Annual Report • Aug 31, 2016
Annual Report
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| mwb fairtrade | 2015 | 2014 | +/- in % |
|---|---|---|---|
| Provisionsüberschuss | TEUR 2.587 | TEUR 2.026 | +28 |
| Handelsergebnis | TEUR 11.554 | TEUR 9.587 | +21 |
| Personalaufwand | TEUR 4.683 | TEUR 4.202 | +11 |
| Andere Verwaltungsaufwendungen | TEUR 8.506 | TEUR 7.196 | +18 |
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken" | TEUR 742 | TEUR 210 | +253 |
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | TEUR 718 | TEUR 10 | +7.080 |
| Jahresüberschuss | TEUR 726 | TEUR 19 | +3.721 |
| Bilanzsumme | TEUR 19.786 | TEUR 15.589 | +27 |
| Eigenkapital | TEUR 9.303 | TEUR 8.583 | +8 |
| Ergebnis je Aktie | 0,10* | 0,03* | +233 |
| Mitarbeiter | 53 | 53 | 0 |
* Ergebnis je Aktie vor der Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken"
Rottenbucher Straße 28
82166 Gräfelfing
Telefon +49 89 85852-0
Fax +49 89 85852-505
www.mwbfairtrade.com
Amtsgericht München HRB 123141
ISIN mwb fairtrade-Aktie: DE0006656101
| ― | Börse München |
| ― | Börse Berlin |
| ― | Frankfurter Wertpapierbörse |
| ― | Börse Hamburg |
| ― | Börse Hannover |
| ― | Börse Düsseldorf |
| ― | Börse Stuttgart |
| ― | Tradegate Exchange |
Mitglied im Bundesverband der Wertpapierfirmen e.V.
so viel Drama war selten: Die Euro- und Griechenlandkrise aus dem Frühjahr 2015 ging nahtlos über in den Ukrainekonflikt, die Chinakrise, die VW-Krise und schließlich im Herbst in die sogenannte Flüchtlingskrise. Und auch das nächste Kapitel kündigt sich schon an. Dank ihrer wirkungslosen Minuszinspolitik dürfte als nächstes eine EZB-Krise anstehen. Kann man als Wertpapierspezialist in einem solchen Umfeld Gewinne erwirtschaften? Die Antwort ist ja - wenn es auf umsichtige und disziplinierte Weise geschieht. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG verzeichnete 2015 ihr bestes Ergebnis seit dem Ausbruch der Finanzmarktkrise vor acht Jahren. Damit haben wir den Beweis erbracht, dass der Turnaround von 2014 nicht nur ein Strohfeuer war.
Im Wesentlichen sind dafür drei Faktoren verantwortlich. Zum einen haben wir uns - wie alle Skontroführer hierzulande - in den leidvollen Jahren nach 2008 deutlich verschlankt und sind effizienter geworden. Darüber hinaus ist es uns gelungen, Techniken zu entwickeln, mit denen es auch in einem schwierigen Umfeld möglich ist, erfolgreich zu sein. Noch ausschlaggebender ist allerdings der dritte Faktor: Angesichts von Nullzinsen auf Rentenpapiere, niedrigen Rohstoffpreisen und Mondpreisen auf dem Immobilienmarkt gibt es für Anleger fast keine Alternative mehr zu Aktien und Fonds. Das gilt sowohl für institutionelle als auch private Investoren. So kam es, dass selbst in einem Jahr, das eher Vertrauen gekostet als aufgebaut hat, der Leitindex DAX um knapp zehn Prozent zulegte und die Zahl der Aktionäre in Deutschland wieder leicht zulegte.
Auch die Wertpapierumsätze stiegen erstmals seit Jahren wieder auf ein erfreuliches Niveau. Diese höheren Umsätze, verbunden mit einer starken Volatilität aufgrund der oben genannten Krisenszenarien, haben die Geschäftsentwicklung der mwb fairtrade begünstigt. Entsprechend positiv entwickelte sich zunächst der Aktienkurs unserer Gesellschaft. In den ersten vier Monaten 2015 stieg er um 31 % auf bis zu € 1,88 im April. Leider konnte dieser Zenit im Jahresverlauf nicht gehalten werden und die Aktie schloss zum 31.12.2015 bei € 1,35. Vor dem Hintergrund der Turbulenzen an den Finanzmärkten dennoch ein akzeptabler Wert.
Während das positive Geschäftsergebnis der mwb fairtrade AG im Jahr 2014 vor allem durch Einsparungen erzielt wurde, stellt sich die jetzige Situation besser dar. Eine signifikante Zunahme des Handelsergebnisses um 21% auf TEUR 11.554 und des Provisionsergebnisses um 28% auf TEUR 2.587 konnte den Anstieg der Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen mehr als ausgleichen. Der Personalaufwand erhöhte sich dabei um etwa 11% auf TEUR 4.683, während die Anderen Verwaltungsaufwendungen von TEUR 7.196 im Vorjahr auf nunmehr TEUR 8.506 zugelegt haben. Dafür verantwortlich waren in erster Linie die Transaktionskosten infolge zunehmender Handelsaktivitäten. Aber auch weitere notwendige Investitionen in unsere IT-Infrastruktur prägten die Kostenentwicklung. Insgesamt summierten sich die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen auf TEUR 13.189 (plus 16% gegenüber dem Vorjahr). Stellt man die Erträge gegenüber, so ergibt sich ein positives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 742 vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken. Das entspricht einem Zuwachs von rund 253% gegenüber dem Jahresultimo 2014. Nach Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken lag das Ergebnis bei TEUR 718. Ebenso deutlich erhöhte sich der Jahresüberschuss auf TEUR 746. Das wirkte sich unmittelbar auf unsere Kapitalsituation aus: Das Eigenkapital der mwb fairtrade AG lag Ende 2015 bei TEUR 9.303 und festigte unsere komfortable Eigenkapitalquote von 47%. Zum harten Kernkapital der Gesellschaft zählt außerdem der Fonds für allgemeine Bankrisiken, der mittlerweile auf TEUR 4.924 angewachsen ist. Positiv entwickelte sich auch die Liquiditätssituation. Der Saldo aus kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten stieg im Vorjahresvergleich um 15% auf TEUR 9.527. Obwohl dies nur eine Momentaufnahme ist, zeigt sich hier doch die gute Substanz unserer Gesellschaft. Denn die Liquidität ist eine wichtige Kennzahl für die jederzeitige Handlungsfähigkeit eines Skontroführers.
Vor dem Hintergrund dieser Kennzahlen haben Vorstand und Aufsichtsrat der mwb fairtrade AG entschieden vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von € 0,05 pro dividendenberechtigte Aktie auszuschütten. Wir möchten damit ein Zeichen setzen und unsere Aktionäre am guten Geschäftsverlauf teilhaben lassen, ohne dass wir leichtsinnig werden und die finanzielle Substanz angreifen. Diese Vorsicht ist umso angebrachter, als die ersten Wochen des Jahres 2016 ein weiterhin schwieriges Umfeld ankündigen.
Neben dem Auf und Ab an den Börsen gibt es noch einen Unsicherheitsfaktor, der unsere Zukunft beeinflusst. Mittlerweile vergeht kaum noch ein Jahr, in dem nicht neue finanzmarktpolitische Regelungen ersonnen werden. Was einst gut gemeint war, um einen teilweise unterregulierten Markt zu disziplinieren, erweist sich zunehmend als Schildbürgerstreich. So tritt zum 3. Juli 2016 die europaweite "Market Abuse Directive" (MAD) in Kraft, die mit der Marktmissbrauchsverordnung (MAR) in deutsches Recht umgesetzt wurde. Damit gelten auch für Freiverkehrswerte in Bezug auf Veröffentlichungen die gleichen Regeln wie für Werte im regulierten Markt. Das heißt, zahlreiche Erleichterungen aus dem Freiverkehr fallen weg. Selbst kleine Gesellschaften wie die mwb fairtrade AG müssen künftig wieder Insiderlisten führen, Directors Dealings melden und kursrelevante Tatsachen ad hoc veröffentlichen. Es ist äußerst fraglich, ob der beabsichtigte "Schutz des europäischen Kapitalmarktes" auf diese Weise gesichert wird. Völlig sicher ist dagegen, dass die Vielfalt des Börsengeschehens leidet und eine Reihe von Freiverkehrswerten ihr Börsenlisting wohl aufgeben werden.
Im Zuge der neuen Gesetzgebung passt die mwb fairtrade AG ihre Investor Relations-Aktivitäten an. Nicht zuletzt auch, um im Interesse unserer Aktionäre Kosten zu sparen. So werden wir ab 2016 auf die bisher freiwillig erstellten Quartalsmeldungen und -berichte verzichten und nur noch einen Halbjahres- und Jahresbericht veröffentlichen. Wir bitten Sie als Aktionäre um Verständnis für diesen Schritt.
Bereits im November warnten Beobachter vor dem ungebremsten Kursanstieg des DAX bei gleichzeitig nachlassenden Gewinnen der DAX-30-Konzerne. Sie sahen hier ein Indiz für eine beginnende Aktienblase. Wie fragil das Finanzsystem ist, zeigte sich dann in den ersten Januartagen, als die Börsen in Shanghai und Shenzhen zeitweise den Handel aussetzten, um einen Absturz zu verhindern. Diese Nachricht riss alle Indizes weltweit in die Tiefe - es folgte der schwächste Start in ein Börsenjahr seit 1991!
Die äußerst langsame Erholung in den Folgewochen machte offenkundig, dass die ungelösten wirtschaftlichen und politischen Probleme des Jahres 2015 uns weiterhin begleiten werden. Nach der Krise ist vor der Krise. Für die mwb fairtrade bedeutet das, mit aller Konsequenz an dem bewährten Zweiklang aus Handelsdisziplin und Kostendisziplin festzuhalten. Ob uns das gelingt, werden wir in einem Jahr sehen. Denn wir erwarten für 2016 erneut eine hohe Volatilität mit nahezu unberechenbaren Ausschlägen. Diese zu beherrschen und daraus Vorteile zu ziehen, wird erneut - wie schon 2015 - unsere große Aufgabe sein. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat unser Team bewiesen, dass es mit solchen Situationen souverän umgehen kann. Für diese herausragende Leistung und das Engagement aller Mitarbeiter unseres Unternehmens bedanken wir uns sehr herzlich. Ebenso danken wir unseren Aktionärinnen und Aktionären für ihre Treue, die wir nun wieder mit einer kleinen Dividende belohnen können. Zu guter Letzt danken wir unserem Aufsichtsrat für die umsichtige und vertrauensvolle Begleitung in vielen Unternehmensfragen.
Mit besten Grüßen
Thomas Posovatz
Sprecher des Vorstands
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war von Vertrauen geprägt. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand regelmäßig beraten und seine Tätigkeit sorgfältig überwacht.
Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat über die Unternehmensplanung, die Geschäftsentwicklung, die strategische Weiterentwicklung, das Risikomanagement sowie alle wichtigen Geschäftsvorfälle der Gesellschaft regelmäßig schriftlich und mündlich berichtet. Entscheidungen von grundlegender Bedeutung sind mit dem Aufsichtsrat besprochen und ihm zur Zustimmung vorgelegt worden.
Im Geschäftsjahr 2015 fanden vier Aufsichtsratssitzungen am 9. März, 12. Mai, 17. September und 1. Dezember 2015 sowie zwei Telefonkonferenzen am 21. Januar und 10. November 2015 statt.
Gegenstand jeder Präsenzaufsichtsratssitzung waren die aktuelle geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft und wichtige Geschäftsvorfälle. Soweit bei der Gesellschaft zustimmungsbedürftige Geschäfte anfielen, wurde der Aufsichtsrat hierüber vom Vorstand rechtzeitig in Kenntnis gesetzt und hat nach eigener Prüfung der Entscheidungsgrundlagen über die Zustimmung Beschluss gefasst.
Thema der Telefonkonferenz am 21. Januar 2015 war die Besprechung der weiteren Strategie hinsichtlich der Beteiligung der Gesellschaft an der XCOM AG sowie der aktuellen Situation in der Zusammenarbeit mit der XCOM AG.
Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 9. März 2015 war die Vorlage des aufgestellten Jahresabschlusses 2014 durch den Vorstand sowie die Vorlage und Erläuterung der Jahresplanung 2015. Des Weiteren wurde der Sachstand in der Zusammenarbeit mit der XCOM AG erörtert und der Risikobericht sowie der Compliancebericht für das vierte Quartal 2014 vorgelegt.
In der Aufsichtsratssitzung am 12. Mai 2015 wurde der geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 vom Vorstand vorgelegt, erläutert und durch den Aufsichtsrat geprüft. Der Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat gebilligt und somit festgestellt.
Des Weiteren wurden die wirtschaftliche Entwicklung und die Geschäftsstrategie der Gesellschaft besprochen. Außerdem wurden der Risikobericht des Vorstands und der Quartalsbericht der Compliancestelle für das erste Quartal 2015 und der Bericht 2014 der Internen Revision besprochen. Weiterhin wurde der aktuelle Sachstand in der Zusammenarbeit mit der XCOM AG erörtert. Darüber hinaus beschloss der Aufsichtsrat die Wiederbestellung von Herrn Posovatz als Vorstand für weitere fünf Jahre, d.h. bis zum 31.Dezember 2020.
In der Aufsichtsratssitzung am 17. September 2015 berichtete der Vorstand über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft im 1. Halbjahr 2015 sowie über den aktuellen Stand der Zusammenarbeit mit der XCOM AG. Außerdem wurden der Risikobericht des Vorstands und der Quartalsbericht der Compliancestelle für das zweite Quartal 2015 besprochen.
Gegenstand der Telefonkonferenz am 10. November 2015 war die Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Teilnahme der Gesellschaft an der beabsichtigten Erhöhung des Grundkapitals der XCOM AG. Der Aufsichtsrat hat dem Beschluss des Vorstands, an der Kapitalerhöhung nicht teilzunehmen, zugestimmt.
In der Aufsichtsratssitzung am 1. Dezember 2015 berichtete der Vorstand über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft in den ersten neun Monaten sowie in den Monaten Oktober und November 2015. Des Weiteren berichtete der Vorstand über den aktuellen Stand der Zusammenarbeit mit der XCOM AG. Außerdem erläuterte der Vorstand seine Überlegungen zur strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft. Schließlich wurden der Risikobericht des Vorstands und der Quartalsbericht der Compliancestelle für das dritte Quartal 2015 besprochen.
Im Geschäftsjahr 2015 liegt das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken bei T€ 742 und konnte um T€ 532 gegenüber dem Vorjahresergebnis in Höhe von T€ 210 wesentlich gesteigert werden. Das Handelsergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 21% auf T€ 11.554. Entgegen des Negativtrends in der Vergangenheit konnte auch das Provisionsergebnis erhöht werden und zwar um 28% auf T€ 2.587. Dennoch ist unverändert davon auszugehen, dass das Provisionsergebnis in den nächsten Jahren schrittweise an Bedeutung verlieren wird. Das Geschäftsjahr 2015 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 726 und liegt damit um T€ 707 über dem Ergebnis des Vorjahres.
In den vergangenen Jahren wurden dem Fonds für allgemeine Bankrisiken bis heute insgesamt T€ 4.924 zugeführt, T€ 24 davon im Geschäftsjahr 2015. Damit ist der Fonds entsprechend den gesetzlichen Vorgaben ausreichend dotiert. Dies eröffnet seit vielen Jahren wieder die Möglichkeit, an die Aktionäre eine Dividende zu zahlen. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Beschlussvorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung an. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung der Gesellschaft am 8. Juli 2016 vorschlagen, an die Aktionäre eine Dividende von € 0,05 je dividendenberechtigte Stückaktie auszuschütten.
Dem Aufsichtsrat wurden der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Lagebericht sowie der Prüfungsbericht der Wirtschaftsprüfer vorgelegt. Die vorgelegten Unterlagen wurden vom Aufsichtsrat geprüft.
Die zum Abschlussprüfer gewählte BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 unter Einbeziehung der Buchführung und unter Beachtung der entsprechenden gesetzlichen Vorschriften geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare offen gelegt. Die Abschlussprüfer haben in der Bilanzaufsichtsratssitzung am 12. Mai 2016 persönlich dem Aufsichtsrat berichtet. Die Ergebnisse der Prüfungen hat der Aufsichtsrat in der Bilanzaufsichtsratssitzung zur Kenntnis genommen und keine Einwände erhoben. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 AktG den Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.
Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für ihre erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr besonderen Dank und Anerkennung aus.
Gräfelfing, den 12. Mai 2016
Für den Aufsichtsrat
Michael Wilhelm, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Das Geschäftsjahr 2015 begann an der Börse mit einem fulminanten Start, der den deutschen Leitindex Dax bis April auf ein neues Rekordhoch von 12.391 Punkten brachte. Vor allem Automobilwerte waren die Gewinner dieser Bewegung. Auslöser der guten Börsenentwicklung war die europäische Zentralbank, deren Ausmaß ihrer geldpolitischen Lockerung die Märkte überraschte und die seit März 2015 Monat für Monat Milliardenbeträge in den Geldkreislauf pumpt. Wie häufig verschob sich der Fokus der Anleger, so geschehen im 2. Quartal 2015, in Richtung der sich wieder verschärfenden Griechenlandkrise und die Marktschwankungen nahmen deutlich zu. Der Sommer und das 3. Quartal 2015 waren geprägt von einem dramatischen Rückgang des überhitzten chinesischen Aktienmarktes. Das Wachstum in China hatte deutlich an Schwung eingebüßt, Rezessionsängste kamen auf und die sinkende Nachfrage Chinas nach Rohstoffen brachte deren Preise unter Druck und in der Folge auch die konjunkturelle Situation vieler Emerging Markets Länder. Dies gilt insbesondere für den Preis für Rohöl, der im Verlauf des Jahres 2015 um rund 37% auf 36$ das Barrel einbrach, was als beunruhigendes Signal für die Aussichten der Weltwirtschaft gedeutet wird. Gleichzeitig begann auch die Konjunktur in Europa und USA auf der Stelle zu treten. Die Entwicklung in China schickte in der Folge auch die anderen Börsen auf Talfahrt und es zeigte sich immer deutlicher, dass die Strategie der Notenbanken mit Nullzinspolitik und dem Rückkauf von Staatsanleihen die Konjunktur anzukurbeln, gescheitert war. So gab es dann auch Mitte Dezember die lang aufgeschobene Leitzinserhöhung der US-amerikanischen Notenbank, deren zögerliches Handeln das ganze Jahr über ein Unsicherheitsfaktor für die Märkte war.
Trotzdem entspannte sich die Lage im 4. Quartal 2015. Stabile Unternehmensergebnisse in Deutschland und die Aussichten auf die US-Zinswende im Dezember sorgten für eine insgesamt freundliche Börsentendenz, die dem Dax eine Jahresperformance von 9,6% auf 10.743 Punkte brachte, nachdem er im September mit 9.325 Punkten das Jahrestief gesehen hatte. Damit schnitt er im internationalen Vergleich ordentlich ab. Der US-amerikanische S&P 500 ging im Jahresvergleich um 0,7%, der Dow Jones um 2,2%, der britische FTSE um 4,9% und der MSCI Emerging Markets Index sogar um 16,4% zurück. Lediglich die US-Technologiebörse NASDAQ entwickelte sich mit einem Plus von 8,4% erfreulich, das aber überwiegend von einigen großen Werten getragen wurde.
Insgesamt blieben aber vom Jahr 2015 die negativen Eindrücke zurück. Die wieder aufgeflammte Griechenlandkrise, der VW-Abgasskandal, der das Gütesiegel "Made in Germany" schwer beschädigt hat, der Chinacrash, die Austrittsdebatten in der EU, Flüchtlingsströme aus dem Mittleren Osten, die nicht enden wollen und die zur Zerreißprobe für die europäische Gemeinschaft werden, ein schwächelnder Euro, der im Jahresverlauf um 9,7% nachgab, und die ständige Angst vor einem weiteren Abflauen der Weltkonjunktur. Wie negativ die Anleger all diese Faktoren bewertet haben sieht man an dem katastrophalen Start in das Börsenjahr 2016, bei dem der Dax seine ganze Jahresperformance von 2015 wieder eingebüßt hat.
Die starken Marktschwankungen, die im Laufe des Jahres 2015 zugenommen haben, waren begleitet von einem deutlichen Anstieg der Wertpapierumsätze in Deutschland. Dies gilt insbesondere für Aktien und für sogenannte Exchange Traded Products wie ETF's oder ETC's. Trotz ebenfalls heftiger Schwankungen enttäuschten dagegen die Umsätze in festverzinslichen Wertpapieren.
Die 1993 gegründete mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist ein Kreditinstitut im Sinne des KWG (Gesetz über das Kreditwesen). Neben der Erlaubnis für das Finanzkommissionsgeschäft sowie das Emissions- und Platzierungsgeschäft verfügt die Gesellschaft über die Erlaubnis zur Anlage- und Abschlussvermittlung, zur Anlageberatung und -verwaltung sowie zum Eigenhandel und Eigengeschäft. Sie kann ihre Geschäftstätigkeit auch auf finanzinstrumentähnliche Börsengüter und andere Geschäftsfelder erweitern, die von Wertpapierdienstleistungsunternehmen wahrgenommen werden, soweit keine Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz erforderlich ist. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG unterliegt der Aufsicht der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) sowie der Deutschen Bundesbank. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG mit Sitz in Gräfelfing (14 Mitarbeiter) hat vier unselbstständige Niederlassungen in Hamburg (22 Mitarbeiter), Hannover (4 Mitarbeiter), Frankfurt (5 Mitarbeiter) und Berlin (8 Mitarbeiter). Ihre Aktivitäten konzentrieren sich auf die beiden Geschäftsbereiche "Wertpapierhandel" und "Kapitalmarkt". Die Aktie der Gesellschaft wird im Freiverkehr der Börse München im Segment m:access gehandelt.
Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG sind das Provisions- und Handelsergebnis, die Personal- und anderen Verwaltungsaufwendungen sowie das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit. Diese werden laufend überwacht und unterliegen einer aktiven Steuerung.
Wie schon im Jahr zuvor war das 1. Quartal 2015 das beste des Jahres. Die Europäische Zentralbank flutete die Märkte mit Geld und die steigenden Kurse ließen wieder deutlich mehr Anleger an die Börse zurückkehren. Ab dem zweiten Quartal 2015 trübten eine Reihe geopolitischer und konjunktureller Faktoren die Stimmung deutlich ein. Trotzdem stiegen die Wertpapierumsätze, deren Höhe das Kerngeschäft der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, den Wertpapierhandel mit der Skontroführung in Aktien, offenen Investmentfonds und festverzinslichen Wertpapieren, maßgeblich beeinflusst, insgesamt im Jahresverlauf signifikant gegenüber den Vorjahren an. Für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG bedeutete das die Möglichkeit, ihr Provisions- und Handelsergebnis verbessern zu können. So konnte das Provisionsergebnis im Geschäftsjahr 2015 um 28% auf TEUR 2.587, das Handelsergebnis um 21% auf TEUR 11.554 gesteigert werden.
Steigende Umsätze lassen in der Regel auch die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen und hier insbesondere die umsatzabhängigen Kosten zunehmen, die sich in 2015 um 16% auf TEUR 13.189 erhöhten.
Der Kurs der mwb fairtrade Aktie entwickelte sich im Jahr 2015 überwiegend parallel zum Dax und hatte sein Hoch im April bei € 1,88. Im zweiten Halbjahr 2015 pendelte er zwischen € 1,34 und € 1,40 und schloss am 30.12.2015 mit € 1,35. Gegenwärtig liegt er im Xetra-System auf einem Niveau von etwa € 1,50.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG war im Jahr 2015 in zwei Geschäftsbereichen aktiv. Der erste Bereich "Wertpapierhandel" umfasst die Skontroführung in Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und offenen Investmentfonds, außerdem Sales & Execution für institutionelle Kunden sowie Orderausführung für Kreditinstitute. Mit dem Wertpapierhandel erwirtschaftete die Gesellschaft im vergangenen Jahr fast den kompletten Ertrag in Höhe von TEUR 13.729 gegenüber TEUR 11.388 im Vorjahr. Der Anteil des zweiten Geschäftsbereichs "Kapitalmarkt" war mit 1% verschwindend gering. Grund dafür ist der nach wie vor schwache Primärmarkt in Deutschland.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG führte zum 31. Dezember 2015 die Orderbücher von 5.884 Aktien an den Börsenplätzen Frankfurt, München, Hamburg, Hannover und Berlin. Damit ergibt sich ein Rückgang von 27 Skontren gegenüber dem Vorjahresultimo.
Die Skontroführung in Aktien trug im Geschäftsjahr 2015 mit 55% zu den Umsatzerlösen der Gesellschaft bei. Das entspricht 49% des Gesamtprovisionsergebnisses und 56% des Gesamthandelsergebnisses. Damit hat die Skontroführung in Aktien innerhalb des Wertpapierhandels der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG an Bedeutung zugenommen. In absoluten Zahlen ausgedrückt betrug der Anteil des Bereichs Skontroführung in Aktien TEUR 7.743 (i. Vj. TEUR 5.794).
Die Niedrigzinspolitik der EZB hat deutliche Spuren im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren hinterlassen. Insgesamt kann man deshalb sagen, dass 2015 nach 2014 erneut ein schwaches Rentenjahr war. Während die Wertpapierumsätze in Deutschland in 2015 insgesamt zulegen konnten, gingen sie im Rentenhandel zurück. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG betreute zum 31. Dezember 2015 die Orderbücher von 6.872 festverzinslichen Wertpapieren an den Börsen Berlin, Hamburg und Hannover gegenüber 6.884 im Vorjahr. Umsatzerlöse in diesem Bereich in Höhe von TEUR 1.687 (i. Vj. TEUR 1.388) entsprechen 12% der Gesamtumsatzerlöse und damit so viel wie im Vorjahr. Mit Rentenpapieren erzielte die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG aber immerhin 37% ihres Provisionsergebnisses und 6% des Handelsergebnisses.
Die Entwicklung im Fondshandel in Deutschland verlief im Geschäftsjahr in etwa parallel zum Aktienhandel. Zum 31. Dezember 2015 betreute die Gesellschaft an den Börsen München, Hamburg, Hannover und der Tradegate Exchange die Orderbücher von 6.404 offenen Investmentfonds, was einer Steigerung um 412 Titel gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mit diesen Werten erwirtschaftete die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG Erträge in Höhe von TEUR 2.909 (i. Vj. TEUR 2.501) oder 21% der Gesamtumsatzerlöse. Dies entspricht absolut einem Anstieg von TEUR 408 gegenüber 2014. Rund 5% des Gesamtprovisionsergebnisses und immerhin 24% des Gesamthandelsergebnisses wurden in diesem Bereich erzielt. Dies zeigt die wichtige Stellung innerhalb des Kerngeschäfts der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG führt Aktien und Rentenorders im Auftrag von institutionellen Kunden und Banken aus. Hierbei erzielte sie im Geschäftsjahr 2015 Erträge in Höhe von TEUR 1.390 (i. Vj. TEUR 1.705). Dies entspricht 10% der Gesamtumsatzerlöse des Unternehmens. Damit ging der Anteil an den Umsatzerlösen abermals zurück. Trotzdem betrachtet die Gesellschaft diesen Geschäftsbereich als interessant und ausbaufähig und hat sich im Geschäftsjahr 2015 mit zwei weiteren Händlern personell verstärkt. Insgesamt wurden im Bereich Sales und Orderausführung 9% des Gesamtprovisionsergebnisses und 10% des Gesamthandelsergebnisses erzielt. Die Aussagekraft dieser Zahlen ist jedoch zu relativieren, da im Geschäftsfeld Orderausführung von den Kunden mehr und mehr eine Nettoabrechnung gefordert wird. Die Provision für diese Dienstleistung fällt dann im Handelsergebnis an, obwohl sie rein formal zum Provisionsergebnis gezählt werden müsste.
Im Jahr 2015 gab es an den deutschen Wertpapierbörsen insgesamt 29 Aktien-IPO's oder -Listings, davon im regulierten Markt 14 IPO's mit einem Emissionsvolumen von rund 6,5 Mrd. Euro. Damit war 2015 zwar das volumenstärkste IPO-Jahr nach 2007, die reine Zahl allein kann jedoch nicht über die anhaltende Schwäche des Primärmarktes hinwegtäuschen. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG spezialisiert sich innerhalb dieses Marktes auf niedrigmargige und deshalb risikoärmere Dienstleistungen wie Beratung und Listings. Deshalb trug dieses Geschäftsfeld nur zu 1% oder TEUR 174 (i. Vj. TEUR 138) zu den Gesamtumsatzerlösen bei.
Im Geschäftsjahr 2015 hat die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ein Mandat im Kundenauftrag betreut. Daneben tritt die Gesellschaft für die eigene mwb fairtrade Aktie und 39 selbst ausgewählte, interessante, Auslandsaktien als Designated Sponsor auf. Die Erlöse daraus zeigen sich im Handelsergebnis und trugen im vergangenen Jahr zu einem knappen Prozent zu den Gesamtumsatzerlösen bei.
Das Geschäftsjahr 2015 ist für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG trotz der teilweise schwierigen Marktbedingungen überaus erfreulich verlaufen. Dem Anstieg des Provisions- und Handelsergebnisses um 22% auf TEUR 14.141 stand ein Anstieg der Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen von lediglich 16% auf TEUR 13.189 gegenüber. Deshalb erzielte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2015 ein positives Jahresergebnis. Zum 31.12.2015 lag das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken bei TEUR 742 im Vergleich zu TEUR 210 im Vorjahr. Der Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hatte in seiner Planung für 2015 ein etwas niedrigeres Ergebnis prognostiziert, das insbesondere wegen des höheren Provisionsergebnisses als Folge der deutlich gestiegenen Wertpapierumsätze übertroffen wurde.
Das Ergebnis je Aktie vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken erhöhte sich auf € 0,10 nach € 0,03 in 2014. Die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken belastete die Gewinn- und Verlustrechnung 2015 mit TEUR 24. Die Cost-Income-Ratio als Kennzahl der Effizienz des Unternehmens reduzierte sich von 97% in 2014 auf 93% in 2015.
Das Provisionsergebnis 2015 der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wurde maßgeblich durch den Anstieg der Wertpapierumsätze an den deutschen Börsen beeinflusst. Diese waren in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich zurückgegangen. In den vergangenen Jahren hatte der Wettbewerb der Regionalbörsen um Marktanteile die Etablierung neuer Preismodelle zur Folge, in der die Courtage als Entgelt für die Dienstleistung des Skontroführers eine immer untergeordnetere Rolle spielt. So ist z.B. der Handel an der BerlinerTradegate Exchange ganz courtagefrei, in Hamburg wiederum sind bestimmte Ordergrößen bei bestimmten Wertpapieren courtagefrei. Seit 2011 gibt es in Frankfurt anstatt einer Maklercourtage eine performanceabhängige Vermittlungsgebühr für die Spezialisten, die von der Börse bezahlt wird. Trotz dieser Entwicklungen konnte die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ihr Provisionsergebnis in 2015 um TEUR 561 oder 28% auf TEUR 2.587 (i. Vj. TEUR 2.026) steigern. Insgesamt dürfte das Provisionsergebnis in den nächsten Jahren schrittweise weiter an Bedeutung verlieren. Im Geschäftsjahr 2016 erwartet der Vorstand ein rückläufiges Provisionsergebnis.
Das Börsenjahr 2015 war durch teilweise starke Marktschwankungen gekennzeichnet. Sofern diese Volatilität beherrschbar ist, herrschen ideale Handelsbedingungen für Skontroführer. Allzu erratische Bewegungen, häufig ausgelöst durch unerwartete Nachrichten, verschlechtern diese Bedingungen jedoch und beeinflussen das Handelsergebnis negativ. Die Skontroführer der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG haben durch ihr umsichtiges und diszipliniertes Handeln im Jahr 2015 die Marktbedingungen überwiegend für sich nutzen können. Demzufolge konnte das Handelsergebnis um TEUR 1.967 oder 21% auf TEUR 11.554 gesteigert werden. Dies entspricht in etwa der Prognose des Vorstands für das Jahr 2015. Im laufenden Geschäftsjahr 2016 geht der Vorstand aufgrund der schwierigen Marktbedingungen von einem rückläufigen Handelsergebnis aus. Die Relation von Handels- und Provisionsergebnis, die historisch meist bei 60% zu 40% gelegen hat, hat sich wie schon in den vergangenen Jahren deutlich zugunsten des Handelsergebnisses verschoben und lag in 2015 bei 82% zu 18%.
Eine zunehmende Geschäftstätigkeit mit deutlich gestiegenen Umsatzerlösen hat zwangsläufig einen Anstieg der umsatzbedingten Kosten zur Folge. Hierzu gehören insbesondere die Aufwendungen für die Abwicklung der Wertpapiergeschäfte, die Kosten für eine verstärkte Nutzung der Börsen-/Handelssysteme und auch Boni für die Wertpapierhändler. Aber auch höhere Investitionen in IT und handelsunterstützende Software führten im Jahr 2015 zu einem Anstieg der Kosten. Deshalb erhöhten sich die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2015 um 16% oder TEUR 1.791 auf TEUR 13.189 (i. Vj. TEUR 11.398). Damit lagen sie etwas über den Erwartungen des Vorstands, der aber auch mit geringeren Umsatzerlösen gerechnet hatte. Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet der Vorstand eher gleichbleibende Aufwendungen ohne von der praktizierten strikten Kostendisziplin abzuweichen.
Im Einzelnen erhöhten sich die Personalaufwendungen im Jahr 2015 um 11% oder TEUR 481 auf TEUR 4.683 (i. Vj. TEUR 4.202). Der Anteil der gemäß leistungsabhängigen Entlohnungsmodellen der Wertpapierhändler bezahlten Boni betrug dabei TEUR 749 (i. Vj. TEUR 572).
Die Anderen Verwaltungsaufwendungen stiegen um 18% oder TEUR 1.310 auf TEUR 8.506 (i. Vj. TEUR 7.196). Hier schlugen insbesondere die umsatzabhängigen Kosten sowie die Neuanschaffungen im Bereich IT zu Buche.
Im Geschäftsjahr 2015 musste eine Forderung gegenüber einem Kunden des Bereichs Kapitalmarktgeschäft in Höhe von TEUR 15 abgeschrieben werden. Der Grund liegt in der Insolvenz des Kunden.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG führte im Geschäftsjahr 2015 dem Fonds gemäß Paragraph 340e Abs. 4 HGB TEUR 24 zu, um im Fonds für allgemeine Bankrisiken 10% des durchschnittlichen Handelsergebnisses der letzten fünf Jahre zu erreichen. Um diesen Betrag mindert sich das Ergebnis der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG. Durch den Fonds für allgemeine Bankrisiken bleibt die Kapitalbasis gestärkt und die Gesellschaft ist zukünftig vor dem Hintergrund der unsicheren geopolitischen und konjunkturellen Entwicklung stärker abgesichert. Aus Gründen der Transparenz und Vergleichbarkeit wird in diesem Geschäftsbericht das Ergebnis vor und nach Zuführung ausgewiesen.
Ein deutlich gestiegenes Provisions- und Handelsergebnis bei gleichzeitig unterproportional gestiegenen Verwaltungsaufwendungen erbrachten im Geschäftsjahr 2015 eine erfreuliche Verbesserung des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit. Vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken erreichte die Gesellschaft ein positives Ergebnis in Höhe von TEUR 742 gegenüber TEUR 210 im Vorjahr, ein Zuwachs um TEUR 532 oder 253%. Nach Zuführung ergibt sich ein Ergebnis von TEUR 718 (i. Vj. TEUR 9). Damit wurden die Erwartungen der Geschäftsleitung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG übertroffen.
Der Vorstand hatte in seiner Planung für 2015 sowohl die Ertragsseite, als auch die Kostenseite konservativer eingeschätzt. Die Gesellschaft verfolgt damit ihren eingeschlagenen Weg weiter, die Qualität des Ergebnisses durch Handelsdisziplin einerseits und Kostendisziplin andererseits kontinuierlich zu verbessern.
Entsprechend dem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit verbesserte sich der Jahresüberschuss ebenso deutlich von TEUR 19 im Jahr 2014 auf TEUR 726 im Geschäftsjahr 2015.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG verzeichnete zum 31. Dezember 2015 einen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 746 (i. Vj. TEUR 19). Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft werden der Hauptversammlung 2016 vorschlagen, eine Dividende von € 0,05 je dividendenberechtigte Aktie auszuschütten. Der Rest soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Die Vermögens- und Finanzlage der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist geordnet. Dies wurde insbesondere durch die komfortable Eigenkapitalausstattung begünstigt.
Die Bilanzsumme erhöhte sich zwischen dem 31. Dezember 2014 und dem 31. Dezember 2015 um TEUR 4.197 auf TEUR 19.786 (i. Vj. TEUR 15.589). Dies entspricht einer Erhöhung von 27 %. Die Erhöhung ergibt sich hauptsächlich aus dem Anstieg der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Die Forderungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 13.462 bilden mit 68% den größten Posten auf der Aktivseite der Bilanz. Weitere nennenswerte Anteile an der Aktivseite der Bilanz haben die Handelsaktiva mit 10% und Beteiligungen mit 12,4%. Auf der Passivseite hat der Posten Eigenkapital einen Anteil an der Bilanzsumme in Höhe von 47%, der Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 25% und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einen Anteil von 16%. Die Rückstellungen bilden mit TEUR 995 einen Anteil von 5%.
Der Saldo aus kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 8.301 auf TEUR 9.527 gestiegen. Die Liquiditätserhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss und der Reduzierung der Handelsaktiva. Die Liquiditätskennzahl nach § 11 des Kreditwesensgesetzes (Quotient aus Forderungen und Verbindlichkeiten) der Gesellschaft lag mit 3,42% unter dem Vorjahreswert von 6,86 % und ist somit mehr als drei Mal so hoch, wie aufsichtsrechtlich gefordert. Der Rückgang ist rein rechnerisch bedingt und resultiert aus einer gleichzeitigen Erhöhung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Abwicklungsgeschäften. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG befindet sich in einer guten Liquiditätssituation, die sich auch an dieser Liquiditätskennziffer ablesen lässt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Geschäftsjahr war jederzeit gegeben.
Der Handelsbestand erhöhte sich von TEUR 1.715 im Vorjahr auf TEUR 1.988 zum 31. Dezember 2015. Die Bestände in festverzinslichen Wertpapieren betrugen zum 31.12.2015 TEUR 0,00 (i.Vj. TEUR 514). Die Veränderung resultiert daraus, dass die Bestände in festverzinslichen Wertpapieren seit dem Geschäftsjahr 2015 im Handelsbestand ausgewiesen werden.
Das Eigenkapital der Gesellschaft belief sich zum 31. Dezember 2015 auf TEUR 9.303 (i. Vj. TEUR 8.583). Der Anstieg von TEUR 720 gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem Jahresüberschuss. Die Eigenkapitalquote ist mit 47 % (i. Vj. 55 %) nach wie vor komfortabel, zumal der auf der Passivseite ausgewiesene Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von TEUR 4.924 nicht zum Eigenkapital, wohl aber aufsichtsrechtlich zum harten Kernkapital zählt.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist seit Dezember 1998 an der XCOM AG mit Sitz in Willich beteiligt. Das 1988 gegründete Unternehmen zählt zu den führenden Anbietern für E-Banking, E-Business und Handelsunterstützung im Wertpapierbereich. Nach erfolgter Kapitalerhöhung der XCOM AG im November 2015 beträgt die Beteiligungshöhe der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG 9,4%. Am 4.11.2014 hatte die Fintech Group AG bekannt gegeben, dass sie sich vertraglich eine Option auf den Erwerb einer 54%igen Mehrheit an der XCOM AG gesichert hat. Die Fintech Group AG ist nach eigenen Angaben einer der Markt- und Innovationsführer im deutschen Online-Brokerage-Markt und hat das Ziel mittelfristig eines der führenden Financial Services Technologies-Unternehmen in Europa zu werden. Die XCOM AG soll hier der wichtigste strategische Partner werden. Mit Corporate News vom 24. März 2015 gab die Fintech Group AG bekannt, dass sie zum 20. März 2015 den Erwerb einer 51-prozentigen Beteiligung an der XCOM AG mit erfolgter Zustimmung der BaFin abgeschlossen hat. Der Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG sieht durch diesen Schritt eine Aufwertung ihrer Beteiligung an der XCOM AG. Zu den bisher schon vielfältigen Beziehungen zwischen der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG und der XCOM/ biw-Gruppe könnten sich mit der Fintech Group AG eine Reihe von weiteren strategischen Anknüpfungsmöglichkeiten ergeben.
Die Geschäftsführung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat die Entwicklung der XCOM AG im Jahr 2015, wie schon in den Vorjahren, sorgfältig und kontinuierlich verfolgt. Der Kontakt mit dem Management der XCOM AG verlief in offener und vertrauensvoller Weise. Hier ist insbesondere anzumerken, dass die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG nicht nur Aktionär der XCOM AG ist, sondern auch deren Kunde.
Die Tochtergesellschaft MWB Wertpapierhandelsbank AG wurde zum 16. Dezember 2009 in MWB GmbH umfirmiert. Die 100%-ige Beteiligung an der Gesellschaft, die schon seit Jahren keinen operativen Geschäftsbetrieb mehr unterhielt und die Erlaubnisse nach dem KWG zum Betreiben von Bankgeschäften zurückgegeben hatte, diente die letzten Jahre lediglich zur Erhaltung unserer strategischen Flexibilität. Mit Gesellschafterbeschluss vom 04.12.2013 wurde die MWB GmbH mit Ablauf des 31.12.2013 aufgelöst. Die Geschäftsführer Herr Thomas Posovatz und Herbert Schuster wurden abberufen und Herr Thomas Posovatz, der gleichzeitig ein Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist, zum alleinigen Liquidator bestellt. Der Aufsichtsrat der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat der Liquidation zugestimmt und Herrn Posovatz ermächtigt, sich selbst zum alleinigen und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiten Liquidator der MWB GmbH zu bestellen. Die Löschung der Gesellschaft im Handelsregister wird im Geschäftsjahr 2016 erfolgen.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hielt zum 31. Dezember 2015 einen Bestand in eigenen Aktien in Höhe von 15.000 (i. Vj. 11.520) Stück. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Bestand damit um 3.480 Stück erhöht.
Der Aufsichtsrat ist gemäß § 87 AktG für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes zuständig. Mit den Mitgliedern des Vorstandes wurden Dienstverträge geschlossen, darin sind das Grundgehalt und die variable Vergütung in Form einer erfolgsabhängigen jährlichen Bonuszahlung geregelt. Die Bonuszahlung beträgt 2,5% vom Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Einrechnung der Vorstandstantiemen für den einzelnen Vorstand und ist nach oben begrenzt auf 100% des Jahresfixgehaltes. Im Falle eines negativen Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entfällt die Bonuszahlung. Jedes Mitglied des Aufsichtsrates erhält außer der Erstattung seiner Auslagen für jedes volle Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 12,5 zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält die doppelte Vergütung. Eine zusätzliche, variable Vergütung ist für den Aufsichtsrat nicht vorgesehen. Die Gesellschaft gewährt den Aufsichtsratsmitgliedern angemessenen Versicherungsschutz, insbesondere wurde die Gesellschaft dazu verpflichtet, zu Gunsten der Aufsichtsratsmitglieder eine Haftpflichtversicherung (sog. Directors & Officers Versicherung) abzuschließen, die die gesetzliche Haftpflicht aus der Aufsichtsratstätigkeit in angemessenem Umfang abdeckt.
Das gezeichnete Kapital der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG besteht aus 7.473.700 nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von € 1,00 je Aktie. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
In der Hauptversammlung vom 08. Juli 2013 wurde die Aufhebung des bestehenden und die Schaffung eines neuen genehmigtes Kapital in Höhe von € 3.736.850 beschlossen.
Die BÖAG Börsen AG, Hamburg, hält zum Bilanzstichtag 1.878.251 Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 25,13% am Grundkapital der Gesellschaft. Die FMNP Beteiligungs GmbH, Gräfelfing, hält zum Bilanzstichtag 1.482.890 Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 19,84% am Grundkapital der Gesellschaft.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 10. Juli 2014 wurde die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 7 Aktiengesetz eigene Aktien bis zu fünf von hundert des Grundkapitals und gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz bis zu zehn von hundert des Grundkapitals bis zum 09. Juli 2019 zu erwerben. Die aufgrund der Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 und 8 Aktiengesetz erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, zehn von hundert des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.
Kein Inhaber von Aktien besitzt Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse. Die Mitglieder des Vorstands der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG werden vom Aufsichtsrat der Gesellschaft ernannt und abberufen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Änderungen der Satzung erfordern eine Mehrheit von dreiviertel der abgegebenen Stimmen in der Hauptversammlung.
Der Aufsichtsrat der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG besteht gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 08. Juli 2013 aus drei Mitgliedern.
Es existieren keine Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Genauso wenig gibt es Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder den Arbeitnehmern getroffen sind.
Den im Folgenden getroffenen Einschätzungen liegen alle der Gesellschaft zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen zugrunde und sind mit Prognoserisiken und Unsicherheiten behaftet. Damit können die tatsächlichen Ergebnisse von den in diesem Lagebericht getroffenen Aussagen abweichen. Alle Aussagen beziehen sich auf das Jahr 2016. Das gilt auch für die im Bericht über das interne Kontrollsystem und Risikomanagement System dargestellten Risiken.
Die Geschäftsleitung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG erwartet, dass die ungelösten Problemfaktoren des Jahres 2015 ebenso die von 2016 sein werden und auch noch in das Jahr 2017 hineinwirken. Die schwächelnde chinesische Wirtschaft, der Verfall der Rohstoffpreise als Folge einer weltweiten Verlangsamung des Wirtschaftswachstums, die wirkungslose Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank mit zum Teil Negativrenditen und das Pulverfass Mittlerer Osten, das eine Flüchtlingskrise ausgelöst hat, die zu einer Zerreißprobe für die Europäische Gemeinschaft wird, werden die Märkte beherrschen und die Unsicherheit und Nervosität der Anleger noch weiter erhöhen. War 2015 schon ein sehr volatiles Jahr an den Börsen, dürfte 2016 noch volatiler werden. Dies ist im Übrigen auch die Meinung der meisten Wirtschafts- und Börsenexperten. Zu diesem Szenario passt der turbulente Jahresauftakt 2016 an den Aktienmärkten. Wiederum war die chinesische Börse der Auslöser und bescherte dem Dax den schwächsten Start seit mehr als 25 Jahren. Viele Unternehmen, die in den ersten Wochen des Jahres ihre Zahlen für 2015 bekannt gaben - in der Regel übertrafen sie die Erwartungen, gaben aber vorsichtige, gedämpfte Ausblicke - wurden dafür von den Anlegern abgestraft. Der Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG geht daher für 2016 von einer mäßigen Indexentwicklung mit starken Schwankungen an den führenden Börsen aus. Die Wertpapierumsätze dürften wegen der zunehmenden Verunsicherung der Anleger leicht zurückgehen. Bei solch einem Marktumfeld erwartet die Geschäftsleitung insgesamt einen Rückgang von Provisions- und Handelsergebnis. Die Aufwandsseite dürfte weitgehend stabil bleiben. Das zeigten schon die Monate Januar und Februar 2016. Insgesamt rechnet der Vorstand deshalb mit einem Rückgang des Ergebnisses. Handelsdisziplin und stabile Kosten dürften aber dafür sorgen, dass das Ergebnis 2016 positiv bleibt.
Wesentliche Vorgänge nach dem 31. Dezember 2015 haben sich nicht ergeben.
Unternehmerisches Handeln bedeutet, sich ergebende Chancen im Interesse der Anteilseigner, der Mitarbeiter und der Gesellschaft bei gleichzeitiger bewusster Steuerung der Risiken wahrzunehmen. Alle Ressourcen und Aktivitäten unserer Gesellschaft sind auf eine nachhaltige Vermögens- und Erfolgssicherung ausgerichtet. Sämtliche geschäftspolitischen Entscheidungen der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG werden im Rahmen unserer gelebten Risikokultur stets unter strenger Beachtung der Ertrags-/Risikorelation getroffen. Die Geschäftsleitung legt besonders hohen Wert auf risikoangemessenes Verhalten, daher werden unternehmerische Risiken nur dann eingegangen, wenn die Ertragsaussichten die Risiken deutlich überwiegen. Durch unsere hohe Eigenkapitalquote, gelebte Marktnähe und unser ausgeprägtes Risikowissen können wir geschäftsfeldübergreifend flexibel auf die sich stellenden Risiken eingehen. Bei der strategischen Steuerung unserer Gesellschaft spielen neben den monetären Gesichtspunkten auch nichtfinanzielle Steuerungsgrößen wie Prozesseffizienz, Transparenzerhöhung, bestmögliche Kundenbetreuung, Mitarbeiterzufriedenheit und die Stärkung der Position der Wertpapierfirmen eine große Rolle. Besonderes Augenmerk wird auch auf die Förderung eines transparenten und offenen Dialogs zu risikorelevanten Fragen gelegt.
Das Ziel unserer Risikostrategie besteht in der Absicherung der Unternehmensziele gegen störende Ereignisse durch das Ergreifen geeigneter Maßnahmen. Die Gesellschaft hat hierzu im Rahmen ihres wertorientierten Firmenmanagements ein umfassendes Risikomanagementsystem zur Aufdeckung von Risiken und der Optimierung von Risikopositionen etabliert. Das Risikocontrolling der Gesellschaft ist so angelegt, dass besonderes Augenmerk auf die Verhinderung von Risiken gelegt wird. Dabei prüfen wir stets, ob unsere risikopolitischen Vorkehrungen ausreichen, um das Gefährdungspotential spürbar zu verringern. Bei Bedarf werden umgehend weitere Maßnahmen zur Risikoreduzierung ergriffen. Im Zuge der Umsetzung der sich aus den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) ergebenden Anforderungen hat die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im Rahmen ihrer Geschäftsstrategie ein Risikotragfähigkeitskonzept entwickelt, in dem neben der Definition der Risikodeckungsmasse, der gesamtbankbezogenen Verlustobergrenze und der Bestimmung des Risikopotentials eine Gegenüberstellung des aggregierten Risikopotentials mit der Verlustobergrenze erfolgt. Aufgrund der in den von der Gesellschaft betriebenen Geschäftsfeldern eingegangenen Risiken, verfolgt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG bei der Ausgestaltung der Risikotragfähigkeit einen konservativen Ansatz. Die Gesellschaft hat deshalb festgelegt, dass die täglich zum Geschäftsschluss bestehende Verlustobergrenze 60 % der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse betragen darf. Der verbleibende Rest steht als Risikopuffer zur Verfügung. Neben den Marktpreisrisiken aus Aktien, festverzinslichen Wertpapieren, Investmentfonds und Optionsgeschäften hat die Gesellschaft die operationellen Risiken und das Adressenausfallrisiko in das Risikotragfähigkeitskonzept aufgenommen. Das für diese Risiken bestehende Risikopotential ermittelt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG täglich, wobei sich die Gesellschaft zur Ermittlung des operationellen Risikos des Basisindikatoransatzes nach den Art. 315, 316 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Capital Requirements Regulation - CRR) bedient. Nach den MaRisk hat die Berechnung der Risikotragfähigkeit sowohl den Schutz der Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (Gone-Concern-Ansatz), als auch das Ziel der Fortführung des Instituts (Going-Concern-Ansatz) zu verfolgen. Die mwb ermittelt daher die Risikotragfähigkeit nach beiden Verfahren. Zur Feststellung, ob die Risikotragfähigkeit gegeben ist, setzt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG in einer täglich durchzuführenden Berechnung das aggregierte Risikopotential in das Verhältnis zu der nach den beiden Ansätzen ermittelten Verlustobergrenze. Liegt das Ergebnis dieser Quotienten unter 100 % ist die Risikotragfähigkeit gewährleistet. Im Geschäftsjahr 2015 kam es zu keiner Überschreitung der Verlustobergrenze. Zum Bilanzstichtag betrug die Auslastung nach dem Gone-Concern-Ansatz 23,20%, während sie nach dem Going-Concern-Ansatz 32,03% betrug.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat die Interne Revision seit dem Jahr 2011 an eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ausgelagert.
Gegenstand der Prüfungshandlungen der Internen Revision sind vor allem die Bereiche Wertpapierhandel, Risikomanagement, Compliance, Liquiditätssteuerung, Rechnungswesen, Datenverarbeitung, Personal, Meldewesen und die Einhaltung der Vorschriften zur Vermeidung von Geldwäsche. Hierbei werden Betriebsabläufe, die einem besonderen Risiko unterliegen jährlich geprüft, andere Betriebsabläufe innerhalb eines Dreijahreszeitraumes.
Ein wirksames Risikocontrolling setzt eine unabhängige, von den Handelsaktivitäten separierte Ermittlung der eingegangenen Risiken voraus.
Hierzu hat die Gesellschaft zwei vom Handel unabhängige Risikomanager bestellt, in deren Aufgabengebiete neben der Identifizierung, Analyse, Bewertung und Überwachung der Risiken auch die Sensibilisierung der Mitarbeiter für die Erkennung und Vermeidung von Risiken fallen. Die Grundlage für den permanenten und systematischen Umgang mit den Risiken bilden Vorgaben und Entscheidungen des Vorstands zur Risikotoleranz, die sich aus der Risikostrategie und Risikopolitik ableiten und sich an der Kapital- und Liquiditätsausstattung orientieren.
Ein effizientes Risikocontrolling muss sich bei der Vielzahl der von der Gesellschaft getätigten Geschäfte auf ein leistungsfähiges Computersystem verlassen können. Die Gesellschaft bedient sich hierzu innovativer Anwendungen des auf Finanzdienstleister und Banken spezialisierten Softwareunternehmens XCOM AG.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG überwacht laufend die Großkreditgrenzen sowie die Gesamt- und Einzelpositionen aus sämtlichen Wertpapiergeschäften und die damit verbundenen unrealisierten Gewinne und Verluste. Ein erfahrenes Mitarbeiterteam erfasst die verfügbaren Mittel täglich in einem Liquiditätsstatus und überwacht und koordiniert die zu bezahlenden Verbindlichkeiten.
Im Zuge der betriebswirtschaftlichen Überwachung kontrolliert der Vorstand täglich die Aufwendungen und Erträge aus dem Kerngeschäft der Gesellschaft. Nach der Plausibilisierung der Monatszahlen nimmt der Finanzvorstand zu der allgemeinen Entwicklung, ausgewählten GuV-Positionen und der Liquiditätssituation monatlich schriftlich Stellung. Die Erläuterungen zirkulieren im Vorstand und werden den Mitgliedern des Aufsichtsrates zur Kenntnisnahme vorgelegt.
Im Bereich der operationellen Risiken, die ihren Ursprung in Prozessen, Personen, Technologien oder externen Ereignissen haben können, werden bestehende Risiken konsequent mit einem vielfältigen, ursachenbezogenen Risikomanagement verringert.
Strategische Risiken entstehen dann, wenn unsere Strategie nicht mit den Anforderungen und Erwartungen des Marktes, unserer Kunden oder den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vereinbar ist, und dies von der Geschäftsführung nicht erkannt wird. Zur Vermeidung dieses Risikos durchleuchten wir sorgfältig die strategischen Risiken in kurzen Zeitabständen. Der Vorstand steht diesbezüglich in ständigem Kontakt mit dem Aufsichtsrat, der sich aktiv in die Festlegung der strategischen Ziele einbringt und den Risikogehalt der strategischen Planungsprozesse gemeinsam mit dem Vorstand der Gesellschaft im Auge behält.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist sich der Gefahr von außen eintretender - nicht von der Gesellschaft beeinflussbarer - Ereignisse und Veränderungen zu Lasten des Skontroführergeschäftes bewusst. Als besondere Risiken werden hierbei generell sinkende Wertpapierumsätze aufgrund einer nachhaltigen Veränderung des Anlegerverhaltens, eine weitere Verschärfung der Konkurrenzsituation bei Markt- und Preismodellen unter den Börsen in Deutschland, aber auch eine drastische Erhöhung der regulatorischen Anforderungen - z.B. nach weiteren Krisen - gesehen. Wir sind allerdings auch zuversichtlich, dass der computerunterstützte Skontroführerhandel in welcher Ausprägung auch immer weiterhin nicht vollständig von vollelektronischen Computersystemen verdrängt werden kann, da sonst weniger liquide Wertpapiere die Mehrheit darstellen, nicht mehr im besten Kundeninteresse gehandelt werden könnten, was letztendlich zu einer Verarmung der Börsenlandschaft mit nur noch wenigen hochliquiden Werten führen würde.
Der Gefahr des Wegbrechens eines Geschäftsfeldes oder dem Abwandern von Kunden begegnet die Gesellschaft durch die Verteilung des Geschäftes auf mehrere voneinander unabhängige Standbeine und ständigen Bestrebungen, die Anzahl der Kunden zu erhöhen.
Die identifizierten Einzelrisiken wurden schriftlich erfasst, werden laufend überwacht und in regelmäßigen Abständen überprüft. Daneben findet eine ständige Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems statt. Die Gesellschaft legt dabei besonderen Wert auf die Einbeziehung der einzelnen Mitarbeiter des Unternehmens, die angehalten werden, erkannte Risiken an die Risikomanager zu kommunizieren.
Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken und operationelle Risiken werden in der Berechnung der Gesamtrisikoauslastung als wesentliche Risiken täglich berücksichtigt, während die Platzierungsrisiken nur nach einer Einzelfallprüfung einbezogen werden. Die Liquiditätsrisiken bleiben branchenüblich bei der Berechnung der Gesamtrisikoauslastung außer Betracht.
Im Folgenden werden die Einzelrisiken dargestellt. Nach einer allgemeinen Definition und Darstellung des jeweiligen Risikos erfolgt eine Beschreibung der ergriffenen Risikobegrenzungsmaßnahmen durch die Gesellschaft.
Unter Adressenausfallrisiken verstehen wir mögliche Wertverluste, die durch den Ausfall oder durch Bonitätsverschlechterung von Geschäftspartnern entstehen können.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat in- und ausländische Handelspartner. Für Börsengeschäfte mit inländischen, börsenzugelassenen Handelspartnern spielen Adressenausfallrisiken nur eine untergeordnete Rolle. Für die ausländischen Handelspartner sind abhängig von deren Größe und Marktbedeutung sowie der Häufigkeit der Geschäfte Kontrahentenlimite pro Handelstag vergeben. Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft Abschreibungen auf Kundenforderungen in Höhe von TEUR 15 vorgenommen.
Das Marktpreisrisiko ist der potentielle Verlust, der durch die Veränderung von Preisen an Finanzmärkten für unsere Positionen entstehen kann.
Die Handelspositionen der Gesellschaft werden EDV-technisch unterstützt, täglich realtime zu Durchschnittskursen bewertet und mit den Marktpreisen verglichen. In den Marktpreisrisiken sind überschaubare Wechselkursrisiken enthalten. Das Risiko für die Gesamtrisikoauslastung wird mit einem Value at Risk-Ansatz ermittelt, der von historischen Kursen der letzten 100 Tage ausgeht, eine Haltedauer von einem Tag impliziert und ein Konfidenzniveau von 99 % verwendet. Zum 31. Dezember 2015 ergibt sich ein VaR auf Marktpreisrisiken von TEUR 55.
Die Höhe der Handelspositionen wird durch Limite begrenzt, die im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes festgelegt worden sind. Zusätzlich findet eine Begrenzung der Limite durch die Arbeitsanweisungen für Wertpapierhändler statt.
Die Gesellschaft erreicht zudem eine Reduktion des Marktpreisrisikos durch die Verteilung der eingegangenen Positionen auf verschiedene Länder und Märkte.
Darüber hinaus wird sowohl ein für den Handel zuständiger Vorstand, als auch ein vom Handel unabhängiger Vorstand zweimal täglich über die größten Handelspositionen und die größten unrealisierten Gewinne und Verluste aus diesen Geschäften informiert.
Wegen der großen Bedeutung der Marktpreisrisiken für die Gesellschaft führt die mwb fairtrade täglich zwei dokumentierte Szenarioanalysen durch, die eine Marktschwankung von +/-5 % unterstellen. Ergibt dieser Test einen unrealisierten Verlust von über EUR 1 Mio., wird der Gesamtvorstand informiert. Dasselbe gilt für eine Überschreitung der EUR 2 Mio. Verlustgrenze bei der wöchentlich durchzuführenden Szenarioanalyse bei einer unterstellten Marktschwankung von +/-10 %. Bei Erreichen beider Grenzen ist die Risikotragfähigkeit des Unternehmens immer noch gewährleistet.
Unter Platzierungsrisiken verstehen wir Risiken, die sich im Rahmen unseres Emissionsgeschäftes ergeben können.
Bei der Auswahl der Unternehmen, die an die Börse gebracht werden wollen, ist die Beurteilung der Frage, ob der Emittent Börsenreife besitzt, für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG von tragender Bedeutung. Die Entscheidung darüber wird deshalb nur vom Gesamtvorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG gemeinsam getroffen. Als Entscheidungsgrundlage dient dabei bei einer Neuemission der Emissionsprospekt, bei einem Listing das Unternehmensexpose. Zusätzliche Sicherheit wird dadurch erreicht, dass die Erstellung beider Dokumente in der Regel von einer Legal Due Diligence begleitet wird. Frühzeitig wird seitens der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG das Gespräch mit potentiellen Investoren gesucht, um festzustellen, ob seitens dieser Gruppe Interesse an den Aktien des Emittenten besteht. Aus dem gewonnenen Gesamteindruck aus Gesprächen und schriftlichen Unterlagen wird dann die Entscheidung getroffen, ob wir die Platzierung der Aktien übernehmen.
Oberstes Ziel unseres Liquiditätsmanagements ist die Gewährleistung der jederzeitigen Zahlungsbereitschaft des Unternehmens. Die Disposition der täglichen Liquidität ist einem erfahrenen Mitarbeiterteam übertragen, das direkt dem zuständigen Vorstand unterstellt ist.
Die Gesellschaft verfügt über eine gute Liquiditätsausstattung. Aufgrund der hervorragenden Eigenkapitalausstattung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, benötigt die Gesellschaft für ihren Geschäftsbetrieb kein Fremdkapital.
Zu den rechtlichen Risiken gehören Gefahren, die sich aus unserer großen Vielzahl an Handelsgeschäften und aus Verstößen gegen gesetzliche und interne Vorschriften durch Mitarbeiter ergeben können.
Zur Absicherung allgemeiner und branchenspezifischer Risiken wurden neben den bereits bestehenden Versicherungen eine Directors and Officers Liability - Versicherung, eine Vertrauensschadenversicherung sowie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgeschlossen.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG unterliegt umfangreichen Meldeverpflichtungen und anderen gesetzlichen Vorschriften, insbesondere aus dem Handelsgesetzbuch, dem Börsengesetz, dem Wertpapierhandelsgesetz und dem Kreditwesengesetz. Neben turnusmäßigen Meldungen sind eine Vielzahl von Ereignissen im Geschäftsleben meldepflichtig und andere gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Bei Nichtbeachtung dieser Meldepflichten drohen Geldbußen.
Die Überwachung dieser gesetzlichen Vorgaben erfolgt durch die zuständigen Mitarbeiter anhand eines Meldeplanes, der ständig auf dem Laufenden gehalten wird.
Zu den Risiken personeller Art rechnen alle Risiken, die aus dem Einsatz und der Neueinstellung von Mitarbeitern resultieren.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wählt bei Neueinstellungen die Bewerber sorgfältig aus und achtet darauf, dass bei Urlaub, Krankheit oder Kündigung eines Mitarbeiters andere Mitarbeiter die Tätigkeiten des nicht zur Verfügung stehenden Mitarbeiters problemlos übernehmen können. Die Gesellschaft verfügt über ein umfangreiches Organisationshandbuch, in dem sowohl Funktionsbeschreibungen der einzelnen Arbeitsplätze, Detailbeschreibungen der wichtigsten Geschäftsvorgänge als auch das Compliance-Konzept und das Risikohandbuch integriert sind. Das Organisationshandbuch steht jedem Mitarbeiter in elektronischer Form uneingeschränkt zur Verfügung.
Mitarbeiter, die mit vertraulichen Informationen betraut sind, werden schriftlich über die rechtlichen Pflichten, die sich aus dem Zugang zu Insiderinformationen ergeben sowie über die Rechtsfolgen von Verstößen informiert. Im Handelsbereich ist ein mögliches Fehlverhalten von Mitarbeitern durch Versicherungen abgedeckt. Die Gesellschaft hat Regelungen für Mitarbeitergeschäfte getroffen und vermeidet bereits durch Vereinbarungen im Arbeitsvertrag Kollisionen zwischen Mitarbeiter-, Bank- und Kundeninteressen. Durch die Vereinbarung eines angemessenen Vergütungsmodells wird das Risiko häufiger Mitarbeiterwechsel reduziert.
Zu den operativen Risiken zählen wir Einwirkungen auf unseren betrieblichen Ablauf, die nicht in unserer Hand liegen. Zur Behandlung sonstiger betrieblicher Risiken hat die Gesellschaft ein Notfallkonzept erstellt, das jedem Mitarbeiter bekannt ist. Es stellt die zu ergreifenden Maßnahmen in den Fällen Stromausfall, Rechnerausfall, Systemengpässen und -störungen und Telefonausfall dar. Die wichtigsten IT-Systeme wurden von der Gesellschaft redundant aufgebaut, die Datenleitungen sind durch ein Back-Up-System abgesichert. Risiken aus dem Verlust von Daten wirkt die Gesellschaft durch Datensicherungen entgegen.
Die Gesellschaft hat durch risikoartenübergreifende Stresstests ermittelt, inwieweit sich äußerst extreme Marktsituationen auf die Risikotragfähigkeit auswirken. Dabei wurden verschiedene Szenarien mit einem Kursverfall von bis zu 50 % simuliert, ein Kurssturz, wie er nur bei einem besonders schweren konjunkturellen Abschwung oder dem Zusammenbruch der Finanzmärkte vorstellbar wäre. Selbst bei einer Kumulation von Risiken wurde die Verlustobergrenze bei einem Kursverfall von 40 % bei allen durchgeführten Tests noch eingehalten.
Nach AT 4.3.3 der MaRisk hat die Gesellschaft auch Inverse Stresstests durchzuführen. Der Inverse Stresstest stellt im Gegensatz zum regulären Stresstest die maximale Verlustobergrenze für das Risikokapital in den Mittelpunkt.
Die Ausgestaltung und Durchführung der Inversen Stresstests ist abhängig von Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten und kann qualitativ oder quantitativ erfolgen.
Die Gesellschaft hat erörtert, welche Ereignisse dazu führen könnten, die mwb fairtrade in eine existenzbedrohende Situation zu bringen. Neben einer Verlustsituation und einer weiteren massiven Verdrängung der Skontroführer/ Spezialisten durch ausschließlich computergesteuerte Kursfeststellungssysteme - ein Prozess, der aber eher langfristig eintreten könnte - wird als existenzbedrohende Situation ein Zusammenbruch unserer Abwicklungsbank gesehen, der wir (zur Besicherung unserer Wertpapiertransaktionen) einen Großteil unseres Geldes anvertraut haben.
Um besser abschätzen zu können, ab welcher Schwelle Risiken bedrohlich werden können, führt der Risikomanager im Bereich der Marktpreisrisiken quantitative Inverse Stresstests durch. Dabei wird ermittelt, bei welcher kurzfristigen Marktpreisschwankung das zur Verfügung stehende Verlustpotenzial für die Marktpreisrisiken jeweils gerade noch unterschritten ist und damit die Verlustobergrenze gerade noch eingehalten ist.
Gräfelfing, den 22. April 2016
Der Vorstand
Aktiva
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| 31.12.15 Euro |
31.12.14 Euro |
|
|---|---|---|
| 1. Barreserve | ||
| a) Kassenbestand | 3.070,42 | 1.650,38 |
| 3.070,42 | 1.650,38 | |
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | ||
| a) täglich fällig | 9.037.351,44 | 4.812.968,70 |
| b) andere Forderungen | 4.425.000,00 | 4.425.365,65 |
| 13.462.351,44 | 9.238.334,35 | |
| 3. Forderungen an Kunden | 88.614,37 | 113.007,74 |
| 4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | ||
| a) Anleihen und Schuldverschreibungen | ||
| aa) von anderen Emittenten | 0,00 | 513.838,45 |
| 0,00 | 513.838,45 | |
| 5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 12.654,78 | 9.330,40 |
| 6. Handelsbestand | 1.975.345,47 | 1.715.460,50 |
| 7. Beteiligungen | 2.448.852,46 | 2.452.258,06 |
| 8. Anteile an verbundenen Unternehmen | 88.619,88 | 89.192,24 |
| 9. Immaterielle Anlagewerte | ||
| b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 568.222,54 | 109.114,05 |
| 10. Sachanlagen a) Betriebs- und Geschäftsausstattung | 239.726,28 | 290.814,97 |
| 807.948,82 | 399.929,02 | |
| 11. Sonstige Vermögengegenstände | 459.448,73 | 590.013,45 |
| 12. Rechnungsabgrenzungsposten | 55.566,76 | 48.747,09 |
| 13. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 383.561,25 | 416.994,89 |
| 19.786.034,38 | 15.588.756,57 | |
| Passiva | ||
| 31.12.15 Euro |
31.12.14 Euro |
|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | ||
| a) täglich fällig | 3.202.592,75 | 191.893,38 |
| 3.202.592,75 | 191.893,38 | |
| 2. Handelsbestand | 736.137,18 | 746.759,68 |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 624.343,65 | 508.988,55 |
| 4. Rückstellungen | ||
| a) Rückstellungen für Pensionen nach Verrechnung des Deckungsvermögens | 131.531,95 | 59.995,15 |
| b) andere Rückstellungen | 863.485,10 | 597.811,29 |
| 995.017,05 | 657.806,44 | |
| 5. Fonds für allgemeine Bankenrisiken | 4.924.170,32 | 4.900.237,81 |
| 6. Eigenkapital | ||
| a) gezeichnetes Kapital | 7.473.700,00 | 7.473.700,00 |
| Eigene Anteile | -15.000,00 | -11.520,00 |
| 7.458.700,00 | 7.462.180,00 | |
| b) Kapitalrücklage | 1.099.318,89 | 1.101.499,07 |
| c) Gewinnrücklagen | 0,00 | 0,00 |
| d) Bilanzgewinn | 745.754,54 | 19.391,64 |
| 9.303.773,43 | 8.583.070,71 | |
| 19.786.034,38 | 15.588.756,57 |
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| Euro | 01.01.15 - 31.12.15 | Euro | |
|---|---|---|---|
| 1. Zinserträge | |||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | -70,67 | -70,67 | |
| 2. Zinsaufwendungen | -5.915,37 | 5.844,70 | |
| 3. Laufende Erträge aus | |||
| a) Beteiligungen | 3.190,68 | ||
| 4. Provisionserträge | 3.753.958,29 | ||
| a) Courtageerträge EUR 3.348.577,91 | |||
| 5. Provisionsaufwendungen | 1.166.936,61 | 2.587.021,68 | |
| a) Courtageaufwendungen EUR 523.039,26 | |||
| 6. Ertrag des Handelsbestandes | |||
| a) Wertpapiere | 18.009.421,38 | ||
| b) Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften | 9.476.055,48 | 27.485.476,86 | |
| 7. Aufwand des Handelsbestandes | |||
| a) Wertpapiere | 10.379.411,56 | ||
| b) Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften | 5.551.690,34 | 15.931.101,90 | |
| 8. Sonstige betriebliche Erträge | 67.428,63 | ||
| 9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |||
| a) Personalaufwand | |||
| aa) Löhne und Gehälter | 4.013.816,70 | ||
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 669.038,17 | 4.682.854,87 | |
| darunter: für Altersversorgung EUR 140.237,52 (Vorjahr: EUR 89.961,25) | |||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 8.506.104,50 | 13.188.959,37 | |
| 10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen | 276.817,65 | ||
| 11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 15.000,00 | ||
| 12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | 3.977,96 | ||
| 13. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | 8.772,00 | ||
| 14. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken | 741.877,67 | ||
| 15. Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken | 23.932,51 | ||
| 16. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 717.945,16 | ||
| 17. Außerordentliche Aufwendungen | 5.776,56 | ||
| 18. Steuern vom Einkommen und Ertrag | -14.787,30 | ||
| 19. Sonstige Steuern | 593,00 | ||
| 20. Jahresüberschuss | 726.362,90 | ||
| 21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 19.391,64 | ||
| 22. Bilanzgewinn | 745.754,54 |
scroll
| Euro | 01.01.14 - 31.12.14 | Euro | |
|---|---|---|---|
| 1. Zinserträge | |||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 4.731,55 | 4.731,55 | |
| 2. Zinsaufwendungen | 36.197,86 | -31.466,31 | |
| 3. Laufende Erträge aus | |||
| a) Beteiligungen | 53.178,00 | ||
| 4. Provisionserträge | 3.444.681,92 | ||
| a) Courtageerträge EUR 3.348.577,91 | |||
| 5. Provisionsaufwendungen | 1.418.540,84 | 2.026.141,08 | |
| a) Courtageaufwendungen EUR 523.039,26 | |||
| 6. Ertrag des Handelsbestandes | |||
| a) Wertpapiere | 13.933.088,21 | ||
| b) Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften | 8.406.725,35 | 22.339.813,56 | |
| 7. Aufwand des Handelsbestandes a) Wertpapiere b) Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften | 7.899.666,25 4.853.224,66 | 12.752.890,91 | |
| 8. Sonstige betriebliche Erträge | 188.844,34 | ||
| 9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |||
| a) Personalaufwand | |||
| aa) Löhne und Gehälter | 3.590.614,78 | ||
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 611.293,40 | 4.201.908,18 | |
| darunter: für Altersversorgung EUR 140.237,52 (Vorjahr: EUR 89.961,25) | |||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 7.195.659,16 | 11.397.567,34 | |
| 10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen | 219.557,47 | ||
| 11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 0,00 | ||
| 12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | 409,62 | ||
| 13. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | 3.606,96 | ||
| 14. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken | 209.692,29 | ||
| 15. Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken | 200.495,92 | ||
| 16. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 9.196,37 | ||
| 17. Außerordentliche Aufwendungen | 5.776,66 | ||
| 18. Steuern vom Einkommen und Ertrag | -19.775,53 | ||
| 19. Sonstige Steuern | 3.803,60 | ||
| 20. Jahresüberschuss | 19.391,64 | ||
| 21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 0,00 | ||
| 22. Bilanzgewinn | 19.391,64 |
Der Jahresabschluss der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG für das Geschäftsjahr 2015 ist nach den allgemeinen und den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG), des Kreditwesengesetzes (KWG) und der Rechnungslegungsverordnung für Kreditinstitute (RechKredV) erstellt.
Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sind mit dem Nennwert ausgewiesen. Letztere sind abzüglich einer gegebenenfalls notwendigen Risikovorsorge bewertet.
Die Wertpapiere des Handelsbestands werden mit den Marktpreisen abzüglich eines Value at Risk-Abschlages, der von historischen Kursen der letzten 100 Tage ausgeht, eine Haltedauer von fünf Tagen impliziert und ein Konfidenzniveau von 99% verwendet, bewertet. Dieses Jahr wurden in diesem Posten erstmals auch die im Handelsbuch gehaltenen Schuldverschreibungen ausgewiesen. Der absolute Betrag des Value at Risk-Abschlages beträgt TEUR 63.
Der absolute Betrag des Value at Risk-Abschlages für die Aufgabegeschäfte zum 31.12.2015 beträgt TEUR 7. Auf ausländische Währung lautende Wertpapiere wurden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. In Bezug auf die Kriterien der Zuordnung zum Handelsbuch (Definition der Handelsabsicht) haben sich gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen ergeben.
Die Beteiligungen und die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Das Sachanlagevermögen sowie die immateriellen Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Diese werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis dreizehn Jahren nach der linearen Methode berechnet.
Auf die Anlagenzugänge wird die Abschreibung zeitanteilig für den Monat der Anschaffung und die Folgemonate berechnet. Seit dem Jahr 2010 werden Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter EUR 410 gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.
Sonstige Vermögensgegenstände sowie Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennwert bzw. zum Barwert bewertet.
Der Aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beinhaltet die Verrechnung des Aktivwerts aus der Rückdeckungsversicherung mit der Pensionsrückstellung und wurde entsprechend den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen durch die von den Versicherungen ermittelten beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden in handelsrechtlich zulässiger Höhe ausgewiesen.
Als versicherungsmathematische Bewertungsmethode für die Pensionsrückstellungen wurde die "projected unit credit method" angewandt. Gemäß § 253 Abs. 2 S.2 HGB wurde das Wahlrecht in Anspruch genommen, ein für den Gesamtbestand durchschnittlichen Marktzinssatz auf eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren anzuwenden. Als weitere versicherungsmathematische Annahmen lagen die Richttafeln 2005G von Klaus Heubeck, ein künftiger Einkommenstrend, ein künftiger Rententrend und eine Inflationsrate von jeweils 1,1 % sowie ein Zinsfuß von 3,88 % zugrunde. Die Gesellschaft hat von ihrem Wertbeibehaltungswahlrecht gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht.
Der Betrag der Unterdeckung aufgrund von BilMoG beträgt TEUR 87 und wird über 15 Jahre in gleichbleibenden Beträgen (TEUR 5,8) aufgelöst.
Die Werte für Verbindlichkeiten entsprechen dem Erfüllungsbetrag.
Die anderen Rückstellungen wurden nach dem Grundsatz der vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung im Einzelfall gebildet. Sie sichern erkennbare Risiken in ausreichender Höhe ab.
Dividendenerträge aus Aufgabegeschäften und Eigenhandelsbeständen werden nicht wie Dividendenerträge aus Beteiligungen unter der Position Laufende Erträge, sondern in den Positionen Ertrag/Aufwand des Handelsbestandes ausgewiesen.
Die Gesellschaft hat vom Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch gemacht und verzichtet auf den Ansatz aktiver latenter Steuern.
Die Forderungen an Kreditinstitute beinhalten sowohl täglich fällige Guthaben bei inländischen Kreditinstituten (TEUR 8.803), inklusive Tages- und Monatsgelder, als auch Courtage- (TEUR 224), Zins- und Dividendenforderungen (TEUR 0,5). Darüber hinaus sind Forderungen aus Wertpapierverkäufen und Rückvergütungsansprüche aktiviert (TEUR 10).
In den anderen Forderungen sind Börsensicherheiten in Höhe von TEUR 4.425 als Termingelder hinterlegt.
Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.
Die Schuldverschreibungen von anderen Emittenten belaufen sich auf TEUR 469.
Die zum 31.12.2015 gehaltenen Schuldverschreibungen laufen in verschiedenen Jahren bis zum Jahr 2024 aus. Eine Schuldverschreibung hat eine nicht endliche Laufzeit. Der gesamte Bestand an Schuldverschreibungen ist börsennotiert.
Es handelt sich um Forderungen aufgrund von Dienstleistungen im Rahmen der Kapitalmarktbetreuung.
Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.
Die Position beinhaltet größtenteils vollständig abgeschriebene, nicht börsennotierte Wertpapiere des Anlagevermögens i.H.v. TEUR 13. In dieser Position ist ein Anteil von TEUR 3 an Fremdwährungen enthalten.
Die Entwicklung der Wertpapiere des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.
Die Handelsaktiva beinhalten börsennotierte Wertpapiere in Höhe von TEUR 1.975. Der Betrag setzt sich zusammen aus Schuldverschreibungen (TEUR 469) sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (TEUR 1.506). Ferner sind unrealisierte Gewinne aus Aufgabegeschäften in Höhe von TEUR 4 dem Handelsbestand zugeordnet.
In dieser Position ist ein Anteil von TEUR 389 an Fremdwährungen enthalten.
Es handelt sich um eine Beteiligung an der nicht börsennotierten XCOM AG, Willich, in Höhe von TEUR 2.435. Die Gesellschaft hält mehr als 10 % der Stimmrechte.
Darüber hinaus wurde am 27. März 2008 eine Beteiligung an der nicht börsennotierten SRH AlsterResearch AG, Hamburg, erworben. Die Gesellschaft hält 37,5 % der Stimmrechte. Das Eigenkapital der SRH AlsterResearch AG beträgt zum 31.12.2014 TEUR 36. Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2015 dieser Gesellschaft lag bei Aufstellung des Jahresabschlusses der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG noch nicht vor.
Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Es bestehen keine Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen.
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| Anschaffungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Vortrag 01.01.15 Euro |
Zugänge Euro |
Abgänge Euro |
Stand Euro |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 517.390,72 | 9.329,89 | 9.329,89 | 517.390,72 |
| II. Beteiligungen | 2.457.978,91 | 0,00 | 0,00 | 2.457.978,91 |
| III. Anteile an verbundenen Unternehmen | 8.166.928,25 | 0,00 | 0,00 | 8.166.928,25 |
| IV. Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.360.162,25 | 591.434,47 | 0,00 | 1.951.596,72 |
| V. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.091.192,53 | 87.955,36 | 0,00 | 2.179.147,89 |
| 14.593.652,66 | 688.719,72 | 9.329,89 | 15.273.042,49 |
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| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Vortrag 01.01.15 Euro |
Abschreibungen Geschäftsjahr Euro |
Abgänge Euro |
Stand Euro |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 512.391,14 | 5.447,62 | 0,00 | 517.838,76 |
| II. Beteiligungen | 22.499,00 | 3.405,60 | 0,00 | 25.904,60 |
| III. Anteile an verbundenen Unternehmen | 8.136.568,81 | 572,36 | 0,00 | 8.137.141,17 |
| IV. Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.251.048,20 | 132.325,98 | 0,00 | 1.383.374,18 |
| V. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.800.377,56 | 139.044,05 | 0,00 | 1.939.421,61 |
| 11.722.884,71 | 280.795,61 | 0,00 | 12.003.680,32 |
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| Kumulierte Zuschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Vortrag 01.01.15 Euro |
Zuschreibungen Geschäftsjahr Euro |
Abgänge Euro |
Stand Euro |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 4.330,82 | 8.772,00 | 0,00 | 13.102,82 |
| II. Beteiligungen | 16.778,15 | 0,00 | 0,00 | 16.778,15 |
| III. Anteile an verbundenen Unternehmen | 58.832,80 | 0,00 | 0,00 | 58.832,80 |
| IV. Immaterielle Vermögensgegenstände | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| V. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 79.941,77 | 8.772,00 | 0,00 | 88.713,77 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.15 Euro |
31.12.14 Euro |
|
| --- | --- | --- |
| I. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 12.654,78 | 9.330,40 |
| II. Beteiligungen | 2.448.852,46 | 2.452.258,06 |
| III. Anteile an verbundenen Unternehmen | 88.619,88 | 89.192,24 |
| IV. Immaterielle Vermögensgegenstände | 568.222,54 | 109.114,05 |
| V. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung | 239.726,28 | 290.814,97 |
| 3.358.075,94 | 2.950.709,72 |
Es werden Anteile an der MWB GmbH, Gräfelfing, gehalten. Im Geschäftsjahr wurde eine Abwertung in Höhe von TEUR 0,6 vorgenommen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 04.12.2013 wurde die MWB GmbH mit Ablauf des 31.12.2013 aufgelöst. Die Geschäftsführer Herr Thomas Posovatz und Herbert Schuster wurden abberufen und Herr Thomas Posovatz zum alleinigen Liquidator bestellt. Der Aufsichtsrat der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat der Liquidation zugestimmt und Herrn Posovatz ermächtigt, sich selbst zum alleinigen und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiten Liquidator der MWB GmbH zu bestellen.
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| Verbundenes Unternehmen | MWB GmbH |
|---|---|
| Anteil am Kapital | 100 % |
| Höhe des Eigenkapitals | TEUR 88 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres 2015 | TEUR -0,6 |
Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagespiegel dargestellt.
Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen das Körperschaftsteuerguthaben (TEUR 275) und den Aktivwert aus einer Rückdeckungsversicherung (TEUR 118). Darüber hinaus betreffen sie die Kautionen für die Büroräume in Gräfelfing und Hamburg, für Räume in Frankfurt und die Kaution für die Johannesburg Stock Exchange (TEUR 20). Der Effekt aus der Abzinsung des Körperschaftssteuerguthabens ist in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten.
Es handelt sich im Wesentlichen um eine Vorauszahlung für die Neuzuweisung der Skontren, um abgegrenzte Provisionen aus Weiterbelastungen, Versicherungsbeiträge, Umlagevorauszahlungen, abgegrenzte Aufwendungen für eine Börsenveranstaltung und für Repräsentation sowie um vorausbezahlte Kosten für Informationsdienste und Zeitungsabonnements.
Die Aktivwerte aus der Rückdeckungsversicherung (TEUR 934), die den beizulegenden Zeitwert darstellen, wurden mit den Pensionsrückstellungen (TEUR 551) verrechnet. Daraus ergibt sich ein aktivischer Überhang i.H.v. TEUR 384.
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| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | TEUR 1.310 | TEUR 1.310 |
| Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände | TEUR 934 | TEUR 917 |
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden | TEUR 551 | TEUR 500 |
| Verrechnete Aufwendungen und Erträge | TEUR -124 | TEUR -115 |
Aufgrund der durch das BilMoG geänderten Bewertungsgrundlagen wäre im Jahr 2010 eine Zuführung zur der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 87 erforderlich gewesen. Im Geschäftsjahr wurde jedoch wie im Vorjahr nur die Mindestansammlung von 1/15 des zuzuführenden Betrages als Aufwand (TEUR 6) erfasst.
Bei einem Planvermögen unterschreitet der Gesamtwert des Deckungsvermögens den Buchwert der dazugehörigen Schulden. Im Geschäftsjahr ist eine Umgliederung nach § 265 Abs. 1 und 6 HGB des passivischen Saldos erfolgt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten vor allem Verbindlichkeiten aus der Börsengeschäftsabwicklung für den Monat Dezember (TEUR 92) , Verbindlichkeiten aus Courtagen (TEUR 11,8), Kursdifferenzen (TEUR 14), Avalprovisionen (TEUR 6,5) und Dividendenverbindlichkeiten (TEUR 3) sowie Verbindlichkeiten aus Aktiensplits (TEUR 3.077).
Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.
Die Handelspassiva beinhalten börsennotierte Wertpapiere in Höhe von TEUR 708. Ferner sind unrealisierte Verluste aus Aufgabegeschäften i.H.v. TEUR 28 enthalten. In den Handelspassiva ist ein Anteil von TEUR 172 an Fremdwährungen enthalten.
Die Verbindlichkeiten resultieren aus Gehaltsverbindlichkeiten (TEUR 94), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 371) und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 84). Darüber hinaus beinhalten sie Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 60), Verbindlichkeiten für Umsatzsteuer (TEUR 4), Sozialversicherungsbeiträge für den Monat Dezember 2015 (TEUR 7) und Spesenabrechnungen von Mitarbeitern (TEUR 1). Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber dem Beteiligungsunternehmen XCOM AG (TEUR 93).
Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.
Die anderen Rückstellungen von TEUR 863 beinhalten Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 77), Boni (TEUR 533) und Kosten für den Geschäftsbericht (TEUR 12). Darüber hinaus sind Rückstellungen für ausstehenden Urlaub (TEUR 55), die Rückstellung aufgrund von Aufbewahrungspflichten von Geschäftsunterlagen (TEUR 6), Beiträge zur Berufsgenossenschaft (TEUR 12), Anteil Sozialversicherung für Boni (TEUR 31), Mietnebenkostennachzahlung für das Jahr 2015 (TEUR 10), Sondervergütung Vorstände (TEUR 36), Rechtsanwaltsgebühren aus einem laufenden Verfahren (TEUR 26,5), Provisionsaufwand aus einer Kickback-Vereinbarung (TEUR 33) sowie ausstehende Rechnungen und sonstige Posten (TEUR 31,5) enthalten.
Im Berichtsjahr wurden dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB ein Betrag von TEUR 24 ergebniswirksam zugeführt. Der Fonds für allgemeine Bankrisiken beträgt zum 31. Dezember 2015 TEUR 4.924. Davon entfallen TEUR 4.744 auf die Regelung des § 340e Abs. 4 HGB.
Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 7.473.700,00 ist eingeteilt in 7.473.700 nennwertlose Aktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00. Sämtliche Aktien sind Inhaberaktien.
Am Bilanzstichtag befanden sich 15.000 eigene Aktien im Depot. Der Nennwert der eigenen Aktien wurde vom gezeichneten Kapital abgesetzt.
Es ergibt sich eine Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2015 i.H.v. TEUR 1.099.
Am Bilanzstichtag befanden sich 15.000 eigene Aktien im Depot. Insgesamt wurden im Jahr 2015 39.645 Aktien gekauft und 36.165 Aktien verkauft. Der durchschnittliche Erwerbskurs belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf EUR 1,53, der durchschnittliche Verkaufskurs auf EUR 1,65.
Die Käufe und Verkäufe wurden während des Geschäftsjahres wie folgt getätigt:
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| Kauf Stück | Verkauf Stück | |
|---|---|---|
| Januar | 480 | 0 |
| Februar | 750 | 5.000 |
| März | 9.500 | 4.750 |
| April | 1.235 | 0 |
| Mai | 13.735 | 13.735 |
| Juni | 3.000 | 4.000 |
| Juli | 0 | 0 |
| August | 0 | 0 |
| September | 7.446 | 0 |
| Oktober | 1.000 | 4.500 |
| November | 2.499 | 2.000 |
| Dezember | 0 | 2.180 |
| 39.645 | 36.165 |
Der Bestand an eigenen Aktien entspricht einem Nennwert von EUR 15.000. Dies wiederum entspricht 0,20 % am Grundkapital.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wurde in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2014 ermächtigt, bis zum 9. Juli 2019 eigene Aktien zum Zwecke des Wertpapierhandels mit der Maßgabe zu erwerben, dass der Handelsbestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien 5 % des Grundkapitals am Ende eines jeden Tages nicht übersteigen darf.
Im Geschäftsjahr machte die Gesellschaft von ihrer Ermächtigung zum Erwerb eigener Anteile zum Zwecke des Wertpapierhandels Gebrauch.
Zum Bilanzstichtag ging die Gesellschaft schwebende Geschäfte in Form von Aufgabegeschäften für Kaufpositionen und Verkaufspositionen ein. Die Handelsvolumen belaufen sich auf TEUR 1.338 für Kauf- und TEUR 275 für Verkaufspositionen. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus diesen Positionen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Berücksichtigung eines Value at Risk-Abschlages im Ergebnis des Handelsbestands erfasst.
Im Zinsaufwand sind verrechnete Aufwendungen und Erträge gemäß § 285 Abs. 25 HGB in Höhe von TEUR -6,5 enthalten. Diese ergeben sich aus Erträgen aus der Rückdeckungsversicherung von TEUR 49 und Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung von TEUR 42.
Die Provisionserträge beinhalten im Wesentlichen Courtageerträge (TEUR 3.349), Provisionserträge Brokerage Services (TEUR 47), Provisionen aus Aktienlistings (TEUR 174) und Provisionen aus Geschäften mit institutionellen Kunden (TEUR 184).
Im Handelsergebnis (Differenz aus Ertrag und Aufwand des Handelsbestandes) sind sowohl das Ergebnis aus den Geschäften, die über unsere Handelsdepots (TEUR 7.630) abgewickelt werden, als auch die Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften (TEUR 3.924) enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus sonstigen Weiterbelastungen (TEUR 46), Sachbezüge (TEUR 11) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 11).
Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Börsen-/ Bankenabwicklungsgebühren (TEUR 2.883), Kosten für Wertpapier-Informationsdienste (TEUR 1.029), EDV-Kosten (TEUR 1.512), XETRA-Gebühren (TEUR 543), Kosten für das Orderabwicklungs- und Handelsunterstützungssystem (TEUR 245), Kosten für das Handelssystem Max-One (TEUR 167), Internet- und Leitungskosten (TEUR 271), Raumkosten (TEUR 269), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 183), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 127), Kosten für Börsenzulassungen (TEUR 170), Kosten für Investor Relations und Werbung (TEUR 62), Buchführungskosten (TEUR 104) und Aktieneinführungsgebühren (TEUR 44).
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen mit TEUR 15 auf das erfolgswirksam vereinnahmte Körperschaftsteuerguthaben.
Zu Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt:
Herr Thomas Posovatz, München,
Börsenmakler, Sprecher des Vorstands
Herr Franz Christian Kalischer,
Hamburg, Börsenmakler
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder beliefen sich auf TEUR 374 und setzen sich wie folgt zusammen:
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| Herr Thomas Posovatz | TEUR 174 |
| Herr Franz Christian Kalischer | TEUR 200 |
Hierin sind geldwerte Vorteile z.B. für Dienstwagen in Höhe von TEUR 22 enthalten.
Herr Thomas Posovatz ist Mitglied des Aufsichtsrats der Bayerische Börse AG, München, und war bis zum 31.08.2015 Mitglied des Aufsichtsrats der XCOM AG, Willich (stellvertretender Vorsitzender).
Herr Franz Christian Kalischer ist Mitglied des Aufsichtsrats der SRH AlsterResearch AG, Hamburg.
Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten zum 31.12.2015 folgende Personen an:
Herr Michael Wilhelm,
Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, Vorsitzender
Herr Dr. Thomas Ledermann,
Rechtsanwalt, stellvertretender Vorsitzender
Herr Thomas Mühlbauer,
Bankkaufmann
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen TEUR 60.
Herr Dr. Thomas Ledermann ist Mitglied des Aufsichtsrats der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG, Hamburg, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Deutsche Zweitmarkt AG, Hamburg und Mitglied des Beirates der HCV Hanseatische Capital Verwaltung GmbH & Co. KG, Hamburg
Von der XCOM AG, Willich, wurden Dienstleistungen im Bereich des Rechnungswesens, der Geld- und Stückebuchhaltung, der § 9 WpHG Meldungen und des Betriebs und der Wartung der Systeme GsBuha, Buchhaltungskosten und Tradix erbracht. Es wurde ein Honorar in marktüblicher Höhe von TEUR 1.700 bezahlt.
An die BÖAG AG, Hamburg, wurde ein marktübliches Honorar für Dienstleistungen und Miete in Höhe von TEUR 133 bezahlt.
Von der SRH Alster Research, Hamburg, wurden Dienstleistungen im Rahmen der Coverage Betreuung erbracht. Das marktübliche Honorar belief sich auf TEUR 114.
Der Vorstand ist in der Hauptversammlung vom 08.07.2013 ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 07. Juli 2018, einmal oder mehrmals um bis zu TEUR 3.737 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen mit Gewinnberechtigung ab Beginn des im Zeitpunkt der Ausgabe laufenden Geschäftsjahres zu erhöhen.
Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrates hierfür das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre gemäß den gesetzlichen Bestimmungen ausschließen. Dies gilt insbesondere, sofern die Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an anderen Unternehmen erfolgt.
Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter - ohne Vorstandsmitglieder -beträgt:
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| Büro Hamburg | 21 |
| Büro Gräfelfing | 13 |
| Büro Berlin | 8 |
| Büro Frankfurt | 5 |
| Büro Hannover | 4 |
Zum 31.12.2015 beschäftigte die Gesellschaft insgesamt 53 Mitarbeiter.
Die mwb fairtrade AG hält am Bilanzstichtag eine Beteiligung i.H.v. 12,4% an der XCOM AG mit Sitz in Willich. Nach dem aufgestellten Jahresabschluss beträgt deren Kapital TEUR 36.039, der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2015 belief sich auf TEUR 575.
Die Gesellschaft besaß am Bilanzstichtag 100 % der Anteile an der MWB GmbH mit Sitz in Gräfelfing. Deren Kapital beträgt TEUR 88, der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2015 belief sich auf TEUR 0,6. Auf die Anteile wurde eine Abwertung in Höhe von TEUR 0,6 vorgenommen. Die MWB GmbH befindet sich seit 31.12.2013 in Liquidation.
Die Beteiligung an der SRH Alster Research AG mit Sitz in Hamburg betrug zum Bilanzstichtag 37,5 %. Das Eigenkapital der SRH Alster Research AG beträgt TEUR 36 zum Stichtag 31.12.2014.
Die BÖAG Börsen AG, Hamburg, ist zu 25,1 % an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG beteiligt. Die FMNP Beteiligungs GmbH, Gräfelfing, hält 19,8 % der Anteile.
Die Posovatz Verwaltungs GbR, an der Herr Posovatz zu 50 % beteiligt ist, hält unmittelbar 6,4 % der Anteile an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.
Herr Kalischer hält 7,43 % und Herr Mühlbauer 4,63 % der Anteile an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG. Die übrigen Gründungsmitglieder der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG halten zwischen 5 % und 10 % der Anteile.
Herr Wilhelm sowie die übrigen Aufsichtsratsmitglieder halten zum 31. Dezember 2015 keine Aktien der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.
Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige Verpflichtungen aus laufenden Mietverträgen, aus Verträgen mit Wertpapierinformationsdiensten, aus Verträgen bezüglich des Orderabwicklungs- und Handelsunterstützungssystems, aus Verträgen über Werbekampagnen und Leitungsnetzen in folgender Höhe und Fälligkeit:
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| fällig 2016 | TEUR | 2.386 |
| TUSD | 334 | |
| fällig 2017 | TEUR | 934 |
| TUSD | 74 | |
| fällig 2018 | TEUR | 52 |
| TUSD | 0 |
Im Geschäftsjahr fallen als Honorar für die Abschlussprüfung TEUR 77 an. Die mwb fairtrade ist nur in sehr geringem Umfang vorsteuerabzugsberechtigt, daher wurde das Honorar als Bruttobetrag inklusive Mehrwertsteuer angegeben.
Die Finanzbuchhaltung ist an die Firma XCOM AG, Willich ausgelagert.
Die Firma XCOM AG erbringt neben der Finanzbuchhaltung Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Erstellung von Meldungen gemäß KWG und WpHG sowie der Geld- und Stückebuchhaltung.
Die Interne Revision wurde ausgeführt von der GHP Großmann, Holst & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg.
Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 746 eine Dividende in Höhe von EUR 0,05 je gewinnberechtigter Aktie auszuschütten. Der verbleibende Rest wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Gräfelfing, den 22. April 2016
Thomas Posovatz
Franz Christian Kalischer
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, Gräfelfing, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.
Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, 22. April 2016
**BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
gez. Schmidt, Wirtschaftsprüfer
gez. Schmiederer, Wirtschaftsprüfer
Rottenbucher Straße 28 82166 Gräfelfing
Postfach 16 44 • 82158
Gräfelfing
Telefon +49 89 85852-0
Fax +49 89 85852-505
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