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Nabaltec AG Annual Report 2010

Jun 14, 2011

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Annual Report

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Nabaltec AG

Schwandorf

Jahresfinanzbericht zum 31.12.2010

Einzelabschluss Nabaltec AG 2010

UNSER KNOW-HOW FÜR IHRE SICHERHEIT

LAGEBERICHT DER NABALTEC AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010

1. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

1.1 GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die Nabaltec AG entwickelt, produziert und vertreibt umweltfreundliche und zugleich hochspezialisierte Produkte auf der Basis mineralischer Rohstoffe, insbesondere auf Basis von Aluminiumhydroxid und von Aluminiumoxid. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Anbietern bei funktionalen Füllstoffen, keramischen Rohstoffen und keramischen Massen. Die Jahresproduktionskapazität liegt bei rund 240.000 Tonnen mit einem Exportanteil von rund 70 %.

Das Anwendungsspektrum für die Nabaltec-Produkte ist extrem breit gefächert:

Flammhemmende Füllstoffe für die Kunststoffindustrie, die zum Beispiel bei Kabeln in Tunneln, Flughäfen, Hochhäusern und elektronischen Geräten eingesetzt werden
Füllstoffe und Additive, die Kunststoffe pigmentieren, stabilisieren oder aufgrund ihrer katalytischen Fähigkeiten eingesetzt werden
Keramische Rohstoffe zum Einsatz in der Feuerfestindustrie, in der technischen Keramik, in der Poliermittelindustrie
Hochspezialisierte keramische Rohstoffe für Ballistik, Mikroelektronik und keramische Filter

Mit spezialisierten Produkten für die PVC-Industrie (Additive) und für die Elektronikindustrie (Böhmite) hat Nabaltec das Produkt- und Anwendungsspektrum um zwei zukunftsstarke Produktbereiche erweitern können. Für beide Bereiche verfügt das Unternehmen am Standort Schwandorf seit 2009 beziehungsweise 2010 über neue Produktionsanlagen.

Nabaltec-Produkte kommen immer dann bevorzugt zum Einsatz, wenn ein Höchstmaß an Qualität, Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Langlebigkeit gefordert ist.

Nabaltec verfügt als weltweit einziger Anbieter von feinstgefälltem Aluminiumhydroxid, das als hochwertiger halogenfreier, flammhemmender Füllstoff eingesetzt wird, über Produktionsstandorte (Schwandorf und Kelheim, Deutschland, und Corpus Christi, USA) in den beiden wichtigsten Nachfragemärkten Europa und USA. Dadurch kann Nabaltec die Produkte kundennah und kosteneffizient produzieren und diese beiden wichtigen Märkte unmittelbar bedienen.

Über den Vertrieb und die anwendungstechnische Beratung pflegt Nabaltec einen sehr engen Kontakt zu den Kunden. Sämtliche Vertriebsmitarbeiter verfügen über spezifische technische und chemische Kenntnisse, so dass eine fachkundige Beratung jederzeit garantiert ist. Diese Kundennähe ist der Grundstein für eine gezielte kundenindividuelle Weiterentwicklung der Produkte.

1.2 UNTERNEHMENSSTRUKTUR

Nabaltec mit Sitz in Schwandorf wurde 1994 gegründet und übernahm 1995 den Geschäftsbetrieb der Sparte Spezialoxide der VAW aluminium AG. Im September 2006 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Seit November 2006 sind die Aktien der Nabaltec AG im Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Die Nabaltec AG ist mit 51 % an der Nashtec LLC (USA) als Teil eines Joint Ventures beteiligt. Weitere Beteiligungen oder Tochtergesellschaften der Nabaltec AG existieren nicht.

Entsprechend der Charakteristika der Ziel- und Abnehmermärkte gliedert die Nabaltec AG ihre Tätigkeit in zwei Unternehmensbereiche, die wiederum in jeweils zwei Geschäftsbereiche aufgeteilt sind. Darüber hinaus werden drei Dienstleistungsbereiche als Profitbzw. Cost-Center geführt.

UNTERNEHMENSBEREICHE

Funktionale Füllstoffe:

Flammschutzmittel
Additive

Technische Keramik:

Keramische Rohstoffe
Keramische Massen

DIENSTLEISTUNGSBEREICHE

Kaufmännische Dienste

Technische Dienste

Analysenzentrum

1.3 STRATEGIE

Die Nabaltec AG setzt in der Weiterentwicklung des Unternehmens folgende strategische Schwerpunkte:

1. Fortlaufende Weiterentwicklung der Produktionsprozesse und der Produktqualität zur Optimierung des Kundennutzens

Durch den anwendungstechnisch integrierten Vertrieb steht Nabaltec in einem ständigen Austausch mit den Kunden. Die eigene Produkt- und Prozessentwicklung wird laufend darauf abgestellt, den Kunden Verarbeitungsvorteile zu bieten, wie einfache und schnellere Fertigungsprozesse und damit Nutzenvorteile verbunden mit geringeren Herstellungs- und Entwicklungskosten. Entscheidend hierfür ist ein gezielter wechselseitiger Austausch mit den Kunden, insbesondere hinsichtlich des Produkt- und Weiterverarbeitungs-Know-hows. Nabaltec investiert deshalb kontinuierlich in das Technikum in Kelheim sowie die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen in Schwandorf und kooperiert mit Forschungsinstitutionen.

Zur Optimierung der Prozesse gehören auch eine effiziente Energienutzung und ein umfassender Umweltschutz. Beide stellen wesentliche Wettbewerbsfaktoren dar. Nabaltec hat umfangreiche Maßnahmen ergriffen, den spezifischen Energieverbrauch zu reduzieren, abwasserneutral zu arbeiten und den Emissionsausstoß zu minimieren.

2. Gezielte Erweiterung der Produktpalette

Über die kontinuierliche Weiterentwicklung hinaus - häufig im engen Schulterschluss mit Schlüsselkunden - werden für ausgesuchte Anwendungen neue Produkte entwickelt. Zwei maßgebliche Neuentwicklungen, Additive und Böhmite, werden seit 2009 im industriellen Maßstab produziert und vertrieben. Darüber hinaus wird durch gezielte Forschungs- und Entwicklungsarbeit das Anwendungsspektrum für bestehende Produkte erweitert.

Nabaltec hat mit ACTILOX® CAHC einen umweltfreundlichen Stabilisator für die PVC-Industrie entwickelt. Neben der Substitution bleihaltiger Substanzen ist es das Ziel, schrittweise über Neuentwicklungen in der Kunststoffindustrie den Markt zu erschließen, damit bereits in der Entwicklungsphase neuer Produkte ACTILOX® CAHC als umweltfreundlicher Stabilisator eingesetzt wird.

Die von Nabaltec entwickelten Böhmit-Qualitäten werden seit Oktober 2010 ebenfalls am Standort Schwandorf produziert. Böhmite finden Verwendung als umweltfreundliche, halogenfreie Flammschutzmittel in Anwendungen, die höhere Verarbeitungstemperaturen benötigen, beispielsweise halogenfreie, flammgeschützte Leiterplatten. Das Nabaltec-Produkt APYRAL® AOH kann problemlos bis zu 320° C verarbeitet werden.

Bis zum Start der Produktion in Schwandorf hatte Nabaltec APYRAL® AOH in der eigenen Technikumsanlage in Kelheim produziert. Mit dem Neubau in Schwandorf steht die Technikumsanlage jetzt wieder für Entwicklungstätigkeiten und Musterproduktionen von bis zu mehreren hundert Tonnen und für Produkteinführungen im Kleinmaßstab zur Verfügung.

3. In den Zielmärkten strebt die Nabaltec AG die Qualitätsführerschaft und eine Marktposition unter den jeweils drei führenden Anbietern an

Der Brandschutz in der Kunststoff- und Kabelindustrie wird in den kommenden Jahren weiterhin dynamisch wachsen, das belegen jüngste Marktforschungsergebnisse. Halogenierte, flammhemmende Füllstoffe werden zunehmend durch halogenfreie ersetzt. Um von dieser Entwicklung überproportional zu profitieren und in diesem Spezialbereich zum Marktführer zu werden, wurden die Produktionskapazitäten für ATH-basierte, flammhemmende Füllstoffe gezielt ausgebaut. Heute ist Nabaltec in diesem Bereich einer der führenden Anbieter weltweit.

Bei den keramischen Rohstoffen entwickelt sich der Markt für reaktive Aluminiumoxide aufgrund steigender Qualitätsanforderungen der Feuerfestindustrie überproportional gut. Auch die Märkte der technischen Keramik und der Poliermittelindustrie zeigen weiterhin ein fundiertes Wachstum. Dieser Entwicklung trägt Nabaltec durch den Ausbau der Anlagen für innovative Produkte Rechnung.

Als Hersteller von frei verfügbaren keramischen Massen auf Basis von Aluminiumoxid für hochspezialisierte Anwendungen in der technischen Keramik ist Nabaltec bereits marktführend - auch aufgrund der hochmodernen Produktionsanlage für granulierte keramische Massen in Schwandorf.

4. Über ein internationales Wachstum profitiert Nabaltec von weltweiten Wachstumsimpulsen und regionalen Sonderkonjunkturen

Weltweit sind umweltschonende und hochsichere Lösungen auf dem Vormarsch, besonders gefördert durch regulatorische Vorgaben oder Selbstverpflichtungen der Industrie. Mit einem Exportanteil von rund 70 % kann Nabaltec schon heute von diesen weltweiten Trends profitieren. Mit dem Anspruch, in den eigenen Spezialmärkten zu den TOP-3-Anbietern weltweit zu gehören, verbindet sich auch das Ziel, auf allen Weltmärkten gleichermaßen vertreten zu sein. Im Mittelpunkt der Maßnahmen zur Marktausweitung stehen derzeit Nordamerika und Asien.

5. Flexible und schnelle Anpassung der Kapazitäten und Kostenstrukturen dank hochauflösender Controlling-Prozesse

Nabaltec verfolgt eine margenorientierte Kapazitätspolitik. Nachfrageschwankungen müssen möglichst früh berücksichtigt werden, da die Produktionsprozesse in der Spezialchemie nur mit einer prozessimmanenten Verzögerung variiert werden können, wenn sie gleichzeitig wirtschaftlich bleiben sollen. Deshalb hat Nabaltec ein schnell greifendes und sehr differenziertes Controlling entwickelt und verfügt damit über geeignete Instrumente, die Kostenpositionen den Absatzschwankungen weitgehend anzupassen.

6. Starke Finanzierungsbasis zur Sicherstellung der Zukunftsinvestitionen

Um die Marktchancen bei funktionalen Füllstoffen und in der technischen Keramik voll wahrnehmen zu können, sind weiterhin signifikante Investitionen nötig. Diese relativ hohe Investitionstätigkeit ist gleichzeitig eine wichtige Markteintrittsbarriere für mögliche neue Anbieter. Um die notwendigen Investitionsmittel zur Verfügung zu haben, setzt Nabaltec auf eine breite Finanzierungsbasis, die sich aus Eigenkapital, Bankdarlehen und Fördermitteln zusammensetzt. Mit der Emission einer Unternehmensanleihe im Volumen von 30 Mio. Euro konnte Nabaltec im Oktober 2010 den finanziellen Freiraum nochmals deutlich erweitern und verbessern.

1.4 STEUERUNG

Die Nabaltec AG verfügt über eine differenzierte Kosten- und Leistungsrechnung, die weitgehend dem Gedanken der Grenzplankostenrechnung folgt. Über eine mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung wird das Ergebnis transparent abgebildet. Abweichungen werden durchgehend nur dort verrechnet und belastet, wo die Verantwortlichkeit dafür zu finden ist. Dieses Controllingsystem ist die Grundlage für die Steuerung des Unternehmens und deckt sowohl die Unternehmensbereiche als auch die Dienstleistungsbereiche ab. Es liefert schnell und zuverlässig Informationen über Ist-Ergebnisse und Plan-Abweichungen sowie über die Erfolgswirksamkeit von Entscheidungen und Maßnahmen.

Auf dieser Grundlage baut ein das ganze Unternehmen umspannender Zielvereinbarungsprozess auf, der bis in die kleinsten Einheiten hinein mit differenzierten Zielvorgaben Verantwortlichkeiten definiert. Die Kosten- und Leistungsplanung unterstützt somit umfassend die Erreichung der Unternehmensziele. Soll-Ist-Vergleiche sind online verfügbar, signalisieren frühzeitig Handlungsbedarf und fördern den Prozess der Führung durch Zielvereinbarungen. Für alle Kostenstellen und Kostenträger wird monatlich ein Soll-Ist-Vergleich durchgeführt.

Die Unternehmensdaten werden monatlich in den Geschäftsbereichen sowie im Führungskreis präsentiert und diskutiert, Handlungsalternativen werden in diesem Gremium besprochen und umgesetzt. Der Aufbau entspricht dabei den Ansätzen in der Planung. Nach Abschluss eines Quartals wird jeweils eine Vorschaurechnung erstellt.

Seit dem Jahr 1998 wird in allen kaufmännischen Bereichen die ERP-Software "Navision" eingesetzt. Die gesamte Darstellung der Kosten- und Leistungsrechnung inklusive Ergebnisrechnung erfolgt seit 2003 bei Nabaltec auf Basis der Controlling-Software "macs". Die zentralen Kennzahlen als Grundlage für die betriebswirtschaftlichen Entscheidungen sind Umsatz, Deckungsbeitragsrechnung, EBIT, ROI, Amortisationsdauer und Cashflow.

2. GESCHÄFTSVERLAUF 2010

2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION

Die weltweite Konjunktur erholte sich 2010 sehr dynamisch und auf breiter Basis. Dabei verlief die Entwicklung deutlich schneller und bislang nachhaltiger als von Wirtschafts- und Konjunkturexperten erwartet. Nur einzelne Volkswirtschaften haben den Weg aus der Krise noch nicht gefunden, wie Spanien, Griechenland und Irland.

Motor des weltweiten Wirtschaftswachstums 2010 von rund 4,7 % (Quelle: Deutsche Bank) waren insbesondere die BRIC-Staaten mit Wachstumsraten zwischen 4,0 % in Russland und bis zu 10,0 % in China. Mit Ausnahme von Russland konnten diese Länder auch auf einer bereits stabilen oder wachsenden Basis 2009 aufbauen.

In den Industriestaaten ist dagegen die Aufholbewegung der Verluste von 2009 in vollem Gange. 2010 konnten die Industrieländer um 2,5 % wachsen und damit einen Teil des Minus von 3,6 % aus dem Jahr 2009 wieder kompensieren. Besonders erfreulich für Unternehmen wie Nabaltec mit einer sehr breiten internationalen Basis war, dass diese Erholung nahezu alle Industriestaaten erfasst hat. In Europa war insbesondere die Entwicklung in Deutschland beispielhaft. Das Plus von 3,6 % (Quelle: Statistisches Bundesamt) war so zu Jahresbeginn nicht erwartet worden. Selbst im Jahresverlauf 2010 mussten die unterjährigen Prognosen der verschiedenen Wirtschaftsforschungsinstitute mehrfach nach oben angepasst werden. Dieser Aufschwung wird mittlerweile nicht mehr allein vom Export getragen, sondern auch durch inländische Ausrüstungsinvestitionen und einen anziehenden Konsum unterstützt.

2.2 BRANCHENSITUATION

Der Gesamtumsatz der deutschen chemischen Industrie stieg 2010 um 17,5 % auf insgesamt 170,6 Milliarden Euro, so der Verband der Chemischen Industrie (VCI). Die chemische Industrie hat 2010 mit 11 % den stärksten Produktionszuwachs seit 1976 erzielt. Der Export konnte im Vergleich zum Vorjahr um 20 % auf 99,6 Milliarden Euro ausgebaut werden. Damit liegen die internationalen Umsätze bereits wieder über dem Vorkrisenniveau von 2007. Der Inlandsumsatz legte um 14 % zu und erreichte ein Volumen von 71,0 Milliarden Euro. Das Inlandsgeschäft liegt damit noch rund 10 % unter dem Vorkrisenniveau.

Die Preise für Chemikalien stiegen im vergangenen Jahr. Im Durchschnitt waren nach Erhebungen des VCI Chemikalien und Pharmazeutika rund 3,0 % teurer als ein Jahr zuvor. Insbesondere in den rohstoffnahen Sparten kam es zu einem Preisanstieg.

Die Kapazitäten in der deutschen Chemieindustrie sind inzwischen wieder normal ausgelastet. Die Ertragslage in der Branche ist gut. Viele Unternehmen haben ihre Investitionszurückhaltung, die 2009 noch zu zahlreichen Projektverschiebungen geführt hatte, 2010 wieder aufgegeben. Der VCI rechnet für 2010 mit einer Ausweitung der Investitionen in Anlagen und Gebäude um 5 % auf 6,4 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr.

Sowohl die Abnehmerbranchen für funktionale Füllstoffe als auch für die technische Keramik konnten in ganz ähnlichem Umfang von der konjunkturellen Entwicklung profitieren -teilweise sogar deutlich überproportional. Die erste Jahreshälfte war von einer ganz besonderen Dynamik geprägt. Ab Jahresmitte beruhigte sich die Erholung etwas und schwenkte auf einen nachhaltigen Wachstumspfad ein. Einzelne mittelbare Zielbranchen, wie Automobilproduktion oder Infrastruktur-/Bauindustrie, konnten auch den Wegfall staatlicher Sonderprogramme, wie sie vor allem 2009 noch vorhanden waren, recht problemlos kompensieren. Auch in den weiter vorgelagerten Industrien, beispielsweise bei Abnehmern von funktionalen Füllstoffen und technischen Keramiken, waren deutlich positive Impulse zu verspüren.

Der langfristige Trend einer steigenden Nachfrage nach halogenfreien, flammhemmenden Füllstoffen und insbesondere Aluminiumhydroxid ist unverändert intakt. Weltweit neu gefasste Brandschutzvorschriften sorgen für Impulse. Neue unabhängige Marktprognosen gehen von einer jährlichen Nachfragesteigerung von weltweit 6,5 % bis 2014 aus (auf Basis ATH, Quelle: The Freedonia Group, Inc.). Dieses Marktwachstum wird einerseits durch das wachsende öffentliche Bewusstsein für die Notwendigkeit von Brandschutz, andererseits durch die zunehmende Substitution von potenziell umweltbelastenden Flammschutzmitteln durch das umweltfreundliche, halogenfreie Aluminiumhydroxid gefördert. Diese Entwicklung wirkt sich vor allem positiv auf feinstgefällte Aluminiumhydroxide aus - ein Bereich, in dem Nabaltec nicht zuletzt durch Investitionen der vergangenen Jahre sehr gut aufgestellt ist.

Im Bereich der Spezialoxide und reaktiven Aluminiumoxide wird der Feuerfestmarkt durch die Nachfrage der Stahlindustrie geprägt. Im Sog der anziehenden Weltwirtschaft nahm die Stahlindustrie 2010 wieder zusätzliche Kapazitäten in Betrieb. Auch hier gilt, dass die langfristigen Trends Bestand haben, wie die Anforderung an die Hersteller von Feuerfestprodukten, höhere Standzeiten zu erreichen, was hochveredelte Spezialoxide begünstigt. Bis 2012 erwarten Marktexperten ein Wachstum bei Feuerfestprodukten von jährlich 5 % und in der technischen Keramik von rund 3 %.

2.3 ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF DER NABALTEC AG

Nabaltec konnte 2010 einen Geschäftsverlauf mit überaus starker Dynamik verzeichnen. Nachdem sich bereits in der zweiten Jahreshälfte 2009 eine merkbare Erholung abgezeichnet hatte, konnte Nabaltec 2010 durchweg neue Rekordwerte bei Absatz und Umsatz erzielen. Diese Dynamik umfasste alle Unternehmens- und Produktbereiche sowie alle regionalen und branchenspezifischen Zielmärkte.

Die eigenen Prognosen (auf Konzernebene) wurden 2010 bereits zweimal nach oben angepasst und auch diese Planungen wurden umsatzseitig nochmals übertroffen. Der Umsatzprognose von 100,0 bis 108,0 Mio. Euro standen tatsächliche Erlöse von 112,7 Mio. Euro gegenüber.

Im Gesamtjahr addierten sich die Ordereingänge auf 159,4 Mio. Euro. Bei einem Umsatz von 112,7 Mio. Euro ist dies ein klares Indiz für ein anhaltendes weiteres Wachstum. Nabaltec beendet das Jahr 2010 mit einem Auftragsbestand von 53,3 Mio. Euro - auch das ist ein Wert, den es in der Unternehmenshistorie noch nicht gab.

2.4 UMSATZENTWICKLUNG

Die Nabaltec AG hat 2010 einen Umsatz von 112,7 Mio. Euro erzielt. Das ist eine Steigerung von 54,2 % gegenüber den 73,1 Mio. Euro des Vorjahres. Der deutliche Zuwachs ist auf die stark gestiegene Nachfrage und die entsprechend höhere Absatzmenge zurückzuführen. Der Output in Tonnen über alle Unternehmensbereiche hinweg legte um 53,1 % zu. Die Absatzpreise blieben 2010 weitgehend stabil. Direkte Währungseffekte waren für die Umsatzentwicklung 2010 von untergeordneter Bedeutung. Die Exportquote blieb 2010 auf dem Niveau des Vorjahres von 69,9 %.

Der Umsatz im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" stieg um 51,2 % von 50,2 Mio. Euro 2009 auf 75,9 Mio. Euro 2010. Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" lag die Umsatzdynamik sogar noch etwas höher. Dort konnten die Umsatzerlöse von 22,9 Mio. Euro auf 36,8 Mio. Euro und damit um 60,7 % gesteigert werden. Beide Unternehmensbereiche haben über das ganze Jahr diese hohe Umsatzdynamik gezeigt. Teilweise waren die hohen Wachstumsraten im ersten Halbjahr noch durch die schwachen Vergleichswerte des Vorjahres begünstigt. Das zweite Halbjahr, insbesondere mit dem Rekordumsatz im vierten Quartal, zeigt die Nachhaltigkeit der Geschäftsentwicklung.

Die höchste Dynamik wiesen 2010 die Umsätze in den USA auf, sowohl im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" als auch im Bereich "Technische Keramik", wo jeweils der Umsatz aus dem Vorjahr mehr als verdoppelt werden konnte. Die US-Tochter Nashtec setzte ihre bereits 2009 sichtbar gewordene sehr positive Entwicklung fort. Binnen zwei Jahren haben sich die Umsatzanteile der USA von 8,1 % über 10,7 % auf nunmehr 14,9 % erhöht.

Umsatz nach Unternehmensbereichen

(Angaben in Mio. Euro)

Umsatz nach Regionen

2.5 ERTRAGSLAGE

Die Gesamtleistung der Nabaltec AG erhöhte sich von 72,0 Mio. Euro 2009 auf 112,3 Mio. Euro im Berichtsjahr. Der Zuwachs von 56,0 % war vor allem auf die Umsatzsteigerung zurückzuführen. Im Vergleich sehr geringfügige Bestandsveränderungen 2010 führten dazu, dass der Anstieg der Gesamtleistung gegenüber dem Umsatz leicht höher war. Erfreulich ist, dass Nabaltec damit die Bestände auf dem Niveau des Jahres 2009 halten konnte, als die Bestandsoptimierung oberste Priorität hatte.

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 2,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro) sind im Wesentlichen auf Versicherungserträge, Kursgewinne und sonstige Erträge aus Lieferungen und Leistungen an Dritte zurückzuführen.

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Operative Aufwandsquoten in Relation zur Gesamtleistung
2010 2009
--- --- ---
Materialaufwand 57,3 % 58,2 %
Personalaufwand 15,9 % 21,3 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen 19,3 % 20,6 %

Die Materialaufwandsquote (in Relation zur Gesamtleistung) konnte im Jahresvergleich leicht verbessert werden. Steigenden Aufwendungen für Rohstoffe stehen spezifische Einsparungen bei den Energieverbräuchen gegenüber. Entsprechend lag die Rohergebnismarge (in Relation zur Gesamtleistung) 2010 mit 45,1 % höher als 2009 mit 43,5 %. In absoluten Zahlen steigerte Nabaltec das Rohergebnis von 31,3 Mio. Euro 2009 auf 50,6 Mio. Euro im Berichtsjahr.

Die Personalkosten waren 2010 planmäßig durch das Auslaufen zahlreicher temporärer Kostensenkungsmaßnahmen von 2009 und durch den planmäßigen Personalaufbau geprägt. Die temporäre Entgeltabsenkung um 6,67 %, Kurzarbeit und Einsparungen bei der jährlichen Einmalzahlung sind im Jahresverlauf 2010 ausgelaufen oder beendet worden. Mit diesen Maßnahmen wurde der Belegschaftsstand während der Wirtschaftskrise konstant gehalten, was wiederum die Erreichung des deutlichen Umsatzwachstums im Geschäftsjahr 2010 sicherstellte. Die Personalkostenquote (in Relation zur Gesamtleistung) reduzierte sich durch den starken Anstieg der Gesamtleistung von 21,3 % 2009 auf 15,9 % 2010. Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich von 348 zum 31. Dezember 2009 auf 371 zum 31. Dezember 2010. Der gestiegene Personalbedarf liegt vor allem in der Erhöhung der Anzahl der Auszubildenden und im Start der Böhmit-Produktion in Schwandorf begründet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 14,8 Mio. Euro auf 21,7 Mio. Euro. Die Kostenquote gemessen an der Gesamtleistung verbesserte sich jedoch von 20,6 % auf 19,3 %. Die Entwicklung der Frachtkosten und Handelsvertreterprovisionen verlief weitgehend parallel zur Absatz- bzw. Umsatzentwicklung. Gegenüber den Vorquartalen erhöhten sich im vierten Quartal die Kosten für Fremd- und Reparaturleistungen. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen einmalige Platzierungskosten in Höhe von 1,3 Mio. Euro für die im vierten Quartal 2010 begebene Anleihe von 30,0 Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs 2010 auf 11,1 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es 1,2 Mio. Euro. Damit konnte das EBITDA erheblich verbessert und über das Niveau von 2008 gesteigert werden. Zu diesem Ergebnissprung trugen beide Unternehmensbereiche bei. Die schon im zweiten Halbjahr 2009 sichtbare Entwicklung setzte sich nachhaltig fort.

Unter Berücksichtigung der planmäßig verlaufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres 2010 in Höhe von 7,0 Mio. Euro errechnet sich das operative Ergebnis (EBIT) mit 4,1 Mio. Euro nach -4,3 Mio. Euro im Vorjahr. Die deutliche Verbesserung um 8,4 Mio. Euro ist vor allem auf die Umsatzausweitung in Verbindung mit anhaltender Kostenkontrolle zurückzuführen. EBITDA- und EBIT-Entwicklung zeigen die intakte Ertragskraft der Nabaltec AG auf operativer Ebene.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug -0,5 Mio. Euro (Vorjahr: -6,9 Mio. Euro). Darin enthalten ist das Finanzergebnis 2010 in Höhe von -4,2 Mio. Euro. Es setzt sich aus Zinsaufwendungen von 4,5 Mio. Euro und Zinserträgen sowie der Erträge aus Ausleihungen von 0,3 Mio. Euro zusammen. Im Vorjahr lag das Finanzergebnis bei -2,6 Mio. Euro. Der Anstieg der Zinsbelastung ist vor allem auf den quotalen Zinsanteil von 0,4 Mio. Euro der im Oktober 2010 emittierten Unternehmensanleihe im Volumen von 30 Mio. Euro zu 6,50 % Zins p. a. sowie auf die Umgliederung des Zinsanteils der Pensionsrückstellung in Höhe von 0,6 Mio. Euro zurückzuführen.

Der Jahresüberschuss lag im abgelaufenen Jahr bei -0,5 Mio. Euro nach -7,1 Mio. Euro 2009.

2.6 FINANZLAGE

2.6.1 FINANZMANAGEMENT

Das Finanzmanagement ist direkt dem Vorstand zugeordnet und umfasst schwerpunktmäßig das Management der Kapitalstruktur, die Liquiditätssteuerung, die Zins- und Devisenkursabsicherung sowie die Finanzmittelbeschaffung. Das Tochterunternehmen Nashtec ist in diesem Zusammenhang in das unternehmensweite Liquiditätsmanagement eingebunden.

Dank der eigenen Produktion in den USA durch das Tochterunternehmen Nashtec konnte Nabaltec die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen zwischen US-Dollar und Euro für die Geschäftsentwicklung weitgehend eliminieren. Weiteren Währungsrisiken begegnet Nabaltec mit dem Einsatz von Devisenkurssicherungsinstrumenten, wenn dies aufgrund der Volatilität der Märkte oder des Umfangs der Fremdwährungsgeschäfte angezeigt ist.

Nabaltec hat die Finanzierung des Unternehmens - nicht zuletzt im Rahmen des umfangreichen Investitionsprogramms der vergangenen Jahre - langfristig sichergestellt. Bis zum Bilanzstichtag wurden dem Tochterunternehmen liquide Mittel in Höhe von 9,1 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Zinssätze und Vertragskonditionen entsprechen den Standards für mittelständisch geprägte Unternehmen. Bei Fremdfinanzierungen mit variablen Zinsen bedient sich Nabaltec fallweise auch verschiedener Zinssicherungsinstrumente mit einer mittel- bis längerfristigen Zinsbindung (z. B. Zinsswaps).

Die Finanzierung des Wachstums und der getätigten Zukunftsinvestitionen wurde bisher vorrangig über Bankdarlehen sichergestellt, wobei Nabaltec auch günstige Programme von KfW oder LfA sowie Fördermittel der Regierung der Oberpfalz in Anspruch nimmt. Im Oktober 2010 hat Nabaltec zusätzlich eine Unternehmensanleihe im Volumen von 30,0 Mio. Euro emittiert und vollständig am Kapitalmarkt platziert. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre. Damit verfügt Nabaltec über eine ausgewogene Fremdfinanzierungsstruktur.

2.6.2 FINANZIERUNG

Das Eigenkapital verringert sich zum 31. Dezember 2010 geringfügig von 40,6 Mio. Euro auf 40,0 Mio. Euro. Das Minus resultiert aus der Ergebnisentwicklung. Aufgrund der gleichzeitigen Aufnahme neuer Finanzmittel durch die Emission der ersten Unternehmensanleihe der Nabaltec AG im Volumen von 30,0 Mio. Euro reduzierte sich die rechnerische Eigenkapitalquote von 39,8 % zum 31. Dezember 2009 auf 30,0 % zum 31. Dezember 2010. Diese Eigenkapitalausstattung kann im Branchenvergleich weiterhin als solide eingestuft werden.

Die Verbindlichkeiten nahmen im Berichtsjahr insgesamt um 31,4 Mio. Euro zu. Der Grund liegt vor allem in der erfolgreichen Emission der ersten Unternehmensanleihe der Nabaltec AG im Volumen von 30,0 Mio. Euro. Zusätzlich erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 4,5 Mio. Euro, insbesondere weil zum Jahresende weitere Rohstoffe eingekauft wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden um 2,8 Mio. Euro oder 6,8 % gesenkt.

Ausgewählte Bilanzpositionen in Relation zur Bilanzsumme

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31.12.2010 31.12.2009
Eigenkapital 30,0 % 39,8 %
Rückstellungen 9,1 % 11,3 %
Verbindlichkeiten 60,9 % 48,8 %

2.6.3 SONSTIGE AUSSERBILANZIELLE FINANZIERUNGSINSTRUMENTE

Nabaltec hat verschiedene technische Anlagen und Maschinen im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion veräußert. Die Restlaufzeiten der Leasingverträge belaufen sich auf ein bis fünf Jahre. Außerdem bedient sich Nabaltec eines fortlaufenden Factorings für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, auch um eventuelle Ausfallrisiken zu minimieren. Weitere Instrumente, die dem Financial Engineering zugerechnet werden können, werden in der Nabaltec AG nicht eingesetzt.

2.6.4 INVESTITIONEN

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Nabaltec AG inklusive der Verrechnung des anteiligen Investitionszuschusses 7,0 Mio. Euro investiert (Vorjahr: 20,0 Mio. Euro). Investitionsschwerpunkt war der Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" mit rund zwei Dritteln der Investitionssumme, die insbesondere für den Aufbau der Böhmit-Produktion und die abschließenden Investitionen in die CAHC-Anlage verwendet wurden. Zusätzlich wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur sowie der Energieeffizienz getätigt. Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" wurden dank der Investitionen 2010 die Produktionsabläufe weiter verbessert und darüber hinaus auch Kapazitäten erhöht.

2.7 VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme der Nabaltec AG stieg zum 31. Dezember 2010 von 102,0 Mio. Euro auf 133,3 Mio. Euro.

Wichtige Aktiva der Bilanz in Relation zur Bilanzsumme

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31.12.2010 31.12.2009
Anlagevermögen 60,1 % 78,9 %
darin: Sachanlagen 53,0 % 69,5 %
Umlaufvermögen 39,6 % 20,7 %
darin: Vorräte 14,4 % 17,3 %

Auf der Aktivaseite verschoben sich die Relationen vom Anlagevermögen hin zum Umlaufvermögen. Hauptfaktor war die Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände aufgrund der erfolgreichen Anleiheemission. Das absolute Anlagevermögen blieb weitgehend stabil. Den planmäßigen Abschreibungen standen hier Investitionen in ähnlicher Größenordnung gegenüber.

3 NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

3.1 MITARBEITER

Die Nabaltec AG beschäftigte zum Jahresende 2010 insgesamt 371 Mitarbeiter (31. Dezember 2009: 348). In der Mitarbeiterzahl enthalten sind auch 48 Auszubildende (31. Dezember 2009: 38). Nabaltec legt hohen Wert auf eine gute Ausbildung. So stellten die Auszubildenden mit einer Quote von 12,9 % auch im Geschäftsjahr 2010 fast schon traditionell einen bemerkenswert großen Teil der Belegschaft. Damit erhöhte Nabaltec diesen Wert 2010 erneut leicht und lag, wie in den Vorjahren, über dem Branchendurchschnitt. Die Auszubildenden von Nabaltec zählen regelmäßig zu den Jahrgangsbesten. Aktuell werden Ausbildungsplätze in den Berufen Industriekaufmann/-frau, lnformatikkaufmann/-frau, Chemielaborant/-in, Chemikant/-in, Elektroniker/-in für Betriebstechnik und Industriemechaniker/-in für Betriebstechnik angeboten.

Die Nabaltec AG gehörte in der Vergangenheit regelmäßig zu den 100 besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand, so die Untersuchungen des bundesweiten, branchenübergreifenden Unternehmensvergleiches "TOP JOB". Auszeichnungen wie diese sind ein Zeichen dafür, wie ernst das Unternehmen seine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern nimmt. Arbeitsplatzsicherung hatte auch in der Wirtschaftskrise hohe Priorität. Die ausgezeichnete Entwicklung 2010 zeigte, wie richtig die Entscheidung war, auf Entlassungen zu verzichten und mit Entgeltverzicht und Kurzarbeit die Arbeitsplätze zu sichern. Ein zentrales Anliegen von Nabaltec ist es, den Mitarbeitern unternehmensintern Perspektiven und Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu bieten, um auch auf diesem Wege die Identifikation mit dem Unternehmen, den Einsatz und das Engagement der Mitarbeiter zu fördern.

3.2 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nehmen eine zentrale Rolle in der Gesamtstrategie der Nabaltec AG ein. Wichtiges Element der F&E-Strategie ist der enge Schulterschluss und die gemeinsame Entwicklungsarbeit mit den Kunden. Der Fokus in allen Unternehmensbereichen ist, den Kunden Qualitäts- und Verarbeitungsvorteile bieten zu können und sie so zu unterstützen, sich einen Wettbewerbsvorteil zu generieren. Als ein führender Anbieter von hochspezialisierten Produkten betrachtet Nabaltec Forschung und Entwicklung als eine der Kernkompetenzen.

Die enge Zusammenarbeit mit den Kunden zieht sich durch nahezu alle Unternehmensbereiche und Prozessschritte. Der anwendungsorientierte Vertrieb ist gefordert, die spezifischen Bedürfnisse der Kunden zu definieren und direkt in die Entwicklungsarbeit einfließen zu lassen. Gleiches gilt für die Rückmeldungen der Kunden bei Neuentwicklungen, aber auch bei etablierten Produkten; auch sie gehen unmittelbar in die Weiterentwicklungen mit ein. Durch den anwendungstechnisch ausgerichteten Vertrieb ist Nabaltec gleichzeitig in der Lage, frühzeitig neue Trends zu erkennen und aktiv zu fördern.

Parallel ist es das Ziel von Nabaltec in der F&E-Arbeit, die eigenen Produktionsprozesse fortlaufend zu optimieren und so die Basis zu schaffen, um die eigene Marktposition weiter ausbauen zu können. Beispielsweise ist die Energieoptimierung ein fundamentaler Antrieb für vielfältige F&E-Projekte.

Die langjährig erarbeitete In-House-Kompetenz wird in einigen Bereichen durch gemeinsame Projekte mit Universitäten, öffentlichen und privaten Instituten sowie Forschungs- und Technologiegesellschaften sinnvoll ergänzt. Zu den Forschungspartnern gehören unter anderem das Institut für Verfahrenstechnik mit dem Schwerpunkt Feuerfest an der RWTH in Aachen, das deutsche Kunststoffinstitut in Darmstadt, das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme in Dresden, die Technische Universität in Dresden und das Forschungsinstitut für anorganische Werkstoffe - Glas/Keramik in Höhr-Grenzhausen. Zusätzlich unterlegt wird die Innovationstätigkeit von Nabaltec durch die Teilnahme an der AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen) und verschiedenen Projekten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in beiden Unternehmensbereichen.

Das ausgeprägte Engagement von Nabaltec bei Forschung & Entwicklung drückt sich auch durch verschiedene nationale und internationale Preise und Auszeichnungen für die Innovationskraft aus. Beispielsweise gehörte Nabaltec bereits viermal zu den 100 innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand und wurde in unterschiedlichen Bereichen mehrfach für ihre Innovationskraft ausgezeichnet.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Nabaltec sind derzeit vor allem darauf ausgerichtet, vorhandene Produkte und Verfahren weiterzuentwickeln und zu verfeinern. Die Maßgaben werden durch sich ständig verändernde Kunden- und Marktanforderungen definiert. Diesen gilt es jederzeit zu entsprechen und damit gleichzeitig in den eigenen Zielmärkten die Produktpalette zu arrondieren beziehungsweise zu erweitern.

Die F&E-Schwerpunkte der vergangenen Jahre, Additive und Böhmite, werden auch nach Markteinführung weiterhin intensiv fortgesetzt. Im Mittelpunkt steht dabei, die permanente Weiterentwicklung der Qualitäten sowie neue Einsatzgebiete zu identifizieren und zu erschließen. Nicht zuletzt ist es das Ziel von Nabaltec, auch in diesen beiden neuen Bereichen, vom Start weg im weltweiten Umfeld die Qualitätsführerschaft einzunehmen.

Im Berichtsjahr 2010 standen für den Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:

Unverändert ist der Bereich der halogenfreien Flammschutzmittel ein wichtiger Wachstumsmarkt, insbesondere für innovative, umweltfreundliche Produkte. Halogenhaltige Produkte werden durch halogenfreie ersetzt, wobei Großkonzerne im Bereich der Consumer-Elektronik mit entsprechenden Werbeslogans, die die Umweltfreundlichkeit der Produkte betonen, sich dazu auch öffentlich bekennen und so diesen Trend fördern. Ein weiterer Entwicklungstrend ist die Förderung von Flammschutzmitteln im Bereich Personentransport in öffentlichen Transportmitteln, wo sie bis dato noch nicht in allen Bereichen vorhanden sind.

Im Bereich der klassischen mineralischen Flammschutzmittel, wie APYRAL®, werden bestehende Produkte in Abstimmung mit den Kunden, z. B. im Bereich der Kabelindustrie, gemäß neuer Anwendungsanforderungen modifiziert. Beispielhaft sei hier auf Projekte zur optimierten Korngrößenverteilung hingewiesen. Das Augenmerk ist dabei immer auf das Erreichen optimierter Fertigprodukteigenschaften mit verbessertem Flammschutz gerichtet.

Zur Erschließung neuer Anwendungsgebiete werden weitere Spezial-Füllstoffe im Submikron-Bereich, wie ACTILOX® AS, entwickelt. Forschungs- und Entwicklungsziele sind hier die Erreichung von Antisettling-Eigenschaften und von Synergismen im Flammschutz in Harzsystemen.

Für die innovative RTM-Verfahrenstechnik (Harzverarbeitung) entwickelt die Nabaltec AG neue APYRAL®-Produkte, die bezüglich Verarbeitungsverhalten ideal angepasst werden, so dass dieser Zukunftsmarkt entsprechend bedient werden kann.

Nabaltec arbeitet intensiv an den Anwendungsentwicklungen im Bereich der Elektro- und Elektronikindustrie (E&E-Industrie). So wurden aktuell Freigaben im Bereich Leiterplatten durch Feinabstimmungen neuer APYRAL®-AOH-Produkte von Kunden erhalten. Weitere Freigaben sind in Vorbereitung oder bereits im Prozess.

Für technische thermoplastische und flammgeschützte Kunststoffe führt die Nabaltec AG Anwendungsentwicklungen durch, in denen mineralische Flammschutzmittel bis dato noch nicht im Einsatz waren, z. B. spezielle feine Qualitäten von APYRAL® AOH und ACTILOX® (Böhmit). Bezüglich neuer Trends der Umwelttechnik arbeitet die Nabaltec AG an neuen Werkstoffen für Energiespeicher in alternativen Antriebskonzepten.

Für den Unternehmensbereich "Technische Keramik" standen im Berichtsjahr folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:

Mit mehreren neuen reaktiven NABALOX®-Aluminiumoxiden bietet Nabaltec Kunden in der Feuerfestindustrie zusätzliche Möglichkeiten, monolithische Erzeugnisse mit weiter verbesserten Verarbeitungs- und Anwendungseigenschaften herzustellen. Aktuelle Entwicklungen zielen sowohl auf die laufende Verbesserung als auch auf die Optimierung der Herstellprozesse dieser Produkte. Weitere Arbeiten im Rahmen der NABALOX®-Produktgruppe sind auf die Identifizierung, Evaluierung und Optimierung innovativer Veredelungsprozesse für Aluminiumoxide zur Anwendung in der Keramik- und Poliermittelherstellung gerichtet.

Mullit-ähnliche Sinterprodukte werden in großem Umfang als Rohstoffe in der Feuerfestindustrie eingesetzt. Ihre wiederholte weltweite Verknappung hat dazu geführt, dass sie im Rahmen der Europäischen Rohstoffinitiative RMI als strategisch wichtig erkannt und eingeordnet wurden. Nabaltec arbeitet in diesem Zusammenhang gemeinsam mit Kunden an Lösungen zur Substitution defizitärer natürlicher Rohstoffe durch spezielle Sintermullit-Qualitäten. Neben der angestrebten Rohstoffunabhängigkeit sollen in dieser Kooperation langfristig die Voraussetzungen für die Einführung von Stoffkreisläufen bezogen auf die feuerfesten Materialien geschaffen werden. Andere Entwicklungen in der SYMULOX®-Produktgruppe betreffen spezielle keramische Anwendungen.

Zur prinzipiellen Steigerung der Leistungsfähigkeit verschiedener GRANALOX®-Produkte in bestehenden Anwendungen wurden unter anderem Entwicklungen im Bereich der organischen Plastifizierung und der Sprühgranuliertechnik durchgeführt. Im Ergebnis konnten Produkte mit verbesserten Prozess- und Verarbeitungseigenschaften vorgestellt werden. Im Vorjahr begonnene Arbeiten zur Entwicklung umwandlungsverstärkter Aluminiumoxide wurden fortgesetzt. Neben kundenspezifischen internen Entwicklungen ist Nabaltec auch an grundlagenorientierten und öffentlich geförderten Projekten beteiligt.

3.3 KUNDENBEZIEHUNGEN

Nabaltec konnte in der Wirtschaftskrise das eigene Marktstanding nochmals deutlich ausbauen. Wichtige Argumente in der Zusammenarbeit mit den Kunden sind die bewiesene Lieferzuverlässigkeit und Qualitätskonstanz. Nabaltec hat gezeigt, ein sehr verlässlicher Partner für die langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu sein. Diese Eigenschaften stellen im aktuellen Marktumfeld einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar.

Grundvoraussetzung für den Markterfolg von Nabaltec sind Produkte, die zielgerichtet auf die Bedürfnisse der Kunden entwickelt, optimiert und in großen Mengen und über lange Zeiträume stabil zu gleichbleibend bester Qualität geliefert werden. Nabaltec-Produkte helfen, die Produkte der Kunden sicherer, umweltfreundlicher, widerstandsfähiger und wettbewerbsfähiger zu machen und gleichzeitig die Produktionsprozesse der Kunden zu optimieren. Deshalb münden gemeinsame Entwicklungsprojekte und Geschäftsbeziehungen in langfristige Lieferverträge und nachhaltige Kooperationen. Das Ziel von Nabaltec, eine Marktposition unter den drei führenden Anbietern im jeweiligen weltweiten Marktsegment zu erreichen, ist vor allem nur im engen Schulterschluss mit den Kunden zu erreichen und garantiert unseren Kunden gleichzeitig höchste Verlässlichkeit und beste Verfügbarkeit.

3.4 MANAGEMENTSYSTEME

Um das sicherheitsbewusste Verhalten aller Mitarbeiter zu schulen und die Umsetzung gesetzlicher und berufsgenossenschaftlicher Forderungen zu vereinfachen, hatte sich das Unternehmen bereits 2007 dazu entschlossen, zusätzlich zu den bereits bestehenden Qualitäts- und Umweltmanagement-Systemen nach ISO 9001:2008 bzw. ISO 14001:2004 auch ein Sicherheitsmanagement-System nach BS OHSAS 18001:2007 (British Standard Occupational Health and Safety Assessment Series) einzuführen. Im Jahr 2010 wurde ein umfangreiches Überwachungsaudit für das Sicherheitsmanagement-System nach BS OHSAS 18001:2007 durchgeführt. Ebenso erfolgten Wiederholungsaudits für das Qualitätsmanagement-System nach ISO 9001:2008 und das Umweltmanagement-System nach ISO 14001:2004. 2010 erfolgte auch die Zertifizierung des EnergiemanagementSystems nach EN 16001 durch die TÜV SÜD Management Service GmbH. Damit darf sich die Nabaltec AG zu einem der ersten Unternehmen in Deutschland zählen, die ein zertifiziertes Energiemanagement-System unterhalten.

Darüber hinaus ist das Analysenzentrum der Nabaltec AG nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005 akkreditiert.

Bis Ende November 2010 erfolgte die REACH-Registrierung (Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien) sowie die Einstufung nach GHS für alle Nabaltec-Produkte.

3.5 UMWELTSCHUTZ

Nabaltec nimmt für sich in Anspruch, mit den eigenen Produkten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Ökobilanzen einer Vielzahl von Produkten zu leisten. Die zunehmende Bedeutung des Umweltschutzes ist eine der wichtigsten Triebfedern für den Erfolg von Nabaltec-Produkten auf den Weltmärkten. Sie ersetzen beispielsweise blei-, brom- und andere schwermetallhaltige Zusatzstoffe in Kunststoffen. Vor diesem Hintergrund ist es von zentraler Bedeutung, dass auch Forschung & Entwicklung, Produktion und vor- sowie nachgelagerte Logistik möglichst umweltschonend ausgelegt sind. Der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen ist ein zentrales Anliegen von Nabaltec und eine Grundvoraussetzung für die gesellschaftliche Akzeptanz des Unternehmens. Die Nabaltec AG nimmt ihre Umweltverantwortung, die über den eigenen Standort deutlich hinausgeht, aktiv an.

Besonderes Augenmerk - auch unter Kosteneinsparungsgesichtspunkten - wird auf die Optimierung der Energieprozesse in der Produktion gelegt. Auch 2010 wurden in diesem Bereich wieder Investitionen getätigt. Gemeinsam mit externen Partnern entwickelte Nabaltec Verfahren, die deutlich weniger Prozessenergie benötigen und somit auch zu wesentlich geringeren CO2 -Emissionen führen. Durch die Teilnahme am Arbeitskreis Energietechnik der Bayern Innovativ GmbH wird dieser Weg konsequent fortgesetzt. Hier beteiligt sich Nabaltec an einem Netzwerk von mittelständischen Unternehmen. Ziel ist es, Innovationen bezüglich kontinuierlicher Verbesserungsprozesse an andere Unternehmen weiterzugeben und zu erhalten. Ein ganz wesentlicher Anteil des Energiebedarfs von Nabaltec wird in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Müllverwertung Schwandorf durch den Einsatz regenerativer Energie gedeckt.

Generell ist Nabaltec bestrebt, die Produktionsprozesse für alle Anlagen so aufzubauen, dass diese einen geschlossenen Kreislauf darstellen. Einen Meilenstein stellt hier die 2009 in Betrieb genommene CAHC-Anlage am Standort Schwandorf dar, die vollständig ohne Produktionsabwässer arbeitet und einen geschlossenen Wasserkreislauf aufweist. Auch im Umgang mit Chemikalien, wie Natronlauge, die zur Erzeugung von Feinsthydroxid verwandt wird, wird konsequent darauf geachtet, dass diese nicht an die Umwelt abgegeben werden, sondern in einem geschlossenen Produktionskreislauf vollständig für den Wiedereinsatz verwendet werden können.

3.6 KAPITALMARKT

Nabaltec verfügt seit dem Börsengang 2006 über einen intakten Kapitalmarktzugang. Dies hat Nabaltec 2010 erneut unter Beweis gestellt, als eine Anleihe im Volumen von 30 Mio. Euro platziert werden konnte. Der Kapitalmarktzugang, der jederzeit durch eine transparente und verlässliche Kommunikation gepflegt wird, sichert Nabaltec eine ausgewogene und weitgehend unabhängige Finanzierung, die auch auf den Absatzmärkten positiv wahrgenommen wird.

4. BERICHT ÜBER CHANCEN UND RISIKEN

4.1 RISIKOMANAGEMENT

Die Bedeutung des Risikomanagements für die Nabaltec AG ergibt sich aus der unternehmerischen Tätigkeit und den globalen Aktivitäten mit einem entsprechend internationalen Wettbewerbs- und regulatorischen Umfeld und der Gesamtkomplexität der globalen Wirtschaft. Dies ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Der Erfolg der Nabaltec AG wird ganz wesentlich durch das Erkennen dieser Chancen und Risiken sowie den bewussten Umgang mit ihnen und die Beherrschung der Risiken beeinflusst. Ein wirksames Risikomanagement ist ein Kernelement für die langfristige Sicherung des Unternehmens, seines wirtschaftlichen Erfolgs auf den internationalen Märkten und für die erfolgreiche nachhaltige Weiterentwicklung in der Zukunft.

Nabaltec entwickelt das Risikomanagement im Unternehmen ständig weiter. Durch die Fortentwicklung der Instrumente der Risikovorsorge auf allen Gebieten können Gefährdungen für das Unternehmen frühzeitig erkannt und ausgeschlossen werden. Integrale Bestandteile sind das Risikomanagement als fortlaufender Prozess, das RisikoControlling, eine umfassende Kommunikation und Dokumentation sowie ein internes Überwachungssystem. Alle intern und extern erkennbaren Risiken werden möglichst lückenlos erfasst, dokumentiert, bewertet und in eine Risikomatrix eingebunden. Diese Risikomatrix stellt das Grundgerüst für die Bewertung möglicher Risikolagen sowie zur Identifizierung der Schlüsselrisiken dar.

Ausgangspunkt der konkreten Prozesse im Risikomanagement von Nabaltec ist die Identifikation und Bewertung der unterschiedlichen Risikoarten und -profile, die vom Controlling überwacht und kontrolliert werden. Berichte über die Risiken des Geschäfts sowie laufende Statusberichte werden für den Vorstand und die Geschäftsleitung erstellt und im Führungskreis diskutiert. Wichtiges Element ist dabei auch die umfassende operative Planung mit Zielvereinbarungen, die durch regelmäßige Vorschaurechnungen ergänzt wird.

Um mittel- und langfristige Chancen zu nutzen und um Risiken erkennen zu können, hat Nabaltec ein System der strategischen Planung eingeführt. In den Strategiefindungsprozess sind alle relevanten Bereiche eingebunden. Risiken, die aus wettbewerbs-, kartell-, steuer- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen, begegnet Nabaltec bereits im Vorfeld durch die Einbindung von Experten. Maßnahmen zur Qualitätssicherung begrenzen Produkt- und Umweltrisiken. Dazu gehören beispielsweise die Zertifizierung unserer Aktivitäten nach internationalen Normen, die ständige Verbesserung von Anlagen und Verfahren, die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten sowie die Mitarbeit in internationalen Fachgremien.

Zum Risikomanagement gehören auch die regelmäßige Überprüfung der Effizienz der verwendeten Sicherungsinstrumente und die Zuverlässigkeit der Kontrollsysteme. Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen die entsprechenden Versicherungen, die die finanziellen Folgen auf Liquidität, Finanzlage und Ertragssituation begrenzen und existenzgefährdende Situationen möglichst ausschließen.

4.2 CHANCEN UND RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Absatzmarkt

Die internationale Wirtschaftskrise 2008/2009 hat gezeigt, dass ein entsprechender Nachfrageschock auch in den Zielmärkten der Nabaltec AG weitreichende Folgen haben kann. Trotz Flexibilisierung und Anpassungen in den Kostenstrukturen und Kapazitäten können derart hohe Schwankungen in der Nachfrage spürbare Mengen- und Margenrisiken beinhalten. Weitere absatzseitige Risiken sind der mögliche Verlust wichtiger Key-Accounts, Marktanteilsverluste aufgrund von technologischen Neuentwicklungen oder das Vordringen von Wettbewerbern. Aufgrund der starken Positionierung von Nabaltec als Innovations- und Qualitätsführer können diese Risiken begrenzt werden und die entsprechenden Marktmechanismen gleichzeitig als Chance im globalen Wettbewerb genutzt werden.

Risiken im Zusammenhang mit der ab 1. Juli 2007 in Kraft getretenen europäischen REACH-Verordnung für bestehende Produkte ergeben sich nach heutigem Kenntnisstand nicht. Um den hohen Anforderungen Rechnung zu tragen und mögliche Beschränkungen bei Neuprodukten besser abschätzen zu können, gibt es im Unternehmen einen REACH-Beauftragten. Durch den Beitritt in ein Industriekonsortium wird dem Risiko hoher Registrierungskosten erfolgreich entgegengewirkt.

Beschaffungsmarkt

Die Nabaltec AG beobachtet die wirtschaftliche Situation ihrer Zulieferer sehr aufmerksam und baut für alle Produkte gezielt Alternativen auf. In der Rohstoffversorgung arbeitet Nabaltec mit mittel- und langlaufenden Lieferverträgen. Die Versorgung mit den für den Produktionsprozess wichtigsten Medien, Elektrizität, Gas und Dampf, ist ebenfalls durch langfristige Verträge abgesichert. Bei starkem Wachstum verfügt Nabaltec über alternative Szenarien und Vorüberlegungen, um den steigenden Energiebedarf zu attraktiven Konditionen decken zu können. Ein weiteres Risiko sind überproportional steigende Logistikkosten. Diesem Risikoszenario kann Nabaltec einerseits durch eine stärkere Beteiligung der Kunden an den Logistikkosten begegnen und andererseits durch einen ausgewogenen Logistik-Mix. Beispielweise verfügt Nabaltec über einen eigenen Gleisanschluss, der die Bahn als Transportmittel sehr attraktiv macht.

Finanzmarkt

Devisenkursrisiken werden, wenn nötig, gezielt durch Kurssicherungsmaßnahmen im US-Dollar-Bereich begrenzt. Im Rahmen der mittelfristigen Finanzierung werden durch den Nabaltec-Konzern zur Sicherung des Zinsniveaus Swaps eingesetzt oder Kreditvereinbarungen mit festem Zinssatz abgeschlossen. Die Nabaltec AG sowie die US-amerikanische Tochter verfügen über eine detaillierte Finanz- und Liquiditätsplanung, die regelmäßig einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen wird. Im Falle von zusätzlichem Liquiditätsbedarf werden entsprechende Finanzierungsmaßnahmen eingeleitet. Dem Zinsänderungsrisiko begegnet der Nabaltec-Konzern teilweise durch Absicherung. Die Kreditverträge der Nabaltec AG unterliegen zum Teil Covenants, die sich unter anderem an den Leverage Coverage Ratios wie auch an der EK-Quote bemessen. Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, bei Nicht-Einhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen oder er könnte von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen. Im Berichtsjahr kam es zu keinen Verletzungen der zum 31. Dezember 2010 wirksamen Covenants. Mit erfolgreicher Emission der Unternehmensanleihe hat sich die Finanzierungssituation der Nabaltec AG erheblich verbessert beziehungsweise die Unabhängigkeit von den kreditgebenden Banken erhöht.

Mit der Einführung des Factorings 2002 konnte der Anteil versicherter Forderungen weiter erhöht und die Liquidität des Unternehmens deutlich verbessert werden.

Personalbereich

Personalrisiken ergeben sich durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. Nabaltec begrenzt diese Risiken durch intensive Weiterbildungs- und Nachwuchskräfteprogramme zur Steigerung der Qualifikation der Mitarbeiter sowie durch leistungsgerechte Vergütung, ebenso durch Stellvertreterregelungen, die den Ausfall von Schlüsselkräften abfedern und frühzeitige Nachfolgeplanungen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen gute Karrierechancen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten an. Chancen im Personalbereich ergeben sich für Nabaltec aus der Gewinnung ausgewiesener Experten. Die eigene Marktstellung, das erarbeitete Renommee in der Branche, die hohe Verlässlichkeit und die bekanntermaßen starke Ausrichtung auf Forschung & Entwicklung machen Nabaltec in den eigenen Marktsegmenten zu einem attraktiven Arbeitgeber.

Produktions-, Prozess- und IT-Bereich

Nabaltec verfügt über ein integriertes Qualitätsmanagement-System mit Zertifizierung nach ISO 9001:2008, das unternehmensweit umgesetzt ist. Deshalb hält Nabaltec die produktionsspezifischen Risiken für überschaubar und beherrschbar. Bei den geschäftskritischen IT-Anwendungen baut die Nabaltec AG auf standardisierte Programme und redundant ausgelegte, qualitativ hochwertige Hardware. Die regelmäßig überprüfte Zugriffsstruktur gewährleistet den Datenschutz; die Datensicherheit besteht aufgrund entsprechend allgemein etablierter Verfahren. Die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien auf Basis der aktuellsten Gesetzeslage ist im Unternehmen zu jedem Zeitpunkt gesichert und wird seit 2010 zusätzlich durch einen externen Datenschutzbeauftragten beaufsichtigt.

Umweltschutz

Umweltrisiken können aus dem Überschreiten der zulässigen Grenzwerte für Lärm- und Staubbelastung entstehen oder durch den Austritt von Gefahrstoffen. Diesen Risiken tritt Nabaltec durch ein umfangreiches Umweltmanagement nach ISO 14001:2004, das zertifiziert ist und regelmäßig weiterentwickelt und auditiert wird, entgegen. Die Produktionsprozesse von Nabaltec basieren auf geschlossenen Kreisläufen, z. B. für Wasser und Lauge.

Technologische Weiterentwicklung

Mögliche technologische Risiken können entstehen durch die Substitution der Nabaltec-Produkte bei den Kunden aufgrund von Technologiewechseln, durch die Nichtnutzung neuer Technologien oder das Nichterkennen technologischer Entwicklungen. Als Innovationsführer minimiert Nabaltec diese Risiken durch ständige, intensive Anstrengungen in der Forschung & Entwicklung, die ausgeprägte Kundennähe und die integrierte Struktur von Vertrieb und F&E. In technologischen Weiterentwicklungen liegen vielmehr zahlreiche Chancen für Nabaltec, mit der eigenen Qualität Wettbewerbsvorteile zu generieren, durch schnelle Produktanpassungen neue Märkte zu besetzen und gemeinsam mit den Kunden Prozess-, Verarbeitungs- und Qualitätsvorteile zu generieren und damit die Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg zu schaffen.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen könnten Risiken für Nabaltec entstehen lassen. Derzeit - und auf mittel- und langfristige Sicht ist keine Trendumkehr zu erkennen - sorgen regulatorische Änderungen vielmehr für zusätzliche Marktchancen. Denn im weltweiten Maßstab werden umweltschonende Produkte, wie die von Nabaltec, nachhaltig forciert, um umweltbelastende Materialien aus dem Stoffkreislauf zu entfernen.

4.3 GESAMTBEURTEILUNG

Risiken der künftigen Entwicklung bestehen aufgrund der beschriebenen ständigen Beobachtungen der für Nabaltec relevanten Märkte sowie aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Produkte und der Anpassung an die Bedürfnisse bestehender und potenzieller Kunden derzeit nicht. Insgesamt werden die Risiken im Unternehmen gut gesteuert und sind deshalb in ihrer möglichen Wirkung begrenzt. Auch künftig ist der Bestand der Nabaltec AG gesichert.

5. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Die Prinzipien verantwortungsbewusster Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Führungs- und Kontrollgremien der Nabaltec AG. Da das Unternehmen im Open Market der Wertpapierbörse Frankfurt mit Zulassung zum Entry Standard gelistet ist, berichtet der Vorstand auf freiwilliger Basis in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 1 HGB - zugleich auch für den Aufsichtsrat - über die Unternehmensleitung, -führung und Corporate Governance. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de in der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance veröffentlicht.

6. NACHTRAGSBERICHT

Weitere Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Nabaltec AG von besonderer Bedeutung wären und über die hier zu berichten wäre, sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 nicht eingetreten.

7. AUSBLICK

Nabaltec erwartet dank fundamentaler Trends, wie Umweltschutz, steigende Sicherheitsstandards und wirtschaftliche Notwendigkeit zu ständigen Prozessverbesserungen bei den Kunden, eine sich weiterhin positiv entwickelnde Nachfrage für die eigenen Produkte. Die rasante Erholung 2010 hat gezeigt, dass Nabaltec nicht nur von Auf- und Nachholeffekten profitiert, sondern die eigene Marktstellung weiter verbessern konnte.

Nabaltec ist Qualitäts- und Innovationsführer und gehört zu den Marktführern in ihren Zielmärkten. Die Nabaltec AG konnte ihre Verlässlichkeit als stabiler Partner im Markt nachhaltig unter Beweis stellen. Bei einer Reihe von Marktteilnehmern, die bislang noch nicht oder nur in Teilsegmenten zu den Kunden von Nabaltec gehörten, konnten Freigabeverfahren für die eigenen Produkte erfolgreich abgeschlossen werden.

7.1. KONJUNKTUR & BRANCHE

Nach Prognosen der Deutschen Bank ist in den für Nabaltec wichtigsten Volkswirtschaften in den Jahren 2011 und 2012 ein anhaltendes Wachstum zu erwarten. In der Euro-Region soll die Wirtschaftsleistung sogar weiter leicht an Dynamik gewinnen und 2011 um 1,2 % und 1,4 % im Jahr darauf wachsen. Deutschland soll weiterhin europäischer Wachstumsmotor bleiben. In den USA wird die Wirtschaft stärker als im Euro-Raum wachsen. China und Indien setzen ihren Wachstumskurs unverändert fort.

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Konjunkturprognose
in % 2011 2012
--- --- ---
Welt gesamt 3,9 4,2
USA 3,0 3,4
Euro-Raum 1,2 1,4
Deutschland 2,0 1,4
Frankreich 1,2 1,6
Italien 0,9 1,2
Spanien 0,2 1,1
Großbritannien 2,2 2,0
Japan 0,1 1,7
China 8,7 8,4
Indien 8,2 8,5

Quelle: Deutsche Bank, 15. Dezember 2010

Die Prognosen für die chemische Industrie in Deutschland lassen für 2011 eine leichte Beruhigung, aber auch eine Fortsetzung des Wachstums erwarten.

7.2 PROGNOSE DES GESCHÄFTSVERLAUFS

Nabaltec erwartet für 2011 ein weiteres Wachstum der Nachfrage. Der aktuelle Auftragsbestand von 53,3 Mio. Euro gibt eine deutliche Indikation für eine anhaltend starke Nachfrage.

Nabaltec hat mit Beginn des Jahres 2011 für alle Produkte Preiserhöhungen realisiert. Regional gesehen rechnet Nabaltec in den USA mit einer Fortsetzung der guten Umsatzentwicklung. Weitere Impulse sollten insbesondere aus dem asiatischen Markt kommen. Beispielsweise dürften die Nachfrageimpulse für halogenfreien Flammschutz aus Indien sogar die aus China noch übertreffen. Für Deutschland und Europa rechnet die Nabaltec AG mit einem stabilen Wachstum.

Im Bereich des halogenfreien Flammschutzes ist die Nabaltec AG mit der patentierten CD-Technologie für zukünftige Marktentwicklungen ausgezeichnet positioniert. Die positiven Eigenschaften von feinstgefällten Aluminiumhydroxiden sind erst in den vergangenen Jahren zunehmend in den Fokus der Industrie gerückt und führen seither schrittweise zu einer Substitution anderer Stoffe und zu Umstellungen in der Produktentwicklung und Produktion in der weiterverarbeitenden Industrie.

Die Nabaltec AG wird die Produktpalette, die auf der CD-Technologie basiert, weiter ausbauen, um den Kunden auch in zusätzlichen Verarbeitungsbereichen und Zielmärkten die Verarbeitungsvorteile zu bieten. Die Märkte für Kabel und Dämmstoffe, die bislang die Hauptmärkte für die Feinsthydroxide bei den funktionalen Füllstoffen darstellen, sind von der Baukonjunktur abhängig. Die Anwendungssegmente im Niederspannungsbereich, in der Telekommunikation und der IT lassen auch 2011 und 2012 gute Wachstumsimpulse erwarten. Die Indizien für eine Fortsetzung des Wachstums in den Märkten des halogenfreien Flammschutzes sind erkennbar. Unterstützt wird diese Erwartung durch die Entwicklungen in der Gesetzgebung und immer strengere Flammschutzverordnungen, die den Wechsel von halogenhaltigen hin zu halogenfreien Flammschutzmitteln in der Industrie immer weiter vorantreiben. Neue Marktstudien von 2010 sagen beispielsweise für den halogenfreien Flammschutz ein Marktwachstum von jährlich 6,5 % bis 2014 voraus (auf Basis ATH).

Eine zentrale Aufgabe für 2011 ist der erfolgreiche Ausbau des Geschäfts mit den Additiven und speziellen Böhmit-Qualitäten. Im Bereich der Additive sieht Nabaltec gute Wachstumschancen, da die durch internationale Vorschriften getriebene Substitution von schwermetallhaltigen Stabilisatoren in der PVC-Verarbeitung die umweltfreundlichen Alternativprodukte fördert. Die von der Nabaltec AG entwickelte und patentierte Produktfamilie, die in Kunststoffmischungen giftige Bleiverbindungen ersetzen kann und als Hitzestabilisator eingesetzt wird, hat bereits zahlreiche Freigabeverfahren bei künftigen Schlüsselkunden erfolgreich durchlaufen. Die Additive von Nabaltec kommen insbesondere bei neuentwickelten Produkten zum Einsatz. Entsprechend müssen die Zielsetzungen für die Marktdurchdringung mittelfristig angelegt sein.

Ähnlich ist die Aufgabenstellung für die Nabaltec AG bei den Böhmiten für die Elektronikindustrie. Auch hier gilt es nun nach den Anfangserfolgen 2009 und dem Produktionsstart 2010 in Schwandorf die Märkte schrittweise zu erschließen und die Zulieferer für die Elektronikindustrie sukzessive zu gewinnen, beziehungsweise die Freigabeprozeduren für die Nabaltec-Produkte erfolgreich abzuschließen. Das freie Marktpotenzial in diesem Segment ist durch die Umstellung der Elektronikindustrie auf halogenfreien Flammschutz in den Leiterplatten weltweit enorm. Deshalb gilt es jetzt für Nabaltec strategisch wichtige Positionen zu besetzen, wichtige Schlüsselkunden zu gewinnen und damit die eigenen umweltfreundlichen und gleichzeitig extrem leistungsfähigen Produktlösungen im Markt zu verankern. Weitere Einsatzfelder sollen ebenso erschlossen werden, beispielsweise in der Katalyse oder bei Hochtemperatur-Batterien.

Der Markt für technische Keramik und Feuerfesterzeugnisse wird wesentlich durch die weltweite Stahlproduktion beeinflusst. Nach den deutlichen Aufholeffekten 2010 ist jetzt mit einer stabilen Weiterentwicklung zu rechnen. Insbesondere wird der Bedarf an hochwertigen aluminiumoxidhaltigen Produkten in Zukunft weiter zunehmen, denn nur so können die Standzeiten für Feuerfestprodukte erhöht werden.

Bei den keramischen Massen geht Nabaltec ebenfalls von einer grundsätzlich intakten Marktverfassung und positiven Entwicklung für die Zukunft aus. Abnahmeschwerpunkte in dieser Branche sind der Personen- und Fahrzeugschutz, die weltweit weiter an Bedeutung gewinnen.

7.3 ERWARTETE ERTRAGS- UND FINANZLAGE

Nabaltec erwartet aufgrund der grundsätzlich intakten marktdeterminierenden Faktoren in den einzelnen Zielmärkten ein Umsatzwachstum für 2011 im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Für das operative Ergebnis (EBIT) 2011 prognostiziert das Unternehmen eine im Vergleich zur Umsatzentwicklung überproportionale Verbesserung. Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet Nabaltec eine weitere Steigerung des Umsatzes und operativen Ergebnisses (EBIT) gegenüber 2011.

Die Nabaltec AG wird 2011 ihre Investitionen gegenüber 2010 wieder ausbauen. Im Mittelpunkt stehen Investitionen in den Ausbau der Feinsthydroxide. Nabaltec konzentriert sich besonders auf deckungsbeitragsstarke Produktbereiche. Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" soll mit Investitionen die eigene ausgezeichnete Marktposition bei hochwertigen Produkten ausgebaut werden. Weitere Investitionsschwerpunkte sind Maßnahmen zur Sicherstellung der Lieferbereitschaft, zusätzliche Infrastrukturverbesserungen und die Optimierung der Energieeffizienz.

Die Abschreibungen in der Nabaltec AG werden 2011 planmäßig steigen und damit die umfangreich getätigten Investitionen im Anlagevermögen widerspiegeln. Die Rückführung der Kredite wird 2011 planmäßig fortgesetzt.

Hinweis auf Unsicherheiten im Ausblick:

Die beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen ein nicht unerheblicher Teil außerhalb des Einflussbereichs der Nabaltec AG liegt, beeinflussen die künftigen Umsätze und Geschäftsergebnisse. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Geschäftsergebnisse von den hier getroffenen zukunftsgerichteten Aussagen und Prognosen abweichen.

Schwandorf, 2. März 2011

Nabaltec AG

Der Vorstand

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Johannes Heckmann Gerhard Witzany

Bilanz der Nabaltec AG, Schwandorf, zum 31.12.2010

AKTIVA

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31.12.2010 31.12.2009
TEUR TEUR
--- --- --- ---
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie

Lizenzen an solchen Rechten und Werten
105 141
2. geleistete Anzahlungen 71 65
176 206
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten

auf fremden Grundstücken
15.123 15.660
2. technische Anlagen und Maschinen 50.242 52.757
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.000 1.797
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.353 698
70.718 70.912
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 163 163
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 9.079 8.382
3. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0 864
9.242 9.409
80.136 80.527
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.080 8.896
2. fertige Erzeugnisse und Waren 8.118 8.707
19.198 17.603
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.596 416
2. sonstige Vermögensgegenstände 13.361 2.816
14.957 3.232
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 18.672 278
52.827 21.113
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 334 389
133.297 102.029

PASSIVA

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31.12.2010 31.12.2009
TEUR TEUR
--- --- --- ---
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital

Bedingtes Kapital: TEUR 3.000 (Vj. TEUR 3.000)
8.000 8.000
II. Kapitalrücklage 30.824 30.824
III. Genussrechtskapital 1.211 1.730
IV. Bilanzgewinn 0 0
40.035 40.554
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 42 177
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.738 8.440
2. Steuerrückstellungen 16 487
3. sonstige Rückstellungen 3.302 2.595
12.056 11.522
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Anleihen 30.000 0
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 38.589 41.433
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.534 5.019
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 248 287
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.793 3.037
- davon aus Steuern: TEUR 174 (Vj. TEUR 145)

- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 20 (Vj. TEUR 17)
81.164 49.776
133.297 102.029

Gewinn- und Verlustrechnung der Nabaltec AG, Schwandorf

für die Zeit vom 01.01. - 31.12.2010

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01.01. - 31.12.2010 01.01. - 31.12.2009
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 112.701 73.060
2. Verminderung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen -756 -2.183
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 308 1.161
Gesamtleistung 112.253 72.038
4. Sonstige betriebliche Erträge 2.787 1.199
115.040 73.237
5. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und

für bezogene Waren
63.933 41.319
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 510 64.443 611 41.930
Rohergebnis 50.597 31.307
6. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 14.410 11.427
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

und für Unterstützung

- davon für Altersversorgung: TEUR 681 (Vj. TEUR 1.617)
3.375 3.826
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des

Anlagevermögens und Sachanlagen
7.023 5.480
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 21.722 46.530 14.824 35.557
4.067 -4.250
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des

Finanzanlagevermögens

- davon aus verbundenen Unternehmen: TEUR 190 (Vj. TEUR 198)
190 198
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 99 270
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des

Umlaufvermögens

- davon aus verbundenen Unternehmen: TEUR 0 (Vj. TEUR 254)
0 254
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

- davon Vergütungen für Genussrechtskapital TEUR 405 (Vj. TEUR 405)
4.526 2.853
Finanzergebnis -4.237 -2.639
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -170 -6.889
14. Außerordentliche Aufwendungen 320 0
15. Außerordentliches Ergebnis 320 0
-490 -6.889
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 16 202
17. sonstige Steuern 13 29 55 257
18. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) -519 -7.146
19. Gewinnvortrag 0 3.876
20. Entnahme aus Genussrechtskapital 519 3.270
21. Bilanzgewinn 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2010

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25. Mai 2009 aufgestellt. Die Anwendung der geänderten Vorschriften erfolgte erstmals für das Geschäftsjahr 2010. Bei der erstmaligen Aufstellung nach BilMoG wurden die Vorjahresvergleichszahlen auf Grund des Wahlrechts des Artikels 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst. Ergänzend wurden die Regelungen des Aktiengesetzes und der Satzung beachtet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Die Nabaltec AG, Schwandorf, ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die folgenden, gegenüber dem Vorjahr teilweise modifizierten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die Immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen im Zugangsjahr werden zeitanteilig vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die sich an den steuerlich zulässigen Höchstsätzen orientieren. Selbstständig nutzungsfähige Anlagegüter bis zu EUR 150,00 wurden gemäß § 6 Abs. 2a EStG im Jahr des Zugangs als Betriebsausgabe erfasst. Für Anlagegüter, die diesen Wert übersteigen, aber EUR 1.000,00 nicht übersteigen, wurde ein Sammelposten gebildet, der mit jeweils 1/5 p.a. gewinnmindernd aufgelöst wird. Die Abschreibungen im Zugangsjahr werden zeitanteilig vorgenommen. In den Herstellungskosten sind Zinsen für Fremdkapital enthalten.

Die Finanzanlagen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Falls notwendig, wird eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Sofern die Gründe für die Beibehaltung des niedrigeren Wertansatzes nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung auf den höheren beizulegenden Wert.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Anschaffungskosten werden nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Posten, deren beizulegender Wert am Abschlussstichtag unter den Anschaffungskosten liegt, werden auf den niedrigeren beilzulegenden Wert abgeschrieben.

Die Fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden in den Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Im Rahmen einer Gruppenbewertung gemäß § 240 Abs. 4 HGB werden die Fertigen Erzeugnisse zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Dabei werden die Herstellungskosten für gleichartige und annähernd gleichwertige Produkte nicht den einzelnen Posten zugeordnet, sondern mittels eines gewogenen Durchschnittswerts der jeweiligen Gruppe ermittelt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Eine Pauschalwertberichtigung wurde im Berichtsjahr nicht gebildet.

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Latente Steuern werden ab 2010 für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von aktuell 28,08 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer.

Das Gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurde in Höhe des Zuwendungsbetrages passiviert und wird entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Investitionen aufgelöst.

Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 5,15 % p.a. auf Basis der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Aufgrund des Wahlrechts gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurden im Geschäftsjahr TEUR 267 (1/15 des zum 1. Januar 2010 ermittelten Unterschiedsbetrags) zu den Pensionsrückstellungen zugeführt. Es existieren Rückdeckungsversicherungsverträge, welche an die Pensionäre verpfändet sind. Entsprechend werden die Verpflichtungen und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen.

Die Sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen jeweils in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Gemäß Art. 67 Abs. 3 EGHGB wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Rückstellungen i.S.d. § 249 Abs. 2 HGB a.F. beizubehalten.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlagen der Währungsumrechnung

Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist auf der folgenden Seite dargestellt.

Im Berichtsjahr wurden Zinsen für Fremdkapital in Höhe von TEUR 66 in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen gegen ein Factoring-Unternehmen aus Kaufpreiseinbehalten (TEUR 1.129), Umsatzsteuererstattungsansprüchen (TEUR 1.063), einem Erstattungsanspruch aus Mineralölsteuer (TEUR 272), einem Erstattungsanspruch aus Stromsteuer (TEUR 670) sowie einer Festgeldanlage mit Restlaufzeit >3 Monate (TEUR 10.000) zusammen. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Von den Rechnungsabgrenzungsposten betreffen TEUR 288 Disagiobeträge aus Darlehensgewährungen und TEUR 47 vorausbezahlte Aufwendungen des folgenden Geschäftsjahres.

Entwicklung des Anlagevermögens der Nabaltec AG für die Zeit vom 01. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010

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Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand
--- --- --- --- --- ---
01.01.2010 Zugang Abgang Umbuchung 31.12.2010
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EUR EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche

Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte s

owie Lizenzen an solchen

Rechten und Werten
2.046.031,62 36.360,26 0,00 0,00 2.082.391,88
2. geleistete Anzahlungen 64.425,32 6.177,83 0,00 0,00 70.603,15
2.110.456,94 42.538,09 0,00 0,00 2.152.995,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche

Rechte und Bauten

einschließlich der Bauten

auf fremden Grundstücken
18.882.126,85 138.049,30 0,00 0,00 19.020.176,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 79.425.140,14 2.898.261,71 0,00 445.159,80 82.768.561,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung
5.656.027,23 633.963,14 79.345,34 4.590,05 6.215.235,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 698.072,69 3.104.144,00 0,00 -449.749,85 3.352.466,84
104.661.366,91 6.774.418,15 79.345,34 0,00 111.356.439,72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 162.930,73 1.726,32 1.726,32 0,00 162.930,73
2. Ausleihungen an

verbundenen Unternehmen
9.203.850,61 189.794,32 0,00 0,00 9.393.644,93
3. Sonstige Ausleihungen 864.141,49 0,00 0,00 -864.141,49 0,00
10.230.922,83 191.520,64 1.726,32 -864.141,49 9.556.575,66
117.002.746,68 7.008.476,88 81.071,66 -864.141,49 123.066.010,41

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KumulierteAbschreibungen
Stand Stand
--- --- --- --- --- ---
01.01.2010 Zugang Zuschreibg. Abgang 31.12.2010
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EUR EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.904.858,23 72.167,32 0,00 0,00 1.977.025,55
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.904.858,23 72.167,32 0,00 0,00 1.977.025,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.222.388,31 674.551,53 0,00 0,00 3.896.939,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.668.025,60 5.858.740,74 0,00 0,00 32.526.766,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.858.803,44 417.535,45 0,00 61.335,27 4.215.003,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
33.749.217,35 6.950.827,72 0,00 61.335,27 40.638.709,80
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 821.840,83 0,00 507.092,17 0,00 314.748,66
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
821.840,83 0,00 507.092,17 0,00 314.748,66
36.475.916,41 7.022.995,04 507.092,17 61.335,27 42.930.484,01

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Buchwert Buchwert Abschreibungen
31.12.2010 31.12.2009 d. Geschäftsjahres
--- --- --- ---
EUR EUR EUR
--- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
105.366,33 141.173,39 72.167,32
2. geleistete Anzahlungen 70.603,15 64.425,32 0,00
175.969,48 205.598,71 72.167,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich

der Bauten auf fremden Grundstücken
15.123.236,31 15.659.738,54 674.551,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 50.241.795,31 52.757.114,54 5.858.740,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.000.231,46 1.797.223,79 417.535,45
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.352.466,84 698.072,69 0,00
70.717.729,92 70.912.149,56 6.950.827,72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 162.930,73 162.930,73 0,00
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 9.078.896,27 8.382.009,78 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 864.141,49 0,00
9.241.827,00 9.409.082,00 0,00
80.135.526,40 80.526.830,27 7.022.995,04

Eigenkapital

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a) Gezeichnetes Kapital EUR 8.000.000,00

Das Grundkapital ist eingeteilt in 8.000.000 Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien).

b) Genehmigtes Kapital

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Zum 31. Dezember 2010 besteht folgendes Genehmigtes Kapital (befristet bis zum 22. Oktober 2011) EUR 3.000.000,00

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Oktober 2006 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 22. Oktober 2011 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu EUR 3.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 3.000.000 auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) zu erhöhen und dabei auch über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden (Genehmigtes Kapital 2006/I).

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c) Bedingtes Kapital EUR 3.000.000,00

Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Oktober 2006 durch Ausgabe von bis zu 3.000.000 auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2006/I). Das Bedingte Kapital dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die gemäß Ermächtigung der Hauptversammlung vom 23. Oktober 2006 von der Gesellschaft ausgegeben werden.

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d) Kapitalrücklage EUR 30.824.219,3

Die Kapitalrücklage hat sich in 2010 nicht verändert.

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e) Genussrechtskapital EUR 1.210.827,54

Im Eigenkapital ist ein Genussrechtskapital in Höhe von nominal TEUR 5.000 enthalten. Die planmäßige Laufzeit endet im Jahr 2013. Davor besteht kein ordentliches Kündigungsrecht der Vertragsparteien. Das Genussrechtskapital erfüllt die Voraussetzung des IDW HFA 1/1994 für den Ausweis als Eigenkapital.

Nach der Genussrechtsvereinbarung ist der Rückzahlungsbetrag des Genussrechts um den Jahresfehlbetrag eines testierten Jahresabschlusses herabzusetzen, soweit dieser nur durch Gebundenes Eigenkapital gedeckt werden kann. Als Gebundenes Eigenkapital ist dabei das Grundkapital und die Kapitalrücklage (Agio) anzusehen. Da sich im Berichtsjahr ein Jahresfehlbetrag von EUR 518.996,02 ergab, wurde das Genussrechtskapital entsprechend reduziert.

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f) Bilanzgewinn EUR 0,00
Stand 1.1.2010 EUR 0,00
Jahresfehlbetrag Geschäftsjahr 2010 EUR 518.996,02
Entnahme aus Genussrechtskapital EUR 518.996,02
Stand 31.12.2010 EUR 0,00

Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wird entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Investitionen aufgelöst.

Pensionsrückstellungen

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde nach den Vorschriften des BilMoG durchgeführt. Die Bewertung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde: Rechnungszinssatz p.a. 5,15 %, Gehaltstrend p.a. 2,75 % und Rententrend p.a. 2,00 %. Der Rechnungszins für die Abzinsung wurde pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz laut Bundesbank angesetzt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 2010 ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 4.009; dieser wurde im Berichtsjahr mit TEUR 267 (1/15 nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB) den Rückstellungen zugeführt, die verbleibende Unterdeckung zum 31. Dezember 2010 beträgt somit TEUR 3.742.

Zur Sicherung von direkten Zusagen für die Altersversorgung sind Rückdeckungsversicherungen verpfändet und somit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen worden. Damit sind die Schulden mit den korrespondierenden Vermögensgegenständen sowie die entsprechenden Aufwendungen und Erträge zu verrechnen. Zum Bilanzstichtag wird insofern der Aktivwert aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 980 mit dem Erfüllungsbetrag der Rückstellung in Höhe von TEUR 9.718 verrechnet wodurch ein saldierter Bilanzausweis von TEUR 8.738 resultiert. In der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen wurden Erträge aus der Rückdeckung in Höhe von TEUR 116 ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht der Höhe nach dem Aktivwert. Der Aktivwert beinhaltet die laufenden Beitragszahlungen sowie den Ertrag aus der Verzinsung der Rückdeckungsversicherung, der sich entsprechend dem Anlageerfolg des Versicherers entwickelt.

Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen (TEUR 1.927), Sanierungs- und Entsorgungsaufwendungen (TEUR 73) sowie ausstehende Rechnungen (TEUR 946).

Die Jubiläumsrückstellung wird nach der PUC-Methode unter Verwendung eines Rechnungszinssatzes von 5,15 % und eines Gehaltstrends von 2,75 % bewertet. Aus der Neubewertung zum 1. Januar 2010 resultiert ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 53, der über den außerordentlichen Aufwand den Rückstellungen zugeführt wurde.

Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Restlaufzeiten unter Angabe gewährter Sicherheiten ist dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:

(Vorjahresbeträge sind in Klammern vermerkt)

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Gesamtbetrag Restlaufzeiten Besicherte

Beträge
Art der Sicherheit
bis zu 1

Jahr
1 bis 5

Jahre
über 5

Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Anleihen 30.000 0 30.000 0 0
(0) (0) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten
38.589 6.520 26.344 5.725 38.589 Grundschulden,

Sicherungsübereignung
(41.433) (3.045) (25.849) (12.539) (41.433)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen
9.534 9.534 0 0 0
(5.019) (5.019) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber

verbundenen Unternehmen
248 248 0 0 0
(287) (287) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.793 2.793 0 0 0
(3.037) (368) (2.669) (0) (0)
81.164 19.095 56.344 5.725 38.589
(49.776) (8.719) (28.518) (12.539) (41.433)

Am 15. Oktober 2010 hat die Nabaltec AG ihre erste Unternehmensanleihe im Volumen von 30 Mio. Euro erfolgreich platziert. Das Wertpapier verfügt über eine Laufzeit bis zum 14. Oktober 2015 und eine feste Verzinsung von 6,50 % pro Jahr. Der Rückzahlungskurs beträgt 100,00 %.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren vollumfänglich aus Lieferungen und Leistungen.

Entsprechend HFA 1/1984 sind in den Sonstigen Verbindlichkeiten bereits ausbezahlte Zuwendungen in Höhe von TEUR 1.983 enthalten, denen noch keine entsprechenden Investitionen gegenüberstehen. Dieser Betrag ist bis zu der bestimmungsgemäßen Verwendung unter den Sonstigen Verbindlichkeiten auszuweisen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geografischen Märkten:

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2010 2009
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Deutschland 33.938 30,1 21.987 30,1
Übriges Europa 51.411 45,6 37.267 51,0
USA 16.752 14,9 7.805 10,7
Rest der Welt 10.600 9,4 6.001 8,2
112.701 100,0 73.060 100,0

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Unternehmensbereichen:

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2010 2009
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Funktionale Füllstoffe 75.916 67,4 50.193 68,7
Technische Keramik 36.785 32,6 22.867 31,3
112.701 100,0 73.060 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Im Berichtsjahr wurden aufgrund der geänderten Währungsparität in den Ausleihungen an verbundene Unternehmen Zuschreibungen von TEUR 507 erfasst (§ 256a HGB) und den sonstigen betrieblichen Erträgen gutgeschrieben.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Erträge aus der Währungsumrechnung (TEUR 1.246) enthalten:

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Realisierte Kursgewinne

Unrealisierte Erträge aus der Bewertung
TEUR 739

TEUR 507

Außerordentliche Aufwendungen

Aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG resultieren außerordentliche Aufwendungen von TEUR 267 aufgrund der Neubewertung der Pensionsrückstellungen und von TEUR 53 aufgrund der Neubewertung der Jubiläumsrückstellungen.

Sonstige Steuern

Die Sonstigen Steuern enthalten mit TEUR 18 periodenfremde Erträge aus der Rückerstattung von Grundsteuer.

Sonstige Angaben

Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften

Zur Liquiditätsverbesserung hat die Nabaltec AG Leasingverträge mit einem Geschäftsjahresaufwand von TEUR 2.836 abgeschlossen und Forderungen im Umfang von TEUR 18.562 an einen Factor abgetreten. Dem aus dem Factoringvertrag resultierenden Übergang des Delkredererisikos auf den Factor stehen in 2010 Aufwendungen für die Abwicklung und Vorfinanzierung des Forderungsverkaufs von TEUR 586 gegenüber.

Haftungsverhältnisse

Nach § 251 und § 268 Abs. 7 HGB waren folgende Haftungsverhältnisse zu vermerken:

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31.12.2010 31.12.2009
TEUR TEUR
--- --- ---
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen 5.032 5.524
davon zugunsten verbundener Unternehmen: 4.895 5.402

Die Gesellschaft haftet für Bürgschaften und Garantien Dritter mit TEUR 5.032 (Avalobligo). Diese Bürgschaft betrifft mit TEUR 4.895 Bankverbindlichkeiten der Nashtec LLC. Gemäß den Planungsunterlagen der Tochtergesellschaft ist derzeit keine Inanspruchnahme aus der Bürgschaft zu erwarten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

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31.12.2010

TEUR
31.12.2009

TEUR
a) Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-, Service- und Beraterverträgen 7.611 9.709
davon
- fällig bis zu 1 Jahr 2.780 3.102
- von 1 bis 5 Jahren 4.831 6.421
- von mehr als 5 Jahren 0 186
b) Verpflichtungen (Bestellobligo) aus Investitionsaufträgen 1.611 1.821
- davon fällig bis zu 1 Jahr 1.611 1.821
Summe 9.222 11.530
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0

Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Gesellschaft hat auf freiwilliger Basis die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de in der Rubrik "Investor Relations/Corporate Governance" veröffentlicht.

Prüferhonorar

Das Abschlussprüfungshonorar für den Jahresabschluss 2010 beläuft sich auf TEUR 80 (einschließlich der Vergütung für die Prüfung des Konzernjahresabschlusses der Gesellschaft). Für andere Bestätigungsleistungen erhielt der Abschlussprüfer ein Honorar in Höhe von TEUR 12. Auf Grund von Steuerberatungsleistungen wurde der Abschlussprüfer mit TEUR 22 vergütet.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen i.S.d. § 285 Nr. 21 HGB

Es bestanden keine wesentlichen, zu marktunüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen.

Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB

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Höhe der

Anteile am Kapital
Eigenkapital des letzten

Geschäftsjahres*)

Nashtec
Ergebnis des letzten

Geschäftsjahres*)

Nashtec
Direkte Beteiligungen in % in USD in USD in EUR in USD in EUR
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Nashtec LLC, Texas (USA) 51,0 210.266,00 -10.846.529,00 -8.102.890,33 845.676,00 637.188,07

*) Das Eigenkapital des letzten Geschäftsjahres in Fremdwährung wurde mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres in Fremdwährung wurde mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Im Geschäftsjahr 2010 wurden der Tochtergesellschaft Nashtec LLC keine zusätzlichen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt.

Derivative Finanzinstrumente

Es wurden im Berichtsjahr keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Latente Steuern

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz von 28,08 %, der sich aus dem Körperschaftssteuersatz, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuersatz zusammensetzt.

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Posten Buchwerte Latente Steuer
Buchwert lt.

Handelsbilanz

TEUR
Buchwert lt.

Steuerbilanz

TEUR
Differenz



TEUR
aktiv



TEUR
passiv



TEUR
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Aktive latente Steuern
Pensionsrückstellung -9.718 -9.089 -629 177
Sonstige Rückstellungen -3.302 -2.901 -401 113
Finanzanlagen (Darlehen Nashtec) 9.079 9.394 -315 88
-3.941 -2.596 -1.345 378
Passive latente Steuern
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,

sonstige Vermögensgegenstände
1.596 1.554 42 12
1.596 1.554 42 12
Verlustvortrag 609
Saldo 975

Personal

Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

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2010
Anzahl
--- ---
Gewerbliche Mitarbeiter 177
Angestellte 125
Geringfügig Beschäftigte 15
317

Darüber hinaus werden im Geschäftsjahr durchschnittlich 43 Auszubildende beschäftigt.

Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand der Gesellschaft besteht satzungsgemäß aus mindestens einer Person. Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird durch den Aufsichtsrat festgelegt. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden ernennen. Derzeit ist keines der Vorstandsmitglieder zum Vorsitzenden ernannt.

Dem Vorstand gehören an:

Herr Johannes Heckmann

Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH)

Herr Gerhard Witzany

Dipl.-Kaufmann

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands nach § 285 S. 1 Nr. 9a HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht satzungsgemäß aus drei Mitgliedern. Dem Aufsichtsrat gehören zum Zeitpunkt der Anhangserstellung folgende Mitglieder an:

Herr Dr. Leopold von Heimendahl (Vorsitzender)

Dipl.-Physiker im Ruhestand

Herr Dr. Dieter J. Braun (stellv. Vorsitzender)

Dipl.-Chemiker im Ruhestand

Herr Prof. Dr. Jürgen G. Heinrich

Professor für Ingenieurkeramik

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für das Geschäftsjahr 2010 Bezüge von insgesamt TEUR 42.

Schwandorf, 2. März 2011

Nabaltec AG

Der Vorstand

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Johannes Heckmann Gerhard Witzany

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Nabaltec AG, Schwandorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Nabaltec AG, Schwandorf, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Nürnberg, den 10. März 2011

Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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(Thiermann) (ppa. Sauer)
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrte Aktionäre,

die Nabaltec AG hat sich im Jahr 2010 sehr erfreulich entwickelt. Nicht nur der Rückgang von 2009 konnte aufgeholt werden, sondern es wurde ein Rekordumsatz in der Unternehmensgeschichte erzielt. Eine sehr stabile Finanzstruktur und Liquiditätsausstattung, nicht zuletzt durch die erfolgreiche Anleiheemission 2010, sowie die Erfolge in neuen Produktanwendungen lassen uns optimistisch in die Zukunft blicken. Sowohl die erfreuliche Entwicklung in der weltweiten Konjunktur als auch in der Nachfrage der Abnehmerbranchen geben uns die Möglichkeit, gezielt den Blick nach vorn zu richten.

Vor diesem Hintergrund haben wir den Vorstand beraten und die Geschäftsführung entsprechend den Aufgaben, die uns nach Gesetz, Corporate Governance und Satzung obliegen, ständig und mit größtmöglicher Sorgfalt überwacht und kontrolliert. Der Aufsichtsrat wurde in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, frühzeitig einbezogen und durch den Vorstand unmittelbar informiert.

Wir haben zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung unser Votum abgegeben. Sämtliche zustimmungsbedürftige Geschäfte wurden positiv beschieden.

Im Berichtsjahr 2010 kam der Aufsichtsrat zu vier turnusmäßigen Sitzungen am 15. April 2010, am 10. Juni 2010 im Anschluss an die Hauptversammlung, am 30. September 2010 und am 10. Dezember 2010 zusammen. 2011 haben bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 4. April keine weiteren Sitzungen stattgefunden. Alle Mitglieder waren bei sämtlichen Sitzungen 2010 anwesend. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch schriftlich und fernmündlich beraten. Sofern erforderlich hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Entscheidungen getroffen. 2010 wurde in drei Fällen den Beschlussvorlagen schriftlich zugestimmt.

Da der Aufsichtsrat der Nabaltec AG aus drei Mitgliedern besteht, wurde auch weiterhin auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2010 keine Interessenkonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist eine ausreichende Personenzahl des Gremiums als unabhängig einzustufen, da zwei Mitglieder des Aufsichtsrats in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder dem Vorstand stehen. Zwischen der Nabaltec AG und Herrn Prof. Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich besteht ein Vertrag über die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu Teilaspekten der keramischen Verfahrenstechnik. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechend hat der Aufsichtsrat auch während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner eigenen Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung, geprüft.

Schwerpunkte der Beratungen

Der Aufsichtsrat wurde auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen durch den Vorstand in mündlichen wie auch schriftlichen Berichten umfassend und zeitnah informiert. In Monats und Quartalsberichten wurde uns insbesondere über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation, die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie über den Grad der Planerreichung berichtet. Darüber hinaus ließ ich mich als Vorsitzender des Aufsichtsrats fortlaufend über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand ich mit beiden Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.

Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Plenum waren die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, geeignete Maßnahmen zur Optimierung der Umsatz- und Ertragsentwicklung sowie die Vermögens- und Finanzlage. Darüber hinaus wurden folgende Schwerpunkte 2010 intensiv erörtert:

Jahresabschluss 2009 für AG und Konzern
Ausgabe einer Inhaber-Teilschuldverschreibung und damit zusammenhängend Mittelverwendung und Finanzplanung
Corporate Governance, insbesondere zur künftigen Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat
Marktchancen der neuen Produktbereiche
Geschäftsentwicklung der Nashtec
Planung 2011 und mittelfristige Planung bis 2013
Investitions- und Finanzierungsplanung für 2011 bis 2013

Weitere Schwerpunkte unserer Beratungen wie auch der Kontrollen und Prüfungen waren im Jahr 2010 und vor allem auch in der bilanzfeststellenden Sitzung 2011, die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, der Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern sowie die Überwachung des internen Kontrollsystems.

Vorstand und Aufsichtsrat haben mit Datum 12. März 2010 die gemeinsame Entsprechenserklärung 2010 abgegeben und diese den Aktionären auf der UnternehmensHomepage www.nabaltec.de dauerhaft zugänglich gemacht. Mit den Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 haben sich beide Gremien befasst und diese insbesondere in der Sitzung am 10. Dezember 2010 erörtert und damit die Abgabe der Entsprechenserklärung 2011 vorbereitet. Zusätzlich hat der Aufsichtsrat für seine künftige Zusammensetzung Prioritäten und konkrete Ziele formuliert. Weitere Informationen zur Corporate Governance der Nabaltec AG finden sich im Bericht zur Corporate Governance in diesem Geschäftsbericht.

Vorstandsvergütung

Der Aufsichtsrat hat die Angemessenheit der Vergütung für jedes Mitglied des Vorstands geprüft. Die Angemessenheit konnte bestätigt werden.

Jahres- und Konzernabschluss 2010

Die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, hat den vom Vorstand nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der Nabaltec AG sowie den Konzernabschluss, der gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt wurde, und den Konzernlagebericht geprüft. Den Prüfauftrag hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juni 2010 erteilt. Der Aufsichtsrat hatte vorab eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es konnten keine Gründe erkannt werden, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers hätten begründen können. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, uns sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit hätten begründen können sowie gegebenenfalls über Leistungen, die er über die Abschlussprüfung hinaus erbracht hat. Als Schwerpunkte für die Prüfung 2010 wurden die Begebung einer Inhaberteilschuldverschreibung einschließlich der Bilanzierung der Emissionskosten, die Umstellung der Rechnungslegung gemäß den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) sowie die Prüfung der Prozessbereiche "Beschaffung" und "Vorratsmanagement" festgelegt.

Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss und Lagebericht sowie für den Konzernabschluss und Konzernlagebericht einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die gesamten Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur eigenen Prüfung vor. In der Bilanzsitzung am 4. April 2011 wurden die Unterlagen und der Bericht intensiv erörtert und diskutiert. Der Abschlussprüfer war anwesend, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für weitere Fragen zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen des Wirtschaftsprüfers war die Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Wesentliche Schwächen in diesem System konnten durch den Wirtschaftsprüfer nicht festgestellt werden. Sowohl der Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben uns alle Fragen umfassend und zu unserer Zufriedenheit beantwortet.

Nach der eigenen Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers Deloitte & Touche GmbH an. Wir billigen somit die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse für AG und Konzern zum 31. Dezember 2010. Der Jahresabschluss der Nabaltec AG ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt Vorstand und Management für die jederzeit gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank gilt allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die 2010 erneut unter Beweis gestellt haben, wie innovativ und erfolgreich Nabaltec ist.

Schwandorf, 4. April 2011

Dr. Leopold von Heimendahl

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

für das Geschäftsjahr 2011

Vorstand und Aufsichtsrat der Nabaltec AG mit dem Sitz in Schwandorf erklären gemäß § 161 AktG:

Die Nabaltec AG hat den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") seit der erstmaligen Abgabe der Entsprechenserklärung am 26.03.2007 in den Geschäftsjahren 2007 bis 2010 mit den in den Entsprechenserklärungen für diese Geschäftsjahre genannten Ausnahmen entsprochen. Die Gesellschaft wird den im Bundesanzeiger veröffentlichten Empfehlungen des Kodex, in der Fassung vom 26.05.2010, vom Geschäftsjahr 2011 an mit folgenden Ausnahmen entsprechen:

Die Gesellschaft wird die Einberufung der Hauptversammlung und die Einberufungsunterlagen den Finanzdienstleistern, Aktionären und Aktionärsvereinigungen nicht auf elektronischem Wege übermitteln (Kodex Ziffer 2.3.2). Die Nabaltec AG versendet die Einladung zur Hauptversammlung über die Depotbanken an ihre Aktionäre, die Einladung wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht, und sowohl die Einladung als auch der Geschäftsbericht und etwaige weitere HV-Vorlagen werden auf den Internetseiten der Gesellschaft zum Download zur Verfügung gestellt. Die Aktionäre verfügen damit aus Sicht der Gesellschaft über erprobte und sichere Informationsmöglichkeiten, so dass die Gesellschaft keine Notwendigkeit für einen zusätzlichen elektronischen Versand sieht.
Für die Mitglieder des Aufsichtsrats besteht eine Directors-&-Officers-Versicherung. Ein Selbstbehalt der Versicherten wurde nicht vereinbart (Kodex Ziffer 3.8). Vorstand und Aufsichtsrat sind der Ansicht, dass ein derartiger Selbstbehalt nicht geeignet ist, die Motivation und die Verantwortung, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats die ihnen übertragenen Aufgaben wahrnehmen, weiter zu verbessern.
Der Aufsichtsrat wird bis auf Weiteres keinen Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands bestellen (Kodex Ziffer 4.2.1). Die beiden Vorstandsmitglieder arbeiten gleichberechtigt. Aus Sicht des Aufsichtsrats wird diese erfolgreiche gleichberechtigte Zusammenarbeit fortgesetzt, und es besteht kein Anlass, eines der beiden Vorstandsmitglieder durch Ernennung zum Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands gegenüber dem anderen Vorstandsmitglied hervorzuheben.
Die Vorstandsbezüge werden nicht aufgeschlüsselt und unter Namensnennung offengelegt; der Bericht zur Corporate Governance enthält keinen Vergütungsbericht (Kodex Ziffern 4.2.4 und 4.2.5). Die Nabaltec AG erfüllt alle Pflichten zur Offenlegung der Vorstandsvergütung gemäß HGB und IFRS und hält die entsprechenden Informationen für ausreichend.
Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist nicht festgelegt (Kodex Ziffer 5.1.2), da dem Unternehmen grundsätzlich auch die Expertise älterer und besonders erfahrener Vorstandsmitglieder zur Verfügung stehen soll und eine optimale Besetzung des Vorstands nicht aus rein formalen Gründen von vornherein ausgeschlossen sein soll.
Der Aufsichtsrat bildet derzeit keine Ausschüsse, insbesondere keinen Prüfungsausschuss und keinen Nominierungsausschuss (Kodex Ziffern 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3). Der Aufsichtsrat ist mit drei Personen der Größe des Unternehmens angemessen besetzt. Da auch jedem Ausschuss des Aufsichtsrats mindestens drei Mitglieder angehören müssten, hält der Aufsichtsrat die Bildung von Ausschüssen derzeit weder für erforderlich noch für zweckmäßig, da er mit Entscheidungen des Gesamtplenums effektiv arbeitet.
Der Aufsichtsrat hat keine konkreten Ziele zur angemessenen Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat gesetzt und wird dementsprechend eine derartige konkrete Zielsetzung bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung nicht berücksichtigen. Der Corporate-Governance-Bericht wird keine Ausführungen zu einer derartigen konkreten Zielsetzung und zum Stand ihrer Umsetzung enthalten (Kodex Ziffer 5.4.1, Absätze 2 und 3). Der Aufsichtsrat hält die Festlegung konkreter Ziele, also die Benennung von absoluten Zahlen oder Quoten sowie von Umsetzungsfristen, im Zusammenhang mit der Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat nicht für sachgerecht. Er ist der Auffassung, dass der Aufsichtsrat nur dann im Interesse des Unternehmens und seiner Aktionäre jeweils bestmöglich zusammengesetzt werden kann, wenn bei der Auswahl von Kandidatinnen und Kandidaten für den Aufsichtsrat nicht deren Geschlecht, sondern deren Kenntnisse und Fähigkeiten den Ausschlag geben.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten lediglich eine feste Vergütung und ein Sitzungsgeld, jedoch keine erfolgsorientierte Vergütung; der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat wirkt sich auf die Höhe der Vergütung nicht aus. Die Aufsichtsratsvergütung wird nicht aufgeschlüsselt und unter Namensnennung offengelegt (Kodex Ziffer 5.4.6). Vorstand und Aufsichtsrat halten die derzeitige Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats, die von der Hauptversammlung festgelegt worden ist, für angemessen und die Offenlegung der Gesamtvergütung des Aufsichtsrats im Konzernanhang für ausreichend.
Die Gesellschaft wird den Konzernabschluss nicht binnen 90 Tagen nach Ende des Geschäftsjahres und Zwischenberichte nicht binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich machen (Kodex Ziffer 7.1.2). Die Konzernabschlüsse der Gesellschaft werden binnen vier Monaten nach Ende des Geschäftsjahres und Zwischenberichte binnen zwei Monaten nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich gemacht. Die Gesellschaft hält damit auf freiwilliger Basis die gesetzlichen Fristen für den regulierten Markt sowie die Vorgaben der Börsenordnung für den Prime Standard ein, die aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat angemessen sind.

Schwandorf, 11.03.2011

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Der Vorstand: Der Aufsichtsrat:
Johannes Heckmann Dr. Leopold von Heimendahl
Gerhard Witzany Dr. Dieter J. Braun
Professor Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich

Nabaltec AG

Alustraße 50 - 52

92421 Schwandorf

Deutschland

Telefon: +49 9431 53-0

Telefax: +49 9431 53-260

www.nabaltec.de