur Wiederverwendung stellt auch im Abfallbereich einen Schwerpunkt dar. Darüber hinaus wird ein wesentlicher Teil des Energiebedarfs von Nabaltec in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Müllverwertung Schwandorf durch den Einsatz regenerativer Energie gedeckt. Durch den Bezug von thermischer Energie in Form von Dampf und Strom vom benachbarten Müllkraftwerk leistet Nabaltec am Hauptsitz in Schwandorf einen Beitrag zur Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes.
Generell ist Nabaltec bestrebt, die Produktionsprozesse für alle Anlagen so aufzubauen, dass diese einen geschlossenen Kreislauf darstellen. Im Umgang mit Chemikalien, wie z. B. Natronlauge, die zur Erzeugung von Feinsthydroxid verwendet wird, achtet Nabaltec konsequent darauf, dass diese nicht an die Umwelt abgegeben werden, sondern in einem geschlossenen Produktionskreislauf für den Wiedereinsatz genutzt werden können.
3. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
3.1 PROGNOSEBERICHT
GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG
Nabaltec sieht für die eigenen Produkte auch 2023 weitgehend intakte Absatzmärkte, jedoch wie in den Vorjahren gepaart mit einem derzeit unsicheren Marktumfeld und verstärkter Volatilität. Basierend auf der bisherigen Marktposition und der langjährig aufgebauten Reputation sieht Nabaltec gute Zukunftsperspektiven für die eigenen Schlüsselprodukte.
KONJUNKTUR UND BRANCHE
Der IWF geht im Prognose-Update vom Januar 2023 davon aus, dass das globale Wachstum voraussichtlich von geschätzten 3,4 % im Jahr 2022 auf 2,9 % im Jahr 2023 fallen und dann auf 3,1 % im Jahr 2024 ansteigen wird. Die Prognose für 2023 liegt um 0,2 Prozentpunkte höher als im Weltwirtschaftsausblick (WEO) vom Oktober 2022 vorausgesagt, aber unter dem historischen Durchschnitt (2000 bis 2019) von 3,8 %.
Die Anhebung der Zentralbankzinsen zur Bekämpfung der Inflation und der Krieg in der Ukraine belasten weiterhin die Wirtschaftstätigkeit. Die rasche Ausbreitung von COVID-19 in China dämpfte das Wachstum im Jahr 2022, aber die jüngste Beendigung der Lockdowns und die damit verbundene Öffnung der Märkte hat den Weg für eine schneller als erwartete Erholung geebnet. Die globale Inflation wird voraussichtlich von 8,8% im Jahr 2022 auf 6,6 % im Jahr 2023 und 4,3 % im Jahr 2024 zurückgehen, damit aber immer noch über dem Niveau vor der Pandemie (2017 bis 2019) von etwa 3,5 % liegen.
Die Aussichten für die deutsche Konjunktur haben sich infolge wieder etwas gesunkener Energiepreise ein wenig aufgehellt. Gleichwohl belastet die Energiekrise die Wirtschaftskraft stark. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte laut Winterprognose des IfW Kiel im Jahr 2023 bei 0,3 % liegen, nachdem es 2022 bei 1,9% gelegen hatte. Die Inflation dürfte 2023 bei 5,4% liegen (bislang: 8,7 %).
PROGNOSE BIP-WACHSTUM GEGENÜBER VORJAHR (IN %)
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| 2023 | 2024 | |
|---|---|---|
| Welt gesamt | 2,2 | 3,2 |
| USA | -0,4 | 0,5 |
| Euroraum | 0,6 | 1,5 |
| Deutschland | 0,0 | 1,7 |
| Frankreich | 0,3 | 1,3 |
| Italien | 0,5 | 0,9 |
| Vereinigtes Königreich | -0,6 | 1,5 |
| Japan | 0,7 | 1,6 |
| China | 4,6 | 5,2 |
| Indien | 7,4 | 7,3 |
Quelle: Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte Nr. 97 "Weltwirtschaft im Winter 2022", 21. Dezember 2022
Der VCI (Verband der Chemischen Industrie e.V.) erwartet für 2023 keine Besserung der Lage in der Chemieindustrie, denn die Unsicherheit sei nach wie vor hoch. Die Energiekrise zwinge die deutsche und die europäische Wirtschaft in die Rezession, heißt es seitens des Verbands. Die Herausforderungen der Branche sind daher auch im kommenden Jahr enorm: Auftragsmangel, gestörte Lieferketten und hohe Energiekosten. Nach derzeitigem Stand rechnet der VCI für 2023 mit einem weiteren kräftigen Produktionsrückgang in der chemischpharmazeutischen Industrie. Auch der Umsatz wird sich aller Voraussicht nach negativ entwickeln. Im Inlandsgeschäft erwartet der Verband wegen der Industrierezession einen kräftigen Rückgang. Aufgrund der äußerst volatilen Lage wird über diese qualitative Einschätzung hinaus keine quantitative Prognose abgegeben.
In den wichtigsten Zielmärkten der Nabaltec sind die langfristigen Perspektiven nach Meinung des Unternehmens jedoch weitgehend positiv. Kurzfristig ist aufgrund rezessiver Tendenzen der Weltwirtschaft mit einer Nachfrageeintrübung zu rechnen. Mittel- und langfristig rechnet Nabaltec aufgrund des zukunftsträchtigen Produktportfolios wieder mit Zuwächsen in nahezu allen Produktbereichen.
PROGNOSE DES GESCHÄFTSVERLAUFS
Das vierte Quartal 2022 endete mit einem leichten Umsatzrückgang gegenüber dem starken dritten Quartal. Zum Jahresausklang wurden kundenseitig Bestände abgebaut, was zu einer geringeren Absatzmenge im vierten Quartal 2022 geführt hat. Auch zum Jahresstart 2023 ist die Nachfrage verhalten und von Kurzfristigkeit geprägt, bei nochmals erhöhtem Preisniveau.
In den überwiegenden Produktbereichen geht Nabaltec für das laufende Geschäftsjahr von einer stabilen Nachfrage aus. Insgesamt bleiben auch im Jahr 2023 Unsicherheiten im Zusammenhang mit Rohstoff- und Energiepreisen sowie mit prognostizierten Engpässen bei der Logistik und bei diversen Materialien bestehen.
In den USA erwartet Nabaltec eine weiterhin gute Geschäftslage bei Nashtec und eine sukzessive Verbesserung bei Naprotec.
Innerhalb der "Funktionalen Füllstoffe" werden auch im Jahr 2023 die Feinsthydroxide der mit Abstand wichtigste Produktbereich bleiben. Der Produktbereich Böhmit wird aufgrund der erwarteten Entwicklung in der Elektromobilität weiter an Bedeutung gewinnen, wenngleich der prognostizierte Kapazitätsaufbau von Batteriezellen in Europa immer noch auf sich warten lässt. Im Produktsegment "Spezialoxide" werden die wertschöpfungsstarken Produkte auch weiter an Bedeutung gewinnen.
PROGNOSE DER ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Aufgrund des konjunkturellen und branchenbezogenen Umfelds sowie der zu Beginn des Jahres realisierten Preiserhöhungen erwartet Nabaltec für das Jahr 2023 ein Umsatzwachstum in einer Bandbreite von 3 % bis 5 %. Ergebnisseitig erwartet Nabaltec eine EBIT-Marge in einer Bandbreite von 8 % bis 10 %. Die Prognose basiert auf der Annahme, dass sich trotz des weiterhin vorherrschenden Kriegs in der Ukraine die Wirtschaft und die für Nabaltec relevanten Branchen stabil entwickeln werden. Zum Zeitpunkt der Erstellung der Prognose Anfang März 2023 ist weiterhin unklar, in welcher Geschwindigkeit oder mit welcher Dynamik sich die wirtschaftliche Lage global und in den für Nabaltec relevanten Märkten erholen wird. Die hohe Inflation, steigende Zinsen und eine unsichere Lage bremsen weltweit Konsum und Investitionen. Bei fortwährenden negativen volkswirtschaftlichen Verwerfungen aufgrund der geopolitischen Lage sind negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht auszuschließen.
HINWEIS AUF UNSICHERHEITEN IM AUSBLICK
Die beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf heutigen Erwartungen und Annahmen. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Geschäftsergebnisse von den hier getroffenen zukunftsgerichteten Aussagen und Prognosen abweichen.
3.2 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
Die Bedeutung des Risikomanagements für den Nabaltec-Konzern ergibt sich aus der unternehmerischen Tätigkeit und den globalen Aktivitäten in einem entsprechend internationalen Wettbewerbs- und regulatorischen Umfeld sowie der Gesamtkomplexität der globalen Wirtschaft. Der Erfolg des Nabaltec-Konzerns wird ganz wesentlich durch das Erkennen der damit verbundenen Chancen und Risiken sowie den bewussten Umgang mit ihnen und die Beherrschung der Risiken beeinflusst. Ein wirksames Risikomanagement ist ein Kernelement für die langfristige Sicherung des Unternehmens, seines wirtschaftlichen Erfolgs auf den internationalen Märkten und für die erfolgreiche nachhaltige Weiterentwicklung in der Zukunft.
Nabaltec entwickelt das Risikomanagement im Unternehmen und im Konzern ständig weiter. Durch die Fortentwicklung der Instrumente der Risikovorsorge auf allen Gebieten können Gefährdungen für das Unternehmen frühzeitig erkannt und ausgeschlossen werden. Integrale Bestandteile sind das Risikomanagement als fortlaufender Prozess, das Risiko-Controlling, eine umfassende Kommunikation und Dokumentation sowie ein internes Überwachungssystem. Alle intern und extern erkennbaren Risiken werden möglichst lückenlos erfasst, dokumentiert, bewertet und in eine Risikomatrix eingebunden. Diese Risikomatrix stellt das Grundgerüst für die Bewertung möglicher Risikolagen sowie zur Identifizierung der Schlüsselrisiken dar.
Ausgangspunkt der konkreten Prozesse im Risikomanagement von Nabaltec sind die Identifikation und Bewertung der unterschiedlichen Risikoarten und -profile, die vom Controlling überwacht und kontrolliert werden. Berichte über die Risiken des Geschäfts sowie laufende Statusberichte werden für den Vorstand erstellt und im Führungskreis diskutiert. Wichtiges Element ist dabei auch die umfassende operative Planung mit Zielvereinbarungen, die durch regelmäßige Vorschaurechnungen ergänzt wird.
Um mittel- und langfristige Chancen zu nutzen und um Risiken erkennen zu können, hat Nabaltec ein System der strategischen Planung eingeführt. In den Strategiefindungsprozess sind alle relevanten Bereiche eingebunden. Risiken, die aus wettbewerbs-, kartell-, steuer- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen, begegnet Nabaltec bereits im Vorfeld durch die Einbindung von Experten. Maßnahmen zur Qualitätssicherung begrenzen Produkt- und Umweltrisiken. Dazu gehören beispielsweise die Zertifizierung der Aktivitäten nach internationalen Normen, die ständige Verbesserung von Anlagen und Verfahren, die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten sowie die Mitarbeit in internationalen Fachgremien.
Zum Risikomanagement gehört auch die regelmäßige Überprüfung der Effizienz der verwendeten Sicherungsinstrumente und der Zuverlässigkeit der Kontrollsysteme. Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen die entsprechenden Versicherungen, die die finanziellen Auswirkungen auf Liquidität, Finanzlage und Ertragssituation begrenzen und existenzgefährdende Situationen möglichst ausschließen.
ABSATZMARKT
Wesentliche absatzseitige Risiken sind der mögliche Verlust wichtiger Key Accounts, Marktanteilsverluste aufgrund von technologischen Neuentwicklungen oder das Vordringen von Wettbewerbern. Aufgrund der guten Positionierung von Nabaltec sowie eines permanenten Monitorings der Zielmärkte können diese Risiken begrenzt und die entsprechenden Marktmechanismen gleichzeitig als Chance im globalen Wettbewerb genutzt werden.
Geopolitische Risiken, insbesondere der fortwährende Russland-Ukraine-Konflikt, können zu einer Beeinträchtigung auf der Absatzseite führen. Der Anteil am Gesamtumsatz in den beiden Ländern war vor Ausbruch des Kriegs mit rund 4 % überschaubar. Dennoch bestehen Risiken auch für Nabaltec in Abhängigkeit von potenziellen volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts. Wirtschaftliche Rezession, Inflation sowie eine europäische oder globale Energiekrise können sich auch mittel- und langfristig negativ auf die Absatzsituation von Nabaltec auswirken. Weiterhin bestehen Risiken im Zusammenhang mit der Markterschließung von Naprotec Produkten in den USA. Ebenso bleiben bei einer erneuten Pandemiesituation negative Auswirkungen auf den Absatzmarkt nicht ausgeschlossen.
BESCHAFFUNGSMARKT
Nabaltec beobachtet die wirtschaftliche Situation seiner Zulieferer sehr aufmerksam und hat für alle Produkte gezielt Alternativen aufgebaut. Die gegenwärtige Energiesituation in Europa führt dazu, dass Nabaltec verstärkt Lieferanten außerhalb Europas einbindet, was erhöhten Aufwand und Risiken in der Logistik zur Folge hat. In der Rohstoffversorgung arbeitet Nabaltec gewöhnlich mit mittel- und langfristigen Lieferverträgen. Die Versorgung mit den für den Produktionsprozess wichtigsten Energieträgern wie Elektrizität, Gas und Dampf ist gesichert, jedoch haben sich infolge des Kriegs in der Ukraine die Energiekosten stark nach oben entwickelt. Ein langfristiger Gasvertrag aus dem Jahr 2020 mit Laufzeit bis Ende 2024 wirkt noch dämpfend auf die Kostensteigerungen. In Anbetracht des Russland-Ukraine-Konflikts kann es allerdings durch weiter steigende Energiekosten sowie mögliche Versorgungsengpässe zu negativen Auswirkungen auf Nabaltec kommen.
Die Zertifizierung des Energiemanagementsystems nach ISO 50001 unterstützt diese Bestrebungen. Darüber hinaus wird permanent an der Optimierung der Produktionsprozesse zur Senkung des spezifischen Energieverbrauchs gearbeitet.
Den im Jahr 2022 stark gestiegenen Preisen am Beschaffungsmarkt, sowohl für Rohstoffe als auch für Energie, konnte sich auch Nabaltec nicht entziehen. Die überproportionalen Kostensteigerungen im Bereich der Rohstoffe und Energie werden sich auch im Geschäftsjahr 2023 fortsetzen.
Ein weiteres Risiko sind überproportional steigende Logistikkosten. Diesem Risiko kann Nabaltec einerseits durch eine Beteiligung der Kunden an den Logistikkosten und andererseits durch einen ausgewogenen Logistikmix begegnen. Beispielsweise verfügt Nabaltec über einen eigenen Gleisanschluss, der die Bahn als Transportmittel sehr attraktiv macht.
FINANZMARKT
Devisenkursrisiken werden, wenn nötig, gezielt durch Kurssicherungsmaßnahmen im US-Dollar-Bereich begrenzt. Der Nabaltec-Konzern verfügt über eine detaillierte Finanz- und Liquiditätsplanung, die regelmäßig einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen wird. Im Falle von zusätzlichem Liquiditätsbedarf werden entsprechende Finanzierungsmaßnahmen eingeleitet. Dem Zinsänderungsrisiko begegnet Nabaltec teilweise durch Absicherung. Zum 31. Dezember 2022 bestanden diesbezüglich keine Sicherungsgeschäfte.
Die Kreditverträge der Nabaltec unterliegen Financial Covenants, die sich an den Leverage Coverage Ratios bemessen. Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, bei Nichteinhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen oder von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch zu machen. Im Geschäftsjahr kam es zu keinen Verletzungen der zum 31. Dezember 2022 geltenden Covenants.
Mithilfe von Factoring kann ein wesentlicher Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen finanziert werden.
PERSONALBEREICH
Personalrisiken ergeben sich insbesondere durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. Nabaltec begrenzt diese Risiken durch intensive Weiterbildungs- und Nachwuchskräfteprogramme zur Steigerung der Qualifikation der Mitarbeiter sowie durch leistungsgerechte Vergütung, durch Stellvertreterregelungen, die den Ausfall von Schlüsselkräften abfedern, und durch frühzeitige Nachfolgeplanungen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen, auch im Konzern, gute Karrierechancen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten an. Die eigene Marktstellung, das erarbeitete Renommee in der Branche, die hohe Verlässlichkeit und die bekanntermaßen starke Ausrichtung auf Forschung und Entwicklung machen Nabaltec in den eigenen Marktsegmenten und der Region zu einem attraktiven Arbeitgeber.
PRODUKTIONS-, PROZESS- UND IT-BEREICH
Nabaltec verfügt über ein integriertes Qualitätsmanagementsystem mit Zertifizierung nach ISO 9001, das unternehmensweit umgesetzt ist. Deshalb hält Nabaltec die produktionsspezifischen Risiken für überschaubar und beherrschbar. Bei den geschäftskritischen IT-Anwendungen baut die Nabaltec auf standardisierte Programme und redundant ausgelegte, qualitativ hochwertige Hardware. Die regelmäßig überprüfte Zugriffsstruktur gewährleistet den Datenschutz; die Datensicherheit besteht aufgrund entsprechend allgemein etablierter Verfahren. Die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien auf Basis der Gesetzeslage ist im Unternehmen und Konzern gesichert und wird zusätzlich durch einen externen Datenschutzbeauftragten überwacht.
UMWELTSCHUTZ
Umweltrisiken können aus dem Überschreiten der zulässigen Grenzwerte für Lärm- und Staubbelastung oder durch den Austritt von Gefahrstoffen entstehen. Diesen Risiken tritt Nabaltec durch ein umfangreiches Umweltmanagement nach ISO 14001 entgegen, das zertifiziert ist sowie regelmäßig weiterentwickelt und auditiert wird. Die Produktionsprozesse von Nabaltec basieren auf weitgehend geschlossenen Kreisläufen, z. B. für Wasser und Lauge.
TECHNOLOGISCHE WEITERENTWICKLUNG
Mögliche technologische Risiken können durch die Substitution der Nabaltec-Produkte bei den Kunden aufgrund von Technologiewechseln, durch die Nichtnutzung neuer Technologien oder das Nichterkennen technologischer Entwicklungen seitens Nabaltec entstehen. Als Innovationsführer minimiert Nabaltec diese Risiken durch ständige, intensive Anstrengungen in der Forschung und Entwicklung und die ausgeprägte Kundennähe. In technologischen Weiterentwicklungen liegen vielmehr zahlreiche Chancen für Nabaltec, mit der eigenen Qualität Wettbewerbsvorteile zu generieren, durch schnelle Produktanpassungen neue Märkte zu besetzen sowie gemeinsam mit den Kunden Prozess-, Verarbeitungs- und Qualitätsvorteile und damit die Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg zu schaffen.
GESETZLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen könnten Risiken für Nabaltec entstehen lassen. Derzeit - und auf mittel- und langfristige Sicht ist keine Trendumkehr zu erkennen - sorgen regulatorische Änderungen vielmehr für zusätzliche Marktchancen. Denn im weltweiten Maßstab werden umweltschonende Produkte wie die von Nabaltec nachhaltig forciert, um umweltbelastende Materialien aus dem Stoffkreislauf zu entfernen.
Nabaltec unterliegt als energieintensiver Betrieb, der im internationalen Wettbewerb steht, diversen energie- und klimarechtlichen Regularien, wie unter anderem dem nationalen CO 2 -Preis. Durch veränderte oder neue gesetzliche Regelungen kann hieraus eine steigende Kostenbelastung bei Nabaltec resultieren.
GESAMTBEURTEILUNG DER CHANCEN- UND RISIKOLAGE DES KONZERNS
Aufgrund der beschriebenen ständigen Beobachtung der für Nabaltec relevanten Märkte sowie wegen der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Produkte und der Anpassung an die Bedürfnisse aktueller und potenzieller Kunden bestehen derzeit - vorbehaltlich unerwarteter, gravierend negativer wirtschaftlicher Folgewirkungen des Kriegs in der Ukraine - nach Ansicht des Vorstands keine wesentlichen Risiken für die künftige Entwicklung der Nabaltec AG und des Konzerns. Insgesamt sind die Risiken im Unternehmen und im Konzern nach unserer Beurteilung in ihrer möglichen Wirkung begrenzt. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens oder des Konzerns gefährden, sind derzeit nicht zu erkennen.
Schwandorf, 31. März 2023
Nabaltec AG
Der Vorstand
JOHANNES HECKMANN
GUNTHER SPITZER
DR. ALEXANDER RISCH
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022
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| in TEUR | siehe Anhang | 01.01.-31.12.2022 | 01.01.-31.12.2021 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 5.1 | 218.839 | 187.017 |
| Veränderung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen | 3.603 | -287 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 5.2 | 513 | 498 |
| Gesamtleistung | 222.955 | 187.228 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5.3 | 3.486 | 2.678 |
| Materialaufwand | 5.4 | -106.399 | -88.151 |
| Rohergebnis | 120.042 | 101.755 | |
| Personalaufwand | 5.5 | -39.576 | -34.839 |
| Abschreibungen | 5.7 | -13.202 | -12.737 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 5.8 | -38.097 | -29.628 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 29.167 | 24.551 | |
| Sonstige Finanzerträge | 5.10 | 13 | 0 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 5.11 | 399 | 58 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 5.12 | -2.126 | -1.826 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 27.453 | 22.783 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1 | 5.13 | -1.078 | -6.522 |
| Konzernjahresergebnis nach Steuern | 26.375 | 16.261 | |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 7.5 | 3,00 | 1,85 |
| Konzernjahresergebnis nach Steuern | 26.375 | 16.261 | |
| Posten, die zukünftig möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | |||
| Fremdwährungsumrechnung (nach Steuern) | 5.13 | 1.440 | 1.923 |
| Nettoergebnis aus Hedge Accounting (nach Steuern) | 5.13 | 208 | 412 |
| Summe | 1.648 | 2.335 | |
| Posten, die zukünftig nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | - | - | |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (nach Steuern) | 5.13 | 11.148 | 1.063 |
| Summe | 11.148 | 1.063 | |
| Sonstiges Ergebnis gesamt | 5.13 | 12.796 | 3.398 |
| Gesamtergebnis | 39.171 | 19.659 |
1 davon Sondereffekt Kontenausgleich Nashtec in Höhe von TEUR 6.784 im Jahr 2022
KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022
AKTIVA
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| in TEUR | siehe Anhang | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 135.315 | 122.516 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 575 | 396 | |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 6.1 | 348 | 341 |
| Geleistete Anzahlungen | 6.1 | 227 | 55 |
| Sachanlagen | 118.789 | 119.904 | |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 6.2 | 36.141 | 36.462 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 6.2 | 70.145 | 74.918 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.2 | 4.334 | 3.792 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 6.2 | 8.169 | 4.732 |
| Finanzanlagen | 0 | 78 | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.3 | 0 | 78 |
| Sonstige Vermögenswerte | 6.7 | 15.000 | 0 |
| Aktive latente Steuern | 5.13 | 951 | 2.138 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 145.754 | 98.190 | |
| Vorräte | 45.737 | 33.935 | |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.4 | 30.591 | 22.532 |
| Unfertige Erzeugnisse | 6.4 | 1.715 | 1.241 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 6.4 | 13.431 | 10.162 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen | 12.503 | 12.049 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.5 | 6.451 | 5.457 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 6.6 | 903 | 432 |
| Sonstige Vermögenswerte | 6.7 | 5.149 | 6.160 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.8 | 87.514 | 52.206 |
| SUMME AKTIVA | 281.069 | 220.706 | |
| PASSIVA | |||
| in TEUR | siehe Anhang | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Eigenkapital | 133.465 | 96.494 | |
| Gezeichnetes Kapital | 6.9 | 8.800 | 8.800 |
| Kapitalrücklage | 6.9 | 47.029 | 47.029 |
| Andere Gewinnrücklage | 6.9 | 9.699 | 9.699 |
| Ergebnisvortrag | 6.9 | 44.180 | 30.119 |
| Konzernjahresergebnis nach Steuern | 26.375 | 16.261 | |
| Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | 6.9 | -2.618 | -15.414 |
| Langfristige Schulden | 122.686 | 44.587 | |
| Pensionsrückstellungen | 6.10 | 27.985 | 43.269 |
| Sonstige Rückstellungen | 6.10 | 1.286 | 1.318 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6.11 | 89.954 | 0 |
| Passive latente Steuern | 5.13 | 3.461 | 0 |
| Kurzfristige Schulden | 24.918 | 79.625 | |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 6.11 | 2.949 | 3.677 |
| Sonstige Rückstellungen | 6.10 | 577 | 485 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6.11 | 783 | 59.268 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.11 | 15.087 | 10.681 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6.11 | 5.522 | 5.514 |
| SUMME PASSIVA | 281.069 | 220.706 |
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022
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| in TEUR | siehe Anhang | 01.01.-31.12.2022 | 01.01.-31.12.2021 |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | |||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 27.453 | 22.783 | |
| + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 5.7 | 13.202 | 12.737 |
| -/+ Gewinn/Verlust aus Anlagenabgang | -2 | 1 | |
| - Zinserträge | 5.11 | -399 | -58 |
| + Zinsaufwendungen | 5.12 | 2.126 | 1.826 |
| Operatives Ergebnis vor Working-Capital-Veränderungen | 42.380 | 37.289 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 55 | -54 | |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 17 | -807 | |
| +/- Bestandsminderung/Bestandserhöhung der Vorräte | 6.4 | -11.802 | -1.047 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 4.731 | 550 | |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern | 35.381 | 35.931 | |
| - Gezahlte Ertragsteuern | -2.944 | -2.767 | |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 32.437 | 33.164 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | |||
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 2 | 5 | |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | 6.2 | -10.487 | -6.651 |
| - Auszahlungen für Investitionen in immaterielles Anlagevermögen | 6.1 | -325 | -90 |
| - Auszahlungen für Anlagen in Festgelder mit Laufzeit > 3 Monate | -15.000 | 0 | |
| + Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens | 77 | 0 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -25.733 | -6.736 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | |||
| - Dividenden | -2.200 | 0 | |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 6.11 | 89.950 | 0 |
| - Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten | 6.11 | -59.000 | 0 |
| - Gezahlte Zinsen | -1.124 | -1.431 | |
| + Erhaltene Zinsen | 343 | 8 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 27.969 | -1.423 | |
| Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 34.673 | 25.005 | |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 635 | 847 | |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 6.8 | 52.206 | 26.354 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 6.8 | 87.514 | 52.206 |
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022
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| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Andere Gewinnrücklage | Ergebnisvortrag inkl. Konzernjahresergebnis |
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2021 | 8.800 | 47.029 | 9.699 | 30.119 |
| Dividendenzahlungen | - | - | - | 0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | - | - | - | - |
| Fremdwährungsumrechnung | - | - | - | - |
| Nettoergebnis aus Hedge Accounting | - | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | - |
| Konzernjahresergebnis nach Steuern | - | - | - | 16.261 |
| Gesamtergebnis | - | - | - | 16.261 |
| Stand 31.12.2021 | 8.800 | 47.029 | 9.699 | 46.380 |
| Stand 01.01.2022 | 8.800 | 47.029 | 9.699 | 46.380 |
| Dividendenzahlungen | - | - | - | -2.200 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | - | - | - | - |
| Fremdwährungsumrechnung | - | - | - | - |
| Nettoergebnis aus Hedge Accounting | - | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | - |
| Konzernjahresergebnis nach Steuern | - | - | - | 26.375 |
| Gesamtergebnis | - | - | - | 26.375 |
| Stand 31.12.2022 | 8.800 | 47.029 | 9.699 | 70.555 |
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| in TEUR | Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | Konzern Eigenkapital |
|---|---|---|
| Stand 01.01.2021 | -18.812 | 76.835 |
| Dividendenzahlungen | - | 0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 1.063 | 1.063 |
| Fremdwährungsumrechnung | 1.923 | 1.923 |
| Nettoergebnis aus Hedge Accounting | 412 | 412 |
| Sonstiges Ergebnis | 3.398 | 3.398 |
| Konzernjahresergebnis nach Steuern | - | 16.261 |
| Gesamtergebnis | 3.398 | 19.659 |
| Stand 31.12.2021 | -15.414 | 96.494 |
| Stand 01.01.2022 | -15.414 | 96.494 |
| Dividendenzahlungen | - | -2.200 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 11.148 | 11.148 |
| Fremdwährungsumrechnung | 1.440 | 1.440 |
| Nettoergebnis aus Hedge Accounting | 208 | 208 |
| Sonstiges Ergebnis | 12.796 | 12.796 |
| Konzernjahresergebnis nach Steuern | - | 26.375 |
| Gesamtergebnis | 12.796 | 39.171 |
| Stand 31.12.2022 | -2.618 | 133.465 |
ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022
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| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.2022 | Zugang | Abgang | Umbuchung | Währungsdifferenzen | Stand 31.12.2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.561 | 325 | 0 | 0 | 0 | 3.886 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3.506 | 99 | 0 | 54 | 0 | 3.659 |
| Geleistete Anzahlungen | 55 | 226 | 0 | -54 | 0 | 227 |
| Sachanlagen | 302.735 | 10.487 | 64 | 0 | 4.492 | 317.650 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 65.185 | 1.140 | 0 | 2 | 1.088 | 67.415 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 218.405 | 2.997 | 0 | 1.394 | 3.294 | 226.090 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 14.413 | 1.434 | 64 | 112 | 81 | 15.976 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 4.732 | 4.916 | 0 | -1.508 | 29 | 8.169 |
| Finanzanlagen | 78 | 0 | 78 | 0 | 0 | 0 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 78 | 0 | 78 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Anlagevermögen | 306.374 | 10.812 | 142 | 0 | 4.492 | 321.536 |
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| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.2022 | Zugang | Abgang | Währungsdifferenzen | Stand 31.12.2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.165 | 146 | 0 | 0 | 3.311 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3.165 | 146 | 0 | 0 | 3.311 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 182.831 | 13.056 | 64 | 3.038 | 198.861 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 28.723 | 1.766 | 0 | 785 | 31.274 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 143.487 | 10.269 | 0 | 2.189 | 155.945 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 10.621 | 1.021 | 64 | 64 | 11.642 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Anlagevermögen | 185.996 | 13.202 | 64 | 3.038 | 202.172 |
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| Buchwert | ||
|---|---|---|
| in TEUR | Stand 31.12.2022 | Stand 31.12.2021 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 575 | 396 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 348 | 341 |
| Geleistete Anzahlungen | 227 | 55 |
| Sachanlagen | 118.789 | 119.904 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 36.141 | 36.462 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 70.145 | 74.918 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.334 | 3.792 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 8.169 | 4.732 |
| Finanzanlagen | 0 | 78 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 78 |
| Summe Anlagevermögen | 119.364 | 120.378 |
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2021
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| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.2021 | Zugang | Abgang | Umbuchung | Währungsdifferenzen | Stand 31.12.2021 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.534 | 90 | 63 | 0 | 0 | 3.561 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3.445 | 57 | 63 | 67 | 0 | 3.506 |
| Geleistete Anzahlungen | 89 | 33 | 0 | -67 | 0 | 55 |
| Sachanlagen | 290.605 | 6.651 | 316 | 0 | 5.795 | 302.735 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 63.554 | 123 | 0 | 90 | 1.418 | 65.185 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 206.343 | 3.007 | 28 | 4.836 | 4.247 | 218.405 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 13.907 | 666 | 288 | 24 | 104 | 14.413 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 6.801 | 2.855 | 0 | -4.950 | 26 | 4.732 |
| Finanzanlagen | 78 | 0 | 0 | 0 | 0 | 78 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 78 | 0 | 0 | 0 | 0 | 78 |
| Summe Anlagevermögen | 294.217 | 6.741 | 379 | 0 | 5.795 | 306.374 |
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| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.2021 | Zugang | Abgang | Währungsdifferenzen | Stand 31.12.2021 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.082 | 146 | 63 | 0 | 3.165 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3.082 | 146 | 63 | 0 | 3.165 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 166.665 | 12.591 | 311 | 3.886 | 182.831 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 25.983 | 1.731 | 0 | 1.009 | 28.723 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 130.739 | 9.976 | 24 | 2.796 | 143.487 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 9.943 | 884 | 287 | 81 | 10.621 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Anlagevermögen | 169.747 | 12.737 | 374 | 3.886 | 185.996 |
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| Buchwert | ||
|---|---|---|
| in TEUR | Stand 31.12.2021 | Stand 31.12.2020 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 396 | 452 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 341 | 363 |
| Geleistete Anzahlungen | 55 | 89 |
| Sachanlagen | 119.904 | 123.940 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 36.462 | 37.571 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 74.918 | 75.604 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.792 | 3.964 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 4.732 | 6.801 |
| Finanzanlagen | 78 | 78 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 78 | 78 |
| Summe Anlagevermögen | 120.378 | 124.470 |
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022
1. ALLGEMEINES
Die Nabaltec AG mit Sitz in Schwandorf, Deutschland, 1 wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 14. Dezember 1994 unter der Firma Nabaltec GmbH mit Sitz in Schwandorf (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Amberg unter HRB 3920) gegründet. Sie übernahm im Jahr 1995 den Geschäftsbetrieb der Sparte Spezialoxide von der VAW aluminium AG. Im Jahr 2006 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft.
Gegenstand des Unternehmens ist gemäß § 2 der Satzung die Herstellung von Produkten auf Basis mineralischer Rohstoffe, insbesondere unter Verwendung von Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid, und der Vertrieb dieser Produkte.
Die Aktien der Nabaltec AG sind seit dem 24. November 2006 an der Frankfurter Wertpapierbörse im Open Market notiert. Sie werden seit dem 1. März 2017 in das Marktsegment "Scale" einbezogen.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 31. März 2023 durch den Vorstand freigegeben.
2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind stetig angewendet worden.
2.1 GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG
Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 wurde in Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die IFRS umfassen die vom International Accounting Standards Board veröffentlichten IFRS, die International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und des früheren Standing Interpretations Committee (SIC).
Es handelt sich um den Konzernabschluss der Nabaltec AG. Alle für das Geschäftsjahr 2022 gültigen bzw. von der EU übernommenen Standards wurden, soweit sie für den Konzernabschluss einschlägig sind, angewendet.
Das Geschäftsjahr der Nabaltec AG verläuft jeweils vom 1. Januar bis zum 31. Dezember.
Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) dargestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Beträge entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (TEUR) auf- oder abgerundet. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben Differenzen auftreten können.
Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Konzernanhang gegebenenfalls detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden.
Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
1 Nabaltec AG, Alustraße 50 - 52, 92421 Schwandorf, Deutschland
2.2 ANGEWANDTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS
Für das Geschäftsjahr 2022 wurden alle Rechnungslegungsstandards angewandt, die für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2022 beginnen, verpflichtend anzuwenden sind. Dies umfasst insbesondere auch die folgenden Standards und Interpretationen, die erstmalig anzuwenden waren:
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| ― | Änderungen an IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) - Verweis auf das Rahmenkonzept: Im Mai 2020 hat das IASB Änderungen an IFRS 3 veröffentlicht. Mit den Änderungen wird der Verweis auf das 1989 veröffentlichte Rahmenkonzept für die Aufstellung und Darstellung von Abschlüssen durch einen Verweis auf das im März 2018 veröffentlichte Rahmenkonzept für die Finanzberichterstattung ersetzt, ohne die bestehenden Regelungen des Standards signifikant zu ändern. Das Board hat darüber hinaus eine Ausnahmeregelung in Bezug auf die Grundsätze für den Ansatz in IFRS 3 eingeführt, um zu vermeiden, dass bei separat erfassten Schulden und Eventualschulden im Anwendungsbereich von IAS 37 oder IFRIC 21 Abgaben sogenannter Day-2-Gewinne oder -Verluste entstehen. Gleichzeitig beschloss das Board, den Standard um eine klarstellende Aussage zu ergänzen, dass die bestehenden Regelungen für Eventualforderungen in IFRS 3 durch den Ersatz des Verweises auf das Rahmenkonzept für die Aufstellung und Darstellung von Abschlüssen nicht berührt werden. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da es während des Berichtszeitraums keine Sachverhalte gab, die in den Anwendungsbereich dieser Änderungen fallen. |
| ― | Änderungen an IAS 16 (Sachanlagen) - Erzielung von Erlösen, bevor sich ein Vermögenswert in seinem betriebsbereiten Zustand befindet: Im Mai 2020 hat das IASB Änderungen an IAS 16 veröffentlicht. Danach wird es Unternehmen künftig nicht mehr gestattet sein, Erlöse aus dem Verkauf von Gütern, die produziert werden, während eine Sachanlage zu dem Standort und in den vom Management beabsichtigten betriebsbereiten Zustand gebracht wird, von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Sachanlage abzuziehen. Stattdessen sind diese Erlöse zusammen mit den Herstellungskosten der Sachanlagen in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Die Änderungen sind rückwirkend auf Sachanlagen anzuwenden, die am oder nach dem Beginn der frühesten in dem Abschluss, in dem die Änderungen erstmals angewendet werden, dargestellten Berichtsperiode in einen betriebsbereiten Zustand gebracht wurden. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da es während des Berichtszeitraums keine Sachverhalte gab, die in den Anwendungsbereich dieser Änderungen fallen. |
| ― | Änderungen an IAS 37 (Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen) - Belastende Verträge hinsichtlich Kosten für die Erfüllung eines Vertrags: Im Mai 2020 hat das IASB Änderungen an IAS 37 veröffentlicht, um zu konkretisieren, welche Kosten ein Unternehmen bei der Beurteilung, ob ein Vertrag belastend oder verlustbringend ist, zu berücksichtigen hat. Die Änderung stellt auf Kosten ab, die sich direkt auf den Vertrag beziehen (directly related cost approach). Die Kosten im Zusammenhang mit der Erfüllung von Verträgen über die Lieferung von Gütern oder die Erbringung von Dienstleistungen umfassen sowohl die direkt zurechenbaren (inkrementellen) Kosten der Vertragserfüllung als auch Gemeinkosten, die sich unmittelbar auf Tätigkeiten zur Vertragserfüllung beziehen. Allgemeine Verwaltungskosten stehen in keinem direkten Zusammenhang mit dem Vertrag und fallen somit nicht unter die Vertragserfüllungskosten, es sei denn, eine Weiterbelastung an den Kunden ist im Vertrag ausdrücklich vorgesehen. Der Konzern hat die Änderungen auf Verträge angewandt, bei denen zu Beginn der Berichtsperiode nicht alle Verpflichtungen erfüllt waren. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da es während des Berichtszeitraums keine Sachverhalte gab, die in den Anwendungsbereich dieser Änderungen fallen. |
| ― | Sammelstandard zur Verbesserung diverser International Financial Reporting Standards (2018-2020): Im Rahmen seines jährlichen Verbesserungsverfahrens an den IFRS hat das IASB für den Zyklus 2018-2020 Änderungen an IFRS 1 (Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards - Erstanwendung durch ein Tochterunternehmen), an IAS 41 (Landwirtschaft - Besteuerung bei Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert) und IFRS 9 (Finanzinstrumente - Gebühren beim 10%-Barwerttest vor Ausbuchung finanzieller Schulden) vorgenommen. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da es während des Berichtszeitraums keine Sachverhalte gab, die in den Anwendungsbereich dieser Änderungen fallen. |
Die folgenden, bereits veröffentlichten, aber noch nicht verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen wurden nicht vorzeitig angewandt:
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―
Änderungen an IAS 1 - Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig: Im Januar 2020 hat das IASB Änderungen an den Paragrafen 69 bis 76 des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" veröffentlicht, um die Vorschriften für die Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig zu präzisieren. Die Änderungen stellen Folgendes klar:
| ― | Es wird das Recht, die Erfüllung einer Schuld zu verschieben, erläutert. |
| ― | Das Recht auf Verschiebung der Erfüllung einer Schuld muss zum Abschlussstichtag bestehen. |
| ― | Für die Klassifizierung ist es unerheblich, ob das Unternehmen erwartet, dass es dieses Recht auch tatsächlich ausüben wird. |
| ― | Nur wenn es sich bei einem Derivat, das in ein wandelbares Schuldinstrument eingebettet ist, um ein separat zu bilanzierendes Eigenkapitalinstrument handelt, müssen die Bedingungen des Schuldinstruments bei dessen Klassifizierung nicht berücksichtigt werden. |
Die Änderungen gelten für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen, und sind rückwirkend anzuwenden. Die Änderungen werden voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
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| ― | Änderungen an IAS 1 und am Leitliniendokument 2 Angabe der Rechnungslegungsmethoden: Im Februar 2021 hat das IASB Änderungen an IAS 1 und IFRS Practice Statement 2 "Making Materiality Judgements" veröffentlicht. Diese sollen Unternehmen die Beurteilung erleichtern, wann Informationen zu Rechnungslegungsmethoden als "wesentlich" einzustufen und folglich anzugeben sind. Die Änderungen sollen Unternehmen dabei unterstützen, Abschlussadressaten hilfreichere Angaben zu Rechnungslegungsmethoden bereitzustellen, indem die Anforderung, "maßgebliche" (significant) Rechnungslegungsmethoden anzugeben, ersetzt wird durch die Anforderung, "wesentliche" (material) Informationen zu Rechnungslegungsmethoden anzugeben, und Leitlinien hinzugefügt werden, um die Anwendung des Wesentlichkeitskonzepts bei der Beurteilung der Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden zu unterstützen. Die Änderungen an IAS 1 sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Da die Änderungen am Practice Statement 2 unverbindliche Anwendungsleitlinien für die Definition von "wesentlich" in Bezug auf Informationen zu Rechnungslegungsmethoden enthalten, wurde ein Zeitpunkt des Inkrafttretens für die Änderungen als nicht notwendig erachtet. Der Konzern geht davon aus, dass die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden haben werden; eine vorzeitige Anwendung durch Nabaltec ist nicht vorgesehen. |
| ― | Änderungen an IAS 8: Definition rechnungslegungsbezogener Schätzungen: Im Februar 2021 hat das IASB Änderungen an IAS 8 veröffentlicht, mit denen eine neue Definition für rechnungslegungsbezogene Schätzungen eingeführt wurde. Die Änderungen stellen klar, inwiefern sich Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen von Änderungen der Rechnungslegungsmethoden und Fehlerkorrekturen unterscheiden. Sie erläutern außerdem, wie Unternehmen rechnungslegungsbezogene Schätzungen mithilfe von Bemessungstechniken und Inputfaktoren vornehmen können. Die Änderungen gelten für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen, und sind auf Änderungen von Rechnungslegungsmethoden und von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen anzuwenden, die zu oder nach Beginn dieses Geschäftsjahres erfolgen. Eine frühere Anwendung ist zulässig, sofern diese Tatsache angegeben wird. Der Konzern geht davon aus, dass die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden; eine vorzeitige Anwendung durch Nabaltec ist nicht vorgesehen. |
| ― | Änderungen an IAS 12 Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion entstehen: Im Mai 2021 hat das IASB Änderungen an IAS 12 veröffentlicht. Das IASB reagierte damit auf bestehende Unsicherheiten bei der Bilanzierung von latenten Steuern im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen und Entsorgungs- bzw. Wiederherstellungsverpflichtungen ("decommissioning obligations"). Werden Vermögenswerte und Schulden erstmalig erfasst, galt schon bislang unter bestimmten Voraussetzungen die sogenannte "initial recognition exemption" (IAS 12.15). In diesen Fällen sind latente Steuern ausnahmsweise nicht anzusetzen. In der Praxis bestand Unsicherheit darüber, ob diese Ausnahmeregelung auch für Leasingverhältnisse und Entsorgungs- bzw. Wiederherstellungsverpflichtungen gilt. Um eine einheitliche Anwendung des Standards zu gewährleisten, hat das IASB eine eng begrenzte Änderung an IAS 12 vorgenommen. Aufgrund der Änderung an IAS 12 gilt die initial recognition exemption nicht mehr für solche Transaktionen, in denen beim erstmaligen Ansatz sowohl abziehbare als auch steuerbare temporäre Differenzen in gleicher Höhe entstehen, auch wenn die sonstigen bisher schon gültigen Voraussetzungen erfüllt sind. Es handelt sich somit um eine Rückausnahme von der initial recognition exemption für eng umrissene Fälle. Die Änderungen führen dazu, dass latente Steuern z. B. auf beim Leasingnehmer bilanzierte Leasingverhältnisse und auf Entsorgungs- bzw. Wiederherstellungsverpflichtungen anzusetzen sind. Die Änderungen sind für Berichtsperioden ab dem 1. Januar 2023 anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung der Änderungen ist zulässig. Der Konzern erwartet keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss; eine vorzeitige Anwendung durch Nabaltec ist nicht vorgesehen. |
| ― | Änderungen an IFRS 16: Das IASB hat am 22. September 2022 Änderungen an IFRS 16 "Leasingverhältnisse" veröffentlicht. Die Änderung betrifft die Bilanzierung von Leasingverbindlichkeiten aus Sale-and-Lease-back-Transaktionen und schreibt vor, dass ein Leasingnehmer im Anschluss an einen Verkauf die Leasingverbindlichkeit so zu bewerten hat, dass er keinen Betrag im Gewinn oder Verlust erfasst, der sich auf das zurückbehaltene Nutzungsrecht bezieht. Die neu eingefügten Paragrafen erläutern unter anderem anhand von Beispielen mögliche Vorgehensweisen, insbesondere bei variablen Leasingzahlungen. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung der Änderungen ist laut IASB - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - zulässig. Der Konzern erwartet keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss; eine vorzeitige Anwendung durch Nabaltec ist nicht vorgesehen. |
2.3 TOCHTERUNTERNEHMEN UND KONSOLIDIERUNGSKREIS
Der Konzernabschluss beinhaltet den Abschluss des Mutterunternehmens und der von ihm beherrschten Unternehmen (seine Tochterunternehmen), soweit sie für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich sind. Die Gesellschaft erlangt die Beherrschung, wenn sie
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| ― | Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, |
| ― | schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und |
| ― | die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. |
Die Zusammensetzung des Konzerns stellt sich wie folgt dar:
ANZAHL DER UNTERNEHMEN
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| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Nabaltec AG und vollkonsolidierte Tochterunternehmen | ||
| Inland | 1 | 1 |
| Ausland | 4 | 4 |
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | ||
| Ausland | 0 | 1 |
Die folgenden Tochterunternehmen wurden in den Konzernabschluss der Nabaltec AG im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:
TOCHTERUNTERNEHMEN
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| Stimmrechts- und Kapitalanteil | ||||
|---|---|---|---|---|
| Firma der Tochtergesellschaft | Hauptgeschäft | Sitz | 31.12.2022 in % |
31.12.2021 in % |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Nashtec LLC | Produktion | Corpus Christi, USA | 100,00 | 100,00 |
| Nabaltec USA Corporation | Verwaltung und Vertrieb | Corpus Christi, USA | 100,00 | 100,00 |
| Naprotec LLC | Produktion | Chattanooga, USA | 100,00 | 100,00 |
| Nabaltec (Shanghai) Trading Co., Ltd. | Marketing und Vertrieb | Shanghai, China | 100,00 | 100,00 |
Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum Konzernabschluss 2021 nicht geändert.
Im Geschäftsjahr 2018 hat die Nabaltec AG Grundstücke und Gebäude in Chattanooga, Tennessee, USA, für die Errichtung einer Produktionsanlage für veredelte Hydroxide erworben. Zu diesem Zweck wurde die Naprotec LLC als Produktionsgesellschaft gegründet. Die Anteile der Naprotec LLC wurden in die ebenfalls im Geschäftsjahr 2018 neu gegründete Tochtergesellschaft Nabaltec USA Corporation eingebracht. In diesem Zusammenhang wurden die Anteile der Nashtec LLC gleichfalls in die Nabaltec USA Corporation eingebracht.
Die Nabaltec AG hat darüber hinaus im Oktober 2018 die Nabaltec (Shanghai) Trading Co., Ltd. mit Sitz in Shanghai, China, gegründet. Die Gründung dieser Handelsgesellschaft ist die konsequente Weiterführung des Geschäftsausbaus der Nabaltec im asiatischen Raum.
Das folgende Tochterunternehmen wurde am 21. November 2022 aufgelöst; in den Vorjahreskonzernabschluss ist diese Gesellschaft nicht einbezogen worden, da sie für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht wesentlich war.
TOCHTERUNTERNEHMEN
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| Stimmrechts- und Kapitalanteil | ||||
|---|---|---|---|---|
| Firma der Tochtergesellschaft | Hauptgeschäft | Sitz | 31.12.2022 in % |
31.12.2021 in % |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Nabaltec Asia Pacific K.K. | Marketing und Vertrieb | Tokio, Japan | 0,00 | 100,00 |
Sämtliche Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, die nach nationalem Recht aufgestellt sind, wurden auf IFRS übergeleitet und an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns angepasst.
Die Abschlussstichtage aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften entsprechen jeweils dem 31. Dezember.
2.4 KONSOLIDIERUNGSMETHODEN
Alle konzerninternen Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Erträge, Aufwendungen und Cashflows im Zusammenhang mit Geschäftsvorfällen zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt (date of exchange) zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der nicht kontrollierenden Anteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag nach nochmaliger Überprüfung direkt in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst.
Die Auswirkungen aller wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Dabei werden Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzernunternehmen verrechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen von Vermögenswerten, die noch nicht an Dritte weiterveräußert sind, werden eliminiert. Auf temporäre Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.
Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden vom Zeitpunkt des Beginns bzw. bis zur Beendigung der Beherrschungsmöglichkeit in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung einbezogen.
2.5 WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.
In den in lokaler Währung aufgestellten Jahresabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden monetäre Posten in fremder Währung (liquide Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) zum Stichtagskurs bewertet. Die Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nichtmonetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Kursen angesetzt.
Die Umrechnung des in ausländischer Währung aufgestellten Abschlusses der einbezogenen Gesellschaften erfolgt auf der Grundlage des Konzeptes der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht grundsätzlich selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung identisch mit der Landeswährung der Gesellschaften.
Die Vermögenswerte und Schulden werden folglich zum Stichtagskurs, das Eigenkapital zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral verrechnet und im Eigenkapital gesondert unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen.
Währungsdifferenzen, die sich gegenüber der Vorjahresumrechnung im Konzern ergeben, werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" erfasst.
Die Anfangsbestände der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sind mit dem Stichtagskurs des letzten Bilanzstichtags, die Abschreibungen und alle anderen Bewegungen des Geschäftsjahres mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Als Folge der Umrechnung des Anlagevermögens der ausländischen Tochterunternehmen ergeben sich bei der Entwicklung des Anlagevermögens Umrechnungsdifferenzen, die im Anlagengitter in gesonderten Spalten dargestellt werden.
3. VERWENDUNG VON ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN
Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung bestimmte Annahmen sowie Schätzungen, die Auswirkungen auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen haben. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit kann es jedoch unter Umständen in zukünftigen Perioden zur Notwendigkeit erheblicher Anpassungen des Buchwertes der betroffenen Vermögenswerte und Schulden kommen. Annahmen, Schätzungen und Ermessensentscheidungen aufgrund der Corona-Pandemie und des Krieges in der Ukraine unterliegen wegen der derzeit unabsehbaren weltweiten Folgen einer erhöhten Unsicherheit. Auswirkungen auf den Konzernabschluss können sich weiterhin aus volatilen Fremdwährungskursen, Zahlungsausfällen, sich verändernden Umsatzerlös- und Kostenstrukturen oder unsicheren Prognosen hinsichtlich der Höhe und des Zeitpunkts von Zahlungsflüssen ergeben. Diese Faktoren können sich auf beizulegende Zeitwerte und Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, Höhe und Zeitpunkt der Ergebnisrealisierung auswirken. Insofern können negative Abweichungen von den Annahmen Wertminderungen bzw. andere langfristige Vermögenswerte erforderlich machen, wohingegen positive Abweichungen unter Umständen auch Wertaufholungen auslösen können. Bei der Aktualisierung der im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses getroffenen abschlussrelevanten Schätzungen und Ermessensentscheidungen wurden seitens der Unternehmensleitung verfügbare Informationen insbesondere über die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung sowie länderspezifische staatliche Maßnahmen auf dem aktuell vorhandenen Kenntnisstand berücksichtigt.
Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:
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| ― | Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte: Die festgelegten Nutzungsdauern für das Anlagevermögen basieren auf Schätzungen des Managements. Der Konzern überprüft zum Ende eines jeden Geschäftsjahres die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Während des laufenden Geschäftsjahres kam es nicht zu veränderten Schätzungen von Nutzungsdauern. |
| ― | Für Grundstücke und Gebäude wurde das nach IFRS 1.16 in Verbindung mit IFRS 1.18 bestehende Wahlrecht einer Fair-Value-Bewertung zum Zeitpunkt der IFRS-Eröffnungsbilanz ausgeübt. Die Neubewertung der Grundstücke und Gebäude zum 1. Januar 2007 erfolgte unter Berücksichtigung von externen Sachverständigengutachten mit dem beizulegenden Zeitwert. |
| ― | Pensionen und andere Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses: Die Bewertung der Pensionspläne wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrugen zum 31. Dezember 2022 TEUR 27.985 (Vorjahr: TEUR 43.269). Weitere Einzelheiten sind unter Punkt 6.10 "Kurz- und langfristige Rückstellungen" dargestellt. |
| ― | Bewertung der sonstigen Rückstellungen: Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe der bestmöglichen Schätzung des Betrages, der nach Beurteilung des Managements zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung am Abschlussstichtag notwendig ist. Zum 31. Dezember 2022 betrug der Buchwert der sonstigen Rückstellungen TEUR 1.863 (Vorjahr: TEUR 1.803). Für weitere Ausführungen und Angaben verweisen wir auf die Erläuterungen unter Punkt 6.10 "Kurz- und langfristige Rückstellungen". |
| ― | Ansatz latenter Steuern: Bei der Beurteilung der Realisierbarkeit der latenten Steuern überprüft die Unternehmensleitung, ob es wahrscheinlich ist, dass alle aktiven latenten Steuern realisiert werden. Die endgültige Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern ist davon abhängig, ob in jenen Perioden, in denen die temporären Differenzen abzugsfähig werden, ausreichend steuerpflichtiges Einkommen erzielt wird. Ist dies nicht der Fall, können aktive latente Steuern nicht verwendet und infolgedessen nicht angesetzt werden. Die Höhe der aktiven latenten Steuern (vor Saldierung mit passiven latenten Steuern) zum 31. Dezember 2022 betrug TEUR 6.966 (Vorjahr: TEUR 11.361). |
| ― | Wertminderung von nichtfinanziellen Vermögenswerten: Werthaltigkeitsprüfungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sind anlassbezogen vorzunehmen und basieren grundsätzlich auf geschätzten künftigen abgezinsten Nettozahlungsströmen, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Faktoren wie geringere Umsatzerlöse und daraus resultierende niedrigere Nettozahlungsströme sowie Änderungen der verwendeten Abzinsungsfaktoren können zu einer Wertminderung oder, falls notwendig, zu Zuschreibungen führen. |
Die sich tatsächlich in zukünftigen Perioden einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
4. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
4.1 UMSATZREALISIERUNG
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden entsprechend den Kriterien des IFRS 15 in Höhe der erwarteten Gegenleistung erfasst, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die vereinbarten Güter erlangt und Nutzen aus diesen ziehen kann.
Der Zeitpunkt der Übertragung der Verfügungsgewalt an den gelieferten Gütern stimmt regelmäßig mit dem Lieferzeitpunkt bzw. dem vertraglichen Zeitpunkt des Gefahrenübergangs überein. Die Umsatzerlöse der Nabaltec AG werden ausschließlich zeitpunktbezogen realisiert. Insofern bringt die Umsatzrealisierung bei der Nabaltec AG keine signifikanten Ermessensentscheidungen mit sich. Die Zahlungsziele der Kunden bewegen sich in kurzfristigen Zeiträumen und es bestehen keine Finanzierungskomponenten.
Die Umsatzerlöse werden vermindert um variable Gegenleistungen (Erlösschmälerungen und Skonti) ausgewiesen.
Für detailliertere Angaben verweisen wir auf Punkt 5.1 "Umsatzerlöse".
4.2 AUFWANDSREALISIERUNG
Die Aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Betriebliche Aufwendungen werden dabei mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.
4.3 FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN
Der Nabaltec-Konzern investiert einen Teil seiner finanziellen Ressourcen in Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Neben internen Entwicklungstätigkeiten in Bezug auf die individuelle Weiterentwicklung von entgeltlich erworbener Software umfasst dies insbesondere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten zur Weiterentwicklung bestehender sowie zur Entwicklung neuer Produkte und Verfahren.
Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Ein immaterieller Vermögenswert, der aus der Entwicklung im Rahmen eines einzelnen Projekts entsteht, wird nur dann erfasst, wenn der Konzern die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, damit dieser zur internen Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung steht, sowie die Absicht nachweisen kann, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen. Ferner muss der Konzern die Generierung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen zur Vollendung des Vermögenswertes und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können, belegen.
Nach erstmaligem Ansatz der Entwicklungskosten wird das Anschaffungskostenmodell angewendet, nach dem der Vermögenswert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen anzusetzen ist. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten umfassen die direkt zuordenbaren Personal- und sonstigen Einzelkosten sowie einen angemessenen Teil der Gemeinkosten. Die aktivierten Beträge werden nach Inbetriebnahme über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Der aktivierte Betrag der Entwicklungskosten wird einmal jährlich auf Wertminderung überprüft, wenn der Vermögenswert noch nicht genutzt wird oder wenn unterjährig Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen.
Bei Nabaltec werden grundsätzlich alle wesentlichen Entwicklungskosten aktiviert, die bei intern entwickelter Software in der Phase der Anwendungsentwicklung anfallen. Die Abschreibung dieser Kosten (grundsätzlich nach der linearen Methode) über die zu erwartende Nutzungsdauer beginnt zum Zeitpunkt der technischen Einsetzbarkeit der fertig entwickelten Software.
Da eigene Entwicklungsprojekte häufig behördlichen Genehmigungsverfahren und anderen Unwägbarkeiten unterliegen, sind die Bedingungen für eine Aktivierung der vor der Genehmigung entstandenen Kosten in der Regel nicht erfüllt oder ihr Umfang in der kurzen Phase zwischen Entwicklung bzw. Genehmigung und Markteinführung ist unwesentlich.
Zum 31. Dezember 2022 sind keine Entwicklungskosten aktiviert (Vorjahr: TEUR 0).
4.4 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um entsprechende Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßige Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.
Die planmäßige Abschreibungsdauer beträgt für:
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| ■ EDV-Software | 4 bis 5 Jahre |
Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende jedes Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst. Zum 31. Dezember 2022 sind keine solchen Anpassungen erfolgt.
Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer liegen nicht vor.
Zur Aktivierung von Entwicklungskosten als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wird auf Punkt 4.3 "Forschungs- und Entwicklungskosten" verwiesen.
4.5 SACHANLAGEN
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der zurechenbaren Gemeinkosten sowie gegebenenfalls auch Bauzeitzinsen.
Planmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen.
Die Abschreibungsdauer beträgt für:
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| ■ Betriebs- und Geschäftsgebäude | 20 bis 50 Jahre |
| ■ Technische Anlagen und Maschinen | 5 bis 22 Jahre |
| ■ Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 20 Jahre |
Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende jedes Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst. Zum 31. Dezember 2022 sind keine solchen Anpassungen erfolgt.
4.6 FREMDKAPITALKOSTEN
In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten (das sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen) stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereitstehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Siehe hierzu Punkt 6.2 "Sachanlagen".
Erwirtschaftete Erträge aus der zwischenzeitlichen Anlage speziell aufgenommenen Fremdkapitals, bis zu dessen Ausgabe für qualifizierte Vermögenswerte, werden von den aktivierbaren Fremdkapitalkosten abgezogen.
Alle anderen Fremdkapitalkosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.
4.7 ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden als Minderung der Anschaffungs- und Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswertes (IAS 20.24, Alternative 2) erfasst. Die Auflösung erfolgt über die Nutzungsdauer des geförderten Vermögenswertes in Form von dadurch reduzierten Abschreibungsbeträgen.
4.8 LEASINGVERTRÄGE - KONZERN ALS LEASINGNEHMER
Bei Vertragsbeginn beurteilt der Konzern nach IFRS 16, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswertes gegen Zahlung eines Entgeltes für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren.
Sofern wesentlich, werden entsprechend IFRS 16 im Konzern Vermögenswerte für das gewährte Nutzungsrecht sowie korrespondierend Leasingverbindlichkeiten für die eingegangene Zahlungsverpflichtung zu Barwerten bilanziert. Entsprechend dem Wahlrecht nach IFRS 16.4 werden die Vorschriften seitens des Konzerns nicht auf Leasingverhältnisse über immaterielle Vermögenswerte angewendet.
Nabaltec hat beschlossen, von der Anwendungserleichterung des IFRS 16.5 Gebrauch zu machen und Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, sowie für kurzfristige Leasingverhältnisse nicht anzusetzen. Der Konzern erfasst die mit diesen Leasingverhältnissen in Zusammenhang stehenden Leasingzahlungen über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear als Aufwand.
Zum 31. Dezember 2022 sind aus Wesentlichkeitsaspekten keine Nutzungsrechte aktiviert und entsprechend keine Leasingverbindlichkeiten passiviert (Vorjahr: TEUR 0).
4.9 WERTMINDERUNG VON NICHTFINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN
Die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes von immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird auf Basis der zukünftig aus der Nutzung zu erwartenden Zahlungsströme (abgezinst mit einem risikoadäquaten Zinssatz) sowie auf Basis des Nettoveräußerungspreises überprüft (Impairment-Test), wenn besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen eine Korrektur der geschätzten Nutzungsdauer oder einen Wertverfall anzeigen. An jedem Bilanzstichtag wird eine Einschätzung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass langfristige Vermögenswerte wertgemindert sein könnten. Liegen entsprechende Anhaltspunkte vor, wird der erzielbare Betrag (recoverable amount) des Vermögenswertes bestimmt und seinem Buchwert gegenübergestellt. Können den einzelnen Vermögenswerten keine eigenen, von anderen Vermögenswerten oder anderen Gruppen von Vermögenswerten weitgehend unabhängig generierten Mittelzuflüsse zugeordnet werden, wird deren Werthaltigkeit auf Basis der kleinsten übergeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheit von Vermögenswerten getestet. Des Weiteren erfolgt für noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte jährlich eine Überprüfung auf Wertminderung. Falls der Nettobuchwert von Vermögenswerten größer ist als der erzielbare Betrag (höherer Wert aus Nutzungswert und Nettoveräußerungswert), wird eine außerplanmäßige Abschreibung durchgeführt. Bei der Festlegung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme werden das aktuelle und zukünftig erwartete Ertragsniveau sowie geschäftsfeldspezifische, technologische, wirtschaftliche und allgemeine Entwicklungen berücksichtigt. Wenn der Grund für eine früher durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung entfällt, wird - soweit dies zulässig ist - eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.
4.10 FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Bei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert nach IFRS 9 wie folgt eingestuft und bewertet:
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| ― | Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) |
| ― | Schuldinstrumente zu FVOCI: Investments in Schuldinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis bewertet werden (FVOCI - debt) |
| ― | Eigenkapitalinstrumente zu FVOCI: Eigenkapitalinvestments, die zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis bewertet werden (FVOCI - equity) |
| ― | Finanzielle Vermögenswerte zu FVTPL: Investments zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust (FVTPL) |
Finanzielle Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung nicht reklassifiziert, es sei denn, der Konzern ändert sein Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte. In diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag der Berichtsperiode reklassifiziert, die auf die Änderung des Geschäftsmodells folgt.
Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und er nicht als FVTPL designiert wurde:
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| ― | Der Vermögenswert wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, und |
| ― | die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswertes führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. |
Ein Schuldinstrument wird zu FVOCI designiert, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und es nicht als FVTPL designiert wurde:
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| ― | Das Schuldinstrument wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, sowohl finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten als auch finanzielle Vermögenswerte zu verkaufen; und |
| ― | die Vertragsbedingungen führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. |
Beim erstmaligen Ansatz eines Eigenkapitalinvestments, das nicht zu Handelszwecken gehalten wird, kann der Konzern unwiderruflich wählen, Folgeänderungen im beizulegenden Zeitwert des Investments im sonstigen Ergebnis zu zeigen. Diese Wahl wird einzelfallbezogen für jedes Investment getroffen.
Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI bewertet werden, werden zu FVTPL bewertet. Dies umfasst alle derivativen finanziellen Vermögenswerte sowie zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente und Finanzinstrumente, die freiwillig als FVTPL designiert wurden.
ERSTBEWERTUNG
Beim erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswertes zuzurechnen sind.
Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d. h. an dem Tag, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswertes bzw. der Verbindlichkeit eingegangen wurde, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.
FOLGEBEWERTUNG
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC)
Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten werden mittels der Effektivzinsmethode folgebewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden durch Wertminderungsaufwendungen gemindert. Zinserträge, Währungskursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Das Ergebnis aus der Ausbuchung wird ebenfalls im Gewinn oder Verlust erfasst.
Schuldinstrumente zu FVOCI
Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Zinserträge, die mit der Effektivzinsmethode berechnet werden, Wechselkursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei der Ausbuchung wird das kumulierte sonstige Ergebnis in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Eigenkapitalinvestments zu FVOCI
Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Dividenden werden als Ertrag im Gewinn oder Verlust erfasst, es sei denn, die Dividende stellt offensichtlich eine Deckung eines Teils der Kosten des Investments dar. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst und niemals in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Finanzielle Vermögenswerte zu FVTPL
Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Nettogewinne und -verluste, einschließlich jeglicher Zins- oder Dividendenerträge, werden im Gewinn oder Verlust erfasst.
AUSBUCHUNG FINANZIELLER VERMÖGENSWERTE
Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn das Unternehmen die Verfügungsmacht über die vertraglichen Rechte auf Cashflows verliert, aus denen der finanzielle Vermögenswert besteht.
Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt und im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder vollständig überträgt noch vollständig zurückbehält und dabei auch die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert zurückbehält, erfasst der Konzern den übertragenen Vermögenswert weiter im Umfang seines anhaltenden Engagements.
Um Zahlungseingänge frühzeitig zu realisieren, werden teilweise Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an eine Factoringgesellschaft verkauft. Die betreffenden Forderungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs ausgebucht, da alle mit Eigentum an den Forderungen verbundenen Chancen und Risiken auf den Erwerber übertragen werden. Der vom Factoringpartner veranschlagte Sicherheitseinbehalt wird nach den allgemeinen Vorgaben des IFRS 9 in den kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten verbucht.
4.11 WERTMINDERUNG VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN
Bei finanziellen Vermögenswerten oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten wird an jedem Bilanzstichtag ermittelt, ob eine Wertminderung vorliegt. Ein Wertminderungsaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst.
Finanzielle Vermögenswerte unterliegen einem einheitlichen Wertberichtigungsmodell (expected loss model), unterteilt in den vereinfachten Ansatz für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den allgemeinen dreistufigen Ansatz für alle anderen finanziellen Vermögenswerte. Beim dreistufigen Ansatz sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwertes eines erwarteten 12-Monats-Verlusts zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderungen hat die Zinsvereinnahmung auf Grundlage des Nettobuchwertes (Buchwert abzüglich Risikovorsorge) zu erfolgen (Stufe 3).
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich angemessener Wertberichtigungen ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend dem erwarteten Ausfall gebildet.
Sollten Zweifel an der Einbringlichkeit der sonstigen finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten oder Finanzinstrumente zu FVOCI bestehen, werden entsprechende einzelfallbezogene Wertberichtigungen vorgenommen.
4.12 VORRÄTE
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird die Methode des gewogenen Durchschnitts angewandt.
Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis einer Normalbeschäftigung ermittelt. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert.
Im Rahmen einer Gruppenbewertung werden die fertigen Erzeugnisse zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.
Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungswerte am Bilanzstichtag vorgenommen.
4.13 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
Die bilanzierten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von maximal drei Monaten. Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung kommt die entsprechende Definition zur Anwendung. Dementsprechend entspricht der Finanzmittelfonds dem Bilanzposten "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente". Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.
4.14 STEUERN
Tatsächliche Ertragsteuern
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende sowie für frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrages werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.
Latente Steuern
Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 "Ertragsteuern" nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den IFRS-Wertansätzen und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sowie auf temporäre Differenzen dürfen gemäß IAS 12.34 nur in dem Maße angesetzt werden, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige steuerliche Gewinne entstehen werden, die eine Verrechnung dieser Verlustvorträge ermöglichen.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht.
Soweit eine Aufrechnung möglich ist, werden aktive und passive latente Steuern saldiert.
4.15 DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE UND SICHERUNGSBEZIEHUNGEN
Im Konzern werden derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Zins- und Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Die Bewertung der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt. Bei den derivativen Finanzinstrumenten, bei denen Hedge Accounting vorliegt, werden die Marktwertänderungen entweder im Ergebnis (Fair Value Hedge) oder als Bestandteil des Eigenkapitals (Cashflow Hedge) ausgewiesen. Im Geschäftsjahr wurde Hedge Accounting für Cashflow Hedges aus Zinsabsicherungen angewandt. Zum 31. Dezember 2022 bestanden keine Zinssicherungen. Fremdwährungsabsicherungen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen.
Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert werden, sind als "Fair Value through Profit and Loss" eingestuft. Es handelt sich um derivative finanzielle Vermögenswerte, wenn der beizulegende Zeitwert positiv ist, und um derivative finanzielle Verbindlichkeiten, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes dieser derivativen Finanzinstrumente werden in das Periodenergebnis einbezogen.
4.16 EIGENKAPITAL
Die von den Gesellschaftern geleisteten Einlagen und Zahlungen in die Kapitalrücklage werden unter Abzug der mit dem Erwerb des Eigenkapitals direkt verbundenen Transaktionskosten und unter Berücksichtigung eines eventuellen Steuereffektes angesetzt.
4.17 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" werden Rückstellungen gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit über 50 % liegen muss. Die Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Langfristige sonstige Rückstellungen werden abgezinst. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.
Für Jubiläumsgeldverpflichtungen, die aufgrund von Betriebsvereinbarungen bestehen, wurde unter Zugrundelegung derselben Rechnungsgrößen wie für Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen vorgesorgt (siehe nachstehend). Die Jubiläumsgeldverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) berechnet.
4.18 PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN
Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.
Die (Netto-)Zinskomponente ist zum Periodenbeginn durch Multiplikation der (Netto-)Pensionsverpflichtung - d. h. der Verpflichtungsbestand abzüglich des Planvermögens - mit dem für die Bewertung der Pensionsverpflichtung zugrunde gelegten Diskontierungszinssatz zu ermitteln. Dadurch werden der aus der Aufzinsung der Verpflichtung resultierende Zinsaufwand und der erwartete Planvermögensertrag saldiert und zwingend erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst. Zugleich wird damit der erwartete Planvermögensertrag in Höhe des Diskontierungszinssatzes angenommen.
Abweichungen zwischen der tatsächlichen Rendite des Planvermögens beziehungsweise des Diskontierungszinssatzes am Abschlussstichtag und dem unterstellten Diskontierungszinssatz (= unterstellte Rendite des Planvermögens) gehen ebenso wie andere versicherungsmathematische Bewertungsanpassungen im Sinne einer Neubewertungskomponente in das sonstige Ergebnis ein.
Der Diskontierungszinssatz für die Abzinsung der (Netto-)Pensionsverpflichtung wird auf Grundlage erstrangiger, festverzinslicher Industrieanleihen am Markt ermittelt.
Die ergebniswirksam zu berücksichtigende Dienstzeitkomponente (service cost) umfasst unter anderem sowohl den laufenden als auch den gesamten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand aus Planänderungen.
4.19 FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IFRS 9 werden als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" oder als "übrige Verbindlichkeiten" klassifiziert.
Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden sofort erfolgswirksam erfasst. Diese Kategorie umfasst derivative Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten. Gewinne oder Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden erfolgswirksam erfasst.
Übrige Verbindlichkeiten
Darlehen und Anleihen werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Fremdkapitalaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet. Sie werden nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert.
Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen und Anleihen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Differenzen zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden hierbei entsprechend der Effektivzinsmethode erfolgswirksam erfasst.
Die finanziellen Verbindlichkeiten, die sämtlich der Kategorie der übrigen Verbindlichkeiten zugeordnet sind, werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung abzüglich der mit der Fremdkapitalaufnahme verbundenen Transaktionskosten bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn sie getilgt ist, d. h. die Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen ist.
5. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
5.1 UMSATZERLÖSE
Die Umsatzerlöse resultieren hauptsächlich aus der Lieferung von Produkten auf Basis von Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid an Kunden. Daneben werden keine weiteren Leistungen an Kunden erbracht. Die Verträge kommen hierbei regelmäßig durch die einzelnen Abrufe bzw. Bestellungen der Kunden zustande. Die Verträge bestehen somit ausschließlich aus einer separaten Leistungsverpflichtung: der Lieferung von Gütern. Eine Zusammenfassung von Verträgen oder Vertragsänderungen ist nicht einschlägig.
Bezüglich der Ermittlung des Transaktionspreises setzt sich bei Nabaltec die vereinbarte Gegenleistung aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Die fixe Gegenleistung ist ein fest vereinbarter Betrag, der sich aus der jeweiligen Bestellung ergibt. Zu den variablen Gegenleistungen zählen Skonti und Boni. Diese werden umsatzmindernd im jeweiligen Geschäftsjahr periodisch korrekt erfasst. Aufgrund der kurzen Vertragslaufzeiten (einzelne Bestellungen) liegen keine wesentlichen Finanzierungskomponenten vor. Es gibt auch keine zahlungsunwirksamen Gegenleistungen von Kunden.
Bei Nabaltec existieren derzeit keine Verträge mit mehreren Leistungsverpflichtungen. Eine Allokation des Transaktionspreises anhand der Einzelveräußerungspreise ist daher nicht erforderlich.
Hinsichtlich des Zeitpunkts der Umsatzrealisierung erfolgt die Erlösrealisierung zeitpunktbezogen. Insbesondere existieren auch keine Produkte, die aufgrund praktischer oder vertraglicher Beschränkungen keine alternative Nutzungsmöglichkeit für das Unternehmen aufweisen. Der Zeitpunkt der Übertragung der Verfügungsgewalt an den gelieferten Gütern stimmt regelmäßig mit dem Lieferzeitpunkt bzw. dem vertraglichen Zeitpunkt des Gefahrenübergangs überein.
Zur Verteilung der Umsatzerlöse auf die Produktbereiche verweisen wir auf die Segmentberichterstattung und die zugehörigen Erläuterungen unter Punkt 7.7 "Segmentberichterstattung".
5.2 ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN
Im Geschäftsjahr 2022 wurden Eigenleistungen in Höhe von TEUR 513 (Vorjahr: TEUR 498) für verschiedene technische Anlagen und Maschinen aktiviert, davon aktivierte Bauzeitzinsen in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 82).
5.3 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
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| SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE | ||
|---|---|---|
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| --- | --- | --- |
| Währungsgewinne | 2.189 | 1.409 |
| Sonstige | 411 | 415 |
| Sachbezüge | 220 | 203 |
| Nutzwasserlieferungen | 167 | 156 |
| Mieten und Pachten | 166 | 168 |
| Leistungen Analysenzentrum | 112 | 138 |
| Magazin- und Schrottverkauf | 107 | 51 |
| Versicherungsentschädigungen | 72 | 12 |
| Personaldienstleistungen | 29 | 29 |
| Rangier- und Gleisarbeiten | 10 | 85 |
| Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagevermögen | 3 | 5 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 0 | 7 |
| Gesamt | 3.486 | 2.678 |
5.4 MATERIALAUFWAND
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
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| MATERIALAUFWAND | ||
|---|---|---|
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| --- | --- | --- |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 103.570 | 85.802 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 2.829 | 2.349 |
| Gesamt | 106.399 | 88.151 |
Der Betrag der Bestandsabwertungen bzw. Wertminderungen von Vorräten, der als Aufwand erfasst worden ist, belief sich auf TEUR 267 (Vorjahr: TEUR 629).
5.5 PERSONALAUFWAND
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
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| PERSONALAUFWAND | ||
|---|---|---|
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| --- | --- | --- |
| Löhne und Gehälter | 32.920 | 28.773 |
| Sozialabgaben | 5.559 | 5.064 |
| Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen | 918 | 817 |
| Übrige Aufwendungen für Altersvorsorge | 179 | 185 |
| Gesamt | 39.576 | 34.839 |
Die Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen erfüllen die Kriterien eines leistungsorientierten Pensionsplans im Sinne des IAS 19.
Bei den übrigen Aufwendungen für Altersvorsorge handelt es sich um Zuschüsse des Arbeitgebers zu Altersvorsorgeplänen der Arbeitnehmer, welche die Kriterien eines beitragsorientierten Pensionsplans im Sinne des IAS 19 erfüllen.
Zudem sind die von der Gesellschaft zu tragenden Anteile zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von TEUR 2.189 (Vorjahr: TEUR 1.995) in den Sozialabgaben enthalten, welche monatlich abgeführt werden.
5.6 MITARBEITER
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Konzern hat sich folgendermaßen entwickelt:
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| MITARBEITER | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Gewerbliche Mitarbeiter | 246 | 246 |
| Angestellte | 196 | 188 |
| Geringfügig Beschäftigte | 5 | 3 |
| Gesamt | 447 | 437 |
Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr durchschnittlich 43 Auszubildende (Vorjahr: 42) beschäftigt.
5.7 ABSCHREIBUNGEN
Die vorgenommenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen können der vorstehenden Darstellung "Entwicklung des Konzernanlagevermögens" entnommen werden.
Die Gesellschaft führt bei Vorliegen entsprechender Indikatoren einen Werthaltigkeitstest von immateriellen Vermögenswerten und von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens durch. Dazu wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde auf Basis des Nutzungswertes mithilfe der Discounted-Cashflow-Methode bestimmt. Diesen diskontierten Cashflows liegen Drei-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen aus der Vergangenheit und basieren auf der besten vom Management vorgenommenen Einschätzung über künftige Entwicklungen der Gesellschaft. Die Diskontierung der prognostizierten Cashflows erfolgt mit einem risikoadäquaten Zinssatz.
Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten ergab sich für das Geschäftsjahr 2022 ein außerplanmäßiger Abwertungsbedarf auf Sachanlagen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).
5.8 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN in TEUR |
2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Frachten | 15.056 | 12.452 |
| Fremdleistungen | 9.905 | 7.621 |
| Verkaufsprovisionen | 3.440 | 3.020 |
| Währungsverluste | 1.768 | 400 |
| Versicherungen | 1.340 | 1.077 |
| Übrige | 1.114 | 765 |
| Leasingzahlungen (Miete und Leasing) | 986 | 795 |
| Sonstige Verwaltungskosten | 975 | 812 |
| Rechts- und Beratungskosten | 955 | 693 |
| Personalnebenkosten | 725 | 489 |
| Werbekosten | 598 | 118 |
| Wertberichtigungen von Forderungen | 439 | 0 |
| Reisekosten | 416 | 114 |
| Sonstige Steuern | 380 | 1.267 |
| Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen | 0 | 5 |
| Gesamt | 38.097 | 29.628 |
5.9 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Im Geschäftsjahr wurden sämtliche Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von insgesamt TEUR 4.755 (Vorjahr: TEUR 4.184) als Aufwand erfasst.
5.10 SONSTIGE FINANZERTRÄGE
Bei den sonstigen Finanzerträgen in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 0) handelt es sich um den Gewinn aus der oben genannten am 21. November 2022 erfolgten Auflösung des Tochterunternehmens Nabaltec Asia Pacific K.K., Tokio.
5.11 ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE
Die Zinsen und ähnlichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
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| ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE in TEUR |
2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Erträge aus Planvermögen (Rückdeckungsversicherung) | 56 | 50 |
| Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten | 343 | 8 |
| Gesamt | 399 | 58 |
5.12 ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen können folgender Übersicht entnommen werden:
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| ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN in TEUR |
2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Zinsaufwendungen bei Kreditinstituten | 1.242 | 728 |
| Zinsaufwendungen aus Aufzinsung von Rückstellungen | 506 | 378 |
| Zinsaufwendungen aus Zinsswapgeschäften | 185 | 578 |
| Zinsaufwendungen aus Factoring | 175 | 116 |
| Zinsaufwendungen aus sonstigen Aufzinsungen | 10 | 17 |
| Avalprovision | 8 | 9 |
| Gesamt | 2.126 | 1.826 |
5.13 STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag teilen sich wie folgt auf:
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| STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG in TEUR |
2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern: | ||
| Steueraufwand laufendes Jahr | 8.168 | 6.370 |
| Steueraufwand Vorjahre | -6.477 | 0 |
| Latente Ertragsteuern: | ||
| Entstehung und Umkehr temporärer Differenzen | 4.702 | 1.592 |
| Erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis | -5.315 | -1.440 |
| Gesamt | 1.078 | 6.522 |
Bei den Ertragsteueraufwendungen des Geschäftsjahres 2022 handelt es sich um die laufende Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag sowie um US-Steuern. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten einen Steuerertrag in Höhe von TEUR 6.784, resultierend aus dem vertraglichen Kostenausgleich gegenüber der Nashtec LLC im Geschäftsjahr 2020. Nach Abschluss der steuerlichen Veranlagung Ende September 2022 für das Geschäftsjahr 2020 wurde der im Jahr 2020 an die Nashtec LLC gewährte Kostenausgleich von den deutschen Steuerbehörden in vollem Umfang als in Deutschland abzugsfähiger Steueraufwand anerkannt. Aufgrund der diesen Sachverhalt betreffenden Unsicherheit war zuvor kein Steuerertrag berücksichtigt worden.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Dabei werden die am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Für die Berechnung der latenten Steuern in Deutschland wird ein Steuersatz von 29,13 % (Vorjahr: 29,13 %) herangezogen. Er ergibt sich aus dem gültigen unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15 %, dem Solidaritätszuschlag von unverändert 5,50 % und dem Gewerbesteuersatz von 13,30 % (Vorjahr: 13,30 %). Für die ausländischen Gesellschaften werden die jeweiligen nationalen Steuersätze zugrunde gelegt.
Die Ertragsteuereffekte im sonstigen Ergebnis als Teil des Konzerneigenkapitals gliedern sich je Bestandteil wie folgt auf:
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| Vor Steuern | Latente Steuern | Nach Steuern | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Fremdwährungsumrechnung | 2.088 | 2.757 | -648 | -834 | 1.440 | 1.923 |
| Nettoergebnis aus Hedge Accounting | 293 | 581 | -85 | -169 | 208 | 412 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 15.730 | 1.500 | -4.582 | -437 | 11.148 | 1.063 |
| Gesamt | 18.111 | 4.838 | -5.315 | -1.440 | 12.796 | 3.398 |
Die folgende Tabelle zeigt die steuerliche Überleitungsrechnung von dem im jeweiligen Geschäftsjahr erwarteten Ertragsteueraufwand zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung:
ÜBERLEITUNGSRECHNUNG
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| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Steuersatz | 29,13% | 29,13% |
| in TEUR | ||
| Ergebnis vor Steuern | 27.453 | 22.783 |
| Erwarteter Steueraufwand | 7.997 | 6.637 |
| Abweichungen | ||
| 1. Abweichender ausländischer Steuersatz | -90 | -99 |
| 2. Anpassung Steueraufwand Vorjahre infolge BP, s.o. | -6.477 | 0 |
| 3. Nutzung bislang nicht erfasster Verluste | -361 | -60 |
| 4. Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 52 | 41 |
| 5. Sonstiges | -43 | 3 |
| Steueraufwand laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 1.078 | 6.522 |
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:
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| Konzernbilanz | Konzern-Gesamtergebnisrechnung | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR Aktive latente Steuern | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 2022 | 2021 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sonstige Vermögenswerte | 567 | 557 | 10 | 10 |
| Pensionsrückstellungen | 2.939 | 7.506 | -4.567 | -649 |
| Sonstige Rückstellungen | 245 | 290 | -45 | 49 |
| Verlustvortrag | 3.062 | 2.918 | 144 | -135 |
| Übrige | 153 | 90 | 63 | -893 |
| Summe aktive latente Steuern - brutto | 6.966 | 11.361 | -4.395 | -1.618 |
| Saldierungen | -6.015 | -9.223 | 0 | 0 |
| Summe aktive latente Steuern - netto | 951 | 2.138 | -4.395 | -1.618 |
| Passive latente Steuern | ||||
| Anlagevermögen | 8.064 | 8.481 | 363 | 189 |
| Vorräte | 601 | 532 | -69 | 35 |
| Übrige | 811 | 210 | -601 | -198 |
| Summe passive latente Steuern - brutto | 9.476 | 9.223 | -307 | 26 |
| Saldierungen | -6.015 | -9.223 | 0 | 0 |
| Summe passive latente Steuern - netto | 3.461 | 0 | -307 | 26 |
Die aktive latente Steuer entfällt auf den bestehenden Verlustvortrag der Nabaltec USA Corporation von TEUR 14.580 (Vorjahr: TEUR 13.897). Dieser kann unter Beachtung der Mindestbesteuerung in den USA genutzt werden. Latente Steueransprüche auf Verlustvorträge sind aber nur in dem Maße zu bilanzieren, als das Unternehmen über ausreichende zu versteuernde temporäre Differenzen verfügt oder soweit überzeugende substanzielle Hinweise dafür vorliegen, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die ungenutzten steuerlichen Verluste vom Unternehmen verwendet werden können. Auf Basis von Annahmen und Einschätzungen des Managements über die zukünftige Geschäftsentwicklung liegen für die Realisierung dieser Steueransprüche überzeugende substanzielle Hinweise vor. Diese Einschätzung basiert auf den Erfahrungen der Vergangenheit und den aktuell vorliegenden Informationen und Prognosen. Dementsprechend wurden bei Gesellschaften, die im laufenden Jahr oder im Vorjahr ein negatives steuerliches Ergebnis erwirtschafteten und bei denen die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge nicht durch einen Passivüberhang der latenten Steuern gedeckt sind, aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 3.062 (Vorjahr: TEUR 2.918) angesetzt.
Die Abzugsfähigkeit von solchen vorgetragenen Verlusten ist in den USA auf 80 % des laufenden steuerpflichtigen Gewinns beschränkt.
Aktive und passive latente Steuern in den USA werden mit aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge verrechnet.
6. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ
6.1 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Hinsichtlich der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf die vorstehende Darstellung "Entwicklung des Konzernanlagevermögens".
Bei den immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um EDV-Software und gewerbliche Schutzrechte.
Immaterielle Vermögenswerte waren zum 31. Dezember 2022 wie im Vorjahr nicht sicherungsübereignet.
Wesentliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten lagen nicht vor.
6.2 SACHANLAGEN
Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist in der vorstehenden Darstellung "Entwicklung des Konzernanlagevermögens" enthalten.
Wie bereits zum Vorjahresstichtag dienen keine Vermögenswerte des Sachanlagevermögens als Sicherheiten für Fremdkapital.
Für die langfristige Herstellung von verschiedenen technischen Anlagen, Gebäuden und Betriebsvorrichtungen wurden im Geschäftsjahr 2022 Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 73 aktiviert (Vorjahr: TEUR 82). Der durchschnittliche Finanzierungskostensatz, der bei der Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten zugrunde gelegt worden ist, betrug 1,50% (Vorjahr: 1,90 %).
6.3 FINANZANLAGEN
Die Finanzanlagen betrafen im Vorjahr den 100%igen Anteil an der Nabaltec Asia Pacific K.K., die aus Wesentlichkeitsgründen nicht vollkonsolidiert wurde. Die Bewertung der Anteile erfolgte mangels eines aktiven Marktes zu Anschaffungskosten.
Nach einem längeren verwaltungstechnischen Prozess wurde die Gesellschaft am 21. November 2022 aufgelöst.
6.4 VORRÄTE
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
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| VORRÄTE in TEUR |
31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 30.591 | 22.532 |
| Unfertige Erzeugnisse | 1.715 | 1.241 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 13.431 | 10.162 |
| Gesamt | 45.737 | 33.935 |
Es dienen ebenso wie bereits am Vorjahresstichtag keine Vorratsbestände als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Die Wertminderung von Vorräten, die als Aufwand erfasst worden ist, beläuft sich auf TEUR 267 (Vorjahr: TEUR 629).
6.5 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich folgendermaßen dar:
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| FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN in TEUR |
31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - brutto | 7.037 | 5.604 |
| Einzelwertberichtigungen | -586 | -147 |
| Gesamt | 6.451 | 5.457 |
Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Am Bilanzstichtag waren die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch echtes Factoring in Höhe von TEUR 31.672 (Vorjahr: TEUR 29.832) gemindert. Beim echten Factoring übernimmt die Factoringgesellschaft das Ausfallrisiko der Forderungen. Hinsichtlich der Entwicklung des Wertberichtigungskontos sowie der Altersstruktur der Forderungen verweisen wir auf den Punkt 7.2 "Angaben zu Finanzinstrumenten".
6.6 FORDERUNGEN AUS ERTRAGSTEUERN
Bei den Ertragsteuerforderungen in Höhe von TEUR 903 (Vorjahr: TEUR 432) handelt es sich um Steuererstattungsansprüche gegen deutsche Finanzbehörden, die aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer resultieren.
6.7 SONSTIGE VERMÖGENSWERTE
Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
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| in TEUR | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Festgeldanlagen mit Laufzeit > 3 Monate | 15.000 | 0 |
| Forderungen aus Factoring | 2.463 | 2.731 |
| Übrige | 1.085 | 1.355 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 18.548 | 4.086 |
SONSTIGE NICHTFINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
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| in TEUR | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Umsatzsteuerforderungen | 1.297 | 1.800 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungen | 304 | 274 |
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 1.601 | 2.074 |
| Gesamt | 20.149 | 6.160 |
Bei den zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Forderungen aus Factoring in Höhe von TEUR 2.463 (Vorjahr: TEUR 2.731) handelt es sich überwiegend um die Sicherheitseinbehalte aus dem Factoring.
Von den sonstigen Vermögenswerten haben TEUR 15.000 (Vorjahr: TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
6.8 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:
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| ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE in TEUR |
31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Guthaben bei Kreditinstituten | 87.513 | 52.204 |
| Kassenbestand | 1 | 2 |
| Gesamt | 87.514 | 52.206 |
Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und maximal drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.
Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung ergeben sich in Bezug auf den Finanzmittelfonds ebenso wie im Vorjahr keine Unterschiede zum bilanzierten Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum Abschlussstichtag.
Es liegen keine Verfügungsbeschränkungen bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten vor.
6.9 EIGENKAPITAL
Die Veränderung des Eigenkapitals der Nabaltec AG ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Gezeichnetes Kapital
Das voll eingezahlte Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 8.800 (Vorjahr: TEUR 8.800) und besteht aus 8.800.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Stückaktie. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme.
Genehmigtes Kapital
Mit Wirkung zum 31. Mai 2021 ist das Genehmigte Kapital 2016/I ausgelaufen.
Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2021 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 31. Mai 2026 einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu TEUR 4.400 durch die Ausgabe von bis zu 4.400.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen, wobei die Erhöhung der Anzahl der Aktien in demselben Verhältnis wie die Erhöhung des Grundkapitals zu erfolgen hat. Der Vorstand darf dabei mit Zustimmung des Aufsichtsrats über einen Ausschluss des Bezugsrechts entscheiden (Genehmigtes Kapital 2021/I).
Bedingtes Kapital
Mit Wirkung zum 31. Mai 2021 ist das Bedingte Kapital 2016/I ausgelaufen.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2021 um bis zu TEUR 4.400 durch Ausgabe von bis zu 4.400.000 auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2021/I). Das bedingte Kapital dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 16. Juni 2021 von der Gesellschaft begeben werden.
Bis dato sind keine derartigen Schuldverschreibungen begeben worden.
Kapitalrücklage
Zum 31. Dezember 2022 beträgt die Kapitalrücklage TEUR 47.029 (Vorjahr: TEUR 47.029). Die Kapitalrücklage resultiert unter anderem aus der im September 2017 erfolgten Kapitalerhöhung. Durch den Emissionspreis von EUR 23,00 je Aktie wurde durch die Kapitalmaßnahme ein Agio von TEUR 17.600 erzielt. Gegenläufig wurden Transaktionskosten in Höhe von TEUR 335 (nach Steuern) mindernd erfasst. Die Kapitalrücklage enthält darüber hinaus ein Aufgeld aus dem im Jahr 2006 vollzogenen Börsengang. Dies resultierte aus der Ausgabe von 2.000.000 Stückaktien für EUR 15,50 je Aktie mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie, wodurch ein Aufgeld in Höhe von EUR 14,50 je Aktie bzw. insgesamt TEUR 29.000 erzielt wurde, dem Transaktionskosten von TEUR 1.060 (nach Steuern) gegenüberstanden.
Gewinnrücklage
Zum 31. Dezember 2022 beträgt die andere Gewinnrücklage TEUR 9.699 (Vorjahr: TEUR 9.699).
Für das Geschäftsjahr 2022 wird der Vorstand vorschlagen, aus dem nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelten Bilanzgewinn der Nabaltec AG eine Dividende in Höhe von EUR 0,28 pro Aktie, d. h. insgesamt TEUR 2.464 auszuschütten.
Ergebnisvortrag
Der Ergebnisvortrag resultiert aus den kumulierten Konzernjahresergebnissen abzüglich der jeweils vom Mutterunternehmen ausgeschütteten Dividenden.
Bezüglich der Entwicklung des Ergebnisvortrags verweisen wir auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.
Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen
Ein sich aus der Währungsumrechnung ergebender Unterschiedsbetrag, Marktwertänderungen derivativer Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting vorliegt, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen sowie aus korrespondierenden latenten Steuern werden erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital unter dieser Postenbezeichnung gesondert ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2022 betragen diese erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen kumuliert TEUR -2.618 (Vorjahr: TEUR -15.414).
6.10 KURZ- UND LANGFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen
Die Entwicklung der Rückstellungen ist in den folgenden Übersichten dargestellt:
GESCHÄFTSJAHR 2022
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| in TEUR | Stand 01.01.2022 | Zuführung | Verbrauch | Auflösung | Stand 31.12.2022 |
|---|---|---|---|---|---|
| Rückstellungen aus dem Personalbereich | 1.318 | 68 | 100 | 0 | 1.286 |
| Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung | 298 | 60 | 0 | 0 | 358 |
| Übrige Rückstellungen | 187 | 218 | 186 | 0 | 219 |
| Gesamt | 1.803 | 346 | 286 | 0 | 1.863 |
GESCHÄFTSJAHR 2021
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| in TEUR | Stand 01.01.2021 | Zuführung | Verbrauch | Auflösung | Stand 31.12.2021 |
|---|---|---|---|---|---|
| Rückstellungen aus dem Personalbereich | 1.361 | 53 | 96 | 0 | 1.318 |
| Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung | 298 | 0 | 0 | 0 | 298 |
| Übrige Rückstellungen | 148 | 186 | 140 | 7 | 187 |
| Gesamt | 1.807 | 239 | 236 | 7 | 1.803 |
Bei den Rückstellungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 1.286 (Vorjahr: TEUR 1.318) handelt es sich um Jubiläumsgeldverpflichtungen. Als Bewertungsverfahren wurde die Projected-Unit-Credit-Methode zugrunde gelegt, nach der die Finanzierung der Jubiläumsgeldverpflichtungen über Einmalprämien für den jährlichen Anwartschaftszuwachs unter Berücksichtigung von Trendannahmen erfolgt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde: Rechnungszinssatz p. a. 3,80 %, Gehaltstrend p. a. 2,75 %, Rententrend p. a. 2,00 %, Fluktuation p. a. 1,00 %.
Die Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung enthalten Reinigungskosten im Zusammenhang mit der Einstellung des Produktionsbereichs Mullit in Höhe von TEUR 358 (Vorjahr: TEUR 298).
Pensionsrückstellungen
Der Konzern hat leistungsorientierte Pensionspläne aufgelegt. Dadurch wird für einen Teil der Mitarbeiter Vorsorge für die Zeit nach der Pensionierung getroffen. Es handelt sich um Endgehaltspläne für Vorstände und Mitarbeiter aufgrund der Versorgungsordnung. Die Versorgungsordnung besitzt Gültigkeit für Mitarbeiter, die vor dem 1. Mai 1995 in die Gesellschaft eingetreten sind und zu diesem Stichtag in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis standen. Folglich sind keine Zugänge mehr zum Kreis der Bezugsberechtigten zu verzeichnen. Für einen Teil der Pläne werden Beiträge an eine Rückdeckungsversicherung geleistet. Aufgrund der Planausgestaltung ist der Arbeitgeber versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt. Die wesentlichsten sind dabei das Zinsrisiko und das Risiko der Langlebigkeit. Das Alter der im Rahmen des Pensionsplans erfassten Personen liegt derzeit zwischen 60 bis 65 Jahren. Der Berechnung der Verpflichtungen liegt ein unterstelltes Renteneintrittsalter von 63 Jahren (Versorgungsordnung) bzw. 65 Jahren (Vorstände) zugrunde.
In den folgenden Tabellen wird sowohl die Zusammensetzung von in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen als auch die Zusammensetzung von in der Konzernbilanz für die jeweiligen Pläne angesetzten Beträgen dargestellt:
AUFWENDUNGEN FÜR VERSORGUNGSLEISTUNGEN
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| in TEUR | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 918 | 817 |
| Nettozinsaufwand | 471 | 352 |
| Aufwendungen für Versorgungsleistungen | 1.389 | 1.169 |
| Tatsächliche Erträge aus Planvermögen | 60 | 59 |
Der Nettozinsaufwand setzt sich aus dem Zinsaufwand in Höhe von TEUR 492 (Vorjahr: TEUR 367) abzüglich der erwarteten Erträge aus Planvermögen in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 15) zusammen. Der Zinsanteil aus der Zuführung der Pensionsrückstellungen sowie die Erträge aus dem Planvermögen werden im Finanzergebnis dargestellt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst und entwickeln sich wie folgt:
ENTWICKLUNG DER VERSICHERUNGSMATHEMATISCHEN GEWINNE/VERLUSTE
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| in TEUR | |
|---|---|
| Versicherungsmathematische Verluste zum 1. Januar 2021 | -22.560 |
| Verluste aus der Änderung von biometrischen und finanziellen Annahmen | 2.553 |
| Erfahrungsbedingte Verluste | -1.096 |
| Gewinne aus Planvermögen | 44 |
| Versicherungsmathematische Verluste zum 31. Dezember 2021 | -21.059 |
| Gewinne aus der Änderung von biometrischen und finanziellen Annahmen | 15.368 |
| Erfahrungsbedingte Gewinne | 323 |
| Gewinne aus Planvermögen | 39 |
| Versicherungsmathematische Verluste zum 31. Dezember 2022 | -5.329 |
Die Änderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
LEISTUNGSORIENTIERTE VERPFLICHTUNGEN
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| in TEUR | |
|---|---|
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 1. Januar 2021 | 46.370 |
| Zinsaufwand | 367 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 817 |
| Gezahlte Leistungen | -917 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -1.456 |
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. Dezember 2021 | 45.181 |
| Zinsaufwand | 492 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 918 |
| Gezahlte Leistungen | -969 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -15.691 |
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. Dezember 2022 | 29.931 |
Von den leistungsorientierten Verpflichtungen zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 29.931 (Vorjahr: TEUR 45.181) ist ein Verpflichtungsbetrag in Höhe von TEUR 9.515 (Vorjahr: TEUR 14.649) mit einem Deckungskapital in Höhe von TEUR 1.947 (Vorjahr: TEUR 1.912) rückdeckungsversichert.
Für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 wird mit Rentenzahlungen in Höhe von ca. TEUR 1.016 bzw. TEUR 1.069 gerechnet.
Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens stellen sich wie folgt dar:
BEIZULEGENDER ZEITWERT DES PLANVERMÖGENS
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| in TEUR | |
|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Januar 2021 | 1.878 |
| Arbeitgeberbeiträge | 36 |
| Gezahlte Leistungen | -61 |
| Erwartete Rendite | 15 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 44 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 2021 | 1.912 |
| Arbeitgeberbeiträge | 36 |
| Gezahlte Leistungen | -61 |
| Erwartete Rendite | 21 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 39 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 2022 | 1.947 |
Bei dem Planvermögen handelt es sich um den Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung, der gemäß IAS 19.7 (b) als Planvermögen zu behandeln ist. Der Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2023 mit Beiträgen zum Planvermögen in Höhe von TEUR 36.
Der bilanzierte Wert der Pensionsrückstellungen lässt sich zum Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wie folgt überleiten:
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| in TEUR | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2020 | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 1.947 | 1.912 | 1.878 | 1.839 | 1.807 |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 29.931 | 45.181 | 46.370 | 48.212 | 37.859 |
| Pensionsrückstellungen | 27.985 | 43.269 | 44.492 | 46.373 | 36.052 |
Nachfolgend werden die Grundannahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses dargestellt:
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| in % | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz | 3,80 | 1,10 |
| Gehaltstrend | 2,75 | 2,75 |
| Rententrend | 2,00 | 2,00 |
| Fluktuation | 1,00 | 1,00 |
Sterblichkeit nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei Rentnern im Alter von 65 Jahren gemäß Heubeck-Richttafeln 2018 G.
Im Geschäftsjahr erfolgte eine pauschale Anpassung des zugrundeliegenden Rententrendes auf 7 % zur Berücksichtigung der Inflationsdynamik.
Es ergeben sich folgende Auswirkungen auf die Pensionsverpflichtung, sofern sich die versicherungsmathematischen Annahmen ändern:
PENSIONSVERPFLICHTUNG
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| in TEUR | + 25 BP | -25 BP |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz | 28.895 | 31.026 |
| Gehaltstrend | 30.052 | 29.812 |
| Rententrend | 30.788 | 29.110 |
Die vorstehende Sensitivitätsanalyse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Änderungen konstant gehalten werden. In der Realität ist es jedoch nicht unwahrscheinlich, dass Veränderungen in einigen Annahmen miteinander korrelieren können.
Die Methoden und Arten von Annahmen zur Vorbereitung der Sensitivitätsanalyse haben sich im Vergleich zur Vorperiode nicht geändert.
6.11 KURZ- UND LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
BUCHWERTE
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| in TEUR | Buchwert | davon Laufzeit ≤ 1 Jahr | davon Laufzeit > 1-5 Jahre | davon Laufzeit > 5 Jahre | |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 31.12.2022 | 90.737 | 783 | 44.977 | 44.977 |
| 31.12.2021 | 59.268 | 59.268 | - | - | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 31.12.2022 | 15.087 | 15.087 | - | - |
| 31.12.2021 | 10.681 | 10.681 | - | - | |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 31.12.2022 | 2.949 | 2.949 | - | - |
| 31.12.2021 | 3.677 | 3.677 | - | - | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 31.12.2022 | 5.522 | 5.522 | - | - |
| 31.12.2021 | 5.514 | 5.514 | - | - | |
| Gesamt | 31.12.2022 | 114.295 | 24.341 | 44.977 | 44.977 |
| 31.12.2021 | 79.140 | 79.140 | - | - |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Nabaltec AG hat ein Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von TEUR 90.000 mit Valuta April 2022 erfolgreich begeben. Der Emissionserlös diente zur Refinanzierung bestehender Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 39.000 und eines bilateralen Bankdarlehens in Höhe von TEUR 20.000, fällig im April 2022. Darüber hinaus dienen die Mittel zur Finanzierung weiterer Wachstumsprojekte, insbesondere zur Kapazitätserweiterung im Produktbereich Böhmit für Lithium-Ionen-Batterien. Das Volumen verteilt sich auf fixe und variable Tranchen mit Laufzeiten von fünf und sieben Jahren. Das Schuldscheindarlehen wurde ohne breite Vermarktung im Rahmen eines "Private Placements" unter Beteiligung von fünf Investoren platziert.
Der Schuldscheindarlehensvertrag der Nabaltec AG unterliegt Covenants, die sich an den "Leverage Coverage Ratios" (Net Debt / EBITDA) bemessen. Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, bei Nichteinhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen, oder er könnte von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen. Im Berichtsjahr 2022 kam es zu keinen Verletzungen der zum 31. Dezember 2022 wirksamen Covenants. Auch für 2023 wird mit keinen Covenant-Verletzungen gerechnet.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von maximal 90 Tagen.
Die Buchwerte der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen aufgrund dieser Kurzfristigkeit annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert.
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern
Diese umfassen ausstehende Steuerzahlungen in Deutschland und bei Tochterunternehmen, die aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für das abgelaufene Geschäftsjahr resultieren.
Sonstige Verbindlichkeiten
Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf die im Folgenden aufgeführten finanziellen bzw. nichtfinanziellen Verbindlichkeiten:
SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
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| in TEUR | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Übrige | 217 | 99 |
| Abschluss und Prüfung | 209 | 170 |
| Berufsgenossenschaft | 123 | 41 |
| Negative Marktwerte aus Zinsswapgeschäften | 0 | 293 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 549 | 603 |
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| in TEUR | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Boni und andere erfolgsabhängige Vergütungen | 2.690 | 2.520 |
| Ausstehender Urlaubsanspruch | 1.008 | 756 |
| Sonstige Verbrauchsteuern | 813 | 1.138 |
| Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt | 350 | 336 |
| Verbindlichkeiten Sozialaufwendungen | 65 | 69 |
| Erfindervergütungen | 38 | 33 |
| Demografiebetrag II | 9 | 9 |
| Übrige | 0 | 50 |
| Kurzfristige sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | 4.973 | 4.911 |
| Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten (gesamt) | 5.522 | 5.514 |
Die Verbindlichkeiten für Boni und andere erfolgsabhängige Vergütungen entstehen in Abhängigkeit von deren Zielerreichung. Die Verbindlichkeit aus ausstehenden Urlaubsansprüchen wurde mitarbeiterbezogen gebildet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt resultieren im Wesentlichen aus zum Stichtag noch nicht abgeführter Lohn- und Kirchensteuer für das abgelaufene Geschäftsjahr.
Aufgrund der Kurzfristigkeit entsprachen die Buchwerte der kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert.
7. SONSTIGE ANGABEN
7.1 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen - Konzern als Leasingnehmer
Der Konzern hat finanzielle Verpflichtungen aus eingegangenen Leasingverhältnissen. Zum Stichtag 31. Dezember 2022 bestehen keine Leasingverträge für technische Anlagen und Maschinen im Rahmen von Sale-and-lease-back-Transaktionen. Die Restlaufzeiten aller Verträge belaufen sich im Wesentlichen auf 1 bis 5 Jahre.
Im laufenden Geschäftsjahr wurden TEUR 986 (Vorjahr: TEUR 795) aus Leasingverhältnissen (ausschließlich kurzfristige Leasingverhältnisse oder Leasingvereinbarungen über geringwertige Vermögenswerte) aufwandswirksam erfasst.
Die Summe der künftigen Leasingzahlungen (ausschließlich kurzfristige Leasingverhältnisse oder Leasingvereinbarungen über geringwertige Vermögenswerte) setzt sich nach Fälligkeit wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Leasingzahlungen innerhalb 1 Jahres | 732 | 771 |
| Leasingzahlungen zwischen 1 und 5 Jahren | 808 | 1.052 |
| Leasingzahlungen über 5 Jahre | 0 | 1 |
| Gesamt | 1.540 | 1.824 |
Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse
Wesentliche Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse oder sonstige wesentliche Rechtsstreitigkeiten, für die keine Rückstellungen gebildet wurden, bestanden nicht. Zum 31. Dezember 2022 lagen Bestellobligos in Höhe von TEUR 6.600 (Vorjahr: TEUR 2.633) aus Investitionsaufträgen vor.
Die Nabaltec AG hat zur Absicherung von Rohstofflieferungen an die Nashtec LLC eine Zahlungsgarantie über TUSD 1.600 (Vorjahr: TUSD 1.200) abgegeben. Die Gesellschaft erwartet aufgrund der positiven Entwicklung der Nashtec, nicht in Anspruch genommen zu werden.
7.2 ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN
Buchwerte, Wertansätze, beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien
Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte sämtlicher im Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente:
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| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Bewertungskategorie gemäß IFRS 9 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 6.451 | 5.457 | 6.451 | 5.457 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen | |||||
| Sonstige nichtderivative Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | AC | 18.548 | 4.086 | 18.548 | 4.086 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 87.514 | 52.206 | 87.514 | 52.206 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 90.737 | 59.268 | 90.737 | 59.268 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 15.087 | 10.681 | 15.087 | 10.681 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Sonstige nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 549 | 310 | 549 | 310 |
| Negative Marktwerte Zinsderivate (designiert in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen) | - | 0 | 293 | 0 | 293 |
Für die Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 wurden die folgenden Abkürzungen benutzt:
ABKÜRZUNGEN
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| AC | Amortised cost | Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten sind |
| FVOCI (debt) | Fair Value through Other Comprehensive Income - debt instrument | Schuldinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind (recycling) |
| FVOCI (equity) | Fair Value through Other Comprehensive Income -equity instrument | Eigenkapitalinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind (non recycling) |
| FVTPL | Fair Value through Profit and Loss | Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind |
Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente und der Darlehen wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von sonstigen finanziellen Vermögenswerten wurde unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen berechnet.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen haben Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen werden entsprechend IFRS 9 grundsätzlich als FVOCI kategorisiert.
Nettoergebnis nach Bewertungskategorien
Im Folgenden werden die Ertrags- und Aufwandsposten aus Finanzinstrumenten nach den Bewertungskategorien des IFRS 9 dargestellt:
BEWERTUNGSKATEGORIE GEMÄSS IFRS 9
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| aus der Folgebewertung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | aus Zinsen | zum Fair Value | Währungsumrechnung | Wertberichtigung | Nettoergebnis 2022 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Amortised cost | AC | 343 | - | 462 | -439 | 366 |
| Fair Value through Other Comprehensive Income - debt instrument | FVOCI (debt) | - | - | - | - | - |
| Fair Value through Other Comprehensive Income - equity instrument | FVOCI (equity) | - | - | - | - | - |
| Fair Value through Profit and Loss | FVTPL | - | - | - | - | - |
| Other Liabilities | AC | -1.427 | - | -41 | - | -1.468 |
| Gesamt 2022 | -1.084 | - | 421 | -439 | -1.102 |
BEWERTUNGSKATEGORIE GEMÄSS IFRS 9
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| aus der Folgebewertung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | aus Zinsen | zum Fair Value | Währungsumrechnung | Wertberichtigung | Nettoergebnis 2021 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Amortised cost | AC | 8 | - | 1.142 | - | 1.150 |
| Fair Value through Other Comprehensive Income - debt instrument | FVOCI (debt) | - | - | - | - | - |
| Fair Value through Other Comprehensive Income - equity instrument | FVOCI (equity) | - | - | - | - | - |
| Fair Value through Profit and Loss | FVTPL | - | - | - | - | - |
| Other Liabilities | AC | -861 | - | -133 | - | -994 |
| Gesamt 2021 | -853 | - | 1.009 | - | 156 |
Zinserträge bzw. -aufwendungen aus Finanzinstrumenten sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter "Zinsen und ähnliche Erträge" bzw. "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Die Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten der Bewertungskategorie "Amortised Cost" betreffen im Wesentlichen Zinserträge aus Kontokorrentguthaben sowie kurz- und langfristigen Einlagen. Die Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie "Other Liabilities" betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Die nach der Effektivzinsmethode berechneten Gesamtzinsaufwendungen betragen für die Schuldscheindarlehen TEUR 1.173 (Vorjahr: TEUR 693).
Effekte aus der Folgebewertung von Zinsderivaten, die in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen designiert sind, werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Eine erfolgswirksame Erfassung von Ineffektivitäten war nicht erforderlich.
Das Ergebnis aus der Währungsumrechnung finanzieller Vermögenswerte der Bewertungskategorie "Amortised Cost" bzw. Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie "Other Liabilities" resultiert aus Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, sofern sie in Fremdwährung valutieren. Es wird in den "sonstigen betrieblichen Erträgen" bzw. "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" erfasst.
Bei dem Ergebnis aus Wertberichtigungen handelt es sich im Wesentlichen um Zuführungen zu bzw. Auflösungen von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese Beträge sind in den "sonstigen betrieblichen Erträgen" bzw. "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" erfasst.
Fair-Value-Hierarchie
Für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, gibt es eine Hierarchie verschiedener Fair-Value-Bestimmungen, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert:
Stufe 1: Auf der ersten Ebene der Fair-Value-Hierarchie werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von öffentlich notierten Marktpreisen bestimmt, da auf einem aktiven Markt der bestmögliche objektive Hinweis für den beizulegenden Zeitwert eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit beobachtbar ist.
Stufe 2: Wenn kein aktiver Markt für ein Finanzinstrument besteht, bestimmt ein Unternehmen den beizulegenden Zeitwert unter Zuhilfenahme von Bewertungsmodellen. Zu den Bewertungsmodellen gehören die Verwendung der Discounted-Cashflow-Methode, Optionspreismodelle, der Vergleich mit dem aktuell beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments oder auch die Verwendung von jüngsten Geschäftsvorfällen zwischen sachverständigen, voneinander unabhängigen, vertragswilligen Geschäftspartnern. Der beizulegende Zeitwert wird auf Grundlage der Ergebnisse einer Bewertungsmethode geschätzt, die im größtmöglichen Umfang Daten aus dem Markt verwendet und so wenig wie möglich auf unternehmensspezifischen Daten basiert.
Stufe 3: Den auf dieser Ebene verwendeten Bewertungsmodellen liegen auch nicht am Markt beobachtbare Parameter und Annahmen zugrunde.
Die Finanzinstrumente, die im Konzern zum beizulegenden Zeitwert bilanziert worden sind, wurden folgenden Hierarchiestufen zugeordnet:
31.12.2022
Aktiva
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| in TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Positive Marktwerte Devisenderivate | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Passiva | ||||
| Negative Marktwerte Zinsderivate | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte Devisenderivate | 0 | 0 | 0 | 0 |
31.12.2021
Aktiva
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| in TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Positive Marktwerte Devisenderivate | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Passiva | ||||
| Negative Marktwerte Zinsderivate | 0 | 293 | 0 | 293 |
| Negative Marktwerte Devisenderivate | 0 | 0 | 0 | 0 |
Im Geschäftsjahr 2022 fanden keine Umgliederungen zwischen den Bewertungsstufen statt.
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte jeweils über Mark-to-market-Bewertungen der beteiligten Kreditinstitute.
Sicherungsbeziehungen
Zur Absicherung gegen die aus Veränderungen des Marktzinsniveaus resultierenden Schwankungen der Zahlungsmittelabflüsse für das variabel verzinsliche Schuldscheindarlehen, welches im April 2022 vollständig getilgt wurde, wurden Zinsswaps abgeschlossen. Die designierten und effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen wurden gemäß den Regelungen des Hedge Accountings des IFRS 9 bilanziert. Somit wurden die Risiken aus Zins- und Währungsschwankungen gezielt gesteuert und die Ergebnisvolatilitäten reduziert.
Die Nabaltec AG hat ein Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von TEUR 90.000 mit fixen und variablen Tranchen mit Valuta April 2022 erfolgreich begeben. Für den variabel verzinslichen Teil in Höhe von TEUR 45.000 wurden keine Sicherungsbeziehungen abgeschlossen.
Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie der Konzern die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt. Die Sicherungsbeziehungen werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, hochwirksam waren.
IFRS 9 stellt für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß den Regelungen des Hedge Accountings unter anderem die Anforderung, dass die designierten Sicherungsbeziehungen effektiv sein müssen. Der effektive Teil einer Sicherungsbeziehung wird ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst, während der ineffektive Teil sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst wird.
Bei der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2022 zur Absicherung der Zinsänderungsrisiken der in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesenen Schuldscheindarlehen (Buchwert TEUR 0; Vorjahr: TEUR 39.000) Zinsderivate mit einem Marktwert in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR -293) bilanziert. Devisenderivate wurden im Berichtsjahr nicht abgeschlossen (im Vorjahr ebenfalls TEUR 0). Aus der erfolgsneutralen Realisierung des beizulegenden Zeitwertes der Zinsderivate resultieren im Geschäftsjahr 2022 Wertveränderungen in Höhe von TEUR 293 (Vorjahr: TEUR 581), die in voller Höhe direkt im Eigenkapital erfasst wurden. Die durch die Cashflow Hedges gesicherten Zahlungsströme treten bei den Zinsderivaten infolge von regelmäßigen Zinszahlungen ein. Die Zinsderivate mit einem Nominalvolumen in Höhe von insgesamt TEUR 39.000 sind am 25. April 2022 ausgelaufen.
Bei den folgenden dargestellten Risiken haben sich gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich keine veränderten Risikopositionen ergeben.
Ausfallrisiko
Ausfallrisiken resultieren hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Um diese Ausfallrisiken zu minimieren, werden Factoring-Transaktionen eingesetzt. Mit den entsprechenden vertraglichen Vereinbarungen wird hierbei das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners auf den Vertragspartner übertragen. Die entsprechenden Beträge werden folglich vollständig ausgebucht und nicht weiter als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanziert. Hiervon ausgenommen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche vom Factor nicht angenommen werden, z. B. aufgrund der Überschreitung eines Kreditlimits.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für erwartete uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements entsprechend dem expected loss model ermittelt wurden. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar werden. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.
Aus den finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, die u.a. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige Vermögenswerte beinhalten, ergibt sich bei Ausfall eines Kontrahenten ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwertes der entsprechenden Instrumente.
Im Konzern liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor, da diese über eine große Anzahl von Vertragspartnern und Kunden verteilt sind. Zusätzlich sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Kreditausfallversicherung abgesichert. Es bestehen wie im Vorjahr keine Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen.
Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
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| in TEUR | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Stand 01.01. | 147 | 147 |
| Aufwandswirksame Zuführungen | 439 | 0 |
| Auflösung | 0 | 0 |
| Stand 31.12. | 586 | 147 |
Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
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| in TEUR | Buchwert | weder überfällig noch wertgemindert | überfällig, aber nicht wertgemindert | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| < 3 Monate | 3-6 Monate | > 6-12 Monate | > 12 Monate | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2022 | 6.451 | 6.451 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31.12.2021 | 5.457 | 5.457 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestandes der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Es lagen weder überfällige noch wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund geänderter Konditionen vor.
Für die weiteren finanziellen Vermögenswerte wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag bestehen diesbezüglich keine zu erwartenden Wertminderungen.
Liquiditätsrisiko
Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Dabei werden u. a. die Laufzeiten finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Ziel des Konzerns ist es, durch Nutzung von Kontokorrentkrediten und Darlehen den Finanzmittelbedarf kontinuierlich zu decken und dabei gleichzeitig größtmögliche Flexibilität zu gewährleisten. Der Konzern verfügt zum 31. Dezember 2022 über bestehende, nicht ausgenutzte Kreditrahmenverträge in Höhe von TEUR 2.000 (Vorjahr: TEUR 4.000).
Die folgende Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zahlungsmittelabflüsse der finanziellen Verbindlichkeiten. Einbezogen wurden alle finanziellen Verbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter ZugrundeIegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten werden dem frühesten Zeitraster zugeordnet.
ZAHLUNGSMITTELABFLÜSSE (undiskontiert)
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| in TEUR | Gesamt | davon Laufzeit ≤ 1 Jahr | davon Laufzeit > 1-5 Jahre | davon Laufzeit > 5 Jahre | |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 31.12.2022 | 102.750 | 2.885 | 54.419 | 45.446 |
| 31.12.2021 | 59.679 | 59.679 | - | - | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 31.12.2022 | 15.087 | 15.087 | - | - |
| 31.12.2021 | 10.681 | 10.681 | - | - | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 31.12.2022 | 549 | 549 | - | - |
| 31.12.2021 | 603 | 603 | - | - | |
| Gesamt (finanzielle Verbindlichkeiten) | 31.12.2022 | 118.386 | 18.521 | 54.419 | 45.446 |
| 31.12.2021 | 70.963 | 70.963 | - | - |
Währungsrisiko
Die Währungsrisiken des Konzerns resultieren aus seiner operativen Tätigkeit. Zwar agieren die einzelnen Konzernunternehmen überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung, jedoch sind sie Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt.
Währungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte auf das Ergebnis vor Steuern (aufgrund der Änderung der ergebniswirksamen Folge- bzw. Stichtagsbewertung finanzieller Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten) sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar, die aus Auf- bzw. Abwertungen des Euro gegenüber sämtlichen Fremdwährungen resultieren. Im Rahmen dieser Analysen wird auf Finanzinstrumente abgestellt, die in einer von der lokalen funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Auf die Angabe wechselkursbedingter Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung Euro wird somit gemäß den Anforderungen des IFRS 7 verzichtet. Zum Bilanzstichtag ergaben sich in Abweichung vom Vorjahr keine Auswirkungen auf das Eigenkapital aufgrund von Änderungen beizulegender Zeitwerte von Devisenderivaten zur Absicherung künftiger Zahlungsströme.
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| Kursentwicklung in % |
Ergebnisauswirkung vor Steuern in TEUR |
Auswirkungen auf das Eigenkapital * in TEUR |
|
|---|---|---|---|
| 2022 | |||
| USD | +10 | 729 | 0 |
| USD | -10 | -729 | 0 |
| 2021 | |||
| USD | +10 | 560 | 0 |
| USD | -10 | -560 | 0 |
* Ohne Darstellung der Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern
Zinsänderungsrisiko
Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit variablem Zinssatz. Die Steuerung der Zinsaufwendungen des Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß den Anforderungen des IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von hypothetischen Änderungen der Marktzinssätze auf laufende Zinszahlungen bzw. Zinserträge und -aufwendungen im Ergebnis vor Steuern sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital (aus der Folgebewertung der in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen designierten Zinsderivate) wie folgt dar:
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| Erhöhung/Verringerung in Basispunkten | Ergebnisauswirkung vor Steuern in TEUR |
Auswirkungen auf das Eigenkapital * in TEUR |
|
|---|---|---|---|
| 2022 | |||
| Europa | +100 | 135 | 0 |
| USA | +100 | 0 | 0 |
| Europa | -100 | -135 | 0 |
| USA | -100 | 0 | 0 |
| 2021 | |||
| Europa | +10 | 0 | 1 |
| USA | +10 | 0 | 0 |
| Europa | -10 | 0 | -1 |
| USA | -10 | 0 | 0 |
* Ohne Darstellung der Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern
7.3 ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENT
In der Nabaltec AG ist ein solides Kapitalmanagement im Einsatz, das es dem Konzern ermöglichen soll, seinen Wachstumskurs weiter fortzusetzen sowie die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Dabei wird insbesondere auf ein langfristig ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital geachtet.
Im Folgenden sind das Eigenkapital und die im Zuge des Kapitalmanagements erfassten Fremdkapitalpositionen der Nabaltec AG zum 31. Dezember 2022 und 2021 dargestellt:
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| 31.12.2022 in TEUR |
31.12.2021 in TEUR |
Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 133.465 | 96.494 | 38,31 |
| als % vom Gesamtkapital | 59,53 | 61,95 | -3,91 |
| Langfristige Finanzschulden | 89.954 | ||
| Kurzfristige Finanzschulden | 783 | 59.268 | -98,68 |
| Fremdkapital * | 90.737 | 59.268 | 53,10 |
| als % vom Gesamtkapital | 40,47 | 38,05 | 6,36 |
| Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements | 224.202 | 155.762 | 43,94 |
* Die Gesellschaft definiert Fremdkapital als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Das Eigenkapital hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 36.971 auf TEUR 133.465, bedingt im Wesentlichen durch das positive Konzernergebnis in Höhe von TEUR 26.375 sowie durch die Reduzierung der versicherungsmathematischen Verluste um TEUR 11.148, erhöht.
Das Fremdkapital hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 31.469 auf TEUR 90.737, bedingt im Wesentlichen durch die Aufnahme von langfristigen Schuldscheindarlehen, erhöht.
Insgesamt führten diese Kapitaleffekte im Jahr 2022 zu einer Verringerung der Eigenkapitalquote (in Prozent vom Gesamtkapital) auf 59,53 % gegenüber 61,95 % im Vorjahr. Das Verhältnis Fremdkapital zu Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements stieg von 38,05 % zum 31. Dezember 2021 auf 40,47 % zum 31. Dezember 2022.
Im Rahmen der weiteren Unternehmensentwicklung optimiert der Konzern permanent sein Finanzmanagement, verbunden mit einer kontinuierlichen Überwachung und Steuerung der Eigenkapitalquote.
Ziel dieses Finanzmanagements ist es, alle notwendigen Investitionen zu finanzieren, gegenüber den Geschäftspartnern der Nabaltec AG eine hohe Solvenz darzustellen sowie die Kapitalkosten zu optimieren.
Die Nabaltec AG unterliegt keinen satzungsmäßigen oder aufsichtsrechtlichen Kapitalerfordernissen. Zu Covenants aus Kreditverträgen wird auf Punkt 6.11 "Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten" verwiesen.
7.4 TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" gelten Unternehmen und Personen dann, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben, oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist.
Als nahestehende Personen bzw. Unternehmen wurden identifiziert:
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| ― | die Mitglieder des Vorstands (siehe Punkt 7.8 "Organe der Gesellschaft") und deren nahe Familienangehörige, |
| ― | die Mitglieder des Aufsichtsrats (siehe Punkt 7.8 "Organe der Gesellschaft") und deren nahe Familienangehörige, |
| ― | Unternehmen, die von den Mitgliedern des Vorstands oder Aufsichtsrats oder deren nahen Familienangehörigen direkt oder indirekt beherrscht werden. |
Die Mitglieder des Vorstands erhielten im Geschäftsjahr 2022 kurzfristige Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 2.537 (Vorjahr: TEUR 2.574). Des Weiteren wurden den Rückstellungen für Jubiläen TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 1) zugeführt. Darüber hinaus wurden Aufwendungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von TEUR 752 (Vorjahr: TEUR 686) getätigt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2022 Aufsichtsratsbezüge in Höhe von insgesamt TEUR 70 (Vorjahr: TEUR 56).
Zum 31. Dezember 2022 bzw. 2021 bestanden folgende Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen:
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| Forderungen | Verbindlichkeiten | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2022 | 31.12.2021 | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Von Mitgliedern des Aufsichtsrats beherrschte Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Von Mitgliedern des Vorstands beherrschte Unternehmen | 3 | 3 | 25 | 27 |
Im Geschäftsjahr 2022 bzw. 2021 wurden neben den Vergütungen für die Mitglieder des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats die folgenden Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen erfasst:
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| Erbrachte Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Erträge | Empfangene Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Aufwendungen | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Von Mitgliedern des Aufsichtsrats beherrschte Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Von Mitgliedern des Vorstands beherrschte Unternehmen | 29 | 29 | 671 | 50 |
Transaktionen mit Unternehmen, die von Mitgliedern des Vorstands beherrscht werden, umfassen Dienstleistungen im Rahmen der Abwicklung der Personalwirtschaft und sonstige Dienstleistungen (Erträge in Höhe von TEUR 29, im Vorjahr von TEUR 29) sowie Anlagenplanungen (Aufwendungen in Höhe von TEUR 671, im Vorjahr von TEUR 50).
7.5 ERGEBNIS JE AKTIE
Die Anzahl der ausstehenden Aktien entwickelte sich während des Geschäftsjahres wie folgt:
ANZAHL AKTIEN
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| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Ausstehende Stammaktien per 01.01. | 8.800.000 | 8.800.000 |
| Es fanden in den Geschäftsjahren keine Transaktionen statt. | 0 | 0 |
| Ausstehende Stammaktien per 31.12. | 8.800.000 | 8.800.000 |
| Durchschnittlich unverwässerte Anzahl der ausstehenden Stammaktien | 8.800.000 | 8.800.000 |
Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien der Gesellschaft zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien, die sich während des Geschäftsjahres im Umlauf befinden, geteilt.
Gemäß IAS 33 "Ergebnis je Aktie" sind zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie zusätzlich die Effekte potenzieller Stammaktien zu berücksichtigen. Derartige verwässernde Effekte bestehen derzeit nicht. Somit ist das unverwässerte Ergebnis je Aktie gleich dem verwässerten Ergebnis je Aktie für die Geschäftsjahre 2022 und 2021.
Das Ergebnis je Aktie stellt sich somit wie folgt dar:
ERGEBNIS JE AKTIE
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| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Konzernergebnis nach Steuern (in TEUR) | 26.375 | 16.261 |
| Durchschnittlich unverwässerte Anzahl der ausstehenden Stammaktien | 8.800.000 | 8.800.000 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 3,00 | 1,85 |
Im Weiteren verweisen wir auf die Ausführungen unter Punkt 6.9 "Eigenkapital".
7.6 ANGABEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Zahlungsmittelströme. Entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnung" werden Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit sowie aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Der Finanzmittelfonds laut Konzern-Kapitalflussrechnung entspricht der unter Punkt 6.8 dargestellten Position "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" der Bilanz.
Die gezahlten bzw. erhaltenen Zinsen und Ertragsteuern sind direkt aus der Konzernkapitalflussrechnung ersichtlich.
Die bilanzwirksamen Veränderungen der der Finanzierungstätigkeit zuzuordnenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten in Höhe von TEUR 59.000, Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten in Höhe von TEUR 89.950, Veränderungen der Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 509 sowie aus zahlungsunwirksamen Aufzinsungen originärer Transaktionskosten in Höhe von TEUR 10.
7.7 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die operativen Segmente entsprechen den Geschäftssegmenten des Konzerns. Die Risiken sowie die internen Organisations- und Berichtsstrukturen des Konzerns werden überwiegend durch die Unterscheidung der hergestellten Produkte bestimmt.
Geschäftssegmente
Nabaltec ist in die zwei Produktsegmente "Funktionale Füllstoffe" und "Spezialoxide" unterteilt. Jedes Segment stellt dabei ein strategisches Geschäftssegment dar, dessen Produktpalette und Märkte sich von dem jeweils anderen unterscheiden.
Im Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" werden vor allem halogenfreie, flammhemmende Füllstoffe für die Kunststoff- und Kabelindustrie sowie Additive produziert und abgesetzt.
Im Produktsegment "Spezialoxide" werden keramische Rohstoffe und keramische Massen für eine Vielzahl von Anwendungen in der technischen Keramik sowie der Feuerfestindustrie hergestellt und vertrieben.
Die Spalte "Sonstiges" umfasst Vermögenswerte und Schulden, die sich nicht einzelnen Segmenten zuordnen lassen. Dabei handelt es sich insbesondere um die Liquiden Mittel (Segmentvermögen) sowie um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Rückstellungen für Pensionen (Segmentschulden).
Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden grundsätzlich anhand marktüblicher Konditionen wie unter fremden Dritten ermittelt. Segmenterträge, Segmentaufwendungen und Segmentergebnis umfassen Transfers zwischen den Produktsegmenten, die im Rahmen der Konsolidierung eliminiert werden. In den Geschäftsjahren 2022 und 2021 fanden zwischen den Geschäftssegmenten keine Transaktionen statt.
GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2022
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| in TEUR | Funktionale Füllstoffe | Spezialoxide | Sonstiges | Nabaltec-Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | ||||
| Erlöse mit externen Kunden | 147.973 | 70.866 | - | 218.839 |
| Segmentergebnis | ||||
| EBITDA | 30.458 | 11.911 | - | 42.369 |
| EBIT | 20.597 | 8.570 | - | 29.167 |
| Vermögenswerte und Schulden | ||||
| Segmentvermögen | 134.695 | 43.860 | 102.514 | 281.069 |
| Segmentschulden | 17.225 | 8.196 | 122.183 | 147.604 |
| Sonstige Segmentinformationen | ||||
| Investitionen | ||||
| - Sachanlagen | 9.077 | 1.410 | - | 10.487 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 194 | 131 | - | 325 |
| Abschreibungen | ||||
| - Sachanlagen | 9.773 | 3.283 | - | 13.056 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 88 | 58 | - | 146 |
GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2021
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| in TEUR | Funktionale Füllstoffe | Spezialoxide | Sonstiges | Nabaltec-Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | ||||
| Erlöse mit externen Kunden | 130.645 | 56.372 | - | 187.017 |
| Segmentergebnis | ||||
| EBITDA | 25.954 | 11.334 | - | 37.288 |
| EBIT | 16.594 | 7.957 | - | 24.551 |
| Vermögenswerte und Schulden | ||||
| Segmentvermögen | 123.469 | 43.760 | 53.477 | 220.706 |
| Segmentschulden | 12.572 | 5.426 | 106.214 | 124.212 |
| Sonstige Segmentinformationen | ||||
| Investitionen | ||||
| - Sachanlagen | 5.109 | 1.542 | - | 6.651 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 9 | 81 | - | 90 |
| Abschreibungen | ||||
| - Sachanlagen | 9.268 | 3.323 | - | 12.591 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 92 | 54 | - | 146 |
Informationen nach Regionen
Die Regionen sind definiert für Deutschland, übriges Europa, USA und den Rest der Welt.
GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2022
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| in TEUR | Deutschland | Übriges Europa | USA | Rest der Welt | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | |||||
| Erlöse mit externen Kunden | 57.661 | 102.388 | 30.083 | 28.707 | 218.839 |
| Sonstige Segmentinformationen | |||||
| Segmentvermögen | 238.807 | - | 38.434 | 3.828 | 281.069 |
| Investitionen | |||||
| - Sachanlagen | 9.208 | - | 1.279 | - | 10.487 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 325 | - | - | - | 325 |
GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2021
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| in TEUR | Deutschland | Übriges Europa | USA | Rest der Welt | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | |||||
| Erlöse mit externen Kunden | 45.906 | 90.361 | 18.320 | 32.430 | 187.017 |
| Sonstige Segmentinformationen | |||||
| Segmentvermögen | 182.091 | - | 36.176 | 2.439 | 220.706 |
| Investitionen | |||||
| - Sachanlagen | 6.151 | - | 500 | - | 6.651 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 90 | - | - | - | 90 |
Im Geschäftsjahr 2022 wurde mit einem Kunden ein Umsatz von mehr als 10 % des Gesamtumsatzes erzielt. Der Umsatz dieses Kunden betrug TEUR 23.678 und ist im Segment "Funktionale Füllstoffe" enthalten. Im Geschäftsjahr 2021 wurde mit keinem Kunden ein Umsatz von mehr als 10 % des Gesamtumsatzes erzielt.
Die langfristigen Vermögenswerte des Konzerns befinden sich in Deutschland und den USA. Als langfristiges Vermögen werden dabei Vermögenswerte berücksichtigt, die in der operativen Geschäftstätigkeit eingesetzt werden und die dazu gedacht sind, länger als 12 Monate im Unternehmen zu verbleiben. Ausschlaggebend für die Zuordnung war dabei der Standort der jeweiligen Vermögenswerte.
7.8 ORGANE DER GESELLSCHAFT
Vorstand
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| ■ Herr Johannes Heckmann | (Vorstandsvorsitzender) |
| ■ Herr Günther Spitzer | (Finanzvorstand) |
| ■ Herr Dr. Alexander Risch | (Vorstand Operatives Geschäft) |
Aufsichtsrat
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| ■ Herr Gerhard Witzany | (Vorsitzender) |
| ■ Herr Dr. Dieter J. Braun | (stellv. Vorsitzender) |
| ■ Herr Prof. Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich |
7.9 WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Derartige berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht zu verzeichnen.
7.10 HONORARE DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Das Abschlussprüferhonorar für Abschlussprüfungsleistungen (einschließlich des Konzernabschlusses 2022) beläuft sich auf TEUR 126 (Vorjahr: TEUR 117). Für andere Bestätigungsleistungen erhielt der Abschlussprüfer ein Honorar in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 9) und für Steuerberatungsleistungen ein Honorar in Höhe von TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 134). Sonstige Leistungen wurden nicht erbracht.
Schwandorf, 31. März 2023
Nabaltec AG
Der Vorstand
JOHANNES HECKMANN
GÜNTHER SPITZER
DR. ALEXANDER RISCH
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Nabaltec AG, Schwandorf
PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben den Konzernabschluss der Nabaltec AG, Schwandorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Nabaltec AG, Schwandorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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| ― | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögensund Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
SONSTIGE INFORMATIONEN
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
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| ― | den Bericht des Aufsichtsrats, welcher uns voraussichtlich erst nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt wird, |
| ― | alle übrigen Teile des Geschäftsberichts, welcher uns voraussichtlich erst nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt wird, |
| ― | aber nicht den Konzernabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. |
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren, oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs, oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| ― | holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 3. April 2023
Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Christian Fischer, Wirtschaftsprüfer
Johannes Gräbner, Wirtschaftsprüfer