Annual Report • Jul 2, 2015
Annual Report
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| mwb fairtrade | 2014 | 2013 | +/- in % |
|---|---|---|---|
| Provisionsüberschuss | TEUR 2.026 | TEUR 2.797 | -28 |
| Handelsergebnis | TEUR 9.587 | TEUR 9.382 | +2 |
| Personalaufwand | TEUR 4.202 | TEUR 4.566 | -8 |
| Andere Verwaltungsaufwendungen | TEUR 7.196 | TEUR 8.405 | -14 |
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken" | TEUR 210 | TEUR -915 | +123 |
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | TEUR 10 | TEUR -2.791 | +100 |
| Jahresfehlbetrag | TEUR 19 | TEUR -2.803 | +101 |
| Bilanzsumme | TEUR 15.589 | TEUR 15.518 | +-0 |
| Eigenkapital | TEUR 8.583 | TEUR 8.300 | +3 |
| Ergebnis je Aktie | 0,03* | -0,12* | +125 |
| Mitarbeiter | 53 | 50 | +6 |
* Ergebnis je Aktie vor der Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken"
Rottenbucher Straße 28
82166 Gräfelfing
Telefon +49 89 85852-0
Fax +49 89 85852-505
www.mwbfairtrade.com
Amtsgericht München HRB 123141
ISIN mwb fairtrade-Aktie: DE0006656101
| ― | Börse München |
| ― | Börse Berlin |
| ― | Frankfurter Wertpapierbörse |
| ― | Börse Hamburg |
| ― | Börse Hannover |
| ― | Börse Düsseldorf |
| ― | Börse Stuttgart |
| ― | Tradegate Exchange |
Mitglied im Bundesverband der Wertpapierfirmen e.V.
wenn man auf die DAX-Performance des Jahres 2014 schaut, die mit knapp drei Prozent zum ersten Mal seit Jahren wieder einstellig ausfiel, könnte man meinen, dass es ein eher ruhiges Jahr war. Tatsächlich aber liegt ein sehr bewegtes Jahr hinter uns. An den Börsen stiegen die Indizes zwischenzeitlich in bisher nicht gekannte Höhen, während gleichzeitig die Talfahrt der Leitzinsen immer weiter ging. Die Märkte wurden mit billigem Geld geflutet, aber das globale Wachstum blieb verhalten. Militärische Krisen bestimmten das weltpolitische Geschehen, doch vor allem institutionelle Anleger investierten weiter, als wäre nichts geschehen. Diese Widersprüche führten naturgemäß bei vielen Privatanlegern zu Verunsicherung. So kam es, dass die Wertpapierumsätze 2014 an den deutschen Handelsplätzen mit Ausnahme der Tradegate Exchange und des Xetrasystems der Deutschen Börse rückläufig waren.
Das Umfeld für Skontroführer wie die mwb fairtrade blieb also wie in den Vorjahren durchwachsen - ungeachtet der Rekorde, die an den Börsen eingestellt wurden.
Das weltweite Kursfeuerwerk war fast ausschließlich auf die hohe Geldmenge zurückzuführen, die von den Zentralbanken in den Markt gepumpt wurde. Wie wenig substanziell der Aktienboom war, zeigte beispielhaft der deutsche Leitindex DAX, mit seiner mageren Performance. Und das, obwohl er im Juni erstmals die Marke von 10.000 Punkten überschritt.
Dass es der mwb fairtrade AG trotz dieses Umfelds gelungen ist, den versprochenen Turnaround zu schaffen, erfüllt uns mit Zufriedenheit. Vor allem, weil wir dieses Ergebnis in einem schwierigen Markt erzielen konnten - allein durch interne Faktoren wie eine hohe Handelsdisziplin und weitere Erfolge bei der Senkung unserer Kosten. Das mag unspektakulär klingen, doch es sind entscheidende Weichenstellungen für eine Zeit, in der wieder Normalität an den Börsen einkehrt und die Umsätze auf ein vernünftiges Niveau ansteigen. 2014 war so gesehen ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Konsolidierung unseres Unternehmens.
Bereits 2013 war es uns gelungen, das Ergebnis signifikant zu verbessern - allerdings reichte es damals nicht zu einer Rückkehr in die Gewinnzone. Ganz anders sah es im Geschäftsjahr 2014 aus. Zum ersten Mal seit 2008 erzielte die mwb fairtrade ein positives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken. Der Betrag von TEUR 210 zeigt, dass wir durch gemeinsame Anstrengungen auch in einem schwierigen Marktumfeld in der Lage sind, profitabel zu arbeiten. Weit beeindruckender wirkt diese Zahl, wenn man sie mit dem Ergebnis 2013 vergleicht, das mit TEUR -915 noch deutlich im negativen Bereich lag. In absoluten Zahlen haben wir demnach über 1,1 Mio. Euro mehr erwirtschaftet als im Jahr zuvor.
Verantwortlich dafür war in erster Linie die Senkung der Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen. Damit konnten wir den Rückgang der Umsatzerlöse von knapp 5 Prozent mehr als kompensieren. Die geringeren Aufwände sind auf langfristig eingeleitete Kostensenkungsmaßnahmen ebenso zurückzuführen wie auf den Wegfall von zwei Vorstandsgehältern. Wir sind uns jedoch bewusst, dass mittlerweile eine Kostenschwelle erreicht ist, die nur noch schwer unterschritten werden kann. So stehen uns 2015 beispielsweise wichtige IT-Investitionen bevor, die sich nicht aufschieben lassen. Unser Ziel für die nächsten Monate muss es daher sein, den Gewinn über höhere Umsatzerlöse zu generieren.
Im Jahr 2014 kamen so gut wie alle Erträge aus dem Geschäftsbereich Wertpapierhandel. Das Kapitalmarktgeschäft trug lediglich ein Prozent zu den Gesamterlösen bei. Unser Provisionsergebnis ging zwar nochmals um 28 Prozent zurück, beim Handelsergebnis konnten wir jedoch ein Plus von zwei Prozent verzeichnen. Für das steigende Ungleichgewicht zwischen Provisions- und Handelsergebnis gibt es mehrere Gründe, die wir Ihnen im Verlauf dieses Geschäftsberichtsauf ausführlich darlegen.
Nach Zuführung zum Fonds für Allgemeine Bankrisiken gemäß § 340e Abs. 4 HGB in Höhe von TEUR 200 belief sich das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit auf TEUR 10 und der Jahresüberschuss auf TEUR 19. Die gesamten Zuführungen zum Fonds für Allgemeine Bankrisiken summieren sich mittlerweile auf 4,9 Mio. Euro. Die Summe zählt aufsichtsrechtlich zum Kernkapital der Gesellschaft. Zusammen mit dem bilanziellen Eigenkapital in Höhe von 8,58 Mio. Euro zum 31. Dezember 2014 ergibt sich daraus eine sehr gute Eigenkapitalquote von 86 Prozent. Unser Kernanliegen, die Substanz des Unternehmens zu bewahren, ist hiermit voll aufgegangen.
Nach einigen ernüchternden Jahren erholte sich der Aktienkurs unserer Gesellschaft wieder. Zwischen Januar und Dezember 2014 kletterte er um mehr als 74 Prozent auf € 1,43. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass es sich dabei um kein Strohfeuer handelte, sondern offensichtlich um einen Langfristtrend. Denn im 1. Quartal 2015 setzte sich der Anstieg fort und es gibt derzeit auch keine Anzeichen für eine Rückwärtsbewegung.
Eine Zeitenwende ist immer auch ein Anlass, um Bilanz zu ziehen und danke zu sagen. Wohl niemand in unserem Team hätte 2008 - zu Beginn der Finanzkrise - erwartet, dass es so lange dauernd würde, bis die mwb fairtrade wieder in ruhigeres Fahrwasser kommt. Die Zwischenzeit hat Geduld erfordert, Durchhaltewillen und sicherlich viel Kraft. Der Vorstand bedankt sich bei allen Mitarbeitern, bei Kunden, Partnern und den Mitgliedern des Aufsichtsrats, für das entgegengebrachte Vertrauen. In besonderem Maße gilt unser Dank auch für Sie, unsere Aktionärinnen und Aktionäre.
Was das Jahr 2015 bringt, kann an dieser Stelle niemand vorhersagen. Nach wie vor ist die Griechenlandkrise ungelöst und nach wie vor sind die Konfliktherde in der Ukraine und im Nahen Osten nicht wirklich entschärft. Zur Zeit ist auch völlig unklar, wie sich das gewaltige Anleihenrückkaufprogramm der Europäischen Zentralbank mittelfristig auf die Märkte auswirkt. Anzunehmen ist, dass wir 2015 deshalb weiterhin mit starken Schwankungen an den Börsen rechnen müssen. Ein Szenario, auf das wir inzwischen gut vorbereitet sind.
Mit besten Grüßen
Thomas Posovatz, Sprecher des Vorstands
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war von Vertrauen geprägt. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand regelmäßig beraten und seine Tätigkeit sorgfältig überwacht.
Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat über die Unternehmensplanung, die Geschäftsentwicklung, die strategische Weiterentwicklung, das Risikomanagement sowie alle wichtigen Geschäftsvorfälle der Gesellschaft regelmäßig schriftlich und mündlich berichtet. Entscheidungen von grundlegender Bedeutung sind mit dem Aufsichtsrat besprochen und ihm zur Zustimmung vorgelegt worden.
Im Geschäftsjahr 2014 fanden fünf Aufsichtsratssitzungen am 24. März, 13. Mai, 10. Juli, 24. September und 01. Dezember 2014 sowie ein Beschluss im Umlaufverfahren am 22. April 2014 statt. An den Sitzungen und dem Beschluss im Umlaufverfahren nahmen jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrates teil. Ausschüsse des Aufsichtsrates wurden nicht gebildet. Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern bestanden nicht.
Gegenstand jeder Präsenzaufsichtsratssitzung waren die aktuelle geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft und wichtige Geschäftsvorfälle. Soweit bei der Gesellschaft zustimmungsbedürftige Geschäfte anfielen, wurde der Aufsichtsrat hierüber vom Vorstand rechtzeitig in Kenntnis gesetzt und hat nach eigener Prüfung der Entscheidungsgrundlagen über die Zustimmung Beschluss gefasst.
Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 24. März 2014 war die Vorlage und Erläuterung der Jahresplanung 2014 sowie die Erörterung des Sachstands in der Zusammenarbeit mit der XCOM AG. Darüber hinaus wurden des Risikobericht des Vorstands und der Compliancebericht für das vierte Quartal 2013 erörtert.
Im schriftlichen Umlaufbeschluss vom 22. April 2014 wurde die Amtszeit des Vorstands Christian Kalischer bis zum 30. Juni 2018 verlängert.
In der Aufsichtsratssitzung am 13. Mai 2014 wurde der geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss zum 31.12.2013 vom Vorstand vorgelegt, erläutert und durch den Aufsichtsrat geprüft. Der Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat gebilligt und somit festgestellt. Darüber hinaus wurde die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft sowie die Neuordnung des Handelsbereichs diskutiert und die Geschäftsstrategie der Gesellschaft besprochen. Außerdem wurden der Risikobericht des Vorstands und der Quartalsbericht der Compliancestelle für das erste Quartal 2014 und der Bericht 2013 der Internen Revision besprochen.
Die Aufsichtsratssitzung am 10. Juli 2014 fand im Anschluss an die Hauptversammlung statt. Der Vorstand berichtete über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft im 2. Quartal 2014 sowie über den aktuellen Stand der Zusammenarbeit mit der XCOM AG.
In der Aufsichtsratssitzung am 24. September 2014 berichtete der Vorstand über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft im ersten Halbjahr und in den Monaten Juli und August 2014 sowie über den Fortgang der Zusammenarbeit mit der XCOM AG. Außerdem wurden der Risikobericht des Vorstands und der Quartalsbericht der Compliancestelle für das zweite Quartal 2014 besprochen.
In der Aufsichtsratssitzung am 01. Dezember 2014 berichtete der Vorstand über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft in den ersten neun Monaten sowie in den Monaten Oktober und November 2014. Außerdem wurden der Risikobericht des Vorstands und der Quartalsbericht der Compliancestelle für das dritte Quartal 2014 besprochen.
Im Geschäftsjahr 2014 entwickelten die bereits im Jahr 2012 eingeleiteten Bemühungen, die Verwaltungsaufwendungen zu reduzieren, ihre volle Wirkung. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken liegt bei T€ 210 und konnte um T€ 1.125 gegenüber dem Vorjahresverlust in Höhe von T€ 915 signifikant gesteigert werden. Das Handelsergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 2 % auf T€ 9.587.
Hingegen reduzierte sich das Provisionsergebnis abermals, wie schon in den Vorjahren. Es sank gegenüber dem Vorjahr um 28 % auf T€ 2.026. Das Provisionsergebnis wird in den nächsten Jahren weiter schrittweise an Bedeutung verlieren. Zur stärkeren Absicherung der Gesellschaft vor der derzeit unsicheren geopolitischen und konjunkturellen Situation wurden dem Fonds für allgemeine Bankrisiken T€ 200 zugeführt. Das Geschäftsjahr 2014 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 19. Im Vorjahr hatte die Gesellschaft noch einen Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 2.803 erlitten.
Dem Aufsichtsrat wurden der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Lagebericht sowie der Prüfungsbericht der Wirtschaftsprüfer vorgelegt. Die vorgelegten Unterlagen wurden vom Aufsichtsrat geprüft.
Die zum Abschlussprüfer gewählte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Berlin, hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 unter Einbeziehung der Buchführung und unter Beachtung der entsprechenden gesetzlichen Vorschriften geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare offen gelegt. Die Abschlussprüfer haben in der Bilanzaufsichtsratssitzung am 12. Mai 2015 persönlich dem Aufsichtsrat berichtet. Die Ergebnisse der Prüfungen hat der Aufsichtsrat in der Bilanzaufsichtsratssitzung zur Kenntnis genommen und keine Einwände erhoben. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 AktG den Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.
Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für ihre erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr besonderen Dank und Anerkennung aus.
Gräfelfing, den 12. Mai 2015
Für den Aufsichtsrat
Michael Wilhelm, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Nachdem das Jahr 2014 zunächst freundlich begonnen hatte, trübte sich die Stimmung zum Ende des 1. Quartals 2014 ein. War zunächst die sich stetig verschlimmernde Krise auf der Krim und in der Ukraine im Fokus der Anleger und verunsicherte sie zunehmend, so waren insbesondere in der zweiten Jahreshälfte sinkende Konjunkturerwartungen im Euroraum und ein mögliches Ende der Niedrigzinsphase in den USA dafür verantwortlich, dass sich die Kurse eher zur Seite entwickelten. Erst nach einer starken Korrektur im Oktober 2014 sorgte die Aussicht auf Anleiherückkäufe durch die EZB, und damit anhaltend niedrige Zinsen für eine Stabilisierung der Börsenentwicklung. Insgesamt betrug der Anstieg des deutschen Leitindex Dax im Jahr 2014 nur 2,7 %, ganz im Gegensatz zu den Vorjahren. Und auch ganz im Gegensatz zu den US-amerikanischen Börsen. Der Dow Jones stieg im Jahresverlauf um 8,5 %, der S&P 500 um 13 % und die Technologiebörse NASDAQ um 14 %.
Die abflauende Konjunktur insbesondere im Euroraum und im 1. Halbjahr 2014 auch in China machte die Rohstoffe zu Verlierern des Jahres. Die Entwicklung des Goldpreises enttäuschte und ab dem 2. Halbjahr 2014 begann der Absturz des Ölpreises, der über das gesamte Jahr 2014 rund 48 % verlor. Die anhaltend fragile Situation im Euroraum, mit einer hohen Verschuldung einzelner Staaten, ließen den Euro rund 12 % gegenüber dem US-Dollar verlieren und brachten ihn auf den niedrigsten Stand seit Juli 2012. Klar formuliertes Ziel der EZB ist die Bekämpfung deflationärer Tendenzen. Deshalb hat sie ihre Niedrigzinspolitik zu Beginn des Jahres 2015 durch die Ankündigung eines gewaltigen Anleiherückkaufprogramms noch einmal untermauert. Mit Hilfe dieser gelpolitischen Maßnahme will sie Banken in Europa zu einer verstärkten Kreditvergabe drängen, um Konsum und Wirtschaft im Euroraum anzukurbeln. Es ist zu erwarten, dass dies den Druck auf den Euro aufrecht erhalten wird, genauso wie die Ankündigung der US-amerikanischen Zentralbank, die Zinsen im Laufe des Jahres wieder schrittweise anzuheben.
Diese wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen haben die Verunsicherung der Anleger und ihre anhaltende Scheu vor dem Investment in Aktien noch verstärkt. Mit Ausnahme des Xetrasystems der Deutschen Börse und der Tradegate Exchange verzeichneten deshalb alle restlichen deutschen Wertpapierbörsen in 2014 einen Rückgang bei den Umsätzen. Selbst die Aussichten auf ein anhaltend niedriges Zinsniveau im Euroraum ließen die Anleger nicht an die Börse zurückkehren. Ob das Anleiherückkaufprogramm der EZB, das zu Beginn des Jahres 2015 die Kurse, zum überwiegenden Teil technisch bedingt, auf Rekordhochs klettern hat lassen, dafür sorgt, dass im Jahresverlauf die Anlage in Aktien wieder interessanter erscheint, wird sich zeigen. Ein niedriger Ölpreis und ein schwächerer Euro dürften sich auf jeden Fall positiv in den Unternehmenszahlen der exportorientierten deutschen Wirtschaft niederschlagen und die Dividendensaison 2015 dürfte einen neuen Rekord bescheren.
Die 1993 gegründete mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist ein Kreditinstitut im Sinne des KWG (Gesetz über das Kreditwesen). Neben der Erlaubnis für das Finanzkommissionsgeschäft sowie das Emissions- und Platzierungsgeschäft verfügt die Gesellschaft über die Erlaubnis zur Anlage- und Abschlussvermittlung, zur Anlageberatung und -verwaltung sowie zum Eigenhandel und Eigengeschäft. Sie kann ihre Geschäftstätigkeit auch auf finanzinstrumentähnliche Börsengüter und andere Geschäftsfelder erweitern, die von Wertpapierdienstleistungsunternehmen wahrgenommen werden, soweit keine Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz erforderlich ist. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG unterliegt der Aufsicht der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) sowie der Deutschen Bundesbank. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG mit Sitz in Gräfelfing hat vier unselbstständige Niederlassungen in Hamburg, Hannover, Frankfurt und Berlin. Ihre Aktivitäten konzentrieren sich auf die beiden Geschäftsbereiche "Wertpapierhandel" und "Kapitalmarkt". Die Aktie der Gesellschaft wird im Freiverkehr der Börse München im Segment m:access gehandelt.
Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG sind das Provisions- und Handelsergebnis, die Personal- und Anderen Verwaltungsaufwendungen sowie das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit. Diese werden laufend überwacht und unterliegen einer aktiven Steuerung.
Glaubte man im 1. Quartal 2014 noch, dass die internationale Staatsschuldenkrise allmählich überwunden wäre, trübte sich in der Folge die Stimmung aufgrund geopolitischer Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten mehr und mehr ein. Im 2. Halbjahr kamen Befürchtungen um die konjunkturelle Entwicklung in der Eurozone hinzu. Dies führte abermals, wie schon in den Vorjahren, zu einer deutlichen Zurückhaltung der Anleger und damit insgesamt zu sinkenden Wertpapierumsätzen. Solche Entwicklungen haben direkte Auswirkungen auf das Kerngeschäft der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, dem Wertpapierhandel mit der Skontroführung in Aktien, offenen Investmentfonds und festverzinslichen Wertpapieren. Deshalb gingen Provisions- und Handelsergebnis im Geschäftsjahr 2014 um 4,7 % auf TEUR 11.613 (i.Vj. TEUR 12.179) zurück. Das Provisionsergebnis reduzierte sich dabei um 27,6 %, während das Handelsergebnis um 2,2 % anstieg.
In 2012 und 2013 eingeleitete Kostensenkungsmaßnahmen entfalteten in 2014 ihre volle Wirkung und führten insgesamt zu Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen, die um 12,1 % unter dem Vorjahreswert lagen. Diese Entwicklung wurde noch durch einen generellen Rückgang der umsatzabhängigen Kosten sowie auf Personalseite durch den Wegfall von zwei Vorstandsgehältern unterstützt.
Die Erfolge, das Ergebnis der Gesellschaft zu verbessern, spiegelten sich auch in der Entwicklung des Kurses der mwb fairtrade Aktie wider. Er stieg im Jahresverlauf von € 0,82 auf € 1,43 und liegt am 25. März 2015 bei € 1,73.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG war im Jahr 2014 in zwei Geschäftsbereichen aktiv. Der erste Bereich "Wertpapierhandel" umfasst die Skontroführung in Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und offenen Investmentfonds, außerdem Sales & Execution für institutionelle Kunden sowie Orderausführung für Kreditinstitute. Mit dem Wertpapierhandel erwirtschaftete die Gesellschaft im vergangenen Jahr fast den kompletten Ertrag in Höhe von TEUR 11.388 gegenüber TEUR 12.086 im Vorjahr. Der Anteil des zweiten Geschäftsbereichs "Kapitalmarkt" war mit 1 % verschwindend gering. Grund dafür ist die schwache Nachfrage nach Emissionsberatung und Designated Sponsoring.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG führte zum 31. Dezember 2014 die Orderbücher von 5.911 Aktien an den Börsenplätzen Frankfurt, München, Hamburg, Hannover und Berlin. Damit ergibt sich ein Zuwachs von 167 Skontren gegenüber dem Vorjahresultimo.
Die Skontroführung in Aktien trug im Geschäftsjahr 2014 mit 50 % zu den Umsatzerlösen der Gesellschaft bei. Das entspricht 39 % des Gesamtprovisionsergebnisses und 52 % des Gesamthandelsergebnisses. In absoluten Zahlen ausgedrückt betrug der Anteil des Bereichs Skontroführung in Aktien TEUR 5.794 (i. Vj. TEUR 5.449).
Die Niedrigzinspolitik insbesondere der EZB hat ihre Spuren im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren hinterlassen. Insgesamt kann man deshalb sagen, dass 2014 ein schwaches Rentenjahr war. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG betreute zum 31. Dezember 2014 die Orderbücher von 6.884 festverzinslichen Wertpapieren an den Börsen Berlin, Hamburg und Hannover.
Ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 393 Titel. Umsatzerlöse in diesem Bereich in Höhe von TEUR 1.388 (i.Vj. TEUR 1.849) entsprechen 12 % der Gesamtumsatzerlöse und damit ein geringerer Anteil, als im Vorjahr. Mit Rentenpapieren erzielte die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG aber immerhin 36 % ihres Provisionsergebnisses und 7 % des Handelsergebnisses.
Die Entwicklung im Fondshandel in Deutschland verlief im Geschäftsjahr moderat. Zum 31. Dezember 2014 betreute die Gesellschaft an den Börsen München, Hamburg, Hannover und der Tradegate Exchange die Orderbücher von 5.992 offenen Investmentfonds, was einer Steigerung um 118 Titel gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mit diesen Werten erwirtschaftete die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG Erträge in Höhe von TEUR 2.501 (I. Vj. TEUR 2.708) oder 22 % der Gesamtumsatzerlöse. Dies entspricht absolut einem leichten Rückgang von TEUR 207 gegenüber 2013. Rund 9 % des Gesamtprovisionsergebnisses und immerhin 24 % des Gesamthandelsergebnisses wurden in diesem Bereich erzielt. Dies zeigt die wichtige Stellung innerhalb des Kerngeschäfts der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG führt Aktien- und Rentenorders im Auftrag von institutionellen Kunden und Banken aus. Hierbei erzielte sie im Geschäftsjahr 2014 Erträge in Höhe von TEUR 1.705 (i. Vj. TEUR 2.162). Dies entspricht 14 % der Gesamtumsatzerlöse des Unternehmens und damit einem Rückgang um TEUR 457 oder 21 %. Trotzdem betrachtet die Gesellschaft diesen Geschäftsbereich als interessant und ausbaufähig. Insgesamt wurden im Bereich Sales und Orderausführung 10 % des Gesamtprovisionsergebnisses und 16 % des Gesamthandelsergebnisses erzielt. Die Aussagekraft dieser Zahlen ist jedoch zu relativieren, da im Geschäftsfeld Orderausführung von den Kunden mehr und mehr eine Nettoabrechnung gefordert wird. Die Provision für diese Dienstleistung fällt dann im Handelsergebnis an, obwohl sie rein formal zum Provisionsergebnis gezählt werden müsste.
Insgesamt gesehen ist der weltweite Boom bei Börsengängen im Jahr 2014, was die Zahl der Transaktionen und die Volumina betrifft, an Deutschland vorbeigegangen. So zählt man in 2014 nur elf echte IPOs deutscher Emittenten, die überwiegende Anzahl im Prime Standard, was im internationalen Vergleich enttäuschend ist. Daneben haben Insolvenzfälle und signifikante Verschlechterung des Ratings bei Emittenten von sogenannten Mittelstandsanleihen diesem Segment einen deutlichen Imageschaden zugefügt. Nachdem sich die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG grundsätzlich auf niedrigmargige und deshalb risikoärmere Dienstleistungen im Bereich Kapitalmarktgeschäft spezialisiert hat, trug dieses Geschäftsfeld nur zu 1 % zu den Gesamtumsatzerlösen bei.
Zum 31. Dezember 2014 hat die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG das Designated Sponsoring im Kundenauftrag weitgehend eingestellt. Im vergangenen Jahr wurde hier 1 Mandat betreut. Daneben tritt die Gesellschaft für die eigene mwb fairtrade Aktie und 37 selbst ausgewählte, interessante, Auslandsaktien als Designated Sponsor auf. Die Erlöse daraus zeigen sich im Handelsergebnis und trugen im vergangenen Jahr zu 1 % zu den Gesamtumsatzerlösen bei.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014 um 4,7 % niedrigere Umsatzerlöse als im Jahr 2013, eine direkte Folge der rückläufigen Wertpapierumsätze und der gedämpften Stimmung an den Märkten. Dieser Umsatzrückgang wurde jedoch durch eine deutliche Senkung der Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen mehr als kompensiert. Deshalb erwirtschaftete die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2014 zum ersten Mal wieder seit dem Jahr 2008 ein positives Jahresergebnis.
Zum 31. Dezember 2014 lag das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken bei TEUR 210 im Vergleich zu TEUR -915 im Vorjahr. Der Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hatte in seiner Planung für 2014 ein höheres Ergebnis prognostiziert, das aber wegen der erwähnten Umsatzrückgänge im Wertpapierhandel nicht erzielt werden konnten.
Das Ergebnis je Aktie vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken erhöhte sich auf € 0,03 nach € -0,12 in 2013. Die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken belastete die Gewinn- und Verlustrechnung 2014 um TEUR 200. Die Cost Income Ratio, als Kennzahl der Effizienz eines Unternehmens reduzierte sich von 107 % in 2013 auf 97 % in 2014.
Die Entwicklung des Provisionsergebnisses der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wurde wie bereits in den Vorjahren maßgeblich durch die Umsatzrückgänge im Retailwertpapiergeschäft in Deutschland beeinflusst. Daneben hat der Wettbewerb der Regionalbörsen um Marktanteile die Etablierung neuer Preismodelle zur Folge, in der die Courtage als Entgelt für die Dienstleitung des Skontroführers eine immer untergeordnetere Rolle spielt. So ist z.B. der Handel an der Tradegate Exchange ganz courtagefrei, in Hamburg wiederum sind bestimmte Ordergrößen bei bestimmten Wertpapieren courtagefrei. Seit 2011 gibt es in Frankfurt anstatt einer Maklercourtage eine performanceabhängige Vermittlungsgebühr für die Spezialisten. Dementsprechend ging das Provisionsergebnis nach einem Minus von 15 % in 2012 und 13 % in 2013 im Geschäftsjahr 2014 um TEUR 771 oder um 28 % auf TEUR 2.026 (i. Vj. TEUR 2.797) zurück. Insgesamt aber dürfte das Provisionsergebnis in den nächsten Jahren schrittweise an Bedeutung verlieren. Im Geschäftsjahr 2015 erwartet der Vorstand ein eher gleichbleibendes Provisionsergebnis.
Das Handelsergebnis der Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2014 trotz der mäßigen Marktbedingungen leicht um 2 % auf TEUR 9.587 (i. Vj. TEUR 9.382) gesteigert werden. Das gute 1. Quartal 2014 und ein disziplinierter, risikobewusster Handelsstil waren hier die ausschlaggebenden Faktoren. Der Vorstand hat in seiner Planung für das Geschäftsjahr 2014 ein besseres Handelsergebnis erwartet, ist aber vor dem Hintergrund der Rahmenbedingungen mit der Entwicklung zufrieden. Die Relation von Handels- zu Provisionsergebnis, die historisch meist bei 60 % zu 40 % gelegen hat, hat sich wie schon in den vergangenen Jahren weiter zugunsten des Handelsergebnisses verschoben und lag in 2014 bei 83 % zu 17 %.
Das Wirksamwerden bereits in 2012 und 2013 eingeleiteter Kostensenkungsmaßnahmen sowie ein Rückgang der umsatzabhängigen Aufwendungen führten im Geschäftsjahr 2014 zu einer Senkung der Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen. Sie gingen um 12 % oder TEUR 1.573 auf TEUR 11.398 (i. Vj. TEUR 12.971) zurück und lagen damit deutlich unter den vom Vorstand erwarteten TEUR 12.600. Für den Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG gibt es keinen Grund, in den kommenden Jahren von der strikten Kostendisziplin abzuweichen, wenngleich für das Jahr 2015 wegen einer Reihe von notwendigen IT-Projekten etwas steigende Kosten erwartet werden.
Im Einzelnen gingen die Personalaufwendungen im Jahr 2014 um 8 % oder TEUR 364 auf TEUR 4.202 (i. Vj. TEUR 4.568) zurück. Der Anteil der gemäß leistungsabhängigen Entlohnungsmodellen der Wertpapierhändler bezahlten Boni betrug dabei TEUR 572 (i. Vj. TEUR 492). Ein wichtiger Grund für den Rückgang der Personalaufwendungen in 2014 liegt im Wegfall von zwei Vorstandsgehältern.
Die Anderen Verwaltungsaufwendungen konnten um TEUR 1.209 oder 14 % auf TEUR 7.196 (i. Vj. TEUR 8.405) reduziert werden. Hier sind neben dem Rückgang der umsatzabhängigen Kostenbestandteile insbesondere Einsparungen in den Bereichen Wertpapierinformationsdienste sowie Telefon und Leitungen erreicht worden.
Im Geschäftsjahr 2014 gab es keinen Abschreibungsbedarf auf Forderungen der Gesellschaft.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG führte im Geschäftsjahr 2014 dem Fonds gemäß Paragraph 340e Abs. 4 HGB im Jahr 2014 TEUR 200 zu. Der restliche Betrag in Höhe von TEUR 758 wurde aus dem im Vorjahr in den Fonds für allgemeine Bankrisiken nach Paragraph 340 g HGB eingestellten Betrag dotiert. Damit mindert sich das Ergebnis der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG um TEUR 200, im Fonds für allgemeine Bankrisiken nach Paragraph 340 g HGB verbleiben TEUR 180. Die aufsichtsrechtliche Kapitalbasis bleibt dadurch gestärkt und die Gesellschaft ist zukünftig vor dem Hintergrund der unsicheren geopolitischen und konjunkturellen Situation stärker abgesichert.
Der Transparenz und Vergleichbarkeit halber wird in diesem Geschäftsbericht das Ergebnis vor und nach Zuführung ausgewiesen.
Kostensenkungsmaßnahmen, ein Rückgang der umsatzabhängigen Aufwendungen sowie eine strenge Handelsdisziplin erbrachten im Geschäftsjahr 2014 eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit. Vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken erreichte die Gesellschaft ein positives Ergebnis in Höhe von TEUR 210 gegenüber TEUR -915 im Vorjahr. Nach der Zuführung in Höhe von TEUR 200 ergibt sich ein Ergebnis in Höhe von TEUR 10 (i. Vj. TEUR -2.791). Der Vorstand hatte in seiner Planung für 2014 die Entwicklung der Ertragsseite optimistischer eingeschätzt, hatte aber mit deutlich höheren Kosten gerechnet. Damit ist die Gesellschaft auf einem guten Weg und der Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist davon überzeugt, das Ergebnis kontinuierlich weiter verbessern zu können.
Entsprechend dem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit verbesserte sich der Jahresüberschuss signifikant von TEUR -2.803 im Jahr 2013 auf TEUR 19 im Geschäftsjahr 2014.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG verzeichnete zum 31. Dezember 2014 einen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 19. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung 2015 vorschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Die Vermögens- und Finanzlage der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist geordnet. Dies wurde insbesondere durch die komfortable Eigenkapitalausstattung begünstigt.
Die Bilanzsumme erhöhte sich zwischen dem 31. Dezember 2013 und dem 31. Dezember 2014 um TEUR 71 auf TEUR 15.589 (i. Vj. TEUR 15.518). Dies entspricht einer Erhöhung von 0,5 %.
Der Saldo aus kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 7.416 auf TEUR 8.301 gestiegen. Die Liquiditätserhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung der Handelsaktiva und dem Verkauf eigener Anteile. Demgegenüber steht ein Liquiditätsabfluss aus der Erhöhung des Bestands an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren. Die Liquiditätskennzahl nach § 11 des Kreditwesensgesetzes (Quotient aus Forderungen und Verbindlichkeiten) der Gesellschaft lag mit 6,86 % über dem Vorjahreswert von 5,71 und ist somit mehr als sechs Mal so hoch, wie aufsichtsrechtlich gefordert. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG befindet sich nach wie vor in einer guten Liquiditätssituation, die sich auch an dieser Liquiditätskennziffer ablesen lässt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Geschäftsjahr war jederzeit gegeben.
Der Handelsbestand reduzierte sich von TEUR 2.614 im Vorjahr auf TEUR 1.715 zum 31. Dezember 2014. Die Bestände in festverzinslichen Wertpapieren (i. Vj. TEUR 46) betrugen zum 31. Dezember 2014 TEUR 514.
Das Eigenkapital der Gesellschaft belief sich zum 31. Dezember 2014 auf TEUR 8.583 (i. Vj. TEUR 8.300). Der Anstieg von TEUR 283 gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem Jahresüberschuss und dem Verkauf von eigenen Anteilen. Die Eigenkapitalquote ist mit 55 % (i. Vj. 53 %) nach wie vor komfortabel, zumal der auf der Passivseite ausgewiesene Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von TEUR 4.900 nicht zum Eigenkapital, wohl aber aufsichtsrechtlich zum harten Kernkapital zählt.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hält eine Beteiligung in Höhe von 12,4 % an dem Finanzsoftwareunternehmen XCOM AG. Das 1988 gegründete Unternehmen mit Sitz in Willich zählt zu den führenden Anbietern für E-Banking, E-Business und Handelsunterstützung im Wertpapierbereich. Die Geschäftsführung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat die Entwicklung der XCOM AG im Jahr 2014, wie schon in den Vorjahren, sorgfältig und kontinuierlich verfolgt. Der Kontakt mit dem Management der XCOM AG verlief in offener und vertrauensvoller Weise. Hier ist insbesondere anzumerken, dass die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG nicht nur Aktionär der XCOM AG ist, sondern auch deren Kunde. Das Vorstandsmitglied der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, Thomas Posovatz, ist im Aufsichtsrat der XCOM als stellvertretender Vorsitzender tätig. Am 4. November 2014 gab die Fintech Group AG bekannt, dass sie sich vertraglich eine Opition auf den Erwerb einer 54 %igen Mehrheit an der XCOM AG gesichert hat. Die Fintech Group AG ist nach eigenen Angaben einer der Markt- und Innovationsführer im deutschen Online-Brokerage-Markt und hat das Ziel mittelfristig eines der führenden Financial Services Technologies-Unternehmen in Europa zu werden. Die XCOM AG soll hier der wichtigste strategische Partner werden. Mit Corporate News vom 24. März 2015 gab die Fintech Group AG bekannt, dass sie zum 20. März 2015 den Erwerb einer 51-prozentigen Beteiligung an der XCOM AG mit erfolgter Zustimmung der BaFin abgeschlossen hat. Der Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG sieht durch diesen Schritt eine Aufwertung ihrer Beteiligung an der XCOM AG. Zu den bisher schon vielfältigen Beziehungen zwischen der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG und der XCOM/biw-Gruppe könnten sich mit der Fintech Group AG eine Reihe von weiteren strategischen Anknüpfungsmöglichkeiten ergeben.
Die Tochtergesellschaft MWB Wertpapierhandelsbank AG wurde zum 16. Dezember 2009 in MWB GmbH umfirmiert. Die 100 %-ige Beteiligung an der Gesellschaft, die schon seit Jahren keinen operativen Geschäftsbetrieb mehr unterhielt und die Erlaubnisse nach dem KWG zum Betreiben von Bankgeschäften zurückgegeben hatte, diente die letzten Jahre lediglich zur Erhaltung unserer strategischen Flexibilität. Mit Gesellschafterbeschluss vom 04.12.2013 wurde die MWB GmbH mit Ablauf des 31.12.2013 aufgelöst. Die Geschäftsführer Herr Thomas Posovatz und Herbert Schuster wurden abberufen und Herr Thomas Posovatz, der gleichzeitig ein Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist, zum alleinigen Liquidator bestellt.
Der Aufsichtsrat der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat der Liquidation zugestimmt und Herrn Posovatz ermächtigt, sich selbst zum alleinigen und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiten Liquidator der MWB GmbH zu bestellen.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hielt zum 31. Dezember 2014 einen Bestand in eigenen Aktien in Höhe von 11.520 (i. Vj. 342.882) Stück. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Bestand damit um 331.362 Stück reduziert.
Der Aufsichtsrat ist gemäß § 87 AktG für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes zuständig.
Mit den Mitgliedern des Vorstandes wurden Dienstverträge geschlossen, darin sind das Grundgehalt und die variable Vergütung in Form einer erfolgsabhängigen jährlichen Bonuszahlung geregelt. Die Bonuszahlung beträgt 2,5 % vom Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Einrechnung der Vorstandstantiemen für den einzelnen Vorstand und ist nach oben begrenzt auf 100 % des Jahresfixgehaltes. Im Falle eines negativen Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entfällt die Bonuszahlung. Jedes Mitglied des Aufsichtsrates erhält außer der Erstattung seiner Auslagen für jedes volle Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 12,5 zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält die doppelte Vergütung.
Eine zusätzliche, variable Vergütung ist für den Aufsichtsrat nicht vorgesehen. Die Gesellschaft gewährt den Aufsichtsratsmitgliedern angemessenen Versicherungsschutz, insbesondere wurde die Gesellschaft dazu verpflichtet, zu Gunsten der Aufsichtsratsmitglieder eine Haftpflichtversicherung (sog. Directors & Officers Versicherung) abzuschließen, die die gesetzliche Haftpflicht aus der Aufsichtsratstätigkeit in angemessenem Umfang abdeckt.
Das gezeichnete Kapital der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG besteht aus 7.473.700 nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von € 1,00. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
In der Hauptversammlung vom 08. Juli 2013 wurde die Aufhebung des bestehenden und die Schaffung eines neuen genehmigtes Kapital in Höhe von € 3.736.850 beschlossen.
Die BÖAG Börsen AG, Hamburg, hält zum Bilanzstichtag 1.878.251 Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 25,1 % am Grundkapital der Gesellschaft. Die FMNP Beteiligungs GmbH, Gräfelfing, hält zum Bilanzstichtag 1.482.890 Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 19,84 % am Grundkapital der Gesellschaft.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 10. Juli 2014 wurde die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 7 Aktiengesetz eigene Aktien bis zu fünf von hundert des Grundkapitals und gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz bis zu zehn von hundert des Grundkapitals bis zum 09. Juli 2019 zu erwerben. Die aufgrund der Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 und 8 Aktiengesetz erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, zehn von hundert des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.
Kein Inhaber von Aktien besitzt Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse. Die Mitglieder des Vorstands der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG werden vom Aufsichtsrat der Gesellschaft ernannt und abberufen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Änderungen der Satzung erfordern eine Mehrheit von dreiviertel der abgegebenen Stimmen in der Hauptversammlung.
Der Aufsichtsrat der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG besteht gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 08.Juli 2013 aus drei Mitgliedern.
Es existieren keine Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Genauso wenig gibt es Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder den Arbeitnehmern getroffen sind.
Den im Folgenden getroffenen Einschätzungen liegen alle uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen zugrunde und sind mit Prognoserisiken und Unsicherheiten behaftet. Damit können die tatsächlichen Ergebnisse von den in diesem Lagebericht getroffenen Aussagen abweichen. Alle Aussagen beziehen sich auf das Jahr 2015. Das gilt auch für die im Bericht über das interne Kontrollsystem und Risikomanagement System dargestellten Risiken.
Es dürften im Wesentlichen vier Themen sein, die die Märkte im Jahr 2015 maßgeblich beeinflussen werden. Das gewaltige Anleiherückkaufprogramm der EZB, der Ausgang des griechischen Staatsbankrotts, der Zeitpunkt der Zinswende in den USA und die Lösung des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland.
Anfang März 2015 hat die EZB damit begonnen, in großem Umfang europäische Staatsanleihen zurückzukaufen und so den Banken Geld bereit zu stellen, das diese zur verstärkten Kapitalvergabe nutzen können. Damit soll die Konjunktur angekurbelt und deflationäre Tendenzen eingedämmt werden. Ein anhaltend niedriges Zinsniveau mit Renditen für Anleihen zum Teil deutlich unter einem Prozent sollte die Anlage in Aktien als Alternative in den Vordergrund rücken. Die ersten beiden Monate des Jahres 2015 bescherten den Börsen in Deutschland einen Kursanstieg von 20 %. Sollte diese Entwicklung nachhaltig sein und es zu keinen unvorhergesehenen, größeren Korrekturen kommen erwartet der Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG einen generellen Anstieg der Umsätze und verbesserte Handelsbedingungen im Kerngeschäft der Gesellschaft. Generell geht der Vorstand in seiner Planung für das Geschäftsjahr 2015 von einem eher gleichbleibenden Provisionsergebnis und einem leicht steigenden Handelsergebnis aus. Auf der Kostenseite wird wegen einer Reihe von IT-Projekten ein mäßiger Anstieg erwartet. Insgesamt rechnet der Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG aber mit einer leichten Verbesserung des Ergebnisses.
Rückschläge könnten in 2015 vom Ausgang des griechischen Staatsbankrotts kommen. Da, neben Griechenland noch weitere Staaten in der Eurozone massiv verschuldet sind könnte ein möglicher Austritt Griechenlands oder auch eine teure Rettung zu einer wieder auflebenden Unsicherheit an den Finanzmärkten führen und dadurch das Sentiment der Anleger mittelfristig trüben.
Die mehrjährige Phase des Quantiative Easing in den USA hat ihre Wirkung gezeigt. Bruttosozialprodukt, Unternehmensergebnisse und Arbeitslosenrate belegen einen deutlichen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Fed hat deshalb schon mehrfach angekündigt, das Zinsniveau langfristig wieder anzuheben. Damit wird allgemein im 2. Halbjahr 2015 gerechnet. Sofern die Marktteilnehmer diese Entwicklung nicht antizipiert haben, kann man von einer eher sinkenden Nachfrage nach Aktien ausgehen.
Der Abwertungsdruck auf den Euro bei gleichzeitiger Niedrigzinspolitik in Europa dürfte damit anhalten und die Entwicklung der US-amerikanischen Aktienmärkte auf jeden Fall die marktlichen Rahmenbedingungen in Deutschland beeinflussen.
Eine anhaltende Spannung zwischen der Ukraine und Russland hat zwangsläufig negative Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, da gerade viele mittelständische Unternehmen vielfältige Geschäftsbeziehungen pflegen und von einer Verschärfung der Sanktionen gegenüber Russland direkt betroffen sind.
Der mehr oder weniger starke Einfluss der genannten Faktoren dürfte insgesamt im Jahresverlauf zu deutlichen Schwankungen der Kurse führen. Dies ist im Übrigen auch die Meinung der Mehrheit der Finanzanalysten.
Wesentliche Vorgänge nach dem 31. Dezember 2014 haben sich nicht ergeben.
Unternehmerisches Handeln bedeutet, sich ergebende Chancen im Interesse der Anteilseigner, der Mitarbeiter und der Gesellschaft bei gleichzeitiger bewusster Steuerung der Risiken wahrzunehmen. Alle Ressourcen und Aktivitäten unserer Gesellschaft sind auf eine nachhaltige Vermögens- und Erfolgssicherung ausgerichtet. Sämtliche geschäftspolitischen Entscheidungen der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG werden stets unter strenger Beachtung der Ertrags-/Risiko-relation getroffen. Unternehmerische Risiken werden nur dann eingegangen, wenn die Ertragsaussichten die Risiken deutlich überwiegen. Durch unsere hohe Eigenkapitalquote, gelebte Marktnähe und unser ausgeprägtes Risikowissen können wir geschäftsfeldübergreifend flexibel auf die sich stellenden Risiken eingehen. Bei der strategischen Steuerung unserer Gesellschaft spielen neben den monetären Gesichtspunkten auch nichtfinanzielle Steuerungsgrößen wie Prozesseffizienz, Transparenzerhöhung, bestmögliche Kundenbetreuung, Mitarbeiterzufriedenheit und die Stärkung der Position der Wertpapierfirmen eine große Rolle.
Das Ziel unserer Risikostrategie besteht in der Absicherung der Unternehmensziele gegen störende Ereignisse durch das Ergreifen geeigneter Maßnahmen. Die Gesellschaft hat hierzu im Rahmen ihres wertorientierten Firmenmanagements ein umfassendes Risikomanagementsystem zur Aufdeckung von Risiken und der Optimierung von Risikopositionen etabliert. Das Risikocontrolling der Gesellschaft ist so angelegt, dass besonderes Augenmerk auf die Verhinderung von Risiken gelegt wird. Dabei prüfen wir stets, ob unsere risikopolitischen Vorkehrungen ausreichen, um das Gefährdungspotential spürbar zu verringern. Bei Bedarf werden umgehend weitere Maßnahmen zur Risikoreduzierung ergriffen. Im Zuge der Umsetzung der sich aus den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) ergebenden Anforderungen hat die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im Rahmen ihrer Geschäftsstrategie ein Risikotragfähigkeitskonzept entwickelt, in dem neben der Definition der Risikodeckungsmasse, der gesamtbankbezogenen Verlustobergrenze und der Bestimmung des Risikopotentials eine Gegenüberstellung des aggregierten Risikopotentials mit der Verlustobergrenze erfolgt. Aufgrund der in den von der Gesellschaft betriebenen Geschäftsfeldern eingegangenen Risiken, verfolgt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG bei der Ausgestaltung der Risikotragfähigkeit einen konservativen Ansatz. Die Gesellschaft hat deshalb festgelegt, dass die täglich zum Geschäftsschluss bestehende Verlustobergrenze 60 % der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse betragen darf. Der verbleibende Rest steht als Risikopuffer zur Verfügung. Neben den Marktpreisrisiken aus Aktien, festverzinslichen Wertpapieren, Investmentfonds und Optionsgeschäften hat die Gesellschaft die operationellen Risiken und das Adressenausfallrisiko in das Risikotragfähigkeitskonzept aufgenommen. Das für diese Risiken bestehende Risikopotential ermittelt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG täglich, wobei sich die Gesellschaft zur Ermittlung des operationellen Risikos des Basisindikatoransatzes nach den Art. 315, 316 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Capital Requirements Regulation - CRR) bedient. Nach den MaRsik hat die Berechnung der Risikotragfähigkeit sowohl den Schutz der Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (Gone-Concern-Ansatz), als auch das Ziel der Fortführung des Instituts (Going-Concern-Ansatz) zu verfolgen.
Die mwb ermittelt daher die Risikotragfähigkeit nach beiden Verfahren. Zur Feststellung, ob die Risikotragfähigkeit gegeben ist, setzt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG in einer täglich durchzuführenden Berechnung das aggregierte Risikopotential in das Verhältnis zu der nach den beiden Ansätzen ermittelten Verlustobergrenze. Liegt das Ergebnis dieser Quotienten unter 100 % ist die Risikotragfähigkeit gewährleistet. Im Geschäftsjahr 2014 kam es zu keiner Überschreitung der Verlustobergrenze. Zum Bilanzstichtag betrug die Auslastung nach dem Gone-Concern-Ansatz 25,36 %, während sie nach dem Going-Concern-Ansatz 38,49 % betrug.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat die Interne Revision seit dem Jahr 2011 an eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ausgelagert.
Gegenstand der Prüfungshandlungen der Internen Revision sind vor allem die Bereiche Wertpapierhandel, Risikomanagement, Compliance, Liquiditätssteuerung, Rechnungswesen, Datenverarbeitung, Personal, Meldewesen und die Einhaltung der Vorschriften zur Vermeidung von Geldwäsche. Hierbei werden Betriebsabläufe, die einem besonderen Risiko unterliegen jährlich geprüft, andere Betriebsabläufe innerhalb eines Dreijahreszeitraumes.
Ein wirksames Risikocontrolling setzt eine unabhängige, von den Handelsaktivitäten separierte Ermittlung der eingegangenen Risiken voraus.
Hierzu hat die Gesellschaft zwei vom Handel unabhängige Risikomanager bestellt, in deren Aufgabengebiete neben der Identifizierung, Analyse, Bewertung und Überwachung der Risiken auch die Sensibilisierung der Mitarbeiter für die Erkennung und Vermeidung von Risiken fallen. Die Grundlage für den permanenten und systematischen Umgang mit den Risiken bilden Vorgaben und Entscheidungen des Vorstands zur Risikotoleranz, die sich aus der Risikostrategie und Risikopolitik ableiten und sich an der Kapital- und Liquiditätsausstattung orientieren.
Ein effizientes Risikocontrolling muss sich bei der Vielzahl der von der Gesellschaft getätigten Geschäfte auf ein leistungsfähiges Computersystem verlassen können. Die Gesellschaft bedient sich hierzu innovativer Anwendungen des auf Finanzdienstleister und Banken spezialisierten Softwareunternehmens XCOM AG.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG überwacht laufend die Großkreditgrenzen sowie die Gesamt- und Einzelpositionen aus sämtlichen Wertpapiergeschäften und die damit verbundenen unrealisierten Gewinne und Verluste.
Ein erfahrenes Mitarbeiterteam erfasst die verfügbaren Mittel täglich in einem Liquiditätsstatus und überwacht und koordiniert die zu bezahlenden Verbindlichkeiten.
Im Zuge der betriebswirtschaftlichen Überwachung kontrolliert der Vorstand täglich die Aufwendungen und Erträge aus dem Kerngeschäft der Gesellschaft. Nach der Plausibilisierung der Monatszahlen nimmt der Finanzvorstand zu der allgemeinen Entwicklung, ausgewählten GuV-Positionen und der Liquiditätssituation monatlich schriftlich Stellung. Die Erläuterungen zirkulieren im Vorstand und werden den Mitgliedern des Aufsichtsrates zur Kenntnisnahme vorgelegt.
Im Bereich der operationellen Risiken, die ihren Ursprung in Prozessen, Personen, Technologien oder externen Ereignissen haben können, werden bestehende Risiken konsequent mit einem vielfältigen, ursachenbezogenen Risikomanagement verringert.
Strategische Risiken entstehen dann, wenn unsere Strategie nicht mit den Anforderungen und Erwartungen des Marktes, unserer Kunden oder den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vereinbar ist, und dies von der Geschäftsführung nicht erkannt wird. Zur Vermeidung dieses Risikos durchleuchten wir sorgfältig die strategischen Risiken in kurzen Zeitabständen. Der Vorstand steht diesbezüglich in ständigem Kontakt mit dem Aufsichtsrat, der sich aktiv in die Festlegung der strategischen Ziele einbringt und den Risikogehalt der strategischen Planungsprozesse gemeinsam mit dem Vorstand der Gesellschaft im Auge behält.
Die Gesellschaft ist sich der Gefahr von außen eintretender - nicht von uns beeinflussbarer - Ereignisse und Veränderungen zu Lasten des Skontroführergeschäftes bewusst. Als besondere Risiken werden hierbei generell sinkende Wertpapierumsätze aufgrund einer nachhaltigen Veränderung des Anlegerverhaltens, eine weitere Verschärfung der Konkurrenzsituation bei Markt- und Preismodellen unter den Börsen in Deutschland, aber auch eine drastische Erhöhung der regulatorischen Anforderungen - z.B. nach weiteren Krisen - gesehen. Wir sind allerdings auch zuversichtlich, dass der computerunterstützte Skontroführerhandel in welcher Ausprägung auch immer weiterhin nicht vollständig von vollelektronischen Computersystemen verdrängt werden kann, da sonst weniger liquide Wertpapiere die die Mehrheit darstellen, nicht mehr im besten Kundeninteresse gehandelt werden könnten, was letztendlich zu einer Verarmung der Börsenlandschaft mit nur noch wenigen hochliquiden Werten führen würde.
Der Gefahr des Wegbrechens eines Geschäftsfeldes oder dem Abwandern von Kunden begegnet die Gesellschaft durch die Verteilung des Geschäftes auf mehrere voneinander unabhängige Standbeine und ständigen Bestrebungen, die Anzahl der Kunden zu erhöhen.
Die identifizierten Einzelrisiken wurden schriftlich erfasst, werden laufend überwacht und in regelmäßigen Abständen überprüft. Daneben findet eine ständige Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems statt. Die Gesellschaft legt dabei besonderen Wert auf die Einbeziehung der einzelnen Mitarbeiter des Unternehmens, die angehalten werden, erkannte Risiken an die Risikomanager zu kommunizieren.
Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken und operationelle Risiken werden in der Berechnung der Gesamtrisikoauslastung als wesentliche Risiken täglich berücksichtigt, während die Platzierungsrisiken nur nach einer Einzelfallprüfung einbezogen werden. Die Liquiditätsrisiken bleiben branchenüblich bei der Berechnung der Gesamtrisikoauslastung außer Betracht.
Im Folgenden werden die Einzelrisiken dargestellt. Nach einer allgemeinen Definition und Darstellung des jeweiligen Risikos erfolgt eine Beschreibung der ergriffenen Risikobegrenzungsmaßnahmen durch die Gesellschaft.
Unter Adressenausfallrisiken verstehen wir mögliche Wertverluste, die durch den Ausfall oder durch Bonitätsverschlechterung von Geschäftspartnern entstehen können.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat in und ausländische Handelspartner. Für Börsengeschäfte mit inländischen, börsenzugelassenen Handelspartnern spielen Adressenausfallrisiken nur eine untergeordnete Rolle. Für die ausländischen Handelspartner sind abhängig von deren Größe und Marktbedeutung sowie der Häufigkeit der Geschäfte Kontrahentenlimite pro Handelstag vergeben. Im Geschäftsjahr brauchte die Gesellschaft keine Abschreibungen auf Kundenforderungen vornehmen.
Das Marktpreisrisiko ist der potentielle Verlust, der durch die Veränderung von Preisen an Finanzmärkten für unsere Positionen entstehen kann.
Die Handelspositionen der Gesellschaft werden EDV-technisch unterstützt, täglich realtime zu Durchschnittskursen bewertet und mit den Marktpreisen verglichen. Das Risiko für die Gesamtrisikoauslastung wird mit einem Value at Risk-Ansatz ermittelt, der von historischen Kursen der letzten 100 Tage ausgeht, eine Haltedauer von einem Tag impliziert und ein Konfidenzniveau von 99 % verwendet. Zum 31. Dezember 2014 ergibt sich ein VaR auf Marktpreisrisiken von TEUR 70.
Die Höhe der Handelspositionen wird durch Limite begrenzt, die im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes festgelegt worden sind. Zusätzlich findet eine Begrenzung der Limite durch die Arbeitsanweisungen für Wertpapierhändler statt.
Die Gesellschaft erreicht zudem eine Reduktion des Marktpreisrisikos durch die Verteilung der eingegangenen Positionen auf verschiedene Länder und Märkte.
Darüber hinaus wird sowohl ein für den Handel zuständiger Vorstand, als auch ein vom Handel unabhängiger Vorstand zweimal täglich über die größten Handelspositionen und die größten unrealisierten Gewinne und Verluste aus diesen Geschäften informiert.
Wegen der großen Bedeutung der Marktpreisrisiken für die Gesellschaft führt die mwb fairtrade täglich zwei dokumentierte Szenarioanalysen durch, die eine Marktschwankung von +/-5 % unterstellen. Ergibt dieser Test einen unrealisierten Verlust von über EUR 1 Mio., wird der Gesamtvorstand informiert. Dasselbe gilt für eine Überschreitung der EUR 2 Mio. Verlustgrenze bei der wöchentlich durchzuführenden Szenarioanalyse bei einer unterstellten Marktschwankung von +/-10 %. Bei Erreichen beider Grenzen ist die Risikotragfähigkeit des Unternehmens immer noch gewährleistet.
Unter Platzierungsrisiken verstehen wir Risiken, die sich im Rahmen unseres Emissionsgeschäftes ergeben können.
Bei der Auswahl der Unternehmen, die an die Börse gebracht werden wollen, ist die Beurteilung der Frage, ob der Emittent Börsenreife besitzt, für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG von tragender Bedeutung. Die Entscheidung darüber wird deshalb nur vom Gesamtvorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG gemeinsam getroffen. Als Entscheidungsgrundlage dient dabei bei einer Neuemission der Emissionsprospekt, bei einem Listing das Unternehmensexpose. Zusätzliche Sicherheit wird dadurch erreicht, dass die Erstellung beider Dokumente in der Regel von einer Legal Due Diligence begleitet wird. Frühzeitig wird seitens der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG das Gespräch mit potentiellen Investoren gesucht, um festzustellen, ob seitens dieser Gruppe Interesse an den Aktien des Emittenten besteht. Aus dem gewonnenen Gesamteindruck aus Gesprächen und schriftlichen Unterlagen wird dann die Entscheidung getroffen, ob wir die Platzierung der Aktien übernehmen.
Oberstes Ziel unseres Liquiditätsmanagements ist die Gewährleistung der jederzeitigen Zahlungsbereitschaft des Unternehmens. Die Disposition der täglichen Liquidität ist einem erfahrenen Mitarbeiterteam übertragen, das direkt dem zuständigen Vorstand unterstellt ist.
Die Gesellschaft verfügt über eine gute Liquiditätsausstattung. Aufgrund der hervorragenden Eigenkapitalausstattung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, benötigt die Gesellschaft für ihren Geschäftsbetrieb kein Fremdkapital.
Zu den rechtlichen Risiken gehören Gefahren, die sich aus unserer großen Vielzahl an Handelsgeschäften und aus Verstößen gegen gesetzliche und interne Vorschriften durch Mitarbeiter ergeben können.
Zur Absicherung allgemeiner und branchenspezifischer Risiken wurden neben den bereits bestehenden Versicherungen eine Directors and Officers Liability - Versicherung, eine Vertrauensschadenversicherung sowie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgeschlossen.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG unterliegt umfangreichen Meldeverpflichtungen und anderen gesetzlichen Vorschriften, insbesondere aus dem Handelsgesetzbuch, dem Börsengesetz, dem Wertpapierhandelsgesetz und dem Kreditwesengesetz. Neben turnusmäßigen Meldungen sind eine Vielzahl von Ereignissen im Geschäftsleben meldepflichtig und andere gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Bei Nichtbeachtung dieser Meldepflichten drohen Geldbußen.
Die Überwachung dieser gesetzlichen Vorgaben erfolgt durch die zuständigen Mitarbeiter anhand eines Meldeplanes, der ständig auf dem Laufenden gehalten wird.
Zu den Risiken personeller Art rechnen alle Risiken, die aus dem Einsatz und der Neueinstellung von Mitarbeitern resultieren.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wählt bei Neueinstellungen die Bewerber sorgfältig aus und achtet darauf, dass bei Urlaub, Krankheit oder Kündigung eines Mitarbeiters andere Mitarbeiter die Tätigkeiten des nicht zur Verfügung stehenden Mitarbeiters problemlos übernehmen können. Die Gesellschaft verfügt über ein umfangreiches Organisationshandbuch, in dem sowohl Funktionsbeschreibungen der einzelnen Arbeitsplätze, Detailbeschreibungen der wichtigsten Geschäftsvorgänge als auch das Compliance-Konzept und das Risikohandbuch integriert sind. Das Organisationshandbuch steht jedem Mitarbeiter in elektronischer Form uneingeschränkt zur Verfügung.
Mitarbeiter, die mit vertraulichen Informationen betraut sind, werden schriftlich über die rechtlichen Pflichten, die sich aus dem Zugang zu Insiderinformationen ergeben sowie über die Rechtsfolgen von Verstößen informiert.
Im Handelsbereich ist ein mögliches Fehlverhalten von Mitarbeitern durch Versicherungen abgedeckt. Die Gesellschaft hat Regelungen für Mitarbeitergeschäfte getroffen und vermeidet bereits durch Vereinbarungen im Arbeitsvertrag Kollisionen zwischen Mitarbeiter-, Bank- und Kundeninteressen. Durch die Vereinbarung eines angemessenen Vergütungsmodells wird das Risiko häufiger Mitarbeiterwechsel reduziert.
Zu den operativen Risiken zählen wir Einwirkungen auf unseren betrieblichen Ablauf, die nicht in unserer Hand liegen. Zur Behandlung sonstiger betrieblicher Risiken hat die Gesellschaft ein Notfallkonzept erstellt, das jedem Mitarbeiter bekannt ist. Es stellt die zu ergreifenden Maßnahmen in den Fällen Stromausfall, Rechnerausfall, Systemengpässen und -störungen und Telefonausfall dar. Die wichtigsten IT-Systeme wurden von der Gesellschaft redundant aufgebaut, die Datenleitungen sind durch ein Back-Up-System abgesichert. Risiken aus dem Verlust von Daten wirkt die Gesellschaft durch ein System von täglichen, wöchentlichen und monatlichen Datensicherungen, die zum Teil außer Haus verwahrt werden, entgegen.
Die Gesellschaft hat durch risikoartenübergreifende Stresstests ermittelt, inwieweit sich äußerst extreme Marktsituationen auf die Risikotragfähigkeit auswirken. Dabei wurden verschiedene Szenarien mit einem Kursverfall von bis zu 50 % simuliert, ein Kurssturz, wie er nur bei einem besonders schweren konjunkturellen Abschwung oder dem Zusammenbruch der Finanzmärkte vorstellbar wäre. Selbst bei einer Kumulation von Risiken wurde die Verlustobergrenze bei einem Kursverfall von 40 % bei allen durchgeführten Tests noch eingehalten.
Nach AT 4.3.3 der MaRisk hat die Gesellschaft auch Inverse Stresstests durchzuführen. Der Inverse Stresstest stellt im Gegensatz zum regulären Stresstest die maximale Verlustobergrenze für das Risikokapital in den Mittelpunkt. Die Ausgestaltung und Durchführung der Inversen Stresstests ist abhängig von Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten und kann qualitativ oder quantitativ erfolgen.
Die Gesellschaft hat erörtert, welche Ereignisse dazu führen könnten, die mwb fairtrade in eine existenzbedrohende Situation zu bringen. Neben einer Verlustsituation und einer weiteren massiven Verdrängung der Skontroführer/Spezialisten durch ausschließlich computergesteuerte Kursfestellungssysteme - ein Prozess, der aber eher langfristig eintreten könnte - wird als existenzbedrohende Situation ein Zusammenbruch unserer Abwicklungsbank gesehen, der wir (zur Besicherung unserer Wertpapiertransaktionen) einen Großteil unseres Geldes anvertraut haben.
Um besser abschätzen zu können, ab welcher Schwelle Risiken bedrohlich werden können, führt der Risikomanager im Bereich der Marktpreisrisiken quantitative Inverse Stresstests durch. Dabei wird ermittelt, bei welcher kurzfristigen Marktpreisschwankung das zur Verfügung stehende Verlustpotenzial für die Marktpreisrisiken jeweils gerade noch unterschritten ist und damit die Verlustobergrenze gerade noch eingehalten ist.
Gräfelfing, den 25. März 2015
Der Vorstand
Aktiva
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| Euro | 31.12.14 Euro |
31.12.13 Euro |
|
|---|---|---|---|
| 1. Barreserve | |||
| a) Kassenbestand | 1.650,38 | 1.758,27 | |
| 1.650,38 | 1.758,27 | ||
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | |||
| a) täglich fällig | 4.812.968,70 | 2.851.942,72 | |
| b) andere Forderungen | 4.425.365,65 | 5.490.510,13 | |
| 9.238.334,35 | 8.342.452,85 | ||
| 3. Forderungen an Kunden | 113.007,74 | 82.515,05 | |
| 4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | |||
| a) Anleihen und Schuldverschreibungen | |||
| aa) von anderen Emittenten | 513.838,45 | 45.751,90 | |
| 513.838,45 | 45.751,90 | ||
| 5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 9.330,40 | 4.999,58 | |
| 6. Handelsaktiva | 1.715.460,50 | 2.613.956,95 | |
| 7. Beteiligungen | 2.452.258,06 | 2.452.258,06 | |
| 8. Anteile an verbundenen Unternehmen | 89.192,24 | 89.601,86 | |
| 9. Immaterielle Anlagewerte | |||
| a) Andere immaterielle Vermögensgegenstände | 109.114,05 | 166.977,02 | |
| 10. Sachanlagen | |||
| a) Betriebs- und Geschäftsausstattung | 290.814,97 | 377.235,77 | |
| 399.929,02 | 544.212,79 | ||
| 11. Sonstige Vermögengegenstände | 590.013,45 | 715.077,63 | |
| 12. Rechnungsabgrenzungsposten | 48.747,09 | 35.924,04 | |
| 13. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 416.994,89 | 589.285,25 | |
| Kontroll-S Passiva | 15.588.756,57 | 15.517.794,23 | |
| Passiva | |||
| Euro | 31.12.14 Euro |
31.12.13 Euro |
|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |||
| a) täglich fällig | 191.893,38 | 204.248,05 | |
| 191.893,38 | 204.248,05 | ||
| 2. Handelspassiva | |||
| a) Handelspassiva | 746.759,68 | 724.399,56 | |
| 746.759,68 | 724.399,56 | ||
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 508.988,55 | 991.917,30 | |
| 4. Rechnungsabgrenzungsposten | 0,00 | 4.166,72 | |
| 5. Rückstellungen | |||
| a) Rückstellungen für Pensionen nach Verrechnung des Deckungsvermögens | 59.995,15 | 0,00 | |
| b) andere Rückstellungen | 597.811,29 | 593.634,73 | |
| 657.806,44 | 593.634,73 | ||
| 6. Fonds für allgemeine Bankenrisiken | 4-900-237,81 | 4.699.741,89 | |
| 7. Eigenkapital | |||
| a) gezeichnetes Kapital | 7.473.700,00 | 7.473.700,00 | |
| Eigene Anteile | -11.520,00 | -342.882,00 | |
| 7.462.180,00 | 7.130.818,00 | ||
| Bedingtes Kapital | 1.619.425,00 | 1.619.425,00 | |
| b) Kapitalrücklage | 1.101.499,07 | 1.168.867,98 | |
| c) Gewinnrücklagen, davon | 0,00 | 0,00 | |
| ca) gesetzliche Rücklagen | 0,00 | 0,00 | |
| cb) andere Gewinnrücklagen | 0,00 | 0,00 | |
| d) Bilanzgewinn | 19.391,64 | 0,00 | |
| 8.583.070,71 | 8.299.685,98 | ||
| Kontroll-S Aktiva | 15.588.756,57 | 15.517.794,23 |
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| 01.01.14-31.12.14 | |||
|---|---|---|---|
| Euro | Euro | ||
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Zinserträge | |||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 4.731,55 | 4.731,55 | |
| 2. Zinsaufwendungen | 36.197,86 | -31.466,31 | |
| 3. Laufende Erträge aus | |||
| a) Beteiligungen | 53.178,00 | 53.178,00 | |
| 4. Provisionserträge | 3.444.681,92 | ||
| a) Courtageerträge EUR 3.211.688,46 | |||
| 5. Provisionsaufwendungen | 1.418.540,84 | 2.026.141,08 | |
| a) Courtageaufwendungen EUR 709.835,04 | |||
| 6. Ertrag des Handelsbestandes | |||
| a) Wertpapiere | 13.933.088,21 | ||
| b) Kursdifferenzen | 8.406.725,35 | 22.339.813,56 | |
| 7. Aufwand des Handelsbestandes | |||
| a) Wertpapiere | 7.899.666,25 | ||
| b) Kursdifferenzen | 4.853.224,66 | 12.752.890,91 | |
| 8. Sonstige betriebliche Erträge | 188.844,34 | ||
| 9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |||
| a) Personalaufwand | |||
| aa) Löhne und Gehälter | 3.590.614,78 | ||
| ab) Soziale Abgaben | 611.293,40 | 4.201.908,18 | |
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 7.195.659,16 | ||
| 11.397.567,34 | |||
| 10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen | 219.557,47 | ||
| 11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 0,00 | ||
| 12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | 409,62 | ||
| 13. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | 3.606,96 | ||
| 14. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken | 209.692,29 | ||
| 15. Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken | 200.495,92 | ||
| 16. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 9.196,37 | ||
| 17. Außerordentliche Aufwendungen | 5.776,66 | ||
| 18. Steuern vom Einkommen und Ertrag | -19.775,53 | ||
| 19. Sonstige Steuern | 3.803,60 | ||
| 20. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag | 19.391,64 | ||
| 21. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | 0,00 | ||
| 22. Entnahmen aus der Kapitalrücklage | 0,00 | ||
| 23. Entnahmen aus der Gewinnrücklage | 0,00 | ||
| 24. Bilanzgewinn | 19.391,64 |
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| 01.01.13-31.12.13 | |||
|---|---|---|---|
| Euro | Euro | ||
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Zinserträge | |||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 3.124,13 | ||
| 3.124,13 | |||
| 2. Zinsaufwendungen | 33.525,33 | -30.401,20 | |
| 3. Laufende Erträge aus | |||
| a) Beteiligungen | 3.190,68 | 3.190,68 | |
| 4. Provisionserträge | 4.789.367,35 | ||
| a) Courtageerträge EUR 3.211.688,46 | |||
| 5. Provisionsaufwendungen | 1.992.263,09 | 2.797.104,26 | |
| a) Courtageaufwendungen EUR 709.835,04 | |||
| 6. Ertrag des Handelsbestandes | |||
| a) Wertpapiere | 13.877.795,62 | ||
| b) Kursdifferenzen | 13.049.431,77 | 26.927.227,39 | |
| 7. Aufwand des Handelsbestandes | |||
| a) Wertpapiere | 8.893.555,60 | ||
| b) Kursdifferenzen | 8.651.708,43 | 17.545.264,03 | |
| 8. Sonstige betriebliche Erträge | 213.085,92 | ||
| 9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |||
| a) Personalaufwand | |||
| aa) Löhne und Gehälter | 4.036.870,60 | ||
| ab) Soziale Abgaben | 529.514,54 | 4.566.385,14 | |
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 8.405.135,21 | ||
| 12.971.520,35 | |||
| 10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen | 215.438,03 | ||
| 11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 105.979,92 | ||
| 12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | 916,02 | ||
| 13. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | 14.126,77 | ||
| 14. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken | -914.784,53 | ||
| 15. Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken | 1.876.392,68 | ||
| 16. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | -2.791.177,21 | ||
| 17. Außerordentliche Aufwendungen | 5.776,80 | ||
| 18. Steuern vom Einkommen und Ertrag | -18.061,23 | ||
| 19. Sonstige Steuern | 23.963,67 | ||
| 20. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag | -2.802.856,45 | ||
| 21. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | 6.114.843,22 | ||
| 22. Entnahmen aus der Kapitalrücklage | 4.070.596,60 | ||
| 23. Entnahmen aus der Gewinnrücklage | 4.847.103,07 | ||
| 24. Bilanzgewinn | 0,00 |
Der Jahresabschluss der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG für das Geschäftsjahr 2014 ist nach den allgemeinen und den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG), des Kreditwesengesetzes (KWG) und der Rechnungslegungsverordnung für Kreditinstitute (RechKredV) erstellt.
Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sind mit dem Nennwert ausgewiesen.
Die Wertpapiere des Handelsbestands sowie die Schuldverschreibungen werden mit den Marktpreisen abzüglich eines Value at Risk-Abschlages bewertet. Der absolute Betrag des Value at Risk-Abschlages beträgt TEUR 65.
Der absolute Betrag des Value at Risk-Abschlages für die Aufgabegeschäfte zum 31.12.2014 beträgt TEUR 3. Auf ausländische Währung lautende Wertpapiere wurden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. In Bezug auf die Kriterien der Zuordnung zum Handelsbuch (Definition der Handelsabsicht) haben sich gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen ergeben.
Die Beteiligungen und die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zum gemilderten Niederstwertprinzip bewertet.
Das Sachanlagevermögen sowie die immateriellen Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Diese werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis dreizehn Jahren nach der linearen Methode berechnet.
Auf die Anlagenzugänge wird die Abschreibung zeitanteilig für den Monat der Anschaffung und die Folgemonate berechnet. Seit dem Jahr 2010 werden Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter EUR 410 gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben, Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000, die in den Jahren 2008 und 2009 angeschafft wurden, werden über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.
Sonstige Vermögensgegenstände sowie Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennwert bzw. zum Barwert bewertet.
Der Aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beinhaltet die Verrechnung des Aktivwerts aus der Rückdeckungsversicherung mit der Pensionsrückstellung und wurde entsprechend den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen durch die von den Versicherungen ermittelten beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden in handelsrechtlich zulässiger Höhe ausgewiesen.
Als versicherungsmathematische Bewertungsmethode für die Pensionsrückstellungen wurde die "projected unit credit method" angewandt. Gemäß § 253 Abs. 2 S.2 HGB wurde das Wahlrecht in Anspruch genommen, ein für den Gesamtbestand durchschnittlichen Marktzinssatz auf eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren anzuwenden. Als weitere versicherungsmathematische Annahmen lagen die Richttafeln 2005G von Klaus Heubeck, ein künftiger Einkommenstrend, ein künftiger Rententrend und eine Inflationsrate von jeweils 1,1 % sowie ein Zinsfuß von 4,58 % zugrunde. Die Gesellschaft hat von ihrem Wertbeibehaltungswahlrecht gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Der Betrag der Unterdeckung aufgrund von BilMoG beträgt TEUR 87 und wird über 15 Jahre in gleichbleibenden Beträgen (TEUR 5,8) aufgelöst.
Die Werte für Verbindlichkeiten entsprechen dem Erfüllungsbetrag. Die anderen Rückstellungen wurden nach dem Grundsatz der vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung im Einzelfall gebildet. Sie sichern erkennbare Risiken in ausreichender Höhe ab. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz (gemäß RückAbzinsVO) der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Dividendenerträge aus Aufgabegeschäften und Eigenhandelsbeständen werden nicht wie Dividendenerträge aus Beteiligungen unter der Position Laufende Erträge, sondern in der Position Nettoertrag des Handelsbestandes ausgewiesen.
Die Gesellschaft hat vom Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch gemacht und verzichtet auf den Ansatz aktiver latenter Steuern.
Die Forderungen an Kreditinstitute beinhalten sowohl täglich fällige Guthaben bei inländischen Kreditinstituten, inklusive Tages- und Monatsgelder, als auch Courtage-, Zins- und Dividendenforderungen. Darüber hinaus sind Forderungen aus Wertpapierverkäufen und Rückvergütungsansprüche aktiviert.
In den anderen Forderungen sind Börsensicherheiten in Höhe von TEUR 4.425 als Termingelder hinterlegt.
Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.
Die Schuldverschreibungen von anderen Emittenten belaufen sich auf TEUR 514.
Die zum 31.12.2014 gehaltenen Schuldverschreibungen haben alle bis auf eine Laufzeiten größer als ein Jahr. Der gesamte Bestand an Schuldverschreibungen ist börsennotiert.
Es handelt sich um Forderungen aufgrund von Dienstleistungen im Rahmen der Kapitalmarktbetreuung.
Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.
Die Position beinhaltet größtenteils vollständig abgeschriebene, nicht börsennotierte Wertpapiere des Anlagevermögens i.H.v. TEUR 9. In dieser Position ist ein Anteil von TEUR 3 an Fremdwährungen enthalten.
Die Entwicklung der Wertpapiere des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.
Die Handelsaktiva beinhalten börsennotierte Wertpapiere in Höhe von TEUR 1.715. Ferner sind unrealisierte Gewinne aus Aufgabegeschäften in Höhe von TEUR 7 dem Handelsbestand zugeordnet.
In dieser Position ist ein Anteil von TEUR 121 an Fremdwährungen enthalten.
Es handelt sich um eine Beteiligung an der nicht börsennotierten XCOM AG, Willich, in Höhe von TEUR 2.435. Die Gesellschaft hält mehr als 10 % der Stimmrechte.
Darüber hinaus wurde am 27. März 2008 eine Beteiligung an der nicht börsennotierten SRH AlsterResearch AG, Hamburg, erworben. Die Gesellschaft hält 37,5 % der Stimmrechte. Das Eigenkapital der SRH AlsterResearch AG beträgt zum 31.12.2013 TEUR 45. Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2014 dieser Gesellschaft lag bei Aufstellung des Jahresabschlusses der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG noch nicht vor.
Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.
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| Vortrag 01.01.14 Euro |
Zugänge Euro |
Abgänge Euro |
Stand Euro |
|
|---|---|---|---|---|
| I. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 517.390,72 | 0,00 | 0,00 | 517.390,72 |
| II. Beteiligungen | 2.457.978,91 | 0,00 | 0,00 | 2.457.978,91 |
| III. Anteile an verbundenen Unternehmen | 8.166.928,25 | 0,00 | 0,00 | 8.166.928,25 |
| IV. Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.347.995,27 | 12.166,98 | 0,00 | 1.360.162,25 |
| V. Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.028.085,81 | 63.106,72 | 0,00 | 2.091.192,53 |
| 14.518.378,96 | 75.273,70 | 0,00 | 14.593.652,66 |
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| Vortrag 01.01.14 Euro |
Abschreibungen Euro |
Abgänge Euro |
31.12.2014 Euro |
|
|---|---|---|---|---|
| I. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 512.391,14 | 0,00 | 0,00 | 512.391,14 |
| II. Beteiligungen | 22.499,00 | 0,00 | 0,00 | 22.499,00 |
| III. Anteile an verbundenen Unternehmen | 8.136.159,19 | 409,62 | 0,00 | 8.136.568,81 |
| IV. Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.181.018,25 | 70.029,95 | 0,00 | 1.251.048,20 |
| V. Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.650.850,04 | 149.527,52 | 0,00 | 1.800.377,56 |
| 11.502.917,62 | 219.967,09 | 0,00 | 11.722.884,71 |
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| Vortrag 01.01.14 Euro |
Zuschreibungen Euro |
Abgänge Euro |
Stand Euro |
|
|---|---|---|---|---|
| I. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 0,00 | 4.330,82 | 0,00 | 4.330,82 |
| II. Beteiligungen | 16.778,15 | 0,00 | 0,00 | 16.778,15 |
| III. Anteile an verbundenen Unternehmen | 58.832,80 | 0,00 | 0,00 | 58.832,80 |
| IV. Immaterielle Vermögensgegenstände | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| V. Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 75.610,95 | 4.330,82 | 0,00 | 79.941,77 |
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| 31.12.14 Euro |
31.12.2013 Euro |
|
|---|---|---|
| I. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 9.330,40 | 4.999,58 |
| II. Beteiligungen | 2.452.258,06 | 2.452.258,06 |
| III. Anteile an verbundenen Unternehmen | 89.192,24 | 89.601,86 |
| IV. Immaterielle Vermögensgegenstände | 109.114,05 | 166.977,02 |
| V. Sachanlagen | ||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 290.814,97 | 377.235,77 |
| 2.950.709,72 | 3.091.072,29 |
Es werden Anteile an der MWB GmbH, Gräfelfing, gehalten. Im Geschäftsjahr wurde eine Abwertung in Höhe von TEUR 0,5 vorgenommen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 04.12.2013 wurde die MWB GmbH mit Ablauf des 31.12.2013 aufgelöst. Die Geschäftsführer Herr Thomas Posovatz und Herbert Schuster wurden abberufen und Herr Thomas Posovatz zum alleinigen Liquidator bestellt. Der Aufsichtsrat der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat der Liquidation zugestimmt und Herrn Posovatz ermächtigt, sich selbst zum alleinigen und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiten Liquidator der MWB GmbH zu bestellen.
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| Verbundenes Unternehmen | MWB GmbH |
|---|---|
| Anteil am Kapital | 100 % |
| Höhe des Eigenkapitals | TEUR 89 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres 2014 | TEUR -0,5 |
Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagespiegel dargestellt.
Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen das Körperschaftsteuerguthaben (TEUR 405) und den Aktivwert aus einer Rückdeckungsversicherung (TEUR 116). Darüber hinaus betreffen sie die Kautionen für die Büroräume in Gräfelfing und Hamburg, für Räume in Frankfurt und die Kaution für die Johannesburg Stock Exchange (TEUR 20). Der Effekt aus der Abzinsung des Körperschaftssteuerguthabens ist in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten.
Es handelt sich im Wesentlichen um eine Vorauszahlung für die Neuzuweisung der Skontren, um abgegrenzte Provisionen aus Weiterbelastungen, Versicherungsbeiträge, Umlagevorauszahlungen, abgegrenzte Aufwendungen für eine Börsenveranstaltung und für Repräsentation sowie um vorausbezahlte Kosten für Informationsdienste und Zeitungsabonnements.
Die Aktivwerte aus der Rückdeckungsversicherung (TEUR 917), die den beizulegenden Zeitwert darstellen, wurden mit den Pensionsrückstellungen (TEUR 500) verrechnet. Daraus ergibt sich ein aktivischer Überhang i.H.v. TEUR 417.
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände | TEUR 917 | TEUR 1.399 |
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden | TEUR 500 | TEUR 809 |
Aufgrund der durch das BilMoG geänderten Bewertungsgrundlagen wäre im Jahr 2010 eine Zuführung zur der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 87 erforderlich gewesen. Im Geschäftsjahr wurde jedoch wie im Vorjahr nur die Mindestansammlung von 1/15 des zuzuführenden Betrages als Aufwand (TEUR 6) erfasst.
Bei einem Planvermögen unterschreitet der Gesamtwert des Deckungsvermögens den Buchwert der dazugehörigen Schulden. Im Geschäftsjahr ist eine Umgliederung nach § 265 Abs. 1 und 6 HGB des passivischen Saldos erfolgt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten vor allem Verbindlichkeiten aus der Börsengeschäftsabwicklung für den Monat Dezember, Verbindlichkeiten aus Courtagen, Kursdifferenzen, Avalprovisionen und Dividendenverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten für Xetra-Gebühren.
Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.
Die Handelspassiva beinhalten börsennotierte Wertpapiere in Höhe von TEUR 745. Ferner sind unrealisierte Verluste aus Aufgabegeschäften i.H.v. TEUR 1 enthalten. In den Handelspassiva ist ein Anteil von TEUR 149 an Fremdwährungen enthalten.
Die Verbindlichkeiten resultieren aus Gehaltsverbindlichkeiten (TEUR 119), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 288) und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 61). Darüber hinaus beinhalten sie Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 30), Verbindlichkeiten für Umsatzsteuer (TEUR 2), Sozialversicherungsbeiträge für den Monat Dezember 2014 (TEUR 6) und Spesenabrechnungen von Mitarbeitern (TEUR 1).
Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.
Es handelt sich um abgegrenzte Erträge aus Designated Sponsor Verträgen, die die Monate Januar bis August 2014 betreffen.
Die anderen Rückstellungen von TEUR 598 beinhalten Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 47), Boni (TEUR 359) und Kosten für den Geschäftsbericht (TEUR 12). Darüber hinaus sind Rückstellungen für ausstehenden Urlaub (TEUR 66), die Rückstellung aufgrund von Aufbewahrungspflichten von Geschäftsunterlagen (TEUR 6), Beiträge zur Berufsgenossenschaft (TEUR 12), Anteil Sozialversicherung für Boni (TEUR 31), Mietnebenkostennachzahlung für die Jahre 2012 bis 2014 (TEUR 37), die Kosten der WpHG-Prüfung (TEUR 9), sowie ausstehende Rechnungen und sonstige Posten (TEUR 19) enthalten.
Im Berichtsjahr wurden dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB ein Betrag von TEUR 200 ergebniswirksam zugeführt. Innerhalb des Postens erfolgte eine Umwidmung eines Betrages von TEUR 759 in den nach § 340e Abs. 4 HGB geforderten Teil, der aus dem Handelsergebnis zu bilden ist. Der Fonds für allgemeine Bankrisiken beträgt zum 31. Dezember 2014 TEUR 4.900.
Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 7.473.700,00 ist eingeteilt in 7.473.700 nennwertlose Aktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00. Sämtliche Aktien sind Inhaberaktien.
Am Bilanzstichtag befanden sich 11.520 eigene Aktien im Depot. Der Nennwert der eigenen Aktien wurde vom gezeichneten Kapital abgesetzt.
Es ergibt sich eine Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2014 i.H.v. TEUR 1.101.
Die Gewinnrücklagen wurden im Vorjahr in voller Höhe verrechnet.
Am Bilanzstichtag befanden sich 11.520 eigene Aktien im Depot. Insgesamt wurden im Jahr 2014 54.619 Aktien gekauft und 385.981 Aktien verkauft. Der durchschnittliche Erwerbskurs belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf EUR 0,92, der durchschnittliche Verkaufskurs auf EUR 0,81.
Die Käufe und Verkäufe wurden während des Geschäftsjahres wie folgt getätigt:
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| Kauf Stück | Verkauf Stück | |
|---|---|---|
| Januar | 0 | 3.500 |
| Februar | 0 | 0 |
| März | 13.500 | 345.000 |
| April | 26.896 | 25.050 |
| Mai | 0 | 0 |
| Juni | 0 | 1.250 |
| Juli | 0 | 0 |
| August | 2.173 | 0 |
| September | 0 | 1.700 |
| Oktober | 2.100 | 4.100 |
| November | 4.404 | 0 |
| Dezember | 5.546 | 5.381 |
| 54.619 | 385.981 |
Der Bestand an eigenen Aktien entspricht einem Nennwert von EUR 11.520. Dies wiederum entspricht 0,15 % am Grundkapital.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wurde in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2014 ermächtigt, bis zum 9. Juli 2019 eigene Aktien zum Zwecke des Wertpapierhandels mit der Maßgabe zu erwerben, dass der Handelsbestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien 5 % des Grundkapitals am Ende eines jeden Tages nicht übersteigen darf.
Im Geschäftsjahr machte die Gesellschaft von ihrer Ermächtigung zum Erwerb eigener Anteile zum Zwecke des Wertpapierhandels Gebrauch.
Zum Bilanzstichtag ging die Gesellschaft schwebende Geschäfte in Form von Aufgabegeschäften für Kaufpositionen und Verkaufspositionen ein. Die Handelsvolumen belaufen sich auf TEUR 202 für Kauf- und TEUR 101 für Verkaufspositionen. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus diesen Positionen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Berücksichtigung eines Value at Risk-Abschlages im Ergebnis des Handelsbestands erfasst.
Im Zinsaufwand sind verrechnete Aufwendungen und Erträge gemäß § 285 Abs. 25 HGB in Höhe von TEUR 33 enthalten. Diese ergeben sich aus Erträgen aus der Rückdeckungsversicherung von TEUR 9 und Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung von TEUR 42.
Die Provisionserträge beinhalten im Wesentlichen Courtageerträge (TEUR 3.212), Platzierungsprovisionen (TEUR 9), Provisionen aus Aktienlistings (TEUR 132), Erträge aus Dienstleistungen im Rahmen der Kapitalmarktbetreuung und aus Betreuungsverträgen im Rahmen der Tätigkeit als Designated Sponsor (TEUR 4) und Provisionen aus Geschäften mit institutionellen Kunden (TEUR 87).
Im Handelsergebnis sind laufende Erträge aus Aufgabegeschäften in Höhe von TEUR 49 enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung aufgrund einer Kick-Back-Vereinbarung (TEUR 5) und sonstige Weiterbelastungen (TEUR 111), Sachbezüge (TEUR 22) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 51).
Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Börsen-/Bankenabwicklungsgebühren (TEUR 2.528), Kosten für Wertpapier-Informationsdienste (TEUR 842), EDV-Kosten (TEUR 1.148), XETRA-Gebühren (TEUR 521), Kosten für das Orderabwicklungs- und Handelsunterstützungssystem (TEUR 233), Kosten für das Handelssystem Max-One (TEUR 208), Internet- und Leitungskosten (TEUR 269), Raumkosten (TEUR 325), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 238), Kosten für Börsenzulassungen (TEUR 153), Kosten für Investor Relations und Werbung (TEUR 68), Buchführungskosten (TEUR 104) und Aktieneinführungsgebühren (TEUR 34).
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen mit TEUR 20 auf das erfolgswirksam vereinnahmte Körperschaftsteuerguthaben.
Zu Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt:
Herr Thomas Posovatz, München,
Börsenmakler, Sprecher des Vorstands
Herr Franz Christian Kalischer,
Hamburg, Börsenmakler
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder beliefen sich auf TEUR 341 und setzen sich wie folgt zusammen:
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| Herr Thomas Posovatz | TEUR 159 |
| Herr Franz Christian Kalischer | TEUR 181 |
Hierin sind geldwerte Vorteile z.B. für Dienstwagen in Höhe von TEUR 22 enthalten.
Herr Thomas Posovatz ist Mitglied des Aufsichtsrats der Bayerische Börse AG, München, und der XCOM AG, Willich (stellvertretender Vorsitzender).
Herr Franz Christian Kalischer ist Mitglied des Aufsichtsrats der SRH AlsterResearch AG, Hamburg.
Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten zum 31.12.2014 folgende Personen an:
Herr Michael Wilhelm,
Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, Vorsitzender
Herr Dr. Thomas Ledermann,
Rechtsanwalt, stellvertretender Vorsitzender
Herr Thomas Mühlbauer,
Bankkaufmann
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen TEUR 60.
Herr Dr. Thomas Ledermann ist Mitglied des Aufsichtsrats der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG, Hamburg, Mitglied des Aufsichtsrates der Deutsche Zweitmarkt AG, Hamburg (seit November 2014) und Mitglied des Beirates der HCV Hanseatische Capital Verwaltung GmbH & Co. KG, Hamburg (seit September 2014).
An das Aufsichtsratsmitglied Herrn Thomas Mühlbauer wurde über die Aufsichtsratsvergütung hinaus ein Honorar in marktüblicher Höhe von TEUR 32 für erbrachte Beratungsleistungen bezahlt.
Von der XCOM AG, Willich, wurden Dienstleistungen im Bereich des Rechnungswesens, der Geld- und Stückebuchhaltung, der § 9 Meldungen und des Betriebs und der Wartung der Systeme GsBuha, Buchhaltungskosten und Tradix erbracht. Es wurde ein Honorar in marktüblicher Höhe von TEUR 766 bezahlt.
An die BÖAG AG, Hamburg, wurde ein marktübliches Honorar für Dienstleistungen und Miete in Höhe von TEUR 156 bezahlt.
Von der SRH Alster Research, Hamburg, wurden Dienstleistungen im Rahmen der Coverage Betreuung erbracht. Das marktübliche Honorar belief sich auf TEUR 24.
Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 11. Juli 2015 ein- oder mehrmalig auf den Inhaber lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennwert von bis zu TEUR 7.500 mit einer Laufzeit von längstens 20 Jahren zu begeben und den Inhabern der Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf neue Aktien der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt TEUR 1.619 zu gewähren.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juli 2010 um TEUR 1.619 bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen. Sie wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die bis zum 11. Juli 2015 begeben werden, von ihrem Wandel- bzw. Optionsrecht Gebrauch machen oder Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden.
Der Vorstand ist in der Hauptversammlung vom 08.07.2013 ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 07. Juli 2018, einmal oder mehrmals um bis zu TEUR 3.737 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen mit Gewinnberechtigung ab Beginn des im Zeitpunkt der Ausgabe laufenden Geschäftsjahres zu erhöhen.
Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrates hierfür das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre gemäß den gesetzlichen Bestimmungen ausschließen. Dies gilt insbesondere, sofern die Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an anderen Unternehmen erfolgt.
Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter - ohne Vorstandsmitglieder - beträgt:
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| Büro Hamburg | 24 |
| Büro Gräfelfing | 13 |
| Büro Berlin | 8 |
| Büro Frankfurt | 4 |
| Büro Hannover | 4 |
Zum 31.12.2014 beschäftigte die Gesellschaft insgesamt 53 Mitarbeiter.
Die mwb fairtrade AG hält am Bilanzstichtag eine Beteiligung i.H.v. 12,4 % an der XCOM AG mit Sitz in Willich. Nach dem aufgestellten Jahresabschluss beträgt deren Kapital TEUR 25.240, der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2014 belief sich auf TEUR 1.201.
Die Gesellschaft besaß am Bilanzstichtag 100 % der Anteile an der MWB GmbH mit Sitz in Gräfelfing. Deren Kapital beträgt TEUR 89, der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2014 belief sich auf TEUR 0,5. Auf die Anteile wurde eine Abwertung in Höhe von TEUR 0,5 vorgenommen. Die MWB GmbH wurde zum 31.12.2013 liquidiert.
Die Beteiligung an der SRH Alster Research AG mit Sitz in Hamburg betrug zum Bilanzstichtag 37,5 %. Das Eigenkapital der SRH Alster Research AG beträgt TEUR 45 zum Stichtag 31.12.2013.
Die BÖAG Börsen AG, Hamburg, ist zu 25,1 % an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG beteiligt. Die FMNP Beteiligungs GmbH, Gräfelfing, hält 19,8 % der Anteile.
Die Posovatz Verwaltungs GbR, an der Herr Posovatz zu 50 % beteiligt ist, hält unmittelbar 6,4 % der Anteile an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.
Herr Kalischer hält 7,43 % und Herr Mühlbauer 4,63 % der Anteile an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG. Die übrigen Gründungsmitglieder der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG halten zwischen 5 % und 10 % der Anteile.
Herr Wilhelm sowie die übrigen Aufsichtsratsmitglieder halten zum 31. Dezember 2014 keine Aktien der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.
Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige Verpflichtungen aus laufenden Mietverträgen, aus Verträgen mit Wertpapierinformationsdiensten, aus Verträgen bezüglich des Orderabwicklungs- und Handelsunterstützungssystems, aus Verträgen über Werbekampagnen und Leitungsnetzen in folgender Höhe und Fälligkeit:
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| fällig 2015 | TEUR | 2.232 |
| TUSD | 288 | |
| fällig 2016 | TEUR | 873 |
| TUSD | 74 | |
| fällig 2017 | TEUR | 367 |
| TUSD | 0 |
Im Geschäftsjahr fallen als Honorar für die Abschlussprüfung TEUR 98 an. Die mwb fairtrade ist nur in sehr geringem Umfang vorsteuerabzugsberchtigt, daher wurde das Honorar als Bruttobetrag inklusive Mehrwertsteuer angegeben.
Die Finanzbuchhaltung ist an die Firma XCOM AG, Willich ausgelagert.
Die Firma XCOM AG erbringt neben der Finanzbuchhaltung Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Erstellung von Meldungen gemäß KWG und WpHG sowie der Geld- und Stückebuchhaltung.
Die Interne Revision wurde ausgeführt von der GHP Großmann, Holst & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg.
Vorstand und Aufsichtsrat werden in der Hauptversammlung 2015 vorschlagen, den zum 31. Dezember 2014 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von € 19.391,64 auf neue Rechnung vorzutragen.
Gräfelfing, den 25. März 2015
Thomas Posovatz
Franz Christian Kalischer
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, Gräfelfing, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.
Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 30. April 2015
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Pfeiffer, Wirtschaftsprüfer
Kühn, Wirtschaftsprüfer
Rottenbucher Straße 28
82166 Gräfelfing
Postfach 16 44 • 82158 Gräfelfing
Telefon +49 89 85852-0
Fax +49 89 85852-505
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