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Nabaltec AG — Annual Report 2018
May 20, 2019
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Annual Report
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Nabaltec AG
Schwandorf
Konzernjahresfinanzbericht zum 31.12.2018
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionäre,
die Nabaltec AG blickt erneut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück, das maßgeblich von der Umsetzung der Nashtec in den USA in eine Stand-alone-Lösung und neuen Strukturen, insbesondere für die ausgebauten US-Aktivitäten mit der Nabaltec USA Corporation und Naprotec LLC, geprägt war. Vor diesem Hintergrund traten im Geschäftsjahr zwar ergebnisdämpfende Effekte auf, welche die Nabaltec allerdings auf Konzernebene teilweise kompensieren konnte. Es zeigt sich, dass die Nachfrage in den Zielmärkten der Nabaltec AG langfristig intakt ist und dass das Unternehmen neben Verbesserungen im Produktmix auch teilweise Preisanpassungen im Markt umsetzen konnte. Mit der im vergangenen Geschäftsjahr gegründeten Nabaltec (Shanghai) Trading Co., Ltd. als hundertprozentiges Tochterunternehmen der Nabaltec ist darüber hinaus der Grundstein für die zukünftig verstärkte Bedienung des chinesischen Markts im Bereich der Lithium-Ionen-Batterien gelegt.
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2018 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und sich regelmäßig vom Vorstand ausführlich über die Entwicklung und Lage der Gesellschaft unterrichten lassen. Entsprechend den zugrundeliegenden Informationen hat der Aufsichtsrat den Vorstand beraten sowie mit größtmöglicher Sorgfalt überwacht und kontrolliert. Bei allen Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat frühzeitig mit einbezogen und unmittelbar und umfassend vom Vorstand informiert.
Wesentliche Geschehnisse sowie Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance hat der Aufsichtsrat sowohl intern als auch gemeinsam mit dem Vorstand erörtert. Zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Sämtliche zustimmungsbedürftige Geschäfte im Geschäftsjahr 2018 wurden positiv beschieden.
Die Zielsetzungen für seine Zusammensetzung hat der Aufsichtsrat der Nabaltec AG zuletzt im Dezember 2018 an die internationalen Entwicklungen der Gesellschaft angepasst.
Nach Einschätzung des Aufsichtsrats sind derzeit alle drei Mitglieder des Gremiums als unabhängig einzustufen. Der Aufsichtsrat behält sich jedoch vor, Beratungs- oder Dienstverträge zwischen einzelnen Mitgliedern des Gremiums und der Gesellschaft zu genehmigen, wenn der Abschluss eines solchen Vertrags im Einzelfall nach übereinstimmender Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat im Interesse der Gesellschaft liegt.
Der Aufsichtsrat hat sich im Einklang mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex mit der Überprüfung der Effizienz seiner eigenen Tätigkeit befasst und ist zu einem positiven Ergebnis gekommen. Schwerpunkte bei der Überprüfung waren vor allem die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung.
GESCHÄFTSJAHR 2018
Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Der Aufsichtsrat der Nabaltec AG besteht aus drei Mitgliedern und hat damit die geeignete Größe, sämtliche Angelegenheiten im Gesamtaufsichtsrat zu erörtern und zu entscheiden. Im Rahmen der Beratungen, der Beschlüsse und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2018 keine Interessenkonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten.
Im Berichtsjahr fanden vier turnusmäßige ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats am 9. April 2018, am 26. Juni 2018 im Anschluss an die Hauptversammlung, am 11. September 2018 sowie am 11. Dezember 2018 statt. Alle Mitglieder waren bei sämtlichen Sitzungen 2018 anwesend. Im Jahr 2019 haben bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 9. April 2019 keine weiteren Sitzungen stattgefunden. Ergänzend haben sich die Mitglieder des Aufsichtsrats auch schriftlich und fernmündlich beraten. Außerhalb von Aufsichtsratssitzungen hat der Aufsichtsrat im Jahr 2018 in sieben Fällen Beschlüsse gefasst, die vom Aufsichtsratsvorsitzenden jeweils ordnungsgemäß schriftlich protokolliert und festgestellt wurden.
SCHWERPUNKTE DER BERATUNG
Im Geschäftsjahr 2018 wurden vor allem folgende Schwerpunkte im Aufsichtsratsplenum intensiv erörtert:
| ― | Jahresabschluss 2017 für AG und Konzern einschließlich Gewinnverwendungsvorschlag |
| ― | Gründung der Gesellschaften Nabaltec USA Corporation und Naprotec LLC sowie die Einbringung der Naprotec LLC und Nashtec LLC in die Nabaltec USA Corporation |
| ― | Wiederinbetriebnahme der Nashtec LLC |
| ― | Gründung der chinesischen Handelsgesellschaft Nabaltec (Shanghai) Trading Co., Ltd. |
| ― | Planung 2019 und mittelfristige Planung bis 2021 |
| ― | Investitions- und Finanzierungsplanung für den Zeitraum 2019 bis 2021 |
Die Zielsetzung und der Realisierungsstand von Innovationsprojekten sowie die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, der Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern sowie die Überwachung des internen Kontrollsystems waren weitere Schwerpunkte der Arbeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2018.
Der Aufsichtsrat hat sich auch außerhalb der Sitzungen regelmäßig über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, informiert. Die aktuelle Situation des Unternehmens, die Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle sowie wichtige Entscheidungen des Vorstands waren zusätzlich Gegenstand der Gespräche zwischen Vorstand und Aufsichtsrat und wurden auch in schriftlichen Berichten behandelt. In Monats- und Quartalsberichten wurde der Aufsichtsrat insbesondere über Marktentwicklungen, die Risiko- und Wettbewerbssituation, die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie den Grad der Planerreichung informiert. Zu diesem Zweck stand der Vorsitzende des Aufsichtsrats in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.
Mit Datum vom 2. März 2018 wurde die gemeinsame Entsprechenserklärung 2018 von Aufsichtsrat und Vorstand zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de dauerhaft zugänglich gemacht. Weitere Informationen zur Corporate Governance der Nabaltec AG finden sich im Bericht zur Corporate Governance auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de in der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance.
JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2018
Die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, hat den nach Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der Nabaltec AG sowie den Konzernabschluss, der gemäß § 315e HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt wurde, sowie den Konzernlagebericht, jeweils zum 31. Dezember 2018, geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.
Den Prüfauftrag hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Juni 2018 erteilt. Die Unabhängigkeitserklärung des Prüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde vorab vom Aufsichtsrat eingeholt. Es wurden keine Umstände bekannt, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründet hätten. Des Weiteren wurde der Abschlussprüfer verpflichtet, den Aufsichtsrat sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit hätten begründen können, sowie gegebenenfalls über Leistungen in Kenntnis zu setzen, die er über die Abschlussprüfung hinaus erbracht hat. Als Prüfungsschwerpunkt für das Geschäftsjahr 2018 wurden die im Zusammenhang mit der Realisierung der Stand-alone-Lösung der Nashtec LLC sowie deren weiterer Entwicklung auftretenden bilanziellen Fragestellungen festgelegt.
Die gesamten Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur eigenen Prüfung vor. In der Bilanzsitzung am 9. April 2019 wurden die Unterlagen und der Bericht intensiv erörtert. Der Abschlussprüfer war anwesend, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für weitere Fragen zur Verfügung. Nach der eigenen Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers Deloitte GmbH an. Der Aufsichtsrat hat somit die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse für AG und Konzern zum 31. Dezember 2018 gebilligt. Der Jahresabschluss 2018 der Nabaltec AG ist damit festgestellt.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und die erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr und blickt den weiteren Entwicklungen des Unternehmens zuversichtlich entgegen.
Schwandorf, 9. April 2019
GERHARD WITZANY, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018
1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS
1.1 GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Die Nabaltec AG entwickelt, produziert und vertreibt umweltfreundliche und zugleich hochspezialisierte Produkte auf der Basis mineralischer Rohstoffe, insbesondere auf Basis von Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Anbietern von funktionalen Füllstoffen und Spezialoxiden. Die Jahresproduktionskapazität liegt bei rund 260.000 Tonnen mit einem Exportanteil von über 70%.
Das Anwendungsspektrum für die Nabaltec-Produkte ist sehr breit gefächert:
| ― | flammhemmende Füllstoffe für die Kunststoffindustrie, die z. B. bei Kabeln in Tunneln, Flughäfen, Hochhäusern und elektronischen Geräten eingesetzt werden |
| ― | Füllstoffe und Additive, die z. B. als Weißpigmente in Farben oder als mineralische Barriereschicht in Folien eingesetzt werden |
| ― | keramische Rohstoffe zum Einsatz in der Feuerfestindustrie, in der technischen Keramik und Poliermittelindustrie |
| ― | hochspezialisierte keramische Massen für Ballistik, Mikroelektronik und keramische Filter |
Ausgezeichnete Wachstumsperspektiven für Nabaltec-Produkte
Nabaltec-Produkte kommen immer dann bevorzugt zum Einsatz, wenn ein Höchstmaß an Qualität, Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Langlebigkeit gefordert ist. Diese Kombination wichtiger Eigenschaften garantiert Nabaltec-Produkten ausgezeichnete Wachstumsperspektiven. Die wesentlichen Treiber sind das global gestiegene Umweltbewusstsein, vielfältige internationale und nationale Gesetzgebungen sowie freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie. Der Brandschutz in der Kunststoff- und Kabelindustrie wird in den kommenden Jahren weiter wachsen; das belegen aktuelle Marktforschungsergebnisse. Um von dieser Entwicklung überproportional zu profitieren, wurden im Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" die Produktionskapazitäten für umweltfreundliche, flammhemmende Füllstoffe gezielt ausgebaut. Heute ist Nabaltec in diesem Bereich einer der führenden Anbieter weltweit.
Nabaltec verfügt über Produktionsstandorte in den beiden wichtigsten Nachfragemärkten Europa und, über ihre Tochtergesellschaften, in den USA. Dadurch kann Nabaltec die Produkte kundennah und kosteneffizient produzieren und die wichtigsten Märkte unmittelbar bedienen.
Markt für reaktive Aluminiumoxide entwickelt sich überproportional gut
Auch im Produktsegment "Spezialoxide" verfügen Nabaltec-Produkte aufgrund der Vielzahl von Anwendungen und der relevanten Zielmärkte über gute Wachstumspotenziale. Für reaktive Aluminiumoxide entwickelt sich der Markt aufgrund steigender Qualitätsanforderungen der Feuerfestindustrie überproportional gut. Auch die Märkte der technischen Keramik und der Poliermittelindustrie zeigen weiterhin ein solides Wachstum.
Über den Vertrieb und die anwendungstechnische Beratung pflegt Nabaltec einen sehr engen Kontakt zu den Kunden. Sämtliche Vertriebsmitarbeiter verfügen über spezifische technische und chemische Kenntnisse, so dass eine fachkundige Beratung jederzeit garantiert ist. Diese Kundennähe ist die Basis für eine gezielte, kundenindividuelle Gestaltung und Weiterentwicklung der Produkte.
UNTERNEHMENSSTRUKTUR
Nabaltec mit Sitz in Schwandorf wurde 1994 gegründet und übernahm 1995 den Geschäftsbetrieb der Sparte Spezialoxide der VAW aluminium AG. Im September 2006 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Seit November 2006 sind die Aktien der Nabaltec AG im Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse notiert, durchgängig in Qualitätssegmenten der Deutsche Börse AG, seit März 2017 im Marktsegment Scale.
Die Nabaltec AG ist über die im Jahr 2018 gegründete Nabaltec USA Corporation zu 100 % an der Nashtec LLC (USA) beteiligt. Nashtec LLC bezog in der Vergangenheit die wesentlichen Rohstoffe, insbesondere das benötigte Aluminiumhydroxid für die Produktion von APYRAL(r), von der Sherwin Alumina LLC, einer 100%igen Tochtergesellschaft der Allied Alumina LLC und ehemaliger Minderheitsgesellschafter der Nashtec LLC. Am 11. Januar 2016 reichte Sherwin Alumina LLC beim US-Bundeskonkursgericht in Corpus Christi, Texas, einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens unter Kapitel 11 des US-Bundeskonkursgesetzbuches ("Chapter-11-Verfahren") ein. Aufgrund des Chapter-11-Verfahrens hat die Sherwin Alumina ihren Betrieb eingestellt. Ende August 2016 musste die Produktionstätigkeit der US-Tochtergesellschaft Nashtec gestoppt werden. Kunden, die bisher durch Nashtec beliefert wurden, erhielten seitdem ihre Produkte aus Deutschland. Im März 2017 wurden die restlichen 49% der Anteile an der Nashtec durch die Nabaltec mit dem Ziel der Fortführung der Nashtec auf Basis einer Stand-alone-Lösung übernommen. Ende 2018 hat die Nashtec wieder ihren Produktionsbetrieb gestartet.
2018 wurde der Weg zur Errichtung einer Produktionsanlage in USA für veredelte Hydroxide mit einer Jahreskapazität von 30.000 Tonnen frei gemacht
Im Jahr 2018 wurde mit dem Erwerb von Grundstücken und Gebäuden der Weg zur Errichtung einer Produktionsanlage für veredelte Hydroxide mit einer Kapazität von ca. 30.000 Tonnen pro Jahr in Chattanooga, Tennessee, frei gemacht. Zu diesem Zweck wurde die Naprotec LLC als Produktionsgesellschaft gegründet, deren Anteile ebenfalls in die neu gegründete Tochtergesellschaft Nabaltec USA Corporation eingebracht wurden. Nabaltec wird das Produktportfolio in den USA für die Anwendungen halogenfreier Flammschutzmittel deutlich ausweiten. Das Investitionsvolumen wird sich in der ersten Ausbaustufe voraussichtlich auf ca. 12 Mio. US-Dollar belaufen. Nach derzeitiger Planung soll die Anlage im zweiten Halbjahr 2019 in Betrieb gehen. Nabaltec rechnet ein Jahr nach erfolgter Inbetriebnahme mit einer positiven Auswirkung auf das Konzernergebnis.
In der Nabaltec USA Corporation werden neben den administrativen Aufgaben, wie z.B. der Finanzbuchhaltung für alle USA-Gesellschaften, auch die Vertriebsaktivitäten des Nabaltec-Konzerns für Nordamerika gebündelt.
In Japan hat die Nabaltec zur Stärkung des südostasiatischen Marktes 2016 eine 100%ige Tochtergesellschaft, die Nabaltec Asia Pacific K.K., mit Sitz in Tokio, Japan, gegründet, die im Bereich Marketing und Vertrieb für das komplette Produktprogramm der Nabaltec AG tätig ist.
Darüber hinaus wurde im Oktober 2018 die Nabaltec (Shanghai) Trading Co., Ltd. mit Sitz in Shanghai, China, gegründet. Die Gesellschaft ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Nabaltec AG und bietet mit einem Lager vor Ort kurze Lieferzeiten und eine Fakturierung in Landeswährung.
Die Nabaltec Asia Pacific K.K. wird nicht in den Konzernabschluss der Nabaltec AG einbezogen, da sie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht wesentlich ist.
Weitere Beteiligungen oder Tochtergesellschaften der Nabaltec AG existieren bis zum 31. Dezember 2018 nicht.
Entsprechend den Charakteristika der Ziel- und Abnehmermärkte gliedert die Nabaltec AG ihre Tätigkeit seit dem Jahr 2017 in zwei Produktsegmente, die wiederum in Marktsegmente aufgeteilt sind.
PRODUKTSEGMENTE "FUNKTIONALE FÜLLSTOFFE" UND "SPEZIALOXIDE"
Marktsegmente:
| ― | Kabel |
| ― | Harze & Dispersionen |
| ― | Gummi & Elastomere |
| ― | Batterie |
| ― | Adsorbentien & Katalyse |
| ― | Feuerfest |
| ― | Technische Keramik |
| ― | Poliermittel |
| ― | Sonstige |
1.2 ZIELE UND STRATEGIEN
Die Nabaltec AG setzt in der Weiterentwicklung des Unternehmens folgende Ziele und strategische Schwerpunkte fest:
1. GLOBALE WACHSTUMSSTRATEGIE IN DEN ZIELMÄRKTEN MIT DEM FOKUS EINER NACHHALTIGEN ZWEISTELLIGEN EBIT-MARGE
Der Brandschutz in der Kunststoff- und Kabelindustrie wird in den kommenden Jahren weiterhin weltweit wachsen, das belegen aktuelle Marktforschungsergebnisse, u.a. von Roskill und Freedonia. Um von dieser Entwicklung überproportional zu profitieren, wurden die Produktionskapazitäten für Aluminiumhydroxid sowohl am Standort Schwandorf als auch in den USA gezielt ausgebaut. Darüber hinaus gewinnt die Elektromobilität immer mehr an Bedeutung. Mit unserem Böhmit und unseren feinstgemahlenen reaktiven Tonerden können wir in der Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien einen wichtigen Beitrag zur Funktionssicherheit leisten. Deshalb haben wir auch hier die Produktionskapazitäten deutlich ausgebaut. Heute ist Nabaltec in diesen Bereichen einer der führenden Anbieter weltweit.
Steigende Qualitätsanforderungen in der Feuerfestindustrie führen zu einem überproportionalen Wachstum bei reaktiven Aluminiumoxiden. Deshalb bauen wir die Kapazitäten in diesem Produktbereich weiter aus. Auch die Märkte der technischen Keramik und der Poliermittelindustrie zeigen weiterhin ein solides Wachstum. Dieser Entwicklung trägt Nabaltec durch den Ausbau der Vertriebsaktivitäten Rechnung.
Als Hersteller von eigenen, pressfertigen keramischen Massen auf Basis von Aluminiumoxid für hochspezialisierte Anwendungen ist Nabaltec seit vielen Jahren ein führender unabhängiger Anbieter, auch aufgrund der hochmodernen Produktionsanlage in Schwandorf.
2. STRATEGISCHE AUSRICHTUNG AUF WACHSTUMSMÄRKTE
Weltweit setzen sich umweltschonende und ungefährliche Produkte und Verfahren immer stärker durch. Dieser Trend wird teilweise durch freiwillige Initiativen der Industrie, aber auch durch Normen oder gesetzliche Vorgaben, unterstützt. Mit einem Exportanteil von über 70% kann Nabaltec schon heute von diesen weltweiten Trends profitieren. Mit einer gezielten globalen Wachstumsstrategie und dem Ausbau der Kapazitäten tragen wir unserem Anspruch Rechnung, dauerhaft eine zweistellige EBIT-Marge zu erreichen.
3. OPTIMIERUNG DES KUNDENNUTZENS DURCH FORTLAUFENDE WEITERENTWICKLUNG DER PRODUKTIONSPROZESSE UND DER PRODUKTQUALITÄT
Durch den ständigen Austausch mit den Kunden wird die eigene Produkt- und Prozessentwicklung laufend optimiert und auf kundenspezifische Anforderungen ausgerichtet. Produktverbesserungen und Scaling-up erfolgen in enger Abstimmung mit den Kunden. Daraus ergeben sich für die Kunden Produktions- und Verarbeitungsvorteile, wie z. B. eine einfachere und schnellere Fertigung.
Nabaltec investiert kontinuierlich in die internen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen, das Analysenzentrum, eigene Technika und eine Pilotanlage. Nabaltec kooperiert darüber hinaus bereits seit Jahren mit verschiedenen Forschungsinstitutionen und beteiligt sich an Forschungskonsortien. Zur Optimierung der Prozesse gehören auch eine effiziente Energienutzung und ein umfassender Umweltschutz. Beide Aspekte stellen wesentliche Wettbewerbsfaktoren dar. Nabaltec hat umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um den spezifischen Energieverbrauch zu reduzieren, nahezu abwasserfrei zu arbeiten und den Emissionsausstoß zu minimieren.
4. GEZIELTE ERWEITERUNG DER PRODUKTPALETTE
Nabaltec erweitert das eigene Produktportfolio in drei Dimensionen:
| ― | durch Neuentwicklungen von Produkten, häufig in enger Zusammenarbeit mit Schlüsselkunden. Beispielhaft ist der Einsatz von Böhmit oder reaktiven Tonerden für alternative Energiespeicher und in der Elektromobilität. |
| ― | durch gezielte Weiterentwicklungen bestehender Produkte hinsichtlich Anwendungsperformance, die meist auf spezielle Kundenanforderungen ausgerichtet sind. Die GRANALOX(r)-Produktgruppe ist hierfür exemplarisch. |
| ― | durch Weiterentwicklung bestehender Produkte für ganz neue Anwendungsfelder, beispielsweise wärmeleitfähige Kunststoffe. |
Mit einer eigenen Pilotanlage am Standort Schwandorf verfügt Nabaltec über eine optimale Ausstattung zur Übertragung von Entwicklungsprodukten aus Labor bzw. Technikum in die Musterproduktion von bis zu mehreren hundert Tonnen. Neben der Prozess- und Verfahrensentwicklung ist die Pilotanlage somit Basis für industrielle Produkteinführungen.
5. FLEXIBLE UND SCHNELLE ANPASSUNG DER KAPAZITÄTEN UND KOSTENSTRUKTUREN DANK HOCHAUFLÖSENDER CONTROLLING-PROZESSE
Nabaltec verfolgt eine margenorientierte Kapazitätspolitik. Nachfrageschwankungen und Veränderungen in den Losgrößen müssen möglichst früh berücksichtigt werden, da die Produktionsprozesse in der Spezialchemie nur mit einer prozessimmanenten Verzögerung variiert werden können, wenn sie gleichzeitig wirtschaftlich bleiben sollen. Deshalb hat Nabaltec ein schnell greifendes und sehr differenziertes Controlling etabliert und verfügt damit über geeignete Instrumente, um die Kostenpositionen den Absatz- und Losgrößenschwankungen weitgehend anzupassen.
6. SICHERSTELLUNG DER ZUKUNFTSINVESTITIONEN DURCH EINE STARKE FINANZIERUNGSBASIS
Um das Potenzial beider Produktsegmente im Markt voll ausschöpfen zu können, sind weiterhin Investitionen nötig. Diese Investitionstätigkeit ist gleichzeitig eine hohe Markteintrittsbarriere für mögliche neue Anbieter. Um die notwendigen Investitionsmittel zur Verfügung zu haben, setzt Nabaltec auf eine Finanzierungsbasis, die sich aus einem ausgewogenen Mix aus Eigen- und Fremdkapital zusammensetzt.
1.3 STEUERUNGSSYSTEM
Die Nabaltec AG hat einen das ganze Unternehmen umspannenden Zielvereinbarungsprozess implementiert, der bis in die kleinsten Einheiten hinein mit differenzierten Zielvorgaben Verantwortlichkeiten definiert. Die Ergebnis-, Kosten- und Leistungsplanung unterstützt umfassend die Analyse zur Erreichung der Unternehmensziele. Soll-Ist-Vergleiche sind online verfügbar, signalisieren frühzeitig Handlungsbedarf und fördern den Prozess der Führung durch Zielvereinbarungen. Für alle Kostenstellen und Kostenträger wird monatlich ein Soll-Ist-Vergleich durchgeführt.
In allen kaufmännischen Bereichen wird die ERP-Software "Navision" eingesetzt. Die gesamte Darstellung der Kosten- und Leistungsrechnung, inklusive Ergebnisrechnung, erfolgt bei Nabaltec auf Basis der Controlling-Software "macs complete". Die zentralen Steuerungsgrößen als Grundlage für die betriebswirtschaftlichen Entscheidungen sind Umsatz und EBIT-Marge. Zusätzlich herangezogen werden die abgeleiteten Kennzahlen ROCE, ROI, Amortisationsdauer, Free-Cashflow und der Deckungsbeitrag.
1.4 GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS DER ORGANE
Die Vergütung des Vorstands und der Aufsichtsräte wird im Konzernanhang näher erläutert.
VORSTAND
Die Vorstandsverträge wurden am 19. Juni 2016 durch einen Aufsichtsratsbeschluss neu gefasst. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder enthält feste und variable Bestandteile, wobei sich letztere jährlich wiederkehrend am geschäftlichen Erfolg orientieren und bezogen auf das Jahresfestgehalt nach oben begrenzt sind. Mit der Vergütung ist die gesamte Tätigkeit der jeweiligen Mitglieder des Vorstands für die Gesellschaft und deren Tochter- und Beteiligungsunternehmen abgegolten.
Die Bemessungsgrundlage für die variable Vergütung errechnet sich wie folgt: Von dem konsolidierten Jahresüberschuss nach IFRS vor Steuern unter Verrechnung der Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter und nach Abzug eines Verlustvortrags aus dem Vorjahr erhält der Vorstandsvorsitzende eine Tantieme von 4% des Betrages und jedes weitere Vorstandsmitglied eine Tantieme von 2% des Betrages, der 4,2 Mio. Euro überschreitet. Die variable Vergütung ist auf maximal 100% des Jahresfestgehalts begrenzt.
Im Rahmen der festen Vergütungsbestandteile gewährt die Gesellschaft dem Vorstand neben dem Festgehalt Nebenleistungen in Form von Dienstwagennutzung, Unfallversicherung, den gesetzlichen Regelungen für Arbeitnehmer entsprechende Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie zeitlich begrenzte Lohnfortzahlungen im Krankheits- und Todesfall. Darüber hinaus erhält der Vorstandsvorsitzende mit Eintritt des Pensionsfalles eine Pension in Höhe von maximal 67% und alle weiteren Vorstandsmitglieder eine Pension in Höhe von maximal 50 % des zuletzt erreichten Bruttojahresfestgehalts; weiter wird einem hinterbliebenen Ehegatten Witwengeld von bis zu 75% der Pension im Falle des Vorstandsvorsitzenden und 60% im Falle aller weiteren Vorstandsmitglieder gewährt.
Im Rahmen einer D&O-Versicherung mit einer Versicherungssumme bis zur Höhe von 20,0 Mio. Euro werden die Vorstände unter Beachtung des gesetzlich vorgeschriebenen Selbstbehalts von 10% des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen ihrer festen jährlichen Vergütung mitversichert.
AUFSICHTSRAT
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wurde zuletzt mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juni 2017 neu gefasst. Die Bezüge setzen sich aus einer festen Vergütung in Höhe von 10.000,00 Euro je Geschäftsjahr und einem Sitzungsgeld von 1.500,00 Euro je Aufsichtsratssitzung zusammen, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrats jeweils das Eineinhalbfache der vorstehend genannten Beträge erhält. Beginnt oder endet die Amtszeit eines Aufsichtsratsmitglieds während eines Geschäftsjahres, steht ihm die feste Vergütung für dieses Geschäftsjahr zeitanteilig zu.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in eine im Interesse der Gesellschaft von dieser abgeschlossenen D&O-Versicherung mit einer Versicherungssumme bis zur Höhe von 20,0 Mio. Euro ohne Selbstbeteiligung der versicherten Mitglieder des Aufsichtsrats einbezogen. Die anfallenden Versicherungsprämien trägt die Gesellschaft.
1.5 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nehmen eine zentrale Rolle in der Gesamtstrategie der Nabaltec AG ein. Wichtige Elemente der F&E-Strategie sind der enge Schulterschluss und die gemeinsame Entwicklungsarbeit mit den Kunden. Der Fokus in allen Produktbereichen liegt darauf, den Kunden ein optimales Produkt liefern zu können und sie so zu unterstützen, dass ein Wettbewerbsvorteil generiert werden kann. Als ein führender Anbieter von hochspezialisierten Produkten betrachtet Nabaltec Forschung und Entwicklung als eine zentrale Kernkompetenz. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen 2018 bei 2,1 % vom Umsatz.
Die enge Zusammenarbeit mit den Kunden zieht sich durch alle Funktionsbereiche und Prozessschritte. Durch die anwendungsorientierte Marktbearbeitung können die spezifischen Kundenbedürfnisse frühzeitig definiert werden und unmittelbar in die Entwicklungsarbeit der technischen Bereiche Anwendungstechnik, Verfahrensentwicklung und Produktion einfließen. Dies gilt sowohl im Falle der Weiterentwicklung von etablierten Produkten als auch für die Entwicklung von Neuprodukten.
Um auch weiterhin auf dem weltweiten Markt erfolgreich zu sein, hat die Optimierung der Produktionsprozesse ebenfalls einen hohen Stellenwert in der F&E-Arbeit. Die Energie- und Ressourceneffizienz sind hier die wesentlichen Treiber.
Methoden des Trendscouting und des Megatrendabgleichs werden angewandt, um frühzeitig Entwicklungen aufzugreifen, die über die Bestandsmärkte hinausgehen. Hierzu werden Angebote kommerzieller Anbieter genutzt sowie interne, bereichsübergreifende Workshops abgehalten. Um den für Nabaltec als relevant identifizierten Trends Rechnung zu tragen, werden zahlreiche Zusammenarbeiten mit Hochschulen und Instituten gepflegt. 2018 wurden in Summe 13 öffentlich geförderte Projekte der IGF (Industrielle Gemeinschaftsforschung) von Nabaltec-Mitarbeitern in projektbegleitenden Ausschüssen bearbeitet. Zu den Forschungspartnern gehören unter anderem die RWTH in Aachen (Institut für Textiltechnik), die TU Bergakademie Freiberg, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen, das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit, Abteilung Kunststoffe, in Darmstadt, das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme in Dresden, die DIFK Deutsches Institut für Feuerfest und Keramik GmbH und die Forschungsgemeinschaft Feuerfest, beide in Höhr-Grenzhausen, sowie die BAM (Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung) in Berlin.
Das ausgeprägte Engagement von Nabaltec in der Forschung und Entwicklung drückt sich auch durch verschiedene nationale und internationale Preise und Auszeichnungen für die Innovationskraft aus. Beispielsweise gehörte die Nabaltec AG bereits elfmal zu den 100 innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand und wurde in unterschiedlichen Bereichen mehrfach für ihre Innovationskraft ausgezeichnet.
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Nabaltec sind neben der Suche nach neuen Ideen für Produkte, Verfahren und Anwendungen vor allem darauf ausgerichtet, vorhandene Produkte und Verfahren weiterzuentwickeln und zu verfeinern. Die Maßgaben werden durch sich ständig verändernde Kunden- und Marktanforderungen definiert. Diesen gilt es jederzeit zu entsprechen und damit gleichzeitig in den eigenen Zielmärkten die Produktpalette zu komplementieren beziehungsweise zu erweitern.
Das Berichtsjahr 2018 war im Bereich Forschung und Entwicklung besonders von den Herausforderungen der Elektromobilität geprägt. Keramisch beschichtete Separatorfolien für Lithium-Ionen-Batterien zeigten 2018 sehr hohe Zuwachsraten. Um den gestiegenen Bedarfen und den gleichzeitig weiter steigenden Qualitätsanforderungen Rechnung zu tragen, wurden die Böhmit-Produkte der Nabaltec weiter optimiert und wichtige produktionsbegleitende Entwicklungen durchgeführt. Gleichzeitig wurden wichtige Grundlagenentwicklungen gestartet, um den Anforderungen der nächsten Generationen von Separatorfolien gerecht zu werden. Ein Kernprojekt war die Produkt- und Prozessentwicklung eines optimierten Aluminiumoxids für die Anwendung Lithium-Ionen-Batterie, dessen Produktion 2019 starten wird.
Das Wärmemanagement von Batteriesystemen ist ein weiterer wichtiger Aspekt der E-Mobilität. Aufgrund der sich ständig verkürzenden Ladezeiten und insbesondere der geplanten flächendeckenden Einführung von Schnellladestationen gewinnen wärmeleitfähige Werkstoffe an Bedeutung. Nabaltec hat sich dem Thema wärmeleitfähige Füllstoffe bereits seit einigen Jahren gewidmet und konnte 2018 erhebliche Fortschritte in der Produkt- und Anwendungsentwicklung erzielen. So konnte ein speziell für die Anwendung "gap-filler" optimiertes Aluminiumhydroxid erfolgreich am Markt platziert werden. Das erste Produkt einer neuen Aluminiumoxid-Produktgruppe für wärmeleitfähige Kunststoffe befindet sich in Freigabeprozessen bei den Endkunden. Bereits ab 2020 erwarten wir die Aufnahme kommerzieller Lieferungen in diesem Anwendungsbereich.
Die mineralischen Flammschutzmittel sind weiterhin ein wichtiger Wachstumsgarant für die innovativen und umweltfreundlichen Produkte der Nabaltec. Auch 2018 war noch stark geprägt von der finalen Einführung der CPR (Construction Products Regulation) zum 1. Juli 2017 innerhalb der EU. Die Themen "Rauchgasentwicklung", "Rauchgaskorrosivität" und "Rauchgastoxizität" haben im Rahmen dieser neuen Bauprodukteregelung an Wichtigkeit gewonnen. Deshalb wurde 2018 ein gemeinsames Projekt mit der pinfa (Phosphorous, Inorganic & Nitrogen Flame Retardant Association) gestartet, um Daten zu diesen Kenngrößen zu generieren. Wie zu erwarten war, konnte das beauftragte französische Institut zeigen, dass die mineralischen Flammschutzmittel der Nabaltec Rauchgasdichte und Rauchgastoxizität verringern. Aluminiumhydroxid und Böhmit sind ideale Rauchgasreduzenten und können die Menge an freigesetzten toxischen Gasen signifikant herabsetzen.
2019 wird die Nabaltec diese Untersuchungen ausweiten und insbesondere auch die positiven Effekte der neuen Flammschutzsynergisten aufzeigen. Weltweit finden diese Untersuchungen gute Resonanz, da im Rahmen von Produkt- und Anwendungsstandardisierungen inzwischen auch Märkte außerhalb Europas (wie beispielsweise Südamerika) nachziehen und die europäischen Standards adaptieren.
Die Umsetzung der bis 2017 in Kelheim ansässigen Pilotanlage nach Schwandorf ist erfolgt. Die Inbetriebnahme der deutlich erweiterten Pilotproduktionsstätte ist für das zweite Quartal 2019 geplant. Die anwendungstechnischen Labore sowie Technika am Standort Schwandorf wurden 2018 nochmals ausgebaut. Insbesondere die anwendungstechnischen Prüfverfahren für keramische Rohstoffe und Werkstoffe wurden deutlich erweitert. Das verkürzt Entwicklungszeiten, da die wichtigsten Verfahren allesamt am Standort Schwandorf durchgeführt werden können. Weitere Highlights in diesem Zusammenhang waren der Umzug und die Erweiterung des Brandlabors sowie die Weiterentwicklung der Polier- und Analyseverfahren.
Die Feuerfestindustrie erlebte 2018 eine sehr dynamische Marktentwicklung. Die Reaktivtonerden, die bereits heute einen wesentlichen Beitrag bei der Herstellung leistungsfähiger monolithischer und geformter Produkte leisten, konnten 2018 um eine neu entwickelte, viskositätsoptimierte Qualität erweitert werden. Die patentierten Abbindebeschleuniger der Produktgruppe NABACAST(r) konnten nach den industriellen Freigaben auch erste Umsätze bei Schlüsselkunden erzielen. Wesentlich hierfür ist unsere enge anwendungstechnische Betreuung bei der Ausarbeitung und Modifizierung von Kundenrezepturen.
Ebenfalls geprägt von einem sehr dynamischen Marktumfeld konnten auch die Entwicklungsvorhaben der Ingenieurkeramik Erfolge vorweisen. 2018 war die traditionell sehr individuelle Zusammenarbeit mit den Kunden im Bereich der GRANALOX(r)-Produktgruppe durch eine geografische Erweiterung des Kundestamms auf asiatische Anwender geprägt. In diesem Zusammenhang ist es gelungen, neue hochreine Rohstoffe zu entwickeln und erste Freigaben zu erlangen. Neben Endanwendungen im Elektroniksektor konnten die neu entwickelten Produkte insbesondere auch in Automobilanwendungen platziert werden.
Die ursprünglich seitens unserer europäischen Kunden geforderten Verbesserungen des Verarbeitungsverhaltens konnten 2018 abschließend auf alle wesentlichen Produkte übertragen werden. Mit diesen modifizierten Produkten können unsere Kunden Kosteneinsparungen bei der weiteren Automatisierung ihrer Produktionsabläufe realisieren.
Die neu entwickelte GRANALOX(r) -Type, die sehr hohe Sinterdichten, Härte und Bruchfestigkeit in den Endbauteilen ermöglicht, hat wichtige Freigaben bei Schlüsselkunden erreicht. Beide Entwicklungsschwerpunkte untermauern das Alleinstellungsmerkmal der Nabaltec als hoch geschätzter Systempartner in der Ingenieurkeramik.
2. WIRTSCHAFTSBERICHT
2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN
2.1.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION
Das globale Wachstum hat im Jahr 2018 mit 3,7% leicht an Dynamik verloren, nach einem Wert von 3,8% im Vorjahr. Dies berichtete der Internationale Währungsfonds (IWF) im Januar 2019 und bestätigte damit auch seine Prognose aus Oktober für das Jahr 2018. Insbesondere im zweiten Halbjahr 2018 hat sich die weltwirtschaftliche Expansion verlangsamt. Ursächlich ist nach Einschätzung des IWF insbesondere ein Abschwung in großen Volkswirtschaften wie Europa und Asien. Denn nicht nur der Konflikt zwischen den USA und China um Marktzugänge und Eigentumsrechte wirkt sich seit dem zweiten Halbjahr 2018 negativ auf die weltwirtschaftliche Entwicklung aus. Auch im Euroraum wurde die Produktion vor allem durch negative Effekte aus der Automobilwirtschaft, insbesondere aufgrund der in Deutschland eingeführten neuen Standards für Abgasmessungen, geschwächt. Wenngleich der Rückgang der Automobilproduktion vermutlich temporärer Natur ist, spricht auch die Entwicklung am Arbeitsmarkt dafür, dass sich die europäische Konjunktur insgesamt verlangsamt hat. Der IWF berechnet für das europäische Bruttoinlandsprodukt 2018 einen Wert von 1,8%.
Vergleichsweise robust zeigte sich hingegen 2018 die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten. Hier stieg der private Konsum weiter kräftig an, allerdings verringerte sich die Investitionsdynamik in der zweiten Jahreshälfte merklich.
Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2018 lediglich um 1,5% gewachsen und nicht wie vom Statistischen Bundesamt noch im Herbst 2018 erwartet um 1,8%. Dieser deutlich schwächere Trend liegt in der global abgeschwächten Konjunktur, in Absatzproblemen der Automobilindustrie sowie in der langanhaltenden Dürreperiode mit Niedrigwasser und entsprechenden Transportausfällen in Deutschland begründet. Hinzu kamen dämpfende Sondereffekte, wie die Grippewelle und Streiks. Wachstumsimpulse kamen im Jahr 2018 wie im Vorjahr vom inländischen Konsum -sowohl staatlich als auch privat - und von Bauinvestitionen, insbesondere in den öffentlichen Tiefbau.
2.1.2 BRANCHENSITUATION
Das Jahr 2018 verlief für die chemische Industrie in Deutschland gut. Die Produktion stieg in der Branche um 2,5% und der Branchenumsatz konnte um 4,5% auf 204 Mrd. Euro zulegen. Hierfür waren auch Preiserhöhungen bei Chemikalien verantwortlich, die um 2% angestiegen sind. Die Beschäftigung lag in der Branche im Jahr 2018 mit 462.000 Menschen auf einem Rekordwert.
Der langfristige Trend einer steigenden Nachfrage nach halogenfreien, flammhemmenden Füllstoffen und insbesondere Aluminiumhydroxid ist unverändert intakt. Unabhängige Marktprognosen gehen von einer jährlichen Nachfragesteigerung von weltweit 4,4% bis 2023 aus (auf Basis ATH, Quelle: Freedonia). Vor allem das wachsende öffentliche Bewusstsein für die Notwendigkeit von Brandschutz wie auch die zunehmende Substitution von potenziell umweltbelastenden Flammschutzmitteln durch das umweltfreundliche, halogenfreie Aluminiumhydroxid fördern das Marktwachstum. Diese Entwicklung wirkt sich insbesondere positiv auf den Produktbereich feinstgefällte Aluminiumhydroxide aus. Auch für Böhmit mit seinen vielfältigen Anwendungsfeldern, allen voran in der Elektromobilität, sind die langfristigen Perspektiven nach Einschätzung der Nabaltec AG sehr gut.
Im Bereich der Spezialoxide wird der Feuerfestmarkt durch die Nachfrage der Stahlindustrie geprägt. Nabaltec konnte vor allem bei den Feuerfestproduzenten in Europa deutliche Zuwächse realisieren, insbesondere bei den reaktiven Aluminiumoxiden. Im Bereich der technischen Keramik konnten die Absätze der keramischen Massen deutlich gesteigert werden. Der Trend zu höherwertigen Feuerfestprodukten und verschleißbeständigeren Keramiken lassen ein solides Marktwachstum für die kommenden Jahre erwarten, das nach Einschätzung von Marktexperten bei Feuerfestprodukten und in der technischen Keramik in der Größenordnung von 4% pro Jahr bis 2021 (Quelle: Roskill) liegen wird.
2.2 GESCHÄFTSVERLAUF
Die Nabaltec AG hat im Jahr 2018 an die erfolgreiche Entwicklung der Vorjahre angeknüpft. Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um 4,8% auf 176,7 Mio. Euro gesteigert werden (2017: 168,6 Mio. Euro). Dabei übertraf jedes einzelne Quartal für sich genommen das jeweilige Vorjahresquartal. Dieses Wachstum konnte erzielt werden, obwohl die US-Tochter Nashtec im Jahr 2018 noch keinen Umsatzbeitrag leisten konnte.
Beide Produktsegmente "Funktionale Füllstoffe" und "Spezialoxide" trugen 2018 zu der positiven Umsatzentwicklung bei. Im Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" lag der Jahresumsatz bei 114,6 Mio. Euro und damit um 2,1 % über dem Vorjahr (112,2 Mio. Euro). Das Produktsegment "Spezialoxide" wuchs umsatzseitig überproportional um 10,1% auf 62,1 Mio. Euro (2017: 56,4 Mio. Euro).
Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 1,1 % auf 18,5 Mio. Euro (2017: 18,3 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie lag bei 1,17 Euro (auf Basis von 8,8 Mio. Stückaktien) nach 1,39 Euro im Geschäftsjahr 2017 (auf Basis von 8,2 Mio. Stückaktien im Jahresdurchschnitt).
Die kommunizierte Umsatzprognose für das Jahr 2018 wurde erreicht. Die prognostizierte EBIT-Marge im oberen einstelligen Prozentbereich wurde mit 10,4% leicht übertroffen.
2.3 LAGE
2.3.1 ERTRAGSLAGE
Im Geschäftsjahr 2018 erzielte der Nabaltec-Konzern einen Umsatz von 176,7 Mio. Euro und verzeichnete damit gegenüber dem Vorjahr ein gutes Plus von 4,8% (2017: 168,6 Mio. Euro). Wesentliche Umsatztreiber waren Preiserhöhungen und positive Entwicklungen im Produktmix über beide Produktsegmente hinweg sowie Mengeneffekte im Produktsegment "Spezialoxide". Deutlich überproportional mit einem Umsatzanstieg von 52,2% im Vergleich zum Vorjahr entwickelte sich der Produktbereich Böhmit. Die Exportquote der Nabaltec AG lag im Jahr 2018 bei 73,8% nach 73,2% im Jahr 2017.
Alle vier Quartale trugen gleichermaßen zu der guten Umsatzentwicklung bei. Das erste Quartal 2018 übertraf mit einem Umsatz von 45,2 Mio. Euro nochmals den bereits sehr guten Wert des Vorjahresquartals von 43,6 Mio. Euro. Das zweite Quartal lag mit 46,5 Mio. Euro sowohl über dem Vergleichswert aus dem Vorjahr als auch über dem des Vorquartals. Im zweiten Halbjahr wurden mit 43,5 Mio. Euro im dritten und 41,4 Mio. Euro im vierten Quartal die Werte aus 2017 nochmals übertroffen.
Über das Gesamtjahr addierten sich die Ordereingänge auf 172,7 Mio. Euro nach 188,1 Mio. Euro im Vorjahr. Das Jahr 2018 beendete Nabaltec mit einem Auftragsbestand von 52,6 Mio. Euro nach 56,6 Mio. Euro im Vorjahr.
Das Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 114,6 Mio. Euro und damit ein Plus von 2,1 % gegenüber dem Vorjahreswert von 112,2 Mio. Euro. Dieses Plus liegt insbesondere in Preiserhöhungen sowie im Produktmix begründet.
Nach der nahezu vollständigen technischen und baulichen Umsetzung der Stand-alone-Lösung hat die US-Tochter Nashtec Ende 2018 wieder ihren Produktionsbetrieb gestartet.
Das Produktsegment "Spezialoxide" konnte sich 2018 über alle Produktbereiche hinweg mit einer hohen Nachfrage gut entwickeln und einen Umsatz von 62,1 Mio. Euro erzielen nach 56,4 Mio. Euro im Vorjahr, was einem Plus von 10,1 % entspricht.
UMSATZ NACH PRODUKTSEGMENTEN 2018 (IN MIO. EURO)

UMSATZ NACH REGIONEN 2018 (IN %)

Die Gesamtleistung im Nabaltec-Konzern stieg 2018 um 4,3% von 170,1 Mio. Euro auf 177,4 Mio. Euro. Das Wachstum ist vornehmlich auf die gute Umsatzentwicklung zurückzuführen, während die Bestände auf stabilem Niveau gehalten wurden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge von 3,1 Mio. Euro sind im Wesentlichen auf Währungsgewinne, sonstige Erträge aus Lieferungen und Leistungen an Dritte sowie auf den Sanierungszuschuss für Nashtec zurückzuführen.
OPERATIVE AUFWANDSQUOTEN IN RELATION ZUR GESAMTLEISTUNG (IN %)
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Materialaufwand | 48,6 | 49,2 |
| Personalaufwand | 18,6 | 18,4 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 17,3 | 17,4 |
Die Materialaufwandsquote (in Relation zur Gesamtleistung) sank auf 48,6% (2017: 49,2%). Die Rohergebnismarge (in Relation zur Gesamtleistung) blieb 2018 mit 53,2% annähernd auf dem Niveau des Vorjahres von 53,4%. In absoluten Zahlen lag das Rohergebnis bei 94,3 Mio. Euro und damit 3,4 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres von 90,9 Mio. Euro.
Die Personalkostenquote (in Relation zur Gesamtleistung) 2018 stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht von 18,4% auf 18,6%. Die Mitarbeiterzahl im Konzern stieg von 476 zum 31. Dezember 2017 auf 496 zum 31. Dezember 2018.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 29,6 Mio. Euro auf 30,7 Mio. Euro, im Wesentlichen bedingt durch höhere Frachtkosten und Fremdleistungen für Reparaturen. Die Kostenquote, gemessen an der Gesamtleistung, sank leicht gegenüber dem Vorjahreswert von 17,4% auf 17,3%.
In den wesentlichen Kostenarten zeigten sich die Quoten weitgehend konstant gegenüber dem Vorjahr.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 2,0% von 30,0 Mio. Euro auf 30,6 Mio. Euro.
Unter Berücksichtigung der Abschreibungen des Geschäftsjahres 2018 in Höhe von 12,1 Mio. Euro errechnet sich ein operatives Ergebnis (EBIT) von 18,5 Mio. Euro nach 18,3 Mio. Euro im Vorjahr.
EBIT (IN MIO. EURO)

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) betrug im Berichtsjahr 15,8 Mio. Euro (2017: 15,7 Mio. Euro). Darin enthalten ist das Finanzergebnis 2018 in Höhe von -2,7 Mio. Euro, das sich aus Zinsaufwendungen von 2,8 Mio. Euro und Zinserträgen von 0,1 Mio. Euro zusammensetzt. Im Vorjahr lag das Finanzergebnis bei -2,6 Mio. Euro.
Der Steueraufwand lag im Geschäftsjahr 2018 bei 5,5 Mio. Euro (2017: 4,3 Mio. Euro) und enthält latente Steuern in Höhe von -0,7 Mio. Euro (2017: -0,2 Mio. Euro).
Das Konzernergebnis lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 10,3 Mio. Euro nach 11,5 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie sank von 1,39 Euro (auf Basis von 8,2 Mio. Stückaktien im Jahresdurchschnitt) im Jahr 2017 auf 1,17 Euro (auf Basis von 8,8 Mio. Stückaktien) im Berichtsjahr.
Segmentbericht: Entwicklungen in den Produktsegmenten
FUNKTIONALE FÜLLSTOFFE (IN MIO. EURO)
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Umsatz | 114,6 | 112,2 |
| EBITDA | 19,1 | 21,5 |
| EBIT | 10,5 | 13,1 |
| Investitionen | 23,5 | 16,4 |
Im Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" ist der Umsatz 2018 um 2,1 % gestiegen. Die grundlegenden Markttreiber für die Produkte von Nabaltec waren auch 2018 weiterhin intakt und verfügen auch zukünftig über sehr gute Perspektiven. Weltweit sind halogenfreie, flammhemmende Füllstoffe aufgrund ihrer Umweltfreundlichkeit weiterhin auf dem Vormarsch.
UMSÄTZE PRODUKTSEGMENT "FUNKTIONALE FÜLLSTOFFE" NACH QUARTALEN (IN MIO. EURO)

Das EBITDA sank um 11,2% von 21,5 Mio. Euro auf 19,1 Mio. Euro im Berichtsjahr.
Mit rund 87% der Gesamtinvestitionen bildete das Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" den Investitionsschwerpunkt 2018 im Nabaltec-Konzern. Investitionsausgaben wurden vor allem für die technische und bauliche Umsetzung der Stand-alone-Lösung bei Nashtec, die ersten Investitionen für Naprotec, die weitere Optimierung von Produktionsprozessen, die Verbesserung der Infrastruktur sowie für Ersatzinvestitionen am Standort Schwandorf getätigt.
SPEZIALOXIDE (IN MIO. EURO)
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Umsatz | 62,1 | 56,4 |
| EBITDA | 11,5 | 8,5 |
| EBIT | 8,0 | 5,2 |
| Investitionen | 3,6 | 4,7 |
Im Produktsegment "Spezialoxide" stieg der Umsatz um 10,1% von 56,4 Mio. Euro auf 62,1 Mio. Euro im Berichtsjahr. Diese Entwicklung ergab sich vor allem aufgrund von Preis- und Mengeneffekten.
UMSÄTZE PRODUKTSEGMENT "SPEZIALOXIDE" NACH QUARTALEN (IN MIO. EURO)

Das EBITDA im Produktsegment "Spezialoxide" stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich um 35,3% von 8,5 Mio. Euro auf 11,5 Mio. Euro.
Rund 13 % der Gesamtinvestitionen flossen in das Produktsegment "Spezialoxide", vor allem in die Kapazitätserweiterung wertschöpfungsstarker Produkte und in die Optimierung von Produktionsprozessen.
2.3.2 FINANZLAGE
Das Finanzmanagement ist direkt dem Vorstand zugeordnet und umfasst schwerpunktmäßig das Management der Kapitalstruktur, die Liquiditätssteuerung, die Zins- und Devisenkursabsicherung sowie die Finanzmittelbeschaffung. Die Tochterunternehmen sind in das Konzern-Liquiditätsmanagement eingebunden.
Wechselkursschwankungen zwischen US-Dollar und Euro begegnet Nabaltec mit dem Einsatz von Devisenkurssicherungsinstrumenten, wenn dies aufgrund der Volatilität der Märkte oder des Umfangs der Fremdwährungsgeschäfte angezeigt ist.
Bis zum Bilanzstichtag wurden den Tochterunternehmen liquide Mittel in Höhe von 42,9 Mio. Euro (2017: 22,6 Mio. Euro) zur Verfügung gestellt. Zinssätze und Vertragskonditionen entsprechen den Standards für mittelständisch geprägte Unternehmen. Bei Fremdfinanzierungen mit variablen Zinsen bedient sich Nabaltec fallweise auch verschiedener Zinssicherungsinstrumente mit einer mittel- bis längerfristigen Zinsbindung (z. B. Zinsswaps).
Der Finanzierungsbedarf des Wachstums sowie der getätigten Investitionen wird über Schuldscheindarlehen, die im Jahr 2017 durchgeführte Kapitalerhöhung sowie über die operativen Cashflows sichergestellt.
2.3.2.1 KAPITALSTRUKTUR
Das Grundkapital der Nabaltec AG beträgt 8,8 Mio. Euro. Das Konzern-Eigenkapital stieg zum 31. Dezember 2018 auf 95,8 Mio. Euro nach 84,6 Mio. Euro zum 31. Dezember 2017. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich gegenüber dem 31. Dezember 2017 von 38,2% auf 42,4% zum 31. Dezember 2018. Diese Eigenkapitalausstattung stellt im Branchenvergleich eine sehr gute Basis dar.
Die langfristigen Schulden nahmen von 109,3 Mio. Euro zum 31. Dezember 2017 auf 108,3 Mio. Euro zum 31. Dezember 2018 ab. Die kurzfristigen Schulden sanken von 27,5 Mio. Euro auf 21,8 Mio. Euro im Berichtsjahr. Grund hierfür war vor allem die Verminderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Verbindlichkeiten.
STRUKTUR DER PASSIVA (IN %)

Sonstige außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente
Nabaltec hat in geringem Umfang Leasinggeschäfte mit Vertragslaufzeiten von bis zu fünf Jahren vereinbart. Außerdem bedient sich Nabaltec eines fortlaufenden Factorings für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, auch um eventuelle Ausfallrisiken zu minimieren. Weitere Instrumente, die dem Financial Engineering zugerechnet werden können, werden im Nabaltec-Konzern nicht eingesetzt.
2.3.2.2 INVESTITIONEN
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Nabaltec-Konzern 27,1 Mio. Euro investiert nach 21,1 Mio. Euro im Vorjahr. Die Investitionsausgaben erfolgten überwiegend zur Umsetzung der Stand-alone-Lösung bei Nashtec, weitere Investitionen flossen in den Aufbau der Produktion der Naprotec, in Infrastrukturmaßnahmen, technische Anlagen und Maschinen zur Kapazitätserweiterung sowie in die Prozessoptimierung und in Ersatzinvestitionen am Standort Schwandorf.
2.3.2.3 LIQUIDITÄT
Der operative Cashflow des Nabaltec-Konzerns sank auf 16,1 Mio. Euro nach 25,9 Mio. Euro im Vorjahr. Hier wirkten sich insbesondere Veränderungen im Working-Capital aus. Reduzierend auf den Cashflow wirkten sowohl die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva als auch die Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva. Darüber hinaus stiegen die Vorratsbestände aufgrund der Wiederinbetriebnahme der Produktion in den USA.
Der Mittelabfluss für Investitionen stieg im Vergleich zum Vorjahr von 23,9 Mio. Euro auf 27,1 Mio. Euro. Dies liegt unter anderem in den Umbauarbeiten für Nashtec, dem Aufbau der Produktion bei der Naprotec und den damit verbundenen Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen begründet.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag 2018 bei -4,6 Mio. Euro nach einem Zufluss von 8,8 Mio. Euro im Jahr 2017. Im Vorjahr war der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit stark von einer erfolgreichen Barkapitalerhöhung und einem entsprechenden Mittelzufluss von 18,4 Mio. Euro geprägt. Im Jahr 2018 erfolgten Tilgungen von 1,0 Mio. Euro, die den langfristigen Planungen folgten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte eine Dividendenausschüttung in Höhe von 1,6 Mio. Euro. Die gezahlten Zinsen lagen im Berichtsjahr unverändert bei 2,1 Mio. Euro.
Der Finanzmittelfonds des Nabaltec-Konzerns als Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten lag zum 31. Dezember 2018 bei 30,3 Mio. Euro nach 45,9 Mio. Euro zum Bilanzstichtag des Vorjahres.
2.3.2.4 VERMÖGENSLAGE
Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2017 von 221,4 Mio. Euro auf 225,9 Mio. Euro.
STRUKTUR DER AKTIVA (IN %)

In den Aktiva erhöhte sich das Sachanlagevermögen auf 148,4 Mio. Euro nach 131,7 Mio. Euro im Vorjahr. Die Summe der langfristigen Vermögenswerte belief sich 2018 auf 149,0 Mio. Euro und erreichte damit zum 31. Dezember 2018 einen Anteil von 66,0% der Bilanzsumme, die kurzfristigen Vermögenswerte lagen bei 34,0%.
2.4 FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
2.4.1 FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Der Geschäftserfolg der Nabaltec AG basiert auf einer langfristigen Wachstumsstrategie. Im Rahmen der Konzernsteuerung wird sichergestellt, dass der Konzern profitabel und kapitaleffizient wächst. Deshalb wird den Steuerungsgrößen Umsatzwachstum und EBIT-Marge hohe Bedeutung beigemessen. Entsprechend liegt der Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung und Optimierung dieser beiden bedeutsamsten operativen finanziellen Leistungsindikatoren. Entsprechend bilden diese Leistungsindikatoren die Basis für die operativen Entscheidungen und dienen insofern zugleich als Grundlage für die Prognose.
Die Nabaltec AG zieht zusätzlich die nachstehenden Renditekennzahlen zur langfristigen Steuerung des Konzerns heran. Dieses unternehmensinterne Controlling- und Steuerungssystem ermöglicht der Unternehmensführung eine wertorientierte Steuerung des Konzerns.
Wesentliche Renditekennzahlen der Nabaltec AG:
UMSATZ- UND KAPITALRENDITEN (IN %)
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Eigenkapitalrendite | 10,8 | 13,5 |
| Return on Capital Employed (ROCE) | 10,6 | 12,3 |
Die Eigenkapitalrendite, die sich aus dem Verhältnis von Konzerngewinn zum Eigenkapital ergibt, betrug im Berichtsjahr 10,8% und lag damit unter dem Wert des Vorjahres von 13,5%.
Der Return on Capital Employed stellt das EBIT dem eingesetzten Kapital gegenüber (Anlagevermögen + Working Capital). Im Berichtszeitraum ergab sich für diese Kennzahl ein Wert von 10,6% nach 12,3% im Vorjahr.
2.4.2 NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Mitarbeiter
Der Nabaltec-Konzern beschäftigte zum Jahresende 2018 insgesamt 496 Mitarbeiter (31. Dezember 2017: 476). Davon waren 485 Mitarbeiter (31. Dezember 2017: 470) in Deutschland tätig. In der Mitarbeiterzahl enthalten sind auch 56 Auszubildende (31. Dezember 2017: 54). Nabaltec legt hohen Wert auf eine gute Ausbildung. So stellten die Auszubildenden mit einer Quote von 11,3% auch im Geschäftsjahr 2018 einen schon traditionell bemerkenswert großen Teil der Belegschaft; diese Quote liegt damit auch 2018 deutlich über dem Branchendurchschnitt. Die Auszubildenden von Nabaltec zählen regelmäßig zu den Jahrgangsbesten. Aktuell werden Ausbildungsplätze in den Berufen Industriekaufmann/-frau, lnformatikkaufmann/-frau, Chemielaborant/-in, Chemikant/-in, Elektroniker/-in für Betriebstechnik, Industriemechaniker/-in und Produktionsfachkraft Chemie angeboten.
Die Nabaltec AG gehört laut dem bundesweiten, branchenübergreifenden Unternehmensvergleich "TOP JOB" regelmäßig zu den 100 besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand. Auszeichnungen wie diese, die Nabaltec zuletzt 2015 zum vierten Mal erhielt, sind ein Zeichen dafür, wie ernst das Unternehmen seine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern nimmt. Ein zentrales Anliegen von Nabaltec ist es, den Mitarbeitern unternehmensintern Perspektiven und Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu bieten, um auch auf diesem Wege die Identifikation mit dem Unternehmen sowie den Einsatz und das Engagement der Mitarbeiter zu fördern. Dabei ist die Nabaltec AG als mehrfach ausgezeichnetes familienfreundliches Unternehmen für ihre Mitarbeiter Partner in allen Lebenslagen und trägt mit individuellen Angeboten zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei. Ebenso bietet das Unternehmen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements zahlreiche Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit an. Für das hohe Engagement bekam die Nabaltec AG von der AOK Bayern die Auszeichnung "Gesundes Unternehmen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement" in Silber verliehen.
Kundenbeziehungen
Nabaltec konnte in den vergangenen Jahren die eigene Marktposition kontinuierlich festigen und ausbauen. Mit der Umsetzung der Stand-alone-Lösung der Nashtec LLC in den USA und der Wiederaufnahme der Produktion sowie der Entscheidung zum Aufbau eines Produktionsstandortes in Chattanooga, USA, und der Gründung einer Vertriebstochter in Shanghai, China, hat Nabaltec ganz wesentliche Weichenstellungen für die noch engere Zusammenarbeit mit ihren Kunden speziell auch außerhalb Europas getroffen.
Wichtige Argumente sind die extrem hohe Lieferzuverlässigkeit und Qualitätskonstanz. Nabaltec hat gezeigt, ein sehr verlässlicher Partner für die langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu sein.
Auch der konsequente Ausbau der Beratungskompetenz über Sach- und Personalinvestitionen im Bereich F&E zeichnet Nabaltec als kompetenten und potenten Lieferanten aus.
Um einen 360°-Zugang zu wichtigen Märkten und Technologien gewährleisten zu können, ist Nabaltec in mehreren europäischen Verbänden tätig. Neben den beiden Cefic-Fachgruppen pinfa & EPSA ist Nabaltec auch in der Forschungsgemeinschaft Kunststoffe e.V. sowie in der DKG (Deutsche Keramische Gesellschaft) und dem VDFFI (Verband der Deutschen Feuerfest-Industrie) engagiert.
In den USA engagiert sich Nabaltec in der pinfa North America und ist Mitglied der amerikanischen keramischen Gesellschaft (ACerS). Durch dieses Engagement werden Nabaltec sehr frühzeitig größere Trends in den Hauptabsatzmärkten "Flammschutz" und "Keramik" auf globaler Ebene zugänglich und erlauben eine frühzeitige Reaktion seitens Nabaltec. Darüber hinaus ist Nabaltec Gründungsmitglied der pinfa China, die 2018 mit Sitz in Shanghai gegründet wurde.
Grundvoraussetzung für den Markterfolg von Nabaltec sind Produkte, die zielgerichtet auf die Bedürfnisse der Kunden hin entwickelt, optimiert und in bedarfsgerechten Mengen sowie über lange Zeiträume stabil zu gleichbleibend optimaler Qualität geliefert werden. Nabaltec-Produkte helfen, die Produkte der Kunden sicherer, umweltfreundlicher, widerstandsfähiger und wettbewerbsfähiger zu machen und gleichzeitig die Produktionsprozesse der Kunden zu optimieren. Deshalb münden gemeinsame Entwicklungsprojekte in langfristige Lieferverträge und nachhaltige Kooperationen. Besonders bei Neuprodukten durchläuft Nabaltec mit den Kunden oft lang andauernde und intensive Freigabeprozeduren. Bei erfolgreichem Abschluss ziehen diese zumeist langfristige Liefervereinbarungen nach sich. Megatrends wie E-Mobilität und Anwendungen in Lithium-Ionen-Batterien stellen Nabaltec vor neue, noch anspruchsvollere Qualitätsanforderungen.
Managementsysteme
Um das sicherheitsbewusste Verhalten aller Mitarbeiter zu stärken und die Umsetzung gesetzlicher und berufsgenossenschaftlicher Forderungen zu vereinfachen, hat sich Nabaltec bereits 2007 dazu entschlossen, zusätzlich zu den bereits bestehenden Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen nach ISO 9001 bzw. ISO 14001 auch ein Arbeits- und Gesundheitsschutz-Managementsystem nach BS OHSAS 18001 (British Standard Occupational Health and Safety Assessment Series) einzuführen. Im Jahr 2018 wurden Überwachungsaudits für die bestehenden Managementsysteme nach ISO 9001 und ISO 14001 am Standort Schwandorf durchgeführt. Des Weiteren wurde die bestehende Zertifizierung des Arbeits- und Gesundheitsschutz-Managementsystems nach BS OHSAS 18001 in einem erfolgreich durchgeführten Wiederholungsaudit erneuert.
Um den Anforderungen eines sich stetig ändernden Energiemarktes effektiv begegnen zu können, hat Nabaltec schon im Jahr 2010 ein zertifiziertes Energiemanagementsystem eingeführt. Im Jahr 2018 wurden die Energieeffizienzmaßnahmen der Nabaltec AG im Rahmen eines Überwachungsaudits zur ISO 50001 erfolgreich überprüft.
Die Akkreditierung des Analysenzentrums der Nabaltec AG nach der Norm ISO/IEC 17025 wurde 2018 in einem Re-Akkreditierungsaudit bestätigt.
Umweltschutz
Nabaltec nimmt für sich in Anspruch, mit den eigenen Produkten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Ökobilanz einer Vielzahl von Produkten zu leisten. Die zunehmende Bedeutung des Umweltschutzes ist eine der wichtigsten Triebfedern für den Erfolg von Nabaltec-Produkten auf den Weltmärkten. Sie sind Teil von Dieselrußpartikelfiltern oder Katalysatoren und leisten beispielsweise einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung von Feinstaub und Ruß. Andere Produktfamilien finden sich in Kunststoffen wieder. Hier ersetzen sie die halogenhaltige Flammschutzkomponente Brom. Damit werden die Produkte sicherer, leichter zu recyceln und das umweltkritische chemische Element Brom muss für diesen Anwendungszweck nicht mehr hergestellt werden. Vor diesem Hintergrund ist es von zentraler Bedeutung, dass auch Forschung und Entwicklung, Produktion und vor- sowie nachgelagerte Logistik möglichst umweltschonend angelegt sind. Der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen ist ein zentrales Anliegen von Nabaltec und eine Grundvoraussetzung für die gesellschaftliche Akzeptanz des Unternehmens. Die Nabaltec AG nimmt ihre Umweltverantwortung, die über den eigenen Standort deutlich hinausgeht, aktiv an.
Wie bereits in den Jahren zuvor wurde ein besonderes Augenmerk unter Kosteneinsparungsgesichtspunkten auf die Optimierung der Energieprozesse in der Produktion gelegt. Auch 2018 wurden in diesem Bereich wieder Projekte durchgeführt. Gemeinsam mit externen Partnern entwickelte Nabaltec Verfahren, die deutlich weniger Prozessenergie benötigen und somit zu wesentlich geringeren CO2-Emissionen führen. Ein ganz wesentlicher Anteil des Energiebedarfs von Nabaltec wird in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Müllverwertung Schwandorf durch den Einsatz regenerativer Energie gedeckt.
Generell ist Nabaltec bestrebt, die Produktionsprozesse für alle Anlagen so aufzubauen, dass diese einen geschlossenen Kreislauf darstellen. Im Umgang mit Chemikalien, wie z.B. Natronlauge, die zur Erzeugung von Feinsthydroxid verwandt wird, achtet Nabaltec konsequent darauf, dass diese nicht an die Umwelt abgegeben werden, sondern in einem geschlossenen Produktionskreislauf für den Wiedereinsatz verwendet werden können. Darüber hinaus wurden neue Technologien eingesetzt, um den Waschwasserbedarf aufgrund der Produktionssteigerungen und der gestiegenen Qualitätsanforderungen wesentlich zu reduzieren.
Im Bereich der Abfallwirtschaft wurde die Logistik teilweise umgestellt. Durch die Sammlung einzelner Fraktionen in Presscontainern verringern sich die Transporte deutlich. Dies reduziert den Verkehr zur Nabaltec AG und damit den Ausstoß an Kohlendioxid, Stickoxiden und Feinstaub direkt im Umfeld des Unternehmens. Dieser Weg wird konsequent weiter beschritten. Im Bereich der Luftreinhaltung liegt der Fokus auf den künftigen Auflagen. Die Nabaltec AG beteiligt sich am Sevilla-Prozess. Hier wird die beste verfügbare Technik für Industrieanlagen innerhalb der EU festgelegt.
Kapitalmarkt
Nabaltec verfügt seit dem Börsengang 2006 über einen intakten Kapitalmarktzugang. Belege hierfür sind zum einen die Unternehmensanleihe 2010, die Schuldscheindarlehen 2013 und 2015 sowie die 2017 durchgeführte Kapitalerhöhung. Dieser Zugang zum Kapitalmarkt, der jederzeit durch eine transparente und verlässliche Kommunikation gepflegt wird, sichert Nabaltec eine ausgewogene und weitgehend unabhängige Finanzierung, die auch auf den Absatzmärkten positiv wahrgenommen wird.
3. NACHTRAGSBERICHT
Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Nabaltec-Konzerns von besonderer Bedeutung sind und nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 eintraten, sind nicht zu verzeichnen.
4. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
4.1 PROGNOSEBERICHT
GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG
Nabaltec sieht für die eigenen Produkte auch 2019 intakte Absatzmärkte und eine stabile Nachfrage, sollte sich das Marktumfeld nicht grundlegend ändern. Das Unternehmen nimmt in seinen Märkten eine internationale Spitzenstellung ein. Basierend auf der Marktposition 2018 und der langjährig aufgebauten Reputation sieht Nabaltec gute Zukunftsperspektiven für die eigenen Schlüsselprodukte.
KONJUNKTUR UND BRANCHE
Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel geht in seinem konjunkturellen Ausblick von einer verlangsamten Expansion der Weltwirtschaft in den kommenden zwei Jahren aus. Die Zuwachsraten für 2019 und 2020 werden jeweils auf 3,4% geschätzt. Auf ähnlichem Niveau prognostiziert auch der IWF das globale Wirtschaftswachstum der kommenden zwei Jahre. Mit 3,5% für 2019 und 3,6% für 2020 liegen die Erwartungen allerdings auch hier unter den bisherigen Annahmen.
Begründet wird die leichte Abschwächung der Wachstumsdynamik vor allem mit einem verlangsamten Expansionstempo im Euroraum, einer in China langsamer steigenden Produktion als in den vergangenen Jahren, Unsicherheiten in Bezug auf die Ausgestaltung des Brexits sowie einer verlangsamten konjunkturellen Dynamik in den USA.
Für die Konjunktur in Deutschland wird für 2019 seitens des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie mit einer Zuwachsrate von 1,0% gerechnet. Dieser Wert wurde im Januar 2019 veröffentlicht und liegt noch einmal um 0,3 Prozentpunkte unter der Projektion des IWF. Die im Jahr 2018 entstandenen Sonderfaktoren, wie die Probleme mit dem neuen WLTP-Zulassungsverfahren beim Fahrzeugbau sowie Produktionsbeeinträchtigungen aufgrund des Niedrigwassers am Rhein, seien zwar temporär, allerdings stoße der Aufschwung in Deutschland offenbar vermehrt an seine Grenzen. Dies zeigt sich insbesondere in einer bereits sehr hohen Kapazitätsauslastung, die es Unternehmen erschwert, weiter in hohem Tempo auszuweiten. Entsprechend verlangsamt sich das Wachstum. Hinzu kommen gegenüber dem Vorjahr verschlechterte konjunkturelle Perspektiven für die Weltwirtschaft.
PROGNOSE BIP-WACHSTUM GEGENÜBER VORJAHR (IN %)
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| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Welt gesamt | 3,4 | 3,4 |
| USA | 2,5 | 1,9 |
| Euroraum | 1,7 | 1,5 |
| Deutschland | 1,7 | 1,5 |
| Frankreich | 1,4 | 1,5 |
| Italien | 0,7 | 0,8 |
| Vereinigtes Königreich | 1,0 | 1,1 |
| Japan | 1,0 | 0,8 |
| China | 6,1 | 5,8 |
| Indien | 7,5 | 7,0 |
Quelle: Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte Nr. 49 "Weltkonjunktur im Winter 2018", 11. Dezember 2018
Der VCI (Verband der Chemischen Industrie e.V.) erwartet im kommenden Jahr ein weiteres Branchenwachstum mit einem Umsatzanstieg von 2,5%. Chemieprodukte werden rund 1,0% teurer. Neben der abgeschwächten Konjunktur in Deutschland und der gedämpften wirtschaftlichen Entwicklung sind für die Branche die größten Risiken und Wachstumshemmnisse derzeit in politischen Herausforderungen wie den Handelskonflikten der USA mit der EU und mit China sowie dem nahenden Brexit zu finden.
In den wichtigsten Zielmärkten sind die Aussichten nach Meinung von Nabaltec weitestgehend positiv. Politische Vorgaben sorgen weiterhin weltweit für zusätzliche Impulse bei umweltfreundlichen Flammschutzmitteln. Die deutsche Bauindustrie sowie die Automobilindustrie zeigen sich trotz Sondereffekten weiterhin stabil. In der Elektroindustrie sorgte vor allem die anhaltende Konjunktur in der Bauindustrie für positive Wachstumsimpulse, mit einer Fortsetzung dieses Trends ist auch für 2019 zu rechnen. Die Kabelindustrie profitiert von Sonderkonjunkturen, wie z.B. dem Ausbau der Stromnetze, insbesondere durch die Anbindung der dezentral erzeugten erneuerbaren Energien wie Wind- und Sonnenenergie. Die Kabelindustrie wird deshalb in Zukunft verstärkt hochwertige halogenfreie, flammhemmende Formulierungen nachfragen. Der Trend zu höherwertigen Feuerfestprodukten wird weltweit weiterhin stark wachsen. Vor allem die Entwicklungen in China bezüglich effizienterer Produktionsanlagen wird diese Entwicklung stützen. Auch die Nachfrage nach leistungsfähigeren keramischen Bauteilen im Maschinen- und Anlagenbau wird die Nachfrage nach Spezialoxiden deutlich beschleunigen, insbesondere bei den reaktiven Tonerden und den keramischen Massen -den Kernkompetenzen der Nabaltec AG.
PROGNOSE DES GESCHÄFTSVERLAUFS
Nabaltec will 2019 das Umsatzwachstum verstärkt fortsetzen. Der Start in das Jahr 2019 verlief positiv. Der Anstieg im Umsatz soll sowohl über Mengen- als auch Preiserhöhungen erzielt werden. Die US-Tochter Nashtec LLC liefert seit Ende 2018 wieder Produktionsbeiträge und wird ab dem zweiten Quartal 2019 die vollumfängliche Belieferung der USA-Kunden übernehmen. Die Naprotec LLC wird nach derzeitiger Planung voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2019 die Produktion für veredelte Hydroxide mit einer Kapazität von ca. 30.000 Tonnen pro Jahr aufnehmen.
Zum 31. Dezember 2018 lag der Auftragsbestand bei 52,6 Mio. Euro.
Innerhalb der funktionalen Füllstoffe werden auch 2019 die Feinsthydroxide der mit Abstand wichtigste Produktbereich bleiben. Der Produktbereich Böhmit gewinnt aufgrund der erfreulichen Entwicklung in der Elektromobilität weiter an Bedeutung. Für 2019 erwartet Nabaltec außerdem weitere Umsatzzuwächse bei den Spezialoxiden.
PROGNOSE DER ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Unter Berücksichtigung einer stabilen konjunkturellen Entwicklung erwartet Nabaltec für das Jahr 2019 einen Umsatz in der Bandbreite von 190 Mio. Euro bis 195 Mio. Euro. Für das operative Ergebnis (EBIT) prognostiziert das Unternehmen für 2019 eine Marge in der Bandbreite von 10,0% bis 12,0%.
Für 2019 erwartet Nabaltec Investitionen auf dem Niveau des Vorjahres. Vorrangig sind Investitionen in die Fertigstellung der Naprotec, in den Ausbau der Prozessoptimierung und Infrastruktur in Schwandorf sowie in punktuelle Maßnahmen zur Kapazitätserhöhung geplant.
Das Finanzergebnis soll sich 2019 gegenüber dem Vorjahr weitgehend stabil entwickeln.
HINWEIS AUF UNSICHERHEITEN IM AUSBLICK
Die beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen ein nicht unerheblicher Teil außerhalb des Einflussbereichs des Nabaltec-Konzerns liegt, beeinflusst die künftigen Umsätze und Geschäftsergebnisse. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Geschäftsergebnisse von den hier getroffenen zukunftsgerichteten Aussagen und Prognosen abweichen.
4.2 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
Die Bedeutung des Risikomanagements für den Nabaltec-Konzern ergibt sich aus der unternehmerischen Tätigkeit und den globalen Aktivitäten mit einem entsprechend internationalen Wettbewerbs- und regulatorischen Umfeld sowie der Gesamtkomplexität der globalen Wirtschaft. Der Erfolg des Nabaltec-Konzerns wird ganz wesentlich durch das Erkennen der damit verbundenen Chancen und Risiken sowie den bewussten Umgang mit ihnen und die Beherrschung der Risiken beeinflusst. Ein wirksames Risikomanagement ist ein Kernelement für die langfristige Sicherung des Unternehmens, seines wirtschaftlichen Erfolgs auf den internationalen Märkten und für die erfolgreiche nachhaltige Weiterentwicklung in der Zukunft.
Nabaltec entwickelt das Risikomanagement im Unternehmen ständig weiter. Durch die Fortentwicklung der Instrumente der Risikovorsorge auf allen Gebieten können Gefährdungen für das Unternehmen frühzeitig erkannt und ausgeschlossen werden. Integrale Bestandteile sind das Risikomanagement als fortlaufender Prozess, das Risiko-Controlling, eine umfassende Kommunikation und Dokumentation sowie ein internes Überwachungssystem. Alle intern und extern erkennbaren Risiken werden möglichst lückenlos erfasst, dokumentiert, bewertet und in eine Risikomatrix eingebunden. Diese Risikomatrix stellt das Grundgerüst für die Bewertung möglicher Risikolagen sowie zur Identifizierung der Schlüsselrisiken dar.
Ausgangspunkt der konkreten Prozesse im Risikomanagement von Nabaltec sind die Identifikation und Bewertung der unterschiedlichen Risikoarten und -profile, die vom Controlling überwacht und kontrolliert werden. Berichte über die Risiken des Geschäfts sowie laufende
Statusberichte werden für den Vorstand erstellt und im Führungskreis diskutiert. Wichtiges Element ist dabei auch die umfassende operative Planung mit Zielvereinbarungen, die durch regelmäßige Vorschaurechnungen ergänzt wird.
Um mittel- und langfristige Chancen zu nutzen und um Risiken erkennen zu können, hat Nabaltec ein System der strategischen Planung eingeführt. In den Strategiefindungsprozess sind alle relevanten Bereiche eingebunden. Risiken, die aus Wettbewerbs-, kartell-, steuer- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen, begegnet Nabaltec bereits im Vorfeld durch die Einbindung von Experten. Maßnahmen zur Qualitätssicherung begrenzen Produkt- und Umweltrisiken. Dazu gehören beispielsweise die Zertifizierung der Aktivitäten nach internationalen Normen, die ständige Verbesserung von Anlagen und Verfahren, die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten sowie die Mitarbeit in internationalen Fachgremien.
Zum Risikomanagement gehört auch die regelmäßige Überprüfung der Effizienz der verwendeten Sicherungsinstrumente und der Zuverlässigkeit der Kontrollsysteme. Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen die entsprechenden Versicherungen, die die finanziellen Auswirkungen auf Liquidität, Finanzlage und Ertragssituation begrenzen und existenzgefährdende Situationen möglichst ausschließen.
ABSATZMARKT
Die internationale Wirtschaftskrise 2008/2009 hat gezeigt, dass ein entsprechender Nachfrageschock auch in den Zielmärkten der Nabaltec AG weitreichende Folgen haben kann. Trotz Flexibilisierung und Anpassungen in den Kostenstrukturen und Kapazitäten können derart hohe Schwankungen in der Nachfrage spürbare Mengen- und Margenrisiken beinhalten. Weitere absatzseitige Risiken sind der mögliche Verlust wichtiger Key Accounts, Marktanteilsverluste aufgrund von technologischen Neuentwicklungen oder das Vordringen von Wettbewerbern. Aufgrund der starken Positionierung von Nabaltec als Innovationsführer und zuverlässiger Lieferant und eines permanenten Monitorings der Zielmärkte können diese Risiken begrenzt und die entsprechenden Marktmechanismen gleichzeitig als Chance im globalen Wettbewerb genutzt werden.
BESCHAFFUNGSMARKT
Die Nabaltec AG beobachtet die wirtschaftliche Situation ihrer Zulieferer sehr aufmerksam und baut für alle Produkte gezielt Alternativen auf. In der Rohstoffversorgung arbeitet die Nabaltec AG mit mittel- und langfristigen Lieferverträgen. Die Versorgung mit den für den Produktionsprozess wichtigsten Energieträgern wie Elektrizität, Gas und Dampf ist durch langfristige Verträge abgesichert. Die Zertifizierung des Energiemanagementsystems nach ISO 50001 unterstützt diese Bestrebungen. Darüber hinaus wird permanent an der Optimierung der Produktionsprozesse zur Senkung des spezifischen Energieverbrauchs gearbeitet. Ein weiteres Risiko sind überproportional steigende Logistikkosten. Diesem Risikoszenario kann die Nabaltec AG einerseits durch eine Beteiligung der Kunden an den Logistikkosten und andererseits durch einen ausgewogenen Logistikmix begegnen. Beispielsweise verfügt die Nabaltec AG über einen eigenen Gleisanschluss, der die Bahn als Transportmittel sehr attraktiv macht.
FINANZMARKT
Devisenkursrisiken werden, wenn nötig, gezielt durch Kurssicherungsmaßnahmen im US-Dollar-Bereich begrenzt. Im Rahmen der mittelfristigen Finanzierung werden zur Sicherung des Zinsniveaus Swaps eingesetzt oder Kreditvereinbarungen mit festem Zinssatz abgeschlossen. Der Nabaltec-Konzern verfügt über eine detaillierte Finanz- und Liquiditätsplanung, die regelmäßig einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen wird. Im Falle von zusätzlichem Liquiditätsbedarf werden entsprechende Finanzierungsmaßnahmen eingeleitet. Dem Zinsänderungsrisiko begegnet Nabaltec teilweise durch Absicherung. Die Kreditverträge der Nabaltec AG unterliegen Covenants, die sich an den Leverage Coverage Ratios wie auch an der Eigenkapitalquote bemessen. Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, bei Nichteinhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen oder von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch zu machen. Im Berichtsjahr kam es zu keinen Verletzungen der zum 31. Dezember 2018 wirksamen Covenants.
Mit dem Factoring kann ein wesentlicher Anteil der Forderungen finanziert werden.
PERSONALBEREICH
Personalrisiken ergeben sich insbesondere durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. Nabaltec begrenzt diese Risiken durch intensive Weiterbildungs- und Nachwuchskräfteprogramme zur Steigerung der Qualifikation der Mitarbeiter sowie durch leistungsgerechte Vergütung, ebenso durch Stellvertreterregelungen, die den Ausfall von Schlüsselkräften abfedern, und frühzeitige Nachfolgeplanungen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen gute Karrierechancen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten an. Die eigene Marktstellung, das erarbeitete Renommee in der Branche, die hohe Verlässlichkeit und die bekanntermaßen starke Ausrichtung auf Forschung und Entwicklung machen Nabaltec in den eigenen Marktsegmenten und der Region zu einem attraktiven Arbeitgeber.
PRODUKTIONS-, PROZESS- UND IT-BEREICH
Nabaltec verfügt über ein integriertes Qualitätsmanagementsystem mit Zertifizierung nach ISO 9001, das unternehmensweit umgesetzt ist. Deshalb hält Nabaltec die produktionsspezifischen Risiken für überschaubar und beherrschbar. Bei den geschäftskritischen IT-Anwendungen baut die Nabaltec AG auf standardisierte Programme und redundant ausgelegte, qualitativ hochwertige Hardware. Die regelmäßig überprüfte Zugriffsstruktur gewährleistet den Datenschutz; die Datensicherheit besteht aufgrund entsprechend allgemein etablierter Verfahren. Die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien auf Basis der Gesetzeslage ist im Unternehmen zu jedem Zeitpunkt gesichert und wird zusätzlich durch einen externen Datenschutzbeauftragten beaufsichtigt.
Im Zusammenhang mit dem Aufbau der Produktion für veredelte Hydroxide in Chattanooga, USA, bestehen Risiken im Hinblick auf Investitionsvolumen und Inbetriebnahmezeitpunkt.
UMWELTSCHUTZ
Umweltrisiken können aus dem Überschreiten der zulässigen Grenzwerte für Lärm- und Staubbelastung entstehen oder durch den Austritt von Gefahrstoffen. Diesen Risiken tritt Nabaltec durch ein umfangreiches Umweltmanagement nach ISO 14001, das zertifiziert ist und regelmäßig weiterentwickelt und auditiert wird, entgegen. Die Produktionsprozesse von Nabaltec basieren auf geschlossenen Kreisläufen, z. B. für Wasser und Lauge.
TECHNOLOGISCHE WEITERENTWICKLUNG
Mögliche technologische Risiken können durch die Substitution der Nabaltec-Produkte bei den Kunden aufgrund von Technologiewechseln, durch die Nichtnutzung neuer Technologien oder das Nichterkennen technologischer Entwicklungen entstehen. Als Innovationsführer minimiert Nabaltec diese Risiken durch ständige, intensive Anstrengungen in der Forschung und Entwicklung und die ausgeprägte Kundennähe. In technologischen Weiterentwicklungen liegen vielmehr zahlreiche Chancen für Nabaltec, mit der eigenen Qualität Wettbewerbsvorteile zu generieren, durch schnelle Produktanpassungen neue Märkte zu besetzen und gemeinsam mit den Kunden Prozess-, Verarbeitungs- und Qualitätsvorteile und damit die Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg zu schaffen.
GESETZLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen könnten Risiken für Nabaltec entstehen lassen. Derzeit - und auf mittel- und langfristige Sicht ist keine Trendumkehr zu erkennen -sorgen regulatorische Änderungen vielmehr für zusätzliche Marktchancen. Denn im weltweiten Maßstab werden umweltschonende Produkte wie die von Nabaltec nachhaltig forciert, um umweltbelastende Materialien aus dem Stoffkreislauf zu entfernen.
Nabaltec ist als stromintensiver Betrieb, der im internationalen Wettbewerb steht, auch im Jahr 2019 bei der EEG-Umlage begünstigt. Allerdings werden die Regelungen des "EEG 2017" bei Nabaltec ab 2019 zu einem Anstieg der EEG-Kosten im mittleren sechsstelligen Bereich führen.
GESAMTBEURTEILUNG
Aufgrund der beschriebenen ständigen Beobachtungen der für Nabaltec relevanten Märkte sowie durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Produkte und Anpassung an die Bedürfnisse bestehender und potenzieller Kunden bestehen derzeit keine wesentlichen Risiken für die künftige Entwicklung. Insgesamt werden die Risiken im Konzern gut gesteuert und sind deshalb in ihrer möglichen Wirkung begrenzt. Auch künftig ist der Bestand des Unternehmens gesichert.
Schwandorf, 22. März 2019
Nabaltec AG
Der Vorstand
JOHANNES HECKMANN
GÜNTHER SPITZER
DR. MICHAEL KLIMES
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2018 BIS 31. DEZEMBER 2018
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| in TEUR | siehe Anhang | 01.01.-31.12.2018 | 01.01.-31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 5.1 | 176.743 | 168.601 |
| Veränderung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen | 0 | 998 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 5.2 | 706 | 507 |
| Gesamtleistung | 177.449 | 170.106 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5.3 | 3.072 | 4.537 |
| Materialaufwand | 5.4 | -86.267 | -83.738 |
| Rohergebnis | 94.254 | 90.905 | |
| Personalaufwand | 5.5 | -32.989 | -31.297 |
| Abschreibungen | 5.7 | -12.121 | -11.711 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 5.8 | -30.677 | -29.580 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 18.467 | 18.317 | |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 5.10 | 111 | 111 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 5.11 | -2.816 | -2.693 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) | 15.762 | 15.735 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 5.12 | -5.476 | -4.285 |
| Konzernergebnis nach Steuern | 10.286 | 11.450 | |
| davon entfallen auf | |||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 10.286 | 11.450 | |
| Nicht beherrschende Gesellschafter | 0 | 0 | |
| Konzernergebnis nach Steuern | 10.286 | 11.450 | |
| Ergebnis je Aktie (in EUR)* | 7.5 | 1,17 | 1,39 |
| Konzernergebnis nach Steuern | 10.286 | 11.450 | |
| Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | |||
| Fremdwährungsumrechnung (nach Steuern) | 1.334 | -3.075 | |
| Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting (nach Steuern) | 198 | 731 | |
| Summe | 1.532 | -2.344 | |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | |||
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (nach Steuern) | 1.012 | 1.379 | |
| Summe | 1.012 | 1.379 | |
| Sonstiges Ergebnis gesamt | 2.544 | -965 | |
| davon entfallen auf | |||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 2.544 | -965 | |
| Nicht beherrschende Gesellschafter | 0 | 0 | |
| Gesamtergebnis | 12.830 | 10.485 | |
| davon entfallen auf | |||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 12.830 | 10.485 | |
| Nicht beherrschende Gesellschafter | 0 | 0 |
* siehe hierzu auch 6.8
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018
AKTIVA
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| in TEUR | siehe Anhang | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 148.964 | 132.892 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (inkl. geleisteter Anzahlungen) | 6 | 509 | 462 |
| Sachanlagen | 148.377 | 131.677 | |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 6.2 | 38.641 | 37.834 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 6.2 | 71.158 | 76.125 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.2 | 3.657 | 3.455 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 6.2 | 34.921 | 14.263 |
| Finanzanlagen | 78 | 78 | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.3 | 78 | 78 |
| Aktive latente Steuern | 5.12 | 0 | 675 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 76.915 | 88.485 | |
| Vorräte | 34.624 | 33.003 | |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.4 | 20.609 | 19.025 |
| Unfertige Erzeugnisse | 6.4 | 880 | 28 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 6.4 | 13.135 | 13.950 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen | 12.002 | 9.565 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.5 | 4.459 | 4.089 |
| Sonstige Vermögenswerte | 6.6 | 7.543 | 5.476 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.7 | 30.289 | 45.917 |
| SUMME AKTIVA | 225.879 | 221.377 | |
| PASSIVA | |||
| in TEUR | siehe Anhang | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
| Eigenkapital | 95.787 | 84.563 | |
| Gezeichnetes Kapital | 6.8 | 8.800 | 8.800 |
| Kapitalrücklage | 6.8 | 47.029 | 47.029 |
| Gewinnrücklage | 6.8 | 9.699 | 9.721 |
| Ergebnisvortrag | 31.865 | 21.999 | |
| Konzernergebnis nach Steuern | 10.286 | 11.450 | |
| Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | 6.8 | -11.892 | -14.436 |
| Nicht beherrschende Gesellschafter | 6.8 | 0 | 0 |
| Langfristige Schulden | 108.326 | 109.288 | |
| Pensionsrückstellungen | 6.9 | 36.052 | 36.804 |
| Sonstige Rückstellungen | 6.9 | 1.153 | 1.056 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6.10 | 70.417 | 70.381 |
| Passive latente Steuern | 5.12 | 704 | 1.047 |
| Kurzfristige Schulden | 21.766 | 27.526 | |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 6.10 | 2.183 | 1.995 |
| Sonstige Rückstellungen | 6.9 | 185 | 173 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6.10 | 529 | 1.423 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.10 | 12.643 | 15.639 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6.10 | 6.226 | 8.296 |
| SUMME PASSIVA | 225.879 | 221.377 |
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2018 BIS 31. DEZEMBER 2018
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| in TEUR | siehe Anhang | 01.01.-31.12.2018 | 01.01.-31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | |||
| Ergebnis vor Steuern | 15.762 | 15.735 | |
| + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 5.7 | 12.121 | 11.711 |
| -/+ Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen | -926 | -2.656 | |
| -/+ Gewinn/Verlust aus Anlagenabgang | 1 | 474 | |
| - Zinserträge | 5.10 | -111 | -111 |
| + Zinsaufwendungen | 5.11 | 2.816 | 2.693 |
| Operatives Ergebnis vor Working-Capital-Veränderungen | 29.663 | 27.846 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 147 | 107 | |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -2.437 | -945 | |
| +/- Bestandsminderung/Bestandserhöhung der Vorräte | -1.621 | -2.121 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -3.749 | 4.668 | |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern | 22.003 | 29.555 | |
| - Gezahlte Ertragsteuern | -5.948 | -3.644 | |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 16.055 | 25.911 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | |||
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 10 | 217 | |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | 6.2 | -26.906 | -23.501 |
| - Auszahlungen für Investitionen in immaterielles Anlagevermögen | 6.1 | -218 | -111 |
| - Auszahlung aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen | 0 | -552 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -27.114 | -23.947 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | |||
| - Auszahlungen für Dividenden | -1.584 | -1.200 | |
| + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen | 6.10 | 0 | 17.928 |
| - Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten | 6.10 | -1.000 | 0 |
| - Auszahlungen für die Rückzahlung von Ausleihungen | 0 | -5.969 | |
| - Gezahlte Zinsen | -2.080 | -2.050 | |
| + Erhaltene Zinsen | 43 | 49 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -4.621 | 8.758 | |
| Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -15.680 | 10.722 | |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 52 | -988 | |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 6.7 | 45.917 | 36.183 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 6.7 | 30.289 | 45.917 |
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2018 BIS 31. DEZEMBER 2018
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| Auf die Anteilseigner der Nabaltec AG entfallendes Eigenkapital | |||
|---|---|---|---|
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklage |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2017 | 8.000 | 29.764 | 9.711 |
| Übernahme Minderheitenkapital | - | - | 10 |
| Dividendenzahlungen | - | - | - |
| Ausgabe neuer Anteile | 800 | 17.265 | - |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | - | - | - |
| Fremdwährungsumrechnung | - | - | - |
| Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - |
| Konzernergebnis nach Steuern | - | - | - |
| Gesamtergebnis | - | - | - |
| Stand 31.12.2017 | 8.800 | 47.029 | 9.721 |
| Stand 01.01.2018 | 8.800 | 47.029 | 9.721 |
| Dividendenzahlungen | - | - | - |
| Ausgabe neuer Anteile | - | - | - |
| Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | - | - | -22 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | - | - | - |
| Fremdwährungsumrechnung | - | - | - |
| Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - |
| Konzernergebnis nach Steuern | - | - | - |
| Gesamtergebnis | - | - | - |
| Stand 31.12.2018 | 8.800 | 47.029 | 9.699 |
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| Auf die Anteilseigner der Nabaltec AG entfallendes Eigenkapital | |||
|---|---|---|---|
| in TEUR | Ergebnisvortrag | Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | Summe |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2017 | 23.199 | -13.471 | 57.203 |
| Übernahme Minderheitenkapital | - | - | 10 |
| Dividendenzahlungen | -1.200 | - | -1.200 |
| Ausgabe neuer Anteile | - | - | 18.065 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | - | 1.379 | 1.379 |
| Fremdwährungsumrechnung | - | -3.075 | -3.075 |
| Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting | - | 731 | 731 |
| Sonstiges Ergebnis | - | -965 | -965 |
| Konzernergebnis nach Steuern | 11.450 | - | 11.450 |
| Gesamtergebnis | 11.450 | -965 | 10.485 |
| Stand 31.12.2017 | 33.449 | -14.436 | 84.563 |
| Stand 01.01.2018 | 33.449 | -14.436 | 84.563 |
| Dividendenzahlungen | -1.584 | - | -1.584 |
| Ausgabe neuer Anteile | - | - | - |
| Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | - | - | -22 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | - | 1.012 | 1.012 |
| Fremdwährungsumrechnung | - | 1.334 | 1.334 |
| Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting | - | 198 | 198 |
| Sonstiges Ergebnis | - | 2.544 | 2.544 |
| Konzernergebnis nach Steuern | 10.286 | - | 10.286 |
| Gesamtergebnis | 10.286 | 2.544 | 12.830 |
| Stand 31.12.2018 | 42.151 | -11.892 | 95.787 |
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| in TEUR | Nicht beherrschende Gesellschafter | Konzern-Eigenkapital |
|---|---|---|
| Stand 01.01.2017 | 562 | 57.765 |
| Übernahme Minderheitenkapital | -562 | -552 |
| Dividendenzahlungen | - | -1.200 |
| Ausgabe neuer Anteile | - | 18.065 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | - | 1.379 |
| Fremdwährungsumrechnung | - | -3.075 |
| Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting | - | 731 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | -965 |
| Konzernergebnis nach Steuern | - | 11.450 |
| Gesamtergebnis | 0 | 10.485 |
| Stand 31.12.2017 | 0 | 84.563 |
| Stand 01.01.2018 | 0 | 84.563 |
| Dividendenzahlungen | - | -1.584 |
| Ausgabe neuer Anteile | - | - |
| Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | - | -22 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | - | 1.012 |
| Fremdwährungsumrechnung | - | 1.334 |
| Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting | - | 198 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 2.544 |
| Konzernergebnis nach Steuern | - | 10.286 |
| Gesamtergebnis | 0 | 12.830 |
| Stand 31.12.2018 | 0 | 95.787 |
ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2018 BIS 31. DEZEMBER 2018
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| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.2018 | Zugang | Abgang | Umbuchung | Währungsdifferenzen | Stand 31.12.2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.024 | 218 | 0 | 0 | 0 | 3.242 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.946 | 119 | 0 | 68 | 0 | 3.133 |
| Geleistete Anzahlungen | 78 | 99 | 0 | -68 | 0 | 109 |
| Sachanlagen | 236.292 | 26.905 | 47 | 0 | 2.537 | 265.687 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 51.291 | 1.795 | 0 | 504 | 440 | 54.030 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 160.054 | 3.442 | 1 | 437 | 981 | 164.913 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 10.684 | 820 | 46 | 323 | 42 | 11.823 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 14.263 | 20.848 | 0 | -1.264 | 1.074 | 34.921 |
| Finanzanlagen | 78 | 0 | 0 | 0 | 0 | 78 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 78 | 0 | 0 | 0 | 0 | 78 |
| Summe Anlagevermögen | 239.394 | 27.123 | 47 | 0 | 2.537 | 269.007 |
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| Kumulierte Abschreibungen | Buchwert | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.2018 | Zugang | Abgang | Währungsdifferenzen | Stand 31.12.2018 | Stand 31.12.2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.562 | 171 | 0 | 0 | 2.733 | 509 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.562 | 171 | 0 | 0 | 2.733 | 400 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 109 |
| Sachanlagen | 104.615 | 11.950 | 36 | 781 | 117.310 | 148.377 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 13.457 | 1.751 | 0 | 181 | 15.389 | 38.641 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 83.929 | 9.268 | 1 | 559 | 93.755 | 71.158 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7.229 | 931 | 35 | 41 | 8.166 | 3.657 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 34.921 |
| Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 78 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 78 |
| Summe Anlagevermögen | 107.177 | 12.121 | 36 | 781 | 120.043 | 148.964 |
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| in TEUR | Buchwert Stand 31.12.2017 |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 462 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 384 |
| Geleistete Anzahlungen | 78 |
| Sachanlagen | 131.677 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 37.834 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 76.125 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.455 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 14.263 |
| Finanzanlagen | 78 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 78 |
| Summe Anlagevermögen | 132.217 |
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2017 BIS 31. DEZEMBER 2017
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| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.2017 | Zugang | Abgang | Umbuchung | Währungsdifferenzen | Stand 31.12.2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.926 | 146 | 48 | 0 | 0 | 3.024 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.891 | 68 | 13 | 0 | 0 | 2.946 |
| Geleistete Anzahlungen | 35 | 78 | 35 | 0 | 0 | 78 |
| Sachanlagen | 221.217 | 20.936 | 1.530 | 0 | -4.331 | 236.292 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 45.593 | 3.089 | 0 | 3.715 | -1.106 | 51.291 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 150.922 | 5.794 | 792 | 6.826 | -2.696 | 160.054 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 10.206 | 1.140 | 738 | 192 | -116 | 10.684 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 14.496 | 10.913 | 0 | -10.733 | -413 | 14.263 |
| Finanzanlagen | 78 | 0 | 0 | 0 | 0 | 78 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 78 | 0 | 0 | 0 | 0 | 78 |
| Summe Anlagevermögen | 224.221 | 21.082 | 1.578 | 0 | -4.331 | 239.394 |
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| Kumulierte Abschreibungen | Buchwert | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.2017 | Zugang | Abgang | Währungsdifferenzen | Stand 31.12.2017 | Stand 31.12.2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.420 | 149 | 7 | 0 | 2.562 | 462 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.420 | 149 | 7 | 0 | 2.562 | 384 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 78 |
| Sachanlagen | 95.914 | 11.562 | 845 | -2.016 | 104.615 | 131.677 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 12.305 | 1.616 | 0 | -464 | 13.457 | 37.834 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 76.493 | 9.206 | 335 | -1.435 | 83.929 | 76.125 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7.116 | 740 | 510 | -117 | 7.229 | 3.455 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 14.263 |
| Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 78 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 78 |
| Summe Anlagevermögen | 98.334 | 11.711 | 852 | -2.016 | 107.177 | 132.217 |
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| in TEUR | Buchwert Stand 31.12.2016 |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 506 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 471 |
| Geleistete Anzahlungen | 35 |
| Sachanlagen | 125.303 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 33.288 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 74.429 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.090 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 14.496 |
| Finanzanlagen | 78 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 78 |
| Summe Anlagevermögen | 125.887 |
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018
1. ALLGEMEINES
Die Nabaltec AG mit Sitz in Schwandorf, Deutschland1, wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 14. Dezember 1994 unter der Firma Nabaltec GmbH mit Sitz in Schwandorf (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Amberg unter HRB 3920) gegründet. Sie übernahm im Jahr 1995 den Geschäftsbetrieb der Sparte Spezialoxide von der VAW aluminium AG. Im Jahr 2006 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft.
Gegenstand des Unternehmens ist gemäß § 2 der Satzung der Nabaltec AG die Herstellung von Produkten auf Basis mineralischer Rohstoffe, insbesondere unter Verwendung von Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid, und der Vertrieb dieser Produkte.
Die Aktien der Nabaltec AG sind seit dem 24. November 2006 an der Frankfurter Wertpapierbörse im Open Market notiert. Sie werden seit dem 1. März 2017 in das Marktsegment "Scale" einbezogen.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 22. März 2019 durch den Vorstand freigegeben.
1 Nabaltec AG, Alustraße 50-52, 92421 Schwandorf, Deutschland
2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind stetig in allen hier dargestellten Berichtsperioden angewendet worden.
2.1 GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 (einschließlich Vorjahresangaben zum 31. Dezember 2017) wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315e Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die IFRS umfassen die vom International Accounting Standards Board verlautbarten IFRS, die International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und des Standing Interpretations Committee (SIC).
Es handelt sich um den Konzernabschluss der Nabaltec AG. Alle für das Geschäftsjahr 2018 gültigen bzw. von der EU übernommenen Standards wurden angewendet.
Der Konzernabschluss führt zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Nabaltec AG.
Das Geschäftsjahr der Nabaltec AG verläuft jeweils vom 1. Januar bis zum 31. Dezember.
Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) dargestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (TEUR) auf- oder abgerundet. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben Differenzen auftreten können.
Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden.
Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
2.2 ANGEWANDTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS
Für das Geschäftsjahr 2018 wurden alle Rechnungslegungsstandards angewandt, die für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2018 beginnen, verpflichtend anzuwenden sind. Dies umfasst insbesondere auch die folgenden Standards und Interpretationen, die erstmalig anzuwenden waren:
―
IFRS 9 "Finanzinstrumente" wurde von der Europäischen Union am 29. November 2016 übernommen und zum 1. Januar 2018 erstmals durch Nabaltec angewendet. Die Erstanwendung von IFRS 9 erfolgte entsprechend der retrospektiven Methode mit der Anpassung von Vergleichsinformationen der Vorperioden. IFRS 9 "Finanzinstrumente" enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und Ausbuchung sowie für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Damit wird die bisher unter IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" vorgenommene Bilanzierung von Finanzinstrumenten nunmehr vollständig durch die Bilanzierung unter IFRS 9 ersetzt. Die zentralen Anforderungen des IFRS 9 lassen sich wie folgt zusammenfassen:
| ― | Gegenüber dem Vorgängerstandard IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" sind die Anforderungen von IFRS 9 zum Anwendungsbereich und der Ein- und Ausbuchung weitestgehend unverändert. |
| ― | Die Regelungen von IFRS 9 sehen im Vergleich zu IAS 39 ein neues Klassifizierungsmodell für finanzielle Vermögenswerte vor. Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte richtet sich nach drei Kategorien mit unterschiedlichen Wertmaßstäben und einer unterschiedlichen Erfassung von Wertänderungen. Die Kategorisierung ergibt sich dabei sowohl in Abhängigkeit von vertraglichen Zahlungsströmen des Instruments als auch vom Geschäftsmodell, in dem das Instrument gehalten wird. In Abhängigkeit von der Ausprägung dieser Bedingungen ergibt sich eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode (AC-Kategorie), zum beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen im sonstigen Ergebnis erfasst werden (FVOCI-Kategorie), oder zum beizulegenden Zeitwert, wobei Änderungen erfolgswirksam erfasst werden (FVTPL-Kategorie). Grundsätzlich handelt es sich somit um Pflichtkategorien. Darüber hinaus stehen jedoch vereinzelte Wahlrechte zur Verfügung. |
| ― | Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die bisherigen Vorschriften weitgehend in IFRS 9 übernommen. Die einzig wesentliche Neuerung betrifft finanzielle Verbindlichkeiten in der Fair-Value-Option. Für sie werden Fair-Value-Schwankungen aufgrund von Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos im sonstigen Ergebnis erfasst. |
| ― | Das Wertminderungsmodell in IFRS 9 sieht drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung bestimmen. Danach sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monats-Verlusts zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung hat die Zinsvereinnahmung auf Grundlage des Nettobuchwerts (Buchwert abzüglich Risikovorsorge) zu erfolgen (Stufe 3). |
| ― | Die überarbeiteten Vorschriften für die Bilanzierung von allgemeinen Sicherungsbeziehungen beinhalten weiterhin die drei Arten von Hedge Accounting, die auch im IAS 39 verfügbar sind. Die Vorschriften in IFRS 9 bieten aber mehr Möglichkeiten für die Anwendung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen und ermöglichen es den Bilanzierenden, ihre Tätigkeiten auf dem Gebiet des Risikomanagements besser im Abschluss widerzuspiegeln. Die wesentlichen Änderungen betreffen den erweiterten Umfang infrage kommender Grund- und Sicherungsgeschäfte sowie neue Vorschriften zu Effektivtäten von Sicherungsbeziehungen, insbesondere den Wegfall des bisherigen 80-125-%-Korridors. |
Die finanziellen Vermögenswerte der Nabaltec AG bestehen zum Großteil aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen finanziellen Vermögenswerten im Zusammenhang mit dem durch die Nabaltec im Rahmen des Debitorenmanagements eingesetzten echten Factoring. Die bilanziell abgebildeten finanziellen Vermögenswerte erfüllen die Kriterien des Geschäftsmodells "Halten" und werden somit, analog zur vorherigen Bewertungskategorie Loans and Receivables nach IAS 39, zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst.
Auf der Passivseite bestehen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Schuldscheindarlehen. Bezüglich der finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt weiterhin eine Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Hinsichtlich der Regelungen zum neuen Wertminderungsmodells des IFRS 9 ergeben sich aufgrund der Veräußerung des wesentlichen Teils des Forderungsbestandes an den Factorer (und des korrespondierend niedrigen bei der Nabaltec AG verbleibenden Forderungsbestandes) sowie der kurzen Fristigkeiten der finanziellen Vermögenswerte keine Auswirkungen.
Die eingesetzten derivativen Finanzinstrumente umfassen im Rahmen der Schuldscheindarlehen abgeschlossene Zinsswaps. Diese dienen der Absicherung des Zinsänderungsrisikos bei den teilweise variabel verzinslichen Tranchen der Schuldscheindarlehen. Alle bestehenden Hedge-Accounting-Beziehungen erfüllen ebenfalls die Voraussetzungen zum Hedge Accounting nach IFRS 9.
Die Übernahme des neuen Standards führte zu keinen Anpassungen in der Gesamtergebnisrechnung und der Bilanz.
| ― | IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" wurde durch die Europäische Union am 22. September 2016 in europäisches Recht übernommen. IFRS 15 wurde von Nabaltec zum 1. Januar 2018 nach der modifizierten retrospektiven Methode angewendet. Bei der Umstellung wurden gemäß IFRS 15.C7A(b) lediglich Verträge berücksichtigt, welche zum Zeitpunkt der Erstanwendung noch nicht erfüllt waren. |
Nach IFRS 15 sind Umsatzerlöse mit dem Betrag der Gegenleistung zu bewerten, die das Unternehmen zu erhalten und zu realisieren erwartet, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erlangt und Nutzen aus diesen ziehen kann. Die Übertragung der Verfügungsgewalt kann zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum erfolgen. Die aus Verträgen mit Kunden der Nabaltec resultierenden Leistungsverpflichtungen werden ausnahmslos zu einem Zeitpunkt erfüllt.
Der neue Standard basiert auf einem prinzipienbasierten fünfstufigen Modell, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Gemäß diesem fünfstufigen Modell ist zunächst der Vertrag mit dem Kunden zu bestimmen (Schritt 1). In Schritt 2 sind die eigenständigen Leistungsverpflichtungen im Vertrag zu identifizieren. Anschließend (Schritt 3) ist der Transaktionspreis zu bestimmen, wobei explizite Vorschriften zur Behandlung von variablen Gegenleistungen, Finanzierungskomponenten, Zahlungen an den Kunden und Tauschgeschäften vorgesehen sind. Nach der Bestimmung des Transaktionspreises ist in Schritt 4 die Verteilung des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen vorzunehmen. Basis hierfür sind die Einzelveräußerungspreise der einzelnen Leistungsverpflichtungen. Abschließend (Schritt 5) kann der Erlös erfasst werden, sofern die Leistungsverpflichtung durch das Unternehmen erfüllt wurde. Voraussetzung hierfür ist die Übertragung der Verfügungsgewalt an dem Gut bzw. der Dienstleistung auf den Kunden. Bei Abschluss eines Vertrags ist nach IFRS 15 festzustellen, ob die aus dem Vertrag resultierenden Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Dabei ist zunächst anhand bestimmter Kriterien zu klären, ob die Verfügungsgewalt an der Leistungsverpflichtung über einen Zeitraum übertragen wird. Ist dies nicht der Fall, ist der Erlös zu dem Zeitpunkt zu erfassen, an dem die Verfügungsgewalt auf den Kunden übergeht. Indikatoren hierfür sind beispielsweise der rechtliche Eigentumsübergang, die Übertragung der wesentlichen mit dem Vermögenswert verbundenen Chancen und Risiken, die Existenz eines gegenwärtigen Zahlungsanspruchs, die Übertragung des physischen Besitzes des Vermögenswerts oder eine formelle Abnahme. Wird die Verfügungsgewalt hingegen über einen Zeitraum übertragen, darf eine Erlösrealisierung über den Zeitraum nur dann erfolgen, sofern der Leistungsfortschritt mithilfe von input- oder outputorientierten Methoden verlässlich ermittelbar ist. Neben den allgemeinen Erlöserfassungsgrundsätzen enthält der Standard detaillierte Umsetzungsleitlinien zu Themen wie Veräußerungen mit Rückgaberecht, Kundenoptionen auf zusätzliche Güter oder Dienstleistungen, Prinzipal-Agenten-Beziehungen sowie Bill-and-Hold-Vereinbarungen. In den Standard wurden außerdem neue Leitlinien zu den Kosten zur Erfüllung und Erlangung eines Vertrags sowie Leitlinien zu der Frage, wann solche Kosten zu aktivieren sind, aufgenommen. Kosten, die die genannten Kriterien nicht erfüllen, sind bei Anfall als Aufwand zu erfassen.
Im Hinblick auf Schritt 1 und 2 des IFRS 15 ergaben sich keine Änderungen. Das hauptsäch -liche Geschäft bei der Nabaltec besteht aus der Lieferung von Produkten auf Basis von Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid an den Kunden. Daneben werden keine weiteren Leistungen an den Kunden erbracht. Die Verträge im Sinne des Standards kommen hierbei regelmäßig durch die einzelnen Abrufe bzw. Bestellungen des Kunden zu Stande. Die Verträge bestehen somit ausschließlich aus einer separaten Leistungsverpflichtung, der Lieferung von Gütern. Eine Zusammenfassung von Verträgen oder Vertragsänderungen sind nicht einschlägig.
Bezüglich der Ermittlung des Transaktionspreises (Schritt 3) setzt sich bei Nabaltec die verein -barte Gegenleistung aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Die fixe Gegenleistung ist ein fest vereinbarter Betrag, der sich aus der jeweiligen Bestellung ergibt. Zu den variablen Gegenleistungen zählen Skonti und Boni. Diese wurden bereits bisher umsatzmindernd im jeweiligen Geschäftsjahr periodisch korrekt erfasst. Aufgrund der kurzen Vertragslaufzeiten (einzelne Bestellungen) liegen keine wesentlichen Finanzierungskomponenten vor. Es gibt keine zahlungsunwirksamen Gegenleistungen von Kunden.
Bei Nabaltec existieren, wie oben beschrieben, keine Verträge mit mehreren Leistungsverpflichtungen. Eine Allokation des Transaktionspreises anhand der Einzelveräußerungspreise ist insofern nicht erforderlich. Es ergaben sich somit keine Auswirkung von Schritt 4 - Verteilung des Transaktionspreises auf die separaten Leistungsverpflichtungen.
Hinsichtlich des Zeitpunkts der Umsatzrealisierung (Schritt 5) sind die Kriterien des IFRS 15 für eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung unter Berücksichtigung des Geschäftsmodells der Nabaltec nicht erfüllt und insofern erfolgt die Erlösrealisierung zeitpunktbezogen. Insbesondere existieren auch keine Produkte, die aufgrund praktischer oder vertraglicher Beschränkungen keine alternative Nutzungsmöglichkeit für das Unternehmen aufweisen. Der Zeitpunkt der Übertragung der Verfügungsgewalt an den gelieferten Gütern stimmt regelmäßig mit dem Lieferzeitpunkt bzw. dem vertraglichen Zeitpunkt des Gefahrenübergangs überein.
In Anbetracht der vorherigen Ausführungen ergeben sich durch die Anwendung der Vorgaben des IFRS 15 keine Änderungen zur bisherigen Erlöserfassung. Die Übernahme des neuen Standards führte zu keinen Anpassungen in der Gesamtergebnisrechnung und in der Bilanz.
| ― | Änderungen an IFRS 15 "Klarstellungen zu IFRS 15": Die Änderungen enthalten zum einen Klarstellungen zu verschiedenen Regelungen des IFRS 15 und zum anderen Vereinfachungen bezüglich des Übergangs auf den neuen Standard. Über die Klarstellungen hinaus enthält der Änderungsstandard zwei weitere Erleichterungen zur Reduzierung der Komplexität und der Kosten der Umstellung auf den neuen Standard. Diese betreffen Wahlrechte bei der Darstellung von Verträgen, die entweder zu Beginn der frühesten dargestellten Periode abgeschlossen sind oder die vor Beginn der frühesten dargestellten Periode geändert wurden. Die Änderungen sind durch die Übernahme in EU-Recht zum 1. Januar 2018 erstmalig anzuwenden. Die Klarstellungen zu IFRS 15 hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
| ― | Diverse: Verbesserungen der International Financial Reporting Standards (2014 - 2016); IFRS 1 und IAS 28: In IAS 28 wird klargestellt, dass das Wahlrecht zur Bewertung einer Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen, das von einer Wagniskapitalgesellschaft oder einem anderen qualifizierenden Unternehmen gehalten wird, je Beteiligung unterschiedlich ausgeübt werden kann. Darüber hinaus erfolgte die Streichung der befristeten Erleichterungsvorschriften in IFRS 1.Appendix-E (IFRS 1. E3-E7) für erstmalige IFRS-Anwender. Die Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 sind erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Aufgrund des Anwendungsbereichs ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
| ― | Änderungen an IFRS 2 "Klarstellung der Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung": Die Änderungen betreffen die Berücksichtigung von Ausübungsbedingungen im Rahmen der Bewertung anteilsbasierter Vergütungen mit Barausgleich, die Klassifizierung von anteilsbasierten Vergütungen, die einen Nettoausgleich für einzubehaltende Steuern vorsehen sowie die Bilanzierung bei einer Änderung der Klassifizierung der Vergütung von "mit Barausgleich" in "mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente". Die Änderungen sind auf Vergütungen, die in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, gewährt bzw. geändert werden, anzuwenden. Aufgrund des Anwendungsbereichs ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
| ― | Änderungen an IAS 40 "Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien": Die Änderung von IAS 40 dient der Klarstellung, in welchen Fällen die Klassifikation einer Immobilie als "als Finanzinvestition gehaltene Immobilie" beginnt bzw. endet, wenn sich die Immobilie noch im Bau oder in der Entwicklung befindet. Durch die bisher abschließend formulierte Aufzählung in IAS 40.57 war die Klassifikation noch nicht fertiggestellter Immobilien bisher nicht klar geregelt. Die Aufzählung gilt nun explizit als nicht abschließend, sodass nun auch noch nicht fertiggestellte Immobilien unter die Regelung subsumiert werden können. Die Änderung ist erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Aufgrund des Anwendungsbereichs ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
| ― | IFRIC 22 "Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen": IFRIC 22 adressiert eine Anwendungsfrage zu IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen". Klargestellt wird, auf welchen Zeitpunkt der Wechselkurs für die Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen zu ermitteln ist, die erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhalten. Maßgeblich für die Ermittlung des Umrechnungskurses für den zugrunde liegenden Vermögenswert, Ertrag oder Aufwand ist danach der Zeitpunkt, zu dem der aus der Vorauszahlung resultierende Vermögenswert bzw. die Schuld erstmals erfasst wird. Die Interpretation ist erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Es ergaben sich hierdurch keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
Die folgenden, bereits veröffentlichten, aber nicht verpflichtenden Standards und Interpretationen wurden nicht vorzeitig angewandt:
| ― | Änderungen an IFRS 9 "Finanzielle Vermögenswerte mit einer negativen Vorfälligkeitsentschädigung": Die Anpassungen betreffen eine begrenzte Anpassung der für die Klassifikation von finanziellen Vermögenswerten relevanten Beurteilungskriterien. Finanzielle Vermögenswerte mit einer negativen Vorfälligkeitsentschädigung ("prepayment feature with negative compensation") dürfen unter bestimmten Voraussetzungen zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis anstatt erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Die Änderungen sind zum 1. Januar 2019 erstmalig anzuwenden. Aufgrund des engen Anwendungsbereichs hat dieser Änderungsstandard keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
| ― | Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 "Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture": Die Änderungen adressieren einen Konflikt zwischen den Vorschriften von IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures" und IFRS 10 "Konzernabschlüsse". Mit ihnen wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb nach IFRS 3 darstellen. Der IASB hat am 17. Dezember 2015 beschlossen, den Erstanwendungszeitpunkt dieses Änderungsstandards auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Bislang beinhalteten Transaktionen mit assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen im Konzern keinen Geschäftsbetrieb i. S. d. IFRS 3, sondern lediglich einzelne Vermögenswerte. Die erstmalige Anwendung der Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 werden nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. |
| ― | IFRS 16 "Leasingverhältnisse": IFRS 16 enthält ein umfassendes Modell zur Identifizierung von Leasingvereinbarungen und zur Bilanzierung beim Leasinggeber und Leasingnehmer. IFRS 16 ist grundsätzlich auf alle Leasingverhältnisse anzuwenden. Ein Leasingverhältnis i.S.d. Standards liegt vor, wenn dem Leasingnehmer vom Leasinggeber vertraglich das Recht zur Beherrschung eines identifizierten Vermögenswerts für einen festgelegten Zeitraum eingeräumt wird und der Leasinggeber im Gegenzug eine Gegenleistung vom Leasingnehmer erhält. Für Leasingnehmer fällt die bisherige Unterscheidung in Mietleasing und Finanzierungsleasing weg. Stattdessen hat der Leasingnehmer für alle Leasingverhältnisse künftig das Nutzungsrecht an einem Leasinggegenstand (sog. "right-of-use asset" oder RoU-Vermögenswert) sowie eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit zu bilanzieren. Ausnahmen hiervon bestehen lediglich für kurzfristige Leasingverhältnisse sowie Leasingvereinbarungen über geringwertige Vermögenswerte. Die Höhe des RoU-Vermögenswerts entspricht im Zugangszeitpunkt der Höhe der Leasingverbindlichkeit abzüglich aller Leasinganreize, zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten des Leasingnehmers sowie Kosten der Demontage und Beseitigung des zu Grunde liegenden Vermögenswerts. In den Folgeperioden wird der RoU-Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Leasingverbindlichkeit bemisst sich als der Barwert der Leasingzahlungen, die während der Laufzeit des Leasingverhältnisses gezahlt werden. Nachfolgend wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit unter Anwendung des zur Abzinsung verwendeten Zinssatzes aufgezinst und um die geleisteten Leasingzahlungen reduziert. Änderungen in den Leasingzahlungen führen zu einer Neubewertung der Leasingverbindlichkeit. |
Für Leasinggeber bleibt es dagegen grundsätzlich bei der nach IAS 17 "Leasingverhältnisse'' bekannten Bilanzierung mit einer Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Mietleasingverträgen. Der Kriterienkatalog für die Beurteilung eines Finanzierungsleasings wurde unverändert aus IAS 17 übernommen.
Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine frühere Anwendung ist grundsätzlich zulässig. Im Geschäftsjahr 2018 hat der Konzern eine detaillierte Beurteilung der Auswirkungen von IFRS 16 vorgenommen. Die erstmalige Anwendung des Standards wird aufgrund der überschaubaren Anzahl an Leasingverhältnissen voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
| ― | IFRIC 23 "Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung": Die steuerliche Behandlung bestimmter Sachverhalte und Transaktionen kann von der zukünftigen Anerkennung durch die Finanzverwaltung oder die Finanzgerichtsbarkeit abhängen. IAS 12 "Ertragsteuern" regelt wie tatsächliche und latente Steuern zu bilanzieren sind. IFRIC 23 ergänzt die Regelungen in IAS 12 hinsichtlich der Berücksichtigung von Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung von Sachverhalten und Transaktionen. Die Interpretation ist erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Der Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden. |
| ― | Diverse: Verbesserungen der International Financial Reporting Standards (2015 - 2017): Durch die Annual Improvements to IFRSs (2015 - 2017) wurden vier IFRSs geändert. In IFRS 3 wird klargestellt, dass ein Unternehmen bei Erlangung der Beherrschung über einen Geschäftsbetrieb, an dem es zuvor im Rahmen einer gemeinsamen Tätigkeit (joint Operation) beteiligt war, die Grundsätze für sukzessive Unternehmenszusammenschlüsse anzuwenden hat. Der bislang vom Erwerber gehaltene Anteil ist neu zu bewerten. In IFRS 11 wird festgelegt, dass eine Partei bei Erlangung einer gemeinschaftlichen Führung (joint control) an einem Geschäftsbetrieb, an dem sie zuvor im Rahmen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit (joint operation) beteiligt war, den bisher gehaltenen Anteil nicht neu bewertet. IAS 12 wird dahingehend geändert, dass alle ertragsteuerlichen Konsequenzen von Dividendenzahlungen in gleicher Weise zu berücksichtigen sind wie die Erträge, auf denen die Dividenden beruhen. Zuletzt wird in IAS 23 festgelegt, dass bei der Bestimmung des Finanzierungskostensatzes, wenn ein Unternehmen allgemein Mittel für die Beschaffung von qualifizierenden Vermögenswerten aufgenommen hat, Kosten für Fremdkapital, das speziell im Zusammenhang mit der Beschaffung von qualifizierenden Vermögenswerten aufgenommen wurde, bis zu deren Fertigstellung nicht zu berücksichtigen sind. Die Änderungen sind -vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht -erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Die Gesellschaft erwartet keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Die Änderungen des IFRS 3 können sich auf künftige Unternehmenszusammenschlüsse auswirken. |
| ― | Änderungen an IAS 19: Durch die Änderungen an IAS 19 wird zukünftig zwingend verlangt, dass bei einer Änderung, Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Versorgungsplans der laufende Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen für das restliche Geschäftsjahr unter Verwendung der aktuellen versicherungsmathematischen Annahmen neu zu ermitteln sind, die zur erforderlichen Neubewertung der Nettoschuld verwendet wurden. Der IASB hat weiter klargestellt, wie sich eine Planänderung, -kürzung oder -abgeltung auf die Anforderungen an die Vermögenswertobergrenze ("asset ceiling") auswirkt. Die Änderungen sind -vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht -erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Die Änderungen wirken sich auf künftige Planänderungen, -kürzungen oder -abgeltungen des Konzerns aus. |
| ― | Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in IFRS: Im März 2018 wurde das umfangreich überarbeitete Rahmenkonzept des IASB veröffentlicht. Es trat mit Veröffentlichung unmittelbar in Kraft. Das Rahmenkonzept unterliegt nicht dem Endorsement-Prozess. In diesem Zusammenhang wurden auch Anpassungen der Querverweise in den IFRS auf das Rahmenkonzept bzw. von Wiedergaben aus dem Rahmenkonzept vorgenommen. Hieraus können sich z. B. Auswirkungen auf bisher angewendete Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergeben, die im Rahmen von IAS 8 entwickelt wurden. Diese unterliegen jedoch dem Endorsement-Prozess. Die Änderungen sind erstmals am 1. Januar 2020 prospektiv anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig, wenn dabei alle Anpassungen angewendet werden. Die Änderung werden keine Änderungen auf den Konzernabschluss haben. |
| ― | Änderungen von IFRS 3 "Definition eines Geschäftsbetriebs": Die Änderungen an IFRS 3 Definition eines Geschäftsbetriebs wurden im Oktober 2018 veröffentlicht. Sie sollen Unternehmen dabei unterstützen festzustellen, ob eine Transaktion als Unternehmenszusammenschluss oder als Erwerb von Vermögenswerten zu bilanzieren ist. Sie präzisieren die Mindestanforderungen für einen Geschäftsbetrieb (Vorliegen von Inputfaktoren und eines substanziellen Prozesses, der es wesentlich erlaubt, Outputs zu erzeugen). Die bisher erforderliche Beurteilung, ob Marktteilnehmer in der Lage sind, fehlende Elemente in diesem Prozess zu ersetzen, entfällt. Zusätzliche Leitlinien sollen dabei helfen zu beurteilen, ob ein erworbener Prozess substanziell ist. Zudem wurden die Definitionen eines Geschäftsbetriebs und des Outputs dahin gehend verengt, dass es sich dabei um Leistungen an Kunden handeln muss. Ferner wird ein optionaler Konzentrationstest eingeführt, der eine vereinfachte Beurteilung ermöglichen soll. Um die Anwendung der Änderungen zu veranschaulichen, wurden außerdem erläuternde Beispiele ("illustrative examples") hinzugefügt. Die Änderungen sind erstmals am 1. Januar 2020 prospektiv anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Änderungen wirken sich auf künftige Unternehmenszusammenschlüsse des Konzerns aus. |
| ― | Änderung an IAS 1 und IAS 8 "Definition von Wesentlichkeit": Die Änderungen an IAS 1 und IAS 8 "Definition von Wesentlichkeit" wurden im Oktober 2018 veröffentlicht. Informationen sind wesentlich, wenn das Auslassen, die fehlerhafte Darstellung oder das Verschleiern dieser Informationen die Entscheidung der primären Adressaten vernünftigerweise beeinflussen könnte. Die neue Definition von Wesentlichkeit berücksichtigt erstmals die Verschleierung von Informationen als Maßstab für Wesentlichkeit im Bereich der Angaben. Sie zielt auf die primären Abschlussadressaten, wie sie seit 2010 im Rahmenkonzept definiert werden, ab. Des Weiteren müssen Informationen die Entscheidungen vernünftigerweise beeinflussen können, um wesentlich zu sein. Die Änderungen wurden vorgenommen, um die Definition an die Ausführungen zur Wesentlichkeit im Rahmenkonzept 2018 anzupassen und sie insgesamt leichter anwendbar zu machen. Die Änderungen sind erstmals für am 1. Januar 2020 beginnende Geschäftsjahre prospektiv anzuwenden. Der Konzern erwartet keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
Die folgenden Standards und Änderungen wurden bzw. werden aufgrund fehlender Relevanz für die Nabaltec AG nicht angewandt:
| ― | IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" |
| ― | IFRS 4 "Versicherungsverträge" |
| ― | IFRS 6 "Exploration und Evaluierung von mineralischen Ressourcen" |
| ― | IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" |
| ― | IFRS 17 "Versicherungsverträge" |
| ― | IAS 26 "Bilanzierung und Berichterstattung von Altersversorgungsplänen" |
| ― | IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" |
| ― | IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" |
| ― | IAS 41 "Landwirtschaft" |
2.3 TOCHTERUNTERNEHMEN UND KONSOLIDIERUNGSKREIS
Der Konzernabschluss beinhaltet den Abschluss des Mutterunternehmens und der von ihm beherrschten Unternehmen (seine Tochterunternehmen), soweit sie für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich sind. Die Gesellschaft erlangt die Beherrschung, wenn sie
| ― | Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, |
| ― | schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und |
| ― | die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. |
Die Zusammensetzung des Konzerns ergibt sich aus der folgenden Tabelle:
ANZAHL DER UNTERNEHMEN
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Nabaltec AG und vollkonsolidierte Tochterunternehmen | ||
| Inland | 1 | 1 |
| Ausland | 4 | 1 |
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | ||
| Ausland | 1 | 1 |
Die folgenden Tochterunternehmen wurden in den Konzernabschluss der Nabaltec AG im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:
TOCHTERUNTERNEHMEN
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| Stimmrechts- und Kapitalanteil | ||||
|---|---|---|---|---|
| Name der Tochtergesellschaft | Hauptgeschäft | Sitz | 31.12.2018 in % |
31.12.2017 in % |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Nashtec LLC | Produktion | Corpus Christi, USA | 100,00 | 100,00 |
| Nabaltec USA Corporation | Verwaltung und Vertrieb | Corpus Christi, USA | 100,00 | - |
| Naprotec LLC | Produktion | Chattanooga, USA | 100,00 | - |
| Nabaltec (Shanghai) Trading Co. Ltd. | Marketing und Vertrieb | Shanghai, China | 100,00 | - |
Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 um drei Gesellschaften erweitert.
Nach erfolgreicher Standortprüfung hat die Nabaltec AG Grundstücke und Gebäude in Chattanooga, Tennessee, für die Errichtung einer Produktionsanlage für veredelte Hydroxide, die voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2019 in Betrieb gehen wird, erworben. Zu diesem Zweck wurde die Naprotec LLC als Produktionsgesellschaft gegründet. Die Anteile der Naprotec LLC wurden in die ebenfalls neu gegründete Tochtergesellschaft Nabaltec USA Corporation, eingebracht. In diesem Zusammenhang wurden die Anteile der Nashtec LLC gleichfalls in die Nabaltec USA Corporation eingebracht.
Die Nabaltec AG hat darüber hinaus im Oktober 2018 die Nabaltec (Shanghai) Trading Co., Ltd. mit Sitz in Shanghai, China, gegründet. Die Gründung dieser Handelsgesellschaft ist die konsequente Weiterführung des Geschäftsausbaus der Nabaltec im asiatischen Raum.
Mit Ausnahme des Erwerbs von Sachanlagevermögen durch die Naprotec LLC hatten die Zugänge zum Konsolidierungskreis im Berichtsjahr keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Das folgende Tochterunternehmen wird nicht in den Konzernabschluss der Nabaltec AG einbezogen, da es für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht wesentlich ist.
TOCHTERUNTERNEHMEN
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| Stimmrechts- und Kapitalanteil | ||||
|---|---|---|---|---|
| Name der Tochtergesellschaft | Hauptgeschäft | Sitz | 31.12.2018 in % |
31.12.2017 in % |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Nabaltec Asia Pacific K.K. | Marketing und Vertrieb | Tokio, Japan | 100,00 | 100,00 |
Sämtliche Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, die nach nationalem Recht aufgestellt sind, wurden auf IFRS übergeleitet und an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns angepasst.
Die Abschlussstichtage aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften entsprechen jeweils dem 31. Dezember.
2.4 KONSOLIDIERUNGSMETHODEN
Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt durch die jeweilige Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs (Neubewertungsmethode). Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt ("Date of Exchange") zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der nicht kontrollierenden Anteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert ("Goodwill") angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag nach nochmaliger Überprüfung direkt in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst.
Die Auswirkungen aller wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Dabei werden Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzernunternehmen verrechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen von Vermögenswerten, die noch nicht an Dritte weiterveräußert sind, werden eliminiert. Auf temporäre Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.
Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden vom Zeitpunkt des Beginns bzw. bis zur Beendigung der Beherrschungsmöglichkeit in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung einbezogen.
Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallende Anteile am konsolidierten Eigenkapital und am konsolidierten Jahresergebnis werden getrennt von den auf die Muttergesellschaft entfallenden Anteilen ausgewiesen. Sofern die Kapitalkonten der nicht beherrschenden Gesellschafter einen negativen Wert aufweisen, werden sie als negative Position im Eigenkapital und Konzernergebnis ausgewiesen. Nach dem Erwerb der verbleibenden Anteile an der Nashtec LLC im Geschäftsjahr 2017 existieren keine auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallenden Anteile mehr.
2.5 WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.
In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden monetäre Posten in fremder Währung (Liquide Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) zum Stichtagskurs bewertet. Die Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nichtmonetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Kursen angesetzt.
Die Umrechnung des in ausländischer Währung aufgestellten Abschlusses der einbezogenen Gesellschaften erfolgt auf der Grundlage des Konzeptes der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht grundsätzlich selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung identisch mit der Landeswährung der Gesellschaften.
Die Vermögenswerte und Schulden werden folglich zum Stichtagskurs, das Eigenkapital zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral verrechnet und im Eigenkapital gesondert unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen.
Währungsdifferenzen, die sich gegenüber der Vorjahresumrechnung im Konzern ergeben, werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" erfasst.
Die Anfangsbestände der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sind mit dem Stichtagskurs des letzten Bilanzstichtags, die Abschreibungen und alle anderen Bewegungen des Geschäftsjahres mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Als Folge der Umrechnung des Anlagevermögens der ausländischen Tochterunternehmen ergeben sich bei der Entwicklung des Anlagevermögens Umrechnungsdifferenzen, die im Anlagespiegel in gesonderten Spalten dargestellt werden.
3. VERWENDUNG VON ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN
Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung bestimmte Annahmen, die Auswirkungen auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen haben.
Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:
| ― | Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte: Die festgelegten Nutzungsdauern für das Anlagevermögen basieren auf Schätzungen des Managements. Der Konzern überprüft zum Ende eines jeden Geschäftsjahres die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Während des laufenden Geschäftsjahres kam es jedoch nicht zu veränderten Schätzungen von Nutzungsdauern. |
| ― | Für Grundstücke und Gebäude wurde das nach IFRS 1.16 in Verbindung mit IFRS 1.18 bestehende Wahlrecht einer Fair-Value-Bewertung zum Zeitpunkt der IFRS-Eröffnungsbilanz ausgeübt. Die Neubewertung der Grundstücke und Gebäude zum 1. Januar 2007 erfolgte unter Berücksichtigung von externen Sachverständigengutachten. |
| ― | Pensionen und andere Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses: Die Bewertung der Pensionspläne wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrugen zum 31. Dezember 2018 TEUR 36.052 (Vorjahr: TEUR 36.804). Weitere Einzelheiten sind unter Punkt 6.9 "Kurz- und langfristige sonstige Rückstellungen" dargestellt. |
| ― | Bewertung der übrigen Rückstellungen: Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe der bestmöglichen Schätzung des Betrages, der laut Management zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung am Abschlussstichtag notwendig ist. Zum 31. Dezember 2018 betrug der Buchwert der ausgewiesenen übrigen Rückstellungen TEUR 185 (Vorjahr: TEUR 173). Für weitere Ausführungen und Angaben verweisen wir auf die Erläuterungen unter Punkt 6.9 "Kurz- und langfristige sonstige Rückstellungen". |
| ― | Ansatz aktiver latenter Steuern: Bei der Beurteilung der Realisierbarkeit der latenten Steuern überprüft der Vorstand, ob es wahrscheinlich ist, dass alle aktiven latenten Steuern realisiert werden. Die endgültige Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern ist davon abhängig, ob in jenen Perioden, in denen die temporären Differenzen abzugsfähig werden, ausreichend steuerpflichtiges Einkommen erzielt wird. Ist dies nicht der Fall, können aktive latente Steuern nicht verwendet und infolgedessen nicht angesetzt werden. Die Höhe (vor Saldierung mit passiven latenten Steuern) zum 31. Dezember 2018 betrug TEUR 7.899 (Vorjahr: TEUR 7.808). |
| ― | Wertminderung von nichtfinanziellen Vermögenswerten: Werthaltigkeitsprüfungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen basieren grundsätzlich auf geschätzten künftigen abgezinsten Netto-Zahlungsströmen, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Faktoren wie geringere Umsatzerlöse und daraus resultierende niedrigere Netto-Zahlungsströme sowie Änderungen der verwendeten Abzinsungsfaktoren können zu einer Wertminderung oder, soweit zulässig, zu Zuschreibungen führen. |
Die sich tatsächlich in zukünftigen Perioden einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
4. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
4.1 UMSATZREALISIERUNG
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden entsprechend den Kriterien des IFRS 15 in Höhe der erwarteten Gegenleistung erfasst, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die vereinbarten Güter erlangt und Nutzen aus diesen ziehen kann.
Der Zeitpunkt der Übertragung der Verfügungsgewalt an den gelieferten Gütern stimmt regelmäßig mit dem Lieferzeitpunkt bzw. dem vertraglichen Zeitpunkt des Gefahrenübergangs überein. Die Umsatzerlöse der Nabaltec werden ausschließlich zeitpunktbezogen realisiert. Insofern bringt die Umsatzrealisierung bei der Nabaltec keine signifikanten Ermessensentscheidungen mit sich. Die Zahlungsziele der Kunden bewegen sich in kurzfristigen Zeiträumen und es bestehen keine Finanzierungskomponenten.
Die Umsatzerlöse werden vermindert um variable Gegenleistungen (Erlösschmälerungen und Skonti) ausgewiesen.
4.2 AUFWANDSREALISIERUNG
Die den Erträgen gegenüberstehenden Aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Betriebliche Aufwendungen werden dabei mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.
4.3 FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN
Die Nabaltec AG investiert einen Teil ihrer finanziellen Ressourcen in Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Neben internen Entwicklungstätigkeiten in Bezug auf die individuelle Weiterentwicklung von entgeltlich erworbener Software umfasst dies insbesondere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten zur Weiterentwicklung bestehender sowie zur Entwicklung neuer Produkte und Verfahren.
Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Ein immaterieller Vermögenswert, der aus der Entwicklung im Rahmen eines einzelnen Projekts entsteht, wird nur dann erfasst, wenn der Konzern die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, damit dieser zur internen Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung steht, sowie die Absicht nachweisen kann, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen. Ferner muss der Konzern die Generierung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen zur Vollendung des Vermögenswertes und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können, belegen.
Nach erstmaligem Ansatz der Entwicklungskosten wird das Anschaffungskostenmodell angewendet, nach dem der Vermögenswert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen anzusetzen ist. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten umfassen die direkt zuordenbaren Personal- und sonstigen Einzelkosten sowie einen angemessenen Teil der Gemeinkosten. Die aktivierten Beträge werden nach Inbetriebnahme über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Der aktivierte Betrag der Entwicklungskosten wird einmal jährlich auf Wertminderung überprüft, wenn der Vermögenswert noch nicht genutzt wird oder wenn unterjährig Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen.
Bei der Nabaltec AG werden grundsätzlich alle wesentlichen Entwicklungskosten aktiviert, die bei intern entwickelter Software in der Phase der Anwendungsentwicklung anfallen. Die Abschreibung dieser Kosten über die zu erwartende Nutzungsdauer beginnt mit dem erstmaligen Einsatz der Software.
Da eigene Entwicklungsprojekte häufig behördlichen Genehmigungsverfahren und anderen Unwägbarkeiten unterliegen, sind die Bedingungen für eine Aktivierung der vor der Genehmigung entstandenen Kosten in der Regel nicht erfüllt oder ihr Umfang in der kurzen Phase zwischen Forschung bzw. Genehmigung und Markteinführung ist unwesentlich.
Zum 31. Dezember 2018 wurden keine Entwicklungskosten aktiviert (Vorjahr: TEUR 0).
4.4 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.
Die Abschreibungsdauer beträgt für:
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| EDV-Software | 4 bis 5 Jahre |
Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer liegen nicht vor.
Zur Aktivierung von Entwicklungskosten als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wird auf Punkt 4.3 "Forschungs- und Entwicklungskosten" verwiesen.
4.5 SACHANLAGEN
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der zurechenbaren Gemeinkosten.
Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen.
Die Abschreibungsdauer beträgt für:
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| Betriebs- und Geschäftsgebäude | 20 bis 50 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5 bis 22 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 20 Jahre |
Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.
4.6 FREMDKAPITALKOSTEN
In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten (das sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen) stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereitstehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Siehe hierzu Punkt 6.2 "Sachanlagen".
Erwirtschaftete Erträge aus der zwischenzeitlichen Anlage speziell aufgenommenen Fremdkapitals, bis zu dessen Ausgabe für qualifizierte Vermögenswerte, werden von den aktivierbaren Fremdkapitalkosten abgezogen.
Alle anderen Fremdkapitalkosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.
4.7 ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden als Minderung der Anschaffungs- und Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswertes (IAS 20.24) bilanziert. Die Auflösung erfolgt über die Nutzungsdauer des Vermögenswertes in Form von reduzierten Abschreibungsbeträgen.
4.8 LEASINGVERTRÄGE - KONZERN ALS LEASINGNEHMER
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert die Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.
Finanzierungsleasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übergehen, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses mit dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile "Finanzierungsaufwendungen" und "Tilgung der Leasingschuld" aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Finanzierungsaufwendungen werden sofort aufwandswirksam erfasst. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden aktivierte Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer vollständig abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2018 und 31. Dezember 2017 bestanden keine Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.
Miet- und Leasingverhältnisse, bei denen dem Konzern kein wirtschaftliches Eigentum zuzurechnen ist, werden als Operate-Lease klassifiziert. Die Aufwendungen aus Operate Lease-Verhältnissen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. In Punkt 7.1 wird unter den "Sonstigen finanziellen Verpflichtungen" über die entsprechende zukünftige Belastung berichtet.
Bei Sale-and-lease-back-Transaktionen, die einen Operate Lease begründen, hängt die Gewinnrealisierung aus dem Verkauf vom Verhältnis des Verkaufspreises zum Fair Value ab. Sofern der Verkaufspreis dem Fair Value entspricht, wird der Gewinn unmittelbar erfasst. Bei einer Sale-and-lease-back-Transaktion, die zu einem Finanzierungsleasingverhältnis führt, wird der gesamte Gewinn abgegrenzt und über die Dauer des Leasingvertrags amortisiert.
4.9 WERTMINDERUNG VON NICHTFINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN
Die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes von immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird auf Basis der zukünftig aus der Nutzung zu erwartenden Zahlungsströme (abgezinst mit einem risikoadäquaten Zinssatz) sowie auf Basis des Nettoveräußerungspreises überprüft (Impairment-Test), wenn besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen eine Korrektur der geschätzten Nutzungsdauer oder einen Wertverfall anzeigen. Des Weiteren erfolgt für noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte jährlich eine Überprüfung auf Wertminderung. Falls der Nettobuchwert von Vermögenswerten größer ist als der erzielbare Betrag (höherer Wert aus Nutzungswert und Nettoveräußerungswert), wird eine außerplanmäßige Abschreibung durchgeführt. Bei der Festlegung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme werden das aktuelle und zukünftig erwartete Ertragsniveau sowie geschäftsfeldspezifische, technologische, wirtschaftliche und allgemeine Entwicklungen berücksichtigt. Wenn der Grund für eine früher durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung entfällt, wird -soweit dies zulässig ist -eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.
4.10 FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Bei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert nach IFRS 9 wie folgt eingestuft und bewertet:
| ― | Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) |
| ― | Schuldinstrumente zu FVOCI: Investments in Schuldinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis bewertet werden (FVOCI -debt) |
| ― | Eigenkapitalinstrumente zu FVOCI: Eigenkapitalinvestments, die zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis bewertet werden (FVOCI -equity) |
| ― | Finanzielle Vermögenswerte zu FVTPL: Investments zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust (FVTPL) |
Finanzielle Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung nicht reklassifiziert, es sei denn, der Konzern ändert sein Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte. In diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag der Berichtsperiode reklassifiziert, die auf die Änderung des Geschäftsmodells folgt.
Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und er nicht als FVTPL designiert wurde:
| ― | Der Vermögenswert wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, und |
| ― | die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. |
Ein Schuldinstrument wird zu FVOCI designiert, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und es nicht als FVTPL designiert wurde:
| ― | Das Schuldinstrument wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung sowohl darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte; und |
| ― | die Vertragsbedingungen führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. |
Beim erstmaligen Ansatz eines Eigenkapitalinvestments, das nicht zu Handelszwecken gehalten wird, kann der Konzern unwiderruflich wählen, Folgeänderungen im beizulegenden Zeitwert des Investments im sonstigen Ergebnis zu zeigen. Diese Wahl wird einzelfallbezogen für jedes Investment getroffen.
Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI bewertet werden, werden zu FVTPL bewertet. Dies umfasst alle derivativen finanziellen Vermögenswerte, sowie zu handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente, und Finanzinstrumente, die freiwillig als FVTPL designiert wurden.
ERSTBEWERTUNG
Beim erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswertes zuzurechnen sind.
Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d. h. am Tag, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswertes bzw. der Verbindlichkeit eingegangen wurde, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.
FOLGEBEWERTUNG
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC)
Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten werden mittels der Effektivzinsmethode folgebewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden durch Wertminderungsaufwendungen gemindert. Zinserträge, Währungskursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Das Ergebnis aus der Ausbuchung wird ebenfalls im Gewinn oder Verlust erfasst.
Schuldinstrumente zu FVOCI
Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Zinserträge, die mit der Effektivzinsmethode berechnet werden, Wechselkursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei der Ausbuchung wird das kumulierte sonstige Ergebnis in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Eigenkapitalinvestments zu FVOCI
Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Dividenden werden als Ertrag im Gewinn oder Verlust erfasst, es sei denn, die Dividende stellt offensichtlich eine Deckung eines Teils der Kosten des Investments dar. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst und niemals in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Finanzielle Vermögenswerte zu FVTPL
Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Nettogewinne und -verluste, einschließlich jeglicher Zins- oder Dividendenerträge, werden im Gewinn oder Verlust erfasst.
AUSBUCHUNG FINANZIELLER VERMÖGENSWERTE
Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn das Unternehmen die Verfügungsmacht über die vertraglichen Rechte auf Cashflows verliert, aus denen der finanzielle Vermögenswert besteht.
Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt und im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder vollständig überträgt noch vollständig zurückbehält und dabei auch die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert zurückbehält, erfasst der Konzern den übertragenen Vermögenswert weiter im Umfang seines anhaltenden Engagements.
4.11 WERTMINDERUNG VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN
Bei finanziellen Vermögenswerten oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten wird an jedem Bilanzstichtag ermittelt, ob eine Wertminderung vorliegt. Ein Wertminderungsaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst.
Finanzielle Vermögenswerte unterliegen einem einheitlichen Wertberichtigungsmodel ("expected loss model") unterteilt in den vereinfachten Ansatz für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie dem allgemeinen dreistufigen Ansatz für alle anderen finanziellen Vermögenswerte. Beim dreistufigen Ansatz sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monats-Verlusts zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderungen hat die Zinsvereinnahmung auf Grundlage des Nettobuchwerts (Buchwert abzüglich Risikovorsorge) zu erfolgen (Stufe 3).
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich angemessener Wertberichtigungen, ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend des erwarteten Ausfalls gebildet.
Sollten Zweifel an der Einbringlichkeit der sonstigen finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten oder Finanzinstrumente zu FVOCI bestehen, werden entsprechende einzelfallbezogene Wertberichtigungen vorgenommen.
4.12 VORRÄTE
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird die Methode des gewogenen Durchschnitts angewandt.
Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis einer Normalbeschäftigung ermittelt. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert.
Im Rahmen einer Gruppenbewertung werden die fertigen Erzeugnisse zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.
Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungswerte am Bilanzstichtag vorgenommen.
4.13 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung kommt die entsprechende Definition zur Anwendung. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.
4.14 STEUERN
Tatsächliche Ertragsteuern
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende sowie für frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.
Latente Steuern
Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 "Ertragsteuern" nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den IFRS-Wertansätzen und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sowie auf temporäre Differenzen dürfen gemäß IAS 12.34 nur in dem Maße angesetzt werden, als es wahrscheinlich ist, dass zukünftige steuerliche Gewinne entstehen werden, die eine Verrechnung dieser Verlustvorträge ermöglichen.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht.
Soweit eine Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.
4.15 DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE UND SICHERUNGSBEZIEHUNGEN
Im Konzern werden derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Zins- und Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Die Bewertung der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt. Bei den derivativen Finanzinstrumenten, bei denen Hedge Accounting vorliegt, werden die Marktwertänderungen entweder im Ergebnis ("Fair Value Hedge") oder als Bestandteil des Eigenkapitals ("Cashflow Hedge") ausgewiesen. Im Geschäftsjahr wurde Hedge Accounting für Cashflow Hedges aus Zinsabsicherungen angewandt. Fremdwährungsabsicherungen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen.
Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert werden, sind als "Fair Value through Profit and Loss" eingestuft. Es handelt sich um Derivative finanzielle Vermögenswerte, wenn der beizulegende Zeitwert positiv ist und um Derivative finanzielle Verbindlichkeiten, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes dieser derivativen Finanzinstrumente werden in das Periodenergebnis einbezogen.
4.16 EIGENKAPITAL
Die von den Gesellschaftern geleisteten Einlagen und Zahlungen in die Kapitalrücklage werden unter Abzug der mit dem Erwerb des Eigenkapitals direkt verbundenen Transaktionskosten unter Berücksichtigung eines eventuellen Steuereffektes angesetzt.
4.17 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" werden Rückstellungen gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit über 50% liegen muss. Die Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Langfristige sonstige Rückstellungen werden abgezinst. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.
Für Jubiläumsgeldverpflichtungen, die aufgrund von Betriebsvereinbarungen bestehen, wurde unter Zugrundelegung derselben Rechnungsgrößen wie für Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen vorgesorgt. Die Jubiläumsgeldverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") berechnet.
4.18 PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN
Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.
Die (Netto-)Zinskomponente ist zum Periodenbeginn durch Multiplikation der (Netto-)Pensionsverpflichtung -das heißt, dem Verpflichtungsbestand abzüglich des Planvermögens -mit dem für die Bewertung der Pensionsverpflichtung zugrunde gelegten Diskontierungszinssatz zu ermitteln. Dadurch werden der aus der Aufzinsung der Verpflichtung resultierende Zinsaufwand und der erwartete Planvermögensertrag saldiert und zwingend erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst. Zugleich wird damit der erwartete Planvermögensertrag in Höhe des Diskontierungszinssatzes angenommen.
Abweichungen zwischen der tatsächlichen Rendite des Planvermögens beziehungsweise des Diskontierungszinssatzes am Abschlussstichtag und dem unterstellten Diskontierungszinssatz (=unterstellte Rendite des Planvermögens) gehen ebenso wie andere versicherungsmathematische Bewertungsanpassungen im Sinne einer Neubewertungskomponente in das sonstige Ergebnis ein.
Der Diskontierungszinssatz für die Abzinsung der (Netto-)Pensionsverpflichtung wird auf Grundlage erstrangiger, festverzinslicher Industrieanleihen am Markt ermittelt.
Die ergebniswirksam zu berücksichtigende Dienstzeitkomponente ("Service Cost") umfasst unter anderem sowohl den laufenden als auch den gesamten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand aus Planänderungen.
4.19 FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IFRS 9 werden als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" oder als "übrige Verbindlichkeiten" klassifiziert.
Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden sofort erfolgswirksam erfasst. Diese Kategorie umfasst derivative Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten. Gewinne oder Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden erfolgswirksam erfasst.
Übrige Verbindlichkeiten
Darlehen und Anleihen werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Fremdkapitalaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet. Sie werden nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert.
Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen und Anleihen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Differenzen zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden hierbei entsprechend der Effektivzinsmethode erfolgswirksam erfasst.
Die finanziellen Verbindlichkeiten, die sämtlich der Kategorie der übrigen Verbindlichkeiten zugeordnet sind, werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung abzüglich der mit der Fremdkapitalaufnahme verbundenen Transaktionskosten bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn sie getilgt ist, d.h. die Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen ist.
5. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
5.1 UMSATZERLÖSE
Zur Verteilung der Umsatzerlöse auf die Produktbereiche verweisen wir auf die Segmentberichterstattung und die zugehörigen Erläuterungen unter Punkt 7.7 "Segmentberichterstattung".
5.2 ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN
Im Geschäftsjahr 2018 wurden Eigenleistungen in Höhe von TEUR 706 (Vorjahr: TEUR 507) für verschiedene technische Anlagen und Maschinen aktiviert, davon aktivierte Bauzeitzinsen in Höhe von TEUR 199 (Vorjahr: TEUR 74).
5.3 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
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| in TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von sonstigen Verbindlichkeiten | 926 | 2.656 |
| Währungsgewinne | 824 | 545 |
| Sonstige | 418 | 406 |
| Sachbezüge | 230 | 197 |
| Mieten und Pachten | 152 | 156 |
| Versicherungsentschädigungen | 152 | 25 |
| Nutzwasserlieferungen | 149 | 149 |
| Leistungen Analysenzentrum | 145 | 179 |
| Magazin- und Schrottverkauf | 35 | 41 |
| Personaldienstleistungen | 25 | 26 |
| Zuwendungen der öffentlichen Hand | 6 | 17 |
| Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagevermögen | 5 | 42 |
| Rangier- und Gleisarbeiten | 3 | 80 |
| Wertberichtigungen von Forderungen | 2 | 18 |
| Gesamt | 3.072 | 4.537 |
Die Zuwendungen der öffentlichen Hand betreffen Aufwandszuschüsse. Die an diese Zuwendungen geknüpften Bedingungen wurden vollständig erfüllt und es bestehen keine sonstigen Unsicherheiten.
5.4 MATERIALAUFWAND
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
MATERIALAUFWAND
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| in TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 83.635 | 82.236 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 2.632 | 1.502 |
| Gesamt | 86.267 | 83.738 |
5.5 PERSONALAUFWAND
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
PERSONALAUFWAND
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| in TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 27.429 | 25.814 |
| Sozialabgaben | 4.615 | 4.468 |
| Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen | 754 | 827 |
| Übrige Aufwendungen für Altersvorsorge | 191 | 188 |
| Gesamt | 32.989 | 31.297 |
Die Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen erfüllen die Kriterien eines leistungsorientierten Pensionsplans im Sinne des IAS 19.
Bei den übrigen Aufwendungen für Altersvorsorge handelt es sich um Zuschüsse des Arbeitgebers zu Altersvorsorgeplänen der Arbeitnehmer, welche die Kriterien eines beitragsorientierten Pensionsplans im Sinne des IAS 19 erfüllen.
Zudem sind die von der Gesellschaft zu tragenden Anteile zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von TEUR 1.960 (Vorjahr: TEUR 1.842) in den Sozialabgaben enthalten, welche monatlich abgeführt werden.
5.6 MITARBEITER
Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Konzern hat sich folgendermaßen entwickelt:
MITARBEITER
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Mitarbeiter | 247 | 243 |
| Angestellte | 184 | 170 |
| Geringfügig Beschäftigte | 4 | 4 |
| Gesamt | 435 | 417 |
Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr durchschnittlich 51 Auszubildende (Vorjahr: 50) beschäftigt.
5.7 ABSCHREIBUNGEN
Die vorgenommenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen können der Entwicklung des Anlagevermögens entnommen werden.
Die Gesellschaft führt bei Vorliegen entsprechender Indikatoren einen Werthaltigkeitstest von immateriellen Vermögenswerten und von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens durch. Dazu wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde auf Basis des Nutzungswerts mithilfe der Discounted-Cashflow-Methode bestimmt. Diesen diskontierten Cashflows liegen Drei-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen aus der Vergangenheit und basieren auf der besten vom Management vorgenommenen Einschätzung über künftige Entwicklungen der Gesellschaft. Die Diskontierung der prognostizierten Cashflows erfolgt mit einem risikoadäquaten Zinssatz.
Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten ergibt sich für das Geschäftsjahr 2018 kein Abwertungsbedarf.
5.8 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
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| in TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Frachten | 12.886 | 11.485 |
| Fremdleistungen | 8.082 | 7.317 |
| Verkaufsprovisionen | 3.294 | 3.257 |
| Mindestleasingzahlungen (Miete und Leasing) | 987 | 661 |
| Sonstige Verwaltungskosten | 960 | 1.005 |
| Versicherungen | 842 | 733 |
| Rechts- und Beratungskosten | 695 | 787 |
| Übrige | 682 | 652 |
| Reisekosten | 595 | 478 |
| Personalnebenkosten | 543 | 535 |
| Sonstige Steuern | 401 | 251 |
| Werbekosten | 356 | 292 |
| Währungsverluste | 348 | 1.610 |
| Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 6 | 517 |
| Gesamt | 30.677 | 29.580 |
5.9 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Im Geschäftsjahr wurden sämtliche Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 3.755 (Vorjahr: TEUR 3.719) als Aufwand erfasst.
5.10 ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE
Die Zinsen und ähnlichen Erträge können folgender Übersicht entnommen werden:
ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE
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| in TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Erträge aus Planvermögen (Rückdeckungsversicherung) | 67 | 62 |
| Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten | 44 | 49 |
| Gesamt | 111 | 111 |
5.11 ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen können folgender Übersicht entnommen werden:
ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN
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| in TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Zinsaufwendungen bei Kreditinstituten | 1.162 | 1.169 |
| Zinsaufwendungen aus Zinsswapgeschäften | 902 | 883 |
| Zinsaufwendungen aus Rückstellungen | 707 | 607 |
| Zinsaufwendungen aus Aufzinsungen | 37 | 34 |
| Avalprovision | 8 | 0 |
| Gesamt | 2.816 | 2.693 |
5.12 STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag teilen sich wie folgt auf:
STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
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| in TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern: | ||
| Steueraufwand lfd. Jahr | 6.072 | 4.546 |
| Steueraufwand Vorjahre | 76 | -18 |
| Latente Ertragsteuern: | ||
| Entstehung und Umkehr temporärer Differenzen | 320 | 487 |
| Erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis | -992 | -867 |
| Erfolgsneutral in der Kapitalrücklage | 0 | 137 |
| Gesamt | 5.476 | 4.285 |
Bei den Ertragsteueraufwendungen des Geschäftsjahres 2018 handelt es sich um die laufende Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Dabei werden die am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Für die Berechnung der latenten Steuern in Deutschland wird ein Steuersatz von 29,13% (Vorjahr: 29,13%) herangezogen. Er ergibt sich dabei aus dem gültigen unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15%, dem Solidaritätszuschlag von unverändert 5,50% und dem Gewerbesteuersatz von 13,30% (Vorjahr: 13,30%). Für die ausländischen Gesellschaften werden die jeweiligen nationalen Steuersätze zugrunde gelegt.
Die Ertragsteuereffekte im sonstigen Ergebnis als Teil des Konzerneigenkapitals gliedern sich je Bestandteil wie folgt auf:
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| Vor Steuern | Latente Steuern | Nach Steuern | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Fremdwährungsumrechnung | 1.829 | -3.075 | -495 | 0 | 1.334 | -3.075 |
| Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting | 279 | 1.031 | -81 | -300 | 198 | 731 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 1.428 | 1.946 | -416 | -567 | 1.012 | 1.379 |
| Gesamt | 3.536 | -98 | -992 | -867 | 2.544 | -965 |
Die folgende Tabelle zeigt die steuerliche Überleitungsrechnung von dem im jeweiligen Geschäftsjahr erwarteten Ertragsteueraufwand zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung:
ÜBERLEITUNGSRECHNUNG
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Steuersatz | 29,13% | 29,13% |
| in TEUR | ||
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) | 15.762 | 15.735 |
| Erwarteter Steueraufwand | 4.591 | 4.584 |
| Abweichungen | ||
| 1. Abweichender ausländischer Steuersatz | 476 | 307 |
| 2. Anpassung tatsächliche Steuer Vorjahre | 76 | 8 |
| 3. Verluste des laufenden Jahres, für die kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde | 559 | 0 |
| 4. Steuersatzänderung (Vorjahr: USA) | 0 | -371 |
| 5. Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 43 | 753 |
| 6. Steuereffekte aus Konsolidierungsmaßnahmen | -269 | -1.088 |
| 7. Sonstiges | 0 | 92 |
| Steueraufwand laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 5.476 | 4.285 |
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:
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| Konzernbilanz | Konzern-Gesamtergebnisrechnung | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktive latente Steuern | ||||
| Sonstige Vermögenswerte | 526 | 517 | 9 | 8 |
| Pensionsrückstellungen | 5.951 | 6.304 | -353 | -754 |
| Sonstige Rückstellungen | 171 | 176 | -5 | -29 |
| Verlustvortrag | 650 | 148 | 502 | -554 |
| Übrige | 601 | 663 | -62 | -300 |
| Summe aktive latente Steuern -brutto | 7.899 | 7.808 | 91 | -1.629 |
| Saldierungen | -7.899 | -7.133 | 0 | 0 |
| Summe aktive latente Steuern -netto | 0 | 675 | 91 | -1.629 |
| Passive latente Steuern | ||||
| Anlagevermögen | 7.649 | 7.757 | 108 | 439 |
| Vorräte | 426 | 385 | -41 | 34 |
| Übrige | 528 | 38 | -490 | 669 |
| Summe passive latente Steuern -brutto | 8.603 | 8.180 | -423 | 1.142 |
| Saldierungen | -7.899 | -7.133 | ||
| Summe passive latente Steuern -netto | -704 | -1.047 | -423 | 1.142 |
Die aktive latente Steuer auf den Verlustvortrag entfällt in voller Höhe auf die Nabaltec USA Corporation. Die steuerlichen Verlustvorträge in den USA von TEUR 3.096 (Vorjahr: TEUR 707) können in den USA generell auf Bundesebene zwei Jahre zurück- und maximal 20 Jahre vorgetragen werden:
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| in TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Verfallsdatum innerhalb von | ||
| 1 Jahr | 0 | 0 |
| 2 bis 5 Jahren | 0 | 0 |
| 6 bis 10 Jahren | 0 | 0 |
| 11 bis 20 Jahren | 3.096 | 707 |
Aktive und passive latente Steuern in den USA werden mit aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge verrechnet.
6. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ
6.1 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Hinsichtlich der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf die Entwicklung des Anlagevermögens.
Bei den immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um EDV-Software und gewerbliche Schutzrechte.
Immaterielle Vermögenswerte waren zum 31. Dezember 2018 wie im Vorjahr nicht sicherungsübereignet.
Wesentliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten lagen nicht vor.
6.2 SACHANLAGEN
Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist in der Entwicklung des Anlagevermögens enthalten.
Analog dem Vorjahresstichtag dienen keine Vermögenswerte des Sachanlagevermögens als Sicherheiten bzw. Grundschulden für Fremdkapital.
Für die langfristige Herstellung von verschiedenen technischen Anlagen, Gebäuden und Betriebsvorrichtungen wurden im Geschäftsjahr 2018 Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 199 aktiviert (Vorjahr: TEUR 74). Der durchschnittliche Finanzierungskostensatz, der bei der Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten zugrunde gelegt worden ist, betrug 2,60 % (Vorjahr: 2,60%).
6.3 FINANZANLAGEN
Die Finanzanlagen betreffen den 100%igen Anteil an der Nabaltec Asia Pacific K.K. Die Tochtergesellschaft wird aus Wesentlichkeitsaspekten nicht vollkonsolidiert.
6.4 VORRÄTE
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
VORRÄTE
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| in TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 20.609 | 19.025 |
| Unfertige Erzeugnisse | 880 | 28 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 13.135 | 13.950 |
| Gesamt | 34.624 | 33.003 |
Es dienen analog dem Vorjahresstichtag keine Vorratsbestände als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Die Wertminderung von Vorräten, die als Aufwand erfasst worden ist, beläuft sich auf TEUR 69 (Vorjahr: TEUR 224).
6.5 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich folgendermaßen dar:
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
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| in TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -brutto | 4.607 | 4.239 |
| Einzelwertberichtigungen | -148 | -150 |
| Gesamt | 4.459 | 4.089 |
Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Hinsichtlich der Entwicklung des Wertberichtigungskontos sowie der Altersstruktur der Forderungen verweisen wir auf den Punkt 7.2 "Angaben zu Finanzinstrumenten".
6.6 SONSTIGE VERMÖGENSWERTE
Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt aus den sonstigen finanziellen bzw. sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerten zusammen:
SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
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| in TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Factoring | 4.303 | 3.507 |
| Übrige | 1.808 | 740 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 6.111 | 4.247 |
SONSTIGE NICHTFINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
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| in TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Umsatzsteuerforderungen | 1.248 | 1.019 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungen | 184 | 210 |
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 1.432 | 1.229 |
| Gesamt | 7.543 | 5.476 |
Bei den zum 31. Dezember 2018 ausgewiesenen Forderungen aus Factoring in Höhe von TEUR 4.303 (Vorjahr: TEUR 3.507) handelt es sich überwiegend um die Kaufpreiseinbehalte aus dem Factoring.
Die sonstigen Vermögenswerte haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
6.7 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:
ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
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| in TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Guthaben bei Kreditinstituten | 30.287 | 45.916 |
| Kassenbestand | 2 | 1 |
| Gesamt | 30.289 | 45.917 |
Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.
Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung ergeben sich beim Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember 2018 keine Unterschiede.
Es liegen keine Verfügungsbeschränkungen bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten vor.
6.8 EIGENKAPITAL
Die Veränderung des Eigenkapitals der Nabaltec AG ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Gezeichnetes Kapital
Unter Ausnutzung des per Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2016 genehmigten Kapitals (Genehmigtes Kapital 2016/I) hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Nabaltec AG durch Ausgabe von 800.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Stückaktie gegen Bareinlage und unter Ausschluss des Bezugsrechts im Geschäftsjahr 2017 erhöht. Damit erhöhte sich das Gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Nabaltec AG von EUR 8.000.000 auf EUR 8.800.000. Die Eintragung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister erfolgte am 15. September 2017.
Das voll eingezahlte Kapital (Grundkapital) beträgt somit zum Bilanzstichtag TEUR 8.800 (Vorjahr: TEUR 8.800) und besteht aus 8.800.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Stückaktie. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2016 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 31. Mai 2021 einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu TEUR 4.000 durch die Ausgabe von bis zu 4.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen, wobei die Erhöhung der Anzahl der Aktien in demselben Verhältnis wie die Erhöhung des Grundkapitals zu erfolgen hat. Der Vorstand darf dabei mit Zustimmung des Aufsichtsrats über einen Ausschluss des Bezugsrechts entscheiden (Genehmigtes Kapital 2016/I).
Das Genehmigte Kapital 2016/I beträgt nach der oben beschriebenen teilweisen Verwendung noch TEUR 3.200.
Bedingtes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2016 um bis zu TEUR 4.000 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016/I). Das bedingte Kapital dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 30. Juni 2016 von der Gesellschaft begeben werden.
Kapitalrücklage
Zum 31. Dezember 2018 beträgt die Kapitalrücklage TEUR 47.029 (Vorjahr: TEUR 47.029). Die Kapitalrücklage resultiert unter anderem aus einer im September 2017 erfolgten Kapitalerhöhung in Höhe von TEUR 17.265. Durch den Emissionspreis von EUR 23,00 je Aktie wurde durch die Kapitalmaßnahme ein Agio von TEUR 17.600 erzielt. Gegenläufig wurden Transaktionskosten in Höhe von TEUR 335 (nach Steuern) mindernd im Eigenkapital erfasst. Die Kapitalrücklage enthält darüber hinaus ein Aufgeld aus dem in 2006 vollzogenen Börsengang. Dies resultierte aus der Ausgabe von 2.000.000 Stückaktien für EUR 15,50 je Aktie mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie, wodurch ein Aufgeld in Höhe von EUR 14,50 je Aktie bzw. insgesamt TEUR 29.000 erzielt wurde.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2016 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum Ablauf des 31. Mai 2021 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtbetrag von bis zu TEUR 150.000 und mit einer Laufzeit von längstens 15 Jahren ("Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen") auszugeben und den Inhabern von Optionsschuldverschreibungen Optionsrechte und den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 4.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegenden Options- bzw. Wandelanleihebedingungen ("Anleihebedingungen") zu gewähren.
Gewinnrücklagen
Zum 31. Dezember 2018 betragen die Gewinnrücklagen TEUR 9.699 (Vorjahr: TEUR 9.721).
Für das Geschäftsjahr 2018 wird der Vorstand vorschlagen, eine Dividende in Höhe von EUR 0,20 pro Aktie, d.h. insgesamt TEUR 1.760 auszuschütten.
Bezüglich der Entwicklung des Ergebnisvortrags verweisen wir auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.
Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen
Ein sich aus der Währungsumrechnung ergebender Unterschiedsbetrag, Marktwertänderungen derivativer Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting vorliegt, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen sowie aus korrespondierenden latenten Steuern werden erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital gesondert unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2018 betragen die sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen TEUR -11.892 (Vorjahr: TEUR -14.436).
Nicht beherrschende Gesellschafter
Nach dem Erwerb der Minderheitenanteile an der Nashtec LLC im Geschäftsjahr 2017 belaufen sich die Anteile nicht beherrschende Gesellschafter auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).
6.9 KURZ- UND LANGFRISTIGE SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ist in den folgenden Übersichten dargestellt:
GESCHÄFTSJAHR 2018
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| in TEUR | Stand 01.01.2018 | Zuführung | Verbrauch | Auflösung | Stand 31.12.2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Rückstellungen aus dem Personalbereich | 1.056 | 135 | 38 | 0 | 1.153 |
| Übrige Rückstellungen | 173 | 182 | 170 | 0 | 185 |
| Gesamt | 1.229 | 317 | 208 | 0 | 1.338 |
GESCHÄFTSJAHR 2017
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| in TEUR | Stand 01.01.2017 | Zuführung | Verbrauch | Auflösung | Stand 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|
| Rückstellungen aus dem Personalbereich | 1.088 | 63 | 95 | 0 | 1.056 |
| Übrige Rückstellungen | 162 | 170 | 159 | 0 | 173 |
| Gesamt | 1.250 | 233 | 254 | 0 | 1.229 |
Bei den Rückstellungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 1.153 (Vorjahr: TEUR 1.056) handelt es sich um Jubiläumsgeldverpflichtungen. Als Bewertungsverfahren wurde die Projected-Unit-Credit-Methode zugrunde gelegt, nach der die Finanzierung der Jubiläumsgeldverpflichtungen über Einmalprämien für den jährlichen Anwartschaftszuwachs unter Berücksichtigung von Trendannahmen erfolgt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde: Rechnungszinssatz p.a. 1,90%, Gehaltstrend p.a. 2,75%, Fluktuation 1,00%.
Pensionsrückstellungen
Der Konzern hat leistungsorientierte Pensionspläne aufgelegt. Dadurch wird für einen Teil der Mitarbeiter Vorsorge für die Zeit nach der Pensionierung getroffen. Es handelt sich um Endgehaltspläne gegenüber Vorständen und Mitarbeitern aufgrund der Versorgungsordnung. Die Versorgungsordnung besitzt Gültigkeit für Mitarbeiter, die vor dem 1. Mai 1995 in die Gesellschaft eingetreten sind und in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis standen. Folglich sind keine Zugänge mehr zum Kreis der Bezugsberechtigten zu verzeichnen. Für einen Teil der Pläne werden Beiträge an eine Rückdeckungsversicherung geleistet. Aufgrund der Planausgestaltung ist der Arbeitgeber versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt. Die wesentlichsten sind dabei das Zinsrisiko und das Risiko der Langlebigkeit. Das durchschnittliche Alter der im Rahmen des Pensionsplans erfassten Personen bewegt sich in einer Bandbreite zwischen 60 und 65 Jahren. Der Berechnung der Verpflichtungen liegt ein unterstelltes Renteneintrittsalter von 63 Jahren (Versorgungsordnung) bzw. 65 Jahren (Vorstände) zugrunde.
In den folgenden Tabellen wird sowohl die Zusammensetzung von in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen als auch die Zusammensetzung von in der Konzernbilanz für die jeweiligen Pläne angesetzten Beträgen dargestellt:
AUFWENDUNGEN FÜR VERSORGUNGSLEISTUNGEN
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| in TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 754 | 827 |
| Netto-Zinsaufwand | 657 | 566 |
| Aufwendungen für Versorgungsleistungen | 1.411 | 1.393 |
| Tatsächliche Erträge aus Planvermögen | 56 | 54 |
Der Netto-Zinsaufwand setzt sich aus dem Zinsaufwand in Höhe von TEUR 688 (Vorjahr: TEUR 592) abzüglich den erwarteten Erträgen aus Planvermögen in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 26) zusammen. Der Zinsanteil aus der Zuführung der Pensionsrückstellungen sowie die Erträge aus dem Planvermögen werden im Finanzergebnis dargestellt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst und entwickeln sich wie folgt:
ENTWICKLUNG DER VERSICHERUNGSMATHEMATISCHEN GEWINNE/VERLUSTE
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| In TEUR | |
|---|---|
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste zum 1. Januar 2017 | -18.544 |
| Gewinne aus der Änderung von biometrischen und finanziellen Annahmen | 2.300 |
| Erfahrungsbedingte Verluste | -382 |
| Gewinne aus Planvermögen | 28 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste zum 31. Dezember 2017 | -16.598 |
| Gewinne aus der Änderung von biometrischen und finanziellen Annahmen | 536 |
| Erfahrungsbedingte Gewinne | 868 |
| Gewinne aus Planvermögen | 24 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste zum 31. Dezember 2018 | -15.170 |
Die Änderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
LEISTUNGSORIENTIERTE VERPFLICHTUNGEN
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| in TEUR | |
|---|---|
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 1. Januar 2017 | 39.822 |
| Zinsaufwand | 592 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 827 |
| Gezahlte Leistungen | -743 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -1.918 |
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. Dezember 2017 | 38.580 |
| Zinsaufwand | 688 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 754 |
| Gezahlte Leistungen | -759 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -1.404 |
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. Dezember 2018 | 37.859 |
Von den leistungsorientierten Verpflichtungen zum 31. Dezember 2018 in Höhe von TEUR 37.859 (Vorjahr: TEUR 38.580) ist ein Verpflichtungsbetrag in Höhe von TEUR 12.586 (Vorjahr: TEUR 12.656) mit einem Deckungskapital in Höhe von TEUR 1.807 (Vorjahr: TEUR 1.776) rückdeckungsversichert.
Für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 wird mit Rentenzahlungen in Höhe von ca. TEUR 776 bzw. TEUR 791 gerechnet.
Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens stellen sich wie folgt dar:
BEIZULEGENDER ZEITWERT DES PLANVERMÖGENS
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| in TEUR | |
|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Januar 2017 | 1.746 |
| Arbeitgeberbeiträge | 36 |
| Gezahlte Leistungen | -60 |
| Erwartete Rendite | 26 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 28 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 2017 | 1.776 |
| Arbeitgeberbeiträge | 36 |
| Gezahlte Leistungen | -60 |
| Erwartete Rendite | 31 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 24 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 2018 | 1.807 |
Bei dem Planvermögen handelt es sich um den Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung, der gemäß IAS 19.7 (b) als Planvermögen zu behandeln ist. Der Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2019 mit Beiträgen zum Planvermögen in Höhe von TEUR 36.
Der bilanzierte Wert der Pensionsrückstellungen lässt sich zum Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wie folgt überleiten:
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| in TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 1.807 | 1.776 | 1.746 | 1.616 | 1.489 |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 37.859 | 38.580 | 39.822 | 29.567 | 26.764 |
| Pensionsrückstellungen | 36.052 | 36.804 | 38.076 | 27.951 | 25.275 |
Nachfolgend werden die Grundannahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses dargestellt:
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| in % | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz | 1,90 | 1,80 |
| Gehaltstrend | 2,75 | 2,75 |
| Rententrend | 2,00 | 2,00 |
| Fluktuation | 1,00 | 1,00 |
Sterblichkeit nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei Rentnern im Alter von 65 Jahren gemäß Heubeck -Richttafeln 2018 G.
Es ergeben sich folgende Auswirkungen auf die Pensionsverpflichtung, sofern sich die versicherungsmathematischen Annahmen ändern:
PENSIONSVERPFLICHTUNG
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| in TEUR | + 25 BP | -25 BP |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz | 36.164 | 39.670 |
| Gehaltstrend | 38.217 | 37.508 |
| Rententrend | 39.161 | 36.618 |
Die vorstehende Sensitivitätsanalyse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Änderungen konstant gehalten werden. In der Realität ist es jedoch nicht unwahrscheinlich, dass Veränderungen in einigen Annahmen miteinander korrelieren können.
Die Methoden und Arten von Annahmen zur Vorbereitung der Sensitivitätsanalyse haben sich im Vergleich zur Vorperiode nicht geändert.
6.10 KURZ- UND LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
BUCHWERTE
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| in TEUR | Buchwert | davon Laufzeit < 1 Jahr | davon Laufzeit 1-5 Jahre | davon Laufzeit >5 Jahre | |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 31.12.2018 | 70.946 | 529 | 70.417 | 0 |
| 31.12.2017 | 71.804 | 1.423 | 70.381 | 0 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 31.12.2018 | 12.643 | 12.643 | - | - |
| 31.12.2017 | 15.639 | 15.639 | - | - | |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 31.12.2018 | 2.183 | 2.183 | - | - |
| 31.12.2017 | 1.995 | 1.995 | - | - | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 31.12.2018 | 6.226 | 6.226 | - | - |
| 31.12.2017 | 8.296 | 8.296 | - | - | |
| Gesamt | 31.12.2018 | 91.998 | 21.581 | 70.417 | 0 |
| 31.12.2017 | 97.734 | 27.353 | 70.381 | 0 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um langfristige Schuldscheindarlehen, die zu üblichen Marktzinsen aufgenommen wurden.
Die Darlehensverträge der Nabaltec AG unterliegen Covenants, die sich an den "Leverage Coverage Ratios" wie auch an der EK-Quote bemessen. Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, bei Nichteinhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen, oder er könnte von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen. Im Berichtsjahr 2018 kam es zu keinen Verletzungen der zum 31. Dezember 2018 wirksamen Covenants.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von maximal 90 Tagen.
Die Buchwerte der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert.
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern
Diese umfassen ausstehende Steuerzahlungen in Deutschland, die aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für das abgelaufene Geschäftsjahr und das vorangegangene Geschäftsjahr resultieren.
Sonstige Verbindlichkeiten
Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf die im Folgenden aufgeführten finanziellen bzw. nichtfinanziellen Verbindlichkeiten:
SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
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| in TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Negative Marktwerte aus Zinsswapgeschäften | 1.996 | 2.274 |
| Übrige | 244 | 2.407 |
| Berufsgenossenschaft | 198 | 116 |
| Abschluss und Prüfung | 129 | 121 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 2.567 | 4.918 |
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| in TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Boni und andere erfolgsabhängige Vergütungen | 1.929 | 1.896 |
| Ausstehender Urlaubsanspruch | 1.025 | 933 |
| Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt | 351 | 317 |
| Sonstige Verbrauchsteuern | 259 | 140 |
| Verbindlichkeiten Sozialaufwendungen | 43 | 38 |
| Erfindervergütungen | 35 | 38 |
| Demografiebetrag II | 17 | 16 |
| Kurzfristige sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | 3.659 | 3.378 |
| Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten (gesamt) | 6.226 | 8.296 |
Die Verbindlichkeiten für Boni und andere erfolgsabhängige Vergütungen entstehen in Abhängigkeit von deren Zielerreichung. Die Verbindlichkeit aus ausstehenden Urlaubsansprüchen wurde mitarbeiterbezogen gebildet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt resultieren im Wesentlichen aus zum Stichtag noch nicht abgeführter Lohn- und Kirchensteuer für das abgelaufene Geschäftsjahr.
Aufgrund der Kurzfristigkeit entsprachen die Buchwerte der kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert.
7. SONSTIGE ANGABEN
7.1 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verhältnissen - Konzern als Leasingnehmer
Der Konzern hat finanzielle Verpflichtungen aus eingegangenen Miet- und Leasingverhältnissen. Zum Stichtag 31. Dezember 2018 bestehen keine Leasingverträge für verschiedene technische Anlagen und Maschinen im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion. Die Restlaufzeiten aller Verträge belaufen sich im Wesentlichen auf 1 bis 5 Jahre.
Im laufenden Geschäftsjahr wurden TEUR 987 (Vorjahr: TEUR 661) aus Miet- und Operating-Lease-Verhältnissen aufwandswirksam erfasst.
Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus Miet- und Operating-Lease-Verhältnissen setzt sich nach Fälligkeit wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Mindestleasingzahlungen innerhalb 1 Jahres | 601 | 615 |
| Mindestleasingzahlungen zwischen 1 und 5 Jahren | 530 | 777 |
| Mindestleasingzahlungen über 5 Jahre | 0 | 0 |
| Gesamt | 1.131 | 1.392 |
Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse
Wesentliche Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse oder sonstige wesentliche Rechtsstreitigkeiten, für die keine Rückstellung gebildet wurden, bestanden zu den Stichtagen nicht. Zum 31. Dezember 2018 lagen Bestellobligos in Höhe von TEUR 2.776 (Vorjahr: TEUR 5.981) aus Investitionsaufträgen vor.
Die Nabaltec AG hat sich schriftlich dazu verpflichtet, die Nashtec bis zum 31.12.2019 bei Bedarf weiterhin mit finanziellen Mitteln zu unterstützen.
7.2 ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN
Buchwerte, Wertansätze, beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien
Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte sämtlicher im Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente:
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| Bewertungskategorie | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | gem. IFRS 9 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 4.459 | 4.089 | 4.459 | 4.089 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen | |||||
| Sonstige nichtderivative Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | AC | 6.111 | 4.247 | 6.111 | 4.247 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 30.289 | 45.917 | 30.289 | 45.917 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 70.946 | 71.804 | 70.946 | 71.804 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 12.643 | 15.639 | 12.643 | 15.639 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Sonstige nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 571 | 2.644 | 571 | 2.644 |
| Negative Marktwerte Zinsderivate (designiert in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen) | - | 1.996 | 2.274 | 1.996 | 2.274 |
Für die Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 wurden die folgenden Abkürzungen benutzt:
ABKÜRZUNGEN
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| AC | Amortised cost | Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten sind |
| FVOCI (debt) | Fair Value through Other Comprehensive Income -debt instrument | Schuldinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind (recycling) |
| FVCOI (equity) | Fair Value through Other Comprehensive Income -equity instrument | Eigenkapitalinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind (non recycling) |
| FVTPL | Fair Value through Profit and Loss | Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind |
Aus der Erstanwendung von IFRS 9 und den damit einhergehend neuen Bewertungskategorien haben sich keine Bewertungsunterschiede und damit keine Umstellungseffekte ergeben. Die im Vorjahr der Kategorie "Loans and Receivables" zugeordneten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten werden nun der Kategorie "Amortised Cost" zugeordnet und insofern weiterhin zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente und der Darlehen wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von sonstigen finanziellen Vermögenswerten wurde unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen berechnet.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen haben Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen werden entsprechend IFRS 9 grundsätzlich FVOCI.
Nettoergebnis nach Bewertungskategorien
Im Folgenden werden die Ertrags- und Aufwandsposten aus Finanzinstrumenten nach den Bewertungskategorien des IFRS 9 dargestellt:
BEWERTUNGSKATEGORIE GEM. IFRS 9
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| aus der Folgebewertung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | aus Zinsen | zum Fair Value | Währungsumrechnung | Wertberichtigung | Nettoergebnis 2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Amortised cost | AC | 44 | - | 482 | 2 | 528 |
| Fair Value through Other Comprehensive Income -debt instrument | FVOCI (debt) | - | - | - | - | - |
| Other Comprehensive Income -equity instrument | FVOCI (equity) | - | - | - | - | - |
| Fair Value through Profit and Loss | FVTPL | - | - | - | - | - |
| Other Liabilities | AC | -1.199 | - | -5 | - | -1.204 |
| Gesamt 2018 | -1.155 | - | 477 | 2 | -676 |
BEWERTUNGSKATEGORIE GEM. IFRS 9
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| aus der Folgebewertung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | aus Zinsen | zum Fair Value | Währungsumrechnung | Wertberichtigung | Nettoergebnis 2017 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Amortised cost | AC | 49 | - | -1.097 | 18 | -1.030 |
| Fair Value through Other Comprehensive Income -debt instrument | FVOCI (debt) | - | - | - | - | - |
| Other Comprehensive Income -equity instrument | FVOCI (equity) | - | - | - | - | - |
| Fair Value through Profit and Loss | FVTPL | - | - | - | - | - |
| Other Liabilities | AC | -1.203 | - | 32 | - | -1.171 |
| Gesamt 2017 | -1.154 | - | -1.065 | 18 | -2.201 |
Zinserträge bzw. -aufwendungen aus Finanzinstrumenten sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter "Zinsen und ähnliche Erträge" bzw. "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Die Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten der Bewertungskategorie "Amortised cost" betreffen im Wesentlichen Zinserträge aus Kontokorrentguthaben und kurzfristigen Einlagen. Die Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie "Other Liabilities" betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Die nach der Effektivzinsmethode berechneten Gesamtzinsaufwendungen betragen für die Schuldscheindarlehen TEUR 1.199 (Vorjahr: TEUR 1.203).
Effekte aus der Folgebewertung von Zinsderivaten, die in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen designiert sind, werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Eine erfolgswirksame Erfassung von Ineffektivitäten war nicht erforderlich.
Das Ergebnis aus der Währungsumrechnung finanzieller Vermögenswerte der Bewertungskategorie "Amortised cost" bzw. Verbindlichkeiten der Bewertungskategorien "Other Liabilities" resultiert aus Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, sofern sie in Fremdwährung valutieren. Es wird in den "sonstigen betrieblichen Erträgen" bzw. "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" erfasst.
Bei dem Ergebnis aus Wertberichtigungen handelt es sich im Wesentlichen um Zuführungen bzw. Auflösungen zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese Beträge sind in den "sonstigen betrieblichen Erträgen" bzw. "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" erfasst.
Fair-Value-Hierarchie
Für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, gibt es eine Hierarchie verschiedener Fair-Value-Bestimmungen, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert:
Stufe 1: Auf der ersten Ebene der Fair-Value-Hierarchie werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von öffentlich notierten Marktpreisen bestimmt, da auf einem aktiven Markt der bestmögliche objektive Hinweis für den beizulegenden Zeitwert eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit beobachtbar ist.
Stufe 2: Wenn kein aktiver Markt für ein Finanzinstrument besteht, bestimmt ein Unternehmen den beizulegenden Zeitwert unter Zuhilfenahme von Bewertungsmodellen. Zu den Bewertungsmodellen gehören die Verwendung der Discounted-Cashflow-Methode, Optionspreismodelle, der Vergleich mit dem aktuell beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments oder auch die Verwendung von jüngsten Geschäftsvorfällen zwischen sachverständigen, voneinander unabhängigen, vertragswilligen Geschäftspartnern. Der beizulegende Zeitwert wird auf Grundlage der Ergebnisse einer Bewertungsmethode geschätzt, die im größtmöglichen Umfang Daten aus dem Markt verwendet und so wenig wie möglich auf unternehmensspezifischen Daten basiert.
Stufe 3: Den auf dieser Ebene verwendeten Bewertungsmodellen liegen auch nicht am Markt beobachtbare Parameter und Annahmen zugrunde.
Die Finanzinstrumente, die im Konzern zum beizulegenden Zeitwert bilanziert worden sind wurden folgenden Hierarchiestufen zugeordnet:
31.12.2018
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| in TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||
| Positive Marktwerte Devisenderivate | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Passiva | ||||
| Negative Marktwerte Zinsderivate | 0 | 1.996 | 0 | 1.996 |
| Negative Marktwerte Devisenderivate | 0 | 0 | 0 | 0 |
31.12.2017
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| in TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||
| Positive Marktwerte Devisenderivate | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Passiva | ||||
| Negative Marktwerte Zinsderivate | 0 | 2.274 | 0 | 2.274 |
| Negative Marktwerte Devisenderivate | 0 | 0 | 0 | 0 |
Im Geschäftsjahr 2018 fanden keine Umgliederungen zwischen den Bewertungsstufen statt.
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte jeweils über Mark-to-market-Bewertungen der beteiligten Kreditinstitute.
Sicherungsbeziehungen
Zur Absicherung gegen die aus Veränderungen des Marktzinsniveaus resultierenden Schwankungen zukünftiger Zahlungsmittelabflüsse für variabel verzinsliche Kredite wurden Zinsswaps abgeschlossen. Die designierten und effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen werden gemäß der Regelungen des Hedge Accountings des IFRS 9 bilanziert. Somit werden die Risiken aus Zins- und Währungsschwankungen gezielt gesteuert und die Ergebnisvolatilitäten reduziert.
Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie der Konzern die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt. Die Sicherungsbeziehungen werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, hochwirksam waren.
IFRS 9 stellt für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß den Regelungen des Hedge Accountings unter anderem die Anforderung, dass die designierten Sicherungsbeziehungen effektiv sein müssen. Der effektive Teil einer Sicherungsbeziehung, wird ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst, während der ineffektive Teil sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst wird.
Bei der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2018 zur Absicherung der Zinsänderungsrisiken der in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesenen Schuldscheindarlehen (Buchwert TEUR 70.000) Zinsderivate mit einem Marktwert in Höhe von TEUR -1.996 (Vorjahr: TEUR -2.274) bilanziert. Devisenderivate wurden im Berichtsjahr nicht abgeschlossen (Vj. ebenfalls TEUR 0). Aus der erfolgsneutralen Realisierung des beizulegenden Zeitwertes der Zinsderivate resultieren im Geschäftsjahr 2018 Wertveränderungen in Höhe von TEUR 278 (Vorjahr: TEUR 856), die in voller Höhe direkt im Eigenkapital erfasst wurden. Die durch die Cashflow-Hedges gesicherten Zahlungsströme treten bei den Zinsderivaten infolge von regelmäßigen Zinszahlungen ein. Die Zinsderivate mit einem Nominalvolumen in Höhe von insgesamt TEUR 70.000 haben mit TEUR 31.000 eine Restlaufzeit bis 2020 bzw. mit TEUR 39.000 eine Restlaufzeit bis 2022. Die Zinsderivate sichern der Nabaltec laufzeitabhängig einen festen Zinssatz zwischen 0,95% und 1,07% zu.
Bei den folgenden dargestellten Risiken haben sich gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich keine veränderten Risikopositionen ergeben.
Ausfallrisiko
Ausfallrisiken resultieren hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Um diese Ausfallrisiken zu minimieren, werden Factoring-Transaktionen eingesetzt. Mit den entsprechenden vertraglichen Vereinbarungen wird hierbei das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners auf den Vertragspartner übertragen. Die entsprechenden Beträge werden folglich vollständig ausgebucht und nicht weiter als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanziert. Hiervon ausgenommen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche vom Factor nicht angenommen werden, z. B. aufgrund der Überschreitung eines Kreditlimits. Zusätzlich sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Kreditausfallversicherung abgesichert.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für erwartete uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements entsprechend dem Expected-losses-Model ermittelt wurden. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar werden. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.
Aus den finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, die u. a. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige Vermögenswerte beinhalten, ergibt sich bei Ausfall eines Kontrahenten ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwertes der entsprechenden Instrumente.
Im Konzern liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor, da diese über eine große Anzahl von Vertragspartnern und Kunden verteilt sind. Es bestehen wie im Vorjahr keine Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen.
Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
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| in TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Stand 01.01. | 150 | 168 |
| Aufwandswirksame Zuführungen | 0 | 0 |
| Auflösung | 2 | 18 |
| Stand 31.12. | 148 | 150 |
Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
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| weder überfällig - noch wertgemindert | überfällig, aber nicht wertgemindert | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Buchwert | < 3 Monate | 3 - 6 Monate | 6 - 12 Monate | >12 Monate | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2018 | 4.459 | 4.459 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31.12.2017 | 4.089 | 4.089 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestandes der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Es lagen weder überfällige noch wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund geänderter Konditionen vor.
Für die weiteren finanziellen Vermögenswerte wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag bestehen diesbezüglich keine zu erwartenden Wertminderungen.
Liquiditätsrisiko
Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Dabei werden u. a. die Laufzeiten finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Ziel des Konzerns ist es, durch Nutzung von Kontokorrentkrediten und Darlehen den Finanzmittelbedarf kontinuierlich zu decken und dabei gleichzeitig größtmögliche Flexibilität zu gewährleisten. Der Konzern hat zum 31. Dezember 2018 bestehende, nicht ausgenutzte, Kreditrahmenverträge in Höhe von TEUR 2.250 (Vorjahr: TEUR 2.250).
Die folgende Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zahlungsmittelabflüsse der finanziellen Verbindlichkeiten. Einbezogen wurden alle finanziellen Verbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten werden dem frühesten Zeitraster zugeordnet.
ZAHLUNGSMITTELABFLÜSSE undiskontiert
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| in TEUR | Gesamt | davon Laufzeit < 1 Jahr | davon Laufzeit 1-5 Jahre | davon Laufzeit >5 Jahre | |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 31.12.2018 | 75.614 | 2.431 | 73.183 | - |
| 31.12.2017 | 78.386 | 3.357 | 75.029 | - | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 31.12.2018 | 12.643 | 12.643 | - | - |
| 31.12.2017 | 15.639 | 15.639 | - | - | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 31.12.2018 | 2.567 | 2.567 | - | - |
| 31.12.2017 | 4.918 | 4.918 | - | - | |
| Gesamt (finanzielle Verbindlichkeiten) | 31.12.2018 | 90.824 | 17.641 | 73.183 | - |
| 31.12.2017 | 98.943 | 23.914 | 75.029 | - |
Währungsrisiko
Die Währungsrisiken des Konzerns resultieren aus seiner operativen Tätigkeit. Zwar agieren die einzelnen Konzernunternehmen überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung, jedoch sind die Konzernunternehmen Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt.
Währungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte auf das Ergebnis vor Steuern (aufgrund der Änderung der ergebniswirksamen Folge- bzw. Stichtagsbewertung finanzieller Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten) sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar, die aus Auf- bzw. Abwertungen des Euro gegenüber sämtlichen Fremdwährungen resultieren. Im Rahmen dieser Analysen wird auf Finanzinstrumente abgestellt, die in einer von der lokalen funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Auf die Angabe wechselkursbedingter Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung Euro wird somit gemäß den Anforderungen des IFRS 7 verzichtet. Zum Bilanzstichtag ergaben sich in Abweichung zum Vorjahr keine Auswirkungen auf das Eigenkapital aufgrund von Änderungen beizulegender Zeitwerte von Devisenderivaten zur Absicherung künftiger Zahlungsströme.
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| Kursentwicklung in % |
Ergebnisauswirkung vor Steuern in TEUR |
Auswirkungen auf das Eigenkapital* in TEUR |
|
|---|---|---|---|
| 2018 | |||
| USD | +10 | 680 | 0 |
| USD | -10 | -680 | 0 |
| 2017 | |||
| USD | +10 | 424 | 0 |
| USD | -10 | -424 | 0 |
* Ohne Darstellung der Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern
Zinsänderungsrisiko
Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit variablem Zinssatz. Die Steuerung der Zinsaufwendungen des Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Zur Absicherung des Zinsrisikos aus langfristigen variabel verzinslichen Positionen werden Zinsswaps abgeschlossen, bei denen in festgelegten Zeitabständen die unter Bezugnahme auf einen vorab vereinbarten Nennbetrag ermittelte Differenz zwischen festverzinslichen und variabel verzinslichen Beträgen mit dem Vertragspartner getauscht wird.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß den Anforderungen des IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von hypothetischen Änderungen der Marktzinssätze auf laufende Zinszahlungen bzw. Zinserträge und -aufwendungen im Ergebnis vor Steuern sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital (aus der Folgebewertung der in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen designierten Zinsderivate) wie folgt dar:
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| Erhöhung/ Verringerung in Basispunkten | Ergebnisauswirkung vor Steuern in TEUR |
Auswirkungen auf das Eigenkapital* in TEUR |
|
|---|---|---|---|
| 2018 | |||
| Europa | +10 | 0 | 155 |
| USA | +10 | 0 | 0 |
| Europa | -10 | 0 | -157 |
| USA | -10 | 0 | 0 |
| 2017 | |||
| Europa | +10 | 0 | 221 |
| USA | +10 | 0 | 0 |
| Europa | -10 | 0 | -225 |
| USA | -10 | 0 | 0 |
* Ohne Darstellung der Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern
7.3 ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENT
In der Nabaltec AG ist ein solides Kapitalmanagement im Einsatz, das es dem Konzern ermöglichen soll, seinen Wachstumskurs weiter fortzusetzen sowie die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Dabei wird insbesondere auf ein langfristig ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital geachtet.
Im Folgenden sind das Eigenkapital und die im Zuge des Kapitalmanagements erfassten Fremdkapitalpositionen der Nabaltec AG zum 31. Dezember 2018 und 2017 dargestellt:
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| 31.12.2018 in TEUR |
31.12.2017 in TEUR |
Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 95.787 | 84.563 | 13,27 |
| als % vom Gesamtkapital | 57,45 | 54,08 | 6,23 |
| Langfristige Finanzschulden | 70.417 | 70.381 | 0,05 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 529 | 1.423 | -62,83 |
| Fremdkapital* | 70.946 | 71.804 | -1,20 |
| als % vom Gesamtkapital | 42,55 | 45,92 | -7,34 |
| Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements | 166.733 | 156.367 | 6,63 |
* Die Gesellschaft definiert Fremdkapital als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Das Eigenkapital hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 11.224 auf TEUR 95.787, bedingt im Wesentlichen durch das positive Konzernergebnis in Höhe von TEUR 10.286, erhöht.
Das Fremdkapital hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 858 auf TEUR 70.946, bedingt im Wesentlichen durch die Tilgung von langfristigen Bankverbindlichkeiten, verringert.
Insgesamt führten diese Kapitaleffekte im Jahr 2018 zu einer Erhöhung der Eigenkapitalquote (in Prozent vom Gesamtkapital) auf 57,45% gegenüber 54,08% im Vorjahr. Das Verhältnis Fremdkapital zu Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements sank von 45,92% zum 31. Dezember 2017 auf 42,55% zum 31. Dezember 2018.
Im Rahmen der weiteren Unternehmensentwicklung optimiert der Konzern permanent sein Finanzmanagement, verbunden mit einer kontinuierlichen Überwachung und Steuerung der Eigenkapitalquote.
Ziel dieses Finanzmanagements ist es, gegenüber den Geschäftspartnern der Nabaltec AG eine verbesserte Solvenz darzustellen sowie die Kapitalkosten zu optimieren.
Die Nabaltec AG unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Zu Covenants aus Kreditverträgen wird auf Punkt 6.10 "Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten" verwiesen.
7.4 TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" gelten Unternehmen und Personen dann, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist.
Als nahestehende Personen bzw. Unternehmen wurden die folgenden Personen bzw. Unternehmen identifiziert:
| ― | Mitglieder des Vorstands (siehe Punkt 7.8 "Organe der Gesellschaft") und deren Familienangehörige |
| ― | Mitglieder des Aufsichtsrats (siehe Punkt 7.8 "Organe der Gesellschaft") und deren Familienangehörige |
| ― | Unternehmen, die von den Mitgliedern des Vorstands oder Aufsichtsrats direkt oder indirekt beherrscht werden |
Die Mitglieder des Vorstands erhielten im Geschäftsjahr 2018 kurzfristige Bezüge in Höhe von TEUR 2.153 (Vorjahr: TEUR 2.181). Des Weiteren wurden Zuführungen für Jubiläen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 0) gebildet. Darüber hinaus wurden Aufwendungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von TEUR 601 (Vorjahr: TEUR 604) getätigt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2018 Aufsichtsratsbezüge in Höhe von TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 59).
Zum 31. Dezember 2018 bzw. 2017 bestanden folgende Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen:
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| Forderungen | Verbindlichkeiten | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Von Mitgliedern des Aufsichtsrats beherrschte Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Von Mitgliedern des Vorstands beherrschte Unternehmen | 14 | 14 | 0 | 0 |
Im Geschäftsjahr 2018 bzw. 2017 wurden neben den Vergütungen für die Mitglieder des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats die folgenden Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen erfasst:
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| Erbrachte Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Erträge | Empfangene Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Aufwendungen | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Von Mitgliedern des Aufsichtsrats beherrschte Unternehmen | 0 | 0 | 9 | 19 |
| Von Mitgliedern des Vorstands beherrschte Unternehmen | 26 | 27 | 61 | 11 |
Transaktionen mit Unternehmen, die von Mitgliedern des Vorstands beherrscht werden, umfassen Dienstleistungen im Rahmen der Abwicklung der Personalwirtschaft und sonstige Dienstleistungen (Erträge in Höhe von TEUR 26, im Vorjahr in Höhe von TEUR 27), Anlagenplanungen (Aufwendungen in Höhe von TEUR 61, im Vorjahr in Höhe von TEUR 8) sowie sonstige Dienstleistungen (Aufwendungen in Höhe von TEUR 0, im Vorjahr in Höhe von TEUR 3). Transaktionen mit Unternehmen, die von Mitgliedern des Aufsichtsrats bzw. ihnen nahestehenden Personen beherrscht werden, resultieren aus einer Lizenzgebühr (Gebühren TEUR 5, im Vorjahr: TEUR 5) sowie sonstigen Dienstleistungen (Aufwendungen in Höhe von TEUR 4, im Vorjahr in Höhe von TEUR 14).
7.5 ERGEBNIS JE AKTIE
Die Anzahl der ausstehenden Aktien entwickelte sich während des Geschäftsjahres wie folgt:
ANZAHL AKTIEN
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Ausstehende Stammaktien per 01.01. | 8.800.000 | 8.000.000 |
| Kapitalerhöhung per 15.09.2017 | 800.000 | |
| Ausstehende Stammaktien per 31.12. | 8.800.000 | 8.800.000 |
| Durchschnittlich unverwässerte Anzahl der ausstehenden Stammaktien | 8.800.000 | 8.234.521 |
Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien der Gesellschaft zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien, die sich während des Geschäftsjahres im Umlauf befinden, geteilt.
Gemäß IAS 33 "Ergebnis je Aktie" sind zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie zusätzlich die Effekte potenzieller Stammaktien zu berücksichtigen. Verwässernde Effekte auf das Ergebnis der Nabaltec AG bestehen nicht. Somit ist das unverwässerte Ergebnis je Aktie gleich dem verwässerten Ergebnis je Aktie für die Geschäftsjahre 2018 und 2017.
Das Ergebnis je Aktie stellt sich somit wie folgt dar:
ERGEBNIS JE AKTIE
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Konzernergebnis nach Steuern - Anteilseigner des Mutterunternehmens (in TEUR) | 10.286 | 11.450 |
| Durchschnittlich unverwässerte Anzahl der ausstehenden Stammaktien | 8.800.000 | 8.234.521 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 1,17 | 1,39 |
Im Weiteren verweisen wir auf die Ausführungen unter Punkt 6.8 "Eigenkapital".
7.6 ANGABEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG
Die Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Zahlungsmittelströme. Entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnung" werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Im Finanzmittelfonds laut Kapitalflussrechnung ist die unter Punkt 6.7 dargestellte Position "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" enthalten.
Die gezahlten bzw. erhaltenen Zinsen und Ertragsteuern sind direkt aus der Konzern-Kapitalflussrechnung ersichtlich.
Die Veränderungen der der Finanzierungstätigkeit zuzuordnenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten in Höhe von TEUR 1.000 sowie aus zahlungsunwirksamen Aufzinsungen originärer Transaktionskosten in Höhe von TEUR 38.
7.7 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die operativen Segmente entsprechen den Geschäftssegmenten des Konzerns. Die Risiken sowie die internen Organisations- und Berichtsstrukturen des Konzerns werden überwiegend durch die Unterscheidung der hergestellten Produkte bestimmt.
Geschäftssegmente
Nabaltec ist in die zwei Produktsegmente "Funktionale Füllstoffe" und "Spezialoxide" unterteilt. Jedes Segment stellt dabei ein strategisches Geschäftssegment dar, dessen Produktpalette und Märkte sich von dem jeweils anderen unterscheiden.
Im Produktsegment "Funktionale Füllstoffe" werden vor allem halogenfreie, flammhemmende Füllstoffe für die Kunststoff- und Kabelindustrie sowie Additive produziert und abgesetzt.
Im Produktsegment "Spezialoxide" werden keramische Rohstoffe und keramische Massen für eine Vielzahl von Anwendungen in der technischen Keramik sowie der Feuerfestindustrie hergestellt und vertrieben.
Die Spalte "Sonstiges" umfasst Vermögenswerte und Schulden, die sich nicht einzelnen Segmenten zuordnen lassen. Dabei handelt es sich insbesondere um die Liquiden Mittel (Segmentvermögen) sowie um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Rückstellungen für Pensionen (Segmentschulden).
Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden grundsätzlich anhand marktüblicher Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Segmenterträge, Segmentaufwendungen und Segmentergebnis umfassen Transfers zwischen den Produktsegmenten, die im Rahmen der Konsolidierung eliminiert werden. In den Geschäftsjahren 2018 und 2017 fanden zwischen den Geschäftssegmenten keine Transaktionen statt.
GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2018
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| in TEUR | Funktionale Füllstoffe | Spezialoxide | Sonstiges | Nabaltec-Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | ||||
| Erlöse mit externen Kunden | 114.615 | 62.128 | - | 176.743 |
| Segmentergebnis | ||||
| EBITDA | 19.086 | 11.502 | - | 30.588 |
| EBIT | 10.469 | 7.998 | - | 18.467 |
| Vermögenswerte und Schulden | ||||
| Segmentvermögen | 146.979 | 48.611 | 30.289 | 225.879 |
| Segmentschulden | 13.094 | 7.113 | 109.885 | 130.092 |
| Sonstige Segmentinformationen | ||||
| Investitionen | ||||
| - Sachanlagen | 23.378 | 3.527 | - | 26.905 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 131 | 87 | - | 218 |
| - Finanzanlagen | 0 | 0 | - | 0 |
| Abschreibungen | ||||
| - Sachanlagen | 8.523 | 3.427 | - | 11.950 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 94 | 77 | - | 171 |
GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2017
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| in TEUR | Funktionale Füllstoffe | Spezialoxide | Sonstiges | Nabaltec-Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | ||||
| Erlöse mit externen Kunden | 112.153 | 56.448 | - | 168.601 |
| Segmentergebnis | ||||
| EBITDA | 21.479 | 8.549 | - | 30.028 |
| EBIT | 13.119 | 5.198 | - | 18.317 |
| Vermögenswerte und Schulden | ||||
| Segmentvermögen | 127.153 | 47.632 | 46.592 | 221.377 |
| Segmentschulden | 16.848 | 8.316 | 111.650 | 136.814 |
| Sonstige Segmentinformationen | ||||
| Investitionen | ||||
| - Sachanlagen | 16.287 | 4.649 | - | 20.936 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 82 | 64 | - | 146 |
| - Finanzanlagen | 0 | 0 | - | 0 |
| Abschreibungen | ||||
| - Sachanlagen | 8.278 | 3.284 | - | 11.562 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 82 | 67 | - | 149 |
Informationen nach Regionen
Die Regionen sind definiert für Deutschland, übriges Europa, USA und den Rest der Welt.
GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2018
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| in TEUR | Deutschland | Übriges Europa | USA | Rest der Welt | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | |||||
| Erlöse mit externen Kunden | 46.238 | 89.052 | 20.023 | 21.430 | 176.743 |
| Sonstige Segmentinformationen | |||||
| Segmentvermögen | 176.127 | - | 49.409 | 343 | 225.879 |
| Investitionen | |||||
| - Sachanlagen | 9.327 | - | 17.578 | - | 26.905 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 218 | - | - | - | 218 |
| - Finanzanlagen | - | - | - | 0 | 0 |
GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2017
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| in TEUR | Deutschland | Übriges Europa | USA | Rest der Welt | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | |||||
| Erlöse mit externen Kunden | 45.251 | 81.709 | 21.371 | 20.270 | 168.601 |
| Sonstige Segmentinformationen | |||||
| Segmentvermögen | 191.000 | - | 30.377 | - | 221.377 |
| Investitionen | |||||
| - Sachanlagen | 10.574 | - | 10.362 | - | 20.936 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 146 | - | - | - | 146 |
| - Finanzanlagen | - | - | - | 0 | 0 |
Im Geschäftsjahr 2018 wurde mit einem Kunden ein Umsatz von mehr als 10% des Gesamtumsatzes getätigt. Der Umsatz dieses Kunden beträgt TEUR 19.165 und ist im Segment "Funktionale Füllstoffe" enthalten. Ebenso wurde bereits im Geschäftsjahr 2017 mit einem Kunden ein Umsatz (TEUR 18.489) von mehr als 10% des Gesamtumsatzes erzielt.
Die langfristigen Vermögenswerte des Konzerns befinden sich in Deutschland und den USA. Als langfristiges Vermögen werden dabei Vermögenswerte berücksichtigt, die in der operativen Geschäftstätigkeit eingesetzt werden und die dazu gedacht sind, länger als 12 Monate im Unternehmen zu verbleiben. Ausschlaggebend für die Zuordnung war dabei der Standort der jeweiligen Vermögenswerte.
7.8 ORGANE DER GESELLSCHAFT
Vorstand
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| Herr Johannes Heckmann | (Vorstandsvorsitzender) |
| Herr Günther Spitzer | (Finanzvorstand) |
| Herr Dr. Michael Klimes | (Vorstand Operatives Geschäft) |
Aufsichtsrat
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| Herr Gerhard Witzany | (Vorsitzender) |
| Herr Dr. Dieter J. Braun | (stellv. Vorsitzender) |
| Herr Prof. Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich |
7.9 FREIWILLIGE ERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AKTG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Vorstand und Aufsichtsrat der Nabaltec AG haben die für börsennotierte Gesellschaften vorgeschriebene Erklärung nach § 161 AktG freiwillig abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite "www.nabaltec.de" unter der Rubrik "Investor Relations/Corporate Governance" veröffentlicht.
7.10 WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht zu verzeichnen.
7.11 HONORARE DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Das Abschlussprüferhonorar für Abschlussprüfungsleistungen (einschließlich des Konzernabschlusses 2018) beläuft sich auf TEUR 103. Für andere Bestätigungsleistungen erhielt der Abschlussprüfer ein Honorar in Höhe von TEUR 10, für Steuerberatungsleistungen ein Honorar in Höhe von TEUR 29 und für sonstige Leistungen ein Honorar in Höhe von TEUR 0.
Schwandorf, 22. März 2019
Nabaltec AG
Der Vorstand
JOHANNES HECKMANN
GÜNTHER SPITZER
DR. MICHAEL KLIMES
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Nabaltec AG, Schwandorf
PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben den Konzernabschluss der Nabaltec AG, Schwandorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung, und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden -geprüft. Die "Freiwillige Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex", auf die aus dem Konzernanhang heraus verwiesen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Nabaltec AG, Schwandorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018. Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten "Freiwilligen Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex". |
| ― | vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß §322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
SONSTIGE INFORMATIONEN
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
| ― | den Geschäftsbericht, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks, und die "Freiwillige Erklärung gemäß §161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex", auf die aus dem Konzernanhang heraus verwiesen wird. |
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| ― | holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 27. März 2019
**Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Andreas Kiefer, Wirtschaftsprüfer
Christian Fischer, Wirtschaftsprüfer