AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Annual Report May 29, 2012

4542_rns_2012-05-29_20e046f7-a74d-4327-8632-9f83b0efb872.html

Annual Report

Open in Viewer

Opens in native device viewer

mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Gräfelfing

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Geschäftsbericht 2011

Auf einen Blick

scroll

mwb fairtrade 2011 2010 +/-

in %
Provisionsüberschuss TEUR 3.796 TEUR 3.630 +5
Handelsergebnis TEUR 9.796 TEUR 11.323 -13
Personalaufwand TEUR 5.479 TEUR 5.498 0
Andere Verwaltungsaufwendungen TEUR 10.044 TEUR 9.919 +1
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken" TEUR -1.890 TEUR 42 -4.600
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit TEUR -2.870 TEUR -1.091 -163
Jahresfehlbetrag TEUR -2.837 TEUR -1.062 -167
Bilanzsumme TEUR 19.704 TEUR 22.409 -12
Eigenkapital TEUR 15.002 TEUR 17.961 -16
Ergebnis je Aktie € -0,25* € 0,01* -2.600
Mitarbeiter 61 62 -2

* Ergebnis je Aktie vor der Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken"

Die Gesellschaft

mwb fairtrade

Wertpapierhandelsbank AG

Rottenbucher Straße 28

82166 Gräfelfing

Telefon +49 89 85852-0

Fax +49 89 85852-505

www.mwbfairtrade.com

Amtsgericht München HRB 123141

Wertpapierkennnummer mwb fairtrade-Aktie: 665610

Börsenzulassungen

Börse München
Börse Berlin
Frankfurter Wertpapierbörse
Börse Hamburg
Börse Hannover
Börse Düsseldorf
Börse Stuttgart
Tradegate Exchange

Mitglied im Bundesverband der Wertpapierfirmen e.V.

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr 2011 hat endgültig den Beweis angetreten, dass die Börsenregeln aus dem 20. Jahrhundert überholt sind. Die einzig noch gültige Regel scheint zu lauten, dass es keine Regeln mehr gibt. Wohl niemand hätte im Frühling vorhergesehen, wie schnell der lang erhoffte Börsenaufschwung wieder in eine handfeste Euro- und Staatsschuldenkrise übergehen würde. Auch wir von der mwb fairtrade waren nach einem sehr guten 1. Quartal 2011 überrascht von der plötzlichen Trendwende - so wie fast alle Finanzmarkt-Experten, die für das Jahr einen satten DAX-Zuwachs erwarteten. Dagegen lautete das Fazit nach zwölf Monaten: DAX minus 15 Prozent und TecDAX minus 19,5 Prozent.

In der Diskussion über die Verschuldung Griechenlands und die Höhe des Euro-Rettungsschirms ging völlig unter, dass es sich um eine Systemkrise handelt, die bereits vier Jahre andauert. Die Subprimekrise in den Jahren 2008 und 2009 führte direkt in die hohe Staatsverschuldung und diese wiederum zur Euroschwäche. Von der drohenden Zahlungsunfähigkeit der USA im Sommer 2011 ganz zu schweigen. Das Hauptproblem an einer solch lang anhaltenden Krise ist der zunehmende Vertrauensverlust. So kam es, dass die Umsätze an den deutschen Börsen im 3. und 4. Quartal 2011 noch stärker zurückgingen als 2008, dem Jahr der Lehman-Insolvenz. Die Tatsache, dass Privatanleger sich nahezu vollständig aus Aktieninvestments zurückzogen, verdient hier kaum noch eine Erwähnung. Für uns als Wertpapierhandelsbank ergab sich also das denkbar schlechteste Szenario.

Wertpapierhandel stark rückläufig

Die unglücklichen Rahmenbedingungen bescherten der gesamten Branche schwache Bilanzen. Verantwortlich dafür war der massive Einbruch im Wertpapierhandel. Er senkte unseren Handelsertrag um ganze 13 Prozent. Dagegen blieb das Provisionsergebnis wegen der hohen Volatilität der Börsen stabil. In unserem zweiten Geschäftsbereich, der Kapitalmarktberatung, gab es bis auf zwei Mittelstandsanleihe-Emissionen ebenfalls kaum Bewegung. Dies alles führte bei ungefähr gleich gebliebenen Kosten unter dem Strich zu einem negativen Saldo. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit lag vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken bei TEUR -1.890. Hierbei muss allerdings berücksichtigt werden, dass in diesem Betrag eine Abschreibung auf Forderungen gegenüber Kunden enthalten ist. Sie schmälert das Jahresergebnis um TEUR 550.

Zuführung zum Sonderposten

Wie schon 2010, war unsere Gesellschaft gezwungen, zehn Prozent des Handelsergebnisses dem sogenannten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" zuzuführen. Dieser Sonderposten zählt zwar zum aufsichtsrechtlichen Kapital der mwb fairtrade, wirkt sich aber ergebnismindernd aus. Mit der erzwungenen Einstellung möchte der Gesetzgeber das Eigenkapital von Finanzdienstleistern stärken, um sie weniger krisenanfällig zu machen. Eine ehrenwerte Absicht, die allerdings Aufgabe und Geschäftszweck einer Wertpapierhandelsbank völlig verkennt. Wir sind keinesfalls ein Risikofaktor in der Bankenwelt und wirken eher stabilisierend für die Märkte. Fakt ist jedenfalls, dass die Zuführung zum Sonderposten unser Jahresergebnis um weitere TEUR 980 schmälerte.

Insgesamt lag das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit damit bei TEUR -2.870. Der entsprechende Jahresfehlbetrag führte naturgemäß zu einem Rückgang der Liquidität und des Eigenkapitals. Trotz einer nach wie vor stabilen Eigenkapitalausstattung halten wir es für angemessen, keine Dividende für das Geschäftsjahr 2011 auszuschütten. Wir bitten Sie, sehr verehrte Aktionäre, um Verständnis dafür, dass wir die Substanz unseres Unternehmens angesichts der Marktlage nicht zusätzlich schwächen wollen.

Aktienkurs gibt nach

Nach einer leichten Erholung unseres Wertpapiers bis zum Juni 2011 brach der Kurs in den Folgemonaten regelrecht ein. Der Schlusskurs von EUR 1,16 zum 31. Dezember 2011 markierte den niedrigsten Wert der mwb fairtrade-Aktie seit Anfang 2003. Die Ursachen sind schnell gefunden: Nach der Berg- und Talfahrt der Finanzmärkte schrecken Anleger davor zurück, in Unternehmen zu investieren, die so stark von Marktschwankungen abhängen. Ein wirklich substanzieller Wertzuwachs unserer Aktie ist erst dann möglich, wenn sich die Finanzmärkte weiter beruhigen und nicht alle drei Monate über neue Krisenszenarien diskutiert wird. Das zeigte sich überdeutlich im 1. Quartal 2012, in dem eine DAX-Performance von über 17 Prozent so gut wie keine Auswirkung auf unseren Aktienkurs hatte.

Dabei gibt es gute Gründe, die für unser Unternehmen sprechen: Mit derzeit über 20.000 betreuten Orderbüchern gehören wir zu den größeren Skontroführern in Deutschland. Wir sind an allen wichtigen Börsenplätzen vertreten und spielen vor allem in München, Hamburg und Berlin eine führende Rolle. Am Standort Frankfurt haben wir die Umstellung auf das neue Handelssystem Xetra 2 gut gemeistert. Der Wechsel wird mittelfristig zu einer Marktbereinigung führen, aus der nur Firmen mit viel Eigenkapital - wie die mwb fairtrade - als Sieger hervorgehen. Und schließlich spricht für unser Unternehmen das Kostenmanagement: Es zeichnet sich seit Jahren durch Vernunft und Sparsamkeit aus.

Kosten bleiben stabil

So ist es auch 2011 gelungen, die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stabil zu halten. Sie beliefen sich auf TEUR 15.523. Nur rund ein Drittel davon entfielen auf Personalkosten, die mit TEUR 5.479 ebenfalls fast unverändert blieben. Die Transaktionskosten bilden einen wesentlichen Teil der Anderen Verwaltungsaufwendungen. Sie bewegten sich auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr, weil die Volatilität insbesondere in den Monaten März und August enorm hoch war. Denn nicht das Handelsvolumen allein, sondern jede Kauf- und Verkaufsorder bestimmen unsere Kosten. An dieser Position lässt sich also wenig ändern, wogegen wir in vielen anderen Bereichen Synergieeffekte heben konnten. Besonders in der Verwaltung und in der Zusammenarbeit unserer Niederlassungen hat sich das bemerkbar gemacht.

Insgesamt beschäftigten wir an unseren fünf Standorten in Hamburg, Hannover, Frankfurt, Berlin und Gräfelfing 62 Mitarbeiter. Jedem einzelnen von ihnen ist es zu verdanken, dass wir im Jahr 2011 trotz eines dramatischen Börsenbebens mit einem blauen Auge davongekommen sind. Es war viel Geduld und Können notwendig, um die Herausforderungen der letzten Monate zu überstehen. Daher gebührt auch den Kollegen vom Aufsichtsrat unser Dank. Sie haben uns immer wieder Mut gegeben und wertvolle Ratschläge erteilt. Auch Sie, unsere treuen Aktionäre, haben uns motiviert. Nicht zuletzt in Ihrem Interesse setzen wir alles daran, so schnell wie möglich wieder an alte Erfolge anzuknüpfen. Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen!

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Posovatz, Sprecher des Vorstands

Detlef Lübbe

Vorstand für Skontroführung HH/H, Institutionelles Vermittlungsgeschäft

Franz Christian Kalischer

Vorstand für Wertpapierabwicklung, Personal, Organisation, EDV und Controlling

Herbert Schuster

Vorstand für Skontroführung M/F/B, Kapitalmarktdienstleistungen, Beteiligungen

Thomas Posovatz

Vorstand für Investor Relations, Kommunikation, Finanzen und Rechnungswesen

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2011 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war von Vertrauen geprägt. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand regelmäßig beraten und seine Tätigkeit sorgfältig überwacht. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat über die Unternehmensplanung, die Geschäftsentwicklung, die strategische Weiterentwicklung, das Risikomanagement sowie alle wichtigen Geschäftsvorfälle der Gesellschaft regelmäßig schriftlich und mündlich berichtet. Entscheidungen von grundlegender Bedeutung sind mit dem Aufsichtsrat besprochen und ihm zur Zustimmung vorgelegt worden.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr 2011 fanden vier Aufsichtsratssitzungen am 7. Februar, 16. Mai, 09. August und 16. November 2011 statt. Ein Beschluss wurde am 11. Januar 2011 im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst.

Gegenstand jeder Aufsichtsratssitzung waren die aktuelle geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft und wichtige Geschäftsvorfälle. Soweit bei der Gesellschaft zustimmungsbedürftige Geschäfte anfielen, wurde der Aufsichtsrat hierüber vom Vorstand rechtzeitig in Kenntnis gesetzt und hat nach eigener Prüfung der Entscheidungsgrundlagen über die Zustimmung Beschluss gefasst.

Darüber hinaus war Gegenstand der Aufsichtsratssitzung vom 07. Februar 2011 die Vorlage und Erläuterung der Jahresplanung 2011 sowie die Diskussion über die Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Gesellschaft.

In der Aufsichtsratssitzung vom 16. Mai 2011 wurde insbesondere der Jahresabschluss 2010 besprochen und vom Aufsichtsrat festgestellt. Gegenstand der Aufsichtsratssitzung war des Weiteren die Diskussion über die Weiterentwicklung der Gesellschaft und die Diskussion über die Geschäftsstrategie der Gesellschaft. Außerdem wurde der Bericht über die Tätigkeit der internen Revision besprochen.

In der Aufsichtsratssitzung vom 09. August 2011 wurde die strategische Ausrichtung der Gesellschaft besprochen. Außerdem wurde der Bericht über die Prüfung des Wertpapierdienstleistungsgeschäfts nach § 36 WpHG behandelt.

Wesentlicher Gegenstand der Aufsichtsratssitzung vom 16. November 2011 war die Diskussion über die weitere strategische Ausrichtung der Gesellschaft, die Fortschritte bezüglich des Neuaufbaus der Compliance bei der Gesellschaft und der aktuelle Stand greenmarket.

Mit Umlaufbeschluss vom 11. Januar 2011 stimmte der Aufsichtsrat der geplanten Aufnahme des Handels mit CO2-Emissionsrechten zu.

Prüfungsausschuss

Die Arbeit des Aufsichtsrats wurde durch den Prüfungsausschuss unterstützt. Der Prüfungsausschuss hat im Geschäftsjahr 2011 eine Sitzung im Wege einer Telefonkonferenz abgehalten. Schwerpunkt seiner Arbeit war die Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und die Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2012. Weitere Themen waren die Risikoberichte gemäß MaRisk AT 4.3.2. Nr. 6 und das Risikomanagementsystem der Gesellschaft, die Berichterstattung der internen Revision sowie die Weiterentwicklung des Compliance-Systems. Der Prüfungsausschuss hat sich außerdem mit der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer befasst und dem Plenum einen Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2012 unterbreitet.

Jahresabschluss

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2011 einen Bilanzverlust in Höhe von € 2,4 Mio. erlitten. Das Provisionsergebnis ist erheblich hinter den Planungen zurückgeblieben. Gründe für die Zielverfehlung waren der Umsatzeinbruch im Retailgeschäft in Deutschland, insbesondere ab dem zweiten Quartal 2011, sowie die generell schwindende Bedeutung der Maklercourtage. Auch das Handelsergebnis blieb hinter den Erwartungen zurück. Gründe für die Zielverfehlung waren insbesondere der Umsatzeinbruch in der Skontroführung sowie als Folge der internationalen Schuldenkrise immer schwerer einzuschätzende heftige Kursbewegungen an den Aktienmärkten.

Das Kapitalmarktgeschäft entwickelte sich nicht wie erwartet. Der IPO-Markt kam im Geschäftsjahr 2011 fast vollständig zum Erliegen. Das Mittelstandsanleihesegment hat sich besonders im zweiten Halbjahr schleppend entwickelt.

Der Abschlussprüfer hat dem Jahresabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Dieser Abschluss und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben dem Prüfungsausschuss und anschließend dem Aufsichtsrat vorgelegen. Sie wurden in einer gemeinsamen Sitzung am 02. Mai 2012 von Aufsichtsrat und Vorstand im Beisein des Wirtschaftsprüfers erörtert. Sämtliche Fragen des Aufsichtsrats wurden eingehend beantwortet. Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat erhebt in Übereinstimmung mit der Empfehlung des Prüfungsausschusses nach eigener Prüfung keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für ihre Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Dank aus.

Gräfelfing, den 02. Mai 2012

Für den Aufsichtsrat

Dr. Ottheinz Jung-Senssfelder, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Lagebericht

der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Das wirtschaftliche Umfeld im Geschäftsjahr 2011

In der Regel folgt an der Börse auf Krisen immer eine Phase des Aufschwungs. Seit rund einem Jahrzehnt gilt dieses Gesetz nicht mehr. Die Börsen und das Finanzsystem werden in immer kürzeren Intervallen erschüttert. Zum Jahresende 2009 schien man sich von den Folgen der Subprime-Krise erholt zu haben, doch schon im Frühjahr 2010 brach als Spätfolge eine Schulden- und Währungskrise über Europa herein. Die schnell eingeleiteten Maßnahmen, unter anderem in Form des EFSF-Rettungsschirms, hielten gerade einmal 15 Monate vor. Mit einer Geschwindigkeit und Wucht, die so niemand erwartet hätte, flammte die Schuldenkrise im Sommer 2011 wieder auf. Plötzlich ging es um den Fortbestand der gesamten Eurozone und in den USA wurde gar über die Zahlungsunfähigkeit der größten Volkswirtschaft der Erde spekuliert.

Alle optimistischen Prognosen für 2011 waren schon im ersten Quartal überholt. Der März stand ganz im Zeichen der Atomkatastrophe in Japan, die zu hohen Kursverlusten und extremer Nervosität an den internationalen Börsen führte. Als die Indizes sich wieder einigermaßen erholt hatten, verschärfte sich erneut die Diskussion um den Fortbestand der Euro-Währung. Ausgelöst wurde sie vom Downgrading der Bonität ganzer Staaten durch die drei großen Rating-Agenturen Fitch, Moody's und Standard & Poor's sowie die fortgesetzten Angriffe von Spekulanten auf die europäische Währung. Im August verlor der Dax innerhalb weniger Handelstage rund 20 % und büßte damit die Gewinne aus dem Jahr 2010 vollständig ein. Es folgte eine Phase großer Nervosität. Trotz robuster wirtschaftlicher Rahmendaten in Deutschland flüchteten Anleger aus dem Euro, aus Aktien und Investmentfonds. Das Kapital wanderte unter anderem in niedrig verzinste, aber als sicher betrachtete Bundesanleihen, Gold und Immobilien. Am Ende des Jahres stand der DAX mit 14,7 % im Minus, der TecDAX mit 19,5 %. Viel schwerer wog jedoch der Vertrauensverlust. Wer Anfang 2011 auf ein gutes Börsenjahr gesetzt hatte, wurde abermals enttäuscht.

Für die Finanzdienstleister bedeuteten diese Ereignisse eine Zäsur. Angefangen bei der Europäischen Zentralbank, die mit dem massiven Ankauf italienischer und spanischer Staatsanleihen eher ungewöhnlich vorging, bis hin zur Deutschen Bundesbank, die ihre ureigene Aufgabe der Inflationsbekämpfung aufgab, verloren nahezu alle Akteure am Markt ihr Renommee. Die Gläubigerbanken Griechenlands wurden quasi gezwungen, sich an einem Schuldenschnitt zu beteiligen. Versicherungen und Pensionskassen mussten hohe Abschreibungen auf Staatsanleihen südeuropäischer Euro-Länder vornehmen. Und ganz am Ende der Kette standen die Wertpapierhändler, die mit den extremen Marktgegebenheiten leben mussten. Für unsere Branche brachte vor allem das 2. Halbjahr 2011 eine dramatische Entwicklung mit sich. Die Börsenumsätze fielen noch tiefer als im Krisenjahr 2008, in dem die Großbank Lehman Brothers Inc., Insolvenz anmeldete. Die verschlechterten Handelsmöglichkeiten hinterließen auch bei der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ihre Spuren. Nach einem guten 1. Quartal verzeichnete die Gesellschaft insgesamt ein negatives Jahresergebnis, das durch die "Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken" wiederum zusätzlich belastet wurde.

Die rechtliche und organisatorische Struktur der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Die 1993 gegründete mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist ein Kreditinstitut im Sinne des KWG (Gesetz über das Kreditwesen). Neben der Erlaubnis für das Finanzkommissionsgeschäft, für das Emissions- und Platzierungsgeschäft verfügt die Gesellschaft über die Erlaubnis zur Anlage- und Abschlussvermittlung, zur Anlageberatung- und -verwaltung sowie zum Eigenhandel und Eigengeschäft. Sie kann ihre Geschäftstätigkeit auch auf finanzinstrumentähnliche Börsengüter und andere Geschäftsfelder erweitern, die von Wertpapierdienstleistungsunternehmen wahrgenommen werden, soweit keine Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz erforderlich ist. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG unterliegt der Aufsicht der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) sowie der Deutschen Bundesbank.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG mit Sitz in Gräfelfing hat vier unselbstständige Niederlassungen in Hamburg, Hannover, Frankfurt und Berlin. Die Aktivitäten der Gesellschaft konzentrieren sich auf die beiden Geschäftsbereiche "Wertpapierhandel" und "Kapitalmarkt". Die Aktie der Gesellschaft wird im Freiverkehr der Börse München im Qualitätssegment m:access gehandelt.

1. Der Geschäftsverlauf der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Die insgesamt schwache Umsatztätigkeit an den deutschen Börsen in 2011 wirkte sich unmittelbar auf das Kerngeschäft der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG aus. Der Wertpapierhandel war stark rückläufig und führte zu einem entsprechend geringeren Handelsergebnis. Durch die häufigen und teils starken Kursschwankungen im Jahresverlauf und insbesondere im März und August reichte das Transaktionsvolumen jedoch aus, um zumindest ein zufriedenstellendes Provisionsergebnis zu erwirtschaften. Die hohe Volatilität hatte aber auch ihre Schattenseiten: Sie verstärkte die Angst der Anleger vor einem nahezu unberechenbaren Börsengeschehen. Am Kapitalmarkt selbst bewegte sich so gut wie nichts: Geplante Börsengänge wurden entweder verschoben oder gleich ganz abgesagt und nur wenige Gesellschaften trauten sich an das Thema Kapitalerhöhung heran. Das bedeutet, dass die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im Kapitalmarktgeschäft einen noch geringeren Ergebnisbeitrag erzielte als 2010. Die Skontroführung blieb der zentrale Geschäftsbereich, wobei die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ihre führende Rolle in diesem Segment behaupten konnte.

Negatives Ergebnis drückt den Aktienkurs

Selbst mit strenger Kostendisziplin ist es der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG aber nicht gelungen, ein positives Jahresergebnis zu erzielen. Dies ist einerseits dem Umfeld geschuldet, auf der anderen Seite wirkte sich aber auch die jährliche Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken" ergebnismindernd aus. Nimmt man jetzt noch die politischen Faktoren hinzu, etwa die Diskussion über die Einführung einer Finanztransaktionssteuer und die allgemeinen Vorbehalte gegenüber der Finanzbranche, dann ist es verständlich, dass die Aktie der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG auf den tiefsten Stand seit Frühjahr 2003 gefallen ist. Das Wertpapier notierte am 31. Dezember 2011 bei EUR 1,16 gegenüber EUR 1,99 zu Jahresbeginn -bei einem Höchststand von EUR 2,47 im Juni. Erst Anfang 2012 erholte sich der Kurs der mwb fairtrade-Aktie im Zuge des allgemeinen Börsenaufschwungs wieder.

Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG war im Jahr 2011 in zwei Geschäftsbereichen aktiv. Der erste Bereich "Wertpapierhandel" umfasst die Skontroführung in Aktien, offenen Investmentfonds und Rentenpapieren, außerdem Sales & Execution für institutionelle Kunden sowie Orderausführung für Kreditinstitute. Mit dem Wertpapierhandel erwirtschafteten wir im vergangenen Jahr fast den kompletten Ertrag in Höhe von TEUR 13.592. Lediglich 0,5 % kamen aus dem zweiten Geschäftsbereich "Kapitalmarkt" dazu. Die Emissionsberatung und -begleitung sowie Listings und Designated Sponsoring verloren im Zuge der Schulden- und Währungskrise also weiter an Bedeutung.

Wertpapierhandel

Skontroführung in Aktien

Die Aktien-Skontroführung blieb auch im Jahr 2011 das wichtigste Geschäftsfeld der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG. Die Erträge lagen mit TEUR 7.054 in etwa auf Höhe des Vorjahres (TEUR 7.269). Das entspricht etwas mehr als der Hälfte des gesamten Provisions- und Handelsergebnisses. Die stabile Entwicklung ist vor allem auf die Volatilität an den Aktienmärkten zurückzuführen und nicht auf eine Zunahme der betreuten Orderbücher. Diese gingen im Gegenteil zurück - von 7.196 auf 6.520 zum 31. Dezember 2011. Einer der Gründe dafür ist die kommende Schließung des Marktsegments First Quotation Board an der Frankfurter Wertpapierbörse. Dieses sogenannte "Einstiegssegment" bot kleineren Unternehmen die Möglichkeit, unterhalb des Entry Standard auf unbürokratischem Weg eine Börsennotierung zu erhalten. Der kaum regulierte Zugang erwies sich jedoch als Einfallstor für eine Reihe schwarzer Schafe, so dass die Frankfurter Börse zum 1. Juli 2012 eine Marktbereinigung vornimmt und das First Quotation Board aufgibt.

Einen konsequenten Paradigmenwechsel wagten die Frankfurter auch in einem anderen Zusammenhang: Im Mai 2011 wurde die gesamte Skontroführung vom Parkett auf das elektronische Handelssystem Xetra 2 migriert. Hiervon verspricht sich die größte deutsche Börse mehr Konkurrenzfähigkeit und Transparenz im Handel. Die Aufgabe des Skontroführers bleibt im Prinzip bestehen, allerdings passt man sich mit der neuen Namensgebung "Spezialist" an den us-amerikanischen Sprachgebrauch an. Die Spezialisten fungieren nicht mehr nur als Makler, sondern müssen hauptsächlich für die Liquidität und jederzeitige Handelbarkeit der betreuten Titel sorgen. Im Zuge dessen wurde die bisherige Courtage durch eine performanceabhängige Vermittlungsgebühr ersetzt.

Die etwas veränderte Aufgabenstellung fordert von den Spezialisten eine solide Eigenkapitalausstattung. Das sieht auch die Deutsche Börse so, die möglichst finanzstarke Wertpapierhändler in ihren Reihen haben möchte. Eine Konsolidierung des Marktes wird deshalb von den Verantwortlichen bewusst vorangetrieben. Zum Beispiel, indem die technischen Anforderungen und die Performancekriterien im Jahr 2012 nochmals verschärft werden. Für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist das einen klarer Vorteil, da wir zu den kapitalstärkeren Unternehmen am Börsenplatz gehören und auch personell besser aufgestellt sind als viele Mitbewerber.

Skontroführung in festverzinslichen Wertpapieren

Mit 8.706 betreuten Rentenskontren stellte die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG 2011 eine neue Rekordmarke auf. An den Regionalbörsen Berlin, Hamburg und Hannover florierte der Handel mit festverzinslichen Wertpapieren -insbesondere Bundesanleihen - da Anleger ihre Aktiendepots und Fondsanteile in sicher verzinste Papiere umschichteten. Die Erträge aus dem Rentenhandel lagen wie im Vorjahr bei TEUR 1.612. Entsprechend bleib auch der Anteil am Provisionsergebnis mit 20 % stabil. Der Beitrag zum Handelsergebnis erreichte ebenfalls stabile 9 %.

Skontroführung in offenen Investmentfonds

Der Zukunftsmarkt "börsengehandelte Investmentfonds" entwickelte sich 2011 unterdurchschnittlich. Viele Privatanleger zogen sich aus ihren Fondsinvestments zurück und schichteten in andere Assetklassen um. So kam es, dass die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG - trotz eines Zugewinns an Skontren - in diesem Geschäftsfeld ein niedrigeres Ergebnis erzielte. An den Börsen München und Hamburg sowie der Tradegate Exchange in Berlin erwirtschaftete die Gesellschaft aus 5.295 Orderbüchern rund TEUR 2.310. Das entsprach einem Rückgang von TEUR 500 gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt leistete der Fondshandel einen Beitrag von 17 % zum gesamten Wertpapierhandel, bzw. 10 % des Provisions- und 20 % des Handelsergebnisses. Bereits zum Jahresanfang 2012 zeichnete sich allerdings ab, dass der Fondshandel in Folge der allgemeinen Börsenerholung wieder eine größere Rolle spielen wird.

Wünschenswert bleibt aber die Einbeziehung des Fondshandels in die Best Execution Betrachtung innerhalb der MiFID, die in diesem Jahr eine Überarbeitung erhält. Dies dürfte den Handel von offenen Investmentfonds über die Börse deutlich befördern.

Sales und Orderausführung

Dieses Geschäftsfeld umfasst den Wertpapierhandel im Auftrag von institutionellen Kunden sowie die Orderausführung für Banken. Hier konnte sich die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im vergangenen Jahr erfolgreich behaupten und erzielte ein besseres Ergebnis als 2010. In absoluten Zahlen bedeutete das einen Anstieg um TEUR 400 auf TEUR 2.644. Der Anteil am Provisionsergebnis stieg auf 12 % und derjenige am Handelsergebnis auf 22 %. Wegen des häufigen Kundenwunsches nach einer Nettoabrechnung für ausgeführte Orders fällt die Entlohnung für diese Dienstleistung mehrheitlich als Handelsergebnis an. Bezogen auf den Geschäftsbereich Wertpapierhandel erwirtschafteten wir mit Sales und Orderausführung rund ein Fünftel des Ertrags.

Kapitalmarkt

Emissionsberatung und Listings

In Anbetracht des unsicheren Marktumfelds gab es 2011 sehr wenige Emissionen in Deutschland. Eine der wenigen Ausnahmen bildete die Emission einer 25 Millionen Euro Anleihe der BKN biostrom AG an der "Mittelstandsbörse Deutschland". Für diese Transaktion zeichnete die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ebenso verantwortlich wie für das Listing der Albis Leasing AG in diesem Spezialsegment der Börse Hamburg. Die beiden Mandate markierten den erfolgreichen Start in ein neues Geschäftsfeld: die Emission von sogenannten "Mittelstandsanleihen" als Alternative für die Unternehmen zur Fremdfinanzierung über Banken. Auch in der Zukunft werden solche eher geringmargigen Kapitalmarkt-Dienstleistungen für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im Fokus stehen. Denn eine nachhaltige Erholung am Kapitalmarkt ist derzeit nicht in Sicht. Es ist aber anzunehmen, dass dieser Geschäftsbereich im Jahr 2012 weiterhin eine untergeordnete Rolle spielen wird.

Designated Sponsoring

Zusammen mit der eigenen Aktie betreute die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im vergangenen Geschäftsjahr 17 Designated-Sponsoring-Mandate. Für diese Wertpapiere gilt es, als Liquiditätsspender die jederzeitige Handelbarkeit im elektronischen Handelssystem Xetra zu sichern. Das Kursrisiko trägt hier allein der Designated Sponsor. Infolge des schlechten Marktumfelds ist es 2011 nicht gelungen, in diesem Geschäftsfeld einen nennenswerten Ergebnisbeitrag zu erzielen.

2. Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2011

Wie alle Wertpapierhandelsbanken litt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ab dem 2. Halbjahr 2011 unter der Eskalation der europäischen Schuldenkrise. Das Jahresergebnis fiel entsprechend negativ aus, blieb aber - dank unserer Kostendisziplin - in einem vertretbaren Rahmen. Vor Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken" belief es sich auf TEUR -1.890. Das bedeutete einen deutlichen Rückgang um TEUR 1.931 gegenüber dem leicht positiven Ergebnis des Vorjahres. Das Ergebnis je Aktie vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken lag bei EUR -0,26 (Vorjahr: EUR 0,01). Nach der Einstellung in den Fonds für allgemeine Bankrisiken verringerte sich das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit nochmals um TEUR 980 auf TEUR -2.870. Im Jahr 2010 lautete die Vergleichszahl TEUR -1.091. Dementsprechend verschlechterte sich auch die Cost-Income-Ratio, die das Verhältnis von Aufwand und Ertrag widerspiegelt. Sie stieg um 11 % auf 113 % und erreichte damit wieder das Niveau von 2009.

Der vorliegende Geschäftsbericht ist nach den Vorschriften des HGB erstellt und daher vollständig mit dem AG-Jahresabschluss vom 31. Dezember 2010 vergleichbar. Da unsere 100 %-ige Tochter MWB GmbH keinen operativen Geschäftsbetrieb hat, wurde kein Konzernabschluss erstellt. Es werden die Vorschriften des Bilanzrechts-Modernisierungsgesetzes (BilMoG) angewandt, die für sämtliche Bilanzabschlüsse ab dem Geschäftsjahr 2010 gelten.

Provisionsergebnis

Starke Kursschwankungen verbunden mit hohen Umsätzen führen in der Regel dazu, dass Skontroführer höhere Provisionen erzielen. Dies war auch 2011 der Fall. Die zwei Ertragsspitzen im März und August, die der extremen Nervosität an den Börsen geschuldet waren, sorgten für einen Anstieg des Provisionsergebnisses auf TEUR 3.796. Zu dem 5 %-igen Plus gegenüber 2010 trug auch die erfreuliche Entwicklung im Bereich Sales und Orderausführung bei.

Einen positiven Einfluss hatte auch die schnelle Anpassung an das neue Vergütungsmodell der Börse Frankfurt. Mit der performanceabhängigen Vergütung konnte die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG den Wegfall der Courtage zum Teil kompensieren. Die erfreuliche Provisionsentwicklung dürfte sich 2012 fortsetzen. Schon in den ersten Wochen des neuen Jahres legte die Aktivität an allen deutschen Börsen zu und mit einer Beruhigung der Wertpapiermärkte dürfte sich die Situation nach dem Staatsschuldenkrisenjahr 2011 wieder verbessern.

Handelsergebnis

Der zurückliegende Berichtszeitraum war mit wenigen Ausnahmen geprägt von äußerst schwachen Wertpapierumsätzen. Dieses Umfeld bescherte der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG einen Rückgang beim Handelsergebnis. Es belief sich auf TEUR 9.796 gegenüber TEUR 11.323 im Vorjahr. Das Minus von 13 % ist der Grund, warum sich die Relation zum Provisionsergebnis im Gegensatz zum Trend der letzten Jahre leicht zugunsten des Provisionsergebnisses verschoben hat. Das Verhältnis von Handels- zu Provisionsergebnis lag in 2011 bei 72 % zu 28 %, in 2010 bei 75 % zu 25 %. Das dürfte aber nur eine Momentaufnahme sein, denn für 2012 zeichnet sich ein höheres Handelsvolumen ab und entsprechend der Entwicklung beim Provisionsergebnis auch beim Handelsergebnis eine deutliche Verbesserung gegenüber 2011.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

In den vergangenen Monaten entstanden messbare Synergieeffekte zwischen den einzelnen Einheiten der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG. Dadurch blieben die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sehr stabil. Der minimale Anstieg um TEUR 106 auf TEUR 15.523 ist nicht auf die Personalkosten, sondern auf die Anderen Verwaltungsaufwendungen zurückzuführen, die sich auf TEUR 10.044 (Vorjahr: TEUR 9.919) beliefen. Dabei stiegen insbesondere aufgrund der Ertragsspitzen im März und August die umsatzabhängigen Kosten für die Nutzung der Börsensysteme und die Wertpapierabwicklung an. Für 2012 sind keine wesentlichen Kostensteigerungen zu erwarten, mit Ausnahme der rein handelsabhängigen Transaktions- und Systemkosten.

Nahezu identisch geblieben ist dagegen der Personalaufwand: Mit einem minimalen Rückgang von TEUR 19 betrug er übers Gesamtjahr gesehen TEUR 5.479. Entsprechend der Geschäftsentwicklung wird sich die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG auch in diesem Bereich in einem nach wie vor unberechenbaren Marktumfeld verschlanken.

Abschreibungen auf Forderungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr musste die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG auf Forderungen gegenüber Kunden TEUR 550 abschreiben. Die Abschreibungen wirken sich - ebenso wie die Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken" - negativ auf unser Ergebnis aus.

Einstellung in den Fonds für allgemeine Bankrisiken

Seit 2010 unterliegt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG als Finanzdienstleister dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG). Es schreibt sämtlichen deutschen Banken und Maklergesellschaften vor, in der Bilanz eine Position einzurichten, die das Eigenkapital des Unternehmens schützen soll. Dieser "Fonds für allgemeine Bankrisiken" muss so lange gebildet werden, bis er eine Höhe von 50 % der durchschnittlichen Nettoerträge aus dem Handelsbestand der letzten fünf Jahre erreicht. Die Zuführung muss per annum mindestens 10 % der Nettoerträge des Handelsergebnisses betragen. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG führte dem Fonds für allgemeine Bankrisiken im Jahr 2011 TEUR 980 zu - äquivalent zum Handelsergebnis von TEUR 9.796. Um diesen Betrag mindert sich also das Ergebnis der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.

Der Transparenz und Vergleichbarkeit halber weisen wir in diesem Geschäftsbericht das Ergebnis vor und nach der Zuführung aus.

Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit

Die extrem ungünstigen Rahmenbedingungen führten zu einem Rückgang des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit gegenüber dem Jahr 2010. Bei ungefähr gleich bleibenden Kosten machte sich vor allem der geringere Handelsertrag bemerkbar. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit lag vor der Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken" bei TEUR -1.890. Hierin sind bereits Abschreibungen auf Forderungen gegenüber Kunden in Höhe von TEUR 550 enthalten. Nach der Zuführung zum Fonds in Höhe von TEUR 980 lag das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit bei TEUR -2.870. Um die beiden Sonderfaktoren bereinigt, wäre das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit etwa um die Hälfte besser ausgefallen.

Jahresfehlbetrag

Dem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit entsprechend, erhöhte sich auch der Jahresfehlbetrag. Nach Abzug von Steuern und der Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken" ergab sich für das Jahr 2011 ein Fehlbetrag von TEUR -2.837 (Vorjahr: TEUR -1.062).

Bilanzgewinn

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG verzeichnete zum 31. Dezember 2011 einen Bilanzverlust in Höhe von TEUR -2.426. Im Vorjahr konnte die Gesellschaft noch einen Bilanzgewinn von TEUR 411 ausweisen. Die Differenz entspricht dem Jahresfehlbetrag. Das negative Ergebnis ermöglicht es leider nicht, für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende auszuschütten.

3. Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist geordnet.

Bilanzsumme

Die Bilanzsumme verringerte sich zwischen 31. Dezember 2010 und 31. Dezember 2011 um TEUR 2.705 auf TEUR 19.704. Dies entspricht einem Rückgang von 12 %.

Liquidität

Der Saldo aus kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 14.159 auf 11.604 gefallen. Verantwortlich dafür war neben dem im Jahr 2011 erwirtschafteten Verlust und dem damit verbundenen (teilweisen) Liquiditätsabfluss auch eine Erhöhung der Wertpapierbestände im Vergleich zum 31. Dezember 2010. Die Liquiditätskennzahl nach § 11 des Kreditwesensgesetzes (Quotient aus Forderungen und Verbindlichkeiten) der Gesellschaft lag mit 12,56 deutlich über dem Vorjahreswert von 8,98. Grund für den Anstieg ist die überproportionale Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber den Forderungen, die dann zu einer Erhöhung des Quotienten und somit der Kennzahl führt. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG befindet sich nach wie vor in einer komfortablen Liquiditätssituation, die sich auch an dieser Liquiditätskennziffer ablesen lässt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Geschäftsjahr war jederzeit gegeben.

Wertpapierbestand

Die Bestände in nicht festverzinslichen Wertpapieren erhöhten sich von TEUR 1.085 im Vorjahr auf TEUR 1.253 zum 31. Dezember 2011. Die Bestände in festverzinslichen Wertpapieren (Vorjahr: TEUR 0) betrugen zum 31. Dezember 2011 TEUR 572.

Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft belief sich zum 31. Dezember 2011 auf TEUR 15.002. Der Rückgang von TEUR 2.959 resultiert aus dem Jahresfehlbetrag und einer Erhöhung der eigenen Anteile. Die Eigenkapitalquote ist mit 76 % (Vorjahr: 80 %) weiterhin komfortabel.

Beteiligung an der XCOM AG

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hält eine Beteiligung in Höhe von 12,4 % an dem Finanzsoftwareunternehmen XCOM AG. Das 1988 gegründete Unternehmen mit Sitz in Willich zählt zu den führenden Anbietern für E-Banking, E-Business und Handelsunterstützung im Wertpapierbereich. Die Konzernleitung der mwb fairtrade hat die Entwicklung der XCOM AG im Jahr 2011, wie schon in den Vorjahren, sorgfältig und kontinuierlich verfolgt. Der Kontakt mit dem Management der XCOM AG verlief in offener und vertrauensvoller Weise. Hier ist insbesondere anzumerken, dass die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG nicht nur Aktionär der XCOM AG ist, sondern auch deren Kunde. Die Hauptversammlung der XCOM AG hat am 15. Juni 2011 das Vorstandsmitglied der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, Thomas Posovatz, wieder in den Aufsichtsrat der Gesellschaft gewählt.

Beteiligung an der MWB GmbH

Die Tochtergesellschaft MWB Wertpapierhandelsbank AG wurde zum 16. Dezember 2009 in MWB GmbH umfirmiert. Die 100 %-ige Beteiligung an der Gesellschaft dient zur Erhaltung unserer strategischen Flexibilität. Derzeit wird der Firmenmantel MWB GmbH ohne operativen Geschäftsbetrieb und ohne Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften weitergeführt.

Eigene Aktien

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hielt zum 31. Dezember 2011 einen Bestand in eigenen Aktien von 113.700 Stück. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Bestand damit um 74.443 Stück erhöht.

4. Sonstige Angaben

Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist gemäß § 87 AktG für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes zuständig. Mit den Mitgliedern des Vorstandes wurden Dienstverträge geschlossen, darin sind das Grundgehalt und die variable Vergütung in Form einer erfolgsabhängigen jährlichen Bonuszahlung geregelt. Die Bonuszahlung beträgt 2,5 % vom Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Errechnung der Vorstandstantiemen für den einzelnen Vorstand und ist nach oben begrenzt auf TEUR 180. Im Falle eines negativen Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entfällt die Bonuszahlung.

Die Vergütung des Aufsichtsrates wurde in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2003 durch eine Satzungsänderung geregelt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrates erhält außer der Erstattung seiner Auslagen für jedes volle Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 10 zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres. Darüber hinaus bekommt jedes Mitglied des Aufsichtsrates seit 1. Juli 2003 für jedes volle Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine variable Vergütung in Höhe von 0,3 % des positiven Konzernergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die Gesellschaft gewährt den Aufsichtsratsmitgliedern angemessenen Versicherungsschutz, insbesondere wurde die Gesellschaft dazu verpflichtet, zu Gunsten der Aufsichtsratsmitglieder eine Haftpflichtversicherung (sog. Directors & Officers Versicherung) abzuschließen, die die gesetzliche Haftpflicht aus der Aufsichtsratstätigkeit in angemessenem Umfang abdeckt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung. Die feste und die variable Vergütung zusammen sind beim einfachen Aufsichtsratsmitglied auf TEUR 15 pro Jahr, beim stellvertretenden Vorsitzenden auf TEUR 22,5 und beim Aufsichtsratsvorsitzenden auf TEUR 30 pro Jahr begrenzt. In der Hauptversammlung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG vom 9. Juli 2009 wurde eine zusätzliche Aufsichtsratsvergütung für Mitglieder des Prüfungsausschusses bewilligt. Die Satzung der Gesellschaft wurde entsprechend geändert. Demnach erhält jedes Mitglied des Prüfungsausschusses für jedes volle Geschäftsjahr eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 3 zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres. Sämtliche Beträge verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Freiwillige Angaben gemäß §289 Abs. 4 HGB

Das gezeichnete Kapital der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG besteht aus 7.473.700 nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Die Gesellschaft besitzt gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Juli 2008 ein genehmigtes Kapital in Höhe von EUR 3.736.850. Die Satzung der Gesellschaft wurde entsprechend angepasst.

Die BÖAG Finanzdienst AG, Hamburg, hält zum Bilanzstichtag 1.507.912 Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 20,18 % am Grundkapital der Gesellschaft. Die FMNP Beteiligungs GmbH, Gräfelfing, hält zum Bilanzstichtag 1.482.890 Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 19,84 % am Grundkapital der Gesellschaft.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 12. Juli 2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 7 Aktiengesetz eigene Aktien bis zu fünf von hundert des Grundkapitals und gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz bis zu zehn von hundert des Grundkapitals bis zum 11. Juli 2015 zu erwerben. Die aufgrund der Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 und 8 Aktiengesetz erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, zehn von hundert des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.

Kein Inhaber von Aktien besitzt Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse. Die Mitglieder des Vorstands der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG werden vom Aufsichtsrat der Gesellschaft ernannt und abberufen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Änderungen der Satzung erfordern eine Mehrheit von dreiviertel der abgegebenen Stimmen in der Hauptversammlung.

Der Aufsichtsrat der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG besteht gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Juli 2008 aus sechs Mitgliedern. Die Satzung der Gesellschaft wurde entsprechend angepasst.

Es existieren keine Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Genauso wenig gibt es Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder den Arbeitnehmern getroffen sind.

5. Ausblick

Den im Folgenden getroffenen Einschätzungen liegen alle uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen zugrunde. Das gilt auch für die im Risikobericht dargestellten Risiken. Wesentliche Vorgänge nach dem 31. Dezember 2011 haben sich nicht ergeben.

Nach einer dramatischen zweiten Jahreshälfte 2011 kehrte im Januar und Februar 2012 wieder einigermaßen Normalität an den Börsen ein, wobei die Handelsumsätze niedrig blieben. Es scheint so, als ob die Maßnahmen der europäischen Staats- und Regierungschefs die Schuldenkrise vorerst eindämmen würden. Der DAX erreichte schon Ende Februar die Marke von 7.000 Punkten, die von Analysten als Ziel für das ganze Jahr ausgegeben worden war. Im März folgte dann der erfolgreiche Schuldenschnitt Griechenlands, an dem sich fast 86 % der Gläubiger beteiligten. Die große Frage, die sich für 2012 stellt, ist die nach der Stabilität anderer Euro-Krisenstaaten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Griechenland weitere Länder wie Italien, Spanien oder Portugal in einer Art Dominoeffekt ansteckt, ist im 1. Quartal 2012 jedoch eher gesunken. Die Verabschiedung des ESM-Rettungsschirms und die harten Sparprogramme der jeweiligen Regierungen zeigten sofort Wirkung: auf dem Anleihenmarkt konnten Spanien und Italien wieder Staatsanleihen mit einem akzeptablen Zinssatz platzieren.

Sollte die Erholung der Börsen anhalten, bieten sich für Skontroführer weit bessere Ertragsmöglichkeiten als 2011. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass das Ergebnis der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG stark mit der Entwicklung des Leitindexes Dax korreliert, dem für 2012 ein Plus von 20 % zugetraut wird.

Als Störfaktor könnte sich allerdings die Einführung der von politischer Seite geforderten Finanztransaktionssteuer erweisen. Der Gesetzgeber plant hier eine einheitliche europäische Lösung, die jedoch allein schon daran scheitern wird, dass Großbritannien eine Teilnahme von vornherein ausschließt. Ziel der Steuer ist es, die gesamte Branche an den langfristigen Kosten der Finanzkrise zu beteiligen. Abgesehen von der Frage, ob die erhoffte Stabilisierung der Märkte auf diese Weise möglich ist, bleibt der Nebeneffekt, dass hier Marktteilnehmer mit abgestraft werden, die als Vermittler oder Dienstleister für Drittfirmen keinerlei die Krise verschärfende Geschäfte betrieben haben. Und während Geschäftsbanken die Steuer als Preisaufschlag an ihre Kunden weitergeben können, ist diese Möglichkeit den Wertpapierhändlern versperrt. Die Steuer soll nach dem Willen der EU-Kommission für Aktiengeschäfte bei 0,1 % des jeweiligen Transaktionsvolumens liegen. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG bemüht sich derzeit zusammen mit dem Bundesverband der Wertpapierfirmen und den Börsen, eine Ausnahmeregelung für die Skontroführer zu erwirken. Ähnlich wie in Großbritannien sollten sogenannte "Intermediäre" von der Transaktionssteuer befreit werden.

Weitere Risiken für das Jahr 2012 bestehen in der hohen Staatsverschuldung der USA, den anziehenden Erdölpreisen durch den Iran-Konflikt und der ungewissen Entwicklung des Börsenplatzes Frankfurt. Nach der geplatzten Fusion mit der NYSE Euronext ist damit zu rechnen, dass die sich Deutsche Börse wieder stärker der Entwicklung ihres Inlandsgeschäftes zuwenden und den Preis- und Wettbewerbsdruck verschärfen wird.

Trotz dieser Risiken erwartet die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG für die kommenden Jahre einen kontinuierlichen Ergebnisanstieg. Dabei wird der Fortsetzung der strikten Kostenkontrolle eine hohe Priorität eingeräumt.

6. Risikobericht

Unternehmensstrategie

Unternehmerisches Handeln bedeutet, Chancen im Interesse der Anteilseigner, der Mitarbeiter und der Gesellschaft wahrzunehmen und auszuschöpfen. Alle Ressourcen und Aktivitäten unserer Gesellschaft sind auf eine nachhaltige Erfolgssicherung ausgerichtet. Den sich bietenden Chancen stehen allerdings eine Vielzahl von Risiken gegenüber. Diese zu identifizieren und zu beherrschen ist Ziel unseres integrierten Risikomanagementsystems.

Sämtliche geschäftspolitischen Entscheidungen der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG werden stets unter strenger Beachtung der Ertrags-/Risikorelation getroffen. Unternehmerische Risiken werden nur dann bewusst eingegangen, wenn die Ertragsaussichten die Risiken deutlich überwiegen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den übergeordneten Unternehmenszielen der Sicherung der anvertrauten Vermögenswerte und der Steigerung des Unternehmenswertes auf Basis einer bewussten Steuerung der unternehmerischen Risiken. Durch unsere hohe Eigenkapitalquote, gelebte Marktnähe und unser ausgeprägtes Risikowissen können wir geschäftsfeldübergreifend flexibel und innovativ auf die Herausforderungen der Zukunft eingehen. Dabei spielen bei der strategischen Steuerung unserer Gesellschaft neben den monetären Gesichtspunkten auch nichtfinanzielle Steuerungsgrößen wie Prozesseffizienz, Transparenzerhöhung, bestmögliche Kundenbetreuung, Mitarbeiterzufriedenheit und die Stärkung der Position der Wertpapierfirmen eine große Rolle.

Risikostrategie

Das Ziel unserer Risikostrategie besteht in der Absicherung der Unternehmensziele gegen störende Ereignisse durch das Ergreifen geeigneter Maßnahmen. Die Gesellschaft hat hierzu im Rahmen ihres wertorientierten Firmenmanagements ein umfassendes Risikomanagementsystem zur Aufdeckung von Risiken und der Optimierung von Risikopositionen etabliert. Das Risikocontrolling der Gesellschaft ist so angelegt, dass besonderes Augenmerk auf die Verhinderung von Risiken gelegt wird. Dabei prüfen wir stets, ob unsere risikopolitischen Vorkehrungen ausreichen, um das Gefährdungspotential spürbar zu verringern. Bei Bedarf werden umgehend weitere Maßnahmen zur Risikoreduzierung ergriffen. Im Zuge der Umsetzung der sich aus den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) ergebenden Anforderungen hat die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im Rahmen ihrer Geschäftsstrategie ein Risikotragfähigkeitskonzept entwickelt, in dem neben der Definition der Risikodeckungsmasse, der gesamtbankbezogenen Verlustobergrenze und der Bestimmung des Risikopotentials eine Gegenüberstellung des aggregierten Risikopotentials mit der Verlustobergrenze erfolgt. Aufgrund der in den von der Gesellschaft betriebenen Geschäftsfeldern eingegangenen Risiken, verfolgt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG bei der Ausgestaltung der Risikotragfähigkeit einen konservativen Ansatz. Die Gesellschaft hat deshalb festgelegt, dass die täglich zum Geschäftsschluss bestehende Verlustobergrenze 30 % der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse betragen darf. Der verbleibende Rest steht als Risikopuffer zur Verfügung. Neben den Marktpreisrisiken aus Aktien, festverzinslichen Wertpapieren, Investmentfonds und Optionsgeschäften hat die Gesellschaft die operationellen Risiken und das Adressenausfallrisiko in das Risikotragfähigkeitkonzept aufgenommen. Das für diese Risiken bestehende Risikopotential ermittelt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG täglich, wobei sich die Gesellschaft zur Ermittlung des operationellen Risikos des Basisindikatoransatzes nach den §§ 270, 271 der Solvabilitätsverordnung (SolvV) bedient. Zur Feststellung, ob die Risikotragfähigkeit gegeben ist, setzt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG in einer täglich durchzuführenden Berechnung das aggregierte Risikopotential in das Verhältnis zu der vom Vorstand festgelegten Verlustobergrenze. Liegt das Ergebnis dieses Quotienten unter 100 % ist die Risikotragfähigkeit gewährleistet. Im Geschäftsjahr 2011 kam es zu keiner Überschreitung der Verlustobergrenze. Zum Bilanzstichtag betrug die Auslastung 50,4 %.

Interne Revision

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat die Interne Revision im Laufe des Jahres 2011 an die Best Audit GmbH ausgelagert.

Gegenstand der Prüfungshandlungen der Internen Revision sind vor allem die Bereiche Wertpapierhandel, Risikomanagement, Compliance, Liquiditätssteuerung, Rechnungswesen, Datenverarbeitung, Personal, Meldewesen und die Einhaltung der Vorschriften zur Vermeidung von Geldwäsche. Hierbei werden Betriebsabläufe, die einem besonderen Risiko unterliegen jährlich geprüft, andere Betriebsabläufe innerhalb eines Dreijahreszeitraumes.

Risikocontrolling

Ein wirksames Risikocontrolling setzt eine unabhängige, von den Handelsaktivitäten separierte Ermittlung der eingegangenen Risiken voraus.

Hierzu hat die Gesellschaft zwei vom Handel unabhängige Risikomanager bestellt, in deren Aufgabengebiete neben der Identifizierung, Analyse, Bewertung und Überwachung der Risiken auch die Sensibilisierung der Mitarbeiter für die Erkennung und Vermeidung von Risiken fallen. Die Grundlage für den permanenten und systematischen Umgang mit den Risiken bilden Vorgaben und Entscheidungen des Vorstands zur Risikotoleranz, die sich aus der Risikostrategie und Risikopolitik ableiten und sich an der Kapital- und Liquiditätsausstattung orientieren.

Ein effizientes Risikocontrolling muss sich bei der Vielzahl der von der Gesellschaft getätigten Geschäfte auf ein leistungsfähiges Computersystem verlassen können. Die Gesellschaft bedient sich hierzu innovativer Anwendungen des auf Finanzdienstleister und Banken spezialisierten Softwareunternehmens XCOM AG.

Die mwb fairtrade überwacht laufend die Großkreditgrenzen sowie die Gesamt- und Einzelpositionen aus sämtlichen Wertpapiergeschäften und die damit verbundenen unrealisierten Gewinne und Verluste. Ein erfahrenes Mitarbeiterteam erfasst die verfügbaren Mittel täglich in einem Liquiditätsstatus und überwacht und koordiniert die zu bezahlenden Verbindlichkeiten.

Im Zuge der betriebswirtschaftlichen Überwachung kontrolliert der Vorstand täglich die Aufwendungen und Erträge aus dem Kerngeschäft der Gesellschaft. Nach der Plausibilisierung der Monatszahlen nimmt der Finanzvorstand zu der allgemeinen Entwicklung, ausgewählten GuV-Positionen und der Liquiditätssituation monatlich schriftlich Stellung. Die Erläuterungen zirkulieren im Vorstand und werden den Mitgliedern des Aufsichtsrates zur Kenntnisnahme vorgelegt.

Im Bereich der operationellen Risiken, die ihren Ursprung in Prozessen, Personen, Technologien oder externen Ereignissen haben können, werden bestehende Risiken konsequent mit einem vielfältigen, ursachenbezogenen Risikomanagement verringert.

Darstellung der Risiken

Strategische Risiken

Strategische Risiken entstehen dann, wenn unsere Strategie nicht mit den Anforderungen und Erwartungen des Marktes, unserer Kunden oder den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vereinbar ist, und dies von der Geschäftsführung nicht erkannt wird. Zur Vermeidung dieses Risikos durchleuchten wir sorgfältig die strategischen Risiken in kurzen Zeitabständen. Der Vorstand steht diesbezüglich in ständigem Kontakt mit dem Aufsichtsrat, der sich aktiv in die Festlegung der strategischen Ziele einbringt und den Risikogehalt der strategischen Planungsprozesse gemeinsam mit dem Vorstand der Gesellschaft im Auge behält.

Die Gesellschaft ist sich der Gefahr von außen eintretender - nicht von uns beeinflussbarer - Ereignisse und Veränderungen zu Lasten des Skontroführergeschäftes bewusst. Als besondere Risiken werden hierbei generell sinkende Wertpapierumsätze aufgrund einer nachhaltigen Veränderung des Anlegerverhaltens, eine weitere Verschärfung der Konkurrenzsituation bei Markt- und Preismodellen unter den Börsen in Deutschland, aber auch eine drastische Erhöhung der regulatorischen Anforderungen - z.B. nach weiteren Krisen -gesehen. Wir sind allerdings auch zuversichtlich, dass der computerunterstützte Skontroführerhandel in welcher Ausprägung auch immer weiterhin nicht vollständig von vollelektronischen Computersystemen verdrängt werden kann, da sonst weniger liquide Wertpapiere die die Mehrheit darstellen, nicht mehr im besten Kundeninteresse gehandelt werden könnten, was letztendlich zu einer Verarmung der Börsenlandschaft mit nur noch wenigen hochliquiden Werten führen würde.

Der Gefahr des Wegbrechens eines Geschäftsfeldes oder dem Abwandern von Kunden begegnet die Gesellschaft durch die Verteilung des Geschäftes auf mehrere voneinander unabhängige Standbeine und ständigen Bestrebungen, die Anzahl der Kunden zu erhöhen.

Einzelrisiken

Die identifizierten Einzelrisiken wurden schriftlich erfasst, werden laufend überwacht und in regelmäßigen Abständen überprüft. Daneben findet eine ständige Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems statt. Die Gesellschaft legt dabei besonderen Wert auf die Einbeziehung der einzelnen Mitarbeiter des Unternehmens, die angehalten werden, erkannte Risiken an die Risikomanager zu kommunizieren.

Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken und operationelle Risiken werden in der Berechnung der Gesamtrisikoauslastung als wesentliche Risiken täglich berücksichtigt, während die Platzierungsrisiken nur nach einer Einzelfallprüfung einbezogen werden. Die Liquiditätsrisiken bleiben branchenüblich bei der Berechnung der Gesamtrisikoauslastung außer Betracht.

Die Risiken im Einzelnen:

Adressenausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiken verstehen wir mögliche Wertverluste, die durch den Ausfall oder durch Bonitätsverschlechterung von Geschäftspartnern entstehen können.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat in- und ausländische Handelspartner. Für Börsengeschäfte mit inländischen, börsenzugelassenen Handelspartnern spielen Adressenausfallrisiken nur eine untergeordnete Rolle. Für die ausländischen Handelspartner sind abhängig von deren Größe und Marktbedeutung sowie der Häufigkeit der Geschäfte Kontrahentenlimite pro Handelstag vergeben. Im Geschäftsjahr musste die Gesellschaft eine Abschreibung auf Kundenforderungen in Höhe von EUR 550.000 vornehmen.

Marktpreisrisiken

Das Marktpreisrisiko ist der potentielle Verlust, der durch die Veränderung von Preisen an Finanzmärkten für unsere Positionen entstehen kann.

Die Handelspositionen der Gesellschaft werden EDV-technisch unterstützt, täglich real-time zu Durchschnittskursen bewertet und mit den Marktpreisen verglichen. Das Risiko für die Gesamtrisikoauslastung wird mit einem Value at Risk-Ansatz ermittelt, der von historischen Kursen der letzten 100 Tage ausgeht, eine Haltedauer von einem Tag impliziert und ein Konfidenzniveau von 99 % verwendet. Zum 31. Dezember 2011 ergibt sich ein VaR auf Marktpreisrisiken von EUR 167.675.

Die Höhe der Handelspositionen wird durch Limite begrenzt, die im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes festgelegt worden sind. Zusätzlich findet eine Begrenzung der Limite durch die Arbeitsanweisungen für Wertpapierhändler statt.

Die Gesellschaft erreicht zudem eine Reduktion des Marktpreisrisikos durch die Verteilung der eingegangenen Positionen auf verschiedene Länder und Märkte.

Darüber hinaus wird sowohl ein für den Handel zuständiger Vorstand, als auch ein vom Handel unabhängiger Vorstand zweimal täglich über die größten Handelspositionen und die größten unrealisierten Gewinne und Verluste aus diesen Geschäften informiert.

Wegen der großen Bedeutung der Marktpreisrisiken für die Gesellschaft führt die mwb fairtrade täglich zwei dokumentierte Szenarioanalysen durch, die eine Marktschwankung von +/-5 % unterstellen. Ergibt dieser Test einen unrealisierten Verlust von über EUR 1 Mio., wird der Gesamtvorstand informiert. Dasselbe gilt für eine Überschreitung der EUR 2 Mio. Verlustgrenze bei der wöchentlich durchzuführenden Szenarioanalyse bei einer unterstellten Marktschwankung von +/-10 %. Bei Erreichen beider Grenzen ist die Risikotragfähigkeit des Unternehmens immer noch gewährleistet.

Die Gesellschaft hat im Wege von Stresstests errechnet, inwieweit sich äußerst extreme Marktsituationen auf die Risikotragfähigkeit und das haftendes Eigenkapital auswirken. Bei einem Inversen Stresstest wurde dabei analysiert, bei welcher kurzfristigen Marktpreisschwankung das zur Verfügung stehende Verlustpotenzial von TEUR 3.000 für die Marktpreisrisiken gerade noch unterschritten ist. Der Stresstest an einem durchschnittlichen Handelstag ergab, dass bei einem eintretenden Kursrutsch von 30 % auf die Einstandswerte unserer Bestände das zur Verfügung stehende Verlustpotenzial gerade noch nicht ausgeschöpft wurde.

Bei einem Stresstest sind insbesondere auch Auswirkungen einer außergewöhnlich starken Veränderung maßgeblicher exogener Faktoren zu untersuchen. Aus diesem Grund wurde auch ein Kursverlust auf die Einstandspreise unserer Wertpapiere von 50 % unterstellt. Hier war zwar die Verlustobergrenze der Gesellschaft um ca. 28 % überschritten, durch die konservative Festlegung der Verlustobergrenze von 30 % der Risikodeckungsmasse stand aber darüber hinaus noch ein Eigenkapitalpuffer zur Verfügung, der diese extreme Situationen auffangen konnte. Im getesteten Fall eines Kursverlustes von 50 % hätte dies einen Verlust unseres haftenden Eigenkapitals von ca. 40 % bedeutet.

Platzierungsrisiken

Unter Platzierungsrisiken verstehen wir Risiken, die sich im Rahmen unseres Emissionsgeschäftes ergeben können.

Bei der Auswahl der Unternehmen, die an die Börse gebracht werden wollen, ist die Beurteilung der Frage, ob der Emittent Börsenreife besitzt, für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG von tragender Bedeutung. Die Entscheidung darüber wird deshalb nur vom Gesamtvorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG gemeinsam getroffen. Als Entscheidungsgrundlage dient dabei bei einer Neuemission der Emissionsprospekt, bei einem Listing das Unternehmensexpose. Zusätzliche Sicherheit wird dadurch erreicht, dass die Erstellung beider Dokumente in der Regel von einer Legal Due Diligence begleitet wird. Frühzeitig wird seitens der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG das Gespräch mit potentiellen Investoren gesucht, um festzustellen, ob seitens dieser Gruppe Interesse an den Aktien des Emittenten besteht. Aus dem gewonnenen Gesamteindruck aus Gesprächen und schriftlichen Unterlagen wird dann die Entscheidung getroffen, ob wir die Platzierung der Aktien übernehmen.

Liquiditätsrisiken

Oberstes Ziel unseres Liquiditätsmanagements ist die Gewährleistung der jederzeitigen Zahlungsbereitschaft des Unternehmens. Die Disposition der täglichen Liquidität ist einem erfahrenen Mitarbeiterteam übertragen, das direkt dem zuständigen Vorstand unterstellt ist.

Trotz des ausgewiesenen Jahresfehlbetrages verfügt die Gesellschaft weiterhin über eine sehr gute Liquiditätsausstattung. Aufgrund der hervorragenden Eigenkapitalausstattung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, benötigt die Gesellschaft für ihren Geschäftsbetrieb kein Fremdkapital.

Operationelle Risiken

Rechtliche Risiken

Zu den rechtlichen Risiken gehören Gefahren, die sich aus unserer großen Vielzahl an Handelsgeschäften und aus Verstößen gegen gesetzliche und interne Vorschriften durch Mitarbeiter ergeben können.

- Handelsgeschäfte

Zur Absicherung allgemeiner und branchenspezifischer Risiken wurden neben den bereits bestehenden Versicherungen eine Directors and Officers Liability - Versicherung, eine Vertrauensschadenversicherung sowie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgeschlossen.

- Gesetzliche Vorschriften

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG unterliegt umfangreichen Meldeverpflichtungen und anderen gesetzlichen Vorschriften, insbesondere aus dem Handelsgesetzbuch, dem Börsengesetz, dem Wertpapierhandelsgesetz und dem Kreditwesengesetz. Neben turnusmäßigen Meldungen sind eine Vielzahl von Ereignissen im Geschäftsleben meldepflichtig und andere gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Bei Nichtbeachtung dieser Meldepflichten drohen Geldbußen.

Die Überwachung dieser gesetzlichen Vorgaben erfolgt durch die zuständigen Mitarbeiter anhand eines Meldeplanes, der ständig auf dem Laufenden gehalten wird.

Personelle Risiken

Zu den Risiken personeller Art rechnen alle Risiken, die aus dem Einsatz und der Neueinstellung von Mitarbeitern resultieren.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wählt bei Neueinstellungen die Bewerber sorgfältig aus und achtet darauf, dass bei Urlaub, Krankheit oder Kündigung eines Mitarbeiters andere Mitarbeiter die Tätigkeiten des nicht zur Verfügung stehenden Mitarbeiters problemlos übernehmen können. Die Gesellschaft verfügt über ein umfangreiches Organisationshandbuch, in dem sowohl Funktionsbeschreibungen der einzelnen Arbeitsplätze, Detailbeschreibungen der wichtigsten Geschäftsvorgänge als auch das Compliance-Konzept und das Risikohandbuch integriert sind. Das Organisationshandbuch steht jedem Mitarbeiter in elektronischer Form uneingeschränkt zur Verfügung.

Mitarbeiter, die mit vertraulichen Informationen betraut sind, werden schriftlich über die rechtlichen Pflichten, die sich aus dem Zugang zu Insiderinformationen ergeben sowie über die Rechtsfolgen von Verstößen informiert. Im Handelsbereich ist ein mögliches Fehlverhalten von Mitarbeitern durch Versicherungen abgedeckt. Die Gesellschaft hat Regelungen für Mitarbeitergeschäfte getroffen und vermeidet bereits durch Vereinbarungen im Arbeitsvertrag Kollisionen zwischen Mitarbeiter-, Bank- und Kundeninteressen. Durch die Vereinbarung eines angemessenen Vergütungsmodells wird das Risiko häufiger Mitarbeiterwechsel reduziert.

Operative Risiken

Zu den operativen Risiken zählen wir Einwirkungen auf unseren betrieblichen Ablauf, die nicht in unserer Hand liegen.

Zur Behandlung sonstiger betrieblicher Risiken hat die Gesellschaft ein Notfallkonzept erstellt, das jedem Mitarbeiter bekannt ist. Es stellt die zu ergreifenden Maßnahmen in den Fällen Stromausfall, Rechnerausfall, Systemengpässen und -störungen und Telefonausfall dar.

Die wichtigsten IT-Systeme wurden von der Gesellschaft redundant aufgebaut, die Datenleitungen sind durch ein Back-Up-System abgesichert.

Risiken aus dem Verlust von Daten wirkt die Gesellschaft durch ein System von täglichen, wöchentlichen und monatlichen Datensicherungen, die zum Teil außer Haus verwahrt werden, entgegen.

Gräfelfing im März 2012

Der Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2011

Aktiva

scroll

Euro Geschäftsjahr

Euro
Vorjahr

Euro
1. Barreserve
a) Kassenbestand 3.691,67 3.647,64
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 6.306.075,47 7.348.505,82
b) andere Forderungen 6.128.332,26 12.434.407,73 8.065.175,38
3. Forderungen an Kunden 309.479,79 838.884,09
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Anleihen und Schuldverschreibungen
aa) von anderen Emittenten 571.950,50 0,00
5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,51 0,51
6. Handelsbestand 1.252.903,39 1.085.284,38
7. Beteiligungen 2.435.479,91 2.435.479,91
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 94.333,35 97.926,04
9. Treuhandvermögen 201.564,84 183.142,64
10. Immaterielle Anlagewerte 235.307,00 261.055,00
11. Sachanlagen 488.756,75 420.146,00
12. Sonstige Vermögensgegenstände 934.654,04 1.120.345,64
13. Rechnungsabgrenzungsposten 207.721,34 52.961,09
14. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 533.422,15 496.156,49
Summe der Aktiva 19.703.672,97 22.408.710,63
Passiva
Euro Euro Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 341.474,32 512.007,77
2. Handelspassiva
a) Handelspassiva 492.926,02 746.683,01
3. Treuhandverbindlichkeiten 201.564,84 183.142,64
4. Sonstige Verbindlichkeiten 731.932,94 1.148.617,35
5. Rechnungsabgrenzungsposten 15.340,24 36.443,77
6. Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 806.270,00 688.955,00
7. Fonds für allgemeine Bankrisiken 2.111.827,16 1.132.265,00
8. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 7.360.000,00 7.434.443,00
b) Kapitalrücklage 5.239.464,58 5.239.464,58
c) Gewinnrücklagen
ca) gesetzliche Rücklagen 306.775,13 306.775,13
cb) andere Gewinnrücklagen 4.521.725,62 4.828.500,75 4.568.556,73
d) Bilanzverlust 2.425.627,88- 411.356,65
15.002.337,45 17.960.596,09
Summe der Passiva 19.703.672,97 22.408.710,63

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011

scroll

Euro Geschäftsjahr

Euro
Vorjahr

Euro
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 189.419,74 167.989,54
- davon Zinserträge aus Abzinsung Euro 8.739,74 (Euro -5.734,00)
2. Zinsaufwendungen 11.645,99 4.219,55
177.773,75 163.769,99
3. Laufende Erträge aus
a) Beteiligungen 265.890,00 244.618,80
4. Provisionserträge 6.615.711,46 5.846.261,74
a) Courtageerträge Euro 6.322.436,90
5. Provisionsaufwendungen 2.819.820,97 2.216.199,69
a) Courtageaufwendungen Euro 1.252.870,96
6. Nettoertrag des Handelsbestandes
a) Wertpapiere 18.269.553,63 11.807.557,94
b) Kursdifferenzen 25.652.228,00 43.921.781,63 34.267.031,66
7. Nettoaufwand des Handelsbestandes
a) Wertpapiere 16.585.497,74 9.174.629,27
b) Kursdifferenzen 17.540.662,26 34.126.160,00 25.577.312,18
8. Sonstige betriebliche Erträge 369.999,23 448.136,87
9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 4.829.910,41 4.849.267,54
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 649.181,03 5.479.091,44 649.149,24
- darunter: für Altersversorgung Euro 57.576,03 (Euro 16.001,07)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 10.043.801,09 9.918.866,15
15.522.892,53 15.417.282,93
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 219.654,97 350.700,13
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 549.523,14 0,00
12. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 2.374,01
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 3.592,69 1.866,86
14. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum Sonderposten für allgemeine Bankrisiken 1.890.488,23- 41.759,95
15. Einstellungen in Sonderposten für allgemeine Bankrisiken 979.562,16 1.132.265,00
16. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.870.050,39- 1.090.505,05-
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 33.615,47- 29.403,97-
18. Sonstige Steuern 549,61 33.065,86- 906,00
19. Jahresfehlbetrag 2.836.984,53- 1.062.007,08-
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 411.356,65 1.473.363,73
21. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
a) aus der Rücklage für eigene Anteile 0,00 0,00
22. Bilanzverlust 2.425.627,88- 411.356,65

Anhang

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG für das Geschäftsjahr 2011 ist nach den allgemeinen und den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) vom 6. Dezember 2011, den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) vom 22. Dezember 2011, des Kreditwesengesetzes (KWG) vom 22. Dezember 2011 und der Rechnungslegungsverordnung für Kreditinstitute (RechKredV) vom 9. Juli 2011 erstellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Der Bilanzgewinn aus 2010 (TEUR 411) wurde ins Jahr 2011 vorgetragen. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter vollständiger Verwendung des Bilanzgewinns aus 2010.

Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sind mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Die Wertpapiere des Handelsbestands sowie die Schuldverschreibungen werden mit den Marktpreisen abzüglich eines Value at Risk-Abschlages, der von historischen Kursen der letzten 100 Tage ausgeht, eine Haltedauer von fünf Tagen impliziert und ein Konfidenzniveau von 99 % verwendet, bewertet. Für die Bewertung der Aufgabengeschäfte wird ein Value at Risk-Abschlag, der von historischen Kursen der letzten 100 Tage ausgeht, eine Haltedauer von einem Tag impliziert und ein Konfidenzniveau von 99 % verwendet. Auf ausländische Währung lautende Wertpapiere wurden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. In Bezug auf die Kriterien der Zuordnung zum Handelsbuch (Definition der Handelsabsicht) haben sich gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen ergeben.

Die Beteiligungen und die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zum gemilderten Niederstwertprinzip bewertet.

Das Sachanlagevermögen sowie die immateriellen Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Diese werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis dreizehn Jahren nach der linearen Methode berechnet.

Auf die Anlagenzugänge wird die Abschreibung zeitanteilig für den Monat der Anschaffung und die Folgemonate berechnet. Seit dem Jahr 2010 werden Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter EUR 410 gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben, Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000, die in den Jahren 2008 und 2009 angeschafft wurden, werden über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Die unter dem Treuhandvermögen bilanzierten Wertpapiere wurden zum Marktpreis bewertet.

Sonstige Vermögensgegenstände sowie Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennwert bzw. zum Barwert bewertet.

Der Aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beinhaltet die Verrechnung des Aktivwerts aus der Rückdeckungsversicherung mit der Pensionsrückstellung und wurde entsprechend den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwerten angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden in handelsrechtlich zulässiger Höhe ausgewiesen.

Als versicherungsmathematische Bewertungsmethode für die Pensionsrückstellungen wurde die "projected unit credit method" angewandt. Den ermittelten Teilwerten liegt ein Rechnungszinsfuß von 5,14 % zugrunde. Die Berechnungsparameter für Gehalts- bzw. Anwartschaftstrend und Rententrend wurden mit 0 % bzw. 1,3 % angesetzt. Die Teilwerte wurden unter Verwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt.

Die Werte für Verbindlichkeiten entsprechen dem Erfüllungsbetrag.

Die anderen Rückstellungen wurden nach dem Grundsatz der vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung im Einzelfall gebildet. Sie sichern erkennbare Risiken in ausreichender Höhe ab. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz (gemäß RückAbzinsVO) der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Dividendenerträge aus Aufgabengeschäften und Eigenhandelsbeständen werden nicht wie Dividendenerträge aus Beteiligungen unter der Position Laufende Erträge, sondern in der Position Nettoertrag des Handelsbestandes ausgewiesen.

3. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute beinhalten sowohl täglich fällige Guthaben bei inländischen Kreditinstituten, inklusive Tages- und Monatsgelder, als auch Courtage-, Zins- und Dividendenforderungen. Darüber hinaus sind Forderungen aus Wertpapierverkäufen und Rückvergütungsansprüche aktiviert.

In den anderen Forderungen sind Börsensicherheiten in Höhe von TEUR 5.925 als Termingelder hinterlegt.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Die Schuldverschreibungen von anderen Emittenten belaufen sich auf TEUR 572.

Schuldverschreibungen i.H.v. TEUR 89 - vor Berücksichtigung des Value-at-Risk-Abschlages - sind im Jahr 2012 fällig. Der gesamte Bestand an Schuldverschreibungen ist börsennotiert.

Forderungen an Kunden

Es handelt sich um eine Kundenforderung im Rahmen eines echten Wertpapierpensionsgeschäfts und um Forderungen aufgrund von Dienstleistungen im Rahmen der Kapitalmarktbetreuung.

Auf die Kundenforderung im Rahmen des Wertpapierpensionsgeschäfts wurde eine Abwertung i.H.v. TEUR 509 vorgenommen. Die zur Sicherheit übertragenen Wertpapiere reichten aufgrund gefallener Aktienkurse nicht aus, um den Wert der Forderung zu decken.

Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Die Position beinhaltet vollständig abgeschriebene nicht börsennotierte Wertpapiere des Anlagevermögens.

Die Entwicklung der Wertpapiere des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Handelsbestand

Die Handelsaktiva beinhalten börsennotierte Wertpapiere in Höhe von TEUR 1.251. Ferner sind unrealisierte Gewinne aus Aufgabegeschäften in Höhe von TEUR 2 dem Handelsbestand zugeordnet.

In dieser Position ist ein Anteil von TEUR 189 an Fremdwährungen enthalten.

Beteiligungen

Es handelt sich um eine Beteiligung an der nicht börsennotierten XCOM AG, Willich, in Höhe von TEUR 2.435. Die Gesellschaft hält mehr als 10 % der Stimmrechte.

Darüber hinaus wurde am 27. März 2008 eine nicht börsennotierte Beteiligung an der SRH AlsterResearch AG, Hamburg, erworben. Die Gesellschaft hält 45 % der Stimmrechte. Das Eigenkapital der SRH AlsterResearch AG beträgt TEUR 26, der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR 3. Die Beteiligung ist vollständig abgeschrieben. Aus Wesentlichkeitsgründen wurde die Zuschreibung auf Grund der weggefallenen dauernden Wertminderung auf das aktuelle anteilige Eigenkapital von TEUR 12 im Berichtsjahr nicht vorgenommen.

Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Anschaffungskosten

scroll

Vortrag

Euro
Zugänge

Euro
Abgänge

Euro
Stand 31.12.2011

Euro
I. Wertpapiere des Anlagevermögens 512.325,60 0,00 0,00 512.325,60
II. Beteiligungen 2.457.978,91 0,00 0,00 2.457.978,91
III. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.166.928,25 0,00 0,00 8.166.928,25
IV. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.424.420,93 30.016,94 5.799,61 1.448.638,26
V. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.134.020,99 242.185,78 6.649,72 2.369.557,05
14.695.674,68 272.202,72 12.449,33 14.955.428,07

Kumulierte Abschreibungen

scroll

Vortrag 01.01.2011

Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr

Euro
Abgänge

Euro
Stand 31.12.2011

Euro
I. Wertpapiere des Anlagevermögens 512.325,09 0,00 0,00 512.325,09
II. Beteiligungen 22.499,00 0,00 0,00 22.499,00
III. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.127.835,01 3.592,69 0,00 8.131.427,70
IV. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.163.365,93 51.363,94 1.398,61 1.213.331,26
V. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.713.874,99 168.291,03 1.365,72 1.880.800,30
11.539.900,02 223.247,66 2.764,33 11.760.383,35

Kumulierte Zuschreibungen

scroll

Vortrag 01.01.2011

Euro
Zuschreibungen Geschäftsjahr

Euro
Abgänge

Euro
Stand 31.12.2011

Euro
I. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Anteile an verbundenen Unternehmen 58.832,80 0,00 0,00 58.832,80
IV. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
V. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 0,00 0,00
58.832,80 0,00 0,00 58.832,80

Buchwerte

scroll

31.12.2011

Euro
31.12.2010

Euro
I. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,51 0,51
II. Beteiligungen 2.435.479,91 2.435.479,91
III. Anteile an verbundenen Unternehmen 94.333,35 97.926,04
IV. Immaterielle Vermögensgegenstände 235.307,00 261.055,00
V. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 488.756,75 420.146,00
3.253.877,52 3.214.607,46

Anteile an verbundenen Unternehmen

Es werden Anteile an der MWB GmbH, Gräfelfing, gehalten. Im Geschäftsjahr wurde eine Abwertung in Höhe von TEUR 4 vorgenommen.

scroll

Verbundenes Unternehmen MWB GmbH
Anteil am Kapital 100 %
Höhe des Eigenkapitals TEUR 94
Ergebnis des Geschäftsjahres 2011 TEUR -4

Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Treuhandvermögen

Das Treuhandvermögen beinhaltet Wertpapiere in Höhe von TEUR 79, die zum Marktwert bewertet wurden und Geldvermögen von TEUR 123. In gleicher Höhe wurden Treuhandverbindlichkeiten angesetzt.

Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagespiegel dargestellt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen das Körperschaftsteuerguthaben (TEUR 765), den Aktivwert aus einem Versicherungsanspruch (TEUR 133), den Anspruch auf Erstattung von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag (TEUR 10) und den Umsatzsteuererstattungsanspruch (TEUR 4). Darüber hinaus betreffen sie die Kautionen für die Büroräume in Gräfelfing und Hamburg (TEUR 19). Der Effekt aus der Abzinsung des Körperschaftssteuerguthabens ist in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten.

Rechnungsabgrenzungsposten

Es handelt sich im Wesentlichen um eine Vorauszahlung für die Neuzuweisung der Skontren, um abgegrenzte Provisionen aus Weiterbelastungen, Versicherungsbeiträge, Umlagevorauszahlungen, abgegrenzte Aufwendungen für eine Börsenveranstaltung und für Repräsentation sowie um vorausbezahlte Kosten für Informationsdienste, Zeitungsabonnements und freiwillige Sozialaufwendungen.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die Aktivwerte aus der Rückdeckungsversicherung (TEUR 1.192), die den beizulegenden Zeitwert und die Anschaffungskosten darstellen, wurden mit den Pensionsrückstellungen (TEUR 659) verrechnet.

scroll

2011 2010
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände TEUR 1.192 TEUR 1.079
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden TEUR 659 TEUR 663

Aufgrund der durch das BilMoG geänderten Bewertungsgrundlagen wäre im Vorjahr eine Zuführung zur der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 87 erforderlich gewesen. Im Geschäftsjahr wurde jedoch wie im Vorjahr nur die Mindestansammlung von 1/15 des zu-zuführenden Betrages als Aufwand (TEUR 6) erfasst.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten vor allem Verbindlichkeiten aus der Börsengeschäftsabwicklung für den Monat Dezember, Verbindlichkeiten aus Courtagen, Kursdifferenzen, Avalprovisionen und Dividendenverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten für Xetra-Gebühren.

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Handelsbestand

In den Handelspassiva ist kein Anteil an Fremdwährungen enthalten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten resultieren aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 370), Gehaltsverbindlichkeiten (TEUR 180) und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 81). Darüber hinaus beinhalten sie im Wesentlichen Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 97), Sozialversicherungsbeiträge für den Monat Dezember 2011 (TEUR 2) und Spesenabrechnungen von Mitarbeitern (TEUR 1).

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Rechnungsabgrenzungsposten

Es handelt sich um abgegrenzte Erträge aus Designated Sponsor Verträgen, die die Monate Januar bis November 2012 betreffen.

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen von TEUR 806 beinhalten Abschluss- und Prüfungskosten, Boni und Kosten für den Geschäftsbericht. Darüber hinaus sind Rückstellungen für ausstehenden Urlaub, ausstehende Rechnungen, die Rückstellung aufgrund von Aufbewahrungspflichten von Geschäftsunterlagen, sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft und Mietnebenkosten enthalten.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Zur Sicherung gegen allgemeine Bankrisiken wurde gemäß § 340e Abs. 4 i. V. m. § 340g HGB im Vorjahr erstmalig ein Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" i.H.v. TEUR 1.132 gebildet. Im Geschäftsjahr wurden 10 % des Nettoergebnisses aus dem Handelsbestand (TEUR 980) dem Sonderposten zugeführt.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von Euro 7.473.700,00 ist eingeteilt in 7.473.700 nennwertlose Aktien mit einem rechnerischen Wert von Euro 1,00. Sämtliche Aktien sind Inhaberaktien.

Am Bilanzstichtag befanden sich 113.700 eigene Aktien im Depot. Der Nennwert der eigenen Aktien wurde vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Kapitalrücklage

Aus der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 5.239 stammen TEUR 3.945 aus der im April 1999 durchgeführten Kapitalerhöhung der Gesellschaft im Rahmen des Börsengangs.

Im Rahmen der Verschmelzung mit der FAIRTRADE AG wurden in 2008 TEUR 1.294 in die Kapitalrücklage eingestellt.

Gewinnrücklagen

Sie beinhalten die gesetzliche Rücklage (TEUR 307) und die anderen Gewinnrücklagen (TEUR 4.522). Die Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 4.589 sind um den Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennwert der eigenen Anteile und den ursprünglichen Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 94 gemindert. Die Rücklage für eigene Anteil, die im Jahr 2009 zu bilden war, wurde in Höhe von TEUR 34 mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Der Verlust aus der Veräußerung eigener Anteil in Höhe von TEUR 7 wurde von der Gewinnrücklage abgesetzt.

Eigene Aktien

Am Bilanzstichtag befanden sich 113.700 eigene Aktien im Depot. Insgesamt wurden im Jahr 2011 83.972 Aktien gekauft, 9.529 Aktien verkauft. Der durchschnittliche Erwerbskurs belief sich im laufenden Geschäftsjahr auf Euro 1,62, der durchschnittliche Verkaufskurs auf Euro 1,58.

Die Käufe und Verkäufe wurden während des Geschäftsjahres wie folgt getätigt:

scroll

Kauf Stück Verkauf Stück
Januar 1.453 0
Februar 7.790 0
März 8.500 0
April 3.750 0
Mai 16.950 2.500
Juni 3.300 0
Juli 4.000 2.000
August 21.500 2.115
September 1.000 914
Oktober 3.029 0
November 4.000 0
Dezember 8.700 2.000
83.972 9.529

Der Bestand an eigenen Aktien entspricht einem Nennwert von Euro 113.700. Dies wiederum entspricht 1,5 % am Grundkapital.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wurde in der Hauptversammlung vom 12. Juli 2010 ermächtigt, bis zum 11. Juli 2015 eigene Aktien zum Zwecke des Wertpapierhandels mit der Maßgabe zu erwerben, dass der Handelsbestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien 5 % des Grundkapitals am Ende eines jeden Tages nicht übersteigen darf.

Im Geschäftsjahr machte die Gesellschaft von ihrer Ermächtigung zum Erwerb eigener An-teile zum Zwecke des Wertpapierhandels Gebrauch.

Bilanzunwirksame Geschäfte

Zum Bilanzstichtag ging die Gesellschaft schwebende Geschäfte in Form von Aufgabegeschäften für Kaufpositionen und Verkaufspositionen ein. Die Handelsvolumen belaufen sich auf TEUR 743 für Kauf- und TEUR 480 für Verkaufspositionen. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus diesen Positionen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Berücksichtigung eines Value at Risk-Abschlages im Ergebnis des Handelsbestands erfasst.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Zinsertrag sind verrechnete Aufwendungen und Erträge von TEUR 9 enthalten. Diese ergeben sich aus Erträgen aus der Rückdeckungsversicherung von TEUR 43 und Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung von TEUR 34.

Die Provisionserträge beinhalten im Wesentlichen Courtageerträge (TEUR 6.322), Provisionen aus Aktienlistings (TEUR 105), Erträge aus Dienstleistungen im Rahmen von Kapitalmarktbetreuung und aus Betreuungsverträgen im Rahmen der Tätigkeit als Designated Sponsor (TEUR 72), Platzierungsprovisionen (TEUR 58) und Provisionen aus Geschäften mit institutionellen Kunden (TEUR 39).

Im Handelsergebnis sind laufende Erträge aus Aufgabegeschäften in Höhe von TEUR 61 enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung aufgrund einer Kick-Back-Vereinbarung (TEUR 178) und sonstige Weiterbelastungen (TEUR 110), Sachbezüge (TEUR 18) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 33).

Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Börsen-/ Bankenabwicklungsgebühren (TEUR 3.414), Kosten für Wertpapier-Informationsdienste (TEUR 1.404), EDV-Kosten (TEUR 981), XETRA-Gebühren (TEUR 771), Kosten für das Handelssystem Max-One (TEUR 635), Kosten für das Orderabwicklungs- und Handelsunterstützungssystem (TEUR 492), Internet- und Leitungskosten (TEUR 371), Raumkosten (TEUR 313), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 260), Kosten für Investor Relations und Werbung (TEUR 187), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 160), Buchführungskosten (TEUR 112) und um Kosten für Börsenzulassungen (TEUR 110).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen mit TEUR 34 auf das erfolgswirksam vereinnahmte Körperschaftsteuerguthaben.

5. Sonstige Angaben

Organe

Zu Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt:

Herr Thomas Posovatz, München, Börsenmakler

Herr Herbert Schuster, Gauting, Börsenmakler

Herr Franz Christian Kalischer, Hamburg, Börsenmakler

Herr Detlef Lübbe, Norderstedt, Börsenmakler

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder beliefen sich auf TEUR 705 und setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

Herr Thomas Posovatz TEUR 159
Herr Herbert Schuster TEUR 180
Herr Franz Christian Kalischer TEUR 180
Herr Detlef Lübbe TEUR 186

Herr Thomas Posovatz ist Mitglied des Aufsichtsrats der Bayerische Börse AG, München und der XCOM AG, Willich (stellvertretender Vorsitzender).

Herr Franz Christian Kalischer ist Mitglied des Aufsichtsrats der SRH AlsterResearch AG, Hamburg.

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten folgende Personen an:

Herr Dr. Ottheinz Jung-Senssfelder, Rechtsanwalt, Vorsitzender

Herr Dr. Thomas Ledermann, Rechtsanwalt, stellvertretender Vorsitzender

Herr Thomas Mayrhofer, Rechtsanwalt

Herr Michael Wilhelm, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater

Herr Uwe Didwischus, Bankdirektor der Norddeutschen Landesbank, Hannover

Herr Hagen-Christian Kümmel, Leiter Wertpapierhandel der Hamburger Sparkasse AG, Hamburg

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen TEUR 96.

Herr Dr. Ottheinz Jung-Senssfelder ist Mitglied des Aufsichtsrats folgender Gesellschaften:

Hypoport AG, Berlin (Vorsitzender)

BRANDAD Systems AG, Fürth (Vorsitzender)

IC Immobilien Holding AG, München (stellvertretender Vorsitzender, bis August 2011)

Herr Thomas Mayrhofer ist Mitglied des Aufsichtsrats folgender Gesellschaften:

Primus Solutions AG, München (Vorsitzender)

Better Orange IR & HV AG, München

Group Seven AG, Schwaig

Herr Dr. Thomas Ledermann ist Mitglied des Aufsichtsrats der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG, Hamburg.

Herr Michael Wilhelm ist Mitglied des Aufsichtsrats folgender Gesellschaften:

Softing AG, München (stellvertretender Vorsitzender)

Kontron AG, Eching (bis Juni 2011)

Herr Didwischus ist seit April 2010 Mitglied des Aufsichtsrats der ConCardis GmbH, Frankfurt.

An die Sozietät Mayrhofer & Partner, München, deren Partner das Aufsichtsratsmitglied Herr Thomas Mayrhofer ist, wurde ein Honorar in marktüblicher Höhe von TEUR 4 für erbrachte Beratungsleistungen bezahlt.

Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen

Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 11. Juli 2015 ein- oder mehrmalig auf den Inhaber lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennwert von bis zu TEUR 7.500 mit einer Laufzeit von längstens 20 Jahren zu begeben und den Inhabern der Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf neue Aktien der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt TEUR 1.619 zu gewähren.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juli 2010 um TEUR 1.619 bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen. Sie wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die bis zum 11. Juli 2015 begeben werden, von ihrem Wandel- bzw. Optionsrecht Gebrauch machen oder Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist von fünf Jahren nach Eintragung der Ermächtigung vom 27. Juli 2008 an, einmal oder mehrmals um bis zu TEUR 3.737 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen mit Gewinnberechtigung ab Beginn des im Zeitpunkt der Ausgabe laufenden Geschäftsjahres zu erhöhen.

Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrates hierfür das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre gemäß den gesetzlichen Bestimmungen ausschließen. Dies gilt insbesondere, sofern die Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an anderen Unternehmen erfolgt.

Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, um das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt TEUR 498 durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen zu einem Ausgabebetrag zu erhöhen, der den Börsenpreis der Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich unterschreitet.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter - ohne Vorstandsmitglieder - beträgt:

scroll

Büro Hamburg 23
Büro Gräfelfing 15
Büro Berlin 8
Büro Frankfurt 8
Büro Hannover 4

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Die Gesellschaft besaß am Bilanzstichtag 100 % der Anteile an der MWB GmbH mit Sitz in Gräfelfing. Deren Kapital beträgt TEUR 94, der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2011 belief sich auf TEUR 4. Auf die Anteile wurde eine Abwertung in Höhe von TEUR 4 vorgenommen.

Die Beteiligung an der SRH Alster Research AG mit Sitz in Hamburg betrug zum Bilanzstichtag 45 %. Deren Eigenkapital beträgt TEUR 26, der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2011 belief sich auf TEUR 3.

Angabe von Beteiligungen, die der Gesellschaft nach § 21 ff. WpHG mitgeteilt wurden

Die BÖAG Finanzdienst AG, Hamburg, ist zu 24,46 % an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG beteiligt. Die FMNP Beteiligungs GmbH, Gräfelfing, hält 19,8 % der Anteile.

Die Posovatz Verwaltungs GbR, an der Herr Posovatz zu 50 % beteiligt ist, hält unmittelbar 6,4 % der Anteile an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.

Die Herren Kalischer und Lübbe halten jeweils 7,43 % der Anteile und Herr Mühlbauer 4,63 % der Anteile an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG. Die übrigen Gründungsmitglieder der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG halten zwischen 5 % und 10 % der Anteile.

Herr Schuster sowie die Aufsichtsratsmitglieder halten keine Aktien der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige Verpflichtungen aus laufenden Mietverträgen, aus Verträgen mit Wertpapierinformationsdiensten, aus Verträgen bezüglich des Orderabwicklungs- und Handelsunterstützungssystem, aus Verträgen über Werbekampagnen und Leitungsnetzen in folgender Höhe und Fälligkeit:

scroll

fällig 2012 TEUR 2.347
davon lautend auf TUSD 104.
fällig 2013 TEUR 1.081
TUSD 0
fällig 2014 TEUR 221
TUSD 0

Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr fallen als Honorar für die Abschlussprüfung TEUR 94 und für andere Bestätigungsleistungen TEUR 3 an.

Auslagerung von Dienstleistungen

Die Finanzbuchhaltung ist an die Steuerberaterin Cornelia Blank, Fischbachau, ausgelagert. Die Firma XCOM AG erbringt Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Erstellung von Meldungen gemäß KWG und WpHG sowie der Geld- und Stückebuchhaltung. Die interne Revision wurde ausgeführt von der Best Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Zweigniederlassung Hamburg.

6. Gewinnverwendung

Der Bilanzverlust in Höhe von TEUR 2.426 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Gräfelfing, den 23. März 2012

Thomas Posovatz

Herbert Schuster

Franz Christian Kalischer

Detlef Lübbe

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, Gräfelfing, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

München, den 25. April 2012

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Pfeiffer, Wirtschaftsprüfer

Kühn, Wirtschaftsprüfer

mwb fairtrade

Wertpapierhandelsbank AG

Rottenbucher Straße 28

82166 Gräfelfing

Postfach 16 44 • 82158 Gräfelfing

Telefon +49 89 85852-0

Fax +49 89 85852-505

www.mwbfairtrade.com

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.