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Nabaltec AG Annual Report 2014

May 18, 2015

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Annual Report

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Nabaltec AG

Schwandorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionäre,

die Nabaltec AG kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 mit neuen Rekorden sowohl beim Umsatz als auch beim Ertrag zurückblicken. Trotz eines recht unruhigen wirtschaftlichen Umfelds konnte die Nabaltec AG wieder einmal beweisen, dass die Markt- und Wettbewerbsposition des Unternehmens gut gefestigt ist und die Treiber auf unseren Absatzmärkten weiterhin intakt sind. Gleichwohl lag und liegt das besondere Augenmerk von Aufsichtsrat und Vorstand darauf, die sich schnell ändernden Marktsituationen aufmerksam zu beobachten und jederzeit kurzfristig handlungsfähig zu sein.

Der Aufsichtsrat wurde in alle grundlegenden Entscheidungen frühzeitig einbezogen

Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat den Vorstand beraten und entsprechend den Aufgaben, die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegen, ständig und mit größtmöglicher Sorgfalt überwacht und kontrolliert. Der Aufsichtsrat wurde in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, frühzeitig einbezogen und durch den Vorstand unmittelbar informiert.

Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Sämtliche zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurden positiv beschieden.

Im Berichtsjahr 2014 kam der Aufsichtsrat zu vier turnusmäßigen Sitzungen, am 10. April 2014, am 26. Juni 2014 im Anschluss an die Hauptversammlung, am 1. Oktober 2014 und am 15. Dezember 2014, zusammen. 2015 haben bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 16. April keine weiteren Sitzungen stattgefunden. Alle Mitglieder waren bei sämtlichen Sitzungen 2014 anwesend. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich ergänzend auch schriftlich und fernmündlich beraten. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Entscheidungen getroffen. 2014 wurde in einem Fall der Beschlussvorlage schriftlich zugestimmt. Dabei wurde beschlossen, dass der Aufsichtsrat bei der Überprüfung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt berücksichtigt und wie eine Abgrenzung des oberen Führungskreises vorzunehmen ist.

2014 sind keine Interessenkonflikte aufgetreten

Der Aufsichtsrat hat die Effizienz seiner eigenen Tätigkeit mit positivem Ergebnis geprüft

Da der Aufsichtsrat der Nabaltec AG aus drei Mitgliedern besteht, wurde auch weiterhin auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2014 keine Interessenkonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist eine ausreichende Personenzahl des Gremiums als unabhängig einzustufen, da zwei Mitglieder des Aufsichtsrats in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder dem Vorstand stehen. Der zwischen der Nabaltec AG und Herrn Professor Heinrich bestehende Vertrag über die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu Teilaspekten der keramischen Verfahrenstechnik wurde am 30. September 2014 beendet. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechend hat der Aufsichtsrat auch während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner eigenen Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung, mit positivem Ergebnis geprüft.

SCHWERPUNKTE DER BERATUNGEN

Der Aufsichtsrat wurde auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen durch den Vorstand in mündlichen wie auch schriftlichen Berichten umfassend und zeitnah informiert. In Monats- und Quartalsberichten wurde ihm insbesondere über Marktentwicklungen, die Risiko- und Wettbewerbssituation, die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie über den Grad der Planerreichung berichtet. Darüber hinaus ließ sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats fortlaufend über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit beiden Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.

Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Plenum waren die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, geeignete Maßnahmen zur Optimierung der Umsatz- und Ertragsentwicklung, die Vermögens- und Finanzlage, das Risikomanagement sowie Fragen der Compliance und Unternehmensstrategie. Darüber hinaus wurden folgende Schwerpunkte 2014 intensiv erörtert:

Jahresabschluss 2013 für AG und Konzern einschließlich Gewinnverwendungsvorschlag
Corporate Governance, insbesondere die Angemessenheit der Vorstandsvergütung
Chancen und Risiken im Personalbereich
Strategisches Technologiemanagement
Kapazitätserweiterung Nashtec
Planung 2015 und mittelfristige Planung bis 2017
Investitions- und Finanzierungsplanung für 2015 bis 2017

Weitere Schwerpunkte der Beratungen waren 2014 Zielsetzung und Realisierungsstand von Innovationsprojekten

Weitere Schwerpunkte der Beratungen wie auch der Kontrollen und Prüfungen waren im Jahr 2014 Zielsetzung und Realisierungsstand von Innovationsprojekten und vor allem auch in der bilanzfeststellenden Sitzung 2015 die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, der Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern sowie die Überwachung des internen Kontrollsystems.

Vorstand und Aufsichtsrat haben mit Datum 7. März 2014 die gemeinsame Entsprechenserklärung 2014 abgegeben und diese den Aktionären auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de dauerhaft zugänglich gemacht. Mit den Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 haben sich beide Gremien befasst und diese insbesondere in der Sitzung am 15. Dezember 2014 erörtert und damit die Abgabe der Entsprechenserklärung 2015 vorbereitet. Weitere Informationen zur Corporate Governance der Nabaltec AG finden sich im Bericht zur Corporate Governance auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de in der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2014

Keine Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers

Die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, hat den vom Vorstand nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der Nabaltec AG sowie den Konzernabschluss, der gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt wurde, und den Konzernlagebericht geprüft. Den Prüfauftrag hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Juni 2014 erteilt. Der Aufsichtsrat hatte vorab eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es wurden keine Umstände bekannt, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründeten. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, den Aufsichtsrat sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit hätten begründen können, sowie gegebenenfalls über Leistungen, die er über die Abschlussprüfung hinaus erbracht hat. Als ein Schwerpunkt für die Prüfung 2014 wurde der Bereich "Finanzierung" festgelegt.

Abschlussprüfer erteilt uneingeschränkten Bestätigungsvermerk

Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss und Lagebericht sowie für den Konzernabschluss und Konzernlagebericht einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die gesamten Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur eigenen Prüfung vor. In der Bilanzsitzung am 16. April 2015 wurden die Unterlagen und der Bericht intensiv erörtert. Der Abschlussprüfer war anwesend, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für weitere Fragen zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen des Abschlussprüfers waren die Beurteilung des Konzernjahresabschlusses der Nabaltec AG sowie der rechnungslegungsbezogenen Kontrollen des Bereichs "Finanzierung". Rechnungslegungsbezogene Schwächen in diesem Bereich wurden durch den Abschlussprüfer nicht festgestellt. Sowohl der Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben dem Aufsichtsrat alle Fragen umfassend und zu seiner Zufriedenheit beantwortet.

Nach der eigenen Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers Deloitte & Touche GmbH an. Der Aufsichtsrat billigt somit die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse für AG und Konzern zum 31. Dezember 2014. Der Jahresabschluss der Nabaltec AG ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt Vorstand und Management für die jederzeit gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Nabaltec AG, die 2014 weiterhin mit viel Engagement und durch innovative Ideen erfolgreich agiert und dabei gleichzeitig die dauerhafte Zufriedenheit der Kunden im Blick behalten haben.

Schwandorf, 16. April 2015

DR. LEOPOLD VON HEIMENDAHL, Vorsitzender des Aufsichtsrats

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1 GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Umweltfreundliche und hochspezialisierte Produkte

Die Nabaltec AG entwickelt, produziert und vertreibt umweltfreundliche und zugleich hochspezialisierte Produkte auf der Basis mineralischer Rohstoffe, insbesondere auf Basis von Aluminiumhydroxid (ATH) und Aluminiumoxid. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Anbietern von funktionalen Füllstoffen, keramischen Rohstoffen und keramischen Massen. Die Jahresproduktionskapazität liegt bei rund 250.000 Tonnen mit einem Exportanteil von rund 70 %.

Das Anwendungsspektrum für die Nabaltec-Produkte ist sehr breit gefächert:

flammhemmende Füllstoffe für die Kunststoffindustrie, die z. B. bei Kabeln in Tunneln, Flughäfen, Hochhäusern und elektronischen Geräten eingesetzt werden
Füllstoffe und Additive, die Kunststoffe pigmentieren, stabilisieren und aufgrund ihrer katalytischen Fähigkeiten oder als Flammschutz in der Elektronikindustrie eingesetzt werden
keramische Rohstoffe zum Einsatz in der Feuerfestindustrie, in der technischen Keramik und Poliermittelindustrie
hochspezialisierte keramische Rohstoffe für Ballistik, Mikroelektronik und keramische Filter

Ausgezeichnete Wachstumsperspektiven für Nabaltec-Produkte

Nabaltec-Produkte kommen immer dann bevorzugt zum Einsatz, wenn ein Höchstmaß an Qualität, Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Langlebigkeit gefordert ist. Diese Kombination wichtiger Eigenschaften garantiert Nabaltec-Produkten ausgezeichnete Wachstumsperspektiven. Denn insbesondere im Bereich der funktionalen Füllstoffe können halogenfreie Flammschutzmittel, wie die Produkte von Nabaltec, zunehmend bislang eingesetzte schwermetallhaltige und damit umweltbelastende Füllstoffe ersetzen. Die wesentlichen Treiber sind das global gestiegene Umweltbewusstsein, vielfältige internationale und nationale Gesetzgebungen und freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie. Der Brandschutz in der Kunststoff- und Kabelindustrie wird deshalb in den kommenden Jahren weiter dynamisch wachsen, das belegen aktuelle Marktforschungsergebnisse. Um von dieser Entwicklung überproportional zu profitieren und in diesem Spezialbereich zum Marktführer zu werden, wurden die Produktionskapazitäten für ATH-basierte, flammhemmende Füllstoffe gezielt ausgebaut. Heute ist Nabaltec in diesem Bereich einer der führenden Anbieter weltweit.

Als weltweit einziger Anbieter von feinstgefälltem Aluminiumhydroxid verfügt Nabaltec über Produktionsstandorte in den beiden wichtigsten Nachfragemärkten Europa und USA (Schwandorf und Kelheim, Deutschland, und Corpus Christi, USA). Dadurch kann Nabaltec die Produkte kundennah und kosteneffizient produzieren und die wichtigsten Märkte unmittelbar bedienen.

Markt für reaktive Aluminiumoxide entwickelt sich überproportional gut

Auch im Unternehmensbereich "Technische Keramik" verfügen Nabaltec-Produkte aufgrund der Vielzahl an Anwendungen und relevanten Zielmärkten über gute Wachstumspotenziale. Bei den keramischen Rohstoffen entwickelt sich der Markt für reaktive Aluminiumoxide aufgrund steigender Qualitätsanforderungen der Feuerfestindustrie überproportional gut. Auch die Märkte der technischen Keramik und der Poliermittelindustrie zeigen weiterhin ein fundiertes Wachstum.

über den Vertrieb und die anwendungstechnische Beratung pflegt Nabaltec einen sehr engen Kontakt zu den Kunden. Sämtliche Vertriebsmitarbeiter verfügen über spezifische technische und chemische Kenntnisse, sodass eine fachkundige Beratung jederzeit garantiert ist. Diese Kundennähe ist die Basis für eine gezielte, kundenindividuelle Gestaltung und Weiterentwicklung der Produkte.

UNTERNEHMENSSTRUKTUR

Nabaltec mit Sitz in Schwandorf wurde 1994 gegründet und übernahm 1995 den Geschäftsbetrieb der Sparte Spezialoxide der VAW aluminium AG. im September 2006 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Seit November 2006 sind die Aktien der Nabaltec AG im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Die Nabaltec AG ist mit 51 % an dem Joint Venture Nashtec LLC (USA) beteiligt. Der Partner in diesem Joint Venture ist Sherwin Alumina. Weitere Beteiligungen oder Tochtergesellschaften der Nabaltec AG existieren nicht.

Nabaltec AG gliedert ihre Tätigkeit in zwei Unternehmensbereiche

Entsprechend den Charakteristika der Ziel- und Abnehmermärkte gliedert die Nabaltec AG ihre Tätigkeit in zwei Unternehmensbereiche, die wiederum in Marktsegmente bzw. Geschäftsbereiche aufgeteilt sind. Darüber hinaus werden vier Dienstleistungsbereiche als Profit- bzw. Cost-Center geführt.

Mit dem Marktsegment "Umwelttechnik" konzentriert sich Nabaltec auf die Entwicklung neuer Rohstoffe für Energiespeicher, Elektromobilität und Katalyse.

UNTERNEHMENSBEREICHE

Funktionale Füllstoffe:

Flammschutzmittel
Additive
Umwelttechnik

Technische Keramik:

Keramische Rohstoffe
Keramische Massen

DIENSTLEISTUNGSBEREICHE

Kaufmännische Dienste
Controlling/Finanzen
Technische Dienste
Analysenzentrum

1.2 ZIELE UND STRATEGIEN

Die Nabaltec AG setzt in der Weiterentwicklung des Unternehmens folgende Ziele und strategische Schwerpunkte:

1. QUALITÄTSFÜHRERSCHAFT UND EINE MARKTPOSITION UNTER DEN JEWEILS DREI FÜHRENDEN ANBIETERN IN DEN ZIELMÄRKTEN

Nabaltec ist einer der führenden Anbieter von flammhemmenden Füllstoffen

Der Brandschutz in der Kunststoff- und Kabelindustrie wird in den kommenden Jahren weiterhin dynamisch wachsen, das belegen aktuelle Marktforschungsergebnisse, u. a. von Roskill und Freedonia. Halogenierte, flammhemmende Füllstoffe werden zunehmend durch halogenfreie ersetzt. Um von dieser Entwicklung überproportional zu profitieren und in diesem Spezialbereich zum Marktführer zu werden, wurden die Produktionskapazitäten für ATH-basierte, flammhemmende Füllstoffe gezielt ausgebaut. Heute ist Nabaltec in diesem Bereich bereits einer der führenden Anbieter weltweit.

Bei den keramischen Rohstoffen entwickelt sich der Markt für reaktive Aluminiumoxide aufgrund steigender Qualitätsanforderungen der Feuerfestindustrie überproportional gut. Auch die Märkte der technischen Keramik und der Poliermittelindustrie zeigen weiterhin ein fundiertes Wachstum. Dieser Entwicklung trägt Nabaltec durch den Ausbau der Anlagen für innovative Produkte Rechnung.

Als Hersteller von frei verfügbaren keramischen Massen auf Basis von Aluminiumoxid für hochspezialisierte Anwendungen in der technischen Keramik ist Nabaltec bereits marktführend, auch aufgrund der hochmodernen Produktionsanlage für granulierte keramische Massen in Schwandorf.

2. STRATEGISCHE AUSRICHTUNG AUF WACHSTUMSMÄRKTE

Weltweit setzen sich umweltschonende, ungiftige und sichere Produkte und Verfahren immer stärker durch, besonders gefördert durch regulatorische Vorgaben oder Selbstverpflichtungen der Industrie. Mit einem Exportanteil von rund 70 % kann Nabaltec schon heute von diesen weltweiten Trends profitieren. Mit dem Anspruch, in den eigenen Spezialmärkten zu den Top-3-Anbietern weltweit zu gehören, verbindet sich auch das Ziel, auf allen Weltmärkten gleichermaßen vertreten zu sein.

3. OPTIMIERUNG DES KUNDENNUTZENS DURCH FORTLAUFENDE WEITERENTWICKLUNG DER PRODUKTIONSPROZESSE UND DER PRODUKTQUALITÄT

Produkt- und Prozessentwicklung wird laufend optimiert

Durch den ständigen Austausch mit den Kunden wird die eigene Produkt- und Prozessentwicklung laufend optimiert und auf kundenspezifische Anforderungen ausgerichtet. Daraus ergeben sich nicht nur für den Kunden Verarbeitungsvorteile, wie z. B. eine einfachere und schnellere Fertigung, sondern auch Kostenvorteile für Nabaltec durch geringere Herstellungs- und Entwicklungskosten. Nabaltec investiert deshalb kontinuierlich in das eigene Technikum sowie in die internen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen und kooperiert bereits seit Jahren mit verschiedenen Forschungsinstitutionen.

Zur Optimierung der Prozesse gehören auch eine effiziente Energienutzung und ein umfassender Umweltschutz. Beide Aspekte stellen wesentliche Wettbewerbsfaktoren dar. Nabaltec hat umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um den spezifischen Energieverbrauch zu reduzieren, nahezu abwasserfrei zu arbeiten und den Emissionsausstoß zu minimieren.

4. GEZIELTE ERWEITERUNG DER PRODUKTPALETTE

Nabaltec erweitert das eigene Produktportfolio in drei Dimensionen:

durch Neuentwicklungen von Produkten, häufig in enger Zusammenarbeit mit Schlüsselkunden, Beispiele sind Additive, Böhmite und Polieroxide
durch gezielte Weiterentwicklung bestehender Produkte in neuen Qualitäten, die speziell auf Kundenanforderungen abgestellt sind
durch Weiterentwicklung bestehender Produkte für ganz neue Anwendungsfelder

Mit der eigenen Technikumsanlage in Kelheim verfügt Nabaltec über eine optimale Ausstattung für Entwicklungstätigkeiten und Musterproduktionen von bis zu mehreren hundert Tonnen und für Produkteinführungen.

5. FLEXIBLE UND SCHNELLE ANPASSUNG DER KAPAZITÄTEN UND KOSTENSTRUKTUREN DANK HOCHAUFLÖSENDER CONTROLLING-PROZESSE

Nabaltec verfolgt eine margenorientierte Kapazitätspolitik

Nabaltec verfolgt eine margenorientierte Kapazitätspolitik. Nachfrageschwankungen und Veränderungen in den Losgrößen müssen möglichst früh berücksichtigt werden, da die Produktionsprozesse in der Spezialchemie nur mit einer prozessimmanenten Verzögerung variiert werden können, wenn sie gleichzeitig wirtschaftlich bleiben sollen. Deshalb hat Nabaltec ein schnell greifendes und sehr differenziertes Controlling und verfügt damit über geeignete Instrumente, um die Kostenpositionen den Absatz- und Losgrößenschwankungen weitgehend anzupassen.

6. SICHERSTELLUNG DER ZUKUNFTSINVESTITIONEN DURCH EINE STARKE FINANZIERUNGSBASIS

Um das Potenzial beider Unternehmensbereiche im Markt voll ausschöpfen zu können, sind weiterhin Investitionen nötig. Diese Investitionstätigkeit ist gleichzeitig eine hohe Markteintrittsbarriere für mögliche neue Anbieter. Um die notwendigen Investitionsmittel zur Verfügung zu haben, setzt Nabaltec auf eine breite Finanzierungsbasis, die sich aus Eigenkapital, Bankdarlehen, Schuldscheindarlehen und Fördermitteln zusammensetzt.

1.3 STEUERUNGSSYSTEM

Zielvereinbarungsprozess definiert Verantwortlichkeiten

Die Nabaltec AG hat einen das ganze Unternehmen umspannenden Zielvereinbarungsprozess implementiert, der bis in die kleinsten Einheiten hinein mit differenzierten Zielvorgaben Verantwortlichkeiten definiert. Die Ergebnis-, Kosten- und Leistungsplanung unterstützt umfassend die Analyse zur Erreichung der Unternehmensziele. Soll-Ist-Vergleiche sind online verfügbar, signalisieren frühzeitig Handlungsbedarf und fördern den Prozess der Führung durch Zielvereinbarungen. Für alle Kostenstellen und Kostenträger wird monatlich ein Soll-Ist-Vergleich durchgeführt.

Seit dem Jahr 1998 wird in allen kaufmännischen Bereichen die ERP-Software "Navision" eingesetzt. Die gesamte Darstellung der Kosten- und Leistungsrechnung, inklusive Ergebnisrechnung, erfolgt bei Nabaltec seit 2003 auf Basis der Controlling-Software "macs". Die zentralen Steuerungsgrößen als Grundlage für die betriebswirtschaftlichen Entscheidungen sind Umsatz, Deckungsbeitragsrechnung, EBIT, ROCE, ROI, Amortisationsdauer und Cashflow.

1.4 GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS DER ORGANE

Die Vergütung des Vorstands und der Aufsichtsräte wird im Konzernanhang näher erläutert.

VORSTAND

Die Vorstandsverträge wurden am 14. Juli 2011 neu gefasst und am 3. Dezember 2013 letztmalig aufgrund eines Aufsichtsratsbeschlusses geändert. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder enthält feste und variable Bestandteile, wobei sich letztere jährlich wiederkehrend am geschäftlichen Erfolg orientieren und bezogen auf das Jahresfestgehalt nach oben begrenzt sind. Mit der Vergütung ist die gesamte Tätigkeit der jeweiligen Mitglieder des Vorstands für die Gesellschaft und deren Tochter- und Beteiligungsunternehmen abgegolten.

Variables Vergütungssystem für Vorstand

Die Bemessungsgrundlage für die variable Vergütung errechnet sich wie folgt: Von dem konsolidierten Jahresüberschuss nach IFRS vor Steuern unter Verrechnung der Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter und nach Abzug eines Verlustvortrags aus dem Vorjahr erhält jedes Mitglied des Vorstands eine Tantieme von 4 % des Betrags, der das 8,33fache des Festgehalts überschreitet. Die variable Vergütung ist auf maximal 100 % des Jahresfestgehalts begrenzt.

Im Rahmen der festen Vergütungsbestandteile gewährt die Gesellschaft dem Vorstand neben dem Festgehalt Nebenleistungen in Form von Dienstwagennutzung, Unfallversicherung, den gesetzlichen Regelungen für Arbeitnehmer entsprechenden Zuschüssen zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie zeitlich begrenzten Lohnfortzahlungen im Krankheits- und Todesfall. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Vorstands mit Eintritt des Pensionsfalles eine Pension in Höhe von maximal 67 % des zuletzt erreichten Bruttofestgehalts; weiter wird einem hinterbliebenen Ehegatten Witwengeld von bis zu 75 % der Pension gewährt.

Im Rahmen einer D&O-Versicherung mit einer Versicherungssumme bis zur Höhe von 17.500.000,00 Euro werden die Vorstände unter Beachtung des gesetzlich vorgeschriebenen Selbstbehalts von 10 % des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen ihrer festen jährlichen Vergütung mitversichert.

AUFSICHTSRAT

Die Vergütung des Aufsichtsrats wurde zuletzt 2012 neu gefasst

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wurde zuletzt mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Juni 2012 neu gefasst. Die Bezüge setzen sich aus einer festen Vergütung in Höhe von 10.000,00 Euro je Geschäftsjahr und einem Sitzungsgeld von 1.000,00 Euro je Aufsichtsratssitzung zusammen, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrats jeweils das Eineinhalbfache der vorstehend genannten Beträge erhält. Beginnt oder endet die Amtszeit eines Aufsichtsratsmitglieds während eines Geschäftsjahres, steht ihm die feste Vergütung für dieses Geschäftsjahr zeitanteilig zu.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in eine im Interesse der Gesellschaft von dieser abgeschlossenen D&O-Versicherung mit einer Versicherungssumme bis zur Höhe von 17.500.000,00 Euro ohne Selbstbeteiligung der versicherten Mitglieder des Aufsichtsrats einbezogen. Die anfallenden Versicherungsprämien trägt die Gesellschaft.

1.5 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

F&E-Aktivitäten nehmen eine zentrale Rolle im Unternehmen ein

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nehmen eine zentrale Rolle in der Gesamtstrategie der Nabaltec AG ein. Wichtiges Element der F&E-Strategie sind der enge Schulterschluss und die gemeinsame Entwicklungsarbeit mit den Kunden. Der Fokus in allen Unternehmensbereichen liegt darauf, den Kunden Qualitäts- und Verarbeitungsvorteile bieten zu können und sie so zu unterstützen, dass ein Wettbewerbsvorteil generiert werden kann. Als ein führender Anbieter von hochspezialisierten Produkten betrachtet Nabaltec Forschung & Entwicklung als eine der Kernkompetenzen.

Die enge Zusammenarbeit mit den Kunden zieht sich durch alle Unternehmensbereiche und Prozessschritte. Durch den anwendungsorientierten Vertrieb können die spezifischen Kundenbedürfnisse frühzeitig definiert werden und schnellstmöglich in die Entwicklungsarbeit einfließen. Dies gilt sowohl im Falle der Weiterentwicklung von etablierten Produkten als auch für die Entwicklung von Neuprodukten. Durch die gute technische Ausbildung und hohe Kompetenz der Vertriebsmitarbeiter ist Nabaltec in der Lage, frühzeitig neue Trends in etablierten Märkten und neuen Absatzmärkten zu erkennen.

Parallel ist es das Ziel von Nabaltec, in der F&E-Arbeit die eigenen Produktionsprozesse fortlaufend zu optimieren und so die Basis zu schaffen, um die eigene Marktposition weiter ausbauen zu können. Beispielsweise ist die Energie- und Prozessoptimierung ein fundamentaler Antrieb für vielfältige F&E-Projekte.

Projekte mit Forschungspartnern

Die langjährig erarbeitete Inhouse-Kompetenz wird in einigen Bereichen durch gemeinsame Projekte mit Universitäten, öffentlichen und privaten Instituten sowie Forschungs- und Technologiegesellschaften sinnvoll ergänzt. Zu den Forschungspartnern gehören unter anderem die RWTH in Aachen, das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit, Abteilung Kunststoffe, in Darmstadt, das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V., das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme in Dresden, das Forschungsinstitut für anorganische Werkstoffe -Glas/Keramik in Höhr-Grenzhausen, das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung in Würzburg, das Deutsche Institut für Feuerfest und Keramik GmbH in Höhr-Grenzhausen sowie die Forschungsgemeinschaft Feuerfest in Höhr-Grenzhausen. Zusätzlich unterlegt wird die Innovationstätigkeit von Nabaltec durch die Teilnahme an verschiedenen Projekten der AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen) und des BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) in beiden Unternehmensbereichen.

Nabaltec erhält verschiedene Auszeichnungen für die Innovationskraft

Das ausgeprägte Engagement von Nabaltec in der Forschung & Entwicklung drückt sich auch durch verschiedene nationale und internationale Preise und Auszeichnungen für die Innovationskraft aus. Beispielsweise gehörte Nabaltec bereits siebenmal zu den 100 innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand und wurde in unterschiedlichen Bereichen mehrfach für ihre Innovationskraft ausgezeichnet.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Nabaltec sind derzeit vor allem darauf ausgerichtet, vorhandene Produkte und Verfahren weiterzuentwickeln und zu verfeinern. Die Maßgaben werden durch sich ständig verändernde Kunden- und Marktanforderungen definiert. Diesen gilt es jederzeit zu entsprechen und damit gleichzeitig in den eigenen Zielmärkten die Produktpalette zu arrondieren beziehungsweise zu erweitern.

Die F&E-Schwerpunkte der vergangenen Jahre, Additive und Böhmite, werden auch nach Markteinführung weiterhin intensiv fortgesetzt. Im Mittelpunkt stehen dabei die permanente Weiterentwicklung der Qualitäten sowie die Identifizierung und Erschließung neuer Einsatzgebiete. Nicht zuletzt ist es das Ziel von Nabaltec, auch in diesen beiden neuen Bereichen vom Start weg im weltweiten Umfeld die Qualitätsführerschaft einzunehmen.

Im Berichtsjahr 2014 standen für den Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:

Mineralische Flammschutzmittel sind weiterhin ein wichtiger Wachstumsmarkt

Die mineralischen Flammschutzmittel sind weiterhin ein wichtiger Wachstumsmarkt für die innovativen und umweltfreundlichen Produkte der Nabaltec. Im Jahr 2014 war der Trend der Substitution halogenhaltiger Flammschutzmittel durch halogenfreie Flammschutzmittel weiterhin ein Garant für das Wachstum. Darüber hinaus wurde durch die Implementierung der CPR (Construction Products Regulation) in der EU ein zusätzlicher Wachstumsimpuls gegeben. Durch diese neue EU-weite Regelung ergeben sich neue, bisher nicht zugängliche Anwendungsgebiete für die mineralischen Produkte der Nabaltec. Zentrale Bedeutung im Berichtsjahr hatte die konsequente Erschließung dieser neuen Anwendungsgebiete mit teilweise neu entwickelten Produkten. Insbesondere die starke Berücksichtigung der Themen "Rauchgasentwicklung" und "Rauchgaskorrosivität" in der CPR sind hier die wesentlichen Treiber für neue Einsatzgebiete und Anwendungen.

Im Bereich der Dämmstoffe zur Gebäudeisolierung gelang es im Jahr 2014 in Zusammenarbeit mit einem Kooperationspartner, ein optimiertes Additiv-/Flammschutzsystem zu entwickeln, welches den Verarbeitern eine höhere Prozesssicherheit bietet. Erste Produktfreigaben wurden bereits zum Jahresende erreicht. Auch hier stand das Thema Substitution umweltbedenklicher Flammschutzmittel im Fokus.

Die Zusammenarbeit mit Sumitomo Chemical wurde intensiviert

Die Zusammenarbeit mit Sumitomo Chemical wurde im Berichtsjahr weiter intensiviert. Durch die enge Verbindung unseres strategischen Partners mit OEMs in Japan konnten wichtige Impulse zur Weiterentwicklung unserer Produkte Aluminiumhydroxid und Böhmit für die Elektro- und Elektronikindustrie gewonnen und umgesetzt werden.

Darüber hinaus hat Nabaltec vor allem im Bereich des Transportwesens in enger Zusammenarbeit mit weltweit führenden Kunden die bestehende Produktpalette gezielt für den Bereich Automotive optimiert.

Bezüglich neuer Trends in der Umwelttechnik arbeitet die Nabaltec AG an neuen Rohstoffen für alternative Energiespeicher und Elektromobilität. Auch werden verstärkt spezielle Produkte sowohl auf Basis von Aluminiumhydroxid als auch Böhmit in der Katalyse sowie zur Reinigung von Autoabgasen eingesetzt.

Für den Unternehmensbereich "Technische Keramik" standen im Berichtsjahr folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:

Ein Schwerpunkt in der Entwicklungstätigkeit des NABALOX® -Produktbereiches lag in der konsequenten Weiterentwicklung am Markt bereits etablierter Poliermittel. Hierbei wurden in engster Zusammenarbeit mit unseren Kunden deren besonderen Anforderungen Rechnung getragen und spezifische Lösungen erarbeitet und umgesetzt. Ein weiteres, besonderes Augenmerk galt der Entwicklung neuartiger, weich kalzinierter Aluminiumoxide, die speziell im Bereich der Hochwertpoliermittel ihre Anwendung finden. Zur Vorbereitung des großtechnischen Markteintritts wurden Anwendungsuntersuchungen bei Kunden durchgeführt und Freigaben erreicht. Eine entsprechende großtechnische Einrichtung wurde im Hause Nabaltec AG installiert. Auch die entwicklungstechnische Betreuung während der Inbetriebnahme der Neuanlage war ein Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit. Wie erwartet, konnte über diesen Zielmarkt hinaus auch das Potenzial der Neuprodukte in anderen Anwendungen gezeigt werden.

Reaktive Aluminiumoxide werden hauptsächlich in der Feuerfestindustrie eingesetzt

Die reaktiven Aluminiumoxide von Nabaltec werden derzeit hauptsächlich in der Feuerfestindustrie eingesetzt, wo die Produkte bereits heute einen wesentlichen Beitrag bei der Herstellung leistungsfähiger monolithischer und geformter Produkte leisten. Im Ergebnis der fortlaufenden Untersuchungen zur Produktverbesserung konnte eine Neuqualität zur Ergänzung des Portfolios im Markt vorgestellt werden.

Daneben wurden die umfangreichen anwendungstechnischen Untersuchungen im Zuge des Projektes zur Entwicklung neuer reaktiver Aluminiumoxide mit geändertem Anwendungsprofil weitgehend abgeschlossen. Es wurde im Rahmen der Entwicklungsarbeit eine neue Produktfamilie entwickelt. Erste Produkte wurden im Pilotmaßstab hergestellt und im Markt vorgestellt.

Eine neuartige Produktgruppe mit völlig neuen Anwendungseigenschaften für die Herstellung hochfeuerfester Betone wurde weiterentwickelt. Die neue Produktgruppe wurde zum Patent angemeldet. Der Markenname NABACAST® wurde eingetragen.

Zur Erweiterung der Anwendungsmöglichkeiten von SYMULOX® M 72 und M 85 wurden Projekte mit mehreren Partnern gestartet. Erste Einsätze dieser Produkte in dem bis dato für Sintermullit untypischen Absatzmarkt Stahlindustrie sind bereits zu verzeichnen.

Aufbauend auf genauer Marktbetrachtung und engster Zusammenarbeit mit unseren Kunden wurden im Bereich der GRANALOX®-Produktgruppe diverse spezifische Entwicklungen für unsere Kunden durchgeführt. Neben diesen kundenspezifischen Entwicklungen wurde ein Projekt zur Herstellung festigkeitsoptimierter Keramiken erfolgreich bearbeitet.

Im Rahmen eines AiF-Projektes wurden die Arbeiten zur Charakterisierung und Optimierung technologischer Verarbeitungseigenschaften sprühgranulierter Aluminiumoxide fortgesetzt. In diesem Zusammenhang wurden verschiedene Versuchsmaterialien für externe Untersuchungen bereitgestellt. Ein daraus abgeleitetes Optimierungspotenzial soll auf die GRANALOX®-Produktpalette der Nabaltec übertragen werden.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

2.1.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION

Weltproduktion wächst 2014 um 3,4 %

Nachdem bereits 2012 mit 3,1 % und 2013 mit 2,9 % ein nur recht moderater Anstieg der Weltproduktion verzeichnet werden konnte, legte 2014 nach Angaben des Instituts für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW) die Zunahme der Weltproduktion mit 3,4 % weniger stark zu als noch vor einem Jahr erwartet. Ursache waren vor allem ungünstige Finanzierungsbedingungen für die Schwellenländer, ein Konjunktureinbruch in Japan sowie witterungsbedingte Einbußen in den USA. Nachdem das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Halbjahr nur sehr verhalten zugenommen hatte, legte es im dritten Quartal spürbar kräftiger zu. Deutlich aufwärtsgerichtet blieb die Konjunktur im dritten Quartal in den Vereinigten Staaten, wo das BIP 2014 insgesamt um 2,2 % zulegte nach nur 1,6 % im Vorjahr. In China fiel die Zunahme des BIP mit 7,4 % etwas geringer aus als im Vorjahr mit 7,7 %, während sich die Konjunktur in Indien mit 5,9 % deutlich ausgeprägter beschleunigte (Vorjahr: 4,7 %). Die wirtschaftliche Aktivität im Euroraum nahm in den Sommermonaten insgesamt abermals nur geringfügig zu, nachdem die beginnende Erholung im Frühjahr zum Stillstand gekommen war. Das BIP des Euroraums stieg 2014 mit 0,8 % schwächer als vor einem Jahr prognostiziert, konnte sich aber im Vergleich zum Vorjahr (2013: - 0,4 %) wieder etwas erholen.

Die deutsche Wirtschaft erwies sich im Jahresdurchschnitt als stabil

Die deutsche Wirtschaft konnte sich in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld behaupten und erwies sich im Jahresdurchschnitt 2014 insgesamt als stabil. nach einem schwungvollen Jahresauftakt und der folgenden Schwächephase im Sommer konnte sich die konjunkturelle Lage zum Jahresende wieder stabilisieren. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts legte das preisbereinigte BIP um 1,6 % zu nach 0,1 % im Jahr 2013 und lag damit über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 1,2 %. Auf der Verwendungsseite des BIP war der Konsum wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft, aber auch die Investitionen legten zu. Da sowohl die Exporte als auch die Importe mit einem Plus von 3,7 % bzw. 2,0 % im Vergleich zum Vorjahr in 2014 neue Rekordwerte erreichten, leistete der Außenbeitrag einen positiven Beitrag zum BIP-Wachstum 2014.

2.1.2 BRANCHENSITUATION

Die deutsche chemische Industrie steigerte 2014 ihren Umsatz um 1,5 %

Die deutsche chemische Industrie blieb 2014 nach wechselhaftem Geschäftsverlauf unter den Erwartungen. Bei insgesamt verhalten steigender Nachfrage und leicht rückläufigen Preisen (-1,0 %) konnte sie ihren Gesamtumsatz mit 193,6 Mrd. Euro um 1,5 % ausweiten (Quelle: VCI - Verband der Chemischen Industrie e. V.).

Der Inlandsumsatz der deutschen Chemieunternehmen stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,0 % auf 77,8 Mrd. Euro. Der Auslandsumsatz wuchs insgesamt um 1,0 % auf 115,8 Mrd. Euro. Dabei konnte das Geschäft mit den NAFTA-Staaten ("North American Free Trade Agreement") kräftig ausgeweitet werden (+5,5 %). Insbesondere der Handel mit Pharmazeutika lieferte positive Impulse. Die Ausfuhren in die europäischen Staaten legten nur leicht zu (+1,0 %). Trotz der Krimkrise entwickelte sich der Umsatz mit den osteuropäischen Ländern unter dem Strich positiv (+2,0 %), da nur rund 4,0 % der gesamten deutschen Chemieexporte nach Russland und in die Ukraine geliefert werden. Nachdem die Chemiebranche bereits im Vorjahr ihre Investitionen leicht erhöht hatte, stockte sie ihre Mittel für Sachanlageinvestitionen in 2014 erneut auf. Sie investierte im Inland mit gut 7,0 Mrd. Euro 2,0 % mehr als im Jahr davor. Die Hälfte davon entfiel auf die Erweiterung der Produktionskapazitäten.

Der langfristige Trend einer steigenden Nachfrage ist unverändert intakt

Der langfristige Trend einer steigenden Nachfrage nach halogenfreien, flammhemmenden Füllstoffen und insbesondere Aluminiumhydroxid ist unverändert intakt. Unabhängige Marktprognosen gehen von einer jährlichen Nachfragesteigerung von weltweit 6,7 % bis 2021 aus (auf Basis ATH, Quelle: Freedonia). Vor allem das wachsende öffentliche Bewusstsein für die Notwendigkeit von Brandschutz wie auch die zunehmende Substitution von potenziell umweltbelastenden Flammschutzmitteln durch das umweltfreundliche, halogenfreie Aluminiumhydroxid fördern das Marktwachstum. Diese Entwicklung wirkt sich vor allem positiv auf den Produktbereich feinstgefällte Aluminiumhydroxide aus. Nabaltec konnte 2014 in allen vier Quartalen das bereits sehr gute Vorjahr übertreffen und im Produktbereich Feinsthydroxide einen neuen Rekordwert erzielen. Auch für umweltfreundliche Additive in der Kunststoffproduktion und für Böhmit mit seinen vielfältigen Anwendungsfeldern bleiben die Perspektiven nach Einschätzung der Nabaltec AG gut.

Im Bereich der Spezialoxide und reaktiven Aluminiumoxide wird der Feuerfestmarkt durch die Nachfrage der Stahlindustrie geprägt, die 2014 wieder zulegen konnte, sich aber weiterhin auf einem niedrigen Niveau befindet. Der weiterhin schwachen Nachfrage in der Stahlbranche konnte Nabaltec durch Branchendiversifizierung und eine steigende Entwicklung der wertschöpfungsstarken Produkte entgegenwirken. Marktexperten erwarten aber weiterhin bei Feuerfestprodukten und in der technischen Keramik ein Wachstum von jährlich rund 3 % (Quelle: Roskill).

2.2 GESCHÄFTSVERLAUF

Nabaltec konnte 2014 an die sehr gute Entwicklung des Vorjahres anknüpfen

Die Nabaltec AG konnte im Geschäftsjahr 2014 an die bereits sehr gute Entwicklung des Vorjahres anknüpfen und bei den wichtigsten Finanzkennzahlen Verbesserungen erzielen. Unterjährig entwickelte sich der Umsatz stabil auf hohem Niveau und übertraf in allen vier Quartalen die Vergleichswerte aus dem Vorjahr. Insgesamt stieg der Umsatz 2014 um 7,8 % auf 143,3 Mio. Euro und das operative Ergebnis (EBIT) um deutliche 21,0 % auf 12,7 Mio. Euro (2013: 10,5 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie konnte mit einem Plus von 109,1 % auf 0,69 Euro mehr als verdoppelt werden (2013: 0,33 Euro). Das Eigenkapital stieg um 4,2 % auf 52,5 Mio. Euro (2013: 50,4 Mio. Euro).

Die kommunizierten Prognosen wurden sowohl bei Umsatz als auch Gewinn übertroffen. Basis war das überproportionale Mengenwachstum in Kombination mit der Zunahme wertschöpfungsstarker Produkte.

Die Marktstellung der Nabaltec AG hat sich nach Einschätzung des Managements 2014 weiter verbessert. Die jeweiligen Spitzenpositionen unter den Top 3 in den relevanten Zielmärkten konnten bestätigt oder ausgebaut werden.

Die Nabaltec AG verzeichnete über alle vier Quartale hinweg ein stabiles Wachstum. Mit dem Produktspektrum und ihrer über die Jahre aufgebauten Reputation ist die Nabaltec AG bestens für einen weiterhin erfolgreichen Geschäftsverlauf 2015 aufgestellt.

2.3 LAGE

2.3.1 ERTRAGSLAGE

Im Geschäftsjahr 2014 erzielte der Nabaltec-Konzern einen Umsatz von 143,3 Mio. Euro und verzeichnete damit gegenüber dem Vorjahr ein gutes Plus von 7,8 % (2013: 132,9 Mio. Euro). Direkte Währungseffekte waren für die Umsatzentwicklung 2014 von untergeordneter Bedeutung. Die Absatzmenge über alle Unternehmensbereiche hinweg konnte deutlich um 9,0 % gesteigert werden. Die Exportquote stieg auf 71,6 % nach 69,2 % im Jahr 2013.

Alle vier Quartale trugen gleichermaßen zur guten Umsatzentwicklung bei

Alle vier Quartale trugen gleichermaßen zu der guten Umsatzentwicklung bei. Das erste Quartal 2014 übertraf mit einem Umsatz von 36,8 Mio. Euro nochmals den bereits sehr guten Wert des Vorjahresquartals. Das zweite Quartal lag mit 36,2 Mio. Euro ebenfalls über dem Vergleichswert. Im zweiten Halbjahr wurden mit 36,5 Mio. Euro im dritten und 33,8 Mio. Euro im vierten Quartal die Werte aus 2013 nochmals deutlich übertroffen.

Über das Gesamtjahr addierten sich die Ordereingänge auf 151,2 Mio. Euro. Damit konnte im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 15,0 % erzielt werden. Das Jahr 2014 beendete Nabaltec mit einem Auftragsbestand von 22,5 Mio. Euro.

Der Bereich "Funktionale Füllstoffe" erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 98,9 Mio. Euro und damit ein Plus von 9,2 % gegenüber dem Vorjahreswert von 90,6 Mio. Euro. Vor allem eine Zunahme der Absatzmenge als auch die weiterhin verstärkte Konzentration auf die wertschöpfungsstarken Produktbereiche trugen zu dieser wachstums- und zugleich ertragsstarken Entwicklung maßgeblich bei.

Die US-Tochter Nashtec konnte ihre Position im Markt weiter festigen und den Ertrag des Konzerns stützen.

Der Unternehmensbereich "Technische Keramik" konnte 2014 vorrangig durch eine erhöhte Absatzmenge nach 42,3 Mio. Euro im Vorjahr einen Umsatz von 44,5 Mio. Euro erreichen, was einem Plus von 5,2 % entspricht.

UMSATZ NACH UNTERNEHMENSBEREICHEN 2014 (in Mio. Euro)

UMSATZ NACH REGIONEN 2014 (in %)

Gesamtleistung stieg 2014 um 6,5 %

Die Gesamtleistung im Nabaltec-Konzern stieg 2014 um 6,5 % von 134,3 Mio. Euro auf 143,0 Mio. Euro. Ursächlich hierfür ist das deutliche Umsatzwachstum in Verbindung mit einem nur geringen Abbau der Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen. Die aktivierten Eigenleistungen betrugen 0,4 Mio. Euro.

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 2,6 Mio. Euro sind im Wesentlichen auf Währungsgewinne und sonstige Erträge aus Lieferungen und Leistungen an Dritte zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die sonstigen betrieblichen Erträge um 1,3 Mio. Euro, vor allem aufgrund erhöhter Kursgewinne aus EUR/USD.

OPERATIVE AUFWANDSQUOTEN IN RELATION ZUR GESAMTLEISTUNG

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(in %) 2014 2013
Materialaufwand 52,5 51,8
Personalaufwand 17,8 16,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen 15,9 17,7

Materialaufwandsquote stieg leicht um 0,7 Prozentpunkte

Die Materialaufwandsquote (in Relation zur Gesamtleistung) stieg im Jahresvergleich leicht um 0,7 Prozentpunkte auf 52,5 %. Die Rohergebnismarge (in Relation zur Gesamtleistung) blieb 2014 mit 49,2 % nahezu auf dem Vorjahresniveau von 49,1 %. In absoluten Zahlen lag das Rohergebnis bei 70,4 Mio. Euro und damit 4,4 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres von 66,0 Mio. Euro.

Die Personalkostenquote (in Relation zur Gesamtleistung) 2014 stieg im Vergleich zum Vorjahr von 16,8 % auf 17,8 %. Darin enthalten sind Tariferhöhungen, die Aufhebung der Entgeltreduzierung 2013 sowie eine Steigerung der Mitarbeiter im Konzern von 415 zum 31. Dezember 2013 auf 424 zum 31. Dezember 2014.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich von 23,8 Mio. Euro auf 22,7 Mio. Euro. Die Kostenquote gemessen an der Gesamtleistung verbesserte sich deutlich von 17,7 % auf 15,9 %. Die Quoten für Frachtkosten und Handelsvertreterprovisionen blieben weitgehend konstant, während sich die Kostenquote für Miet- und Leasingaufwendungen deutlich gegenüber dem Vorjahr reduzierte. Darüber hinaus sind leicht rückläufige Quoten für Fremd- und Reparaturleistungen zu verzeichnen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 13,1 % von 19,8 Mio. Euro auf 22,4 Mio. Euro. Zu dieser positiven Ergebnisentwicklung trug neben einem Anstieg der Gesamtleistung vor allem der Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" mit einem weiteren Ausbau der wertschöpfungsstarken Produkte bei.

Unter Berücksichtigung der Abschreibungen des Geschäftsjahres 2014 in Höhe von 9,7 Mio. Euro errechnet sich ein operatives Ergebnis (EBIT) von 12,7 Mio. Euro nach 10,5 Mio. Euro im Vorjahr. Diese Entwicklung basiert ebenso wie beim EBITDA auf einer gestiegenen Gesamtleistung sowie dem deutlichen Ergebnisanstieg im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe".

EBIT (in Mio. Euro)

Das EBT stieg 2014 auf 8,5 Mio. Euro

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) betrug 8,5 Mio. Euro (2013: 4,7 Mio. Euro). Darin enthalten ist das Finanzergebnis 2014 in Höhe von - 4,2 Mio. Euro, das sich aus Zinsaufwendungen von 4,3 Mio. Euro und Zinserträgen von 0,2 Mio. Euro zusammensetzt. im Vorjahr lag das Finanzergebnis bei - 5,9 Mio. Euro. Die Verbesserung im Berichtsjahr ist vor allem auf geringere Zinsaufwendungen aufgrund der im vierten Quartal 2013 erfolgten Umstellung von der Unternehmensanleihe auf das Schuldscheindarlehen sowie die planmäßige Tilgung bestehender Darlehen zurückzuführen.

Der Steueraufwand lag im Geschäftsjahr 2014 bei 2,5 Mio. Euro (2013: 0,9 Mio. Euro) und enthält latente Steuern von 0,6 Mio. Euro (2013: 0,4 Mio. Euro).

Das Konzernergebnis nach Anteilen nicht kontrollierender Gesellschafter lag im abgelaufenen Jahr bei 5,5 Mio. Euro nach 2,6 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie stieg von 0,33 Euro im Jahr 2013 auf 0,69 Euro.

Segmentbericht: Entwicklungen in den Unternehmensbereichen

FUNKTIONALE FÜLLSTOFFE

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(in Mio. Euro) 2014 2013
Umsatz 98,9 90,6
EBITDA 17,4 13,4
EBIT 10,5 6,7
Investitionen 5,3 2,4

Die grundlegenden Markttreiber für Nabaltec-Produkte waren 2014 voll intakt

Im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" ist der Umsatz 2014 um 9,2 % gestiegen. Die Fortführung der sehr guten Entwicklung aus den Vorjahren zeigt, dass auch 2014 die grundlegenden Markttreiber für die Produkte von Nabaltec voll intakt waren und diese über ausgezeichnete Perspektiven verfügen. Weltweit sind halogenfreie, flammhemmende Füllstoffe aufgrund ihrer Umweltfreundlichkeit weiterhin auf dem Vormarsch und verdrängen zunehmend die bislang eingesetzten halogenierten Alternativen.

UMSÄTZE UNTERNEHMENSBEREICH "FUNKTIONALE FÜLLSTOFFE" NACH QUARTALEN (in Mio. Euro)

EBITDA im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" verbesserte sich um 29,9 %

Die Ertragsentwicklung im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" verbesserte sich auf Basis des EBITDA um 29,9 X von 13,4 Mio. Euro auf 17,4 Mio. Euro im Berichtsjahr. Wesentliche Faktoren waren die erhöhte Absatzmenge gegenüber dem Vorjahr sowie Verbesserungen im Produktmix.

Mit rund 65 X der Gesamtinvestitionen, die vor allem für die Optimierung von Produktionsprozessen eingesetzt wurden, bildete der Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" den Investitionsschwerpunkt 2014 im Nabaltec-Konzern.

TECHNISCHE KERAMIK

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(in Mio. Euro) 2014 2013
Umsatz 44,5 42,3
EBITDA 4,9 6,4
EBIT 2,2 3,8
Investitionen 2,8 3,4

Umsatz im Unternehmensbereich "Technische Keramik" stieg um 5,2 %

Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" stieg der Umsatz um 5,2 % von 42,3 Mio. Euro auf 44,5 Mio. Euro im Berichtsjahr. Aufgrund von Verschiebungen im Produktmix konnte trotz einer erhöhten Absatzmenge nur ein leichter Umsatzanstieg verzeichnet werden.

UMSÄTZE UNTERNEHMENSBEREICH "TECHNISCHE KERAMIK" NACH QUARTALEN (in Mio. Euro)

Das EBITDA im Unternehmensbereich "Technische Keramik" reduzierte sich aufgrund der Verschiebungen im Produktmix gegenüber dem Vorjahr um 23,4 % von 6,4 Mio. Euro auf 4,9 Mio. Euro.

Rund 35 % der Gesamtinvestitionen flossen in den Unternehmensbereich "Technische Keramik", vor allem in die Kapazitätserweiterung wertschöpfungsstarker Produkte und in die Optimierung von Produktionsprozessen.

2.3.2 FINANZLAGE

Das Finanzmanagement ist direkt dem Vorstand zugeordnet und umfasst schwerpunktmäßig das Management der Kapitalstruktur, die Liquiditätssteuerung, die Zins- und Devisenkursabsicherung sowie die Finanzmittelbeschaffung. Das Tochterunternehmen Nashtec ist in das Konzern-Liquiditätsmanagement eingebunden.

Wechselkursschwankungen sind mehrheitlich neutralisiert

Wechselkursschwankungen zwischen US-Dollar und Euro sind mehrheitlich dank der eigenen Produktion in den USA durch das Tochterunternehmen Nashtec neutralisiert. Darüber hinausgehenden Währungsrisiken begegnet Nabaltec mit dem Einsatz von Devisenkurssicherungsinstrumenten, wenn dies aufgrund der Volatilität der Märkte oder des Umfangs der Fremdwährungsgeschäfte angezeigt ist.

Bis zum Bilanzstichtag wurden dem Tochterunternehmen liquide Mittel in Höhe von 8,5 Mio. Euro (2013: 7,8 Mio. Euro) zur Verfügung gestellt. Zinssätze und Vertragskonditionen entsprechen den Standards für mittelständisch geprägte Unternehmen. Bei Fremdfinanzierungen mit variablen Zinsen bedient sich Nabaltec fallweise auch verschiedener Zinssicherungsinstrumente mit einer mittel- bis längerfristigen Zinsbindung (z. B. Zinsswaps).

Nabaltec verfügt über eine ausgewogene Fremdfinanzierungsstruktur

Der Finanzierungsbedarf des Wachstums sowie der getätigten Investitionen wird über langfristige Bankdarlehen sowie über Schuldscheindarlehen sichergestellt. Damit verfügt Nabaltec über eine ausgewogene Fremdfinanzierungsstruktur. Darüber hinaus wurden Fördermittel der Regierung der Oberpfalz von 4,15 Mio. Euro für Investitionsprojekte genehmigt, wovon 3,15 Mio. Euro im Jahr 2013 ausbezahlt wurden.

2.3.2.1 KAPITALSTRUKTUR

Eigenkapitalquote stieg 2014 auf 29,3 %

Das Konzern-Eigenkapital erhöhte sich zum 31. Dezember 2014 von 50,4 Mio. Euro auf 52,5 Mio. Euro. Das Plus resultiert aus der Gewinnentwicklung 2014. Die Eigenkapitalquote stieg leicht von 28,6 % auf 29,3 %. Diese Eigenkapitalausstattung stellt im Branchenvergleich weiterhin eine solide Basis dar.

Langfristige Schulden nahmen auf 89,0 Mio. Euro ab

Die langfristigen Schulden nahmen im Berichtsjahr per saldo von 94,5 Mio. Euro auf 89,0 Mio. Euro ab. Darin enthalten sind Schuldscheindarlehen mit netto 49,7 Mio. Euro sowie langfristige Bankdarlehen von 11,7 Mio. Euro. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich um 9,2 Mio. Euro. Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich aufgrund der Zinsentwicklung überproportional um 6,4 Mio. Euro auf 25,3 Mio. Euro im Jahr 2014.

Die kurzfristigen Schulden stiegen von 31,4 Mio. Euro auf 37,4 Mio. Euro im Berichtsjahr. Grund hierfür waren vor allem höhere sonstige Verbindlichkeiten.

STRUKTUR DER PASSIVA (in %)

Sonstige außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente

Nabaltec hat in geringem Umfang Leasinggeschäfte mit Vertragslaufzeiten von bis zu fünf Jahren. Außerdem bedient sich Nabaltec eines fortlaufenden Factorings für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, auch um eventuelle Ausfallrisiken zu minimieren. Weitere Instrumente, die dem Financial Engineering zugerechnet werden können, werden im Nabaltec-Konzern nicht eingesetzt.

2.3.2.2 INVESTITIONEN

Nabaltec investierte 2014 insgesamt 8,0 Mio. Euro

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Nabaltec-Konzern 8,0 Mio. Euro investiert nach 5,8 Mio. Euro (inklusive der Verrechnung des anteiligen Investitionszuschusses) im Vorjahr. Schwerpunkte der Investitionen bildeten vor allem die Maßnahmen zur weiteren Prozessoptimierung in beiden Unternehmensbereichen sowie die Kapazitätserweiterung für wertschöpfungsstarke Produkte im Unternehmensbereich "Technische Keramik".

2.3.2.3 LIQUIDITÄT

Der operative Cashflow des Nabaltec-Konzerns erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 62,0 % auf 20,9 Mio. Euro (2013: 12,9 Mio. Euro). Einer Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva in Höhe von 4,4 Mio. Euro standen Bestandserhöhungen der Vorräte um 1,3 Mio. Euro und eine Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva in Höhe von 3,5 Mio. Euro gegenüber.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei -10,0 Mio. Euro gegenüber - 2,6 Mio. Euro (bereinigt um Investitionszulagen von 3,2 Mio. Euro) im vorangegangenen Jahr.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag 2014 bei -13,8 Mio. Euro

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag 2014 bei -13,8 Mio. Euro nach 5,2 Mio. Euro im Vorjahr. Neben der Dividendenausschüttung in Höhe von 0,48 Mio. Euro wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Finanzkredite in Höhe von 10,0 Mio. Euro planmäßig getilgt. Die gezahlten Zinsen konnten von 4,6 Mio. Euro auf 3,4 Mio. Euro im Berichtsjahr gesenkt werden.

Der Finanzmittelfonds des Nabaltec-Konzerns als Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten lag zum 31. Dezember 2014 bei 27,2 Mio. Euro nach 29,7 Mio. Euro zum Bilanzstichtag des Vorjahres.

2.3.2.4 VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme des Nabaltec-Konzerns stieg zum 31. Dezember 2014 von 176,3 Mio. Euro auf 178,8 Mio. Euro.

STRUKTUR DER AKTIVA (in %)

In den Aktiva standen Zugängen im Sachanlagevermögen in Höhe von 7,8 Mio. Euro Abschreibungen in Höhe von 9,6 Mio. Euro gegenüber. Insgesamt blieb das Sachanlagevermögen mit 112,0 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres (2013: 111,8 Mio. Euro). Die Summe der langfristigen Vermögensgegenstände in Höhe von 112,5 Mio. Euro beinhaltet eine aktive latente Steuer aus dem Joint Venture Nashtec von 0,1 Mio. Euro. Die langfristigen Vermögenswerte erreichten zum 31. Dezember 2014 einen Anteil von 62,9 % der Bilanzsumme, die kurzfristigen Vermögenswerte 37,1 %.

2.4 FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

2.4.1 FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Die Nabaltec AG zieht zusätzlich zu den bereits im Wirtschaftsbericht (Abschnitte 2.2 Geschäftsverlauf und 2.3 Lage) veröffentlichten Ertragskennziffern die nachstehenden finanziellen Leistungsindikatoren zur internen Steuerung des Konzerns heran. Dieses unternehmensinterne Controlling- und Steuerungssystem ermöglicht der Unternehmensführung eine wertorientierte Steuerung des Konzerns.

Wesentliche Renditekennzahlen der Nabaltec AG:

UMSATZ- UND KAPITALRENDITEN

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(in %) 2014 2013
Eigenkapitalrendite 11,6 7,3
Return on Capital Employed (ROCE) 9,6 7,9

Eigenkapitalrendite betrug im Berichtsjahr 11,6 %

Die Eigenkapitalrendite, die sich aus dem Verhältnis von Konzerngewinn zum Eigenkapital ergibt, betrug im Berichtsjahr 11,6 % und lag damit über dem Wert des Vorjahres von 7,3 %. Ursächlich hierfür ist die gute Ergebnisentwicklung.

Der Return on Capital Employed stellt das EBIT dem eingesetzten Kapital gegenüber (Anlagevermögen + Working Capital). Im Berichtszeitraum ergab sich für diese Kennzahl ein Wert von 9,6 % nach 7,9 % im Vorjahr.

2.4.2 NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Mitarbeiter

Die Ausbildungsquote lag 2014 bei 11,8 %

Der Nabaltec-Konzern beschäftigte zum Jahresende 2014 insgesamt 424 Mitarbeiter (31. Dezember 2013: 415). Davon waren 422 Mitarbeiter (31. Dezember 2013: 413) in Deutschland tätig. In der Mitarbeiterzahl enthalten sind auch 50 Auszubildende (31. Dezember 2013: 46). Nabaltec legt hohen Wert auf eine gute Ausbildung. So stellten die Auszubildenden mit einer Quote von 11,8 % auch im Geschäftsjahr 2014 einen schon traditionell bemerkenswert großen Teil der Belegschaft. Die Ausbildungsquote lag 2014 sowohl über dem Niveau des Vorjahres als auch deutlich über dem Branchendurchschnitt. Die Auszubildenden von Nabaltec zählen regelmäßig zu den Jahrgangsbesten. Aktuell werden Ausbildungsplätze in den Berufen Industriekaufmann/-frau, Informatikkaufmann/-frau, Chemielaborant/-in, Chemikant/-in, Elektroniker/-in für Betriebstechnik und Industriemechaniker/-in angeboten.

Nabaltec gehört regelmäßig zu den 100 besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand

Die Nabaltec AG gehört laut dem bundesweiten, branchenübergreifenden Unternehmensvergleich "TOP JOB" regelmäßig zu den 100 besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand. Auszeichnungen wie diese, die Nabaltec 2012 bereits zum dritten Mal erhielt, sind ein Zeichen dafür, wie ernst das Unternehmen seine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern nimmt. Ein zentrales Anliegen von Nabaltec ist es, den Mitarbeitern unternehmensintern Perspektiven und Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu bieten, um auch auf diesem Wege die Identifikation mit dem Unternehmen, den Einsatz und das Engagement der Mitarbeiter zu fördern.

Kundenbeziehungen

Nabaltec konnte während und vor allem auch nach der Wirtschaftskrise das eigene Marktstanding nochmals festigen und deutlich ausbauen. Wichtige Argumente in der Zusammenarbeit mit den Kunden sind die bewiesene Lieferzuverlässigkeit und Qualitätskonstanz. Nabaltec hat gezeigt, ein sehr verlässlicher Partner für die langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu sein. Diese Eigenschaften stellen im aktuellen Marktumfeld einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar.

Auch der konsequente Ausbau unserer Beratungskompetenz über Sach- und Personalinvestitionen im Bereich F&E zeichnen die Nabaltec als kompetenten und potenten Lieferanten aus.

Um einen 360°-Zugang zu wichtigen Märkten und Technologien gewährleisten zu können, ist Nabaltec in mehreren europäischen Verbänden tätig. Neben den beiden Cefic-Fachgruppen pinfa & EPSA ist Nabaltec auch in der Forschungsgemeinschaft Kunststoffe e. V. engagiert. In den USA engagiert sich Nabaltec in der pinfa North America und HDPUG (High Density Packaging User Group). Durch dieses Engagement werden sehr frühzeitig größere Trends in den Hauptabsatzmärkten "Keramik" und "Flammschutz" auf globaler Ebene zugänglich und erlauben eine frühzeitige Reaktion seitens Nabaltec.

Nabaltec-Produkte werden zielgerichtet für die Kundenbedürfnisse entwickelt

Grundvoraussetzung für den Markterfolg von Nabaltec sind Produkte, die zielgerichtet auf die Bedürfnisse der Kunden entwickelt, optimiert und in bedarfsgerechten Mengen und über lange Zeiträume stabil zu gleichbleibend bester Qualität geliefert werden. Nabaltec-Produkte helfen, die Produkte der Kunden sicherer, umweltfreundlicher, widerstandsfähiger und wettbewerbsfähiger zu machen und gleichzeitig die Produktionsprozesse der Kunden zu optimieren. Deshalb münden gemeinsame Entwicklungsprojekte und Geschäftsbeziehungen in langfristige Lieferverträge und nachhaltige Kooperationen. Besonders bei Neuprodukten durchläuft Nabaltec mit den Kunden oft lang andauernde und intensive Freigabeprozeduren. Bei erfolgreichem Abschluss ziehen diese zumeist langfristige Liefervereinbarungen zu verlässlichen Konditionen und Mengen nach sich.

Managementsysteme

Um das sicherheitsbewusste Verhalten aller Mitarbeiter zu schulen und die Umsetzung gesetzlicher und berufsgenossenschaftlicher Forderungen zu vereinfachen, hatte sich das Unternehmen schon 2007 dazu entschlossen, zusätzlich zu den bereits bestehenden Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen nach ISO 9001 bzw. ISO 14001 auch ein Arbeits- und Gesundheitsschutz-Managementsystem nach BS OHSAS 18001 (British Standard Occupational Health and Safety Assessment Series) einzuführen. Im Jahr 2014 wurden Wiederholungsaudits für die bestehenden Managementsysteme nach ISO 9001, ISO 14001 und OHSAS 18001 an den Standorten Schwandorf und Kelheim durchgeführt. Am Standort Corpus Christi wurde ebenfalls ein Wiederholungsaudit für das Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 erfolgreich durchgeführt.

Nabaltec hat bereits 2010 ein zertifiziertes Energiemanagementsystem eingeführt

Um den Anforderungen eines sich stetig ändernden Energiemarktes effektiv zu begegnen, hat die Nabaltec AG schon im Jahr 2010 ein zertifiziertes Energiemanagementsystem eingeführt. Im Jahr 2014 erfolgte ein Wiederholungsaudit zur ISO 50001. Des Weiteren wurde die Nabaltec AG für die Teilnahme am vom LfU (Bayerisches Landesamt für Umweltschutz) geförderten Projekt "Vom Umweltmanagement zum Nachhaltigkeitsmanagement" ausgezeichnet.

Umweltschutz

Nabaltec nimmt für sich in Anspruch, mit den eigenen Produkten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Ökobilanz einer Vielzahl von Produkten zu leisten. Die zunehmende Bedeutung des Umweltschutzes ist eine der wichtigsten Triebfedern für den Erfolg von Nabaltec-Produkten auf den Weltmärkten. Sie ersetzen beispielsweise schwermetallhaltige Zusatzstoffe, wie Blei, und halogenhaltige Flammschutzkomponenten, wie Brom, in Kunststoffen. Vor diesem Hintergrund ist es von zentraler Bedeutung, dass auch Forschung & Entwicklung, Produktion und vor- sowie nachgelagerte Logistik möglichst umweltschonend angelegt sind. Der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen ist ein zentrales Anliegen von Nabaltec und eine Grundvoraussetzung für die gesellschaftliche Akzeptanz des Unternehmens. Die Nabaltec AG nimmt ihre Umweltverantwortung, die über den eigenen Standort deutlich hinausgeht, aktiv an. Ein Beispiel für die Schonung von Ressourcen ist das Betriebswasser, welches aus der Naab entnommen wird. Der Wasserverbrauch ist zwar gegenüber dem Jahr 2013 um ca. 16 % gestiegen, insgesamt bleiben wir trotzdem unter der Wasserentnahme von 2011. Die Produktionssteigerung und die gestiegenen Qualitätsanforderungen führen zu einem größeren Wasserbedarf. Durch viele kleine Verbesserungen in den Prozessen konnten wir jedoch die spezifischen Verbräuche stabil halten.

Nabaltec legt ein besonderes Augenmerk auf die Optimierung der Energieprozesse

Wie bereits in den Jahren zuvor wurde ein besonderes Augenmerk auch unter Kosteneinsparungsgesichtspunkten auf die Optimierung der Energieprozesse in der Produktion gelegt. Auch 2014 wurden in diesem Bereich wieder Investitionen getätigt. Gemeinsam mit externen Partnern entwickelte Nabaltec Verfahren, die deutlich weniger Prozessenergie benötigen und somit auch zu wesentlich geringeren CO2 -Emissionen führen. Die Teilnahme am Arbeitskreis Energietechnik der Bayern Innovativ GmbH wurde bis 2016 verlängert. Ziel ist es weiterhin, Innovationen bezüglich kontinuierlicher Verbesserungsprozesse an andere Unternehmen weiterzugeben und zu erhalten. Ein ganz wesentlicher Anteil des Energiebedarfs von Nabaltec wird in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Müllverwertung Schwandorf durch den Einsatz regenerativer Energie gedeckt.

CAHC-Anlage arbeitet vollständig ohne Produktionsabwässer

Generell ist Nabaltec bestrebt, die Produktionsprozesse für alle Anlagen so aufzubauen, dass diese einen geschlossenen Kreislauf darstellen. Einen Meilenstein stellt hier die CAHC-Anlage am Standort Schwandorf dar, die vollständig ohne Produktionsabwässer arbeitet und einen geschlossenen Wasserkreislauf aufweist. Auch im Umgang mit Chemikalien, wie Natronlauge, die zur Erzeugung von Feinsthydroxid verwandt wird, wird konsequent darauf geachtet, dass diese nicht an die Umwelt abgegeben werden, sondern in einem geschlossenen Produktionskreislauf vollständig für den Wiedereinsatz verwendet werden können.

Kapitalmarkt

Nabaltec verfügt seit dem Börsengang 2006 über einen intakten Kapitalmarktzugang. Belege hierfür sind zum einen die Unternehmensanleihe 2010 sowie das Schuldscheindarlehen 2013. Dieser Zugang, der jederzeit durch eine transparente und verlässliche Kommunikation gepflegt wird, sichert Nabaltec eine ausgewogene und weitgehend unabhängige Finanzierung, die auch auf den Absatzmärkten positiv wahrgenommen wird.

3. NACHTRAGSBERICHT

Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Nabaltec-Konzerns von besonderer Bedeutung wären und über die hier zu berichten wäre, sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 nicht eingetreten.

4. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

4.1 PROGNOSEBERICHT

GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG

Nabaltec erwartet 2015 intakte Absatzmärkte und eine stabile Nachfrage

Nabaltec sieht für die eigenen Produkte auch 2015 durchweg intakte Absatzmärkte und eine stabile Nachfrage, sollte sich das Umfeld nicht grundlegend ändern. Das Unternehmen nimmt in seinen Märkten eine internationale Spitzenstellung ein. Basierend auf dem weiteren Ausbau der Marktposition 2014 und der langjährig aufgebauten Reputation sieht Nabaltec gute Zukunftsperspektiven für die eigenen Schlüsselprodukte.

KONJUNKTUR UND BRANCHE

Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) erwartet für 2015 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,7 %. Das Wachstum in Asien (ohne Japan) soll überproportional um 6,6 % steigen, für die USA wird ein Plus von 3,2 % erwartet. Laut dem IfW ist insbesondere für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften für die kommenden beiden Jahre eine höhere Zuwachsrate in Sicht. Die insgesamt weiterhin sehr expansive Geldpolitik und Anregungen vonseiten des Ölpreises fallen angesichts fortschreitender Entschuldungsprozesse im privaten Sektor zunehmend auf fruchtbaren Boden.

IfW rechnet 2015 mit einer Steigerung der Wirtschaftsleistung von 1,2 % im Euroraum

Für den Euroraum rechnet das IfW nach einem BIP von 0,8 % im Jahr 2014 mit einer Steigerung der Wirtschaftsleistung von 1,2 %. Die Experten der EUROFRAME-Gruppe erwarten für 2015 ein etwas besseres BIP von 1,5 %. Eine Verschärfung der Krise in Griechenland oder des Ukrainekonflikts könnte die wirtschaftliche Erholung allerdings für einen längeren Zeitraum ausbremsen.

Für Deutschland prognostiziert das IfW ein Wachstum der Konjunktur in 2015 von 1,7 %. Die Deutsche Bank rechnet etwas verhaltener mit einem Plus von 1,0 %, wobei sie erwartet, dass sich nach einem schwachen Winterhalbjahr 2014/2015 die Konjunktur im weiteren Jahresverlauf wieder festigen dürfte.

PROGNOSE BIP-WACHSTUM GEGENÜBER VORJAHR

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(IN %) 2015 2016
Welt gesamt 3,7 3,9
USA 3,2 3,5
Euroraum 1,2 1,5
Deutschland 1,7 1,9
Frankreich 0,7 1,1
Italien 0,3 1,0
Vereinigtes Königreich 2,9 2,6
Japan 0,8 1,2
China 7,0 6,7
Indien 6,5 6,5

Quelle: Institut für Weltwirtschaft, "Weltkonjunktur im Winter 2014", 17. Dezember 2014

VCI erwartet 2015 einen Zuwachs der Chemieproduktion von 1,5 %

Nachdem die deutsche chemische Industrie 2014 im Inland deutlich mehr Produkte absetzen konnte als im Vorjahr, erwartet der VCI (Verband der Chemischen Industrie e. V.) auch für das deutsche Chemiegeschäft, dass es 2015 moderat aufwärtsgehen wird. Für das aktuelle Geschäftsjahr rechnet der VCI mit einem Zuwachs der Chemieproduktion von 1,5 %. Bei leicht sinkenden Erzeugerpreisen (-0,5 %) könnte der Branchenumsatz um 1,5 % auf über 196 Mrd. Euro steigen. Dabei setzt der Chemieverband darauf, dass die Nachfrage im Ausland (+1,5 %) etwas stärker wachsen wird als im Inland (+1,0 %).

Die Aussichten in den wichtigsten Zielmärkten sind weitestgehend positiv

In den wichtigsten Zielmärkten sind die Aussichten nach Meinung von Nabaltec weitestgehend positiv. Die grundsätzlichen Treiber und Impulsgeber sind unverändert intakt. Politische Vorgaben sorgen weiterhin weltweit für zusätzliche Impulse bei umweltfreundlichen Flammschutzmitteln. Die deutsche und europäische Bauindustrie sowie die Automobilindustrie zeigen sich weiterhin stabil bzw. zeigen leicht steigende Absatzzahlen. Der Bereich Consumer Electronics ist 2014 deutlich hinter den Erwartungen geblieben, die grundsätzlichen Markttreiber sind aber intakt und sorgen für positive Impulse für 2015. Speziell gilt dies für die sogenannte "Green Electronic" von namhaften Herstellern, die verstärkt auf umweltfreundliche Bauteile achten. Die Kabelindustrie profitiert von Sonderkonjunkturen, wie z. B. dem Ausbau der Stromnetze, insbesondere durch die Anbindung der dezentral erzeugten erneuerbaren Energien, wie Wind- und Sonnenenergie. Die Kabelindustrie wird deshalb in Zukunft verstärkt hochwertige halogenfreie, flammhemmende Formulierungen nachfragen - die Domäne der Nabaltec AG.

PROGNOSE DES GESCHÄFTSVERLAUFS

Nabaltec will 2015 ihren Wachstumskurs beibehalten. Der Start in das Jahr 2015 verlief positiv. Der Anstieg im Umsatz soll vorrangig über ein Mengenwachstum in Kombination mit einer moderaten Preiserhöhung bei Zunahme wertschöpfungsstarker Produkte erzielt werden. Allerdings muss abgewartet werden, wie sich das konjunkturelle Umfeld im weiteren Jahresverlauf entwickelt.

Zum 31. Dezember 2014 lag der Auftragsbestand bei 22,5 Mio. Euro.

Innerhalb der funktionalen Füllstoffe werden auch 2015 die Feinsthydroxide der mit Abstand wichtigste Produktbereich bleiben, bei gleichzeitig guten Wachstumsprognosen. Denn die Wachstumstreiber bleiben unverändert intakt, insbesondere gilt dies auch in den Bereichen, in denen die Substitution bislang verwendeter halogenierter Stoffe im Vordergrund steht. Für 2015 erwartet Nabaltec außerdem Impulse aus den Produktbereichen Böhmit und CAHC. Die Perspektiven sind aus Sicht des Unternehmens und auf Basis der Kundenreaktionen vermehrt positiv.

Unter Voraussetzung einer anhaltenden Erholung der Stahlindustrie sehen wir eine weiterhin positive Entwicklung im Unternehmensbereich "Technische Keramik".

PROGNOSE DER ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Nabaltec erwartet ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich

Unter Berücksichtigung einer sich weiter stabilisierenden konjunkturellen Entwicklung erwartet Nabaltec auch für das Jahr 2015 ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Für das operative Ergebnis (EBIT) prognostiziert das Unternehmen für 2015 eine Marge auf dem Niveau des Vorjahres. Der weiteren Stabilisierung und Verbesserung der Ertragskraft dient ein straffes Kostenmanagement in allen Bereichen.

Für 2015 erwartet Nabaltec eine nochmalige Erhöhung der Investitionen im Vergleich zum Vorjahr. Vorrangig sind Investitionen in den Ausbau der Feinsthydroxid-Kapazitäten in den USA sowie in die weitere Prozessoptimierung und Infrastruktur geplant.

Das Finanzergebnis soll sich 2015 gegenüber dem Vorjahr weiter verbessern. Nabaltec wird planmäßig Verbindlichkeiten in einer Größenordnung von rund 10 Mio. Euro tilgen.

HINWEIS AUF UNSICHERHEITEN IM AUSBLICK

Tatsächliche Entwicklung kann von der Prognose abweichen

Die beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen ein nicht unerheblicher Teil außerhalb des Einflussbereichs des Nabaltec-Konzerns liegt, beeinflusst die künftigen Umsätze und Geschäftsergebnisse. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Geschäftsergebnisse von den hier getroffenen zukunftsgerichteten Aussagen und Prognosen abweichen.

4.2 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

ABSATZMARKT

Die internationale Wirtschaftskrise 2008/2009 hat gezeigt, dass ein entsprechender Nachfrageschock auch in den Zielmärkten der Nabaltec AG weitreichende Folgen haben kann. Trotz Flexibilisierung und Anpassungen in den Kostenstrukturen und Kapazitäten können derart hohe Schwankungen in der Nachfrage spürbare Mengen- und Margenrisiken beinhalten. Weitere absatzseitige Risiken sind der mögliche Verlust wichtiger Key-Accounts, Marktanteilsverluste aufgrund von technologischen Neuentwicklungen oder das Vordringen von Wettbewerbern. Aufgrund der starken Positionierung von Nabaltec als Innovations- und Qualitätsführer und eines permanenten Monitorings der Zielmärkte können diese Risiken begrenzt und die entsprechenden Marktmechanismen gleichzeitig als Chance im globalen Wettbewerb genutzt werden.

BESCHAFFUNGSMARKT

Versorgung mit den wichtigsten Medien ist durch langfristige Verträge abgesichert

Die Nabaltec AG beobachtet die wirtschaftliche Situation ihrer Zulieferer sehr aufmerksam und baut für alle Produkte gezielt Alternativen auf. In der Rohstoffversorgung arbeitet Nabaltec mit mittel- und langfristigen Lieferverträgen. Die Versorgung mit den für den Produktionsprozess wichtigsten Medien, Elektrizität, Gas und Dampf, ist ebenfalls durch langfristige Verträge abgesichert. Die Zertifizierung des Energiemanagementsystems nach ISO 50001 unterstützt diese Bestrebungen. Darüber hinaus wird permanent an der Optimierung der Produktionsprozesse zur Senkung des spezifischen Energieverbrauchs gearbeitet. Ein weiteres Risiko sind überproportional steigende Logistikkosten. Diesem Risikoszenario kann Nabaltec einerseits durch eine Beteiligung der Kunden an den Logistikkosten begegnen und andererseits durch einen ausgewogenen Logistikmix. Beispielsweise verfügt Nabaltec über einen eigenen Gleisanschluss, der die Bahn als Transportmittel sehr attraktiv macht.

FINANZMARKT

Zur Sicherung des Zinsniveaus werden Swaps eingesetzt

Devisenkursrisiken werden, wenn nötig, gezielt durch Kurssicherungsmaßnahmen im US-Dollar-Bereich begrenzt. Im Rahmen der mittelfristigen Finanzierung werden zur Sicherung des Zinsniveaus Swaps eingesetzt oder Kreditvereinbarungen mit festem Zinssatz abgeschlossen. Die Nabaltec AG sowie die US-amerikanische Tochter verfügen über eine detaillierte Finanz- und Liquiditätsplanung, die regelmäßig einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen wird. Im Falle von zusätzlichem Liquiditätsbedarf werden entsprechende Finanzierungsmaßnahmen eingeleitet.

Dem Zinsänderungsrisiko begegnet Nabaltec teilweise durch Absicherung. Die Kreditverträge der Nabaltec AG unterliegen zum Teil Covenants, die sich unter anderem an den Leverage Coverage Ratios wie auch an der EK-Quote bemessen. Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, bei Nichteinhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen, oder er könnte von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen. im Berichtsjahr kam es zu keinen Verletzungen der zum 31. Dezember 2014 wirksamen Covenants.

Mit dem Factoring kann ein wesentlicher Anteil der Forderungen finanziert werden.

PERSONALBEREICH

Intensive Weiterbildungs- und Nachwuchskräfteprogramme

Personalrisiken ergeben sich insbesondere durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. Nabaltec begrenzt diese Risiken durch intensive Weiterbildungs- und Nachwuchskräfteprogramme zur Steigerung der Qualifikation der Mitarbeiter sowie durch leistungsgerechte Vergütung, ebenso durch Stellvertreterregelungen, die den Ausfall von Schlüsselkräften abfedern, und frühzeitige Nachfolgeplanungen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen gute Karrierechancen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten an. Die eigene Marktstellung, das erarbeitete Renommee in der Branche, die hohe Verlässlichkeit und die bekanntermaßen starke Ausrichtung auf Forschung & Entwicklung machen Nabaltec in den eigenen Marktsegmenten und der Region zu einem attraktiven Arbeitgeber.

PRODUKTIONS-, PROZESS- UND IT-BEREICH

Produktionsspezifische Risiken sind überschaubar und beherrschbar

Nabaltec verfügt über ein integriertes Qualitätsmanagementsystem mit Zertifizierung nach ISO 9001, das unternehmensweit umgesetzt ist. Deshalb hält Nabaltec die produktionsspezifischen Risiken für überschaubar und beherrschbar. Bei den geschäftskritischen IT-Anwendungen baut die Nabaltec AG auf standardisierte Programme und redundant ausgelegte, qualitativ hochwertige Hardware. Die regelmäßig überprüfte Zugriffsstruktur gewährleistet den Datenschutz; die Datensicherheit besteht aufgrund entsprechend allgemein etablierter Verfahren. Die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien auf Basis der Gesetzeslage ist im Unternehmen zu jedem Zeitpunkt gesichert und wird zusätzlich durch einen externen Datenschutzbeauftragten beaufsichtigt.

UMWELTSCHUTZ

Umweltrisiken können aus dem Überschreiten der zulässigen Grenzwerte für Lärm- und Staubbelastung entstehen oder durch den Austritt von Gefahrstoffen. Diesen Risiken tritt Nabaltec durch ein umfangreiches Umweltmanagement nach ISO 14001, das zertifiziert ist und regelmäßig weiterentwickelt und auditiert wird, entgegen. Die Produktionsprozesse von Nabaltec basieren auf geschlossenen Kreisläufen, z. B. für Wasser und Lauge.

TECHNOLOGISCHE WEITERENTWICKLUNG

Mögliche technologische Risiken können entstehen durch die Substitution der Nabaltec-Produkte bei den Kunden aufgrund von Technologiewechseln, durch die Nichtnutzung neuer Technologien oder das Nichterkennen technologischer Entwicklungen. Als Innovationsführer minimiert Nabaltec diese Risiken durch ständige, intensive Anstrengungen in der Forschung & Entwicklung, die ausgeprägte Kundennähe und die integrierte Struktur von Vertrieb und F&E. in technologischen Weiterentwicklungen liegen vielmehr zahlreiche Chancen für Nabaltec, mit der eigenen Qualität Wettbewerbsvorteile zu generieren, durch schnelle Produktanpassungen neue Märkte zu besetzen und gemeinsam mit den Kunden Prozess-, Verarbeitungs- und Qualitätsvorteile zu generieren und damit die Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg zu schaffen.

GESETZLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Gesetzliche Rahmenbedingungen sorgen aktuell für zusätzliche Marktchancen

Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen könnten Risiken für Nabaltec entstehen lassen. Derzeit - und auf mittel- und langfristige Sicht ist keine Trendumkehr zu erkennen - sorgen regulatorische Änderungen vielmehr für zusätzliche Marktchancen. Denn im weltweiten Maßstab werden umweltschonende Produkte, wie die von Nabaltec, nachhaltig forciert, um umweltbelastende Materialien aus dem Stoffkreislauf zu entfernen.

Nabaltec ist als stromintensiver Betrieb, der im internationalen Wettbewerb steht, nach bisher geltendem Recht bei der EEG-Umlage begünstigt. Mit Beschluss vom 25. November 2014 verpflichtete die EU-Kommission das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für die Jahre 2013 und 2014, von ca. 450 Unternehmen Rückzahlungen in Höhe von ca. 40 Mio. Euro einzufordern. Nabaltec war mit 0,1 Mio. Euro von diesen Rückzahlungen betroffen.

Am 1. August 2014 trat das "EEG 2014" in Kraft. Nabaltec wird nach dem "EEG 2014" auch im Jahr 2015 von der EEG-Umlage begünstigt sein. Allerdings werden die Regelungen des "EEG 2014" bei Nabaltec zu einem Anstieg der EEG-Kosten im niedrigen sechsstelligen Bereich führen.

RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Ein wirksames Risikomanagement ist entscheidend für die langfristige Sicherung des Unternehmens

Die Bedeutung des Risikomanagements für den Nabaltec-Konzern ergibt sich aus der unternehmerischen Tätigkeit und den globalen Aktivitäten mit einem entsprechend internationalen Wettbewerbs- und regulatorischen Umfeld und der Gesamtkomplexität der globalen Wirtschaft. Der Erfolg des Nabaltec-Konzerns wird ganz wesentlich durch das Erkennen der damit verbundenen Chancen und Risiken sowie den bewussten Umgang mit ihnen und die Beherrschung der Risiken beeinflusst. Ein wirksames Risikomanagement ist ein Kernelement für die langfristige Sicherung des Unternehmens, seines wirtschaftlichen Erfolgs auf den internationalen Märkten und für die erfolgreiche nachhaltige Weiterentwicklung in der Zukunft.

Nabaltec entwickelt das Risikomanagement im Unternehmen ständig weiter. Durch die Fortentwicklung der Instrumente der Risikovorsorge auf allen Gebieten können Gefährdungen für das Unternehmen frühzeitig erkannt und ausgeschlossen werden. integrale Bestandteile sind das Risikomanagement als fortlaufender Prozess, das Risiko-Controlling, eine umfassende Kommunikation und Dokumentation sowie ein internes Überwachungssystem. Alle intern und extern erkennbaren Risiken werden möglichst lückenlos erfasst, dokumentiert, bewertet und in eine Risikomatrix eingebunden. Diese Risikomatrix stellt das Grundgerüst für die Bewertung möglicher Risikolagen sowie zur Identifizierung der Schlüsselrisiken dar.

Die unterschiedlichen Risikoarten werden vom Controlling überwacht

Ausgangspunkt der konkreten Prozesse im Risikomanagement von Nabaltec sind die Identifikation und Bewertung der unterschiedlichen Risikoarten und -profile, die vom Controlling überwacht und kontrolliert werden. Berichte über die Risiken des Geschäfts sowie laufende Statusberichte werden für den Vorstand und die Geschäftsleitung erstellt und im Führungskreis diskutiert. Wichtiges Element ist dabei auch die umfassende operative Planung mit Zielvereinbarungen, die durch regelmäßige Vorschaurechnungen ergänzt wird.

Um mittel- und langfristige Chancen zu nutzen und um Risiken erkennen zu können, hat Nabaltec ein System der strategischen Planung eingeführt. in den Strategiefindungsprozess sind alle relevanten Bereiche eingebunden. Risiken, die aus wettbewerbs-, kartell-, steuer- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen, begegnet Nabaltec bereits im Vorfeld durch die Einbindung von Experten. Maßnahmen zur Qualitätssicherung begrenzen Produkt- und Umweltrisiken. Dazu gehören beispielsweise die Zertifizierung unserer Aktivitäten nach internationalen Normen, die ständige Verbesserung von Anlagen und Verfahren, die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten sowie die Mitarbeit in internationalen Fachgremien.

Zum Risikomanagement gehört auch die regelmäßige Überprüfung der Effizienz der verwendeten Sicherungsinstrumente und der Zuverlässigkeit der Kontrollsysteme. Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen die entsprechenden Versicherungen, die die finanziellen Auswirkungen auf Liquidität, Finanzlage und Ertragssituation begrenzen und existenzgefährdende Situationen möglichst ausschließen.

GESAMTBEURTEILUNG

Derzeit bestehen keine wesentlichen Risiken für die künftige Entwicklung

Aufgrund der beschriebenen ständigen Beobachtungen der für Nabaltec relevanten Märkte sowie aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Produkte und der Anpassung an die Bedürfnisse bestehender und potenzieller Kunden bestehen derzeit keine wesentlichen Risiken für die künftige Entwicklung. Insgesamt werden die Risiken im Konzern gut gesteuert und sind deshalb in ihrer möglichen Wirkung begrenzt. Auch künftig ist der Bestand des Unternehmens gesichert.

5. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND BERICHT ZUR CORPORATE GOVERNANCE

Die Prinzipien verantwortungsbewusster Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Führungs- und Kontrollgremien der Nabaltec AG. Da das Unternehmen im Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse mit Zulassung zum Entry Standard gelistet ist, berichtet der Vorstand auf freiwilliger Basis in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 1 HGB - zugleich auch für den Aufsichtsrat - über die Unternehmensleitung, -führung und Corporate Governance. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de in der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance veröffentlicht.

Schwandorf, 2. März 2015

Nabaltec AG

Der Vorstand

JOHANNES HECKMANN

GERHARD WITZANY

KONZERNJAHRESABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014

KONZERNJAHRESABSCHLUSS (IFRS)

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2014 BIS 31. DEZEMBER 2014

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(IN TEUR) siehe Anhang 01.01. - 31.12.2014 01.01. - 31.12.2013
Umsatzerlöse 5.1 143.335 132.934
Veränderung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen - 691 1.172
Andere aktivierte Eigenleistungen 5.2 364 223
Gesamtleistung 143.008 134.329
Sonstige betriebliche Erträge 5.3 2.557 1.332
Materialaufwand 5.4 - 75.130 - 69.613
Rohergebnis 70.435 66.048
Personalaufwand 5.5 - 25.352 - 22.518
Abschreibungen 5.7 - 9.696 - 9.231
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.8 - 22.714 - 23.768
Betriebsergebnis (EBIT) 12.673 10.531
Zinsen und ähnliche Erträge 5.10 164 296
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.11 - 4.315 - 6.173
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) 8.522 4.654
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.12 - 2.451 - 939
Konzernergebnis nach Steuern 6.071 3.715
Davon entfallen auf
Anteilseigner des Mutterunternehmens 5.493 2.646
Nicht kontrollierende Gesellschafter 578 1.069
Konzernergebnis nach Steuern 6.071 3.715
Ergebnis je Aktie (in EUR)* 7.5 0,69 0,33

* siehe hierzu auch 6.8

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(IN TEUR) siehe Anhang 01.01. - 31.12.2014 01.01. - 31.12.2013
Konzernergebnis nach Steuern 6.071 3.715
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Fremdwährungsumrechnung (nach Steuern) 933 - 280
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting (nach Steuern) - 390 - 303
543 - 583
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (nach Steuern) - 4.042 - 251
- 4.042 - 251
Sonstiges Ergebnis - 3.499 - 834
Davon entfallen auf
Anteilseigner des Mutterunternehmens - 3.522 - 972
Nicht kontrollierende Gesellschafter 23 138
Gesamtergebnis 2.572 2.881
Davon entfallen auf
Anteilseigner des Mutterunternehmens 1.971 1.674
Nicht kontrollierende Gesellschafter 601 1.207

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2014

AKTIVA

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(in TEUR) siehe Anhang 31.12.2014 31.12.2013
Langfristige Vermögenswerte 112.499 112.346
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (inkl. geleisteter Anzahlungen) 6.1 422 228
Sachanlagen 111.960 111.817
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.2 29.509 28.424
Technische Anlagen und Maschinen 6.2 75.545 77.597
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.2 2.857 3.054
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.2 4.049 2.742
Aktive latente Steuern 5.12 117 301
Kurzfristige Vermögenswerte 66.314 63.928
Vorräte 27.547 26.211
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.3 15.352 13.562
Unfertige Erzeugnisse 6.3 431 217
Fertige Erzeugnisse und Waren 6.3 11.764 12.432
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen 11.536 8.039
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.4 4.551 4.287
Forderungen aus Ertragsteuern 6.5 26 62
Sonstige Vermögenswerte 6.6 6.959 3.690
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.7 27.231 29.678
SUMME AKTIVA 178.813 176.274
Passiva
(in TEUR) siehe Anhang 31.12.2014 31.12.2013
Eigenkapital 52.461 50.369
Gezeichnetes Kapital 6.8 8.000 8.000
Kapitalrücklage 6.8 29.764 29.764
Gewinnrücklage 6.8 9.711 9.711
Ergebnisvortrag 7.813 5.647
Konzernergebnis nach Steuern 5.493 2.646
Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen 6.8 - 8.150 - 4.628
Nicht kontrollierende Gesellschafter 6.8 - 170 - 771
Langfristige schulden 88.960 94.471
Pensionsrückstellungen 6.9 25.275 18.920
Sonstige Rückstellungen 6.9 839 742
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.10 61.353 70.583
Passive latente Steuern 5.12 1.493 2.853
Sonstige Verbindlichkeiten 6.10 0 1.373
Kurzfristige schulden 37.392 31.434
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 6.10 1.377 703
Sonstige Rückstellungen 6.9 150 156
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.10 10.041 9.942
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.10 9.924 8.707
Sonstige Verbindlichkeiten 6.10 15.900 11.926
SUMME PASSIVA 178.813 176.274

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2014 BIS 31. DEZEMBER 2014

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(IN TEUR) siehe Anhang 01.01. - 31.12.2014 01.01. - 31.12.2013
Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Steuern 8.522 4.654
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.7 9.696 9.231
- / + Gewinn/Verlust aus Anlagenabgang 3 -1
- Zinserträge 5.10 -164 - 296
+ Zinsaufwendungen 5.11 4.315 6.173
Operatives Ergebnis vor Working-Capital-Veränderungen 22.372 19.761
+ / - Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 188 353
- / + Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 3.533 -1.314
+ / - Bestandsminderung/Bestandserhöhung der Vorräte -1.336 - 2.613
+ / - Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 4.351 - 2.883
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern 22.042 13.304
- Gezahlte Ertragsteuern - 1.141 - 416
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 20.901 12.888
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 13 11
+ Einzahlungen aus Investitionszulagen 6.10 0 3.150
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 6.2 - 9.694 - 5.667
- Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagevermögen 6.1 - 287 - 58
Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 9.968 - 2.564
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
- Auszahlungen für Dividenden - 480 0
- Auszahlungen für die Rückführung von Anleihen 6.10 0 - 30.000
- Auszahlungen für die Rückführung von Genussrechtskapital 6.10 0 - 5.000
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 6.10 0 54.600
- Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten 6.10 - 9.967 - 9.914
- Gezahlte Zinsen - 3.403 - 4.586
+ Erhaltene Zinsen 31 63
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 13.819 5.163
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 2.886 15.487
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 439 -114
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.7 29.678 14.305
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.7 27.231 29.678

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2014 BIS 31. DEZEMBER 2014

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(IN TEUR) Auf die Anteilseigner der Nabaltec AG entfallendes Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Ergebnisvortrag Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen Summe
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Stand 01.01.2013 8.000 29.764 9.711 5.647 - 3.656 49.466
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - - - - - 251 - 251
Fremdwährungsumrechnung - - - - - 317 - 317
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting - - - - - 404 - 404
Sonstiges Ergebnis - - - - - 972 - 972
Konzernergebnis nach Steuern - - - 2.646 - 2.646
Gesamtergebnis - - - 2.646 - 972 1.674
Stand 31.12.2013 8.000 29.764 9.711 8.293 - 4.628 51.140
Stand 01.01.2014 8.000 29.764 9.711 8.293 - 4.628 51.140
Dividendenzahlungen - - - - 480 - - 480
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - - - - - 4.042 - 4.042
Fremdwährungsumrechnung - - - - 967 967
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting - - - - - 447 - 447
Sonstiges Ergebnis - - - - - 3.522 - 3.522
Konzernergebnis nach Steuern - - - 5.493 - 5.493
Gesamtergebnis - - - 5.493 - 3.522 1.971
Stand 31.12.2014 8.000 29.764 9.711 13.306 - 8.150 52.631

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(IN TEUR)
Nicht kontrollierende Gesellschafter Konzerneigenkapital
--- --- ---
Stand 01.01.2013 - 1.978 47.488
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - - 251
Fremdwährungsumrechnung 37 - 280
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting 101 - 303
Sonstiges Ergebnis 138 - 834
Konzernergebnis nach Steuern 1.069 3.715
Gesamtergebnis 1.207 2.881
Stand 31.12.2013 - 771 50.369
Stand 01.01.2014 - 771 50.369
Dividendenzahlungen - - 480
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - - 4.042
Fremdwährungsumrechnung - 34 933
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting 57 - 390
Sonstiges Ergebnis 23 - 3.499
Konzernergebnis nach Steuern 578 6.071
Gesamtergebnis 601 2.572
Stand 31.12.2014 - 170 52.461

ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2014 BIS 31. DEZEMBER 2014

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(IN TEUR) Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2014 Zugang Abgang Umbuchung Währungsdifferenzen Stand 31.12.2014
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Immaterielle Vermögenswerte 2.314 286 0 0 0 2.600
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.226 223 0 86 0 2.535
Geleistete Anzahlungen 88 63 0 - 86 0 65
Sachanlagen 175.523 7.756 87 0 3.289 186.481
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 36.072 856 0 800 928 38.656
Technische Anlagen und Maschinen 128.487 3.277 0 1.038 2.233 135.035
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.222 489 87 18 99 8.741
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.742 3.134 0 - 1.856 29 4.049
Summe Anlagevermögen 177.837 8.042 87 0 3.289 189.081

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(IN TEUR) Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2014 Zugang Abgang Währungsdifferenzen Stand 31.12.2014
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Immaterielle Vermögenswerte 2.086 92 0 0 2.178
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.086 92 0 0 2.178
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
Sachanlagen 63.706 9.604 70 1.281 74.521
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.648 1.210 0 289 9.147
Technische Anlagen und Maschinen 50.890 7.701 0 899 59.490
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.168 693 70 93 5.884
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
Summe Anlagevermögen 65.792 9.696 70 1.281 76.699

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(IN TEUR) Buchwert Buchwert
Stand 31.12.2014 Stand 31.12.2013
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Immaterielle Vermögenswerte 422 228
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 357 140
Geleistete Anzahlungen 65 88
Sachanlagen 111.960 111.817
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.509 28.424
Technische Anlagen und Maschinen 75.545 77.597
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.857 3.054
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.049 2.742
Summe Anlagevermögen 112.382 112.045

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2013 BIS 31. DEZEMBER 2013

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(IN TEUR) Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2013 Zugang Abgang Umbuchung Währungsdifferenzen Stand 31.12.2013
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Immaterielle Vermögenswerte 2.255 59 0 0 0 2.314
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.208 10 0 8 0 2.226
Geleistete Anzahlungen 47 49 0 - 8 0 88
Sachanlagen 170.919 5.716 27 0 - 1.085 175.523
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 35.661 644 0 75 - 308 36.072
Technische Anlagen und Maschinen 125.345 1.919 0 1.966 - 743 128.487
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.337 935 27 11 - 34 8.222
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.576 2.218 0 - 2.052 0 2.742
Summe Anlagevermögen 173.174 5.775 27 0 - 1.085 177.837

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(IN TEUR) Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2013 Zugang Abgang Währungsdifferenzen Stand 31.12.2013
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Immaterielle Vermögenswerte 2.023 63 0 0 2.086
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.023 63 0 0 2.086
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
Sachanlagen 54.935 9.168 17 - 380 63.706
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.535 1.197 0 - 84 7.648
Technische Anlagen und Maschinen 43.719 7.437 0 - 266 50.890
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.681 534 17 - 30 5.168
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
Summe Anlagevermögen 56.958 9.231 17 - 380 65.792

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(IN TEUR) Buchwert Buchwert
Stand 31.12.2013 Stand 31.12.2012
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Immaterielle Vermögenswerte 228 232
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 140 185
Geleistete Anzahlungen 88 47
Sachanlagen 111.817 115.984
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.424 29.126
Technische Anlagen und Maschinen 77.597 81.626
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.054 2.656
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.742 2.576
Summe Anlagevermögen 112.045 116.216

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2014 BIS 31. DEZEMBER 2014

1. ALLGEMEINES

Die Nabaltec AG mit Sitz in Schwandorf, Deutschland1 , wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 14. Dezember 1994 unter der Firma Nabaltec GmbH mit Sitz in Schwandorf (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Amberg unter HRB 3920) gegründet. Sie übernahm im Jahr 1995 den Geschäftsbetrieb der Sparte Spezialoxide von der VAW aluminium AG. Im Jahr 2006 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft.

1 Nabaltec AG, Alustraße 50 - 52, 92421 Schwandorf, Deutschland

Gegenstand des Unternehmens ist gemäß § 2 der Satzung der Nabaltec AG die Herstellung von Produkten auf Basis mineralischer Rohstoffe, insbesondere unter Verwendung von Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid, und der Vertrieb dieser Produkte.

Die Aktien der Nabaltec AG sind seit dem 24. November 2006 an der Frankfurter Wertpapierbörse im Open Market (Entry Standard) notiert.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 2. März 2015 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind stetig in allen hier dargestellten Berichtsperioden angewendet worden.

2.1 GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 (einschließlich Vorjahresangaben zum 31. Dezember 2013) wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die IFRS umfassen die vom International Accounting Standards Board verlautbarten IFRS, die International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und des Standing Interpretations Committee (SIC).

Es handelt sich um den Konzernabschluss der Nabaltec AG. Alle für das Geschäftsjahr 2014 gültigen EU-konformen Standards wurden angewendet.

Der Konzernabschluss führt zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Nabaltec AG.

Das Geschäftsjahr der Nabaltec AG geht vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines jeden Jahres.

Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) dargestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (TEUR) auf- oder abgerundet. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben Differenzen auftreten können.

Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden.

Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2.2 ANGEWANDTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS

Für das Geschäftsjahr 2014 wurden alle Rechnungslegungsstandards angewandt, die für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2014 beginnen, verpflichtend anzuwenden sind. Dies umfasst insbesondere auch die folgenden Standards und Interpretationen, die erstmalig anzuwenden waren:

IAS 27 (überarbeitet 2011) "Einzelabschlüsse": Die zuvor in IAS 27 (2008) enthaltenen Konsolidierungsvorschriften wurden überarbeitet und sind nun in IFRS 10 "Konzernabschlüsse" enthalten. IAS 27 hat zum Ziel, Standards zu setzen, die bei der Bilanzierung von Beteiligungen an Tochter-, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden sind, wenn sich ein Unternehmen dazu entschließt, Einzelabschlüsse zu erstellen. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen. Der Standard betrifft lediglich Regelungen zu Einzelabschlüssen und hat daher keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
IAS 28 (überarbeitet 2011) "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen": Im Rahmen des im Mai 2011 veröffentlichten neuen Standards IFRS 11 wurde auch der IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" umbenannt und neu gefasst. Gemeinschaftsunternehmen, die unter die Definition des neuen Standards IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" fallen, sind nach der Equity-Methode in Übereinstimmung mit dem geänderten IAS 28 zu bilanzieren. Die grundlegende Vorgehensweise zur Beurteilung des Vorliegens maßgeblichen Einflusses sowie Vorschriften für die Anwendung der Equity-Methode bleiben unverändert. Der neu gefasste Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen. Der Standard hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Änderungen an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung": Im Dezember 2011 hat der IASB die Änderungen an IAS 32 "Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden" veröffentlicht. Die in IAS 32 formulierten Voraussetzungen zur Saldierung wurden im Grundsatz beibehalten und durch zusätzliche Anwendungsleitlinien konkretisiert, die die Bedeutung des gegenwärtigen Rechtsanspruchs zur Aufrechnung ausführlicher erläutern und beispielhafte Kriterien enthalten, unter denen ein auf Bruttoausgleich angelegtes System dennoch zu einer Saldierung führen kann. Die Änderungen sind retrospektiv auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen wurden im Dezember 2012 von der EU übernommen. Der Standard hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Änderungen an IAS 36 "Angaben zum erzielbaren Betrag nichtfinanzieller Vermögenswerte": Mit den Änderungen an IAS 36 schränkt der IASB die Pflichtangabe des erzielbaren Betrags ein. Gleichzeitig wird jedoch der Umfang der für den Fall einer Wertminderung bzw. Wertaufholung vorgesehenen Anhangangaben ausgeweitet. Für zahlungsmittelgenerierende Einheiten, die einen wesentlichen Anteil am Geschäfts- oder Firmenwert bzw. an immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer enthalten, ist der erzielbare Betrag gegenwärtig stets anzugeben. Die entsprechende Angabepflicht wurde durch IFRS 13 eingeführt. Nach der vorliegenden Änderung von IAS 36 ist der erzielbare Betrag künftig nur noch anzugeben, wenn in der aktuellen Periode eine Wertminderung bzw. Wertaufholung stattgefunden hat. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurde im Dezember 2013 von der EU übernommen. Der Standard hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Änderungen an IAS 39 "Novation von Derivaten und Fortführung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften": Mit den Änderungen an IAS 39 führt eine Novation eines Sicherungsinstruments auf eine zentrale Gegenpartei infolge gesetzlicher Anforderungen unter bestimmten Voraussetzungen nicht zu einer Auflösung einer Sicherungsbeziehung. Unter einer Novation werden Sachverhalte verstanden, in denen die ursprünglichen Vertragsparteien eines Derivats übereinkommen, dass ein Zentralkontrahent an die Stelle ihrer jeweiligen Gegenpartei treten soll. Grundlegende Voraussetzung dafür ist, dass die Einschaltung einer zentralen Gegenpartei bzw. eines Zentralkontrahenten infolge rechtlicher oder regulatorischer Anforderungen vorgenommen wird. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurde im Dezember 2013 von der EU übernommen. Der Standard hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
IFRS 10 "Konzernabschlüsse": Im Mai 2011 hat der IASB den neuen Standard IFRS 10 veröffentlicht. Der Standard ersetzt die in IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und SIC 12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" enthaltenen Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung. Die Definition von "Beherrschung" wird durch den neuen IFRS 10 dahingehend geändert, dass zur Ermittlung eines Beherrschungsverhältnisses auf alle Unternehmen die gleichen Kriterien angewandt werden. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen.

Beherrschung liegt nach IFRS 10 dann vor, wenn die folgenden drei Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind:

a) Ein Unternehmen muss über das Beteiligungsunternehmen Macht ausüben können;

b) es muss schwankenden Renditen aus seiner Beteiligung ausgesetzt sein und

c) es muss die Renditen aufgrund seiner Macht der Höhe nach beeinflussen können.

Im Gegensatz hierzu wurde Beherrschung bisher definiert als die Möglichkeit, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeiten Nutzen zu ziehen. IFRS 10 enthält ergänzend zusätzliche Anwendungsleitlinien, die darlegen, wann ein Unternehmen die Beherrschung über ein Beteiligungsunternehmen ausüben kann. Die darin enthaltenen Leitlinien zur Frage, ob und wann ein Unternehmen, das mehr als 50 % der Stimmrechte besitzt, trotzdem keine Beherrschung ausüben kann, sind für den Nabaltec-Konzern relevant. Dies betrifft die 51%ige Beteiligung an der Nashtec LLC. Die 51%ige Beteiligung der Nashtec LLC wurde am 1. Januar 2010 erworben und ist seitdem unverändert. Die verbleibenden 49 % an der Nashtec LLC befinden sich im Besitz der Sherwin Alumina LLC, USA.

Die Geschäftsführung hat bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 10 eine Beurteilung vorgenommen, ob der Konzern in Übereinstimmung mit der neuen Definition von Beherrschung und den dazugehörigen Anwendungsleitlinien in IFRS 10 die Beherrschung über die Nashtec LLC weiterhin ausüben kann. Aufgrund der Größe des absoluten Anteilsbesitzes und der weiteren Regelungen und Vereinbarungen zwischen der Nabaltec AG und Sherwin Alumina LLC kam der Vorstand zu dem Ergebnis, dass die Nabaltec AG seit dem Anteilserwerb im Januar 2010 die Beherrschung über die Nashtec LLC gemäß den Regelungen des IFRS 10 ausübt. Gemäß den Vorschriften von IFRS 10 ist die Nashtec LLC somit seit 1. Januar 2010 als Tochterunternehmen einzustufen. Es ergibt sich somit keine von IAS 27 abweichende Beurteilung.

IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen": Im Mai 2011 hat der IASB den neuen Standard IFRS 11 veröffentlicht. Zukünftig sind nach IFRS 11 zwei Sachverhalte der gemeinschaftlichen Vereinbarung zu trennen: gemeinschaftliche Tätigkeiten (Joint Operation) und Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture). Das bisherige Wahlrecht der Quotenkonsolidierung bei gemeinschaftlich geführten Unternehmen wurde abgeschafft. Zukünftig ist zwingend die Equity-Bilanzierung anzuwenden. Sofern es sich um eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) handelt, sind die dem beteiligten Unternehmen direkt zurechenbaren Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen unmittelbar im Konzernabschluss des beteiligten Unternehmens zu erfassen. Der neue Standard ersetzt IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und SIC 13 "Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nichtmonetäre Einlagen durch Partnerunternehmen". Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen. Die Geschäftsführung hat die Klassifizierung der Beteiligungen des Konzerns an gemeinsamen Vereinbarungen untersucht und unter Beachtung der Vorschriften des IFRS 11 neu beurteilt. Dies ergab, dass keine von IAS 31 bzw. SIC 13 abweichende Behandlung zu erfolgen hat.
IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen": Der Standard legt die erforderlichen Angaben für Unternehmen fest, die in Übereinstimmung mit den beiden neuen Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" bilanzieren. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen. Der Standard hat grundsätzlich zu deutlich weitergehenden Angaben im Konzernabschluss der Gesellschaft geführt (siehe hierzu insbesondere die Ausführungen unter Textziffer 2.3).
Änderungen an IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" und IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen": Im Juni 2012 hat der IASB "Konzernabschlüsse, Gemeinsame Vereinbarungen und Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen: Übergangsleitlinien (Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12)" veröffentlicht. Mit den Änderungen werden die Übergangsleitlinien in IFRS 10 klargestellt und zusätzliche Erleichterungen in allen drei Standards gewährt. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurden im April 2013 von der EU übernommen. Der Standard hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Änderungen an IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" und IAS 27 "Einzelabschlüsse": Im Oktober 2012 hat der IASB die Verlautbarung "Investmentgesellschaften (Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27)" veröffentlicht, mit der eine Ausnahme in Bezug auf die Konsolidierung von Tochterunternehmen unter IFRS 10 "Konzernabschlüsse" gewährt wird. Dies gilt, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer "Investmentgesellschaft" erfüllt. Diese Unternehmen würden stattdessen ihre Investitionen in bestimmte Tochtergesellschaften erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert nach IFRS 9 "Finanzinstrumente" oder IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" bewerten. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurden im November 2013 von der EU übernommen. Der Standard hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da die Gesellschaft die Definition einer Investmentgesellschaft nicht erfüllt.

Die folgenden, bereits veröffentlichten, aber nicht verpflichtenden Standards und Interpretationen wurden nicht vorzeitig angewandt:

Änderungen an IAS 1 "Angabeninitiative": Der IASB hat im Dezember 2014 Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" veröffentlicht. Die Änderungen sollen Verbesserungen der Finanzberichterstattung in Bezug auf die Anhangangaben darstellen und umfassen (a) einen stärkeren Fokus auf den Grundsatz der Wesentlichkeit, (b) eine weitere Untergliederung der Mindestgliederungsposten in der Bilanz sowie Ausweis von Zwischensummen, (c) eine größere Flexibilität bei der Erstellung des Anhangs in Bezug auf die Reihenfolge der Angaben und (d) die Aufhebung der Vorgaben in IAS 1 in Bezug auf die Identifizierung bedeutender Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden als Bestandteil der Anhangangaben. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung kann erst nach einer detaillierten Analyse vorgenommen werden, die zum derzeitigen Stand noch nicht abgeschlossen ist.

Änderungen an IAS 16 und IAS 38 "Klarstellung zulässiger Abschreibungsmethoden": Die Änderung an IAS 16 stellt klar, dass umsatzbasierte Abschreibungsmethoden für Sachanlagen nicht sachgerecht sind. Durch die Änderung an IAS 38 wird die widerlegbare Vermutung eingeführt, dass Umsatzerlöse keine angemessene Basis für die Abschreibung von immateriellen Vermögenswerten darstellen. Diese Vermutung kann nur in den folgenden beiden Fällen widerlegt werden:

a) Wenn der immaterielle Vermögenswert als Maß für die Umsatzerlöse ausgedrückt werden kann. Das wäre zum Beispiel dann der Fall, wenn die Vertragslaufzeit einer Konzession zur Förderung von Bodenschätzen nicht an einen bestimmten Zeitraum, sondern an den Gesamtumsatzerlös, den die Förderung der Bodenschätze generiert, geknüpft wäre.
b) Wenn Umsätze und der Verbrauch des wirtschaftlichen Nutzens stark miteinander korrelieren.

Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer": Der IASB hat im November 2013 Änderungen an IAS 19 "Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge" veröffentlicht. Die Anpassung fügt ein Wahlrecht in Bezug auf die Bilanzierung leistungsorientierter Pensionszusagen, an denen sich Arbeitnehmer (oder Dritte) durch verpflichtende Beiträge beteiligen, in den Standard ein. Die Änderungen sind retrospektiv auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Die Übernahme durch die EU erfolgte im Januar 2015. Aus der erstmaligen Anwendung werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.

Änderungen an IAS 27 "Anwendung der Equity-Methode in separaten Abschlüssen": Mit den Änderungen wird die Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss eines Investors wieder zugelassen. Mit den Änderungen wird einem Unternehmen gestattet, Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss entweder (a) zu Anschaffungskosten, (b) im Einklang mit IFRS 9 Finanzinstrumente oder (c) unter Anwendung der Equity-Methode wie in IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures zu bilanzieren. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben, da sich das Wahlrecht auf Einzelabschlüsse bezieht.

IFRS 9 "Finanzinstrumente": IFRS 9 Finanzinstrumente enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und Ausbuchung sowie für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Der IASB hat die finale Fassung des Standards im Zuge der Fertigstellung der verschiedenen Phasen seines umfassenden Projekts zu Finanzinstrumenten am 24. Juli 2014 veröffentlicht. Damit kann die bisher unter IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung vorgenommene Bilanzierung von Finanzinstrumenten nunmehr vollständig durch die Bilanzierung unter IFRS 9 ersetzt werden. Die nunmehr veröffentlichte Version von IFRS 9 ersetzt alle vorherigen Versionen. Die zentralen Anforderungen des finalen IFRS 9 lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Gegenüber dem Vorgängerstandard IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung sind die Anforderungen von IFRS 9 zum Anwendungsbereich und der Ein- und Ausbuchung weitestgehend unverändert.
Die Regelungen von IFRS 9 sehen im Vergleich zu IAS 39 jedoch ein neues Klassifizierungsmodell für finanzielle Vermögenswerte vor.
Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte richtet sich künftig nach drei Kategorien mit unterschiedlichen Wertmaßstäben und einer unterschiedlichen Erfassung von Wertänderungen. Die Kategorisierung ergibt sich dabei sowohl in Abhängigkeit der vertraglichen Zahlungsströme des Instruments als auch dem Geschäftsmodell, in dem das Instrument gehalten wird. Grundsätzlich handelt es sich somit um Pflichtkategorien. Darüber hinaus stehen den Unternehmen jedoch vereinzelte Wahlrechte zur Verfügung.
Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die bestehenden Vorschriften hingegen weitgehend in IFRS 9 übernommen. Die einzig wesentliche Neuerung betrifft finanzielle Verbindlichkeiten in der Fair-Value-Option. Für sie sind Fair-Value-Schwankungen aufgrund von Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos im sonstigen Ergebnis zu erfassen.
IFRS 9 sieht drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung künftig bestimmen. Danach sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monats-Verlusts zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung hat die Zinsvereinnahmung auf Grundlage des Nettobuchwerts (Buchwert abzüglich Risikovorsorge) zu erfolgen (Stufe 3).
Neben umfangreichen Übergangsvorschriften ist IFRS 9 auch mit umfangreichen Offenlegungsvorschriften sowohl bei Übergang als auch in der laufenden Anwendung verbunden. Neuerungen im Vergleich zu IFRS 7 Finanzinstrumente: Anhangangaben ergeben sich vor allem aus den Regelungen zu Wertminderungen.

Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der Standard wurde bisher nicht von der EU übernommen. Eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 9 kann erst nach einer detaillierten Analyse vorgenommen werden, die zum derzeitigen Stand noch nicht abgeschlossen ist.

Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 "Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture": Die Änderungen adressieren einen Konflikt zwischen den Vorschriften von IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures und IFRS 10 Konzernabschlüsse. Mit ihnen wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb nach IFRS 3 darstellen. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 "Anwendung der Ausnahmevorschrift zur Konsolidierung": Der IASB hat im Dezember 2014 Änderungen an den Standards IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 verabschiedet. Mit den Änderungen wird die Anwendung der Konsolidierungsausnahme, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer Investmentgesellschaft erfüllt, klargestellt. Es wird nunmehr explizit bestätigt, dass die Ausnahme von der Erstellung eines Konzernabschlusses für Tochterunternehmen einer Investmentgesellschaft gilt, die wiederum selbst Mutterunternehmen sind. Ein Tochterunternehmen, das Dienstleistungen erbringt, die sich auf die Anlagetätigkeit des Mutterunternehmens beziehen (investmentrelated services), ist nicht zu konsolidieren, wenn das Tochterunternehmen selbst eine Investmentgesellschaft ist. Ebenso ist eine Vereinfachung bei der Anwendung der Equity-Methode für Unternehmen möglich, die selbst keine Investmentgesellschaften sind, jedoch Anteile an einem assoziierten Unternehmen halten, das eine Investmentgesellschaft ist. Investmentgesellschaften, die alle ihre Tochterunternehmen zum beizulegenden Zeitwert bewerten, haben die nach IFRS 12 vorgeschriebenen Angaben zu Investmentgesellschaften zu leisten. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben, da die Gesellschaft die Definition einer Investmentgesellschaft nicht erfüllt.

Änderungen an IFRS 11 "Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit": Die Änderungen an IFRS 11 enthalten Leitlinien, wie der Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit zu bilanzieren ist, wenn diese einen Geschäftsbetrieb i. S. d. IFRS 3 darstellt. In diesem Fall sind alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen. Die Änderungen sind auf Erwerbe von Anteilen an einer bestehenden gemeinschaftlichen Tätigkeit und auf die Erwerbe von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit bei ihrer Gründung anzuwenden, solange die Begründung der gemeinschaftlichen Tätigkeit nicht mit der Begründung des Geschäftsbetriebs einhergeht. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten": Mit IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten wird einem Unternehmen, das ein IFRS-Erstanwender ist, gestattet, mit einigen begrenzten Einschränkungen, regulatorische Abgrenzungsposten weiter zu bilanzieren, die es nach seinen vorher angewendeten Rechnungslegungsgrundsätzen in seinem Abschluss erfasst hat. Dies gilt sowohl im ersten IFRS-Abschluss als auch in den Folgeabschlüssen. Regulatorische Abgrenzungsposten und Veränderungen in ihnen müssen in der Darstellung der Finanzlage und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Gesamtergebnis separat ausgewiesen werden. Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Der Standard wurde bisher nicht von der EU übernommen. Aus der erstmaligen Anwendung werden sich keine Änderungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.

IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden": In IFRS 15 wird vorgeschrieben, wann und in welcher Höhe ein IFRS-Berichtersteller Erlöse zu erfassen hat. Zudem wird von den Abschlusserstellern gefordert, den Abschlussadressaten informativere und relevantere Angaben als bisher zur Verfügung zu stellen. IFRS 15 ist grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden. Eine Ausnahme bilden die folgenden Verträge:

Leasingverhältnisse, die unter IAS 17 Leasingverhältnisse fallen;
Finanzinstrumente und andere vertragliche Rechte oder Pflichten, die unter IFRS 9 Finanzinstrumente, IFRS 10 Konzernabschlüsse, IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen, IAS 27 Separate Abschlüsse oder IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures fallen;
Versicherungsverträge im Anwendungsbereich von IFRS 4 Versicherungsverträge; und
nichtfinanzielle Tauschgeschäfte zwischen Unternehmen in derselben Branche, die darauf abzielen, Veräußerungen an Kunden oder potenzielle Kunden zu erleichtern.

Der neue Standard sieht im Gegensatz zu den aktuell gültigen Vorschriften ein einziges, prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Gemäß diesem fünfstufigen Modell ist zunächst der Vertrag mit dem Kunden zu bestimmen (Schritt 1). In Schritt 2 sind die eigenständigen Leistungsverpflichtungen im Vertrag zu identifizieren. Anschließend (Schritt 3) ist der Transaktionspreis zu bestimmen, wobei explizite Vorschriften zur Behandlung von variablen Gegenleistungen, Finanzierungskomponenten, Zahlungen an den Kunden und Tauschgeschäften vorgesehen sind. Nach der Bestimmung des Transaktionspreises ist in Schritt 4 die Verteilung des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen vorzunehmen. Basis hierfür sind die Einzelveräußerungspreise der einzelnen Leistungsverpflichtungen. Abschließend (Schritt 5) kann der Erlös erfasst werden, sofern die Leistungsverpflichtung durch das Unternehmen erfüllt wurde. Voraussetzung hierfür ist die Übertragung der Verfügungsmacht an der Ware bzw. der Dienstleistung auf den Kunden. Bei Abschluss eines Vertrags ist nach IFRS 15 festzustellen, ob die aus dem Vertrag resultierenden Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Dabei ist zunächst anhand bestimmter Kriterien zu klären, ob die Verfügungsmacht an der Leistungsverpflichtung über einen Zeitraum übertragen wird. Ist dies nicht der Fall, ist der Erlös zu dem Zeitpunkt zu erfassen, an dem die Verfügungsmacht auf den Kunden übergeht. Indikatoren hierfür sind beispielsweise rechtlicher Eigentumsübergang, die Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken oder eine formelle Abnahme. Wird die Verfügungsmacht hingegen über einen Zeitraum übertragen, darf eine Erlösrealisierung über den Zeitraum nur dann erfolgen, sofern der Leistungsfortschritt mithilfe von input- oder outputorientierten Methoden verlässlich ermittelbar ist. Neben den allgemeinen Erlöserfassungsgrundsätzen enthält der Standard detaillierte Umsetzungsleitlinien zu Themen wie Veräußerungen mit Rückgaberecht, Kundenoptionen auf zusätzliche Güter oder Dienstleistungen, Prinzipal-Agenten-Beziehungen sowie Bill-and-Hold-Vereinbarungen. In den Standard wurden außerdem neue Leitlinien zu den Kosten zur Erfüllung und Erlangung eines Vertrags sowie Leitlinien zu der Frage, wann solche Kosten zu aktivieren sind, aufgenommen. Kosten, die die genannten Kriterien nicht erfüllen, sind bei Anfall als Aufwand zu erfassen. Schließlich enthält der Standard neue, umfangreichere Vorschriften in Bezug auf Angaben, die zu den Erlösen im Abschluss eines IFRS-Berichterstatters zu leisten sind. Insbesondere sind qualitative sowie quantitative Angaben zu jedem der folgenden Punkte zu machen:

seine Verträge mit Kunden,
wesentliche Ermessensentscheidungen und deren Änderungen, die bei der Anwendung der Erlösvorschriften auf diese Verträge getroffen wurden,
jegliche Vermögenswerte, die aus aktivierten Kosten für die Erlangung und die Erfüllung eines Vertrags mit einem Kunden resultieren.

Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Der Standard wurde bisher nicht von der EU übernommen. Eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 kann erst nach einer detaillierten Analyse vorgenommen werden, die zum derzeitigen Stand noch nicht abgeschlossen ist.

IFRIC 21 "Abgaben": IFRIC 21 enthält Leitlinien dazu, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften durch die öffentliche Hand auferlegt wird (z. B. Bankenabgabe). Dabei wird das verpflichtende Ereignis für den Ansatz einer Schuld als die Aktivität identifiziert, die die Zahlung nach der einschlägigen Gesetzgebung auslöst. Erst bei Eintritt des verpflichtenden Ereignisses sind Abgaben bilanziell zu erfassen. Das verpflichtende Ereignis kann auch sukzessive über einen Zeitraum eintreten, sodass die Schuld zeitanteilig anzusetzen ist. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Die Übernahme durch die EU erfolgte im Juni 2014. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben, da die Gesellschaft derzeit keinen entsprechenden Abgaben unterliegt.
Diverse: "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2012", "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2013", "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2014": Der IASB hat am 12. Dezember 2013 die "Jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2012 (Annual Improvements to IFRSs 2010 - 2012 Cycle)" und die "Jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2013 (Annual Improvements to IFRSs 2011 - 2013 Cycle)" sowie am 25. September 2014 die "Jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2014 (Annual Improvements to IFRSs 2012 - 2014 Cycle)" veröffentlicht. Der jährliche Verbesserungsprozess ermöglicht es, weniger dringliche, aber trotzdem notwendige Verbesserungen an den IFRS vorzunehmen. Durch das Annual-Improvement-Projekt 2010 - 2012 wurden kleinere Änderungen an folgenden Standards vorgenommen: IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16/IAS 18, IAS 24. Die jeweiligen Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen, und sind nur prospektiv anzuwenden. Die Änderungen wurden im Januar 2015 von der EU übernommen. Das Annual-Improvement-Projekt 2011 - 2013 beinhaltet die Änderungen an folgenden Standards: IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13, IAS 40 und ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Die Änderungen wurden im Dezember 2014 von der EU übernommen. Das Annual-Improvement-Projekt 2012 - 2014 beinhaltet die Änderungen an folgenden Standards: IFRS 4, IFRS 7, IAS 19, IAS 34, und ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Die Gesellschaft geht derzeit davon aus, dass die Anwendung der neuen und überarbeiteten Standards keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird.

Die folgenden Standards wurden aufgrund fehlender Relevanz für die Nabaltec AG nicht angewandt:

IFRS 4 "Versicherungsverträge"
IFRS 6 "Exploration und Evaluierung von mineralischen Ressourcen"
IAS 26 "Bilanzierung und Berichterstattung von Altersversorgungsplänen"
IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen"
IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern"
IAS 31 "Anteile an Joint Ventures"
IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien"
IAS 41 "Landwirtschaft"

2.3 KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der Konzernabschluss umfasst die Einzelabschlüsse der Nabaltec AG als Muttergesellschaft sowie ihrer Tochtergesellschaft.

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik besitzt, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden gegebenenfalls Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.

Der Vorstand der Nabaltec AG hat überprüft, ob die Nabaltec AG die tatsächliche Beherrschung der Nashtec LLC hat. Bei dieser Beurteilung wurden insbesondere die Mehrheitsbeteiligung sowie die weiteren vertraglichen Vereinbarungen mit Sherwin Alumina LLC zur Steuerung und Überwachung der Nashtec LLC berücksichtigt. Der Vorstand kam zu dem Ergebnis, dass die Nabaltec AG ausreichende Einflussmöglichkeiten hat, um die operative Tätigkeit der Nashtec LLC zu beeinflussen. Folglich kann die Nabaltec AG die Beherrschung über die Nashtec LLC ausüben.

Die Zusammensetzung des Konzerns ergibt sich aus der folgenden Tabelle:

ANZAHL DER UNTERNEHMEN

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2014 2013
Nabaltec AG und vollkonsolidiertes Tochterunternehmen
Inland 1 1
Ausland 1 1

Das folgende Tochterunternehmen wurde in den Konzernabschluss der Nabaltec AG einbezogen:

TOCHTERUNTERNEHMEN

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Stimmrechts- und Kapitalanteil
Name der Tochtergesellschaft Hauptgeschäft Sitz 31.12.2014

in %
31.12.2013

in %
--- --- --- --- ---
Nashtec LLC Herstellung von Aluminiumhydroxiden Corpus Christi, USA 51,00 51,00

Sämtliche Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, die nach nationalem Recht aufgestellt sind, wurden auf IFRS übergeleitet und an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns angepasst.

Die Abschlussstichtage aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften entsprechen jeweils dem 31. Dezember.

Einzelheiten zur Tochtergesellschaft des Konzerns, an der wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen, werden nachfolgend dargestellt:

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(in TEUR) 31.12.2014 31.12.2013
Nashtec LLC
Kurzfristige Vermögenswerte 4.179 3.326
Langfristige Vermögenswerte 17.177 16.157
Kurzfristige Schulden 20.890 18.625
Langfristige Schulden 815 2.432
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital -178 - 803
Nicht beherrschende Gesellschafter -170 - 771

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(in TEUR) 2014 2013
Umsatzerlöse 13.375 13.168
Aufwendungen -12.195 -10.986
Jahresüberschuss 1.180 2.182
Auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallender Jahresüberschuss 602 1.113
Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallender Jahresüberschuss 578 1.069
Gesamter Jahresüberschuss 1.180 2.182
Auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallendes sonstiges Ergebnis 22 144
Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallendes sonstiges Ergebnis 23 138
Gesamtes sonstiges Ergebnis 45 282
Auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallendes Gesamtergebnis 580 969
Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallendes Gesamtergebnis 555 931
Gesamtergebnis 1.135 1.900
An die nicht beherrschenden Gesellschafter gezahlte Dividenden - -
Nettozahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit 1.826 3.101
Nettozahlungsströme aus Investitionstätigkeit - 270 - 328
Nettozahlungsströme aus Finanzierungstätigkeit -1.739 - 2.099
Nettozahlungsströme gesamt -183 674

2.4 KONSOLIDIERUNGSMETHODEN

Die Kapitalkonsolidierung des Tochterunternehmens erfolgt nach IAS 27 (2008) "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" in Verbindung mit IFRS 3 R "Unternehmenszusammenschlüsse" durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs (Neubewertungsmethode). Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt (Date of Exchange) zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der nicht kontrollierenden Anteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag nach nochmaliger Überprüfung direkt in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Die Auswirkungen aller wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Dabei werden Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzernunternehmen verrechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen von Vermögenswerten, die noch nicht an Dritte weiterveräußert sind, werden eliminiert. Auf temporäre Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden vom Zeitpunkt des Beginns bzw. bis zur Beendigung der Beherrschungsmöglichkeit in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung einbezogen.

Auf nicht kontrollierende Gesellschafter entfallende Anteile am konsolidierten Eigenkapital und am konsolidierten Jahresergebnis werden getrennt von den auf die Muttergesellschaft entfallenden Anteilen ausgewiesen. Sofern die Kapitalkonten der nicht kontrollierenden Gesellschafter einen negativen Wert aufweisen, werden sie als negative Position im Eigenkapital und Konzernergebnis ausgewiesen.

2.5 WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen und der Darstellungswährung des Konzerns, aufgestellt.

In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden monetäre Posten in fremder Währung (Liquide Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) zum Stichtagskurs bewertet. Die Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nichtmonetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Kursen angesetzt.

Die Umrechnung des in ausländischer Währung aufgestellten Abschlusses der einbezogenen Gesellschaft erfolgt auf der Grundlage des Konzeptes der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaft ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht grundsätzlich selbstständig betreibt, ist die funktionale Währung identisch mit der Landeswährung der Gesellschaft.

Die Vermögenswerte und Schulden werden folglich zum Stichtagskurs, die Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral verrechnet und im Eigenkapital gesondert unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen.

Währungsdifferenzen, die sich gegenüber der Vorjahresumrechnung im Konzern ergeben, werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" erfasst.

Die Anfangsbestände der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sind mit dem Stichtagskurs des letzten Bilanzstichtags, die Abschreibungen und alle anderen Bewegungen des Geschäftsjahres mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Als Folge der Umrechnung des Anlagevermögens des ausländischen Tochterunternehmens ergeben sich bei der Entwicklung des Anlagevermögens Umrechnungsdifferenzen, die im Anlagespiegel in gesonderten Spalten dargestellt werden.

3. VERWENDUNG VON ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung bestimmte Annahmen, die Auswirkungen auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen haben.

Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:

Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte: Die festgelegten Nutzungsdauern für das Anlagevermögen basieren auf Schätzungen des Managements. Der Konzern überprüft zum Ende eines jeden Geschäftsjahres die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Während des laufenden Geschäftsjahres kam es jedoch nicht zu veränderten Schätzungen von Nutzungsdauern.
Für Grundstücke und Gebäude wurde das nach IFRS 1.16 in Verbindung mit IFRS 1.18 bestehende Wahlrecht einer Fair-Value-Bewertung zum Zeitpunkt der IFRS-Eröffnungsbilanz ausgeübt. Die Neubewertung der Grundstücke und Gebäude zum 1. Januar 2007 erfolgte unter Berücksichtigung von externen Sachverständigengutachten.
Pensionen und andere Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses: Die Bewertung der Pensionspläne wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrugen zum 31. Dezember 2014 TEUR 25.275 (Vorjahr: TEUR 18.920). Weitere Einzelheiten sind unter Punkt 6.9 "Kurz- und langfristige sonstige Rückstellungen" dargestellt.
Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung: Sie werden gebildet, wenn zukünftige Mittelabflüsse zur Erfüllung von Sanierungs- und Entsorgungsmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Kosten hinreichend zuverlässig geschätzt werden können und die Maßnahmen keinen künftigen Nutzenzufluss erwarten lassen. Die Schätzung der künftigen Kosten ist mit vielen Unsicherheiten behaftet, insbesondere mit rechtlichen Unsicherheiten, die sich auf Gesetze und Verordnungen beziehen, sowie mit Unsicherheiten über die tatsächlichen Verhältnisse in den verschiedenen Ländern und Standorten. Die Schätzung der Kosten stützt sich insbesondere auf frühere Erfahrungen in ähnlichen Fällen, Schlussfolgerungen aus eingeholten Gutachten, laufende Kosten und neue Entwicklungen mit Einfluss auf die Kosten. Änderungen dieser Schätzungen können sich auf das künftige Ergebnis des Unternehmens auswirken. Zum 31. Dezember 2014 betrug der Buchwert der ausgewiesenen Rückstellungen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).
Bewertung der übrigen Rückstellungen: Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe der bestmöglichen Schätzung des Betrages, der laut Management zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung am Abschlussstichtag notwendig ist. Zum 31. Dezember 2014 betrug der Buchwert der ausgewiesenen übrigen Rückstellungen TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 134). Für weitere Ausführungen und Angaben verweisen wir auf die Erläuterungen unter Punkt 6.9 "Kurz- und langfristige sonstige Rückstellungen".
Ansatz aktiver latenter Steuern: Bei der Beurteilung der Realisierbarkeit der latenten Steuern überprüft der Vorstand, ob es wahrscheinlich ist, dass alle aktiven latenten Steuern realisiert werden. Die endgültige Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern ist davon abhängig, ob in jenen Perioden, in denen die temporären Differenzen abzugsfähig werden, ausreichend steuerpflichtiges Einkommen erzielt wird. Ist dies nicht der Fall, können aktive latente Steuern nicht verwendet und infolgedessen nicht angesetzt werden. Die Höhe (vor Saldierung mit passiven latenten Steuern) zum 31. Dezember 2014 betrug TEUR 6.910 (Vorjahr: TEUR 5.195).
Wertminderung von nichtfinanziellen Vermögenswerten: Werthaltigkeitsprüfungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen basieren grundsätzlich auf geschätzten künftigen abgezinsten Netto-Zahlungsströmen, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Faktoren wie geringere Umsatzerlöse und daraus resultierende niedrigere Netto-Zahlungsströme sowie Änderungen der verwendeten Abzinsungsfaktoren können zu einer Wertminderung oder, soweit zulässig, zu Zuschreibungen führen.
Anteile an einem beherrschten Unternehmen: Der Konzern ist an einem Joint Venture in Form eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens mit einer direkten Beteiligungsquote von 51,00 % (Vorjahr 51,00 %) beteiligt. Entsprechend dem Gesamtbild der Verhältnisse rechtlicher oder wirtschaftlicher Natur hat die Nabaltec AG die Möglichkeit, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Das beherrschte Unternehmen wird daher als Tochterunternehmen unter Anwendung der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.
Verpflichtungen aus einer Sale-and-lease-back-Transaktion: Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2008 verschiedene technische Anlagen und Maschinen im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion veräußert und zurückgemietet. Mit dem Laufzeitende der Verträge zum 29. November 2013 bzw. 31. Dezember 2013 hat Nabaltec auf Basis aktueller Kaufangebote des Leasinggebers die technischen Anlagen und Maschinen erworben. Die Aktivierung im Anlagevermögen erfolgte jeweils zum vertraglichen Leistungszeitpunkt am 16. Dezember 2013 bzw. 2. Januar 2014.

Die sich tatsächlich in zukünftigen Perioden einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

4. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

4.1 UMSATZREALISIERUNG

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden entsprechend den Kriterien des IAS 18 erfasst, wenn die Chancen und Risiken vollständig auf den Erwerber übertragen wurden sowie ein Preis vereinbart wurde bzw. bestimmbar ist, von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann.

Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen und Skonti ausgewiesen.

4.2 AUFWANDSREALISIERUNG

Die den Erträgen gegenüberstehenden Aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Betriebliche Aufwendungen werden dabei mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

4.3 FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN

Die Nabaltec AG investiert einen Teil ihrer finanziellen Ressourcen in Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Neben internen Entwicklungstätigkeiten in Bezug auf die individuelle Weiterentwicklung von entgeltlich erworbener Software umfasst dies insbesondere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten zur Weiterentwicklung bestehender sowie zur Entwicklung neuer Produkte und Verfahren.

Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Ein immaterieller Vermögenswert, der aus der Entwicklung im Rahmen eines einzelnen Projekts entsteht, wird nur dann erfasst, wenn der Konzern die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, damit dieser zur internen Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung steht, sowie die Absicht nachweisen kann, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen. Ferner muss der Konzern die Generierung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen zur Vollendung des Vermögenswertes und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können, belegen.

Nach erstmaligem Ansatz der Entwicklungskosten wird das Anschaffungskostenmodell angewendet, nach dem der Vermögenswert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen anzusetzen ist. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten umfassen die direkt zuordenbaren Personal- und sonstigen Einzelkosten sowie einen angemessenen Teil der Gemeinkosten. Die aktivierten Beträge werden nach Inbetriebnahme über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Der aktivierte Betrag der Entwicklungskosten wird einmal jährlich auf Wertminderung überprüft, wenn der Vermögenswert noch nicht genutzt wird oder wenn unterjährig Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen.

Bei der Nabaltec AG werden grundsätzlich alle wesentlichen Entwicklungskosten aktiviert, die bei intern entwickelter Software in der Phase der Anwendungsentwicklung anfallen. Die Abschreibung dieser Kosten über die zu erwartende Nutzungsdauer beginnt mit dem erstmaligen Einsatz der Software.

Da eigene Entwicklungsprojekte häufig behördlichen Genehmigungsverfahren und anderen Unwägbarkeiten unterliegen, sind die Bedingungen für eine Aktivierung der vor der Genehmigung entstandenen Kosten in der Regel nicht erfüllt oder ihr Umfang in der kurzen Phase zwischen Forschung bzw. Genehmigung und Markteinführung ist unwesentlich.

Zum 31. Dezember 2014 wurden keine Entwicklungskosten aktiviert (Vorjahr: TEUR 0).

4.4 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.

Die Abschreibungsdauer beträgt für:

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■ EDV-Software 4 bis 5 Jahre

Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer liegen nicht vor.

Zur Aktivierung von Entwicklungskosten als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wird auf Punkt 4.3 "Forschungs- und Entwicklungskosten" verwiesen.

4.5 SACHANLAGEN

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der zurechenbaren Gemeinkosten.

Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Abschreibungsdauer beträgt für:

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■ Betriebs- und Geschäftsgebäude 20 bis 50 Jahre
■ Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 22 Jahre
■ Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre

Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.

4.6 FREMDKAPITALKOSTEN

In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten (das sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen) stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereitstehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Siehe hierzu Punkt 6.2 "Sachanlagen".

Erwirtschaftete Erträge aus der zwischenzeitlichen Anlage speziell aufgenommenen Fremdkapitals, bis zu dessen Ausgabe für qualifizierte Vermögenswerte, werden von den aktivierbaren Fremdkapitalkosten abgezogen.

Alle anderen Fremdkapitalkosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

4.7 ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden als Minderung der Anschaffungs- und Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswertes (IAS 20.24) bilanziert. Die Auflösung erfolgt über die Nutzungsdauer des Vermögenswertes in Form von reduzierten Abschreibungsbeträgen. Siehe hierzu Punkt 6.10 "Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten".

4.8 LEASINGVERTRÄGE - KONZERN ALS LEASINGNEHMER

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert die Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.

Finanzierungsleasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übergehen, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses mit dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Finanzierungsaufwendungen werden sofort aufwandswirksam erfasst. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden aktivierte Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer vollständig abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2014 und 31. Dezember 2013 bestanden keine Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.

Miet- und Leasingverhältnisse, bei denen dem Konzern kein wirtschaftliches Eigentum zuzurechnen ist, werden als Operate-Lease klassifiziert. Die Aufwendungen aus Operate-Lease-Verhältnissen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. In Punkt 7.1 wird unter den "Sonstigen finanziellen Verpflichtungen" über die entsprechende zukünftige Belastung berichtet.

Bei Sale-and-lease-back-Transaktionen, die einen Operate-Lease begründen, hängt die Gewinnrealisierung aus dem Verkauf vom Verhältnis des Verkaufspreises zum Fair Value ab. Sofern der Verkaufspreis dem Fair Value entspricht, wird der Gewinn unmittelbar erfasst. Bei einer Sale-and-lease-back-Transaktion, die zu einem Finanzierungsleasingverhältnis führt, wird der gesamte Gewinn in der Regel abgegrenzt und über die Dauer des Leasingvertrags amortisiert.

4.9 WERTMINDERUNG VON NICHTFINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN

Die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes von immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird auf Basis der zukünftig aus der Nutzung zu erwartender Zahlungsströme (abgezinst mit einem risikoadäquaten Zinssatz) sowie auf Basis des Nettoveräußerungspreises überprüft (Impairment-Test), wenn besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen eine Korrektur der geschätzten Nutzungsdauer oder einen Wertverfall anzeigen. Des Weiteren erfolgt für noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte jährlich eine Überprüfung auf Wertminderung. Falls der Nettobuchwert von Vermögenswerten größer ist als der erzielbare Betrag (höherer Wert aus Nutzungswert und Nettoveräußerungswert), wird eine außerplanmäßige Abschreibung durchgeführt. Bei der Festlegung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme werden das aktuelle und zukünftig erwartete Ertragsniveau sowie geschäftsfeldspezifische, technologische, wirtschaftliche und allgemeine Entwicklungen berücksichtigt. Wenn der Grund für eine früher durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung entfällt, wird - soweit dies zulässig ist - eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.

4.10 FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.

Beim erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswertes zuzurechnen sind.

Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist. Eine Zuordnung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorien "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" und "als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" ist zum Bilanzstichtag im Konzern nicht erfolgt.

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d. h. am Tag, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswertes bzw. der Verbindlichkeit eingegangen wurde, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte sowie finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft werden. Diese Einstufung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet ist in der Berichtsperiode im Konzern nicht erfolgt.

Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme solcher Derivate, bei denen es sich um eine Finanzgarantie handelt oder die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.

Zum Zeitpunkt, an dem der Konzern zum ersten Mal Vertragspartei wird, ermittelt er, ob eingebettete Derivate getrennt vom Basisvertrag zu bilanzieren sind. Eine Neubeurteilung erfolgt nur bei einer erheblichen Änderung von Vertragsbedingungen, wenn es dadurch zu einer signifikanten Änderung der Zahlungsströme, die sich sonst aus dem Vertrag ergeben hätten, kommt.

Darlehen und Forderungen

Kredite und Forderungen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Dabei handelt es sich insbesondere um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen.

Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn das Unternehmen die Verfügungsmacht über die vertraglichen Rechte auf Cashflows verliert, aus denen der finanzielle Vermögenswert besteht.

Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt und im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder vollständig überträgt noch vollständig zurückbehält und dabei auch die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert zurückbehält, erfasst der Konzern den übertragenen Vermögenswert weiter im Umfang seines anhaltenden Engagements.

4.11 WERTMINDERUNG VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN

Bei finanziellen Vermögenswerten oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten wird an jedem Bilanzstichtag ermittelt, ob eine Wertminderung vorliegt. Ein Wertminderungsaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich angemessener Wertberichtigungen, ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sollten Zweifel an der Einbringlichkeit der sonstigen Vermögenswerte bestehen, werden einzelfallbezogene Wertberichtigungen vorgenommen.

4.12 VORRÄTE

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird die Methode des gewogenen Durchschnitts verwendet.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis einer Normalbeschäftigung ermittelt. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert.

Im Rahmen einer Gruppenbewertung werden die fertigen Erzeugnisse zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungswerte am Bilanzstichtag vorgenommen.

4.13 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung kommt die entsprechende Definition zur Anwendung. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

4.14 STEUERN

Tatsächliche Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende sowie für frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 "Ertragsteuern" nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den IFRS-Wertansätzen und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sowie auf temporäre Differenzen dürfen gemäß IAS 12.34 nur in dem Maße angesetzt werden, als es wahrscheinlich ist, dass zukünftige steuerliche Gewinne entstehen werden, die eine Verrechnung dieser Verlustvorträge ermöglichen.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht.

Soweit eine Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.

4.15 DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE UND SICHERUNGSBEZIEHUNGEN

Im Konzern werden derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Zins- und Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Die Bewertung der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt. Bei den derivativen Finanzinstrumenten, bei denen Hedge Accounting vorliegt, werden die Marktwertänderungen entweder im Ergebnis (Fair Value Hedge) oder als Bestandteil des Eigenkapitals (Cashflow Hedge) ausgewiesen. In den Geschäftsjahren wurde Hedge Accounting für Cashflow Hedges aus Zins- und Devisenabsicherungen angewandt.

Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert werden, werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte eingestuft, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes dieser derivativen Finanzinstrumente werden in das Periodenergebnis einbezogen.

4.16 EIGENKAPITAL

Die von den Gesellschaftern geleisteten Einlagen und Zahlungen in die Kapitalrücklage werden unter Abzug der mit dem Erwerb des Eigenkapitals direkt verbundenen Transaktionskosten unter Berücksichtigung eines eventuellen Steuereffektes angesetzt.

4.17 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" werden Rückstellungen gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit über 50 % liegen muss. Die Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Langfristige sonstige Rückstellungen werden abgezinst. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.

Für Jubiläumsgeldverpflichtungen, die aufgrund von Betriebsvereinbarungen bestehen, wurde unter Zugrundelegung derselben Rechnungsgrößen wie für Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen vorgesorgt. Die Jubiläumsgeldverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") berechnet.

4.18 PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Die (Netto-)Zinskomponente ist zum Periodenbeginn durch Multiplikation der (Netto-)Pensionsverpflichtung - das heißt dem Verpflichtungsbestand abzüglich des Planvermögens - mit dem für die Bewertung der Pensionsverpflichtung zugrunde gelegten Diskontierungszinssatz zu ermitteln. Dadurch werden der aus der Aufzinsung der Verpflichtung resultierende Zinsaufwand und der erwartete Planvermögensertrag saldiert und zwingend erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst. Zugleich wird damit der erwartete Planvermögensertrag in Höhe des Diskontierungszinssatzes angenommen.

Abweichungen zwischen der tatsächlichen Rendite des Planvermögens beziehungsweise des Diskontierungszinssatzes am Abschlussstichtag und dem unterstellten Diskontierungszinssatz (= unterstellte Rendite des Planvermögens) gehen ebenso wie andere versicherungsmathematische Bewertungsanpassungen im Sinne einer Neubewertungs-Komponente in das sonstige Ergebnis ein.

Der Diskontierungszinssatz für die Abzinsung der (Netto-)Pensionsverpflichtung wird auf Grundlage erstrangiger, festverzinslicher Industrieanleihen am Markt ermittelt.

Die ergebniswirksam zu berücksichtigende Dienstzeitkomponente (service cost) umfasst unter anderem sowohl den laufenden als auch den gesamten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand aus Planänderungen.

4.19 FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" oder als "übrige Verbindlichkeiten" klassifiziert.

Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden sofort erfolgswirksam erfasst. Diese Kategorie umfasst derivative Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten (HfT). Gewinne oder Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden erfolgswirksam erfasst.

Verzinsliche Darlehen und Anleihen

Darlehen und Anleihen werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Fremdkapitalaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet. Sie werden nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen und Anleihen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Differenzen zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden hierbei entsprechend der Effektivzinsmethode erfolgswirksam erfasst.

Die finanziellen Verbindlichkeiten, die sämtlich der Kategorie der übrigen Verbindlichkeiten zugeordnet sind, werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung abzüglich der mit der Fremdkapitalaufnahme verbundenen Transaktionskosten bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die Verpflichtung, die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegt, erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

5. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

5.1 UMSATZERLÖSE

Zur Verteilung der Umsatzerlöse auf die Produktbereiche verweisen wir auf die Segmentberichterstattung und die zugehörigen Erläuterungen unter Punkt 7.7 "Segmentberichterstattung".

5.2 ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

Im Geschäftsjahr 2014 wurden Eigenleistungen in Höhe von TEUR 364 (Vorjahr: TEUR 223) für verschiedene technische Anlagen und Maschinen aktiviert, davon aktivierte Bauzeitzinsen in Höhe von TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 93).

5.3 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 2014 2013
Währungsgewinne 1.536 138
Sachbezüge 160 152
Nutzwasserlieferungen 154 160
Versicherungsentschädigungen 143 98
Leistungen Analysenzentrum 140 118
Sonstige 135 144
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen von Forderungen 100 257
Personaldienstleistungen 64 73
Zuwendungen der öffentlichen Hand 49 121
Magazin- und Schrottverkauf 45 49
Rangier- und Gleisarbeiten 13 4
Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 11 11
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 7 7
Gesamt 2.557 1.332

Die Zuwendungen der öffentlichen Hand betreffen Aufwandszuschüsse. Die an diese Zuwendungen geknüpften Bedingungen wurden vollständig erfüllt und es bestehen keine sonstigen Unsicherheiten.

5.4 MATERIALAUFWAND

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 2014 2013
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 74.083 68.630
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.047 983
Gesamt 75.130 69.613

5.5 PERSONALAUFWAND

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 2014 2013
Löhne und Gehälter 21.119 18.682
Sozialabgaben 3.630 3.249
Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen 424 414
übrige Aufwendungen für Altersvorsorge 179 173
Gesamt 25.352 22.518

Die Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen erfüllen die Kriterien eines leistungsorientierten Pensionsplans im Sinne des IAS 19.

Bei den übrigen Aufwendungen für Altersvorsorge handelt es sich um Zuschüsse des Arbeitgebers zu Altersvorsorgeplänen der Arbeitnehmer, welche die Kriterien eines beitragsorientierten Pensionsplans im Sinne des IAS 19 erfüllen.

Zudem sind die von der Gesellschaft zu tragenden Anteile zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von TEUR 1.577 (Vorjahr: TEUR 1.456) in den Sozialabgaben enthalten, welche monatlich abgeführt werden.

5.6 MITARBEITER

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Konzern hat sich folgendermaßen entwickelt:

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2014 2013
Gewerbliche Mitarbeiter 218 212
Angestellte 146 145
Geringfügig Beschäftigte 9 11
Gesamt 373 368

Darüber hinaus werden im Geschäftsjahr durchschnittlich 47 Auszubildende (Vorjahr: 47) beschäftigt.

5.7 ABSCHREIBUNGEN

Die vorgenommenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen können der Entwicklung des Anlagevermögens entnommen werden.

Die Gesellschaft führt bei Vorliegen entsprechender Indikatoren einen Werthaltigkeitstest von immateriellen Vermögenswerten und von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens durch. Dazu wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde auf Basis der Berechnung des Nettoveräußerungswertes als auch der Nutzungswertmethode mithilfe der Discounted-Cashflow-Methode bestimmt. Diesen diskontierten Cashflows liegen Drei-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen aus der Vergangenheit und basieren auf der besten vom Management vorgenommenen Einschätzung über künftige Entwicklungen der Gesellschaft.

Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten ergibt sich für das Geschäftsjahr 2014 kein Abwertungsbedarf.

5.8 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 2014 2013
Frachten 10.303 9.100
Nicht dem Herstellungsprozess zuzuordnende Fremdleistungen 4.965 5.575
Verkaufsprovisionen 2.773 2.652
Sonstige Verwaltungskosten 931 727
Mindestleasingzahlungen (Miete und Leasing) 637 2.415
Rechts- und Beratungskosten 619 517
Versicherungen 595 689
übrige 565 561
Reisekosten 450 477
Personalnebenkosten 374 395
Währungsverluste 292 300
Werbekosten 146 300
Sonstige Steuern 50 50
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 14 10
Gesamt 22.714 23.768

5.9 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Im Geschäftsjahr wurden sämtliche Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 2.594 (Vorjahr: TEUR 2.560) als Aufwand erfasst.

5.10 ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE

Die Zinsen und ähnlichen Erträge können folgender Übersicht entnommen werden:

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(in TEUR) 2014 2013
Erträge aus Planvermögen (Rückdeckungsversicherung) 133 136
Erträge aus Zinsswapgeschäften 0 96
Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten 31 64
Gesamt 164 296

5.11 ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen können folgender Übersicht entnommen werden:

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(in TEUR) 2014 2013
Zinsaufwendungen bei Kreditinstituten 2.603 1.895
Zinsaufwendungen aus Rückstellungen 771 756
Zinsaufwendungen aus Zinsswapgeschäften 641 211
Zinsaufwendungen Darlehen Allied Alumina 173 176
Zinsaufwendungen aus Aufzinsungen 74 832
Zinsaufwendungen Factoring 31 320
Verluste aus Zinsswapgeschäften 22 0
Zinsaufwendungen aus Anleihen 0 1.950
Zinsaufwendungen Genussrecht 0 26
Avalprovision 0 7
Gesamt 4.315 6.173

5.12 STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag teilen sich wie folgt auf:

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(in TEUR) 2014 2013
Tatsächliche Ertragsteuern:
Steueraufwand lfd. Jahr 1.822 623
Steueraufwand Vorjahre 30 - 40
Latente Ertragsteuern:
Entstehung und Umkehr temporärer Differenzen -1.176 32
Davon erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis 1.775 324
Gesamt 2.451 939

Bei den Ertragsteueraufwendungen des Geschäftsjahres 2014 handelt es sich um die laufende Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer sowie US-Quellensteuer für 2014.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Dabei werden die am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Für die Berechnung der latenten Steuern in Deutschland wird ein Steuersatz von 28,08 % (Vorjahr: 28,08 %) herangezogen. Er ergibt sich dabei aus dem gültigen unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15 %, dem Solidaritätszuschlag von unverändert 5,5 % und dem konzerndurchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 12,25 % (Vorjahr: 12,25 %). Für die ausländische Gesellschaft werden die jeweiligen nationalen Steuersätze (34 %, unverändert zum Vorjahr) zugrunde gelegt.

Die Ertragsteuereffekte im sonstigen Ergebnis als Teil des Konzerneigenkapitals gliedern sich je Bestandteil wie folgt auf:

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(in TEUR) vor Steuern Latente Steuern nach Steuern
2014 2013 2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- --- --- ---
Fremdwährungsumrechnung 933 - 280 0 0 933 - 280
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting - 587 - 529 197 226 - 390 - 303
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - 5.620 - 349 1.578 98 - 4.042 - 251
Gesamt - 5.274 -1.158 1.775 324 - 3.499 - 834

Die folgende Tabelle zeigt die steuerliche Überleitungsrechnung von dem im jeweiligen Geschäftsjahr erwarteten Ertragsteueraufwand zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung:

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(in TEUR) 2014 2013
Steuersatz 28,08 % 28,08 %
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) 8.522 4.654
Erwarteter Steueraufwand 2.393 1.307
Abweichungen
1. Nutzung bislang nicht erfasster Zinsvorträge - 40 - 99
2. Abweichender ausländischer Steuersatz 82 66
3. Anpassung tatsächliche Steuer Vorjahre 24 - 40
4. Nicht abzugsfähige Aufwendungen 108 139
5. Steuereffekte aus Konsolidierungsmaßnahmen -134 - 391
6. Sonstiges 18 - 43
Steueraufwand laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2.451 939

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

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(in TEUR) Konzernbilanz Konzern- Gesamtergebnisrechnung
31.12.2014 31.12.2013 2014 2013
--- --- --- --- ---
Aktive latente Steuern
Finanzanlagen 0 83 - 83 83
Sonstige Vermögenswerte 418 385 33 43
Pensionsrückstellungen 3.897 2.328 1.569 113
Sonstige Rückstellungen 142 151 - 9 - 81
Genussrecht 0 0 0 0
Verlustvortrag 1.638 1.976 - 338 - 307
Übrige 815 272 543 179
Summe aktive latente Steuern - brutto 6.910 5.195 1.715 30
Nicht gebildete aktive latente Steuern 0 0 0 0
Summe aktive latente Steuern - netto 6.910 5.195 1.715 30
Passive latente Steuern
Anlagevermögen 7.459 7.279 -180 -110
Vorräte 343 356 13 - 89
Übrige 484 112 - 372 137
Summe passive latente Steuern 8.286 7.747 - 539 - 62
-1.376 - 2.552 1.176 - 32

Die aktive latente Steuer auf den Verlustvortrag entfällt in Höhe von TEUR 1.638 auf die Nashtec LLC. Diese gilt nach amerikanischem Steuerrecht nicht als eigenes Steuersubjekt für die Bundes- und Staatssteuern. Die auf die Nabaltec AG als Gesellschafterin anteilig entfallenden steuerlichen Verlustvorträge in den USA von TEUR 4.819 (Vorjahr: TEUR 4.742) können in den USA generell auf Bundesebene zwei Jahre zurück- und maximal 20 Jahre vorgetragen werden:

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(in TEUR) 2014 2013
Verfallsdatum innerhalb von
1 Jahr 0 0
2 bis 5 Jahren 0 0
6 bis 10 Jahren 0 0
11 bis 20 Jahren 4.819 4.742

Aktive und passive latente Steuern in den USA werden mit aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge verrechnet. Die steuerlichen Verlustvorträge in den USA sind aufgrund vorteilhafter steuerlicher Abschreibungsregeln deutlich höher als die tatsächlich angefallenen Verluste. Zum 31. Dezember 2014 wurden in Deutschland auf Verlustvorträge und Zinsvorträge aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 231) aktiviert.

6. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

6.1 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Hinsichtlich der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf die Entwicklung des Anlagevermögens.

Bei den immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um EDV-Software und gewerbliche Schutzrechte.

Immaterielle Vermögenswerte waren zum 31. Dezember 2014 wie im Vorjahr nicht sicherungsübereignet.

Wesentliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten lagen nicht vor.

6.2 SACHANLAGEN

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist in der Entwicklung des Anlagevermögens enthalten.

Vermögenswerte in Höhe von TEUR 36.886 (Vorjahr: TEUR 37.414) dienen als Sicherheiten für Bankdarlehen.

Grundschulden der Nabaltec AG in Höhe von TEUR 5.600 (Vorjahr: TEUR 5.600) dienen zum 31. Dezember 2014 als Sicherheiten für Bankdarlehen.

Für die langfristige Herstellung von verschiedenen Technischen Anlagen, Gebäuden und Betriebsvorrichtungen wurden im Geschäftsjahr 2014 Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 108 aktiviert (Vorjahr: TEUR 93). Der durchschnittliche Finanzierungskostensatz, der bei der Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten zugrunde gelegt worden ist, betrug 4,00 %.

6.3 VORRÄTE

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 31.12.2014 31.12.2013
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.352 13.562
Unfertige Erzeugnisse 431 217
Fertige Erzeugnisse und Waren 11.764 12.432
Gesamt 27.547 26.211

Sämtliche Vorräte dienen als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Wertminderung von Vorräten, die als Aufwand erfasst worden ist, beläuft sich auf TEUR 325 (Vorjahr: TEUR 439).

6.4 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich folgendermaßen dar:

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(in TEUR) 31.12.2014 31.12.2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - brutto 4.684 4.520
Einzelwertberichtigungen -133 - 233
Gesamt 4.551 4.287

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Hinsichtlich der Entwicklung des Wertberichtigungskontos sowie der Altersstruktur der Forderungen verweisen wir auf den Punkt 7.2 "Angaben zu Finanzinstrumenten".

6.5 FORDERUNGEN AUS ERTRAGSTEUERN

Bei den Ertragsteuerforderungen in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 62) handelt es sich um Steuererstattungsansprüche gegen deutsche Finanzbehörden, die aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer resultieren, sowie um eine Forderung aus Quellensteuer gegen amerikanische Finanzbehörden.

6.6 SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt aus den sonstigen finanziellen bzw. sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerten zusammen:

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(in TEUR) 31.12.2014 31.12.2013
Forderungen aus Factoring 3.281 1.011
Positive Marktwerte aus Devisentermingeschäften 1.211 0
übrige 547 529
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5.039 1.540

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(in TEUR) 31.12.2014 31.12.2013
Umsatzsteuerforderungen 1.766 2.061
Aktive Rechnungsabgrenzungen 154 89
Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte 1.920 2.150
Gesamt 6.959 3.690

Bei den zum 31. Dezember 2G14 ausgewiesenen Forderungen aus Factoring in Höhe von TEUR 3.281 (Vorjahr: TEUR 1.G11) handelt es sich überwiegend um die Kaufpreiseinbehalte aus dem Factoring.

Die sonstigen Vermögenswerte haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

6.7 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 31.12.2014 31.12.2013
Guthaben bei Kreditinstituten 27.228 29.677
Kassenbestand 3 1
Gesamt 27.231 29.678

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.

Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung ergeben sich beim Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember 2014 keine Unterschiede.

Es liegen keine Verfügungsbeschränkungen bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten vor.

6.8 EIGENKAPITAL

Die Veränderung des Eigenkapitals der Nabaltec AG ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 8.000 (Vorjahr: TEUR 8.000) und besteht aus 8.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Stückaktie. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Juni 2011 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 8. Juni 2016 einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu TEUR 4.000 durch die Ausgabe von bis zu 4.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen, wobei die Erhöhung der Anzahl der Aktien in demselben Verhältnis wie die Erhöhung des Grundkapitals zu erfolgen hat, und dabei mit Zustimmung des Aufsichtsrats über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden (Genehmigtes Kapital 2011/I).

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Juni 2011 um bis zu EUR 4.000.000 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011/I). Das bedingte Kapital dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 9. Juni 2011 von der Gesellschaft begeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung dient nach Maßgabe der Anleihebedingungen auch der Ausgabe von Aktien an Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die mit Wandlungspflichten ausgestattet sind.

Kapitalrücklage

Zum 31. Dezember 2014 beträgt die Kapitalrücklage TEUR 29.764 (Vorjahr: TEUR 29.764). Die Kapitalrücklage resultiert im Wesentlichen aus der Ausgabe von 2.000.000 Stückaktien für EUR 15,50 je Aktie mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie, wodurch ein Aufgeld in Höhe von EUR 14,50 je Aktie bzw. insgesamt TEUR 29.000 erzielt wurde.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 8. Juni 2016 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtbetrag von bis zu TEUR 100.000 und mit einer Laufzeit von längstens 15 Jahren (die "Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen") auszugeben und den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 4.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegenden Options- bzw. Wandelanleihebedingungen (Anleihebedingungen) zu gewähren.

Gewinnrücklagen

Zum 31. Dezember 2014 betragen die Gewinnrücklagen TEUR 9.711 (Vorjahr: TEUR 9.711). Die Gewinnrücklagen enthalten den Effekt aus der erstmaligen Anwendung der IFRS.

Für das Geschäftsjahr 2014 wird der Vorstand vorschlagen, eine Dividende in Höhe von EUR 0,12 pro Aktie auszuschütten.

Bezüglich der Entwicklung des Ergebnisvortrags verweisen wir auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen

Ein sich aus der Währungsumrechnung ergebender Unterschiedsbetrag, Marktwertänderungen derivativer Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting vorliegt, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen sowie korrespondierenden latenten Steuern werden erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital gesondert unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2014 betragen die sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen TEUR - 8.150 (Vorjahr TEUR - 4.628).

Nicht kontrollierende Gesellschafter

Zum 31. Dezember 2014 halten die nicht kontrollierenden Gesellschafter Anteile in Höhe von TEUR -170 (Vorjahr: TEUR - 771) am Eigenkapital der Nashtec LLC.

6.9 KURZ- UND LANGFRISTIGE SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ist in den folgenden Übersichten dargestellt:

GESCHÄFTSJAHR 2014

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(in TEUR) Stand 01.01.2014 Zuführung Verbrauch Auflösung Stand 31.12.2014
Rückstellungen aus dem Personalbereich 764 193 106 7 844
Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung 0 0 0 0 0
Übrige Rückstellungen 134 144 133 0 145
Gesamt 898 337 239 7 989

GESCHÄFTSJAHR 2013

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(in TEUR) Stand 01.01.2013 Zuführung Verbrauch Auflösung Stand 31.12.2013
Rückstellungen aus dem Personalbereich 510 338 77 7 764
Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung 0 0 0 0 0
Übrige Rückstellungen 152 133 151 0 134
Gesamt 662 471 228 7 898

Pensionsrückstellungen

Der Konzern hat leistungsorientierte Pensionspläne aufgelegt. Dadurch wird für einen wesentlichen Teil der Mitarbeiter Vorsorge für die Zeit nach der Pensionierung getroffen. Es handelt sich um Endgehaltspläne gegenüber Vorständen und Mitarbeitern aufgrund der Versorgungsordnung. Die Versorgungsordnung besitzt Gültigkeit für Mitarbeiter, die vor dem 1. Mai 1995 in die Gesellschaft eingetreten sind und in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis standen. Folglich sind keine Zugänge mehr zum Kreis der Bezugsberechtigten zu verzeichnen. Für einen Teil der Pläne werden Beiträge an eine Rückdeckungsversicherung geleistet. Aufgrund der Planausgestaltung ist der Arbeitgeber versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt. Die wesentlichsten sind dabei das Zinsrisiko und das Risiko der Langlebigkeit.

Das durchschnittliche Alter der im Rahmen des Pensionsplans erfassten Personen bewegt sich in einer Bandbreite zwischen 50 und 55 Jahren. Der Berechnung der Verpflichtungen liegt ein unterstelltes Renteneintrittsalter von 63 Jahren zugrunde.

In den folgenden Tabellen wird sowohl die Zusammensetzung von in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen als auch die Zusammensetzung von in der Konzernbilanz für die jeweiligen Pläne angesetzten Beträgen dargestellt:

AUFWENDUNGEN FÜR VERSORGUNGSLEISTUNGEN

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(in TEUR) 2014 2013
Laufender Dienstzeitaufwand 424 414
Netto-Zinsaufwand 693 690
Aufwendungen für Versorgungsleistungen 1.117 1.104
Tatsächliche Erträge aus Planvermögen 40 62

Der Netto-Zinsaufwand setzt sich aus dem Zinsaufwand in Höhe von TEUR 745 (Vorjahr: TEUR 738) abzüglich den erwarteten Erträgen aus Planvermögen in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 48) zusammen. Der Zinsanteil aus der Zuführung der Pensionsrückstellung sowie die Erträge aus dem Planvermögen werden im Finanzergebnis dargestellt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden im Sonstigen Ergebnis erfasst und entwickeln sich wie folgt:

ENTWICKLUNG DER VERSICHERUNGSMATHEMATISCHEN GEWINNE/VERLUSTE

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(in TEUR)
Versicherungsmathematische Verluste zum 1. Januar 2013 - 4.554
Verluste aus der Änderung von biometrischen und finanziellen Annahmen - 705
Erfahrungsbedingte Gewinne 341
Gewinne aus Planvermögen 14
Versicherungsmathematische Verluste zum 31. Dezember 2013 - 4.904
Verluste aus der Änderung von biometrischen und finanziellen Annahmen - 5.262
Erfahrungsbedingte Verluste - 345
Verluste aus Planvermögen -13
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste zum 31. Dezember 2014 -10.524

Die Änderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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(in TEUR)
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 1. Januar 2013 19.053
Zinsaufwand 738
Laufender Dienstzeitaufwand 414
Gezahlte Leistungen - 280
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 364
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. Dezember 2013 20.289
Zinsaufwand 745
Laufender Dienstzeitaufwand 424
Gezahlte Leistungen - 301
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 5.607
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. Dezember 2014 26.764

Von den leistungsorientierten Verpflichtungen zum 31. Dezember 2014 in Höhe von TEUR 26.764 (Vorjahr: TEUR 20.289) ist ein Verpflichtungsbetrag in Höhe von TEUR 8.740 (Vorjahr: TEUR 6.570) mit einem Deckungskapital in Höhe von TEUR 1.489 (Vorjahr: TEUR 1.369) rückdeckungsversichert.

Für die Geschäftsjahre 2015 und 2016 wird mit Rentenzahlungen in Höhe von ca. TEUR 324 und TEUR 330 gerechnet.

Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens stellen sich wie folgt dar:

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(in TEUR)
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Januar 2013 1.219
Arbeitgeberbeiträge 88
Erwartete Rendite 48
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 14
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 2013 1.369
Arbeitgeberbeiträge 80
Erwartete Rendite 53
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -13
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 2014 1.489

Bei dem Planvermögen handelt es sich um den Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung, der gemäß IAS 19.7 (b) als Planvermögen zu behandeln ist. Der Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2015 mit Beiträgen zum Planvermögen in Höhe von TEUR 80.

Der bilanzierte Wert der Pensionsrückstellungen lässt sich zum Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wie folgt überleiten:

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(in TEUR) 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 1.489 1.369 1.219 1.106 980
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 26.764 20.289 19.053 14.794 14.033
Pensionsrückstellungen 25.275 18.920 17.834 13.688 13.053

Nachfolgend werden die Grundannahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses dargestellt:

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(in %) 2014 201
Abzinsungssatz 2,50 3,7
Gehaltstrend 2,75 2,7
Rententrend 2,00 2,0
Fluktuation 1,00 1,0

Sterblichkeit nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei Rentnern im Alter von 65 Jahren gemäß Heubeck-Richttafeln 2005G

Es ergeben sich folgende Auswirkungen auf die Pensionsverpflichtung, sofern sich die versicherungsmathematischen Annahmen ändern:

PENSIONSVERPFLICHTUNG

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(in TEUR) + 25 BP - 25 BP
Abzinsungssatz 25.525 28.091
Gehaltstrend 27.031 26.503
Rententrend 27.675 25.896

Die vorstehende Sensitivitätsanalyse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Änderungen konstant gehalten werden. In der Realität ist es jedoch nicht unwahrscheinlich, dass Veränderungen in einigen Annahmen miteinander korrelieren können.

Die Methoden und Arten von Annahmen zur Vorbereitung der Sensitivitätsanalyse haben sich im Vergleich zur Vorperiode nicht geändert.

6.10 KURZ- UND LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

BUCHWERTE

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(in TEUR) Buchwert davon Laufzeit <1 Jahr davon Laufzeit 1-5 Jahre davon Laufzeit>5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.12.2014 71.394 10.041 44.469 16.884
31.12.2013 80.525 9.942 53.716 16.867
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2014 9.924 9.924 - -
31.12.2013 8.707 8.707 - -
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 31.12.2014 1.377 1.377 - -
31.12.2013 703 703 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 31.12.2014 15.900 15.900 0 -
31.12.2013 13.299 11.926 1.373 -
Gesamt 31.12.2014 98.595 37.242 44.469 16.884
31.12.2013 103.234 31.278 55.089 16.867

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich unter anderem um langfristige Kredite, die zu üblichen Marktzinsen aufgenommen wurden. Der Marktwert entspricht dem Buchwert.

Die Nabaltec AG hat erfolgreich im Jahr 2013 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 50.000 begeben und langfristig die Finanzierung zu verbesserten Konditionen gesichert. Die Platzierung des Schuldscheins erfolgte in unterschiedlichen Tranchen mit Laufzeiten von drei, fünf und sieben Jahren sowohl in variabler als auch in fester Verzinsung. 90 % des Gesamtvolumens wurden im fünf- und siebenjährigen Bereich platziert, für den auch eine Zinssicherung erfolgte. Die Darlehensverträge der Nabaltec AG unterliegen teilweise Covenants, die sich zum Teil an den Leverage Coverage Ratios wie auch an der EK-Quote bemessen.

Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, bei Nichteinhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen, oder er könnte von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen. Im Berichtsjahr 2014 kam es zu keinen Verletzungen der zum 31. Dezember 2014 wirksamen Covenants.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis maximal 90 Tage.

Die Buchwerte der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert.

Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern

Diese umfassen ausstehende Steuerzahlungen in Deutschland, die aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für das abgelaufene Geschäftsjahr und das vorangegangene Geschäftsjahr resultieren.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf die im Folgenden aufgeführten finanziellen bzw. nichtfinanziellen Verbindlichkeiten:

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(in TEUR) 31.12.2014 31.12.2013
Darlehen Minderheitsgesellschafter 8.484 7.663
Negativer Marktwert aus Zinsswapgeschäften 2.994 1.074
Investitionszuwendungen 1.532 1.198
Übrige 450 390
Abschluss und Prüfung 198 149
Berufsgenossenschaft 161 116
Negativer Marktwert aus Devisentermingeschäften 0 100
Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 13.819 10.690

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(in TEUR) 31.12.2014 31.12.2013
Boni und andere erfolgsabhängige Vergütungen 870 332
Ausstehender Urlaubsanspruch 658 611
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt 331 214
Sonstige Verbrauchsteuern 148 7
Erfindervergütungen 32 30
Verbindlichkeiten Sozialaufwendungen 26 24
Demografiebetrag II 16 18
Kurzfristige sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 2.081 1.236
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (gesamt) 15.900 11.926

Die Verbindlichkeiten für Boni und andere erfolgsabhängige Vergütungen entstehen in Abhängigkeit von deren Zielerreichung. Die Verbindlichkeit aus ausstehenden Urlaubsansprüchen wurde mitarbeiterbezogen gebildet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt resultieren im Wesentlichen aus zum Stichtag noch nicht abgeführter Lohn- und Kirchensteuer für das abgelaufene Geschäftsjahr.

Aufgrund der Kurzfristigkeit entsprachen die Buchwerte der kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert.

Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.532 (Vorjahr: TEUR 2.571) entfallen auf eine bereits ausbezahlte Investitionszuwendung der Regierung der Oberpfalz für zukünftig geplante Investitionen, denen noch keine entsprechenden Investitionen gegenüberstehen. Es handelt sich hierbei ausschließlich um sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Der Buchwert entspricht im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 1.618 (Vorjahr: TEUR 579) der erhaltenen Investitionszuschüsse als Minderung bei den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der langfristigen Vermögenswerte berücksichtigt.

7. SONSTIGE ANGABEN

7.1 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verhältnissen - Konzern als Leasingnehmer Der Konzern hat finanzielle Verpflichtungen aus eingegangenen Miet- und Leasingverhältnissen. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 bestehen keine Leasingverträge für verschiedene technische Anlagen und Maschinen im Rahmen einer Sale-and-lease-back Transaktion. Die Restlaufzeiten aller Verträge belaufen sich im Wesentlichen auf 1 bis 5 Jahre.

Im laufenden Geschäftsjahr wurden TEUR 637 (Vorjahr: TEUR 2.415) aus Miet- und Operating-Lease-Verhältnissen aufwandswirksam erfasst.

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus Miet- und Operating-Lease-Verhältnissen setzt sich nach Fälligkeit wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 31.12.2014 31.12.2013
Mindestleasingzahlungen innerhalb 1 Jahres 431 575
Mindestleasingzahlungen zwischen 1 und 5 Jahren 560 692
Mindestleasingzahlungen über 5 Jahre 171 405
Gesamt 1.162 1.672

Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Wesentliche Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse oder sonstige wesentliche Rechtsstreitigkeiten, für die keine Rückstellung gebildet wurde, bestanden zu den Stichtagen nicht. Zum 31. Dezember 2014 lagen Bestellobligo in Höhe von TEUR 549 (Vorjahr: TEUR 2.782) aus Investitionsaufträgen vor.

7.2 ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN

Buchwerte, Wertansätze, beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte sämtlicher im Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente:

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(in TEUR) Buchwert Beizulegender Zeitwert
Bewertungskategorie gem. IAS 39 2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 4.551 4.287 4.551 4.287
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
Sonstige nichtderivative Forderungen und finanzielle Vermögenswerte LaR 3.828 1.540 3.828 1.540
Positive Marktwerte Devisenderivate (mit Sicherungsbeziehung) - 1.211 0 1.211 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 27.231 29.678 27.231 29.678
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLaC 71.394 80.525 71.394 80.525
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLaC 9.924 8.707 9.924 8.707
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten FLaC 10.825 10.889 10.825 10.889
Negative Marktwerte Zinsderivate (ohne Sicherungsbeziehung) HfT/FVtPL 186 164 186 164
Negative Marktwerte Zinsderivate (designiert in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen) - 2.808 910 2.808 910
Negative Marktwerte Devisenderivate (mit Sicherungsbeziehung) - 0 100 0 100

Für die Bewertungskategorien gemäß IAS 39 wurden die folgenden Abkürzungen benutzt:

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LaR Loans and Receivables Kredite und Forderungen
HfT Held for Trading Finanzinstrumente, die zu Handelszwecken gehalten und zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
FVtPL Fair Value through Profit and Loss Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
FLaC Financial Liabilities Measured at amortized Cost Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten

Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente und der Darlehen wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von sonstigen finanziellen Vermögenswerten wurde unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen berechnet.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen haben Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Nettoergebnis nach Bewertungskategorien

Im Folgenden werden die Ertrags- und Aufwandsposten aus Finanzinstrumenten nach den Bewertungskategorien des IAS 39 dargestellt:

BEWERTUNGSKATEGORIE GEM. IAS 39

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aus der Folgebewertung
aus Zinsen zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung Nettoergebnis 2014
--- --- --- --- --- --- ---
Loans and Receivables LaR 31 - 541 100 672
Held for Trading HfT - 74 - 22 - - - 96
Other Liabilities FlaC - 2.881 - 703 - - 2.178
Gesamt 2014 - 2.924 - 22 1.244 100 -1.602

BEWERTUNGSKATEGORIE GEM. IAS 39

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aus der Folgebewertung
aus zinsen zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung Nettoergebnis 2013
--- --- --- --- --- --- ---
Loans and Receivables LaR 64 - - 68 257 253
Held for Trading HfT - 76 96 - - 20
Other Liabilities FlaC - 5.199 - - 94 - - 5.293
Gesamt 2013 - 5.211 96 -162 257 - 5.020

Zinserträge bzw. -aufwendungen aus Finanzinstrumenten sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter Zinsen und ähnliche Erträge bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Die Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten der Bewertungskategorie Loans and Receivables betreffen im Wesentlichen Zinserträge aus Kontokorrentguthaben und kurzfristigen Einlagen. Die Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie Other Liabilities betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Anleihen bzw. Genussrechtskapital.

Die nach der Effektivzinsmethode berechneten Gesamtzinsaufwendungen für Anleihen betragen für das Geschäftsjahr 2014 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.769), für Schuldscheindarlehen TEUR 1.423 (Vorjahr: TEUR 266) und für das Genussrechtskapital TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 26).

In das Ergebnis aus der Folgebewertung der derivativen Finanzinstrumente der Bewertungskategorie Held for Trading gehen Zinseffekte ein. Die Ergebnisbeiträge sind in den Zinsen und ähnlichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Effekte aus der Folgebewertung von Zinsderivaten, die in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen designiert sind, werden hingegen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Eine erfolgswirksame Erfassung von Ineffektivitäten war ferner nicht erforderlich.

Das Ergebnis aus der Währungsumrechnung finanzieller Vermögenswerte der Bewertungskategorie Loans and Receivables bzw. Verbindlichkeiten der Bewertungskategorien Other Liabilities resultiert aus Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Fremdwährung und wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

Bei dem Ergebnis aus Wertberichtigungen handelt es sich im Wesentlichen um Zuführungen bzw. Auflösungen zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese Beträge sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

Fair-Value-Hierarchie

Zum 1. Januar 2009 wurde für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, eine Hierarchie verschiedener Fair-Value-Bestimmungen eingeführt, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert:

Stufe 1: Auf der ersten Ebene der "Fair-Value-Hierarchie" werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von öffentlich notierten Marktpreisen bestimmt, da auf einem aktiven Markt der bestmögliche objektive Hinweis für den beizulegenden Zeitwert eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit beobachtbar ist.

Stufe 2: Wenn kein aktiver Markt für ein Finanzinstrument besteht, bestimmt ein Unternehmen den beizulegenden Zeitwert unter Zuhilfenahme von Bewertungsmodellen. Zu den Bewertungsmodellen gehören die Verwendung der Discounted-Cashflow-Methode, Optionspreismodelle, der Vergleich mit dem aktuell beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments oder auch die Verwendung von jüngsten Geschäftsvorfällen zwischen sachverständigen, voneinander unabhängigen, vertragswilligen Geschäftspartnern. Der beizulegende Zeitwert wird auf Grundlage der Ergebnisse einer Bewertungsmethode geschätzt, die im größtmöglichen Umfang Daten aus dem Markt verwendet und so wenig wie möglich auf unternehmensspezifischen Daten basiert.

Stufe 3: Den auf dieser Ebene verwendeten Bewertungsmodellen liegen auch nicht am Markt beobachtbare Parameter und Annahmen zugrunde.

Die Finanzinstrumente, die im Konzern zum beizulegenden Zeitwert bilanziert worden sind, wurden folgenden Hierarchiestufen zugeordnet:

31.12.2014

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(in TEUR) Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Aktiva
Positive Marktwerte Devisenderivate 0 1.211 0 1.211
Passiva
Negative Marktwerte Zinsderivate 0 2.994 0 2.994
Negative Marktwerte Devisenderivate 0 0 0 0

31.12.2013

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(in TEUR) Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Aktiva
Positive Marktwerte Zinsderivate 0 0 0 0
Passiva
Negative Marktwerte Zinsderivate 0 1.074 0 1.074
Negative Marktwerte Devisenderivate 0 100 0 100

Im Geschäftsjahr 2014 fanden keine Umgliederungen zwischen den Bewertungsstufen statt.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte jeweils über Mark-to-market-Bewertungen der beteiligten Kreditinstitute.

Sicherungsbeziehungen

Zur Absicherung gegen die aus Veränderungen des Marktzinsniveaus resultierenden Schwankungen zukünftiger Zahlungsmittelabflüsse für variabel verzinsliche Kredite wurden Zinsswaps abgeschlossen. Zudem wurde im Geschäftsjahr 2013 zur Absicherung von Währungsrisiken aus Rohstoffeinkäufen ein US-Dollar-Devisenderivat abgeschlossen. Die designierten und effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen werden gemäß der Regelungen des Hedge Accountings des IAS 39 bilanziert. Somit werden die Risiken aus Zins- und Währungsschwankungen gezielt gesteuert und die Ergebnisvolatilitäten reduziert.

Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie der Konzern die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt. Die Sicherungsbeziehungen werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, hochwirksam waren.

IAS 39 stellt für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß den Regelungen des Hedge Accountings unter anderem die Anforderung, dass die designierten Sicherungsbeziehungen effektiv sein müssen. Hierfür müssen für die Sicherungsbeziehungen die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Sicherungsgeschäfts sowohl prospektiv als auch retrospektiv in einer Bandbreite von 80 % bis 125 % der gegenläufigen Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Grundgeschäfts liegen. Der effektive Teil einer Sicherungsbeziehung, der in der oben dargestellten Bandbreite liegt, wird ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst, während der ineffektive Teil sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst wird.

Bei der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2014 Zinsderivate in Höhe von TEUR - 2.808 (Vorjahr: TEUR - 910) und Devisenderivate in Höhe von TEUR 1.211 (Vorjahr: TEUR -100) als Sicherungsinstrument im Rahmen eines Cashflow-Hedges bilanziert. Aus der erfolgsneutralen Realisierung der Wertveränderung des beizulegenden Zeitwertes des Zinsderivats und des Devisenderivats resultieren im Geschäftsjahr 2014 TEUR -1.898 (Vorjahr: TEUR - 430) und TEUR 1.311 (Vorjahr: TEUR -100), die in voller Höhe direkt im Eigenkapital erfasst wurden. Die durch die Cashflow-Hedges gesicherten Zahlungsströme treten bei den Zinsderivaten infolge von regelmäßigen Zinszahlungen und bei dem Devisenderivat infolge von regelmäßigen Fremdwährungszahlungen in US-Dollar ein.

Das bestehende ergebniswirksame Zinsderivat war zum 31. Dezember 2014 mit einem negativen Marktwert von TEUR -186 (Vorjahr: TEUR -164) bilanziert, woraus ein Verlust von TEUR - 22 (Vorjahr: TEUR 96) resultierte.

Bei den folgenden dargestellten Risiken haben sich gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich keine veränderten Risikopositionen ergeben.

Ausfallrisiko

Ausfallrisiken resultieren hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Um diese Ausfallrisiken zu minimieren, werden Factoring-Transaktionen eingesetzt. Mit den entsprechenden vertraglichen Vereinbarungen wird hierbei das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners, mit Ausnahme eines Sicherheitseinbehalts, auf den Vertragspartner übertragen. Die entsprechenden Beträge werden folglich vollständig ausgebucht und nicht weiter als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanziert. Hiervon ausgenommen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche vom Factor nicht angenommen werden, z. B. aufgrund der Überschreitung eines Kreditlimits. Zusätzlich sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Kreditausfallversicherung abgesichert.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurden. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.

Aus den finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, die u.a. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige Vermögenswerte beinhalten, ergibt sich bei Ausfall eines Kontrahenten ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwertes der entsprechenden Instrumente.

Im Konzern liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor, da diese über eine große Anzahl von Vertragspartnern und Kunden verteilt sind. Es bestehen wie im Vorjahr keine Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

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(in TEUR) 2014 2013
Stand 01.01. 233 490
Aufwandswirksame Zuführungen 0 0
Auflösung 100 257
Stand 31.12. 133 233

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

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(in TEUR) Buchwert weder überfällig noch wertgemindert überfällig, aber nicht wertgemindert
< 3 Monate 3 bis 6 Monate 6 bis 12 Monate > 12 Monate
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2014 4.551 4.551 0 0 0 0
31.12.2013 4.287 4.287 0 0 0 0

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestandes der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Es lagen weder überfällige noch wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund geänderter Konditionen vor.

Für die weiteren finanziellen Vermögenswerte wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag bestehen diesbezüglich keine überfälligen Ansprüche.

Liquiditätsrisiko

Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Dabei werden u. a. die Laufzeiten finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Ziel des Konzerns ist es, durch Nutzung von Kontokorrentkrediten und Darlehen den Finanzmittelbedarf kontinuierlich zu decken und dabei gleichzeitig größtmögliche Flexibilität zu gewährleisten.

Die folgende Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zahlungsmittelabflüsse der finanziellen Verbindlichkeiten. Einbezogen wurden alle finanziellen Verbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten werden dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

ZAHLUNGSMITTELABFLÜSSE undiskontiert

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(in TEUR) Gesamt davon Laufzeit <1 Jahr davon Laufzeit 1-5 Jahre davon Laufzeit>5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.12.2014 81.125 12.573 50.945 17.607
31.12.2013 93.275 12.853 62.814 17.608
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2014 9.924 9.924 - -
31.12.2013 8.707 8.707 - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2014 13.819 13.819 0 -
31.12.2013 12.063 10.690 1.373 -
Gesamt (finanzielle Verbindlichkeiten) 31.12.2014 104.868 36.316 50.945 17.607
31.12.2013 114.045 32.250 64.187 17.608

Währungsrisiko

Die Währungsrisiken des Konzerns resultieren aus seiner operativen Tätigkeit. Zwar agieren die einzelnen Konzernunternehmen überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung, jedoch sind die Konzernunternehmen Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt.

Währungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte auf das Ergebnis vor Steuern (aufgrund der Änderung der ergebniswirksamen Folge- bzw. Stichtagsbewertung finanzieller Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten) sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar, die aus Auf- bzw. Abwertungen des Euro gegenüber sämtlichen Fremdwährungen resultieren. Im Rahmen dieser Analysen wird auf Finanzinstrumente abgestellt, die in einer von der lokalen funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Auf die Angabe wechselkursbedingter Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung Euro wird somit gemäß den Anforderungen des IFRS 7 verzichtet. Die Auswirkungen auf das Eigenkapital ergeben sich aufgrund der Änderungen von beizulegenden Zeitwerten der Devisenderivate zur Absicherung von künftigen Zahlungsströmen.

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Kursentwicklung

in %
Ergebnisauswirkung vor Steuern

in TEUR
Auswirkungen auf das Eigenkapital*

in TEUR
2014
USD + 10 567 1.204
USD -10 - 567 - 985
2013
USD + 10 330 2.019
USD -10 - 330 -1.652

* ohne Darstellung der Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern

Zinsänderungsrisiko

Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit variablem Zinssatz. Die Steuerung der Zinsaufwendungen des Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Zur Absicherung des Zinsrisikos aus langfristigen variabel verzinslichen Positionen werden Zinsswaps abgeschlossen, bei denen in festgelegten Zeitabständen die unter Bezugnahme auf einen vorab vereinbarten Nennbetrag ermittelte Differenz zwischen festverzinslichen und variabel verzinslichen Beträgen mit dem Vertragspartner getauscht wird.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß den Anforderungen des IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von hypothetischen Änderungen der Marktzinssätze auf laufende Zinszahlungen bzw. Zinserträge und -aufwendungen im Ergebnis vor Steuern sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital (aus der Folgebewertung der in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen designierten Zinsderivate) wie folgt dar:

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Erhöhung/ Verringerung in Basispunkten Ergebnisauswirkung vor Steuern

in TEUR
Auswirkungen auf das Eigenkapital*

in TEUR
2014
Europa + 10 - 21 199
USA + 10 -18 2
Europa -10 17 -142
USA -10 18 - 2
2013
Europa + 10 - 43 232
USA + 10 -16 5
Europa -10 44 - 239
USA -10 16 - 5

* ohne Darstellung der Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern

7.3 ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENT

In der Nabaltec AG ist ein solides Kapitalmanagement im Einsatz, das es dem Konzern ermöglichen soll, seinen Wachstumskurs weiter fortzusetzen sowie die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Dabei wird insbesondere auf ein langfristig ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital geachtet.

Im Folgenden sind das Eigenkapital und die im Zuge des Kapitalmanagements erfassten Fremdkapitalpositionen der Nabaltec AG zum 31. Dezember 2014 und 2013 dargestellt:

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31.12.2014

in TEUR
31.12.2013

in TEUR
Veränderung

in %
Eigenkapital 52.461 50.369 4,15
als % vom Gesamtkapital 39,64 36,35 9,05
Langfristige Finanzschulden 61.353 70.583 -13,08
Kurzfristige Finanzschulden 18.525 17.605 5,22
Fremdkapital* 79.878 88.188 - 9,42
als % vom Gesamtkapital 60,36 63,65 - 5,17
Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements 132.339 138.557 - 4,49

* Die Gesellschaft definiert Fremdkapital als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber einem Minderheitsgesellschafter.

Das Eigenkapital hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 2.092 auf TEUR 52.461, bedingt im Wesentlichen durch die Gewinne des Konzerns, erhöht.

Das Fremdkapital hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 8.310 auf TEUR 79.878, bedingt im Wesentlichen durch die Tilgung von langfristigen Bankverbindlichkeiten, verringert.

Insgesamt führten diese Kapitaleffekte im Jahr 2014 zu einer Erhöhung der Eigenkapitalquote (in Prozent vom Gesamtkapital) auf 39,64 % gegenüber 36,35 % im Vorjahr. Das Verhältnis Fremdkapital zu Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements sank von 63,65 % zum 31. Dezember 2013 auf 60,36 % zum 31. Dezember 2014.

Im Rahmen der weiteren Unternehmensentwicklung optimiert der Konzern permanent sein Finanzmanagement, verbunden mit einer kontinuierlichen Überwachung und Steuerung der Eigenkapitalquote.

Ziel dieses Finanzmanagements ist es, gegenüber den Geschäftspartnern der Nabaltec AG eine verbesserte Solvenz darzustellen sowie die Kapitalkosten zu optimieren.

Die Nabaltec AG unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Zu Covenants aus Kreditverträgen wird auf Punkt 6.10 "Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten" verwiesen.

7.4 TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" gelten Unternehmen und Personen, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist.

Als nahestehende Personen bzw. Unternehmen wurden die folgenden Personen bzw. Unternehmen identifiziert:

Mitglieder des Vorstands (siehe Punkt 7.8 "Organe der Gesellschaft") und deren Familienangehörige
Mitglieder des Aufsichtsrats (siehe Punkt 7.8 "Organe der Gesellschaft") und deren Familienangehörige
Unternehmen, die von den Mitgliedern des Vorstands oder Aufsichtsrats direkt oder indirekt beherrscht werden

Die Mitglieder des Vorstands erhielten im Geschäftsjahr 2014 kurzfristige Bezüge in Höhe von TEUR 1.373 (Vorjahr: TEUR 1.019). Darüber hinaus wurden Aufwendungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von TEUR 349 (Vorjahr: TEUR 305) getätigt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2014 Aufsichtsratsbezüge in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 49).

Zum 31. Dezember 2014 bzw. 2013 bestanden folgende Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen:

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in TEUR) Forderungen Verbindlichkeiten
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
--- --- --- --- ---
Von Mitgliedern des Aufsichtsrats beherrschte Unternehmen 0 0 0 0
Von Mitgliedern des Vorstands beherrschte Unternehmen 17 17 3 0

Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen bzw. Aufwand für uneinbringliche Forderungen oder zweifelhafte Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zum 31. Dezember 2014 in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 8) berücksichtigt.

Im Geschäftsjahr 2014 bzw. 2013 wurden neben den Vergütungen für die Mitglieder des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats die folgenden Aufwendungen und Erträge mit nahestehenden Personen und Unternehmen erfasst:

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in TEUR) Erträge Aufwendungen
2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- ---
Von Mitgliedern des Aufsichtsrats beherrschte Unternehmen 0 0 2 5
Von Mitgliedern des Vorstands beherrschte Unternehmen 66 74 247 14

Transaktionen mit Unternehmen, die von Mitgliedern des Vorstands beherrscht werden, umfassen Dienstleistungen im Rahmen der Abwicklung der Personalwirtschaft und sonstigen Dienstleistungen (Erträge in Höhe von TEUR 66, im Vorjahr in Höhe von TEUR 74), Anlagenplanungen (Aufwendungen in Höhe von TEUR 240, im Vorjahr in Höhe von TEUR 10) sowie sonstige Dienstleistungen (Aufwendungen in Höhe von TEUR 7, im Vorjahr in Höhe von TEUR 4). Aufwendungen für Mitglieder des Aufsichtsrats resultieren aus Forschungs- und Entwicklungsarbeiten eines Aufsichtsratsmitglieds zu Teilaspekten der keramischen Verfahrenstechnik.

7.5 ERGEBNIS JE AKTIE

Die Anzahl der ausstehenden Aktien entwickelte sich während des Geschäftsjahres wie folgt:

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2014 2013
Ausstehende Stammaktien per 01.01. 8.000.000 8.000.000
Es fanden in den Geschäftsjahren keine Transaktionen statt.
Ausstehende Stammaktien per 31.12. 8.000.000 8.000.000
Durchschnittlich unverwässerte Anzahl der ausstehenden Stammaktien 8.000.000 8.000.000

Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien der Gesellschaft zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien, die sich während des Geschäftsjahres im Umlauf befinden, geteilt.

Gemäß IAS 33 "Ergebnis je Aktie" sind zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie zusätzlich die Effekte potenzieller Stammaktien zu berücksichtigen. Verwässernde Effekte auf das Ergebnis der Nabaltec AG bestehen nicht. Somit ist das unverwässerte Ergebnis je Aktie gleich dem verwässerten Ergebnis je Aktie für die Geschäftsjahre 2014 und 2013.

Das Ergebnis je Aktie stellt sich somit wie folgt dar:

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2014 2013
Konzernergebnis nach Steuern - Anteilseigner des Mutterunternehmens (in TEUR) 5.493 2.646
Durchschnittlich unverwässerte Anzahl der ausstehenden Stammaktien 8.000.000 8.000.000
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,69 0,33

Im Weiteren verweisen wir auf die Ausführungen unter Punkt 6.8 "Eigenkapital".

7.6 ANGABEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Zahlungsmittelströme. Entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnung" werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Im Finanzmittelfonds laut Kapitalflussrechnung ist die unter Punkt 6.7 dargestellte Position "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" enthalten.

Die Abweichungen zwischen den Zugängen lt. Anlagespiegel und den Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen resultieren aus zum Stichtag noch offenen Verbindlichkeiten aus Anlagenkäufen sowie der Verrechnung des Investitionszuschusses mit den Anlagenzugängen laut Anlagespiegel.

Die gezahlten bzw. erhaltenen Zinsen und Ertragsteuern sind direkt aus der Konzern-Kapitalflussrechnung ersichtlich.

7.7 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die operativen Segmente entsprechen den Geschäftssegmenten des Konzerns. Die Risiken sowie die internen Organisations- und Berichtsstrukturen des Konzerns werden überwiegend durch die Unterscheidung der hergestellten Produkte bestimmt.

Geschäftssegmente

Nabaltec ist in die zwei Unternehmensbereiche "Funktionale Füllstoffe" und "Technische Keramik" unterteilt. Jedes Segment stellt dabei einen strategischen Unternehmensbereich dar, dessen Produktpalette und Märkte sich von dem jeweils anderen unterscheiden.

Der Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" produziert und vertreibt vor allem halogenfreie, flammhemmende Füllstoffe für die Kunststoff- und Kabelindustrie sowie Additive.

Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" werden keramische Rohstoffe und keramische Massen für eine Vielzahl von Anwendungen in der technischen Keramik sowie der Feuerfestindustrie hergestellt und vertrieben.

Die Spalte "Sonstige" umfasst Vermögenswerte und Schulden, die sich nicht einzelnen Segmenten zuordnen lassen.

Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden grundsätzlich anhand marktüblicher Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Segmenterträge, Segmentaufwendungen und Segmentergebnis umfassen Transfers zwischen den Unternehmensbereichen, die im Rahmen der Konsolidierung eliminiert werden. In den Geschäftsjahren 2014 und 2013 fanden zwischen den Geschäftssegmenten keine Transaktionen statt.

GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2014

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(IN TEUR) Funktionale Füllstoffe Technische Keramik Sonstige Nabaltec- Konzern
Umsatzerlöse
Erlöse mit externen Kunden 98.850 44.485 - 143.335
Segmentergebnis
EBITDA 17.442 4.927 - 22.369
EBIT 10.504 2.169 - 12.673
Vermögenswerte und Schulden
Segmentvermögen 108.252 43.187 27.374 178.813
Segmentschulden 12.366 5.964 108.022 126.352
Sonstige Segmentinformationen
Investitionen
- Sachanlagen 5.105 2.651 - 7.756
- Immaterielle Vermögenswerte 172 114 - 286
Abschreibungen
- Sachanlagen 6.882 2.722 - 9.604
- Immaterielle Vermögenswerte 56 36 - 92

GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2013

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(IN TEUR) Funktionale Füllstoffe Technische Keramik Sonstige Nabaltec- Konzern
Umsatzerlöse
Erlöse mit externen Kunden 90.596 42.338 - 132.934
Segmentergebnis
EBITDA 13.401 6.361 - 19.762
EBIT 6.746 3.785 - 10.531
Vermögenswerte und Schulden
Segmentvermögen 103.269 42.964 30.041 176.274
Segmentschulden 10.092 5.149 110.664 125.905
Sonstige Segmentinformationen
Investitionen
- Sachanlagen 2.317 3.399 - 5.716
- Immaterielle Vermögenswerte 35 24 - 59
Abschreibungen
- Sachanlagen 6.618 2.550 - 9.168
- Immaterielle Vermögenswerte 37 26 - 63

Informationen nach Regionen

Die Regionen sind definiert für Deutschland, übriges Europa, USA und den Rest der Welt.

GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2014

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(in TEUR) Deutschland Übriges Europa USA Rest der Welt Summe
Umsatzerlöse
Erlöse mit externen Kunden 40.744 68.541 18.016 16.034 143.335
Sonstige Segmentinformationen
Segmentvermögen 158.224 - 20.589 - 178.813
Investitionen
- Sachanlagen 7.534 - 222 - 7.756
- Immaterielle Vermögenswerte 286 - - - 286

GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2013

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(in TEUR) Deutschland Übriges Europa USA Rest der Welt Summe
Umsatzerlöse
Erlöse mit externen Kunden 40.915 63.606 14.431 13.982 132.934
Sonstige Segmentinformationen
Segmentvermögen 157.326 - 18.948 - 176.274
Investitionen
- Sachanlagen 5.478 - 238 - 5.716
- Immaterielle Vermögenswerte 59 - - - 59

Im Geschäftsjahr 2014 wurde mit einem Kunden ein Umsatz von mehr als 10 % des Gesamtumsatzes getätigt. Der Umsatz dieses Kunden beträgt TEUR 16.977 und ist im Segment "Funktionale Füllstoffe" beinhaltet. Ebenso wurde im Geschäftsjahr 2013 mit einem Kunden ein Umsatz (TEUR 15.298) von mehr als 10 % des Gesamtumsatzes erzielt.

Die langfristigen Vermögenswerte des Konzerns befinden sich in Deutschland und den USA. Als langfristiges Vermögen werden dabei Vermögenswerte berücksichtigt, die in der operativen Geschäftstätigkeit eingesetzt werden und die dazu gedacht sind, länger als 12 Monate im Unternehmen zu verbleiben. Ausschlaggebend für die Zuordnung war dabei der Standort der jeweiligen Vermögenswerte.

7.8 ORGANE DER GESELLSCHAFT

Vorstand

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■ Herr Johannes Heckmann (technischer Bereich)
■ Herr Gerhard Witzany (kaufmännischer Bereich)

Aufsichtsrat

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■ Herr Dr. Leopold von Heimendahl (Vorsitzender)
■ Herr Dr. Dieter J. Braun (stellv. Vorsitzender)
■ Herr Prof. Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich

7.9 FREIWILLIGE ERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AKTG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Vorstand und Aufsichtsrat der Nabaltec AG haben die für börsennotierte Gesellschaften vorgeschriebene Erklärung nach § 161 AktG freiwillig abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite "www.nabaltec.de" unter der Rubrik "Investor Relations/Corporate Governance" veröffentlicht.

7.10 WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht zu verzeichnen.

7.11 HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS NACH § 314 HGB

Das Abschlussprüferhonorar für den Jahresabschluss 2014 (einschließlich des Konzernabschlusses 2014) beläuft sich auf TEUR 87. Für andere Bestätigungsleistungen erhielt der Abschlussprüfer ein Honorar in Höhe von TEUR 15, für Steuerberatungsleistungen ein Honorar in Höhe von TEUR 51 und für sonstige Leistungen ein Honorar in Höhe von TEUR 5.

Schwandorf, 2. März 2015

Nabaltec AG

Der Vorstand

JOHANNES HECKMANN

GERHARD WITZANY

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der Nabaltec AG, Schwandorf, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Entwicklung des Anlagevermögens und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Nabaltec AG, Schwandorf, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Nürnberg, den 6. März 2015

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Poneleit, Wirtschaftsprüfer

Thiermann, Wirtschaftsprüfer