Annual Report • Jun 17, 2013
Annual Report
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| mwb fairtrade | 2012 | 2011 | +/- in % |
|---|---|---|---|
| Provisionsüberschuss | TEUR 3.233 | TEUR 3.796 | -15 |
| Handelsergebnis | TEUR 7.115 | TEUR 9.796 | -27 |
| Personalaufwand | TEUR 4.631 | TEUR 5.479 | -15 |
| Andere Verwaltungsaufwendungen | TEUR 8.630 | TEUR 10.044 | -14 |
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken" | TEUR -3.006 | TEUR -1.890 | -59 |
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | TEUR -3.718 | TEUR -2.870 | -30 |
| Jahresfehlbetrag | TEUR -3.689 | TEUR -2.837 | -30 |
| Bilanzsumme | TEUR 17.204 | TEUR 19.704 | -13 |
| Eigenkapital | TEUR 11.160 | TEUR 15.002 | -26 |
| Ergebnis je Aktie | € -0,40* | € -0,25* | -60 |
| Mitarbeiter | 55 | 61 | -10 |
* Ergebnis je Aktie vor der Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken"
mwb fairtrade
Wertpapierhandelsbank AG
Rottenbucher Straße 28
82166 Gräfelfing
Telefon +49 89 85852-0
Fax +49 89 85852-505
www.mwbfairtrade.com
Amtsgericht München HRB 123141
Wertpapierkennnummer mwb fairtrade-Aktie: 665610
| ― | Börse München |
| ― | Börse Berlin |
| ― | Frankfurter Wertpapierbörse |
| ― | Börse Hamburg |
| ― | Börse Hannover |
| ― | Börse Düsseldorf |
| ― | Börse Stuttgart |
| ― | Tradegate Exchange |
Mitglied im Bundesverband der Wertpapierfirmen e.V.
Sehr geehrte Damen und Herren,
wenn Sie diesen Geschäftsbericht in den Händen halten, wird die Finanzwelt höchstwahrscheinlich wieder eine ganz andere sein als noch vor zwei oder drei Monaten. Und es dürfte auch in naher Zukunft kaum eine Woche vergehen, ohne dass nicht wieder ein neues, unerwartetes Kapitel in der Geschichte des Euro aufgeschlagen wird ...
Das ist, in kurzen Worten beschrieben, die Situation, in der wir uns seit mittlerweile vier Jahren befinden. Vor diesem Hintergrund fällt es zugegebenermaßen schwer, auf ein Geschäftsjahr zurückzublicken, das gefühlsmäßig schon in einer anderen Epoche zu liegen scheint. Im Jahr 2012 hätte sich noch niemand träumen lassen, dass eine Mittelmeerinsel mit weniger Einwohnern als München oder Hamburg beinahe zur Kernschmelze einer Währungsunion mit 330 Millionen Bürgern beigetragen hätte. Und kaum jemand wäre ernsthaft auf den Gedanken gekommen, dass innerhalb der EU der freie Zahlungsverkehr eingeschränkt und die Einlagensicherung für Sparguthaben beinahe ausgehebelt würde.
Wenn man zurückblickt auf das Jahr 2012, dann scheint es so, als hätten viele Skeptiker dem Frieden schon damals nicht getraut. Zwar legte der DAX im 2. Halbjahr ein kleines Kursfeuerwerk hin, aber die Wirklichkeit hinter den Kulissen der Börsen sah anders aus: Das Volumen der gehandelten Wertpapiere lag nochmals unter dem ohnehin schon schwachen Wert von 2011. Die Schere zwischen Indexperformance und tatsächlichem Handelsvolumen ging so weit auseinander wie nie zuvor. Das hätten wir - trotz aller Branchenerfahrung - nicht für möglich gehalten, und so mussten wir unsere vorsichtig optimistischen Prognosen im Verlauf des Jahres 2012 nach unten korrigieren.
Der dramatische Einbruch bei den Transaktionen bedeutete für Makler und Wertpapierhändler eine schwierige Gratwanderung. Einerseits musste die komplette technische Infrastruktur und Personal vorgehalten werden, andererseits standen diesem Aufwand keine entsprechenden Umsätze gegenüber. Sogar die Börsen selbst kamen durch diesen Umstand in Not, sie erlitten Umsatzeinbrüche bis zu 30 % und die Frankfurter Wertpapierbörse kündigte für die kommenden Jahre ein hartes Sparprogramm an. Die anderen sechs deutschen Regionalbörsen suchen mit Nachdruck ein tragfähiges Geschäftsmodell für die Zukunft. Unter diesen Bedingungen war es uns nicht möglich, einen positiven Ertrag zu erwirtschaften. Das Handelsergebnis der mwb fairtrade ließ um 27 Prozent nach und das Provisionsergebnis um 15 Prozent. Ein Ausgleich durch unser zweites Tätigkeitsfeld - das Kapitalmarktgeschäft - war ebenfalls nicht möglich. Bis auf die Emission einer Mittelstandsanleihe, die wir begleitet haben, herrschte am Kapitalmarkt insgesamt weiterhin Stillstand. Das ist kaum verwunderlich, da sich angesichts der Rahmenbedingungen sehr wenige Unternehmen für einen Börsengang entscheiden können.
In der Folge lag unser Ergebnis trotz intensiver und erfolgreicher Kostensenkungsbemühungen deutlich im negativen Bereich. Die mwb fairtrade erzielte im Jahr 2012 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von TEUR -3.006. In diesem Betrag sind Abschreibungen auf Forderungen gegenüber Kunden in Höhe von TEUR 238 enthalten. Zusätzlich musste unsere Gesellschaft - wie bereits in den Jahren zuvor - zehn Prozent des Handelsergebnisses dem "Fonds für allgemeine Bankrisiken" zuführen. Dieser Sonderposten in der Bilanz zählt zwar zum aufsichtsrechtlichen Kapital, wirkt sich aber ergebnismindernd aus. Die Zuführung ist vom Gesetzgeber für fünf Jahre vorgeschrieben und wird daher 2014 zum letzten Mal fällig. Vorerst bleibt es jedoch bei dieser zusätzlichen Belastung, die im vergangenen Jahr TEUR 712 ausmachte. Insgesamt lag das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit damit bei TEUR -3.718. Entsprechend erhöhte sich der Jahresfehlbetrag von TEUR -2.837 im Jahr 2011 auf nunmehr TEUR -3.689. Eine Konsequenz aus dem gestiegenen Jahresfehlbetrag war der erneute Rückgang beim Eigenkapital und der Liquidität. Das Eigenkapital der mwb fairtrade bewegt sich mit TEUR 11.180 aber nach wie vor auf einem komfortablen Niveau, insbesondere wenn die bereits erfolgten Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von TEUR 2.823 hinzugerechnet werden. Dennoch können Sie als Aktionär/in sicher nachvollziehen, dass wir angesichts der aktuellen Bilanz und des Marktumfelds von der Ausschüttung einer Dividende Abstand nehmen. Eine Entscheidung, die nicht nur den krisengeschüttelten Märkten geschuldet ist, sondern auch den Veränderungen an den Handelsplätzen. Bereits 2011 hat die Börse Frankfurt strengere Vorschriften für ihre Skontroführer beziehungsweise "Spezialisten" eingeführt, die unter anderem eine ordentliche Eigenkapitalausstattung fordern.
Was Ende 2011 noch als denkbar schlechtestes Zukunftsszenario gehandelt wurde, ist tatsächlich eingetreten. Der Kurs unseres Wertpapiers ging abermals zurück und erreichte mit € 0,90 am 31. Dezember 2012 einen Tiefststand. Damit notierte die mwb fairtrade-Aktie unter ihrem rechnerischen Nennwert. So ergibt sich das Phänomen, dass die Börsenkapitalisierung niedriger ist als das Eigenkapital der Aktiengesellschaft. Bisher war es eher so, dass die Kurse von Wertpapierhandelsbanken in etwa den DAXVerlauf wiedergaben. Doch mittlerweile haben sie sich vom Geschehen an den Märkten völlig abgekoppelt. Das zeugt von einer tiefen Vertrauenskrise, wie es sie selbst nach dem Platzen der Dotcom-Blase und dem Zusammenbruch der Lehmann-Bank nicht gegeben hat.
Zum wachsenden Misstrauen trägt nicht zuletzt auch die Politik bei, die Finanzdienstleister pauschal als Verursacher der Schuldenkrise abstempelt, um von eigenen Versäumnissen abzulenken. Die bereits angekündigte Finanztransaktionssteuer, die Unternehmen wie die mwb fairtrade unverhältnismäßig belasten würde, ist nur ein Beispiel dafür. Ein wirklich substanzieller Wertzuwachs unserer Aktie ist erst dann zu erwarten, wenn die EU ein tragfähiges Konzept zur langfristigen Beruhigung der Märkte findet. Der einzige Spielraum, der bis dahin bleibt, ist der, unseren Auftrag so gut wie möglich zu erfüllen und auf der Kostenseite vernünftig zu haushalten.
Nach maßvollen, aber stetigen Einsparungen in den letzten Jahren hat uns das Krisenszenario in 2012 zu noch konsequenteren Einschnitten gezwungen. Die Zahl der Mitarbeiter an unseren fünf Standorten ging von 61 auf 55 zurück, so dass die Personalkosten - auch bedingt durch wegfallende Bonuszahlungen - um 15 Prozent gesenkt werden konnten. In einer ähnlichen Größenordnung sanken auch die Anderen Verwaltungsaufwendungen. In Summe beliefen sich die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen auf TEUR 13.260 gegenüber TEUR 15.523 im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Für 2013 und insbesondere für 2014 erwarten wir noch weitere Effekte.
Trotz der schwierigen Gesamtlage glauben wir - wie übrigens die Kollegen in anderen Wertpapierhandelsbanken auch - weiterhin an unser Geschäftsmodell. Selbst in einem verkleinerten Markt wird es Börsenplätze, Maklerfirmen und Finanztransaktionen geben, die nicht automatisch ablaufen, sondern von Profis organisiert werden müssen. Dass wir hierbei eine gute Ausgangsposition haben, das ist in erster Linie unseren erfahrenen und engagierten Mitarbeitern zu verdanken. Für deren Einsatz möchten wir uns an dieser Stelle ausdrücklich bedanken. Dank gebührt auch unserem Aufsichtsrat, der uns seit vielen Jahren Stabilität und Zuversicht gibt. An Sie, sehr verehrte Aktionärinnen und Aktionäre möchte ich appellieren, den Weg mit uns weiterzugehen und uns in unserem Bemühen zu unterstützen. Vielen Dank für Ihre Treue und Ihr Vertrauen.
Mit freundlichen Grüßen
Sprecher des Vorstands
Sehr geehrte Damen und Herren,
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2012 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war von Vertrauen geprägt. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand regelmäßig beraten und seine Tätigkeit sorgfältig überwacht. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat über die Unternehmensplanung, die Geschäftsentwicklung, die strategische Weiterentwicklung, das Risikomanagement sowie alle wichtigen Geschäftsvorfälle der Gesellschaft regelmäßig schriftlich und mündlich berichtet. Entscheidungen von grundlegender Bedeutung sind mit dem Aufsichtsrat besprochen und ihm zur Zustimmung vorgelegt worden.
Im Geschäftsjahr 2012 fanden vier Aufsichtsratssitzungen am 14. Februar, 2. Mai, 26. Juni und 26. Oktober 2012 statt. Daneben fanden am 10. August und am 11. Dezember 2012 zwei telefonische Aufsichtsratssitzungen statt.
Gegenstand jeder Präsenzaufsichtsratssitzung waren die aktuelle geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft und wichtige Geschäftsvorfälle. Soweit bei der Gesellschaft zustimmungsbedürftige Geschäfte anfielen, wurde der Aufsichtsrat hierüber vom Vorstand rechtzeitig in Kenntnis gesetzt und hat nach eigener Prüfung der Entscheidungsgrundlagen über die Zustimmung Beschluss gefasst.
Darüber hinaus war Gegenstand der Aufsichtsratssitzung vom 14. Februar 2012 die Vorlage und Erläuterung der Jahresplanung 2012 sowie die Diskussion über die Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Gesellschaft.
In der Aufsichtsratssitzung vom 2. Mai 2012 wurde insbesondere der Jahresabschluss 2011 besprochen und vom Aufsichtsrat festgestellt. Gegenstand der Aufsichtsratssitzung war des Weiteren die Diskussion über die Weiterentwicklung der Gesellschaft, die neue Geschäftsverteilung des Vorstands und die Besprechung der Geschäftsstrategie der Gesellschaft. Außerdem wurde der Prüfbericht der internen Revision und der Risikobericht des Vorstands besprochen.
In der Aufsichtsratssitzung vom 26. Juni 2012 wurde die Hauptversammlung nachbesprochen und die WpHG-Prüfung diskutiert.
In der Telefonkonferenz am 10. August 2012 wurden die verschiedenen Handlungsoptionen der Gesellschaft diskutiert.
Wesentlicher Gegenstand der Aufsichtsratssitzung vom 26. Oktober 2012 war wiederum die Diskussion über die Verfolgung verschiedener Handlungsoptionen zur Zukunft der Gesellschaft. Dieser Punkt war auch Gegenstand der telefonischen Aufsichtsratssitzung vom 11. Dezember 2012
Die Arbeit des Aufsichtsrats wurde durch den Prüfungsausschuss unterstützt. Der Prüfungsausschuss hat im Geschäftsjahr 2012 eine Sitzung im Wege einer Telefonkonferenz abgehalten. Schwerpunkt seiner Arbeit war die Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und die Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2013. Weitere Themen waren die Risikoberichte gemäß MaRisk AT 4.3.2. Nr. 6 und das Risikomanagementsystem der Gesellschaft, die Berichterstattung der internen Revision sowie die Weiterentwicklung des Compliance-Systems. Der Prüfungsausschuss hat sich außerdem mit der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer befasst und dem Plenum einen Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2013 unterbreitet.
Die Gesellschaft erwirtschaftete ein negatives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von € 3,0 Mio. und einen Bilanzverlust in Höhe von € 6,1 Mio. Der starke Rückgang des Provisionsüberschusses resultiert dabei aus den reduzierten Börsenumsätzen im betreffenden Geschäftsjahr. Das Nettoergebnis aus Finanzgeschäften ist ebenfalls erheblich zurückgegangen. Die Bilanzsumme verringerte sich zwischen dem 31. Dezember 2011 und dem 31. Dezember 2012 um rund € 2,5 Mio. auf rund € 17,2 Mio. Vorrangige Maßnahme der Gesellschaft ist die Kosten an die Entwicklung der Erträge anzupassen und so die Handlungsfähigkeit der Gesellschaft aufrechtzuerhalten. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist trotz der Jahresfehlbeträge 2011 und 2012 auf Grund der hohen Eigenkapitalausstattung noch als geordnet zu bezeichnen.
Der Abschlussprüfer hat dem Jahresabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Dieser Abschluss und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben dem Prüfungsausschuss und anschließend dem Aufsichtsrat vorgelegen. Sie wurden in einer gemeinsamen Sitzung am 30. April 2013 von Aufsichtsrat und Vorstand im Beisein des Wirtschaftsprüfers erörtert. Sämtliche Fragen des Aufsichtsrats wurden eingehend beantwortet. Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat erhebt in Übereinstimmung mit der Empfehlung des Prüfungsausschusses nach eigener Prüfung keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.
Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für ihre Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Dank aus.
Gräfelfing, den 30. April 2013
Für den Aufsichtsrat
Dr. Ottheinz Jung-Senssfelder, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Aus Sicht der Finanzbranche lässt sich das vergangene Jahr auf einen einfachen Nenner bringen: Die Euro- und Staatsschuldenkrise lähmte nach wie vor die Märkte. Die von vielen Experten erwartete Erholung war schon nach dem 1. Quartal 2012 wieder Makulatur. Denn nach einem hoffnungsvollen Jahresstart bestimmten ab Frühjahr die Wahlen in Griechenland und Frankreich sowie das marode spanische Bankensystem die Schlagzeilen. Auch die Preise für italienische Staatsanleihen stiegen auf einen Wert, der Anlass zu großer Sorge gab, die Eurozone würde doch noch auseinanderbrechen. Die Nervosität der Anleger nahm zu, ebenso wie die Furcht vor einem Übergreifen der Krise auf die Realwirtschaft in den noch verbliebenen Wachstumsländern. Die Folge war eine deutliche Abwärtsbewegung der Börsen im 2. Quartal 2012.
Die Wende brachte schließlich eine politische Entscheidung. Um Spekulationsgeschäfte mit Staatsanleihen zu unterbinden, zog die Europäische Zentralbank im August die Reißleine. EZB-Präsident Mario Draghi kündigte an, im Notfall unbegrenzt Anleihen von Krisenländern aufzukaufen. Diese Zusage, verbunden mit dem Beschluss, Griechenland unter allen Umständen in der Union zu halten, brachte eine gewisse Stabilität zurück.
Von wieder gewonnenem Vertrauen konnte allerdings keine Rede sein. Die Flucht der Anleger in Rohstoffe und Immobilien hielt unvermindert an. Darüber täuschte auch die überraschende Renaissance der Aktien nicht hinweg. Sie war allein auf institutionelle Investoren und nicht auf Privatkunden zurückzuführen. Für große Anleger wie Versicherungen oder Rentenfonds war es schlichtweg nicht interessant, ihre umfangreichen liquiden Mittel im niedrig verzinsten Geldmarkt zu "parken". So floss das Kapital an die Börsen, ohne freilich besonders hohe Umsätze zu erzeugen. Die Folge war eine paradoxe Situation, die es in diesem Ausmaß selten zuvor gegeben hat: Trotz einer DAX-Performance in 2012 von 29 % sind die Umsätze an der Deutschen Börse Frankfurt um 23 % zurückgegangen, an anderen Regionalbörsen zum Teil noch stärker. Die Zahl der Transaktionen auf dem elektronischen Handelssystem Xetra brach geradezu ein -von 16 Millionen im Jahr 2011 auf etwas über 10 Millionen in 2012.
Dieses sehr ungünstige Marktumfeld für Wertpapierhändler und insbesondere Skontroführer bringt die Börsen mittlerweile selbst in Bedrängnis. Die anhaltend schwachen Umsätze seit nunmehr fünf Jahren bedrohen das gesamte Geschäftsmodell, insbesondere der kleineren Regionalbörsen. Eine Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Die Deutsche Börse z.B. kündigte harte Sparmaßnahmen an, die pro Jahr rund 70 Millionen Euro Entlastung bringen sollen. Angesichts dieser dramatischen Geschehnisse verwundert es kaum, dass die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG nicht in die Gewinnzone zurückkehren konnte. Das negative Ergebnis für 2012 wurde zudem wiederum durch die "Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken" belastet.
Die 1993 gegründete mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist ein Kreditinstitut im Sinne des KWG (Gesetz über das Kreditwesen). Neben der Erlaubnis für das Finanzkommissionsgeschäft sowie das Emissions- und Platzierungsgeschäft verfügt die Gesellschaft über die Erlaubnis zur Anlage- und Abschlussvermittlung, zur Anlageberatung und -verwaltung sowie zum Eigenhandel und Eigengeschäft. Sie kann ihre Geschäftstätigkeit auch auf finanzinstrument-ähnliche Börsengüter und andere Geschäftsfelder erweitern, die von Wertpapierdienstleistungsunternehmen wahrgenommen werden, soweit keine Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz erforderlich ist. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG unterliegt der Aufsicht der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) sowie der Deutschen Bundesbank. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG mit Sitz in Gräfelfing hat vier unselbstständige Niederlassungen in Hamburg, Hannover, Frankfurt und Berlin. Ihre Aktivitäten konzentrieren sich auf die beiden Geschäftsbereiche "Wertpapierhandel" und "Kapitalmarkt". Die Aktie der Gesellschaft wird im Freiverkehr der Börse München im Segment m:access gehandelt.
Die Rahmenbedingungen für Wertpapierhändler haben sich 2012 nochmals deutlich verschlechtert. Der Rückzug der Privatanleger von der Börse wirkte sich direkt negativ auf das Handelsvolumen aus. Dies war für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG umso bedeutender, als das zweite Geschäftsfeld "Kapitalmarkt" nahezu keinen Ergebnisbeitrag lieferte. Die Erlöse kamen fast vollständig aus dem Wertpapierhandel mit der Skontroführung - und machten das Unternehmen noch abhängiger vom Handelsgeschehen.
Solch ein schlechtes Markumfeld hatte der Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG in seiner Planung für 2012 nicht prognostiziert. Er war vielmehr davon ausgegangen, dass sich durch die ersten sichtbaren Erfolge in der Konsolidierung der Staatshaushalte die Verunsicherung an den Kapitalmärkten schrittweise legen würde.
Aufgrund des geringen Spielraums im Tagesgeschäft bemühte sich die Gesellschaft ihre rückläufigen Erlöse durch Kostensenkungsmaßnahmen auszugleichen. So sind die Personalkosten im Berichtsjahr um 15 % zurückgegangen und die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich von 61 auf 55. In einer ähnlichen Größenordnung bewegten sich die Einsparungen bei den Anderen Verwaltungsaufwendungen. Deren Rückgang um 14 % reichte jedoch insgesamt nicht aus, um ein positives Jahresergebnis zu erzielen. Hier steht die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG vor dem gleichen Dilemma wie alle Skontroführer: Um die Handlungsfähigkeit an verschiedenen Standorten zu gewährleisten, ist ein Mindestmaß an technischer und personeller Ausstattung nötig. Bei derart schwachen Marktaktivitäten ist ein negatives Ergebnis also kaum zu vermeiden.
Das Umfeld spiegelte sich in den Aktienkursen nahezu aller Wertpapierhandelsbanken wider. Der Kurs der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ging im Jahresverlauf von € 1,16 auf € 0,90 zurück und bewegte sich damit in Richtung Allzeittief. Zum zweiten Mal seit Bestehen der Gesellschaft notierte das Wertpapier nicht nur unter dem Eigenkapital pro Aktie, sondern auch unter dem rein rechnerischen Nennwert von einem Euro.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG war im Jahr 2012 wie in den Vorjahren in zwei Geschäftsbereichen aktiv. Der erste Bereich "Wertpapierhandel" umfasst die Skontroführung in Aktien, offenen Investmentfonds und Rentenpapieren, außerdem Sales & Execution für institutionelle Kunden sowie Orderausführung für Kreditinstitute.
Im Wertpapierhandel erwirtschaftete die Gesellschaft im vergangenen Jahr einen Ertrag in Höhe von TEUR 10.348. Dies entspricht fast dem kompletten Ertrag der Gesellschaft im Jahr 2012. Weniger als 1 % kamen aus dem zweiten Geschäftsbereich "Kapitalmarkt" dazu. Die Emissionsberatung und -begleitung sowie Listings und das Designated Sponsoring verloren im Zuge der Euro- und Staatsschuldenkrise demnach weiter an Bedeutung.
An den Börsenplätzen Frankfurt, München, Hamburg, Hannover und Berlin führte die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG zum 31. Dezember 2012 die Orderbücher von 6.091 Aktien. Damit erwirtschaftete die Gesellschaft rund 40 % ihrer Erträge, in absoluten Zahlen TEUR 4.097. Das entspricht etwa einem Drittel des Provisionsergebnisses und rund 43 % des Handelsergebnisses. Der Rückgang um TEUR 2.957 gegenüber dem Vorjahr ist in erster Linie auf das Marktumfeld zurückzuführen und weniger auf die verringerte Anzahl an Skontren. Trotzdem verlor die Gesellschaft unter anderem durch die Schließung des Marktsegments "First Quotation Board" an der Börse Frankfurt 429 Skontren. Das First Quotation Board war ursprünglich gegründet worden, um kleineren Unternehmen eine vereinfachte Börsennotierung zu ermöglichen. Das Modell erwies sich in der Praxis jedoch als anfällig für Manipulationen, sodass die Deutsche Börse das Segment zum Dezember 2012 aufgab.
Im Zuge der Migration des Skontroführerhandels auf das elektronische System Xetra 2 wurde schon 2011 die Maklercourtage abgeschafft und durch eine performanceabhängige Vermittlungsgebühr ersetzt. 2012 war das erste volle Geschäftsjahr, in dem diese Maßnahme zum Tragen kam. Um die vorgegebenen strengen Kriterien zu erfüllen, müssen die Skontroführer - "Spezialisten" genannt - mehr Personal vorhalten und ihre technische Infrastruktur ausbauen. Der Druck auf die Frankfurter Makler wächst also spürbar - und das bei gleichzeitiger Abwanderung von Umsätzen hin zur Berliner Tradegate Exchange. Nichtsdestotrotz hat die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ihren Spezialistenvertrag mit der Deutsche Börse AG im September 2012 verlängert. Sowohl was das Eigenkapital betrifft, als auch in Hinblick auf die Personalstruktur bestehen gute Chancen, aus der Konsolidierung am Handelsplatz gestärkt hervorzugehen.
Der Rentenhandel entwickelte sich 2012 sehr erfreulich und leistete einen positiven Ergebnisbeitrag. Die Erträge verbesserten sich von TEUR 1.612 im Vorjahr auf TEUR 2.058 zum 31. Dezember 2012. Das entsprach knapp 30 % des Provisionsergebnisses und 16 % des Handelsergebnisses. Der Zuwachs ist darauf zurückzuführen, dass viele Anleger vor dem Hintergrund der Finanzkrise auf festverzinsliche Wertpapiere setzten. Davon profitierte die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG überproportional, da sie mit 7.676 betreuten Rentenskontren an den Regionalbörsen Berlin, Hamburg und Hannover eine führende Stellung einnimmt. Das gilt besonders für deutsche Staatsanleihen (Bundesanleihen). Rund 61 % des gesamten Marktpflegevolumens in Deutschland gingen in 2012 durch die Bücher der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.
Wie schon im Jahr 2011 litt dieses Geschäftsfeld unter der Verunsicherung und Zurückhaltung der Anleger. An den Börsen München und Hamburg sowie der Tradegate Exchange in Berlin besitzt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG mit 5.460 Skontren zwar eine führende Stellung, konnte daraus jedoch nicht den erwünschten Vorteil ziehen. Mit dem Fondshandel erwirtschaftete die Gesellschaft Erträge in Höhe von TEUR 1.707 gegenüber TEUR 2.310 im Vorjahr. Trotz des Rückgangs konnten damit 7 % des Provisions- und 21 % des Handelsergebnisses der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG erzielt werden. Eine Verbesserung dieser Situation ist erst dann zu erwarten, wenn Aktien und Aktienfonds als Finanzprodukte beim Privatanleger wieder mehr an Akzeptanz gewinnen.
Dieses Geschäftsfeld umfasst den Aktien- und Rentenhandel im Auftrag von institutionellen Kunden sowie die Orderausführung für Banken. Hier erzielte die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im vergangenen Jahr fast konstante Erträge in Höhe von TEUR 2.486 gegenüber TEUR 2.644 im Vergleichszeitraum 2011. Der Anteil am Provisionsergebnis ist auf rund 8 % zurückgegangen, während derjenige zum Handelsergebnis mit 24 % stabil blieb.
Nach wie vor herrscht am deutschen Kapitalmarkt Agonie.
Kein Unternehmen wagt derzeit einen größeren Börsengang. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG konzentriert sich also weiterhin auf geringmargige Dienstleistungen wie Listings und die Begleitung von Mittelstandsanleiheemissionen. Im März 2012 erfolgte die Emission einer Unternehmensanleihe des Automobilzulieferers MITEC Automotive AG in Höhe von 10 Mio. Euro. Darüber hinaus gab es eine Reihe von Listings am "High Risk Market" der Börse Hamburg. Dieses neue Segment widmet sich jungen Unternehmen oder Startups mit hohen Wertschwankungen und stellt für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG eine Ergänzung ihres Portfolios dar. Ungeachtet dieser verschiedenen Aktivitäten blieb der Beitrag des Geschäftsfelds "Emissionsberatung und Listings" zum Gesamtertrag mit weniger als einem Prozent gering.
Zusammen mit der eigenen Aktie betreute die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG zum 31. Dezember 2012 13 Designated-Sponsoring-Mandate. Für diese betätigt sich die Gesellschaft als Liquiditätsspender und trägt somit auch das volle Kursrisiko. Aufgrund dieser Tatsache wird der Vorstand auch zukünftig Kosten und Nutzen dieser Tätigkeit kritisch überprüfen.
Der Wertpapierhandel in Deutschland brach nach einem guten Start im Jahr 2012 noch weiter ein als in den Jahren zuvor. Dies führte zu einem Ertragsrückgang bei fast allen Wertpapierhandelsbanken. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG erwirtschaftete deshalb zum 31. Dezember 2012 ein negatives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR -3.006 vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gegenüber TEUR -1.890 im Vergleichszeitraum. Das Ergebnis je Aktie vor Zuführung lag dementsprechend bei € -0,40 (Vorjahr € -0,26). Diese ohnehin schon schmerzliche Bilanz wurde durch die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken zusätzlich belastet. Die Dotierung von TEUR 712 (was 10 % des Netto-Handelsergebnisses entspricht) führte zu einem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR -3.718. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 lag es bei TEUR -2.870. Infolgedessen verschlechterte sich auch die Cost Income Ratio, die das Verhältnis von Aufwand zum Ertrag bemisst. Diese Kennzahl verschlechterte sich zum Jahresultimo von 102 % auf 113 %.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG befindet sich seit Ausbruch der Schuldenkrise im Jahr 2008 in einem extrem schwierigen Marktumfeld. Wegen der starken Abhängigkeit ihres Geschäftsmodells "Skontroführer/Spezialist" von den Börsenumsätzen und der Lage an den Kapitalmärkten hat die Gesellschaft in den letzten vier Jahren Verluste erlitten. Der Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat im 3. Quartal 2012 vor dem Hintergrund der Ertragslage der Gesellschaft Handlungsalternativen aufgestellt, die je nach Eintritt bestimmter Szenarien beschritten werden sollen.
Die schwachen Börsenumsätze wirkten sich unmittelbar auf das Provisionsergebnis der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG aus. Es sank um 15 % auf TEUR 3.233 (Vorjahr: TEUR 3.796). Wie bereits beschrieben, spiegelte sich die Indexentwicklung an den Börsen nicht in den Umsätzen wider, so dass die Handelsbedingungen noch ungünstiger waren als im Jahr 2011. In den ersten Monaten des Jahres 2013 erhöhten sich die Umsätze zwar nicht nennenswert, die freundliche Börsentendenz führte jedoch zu einer Verbesserung der Situation.
Das krisenbelastete wirtschaftliche Umfeld hat die Handelsmöglichkeiten der Skontroführer stark eingeschränkt. Logische Folge war ein deutlicher Rückgang des Handelsergebnisses um 27 %. In absoluten Zahlen lag es bei TEUR 7.115 gegenüber TEUR 9.796 im Vorjahr. Die Relation von Handels- zu Provisionsergebnis ist mit 69 % zu 31 % relativ stabil geblieben. Zum Jahreswechsel 2012/13 war eine leichte Belebung der Handelsaktivitäten zu spüren, so dass die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG von einer weiteren Verbesserung des Umfelds in den kommenden Monaten ausgeht.
Die Kostensenkungsmaßnahmen, die im Zuge der Finanzkrise eingeleitet wurden, zeigten im Jahr 2012 Wirkung. Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sanken von TEUR 15.523 im Jahr 2011 auf TEUR 13.260 zum 31. Dezember 2012. Die Einsparungen erfolgten bei den beiden Positionen Personalaufwand und Andere Verwaltungsaufwendungen um den gleichen Prozentsatz. Der Personalaufwand verringerte sich zwischen 2011 und 2012 um 15 % von TEUR 5.479 auf TEUR 4.631. Hier zeigte sich, dass ein erfolgsabhängiges Vergütungsmodell in schwierigen Zeiten erheblich zur Kostenentlastung beitragen kann. Trotzdem kam die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG nicht umhin, sich von einigen wenigen Mitarbeitern zu trennen.
Die Anderen Verwaltungsaufwendungen sind 2012 um 14 % gesunken. Das bedeutete eine Reduktion um TEUR 1.414 auf TEUR 8.630 innerhalb eines Jahres. Ursache dafür waren einerseits die geringeren umsatzabhängigen Transaktionskosten, aber auch erfolgreiche Anstrengungen, die Ausgaben in allen Unternehmensbereichen zu senken. In vollem Umfang werden diese Maßnahmen wegen längerfristiger Vertragsbindungen erst ab 2013/14 zum Tragen kommen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr musste die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG auf Forderungen gegenüber Kunden weitere TEUR 238 abschreiben. Insgesamt besteht damit noch eine Restforderung von TEUR 147, was ein überschaubares Risiko darstellt. Die Abschreibung wirkte sich -ebenso wie die Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken" - ergebnismindernd aus.
Das Handelsgesetzbuch schreibt sämtlichen deutschen Banken und Maklergesellschaften vor, in der Bilanz eine Position einzurichten, die das Eigenkapital des Unternehmens schützen soll. Dieser "Fonds für allgemeine Bankrisiken" muss so lange gebildet werden, bis er eine Höhe von 50 % der durchschnittlichen Nettoerträge aus dem Handelsbestand der letzten fünf Jahre erreicht. Die Zuführung muss per annum mindestens 10 % der Nettoerträge des Handelsergebnisses betragen. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG führte dem Fonds im vergangenen Jahr TEUR 712 zu - äquivalent zum Handelsergebnis von TEUR 7.115. Um diesen Betrag mindert sich also das Ergebnis der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.
Der Transparenz und Vergleichbarkeit halber wird in diesem Geschäftsbericht das Ergebnis vor und nach der Zuführung ausgewiesen.
Die extrem schwierigen Rahmenbedingungen führten 2012 zu einem nochmaligen Rückgang des Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit lag vor Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken" bei TEUR 3.006. Nach der Zuführung in Höhe von TEUR 712 belief sich das Ergebnis entsprechend auf TEUR -3.718.
Entsprechend dem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit erhöhte sich auch der Jahresfehlbetrag. Nach Abzug von Steuern und der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken ergab sich für das Jahr 2012 ein Fehlbetrag von TEUR -3.689 (Vorjahr: TEUR 2.837).
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG verzeichnete zum 31. Dezember 2012 einen Bilanzverlust in Höhe von TEUR -6.115. Im Vorjahr belief sich der Bilanzverlust auf TEUR -2.426. Die Differenz entspricht dem Jahresfehlbetrag für das Jahr 2012. Das negative Ergebnis ermöglicht es nicht, für das Geschäftsjahr eine Dividende auszuschütten.
Die Vermögens- und Finanzlage der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist geordnet.
Die Bilanzsumme verringerte sich zwischen 31. Dezember 2011 und 31. Dezember 2012 um TEUR 2.500 auf TEUR 17.204. Dies entspricht einem Rückgang von 13 %.
Der Saldo aus kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 11.604 auf TEUR 8.594 gefallen. Verantwortlich dafür war neben dem im Jahr 2012 erwirtschafteten Verlust und dem damit verbundenen (teilweisen) Liquiditätsabfluss auch eine Erhöhung der Wertpapierbestände im Vergleich zum 31. Dezember 2011. Die Liquiditätskennzahl nach § 11 des Kreditwesensgesetzes (Quotient aus Forderungen und Verbindlichkeiten) der Gesellschaft lag zwar mit 5,11 deutlich unter dem Vorjahreswert von 12,56, ist aber immer noch fünf Mal so hoch wie aufsichtsrechtlich gefordert. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG befindet sich nach wie vor in einer guten Liquiditätssituation, die sich auch an dieser Liquiditätskennziffer ablesen lässt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Geschäftsjahr war jederzeit gegeben.
Der Handelsbestand in nicht festverzinslichen Wertpapieren erhöhte sich von TEUR 1.253 im Vorjahr auf TEUR 1.892 zum 31. Dezember 2012. Die Bestände in festverzinslichen Wertpapieren (Vorjahr: TEUR 572) betrugen zum 31. Dezember 2012 TEUR 53.
Das Eigenkapital der Gesellschaft belief sich zum 31. Dezember 2012 auf TEUR 11.160. Der Rückgang von TEUR 3.842 resultiert aus dem Jahresfehlbetrag und einer Erhöhung der eigenen Anteile. Die Eigenkapitalquote ist mit 65 % (Vorjahr: 76 %) weiterhin komfortabel, zumal der auf der Passivseite ausgewiesene Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von TEUR 2.823 nicht zum Eigenkapital gerechnet wurde, obwohl dieser aufsichtsrechtlich zum haftenden Eigenkapital zählt.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hält eine Beteiligung in Höhe von 12,4 % an dem Finanzsoftwareunternehmen XCOM AG. Das 1988 gegründete Unternehmen mit Sitz in Willich zählt zu den führenden Anbietern für E-Banking, E-Business und Handelsunterstützung im Wertpapierbereich. Die Geschäftsführung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat die Entwicklung der XCOM AG im Jahr 2012, wie schon in den Vorjahren, sorgfältig und kontinuierlich verfolgt. Der Kontakt mit dem Management der XCOM AG verlief in offener und vertrauensvoller Weise. Hier ist insbesondere anzumerken, dass die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG nicht nur Aktionär der XCOM AG ist, sondern auch deren Kunde. Die Hauptversammlung der XCOM AG hat am 14. Juni 2012 das Vorstandsmitglied der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, Thomas Posovatz, wieder in den Aufsichtsrat der Gesellschaft gewählt.
Die Tochtergesellschaft MWB Wertpapierhandelsbank AG wurde zum 16. Dezember 2009 in MWB GmbH umfirmiert. Die 100 %-ige Beteiligung an der Gesellschaft dient zur Erhaltung unserer strategischen Flexibilität. Derzeit wird der Firmenmantel MWB GmbH ohne operativen Geschäftsbetrieb und ohne Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften weitergeführt.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hielt zum 31. Dezember 2012 einen Bestand in eigenen Aktien von 276.123 Stück. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Bestand damit um 162.423 Stück erhöht.
Der Aufsichtsrat ist gemäß § 87 AktG für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes zuständig. Mit den Mitgliedern des Vorstandes wurden Dienstverträge geschlossen, darin sind das Grundgehalt und die variable Vergütung in Form einer erfolgsabhängigen jährlichen Bonuszahlung geregelt. Die Bonuszahlung beträgt 2,5 % vom Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Einrechnung der Vorstandstantiemen für den einzelnen Vorstand und ist nach oben begrenzt auf TEUR 180. Im Falle eines negativen Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entfällt die Bonuszahlung.
Die Vergütung des Aufsichtsrates wurde in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2003 durch eine Satzungsänderung geregelt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrates erhält außer der Erstattung seiner Auslagen für jedes volle Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 10 zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres. Darüber hinaus bekommt jedes Mitglied des Aufsichtsrates seit 1. Juli 2003 für jedes volle Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine variable Vergütung in Höhe von 0,3 % des positiven Konzernergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die Gesellschaft gewährt den Aufsichtsratsmitgliedern angemessenen Versicherungsschutz, insbesondere wurde die Gesellschaft dazu verpflichtet, zu Gunsten der Aufsichtsratsmitglieder eine Haftpflichtversicherung (sog. Directors & Officers Versicherung) abzuschließen, die die gesetzliche Haftpflicht aus der Aufsichtsratstätigkeit in angemessenem Umfang abdeckt.
Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung. Die feste und die variable Vergütung zusammen sind beim einfachen Aufsichtsratsmitglied auf TEUR 15 pro Jahr, beim stellvertretenden Vorsitzenden auf TEUR 22,5 und beim Aufsichtsratsvorsitzenden auf TEUR 30 pro Jahr begrenzt. In der Hauptversammlung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG vom 9. Juli 2009 wurde eine zusätzliche Aufsichtsratsvergütung für Mitglieder des Prüfungsausschusses bewilligt. Die Satzung der Gesellschaft wurde entsprechend geändert. Demnach erhält jedes Mitglied des Prüfungsausschusses für jedes volle Geschäftsjahr eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 3 zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres. Sämtliche Beträge verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.
Das gezeichnete Kapital der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG besteht aus 7.473.700 nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von € 1,00. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
Die Gesellschaft besitzt gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Juli 2008 ein genehmigtes Kapital in Höhe von € 3.736.850. Die Satzung der Gesellschaft wurde entsprechend angepasst.
Die BÖAG Börsen AG, Hamburg, hält zum Bilanzstichtag 1.828.251 Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 24,46 % am Grundkapital der Gesellschaft. Die FMNP Beteiligungs GmbH, Gräfelfing, hält zum Bilanzstichtag 1.482.890 Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 19,84 % am Grundkapital der Gesellschaft.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 12. Juli 2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 7 Aktiengesetz eigene Aktien bis zu fünf von hundert des Grundkapitals und gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz bis zu zehn von hundert des Grundkapitals bis zum 11. Juli 2015 zu erwerben. Die aufgrund der Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 und 8 Aktiengesetz erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, zehn von hundert des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.
Kein Inhaber von Aktien besitzt Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse. Die Mitglieder des Vorstands der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG werden vom Aufsichtsrat der Gesellschaft ernannt und abberufen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Änderungen der Satzung erfordern eine Mehrheit von dreiviertel der abgegebenen Stimmen in der Hauptversammlung.
Der Aufsichtsrat der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG besteht gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Juli 2008 aus sechs Mitgliedern. Die Satzung der Gesellschaft wurde entsprechend angepasst.
Es existieren keine Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Genauso wenig gibt es Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder den Arbeitnehmern getroffen sind.
Den im Folgenden getroffenen Einschätzungen liegen alle uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen zugrunde. Alle Aussagen beziehen sich auch auf die Jahre 2013 und 2014. Das gilt auch für die im Risikobericht dargestellten Risiken. Wesentliche Vorgänge nach dem 31. Dezember 2012 haben sich nicht ergeben.
Was das Jahr 2012 betrifft, sind sich alle Marktteilnehmer einig: es handelte sich um eine Extremsituation. Eine Wiederholung des Phänomens, dass die Schere zwischen Börsenindizes und tatsächlichem Handelsvolumen so weit auseinandergeht, gilt deshalb als unwahrscheinlich. Dieser Optimismus stützt sich auf zwei Annahmen: Erstens dürfte die hervorragende DAX-Performance von 29 % (und das in einem Krisenjahr!) selbst hartgesottene Pessimisten davon überzeugt haben, dass mit Aktien und Fonds wieder Geld zu verdienen ist. Nach wie vor gibt es auch eine hohe Liquidität bei den institutionellen Investoren, die fast zwangsläufig in Wertpapiere fließen muss, da andere Investmentformen in ihrer Rendite sehr eingeschränkt sind.
Die zweite Annahme betrifft die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, vor allem in Deutschland. Hier zeichnet sich ab, dass der Bankensektor an Stabilität gewonnen hat. Einige Banken haben sogar damit begonnen, die gewährten Staatshilfen zurückzuzahlen. Als robust erweist sich auch die Realwirtschaft: Mit teils hervorragenden Gewinnen und vollen Auftragsbüchern sind die Unternehmen hierzulande ins Jahr 2013 gestartet. Deshalb haben eine Reihe von Unternehmen eine Erhöhung ihrer Dividende für 2012 angekündigt.
Dennoch steht im Moment jede Prognose auf tönernen Füßen. Der Wahlausgang in Italien hat gezeigt, dass Wut und Angst in der Bevölkerung mitnichten zu stabilen Verhältnissen führen. Auch die Situation in Spanien ist kaum durchschaubar, während die geplanten Finanzhilfen für ein kleines Land wie Zypern schon gar nicht mehr ins Gewicht fallen.
Unabhängig von derlei makroökonomischen Faktoren setzt sich die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG erst einmal realistische Ziele. Vorrangige Maßnahme bleibt, die Kosten der Entwicklung der Erträge anzupassen. Oberste Priorität ist es, die Handlungsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten, unabhängig davon, wie schnell die Erholung der Märkte einsetzt.
Die ersten zwei Monate des neuen Jahres stimmen zuversichtlich. Falls sich die Marktbedingungen wirklich verbessern sollten, dann fehlt nur noch der politische Wille, den Finanzmarkt stabil zu halten. Dahinter steht allerdings ein großes Fragezeichen. Denn elf Mitgliedstaaten der EU, darunter auch Deutschland, haben im Februar 2013 die Einführung einer Finanztransaktionssteuer beschlossen. Das wäre an sich kein Thema, wenn hier bei der Umsetzung nicht nach dem Gießkannenprinzip vorgegangen würde. Nicht nur die Investmentbanken sollen die Steuer abführen, sondern alle Marktteilnehmer - selbst diejenigen, die nicht zu den Verursachern der Krise gehören.
Laut Gesetzesvorlage soll auf jede Kauf- und Verkauforder eine Transaktionssteuer von 0,1 % erhoben werden. Bei derivativen Finanzprodukten beträgt sie 0,01 %. Der Gesetzgeber erhofft sich davon jährliche Mehreinnahmen von bis zu 35 Miliarden Euro und schon jetzt streitet sich die EU-Kommission mit den nationalen Finanzministern darüber, wie das Geld verteilt werden soll. Dass ein Gesetz in dieser Form nicht nur den gesamten Berufsstand der sogenannten Intermediäre sondern auch des deutschen Finanzwesens insgesamt bedroht, gerät dabei in Vergessenheit. Da die geplante Steuer höher ist, als die übliche Gewinnmarge pro Transaktion, würde sich das Geschäftsmodell der Skontroführer nicht mehr rechnen. Der Bundesverband der Wertpapierfirmen e.V., in dem die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG organisiert ist, hat daher zusammen mit allen deutschen Wertpapierbörsen eine gemeinsame Erklärung verabschiedet, um eine Ausnahmeregelung für Market Maker zu erwirken. Wie in Frankreich, Italien und Großbritannien sollen die Vermittler zwischen Käufer und Verkäufer von der Transaktionssteuer befreit werden, da sie letztendlich zu einem geordneten Börsengeschäft beitragen. Allein schon an diesem Engagement ist zu erkennen, dass die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im zwanzigsten Jahr ihres Bestehens langfristig plant und weit in die Zukunft denkt.
Unternehmerisches Handeln bedeutet, sich ergebende Chancen im Interesse der Anteilseigner, der Mitarbeiter und der Gesellschaft bei gleichzeitiger bewusster Steuerung der Risiken wahrzunehmen. Alle Ressourcen und Aktivitäten unserer Gesellschaft sind auf eine nachhaltige Vermögens- und Erfolgssicherung ausgerichtet. Sämtliche geschäftspolitischen Entscheidungen der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG werden stets unter strenger Beachtung der Ertrags-/Risikorelation getroffen. Unternehmerische Risiken werden nur dann eingegangen, wenn die Ertragsaussichten die Risiken deutlich überwiegen. Durch unsere hohe Eigenkapitalquote, gelebte Marktnähe und unser ausgeprägtes Risikowissen können wir geschäftsfeldübergreifend flexibel auf die sich stellenden Risiken eingehen. Bei der strategischen Steuerung unserer Gesellschaft spielen neben den monetären Gesichtspunkten auch nichtfinanzielle Steuerungsgrößen wie Prozesseffizienz, Transparenzerhöhung, bestmögliche Kundenbetreuung, Mitarbeiterzufriedenheit und die Stärkung der Position der Wertpapierfirmen eine große Rolle.
Das Ziel unserer Risikostrategie besteht in der Absicherung der Unternehmensziele gegen störende Ereignisse durch das Ergreifen geeigneter Maßnahmen. Die Gesellschaft hat hierzu im Rahmen ihres wertorientierten Firmenmanagements ein umfassendes Risikomanagementsystem zur Aufdeckung von Risiken und der Optimierung von Risikopositionen etabliert. Das Risikocontrolling der Gesellschaft ist so angelegt, dass besonderes Augenmerk auf die Verhinderung von Risiken gelegt wird. Dabei prüfen wir stets, ob unsere risikopolitischen Vorkehrungen ausreichen, um das Gefährdungspotential spürbar zu verringern. Bei Bedarf werden umgehend weitere Maßnahmen zur Risikoreduzierung ergriffen. Im Zuge der Umsetzung der sich aus den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) ergebenden Anforderungen hat die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im Rahmen ihrer Geschäftsstrategie ein Risikotragfähigkeitskonzept entwickelt, in dem neben der Definition der Risikodeckungsmasse, der gesamtbankbezogenen Verlustobergrenze und der Bestimmung des Risikopotentials eine Gegenüberstellung des aggregierten Risikopotentials mit der Verlustobergrenze erfolgt. Aufgrund der in den von der Gesellschaft betriebenen Geschäftsfeldern eingegangenen Risiken, verfolgt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG bei der Ausgestaltung der Risikotragfähigkeit einen konservativen Ansatz. Die Gesellschaft hat deshalb festgelegt, dass die täglich zum Geschäftsschluss bestehende Verlustobergrenze 30 % der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse betragen darf. Der verbleibende Rest steht als Risikopuffer zur Verfügung. Neben den Marktpreisrisiken aus Aktien, festverzinslichen Wertpapieren, Investmentfonds und Optionsgeschäften hat die Gesellschaft die operationellen Risiken und das Adressenausfallrisiko in das Risikotragfähigkeitkonzept aufgenommen. Das für diese Risiken bestehende Risikopotential ermittelt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG täglich, wobei sich die Gesellschaft zur Ermittlung des operationellen Risikos des Basisindikatoransatzes nach den §§ 270, 271 der Solvabilitätsverordnung (SolvV) bedient. Zur Feststellung, ob die Risikotragfähigkeit gegeben ist, setzt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG in einer täglich durchzuführenden Berechnung das aggregierte Risikopotential in das Verhältnis zu der vom Vorstand festgelegten Verlustobergrenze. Liegt das Ergebnis dieses Quotienten unter 100 % ist die Risikotragfähigkeit gewährleistet. Im Geschäftsjahr 2012 kam es zu keiner Überschreitung der Verlustobergrenze. Zum Bilanzstichtag betrug die Auslastung 68,72 %.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat die Interne Revision seit dem Jahr 2011 an die Best Audit GmbH, Hamburg ausgelagert.
Gegenstand der Prüfungshandlungen der Internen Revision sind vor allem die Bereiche Wertpapierhandel, Risikomanagement, Compliance, Liquiditätssteuerung, Rechnungswesen, Datenverarbeitung, Personal, Meldewesen und die Einhaltung der Vorschriften zur Vermeidung von Geldwäsche. Hierbei werden Betriebsabläufe, die einem besonderen Risiko unterliegen jährlich geprüft, andere Betriebsabläufe innerhalb eines Dreijahreszeitraumes.
Ein wirksames Risikocontrolling setzt eine unabhängige, von den Handelsaktivitäten separierte Ermittlung der eingegangenen Risiken voraus.
Hierzu hat die Gesellschaft zwei vom Handel unabhängige Risikomanager bestellt, in deren Aufgabengebiete neben der Identifizierung, Analyse, Bewertung und Überwachung der Risiken auch die Sensibilisierung der Mitarbeiter für die Erkennung und Vermeidung von Risiken fallen. Die Grundlage für den permanenten und systematischen Umgang mit den Risiken bilden Vorgaben und Entscheidungen des Vorstands zur Risikotoleranz, die sich aus der Risikostrategie und Risikopolitik ableiten und sich an der Kapital- und Liquiditätsausstattung orientieren.
Ein effizientes Risikocontrolling muss sich bei der Vielzahl der von der Gesellschaft getätigten Geschäfte auf ein leistungsfähiges Computersystem verlassen können. Die Gesellschaft bedient sich hierzu innovativer Anwendungen des auf Finanzdienstleister und Banken spezialisierten Softwareunternehmens XCOM AG. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG überwacht laufend die Großkreditgrenzen sowie die Gesamt- und Einzelpositionen aus sämtlichen Wertpapiergeschäften und die damit verbundenen unrealisierten Gewinne und Verluste. Ein erfahrenes Mitarbeiterteam erfasst die verfügbaren Mittel täglich in einem Liquiditätsstatus und überwacht und koordiniert die zu bezahlenden Verbindlichkeiten.
Im Zuge der betriebswirtschaftlichen Überwachung kontrolliert der Vorstand täglich die Aufwendungen und Erträge aus dem Kerngeschäft der Gesellschaft. Nach der Plausibilisierung der Monatszahlen nimmt der Finanzvorstand zu der allgemeinen Entwicklung, ausgewählten GuV-Positionen und der Liquiditätssituation monatlich schriftlich Stellung. Die Erläuterungen zirkulieren im Vorstand und werden den Mitgliedern des Aufsichtsrates zur Kenntnisnahme vorgelegt.
Im Bereich der operationellen Risiken, die ihren Ursprung in Prozessen, Personen, Technologien oder externen Ereignissen haben können, werden bestehende Risiken konsequent mit einem vielfältigen, ursachenbezogenen Risikomanagement verringert.
Strategische Risiken entstehen dann, wenn unsere Strategie nicht mit den Anforderungen und Erwartungen des Marktes, unserer Kunden oder den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vereinbar ist, und dies von der Geschäftsführung nicht erkannt wird. Zur Vermeidung dieses Risikos durchleuchten wir sorgfältig die strategischen Risiken in kurzen Zeitabständen. Der Vorstand steht diesbezüglich in ständigem Kontakt mit dem Aufsichtsrat, der sich aktiv in die Festlegung der strategischen Ziele einbringt und den Risikogehalt der strategischen Planungsprozesse gemeinsam mit dem Vorstand der Gesellschaft im Auge behält.
Die Gesellschaft ist sich der Gefahr von außen eintretender - nicht von uns beeinflussbarer - Ereignisse und Veränderungen zu Lasten des Skontroführergeschäftes bewusst. Als besondere Risiken werden hierbei generell sinkende Wertpapierumsätze aufgrund einer nachhaltigen Veränderung des Anlegerverhaltens, eine weitere Verschärfung der Konkurrenzsituation bei Markt- und Preismodellen unter den Börsen in Deutschland, aber auch eine drastische Erhöhung der regulatorischen Anforderungen - z.B. nach weiteren Krisen -gesehen. Wir sind allerdings auch zuversichtlich, dass der computerunterstützte Skontroführerhandel in welcher Ausprägung auch immer weiterhin nicht vollständig von vollelektronischen Computersystemen verdrängt werden kann, da sonst weniger liquide Wertpapiere die die Mehrheit darstellen, nicht mehr im besten Kundeninteresse gehandelt werden könnten, was letztendlich zu einer Verarmung der Börsenlandschaft mit nur noch wenigen hochliquiden Werten führen würde.
Der Gefahr des Wegbrechens eines Geschäftsfeldes oder dem Abwandern von Kunden begegnet die Gesellschaft durch die Verteilung des Geschäftes auf mehrere voneinander unabhängige Standbeine und ständigen Bestrebungen, die Anzahl der Kunden zu erhöhen.
Die identifizierten Einzelrisiken wurden schriftlich erfasst, werden laufend überwacht und in regelmäßigen Abständen überprüft. Daneben findet eine ständige Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems statt. Die Gesellschaft legt dabei besonderen Wert auf die Einbeziehung der einzelnen Mitarbeiter des Unternehmens, die angehalten werden, erkannte Risiken an die Risikomanager zu kommunizieren.
Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken und operationelle Risiken werden in der Berechnung der Gesamtrisikoauslastung als wesentliche Risiken täglich berücksichtigt, während die Platzierungsrisiken nur nach einer Einzelfallprüfung einbezogen werden. Die Liquiditätsrisiken bleiben branchenüblich bei der Berechnung der Gesamtrisikoauslastung außer Betracht.
Unter Adressenausfallrisiken verstehen wir mögliche Wertverluste, die durch den Ausfall oder durch Bonitätsverschlechterung von Geschäftspartnern entstehen können.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat in- und ausländische Handelspartner. Für Börsengeschäfte mit inländischen, börsenzugelassenen Handelspartnern spielen Adressenausfallrisiken nur eine untergeordnete Rolle. Für die ausländischen Handelspartner sind abhängig von deren Größe und Marktbedeutung sowie der Häufigkeit der Geschäfte Kontrahentenlimite pro Handelstag vergeben. Im Geschäftsjahr musste die Gesellschaft Abschreibungen auf Kundenforderungen in Höhe von TEUR 238 vornehmen.
Das Marktpreisrisiko ist der potentielle Verlust, der durch die Veränderung von Preisen an Finanzmärkten für unsere Positionen entstehen kann.
Die Handelspositionen der Gesellschaft werden EDV-technisch unterstützt, täglich realtime zu Durchschnittskursen bewertet und mit den Marktpreisen verglichen. Das Risiko für die Gesamtrisikoauslastung wird mit einem Value at Risk-Ansatz ermittelt, der von historischen Kursen der letzten 100 Tage ausgeht, eine Haltedauer von einem Tag impliziert und ein Konfidenzniveau von 99 % verwendet. Zum 31. Dezember 2012 ergibt sich ein VaR auf Marktpreisrisiken von TEUR 51.
Die Höhe der Handelspositionen wird durch Limite begrenzt, die im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes festgelegt worden sind. Zusätzlich findet eine Begrenzung der Limite durch die Arbeitsanweisungen für Wertpapierhändler statt.
Die Gesellschaft erreicht zudem eine Reduktion des Marktpreisrisikos durch die Verteilung der eingegangenen Positionen auf verschiedene Länder und Märkte.
Darüber hinaus wird sowohl ein für den Handel zuständiger Vorstand, als auch ein vom Handel unabhängiger Vorstand zweimal täglich über die größten Handelspositionen und die größten unrealisierten Gewinne und Verluste aus diesen Geschäften informiert.
Wegen der großen Bedeutung der Marktpreisrisiken für die Gesellschaft führt die mwb fairtrade täglich zwei dokumentierte Szenarioanalysen durch, die eine Marktschwankung von +/-5 % unterstellen. Ergibt dieser Test einen unrealisierten Verlust von über EUR 1 Mio., wird der Gesamtvorstand informiert. Dasselbe gilt für eine Überschreitung der EUR 2 Mio. Verlustgrenze bei der wöchentlich durchzuführenden Szenarioanalyse bei einer unterstellten Marktschwankung von +/-10 %. Bei Erreichen beider Grenzen ist die Risikotragfähigkeit des Unternehmens immer noch gewährleistet.
Unter Platzierungsrisiken verstehen wir Risiken, die sich im Rahmen unseres Emissionsgeschäftes ergeben können.
Bei der Auswahl der Unternehmen, die an die Börse gebracht werden wollen, ist die Beurteilung der Frage, ob der Emittent Börsenreife besitzt, für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG von tragender Bedeutung. Die Entscheidung darüber wird deshalb nur vom Gesamtvorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG gemeinsam getroffen. Als Entscheidungsgrundlage dient dabei bei einer Neuemission der Emissionsprospekt, bei einem Listing das Unternehmensexpose. Zusätzliche Sicherheit wird dadurch erreicht, dass die Erstellung beider Dokumente in der Regel von einer Legal Due Diligence begleitet wird. Frühzeitig wird seitens der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG das Gespräch mit potentiellen Investoren gesucht, um festzustellen, ob seitens dieser Gruppe Interesse an den Aktien des Emittenten besteht. Aus dem gewonnenen Gesamteindruck aus Gesprächen und schriftlichen Unterlagen wird dann die Entscheidung getroffen, ob wir die Platzierung der Aktien übernehmen.
Zu den rechtlichen Risiken gehören Gefahren, die sich aus unserer großen Vielzahl an Handelsgeschäften und aus Verstößen gegen gesetzliche und interne Vorschriften durch Mitarbeiter ergeben können.
Zur Absicherung allgemeiner und branchenspezifischer Risiken wurden neben den bereits bestehenden Versicherungen eine Directors and Officers Liability - Versicherung, eine Vertrauensschadenversicherung sowie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgeschlossen.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG unterliegt umfangreichen Meldeverpflichtungen und anderen gesetzlichen Vorschriften, insbesondere aus dem Handelsgesetzbuch, dem Börsengesetz, dem Wertpapierhandelsgesetz und dem Kreditwesengesetz. Neben turnusmäßigen Meldungen sind eine Vielzahl von Ereignissen im Geschäftsleben meldepflichtig und andere gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Bei Nichtbeachtung dieser Meldepflichten drohen Geldbußen.
Die Überwachung dieser gesetzlichen Vorgaben erfolgt durch die zuständigen Mitarbeiter anhand eines Meldeplanes, der ständig auf dem Laufenden gehalten wird.
Zu den Risiken personeller Art rechnen alle Risiken, die aus dem Einsatz und der Neueinstellung von Mitarbeitern resultieren. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wählt bei Neueinstellungen die Bewerber sorgfältig aus und achtet darauf, dass bei Urlaub, Krankheit oder Kündigung eines Mitarbeiters andere Mitarbeiter die Tätigkeiten des nicht zur Verfügung stehenden Mitarbeiters problemlos übernehmen können. Die Gesellschaft verfügt über ein umfangreiches Organisationshandbuch, in dem sowohl Funktionsbeschreibungen der einzelnen Arbeitsplätze, Detailbeschreibungen der wichtigsten Geschäftsvorgänge als auch das Compliance-Konzept und das Risikohandbuch integriert sind. Das Organisationshandbuch steht jedem Mitarbeiter in elektronischer Form uneingeschränkt zur Verfügung. Mitarbeiter, die mit vertraulichen Informationen betraut sind, werden schriftlich über die rechtlichen Pflichten, die sich aus dem Zugang zu Insiderinformationen ergeben sowie über die Rechtsfolgen von Verstößen informiert. Im Handelsbereich ist ein mögliches Fehlverhalten von Mitarbeitern durch Versicherungen abgedeckt. Die Gesellschaft hat Regelungen für Mitarbeitergeschäfte getroffen und vermeidet bereits durch Vereinbarungen im Arbeitsvertrag Kollisionen zwischen Mitarbeiter-, Bank- und Kundeninteressen. Durch die Vereinbarung eines angemessenen Vergütungsmodells wird das Risiko häufiger Mitarbeiterwechsel reduziert.
Zu den operativen Risiken zählen wir Einwirkungen auf unseren betrieblichen Ablauf, die nicht in unserer Hand liegen. Zur Behandlung sonstiger betrieblicher Risiken hat die Gesellschaft ein Notfallkonzept erstellt, das jedem Mitarbeiter bekannt ist. Es stellt die zu ergreifenden Maßnahmen in den Fällen Stromausfall, Rechnerausfall, Systemengpässen und -störungen und Telefonausfall dar. Die wichtigsten IT-Systeme wurden von der Gesellschaft redundant aufgebaut, die Datenleitungen sind durch ein Back-Up-System abgesichert. Risiken aus dem Verlust von Daten wirkt die Gesellschaft durch ein System von täglichen, wöchentlichen und monatlichen Datensicherungen, die zum Teil außer Haus verwahrt werden, entgegen.
Die Gesellschaft hat durch risikoartenübergreifende Stresstests ermittelt, inwieweit sich äußerst extreme Marktsituationen auf die Risikotragfähigkeit auswirken. Dabei wurde auch ein Kursverfall von 30 % simuliert, ein Kursturz, wie er nur bei einem besonders schweren konjunkturellen Abschwung oder dem Zusammenbruch der Finanzmärkte vorstellbar wäre.
Bei den Tests wurden Kursverluste auf die Einstandspreise unserer Wertpapiere von 10 %, 20 % und 30 % unterstellt. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass selbst bei einem Kursverfall von 30 % die Gesamtrisikoauslastung unter 95 % lag (Test Dezember 2012).
In einem weiteren Schritt wurde zusätzlich zu dem angenommen Kurverfall eine Verdoppelung der Adressenausfallrisiken auf einen Risikowert von TEUR 250 simuliert.
Der Test ergab, dass auch bei der zusätzlichen Annahme einer Verdoppelung der Adressenausfallrisiken die Verlustobergrenze bei einem Kursverfall von 30 % nicht überschritten wurde (Auslastung 98,01 %). Schließlich wurde der vorgenommene Test insofern erweitert, als zusätzlich zu dem angenommenen Kursverfall und der Verdoppelung der Adressenausfallrisiken eine 10 % ige Steigerung des Wertes für die operationellen Risiken (auf TEUR 2.489) angenommen wurde.
Hier liegt bei einem Kursverfall von 20 % noch keine Überschreitung (97,87 %) vor, während nun bei einem Kursverfall von 30 % eine Überschreitung der Verlustobergrenze gegeben ist (Auslastung 103,76 %). Durch die konservative Festlegung der Verlustobergrenze mit 30 % der Risikodeckungsmasse steht aber über das als Verlustobergrenze definierte Kapital hinaus ein Eigenkapitalpuffer zur Verfügung, der solche extreme Situationen auffangen kann.
Nach AT 4.3.3 der MaRisk hat die Gesellschaft auch Inverse Stresstests durchzuführen. Der Inverse Stresstest stellt im Gegensatz zum regulären Stresstest die maximale Verlustobergrenze für das Risikokapital in den Mittelpunkt. Die Ausgestaltung und Durchführung der Inversen Stresstests ist abhängig von Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten und kann qualitativ oder quantitativ erfolgen.
Die Gesellschaft hat erörtert, welche Ereignisse dazu führen könnten, die mwb fairtrade in eine existenzbedrohende Situation zu bringen. Neben einer anhaltenden Verlustsituation und einer weiteren massiven Verdrängung der Skontroführer/Spezialisten durch ausschließlich computergesteuerte Kursfestellungssysteme - ein Prozess, der aber eher langfristig eintreten könnte - wird als existenzbedrohende Situation ein Zusammenbruch unserer Abwicklungsbank Caceis gesehen, der wir (zur Besicherung unserer Wertpapiertransaktionen) einen Großteil unseres Geldes anvertraut haben.
Um besser abschätzen zu können, ab welcher Schwelle Risiken bedrohlich werden können, hat der Risikomanager im Bereich der Marktpreisrisiken quantitative Inverse Stresstests durchgeführt. Dabei sollte geklärt werden, bei welcher kurzfristigen Marktpreisschwankung das zur Verfügung stehende Verlustpotenzial für die Marktpreisrisiken gerade noch unterschritten ist und damit die Verlustobergrenze gerade noch eingehalten ist. Bei einem ersten Test (Testtag Dezember 13.45 Uhr) wurde im Tradix-System der Prozentsatz für die simulierte Marktpreisänderung solange nach unten verändert, bis ein unrealisiertes Loss von TEUR 1.636 (Marktpreisrisikowert bei dem die Verlustobergrenze noch eingehalten ist) gerade noch unterschritten wurde. Der Test ergab, dass bei einem eintretenden Kursrutsch von 37,5 % auf die Einstandwerte unserer Bestände die Verlustobergrenze gerade noch eingehalten werden konnte. In einem weiteren Test am Nachmittag desselben Tages (16.00 Uhr) wurde zusätzlich noch davon ausgegangen, dass das Adressenausfallrisiko sich auf Kosten des zur Verfügung stehenden Betrages für das Marktpreisrisiko auf TEUR 250 verdoppelt. Auf dieser Basis wurde der Wert für das Marktpreisrisiko, bei dem die Verlustobergrenze gerade noch eingehalten ist, mit TEUR 1.456 ermittelt und dann wie oben beschrieben verfahren. Als Ergebnis ist hier festzuhalten, dass bei einem Kursrutsch von 36 % die Verlustobergrenze gerade noch eingehalten wurde.
Gräfelfing im März 2013
Der Vorstand
Aktiva
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| Euro | Geschäftsjahr Euro |
Vorjahr Euro |
|
|---|---|---|---|
| 1. Barreserve | |||
| a) Kassenbestand | 3.076,76 | 3.691,67 | |
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | |||
| a) täglich fällig | 4.923.112,48 | 6.306.075,47 | |
| b) andere Forderungen | 5.489.248,69 | 10.412.361,17 | 6.128.332,26 |
| 3. Forderungen an Kunden | 147.704,85 | 309.479,79 | |
| 4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | |||
| a) Anleihen und Schuldverschreibungen | |||
| aa) von anderen Emittenten | 52.856,30 | 571.950,50 | |
| 5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 5.065,63 | 0,51 | |
| 6. Handelsaktiva | 1.891.617,34 | 1.252.903,39 | |
| 7. Beteiligungen | 2.438.131,29 | 2.435.479,91 | |
| 8. Anteile an verbundenen Unternehmen | 90.448,24 | 94.333,35 | |
| 9. Treuhandvermögen | 0,00 | 201.564,84 | |
| 10. Immaterielle Vermögensgegenstände | 225.532,00 | 235.307,00 | |
| 11. Sachanlagen | 411.113,00 | 488.756,75 | |
| 12. Sonstige Vermögensgegenstände | 810.138,93 | 934.654,04 | |
| 13. Rechnungsabgrenzungsposten | 132.675,13 | 207.721,34 | |
| 14. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 582.986,31 | 533.422,15 | |
| Summe der Aktiva | 17.203.706,95 | 19.703672,97 | |
| Passiva | |||
| Euro | Geschäftsjahr Euro |
Vorjahr Euro |
|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |||
| a) täglich fällig | 865.306,19 | 341.474,32 | |
| 2. Handelspassiva | 955.917,59 | 492.926,02 | |
| 3. Treuhandverbindlichkeiten | 0,00 | 201.564,84 | |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 843.038,21 | 731.932,94 | |
| 5. Rechnungsabgrenzungsposten | 8.131,90 | 15.340,24 | |
| 6. Rückstellungen | |||
| a) andere Rückstellungen | 547.591,29 | 806.270,00 | |
| 7. Fonds für allgemeine Bankenrisiken | 2.823.349,21 | 2.111.827,16 | |
| 8. Eigenkapital | |||
| a) Gezeichnetes Kapital | 7.473.700,00 | 7.473.700,00 | |
| Eigene Anteile | -276.123,00 | -113.700,00 | |
| 7.197.577,00 | 7.360.000,00 | ||
| Bedingtes Kapital | 1.619.425,00 | 1.619.425,00 | |
| b) Kapitalrücklage | 5.239.464,58 | 5.239.464,58 | |
| c) Gewinnrücklagen | 306.775,13 | 306.775,13 | |
| ca) gesetzliche Rücklagen | 4.531.399,07 | 4.838.174,20 | 4.521.725,62 |
| cb) andere Gewinnrücklagen | 6.114.843,22- | 2.425.627,88- | |
| d) Bilanzverlust | |||
| 11.160.372,56 | 15.002.337,45 | ||
| Summe der Passiva | 17.203.706,95 | 19.703672,97 |
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| Euro | Euro | Vorjahr Euro |
|
|---|---|---|---|
| 1. Zinserträge aus | |||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 123.089,13 | 189.419,74 | |
| 2. Zinsaufwendungen | 27.051,53 | 11.645,99 | |
| 3. Laufende Erträge aus | |||
| a) Beteiligungen | 3.190,68 | 265.890,00 | |
| 4. Provisionserträge | 5.348.712,59 | 6.615.711,46 | |
| a) Courtageerträge Euro 4.935.422,97 | |||
| 5. Provisionsaufwendungen | 2.116.157,33 | 2.819.820,97 | |
| a) Courtageaufwendungen Euro 953.041,74 | |||
| 6. Ertrag des Handelsbestandes | |||
| a) Wertpapiere | 12.206.599,24 | 18.269.553,63 | |
| b) Kursdifferenzen | 13.776.945,07 | 25.983.544,31 | 25.652.228,00 |
| 7. Aufwand des Handelsbestandes | |||
| a) Wertpapiere | 9.591.355,80 | 16.585.497,74 | |
| b) Kursdifferenzen | 9.276.968,03 | 18.868.323,83 | 17.540.662,26 |
| 8. Sonstige betriebliche Erträge | 274.501,36 | 369.999,23 | |
| 9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |||
| a) Personalaufwand | |||
| aa) Löhne und Gehälter | 4.058.908,10 | 4.829.910,41 | |
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 571.624,98 | 4.630.533,08 | 649.181,03 |
| - darunter: für Altersversorgung Euro 82.099,49 (EUR 57.576,03) | |||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 8.629.622,28 | 10.043.801,09 | |
| 13.260.155,36 | 15.522.892,53 | ||
| 10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen | 228.643,80 | 219.654,97 | |
| 11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 237.655,37 | 549.523,14 | |
| 12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | 3.885,11 | 3.592,69 | |
| 13. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere | 2.651,38 | 0,00 | |
| 14. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken | 3.006.182,88- | 1.890.488,23- | |
| 15. Einstellungen in Fonds für allgemeine Bankrisiken | 711.522,05 | 979.562,16 | |
| 16. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 3.717.704,93- | 2.870.050,39- | |
| 17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 29.181,86- | 33.615,47- | |
| 18. Sonstige Steuern | 692,27 | 28.489,59- | 549,61 |
| 19. Jahresüberschuß Jahresfehlbetrag | 3.689.215,34- | 2.836.984,53- | |
| 20. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | 2.425.627,88 | 411.356,65- | |
| 21. Bilanzverlust | 6.114.843,22 | 2.425.627,88 |
Der Jahresabschluss der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG für das Geschäftsjahr 2012 ist nach den allgemeinen und den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) vom 20. Dezember 2012, den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) vom 20. Dezember 2012, des Kreditwesengesetzes (KWG) vom 16. November 2012 und der Rechnungslegungsverordnung für Kreditinstitute (RechKredV) vom 9. Juli 2011 erstellt.
Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter vollständiger Verwendung des Bilanzverlustes aus 2011 (TEUR 2.426).
Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sind mit dem Nennwert ausgewiesen.
Die Wertpapiere des Handelsbestands sowie die Schuldverschreibungen werden mit den Marktpreisen abzüglich eines Value at Risk-Abschlages, der von historischen Kursen der letzten 100 Tage ausgeht, eine Haltedauer von fünf Tagen impliziert und ein Konfidenzniveau von 99 % verwendet, bewertet. Der absolute Betrag des Value at Risk-Abschlages beträgt TEUR 48. Für die Bewertung der Aufgabegeschäfte wird ein Value at Risk-Abschlag, der von historischen Kursen der letzten 100 Tage ausgeht, eine Haltedauer von einem Tag impliziert und ein Konfidenzniveau von 99 % verwendet. Der absolute Betrag des Value at Risk-Abschlages für die Aufgabegeschäfte zum 31.12.2012 beträgt TEUR 4,7. Auf ausländische Währung lautende Wertpapiere wurden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. In Bezug auf die Kriterien der Zuordnung zum Handelsbuch (Definition der Handelsabsicht) haben sich gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen ergeben.
Die Beteiligungen und die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zum gemilderten Niederstwertprinzip bewertet.
Das Sachanlagevermögen sowie die immateriellen Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Diese werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis dreizehn Jahren nach der linearen Methode berechnet.
Auf die Anlagenzugänge wird die Abschreibung zeitanteilig für den Monat der Anschaffung und die Folgemonate berechnet. Seit dem Jahr 2010 werden Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter EUR 410 gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben, Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000, die in den Jahren 2008 und 2009 angeschafft wurden, werden über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.
Die unter dem Treuhandvermögen bilanzierten Wertpapiere wurden zum Marktpreis bewertet.
Sonstige Vermögensgegenstände sowie Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennwert bzw. zum Barwert bewertet.
Der Aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beinhaltet die Verrechnung des Aktivwerts aus der Rückdeckungsversicherung mit der Pensionsrückstellung und wurde entsprechend den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen durch die von den Versicherungen ermittelten beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden in handelsrechtlich zulässiger Höhe ausgewiesen.
Als versicherungsmathematische Bewertungsmethode für die Pensionsrückstellungen wurde die "projected unit credit method" angewandt. Gemäß § 253 Abs. 2 S.2 HGB wurde das Wahlrecht in Anspruch genommen, ein für den Gesamtbestand durchschnittlichen Marktzinssatz auf eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren anzuwenden. Als weitere versicherungsmathematische Annahmen lagen die Richttafeln 2005G von Klaus Heubeck, ein künftiger Einkommenstrend, ein künftiger Rententrend und eine Inflationsrate von jeweils 1,3 % sowie ein Zinsfuß von 5,05 % zugrunde. Die Gesellschaft hat von ihrem Wertbeibehaltungswahlrecht gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Der Betrag der Unterdeckung aufgrund von BilMoG beträgt TEUR 87 und wird über 15 Jahre in gleichbleibenden Beträgen (TEUR 5,8) aufgelöst.
Die Werte für Verbindlichkeiten entsprechen dem Erfüllungsbetrag. Die anderen Rückstellungen wurden nach dem Grundsatz der vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung im Einzelfall gebildet. Sie sichern erkennbare Risiken in ausreichender Höhe ab. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz (gemäß RückAbzinsVO) der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Dividendenerträge aus Aufgabegeschäften und Eigenhandelsbeständen werden nicht wie Dividendenerträge aus Beteiligungen unter der Position Laufende Erträge, sondern in der Position Nettoertrag des Handelsbestandes ausgewiesen.
Die Forderungen an Kreditinstitute beinhalten sowohl täglich fällige Guthaben bei inländischen Kreditinstituten, inklusive Tages- und Monatsgelder, als auch Courtage-, Zins- und Dividendenforderungen. Darüber hinaus sind Forderungen aus Wertpapierverkäufen und Rückvergütungsansprüche aktiviert.
In den anderen Forderungen sind Börsensicherheiten in Höhe von TEUR 5.425 als Termingelder hinterlegt. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.
Die Schuldverschreibungen von anderen Emittenten belaufen sich auf TEUR 53.
Schuldverschreibungen i.H.v. TEUR 10 - vor Berücksichtigung des Value-at-Risk-Abschlages - sind im Jahr 2013 fällig. Der gesamte Bestand an Schuldverschreibungen ist börsennotiert.
Es handelt sich um eine Kundenforderung im Rahmen eines echten Wertpapierpensionsgeschäfts und um Forderungen aufgrund von Dienstleistungen im Rahmen der Kapitalmarktbetreuung.
Auf die Kundenforderung im Rahmen des Wertpapierpensionsgeschäfts wurde im Geschäftsjahr eine Abwertung i.H.v. TEUR 226 vorgenommen. Die zur Sicherheit übertragenen Wertpapiere reichten aufgrund gefallener Aktienkurse nicht aus, um den Wert der Forderung zu decken. Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.
Die Position beinhaltet vollständig abgeschriebene, nicht börsennotierte Wertpapiere des Anlagevermögens. Die Entwicklung der Wertpapiere des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.
Die Handelsaktiva beinhalten börsennotierte Wertpapiere in Höhe von TEUR 1.881. Ferner sind unrealisierte Gewinne aus Aufgabegeschäften in Höhe von TEUR 11 dem Handelsbestand zugeordnet.
Im Geschäftsjahr erfolgte eine Umgliederung aus dem Handelsbestand in das Anlagevermögen. Es handelt sich dabei um Wertpapiere ohne Umsätze und um Wertpapiere deren Gesellschaften zahlungsunfähig sind, so dass bei diesen Papieren die Absicht zur kurzfristige Veräußerung entfallen ist. Der Gesamtbetrag der umgegliederten Wertpapiere beträgt TEUR 5.
In dieser Position ist ein Anteil von TEUR 315 an Fremdwährungen enthalten.
Es handelt sich um eine Beteiligung an der nicht börsennotierten XCOM AG, Willich, in Höhe von TEUR 2.435. Die Gesellschaft hält mehr als 10 % der Stimmrechte. Darüber hinaus wurde am 27. März 2008 eine nicht börsennotierte Beteiligung an der SRH AlsterResearch AG, Hamburg, erworben. Die Gesellschaft hält 37,5 % der Stimmrechte. Das Eigenkapital der SRH AlsterResearch AG beträgt TEUR 7, der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR 19. Im Berichtsjahr wurde die Zuschreibung auf das aktuelle anteilige Eigenkapital von TEUR 3 vorgenommen.
Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.
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| Anschaffungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Vortrag 01.01.2012 Euro |
Zugänge Euro |
Abgänge Euro |
Stand 31.12.2012 Euro |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 512.325,60 | 5.065,12 | 0,00 | 517.390,72 |
| II. Beteiligungen | 2.457.978,91 | 0,00 | 0,00 | 2.457.978,91 |
| III. Anteile an verbundenen Unternehmen | 8.166.928,25 | 0,00 | 0,00 | 8.166.928,25 |
| IV. Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.448.638,26 | 59.343,91 | 170.095,89 | 1.337.886,28 |
| V. Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.369.557,05 | 82.035,14 | 536.403,21 | 1.915.188,98 |
| 14.955428,07 | 146.444,17 | 706.499,10 | 14 395373,14 |
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| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Vortrag 01.01.2012 Euro |
Abschreibungen Geschäftsjahr Euro |
Abgänge Euro |
Stand 31.12.2012 Euro |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 512.325,09 | 0,00 | 0,00 | 512.325,09 |
| II. Beteiligungen | 22.499,00 | 0,00 | 0,00 | 22.499,00 |
| III. Anteile an verbundenen Unternehmen | 8.131.427,70 | 3.885,11 | 0,00 | 8.135.312,81 |
| IV. Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.213.331,26 | 69.079,91 | 170.056,89 | 1.112.354,28 |
| V. Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.880.800,30 | 159.563,89 | 536.288,21 | 1.504.075,98 |
| 11.760.383,35 | 232.528,91 | 706.345,10 | 11.286.567,16 |
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| Kumulierte Zuschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Vortrag 01.01.2012 Euro |
Zuschreibungen Geschäftsjahr Euro |
Abgänge Euro |
Stand 31.12.2012 Euro |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| II. Beteiligungen | 0,00 | 2.651,38 | 0,00 | 2.651,38 |
| III. Anteile an verbundenen Unternehmen | 58.832,80 | 0,00 | 0,00 | 58.832,80 |
| IV. Immaterielle Vermögensgegenstände | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| V. Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 58.832,80 | 2.651,38 | 0,00 | 61.484,18 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2012 Euro |
31.12.2011 Euro |
|
| --- | --- | --- |
| I. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 5.065,63 | 0,51 |
| II. Beteiligungen | 2.438.131,29 | 2.435.479,91 |
| III. Anteile an verbundenen Unternehmen | 90.448,24 | 94.333,35 |
| IV. Immaterielle Vermögensgegenstände | 225.532,00 | 235.307,00 |
| V. Sachanlagen | ||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 411.113,00 | 488.756,75 |
| 3.170.290,16 | 3253877,52 |
Es werden Anteile an der MWB GmbH, Gräfelfing, gehalten. Im Geschäftsjahr wurde eine Abwertung in Höhe von TEUR 4 vorgenommen.
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| Verbundenes Unternehmen | MWB GmbH |
|---|---|
| Anteil am Kapital | 100 % |
| Höhe des Eigenkapitals | TEUR 90 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres 2012 | TEUR -4 |
Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagespiegel dargestellt.
Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen das Körperschaftsteuerguthaben (TEUR 649), den Aktivwert aus einer Rückdeckungsversicherung (TEUR 129) und den Anspruch auf Erstattung von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag (TEUR 6). Darüber hinaus betreffen sie die Kautionen für die Büroräume in Gräfelfing und Hamburg, für Räume in Frankfurt und die Kaution für die Johannesburg Stock Exchange (TEUR 19). Der Effekt aus der Abzinsung des Körperschaftssteuerguthabens ist in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten.
Es handelt sich im Wesentlichen um eine Vorauszahlung für die Neuzuweisung der Skontren, um abgegrenzte Provisionen aus Weiterbelastungen, Versicherungsbeiträge, Umlagevorauszahlungen, abgegrenzte Aufwendungen für eine Börsenveranstaltung und für Repräsentation sowie um vorausbezahlte Kosten für Informationsdienste und Zeitungsabonnements.
Erwerbskurs belief sich im laufenden Geschäftsjahr auf Euro 1,62, der durchschnittliche Verkaufskurs auf Euro 1,58.
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| 2012I | 2011 | |
|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände | TEUR 1.310 | TEUR 1.192 |
| Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden | TEUR 727 | TEUR 659 |
Aufgrund der durch das BilMoG geänderten Bewertungsgrundlagen wäre im Jahr 2010 eine Zuführung zur der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 87 erforderlich gewesen. Im Geschäftsjahr wurde jedoch wie im Vorjahr nur die Mindestansammlung von 1/15 des zuzuführenden Betrages als Aufwand (TEUR 6) erfasst.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten vor allem Verbindlichkeiten aus der Börsengeschäftsabwicklung für den Monat Dezember, Verbindlichkeiten aus Courtagen, Kursdifferenzen, Avalprovisionen und Dividendenverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten für Xetra-Gebühren.
Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.
In den Handelspassiva ist ein Anteil von TEUR 124 an Fremdwährungen enthalten.
Die Verbindlichkeiten resultieren aus Gehaltsverbindlichkeiten (TEUR 366), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 289) und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 84). Darüber hinaus beinhalten sie Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 96), Verbindlichkeiten für Umsatzsteuer (TEUR 4), Sozialversicherungsbeiträge für den Monat Dezember 2012 (TEUR 2) und Spesenabrechnungen von Mitarbeitern (TEUR 1).
Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.
Es handelt sich um abgegrenzte Erträge aus Designated Sponsor Verträgen, die die Monate Januar bis August 2013 betreffen.
Die anderen Rückstellungen von TEUR 548 beinhalten Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 140), Boni (TEUR 225) und Kosten für den Geschäftsbericht (TEUR 14). Darüber hinaus sind Rückstellungen für ausstehenden Urlaub (TEUR 84), die Rückstellung aufgrund von Aufbewahrungspflichten von Geschäftsunterlagen (TEUR 6), Beiträge zur Berufsgenossenschaft (TEUR 12), Umlagebeträge an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (TEUR 10), Mietnebenkosten (TEUR 6), die Kosten der WpHG-Prüfung (TEUR 13), die Kosten der Internen Revision (TEUR 24) sowie ausstehende Rechnungen und sonstige Posten (TEUR 14) enthalten.
Zur Sicherung gegen allgemeine Bankrisiken wurde gemäß § 340e Abs. 4 i. V. m. § 340g HGB im Jahr 2010 erstmalig ein Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" i.H.v. TEUR 1.132 gebildet. Im Vorjahr wurden 10 % des Nettoergebnisses aus dem Handelsbestand (TEUR 980) dem Sonderposten zugeführt und im Geschäftsjahr TEUR 712.
Das gezeichnete Kapital in Höhe von Euro 7.473.700,00 ist eingeteilt in 7.473.700 nennwertlose Aktien mit einem rechnerischen Wert von Euro 1,00. Sämtliche Aktien sind Inhaberaktien.
Am Bilanzstichtag befanden sich 276.123 eigene Aktien im Depot. Der Nennwert der eigenen Aktien wurde vom gezeichneten Kapital abgesetzt.
Aus der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 5.239 stammen TEUR 3.945 aus der im April 1999 durchgeführten Kapitalerhöhung der Gesellschaft im Rahmen des Börsengangs.
Im Rahmen der Verschmelzung mit der FAIRTRADE AG wurden im Jahr 2008 TEUR 1.294 in die Kapitalrücklage eingestellt.
Sie beinhalten die gesetzliche Rücklage (TEUR 307) und die anderen Gewinnrücklagen (TEUR 4.531). Die Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 4.589 sind um den Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennwert der eigenen Anteile und den ursprünglichen Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 81 gemindert. Die Rücklage für eigene Anteile, die im Jahr 2009 zu bilden war, wurde in Höhe von TEUR 34 mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Der Verlust aus der Veräußerung eigener Anteil in Höhe von TEUR 11 wurde von der Gewinnrücklage abgesetzt.
Am Bilanzstichtag befanden sich 276.123 eigene Aktien im Depot. Insgesamt wurden im Jahr 2012 167.425 Aktien gekauft und 5.002 Aktien verkauft. Der durchschnittliche Erwerbskurs belief sich im laufenden Geschäftsjahr auf Euro 0,95, der durchschnittliche Verkaufskurs auf Euro 1,13.
Die Käufe und Verkäufe wurden während des Geschäftsjahres wie folgt getätigt:
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| Kauf Stück | Verkauf Stück | |
|---|---|---|
| Januar | 300 | 5.000 |
| Februar | 0 | 0 |
| März | 1.728 | 0 |
| April | 4.367 | 0 |
| Mai | 61.660 | 0 |
| Juni | 30.088 | 0 |
| Juli | 2.862 | 0 |
| August | 14.448 | 0 |
| September | 25.369 | 0 |
| Oktober | 11.348 | 0 |
| November | 7.500 | 0 |
| Dezember | 7.755 | 2 |
| 167.425 | 5.002 |
Der Bestand an eigenen Aktien entspricht einem Nennwert von Euro 276.123. Dies wiederum entspricht 3,7 % am Grundkapital.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wurde in der Hauptversammlung vom 12. Juli 2010 ermächtigt, bis zum 11. Juli 2015 eigene Aktien zum Zwecke des Wertpapierhandels mit der Maßgabe zu erwerben, dass der Handelsbestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien 5 % des Grundkapitals am Ende eines jeden Tages nicht übersteigen darf.
Im Geschäftsjahr machte die Gesellschaft von ihrer Ermächtigung zum Erwerb eigener Anteile zum Zwecke des Wertpapierhandels Gebrauch.
Zum Bilanzstichtag ging die Gesellschaft schwebende Geschäfte in Form von Aufgabegeschäften für Kaufpositionen und Verkaufspositionen ein. Die Handelsvolumen belaufen sich auf TEUR 920 für Kauf- und TEUR 434 für Verkaufspositionen. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus diesen Positionen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Berücksichtigung eines Value at Risk-Abschlages im Ergebnis des Handelsbestands erfasst.
Im Zinsertrag sind verrechnete Aufwendungen und Erträge gemäß § 285 Abs. 25 HGB in Höhe von TEUR 8 enthalten. Diese ergeben sich aus Erträgen aus der Rückdeckungsversicherung von TEUR 46 und Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung von TEUR 38.
Die Provisionserträge beinhalten im Wesentlichen Courtageerträge (TEUR 4.935), Platzierungsprovisionen (TEUR 159), Provisionen aus Aktienlistings (TEUR 125), Erträge aus Dienstleistungen im Rahmen der Kapitalmarktbetreuung und aus Betreuungsverträgen im Rahmen der Tätigkeit als Designated Sponsor (TEUR 50) und Provisionen aus Geschäften mit institutionellen Kunden (TEUR 40).
Im Handelsergebnis sind laufende Erträge aus Aufgabegeschäften in Höhe von TEUR 34 enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung aufgrund einer KickBack-Vereinbarung (TEUR 99) und sonstige Weiterbelastungen (TEUR 117), Sachbezüge (TEUR 13) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 21).
Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Börsen-/ Bankenabwicklungsgebühren (TEUR 2.627), Kosten für Wertpapier-Informationsdienste (TEUR 1.336), EDV-Kosten (TEUR 855), XETRA-Gebühren (TEUR 727), Kosten für das Orderabwicklungs- und Handelsunterstützungssystem (TEUR 504), Kosten für das Handelssystem Max-One (TEUR 461), Internet- und Leitungskosten (TEUR 403), Raumkosten (TEUR 293), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 156), Kosten für Börsenzulassungen (TEUR 138), Kosten für Investor Relations und Werbung (TEUR 123), Buchführungskosten (TEUR 113) und Aktieneinführungsgebühren (TEUR 106).
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen mit TEUR 29 auf das erfolgswirksam vereinnahmte Körperschaftsteuerguthaben.
Zu Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt:
Herr Thomas Posovatz, München, Börsenmakler, Sprecher des Vorstands
Herr Herbert Schuster, Gauting, Börsenmakler
Herr Franz Christian Kalischer, Hamburg, Börsenmakler
Herr Detlef Lübbe, Norderstedt, Börsenmakler
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder beliefen sich auf TEUR 705 und setzen sich wie folgt zusammen:
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| Herr Thomas Posovatz | TEUR 159 |
| Herr Herbert Schuster | TEUR 180 |
| Herr Franz Christian Kalischer | TEUR 180 |
| Herr Detlef Lübbe | TEUR 186 |
Hierin sind geldwerte Vorteile z.B. für Dienstwagen in Höhe von TEUR 30 enthalten.
Herr Thomas Posovatz ist Mitglied des Aufsichtsrats der Bayerische Börse AG, München, und der XCOM AG, Willich (stellvertretender Vorsitzender).
Herr Franz Christian Kalischer ist Mitglied des Aufsichtsrats der SRH AlsterResearch AG, Hamburg.
Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten folgende Personen an:
Herr Dr. Ottheinz Jung-Senssfelder, Rechtsanwalt, Vorsitzender
Herr Dr. Thomas Ledermann, Rechtsanwalt, stellvertretender Vorsitzender
Herr Thomas Mayrhofer, Rechtsanwalt
Herr Michael Wilhelm, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater
Herr Uwe Didwischus, Bankdirektor der Norddeutschen Landesbank, Hannover
Herr Hagen-Christian Kümmel, Leiter Wertpapierhandel der Hamburger Sparkasse AG, Hamburg
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen TEUR 96.
Herr Dr. Ottheinz Jung-Senssfelder ist Mitglied des Aufsichtsrats folgender Gesellschaften:
Hypoport AG, Berlin (Vorsitzender)
BRANDAD Systems AG, Fürth (Vorsitzender)
Herr Thomas Mayrhofer ist Mitglied des Aufsichtsrats folgender Gesellschaften:
Primus Solutions AG, München (Vorsitzender)
Better Orange IR & HV AG, München
Group Seven AG, Schwaig
Conmit Wertpapierhandelsbank AG, Grünwald
BK Beteiligungen AG, München (Januar bis Oktober 2012)
Herr Dr. Thomas Ledermann ist Mitglied des Aufsichtsrats der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG, Hamburg.
Herr Michael Wilhelm ist stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Softing AG, München.
Herr Didwischus ist Mitglied des Aufsichtsrats der ConCardis GmbH, Frankfurt.
An die Sozietät Mayrhofer & Partner, München, deren Partner das Aufsichtsratsmitglied Herr Thomas Mayrhofer ist, wurde ein Honorar in marktüblicher Höhe von TEUR 4 für erbrachte Beratungsleistungen bezahlt.
Von der XCOM AG, Willich, wurden Dienstleistungen im Bereich des Rechnungswesens, der Geld- und Stückebuchhaltung, der § 9 Meldungen und des Betriebs und der Wartung der Systeme GsBuha und Tradix erbracht. Es wurde ein Honorar in marktüblicher Höhe von TEUR 612 bezahlt.
Von der BÖAG AG, Hamburg, wurde ein marktübliches Honorar für Dienstleistungen in Höhe von TEUR 220 bezahlt. Für erbrachte Dienstleistungen erhielt die mwb fairtrade AG ein Honorar in marktüblicher Höhe von TEUR 121.
Von der SRH Alster Research, Hamburg, wurden Dienstleistungen im Rahmen der Coverage Betreuung erbracht. Das marktübliche Honorar belief sich auf TEUR 39.
Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 11. Juli 2015 ein- oder mehrmalig auf den Inhaber lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennwert von bis zu TEUR 7.500 mit einer Laufzeit von längstens 20 Jahren zu begeben und den Inhabern der Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf neue Aktien der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt TEUR 1.619 zu gewähren.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juli 2010 um TEUR 1.619 bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen. Sie wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die bis zum 11. Juli 2015 begeben werden, von ihrem Wandel- bzw. Optionsrecht Gebrauch machen oder Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist von fünf Jahren nach Eintragung der Ermächtigung vom 27. Juli 2008 an, einmal oder mehrmals um bis zu TEUR 3.737 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen mit Gewinnberechtigung ab Beginn des im Zeitpunkt der Ausgabe laufenden Geschäftsjahres zu erhöhen.
Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrates hierfür das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre gemäß den gesetzlichen Bestimmungen ausschließen. Dies gilt insbesondere, sofern die Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an anderen Unternehmen erfolgt.
Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, um das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt TEUR 498 durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen zu einem Ausgabebetrag zu erhöhen, der den Börsenpreis der Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich unterschreitet.
Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter - ohne Vorstandsmitglieder - beträgt:
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| Büro Hamburg | 22 |
| Büro Gräfelfing | 13 |
| Büro Berlin | 8 |
| Büro Frankfurt | 7 |
| Büro Hannover | 4 |
Zum 31.12.2012 beschäftigte die Gesellschaft insgesamt 51 Mitarbeiter.
Die mwb fairtrade AG hält am Bilanzstichtag eine Beteiligung i.H.v. 12,4% an der XCOM AG mit Sitz in Willich. Nach dem aufgestellten Jahresabschluß beträgt deren Kapital TEUR 22.442, der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2012 belief sich auf TEUR 2.659.
Die Gesellschaft besaß am Bilanzstichtag 100 % der Anteile an der MWB GmbH mit Sitz in Gräfelfing. Deren Kapital beträgt TEUR 90, der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2012 belief sich auf TEUR 4. Auf die Anteile wurde eine Abwertung in Höhe von TEUR 4 vorgenommen.
Die Beteiligung an der SRH Alster Research AG mit Sitz in Hamburg betrug zum Bilanzstichtag 37,5 %. Deren Eigenkapital beträgt TEUR 7, der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2012 belief sich auf TEUR 19.
Die BÖAG Börsen AG, Hamburg, ist zu 24,46 % an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG beteiligt. Die FMNP Beteiligungs GmbH, Gräfelfing, hält 19,8 % der Anteile.
Die Posovatz Verwaltungs GbR, an der Herr Posovatz zu 50 % beteiligt ist, hält unmittelbar 6,4 % der Anteile an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.
Die Herren Kalischer und Lübbe halten jeweils 7,43 % der Anteile und Herr Mühlbauer 4,63 % der Anteile an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG. Die übrigen Gründungsmitglieder der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG halten zwischen 5 % und 10 % der Anteile.
Herr Schuster sowie die Aufsichtsratsmitglieder halten zum 31. Dezember 2012 keine Aktien der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.
Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige Verpflichtungen aus laufenden Mietverträgen, aus Verträgen mit Wertpapierinformationsdiensten, aus Verträgen bezüglich des Orderabwicklungs- und Handelsunterstützungssystems, aus Verträgen über Werbekampagnen und Leitungsnetzen in folgender Höhe und Fälligkeit:
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| fällig 2013 | TEUR 2.323 |
| TUSD 89 | |
| fällig 2014 | TEUR 394 |
| TUSD 66 | |
| fällig 2014 | TEUR 177 |
| TUSD 0 |
Im Geschäftsjahr fallen als Honorar für die Abschlussprüfung TEUR 97 und für andere Bestätigungsleistungen TEUR 4 an.
Die Finanzbuchhaltung ist an die Steuerberaterin Cornelia Blank, Fischbachau, ausgelagert. Die Firma XCOM AG erbringt Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Erstellung von Meldungen gemäß KWG und WpHG sowie der Geld- und Stückebuchhaltung. Die Interne Revision wurde ausgeführt von der Best Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Zweigniederlassung Hamburg.
Der Vorstand und Aufsichtsrat werden in der Hauptversammlung 2013 vorschlagen, keine Ausschüttung vorzunehmen und den zum 31. Dezember 2012 ausgewiesenen Bilanzverlust von TEUR 6.115 auf neue Rechnung vorzutragen.
Gräfelfing, den 23. März 2013
Thomas Posovatz
Herbert Schuster
Franz Christian Kalischer
Detlef Lübbe
Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, Gräfelfing, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
München, den 22. April 2013
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Pfeiffer, Wirtschaftsprüfer
Kühn, Wirtschaftsprüfer
mwb fairtrade
Wertpapierhandelsbank AG
Rottenbucher Straße 28
82166 Gräfelfing
Postfach 16 44 • 82158 Gräfelfing
Telefon +49 89 85852-0
Fax +49 89 85852-505
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