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mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Annual Report Aug 17, 2018

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Annual Report

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mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Gräfelfing

Jahresabschluss zum 31.12.2017

Geschäftsbericht 2017

Auf einen Blick

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2017 2016 +/-in %
Provisionsüberschuss TEUR 5.474 TEUR 3.033 +80
Handelsergebnis TEUR 16.892 TEUR 12.130 +39
Personalaufwand TEUR 6.435 TEUR 4.917 +31
Andere Verwaltungsaufwendungen TEUR 9.869 TEUR 8.853 +11
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken" TEUR 5.931 TEUR 3.532 +68
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit TEUR 4.954 TEUR 3.479 +42
Jahresüberschuss TEUR 4.353 TEUR 3.424 +27
Bilanzsumme TEUR 26.770 TEUR 19.628 +36
Eigenkapital TEUR 14.547 TEUR 11.991 +21
Ergebnis je Aktie 0,79* 0,47* +68
Mitarbeiter 55 53 +4

* Ergebnis je Aktie vor der Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken"

Die Gesellschaft

mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Rottenbucher Straße 28

82166 Gräfelfing

Tel. +49 89 85852-0

Fax +49 89 85852-505

[email protected]

www.mwbfairtrade.com

Amtsgericht München HRB 123141

ISIN mwb fairtrade-Aktie: DE0006656101

Börsenzulassungen

Börse München
Börse Berlin
Frankfurter Wertpapierbörse
Börse Hamburg
Börse Hannover
Börse Düsseldorf
Börse Stuttgart
Tradegate Exchange

Mitglied im Bundesverband der Wertpapierfirmen e.V.

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

was lange währt, wird endlich gut: 2017 war das erlösende Börsenjahr, auf das alle gewartet haben. Nach Jahren der Unsicherheit kehrte wieder Stabilität an die Finanzmärkte zurück. Angetrieben durch einen robusten weltweiten Wirtschaftsaufschwung und überraschend gute Unternehmensergebnisse stieg auch die Zuversicht der Anleger. Die Zahl der Aktionäre erreichte selbst im traditionell börsenskeptischen Deutschland den höchsten Stand seit zehn Jahren. Und das gehandelte Wertpapiervolumen bewegte sich nach dem Einbruch 2016 wieder in einer gesunden Größenordnung. Der deutsche Aktienindex legte um 12,5 Prozentpunkte zu und übertraf damit noch einmal das Plus des Vorjahres. In den USA verzeichnete der Dow Jones sogar einen Anstieg um 25 Prozent. Gestützt wurde die positive Entwicklung durch den Konsolidierungskurs der Zentralbanken. Die US-Notenbank Fed hat sich bereits von der Nullzins-Politik verabschiedet und die EZB reduzierte zumindest ihr Anleihe-Kaufprogramm. Die Zinswende wird auch hier mit Sicherheit folgen.

Diese Normalisierung des Marktgeschehens ist vor allem psychologisch wichtig. Anleger fassen wieder Vertrauen und richten ihren Blick angesichts überzogener Immobilienpreise verstärkt auf Wertpapiere. Denn nach wie vor ist eine riesige Geldmenge im Umlauf, die in irgendeiner Form angelegt werden muss. Das gilt nicht nur für institutionelle Kunden, sondern auch für die Privathaushalte in Deutschland, die mittlerweile knapp sechs Billionen Euro Geldvermögen ihr Eigen nennen. In Anbetracht dieses hohen Investitionsdrucks ist das Marktumfeld für Wertpapierhandelsbanken nahezu ideal. Konkret auf die mwb fairtrade bezogen heißt das: Wir haben 2017 eines der besten Ergebnisse der Firmengeschichte erzielt.

Viertes positives Geschäftsergebnis in Folge

Vor Zuführung zum Fonds für Allgemeine Bankrisiken lag das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit bei TEUR 5.931 gegenüber TEUR 3.532 im Vorjahr. Das ist insofern bemerkenswert, als der Vorjahresgewinn maßgeblich vom Verkaufserlös unserer Anteile an der XCOM AG geprägt war. Zieht man diesen Sonderfaktor ab und blickt nur auf die Erlöse aus dem Kerngeschäft, dann haben wir unser Ergebnis gegenüber 2016 fast vervierfacht. Nach Zuführung zum Fonds für Allgemeine Bankrisiken in Höhe von TEUR 978 blieb unter dem Strich ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von TEUR 4.954. Der Jahresüberschuss lag mit TEUR 4.353 um TEUR 929 über demjenigen des Vorjahres. Das Eigenkapital stieg dadurch auf rund 14,5 Mio. Euro und auch die Liquidität entwickelte sich besser als erwartet. Sie lag zum Jahresultimo bei 17,9 Mio. Euro gegenüber 15 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Wie immer soll hier nicht unerwähnt bleiben, dass im Fonds für Allgemeine Bankrisiken mittlerweile TEUR 5.942 aufgelaufen sind, die aufsichtsrechtlich zum harten Kernkapital der Gesellschaft zählen.

Betrachtet man die Bilanzpositionen im Einzelnen, dann ergibt sich ein ähnliches Bild wie in den vergangenen Jahren: Während Provisions- und Handelsergebnis zulegten, blieben die Kostensteigerungen moderat. Solides Wirtschaften ist also zu einem unserer Markenzeichen geworden. Während das Provisionsergebnis im Jahr 2017 um 80 Prozent auf TEUR 5.474 anstieg und das Handelsergebnis um 39 Prozent auf TEUR 16.892, gab es bei den Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen lediglich einen Zuwachs von 18 Prozent. In Summe lagen sie bei TEUR 16.304, wobei der größte Anteil auf die Personalaufwendungen entfiel. Vor allem aufgrund höherer Boni für unsere Wertpapierhändler stiegen die Personalkosten im Jahresvergleich von TEUR 4.917 auf TEUR 6.435. Einen geringeren Zuwachs gab es dagegen bei den Anderen Verwaltungsaufwendungen. Sie erhöhten sich lediglich von TEUR 8.853 auf TEUR 9.869. Hier machten sich vor allem die höheren Kosten für die Nutzung unserer Handelssysteme bemerkbar.

Erfolgreicher Start von Corporates & Markets

Bezogen auf die einzelnen Geschäftsfelder der mwb fairtrade war es erneut der Wertpapierhandel, der den Großteil zum Ergebnis beisteuerte. Rund 86 Prozent des Provisions- und Handelsergebnisses wurden mit der Skontroführung in Aktien, Renten und Fonds erwirtschaftet. Die Zahl der Orderbücher lag bei 26.058 und damit etwas höher als im Vorjahr. Im 2. Halbjahr 2017 hat die mwb fairtrade zusätzlich mit der Quotierung von rund 900 Rententiteln an der Tradegate Exchange Berlin begonnen. Sehr erfolgreich war die Ernennung zum Spezialisten für Festverzinsliche Wertpapiere an der Tradegate Exchange zum 1. Januar 2018 - was nicht nur unsere Position am Standort Berlin stärkt, sondern auch eine wichtige Weichenstellung in Hinblick auf die kommende Zinswende darstellt. Sollte die EZB nächstes Jahr wie erwartet aus ihrer Nullzinspolitik aussteigen, dürften Rententitel wieder an Bedeutung gewinnen. Durch unser breites Portfolio aus Aktien-, Renten- und Fondsskontren würden wir auch von dieser veränderten Marktsituation profitieren.

Eine noch wichtigere Entwicklung gab es 2017 in unserem zweiten Geschäftsfeld "Corporates & Markets", dem bisherigen Kapitalmarktgeschäft. Es trug mit 14 Prozent zum Provisions- und Handelsergebnis bei und hat damit alle Erwartungen an das erste volle Geschäftsjahr übertroffen. In den vergangenen Jahren hatte das Geschäftsfeld nur einen Ergebnisbeitrag von etwa einem Prozent beigesteuert. Verantwortlich für die Steigerung ist unter anderem die erfolgreiche Platzierung der Unternehmensanleihe der Euroboden GmbH - aber auch die Neuorganisation des Bereichs. So fallen seit 2016 die Betreuung institutioneller Kunden, die Orderausführung für Banken, die Emissionsberatung und das Designated Sponoring unter Corporates & Markets. Die Wiederbelebung unseres "Stiefkinds" war in jeder Hinsicht die richtige Entscheidung und für die kommenden Jahre erwarten wir deutliche Zuwächse. Damit wäre unser strategisches Ziel erreicht, die Abhängigkeit von der Skontroführung Stück für Stück zu verringern.

mwb fairtrade erhöht Dividende

Nachdem die mwb fairtrade AG nun das vierte Jahr in Folge bewiesen hat, dass sie mit ihrem Geschäftsmodell solide Erträge erwirtschaften kann, nimmt auch das Interesse der Anleger zu. Vor allem, nachdem wir für 2016 eine attraktive Dividende ausschütten konnten. Infolgedessen stieg der Aktienkurs bis zum 29.12.2017 auf € 3,67 und damit auf mehr als das Doppelte des Schlusskurses 2016. Der Trend für das 1. Halbjahr 2018 zeigt: Die Attraktivität der mwb-Aktie nimmt weiter zu. Seit Anfang April lag der Kurs konstant über fünf Euro. (Weitere Informationen zur mwb-Aktie lesen Sie auf Seite 10 im Abschnitt "Investor Relations".)

Den Weg zu einem dividendenstarken Unternehmen möchten wir weitergehen. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben entschieden, für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende in Höhe von EUR 0,39 je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten. Damit bleiben wir, was die Höhe der Auszahlung betrifft, in einem vernünftigen Rahmen. Das ist umso wichtiger, als die weitere Marktentwicklung nur schwer zu prognostizieren ist. Die zunehmende Volatilität an den Börsen und die Kurskorrektur im Februar 2018 zeigen, dass Investoren wieder nervöser werden. Auch die Anzeichen einer Spekulationsblase mehren sich. So beträgt der weltweite Börsenwert derzeit 82,5 Billionen Euro und damit mehr als das gesamte globale Bruttoinlandsprodukt.

Die mwb fairtrade ist hier wie immer auf alle Eventualitäten gefasst, um jederzeit auf neue Marktgegebenheiten reagieren zu können. Dass wir dazu in der Lage sind, haben wir in den letzten Jahren bewiesen - eine Fähigkeit, die wir unserem exzellenten Team verdanken, das 2017 etwas Großartiges geleistet hat. Ihm gebührt unser herzlicher Dank. Denn wir vergessen nie, dass hinter den Zahlen Menschen stehen.

Mit besten Grüßen

Thomas Posovatz, Sprecher des Vorstands

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2017 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war von Vertrauen geprägt. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand regelmäßig beraten und seine Tätigkeit sorgfältig überwacht. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat über die Unternehmensplanung, die Geschäftsentwicklung, die strategische Weiterentwicklung, das Risikomanagement sowie alle wichtigen Geschäftsvorfälle der Gesellschaft regelmäßig schriftlich und mündlich berichtet. Entscheidungen von grundlegender Bedeutung sind mit dem Aufsichtsrat besprochen und ihm zur Zustimmung vorgelegt worden.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr 2017 fanden vier Aufsichtsratssitzungen am 16. Februar, 18. Mai, 21. September und 1. Dezember 2017 statt.

Gegenstand jeder Präsenzaufsichtsratssitzung waren die aktuelle geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft und wichtige Geschäftsvorfälle. Soweit bei der Gesellschaft zustimmungsbedürftige Geschäfte anfielen, wurde der Aufsichtsrat hierüber vom Vorstand rechtzeitig in Kenntnis gesetzt und hat nach eigener Prüfung der Entscheidungsgrundlagen über die Zustimmung Beschluss gefasst.

Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 16. Februar 2017 waren die Vorlage und Erläuterung des vorläufigen Jahresabschlusses 2016, die Besprechung der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft in den Monaten Januar und Februar 2017 sowie die Vorlage und Erläuterung der Jahresplanung 2017 durch den Vorstand.

In der Aufsichtsratssitzung am 18. Mai 2017 wurde der geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss zum 31.Dezember 2016 vom Vorstand vorgelegt, erläutert und durch den Aufsichtsrat geprüft. Die als Gäste eingeladenen Wirtschaftsprüfer der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, berichteten eingehend über die Prüfung des Jahresabschlusses und besprachen die wesentlichen Prüfungsergebnisse mit dem Aufsichtsrat. Der Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat gebilligt und war somit festgestellt. Des Weiteren stimmte der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands zu, aus dem im Jahresabschluss 2016 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 3.797 eine Dividende in Höhe von EUR 0,33 je gewinnberechtigter Aktie auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Darüber hinaus wurden die wirtschaftliche Entwicklung im ersten Quartal sowie im April und Mai 2017 sowie die Geschäftsstrategie der Gesellschaft erörtert. Ein weiteres Thema war die Erörterung und Beschlussfassung über die Einladungsbekanntmachung zur Hauptversammlung der Gesellschaft am 19. Juli 2017. Hierzu wurde als Gast Herr Hendrik Janssen vorgestellt, der sich auf der Hauptversammlung für die restliche Amtszeit des ausgeschiedenen Mitglieds Dr. Thomas Ledermann zur Wahl in den Aufsichtsrat gestellt hat.

In der Aufsichtsratssitzung am 21. September 2017 berichtete der Vorstand über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft im ersten Halbjahr 2017 und den Monaten Juli und August 2017 sowie über den aktuellen Stand der Entwicklung des Kapitalmarktgeschäfts (Corporates & Markets).

In der Aufsichtsratssitzung am 02. Dezember 2017 berichtete der Vorstand über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft in den ersten neun Monaten 2017 sowie in den Monaten Oktober und November 2017. Des Weiteren wurde vom Vorstand der Bericht über das Vergütungssystem der Gesellschaft vorgelegt und gemeinsam erörtert.

Die Gesellschaft verfügt über ein wirksames Risikokontrollsystem, das die gesetzlichen Anforderungen erfüllt und nach Auffassung des Aufsichtsrates geeignet ist, eine effiziente Überwachung der Gesellschaft zu ermöglichen. Dem Aufsichtsrat wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr regelmäßig der vierteljährliche Bericht der Internen Revision vorgelegt. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Ebenso wurde dem Aufsichtsrat der jährliche Bericht Compliance und Geldwäscheprävention vorgelegt und mit dem Vorstand erörtert. Es ergaben sich keine Einwendungen.

Jahresabschluss 2017

Im Geschäftsjahr 2017 beläuft sich der operative Gewinn auf T€ 5.931 und konnte um T€ 2.399 gegenüber dem Vorjahresgewinn in Höhe von T€ 3.532 auch in diesem Jahr wieder wesentlich gesteigert werden. Hierbei erhöhte sich das Handelsergebnis gegenüber dem Vorjahr um 39% auf T€ 16.892 und das Provisionsergebnis gegenüber dem Vorjahreswert um 80% auf T€ 5.474. Trotz dieser abermals erfreulichen Entwicklung ist immer noch unverändert davon auszugehen, dass das Provisionsergebnis in den nächsten Jahren schrittweise an Bedeutung verlieren wird. Der deutliche Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge im abgelaufenen Geschäftsjahr ist auf den im Jahresabschluss 2016 enthaltenen Gewinn aus dem Verkauf der Beteiligung an der XCOM AG in Höhe von T€ 2.218 zurückzuführen. Das Geschäftsjahr 2017 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 4.353 und liegt damit um T€ 929 über dem Ergebnis des Vorjahres.

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken beläuft sich nach einer erforderlichen Zuführung um T€ 978 im Geschäftsjahr 2017 auf T€ 5.955. Damit ist der Fonds entsprechend den gesetzlichen Vorgaben ausreichend dotiert.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, an die Aktionäre eine Dividende von € 0,39 je Aktie auszuschütten. Dies entspricht einem Dividendenvolumen von € 2.914.743,00.

Dem Aufsichtsrat wurden der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss 2017, der Lagebericht sowie der Prüfungsbericht der Wirtschaftsprüfer vorgelegt. Die vorgelegten Unterlagen wurden vom Aufsichtsrat geprüft.

Die zum Abschlussprüfer gewählte BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 unter Einbeziehung der Buchführung und unter Beachtung der entsprechenden gesetzlichen Vorschriften geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare offengelegt. Die Abschlussprüfer haben in der Bilanzaufsichtsratssitzung am 17. Mai 2018 persönlich dem Aufsichtsrat berichtet. Die Ergebnisse der Prüfungen hat der Aufsichtsrat in der Bilanzaufsichtsratssitzung zur Kenntnis genommen und keine Einwände erhoben. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 AktG den Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für ihre erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr besonderen Dank und Anerkennung aus.

Gräfelfing, den 17. Mai 2018

Für den Aufsichtsrat

Michael Wilhelm, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Investor Relations

Informationen für unsere Aktionäre

Die gute Unternehmensentwicklung der mwb fairtrade spiegelte sich 2017 auch im Aktienkurs wider (lesen Sie hierzu auch unseren Aktionärsbrief auf Seite 6). Insgesamt verbesserte sich der Kurs des Wertpapiers um 141 Prozent. Der Schlusskurs am 29.12.2017 lag bei 3,67 Euro. Den Höchststand verzeichneten wir am 21. Juni 2017 mit 4,62 Euro. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich von € 0,47 auf € 0,79.

Das hohe Interesse an unserer Aktie ist vor allem auf das Marktumfeld zurückzuführen. Anleger erkennen, dass Skontroführer durchaus in der Lage sind, attraktive Erträge zu erwirtschaften und entsprechende Dividenden auszuschütten. Aber auch die nachvollziehbare Strategie der mwb fairtrade und die anhaltende Kostendisziplin dürften zum guten Ruf der Gesellschaft beitragen.

Um die mwb fairtrade im Bewusstsein der Fachöffentlichkeit noch stärker zu verankern, haben wir am 17. November 2017 an der Analystenkonferenz der Börse München teilgenommen. Im kommenden Oktober folgt die "Fachkonferenz Finanzdienstleistungen" am selben Ort.

Am 10. Juli 2018 findet unsere jährliche Hauptversammlung in München statt, allerdings an einem neuen Veranstaltungsort. Das bisher genutzte Konferenzzentrum der Hans-Seidel-Stiftung steht uns nicht mehr zur Verfügung, sodass wir in das Haus der Bayerischen Wirtschaft ausweichen. Das dortige Conference-Center in der Max-Joseph-Straße 5 liegt mitten im Stadtzentrum und ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestens zu erreichen.

Kursverlauf der mwb fairtrade-Aktie

Wertpapierumsätze der mwb fairtrade-Aktie

Aktionärsstruktur der mwb fairtrade AG

Stand: 31.12.2017

Lagebericht

der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

1. Das wirtschaftliche und politische Umfeld im Geschäftsjahr 2017

Das Börsenjahr 2017 verlief nach dem zum Teil turbulenten Jahr 2016 weitgehend geordnet. Die Sorge, dass europakritische Kräfte bei den Wahlen in Frankreich, Niederlande und Deutschland stärker werden und die Wirtschaft belasten, hat sich nicht bewahrheitet und so erlebte der deutsche Arbeitsmarkt ein Rekordjahr mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung. Dies in Verbindung mit einem dynamischer als erwarteten Wirtschaftswachstum in Deutschland bescherte dem deutschen Leitindex Dax einen Anstieg in 2017 um 12,5% sowie dem MDAX um 18,1%.

War die Aktie der Commerzbank in 2016 noch unter den großen Verlierern, überraschte sie 2017 mit einem Kursanstieg um 72,6%. Besser schnitt nur noch die Aktie der Lufthansa mit einem Zuwachs von 150,4% ab. Größter Verlierer im Dax war mit einem Jahresminus von 21,6% die Aktie der ProSiebenSat.1 Media SE. Der Ölpreis stieg im Jahresverlauf 2017 um rund 17% und der Euro wertete gegen alle wichtigen Währungen auf, so z.B. gegen den US-Dollar um 14%. Befeuert durch die von Donald Trump versprochene Steuerreform stieg der Dow Jones um 25% sowie der technologielastige NASDAQ 100 um 31,5%. Der Nikkei erzielte ein Jahresplus von 17,7% und auch die anderen bedeutenden asiatischen und lateinamerikanischen Börsen legten zu.

Zu Beginn des Jahres 2018 setzten die Börsen zu einem neuen Höhenflug an, der Rekordstände bei Dow Jones und Dax brachte, aber in einer scharfen Korrektur, die von den US-Börsen ausging, Anfang Februar 2018 sein Ende fand. Die Januar Arbeitsmarktdaten hatten Spekulationen auf frühere und möglicherweise stärkere Zinserhöhungen der amerikanischen Notenbank Fed ausgelöst und zu einem Kurssturz in den USA geführt, der auch an europäischen und asiatischen Börsen für große Kursverluste sorgte. Die Volatilität stieg stark an und brachte einen Vorgeschmack auf das Börsenjahr 2018.

2. Die rechtliche und organisatorische Struktur der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Die 1993 gegründete mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist ein Kreditinstitut im Sinne des KWG (Gesetz über das Kreditwesen). Neben der Erlaubnis für das Finanzkommissionsgeschäft sowie das Emissions- und Platzierungsgeschäft verfügt die Gesellschaft über die Erlaubnis zur Anlage- und Abschlussvermittlung, zur Anlageberatung und -verwaltung sowie zum Eigenhandel und Eigengeschäft. Sie kann ihre Geschäftstätigkeit auch auf finanzinstrumentähnliche Börsengüter und andere Geschäftsfelder erweitern, die von Wertpapierdienstleistungsunternehmen wahrgenommen werden, soweit keine Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz erforderlich ist. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG unterliegt der Aufsicht der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) sowie der Deutschen Bundesbank. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG mit Sitz in Gräfelfing (13 Mitarbeiter) hat vier unselbstständige Niederlassungen in Hamburg (23 Mitarbeiter), Hannover (4 Mitarbeiter), Frankfurt (6 Mitarbeiter) und Berlin (9 Mitarbeiter). Ihre Aktivitäten konzentrieren sich auf die beiden Geschäftsbereiche "Wertpapierhandel" und "Corporates & Markets". Die Aktie der Gesellschaft wird im Freiverkehr der Börse München im Segment m:access gehandelt.

3. Wirtschaftsbericht

a) Der Geschäftsverlauf der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG sind das Provisions- und Handelsergebnis, die Personal- und Anderen Verwaltungsaufwendungen sowie das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit. Diese werden laufend überwacht und unterliegen einer aktiven Steuerung.

Ein Zuwachs des Bruttoinlandprodukts in 2017 von letztlich 2,2,%, ein Rekordjahr am deutschen Arbeitsmarkt sowie gute Vorgaben aus den USA bescherten den deutschen Aktien nicht nur eine gute Jahresperformance 2017, sondern ließen auch die Wertpapierumsätze der Börsen in Deutschland steigen. Hinzu kamen bei Privatanlegern gefragte Sonderthemen wie Kryptowährungen, Cannabis- und Lithiumaktien. Dieses Marktumfeld bot der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG gute Handelsmöglichkeiten, so dass die Gesellschaft ihr Provisions- und Handelsergebnis gegenüber 2016 signifikant verbessern konnte. So stieg das Provisionsergebnis im Geschäftsjahr 2017 um 80% auf TEUR 5.474, das Handelsergebnis konnte um 39% auf TEUR 16.892 gesteigert werden.

Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich dagegen unterproportional um 18% auf TEUR 16.304.

Der Preis der mwb-Aktie stieg im Jahresverlauf 2017 entsprechend des guten Ergebnisses 2016 sowie nach der Ankündigung einer Dividendenzahlung für 2016 in Höhe von 33 Cents um rund 141% an. Er schloss am 29.12.2017 mit € 3,67 und hatte seinen höchsten Stand am 21.06.2017 bei € 4,62. Gegenwärtig bewegt er sich auf einem Niveau von etwa € 5,60.

b) Die Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG war im Geschäftsjahr 2017 in zwei Geschäftsfeldern aktiv. Das Geschäftsfeld "Wertpapierhandel" umfasst die Skontroführung und den Handel in Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und offenen Investmentfonds. Mit dem Wertpapierhandel erwirtschaftete die Gesellschaft mit rund 86% des Provisions- und Handelsergebnisses den überwiegenden Teil der Erträge. Als Folge einer Neuorganisation der einzelnen Geschäftsbereiche zählen ab dem Jahr 2017 das Kapitalmarktgeschäft, die Betreuung institutioneller Kunden sowie die Orderausführung im Auftrag von Banken, genauso wie die Emissionsberatung und das Designated Sponsoring zum Geschäftsfeld "Corporates & Markets", das rund 14% der Erträge erwirtschaftete.

Wertpapierhandel

Skontroführung in Aktien

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG führte zum 31. Dezember 2017 die Orderbücher von 6.309 Aktien an den Börsenplätzen Frankfurt, München, Hamburg, Hannover und Berlin. Damit ergibt sich ein Zuwachs von 174 Skontren gegenüber dem Vorjahr.

Die Skontroführung in Aktien trug im Geschäftsjahr 2017 mit 54% zu den Gesamterträgen der Gesellschaft bei. Das entspricht 36% des Gesamtprovisionsergebnisses und 60% des Gesamthandelsergebnisses. Damit hat die Skontroführung und der Handel in Aktien seine Bedeutung innerhalb des Wertpapierhandels der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG erneut bestätigt. Insgesamt betrugen die Erträge in der Skontroführung in Aktien im Geschäftsjahr 2017 TEUR 12.096 (i.Vj. TEUR 8.465).

Skontroführung in festverzinslichen Wertpapieren

Nach zwei schwächeren Rentenjahren als Folge der Nullzinspolitik der EZB stiegen die Umsätze in festverzinslichen Wertpapieren in Deutschland erstmals wieder um 11% an. Dies machte sich insgesamt positiv im Rentenhandel der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG bemerkbar und sie erzielte Umsatzerlöse in diesem Bereich in Höhe von TEUR 2.923 oder 13% der Gesamtumsatzerlöse.

Dies entspricht 27% des Provisionsergebnisses bzw. 9% des Handelsergebnisses.

Mit Wirkung vom 1. Januar 2018 ist die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG der offizielle Spezialist für festverzinsliche Wertpapiere an der Tradegate Exchange. Bereits im 2. Halbjahr 2017 begann die Gesellschaft aber mit der Quotierung von rund 900 selbst ausgewählten Rententiteln an der Tradegate Exchange. Insgesamt betreute die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG zum 31. Dezember 2017 10.440 Rententitel an den Börsen Frankfurt, Berlin, Hamburg, Hannover und der Tradegate Exchange gegenüber 8.239 zum 31. Dezember 2016..

Skontroführung in offenen Investmentfonds

Der Fondshandel bei der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG verlief im Geschäftsjahr 2017 sehr erfreulich und ähnlich wie im Bereich Aktien. So erzielte die Gesellschaft Erträge in Höhe von TEUR 4.201 gegenüber TEUR 2.808 im Geschäftsjahr 2016. Dies entspricht 19% der Gesamterlöse bzw. 14% des Provisionsergebnisses und 20% des Handelsergebnisses. Der deutliche Zuwachs des Fondshandelsergebnisses am Gesamtprovisionsergebnis gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 resultiert aus der Tatsache, dass im Oktober 2016 von der Schnigge Wertpapierhandelsbank SE in Hamburg Skontren übernommen wurden. Zum 31. Dezember 2017 betreute die Gesellschaft an den Börsen München, Hamburg, Hannover und Tradegate Exchange die Orderbücher von 9.309 offenen Investmentfonds, ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 99 Titeln.

Corporates & Markets

Innerhalb des Geschäftsfelds Corporates & Markets sind bei der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG die klassischen Bereiche Equity und Debt Capital Markets, die Betreuung institutioneller Kunden und Orderausführung im Auftrag von Banken sowie das Designated Sponsoring angesiedelt.

Kapitalmarktgeschäft (Equity und Debt Capital Markets)

Im Geschäftsjahr 2016 haben wir den Geschäftsbereich Kapitalmarktgeschäft wiederbelebt und beschlossen, ihn kontinuierlich auszubauen. Hierzu haben wir uns insbesondere personell verstärkt. Diese Maßnahmen haben im Geschäftsjahr 2017 bereits erste Erfolge gezeigt. So konnte im Oktober 2017 sehr erfolgreich die Unternehmensanleihe der Euroboden GmbH platziert werden. Zusammen mit einigen kleineren Transaktionen erzielte der Bereich Kapitalmarkt Erträge in Höhe von TEUR 638 bzw. 3% der Gesamtumsatzerlöse oder 11% des Gesamtprovisionsergebnisses. Der Anteil am Gesamtfinanzergebnis war wegen der Charakteristik des Kapitalmarktgeschäfts unbedeutend.

Sales und Orderausführung, Betreuung institutioneller Kunden

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG führt Aktien- und Rentenorders im Auftrag von institutionellen Kunden und Banken aus. Hierbei erzielte sie im Geschäftsjahr 2017 Erträge in Höhe von TEUR 2.372 (i Vj. TEUR 1.437), eine deutliche Steigerung gegenüber der Vorjahresperiode. Dies entspricht 11% der Gesamtumsatzerlöse des Unternehmens. Die Erhöhung des Anteils an den Umsatzerlösen ist auch eine Folge der entstandenen Synergieeffekte, die sich aus der Reorganisation des Geschäftsfeldes Corporates & Markets ergeben haben.

Insgesamt wurden im Bereich Sales und Orderausführung rund 10% des Gesamtprovisionsergebnisses und 11% des Gesamthandelsergebnisses erzielt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei einer gewünschten Nettoabrechnung für den Kunden der Ertrag im Handelsergebnis anfällt, obwohl er rein formal zum Provisionsergebnis gezählt werden müsste.

Designated Sponsoring

TIm Geschäftsjahr 2017 trat die Gesellschaft für 71 selbst ausgewählte Auslandsaktien als Designated Sponsor auf. Daneben ist die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG der Designated Sponsor für die eigene mwb-Aktie sowie zum 31. Dezember 2017 für zwei Mandate im Kundenauftrag. Der Bereich Designated Sponsoring soll organisch weiter ausgebaut werden. Die Erlöse aus dem Designated Sponsoring zeigen sich im Handelsergebnis. Für das vergangene Jahr sind die Zahlen vernachlässigbar.

c) Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2017

Eine stabile Entwicklung der Aktienmärkte verbunden mit höheren Umsätzen und guten Handelsbedingungen ließen das Geschäftsjahr 2017 für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG sehr erfolgreich verlaufen. Dem deutlichen Anstieg des Provisions- und Handelsergebnisses um 48% auf TEUR 22.366 stand ein moderater Anstieg der Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen von 18% auf TEUR 16.304 gegenüber. Deshalb erzielte die Gesellschaft ein sehr erfreuliches Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von TEUR 5.931 im Vergleich zu TEUR 3.532 im Vorjahr. Dieses Ergebnis hat die Planungen des Vorstands für 2017, der wegen der erwarteten Unwägbarkeiten an den Märkten von einem niedrigeren Ergebnis ausging, deutlich übertroffen.

Aufgrund des positiven Verlaufs des Geschäftsjahres 2017 erhöhte sich das Ergebnis je Aktie vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken auf € 0,79 nach € 0,47 in 2016. Die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken fiel in 2017 aufgrund des guten Ergebnisses mit TEUR 978 deutlich aus. Die Cost-Income-Ratio als Kennzahl der Effizienz des Unternehmens reduzierte sich von 91% in 2016 auf 73% in 2017.

Provisionsergebnis

Gestiegene Wertpapierumsätze bei stabiler Aktienmarktentwicklung sowie ein erfreulicher Beitrag des Geschäftsfelds Corporates & Markets führten bei der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im Geschäftsjahr 2017 zu einem deutlich verbesserten Provisionsergebnis. Es erhöhte sich von TEUR 3.033 um 80% auf TEUR 5.474 im Geschäftsjahr 2017. Die vom Vorstand der Gesellschaft erwartete abnehmende Bedeutung der Courtage und damit des Provisionsergebnisses trat zwar ein, der Effekt wurde aber durch höhere Wertpapierumsätze sowie durch den Beitrag des Kapitalmarktgeschäfts kompensiert. Auch dies hatte der Vorstand prognostiziert. Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet die Gesellschaft abhängig von den Wertpapierumsätzen und der Anzahl der Mandate im Kapitalmarktgeschäft eine ähnliche Entwicklung, aber insgesamt ein zurückgehendes Provisionsergebnis.

Handelsergebnis

Das Geschäftsjahr 2017 brachte mit einer mehr oder weniger stabilen Aufwärtsentwicklung der Börsen, verbunden mit gestiegenen Wertpapierumsätzen sowie einiger Sonderthemen bei Privatanlegern wie Kryptowährungen, Cannabis- und Lithiumaktien, ideale Handelsbedingungen für das Kerngeschäft der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG. In diesem Umfeld konnte das Handelsergebnis um TEUR 4.762 oder 39% auf TEUR 16.892 gesteigert werden. Damit wurde die Prognose des Vorstands übertroffen. Im laufenden Geschäftsjahr 2018 erwartet der Vorstand analog zum Provisionsergebnis wegen zahlreicher Unwägbarkeiten und einer insgesamt erhöhten Volatilität ein rückläufiges Handelsergebnis.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Eine zunehmende Geschäftstätigkeit mit gestiegenen Umsatzerlösen hat in der Regel einen Anstieg der umsatzbedingten Kosten zur Folge. Hierzu gehörten auch im Geschäftsjahr 2017 die Aufwendungen für die Nutzung der Börsen-/Handelssysteme, für die Abwicklung der Wertpapiergeschäfte sowie insbesondere die Bonuszahlungen für die Wertpapierhändler. Insgesamt führte das im Geschäftsjahr 2017 zu einem Anstieg der Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen um 18% auf TEUR 16.304 nach TEUR 13.771 im Geschäftsjahr 2016. Damit lagen sie etwas über den Erwartungen des Vorstands, der aber auch mit geringeren Umsatzerlösen gerechnet hatte. Die Personalaufwendungen erhöhten sich dabei kräftig auf TEUR 6.435, ein Anstieg von 31%. Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet der Vorstand insgesamt eher leicht steigende Kosten, ohne aber von der praktizierten Kostendisziplin abzuweichen. Insbesondere die Neueinstellungen des Jahres 2018 dürften die Personalkosten nochmals erhöhen. In 2016 hatten sie bei TEUR 4.917 gelegen. Der Anteil der leistungsabhängigen Bonuszahlungen lag in 2017 bei TEUR 1.921 und damit 117% höher als in 2016 (TEUR 885). Die Anderen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich moderat um 11% auf TEUR 9.869 (i.Vj. TEUR 8.853).

Zu-/Abschreibungen auf Forderungen

Im Geschäftsjahr 2017 fanden Zuschreibungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 59 (i.Vj. TEUR 3) und Abschreibungen in Höhe von TEUR 3 statt. Dies resultiert aus einer Zahlung eines Schuldners auf eine bereits zu 100% abgeschriebene Forderung.

Einstellung in den Fonds für allgemeine Bankrisiken

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG führte im Geschäftsjahr 2017 dem Fonds gemäß Paragraph 340e Abs. 4 HGB TEUR 978 zu, um im Fonds für allgemeine Bankrisiken 50% des durchschnittlichen Handelsergebnisses der letzten fünf Jahre zu erreichen (i.Vj. TEUR 53). Durch den Fonds für allgemeine Bankrisiken bleibt die Kapitalbasis gestärkt. Aus Gründen der Transparenz und Vergleichbarkeit wird in diesem Geschäftsbericht das Ergebnis vor und nach Zuführung ausgewiesen.

Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit

Ein kräftig gestiegenes Provisions- und Handelsergebnis bei gleichzeitig unterproportional gestiegenen Verwaltungsaufwendungen führten im Geschäftsjahr 2017 zu einer deutlichen Verbesserung des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit. Für 2017 ergibt sich für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken ein positives Ergebnis in Höhe von TEUR 5.931 gegenüber TEUR 3.532 im Vorjahr, ein Zuwachs um TEUR 2.399 oder 68%. Berücksichtigt man den Veräußerungsgewinn für die Beteiligung an der XCOM AG in 2016 in Höhe von TEUR 2.218, so fällt die Verbesserung des operativen Geschäfts der Gesellschaft noch signifikanter aus. Nach Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken ergibt sich ein Ergebnis von TEUR 4.954 (i. Vj. TEUR 3.479). Mit diesem Ergebnis wurden die Erwartungen der Geschäftsleitung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG deutlich übertroffen, da der Vorstand insbesondere die Ertragsseite vorsichtiger eingeschätzt hatte.

Jahresüberschuss

Entsprechend dem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit und unter Berücksichtigung von Steuern in Höhe von TEUR 599 verbesserte sich der Jahresüberschuss von TEUR 3.424 im Jahr 2016 auf TEUR 4.353 im Geschäftsjahr 2017.

d) Die Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist geordnet. Dies wird insbesondere durch die komfortable Eigenkapitalausstattung begünstigt.

Bilanzsumme

Die Bilanzsumme erhöhte sich zwischen dem 31. Dezember 2016 und dem 31. Dezember 2017 deutlich um TEUR 7.142 auf TEUR 26.770. Dies entspricht einer Erhöhung um 36%.

Die Forderungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 20.975 bilden mit rund 78% den größten Posten auf der Aktivseite der Bilanz. Weitere nennenswerte Anteile an der Aktivseite der Bilanz haben die Handelsaktiva mit 17%. Auf der Passivseite hat der Posten Eigenkapital mit TEUR 14.547 den größten Anteil an der Bilanzsumme. Zum 31.Dezember 2017 ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 54%. Weitere nennenswerte Anteile an der Passivseite der Bilanz haben der Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 22% und die Rückstellungen mit rund 11%.

Liquidität

Der Saldo aus kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 15.058 auf TEUR 17.913 gestiegen. Die Liquiditätserhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss abzüglich der in 2017 erfolgten Dividendenausschüttung in Höhe von TEUR 2.460. Die Liquiditätskennzahl nach § 11 des Kreditwesensgesetzes (Quotient aus Forderungen und Verbindlichkeiten) der Gesellschaft lag mit 7,80 (i. Vj. 11,08) entsprechend deutlich über den aufsichtsrechtlich geforderten 1%. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG befindet sich in einer sehr guten Liquiditätssituation, die sich auch an dieser Liquiditätskennziffer ablesen lässt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Geschäftsjahr war jederzeit gegeben.

Wertpapierbestand

Der Handelsbestand als Differenz aus Handelsaktiva und Handelspassiva erhöhte sich von TEUR 1.464 im Vorjahr auf TEUR 1.895 zum 31.12.2017.

Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft belief sich zum 31. Dezember 2017 auf TEUR 14.547 (i. Vj. TEUR 11.991). Die Differenz ergibt sich aus dem vorläufigen Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2017, abzüglich der in 2017 erfolgten Dividendenausschüttung in Höhe von TEUR 2.460 und einer Eigenkapitalerhöhung durch den Verkauf eigener Anteile in 2017. Die Eigenkapitalquote ist mit 54% (i. Vj. 61%) komfortabel, zumal der auf der Passivseite ausgewiesene Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von TEUR 5.955 nicht zum Eigenkapital, sehr wohl aber aufsichtsrechtlich zum harten Kernkapital zählt.

Beteiligung an der MWB GmbH

In der Vergangenheit wurden seitens der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG 100% der Anteile an der sich in Liquidation befindlichen MWB GmbH, Gräfelfing, gehalten. Die Beendigung der Liquidation, die Auskehrung aller Vermögenswerte und die Löschung der Gesellschaft erfolgte im Jahr 2017. Die diesbezügliche Eintragung im Handelsregister datiert vom 02.November 2017.

Eigene Aktien

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hielt zum 31. Dezember 2017 einen Bestand in eigenen Aktien in Höhe von 21.204 (i. Vj. 325.000) Stück. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Bestand damit um 303.796 Stück reduziert. Die Angabe nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG erfolgte im Anhang des Jahresabschlusses.

e) Sonstige Angaben

Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist gemäß § 87 AktG für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes zuständig. Mit den Mitgliedern des Vorstandes wurden Dienstverträge geschlossen, darin sind das Grundgehalt und die variable Vergütung in Form einer erfolgsabhängigen jährlichen Bonuszahlung geregelt. Die Bonuszahlung beträgt 2,5% vom Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Einrechnung der Vorstandstantiemen für den einzelnen Vorstand und ist nach oben begrenzt auf 100% des Jahresfixgehaltes. Im Falle eines negativen Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entfällt die Bonuszahlung.

Jedes Mitglied des Aufsichtsrates erhält außer der Erstattung seiner Auslagen für jedes volle Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 12,5 zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält die doppelte Vergütung. Eine zusätzliche, variable Vergütung ist für den Aufsichtsrat nicht vorgesehen. Die Gesellschaft gewährt den Aufsichtsratsmitgliedern angemessenen Versicherungsschutz, insbesondere wurde die Gesellschaft dazu verpflichtet, zu Gunsten der Aufsichtsratsmitglieder eine Haftpflichtversicherung (sog. Directors & Officers Versicherung) abzuschließen, die die gesetzliche Haftpflicht aus der Aufsichtsratstätigkeit in angemessenem Umfang abdeckt.

Freiwillige Angaben gemäß § 289 a Abs. 1 HGB

Das gezeichnete Kapital der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG besteht aus 7.473.700 nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von € 1,00 je Aktie. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

In der Hauptversammlung vom 08. Juli 2013 wurde die Aufhebung des bestehenden und die Schaffung eines neuen genehmigtes Kapital in Höhe von € 3.736.850 beschlossen.

Die BÖAG Börsen AG, Hamburg, hält zum Bilanzstichtag 1.878.251 Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 25,13% am Grundkapital der Gesellschaft. Die FMNP Beteiligungs GmbH, Gräfelfing, hält zum Bilanzstichtag 1.482.890 Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 19,84% am Grundkapital der Gesellschaft.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 10. Juli 2014 wurde die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 7 Aktiengesetz eigene Aktien bis zu fünf von hundert des Grundkapitals und gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz bis zu zehn von hundert des Grundkapitals bis zum 09. Juli 2019 zu erwerben. Die aufgrund der Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 und 8 Aktiengesetz erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, zehn von hundert des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.

Kein Inhaber von Aktien besitzt Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse. Die Mitglieder des Vorstands der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG werden vom Aufsichtsrat der Gesellschaft ernannt und abberufen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Änderungen der Satzung erfordern eine Mehrheit von dreiviertel der abgegebenen Stimmen in der Hauptversammlung.

Der Aufsichtsrat der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG besteht gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 08. Juli 2013 aus drei Mitgliedern.

Es existieren keine Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Genauso wenig gibt es Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder den Arbeitnehmern getroffen sind.

4. Prognose-Chancen- und Risikobericht

Den im Folgenden getroffenen Einschätzungen liegen alle der Gesellschaft zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen zugrunde und sind mit Prognoserisiken und Unsicherheiten behaftet. Damit können die tatsächlichen Ergebnisse von den in diesem Lagebericht getroffenen Aussagen abweichen. Alle Aussagen beziehen sich auf das Jahr 2018. Das gilt auch für die im Bericht über das interne Kontrollsystem und Risikomanagement System dargestellten Risiken.

Das Geschäftsjahr 2018 hat für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG gut begonnen. Fiel Ende 2017 die Jahresendralley noch aus, setzten die Börsen im Januar 2018 zu einem Höhenflug an und erreichten gegen Ende Januar neue historische Höchststände. Begleitet wurde diese Entwicklung von einer spürbaren Sorglosigkeit der Anleger. Überraschend starke Januar-Lohnstückkosten in den USA, ein nahezu leergefegter Arbeitsmarkt und die heiß gelaufenen Aktienmärkte brachten die gute Stimmung zum Kippen und schürten die Sorge, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen früher und möglicherweise öfter als geplant anheben könnte. Eine deutliche Korrektur an den US-Börsen war die Folge. Von dieser Entwicklung wurden auch die Märkte in Europa und Fernost in Mitleidenschaft gezogen. Die Unsicherheit über die weitere Zinsentwicklung in Europa, ein gegen alle wichtigen Währungen aufgewerteter Euro, leicht rückläufige Unternehmensergebnisse werden auch die Problemfaktoren sein, die das Börsenjahr 2018 dominieren. In der Folge dürfte die Volatilität der Märkte deutlich zunehmen und die Handelsbedingungen beeinflussen. Volatile Märkte bieten neben Risiken aber auch Chancen, wenn sie beherrschbar sind und zur Generierung von Handelsgewinnen genutzt werden können.

Insbesondere die geopolitischen Faktoren dürften aus Sicht der Gesellschaft für zunehmende Verunsicherung und Zurückhaltung bei den Anlegern sorgen und die Wertpapierumsätze negativ beeinflussen. Der Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG erwartet deshalb einen Rückgang des Provisions- und Handelsergebnisses in der Skontroführung der zum Teil durch Ergebnisbeiträge des Geschäftsfelds Corporates & Markets kompensiert wird. Den Ausbau des Corporates & Markets Geschäftes wird die Gesellschaft konsequent vorantreiben. Bei geeigneten Rahmenbedingungen, insbesondere bei einem guten IPO-Markt in 2018 sollten wir in der Lage sein, die sich uns bietenden Chancen im Markt für kleine und mittlere Unternehmen zu nutzen. Dabei dürfte die schlanke Organisationsstruktur dieses Bereiches ein Vorteil für uns sein.

Es ist auf jeden Fall ein generelles Merkmal der Branche, dass die Planungssicherheit der Ertragsseite im Gegensatz zur Aufwandsseite erheblich eingeschränkt ist. Auf der Aufwandsseite erwartet der Vorstand der Gesellschaft wegen der in 2018 vorgenommenen Neueinstellungen steigende Personalkosten. Die Anderen Verwaltungsaufwendungen sollten umsatzbedingt leicht zurückgehen. Insgesamt soll das Jahresergebnis 2018 der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG positiv ausfallen.

Nachtragsbericht

Wesentliche Vorgänge nach dem 31. Dezember 2017 haben sich nicht ergeben.

5. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem

Unternehmensstrategie

Unternehmerisches Handeln bedeutet, sich ergebende Chancen im Interesse der Anteilseigner, der Mitarbeiter und der Gesellschaft bei gleichzeitiger bewusster Steuerung der Risiken wahrzunehmen. Alle Ressourcen und Aktivitäten unserer Gesellschaft sind auf eine nachhaltige Vermögens- und Erfolgssicherung ausgerichtet. Sämtliche geschäftspolitischen Entscheidungen der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG werden im Rahmen unserer gelebten Risikokultur stets unter strenger Beachtung der Ertrags-/Risikorelation getroffen. Die Geschäftsleitung legt besonders hohen Wert auf risikoangemessenes Verhalten, daher werden unternehmerische Risiken nur dann eingegangen, wenn die Ertragsaussichten die Risiken deutlich überwiegen. Durch unsere hohe Eigenkapitalquote, gelebte Marktnähe und unser ausgeprägtes Risikowissen können wir geschäftsfeldübergreifend flexibel auf die sich stellenden Risiken eingehen. Bei der strategischen Steuerung unserer Gesellschaft spielen neben den monetären Gesichtspunkten auch nichtfinanzielle Steuerungsgrößen wie Prozesseffizienz, Transparenzerhöhung, bestmögliche Kundenbetreuung, Mitarbeiterzufriedenheit und die Stärkung der Position der Wertpapierfirmen eine große Rolle. Besonderes Augenmerk wird auch auf die Förderung eines transparenten und offenen Dialogs zu risikorelevanten Fragen gelegt.

Risikostrategie

EDas Ziel unserer Risikostrategie besteht in der Absicherung der Unternehmensziele gegen störende Ereignisse durch das Ergreifen geeigneter Maßnahmen. Die Gesellschaft hat hierzu im Rahmen ihres wertorientierten Firmenmanagements ein umfassendes Risikomanagementsystem zur Aufdeckung von Risiken und der Optimierung von Risikopositionen etabliert. Das Risikocontrolling der Gesellschaft ist so angelegt, dass besonderes Augenmerk auf die Verhinderung von Risiken gelegt wird. Dabei prüfen wir stets, ob unsere risikopolitischen Vorkehrungen ausreichen, um das Gefährdungspotential spürbar zu verringern. Bei Bedarf werden umgehend weitere Maßnahmen zur Risikoreduzierung ergriffen. Im Zuge der Umsetzung der sich aus den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) ergebenden Anforderungen hat die mwb fairtrade

Wertpapierhandelsbank AG im Rahmen ihrer Geschäftsstrategie ein Risikotragfähigkeitskonzept entwickelt, in dem neben der Definition der Risikodeckungsmasse, der gesamtbankbezogenen Verlustobergrenze und der Bestimmung des Risikopotentials eine Gegenüberstellung des aggregierten Risikopotentials mit der Verlustobergrenze erfolgt. Aufgrund der in den von der Gesellschaft betriebenen Geschäftsfeldern eingegangenen Risiken, verfolgt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG bei der Ausgestaltung der Risikotragfähigkeit einen konservativen Ansatz. Die Gesellschaft hat deshalb festgelegt, dass die täglich zum Geschäftsschluss bestehende Verlustobergrenze 60% der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse betragen darf. Der verbleibende Rest steht als Risikopuffer zur Verfügung. Neben den Marktpreisrisiken aus Aktien, festverzinslichen Wertpapieren, Investmentfonds und Optionsgeschäften hat die Gesellschaft die operationellen Risiken und das Adressenausfallrisiko in das Risikotragfähigkeitskonzept aufgenommen. Das für diese Risiken bestehende Risikopotential ermittelt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG täglich, wobei sich die Gesellschaft zur Ermittlung des operationellen Risikos des Basisindikatoransatzes nach den Art. 315, 316 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Capital Requirements Regulation - CRR) bedient. Nach den MaRsik hat die Berechnung der Risikotragfähigkeit sowohl den Schutz der Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (Gone-Concern-Ansatz), als auch das Ziel der Fortführung des Instituts (Going-Concern-Ansatz) zu verfolgen. Die mwb ermittelt daher die Risikotragfähigkeit nach beiden Verfahren. Zur Feststellung, ob die Risikotragfähigkeit gegeben ist, setzt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG in einer täglich durchzuführenden Berechnung das aggregierte Risikopotential in das Verhältnis zu der nach den beiden Ansätzen ermittelten Verlustobergrenze. Liegt das Ergebnis dieser Quotienten unter 100% ist die Risikotragfähigkeit gewährleistet. Im Geschäftsjahr 2017 kam es zu keiner Überschreitung der Verlustobergrenze. Zum Bilanzstichtag betrug die Auslastung nach dem Gone-Concern-Ansatz 21,72%, während sie nach dem Going-Concern-Ansatz 28,43% betrug.

Interne Revision

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat die Interne Revision seit dem Jahr 2011 an eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ausgelagert.

Gegenstand der Prüfungshandlungen der Internen Revision sind vor allem die Bereiche Wertpapierhandel, Risikomanagement, Compliance, Liquiditätssteuerung, Rechnungswesen, Datenverarbeitung, Personal, Meldewesen und die Einhaltung der Vorschriften zur Vermeidung von Geldwäsche. Hierbei werden Betriebsabläufe, die einem besonderen Risiko unterliegen jährlich geprüft, andere Betriebsabläufe innerhalb eines Dreijahreszeitraumes.

Risikocontrolling

Ein wirksames Risikocontrolling setzt eine unabhängige, von den Handelsaktivitäten separierte Ermittlung der eingegangenen Risiken voraus.

Hierzu hat die Gesellschaft zwei vom Handel unabhängige Risikomanager bestellt, in deren Aufgabengebiete neben der Identifizierung, Analyse, Bewertung und Überwachung der Risiken auch die Sensibilisierung der Mitarbeiter für die Erkennung und Vermeidung von Risiken fallen. Die Grundlage für den permanenten und systematischen Umgang mit den Risiken bilden Vorgaben und Entscheidungen des Vorstands zur Risikotoleranz, die sich aus der Risikostrategie und Risikopolitik ableiten und sich an der Kapital- und Liquiditätsausstattung orientieren.

Ein effizientes Risikocontrolling muss sich bei der Vielzahl der von der Gesellschaft getätigten Geschäfte auf ein leistungsfähiges Computersystem verlassen können. Die Gesellschaft bedient sich hierzu innovativer Anwendungen des auf Finanzdienstleister und Banken spezialisierten Softwareunternehmens Fintech Group AG.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG überwacht laufend die Großkreditgrenzen sowie die Gesamt- und Einzelpositionen aus sämtlichen Wertpapiergeschäften und die damit verbundenen unrealisierten Gewinne und Verluste. Ein erfahrenes Mitarbeiterteam erfasst die verfügbaren Mittel täglich in einem Liquiditätsstatus und überwacht und koordiniert die zu bezahlenden Verbindlichkeiten.

Im Zuge der betriebswirtschaftlichen Überwachung kontrolliert der Vorstand täglich die Aufwendungen und Erträge aus dem Kerngeschäft der Gesellschaft. Nach der Plausibilisierung der Monatszahlen nimmt der Finanzvorstand zu der allgemeinen Entwicklung, ausgewählten GuV-Positionen und der Liquiditätssituation monatlich schriftlich Stellung. Die Erläuterungen zirkulieren im Vorstand und werden den Mitgliedern des Aufsichtsrates zur Kenntnisnahme vorgelegt.

Im Bereich der operationellen Risiken, die ihren Ursprung in Prozessen, Personen, Technologien oder externen Ereignissen haben können, werden bestehende Risiken konsequent mit einem vielfältigen, ursachenbezogenen Risikomanagement verringert.

Darstellung der Risiken

Strategische Risiken

Strategische Risiken entstehen dann, wenn unsere Strategie nicht mit den Anforderungen und Erwartungen des Marktes, unserer Kunden oder den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vereinbar ist, und dies von der Geschäftsführung nicht erkannt wird. Zur Vermeidung dieses Risikos durchleuchten wir sorgfältig die strategischen Risiken in kurzen Zeitabständen. Der Vorstand steht diesbezüglich in ständigem Kontakt mit dem Aufsichtsrat, der sich aktiv in die Festlegung der strategischen Ziele einbringt und den Risikogehalt der strategischen Planungsprozesse gemeinsam mit dem Vorstand der Gesellschaft im Auge behält.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist sich der Gefahr von außen eintretender - nicht von der Gesellschaft beeinflussbarer - Ereignisse und Veränderungen zu Lasten des Skontroführergeschäftes bewusst. Als besondere Risiken werden hierbei generell sinkende Wertpapierumsätze aufgrund einer nachhaltigen Veränderung des Anlegerverhaltens, eine weitere Verschärfung der Konkurrenzsituation bei Markt- und Preismodellen unter den Börsen in Deutschland, aber auch eine drastische Erhöhung der regulatorischen Anforderungen - z.B. nach weiteren Krisen - gesehen. Wir sind allerdings auch zuversichtlich, dass der computerunterstützte Skontroführerhandel in welcher Ausprägung auch immer weiterhin nicht vollständig von vollelektronischen Computersystemen verdrängt werden kann, da sonst weniger liquide Wertpapiere die die Mehrheit darstellen, nicht mehr im besten Kundeninteresse gehandelt werden könnten, was letztendlich zu einer Verarmung der Börsenlandschaft mit nur noch wenigen hochliquiden Werten führen würde.

Der Gefahr des Wegbrechens eines Geschäftsfeldes oder dem Abwandern von Kunden begegnet die Gesellschaft durch die Verteilung des Geschäftes auf mehrere voneinander unabhängige Standbeine und ständigen Bestrebungen, die Anzahl der Kunden zu erhöhen.

Einzelrisiken

Die identifizierten Einzelrisiken wurden schriftlich erfasst, werden laufend überwacht und in regelmäßigen Abständen überprüft. Daneben findet eine ständige Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems statt. Die Gesellschaft legt dabei besonderen Wert auf die Einbeziehung der einzelnen Mitarbeiter des Unternehmens, die angehalten werden, erkannte Risiken an die Risikomanager zu kommunizieren.

Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken und operationelle Risiken werden in der Berechnung der Gesamtrisikoauslastung als wesentliche Risiken täglich berücksichtigt, während die Platzierungsrisiken nur nach einer Einzelfallprüfung einbezogen werden. Die Liquiditätsrisiken bleiben branchenüblich bei der Berechnung der Gesamtrisikoauslastung außer Betracht.

Im Folgenden werden die Einzelrisiken dargestellt. Nach einer allgemeinen Definition und Darstellung des jeweiligen Risikos erfolgt eine Beschreibung der ergriffenen Risikobegrenzungsmaßnahmen durch die Gesellschaft.

Adressenausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiken verstehen wir mögliche Wertverluste, die durch den Ausfall oder durch Bonitätsverschlechterung von Geschäftspartnern entstehen können.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat in- und ausländische Handelspartner. Für Börsengeschäfte mit inländischen, börsenzugelassenen Handelspartnern spielen Adressenausfallrisiken nur eine untergeordnete Rolle. Für die ausländischen Handelspartner sind abhängig von deren Größe und Marktbedeutung sowie der Häufigkeit der Geschäfte Kontrahentenlimite pro Handelstag vergeben. Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft Abschreibungen auf Kundenforderungen in Höhe von TEUR 3 vorgenommen.

Marktpreisrisiken

Das Marktpreisrisiko ist der potentielle Verlust, der durch die Veränderung von Preisen an Finanzmärkten für unsere Positionen entstehen kann.

Die Handelspositionen der Gesellschaft werden EDV-technisch unterstützt, täglich realtime zu Durchschnittskursen bewertet und mit den Marktpreisen verglichen. In den Marktpreisrisiken sind überschaubare Wechselkursrisiken enthalten. Das Risiko für die Gesamtrisikoauslastung wird mit einem Value at Risk-Ansatz ermittelt, der von historischen Kursen der letzten 100 Tage ausgeht, eine Haltedauer von einem Tag impliziert und ein Konfidenzniveau von 99% verwendet. Zum 31. Dezember 2017 ergibt sich ein VaR auf Marktpreisrisiken von TEUR 55.

Die Höhe der Handelspositionen wird durch Limite begrenzt, die im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes festgelegt worden sind. Zusätzlich findet eine Begrenzung der Limite durch die Arbeitsanweisungen für Wertpapierhändler statt.

Die Gesellschaft erreicht zudem eine Reduktion des Marktpreisrisikos durch die Verteilung der eingegangenen Positionen auf verschiedene Länder und Märkte.

Darüber hinaus wird sowohl ein für den Handel zuständiger Vorstand, als auch ein vom Handel unabhängiger Vorstand zweimal täglich über die größten Handelspositionen und die größten unrealisierten Gewinne und Verluste aus diesen Geschäften informiert.

Wegen der großen Bedeutung der Marktpreisrisiken für die Gesellschaft führt die mwb fairtrade täglich zwei dokumentierte Szenarioanalysen durch, die eine Marktschwankung von +/-5% unterstellen. Ergibt dieser Test einen unrealisierten Verlust von über EUR 1 Mio., wird der Gesamtvorstand informiert. Dasselbe gilt für eine Überschreitung der EUR 2 Mio. Verlustgrenze bei der wöchentlich durchzuführenden Szenarioanalyse bei einer unterstellten Marktschwankung von +/-10%. Bei Erreichen beider Grenzen ist die Risikotragfähigkeit des Unternehmens immer noch gewährleistet.

Platzierungsrisiken

Unter Platzierungsrisiken verstehen wir Risiken, die sich im Rahmen unseres Emissionsgeschäftes ergeben können.

Bei der Auswahl der Unternehmen, die an die Börse gebracht werden wollen, ist die Beurteilung der Frage, ob der Emittent Börsenreife besitzt, für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG von tragender Bedeutung. Die Entscheidung darüber wird deshalb nur vom Gesamtvorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG gemeinsam getroffen. Als Entscheidungsgrundlage dient dabei bei einer Neuemission der Emissionsprospekt, bei einem Listing das Unternehmensexposé. Zusätzliche Sicherheit wird dadurch erreicht, dass die Erstellung beider Dokumente in der Regel von einer Legal Due Diligence begleitet wird. Frühzeitig wird seitens der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG das Gespräch mit potentiellen Investoren gesucht, um festzustellen, ob seitens dieser Gruppe Interesse an den Aktien des Emittenten besteht. Aus dem gewonnenen Gesamteindruck aus Gesprächen und schriftlichen Unterlagen wird dann die Entscheidung getroffen, ob wir die Platzierung der Aktien übernehmen.

Liquiditätsrisiken

Oberstes Ziel unseres Liquiditätsmanagements ist die Gewährleistung der jederzeitigen Zahlungsbereitschaft des Unternehmens. Die Disposition der täglichen Liquidität ist einem erfahrenen Mitarbeiterteam übertragen, das direkt dem zuständigen Vorstand unterstellt ist.

Die Gesellschaft verfügt über eine sehr gute Liquiditätsausstattung. Aufgrund der hervorragenden Eigenkapitalausstattung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, benötigt die Gesellschaft für ihren Geschäftsbetrieb kein Fremdkapital.

Operationelle Risiken

Rechtliche Risiken

Zu den rechtlichen Risiken gehören Gefahren, die sich aus unserer großen Vielzahl an Handelsgeschäften und aus Verstößen gegen gesetzliche und interne Vorschriften durch Mitarbeiter ergeben können.

Handelsgeschäfte

Zur Absicherung allgemeiner und branchenspezifischer Risiken wurden neben den bereits bestehenden Versicherungen eine Directors and Officers Liability - Versicherung, eine Vertrauensschadenversicherung sowie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgeschlossen.

Gesetzliche Vorschriften

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG unterliegt umfangreichen Meldeverpflichtungen und anderen gesetzlichen Vorschriften, insbesondere aus dem Handelsgesetzbuch, dem Börsengesetz, dem Wertpapierhandelsgesetz und dem Kreditwesengesetz. Neben turnusmäßigen Meldungen sind eine Vielzahl von Ereignissen im Geschäftsleben meldepflichtig und andere gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Bei Nichtbeachtung dieser Meldepflichten drohen Geldbußen.

Die Überwachung dieser gesetzlichen Vorgaben erfolgt durch die zuständigen Mitarbeiter anhand eines Meldeplanes, der ständig auf dem Laufenden gehalten wird.

Personelle Risiken

Zu den Risiken personeller Art rechnen alle Risiken, die aus dem Einsatz und der Neueinstellung von Mitarbeitern resultieren.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wählt bei Neueinstellungen die Bewerber sorgfältig aus und achtet darauf, dass bei Urlaub, Krankheit oder Kündigung eines Mitarbeiters andere Mitarbeiter die Tätigkeiten des nicht zur Verfügung stehenden Mitarbeiters problemlos übernehmen können. Die Gesellschaft verfügt über ein umfangreiches Organisationshandbuch, in dem sowohl Funktionsbeschreibungen der einzelnen Arbeitsplätze, Detailbeschreibungen der wichtigsten Geschäftsvorgänge als auch das Compliance-Konzept und das Risikohandbuch integriert sind. Das Organisationshandbuch steht jedem Mitarbeiter in elektronischer Form uneingeschränkt zur Verfügung.

Mitarbeiter, die mit vertraulichen Informationen betraut sind, werden schriftlich über die rechtlichen Pflichten, die sich aus dem Zugang zu Insiderinformationen ergeben sowie über die Rechtsfolgen von Verstößen informiert. Im Handelsbereich ist ein mögliches Fehlverhalten von Mitarbeitern durch Versicherungen abgedeckt. Die Gesellschaft hat Regelungen für Mitarbeitergeschäfte getroffen und vermeidet bereits durch Vereinbarungen im Arbeitsvertrag Kollisionen zwischen Mitarbeiter-, Bank- und Kundeninteressen. Durch die Vereinbarung eines angemessenen Vergütungsmodells wird das Risiko häufiger Mitarbeiterwechsel reduziert.

Operative Risiken

Zu den operativen Risiken zählen wir Einwirkungen auf unseren betrieblichen Ablauf, die nicht in unserer Hand liegen.

Zur Behandlung sonstiger betrieblicher Risiken hat die Gesellschaft ein Notfallkonzept erstellt, das jedem Mitarbeiter bekannt ist. Es stellt die zu ergreifenden Maßnahmen in den Fällen Stromausfall, Rechnerausfall, Systemengpässen und -störungen und Telefonausfall dar. Die wichtigsten IT-Systeme wurden von der Gesellschaft redundant aufgebaut, die Datenleitungen sind durch ein Back-Up-System abgesichert. Risiken aus dem Verlust von Daten wirkt die Gesellschaft durch Datensicherungen entgegen.

Durchführung von Stresstests

Die Gesellschaft hat durch risikoartenübergreifende Stresstests ermittelt, inwieweit sich äußerst extreme Marktsituationen auf die Risikotragfähigkeit auswirken. Dabei wurden verschiedene Szenarien mit einem Kursverfall von bis zu 50% simuliert, ein Kurssturz, wie er nur bei einem besonders schweren konjunkturellen Abschwung oder dem Zusammenbruch der Finanzmärkte vorstellbar wäre. Selbst bei einer Kumulation von Risiken wurde die Verlustobergrenze bei einem Kursverfall von 30% bei allen im Geschäftsjahr 2017 durchgeführten Tests noch eingehalten. Durch die konservative Festlegung der Verlustobergrenze auf 60% der Risikodeckungsmasse steht über das als Verlustobergrenze definierte Kapital hinaus ein Eigenkapitalpuffer zur Verfügung, der extreme Situationen auffangen kann.

Inverser Stresstest

Nach AT 4.3.3 der MaRisk hat die Gesellschaft auch Inverse Stresstests durchzuführen. Der Inverse Stresstest stellt im Gegensatz zum regulären Stresstest die maximale Verlustobergrenze für das Risikokapital in den Mittelpunkt. Die Ausgestaltung und Durchführung der Inversen Stresstests ist abhängig von Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten und kann qualitativ oder quantitativ erfolgen.

Qualitativer Stresstest

Die Gesellschaft hat erörtert, welche Ereignisse dazu führen könnten, die mwb fairtrade in eine existenzbedrohende Situation zu bringen. Neben einer Verlustsituation und einer weiteren massiven Verdrängung der Skontroführer/Spezialisten durch ausschließlich computergesteuerte Kursfeststellungssysteme - ein Prozess, der aber eher langfristig eintreten könnte - wird als existenzbedrohende Situation ein Zusammenbruch unserer Abwicklungsbank gesehen, der wir (zur Besicherung unserer Wertpapiertransaktionen) einen Großteil unseres Geldes anvertraut haben.

Quantitative Stresstests

Um besser abschätzen zu können, ab welcher Schwelle Risiken bedrohlich werden können, führt der Risikomanager im Bereich der Marktpreisrisiken quantitative Inverse Stresstests durch. Dabei wird ermittelt, bei welcher kurzfristigen Marktpreisschwankung das zur Verfügung stehende Verlustpotenzial für die Marktpreisrisiken jeweils gerade noch unterschritten ist und damit die Verlustobergrenze gerade noch eingehalten ist.

Gräfelfing, den 29. März 2018

Der Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2017 und 31. Dezember 2016

Aktiva

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31.12.2017

EURO
31.12.2016

EURO
1. Barreserve
a) Kassenbestand 1.991,44 1.494,02
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 16.650.361,60 11.674.404,65
b) andere Forderungen 4.325.000,00 4.425.000,00
20.975.361,60 16.099.404,65
3. Forderungen an Kunden 139.890,14 97.524,77
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Anleihen und Schuldverschreibungen 36.267,00 0,00
aa) von anderen Emittenten 36.267,00 0,00
5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 18.174,29 19.910,48
6. Handelsbestand 4.461.470,85 1.978.130,16
7. Beteiligungen 4.133,30 7.939,68
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 88.619,88
9. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 247.864,37 404.736,95
10. Sachanlagen 264.949,10 162.424,85
a) Betriebs- und Geschäftsausstattung 512.813,47 567.161,80
11. Sonstige Vermögensgegenstände 159.852,04 301.765,28
12. Rechnungsabgrenzungsposten 72.444,27 62.463,74
13. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 387.872,61 403.585,05
26.770.271,01 19.627.999,51
Passiva
31.12.2017

Euro
31.12.2016

Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 187.238,01 151.216,39
2. Handelsbestand 2.566.363,63 513.394,61
3. Sonstige Verbindlichkeiten 450.528,12 475.614,62
4. Rechnungsabgrenzungsposten 18.000,00 0,00
5. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen nach Verrechnung des Deckungsvermögens 200.249,57 131.019,01
b) Steuerrückstellungen 666.820,44 57.819,44
c) andere Rückstellungen 2.178.589,39 1.330.822,33
3.045.659,40 1.519.660,78
6. Fonds für allgemeine Bankrisiken 5.955.260,72 4.977.559,40
7. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 7.473.700,00 7.473.700,00
Eigene Anteile -21.204,00 -325.000,00
7.452.496,00 7.148.700,00
b) Kapitalrücklage 1.404.600,04 1.045.200,15
c) Bilanzgewinn 5.690.125,09 3.796.653,56
14.547.221,13 11.990.553,71
26.770.271,01 19.627.999,51

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

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01.01.17 - 31.12.17
EURO 2017 EURO
--- --- --- ---
1. Zinserträge
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 62,06 62,06
2 . Zinsaufwendungen 30.453,43 -30.391,37
3. Laufende Erträge aus
a) Beteiligungen 0,00
4. Provisionserträge 7.766.009,30
a) Courtageerträge EUR 6.424.705,54
5. Provisionsaufwendungen 2.292.497,67 5.473.511,63
a) Courtageaufwendungen EUR 580.996,49
6. Ertrag des Handelsbestandes
a) Wertpapiere 24.857.334,07
b) Futures 14.490,00
c) Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften 8.266.607,43 33.138.431,50
7. Aufwand des Handelsbestandes
a) Wertpapiere 11.329.393,03
b) Futures 13.017,50
c) Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften 4.903.787,26 16.246.197,79
8. sonstige betriebliche Erträge 139.176,22
9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 5.751.880,49
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung darunter: für Altersversorgung EUR 112.873,68 (Vorjahr: EUR 10.900,85) 683.074,27 6.434.954,76
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 9.869.391,09 16.304.345,85
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immat. Anlagewerte und Sachanlagen 291.035,82
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 3.000,00
12. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 58.882,78
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 3.806,38
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00
15. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 5.931.224,92
16. Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 977.701,32
17. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 4.953.523,60
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 599.399,39
19. Sonstige Steuern 669,00
20. Jahresüberschuss 4.353.455,21
21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.796.653,56
22. Dividendenausschüttung 2.459.983,68
23. Bilanzgewinn 5.690.125,09

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

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01.01.16 - 31.12.16
EURO 2016 EURO
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1. Zinserträge
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 55,90 55,90
2. Zinsaufwendungen 8.392,98 -8.337,08
3. Laufende Erträge aus
a) Beteiligungen 3.190,68
4. Provisionserträge 4.256.199,27
a) Courtageerträge EUR 6.424.705,54
5. Provisionsaufwendungen 1.223.488,86 3.032.710,41
a) Courtageaufwendungen EUR 580.996,49
6. Ertrag des Handelsbestandes
a) Wertpapiere 18.895.666,56
b) Futures 5.025,00
c) Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften 9.367.778,52 28.268.470,08
7. Aufwand des Handelsbestandes
a) Wertpapiere 11.026.020,89
b) Futures 17.425,00
c) Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften 5.105.513,68 16.138.959,57
8. sonstige betriebliche Erträge 2.422.060,66
9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 4.379.117,69
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 538.193,14 4.917.310,83
darunter: für Altersversorgung EUR 112.873,68 (Vorjahr: EUR 10.900,85)
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 8.853.329,70
13.770.640,53
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immat. Anlagewerte und Sachanlagen 281.765,02
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 5.000,00
12. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 8.429,44
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 5.433,87
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 7.256,48
15. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 3.531.981,68
16. Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 53.389,08
17. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 3.478.592,60
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 53.612,33
19. Sonstige Steuern 676,00
20. Jahresüberschuss 3.424.304,27
21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 745.754,54
22. Dividendenausschüttung 373.405,25
23. Bilanzgewinn 3.796.653,56

Anhang

1. Allgemeines

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist hervorgegangen aus dem Zusammenschluss der mwb Wertpapierhandelsbank AG und der Fairtrade Finance AG. Das Grundkapital beträgt EUR 7.473.700,00 und ist in 7.473.700 Stück Aktien verbrieft. Die Gesellschaft hat Ihren Sitz in Gräfelfing. Sie ist im Handelsregister der Stadt München unter der Nr. HRB 123 141 eingetragen.

Der Jahresabschluss der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG für das Geschäftsjahr 2017 ist nach den allgemeinen und den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG), des Kreditwesengesetzes (KWG) und der Rechnungslegungsverordnung für Kreditinstitute (RechKredV) erstellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sind mit dem Nennwert ausgewiesen. Letztere sind abzüglich einer gegebenenfalls notwendigen Risikovorsorge bewertet.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere des Anlagebestandes werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Marktwert bewertet.

Die Wertpapiere des Handelsbestandes werden mit den Marktpreisen abzüglich eines Value at Risk-Abschlages, der von historischen Kursen der letzten 100 Tage ausgeht, eine Haltedauer von fünf Tagen impliziert und ein Konfidenzniveau von 99% verwendet, bewertet. Der absolute Betrag des Value at Risk-Abschlages beträgt TEUR 80. Der absolute Betrag des Value at Risk-Abschlages für die Aufgabegeschäfte zum 31.12.2017 beträgt TEUR 3. Auf ausländische Währung lautende Wertpapiere wurden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. In Bezug auf die Kriterien der Zuordnung zum Handelsbuch (Definition der Handelsabsicht) haben sich gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen ergeben.

Das Sachanlagevermögen sowie die immateriellen Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Diese werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis dreizehn Jahren nach der linearen Methode berechnet.

Auf die Anlagenzugänge wird die Abschreibung zeitanteilig für den Monat der Anschaffung und die Folgemonate berechnet. Seit dem Jahr 2010 werden Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter EUR 410 gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände sowie Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennwert bzw. zum Barwert bewertet.

Der Aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beinhaltet die Verrechnung des Aktivwerts aus der Rückdeckungsversicherung mit der Pensionsrückstellung und wurde entsprechend den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen durch die von den Versicherungen ermittelten beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden in handelsrechtlich zulässiger Höhe ausgewiesen.

Als versicherungsmathematische Bewertungsmethode für die Pensionsrückstellungen wurde die "projected unit credit method" angewandt. Gemäß § 253 Abs. 2 S.2 HGB wurde das Wahlrecht in Anspruch genommen, ein für den Gesamtbestand durchschnittlichen Marktzinssatz auf eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren anzuwenden. Als weitere versicherungsmathematische Annahmen lagen die Richttafeln 2005G von Klaus Heubeck, ein künftiger Einkommenstrend, ein künftiger Rententrend und eine Inflationsrate von 1,3% sowie ein Zinsfuß von 3,67% zugrunde. Es wurde pflichtgemäß der Durchschnittszins der letzten zehn Jahre angesetzt. Die Gesellschaft hat von ihrem Wertbeibehaltungswahlrecht gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Der Betrag der Unterdeckung aufgrund von BilMoG beträgt TEUR 87 und wird über 15 Jahre in gleichbleibenden Beträgen (TEUR 5,8) aufgelöst.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Absatz 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Durchschnittszinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Durchschnittszinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren betrug zum Bilanzstichtag TEUR 181.

Die Werte für Verbindlichkeiten entsprechen dem Erfüllungsbetrag.

Die anderen Rückstellungen wurden nach dem Grundsatz der vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung im Einzelfall gebildet. Sie sichern erkennbare Risiken in ausreichender Höhe ab.

Dividendenerträge aus Aufgabegeschäften und Eigenhandelsbeständen werden nicht wie Dividendenerträge aus Beteiligungen unter der Position Laufende Erträge, sondern in den Positionen Ertrag/Aufwand des Handelsbestandes ausgewiesen.

Die Gesellschaft hat vom Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch gemacht und verzichtet auf den Ansatz aktiver latenter Steuern.

3. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute beinhalten sowohl täglich fällige Guthaben bei inländischen Kreditinstituten (TEUR 16.334), inklusive Tages- und Monatsgelder, als auch Courtage-(TEUR 315). Darüber hinaus sind Forderungen aus Wertpapierverkäufen und Rückvergütungsansprüche aktiviert (TEUR 1).

In den anderen Forderungen sind Börsensicherheiten in Höhe von TEUR 4.325 als Termingelder hinterlegt.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Forderungen an Kunden

Es handelt sich um Forderungen aufgrund von Dienstleistungen im Rahmen der Kapitalmarktbetreuung.

Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Unter dieser Position ist eine auf Euro lautende Inhaberschuldverschreibung mit einem Wert von TEUR 36 ausgewiesen.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Die Position beinhaltet Wertpapiere des Anlagevermögens i.H.v. TEUR 18. In dieser Position ist ein Anteil von TEUR 11 an Fremdwährungen enthalten.

Die Entwicklung der Wertpapiere des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Handelsaktiva

Die Handelsaktiva beinhalten börsennotierte Wertpapiere in Höhe von TEUR 4.461. Der Betrag setzt sich zusammen aus Schuldverschreibungen (TEUR 489) sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (TEUR 3.972). Ferner sind unrealisierte Gewinne aus Aufgabegeschäften in Höhe von TEUR 0,5 dem Handelsbestand zugeordnet. Die zum 31.12.2017 gehaltenen Schuldverschreibungen laufen überwiegend in den nächsten Jahren aus. Der gesamte Bestand an Schuldverschreibungen ist börsennotiert.

In dieser Position ist ein Anteil von TEUR 242 an Fremdwährungen enthalten.

Beteiligungen

Im Geschäftsjahr 2008 wurde eine Beteiligung an der nicht börsennotierten SRH AlsterResearch AG, Hamburg, erworben. Die Gesellschaft hält 37,5% der Stimmrechte. Das Eigenkapital der SRH AlsterResearch AG beträgt zum 31.12.2016 TEUR 11. Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2017 dieser Gesellschaft lag bei Aufstellung des Jahresabschlusses der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG noch nicht vor.

Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Es bestehen keine Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen.

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Anschaffungskosten Vortrag 01.01.2017

Euro
Zugänge

Euro
Abgänge

Euro
Stand 31.12.2017

Euro
I. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0,00 36.267,00 0,00 36.267,00
II. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 9.329,89 0,00 0,00 9.329,89
III. Beteiligungen 22.500,00 0,00 0,00 22.500,00
IV. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.166.928,25 0,00 8.166.928,25 0,00
V. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.963.542,33 24.789,06 0,00 1.988.331,39
VI. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.208.179,77 208.060,35 0,00 2.416.240,12
12.370.480,24 269.116,41 8.166.928,25 4.472.668,40

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Kummulierte Abschreibungen Vortrag 01.01.2017

Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr

Euro
Abgänge

Euro
Stand 31.12.2017

Euro
I. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 5.447,62 3.838,08 0,00 9.285,70
III . Beteiligungen 31.338,47 3.806,38 0,00 35.144,85
IV. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.137.141,17 0,00 8.137.141,17 0,00
V. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.558.805,38 181.661,64 0,00 1.740.467,02
VI. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.045.754,92 105.536,10 0,00 2.151.291,02
11.778.487,56 294.842,20 8.137.141,17 3.936.188,59

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Kummulierte Zuschreibungen Vortrag 01.01.2017

Euro
Zuschreibungen Geschäftsjahr

Euro
Abgänge

Euro
Stand 31.12.2017

Euro
I. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 16.028,21 2.101,89 0,00 18.130,10
III. Beteiligungen 16.778,15 0,00 0,00 16.778,15
IV. Anteile an verbundenen Unternehmen 58.832,80 0,00 58.832,80 0,00
V. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
VI. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 0,00 0,00
91.639,16 2.101,89 58.832,80 34.908,25

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Buchwerte 31.12.2017

Euro
31.12.2016

Euro
I. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 36.267,00 0,00
II. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 18.174,29 19.910,48
III. Beteiligungen 4.133,30 7.939,68
IV. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 88.619,88
V. Immaterielle Vermögensgegenstände 247.864,37 404.736,95
VI. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 264.949,10 162.424,85
571.388,06 683.631,84

Anteile an verbundenen Unternehmen

In der Vergangenheit wurden seitens der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG 100% der Anteile an der sich in Liquidation befindlichen MWB GmbH, Gräfelfing, gehalten. Die Beendigung der Liquidation, die Auskehrung aller Vermögenswerte und die Löschung der Gesellschaft erfolgte im Jahr 2017. Die diesbezügliche Eintragung im Handelsregister datiert vom 02.November 2017.

Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagespiegel dargestellt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen einen Aktivwert aus einer Rückdeckungsversicherung (TEUR 111). Darüber hinaus betreffen sie die Kautionen für die Büroräume in Gräfelfing, Berlin und Hamburg, für Räume in Frankfurt und die Kaution für die Johannesburg Stock Exchange (TEUR 39).

Rechnungsabgrenzungsposten

Es handelt sich im Wesentlichen um eine Vorauszahlung für die Neuzuweisung der Skontren, Versicherungsbeiträge, Umlagevorauszahlungen, abgegrenzte Aufwendungen für eine Börsenveranstaltung und für Repräsentation sowie um vorausbezahlte Kosten für Informationsdienste.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die Aktivwerte aus der Rückdeckungsversicherung (TEUR 950), die den beizulegenden Zeitwert darstellen, wurden mit den Pensionsrückstellungen (TEUR 562) verrechnet. Daraus ergibt sich ein aktivischer Überhang i.H.v. TEUR 388.

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31.12.2017

TEUR
31.12.2016

TEUR
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 950 943
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 562 539
Ausweis aktivischer Unterschiedsbetrag 388 403
Verrechnete Aufwendungen und Erträge -16 20

Aufgrund der durch das BilMoG geänderten Bewertungsgrundlagen wäre im Jahr 2010 eine Zuführung zur der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 87 erforderlich gewesen. Im Geschäftsjahr wurde jedoch wie im Vorjahr nur die Mindestansammlung von 1/15 des zuzuführenden Betrages als Aufwand (TEUR 4) erfasst.

Pflichtgemäß wurde der Durchschnittszins der letzten zehn Jahre angesetzt.

Bei einem Planvermögen unterschreitet der Gesamtwert des Deckungsvermögens den Buchwert der dazugehörigen Schulden. Der Ausweis erfolgt unter Pensionsrückstellungen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten vor allem Verbindlichkeiten aus der Börsengeschäftsabwicklung für den Monat Dezember (TEUR 148), Verbindlichkeiten aus Courtagen (TEUR 9), Kursdifferenzen (TEUR 21), Avalprovisionen (TEUR 8).

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Handelspassiva

Die Handelspassiva beinhalten börsennotierte Wertpapiere in Höhe von TEUR 2.564. Ferner sind unrealisierte Verluste aus Aufgabegeschäften i.H.v. TEUR 3 enthalten. In den Handelspassiva ist ein Anteil von TEUR 608 an Fremdwährungen enthalten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten resultieren aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 317) und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 63). Darüber hinaus beinhalten sie Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 60), Sozialversicherungsbeiträge für den Monat Dezember 2017 (TEUR 9) und Spesenabrechnungen von Mitarbeitern (TEUR 2).

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Pensionsrückstellungen

Die Aktivwerte aus der Rückdeckungsversicherung (TEUR 392), die den beizulegenden Zeitwert darstellen, wurden mit den Pensionsrückstellungen (TEUR 592) verrechnet. Daraus ergibt sich ein passivischer Überhang i.H.v. TEUR 200.

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31.12.2017

TEUR
31.12.2016

TEUR
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 392 370
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 592 501
Ausweis Pensionsrückstellungen 200 131
Verrechnete Aufwendungen und Erträge -69 1

Aufgrund der durch das BilMoG geänderten Bewertungsgrundlagen wäre im Jahr 2010 eine Zuführung zur der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 87 erforderlich gewesen. Im Geschäftsjahr wurde jedoch wie im Vorjahr nur die Mindestansammlung von 1/15 des zuzuführenden Betrages als Aufwand (TEUR 2) erfasst.

Steuerrückstellungen

Die Verlustvorträge aus den Vorjahren dürfen gemäß § 10 d Abs. 2 Satz 1 ESTG sowie dem § 10 a GewStG nicht in vollem Umfang angesetzt werden. Die Berechnung ergab somit im Geschäftsjahr einen Steueraufwand für Ertragsteuern in Höhe von TEUR 609. Insgesamt beträgt die Steuerrückstellung (inklusive Vorjahre) TEUR 667.

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen von TEUR 2.179 beinhalten Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 80) und Boni (TEUR 1.659). Darüber hinaus sind Rückstellungen für ausstehenden Urlaub (TEUR 75), die Rückstellung aufgrund von Aufbewahrungspflichten von Geschäftsunterlagen (TEUR 7), Beiträge zur Berufsgenossenschaft (TEUR 12), Sondervergütung Vorstände (TEUR 313) sowie ausstehende Rechnungen und sonstige Posten (TEUR 33) enthalten.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG führte im Geschäftsjahr 2017 dem Fonds gemäß § 340e Abs. 4 HGB TEUR 978 zu, um im Fonds für allgemeine Bankrisiken 50% des durchschnittlichen Handelsergebnisses der letzten fünf Jahre zu erreichen. Der Fonds dotiert zum 31.12.2017 mit TEUR 5.955.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 7.473.700,00 ist eingeteilt in 7.473.700 nennwertlose Aktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00. Sämtliche Aktien sind Inhaberaktien.

Am Bilanzstichtag befanden sich 21.204 eigene Aktien im Depot. Der Nennwert der eigenen Aktien wurde vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Eigene Aktien

Am Bilanzstichtag befanden sich 21.204 eigene Aktien im Depot. Insgesamt wurden im Jahr 2017 8.738 Aktien gekauft und 312.534 Aktien verkauft. Der durchschnittliche Erwerbskurs belief sich im Geschäftsjahr 2017 auf EUR 3,35, der durchschnittliche Verkaufskurs auf EUR 2,21.

Die Käufe und Verkäufe wurden während des Geschäftsjahres wie folgt getätigt:

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Kauf Stück Verkauf Stück
Januar 0 20.500
Februar 0 0
März 0 95.202
April 0 70.128
Mai 0 22.000
Juni 0 97.966
Juli 0 0
August 2.438 2.438
September 0 1.000
Oktober 2.300 2.000
November 0 0
Dezember 4.000 1.300
8.738 312.534

Der Bestand an eigenen Aktien entspricht einem Nennwert von EUR 21.204. Dies wiederum entspricht 0,28% am Grundkapital.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wurde in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2014 ermächtigt, bis zum 9. Juli 2019 eigene Aktien zum Zwecke des Wertpapierhandels mit der Maßgabe zu erwerben, dass der Handelsbestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien 5% des Grundkapitals am Ende eines jeden Tages nicht übersteigen darf.

Im Geschäftsjahr machte die Gesellschaft von ihrer Ermächtigung zum Erwerb eigener Anteile zum Zwecke des Wertpapierhandels Gebrauch.

Kapitalrücklage

Es ergibt sich eine Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2017 i.H.v. TEUR 1.405. Die Veränderung um TEUR 359 ergab sich im Berichtsjahr durch einen Verkaufsgewinn eigener Aktien in Höhe von TEUR 298 sowie einem Saldo aus Hinzurechnungen und Abziehposten aus dem Zugang/Abgang von eigenen Anteilen zu Anschaffungskosten i. H.v. TEUR 61.

Bilanzunwirksame Geschäfte

Zum Bilanzstichtag ging die Gesellschaft schwebende Geschäfte in Form von Aufgabegeschäften für Kaufpositionen und Verkaufspositionen ein. Die Handelsvolumen belaufen sich auf TEUR 988 für Kauf- und TEUR 830 für Verkaufspositionen. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus diesen Positionen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Berücksichtigung eines Value at Risk-Abschlages im Ergebnis des Handelsbestands erfasst.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Zinsaufwand sind verrechnete Aufwendungen und Erträge gemäß § 285 Abs. 1 Nr. 25 HGB in Höhe von TEUR 15,2 enthalten. Diese ergeben sich aus Erträgen aus der Rückdeckungsversicherung von TEUR 27,8 und Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung von TEUR 43.

Die Provisionserträge beinhalten im Wesentlichen Courtageerträge (TEUR 6.425), Platzierungsprovisionen (TEUR 471), Provisionen aus Aktienlistings (TEUR 192), Provisionen aus Vermittlungsleistungen ((TEUR 570) sowie sonstigen Provisionen (TEUR 108).

Im Handelsergebnis (Differenz aus Ertrag und Aufwand des Handelsbestandes) sind sowohl das Ergebnis aus den Geschäften, die über unsere Handelsdepots (TEUR 13.529) abgewickelt werden, als auch die Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften (TEUR 3.363) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus sonstigen Weiterbelastungen (TEUR 90), Sachbezüge (TEUR 15), Versicherungsentschädigungen (TEUR 2) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 30).

Die Personalaufwendungen i.H.v. TEUR 6.435 beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Löhne und Gehälter, Boni und Prämien, gesetzlichem sozialen Aufwand sowie Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 113.

Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Börsen-/ Bankenabwicklungsgebühren (TEUR 3.779), Kosten für Wertpapier-Informationsdienste (TEUR 1.443), EDV-Kosten (TEUR 1.515) und XETRA-Gebühren (TEUR 588). Darüber hinaus finden sich in dieser Position Kosten für das Orderabwicklungs- und Handelsunterstützungssystem (TEUR 194), Kosten für das Handelssystem Max-One (TEUR 154), Internet- und Leitungskosten (TEUR 315), Raumkosten (TEUR 344), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 216), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 253), Kosten für Börsenzulassungen (TEUR 176), Kosten für Investor Relations und Werbung (TEUR 164), Buchführungskosten (TEUR 102) und Aktieneinführungsgebühren (TEUR 95).

Die Abschreibungen wurden linear nach den allgemein gültigen Afa-Tabellen vorgenommen und betragen im Berichtszeitraum TEUR 295.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen mit TEUR 10 auf das erfolgswirksam vereinnahmte Körperschaftsteuerguthaben sowie mit TEUR 609 auf das zu versteuernde Einkommen nach Verrechnung von Verlustvorträgen aus Vorjahren unter Berücksichtigung der gesetzlichen Mindestbesteuerung.

5. Sonstige Angaben

Organe

Zu Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt:

Herr Thomas Posovatz, München, Börsenmakler, Sprecher des Vorstands
Herr Franz Christian Kalischer, Hamburg, Börsenmakler

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder beliefen sich auf TEUR 692 und setzen sich wie folgt zusammen:

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Herr Thomas Posovatz TEUR 335
Herr Franz Christian Kalischer TEUR 357

Hierin sind geldwerte Vorteile z.B. für Dienstwagen in Höhe von TEUR 12 enthalten.

Herr Thomas Posovatz ist Mitglied des Aufsichtsrats der Bayerische Börse AG, München.

Herr Franz Christian Kalischer ist Mitglied des Aufsichtsrats der SRH AlsterResearch AG, Hamburg.

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten zum 31.12.2017 folgende Personen an:

Herr Michael Wilhelm, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, Vorsitzender
Herr Thomas Mühlbauer, Bankkaufmann, stellvertretender Vorsitzender
Herr Hendrik Janssen, Diplom Ökonom (seit Juli 2017)

Herr Dr. Thomas Ledermann, Rechtsanwalt, ist im Juli 2017 aus dem Aufsichtsrat der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ausgeschieden.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen TEUR 58

Herr Hendrik Janssen ist stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der vwd Transaction-Solutions AG, Frankfurt am Main.

Herr Dr. Thomas Ledermann war im Zeitpunkt seines Ausscheidens aus dem Aufsichtsrat der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG Mitglied des Aufsichtsrats der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG, Hamburg, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Deutsche Zweitmarkt AG, Hamburg, Mitglied des Beirates der Pareto Alternative Investments GmbH & Co. KG (vormals der HCV Hanseatische Capital Verwaltung GmbH & Co. KG, Hamburg und Mitglied des Verwaltungsrates der HASPA Finanzholding, Hamburg (seit April 2017).

Herr Wilhelm und Herr Mühlbauer hatten neben dem Aufsichtsratsmandat bei der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG keine weiteren Aufsichtsratsmandate oder ähnliches inne.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist in der Hauptversammlung vom 08.07.2013 ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 07. Juli 2018, einmal oder mehrmals um bis zu TEUR 3.737 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen mit Gewinnberechtigung ab Beginn des im Zeitpunkt der Ausgabe laufenden Geschäftsjahres zu erhöhen.

Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrates hierfür das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre gemäß den gesetzlichen Bestimmungen ausschließen. Dies gilt insbesondere, sofern die Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an anderen Unternehmen erfolgt.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter -ohne Vorstandsmitglieder - beträgt:

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Büro Hamburg 22
Büro Gräfelfing 13
Büro Berlin 8
Büro Frankfurt 5
Büro Hannover 4

Zum 31.12.2017 beschäftigte die Gesellschaft insgesamt 53 Mitarbeiter.

Angabe von Passivischen Beteiligungen

Die BÖAG Börsen AG, Hamburg, ist zu 25,1% an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG beteiligt. Die FMNP Beteiligungs GmbH, Gräfelfing, hält 19,8% der Anteile.

Die Posovatz Verwaltungs GbR, an der Herr Posovatz zu 50% beteiligt ist, hält unmittelbar 6,4% der Anteile an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.

Herr Kalischer hält 7,43% und Herr Mühlbauer 4,63% der Anteile an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.

Die übrigen Gründungsmitglieder der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG halten zwischen 5% und 10% der Anteile.

Herr Wilhelm sowie Herr Janssen halten zum 31. Dezember 2017 keine Aktien der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige Verpflichtungen aus laufenden Mietverträgen, aus Verträgen mit Wertpapierinformationsdiensten, aus Verträgen bezüglich des Orderabwicklungs- und Handelsunterstützungssystems, aus Verträgen über Werbekampagnen und Leitungsnetzen in folgender Höhe und Fälligkeit:

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fällig 2018 TEUR 3.239
TUSD 289
TGBD 8
fällig 2019 TEUR 1.333
TUSD 85
TGBD 0
fällig 2020 TEUR 434
TUSD 0
TGBD 0

Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr fallen als Honorar für die Abschlussprüfung TEUR 80 an. Die mwb fairtrade ist nur in sehr geringem Umfang vorsteuerabzugsberechtigt, daher wurde das Honorar als Bruttobetrag inklusive Mehrwertsteuer angegeben.

Auslagerung von Dienstleistungen

Die Finanzbuchhaltung ist an die Firma FinTech Group AG, Frankfurt ausgelagert. Die Firma FinTech Group AG erbringt neben der Finanzbuchhaltung Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Erstellung von Meldungen gemäß KWG und WpHG sowie der Geld- und Stückebuchhaltung.

Die Interne Revision wurde ausgeführt von der GHP Großmann, Holst & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg.

Die Gesellschaft hat Auslagerungsverträge bezüglich der Erbringung der Anlagevermittlung mit folgenden gebundenen Vermittlern im Geschäftsjahr unterhalten:

First Berlin Securities Brokerage GmbH, Berlin
Solventis Wertpapierhandelsgesellschaft mbH, Mainz
Christian Gerdes, München
Markus von Götz, Hamburg

6. Gewinnverwendung

Der Vorstand schlägt vor, aus dem zum 31. Dezember 2017 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 5.690 eine Dividende zwischen 0,36 Euro und 0,41 Euro je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten. Dies entspricht für den Fall, dass alle 7.473.700 Aktien ausstehend sind, einem Ausschüttungsbetrag zwischen TEUR 2.691 und TEUR 3.064. Der verbleibende Rest soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Gräfelfing, den 8. Mai 2018

Thomas Posovatz

Franz Christian Kalischer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, Gräfelfing, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, 8. Mai 2018

**BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Schmidt, Wirtschaftsprüfer

gez. Schmiederer, Wirtschaftsprüfer

mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Rottenbucher Straße 28

82166 Gräfelfing

Postfach 1644

82158 Gräfelfing

Tel. +49 89 85852-0

Fax +49 89 85852-505

[email protected]

www.mwbfairtrade.com

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