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mVISE AG — Interim / Quarterly Report 2018
Sep 21, 2018
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Interim / Quarterly Report
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Halbjahresbericht 2018
mVISE AG
Wanheimer Str. 66 | 40472 Düsseldorf Tel.: +49 211 781780-0 | Fax: +49 211 781780-78
Das erste Halbjahr 2018 im Überblick
| mVISE Konzern | H1 2018 | H1 2017 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz (TEUR) | 9.229 | 5.340 | 73% |
| Gesamtleistung (TEUR) | 10.840 | 6.390 | 70% |
| EBITDA (TEUR) | 663 | 254 | 161% |
| EBITDA-Marge (%) | 7,20 | 4,80 | 50% |
| EBIT (TEUR) | 37 | $-531$ | 107% |
| EBIT-Marge (%) | 0,40 | $-0,99$ | 140% |
| Operativer Cashflow (TEUR) | $-62$ | $-551$ | 34% |
| Operativer Cashflow vor working capital (TEUR) | 632 | 252 | 250% |
| Liquide Mittel (TEUR) | 92 | 166 | $-45%$ |
| Bilanzsumme (TEUR) | 18.670 | 11.655 | 60% |
| Eigenkapitalquote (%) | 25 | 34 | $-27%$ |
| Mitarbeiter (durchschnittliche Anzahl) | 148 | 95 | 56% |
Inhaltsverzeichnis
| DER VORSTAND | $\overline{\mathbf{3}}$ | |
|---|---|---|
| 1 | VORWORT DES VORSTANDS | 4 |
| 2 | KONZERNLAGEBERICHT DER MVISE AG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 01.01. BIS ZUM 30.06.2018 6 | |
| 2.1 | GRUNDLAGEN DER AG | 6 |
| 2.2 | WIRTSCHAFTSBERICHT | 8 |
| 2.3 | ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE | 10 |
| 3 | DIE MVISE AG AM KAPITALMARKT | 18 |
| 3.1 | KURSENTWICKLUNG | 18 |
| 3.2 | INFORMATIONEN ZUR AKTIE | 19 |
| 4 | KONZERNHALBJAHRESABSCHLUSS ZUM 30.06.2018 NACH HGB | 22 |
| 4.1 | KONZERNBILANZ FÜR DAS 1. HALBJAHR VOM 01.01. BIS 30.06.2018 | 22 |
| 4.2 | KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS 1. HALBJAHR VOM 01.01. BIS 30.06.2018 | 24 |
| 4.3 | KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS 1. HALBJAHR VOM 01.01. BIS 30.06.2018 | 25 |
| 5 | KONZERNANHANG FÜR DAS 1. HALBJAHR VOM 01.01. BIS 30.06.2018 | 26 |
| 5.1 | BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN | 28 |
| 5.2 | ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ | 33 |
| 5.3 | SONSTIGE ANGABEN | 37 |
| 5.4 | NACHTRAGSBERICHT | 38 |
| 6 VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER | 39 |
Der Vorstand
Manfred Götz
Professional Services & Finance
Rainer Bastian
Products & Administration
$\mathbf{1}$ Vorwort des Vorstands
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre.
sehr geehrte Geschäftsfreunde und Partner unseres Unternehmens,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die vergangenen drei Jahre waren geprägt von einer erfolgreichen Turnaround-Story, die von der Strategie 2015+ getragen wurde. Klare Ambitionen verfolgen wir mit der Strategie 2018+: Wir wollen die Marktdurchdringung unseres Portfolios stetig optimieren, unsere Kundenbasis weiter diversifizieren und die digitale Transformation gemeinsam mit unseren Kunden vorantreiben. Übergeordnetes Ziel ist es, mVISE unter den Top 20 der mittelständischen IT-Anbieter in Deutschland zu positionieren.
Unser Wachstum steht dabei auf mehreren Säulen: Im Beratungsbereich konnten wir im ersten Halbjahr bei hoher Auslastung eine Steigerung der Tagessätze erzielen. Mit unserem neuen Standort München nutzen wir in Süddeutschland das große ökonomische und strukturelle Entwicklungspotential. Hervorzuheben sind hier eine große Zahl von Neukunden sowie die hohe Nachfrage nach Managed Services. Auch im Produktgeschäft haben im ersten Halbjahr Fortschritte erzielt. Für die Digitalisierung von Vertriebsprozessen bietet mVISE mit SaleSphere eine integrierte Lösung – und um dieses Produkt noch gezielter am Markt zu positionieren, haben wir SaleSphere noch in diesem Jahr in eine eigenständige GmbH überführt. Die Erfolge des intensivierten Produkt-Marketings machen sich in den deutlich gestiegenen Interessenten-Anfragen und Downloads bemerkbar.
Auch unser Produkt elastic.io gewinnt einen weiteren Großkunden. Nach einer Partnerschaft mit dem internationalen Software-Konzern Magic Software (Israel) konnten wir im ersten Halbjahr die Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom weiter ausbauen. Im Rahmen der Mittelstandsplattform, dem modularen Integrations-Hub der Deutschen Telekom, wird unser Produkt einem breiten Markt für deutsche Geschäftskunden verfügbar gemacht. Zwei Drittel aller Unternehmen nutzen mittlerweile Cloud-Lösungen. Entsprechend hoch ist der Integrationsbedarf. Mit unserer in Deutschland betriebenen Daten-Integrationsplattform sind wir hier natürlich konform mit der vieldiskutierten Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und anderen europäischen Datenschutz- und Security-Regelungen. Ergänzt durch unsere Consulting-Expertise sehen wir hier ein hohes Potential für Neukunden
Wir arbeiten konseguent daran, dass das Verhältnis von Erlösen aus Professional Services und Produkten stetig ausgewogener wird. Um die hohe Nachfrage zu bewältigen, haben wir auch im ersten Halbjahr 2018 wieder verstärkt auf Partner und Freelancer zurückgegriffen. Da die Margen beim Einsatz externer Fremddienstleister natürlich geringer sind, liegt unser Fokus für die kommenden Jahre
auf der Neueinstellung eigener Mitarbeiter durch die Intensivierung des Employer Brandings und einem verstärkten Recruiting. Ziel ist eine Verbesserung der Margen durch Rentabilitätssteigerungen im Beratungsgeschäft.
Das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit konnte im Berichtszeitraum weiter gesteigert werden. Trotzdem zeigt die IT Branche den typischen Geschäftsverlauf: Weil viele Budgets erst am Ende des Geschäftsjahres vergeben werden, fällt das erste Halbjahr traditionell schwächer aus als das zweite Halbjahr. Vor diesem Hintergrund ist es umso erfreulicher, dass die mVISE das höchste EBIT in einem ersten Halbjahr seit Börsengang erzielen konnte. Weiterhin konnten Betriebsmittelkredite mit den kooperierenden Banken ausgeweitet werden und ausreichend Spielraum für weiteres organisches und anorganisches Wachstum geschaffen werden. Das aktuelle Auftragsvolumen in Höhe von mehr als 7 Mio. Euro sichert eine hohe Auslastung, und die große Nachfrage - insbesondere von Großkunden - ist ein positives Zeichen für signifikante Vertragsabschlüsse im zweiten Halbjahr. Motor der IT-Dienstleistungsbranche ist nach wie vor die Digitale Transformation, insbesondere in den Bereichen Digital Operational Excellence und Digital Customer Experience. Hierauf werden wir uns in den nächsten Jahren besonders fokussieren und sind überzeugt, dass diese strategische Ausrichtung eine stabile Grundlage für nachhaltiges und profitables Wachstum bildet.
Insgesamt erzielte die mVISE-Aktie im Berichtszeitraum einen Anstieg um 26 Prozent gegenüber dem Jahresschlusskurs 2017, einhergehend mit einer deutlichen Erhöhung der Marktkapitalisierung. Wir freuen uns sehr über das zunehmende Investoren-Interesse und möchten uns gleichzeitig ganz besonders herzlich bei denjenigen bedanken, die uns schon länger begleiten. Unser Dank gilt auch unseren Mitarbeiterrinnen und Mitarbeiter, die maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Entwicklung haben sowie unseren Kunden und Partnern, die unseren Produkten und Leistungen tagtäglich ihr Vertrauen schenken.
Düsseldorf, im August 2018
$\text{M}_{\text{out}}$ ) of
Ham Partin
Der Vorstand
Manfred Götz | Rainer Bastian
$\overline{2}$ Konzernlagebericht der mVISE AG für den Zeitraum vom 01.01. bis zum 30.06.2018
Der Konzernlagebericht sollte im Kontext mit dem Konzernabschluss und den Angaben im Konzernanhang gelesen werden. Die folgenden Darstellungen basieren auf einer Reihe von Angaben, die detailliert im Konzernanhang dargestellt sind. Darüber hinaus enthält der Konzernlagebericht auch in die Zukunft gerichtete Aussagen, d. h. Aussagen, die auf bestimmten Annahmen und den darauf basierenden aktuellen Planungen, Einschätzungen und Prognosen beruhen. Zukunftsaussagen besitzen nur zu dem Zeitpunkt Gültigkeit, in welchem sie gemacht werden. Das Management der mVISE AG übernimmt keine Verpflichtung, die diesem Dokument zugrundeliegenden Zukunftsaussagen beim Auftreten neuer Informationen zu überarbeiten und/oder zu veröffentlichen. Zukunftsaussagen unterliegen immer Risiken und Unsicherheiten. Der Vorstand der mVISE AG weist darauf hin, dass eine Vielzahl von Faktoren zu einer erheblichen Abweichung in der Zielerreichung führen kann. Wesentliche Faktoren werden im Abschnitt "Risikobericht" des Konzernjahresberichts 2017 detailliert beschrieben.
$2.1$ Grundlagen der AG
2.1.1 Geschäftstätigkeit
Die mVISE AG beschleunigt die digitale Transformation und Integration mit Professional Services, Produkten und kundenspezifischer Software. Dabei liegen die Kernkompetenzen in den Bereichen Mobile- und Cloud Computing, IT-Infrastrukturen und Security sowie Integration und Auswertung von komplexen Daten. mVISE realisiert Digitalisierungsprojekte gemeinsam mit den Kunden - von der Konzeptphase über die Entwicklung und Implementierung bis hin zu Managed Services. Cloud-Produkte wie die iPaaS-Plattform elastic.io beschleunigen Integrationsaufgaben. Für die Digitalisierung von Vertriebsprozessen bietet mVISE mit SaleSphere eine integrierte Lösung.
Das mVISE-Team hat einen ausgeprägten Technologie-Fokus und verfolgt ein gemeinsames Ziel: die Projekte der mVISE-Kunden zum Erfolg zu führen. Neben der Firmenzentrale Düsseldorf verfügt mVISE über Niederlassungen in München, Frankfurt, Hamburg und Bonn. Darüber hinaus flankiert ein kompetentes Partner-Netzwerk das mVISE-Lösungsspektrum - dazu zählen u.a. Amazon Web Services, ProfitBricks, XebiaLabs und Couchbase.
2.1.2 Konzernstruktur
Neben der Muttergesellschaft in Düsseldorf, der mVISE AG, sind die folgenden Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen:
Just Intelligence GmbH, Hamburg
Seit 2014 ist die mVISE AG an der Just Intelligence GmbH. Hamburg beteiligt. Im September 2016 wurde die Beteiligung von 33,4% auf 50,1% aufgestockt. Im Januar 2017 erfolgte eine weitere Aufstockung auf 78%. Die bilanzielle Konsolidierung der Gesellschaft erfolgte ab Q4/2016. Die Just Intelligence wurde nach dem Bilanzstichtag veräußert und wird noch bis 31. Juli 2018 vollkonsolidiert.
elastic.io GmbH. Bonn
Seit Mai 2017 ist die mVISE AG mit 75,1% der Anteile an der elastic.io GmbH, Bonn beteiligt. Für die verbleibenden 24,9% wurde ebenfalls eine vertragliche Regelung getroffen. Die bilanzielle Konsolidierung der Gesellschaft erfolgte ab Mai 2017.
Die elastic.io GmbH wurde im Jahr 2013 gegründet und bietet mit ihrer Software eine cloudbasierte Integrationsplattform, die eine schnelle, sichere und kosteneffektive Vernetzung unterschiedlicher IT-Systeme und damit einen reibungs- und friktionslosen Datenaustausch ermöglicht. Das Herzstück der Software sind zahlreiche Konnektoren sowie ein ausgefeiltes Software-Development-Kit für die Entwicklung neuer Schnittstellen. Vertrieben wird die Lösung sowohl cloudbasiert im iPaaS-Modell (Integration Plattform as a Service) als auch als On-Premise-Lizenz für Großunternehmen.
2.1.3 Steuerungssystem
Die Verwaltung der Gesellschaft steuert deren Belange in ordentlichen Sitzungen der Organe der Gesellschaft sowie mittels informeller Abstimmung zwischen Aufsichtsrat und Vorstand und innerhalb der Gremien. Darüber hinaus werden regelmäßig Themen im Rahmen von regelmäßigen Management-Meetings erörtert, an denen Vertreter aus allen Bereichen der Gesellschaft teilnehmen. Der Vorstand steuert das Unternehmen mit Hilfe eines Management-Informations-Systems mit einer integrierten Leistungsrechnung einschließlich einer detaillierten laufenden Projektion über Finanzmittelbedarf und -verwendung. Der Vorstand steuert den Konzern und dessen Entwicklung wesentlich über die folgenden finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren. Es wird hierbei auf eine nachhaltige Entwicklung des Konzerns großen Wert gelegt. Die genaue Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns ist unter Punkt 3.3 angeführt.
$2.1.4$ Forschung und Entwicklung
Die technologische und fachliche Weiterentwicklung des Unternehmens und seiner Mitarbeiter ist essentiell für den Geschäftserfolg der mVISE AG. Im Geschäftsjahr 2017 wurden daher wesentliche Anstrengungen unternommen, das Produkt elastic.io weiterzuentwickeln. Die elastic.io GmbH verfügt mit ihrer gleichnamigen Software über eine im Markt führende Integrationsplattform, mit der sich die Integration zwischen unternehmensinternen Infrastrukturen und externen Cloud-Systemen schneller, sicherer und kosteneffektiver gestalten lässt. Die Weiterentwicklungen bezogen sich insbesondere auf die Internationalisierung und Mehrsprachigkeit, um weitere Märkte zu erschließen. Weiterhin wurde
an der Skalierbarkeit des Produkts gearbeitet, um Großkunden idealen Service zu bieten. Damit ist das Produkt elastic.io weiter gereift und hat eine höhere Zukunftssicherheit.
Das Produkt SaleSphere wurde Ende 2017 in Apple App-Store und Google Playstore als SaaS-Programm gelauncht. Im ersten Halbjahr des Jahres 2018 sind weitere Features hinzugekommen. Diese ermöglichen die Speicherung und Verwaltung von Foto-Chart/PDF-Chart-Dateien in Produktpräsentationen und sie dienen als Dokumentationswerkzeug im Kundentermin mit automatischer Generierung von Besuchsberichten. Außerdem ist gemeinsames Arbeiten an Fotos und PDFs durch das SaleSphere-Backend möglich.
Die Entwicklungsanstrengungen bei ICC (Just Intelligence) richteten sich im Berichtsjahr insbesondere auf die weitere Optimierung der Usability des Produktes.
$2.2$ Wirtschaftsbericht
2.2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) veröffentlichte im Juni 2018 das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und hat sich im Juni leicht eingetrübt: Es liegt mit 101 Punkten nur noch geringfügig über der 100-Punkte-Marke, die für ein durchschnittliches Wachstum steht. Im zweiten Quartal dürfte das Bruttoinlandsprodukt um 0,4 Prozent gestiegen sein.
"Die deutsche Wirtschaft verliert zwar im Vergleich zu dem rasanten Vorjahr an Tempo, ein Abschwung ist dies aber noch nicht", so DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. "Die deutsche Wirtschaft bleibt weiterhin gut ausgelastet."
Im Zuge des schwelenden Handelskonfliktes mit den USA halten sich jedoch viele Unternehmen mit Bestellungen zurück; insbesondere die auf Investitionsgüter spezialisierte deutsche Exportwirtschaft verzeichnet seit geraumer Zeit rückläufige Neubestellungen. "Noch sind die Auftragsbücher gut gefüllt. Eskaliert der Handelsstreit aber weiter, kann dies die deutsche Industrie massiv beeinträchtigen", erläutert Simon Junker, DIW-Experte für die Konjunktur in Deutschland.
2.2.2 Markt und Marktumfeld
Die Branchenentwicklung im IT-Sektor wird durch den Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (Bitkom) analysiert und bewertet. Bitkom ist das Sprachrohr der IT-Branche in Deutschland. Insgesamt vertritt Bitkom mehr als 2.500 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, davon 1.700 Direktmitglieder. Sie erzielen mit 700.000 Beschäftigten jährlich Inlandsumsätze von 190 Milliarden Euro und stehen für Exporte im Wert von weiteren 50 Milliarden
Euro. Mehr als drei Viertel der Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland, jeweils knapp 8 Prozent kommen aus sonstigen Ländern der EU und den USA, knapp 6 Prozent aus anderen Regionen.
Mit 1.000 mittelständischen Unternehmen ist der Bitkom das größte Netzwerk des IT-Mittelstands in Deutschland. Rund 3.950 Beschäftigte mittelständischer Unternehmen arbeiten in den Gremien des Bitkom mit. Inhaber und Führungskräfte mittelständischer Mitgliedsunternehmen treffen sich bei den regelmäßigen Executive-Veranstaltungen des Bitkom. Der Bitkom-Mittelstandsindex ist der Saldo aus den Prozentanteilen der mittelständischen IT-Unternehmen, die steigende Umsätze erwarten, und denen, die mit einem Umsatzrückgang rechnen. Verglichen mit dem Ifo-Konjunkturtest, der die Geschäftserwartungen in der gesamten gewerblichen Wirtschaft abbildet, steht der IT-Mittelstand nach wie vor sehr gut da. Der Mittelstand rechnet weiter mit steigenden Umsätze. Dabei geben 85% der Unternehmen an, dass ihre Umsätze im 1. Halbjahr 2018 steigen. Gut jedes achte Unternehmen (13 Prozent) erwartete gleichbleibende Umsätze und nur 3 Prozent gingen von Umsatzeinbußen aus. Das hat die aktuelle Konjunkturumfrage des Bitkom unter mittelständischen IT-Unternehmen ergeben.
Gemäß einer Studie von Crisp Research ändern sich mit der digitalen Transformation die Anforderungen an die IT-Infrastruktur fundamental. Auf herkömmlichen IT-Architekturen lassen sich hochskalierende und elastische Cloud-, IoT- oder Mobile-Anwendungen nicht mehr betreiben. Zudem ist die hohe Innovationsgeschwindigkeit ein weiterer wichtiger Faktor, der die Infrastrukturen von morgen beschäftigt. Diese macht die Modernisierung der Rechenzentren unverzichtbar. Die aktuellen Rechenzentrum und geplanten Investitionen im werden maßgeblich durch die Digitalisierungsvorhaben der Unternehmen geprägt. 93 Prozent der befragten Unternehmen werden bis 2020 maßgeblich in neue Technologien investieren, um ihr Rechenzentrum fit für die Digitalisierung zu machen. Denn die IT-Infrastruktur gilt als ein Kern der digitalen Transformation. Zwei Drittel der Entscheider messen dem Rechenzentrum bzw. der IT-Infrastruktur eine Hauptrolle im digitalen Wandel des eigenen Unternehmens bei.
Auch mehr Budget ist notwendig, um die vielfältigen Anforderungen der Digitalisierung meistern zu können und die eigene IT-Infrastruktur zu modernisieren. Daher wünschen sich 70 Prozent der Entscheider mehr IT-Budget (51 Prozent wollen 10-20 Prozent mehr Budget - jeder fünfte Entscheider hält ein Aufstocken um 20 oder mehr Prozent für notwendig).
Wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum
Erfolgreicher Abschluss des Asset-Deals mit der SHS VIVEON AG
Im Oktober 2017 wurde im Rahmen eines Notarvertrages der Asset Deal mit der SHS VIVEON AG, München vereinbart. Ende Dezember 2017 waren alle Vollzugsbedingungen erfüllt, so dass der Vertrag umgesetzt werden konnte. Im Januar 2018 wurde die Bezahlung des Barkaufpreises getätigt.
Aufnahme von Kreditlinien zweier Bankinstitute
Die Zusammenarbeit mit Banken verlief im ersten Halbiahr 2018 erfreulich. Zwei weitere Institute konnten in den Finanzierungskreis der mVISE aufgenommen werden. So stehen nun auch die HypoVereinsbank Düsseldorf und die Sparkasse Essen der mVISE als Partner zur Seite.
$2.3$ Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
$2.3.1$ Gesamtdarstellung
Im ersten Halbiahr 2018 konnte der mVISE-Konzern Umsatz und Gesamtleistung gegenüber dem Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres deutlich steigern. Während der Konzernumsatz um 73% von EUR 5,3 Mio. auf EUR 9,2 Mio. zunahm, erhöhte sich die Gesamtleistung um 70% von EUR 6,4 Mio. auf EUR 10,8 Mio. Der Zuwachs ist insbesondere auf den weiteren Ausbau des Bereichs Professional Services zurückzuführen, da durch den Asset Deal mit der SHS VIVEON AG 40 neue Berater mit bestehenden Projekten und Kunden in die mVISE eingegliedert wurden. Aber auch die Ausweitung der der Produktumsätze trägt zum Umsatzwachstum bei. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass das erste Halbjahr branchenabhängig – viele Budgets werden erst am Ende des Geschäftsjahres vergeben – traditionell schwächer ausfällt als das zweite Halbjahr. Vor dem Hintergrund weitestgehend linearer Personalkosten belastet dieser Effekt das Halbjahresergebnis. Dazu kam es zu einer Zunahme des Fremdleistungsanteils in Folge der hohen Auslastung. Entsprechend fielen sowohl das Ergebnis in den ersten sechs Monaten noch negativ aus. Der Cashflow ohne Berücksichtigung von Veränderungen des Umlaufvermögens zeigt die erfreuliche Entwicklung der Geschäftstätigkeit. Hier konnte eine deutliche Steigerung gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 erreicht werden. Für das Gesamtjahr geht der Vorstand aber unverändert von einer Fortsetzung der positiven Entwicklung aus.
Auch nach der Ausgabe der Wandelschuldverschreibung zur Finanzierung der Akquisition der elastic.io GmbH beläuft sich die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2018 auf 25%. Damit weist die mVISE AG nach wie vor eine solide Bilanzstruktur auf, die ausreichend Spielraum für weiteres organisches und anorganisches Wachstum bietet.
2.3.2 Ertragslage
Umsatzentwicklung
Der Konzernumsatz belief sich im ersten Halbjahr 2018 auf EUR 9,2 Mio. (H1 2017: EUR 5,3 Mio.). Dabei konnten sowohl der Bereich Professional Services als auch der Bereich Products deutlich zulegen. Im Bereich Professional Services stiegen die Umsätze in Folge der hohen Auslastung im Beratungsgeschäft sowie der ausgeprägten Nachfrage nach Managed Services. Im Bereich Products blieben die Umsätze annähernd auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2017, da einige Projekte nicht bis zur Jahresmitte abgerechnet werden konnten. Ausgehend von Umsätzen in Höhe von EUR 9,2 Mio. unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen in Höhe von EUR 0,8 Mio. (H1 2017: EUR 0,3 Mio.) sowie der aktivierten Eigenleistungen in Höhe von EUR 0,8 Mio. für die Weiterentwicklung der drei Produkte
SaleSphere, ICC und elastic.jo (H1 2017; EUR 0.8 Mio.) ergibt sich für die ersten sechs Monate 2018 eine Gesamtleistung in Höhe von EUR 10,8 Mio. (H1 2017: EUR 6,3 Mio.).
Entwicklung der Aufwendungen
Im Berichtszeitraum beliefen sich die bezogenen Fremdleistungen auf EUR 3,1 Mio. (H1 2017: EUR 1,9 Mio.). Die Fremdleistungen betreffen im Wesentlichen den Einsatz freier Mitarbeiter. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultierte aus der erfreulichen Nachfrageentwicklung, der jedoch nur zeitverzögert mit der Einstellung neuer eigener Mitarbeiter begegnet wird. Insgesamt entwickelte sich der Aufwand prozentual zum Umsatz.
Die Personalkosten betrugen EUR 5,5 Mio. (H1 2017: EUR 3,4 Mio.), einhergehend mit einer in Bezug zur Gesamtleistung auf 50,9% reduzierten Personalkostenquote (H1 2017: 52,4%). Diese Entwicklung korrespondiert zum einen mit unserem noch weiterhin im Aufbau befindlichen Personalstamm, zeigt vor allem jedoch die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells im Bereich Professional Services. So hat die hohe Steigerung der Umsätze in diesem Bereich zu keiner Kostenausweitung im administrativen Bereich geführt.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Raumkosten, Fahrzeugkosten, Werbe- und Kapitalmarktkosten, sowie die Kosten für die Abschlussprüfung und Rechtsberatung. Sie sind im Berichtszeitraum um 70% auf EUR 1,7 Mio. (H1 2017: EUR 1,0 Mio.) gestiegen und weisen somit eine proportionale Steigerung im Verhältnis zur Gesamtleistung auf. Weiterhin sind Kosten für den beschleunigten Wachstumskurs des mVISE Konzerns durch den Zukauf der Assets der SHS VIVEON AG, München und der Vorbereitung des Verkaufs der Just Intelligence GmbH enthalten. Weiterhin wurden Einmalaufwände für die Vorbereitung der Ausgliederung der SaleSphere GmbH notwendig. Zudem entstanden Aufwände für die Akquisition, Integration und vor allem für die Neueinstellung und Schulung von Professional Services-Mitarbeitern für Produktbereiche.
Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen im ersten Halbjahr 2018 bei EUR 0,6 Mio. (H1 2017: EUR 0,8 Mio.). Die Reduzierung, trotz zusätzlichen Abschreibungsbedarf auf den Goodwill des SHS Asset-Deals, resultiert aus der Änderung der Abschreibungsdauern. Wie schon im Jahresabschluss 2017 werden Firmenwerte auf 10 Jahre und Produkte ebenfalls auf 10 Jahre abgeschrieben und spiegeln so wesentlich sinnvoller die Nutzungsdauer der Produkte wieder.
Ergebnisentwicklung
Im Berichtszeitraum konnte trotz der oben beschriebenen Belastungen, die sich aus dem organischen und dem anorganischen Wachstum im Berichtszeitraum ergeben haben, ein EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) in Höhe von EUR 0,7 Mio. erzielt werden (H1 2017: EUR 0,3 Mio.). Die mVISE konnte auf Grund verminderter Abschreibungen ein positives EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) im Berichtszeitraum von TEUR 37. (H1 2017: EUR -0,5 Mio.) erreichen.
Das Finanzergebnis belief sich in den ersten sechs Monaten 2018 auf EUR -0,18 Mio. (H1 2017: EUR -0,11 Mio.), einhergehend mit einem Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von EUR -0,15 Mio. (H1 2017: EUR -0,6 Mio.). Unter Berücksichtigung eines Steuerertrags in Höhe von EUR 0,01 Mio. (H1 2017: EUR 1,1 Mio.) ergibt sich somit ein Konzernperiodenfehlbetrag in Höhe von EUR -0,14 Mio. (H1 2017: EUR 0,5 Mio.).
2.3.3 Vermögenslage
Kurzfristiges Vermögen
Zum 30. Juni 2018 erhöhten sich die kurzfristigen Vermögensgegenstände deutlich auf EUR 4,2 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 1,9 Mio.). Dabei nahm durch das erheblich gestiegene Geschäftsvolumen der Vorratsbestand (unfertige Leistungen) auf EUR 1,0 Mio. zu (31. Dezember 2017: EUR 0,3 Mio.).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf EUR 2,5 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 1.2 Mio.). Sie sind auf Grund des gestiegenen Umsatzvolumens ebenso proportional angestiegen. Der dadurch entstandene Liquiditätsbedarf konnte durch entsprechende Kreditvereinbarungen problemlos finanziert werden.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenstände von EUR 0,6 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 0,2 Mio.) und der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von EUR 0,09 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 0,2 Mio.) unterliegen keiner wesentlichen Veränderung. Zur weiteren Ausstattung der Gesellschaft mit liquiden Mitteln wurden weitere kurzfristige Kreditvereinbarungen getroffen, so dass die mVISE jegliche Zahlungsverpflichtung fristgerecht leisten kann.
Langfristiges Vermögen
Die langfristigen Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag EUR 11 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 6,7 Mio.). Der deutliche Zuwachs basiert im Wesentlichen auf dem Goodwill aus dem Beteiligungserwerben der Assets der SHS VIVEON AG.
Fremdkapital
Zum 30. Juni 2018 belief sich das Fremdkapital auf EUR 11.2 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 7.7 Mio.). Der Anstieg resultiert in erster Linie aus der Ausgabe zweier Wandelschuldverschreibung, die in der Bilanz mit EUR 6,5 Mio. zu Buche schlägt. Weiterhin wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten deutlich ausgeweitet und betragen zum 30.06.2018 EUR 2,2 Mio.
Aus der organischen Erweiterung des Geschäftsbetriebes ergaben sich erwartungsgemäß Steigerungen der übrigen Fremdkapitalpositionen. So erhöhten sich die Rückstellungen zum Bilanzstichtag auf EUR 2,8 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 2,0 Mio.). Des Weiteren betrugen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen EUR 1,1 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 0,7 Mio.), die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten EUR 2,2 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 0,9 Mio.) und die erhaltenen Anzahlungen EUR 0,2 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 0,1 Mio.).
Eigenkapital
Zum 30. Juni 2018 belief sich das Eigenkapital auf EUR 4,7 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 4,6 Mio.). Der Anstieg resultiert in erster Linie aus der Ausgabe Kapitalerhöhung in Höhe TEUR 79, sowie einer damit verbundenen Einzahlung in Höhe von 2 TEUR in die Kapitalrücklage. Die Eigenkapitalquote für das erste Halbjahr 2018 beträgt 25% und sank gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 (H1 2017: 34,1%.) Dies resultiert insbesondere durch den starken Anstieg der Bilanzsumme aus der Ausgabe der Wandelschuldverschreibung, die in der Bilanz mit EUR 6,5 Mio. zu Buche schlägt und aus der organischen Erweiterung des Geschäftsbetriebes und den erworbenen Assets der SHS VIVEON AG.
$2.3.4$ Finanzlage, Kapitalflussrechnung und Liquidität
Kapitalflussrechnung und Liquidität
Der Zahlungsmittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit ohne Berücksichtigung der Veränderungen des Umlaufvermögens (working capital) konnte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 positiv entwickeln und betrug EUR 0,6 Mio. (H1 2017 EUR 0,25 Mio.).
Analog zum Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, das durch den beschleunigten Wachstumskurs beeinträchtigt wurde, war der Zahlungsmittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit nach working capital im Berichtszeitraum beinahe neutral und belief sich auf EUR -0,01 Mio. (H1 2017: EUR $-0,55$ Mio.).
Der Nettozahlungsmittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf EUR -4,1 Mio. (H1 2017: EUR 2,9 Mio.). Dabei betrugen die Investitionen in das Sachanlagevermögen TEUR 60
(H1 2017: TEUR 40) und die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte EUR 0.8 Mio. (H1 2017: EUR 0,9 Mio.). Der verbleibende Betrag in Höhe von EUR 3,2 Mio. (H1 2017: EUR 2,0 Mio.) entfällt auf Auszahlungen für Zugänge zum Asset Deal.
Der Nettozahlungsmittelfluss aus Finanzierungstätigkeit betrug im ersten Halbjahr 2017 EUR 1,7 Mio. (H1 2017: EUR 1,9 Mio.). Der positive Saldo resultierte dabei aus Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen.
Somit ergab sich für die ersten sechs Monate 2018 insgesamt ein Gesamt-Cashflow in Höhe von EUR 0,1 Mio. (H1 2017: EUR 0,2 Mio.). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläguivalente beliefen sich am 30. Juni 2018 auf EUR 0,1 Mio. (30. Juni 2017: EUR 0,2 Mio.).
2.3.5 Investitionen
Im Berichtszeitraum wurden Investitionen mit einem Volumen in Höhe von EUR 4,1 Mio. getätigt (H1 2017: EUR 0,9 Mio.). Davon flossen TEUR 60. (H1 2017: TEUR 40) in das Sachanlagevermögen und EUR 0,8 Mio. (H1 2017: EUR 0,9 Mio.) in immaterielle Vermögenswerte, sowie EUR 3,2 Mio. in den Kauf von konsolidierten Unternehmen. Zum größten Teil wurden die investierten Mittel für den Asset Deal mit der SHS VIVEON AG aufgewendet sowie für die Weiterentwicklung der Produkte SaleSphere, ICC und elastic.io.
2.3.6 Mitarbeiter
Für mVISE sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiter das wesentlichste Asset. Im Berichtszeitraum nahm die Anzahl der Mitarbeiter von 141 zum 31. Dezember 2017 auf 157 zum 30. Juni 2018 zu. Der deutliche Anstieg hat mehrere Gründe: Zum einen wurden im Geschäftsbereich Professional Services zahlreiche neue Mitarbeiter eingestellt und zum anderen wurde auch der Produktbereich weiter ausgebaut. Im Durchschnitt waren im ersten Halbjahr 2018 148 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt (H1 2017: 95).
2.3.7 Auftragslage
Der Auftragsbestand des mVISE AG lag zum Ende des Berichtszeitraums mit rund EUR 7 Mio. deutlich über dem Vorjahresniveau (30. Juni 2017: EUR 3,1 Mio.). Im Berichtszeitraum entfiel ein Großteil des Auftragsbestands auf den Bereich Professional Services, ein kleinerer in Höhe von EUR 0,6 Mio. des Auftragsbestands auf den Produktbereich. Insgesamt rechnet der Vorstand im laufenden
Geschäftsjahr für die Produkte SaleSphere und elastic.jo mit einer weiteren signifikanten Verschiebung des Auftragsbestands zugunsten der Produkte.
2.3.8 Risiko- und Chancenbericht
Die Chancen und Risiken aus unternehmerischer Tätigkeit werden vom Vorstand laufend definiert, bewertet und, soweit möglich und unternehmerisch sinnvoll, minimiert oder auf Dritte verlagert. Im Geschäftsbericht 2017 wird innerhalb des Konzernlageberichts unter der Ziffer 3.3 "Risiko- und Chancenbericht" ausführlich auf Risiken, die den Geschäftserfolg der mVISE AG gefährden könnten sowie Geschäftspotenziale hingewiesen. Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Veränderungen im Risiko- und Chancenprofil der mVISE AG.
2.3.9 Prognosebericht
Mit der Strategie 2015+ öffnete sich die mVISE bereits den sich abzeichnenden Marktentwicklungen in Richtung Industrie 4.0, Internet of Things, Cloud-Technologien, Datenschutz - und folgte damit den strategischen IT-Tendenzen in den Unternehmen. Mobility wandelte sich von der Konsumenten-Orientierung zu einem zentralen Strukturmerkmal von Unternehmens-IT. Gleichzeitig wurden Integrations- und Auswertungsthemen zunehmend komplexer. Bereits in den vergangenen 3 Jahren zeichnete sich ab, dass der Erfolg der westlichen Unternehmen von deren Fähigkeiten und Möglichkeiten abhängt, ihre Geschäftsmodelle digital zu transformieren und die Unternehmens-IT mit Hilfe von Integration und geschickter Datennutzung effizient und agil aufzustellen.
Im Rahmen der am 16. März veröffentlichten Strategie 2018+ soll diese Fokussierung auf die Themenstellungen der Digitalen Transformation und Integration weiter fokussiert werden. Die drei Kernthemen aus der Strategie 2015+ - Mobility, Virtualization, Security - wurden ergänzt. In den beiden Key Performance Areas der Digitalen Transformation - Digital Customer Experience und Digital Operational Excellence - liefert mVISE den Unternehmen einen essenziellen Beitrag zu mehr Wachstum, Reputation, Effizienz und Agilität.
Nachdem mVISE nunmehr ein Vielfaches seiner Größe von 2015 erreicht hat, soll die Organisation in mehreren Bereichen weiter professionalisiert werden:
Im ersten Halbjahr wurde begonnen, die Außendarstellung mit Hilfe von spezialisierten Mitarbeitern zu verstärken. Ein intensiviertes Marketing soll auf Kunden-, Partner- und Bewerberseite eine verstärkte Wahrnehmung der mVISE als gewichtigem Player im Markt erzeugen.
Der Veränderungsdruck zur Digitalen Transformation hat auch den Führungs- und Fachkräftemarkt längst erreicht. Ein verbessertes Recruiting – unterstützt durch ein wirksames Employer Branding – wird erfolgskritische Basis für die Gewinnung der für die Strategieumsetzung essenziell benötigten Fachkräfte.
Mit Hilfe eines besonderen Partnerprogramms wird mVISE die vielversprechenden Vertriebsaktivitäten mit Partnern verstärken. Die Generierung neuer Kunden-Partnerbeziehungen soll über ein intensiviertes Online-Marketing erfolgen, wie es schon heute erfolgreich im Produktebereich praktiziert wird.
Auch an mVISE selbst geht der Veränderungsdruck nicht vorbei. Das Unternehmen wird intern die Prozesse in Richtung einer effizienten und agilen Konzernstruktur für über 200 Mitarbeitern ausrichten. Für Controlling, Sales, IT, HR wurden bereits Änderungsprojekte aufgesetzt, die in den kommenden 3 Jahren das Unternehmen organisatorisch und prozedural stärken und für das geplante Wachstum rüsten. Und schließlich wird die Margensteigerung ein zentrales Thema der kommenden Jahre sein. Sowohl die Rentabilität der Beratungsprojekte als auch das Wachstum der Produktumsätze bieten hier Herausforderungen und Potenziale, die mVISE bereits in Ansätzen verifizieren konnte.
Nach der erfolgreichen Umsetzung der Strategie 2015+ hat die mVISE mit Ihrer neuen Strategie 2018+ nun das Ziel formuliert, sich innerhalb der kommenden Jahre auf der Liste der Top 20 mittelständischen IT-Dienstleister zu platzieren. Um dies zu erreichen, muss die mVISE überdurchschnittlich wachsen. Das Portfolio ist entsprechend auf die Wachstumsthemen im IT-Markt fokussiert. Ohne Berücksichtigung weiterer Akquisitionen erwartet das Unternehmen im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von mehr als 25 Millionen Euro und bis 2020 einen Umsatz von 35 Millionen zu erreichen. Dies entspräche einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von ca. 45 % ab 2017.
Aus diesem Umsatz wird eine EBIT-Marge von knapp 15% für das Jahr 2020 erwartet. Der Fokus liegt hierbei in den nächsten Jahren auf einem Umsatzmix, der sich von derzeit 75 % aus Professional Services und zu 25% aus Produkten zu einem etwa gleichverteilten Umsatz-Mix von 50/50 % hin entwickelt. Diese Verschiebung des Umsatzes zu Gunsten von Produkten ist die Chance auf eine wesentlich höhere Margenerwartung in den Folgejahren. Dadurch soll die EBIT-Marge bis 2020 auf 15% gesteigert werden.
Die Umsetzung der Strategie 2015+ erfolgte plangemäß und unter weitaus ungünstigeren Bedingungen, als sie heute für die weitere Unternehmensentwicklung vorliegen. Wir sind daher zuversichtlich, dass wir auch die kommende Drei-Jahres-Periode erfolgreich bestehen - mit wirtschaftlichem Augenmaß, organisatorischem Geschick und hervorragenden Fachkräften sollte uns gelingen, was der Markt in Aussicht stellt - ein signifikantes profitables Wachstum.
Düsseldorf, im August 2018
Marcher 1. 17
Ham Parte
Der Vorstand
Manfred Götz | Rainer Bastian
$\overline{\mathbf{3}}$ Die mVISE AG am Kapitalmarkt
$3.1$ Kursentwicklung
Marktbericht
Basierend auf der erfolgreichen Unternehmensentwicklung, entwickelte sich die Aktie der mVISE AG im Geschäftsjahr 2017 deutlich überdurchschnittlich und notierte zum Jahresabschluss am 30. Dezember mit einem Kurs von EUR 4,14 im Xetra-Handel. Dies bedeutet einen Anstieg um 39,4 Prozent gegenüber dem Jahresschlusskurs 2017 In das Jahr 2018 startete die mVISE-Aktie am 2. Januar zum Kurs von EUR 4,17 und bewegte sich im Januar auf ein Niveau von EUR 4,40, das mit einigen Ausschlägen bis Ende April gehalten wurde. Mit Veröffentlichung der Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 und Veröffentlichung der Strategie 2018+ setzte ein kontinuierlicher Aufwärtstrend ein und der Kurs stieg auf ein Niveau um EUR 6,00. Am achten Juni erreichte die Aktien ihren Höchststand mit EUR 6,30. Der Kursanstieg war getrieben durch hohe Umsatzvolumina in der Aktie. Im Verlauf des Monats Juni geriet die Aktie bei abnehmenden Handelsvolumina unter Druck und kam auf ein Niveau von EUR 5,00 zum Ende dieses Berichtzeitraums zurück.
Insgesamt erzielte die mVISE-Aktie im Berichtszeitraum einen Anstieg um 26,3 Prozent gegenüber dem Jahresschlusskurs 2017, einhergehend mit einer Marktkapitalisierung der Gesellschaft von rund EUR 44,2 Mio. zum 30. Juni (31. Dezember 2017: EUR 34,9 Mio.). Der Anstieg der Marktkapitalisierung beruht neben dem Kursanstieg auch zu einem kleinen Teil aus der Eintragung neuer Aktien im Rahmen der Ausübung von Aktienoptionen. Dies wurden im Januar in das Handelsregister eingetragen, somit nahm das Grundkapital der mVISE AG von EUR 8.374.052 zum 31. Dezember 2017 auf EUR 8.452.552 zum 30. Juni 2018 zu.
Kurschart
Handelsvolumen
$3.2$ Informationen zur Aktie
Die mVISE AG ist am 26.07.2017 in das neue Qualitätssegment Scale für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der Deutschen Börse aufgenommen worden. Scale ersetzt seit März 2017 den Entry Standard für Aktien und Unternehmensanleihen. Das neue Segment, das Unternehmen einen leichteren Zugang zu Investoren und Wachstumskapital ermöglichen soll, ist deutlich strenger reguliert als das Basic Board, in dem die mVISE AG nach dem Ende des Entry Standard bis zur Aufnahme in Scale gelistet war.
Die neuen Qualitätsstandards verlangen von den Unternehmen, neben einem etablierten Geschäftsmodell und Mindestgrößen hinsichtlich definierter Kennzahlen, vor allem die Verpflichtung zu Transparenz. Das beinhaltet beispielsweise jährliche Analystenkonferenzen, aber auch ein unabhängiges Research, das von der Deutschen Börse in Auftrag gegeben wird.Die mVISE AG begrüßt das Bestreben der Deutschen Börse nach mehr Transparenz - die Einführung von Scale ist deshalb ein richtiger und wichtiger Schritt. Für mVISE war es daher eine logische Entscheidung, die Aufnahme in das neue Qualitätssegment zu beantragen.
Die gestiegenen Transparenzanforderungen machen die in Scale notierenden Unternehmen deutlich attraktiver, sodass eine Verbreiterung der Investorenbasis sowie die Darstellung von Unternehmen gegenüber Wirtschafts- und Finanzmedien erheblich unterstützt werden. Die Wertpapierkennnummer (ISIN DE0006204589) der mVISE AG bleibt unverändert.
Unsere Aktionäre und die interessierte Öffentlichkeit haben wir im ersten Halbjahr 2018 zeitnah über den aktuellen Geschäftsverlauf, besondere Ereignisse sowie die Perspektiven des Unternehmens informiert. Die diesjährige ordentliche Hauptversammlung, bei der sich die Aktionäre über das
abgelaufene Geschäftsjahr 2017 und die aktuelle Lage bei der mVISE AG informieren konnten, traf wieder auf ein reges Interesse. Die Präsentation und der Redetext stehen auf der Homepage unter der Rubrik "Investor Relations/Hauptversammlungen" zum Download zur Verfügung.
Darüber hinaus präsentiert der Vorstand die Gesellschaft bei verschiedenen relevanten Kapitalmarktkonferenzen und informiert in diesem Rahmen über die aktuelle Situation sowie weiterhin bestehende Herausforderungen. So war die mVISE AG beispielsweise Anfang April bei der 25. Münchner Kapitalmarktkonferenz in München vertreten. Weitere vorgesehene Termine sind die Rüttnauer Research IR-Fahrt und die Prior Kapitalmarktkonferenz im September und das Eigenkapitalforum im November in Frankfurt.
Kenndaten:
| ISIN | DE0006204589 |
|---|---|
| Wertpapierkennnummer | 620458 |
| Börsenkürzel | C1V |
| Anzahl Aktien | 8.452.552 |
| Börsensegment | Scale (Freiverkehr) |
| Handelsplätze/Börsen | XETRA®, Frankfurt, Berlin, Stuttgart, Düsseldorf, Tradegate |
| Kapitalmarktpartner | BankM - Repräsentanz der FinTech Group Bank AG |
| Designated Sponsor | BankM - Repräsentanz der FinTech Group Bank AG |
| Research Coverage | SMC Research / Edison Research |
Aktionärsstruktur:
Finanzkalender 2018:
| September 2018 | Veröffentlichung Halbjahres-Bericht |
|---|---|
| 07.-09. September 2018 | IR-Fahrt Rüttnauer |
| 18. September 2018 | Prior Kapitalmarktkonferenz |
| 26.-28. November 2018 | Deutsches Eigenkapitalforum |
Konzernhalbjahresabschluss zum 30.06.2018 nach HGB $\overline{\mathbf{4}}$
Konzernbilanz für das 1. Halbjahr vom 01.01. bis 30.06.2018 $4.1$
| AKTIVA | 30.06.18 | 31.12.17 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||||
| Α. | Anlagevermögen | ||||
| ı. | Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. | Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
2.593 | 2.098 | ||
| 2. | entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
1.659 | 1.539 | ||
| 3. | Geschäfts- oder Firmenwert | 6.562 | 6.925 | ||
| 4. | geleistete Anzahlungen | 11 | $\overline{7}$ | ||
| П. | Sachanlagen | 148 | 125 | ||
| III. | Finanzanlagen | $\overline{7}$ | $\overline{7}$ | ||
| B. | Umlaufvermögen | ||||
| Vorräte | |||||
| 1. | Unfertige Leistungen | 975 | 244 | ||
| ΙΙ. | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.524 | 1.645 | ||
| 2. | Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 8 | 8 | ||
| 3. | sonstige Vermögensgegenstände | 640 | 134 | ||
| III. | Guthaben bei Kreditinstituten | 92 | 2.539 | ||
| C. | Rechnungsabgrenzungsposten | 25 | 75 | ||
| D. | Aktive latente Steuern | 3.423 | 3.412 | ||
| Bilanzsumme Aktiva | 18.670 | 18.759 |
| PASSIVA | 30.06.18 | 31.12.17 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||||
| Α. | Eigenkapital | ||||
| $\mathbf{I}$ . | Gezeichnetes Kapital | 8.453 | 8.374 | ||
| II. | Kapitalrücklage | 14.040 | 14.037 | ||
| III. | Verlustvortrag | $-17.993$ | $-19.125$ | ||
| IV | Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag | $-108$ | 1.288 | ||
| V. | Nicht beherrschende Anteile | 307 | 384 | ||
| В. | Noch nicht eingetragene geleistete Einlage | $\overline{0}$ | 81 | ||
| C. | Rückstellungen | ||||
| Sonstige Rückstellungen | 2.777 | 2.463 | |||
| D. | Verbindlichkeiten | ||||
| 1. | Anleihen | 6.461 | 6.521 | ||
| 2. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.238 | $\mathbf{0}$ | ||
| 3. | erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 156 | 80 | ||
| 4. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.059 | 984 | ||
| 5. | sonstige Verbindlichkeiten | 1.281 | 3.669 | ||
| E. | Rechnungsabgrenzungsposten | $\mathbf 0$ | 3 | ||
| Bilanzsumme Passiva | 18.670 | 18.759 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | 30.06.18 | 30.06.17 | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| 1. | Umsatzerlöse | 9.229 | 5.340 |
| 2. | Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
782 | 292 |
| 3. | andere aktivierte Eigenleistungen | 829 | 758 |
| 4. | Gesamtleistung | 10.840 | 6.390 |
| 5. | sonstige betriebliche Erträge | 147 | 89 |
| 6. | Materialaufwand | $-3.136$ | $-1.924$ |
| 7. | Personalaufwand | $-5.479$ | $-3.351$ |
| 8. | Abschreibungen | $-626$ | $-785$ |
| 9. | sonstige betriebliche Aufwendungen | $-1.709$ | $-950$ |
| 10. | sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | $\overline{0}$ | $\mathbf{1}$ |
| 11. | Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 37 | $-531$ |
| 12. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | $-184$ | $-114$ |
| 13. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 11 | 1.109 |
| 14. | Ergebnis nach Steuern | $-135$ | 465 |
| 15. | sonstige Steuern | $-5$ | $-4$ |
| 16. | Konzernergebnis | $-141$ | 461 |
| 17. | Ergebnisanteil Konzernfremder | $-33$ | 340 |
| 18. | Auf Aktionäre entfallendes Ergebnis | $-108$ | 122 |
| 19. | Ergebnis je Aktie in Euro | 0,00 | 0,02 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das 1. Halbjahr vom 01.01. bis 30.06.2018 $4.2$
| 30.06.18 | 30.06.17 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |||
| $\mathbf{1}$ | Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss inkl. Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) |
$-141$ | 461 | |
| $\overline{2}$ | $\ddot{}$ | Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 626 | 785 |
| 3 | + | Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen | $-26$ | $\overline{2}$ |
| 4 | + | Zinsaufwendungen | 184 | 113 |
| 5 | Ertragssteuerertrag | $-11$ | $-1.109$ | |
| 6 | $=$ | Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit vor working capital | 632 | 252 |
| $\overline{7}$ | $+/-$ | Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 314 | $-100$ |
| 8 | Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
$-2.066$ | $-159$ | |
| 9 | $+/-$ | Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
1.058 | $-545$ |
| 10 | $=$ | Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit nach working capital | $-62$ | $-552$ |
| Operativer Cashflow | $-62$ | $-552$ | ||
| 11 | Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -844 | $-881$ | |
| 12 | - | Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -62 | $-42$ |
| 14 | Auszahlungen für Zugänge zum Asset Deal | $-3.198$ | $-1.954$ | |
| 15 | $=$ | Cashflow aus der Investitionstätigkeit | $-4.104$ | $-2.876$ |
| 16 | $\ddot{}$ | Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten |
2.238 | 3.450 |
| 17 | Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und Krediten | $-301$ | 0 | |
| 18 | Gezahlte Zinsen | $-218$ | $-129$ | |
| 19 | $=$ | Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 1.719 | 3.321 |
| 20 | Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | $-2.447$ | $-107$ | |
| 21 | $+$ | Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 2.539 | 274 |
| 22 | Ξ. | Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 92 | 167 |
Kapitalflussrechnung für das 1. Halbjahr vom 01.01. bis 30.06.2018 $4.3$
5 Konzernanhang für das 1. Halbjahr vom 01.01. bis 30.06.2018
Allgemeine Angaben
Die Mutter des mVISE Konzerns ist die mVISE AG, Wanheimer Str. 66, 40472 Düsseldorf, Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 76863 beim Amtsgericht Düsseldorf eingetragen.
Gegenstand des Unternehmens ist die Beratung auf dem Gebiet der IT-Hard- und Software, die Entwicklung und der Vertrieb von Softwarelösungen, sowie die Durchführung von Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich Datenverarbeitung/Datenschutz.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff HGB sowie nach einschlägigen Vorschriften des AktG und der Satzung aufgestellt.
Die mVISE AG gilt gem. §267 Abs.2 HGB als kleine Kapitalgesellschaft. Der Lagebericht für die mVISE AG wurde gem.§315 Abs.3 i. V. m. §298 Abs.3 HGB mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst.
Die Gesellschaft war während des Berichtszeitraums im Börsensegment Scale notiert.
Die Gesellschaft wird zum 30.Juni 2018 von den beiden Vorständen Manfred Götz (Professional Services & Finance) und Rainer Bastian (Products & Administration) geführt.
Die mVISE AG unterhält zur Jahresmitte Zweigstellen in Frankfurt/Main und Hamburg und München.
Konsolidierungskreis
Der Konzernabschluss umfasst die Abschlüsse der mVISE AG als Mutterunternehmen und ihrer Tochterunternehmen zum 30. Juni des Geschäftsjahres. Der Abschluss der Tochterunternehmen wird unter einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der des Mutterunternehmens.
Die Just Intelligence GmbH, Hamburg, wird seit 1. Oktober 2016 in den Konzernabschluss einbezogen. Die mVISE AG hält einen Anteil von 78% an der Just Intelligence GmbH.
Die elastic.io GmbH, Bonn, wird seit dem 1. Mai 2017 in den Konzernabschluss einbezogen. Die mVISE AG hält einen Anteil von 75,1% an der elastic.io GmbH
| Tochtergesellschaft | Anteil am Kapital % |
Buchwert der Anteile TEUR |
Eigenkapital der Tochtergesellschaft TEUR |
Ergebnis 1. HJ 2018 TEUR |
|---|---|---|---|---|
| Just Intelligence GmbH | 78,0% | 635 | 418 | $-31$ |
| elastic.io GmbH | 75,1% | 1.852 | $-2$ |
In den Konzernabschluss einbezogen sind folgende inländische Tochterunternehmen, welche die mVISE AG unmittelbar beherrscht. Abschlussstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmern ist der 30. Juni.
Die mVISE Professional GmbH wurde aufgrund des seit mehreren Jahren ruhenden Geschäftsbetriebs sowie deren Unwesentlichkeit für den Konzern nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen.
Konsolidierungsgrundsätze
Die Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften sind nach einheitlichen Bilanzierungsund Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert werden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, durchgeführt.
Bei Anwendung der Erwerbsmethode wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diesen Anteil entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für Kapitalkonsolidierung maßgeblichen Zeitpunkt ist grundsätzlich derjenige, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile wurde nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge werden dabei so weit wie möglich den betreffenden Aktivposten zugeordnet, der Restbetrag wurde als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen.
$5.1$ Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Konzernabschluss angewandten $Im$ Folgenden werden die im Bilanzierungsund Bewertungsmethoden dargestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst entwickelte immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Herstellungskosten angesetzt, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren). Die Einbeziehung angemessener Teile der allgemeinen Verwaltungskosten erfolgt in Ausübung des Wahlrechts gemäß §255 Abs. 2 S. 3 HGB. Durch die Aktivierung der auf die bilanzierten Entwicklungsleistungen entfallenden Kosten der allgemeinen Verwaltung wird gewährleistet, dass die den Erlösen aus Produktlizensierung zuzuordnenden Aufwendungen zeitlich in den Perioden des Erlösanfalls berücksichtigt werden. Aktivierte Eigenleistungen werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer über zehn Jahre abgeschrieben.
Geschäfts- und Firmenwert werden einschließlich der Geschäfts- und Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung erworbener Anteile aktiviert und über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben. Im Einzelfall wird geprüft, über welchen Zeitraum der Geschäfts- und Firmenwert voraussichtlich nutzbar sein wird und dann entsprechend linear abgeschrieben. Bei Bedarf werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Sachanlagen
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die gewöhnliche Nutzungsdauer, bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt in der Regel bei IT-Hardware drei Jahre sowie bei sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattungen sieben bis zehn Jahre. Die unterjährige Veränderung der Sachanlagen ist der Entwicklung des Anlagevermögens zu entnehmen.
Vorräte
Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der Material- bzw. Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Die Einbeziehung angemessener Teile der allgemeinen Verwaltungskosten erfolgt in Ausübung des Wahlrechts gemäß §255 Abs. 2 S. 3 HGB. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. für die Werthaltigkeitsprüfung wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.
Latente Steuern
Aktive latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich steuerlich wirksam abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Der Berechnung der aktiven und passiven latenten Steuern liegt der maßgebliche Steuersatz der betroffenen Konzernunternehmen zugrunde.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalbeträgen bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen- und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von einem Prozent vorgenommen. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, wenn auf Grund der Bonität Zweifel an der Erfüllung besteht. Die sonstigen Vermögensgegenstände beziehen sich auf hinterlegten Kautionen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen.
Rückstellungen
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden in die Bewertung miteinbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen am Bilanzstichtag angesetzt.
$5.2$ Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
mVISE erzielt Umsatzerlöse aus Consulting-Projekten, Managed-Services, sowie durch den Verkauf eigenentwickelter mobiler Lösungen und eigenentwickelter Software-Produkte. Umsatzerlöse aus Dienstleistungen werden aus Time & Material Projekten und Festpreisprojekten erfasst. Umsätze aus Lizenzen werden grundsätzlich realisiert, sobald die mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Käufer übergegangen sind. Umsatzerlöse aus Hosting- und Supportverträgen sind in der Regel zeitbasiert und werden ratierlich der entsprechenden Periode zugerechnet. Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr um 73% gesteigert werden.
Andere aktivierte Eigenleistungen
Die aktivierten Eigenleistungen im ersten Halbjahr 2018 in Höhe von 828 TEUR betreffen die Weiterentwicklung des Produktes SaleSphere in Höhe von 420 TEUR, sowie die Weiterentwicklung des Produktes ICC der Just Intelligence in Höhe von 242 TEUR und des Produkts elastic.io in Höhe von 166 TEUR.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen über dem Vorjahresniveau. Sie beinhalten im Wesentlichen pauschal versteuerte Sachbezüge. Die sonstigen betrieblichen Erträge stellen sich für den Berichtszeitraum wie folgt dar:
| 1. HJ 2018 (in TEUR) |
1. HJ 2017 (in TEUR) |
|
|---|---|---|
| Verrechnete Sachbezüge | 141 | 85 |
| Versicherungsentschädigung | $\mathbf 0$ | $\overline{4}$ |
| Sonstige | 6 | $\mathbf{0}$ |
| Summe | 147 | 89 |
Personalaufwand
Der Personalaufwand erhöhte sich entsprechend dem beschleunigten Mitarbeiterwachstums. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl wuchs von 95 auf 148. Der Personalaufwand gliedert sich gemäß §275 Abs 2 Nr. 6 HGB wie folgt:
| 1. HJ 2018 (in TEUR) |
1. HJ 2017 (in TEUR) |
|
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 4.661 | 2.881 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge | 818 | 470 |
| Davon für Altersvorsorge | 6 | $\overline{4}$ |
| Summe | 5.479 | 3.351 |
Sonstige betriebliche Aufwendungen
In der folgenden Auflistung sind alle wesentlichen sonstigen betrieblichen Ausgaben beziffert. Weitere sonstige betriebliche Ausgaben liegen alle unterhalb von 100 TEUR.
| 1. HJ 2018 (in TEUR) |
1. HJ 2017 (in TEUR) |
|
|---|---|---|
| Raumkosten inkl. Rechenzentrum | 442 | 212 |
| Fahrzeugkosten | 216 | 157 |
| Werbe- und Reisekosten | 322 | 181 |
| Kapitalmarktkosten | 107 | 72 |
| Rechts-/Beratungs-/Prüfungskosten | 100 | 74 |
| Fremdleistungen | 265 | 97 |
| Sonstige | 257 | 98 |
| Summe | 1.709 | 951 |
Abschreibungen
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen umfassten planmäßige Abschreibungen in Höhe von 626 TEUR (Vorjahr 785 TEUR).
Finanzergebnis
Zinsen und ähnliche Aufwendungen umfassten im Jahr 2018 Zinsen für Gesellschafterdarlehen, sowie die Inanspruchnahme einer Bankkreditlinie. Die Aufwendungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2018
auf 184 TEUR gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 114 TEUR. Grund hierfür war insbesondere die Inanspruchnahme der bestehenden Kontokorrentlinie, sowie die Zahlung der Zinsen aus den bestehenden Wandelanleihen.
Steuern von Einkommen und Ertrag
In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Erträge aus der Berücksichtigung von aktiven latenten Steuern auf in der Zukunft nutzbare Verlustvorträge in Höhe von 11 TEUR erfasst.
$5.3$ Erläuterungen zur Konzernbilanz
Angaben zum Anteilsbesitz
Im ersten Halbjahr 2018 hat die mVISE AG keine Veränderungen des Anteilsbesitzes vorgenommen.
Im Dezember 2017 wurde der Asset Deal mit der SHS VIVEON AG München endgültig abgeschlossen. Der Erstkonsolidierungszeitpunkt war somit der 01. Oktober 2017. Die endgültige Kaufpreiszahlung wurde im Januar 2018 getätigt. Es flossen 3.250 TEUR in Barmitteln. Weiterhin wurde eine Earn-out Zahlung in Höhe von 250 TEUR vereinbart, die noch im zweiten Halbjahr 2018 zur erbringen ist. Eine weitere Zahlung kann im Jahr 2019 erfolgen.
Immaterielle Vermögenswerte
Aus der Erstkonsolidierung der elastic.io ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von 2.608 TEUR, der als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wurde. Dieser wird gem. §309 Abs. 1 HGB planmäßig über seine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.
Weitere Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen betrafen mit 829 TEUR selbstgeschaffene und entgeltlich erworbene Softwareentwicklungen
Sachanlagen
Die Zugänge der Sachanlagen von insgesamt 62 TEUR betreffen ausschließliche sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Finanzanlagen
Die Finanzanlagen belaufen sich zum Stichtag auf 7 TEUR und sind der mVISE Professional Services GmbH zuzuordnen, deren Geschäftsbetrieb aktuell ruht.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände
Der ausgewiesene Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besitzt wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr.
Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren betragen zum Stichtag 640 TEUR (im Vorjahr 178 TEUR). Der Anstieg ist begründet aus einer Umsatzsteuerforderung in Höhe von 592 TEUR .Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände besitzen wie im Vorjahr alle eine Laufzeit von unter einem Jahr.
Liquide Mittel
Die liguiden Mittel in Höhe von 92 TEUR (im Voriahr 166 TEUR) beinhalten die laufenden Bankguthaben. Sämtliche Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Stichtag unbelastet. Fremdwährungskonten lagen zum Bilanzstichtag nicht mehr vor.
Aktive Rechnungsabgrenzung
Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Abgrenzungen für im Voraus geleistete Aufwendungen für Fremdleistungen.
Aktive latente Steuern
Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern stellen den Saldo aus einem aktiven latenten und einem passiven latenten Steuerposten dar.
Konzerneigenkapital
Das Grundkapital der mVISE AG beträgt EUR 8.452.552 und ist eingeteilt in 8.452.552 nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten und einen anteiligen Betrag von EUR 1,00 je Aktie am Grundkapital aufweisen. Alle Aktien verfügen über die gleichen Stimmrechts- und Dividendenansprüche. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des Aktiengesetzes, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG.
Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus gesetzlichen Regelungen ergeben (§§ 71b, 136 AktG). Dem Vorstand sind daneben keine Beschränkungen für die Ausübung des Stimmrechts oder die Übertragung der Aktien bekannt.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen bei der mVISE AG nicht.
Die mVISE AG hat keine Aktien ausgegeben, aus denen die Kontrollrechte nicht unmittelbar ausgeübt werden können.
Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in §§ 84 und 85 AktG sowie § 5 der Satzung geregelt. Gemäß den gesetzlichen Vorschriften (§ 179 Abs. 1 AktG) bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Für die Beschlüsse der Hauptversammlung reicht die einfache Mehrheit aus, soweit das Aktiengesetz bei einzelnen Satzungsänderungen keine größere Mehrheit zwingend vorschreibt. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 10
Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft dazu ermächtigt. Änderungen an der Satzung vorzunehmen, die nur deren Fassung betreffen.
Gemäß § 4 Abs. 8 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 20. Juni 2023 um bis zu EUR 4.226.276 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018).
Gemäß § 4 Abs. 9 der Satzung ist das Grundkapital ist um bis zu EUR 1.000.000 durch Ausgabe von bis zu 1.000.000 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung oder Optionsausübung Verpflichteten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer nachgeordneten Konzerngesellschaft der Gesellschaft aufgrund der von der Hauptversammlung vorn 9. Juni 2016 unter Tagesordnungspunkt 8 beschlossenen Ermächtigung bis zum 8. Juni 2021 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung oder Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung oder Optionsausübung erfüllen oder soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Stammaktien der Gesellschaft zu gewähren.
Gemäß § 4 Abs. 10 der Satzung ist das Grundkapital ist um bis zu EUR 2.200.000 durch Ausgabe von bis zu 2.200.000 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2017). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung oder Optionsausübung Verpflichteten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer nachgeordneten Konzerngesellschaft der Gesellschaft aufgrund der von der Hauptversammlung vorn 21. Juni 2018 unter Tagesordnungspunkt 9 beschlossenen Ermächtigung bis zum 20. Juni 2023 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung oder Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung oder Optionsausübung erfüllen oder soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Stammaktien der Gesellschaft zu gewähren.
Gemäß § 4 Abs. 11 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu EUR 380.000,00 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital V). Das Bedingte Kapital V dient der Erfüllung von Bezugsrechten, die an Mitglieder der Geschäftsführung und Arbeitnehmer der Gesellschaft nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vorn 9. August 2010 sowie der Änderungsbeschlüsse der Hauptversammlungen vom 29. August 2011 sowie vom 29. Januar 2015 und vom 24. Juni 2018 ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben.
Gemäß § 4 Abs. 12 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu EUR 500.000.00 bedingt erhöht. (Bedingtes Kapital VII). Das Bedingte Kapital VII dient der Erfüllung von Bezugsrechten, die an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie Mitglieder von Geschäftsführungen und Arbeitnehmer von im Verhältnis zur Gesellschaft abhängig verbundenen Unternehmen im Sinne von §§ 15, 17 AktG nach Maßgabe der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 28. Juni 2012, vom 27. August 2015 sowie vom 9. Juni 2016 ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben. Es gibt keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Es bestehen weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit den Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots.
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 2.777 TEUR (30.06.2017: 2.015 TEUR) bestehen für Personalaufwendungen, Beratungsleistungen und sonstige Rückstellungen. Die Rückstellungen für Beratungsleistungen betreffen Beauftragungen, die bereits abgerechnet wurden, bei denen jedoch erwartungsgemäß noch Beratungsleistung erbracht werden wird.
Erhaltene Anzahlungen
Zum Bilanzstichtag betrugen die erhaltenen Anzahlungen für noch nicht abgeschlossene Aufträge 156 TEUR gegenüber einem Vorjahreswert von 133 TEUR. Der Auftragsbestand resultiert aus wenigen Projektarbeiten, die zu Beginn eine Abschlagzahlung vorsehen.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.059 TEUR (30.06.2017: 724 TEUR) sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 Tagen.
Sonstige Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 1.281 TEUR (30.06.2017: 876 TEUR) und beinhalten Verbindlichkeiten im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme von Darlehen und Steuerverbindlichkeiten. Alle Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr.
Passive Rechnungsabgrenzung
Die passive Rechnungsabgrenzung betreffen Abgrenzungen aus im Voraus abgerechneten Dienstleistungsproiekten.
$5.4$ Sonstige Angaben
Mitarbeiter
In der Berichtsperiode beschäftigte der mVISE Konzern im Durchschnitt 148 Mitarbeiter (gegenüber dem Vorjahr mit 95 Mitarbeitern). Vorstände sind in dieser Zahl enthalten. Die Mitarbeiter gliedern sich in 132 operative und 16 administrative (gegenüber dem Vorjahr mit 86 operativen und 9 administrativen).
Organe
Vorstand:
Der Vorstand der mVISE AG bestand im ersten Halbjahr 2018 ausfolgenden Mitgliedern:
- Manfred Götz, Dipl. Informatiker (FH), Ratingen
- · Rainer Bastian, Dipl. Pädagoge, Düsseldorf
Die Gesellschaft wird durch beide Vorstände gemeinsam vertreten. Auf die Angaben der Geschäftsführerbezüge wird nach §314 Abs.1 Nr. 6 i.V.m. §286 Abs.4 HGB analog verzichtet
Aufsichtsrat:
Der Aufsichtsrat setzte sich im ersten Halbjahr 2018 ausfolgenden Personen zusammen:
- Achim Plate, Dipl. Ingenieur, Glückstadt, Vorsitzender des Aufsichtsrats, geschäftsführender Gesellschafter der SPSW Capital GmbH, Hamburg, Aufsichtsratsvorsitzender der Effecten- und Wechsel Beteiligungsgesellschaft AG, Aufsichtsrat der Lloyds Fond AG
- · Malte-Matthias von der Ropp, Dipl. Kaufmann, Köln, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Aufsichtsrat der Ingenious Technologies AG
- · Franziska Oelte, Rechtsanwältin, Hamburg, Vorsitzende des Aufsichtsrates der hello.de AG, Berlin
- Henning Soltau, Hamburg, Mitglied des Aufsichtsrats, geschäftsführender Gesellschafter der SPSW Capital GmbH, Hamburg, Aufsichtsrat der Effectenund Wechsel Beteiligungsgesellschaft AG, Aufsichtsrat der Lloyds Fond AG
Die Vergütung des Aufsichtsrats betrug anteilig für das erste Halbjahr exklusive der Erstattung von Auslagen 20,0 TEUR (Vorjahr 12,5 TEUR).
Geschäfte mit nahestehenden Personen:
Nahestehende Unternehmen und Personen sind juristische oder natürliche Personen, die auf den mVISE Konzern Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder des maßgeblichen Einflusses durch den mVISE Konzern unterliegen. Bei den Geschäften mit nahestehenden Personen handelt es sich vor allem um Liefer-, Miet-, Dienstleistungs- und Finanzierungsgeschäfte mit Tochterunternehmen des mVISE Konzerns. Sofern für derartige Geschäfte ein entsprechender Markt besteht, werden Sie zu den jeweiligen marktüblichen Konditionen abgeschlossen.
Die Geschäftsvorfälle der mVISE Professional Services GmbH (ehemals Astro Boulevard GmbH) werden seit 2013 über die mVISE AG abgewickelt. Der Geschäftsbetrieb ruht.
$5.5$ Nachtragsbericht
Am 25.07.2018 hat die mVISE AG zusammen mit den Mitgesellschaftern einen Vertrag zum Verkauf der Beteiligung an der Just Intelligence GmbH mit Sitz in Hamburg unterzeichnet. Die mVISE AG hatte sich 2014 zunächst mit 18,2% an der Just Intelligence GmbH beteiligt und diese Beteiligung sukzessive auf 78% ausgebaut. In der gemeinsamen Zeit gelang es die Workforce-Management-Software der Gesellschaft auch als SaaS-Produkt anzubieten und für eine breitere Kundengruppe attraktiv zu machen. Im Rahmen der zum Jahresanfang verkündeten Strategie 2018+ steht für die mVISE AG nun klar die Fokussierung auf die digitale Transformation und Integration im Vordergrund. Der Verkauf der Just Intelligence GmbH ist somit eine strategische Entscheidung im Einklang mit dieser Strategie. Käufer ist die catinedo AG, ein Beratungsunternehmen mit den Schwerpunkten Kundenservice und Kundengewinnung, ebenfalls mit Sitz in Hamburg. Der Aufsichtsrat der mVISE AG hat dem Verkauf bereits zugestimmt.
6 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Nach Maßgabe der relevanten anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften gemäß HGB sowie WpHG gibt der Vorstand folgende Versicherung:
"Der Vorstand versichert nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Zwischenabschluss der mVISE AG und des Konzerns ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."
Düsseldorf, im August 2018
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Der Vorstand
Manfred Götz | Rainer Bastian