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mVISE AG Interim / Quarterly Report 2017

Aug 31, 2017

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Interim / Quarterly Report

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mVISE AG

Düsseldorf

Halbjahresbericht 2017

mVISE AG

Wanheimer Str. 66 | 40472 Düsseldorf

Tel.: +49 211 781780-0 | Fax: +49 211 781780-78

Das erste Halbjahr 2017 im Überblick

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mVISE Konzern H12017 H12016 Veränderung
Umsatz (TEUR) 5.340 3.227 +65,3%
Gesamtleistung (TEUR) 6.390 3.578 +78,5%
EBITDA (TEUR) 254 170 +49,4%
EBITDA-Marge (%) 4,8 5,3 -
Konzernzwischenergebnis (TEUR) 461 -134 -
Operativer Cashflow (TEUR) -551 124 -
Liquide Mittel (TEUR) 166 189 -12,2%
Bilanzsumme (TEUR) 11.655 5.020 +132,2%
Eigenkapitalquote (%) 34,1 50,1 -
Mitarbeiter (durchschnittliche Anzahl) 95 72 +31,9%

Konzern

Hoher Auftragsbestand als Basis für weiteres Wachstum
Deutliches Umsatzwachstum und klare Ausweitung der wiederkehrenden Erlöse
Erfolgreiche Platzierung einer Wandelschuldverschreibung zur Finanzierung des Mehrheitserwerbs der elastic.io GmbH und Sachkapitalerhöhung zur Aufstockung der Anteile an der Just Intelligence GmbH von 55,1% auf 78%
Ausweitung des Betriebsmittelkredits mit der Deutschen Bank und zusätzliche Kreditlinie bei Commerzbank
Aufnahme der Aktie in das Börsensegment Scale
Erweiterung des Aufsichtsrats um eine weitere Stelle auf vier Aufsichtsratsmitgliedern, für weiter Expertise im stark wachsenden Unternehmen
Firmen-Rating bei Creditreform auf 239 weiter verbessert (entspricht S&P BB+-BB)

Professional Services

Starke Nachfrage insbesondere von Großkunden sorgt für unverändert hohe Wachstumsdynamik
Weiterhin großes Interesse an Managed Services
Fremdleistungsanteil in Folge der hohen Auslastung gestiegen
Gründung des Standorts Hamburg
Förderprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung PAKOS (automatisiertes Fahren) offiziell genehmigt und gestartet
Erster Auftrag im neuen Themenumfeld Big Data

Products

Deutlicher Umsatzanstieg durch Konsolidierung von Just Intelligence und elastic.io sowie Beitrag von SaleSphere
Erwerb von elastic.io birgt hohe Synergien und ermöglicht Eintritt in den Wachstumsmarkt iPaaS (Integration Platform as a Service)
Meinl Deutschland als erster Kunde im März offiziell gestartet, aber SaleSphere Vertriebszyklen insgesamt immer noch länger als ursprünglich erwartet
Entwicklung neuer Module und Funktionalitäten ("FotoChart" und "PDFChart") zur besseren Vermarktung und Ausweitung der Zielgruppe
Neue SaleSphere-Webseite Ende Juni gelauncht, Vermarktungsstart für August geplant
Erste Reseller-Agreements mit Partnern unterschrieben

1 Der Vorstand

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Manfred Götz Rainer Bastian
Professional Services & Finance Products & Administration

2 Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

sehr geehrte Geschäftsfreunde und Partner unseres Unternehmens,

liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

2016 war ein sehr erfolgreiches Jahr für mVISE - zum ersten Mal seit Jahren konnte ein positives Ergebnis erzielt werden. Doch auf den Erfolgen von gestern ruhen wir uns nicht aus. Getreu dem Herberger-Mantra "Vor dem Spiel ist nach dem Spiel" arbeiten wir stattdessen kontinuierlich daran, den gelungenen Turnaround in eine nachhaltige Wachstums-Story zu überführen. Entsprechend haben wir unsere Strategie 2015+ in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 konsequent weiterverfolgt. Und mit den Ergebnissen im bisherigen Jahresverlauf sind wir sehr zufrieden. Insbesondere Umsatzanstieg und Erhöhung der Gesamtleistung können sich mehr als sehen lassen.

Das Wachstum steht dabei auf mehreren Säulen: Im Beratungsbereich arbeiten wir unverändert unter Vollauslastung; der neue Standort in Hamburg trägt dem Rechnung. Hervorzuheben sind hier eine große Zahl von Neukunden, sowie die hohe Nachfrage nach Managed Services. Aber das Produktgeschäft steht durch das ergänzte Portfolio ebenfalls deutlich stärker da. Und auch bei unserer eigenentwickelten Lösung SaleSphere machen wir Fortschritte. Um die Vertriebszyklen zu verkürzen und das hohe Interesse schneller in Aufträge zu verwandeln, haben wir im laufenden Jahr einige Neuerungen entwickelt. Dazu gehören neue, von unseren Kunden stark nachgefragte Module und Funktionalitäten, wie z.B. eine Leistungs- oder Kameradokumentation. Diese werden ab August sowohl einzeln als auch zusammen mit dem SaleSphere-System angeboten, zudem wird es eine kostenlose Testversion geben. Von den Maßnahmen erwarten wir uns einen leichteren Einstieg für einen deutlich größeren Interessentenkreis.

Darüber hinaus setzen wir auf Synergieeffekte durch unsere neue cloudbasierte Integrationsplattform elastic.io. Diese dient als eine Art Datendrehscheibe zwischen unternehmensinternen Infrastrukturen und externen Cloud-Systemen und ermöglicht eine einfache und rasche Vernetzung unterschiedlicher IT-Systeme und damit einen reibungs- und friktionslosen Datenaustausch. Zwei Drittel aller Unternehmen nutzen mittlerweile Cloud-Lösungen; entsprechend groß ist der Integrationsbedarf. Gerade unsere Großkunden aus den Bereichen Telekommunikation, Industrie und Finanzdienstleistung sind mit komplexen Integrationsaufgaben im Kontext von Cloud-Infrastrukturen konfrontiert. Die erweiterten Integrationsmöglichkeiten durch elastic.io erhöhen dadurch auch nochmals den Kundennutzen unserer Produkte SaleSphere und ICC.

Sie sehen, unser Geschäftsmodell wird immer ausgewogener, die Abhängigkeit vom projektgetriebenen Beratungsgeschäft immer geringer. Der Anstieg des Anteils wiederkehrender Erlöse von rund 50 Prozent im vergangenen Jahr auf etwa drei Viertel im laufenden Jahr ist ein weiterer Beleg für diese Entwicklung. Um die hohe Nachfrage zu bewältigen, haben wir auch im ersten Halbjahr 2017 wieder verstärkt auf Partner und Freelancer zurückgegriffen. Zwar sind die Margen beim Einsatz externer Fremddienstleister natürlich geringer, aber übergeordnetes Ziel ist in der momentanen Entwicklungsphase von mVISE ganz klar das weitere Umsatzwachstum. Damit sich der Fremdleistungsanteil jedoch nicht weiter erhöht, stellen wir laufend neue Mitarbeiter ein. Unsere aktuelle Infrastruktur ist für bis zu 200 Berater ausgerichtet, so dass jede Neueinstellung automatisch die Overheadquote senkt. Wachsende Umsätze aus dem Produktgeschäft tragen ebenfalls zur Senkung der Personalkostenquote bei. Der Deckungsbeitrag, den jeder Berater erwirtschaften muss, um die auf ihn entfallenden Overhead-Kosten zu decken, hat sich seit 2015 in etwa halbiert. Das zeigt, dass wir in punkto Profitabilität grundsätzlich auf dem richtigen Weg sind.

Dass das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit im Berichtszeitraum dennoch negativ ausfiel, resultiert neben dem gestiegenen Fremdleistungsanteil aus dem typischen Geschäftsverlauf in der IT-Branche: Weil viele Budgets erst am Ende des Geschäftsjahres vergeben werden, fällt das erste Halbjahr traditionell schwächer aus als das zweite Halbjahr. Vor dem Hintergrund weitestgehend linearer Kostenstrukturen belastet dieser Effekt das Halbjahresergebnis. Entsprechend war auch der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit in den ersten sechs Monaten negativ. Die Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung im Rahmen der elastic.io-Akquisition sowie die Ausweitung des Betriebsmittelkredits mit der Deutschen Bank und der Commerzbank sichern jedoch die Liquidität und bieten ausreichend Spielraum für weiteres organisches und anorganisches Wachstum.

Für das Gesamtjahr gehen wir unverändert von einem deutlich positiven operativen Cashflow und einer EBITDA-Marge in Höhe von rund 12 Prozent aus. Und auch hinsichtlich der Gesamtleistung fühlen wir uns mit unserer Prognose sehr wohl. Das aktuelle Auftragsvolumen in Höhe von mehr als 3,5 Mio. Euro sichert eine hohe Auslastung und die hohe Nachfrage insbesondere von Großkunden ist ein positives Zeichen für signifikante Vertragsabschlüsse im zweiten Halbjahr. Mobile Endgeräte werden zunehmend zum Kommunikations- und Entscheidungszentrum in immer stärker vernetzten Prozesswelten. Mit unseren Kernkompetenzen Mobility, Virtualization und Security sind wir hervorragend dafür aufgestellt, unsere Kunden in der Planung und Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategie zu begleiten und maßgeblich zum Erfolg ihrer Vorhaben beizutragen.

So sind wir bei der Vernetzung von Maschinen gemeinsam mit Bosch in einen extrem interessanten Bereich vorgedrungen und natürlich möchten wir in Zukunft auch unsere Erfahrungen aus dem zu Jahresbeginn offiziell gestarteten Förderprojekt PaKos im Bereich Autonomes Fahren vermarkten. Sollte diese Studie erfolgreich abgeschlossen werden - woran heute kein Zweifel angebracht ist -, dann dürfte sich das sehr positiv für die Positionierung von mVISE im Bereich Internet of Things (IoT) für Automotive auswirken und Lizenzumsätze für die Anwendung des Standards ermöglichen. Aber schon jetzt profitieren wir von den Geschäftskontakten zu Weltkonzernen wie BMW oder Bosch, die im Rahmen der Gremienarbeit, aber auch als Reaktion auf die Nennung in Presse und einschlägigen Internet-Portalen entstehen.

Die erreichte genauso wie die von uns für die Zukunft anvisierte Entwicklung ist ganz offensichtlich auch dem Kapitalmarkt nicht entgangen. Insgesamt erzielte die mVISE-Aktie im Berichtszeitraum einen Anstieg um 61,6 Prozent gegenüber dem Jahresschlusskurs 2016, einhergehend mit einer deutlichen Erhöhung der Marktkapitalisierung. Auch das Handelsvolumen hat sich vervielfacht. All dies führt dazu, dass sich Investoren zunehmend für die mVISE AG interessieren. Darüber freuen wir uns sehr, möchten uns gleichzeitig aber ganz besonders herzlich bei denjenigen bedanken, die uns schon länger begleiten. Das gilt natürlich ebenso für unsere Mitarbeiterrinnen und Mitarbeiter, die maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Entwicklung haben sowie für unsere Kunden und Partner, die unseren Produkten und Leistungen tagtäglich ihr Vertrauen schenken.

Düsseldorf, im August 2017

Der Vorstand

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Manfred Götz Rainer Bastian

3 Konzernlagebericht der mVISE AG für den Zeitraum vom 01.01. bis zum 30.06.2017

Der Konzernlagebericht sollte im Kontext mit dem Konzernabschluss und den Angaben im Konzernanhang gelesen werden. Die folgenden Darstellungen basieren auf einer Reihe von Angaben, die detailliert im Konzernanhang dargestellt sind. Darüber hinaus enthält der Konzernlagebericht auch in die Zukunft gerichtete Aussagen, d. h. Aussagen, die auf bestimmten Annahmen und den darauf basierenden aktuellen Planungen, Einschätzungen und Prognosen beruhen. Zukunftsaussagen besitzen nur in dem Zeitpunkt Gültigkeit, in welchem sie gemacht werden. Das Management der mVISE AG übernimmt keine Verpflichtung, die diesem Dokument zugrundeliegenden Zukunftsaussagen beim Auftreten neuer Informationen zu überarbeiten und/oder zu veröffentlichen. Zukunftsaussagen unterliegen immer Risiken und Unsicherheiten. Der Vorstand der mVISE AG weist darauf hin, dass eine Vielzahl von Faktoren zu einer erheblichen Abweichung in der Zielerreichung führen kann. Wesentliche Faktoren werden im Abschnitt "Risikobericht" des Konzernjahresberichts 2016 detailliert beschrieben.

3.1 Grundlagen der AG

3.1.1 Geschäftstätigkeit

Die mVISE AG mit Sitz in Düsseldorf ist ein überwiegend in Deutschland tätiger Anbieter von IT-Dienstleistungen und Produkten im Zusammenhang mit mobilen Business-Lösungen. Die Gesellschaft wurde im Jahre 2000 gegründet und verfügt über eine lange Erfahrung im Projekt- und Beratungsumfeld. Seit 2015 positioniert sich die mVISE AG als ein thematisch klar fokussierter Spezialist für Produkte und Professional Services der mobilen Digitalisierung und ist für ihre Kunden der Partner für den Bereich mobile Digitalisierung. Aufbauend auf der eigenen Expertise im Bereich der mobilen Services konzentriert sich die mVISE AG dabei auf die Kernthemen Mobility, Virtualization und Security und bietet entsprechende Beratungsleistungen, komplexe Individuallösungen (B2B-Apps) sowie Cloud-fähige Standardprodukte für die Digitalisierung von Geschäftsprozessen und entsprechende Integration in Cloud-Infrastrukturen.

Durch die Spezialisierung auf die drei Themenbereiche Mobility, Virtualization (Cloud-Computing) und Security, können den Kunden aus einer Hand sämtliche Fragen rund um die Mobilisierung von Geschäftsprozessen beantwortet werden, beginnend mit der Analyse des Zustands, des Bedarfs und der Potenziale, über die Wahl und Umsetzung der richtigen Infrastruktur (z.B. Cloud-Design) und die Entwicklung einer spezifischen Lösung, bis zu Aspekten wie Zugangssteuerung, Online-Identitätsmanagement und Datensicherung.

Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2017 wurden die Geschäftsfelder neu strukturiert. Weil die Entwicklung kundenspezifischer Lösungen eng mit der begleitenden Beratungstätigkeit verknüpft ist, wurden diese Geschäftsfelder zum Bereich Professional Services zusammengelegt, der von Manfred Götz verantwortet wird. Das Produktgeschäft bildet damit seit Jahresbeginn einen eigenständigen Bereich unter Verantwortung von Rainer Bastian.

3.1.2 Konzernstruktur

Neben der Muttergesellschaft in Düsseldorf, der mVISE AG, sind die folgenden Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen:

- Just Intelligence GmbH, Hamburg

Seit 2014 ist die mVISE AG an der Just Intelligence GmbH, Hamburg beteiligt. Im September 2016 wurde die Beteiligung von 33,4% auf 50,1% aufgestockt. Im Januar 2017 erfolgte eine weitere Aufstockung auf 78%. Für die verbleibenden 22% wurde ebenfalls eine vertragliche Regelung getroffen. Die bilanzielle Konsolidierung der Gesellschaft erfolgte ab Q4/2016.

Die Just Intelligence GmbH ist 2011 im Rahmen eines Management Buyout aus einem der führenden deutschen Customer-Service-Dienstleister hervorgegangen. Das Unternehmen steht heute für intelligente Datenanalyse und Workforce-Management-Lösungen. Mit der mehrfach preisgekrönten Software ICC bietet Just Intelligence eines der leistungsstärksten Systeme zur Planung und Steuerung von Contact Centern an.

- elastic.io GmbH, Bonn

Seit Mai 2017 ist die mVISE AG mit 75,1% der Anteile an der elastic.io GmbH, Bonn beteiligt. Für die verbleibenden 24,9% wurde ebenfalls eine vertragliche Regelung getroffen. Die bilanzielle Konsolidierung der Gesellschaft erfolgte ab Mai 2017.

Die elastic.io GmbH wurde im Jahr 2013 gegründet und bietet mit ihrer Software eine cloudbasierte Integrationsplattform, die eine schnelle, sichere und kosteneffektive Vernetzung unterschiedlicher IT-Systeme und damit einen reibungs- und friktionslosen Datenaustausch ermöglicht. Das Herzstück der Software sind zahlreiche sogenannte Konnektoren, vordefinierte Schnittstellen zu den gängigen Systemen sowie ein ausgefeiltes Software Development Kit für die Entwicklung neuer Schnittstellen. Vertrieben wird die Lösung sowohl cloudbasiert im iPaaS-Modell (Integration Plattform as a Service) als auch als sogenannte Campus-Lizenz für Großunternehmen.

3.1.3 Steuerungssystem

Die Verwaltung der Gesellschaft steuert deren Belange in ordentlichen Sitzungen der Organe der Gesellschaft sowie mittels informeller Abstimmung zwischen Aufsichtsrat und Vorstand und innerhalb der Gremien. Darüber hinaus werden regelmäßig Themen im Rahmen von regelmäßigen Management-Meetings erörtert, an denen Vertreter aus allen Bereichen der Gesellschaft teilnehmen. Der Vorstand steuert das Unternehmen mit Hilfe eines Management-Informations-Systems mit einer integrierten Leistungsrechnung einschließlich einer detaillierten laufenden Projektion über Finanzmittelbedarf und -verwendung. Der Vorstand steuert den Konzern und dessen Entwicklung wesentlich über die folgenden finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren. Es wird hierbei auf eine nachhaltige Entwicklung des Konzerns großen Wert gelegt. Die genaue Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns ist unter Punkt 3.4 angeführt.

3.1.4 Forschung und Entwicklung

Die technologische und fachliche Weiterentwicklung des Unternehmens und seiner Mitarbeiter ist essentiell für den Geschäftserfolg der mVISE AG. Im Geschäftsjahr 2016 wurden daher wesentliche Anstrengungen unternommen, das Produkt SaleSphere weiter zu entwickeln, um es in 2016 zur Marktreife zu führen. Unternehmen, die mit digitalen Programmen die Herausforderungen der Digitalisierung meistern und ihre Vertriebsorganisation in dieser Situation profitabel halten oder sogar ausbauen, erreichen im Schnitt eine Verdopplung ihrer Erlöse und ihrer Produktivität. SaleSphere zielt auf die Digitalisierung des Vertriebszyklus ab, um diesen nachhaltig zu optimieren und die Wertschöpfungskette im Vertrieb zu stärken. Von der Integration komplexer und umfangreicher Produktkataloge über geleitete Vertriebssituationen, Ordermanagement und strukturierte Vor- und Nachbereitung der Termine bis zu Einbindung in Unternehmensplanungssysteme bietet die Lösung von mVISE die in diversifizierten Märkten notwendige Unterstützung.

Die Entwicklungsanstrengungen bei ICC richteten sich im Berichtsjahr insbesondere auf die Virtualisierung und Herstellung der Cloud-fähigkeit der Produkte sowie die Entwicklung weiterer Funktionalitäten.

Weiterhin wurde das Produktangebot durch den Erwerb von 75,1% Anteile an der elastic.io GmbH erweitert. Die elastic.io GmbH verfügt mit ihrer gleichnamigen Software über eine im Markt führende Integrationsplattform, mit der sich die Integration zwischen unternehmensinternen Infrastrukturen und externen Cloud-Systemen schneller, sicherer und kosteneffektiver gestalten lässt.

3.2 Wirtschaftsbericht

3.2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) sieht die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr 2017 weiterhin im robusten Aufwärtstrend und erwartet für das Gesamtjahr 2017 ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 1,5%. Die Zahl der Beschäftigten liegt auf einem historischen Höchststand und steigt weiter, ebenso wie die Einkommen der privaten Haushalte. Zudem sind die öffentlichen Kassen gut gefüllt und die Inflation zieht nur allmählich an. Trotzdem sieht das DIW Berlin weiterhin auch hohe Unsicherheiten, z.B. durch den Ausgang der Brexit-Verhandlungen oder die protektionistischen Bestrebungen der US-Außenhandelspolitik. Das globale Wachstum bleibt jedoch weiterhin intakt und die Experten erwarten für dieses Jahr einen Zuwachs der weltweiten Wirtschaftsleistung in Höhe von 3,7%. Trotz gestiegener Inflationsraten sieht das DIW Berlin den privaten Konsum in den entwickelten Volkswirtschaften als einen der Haupttreiber, insbesondere weil immer mehr Menschen in Arbeit kommen. In den USA und Europa steigt zusätzlich die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Für die Schwellenländer erwartet das DIW Berlin eine zwar nicht kräftige, aber stetige Dynamisierung des Wachstums.

3.2.2 Markt und Marktumfeld

Die Branchenentwicklung im IT-Sektor wird durch den Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (Bitkom) analysiert und bewertet. Für das laufende Jahr erwartet der Verband in Deutschland im Bereich der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik Umsätze in Höhe von 161 Milliarden Euro (+1,3 Prozent). Treiber der positiven Entwicklung ist mit einem Umsatz von 86 Milliarden Euro und einem Wachstum von 2,7 Prozent erneut die Informationstechnologie. Besonders gefragt sind hierbei die Anbieter von Software (+6,3 Prozent) und IT-Services (+2,3 Prozent), deren Geschäfte auf ein Volumen von 23 Milliarden bzw. 39 Milliarden Euro anwachsen werden. Die Umsätze in IT-Hardware bleiben stabil bei 24 Milliarden Euro.

Insgesamt zeigt sich die Bitkom-Branche optimistisch. Acht von zehn Unternehmen (83 Prozent) rechnen für das erste Gesamtjahr 2017 mit steigenden Umsätzen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Während Unternehmen im Bereich Software (85 Prozent) und IT-Services (83 Prozent) besonders häufig mit wachsenden Umsätzen rechnen, gehen Hersteller von IT-Hardware nur zu zwei Dritteln (65 Prozent) von einem Umsatzplus aus. Die gute Geschäftslage wird sich voraussichtlich wie auch in den Vorjahren positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken. Zwei Drittel der Unternehmen der Bitkom-Branche (65 Prozent) planen, im laufenden Jahr zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Entsprechend spitzt sich aber auch der Fachkräftemangel weiter zu: Nach einer Bitkom-Studie können derzeit 51.000 Stellen für IT-Spezialisten nicht besetzt werden. Rund zwei Drittel der Unternehmen sehen ihre Entwicklung dadurch behindert.

Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl fordert die große Mehrheit der ITK-Unternehmen ein neues digitales Regierungsprogramm. Knapp neun von zehn (87 Prozent) von ihnen meinen, Deutschland brauche eine neue politische Agenda, um die Digitalisierung der Leitindustrien und des Mittelstands zu fördern. Ebenso viele (87 Prozent) fordern, Deutschland zu einem internationalen Hotspot der digitalen Transformation auszubauen. Und 85 Prozent erwarten, dass sich die Politik mehr für Wirtschaftsschutz und IT-Sicherheit engagiert. Kein Wunder: Mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland (53 Prozent) sind laut einer aktuellen Bitkom-Studie in den vergangenen beiden Jahren Opfer von Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl geworden. Dadurch ist ein Schaden von rund 55 Milliarden Euro pro Jahr entstanden. Insbesondere kleinen Unternehmen fehlt eine Sicherheitsstrategie bei der Nutzung von Cloud-Computing. Während bei Unternehmen mit 500 oder mehr Beschäftigten, die Cloud-Dienste nutzen oder dies planen, rund zwei Drittel über eine Cloud Security Strategie verfügen, ist es bei den kleineren nur rund ein Drittel. Dabei boomt die Cloud-Nutzung in der Wirtschaft: Zwei von drei Unternehmen ab 20 Mitarbeitern (65 Prozent) haben in Deutschland im Jahr 2016 Cloud-Computing eingesetzt. Im Vorjahr waren es 54 Prozent, 2014 erst 44 Prozent.

Gemäß einer Studie von Crisp Research wird allein der Cloud-Markt bis 2018 auf ein Volumen von 13,4 Milliarden Euro ansteigen. Anwendung finden die Apps für Mobile Devices von allem in den Bereichen Collaboration und Kundenkommunikation und werden dabei insbesondere von den Fachabteilungen Vertrieb, Kundendienst und Service genutzt. So sehen laut einer Studie von Burda Creative zur Vertriebskommunikation der Zukunft zwei Drittel der Befragten einen großen bis sehr großen Bedarf für die Digitalisierung der Vertriebskommunikation. Gefordert wird dabei eine bessere Ausrichtung an den Bedürfnissen der Zielgruppe und eine stärkere Verdichtung der Informationsflut. Denn auch in den Bereichen, in denen die Penetration mit Mobile Devices hoch ist, nutzen nur wenige Anwender die vorhandenen Möglichkeiten voll aus.

Während die Digitalisierung der Wirtschaft also große Chancen bietet und für viele spannende Transformationsprojekte im IT-Mittelstand sorgt, liegen die größten Herausforderungen in der Herstellung von IT-Sicherheit sowie in der Integration von Mobility in die Unternehmensprozesse. Entsprechend steigen auch die Budgets, die für die Integration von Mobility in die Unternehmensprozesse bereitgestellt werden. Dies geht aus der Enterprise Mobility Study 2015 hervor, die zudem Industrie 4.0, Virtualisierung und Cloud-Computing als wichtigste Technologietrends der kommenden fünf Jahre ausmacht.

3.3 Wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum

Aufstockung der Anteile an der Just Intelligence GmbH im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung

Im Januar 2017 stockte die mVISE AG ihre Beteiligung an der Just Intelligence GmbH, Hamburg, von 50,1% auf 78% auf. Die Aufstockung erfolgte durch Ausgabe von 210.000 Aktien im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital der mVISE AG. Für die verbleibenden 22% wurde ebenfalls eine vertragliche Regelung getroffen.

Mehrheitliche Übernahme der elastic.io GmbH

Im Mai 2017 übernahm die mVISE AG 75,1% der Anteile an der elastic.io GmbH, Bonn. Die Übernahme erfolgt gegen Zahlung von Barmitteln. Für die verbleibenden 24,9% wurde ebenfalls eine vertragliche Regelung getroffen. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart, der überwiegende Teil des Gesamtkaufpreises ist ergebnisabhängig und berücksichtigt die Entwicklung der elastic.io GmbH der Geschäftsjahre 2017 bis 2019. Die bilanzielle Konsolidierung der Gesellschaft erfolgte ab Mai 2017. Die beiden Gründer Renat Zubairov und Igor Drobiazko bleiben auch künftig an der Unternehmensspitze der elastic.io und bringen somit weiterhin Ihre Erfahrung in das Unternehmen ein.

Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung

Zur Finanzierung der strategischen Investition in die elastic.io GmbH und zur Stärkung der Eigenkapitalbasis der Gesellschaft hat der Vorstand am 8. Mai 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats von der Ermächtigung der Hauptversammlung Gebrauch gemacht und die Begebung von Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von EUR 3 Mio. unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß §221 Absatz 4 Satz 2 i.V.m. § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG gegen Barzahlung beschlossen. Die Wandelschuldverschreibungen wurden in 30 Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag von jeweils EUR 100.000,00 vollständig ausgegeben. Der vereinbarte Wandlungspreis beträgt EUR 3,75.

3.4 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

3.4.1 Gesamtdarstellung

Im ersten Halbjahr 2017 konnte der mVISE-Konzern Umsatz und Gesamtleistung gegenüber dem Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres deutlich steigern. Während der Konzernumsatz um 65% von EUR 3,2 Mio. auf EUR 5,3 Mio. zunahm, erhöhte sich die Gesamtleistung sogar um 78% von EUR 3,6 Mio. auf EUR 6,4 Mio. Der Zuwachs ist dabei sowohl auf den weiteren Ausbau des Bereichs Professional Services als auch auf die Ausweitung des Produktportfolios zurückzuführen. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass das erste Halbjahr branchenabhängig - viele Budgets werden erst am Ende des Geschäftsjahres vergeben - traditionell schwächer ausfällt als das zweite Halbjahr. Vor dem Hintergrund weitestgehend linearer Personalkosten belastet dieser Effekt das Halbjahresergebnis. Dazu kam eine Zunahme des Fremdleistungsanteils in Folge der hohen Auslastung. Entsprechend fielen sowohl das Ergebnis als auch der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit in den ersten sechs Monaten noch negativ aus. Für das Gesamtjahr geht der Vorstand aber unverändert von einer Fortsetzung der positiven Entwicklung aus dem Geschäftsjahr 2016 aus.

Auch nach der Ausgabe der Wandelschuldverschreibung zur Finanzierung der Akquisition der elastic.io GmbH beläuft sich die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2017 auf 34,1%. Damit weist die mVISE AG nach wie vor eine robuste Bilanzstruktur auf, die ausreichend Spielraum für weiteres organisches und anorganisches Wachstum bietet.

3.4.2 Ertragslage

Umsatzentwicklung

Der Konzernumsatz belief sich im ersten Halbjahr 2017 auf EUR 5,3 Mio. (H1 2016: EUR 3,2 Mio.). Dabei konnten sowohl der Bereich Professional Services als auch der Bereich Products deutlich zulegen. Im Bereich Professional Services stiegen die Umsätze in Folge der hohen Auslastung im Beratungsgeschäft sowie der ausgeprägten Nachfrage nach Managed Services von EUR 3,5 Mio. im ersten Halbjahr 2016 auf EUR 4,66 Mio. im Berichtszeitraum. Im Bereich Products verdoppelten sich die Umsätze annähernd, getrieben durch die erstmalige Einbeziehung der akquirierten Produkte ICC und elastic.io, von EUR 0,3 Mio. auf EUR 0,7 Mio. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen in Höhe von EUR 0,03 Mio. (H1 2016: EUR 0,01 Mio.) sowie der aktivierten Eigenleistungen in Höhe von EUR 0,8 Mio. für die Weiterentwicklung der drei Produkte SaleSphere, ICC und elastic.io (H1 2016: EUR 0,3 Mio.) ergibt sich für die ersten sechs Monate 2017 eine Gesamtleistung in Höhe von EUR 6,3 Mio. (H1 2016: EUR 3,6 Mio.).

Entwicklung der Aufwendungen

Im Berichtszeitraum beliefen sich die bezogenen Fremdleistungen auf EUR 1,9 Mio. (H1 2016: EUR 0,9 Mio.). Die Fremdleistungen betreffen im Wesentlichen den Einsatz freier Mitarbeiter. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultierte aus der erfreulichen Nachfrageentwicklung, der jedoch nur zeitverzögert mit der Einstellung neuer eigener Mitarbeiter begegnet wird.

Die Personalkosten betrugen EUR 3,4 Mio. (H1 2016: EUR 2,0 Mio.), einhergehend mit einer in Bezug zur Gesamtleistung auf 52,4% reduzierten Personalkostenquote (H1 2016: 56,4%). Diese Entwicklung korrespondiert zum einen mit unserem noch weiterhin im Aufbau befindlichen Personalstamm, zeigt vor allem jedoch die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells im Bereich Professional Services. So hat die hohe Steigerung der Umsätze in diesem Bereich hat zu keiner Kostenausweitung im administrativen Bereich geführt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Raumkosten, Fahrzeugkosten, Werbe- und Kapitalmarktkosten, sowie die Kosten für die Abschlussprüfung und Rechtsberatung. Sie sind im Berichtszeitraum um 43% auf EUR 0,95 Mio. (H1 2016: EUR 0,67 Mio.) gestiegen und weisen somit ebenfalls eine unterproportionale Steigerung im Verhältnis zur Gesamtleistung auf. Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass im Vergleich zum Vorjahr durch die Konsolidierung der Just Intelligence und der elastic.io diese Aufwandsposition auch entsprechende Kosten in diesen Tochtergesellschaften enthält. In Summe zeigt sich auch hier eine Skalierbarkeit des Geschäftsmodells: zusätzliches Umsatzvolumen führt nicht in gleicher Weise zu einer Steigerung der sonstigen betrieblichen Aufwände. Enthalten sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der Berichtsperiode auch Aufwendungen für den beschleunigten Wachstumskurs des mVISE Konzerns. Durch den Zukauf der Mehrheitsanteile an den Tochtergesellschaften Just Intelligence und elastic.io sind Aufwände für die Akquisition, Integration und vor allem für die Neueinstellung und Schulung von Professional Services-Mitarbeiter für diese beiden neuen Produktbereiche entstanden.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen im ersten Halbjahr 2017 bei EUR 0,8 Mio. (H1 2016: EUR 0,3 Mio.). Die starke Steigerung resultiert neben den Investitionen in das Produkt SaleSphere aus der nun durch die Konzernkonsolidierung hinzugekommen Abschreibungen für die Produkte von Just Intelligence und elastic.io.

Ergebnisentwicklung

Im Berichtszeitraum konnte trotz der oben beschriebenen Belastungen, die sich aus dem organischen und dem anorganischen Wachstum im Berichtszeitraum ergeben haben, ein EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) in Höhe von EUR 0,3 Mio. erzielt werden (H1 2016: EUR 0,2 Mio.).

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) betrug, bedingt durch die erhöhten Abschreibungen aus der Entwicklungstätigkeit für das deutlich erweiterte Produktportfolio im Berichtszeitraum EUR -0,5 Mio. (H1 2016: EUR -0,1 Mio.).

Das Finanzergebnis belief sich in den ersten sechs Monaten 2017 auf TEUR -110 (H1 2016: TEUR -4), einhergehend mit einem Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von EUR -0,6 Mio. (H1 2016: EUR -0,1 Mio.). Unter Berücksichtigung eines Steuerertrags in Höhe von EUR 1,1 Mio. in Zusammenhang mit der im Berichtszeitraum erstmals konsolidierten elastic.io (H1 2016: EUR 0,00 Mio.) ergibt sich somit ein deutlich positiver Konzernperiodenüberschuss in Höhe von EUR 0,5 Mio. (H1 2016: EUR -0,1 Mio.).

3.4.3 Vermögenslage

Kurzfristiges Vermögen

Zum 30. Juni 2017 erhöhten sich die kurzfristigen Vermögensgegenstände unwesentlich auf EUR 1,9 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 1,7 Mio.). Dabei nahm durch das erheblich gestiegene Geschäftsvolumen der Vorratsbestand (unfertige Leistungen) auf EUR 0,3 Mio. zu (31. Dezember 2016: EUR 0,1 Mio.).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf EUR 1,2 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 1,2 Mio.). Sie sind trotz des erheblich gestiegenen Umsatzvolumens nicht signifikant gestiegen. So konnte dank eines stringenten Forderungsmanagements ein zusätzlicher Liquiditätsbedarf vermieden werden.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenstände von EUR 0,2 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 0,2 Mio.) und der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von EUR 0,2 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 0,3 Mio.) unterliegen keiner wesentlichen Veränderung.

Langfristiges Vermögen

Die langfristigen Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag EUR 6,7 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 3,0 Mio.). Der deutliche Zuwachs basiert im Wesentlichen auf dem Goodwill aus den Beteiligungserwerben der Just Intelligence und elastic.io.

Fremdkapital

Zum 30. Juni 2017 belief sich das Fremdkapital auf EUR 7,7 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 3,5 Mio.). Der Anstieg resultiert in erster Linie aus der Ausgabe der Wandelschuldverschreibung, die in der Bilanz mit EUR 3,0 Mio. zu Buche schlägt.

Aus der organischen Erweiterung des Geschäftsbetriebes und der erstmaligen Konsolidierung der elastic.io ergaben sich erwartungsgemäß Steigerungen der übrigen Fremdkapitalpositionen. So erhöhten sich die Rückstellungen zum Bilanzstichtag auf EUR 2,0 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 1,4 Mio.). Des Weiteren betrugen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen EUR 0,7 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 0,4 Mio.), die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten EUR 0,9 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 0,4 Mio.) und die erhaltenen Anzahlungen EUR 0,1 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 0,0 Mio.).

Eigenkapital

Zum 30. Juni 2017 belief sich das Eigenkapital auf EUR 4,0 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 3,3 Mio.). Der Anstieg resultiert in erster Linie aus der Ausgabe der erfolgreichen Kapitalerhöhung, die in der Bilanz mit TEUR 210. zu Buche schlägt, sowie einer damit verbundenen Einzahlung in die Kapitalrücklage. Die Eigenkapitalquote für das erste Halbjahr 2017 beträgt 34,1% und sank gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 mit 50,1%. Dies resultiert insbesondere durch den starken Anstieg der Bilanzsumme aus der Ausgabe der Wandelschuldverschreibung, die in der Bilanz mit EUR 3,0 Mio. zu Buche schlägt und aus der organischen Erweiterung des Geschäftsbetriebes und der erstmaligen Konsolidierung der elastic.io.

3.4.4 Finanzlage, Kapitalflussrechnung und Liquidität

Kapitalflussrechnung und Liquidität

Analog zum Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, das durch den beschleunigten Wachstumskurs beeinträchtigt wurde, war der Zahlungsmittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit im Berichtszeitraum negativ und belief sich auf EUR -0,51 Mio. (H1 2016: EUR 0,12 Mio.).

Der Nettozahlungsmittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf EUR -2,9 Mio. (H1 2016: EUR -0,4 Mio.). Dabei betrugen die Investitionen in das Sachanlagevermögen TEUR 40 (H1 2016: TEUR 30) und die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte EUR 0,9 Mio. (H1 2016: EUR 0,4 Mio.). Der verbleibende Betrag in Höhe von EUR 2,0 Mio. (H1 2016: EUR 0,0 Mio.) entfällt auf Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis.

Der Nettozahlungsmittelfluss aus Finanzierungstätigkeit betrug im ersten Halbjahr 2017 EUR 3,3 Mio. (H1 2016: EUR 0,4 Mio.). Der positive Saldo resultierte dabei aus Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen sowie aus der Ausgabe der Wandelschuldverschreibung.

Somit ergab sich für die ersten sechs Monate 2017 insgesamt ein Gesamt-Cashflow in Höhe von EUR -0,1 Mio. (H1 2016: EUR 0,1 Mio.). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich am 30. Juni 2017 auf EUR 0,3 Mio. (30. Juni 2016: EUR 0,2 Mio.).

3.4.5 Investitionen

Im Berichtszeitraum wurden Investitionen mit einem Volumen in Höhe von EUR 0,9 Mio. getätigt (H1 2016: EUR 0,4 Mio.). Davon flossen TEUR 40. (H1 2016: TEUR 30) in das Sachanlagevermögen und EUR 0,9 Mio. (H1 2016: EUR 0,3 Mio.) in immaterielle Vermögenswerte. Zum größten Teil wurden investierten Mittel für die Weiterentwicklung der Produkte SaleSphere, ICC und elastic.io verwendet, sowie für den Erwerb der Mehrheitsanteile an der elastic.io GmbH.

3.4.6 Mitarbeiter

Für mVISE sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiter das wesentlichste Asset. Im Berichtszeitraum nahm die Anzahl der Mitarbeiter von 81 zum 31. Dezember 2016 auf 105 zum 30. Juni 2017 zu. Der deutliche Anstieg hat mehrere Gründe: Zum einen wurden im Geschäftsbereich Professional Services zahlreiche neue Mitarbeiter eingestellt und zum anderen schlägt sich die Übernahme der elastic.io GmbH nieder. Im Durchschnitt waren im ersten Halbjahr 2017 95 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt (H1 2016: 72).

3.4.7 Auftragslage

Der Auftragsbestand des mVISE AG lag zum Ende des Berichtszeitraums mit EUR 3,1 Mio. deutlich über dem Vorjahresniveau (30. Juni 2016: EUR 2,2 Mio.). Im Gegensatz zu dem marginalen Vorjahresauftragsbestand im Produktbereich entfielen im Berichtszeitraum 13% des Auftragsbestands auf diesen Bereich. Insgesamt rechnet der Vorstand im laufenden Geschäftsjahr für die Produkte SaleSphere und elastic.io mit einer weiteren signifikanten Verschiebung des Auftragsbestands zugunsten der Produkte.

3.4.8 Risiko- und Chancenbericht

Die Chancen und Risiken aus unternehmerischer Tätigkeit werden vom Vorstand laufend definiert, bewertet und, soweit möglich und unternehmerisch sinnvoll, minimiert oder auf Dritte verlagert. Im Geschäftsbericht 2016 wird innerhalb des Konzernlageberichts unter der Ziffer 3.3 "Risiko- und Chancenbericht" ausführlich auf Risiken, die den Geschäftserfolg der mVISE AG gefährden könnten sowie Geschäftspotenziale hingewiesen. Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Veränderungen im Risiko- und Chancenprofil der mVISE AG.

3.4.9 Prognosebericht

Nach der erfolgreichen Neuaufstellung und dem positiven Geschäftsverlauf 2016, soll der Wachstumskurs auch im laufenden Geschäftsjahr fortgesetzt werden. Die Rahmenbedingungen sind grundsätzlich positiv: Das wirtschaftliche Umfeld ist stabil und die Produkte und Lösungen von mVISE treffen globale Trends wie die Digitalisierung von Geschäftsprozessen und IT-Sicherheit. Der Konzern ist als Pionier im Bereich mobiler Digitalisierung anerkannt und hat daher eine stabile und zuverlässige (Bestands-) Kundenstruktur.

Insbesondere die regulatorisch und medial unterstützte Entwicklung rund um die Themen Datenschutz und Security möchte der Vorstand ausnutzen, um in diesem Bereich weiter zu wachsen. Aber auch bei der Vernetzung von Maschinen ist die mVISE AG gemeinsam mit Bosch in einen extrem interessanten Bereich vorgedrungen mit vielen spannenden Projekten. Das aktuelle Auftragsvolumen in Höhe von mehr als 3,1 Mio. Euro sichert eine hohe Auslastung und die hohe Nachfrage insbesondere von Großkunden ist ein positives Zeichen für signifikante Vertragsabschlüsse im zweiten Halbjahr.

Der Fokus liegt dabei auf dem weiteren Wachstum im Beratungsgeschäft, dazu werden erste zählbare Erfolge im Lizenzgeschäft sowohl mit den Produkten zur Vertriebsunterstützung (SaleSphere) als auch ein weiterer Ausbau der Umsätze mit den Lösungen von Just Intelligence und elastic.io angestrebt. Um die bisher erreichte Marktposition auszubauen, setzt die mVISE AG darüber hinaus auch 2017 wieder auf anorganisches Wachstum. Nachdem mit dem Erwerb der elastic.io GmbH das Produktportfolio erfolgreich ergänzt wurde, hat mit Blick auf künftige Akquisitionen der Bereich Professional Services Priorität.

Insgesamt bekräftigt der Vorstand auf Konzernebene seine Wachstums- und Ergebnisziele. Unter der Voraussetzung stabiler Wettbewerbsstrukturen und Marktpreise, ausbleibender Verluste von Großkunden sowie einer weiterhin positiven Entwicklung in den relevanten Zielmärkten rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2017 aus heutiger Sicht mit einer Gesamtleistung von über 14 Millionen Euro. Dabei wird die Just Intelligence GmbH voraussichtlich rund 10 bis 15 Prozent der geplanten Gesamtleistung beisteuern, darüber hinaus sind in dieser Prognose keine größeren Umsätze aus dem Produktbereich eingeplant. Neben der Steigerung der Erlöse liegt hier der Schwerpunkt auf dem Erreichen von Synergien, beispielsweise in den Bereichen Marketing und Vertrieb sowie Finanzen und Human Resources. Insgesamt geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2017 von einer EBITDA-Marge am unteren Ende der Prognose in Höhe von 15 bis 20 Prozent aus.

Insgesamt sind für das Geschäftsjahr 2017 Investitionen mit einem Volumen von rund EUR 1,8 Mio. in das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände geplant. Mit diesen Investitionen soll der Funktionsumfang der Produkte Just Intelligence, elastic.io und SaleSphere erweitert werden, um die Attraktivität des Produktportfolios am Markt weiter zu steigern und künftig den Anteil an Lizenzumsätzen signifikant zu erhöhen. Das Investitionsvolumen könnte sich im Falle eines weiteren anorganischen Wachstums durch Akquisitionen über diese Planung hinaus erhöhen

Düsseldorf, im August 2017

Der Vorstand

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Manfred Götz Rainer Bastian

4 Die mVISE AG am Kapitalmarkt

4.1 Kursentwicklung

Marktbericht

Basierend auf der erfolgreichen Unternehmensentwicklung und dem gelungenen Turnaround, entwickelte sich die Aktie der mVISE AG im Geschäftsjahr 2016 deutlich überdurchschnittlich und notierte zum Jahresabschluss am 30. Dezember mit einem Kurs von EUR 2,97 im Xetra-Handel. Dies bedeutet einen Anstieg um 81,1 Prozent gegenüber dem Jahresschlusskurs 2015. In das Jahr 2017 startete die mVISE-Aktie am 2. Januar zum Kurs von EUR 2,90 und bewegte sich bis Ende Februar in einem engen Korridor zwischen dem bisherigen Jahrestiefstkurs von EUR 2,75 und EUR 3,00. Mit Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 am 28. Februar stieg der Kurs auf ein Niveau um EUR 3,30. Im Mai folgten mit der mehrheitlichen Übernahme der elastic.io GmbH sowie der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2016 weitere positive Meldungen, in deren Folge die mVISE-Aktie deutlich an Wert gewann und ein kontinuierlicher Aufwärtstrend einsetzte. Am 27. Juni erreichte die Aktie der mVISE AG mit EUR 4,90 den Höchststand in der Berichtsperiode und schloss am 30. Juni mit einem Kurs von EUR 4,80 im Xetra-Handel. Seitdem hat sich der Kurs auf einem Niveau um EUR 4,50 stabilisiert.

Insgesamt erzielte die mVISE-Aktie im Berichtszeitraum einen Anstieg um 61,6 Prozent gegenüber dem Jahresschlusskurs 2016, einhergehend mit einer Marktkapitalisierung der Gesellschaft von rund EUR 40,2 Mio. zum 30. Juni (31. Dezember 2016: EUR 24,9 Mio.). Der deutliche Anstieg der Marktkapitalisierung beruht neben dem Kursanstieg auch auf einer im Januar 2017 durchgeführten Sachkapitalerhöhung im Rahmen der Aufstockung der Anteile an der Just Intelligence GmbH von 50,1% auf 78%. Durch die Ausgabe von 210.000 Aktien an die Verkäufer der Geschäftsanteile der Just Intelligence GmbH gegen Erbringung einer Sacheinlage in Form von insgesamt 18.899 Geschäftsanteilen der Just Intelligence GmbH, nahm das Grundkapital der mVISE AG von EUR 8.164.052 zum 31. Dezember 2016 auf EUR 8.374.052 zum 30. Juni 2017 zu.

Kurschart

Quelle: Xetra-Schlusskurse (Bloomberg)

4.2 Informationen zur Aktie

Die mVISE AG ist am 26.07.2017 in das neue Qualitätssegment Scale für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der Deutschen Börse aufgenommen worden. Scale ersetzt seit März 2017 den Entry Standard für Aktien und Unternehmensanleihen. Das neue Segment, das Unternehmen einen leichteren Zugang zu Investoren und Wachstumskapital ermöglichen soll, ist deutlich strenger reguliert als das Basic Board, in dem die mVISE AG nach dem Ende des Entry Standard bis zur Aufnahme in Scale gelistet war.

Die neuen Qualitätsstandards verlangen von den Unternehmen neben einem etablierten Geschäftsmodell und Mindestgrößen hinsichtlich definierter Kennzahlen vor allem die Verpflichtung zu Transparenz. Das beinhaltet beispielsweise jährliche Analystenkonferenzen, aber auch ein unabhängiges Research, das von der Deutschen Börse in Auftrag gegeben wird.

Die mVISE AG begrüßt das Bestreben der Deutschen Börse nach mehr Transparenz - die Einführung von Scale ist deshalb ein richtiger und wichtiger Schritt. Für mVISE war es daher eine logische Entscheidung, die Aufnahme in das neue Qualitätssegment zu beantragen.

Die gestiegenen Transparenzanforderungen machen die in Scale notierenden Unternehmen deutlich attraktiver, sodass eine Verbreiterung der Investorenbasis sowie die Darstellung von Unternehmen gegenüber Wirtschafts- und Finanzmedien erheblich unterstützt werden.

Die Wertpapierkennnummer (ISIN DE0006204589) der mVISE AG bleibt unverändert.

Unsere Aktionäre und die interessierte Öffentlichkeit haben wir im ersten Halbjahr 2017 zeitnah über den aktuellen Geschäftsverlauf, besondere Ereignisse sowie die Perspektiven des Unternehmens informiert. So stieß die, am 29. Juni in Düsseldorf abgehaltene diesjährige ordentliche Hauptversammlung, bei der sich die Aktionäre über das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 und die aktuelle Lage bei der mVISE AG informieren konnten, wieder auf ein reges Interesse. Die Präsentation und der Redetext stehen auf der Homepage unter der Rubrik "Investor Relations/Hauptversammlungen" zum Download zur Verfügung.

Darüber hinaus präsentiert der Vorstand die Gesellschaft bei verschiedenen relevanten Kapitalmarktkonferenzen und informiert in diesem Rahmen über die aktuelle Situation sowie weiterhin bestehende Herausforderungen. So war die mVISE AG beispielsweise Anfang Mai bei der DVFA-Frühjahrskonferenz in Frankfurt am Main vertreten. Weitere vorgesehene Termine sind die Rüttnauer Research IR-Fahrt im September und das Eigenkapitalforum im November in Frankfurt.

Kenndaten:

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ISIN DE0006204589
Wertpapierkennnummer 620458
Börsenkürzel C1V
Anzahl Aktien 8.374.052
Börsensegment Scale (Freiverkehr)
Handelsplätze/Börsen XETRA® , Frankfurt, Berlin, Stuttgart, Düsseldorf, Tradegate
Kapitalmarktpartner BankM - Repräsentanz der FinTech Group Bank AG
Designated Sponsor BankM - Repräsentanz der FinTech Group Bank AG
Research Coverage SMC Research / Edison Research

Aktionärsstruktur:

Finanzkalender 2017:

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August 2017 Veröffentlichung HJ-Bericht
07.-09. September 2017 IR- Fahrt Rüttnauer
27.-29. November 2017 Deutsches Eigenkapitalforum

5 Konzernhalbjahresabschluss zum 30.06.2017 nach HGB

5.1 Konzernbilanz für das 1. Halbjahr vom 01.01. bis 30.06.2017

Aktiva

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30.06.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
--- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.191 2.328
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 96 51
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.306 595
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 103 82
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 7 7
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
unfertige Leistungen 340 107
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.204 1.152
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3 2
3. sonstige Vermögensgegenstände 178 184
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 167 275
C. Rechnungsabgrenzungsposten 41 21
D. Aktive latente Steuern 3.020 2.141
11.656 6.945

Passiva

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30.06.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
--- --- --- ---
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 8.374 8.164
II. Kapitalrücklage 14.037 13.782
III. Verlustvortrag -19.125 -19.296
IV. Überschuss 461 627
V. Minderheitskapital 229 55
B. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 2.015 1.403
C. Verbindlichkeiten
I. Anleihen 3.030 0
II. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 878 428
III. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 133 16
IV. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 724 656
V. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0
VI. sonstige Verbindlichkeiten 867 1.012
D. Rechnungsabgrenzungsposten 33 98
11.656 6.945

5.2 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das 1. Halbjahr vom 01.01. bis 30.06.2017

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1. HJ 2017 1. HJ 2016
TEUR TEUR
--- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 5.340 3.227
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 292 14
3. andere aktivierte Eigenleistungen 758 337
4. Gesamtleistung 6.390 3.578
5. sonstige betriebliche Erträge 89 140
6. Materialaufwand -1.924 -859
7. Personalaufwand -3.351 -2.019
8. Abschreibungen -785 -296
9. sonstige betriebliche Aufwendungen -950 -670
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1 0
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -114 -4
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -644 -130
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.109 0
14. Ergebnis nach Steuern 465 -130
15. sonstige Steuern -4 -4
16. | Konzernhalbjahresüberschuss/-fehlbetrag 461 -134
17. Ergebnisanteil Konzernfremder 340 -
18. auf Aktionäre entfallendes Ergebnis 122 -
19. Ergebnis je Aktie in EURO 0,02 -

5.3 Kapitalflussrechnung für das 1. Halbjahr vom 01.01. bis 30.06.2017

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TEUR
1 Periodenergebnis (Konzernhalbjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 461
2 + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 785
3 - Abnahme der Rückstellungen -100
4 + Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 2
5 - Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -159
6 - Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -545
7 + Zinsaufwendungen 113
8 - Ertragsteuerertrag -1.109
9 \= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -551
10 - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -881
11 - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -42
12 - Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -1.954
13 \= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.876
14 + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 3.450
15 - Gezahlte Zinsen -129
16 \= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 3.321
17 Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -107
18 + Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 19
19 + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 274
20 \= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 167

6 Konzernanhang für das 1. Halbjahr vom 01.01. bis 30.06.2017

Allgemeine Angaben

Die Mutter des mVISE Konzerns ist die mVISE AG, Wanheimer Str. 66, 40472 Düsseldorf, Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 76863 beim Amtsgericht Düsseldorf eingetragen.

Gegenstand des Unternehmens ist die Beratung auf dem Gebiet der IT-Hard und Software, die Entwicklung und der Vertrieb von Softwarelösungen, sowie die Durchführung von Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich Datenverarbeitung/Datenschutz.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff HGB sowie nach einschlägigen Vorschriften des AktG und der Satzung aufgestellt.

Die mVISE AG gilt gem. §267 Abs.2 HGB als kleine Kapitalgesellschaft. Der Lagebericht für die mVISE AG wurde gem.§315 Abs.3 i.V.m. §298 Abs.3 HGB mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst.

Die Gesellschaft war während des Berichtszeitraums im Handelssegment Basic Board innerhalb des Freiverkehrs notiert, seit 26.07.2017 ist die Aktie im Börsensegment Scale notiert.

Die Gesellschaft wird zum 30.06.2017 von den beiden Vorständen Manfred Götz (Professional Services & Finance) und Rainer Bastian (Products & Administration) geführt.

Die mVISE AG unterhält zur Jahresmitte Zweigstellen in Frankfurt/Main und Hamburg.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Abschlüsse der mVISE AG als Mutterunternehmen und ihrer Tochterunternehmen zum 30. Juni des Geschäftsjahres. Der Abschluss der Tochterunternehmen wird unter einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der des Mutterunternehmens.

Zu Beginn des Berichtszeitraums wurde der Anteil an der Just Intelligence GmbH, Hamburg, um 27,9% auf 78% erhöht. Bei der Ermittlung des auf diesen Anteilserwerb entfallenden Geschäfts und Firmenwertes wurde auf den Zeitpunkt abgestellt, zu dem das Unternehmen erstmalig in den Konzernabschluss einzubeziehen war (1. Oktober 2016).

Im Mai 2017 wurden außerdem 75% Anteile der elastic.io GmbH, Bonn, erworben. Die elastic.io GmbH wurde zum 1. Mai 2017 in den Konzernabschluss einbezogen.

Zum Vorjahresvergleichsstichtag bestanden keine konsolidierungspflichtigen Beteiligungen.

In den Konzernabschluss einbezogen sind folgende inländische Tochterunternehmen, welche die mVISE AG unmittelbar beherrscht. Abschlussstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmern ist der 30. Juni.

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Tochtergesellschaft Anteil am Kapital Buchwert der Anteile Eigenkapital der Tochtergesellschaft Ergebnis 1. HJ 2017
Just Intelligence GmbH 78% 850 TEUR 839 TEUR 83 TEUR
elastic.io GmbH 75,1% 2.620 TEUR 747 TEUR 1.200 TEUR

Die mVISE Professional GmbH wurde aufgrund des seit mehreren Jahren ruhenden Geschäftsbetriebs sowie deren Unwesentlichkeit für den Konzern nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert werden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, durchgeführt.

Bei Anwendung der Erwerbsmethode wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diesen Anteil entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet, Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für Kapitalkonsolidierung maßgeblichen Zeitpunkt ist grundsätzlich derjenige, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile wurde nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge werden dabei so weit wie möglich den betreffenden Aktivposten zugeordnet, der Restbetrag wurde als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen.

6.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Folgenden werden die im Konzernlabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst entwickelte immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Herstellungskosten angesetzt, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren). Die Einbeziehung angemessener Teile der allgemeinen Verwaltungskosten erfolgt in Ausübung des Wahlrechts gemäß §255 Abs. 2 S. 3 HGB. Durch die Aktivierung der auf die bilanzierten Entwicklungsleistungen entfallenden Kosten der allgemeinen Verwaltung wird gewährleistet, dass die den Erlösen aus Produktlizensierung zuzuordnenden Aufwendungen zeitlich in den Perioden des Erlösanfalls berücksichtigt werden. Aktivierte Eigenleistungen werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer über drei Jahre abgeschrieben.

Geschäfts- und Firmenwert werden einschließlich der Geschäfts- und Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung erworbener Anteile aktiviert und über einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren abgeschrieben. Im Einzelfall wird geprüft, über welchen Zeitraum der Geschäfts- und Firmenwert voraussichtlich nutzbar sein wird und dann entsprechend linear abgeschrieben. Bei Bedarf werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die gewöhnliche Nutzungsdauer, bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt in der Regel bei IT-Hardware drei Jahre sowie bei sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattungen sieben bis zehn Jahre. Die unterjährige Veränderung der Sachanlagen ist der Entwicklung des Anlagevermögens zu entnehmen.

Vorräte

Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der Material- bzw. Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Die Einbeziehung angemessener Teile der allgemeinen Verwaltungskosten erfolgt in Ausübung des Wahlrechts gemäß §255 Abs. 2 S. 3 HGB. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. für die Werthaltigkeitsprüfung wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Latente Steuern

Aktive Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich steuerlich wirksam abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Der Berechnung der aktiven und passiven latenten Steuern liegt der maßgebliche Steuersatz der betroffenen Konzernunternehmen zugrunde.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalbeträgen bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferung- und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von einem Prozent vorgenommen. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, wenn auf Grund der Bonität Zweifel an der Erfüllung besteht. Die sonstigen Vermögensgegenstände beziehen sich auf hinterlegten Kautionen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden in die Bewertung mit einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen am Bilanzstichtag angesetzt.

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davon mit einer Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit zum 30.06.2017 Gesamtbetrag 30.06.2017 ≤ einem Jahr ein bis fünf Jahre ≥ fünf Jahre
--- --- --- --- ---
TEURO TEURO TEURO TEURO
--- --- --- --- ---
Wandelanleihen 3.030 30 3.000 -
Verb. gegenüber Kreditinstituten 877 877 - -
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 133 133 - -
Verb. aus Lieferungen und Leistungen 724 724 - -
sonstige Verbindlichkeiten 866 566 300 -
Summe 5.630 2.330 3.300 -

6.2 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr wiederholt um über 70% gesteigert werden. Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres lassen sich folgenden Tätigkeitsbereichen zuzuordnen:

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Umsatzerlöse I 1. HJ 2017 1. HJ 2016
(in TEUR) (in TEUR)
--- --- ---
Professional Services 4843 3619
Products 731 494
Vertrieb/Verwaltung & Konsolidierung -234 -886
Summe 5.340 3.227

Die Umsatzerlöse des Bereichs Segmentes Professional Services werden mit Beratungsleistungen und mit sogenannten Managed Services erzielt, sowie mit eigenentwickelten mobile Lösungen. Im Segment Products eigenentwickelte Software Produkte vertrieben.

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Umsatzerlöse II 1. HJ 2017 1. HJ 2016
(in TEUR) (in TEUR)
--- --- ---
Gesamtumsatz 5.340 3.227
Davon EU-Länder 3.172 721
Anteil am Gesamtumsatz % 80 22
Davon Drittland 15 23
Anteil am Gesamtumsatz % 1 1
Gesamtumsatz Ausland 3.187 744

Andere aktivierte Eigenleistungen

Die aktivierten Eigenleistungen im ersten Halbjahr 2017 in Höhe von 758 TEUR betreffen die Weiterentwicklung des Produktes SaleSphere in Höhe von 420 TEUR, sowie die Weiterentwicklung des Produktes ICC der Just Intelligence in Höhe von 198 TEUR und des Produkts elastic.io in Höhe von 140 TEUR.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge blieben unter Vorjahresniveau. Sie beinhalten im Wesentlichen pauschal versteuerte Sachbezüge. Die sonstigen betrieblichen Erträge stellen sich für den Berichtszeitraum wie folgt dar:

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1. HJ 2017 1. HJ 2016
(in TEUR) (in TEUR)
--- --- ---
Verrechnete Sachbezüge 85 59
Periodenfremde Erträge 0 44
Versicherungsentschädigung 4 34
Sonstige 0 3
Summe 89 140

Personalaufwand

Der Personalaufwand gliedert sich gemäß §275 Abs 2 Nr. 6 HGB wie folgt:

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1. HJ 2017 1. HJ 2016
(in TEUR) (in TEUR)
--- --- ---
Löhne und Gehälter 2.881 1.724
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge 470 259
Davon für Altersvorsorge 18 16
Summe 3.351 1.919

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In der folgenden Auflistung sind alle wesentlichen sonstigen betrieblichen Ausgaben beziffert. Weitere sonstige betriebliche Ausgaben liegen alle unterhalb von 100 TEUR.

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1. HJ 2017 1. HJ 2016
(in TEUR) (in TEUR)
--- --- ---
Raumkosten inkl. Rechenzentrum 212 151
Fahrzeugkosten 157 140
Werbe- und Reisekosten 181 82
Kapitalmarktkosten 72 73
Rechts-/Beratungs-/Prüfungskosten 74 10
Fremdleistungen 97 49
Sonstige 98 165
Summe 951 670

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen umfassten planmäßige Abschreibungen in Höhe von 785 TEUR (Vorjahr 296 TEUR).

Finanzergebnis

Zinsen und ähnliche Aufwendungen umfassten im Jahr 2016 Zinsen für Gesellschafterdarlehen, sowie die Inanspruchnahme einer Bankkreditlinie. Die Aufwendungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2017 auf 114 TEUR gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 4 TEUR. Grund hierfür war insbesondere die Tilgung der Gesellschafterdarlehen inklusive aller aufgelaufenen Zinsen, die im Vorjahr nicht zurückgestellt wurden, sowie die Inanspruchnahme der bestehenden Kontokorrentlinie.

Steuern von Einkommen und Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Erträge aus der Berücksichtigung von aktiven latenten Steuern auf in der Zukunft nutzbare Verlustvorträge in Höhe von 1.109 TEUR erfasst.

6.3 Erläuterungen zur Konzernbilanz

Angaben zum Anteilsbesitz

Zum 01.01.2017 hat die mVISE AG eine weitere Tranche in Höhe von 27,9% an der Just Intelligence GmbH erworben und konsolidiert nunmehr 78% der Anteile auf sich. Die Anteile wurden im Rahmen einer Sacheinlage in Höhe von 210 TEUR erworben. Im Rahmen der Erstkonsolidierung der zweiten Tranche wurde zur Ermittlung des Unterschiedsbetrags auf den Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung der Just Intelligence abgestellt. Der passive Unterschiedsbetrag zwischen dem anteiligen Eigenkapital der Just Intelligence zum Erwerbszeitpunkt der zweiten Tranche (01.01.2017) und dem Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung (01.10.2016), wurde in die Kapitalrücklage umgebucht.

An der elastic.io GmbH wurden im Mai 2017 Anteile in Höhe von 75,1% erworben. Der Erwerbspreis der Anteile beinhaltet neben einer Barkomponente in Höhe von 1.910 TEUR eine Earn-out-Regelung. Im Rahmen der Kaufpreisbestimmung war daher neben der Barkomponente ein Betrag in Höhe der auf den voraussichtlichen Erfüllungszeitraum abgezinsten Earn-out-Verpflichtung zu berücksichtigen. Insgesamt ergaben sich Anschaffungskosten in Höhe von 2.608 TEUR.

Aus der im Rahmen der Erstkonsolidierten Neubewertung des Reinvermögens der elastic.io GmbH waren stille Reserven in den immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 700 TEUR zu aktivieren. Die stillen Reserven beziehen sich auf eine im Unternehmen entwickelte Software.

Immaterielle Vermögenswerte

Aus der Erstkonsolidierung der elastic.io ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von 2.608 TEUR, der als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wurde. Dieser wird gem. §309 Abs. 1 HGB planmäßig über seine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Die Geschäfts- und Firmenwerte vom 01.01.2017 bis 30.06.2017 sind nachfolgender Tabelle zu entnehmen. Zahlenwerte in TEUR:

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Gesellschaft AHK 01.012017 Zugänge AHK 30.06.2017 Abschreibung kum. Buchwert 30.06.2017 Buchwert 31.12.2016
mVISE AG 150 0 150 138 13 20
Just Intelligence GmbH, Hamburg 585 179 764 35 729 575
elastic.io GmbH, Bonn 0 2.608 2.608 43 2.565 0
Summe 585 2.787 3.522 216 3.307 595

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Gesellschaft Abschreibung 01.01. - 30.06.2017
mVISE AG 8
Just Intelligence GmbH, Hamburg 26
elastic.io GmbH, Bonn 43
Summe 77

Weitere Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen betrafen mit 1.458 TEUR selbstentwickelte Software und mit 61 TEUR erworbene Lizenzen.

Sachanlagen

Die Zugänge der Sachanlagen von insgesamt 42 TEUR betreffen ausschließliche sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen belaufen sich zum Stichtag auf 7 TEUR und sind der mVISE Professional Services zuzuordnen, deren Geschäftsbetrieb aktuell ruht.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der ausgewiesene Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besitzt wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren betragen zum Stichtag 178 TEUR (im Vorjahr 184 TEUR). Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände besitzen wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Liquide Mittel

Die liquiden Mittel in Höhe von 166 TEUR (im Vorjahr 189 TEUR) beinhalten die laufenden Bankguthaben. Sämtliche Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Stichtag unbelastet. Fremdwährungskonten lagen zum Bilanzstichtag nicht mehr vor.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Abgrenzungen für im Voraus geleistete Aufwendungen für Fremdleistungen.

Aktive latente Steuern

Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern stellen den Saldo aus einem aktiven latenten und einem passiven latenten Steuerposten dar.

Konzerneigenkapital

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Gezeichnetes Kapital der mVISE AG Kapitalrücklage Konzern Bilanzverlust Konzern Minderheitenkapital Summe
Veränderung des Eigenkapitals
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TEURO
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Stand 1.1.2016 7.914 13.652 -19.296 0 2.270
Ausgabe von Anteilen 250 130 380
Ergebnis 171 456 627
Änderung des Konsolidierungskreises 55 55
Stand 31.12.2016 8.164 13.782 -19.125 511 3.332
Ausgabe von Anteilen 210 210
Ergebnis 122 340 461
Änderung des Konsolidierungskreises 255 -282 -27
Stand 30.06.2017 8.374 14.037 -19.003 569 3.977

Das Grundkapital der mVISE AG beträgt EUR 8.374.052 und ist eingeteilt in 8.374.052 nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten und einen anteiligen Betrag von EUR 1,00 je Aktie am Grundkapital aufweisen. Alle Aktien verfügen über die gleichen Stimmrechts- und Dividendenansprüche. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des Aktiengesetzes, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG.

Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus gesetzlichen Regelungen ergeben (§§ 71b, 136 AktG). Dem Vorstand sind daneben keine Beschränkungen für die Ausübung des Stimmrechts oder die Übertragung der Aktien bekannt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen bei der mVISE AG nicht.

Die mVISE AG hat keine Aktien ausgegeben, aus denen die Kontrollrechte nicht unmittelbar ausgeübt werden können.

Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in §§ 84 und 85 AktG sowie § 5 der Satzung geregelt. Gemäß den gesetzlichen Vorschriften (§ 179 Abs. 1 AktG) bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Für die Beschlüsse der Hauptversammlung reicht die einfache Mehrheit aus, soweit das Aktiengesetz bei einzelnen Satzungsänderungen keine größere Mehrheit zwingend vorschreibt. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 10 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft dazu ermächtigt, Änderungen an der Satzung vorzunehmen, die nur deren Fassung betreffen.

Gemäß § 4 Abs. 8 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 8. Juni 2021 um bis zu EUR 3.872.026 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016).

Der Vorstand hat am 29. September 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 5. Oktober 2016 beschlossen das durch die Hauptversammlung beschlossene Genehmigte Kapital 2016 teilweise auszunutzen und das Grundkapital der Gesellschaft gegen Sacheinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre von EUR 8.164.052 um EUR 210.000 auf EUR 8.374.052 durch Ausgabe von 210.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Stückaktie zu erhöhen. Die Sacheinlage war zu erbringen in Form von insgesamt 18.899 Geschäftsanteilen der Just Intelligence GmbH, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB89691 ("Just Intelligence") im Nennbetrag von je EUR 1,00. Die Werthaltigkeit der Sacheinlage wurde der Gesellschaft durch den vom Amtsgericht Düsseldorf bestellten Sacheinlageprüfer bestätigt. Die Sachkapitalerhöhung wurde durch Eintragung im Handelsregister am 19. Januar 2017 abgeschlossen. Das verbleibende Genehmigte Kapital 2016 beträgt demnach EUR 3.662.026.

Gemäß § 4 Abs. 9 der Satzung ist das Grundkapital ist um bis zu EUR 2.000.000 durch Ausgabe von bis zu 2.000.000 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung oder Optionsausübung Verpflichteten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer nachgeordneten Konzerngesellschaft der Gesellschaft aufgrund der von der Hauptversammlung vorn 9. Juni 2016 unter Tagesordnungspunkt 8 beschlossenen Ermächtigung bis zum 8. Juni 2021 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung oder Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung oder Optionsausübung erfüllen oder soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Stammaktien der Gesellschaft zu gewähren.

Gemäß § 4 Abs. 11 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu EUR 283.387,00 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital V). Das Bedingte Kapital V dient der Erfüllung von Bezugsrechten, die an Mitglieder der Geschäftsführung und Arbeitnehmer der Gesellschaft nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vorn 9. August 2010 sowie der Änderungsbeschlüsse der Hauptversammlungen vom 29. August 2011 sowie vom 29. Januar 2015 ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben.

Gemäß § 4 Abs. 12 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu EUR 500.000,00 bedingt erhöht, (Bedingtes Kapital VII). Das Bedingte Kapital VII dient der Erfüllung von Bezugsrechten, die an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie Mitglieder von Geschäftsführungen und Arbeitnehmer von im Verhältnis zur Gesellschaft abhängig verbundenen Unternehmen im Sinne von §§ 15, 17 AktG nach Maßgabe der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 28. Juni 2012, vom 27. August 2015 sowie vom 9. Juni 2016 ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben.

Es gibt keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es bestehen weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit den Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 2.015 TEUR (30.06.2016: 1.296 TEUR) bestehen für Personalaufwendungen, Earn-out-Verpflichtungen, Beratungsleistungen und sonstige Rückstellungen. Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen:

Rückstellungen für Beratungsleistungen bestanden zur Jahresmitte in Höhe von 746 TEUR. Die Rückstellungen betreffen Beauftragungen, die bereits abgerechnet wurden, bei denen jedoch erwartungsgemäß noch Beratungsleistung erbracht werden wird.

In den Rückstellungen sind auch Rückstellung für die Earn-out-Vereinbarung der elastic.io enthalten.

Ausgabe von Wandelanleihen im Mai 2017

Der Vorstand hat am 8. Mai 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats von der Ermächtigung der Hauptversammlung Gebrauch gemacht und die Begebung von Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von EUR 3 Mio. unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß §221 Absatz 4 Satz 2 i.V.m. § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG gegen Barzahlung beschlossen. Die Wandelschuldverschreibungen wurden in 30 Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag von jeweils EUR 100.000,00 vollständig an institutionelle Anleger ausgegeben. Der Gesellschaft flossen aus der Kapitalmaßnahme Mittel in Höhe von insgesamt EUR 3.000.000 (vor Provisionen und Kosten) zu. Durch den Emissionserlös soll der Vollzug der strategischen Investition in die elastic.io, Bonn, finanziert und im Übrigen die Eigenkapitalbasis der Gesellschaft gestärkt werden.

Erhaltene Anzahlungen

Zum Bilanzstichtag betrugen die erhaltenen Anzahlungen für noch nicht abgeschlossene Aufträge 133 TEUR gegenüber einem Vorjahreswert von 33 TEUR. Der Auftragsbestand resultiert aus wenigen Projektarbeiten, die zu Beginn eine Abschlagzahlung vorsehen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 724 TEUR (30.06.2016: 285 TEUR) sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 Tagen. Sonstige Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 876 TEUR (30.06.2016: 890 TEUR) und beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Inanspruchnahme von Darlehen und Steuerverbindlichkeiten. Alle Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Passive Rechnungsabgrenzung

Die passive Rechnungsabgrenzung betreffen Abgrenzungen aus im Voraus abgerechneten Dienstleistungsprojekten.

6.4 Sonstige Angaben

Mitarbeiter

In der Berichtsperiode beschäftigte der mVISE Konzern im Durchschnitt 95 Mitarbeiter (gegenüber dem Vorjahr mit 72 Mitarbeitern). Vorstände sind in dieser Zahl enthalten. Die Mitarbeiter gliedern sich in 86 operative und 9 administrative (gegenüber dem Vorjahr mit 63 operativen und 9 administrativen).

Organe

Vorstand:

Der Vorstand der mVISE AG bestand im ersten Halbjahr 2017 aus folgenden Mitgliedern:

Manfred Götz, Dipl. Informatiker (FH), Ratingen
Rainer Bastian, Dipl. Pädagoge, Düsseldorf

Die Gesellschaft wird durch beide Vorstände gemeinsam vertreten.

Aufsichtsrat:

Der Aufsichtsrat setzte sich im ersten Halbjahr 2017 aus folgenden Personen zusammen:

Achim Plate, Dipl. Ingenieur, Glückstadt, Vorsitzender des Aufsichtsrats,
Franziska Oelte, Rechtsanwältin, Hamburg, stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, Vorsitzende des Aufsichtsrates der hello.de AG, Berlin
Malte-Matthias von der Ropp, Dipl. Kaufmann, Köln, Mitglied im Beirat der clickworker GmbH, Essen
Henning Soltau, Hamburg, Mitglied des Aufsichtsrates seit dem 29.06.2017, zuvor Ersatzmitglied

Herr Plate und Herr Soltau waren im Berichtszeitraum nicht Mitglied in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder in vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Die Vergütung des Aufsichtsrats betrug anteilig für das erste Halbjahr exklusive der Erstattung von Auslagen 12,5 TEUR (Vorjahr 12,5 TEUR). Die Angaben der Gesamtbezüge der Vorstände unterbleiben auf Grund der Schutzklausel des §314 Abs. 3 S.2 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB.

Geschäfte mit nahestehenden Personen:

Nahestehende Unternehmen und Personen sind juristische oder natürliche Personen, die auf den mVISE Konzern Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder des maßgeblichen Einflusses durch den mVISE Konzern unterliegen. Bei den Geschäften mit nahestehenden Personen handelt es sich vor allem um Liefer-, Miet-, Dienstleistungs- und Finanzierungsgeschäfte mit Tochterunternehmen des mVISE Konzerns. Sofern für derartige Geschäfte ein entsprechender Markt besteht, werden Sie zu den jeweiligen marktüblichen Konditionen abgeschlossen.

Die Geschäftsvorfälle der mVISE Professional Services GmbH (ehemals Astro Boulevard GmbH) werden seit 2013 über die mVISE AG abgewickelt. Der Geschäftsbetrieb ruht.

6.5 Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem 30.06.2017, die wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben könnten, haben sich nicht ereignet.

7 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach Maßgabe der relevanten anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften gemäß HGB sowie WpHG gibt der Vorstand folgende Versicherung:

"Der Vorstand versichert nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Zwischenabschluss der mVISE AG und des Konzerns ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."

Düsseldorf, im August 2017

Der Vorstand

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Manfred Götz Rainer Bastian