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Nabaltec AG — Annual Report 2011
May 9, 2012
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Annual Report
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Nabaltec AG
Schwandorf
Konzernjahresfinanzbericht zum 31.12.2011
FÜR UNSERE AKTIONÄR
E BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionäre,
Nabaltec verzeichnet Rekordumsatz
während Nabaltec im ersten Halbjahr 2011 von einer schneller als erwarteten Erholung der Konjunktur profitierte, war die zweite Jahreshälfte von wirtschaftlichen Unsicherheiten durch die anhaltende Schulden- und Finanzkrise geprägt. Dennoch konnte die Nabaltec AG einen Rekord verzeichnen, denn nie zuvor in der Geschichte des Unternehmens wurde ein höherer Umsatz in einem Geschäftsjahr erzielt. Eine sehr solide Finanzstruktur und Liquiditätsausstattung, nicht zuletzt durch die erfolgreiche Anleiheemission im Oktober 2010, sowie die Erfolge bei neuen Produktanwendungen bildeten die Basis für den guten Verlauf 2011 und die unverändert intakten Perspektiven für 2012. Obwohl das Abschwächen der weltweiten Konjunktur die Nachfrage unserer Abnehmerbranchen bislang nicht in größerem Umfang beeinflusst hat, lag und liegt das besondere Augenmerk von Aufsichtsrat und Vorstand darauf, Marktentwicklungen sehr aufmerksam zu beobachten und jederzeit schnell handlungsfähig zu sein.
Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat den Vorstand beraten und die Geschäftsführung entsprechend den Aufgaben, die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegen, ständig und mit größtmöglicher Sorgfalt überwacht und kontrolliert. Der Aufsichtsrat wurde in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, frühzeitig einbezogen und durch den Vorstand unmittelbar informiert.
Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Sämtliche zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurden positiv beschieden.
Im Berichtsjahr 2011 kam der Aufsichtsrat zu vier turnusmäßigen Sitzungen, am 4. April 2011, am 9. Juni 2011 im Anschluss an die Hauptversammlung, am 29. September 2011 und am 16. Dezember 2011, zusammen. 2012 haben bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 23. April keine weiteren Sitzungen stattgefunden. Alle Mitglieder waren bei sämtlichen Sitzungen 2011 anwesend. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch schriftlich und fernmündlich beraten. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Entscheidungen getroffen. 2011 wurde in sieben Fällen den Beschlussvorlagen schriftlich zugestimmt. Es wurde unter anderem die Altersgrenze in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geändert sowie die vom Deutschen Corporate Governance Kodex geforderte Zielsetzung für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats beschlossen. Darüber hinaus erfolgte die Wiederbestellung der Herren Johannes Heckmann und Gerhard Witzany zum Vorstand der Nabaltec bis zum 24. August 2016.
Keine Interessenkonflikte im Aufsichtsrat
Da der Aufsichtsrat der Nabaltec AG aus drei Mitgliedern besteht, wurde auch weiterhin auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2011 keine Interessenkonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist eine ausreichende Personenzahl des Gremiums als unabhängig einzustufen, da zwei Mitglieder des Aufsichtsrats in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder dem Vorstand stehen. Zwischen der Nabaltec AG und Herrn Prof. Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich besteht ein Vertrag über die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu Teilaspekten der keramischen Verfahrenstechnik. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechend hat der Aufsichtsrat auch während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner eigenen Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung, geprüft.
SCHWERPUNKTE DER BERATUNGEN
Aufsichtsrat wird kontinuierlich durch den Vorstand informiert
Der Aufsichtsrat wurde auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen durch den Vorstand in mündlichen wie auch schriftlichen Berichten umfassend und zeitnah informiert. In Monats- und Quartalsberichten wurde ihm insbesondere über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation, die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie über den Grad der Planerreichung berichtet. Darüber hinaus ließ sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats fortlaufend über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit beiden Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.
Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Plenum waren die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, geeignete Maßnahmen zur Optimierung der Umsatz- und Ertragsentwicklung sowie die Vermögens- und Finanzlage. Darüber hinaus wurden folgende Schwerpunkte 2011 intensiv erörtert:
| ― | Jahresabschluss 2010 für AG und Konzern |
| ― | Corporate Governance, insbesondere zur künftigen Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat und Verabschiedung der Zielsetzung für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats |
| ― | Wiederbestellung der Herren Johannes Heckmann und Gerhard Witzany zum Vorstand |
| ― | Vormaterialverhandlungen für die Jahre 2012 bis 2014 |
| ― | Prüfung von Kooperationsmöglichkeiten |
| ― | Planung 2012 und mittelfristige Planung bis 2014 |
| ― | Investitions- und Finanzierungsplanung für 2012 bis 2014 |
Weitere Schwerpunkte der Beratungen wie auch der Kontrollen und Prüfungen waren im Jahr 2011 und vor allem auch in der bilanzfeststellenden Sitzung 2012 die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, der Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern sowie die Überwachung des internen Kontrollsystems.
Entsprechenserklärung auch online verfügbar
Vorstand und Aufsichtsrat haben mit Datum 11. März 2011 die gemeinsame Entsprechenserklärung 2011 abgegeben und diese den Aktionären auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de dauerhaft zugänglich gemacht. Im Berichtsjahr blieb der Deutsche Corporate Governance Kodex unverändert und ist weiterhin in der Fassung vom 26. Mai 2010 gültig. Die Abgabe der Entsprechenserklärung für 2012 wurde schwerpunktmäßig in der Aufsichtsratssitzung vom 16. Dezember 2011 vorbereitet. Weitere Informationen zur Corporate Governance der Nabaltec AG finden sich im Bericht zur Corporate Governance in diesem Geschäftsbericht.
VORSTANDSVERGÜTUNG
Mit der Wiederbestellung der Herren Johannes Heckmann und Gerhard Witzany zum Vorstand der Nabaltec hat der Aufsichtsrat auch die Angemessenheit der Vergütung für jedes Mitglied des Vorstands prüfen lassen. Die Angemessenheit wurde bestätigt.
JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2011
Deloitte & Touche erhält Prüfauftrag
Die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, hat den vom Vorstand nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der Nabaltec AG sowie den Konzernabschluss, der gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt wurde, und den Konzernlagebericht geprüft. Den Prüfauftrag hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Juni 2011 erteilt. Der Aufsichtsrat hatte vorab eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es wurden keine Umstände bekannt, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründeten. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, den Aufsichtsrat sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit hätten begründen können, sowie gegebenenfalls über Leistungen, die er über die Abschlussprüfung hinaus erbracht hat. Als Schwerpunkt für die Prüfung 2011 wurde der Prozessbereich "Beschaffung" festgelegt.
Abschlussprüfer erteilt uneingeschränkte Bestätigungsvermerke
Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss und Lagebericht sowie für den Konzernabschluss und Konzernlagebericht einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die gesamten Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur eigenen Prüfung vor. In der Bilanzsitzung am 23. April 2012 wurden die Unterlagen und der Bericht intensiv erörtert. Der Abschlussprüfer war anwesend, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für weitere Fragen zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen des Abschlussprüfers waren die Beurteilung des Konzernjahresabschlusses der Nabaltec AG sowie der rechnungslegungsbezogenen Kontrollen des Bereichs "Beschaffung". Wesentliche Schwächen in diesem System wurden durch den Abschlussprüfer nicht festgestellt. Sowohl der Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben dem Aufsichtsrat alle Fragen umfassend und zu seiner Zufriedenheit beantwortet.
Nach der eigenen Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers Deloitte & Touche GmbH an. Der Aufsichtsrat billigt somit die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse für AG und Konzern zum 31. Dezember 2011. Der Jahresabschluss der Nabaltec AG ist damit festgestellt.
Der Aufsichtsrat dankt Vorstand und Management für die jederzeit gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Nabaltec AG, die 2011 erneut in wirtschaftlich unsicheren Zeiten durch innovative Ideen und Produkte sehr erfolgreich agiert und dabei die größtmögliche Zufriedenheit der Kunden im Blick behalten haben.
Schwandorf, 23. April 2012
DR. LEOPOLD VON HEIMENDAHL, Vorsitzender des Aufsichtsrats
BERICHT ZUR CORPORATE GOVERNANCE
Nabaltec folgt freiwillig den Empfehlungen des Kodex
Die Nabaltec AG hat sich bereits seit 2007 auf freiwilliger Basis den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") verpflichtet. Das Unternehmen folgt 2012 den Empfehlungen des Kodex in seiner gültigen Fassung vom 26. Mai 2010 mit wenigen Ausnahmen. Diese sind in der gemeinsamen Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat vom 9. März 2012 offengelegt und begründet.
Ein Abgleich der Entsprechenserklärung vom 11. März 2011 mit der tatsächlich umgesetzten Corporate Governance im Geschäftsjahr 2011 ergab keine Abweichungen.
Die Satzung der Nabaltec AG wurde durch Hauptversammlungsbeschlüsse vom 9. Juni 2011 geändert. Die Hauptversammlung hat ein neues Genehmigtes Kapital und ein neues Bedingtes Kapital geschaffen sowie die Verwaltung erneut zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen ermächtigt. Die Geschäftsordnung für den Vorstand blieb 2011 unverändert. In der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat wurde am 12. Februar 2011 die Regelung zur Altersgrenze geändert. Danach wird der Aufsichtsrat der Hauptversammlung künftig nur solche Personen zur Wahl in den Aufsichtsrat vorschlagen, die bei Beginn der Amtsperiode das 70. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Das Vorschlagsrecht der Aktionäre bleibt hiervon unberührt.
AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG
Abstimmungsergebnisse der Hauptversammlung online verfügbar
Auf der Hauptversammlung am 9. Juni 2011 in Amberg lag die Präsenz bei über 73 %. Die Hauptversammlung hat alle zur Beschlussfassung stehenden Tagesordnungspunkte angenommen. Die Einzelergebnisse können auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de eingesehen werden.
Die Nabaltec AG bietet den Aktionären bereits seit mehreren Jahren die Möglichkeit, einen von der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertreter mit der Ausübung des Stimmrechts zu beauftragen. Somit haben auch diejenigen Aktionäre, die nicht selbst an der Hauptversammlung teilnehmen, die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben. Eine sogenannte Briefwahl sieht die Satzung der Nabaltec AG daneben nicht vor.
ZUSAMMENWIRKEN VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat wird ausführlich im Bericht des Aufsichtsrats dargestellt.
VORSTAND
Interessenkonflikte sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Die Mitglieder des Vorstands, Johannes Heckmann und Gerhard Witzany, üben keine Aufsichtsratstätigkeit in externen börsennotierten Unternehmen aus.
Bei der Besetzung von Führungspositionen achtet der Vorstand auf die bestmögliche Eignung und Kompetenz sowie auf Vielfalt und strebt eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an.
AUFSICHTSRAT
Der Aufsichtsrat der Nabaltec AG besteht aus drei Personen und verzichtet deshalb auf die Bildung von Ausschüssen. Detaillierte Informationen zu den Arbeits- und Beratungsschwerpunkten des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2011 sind im Bericht des Aufsichtsrats enthalten. Dem Aufsichtsrat gehört nach eigener Einschätzung eine ausreichende Zahl an unabhängigen Mitgliedern an. Interessenkonflikte sind im Berichtsjahr nicht aufgetreten.
ZIELE FÜR DIE ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS
Keine personellen Veränderungen im Aufsichtsrat
Die Zielsetzungen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats sind im Rahmen des Berichts zur Corporate Governance 2010 veröffentlicht worden. Diese Zielsetzungen blieben 2011 unverändert. Im Aufsichtsrat kam es 2011 zu keinen personellen Veränderungen.
VERGÜTUNG DER ORGANE
Die Vergütungen der Organe sind dem Konzernanhang zu entnehmen.
RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG
Die Hauptversammlung hat am 9. Juni 2011 die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Vor Unterbreitung des Wahlvorschlags an die Hauptversammlung hatte der Aufsichtsrat vom vorgesehenen Abschlussprüfer eine Erklärung über die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen zur Gesellschaft eingeholt. Diese gab zu keinen Beanstandungen Anlass. Der Aufsichtsrat hat mit dem Prüfer - wie auch in den Vorjahren - vereinbart, den Aufsichtsratsvorsitzenden unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung sowie über etwa festgestellte Tatsachen zu unterrichten, aus denen sich eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung gemäß § 161 AktG ergeben könnte.
BETEILIGUNGEN DER ORGAN-MITGLIEDER AM GRUNDKAPITAL (Stand: 31. Dezember 2011)
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| Stückaktien | |
|---|---|
| Vorstand | |
| Johannes Heckmann | 1.295.250 |
| Gerhard Witzany | 1.254.310 |
| Aufsichtsrat | |
| Dr. Leopold von Heimendahl | 44.200 |
| Dr. Dieter J. Braun | 43.000 |
| Prof. Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich | 1.700 |
Hauptversammlung ermächtigt Nabaltec zum Rückkauf eigener Aktien
Die Nabaltec AG hält selbst keine eigenen Aktien. Sie verfügt durch Hauptversammlungsbeschluss vom 9. Juni 2011 über die Ermächtigung, bis zum 8. Juni 2016 eigene Aktien bis zu einem Anteil von 10% des Grundkapitals zu erwerben.
AKTIENOPTIONSPROGRAMME
Die Nabaltec AG verfügt derzeit weder über Aktienoptionsprogramme noch über ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme.
ENTSPRECHENSERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AKTG
Vorstand und Aufsichtsrat haben am 9. März 2012 die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG verabschiedet. In dieser Erklärung werden die Abweichungen von den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 erläutert und begründet. Die Erklärung ist nachfolgend im Wortlaut angegeben.
ERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012
Nabaltec folgt freiwillig den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der Nabaltec AG mit dem Sitz in Schwandorf erklären gemäß § 161 AktG:
Die Nabaltec AG hat den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") seit der erstmaligen Abgabe der Entsprechenserklärung am 26. März 2007 in den Geschäftsjahren 2007 bis 2011 mit den in den Entsprechenserklärungen für diese Geschäftsjahre genannten Ausnahmen entsprochen. Die Gesellschaft wird den im Bundesanzeiger veröffentlichten Empfehlungen des Kodex, in der Fassung vom 26. Mai 2010, im Geschäftsjahr 2012 mit folgenden Ausnahmen entsprechen:
| ― | Die Gesellschaft wird die Einberufung der Hauptversammlung und die Einberufungsunterlagen den Finanzdienstleistern, Aktionären und Aktionärsvereinigungen nicht auf elektronischem Wege übermitteln (Kodex Ziffer 2.3.2). Die Nabaltec AG versendet die Einladung zur Hauptversammlung über die Depotbanken an ihre Aktionäre, die Einladung wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht, und sowohl die Einladung als auch der Geschäftsbericht und etwaige weitere HV-Vorlagen werden auf den Internetseiten der Gesellschaft zum Download zur Verfügung gestellt. Die Aktionäre verfügen damit aus Sicht der Gesellschaft über erprobte und sichere Informationsmöglichkeiten, so dass die Gesellschaft keine Notwendigkeit für einen zusätzlichen elektronischen Versand sieht. |
| ― | Für die Mitglieder des Aufsichtsrats besteht eine Directors-&-Officers-Versicherung. Ein Selbstbehalt der Versicherten wurde nicht vereinbart (Kodex Ziffer 3.8). Vorstand und Aufsichtsrat sind der Ansicht, dass ein derartiger Selbstbehalt nicht geeignet ist, die Motivation und die Verantwortung, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats die ihnen übertragenen Aufgaben wahrnehmen, weiter zu verbessern. |
| ― | Der Aufsichtsrat wird bis auf Weiteres keinen Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands bestellen (Kodex Ziffer 4.2.1). Die beiden Vorstandsmitglieder arbeiten gleichberechtigt. Aus Sicht des Aufsichtsrats wird diese erfolgreiche gleichberechtigte Zusammenarbeit fortgesetzt, und es besteht kein Anlass, eines der beiden Vorstandsmitglieder durch Ernennung zum Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands gegenüber dem anderen Vorstandsmitglied hervorzuheben. |
| ― | Die Vorstandsbezüge werden nicht aufgeschlüsselt und unter Namensnennung offengelegt; der Bericht zur Corporate Governance enthält keinen Vergütungsbericht (Kodex Ziffern 4.2.4 und 4.2.5). Die Nabaltec AG erfüllt alle Pflichten zur Offenlegung der Vorstandsvergütung gemäß HGB und IFRS und hält die entsprechenden Informationen für ausreichend. |
Erfahrene Vorstandsmitglieder sollen dem Unternehmen zur Verfügung stehen
| ― | Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist nicht festgelegt (Kodex Ziffer 5.1.2), da dem Unternehmen grundsätzlich auch die Expertise älterer und besonders erfahrener Vorstandsmitglieder zur Verfügung stehen soll und eine optimale Besetzung des Vorstands nicht aus rein formalen Gründen von vornherein ausgeschlossen sein soll. |
| ― | Der Aufsichtsrat bildet derzeit keine Ausschüsse, insbesondere keinen Prüfungsausschuss und keinen Nominierungsausschuss (Kodex Ziffern 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3). Der Aufsichtsrat ist mit drei Personen der Größe des Unternehmens angemessen besetzt. Da auch jedem Ausschuss des Aufsichtsrats mindestens drei Mitglieder angehören müssten, hält der Aufsichtsrat die Bildung von Ausschüssen derzeit weder für erforderlich noch für zweckmäßig, da er mit Entscheidungen des Gesamtgremiums effektiv arbeitet. |
Aufsichtsrat setzt auf Kenntnisse und Fähigkeiten seiner Mitglieder
| ― | Der Aufsichtsrat hat keine konkreten Ziele zur angemessenen Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat gesetzt und wird dementsprechend eine derartige konkrete Zielsetzung bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung nicht berücksichtigen. Der Corporate-Governance-Bericht wird keine Ausführungen zu einer derartigen konkreten Zielsetzung und zum Stand ihrer Umsetzung enthalten (Kodex Ziffer 5.4.1, Absätze 2 und 3). Der Aufsichtsrat hält die Festlegung konkreter Ziele, also die Benennung von absoluten Zahlen oder Quoten sowie von Umsetzungsfristen, im Zusammenhang mit der Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat nicht für sachgerecht. Er ist der Auffassung, dass der Aufsichtsrat nur dann im Interesse des Unternehmens und seiner Aktionäre jeweils bestmöglich zusammengesetzt werden kann, wenn bei der Auswahl von Kandidatinnen und Kandidaten für den Aufsichtsrat nicht deren Geschlecht, sondern deren Kenntnisse und Fähigkeiten den Ausschlag geben. |
Keine erfolgsorientierte Vergütung für Aufsichtsrat
| ― | Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten lediglich eine feste Vergütung und ein Sitzungsgeld, jedoch keine erfolgsorientierte Vergütung; der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat wirkt sich auf die Höhe der Vergütung nicht aus. Die Aufsichtsratsvergütung wird nicht aufgeschlüsselt und unter Namensnennung offengelegt (Kodex Ziffer 5.4.6). Vorstand und Aufsichtsrat halten die derzeitige Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats, die von der Hauptversammlung festgelegt worden ist, für angemessen und die Offenlegung der Gesamtvergütung des Aufsichtsrats im Konzernanhang für ausreichend. |
| ― | Die Gesellschaft wird den Konzernabschluss nicht binnen 90 Tagen nach Ende des Geschäftsjahres und Zwischenberichte nicht binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich machen (Kodex Ziffer 7.1.2). Die Konzernabschlüsse der Gesellschaft werden binnen vier Monaten nach Ende des Geschäftsjahres und Zwischenberichte binnen zwei Monaten nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich gemacht. Die Gesellschaft hält damit auf freiwilliger Basis die gesetzlichen Fristen für den regulierten Markt sowie die Vorgaben der Börsenordnung für den Prime Standard ein, die aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat angemessen sind. |
Schwandorf, 9. März 2012
Der Vorstand
JOHANNES HECKMANN
GERHARD WITZANY
Der Aufsichtsrat
DR. LEOPOLD VON HEIMENDAHL
DR. DIETER J. BRAUN
PROF. DR.-ING. JÜRGEN G. HEINRICH
GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN
KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011
1. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN
1.1 GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Umweltfreundliche und hochspezialisierte Produkte
Die Nabaltec AG entwickelt, produziert und vertreibt umweltfreundliche und zugleich hochspezialisierte Produkte auf der Basis mineralischer Rohstoffe, insbesondere auf Basis von Aluminiumhydroxid (ATH) und von Aluminiumoxid. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Anbietern für funktionale Füllstoffe, keramische Rohstoffe und keramische Massen. Die Jahresproduktionskapazität liegt bei rund 240.000 Tonnen mit einem Exportanteil von knapp 70 %.
Das Anwendungsspektrum für die Nabaltec-Produkte ist extrem breit gefächert:
Breit gefächertes Anwendungsspektrum
| ― | flammhemmende Füllstoffe für die Kunststoffindustrie, die z. B. bei Kabeln in Tunneln, Flughäfen, Hochhäusern und elektronischen Geräten eingesetzt werden |
| ― | Füllstoffe und Additive, die Kunststoffe pigmentieren, stabilisieren und aufgrund ihrer katalytischen Fähigkeiten oder als Flammschutz in der Elektronikindustrie eingesetzt werden |
| ― | keramische Rohstoffe zum Einsatz in der Feuerfestindustrie, in der technischen Keramik und Poliermittelindustrie |
| ― | hochspezialisierte keramische Rohstoffe für Ballistik, Mikroelektronik und keramische Filter |
Ausgezeichnete Wachstumsperspektiven für Nabaltec-Produkte
Nabaltec-Produkte kommen immer dann bevorzugt zum Einsatz, wenn ein Höchstmaß an Qualität, Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Langlebigkeit gefordert ist. Diese Kombination wichtiger Eigenschaften garantiert Nabaltec-Produkten ausgezeichnete Wachstumsperspektiven. Denn insbesondere im Bereich der funktionalen Füllstoffe können halogenfreie Flammschutzmittel, wie die Produkte von Nabaltec, zunehmend bislang eingesetzte schwermetallhaltige und damit umweltbelastende Füllstoffe ersetzen. Die wesentlichen Treiber sind das global gestiegene Umweltbewusstsein, vielfältige internationale und nationale Gesetzgebungen und freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie. Der Brandschutz in der Kunststoff- und Kabelindustrie wird deshalb in den kommenden Jahren weiter dynamisch wachsen, das belegen jüngste Marktforschungsergebnisse. Um von dieser Entwicklung überproportional zu profitieren und in diesem Spezialbereich zum Marktführer zu werden, wurden die Produktionskapazitäten für ATH-basierte, flammhemmende Füllstoffe gezielt ausgebaut. Heute ist Nabaltec in diesem Bereich einer der führenden Anbieter weltweit.
Nabaltec verfügt als weltweit einziger Anbieter von feinstgefälltem Aluminiumhydroxid, das als hochwertiger halogenfreier, flammhemmender Füllstoff eingesetzt wird, über Produktionsstandorte (Schwandorf und Kelheim, Deutschland, und Corpus Christi, USA) in den beiden wichtigsten Nachfragemärkten Europa und USA. Dadurch kann Nabaltec die Produkte kundennah und kosteneffizient produzieren und damit die wichtigsten Märkte unmittelbar bedienen.
Auch im Unternehmensbereich "Technische Keramik" verfügen Nabaltec-Produkte aufgrund der Vielzahl an Anwendungen und relevanten Zielmärkten über sehr gute Wachstumspotenziale. Bei den keramischen Rohstoffen entwickelt sich der Markt für reaktive Aluminiumoxide aufgrund steigender Qualitätsanforderungen der Feuerfestindustrie überproportional gut. Auch die Märkte der technischen Keramik und der Poliermittelindustrie zeigen weiterhin ein fundiertes Wachstum.
Gezielte, kundenindividuelle Produktweiterentwicklungen
Über den Vertrieb und die anwendungstechnische Beratung pflegt Nabaltec einen sehr engen Kontakt zu den Kunden. Sämtliche Vertriebsmitarbeiter verfügen über spezifische technische und chemische Kenntnisse, so dass eine fachkundige Beratung jederzeit garantiert ist. Diese Kundennähe ist der Grundstein für eine gezielte, kundenindividuelle Weiterentwicklung der Produkte.
1.2 UNTERNEHMENSSTRUKTUR
Gründung 1994
Nabaltec mit Sitz in Schwandorf wurde 1994 gegründet und übernahm 1995 den Geschäftsbetrieb der Sparte Spezialoxide der VAW aluminium AG. Im September 2006 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Seit November 2006 sind die Aktien der Nabaltec AG im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Die Nabaltec AG ist mit 51% an der Nashtec LLC (USA) als Teil eines Joint Ventures beteiligt. Weitere Beteiligungen oder Tochtergesellschaften der Nabaltec AG existieren nicht.
Gliederung in zwei Unternehmensbereiche
Entsprechend der Charakteristika der Ziel- und Abnehmermärkte gliedert die Nabaltec AG ihre Tätigkeit in zwei Unternehmensbereiche, die wiederum in Marktsegmente bzw. Geschäftsbereiche aufgeteilt sind. Darüber hinaus werden vier Dienstleistungsbereiche als Profit- bzw. Cost-Center geführt.
UNTERNEHMENSBEREICHE
Funktionale Füllstoffe:
| ― | Flammschutzmittel |
| ― | Additive |
Technische Keramik:
| ― | Keramische Rohstoffe |
| ― | Keramische Massen |
DIENSTLEISTUNGSBEREICHE
| ― | Kaufmännische Dienste |
| ― | Controlling/Finanzen |
| ― | Technische Dienste |
| ― | Analysenzentrum |
1.3 STRATEGIE
Die Nabaltec AG setzt in der Weiterentwicklung des Unternehmens folgende strategische Schwerpunkte:
1. In den Zielmärkten strebt die Nabaltec AG die Qualitätsführerschaft und eine Marktposition unter den jeweils drei führenden Anbietern an
Sehr gutes Wachstum in allen Absatzmärkten
Der Brandschutz in der Kunststoff- und Kabelindustrie wird in den kommenden Jahren weiterhin dynamisch wachsen, das belegen jüngste Marktforschungsergebnisse. Halogenierte, flammhemmende Füllstoffe werden zunehmend durch halogenfreie ersetzt. Um von dieser Entwicklung überproportional zu profitieren und in diesem Spezialbereich zum Marktführer zu werden, wurden die Produktionskapazitäten für ATH-basierte, flammhemmende Füllstoffe gezielt ausgebaut. Heute ist Nabaltec in diesem Bereich einer der führenden Anbieter weltweit.
Bei den keramischen Rohstoffen entwickelt sich der Markt für reaktive Aluminiumoxide aufgrund steigender Qualitätsanforderungen der Feuerfestindustrie überproportional gut. Auch die Märkte der technischen Keramik und der Poliermittelindustrie zeigen weiterhin ein fundiertes Wachstum.
Dieser Entwicklung trägt Nabaltec durch den Ausbau der Anlagen für innovative Produkte Rechnung.
Als Hersteller von frei verfügbaren keramischen Massen auf Basis von Aluminiumoxid für hochspezialisierte Anwendungen in der technischen Keramik ist Nabaltec bereits marktführend - auch aufgrund der hochmodernen Produktionsanlage für granulierte keramische Massen in Schwandorf.
2. Strategische Ausrichtung auf Wachstumsmärkte
Exportanteil von knapp 70%
Weltweit setzen sich umweltschonende, ungiftige und sichere Produkte und Verfahren immer stärker durch, besonders gefördert durch regulatorische Vorgaben oder Selbstverpflichtungen der Industrie. Mit einem Exportanteil von knapp 70% kann Nabaltec schon heute von diesen weltweiten Trends profitieren. Mit dem Anspruch, in den eigenen Spezialmärkten zu den Top-3-Anbietern weltweit zu gehören, verbindet sich auch das Ziel, auf allen Weltmärkten gleichermaßen vertreten zu sein. Im Mittelpunkt der Maßnahmen zur Marktausweitung stehen derzeit Nordamerika und Asien.
3. Fortlaufende Weiterentwicklung der Produktionsprozesse und der Produktqualität zur Optimierung des Kundennutzens
Ständiger Informationsaustausch mit Kunden
Durch den technisch integrierten Vertrieb steht Nabaltec in einem ständigen Austausch mit den Kunden. Die eigene Produkt- und Prozessentwicklung wird laufend darauf abgestellt, den Kunden Verarbeitungsvorteile zu bieten, wie einfache und schnellere Fertigungsprozesse und damit Nutzenvorteile, verbunden mit geringeren Herstellungs- und Entwicklungskosten. Nabaltec investiert deshalb kontinuierlich in das Technikum in Kelheim sowie die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen in Schwandorf und kooperiert mit Forschungsinstitutionen.
Zur Optimierung der Prozesse gehören auch eine effiziente Energienutzung und ein umfassender Umweltschutz. Beide stellen wesentliche Wettbewerbsfaktoren dar. Nabaltec hat umfangreiche Maßnahmen ergriffen, den spezifischen Energieverbrauch zu reduzieren, abwasserneutral zu arbeiten und den Emissionsausstoß zu minimieren.
4. Gezielte Erweiterung der Produktpalette
Kontinuierliche Weiterentwicklung des Produktportfolios
Nabaltec erweitert das eigene Produktportfolio in drei Dimensionen: durch Neuentwicklungen von Produkten, häufig im engen Schulterschluss mit Schlüsselkunden. Beispiele sind Additive und Böhmite, die seit 2009 im industriellen Maßstab produziert und vertrieben werden. Durch gezielte Weiterentwicklung bestehender Produkte in neuen Qualitäten, die speziell auf Kundenanforderungen abgestellt sind, und durch die Weiterentwicklung bestehender Produkte für ganz neue Anwendungsfelder. So konnte Nabaltec 2011 mit ihrem umweltfreundlichen Stabilisator für die PVC-Industrie, ACTILOX® CAHC, nicht nur schwermetallhaltige Substanzen ersetzen, sondern vor allem auch neue Anwendungsfelder erschließen und so die Marktposition in diesem schwierigen Marktumfeld festigen.
Mit einer eigenen Technikumsanlage in Kelheim verfügt Nabaltec über eine optimale Ausstattung für Entwicklungstätigkeiten und Musterproduktionen von bis zu mehreren hundert Tonnen und für Produkteinführungen im Kleinmaßstab.
5. Flexible und schnelle Anpassung der Kapazitäten und Kostenstrukturen dank hochauflösender Controlling-Prozesse
Margenorientierte Kapazitätspolitik
Nabaltec verfolgt eine margenorientierte Kapazitätspolitik. Nachfrageschwankungen müssen möglichst früh berücksichtigt werden, da die Produktionsprozesse in der Spezialchemie nur mit einer prozessimmanenten Verzögerung variiert werden können, wenn sie gleichzeitig wirtschaftlich bleiben sollen. Deshalb hat Nabaltec ein schnell greifendes und sehr differenziertes Controlling entwickelt und verfügt damit über geeignete Instrumente, die Kostenpositionen den Absatzschwankungen weitgehend anzupassen.
6. Starke Finanzierungsbasis zur Sicherstellung der Zukunftsinvestitionen
Breite Finanzierungsbasis
Um die Marktchancen bei funktionalen Füllstoffen und in der technischen Keramik voll wahrnehmen zu können, sind weiterhin signifikante Investitionen nötig. Diese relativ hohe Investitionstätigkeit ist gleichzeitig eine hohe Markteintrittsbarriere für mögliche neue Anbieter. Um die notwendigen Investitionsmittel zur Verfügung zu haben, setzt Nabaltec auf eine breite Finanzierungsbasis, die sich aus Eigenkapital, Bankdarlehen, Fördermitteln sowie der 2010 emittierten Unternehmensanleihe im Volumen von 30 Mio. Euro zusammensetzt.
1.4 STEUERUNG
Zielvereinbarungsprozess definiert Verantwortlichkeiten
Die Nabaltec AG hat einen, das ganze Unternehmen umspannenden, Zielvereinbarungsprozess implementiert, der bis in die kleinsten Einheiten hinein, mit differenzierten Zielvorgaben, Verantwortlichkeiten definiert. Die Ergebnis-, Kosten- und Leistungsplanung unterstützt umfassend die Analyse zur Erreichung der Unternehmensziele. Soll-Ist-Vergleiche sind online verfügbar, signalisieren frühzeitig Handlungsbedarf und fördern den Prozess der Führung durch Zielvereinbarungen. Für alle Kostenstellen und Kostenträger wird monatlich ein Soll-Ist-Vergleich durchgeführt.
Seit dem Jahr 1998 wird in allen kaufmännischen Bereichen die ERP-Software "Navision" eingesetzt. Die gesamte Darstellung der Kosten- und Leistungsrechnung, inklusive Ergebnisrechnung, erfolgt bei Nabaltec seit 2003 auf Basis der Controlling-Software "macs". Die zentralen Kennzahlen als Grundlage für die betriebswirtschaftlichen Entscheidungen sind Umsatz, Deckungsbeitragsrechnung, EBIT, ROI, Amortisationsdauer und Cashflow.
2. GESCHÄFTSVERLAUF 2011
2.1 GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF
Neue Rekordwerte erzielt
Nabaltec konnte trotz eines im Jahresverlauf schwieriger werdenden Konjunktur- und Marktumfelds bei den wichtigsten Finanzkennzahlen neue Rekordwerte erzielen. Der Umsatz stieg um 14,5% auf 129,0 Mio. Euro, das operative Ergebnis (EBIT) um 92,3% auf 12,5 Mio. Euro, das Ergebnis je Aktie verdoppelte sich auf 0,45 Euro, das Eigenkapital wuchs um 11,4 % auf 46,9 Mio. Euro.
Die zuletzt kommunizierten Prognosen bei Umsatz und Gewinn wurden im Geschäftsjahr 2011 erfüllt.
Die Marktstellung der Nabaltec AG hat sich nach Einschätzung des Managements 2011 weiter verbessert. Die jeweilige Spitzenposition unter den Top 3 in den relevanten Zielmärkten konnte bestätigt oder ausgebaut werden. Alle Regionen und Produktbereiche haben sich 2011 positiv entwickelt.
Guter Start ins Jahr 2012
Der Start ins Jahr 2012 verlief ermutigend für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres. Die noch im dritten Quartal 2011 beginnende und im vierten Quartal weiterhin feststellbare Kaufzurückhaltung vieler Kunden, unter anderem aufgrund von gezieltem Bestandsabbau, ist zu Beginn des Jahres 2012 einer Nachfrageerholung gewichen. Dank entsprechender Nachholeffekte verlief der Start im ersten Quartal 2012 positiv. Nabaltec ist mit ihrem Produktspektrum und der über Jahre aufgebauten Reputation bestens aufgestellt für einen weiterhin erfolgreichen Geschäftsverlauf 2012.
2.2 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION
Weltkonjunktur mit schwachem Wachstum
Nachdem die Weltwirtschaft zunächst recht positiv in das Jahr 2011 startete, verlor der Aufschwung im weiteren Jahresverlauf deutlich an Fahrt. Gründe hierfür waren insbesondere die Staatsschuldenkrise im Euroraum, die Unsicherheiten an den Finanzmärkten sowie die finanzpolitische Situation in den USA. Dort verlangsamte sich das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) nach Angaben des Instituts für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW) von 3,0% auf 1,7 %. Temporäre Faktoren, wie der kräftige Anstieg der Rohstoffpreise und die Folgen der Katastrophe in Japan, wirkten sich ebenfalls spürbar auf die Weltkonjunktur aus. Insgesamt verringerte sich das Wachstum der Weltproduktion von 5,1 % auf 3,8 %. Denn auch das Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern schwächte sich im Jahresverlauf ab. In China sank das BIP-Wachstum von 10,3 % auf 9,5% und in Indien von 10,4% auf 6,7%.
Im Euroraum zeigte sich im Jahresverlauf 2011 eine ähnliche Entwicklung wie in der Weltwirtschaft. Einem kräftigen Start folgte eine deutliche Abschwächung. Belastend wirkten sich neben dem schwächeren Welthandel vor allem die Vertiefung der Schuldenkrise, die hohe Finanzmarktvolatilität und eine stetige Verschlechterung des Konsumentenvertrauens und der Zuversicht bei den Unternehmen aus. Insgesamt verringerte sich das Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Produktion von 1,8 % auf 1,5 %.
Deutsches BIP wächst um 3,0%
Deutschland konnte nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2011 erneut ein deutliches Wachstum verzeichnen, wobei der Aufschwung überwiegend in der ersten Jahreshälfte zu beobachten war. Der Zuwachs des BIPs lag bei 3,0 % im Vergleich zu 3,7 % im Vorjahr. Wesentliche Impulse gingen dabei von der Binnennachfrage und den Investitionen in Ausrüstung und Bauten aus. Erfreulich entwickelten sich der Außenhandel und die Lage am Arbeitsmarkt.
2.3 BRANCHENSITUATION
Der Gesamtumsatz der deutschen chemischen Industrie stieg 2011 um 9% auf insgesamt 186,5 Mrd. Euro (Quelle: VCI - Verband der Chemischen Industrie e. V.). Der Auslandsumsatz der deutschen Chemieunternehmen konnte im Vergleich zum Vorjahr um 10% auf 110,2 Mrd. Euro ausgebaut werden. Der Inlandsumsatz wuchs um 7,5 % und erreichte ein Volumen von 76,3 Mrd. Euro.
Die Preise für Chemikalien und Pharmazeutika stiegen im vergangenen Jahr durchschnittlich um 5 %. Vor allem steigende Rohstoffkosten zwangen viele Unternehmen, die Preise für ihre Produkte anzuheben. Im Laufe des Jahres gaben die Rohstoffpreise wieder leicht nach. Bei schwächer werdender Nachfrage kam der Preisauftrieb im vierten Quartal 2011 zum Stillstand.
Wegen der raschen Erholung im deutschen Chemiegeschäft hatten die Unternehmen bereits 2010 ihre Zurückhaltung bei Investitionen abgelegt. 2011 setzte sich dieser Trend weiter fort. Investierte die Chemiebranche 2010 bereits rund 5,8 Mrd. Euro in Gebäude und Anlagen, geht der VCI für 2011 sogar von Investitionen in Höhe von rund 6,4 Mrd. Euro aus. Das entspricht einem Zuwachs von 10 %.
Umweltfreundliche Flammhemmer mit wachsender Nachfrage
Der langfristige Trend einer steigenden Nachfrage nach halogenfreien, flammhemmenden Füllstoffen und insbesondere Aluminiumhydroxid ist unverändert intakt. Weltweit neu gefasste Brandschutzvorschriften sorgen weiterhin für spürbare Impulse. Unabhängige Marktprognosen gehen von einer jährlichen Nachfragesteigerung von weltweit 6,5 % bis 2014 aus (auf Basis ATH, Quelle: The Freedonia Group, Inc.). Vor allem das wachsende öffentliche Bewusstsein in die Notwendigkeit von Brandschutz wie auch die zunehmende Substitution von potenziell umweltbelastenden Flammschutzmitteln durch das umweltfreundliche, halogenfreie Aluminiumhydroxid fördern dieses Marktwachstum. Diese Entwicklung wirkt sich vor allem positiv auf feinstgefällte Aluminiumhydroxide aus. 2011 war insbesondere im ersten Halbjahr eine starke Nachfrage feststellbar. Im dritten Quartal folgte eine deutliche Abkühlung, verursacht durch die allgemeine Verunsicherung hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung. Das vierte Quartal war dadurch geprägt, dass entlang der Wertschöpfungsketten in den jeweiligen Zielmärkten die Lagerbestände stark reduziert wurden. Gleichzeitig zeigte sich aber auch eine Stabilisierung in der Nachfrage, was nicht zuletzt für 2012 neue Impulse erwarten lässt. Auch für umweltfreundliche Additive in der Kunststoffproduktion und für Böhmit mit seinen vielfältigen Anwendungsfeldern bleiben die Perspektiven nach Einschätzung der Nabaltec AG gut.
Dynamisches Marktwachstum bei Feuerfestprodukten in 2011
Im Bereich der Spezialoxide und reaktiven Aluminiumoxide wird der Feuerfestmarkt durch die Nachfrage der Stahlindustrie geprägt. 2011 zeichnete sich durch ein dynamisches Marktwachstum aus, bei einer zugleich recht stabilen Nachfrage auch noch im dritten und vierten Quartal trotz spürbarer Verunsicherung im internationalen Umfeld. Marktexperten erwarten auch bei Feuerfestprodukten ein Wachstum von jährlich 5 % und in der technischen Keramik von rund 3 %.
2.4 ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF DES NABALTEC-KONZERNS
Die Nabaltec AG konnte 2011 trotz eines im Jahresverlauf schwieriger werdenden Marktumfelds ein Rekordjahr verzeichnen. Insbesondere das erste Halbjahr wies eine außerordentliche Dynamik auf. Diese nahm dann im weiteren Jahresverlauf etwas ab, insbesondere aufgrund eines verhalteneren Verlaufs im dritten Quartal, um sich dann im vierten Quartal auf ermäßigtem Niveau zu stabilisieren. Trotz dieser unterjährigen Abkühlung konnte Nabaltec beim Umsatz und beim operativen Ergebnis Rekordwerte erzielen.
Der Umsatzprognose von zunächst 135 Mio. Euro, später dann 128 bis 131 Mio. Euro, standen tatsächliche Erlöse von 129,0 Mio. Euro gegenüber. Mit ihrer Prognose von 12 Mio. Euro für das operative Ergebnis (EBIT) setzte sich Nabaltec ein anspruchsvolles Ziel, das mit 12,5 Mio. Euro bestätigt werden konnte.
2.5 UMSATZENTWICKLUNG
Der Nabaltec-Konzern hat 2011 einen Umsatz von 129,0 Mio. Euro erzielt. Das ist eine Steigerung von 14,5% gegenüber 112,7 Mio. Euro im Vorjahr. Die Absatzmenge über alle Unternehmensbereiche hinweg legte um 6,1 % zu. Direkte Währungseffekte waren für die Umsatzentwicklung 2011 von untergeordneter Bedeutung. Die Exportquote blieb mit 68,4% leicht unter dem Niveau des Vorjahres von 69,9 %.
Erstes Quartal 2011 mit neuem Umsatzrekord
Besonders das erste Halbjahr, allen voran das erste Quartal, war verantwortlich für das Übertreffen der bisherigen Umsatzrekorde. Mit einem Umsatz von 35,3 Mio. Euro stellt es ein neues Rekordquartal in der Geschichte der Nabaltec dar. Und auch das Folgequartal blieb mit 34,8 Mio. Euro nur knapp darunter. Im dritten Quartal war eine deutliche Abkühlung in der Nachfrage zu verzeichnen. Dieser Trend setzte sich moderat im vierten Quartal fort. Sowohl die direkten Kunden als auch die weiterverarbeitenden Industrien reduzierten ihre Lagerbestände zum Jahresende auf Minimumwerte.
Auftragsbestand von 24,6 Mio. Euro
Über das Gesamtjahr addierten sich die Ordereingänge auf 100,3 Mio. Euro. Das Jahr 2011 beendete Nabaltec mit einem Auftragsbestand von 24,6 Mio. Euro.
Im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" stieg der Umsatz 2011 um 11,7 % von 75,9 Mio. Euro auf 84,8 Mio. Euro. Dieses Wachstum basiert auf einer stabilen Absatzmenge und einer verstärkten Konzentration auf wertschöpfungsstarke Produktbereiche.
Nashtec festigt Marktposition
Die US-Tochter Nashtec konnte ihre Position im Markt weiter festigen und stellt mittlerweile einen sicheren Ertragsposten im Konzern dar. Die Umsätze der Nashtec stiegen um rund 19 % gegenüber dem Vorjahr. Weiterhin wichtigste Absatzregion für Nashtec bleiben die USA. Darüber hinaus verzeichnete Asien im Berichtsjahr einen überproportionalen Umsatzanstieg gegenüber 2010.
Überdurchschnittliche Umsatzdynamik in der Technischen Keramik
Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" lag die Umsatzdynamik über dem durchschnittlichen Konzernwert. Mit einem Anstieg von 36,8 Mio. Euro auf 44,2 Mio. Euro konnten die Umsatzerlöse in diesem Bereich um 20,1 % gesteigert werden. Die im Vergleich zum Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" etwas höhere Umsatzdynamik ist auf ein geringeres Abflachen im zweiten Halbjahr zurückzuführen.
UMSATZ NACH UNTERNEHMENSBEREICHEN 2011 (in Mio. Euro)

UMSATZ NACH REGIONEN 2011 (in %)

2.6 ERTRAGSLAGE
Gesamtleistung um 17,9% gesteigert
Die Gesamtleistung im Nabaltec-Konzern wuchs 2011 um 17,9% auf 132,8 Mio. Euro. Neben dem Umsatzwachstum haben Bestandserhöhungen bei Fertigerzeugnissen von 3,1 Mio. Euro und aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 0,6 Mio. Euro zur Steigerung beigetragen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge von 1,4 Mio. Euro sind im Wesentlichen auf Kursgewinne und sonstige Erträge aus Lieferungen und Leistungen an Dritte zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierten sich die sonstigen betrieblichen Erträge um 0,8 Mio. Euro aufgrund geringerer Versicherungserträge im Jahr 2011.
OPERATIVE AUFWANDSQUOTEN IN RELATION ZUR GESAMTLEISTUNG (in %)
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| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Materialaufwand | 52,6 | 54,0 |
| Personalaufwand | 15,8 | 16,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 17,2 | 18,4 |
Relevante Aufwandsquoten gesenkt
Die Materialaufwandsquote (in Relation zur Gesamtleistung) konnte im Jahresvergleich um 1,4 Prozentpunkte auf 52,6% gesenkt werden. Entsprechend lag die Rohergebnismarge (in Relation zur Gesamtleistung) 2011 mit 48,5 % über dem Vorjahresniveau von 48,0 %. In absoluten Zahlen steigerte Nabaltec das Rohergebnis von 54,0 Mio. Euro 2010 auf 64,4 Mio. Euro im Berichtsjahr. Diese Verbesserung ist auf den überproportionalen Anstieg wertschöpfungsstarker Produkte zurückzuführen.
Die Personalkostenquote (in Relation zur Gesamtleistung) 2011 konnte ebenfalls gesenkt werden, und zwar von 16,9 % auf 15,8 %. Die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern erhöhte sich von 372 zum 31. Dezember 2010 auf 400 zum 31. Dezember 2011. Der gestiegene Personalbedarf begründet sich unter anderem im weiteren Ausbau der Produktionskapazitäten am Standort Schwandorf.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 20,7 Mio. Euro auf 22,9 Mio. Euro. Die Kostenquote gemessen an der Gesamtleistung verbesserte sich von 18,4% auf 17,2%. Während sich die Frachtkostenquote gegenüber 2010 reduzierte, liegen die Kostenquoten für Handelsvertreterprovisionen und für Fremd- und Reparaturleistungen leicht über den Vorjahreswerten. Kosten für allgemeine Verwaltung, Beratung und Werbekosten konnten gegenüber 2010 gesenkt werden.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs von 14,3 Mio. Euro 2010 auf 20,6 Mio. Euro 2011 und konnte damit deutlich gesteigert werden. Zu dieser positiven Ergebnisentwicklung trugen beide Unternehmensbereiche gleichermaßen bei. Die bereits sehr gute Entwicklung 2010 konnte vor allem im ersten Halbjahr 2011 weiter verbessert werden.
EBIT um 6,0 Mio. Euro verbessert
Unter Berücksichtigung der planmäßig verlaufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres 2011 in Höhe von 8,1 Mio. Euro errechnet sich das operative Ergebnis (EBIT) mit 12,5 Mio. Euro nach 6,5 Mio. Euro im Vorjahr. Die deutliche Verbesserung um 6,0 Mio. Euro ist vor allem auf die Umsatzausweitung in Verbindung mit der höheren Wertschöpfung zurückzuführen. EBITDA- und EBIT-Entwicklung zeigen die intakte und nachhaltige Ertragskraft der Nabaltec AG auf operativer Ebene.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug 6,2 Mio. Euro (2010: 1,4 Mio. Euro). Darin enthalten ist das Finanzergebnis 2011 in Höhe von - 6,4 Mio. Euro. Es setzt sich zusammen aus Zinsaufwendungen von 6,9 Mio. Euro und Zinserträgen von 0,5 Mio. Euro. Im Vorjahr lag das Finanzergebnis bei - 5,1 Mio. Euro. Der Anstieg der Zinsaufwendungen ist vor allem auf die bis Oktober 2015 laufende Unternehmensanleihe zurückzuführen. Gleichzeitig konnten erste positive Effekte aus der 2011 durchgeführten Neustrukturierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erzielt werden. In vollem Umfang werden diese Maßnahmen ab 2012 sichtbar.
Auf Basis des erzielten Ergebnisses vor Ertragsteuern von 6,2 Mio. Euro entstand ein Steueraufwand in Höhe von 1,6 Mio. Euro (2010: Steuerertrag von 0,7 Mio. Euro). Der ausgewiesene Steueraufwand 2011 enthält latente Steuern von 1,5 Mio. Euro.
Ergebnis je Aktie verdoppelt
Das Konzernergebnis nach Anteilen nicht kontrollierender Gesellschafter lag im abgelaufenen Jahr bei 3,6 Mio. Euro nach 1,8 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie verdoppelte sich von 0,22 Euro im Jahr 2010 auf 0,45 Euro im Berichtsjahr.
Segmentbericht: Entwicklungen in den Unternehmensbereichen
FUNKTIONALE FÜLLSTOFFE (in Mio. Euro)
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| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Umsatz | 84,8 | 75,9 |
| EBITDA | 13,5 | 9,0 |
| EBIT | 7,7 | 3,4 |
| Investitionen | 12,1 | 4,6 |
Umsatzwachstum bei allen Produktbereichen der "Funktionalen Füllstoffe"
Im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" ist der Umsatz 2011 um 11,7 % gestiegen. Die Fortführung der sehr guten Entwicklung aus 2010 zeigt, dass auch 2011 die grundlegenden Markttreiber für die Produkte von Nabaltec voll intakt waren und sie trotz einer Abschwächung der Nachfrage im zweiten Halbjahr über ausgezeichnete Perspektiven verfügten. Weltweit sind halogenfreie, flammhemmende Füllstoffe aufgrund ihrer Umweltfreundlichkeit weiterhin auf dem Vormarsch und verdrängen zunehmend die bislang eingesetzten halogenierten Alternativen. Innerhalb des Unternehmensbereichs konnten alle Produktbereiche beim Umsatz zulegen.
UMSÄTZE UNTERNEHMENSBEREICH "FUNKTIONALE FÜLLSTOFFE" 2011 NACH QUARTALEN (in Mio. Euro)

Die Ertragsentwicklung im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" verbesserte sich auf Basis EBITDA um 50,0% von 9,0 Mio. Euro auf 13,5 Mio. Euro im Berichtsjahr. Der Erfolg von Nabaltec, der daraus resultiert, verstärkt auf wertschöpfungsstarke Produkte zu setzen, spiegelt sich in einer Erhöhung aller operativen Renditegrößen wider.
Investitionsschwerpunkt im Bereich "Funktionale Füllstoffe"
Im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" lag auch 2011 der Investitionsschwerpunkt im Nabaltec-Konzern. Rund 80% der Gesamtinvestitionen flossen in diesen Bereich, schwerpunktmäßig für Prozessoptimierungen, Logistik, Energieoptimierungen und den Bau einer weiteren Feinsthydroxid-Linie.
TECHNISCHE KERAMIK (in Mio. Euro)
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| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Umsatz | 44,2 | 36,8 |
| EBITDA | 7,0 | 5,3 |
| EBIT | 4,8 | 3,2 |
| Investitionen | 2,8 | 2,2 |
"Technische Keramik" erreicht Umsatzdynamik von 20,1 %
Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" stieg der Umsatz von 36,8 Mio. Euro 2010 auf 44,2 Mio. Euro im Berichtsjahr. In diesem Bereich zeigte sich mit 20,1 % im Jahresverlauf eine stärkere Wachstumsdynamik als im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" mit 11,7 %.
UMSÄTZE UNTERNEHMENSBEREICH "TECHNISCHE KERAMIK" 2011 NACH QUARTALEN (in Mio. Euro)

Das EBITDA im Unternehmensbereich "Technische Keramik" konnte durch den Anstieg von Produkten mit höherer Wertschöpfung um 32,1 % gegenüber dem Vorjahr verbessert werden.
Rund 20% der Gesamtinvestitionen flossen in diesen Bereich, vor allem in die Optimierung von Produktionsprozessen.
2.7 FINANZLAGE
2.7.1 FINANZMANAGEMENT
Das Finanzmanagement ist direkt dem Vorstand zugeordnet und umfasst schwerpunktmäßig das Management der Kapitalstruktur, die Liquiditätssteuerung, die Zins- und Devisenkursabsicherung sowie die Finanzmittelbeschaffung. Das Tochterunternehmen Nashtec ist in diesem Zusammenhang in das konzerneinheitliche Liquiditätsmanagement eingebunden.
Nahezu keine Auswirkungen von Wechselkursschwankungen
Dank der eigenen Produktion in den USA durch das Tochterunternehmen Nashtec konnte Nabaltec die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen zwischen US-Dollar und Euro für die Geschäftsentwicklung weitgehend eliminieren. Weiteren Währungsrisiken begegnet Nabaltec mit dem Einsatz von Devisenkurssicherungsinstrumenten, wenn dies aufgrund der Volatilität der Märkte oder des Umfangs der Fremdwährungsgeschäfte angezeigt ist.
Finanzierung langfristig sichergestellt
Nabaltec hat den Finanzierungsbedarf des Unternehmens, nicht zuletzt durch das umfangreiche Investitionsprogramm der vergangenen Jahre, langfristig sichergestellt. Bis zum Bilanzstichtag wurden dem Tochterunternehmen liquide Mittel in Höhe von 9,3 Mio. Euro (2010: 9,1 Mio. Euro) zur Verfügung gestellt. Zinssätze und Vertragskonditionen entsprechen den Standards für mittelständisch geprägte Unternehmen. Bei Fremdfinanzierungen mit variablen Zinsen bedient sich Nabaltec fallweise auch verschiedener Zinssicherungsinstrumente mit einer mittel- bis längerfristigen Zinsbindung (z. B. Zinsswaps).
Ausgewogene Fremdfinanzierungsstruktur
Die Finanzierung des Wachstums und der getätigten Zukunftsinvestitionen wird über langfristige Bankdarlehen sowie seit Oktober 2010 zusätzlich über eine Unternehmensanleihe im Volumen von 30 Mio. Euro sichergestellt. Die Laufzeit der Anleihe beträgt fünf Jahre bis Oktober 2015. Die Zinszahlung, Kupon 6,5 % p. a., erfolgt jährlich. Weiterhin nutzt Nabaltec für Investitionsprojekte Fördermittel der Regierung der Oberpfalz. Nabaltec konnte im zweiten Halbjahr 2011 einen wesentlichen Teil der bestehenden langfristigen Bankdarlehen neu strukturieren. Die Konditionen stellen gegenüber den bisherigen Kreditverträgen eine deutliche Verbesserung dar. Damit verfügt Nabaltec über eine ausgewogene Fremdfinanzierungsstruktur.
2.7.2 FINANZIERUNGSANALYSE
Eigenkapitalquote von 28,4%
Das Konzern-Eigenkapital erhöhte sich zum 31. Dezember 2011 von 42,1 Mio. Euro auf 46,9 Mio. Euro. Das Plus resultiert aus der guten Gewinnentwicklung 2011. Entsprechend ist auch die rechnerische Eigenkapitalquote von 25,4 % auf 28,4 % angestiegen. Diese Eigenkapitalausstattung stellt im Branchenvergleich weiterhin eine solide Basis dar.
Lang- und kurzfristige Schulden gesenkt
Die langfristigen Schulden nahmen im Berichtsjahr per Saldo leicht von 89,4 Mio. Euro auf 86,7 Mio. Euro ab. Darin enthalten ist die Anleihe mit netto 28,9 Mio. Euro. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten aufgrund von planmäßigen Tilgungen und der vorzeitigen Ablösung von Darlehen um 19,6 Mio. Euro gesenkt werden. Dem standen neu aufgenommene Kredite im Volumen von 14,0 Mio. Euro gegenüber bei deutlich verbesserter Zinsstruktur. Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich aufgrund der Zuführungen 2011 unterproportional um 0,6 Mio. Euro.
Die kurzfristigen Schulden nahmen 2011 von 34,5 Mio. Euro auf 31,8 Mio. Euro ab. Gründe hierfür waren vor allem reduzierte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und niedrigere sonstige Verbindlichkeiten. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten ebenfalls gesenkt werden, und die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing wurden im Geschäftsjahr 2011 auf null reduziert.
STRUKTUR DER PASSIVA (in %)

2.7.3 SONSTIGE AUSSERBILANZIELLE FINANZIERUNGSINSTRUMENTE
Nabaltec hat verschiedene technische Anlagen und Maschinen im Rahmen einer Sale-and-leaseback-Transaktion veräußert. Die Restlaufzeiten der Leasingverträge belaufen sich auf ein bis fünf Jahre. Außerdem bedient sich Nabaltec eines fortlaufenden Factorings für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, auch um eventuelle Ausfallrisiken zu minimieren. Weitere Instrumente, die dem Financial Engineering zugerechnet werden können, werden im Nabaltec-Konzern nicht eingesetzt.
2.7.4 INVESTITIONEN
Investitionsschwerpunkte: Kapazitätsausbau, Prozessoptimierung und Logistik
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Nabaltec-Konzern inklusive der Verrechnung des anteiligen Investitionszuschusses 14,9 Mio. Euro investiert nach 6,8 Mio. Euro im Vorjahr. Der Schwerpunkt lag auch in diesem Geschäftsjahr im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" mit rund 80% der gesamten Investitionssumme, während rund 20 % der Investitionen im Unternehmensbereich "Technische Keramik" getätigt wurden. Investitionsschwerpunkte waren der Kapazitätsausbau bei Feinsthydroxiden, die Optimierungen der Produktionsprozesse und Logistik. Zusätzlich wurden Investitionsmaßnahmen in die Infrastruktur und für die Energieoptimierung durchgeführt.
2.7.5 CASHFLOW
Operativer Cashflow leicht unter Vorjahr
Der operative Cashflow des Nabaltec-Konzerns blieb 2011 mit 13,6 Mio. Euro geringfügig unter dem Wert des Vorjahres (2010: 15,4 Mio. Euro). Der höhere Mittelzufluss aufgrund der guten Ergebnisentwicklung wurde kompensiert durch den gezielten Bestandsaufbau im Vorratsvermögen sowie die Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei - 15,5 Mio. Euro gegenüber - 7,5 Mio. Euro im vorangegangenen Jahr.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag 2011 bei - 0,9 Mio. Euro nach 10,5 Mio. Euro im Vorjahr. Der Tilgung von Finanzkrediten in Höhe von 19,6 Mio. Euro standen Einzahlungen durch die Auflösung von Festgeldern in Höhe von 10,0 Mio. Euro und die Neuaufnahme von Krediten in Höhe von insgesamt 14,0 Mio. Euro gegenüber. Ziel der Neustrukturierung der langfristigen Schulden war die deutliche Verbesserung der Zinsstruktur. Der Finanzmittelfonds des Nabaltec-Konzerns als Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten lag zum 31. Dezember 2011 bei 16,3 Mio. Euro nach 19,0 Mio. Euro zum Bilanzstichtag des Vorjahres.
2.8 VERMÖGENSLAGE
Die Bilanzsumme des Nabaltec-Konzerns sank zum 31. Dezember 2011 von 166,0 Mio. Euro auf 165,4 Mio. Euro.
STRUKTUR DER AKTIVA (in %)

Verschiebung der Bilanzrelationen
In den Aktiva standen den Zugängen im Sachanlagevermögen von 14,8 Mio. Euro Abschreibungen in Höhe von 8,0 Mio. Euro gegenüber. Deutlich erhöht haben sich die Anzahlungen und Anlagen im Bau, da wesentliche Investitionen des Jahres 2011 erst im Laufe des Jahres 2012 in Betrieb genommen werden. Die Summe der langfristigen Vermögensgegenstände in Höhe von 117,5 Mio. Euro beinhaltet eine aktive latente Steuer aus dem Joint Venture Nashtec von 0,9 Mio. Euro. Insgesamt haben sich die Bilanzrelationen aufgrund der Investitionstätigkeit hin zu den langfristigen Vermögensgegenständen verschoben. Diese machten zum 31. Dezember 2011 71,0% der Bilanzsumme aus, die kurzfristigen Vermögensgegenstände 29,0%.
3. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
3.1 MITARBEITER
Insgesamt 400 Mitarbeiter inkl. 49 Auszubildende
Der Nabaltec-Konzern beschäftigte zum Jahresende 2011 insgesamt 400 Mitarbeiter (31. Dezember 2010: 372). Davon waren 399 Mitarbeiter (31. Dezember 2010: 371) in Deutschland tätig. In der Mitarbeiterzahl enthalten sind auch 49 Auszubildende (31. Dezember 2010: 48). Nabaltec legt hohen Wert auf eine gute Ausbildung. So stellten die Auszubildenden mit einer Quote von 12,3% auch im Geschäftsjahr 2011 einen traditionell schon bemerkenswert großen Teil der Belegschaft. Die Ausbildungsquote lag nahezu auf dem Niveau des Vorjahres und über dem Branchendurchschnitt. Die Auszubildenden von Nabaltec zählen regelmäßig zu den Jahrgangsbesten. Aktuell werden Ausbildungsplätze in den Berufen Industriekaufmann/-frau, Informatikkaufmann/ -frau, Chemielaborant/-in, Chemikant/-in, Elektroniker/-in für Betriebstechnik und Industriemechaniker/-in für Betriebstechnik angeboten.
Nabaltec unter den 100 besten mittelständischen Arbeitgebern
Die Nabaltec AG gehört laut dem bundesweiten, branchenübergreifenden Unternehmensvergleich "TOP JOB" regelmäßig - und auch 2012 wieder - zu den 100 besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand. Auszeichnungen wie diese sind ein Zeichen dafür, wie ernst das Unternehmen seine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern nimmt. Ein zentrales Anliegen von Nabaltec ist es, den Mitarbeitern unternehmensintern Perspektiven und Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu bieten, um auch auf diesem Wege die Identifikation mit dem Unternehmen, den Einsatz und das Engagement der Mitarbeiter zu fördern.
3.2 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nehmen eine zentrale Rolle in der Gesamtstrategie der Nabaltec AG ein. Wichtiges Element der F&E-Strategie sind der enge Schulterschluss und die gemeinsame Entwicklungsarbeit mit den Kunden. Der Fokus in allen Unternehmensbereichen ist, den Kunden Qualitäts- und Verarbeitungsvorteile bieten zu können und sie so zu unterstützen, dass ein Wettbewerbsvorteil generiert werden kann. Als ein führender Anbieter von hochspezialisierten Produkten betrachtet Nabaltec Forschung und Entwicklung als eine der Kernkompetenzen.
Die enge Zusammenarbeit mit den Kunden zieht sich durch nahezu alle Unternehmensbereiche und Prozessschritte. Der anwendungsorientierte Vertrieb ist gefordert, die spezifischen Bedürfnisse der Kunden zu definieren und direkt in die Entwicklungsarbeit einfließen zu lassen. Gleiches gilt für die Rückmeldungen der Kunden bei Neuentwicklungen, aber auch bei etablierten Produkten; auch sie gehen unmittelbar in die Weiterentwicklungen mit ein. Durch den technisch ausgerichteten Vertrieb ist Nabaltec gleichzeitig in der Lage, frühzeitig neue Trends zu erkennen und aktiv zu fördern.
Parallel ist es das Ziel von Nabaltec in der F&E-Arbeit, die eigenen Produktionsprozesse fortlaufend zu optimieren und so die Basis zu schaffen, um die eigene Marktposition weiter ausbauen zu können. Beispielsweise ist die Energieoptimierung ein fundamentaler Antrieb für vielfältige F&E-Projekte.
Projekte mit Forschungspartnern
Die langjährig erarbeitete In-House-Kompetenz wird in einigen Bereichen durch gemeinsame Projekte mit Universitäten, öffentlichen und privaten Instituten sowie Forschungs- und Technologiegesellschaften sinnvoll ergänzt. Zu den Forschungspartnern gehören unter anderem das Institut für Verfahrenstechnik mit dem Schwerpunkt Feuerfest an der RWTH in Aachen, das deutsche Kunststoffinstitut in Darmstadt, das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V., das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme in Dresden, die Technische Universität in Dresden und das Forschungsinstitut für anorganische Werkstoffe - Glas/Keramik in Höhr-Grenzhausen. Zusätzlich unterlegt wird die Innovationstätigkeit von Nabaltec durch die Teilnahme an verschiedenen Projekten der AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen) und des BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) in beiden Unternehmensbereichen.
Auszeichnungen für Innovationskraft
Das ausgeprägte Engagement von Nabaltec bei Forschung & Entwicklung drückt sich auch durch verschiedene nationale und internationale Preise und Auszeichnungen für die Innovationskraft aus. Beispielsweise gehörte Nabaltec bereits fünfmal zu den 100 innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand und wurde in unterschiedlichen Bereichen mehrfach für ihre Innovationskraft ausgezeichnet.
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Nabaltec sind derzeit vor allem darauf ausgerichtet, vorhandene Produkte und Verfahren weiterzuentwickeln und zu verfeinern. Die Maßgaben werden durch sich ständig verändernde Kunden- und Marktanforderungen definiert. Diesen gilt es jederzeit zu entsprechen und damit gleichzeitig in den eigenen Zielmärkten die Produktpalette zu arrondieren beziehungsweise zu erweitern.
Die F&E-Schwerpunkte der vergangenen Jahre, Additive und Böhmite, werden auch nach Markteinführung weiterhin intensiv fortgesetzt. Im Mittelpunkt stehen dabei, die permanente Weiterentwicklung der Qualitäten sowie neue Einsatzgebiete zu identifizieren und zu erschließen. Nicht zuletzt ist es das Ziel von Nabaltec, auch in diesen beiden neuen Bereichen vom Start weg im weltweiten Umfeld die Qualitätsführerschaft einzunehmen.
Im Berichtsjahr 2011 standen für den Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:
Unverändert ist der Bereich der halogenfreien Flammschutzmittel ein wichtiger Wachstumsmarkt, insbesondere für innovative, umweltfreundliche Produkte. Halogenhaltige Produkte werden durch halogenfreie ersetzt, wobei Großkonzerne im Bereich der Consumer-Elektronik mit entsprechenden Werbeslogans, die die Umweltfreundlichkeit der Produkte betonen, sich dazu auch öffentlich bekennen und so diesen Trend fördern. Ein weiterer Entwicklungstrend ist die Förderung von Flammschutzmitteln im Bereich Personentransport in öffentlichen Transportmitteln, wo sie bis dato noch nicht in allen Bereichen vorhanden sind.
Modifizierung bestehender und Entwicklung neuer Produkte
Im Bereich der klassischen mineralischen Flammschutzmittel, wie APYRAL®, werden bestehende Produkte in Abstimmung mit den Kunden, z. B. im Bereich der Kabelindustrie, gemäß neuer Anwendungsanforderungen modifiziert. Beispielhaft sei hier auf Projekte zur optimierten Korngrößenverteilung hingewiesen. Das Augenmerk ist dabei immer auf das Erreichen optimierter Fertigprodukteigenschaften mit verbessertem Flammschutz gerichtet.
Zur Erschließung neuer Anwendungsgebiete werden weitere Spezial-Füllstoffe im Submikron-Bereich, wie ACTILOX® AS, entwickelt. Forschungs- und Entwicklungsziele sind hier die Erreichung von Antisettling-Eigenschaften und von Synergismen im Flammschutz in Harzsystemen.
Für die innovative RTM-Verfahrenstechnik (Harzverarbeitung) entwickelt die Nabaltec AG neue APYRAL®-Produkte, die bezüglich Verarbeitungsverhalten ideal angepasst werden, so dass dieser Zukunftsmarkt entsprechend bedient werden kann.
Nabaltec arbeitet intensiv an den Anwendungsentwicklungen im Bereich der Elektro- und Elektronikindustrie (E&E-Industrie). So wurden Freigaben im Bereich Leiterplatten durch Feinabstimmungen neuer APYRAL®-AOH-Produkte von Kunden erhalten. Weitere Freigaben sind in Vorbereitung oder bereits im Prozess.
Orientierung an Trends in der Umwelttechnik
Für technische Thermoplaste führt die Nabaltec AG neue spezielle Qualitäten von APYRAL® AOH und ACTILOX® B (Böhmit) in Anwendungen ein, in denen bis dato noch keine mineralischen Flammschutzmittel großtechnisch im Einsatz waren. Bezüglich neuer Trends in der Umwelttechnik arbeitet die Nabaltec AG an neuen Rohstoffen für alternative Energiespeicher und Elektromobilität. Auch werden verstärkt spezielle Produkte sowohl auf Basis Aluminiumhydroxid als auch Böhmit in der Katalyse sowie zur Reinigung von Kraftwerksabgasen eingesetzt.
Für den Unternehmensbereich "Technische Keramik" standen im Berichtsjahr folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:
Fortlaufende Optimierung von Produkten und Herstellprozessen
Im Bereich der reaktiven NABALOX®-Aluminiumoxide zielen verschiedene Arbeiten sowohl auf die fortlaufende Verbesserung der Produkte als auch auf die Optimierung dafür notwendiger Herstellprozesse. Die Anwendungen der reaktiven Tonerden von Nabaltec liegen hauptsächlich in der Feuerfestindustrie, wo die Produkte einen wesentlichen Beitrag bei der Neuentwicklung und Optimierung monolithischer Erzeugnisse leisten.
Weitere Arbeiten im Rahmen der NABALOX®-Produktgruppe sind auf die Identifizierung, Evaluierung und Optimierung innovativer Veredelungsprozesse für Aluminiumoxide zur Anwendung in der Keramik- und Poliermittelherstellung gerichtet.
Neues Sinterprodukt für verbesserte Heißfestigkeit
Zur Ergänzung der SYMULOX®-Produktgruppe strebt Nabaltec die Entwicklung eines neuen hochwertigen Sinterproduktes an, welches aufgrund seines - gegenüber bestehenden Qualitäten -modifizierten Phasenbestandes in den vorgesehenen feuerfesten Anwendungen zu einer nochmals verbesserten Heißfestigkeit der Produkte führt. Daneben soll mit der Entwicklung des Produktes langfristig die Einführung von Stoffkreisläufen, bezogen auf die feuerfesten Materialien, unterstützt werden. Die Entwicklungen in der SYMULOX®-Produktgruppe zu speziellen keramischen Anwendungen werden fortgesetzt.
Zur prinzipiellen Steigerung der Leistungsfähigkeit verschiedener GRANALOX®-Produkte in bestehenden Anwendungen wurden unter anderem Entwicklungen im Bereich der organischen Plastifizierung und der Sprühgranuliertechnik durchgeführt. Im Ergebnis konnten Produkte mit verbesserten Prozess- und Verarbeitungseigenschaften vorgestellt werden. Bereits früher begonnene Arbeiten zur Entwicklung umwandlungsverstärkter Aluminiumoxide wurden fortgesetzt. Neben kundenspezifischen internen Entwicklungen ist Nabaltec auch an grundlagenorientierten und öffentlich geförderten Projekten beteiligt.
3.3 KUNDENBEZIEHUNGEN
Nabaltec beweist Lieferzuverlässigkeit und Qualitätskonstanz
Nabaltec konnte während und vor allem auch nach der Wirtschaftskrise das eigene Marktstanding nochmals festigen und deutlich ausbauen. Wichtige Argumente in der Zusammenarbeit mit den Kunden sind die bewiesene Lieferzuverlässigkeit und Qualitätskonstanz. Nabaltec hat gezeigt, ein sehr verlässlicher Partner für die langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu sein. Diese Eigenschaften stellen im aktuellen Marktumfeld einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar. Grundvoraussetzung für den Markterfolg von Nabaltec sind Produkte, die zielgerichtet auf die Bedürfnisse der Kunden entwickelt, optimiert und in großen Mengen und über lange Zeiträume stabil zu gleichbleibend bester Qualität geliefert werden. Nabaltec-Produkte helfen, die Produkte der Kunden sicherer, umweltfreundlicher, widerstandsfähiger und wettbewerbsfähiger zu machen und gleichzeitig die Produktionsprozesse der Kunden zu optimieren. Deshalb münden gemeinsame Entwicklungsprojekte und Geschäftsbeziehungen in langfristige Lieferverträge und nachhaltige Kooperationen. Besonders bei Neuprodukten durchläuft Nabaltec mit den Kunden oft langandauernde und intensive Freigabeprozeduren. Bei erfolgreichem Abschluss ziehen diese zumeist langfristige Liefervereinbarungen zu verlässlichen Konditionen und Mengen nach sich.
3.4 MANAGEMENTSYSTEME
Sicherheitsmanagement seit 2007
Um das sicherheitsbewusste Verhalten aller Mitarbeiter zu schulen und die Umsetzung gesetzlicher und berufsgenossenschaftlicher Forderungen zu vereinfachen, hatte sich das Unternehmen schon 2007 dazu entschlossen, zusätzlich zu den bereits bestehenden Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen nach ISO 9001 bzw. ISO 14001 auch ein Sicherheitsmanagementsystem nach BS OHSAS 18001 (British Standard Occupational Health and Safety Assessment Series) einzuführen. Im Jahr 2011 wurden umfangreiche Überwachungsaudits für die bestehenden Managementsysteme nach ISO 9001, ISO 14001, BS OHSAS 18001 und EN 16001 durchgeführt. Am Standort Corpus Christi wurde ebenfalls ein Überwachungsaudit für das Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 erfolgreich durchgeführt. 2011 erfolgte auch die Zertifizierung des Energiemanagementsystems nach EN 16001 für den Standort Kelheim durch die TÜV SÜD Management Service GmbH. Darüber hinaus ist das Analysenzentrum der Nabaltec AG nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert.
3.5 UMWELTSCHUTZ
Nabaltec nimmt für sich in Anspruch, mit den eigenen Produkten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Ökobilanz einer Vielzahl von Produkten zu leisten. Die zunehmende Bedeutung des Umweltschutzes ist eine der wichtigsten Triebfedern für den Erfolg von Nabaltec-Produkten auf den Weltmärkten. Sie ersetzen beispielsweise schwermetallhaltige Zusatzstoffe, wie Blei, und halogenhaltige Flammschutzkomponenten, wie Brom, in Kunststoffen. Vor diesem Hintergrund ist es von zentraler Bedeutung, dass auch Forschung & Entwicklung, Produktion und vor- sowie nachgelagerte Logistik möglichst umweltschonend angelegt sind. Der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen ist ein zentrales Anliegen von Nabaltec und eine Grundvoraussetzung für die gesellschaftliche Akzeptanz des Unternehmens. Die Nabaltec AG nimmt ihre Umweltverantwortung, die über den eigenen Standort deutlich hinausgeht, aktiv an.
Deckung des Energiebedarfs durch regenerative Energien
Besonderes Augenmerk - auch unter Kosteneinsparungsgesichtspunkten - wird auf die Optimierung der Energieprozesse in der Produktion gelegt. Auch 2011 wurden in diesem Bereich wieder Investitionen getätigt. Gemeinsam mit externen Partnern entwickelte Nabaltec Verfahren, die deutlich weniger Prozessenergie benötigen und somit auch zu wesentlich geringeren CO2 -Emissionen führen. Durch die Teilnahme am Arbeitskreis Energietechnik der Bayern Innovativ GmbH wird dieser Weg konsequent fortgesetzt. Hier beteiligt sich Nabaltec an einem Netzwerk von mittelständischen Unternehmen. Ziel ist es, Innovationen bezüglich kontinuierlicher Verbesserungsprozesse an andere Unternehmen weiterzugeben und zu erhalten. Ein ganz wesentlicher Anteil des Energiebedarfs von Nabaltec wird in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Müllverwertung Schwandorf durch den Einsatz regenerativer Energie gedeckt.
CAHC-Anlage ohne Produktionsabwässer
Generell ist Nabaltec bestrebt, die Produktionsprozesse für alle Anlagen so aufzubauen, dass diese einen geschlossenen Kreislauf darstellen. Einen Meilenstein stellt hier die CAHC-Anlage am Standort Schwandorf dar, die vollständig ohne Produktionsabwässer arbeitet und einen geschlossenen Wasserkreislauf aufweist. Auch im Umgang mit Chemikalien, wie Natronlauge, die zur Erzeugung von Feinsthydroxid verwandt wird, wird konsequent darauf geachtet, dass diese nicht an die Umwelt abgegeben werden, sondern in einem geschlossenen Produktionskreislauf vollständig für den Wiedereinsatz verwendet werden können.
3.6 KAPITALMARKT
Intakter Kapitalmarktzugang sichert unabhängige Finanzierung
Nabaltec verfügt seit dem Börsengang 2006 über einen intakten Kapitalmarktzugang. Der Kapitalmarktzugang, der jederzeit durch eine transparente und verlässliche Kommunikation gepflegt wird, sichert Nabaltec eine ausgewogene und weitgehend unabhängige Finanzierung, die auch auf den Absatzmärkten positiv wahrgenommen wird. 2010 hat Nabaltec als eines der ersten Unternehmen eine Mittelstandsanleihe in Höhe von 30 Mio. Euro erfolgreich begeben.
4. BERICHT ÜBER CHANCEN UND RISIKEN
4.1 RISIKOMANAGEMENT
Unternehmenserfolg abhängig von Umgang mit Chancen und Risiken
Die Bedeutung des Risikomanagements für den Nabaltec-Konzern ergibt sich aus der unternehmerischen Tätigkeit und den globalen Aktivitäten mit einem entsprechend internationalen Wettbewerbs- und regulatorischen Umfeld und der Gesamtkomplexität der globalen Wirtschaft. Dies ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Der Erfolg des Nabaltec-Konzerns wird ganz wesentlich durch das Erkennen dieser Chancen und Risiken sowie den bewussten Umgang mit ihnen und die Beherrschung der Risiken beeinflusst. Ein wirksames Risikomanagement ist ein Kernelement für die langfristige Sicherung des Unternehmens, seines wirtschaftlichen Erfolgs auf den internationalen Märkten und für die erfolgreiche nachhaltige Weiterentwicklung in der Zukunft.
Ständige Weiterentwicklung des Risikomanagements
Nabaltec entwickelt das Risikomanagement im Unternehmen ständig weiter. Durch die Fortentwicklung der Instrumente der Risikovorsorge auf allen Gebieten können Gefährdungen für das Unternehmen frühzeitig erkannt und ausgeschlossen werden. Integrale Bestandteile sind das Risikomanagement als fortlaufender Prozess, das Risiko-Controlling, eine umfassende Kommunikation und Dokumentation sowie ein internes Überwachungssystem. Alle intern und extern erkennbaren Risiken werden möglichst lückenlos erfasst, dokumentiert, bewertet und in eine Risikomatrix eingebunden. Diese Risikomatrix stellt das Grundgerüst für die Bewertung möglicher Risikolagen sowie zur Identifizierung der Schlüsselrisiken dar.
Ausgangspunkt der konkreten Prozesse im Risikomanagement von Nabaltec sind die Identifikation und Bewertung der unterschiedlichen Risikoarten und -profile, die vom Controlling überwacht und kontrolliert werden. Berichte über die Risiken des Geschäfts sowie laufende Statusberichte werden für den Vorstand und die Geschäftsleitung erstellt und im Führungskreis diskutiert. Wichtiges Element ist dabei auch die umfassende operative Planung mit Zielvereinbarungen, die durch regelmäßige Vorschaurechnungen ergänzt wird.
System der strategischen Planung
Um mittel- und langfristige Chancen zu nutzen und um Risiken erkennen zu können, hat Nabaltec ein System der strategischen Planung eingeführt. In den Strategiefindungsprozess sind alle relevanten Bereiche eingebunden. Risiken, die aus wettbewerbs-, kartell-, steuer- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen, begegnet Nabaltec bereits im Vorfeld durch die Einbindung von Experten. Maßnahmen zur Qualitätssicherung begrenzen Produkt- und Umweltrisiken. Dazu gehören beispielsweise die Zertifizierung unserer Aktivitäten nach internationalen Normen, die ständige Verbesserung von Anlagen und Verfahren, die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten sowie die Mitarbeit in internationalen Fachgremien.
Überprüfung von Sicherungsinstrumenten und Kontrollsystemen
Zum Risikomanagement gehören auch die regelmäßige Überprüfung der Effizienz der verwendeten Sicherungsinstrumente und die Zuverlässigkeit der Kontrollsysteme. Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen die entsprechenden Versicherungen, die die finanziellen Folgen auf Liquidität, Finanzlage und Ertragssituation begrenzen und existenzgefährdende Situationen möglichst ausschließen.
4.2 CHANCEN UND RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG
Absatzmarkt
Mengen- und Margenrisiken
Die internationale Wirtschaftskrise 2008/2009 hat gezeigt, dass ein entsprechender Nachfrageschock auch in den Zielmärkten der Nabaltec AG weitreichende Folgen haben kann. Trotz Flexibilisierung und Anpassungen in den Kostenstrukturen und Kapazitäten können derart hohe Schwankungen in der Nachfrage spürbare Mengen- und Margenrisiken beinhalten. Weitere absatzseitige Risiken sind der mögliche Verlust wichtiger Key-Accounts, Marktanteilsverluste aufgrund von technologischen Neuentwicklungen oder das Vordringen von Wettbewerbern. Aufgrund der starken Positionierung von Nabaltec als Innovations- und Qualitätsführer und eines permanenten Monitorings der Zielmärkte können diese Risiken begrenzt und die entsprechenden Marktmechanismen gleichzeitig als Chance im globalen Wettbewerb genutzt werden.
Beschaffungsmarkt
Die Nabaltec AG beobachtet die wirtschaftliche Situation ihrer Zulieferer sehr aufmerksam und baut für alle Produkte gezielt Alternativen auf. In der Rohstoffversorgung arbeitet Nabaltec mit mittel- und langlaufenden Lieferverträgen. Die Versorgung mit den für den Produktionsprozess wichtigsten Medien, Elektrizität, Gas und Dampf, ist ebenfalls durch langfristige Verträge abgesichert. Die Zertifizierung des Energiemanagementsystems nach EN 16001 unterstützt diese Bestrebungen. Bei starkem Wachstum verfügt Nabaltec über alternative Szenarien und Vorüberlegungen, um den steigenden Energiebedarf zu attraktiven Konditionen decken zu können. Ein weiteres Risiko sind überproportional steigende Logistikkosten. Diesem Risikoszenario kann Nabaltec einerseits durch eine Beteiligung der Kunden an den Logistikkosten begegnen und andererseits durch einen ausgewogenen Logistikmix. Beispielweise verfügt Nabaltec über einen eigenen Gleisanschluss, der die Bahn als Transportmittel sehr attraktiv macht.
Finanzmarkt
Sicherungsmaßnahmen begrenzen bei Bedarf Devisenkurs- und Zinsrisiken
Devisenkursrisiken werden, wenn nötig, gezielt durch Kurssicherungsmaßnahmen im US-DollarBereich begrenzt. Im Rahmen der mittelfristigen Finanzierung werden zur Sicherung des Zinsniveaus Swaps eingesetzt oder Kreditvereinbarungen mit festem Zinssatz abgeschlossen. Die Nabaltec AG sowie die US-amerikanische Tochter verfügen über eine detaillierte Finanz- und Liquiditätsplanung, die regelmäßig einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen wird. Im Falle von zusätzlichem Liquiditätsbedarf werden entsprechende Finanzierungsmaßnahmen eingeleitet. Dem Zinsänderungsrisiko begegnet Nabaltec teilweise durch Absicherung. Die Kreditverträge der Nabaltec AG unterliegen zum Teil Covenants, die sich unter anderem an den Leverage Coverage Ratios wie auch an der EK-Quote bemessen. Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, bei Nichteinhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen, oder er könnte von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen. Im Berichtsjahr kam es zu keinen Verletzungen der zum 31. Dezember 2011 wirksamen Covenants. Mit erfolgreicher Emission der Unternehmensanleihe im Oktober 2010 hat sich die Finanzierungssituation der Nabaltec AG zusätzlich verbessert bzw. die Unabhängigkeit von den kreditgebenden Banken erhöht.
Anleihe-Emission erhöht Unabhängigkeit
Mit dem Factoring konnten auch 2011 der Anteil versicherter Forderungen weiter erhöht und die Liquiditätsausstattung des Unternehmens verbessert werden.
Personalbereich
Steigerung der Mitarbeiterqualifikationen senkt Personalrisiken
Personalrisiken ergeben sich insbesondere durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. Nabaltec begrenzt diese Risiken durch intensive Weiterbildungs- und Nachwuchskräfteprogramme zur Steigerung der Qualifikation der Mitarbeiter sowie durch leistungsgerechte Vergütung, ebenso durch Stellvertreterregelungen, die den Ausfall von Schlüsselkräften abfedern, und frühzeitige Nachfolgeplanungen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen gute Karrierechancen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten an. Chancen im Personalbereich ergeben sich für Nabaltec aus der Gewinnung ausgewiesener Experten. Die eigene Marktstellung, das erarbeitete Renommee in der Branche, die hohe Verlässlichkeit und die bekanntermaßen starke Ausrichtung auf Forschung & Entwicklung machen Nabaltec in den eigenen Marktsegmenten und der Region zu einem attraktiven Arbeitgeber.
Produktions-, Prozess- und IT-Bereich
Unternehmensweites, integriertes Qualitätsmanagement
Nabaltec verfügt über ein integriertes Qualitätsmanagementsystem mit Zertifizierung nach ISO 9001, das unternehmensweit umgesetzt ist. Deshalb hält Nabaltec die produktionsspezifischen Risiken für überschaubar und beherrschbar. Bei den geschäftskritischen IT-Anwendungen baut die Nabaltec AG auf standardisierte Programme und redundant ausgelegte, qualitativ hochwertige Hardware. Die regelmäßig überprüfte Zugriffsstruktur gewährleistet den Datenschutz; die Datensicherheit besteht aufgrund entsprechend allgemein etablierter Verfahren. Die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien auf Basis der aktuellsten Gesetzeslage ist im Unternehmen zu jedem Zeitpunkt gesichert und wird seit 2010 zusätzlich durch einen externen Datenschutzbeauftragten beaufsichtigt.
Umweltschutz
Zertifiziertes Umweltmanagement
Umweltrisiken können aus dem Überschreiten der zulässigen Grenzwerte für Lärm- und Staubbelastung entstehen oder durch den Austritt von Gefahrstoffen. Diesen Risiken tritt Nabaltec durch ein umfangreiches Umweltmanagement nach ISO 14001, das zertifiziert ist und regelmäßig weiterentwickelt und auditiert wird, entgegen. Die Produktionsprozesse von Nabaltec basieren auf geschlossenen Kreisläufen, z. B. für Wasser und Lauge.
Technologische Weiterentwicklung
Mögliche technologische Risiken können entstehen durch die Substitution der Nabaltec-Produkte bei den Kunden aufgrund von Technologiewechseln, durch die Nichtnutzung neuer Technologien oder das Nichterkennen technologischer Entwicklungen. Als Innovationsführer minimiert Nabaltec diese Risiken durch ständige, intensive Anstrengungen in der Forschung & Entwicklung, die ausgeprägte Kundennähe und die integrierte Struktur von Vertrieb und F&E. In technologischen Weiterentwicklungen liegen vielmehr zahlreiche Chancen für Nabaltec, mit der eigenen Qualität Wettbewerbsvorteile zu generieren, durch schnelle Produktanpassungen neue Märkte zu besetzen und gemeinsam mit den Kunden Prozess-, Verarbeitungs- und Qualitätsvorteile zu generieren und damit die Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg zu schaffen.
Gesetzliche Rahmenbedingungen
Gesetzliche Vorgaben schaffen zusätzliche Marktchancen
Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen könnten Risiken für Nabaltec entstehen lassen. Derzeit - und auf mittel- und langfristige Sicht ist keine Trendumkehr zu erkennen -sorgen regulatorische Änderungen vielmehr für zusätzliche Marktchancen. Denn im weltweiten Maßstab werden umweltschonende Produkte, wie die von Nabaltec, nachhaltig forciert, um umweltbelastende Materialien aus dem Stoffkreislauf zu entfernen.
4.3 GESAMTBEURTEILUNG
Derzeit keine wesentlichen Risiken der künftigen Entwicklung
Wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung bestehen aufgrund der beschriebenen ständigen Beobachtungen der für Nabaltec relevanten Märkte sowie aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Produkte und der Anpassung an die Bedürfnisse bestehender und potenzieller Kunden derzeit nicht. Insgesamt werden die Risiken im Konzern gut gesteuert und sind deshalb in ihrer möglichen Wirkung begrenzt. Auch künftig ist der Bestand des Unternehmens gesichert.
5. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Erklärung zur Unternehmensführung unter www.nabaltec.de abrufbar
Die Prinzipien verantwortungsbewusster Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Führungs- und Kontrollgremien der Nabaltec AG. Da das Unternehmen im Open Market der Wertpapierbörse Frankfurt mit Zulassung zum Entry Standard gelistet ist, berichtet der Vorstand auf freiwilliger Basis in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 1 HGB - zugleich auch für den Aufsichtsrat - über die Unternehmensleitung, -führung und Corporate Governance. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de in der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance veröffentlicht.
6. NACHTRAGSBERICHT
Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Nabaltec-Konzerns von besonderer Bedeutung wären und über die hier zu berichten wäre, sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 nicht eingetreten.
7. AUSBLICK
7.1 GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG
Intakte Absatzmärkte und stabile Nachfrage in 2012
Nabaltec sieht für die eigenen Produkte auch 2012 durchweg intakte Absatzmärkte und eine stabile Nachfrage, sollte sich das Umfeld nicht grundlegend ändern. Das Unternehmen nimmt in seinen Märkten eine internationale Spitzenstellung ein. Basierend auf dem weiteren Ausbau der Marktposition 2011 und der langjährig aufgebauten Reputation sieht Nabaltec gute Zukunftsperspektiven für ihre Schlüsselprodukte.
7.2 KONJUNKTUR & BRANCHE
Wirtschaftswachstum von 3,3% erwartet
Die Deutsche Bank erwartet für 2012 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,3 %. Das überproportionale Wachstum in Asien (ohne Japan) sollte sich nur gering auf 6,9 % abschwächen, für die USA wird ein Plus von 2,5 % erwartet.
Für den Euroraum, aber auch für die weltweite Konjunktur, ist die Bewältigung der Staatsschuldenkrise entscheidend für die tatsächliche Entwicklung. Bisher erwartet die Deutsche Bank einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von 0,5 % in der Eurozone. Maßgeblich dazu beitragen sollen vor allem Italien (- 1,3%) und Frankreich (- 0,3%).
Für Deutschland prognostiziert DB Research eine Stagnation. Das Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW) erwartet dagegen ein leichtes BIP-Plus von 0,5 % für Deutschland. Grundannahme hierbei ist aber, dass sich die Lage an den Finanzmärkten beruhigt und sich eine Lösung der Schuldenkrise in Europa abzeichnen wird.
PROGNOSE BIP-WACHSTUM (in %)
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| 2012 | 2013 | |
|---|---|---|
| Welt gesamt | 3,3 | 4,0 |
| USA | 2,5 | 3,0 |
| Euroraum | - 0,5 | 1,0 |
| Deutschland | 0,0 | 1,0 |
| Frankreich | - 0,3 | 1,2 |
| Italien | - 1,3 | 0,3 |
| Großbritannien | 0,0 | 1,5 |
| Japan | 0,7 | 1,1 |
| China | 8,3 | 8,6 |
| Indien | 7,3 | 8,0 |
Quelle: Deutsche Bank - DB Research, "Aktueller Ausblick für die Weltwirtschaft", 19. Januar 2012
Aufwärtstrend in der chemischen Industrie erwartet
Der VCI (Verband der Chemischen Industrie e.V.) erwartet für 2012 weiterhin einen Aufwärtstrend in der chemischen Industrie, wenn auch etwas verhaltener als noch im vergangenen Jahr. Für 2012 prognostiziert der Verband einen Anstieg der deutschen Chemieproduktion um 1,0%. Die Absatzpreise werden in gleicher Größenordnung steigen. Für den Umsatz wird ein Plus von 2,0 % erwartet.
Auch wenn sich die ungelöste Schuldenkrise in der EU und den USA dämpfend auf das Chemiegeschäft 2012 auswirken wird, könne laut VCI von Krisenstimmung in der Branche keine Rede sein.
Markttreiber und Impulsgeber unverändert intakt
Die Marktentwicklung bei funktionalen Füllstoffen und Vorprodukten für die technische Keramik wird aus der Sicht von Nabaltec 2012 durch eine stabile Wettbewerbsstruktur mit konstanten bis leicht steigenden Preisen gekennzeichnet sein. Die grundsätzlichen Treiber und Impulsgeber sind unverändert intakt. Politische Vorgaben sorgen weltweit für zusätzliche Impulse bei umweltfreundlichen Flammschutzmitteln. Deshalb erwartet Nabaltec im Geschäftsjahr 2012 ein Wachstum über alle Regionen.
In den wichtigsten Zielmärkten sind die Aussichten nach Meinung von Nabaltec durchaus positiv. Die deutsche und europäische Bauindustrie zeigt sich recht stabil. Die Automotiveindustrie profitiert unverändert von einer starken Nachfrage. Consumer Electronics könnten 2012 auf ein besseres Umfeld treffen als noch in der Vergangenheit. Speziell gilt dies für die sogenannte "Green Electronic" von namhaften Herstellern, die verstärkt auf umweltfreundliche Bauteile achten. Die Kabelindustrie profitiert von Sonderkonjunkturen, wie z. B. dem Ausbau der Stromnetze, insbesondere durch die Anbindung der dezentral erzeugten erneuerbaren Energien, wie Windkraft- und Sonnenenergie. Die Kabelindustrie wird deshalb in der Zukunft verstärkt hochwertige halogenfreie, flammhemmende Formulierungen nachfragen - die Domäne der Nabaltec AG.
7.3 PROGNOSE DES GESCHÄFTSVERLAUFS
Nabaltec erwartet für 2012 weiteres Umsatzwachstum, bei allerdings geringeren Steigerungsraten als 2011. Der Auftragsbestand lag zum 31. Dezember 2011 bei 24,6 Mio. Euro. Der Start in das Jahr 2012 verlief positiv. Zwar konnten die Rekordumsätze des Vorjahres noch nicht wiederholt werden, aber die Dynamik zeigt nach dem verhaltenen dritten und vierten Quartal wieder nach oben. In der zweiten Jahreshälfte 2011 hatten die Kunden ihre Lagerbestände konsequent minimiert. Mit Start 2012 sind hier erste Nachholeffekte erkennbar. Darüber hinaus weisen die Indikatoren auf eine allgemeine Belebung in den Zielmärkten von Nabaltec hin, wobei für das Jahr 2012 vorrangig ein Mengenwachstum erwartet wird. Allerdings muss abgewartet werden, wie sich das konjunkturelle Umfeld im weiteren Jahresverlauf entwickelt.
Feinsthydroxide bleiben wichtiger Wachstumstreiber
Im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" wird der Produktbereich Feinsthydroxide nach 2011 auch 2012 ein wichtiger Wachstumstreiber bleiben. Mit der Inbetriebnahme einer weiteren Feinsthydroxid-Linie 2012 am Standort Schwandorf wird der Nabaltec-Konzern eine Produktionskapazität bei Feinsthydroxiden von 114.000 jato im Produktmix erreichen.
Inbetriebnahme einer weiteren Feinsthydroxid-Linie
Im Bereich des halogenfreien Flammschutzes ist die Nabaltec AG mit der patentierten CD-Technologie für zukünftige Marktentwicklungen ausgezeichnet positioniert. Die positiven Eigenschaften von feinstgefällten Aluminiumhydroxiden sind erst in den vergangenen Jahren zunehmend in den Fokus der Industrie gerückt und führen seither schrittweise zu einer Substitution anderer Stoffe und zu Umstellungen in der Produktentwicklung und Produktion in der weiterverarbeitenden Industrie.
Die Nabaltec AG wird die Produktpalette, die auf der CD-Technologie basiert, weiter ausbauen, um den Kunden auch in zusätzlichen Verarbeitungsbereichen und Zielmärkten die Verarbeitungsvorteile zu bieten. Die Märkte für Kabel und Dämmstoffe, die bislang die Hauptmärkte für die Feinsthydroxide bei den funktionalen Füllstoffen darstellen, sind von der Baukonjunktur abhängig.
Kooperation mit Sumitomo Chemical
Die Anwendungssegmente im Niederspannungsbereich, in der Telekommunikation und der IT lassen auch 2012 gute Wachstumsimpulse erwarten. Die Indizien für eine Fortsetzung des Wachstums in den Märkten des halogenfreien Flammschutzes sind erkennbar. Unterstützt wird diese Erwartung durch die Entwicklungen in der Gesetzgebung und immer strengere Flammschutzverordnungen, die den Wechsel von halogenhaltigen hin zu halogenfreien Flammschutzmitteln in der Industrie immer weiter vorantreiben.
Nabaltec hat 2011 mit Sumitomo Chemical Co., Ltd. eine Kooperation in den beiden Bereichen Aluminiumoxid und Aluminiumhydroxid beschlossen. Als ersten Schritt vereinbarten beide Unternehmen, dass mit Wirkung zum 1. Dezember 2011 Sumitomo Chemical exklusiv mit einer speziellen Feinsthydroxidqualität von Nabaltec beliefert wird. Sumitomo Chemical vertreibt diese spezielle Qualität in Ostasien. Aus dieser Kooperation erwartet Nabaltec erste Umsatz- und Deckungsbeiträge für 2012. Nabaltec wird darüber hinaus prüfen, inwieweit Kooperationen, wie mit Sumitomo in Asien oder mit Sherwin Alumina beim Joint Venture Nashtec in den USA, geeignete Maßnahmen sind, um noch näher an die wichtigen Absatzmärkte und Kunden heranzurücken.
Neue Anwendungsbereiche für Additive
Im noch jungen Produktbereich Additive für die Kunststoffindustrie wird 2012 ein wichtiges Jahr. Nach einem hinter den Erwartungen gebliebenen Start wird Nabaltec 2012 ihre Additive auch in neuen Anwendungsbereichen anbieten.
Auch im Unternehmensbereich "Technische Keramik" ist weiteres Wachstum geplant. Eine zusätzliche Marktdurchdringung ist vor allem mit neuen Qualitäten vorgesehen.
7.4 PROGNOSE DER ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
Weiter steigende Umsätze in 2012
Die weiterhin anhaltende Staatsschulden- und Finanzkrise in Europa und den USA sowie die geringeren Wachstumserwartungen für die Weltwirtschaft haben in den vergangenen Monaten zu deutlichen Verunsicherungen und Volatilitäten an den Kapitalmärkten geführt. Das beträchtliche Ausmaß dieser Unsicherheiten macht es schwierig, derzeit eine zuverlässige Prognose für das Geschäftsjahr 2012 abzugeben. Unter Berücksichtigung einer sich nicht weiter verschlechternden konjunkturellen Entwicklung erwartet Nabaltec für 2012 weiter steigende Umsätze, bei einer insgesamt geringeren Steigerungsrate als 2011. Bei einem stabilen konjunkturellen Umfeld sollte ein Wachstum von mehr als 5 % möglich sein. Für das operative Ergebnis (EBIT) prognostiziert das Unternehmen für 2012 eine ähnliche Marge wie im abgelaufenen Geschäftsjahr. Für das Geschäftsjahr 2013 erwartet Nabaltec eine weitere Steigerung des Umsatzes und operativen Ergebnisses (EBIT) gegenüber 2012.
Nabaltec wird 2012 den Abbau der Bankverbindlichkeiten weiter fortsetzen. Die geplante Tilgung für 2012 liegt bei 8,1 Mio. Euro.
Für 2012 sind Investitionen im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich geplant. Vorrangig wird in den Kapazitätsausbau sowie in neue Verfahren, um zusätzliche Qualitäten herstellen zu können, investiert. Die Abschreibungen im Nabaltec-Konzern werden 2012 planmäßig steigen und damit das getätigte Investitionsvolumen widerspiegeln.
Hinweis auf Unsicherheiten im Ausblick:
Tatsächliche Entwicklung kann von Prognose abweichen
Die beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen ein nicht unerheblicher Teil außerhalb des Einflussbereichs des Nabaltec-Konzerns liegt, beeinflusst die künftigen Umsätze und Geschäftsergebnisse. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Geschäftsergebnisse von den hier getroffenen zukunftsgerichteten Aussagen und Prognosen abweichen.
Schwandorf, 2. März 2012
Nabaltec AG
Der Vorstand
JOHANNES HECKMANN
GERHARD WITZANY
KONZERNJAHRESABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011
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| (in TEUR) | siehe Anhang | 01.01. - 31.12.2011 | 01.01. - 31.12.2010 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 5.1 | 129.022 | 112.701 |
| Veränderung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen | 3.131 | - 364 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 5.2 | 609 | 308 |
| Gesamtleistung | 132.762 | 112.645 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5.3 | 1.442 | 2.165 |
| Materialaufwand | 5.4 | - 69.769 | - 60.815 |
| Rohergebnis | 64.435 | 53.995 | |
| Personalaufwand | 5.5 | - 20.967 | - 19.017 |
| Abschreibungen | 5.7 | - 8.049 | - 7.776 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 5.8 | - 22.895 | - 20.654 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 12.524 | 6.548 | |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 5.10 | 556 | 215 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 5.11 | - 6.909 | - 5.326 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) | 6.171 | 1.437 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 5.12 | - 1.646 | 654 |
| Konzernergebnis nach Steuern | 4.525 | 2.091 | |
| Davon entfallen auf | |||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 3.630 | 1.779 | |
| Nicht kontrollierende Gesellschafter | 895 | 312 | |
| Konzernergebnis nach Steuern | 4.525 | 2.091 | |
| Ergebnis je Aktie (in EUR)* | 7.5 | 0,45 | 0,22 |
* siehe hierzu auch 6.8
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| (in TEUR) | siehe Anhang | 01.01. - 31.12.2011 | 01.01. - 31.12.2010 |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis nach Steuern | 4.525 | 2.091 | |
| Fremdwährungsumrechnung (nach Steuern) | 204 | 72 | |
| Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting (nach Steuern) | 68 | - 69 | |
| Sonstiges Ergebnis | 272 | 3 | |
| Davon entfallen auf | |||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 282 | 322 | |
| Nicht kontrollierende Gesellschafter | - 10 | - 319 | |
| Gesamtergebnis | 4.797 | 2.094 | |
| Davon entfallen auf | |||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 3.912 | 2.101 | |
| Nicht kontrollierende Gesellschafter | 885 | - 7 |
KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2011
AKTIVA
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| (in TEUR) | siehe Anhang | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 117.541 | 110.559 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (inkl. geleisteter Anzahlungen) | 6.1 | 232 | 216 |
| Sachanlagen | 116.399 | 109.033 | |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 6.2 | 29.427 | 30.132 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 6.2 | 72.812 | 73.107 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.2 | 2.465 | 2.315 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 6.2 | 11.695 | 3.479 |
| Aktive latente Steuern | 5.12 | 910 | 1.310 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 47.864 | 55.439 | |
| Vorräte | 26.320 | 21.415 | |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.3 | 14.283 | 12.546 |
| Unfertige Erzeugnisse | 6.3 | 413 | 393 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 6.3 | 11.624 | 8.476 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen | 5.197 | 15.067 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.4 | 2.249 | 1.612 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 6.5 | 127 | 169 |
| Sonstige Vermögenswerte | 6.6 | 2.821 | 13.286 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.7 | 16.347 | 18.957 |
| SUMME AKTIVA | 165.405 | 165.998 | |
| PASSIVA | |||
| (in TEUR) | siehe Anhang | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Eigenkapital | 46.934 | 42.137 | |
| Gezeichnetes Kapital | 6.8 | 8.000 | 8.000 |
| Kapitalrücklage | 6.8 | 29.764 | 29.764 |
| Gewinnrücklage | 6.8 | 9.711 | 9.711 |
| Ergebnisvortrag | - 793 | - 2.572 | |
| Konzernergebnis nach Steuern | 3.630 | 1.779 | |
| Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | 6.8 | - 294 | - 576 |
| Nicht kontrollierende Gesellschafter | 6.8 | - 3.084 | - 3.969 |
| Langfristige Schulden | 86.713 | 89.377 | |
| Pensionsrückstellungen | 6.9 | 13.688 | 13.053 |
| Sonstige Rückstellungen | 6.9 | 372 | 354 |
| Verbindlichkeiten aus Anleihen | 6.10 | 28.928 | 28.694 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6.10 | 34.979 | 39.609 |
| Genussrechtskapital | 6.10 | 4.976 | 4.951 |
| Passive latente Steuern | 5.12 | 3.770 | 2.716 |
| Kurzfristige Schulden | 31.758 | 34.484 | |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 6.10 | 190 | 16 |
| Sonstige Rückstellungen | 6.9 | 349 | 424 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6.10 | 8.146 | 8.332 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.10 | 10.037 | 11.244 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 6.10 | 0 | 319 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6.10 | 13.036 | 14.149 |
| SUMME PASSIVA | 165.405 | 165.998 |
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2011 BIS 31. DEZEMBER 2011
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| (in TEUR) | siehe Anhang | 01.01. - 31.12.2011 | 01.01. - 31.12.2010 |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit | |||
| Ergebnis vor Steuern | 6.171 | 1.437 | |
| + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 5.7 | 8.049 | 7.776 |
| -/+ Gewinn/Verlust aus Anlagenabgang | - 1 | - 1 | |
| - Zinserträge | 5.10 | - 556 | - 215 |
| + Zinsaufwendungen | 5.11 | 6.909 | 5.326 |
| Operatives Ergebnis vor Working-Capital-Veränderungen | 20.572 | 14.323 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 4 | 1.333 | |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | - 171 | - 1.747 | |
| +/- Bestandsminderung/Bestandserhöhung der Vorräte | - 4.905 | - 2.202 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | - 1.928 | 4.096 | |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern | 13.572 | 15.803 | |
| -/+ Gezahlte Ertragsteuern | 23 | - 401 | |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 13.595 | 15.402 |
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| (in TEUR) | siehe Anhang | 01.01. - 31.12.2011 | 01.01. - 31.12.2010 |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | |||
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 49 | 27 | |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | 6.2 | - 15.415 | - 7.478 |
| - Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagevermögen | 6.1 | - 88 | - 42 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 15.454 | - 7.493 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | |||
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Anleihen | 0 | 30.000 | |
| - Auszahlungen für Transaktionskosten aus der Aufnahme von Anleihen | 0 | - 1.341 | |
| - Auszahlungen durch Anlagen in Festgelder> 3 Monate | 0 | - 10.000 | |
| + Einzahlungen durch Anlagen in Festgelder> 3 Monate | 10.000 | ||
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 6.10 | 14.000 | 0 |
| - Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten | 6.10 | - 19.586 | - 3.128 |
| - Zahlung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 6.10 | - 319 | - 958 |
| - Gezahlte Zinsen | - 5.412 | - 4.152 | |
| + Erhaltene Zinsen | 431 | 99 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | - 886 | 10.520 | |
| Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - 2.745 | 18.429 | |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 135 | 31 | |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 6.7 | 18.957 | 497 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 6.7 | 16.347 | 18.957 |
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2011 BIS 31. DEZEMBER 2011
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| (in TEUR) | Auf die Anteilseigner der Nabaltec AG entfallendes Eigenkapital | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklage | Ergebnisvortrag | Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2010 | 8.000 | 29.764 | 9.707 | - 2.527 | - 898 |
| Konsolidierungsanpassung Nashtec LLC* | - | - | 4 | - 45 | - |
| Fremdwährungsumrechnung | - | - | - | - | 361 |
| Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting | - | - | - | - | - 39 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | - | 322 |
| Konzernergebnis nach Steuern | - | - | - | 1.779 | - |
| Gesamtergebnis | - | - | - | 1.779 | 322 |
| Stand 31.12.2010 | 8.000 | 29.764 | 9.711 | - 793 | - 576 |
| Stand 01.01.2011 | 8.000 | 29.764 | 9.711 | - 793 | - 576 |
| Fremdwährungsumrechnung | - | - | - | - | 262 |
| Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting | - | - | - | - | 20 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | - | 282 |
| Konzernergebnis nach Steuern | - | - | - | 3.630 | - |
| Gesamtergebnis | - | - | - | 3.630 | 282 |
| Stand 31.12.2011 | 8.000 | 29.764 | 9.711 | 2.837 | - 294 |
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| (in TEUR) | |||
|---|---|---|---|
| Summe | Nicht kontrollierende Gesellschafter | Konzerneigenkapital | |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2010 | 44.046 | - 4.003 | 40.043 |
| Konsolidierungsanpassung Nashtec LLC* | - 41 | 41 | 0 |
| Fremdwährungsumrechnung | 361 | - 289 | 72 |
| Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting | - 39 | - 30 | - 69 |
| Sonstiges Ergebnis | 322 | - 319 | 3 |
| Konzernergebnis nach Steuern | 1.779 | 312 | 2.091 |
| Gesamtergebnis | 2.101 | - 7 | 2.094 |
| Stand 31.12.2010 | 46.106 | - 3.969 | 42.137 |
| Stand 01.01.2011 | 46.106 | - 3.969 | 42.137 |
| Fremdwährungsumrechnung | 262 | - 58 | 204 |
| Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting | 20 | 48 | 68 |
| Sonstiges Ergebnis | 282 | - 10 | 272 |
| Konzernergebnis nach Steuern | 3.630 | 895 | 4.525 |
| Gesamtergebnis | 3.912 | 885 | 4.797 |
| Stand 31.12.2011 | 50.018 | - 3.084 | 46.934 |
* siehe Erläuterungen zum Konsolidierungskreis im Konzernanhang
ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMOGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2011 BIS 31. DEZEMBER 2011
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| (in TEUR) | Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2011 | Zugang | Abgang | Umbuchung | Währungsdifferenzen | Stand 31.12.2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.114 | 88 | 33 | 0 | - | 2.169 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.043 | 87 | 33 | 71 | - | 2.168 |
| Geleistete Anzahlungen | 71 | 1 | - | - 71 | - | 1 |
| Sachanlagen | 148.760 | 14.808 | 1.256 | 0 | 864 | 163.176 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 34.375 | 228 | - | 1 | 248 | 34.852 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 104.085 | 3.088 | 368 | 2.514 | 590 | 109.909 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.821 | 763 | 888 | 2 | 22 | 6.720 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.479 | 10.729 | - | - 2.517 | 4 | 11.695 |
| Summe Anlagevermögen | 150.874 | 14.896 | 1.289 | 0 | 864 | 165.345 |
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| (in TEUR) | Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2011 | Zugang | Abgang | Währungsdifferenzen | Stand 31.12.2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.898 | 73 | 34 | - | 1.937 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.898 | 73 | 34 | - | 1.937 |
| Geleistete Anzahlungen | - | - | - | - | - |
| Sachanlagen | 39.727 | 7.976 | 1.208 | 282 | 46.777 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 4.243 | 1.121 | - | 61 | 5.425 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 30.978 | 6.294 | 368 | 193 | 37.097 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.506 | 561 | 840 | 28 | 4.255 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | - |
| Summe Anlagevermögen | 41.625 | 8.049 | 1.242 | 282 | 48.714 |
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| (in TEUR) | Buchwert | |
|---|---|---|
| Stand 31.12.2011 | Stand 31.12.2010 | |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 232 | 216 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 231 | 145 |
| Geleistete Anzahlungen | 1 | 71 |
| Sachanlagen | 116.399 | 109.033 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 29.427 | 30.132 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 72.812 | 73.107 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.465 | 2.315 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 11.695 | 3.479 |
| Summe Anlagevermögen | 116.631 | 109.249 |
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2010 BIS 31. DEZEMBER 2010
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| (in TEUR) | Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2010 | Zugang | Abgang | Umbuchung | Währungsdifferenzen | Stand 31.12.2010 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.072 | 42 | - | - | - | 2.114 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.007 | 36 | - | - | - | 2.043 |
| Geleistete Anzahlungen | 65 | 6 | - | - | - | 71 |
| Sachanlagen | 140.276 | 6.797 | 106 | 0 | 1.793 | 148.760 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 33.697 | 138 | - | 23 | 517 | 34.375 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 99.637 | 2.795 | - | 423 | 1.230 | 104.085 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.244 | 633 | 106 | 4 | 46 | 6.821 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 698 | 3.231 | - | - 450 | - | 3.479 |
| Summe Anlagevermögen | 142.348 | 6.839 | 106 | 0 | 1.793 | 150.874 |
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| (in TEUR) | Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2010 | Zugang | Abgang | Währungsdifferenzen | Stand 31.12.2010 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.839 | 59 | - | - | 1.898 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.839 | 59 | - | - | 1.898 |
| Geleistete Anzahlungen | - | - | - | - | - |
| Sachanlagen | 31.807 | 7.717 | 80 | 283 | 39.727 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 3.021 | 1.128 | - 34 | 60 | 4.243 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 24.781 | 6.045 | 45 | 197 | 30.978 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.005 | 544 | 69 | 26 | 4.506 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | - |
| Summe Anlagevermögen | 33.646 | 7.776 | 80 | 283 | 41.625 |
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| (in TEUR) | Buchwert | |
|---|---|---|
| Stand 31.12.2010 | Stand 31.12.2009 | |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 216 | 233 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 145 | 168 |
| Geleistete Anzahlungen | 71 | 65 |
| Sachanlagen | 109.033 | 108.469 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 30.132 | 30.676 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 73.107 | 74.856 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.315 | 2.239 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.479 | 698 |
| Summe Anlagevermögen | 109.249 | 108.702 |
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR 2011 BIS 31. DEZEMBER 2011
1. ALLGEMEINES
Die Nabaltec AG mit Sitz in Schwandorf, Deutschland1 , wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 14. Dezember 1994 unter der Firma Nabaltec GmbH mit Sitz in Schwandorf (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Amberg unter HRB 3920) gegründet. Sie übernahm im Jahr 1995 den Geschäftsbetrieb der Sparte Spezialoxide von der VAW aluminium AG. Im Jahr 2006 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft.
Gegenstand des Unternehmens ist gemäß § 2 der Satzung der Nabaltec AG die Herstellung von Produkten auf Basis mineralischer Rohstoffe, insbesondere unter Verwendung von Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid, und der Vertrieb dieser Produkte.
Die Aktien der Nabaltec AG sind seit dem 24. November 2006 an der Frankfurter Wertpapierbörse im Open Market (Entry Standard) notiert.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 2. März 2012 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.
1 Nabaltec AG, Alustraße 50-52, 92421 Schwandorf, Deutschland
2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind stetig in allen hier dargestellten Berichtsperioden angewendet worden.
2.1 GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 (einschließlich Vorjahresangaben zum 31. Dezember 2010) wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die IFRS umfassen die vom International Accounting Standards Board verlautbarten IFRS, die International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und des Standing Interpretations Committee (SIC).
Es handelt sich um den Konzernabschluss der Nabaltec AG. Alle für das Geschäftsjahr 2011 gültigen EU-konformen Standards wurden angewendet.
Der Konzernabschluss führt zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Nabaltec AG.
Das Geschäftsjahr der Nabaltec AG geht vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines jeden Jahres.
Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) dargestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (TEUR) auf- oder abgerundet. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben Differenzen auftreten können.
Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden.
Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
2.2 ANGEWANDTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS
Für das Geschäftsjahr 2011 wurden alle Rechnungslegungsstandards angewandt, die für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2011 beginnen, verpflichtend anzuwenden sind. Dies umfasst insbesondere auch die folgenden Standards und Interpretationen, die erstmalig anzuwenden waren:
| ― | IAS 1 "Darstellung des Abschlusses (im Rahmen der jährlichen Verbesserungen)": Die Änderungen des IAS 1 stellen klar, dass ein Unternehmen zwischen der Angabe einer Aufgliederung des sonstigen Gesamtergebnisses nach Posten in der Eigenkapitalveränderungsrechnung oder dem Anhang wählen kann. Die Änderung war erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Der Konzern zeigt die Angaben der Aufgliederung in der Eigenkapitalveränderungsrechnung. |
| ― | IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (überarbeitet 2009)": Die Änderungen beinhalten eine Klarstellung der Definition von nahestehenden Unternehmen und Personen. Die neue Definition verstärkt den symmetrischen Ansatz bei der Bestimmung von Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen und stellt die Umstände klar, unter denen Personen und Personen in Schlüsselpositionen die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen eines Unternehmens beeinflussen. Des Weiteren führt die Änderung zu einer partiellen Befreiung von den Angabepflichten des IAS 24 für Geschäfte mit öffentlichen Stellen und Unternehmen, die durch dieselbe öffentliche Stelle wie das berichtende Unternehmen beherrscht, gemeinschaftlich geführt oder wesentlich beeinflusst werden. Die Änderungen waren erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Sie hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
| ― | IAS 32 "Finanzinstrumente - Darstellung (geändert)": Die Änderung betrifft die Definition einer finanziellen Verbindlichkeit nach IAS 32, damit Unternehmen bestimmte Bezugsrechte und Optionen oder Optionsscheine als Eigenkapitalinstrumente klassifizieren können. Die Änderung ist anwendbar, wenn die Rechte zum Erwerb einer festen Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens zu einem festen Betrag in beliebiger Währung berechtigen und das Unternehmen sie anteilig allen gegenwärtigen Eigentümern derselben Klasse seiner nichtderivativen Eigenkapitalinstrumente anbietet. Die Änderung war erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Da der Konzern über keine derartigen Instrumente verfügt, hat diese Änderung keine Auswirkung auf den Konzernabschluss. |
| ― | IFRS 7 "Finanzinstrumente (im Rahmen der jährlichen Verbesserungen)": Die Änderung betrifft die Reduzierung des Umfangs der Angaben zu gehaltenen Sicherheiten und erfordert zusätzliche qualitative Informationen, welche die quantitativen Informationen ersetzen sollen. Die Änderung war erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Sie hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
| ― | IFRIC 14 "Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen (geändert)": Die Änderung beseitigt eine unbeabsichtigte Folge für den Fall, dass ein Unternehmen Mindestdotierungsverpflichtungen unterliegt und Vorauszahlungen vornimmt, um diesen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Änderung gestattet die Klassifizierung einer Vorauszahlung künftigen Dienstzeitaufwands durch das Unternehmen als Planvermögen. Die Änderung war erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Sie hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
| ― | IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten": IFRIC 19 regelt die Bilanzierung bei Erfüllung finanzieller Verbindlichkeiten durch die Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten. Insbesondere würde das Eigenkapitalinstrument gemäß IFRIC 19 zum beizulegenden Zeitwert bewertet und jegliche Differenz zwischen dem Buchwert der getilgten finanziellen Verbindlichkeit und der Gegenleistung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Änderung war erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Sie hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
Die folgenden, bereits veröffentlichten, aber nicht verpflichtenden Standards und Interpretationen wurden nicht vorzeitig angewandt:
| ― | IAS 1 (Änderungen 2011) "Darstellung der Posten des Sonstigen Ergebnisses": Die Änderung fordert, dass die im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Posten künftig getrennt gezeigt werden müssen nach Posten, die in Folgeperioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden (sogenanntes Recycling), und solchen, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen. Die Darstellung von Posten des sonstigen Ergebnisses wird bei Anwendung der Änderungen in künftigen Perioden entsprechend angepasst. |
| ― | IAS 12 (Änderungen 2010) "Ertragsteuern - Latente Steuern - Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte": Diese Änderung gilt für zum Zeitwert bewertete als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Properties). Für diese sind latente Steuern künftig grundsätzlich auf Basis der steuerlichen Konsequenzen eines Verkaufs zu bilanzieren, es sein denn, es kann ein eindeutiger Nachweis erbracht werden, dass der Buchwert der Vermögenswerte vollständig durch die Nutzung realisiert werden wird. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. |
| ― | IAS 19 (überarbeitet 2011) "Leistungen an Arbeitnehmer": Die Änderungen im überarbeiteten IAS 19 beziehen sich auf die Erfassung und die Bewertung des Aufwands für leistungsorientierte Pensionspläne (Defined Benefits Plans) und von Leistungen aus Anlass der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses (Termination Benefits). Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die erstmalige Anwendung wird Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. |
| ― | IAS 27 (überarbeitet 2011) "Einzelabschlüsse": Die zuvor in IAS 27 (2008) enthaltenen Konsolidierungsvorschriften wurden überarbeitet und sind nun in IFRS 10 Konzernabschlüsse enthalten. IAS 27 hat zum Ziel, Standards zu setzen, die bei der Bilanzierung von Beteiligungen an Tochter-, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden sind, wenn sich ein Unternehmen dazu entschließt, Einzelabschlüsse zu erstellen. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. |
| ― | IFRS 1 (Änderungen 2010) "Schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fixer Daten für erstmalige Anwender": Die Änderung beschäftigt sich mit der Frage, wie ein Unternehmen nach IFRS zu bilanzieren hat, nachdem es eine Periode gab, in der es nicht nach IFRS bilanzieren konnte, weil die funktionale Währung einer schwerwiegenden Hochinflation ausgesetzt war. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. |
| ― | IFRS 7 (Änderungen 2010) "Finanzinstrumente - Angaben Transfer von finanziellen Vermögenswerten": Die Änderung behandelt die Angabepflichten im Zusammenhang mit dem Transfer von finanziellen Vermögenswerten, um das Verständnis des Lesers für eine solche Transaktion und für die Effekte aus möglichen verbleibenden Risiken zu verbessern. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Die erstmalige Anwendung wird nach derzeitigem Stand keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. |
| ― | IFRS 9 "Finanzinstrumente": Der veröffentlichte Standard stellt die erste Phase des dreiteiligen Projekts zur Ablösung des IAS 39 "Finanzinstrumente" dar. In der ersten Phase wurden die Vorschriften zur Kategorisierung und zur Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten geregelt. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Die erstmalige Anwendung wird Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. |
| ― | IFRS 10 "Konzernabschlüsse": Der Standard schafft eine einheitliche Definition für den Begriff der Beherrschung und damit eine einheitliche Grundlage für das Vorliegen einer Mutter-Tochter-Beziehung und die hiermit verbundene Abgrenzung des Konsolidierungskreises. Der IFRS 10 ersetzt die bisher relevanten Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung, die in IAS 27 und SIC 12 enthalten sind. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die erstmalige Anwendung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. |
| ― | IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen": Der Standard regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit ausübt. IFRS 11 ersetzt IAS 31 und SIC 13, die bisher für Fragen der Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen einschlägigen Vorschriften. Die bedeutsamste Änderung des IFRS 11 gegenüber IAS 31 ist die Abschaffung der Quotenkonsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen, welche künftig stets nach der Equity-Methode zu bilanzieren sind. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die erstmalige Anwendung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. |
| ― | IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen": Der Standard legt die erforderlichen Angaben für Unternehmen fest, die in Übereinstimmung mit den beiden neuen Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" bilanzieren. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die erstmalige Anwendung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. |
| ― | IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts": Der Standard befasst sich mit der Zeitwertermittlung sowie mit zugehörigen Anhangangaben und verfolgt das Ziel einer weiteren Annäherung der IFRS und der US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätze (US GAAP). Dabei bietet er Hilfestellungen für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value), soweit dieser als Wertmaßstab nach anderen IFRS vorgeschrieben ist. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die erstmalige Anwendung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. |
Die folgenden Standards wurden aufgrund fehlender Relevanz für die Nabaltec AG nicht angewandt:
| ― | IFRS 4"Versicherungsverträge" |
| ― | IFRS 6"Exploration und Evaluierung von mineralischen Ressourcen" |
| ― | IAS 26"Bilanzierung und Berichterstattung von Altersversorgungsplänen" |
| ― | IAS 28"Anteile an assoziierten Unternehmen" |
| ― | IAS 29"Rechnungslegung in Hochinflationsländern" |
| ― | IAS 31"Anteile an Joint Ventures" |
| ― | IAS 40"Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" |
| ― | IAS 41"Landwirtschaft" |
2.3 KONSOLIDIERUNGSKREIS
Der Konzernabschluss umfasst die Einzelabschlüsse der Nabaltec AG als Muttergesellschaft sowie ihrer Tochtergesellschaft.
Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik besitzt, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden gegebenenfalls Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.
Die Zusammensetzung des Konzerns ergibt sich aus der folgenden Tabelle:
ANZAHL DER UNTERNEHMEN
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| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Nabaltec AG und vollkonsolidiertes Tochterunternehmen | ||
| Inland | 1 | 1 |
| Ausland | 1 | 1 |
Das folgende Tochterunternehmen wurde in den Konzernabschluss der Nabaltec AG einbezogen:
TOCHTERUNTERNEHMEN
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| Hohe der Anteile | ||
|---|---|---|
| in TEUR | % | |
| --- | --- | --- |
| Nashtec LLC, Corpus Christi (USA) (ehemals Nashtec L.P., Corpus Christi (USA)) | 163 | 51,00 |
Die Nashtec L.P. wurde im Jahr 2005 gemeinsam mit Sherwin Alumina gegründet.
Die Nabaltec AG war bis zum 1. Januar 2010 zu 51 % an der Nashtec Management Corp. und zu 51 % (direkt zu 50,49 % und indirekt über die Nashtec Management Corp., die als General Partner 1 % der Anteile hielt) an der Nashtec L.P. (USA) als Teil eines Joint Ventures beteiligt. Die Nashtec Management Corporation wurde wegen untergeordneter Bedeutung bisher nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
Zum 1. Januar 2010 wurde die Gesellschaftsstruktur geändert. Die Nashtec Management Corp. wurde aufgelöst und die Nashtec L.P. in eine LLC umgewandelt, so dass von der Nabaltec AG ab dem 1. Januar 2010 direkt 51 % und von der Sherwin Alumina LLC direkt 49 % an der Nashtec LLC gehalten werden. Die Anteile der Sherwin Alumina LLC sind daraufhin im Rahmen der Umstrukturierung auf deren Muttergesellschaft, die Allied Alumina LLC, übertragen worden.
Sämtliche Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, die nach nationalem Recht aufgestellt sind, wurden auf IFRS übergeleitet und an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns angepasst.
Die Abschlussstichtage aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften entsprechen jeweils dem 31. Dezember.
ANTEILSBESITZ GEMÄSS § 313 ABS. 2 HGB
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| Hohe der Anteile am Kapital | Eigenkapital des letzten Geschäftsjahres* | Ergebnis des letzten Geschäftsjahres* | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in % | in USD | in USD | in EUR | in USD | in EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Direkte Beteiligungen | ||||||
| Nashtec LLC, Texas (USA) | 51,00 | 210.266 | -8.143.353 | -6.294.622,40 | 2.541.371 | 1.825.697,56 |
* Das Eigenkapital des letzten Geschäftsjahres in Fremdwährung wurde mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres in Fremdwährung wurde mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet.
2.4 KONSOLIDIERUNGSMETHODEN
Die Kapitalkonsolidierung des Tochterunternehmens erfolgt nach IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" in Verbindung mit IFRS 3 R "Unternehmenszusammenschlüsse" durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs (Neubewertungsmethode). Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt (Date of Exchange) zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der nicht kontrollierenden Anteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag nach nochmaliger Überprüfung direkt in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst.
Die Auswirkungen aller wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Dabei werden Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzernunternehmen verrechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen von Vermögenswerten, die noch nicht an Dritte weiterveräußert sind, werden eliminiert. Auf temporäre Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.
Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden vom Zeitpunkt des Beginns bzw. bis zur Beendigung der Beherrschungsmöglichkeit in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung einbezogen.
Auf nicht kontrollierende Gesellschafter entfallende Anteile am konsolidierten Eigenkapital und am konsolidierten Jahresergebnis werden getrennt von den auf die Muttergesellschaft entfallenden Anteilen ausgewiesen. Sofern die Kapitalkonten der nicht kontrollierenden Gesellschafter einen negativen Wert aufweisen, werden sie nach dem 2008 geänderten IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" als negative Position im Eigenkapital und Konzernergebnis ausgewiesen. Eine Zurechnung zum Eigenkapital bzw. Konzernergebnis, das auf das Mutterunternehmen entfällt, wie von dem bisherigen IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" gefordert, erfolgt nicht.
2.5 WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen und der Darstellungswährung des Konzerns, aufgestellt.
In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden monetäre Posten in fremder Währung (Liquide Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) zum Stichtagskurs bewertet. Die Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nichtmonetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Kursen angesetzt.
Die Umrechnung des in ausländischer Währung aufgestellten Abschlusses der einbezogenen Gesellschaft erfolgt auf der Grundlage des Konzeptes der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaft ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht grundsätzlich selbstständig betreibt, ist die funktionale Währung identisch mit der Landeswährung der Gesellschaft.
Die Vermögenswerte und Schulden werden folglich zum Stichtagskurs, die Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral verrechnet und im Eigenkapital gesondert unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen.
Währungsdifferenzen, die sich gegenüber der Vorjahresumrechnung im Konzern ergeben, werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" erfasst.
Die Anfangsbestände der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sind mit dem Stichtagskurs des letzten Bilanzstichtags, die Abschreibungen und alle anderen Bewegungen des Geschäftsjahres mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Als Folge der Umrechnung des Anlagevermögens des ausländischen Tochterunternehmens ergeben sich bei der Entwicklung des Anlagevermögens Umrechnungsdifferenzen, die im Anlagespiegel in gesonderten Spalten dargestellt werden.
3. VERWENDUNG VON ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN
Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung bestimmte Annahmen, die Auswirkungen auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen haben.
Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:
| ― | Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte: Die festgelegten Nutzungsdauern für das Anlagevermögen basieren auf Schätzungen des Managements. Der Konzern überprüft zum Ende eines jeden Geschäftsjahres die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Während des laufenden Geschäftsjahres kam es jedoch nicht zu veränderten Schätzungen von Nutzungsdauern. |
| ― | Für Grundstücke und Gebäude wurde das nach IFRS 1.16 in Verbindung mit IFRS 1.18 bestehende Wahlrecht einer Fair-Value-Bewertung zum Zeitpunkt der IFRS-Eröffnungsbilanz ausgeübt. Die Neubewertung der Grundstücke und Gebäude zum 1. Januar 2007 erfolgte unter Berücksichtigung von externen Sachverständigengutachten. |
| ― | Pensionen und andere Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses: Die Bewertung der Pensionspläne wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrugen zum 31. Dezember 2011 TEUR 13.688 (Vorjahr: TEUR 13.053). Weitere Einzelheiten sind unter Punkt 6.9 "Kurz- und langfristige Rückstellungen" dargestellt. |
| ― | Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung: Sie werden gebildet, wenn zukünftige Mittelabflüsse zur Erfüllung von Sanierungs- und Entsorgungsmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Kosten hinreichend zuverlässig geschätzt werden können und die Maßnahmen keinen künftigen Nutzenzufluss erwarten lassen. Die Schätzung der künftigen Kosten ist mit vielen Unsicherheiten behaftet, insbesondere mit rechtlichen Unsicherheiten, die sich auf Gesetze und Verordnungen beziehen, sowie mit Unsicherheiten über die tatsächlichen Verhältnisse in den verschiedenen Ländern und Standorten. Die Schätzung der Kosten stützt sich insbesondere auf frühere Erfahrungen in ähnlichen Fällen, Schlussfolgerungen aus eingeholten Gutachten, laufende Kosten und neue Entwicklungen mit Einfluss auf die Kosten. Änderungen dieser Schätzungen können sich auf das künftige Ergebnis des Unternehmens auswirken. Zum 31. Dezember 2011 betrug der Buchwert der ausgewiesenen Rückstellungen TEUR 126 (Vorjahr: TEUR 120). |
| ― | Bewertung der übrigen Rückstellungen: Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe der bestmöglichen Schätzung des Betrages, der laut Management zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung am Abschlussstichtag notwendig ist. Zum 31. Dezember 2011 betrug der Buchwert der ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen TEUR 136 (Vorjahr: TEUR 143). Für weitere Ausführungen und Angaben verweisen wir auf die Erläuterungen unter Punkt 6.9 "Kurz- und langfristige Rückstellungen". |
| ― | Ansatz aktiver latenter Steuern: Bei der Beurteilung der Realisierbarkeit der latenten Steuern überprüft der Vorstand, ob es wahrscheinlich ist, dass alle aktiven latenten Steuern realisiert werden. Die endgültige Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern ist davon abhängig, ob in jenen Perioden, in denen die temporären Differenzen abzugsfähig werden, ausreichend steuerpflichtiges Einkommen erzielt wird. Ist dies nicht der Fall, können aktive latente Steuern nicht verwendet und infolgedessen nicht angesetzt werden. Die Höhe (vor Saldierung mit passiven latenten Steuern) zum 31. Dezember 2011 betrug TEUR 4.716 (Vorjahr: TEUR 5.901). |
| ― | Wertminderung von nichtfinanziellen Vermögenswerten: Werthaltigkeitsprüfungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen basieren grundsätzlich auf geschätzten künftigen abgezinsten Netto-Zahlungsströmen, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Faktoren wie geringere Umsatzerlöse und daraus resultierende niedrigere Netto-Zahlungsströme sowie Änderungen der verwendeten Abzinsungsfaktoren können zu einer Wertminderung oder, soweit zulässig, zu Zuschreibungen führen. |
| ― | Anteile an einem beherrschten Unternehmen: Der Konzern ist an einem Joint Venture in Form eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens mit einer direkten Beteiligungsquote von 51,00% (Vorjahr: 51,00%) beteiligt. Entsprechend dem Gesamtbild der Verhältnisse rechtlicher oder wirtschaftlicher Natur hat die Nabaltec AG die Möglichkeit, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Das beherrschte Unternehmen wird daher als Tochterunternehmen unter Anwendung der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. |
| ― | Verpflichtungen aus einer Sale-and-lease-back-Transaktion: Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2008 Vermögensgegenstände im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion veräußert und zurückgemietet. Dabei wurde anhand einer Analyse der Vertragsbedingungen festgestellt, dass dem Konzern kein wirtschaftliches Eigentum an den Vermögensgegenständen mehr zuzurechnen ist. Die Vereinbarung wird demnach als Operate-Lease-Verhältnis bilanziert. |
Die sich tatsächlich in zukünftigen Perioden einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
4. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
4.1 UMSATZREALISIERUNG
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden entsprechend den Kriterien des IAS 18 erfasst, wenn die Chancen und Risiken vollständig auf den Erwerber übertragen wurden sowie ein Preis vereinbart wurde bzw. bestimmbar ist, von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann.
Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen und Skonti ausgewiesen.
4.2 AUFWANDSREALISIERUNG
Die den Erträgen gegenüberstehenden Aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Betriebliche Aufwendungen werden dabei mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.
4.3 FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN
Die Nabaltec AG investiert einen Teil ihrer finanziellen Ressourcen in Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Neben internen Entwicklungstätigkeiten in Bezug auf die individuelle Weiterentwicklung von entgeltlich erworbener Software umfasst dies insbesondere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten zur Weiterentwicklung bestehender sowie zur Entwicklung neuer Produkte und Verfahren.
Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Ein immaterieller Vermögenswert, der aus der Entwicklung im Rahmen eines einzelnen Projekts entsteht, wird nur dann erfasst, wenn der Konzern die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, damit dieser zur internen Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung steht, sowie die Absicht nachweisen kann, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen. Ferner muss der Konzern die Generierung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen zur Vollendung des Vermögenswertes und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können, belegen.
Nach erstmaligem Ansatz der Entwicklungskosten wird das Anschaffungskostenmodell angewendet, nach dem der Vermögenswert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen anzusetzen ist. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten umfassen die direkt zuordenbaren Personal- und sonstigen Einzelkosten sowie einen angemessenen Teil der Gemeinkosten. Die aktivierten Beträge werden nach Inbetriebnahme über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Der aktivierte Betrag der Entwicklungskosten wird einmal jährlich auf Wertminderung überprüft, wenn der Vermögenswert noch nicht genutzt wird oder wenn unterjährig Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen.
Bei der Nabaltec AG werden grundsätzlich alle wesentlichen Entwicklungskosten aktiviert, die bei intern entwickelter Software in der Phase der Anwendungsentwicklung anfallen. Die Abschreibung dieser Kosten über die zu erwartende Nutzungsdauer beginnt mit dem erstmaligen Einsatz der Software.
Da eigene Entwicklungsprojekte häufig behördlichen Genehmigungsverfahren und anderen Unwägbarkeiten unterliegen, sind die Bedingungen für eine Aktivierung der vor der Genehmigung entstandenen Kosten in der Regel nicht erfüllt oder ihr Umfang in der kurzen Phase zwischen Forschung bzw. Genehmigung und Markteinführung ist unwesentlich.
Zum 31. Dezember 2011 wurden keine Entwicklungskosten aktiviert (Vorjahr: TEUR 0).
4.4 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.
Die Abschreibungsdauer beträgt für:
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| ■ EDV-Software | 4 bis 5 Jahre |
Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer liegen nicht vor.
Zur Aktivierung von Entwicklungskosten als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wird auf Punkt 4.3 "Forschungs- und Entwicklungskosten" verwiesen.
4.5 SACHANLAGEN
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der zurechenbaren Gemeinkosten.
Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen.
Die Abschreibungsdauer beträgt für:
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| ■ Betriebs- und Geschäftsgebäude | 20 bis 50 Jahre |
| ■ Technische Anlagen und Maschinen | 5 bis 22 Jahre |
| ■ Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 20 Jahre |
Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.
4.6 FREMDKAPITALKOSTEN
In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten (das sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen) stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereitstehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Siehe hierzu Punkt 6.2 "Sachanlagen".
Erwirtschaftete Erträge aus der zwischenzeitlichen Anlage speziell aufgenommenen Fremdkapitals, bis zu dessen Ausgabe für qualifizierte Vermögenswerte, werden von den aktivierbaren Fremdkapitalkosten abgezogen.
Alle anderen Fremdkapitalkosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.
4.7 ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden als Minderung der Anschaffungs- und Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswertes (IAS 20.24) bilanziert. Die Auflösung erfolgt über die Nutzungsdauer des Vermögenswertes in Form von reduzierten Abschreibungsbeträgen. Siehe hierzu Punkt 6.10 "Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten".
4.8 LEASINGVERTRÄGE - KONZERN ALS LEASINGNEHMER
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert die Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.
Finanzierungsleasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übergehen, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses mit dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Finanzierungsaufwendungen werden sofort aufwandswirksam erfasst. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden aktivierte Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer vollständig abgeschrieben.
Miet- und Leasingverhältnisse, bei denen dem Konzern kein wirtschaftliches Eigentum zuzurechnen ist, werden als Operate-Lease klassifiziert. Die Aufwendungen aus Operate-Lease-Verhältnissen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. In Punkt 7.1 wird unter den "Sonstigen finanziellen Verpflichtungen" über die entsprechende zukünftige Belastung berichtet.
Bei Sale-and-lease-back-Transaktionen, die einen Operate-Lease begründen, hängt die Gewinnrealisierung aus dem Verkauf vom Verhältnis des Verkaufspreises zum Fair Value ab. Sofern der Verkaufspreis dem Fair Value entspricht, wird der Gewinn unmittelbar erfasst. Bei einer Sale-and-lease-back-Transaktion, die zu einem Finanzierungsleasingverhältnis führt, wird der gesamte Gewinn in der Regel abgegrenzt und über die Dauer des Leasingvertrags amortisiert.
4.9 WERTMINDERUNG VON NICHTFINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN
Die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes von immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird auf Basis der zukünftig aus der Nutzung zu erwartender Zahlungsströme (abgezinst mit einem risikoadäquaten Zinssatz) sowie auf Basis des Nettoveräußerungspreises überprüft (Impairment-Test), wenn besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen eine Korrektur der geschätzten Nutzungsdauer oder einen Wertverfall anzeigen. Des Weiteren erfolgt für noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte jährlich eine Überprüfung auf Wertminderung. Falls der Nettobuchwert von Vermögenswerten größer ist als der erzielbare Betrag (höherer Wert aus Nutzungswert und Nettoveräußerungswert), wird eine außerplanmäßige Abschreibung durchgeführt. Bei der Festlegung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme werden das aktuelle und zukünftig erwartete Ertragsniveau sowie geschäftsfeldspezifische, technologische, wirtschaftliche und allgemeine Entwicklungen berücksichtigt. Wenn der Grund für eine früher durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung entfällt, wird - soweit dies zulässig ist - eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.
4.10 FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.
Beim erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswertes zuzurechnen sind.
Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist. Eine Zuordnung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorie "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" ist zum Bilanzstichtag im Konzern nicht erfolgt.
Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d.h. am Tag, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswertes bzw. der Verbindlichkeit eingegangen wurde, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte sowie finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft werden. Diese Einstufung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet ist in der Berichtsperiode im Konzern nicht erfolgt.
Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme solcher Derivate, bei denen es sich um eine Finanzgarantie handelt oder die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.
Zum Zeitpunkt, an dem der Konzern zum ersten Mal Vertragspartei wird, ermittelt er, ob eingebettete Derivate getrennt vom Basisvertrag zu bilanzieren sind. Eine Neubeurteilung erfolgt nur bei einer erheblichen Änderung von Vertragsbedingungen, wenn es dadurch zu einer signifikanten Änderung der Zahlungsströme, die sich sonst aus dem Vertrag ergeben hätten, kommt.
Darlehen und Forderungen
Kredite und Forderungen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Dabei handelt es sich insbesondere um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind, sowie im Rahmen von Amortisationen.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in eine andere Kategorie von finanziellen Vermögenswerten eingestuft sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte unter Zugrundelegung von Börsen- und Marktpreisen grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei die nicht realisierten Gewinne oder Verluste direkt im Eigenkapital abzüglich latenter Steuern als nicht realisierte Verluste oder Gewinne aus der Zeitwertbewertung von Finanzinstrumenten erfasst werden. Soweit kein aktiver Markt besteht und sich der beizulegende Zeitwert nicht zuverlässig ermitteln lässt, erfolgt eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei Abgang von Finanzinvestitionen wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in die KonzernGesamtergebnisrechnung umgebucht.
Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte
Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn das Unternehmen die Verfügungsmacht über die vertraglichen Rechte auf Cashflows verliert, aus denen der finanzielle Vermögenswert besteht.
Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt und im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder vollständig überträgt noch vollständig zurückbehält und dabei auch die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert zurückbehält, erfasst der Konzern den übertragenen Vermögenswert weiter im Umfang seines anhaltenden Engagements.
4.11 WERTMINDERUNG VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN
Bei finanziellen Vermögenswerten oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten wird an jedem Bilanzstichtag ermittelt, ob eine Wertminderung vorliegt. Ein Wertminderungsaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich angemessener Wertberichtigungen, ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet.
Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sollten Zweifel an der Einbringlichkeit der sonstigen Vermögenswerte bestehen, werden einzelfallbezogene Wertberichtigungen vorgenommen.
4.12 VORRÄTE
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird die Methode des gewogenen Durchschnitts verwendet.
Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis einer Normalbeschäftigung ermittelt. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert.
Im Rahmen einer Gruppenbewertung werden die fertigen Erzeugnisse zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.
Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungswerte am Bilanzstichtag vorgenommen.
4.13 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung kommt die entsprechende Definition zur Anwendung. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.
4.14 STEUERN
Tatsächliche Ertragsteuern
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende sowie für frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.
Latente Steuern
Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 "Ertragsteuern" nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den IFRS-Wertansätzen und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sowie auf temporäre Differenzen dürfen gemäß IAS 12.34 nur in dem Maße angesetzt werden, als es wahrscheinlich ist, dass zukünftige steuerliche Gewinne entstehen werden, die eine Verrechnung dieser Verlustvorträge ermöglichen.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht.
Soweit eine Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.
4.15 DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE UND SICHERUNGSBEZIEHUNGEN
Im Konzern werden derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Zins- und Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Die Bewertung der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt. Bei den derivativen Finanzinstrumenten, bei denen Hedge Accounting vorliegt, werden die Marktwertänderungen entweder im Ergebnis (Fair Value Hedge) oder als Bestandteil des Eigenkapitals (Cashflow Hedge) ausgewiesen. In den Geschäftsjahren wurde Hedge Accounting lediglich für Cashflow Hedges aus Zinsabsicherungen angewandt.
Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert werden, werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte eingestuft, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes dieser derivativen Finanzinstrumente werden in das Periodenergebnis einbezogen.
4.16 EIGENKAPITAL
Die von den Gesellschaftern geleisteten Einlagen und Zahlungen in die Kapitalrücklage werden unter Abzug der mit dem Erwerb des Eigenkapitals direkt verbundenen Transaktionskosten unter Berücksichtigung eines eventuellen Steuereffektes angesetzt.
4.17 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" werden Rückstellungen gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit über 50 % liegen muss. Die Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Langfristige sonstige Rückstellungen werden abgezinst. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.
4.18 PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN
Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.
4.19 FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" oder als "übrige Verbindlichkeiten" klassifiziert.
Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden sofort erfolgswirksam erfasst. Diese Kategorie umfasst derivative Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten (HfT). Eine Zuordnung von finanziellen Verbindlichkeiten zur Kategorie der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten (FVtPL) ist zum Bilanzstichtag im Konzern unverändert gegenüber dem Vorjahr nicht erfolgt. Gewinne oder Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden erfolgswirksam erfasst.
Genussrechtskapital
Das Genussrecht stellt eine finanzielle Verbindlichkeit im Sinne des IAS 32 dar, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum Fair Value abzüglich Transaktionskosten. Der Fair Value entspricht dem aus dem Genussrecht erhaltenen Zahlungsmittel (Nominalwert) abzüglich der gezahlten Transaktionskosten. In den Folgeperioden wird der Unterschiedsbetrag zwischen Zugangswert und Rückzahlungsbetrag (Nominalwert) mit der Effektivzinsmethode über die Laufzeit ergebniswirksam aufgelöst.
Verzinsliche Darlehen und Anleihen
Darlehen und Anleihen werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Fremdkapitalaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet. Sie werden nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert.
Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen und Anleihen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Differenzen zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden hierbei entsprechend der Effektivzinsmethode erfolgswirksam erfasst.
Die finanziellen Verbindlichkeiten, die sämtlich der Kategorie der übrigen Verbindlichkeiten zugeordnet sind, werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung abzüglich der mit der Fremdkapitalaufnahme verbundenen Transaktionskosten bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die Verpflichtung, die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegt, erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.
5. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
5.1 UMSATZERLÖSE
Zur Verteilung der Umsatzerlöse auf die Produktbereiche verweisen wir auf die Segmentberichterstattung und die zugehörigen Erläuterungen unter Punkt 7.7 "Segmentberichterstattung".
5.2 ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN
Im Geschäftsjahr 2011 wurden Eigenleistungen in Höhe von TEUR 609 (Vorjahr: TEUR 308) für verschiedene technische Anlagen und Maschinen aktiviert, davon aktivierte Bauzeitzinsen in Höhe von TEUR 302 (Vorjahr: TEUR 66).
5.3 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
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| (in TEUR) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Währungsgewinne | 504 | 658 |
| Sachbezüge | 140 | 115 |
| Nutzwasserlieferungen | 129 | 66 |
| Sonstige | 121 | 72 |
| Versicherungsentschädigungen | 121 | 877 |
| Zuwendungen der öffentlichen Hand | 109 | 44 |
| Personaldienstleistungen | 98 | 91 |
| Leistungen Analysenzentrum | 92 | 85 |
| Magazin- und Schrottverkauf | 56 | 63 |
| Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagenvermögen | 41 | 24 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 26 | 35 |
| Rangier- und Gleisarbeiten | 5 | 35 |
| Gesamt | 1.442 | 2.165 |
Die Zuwendungen der öffentlichen Hand betreffen Aufwandszuschüsse. Die an diese Zuwendungen geknüpften Bedingungen wurden vollständig erfüllt und es bestehen keine sonstigen Unsicherheiten.
5.4 MATERIALAUFWAND
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
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| (in TEUR) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | 69.006 | 60.305 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 763 | 510 |
| Gesamt | 69.769 | 60.815 |
5.5 PERSONALAUFWAND
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
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| (in TEUR) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 17.607 | 14.568 |
| Sozialabgaben | 2.933 | 2.709 |
| Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen | 315 | 1.651 |
| Übrige Aufwendungen für Altersvorsorge | 112 | 89 |
| Gesamt | 20.967 | 19.017 |
Die Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen erfüllen die Kriterien eines leistungsorientierten Pensionsplans im Sinne des IAS 19.
Bei den übrigen Aufwendungen für Altersvorsorge handelt es sich um Zuschüsse des Arbeitgebers zu Altersvorsorgeplänen der Arbeitnehmer, welche die Kriterien eines beitragsorientierten Pensionsplans im Sinne des IAS 19 erfüllen.
Zudem sind die von der Gesellschaft zu tragenden Anteile zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von TEUR 1.459 (Vorjahr: TEUR 1.268) in den Sozialabgaben enthalten, welche monatlich abgeführt werden.
5.6 MITARBEITER
Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Konzern hat sich folgendermaßen entwickelt:
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| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Mitarbeiter | 195 | 177 |
| Angestellte | 138 | 126 |
| Geringfügig Beschäftigte | 13 | 15 |
| Gesamt | 346 | 318 |
Darüber hinaus werden im Geschäftsjahr durchschnittlich 47 Auszubildende (Vorjahr: 43) beschäftigt.
5.7 ABSCHREIBUNGEN
Die vorgenommenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen können der Entwicklung des Anlagevermögens entnommen werden.
Die Gesellschaft führt bei Vorliegen entsprechender Indikatoren einen Werthaltigkeitstest von immateriellen Vermögenswerten und von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens durch. Dazu wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde auf Basis der Berechnung des Nettoveräußerungswertes als auch der Nutzungswertmethode mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode bestimmt. Diesen diskontierten Cashflows liegen Drei-JahresPrognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen aus der Vergangenheit und basieren auf der besten vom Management vorgenommenen Einschätzung über künftige Entwicklungen der Gesellschaft.
Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten ergibt sich für das Geschäftsjahr 2011 kein Abwertungsbedarf.
5.8 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| (in TEUR) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Frachten | 8.422 | 7.570 |
| Nicht dem Herstellungsprozess zuzuordnende Fremdleistungen | 5.321 | 4.318 |
| Verkaufsprovisionen | 2.662 | 2.180 |
| Mindestleasingzahlungen (Miete und Leasing) | 2.403 | 2.244 |
| Versicherungen | 795 | 585 |
| Sonstige Verwaltungskosten | 780 | 870 |
| Rechts- und Beratungskosten | 514 | 912 |
| Reisekosten | 514 | 335 |
| Personalnebenkosten | 418 | 329 |
| Währungsverluste | 355 | 382 |
| Übrige | 340 | 499 |
| Werbekosten | 220 | 266 |
| Sonstige Steuern | 81 | 13 |
| Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 40 | 23 |
| Wertberichtigung von Forderungen | 30 | 128 |
| Gesamt | 22.895 | 20.654 |
5.9 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Im Geschäftsjahr wurden sämtliche Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 2.194 (Vorjahr: TEUR 1.821) als Aufwand erfasst.
5.10 ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE
Die Zinsen und ähnlichen Erträge können folgender Übersicht entnommen werden:
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| (in TEUR) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten | 392 | 99 |
| Erträge aus Planvermögen (Rückdeckungsversicherung) | 127 | 116 |
| Zinserträge aus Zinsswapgeschäften | 37 | 0 |
| Gesamt | 556 | 215 |
5.11 ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen können folgender Übersicht entnommen werden:
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| (in TEUR) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Zinsaufwendungen bei Kreditinstituten | 2.456 | 3.189 |
| Zinsaufwendungen aus Anleihen | 1.950 | 411 |
| Zinsaufwendungen aus Rückstellungen | 698 | 668 |
| Zinsaufwendungen Factoring | 582 | 396 |
| Zinsaufwendungen aus Aufzinsungen | 504 | - 138 |
| Zinsaufwendungen Genussrecht | 405 | 405 |
| Übrige | 170 | 197 |
| Avalprovision | 66 | 134 |
| Verluste aus Zinsswapgeschäften | 49 | 0 |
| Zinsaufwendungen aus Zinsswapgeschäften | 23 | 0 |
| Aufwendungen aus Finanzierungsleasing | 6 | 64 |
| Gesamt | 6.909 | 5.326 |
5.12 STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag teilen sich wie folgt auf:
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| (in TEUR) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern: | ||
| Steueraufwand lfd. Jahr | 192 | 16 |
| Steueraufwand Vorjahre | 0 | 0 |
| Latente Ertragsteuern: | ||
| Entstehung und Umkehr temporärer Differenzen | 1.454 | - 670 |
| Gesamt | 1.646 | - 654 |
Bei den Ertragsteueraufwendungen des Geschäftsjahres 2011 handelt es sich um die laufende Gewerbeertragsteuer und Körperschaftsteuer sowie US-Quellensteuer für 2011.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Dabei werden die am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Für die Berechnung der latenten Steuern in Deutschland wird ein Steuersatz von 28,08 % (Vorjahr: 28,08 %) herangezogen. Er ergibt sich dabei aus dem gültigen unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15%, dem Solidaritätszuschlag von unverändert 5,5 % und dem konzerndurchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 12,25% (Vorjahr: 12,25 %). Für die ausländische Gesellschaft werden die jeweiligen nationalen Steuersätze zugrunde gelegt.
Die folgende Tabelle zeigt die steuerliche Überleitungsrechnung von dem im jeweiligen Geschäftsjahr erwarteten Ertragsteueraufwand zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung:
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| (in TEUR) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Steuersatz | 28,08% | 28,08% |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) | 6.171 | 1.437 |
| Erwarteter Steueraufwand | 1.733 | 404 |
| Abweichungen | ||
| 1. Erstmaliger Ansatz der latenten Steuern auf Zinsvorträge | - 158 | 0 |
| 2. Wertanpassung latente Steuern auf Zinsvorträge USA | 148 | 0 |
| 3. Erstmaliger Ansatz der latenten Steuern auf Verlustvorträge USA | 0 | - 1.310 |
| 4. Nutzung bislang nicht erfasster Verlustvorträge | 0 | - 70 |
| 5.Abweichender ausländischer Steuersatz | 55 | 38 |
| 6. Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 88 | 102 |
| 7. Steuereffekte aus Konsolidierungsmaßnahmen | - 218 | 192 |
| 8. Sonstiges | - 2 | - 10 |
| Steueraufwand laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 1.646 | - 654 |
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:
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| (in TEUR) | Konzernbilanz | KonzernGesamtergebnisrechnung | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktive latente Steuern | ||||
| Finanzanlagen | 0 | 20 | - 20 | - 184 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 0 | 81 | - 81 | - 14 |
| Sonstige Vermögenswerte | 310 | 275 | 35 | 275 |
| Pensionsrückstellungen | 1.248 | 1.113 | 135 | 129 |
| Sonstige Rückstellungen | 402 | 495 | - 93 | 82 |
| Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing | 0 | 89 | - 89 | - 269 |
| Genussrecht | 101 | 1.049 | - 948 | 151 |
| Verlustvortrag | 2.632 | 2.779 | - 147 | - 83 |
| Übrige | 23 | 0 | 23 | 0 |
| Summe aktive latente Steuern - brutto | 4.716 | 5.901 | - 1.185 | 87 |
| Nicht gebildete aktive latente Steuern | 0 | 0 | 0 | - 1.115 |
| Summe aktive latente Steuern - netto | 4.716 | 5.901 | - 1.185 | 1.202 |
| Passive latente Steuern | ||||
| Anlagevermögen | 6.871 | 6.554 | - 317 | - 300 |
| Vorräte | 275 | 306 | 31 | - 25 |
| Übrige | 430 | 447 | 17 | - 207 |
| Summe passive latente Steuern | 7.576 | 7.307 | - 269 | - 532 |
| - 2.860 | - 1.406 | - 1.454 | 670 |
Die aktive latente Steuer auf den Verlustvortrag entfällt in Höhe von TEUR 2.020 auf die Nashtec LLC. Diese gilt nach amerikanischem Steuerrecht nicht als eigenes Steuersubjekt für die Bundes- und Staatssteuern. Die auf die Nabaltec AG als Gesellschafterin anteilig entfallenden steuerlichen Verlustvorträge in den USA von TEUR 5.940 (Vorjahr: TEUR 6.384) können in den USA generell auf Bundesebene zwei Jahre zurück- und maximal 20 Jahre vorgetragen werden:
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| (in TEUR) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Verfallsdatum innerhalb von | ||
| 1 Jahr | 0 | 0 |
| 2 bis 5 Jahren | 0 | 0 |
| 6 bis 10 Jahren | 0 | 0 |
| 11 bis 20 Jahren | 5.940 | 6.384 |
Aktive und passive latente Steuern in den USA werden mit aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge verrechnet. Die steuerlichen Verlustvorträge in den USA sind aufgrund vorteilhafter steuerlicher Abschreibungsregeln deutlich höher als die tatsächlich angefallenen Verluste. Zum 31. Dezember 2011 wurden in Deutschland auf Verlustvorträge und Zinsvorträge aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 612 aktiviert.
6. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ
6.1 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Hinsichtlich der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf die Entwicklung des Anlagevermögens.
Bei den immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um EDV-Software und gewerbliche Schutzrechte.
Immaterielle Vermögenswerte waren zum 31. Dezember 2011 wie im Vorjahr nicht sicherungsübereignet.
Wesentliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten lagen nicht vor.
6.2 SACHANLAGEN
Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist in der Entwicklung des Anlagevermögens enthalten.
Die Gesellschaft hat für verschiedene technische Anlagen und einen Teil der Betriebs- und Geschäftsausstattung Mobilien-Leasingverträge abgeschlossen, die gemäß IAS 17 als Finanzierungsleasing klassifiziert werden. Die Konditionen entsprechen den in der Branche üblichen Leasingbedingungen. Die Finanzierungsleasingverträge hatten ursprünglich eine Laufzeit zwischen 3 und 6 Jahren und beinhalten keine Preisanpassungsklauseln. Teilweise liegen Kaufoptionen vor. Der Buchwert von im Rahmen dieser Finanzierungsleasingverhältnisse gehaltenen technischen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung betrug zum 31. Dezember 2011 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.396). Während des Geschäftsjahres sowie im Vorjahr waren keine Zugänge zu verzeichnen.
Vermögenswerte in Höhe von TEUR 57.209 (Vorjahr: TEUR 59.462) dienen als Sicherheiten für Bankdarlehen.
Grundschulden der Nabaltec AG in Höhe von TEUR 9.690 (Vorjahr: TEUR 9.690) dienen zum 31. Dezember 2011 als Sicherheiten für Bankdarlehen.
Für die langfristige Herstellung von verschiedenen Technischen Anlagen, Gebäuden und Betriebsvorrichtungen wurden im Geschäftsjahr 2011 Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 302 aktiviert (Vorjahr: TEUR 66). Der durchschnittliche Finanzierungskostensatz, der bei der Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten zugrunde gelegt worden ist, betrug 6,25 %.
6.3 VORRÄTE
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
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| (in TEUR) | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 14.283 | 12.546 |
| Unfertige Erzeugnisse | 413 | 393 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 11.624 | 8.476 |
| Gesamt | 26.320 | 21.415 |
Sämtliche Vorräte dienen als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Die Wertminderung von Vorräten, die als Aufwand erfasst worden ist, beläuft sich auf TEUR 338 (Vorjahr: TEUR 336).
6.4 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich folgendermaßen dar:
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| (in TEUR) | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - brutto | 2.739 | 2.072 |
| Einzelwertberichtigungen | - 490 | - 460 |
| Gesamt | 2.249 | 1.612 |
Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Hinsichtlich der Entwicklung des Wertberichtigungskontos sowie der Altersstruktur der Forderungen verweisen wir auf den Punkt 7.2 "Angaben zu Finanzinstrumenten".
6.5 FORDERUNGEN AUS ERTRAGSTEUERN
Bei den Ertragsteuerforderungen in Höhe von TEUR 127 (Vorjahr: TEUR 169) handelt es sich um Steuererstattungsansprüche gegen deutsche Finanzbehörden, die aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag resultieren.
6.6 SONSTIGE VERMÖGENSWERTE
Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt aus den sonstigen finanziellen bzw. sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerten zusammen:
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| (in TEUR) | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Festgeldanlagen> 3 Monate | 0 | 10.000 |
| Forderungen aus Factoring | 1.177 | 1.129 |
| Übrige | 682 | 995 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.859 | 12.124 |
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| (in TEUR) | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Umsatzsteuerforderungen | 841 | 1.067 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungen | 121 | 95 |
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 962 | 1.162 |
| Gesamt | 2.821 | 13.286 |
Bei den zum 31. Dezember 2011 ausgewiesenen Forderungen aus Factoring in Höhe von TEUR 1.177 (Vorjahr: TEUR 1.129) handelt es sich um den Kaufpreiseinbehalt aus dem Factoring.
Die sonstigen Vermögenswerte haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
6.7 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:
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| (in TEUR) | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Guthaben bei Kreditinstituten | 16.345 | 18.956 |
| Kassenbestand | 2 | 1 |
| Gesamt | 16.347 | 18.957 |
Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.
Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung ergeben sich beim Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember keine Unterschiede.
Es liegen keine Verfügungsbeschränkungen bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten vor.
6.8 EIGENKAPITAL
Die Veränderung des Eigenkapitals der Nabaltec AG ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Gezeichnetes Kapital
Das voll eingezahlte Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 8.000 (Vorjahr: TEUR 8.000) und besteht aus 8.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Stückaktie. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Oktober 2006 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Oktober 2011 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu TEUR 3.000 durch Ausgabe von bis zu 3.000.000 auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) zu erhöhen und dabei auch über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden (Genehmigtes Kapital 2006/I). Das Genehmigte Kapital 2006/I wurde nicht in Anspruch genommen und mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Juni 2011 aufgehoben.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Juni 2011 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 8. Juni 2016 einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu TEUR 4.000 durch die Ausgabe von bis zu 4.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen, wobei die Erhöhung der Anzahl der Aktien in demselben Verhältnis wie die Erhöhung des Grundkapitals zu erfolgen hat, und dabei mit Zustimmung des Aufsichtsrats über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden (Genehmigtes Kapital 2011/I).
Bedingtes Kapital
Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Oktober 2006 durch Ausgabe von bis zu 3.000.000 auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2006/I). Das Bedingte Kapital dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die gemäß Ermächtigung der Hauptversammlung vom 23. Oktober 2006 von der Gesellschaft ausgegeben werden. Das Bedingte Kapital 2006/I wurde nicht in Anspruch genommen und mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Juni 2011 aufgehoben.
Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Juni 2011 um bis zu EUR 4.000.000 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011/I). Das bedingte Kapital dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 9. Juni 2011 von der Gesellschaft begeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung dient nach Maßgabe der Anleihebedingungen auch der Ausgabe von Aktien an Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die mit Wandlungspflichten ausgestattet sind.
Kapitalrücklage
Zum 31. Dezember 2011 beträgt die Kapitalrücklage TEUR 29.764 (Vorjahr: TEUR 29.764). Die Kapitalrücklage resultiert im Wesentlichen aus der Ausgabe von 2.000.000 Stückaktien für EUR 15,50 je Aktie mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie, wodurch ein Aufgeld in Höhe von EUR 14,50 je Aktie bzw. insgesamt TEUR 29.000 erzielt wurden.
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 8. Juni 2016 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtbetrag von bis zu TEUR 100.000 und mit einer Laufzeit von längstens 15 Jahren (die "Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen") auszugeben und den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 4.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegenden Options- bzw. Wandelanleihebedingungen (Anleihebedingungen) zu gewähren.
Gewinnrücklagen
Zum 31. Dezember 2011 betragen die Gewinnrücklagen TEUR 9.711 (Vorjahr: TEUR 9.711). Die Gewinnrücklagen enthalten den Effekt aus der erstmaligen Anwendung der IFRS. Für die Geschäftsjahre 2011 und 2010 wurden keine Dividendenzahlungen beschlossen bzw. sind keine vorgesehen.
Bezüglich der Entwicklung des Ergebnisvortrags verweisen wir auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.
Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen
Ein sich aus der Währungsumrechnung ergebender Unterschiedsbetrag sowie Marktwertänderungen derivativer Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting vorliegt, sowie gegebenenfalls korrespondierende Steuerabgrenzungen werden erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital gesondert unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2011 betragen die sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen TEUR -294 (Vorjahr: TEUR -576).
Anteile anderer Gesellschafter
Zum 31. Dezember 2011 halten die nicht kontrollierenden Gesellschafter Anteile in Höhe von TEUR -3.084 (Vorjahr: TEUR -3.969) am Eigenkapital der Nashtec LLC.
6.9 KURZ- UND LANGFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die Entwicklung der Rückstellungen ist in den folgenden Übersichten dargestellt:
GESCHÄFTSJAHR 2011 (in TEUR)
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| Stand 1.1.2011 | Zuführung | Verbrauch | Auflösung | Stand 31.12.2011 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Rückstellungen aus dem Personalbereich | 515 | 91 | 121 | 26 | 459 |
| Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung | 120 | 6 | 0 | 0 | 126 |
| Übrige Rückstellungen | 143 | 135 | 142 | 0 | 136 |
| Gesamt | 778 | 232 | 263 | 26 | 721 |
GESCHÄFTSJAHR 2010 (in TEUR)
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| Stand 1.1.2010 | Zuführung | Verbrauch | Auflösung | Stand 31.12.2010 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Rückstellungen aus dem Personalbereich | 545 | 74 | 104 | 0 | 515 |
| Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung | 247 | 0 | 92 | 35 | 120 |
| Übrige Rückstellungen | 76 | 140 | 73 | 0 | 143 |
| Gesamt | 868 | 214 | 269 | 35 | 778 |
Pensionsrückstellungen
Der Konzern hat leistungsorientierte Pensionspläne aufgelegt. Dadurch wird für einen wesentlichen Teil der Mitarbeiter Vorsorge für die Zeit nach der Pensionierung getroffen. Es handelt sich um Endgehaltspläne gegenüber Vorständen und Mitarbeitern aufgrund der Versorgungsordnung. Für einen Teil der Pläne werden Beiträge an eine Rückdeckungsversicherung geleistet.
In den folgenden Tabellen wird sowohl die Zusammensetzung von in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen als auch die Zusammensetzung von in der Konzernbilanz für die jeweiligen Pläne angesetzten Beträgen dargestellt:
AUFWENDUNGEN FÜR VERSORGUNGSLEISTUNGEN (in TEUR)
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| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 513 | 448 |
| Zinsaufwand | 682 | 651 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | - 42 | - 37 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | - 188 | 1.202 |
| Aufwendungen für Versorgungsleistungen | 965 | 2.264 |
| Tatsächliche Erträge aus Planvermögen | 32 | 22 |
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden sofort in voller Höhe erfolgswirksam erfasst und wie der laufende Dienstzeitaufwand im Personalaufwand ausgewiesen. Der Zinsanteil aus der Zuführung der Pensionsrückstellung sowie die Erträge aus dem Planvermögen werden im Finanzergebnis dargestellt.
VERMÖGENSWERTE/SCHULDEN AUS LEISTUNGSORIENTIERTEN VERPFLICHTUNGEN (in TEUR)
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| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |
|---|---|---|
| Leistungsorientierte Verpflichtungen | 14.794 | 14.033 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | - 1.106 | - 980 |
| 13.688 | 13.053 | |
| Nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 0 | 0 |
| Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0 | 0 |
| Leistungsorientierte Verpflichtungen | 13.688 | 13.053 |
Die Änderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
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| (in TEUR) | |
|---|---|
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 1. Januar 2010 | 11.942 |
| Zinsaufwand | 651 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 448 |
| Gezahlte Leistungen | - 210 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 1.202 |
| Sonstige | 0 |
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. Dezember 2010 | 14.033 |
| Zinsaufwand | 682 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 513 |
| Gezahlte Leistungen | - 236 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | - 198 |
| Sonstige | 0 |
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. Dezember 2011 | 14.794 |
Von den leistungsorientierten Verpflichtungen zum 31. Dezember 2011 in Höhe von TEUR 14.794 (Vorjahr: TEUR 14.033) ist ein Betrag von TEUR 4.614 (Vorjahr: TEUR 4.363) rückdeckungsversichert.
Für 2012 wird mit Rentenzahlungen in Höhe von ca. TEUR 241 gerechnet.
Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens stellen sich wie folgt dar:
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| (in TEUR) | |
|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Januar 2010 | 864 |
| Erwartete Rendite | 37 |
| Arbeitgeberbeiträge | 94 |
| Gezahlte Leistungen | 0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | - 15 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 2010 | 980 |
| Erwartete Rendite | 42 |
| Arbeitgeberbeiträge | 94 |
| Gezahlte Leistungen | 0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | - 10 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 2011 | 1.106 |
Bei dem Planvermögen handelt es sich um den Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung, der gemäß IAS 19.7 (b) als Planvermögen zu behandeln ist. Der Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2012 mit Beiträgen zum Planvermögen in Höhe von TEUR 94.
Der bilanzierte Wert der Pensionsrückstellungen lässt sich zum Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wie folgt überleiten:
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| (in TEUR) | 31.12.2011 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|---|---|---|
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 14.794 | 14.033 | 11.942 | 10.395 | 10.253 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 1.106 | 980 | 864 | 752 | 647 |
| Pensionsrückstellungen | 13.688 | 13.053 | 11.078 | 9.643 | 9.606 |
Nachfolgend werden die Grundannahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses dargestellt:
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| (in %) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz | 5,00 | 4,90 |
| Gehaltstrend | 2,75 | 2,75 |
| Rententrend | 2,00 | 2,00 |
| Fluktuation | 1,00 | 1,00 |
Sterblichkeit nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei Rentnern im Alter von 65 gemäß Heubeck-Richttafeln 2005G
6.10 KURZ- UND LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
BUCHWERTE (in TEUR)
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| Buchwert | davon Laufzeit < 1 Jahr | davon Laufzeit 1-5 Jahre | davon Laufzeit> 5 Jahre | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus | 31.12.2011 | 28.928 | - | 28.928 | - |
| Anleihen | 31.12.2010 | 28.694 | - | 28.694 | - |
| Verbindlichkeiten | 31.12.2011 | 43.125 | 8.146 | 34.979 | 0 |
| gegenüber Kreditinstituten | 31.12.2010 | 47.941 | 8.332 | 33.144 | 6.465 |
| Genussrechtskapital | 31.12.2011 | 4.976 | - | 4.976 | - |
| 31.12.2010 | 4.951 | - | 4.951 | - | |
| Verbindlichkeiten aus | 31.12.2011 | 10.037 | 10.037 | - | - |
| Lieferungen und Leistungen | 31.12.2010 | 11.244 | 11.244 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus | 31.12.2011 | 0 | 0 | - | - |
| Finanzierungsleasing | 31.12.2010 | 319 | 319 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus | 31.12.2011 | 190 | 190 | - | - |
| Ertragsteuern | 31.12.2010 | 16 | 16 | - | - |
| Sonstige | 31.12.2011 | 13.036 | 13.036 | - | - |
| Verbindlichkeiten | 31.12.2010 | 14.149 | 14.149 | - | - |
| Gesamt | 31.12.2011 | 100.292 | 31.409 | 68.883 | 0 |
| 31.12.2010 | 107.314 | 34.060 | 66.789 | 6.465 |
Anleihen
Mit Datum vom 15. Oktober 2010 wurde eine Anleihe mit einem Nominalvolumen von TEUR 30.000 emittiert. Diese Anleihe hat eine Laufzeit von fünf Jahren und ist mit 6,50% nominal zu verzinsen. Die direkt zurechenbaren Transaktionskosten betrugen TEUR 1.341. Nach zeitanteiliger Amortisation der Transaktionskosten hat sich dieser Betrag zum 31. Dezember 2011 auf TEUR 1.072 (Vorjahr: TEUR 1.306) reduziert, so dass sich eine Bewertung der Anleihe von TEUR 28.928 (Vorjahr: TEUR 28.694) ergab.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich im Wesentlichen um langfristige Kredite, die zu üblichen Marktzinsen aufgenommen wurden. Der Marktwert entspricht dem Buchwert.
Die Kreditverträge der Nabaltec AG unterliegen teilweise Covenants, die sich zum Teil an den Leverage Coverage Ratios wie auch an der EK-Quote bemessen. Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, bei Nichteinhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen oder er könnte von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen. Im Berichtsjahr 2011 kam es zu keinen Verletzungen der zum 31. Dezember 2011 wirksamen Covenants. Die Nabaltec AG konnte im zweiten Halbjahr 2011 einen wesentlichen Teil der bestehenden langfristigen Bankverbindlichkeiten neu strukturieren. Die Konditionen stellen gegenüber den bisherigen Kreditverträgen eine deutliche Verbesserung dar.
Genussrechtskapital
Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2011 finanzielle Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital in Höhe von TEUR 4.976 (Vorjahr: TEUR 4.951) aus. Die planmäßige Laufzeit des Genussrechtskapitals in Höhe von TEUR 5.000 endet im Jahr 2013. Davor besteht kein ordentliches Kündigungsrecht. Das Genussrecht gewährt ausschließlich schuldrechtliche Ansprüche gegenüber der Gesellschaft. Gesellschafterrechte werden nicht begründet. Die Gesellschaft ist verpflichtet, das Genussrecht bis zum Ende der Laufzeit mit 8,10% des Nennbetrags pro Jahr zu verzinsen. Auf die Verzinsung sind vierteljährliche Abschlagszahlungen zu leisten. Unter bestimmten Voraussetzungen können die Abschlagszahlungen gestundet werden; in diesen Fällen erhöht sich der Zinssatz. Zum Laufzeitende ist das Genussrecht zum Nennbetrag gegebenenfalls gemindert, um eine etwaige Verlustteilnahme zurückzubezahlen.
Der Unterschiedsbetrag aufgrund der Änderung des Buchwerts des Genussrechtskapitals (Aufzinsungseffekt aufgrund der Anwendung der Effektivzinsmethode) im Vergleich zum Vorjahr wurde im Geschäftsjahr 2011 aufwandswirksam in den Zinsaufwendungen erfasst.
Gemäß Vertrag ist der Verbindlichkeitsbetrag des Genussrechts um einen im testierten Jahresabschluss der Gesellschaft ausgewiesenen Jahresfehlbetrag herabzusetzen, soweit dieser nur durch gebundenes Eigenkapital gedeckt werden kann. Ein Anspruch auf Abschlusszahlungen entsteht nicht, wenn der Anspruch nur aus gebundenem Eigenkapital bedient werden kann. Dies kann dazu führen, dass die zukünftigen Cashflows von den vertraglichen Cashflows abweichen. Nabaltec wird das Genussrecht wie vertraglich vereinbart bedienen. Die Mittelfristplanung zeigt, dass zum Rückzahlungszeitpunkt genügend freie Mittel für eine vollständige Rückzahlung zur Verfügung stehen. Entsprechend wird weiterhin mit den vertraglich vereinbarten Cashflows gerechnet.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis maximal 90 Tage.
Die Buchwerte der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert.
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
Zum 31. Dezember 2011 bestanden keine Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingsverhältnissen.
Bezüglich des Miet- und Leasingaufwandes der Geschäftsjahre 2011 und 2010 verweisen wir auf die Aufgliederung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter Punkt 5.8 "Sonstige betriebliche Aufwendungen".
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern
Diese umfassen ausstehende Steuerzahlungen in Deutschland, die aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für das abgelaufene Geschäftsjahr resultieren.
Sonstige Verbindlichkeiten
Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf die im Folgenden aufgeführten finanziellen bzw. nichtfinanziellen Verbindlichkeiten:
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| (in TEUR) | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Darlehen Minderheitsgesellschafter | 9.236 | 8.914 |
| Negativer Marktwert aus Zinsswap | 707 | 726 |
| Investitionszuwendungen | 523 | 1.983 |
| Zinsaufwendungen aus Anleihen | 411 | 411 |
| Berufsgenossenschaft | 253 | 313 |
| Übrige | 232 | 204 |
| Abschluss und Prüfung | 185 | 135 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 11.547 | 12.686 |
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| (in TEUR) | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Ausstehender Urlaubsanspruch | 636 | 578 |
| Boni und andere erfolgsabhängige Vergütungen | 564 | 530 |
| Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt | 203 | 175 |
| Erfindervergütungen | 57 | 0 |
| Verbindlichkeiten Sozialaufwendungen | 22 | 20 |
| Sonstige Verbrauchsteuern | 7 | 160 |
| Kurzfristige sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | 1.489 | 1.463 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (gesamt) | 13.036 | 14.149 |
Die Verbindlichkeiten für Boni und andere erfolgsabhängige Vergütungen entstehen in Abhängigkeit von deren Zielerreichung. Die Verbindlichkeit aus ausstehenden Urlaubsansprüchen wurde mitarbeiterbezogen gebildet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt resultieren im Wesentlichen aus zum Stichtag noch nicht abgeführter Lohn- und Kirchensteuer für das abgelaufene Geschäftsjahr.
Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Investitionszuwendungen in Höhe von TEUR 523 (Vorjahr: TEUR 1.983) umfassen eine bereits ausbezahlte Investitionszuwendung der Regierung der Oberpfalz für zukünftig geplante Investitionen, denen noch keine entsprechenden Investitionen gegenüberstehen. Es handelt sich hierbei ausschließlich um sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Der Buchwert entspricht im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 wurden TEUR 5.477 (Vorjahr: TEUR 4.017) der erhaltenen Investitionszuschüsse als Minderung bei den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der langfristigen Vermögenswerte berücksichtigt. Aufgrund der Kurzfristigkeit entsprechen die Buchwerte der kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert.
7. SONSTIGE ANGABEN
7.1 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verhältnissen - Konzern als Leasingnehmer
Der Konzern hat finanzielle Verpflichtungen aus eingegangenen Miet- und Leasingverhältnissen, insbesondere hat die Nabaltec AG verschiedene technische Anlagen und Maschinen im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion veräußert. Die Restlaufzeiten aller Verträge belaufen sich im Wesentlichen auf 1 bis 5 Jahre. Die Verträge hatten ursprünglich eine Laufzeit von 3 bis 6 Jahren und beinhalten keine Preisanpassungsklauseln oder Kaufoptionen.
Im laufenden Geschäftsjahr wurden TEUR 2.403 (Vorjahr: TEUR 2.244) aus Miet- und Operating-Lease-Verhältnissen aufwandswirksam erfasst.
Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus den Operating-Lease-Verhältnissen setzt sich nach Fälligkeit wie folgt zusammen:
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| (in TEUR) | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Mindestleasingzahlungen innerhalb 1 Jahres | 2.497 | 2.456 |
| Mindestleasingzahlungen zwischen 1 und 5 Jahren | 2.729 | 4.831 |
| Mindestleasingzahlungen über 5 Jahre | 186 | 0 |
| Gesamt | 5.412 | 7.287 |
Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse
Wesentliche Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse oder sonstige wesentliche Rechtsstreitigkeiten, für die keine Rückstellung gebildet wurde, bestanden zu den Stichtagen nicht. Zum 31. Dezember 2011 lagen Bestellobligos in Höhe von TEUR 5.655 (Vorjahr: TEUR 1.611) aus Investitionsaufträgen vor.
7.2 ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN
Buchwerte, Wertansätze, beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte sämtlicher im Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente:
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| (in TEUR) | Bewertungskategorie | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | ||
|---|---|---|---|---|---|
| gem. IAS 39 | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 2.249 | 1.612 | 2.249 | 1.612 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | |||||
| Sonstige nichtderivative Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | LaR | 1.859 | 12.124 | 1.859 | 12.124 |
| Positive Marktwerte Zinsderivate (ohne Sicherungsbeziehung) | HfT/FVtPL | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Positive Marktwerte Zinsderivate (designiert in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen) | - | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 16.347 | 18.957 | 16.347 | 18.957 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet | |||||
| Verbindlichkeiten aus Anleihen | FLaC | 28.928 | 28.694 | 28.928 | 28.694 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLaC | 43.125 | 47.941 | 43.125 | 47.941 |
| Genussrechtskapital | FLaC | 4.976 | 4.951 | 4.976 | 4.951 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLaC | 10.037 | 11.244 | 10.037 | 11.244 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | - | 0 | 319 | 0 | 319 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Sonstige nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten | FLaC | 10.840 | 11.960 | 10.840 | 11.960 |
| Negative Marktwerte Zinsderivate (ohne Sicherungsbeziehung) | HfT/FVtPL | 49 | 0 | 49 | 0 |
| Negative Marktwerte Zinsderivate (designiert in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen) | - | 658 | 726 | 658 | 726 |
| Negative Marktwerte Devisenderivate (ohne Sicherungsbeziehung) | HfT/FVtPL | 0 | 0 | 0 | 0 |
Für die Bewertungskategorien gemäß IAS 39 wurden die folgenden Abkürzungen benutzt:
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| LaR | Loans and Receivables | Kredite und Forderungen |
| HfT | Held for Trading | Finanzinstrumente, die zu Handelszwecken gehalten und zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden |
| FVtPL | Fair Value through Profit and Loss | Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden |
| FLaC | Financial Liabilities Measured at amortized Cost | Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten |
Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente und der Darlehen wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von sonstigen finanziellen Vermögenswerten wurde unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen berechnet.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Nettoergebnis nach Bewertungskategorien
Im Folgenden werden die Ertrags- und Aufwandsposten aus Finanzinstrumenten nach den Bewertungskategorien des IAS 39 dargestellt:
BEWERTUNGSKATEGORIE GEM IAS 39
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| aus der Folgebewertung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| aus Zinsen | zum Fair Value | Währungsumrechnung | Wertberichtigung | Nettoergebnis 2011 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Loans and Receivables | LaR | 392 | - | 110 | - 30 | 472 |
| Held for Trading | HfT | 14 | - 49 | - | - | - 35 |
| Other Liabilities | FLaC | - 6.067 | - | 39 | - | - 6.028 |
| Gesamt 2011 | - 5.661 | - 49 | 149 | - 30 | - 5.591 |
BEWERTUNGSKATEGORIE GEM IAS 39
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| aus der Folgebewertung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| aus Zinsen | zum Fair Value | Währungsumrechnung | Wertberichtigung | Nettoergebnis 2010 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Loans and Receivables | LaR | 99 | - | 4 | - 128 | - 25 |
| Held for Trading | HfT | - | - | - | - | - |
| Other Liabilities | FLaC | - 4.460 | - | 272 | - | - 4.188 |
| Gesamt 2010 | - 4.361 | - | 276 | - 128 | - 4.213 |
Zinserträge bzw. -aufwendungen aus Finanzinstrumenten sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter Zinsen und ähnlichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Die Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten der Bewertungskategorie Loans and Receivables betreffen im Wesentlichen Zinserträge aus Kontokorrentguthaben und kurzfristigen Einlagen. Die Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie Other Liabilities betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Anleihen bzw. Genussrechtskapital.
Die nach der Effektivzinsmethode berechneten Gesamtzinsaufwendungen für Anleihen betragen für das Geschäftsjahr 2011 TEUR 2.184 (Vorjahr: TEUR 446) und für das Genussrechtskapital TEUR 429 (Vorjahr: TEUR 429).
In das Ergebnis aus der Folgebewertung der derivativen Finanzinstrumente der Bewertungskategorie Held for Trading gehen sowohl Zins- als auch Währungseffekte ein. Die Ergebnisbeiträge sind in den Zinsen und ähnlichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Effekte aus der Folgebewertung von Zinsderivaten, die in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen designiert sind, werden hingegen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Eine erfolgswirksame Erfassung von Ineffektivitäten war ferner nicht erforderlich.
Das Ergebnis aus der Währungsumrechnung finanzieller Vermögenswerte der Bewertungskategorie Loans and Receivables bzw. Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie Other Liabilities resultiert im Wesentlichen aus Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung und wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.
Bei dem Ergebnis aus Wertberichtigungen handelt es sich im Wesentlichen um Zuführungen bzw. Auflösungen zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese Beträge sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.
Fair Value-Hierarchie
Zum 1. Januar 2009 wurden für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, eine Hierarchie verschiedener Fair Value-Bestimmungen eingeführt, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert:
Stufe 1: Auf der ersten Ebene der "Fair Value-Hierarchie" werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von öffentlich notierten Marktpreisen bestimmt, da auf einem aktiven Markt der bestmögliche objektive Hinweis für den beizulegenden Zeitwert eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit beobachtbar ist.
Stufe 2: Wenn kein aktiver Markt für ein Finanzinstrument besteht, bestimmt ein Unternehmen den beizulegenden Zeitwert unter Zuhilfenahme von Bewertungsmodellen. Zu den Bewertungsmodellen gehören die Verwendung der Discounted-Cashflow-Methode, Optionspreismodelle, der Vergleich mit dem aktuell beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments oder auch die Verwendung von jüngsten Geschäftsvorfällen zwischen sachverständigen, voneinander unabhängigen, vertragswilligen Geschäftspartnern. Der beizulegende Zeitwert wird auf Grundlage der Ergebnisse einer Bewertungsmethode geschätzt, die im größtmöglichen Umfang Daten aus dem Markt verwendet und so wenig wie möglich auf unternehmensspezifischen Daten basiert.
Stufe 3: Den auf dieser Ebene verwendeten Bewertungsmodellen liegen auch nicht am Markt beobachtbare Parameter und Annahmen zugrunde.
Die Finanzinstrumente, die im Konzern zum beizulegenden Zeitwert bilanziert worden sind, wurden folgenden Hierarchiestufen zugeordnet:
31.12.2011 (in TEUR)
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| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | |
|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||
| Positive Marktwerte Zinsderivate | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Passiva | ||||
| Negative Marktwerte Zinsderivate | 0 | 707 | 0 | 707 |
31.12.2010 (in TEUR)
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| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | |
|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||
| Positive Marktwerte Zinsderivate | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Passiva | ||||
| Negative Marktwerte Zinsderivate | 0 | 726 | 0 | 726 |
Im Geschäftsjahr 2011 fanden keine Umgliederungen zwischen den Bewertungsstufen statt. Sicherungsbeziehungen
Zur Absicherung gegen die aus Veränderungen des Marktzinsniveaus resultierenden Schwankungen zukünftiger Zahlungsmittelabflüsse für variabel verzinsliche Kredite werden Zinsswaps abgeschlossen. Die designierten und effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen werden gemäß den Regelungen des Hedge Accountings des IAS 39 bilanziert. Somit werden die Risiken aus Zinsschwankungen gezielt gesteuert und die Ergebnisvolatilitäten reduziert.
Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie der Konzern die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt. Die Sicherungsbeziehungen werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, hochwirksam waren.
IAS 39 stellt für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß den Regelungen des Hedge Accountings unter anderem die Anforderung, dass die designierten Sicherungsbeziehungen effektiv sein müssen. Hierfür müssen für die Sicherungsbeziehungen die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Sicherungsgeschäfts sowohl prospektiv als auch retrospektiv in einer Bandbreite von 80 % bis 125 % der gegenläufigen Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Grundgeschäfts liegen. Der effektive Teil einer Sicherungsbeziehung, der in der oben dargestellten Bandbreite liegt, wird ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst, während der ineffektive Teil sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst wird.
Bei der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2011 Zinsderivate in Höhe von TEUR -658 (Vorjahr: TEUR -726) als Sicherungsinstrument im Rahmen eines Cashflow Hedges bilanziert. Aus der erfolgsneutralen Realisierung der Wertveränderung des beizulegenden Zeitwertes des Zinsderivats resultieren im Geschäftsjahr 2011 TEUR 68 (Vorjahr: TEUR -69), die in voller Höhe direkt im Eigenkapital erfasst wurden. Die den Zinsderivaten zugrunde liegenden Darlehen werden gleichmäßig bis 2016 getilgt. Die Zahlungsströme aus den Zinsderivaten werden im gleichen Zeitraum erwartet.
Zusätzlich wurde ein neues Zinsderivat in 2011, das zum 31. Dezember 2011 mit einem negativen Marktwert von TEUR -49 bilanziert war, abgeschlossen, woraus ein Verlust von TEUR 49 resultierte, der unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen erfasst wurde.
Bei den folgenden dargestellten Risiken haben sich gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich keine veränderten Risikopositionen ergeben.
Ausfallrisiko
Ausfallrisiken resultieren hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Um diese Ausfallrisiken zu minimieren, werden Factoring-Transaktionen eingesetzt. Mit den entsprechenden vertraglichen Vereinbarungen wird hierbei das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners, mit Ausnahme eines Sicherheitseinbehalts, auf den Vertragspartner übertragen. Die entsprechenden Beträge werden folglich vollständig ausgebucht und nicht weiter als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanziert. Hiervon ausgenommen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche vom Factor nicht angenommen werden, z. B. aufgrund der Überschreitung eines Kreditlimits. Zusätzlich sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Kreditausfallversicherung abgesichert.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurden. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.
Aus den finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, die u. a. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige Vermögenswerte beinhalten, ergibt sich bei Ausfall eines Kontrahenten ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwertes der entsprechenden Instrumente.
Im Konzern liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor, da diese über eine große Anzahl von Vertragspartnern und Kunden verteilt sind. Es bestehen wie im Vorjahr keine Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen.
Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
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| (in TEUR) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Stand 01.01. | 460 | 332 |
| Aufwandswirksame Zuführungen | 30 | 128 |
| Auflösung | 0 | 0 |
| Stand 31.12. | 490 | 460 |
Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
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| (in TEUR) | weder überfällig noch | überfällig, aber nicht wertgemindert | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | wertgemindert | < 3 Monate | 3 bis 6 Monate | 6 bis 12 Monate | > 12 Monate | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2011 | 2.249 | 2.249 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31.12.2010 | 1.612 | 1.612 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestandes der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Es lagen weder überfällige noch wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund geänderter Konditionen vor.
Für die weiteren finanziellen Vermögenswerte wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag bestehen diesbezüglich keine überfälligen Ansprüche.
Liquiditätsrisiko
Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Dabei werden u.a. die Laufzeiten finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Ziel des Konzerns ist es, durch Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen und Finanzierungsleasingverhältnissen den Finanzmittelbedarf kontinuierlich zu decken und dabei gleichzeitig größtmögliche Flexibilität zu gewährleisten.
Die folgende Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zahlungsmittelabflüsse der finanziellen Verbindlichkeiten. Einbezogen wurden alle finanziellen Verbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten werden dem frühesten Zeitraster zugeordnet.
ZAHLUNGSMITTELABFLÜSSE undiskontiert (in TEUR)
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| Gesamt | davon Laufzeit < 1 Jahr | davon Laufzeit 1-5 Jahre | davon Laufzeit> 5 Jahre | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus | 31.12.2011 | 37.800 | 1.955 | 35.845 | - |
| Anleihen | 31.12.2010 | 39.750 | 1.950 | 37.800 | - |
| Verbindlichkeiten | 31.12.2011 | 47.419 | 9.693 | 37.726 | 0 |
| gegenüber Kreditinstituten | 31.12.2010 | 55.953 | 10.679 | 38.609 | 6.665 |
| Genussrechtskapital | 31.12.2011 | 5.515 | 405 | 5.110 | - |
| 31.12.2010 | 5.810 | 405 | 5.405 | - | |
| Verbindlichkeiten aus | 31.12.2011 | 10.037 | 10.037 | - | - |
| Lieferungen und Leistungen | 31.12.2010 | 11.244 | 11.244 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus | 31.12.2011 | 0 | 0 | - | - |
| Finanzierungsleasing | 31.12.2010 | 325 | 325 | - | - |
| Sonstige finanzielle | 31.12.2011 | 11.547 | 11.547 | - | - |
| Verbindlichkeiten | 31.12.2010 | 12.686 | 12.686 | - | - |
| Gesamt (finanzielle | 31.12.2011 | 112.318 | 33.637 | 78.681 | 0 |
| Verbindlichkeiten) | 31.12.2010 | 125.768 | 37.289 | 81.814 | 6.665 |
Währungsrisiko
Die Währungsrisiken des Konzerns resultieren aus seiner operativen Tätigkeit. Zwar agieren die einzelnen Konzernunternehmen überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung, jedoch sind die Konzernunternehmen Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt.
Währungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte auf das Ergebnis vor Steuern (aufgrund der Änderung der ergebniswirksamen Folge- bzw. Stichtagsbewertung finanzieller Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten) sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar, die aus Auf- bzw. Abwertungen des Euro gegenüber sämtlichen Fremdwährungen resultieren. Im Rahmen dieser Analysen wird auf Finanzinstrumente abgestellt, die in einer von der lokalen funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Auf die Angabe wechselkursbedingter Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung Euro wird somit gemäß den Anforderungen des IFRS 7 verzichtet. Auswirkungen auf das Eigenkapital ergaben sich keine.
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| Kursentwicklung in % |
Ergebnisauswirkung vor Steuern in TEUR |
|
|---|---|---|
| 2011 | ||
| USD | + 5 | 159 |
| USD | -5 | -159 |
| 2010 | ||
| USD | + 5 | 96 |
| USD | -5 | -96 |
Zinsänderungsrisiko
Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit variablem Zinssatz. Die Steuerung der Zinsaufwendungen des Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Zur Absicherung des Zinsrisikos aus langfristigen variabel verzinslichen Positionen werden Zinsswaps abgeschlossen, bei denen in festgelegten Zeitabständen die unter Bezugnahme auf einen vorab vereinbarten Nennbetrag ermittelte Differenz zwischen festverzinslichen und variabel verzinslichen Beträgen mit dem Vertragspartner getauscht wird.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß den Anforderungen des IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von hypothetischen Änderungen der Marktzinssätze auf laufende Zinszahlungen bzw. Zinserträge und -aufwendungen im Ergebnis vor Steuern sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital (aus der Folgebewertung der in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen designierten Zinsderivate) wie folgt dar:
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| Erhöhung/ Verringerung in Basispunkten | Ergebnisauswirkung vor Steuern in TEUR |
Auswirkungen auf das Eigenkapital* in TEUR |
|
|---|---|---|---|
| 2011 | |||
| Europa | + 10 | -32 | 7 |
| USA | + 10 | -18 | 16 |
| Europa | - 10 | 33 | - 7 |
| USA | - 10 | 18 | - 2 |
| 2010 | |||
| Europa | + 10 | - 16 | 0 |
| USA | + 10 | - 6 | 22 |
| Europa | - 10 | 16 | 0 |
| USA | - 10 | 6 | - 22 |
* ohne Darstellung der Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern
7.3 ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENT
In der Nabaltec AG ist ein solides Kapitalmanagement im Einsatz, das es dem Konzern ermöglichen soll, seinen Wachstumskurs weiter fortzusetzen sowie die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Dabei wird insbesondere auf ein langfristig ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital geachtet.
Im Folgenden sind das Eigenkapital und die im Zuge des Kapitalmanagements erfassten Fremdkapitalpositionen der Nabaltec AG zum 31. Dezember 2011 und 2010 dargestellt:
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| 31.12.2011 in TEUR |
31.12.2010 in TEUR |
Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 46.934 | 42.137 | 11,38 |
| als % vom Gesamtkapital | 35,24 | 31,69 | 11,20 |
| Langfristige Finanzschulden | 68.883 | 73.254 | - 5,97 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 17.382 | 17.565 | - 1,04 |
| Fremdkapital* | 86.265 | 90.819 | - 5,01 |
| als % vom Gesamtkapital | 64,76 | 68,31 | - 5,20 |
| Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements | 133.199 | 132.956 | 0,18 |
* Die Gesellschaft definiert Fremdkapital als Verbindlichkeiten aus Anleihen gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus einem Genussrecht, Finanzierungsleasing und Verbindlichkeiten gegenüber einem Minderheitsgesellschafter.
Das Eigenkapital hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 4.797 auf TEUR 46.934, bedingt im Wesentlichen durch die Gewinne des Konzerns, erhöht.
Das Fremdkapital hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR -4.554 auf TEUR 86.265, bedingt im Wesentlichen durch die Tilgung von langfristigen Bankverbindlichkeiten, verringert.
Insgesamt führten diese Kapitaleffekte im Jahr 2011 zu einer Erhöhung der Eigenkapitalquote (in Prozent vom Gesamtkapital) auf 35,24 % gegenüber 31,69 % im Vorjahr. Das Verhältnis Fremdkapital zu Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements sank von 68,31 % zum 31. Dezember 2010 auf 64,76 % zum 31. Dezember 2011.
Im Rahmen der weiteren Unternehmensentwicklung optimiert der Konzern permanent sein Finanzmanagement, verbunden mit einer kontinuierlichen Überwachung und Steuerung der Eigenkapitalquote.
Ziel dieses Finanzmanagements ist es, gegenüber den Geschäftspartnern der Nabaltec AG eine verbesserte Solvenz darzustellen sowie die Kapitalkosten zu optimieren.
Die Nabaltec AG unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Zu Covenants aus Kreditverträgen wird auf Punkt 6.10 "Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten" verwiesen.
7.4 TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" gelten Unternehmen und Personen, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist.
Als nahestehende Personen bzw. Unternehmen wurden die folgenden Personen bzw. Unternehmen identifiziert:
| ― | Mitglieder des Vorstands (siehe Punkt 7.8 "Organe der Gesellschaft") und deren Familienangehörige |
| ― | Mitglieder des Aufsichtsrats (siehe Punkt 7.8 "Organe der Gesellschaft") und deren Familienangehörige |
| ― | Unternehmen, die von den Mitgliedern des Vorstands oder Aufsichtsrats direkt oder indirekt beherrscht werden |
Die Mitglieder des Vorstands erhielten im Geschäftsjahr 2011 kurzfristige Bezüge in Höhe von TEUR 1.065 (Vorjahr: TEUR 914). Darüber hinaus wurden Aufwendungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von TEUR 219 (Vorjahr: TEUR 831) getätigt.
Die Mitglieder des Vorstands halten zum 31. Dezember 2011 folgende Anteile an der Gesellschaft:
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| Johannes Heckmann | 1.295.250 Stückaktien |
| Gerhard Witzany | 1.254.310 Stückaktien |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2011 Aufsichtsratsbezüge in Höhe von TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 42).
Die Mitglieder des Aufsichtsrats halten zum 31. Dezember 2011 folgende Anteile an der Gesellschaft:
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| Dr. Leopold von Heimendahl | 44.200 Stückaktien |
| Dr. Dieter Braun | 43.000 Stückaktien |
| Prof. Dr. Jürgen G. Heinrich | 1.700 Stückaktien |
Zum 31. Dezember 2011 bzw. 2010 bestanden folgende Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen:
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| (in TEUR) | Forderungen | Verbindlichkeiten | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | 31.12.2011 | 31.12.2010 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Von Mitgliedern des Aufsichtsrats beherrschte Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Von Mitgliedern des Vorstands beherrschte Unternehmen | 10 | 10 | 0 | 7 |
Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen bzw. Aufwand für uneinbringliche Forderungen oder zweifelhafte Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen waren zum 31. Dezember 2011 bzw. im Geschäftsjahr 2011 sowie zum 31. Dezember 2010 bzw. im Geschäftsjahr 2010 nicht zu verzeichnen.
Im Geschäftsjahr 2011 bzw. 2010 wurden neben den Vergütungen für die Mitglieder des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats die folgenden Aufwendungen und Erträge mit nahestehenden Personen und Unternehmen erfasst:
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| (in TEUR) | Erträge | Aufwendungen | ||
|---|---|---|---|---|
| 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Von Mitgliedern des Aufsichtsrats beherrschte Unternehmen | 0 | 0 | 5 | 5 |
| Von Mitgliedern des Vorstands beherrschte Unternehmen | 102 | 91 | 50 | 11 |
Transaktionen mit Unternehmen, die von Mitgliedern des Vorstands beherrscht werden, umfassen Dienstleistungen im Rahmen der Abwicklung der Personalwirtschaft und sonstigen Dienstleistungen (Erträge in Höhe von TEUR 102, im Vorjahr in Höhe von TEUR 91), Anlagenplanungen (Aufwendungen in Höhe von TEUR 47, im Vorjahr TEUR 0) sowie sonstige Dienstleistungen (Aufwendungen in Höhe von TEUR 3, im Vorjahr in Höhe von TEUR 11). Aufwendungen für Mitglieder des Aufsichtsrats resultieren aus Forschungs- und Entwicklungsarbeiten eines Aufsichtsratsmitglieds zu Teilaspekten der keramischen Verfahrenstechnik.
Im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2010 ausgegebenen Anleihe in Höhe von nominal TEUR 30.000 hat die Gesellschaft zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorstand in Höhe von nominal TEUR 1.023. Bei den Mitgliedern des Aufsichtsrats beläuft sich die Verbindlichkeit auf nominal TEUR 385.
7.5 ERGEBNIS JE AKTIE
Die Anzahl der ausstehenden Aktien entwickelte sich während des Geschäftsjahres wie folgt:
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| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Ausstehende Stammaktien per 01.01. | 8.000.000 | 8.000.000 |
| Es fanden in den Geschäftsjahren keine Transaktionen statt. | ||
| Ausstehende Stammaktien per 31.12. | 8.000.000 | 8.000.000 |
| Durchschnittlich unverwässerte Anzahl der ausstehenden Stammaktien | 8.000.000 | 8.000.000 |
Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien der Gesellschaft zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien, die sich während des Geschäftsjahres im Umlauf befinden, geteilt.
Gemäß IAS 33 "Ergebnis je Aktie" sind zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie zusätzlich die Effekte potenzieller Stammaktien zu berücksichtigen. Verwässernde Effekte auf das Ergebnis der Nabaltec AG bestehen nicht. Somit ist das unverwässerte Ergebnis je Aktie gleich dem verwässerten Ergebnis je Aktie für die Geschäftsjahre 2011 und 2010.
Das Ergebnis je Aktie stellt sich somit wie folgt dar:
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| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Konzernergebnis nach Steuern - Anteilseigner des Mutterunternehmens (in TEUR) | 3.630 | 1.779 |
| Durchschnittlich unverwässerte Anzahl der ausstehenden Stammaktien | 8.000.000 | 8.000.000 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,45 | 0,22 |
Im Weiteren verweisen wir auf die Ausführungen unter Punkt 6.8 "Eigenkapital".
7.6 ANGABEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG
Die Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Zahlungsmittelströme. Entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnung" werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Im Finanzmittelfonds laut Kapitalflussrechnung ist die unter Punkt 6.7 dargestellte Position "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" enthalten.
Die Abweichungen zwischen den Zugängen lt. Anlagespiegel und den Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen resultieren aus zum Stichtag noch offenen Verbindlichkeiten aus Anlagenkäufen sowie der Verrechnung des Investitionszuschusses mit den Anlagenzugängen laut Anlagespiegel.
Die gezahlten bzw. erhaltenen Zinsen und Ertragsteuern sind direkt aus der Konzern-Kapitalflussrechnung ersichtlich.
7.7 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die operativen Segmente entsprechen den Geschäftssegmenten des Konzerns. Die Risiken sowie die internen Organisations- und Berichtsstrukturen des Konzerns werden überwiegend durch die Unterscheidung der hergestellten Produkte bestimmt.
Geschäftssegmente
Nabaltec ist in die zwei Unternehmensbereiche "Funktionale Füllstoffe" und "Technische Keramik" unterteilt. Jedes Segment stellt dabei einen strategischen Unternehmensbereich dar, dessen Produktpalette und Märkte sich von dem jeweils anderen unterscheiden.
Der Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" produziert und vertreibt vor allem halogenfreie, flammhemmende Füllstoffe für die Kunststoff- und Kabelindustrie sowie Additive.
Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" werden keramische Rohstoffe und keramische Massen für eine Vielzahl von Anwendungen in der technischen Keramik sowie der Feuerfestindustrie hergestellt und vertrieben.
Die Spalte "Sonstige" umfasst Vermögenswerte und Schulden, die sich nicht einzelnen Segmenten zuordnen lassen.
Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden grundsätzlich anhand marktüblicher Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Segmenterträge, Segmentaufwendungen und Segmentergebnis umfassen Transfers zwischen den Unternehmensbereichen, die im Rahmen der Konsolidierung eliminiert werden. In den Geschäftsjahren 2011 und 2010 fanden zwischen den Geschäftssegmenten keine Transaktionen statt.
GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2011 (in TEUR)
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| Funktionale Füllstoffe | Technische Keramik | Sonstige | Nabaltec-Konzern | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | ||||
| Erlöse mit externen Kunden | 84.822 | 44.200 | - | 129.022 |
| Segmentergebnis | ||||
| EBITDA | 13.534 | 7.039 | - | 20.573 |
| EBIT | 7.716 | 4.808 | - | 12.524 |
| Vermögenswerte und Schulden | ||||
| Segmentvermögen | 107.987 | 40.034 | 17.384 | 165.405 |
| Segmentschulden | 9.854 | 4.704 | 103.913 | 118.471 |
| Sonstige Segmentinformationen | ||||
| Investitionen | ||||
| - Sachanlagen | 12.074 | 2.734 | - | 14.808 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 54 | 34 | - | 88 |
| Abschreibungen | ||||
| - Sachanlagen | 5.783 | 2.193 | - | 7.976 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 35 | 38 | - | 73 |
GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2010 (in TEUR)
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| Funktionale Füllstoffe | Technische Keramik | Sonstige | Nabaltec-Konzern | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | ||||
| Erlöse mit externen Kunden | 75.916 | 36.785 | - | 112.701 |
| Segmentergebnis | ||||
| EBITDA | 9.022 | 5.302 | - | 14.324 |
| EBIT | 3.391 | 3.157 | - | 6.548 |
| Vermögenswerte und Schulden | ||||
| Segmentvermögen | 105.270 | 40.293 | 20.435 | 165.998 |
| Segmentschulden | 12.009 | 5.248 | 106.604 | 123.861 |
| Sonstige Segmentinformationen | ||||
| Investitionen | ||||
| - Sachanlagen | 4.610 | 2.187 | - | 6.797 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 25 | 17 | - | 42 |
| Abschreibungen | ||||
| - Sachanlagen | 5.605 | 2.112 | - | 7.717 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 26 | 33 | - | 59 |
Informationen nach Regionen
Die Regionen sind definiert für Deutschland, übriges Europa, USA und den Rest der Welt. GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2011 (in TEUR)
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| Deutschland | übriges Europa | USA | Rest der Welt | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | |||||
| Erlöse mit externen Kunden | 40.722 | 58.283 | 16.764 | 13.253 | 129.022 |
| Sonstige Segmentinformationell | |||||
| Segmentvermögen | 144.038 | - | 21.367 | - | 165.405 |
| Investitionen | |||||
| - Sachanlagen | 14.554 | - | 254 | - | 14.808 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 88 | - | - | - | 88 |
GESCHÄFTSJAHR ZUM 31.12.2010 (in TEUR)
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| Deutschland | übriges Europa | USA | Rest der Welt | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | |||||
| Erlöse mit externen Kunden | 33.938 | 51.411 | 16.752 | 10.600 | 112.701 |
| Sonstige Segmentinformationen | |||||
| Segmentvermögen | 144.975 | - | 21.023 | - | 165.998 |
| Investitionen | |||||
| - Sachanlagen | 6.663 | - | 134 | - | 6.797 |
| - Immaterielle Vermögenswerte | 42 | - | - | - | 42 |
Im Geschäftsjahr 2011 wurde mit einem Kunden ein Umsatz von mehr als 10% des Gesamtumsatzes getätigt. Der Umsatz dieses Kunden beträgt 13.449 TEUR und ist im Segment "Funktionale Füllstoffe" beinhaltet. Ebenso wurde im Geschäftsjahr 2010 mit einem Kunden ein Umsatz (12.477 TEUR) von mehr als 10% des Gesamtumsatzes erzielt.
Die langfristigen Vermögenswerte des Konzerns befinden sich in Deutschland und den USA. Als langfristiges Vermögen werden dabei Vermögenswerte berücksichtigt, die in der operativen Geschäftstätigkeit eingesetzt werden und die dazu gedacht sind, länger als 12 Monate im Unternehmen zu verbleiben. Ausschlaggebend für die Zuordnung war dabei der Standort der jeweiligen Vermögenswerte.
7.8 ORGANE DER GESELLSCHAFT
Vorstand
| ― | Herr Johannes Heckmann(technischer Bereich) |
| ― | Herr Gerhard Witzany(kaufmännischer Bereich) |
Aufsichtsrat
| ― | Herr Dr. Leopold von Heimendahl(Vorsitzender) |
| ― | Herr Dr. Dieter J. Braun(stellv. Vorsitzender) |
| ― | Herr Prof. Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich |
7.9 FREIWILLIGE ERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AKTG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Vorstand und Aufsichtsrat der Nabaltec AG haben die für börsennotierte Gesellschaften vorgeschriebene Erklärung nach § 161 AktG freiwillig abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite "www.nabaltec.de" unter der Rubrik "Investor Relations/Corporate Governance" veröffentlicht.
7.10 WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht zu verzeichnen.
7.11 HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS NACH § 314 HGB
Das Abschlussprüferhonorar für den Jahresabschluss 2011 (einschließlich des Konzernabschlusses 2011) beläuft sich auf TEUR 80. Für andere Bestätigungsleistungen erhielt der Abschlussprüfer ein Honorar in Höhe von TEUR 3, für Steuerberatungsleistungen ein Honorar in Höhe von TEUR 17 und für sonstige Leistungen ein Honorar in Höhe von TEUR 5.
Schwandorf, 2. März 2012
Nabaltec AG
Der Vorstand
JOHANNES HECKMANN
GERHARD WITZANY
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Wir haben den von der Nabaltec AG, Schwandorf, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Entwicklung des Konzernanlagevermögens und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Ergänzend wurden wir beauftragt zu beurteilen, ob der Konzernabschluss auch den IFRS insgesamt entspricht.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Nabaltec AG, Schwandorf, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, den 9. März 2012
**Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Sauer, Wirtschaftsprüfer
Thiermann, Wirtschaftsprüfer