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Nabaltec AG Annual Report 2012

Jun 4, 2013

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Annual Report

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Nabaltec AG

Schwandorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Prof. Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich, Dr. Leopold von Heimendahl (Aufsichtsratsvorsitzender), Dr. Dieter J. Braun

"Die Entwicklung 2012 hat uns einmal mehr bestätigt, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Nabaltec AG ausgesprochen gut ist und die Markttreiber intakt sind."

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionäre,

Wettbewerbsfähigkeit der Nabaltec ist ausgesprochen gut

während Nabaltec im ersten Halbjahr 2012 nahezu das Rekordniveau des Vorjahres erreichte, belastete in der zweiten Jahreshälfte ein unruhiges wirtschaftliches Umfeld das Ergebnis. Auf Gesamtjahressicht konnte sich die Nabaltec AG jedoch in einem zunehmend schwierigen Umfeld behaupten. Gleichwohl lag und liegt das besondere Augenmerk von Aufsichtsrat und Vorstand darauf, Marktentwicklungen sehr aufmerksam zu beobachten und jederzeit schnell handlungsfähig zu sein. Gleichzeitig hat uns die Entwicklung 2012 einmal mehr bestätigt, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Nabaltec AG auf dem Weltmarkt ausgesprochen gut ist und die Treiber in den Absatzmärkten intakt sind.

Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat den Vorstand beraten und die Geschäftsführung entsprechend den Aufgaben, die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegen, ständig und mit größtmöglicher Sorgfalt überwacht und kontrolliert. Der Aufsichtsrat wurde in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, frühzeitig einbezogen und durch den Vorstand unmittelbar informiert.

Sämtliche zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurden positiv beschieden

Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Sämtliche zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurden positiv beschieden.

Im Berichtsjahr 2012 kam der Aufsichtsrat zu vier turnusmäßigen Sitzungen, am 23. April 2012, am 21. Juni 2012 im Anschluss an die Hauptversammlung, am 27. September 2012 und am 13. Dezember 2012, zusammen. 2013 haben bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 19. April keine weiteren Sitzungen stattgefunden. Alle Mitglieder waren bei sämtlichen Sitzungen 2012 anwesend - Herr Professor Heinrich am 23. April 2012 via Telefon, eine entsprechende Stimmbotschaft lag vor. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich ergänzend auch schriftlich und fernmündlich beraten. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Entscheidungen getroffen. 2012 wurde in drei Fällen den Beschlussvorlagen schriftlich zugestimmt. Es wurde unter anderem die Erhöhung der Versicherungssumme der D&O-Versicherung beschlossen sowie die vom Deutschen Corporate Governance Kodex geforderte Zielsetzung des Aufsichtsrats im Hinblick auf die Anzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder angepasst.

Bei den im Berichtsjahr durchgeführten Wahlen zum Aufsichtsrat wurde der bisherige Aufsichtsrat erneut in seinem Amt bestätigt. Da der Aufsichtsrat der Nabaltec AG aus drei Mitgliedern besteht, wurde auch weiterhin auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2012 keine Interessenkonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist eine ausreichende Personenzahl des Gremiums als unabhängig einzustufen, da zwei Mitglieder des Aufsichtsrats in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder dem Vorstand stehen. Zwischen der Nabaltec AG und Herrn Professor Heinrich besteht ein Vertrag über die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu Teilaspekten der keramischen Verfahrenstechnik. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechend hat der Aufsichtsrat auch während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner eigenen Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung, geprüft.

SCHWERPUNKTE DER BERATUNGEN

Aufsichtsrat wurde immer umfassend und zeitnah informiert

Der Aufsichtsrat wurde auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen durch den Vorstand in mündlichen wie auch schriftlichen Berichten umfassend und zeitnah informiert. In Monats- und Quartalsberichten wurde ihm insbesondere über Marktentwicklungen, die Risiko- und Wettbewerbssituation, die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie über den Grad der Planerreichung berichtet. Darüber hinaus ließ sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats fortlaufend über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit beiden Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.

Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Plenum waren die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, geeignete Maßnahmen zur Optimierung der Umsatz- und Ertragsentwicklung, die Vermögens- und Finanzlage sowie Fragen der Compliance und Unternehmensstrategie. Darüber hinaus wurden folgende Schwerpunkte 2012 intensiv erörtert:

Jahresabschluss 2011 für AG und Konzern
Corporate Governance, insbesondere Änderungen des Kodex vom 15. Mai 2012 und Erweiterung der Zielsetzung für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Marktpotenziale neuer Produkte
Planung 2013 und mittelfristige Planung bis 2015
Investitions- und Finanzierungsplanung für 2013 bis 2015

Weitere Schwerpunkte der Beratungen wie auch der Kontrollen und Prüfungen waren im Jahr 2012 und vor allem auch in der bilanzfeststellenden Sitzung 2013 die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, der Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern sowie die Überwachung des internen Kontrollsystems.

Vorstand und Aufsichtsrat haben mit Datum 9. März 2012 die gemeinsame Entsprechenserklärung 2012 abgegeben und diese den Aktionären auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de dauerhaft zugänglich gemacht. Mit den Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 haben sich beide Gremien befasst und diese insbesondere in der Sitzung am 13. Dezember 2012 erörtert und damit die Abgabe der Entsprechenserklärung 2013 vorbereitet. Zusätzlich hat der Aufsichtsrat die Zielsetzung für seine zukünftige Zusammensetzung im Hinblick auf die Änderungen des Kodex neu formuliert. Weitere Informationen zur Corporate Governance der Nabaltec AG finden sich im Bericht zur Corporate Governance auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de in der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2012

Die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, hat den vom Vorstand nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der Nabaltec AG sowie den Konzernabschluss, der gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt wurde, und den Konzernlagebericht geprüft. Den Prüfauftrag hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Juni 2012 erteilt. Der Aufsichtsrat hatte vorab eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es wurden keine Umstände bekannt, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründeten. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, den Aufsichtsrat sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit hätten begründen können, sowie gegebenenfalls über Leistungen, die er über die Abschlussprüfung hinaus erbracht hat. Als Schwerpunkt für die Prüfung 2012 wurde der Prozessbereich "Absatz" festgelegt.

Abschlussprüfer erteilt uneingeschränkten Bestätigungsvermerk

Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss und Lagebericht sowie für den Konzernabschluss und Konzernlagebericht einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die gesamten Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur eigenen Prüfung vor. In der Bilanzsitzung am 19. April 2013 wurden die Unterlagen und der Bericht intensiv erörtert. Der Abschlussprüfer war anwesend, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für weitere Fragen zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen des Abschlussprüfers waren die Beurteilung des Konzernjahresabschlusses der Nabaltec AG sowie der rechnungslegungsbezogenen Kontrollen des Bereichs "Absatz". Rechnungslegungsbezogene Schwächen in diesem Bereich wurden durch den Abschlussprüfer nicht festgestellt. Sowohl der Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben dem Aufsichtsrat alle Fragen umfassend und zu seiner Zufriedenheit beantwortet.

Jahresabschluss der Nabaltec AG festgestellt

Nach der eigenen Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers Deloitte&Touche GmbH an. Der Aufsichtsrat billigt somit die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse für AG und Konzern zum 31. Dezember 2012. Der Jahresabschluss der Nabaltec AG ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt Vorstand und Management für die jederzeit gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit sowie den Aktionären für das Vertrauen, das ihm bei seiner Wiederwahl im Berichtsjahr ausgesprochen wurde. Ein besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Nabaltec AG, die 2012 in einem weiterhin sehr volatilen wirtschaftlichen Umfeld durch innovative Ideen und Produkte erfolgreich agiert und dabei die größtmögliche Zufriedenheit der Kunden als beste Sicherung des eigenen Erfolges im Blick behalten haben.

Schwandorf, 19. April 2013

DR. LEOPOLD VON HEIMENDAHL, Vorsitzender des Aufsichtsrats

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1 GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Umweltfreundliche und hochspezialisierte Produkte

Die Nabaltec AG entwickelt, produziert und vertreibt umweltfreundliche und zugleich hochspezialisierte Produkte auf der Basis mineralischer Rohstoffe, insbesondere auf Basis von Aluminiumhydroxid (ATH) und Aluminiumoxid. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Anbietern von funktionalen Füllstoffen, keramischen Rohstoffen und keramischen Massen. Die Jahresproduktionskapazität liegt bei rund 250.000 Tonnen mit einem Exportanteil von knapp 70 %.

Das Anwendungsspektrum für die Nabaltec-Produkte ist sehr breit gefächert:

flammhemmende Füllstoffe für die Kunststoffindustrie, die z. B. bei Kabeln in Tunneln, Flughäfen, Hochhäusern und elektronischen Geräten eingesetzt werden
Füllstoffe und Additive, die Kunststoffe pigmentieren, stabilisieren und aufgrund ihrer katalytischen Fähigkeiten oder als Flammschutz in der Elektronikindustrie eingesetzt werden
keramische Rohstoffe zum Einsatz in der Feuerfestindustrie, in der technischen Keramik und Poliermittelindustrie
hochspezialisierte keramische Rohstoffe für Ballistik, Mikroelektronik und keramische Filter

Ausgezeichnete Wachstumsperspektiven für Nabaltec-Produkte

Nabaltec-Produkte kommen immer dann bevorzugt zum Einsatz, wenn ein Höchstmaß an Qualität, Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Langlebigkeit gefordert ist. Diese Kombination wichtiger Eigenschaften garantiert Nabaltec-Produkten ausgezeichnete Wachstumsperspektiven. Denn insbesondere im Bereich der funktionalen Füllstoffe können halogenfreie Flammschutzmittel, wie die Produkte von Nabaltec, zunehmend bislang eingesetzte schwermetallhaltige und damit umweltbelastende Füllstoffe ersetzen. Die wesentlichen Treiber sind das global gestiegene Umweltbewusstsein, vielfältige internationale und nationale Gesetzgebungen und freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie. Der Brandschutz in der Kunststoff- und Kabelindustrie wird deshalb in den kommenden Jahren weiter dynamisch wachsen, das belegen aktuelle Marktforschungsergebnisse. Um von dieser Entwicklung überproportional zu profitieren und in diesem Spezialbereich zum Marktführer zu werden, wurden die Produktionskapazitäten für ATH-basierte, flammhemmende Füllstoffe gezielt ausgebaut. Heute ist Nabaltec in diesem Bereich einer der führenden Anbieter weltweit.

Als weltweit einziger Anbieter von feinstgefälltem Aluminiumhydroxid verfügt Nabaltec über Produktionsstandorte in den beiden wichtigsten Nachfragemärkten Europa und USA (Schwandorf und Kelheim, Deutschland, und Corpus Christi, USA). Dadurch kann Nabaltec die Produkte kundennah und kosteneffizient produzieren und die wichtigsten Märkte unmittelbar bedienen.

Markt für reaktive Aluminiumoxide entwickelt sich überproportional gut

Auch im Unternehmensbereich "Technische Keramik" verfügen Nabaltec-Produkte aufgrund der Vielzahl an Anwendungen und relevanten Zielmärkten über sehr gute Wachstumspotenziale. Bei den keramischen Rohstoffen entwickelt sich der Markt für reaktive Aluminiumoxide aufgrund steigender Qualitätsanforderungen der Feuerfestindustrie überproportional gut. Auch die Märkte der technischen Keramik und der Poliermittelindustrie zeigen weiterhin ein fundiertes Wachstum.

Über den Vertrieb und die anwendungstechnische Beratung pflegt Nabaltec einen sehr engen Kontakt zu den Kunden. Sämtliche Vertriebsmitarbeiter verfügen über spezifische technische und chemische Kenntnisse, so dass eine fachkundige Beratung jederzeit garantiert ist. Diese Kundennähe ist der Grundstein für eine gezielte, kundenindividuelle Gestaltung und Weiterentwicklung der Produkte.

UNTERNEHMENSSTRUKTUR

Nabaltec mit Sitz in Schwandorf wurde 1994 gegründet und übernahm 1995 den Geschäftsbetrieb der Sparte Spezialoxide der VAW aluminium AG. Im September 2006 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Seit November 2006 sind die Aktien der Nabaltec AG im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Die Nabaltec AG ist mit 51 % an der Nashtec LLC (USA) als Teil eines Joint Ventures beteiligt. Weitere Beteiligungen oder Tochtergesellschaften der Nabaltec AG existieren nicht.

Nabaltec gliedert ihre Tätigkeit in zwei Unternehmensbereiche

Entsprechend den Charakteristika der Ziel- und Abnehmermärkte gliedert die Nabaltec AG ihre Tätigkeit in zwei Unternehmensbereiche, die wiederum in Marktsegmente bzw. Geschäftsbereiche aufgeteilt sind. Darüber hinaus werden vier Dienstleistungsbereiche als Profit- bzw. Cost-Center geführt.

Mit dem neuen Marktsegment "Umwelttechnik" konzentriert sich Nabaltec auf die Entwicklung neuer Rohstoffe für alternative Energiespeicher, Elektromobilität, Katalyse und für die Abgasreinigung von Kraftwerken.

UNTERNEHMENSBEREICHE

Funktionale Füllstoffe:

Flammschutzmittel
Additive
Umwelttechnik

Technische Keramik:

Keramische Rohstoffe
Keramische Massen

DIENSTLEISTUNGSBEREICHE

Kaufmännische Dienste
Controlling/Finanzen
Technische Dienste
Analysenzentrum

1.2 ZIELE UND STRATEGIEN

Die Nabaltec AG setzt in der Weiterentwicklung des Unternehmens folgende Ziele und strategische Schwerpunkte:

1. QUALITÄTSFÜHRERSCHAFT UND EINE MARKTPOSITION UNTER DEN JEWEILS DREI FÜHRENDEN ANBIETERN IN DEN ZIELMÄRKTEN

Nabaltec ist einer der führenden Anbieter von flammhemmenden Füllstoffen

Der Brandschutz in der Kunststoff- und Kabelindustrie wird in den kommenden Jahren weiterhin dynamisch wachsen, das belegen aktuelle Marktforschungsergebnisse von Roskill. Halogenierte, flammhemmende Füllstoffe werden zunehmend durch halogenfreie ersetzt. Um von dieser Entwicklung überproportional zu profitieren und in diesem Spezialbereich zum Marktführer zu werden, wurden die Produktionskapazitäten für ATH-basierte, flammhemmende Füllstoffe gezielt ausgebaut. Heute ist Nabaltec in diesem Bereich bereits einer der führenden Anbieter weltweit.

Bei den keramischen Rohstoffen entwickelt sich der Markt für reaktive Aluminiumoxide aufgrund steigender Qualitätsanforderungen der Feuerfestindustrie überproportional gut. Auch die Märkte der technischen Keramik und der Poliermittelindustrie zeigen weiterhin ein fundiertes Wachstum. Dieser Entwicklung trägt Nabaltec durch den Ausbau der Anlagen für innovative Produkte Rechnung.

Als Hersteller von frei verfügbaren keramischen Massen auf Basis von Aluminiumoxid für hochspezialisierte Anwendungen in der technischen Keramik ist Nabaltec bereits marktführend, auch aufgrund der hochmodernen Produktionsanlage für granulierte keramische Massen in Schwandorf.

2. STRATEGISCHE AUSRICHTUNG AUF WACHSTUMSMÄRKTE

Weltweit setzen sich umweltschonende, ungiftige und sichere Produkte und Verfahren immer stärker durch, besonders gefördert durch regulatorische Vorgaben oder Selbstverpflichtungen der Industrie. Mit einem Exportanteil von knapp 70% kann Nabaltec schon heute von diesen weltweiten Trends profitieren. Mit dem Anspruch, in den eigenen Spezialmärkten zu den Top-3-Anbietern weltweit zu gehören, verbindet sich auch das Ziel, auf allen Weltmärkten gleichermaßen vertreten zu sein.

3. OPTIMIERUNG DES KUNDENNUTZENS DURCH FORTLAUFENDE WEITERENTWICKLUNG DER PRODUKTIONSPROZESSE UND DER PRODUKTQUALITÄT

Produkt- und Prozessentwicklung wird laufend optimiert

Durch den ständigen Austausch mit den Kunden wird die eigene Produkt- und Prozessentwicklung laufend optimiert und auf kundenspezifische Anforderungen ausgerichtet. Daraus ergeben sich nicht nur für den Kunden Verarbeitungsvorteile, wie z.B. eine einfachere und schnellere Fertigung, sondern auch Kostenvorteile für Nabaltec durch geringere Herstellungs- und Entwicklungskosten. Nabaltec investiert deshalb kontinuierlich in das eigene Technikum sowie in die internen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen und kooperiert bereits seit Jahren mit verschiedenen Forschungsinstitutionen.

Zur Optimierung der Prozesse gehören auch eine effiziente Energienutzung und ein umfassender Umweltschutz. Beide Aspekte stellen wesentliche Wettbewerbsfaktoren dar. Nabaltec hat umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um den spezifischen Energieverbrauch zu reduzieren, abwasserneutral zu arbeiten und den Emissionsausstoß zu minimieren.

4. GEZIELTE ERWEITERUNG DER PRODUKTPALETTE

Nabaltec erweitert das eigene Produktportfolio in drei Dimensionen:

durch Neuentwicklungen von Produkten, häufig in enger Zusammenarbeit mit Schlüsselkunden, Beispiele sind Additive und Böhmite, die seit 2009 im industriellen Maßstab produziert und vertrieben werden
durch gezielte Weiterentwicklung bestehender Produkte in neuen Qualitäten, die speziell auf Kundenanforderungen abgestellt sind
durch Weiterentwicklung bestehender Produkte für ganz neue Anwendungsfelder

Mit der eigenen Technikumsanlage in Kelheim verfügt Nabaltec über eine optimale Ausstattung für Entwicklungstätigkeiten und Musterproduktionen von bis zu mehreren hundert Tonnen und für Produkteinführungen im Kleinmaßstab.

5. FLEXIBLE UND SCHNELLE ANPASSUNG DER KAPAZITÄTEN UND KOSTENSTRUKTUREN DANK HOCHAUFLÖSENDER CONTROLLING-PROZESSE

Nabaltec verfolgt eine margenorientierte Kapazitätspolitik

Nabaltec verfolgt eine margenorientierte Kapazitätspolitik. Nachfrageschwankungen und Veränderungen in den Losgrößen müssen möglichst früh berücksichtigt werden, da die Produktionsprozesse in der Spezialchemie nur mit einer prozessimmanenten Verzögerung variiert werden können, wenn sie gleichzeitig wirtschaftlich bleiben sollen. Deshalb hat Nabaltec ein schnell greifendes und sehr differenziertes Controlling entwickelt und verfügt damit über geeignete Instrumente, um die Kostenpositionen den Absatz- und Losgrößenschwankungen weitgehend anzupassen.

6. SICHERSTELLUNG DER ZUKUNFTSINVESTITIONEN DURCH EINE STARKE FINANZIERUNGSBASIS

Um das Potenzial beider Unternehmensbereiche im Markt voll ausschöpfen zu können, sind weiterhin Investitionen nötig. Diese Investitionstätigkeit ist gleichzeitig eine hohe Markteintrittsbarriere für mögliche neue Anbieter. Um die notwendigen Investitionsmittel zur Verfügung zu haben, setzt Nabaltec auf eine breite Finanzierungsbasis, die sich aus Eigenkapital, Bankdarlehen, Fördermitteln sowie der 2010 emittierten Unternehmensanleihe zusammensetzt.

1.3 STEUERUNGSSYSTEM

Zielvereinbarungsprozess definiert Verantwortlichkeiten

Die Nabaltec AG hat einen das ganze Unternehmen umspannenden Zielvereinbarungsprozess implementiert, der bis in die kleinsten Einheiten hinein mit differenzierten Zielvorgaben Verantwortlichkeiten definiert. Die Ergebnis-, Kosten- und Leistungsplanung unterstützt umfassend die Analyse zur Erreichung der Unternehmensziele. Soll-Ist-Vergleiche sind online verfügbar, signalisieren frühzeitig Handlungsbedarf und fördern den Prozess der Führung durch Zielvereinbarungen. Für alle Kostenstellen und Kostenträger wird monatlich ein Soll-Ist-Vergleich durchgeführt.

Seit dem Jahr 1998 wird in allen kaufmännischen Bereichen die ERP-Software "Navision" eingesetzt. Die gesamte Darstellung der Kosten- und Leistungsrechnung, inklusive Ergebnisrechnung, erfolgt bei Nabaltec seit 2003 auf Basis der Controlling-Software "macs". Die zentralen Steuerungsgrößen als Grundlage für die betriebswirtschaftlichen Entscheidungen sind Umsatz, Deckungsbeitragsrechnung, EBIT, ROCE, ROI, Amortisationsdauer und Cashflow.

1.4 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

F&E-Aktivitäten spielen eine zentrale Rolle

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nehmen eine zentrale Rolle in der Gesamtstrategie der Nabaltec AG ein. Wichtiges Element der F&E-Strategie sind der enge Schulterschluss und die gemeinsame Entwicklungsarbeit mit den Kunden. Der Fokus in allen Unternehmensbereichen liegt darauf, den Kunden Qualitäts- und Verarbeitungsvorteile bieten zu können und sie so zu unterstützen, dass ein Wettbewerbsvorteil generiert werden kann. Als ein führender Anbieter von hochspezialisierten Produkten betrachtet Nabaltec Forschung&Entwicklung als eine der Kernkompetenzen.

Die enge Zusammenarbeit mit den Kunden zieht sich durch alle Unternehmensbereiche und Prozessschritte. Der anwendungsorientierte Vertrieb ist gefordert, die spezifischen Bedürfnisse der Kunden zu definieren und direkt in die Entwicklungsarbeit einfließen zu lassen. Gleiches gilt für die Rückmeldungen der Kunden bei Neuentwicklungen, aber auch bei etablierten Produkten; auch sie gehen unmittelbar in die Weiterentwicklungen mit ein. Durch den technisch ausgerichteten Vertrieb ist Nabaltec gleichzeitig in der Lage, frühzeitig neue Trends zu erkennen und aktiv zu fördern.

Parallel ist es das Ziel von Nabaltec in der F&E-Arbeit, die eigenen Produktionsprozesse fortlaufend zu optimieren und so die Basis zu schaffen, um die eigene Marktposition weiter ausbauen zu können. Beispielsweise ist die Energieoptimierung ein fundamentaler Antrieb für vielfältige F&E-Projekte.

Projekte mit Forschungspartnern

Die langjährig erarbeitete In-House-Kompetenz wird in einigen Bereichen durch gemeinsame Projekte mit Universitäten, öffentlichen und privaten Instituten sowie Forschungs- und Technologiegesellschaften sinnvoll ergänzt. Zu den Forschungspartnern gehören unter anderem die RWTH in Aachen, das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit, Abteilung Kunststoffe, in Darmstadt, das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V., das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme in Dresden und das Forschungsinstitut für anorganische Werkstoffe - Glas/Keramik in Höhr-Grenzhausen. Zusätzlich unterlegt wird die Innovationstätigkeit von Nabaltec durch die Teilnahme an verschiedenen Projekten der AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen) und des BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) in beiden Unternehmensbereichen.

Das ausgeprägte Engagement von Nabaltec in der Forschung &Entwicklung drückt sich auch durch verschiedene nationale und internationale Preise und Auszeichnungen für die Innovationskraft aus. Beispielsweise gehörte Nabaltec bereits sechsmal zu den 100 innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand und wurde in unterschiedlichen Bereichen mehrfach für ihre Innovationskraft ausgezeichnet.

F&E-Aktivitäten orientieren sich an Kunden- und Marktanforderungen

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Nabaltec sind derzeit vor allem darauf ausgerichtet, vorhandene Produkte und Verfahren weiterzuentwickeln und zu verfeinern. Die Maßgaben werden durch sich ständig verändernde Kunden- und Marktanforderungen definiert. Diesen gilt es jederzeit zu entsprechen und damit gleichzeitig in den eigenen Zielmärkten die Produktpalette zu arrondieren beziehungsweise zu erweitern.

Die F&E-Schwerpunkte der vergangenen Jahre, Additive und Böhmite, werden auch nach Markteinführung weiterhin intensiv fortgesetzt. Im Mittelpunkt stehen dabei die permanente Weiterentwicklung der Qualitäten sowie die Identifizierung und Erschließung neuer Einsatzgebiete. Nicht zuletzt ist es das Ziel von Nabaltec, auch in diesen beiden neuen Bereichen vom Start weg im weltweiten Umfeld die Qualitätsführerschaft einzunehmen.

Im Berichtsjahr 2012 standen für den Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:

Bereich der halogenfreien Flammschutzmittel ist ein wichtiger Wachstumsmarkt

Unverändert ist der Bereich der halogenfreien Flammschutzmittel ein wichtiger Wachstumsmarkt, insbesondere für innovative, umweltfreundliche Produkte. Halogenhaltige Produkte werden durch halogenfreie ersetzt, wobei Großkonzerne im Bereich der Consumer-Elektronik mit entsprechenden Werbeslogans, die die Umweltfreundlichkeit der Produkte betonen, sich dazu auch öffentlich bekennen und so diesen Trend fördern. Ein weiterer Entwicklungstrend ist die Förderung von umweltfreundlichen Flammschutzmitteln im Bereich Personentransport, wo sie bis dato noch nicht in allen Bereichen vorhanden sind.

Im Bereich der klassischen mineralischen Flammschutzmittel, wie APYRAL®, werden bestehende Produkte in Abstimmung mit den Kunden, z.B. im Bereich der Kabelindustrie, gemäß neuen Anwendungsanforderungen modifiziert. Beispielhaft sei hier auf Projekte zur optimierten Korngrößenverteilung hingewiesen. Das Augenmerk ist dabei immer auf das Erreichen optimierter Fertigprodukteigenschaften mit verbessertem Flammschutz gerichtet.

Zur Erschließung neuer Anwendungsgebiete werden weitere Spezial-Füllstoffe im Submikron-Bereich, wie ACTILOX® AS, entwickelt. Forschungs- und Entwicklungsziele sind hier die Erreichung von Antisettling-Eigenschaften und von Synergismen im Flammschutz in Harzsystemen.

Für die innovative RTM-Verfahrenstechnik (Harzverarbeitung) entwickelt die Nabaltec AG neue APYRAL®-Produkte, die bezüglich Verarbeitungsverhalten ideal angepasst werden, so dass dieser Zukunftsmarkt entsprechend bedient werden kann.

Neue Produktfreigaben sind in der Vorbereitung oder im Prozess

Nabaltec arbeitet intensiv an den Anwendungsentwicklungen im Bereich der Elektro- und Elektronikindustrie (E &E-Industrie). So haben wir Freigaben im Bereich Leiterplatten durch Feinabstimmungen neuer APYRAL®-AOH-Produkte von unseren Kunden erhalten. Weitere Freigaben sind in Vorbereitung oder bereits im Prozess.

Für technische Thermoplaste führt die Nabaltec AG neue spezielle Qualitäten von APYRAL® AOH und ACTILOX® B (Böhmit) in Anwendungen ein, in denen bis dato noch keine mineralischen Flammschutzmittel großtechnisch im Einsatz waren.

Bezüglich neuer Trends in der Umwelttechnik arbeitet die Nabaltec AG an neuen Rohstoffen für alternative Energiespeicher und Elektromobilität. Auch werden verstärkt spezielle Produkte sowohl auf Basis von Aluminiumhydroxid als auch Böhmit in der Katalyse sowie zur Reinigung von Kraftwerksabgasen eingesetzt.

Für den Unternehmensbereich "Technische Keramik" standen im Berichtsjahr folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:

Innerhalb des NABALOX®-Produktbereiches kalzinierter Aluminiumoxide wurden mehrere Neuprodukte zur Anwendung als Poliermittel im Markt platziert. Mit den Neuqualitäten soll das eigene Portfolio für diesen Anwendungsbereich gezielt ausgebaut werden.

Reaktive Aluminiumoxide werden hauptsächlich in der Feuerfestindustrie eingesetzt

Die reaktiven Aluminiumoxide von Nabaltec werden derzeit hauptsächlich in der Feuerfestindustrie eingesetzt, wo die Produkte bereits heute einen wesentlichen Beitrag bei der Herstellung leistungsfähiger monolithischer und geformter Produkte leisten. Über eine gezielte Neuentwicklung soll zukünftig eine weitere innovative Anwendung erschlossen werden. Dazu wurden bereits umfangreiche anwendungstechnische Untersuchungen durchgeführt, die das Potenzial der Neuentwicklung bestätigen.

Entwicklung eines neuen Sinterproduktes

Im Rahmen der Entwicklung eines neuen hochwertigen SYMULOX®-Sinterproduktes wurden erste großtechnisch erzeugte Mengen zur Bemusterung an Kunden ausgeliefert. Im nächsten Schritt werden nunmehr die erwarteten Eigenschaftsvorteile unter realen Einsatzbedingungen verifiziert. Mit der Entwicklung des Produktes soll langfristig die Einführung von Stoffkreisläufen, bezogen auf die feuerfesten Materialien, unterstützt werden. Eine spezielle SYMULOX®-Qualität für feinkeramische Anwendungen wurde ebenfalls in den Produktionsmaßstab überführt.

Eigene Entwicklungen im Bereich der organischen Plastifizierung

Zur prinzipiellen Steigerung der Leistungsfähigkeit verschiedener GRANALOX®-Produkte in bestehenden Anwendungen wurden unter anderem eigene Entwicklungen im Bereich der organischen Plastifizierung und der Sprühgranuliertechnik abgeschlossen. Im Rahmen eines AiF-Projektes sollen dazu zukünftig noch vertiefte Erkenntnisse erarbeitet werden. Eine neue GRANALOX®-Qualität zur Herstellung umwandlungsverstärkter Aluminiumoxidkeramik konnte in die großtechnische Umsetzung überführt werden. Daneben wurden verschiedene kundenspezifische Entwicklungsprojekte bearbeitet.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

2.1.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION

Nachdem bereits 2011 ein nur noch recht moderater Anstieg der Weltproduktion von 3,8 % verzeichnet werden konnte, verlor nach Angaben des Institutes für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW) die Weltkonjunktur im Jahr 2012 weiter an Fahrt. Im Jahresdurchschnitt stieg die Weltproduktion nur noch um 3,2 %. Gründe hierfür waren die Fortentwicklung der Staatsschuldenkrise im Euroraum, die weiterhin unruhigen Finanzmärkte sowie die Unsicherheiten bezüglich des zukünftigen finanzpolitischen Kurses in den Vereinigten Staaten. Dort konnte sich das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 1,8 % auf 2,2 % verbessern. Das Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern hingegen schwächte sich im Jahresvergleich deutlich ab. China vermeldete ein BIP-Wachstum von 7,8 % nach 9,2 % im Vorjahr, in Indien sank das BIP ebenfalls von 7,9% auf 3,8%.

Euroraum rutschte in eine Rezession

Der Euroraum rutschte mit einem Wert von -0,5% sogar in eine Rezession, nach einem Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Produktion von 1,4% im Jahr 2011. Belastend wirkten sich vor allem die Zurückhaltung der Industrie bei Investitionsvorhaben sowie der Rückgang beim Staatskonsum aus.

Die deutsche Wirtschaft hingegen erwies sich in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld und trotz der Rezession im Euroraum als sehr widerstandsfähig und konnte 2012 weiter wachsen. Laut Statistischem Bundesamt lag der Anstieg des preisbereinigten BIPs bei 0,7 % im Vergleich zu 3,0% im Vorjahr, wobei sich die deutsche Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte deutlich abkühlte. Wesentliche Impulse gingen hierbei vom Export als auch von privaten und staatlichen Konsumausgaben aus. Erstmals seit der Wirtschaftskrise 2009 konnten die Investitionen keinen positiven Beitrag zum BIP-Wachstum liefern.

2.1.2 BRANCHENSITUATION

Der Gesamtumsatz der deutschen chemischen Industrie blieb 2012 mit 184,2 Mrd. Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (Quelle: VCI - Verband der Chemischen Industrie e.V.).

Auslandsumsatz der deutschen Chemieunternehmen wurde um 2% gesteigert

Der Auslandsumsatz der deutschen Chemieunternehmen konnte im Vergleich zu 2011 um 2% auf 110,9 Mrd. Euro gesteigert werden und erreichte damit einen neuen Rekordwert. Der Inlandsumsatz ging gegenüber dem Vorjahr um 2,5% auf ein Volumen von 73,3 Mrd. Euro zurück.

Die Preise in der deutschen Chemieindustrie stiegen im vergangenen Jahr durchschnittlich um 2,5%. In nahezu allen Produktsparten konnten Preissteigerungen verzeichnet werden. Das niedrige Zinsniveau 2012 sowie die Tatsache, dass die meisten Unternehmen bei ihrer Investitionsplanung für Sachanlagen im Inland davon ausgingen, dass sich die Konjunktur wieder schnell erholen würde, begünstigten die Umsetzung von Investitionsvorhaben. Der Investitionstrend aus dem Vorjahr setzte sich weiter fort. Gegenüber 2011 konnten die Investitionen nochmals um 5 % auf 6,6 Mrd. Euro erhöht werden. Der größte Teil dieser Investitionen entfiel auf Ersatzbeschaffungen, gefolgt von Kapazitätserweiterungen.

Der langfristige Trend einer steigenden Nachfrage ist unverändert intakt

Der langfristige Trend einer steigenden Nachfrage nach halogenfreien, flammhemmenden Füllstoffen und insbesondere Aluminiumhydroxid ist unverändert intakt. Weltweit neu gefasste Brandschutzvorschriften sorgen weiterhin für spürbare Impulse. Unabhängige Marktprognosen gehen von einer jährlichen Nachfragesteigerung von weltweit 5 % bis 2017 aus (auf Basis ATH, Quelle: Roskill). Vor allem das wachsende öffentliche Bewusstsein für die Notwendigkeit von Brandschutz wie auch die zunehmende Substitution von potenziell umweltbelastenden Flammschutzmitteln durch das umweltfreundliche, halogenfreie Aluminiumhydroxid fördern das Marktwachstum. Diese Entwicklung wirkt sich vor allem positiv auf den Produktbereich feinstgefällte Aluminiumhydroxide aus. Nabaltec konnte im ersten Halbjahr 2012 an die Erfolge aus dem Vorjahr anknüpfen und im Produktbereich Feinsthydroxide einen Rekordwert erzielen. Auch das dritte Quartal verlief für Nabaltec stabil, wenngleich nicht mehr ganz so dynamisch. Das vierte Quartal wurde dadurch geprägt, dass entlang der Wertschöpfungsketten in den jeweiligen Zielmärkten die Lagerbestände reduziert wurden. Auch für umweltfreundliche Additive in der Kunststoffproduktion und für Böhmit mit seinen vielfältigen Anwendungsfeldern bleiben die Perspektiven nach Einschätzung der Nabaltec AG gut.

Im Bereich der Spezialoxide und reaktiven Aluminiumoxide wird der Feuerfestmarkt durch die Nachfrage der Stahlindustrie geprägt. Die Unsicherheit der europäischen Stahlindustrie wirkte sich vor allem im dritten und vierten Quartal negativ auf die Nachfrageentwicklung aus. Marktexperten erwarten aber weiterhin bei Feuerfestprodukten ein Wachstum von jährlich 5 % und in der technischen Keramik von rund 3%.

2.2 GESCHÄFTSVERLAUF

Nach einem sehr zufriedenstellenden und den Erwartungen entsprechenden ersten Halbjahr 2012 verlor die Geschäftsentwicklung der Nabaltec AG ab dem dritten Quartal aufgrund eines zunehmend schwierig werdenden Konjunktur- und Marktumfelds an Dynamik. Sowohl das dritte als auch das vierte Quartal konnten beim Umsatz ihre Vergleichswerte übertreffen, blieben aber hinter den Erwartungen zurück. Insgesamt stieg der Umsatz 2012 leicht auf 129,2 Mio. Euro, das operative Ergebnis (EBIT) sank um 18,7 % von 12,3 Mio. Euro auf 10,0 Mio. Euro, das Ergebnis je Aktie fiel von 0,44 Euro auf 0,26 Euro und das Eigenkapital wuchs um 1,3 % auf 47,5 Mio. Euro (2011: 46,9 Mio. Euro).

Die zuletzt kommunizierten Prognosen wurden erfüllt

Die zuletzt kommunizierten Prognosen bei Umsatz und Gewinn wurden damit erfüllt.

Die Marktstellung der Nabaltec AG hat sich nach Einschätzung des Managements 2012 weiter verbessert. Die jeweiligen Spitzenpositionen unter den Top 3 in den relevanten Zielmärkten konnten bestätigt oder ausgebaut werden.

Die vor allem noch im vierten Quartal spürbare deutliche Zurückhaltung der Kunden und die bewusste Reduzierung der Läger verbesserten sich im Januar, die Kurzfristigkeit des Auftragsbestandes blieb aber erhalten. Aufgrund der Zurückhaltung der Kunden im Dezember sind die Fertigwarenläger der Nabaltec zum Jahresstart gut gefüllt und ermöglichen dem Unternehmen eine stetige Lieferfähigkeit. Nabaltec ist mit dem Produktspektrum und ihrer über die Jahre aufgebauten Reputation bestens für einen weiterhin erfolgreichen Geschäftsverlauf 2013 aufgestellt.

2.3 LAGE

2.3.1 ERTRAGSLAGE

Der Nabaltec-Konzern hat 2012 einen Umsatz von 129,2 Mio. Euro erzielt und somit das Niveau des Vorjahres leicht übertroffen (2011: 129,0 Mio. Euro). Die Absatzmenge über alle Unternehmensbereiche hinweg blieb 0,9% unter dem Wert des Vorjahres. Direkte Währungseffekte waren für die Umsatzentwicklung 2012 von untergeordneter Bedeutung. Die Exportquote stieg auf 69,0% nach 68,4% im Jahr 2011.

Erstes Halbjahr war treibende Kraft der guten Umsatzentwicklung

Wie bereits im Vorjahr war auch 2012 das erste Halbjahr treibende Kraft der guten Umsatzentwicklung. Aufgrund der sehr starken Vergleichsbasis konnten die Umsätze der ersten beiden Quartale des Vorjahres zwar nicht übertroffen werden, das hohe Niveau blieb aber mit einem Umsatz von 34,1 Mio. Euro im ersten und 34,2 Mio. Euro im zweiten Quartal 2012 erhalten. Im zweiten Halbjahr wurden mit 32,1 Mio. Euro Umsatz im dritten und 28,8 Mio. Euro im vierten Quartal 2012 die Vergleichswerte aus 2011 übertroffen, dennoch war vor allem im vierten Quartal eine deutliche Abkühlung in der Nachfrage zu verzeichnen. Sowohl die direkten Kunden als auch die weiterverarbeitenden Industrien reduzierten ihre Lagerbestände zum Jahresende auf Minimumwerte.

Über das Gesamtjahr addierten sich die Ordereingänge auf 121,2 Mio. Euro. Das Jahr 2012 beendete Nabaltec mit einem Auftragsbestand von 16,5 Mio. Euro.

2012 fand eine Verschiebung der Umsatzanteile statt

Insgesamt fand 2012 eine deutliche Verschiebung der Umsatzanteile vom Unternehmensbereich "Technische Keramik" hin zum Bereich "Funktionale Füllstoffe" statt. Der Bereich "Funktionale Füllstoffe" erzielte im Geschäftsjahr 2012 einen Rekordumsatz von 89,9 Mio. Euro, ein Plus von 6,0% gegenüber dem Vorjahr (2011: 84,8 Mio. Euro). Dieses Wachstum basierte auf einer Steigerung der Absatzmenge und einer verstärkten Konzentration auf wertschöpfungsstarke Produktbereiche.

Die US-Tochter Nashtec konnte ihre Position im Markt weiter festigen und den Ertrag des Konzerns nachhaltig stützen.

Der Unternehmensbereich "Technische Keramik" erreichte 2012 einen Umsatz von 39,3 Mio. Euro nach 44,2 Mio. Euro im Vorjahr, der damit um 11,1 % im Vergleich zum Vorjahreswert sank.

UMSATZ NACH UNTERNEHMENSBEREICHEN 2012 (in Mio. Euro)

UMSATZ NACH REGIONEN 2012 (in %)

Gesamtleistung sank leicht um 2,6%

Die Gesamtleistung im Nabaltec-Konzern sank 2012 leicht um 2,6% von 132,8 Mio. Euro auf 129,4 Mio. Euro. Ursächlich hierfür ist vor allem die Reduzierung der Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen im Vergleich zu einem deutlichen Aufbau im Vorjahr. Die aktivierten Eigenleistungen betrugen 0,6 Mio. Euro.

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 1,7 Mio. Euro sind im Wesentlichen auf Kursgewinne und sonstige Erträge aus Lieferungen und Leistungen an Dritte zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die sonstigen betrieblichen Erträge um 0,3 Mio. Euro.

OPERATIVE AUFWANDSQUOTEN IN RELATION ZUR GESAMTLEISTUNG (in %)

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2012 2011
Materialaufwand 52,0 52,6
Personalaufwand 16,8 16,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 17,9 17,2

Materialaufwandsquote sank um 0,6 Prozentpunkte

Die Materialaufwandsquote (in Relation zur Gesamtleistung) konnte im Jahresvergleich aufgrund des weiteren Anstiegs wertschöpfungsstarker Produkte um 0,6 Prozentpunkte auf 52,0% gesenkt werden. Entsprechend lag die Rohergebnismarge (in Relation zur Gesamtleistung) 2012 mit 49,3 % über dem Vorjahresniveau von 48,5 %. In absoluten Zahlen blieb das Rohergebnis mit 63,8 Mio. Euro leicht unter dem Niveau des Vorjahres von 64,4 Mio. Euro.

Die Personalkostenquote (in Relation zur Gesamtleistung) 2012 stieg von 16,0% auf 16,8%, da sich die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern von 400 zum 31. Dezember 2011 auf 417 zum 31. Dezember 2012 erhöhte. Der gestiegene Personalbedarf begründet sich unter anderem im weiteren Ausbau der Produktionskapazitäten am Standort Schwandorf.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 22,9 Mio. Euro auf 23,2 Mio. Euro. Die Kostenquote gemessen an der Gesamtleistung stieg von 17,2% auf 17,9%. Während sich die Frachtkostenquote gegenüber 2011 leicht erhöhte, liegen die Kostenquoten für Handelsvertreterprovisionen, Fremd- und Reparaturleistungen sowie für allgemeine Verwaltung, Beratung und Werbekosten nahezu auf den Vorjahreswerten.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) reduzierte sich um 7,8 % von 20,4 Mio. Euro auf 18,8 Mio. Euro. Ursächlich hierfür ist vor allem der Ergebnisrückgang im Unternehmensbereich "Technische Keramik".

Unter Berücksichtigung der Abschreibungen des Geschäftsjahres 2012 in Höhe von 8,8 Mio. Euro errechnet sich ein operatives Ergebnis (EBIT) von 10,0 Mio. Euro nach 12,3 Mio. Euro im Vorjahr. Diese Entwicklung ist vor allem auf die rückläufige Gesamtleistung sowie auf gestiegene Abschreibungen zurückzuführen.

EBIT (in Mio. Euro)

Zinsaufwendungen sind zurückgegangen

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) betrug 4,1 Mio. Euro (2011: 6,0 Mio. Euro). Darin enthalten ist das Finanzergebnis 2012 in Höhe von -5,9 Mio. Euro. Es setzt sich zusammen aus Zinsaufwendungen von 6,3 Mio. Euro und Zinserträgen von 0,4 Mio. Euro. Im Vorjahr lag das Finanzergebnis bei -6,3 Mio. Euro. Der Rückgang der Zinsaufwendungen ist auf die Neustrukturierung der Bankverbindlichkeiten im Jahr 2011 sowie den planmäßigen Abbau von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Jahr 2012 zurückzuführen.

Der Steueraufwand lag im Geschäftsjahr 2012 bei 1,1 Mio. Euro (2011: 1,6 Mio. Euro) und enthält latente Steuern von 0,6 Mio. Euro (2011: 1,4 Mio. Euro).

Das Konzernergebnis nach Anteilen nicht kontrollierender Gesellschafter lag im abgelaufenen Jahr bei 2,1 Mio. Euro nach 3,5 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie reduzierte sich von 0,44 Euro im Jahr 2011 auf 0,26 Euro.

Segmentbericht: Entwicklungen in den Unternehmensbereichen

FUNKTIONALE FÜLLSTOFFE (in Mio. Euro)

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2012 2011
Umsatz 89,9 84,8
EBITDA 14,7 13,4
EBIT 8,3 7,6
Investitionen 5,4 12,1

Die grundlegenden Markttreiber für Nabaltec-Produkte waren 2012 voll intakt

Im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" ist der Umsatz 2012 um 6,0 % gestiegen. Die Fortführung der sehr guten Entwicklung aus 2011 zeigt, dass auch 2012 die grundlegenden Markttreiber für die Produkte von Nabaltec voll intakt waren und diese über ausgezeichnete Perspektiven verfügen. Weltweit sind halogenfreie, flammhemmende Füllstoffe aufgrund ihrer Umweltfreundlichkeit weiterhin auf dem Vormarsch und verdrängen zunehmend die bislang eingesetzten halogenierten Alternativen. Neben der sehr guten Entwicklung des Produktbereichs Feinsthydroxide entwickelten sich die Produktbereiche Additive und Böhmite weiterhin unter den Erwartungen.

UMSÄTZE UNTERNEHMENSBEREICH "FUNKTIONALE FÜLLSTOFFE" NACH QUARTALEN (in Mio. Euro)

Die Ertragsentwicklung im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" verbesserte sich auf Basis des EBITDA um 9,7% von 13,4 Mio. Euro auf 14,7 Mio. Euro im Berichtsjahr. Der Erfolg, der vor allem auch daraus resultiert, verstärkt auf wertschöpfungsstarke Produkte zu setzen, spiegelt sich in einer Erhöhung aller operativen Renditegrößen wider.

Investitionsschwerpunkt lag 2012 im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe"

Der Investitionsschwerpunkt im Nabaltec-Konzern lag auch 2012 im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe". Rund 60 % der Gesamtinvestitionen flossen in diesen Bereich, schwerpunktmäßig für Prozessoptimierungen sowie den Bau einer weiteren Feinsthydroxid-Linie, der 2012 abgeschlossen wurde.

TECHNISCHE KERAMIK (in Mio. Euro)

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2012 2011
Umsatz 39,3 44,2
EBITDA 4,1 7,0
EBIT 1,7 4,7
Investitionen 3,3 2,8

Umsatz im Unternehmensbereich ,Technische Keramik" sank um 11,1 %

Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" sank der Umsatz um 11,1 % von 44,2 Mio. Euro auf 39,3 Mio. Euro im Berichtsjahr. Vor allem im zweiten Halbjahr 2012 zeigte sich aufgrund der konjunkturellen Abschwächung der Stahlindustrie ein überproportionaler Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Unabhängig davon sieht Nabaltec auch weiterhin für diesen Unternehmensbereich intakte Markttreiber.

UMSÄTZE UNTERNEHMENSBEREICH "TECHNISCHE KERAMIK" NACH QUARTALEN (in Mio. Euro)

Das EBITDA im Unternehmensbereich "Technische Keramik" reduzierte sich aufgrund rückläufiger Umsatzzahlen gegenüber dem Vorjahr um 41,4% von 7,0 Mio. Euro auf 4,1 Mio. Euro.

Rund 40 % der Gesamtinvestitionen des Nabaltec-Konzerns flossen in diesen Bereich, vor allem in die Optimierung von Produktionsprozessen.

2.3.2 FINANZLAGE

Das Finanzmanagement ist direkt dem Vorstand zugeordnet

Das Finanzmanagement ist direkt dem Vorstand zugeordnet und umfasst schwerpunktmäßig das Management der Kapitalstruktur, die Liquiditätssteuerung, die Zins- und Devisenkursabsicherung sowie die Finanzmittelbeschaffung. Das Tochterunternehmen Nashtec ist in das Konzern-Liquiditätsmanagement eingebunden.

Dank der eigenen Produktion in den USA durch das Tochterunternehmen Nashtec konnte Nabaltec die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen zwischen US-Dollar und Euro auf die Geschäftsentwicklung weitgehend eliminieren. Weiteren Währungsrisiken begegnet Nabaltec mit dem Einsatz von Devisenkurssicherungsinstrumenten, wenn dies aufgrund der Volatilität der Märkte oder des Umfangs der Fremdwährungsgeschäfte angezeigt ist.

Bis zum Bilanzstichtag wurden dem Tochterunternehmen liquide Mittel in Höhe von 8,7 Mio. Euro (2011: 9,3 Mio. Euro) zur Verfügung gestellt. Zinssätze und Vertragskonditionen entsprechen den Standards für mittelständisch geprägte Unternehmen. Bei Fremdfinanzierungen mit variablen Zinsen bedient sich Nabaltec fallweise auch verschiedener Zinssicherungsinstrumente mit einer mittel- bis längerfristigen Zinsbindung (z. B. Zinsswaps).

Nabaltec verfügt über eine ausgewogene Fremdfinanzierungsstruktur

Der Finanzierungsbedarf des Wachstums sowie der getätigten Investitionen wird über langfristige Bankdarlehen sowie seit Oktober 2010 zusätzlich über eine Unternehmensanleihe im Volumen von 30 Mio. Euro sichergestellt. Die Laufzeit der Anleihe beträgt fünf Jahre bis Oktober 2015. Die Zinszahlung, Kupon 6,5 % p. a., erfolgt jährlich. Damit verfügt Nabaltec über eine ausgewogene Fremdfinanzierungsstruktur. Die erhaltenen Fördermittel der Regierung der Oberpfalz für Investitionsprojekte bis 31. Dezember 2012 konnten in vollem Umfang ausgeschöpft werden.

2.3.2.1 KAPITALSTRUKTUR

Eigenkapitalquote stieg auf 29,4%

Das Konzern-Eigenkapital erhöhte sich zum 31. Dezember 2012 von 46,9 Mio. Euro auf 47,5 Mio. Euro. Das Plus resultiert aus der Gewinnentwicklung 2012. Die freiwillige vorzeitige Anwendung von IAS 19 revised führte zum Stichtag 31. Dezember 2012 zu einer Verschiebung innerhalb des Eigenkapitals in Höhe von 3,3 Mio. Euro in das sonstige Ergebnis. Die Eigenkapitalquote ist von 28,4% auf 29,4% angestiegen. Diese Eigenkapitalausstattung stellt im Branchenvergleich weiterhin eine solide Basis dar.

Langfristige Schulden sanken auf 76,2 Mio. Euro

Die langfristigen Schulden nahmen im Berichtsjahr per Saldo von 86,7 Mio. Euro auf 76,2 Mio. Euro ab. Darin enthalten ist die Anleihe mit netto 29,2 Mio. Euro. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten aufgrund von planmäßigen Tilgungen um 9,3 Mio. Euro gesenkt werden. Neue Kredite wurden im Geschäftsjahr 2012 nicht aufgenommen. Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich insbesondere aufgrund versicherungsmathematischer Effekte um 4,1 Mio. Euro im Jahr 2012.

Die kurzfristigen Schulden stiegen 2012 von 31,8 Mio. Euro auf 37,8 Mio. Euro. Grund hierfür war vor allem die Umgliederung des bestehenden Genussrechtskapitals in Höhe von 5,0 Mio. Euro aus den langfristigen in die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

STRUKTUR DER PASSIVA (in %)

Sonstige außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente

Nabaltec hat verschiedene technische Anlagen und Maschinen im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion veräußert. Die Restlaufzeiten der Leasingverträge belaufen sich auf bis zu fünf Jahre. Außerdem bedient sich Nabaltec eines fortlaufenden Factorings für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, auch um eventuelle Ausfallrisiken zu minimieren. Weitere Instrumente, die dem Financial Engineering zugerechnet werden können, werden im Nabaltec-Konzern nicht eingesetzt.

2.3.2.2 INVESTITIONEN

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Nabaltec-Konzern inklusive der Verrechnung des anteiligen Investitionszuschusses 8,7 Mio. Euro investiert nach 14,9 Mio. Euro im Vorjahr. Schwerpunkte der Investitionen bildeten vor allem die Maßnahmen zur weiteren Prozessoptimierung in beiden Unternehmensbereichen und die Fertigstellung der neuen Produktionslinie für Feinsthydroxide.

2.3.2.3 LIQUIDITÄT

Operativer Cashflow stieg um 58,1%

Der operative Cashflow des Nabaltec-Konzerns stieg im Vergleich zum Vorjahr um 58,1 % auf 21,5 Mio. Euro (2011: 13,6 Mio. Euro). Einer Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen standen gezielte Bestandsminderungen im Vorratsvermögen sowie erhöhte Verbindlichkeiten aus der betrieblichen Tätigkeit gegenüber.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei -10,6 Mio. Euro gegenüber -15,5 Mio. Euro im vorangegangenen Jahr.

2012 wurden keine neuen Kredite aufgenommen

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag 2012 bei -12,9 Mio. Euro nach -0,9 Mio. Euro im Vorjahr. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Finanzkredite in Höhe von 8,4 Mio. Euro getilgt. Neue Kredite wurden nicht aufgenommen. Die gezahlten Zinsen konnten von 5,4 Mio. Euro 2011 auf 4,7 Mio. Euro im Berichtsjahr gesenkt werden.

Der Finanzmittelfonds des Nabaltec-Konzerns als Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten lag zum 31. Dezember 2012 bei 14,3 Mio. Euro nach 16,3 Mio. Euro zum Bilanzstichtag des Vorjahres.

2.3.2.4 VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme des Nabaltec-Konzerns sank zum 31. Dezember 2012 von 165,4 Mio. Euro auf 161,5 Mio. Euro.

STRUKTUR DER AKTIVA (in %)

Die Position technische Anlagen und Maschinen erhöhte sich 2012 deutlich

In den Aktiva reduzierte sich das Sachanlagevermögen leicht auf 116,0 Mio. Euro. Deutlich erhöht hat sich die Position technische Anlagen und Maschinen, da wesentliche Investitionen aus 2011 im Laufe des Jahres 2012 in Betrieb genommen wurden. Die Summe der langfristigen Vermögensgegenstände in Höhe von 116,8 Mio. Euro beinhaltet eine aktive latente Steuer aus dem Joint Venture Nashtec von 0,6 Mio. Euro. Die langfristigen Vermögenswerte erreichten zum 31. Dezember 2012 einen Anteil von 72,3% der Bilanzsumme, die kurzfristigen Vermögenswerte 27,7 %.

2.4 FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

2.4.1 FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Umstellung des Lageberichts auf DRS 20

Mit der Umstellung des Lageberichts der Nabaltec AG auf den Deutschen Rechnungslegungsstandard 20 (DRS 20) berichtet das Unternehmen im Wirtschaftsbericht für 2012 erstmalig gesondert über die finanziellen Leistungsindikatoren, die neben den bisher veröffentlichten Ertragskennziffern ebenfalls zur internen Steuerung des Konzerns herangezogen werden. Dieses unternehmensinterne Controlling- und Steuerungssystem ermöglicht der Unternehmensführung eine wertorientierte Steuerung des Konzerns.

Wesentliche Renditekennzahlen der Nabaltec AG:

UMSATZ- UND KAPITALRENDITEN (in %)

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2012 2011
Eigenkapitalrendite 6,3 9,4
Return on Capital Employed (ROCE) 7,6 9,3

Die Eigenkapitalrendite, die sich aus dem Verhältnis von Konzerngewinn zum Eigenkapital ergibt, betrug im Berichtsjahr 6,3% und lag damit unter dem Wert des Vorjahres von 9,4%. Ursächlich hierfür ist der Ergebnisrückgang.

Der Return on Capital Employed stellt das EBIT dem eingesetzten Kapital gegenüber (Anlagevermögen + Working Capital). Im Berichtszeitraum ergab sich für diese Kennzahl ein Wert von 7,6% nach 9,3% im Vorjahr.

2.4.2 NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Mitarbeiter

Ausbildungsquote steigt auf 12,7%

Der Nabaltec-Konzern beschäftigte zum Jahresende 2012 insgesamt 417 Mitarbeiter (31. Dezember 2011: 400). Davon waren 416 Mitarbeiter (31. Dezember 2011: 399) in Deutschland tätig. In der Mitarbeiterzahl enthalten sind auch 53 Auszubildende (31. Dezember 2011: 49). Nabaltec legt hohen Wert auf eine gute Ausbildung. So stellten die Auszubildenden mit einer Quote von 12,7 % auch im Geschäftsjahr 2012 einen schon traditionell bemerkenswert großen Teil der Belegschaft. Die Ausbildungsquote lag sowohl über dem Niveau des Vorjahres als auch über dem Branchendurchschnitt. Die Auszubildenden von Nabaltec zählen regelmäßig zu den Jahrgangsbesten. Aktuell werden Ausbildungsplätze in den Berufen Industriekaufmann/ -frau, lnformatikkaufmann/-frau, Chemielaborant/-in, Chemikant/-in, Elektroniker/-in für Betriebstechnik und Industriemechaniker/-in angeboten.

Die Nabaltec AG gehört laut dem bundesweiten, branchenübergreifenden Unternehmensvergleich "TOP JOB" regelmäßig zu den 100 besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand - auch 2012 erhielt das Unternehmen wieder diesen Preis. Auszeichnungen wie diese sind ein Zeichen dafür, wie ernst das Unternehmen seine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern nimmt. Ein zentrales Anliegen von Nabaltec ist es, den Mitarbeitern unternehmensintern Perspektiven und Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu bieten, um auch auf diesem Wege die Identifikation mit dem Unternehmen, den Einsatz und das Engagement der Mitarbeiter zu fördern.

Kundenbeziehungen

Nabaltec konnte Marktstanding festigen und ausbauen

Nabaltec konnte während und vor allem auch nach der Wirtschaftskrise das eigene Marktstanding nochmals festigen und deutlich ausbauen. Wichtige Argumente in der Zusammenarbeit mit den Kunden sind die bewiesene Lieferzuverlässigkeit und Qualitätskonstanz. Nabaltec hat gezeigt, ein sehr verlässlicher Partner für die langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu sein. Diese Eigenschaften stellen im aktuellen Marktumfeld einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar.

Grundvoraussetzung für den Markterfolg von Nabaltec sind Produkte, die zielgerichtet auf die Bedürfnisse der Kunden entwickelt, optimiert und in großen Mengen und über lange Zeiträume stabil zu gleichbleibend bester Qualität geliefert werden. Nabaltec-Produkte helfen, die Produkte der Kunden sicherer, umweltfreundlicher, widerstandsfähiger und wettbewerbsfähiger zu machen und gleichzeitig die Produktionsprozesse der Kunden zu optimieren. Deshalb münden gemeinsame Entwicklungsprojekte und Geschäftsbeziehungen in langfristige Lieferverträge und nachhaltige Kooperationen. Besonders bei Neuprodukten durchläuft Nabaltec mit den Kunden oft langandauernde und intensive Freigabeprozeduren. Bei erfolgreichem Abschluss ziehen diese zumeist langfristige Liefervereinbarungen zu verlässlichen Konditionen und Mengen nach sich.

Managementsysteme

Um das sicherheitsbewusste Verhalten aller Mitarbeiter zu schulen und die Umsetzung gesetzlicher und berufsgenossenschaftlicher Forderungen zu vereinfachen, hatte sich das Unternehmen schon 2007 dazu entschlossen, zusätzlich zu den bereits bestehenden Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen nach ISO 9001 bzw. ISO 14001 auch ein Arbeits- und Gesundheitsschutz-Managementsystem nach BS OHSAS 18001 (British Standard Occupational Health and Safety Assessment Series) einzuführen. Im Jahr 2012 wurden Überwachungsaudits für die bestehenden Managementsysteme nach ISO 9001 und ISO 14001 an den Standorten Schwandorf und Kelheim durchgeführt. Des Weiteren fand ein Wiederholungsaudit nach BS OHSAS 18001 statt. Am Standort Corpus Christi wurde ebenfalls ein Überwachungsaudit für das Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 erfolgreich durchgeführt.

Energiemanagementsystem nach ISO 50001

Um den Anforderungen eines sich stetig ändernden Energiemarktes effektiv zu begegnen, hat die Nabaltec AG schon im Jahr 2010 ein zertifiziertes Energiemanagementsystem eingeführt. Im Jahr 2012 wurde die Umstellung des zertifizierten Energiemanagementsystems von der Europäischen Norm EN 16001 zur internationalen Norm ISO 50001 vollzogen. Darüber hinaus erfolgte ein Überwachungsaudit zur Laborakkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17025 durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS).

Umweltschutz

Nabaltec leistet einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz

Nabaltec nimmt für sich in Anspruch, mit den eigenen Produkten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Ökobilanz einer Vielzahl von Produkten zu leisten. Die zunehmende Bedeutung des Umweltschutzes ist eine der wichtigsten Triebfedern für den Erfolg von Nabaltec-Produkten auf den Weltmärkten. Sie ersetzen beispielsweise schwermetallhaltige Zusatzstoffe, wie Blei, und halogenhaltige Flammschutzkomponenten, wie Brom, in Kunststoffen. Vor diesem Hintergrund ist es von zentraler Bedeutung, dass auch Forschung &Entwicklung, Produktion und vor- sowie nachgelagerte Logistik möglichst umweltschonend angelegt sind. Der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen ist ein zentrales Anliegen von Nabaltec und eine Grundvoraussetzung für die gesellschaftliche Akzeptanz des Unternehmens. Die Nabaltec AG nimmt ihre Umweltverantwortung, die über den eigenen Standort deutlich hinausgeht, aktiv an. Ein Beispiel hierfür ist Lärmschutz. Die Errichtung einer neuen Kühlturmgeneration leistet einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung von Lärmemissionen am Standort Schwandorf.

Wesentlicher Anteil des Energiebedarfs wird durch regenerative Energie gedeckt

Wie auch in den Jahren zuvor wurde ein besonderes Augenmerk auch unter Kosteneinsparungsgesichtspunkten auf die Optimierung der Energieprozesse in der Produktion gelegt. Auch 2012 wurden in diesem Bereich wieder Investitionen getätigt. Gemeinsam mit externen Partnern entwickelte Nabaltec Verfahren, die deutlich weniger Prozessenergie benötigen und somit auch zu wesentlich geringeren CO2 -Emissionen führen. Durch die Teilnahme am Arbeitskreis Energietechnik der Bayern Innovativ GmbH wird dieser Weg konsequent fortgesetzt. Hier beteiligt sich Nabaltec an einem Netzwerk von mittelständischen Unternehmen. Ziel ist es, Innovationen bezüglich kontinuierlicher Verbesserungsprozesse an andere Unternehmen weiterzugeben und zu erhalten. Ein ganz wesentlicher Anteil des Energiebedarfs von Nabaltec wird in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Müllverwertung Schwandorf durch den Einsatz regenerativer Energie gedeckt.

Generell ist Nabaltec bestrebt, die Produktionsprozesse für alle Anlagen so aufzubauen, dass diese einen geschlossenen Kreislauf darstellen. Einen Meilenstein stellt hier die CAHC-Anlage am Standort Schwandorf dar, die vollständig ohne Produktionsabwässer arbeitet und einen geschlossenen Wasserkreislauf aufweist. Auch im Umgang mit Chemikalien, wie Natronlauge, die zur Erzeugung von Feinsthydroxid verwandt wird, wird konsequent darauf geachtet, dass diese nicht an die Umwelt abgegeben werden, sondern in einem geschlossenen Produktionskreislauf vollständig für den Wiedereinsatz verwendet werden können.

Kapitalmarkt

Nabaltec verfügt über eine ausgewogene und weitgehend unabhängige Finanzierung

Nabaltec verfügt seit dem Börsengang 2006 über einen intakten Kapitalmarktzugang. Dieser Zugang, der jederzeit durch eine transparente und verlässliche Kommunikation gepflegt wird, sichert Nabaltec eine ausgewogene und weitgehend unabhängige Finanzierung, die auch auf den Absatzmärkten positiv wahrgenommen wird.

3. NACHTRAGSBERICHT

Das Mezzanine-Kapital in Höhe von 5,0 Mio. Euro wurde nach Ablauf fristgerecht am 22. Januar 2013 zurückbezahlt. Weitere Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Nabaltec-Konzerns von besonderer Bedeutung wären und über die hier zu berichten wäre, sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 nicht eingetreten.

4. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

4.1 PROGNOSEBERICHT

GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG

Gute Zukunftsperspektiven für Schlüsselprodukte

Nabaltec sieht für die eigenen Produkte auch 2013 durchweg intakte Absatzmärkte und eine stabile Nachfrage, sollte sich das Umfeld nicht grundlegend ändern. Das Unternehmen nimmt in seinen Märkten eine internationale Spitzenstellung ein. Basierend auf dem weiteren Ausbau der Marktposition 2012 und der langjährig aufgebauten Reputation sieht Nabaltec gute Zukunftsperspektiven für ihre Schlüsselprodukte.

KONJUNKTUR UND BRANCHE

Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) erwartet für 2013 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,4 %. Das Wachstum in Asien (ohne Japan) soll wieder überproportional auf 7,3 % steigen, für die USA wird ein Plus von 1,5 % erwartet. Voraussetzung für diese Prognosen ist, dass sich die europäische Staatsschuldenkrise zunehmend lösen sowie die amerikanische Regierung bezüglich ihrer Finanzpolitik einen Kompromiss erzielen wird, der die Konjunktur im kommenden Jahr zwar dämpfen, die mittelfristigen Perspektiven aber verbessern wird.

Für den Euroraum rechnet das IfW mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,2 %. Vor allem Griechenland (-4,0%), Zypern (-1,9%), Slowenien (-1,8%) und Portugal (-1,5%) sollen maßgeblich dafür verantwortlich sein.

Für Deutschland prognostiziert das IfW ein leichtes Wachstum der Konjunktur von 0,3 %. Die Deutsche Bank rechnet sogar mit einem Plus von 0,8 %, wobei sie davon ausgeht, dass sich das wirtschaftliche Wachstum vor allem im Winterhalbjahr deutlich verlangsamen wird.

PROGNOSE BIP-WACHSTUM GEGENÜBER VORJAHR (in %)

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2013 2014
Welt gesamt 3,4 3,9
USA 1,5 2,5
Euroraum -0,2 0,9
Deutschland 0,3 1,4
Frankreich 0,0 0,8
Italien -0,7 0,5
Großbritannien 0,6 1,2
Japan 0,5 1,0
China 8,0 7,5
Indien 6,5 7,5

Quelle: Institut für Weltwirtschaft, "Weltkonjunktur im Winter 2012", 17. Dezember 2012

VCI erwartet 2013 einen Anstieg der Produktion um 1,5%

Nachdem sich die Wachstumsschwäche der Weltwirtschaft 2012 negativ auf die chemische Industrie auswirkte, rechnet der VCI (Verband der Chemischen Industrie e.V.) für 2013 wieder mit einem Anstieg der Produktion um 1,5 %. Die Absatzpreise sollen mit 0,5 % nur leicht steigen. Für den Umsatz wird ein Plus von 2,0 % erwartet.

Auch wenn im vergangenen Jahr in der deutschen Chemiebranche einer hohen Dynamik aus den Schwellenländern eine rückläufige Nachfrage aus Europa gegenüberstand, bleibt die Branche langfristig gesehen zuversichtlich. Dies spiegelt sich vor allem in dem Plus von 2,0 % bei der Beschäftigung wider.

Grundsätzliche Treiber und Impulsgeber sind unverändert intakt

In den wichtigsten Zielmärkten sind die Aussichten nach Meinung von Nabaltec weitestgehend positiv. Die grundsätzlichen Treiber und Impulsgeber sind unverändert intakt. Politische Vorgaben sorgen weiterhin weltweit für zusätzliche Impulse bei umweltfreundlichen Flammschutzmitteln. Die deutsche und europäische Bauindustrie sowie die Automotivindustrie zeigen sich weiterhin stabil. Der Bereich Consumer Electronics ist bisher deutlich hinter den Erwartungen geblieben, die grundsätzlichen Marktreiber sind aber weiterhin intakt und sorgen für konstante Impulse. Speziell gilt dies für die sogenannte "Green Electronic" von namhaften Herstellern, die verstärkt auf umweltfreundliche Bauteile achten. Die Kabelindustrie profitiert von Sonderkonjunkturen, wie z.B. dem Ausbau der Stromnetze, insbesondere durch die Anbindung der dezentral erzeugten erneuerbaren Energien, wie Wind- und Sonnenenergie. Die Kabelindustrie wird deshalb in Zukunft verstärkt hochwertige halogenfreie, flammhemmende Formulierungen nachfragen - die Domäne der Nabaltec AG.

PROGNOSE DES GESCHÄFTSVERLAUFS

Nabaltec will 2013 wieder stärker auf Wachstumskurs gehen. Der Start in das Jahr 2013 verlief positiv. Der Anstieg im Umsatz soll vorrangig über ein Mengenwachstum in Kombination mit der Zunahme wertschöpfungsstarker Produkte erzielt werden. Allerdings muss abgewartet werden, wie sich das konjunkturelle Umfeld im weiteren Jahresverlauf entwickelt. Die vor allem noch im vierten Quartal spürbare deutliche Zurückhaltung der Kunden und die bewusste Reduzierung der Läger verbesserten sich im Januar, die Kurzfristigkeit des Auftragsbestandes blieb aber erhalten.

Zum 31. Dezember 2012 lag der Auftragsbestand bei 16,5 Mio. Euro.

Feinsthydroxide werden wichtigster Produktbereich bleiben

Innerhalb der funktionalen Füllstoffe werden auch 2013 die Feinsthydroxide der mit Abstand wichtigste Produktbereich bleiben, bei gleichzeitig guten Wachstumsprognosen. Denn die Wachstumstreiber bleiben unverändert intakt, insbesondere gilt dies auch in den Bereichen, in denen die Substitution bislang verwendeter halogenierter Stoffe im Vordergrund steht. Für 2013 erwartet Nabaltec außerdem Impulse aus den jungen Produktbereichen Böhmit und CAHC. Es hatte sich gezeigt, dass die Marktdurchdringung deutlich langwieriger vonstattengeht als angenommen. Die Perspektiven sind aus Sicht des Unternehmens und auf Basis der Kundenreaktionen unverändert positiv.

Unter Voraussetzung einer weiter anhaltenden Erholung der Stahlindustrie sehen wir eine Erholung im Unternehmensbereich "Technische Keramik".

PROGNOSE DER ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Unter Berücksichtigung einer sich nicht weiter verschlechternden konjunkturellen Entwicklung erwartet Nabaltec ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Für das operative Ergebnis (EBIT) prognostiziert das Unternehmen für 2013 eine Marge auf dem Niveau des Vorjahres. Der weiteren Stabilisierung und Verbesserung der Ertragskraft dient ein straffes Kostenmanagement in allen Bereichen.

Für 2013 sind Investitionen auf dem Niveau des Vorjahres geplant. Vorrangig wird in neue Verfahren, um zusätzliche Qualitäten herstellen zu können, und in Prozessoptimierung investiert.

Das Finanzergebnis soll sich 2013 gegenüber dem Vorjahr weiter verbessern. Das Mezzanine-Kapital in Höhe von 5,0 Mio. Euro wurde nach Ablauf fristgerecht am 22. Januar 2013 zurückbezahlt. Des Weiteren wird Nabaltec planmäßig Verbindlichkeiten in einer Größenordnung von rund 9 Mio. Euro tilgen.

HINWEIS AUF UNSICHERHEITEN IM AUSBLICK

Tatsächliche Entwicklung kann von Prognose abweichen

Die beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen ein nicht unerheblicher Teil außerhalb des Einflussbereichs des Nabaltec-Konzerns liegt, beeinflusst die künftigen Umsätze und Geschäftsergebnisse. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Geschäftsergebnisse von den hier getroffenen zukunftsgerichteten Aussagen und Prognosen abweichen.

4.2 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

ABSATZMARKT

Die internationale Wirtschaftskrise 2008/2009 hat gezeigt, dass ein entsprechender Nachfrageschock auch in den Zielmärkten der Nabaltec AG weitreichende Folgen haben kann. Trotz Flexibilisierung und Anpassungen in den Kostenstrukturen und Kapazitäten können derart hohe Schwankungen in der Nachfrage spürbare Mengen- und Margenrisiken beinhalten. Weitere absatzseitige Risiken sind der mögliche Verlust wichtiger Key-Accounts, Marktanteilsverluste aufgrund von technologischen Neuentwicklungen oder das Vordringen von Wettbewerbern. Aufgrund der starken Positionierung von Nabaltec als Innovations- und Qualitätsführer und eines permanenten Monitorings der Zielmärkte können diese Risiken begrenzt und die entsprechenden Marktmechanismen gleichzeitig als Chance im globalen Wettbewerb genutzt werden.

BESCHAFFUNGSMARKT

Versorgung mit den wichtigsten Medien ist durch langfristige Verträge abgesichert

Die Nabaltec AG beobachtet die wirtschaftliche Situation ihrer Zulieferer sehr aufmerksam und baut für alle Produkte gezielt Alternativen auf. In der Rohstoffversorgung arbeitet Nabaltec mit mittel- und langfristigen Lieferverträgen. Die Versorgung mit den für den Produktionsprozess wichtigsten Medien, Elektrizität, Gas und Dampf, ist ebenfalls durch langfristige Verträge abgesichert. Die Zertifizierung des Energiemanagementsystems nach ISO 50001 unterstützt diese Bestrebungen. Bei starkem Wachstum verfügt Nabaltec über alternative Szenarien und Vorüberlegungen, um den steigenden Energiebedarf zu attraktiven Konditionen decken zu können. Ein weiteres Risiko sind überproportional steigende Logistikkosten. Diesem Risikoszenario kann Nabaltec einerseits durch eine Beteiligung der Kunden an den Logistikkosten begegnen und andererseits durch einen ausgewogenen Logistikmix. Beispielsweise verfügt Nabaltec über einen eigenen Gleisanschluss, der die Bahn als Transportmittel sehr attraktiv macht.

FINANZMARKT

Zur Sicherung des Zinsniveaus werden Swaps eingesetzt

Devisenkursrisiken werden, wenn nötig, gezielt durch Kurssicherungsmaßnahmen im US-Dollar-Bereich begrenzt. Im Rahmen der mittelfristigen Finanzierung werden zur Sicherung des Zinsniveaus Swaps eingesetzt oder Kreditvereinbarungen mit festem Zinssatz abgeschlossen. Die Nabaltec AG sowie die US-amerikanische Tochter verfügen über eine detaillierte Finanz- und Liquiditätsplanung, die regelmäßig einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen wird. Im Falle von zusätzlichem Liquiditätsbedarf werden entsprechende Finanzierungsmaßnahmen eingeleitet. Dem Zinsänderungsrisiko begegnet Nabaltec teilweise durch Absicherung. Die Kreditverträge der Nabaltec AG unterliegen zum Teil Covenants, die sich unter anderem an den Leverage Coverage Ratios wie auch an der EK-Quote bemessen. Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, bei Nichteinhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen, oder er könnte von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen. Im Berichtsjahr kam es zu keinen Verletzungen der zum 31. Dezember 2012 wirksamen Covenants. Mit erfolgreicher Emission der Unternehmensanleihe im Oktober 2010 hat sich die Finanzierungssituation der Nabaltec AG zusätzlich verbessert bzw. die Unabhängigkeit von den kreditgebenden Banken erhöht.

Mit dem Factoring konnte auch 2012 ein wesentlicher Anteil der Forderungen finanziert werden.

PERSONALBEREICH

Personalrisiken ergeben sich insbesondere durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. Nabaltec begrenzt diese Risiken durch intensive Weiterbildungs- und Nachwuchskräfteprogramme zur Steigerung der Qualifikation der Mitarbeiter sowie durch leistungsgerechte Vergütung, ebenso durch Stellvertreterregelungen, die den Ausfall von Schlüsselkräften abfedern, und frühzeitige Nachfolgeplanungen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen gute Karrierechancen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten an. Die eigene Marktstellung, das erarbeitete Renommee in der Branche, die hohe Verlässlichkeit und die bekanntermaßen starke Ausrichtung auf Forschung & Entwicklung machen Nabaltec in den eigenen Marktsegmenten und der Region zu einem attraktiven Arbeitgeber.

PRODUKTIONS-, PROZESS- UND IT-BEREICH

Die produktionsspezifischen Risiken sind überschaubar und beherrschbar

Nabaltec verfügt über ein integriertes Qualitätsmanagementsystem mit Zertifizierung nach ISO 9001, das unternehmensweit umgesetzt ist. Deshalb hält Nabaltec die produktionsspezifischen Risiken für überschaubar und beherrschbar. Bei den geschäftskritischen IT-Anwendungen baut die Nabaltec AG auf standardisierte Programme und redundant ausgelegte, qualitativ hochwertige Hardware. Die regelmäßig überprüfte Zugriffsstruktur gewährleistet den Datenschutz; die Datensicherheit besteht aufgrund entsprechend allgemein etablierter Verfahren. Die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien auf Basis der Gesetzeslage ist im Unternehmen zu jedem Zeitpunkt gesichert und wird seit 2010 zusätzlich durch einen externen Datenschutzbeauftragten beaufsichtigt.

UMWELTSCHUTZ

Nabaltec verfügt über ein zertifiziertes und umfangreiches Umweltmanagement

Umweltrisiken können aus dem Überschreiten der zulässigen Grenzwerte für Lärm- und Staubbelastung entstehen oder durch den Austritt von Gefahrstoffen. Diesen Risiken tritt Nabaltec durch ein umfangreiches Umweltmanagement nach ISO 14001, das zertifiziert ist und regelmäßig weiterentwickelt und auditiert wird, entgegen. Die Produktionsprozesse von Nabaltec basieren auf geschlossenen Kreisläufen, z. B. für Wasser und Lauge.

TECHNOLOGISCHE WEITERENTWICKLUNG

Mögliche technologische Risiken können entstehen durch die Substitution der Nabaltec-Produkte bei den Kunden aufgrund von Technologiewechseln, durch die Nichtnutzung neuer Technologien oder das Nichterkennen technologischer Entwicklungen. Als Innovationsführer minimiert Nabaltec diese Risiken durch ständige, intensive Anstrengungen in der Forschung & Entwicklung, die ausgeprägte Kundennähe und die integrierte Struktur von Vertrieb und F&E. In technologischen Weiterentwicklungen liegen vielmehr zahlreiche Chancen für Nabaltec, mit der eigenen Qualität Wettbewerbsvorteile zu generieren, durch schnelle Produktanpassungen neue Märkte zu besetzen und gemeinsam mit den Kunden Prozess-, Verarbeitungs- und Qualitätsvorteile zu generieren und damit die Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg zu schaffen.

GESETZLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Gesetzliche Rahmenbedingungen sorgen aktuell für zusätzliche Marktchancen

Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen könnten Risiken für Nabaltec entstehen lassen. Derzeit - und auf mittel- und langfristige Sicht ist keine Trendumkehr zu erkennen - sorgen regulatorische Änderungen vielmehr für zusätzliche Marktchancen. Denn im weltweiten Maßstab werden umweltschonende Produkte, wie die von Nabaltec, nachhaltig forciert, um umweltbelastende Materialien aus dem Stoffkreislauf zu entfernen.

RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Die Bedeutung des Risikomanagements für den Nabaltec-Konzern ergibt sich aus der unternehmerischen Tätigkeit und den globalen Aktivitäten mit einem entsprechend internationalen Wettbewerbs- und regulatorischen Umfeld und der Gesamtkomplexität der globalen Wirtschaft. Der Erfolg des Nabaltec-Konzerns wird ganz wesentlich durch das Erkennen der damit verbundenen Chancen und Risiken sowie den bewussten Umgang mit ihnen und die Beherrschung der Risiken beeinflusst. Ein wirksames Risikomanagement ist ein Kernelement für die langfristige Sicherung des Unternehmens, seines wirtschaftlichen Erfolgs auf den internationalen Märkten und für die erfolgreiche nachhaltige Weiterentwicklung in der Zukunft.

Risikomanagement wird ständig weiterentwickelt

Nabaltec entwickelt das Risikomanagement im Unternehmen ständig weiter. Durch die Fortentwicklung der Instrumente der Risikovorsorge auf allen Gebieten können Gefährdungen für das Unternehmen frühzeitig erkannt und ausgeschlossen werden. Integrale Bestandteile sind das Risikomanagement als fortlaufender Prozess, das Risiko-Controlling, eine umfassende Kommunikation und Dokumentation sowie ein internes Überwachungssystem. Alle intern und extern erkennbaren Risiken werden möglichst lückenlos erfasst, dokumentiert, bewertet und in eine Risikomatrix eingebunden. Diese Risikomatrix stellt das Grundgerüst für die Bewertung möglicher Risikolagen sowie zur Identifizierung der Schlüsselrisiken dar.

Ausgangspunkt der konkreten Prozesse im Risikomanagement von Nabaltec sind die Identifikation und Bewertung der unterschiedlichen Risikoarten und -profile, die vom Controlling überwacht und kontrolliert werden. Berichte über die Risiken des Geschäfts sowie laufende Statusberichte werden für den Vorstand und die Geschäftsleitung erstellt und im Führungskreis diskutiert. Wichtiges Element ist dabei auch die umfassende operative Planung mit Zielvereinbarungen, die durch regelmäßige Vorschaurechnungen ergänzt wird.

System der strategischen Planung

Um mittel- und langfristige Chancen zu nutzen und um Risiken erkennen zu können, hat Nabaltec ein System der strategischen Planung eingeführt. In den Strategiefindungsprozess sind alle relevanten Bereiche eingebunden. Risiken, die aus wettbewerbs-, kartell-, steuer- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen, begegnet Nabaltec bereits im Vorfeld durch die Einbindung von Experten. Maßnahmen zur Qualitätssicherung begrenzen Produkt- und Umweltrisiken. Dazu gehören beispielsweise die Zertifizierung unserer Aktivitäten nach internationalen Normen, die ständige Verbesserung von Anlagen und Verfahren, die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten sowie die Mitarbeit in internationalen Fachgremien.

Zum Risikomanagement gehört auch die regelmäßige Überprüfung der Effizienz der verwendeten Sicherungsinstrumente und der Zuverlässigkeit der Kontrollsysteme. Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen die entsprechenden Versicherungen, die die finanziellen Auswirkungen auf Liquidität, Finanzlage und Ertragssituation begrenzen und existenzgefährdende Situationen möglichst ausschließen.

GESAMTBEURTEILUNG

Derzeit bestehen keine wesentlichen Risiken für die künftige Entwicklung

Aufgrund der beschriebenen ständigen Beobachtungen der für Nabaltec relevanten Märkte sowie aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Produkte und der Anpassung an die Bedürfnisse bestehender und potenzieller Kunden bestehen derzeit keine wesentlichen Risiken für die künftige Entwicklung. Insgesamt werden die Risiken im Konzern gut gesteuert und sind deshalb in ihrer möglichen Wirkung begrenzt. Auch künftig ist der Bestand des Unternehmens gesichert.

5. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND BERICHT ZUR CORPORATE GOVERNANCE

Die Prinzipien verantwortungsbewusster Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Führungs- und Kontrollgremien der Nabaltec AG. Da das Unternehmen im Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse mit Zulassung zum Entry Standard gelistet ist, berichtet der Vorstand auf freiwilliger Basis in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 1 HGB - zugleich auch für den Aufsichtsrat - über die Unternehmensleitung, -führung und Corporate Governance. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de in der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance veröffentlicht.

Schwandorf, 1. März 2013

Nabaltec AG

Der Vorstand

JOHANNES HECKMANN

GERHARD WITZANY

KONZERNJAHRESABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2012 BIS 31. DEZEMBER 2012

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(in TEUR) siehe Anhang 01.01. - 31.12.2012 01.01. - 31.12.2011*
Umsatzerlöse 5.1 129.213 129.022
Veränderung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen -479 3.131
Andere aktivierte Eigenleistungen 5.2 622 609
Gesamtleistung 129.356 132.762
Sonstige betriebliche Erträge 5.3 1.700 1.442
Materialaufwand 5.4 -67.304 -69.769
Rohergebnis 63.752 64.435
Personalaufwand 5.5 -21.770 -21.165
Abschreibungen 5.7 -8.806 -8.049
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.8 -23.155 -22.895
Betriebsergebnis (EBIT) 10.021 12.326
Zinsen und ähnliche Erträge 5.10 419 575
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.11 -6.308 -6.909
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) 4.132 5.992
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.12 -1.110 -1.596
Konzernergebnis nach Steuern 3.022 4.396
Davon entfallen auf
Anteilseigner des Mutterunternehmens 2.055 3.501
Nicht kontrollierende Gesellschafter 967 895
Konzernergebnis nach Steuern 3.022 4.396
Ergebnis je Aktie (in EUR)** 7.5 0,26 0,44
Konzernergebnis nach Steuern 3.022 4.396
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste -2.521 129
Fremdwährungsumrechnung (nach Steuern) -124 204
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting (nach Steuern) 177 68
Sonstiges Ergebnis -2.468 401
Davon entfallen auf
Anteilseigner des Mutterunternehmens -2.607 411
Nicht kontrollierende Gesellschafter 139 -10
Gesamtergebnis 554 4.797
Davon entfallen auf
Anteilseigner des Mutterunternehmens -552 3.912
Nicht kontrollierende Gesellschafter 1.106 885

* angepasst

** siehe hierzu auch 6.8

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2012

AKTIVA

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(in TEUR) siehe Anhang 31.12.2012 31.12.2011*
Langfristige Vermögenswerte 116.771 117.541
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (inkl. geleisteter Anzahlungen) 6.1 232 232
Sachanlagen 115.984 116.399
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.2 29.126 29.427
Technische Anlagen und Maschinen 6.2 81.626 72.812
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.2 2.656 2.465
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.2 2.576 11.695
Aktive latente Steuern 5.12 555 910
Kurzfristige Vermögenswerte 44.729 47.864
Vorräte 23.597 26.320
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.3 12.168 14.283
Unfertige Erzeugnisse 6.3 261 413
Fertige Erzeugnisse und Waren 6.3 11.168 11.624
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen 6.827 5.197
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.4 3.411 2.249
Forderungen aus Ertragsteuern 6.5 164 127
Sonstige Vermögenswerte 6.6 3.252 2.821
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.7 14.305 16.347
SUMME AKTIVA 161.500 165.405
Passiva
(in TEUR) siehe Anhang 31.12.2012 31.12.2011*
Eigenkapital 47.488 46.934
Gezeichnetes Kapital 6.8 8.000 8.000
Kapitalrücklage 6.8 29.764 29.764
Gewinnrücklage 6.8 9.711 9.711
Ergebnisvortrag 3.592 91
Konzernergebnis nach Steuern 2.055 3.501
Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen 6.8 -3.656 -1.049
Nicht kontrollierende Gesellschafter 6.8 -1.978 -3.084
Langfristige Schulden 76.245 86.713
Pensionsrückstellungen 6.9 17.834 13.688
Sonstige Rückstellungen 6.9 456 372
Verbindlichkeiten aus Anleihen 6.10 29.181 28.928
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.10 25.699 34.979
Genussrechtskapital 6.10 0 4.976
Passive latente Steuern 5.12 3.075 3.770
Kurzfristige Schulden 37.767 31.758
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 6.10 638 190
Sonstige Rückstellungen 6.9 206 349
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.10 9.668 8.146
Genussrechtskapital 6.10 5.000 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.10 10.403 10.037
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 6.10 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 6.10 11.852 13.036
SUMME PASSIVA 161.500 165.405

* angepasst

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2012 BIS 31. DEZEMBER 2012

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(in TEUR) siehe Anhang 01.01. - 31.12.2012 01.01. - 31.12.2011*
Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Steuern 4.132 5.992
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.7 8.806 8.049
-/+ Gewinn/Verlust aus Anlagenabgang 4 -1
- Zinserträge 5.10 -419 -575
+ Zinsaufwendungen 5.11 6.308 6.909
Operatives Ergebnis vor Working-Capital-Veränderungen 18.831 20.374
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -28 202
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.593 -171
+/- Bestandsminderung/Bestandserhöhung der Vorräte 2.722 -4.905
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.612 -1.928
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern 21.544 13.572
-/+ Gezahlte Ertragsteuern -54 23
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 21.490 13.595
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 8 49
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 6.2 -10.499 -15.415
- Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagevermögen 6.1 -86 -88
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -10.577 -15.454
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Anleihen 0 0
- Auszahlungen für Transaktionskosten aus der Aufnahme von Anleihen 0 0
- Auszahlungen durch Anlagen in Festgelder> 3 Monate 0 0
+ Einzahlungen durch Anlagen in Festgelder> 3 Monate 0 10.000
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 6.10 0 14.000
- Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten 6.10 -8.436 -19.586
- Zahlung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 6.10 0 -319
- Gezahlte Zinsen -4.727 -5.412
+ Erhaltene Zinsen 277 431
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -12.886 -886
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -1.973 -2.745
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -69 135
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.7 16.347 18.957
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.7 14.305 16.347

* angepasst

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2012 BIS 31. DEZEMBER 2012

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(in TEUR) Auf die Anteilseigner der Nabaltec AG entfallendes Eigenkapital
Gezeichnetes

Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklage Ergebnisvortrag Sonstige

erfolgsneutrale

Eigenkapital-

veränderungen
Summe
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 01.01.2011* 8.000 29.764 9.711 91 -1.460 46.106
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - - - - 129 129
Fremdwährungsumrechnung - - - - 262 262
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting - - - - 20 20
Sonstiges Ergebnis - - - - 411 411
Konzernergebnis nach Steuern - - - 3.501 - 3.501
Gesamtergebnis - - - 3.501 411 3.912
Stand 31.12.2011* 8.000 29.764 9.711 3.592 -1.049 50.018
Stand 01.01.2012 8.000 29.764 9.711 3.592 -1.049 50.018
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - - - - -2.521 -2.521
Fremdwährungsumrechnung - - - - -158 -158
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting - - - - 72 72
Sonstiges Ergebnis - - - - -2.607 -2.607
Konzernergebnis nach Steuern - - - 2.055 - 2.055
Gesamtergebnis - - - 2.055 -2.607 -552
Stand 31.12.2012 8.000 29.764 9.711 5.647 -3.656 49.466

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(in TEUR)
Nicht kontrollierende Gesellschafter Konzerneigenkapital
--- --- ---
Stand 01.01.2011* -3.969 42.137
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - 129
Fremdwährungsumrechnung -58 204
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting 48 68
Sonstiges Ergebnis -10 401
Konzernergebnis nach Steuern 895 4.396
Gesamtergebnis 885 4.797
Stand 31.12.2011* -3.084 46.934
Stand 01.01.2012 -3.084 46.934
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - -2.521
Fremdwährungsumrechnung 34 -124
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting 105 177
Sonstiges Ergebnis 139 -2.468
Konzernergebnis nach Steuern 967 3.022
Gesamtergebnis 1.106 554
Stand 31.12.2012 -1.978 47.488

* angepasst

ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2012 BIS 31. DEZEMBER 2012

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(in TEUR) Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand

01.01.2012
Zugang Abgang Umbuchung Währungsdifferenzen Stand

31.12.2012
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 2.169 86 - - - 2.255
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.168 39 - 1 - 2.208
Geleistete Anzahlungen 1 47 - -1 - 47
Sachanlagen 163.176 8.653 421 0 -489 170.919
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.852 547 402 -140 35.661
Technische Anlagen und Maschinen 109.909 5.584 345 10.529 -332 125.345
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.720 507 76 200 -14 7.337
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.695 2.015 - -11.131 -3 2.576
Summe Anlagevermögen 165.345 8.739 421 0 -489 173.174

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(in TEUR) Kumulierte Abschreibungen
Stand

01.01.2012
Zugang Abgang Währungsdifferenzen Stand

31.12.2012
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 1.937 86 - - 2.023
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.937 86 - - 2.023
Geleistete Anzahlungen - - - - -
Sachanlagen 46.777 8.720 409 -153 54.935
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.425 1.144 -34 6.535
Technische Anlagen und Maschinen 37.097 7.073 345 -106 43.719
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.255 503 64 -13 4.681
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
Summe Anlagevermögen 48.714 8.806 409 -153 56.958

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(in TEUR) Buchwert Buchwert
Stand

31.12.2012
Stand

31.12.2011
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 232 232
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 185 231
Geleistete Anzahlungen 47 1
Sachanlagen 115.984 116.399
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.126 29.427
Technische Anlagen und Maschinen 81.626 72.812
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.656 2.465
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.576 11.695
Summe Anlagevermögen 116.216 116.631

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2011 BIS 31. DEZEMBER 2011

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(in TEUR) Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand

01.01.2011
Zugang Abgang Umbuchung Währungsdifferenzen Stand

31.12.2011
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 2.114 88 33 0 - 2.169
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.043 87 33 71 - 2.168
Geleistete Anzahlungen 71 1 - -71 - 1
Sachanlagen 148.760 14.808 1.256 0 864 163.176
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.375 228 - 1 248 34.852
Technische Anlagen und Maschinen 104.085 3.088 368 2.514 590 109.909
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.821 763 888 2 22 6.720
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.479 10.729 - -2.517 4 11.695
Summe Anlagevermögen 150.874 14.896 1.289 0 864 165.345

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(in TEUR) Kumulierte Abschreibungen
Stand

01.01.2011
Zugang Abgang Währungsdifferenzen Stand

31.12.2011
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 1.898 73 34 - 1.937
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.898 73 34 - 1.937
Geleistete Anzahlungen - - - - -
Sachanlagen 39.727 7.976 1.208 282 46.777
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.243 1.121 - 61 5.425
Technische Anlagen und Maschinen 30.978 6.294 368 193 37.097
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.506 561 840 28 4.255
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
Summe Anlagevermögen 41.625 8.049 1.242 282 48.714

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(in TEUR) Buchwert Buchwert
Stand

31.12.2011
Stand

31.12.2010
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 232 216
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 231 145
Geleistete Anzahlungen 1 71
Sachanlagen 116.399 109.033
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.427 30.132
Technische Anlagen und Maschinen 72.812 73.107
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.465 2.315
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.695 3.479
Summe Anlagevermögen 116.631 109.249

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2012 BIS 31. DEZEMBER 2012

1. ALLGEMEINES

Die Nabaltec AG mit Sitz in Schwandorf, Deutschland1 , wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 14. Dezember 1994 unter der Firma Nabaltec GmbH mit Sitz in Schwandorf (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Amberg unter HRB 3920) gegründet. Sie übernahm im Jahr 1995 den Geschäftsbetrieb der Sparte Spezialoxide von der VAW aluminium AG. Im Jahr 2006 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft.

Gegenstand des Unternehmens ist gemäß § 2 der Satzung der Nabaltec AG die Herstellung von Produkten auf Basis mineralischer Rohstoffe, insbesondere unter Verwendung von Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid, und der Vertrieb dieser Produkte.

Die Aktien der Nabaltec AG sind seit dem 24. November 2006 an der Frankfurter Wertpapierbörse im Open Market (Entry Standard) notiert.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 1. März 2013 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind stetig in allen hier dargestellten Berichtsperioden angewendet worden.

2.1 GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 (einschließlich Vorjahresangaben zum 31. Dezember 2011) wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die IFRS umfassen die vom International Accounting Standards Board verlautbarten IFRS, die International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und des Standing Interpretations Committee (SIC).

Es handelt sich um den Konzernabschluss der Nabaltec AG. Alle für das Geschäftsjahr 2012 gültigen EU-konformen Standards wurden angewendet.

Der Konzernabschluss führt zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Nabaltec AG.

1 Nabaltec AG, Alustraße 50-52, 92421 Schwandorf, Deutschland

Das Geschäftsjahr der Nabaltec AG geht vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines jeden Jahres.

Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) dargestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (TEUR) aufoder abgerundet. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben Differenzen auftreten können.

Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden.

Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2.2 ANGEWANDTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS

Für das Geschäftsjahr 2012 wurden alle Rechnungslegungsstandards angewandt, die für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2012 beginnen, verpflichtend anzuwenden sind. Dies umfasst insbesondere auch die folgenden Standards und Interpretationen, die erstmalig anzuwenden waren:

IFRS 1 (Änderungen 2010) "Schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fixer Daten für erstmalige Anwender": Die Änderung beschäftigt sich mit der Frage, wie ein Unternehmen nach IFRS zu bilanzieren hat, nachdem es eine Periode gab, in der es nicht nach IFRS bilanzieren konnte, weil die funktionale Währung einer schwerwiegenden Hochinflation ausgesetzt war. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Die Anpassungen wurden im Dezember 2012 von der EU übernommen. Sie hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
IFRS 7 (Änderungen 2010) "Finanzinstrumente - Angaben Transfer von finanziellen Vermögenswerten": Die Änderung behandelt die Angabepflichten im Zusammenhang mit dem Transfer von finanziellen Vermögenswerten, um das Verständnis des Lesers für eine solche Transaktion und für die Effekte aus möglichen verbleibenden Risiken zu verbessern. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Die Anpassungen wurden im November 2011 von der EU übernommen. Sie hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
IAS 12 (Änderungen 2010) "Ertragsteuern - Latente Steuern - Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte": Diese Änderung gilt für zum Zeitwert bewertete als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Properties). Für diese sind latente Steuern künftig grundsätzlich auf Basis der steuerlichen Konsequenzen eines Verkaufs zu bilanzieren, es sein denn, es kann ein eindeutiger Nachweis erbracht werden, dass der Buchwert der Vermögenswerte vollständig durch die Nutzung realisiert werden wird. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen, und wurden im Dezember 2012 von der EU übernommen. Sie hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Der folgende, bereits veröffentlichte, aber nicht verpflichtende Standard wurde vorzeitig angewandt:

Der Konzern wendet die Änderungen des IAS 19 (rev. 2011) "Leistungen an Arbeitnehmer" vorzeitig an (verpflichtende Anwendung für Perioden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen). Der Standard wurde im Juni 2012 von der EU übernommen. Durch die Änderungen werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst. Darüber hinaus wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand in der Periode erfasst, in der die Planänderung stattfindet. Bei der Ermittlung des Nettozinsaufwands bzw. Ertrags, der sich aus dem Zinsaufwand und dem erwarteten Ertrag aus Planvermögen zusammensetzt, wird ein einheitlicher Zinssatz für das Netto-Vermögen und die Netto-Verbindlichkeit zugrunde gelegt. Der Zinssatz wird anhand der Rendite einer hochwertigen Unternehmensanleihe ermittelt.

Auswirkungen aus der Anwendung des geänderten IAS 19:

Die Änderungen sind gemäß IAS 19 (rev. 2011) in Vereinbarung mit IAS 18 rückwirkend anzuwenden. Hierdurch ergeben sich die folgenden Effekte auf das Periodenergebnis und auf das sonstige Ergebnis:

PERIODENERGEBNIS (in EUR)

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2012 2011
Erhöhung (-)/Verminderung (+) des Personalaufwands 3.476.366,00 -198.246,00
Erhöhung (-)/Verminderung (+) der Zinsaufwendungen 28.465,00 18.609,00
Erhöhung (-)/Verminderung (+) des Aufwands aus Latenten Steuern -984.156,54 50.442,07
Erhöhung (+)/Verminderung (-) des Periodenergebnisses 2.520.674,46 -129.194,93
Veränderung des Ergebnisses je Aktie 0,32 -0,01

SONSTIGES ERGEBNIS (in EUR)

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2012 2011
Versicherungsmathematische Gewinne (+) 0,00 179.637
Versicherungsmathematische Verluste (-) -3.504.831,00 0,00
Latente Steuern auf Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 984.156,54 -50.442,07
Erhöhung (+)/Verminderung (-) des Sonstigen Ergebnisses -2.520.674,46 129.194,93

Die rückwirkende Änderung des IAS 19 hatte auf frühere Perioden vor dem 1. Januar 2011 keine wesentlichen Auswirkungen. Folglich wurde in zulässiger Anwendung von IAS 1.40A auf die Darstellung einer Dritten Bilanz verzichtet.

Auf den Bilanzansatz der Leistungsorientierten Verpflichtungen sowie der Latenten Steuern ergaben sich keine Auswirkungen.

Die folgenden, bereits veröffentlichten, aber nicht verpflichtenden Standards und Interpretationen wurden nicht vorzeitig angewandt:

IAS 1 (Änderungen 2011) "Darstellung der Posten des Sonstigen Ergebnisses": Die Änderung fordert, dass die im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Posten künftig getrennt gezeigt werden müssen nach Posten, die in Folgeperioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden (sogenanntes Recycling), und solchen, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden. Die Änderungen sind retrospektiv auf Berichtsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen, und wurden im Juni 2012 von der EU übernommen. Die Darstellung von Posten des sonstigen Ergebnisses wird bei Anwendung der Änderungen in künftigen Perioden entsprechend angepasst.
IAS 27 (überarbeitet 2011) "Einzelabschlüsse": Die zuvor in IAS 27 (2008) enthaltenen Konsolidierungsvorschriften wurden überarbeitet und sind nun in IFRS 10 "Konzernabschlüsse" enthalten. IAS 27 hat zum Ziel, Standards zu setzen, die bei der Bilanzierung von Beteiligungen an Tochter-, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden sind, wenn sich ein Unternehmen dazu entschließt, Einzelabschlüsse zu erstellen. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
IAS 28 (überarbeitet 2011) "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen": Im Rahmen des im Mai 2011 veröffentlichten neuen Standards IFRS 11 wurde auch der IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" umbenannt und neu gefasst. Gemeinschaftsunternehmen, die unter die Definition des neuen Standards IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" fallen, sind nach der Equity-Methode in Übereinstimmung mit dem geänderten IAS 28 zu bilanzieren. Die grundlegende Vorgehensweise zur Beurteilung des Vorliegens maßgeblichen Einflusses sowie Vorschriften für die Anwendung der Equity-Methode bleiben unverändert. Der neu gefasste Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
Änderungen an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung": Im Dezember 2011 hat der IASB die Änderungen an IAS 32 "Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden" veröffentlicht. Die in IAS 32 formulierten Voraussetzungen zur Saldierung wurden im Grundsatz beibehalten und durch zusätzliche Anwendungsleitlinien konkretisiert, die die Bedeutung des gegenwärtigen Rechtsanspruchs zur Aufrechnung ausführlicher erläutern und beispielhafte Kriterien enthalten, unter denen ein auf Bruttoausgleich angelegtes System dennoch zu einer Saldierung führen kann. Die Änderungen sind retrospektiv auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen wurden im Dezember 2012 von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben": Im Dezember 2011 hat der IASB die Änderungen "Angaben - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden" zu IFRS 7 veröffentlicht. Die Anpassungen sehen neue qualitative und quantitative Angabepflichten im Zusammenhang mit bestimmten Aufrechnungsvereinbarungen vor. Die Änderungen sind retrospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Änderungen wurden im Dezember 2012 von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
IFRS 9 "Finanzinstrumente": Im November 2009 hat der IASB eine Neuregelung der Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten veröffentlicht. Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. IFRS 9 ist unter Berücksichtigung der Änderungen von Dezember 2011 auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Der Standard wurde bisher nicht von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
Ergänzung IFRS 9 "Finanzinstrumente": Im Oktober 2010 hat der IASB Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten veröffentlicht. Die Anpassungen ergänzen den im November 2009 herausgegebenen Standard "Finanzinstrumente" um Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten. Sofern für finanzielle Verbindlichkeiten die Fair-Value-Option gewählt wird, ist der Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der aus der Änderung des eigenen Kreditrisikos resultiert, im sonstigen Ergebnis innerhalb des Eigenkapitals und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Die Ergänzungen sind unter Berücksichtigung der Änderungen von Dezember 2011 verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Der Standard wurde bisher nicht von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
Änderungen an IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben": Im Dezember 2011 hat der IASB die Änderungen "Verpflichtender Anwendungszeitpunkt und Anhangangaben bei Übergang" an IFRS 9 und IFRS 7 veröffentlicht. Die bisher verpflichtende Anwendung des IFRS 9 für Perioden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, wurde auf Perioden verschoben, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Ferner werden Ausnahmeregelungen, unter denen ein Unternehmen bei Übergang auf IFRS 9 anstelle einer Anpassung von Vorjahresangaben zusätzliche Angaben im Anhang vornehmen kann, mit aufgenommen. Die in IFRS 9 geforderten zusätzlichen Anhangangaben wurden als Änderung an IFRS 7 hinzugefügt. Die Änderungen der beiden Standards wurden bisher nicht von der EU übernommen.
IFRS 10 "Konzernabschlüsse": Der Standard schafft eine einheitliche Definition für den Begriff der Beherrschung und damit eine einheitliche Grundlage für das Vorliegen einer Mutter-Tochter-Beziehung und die hiermit verbundene Abgrenzung des Konsolidierungskreises. Der IFRS 10 ersetzt die bisher relevanten Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung, die in IAS 27 und SIC 12 enthalten sind. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen": Der Standard regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit ausübt. IFRS 11 ersetzt IAS 31 und SIC 13, die bisher für Fragen der Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen einschlägigen Vorschriften. Die bedeutsamste Änderung des IFRS 11 gegenüber IAS 31 ist die Abschaffung der Quotenkonsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen, welche künftig stets nach der Equity-Methode zu bilanzieren sind. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Der Standard wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen": Der Standard legt die erforderlichen Angaben für Unternehmen fest, die in Übereinstimmung mit den beiden neuen Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" bilanzieren. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts": Der Standard befasst sich mit der Zeitwertermittlung sowie mit zugehörigen Anhangangaben und verfolgt das Ziel einer weiteren Annäherung der IFRS und der US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätze (US GAAP). Dabei bietet er Hilfestellungen für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value), soweit dieser als Wertmaßstab nach anderen IFRS vorgeschrieben ist. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, und wurde im Dezember 2012 von der EU übernommen. Die erstmalige Anwendung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
Diverse: "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2011": Der IASB hat am 3. Mai 2012 die "Jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards 2011" veröffentlicht. Der jährliche Verbesserungsprozess ermöglicht es, weniger dringliche, aber trotzdem notwendige Verbesserungen an den IFRS vorzunehmen. Die Änderungen würden grundsätzlich für Geschäftsjahre in Kraft treten, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen zu IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" und die daraus folgenden Änderungen zu IFRS 9 "Finanzinstrumente" würden jedoch für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, in Kraft treten. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der EU übernommen. Das IASB hat weitere Verlautbarungen veröffentlicht. Die Gesellschaft geht derzeit davon aus, dass die Anwendung der neuen und überarbeiteten Standards keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird.

Die folgenden Standards wurden aufgrund fehlender Relevanz für die Nabaltec AG nicht angewandt:

IFRS 4 "Versicherungsverträge"
IFRS 6 "Exploration und Evaluierung von mineralischen Ressourcen"
IAS 26 "Bilanzierung und Berichterstattung von Altersversorgungsplänen"
IAS 28"Anteile an assoziierten Unternehmen"
IAS 29"Rechnungslegung in Hochinflationsländern"
IAS 31 "Anteile an Joint Ventures"
IAS 40"Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien"
IAS 41 "Landwirtschaft"

2.3 KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der Konzernabschluss umfasst die Einzelabschlüsse der Nabaltec AG als Muttergesellschaft sowie ihrer Tochtergesellschaft.

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik besitzt, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden gegebenenfalls Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.

Die Zusammensetzung des Konzerns ergibt sich aus der folgenden Tabelle:

ANZAHL DER UNTERNEHMEN

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2012 2011
Nabaltec AG und vollkonsolidiertes Tochterunternehmen
Inland 1 1
Ausland 1 1

Das folgende Tochterunternehmen wurde in den Konzernabschluss der Nabaltec AG einbezogen:

TOCHTERUNTERNEHMEN

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Höhe der Anteile
in TEUR %
--- --- ---
Nashtec LLC, Corpus Christi (USA) (ehemals Nashtec L.P., Corpus Christi (USA)) 163 51,00

Die Nashtec L.P. wurde im Jahr 2005 gemeinsam mit Sherwin Alumina gegründet.

Die Nabaltec AG war bis zum 1. Januar 2010 zu 51 % an der Nashtec Management Corp. und zu 51 % (direkt zu 50,49 % und indirekt über die Nashtec Management Corp., die als General Partner 1 % der Anteile hielt) an der Nashtec L.P. (USA) als Teil eines Joint Ventures beteiligt. Die Nashtec Management Corp. wurde wegen untergeordneter Bedeutung bisher nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Zum 1. Januar 2010 wurde die Gesellschaftsstruktur geändert. Die Nashtec Management Corp. wurde aufgelöst, und die Nashtec L.P. in eine LLC umgewandelt, so dass von der Nabaltec AG ab dem 1. Januar 2010 direkt 51 % und von der Sherwin Alumina LLC direkt 49% an der Nashtec LLC gehalten werden. Die Anteile der Sherwin Alumina LLC sind daraufhin im Rahmen der Umstrukturierung auf deren Muttergesellschaft, die Allied Alumina LLC, übertragen worden.

Sämtliche Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, die nach nationalem Recht aufgestellt sind, wurden auf IFRS übergeleitet und an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns angepasst.

Die Abschlussstichtage aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften entsprechen jeweils dem 31. Dezember.

ANTEILSBESITZ GEMÄSS § 313 ABS. 2 HGB

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Höhe der Anteile am Kapital Eigenkapital des letzten Geschäftsjahres* Ergebnis des letzten Geschäftsjahres*
in % in USD in USD in EUR in USD in EUR
--- --- --- --- --- --- ---
Direkte Beteiligungen
Nashtec LLC, Texas (USA) 51,00 210.266 -5.324.754 -4.038.493,74 2.550.813 1.972.633,98

* Das Eigenkapital des letzten Geschäftsjahres in Fremdwährung wurde mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres in Fremdwährung wurde mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet.

2.4 KONSOLIDIERUNGSMETHODEN

Die Kapitalkonsolidierung des Tochterunternehmens erfolgt nach IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" in Verbindung mit IFRS 3 R "Unternehmenszusammenschlüsse" durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs (Neubewertungsmethode). Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt (Date of Exchange) zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der nicht kontrollierenden Anteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag nach nochmaliger Überprüfung direkt in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Die Auswirkungen aller wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Dabei werden Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzernunternehmen verrechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen von Vermögenswerten, die noch nicht an Dritte weiterveräußert sind, werden eliminiert. Auf temporäre Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden vom Zeitpunkt des Beginns bzw. bis zur Beendigung der Beherrschungsmöglichkeit in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung einbezogen.

Auf nicht kontrollierende Gesellschafter entfallende Anteile am konsolidierten Eigenkapital und am konsolidierten Jahresergebnis werden getrennt von den auf die Muttergesellschaft entfallenden Anteilen ausgewiesen. Sofern die Kapitalkonten der nicht kontrollierenden Gesellschafter einen negativen Wert aufweisen, werden sie nach dem 2008 geänderten IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" als negative Position im Eigenkapital und Konzernergebnis ausgewiesen. Eine Zurechnung zum Eigenkapital bzw. Konzernergebnis, das auf das Mutterunternehmen entfällt, wie von dem bisherigen IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" gefordert, erfolgt nicht.

2.5 WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen und der Darstellungswährung des Konzerns, aufgestellt.

In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden monetäre Posten in fremder Währung (Liquide Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) zum Stichtagskurs bewertet. Die Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nichtmonetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Kursen angesetzt.

Die Umrechnung des in ausländischer Währung aufgestellten Abschlusses der einbezogenen Gesellschaft erfolgt auf der Grundlage des Konzeptes der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaft ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht grundsätzlich selbstständig betreibt, ist die funktionale Währung identisch mit der Landeswährung der Gesellschaft.

Die Vermögenswerte und Schulden werden folglich zum Stichtagskurs, die Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral verrechnet und im Eigenkapital gesondert unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen.

Währungsdifferenzen, die sich gegenüber der Vorjahresumrechnung im Konzern ergeben, werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" erfasst.

Die Anfangsbestände der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sind mit dem Stichtagskurs des letzten Bilanzstichtags, die Abschreibungen und alle anderen Bewegungen des Geschäftsjahres mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Als Folge der Umrechnung des Anlagevermögens des ausländischen Tochterunternehmens ergeben sich bei der Entwicklung des Anlagevermögens Umrechnungsdifferenzen, die im Anlagespiegel in gesonderten Spalten dargestellt werden.

3. VERWENDUNG VON ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung bestimmte Annahmen, die Auswirkungen auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen haben.

Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:

Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte: Die festgelegten Nutzungsdauern für das Anlagevermögen basieren auf Schätzungen des Managements. Der Konzern überprüft zum Ende eines jeden Geschäftsjahres die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Während des laufenden Geschäftsjahres kam es jedoch nicht zu veränderten Schätzungen von Nutzungsdauern.
Für Grundstücke und Gebäude wurde das nach IFRS 1.16 in Verbindung mit IFRS 1.18 bestehende Wahlrecht einer Fair-Value-Bewertung zum Zeitpunkt der IFRS-Eröffnungsbilanz ausgeübt. Die Neubewertung der Grundstücke und Gebäude zum 1. Januar 2007 erfolgte unter Berücksichtigung von externen Sachverständigengutachten.
Pensionen und andere Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses: Die Bewertung der Pensionspläne wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrugen zum 31. Dezember 2012 TEUR 17.834 (Vorjahr: TEUR 13.688). Weitere Einzelheiten sind unter Punkt 6.9 "Kurz- und langfristige Rückstellungen" dargestellt.
Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung: Sie werden gebildet, wenn zukünftige Mittelabflüsse zur Erfüllung von Sanierungs- und Entsorgungsmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Kosten hinreichend zuverlässig geschätzt werden können und die Maßnahmen keinen künftigen Nutzenzufluss erwarten lassen. Die Schätzung der künftigen Kosten ist mit vielen Unsicherheiten behaftet, insbesondere mit rechtlichen Unsicherheiten, die sich auf Gesetze und Verordnungen beziehen, sowie mit Unsicherheiten über die tatsächlichen Verhältnisse in den verschiedenen Ländern und Standorten. Die Schätzung der Kosten stützt sich insbesondere auf frühere Erfahrungen in ähnlichen Fällen, Schlussfolgerungen aus eingeholten Gutachten, laufende Kosten und neue Entwicklungen mit Einfluss auf die Kosten. Änderungen dieser Schätzungen können sich auf das künftige Ergebnis des Unternehmens auswirken. Zum 31. Dezember 2012 betrug der Buchwert der ausgewiesenen Rückstellungen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 126).
Bewertung der übrigen Rückstellungen: Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe der bestmöglichen Schätzung des Betrages, der laut Management zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung am Abschlussstichtag notwendig ist. Zum 31. Dezember 2012 betrug der Buchwert der ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 136). Für weitere Ausführungen und Angaben verweisen wir auf die Erläuterungen unter Punkt 6.9 "Kurz- und langfristige Rückstellungen".
Ansatz aktiver latenter Steuern: Bei der Beurteilung der Realisierbarkeit der latenten Steuern überprüft der Vorstand, ob es wahrscheinlich ist, dass alle aktiven latenten Steuern realisiert werden. Die endgültige Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern ist davon abhängig, ob in jenen Perioden, in denen die temporären Differenzen abzugsfähig werden, ausreichend steuerpflichtiges Einkommen erzielt wird. Ist dies nicht der Fall, können aktive latente Steuern nicht verwendet und infolgedessen nicht angesetzt werden. Die Höhe (vor Saldierung mit passiven latenten Steuern) zum 31. Dezember 2012 betrug TEUR 5.165 (Vorjahr: TEUR 4.716).
Wertminderung von nichtfinanziellen Vermögenswerten: Werthaltigkeitsprüfungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen basieren grundsätzlich auf geschätzten künftigen abgezinsten Netto-Zahlungsströmen, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Faktoren wie geringere Umsatzerlöse und daraus resultierende niedrigere NettoZahlungsströme sowie Änderungen der verwendeten Abzinsungsfaktoren können zu einer Wertminderung oder, soweit zulässig, zu Zuschreibungen führen.
Anteile an einem beherrschten Unternehmen: Der Konzern ist an einem Joint Venture in Form eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens mit einer direkten Beteiligungsquote von 51,00% (Vorjahr: 51,00%) beteiligt. Entsprechend dem Gesamtbild der Verhältnisse rechtlicher oder wirtschaftlicher Natur hat die Nabaltec AG die Möglichkeit, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Das beherrschte Unternehmen wird daher als Tochterunternehmen unter Anwendung der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.
Verpflichtungen aus einer Sale-and-lease-back-Transaktion: Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2008 Vermögensgegenstände im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion veräußert und zurückgemietet. Dabei wurde anhand einer Analyse der Vertragsbedingungen festgestellt, dass dem Konzern kein wirtschaftliches Eigentum an den Vermögensgegenständen mehr zuzurechnen ist. Die Vereinbarung wird demnach als Operate-Lease-Verhältnis bilanziert.

Die sich tatsächlich in zukünftigen Perioden einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

4. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

4.1 UMSATZREALISIERUNG

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden entsprechend den Kriterien des IAS 18 erfasst, wenn die Chancen und Risiken vollständig auf den Erwerber übertragen wurden sowie ein Preis vereinbart wurde bzw. bestimmbar ist, von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann.

Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen und Skonti ausgewiesen.

4.2 AUFWANDSREALISIERUNG

Die den Erträgen gegenüberstehenden Aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Betriebliche Aufwendungen werden dabei mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

4.3 FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN

Die Nabaltec AG investiert einen Teil ihrer finanziellen Ressourcen in Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Neben internen Entwicklungstätigkeiten in Bezug auf die individuelle Weiterentwicklung von entgeltlich erworbener Software umfasst dies insbesondere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten zur Weiterentwicklung bestehender sowie zur Entwicklung neuer Produkte und Verfahren.

Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Ein immaterieller Vermögenswert, der aus der Entwicklung im Rahmen eines einzelnen Projekts entsteht, wird nur dann erfasst, wenn der Konzern die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, damit dieser zur internen Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung steht, sowie die Absicht nachweisen kann, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen. Ferner muss der Konzern die Generierung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen zur Vollendung des Vermögenswertes und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können, belegen.

Nach erstmaligem Ansatz der Entwicklungskosten wird das Anschaffungskostenmodell angewendet, nach dem der Vermögenswert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen anzusetzen ist. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten umfassen die direkt zuordenbaren Personal- und sonstigen Einzelkosten sowie einen angemessenen Teil der Gemeinkosten. Die aktivierten Beträge werden nach Inbetriebnahme über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Der aktivierte Betrag der Entwicklungskosten wird einmal jährlich auf Wertminderung überprüft, wenn der Vermögenswert noch nicht genutzt wird oder wenn unterjährig Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen.

Bei der Nabaltec AG werden grundsätzlich alle wesentlichen Entwicklungskosten aktiviert, die bei intern entwickelter Software in der Phase der Anwendungsentwicklung anfallen. Die Abschreibung dieser Kosten über die zu erwartende Nutzungsdauer beginnt mit dem erstmaligen Einsatz der Software.

Da eigene Entwicklungsprojekte häufig behördlichen Genehmigungsverfahren und anderen Unwägbarkeiten unterliegen, sind die Bedingungen für eine Aktivierung der vor der Genehmigung entstandenen Kosten in der Regel nicht erfüllt oder ihr Umfang in der kurzen Phase zwischen Forschung bzw. Genehmigung und Markteinführung ist unwesentlich.

Zum 31. Dezember 2012 wurden keine Entwicklungskosten aktiviert (Vorjahr: TEUR 0).

4.4 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.

Die Abschreibungsdauer beträgt für:

EDV-Software 4 bis 5 Jahre

Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer liegen nicht vor.

Zur Aktivierung von Entwicklungskosten als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wird auf Punkt 4.3 "Forschungs- und Entwicklungskosten" verwiesen.

4.5 SACHANLAGEN

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der zurechenbaren Gemeinkosten.

Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Abschreibungsdauer beträgt für:

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Betriebs- und Geschäftsgebäude 20 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 22 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre

Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.

4.6 FREMDKAPITALKOSTEN

In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten (das sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen) stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit stehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Siehe hierzu Punkt 6.2 "Sachanlagen".

Erwirtschaftete Erträge aus der zwischenzeitlichen Anlage speziell aufgenommenen Fremdkapitals, bis zu dessen Ausgabe für qualifizierte Vermögenswerte, werden von den aktivierbaren Fremdkapitalkosten abgezogen.

Alle anderen Fremdkapitalkosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

4.7 ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden als Minderung der Anschaffungs- und Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswertes (IAS 20.24) bilanziert. Die Auflösung erfolgt über die Nutzungsdauer des Vermögenswertes in Form von reduzierten Abschreibungsbeträgen. Siehe hierzu Punkt 6.10 "Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten".

4.8 LEASINGVERTRÄGE - KONZERN ALS LEASINGNEHMER

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert die Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.

Finanzierungsleasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übergehen, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses mit dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Finanzierungsaufwendungen werden sofort aufwandswirksam erfasst. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden aktivierte Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer vollständig abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2012 und 31. Dezember 2011 bestanden keine Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.

Miet- und Leasingverhältnisse, bei denen dem Konzern kein wirtschaftliches Eigentum zuzurechnen ist, werden als Operate-Lease klassifiziert. Die Aufwendungen aus Operate-Lease-Verhältnissen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. In Punkt 7.1 wird unter den "Sonstigen finanziellen Verpflichtungen" über die entsprechende zukünftige Belastung berichtet.

Bei Sale-and-lease-back-Transaktionen, die einen Operate-Lease begründen, hängt die Gewinnrealisierung aus dem Verkauf vom Verhältnis des Verkaufspreises zum Fair Value ab. Sofern der Verkaufspreis dem Fair Value entspricht, wird der Gewinn unmittelbar erfasst. Bei einer Sale-and-lease-back-Transaktion, die zu einem Finanzierungsleasingverhältnis führt, wird der gesamte Gewinn in der Regel abgegrenzt und über die Dauer des Leasingvertrags amortisiert.

4.9 WERTMINDERUNG VON NICHTFINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN

Die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes von immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird auf Basis der zukünftig aus der Nutzung zu erwartender Zahlungsströme (abgezinst mit einem risikoadäquaten Zinssatz) sowie auf Basis des Nettoveräußerungspreises überprüft (Impairment-Test), wenn besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen eine Korrektur der geschätzten Nutzungsdauer oder einen Wertverfall anzeigen. Des Weiteren erfolgt für noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte jährlich eine Überprüfung auf Wertminderung. Falls der Nettobuchwert von Vermögenswerten größer ist als der erzielbare Betrag (höherer Wert aus Nutzungswert und Nettoveräußerungswert), wird eine außerplanmäßige Abschreibung durchgeführt. Bei der Festlegung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme werden das aktuelle und zukünftig erwartete Ertragsniveau sowie geschäftsfeldspezifische, technologische, wirtschaftliche und allgemeine Entwicklungen berücksichtigt. Wenn der Grund für eine früher durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung entfällt, wird - soweit dies zulässig ist - eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.

4.10 FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.

Beim erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswertes zuzurechnen sind.

Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist. Eine Zuordnung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorie "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" ist zum Bilanzstichtag im Konzern nicht erfolgt.

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d. h. am Tag, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswertes bzw. der Verbindlichkeit eingegangen wurde, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte sowie finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft werden. Diese Einstufung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet ist in der Berichtsperiode im Konzern nicht erfolgt.

Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme solcher Derivate, bei denen es sich um eine Finanzgarantie handelt oder die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.

Zum Zeitpunkt, an dem der Konzern zum ersten Mal Vertragspartei wird, ermittelt er, ob eingebettete Derivate getrennt vom Basisvertrag zu bilanzieren sind. Eine Neubeurteilung erfolgt nur bei einer erheblichen Änderung von Vertragsbedingungen, wenn es dadurch zu einer signifikanten Änderung der Zahlungsströme, die sich sonst aus dem Vertrag ergeben hätten, kommt.

Darlehen und Forderungen

Kredite und Forderungen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Dabei handelt es sich insbesondere um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind, sowie im Rahmen von Amortisationen.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in eine andere Kategorie von finanziellen Vermögenswerten eingestuft sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte unter Zugrundelegung von Börsen- und Marktpreisen grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei die nicht realisierten Gewinne oder Verluste direkt im Eigenkapital abzüglich latenter Steuern als nicht realisierte Verluste oder Gewinne aus der Zeitwertbewertung von Finanzinstrumenten erfasst werden. Soweit kein aktiver Markt besteht und sich der beizulegende Zeitwert nicht zuverlässig ermitteln lässt, erfolgt eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei Abgang von Finanzinvestitionen wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung umgebucht.

Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn das Unternehmen die Verfügungsmacht über die vertraglichen Rechte auf Cashflows verliert, aus denen der finanzielle Vermögenswert besteht.

Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt und im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder vollständig überträgt noch vollständig zurückbehält und dabei auch die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert zurückbehält, erfasst der Konzern den übertragenen Vermögenswert weiter im Umfang seines anhaltenden Engagements.

4.11 WERTMINDERUNG VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN

Bei finanziellen Vermögenswerten oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten wird an jedem Bilanzstichtag ermittelt, ob eine Wertminderung vorliegt. Ein Wertminderungsaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich angemessener Wertberichtigungen, ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sollten Zweifel an der Einbringlichkeit der sonstigen Vermögenswerte bestehen, werden einzelfallbezogene Wertberichtigungen vorgenommen.

4.12 VORRÄTE

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird die Methode des gewogenen Durchschnitts verwendet.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis einer Normalbeschäftigung ermittelt. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert.

Im Rahmen einer Gruppenbewertung werden die fertigen Erzeugnisse zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungswerte am Bilanzstichtag vorgenommen.

4.13 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung kommt die entsprechende Definition zur Anwendung. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

4.14 STEUERN

Tatsächliche Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende sowie für frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 "Ertragsteuern" nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den IFRS-Wertansätzen und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sowie auf temporäre Differenzen dürfen gemäß IAS 12.34 nur in dem Maße angesetzt werden, als es wahrscheinlich ist, dass zukünftige steuerliche Gewinne entstehen werden, die eine Verrechnung dieser Verlustvorträge ermöglichen.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht.

Soweit eine Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.

4.15 DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE UND SICHERUNGSBEZIEHUNGEN

Im Konzern werden derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Zins- und Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Die Bewertung der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt. Bei den derivativen Finanzinstrumenten, bei denen Hedge Accounting vorliegt, werden die Marktwertänderungen entweder im Ergebnis (Fair Value Hedge) oder als Bestandteil des Eigenkapitals (Cashflow Hedge) ausgewiesen. In den Geschäftsjahren wurde Hedge Accounting lediglich für Cashflow Hedges aus Zinsabsicherungen angewandt.

Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert werden, werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte eingestuft, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes dieser derivativen Finanzinstrumente werden in das Periodenergebnis einbezogen.

4.16 EIGENKAPITAL

Die von den Gesellschaftern geleisteten Einlagen und Zahlungen in die Kapitalrücklage werden unter Abzug der mit dem Erwerb des Eigenkapitals direkt verbundenen Transaktionskosten unter Berücksichtigung eines eventuellen Steuereffektes angesetzt.

4.17 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" werden Rückstellungen gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit über 50% liegen muss. Die Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Langfristige sonstige Rückstellungen werden abgezinst. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.

4.18 PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Die (Netto-)Zinskomponente ist zum Periodenbeginn durch Multiplikation der (Netto-)Pensionsverpflichtung - das heißt dem Verpflichtungsbestand abzüglich des Planvermögens - mit dem für die Bewertung der Pensionsverpflichtung zugrunde gelegten Diskontierungszinssatz zu ermitteln. Dadurch werden der aus der Aufzinsung der Verpflichtung resultierende Zinsaufwand und der erwartete Planvermögensertrag saldiert und zwingend erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst. Zugleich wird damit der erwartete Planvermögensertrag in Höhe des Diskontierungszinssatzes angenommen.

Abweichungen zwischen der tatsächlichen Rendite des Planvermögens beziehungsweise des Diskontierungszinssatzes am Abschlussstichtag und dem unterstellten Diskontierungszinssatz (= unterstellte Rendite des Planvermögens) gehen ebenso wie andere versicherungsmathematische Bewertungsanpassungen im Sinne einer Neubewertungs-Komponente in das sonstige Ergebnis ein.

Der Diskontierungszinssatz für die Abzinsung der (Netto-)Pensionsverpflichtung wird auf Grundlage erstrangiger, festverzinslicher Industrieanleihen am Markt ermittelt.

Die ergebniswirksam zu berücksichtigende Dienstzeitkomponente (service cost) umfasst unter anderem sowohl den laufenden als auch den gesamten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand aus Planänderungen.

4.19 FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" oder als "übrige Verbindlichkeiten" klassifiziert.

Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden sofort erfolgswirksam erfasst. Diese Kategorie umfasst derivative Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten (HfT). Gewinne oder Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden erfolgswirksam erfasst.

Genussrechtskapital

Das Genussrecht stellt eine finanzielle Verbindlichkeit im Sinne des IAS 32 dar, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum Fair Value abzüglich Transaktionskosten. Der Fair Value entspricht dem aus dem Genussrecht erhaltenen Zahlungsmittel (Nominalwert) abzüglich der gezahlten Transaktionskosten. In den Folgeperioden wird der Unterschiedsbetrag zwischen Zugangswert und Rückzahlungsbetrag (Nominalwert) mit der Effektivzinsmethode über die Laufzeit ergebniswirksam aufgelöst.

Verzinsliche Darlehen und Anleihen

Darlehen und Anleihen werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Fremdkapitalaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet. Sie werden nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen und Anleihen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Differenzen zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden hierbei entsprechend der Effektivzinsmethode erfolgswirksam erfasst.

Die finanziellen Verbindlichkeiten, die sämtlich der Kategorie der übrigen Verbindlichkeiten zugeordnet sind, werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung abzüglich der mit der Fremdkapitalaufnahme verbundenen Transaktionskosten bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die Verpflichtung, die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegt, erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

5. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

5.1 UMSATZERLÖSE

Zur Verteilung der Umsatzerlöse auf die Produktbereiche verweisen wir auf die Segmentberichterstattung und die zugehörigen Erläuterungen unter Punkt 7.7 "Segmentberichterstattung".

5.2 ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

Im Geschäftsjahr 2012 wurden Eigenleistungen in Höhe von TEUR 622 (Vorjahr: TEUR 609) für verschiedene technische Anlagen und Maschinen aktiviert, davon aktivierte Bauzeitzinsen in Höhe von TEUR 266 (Vorjahr: TEUR 302).

5.3 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 2012 2011
Währungsgewinne 528 504
Versicherungsentschädigungen 229 121
Sachbezüge 140 140
Nutzwasserlieferungen 136 129
Zuwendungen der öffentlichen Hand 133 109
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 118 26
Personaldienstleistungen 110 98
Sonstige 105 121
Leistungen Analysenzentrum 99 92
Magazin- und Schrottverkauf 90 56
Rangier- und Gleisarbeiten 7 5
Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 5 41
Gesamt 1.700 1.442

Die Zuwendungen der öffentlichen Hand betreffen Aufwandszuschüsse. Die an diese Zuwendungen geknüpften Bedingungen wurden vollständig erfüllt und es bestehen keine sonstigen Unsicherheiten.

5.4 MATERIALAUFWAND

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 2012 2011
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 66.206 69.006
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.098 763
Gesamt 67.304 69.769

5.5 PERSONALAUFWAND

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 2012 2011*
Löhne und Gehälter 18.125 17.607
Sozialabgaben 3.183 2.933
Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen 315 513
Übrige Aufwendungen für Altersvorsorge 147 112
Gesamt 21.770 21.165

* angepasst

Die Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen erfüllen die Kriterien eines leistungsorientierten Pensionsplans im Sinne des IAS 19.

Durch die vorzeitige Anwendung des IAS 19 hat sich der Personalaufwand im Vorjahr um EUR 198.246 erhöht.

Bei den übrigen Aufwendungen für Altersvorsorge handelt es sich um Zuschüsse des Arbeitgebers zu Altersvorsorgeplänen der Arbeitnehmer, welche die Kriterien eines beitragsorientierten Pensionsplans im Sinne des IAS 19 erfüllen.

Zudem sind die von der Gesellschaft zu tragenden Anteile zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von TEUR 1.485 (Vorjahr: TEUR 1.459) in den Sozialabgaben enthalten, welche monatlich abgeführt werden.

5.6 MITARBEITER

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Konzern hat sich folgendermaßen entwickelt:

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2012 2011
Gewerbliche Mitarbeiter 203 195
Angestellte 141 138
Geringfügig Beschäftigte 13 13
Gesamt 357 346

Darüber hinaus werden im Geschäftsjahr durchschnittlich 50 Auszubildende (Vorjahr: 47) beschäftigt.

5.7 ABSCHREIBUNGEN

Die vorgenommenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen können der Entwicklung des Anlagevermögens entnommen werden.

Die Gesellschaft führt bei Vorliegen entsprechender Indikatoren einen Werthaltigkeitstest von immateriellen Vermögenswerten und von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens durch. Dazu wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde auf Basis der Berechnung des Nettoveräußerungswertes als auch der Nutzungswertmethode mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode bestimmt. Diesen diskontierten Cashflows liegen Drei-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen aus der Vergangenheit und basieren auf der besten vom Management vorgenommenen Einschätzung über künftige Entwicklungen der Gesellschaft.

Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten ergibt sich für das Geschäftsjahr 2012 kein Abwertungsbedarf.

5.8 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 2012 2011
Frachten 8.775 8.422
Nicht dem Herstellungsprozess zuzuordnende Fremdleistungen 4.960 5.321
Verkaufsprovisionen 2.672 2.662
Mindestleasingzahlungen (Miete und Leasing) 2.392 2.403
Sonstige Verwaltungskosten 866 780
Versicherungen 853 795
Rechts- und Beratungskosten 600 514
Reisekosten 514 514
Personalnebenkosten 456 418
Übrige 421 340
Währungsverluste 405 355
Werbekosten 182 220
Sonstige Steuern 50 81
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 9 40
Wertberichtigung von Forderungen 0 30
Gesamt 23.155 22.895

5.9 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Im Geschäftsjahr wurden sämtliche Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 2.331 (Vorjahr: TEUR 2.194) als Aufwand erfasst.

5.10 ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE

Die Zinsen und ähnlichen Erträge können folgender Übersicht entnommen werden:

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(in TEUR) 2012 2011*
Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten 177 392
Erträge aus Planvermögen (Rückdeckungsversicherung) 142 146
Zinserträge aus Zinsswapgeschäften 100 37
Gesamt 419 575

* angepasst

5.11 ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen können folgender Übersicht entnommen werden:

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(in TEUR) 2012 2011
Zinsaufwendungen bei Kreditinstituten 1.955 2.456
Zinsaufwendungen aus Anleihen 1.950 1.950
Zinsaufwendungen aus Rückstellungen 752 698
Zinsaufwendungen Genussrecht 405 405
Zinsaufwendungen Factoring 383 582
Zinsaufwendungen aus Aufzinsungen 277 504
Verluste aus Zinsswapgeschäften 211 49
Übrige 196 170
Zinsaufwendungen aus Zinsswapgeschäften 143 23
Avalprovision 36 66
Aufwendungen aus Finanzierungsleasing 0 6
Gesamt 6.308 6.909

5.12 STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag teilen sich wie folgt auf:

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(in TEUR) 2012 2011*
Tatsächliche Ertragsteuern:
Steueraufwand lfd. Jahr 445 192
Steueraufwand Vorjahre 21 0
Latente Ertragsteuern:
Entstehung und Umkehr temporärer Differenzen -340 1.454
Davon erfolgsneutral im Eigenkapital 984 -50
Gesamt 1.110 1.596

* angepasst

Bei den Ertragsteueraufwendungen des Geschäftsjahres 2012 handelt es sich um die laufende Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer sowie US-Quellensteuer für 2012.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Dabei werden die am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Für die Berechnung der latenten Steuern in Deutschland wird ein Steuersatz von 28,08% (Vorjahr: 28,08%) herangezogen. Er ergibt sich dabei aus dem gültigen unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15%, dem Solidaritätszuschlag von unverändert 5,5 % und dem konzerndurchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 12,25 % (Vorjahr: 12,25 %). Für die ausländische Gesellschaft werden die jeweiligen nationalen Steuersätze (34 %, unverändert zum Vorjahr) zugrunde gelegt.

Die folgende Tabelle zeigt die steuerliche Überleitungsrechnung von dem im jeweiligen Geschäftsjahr erwarteten Ertragsteueraufwand zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung:

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(in TEUR) 2012 2011*
Steuersatz 28,08% 28,08%
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) 4.132 5.992
Erwarteter Steueraufwand
Abweichungen 1.160 1.683
1. Erstmaliger Ansatz der latenten Steuern auf Zinsvorträge 0 -158
2. Wertanpassung latente Steuern auf Zinsvorträge USA 84 148
3. Abweichender ausländischer Steuersatz 60 55
4. Anpassung tatsächliche Steuer Vorjahre 21 0
5. Nicht abzugsfähige Aufwendungen 128 88
6. Steuereffekte aus Konsolidierungsmaßnahmen -315 -218
7. Sonstiges -28 -2
Steueraufwand laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung 1.110 1.596

* angepasst

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

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(in TEUR) Konzernbilanz Konzern-Gesamtergebnisrechnung
31.12.2012 31.12.2011 2012 2011
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Aktive latente Steuern
Finanzanlagen 0 0 0 -20
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 0 -81
Sonstige Vermögenswerte 342 310 32 35
Pensionsrückstellungen 2.215 1.248 967 135
Sonstige Rückstellungen 232 402 -170 -93
Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing 0 0 0 -89
Genussrecht 0 101 -101 -948
Verlustvortrag 2.283 2.632 -349 -147
Übrige 93 23 70 23
Summe aktive latente Steuern - brutto 5.165 4.716 449 -1.185
Nicht gebildete aktive latente Steuern 0 0 0 0
Summe aktive latente Steuern - netto 5.165 4.716 449 -1.185
Passive latente Steuern
Anlagevermögen 7.169 6.871 -298 -317
Vorräte 267 275 8 31
Übrige 249 430 181 17
Summe passive latente Steuern 7.685 7.576 -109 -269
-2.520 -2.860 340 -1.454

Die aktive latente Steuer auf den Verlustvortrag entfällt in Höhe von TEUR 1.940 auf die Nashtec LLC. Diese gilt nach amerikanischem Steuerrecht nicht als eigenes Steuersubjekt für die Bundes- und Staatssteuern. Die auf die Nabaltec AG als Gesellschafterin anteilig entfallenden steuerlichen Verlustvorträge in den USA von TEUR 5.659 (Vorjahr: TEUR 5.940) können in den USA generell auf Bundesebene zwei Jahre zurück- und maximal 20 Jahre vorgetragen werden:

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(in TEUR) 2012 2011
Verfallsdatum innerhalb von
--- --- ---
1 Jahr 0 0
2 bis 5 Jahren 0 0
6 bis 10 Jahren 0 0
11 bis 20 Jahren 5.659 5.940

Aktive und passive latente Steuern in den USA werden mit aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge verrechnet. Die steuerlichen Verlustvorträge in den USA sind aufgrund vorteilhafter steuerlicher Abschreibungsregeln deutlich höher als die tatsächlich angefallenen Verluste. Zum 31. Dezember 2012 wurden in Deutschland auf Verlustvorträge und Zinsvorträge aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 343 (Vorjahr: TEUR 612) aktiviert.

6. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

6.1 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Hinsichtlich der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf die Entwicklung des Anlagevermögens.

Bei den immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um EDV-Software und gewerbliche Schutzrechte.

Immaterielle Vermögenswerte waren zum 31. Dezember 2012 wie im Vorjahr nicht sicherungsübereignet.

Wesentliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten lagen nicht vor.

6.2 SACHANLAGEN

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist in der Entwicklung des Anlagevermögens enthalten.

Die Gesellschaft hatte für verschiedene technische Anlagen und einen Teil der Betriebs- und Geschäftsausstattung Mobilien-Leasingverträge abgeschlossen, die gemäß IAS 17 als Finanzierungsleasing klassifiziert wurden. Die Konditionen entsprachen den in der Branche üblichen Leasingbedingungen. Die Finanzierungsleasingverträge hatten ursprünglich eine Laufzeit zwischen 3 und 6 Jahren und beinhalteten keine Preisanpassungsklauseln. Der Buchwert von im Rahmen dieser Finanzierungsleasingverhältnisse gehaltenen technischen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung betrug zum 31. Dezember 2012 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Während des Geschäftsjahres sowie im Vorjahr waren keine Zugänge zu verzeichnen.

Vermögenswerte in Höhe von TEUR 57.321 (Vorjahr: TEUR 57.209) dienen als Sicherheiten für Bankdarlehen.

Grundschulden der Nabaltec AG in Höhe von TEUR 9.690 (Vorjahr: TEUR 9.690) dienen zum 31. Dezember 2012 als Sicherheiten für Bankdarlehen.

Für die langfristige Herstellung von verschiedenen Technischen Anlagen, Gebäuden und Betriebsvorrichtungen wurden im Geschäftsjahr 2012 Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 266 aktiviert (Vorjahr: TEUR 302). Der durchschnittliche Finanzierungskostensatz, der bei der Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten zugrunde gelegt worden ist, betrug 6,25 %.

6.3 VORRÄTE

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 31.12.2012 31.12.2011
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.168 14.283
Unfertige Erzeugnisse 261 413
Fertige Erzeugnisse und Waren 11.168 11.624
Gesamt 23.597 26.320

Sämtliche Vorräte dienen als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Wertminderung von Vorräten, die als Aufwand erfasst worden ist, beläuft sich auf TEUR 299 (Vorjahr: TEUR 338).

6.4 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich folgendermaßen dar:

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(in TEUR) 31.12.2012 31.12.2011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - brutto 3.901 2.739
Einzelwertberichtigungen -490 -490
Gesamt 3.411 2.249

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Hinsichtlich der Entwicklung des Wertberichtigungskontos sowie der Altersstruktur der Forderungen verweisen wir auf den Punkt 7.2 "Angaben zu Finanzinstrumenten".

6.5 FORDERUNGEN AUS ERTRAGSTEUERN

Bei den Ertragsteuerforderungen in Höhe von TEUR 164 (Vorjahr: TEUR 127) handelt es sich um Steuererstattungsansprüche gegen deutsche Finanzbehörden, die aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag resultieren.

6.6 SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt aus den sonstigen finanziellen bzw. sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerten zusammen:

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(in TEUR) 31.12.2012 31.12.2011
Forderungen aus Factoring 1.105 1.177
Übrige 665 682
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.770 1.859

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(in TEUR) 31.12.2012 31.12.2011
Umsatzsteuerforderungen 1.364 841
Aktive Rechnungsabgrenzungen 118 121
Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte 1.482 962
Gesamt 3.252 2.821

Bei den zum 31. Dezember 2012 ausgewiesenen Forderungen aus Factoring in Höhe von TEUR 1.105 (Vorjahr: TEUR 1.177) handelt es sich um den Kaufpreiseinbehalt aus dem Factoring.

Die sonstigen Vermögenswerte haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

6.7 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 31.12.2012 31.12.2011
Guthaben bei Kreditinstituten 14.304 16.345
Kassenbestand 1 2
Gesamt 14.305 16.347

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.

Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung ergeben sich beim Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember keine Unterschiede.

Es liegen keine Verfügungsbeschränkungen bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten vor.

6.8 EIGENKAPITAL

Die Veränderung des Eigenkapitals der Nabaltec AG ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 8.000 (Vorjahr: TEUR 8.000) und besteht aus 8.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Stückaktie. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Juni 2011 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 8. Juni 2016 einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu TEUR 4.000 durch die Ausgabe von bis zu 4.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen, wobei die Erhöhung der Anzahl der Aktien in demselben Verhältnis wie die Erhöhung des Grundkapitals zu erfolgen hat, und dabei mit Zustimmung des Aufsichtsrats über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden (Genehmigtes Kapital 2011/I).

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Juni 2011 um bis zu 4.000.000 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011/I). Das bedingte Kapital dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 9. Juni 2011 von der Gesellschaft begeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung dient nach Maßgabe der Anleihebedingungen auch der Ausgabe von Aktien an Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die mit Wandlungspflichten ausgestattet sind.

Kapitalrücklage

Zum 31. Dezember 2012 beträgt die Kapitalrücklage TEUR 29.764 (Vorjahr: TEUR 29.764). Die Kapitalrücklage resultiert im Wesentlichen aus der Ausgabe von 2.000.000 Stückaktien für EUR 15,50 je Aktie mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie, wodurch ein Aufgeld in Höhe von EUR 14,50 je Aktie bzw. insgesamt TEUR 29.000 erzielt wurden.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 8. Juni 2016 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtbetrag von bis zu TEUR 100.000 und mit einer Laufzeit von längstens 15 Jahren (die "Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen") auszugeben und den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 4.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegenden Options- bzw. Wandelanleihebedingungen (Anleihebedingungen) zu gewähren.

Gewinnrücklagen

Zum 31. Dezember 2012 betragen die Gewinnrücklagen TEUR 9.711 (Vorjahr: TEUR 9.711). Die Gewinnrücklagen enthalten den Effekt aus der erstmaligen Anwendung der IFRS. Für die Geschäftsjahre 2012 und 2011 wurden keine Dividendenzahlungen beschlossen bzw. sind keine vorgesehen.

Bezüglich der Entwicklung des Ergebnisvortrags verweisen wir auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen

Ein sich aus der Währungsumrechnung ergebender Unterschiedsbetrag sowie Marktwertänderungen derivativer Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting vorliegt, sowie gegebenenfalls korrespondierende Steuerabgrenzungen werden erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital gesondert unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen. Daneben werden in diesem Jahr erstmalig und rückwirkend für das Vorjahr versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie korrespondierende latente Steuern unter dieser Position dargestellt. Zum 31. Dezember 2012 betragen die sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen TEUR -3.656 (Vorjahr: TEUR -1.049).

Nicht kontrollierende Gesellschafter

Zum 31. Dezember 2012 halten die nicht kontrollierenden Gesellschafter Anteile in Höhe von TEUR -1.978 (Vorjahr: TEUR -3.084) am Eigenkapital der Nashtec LLC.

6.9 KURZ- UND LANGFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die Entwicklung der Rückstellungen ist in den folgenden Übersichten dargestellt:

GESCHÄFTSJAHR 2012 (in TEUR)

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Stand 1.1.2012 Zuführung Verbrauch Auflösung Stand 31.12.2012
Rückstellungen aus dem Personalbereich 459 108 56 1 510
Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung 126 0 9 117 0
Übrige Rückstellungen 136 151 135 0 152
Gesamt 721 259 200 118 662

GESCHÄFTSJAHR 2011 (in TEUR)

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Stand 1.1.2011 Zuführung Verbrauch Auflösung Stand 31.12.2011
Rückstellungen aus dem Personalbereich 515 91 121 26 459
Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung 120 6 0 0 126
Übrige Rückstellungen 143 135 142 0 136
Gesamt 778 232 263 26 721

Pensionsrückstellungen

Der Konzern hat leistungsorientierte Pensionspläne aufgelegt. Dadurch wird für einen wesentlichen Teil der Mitarbeiter Vorsorge für die Zeit nach der Pensionierung getroffen. Es handelt sich um Endgehaltspläne gegenüber Vorständen und Mitarbeitern aufgrund der Versorgungsordnung. Die Versorgungsordnung besitzt Gültigkeit für Mitarbeiter, die vor dem 1. Mai 1995 in die Gesellschaft eingetreten sind und in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis standen. Folglich sind keine Zugänge mehr zum Kreis der Bezugsberechtigten zu verzeichnen. Für einen Teil der Pläne werden Beiträge an eine Rückdeckungsversicherung geleistet. Aufgrund der Planausgestaltung ist der Arbeitgeber versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt. Die wesentlichsten sind dabei das Zinsrisiko und das Risiko der Langlebigkeit.

Das durchschnittliche Alter der im Rahmen des Pensionsplans erfassten Personen bewegt sich in einer Bandbreite zwischen 50 und 55 Jahren. Der Berechnung der Verpflichtungen liegt ein unterstelltes Renteneintrittsalter von 63 Jahren zugrunde.

In den folgenden Tabellen wird sowohl die Zusammensetzung von in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen als auch die Zusammensetzung von in der Konzernbilanz für die jeweiligen Pläne angesetzten Beträgen dargestellt:

AUFWENDUNGEN FÜR VERSORGUNGSLEISTUNGEN (in TEUR)

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2012 2011*
Laufender Dienstzeitaufwand 315 513
Netto-Zinsaufwand 676 632
Aufwendungen für Versorgungsleistungen 991 1.145
Tatsächliche Erträge aus Planvermögen 29 32

* angepasst

Der Netto-Zinsaufwand setzt sich aus dem Zinsaufwand in Höhe von TEUR 734 (Vorjahr: TEUR 682) abzüglich den erwarteten Erträgen aus Planvermögen in Höhe von TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 50) zusammen. Der Zinsanteil aus der Zuführung der Pensionsrückstellung sowie die Erträge aus dem Planvermögen werden im Finanzergebnis dargestellt. Die Versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden im Sonstigen Ergebnis erfasst und entwickeln sich wie folgt.

ENTWICKLUNG DER VERSICHERUNGSMATHEMATISCHEN GEWINNE/VERLUSTE

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(in TEUR)
Versicherungsmathematische Verluste zum 1. Januar 2011 -1.230
Gewinne aus Änderung der biometrischen Annahmen 254
Erfahrungsbedingte Verluste -56
Verluste aus Planvermögen -18
Versicherungsmathematische Verluste zum 31. Dezember 2011 -1.050
Verluste aus Änderung der biometrischen Annahmen -3.296
Erfahrungsbedingte Verluste -181
Verluste aus Planvermögen -28
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste zum 31. Dezember 2012 -4.555

Die Änderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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(in TEUR)
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 1. Januar 2011 14.033
Zinsaufwand 682
Laufender Dienstzeitaufwand 513
Gezahlte Leistungen -236
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -198
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. Dezember 2011 14.794
Zinsaufwand 734
Laufender Dienstzeitaufwand 315
Gezahlte Leistungen -266
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 3.476
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. Dezember 2012 19.053

Von den leistungsorientierten Verpflichtungen zum 31. Dezember 2012 in Höhe von TEUR 19.053 (Vorjahr: TEUR 14.794) ist ein Betrag von TEUR 5.999 (Vorjahr: TEUR 4.614) rückdeckungsversichert.

Für 2013 wird mit Rentenzahlungen in Höhe von ca. TEUR 273 gerechnet.

Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens stellen sich wie folgt dar:

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(in TEUR)
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Januar 2011 980
Arbeitgeberbeiträge 94
Erwartete Rendite 50
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -18
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 2011 1.106
Arbeitgeberbeiträge 84
Erwartete Rendite 57
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -28
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 2012 1.219

Bei dem Planvermögen handelt es sich um den Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung, der gemäß IAS 19.7 (b) als Planvermögen zu behandeln ist. Der Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2013 mit Beiträgen zum Planvermögen in Höhe von TEUR 80.

Der bilanzierte Wert der Pensionsrückstellungen lässt sich zum Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wie folgt überleiten:

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(in TEUR) 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 1.219 1.106 980 864 752
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 19.053 14.794 14.033 11.942 10.395
Pensionsrückstellungen 17.834 13.688 13.053 11.078 9.643

Nachfolgend werden die Grundannahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses dargestellt:

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(in %) 2012 2011
Abzinsungssatz 3,90 5,00
Gehaltstrend 2,75 2,75
Rententrend 2,00 2,00
Fluktuation 1,00 1,00

Sterblichkeit nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei Rentnern im Alter von 65 Jahren gemäß Heubeck-Richttafeln 2005G

Es ergeben sich folgende Auswirkungen auf die Pensionsverpflichtung, sofern sich die versicherungsmathematischen Annahmen ändern:

PENSIONSVERPFLICHTUNGEN

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(in TEUR) + 25 BP -25 BP
Abzinsungssatz 18.221 19.940
Gehaltstrend 19.264 18.848
Rententrend 19.642 18.490

6.10 KURZ- UND LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

BUCHWERTE

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(in TEUR) Buchwert davon Laufzeit < 1 Jahr davon Laufzeit 1-5 Jahre davon Laufzeit> 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Anleihen 31.12.2012 29.181 - 29.181 -
31.12.2011 28.928 - 28.928 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.12.2012 35.367 9.668 25.699 0
31.12.2011 43.125 8.146 34.979 0
Genussrechtskapital 31.12.2012 5.000 5.000 - -
31.12.2011 4.976 - 4.976 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2012 10.403 10.403 - -
31.12.2011 10.037 10.037 - -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 31.12.2012 0 0 - -
31.12.2011 0 0 - -
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 31.12.2012 638 638 - -
31.12.2011 190 190 - -
Sonstige 31.12.2012 11.852 11.852 - -
Verbindlichkeiten 31.12.2011 13.036 13.036 - -
Gesamt 31.12.2012 92.441 37.561 54.880 0
31.12.2011 100.292 31.409 68.883 0

Anleihen

Mit Datum vom 15. Oktober 2010 wurde eine Anleihe mit einem Nominalvolumen von TEUR 30.000 emittiert. Diese Anleihe hat eine Laufzeit von fünf Jahren und ist mit 6,50% nominal zu verzinsen. Die direkt zurechenbaren Transaktionskosten betrugen TEUR 1.341. Nach zeitanteiliger Amortisation der Transaktionskosten hat sich dieser Betrag zum 31. Dezember 2012 auf TEUR 819 (Vorjahr: TEUR 1.072) reduziert, so dass sich eine Bewertung der Anleihe von TEUR 29.181 (Vorjahr: TEUR 28.928) ergab.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich im Wesentlichen um langfristige Kredite, die zu üblichen Marktzinsen aufgenommen wurden. Der Marktwert entspricht dem Buchwert.

Die Kreditverträge der Nabaltec AG unterliegen teilweise Covenants, die sich zum Teil an den Leverage Coverage Ratios wie auch an der EK-Quote bemessen. Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, bei Nichteinhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen, oder er könnte von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen. Im Berichtsjahr 2012 kam es zu keinen Verletzungen der zum 31. Dezember 2012 wirksamen Covenants.

Genussrechtskapital

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2012 finanzielle Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital in Höhe von TEUR 5.000 (Vorjahr: TEUR 4.976) aus. Die planmäßige Laufzeit des Genussrechtskapitals in Höhe von TEUR 5.000 endete im Januar 2013. Davor bestand kein ordentliches Kündigungsrecht. Das Genussrecht gewährt ausschließlich schuldrechtliche Ansprüche gegenüber der Gesellschaft. Gesellschafterrechte werden nicht begründet. Die Gesellschaft ist verpflichtet, das Genussrecht bis zum Ende der Laufzeit mit 8,10% des Nennbetrags pro Jahr zu verzinsen. Auf die Verzinsung sind vierteljährliche Abschlagszahlungen zu leisten. Unter bestimmten Voraussetzungen können die Abschlagszahlungen gestundet werden; in diesen Fällen erhöht sich der Zinssatz. Zum Laufzeitende ist das Genussrecht zum Nennbetrag gegebenenfalls gemindert, um eine etwaige Verlustteilnahme zurückzubezahlen.

Der Unterschiedsbetrag aufgrund der Änderung des Buchwerts des Genussrechtskapitals (Aufzinsungseffekt aufgrund der Anwendung der Effektivzinsmethode) im Vergleich zum Vorjahr wurde im Geschäftsjahr 2012 aufwandswirksam in den Zinsaufwendungen erfasst.

Gemäß Vertrag ist der Verbindlichkeitsbetrag des Genussrechts um einen im testierten Jahresabschluss der Gesellschaft ausgewiesenen Jahresfehlbetrag herabzusetzen, soweit dieser nur durch gebundenes Eigenkapital gedeckt werden kann. Am 22. Januar 2013 wurde das Genussrechtskapital in voller Höhe zurückbezahlt.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis maximal 90 Tage.

Die Buchwerte der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

Zum 31. Dezember 2012 und 31. Dezember 2011 bestanden keine Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen.

Bezüglich des Miet- und Leasingaufwandes der Geschäftsjahre 2012 und 2011 verweisen wir auf die Aufgliederung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter Punkt 5.8 "Sonstige betriebliche Aufwendungen".

Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern

Diese umfassen ausstehende Steuerzahlungen in Deutschland, die aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für das abgelaufene Geschäftsjahr und das vorangegangene Geschäftsjahr resultieren.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf die im Folgenden aufgeführten finanziellen bzw. nichtfinanziellen Verbindlichkeiten:

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(in TEUR) 31.12.2012 31.12.2011
Darlehen Minderheitsgesellschafter 8.586 9.236
Negativer Marktwert aus Zinsswap 740 707
Zinsaufwendungen aus Anleihen 411 411
Übrige 288 232
Berufsgenossenschaft 187 253
Abschluss und Prüfung 185 185
Investitionszuwendungen 0 523
Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 10.397 11.547

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(in TEUR) 31.12.2012 31.12.2011
Ausstehender Urlaubsanspruch 637 636
Boni und andere erfolgsabhängige Vergütungen 318 564
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt 237 203
Sonstige Verbrauchsteuern 141 7
Erfindervergütungen 100 57
Verbindlichkeiten Sozialaufwendungen 22 22
Kurzfristige sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 1.455 1.489
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (gesamt) 11.852 13.036

Die Verbindlichkeiten für Boni und andere erfolgsabhängige Vergütungen entstehen in Abhängigkeit von deren Zielerreichung. Die Verbindlichkeit aus ausstehenden Urlaubsansprüchen wurde mitarbeiterbezogen gebildet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt resultieren im Wesentlichen aus zum Stichtag noch nicht abgeführter Lohn- und Kirchensteuer für das abgelaufene Geschäftsjahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Investitionszuwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 523) umfassten eine bereits ausbezahlte Investitionszuwendung der Regierung der Oberpfalz für geplante und bis zum Bilanzstichtag durchgeführte Investitionen. Es handelte sich hierbei ausschließlich um sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Der Buchwert entsprach im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 wurden TEUR 6.000 (Vorjahr: TEUR 5.477) der erhaltenen Investitionszuschüsse als Minderung bei den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der langfristigen Vermögenswerte berücksichtigt. Aufgrund der Kurzfristigkeit entsprachen die Buchwerte der kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert.

7. SONSTIGE ANGABEN

7.1 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verhältnissen - Konzern als Leasingnehmer Der Konzern hat finanzielle Verpflichtungen aus eingegangenen Miet- und Leasingverhältnissen, insbesondere hat die Nabaltec AG verschiedene technische Anlagen und Maschinen im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion veräußert. Die Restlaufzeiten aller Verträge belaufen sich im Wesentlichen auf 1 bis 5 Jahre. Die Verträge hatten ursprünglich eine Laufzeit von 3 bis 6 Jahren und beinhalten keine Preisanpassungsklauseln oder Kaufoptionen.

Im laufenden Geschäftsjahr wurden TEUR 2.392 (Vorjahr: TEUR 2.403) aus Miet- und Operating-Lease-Verhältnissen aufwandswirksam erfasst.

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus Miet- und Operating-Lease-Verhältnissen setzt sich nach Fälligkeit wie folgt zusammen:

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(in TEUR) 31.12.2012 31.12.2011
Mindestleasingzahlungen innerhalb 1 Jahres 2.482 2.497
Mindestleasingzahlungen zwischen 1 und 5 Jahren 843 2.729
Mindestleasingzahlungen über 5 Jahre 412 186
Gesamt 3.737 5.412

Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Wesentliche Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse oder sonstige wesentliche Rechtsstreitigkeiten, für die keine Rückstellung gebildet wurde, bestanden zu den Stichtagen nicht. Zum 31. Dezember 2012 lagen Bestellobligo in Höhe von TEUR 2.092 (Vorjahr: TEUR 5.655) aus Investitionsaufträgen vor.

7.2 ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN

Buchwerte, Wertansätze, beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte sämtlicher im Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente:

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Buchwert Beizulegender Zeitwert
(in TEUR) Bewertungskategorie gem. IAS 39 2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 3.411 2.249 3.411 2.249
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
Sonstige nichtderivative Forderungen und finanzielle Vermögenswerte LaR 1.770 1.859 1.770 1.859
Positive Marktwerte
Zinsderivate (ohne Sicherungsbeziehung) HfT/FVtPL 0 0 0 0
Positive Marktwerte
Zinsderivate (designiert in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen) - 0 0 0 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 14.305 16.347 14.305 16.347
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet
Verbindlichkeiten aus Anleihen FLaC 29.181 28.928 29.181 28.928
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLaC 35.367 43.125 35.367 43.125
Genussrechtskapital FLaC 5.000 4.976 5.000 4.976
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLaC 10.403 10.037 10.403 10.037
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten FLaC 9.657 10.840 9.657 10.840
Negative Marktwerte
Zinsderivate (ohne Sicherungsbeziehung) HfT/FVtPL 260 49 260 49
Negative Marktwerte
Zinsderivate (designiert in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen) - 480 658 480 658
Negative Marktwerte
Devisenderivate (ohne Sicherungsbeziehung) HfT/FVtPL 0 0 0 0

Für die Bewertungskategorien gemäß IAS 39 wurden die folgenden Abkürzungen benutzt:

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LaR Loans and Receivables Kredite und Forderungen
HfT Held for Trading Finanzinstrumente, die zu Handelszwecken gehalten und zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
FVtPL Fair Value through Profit and Loss Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
FLaC Financial Liabilities Measured at amortized Cost Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten

Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente und der Darlehen wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von sonstigen finanziellen Vermögenswerten wurde unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen berechnet.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen haben Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Nettoergebnis nach Bewertungskategorien

Im Folgenden werden die Ertrags- und Aufwandsposten aus Finanzinstrumenten nach den Bewertungskategorien des IAS 39 dargestellt:

BEWERTUNGSKATEGORIE GEM. IAS 39

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aus der Folgebewertung
aus Zinsen zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung Nettoergebnis 2012
--- --- --- --- --- --- ---
Loans and Receivables LaR 177 - -99 - 78
Held for Trading HfT -20 -211 - - -231
Other Liabilities FLaC -5.166 - 222 - -4.944
Gesamt 2012 -5.009 -211 123 - -5.097

BEWERTUNGSKATEGORIE GEM. IAS 39

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aus der Folgebewertung
aus Zinsen zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung Nettoergebnis 2011
--- --- --- --- --- --- ---
Loans and Receivables LaR 392 - 110 -30 472
Held for Trading HfT 14 -49 - - -35
Other Liabilities FLaC -6.067 - 39 - -6.028
Gesamt 2011 -5.661 -49 149 -30 -5.591

Zinserträge bzw. -aufwendungen aus Finanzinstrumenten sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter Zinsen und ähnlichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Die Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten der Bewertungskategorie Loans and Receivables betreffen im Wesentlichen Zinserträge aus Kontokorrentguthaben und kurzfristigen Einlagen. Die Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie Other Liabilities betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Anleihen bzw. Genussrechtskapital.

Die nach der Effektivzinsmethode berechneten Gesamtzinsaufwendungen für Anleihen betragen für das Geschäftsjahr 2012 TEUR 2.203 (Vorjahr: TEUR 2.184) und für das Genussrechtskapital TEUR 429 (Vorjahr: TEUR 429).

In das Ergebnis aus der Folgebewertung der derivativen Finanzinstrumente der Bewertungskategorie Held for Trading gehen Zinseffekte ein. Die Ergebnisbeiträge sind in den Zinsen und ähnlichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Effekte aus der Folgebewertung von Zinsderivaten, die in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen designiert sind, werden hingegen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Eine erfolgswirksame Erfassung von Ineffektivitäten war ferner nicht erforderlich.

Das Ergebnis aus der Währungsumrechnung finanzieller Vermögenswerte der Bewertungskategorie Loans and Receivables bzw. Verbindlichkeiten der Bewertungskategorien Other Liabilities resultiert im Wesentlichen aus Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung und wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

Bei dem Ergebnis aus Wertberichtigungen handelt es sich im Wesentlichen um Zuführungen bzw. Auflösungen zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese Beträge sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

Fair Value-Hierarchie

Zum 1. Januar 2009 wurden für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, eine Hierarchie verschiedener Fair Value-Bestimmungen eingeführt, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert:

Stufe 1: Auf der ersten Ebene der Fair Value-Hierarchie werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von öffentlich notierten Marktpreisen bestimmt, da auf einem aktiven Markt der bestmögliche objektive Hinweis für den beizulegenden Zeitwert eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit beobachtbar ist.

Stufe 2: Wenn kein aktiver Markt für ein Finanzinstrument besteht, bestimmt ein Unternehmen den beizulegenden Zeitwert unter Zuhilfenahme von Bewertungsmodellen. Zu den Bewertungsmodellen gehören die Verwendung der Discounted-Cashflow-Methode, Optionspreismodelle, der Vergleich mit dem aktuell beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments oder auch die Verwendung von jüngsten Geschäftsvorfällen zwischen sachverständigen, voneinander unabhängigen, vertragswilligen Geschäftspartnern. Der beizulegende Zeitwert wird auf Grundlage der Ergebnisse einer Bewertungsmethode geschätzt, die im größtmöglichen Umfang Daten aus dem Markt verwendet und so wenig wie möglich auf unternehmensspezifischen Daten basiert.

Stufe 3: Den auf dieser Ebene verwendeten Bewertungsmodellen liegen auch nicht am Markt beobachtbare Parameter und Annahmen zugrunde.

Die Finanzinstrumente, die im Konzern zum beizulegenden Zeitwert bilanziert worden sind, wurden folgenden Hierarchiestufen zugeordnet:

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31.12.2012 (in TEUR) Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Aktiva
Positive Marktwerte Zinsderivate 0 0 0 0
Passiva
Negative Marktwerte Zinsderivate 0 740 0 740

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31.12.2011 (in TEUR) Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Aktiva
Positive Marktwerte Zinsderivate 0 0 0 0
Passiva
Negative Marktwerte Zinsderivate 0 707 0 707

Im Geschäftsjahr 2012 fanden keine Umgliederungen zwischen den Bewertungsstufen statt.

Sicherungsbeziehungen

Zur Absicherung gegen die aus Veränderungen des Marktzinsniveaus resultierenden Schwankungen zukünftiger Zahlungsmittelabflüsse für variabel verzinsliche Kredite werden Zinsswaps abgeschlossen. Die designierten und effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen werden gemäß den Regelungen des Hedge Accountings des IAS 39 bilanziert. Somit werden die Risiken aus Zinsschwankungen gezielt gesteuert und die Ergebnisvolatilitäten reduziert.

Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie der Konzern die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt. Die Sicherungsbeziehungen werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, hochwirksam waren.

IAS 39 stellt für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß den Regelungen des Hedge Accountings unter anderem die Anforderung, dass die designierten Sicherungsbeziehungen effektiv sein müssen. Hierfür müssen für die Sicherungsbeziehungen die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Sicherungsgeschäfts sowohl prospektiv als auch retrospektiv in einer Bandbreite von 80% bis 125% der gegenläufigen Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Grundgeschäfts liegen. Der effektive Teil einer Sicherungsbeziehung, der in der oben dargestellten Bandbreite liegt, wird ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst, während der ineffektive Teil sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst wird.

Bei der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2012 Zinsderivate in Höhe von TEUR -480 (Vorjahr: TEUR -658) als Sicherungsinstrument im Rahmen eines Cashflow-Hedges bilanziert. Aus der erfolgsneutralen Realisierung der Wertveränderung des beizulegenden Zeitwertes des Zinsderivats resultieren im Geschäftsjahr 2012 TEUR 178 (Vorjahr: TEUR 68), die in voller Höhe direkt im Eigenkapital erfasst wurden. Die den Zinsderivaten zugrunde liegenden Darlehen werden gleichmäßig bis 2016 getilgt. Die Zahlungsströme aus den Zinsderivaten werden im gleichen Zeitraum erwartet.

Das bestehende ergebniswirksame Zinsderivat war zum 31. Dezember 2012 mit einem negativen Marktwert von TEUR -260 (Vorjahr: TEUR -49) bilanziert, woraus ein Verlust von TEUR -211 (Vorjahr: TEUR -49) resultierte, der unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen erfasst wurde.

Bei den folgenden dargestellten Risiken haben sich gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich keine veränderten Risikopositionen ergeben.

Ausfallrisiko

Ausfallrisiken resultieren hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Um diese Ausfallrisiken zu minimieren, werden Factoring-Transaktionen eingesetzt. Mit den entsprechenden vertraglichen Vereinbarungen wird hierbei das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners, mit Ausnahme eines Sicherheitseinbehalts, auf den Vertragspartner übertragen. Die entsprechenden Beträge werden folglich vollständig ausgebucht und nicht weiter als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanziert. Hiervon ausgenommen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche vom Factor nicht angenommen werden, z. B. aufgrund der Überschreitung eines Kreditlimits. Zusätzlich sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Kreditausfallversicherung abgesichert.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurden. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.

Aus den finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, die u.a. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige Vermögenswerte beinhalten, ergibt sich bei Ausfall eines Kontrahenten ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwertes der entsprechenden Instrumente.

Im Konzern liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor, da diese über eine große Anzahl von Vertragspartnern und Kunden verteilt sind. Es bestehen wie im Vorjahr keine Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

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(in TEUR) 2012 2011
Stand 01.01. 490 460
Aufwandswirksame Zuführungen 0 30
Auflösung 0 0
Stand 31.12. 490 490

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

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(in TEUR) weder überfällig noch wertgemindert überfällig, aber nicht wertgemindert
Buchwert < 3 Monate 3 bis 6 Monate 6 bis 12 Monate > 12 Monate
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2012 3.411 3.411 0 0 0 0
31.12.2011 2.249 2.249 0 0 0 0

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestandes der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Es lagen weder überfällige noch wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund geänderter Konditionen vor.

Für die weiteren finanziellen Vermögenswerte wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag bestehen diesbezüglich keine überfälligen Ansprüche.

Liquiditätsrisiko

Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Dabei werden u.a. die Laufzeiten finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Ziel des Konzerns ist es, durch Nutzung von Kontokorrentkrediten und Darlehen den Finanzmittelbedarf kontinuierlich zu decken und dabei gleichzeitig größtmögliche Flexibilität zu gewährleisten.

Die folgende Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zahlungsmittelabflüsse der finanziellen Verbindlichkeiten. Einbezogen wurden alle finanziellen Verbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten werden dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

ZAHLUNGSMITTELABFLÜSSE undiskontiert

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(in TEUR) Gesamt davon Laufzeit < 1 Jahr davon Laufzeit 1-5 Jahre davon Laufzeit> 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Anleihen 31.12.2012 35.845 1.950 33.895 -
31.12.2011 37.800 1.955 35.845 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.12.2012 38.052 10.872 27.180 -
31.12.2011 47.419 9.693 37.726 -
Genussrechtskapital 31.12.2012 5.110 5.110 0 -
31.12.2011 5.515 405 5.110 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2012 10.403 10.403 - -
31.12.2011 10.037 10.037 - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2012 10.397 10.397 - -
31.12.2011 11.547 11.547 - -
Gesamt (finanzielle Verbindlichkeiten) 31.12.2012 99.807 38.732 61.075 -
31.12.2011 112.318 33.637 78.681 -

Währungsrisiko

Die Währungsrisiken des Konzerns resultieren aus seiner operativen Tätigkeit. Zwar agieren die einzelnen Konzernunternehmen überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung, jedoch sind die Konzernunternehmen Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt.

Währungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte auf das Ergebnis vor Steuern (aufgrund der Änderung der ergebniswirksamen Folge- bzw. Stichtagsbewertung finanzieller Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten) sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar, die aus Auf- bzw. Abwertungen des Euro gegenüber sämtlichen Fremdwährungen resultieren. Im Rahmen dieser Analysen wird auf Finanzinstrumente abgestellt, die in einer von der lokalen funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Auf die Angabe wechselkursbedingter Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung Euro wird somit gemäß den Anforderungen des IFRS 7 verzichtet. Auswirkungen auf das Eigenkapital ergaben sich keine.

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Kursentwicklung

in %
Ergebnisauswirkung vor Steuern

in TEUR
2012
USD + 5 167
USD -5 -167
2011
USD + 5 159
USD -5 -159

Zinsänderungsrisiko

Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit variablem Zinssatz. Die Steuerung der Zinsaufwendungen des Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Zur Absicherung des Zinsrisikos aus langfristigen variabel verzinslichen Positionen werden Zinsswaps abgeschlossen, bei denen in festgelegten Zeitabständen die unter Bezugnahme auf einen vorab vereinbarten Nennbetrag ermittelte Differenz zwischen festverzinslichen und variabel verzinslichen Beträgen mit dem Vertragspartner getauscht wird.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß den Anforderungen des IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von hypothetischen Änderungen der Marktzinssätze auf laufende Zinszahlungen bzw. Zinserträge und -aufwendungen im Ergebnis vor Steuern sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital (aus der Folgebewertung der in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen designierten Zinsderivate) wie folgt dar:

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Erhöhung/ Verringerung in Basis punkten Ergebnisauswirkung vor Steuern

in TEUR
Auswirkungen auf das Eigenkapital

in TEUR
2012
Europa + 10 -47 5
USA + 10 -17 9
Europa -10 49 -5
USA -10 17 -9
2011
Europa + 10 -32 7
USA + 10 -18 16
Europa -10 33 -7
USA -10 18 -2

* ohne Darstellung der Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern

7.3 ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENT

In der Nabaltec AG ist ein solides Kapitalmanagement im Einsatz, das es dem Konzern ermöglichen soll, seinen Wachstumskurs weiter fortzusetzen sowie die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Dabei wird insbesondere auf ein langfristig ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital geachtet.

Im Folgenden sind das Eigenkapital und die im Zuge des Kapitalmanagements erfassten Fremdkapitalpositionen der Nabaltec AG zum 31. Dezember 2012 und 2011 dargestellt:

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31.12.2012

in TEUR
31.12.2011

in TEUR
Veränderung

in %
Eigenkapital 47.488 46.934 1,18
als % vom Gesamtkapital 37,80 35,24 7,26
Langfristige Finanzschulden 54.880 68.883 -20,33
Kurzfristige Finanzschulden 23.254 17.382 33,78
Fremdkapital* 78.134 86.265 -9,43
als % vom Gesamtkapital 62,20 64,76 -3,95
Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements 125.622 133.199 -5,69

* Die Gesellschaft definiert Fremdkapital als Verbindlichkeiten aus Anleihen gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus einem Genussrecht und Verbindlichkeiten gegenüber einem Minderheitsgesellschafter.

Das Eigenkapital hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 554 auf TEUR 47.488, bedingt im Wesentlichen durch die Gewinne des Konzerns, erhöht.

Das Fremdkapital hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR -8.131 auf TEUR 78.134, bedingt im Wesentlichen durch die Tilgung von langfristigen Bankverbindlichkeiten, verringert.

Insgesamt führten diese Kapitaleffekte im Jahr 2012 zu einer Erhöhung der Eigenkapitalquote (in Prozent vom Gesamtkapital) auf 37,80% gegenüber 35,24% im Vorjahr. Das Verhältnis Fremdkapital zu Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements sank von 64,76% zum 31. Dezember 2011 auf 62,20% zum 31. Dezember 2012.

Im Rahmen der weiteren Unternehmensentwicklung optimiert der Konzern permanent sein Finanzmanagement, verbunden mit einer kontinuierlichen Überwachung und Steuerung der Eigenkapitalquote.

Ziel dieses Finanzmanagements ist es, gegenüber den Geschäftspartnern der Nabaltec AG eine verbesserte Solvenz darzustellen sowie die Kapitalkosten zu optimieren.

Die Nabaltec AG unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Zu Covenants aus Kreditverträgen wird auf Punkt 6.10 "Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten" verwiesen.

7.4 TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" gelten Unternehmen und Personen, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben, oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist.

Als nahestehende Personen bzw. Unternehmen wurden die folgenden Personen bzw. Unternehmen identifiziert:

Mitglieder des Vorstands (siehe Punkt 7.8 "Organe der Gesellschaft") und deren Familienangehörige
Mitglieder des Aufsichtsrats (siehe Punkt 7.8 "Organe der Gesellschaft") und deren Familienangehörige
Unternehmen, die von den Mitgliedern des Vorstands oder Aufsichtsrats direkt oder indirekt beherrscht werden

Die Mitglieder des Vorstands erhielten im Geschäftsjahr 2012 kurzfristige Bezüge in Höhe von TEUR 1.086 (Vorjahr: TEUR 1.065). Darüber hinaus wurden Aufwendungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von TEUR 297 (Vorjahr: TEUR 219) getätigt.

Die Mitglieder des Vorstands halten zum 31. Dezember 2012 folgende Anteile an der Gesellschaft:

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Johannes Heckmann 1.295.250 Stückaktien
Gerhard Witzany 1.260.310 Stückaktien

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2012 Aufsichtsratsbezüge in Höhe von TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 42).

Die Mitglieder des Aufsichtsrats halten zum 31. Dezember 2012 folgende Anteile an der Gesellschaft:

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Dr. Leopold von Heimendahl 55.400 Stückaktien
Dr. Dieter J. Braun 48.000 Stückaktien
Prof. Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich 1.700 Stückaktien

Zum 31. Dezember 2012 bzw. 2011 bestanden folgende Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen:

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(in TEUR) 31.12.2012 Forderungen 31.12.2011 31.12.2012 Verbindlichkeiten 31.12.2011
Von Mitgliedern des Aufsichtsrats beherrschte Unternehmen 0 0 0 0
Von Mitgliedern des Vorstands beherrschte Unternehmen 19 10 0 0

Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen bzw. Aufwand für uneinbringliche Forderungen oder zweifelhafte Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen waren zum 31. Dezember 2012 bzw. im Geschäftsjahr 2012 sowie zum 31. Dezember 2011 bzw. im Geschäftsjahr 2011 nicht zu verzeichnen.

Im Geschäftsjahr 2012 bzw. 2011 wurden neben den Vergütungen für die Mitglieder des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats die folgenden Aufwendungen und Erträge mit nahestehenden Personen und Unternehmen erfasst:

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(in TEUR) Erträge Aufwendungen
2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- ---
Von Mitgliedern des Aufsichtsrats beherrschte Unternehmen 0 0 5 5
Von Mitgliedern des Vorstands beherrschte Unternehmen 111 102 18 50

Transaktionen mit Unternehmen, die von Mitgliedern des Vorstands beherrscht werden, umfassen Dienstleistungen im Rahmen der Abwicklung der Personalwirtschaft und sonstigen Dienstleistungen (Erträge in Höhe von TEUR 111, im Vorjahr in Höhe von TEUR 102), Anlagenplanungen (Aufwendungen in Höhe von TEUR 12, im Vorjahr TEUR 47) sowie sonstige Dienstleistungen (Aufwendungen in Höhe von TEUR 6, im Vorjahr in Höhe von TEUR 3). Aufwendungen für Mitglieder des Aufsichtsrats resultieren aus Forschungs- und Entwicklungsarbeiten eines Aufsichtsratsmitglieds zu Teilaspekten der keramischen Verfahrenstechnik.

Im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2010 ausgegebenen Anleihe in Höhe von nominal TEUR 30.000 hat die Gesellschaft zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorstand in Höhe von nominal TEUR 904 (Vorjahr: TEUR 1.023). Bei den Mitgliedern des Aufsichtsrats beläuft sich die Verbindlichkeit auf nominal TEUR 405 (Vorjahr: TEUR 385).

7.5 ERGEBNIS JE AKTIE

Die Anzahl der ausstehenden Aktien entwickelte sich während des Geschäftsjahres wie folgt:

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2012 2011
Ausstehende Stammaktien per 01.01. 8.000.000 8.000.000
Es fanden in den Geschäftsjahren keine Transaktionen statt.
Ausstehende Stammaktien per 31.12. 8.000.000 8.000.000
Durchschnittlich unverwässerte Anzahl der ausstehenden Stammaktien 8.000.000 8.000.000

Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien der Gesellschaft zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien, die sich während des Geschäftsjahres im Umlauf befinden, geteilt.

Gemäß IAS 33 "Ergebnis je Aktie" sind zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie zusätzlich die Effekte potenzieller Stammaktien zu berücksichtigen. Verwässernde Effekte auf das Ergebnis der Nabaltec AG bestehen nicht. Somit ist das unverwässerte Ergebnis je Aktie gleich dem verwässerten Ergebnis je Aktie für die Geschäftsjahre 2012 und 2011.

Das Ergebnis je Aktie stellt sich somit wie folgt dar:

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2012 2011*
Konzernergebnis nach Steuern
- Anteilseigner des Mutterunternehmens (in TEUR) 2.055 3.501
Durchschnittlich unverwässerte Anzahl der ausstehenden Stammaktien 8.000.000 8.000.000
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,26 0,44

* angepasst

Im Weiteren verweisen wir auf die Ausführungen unter Punkt 6.8 "Eigenkapital".

7.6 ANGABEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Zahlungsmittelströme. Entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnung" werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Im Finanzmittelfonds laut Kapitalflussrechnung ist die unter Punkt 6.7 dargestellte Position "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" enthalten.

Die Abweichungen zwischen den Zugängen lt. Anlagespiegel und den Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen resultieren aus zum Stichtag noch offenen Verbindlichkeiten aus Anlagenkäufen sowie der Verrechnung des Investitionszuschusses mit den Anlagenzugängen laut Anlagespiegel.

Die gezahlten bzw. erhaltenen Zinsen und Ertragsteuern sind direkt aus der Konzern-Kapitalflussrechnung ersichtlich.

7.7 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die operativen Segmente entsprechen den Geschäftssegmenten des Konzerns. Die Risiken sowie die internen Organisations- und Berichtsstrukturen des Konzerns werden überwiegend durch die Unterscheidung der hergestellten Produkte bestimmt.

Geschäftssegmente

Nabaltec ist in die zwei Unternehmensbereiche "Funktionale Füllstoffe" und "Technische Keramik" unterteilt. Jedes Segment stellt dabei einen strategischen Unternehmensbereich dar, dessen Produktpalette und Märkte sich von dem jeweils anderen unterscheiden.

Der Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" produziert und vertreibt vor allem halogenfreie, flammhemmende Füllstoffe für die Kunststoff- und Kabelindustrie sowie Additive.

Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" werden keramische Rohstoffe und keramische Massen für eine Vielzahl von Anwendungen in der technischen Keramik sowie der Feuerfestindustrie hergestellt und vertrieben.

Die Spalte "Sonstige" umfasst Vermögenswerte und Schulden, die sich nicht einzelnen Segmenten zuordnen lassen.

Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden grundsätzlich anhand marktüblicher Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Segmenterträge, Segmentaufwendungen und Segmentergebnis umfassen Transfers zwischen den Unternehmensbereichen, die im Rahmen der Konsolidierung eliminiert werden. In den Geschäftsjahren 2012 und 2011 fanden zwischen den Geschäftssegmenten keine Transaktionen statt.

GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2012

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(in TEUR) Funktionale Füllstoffe Technische Keramik Sonstige Nabaltec-Konzern
Umsatzerlöse
Erlöse mit externen Kunden 89.932 39.281 - 129.213
Segmentergebnis
EBITDA 14.758 4.069 - 18.827
EBIT 8.320 1.701 - 10.021
Vermögenswerte und Schulden
Segmentvermögen 105.072 41.405 15.023 161.500
Segmentschulden 10.070 4.261 99.681 114.012
Sonstige Segmentinformationen
Investitionen
- Sachanlagen 5.331 3.322 - 8.653
- Immaterielle Vermögenswerte 52 34 - 86
Abschreibungen
- Sachanlagen 6.393 2.327 - 8.720
- Immaterielle Vermögenswerte 45 41 - 86

GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2011

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(in TEUR) Funktionale Füllstoffe Technische Keramik Sonstige Nabaltec-Konzern
Umsatzerlöse
Erlöse mit externen Kunden 84.822 44.200 - 129.022
Segmentergebnis
EBITDA 13.403 6.972 - 20.375
EBIT 7.585 4.741 - 12.326
Vermögenswerte und Schulden
Segmentvermögen 107.987 40.034 17.384 165.405
Segmentschulden 9.854 4.704 103.913 118.471
Sonstige Segmentinformationen
Investitionen
- Sachanlagen 12.074 2.734 - 14.808
- Immaterielle Vermögenswerte 54 34 - 88
Abschreibungen
- Sachanlagen 5.783 2.193 - 7.976
- Immaterielle Vermögenswerte 35 38 - 73

Informationen nach Regionen

Die Regionen sind definiert für Deutschland, übriges Europa, USA und den Rest der Welt.

GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2012

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(in TEUR) Deutschland übriges Europa USA Rest der Welt Summe
Umsatzerlöse
Erlöse mit externen
Kunden 40.023 59.988 14.774 14.428 129.213
Sonstige Segmentinformationen
Segmentvermögen 141.199 - 20.301 - 161.500
Investitionen
- Sachanlagen 8.553 - 100 - 8.653
- Immaterielle Vermögenswerte 86 - - - 86

GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2011

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(in TEUR) Deutschland übriges Europa USA Rest der Welt Summe
Umsatzerlöse
Erlöse mit externen
Kunden 40.722 58.283 16.764 13.253 129.022
Sonstige Segmentinformationen
Segmentvermögen 144.038 - 21.367 - 165.405
Investitionen
- Sachanlagen 14.554 - 254 - 14.808
- Immaterielle Vermögenswerte 88 - - - 88

Im Geschäftsjahr 2012 wurde mit einem Kunden ein Umsatz von mehr als 10 % des Gesamtumsatzes getätigt. Der Umsatz dieses Kunden beträgt 14.361 TEUR und ist im Segment "Funktionale Füllstoffe" beinhaltet. Ebenso wurde im Geschäftsjahr 2011 mit einem Kunden ein Umsatz (13.449 TEUR) von mehr als 10% des Gesamtumsatzes erzielt.

Die langfristigen Vermögenswerte des Konzerns befinden sich in Deutschland und den USA. Als langfristiges Vermögen werden dabei Vermögenswerte berücksichtigt, die in der operativen Geschäftstätigkeit eingesetzt werden und die dazu gedacht sind, länger als 12 Monate im Unternehmen zu verbleiben. Ausschlaggebend für die Zuordnung war dabei der Standort der jeweiligen Vermögenswerte.

7.8 ORGANE DER GESELLSCHAFT

Vorstand

Herr Johannes Heckmann (technischer Bereich)
Herr Gerhard Witzany (kaufmännischer Bereich)

Aufsichtsrat

Herr Dr. Leopold von Heimendahl (Vorsitzender)
Herr Dr. Dieter J. Braun (stellv. Vorsitzender)
Herr Prof. Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich

7.9 FREIWILLIGE ERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AKTG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Vorstand und Aufsichtsrat der Nabaltec AG haben die für börsennotierte Gesellschaften vorgeschriebene Erklärung nach § 161 AktG freiwillig abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite "www.nabaltec.de" unter der Rubrik "Investor Relations/Corporate Governance" veröffentlicht.

7.10 WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Das Mezzanine-Kapital in Höhe von 5,0 Mio. Euro wurde nach Ablauf fristgerecht am 22. Januar 2013 zurückbezahlt. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht zu verzeichnen.

7.11 HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS NACH § 314 HGB

Das Abschlussprüferhonorar für den Jahresabschluss 2012 (einschließlich des Konzernabschlusses 2012) beläuft sich auf TEUR 87. Für andere Bestätigungsleistungen erhielt der Abschlussprüfer ein Honorar in Höhe von TEUR 5, für Steuerberatungsleistungen ein Honorar in Höhe von TEUR 21 und für sonstige Leistungen ein Honorar in Höhe von TEUR 5.

Schwandorf, 1. März 2013

Nabaltec AG

Der Vorstand

JOHANNES HECKMANN

GERHARD WITZANY

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der Nabaltec AG, Schwandorf, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Entwicklung des Konzernanlagevermögens und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Nabaltec AG, Schwandorf, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Nürnberg, den 8. März 2013

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Thiermann, Wirtschaftsprüfer

Sauer, Wirtschaftsprüfer