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Nabaltec AG Annual Report 2009

Jun 24, 2010

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Annual Report

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Nabaltec AG

Schwandorf

Konzernjahresabschluss 2009

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionäre,

das Jahr 2009 begann mit einer für das Unternehmen und damit auch für den Aufsichtsrat sehr herausfordernden Situation. Die insbesondere im ersten und zweiten Quartal herrschende Unsicherheit an den Finanzmärkten, aber auch auf den wichtigsten Absatzmärkten von Nabaltec weltweit, erschwerte die Kontrolle der kurzfristigen Planung sowie die auf die Zukunft gerichtete Beratung des Managements spürbar. Zur Jahresmitte hin wurde in den Märkten aber wieder eine Stabilisierung sichtbar - bei funktionalen Füllstoffen etwas früher, bei technischer Keramik etwas später - so dass wir hier neben der Überwachung der laufenden Entwicklung auch wieder den Blick verstärkt nach vorn richten konnten.

Vor diesem Hintergrund haben wir den Vorstand im Geschäftsjahr 2009 beraten und die Geschäftsführung entsprechend den Aufgaben, die uns nach Gesetz, Corporate Governance und Satzung obliegen, ständig und mit größtmöglicher Sorgfalt überwacht und kontrolliert. Der Aufsichtsrat wurde in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, frühzeitig einbezogen und durch den Vorstand unmittelbar informiert.

Wir haben zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung unser Votum abgegeben. Sämtliche zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurden positiv beschieden. Besondere Aufmerksamkeit legten wir in unserer Arbeit 2009 auf die Risikolage der Unternehmensgruppe, auf das Risikomanagement sowie die rechtskonforme und wirtschaftliche Unternehmensführung.

Im Berichtsjahr 2009 kam der Aufsichtsrat zu vier turnusmäßigen Sitzungen am 24. April 2009, am 10. Juni 2009 im Anschluss an die Hauptversammlung, am 28. September 2009 und am 11. Dezember 2009 zusammen. 2010 haben bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 15. April keine weiteren Sitzungen stattgefunden. Alle Mitglieder waren bei sämtlichen Sitzungen anwesend. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch schriftlich und fernmündlich beraten. Sofern erforderlich hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Beschlüsse gefasst.

Da der Aufsichtsrat der Nabaltec AG nur aus drei Mitgliedern besteht, wurde auch weiterhin auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.

Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2009 keine Interessenskonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats ist eine ausreichende Personenzahl des Gremiums als unabhängig einzustufen, da zwei Mitglieder des Aufsichtsrats in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder dem Vorstand stehen. Zwischen der Nabaltec AG und Herrn Professor Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich besteht ein Vertrag über die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu Teilaspekten der keramischen Verfahrenstechnik.

Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodexes entsprechend hat der Aufsichtsrat auch während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner eigenen Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung, geprüft.

Schwerpunkte der Beratungen

Der Aufsichtsrat wurde auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen durch den Vorstand in mündlichen wie auch schriftlichen Berichten umfassend und zeitnah informiert. In Monats- und Quartalsberichten wurden wir insbesondere über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation, die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie den Grad der Planerreichung informiert. Darüber hinaus ließ ich mich als Vorsitzender des Aufsichtsrats fortlaufend über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand ich mit beiden Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.

Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Plenum waren die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Umsatz- und Ertragsentwicklung sowie die Vermögens- und Finanzlage. Darüber hinaus wurden folgende Schwerpunkte 2009 intensiv erörtert:

Jahresabschluss 2008 für AG und Konzern, insbesondere Risikobericht und Gewinnverwendung
Kostensenkungsmaßnahmen vor dem Hintergrund der sich abschwächenden Absatzmärkte
Corporate Governance, insbesondere die Prozesse im Rahmen der Vorab-Erläuterung der Quartalsberichte zwischen Vorstand und Aufsichtsrat
Statusberichte zu Bau und Inbetriebnahme der neuen CAHC-Anlage am Standort Schwandorf
Potenziale und Maßnahmen im Segment der Böhmite
Umwandlung der US-amerikanischen Tochter Nashtec in eine LLC
Planung 2010 und mittelfristige Planung bis 2012
Investitions- und Finanzierungsplanung für 2010 bis 2012
Änderungen regulatorischer und gesetzlicher Natur, wie Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung, Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz u. a.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Beratungen wie auch der Kontrollen und Prüfungen waren 2009, vor allem aber in der bilanzfeststellenden Sitzung 2010, der gesamte Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern, die Überwachung des internen Kontrollsystems sowie die Wirksamkeit des internen Revisionssystems und des Risikomanagementsystems.

Vorstand und Aufsichtsrat haben mit Datum 13. März 2009 die gemeinsame Entsprechenserklärung 2009 abgegeben und diese den Aktionären auf der Unternehmens-Homepage www.nabaltec.de dauerhaft zugänglich gemacht. Mit den Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodexes in der Fassung vom 18. Juni 2009, veröffentlicht im elektronischen Bundesanzeiger am 5. August 2009, haben sich beide Gremien befasst und diese insbesondere in der Sitzung am 11. Dezember 2009 erörtert und damit die Abgabe der Entsprechenserklärung 2010 vorbereitet. Weitere Informationen zur Corporate Governance der Nabaltec AG finden sich im Bericht zur Corporate Governance in diesem Geschäftsbericht.

Vorstandsvergütung

Die Festlegung der Vorstandsvergütung erfolgt bei der Nabaltec AG im Gesamtaufsichtsrat. Der Aufsichtsrat hat die Angemessenheit der Vergütung für jedes Mitglied des Vorstands geprüft. Die Angemessenheit konnte bestätigt werden. Die Vergütungsstruktur für den Vorstand der Nabaltec AG ist auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Weitere gesetzlich geforderte Kriterien, wie eine Vergütungsstruktur, die nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleitet, oder Begrenzungsmöglichkeiten für außerordentliche Entwicklungen, sind bereits umgesetzt oder werden bei Neuverträgen entsprechend erfüllt.

Jahres- und Konzernabschluss 2009

Die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, hat den vom Vorstand nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der Nabaltec AG sowie den Konzernabschluss, der gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt wurde, und den Konzernlagebericht geprüft. Den Prüfauftrag hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juni 2009 erteilt. Vor Veröffentlichung des Wahlvorschlags hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es konnten keine Gründe erkannt werden, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Wirtschaftsprüfers begründen könnten. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, uns sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit begründen könnten und uns gegebenenfalls über Leistungen, die er zusätzlich zur Abschlussprüfung erbracht hat, zu informieren. Als Schwerpunkt für die Prüfung 2009 wurde die zutreffende Bilanzierung der Zugänge im Anlagevermögen, insbesondere vor dem Hintergrund des Investitionsschwerpunkts CAHC-Anlage in Schwandorf, festgelegt.

Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss und Lagebericht sowie für den Konzernabschluss und Konzernlagebericht einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Die gesamten Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur eigenen Prüfung vor. In der Bilanzsitzung am 15. April 2010 wurden die Unterlagen und der Bericht intensiv erörtert und diskutiert. Der Abschlussprüfer war anwesend, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für weitere Fragen zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen des Wirtschaftsprüfers war die Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Wesentliche Schwächen in diesem System konnten durch den Wirtschaftsprüfer nicht festgestellt werden. Sowohl der Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben uns alle Fragen umfassend und zu unserer Zufriedenheit beantwortet.

Nach der eigenen Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers Deloitte & Touche GmbH an. Wir billigen somit die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse für AG und Konzern zum 31. Dezember 2009. Der Jahresabschluss der Nabaltec AG ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt Vorstand und Management für die jederzeit gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in dem sehr herausfordernden vergangenen Jahr erneut maßgeblich dazu beigetragen haben, dass die Nabaltec AG ihre Position unter schwierigsten Bedingungen auf dem Weltmarkt behaupten konnte - immer mit dem Ziel größtmöglicher Zufriedenheit der Kunden bei gleichzeitig wirtschaftlich sinnvollem Handeln.

Schwandorf, 15. April 2010

Dr. Leopold von Heimendahl, Vorsitzender des Aufsichtsrats

KONZERNLAGEBERICHT

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1 Geschäftstätigkeit

Die Nabaltec AG entwickelt, produziert und vertreibt hochspezialisierte Produkte auf der Basis mineralischer Rohstoffe, insbesondere auf Basis von Aluminiumhydroxid und von Aluminiumoxid. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Anbietern bei funktionalen Füllstoffen, keramischen Rohstoffen und keramischen Massen. Die Jahresproduktionskapazität liegt bei rund 240.000 Tonnen bei einem Exportanteil von rund 70%.

Das Anwendungsspektrum für die Nabaltec-Produkte ist extrem breit gefächert:

Flammhemmende Füllstoffe für die Kunststoffindustrie, die zum Beispiel bei Kabeln in Tunneln, Flughäfen, Hochhäusern und elektronischen Geräten eingesetzt werden und vor allem dem Brandschutz dienen
Füllstoffe und Additive, die Kunststoffe pigmentieren, stabilisieren oder aufgrund ihrer katalytischen Fähigkeiten eingesetzt werden
Keramische Rohstoffe zum Einsatz in der Feuerfestindustrie, in der technischen Keramik, in der Poliermittelindustrie
Hochspezialisierte keramische Rohstoffe für Ballistik, Mikroelektronik und keramische Filter

Mit spezialisierten Produkten für die PVC-Industrie (Additive) und für die Elektronikindustrie (Böhmite) hat Nabaltec das Produkt- und Anwendungsspektrum 2009 um zwei zukunftsstarke Produktbereiche erweitern können.

Nabaltec-Produkte kommen immer dann bevorzugt zum Einsatz, wenn ein Höchstmaß an Qualität, Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Langlebigkeit gefordert ist.

Nabaltec verfügt als weltweit einziger Anbieter von feinstgefälltem Aluminiumhydroxid, das als hochwertiger halogenfreier, flammhemmender Füllstoff eingesetzt wird, über Produktionsstandorte (Schwandorf und Kelheim, Deutschland, und Corpus Christi, USA) in den beiden wichtigsten Nachfragemärkten Europa und USA. Dadurch kann Nabaltec die Produkte kundennah und kosteneffizient produzieren und diese beiden wichtigen Märkte unmittelbar bedienen.

Über den Vertrieb und die anwendungstechnische Beratung pflegt Nabaltec einen sehr engen Kontakt zu den Kunden. Sämtliche Vertriebsmitarbeiter verfügen über spezifische technische und chemische Kenntnisse, so dass eine fachkundige Beratung jederzeit garantiert ist. Diese Kundennähe ist der Grundstein für eine gezielte kundenindividuelle Weiterentwicklung der Produkte.

1.2 Unternehmensstruktur

Nabaltec mit Sitz in Schwandorf wurde 1994 gegründet und übernahm 1995 den Geschäftsbetrieb der Sparte Spezialoxide der VAW aluminium AG. Im September 2006 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Seit November 2006 sind die Aktien der Nabaltec AG im Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Die Gesellschaft ist zu 51% an der Nashtec Management Corp. und zu 51% (direkt zu 50,49% und indirekt über die Nashtec Management Corp., die als General Partner 1% der Anteile hält) an Nashtec L.P. (USA) als Teil eines Joint Ventures beteiligt. Weitere Beteiligungen oder Tochtergesellschaften existieren nicht.

Entsprechend der Charakteristika der Ziel- und Abnehmermärkte gliedert die Nabaltec AG ihre Tätigkeit in zwei Unternehmensbereiche, die wiederum in jeweils zwei Geschäftsbereiche aufgeteilt sind. Darüber hinaus werden drei Dienstleistungsbereiche als Profit- bzw. Cost-Center geführt.

Unternehmensbereiche

Funktionale Füllstoffe:

Flammschutzmittel
Additive

Technische Keramik:

Keramische Rohstoffe
Keramische Massen

Dienstleistungsbereiche

Kaufmännische Dienste
Technische Dienste
Analysenzentrum

1.3 Strategie

Die Nabaltec AG setzt in der Weiterentwicklung des Unternehmens folgende strategische Schwerpunkte:

1. Fortlaufende Weiterentwicklung der Produktionsprozesse und der Produktqualität zur Optimierung des Kundennutzens

Durch den anwendungstechnisch integrierten Vertrieb steht Nabaltec in einem ständigen Austausch mit den Kunden. Die eigene Produkt- und Prozessentwicklung wird laufend darauf abgestellt, den Kunden Verarbeitungsvorteile zu bieten, wie einfache und schnellere Fertigungsprozesse und damit Nutzenvorteile verbunden mit geringeren Herstellungs- und Entwicklungskosten. Entscheidend hierfür ist ein gezielter wechselseitiger Austausch mit den Kunden, insbesondere hinsichtlich des Produkt- und Weiterverarbeitungs-Know-hows. Nabaltec investiert deshalb kontinuierlich in das Technikum in Kelheim sowie die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen in Schwandorf und intensiviert die Kooperationen mit Forschungsinstitutionen.

Zur Optimierung der Prozesse gehören auch eine effiziente Energienutzung und ein umfassender Umweltschutz. Beide stellen wesentliche Wettbewerbsfaktoren dar. Nabaltec hat umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um den Energieverbrauch zu optimieren, abwasserneutral zu arbeiten und den Emissionsausstoß zu minimieren.

2. Gezielte Erweiterung der Produktpalette

Über die kontinuierliche Weiterentwicklung hinaus - häufig im engen Schulterschluss mit Schlüsselkunden -werden für ausgesuchte Anwendungen neue Produkte entwickelt. 2009 konnten zwei dieser Neuentwicklungen nicht nur zur Marktreife gebracht, sondern bereits im industriellen Maßstab produziert und vertrieben werden.

So hat Nabaltec 2008 und 2009 im neuen Geschäftsbereich "Additive" einen umweltfreundlichen Stabilisator für die PVC-lndustrie entwickelt, der die noch überwiegend verwendeten bleihaltigen Substanzen in den Kunststoffen ersetzt. Nabaltec hat hier ein neues Produkt mit hoher Wertschöpfung entwickelt, basierend auf vertrauten Prozessen und in enger Zusammenarbeit mit Schlüsselkunden. Nach erfolgreicher Testphase der Neuanlage konnte im vierten Quartal 2009 die industrielle Produktion gestartet werden.

Die Technikumsanlage in Kelheim ermöglicht Entwicklungstätigkeiten und Musterproduktionen von bis zu mehreren hundert Tonnen für die Produkteinführungen im Kleinmaßstab. Hier werden derzeit die von Nabaltec entwickelten Böhmit-Qualitäten produziert. Diese finden Verwendung als umweltfreundliche, halogenfreie Flammschutzmittel in Anwendungen, die höhere Verarbeitungstemperaturen benötigen, beispielsweise halogenfreie flammgeschützte Leiterplatten. Das Nabaltec-Produkt APYRAL® AOH kann problemlos bis zu 320°C verarbeitet werden. Da die Nachfrage nach diesem Produkt bereits zur Vollauslastung der Anlage in Kelheim führte, ist für 2010 die Produktion im industriellen Maßstab am Standort Schwandorf geplant.

3. In den Zielmärkten strebt die Nabaltec AG die Qualitätsführerschaft und eine Marktposition unter den jeweils drei führenden Anbietern an

Der Brandschutz in der Kunststoff- und Kabelindustrie wird in den kommenden Jahren weiterhin deutlich wachsen. Dabei werden halogenierte, flammhemmende Füllstoffe zunehmend durch halogenfreie ersetzt. Um von dieser Entwicklung überproportional zu profitieren und in diesem Spezialbereich zum Marktführer zu werden, wurden die Produktionskapazitäten für ATH-basierte, flammhemmende Füllstoffe gezielt ausgebaut. Heute ist Nabaltec in diesem Bereich einer der beiden führenden Anbieter weltweit.

Bei den keramischen Rohstoffen entwickelt sich der Markt für reaktive Aluminiumoxide aufgrund der Anforderungen der Feuerfestindustrie dem Umfeld entsprechend gut. Auch die Märkte der technischen Keramik und der Poliermittelindustrie zeigen weiterhin ein fundiertes Wachstum. Dieser Entwicklung trägt Nabaltec durch den Ausbau innovativer Produkte Rechnung. Gemessen am quantitativen Output ist Nabaltec nach eigenen Erhebungen die Nummer 4 im Markt. Betrachtet man die hochqualitativen Produktbereiche fällt die Marktposition besser aus.

Als Hersteller von frei verfügbaren keramischen Massen auf Basis von Aluminiumoxid für hochspezialisierte Anwendungen in der technischen Keramik ist Nabaltec bereits Marktführer. Diese Position soll mit der hochmodernen Produktionsanlage für granulierte keramische Massen in Schwandorf weiter ausgebaut werden.

4. Über ein internationales Wachstum profitiert Nabaltec von weltweiten Wachstumsimpulsen und regionalen Sonderkonjunkturen

Weltweit sind umweltschonende und hochsichere Lösungen auf dem Vormarsch, besonders gefördert durch regulatorische Vorgaben oder Selbstverpflichtungen der Industrie. Mit einem Exportanteil von rund 70% kann Nabaltec schon heute von diesen weltweiten Trends profitieren. Mit dem Anspruch, in den eigenen Spezialmärkten zu den TOP-3-Anbietern weltweit zu gehören, verbindet sich auch das Ziel, auf allen Weltmärkten gleichermaßen vertreten zu sein. Im Mittelpunkt der Maßnahmen zur Marktausweitung stehen derzeit Nordamerika und Asien.

5. Flexible und schnelle Anpassung der Kapazitäten und Kostenstrukturen dank hochauflösender Controlling-Prozesse

Nabaltec verfolgt eine margenorientierte Kapazitätspolitik. Nachfrageschwankungen müssen möglichst früh berücksichtigt werden, da die Produktionsprozesse in der Spezialchemie nur mit einer prozessimmanenten Verzögerung erweitert oder reduziert werden können, wenn sie gleichzeitig wirtschaftlich bleiben sollen. Deshalb hat Nabaltec ein schnell greifendes und sehr differenziertes Controlling entwickelt und verfügt damit über geeignete Instrumente, die Kostenpositionen den Absatzschwankungen weitgehend anzupassen.

1.4 Steuerung

Die Nabaltec AG verfügt über eine differenzierte Kosten- und Leistungsrechnung, die weitgehend dem Gedanken der Grenzplankostenrechnung folgt. Über eine mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung wird das Ergebnis transparent abgebildet. Abweichungen werden durchgehend nur dort verrechnet und belastet, wo die Verantwortlichkeit dafür zu finden ist. Dieses Controllingsystem ist die Grundlage für die Steuerung des Unternehmens und deckt sowohl die Unternehmensbereiche als auch die Dienstleistungsbereiche ab. Es liefert schnell und zuverlässig Informationen über Ist-Ergebnisse und Plan-Abweichungen sowie die Erfolgswirksamkeit von Entscheidungen und Maßnahmen.

Auf dieser Grundlage baut ein das ganze Unternehmen umspannender Zielvereinbarungsprozess auf, der bis in die kleinsten Einheiten hinein mit differenzierten Zielvorgaben Verantwortlichkeiten definiert. Die Kosten- und Leistungsplanung unterstützt somit umfassend die Erreichung der Unternehmensziele. Soll-Ist-Vergleiche sind online verfügbar, signalisieren frühzeitig Handlungsbedarf und fördern den Prozess der Führung durch Zielvereinbarungen. Für alle Kostenstellen und Kostenträger wird monatlich ein Soll-Ist-Vergleich durchgeführt.

Die Unternehmensdaten werden monatlich in den Geschäftsbereichen sowie im Führungskreis präsentiert und diskutiert, Handlungsalternativen werden in diesem Gremium besprochen und umgesetzt. Der Aufbau entspricht dabei den Ansätzen in der Planung. Nach Abschluss eines Quartals wird jeweils eine Vorschaurechnung erstellt.

Seit dem Jahr 1998 wird in allen kaufmännischen Bereichen die ERP-Software "Navision" eingesetzt. Die gesamte Darstellung der Kosten- und Leistungsrechnung inklusive Ergebnisrechnung erfolgt seit 2003 bei Nabaltec auf Basis der Controlling-Software "macs". Die zentralen Kennzahlen als Grundlage für die betriebswirtschaftlichen Entscheidungen sind Umsatz, Deckungsbeitragsrechnung, EBIT, ROI, Amortisationsdauer und Cashflow.

2. Geschäftsverlauf 2009

2.1 Gesamtwirtschaftliche Situation

In nahezu allen für Nabaltec wichtigen Ländern und Regionen war die konjunkturelle Entwicklung 2009 deutlich durch die weltweite Wirtschaftskrise belastet. Die weltweite Wirtschaftsleistung ging um 1,1% zurück. Die deutsche Wirtschaft sank um 4,9% und damit so stark wie noch nie in der jüngeren Vergangenheit. Auch in den anderen Ländern Europas hat sich die Konjunktur deutlich eingetrübt. Unter den großen europäischen Volkswirtschaften sank die Wirtschaftsleistung in Frankreich beispielsweise um 2,3%, in Großbritannien um 4,7% und in Spanien um 3,6%. Im für Nabaltec besonders wichtigen italienischen Markt ist die Wirtschaftsleistung um 4,8% zurückgegangen. Den stärksten Rückgang erlebte Russland, wo die Wirtschaft nach einem Plus von 5,6% 2008 auf ein Minus von 7,4% drehte. Die US-amerikanische Wirtschaft schwächte sich um 2,5% ab und schnitt damit sogar leicht besser ab als von vielen befürchtet. Japan setzte 2009 die bereits vorher vorhandene rezessive Konjunkturentwicklung mit einem Minus von 5,4% fort. Von dieser Entwicklung konnten sich unter den großen Volkswirtschaften nur China mit einem Plus von 8,5% und Indien mit 6,0% positiv absetzen.

Charakteristisch für die wirtschaftliche Entwicklung 2009 war die extreme Unsicherheit auf allen Ebenen und in allen Bereichen. Das drückte sich nicht zuletzt in Konjunkturprognosen aus, die insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2009 permanent nach unten korrigiert wurden. Ab dem zweiten Halbjahr zeichnete sich dann weltweit eine konjunkturelle Bodenbildung ab.

2.2 Branchensituation

Die deutsche Chemieindustrie hat 2009 eines der schwierigsten Jahre ihrer Geschichte hinter sich gebracht, so der Verband der Chemischen Industrie (VCI). Zeitweise musste branchenweit die Produktion im ersten Halbjahr um 30% gedrosselt werden. Trotz Bodenbildung und erfolgter Belebung in der zweiten Jahreshälfte resultierte daraus ein Produktionsrückgang in der Branche von 10% auf Jahressicht. Die Kapazitätsauslastung lag branchenweit bei durchschnittlich 75% und das Produktionsniveau entsprach laut VCI dem Wert des Jahres 2004. Der Gesamtumsatz der chemischen Industrie ist um 12,5% gesunken. Das Auslandsgeschäft zeigte sich etwas stabiler als die Inlandsnachfrage. Die schwache Marktlage schlug sich auch auf die Investitionen nieder, die um 10% unter dem Wert des Vorjahres lagen.

Sowohl die Abnehmerbranchen für funktionale Füllstoffe als auch für die technische Keramik waren mit ganz ähnlichen Entwicklungen konfrontiert. Die erste Jahreshälfte war durchwegs von rückläufigen Märkten geprägt. Ab Jahresmitte setzte eine allmähliche Bodenbildung und Konsolidierung auf niedrigerem Niveau ein. Einzelne mittelbare Zielbranchen, wie Automobilproduktion oder Infrastruktur/Bauindustrie, profitierten zwar temporär von staatlichen Sonderprogrammen. Allerdings waren diese Effekte in den deutlich vorgelagerten Industrien, beispielsweise auch bei Abnehmern von funktionalen Füllstoffen und technischen Keramiken, wenig spürbar.

Dennoch bleibt der langfristige Trend einer steigenden Nachfrage nach halogenfreien, flammhemmenden Füllstoffen und insbesondere Aluminiumhydroxid weiterhin intakt. Weltweit neu gefasste Brandschutzvorschriften sorgen für Impulse. Aktuelle unabhängige Marktprognosen gehen von einer jährlichen Nachfragesteigerung von weltweit 8,1% bis 2014 aus. Dieses Marktwachstum wird einerseits durch das wachsende öffentliche Bewusstsein für die Notwendigkeit von Brandschutz, andererseits durch die zunehmende Substitution von potenziell umweltbelastenden Flammschutzmitteln durch das umweltfreundliche, halogenfreie Aluminiumhydroxid gefördert. Diese Entwicklung wirkt sich vor allem positiv auf feinstgefällte Aluminiumhydroxide aus - ein Bereich, in dem Nabaltec nicht zuletzt durch Investitionen der vergangenen Jahre sehr gut aufgestellt ist.

Im Bereich der Spezialoxide und reaktiven Aluminiumoxide wird der Feuerfestmarkt durch die Nachfrage der Stahlindustrie geprägt. Im Sog der abklingenden Weltwirtschaft legte auch die Stahlindustrie Ende des Jahres 2008 Kapazitäten still und begann erst gegen Ende 2009 wieder mit einem allmählichen Kapazitätsausbau. 2009 ist die Stahlproduktion weltweit um 8,4% zu rückgegangen, trotz der Sonderkonjunkturen in China und Indien. Dennoch gilt auch hier, dass die langfristigen Trends Bestand haben, wie die Anforderung an die Hersteller von Feuerfestprodukten, höhere Standzeiten zu erreichen, was hochveredelte Spezialoxide begünstigt.

2.3 Überblick über den Geschäftsverlauf des Nabaltec-Konzerns

Der Geschäftsverlauf des Nabaltec-Konzerns war 2009 von einer starken Zweiteilung geprägt. Der im vierten Quartal 2008 begonnene, teilweise dramatische Nachfrageeinbruch im Zuge der Wirtschaftskrise setzte sich im ersten Quartal 2009 unvermindert fort und beeinflusste auch noch die Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal maßgeblich. Der Unternehmensbereich "Technische Keramik" konnte sich etwas länger gegen die Krise stemmen und wurde erst mit Beginn des Jahres 2009 von der globalen Nachfrageschwäche getroffen.

Das zweite Halbjahr 2009 war zuerst von einer einsetzenden Bodenbildung und zum Jahresende hin sogar wieder einem leichten Wachstum gekennzeichnet. Der Vergleich des ersten mit dem zweiten Halbjahr bei addiertem Auftragseingang, Absatz, Umsatz und Ertrag unterstreicht ausnahmslos die Aufwärtstendenz.

Insbesondere das vierte Quartal belegte nochmals die weitere Stabilisierung. Gemessen an der Gesamtleistung war es das stärkste Quartal des Jahres 2009 und auch das erste Quartal, das den Umsatz des Vorjahresquartals wieder übertreffen konnte. Auch ertragsseitig wurde die Trendumkehr unterstrichen. Das EBITDA war bereits ab dem zweiten Quartal wieder positiv und wurde konsequent im weiteren Verlauf verbessert. Das dritte und vierte Quartal schlossen dann auch beim EBIT- bereinigt um Sondereffekte- positiv ab, bei gleichzeitig ansteigender Tendenz.

Wichtigen Anteil am insgesamt im Branchenvergleich noch relativ stabilen Geschäftsverlauf und an der Erholung im zweiten Halbjahr hatte die Entwicklung der US-amerikanischen Tochtergesellschaft Nashtec. In den USA konnte 2009 der Umsatz aus dem Jahr 2008 stabil gehalten werden. Als richtig erwies es sich, in den USA eine zweite Produktqualität einzuführen. Seither entwickeln sich Nachfrage und Umsätze nochmals besser. Nashtec ist bereits seit der ersten Jahreshälfte cash-positiv und schaffte den Break-even auf operativer Basis und beim Vorsteuer-Ergebnis. Mit einer steigenden Kapazitätsauslastung im zweiten Halbjahr erreichte Nashtec Werte, die angesichts des Branchenumfelds für kaum möglich gehalten wurden.

Überaus erfreulich entwickelten sich 2009 die Umsätze mit speziellen Böhmit-Qualitäten -wenn auch noch auf relativ geringem Niveau. Hier konnte Nabaltec erste Schritte in einen zukunftsstarken Markt tätigen und sich für die weitere Marktdurchdringung eine gute Position erarbeiten. Auch der Produktionsstart für die neue Produktlinie ACTILOX® CAHC als Additiv für die Kunststoffindustrie verlief planmäßig. Das neue Werk am Standort Schwandorf nahm im vierten Quartal den Betrieb auf.

2.4 Umsatzentwicklung

Der Nabaltec-Konzern konnte 2009 einen Umsatz von 73,1 Mio. Euro erzielen. Das sind 24,1% weniger als im Vorjahr. Der Rückgang ist auf die gesunkene Absatzmenge zurückzuführen, die über alle Unternehmensbereiche hinweg um 31,6% geringer war. Etwas abgefedert wurde der Umsatzverlauf durch positive Effekte bei der Entwicklung der Absatzpreise. Nabaltec ist es 2009 gelungen - bedingt durch steigende Kosten für Energie, Logistik und Rohstoffe - die Verkaufs preise nachhaltig anzuheben. Direkte Währungseffekte waren für die Umsatzentwicklung 2009 von untergeordneter Bedeutung. Nach 65,0% im Geschäftsjahr 2008 belief sich die Exportquote im Berichtsjahr auf 69,9%.

Der Umsatz im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" sank 2009 um 18,5% von 61,6 Mio. Euro auf 50,2 Mio. Euro. Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" fiel der Rückgang mit 34,0% von 34,7 Mio. Euro auf 22,9 Mio. Euro stärker aus. Beide Unternehmensbereiche waren nahezu gleichermaßen vom wirtschaftlichen Einbruch und einem entsprechenden Nachfragerückgang betroffen. Die unterschiedliche Entwicklung auf Jahresbasis resultiert vor allem daher, dass der Unternehmensbereich "Technische Keramik" auch im vierten Quartal 2008 noch einen weitgehend stabilen Geschäftsverlauf aufweisen konnte und erst im ersten Quartal 2009 von der Krise getroffen wurde. Bei den "Funktionalen Füllstoffen" war das vierte Quartal 2008 bereits stark vom Nachfrageeinbruch gekennzeichnet, dafür setzte die Stabilisierung der Umsätze 2009 etwas früher ein.

Auf Konzernebene war im Jahresverlauf 2009 eine Stabilisierung bei den Umsätzen erkennbar. Nach deutlichen Rückgängen im ersten und zweiten Quartal konnten im dritten und vierten Quartal die Umsätze gegenüber den Vorquartalen wieder gesteigert oder zumindest stabil gehalten werden. So lagen die Umsätze im zweiten Halbjahr um 20,8% über den Werten der ersten sechs Monate 2009. Erstmals konnte auch im vierten Quartal 2009 wieder das entsprechende Vorjahresquartal übertroffen werden, allerdings auch dadurch bedingt, dass die Entwicklung Ende 2008 schon sehr stark durch die Wirtschaftskrise beeinträchtigt und der Vergleichswert entsprechend niedriger war.

Am frühesten zu spüren war die allmähliche Erholung im US-amerikanischen und im asiatischen Markt. In beiden Regionen entwickelten sich die Umsätze bereits ab dem zweiten Quartal wieder auf ein höheres Niveau. Insbesondere die US-Tochter Nashtec nahm 2009 eine erfreuliche Entwicklung und war maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Bedeutung der USA im Umsatzmix von Nabaltec von 8,1% auf 10,7% gestiegen ist.

Mit einem Konzernumsatz von 73,1 Mio. Euro erreichte Nabaltec ein ähnliches Umsatzniveau wie im Jahr 2006 mit 71,6 Mio. Euro. Mit diesem Rückfall um drei Jahre konnte sich Nabaltec im Branchenvergleich relativ gut behaupten, spricht der Branchenverband VCI doch davon, dass die Branche gemessen an den Produktionszahlen auf das Niveau des Jahres 2004 zurückgeworfen wurde.

Die Auftragseingänge summierten sich im Geschäftsjahr 2009 auf insgesamt 72,1 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es 68,1 Mio. Euro.

Umsatz nach Regionen 2009

Umsatz nach Unternehmensbereichen

(Angaben in Mio. Euro)

2.5 Ertragslage

Die Gesamtleistung des Nabaltec-Konzerns lag 2009 bei 71,4 Mio. Euro nach 100,6 Mio. Euro im Jahr zuvor. Verantwortlich für den Rückgang waren die Umsatzreduzierung sowie der gezielte Bestandsabbau an unfertigen und fertigen Erzeugnissen. Dieser Bestandsabbau von in der Spitze rund 4,3 Mio. Euro kam vor allem in den ersten drei Quartalen zum Tragen. Mit der einsetzenden Normalisierung der Nachfrage im vierten Quartal hat Nabaltec auch die Bestände wieder leicht über die Tiefststände des dritten Quartals angehoben, um so flexibel auf Nachfrageänderungen reagieren zu können. Aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 1,2 Mio. Euro enthalten Bauzeitzinsen von 0,8 Mio. Euro.

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 1,0 Mio. Euro (Vorjahr:1,9 Mio. Euro) sind im Wesentlichen auf Kursgewinne und sonstige Erträge aus Lieferungen und Leistungen an Dritte zurückzuführen.

Operative Aufwandsquoten in Relation zur Gesamtleistung

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2009 2008
Materialaufwand 53,4% 57,2%
Personalaufwand 21,8% 17,0%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 21,0% 18,5%

Die Materialaufwandsquote (in Relation zur Gesamtleistung) konnte im Jahresvergleich signifikant um 3,8 Prozentpunkte gesenkt werden. Hauptgrund waren günstigere Energiekosten in den USA. Gleichzeitig wirkten sich die konzernweit erzielten Preiseffekte auf der Absatzseite positiv aus. Entsprechend lag die Rohergebnismarge 2009 mit 48,0% über dem Vorjahresniveau von 44,8%. In absoluten Zahlen ging das Rohergebnis 2009 von 45,1 Mio. Euro auf 34,3 Mio. Euro zurück.

Die Personalkosten konnten 2009 durch umfangreiche Einsparungsmaßnahmen, wie Entgeltabsenkung um 6,67%, Kurzarbeit und Einsparungen bei der jährlichen Einmalzahlung, um 2,4 Mio. Euro reduziert werden. Außerordentliche Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen im vierten Quartal 2009 saldierten die Jahreseinsparung bei den Personalkosten auf 1,5 Mio. Euro. Die Personalkostenquote ist aufgrund des überproportionalen Rückgangs der Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr von 17,0% auf 21,8% gestiegen. Die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern erhöhte sich leicht von 347 zum 31. Dezember 2008 auf 349 zum 31. Dezember 2009. Der Personalbedarf für den Geschäftsbereich "Additive" wurde durch interne Umsetzungen gedeckt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von 18,6 Mio. Euro auf 15,0 Mio. Euro. Insbesondere bei den Fremdleistungen konnten Einsparungen in Höhe von 1,8 Mio. Euro realisiert werden. Die Entwicklung der Frachtkosten verlief weitgehend parallel zur Absatzentwicklung.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag 2009 bei 3,7 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es 9,3 Mio. Euro. Beide Unternehmensbereiche erwirtschafteten auf Jahressicht ein positives EBITDA. Auch hier zeigte sich die deutliche Stabilisierung beziehungsweise eine Aufwärtsentwicklung im Jahresverlauf, waren doch beide Unternehmensbereiche nach dem ersten Quartal noch negativ. Die positive Grundtendenz wird beim Vergleich von erstem zu zweitem Halbjahr sichtbar, denn in den zweiten sechs Monaten lag das EBITDA um 136,4% über dem Wert des ersten Halbjahres.

Unter Berücksichtigung der plan mäßig verlaufenen Abschreibungen des Geschäftsjahres 2009 in Höhe von 6,4 Mio. Euro errechnet sich das operative Ergebnis (EBIT) mit -2,7 Mio. Euro nach 4,1 Mio. Euro im Vorjahr. Auch hier zeigte sich im Jahresverlauf eine deutliche Verbesserung von Quartal zu Quartal auf bereinigter Basis. Das vierte Quartal 2009 wurde durch einmalige Sondereffekte in Höhe von 1,3 Mio. Euro belastet. Darin enthalten sind außerordentliche Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen sowie Rückstellungen für eine Kanalsanierung und Belastungen aus einem Mühlenschaden. Bereinigt um Sondereffekte verbesserte sich das EBIT im Jahresverlauf von -2,0 Mio. Euro im ersten Halbjahr auf 0,6 Mio. Euro im zweiten Halbjahr 2009.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug -7,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro). Darin enthalten ist das Finanzergebnis 2009 in Höhe von -4,3 Mio. Euro. Es setzt sich aus Zinsaufwendungen von 4,4Mio. Euro und Zinserträgen von 0,1 Mio. Euro zusammen. Im Vorjahr lag das Finanzergebnis bei -3,1 Mio. Euro. Der Anstieg der Zinsbelastung ist auf erhöhte Fremdmittel zu verschlechterten Finanzierungskonditionen zurückzuführen, die im Zuge des Investitionsprogramms aufgenommen wurden.

Das Konzernergebnis nach Anteilen nicht-kontrollierender Gesellschafter lag im abgelaufenen Jahr bei -5,0 Mio. Euro nach 1,1 Mio. Euro 2008.

Funktionale Füllstoffe

(Angaben in Mio. Euro)

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2009 2008
Umsatz 50,2 61,6
EBITDA 2,8 3,7
EBIT -1,6 0,3
Investitionen 17,2 14,1

Im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" ist der Umsatz 2009 um 18,5% zurückgegangen. Trotz spürbarer Stabilisierung ab dem zweiten Quartal konnte nicht an die Entwicklung 2008 angeknüpft werden, insbesondere weil das erste Halbjahr 2008 im Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" das bislang erfolgreichste in der Unternehmensgeschichte war. Die zügige Erholung belegte aber, dass die grundlegenden Markttreiber für die Produkte von Nabaltec intakt sind. Im globalen Maßstab sind halogenfreie, flammhemmende Füllstoffe aufgrund ihrer Umweltfreundlichkeit auf dem Vormarsch und verdrängen zunehmend die bislang vorherrschenden halogenierten Alternativen.

Umsatzverteilung 2009

(in Mio. Euro)

Auch auf Basis des EBITDA zeigte sich diese Erholung ab dem zweiten Quartal sehr deutlich. Die Kostensenkungsmaßnahmen und die umfangreiche Flexibilisierung zeigten Wirkung und führten im Ergebnis für die drei letzten Quartale des Jahres zu positiven Ergebnisbeiträgen. Sichtbar wird dies insbesondere auch bei einem Vergleich der Halbjahre. So verbesserte sich das EBITDA des zweiten Halbjahres um 80,0% auf 1,8 Mio. Euro, nach 1,0 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten.

Die "Funktionalen Füllstoffe" waren 2009 der Investitionsschwerpunkt im Nabaltec-Konzern. Hauptgrund war der Bau der neuen Produktionsanlage für Additive. Der Produktionsbetrieb startete im vierten Quartal 2009. Nennenswerte erste Umsatzbeiträge sind für 2010 zu erwarten.

Technische Keramik

(Angaben in Mio. Euro)

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2009 2008
Umsatz 22,9 34,7
EBITDA 0,9 5,6
EBIT -1,1 3,8
Investitionen 1,3 4,7

Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" ist der Umsatz 2009 um 34,0% auf 22,9 Mio. Euro gesunken. Die deutlich höhere Abweichung in der Umsatzentwicklung im Vergleich zum Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" ist auch auf die guten Vorgaben 2008 zurückzuführen. Die "Technische Keramik" verzeichnete damals ein weitgehend stabiles Gesamtjahr mit einem zufriedenstellenden vierten Quartal. Deshalb ist der Vergleich auf Jahressicht in Relation zum Konzernumsatz etwas beeinträchtigt.

Dennoch ist auch in der "Technischen Keramik" eine deutliche Aufwärtstendenz im Vergleich der Einzelquartale 2009 zu erkennen.

Umsatzverteilung 2009

(in Mio. Euro)

Auch im Unternehmensbereich "Technische Keramik" drehte die Ertragsentwicklung auf Basis des EBITDA im Jahresverlauf ins Plus. Während das erste Quartal noch im Minus abschloss, konnte der Unternehmensbereich in den drei Folgequartalen ein EBITDA von 1,0 Mio. Euro oder auf Jahressicht per Saldo von 0,9 Mio. Euro erzielen.

Die Investitionen im Unternehmensbereich "Technische Keramik" flossen vor allem in die Optimierung technischer Anlagen und Maschinen.

2.6 Finanzlage

2.6.1 Finanzmanagement

Das Finanzmanagement ist direkt dem Vorstand zugeordnet und umfasst schwerpunktmäßig das Management der Kapitalstruktur, die Liquiditätssteuerung, die Zins- und Devisenkurssicherung sowie die Finanzmittelbeschaffung. Das Tochterunternehmen Nashtec ist in diesem Zusammenhang in das konzerneinheitliche Liquiditätsmanagement eingebunden.

Dank der eigenen Produktion in den USA durch das Tochterunternehmen Nashtec konnte Nabaltec die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen zwischen US-Dollar und Euro für die Geschäftsentwicklung weitgehend eliminieren. Weiteren Währungsrisiken begegnet Nabaltec mit dem Einsatz von Devisenkurssicherungsinstrumenten, wenn dies aufgrund der Volatilität der Märkte oder dem Umfang der Fremdwährungsgeschäfte angezeigt ist.

Nabaltec hat die Finanzierung des Unternehmens - nicht zuletzt im Rahmen des umfangreichen Investitionsprogramms der vergangenen fünf Jahre langfristig sichergestellt. Bis zum Bilanzstichtag wurden dem Tochterunternehmen liquide Mittel in Höhe von 8,4 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Zinssätze und Vertragskonditionen entsprechen trotz des schwierigen Umfelds in der Refinanzierung den Standards für mittelständisch geprägte Unternehmen. Bei Fremdfinanzierungen mit variablen Zinsen bedient sich Nabaltec fallweise auch verschiedener Zinssicherungsinstrumente mit einer mittel- bis längerfristigen Zinsbindung (Zinsswaps).

Die Finanzierung des Wachstums und der getätigten Zukunftsinvestitionen wurde vorrangig über Bankdarlehen sichergestellt, wobei Nabaltec auch günstige Programme von KfW oder LfA sowie Fördermittel der Regierung der Oberpfalz in Anspruch nimmt. Damit verfügt Nabaltec über eine ausgewogene Fremdfinanzierungsstruktur.

2.6.2 Finanzierungsanalyse

Das Eigenkapital verringerte sich zum 31. Dezember 2009 bedingt durch die Ertragsentwicklung von 45,1 Mio. Euro auf 40,0 Mio. Euro. Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 30,3% (Vorjahr: 34,1%), die im Branchenvergleich als solide eingestuft werden kann. Die langfristigen Schulden nahmen im Berichtsjahr insgesamt von 51,5 Mio. Euro auf 68,3 Mio. Euro zu. Dabei erhöhten sich insbesondere die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 19,8 Mio. Euro zur Finanzierung der Investitionen. Ein noch nicht vollständig für neue Sachanlageinvestitionen genutzter Anteil eines Investitionszuschusses der Regierung der Oberpfalz von 2,7 Mio. Euro zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 wurde als sonstige Verbindlichkeit bilanziert.

Die kurzfristigen Schulden nahmen im Berichtsjahr insgesamt von 35,6 Mio. Euro auf 23,5 Mio. Euro um 12,1 Mio. Euro ab. Nabaltec führte insbesondere die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gezielt zurück.

Struktur der Passiva

(Angaben in %)

2.6.3 Sonstige außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente

Nabaltec hat verschiedene technische Anlagen und Maschinen im Rahmen einer Sale-and-leaseback-Transaktion veräußert. Die Restlaufzeiten der Leasingverträge belaufen sich auf ein bis fünf Jahre. Außerdem bedient sich Nabaltec eines fortlaufenden Factorings für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, insbesondere um eventuelle Ausfallrisiken zu minimieren. Weitere Instrumente, die dem Financial Engineering zugerechnet werden können, werden im Nabaltec-Konzern nicht eingesetzt.

2.6.4 Investitionsanalyse

im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Nabaltec-Konzern insgesamt 20,2 Mio. Euro investiert. Nach der anteiligen Verrechnung des Investitionszuschusses für 2009 ergibt sich ein Anlagenzugang von 18,5 Mio. Euro. Investitionsschwerpunkte waren der Geschäftsbereich "Additive" für den Aufbau der Produktionsanlage am Standort Schwandorf und neue Maschinen und Ausrüstungen, insbesondere im Geschäftsbereich "Flammschutzmittel". Im Vorjahr wurden 20,4 Mio. Euro investiert.

2.6.5 Cashflow

Der Nabaltec-Konzern konnte trotz der schwierigen Geschäftsentwicklung und der belastenden Ertragssituationen einen deutlich positiven Cashflow erwirtschaften. Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit addierte sich auf 4,6 Mio. Euro. Im Vorjahr wurden 3,7 Mio. Euro erwirtschaftet. Wichtige Faktoren waren die gezielte Optimierung des Working Capitals mit einem planmäßigen Bestandsabbau bei den Vorräten von insgesamt rund 9,2 Mio. Euro. Cashbelastend mit rund 10,5 Mio. Euro waren der Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Reduzierung des in Anspruch genommenen Kontokorrents.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im Berichtszeitraum -20,3 Mio. Euro. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit aus dem Vorjahr lag bei -16,3 Mio. Euro inklusive der anteilig verrechneten Investitionszulage der Regierung der Oberpfalz. Gemessen an den Anlagenzugängen lagen die Investitionen 2009 und 2008 auf einem annähernd gleichen Niveau. Im Geschäftsjahr 2009 konnte Nabaltec das langfristig geplante Investitionsprogramm, das sich in den vergangenen fünf Jahren auf rund 100 Mio. Euro addierte, nahezu abschließen. Letzter großer Baustein dieses Investitionsprogramms war der Neubau der CAHC-Anlage am Standort Schwandorf. Bauabschluss und Inbetriebnahme erfolgten im vierten Quartal 2009.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich im Berichtszeitraum von 12,7 Mio. Euro auf 14,4 Mio. Euro. Hier wirkte sich vor allem die Neuaufnahme von Finanzkrediten in Höhe von 22,7 Mio. Euro steigernd aus, während gleichzeitig 2,8 Mio. Euro an Finanzkrediten getilgt sowie rund 4,5 Mio. Euro an Zinsen bezahlt wurden.

Der Finanzmittelfonds des Nabaltec-Konzerns als Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten lag zum 31. Dezember 2009 bei 0,5 Mio. Euro, nach 1,9 Mio. Euro zum Bilanzstichtag des Vorjahres.

2.7 Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Nabaltec-Konzerns blieb zum 31. Dezember 2009 mit 131,8 Mio. Euro weitgehend stabil zum Wert des Vorjahresstichtags in Höhe von 132,2 Mio. Euro.

Struktur der Aktiva

(Angaben in %)

Auf der Aktiva-Seite stiegen die Sachanlagen auch 2009 deutlich um 12,0% odern,6 Mio. Euro auf 108,5 Mio. Euro. Diese Erhöhung ist auf Investitionen in technische Anlagen und Maschinen, in die Verbesserung der Infrastruktur und Optimierung der Produktionsprozesse in Höhe von 18,5 Mio. Euro zurückzuführen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte waren vor allem vom starken Abbau der Vorräte geprägt.

3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3.1 Mitarbeiter

Der Nabaltec-Konzern beschäftigte zum Jahresende 2009 insgesamt 349 Mitarbeiter (31. Dezember 2008: 347). Davon waren 348 Mitarbeiter (31. Dezember 2008: 346) in Deutschland tätig. In der Mitarbeiterzahl enthalten sind auch 38 Auszubildende (31. Dezember 2008: 32). Nabaltec legt hohen Wert auf eine gute Ausbildung. So stellten die Auszubildenden mit einer Quote von rund 10,9% auch im Geschäftsjahr 2009 fast schon traditionell einen bemerkenswert großen Teil der Belegschaft. Damit erhöhte Nabaltec diesen Wert 2009 erneut leicht und lag, wie in den Vorjahren, deutlich über dem Branchendurchschnitt. Die Auszubildenden von Nabaltec zählen regelmäßig zu den Jahrgangs besten. Aktuell werden Ausbildungsplätze in den Berufen lndustriekaufmann/-frau, lnformatikkaufmann/-frau, Chemielaborant/-in, Chemikant/-in, Elektroniker/-in für Betriebstechnik und lndustriemechaniker/-in für Betriebstechnik angeboten.

Um das sicherheitsbewusste Verhalten aller Mitarbeiter zu schulen und die Umsetzung gesetzlicher und berufsgenossenschaftlicher Forderungen zu vereinfachen, hatte sich das Unternehmen bereits 2007 dazu entschlossen, zusätzlich zu den bereits bestehenden Qualitäts- und Umweltmanagement-Systemen nach ISO 9001:2008 bzw. ISO 14001:2004 auch ein Arbeitsschutzmanagement-System nach BS OHSAS 18001:2007 (British Standard Occupational Health and Safety Assessment Series) einzuführen. Im Jahr 2009 wurde ein umfangreiches Überwachungsaudit für das Qualitätsmanagement-System nach ISO 9001:2008 durchgeführt. Ebenso erfolgten die Rezertifizierungen für das Umweltmanagement-System (ISO 14001:2004) und das Arbeitsschutzmanagement-System (BS OHSAS 18001:2007). Im Berichtsjahr wurde erstmals auch die Produktionsstätte der Nabaltec AG in Kelheim für Qualität sowie Umwelt- und Arbeitsschutz zertifiziert; die Zertifizierung nach ISO 9001:2008 bei der Tochtergesellschaft Nashtec in den USA konnte bereits 2008 erfolgreich durchgeführt werden.

Darüber hinaus ist das Analysenzentrum der Nabaltec AG nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005 akkreditiert.

Die Nabaltec AG gehörte in der Vergangenheit regelmäßig zu den 100 besten Arbeitgebern im deutschen Mittelstand, so die Untersuchungen des bundesweiten, branchenübergreifenden Unternehmensvergleiches "TOP JOB". Auszeichnungen wie diese sind ein Zeichen dafür, wie ernst das Unternehmen seine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern nimmt. Arbeitsplatzsicherung hatte in der Wirtschaftskrise 2009 hohe Priorität. Alle Mitarbeiter haben hier durch Entgeltverzicht und Kurzarbeit einen wesentlichen Beitrag zur Arbeitsplatzsicherung aller beigetragen. Ein zentrales Anliegen von Nabaltec ist es, den Mitarbeitern unternehmensintern Perspektiven und Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu bieten, um auch auf diesem Wege die Identifikation mit dem Unternehmen, den Einsatz und das Engagement der Mitarbeiter zu fördern.

3.2 Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten spielen im Rahmen der Gesamtstrategie der Nabaltec AG eine zentrale Rolle. Wichtiges Element der F&E-Strategie ist der enge Schulterschluss und die gemeinsame Entwicklungsarbeit mit den Kunden. Das klar definierte Ziel in allen Unternehmensbereichen lautet, den Kunden Qualitäts- und Verarbeitungsvorteile bieten zu können und sie so zu unterstützen, sich einen Wettbewerbsvorteil zu generieren. Als ein führender Anbieter von hochspezialisierten Produkten betrachtet Nabaltec Forschung und Entwicklung als eine der Kernkompetenzen.

Die enge Zusammenarbeit mit den Kunden zieht sich durch nahezu alle Unternehmensbereiche und Prozessschritte. Der anwendungsorientierte Vertrieb ist gefordert, die spezifischen Bedürfnisse der Kunden zu definieren und direkt in die Entwicklungsarbeit einfließen zu lassen. Gleiches gilt für die Rückmeldungen der Kunden bei Neuentwicklungen aber auch bei etablierten Produkten; auch sie gehen unmittelbar in die Weiterentwicklungen mit ein. Durch den anwendungstechnisch ausgerichteten Vertrieb ist Nabaltec gleichzeitig in der Lage, frühzeitig neue Trends zu erkennen und aktiv zu fördern.

Parallel ist es das Ziel von Nabaltec in der F&E-Arbeit, die eigenen Produktionsprozesse fortlaufend zu optimieren und so die Basis zu schaffen, um die eigene Marktposition weiter ausbauen zu können. Beispielsweise ist die Energieoptimierung ein fundamentaler Antrieb für vielfältige F&E-Projekte.

Die langjährig erarbeitete In-House-Kompetenz wird in einigen Bereichen durch gemeinsame Projekte mit Universitäten, öffentlichen und privaten Instituten sowie Forschungs- und Technologiegesellschaften sinnvoll ergänzt. Zu den Forschungspartnern gehören unter anderem das Institut für Verfahrenstechnik mit dem Schwerpunkt Feuerfest an der RWTH in Aachen, das deutsche Kunststoffinstitut in Darmstadt, das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme in Dresden, die Technische Universität in Dresden und die Papiertechnische Stiftung in München. Zusätzlich unterlegt wird die Innovationstätigkeit von Nabaltec durch die Teilnähme an der AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen) und verschiedenen BMBF-Projekten (Bundesministerium für Bildung und Forschung) in beiden Unternehmensbereichen.

Das ausgeprägte Engagement von Nabaltec bei Forschung & Entwicklung drückt sich auch durch verschiedene nationale und internationale Preise und Auszeichnungen für die Innovationskraft aus. Beispielsweise gehörte Nabaltec 2009 zum vierten Mal zu den 100 innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand. Bei der 17. Auflage des renommierten Unternehmensvergleichs "Top 100" überzeugte Nabaltec mit einem systematischen, gut durchdachten und entsprechend erfolgreichen Innovationsmanagement und wurde von Lothar Späth, dem ehemaligen Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg, mit dem begehrten "Top 100"-Gütesiegel ausgezeichnet. Außerdem wurde Nabaltec 2009 von dem renommierten, weltweit tätigen Marktforschungsinstitut Frost & Sullivan mit dem "Global High Performance Fillers Growth Strategy Leadership Award" ausgezeichnet. Die Analysten von Frost & Sullivan heben insbesondere die Integration einer Innovationsphilosophie in eine kundenorientierte Forschung sowie eine globale Präsenz als solide Grundlage für den Ausbau der Marktposition hervor. "Die innovative und zeitlich abgestimmte Erweiterung der Produktlinien von Nabaltec in Abstimmung mit den Bedürfnissen der Kunden unterscheidet das Unternehmen von der Konkurrenz", so Frost & Sullivan.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Nabaltec sind derzeit vor allem darauf ausgerichtet, vorhandene Produkte und Verfahren weiter zu entwickeln und zu verfeinern. Die Maßgaben werden durch sich ständig verändernde Kunden- und Marktanforderungen definiert. Diesen gilt es jederzeit zu entsprechen und damit gleichzeitig in den eigenen Zielmärkten die Produktpalette zu arrondieren beziehungsweise zu erweitern.

Die F&E-Schwerpunkte der vergangenen beiden Jahre, Additive und Böhmite, werden auch nach erfolgreicher Markteinführung 2009 weiterhin fortgesetzt. Jetzt steht im Mittelpunkt, die Qualitäten ständig weiter zu entwickeln, neue Einsatzgebiete zu identifizieren und zu erschließen. Nicht zuletzt ist es das Ziel von Nabaltec, auch in diesen beiden neuen Bereichen, vom Start weg im weltweiten Umfeld die Qualitätsführerschaft einzunehmen.

Im Berichtsjahr 2009 standen für den Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" folgende Entwicklungen im Mittelpunkt:

Unverändert ist der Bereich der halogenfreien Flammschutzmittel ein wichtiger Wachstumsmarkt, insbesondere für innovative, umweltfreundliche Produkte. Halogenhaltige Produkte werden durch halogenfreie ersetzt, wobei Großkonzerne im Bereich der Consumer-Elektronik mit entsprechenden Werbeslogans, die die Umweltfreundlichkeit der Produkte betonen, sich dazu auch öffentlich bekennen und so diesen Trend fördern. Ein weiterer Entwicklungstrend ist die Förderung von Flammschutzmitteln im Bereich Personentransport in Bussen, wo sie bis dato noch nicht vorhanden sind.

Im Bereich der klassischen mineralischen Flammschutzmittel, wie APYRAL®, werden bestehende Produkte in Abstimmung mit den Kunden, z. B. im Bereich der Kabelindustrie, gemäß neuer Anwendungsanforderungen modifiziert. Beispielhaft sei hier auf Projekte zur optimierten Korngrößenverteilung hingewiesen. Das Augenmerk ist dabei immer auf das Erreichen optimierter Fertigprodukteigenschaften mit verbessertem Flammschutz gerichtet.

Zur Erschließung neuer Anwendungsgebiete werden weitere Spezial-Füllstoffe im Submikron-Bereich, wie ACTILOX® AS, entwickelt. Forschungs- und Entwicklungsziele sind hier die Erreichung von Antisettling-Eigenschaften und von Synergismen im Flammschutz in Harzsystemen.

Für die innovative RTM-Verfahrenstechnik (Harzverarbeitung) entwickelt die Nabaltec AG neue APYRAL®-Produkte, die bezüglich Verarbeitungsverhalten ideal angepasst werden, so dass dieser Zukunftsmarkt entsprechend bedient werden kann.

Nabaltec arbeitet intensiv an den Anwendungsentwicklungen im Bereich der Elektro- und Elektronikindustrie (E&E-lndustrie).So wurden aktuell Freigaben im Bereich Leiterplatten durch Feinabstimmungen neuer APYRAL®-AoH-Produkte von Kunden erhalten. Weitere Freigaben sind in Vorbereitung oder bereits im Prozess.

Für technische thermoplastische und flammgeschützte Kunststoffe führt die Nabaltec AG Anwendungsentwicklungen durch, in denen mineralische Flammschutzmittel bis dato noch nicht im Einsatz waren, z. B. spezielle feine Qualitäten von APYRAL® AOH und ACTILOX® (Böhmit). Bezüglich neuer Trends der Umwelttechnik arbeitet die Nabaltec AG an neuen Werkstoffen für Energiespeicher in alternativen Antriebskonzepten.

Im größten Marktsegment des Unternehmensbereichs "Technische Keramik" - der Feuerfestindustrie - ist ein ungebrochener Trend zu Entwicklung und Einsatz monolithischer Zustellungen zu beobachten. Die Eigenschaften der dabei benötigten Feuerfestbetone werden in entscheidender Weise durch die Leistungsfähigkeit der verwendeten Feinkomponenten, insbesondere der Aluminiumoxide, beeinflusst. Die bereits früher begonnenen Entwicklungsarbeiten zu diesem Anwendungsbereich wurden deshalb fortgeführt, und es ist gelungen, das Produktportfolio der reaktiven Tonerden um mehrere neue Produkte mit nochmals verbesserter Leistungsfähigkeit zu erweitern.

Daneben wurden in Zusammenarbeit mit Kunden und Instituten Entwicklungsprojekte zu modifizierten Mullit-Qualitäten und weiteren anwendungsoptimierten Spezialtonerden durchgeführt.

Die Weiterentwicklung im Bereich der sprühgetrockneten Aluminiumoxide (GRANALOX®) wurde in intensiver Kooperation mit Endanwendern vorangetrieben. Neben diesen kundenspezifischen Entwicklungen und Anpassungen konnten im Markt neue Produkte aus den Werkstoffklassen der reinen und der umwandlungsverstärkten Aluminiumoxide vorgestellt werden.

3.3 Kundenbeziehungen

Grundvoraussetzung für den Markterfolg von Nabaltec sind Produkte, die zielgerichtet auf die Bedürfnisse der Kunden entwickelt, optimiert und in großen Mengen und über lange Zeiträume stabil zu gleichbleibend bester Qualität geliefert werden. Nabaltec-Produkte helfen, die Produkte der Kunden sicherer, umweltfreundlicher, widerstandsfähiger und wettbewerbsfähiger zu machen und gleichzeitig die Produktionsprozesse der Kunden zu optimieren. Deshalb münden gemeinsame Entwicklungsprojekte und Geschäftsbeziehungen in langfristige Lieferverträge und nachhaltige Kooperationen. Das Ziel von Nabaltec, eine Marktposition unter den drei führenden Anbietern im jeweiligen weltweiten Marktsegment zu erreichen, ist vor allem nur im engen Schulterschluss mit den Kunden zu erreichen und garantiert unseren Kunden gleichzeitig höchste Verlässlichkeit und beste Verfügbarkeit.

3.4 Umweltschutz

Nabaltec nimmt für sich in Anspruch, mit den eigenen Produkten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Ökobilanzen einer Vielzahl von Produkten zu leisten. Die zunehmende Bedeutung des Umweltschutzes ist eine der wichtigsten Triebfedern für den Erfolg von Nabaltec-Produkten auf den Weltmärkten. Sie ersetzen beispielsweise blei-, brom- und andere schwermetallhaltige Zusatzstoffe in Kunststoffen. Vor diesem Hintergrund ist es von zentraler Bedeutung, dass auch Forschung & Entwicklung, Produktion und vor- sowie nachgelagerte Logistik möglichst umweltschonend ausgelegt sind. Der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen ist ein zentrales Anliegen von Nabaltec und eine Grundvoraussetzung für die gesellschaftliche Akzeptanz des Unternehmens. Die Nabaltec AG nimmt ihre Umweltverantwortung, die über den eigenen Standort deutlich hinausgeht, aktiv an.

Besonderes Augenmerk - auch unter Kosteneinsparungsgesichtspunkten - wird auf die Optimierung der Energieprozesse in der Produktion gelegt. Gemeinsam mit externen Partnern entwickelte Nabaltec Verfahren, die deutlich weniger Prozessenergie benötigen und somit auch zu wesentlich geringeren Co2-Emissionen führen. Generell ist Nabaltec bestrebt, die Produktionsprozesse für alle Anlagen so aufzubauen, dass diese einen geschlossenen Kreislauf darstellen. Einen Meilenstein stellt hier die neue CAHC-Anlage am Standort Schwandorf dar, die vollständig ohne Produktionsabwässer arbeitet und einen geschlossenen Wasserkreislauf aufweist. Auch im Umgang mit Chemikalien, wie u. a. Natronlauge, die zur Erzeugung von Feinsthydroxid verwandt wird, wird konsequent darauf geachtet, dass diese nicht an die Umwelt abgegeben werden, sondern in einem geschlossenen Produktionskreislauf vollständig für den Wiedereinsatz verwendet werden können. Ein ganz wesentlicher Anteil des Energiebedarfs von Nabaltec wird in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Müllverwertung Schwandorf durch den Einsatz regenerativer Energie gedeckt.

4. Risikobericht

4.1 Risikomanagement

Die Bedeutung des Risikomanagements für den Nabaltec-Konzern ergibt sich aus der unternehmerischen Tätigkeit und den globalen Aktivitäten mit einem entsprechend internationalen Wettbewerbs- und regulatorischen Umfeld und der Gesamtkomplexität der globalen Wirtschaft. Dies ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Der Erfolg des Nabaltec-Konzerns wird ganz wesentlich durch das Erkennen dieser Chancen und Risiken sowie den bewussten Umgang mit ihnen und die Beherrschung der Risiken beeinflusst. Ein wirksames Risikomanagement ist ein Kernelement für die langfristige Sicherung des Unternehmens, seines wirtschaftlichen Erfolgs auf den internationalen Märkten und für die erfolgreiche nachhaltige Weiterentwicklung in der Zukunft.

2009 hat Nabaltec zusätzliche Schritte eingeleitet, um das Risikomanagement im Unternehmen weiterzuentwickeln. Durch die ständige Fortentwicklung der Instrumente der Risikovorsorge auf allen Gebieten können Gefährdungen für das Unternehmen frühzeitig erkannt und ausgeschlossen werden. Integrale Bestandteile sind das Risikomanagement als fortlaufender Prozess, das Risiko-Controlling, eine umfassende Kommunikation und Dokumentation sowie ein internes Überwachungssystem. Alle intern und extern erkennbaren Risiken werden möglichst lückenlos erfasst, dokumentiert, bewertet und in eine Risikomatrix eingebunden. Diese Risikomatrix stellt das Grundgerüst für die Bewertung möglicher Risikolagen sowie zur Identifizierung der Schlüsselrisiken dar.

Ausgangspunkt der konkreten Prozesse im Risikomanagement von Nabaltec ist die Identifikation und Bewertung der unterschiedlichen Risikoarten und -profile, die vom Controlling überwacht und kontrolliert werden. Berichte über die Risiken des Geschäfts sowie laufende Statusberichte werden für den Vorstand und die Geschäftsleitung erstellt und im Führungskreis diskutiert. Wichtiges Element ist dabei auch die umfassende operative Planung mit Zielvereinbarungen, die durch regelmäßige Vorschaurechnungen ergänzt wird.

Um mittel- und langfristige Chancen zu nutzen und um Risiken erkennen zu können, hat Nabaltec ein System der strategischen Planung eingeführt. In den Strategiefindungsprozess sind alle relevanten Bereiche eingebunden. Risiken, die aus wettbewerbs-, kartell-, steuer- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen, begegnet Nabaltec bereits im Vorfeld durch die Einbindung von Experten. Maßnahmen zur Qualitätssicherung begrenzen Produkt- und Umweltrisiken. Dazu gehören beispielsweise die Zertifizierung unserer Aktivitäten nach internationalen Normen, die ständige Verbesserung von Anlagen und Verfahren, die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten sowie die Mitarbeit in internationalen Fachgremien.

Zum Risikomanagement gehören auch die regelmäßige Überprüfung der Effizienz der verwendeten Sicherungsinstrumente und die Zuverlässigkeit der Kontrollsysteme. Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen die entsprechenden Versicherungen, die die finanziellen Folgen auf Liquidität, Finanzlage und Ertragssituation begrenzen und existenzgefährdende Situationen möglichst ausschließen.

4.2 Risiken der künftigen Entwicklung

Absatzmarktrisiken

Das wirtschaftliche Umfeld für die beiden Unternehmensbereiche war 2009 durch die aufgetretene starke Zurückhaltung und Verunsicherung auf den Finanz- und Gütermärkten geprägt. Trotz Flexibilisierung und Anpassungen in den Kostenstrukturen und Kapazitäten können derart hohe Schwankungen in der Nachfrage, wie sie insbesondere zum Jahresanfang 2009 auftraten, spürbare Mengen- und Margenrisiken beinhalten. Weitere absatzseitige Risiken sind der mögliche Verlust wichtiger Key-Accounts, Marktanteilsverluste aufgrund von technologischen Neuentwicklungen oder das Vordringen von Wettbewerbern. Aufgrund der starken Positionierung von Nabaltec als Innovations- und Qualitätsführer können diese Risiken begrenzt werden und die entsprechenden Marktmechanismen gleichzeitig als Chance im globalen Wettbewerb genutzt werden.

Risiken im Zusammenhang mit der ab 1. Juli 2007 in Kraft getretenen europäischen REACH-Verordnung für bestehende Produkte ergeben sich nach heutigem Kenntnisstand nicht. Um den hohen Anforderungen Rechnung zu tragen und mögliche Beschränkungen bei Neuprodukten besser abschätzen zu können, wurde im Unternehmen eine eigene REACH-Beauftragtenstelle geschaffen. Durch den Beitritt in ein Industriekonsortium wird dem Risiko hoher Registrierungskosten erfolgreich entgegengewirkt.

Beschaffungsmarktrisiken

Nabaltec beobachtet auch vor dem Hintergrund der aktuellen konjunkturellen Entwicklung die wirtschaftliche Situation der Zulieferer sehr aufmerksam und baut für alle Produkte gezielt Alternativen auf. In der Rohstoffversorgung arbeitet Nabaltec mit mittel- und langlaufenden Lieferverträgen. Die Versorgung mit den für den Produktionsprozess wichtigsten Medien, Elektrizität, Gas und Dampf, ist ebenfalls durch langfristige Verträge abgesichert. Auf dem derzeitigen Kapazitätsniveau sind mittelfristig keine Engpässe zu erwarten. Bei starkem Wachstum verfügt Nabaltec über alternative Szenarien und Vorüberlegungen, um den steigenden Energiebedarf zu attraktiven Konditionen decken zu können. Ein weiteres Risiko sind überproportional steigende Logistikkosten. Diesem Risikoszenario kann Nabaltec einerseits durch eine stärkere Beteiligung der Kunden an den Logistikkosten begegnen und andererseits durch einen ausgewogenen Logistik-Mix. Beispielweise verfügt Nabaltec über einen eigenen Gleisanschluss, der die Bahn als Transportmittel sehr attraktiv macht.

Finanzmarktrisiken

Devisenkursrisiken werden, wenn nötig, gezielt durch Kurssicherungsmaßnahmen im US-Dollar-Bereich begrenzt. Im Rahmen der mittelfristigen Finanzierung werden zur Sicherung des Zinsniveaus Swaps eingesetzt oder Kreditvereinbarungen mit festem Zinssatz abgeschlossen. Die Nabaltec AG sowie die US-amerikanische Tochter verfügen über eine detaillierte Finanz- und Liquiditätsplanung, die regelmäßig einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen wird. Im Falle von zusätzlichem Liquiditätsbedarf werden entsprechende Finanzierungsmaßnahmen eingeleitet. Eventuellen Risiken aus der Finanzkrise, die zu einer restriktiveren Kreditvergabe seitens der Banken geführt hat, begegnet Nabaltec mit langfristig angelegten Bankdarlehen, auch bundeseigener Banken, die entsprechend besichert sind. Dem Zinsänderungsrisiko begegnet Nabaltec teilweise durch Absicherung. Die Kreditverträge der Nabaltec AG unterliegen zum Teil Covenants, die sich unter anderem an den Leverage Coverage Ratios wie auch an der EK-Quote bemessen. Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, bei Nicht-Einhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen oder er könnte von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen. Im Berichtsjahr 2009 kam es zu Verletzungen der Covenants. Der Vorstand befindet sich in Verhandlungen mit den betreffenden Banken.

Mit der Einführung des Factorings 2002 konnte der Anteil versicherter Forderungen weiter erhöht und die Liquidität des Unternehmens deutlich verbessert werden.

Personalrisiken

Personalrisiken ergeben sich durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. Nabaltec begrenzt diese Risiken durch intensive Weiterbildungs- und Nachwuchskräfteprogramme zur Steigerung der Qualifikation der Mitarbeiter sowie durch leistungsgerechte Vergütung, ebenso durch Stellvertreterregelungen, die den Ausfall von Schlüsselkräften abfedern und frühzeitige Nachfolgeplanungen.

Darüber hinaus bietet das Unternehmen gute Karrierechancen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten an.

Chancen im Personalbereich ergeben sich für Nabaltec aus der Gewinnung ausgewiesener Experten. Die eigene Marktstellung, das erarbeitete Renommee in der Branche, die hohe Verlässlichkeit und die bekanntermaßen starke Ausrichtung auf Forschung & Entwicklung machen Nabaltec in den eigenen Marktsegmenten zu einem attraktiven Arbeitgeber.

Produktions-, Prozess- und IT-Risiken

Nabaltec verfügt über ein integriertes Qualitätsmanagement-System mit Zertifizierung nach ISO 9001:2008, das unternehmensweit praxisbezogen umgesetzt wird. Deshalb hält Nabaltec die produktionsspezifischen Risiken für überschaubar und beherrschbar. Bei den geschäftskritischen IT-Anwendungen baut die Nabaltec AG auf standardisierte Programme und redundant ausgelegte, qualitativ hochwertige Hardware. Die regelmäßig überprüfte Zugriffsstruktur gewährleistet den Datenschutz; die Datensicherheit besteht aufgrund entsprechend allgemein etablierter Verfahren.

Umweltrisiken

Umweltrisiken können aus dem überschreiten der zulässigen Grenzwerte für Lärm- und Staubbelastung entstehen oder durch den Austritt von Gefahrstoffen. Diesen Risiken tritt Nabaltec durch ein umfangreiches Umweltmanagement nach ISO 14001:2004, das zertifiziert ist und regelmäßig weiterentwickelt und auditiert wird, entgegen. Die Produktionsprozesse von Nabaltec basieren auf geschlossenen Kreisläufen, z. B. für Wasser und Lauge.

Technologierisiken

Mögliche technologische Risiken können entstehen durch die Substitution der Nabaltec-Produkte bei den Kunden aufgrund von Technologiewechseln, durch die Nichtnutzung neuer Technologien oder das Nichterkennen technologischer Entwicklungen. Als Innovationsführer minimiert Nabaltec diese Risiken durch ständige, intensive Anstrengungen in der Forschung & Entwicklung, die ausgeprägte Kundennähe und die integrierte Struktur von Vertrieb und F&E. In technologischen Weiterentwicklungen liegen vielmehr zahlreiche Chancen für Nabaltec, mit der eigenen Qualität Wettbewerbsvorteile zu generieren, durch schnelle Produktanpassungen neue Märkte zu besetzen und gemeinsam mit den Kunden Prozess-, Verarbeitungs- und Qualitätsvorteile zu generieren und damit die Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg zu schaffen.

Regulatorische Risiken

Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen könnten Risiken für Nabaltec entstehen lassen. Derzeit - und auf mittel- und langfristige Sicht ist keine Trendumkehr zu erkennen - sorgen regulatorische Änderungen vielmehr für zusätzliche Marktchancen. Denn im weltweiten Maßstab werden umweltschonende Produkte, wie die von Nabaltec, nachhaltig forciert, um umweltbelastende Materialien aus dem Stoffkreislauf zu entfernen.

4.3 Gesamtrisiko

Risiken der künftigen Entwicklung bestehen aufgrund der beschriebenen ständigen Beobachtungen der für Nabaltec relevanten Märkte sowie aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Produkte und der Anpassung an die Bedürfnisse bestehender und potenzieller Kunden derzeit nicht. Insgesamt werden die Risiken im Konzern gut gesteuert und sind deshalb in ihrer möglichen Wirkung begrenzt. Auch künftig ist der Bestand des Unternehmens gesichert.

5. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Prinzipien verantwortungsbewusster Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Führungs- und Kontrollgremien der Nabaltec AG. Da das Unternehmen im Open Market der Wertpapierbörse Frankfurt mit Zulassung zum Entry Standard gelistet ist, berichtet der Vorstand auf freiwilliger Basis in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Abs. 1 HGB und Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodexes - zugleich auch für den Aufsichtsrat - über die Unternehmensleitung, -führung und Corporate Governance. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite www.nabaltec.de in der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance veröffentlicht.

6. Nachtragsbericht

Die Nabaltec AG war bislang zu 51% an der Nashtec Management Corp. und zu 51% (direkt zu 50,49% und indirekt über die Nashtec Management Corp., die als General Partner 1% der Anteile hält) an der Nashtec L.P. (USA) als Teil eines Joint Ventures beteiligt. Zum 1. Januar 2010 wurde die Gesellschaftsstruktur geändert. Die Nashtec Management Corp. wurde aufgelöst, die Nashtec L.P. in eine LLC umgewandelt, so dass von der Nabaltec AG nun direkt 51% und von der Sherwin Alumina LLC direkt 49% an der Nashtec LLC gehalten werden.

Weitere Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Nabaltec-Konzerns von besonderer Bedeutung wären und über die hier zu berichten wäre, sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 nicht eingetreten.

7. Ausblick

Trotz des nach wie vor herausfordernden konjunkturellen Umfelds erwartet Nabaltec dank fundamentaler Trends, wie Umweltschutz, steigende Sicherheitsstandards und wirtschaftliche Notwendigkeit zu ständigen Prozessverbesserungen bei den Kunden, eine sich positiv entwickelnde Nachfrage für die eigenen Produkte.

Nabaltec ist Qualitäts- und Innovationsführer und gehört zu den Marktführern in den eigenen Zielmärkten. Die Nabaltec AG konnte 2009 ihre Verlässlichkeit als stabiler Partner im Markt nachhaltig unter Beweis stellen. Bei einer Reihe von Marktteilnehmern, die bislang noch nicht oder nur in Teilsegmenten zu den Kunden von Nabaltec gehörten, konnten Freigabeverfahren für die eigenen Produkte erfolgreich abgeschlossen werden. Für 2010 und die Folgejahre kann dies die Basis für eine weitere Verbreiterung der Kundenstruktur sein. Nabaltec ist gut positioniert, um sich bei wieder stabilen Märkten im Schulterschluss mit den Kunden positiv weiter entwickeln zu können.

7.1. Konjunktur & Branche

Nach Prognosen des IMF (International Monetary Fund) ist in den für Nabaltec wichtigsten Volkswirtschaften in den Jahren 2010 und 2011 eine leichte Erholung zu erwarten. In der Euro-Region soll die Wirtschaftsleistung wieder verhalten wachsen und zwar 2010 um 1,0% und 1,6% im Jahr darauf. Deutschland soll leicht besser abschneiden. In den USA wird sich die Wirtschaft noch etwas schneller erholen. China und Indien setzen ihren Wachstumskurs unverändert fort.

Konjunkturprognose

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in % 2010 2011
Welt gesamt 3,9 4,3
USA 2,7 2,4
Euro-Raum 1,0 1,6
Deutschland 1,5 1,9
Frankreich 1,4 1,7
Italien 1,0 1,3
Spanien -0,6 0,9
Großbritannien 1,3 2,7
Japan 1,7 2,2
China 10,0 9,7
Indien 7,7 7,8

Quelle: IMF, World Economic Outlook, Januar 2010

Die Prognosen für die chemische Industrie in Deutschland lassen für 2010 eine deutliche Stabilisierung erwarten. Der Verband der Chemischen Industrie geht von einem Umsatzwachstum von rund 6% aus. Das Preisniveau sollte stabil bleiben oder sogar leicht steigen. Seine Zuversicht gründet der Branchenverband auf Umfragen bei den Mitgliedsunternehmen, zu beobachtende Aussetzungen der Kurzarbeit und eine bereits wieder ausgedehnte Produktion in der Kunststoffverarbeitung und in der Automobilherstellung.

7.2 Prognose des Geschäftsverlaufs

Nabaltec erwartet für 2010 eine Verstetigung in der Nachfrage. Die hohe Volatilität und Kurzfristigkeit, die auch im vierten Quartal 2009 noch spürbar waren, als die Kunden zum Jahreswechsel ihre Lagerbestände nochmals minimierten, sollten deutlich zurückgehen.

Regional gesehen erwartet Nabaltec in den USA eine Fortsetzung der bereits 2009 stabilisierten Umsatzentwicklung. Weitere Impulse sollten insbesondere aus dem asiatischen Markt kommen. Beispielsweise dürften die Nachfrageimpulse für halogenfreien Flammschutz aus Indien sogar die aus China noch übertreffen. Für Deutschland und Europa rechnet die Nabaltec AG mit einem leichten Wachstum aufgrund der sich stabilisierenden Nachfrage.

Im Bereich des halogenfreien Flammschutzes ist die Nabaltec AG mit der patentierten CD-Technologie für zukünftige Marktentwicklungen ausgezeichnet positioniert. Das zeigte nicht zuletzt die erfolgreiche Markteinführung einer zweiten CD-Qualität in den USA 2009. Die positiven Eigenschaften von feinstgefällten Aluminiumhydroxiden sind erst in den vergangenen Jahren zunehmend in den Fokus der Industrie gerückt und führen seither schrittweise zu einer Substitution anderer Stoffe und zu Umstellungen in der Produktentwicklung und Produktion in der weiterverarbeitenden Industrie.

Die Nabaltec AG wird die Produktpalette, die auf der CD-Technologie basiert, weiter ausbauen, um den Kunden auch in zusätzlichen Verarbeitungsbereichen und Zielmärkten die Verarbeitungsvorteile zu bieten. Die Märkte für Kabel und Dämmstoffe, die bislang die Hauptmärkte für die Feinsthydroxide bei den funktionalen Füllstoffen darstellen, sind stark von der Baukonjunktur gesteuert und deshalb auf mittlere Sicht noch nicht die internationalen Wachstumstreiber. Dagegen lassen die Anwendungssegmente im Niederspannungsbereich, in der Telekommunikation und der IT auch kurzfristig bereits wieder Wachstumsimpulse erwarten. Die Indizien für eine Belebung im Markt des halogenfreien Flammschutzes sind erkennbar. Hier wirken noch die 2009 gestarteten staatlichen Konjunkturprogramme, die nicht nur in Europa, sondern auch in den USA und in Asien verabschiedet wurden, nach. Zusätzlich unterstützt wird diese Erwartung durch die Entwicklungen in der Gesetzgebung und immer strengere Flammschutzverordnungen, die den Wechsel von halogenhaltigen hin zu halogenfreien Flammschutzmitteln in der Industrie immer weiter vorantreiben. Neue Marktstudien von 2009 sagen beispielsweise für den halogenfreien Flammschutz ein Marktwachstum von jährlich 8,1% bis 2014 voraus.

Eine zentrale Aufgabe für 2010 und 2011 ist der erfolgreiche Ausbau des Geschäfts mit den 2009 neu gestarteten "Additiven" und speziellen Böhmit-Qualitäten. Im Bereich der "Additive" sieht Nabaltec gute Wachstumschancen, da die durch internationale Vorschriften getriebene Substitution von schwermetallhaltigen Stabilisatoren in der PVC-Herstellung die umweltfreundlichen Alternativprodukte fördert. Die von der Nabaltec AG entwickelte und patentierte Produktfamilie, die in Kunststoffmischungen giftige Bleiverbindungen ersetzen kann und als Hitzestabilisator eingesetzt wird, hat bereits zahlreiche Freigabeverfahren bei künftigen Schlüsselkunden erfolgreich durchlaufen. 2010 soll diese potenzielle Umsatzbasis weiter verbreitert werden.

Ähnlich ist die Aufgabenstellung für die Nabaltec AG bei den Böhmiten für die Elektronikindustrie. Auch hier gilt es nun nach den Anfangserfolgen 2009 die Märkte schrittweise zu erschließen und die Zulieferer für die Elektronikindustrie sukzessive zu gewinnen beziehungsweise die Freigabeprozeduren für die Nabaltec-Produkte erfolgreich abzuschließen. Das freie Marktpotenzial in diesem Segment ist durch die Umstellung der Elektronikindustrie auf halogenfreien Flammschutz in den Leiterplatten weltweit enorm. Deshalb gilt es 2010 und 2011 für Nabaltec strategisch wichtige Positionen zu besetzen, wichtige Schlüsselkunden insbesondere auch in Korea und Japan zu gewinnen und damit die eigenen umweltfreundlichen und gleichzeitig extrem leistungsfähigen Produktlösungen im Markt zu verankern.

Der Markt für technische Keramik und Feuerfesterzeugnisse wird wesentlich durch die weltweite Stahlproduktion beeinflusst. Nach dem teilweise dramatischen Rückgang 2009 ist 2010 mit einer deutlichen Stabilisierung zu rechnen. Die britische Marktforschungsgesellschaft MEPS erwartet sogar ein mengenmäßiges Wachstum von 11,1%. Einige internationale Stahlhersteller meldeten bereits in der zweiten Jahreshälfte 2009 die schrittweise Wiederinbetriebnahme von stillgelegten Kapazitäten. Die Kunden von Nabaltec aus der Feuerfestindustrie sollten auf diese Entwicklung leicht zeitverzögert mit höheren Bestellvolumina reagieren. Insbesondere wird der Bedarf an hochwertigen aluminiumoxidhaltigen Produkten in Zukunft weiter zunehmen, denn nur so können die Standzeiten für Feuerfestprodukte erhöht werden.

Bei den keramischen Massen geht Nabaltec ebenfalls von einer grundsätzlich wieder intakten Marktverfassung und positiven Entwicklung für die Zukunft aus. Abnahmeschwerpunkte in dieser Branche sind der Personen- und Fahrzeugschutz, der weltweit weiter an Bedeutung gewinnt.

7.3 Erwartete Ertrags- und Finanzlage

Nabaltec erwartet aufgrund der grundsätzlich intakten marktdeterminierenden Faktoren in den einzelnen Zielmärkten ein Umsatzwachstum für 2010 im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.

Der Nabaltec-Konzern wird 2010 seine Investitionen gegenüber den Vorjahren deutlich reduzieren und den freien Cashflow erhöhen. Der letzte große Baustein in dem umfangreichen Investitionsprogramm der vergangenen fünf Jahre war die neue CAHC-Produktionsanlage am Standort Schwandorf. Projekt-Maßnahmen werden 2010 zu Neu-Investitionen von ca. 3,0 Mio. Euro führen.

Bei den Personalkosten werden die Möglichkeiten der Flexibilisierung und ebenso der Kurzarbeit auch 2010 genutzt. Gleichzeitig ist geplant, den Mitarbeiterstamm stabil zu halten.

Die gesamten Produktionskosten sollen auch 2010 dahingehend weiter optimiert werden, als Nabaltec alle Möglichkeiten der Flexibilisierung und variablen Kapazitätsanpassung nutzen wird. Die Vorarbeiten wurden 2008 und 2009 erbracht, um sämtliche Prozesse entlang der Supply Chain im Branchenvergleich schnell und variabel an Nachfrageschwankungen anpassen zu können.

Die Abschreibungen im Nabaltec-Konzern werden 2010 planmäßig steigen und damit die umfangreich getätigten Investitionen im Anlagevermögen widerspiegeln. Die Zinszahlungen werden sich 2010 voraussichtlich auf einen Wert von rund 5 Mio. Euro addieren. Die Rückführung der Kredite wird 2010 auf einem gegenüber 2009 leicht erhöhten Niveau planmäßig fortgesetzt.

Nabaltec erwartet, 2010 über alle Bereiche hinweg wieder auf den langjährigen Wachstumspfad zurückkehren zu können. Das Ziel ist ein Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich und ertragsseitig eine deutliche Verbesserung gegenüber 2009, mit der Perspektive eines ausgeglichenen Ergebnisses auf operativer Ebene.

Hinweis auf Unsicherheiten im Ausblick:

Die beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen ein nicht unerheblicher Teil außerhalb des Einflussbereichs des Nabaltec-Konzerns liegt, beeinflussen die künftigen Umsätze und Geschäftsergebnisse. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Geschäftsergebnisse von den hier getroffenen zukunftsgerichteten Aussagen und Prognosen abweichen.

Schwandorf, 5. März 2010

Nabaltec AG

Der Vorstand

Johannes Heckmann

Gerhard Witzany

KONZERNABSCHLUSS

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009

Gewinn- und Verlustrechnung

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in TEUR Siehe Anhang 01.01. - 31.12.2009 01.01. - 31.12.2008
Umsatzerlöse 5.1 73.060 96.277
Verminderung/Erhöhung des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen -2.867 4.115
Andere aktivierte Eigenleistungen 5.2 1.161 253
Gesamtleistung 71.354 100.645
Sonstige betriebliche Erträge 5.3 1.027 1.935
Materialaufwand 5.4 -38.061 -57.528
Rohergebnis 34.320 45.052
Personalaufwand 5.5 -15.595 -17.109
Abschreibungen 5.7 -6.441 -5.190
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.8 -14.992 -18.625
Betriebsergebnis (EBIT) -2.708 4.128
Zinsen und ähnliche Erträge 5.10 119 587
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.11 -4.442 -3.674
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) -7.031 1.041
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.12 1.666 -1.223
Konzernergebnis nach Steuern -5.365 -182
Davon entfallen auf
Anteilseigner des Mutterunternehmens -5.047 1.126
Nicht kontrollierende Gesellschafter -318 -1.308
Konzernergebnis nach Steuern -5.365 -182
Ergebnis je Aktie (in EUR) 7.5 -0,63 0,14

Gesamtergebnisrechnung

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in TEUR Siehe Anhang # 01.01. - 31.12.2009 01.01. - 31.12.2008
Konzernergebnis nach Steuern -5.365 -182
Fremdwährungsumrechnung (nach Steuern) -63 84
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting (nach Steuern) 420 -1.380
Sonstiges Ergebnis 357 -1.296
Davon entfallen auf
Anteilseigner des Mutterunternehmens 36 -448
Nicht kontrollierende Gesellschafter 321 -848
Gesamtergebnis -5.008 -1.478
Davon entfallen auf
Anteilseigner des Mutterunternehmens -5.011 678
Nicht kontrollierende Gesellschafter 3 -2.156

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009

AKTIVA

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in TEUR Siehe Anhang # 31.12.2009 31.12.2008
Langfristige Vermögenswerte 108.702 97.292
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (inkl. geleisteter Anzahlungen) 6.1 233 364
Sachanlagen 108.469 96.928
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.2 30.676 27.250
Technische Anlagen und Maschinen 6.2 74.856 56.057
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.2 2.239 2.373
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.2 698 11.248
Kurzfristige Vermögenswerte 23.109 34.869
Vorräte 19.213 28.408
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.3 10.180 16.552
Unfertige Erzeugnisse 6.3 187 569
Fertige Erzeugnisse und Waren 6.3 8.846 11.287
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen 3.399 4.519
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.4 499 1.303
Forderungen aus Ertragsteuern 6.5 248 0
Sonstige Vermögenswerte 6.6 2.652 3.216
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.7 497 1.942
Summe Aktiva 131.811 132.161
Passiva
in TEUR Siehe Anhang 31.12.2009 31.12.2008
Eigenkapital 40.043 45.051
Gezeichnetes Kapital 6.8 8.000 8.000
Kapitalrücklage 6.8 29.764 29.764
Gewinnrücklage 6.8 9.707 9.707
Ergebnisvortrag 6.8 2.520 1.394
Konzernergebnis nach Steuern -5.047 1.126
Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen 6.8 -898 -934
Nicht kontrollierende Gesellschafter 6.8 -4.003 -4.006
Langfristige Schulden 68.266 51.501
Pensionsrückstellungen 6.9 11.078 9.643
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.10 47.197 27.377
Genussrechtskapital 6.10 4.927 4.902
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 6.10 319 1.269
Passive latente Steuern 5.12 2.076 3.943
Sonstige Verbindlichkeiten 6.10 2.669 4.367
Kurzfristige Schulden 23.502 35.609
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 6.10 480 608
Sonstige Rückstellungen 6.9 868 930
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.10 4.737 10.236
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.10 6.066 9.497
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 6.10 958 1.093
Sonstige Verbindlichkeiten 6.10 10.393 13.245
Summe Passiva 131.811 132.161

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009

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in TEUR Siehe Anhang # 01.01. - 31.12.2009 01.01. - 31.12.2008
Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis vor Steuern -7.031 1.041
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.7 6.441 5.190
-/+ Gewinn / Verlust aus Anlagenabgang 10 -13
- Zinserträge 5.10 -119 -587
+ Zinsaufwendungen 5.11 4.442 3.674
Operatives Ergebnis vor Working-Capital-Veränderungen 3.743 9.305
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen 1.373 -561
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigtätigkeit zuzuordnen sind 1.369 2.793
+/- Bestandsminderung / Bestandserhöhung der Vorräte 9.195 -10.558
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -10.536 3.089
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern 5.144 4.068
- Gezahlte Ertragsteuern -579 -321
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 4.565 3.747

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in TEUR Siehe Anhang # 01.01. - 31.12.2009 01.01. - 31.12.2008
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 3 78
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 6.2 -20.404 -21.482
+ Einzahlungen aus Investitionszulagen 0 6.000
+ Einzahlungen aus Rückabwicklungen immaterielle Anlagevermögen 73 0
- Auszahlungen für Investitionen im Rahmen von Sale-and-lease-back-Transaktionen 0 -809
- Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagevermögen 6.1 -8 -116
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -20.336 -16.329
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
- Auszahlungen an Unternehmenseigner 6.8 0 -800
+ Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten im Rahmen von Sale-and-lease-back-Transaktionen 6.10 0 7.872
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 6.10 22.699 12.433
- Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten 6.10 -2.842 -2.578
- Zahlung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 6.10 -1.085 -1.038
- Gezahlte Zinsen -4.519 -3.734
+ Erhaltene Zinsen 119 587
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 14.372 12.742
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -1.399 160
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -46 106
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.7 1.942 1.676
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.7 497 1.942

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

für das Geschäftsjahr 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009

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Auf die Anteilseigner der Nabaltec AG entfallendes Eigenkapital
in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Ergebnisvortrag Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen Summe
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 01.01.2008 8.000 29.764 9.707 2.194 -486 49.179
Fremdwährungsumrechnung 249 249
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting - - - - -697 -697
Sonstiges Ergebnis - - - - -448 -448
Konzernergebnis nach Steuern - - - 1.126 - 1.126
Gesamtergebnis - - - 1.126 -448 678
Ausschüttung - - - -800 - -800
Stand 31.12.2008 8.000 29.764 9.707 2.520 -934 49.057
Stand 01.01.2009 8.000 29.764 9.707 2.520 -934 49.057
Fremdwährungsumrechnung -176 -176
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting 212 212
Sonstiges Ergebnis 36 36
Konzernergebnis nach Steuern -5.047 -5.047
Gesamtergebnis -5.047 36 -5.011
Stand 31.12.2009 8.000 29.764 9.707 -2.527 -898 44.046

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in TEUR Nicht kontrollierende Gesellschafter Konzerneigenkapital
Stand 01.01.2008 -1.850 47.329
Fremdwährungsumrechnung -165 84
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting -683 -1.380
Sonstiges Ergebnis -848 -1.296
Konzernergebnis nach Steuern -1.308 -182
Gesamtergebnis -2.156 -1.478
Ausschüttung - -800
Stand 31.12.2008 -4.006 45.051
Stand 01.01.2009 -4.006 45.051
Fremdwährungsumrechnung 113 -63
Netto-Ergebnis aus Hedge Accounting 208 420
Sonstiges Ergebnis 321 357
Konzernergebnis nach Steuern -318 -5.365
Gesamtergebnis 3 -5.008
Stand 31.12.2009 -4.003 40.043

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

für das Geschäftsjahr 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009

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Anschaffungs-/Herstellungskosten
in TEUR Stand 01.01.2009 Zugang Abgang Umbuchung Währungsdifferenzen Stand 31.12.2009
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 2.137 8 73 - - 2.072
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.999 8 - - - 2.007
Geleistete Anzahlungen 138 - 73 - - 65
Sachanlagen 122.546 18.497 78 - -689 140.276
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.280 2.489 - 2.128 -200 33.697
Technische Anlagen und Maschinen 76.114 15.205 43 8.832 -471 99.637
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.904 322 35 71 -18 6.244
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.248 481 - -11.031 - 698
Summe Anlagevermögen 124.683 18.505 151 - -689 142.348

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Kumulierte Abschreibungen
in TEUR Stand 01.01.2009 Zugang Abgang Währungsdifferenzen Stand 31.12.2009
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 1.773 66 - - 1.839
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.773 66 - - 1.839
Geleistete Anzahlungen - - - - -
Sachanlagen 25.618 6.375 65 -121 31.807
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.030 1.017 -26 3.021
Technische Anlagen und Maschinen 20.057 4.842 35 -83 24.781
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.531 516 30 -12 4.005
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
Summe Anlagevermögen 27.391 6.441 65 -121 33.646

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Buchwert
in TEUR Stand 31.12.2009 Stand 31.12.2008
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 233 364
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 168 226
Geleistete Anzahlungen 65 138
Sachanlagen 108.469 96.928
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 30.676 27.250
Technische Anlagen und Maschinen 74.856 56.057
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.239 2.373
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 698 11.248
Summe Anlagevermögen 108.702 97.292

für das Geschäftsjahr 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008

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Anschaffungs-/Herstellungskosten
in TEUR Stand 01.01.2008 Zugang Abgang Umbuchung Währungsdifferenzen Stand 31.12.2008
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 1.982 117 - 38 - 2.137
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.864 97 - 38 - 1.999
Geleistete Anzahlungen 118 20 - - - 138
Sachanlagen 103.173 18.641 361 -38 1.131 122.546
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.203 1.043 - 2.724 310 29.280
Technische Anlagen und Maschinen 57.362 4.860 175 13.275 792 76.114
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.225 771 186 65 29 5.904
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.383 11.967 - -16.102 - 11.248
Summe Anlagevermögen 105.155 18.758 361 0 1.131 124.683

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Kumulierte Abschreibungen
in TEUR Stand 01.01.2008 Zugang Abgang Währungsdifferenzen Stand 31.12.2008
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 1.717 56 - - 1.773
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.717 56 - - 1.773
Geleistete Anzahlungen - - - -
Sachanlagen 20.653 5.134 294 125 25.618
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.046 956 - 28 2.030
Technische Anlagen und Maschinen 16.387 3.703 118 85 20.057
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.220 475 176 12 3.531
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
Summe Anlagevermögen 22.370 5.190 294 125 27.391

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Buchwert
in TEUR Stand 31.12.2008 Stand 31.12.2007
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Immaterielle Vermögenswerte 364 265
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 226 147
Geleistete Anzahlungen 138 118
Sachanlagen 96.928 82.520
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.250 24.157
Technische Anlagen und Maschinen 56.057 40.975
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.373 2.005
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.248 15.383
Summe Anlagevermögen 97.292 82.785

Konzernanhang

für das Geschäftsjahr 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009

1. Allgemeines

Die Nabaltec AG mit Sitz in Schwandorf, Deutschland1 , wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 14. Dezember 1994 unter der Firma Nabaltec GmbH mit Sitz in Schwandorf (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Amberg unter HRB 3920) gegründet. Sie übernahm im Jahr 1995 den Geschäftsbetrieb der Sparte Spezialoxide von der VAW aluminium AG. Im Jahr 2006 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft.

Gegenstand des Unternehmens ist gemäß § 2 der Satzung der Nabaltec AG die Herstellung von Produkten auf Basis mineralischer Rohstoffe, insbesondere unter Verwendung von Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid, und der Vertrieb dieser Produkte.

Die Aktien der Nabaltec AG sind seit dem 24. November 2006 an der Frankfurter Wertpapierbörse im Open Market (Entry Standard) notiert.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 05. März 2010 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

1 Nabaltec AG, Alustraße 50 - 52, 92421 Schwandorf, Deutschland

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind stetig in allen hier dargestellten Berichtsperioden angewendet worden.

2.1 Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 (einschließlich Vorjahresangaben zum 31. Dezember 2008) wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die IFRS umfassen die vom International Accounting Standards Board verlautbarten IFRS, die International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und des Standing Interpretations Committee (SIC).

Es handelt sich um den Konzernabschluss der Nabaltec AG. Alle für das Geschäftsjahr 2009 gültigen EU-konformen Standards wurden angewendet.

Der Konzernabschluss führt zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Nabaltec AG. Standards wurden - wie nachfolgend beschrieben - teilweise auch vor ihrem Inkrafttreten angewendet.

Das Geschäftsjahr der Nabaltec AG geht vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines jeden Jahres.

Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) dargestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (TEUR) auf- oder abgerundet. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben Differenzen auftreten können.

Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden.

Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2.2 Angewandte Rechnungslegungsstandards

Für das Geschäftsjahr 2009 wurden alle Rechnungslegungsstandards angewandt, die für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden sind. Dies umfasst insbesondere auch die folgenden Standards und Interpretationen, die erstmalig anzuwenden waren:

IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS": Die Änderungen betreffen ausschließlich den formalen Aufbau von IFRS 1. Hierzu werden die allgemeinen von den spezifischen Regelungen des Standards getrennt. Durch die neue Struktur sollen Klarheit und Anwendbarkeit des IFRS 1 verbessert werden. Der überarbeitete IFRS 1 ersetzt den gegenwärtigen IFRS 1 und war erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Der geänderte Standard hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS" und IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS": Die Änderungen ermöglichen es Unternehmen, bei erstmaliger Anwendung der IFRS in ihren IFRS-Einzelabschlüssen die Anschaffungskosten einer Beteiligung entweder in Höhe des beizulegenden Zeitwerts oder des Buchwerts nach den zuvor angewendeten nationalen Rechnungslegungsvorschriften zu bestimmen. Diese Regelung gilt sowohl für gemeinschaftlich geführte Unternehmen, assoziierte Unternehmen als auch für Tochterunternehmen. Darüber hinaus wurde die Verpflichtung zur Herabsetzung der Anschaffungskosten bei Ausschüttungen von Gewinnrücklagen, die vor dem Erwerb der Anteile gebildet wurden, aus IAS 27 entfernt. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Der geänderte Standard hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütungen": Die Neufassung des IFRS 2 war erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen die Definition von Ausübungsbedingungen (vesting conditions) und die Regelungen zur Annullierung (cancellation) eines Planes durch eine andere Partei als das Unternehmen. Aus dieser Neuregelung ergaben sich keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben": Die Änderungen und Erweiterungen der Angabepflichten von IFRS 7 betreffen im Wesentlichen die Angaben zum beizulegenden Zeitwert sowie die Angaben zum Liquiditätsrisiko. Die Änderungen treten für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Aus der Anwendung haben sich erweiterte Angaben ergeben. Wir verweisen auf die Ausführungen unter Punkt 7.2 "Finanzinstrumente".
IFRS 8 "operative Segmente": Der Standard sieht insbesondere die Anwendung des "Management Approach" zur Berichterstattung über die wirtschaftliche Entwicklung der Segmente vor. Demgemäß sind operative Segmente Teile einer Unternehmung, deren operatives Ergebnis von einem zentralen Entscheidungsträger regelmäßig überwacht wird und die Entscheidungsgrundlage für Ressourcenallokation und Erfolgskontrolle darstellt. Die Ermittlung der Segmentinformation soll der internen Berichterstattung entsprechen. IFRS 8 war erstmalig für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Da die Nabaltec AG diesen Standard bereits vorzeitig angewendet hat, ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
IAS 1 "Darstellung des Abschlusses": Die Änderungen zu IAS 1 regeln im Wesentlichen die Darstellung ergebnisneutraler Eigenkapitalveränderungen und die einheitliche Benennung von Jahresabschlussbestandteilen, mit dem Ziel, Analyse und Vergleichbarkeit von Abschlüssen zu vereinfachen. Die Änderungen des IAS 1 sind verpflichtend anzuwenden für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Die Anwendung dieses Standards führte zu einer erweiterten und geänderten Darstellung des Konzernabschlusses.
IAS 23 "Fremdkapitalkosten": Der überarbeitete Standard war erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, anzuwenden. Die Neufassung des IAS 23 sieht für qualifizierte Vermögenswerte die Eliminierung des Wahlrechts zur sofortigen Aufwandsverrechnung von Finanzierungskosten zugunsten der Aktivierungspflicht vor. Es wurden im Geschäftsjahr 2009 erstmalig TEUR 813 Bauzeitzinsen aktiviert.
IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung": Die Änderung des IAS 32 wurde im Februar 2008 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, anzuwenden. Aus der Definition der finanziellen Verbindlichkeit werden nunmehr bestimmte Instrumente ausgenommen. Aus dieser Neuregelung ergaben sich keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben": Das IASB veröffentlichte im Oktober und November 2008 zwei Überarbeitungen des IAS 39 / IFRS 7 "Umgliederung finanzieller Vermögenswerte" Die Überarbeitungen sind für alle Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Es haben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben.
IFRIC 13 "Kundentreueprogramme": Die Interpretation widmet sich der Rechnungslegung von Unternehmen, die Prämiengutschriften ("Treuepunkte" oder Flugmeilen) an Kunden vergeben, die diese beim Kauf anderer Güter oder Dienstleistungen erhalten. Die Interpretation war erstmalig für Geschäftsjahre die am oder nach dem 1.Juli 2008 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Sie hatte keinen Effekt auf den Konzernabschluss.
IFRIC 14 "IAS 19 - Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung": IFRIC 14 gibt allgemeine Leitlinien zur Bestimmung der Obergrenze des Überschussbetrags eines Pensionsfonds, der nach IAS 19 als Vermögenswert angesetzt werden kann. Die Interpretation war erstmalig für Geschäftsjahre die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Sie hatte keinen Effekt auf den Konzernabschluss.
IFRIC 15 "Vereinbarungen zum Bau von Immobilien (Real Estate)": Diese Interpretation ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Ziel der Interpretation ist eine einheitliche Bilanzierung durch Unternehmen, die Grundstücke erschließen und die in dieser Eigenschaft Einheiten, wie beispielsweise Wohneinheiten oder Häuser, "off plan", d.h. bevor diese fertiggestellt sind, verkaufen. Sie hatte keinen Effekt auf den Konzernabschluss.
IFRIC 16 "Absicherungen einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb": IFRIC 16 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Oktober 2008 beginnen. Ziel der Interpretation ist eine Klarstellung zweier Sachverhalte, die sich im Rahmen der beiden Standards IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" und IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" im Zusammenhang mit der Bilanzierung der Absicherung von Fremdwährungsrisiken innerhalb eines Unternehmens und seiner ausländischen Geschäftsbetriebe ergeben. Sie hatte keinen Effekt auf den Konzernabschluss.
AIP-Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS 2006-2008 ("Improvements to IFRS"): Am 22. Mai 2008 hat das IASB einen Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS-Standards veröffentlicht. Dieser Sammelstandard ist Ergebnis des ersten Annual Improvements Process-Projekts (AIP-Projekt) des IASB und umfasst Änderungen an 25 IFRS zuzüglich daraus resultierender Folgeänderungen weiterer Standards (consequential amendments). Die Änderungen sind in zwei Teile gegliedert. Zum einen Standardänderungen, die mit Änderungen für die Bilanzierung, d.h. mit Änderungen im Hinblick auf Darstellungs-, Ansatz- und Bewertungsfragen, einhergehen (u.a. zu IFRS 5, IAS 1, IAS 16, IAS 17 und IAS 19), zum anderen Begriffsänderungen oder redaktionelle Änderungen mit minimalen Auswirkungen für die Bilanzierung. Soweit im Standard nichts anderes bestimmt ist, sind die Änderungen für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, anzuwenden. Es haben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben.

Zusätzlich wurden bereits folgende veröffentlichte Standards im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 angewandt, da nach den Standards eine vorzeitige Anwendung möglich ist und ein kurzfristiges Endorsement von Seiten der EU zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses erwartet wurde:

IFRS 3 R "Unternehmenszusammenschlüsse": Der geänderte Standard wurde im Januar 2008 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, anzuwenden. Da der Konzern bei künftigen Unternehmenszusammenschlüssen voraussichtlich weiterhin die Purchased-Goodwill-Methode anwenden wird, haben sich bisher und werden sich auch in der Zukunft aus der Neuregelung keine Auswirkungen ergeben. Die Neubewertung im Rahmen sukzessiver Unternehmenserwerbe und die zwingende Berücksichtigung bedingter Gegenleistung zum Erwerbszeitpunkt werden tendenziell zu höheren Geschäfts- oder Firmenwerten führen.
IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS": Der geänderte Standard wurde im Januar 2008 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, anzuwenden. Aus der erstmaligen Anwendung ergaben sich insbesondere auf die Behandlung negativer Beträge bei den Minderheitsanteilen Auswirkungen. Die bisherigen Regelungen zum Verlustfall wurden aufgehoben (vgl. Punkt 2.4). Dem einheitstheoretischen Konzept des Konzerns als einer durch verschiedene Eigenkapitalgebergruppen finanzierten Einheit folgend, wird die Sonderstellung der Minderheit abgeschafft. Das bedeutet, dass künftig - soweit die Anteile der Minderheit am Verlust zu einem bilanziellen Negativansatz führen würden -die Verlustanteile nicht mehr zu Lasten des Mutterunternehmens berücksichtigt werden, sondern den Minderheiten in gleichem Umfang wie Gewinne zuzurechnen sind (vgl. Punkt 6.8).

Die folgenden, bereits veröffentlichten, aber nicht verpflichtenden Standards und Interpretationen wurden nicht vorzeitig angewandt:

IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS": Am 26. November 2009 hat das IASB den Standardentwurf mit Änderungen zu IFRS 1 ("Limited Exemption from Comparative IFRS 7 Disclosures for First-time Adopters (Proposed amendment to IFRS 1)") veröffentlicht. Wesentlicher Inhalt der Änderung ist, den Erstanwendern dieselben Erleichterungen hinsichtlich der Angaben nach IFRS 7 einzuräumen, die auch Anwendern gewährt ist, die die Änderungen zu Finanzinstrumenten vom März 2009 ("Improving Disclosures about Financial Instruments Amendments to IFRS 7 Financial Instruments: Disclosures") vorzeitig anwenden. Demnach brauchen erstmalige Anwender die Vergleichszahlen für Vorperioden, die durch die Änderungen vom März 2009 gefordert werden, nicht angeben, wenn die erste IFRS-Berichtsperiode vor dem 1. Januar 2010 beginnt. Die erstmalige Anwendung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft haben.
IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS": Die Änderungen wurden am 23. Juli 2009 veröffentlicht. Sie betreffen die retrospektive Anwendung von IFRS in besonderen Situationen und sollen sicherstellen, dass Unternehmen bei der Umstellung auf IFRS keine unverhältnismäßig hohen Kosten entstehen. Konkret befreien die Änderungen

Unternehmen der Öl- und Gas-Industrie, die unter nationalen Rechnungslegungsvorschriften Explorations- und Entwicklungskosten für Objekte in der Entwicklungs- oder Produktionsphase in einer geografischen Region zusammengefasst in cost centern erfasst haben, von der vollständigen retrospektiven Anwendung der IFRS auf die betreffenden Öl- und Gas-Vermögenswerte.

Unternehmen mit bestehenden Leasing-Verträgen von der Neubeurteilung dieser Verträge im Hinblick auf deren Klassifizierung gemäß IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", falls zu einem früheren Bilanzstichtag bereits eine Beurteilung nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften erfolgte, die den Regelungen des IFRIC 4 vergleichbar sind.

Der geänderte IFRS 1 tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Die erstmalige Anwendung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft haben.

IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung": Das IASB hat am 18. Juni 2009 Änderungen an IFRS 2 zur Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich veröffentlicht. Die Änderungen des IFRS 2 haben folgenden wesentlichen Inhalt:

Der Anwendungsbereich von IFRS 2: Erhält ein Unternehmen im Rahmen einer anteilsbasierten Vergütungsvereinbarung Güter oder Dienstleistungen, so hat das Unternehmen künftig diese Güter oder Dienstleistungen zu bilanzieren. Dabei spielt es keine Rolle, welches Unternehmen im Konzern die korrespondierende Verpflichtung erfüllt und ob diese in bar oder in Anteilen beglichen wird.

Das Zusammenspiel von IFRS 2 mit anderen Standards: Das IASB stellt klar, dass die Bedeutung des "Konzerns" in IFRS 2 die gleiche ist, wie in IAS 27. Zum Konzern gehören ein Mutterunternehmen und seine Tochterunternehmen.

Die Änderungen sind rückwirkend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 30. Juni 2010 beginnen, anzuwenden. Die erstmalige Anwendung dieses geänderten Standards wird voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

IFRS 9 "Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung": Am 12. November 2009 hat das IASB IFRS 9 veröffentlicht, mit dem die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten abgedeckt wird. Dies stellt die erste Phase des Projekts zur Ersetzung von IAS 39 dar. IFRS 9 tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des Standards auf den Konzernabschluss der Gesellschaft werden derzeit geprüft.
IAS 24"Nahe stehende Unternehmen und Personen": Das IASB hat am 4. November 2009 Änderungen an IAS 24 veröffentlicht. Mit den Änderungen will das IASB eine einfachere Anwendung in der Praxis gewährleisten. Der bisherige Grundsatz des IAS 24, Informationen zu Geschäftsvorfällen mit nahe stehenden Unternehmen oder Personen offenzulegen, wurde beibehalten. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, anzuwenden. Die erstmalige Anwendung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung": Das IASB hat am 08. September 2009 Änderungen an IAS 32 zur Klassifizierung von Bezugsrechten veröffentlicht. Der Standard klärt dabei solche Fälle, in denen Bezugsrechte auf eine von der funktionalen Währung abweichenden Währung des Unternehmens lauten. Bisher wurden solche Rechte als derivative Finanzverbindlichkeiten qualifiziert. Nach der neuen Regelung sind solche Rechte unter bestimmten Voraussetzungen als Eigenkapital einzustufen, unabhängig von der festgelegten Währung des Ausübungspreises. Die neue Änderung umfasst nur solche Bezugsrechte, bei denen eine feste Anzahl der zu beziehenden Instrumente und ein fixer Fremdwährungsbetrag zuvor vereinbart wurden und wenn dieses Recht allen bisherigen Inhabern von Eigenkapitaltiteln derselben Klasse proportional gewährt wird. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen, anzuwenden. Die erstmalige Anwendung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
IAS 39 "Finanzinstrumente:Ansatz und Bewertung": Das IASB hat am 31. Juli 2008 Ergänzungen zu IAS 39 veröffentlicht. Ausgangspunkt sind die bestehenden Regelungen, nach denen ein Unternehmen das gesamte, einen Teil oder bestimmte Risiken eines Grundgeschäfts in einen Hedge einbeziehen kann. Um die Anwendung der unveränderten Grundprinzipien zu vereinfachen, wurden die Anwendungsgrundsätze in den Bereichen der Designation von Inflationsrisiken als Grundgeschäft sowie der Designation eines einseitigen Risikos in einem Grundgeschäft ergänzt. Bezogen auf die Designation von Inflationsrisiken als Grundgeschäft wird klargestellt, dass dieses Risiko grundsätzlich nicht als ein gesichertes Risiko bestimmt werden kann. Sofern allerdings die Inflationskomponente vertraglich festgelegte Teile von Zahlungsströmen eines Finanzinstruments sind, kann eine Absicherung der Inflation erfolgen. Unter einem einseitigen Risiko ist zu verstehen, wenn ein Unternehmen ausschließlich Änderungen in den Zahlungsströmen oder im Fair-Value eines Grundgeschäfts oberhalb oder unterhalb eines festgelegten Preises oder einer anderen Variable designiert. Die Ergänzung stellt klar, dass lediglich der innere Wert der Option, nicht jedoch der vollständige Wert der Option, bestehend aus innerem Wert und Zeitwert, designiert werden kann. Wenn der gesamte Wert der Option als Sicherungsinstrument für ein einseitiges Risiko einer zukünftigen Transaktion designiert werden würde, würde dieses eine Hedge-Ineffektivität darstellen, da ausschließlich das Sicherungsinstrument eine Zeitwertkomponente enthält. Die Ergänzungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Aus dieser Neuregelung werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
IAS 39 "Finanzinstrumente:Ansatz und Bewertung" und IFRIC 9 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate": Am 12. März 2009 veröffentlichte das IASB Änderungen des Standards IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" sowie der Interpretation IFRIC 9 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate" zur Klarstellung der Bilanzierung von eingebetteten Derivaten im Fall einer Umklassifizierung von hybriden Finanzinstrumenten aus der "Fair Value through Profit and Loss"-Kategorie heraus. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 30.Juni 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Die Anwendung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
IAS 39 "Finanzinstrumente:Ansatz und Bewertung": Am 31. Juli 2008 hat der IASB Änderungen veröffentlicht, um zwei Fragen in Bezug auf das Hedge Accounting zu klären:

Inflationsrisiko eines finanziellen Grundgeschäfts

einseitiges Risiko eines Grundgeschäfts

Diese Änderungen basieren auf dem Entwurf Risikopositionen, die für das Hedge Accounting qualifizieren, der im September 2007 veröffentlicht worden war, beschränkt sich aber auf die beiden vorgenannten Punkte. Die Änderungen widmen sich weder der Frage, welche Risikopositionen als Grundgeschäft unter IAS 39 designiert werden können, noch der europäischen Carve-out-Option, die von wenigen europäischen Unternehmen gewählt wird. Diesen Themen wird man sich gesondert widmen. Die Änderungen an IAS 39 treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Aus der Anwendung werden keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.

IFRIC 14 "IAS 19 - Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung" und IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer": Am 26. November 2009 hat das IASB Änderungen an IFRIC 14 zur Bilanzierung von Pensionen veröffentlicht. Nach den bisherigen Regelungen des IFRIC 14 ist es den Unternehmen nicht erlaubt, einige Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestbeitragszahlungen als Vermögenswert anzusetzen. Diese nicht beabsichtigte Konsequenz der Regelungen des IFRIC 14 wird mit den Änderungsvorschlägen eliminiert. Künftig kann ein Unternehmen nach den neuen Vorschriften den Vorteil aus einer solchen Vorauszahlung als Vermögenswert erfassen, sobald das Unternehmen Mindestdotierungsverpflichtungen unterliegt und Vorauszahlungen für Beiträge leistet, um diese Mindestdotierungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Änderungen an IFRIC 14 sind verpflichtend für Geschäftsjahre, die ab dem 1. Januar 2011 beginnen, anzuwenden. Die Anwendung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
IFRIC 17 "Sachdividenden an Eigentümer": Diese Interpretation wurde im November 2008 veröffentlicht und regelt Themen, wie ein Unternehmen andere Vermögenswerte als Zahlungsmittel zu bewerten hat, die es als Gewinnausschüttung an die Anteilseigner überträgt. IFRIC 17 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, anzuwenden. Aus der Anwendung werden keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
IFRIC 18 "Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden": Am 29. Januar 2009 veröffentlichte das IFRIC die Interpretation IFRIC. IFRIC 18 ist insbesondere für Versorgungsbetriebe (z. B. Energieversorger) relevant. Die Interpretation klärt, wie Sachverhalte zu bilanzieren sind, bei denen ein Unternehmen von einem Kunden Vermögenswerte erhält und diese nutzen muss, um den Kunden entweder mit einem Netzwerk zu verbinden, oder um den Kunden einen dauerhaften Zugang zu Gütern oder Dienstleistungen (z. B. Energie, Gas oder Wasser) zu gewähren. IFRIC 18 ist für Übertragungen von Vermögenswerten, die am oder nach dem 1. Juli 2009 stattfinden, verpflichtend anzuwenden. Die Anwendung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente": Diese Interpretation wurde am 26. November 2009 veröffentlicht. IFRIC 19 behandelt die Bilanzierung nach IFRS, wenn ein Kreditnehmer eine finanzielle Verbindlichkeit teilweise oder gänzlich durch die Ausgabe von Aktien oder anderen Eigenkapitalinstrumenten tilgt. IFRIC 19 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen, anzuwenden. Die Anwendung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
AIP - Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS 2007-2009 ("Improvements to IFRS"): Im April 2009 hat das IASB die "Annual Improvements 2007-2009" veröffentlicht, wodurch die Änderung von zehn IFRS und zwei Interpretationen des IFRIC erfolgt. Neben den im Exposure Draft "Proposed Amendments to IFRS" vom August 2008 vorgeschlagenen Änderungen enthalten die am 16. April 2009 veröffentlichten Annual Improvements auch vorgeschlagene Änderungen, die bereits im Exposure Draft "Proposed Amendments to IFRS" vom Oktober 2007 sowie teilweise im Exposure Draft "ED 2009/01" vom Januar 2009 veröffentlicht worden waren. Durch die Zusammenfassung dieser Änderungen in einem Dokument soll der Anpassungsaufwand reduziert werden. Die überwiegende Anzahl der Änderungen tritt für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Es werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben.

Die folgenden Standards wurden aufgrund fehlender Relevanz für die Nabaltec AG nicht angewandt:

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IFRS 4 "Versicherungsverträge"
IFRS 6 "Exploration und Evaluierung von mineralischen Ressourcen"
IAS 26 "Bilanzierung und Berichterstattung von Altersversorgungsplänen"
IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen"
IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern"
IAS 31 "Anteile an Joint Ventures"
IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien"
IAS 41 "Landwirtschaft"

2.3 Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Einzelabschlüsse der Nabaltec AG als Muttergesellschaft sowie ihrer Tochtergesellschaft.

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik besitzt, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50%. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden gegebenenfalls Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.

Die Zusammensetzung des Konzerns ergibt sich aus der folgenden Tabelle:

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Anzahl der Unternehmen 2009 2008
Nabaltec AG und vollkonsolidiertes Tochterunternehmen
Inland 1 1
Ausland 1 1

Das folgende Tochterunternehmen wurde in den Konzernabschluss der Nabaltec AG einbezogen:

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Tochterunternehmen Höhe der Anteile
in TEUR %
--- --- ---
Nashtec L.P., Corpus Christi (USA) 161 50,49

Die Nashtec L.P. wurde im Jahr 2005 gemeinsam mit Sherwin Alumina gegründet.

Die Nashtec Management Corporation wurde wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Sämtliche Einzelabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, die nach nationalem Recht aufgestellt sind, wurden auf IFRS übergeleitet und an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns angepasst.

Die Abschlussstichtage aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften entsprechen jeweils dem 31. Dezember.

Anteilsbesitz gemäß § 313 Abs. 2 HGB

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Höhe der Anteile am Kapital Eigenkapital des letzten Geschäftsjahres*) Ergebnis des letzten Geschäftsjahres*)
in % in USD in USD in EUR in USD in EUR
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Direkte Beteiligungen
Nashtec Management Corporation, Texas (USA) 51,0 2.102,65 **) **) **) **)
Nashtec L.P., Texas (USA) 50,5 208.163,26 -11.668.099 -8.066.000,69 -894.338 -641.838,67
Indirekte Beteiligungen
Beteiligung der Nashtec Management Corporation:
Nashtec L.P., Texas (USA) 0,5 2.102,65 -11.668.099 -8.066.000,69 -894.338 -641.838,67

*) Das Eigenkapital des letzten Geschäftsjahres in Fremdwährung wurde mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres in Fremdwährung wurde mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet.

**) Die Angaben zum Eigenkapital und zum Ergebnis des letzten Geschäftsjahres unterbleiben nach § 313 Abs. 2 Nr. 4 S. 3 HGB wegen untergeordneter Bedeutung.

2.4 Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung des Tochterunternehmens erfolgt nach IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" in Verbindung mit IFRS 3 R "Unternehmenszusammenschlüsse" durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs (Neubewertungsmethode). Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt (Date of Exchange) zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der nicht kontrollierenden Anteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag nach nochmaliger Überprüfung direkt in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Darüber hinaus wurden teilweise Erleichterungen im Rahmen von IFRS 1.13 wahrgenommen.

Die Auswirkungen aller wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Dabei werden Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzernunternehmen verrechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen von Vermögenswerten, die noch nicht an Dritte weiterveräußert sind, werden eliminiert. Auf temporäre Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden vom Zeitpunkt des Beginns bzw. bis zur Beendigung der Beherrschungsmöglichkeit in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung einbezogen.

Auf nicht kontrollierende Gesellschafter entfallende Anteile am konsolidierten Eigenkapital und am konsolidierten Jahresergebnis werden getrennt von den auf die Muttergesellschaft entfallenden Anteilen ausgewiesen. Sofern die nicht kontrollierenden Gesellschafter einen negativen Wert aufweisen, werden sie nach dem 2008 geänderten IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" als negative Position im Eigenkapital und Konzernergebnis ausgewiesen. Eine Zurechnung zum Eigenkapital bzw. Konzernergebnis, das auf das Mutterunternehmen entfällt, wie von dem bisherigen IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" gefordert, erfolgt nicht.

2.5 Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen und der Darstellungswährung des Konzerns, aufgestellt.

In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden monetäre Posten in fremder Währung (Liquide Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) zum Stichtagskurs bewertet. Die Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nicht-monetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Kursen angesetzt.

Die Umrechnung des in ausländischer Währung aufgestellten Abschlusses der einbezogenen Gesellschaft erfolgt auf der Grundlage des Konzeptes der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaft ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht grundsätzlich selbstständig betreibt, ist die funktionale Währung identisch mit der Landeswährung der Gesellschaft.

Die Vermögenswerte und Schulden werden folglich zum Stichtagskurs, die Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral verrechnet und im Eigenkapital gesondert unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen.

Währungsdifferenzen, die sich gegenüber der Vorjahresumrechnung im Konzern ergeben, werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" erfasst.

Die Anfangsbestände der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sind mit dem Stichtagskurs des letzten Bilanzstichtags, die Abschreibungen und alle anderen Bewegungen des Geschäftsjahres mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Als Folge der Umrechnung des Anlagevermögens des ausländischen Tochterunternehmens ergeben sich bei der Entwicklung des Anlagevermögens Umrechnungsdifferenzen, die im Anlagespiegel in gesonderten Spalten dargestellt werden.

3. Verwendung von Annahmen und Schätzungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung bestimmte Annahmen, die Auswirkungen auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen haben.

Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:

Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte: Die festgelegten Nutzungsdauern für das Anlagevermögen basieren auf Schätzungen des Managements. Der Konzern überprüft zu Ende eines jeden Geschäftsjahres die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Während des laufenden Geschäftsjahres kam es jedoch nicht zu veränderten Schätzungen von Nutzungsdauern.
Für Grundstücke und Gebäude wurde das nach IFRS 1.16 in Verbindung mit IFRS 1.18 bestehende Wahlrecht einer Fair-Value-Bewertung zum Zeitpunkt der IFRS-Eröffnungsbilanz ausgeübt. Die Neubewertung der Grundstücke und Gebäude zum 1. Januar 2007 erfolgte unter Berücksichtigung von externen Sachverständigengutachten.
Pensionen und andere Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses:

Die Bewertung der Pensionspläne wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2009 TEUR 11.078 (Vorjahr: TEUR 9.643). Weitere Einzelheiten sind unter Punkt 6.9 "Kurz- und langfristige Rückstellungen" dargestellt.
Rückstellung für Umwelt und Entsorgung: Sie werden gebildet, wenn zukünftige Mittelabflüsse zur Erfüllung von Sanierungs- und Entsorgungsmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Kosten hinreichend zuverlässig geschätzt werden können und die Maßnahmen keinen künftigen Nutzenzufluss erwarten lassen. Die Schätzung der künftigen Kosten ist mit vielen Unsicherheiten behaftet, insbesondere mit rechtlichen Unsicherheiten, die sich auf Gesetze und Verordnungen beziehen, sowie mit Unsicherheiten über die tatsächlichen Verhältnisse in den verschiedenen Ländern und Standorten. Die Schätzung der Kosten stützt sich insbesondere auf frühere Erfahrungen in ähnlichen Fällen, Schlussfolgerungen aus eingeholten Gutachten, laufende Kosten und neue Entwicklungen mit Einfluss auf die Kosten. Änderungen dieser Schätzungen können sich auf das künftige Ergebnis des Unternehmens auswirken. Zum 31. Dezember 2009 betrug der Buchwert der ausgewiesenen Rückstellungen TEUR 247 (Vorjahr: TEUR 237).
Die Drohverlustrückstellungen resultieren aus schwebenden Absatzgeschäften, bei denen die voraussichtlichen Umsatzerlöse nach Abzug von Entgeltminderungen und Vertriebskosten die Selbstkosten der Gesellschaft nicht decken. Zum 31. Dezember 2009 betrug der Buchwert der ausgewiesenen Rückstellungen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 63).
Bewertung von sonstigen Rückstellungen: Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe der bestmöglichen Schätzung des Betrages, der laut Management zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung am Abschlussstichtag notwendig ist. Zum 31. Dezember 2009 betrug der Buchwert der ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 97). Für weitere Ausführungen und Angaben verweisen wir auf die Erläuterungen unter Punkt 6.9 "Kurz- und langfristige Rückstellungen".
Ansatz aktiver latenter Steuern: Bei der Beurteilung der Realisierbarkeit der latenten Steuern überprüft der Vorstand, ob es wahrscheinlich ist, dass alle aktiven latenten Steuern realisiert werden. Die endgültige Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern ist davon abhängig, ob in jenen Perioden, in denen die temporären Differenzen abzugsfähig werden, ausreichend steuerpflichtiges Einkommen erzielt wird. Ist dies nicht der Fall, können aktive latente Steuern nicht verwendet und infolgedessen nicht angesetzt werden. Die Höhe (vor Saldierung mit passiven latenten Steuern) zum 31. Dezember 2009 betrug TEUR 4.699 (Vorjahr: TEUR 2.641).
Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten: Werthaltigkeitsprüfungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen basieren grundsätzlich auf geschätzten künftigen abgezinsten Netto-Zahlungsströmen, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Faktoren wie geringere Umsatzerlöse und daraus resultierende niedrigere Netto-Zahlungsströme sowie Änderungen der verwendeten Abzinsungsfaktoren können zu einer Wertminderung, oder soweit zulässig, zu Zuschreibungen führen.
Anteile an einem gemeinschaftlich geführten Unternehmen: Der Konzern ist an einem Joint Venture in Form eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens mit einer direkten Beteiligungsquote von 50,49% beteiligt. Entsprechend dem Gesamtbild der Verhältnisse rechtlicher oder wirtschaftlicher Natur hat die Nabaltec AG die Möglichkeit, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Das beherrschte Unternehmen wird daher als Tochterunternehmen unter Anwendung der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.
Verpflichtungen aus einer Sale-and-lease-back-Transaktion: Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2008 Vermögensgegenstände im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion veräußert und zurückgemietet. Dabei wurde anhand einer Analyse der Vertragsbedingungen festgestellt, dass dem Konzern kein wirtschaftliches Eigentum an den Vermögensgegenständen mehr zuzurechnen ist. Die Vereinbarung wird demnach als Operate-Lease-Verhältnis bilanziert.
Der Asset-Impairment-Test basiert auf einem Discounted-Cashflow-Bewertungsverfahren. Die der Unternehmenswertermittlung zugrunde liegende Planungsrechnung der Tochtergesellschaft unterstellt einen dauerhaften Fortbestand des Unternehmens, das mittel- bis langfristige nachhaltige Erreichen intern vorgegebener Umsatz- und Ertragsziele sowie entsprechend positive Free Cashflows. In den Planungsrechnungen wurden Umsatz- und Ertragsmargen angesetzt, die auf aktuellen Annahmen und Zielen zur Geschäftsentwicklung in den nächsten Jahren basieren.

Die sich tatsächlich in zukünftigen Perioden einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

4. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

4.1 Umsatzrealisierung

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden entsprechend den Kriterien des IAS 18 erfasst, wenn die Chancen und Risiken vollständig auf den Erwerber übertragen wurden sowie ein Preis vereinbart wurde bzw. bestimmbar ist, von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann.

Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen und Skonti ausgewiesen.

4.2 Aufwandsrealisierung

Die den Erträgen gegenüberstehenden Aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Betriebliche Aufwendungen werden dabei mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

4.3 Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Nabaltec AG investiert einen Teil ihrer finanziellen Ressourcen in Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Neben internen Entwicklungstätigkeiten in Bezug auf die individuelle Weiterentwicklung von entgeltlich erworbener Software umfasst dies insbesondere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten zur Weiterentwicklung bestehender sowie zur Entwicklung neuer Produkte und Verfahren.

Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Ein immaterieller Vermögenswert, der aus der Entwicklung im Rahmen eines einzelnen Projekts entsteht, wird nur dann erfasst, wenn der Konzern die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, damit dieser zur internen Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung steht, sowie die Absicht nachweisen kann, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen. Ferner muss der Konzern die Generierung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen zur Vollendung des Vermögenswertes und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können, belegen.

Nach erstmaligem Ansatz der Entwicklungskosten wird das Anschaffungskostenmodell angewendet, nach dem der Vermögenswert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen anzusetzen ist. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten umfassen die direkt zuordenbaren Personal- und sonstigen Einzelkosten sowie einen angemessenen Teil der Gemeinkosten. Die aktivierten Beträge werden nach Inbetriebnahme über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Der aktivierte Betrag der Entwicklungskosten wird einmal jährlich auf Wertminderung überprüft, wenn der Vermögenswert noch nicht genutzt wird, oder wenn unterjährig Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen.

Bei der Nabaltec AG werden grundsätzlich alle wesentlichen Entwicklungskosten aktiviert, die bei intern entwickelter Software in der Phase der Anwendungsentwicklung anfallen. Die Abschreibung dieser Kosten über die zu erwartende Nutzungsdauer beginnt mit dem erstmaligen Einsatz der Software.

Da eigene Entwicklungsprojekte häufig behördlichen Genehmigungsverfahren und anderen Unwägbarkeiten unterliegen, sind die Bedingungen für eine Aktivierung der vor der Genehmigung entstandenen Kosten in der Regel nicht erfüllt oder ihr Umfang in der kurzen Phase zwischen Forschung bzw. Genehmigung und Markteinführung ist unwesentlich.

4.4 Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.

Die Abschreibungsdauer beträgt für:

EDV-Software 4 bis 5 Jahre

Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer liegen nicht vor.

Zur Aktivierung von Entwicklungskosten als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wird auf Punkt 4.3 "Forschungs- und Entwicklungskosten" verwiesen.

4.5 Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der zurechenbaren Gemeinkosten.

Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Abschreibungsdauer beträgt für:

Betriebs- und Geschäftsgebäude 20 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 22 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre

Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.

4.6 Fremdkapitalkosten

In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten (das sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen) stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit stehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Siehe hierzu Punkt 6.2. "Sachanlagen".

Erwirtschaftete Erträge aus der zwischenzeitlichen Anlage speziell aufgenommenen Fremdkapitals bis zu dessen Ausgabe für qualifizierte Vermögenswerte werden von den aktivierbaren Fremdkapitalkosten abgezogen.

Alle anderen Fremdkapitalkosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

4.7 Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden als Minderung der Anschaffungs- und Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswertes (IAS 20.24) bilanziert. Die Auflösung erfolgt über die Nutzungsdauer des Vermögenswertes in Form von reduzierten Abschreibungsbeträgen. Siehe hierzu Punkt 6.10 "Sonstige Verbindlichkeiten".

4.8 Leasingverträge - Konzern als Leasingnehmer

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert die Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.

Finanzierungsleasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übergehen, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses mit dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Finanzierungsaufwendungen werden sofort aufwandswirksam erfasst. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden aktivierte Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer vollständig abgeschrieben.

Miet- und Leasingverhältnisse, bei denen dem Konzern kein wirtschaftliches Eigentum zuzurechnen ist, werden als Operate-Lease klassifiziert. Die Aufwendungen aus Operate-Lease-Verhältnissen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen wird über die entsprechende zukünftige Belastung berichtet.

Bei Sale-and-lease-back-Transaktionen, die einen Operate-Lease begründen, hängt die Gewinnrealisierung aus dem Verkauf vom Verhältnis des Verkaufspreises zum Fair Value ab. Sofern der Verkaufspreis dem Fair Value entspricht, wird der Gewinn unmittelbar erfasst. Bei einer Sale-and-lease-back-Transaktion, die zu einem Finanzierungsleasingverhältnis führt, wird der gesamte Gewinn in der Regel abgegrenzt und über die Dauer des Leasingvertrags amortisiert.

4.9 Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes von immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird auf Basis der zukünftig aus der Nutzung zu erwartender Zahlungsströme (abgezinst mit einem risikoadäquaten Zinssatz) sowie auf Basis des Nettoveräußerungspreises überprüft (Impairment Test), wenn besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen eine Korrektur der geschätzten Nutzungsdauer oder einen Wertverfall anzeigen. Des Weiteren erfolgt für noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte jährlich eine Überprüfung auf Wertminderung. Falls der Nettobuchwert von Vermögenswerten größer ist als der erzielbare Betrag (höherer Wert aus Nutzungswert und Nettoveräußerungswert), wird eine außerplanmäßige Abschreibung durchgeführt. Bei der Festlegung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme werden das aktuelle und zukünftig erwartete Ertragsniveau sowie geschäftsfeldspezifische, technologische, wirtschaftliche und allgemeine Entwicklungen berücksichtigt. Wenn der Grund für eine früher durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung entfällt, wird - soweit dies zulässig ist - eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.

4.10 Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.

Beim erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswertes oder der Emission der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind.

Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erst maligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist. Eine Zuordnung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorie "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" ist zum Bilanzstichtag im Konzern nicht erfolgt.

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten bzw. finanziellen Verbindlichkeiten werden am Handelstag, d.h. am Tag, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswertes bzw. der Verbindlichkeit eingegangen wurde, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte sowie finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft werden. Diese Einstufung, als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, ist in der Berichtsperiode im Konzern nicht erfolgt.

Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme solcher Derivaten, bei denen es sich um eine Finanzgarantie handelt oder die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.

Zum Zeitpunkt, an dem der Konzern zum ersten Mal Vertragspartei wird, ermittelt er, ob eingebettete Derivate getrennt vom Basisvertrag zu bilanzieren sind. Eine Neubeurteilung erfolgt nur bei einer erheblichen Änderung von Vertragsbedingungen, wenn es dadurch zu einer signifikanten Änderung der Zahlungsströme, die sich sonst aus dem Vertrag ergeben hätten, kommt.

Darlehen und Forderungen

Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Dabei handelt es sich insbesondere um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in eine andere Kategorie von finanziellen Vermögenswerten eingestuft sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte unter Zugrundelegung von Börsen- und Marktpreisen grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei die nicht realisierten Gewinne oder Verluste direkt im Eigenkapital abzüglich latenter Steuern als nicht realisierte Verluste oder Gewinne aus der Zeitwertbewertung von Finanzinstrumenten erfasst werden. Soweit kein aktiver Markt besteht und sich der beizulegende Zeitwert nicht zuverlässig ermitteln lässt, erfolgt eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei Abgang von Finanzinvestitionen wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung umgebucht.

Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn das Unternehmen die Verfügungsmacht über die vertraglichen Rechte auf Cashflows verliert, aus denen der finanzielle Vermögenswert besteht.

Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt und im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder vollständig überträgt noch vollständig zurückbehält und dabei auch die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert zurückbehält, erfasst der Konzern den übertragenen Vermögenswert weiter im Umfang seines anhaltenden Engagements.

4.11 Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Bei finanziellen Vermögenswerten oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten wird an jedem Bilanzstichtag ermittelt, ob eine Wertminderung vorliegt. Ein Wertminderungsaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich angemessener Wertberichtigungen ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sollten Zweifel an der Einbringlichkeit der sonstigen Vermögenswerte bestehen, werden einzelfallbezogene Wertberichtigungen vorgenommen.

4.12 Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird die Methode des gewogenen Durchschnitts verwendet.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis einer Normalbeschäftigung ermittelt. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert.

Im Rahmen einer Gruppenbewertung werden die fertigen Erzeugnisse zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungswerte am Bilanzstichtag vorgenommen.

4.13 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung kommt die entsprechende Definition zur Anwendung. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

4.14 Steuern

Tatsächliche Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende sowie für frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 "Ertragsteuern" nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den IFRS-Wertansätzen und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sowie auf temporäre Differenzen dürfen gemäß IAS 12.34 nur in dem Maße angesetzt werden, als es wahrscheinlich ist, dass zukünftige steuerliche Gewinne entstehen werden, die eine Verrechnung dieser Verlustvorträge ermöglichen.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht.

Soweit eine Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.

4.15 Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Im Konzern werden derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Zins- und Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Die Bewertung der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt. Bei den derivativen Finanzinstrumenten, bei denen Hedge Accounting vorliegt, werden die Marktwertänderungen entweder im Ergebnis (Fair Value Hedge) oder als Bestandteil des Eigenkapitals (Cashflow Hedge) ausgewiesen. In den Geschäftsjahren wurde Hedge Accounting lediglich für Cashflow Hedges aus Zinsabsicherungen angewandt.

Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert werden, werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte eingestuft, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes dieser derivativen Finanzinstrumente werden in das Periodenergebnis einbezogen.

4.16 Eigenkapital

Die von den Gesellschaftern geleisteten Einlagen und Zahlungen in die Kapitalrücklage werden unter Abzug der mit dem Erwerb des Eigenkapitals direkt verbundenen Transaktionskosten unter Berücksichtigung eines eventuellen Steuereffektes angesetzt.

4.17 Sonstige Rückstellungen

Gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" werden Rückstellungen gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit über 50% liegen muss. Die Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Langfristige sonstige Rückstellungen werden abgezinst. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.

4.18 Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

4.19 Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" oder als "übrige Verbindlichkeiten" klassifiziert.

Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erst maligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden sofort erfolgswirksam erfasst. Diese Kategorie umfasst derivative Finanzinstrumente mit negativen Marktwerten (HfT). Eine Zuordnung von finanziellen Verbindlichkeiten zur Kategorie der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten (FVtPL) ist zum Bilanzstichtag im Konzern unverändert gegenüber dem Vorjahr nicht erfolgt. Gewinne oder Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten werden erfolgswirksam erfasst.

Genussrechtskapital

Das Genussrecht stellt eine finanzielle Verbindlichkeit im Sinne des IAS 32 dar, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum Fair Value abzüglich Transaktionskosten. Der Fair Value entspricht dem aus dem Genussrecht erhaltenen Zahlungsmittel (Nominalwert) abzüglich der gezahlten Transaktionskosten. In den Folgeperioden wird der Unterschiedsbetrag zwischen Zugangswert und Rückzahlungsbetrag (Nominalwert) mit der Effektivzinsmethode über die Laufzeit ergebniswirksam aufgelöst.

Verzinsliche Darlehen

Darlehen werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet. Sie werden nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Differenzen zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden hierbei entsprechend der Effektivzinsmethode erfolgswirksam erfasst.

Die finanziellen Verbindlichkeiten, die somit sämtlich der Kategorie der übrigen Verbindlichkeiten zugeordnet sind, werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung abzüglich der mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die Verpflichtung, die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegt, erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

5. Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

5.1 Umsatzerlöse

Zur Verteilung der Umsatzerlöse auf die Produktbereiche verweisen wir auf die Segmentberichterstattung und die zugehörigen Erläuterungen unter Punkt 7.7 "Segmentberichterstattung".

5.2 Andere aktivierte Eigenleistungen

Im Geschäftsjahr 2009 wurden Eigenleistungen in Höhe von TEUR 1.161 (Vorjahr: TEUR 253) für verschiedene technische Anlagen und Maschinen aktiviert, davon aktivierte Bauzeitzinsen in Höhe von TEUR 813 (Vorjahr: TEUR 0).

5.3 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2009 2008
Währungsgewinne 238 519
Nutzwasserlieferungen 153 117
Leistungen Analysenzentrum 105 127
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 105 24
Sachbezüge 102 92
Magazin- und Schrottverkauf 34 70
Versicherungsentschädigungen 39 519
Zuwendungen aus der öffentlichen Hand 17 20
Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 5 69
Rangier- und Gleisarbeiten 2 124
Sonstige 227 254
Gesamt 1.027 1.935

Die Zuwendungen der öffentlichen Hand betreffen Aufwandszuschüsse. Die an diese Zuwendungen geknüpften Bedingungen wurden vollständig erfüllt und es bestehen keine sonstigen Unsicherheiten.

5.4 Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2009 2008
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 37.450 56.797
Aufwendungen für bezogene Leistungen 611 731
Gesamt 38.061 57.528

5.5 Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2009 2008
Löhne und Gehälter 11.543 14.197
Sozialabgaben 2.211 2.516
Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen 1.758 321
übrige Aufwendungen für Altersvorsorge 83 75
Gesamt 15.595 17.109

Die Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen erfüllen die Kriterien eines leistungsorientierten Pensionsplans im Sinne des IAS 19.

Bei den übrigen Aufwendungen für Altersvorsorge handelt es sich um Zuschüsse des Arbeitsgebers zu Altersvorsorgeplänen der Arbeitnehmer, welche die Kriterien eines beitragsorientierten Pensionsplans im Sinne des IAS 19 erfüllen.

Zudem sind die von der Gesellschaft zu tragenden Anteile zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von TEUR 1.199 (Vorjahr: TEUR 1.182) in den Sozialabgaben enthalten, welche monatlich abgeführt werden.

5.6 Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Konzern hat sich folgendermaßen entwickelt:

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2009 2008
Gewerbliche Mitarbeiter 176 179
Angestellte 118 115
Geringfügig Beschäftigte 18 12
Gesamt 312 306

Darüber hinaus werden im Geschäftsjahr durchschnittlich 35 Auszubildende (Vorjahr: 31) beschäftigt.

5.7 Abschreibungen

Die vorgenommenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen können der Entwicklung des Anlagevermögens entnommen werden.

Die Gesellschaft führt einmal jährlich, und zusätzlich bei Vorliegen entsprechender Indikatoren, einen Werthaltigkeitstest von immateriellen Vermögenswerten und von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens durch. Dieser Test wurde zum 31. Dezember 2009 und 30. September 2008 durchgeführt. Dazu wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde auf Basis der Berechnung des Nettoveräußerungswertes als auch der Nutzungswertmethode mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode bestimmt. Diesen diskontierten Cashflows liegen Drei-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen aus der Vergangenheit und basieren auf der besten, vom Management vorgenommenen Einschätzung über künftige Entwicklungen der Gesellschaft. Cashflows jenseits der Planungsperiode werden unter Anwendung einer Wachstumsrate von 2,0% (Vorjahr: 2,0%) extrapoliert. Für die Ermittlung des Nettoveräußerungswertes wurden risikogewichtete Abzinsungssätze nach Steuern von 8,38% (Vorjahr: 9,49%) verwendet. Für die Ermittlung des Nutzungswertes wurden Abzinsungssätze nach Steuern von 6,70% (Vorjahr: 7,60%) verwendet.

Bei folgenden Annahmen, die der Berechnung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugrunde liegen, bestehen Schätzungsunsicherheiten:

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Abzinsungssätze
Wachstumsrate, die der Extrapolation der Cashflow-Prognosen jenseits des Budgetzeitraums zugrunde gelegt wird

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wurde basierend auf den letzten, durch die Geschäftsführung genehmigten Planungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.

Abzinsungssätze - Die Abzinsungssätze spiegeln die Schätzungen der Unternehmensleitung hinsichtlich den der zahlungsmittelgenerierenden Einheit jeweils zuzuordnenden spezifischen Risiken wider. Bei der Ermittlung der angemessenen Abzinsungssätze für die einzelne zahlungsmittelgenerierende Einheit wurden laufzeitspezifische risikoadjustierte Zinssätze berücksichtigt.

Schätzungen der Wachstumsraten - Entsprechend den Erwartungen des Managements wurde für die Berechnung der ewigen Rente ein moderates Wachstum von 2% (Vorjahr: 2%) zum Ansatz gebracht.

Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten wurde daher kein Abwertungsbedarf für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 ermittelt.

5.8 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2009 2008
Frachten 4.810 7.144
Nicht dem Herstellungsprozess zuzuordnende Fremdleistungen 2.998 4.807
Mindestleasingzahlungen (Miete und Leasing) 2.127 1.093
Verkaufsprovisionen 1.520 1.822
Sonstige Verwaltungskosten 724 652
Versicherungen 601 609
Rechts- und Beratungskosten 484 385
Personalnebenkosten 340 344
Währungsverluste 282 711
Reisekosten 271 384
Sonstige Steuern 177 330
Werbekosten 166 165
Wertberichtigung von Forderungen 44 11
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 1 57
Verluste aus Devisentermingeschäften 0 6
übrige 447 105
Gesamt 14.992 18.625

5.9 Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr wurden sämtliche Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 1.491 (Vorjahr: TEUR 1.468) als Aufwand erfasst.

5.10 Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinsen und ähnlichen Erträge können folgender Übersicht entnommen werden:

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in TEUR 2009 2008
Erträge aus Planvermögen (Rückdeckungsversicherung) 112 105
Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten 7 24
Erträge aus Zinsswapgeschäften 0 453
übrige 0 5
Gesamt 119 587

5.11 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen können folgender Übersicht entnommen werden:

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in TEUR 2009 2008
Zinsaufwendungen bei Kreditinstituten 2.721 1.782
Zinsaufwendungen Genussrecht 405 405
Aufzinsungen 365 24
Verluste aus Zinsswapgeschäften 190 0
Zinsaufwendungen Factoring 260 796
Avalprovisionen 136 104
Aufwendungen aus Finanzierungsleasing 131 205
übrige 234 358
Gesamt 4.442 3.674

5.12 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag teilen sich wie folgt auf:

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in TEUR 2009 2008
Tatsächliche Ertragsteuern:
Steueraufwand lfd. Jahr 0 673
Steueraufwand Vorjahre 202 -9
Latente Ertragsteuern:
Entstehung und Umkehr temporärer Differenzen -1.868 559
Gesamt -1.666 1.223

Bei den Ertragsteueraufwendungen des Geschäftsjahres 2009 handelt es sich um Steuernachzahlungen (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer) aufgrund einer Betriebsprüfung des Finanzamts Cham für die Jahre 2005 bis 2007 in Höhe von TEUR 355. Denen stehen Erstattungsansprüche aus den Folgewirkungen der Betriebsprüfung für 2008 in Höhe von TEUR 74 sowie ein Anspruch auf Erstattung der Körperschaftsteuer 2008 in Höhe von TEUR 81 gegenüber, der aus dem Verlustrücktrag aus 2009 in 2008 resultiert. Die restlichen TEUR 2 stellen reguläre Nachzahlungen für Vorjahre dar.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Dabei werden die am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Für die Berechnung der latenten Steuern in Deutschland wird ein Steuersatz von 28,08% (Vorjahr: 28,08%) herangezogen. Er ergibt sich dabei aus dem gültigen unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15%, dem Solidaritätszuschlag von unverändert 5,5% und dem konzerndurchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 12,6% (Vorjahr: 12,6%). Für die ausländische Gesellschaft werden die jeweiligen nationalen Steuersätze zugrunde gelegt.

Die folgende Tabelle zeigt die steuerliche Überleitungsrechnung von dem im jeweiligen Geschäftsjahr erwarteten Ertragsteueraufwand zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung:

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in TEUR 2009 2008
Steuersatz 28,08% 28,08%
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) -7.031 1.041
Erwarteter Steueraufwand -1.974 292
Abweichungen
1. Nicht aktivierbare aktive latente Steuern auf Verluste ausl. Gesellschaften 180 742
2. Anpassung tatsächliche Steuern Vorjahre 121 -9
3. Nicht abzugsfähige Aufwendungen 110 81
4. Steuereffekte aus Währungsdifferenzen, die im Eigenkapital verrechnet wurden -93 130
5. Sonstiges -10 -13
Steueraufwand laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung -1.666 1.223

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

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Konzern-Bilanz Konzern-Gesamtergebnisrechnung
in TEUR 31.12.2009 31.12.2008 2009 2008
--- --- --- --- ---
Aktive latente Steuern
Finanzanlagen 204 0 204 0
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 95 0 95 0
Pensionsrückstellungen 984 921 63 -115
Sonstige Rückstellungen 413 344 69 180
Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing 358 663 -305 -292
Genussrecht 898 0 898 0
Verlustvortrag 2.862 1.840 1.022 702
übrige 0 0 0 0
Summe aktive latente Steuern - brutto 5.814 3.768 2.046 475
Nicht gebildete aktive latente Steuern 1.115 1.127 -12 631
Summe aktive latente Steuern - netto 4.699 2.641 2.058 -156
Passive latente Steuern
Anlagevermögen 6.254 5.998 -256 -427
Vorräte 281 266 -15 54
übrige 240 320 81 -29
Summe passive latente Steuern 6.775 6.584 -190 -402
-2.076 -3.943 1.868 -558

Die aktive latente Steuer auf den Verlustvortrag entfällt in Höhe von TEUR 2.051 auf die Nashtec L.P. Diese gilt nach amerikanischem Steuerrecht nicht als eigenes Steuersubjekt für die Bundes- und Staatssteuern. Die auf die Nabaltec AG als Gesellschafterin anteilig entfallenden steuerlichen Verlustvorträge in den USA von TEUR 6.032 (Vorjahr: TEUR 5.413) können in den USA generell auf Bundesebene zwei Jahre zurück- und maximal 20 Jahre vorgetragen werden. Aktive und passive latente Steuern in den USA werden mit aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge verrechnet. Die verbleibenden aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge wurden nicht angesetzt, da die Gesellschaft in den USA bisher noch kein positives steuerliches Ergebnis ausweist und dies auch in den nächsten Jahren nicht erwartet. Die steuerlichen Verlustvorträge in den USA sind aufgrund vorteilhafter steuerlicher Abschreibungsregeln deutlich höher als die tatsächlich angefallenen Verluste.

Die nicht genutzten steuerlichen Verluste, für die in der Konzernbilanz keine aktivierten latenten Steuern angesetzt wurden, können folgendermaßen vorgetragen werden:

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in TEUR 2009 2008
Verfallsdatum innerhalb von
1 Jahr 0 0
2 bis 5 Jahren 0 0
6 bis 10 Jahren 0 0
11 bis 20 Jahren 6.032 5.413

Aus der Ausschüttung von Dividenden durch die Nabaltec AG an die Anteilseigner ergeben sich weder 2009 noch 2008 ertragsteuerliche Konsequenzen auf Ebene der Nabaltec AG.

6. Erläuterungen zur Bilanz

6.1 Immaterielle Vermögenswerte

Hinsichtlich der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte verweisen wir auf die Entwicklung des Anlagevermögens.

Bei den immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um EDV-Software und gewerbliche Schutzrechte.

Immaterielle Vermögenswerte waren zum 31. Dezember 2009 wie im Vorjahr nicht sicherungsübereignet.

Wesentliche Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten lagen nicht vor.

6.2 Sachanlagen

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist in der Entwicklung des Anlagevermögens enthalten.

Die Gesellschaft hat für verschiedene technische Anlagen und einen Teil der Betriebs- und Geschäftsausstattung Mobilien-Leasingverträge abgeschlossen, die gemäß IAS 17 als Finanzierungsleasing klassifiziert werden. Die Konditionen entsprechen den in der Branche üblichen Leasingbedingungen. Die Finanzierungsleasingverträge hatten ursprünglich eine Laufzeit zwischen 3 und 6 Jahren und beinhalten keine Preisanpassungsklauseln. Teilweise liegen Kaufoptionen vor. Der Buchwert von im Rahmen dieser Finanzierungsleasingverhältnisse gehaltenen technischen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung betrug zum 31. Dezember 2009 TEUR 3.528 (Vorjahr: TEUR 4.634). Während des Geschäftsjahres sowie im Vorjahr waren keine Zugänge zu verzeichnen. Die Leasinggegenstände dienen als Sicherheit für die jeweiligen Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen.

Vermögenswerte in Höhe von TEUR 59.486 (Vorjahr: TEUR 44.661) dienen als Sicherheiten für Bankdarlehen.

Grundschulden der Nabaltec AG in Höhe von TEUR 10.440 (Vorjahr: TEUR 10.440) dienen zum 31. Dezember 2009 als Sicherheiten für Bankdarlehen.

Für die langfristige Herstellung von verschiedenen Technischen Anlagen, Gebäuden und Betriebsvorrichtungen , die im Wesentlichen im 4. Quartal 2009 fertiggestellt worden sind, wurden im Geschäftsjahr 2009 Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 813 aktiviert (Vorjahr: TEUR 0). Gemäß IAS 23 wurde das Wahlrecht für Altanlagen in Anspruch genommen, die Fremdkapitalkosten ab 1. Januar 2009 zu aktivieren. Der durchschnittliche Finanzierungskostensatz, der bei der Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten zugrunde gelegt worden ist, betrug 6,25%.

6.3 Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2009 31.12.2008
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.180 16.552
Unfertige Erzeugnisse 187 569
Fertige Erzeugnisse und Waren 8.846 11.287
Gesamt 19.213 28.408

Sämtliche Vorräte dienen als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Wertminderung von Vorräten, die als Aufwand erfasst worden ist, beläuft sich auf TEUR 332 (Vorjahr: TEUR 145).

6.4 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich folgendermaßen dar:

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in TEUR 31.12.2009 31.12.2008
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - brutto 831 1.591
Einzelwertberichtigungen -332 -288
Gesamt 499 1.303

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Hinsichtlich der Entwicklung des Wertberichtigungskontos sowie der Altersstruktur der Forderungen verweisen wir auf den Punkt 7.2 "Angaben zu Finanzinstrumenten".

6.5 Forderungen aus Ertragsteuern

Bei den Ertragsteuerforderungen in Höhe von TEUR 248 handelt es sich um Steuererstattungsansprüche gegen deutsche Finanzbehörden und die Stadtkasse Schwandorf, die aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer resultieren.

6.6 Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt aus den sonstigen finanziellen bzw. sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerten zusammen:

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in TEUR 31.12.2009 31.12.2008
Forderungen aus Factoring 1.030 833
Positiver Marktwert aus Zinsswap 0 453
übrige 371 425
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.401 1.711

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in TEUR 31.12.2009 31.12.2008
Umsatzsteuerforderungen 1.168 1.330
Aktive Rechnungsabgrenzungen 83 175
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 1.251 1.505
Gesamt 2.652 3.216

Bei den zum 31. Dezember 2009 ausgewiesenen Forderungen aus Factoring in Höhe von TEUR 1.030 (Vorjahr: TEUR 833) handelt es sich um den Kaufpreiseinbehalt aus Factoring.

Die sonstigen Vermögenswerte haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

6.7 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2009 31.12.2008
Guthaben bei Kreditinstituten 494 1.941
Kassenbestand 3 1
Gesamt 497 1.942

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.

Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung ergeben sich beim Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember keine Unterschiede.

Es liegen keine Verfügungsbeschränkungen bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten vor.

6.8 Eigenkapital

Die Veränderung des Eigenkapitals der Nabaltec AG ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 8.000 (Vorjahr: TEUR 8.000) und besteht aus 8.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Stückaktie. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Oktober 2006 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Oktober 2011 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um bis zu TEUR 3.000 durch Ausgabe von bis zu 3.000.000 auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) zu erhöhen und dabei auch über einen Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden (Genehmigtes Kapital 2006/I).

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Oktober 2006 durch Ausgabe von bis zu 3.000.000 auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2006/I). Das Bedingte Kapital dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die gemäß Ermächtigung der Hauptversammlung vom 23. Oktober 2006 von der Gesellschaft ausgegeben werden.

Kapitalrücklage

Zum 31. Dezember 2009 beträgt die Kapitalrücklage TEUR 29.764 (Vorjahr: TEUR 29.764). Die Kapitalrücklage resultiert im Wesentlichen aus der Ausgabe von 2.000.000 Stückaktien für EUR 15,50 je Aktie mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie, wodurch ein Aufgeld in Höhe von EUR 14,50 je Aktie bzw. insgesamt TEUR 29.000 erzielt wurden.

Gewinnrücklagen

Zum 31. Dezember 2009 betragen die Gewinnrücklagen TEUR 9.707 (Vorjahr: TEUR 9.707). Die Gewinnrücklagen enthalten den Effekt aus der erstmaligen Anwendung der IFRS. Für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 wurden keine Dividendenzahlungen beschlossen bzw. sind keine vorgesehen.

Bezüglich der Entwicklung des Ergebnisvortrags verweisen wir auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen

Ein sich aus der Währungsumrechnung ergebender Unterschiedsbetrag sowie Marktwertänderungen derivativer Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting vorliegt, sowie gegebenenfalls korrespondierende Steuerabgrenzungen werden erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital gesondert unter "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2009 betragen die sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen TEUR - 898 (Vorjahr: TEUR - 934).

Anteile anderer Gesellschafter

Zum 31. Dezember 2009 halten die nicht kontrollierenden Gesellschafter Anteile in Höhe von TEUR - 4.003 (Vorjahr: TEUR - 4.006) am Eigenkapital der Nashtec LP.

Da die 2008 geänderten IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" und IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" bereits im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 angewandt wurden, werden sowohl in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung als auch im Eigenkapital negative Minderheitenanteile ausgewiesen.

Da zum Vorjahreszeitpunkt das Endorsement-Verfahren bis zur Erstellung des Konzernabschlusses nicht abgeschlossen war, war die Verrechnung der negativen Minderheitsanteile in Höhe von TEUR - 4.006 zum 31. Dezember 2008 mit dem Ergebnisvortrag bzw. mit dem Konzernergebnis nach Steuern notwendig. Der Gesamtbetrag des Eigenkapitals der Gesellschaft blieb hiervon unberührt. Damit ergab sich zum 31. Dezember 2008 in der Konzernbilanz ein Konzernergebnis nach Steuern von TEUR - 182 (bisher: TEUR 1.126) bzw. ein Ergebnisvortrag von TEUR - 1.304 (bisher: TEUR 1.394). Danach betrug auch das Ergebnis je Aktie EUR - 0,02 (bisher: EUR 0,14).

6.9 Kurz- und langfristige Rückstellungen

Die Entwicklung der Rückstellungen ist in den folgenden Übersichten dargestellt:

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Geschäftsjahr 2009

in TEUR
Stand 1.1.2009 Zuführung Verbrauch Auflösung Stand 31.12.2009
Rückstellungen aus dem Personalbereich 533 121 109 0 545
Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung 237 141 26 105 247
Drohverluste 63 63 0 0
Sonstige Rückstellungen 97 75 96 0 76
Gesamt 930 337 294 105 868

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Geschäftsjahr 2008

in TEUR
Stand 1.1.2008 Zuführung Verbrauch Auflösung Stand 31.12.2008
Rückstellungen aus dem Personalbereich 416 187 70 0 533
Rückstellungen für Umwelt und Entsorgung 694 78 511 24 237
Drohverluste 327 63 327 0 63
Sonstige Rückstellungen 91 96 90 0 97
Gesamt 1.528 424 998 24 930

Pensionsrückstellungen

Der Konzern hat leistungsorientierte Pensionspläne aufgelegt. Dadurch wird für einen wesentlichen Teil der Mitarbeiter Vorsorge für die Zeit nach der Pensionierung getroffen. Es handelt sich um Endgehaltspläne gegenüber Vorständen und Mitarbeitern aufgrund der Versorgungsordnung. Für einen Teil der Pläne werden Beiträge an eine Rückdeckungsversicherung geleistet.

In den folgenden Tabellen wird sowohl die Zusammensetzung von in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen als auch die Zusammensetzung von in der Konzern-Bilanz für die jeweiligen Pläne angesetzten Beträgen dargestellt:

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Aufwendungen für Versorgungsleistungen

in TEUR
2009 2008
Laufender Dienstzeitaufwand 348 349
Zinsaufwand 541 534
Erwartete Erträge aus Planvermögen -18 -12
Versicherungmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) 869 -506
Sonstige 0 -55
Aufwendungen für Versorgungsleistungen 1.740 310
Tatsächliche Erträge aus Planvermögen 18 12

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verlust werden sofort in voller Höhe erfolgswirksam erfasst. Alle Aufwendungen für Versorgungsleistungen sind in der Gesamtergebnisrechnung im Personalaufwand ausgewiesen.

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Vermögenswerte/Schulden aus leistungsorientierten Verpflichtungen

in TEUR
31.12.2009 31.12.2008
Leistungsorientierte Verpflichtungen 11.942 10.395
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -864 -752
11.078 9.643
Nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste 0 0
Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0
Leistungsorientierte Verpflichtungen 11.078 9.643

Die Änderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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in TEUR
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 1. Januar 2008 10.253
Zinsaufwand 534
Laufender Dienstzeitaufwand 349
Gezahlte Leistungen -179
Versicherungsmathematische Gewinne -507
Sonstige -55
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. Dezember 2008 10.395
Zinsaufwand 541
Laufender Dienstzeitaufwand 348
Gezahlte Leistungen -211
Versicherungsmathematische Verluste 869
Sonstige 0
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum 31. Dezember 2009 11.942

Von den zum 31. Dezember 2009 leistungsorientierten Verpflichtungen in Höhe von TEUR 11.942 ist ein Betrag von TEUR 3.510 (Vorjahr: TEUR 2.060) rückdeckungsversichert.

Für 2010 wird mit Rentenzahlungen in Höhe von ca. TEUR 213 gerechnet.

Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens stellen sich wie folgt dar:

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in TEUR
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Januar 2008 647
Erwartete Rendite 11
Arbeitgeberbeiträge 94
Gezahlte Leistungen 0
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste 0
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 2008 752
Erwartete Rendite 18
Arbeitgeberbeiträge 94
Gezahlte Leistungen 0
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste 0
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 2009 864

Bei dem Planvermögen handelt es sich um den Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung, der gemäß IAS 19.7 (b) als Planvermögen zu behandeln ist.

Der bilanzierte Wert der Pensionsrückstellungen lässt sich zum Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wie folgt überleiten:

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in TEUR 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2007
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 11.942 10.395 10.253
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 864 752 647
Pensionsrückstellungen 11.078 9.643 9.606

Der Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2010 mit Beiträgen zu leistungsorientierten Pensionsplänen in Höhe von TEUR 213.

Nachfolgend werden die Grundannahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses dargestellt:

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in % 2009 2008
Abzinsungssatz 5,50 5,25
Gehaltstrend 2,75 3,00
Rententrend 2,00 2,00
Fluktuation 1,00 0,56

Sterblichkeit nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei Rentnern im Alter von 65 gemäß Heubeck-Richttafeln 2005G

6.10 Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten

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Buchwerte

in TEUR
Buchwert davon Laufzeit < 1 Jahr davon Laufzeit 1-5 Jahre davon Laufzeit> 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber 31.12.2009 51.934 4.737 32.338 14.859
Kreditinstituten 31.12.2008 37.613 10.236 15.551 11.826
Genussrechtskapital 31.12.2009 4.927 4.927
31.12.2008 4.902 4.902
Verbindlichkeiten aus 31.12.2009 6.066 6.066
Lieferungen und Leistungen 31.12.2008 9.497 9.497
Verbindlichkeiten aus 31.12.2009 1.277 958 319
Finanzierungsleasing 31.12.2008 2.362 1.093 1.269
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 31.12.2009 480 480
31.12.2008 608 608
Sonstige Verbindlichkeiten 31.12.2009 13.062 10.393 2.669
31.12.2008 17.612 13.245 4.367
31.12.2009 77.746 22.634 40.253 14.859
Gesamt 31.12.2008 72.594 34.679 26.089 11.826

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich im Wesentlichen um langfristige Kredite, die zu üblichen Marktzinsen aufgenommen wurden. Der Marktwert entspricht dem Buchwert.

Die Kreditverträge der Nabaltec AG unterliegen teilweise Covenants, die sich zum Teil an den Leverage Coverage Ratios wie auch an der EK-Quote bemessen. Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, bei Nicht-Einhaltung der Covenants die Zinsmargen zu erhöhen oder er könnte von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen. Im Berichtsjahr 2009 kam es zu Verletzungen der Covenants. Der Vorstand befindet sich in Verhandlungen mit den betreffenden Banken.

Genussrechtskapital

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2009 finanzielle Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital in Höhe von TEUR 4.927 (Vorjahr: TEUR 4.902) aus. Die planmäßige Laufzeit des Genussrechtskapitals in Höhe von TEUR 5.000 endet im Jahr 2012. Davor besteht kein ordentliches Kündigungsrecht. Das Genussrecht gewährt ausschließlich schuldrechtliche Ansprüche gegenüber der Gesellschaft. Gesellschafterrechte werden nicht begründet. Die Gesellschaft ist verpflichtet, das Genussrecht bis zum Ende der Laufzeit mit 8,10% des Nennbetrags pro Jahr zu verzinsen. Auf die Verzinsung sind vierteljährliche Abschlagszahlungen zu leisten. Unter bestimmten Voraussetzungen können die Abschlagszahlungen gestundet werden; in diesen Fällen erhöht sich der Zinssatz. Zum Laufzeitende ist das Genussrecht zum Nennbetrag gegebenenfalls gemindert, um eine etwaige Verlustteilnahme zurückzubezahlen.

Der Unterschiedsbetrag aufgrund der Änderung des Buchwerts des Genussrechtskapitals (Aufzinsungseffekt aufgrund der Anwendung der Effektivzinsmethode) im Vergleich zum Vorjahr wurde im Geschäftsjahr 2009 aufwandswirksam in den Zinsaufwendungen erfasst.

Gemäß Vertrag ist der Rückstellungsbetrag des Genussrechts um einen im testierten Jahresabschluss der Gesellschaft ausgewiesenen Jahresfehlbetrag herabzusetzen, soweit dieser nur durch gebundenes Eigenkapital gedeckt werden kann. Ein Anspruch auf Abschlusszahlungen entsteht nicht, wenn der Anspruch nur aus gebundenem Eigenkapital bedient werden kann. Dies kann dazu führen, dass die zukünftigen Cash Flows von den vertraglichen Cash Flows abweichen. Nabaltec wird das Genussrecht wie vertraglich vereinbart bedienen. Die Mittelfristplanung zeigt, dass zum Rückzahlungszeitpunkt genügend freie Mittel für eine vollständige Rückzahlung zur Verfügung stehen. Entsprechend wird weiterhin mit den vertraglich vereinbarten Cash Flows gerechnet.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis maximal 90 Tage.

Die Buchwerte der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

Die Mindestleasingzahlungen 2009 sowie die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen können auf deren Barwert wie folgt übergeleitet werden:

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in TEUR Leasingzahlungen Zinsanteil Barwert Mindestleasingzahlungen
< 1 Jahr 1.017 59 958
1 bis 5 Jahre 325 6 319
Summe 1.342 65 1.277

Bezüglich des Miet- und Leasingaufwandes der Geschäftsjahre 2009 und 2008 verweisen wir auf die Aufgliederung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter Punkt 5.8 "Sonstige betriebliche Aufwendungen".

Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern

Diese umfassen ausstehende Gewerbesteuer- und Körperschaftsteuerzahlungen (inkl. Solidaritätszuschlag) für Deutschland für abgelaufene Geschäftsjahre.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf die im Folgenden aufgeführten finanziellen bzw. nicht-finanziellen Verbindlichkeiten:

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in TEUR 31.12.2009 31.12.2008
Darlehen Minderheitsgesellschafter 8.102 8.835
Negativer Marktwert aus Zinsswap 657 1.076
Berufsgenossenschaft 243 266
Abschluss und Prüfung 90 112
Überzahlung Factor 0 1.323
Negative Marktwerte aus Devisentermingeschäften 0 6
übrige 205 235
Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 9.297 11.853

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in TEUR 31.12.2009 31.12.2008
Ausstehender Urlaubsanspruch 442 528
Boni und andere erfolgsabhängige Vergütungen 338 500
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt 152 166
Sonstige Verbrauchsteuern 147 182
Verbindlichkeiten Sozialaufwendungen 17 16
Kurzfristige sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 1.096 1.392
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (gesamt) 10.393 13.245

Die Verbindlichkeiten für Boni und andere erfolgsabhängige Vergütungen entstehen in Abhängigkeit von deren Zielerreichung. Die Verbindlichkeit aus ausstehenden Urlaubsansprüchen wurde mitarbeiterbezogen gebildet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt resultieren im Wesentlichen aus zum Stichtag noch nicht abgeführter Lohn- und Kirchensteuer für das abgelaufene Geschäftsjahr.

Aufgrund der Kurzfristigkeit entsprechen die Buchwerte der kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert.

Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.669 (Vorjahr: TEUR 4.367) umfassen eine bereits ausbezahlte Investitionszuwendung der Regierung der Oberpfalz für zukünftig geplante Investitionen, denen noch keine entsprechenden Investitionen gegenüberstehen. Es handelt sich hierbei ausschließlich um sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Der Buchwert entspricht im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 3.331 (Vorjahr: TEUR 1.633) der erhaltenen Investitionszuschüsse als Minderung bei den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der langfristigen Vermögenswerte berücksichtigt.

7. Sonstige Angaben

7.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verhältnissen - Konzern als Leasingnehmer

Der Konzern hat finanzielle Verpflichtungen aus eingegangenen Miet- und Leasingverhältnissen, insbesondere hat die Nabaltec AG verschiedene technische Anlagen und Maschinen im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Transaktion veräußert. Die Restlaufzeiten der Verträge belaufen sich auf 1 bis 5 Jahre. Die Verträge hatten ursprünglich eine Laufzeit von 3 bis 6 Jahren und beinhalten keine Preisanpassungsklauseln oder Kaufoptionen.

Im laufenden Geschäftsjahr wurden TEUR 2.127 (Vorjahr: TEUR 1.093) aus Miet- und Operating-Lease-Verhältnissen aufwandswirksam erfasst.

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus den Operating-Lease-Verhältnissen setzt sich nach Fälligkeit wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2009 31.12.2008
Mindestleasingzahlungen innerhalb 1 Jahres 2.191 2.183
Mindestleasingzahlungen zwischen 1 und 5 Jahren 6.097 7.273
Mindestleasingzahlungen über 5 Jahre 187 0
Gesamt 8.475 9.456

Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Wesentliche Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse oder sonstige wesentliche Rechtsstreitigkeiten, für die keine Rückstellung gebildet wurde, bestanden zu den Stichtagen nicht. Zum 31. Dezember 2009 lagen Bestellobligo in Höhe von TEUR 1.821 (Vorjahr: TEUR 8.476) aus Investitionsaufträgen vor.

7.2 Angaben zu Finanzinstrumenten

Buchwerte, Wertansätze, beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte sämtlicher im Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente:

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Bewertungskategorie gem. IAS 39 Buchwert Beizulegender Zeitwert
in TEUR 2009 2008 2009 2008
--- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 499 1.303 499 1.303
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
Sonstige nicht-derivative Forderungen und finanzielle Vermögenswerte LaR 1.401 1.258 1.401 1.258
Positive Marktwerte Zinsderivate (ohne Sicherungsbeziehung) HfT / FVtPL 0 453 0 453
Positive Marktwerte Zinsderivate (designiert in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen) - 0 0 0 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 497 1.942 497 1.942
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLaC 51.934 37.613 51.934 37.613
Genussrechtskapital FLaC 4.927 4.902 4.927 4.902
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLaC 6.066 9.497 6.066 9.497
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing - 1.277 2.362 1.277 2.362
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten FLaC 8.640 10.771 8.640 10.771
Negative Marktwerte Zinsderivate (ohne Sicherungsbeziehung) HfT / FVtPL 0 0 0 0
Negative Marktwerte Zinsderivate (designiert in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen) - 657 1.076 657 1.076
Negative Marktwerte Devisenderivate (ohne Sicherungsbeziehung) HfT / FVtPL 0 6 0 6

Für die Bewertungskategorien gemäß IAS 39 wurden die folgenden Abkürzungen benutzt:

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LaR Loans and Receivables Kredite und Forderungen
HfT Held for Trading Finanzinstrumente, die zu Handelszwecken gehalten und zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
FVtPL Fair Value through Profit and Loss Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
FLaC Financial Liabilities Measured at amortized Cost Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten

Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente und der Darlehen wurde durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von sonstigen finanziellen Vermögenswerten wurde unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen berechnet.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Nettoergebnis nach Bewertungskategorien

Im Folgenden werden die Ertrags- und Aufwandsposten aus Finanzinstrumenten nach den Bewertungskategorien des IAS 39 dargestellt:

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Bewertungskategorie gem. IAS 39 aus der Folgebewertung
aus Zinsen zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung Nettoergebnis 2009
--- --- --- --- --- --- ---
Loans and Receivables LaR 7 - 38 -44 1
Held for Trading HfT - -184 - - -184
Other Liabilities FLaC -4.176 - -82 - -4.258
Gesamt 2009 -4.169 -184 -44 -44 -4.441

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Bewertungskategorie gem. IAS 39 aus der Folgebewertung
aus Zinsen zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung Nettoergebnis 2008
--- --- --- --- --- --- ---
Loans and Receivables LaR 24 - -23 -11 -10
Held for Trading HfT - 447 - - 447
Other Liabilities FLaC -3.365 - -169 - -3.534
Gesamt 2008 -3.341 447 -192 -11 -3.097

Zinserträge bzw. -aufwendungen aus Finanzinstrumenten sind in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter Zinsen und ähnlichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Die Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten der Bewertungskategorie Loans and Receivables betreffen im Wesentlichen Zinserträge aus Kontokorrentguthaben und kurzfristigen Einlagen. Die Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie Other Liabilities betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bzw. Genussrechtskapital.

In das Ergebnis aus der Folgebewertung der derivativen Finanzinstrumente der Bewertungskategorie Held for Trading gehen sowohl Zins- als auch Währungseffekte ein. Die Ergebnisbeiträge sind in den Zinsen und ähnlichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Effekte aus der Folgebewertung von Zinsderivaten, die in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen designiert sind, werden hingegen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Eine erfolgswirksame Erfassung von Ineffektivitäten war ferner nicht erforderlich.

Das Ergebnis aus der Währungsumrechnung finanzieller Vermögenswerte der Bewertungskategorie Loans and Receivables bzw. Verbindlichkeiten der Bewertungskategorien Other Liabilities resultiert im Wesentlichen aus Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung und wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

Bei dem Ergebnis aus Wertberichtigungen handelt es sich im Wesentlichen um Zuführungen bzw. Auflösungen zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese Beträge sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

Fair Value-Hierarchie

Zum 1. Januar 2009 wurden für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, eine Hierarchie verschiedener Fair Value Bestimmungen eingeführt, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert:

Stufe 1: Auf der ersten Ebene der "Fair Value-Hierarchie" werden die beizulegenden Zeitwerte anhand von öffentlich notierten Marktpreisen bestimmt, da auf einen aktiven Markt der bestmögliche objektive Hinweis für den beizulegenden Zeitwert eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit beobachtbar ist.

Stufe 2: Wenn kein aktiver Markt für ein Finanzinstrument besteht, bestimmt ein Unternehmen den beizulegenden Zeitwert unter Zuhilfenahme von Bewertungsmodellen. Zu den Bewertungsmodellen gehören die Verwendung der Discounted Cash Flow Methode, Optionspreismodelle, der Vergleich mit dem aktuell beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments oder auch die Verwendung von jüngsten Geschäftsvorfällen zwischen sachverständigen, voneinander unabhängigen, vertragswilligen Geschäftspartnern. Der beizulegende Zeitwert wird auf Grundlage der Ergebnisse einer Bewertungsmethode geschätzt, die im größtmöglichen Umfang Daten aus dem Markt verwendet und so wenig wie möglich auf unternehmensspezifischen Daten basiert.

Stufe 3: Den auf dieser Ebene verwendeten Bewertungsmodellen liegen auch nicht am Markt beobachtbare Parameter und Annahmen zugrunde.

Die Finanzinstrumente, die im Konzern zum beizulegenden Zeitwert bilanziert worden sind, wurden folgenden Hierarchiestufen zugeordnet:

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31.12.2009

in TEUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Aktiva
Positive Marktwerte Zinsderivate 0 0 0 0
Passiva
Negative Marktwerte Zinsderivate 0 657 0 657

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31.12.2008

in TEUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Aktiva
Positive Marktwerte Zinsderivate 0 453 0 453
Passiva
Negative Marktwerte Zinsderivate 0 1.076 0 1.076

Im Geschäftsjahr 2009 fanden keine Umgliederungen zwischen den Bewertungsstufen statt.

Sicherungsbeziehungen

Zur Absicherung gegen die aus Veränderungen des Marktzinsniveaus resultierenden Schwankungen zukünftiger Zahlungsmittelabflüsse für variabel verzinsliche Kredite werden Zinsswaps abgeschlossen. Die designierten und effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen werden gem. der Regelungen des Hedge Accountings des IAS 39 bilanziert. Somit werden die Risiken aus Zinsschwankungen gezielt gesteuert und die Ergebnisvolatilitäten reduziert.

Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie der Konzern die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt. Die Sicherungsbeziehungen werden fortlaufend dahin gehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, hoch wirksam waren.

IAS 39 stellt für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gem. der Regelungen des Hedge Accountings unter anderem die Anforderung, dass die designierten Sicherungsbeziehungen effektiv sein müssen. Hierfür müssen für die Sicherungsbeziehungen die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Sicherungsgeschäfts sowohl prospektiv als auch retrospektiv in einer Bandbreite von 80% bis 125% der gegenläufigen Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Grundgeschäfts liegen. Der effektive Teil einer Sicherungsbeziehung, der in der oben dargestellten Bandbreite liegt, wird ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst, während der ineffektive Teil sofort erfolgswirksam in der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasst wird.

Im laufenden Geschäftsjahr war in Übereinstimmung mit der Risikostrategie eine Cashflow-Sicherungsbeziehung bestehend aus einem variabel verzinslichen Darlehen und einem Zinsswap designiert. Durch diesen Zinsswap wird das variabel verzinsliche Darlehen wirtschaftlich in ein festverzinsliches Darlehen gewandelt. Dadurch sind die bis zur Endfälligkeit des Darlehens am 31. Mai 2016 monatlich zu leistenden Zinszahlungen ökonomisch in ihrer Höhe fixiert.

Wie der Tabelle zu den beizulegenden Zeitwerten von finanziellen Verbindlichkeiten zu entnehmen ist, war bei der Gesellschaft zum 31. Dezember 2009 ein Zinsderivat in Höhe von TEUR - 657 (Vorjahr: TEUR - 1.076) als Sicherungsinstrument im Rahmen von Cashflow-Hedges bilanziert. Aus der erfolgsneutralen Realisierung der Wertveränderung des beizulegenden Zeitwertes des Zinsderivats resultieren im Geschäftsjahr 2009 TEUR 420 (Vorjahr: TEUR - 1.380), die direkt im Eigenkapital erfasst wurden. Außerdem wurde ein zusätzliches Zinsderivat, das im Vorjahr zum 31. Dezember 2008 mit einem positiven Marktwert von TEUR 453 bilanziert war, im Geschäftsjahr 2009 abgelöst, woraus ein Verlust von TEUR 190 resultierte, der in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen erfasst wurde.

Ausfallrisiko

Ausfallrisiken resultieren hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Um diese Ausfallrisiken zu minimieren, werden Factoring-Transaktionen eingesetzt. Mit den entsprechenden vertraglichen Vereinbarungen wird hierbei das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners, mit Ausnahme eines Sicherheitseinbehalts, auf den Vertragspartner übertragen. Die entsprechenden Beträge werden folglich vollständig ausgebucht und nicht weiter als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanziert. Hiervon ausgenommen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche vom Factor nicht angenommen werden, z. B. aufgrund der Überschreitung eines Kreditlimits. Zusätzlich sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Kreditausfallversicherung abgesichert. Zum 31. Dezember 2009 wurden Forderungen in Höhe von TEUR 1.030 (Vorjahr: TEUR 833) im Rahmen des echten Factorings verkauft. Aus Überzahlung des Factors resultiert eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.323).

Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurden. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.

Aus den finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, die u. a. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige Vermögenswerte beinhalten, ergibt sich bei Ausfall eines Kontrahenten ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwertes der entsprechenden Instrumente.

Im Konzern liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor, da diese über eine große Anzahl von Vertragspartnern und Kunden verteilt sind. Es bestehen wie im Vorjahr keine Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

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in TEUR 2009 2008
Stand 01.01. 288 277
Aufwandswirksame Zuführungen 44 11
Auflösung 0
Stand 31.12. 332 288

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

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überfällig, aber nicht wertgemindert
in TEUR Buchwert weder überfällig noch wertgemindert < 3 Monate 3 bis 6 Monate 6 bis 12 Monate > 12 Monate
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2009 499 499 0 0 0 0
31.12.2008 1.303 1.220 0 0 0 0

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestandes der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Es lagen weder überfällige noch wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund geänderter Konditionen vor.

Für die weiteren finanziellen Vermögenswerte wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag bestehen diesbezüglich keine überfälligen Ansprüche.

Liquiditätsrisiko

Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Dabei werden u. a. die Laufzeiten finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Ziel des Konzerns ist es, durch Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen und Finanzierungsleasingverhältnissen den Finanzmittelbedarf kontinuierlich zu decken und dabei gleichzeitig größtmögliche Flexibilität zu gewährleisten.

Die folgende Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zahlungsmittelabflüsse der finanziellen Verbindlichkeiten. Einbezogen wurden alle finanziellen Verbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten werden dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

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Zahlungsmittelabflüsse (undiskontiert)

in TEUR
Gesamt davon Laufzeit < 1 Jahr davon Laufzeit 1-5 Jahre davon Laufzeit> 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.12.2009 51.981 4.737 32.385 14.859
31.12.2008 38.000 10.236 15.551 12.213
Genussrechtskapital 31.12.2009 5.000 5.000
31.12.2008 5.000 5.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2009 6.066 6.066
31.12.2008 9.497 9.497
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 31.12.2009 1.342 1.017 325
31.12.2008 2.557 1.223 1.334
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2009 11.966 9.297 2.669
31.12.2008 16.220 11.853 4.367
31.12.2009 76.355 21.117 40.379 14.859
(finanzielle Verbindlichkeiten) 31.12.2008 71.274 32.809 26.252 12.213

Währungsrisiko

Die Währungsrisiken des Konzerns resultieren einerseits aus seiner operativen Tätigkeit. Zwar agieren die einzelnen Konzernunternehmen überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung, jedoch sind einzelne Konzernunternehmen Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt.

Währungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte auf das Ergebnis vor Steuern (aufgrund der Änderung der ergebniswirksamen Folge- bzw. Stichtagsbewertung finanzieller Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten) sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar, die aus Auf- bzw. Abwertungen des Euro gegenüber sämtlichen Fremdwährungen resultieren. Im Rahmen dieser Analysen wird auf Finanzinstrumente abgestellt, die in einer von der lokalen funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Auf die Angabe wechselkursbedingter Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung Euro wird somit gemäß den Anforderungen des IFRS 7 verzichtet. Auswirkungen auf das Eigenkapital ergaben sich keine.

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Kursentwicklung

in %
Ergebnisauswirkung vor Steuern

in TEUR
2009
USD +5% 107
USD -5% -107
2008
USD +5% 63
USD -5% -63

Zinsänderungsrisiko

Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit variablem Zinssatz. Die Steuerung der Zinsaufwendungen des Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Zur Absicherung des Zinsrisikos aus langfristigen variabel verzinslichen Positionen werden Zinsswaps abgeschlossen, bei denen in festgelegten Zeitabständen die unter Bezugnahme auf einen vorab vereinbarten Nennbetrag ermittelte Differenz zwischen festverzinslichen und variabel verzinslichen Beträgen mit dem Vertragspartner getauscht wird.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß den Anforderungen des IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von hypothetischen Änderungen der Marktzinssätze auf laufende Zinszahlungen bzw. Zinserträge und -aufwendungen im Ergebnis vor Steuern sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital (aus der Folgebewertung der in effektiven Cashflow-Sicherungsbeziehungen designierten Zinsderivate) wie folgt dar:

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Erhöhung/Verringerung in Basispunkten Ergebnisauswirkung vor Steuern

in TEUR
Auswirkungen auf das Eigenkapital

in TEUR
2009
Europa +10 -13 0
USA +10 -15 27
Europa -10 13 0
USA -10 15 -27
2008
Europa +10 -76 0
USA +10 -49 38
Europa -10 76 0
USA -10 49 -38

* ohne Darstellung der Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern

Neben dem Risiko aus einer Parallelverschiebung der Zinskurve unterliegt der Nabaltec-Konzern auch dem Risiko aus einem Anstieg bzw. Abflachen der Zinskurve. Dieses Risiko wird vor allem durch einen Spread Swap hervorgerufen. Eine Ausweitung des Spreads zwischen dem 2-Jahres- und 30-Jahressatz um 10 Basispunkte würde zu einem Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 141) führen. Der Spread Swap wurde im 2. Quartal 2009 ertragswirksam aufgelöst.

7.3 Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement

In der Nabaltec AG ist ein solides Kapitalmanagement im Einsatz, das es dem Konzern ermöglichen soll, seinen Wachstumskurs weiter fortzusetzen sowie die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Dabei wird insbesondere auf ein langfristig ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital geachtet.

Im Folgenden sind das Eigenkapital und die im Zuge des Kapitalmanagements erfassten Fremdkapitalpositionen der Nabaltec AG zum 31. Dezember 2009 und 2008 dargestellt:

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31.12.2009

in TEUR
31.12.2008

in TEUR
Veränderung

in %
Eigenkapital 40.043 45.051 -11,12
als % vom Gesamtkapital 37,68 45,62 -17,41
Langfristige Finanzschulden 52.443 33.548 56,32
Kurzfristige Finanzschulden 13.797 20.164 -31,58
Fremdkapital2 66.240 53.712 23,32
als % vom Gesamtkapital 62,32 54,38 14,60
Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements 106.283 98.763 7,61

2 Die Gesellschaft definiert Fremdkapital als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus einem Genussrecht, Finanzierungsleasing und Verbindlichkeiten gegenüber einem Minderheitsgesellschafter.

Das Eigenkapital hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 5.008 auf TEUR 40.043 bedingt im Wesentlichen durch den Verlust der Nabaltec AG in Schwandorf reduziert.

Das Fremdkapital hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 12.528 auf TEUR 66.240 durch die Aufnahme von langfristigen Darlehen (TEUR 22.699) erhöht.

Insgesamt führten diese Kapitaleffekte im Jahr 2009 zu einer Verringerung der Eigenkapitalquote (in Prozent vom Gesamtkapital) auf 37,68% gegenüber 45,62% im Vorjahr. Das Verhältnis Fremdkapital zu Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements stieg von 54,38% zum 31. Dezember 2008 auf 62,32% zum 31. Dezember 2009.

Im Rahmen der weiteren Unternehmensentwicklung optimiert der Konzern permanent sein Finanzmanagement verbunden mit einer kontinuierlichen Überwachung und Steuerung der Eigenkapitalquote.

Ziel dieses Finanzmanagements ist es, gegenüber den Geschäftspartnern der Nabaltec AG eine verbesserte Solvenz darzustellen sowie die Kapitalkosten zu optimieren.

Die Nabaltec AG unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Zu Covenants aus Kreditverträgen wird auf Punkt 6.10 "Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten" verwiesen.

7.4 Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" gelten Unternehmen und Personen, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist.

Als nahe stehende Personen bzw. Unternehmen wurden die folgenden Personen bzw. Unternehmen identifiziert:

Mitglieder des Vorstands (siehe Punkt 7.8 "Organe der Gesellschaft") und deren Familienangehörige
Mitglieder des Aufsichtsrats (siehe Punkt 7.8 "Organe der Gesellschaft") und deren Familienangehörige
Unternehmen, die von den Mitgliedern des Vorstands oder Aufsichtsrats direkt oder indirekt beherrscht werden

Die Mitglieder des Vorstands erhielten im Geschäftsjahr 2009 kurzfristige Bezüge in Höhe von TEUR 825 (Vorjahr: TEUR 873). Darüber hinaus wurden Aufwendungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von TEUR 1.432 (Vorjahr: TEUR 137) getätigt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2009 Aufsichtsratsbezüge in Höhe von TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 45).

Zum 31. Dezember 2009 bzw. 2008 bestanden folgende Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Personen und Unternehmen:

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Forderungen Verbindlichkeiten
in TEUR 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008
--- --- --- --- ---
Von Mitgliedern des Aufsichtsrats beherrschte Unternehmen 0 0 0 0
Von Mitgliedern des Vorstands beherrschte Unternehmen 9 4 0 0

Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen bzw. Aufwand für uneinbringliche Forderungen oder zweifelhafte Forderungen gegenüber nahe stehenden Unternehmen und Personen waren zum 31. Dezember 2009 bzw. im Geschäftsjahr 2009 sowie zum 31. Dezember 2008 bzw. im Geschäftsjahr 2008 nicht zu verzeichnen.

Im Geschäftsjahr 2009 bzw. 2008 wurden neben den Vergütungen für die Mitglieder des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats die folgenden Aufwendungen und Erträge mit nahe stehenden Personen und Unternehmen erfasst:

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Erträge Aufwendungen
in TEUR 2009 2008 2009 2008
--- --- --- --- ---
Von Mitgliedern des Aufsichtsrats beherrschte Unternehmen 0 0 5 5
Von Mitgliedern des Vorstands beherrschte Unternehmen 92 34 3 153

Transaktionen mit Unternehmen, die von Mitgliedern des Vorstands beherrscht werden, umfassen Dienstleistungen im Rahmen der Abwicklung der Personalwirtschaft (Erträge in Höhe von TEUR 92, im Vorjahr in Höhe von TEUR 34), Ingenieurleistungen (Aufwendungen in Höhe von TEUR 0, im Vorjahr in Höhe von TEUR 25), Investitionen in eine Abwasseranlage (Aufwendungen in Höhe von TEUR 0, im Vorjahr in Höhe von TEUR 124) sowie EDV-Dienstleistungen (Aufwendungen in Höhe von TEUR 3, im Vorjahr in Höhe von TEUR 4).

Aufwendungen für Mitglieder des Aufsichtsrats resultieren aus Forschungs- und Entwicklungsarbeiten eines Aufsichtsratsmitglieds zu Teilaspekten der keramischen Verfahrenstechnik.

7.5 Ergebnis je Aktie

Die Anzahl der ausstehenden Aktien entwickelte sich während des Geschäftsjahres wie folgt:

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2009 2008
Ausstehende Stammaktien per 01.01. 8.000.000 8.000.000
Es fanden in den Geschäftsjahren keine Transaktionen statt.
Ausstehende Stammaktien per 31.12. 8.000.000 8.000.000
Durchschnittlich unverwässerte Anzahl der ausstehenden Stammaktien 8.000.000 8.000.000

Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien der Gesellschaft zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien, die sich während des Geschäftsjahres im Umlauf befinden, geteilt.

Gemäß IAS 33 "Ergebnis je Aktie" sind zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie zusätzlich die Effekte potenzieller Stammaktien zu berücksichtigen. Verwässernde Effekte auf das Ergebnis der Nabaltec AG bestehen nicht. Somit ist das unverwässerte Ergebnis je Aktie gleich dem verwässerten Ergebnis je Aktie für die Geschäftsjahre 2009 und 2008.

Das Ergebnis je Aktie stellt sich somit wie folgt dar:

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2009 2008
Konzernergebnis nach Steuern - Aktionäre der Nabaltec AG
in TEUR -5.047 1.126
Durchschnittlich unverwässerte Anzahl der ausstehenden Stammaktien 8.000.000 8.000.000
Ergebnis je Aktie
in EUR -0,63 0,14

Im Weiteren verweisen wir auf die Ausführungen unter Punkt 6.8 "Eigenkapital".

7.6 Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Zahlungsmittelströme. Entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnung" werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Im Finanzmittelfonds laut Kapitalflussrechnung ist die unter Punkt 6.7 dargestellte Position "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" enthalten.

Die Abweichungen zwischen den Zugängen lt. Anlagespiegel und den Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen resultierten aus zum Stichtag noch offenen Verbindlichkeiten aus Anlagenkäufen sowie der Verrechnung des Investitionszuschusses mit den Anlagenzugängen lt. Anlagespiegel.

Die gezahlten bzw. erhaltenen Zinsen und Ertragsteuern und die im Vorjahr gezahlte Dividende sind direkt aus der Konzern-Kapitalflussrechnung ersichtlich.

7.7 Segmentberichterstattung

Die operativen Segmente entsprechen den Geschäftssegmenten des Konzerns. Die Risiken sowie die internen Organisations- und Berichtsstrukturen des Konzerns werden überwiegend durch die Unterscheidung der hergestellten Produkte bestimmt.

Geschäftssegmente

Nabaltec ist in die zwei Unternehmensbereiche "Funktionale Füllstoffe" und "Technische Keramik" unterteilt. Jedes Segment stellt dabei einen strategischen Unternehmensbereich dar, dessen Produktpalette und Märkte sich von dem jeweils anderen unterscheiden.

Der Unternehmensbereich "Funktionale Füllstoffe" produziert und vertreibt vor allem halogenfreie, flammhemmende Füllstoffe für die Kunststoff- und Kabelindustrie sowie Additive.

Im Unternehmensbereich "Technische Keramik" werden keramische Rohstoffe und keramische Massen für eine Vielzahl von Anwendungen in der technischen Keramik sowie der Feuerfestindustrie hergestellt und vertrieben.

Die Spalte "Sonstige" umfasst Vermögenswerte und Schulden, welche sich nicht einzelnen Segmenten zuordnen lassen.

Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden grundsätzlich anhand marktüblicher Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Segmenterträge, Segmentaufwendungen und Segmentergebnis umfassen Transfers zwischen den Unternehmensbereichen, die im Rahmen der Konsolidierung eliminiert werden. In den Geschäftsjahren 2009 und 2008 fanden zwischen den Geschäftsbereichen keine Transaktionen statt.

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Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2009 in TEUR Funktionale Füllstoffe Technische Keramik Sonstige Nabaltec Konzern
Umsatzerlöse
Erlöse mit externen Kunden 50.193 22.867 73.060
Segmentergebnis
EBITDA 2.788 945 3.733
EBIT -1.616 -1.092 -2.708
Vermögenswerte und Schulden
Segmentvermögen 94.955 36.112 744 131.811
Segmentschulden 8.457 3.430 79.881 91.768
Sonstige Segmentinformationen
Investitionen
- Sachanlagen 17.217 1.280 18.497
- Immaterielle Vermögenswerte 7 1 8
Abschreibungen
- Sachanlagen 4.374 2.001 6.375
- Immaterielle Vermögenswerte 30 36 66

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Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2008 in TEUR Funktionale Füllstoffe Technische Keramik Sonstige Nabaltec Konzern
Umsatzerlöse
Erlöse mit externen Kunden 61.608 34.669 96.277
Segmentergebnis
EBITDA 3.729 5.589 9.318
EBIT 330 3.798 4.128
Vermögenswerte und Schulden
Segmentvermögen 89.295 40.924 1.942 132.161
Segmentschulden 13.199 6.004 67.908 87.111
Sonstige Segmentinformationen
Investitionen
- Sachanlagen 14.022 4.619 18.641
- Immaterielle Vermögenswerte 48 69 117
Abschreibungen
- Sachanlagen 3.373 1.761 5.134
- Immaterielle Vermögenswerte 26 30 56

Informationen nach Regionen

Die Regionen sind definiert für Deutschland, übriges Europa, USA und Rest der Welt.

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Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2009 in TEUR Deutschland übriges Europa USA Rest der Welt Summe
Umsatzerlöse
Erlöse mit externen Kunden 21.987 37.267 7.805 6.001 73.060
Sonstige Segmentinformationen
Segmentvermögen 111.737 20.074 131.811
Investitionen
- Sachanlagen 18.324 173 18.497
- Immaterielle Vermögenswerte 8 8

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Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2008 in TEUR Deutschland übriges Europa USA Rest der Welt Summe
Umsatzerlöse
Erlöse mit externen Kunden 33.717 48.854 7.757 5.949 96.277
Sonstige Segmentinformationen
Segmentvermögen 109.729 22.432 132.161
Investitionen
- Sachanlagen 18.581 60 18.641
- Immaterielle Vermögenswerte 117 117

Im Geschäftsjahr 2009 wurde mit einem Kunden ein Umsatz von mehr als 10% des Gesamtumsatzes getätigt. Der Umsatz dieses Kunden beträgt 8.089 TEUR und ist im Segment "Funktionale Füllstoffe" beinhaltet. Im Geschäftsjahr 2008 wurde mit keinem Kunden ein Umsatz von mehr als 10% des Gesamtumsatzes getätigt.

Die langfristigen Vermögenswerte des Konzerns befinden sich in Deutschland und den USA. Als langfristiges Vermögen werden dabei Vermögenswerte berücksichtigt, die in der operativen Geschäftstätigkeit eingesetzt werden und die dazu gedacht sind, länger als 12 Monate im Unternehmen zu verbleiben. Ausschlaggebend für die Zuordnung war dabei der Standort der jeweiligen Vermögenswerte.

7.8 Organe der Gesellschaft

Vorstand

Herr Johannes Heckmann (technischer Bereich)
Herr Gerhard Witzany (kaufmännischer Bereich)

Aufsichtsrat

Herr Dr. Leopold von Heimendahl (Vorsitzender)
Herr Dr. Dieter J. Braun (stellv. Vorsitzender)
Herr Prof. Dr.-Ing. Jürgen G. Heinrich

7.9 Freiwillige Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der Nabaltec AG haben die für börsennotierte Gesellschaften vorgeschriebene Erklärung nach § 161 AktG freiwillig abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht. Die Erklärung ist auf der Unternehmenswebsite "www.nabaltec.de" unter der Rubrik "Investors Relation/Corporate Governance" veröffentlicht.

7.10 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Nabaltec AG war bislang zu 51% an der Nashtec Management Corp. und zu 51% (direkt zu 50,49% und indirekt über die Nashtec Managment Corp., die als General Partner 1% der Anteile hält) an der Nashtec L.P. (USA) als Teil eines Joint Ventures beteiligt. Zum 01. Januar 2010 wurde die Gesellschaftsstruktur geändert. Die Nashtec Managment Corp. wurde aufgelöst, die Nashtec L.P. in eine LLC umgewandelt, so dass von der Nabaltec AG nun direkt 51% und von der Sherwin Alumina LLC direkt 49% an der Nashtec LLC gehalten werden. Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht zu verzeichnen.

7.11 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers nach § 314 HGB

Das Abschlussprüferhonorar für den Jahresabschluss 2009 (einschließlich des Konzernabschlusses 2009) beläuft sich auf TEUR 80. Für andere Bestätigungsleistungen erhielt der Abschlussprüfer ein Honorar in Höhe von TEUR 3. Aufgrund von Steuerberatungsleistungen wurde der Abschlussprüfer mit TEUR 18 vergütet.

Schwandorf, 5. März 2010

Nabaltec AG

Der Vorstand

Johannes Heckmann

Gerhard Witzany

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Nabaltec AG, Schwandorf, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Entwicklung des Anlagevermögens und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Ergänzend wurden wir beauftragt zu beurteilen, ob der Konzernabschluss auch den IFRS insgesamt entspricht.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Nabaltec AG, Schwandorf, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Nürnberg, den 8. März 2010

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Thiermann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Sauer, Wirtschaftsprüfer