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mVISE AG Audit Report / Information 2022

Jun 22, 2023

5428_10-k_2023-06-22_2aedf75d-d69e-48b4-aa0d-48fae139f2fb.pdf

Audit Report / Information

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1 VORWORT DES VORSTANDS
5
2 BERICHT DES AUFSICHTSRATS 8
3 CORPORATE GOVERNANCE 12
3.1 WESENTLICHE UNTERNEHMENSFÜHRUNGSGRUNDSÄTZE 12
3.1.1
Verhaltenskodex
12
3.1.2
Compliance
12
3.2 UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND ÜBERWACHUNG
13
3.2.1
Vorstand
13
3.2.2
Aufsichtsrat
13
3.2.3
Aktionäre und Hauptversammlung
14
3.2.4
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
14
3.2.5
Vermeidung von Interessenkonflikten
14
3.2.6
Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte
15
4 MVISE AKTIE
16
4.1 MARKTENTWICKLUNG &
KURSVERLAUF
16
4.2 INFORMATIONEN ZUR AKTIE
18
4.3 AKTIONÄRSSTRUKTUR
18
4.4 INVESTOR RELATIONS
19
5
LAGEBERICHT DER MVISE AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
20
5.1 GESCHÄFTSTÄTIGKEIT DER MVISE
AG
20
5.2 STEUERUNGSSYSTEM
21
5.2.1
Finanzielle Leistungsindikatoren
21
5.2.2
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
22
5.3 WIRTSCHAFTSBERICHT
22
5.3.1
Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen in Deutschland
22
5.3.2
Markt und Marktumfeld der mVISE AG
24
5.4 VERMÖGENS-,
FINANZ-
UND ERTRAGSLAGE

25
5.4.1 Ertragslage

25
5.4.2 Vermögenslage
26
5.4.3 Finanzlage

29
5.5 RISIKO-
UND CHANCENBERICHT

29
5.5.1 Risikomanagement
29
5.5.2 Risiken

30
5.5.3 Chancenmanagement
31
5.5.4 Chancen
32
5.5.5 Einschätzung des Managements zur Gesamtrisiko-
und Chancensituation

33
5.6 PROGNOSEBERICHT

33
5.7 VERGÜTUNGSBERICHT
34
5.7.1 Vergütung der Vorstandsmitglieder
34
5.7.2 Vergütung des Aufsichtsrats

36
6 ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

37
6.1 BILANZIERUNGS-
UND BEWERTUNGSMETHODEN

42
6.2 ERLÄUTERUNGEN ZU BILANZPOSITIONEN

44
6.3 WESENTLICHE ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN-
UND VERLUSTRECHNUNG

48
6.4 SONSTIGE ANGABEN
49
6.5 ORGANE

50

Das Geschäftsjahr 2022 im Überblick

Kennzahlen

mVISE AG 2022 2021 2020
Umsatz (TEUR) 15.644 14.915 18.446
Gesamtleistung (TEUR) 15.654 14.879 18.455
Rohertrag (TEUR) 10.012 9.611 10.543
EBITDA (TEUR) -2 387 364
EBITDA-Marge (%) 0,0% 2,6% 2,0%
EBIT (TEUR) -897 -394 -262
EBIT-Marge (%) -5,7% -2,6% -1,4%
Jahresergebnis (TEUR) -2.228 -1.134 -1.891
Liquide Mittel (TEUR) 1.004 310 0
Bilanzsumme (TEUR) 14.810 16.515 17.233
Eigenkapitalquote (%) 23,2% 32,7% 35,0%
Mitarbeiter Jahresdurchschnitt (Anzahl) 92 93 114

Der Vorstand

Ralf Thomas

*1967 Vorstandsvorsitzender Bestellung bis 31.08.2025

Seite 4 von 59

Cedric Balzar

*1985 Mitglied des Vorstands Bestellung bis 31.12.2024

1 Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Geschäftsfreunde und Partner unseres Unternehmens, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

das vergangene Geschäftsjahr war ein herausforderndes Geschäftsjahr für die mVISE AG mit vielen Veränderungen.

Im ersten Halbjahr 2022 stand insbesondere die Umsetzung der Strategie mVISE GROWTH 2021/2022 und die Refinanzierung der Gesellschaft im Fokus der Arbeit.

Die geplante transformierende Akquisition, an der im ersten Halbjahr 2022 intensiv gearbeitet wurde, musste die Gesellschaft nach einer letzten Verhandlungsrunde am 05. August 2022 bis auf weiteres beenden. Aufgrund der Aktienkursentwicklung wurde es zunehmend schwieriger, im Rahmen der Verhandlungen ein für die Aktionärinnen und Aktionäre der mVISE attraktives Austauschverhältnis zu realisieren. Die Strategie mVISE GROWTH 2021/2022 konnte damit nicht wie ursprünglich geplant umgesetzt werden.

Auf Seiten der Finanzierung wurden die beiden im Jahr 2017 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen (kurz: WSV) über insgesamt 5,7 Mio. EUR fällig. Durch die Neuausgabe der WSV 22/26 konnte die Gesellschaft einen großen Schritt bei der Refinanzierung machen. Insgesamt gelang es über bestehende Gläubiger 3,5 Mio. EUR von 5,7 Mio. EUR der alten WSV 17/20 und 17/22 in die neue WSV 22/26 zu tauschen. Weiterhin wurden neue Investoren gewonnen, welche 0,4 Mio. EUR der neuen WSV 22/26 gezeichnet haben. Nicht alle bestehenden Gläubiger der WSV 17/22 konnten von einem Tausch in die neue WSV 22/26 überzeugt werden.

Zum 01. September 2022 konnte die mVISE Herrn Ralf Thomas als neuen Vorstandsvorsitzenden gewinnen. Als Vorstandsvorsitzender trat Herr Thomas die Nachfolge des langjährigen Vorstandsmitglieds Manfred Götz an, der Ende Dezember 2022 aus dem Vorstand ausschied. Zusammen mit dem CFO, Herr Cedric Balzar, übernahm der neue CEO, Herr Ralf Thomas, mit Antritt direkt die laufenden Herausforderungen, zu denen zudem auch die bereits laufenden Verhandlungen mit der Cogia AG gehörten.

Zum 31.12.2022 verließ Arnaud Becuwe (Chief Sales Officer) die mVISE. Der Aufsichtsrat entschied, den Vorstand der Gesellschaft auf zwei Personen zu verkleinern. So besteht der Vorstand seit dem 01. Januar 2023 aus dem Vorstandsvorsitzenden Ralf Thomas (CEO) und Cedric Balzar (CFO).

Bezogen auf die noch fälligen WSV haben wir entschieden an Gläubiger aus dem operativen Cashflow zurückzuzahlen.

Darüber hinaus ist es uns gelungen, die bestehenden Bankdarlehen in feste Rückzahlungsvereinbarungen, bedienbar aus dem operativen Cash-Flow, zu überführen.

Ebenfalls unmittelbar von uns als neuem Vorstandsteam übernommen wurde die bereits begonnenen Verhandlungen mit der Cogia AG bzgl. des bereits vollzogenen Verkaufs der elastic.io GmbH.

Unter anderem wünschte die Cogia AG die Aufgabe eines Teils der Kaufpreisansprüche gegenüber der Cogia AG gegen Rückübertragung von Geschäftsanteilen der elastic.io GmbH an die mVISE AG. Wir entschieden uns nach intensiver Prüfung und Beratung gegen eine Vertragsanpassung und gegen die teilweise Aufgabe der Kaufpreisansprüche und für den unveränderten Bestand der Regelungen des ursprünglichen Geschäftsanteilskaufvertrages. Folgerichtig entschieden wir, die fällige und offene Kaufpreisforderung über 800 TEUR gegenüber der Cogia AG für die bereits vollzogene Veräußerung von 51% der Geschäftsanteile an der elastic.io GmbH stattdessen - zwischenzeitlich auch gerichtlich einzufordern.

Mit dem faktischen Ausscheiden der beiden Vorstände Götz und Becuwe zum Ende 2022 haben wir begonnen die Gesellschaft verändert auszurichten und signifikante organisatorische Veränderungen umzusetzen. Die mVISE AG muss fokussierter und geschäftsspezifischer aufgestellt sein. Mit dem Start in das Jahres 2023 wurde die mVISE AG daher von uns in zwei neue Geschäftssegmente 'Software Development' und 'Professional Services & Sourcing' aufgeteilt. Beide Geschäftssegmente beinhalten weiterhin IT-Beratungsleistungen, werden aber aufgrund der Projektcharakteristika und vor allem der Geschäftsmodelle sehr unterschiedlich geführt. Auch das betriebswirtschaftliche Monitoring haben wir differenziert je Segment aufgestellt. Neuausrichtung und Neuorganisation bilden in Kombination die Basis für zukünftiges Wachstum.

Im Rahmen der Jahresabschlusserstellung 2022 haben wir bezogen auf die Bilanzierung notwendige Entscheidungen zu treffen gehabt. Durch eine wesentliche Lageveränderung der Projektsituation bei einem Großkunden der mVISE war die Umsatzbewertung von für Projektumsätzen mit diesem Kunden neu zu bewerten. Dadurch ergibt sich das Erfordernis einer geänderten Bewertung von Umsätzen auch des ersten Halbjahres für den Jahresabschluss 2022.

Weiterhin führten aufgrund von kaufmännischer Vorsicht vorgenommene Abwertungen zu einer weiteren Belastung des Eigenkapitals. Dies beides zusammengenommen mündete insgesamt in der am 05. April 2023 angekündigten Verlustanzeige nach § 92 AktG, über die wir auf der bevorstehenden Hauptversammlung pflichtgemäß Bericht erstatten werden. Die ordentliche Hauptversammlung ist für den 13. Juni 2023 geplant.

Schließen möchten wir dieses Vorwort mit ersten positiven Auswirkungen der von uns als neuem Vorstandteam begonnenen Restrukturierung: Dank der bereits erfolgreich greifenden Neuausrichtung und Neustrukturierung konnten wir stark in das Geschäftsjahr 2023 starten. Die Umsatzerlöse des Q1 lagen bei 4,1 Mio. EUR mit einem überdurchschnittlichem EBITDA in Höhe von 0,6 Mio. EUR (EBITDA Marge: 13,5 Prozent). Beide Kennzahlen lassen das Q1/2023 trotz konsequent fortgeführter neuer Bewertung der Projektumsätze zum transparent erfolgreichsten Quartal der mVISE AG werden.

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wir möchten uns ausdrücklich auch an dieser Stelle für Ihre große Einsatzbereitschaft im Sinne der mVISE bedanken. Sie sind es, die das mVISE-Leistungsversprechen, dass wir unseren Kunden geben, täglich mit großem Engagement erfüllen!

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, das Geschäftsjahr 2022 stand zweifelsohne unter großen Herausforderungen. Die mVISE AG kann stolz darauf sein, diese umfangreichen und komplexen Aufgaben des Geschäftsjahres 2022 gemeistert zu haben und dabei gleichzeitig entscheidende Weichenstellungen für die Zukunft gestellt zu haben. Wir sehen die mVISE AG durch die Neuorganisation und Neuausrichtung in den nächsten Jahren auf einem vielversprechenden Weg und freuen uns, auch zukünftig die mVISE AG gemeinsam mit Ihnen zu gestalten zu dürfen.

Düsseldorf, im April 2023

Der Vorstand

Chief Executive Officer Chief Financial Officer

Ralf Thomas Cedric Balzar

2 Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte mVISE-Aktionärinnen und Aktionäre,

sehr geehrte Geschäftsfreunde und Partner unseres Unternehmens,

der Aufsichtsrat erstattet für das Geschäftsjahr wie folgt Bericht:

Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat, Sitzungen des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Satzung und Gesetz obliegenden Aufgaben stets wahrgenommen. Neben der ihm obliegenden Überwachungsfunktion stand der Aufsichtsrat dem Vorstand jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. In allen wesentlichen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und hat diese auf der Grundlage der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert, abgewogen und beschlossen.

Vom Vorstand wurde der Aufsichtsrat im Rahmen der Sitzungen sowie auch unterjährig aktuell und detailliert, sowohl anhand schriftlicher als auch mündlicher Berichte, jederzeit zeitnah informiert. Auf den Sitzungen standen so regelmäßig Ausführungen des Vorstands über den aktuellen Geschäftsverlauf, über die Lage der Gesellschaft, zur Unternehmensstrategie sowie über Finanzierungsmaßnahmen im Mittelpunkt der Diskussionen.

Auch außerhalb der gemeinsamen Sitzungen hat der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig in schriftlicher Form umfassend informiert. Diese Berichte beinhalteten detaillierte betriebswirtschaftliche Auswertungen einschließlich Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen, Informationen zur aktuellen Auftragslage, dem jeweiligen Vertriebsstand und zu Investitionsvorhaben sowie Angaben zu Margen der Kunden- Umsätze und Produkte. Diese Informationsunterlagen sind detailliert vom Aufsichtsrat auf Plausibilität, Richtigkeit im Zeit- und Branchenvergleich und Vollständigkeit geprüft und hinterfragt worden.

Außer den Zusammenkünften fanden diverse persönliche und fernmündliche Besprechungen statt. Dabei stand der Aufsichtsratsvorsitzende im laufenden Kontakt mit dem Vorstand und war in Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung unmittelbar eingebunden. Beschlüsse außerhalb von Aufsichtsratssitzungen wurden regelmäßig im Umlaufverfahren sowie telefonisch gefasst.

In Vor- oder Nachbereitung der Aufsichtsratssitzungen fanden interne oder telefonische Besprechungen statt, bei denen unter anderem auch die Effizienz unserer Aufsichtsratsarbeit auf der Agenda stand. Dabei erfolgte die Effizienzprüfung unserer Aufsichtsratsarbeit in Form der Selbstevaluierung.

Auf die Bildung von Ausschüssen hat der Aufsichtsrat aufgrund der Unternehmensgröße auch im Geschäftsjahr 2022 verzichtet.

Im Jahr 2022 hat der Aufsichtsrat insgesamt zwei Präsenzsitzungen, sowie zehn Sitzungen auf digitalem Wege abgehalten. Die Anwesenheiten der einzelnen AR-Mitglieder gestaltete sich dabei wie folgt:

  • Achim Plate, Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 14.12.2022, ab 15.12.2022: Mitglied des Aufsichtsrats), Teilnahme an 12 von 12 Sitzungen
  • Malte von der Ropp, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats: Teilnahme an 12 von 12 Sitzungen
  • Franziska Oelte, Mitglied des Aufsichtsrats (bis 14.12.2022, ab 15.12.2022: Vorsitzende des Aufsichtsrats), Teilnahme an 10 von 12 Sitzungen
  • Henning Soltau, Mitglied des Aufsichtsrats: Teilnahme an 12 von 12 Sitzungen

Inhalte der Aufsichtsratssitzungen

Die thematischen Schwerpunkte der gemeinsamen Sitzungen waren im Jahr 2022 durch die Strategie mVISE GROWTH 2021/22, die Refinanzierung der Wandelschuldverschreibungen, die Verhandlungen mit der Cogia AG sowie den Wechsel im Vorstandsvorsitz geprägt.

Im ersten Quartal beschäftigte sich Vorstand und Aufsichtsrat mit dem Fortgang der Strategie mVISE GROWTH 2021/2022 sowie der Refinanzierung der im Jahr 2022 ausgelaufenen Wandelschuldverschreibungen. In der Sitzung am 14. März 2022 wurde schließlich von Vorstand und Aufsichtsrat die Unterzeichnung eines verbindlichen Termsheets zum Erwerb eines Anbieters von IT- und audiovisuellen Lösungen ("Zielgesellschaft") beschlossen. Darüber hinaus hat der Vorstand der mVISE AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats in der Sitzung auch die Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu 5 Mio. EUR beschlossen.

Im zweiten Quartal drehten sich die Diskussionen um den Fortgang der Due Diligence Prüfungen der beiden Gesellschaften und um den ersten Vertragsentwurf. Zum Ende des Quartals diskutierten Vorstand und Aufsichtsrat über die Auseinandersetzung und den Umgang mit der Cogia AG, die ihren Kaufpreisverpflichtungen für den Erwerb der elastic.io GmbH nicht pünktlich nachgekommen ist. Vorstand und Aufsichtsrat einigten sich darauf, auf Wunsch der Cogia AG Verhandlungen aufzunehmen.

Zu Beginn des dritten Quartals berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat den Sachstand der Verhandlungen mit der Zielgesellschaft. Die finalen Verhandlungsgespräche in der Sitzung am 05. August 2022 führten schließlich zu der Beendigung des Vorhabens. Im Zuge der starken Korrektur an den Aktienmärkten verzeichnete die mVISE-Aktie in den vorangegangenen Monaten einen deutlichen Kursverlust. Vor dem Hintergrund der damit verbundenen reduzierten Marktkapitalisierung hatten die Verhandlungen gezeigt, dass zum betreffenden Zeitpunkt ein für die Aktionäre der mVISE attraktives Umtauschverhältnis im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses nicht zu realisieren war. In der Sitzung am 26. August 2022 bestellte der Aufsichtsrat der mVISE AG Herrn Ralf Thomas mit Wirkung zum 01. September 2022 zum neuen Vorstandsvorsitzenden. Als Vorstandsvorsitzender trat er die Nachfolge des langjährigen Vorstandsmitglieds Manfred Götz an, der planmäßig Ende Dezember 2022 aus dem Vorstand ausschied. Weiterhin berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat über den Fortgang der Verhandlungen mit der Cogia AG, die im dritten Quartal noch zu keinen Ergebnissen führte.

Im vierten Quartal diskutierten Vorstand und Aufsichtsrat über die Verhandlungen mit der Cogia AG. Die mVISE AG prüfte auf Wunsch der Cogia AG etwaige Anpassungen des ursprünglichen Geschäftsanteilskaufvertrages. Der Vorstand entschied sich nach intensiver Prüfung und Beratung gegen eine Vertragsanpassung und gegen die teilweise Aufgabe der Kaufpreisansprüche. Zum Ende des Quartals ergaben sich noch personelle Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat. Der Vorstand Arnaud Becuwe bat den Aufsichtsrat Anfang Dezember 2022, seinen bis 31.03.2024 laufenden Vertrag vorzeitig zum 31.12.2022 aufzulösen, um sich externen Aufgaben widmen zu können. Der Aufsichtsrat kam dieser Bitte nach und bedankt sich bei Arnaud Becuwe für zwei Jahre erfolgreiche Vorstandsarbeit. Weiterhin hat der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Achim Plate in der Sitzung am 14. Dezember 2022 aus persönlichen Gründen sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender der mVISE AG niedergelegt, bleibt der mVISE AG als Aufsichtsrat aber erhalten. Frau Franziska Oelte wurde nach Vorschlag anschließend einstimmig von den Aufsichtsratsmitgliedern zur neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates der mVISE AG gewählt. Franziska Oelte war bereits zwischen den Jahren 2011 – 2014 Aufsichtsratsvorsitzende der mVISE AG.

Erteilung des Prüfungsauftrags

Die HaackSchubert GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hafeninsel 11, 63067 Offenbach am Main, wurde zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 sowie zum Prüfer für eine etwaige prüferische Durchsicht von Zwischenfinanzberichten und sonstigen unterjährigen Finanzinformationen im Sinne von § 115 Abs. 7 WpHG, die vor der ordentlichen Hauptversammlung im Jahre 2023 aufgestellt werden und deren prüferische Durchsicht beauftragt wird, bestellt. Die Erteilung des Prüfungsauftrags durch den Aufsichtsrat erfolgte anschließend unter Vereinbarung klarer Regelungen hinsichtlich der Einzelheiten des Auftrags und der Zusammenarbeit des Aufsichtsrats mit dem Abschlussprüfer.

Bilanzaufsichtsratssitzung

Nach intensiver Diskussion im Vorstand zu Beginn des Jahres 2023, hat der Vorstand in Abstimmung mit dem Jahresabschlussprüfer beschlossen, auf einen Konzernabschluss im Geschäftsjahr 2022 aus Kostengründen zu verzichten. Der Konzernabschlüsse wurden bereits in den vergangenen Jahren auf freiwilliger Basis erstellt.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2022 wurden von dem Wirtschaftsprüfer HaackSchubert GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Offenbach, im Auftrag des Aufsichtsrats geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Rechtzeitig vor der Feststellung der Bilanz am 26. April 2023 wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats der vom Vorstand aufgestellte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehene Jahresabschluss der mVISE AG sowie der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2022 zur Prüfung zur Verfügung gestellt. Der Jahresabschluss wurde gemeinsam mit dem Vorstand und den Abschlussprüfern eingehend erörtert und Fragen des Aufsichtsrats beantwortet. Vom Prüfungsergebnis hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen und stimmt sowohl dem Jahresabschluss 2022 der mVISE AG als auch dem Lagebericht des Vorstands zu. Der Jahresabschluss 2022 der mVISE AG, wurden vom Aufsichtsrat ohne Einwendungen gebilligt und sind damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt unseren Kunden für die gute Zusammenarbeit im Geschäftsjahr 2022 und freut sich auf viele gemeinsame spannende Aufgaben im Geschäftsjahr 2023.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, der Aufsichtsrat dankt Ihnen für Ihr Vertrauen und würde sich freuen, wenn Sie unser Unternehmen weiterhin auf seinem Weg begleiten.

Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder, der Aufsichtsrat dankt auch Ihnen sehr für Ihr persönliches Engagement und die geleistete Arbeit.

Düsseldorf, im April 2023

Franziska Oelte

Vorsitzende des Aufsichtsrats

3 Corporate Governance

Der Vorstand und der Aufsichtsrat bekennen sich zu einer verantwortungsvollen, transparenten und auf die langfristige Steigerung des Unternehmenswerts ausgerichteten Führung und Kontrolle des Unternehmens. Entsprechend haben sie sich auf die folgenden drei Prinzipien verpflichtet:

  • Wertorientierung ist die Maxime unserer Unternehmensführung.
  • Nachhaltigkeit erreichen wir durch verantwortungsvolle Unternehmensführung.
  • Transparenz erzielen wir mit unserer aktiven und offenen Informationspolitik.

Um das Vertrauen in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Unternehmen zu fördern, wurde der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) verabschiedet. Dieser stellt die in Deutschland geltenden Regelungen sowie die international und national anerkannten Standards verantwortungsvoller Unternehmensführung dar. Der DCGK, der auf die für eine Aktiengesellschaft (AG) geltenden gesetzlichen Regelungen abstellt, wird von der mVISE zumindest sinngemäß angewandt.

3.1 Wesentliche Unternehmensführungsgrundsätze

3.1.1 Verhaltenskodex

Alle Mitarbeiter der mVISE fühlen sich dem Corporate Governance Codex der mVISE verpflichtet. Dieser enthält neben einem entsprechenden Verhaltenskodex die konkreten Prinzipien und Grundregeln für unser Handeln, auch für unser Verhalten gegenüber Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit. Dieser bietet Mitarbeitern, Führungskräften und Vorstand einen Orientierungsrahmen für Themen wie Anforderungen bezüglich der Einhaltung von Recht und Gesetz, Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung, Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretern, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Umwelt- und Klimaschutz sowie Datenschutz und Informationssicherheit.

All diese Grundsätze werden mithilfe der bestehenden Programme und Managementsysteme umgesetzt. Auch in diesem Geschäftsbericht informiert mVISE darüber.

3.1.2 Compliance

Compliance als Gesamtheit der konzernweiten Maßnahmen zur Einhaltung von Recht, Gesetz und verbindlichen internen Regelwerken ist bei mVISE eine wichtige Leitungs- und Überwachungsaufgabe. Der Vorstand wird jederzeit durch den Compliance Verantwortlichen informiert, eine neutrale Kontaktmöglichkeit steht jedem Mitarbeiter der mVISE offen. Verstößen begegnen wir mit "Null Toleranz".

3.2 Unternehmensführung und Überwachung

In dem nach deutschem Aktienrecht vorgegebenen dualen Führungssystem obliegt dem Vorstand der mVISE AG die Leitung des Unternehmens. Dem Aufsichtsrat der mVISE AG obliegt die Beratung und Überwachung des Vorstands. Die Gesellschaft hat für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt abgeschlossen.

3.2.1 Vorstand

Der Vorstand leitet das Unternehmen innerhalb der von ihm beschlossenen Organisationsstruktur in eigener Verantwortung im Unternehmensinteresse, d.h. unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, der Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung. Er sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der verbindlichen unternehmensinternen Regelwerke und wirkt darauf hin, dass die Konzernunternehmen sie beachten. Der Vorstand hat für die Ausgestaltung der Compliance und des Risikomanagements angemessene Systeme etabliert. Wesentliche Geschäftsvorgänge bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats; sie sind in der Geschäftsordnung für den Vorstand aufgelistet.

Der Vorstand der mVISE AG besteht aus einer oder mehreren Personen, die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung; sie entscheiden über wesentliche Leitungsmaßnahmen wie die Unternehmensstrategie und die Unternehmensplanung.

Weiterführende Informationen über die einzelnen Mitglieder des Vorstands und ihre Aufgabenbereiche (Ressorts) finden sich auf der Website des Unternehmens (https://mvise.de/ueber-uns/). Der Vorstand hat keine Ausschüsse gebildet.

3.2.2 Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er bestimmt die Anzahl der Mitglieder des Vorstands über die Mindestzahl hinaus, bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands und legt deren Ressorts fest. Er regelt auch die Vergütung der Vorstandsmitglieder (Einzelheiten zur Vorstandsvergütung finden sich im Vergütungsbericht). Der Aufsichtsrat prüft den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss nebst dem zusammengefassten Lagebricht der mVISE AG, stellt den Jahresabschluss fest und billigt den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht. Er prüft den Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns und schlägt ihn zusammen mit dem Vorstand der Hauptversammlung zur Beschlussfassung vor. Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung auf Basis der begründeten Empfehlung des Prüfungsausschusses die Wahl des Abschlussprüfers vor. Nach entsprechender Beschlussfassung der Hauptversammlung erteilt der Prüfungsausschuss dem Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag und überwacht die Abschlussprüfung einschließlich der Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers. Einzelheiten zu den Tätigkeiten des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2022 sind im Aufsichtsratsbericht enthalten. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird von der Hauptversammlung festgelegt. Sie beträgt gem. aktueller Satzung 10 TEUR nach Ablauf des Kalenderjahrs je Aufsichtsratsmitglied. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats ist im Vergütungsbericht dargestellt.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der mVISE AG ist gesetzlich vorgegeben und im Einzelnen in Kapitel IV der Satzung (§§ 7 ff) geregelt. Der Aufsichtsrat besteht aus 4 Mitgliedern und wird für die Zeit von vier Jahren gewählt - eine Wiederwahl ist möglich.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats wird aus der Mitte des Aufsichtsrats in der ersten Sitzung nach seiner Wahl gewählt. Aufgabe des Aufsichtsratsvorsitzenden ist die Koordination der Arbeit des Aufsichtsrats und die Leitung der Aufsichtsratssitzungen. Erklärungen des Aufsichtsrats gegenüber der Öffentlichkeit werden von dem Aufsichtsratsvorsitzenden abgegeben. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats unterliegen einer gesetzlichen Verschwiegenheitsverpflichtung. Weiterführende Informationen über die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats finden sich auf der Website des Unternehmens (https://mvise.de/ueberuns/).

3.2.3 Aktionäre und Hauptversammlung

Die Aktionäre der mVISE AG nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung der Gesellschaft wahr. In der ordentlichen Hauptversammlung beschließen die Aktionäre regelmäßig über die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat und die Wahl des Abschlussprüfers. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung entweder selbst oder durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausüben. Auf der Website der Gesellschaft stehen den Aktionären frühzeitig auch alle Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung zur Verfügung.

3.2.4 Rechnungslegung und Abschlussprüfung

mVISE stellt den Einzelabschuss der mVISE AG nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) auf.

Der Abschlussprüfer wird entsprechend den gesetzlichen Regeln von der Hauptversammlung für jeweils ein Geschäftsjahr gewählt. In der Hauptversammlung am 09. August 2022 wählte die Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats die HaackSchubert GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hafeninsel 11, 63067 Offenbach am Main. Die HaackSchubert GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist seit dem Geschäftsjahr 2021 Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer der mVISE AG.

3.2.5 Vermeidung von Interessenkonflikten

Zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden im Berichtsjahr keine Berater- oder sonstigen Dienstleistungs- und Werkverträge. Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen wären, gab es nicht. Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren in- und ausländischen. Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang dargestellt.

3.2.6 Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie zu ihnen in enger Beziehung stehende Personen sind verpflichtet, Geschäfte in Aktien und Schuldtiteln der mVISE AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offenzulegen, wenn der Wert der Geschäfte innerhalb eines Kalenderjahres die Summe von nunmehr 20.000 € erreicht oder übersteigt. Im Geschäftsjahr 2022 wurden der Gesellschaft kein Geschäft gemeldet.

4 mVISE Aktie

4.1 Marktentwicklung & Kursverlauf

Die mVISE Aktie startete am 03. Januar 2022 mit einem Eröffnungskurs von 1,73 EUR in das Jahr 2022. Der Aktienkurs geriet in den ersten acht Wochen wie der gesamte Kapitalmarkt unter Druck und der Aktienkurs gab bis auf 1,22 EUR (24. Februar 2022) nach. Mit der Veröffentlichung der vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2021, dem Abschluss des Termsheets für die geplante Akquisition und der Neuausgabe der Wandelanleihe 2022/2026 vom 14. März 2022, konnte sich der Aktienkurs in der Folge bis Ende April wieder bis auf 1,59 EUR erholen. Durch die dauerhaften Spannungen und Negativmeldungen am Kapitalmarkt aufgrund des Ukraine-Konfliktes und den hohen Inflationszahlen, konnte sich die mVISE Aktie den gesamtheitlichen Entwicklungen nicht entziehen, so dass die Aktie in folgenden Monaten wieder deutlich nachgab und der Aktienkurs zum Jahresende bei 0,79 EUR lag. Die Marktkapitalisierung der Gesellschaft liegt per 31. Dezember 2022 bei 8,44 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 15,97 Mio. EUR).

mVISE-Aktie 2022 2021
Jahreshöchstkurs in EUR
(XETRA®
-Schlusskurs)
1,73 2,62
Jahrestiefstkurs in EUR
(XETRA®
-Schlusskurs)
0,79 1,60
Marktkapitalisierung am
Jahresende in EUR Mio.
8,44 15,97
Schlusskurse 2022 2021 Veränderung
mVISE-Aktie (XETRA®
)
0,79 1,62 -51,23%
DAX (XETRA®
)
13.924 15.885 -12,34%
TecDAX (XETRA®
)
3.196 3.920 -18,47%

4.2 Informationen zur Aktie

mVISE Aktie
ISIN DE0006204589
Wertpapierkennnummer 620458
Börsenkürzel C1V
Anzahl Aktien 9.905.351 (zum 31.12.2022)
Börsensegment Freiverkehr, Scale
Handelsplätze/Börsen XETRA®
, Frankfurt, Berlin, Stuttgart, Düsseldorf,
Tradegate
Designated Sponsor BankM –
Repräsentanz der biw Bank AG
Research Coverage SMC Research

4.3 Aktionärsstruktur

* Aktionäre von Unternehmen, deren Aktien im Scale-Segment (Open Market) der Frankfurter Wertpapierbörse notieren, unterliegen nicht der Stimmrechtsmitteilungspflicht nach WpHG. Die Darstellung der Aktionärsstruktur erfolgt daher nach bester Kenntnis der Gesellschaft und vollständig ohne Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität. Stand: April 2023

4.4 Investor Relations

Der Bereich Investor Relations ist bei mVISE verantwortlich für die offene Kommunikation zu bestehenden Aktionären, potenziellen Investoren sowie zu allen anderen interessierten Marktteilnehmern. Als Schnittstelle zum Kapitalmarkt steht für das Investor Relations Team die umfassende und transparente Information der Marktteilnehmer im Mittelpunkt. Ziel ist es, das Vertrauen in das Unternehmen und die mVISE-Aktie zu stärken und zur Bildung einer realistischen Erwartungshaltung beizutragen. Dazu tritt der Vorstand persönlich und direkt in Kontakt zu den relevanten Finanzmarktteilnehmern. So informiert der Vorstand der mVISE die Aktionäre und die interessierte Öffentlichkeit im Rahmen der regelmäßigen Finanzberichterstattung zeitnah über die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens. Alle wesentlichen Ereignisse werden im Rahmen der gesetzlichen Ad-hoc-Publizität oder über Pressemitteilungen (Corporate News) veröffentlicht.

Die zu mVISE veröffentlichten Research-Berichte stehen auf der Internetseite der Gesellschaft im Investor Relations Bereich zum Abruf bereit. Neben den Research-Berichten finden sich dort alle weiteren Informationen rund um die Aktie wie Stammdaten, Aktionärsstruktur, Finanzberichte, aktuelle und vergangene Pressemitteilungen, Finanzkalender sowie Kontaktdaten. Für Anfragen von privaten und institutionellen Investoren, Analysten sowie Finanzjournalisten steht der Vorstand jederzeit gerne zur Verfügung.

Darüber hinaus präsentiert der Vorstand die Gesellschaft bei verschiedenen relevanten Kapitalmarktkonferenzen und informiert in diesem Rahmen über die aktuelle Situation sowie bestehende Herausforderungen. So war die mVISE AG im September 2022 auf der Frankfurter Herbstkonferenz (1on1 Summit) und bei der Rüttnauer IR-Fahrt in Karlsruhe präsent.

Auch im Jahr 2023 sollen die Investoren der mVISE pflichtgemäß informiert werden. Nachfolgend eine Übersicht der aktuell geplanten Veranstaltungen:

April 2023 Veröffentlichung Geschäftsbericht 2022
13. Juni 2023 Ordentliche Hauptversammlung, Virtuell
August
2023
Veröffentlichung Halbjahresbericht 2023
27. –
29. November 2023
Deutsches
Eigenkapitalforum, Frankfurt
31. Dezember 2023 Geschäftsjahresende

Finanzkalender 2023:

5 Lagebericht der mVISE AG für das Geschäftsjahr 2022

Der Lagebericht sollte im Kontext mit den Finanzdaten und den Angaben im Anhang des Jahresabschlusses gelesen werden. Die folgenden Darstellungen basieren auf einer Reihe von Angaben, die detailliert im Anhang dargestellt sind. Darüber hinaus enthält der Lagebericht auch in die Zukunft gerichtete Aussagen, d. h. Aussagen, die auf bestimmten Annahmen und den darauf basierenden aktuellen Planungen, Einschätzungen und Prognosen beruhen. Zukunftsaussagen besitzen nur in dem Zeitpunkt Gültigkeit, in dem sie gemacht werden. Das Management der mVISE AG übernimmt keine Verpflichtung, die diesem Dokument zugrundeliegenden Zukunftsaussagen beim Auftreten neuer Informationen zu überarbeiten und/oder zu veröffentlichen. Zukunftsaussagen unterliegen immer Risiken und Unsicherheiten. Der Vorstand der mVISE AG weist darauf hin, dass eine Vielzahl von Faktoren zu einer erheblichen Abweichung in der Zielerreichung führen können. Wesentliche Faktoren werden im Abschnitt "Risikobericht" detailliert beschrieben.

5.1 Geschäftstätigkeit der mVISE AG

Die mVISE ist eine IT as a Service Manufaktur (ITaaS) und bietet Kunden in den drei Manufakturbereichen "Professionelle IT-Services", "Software Development" und "Souring" hochmoderne IT-Lösungen. Bestehend aus rund 80 Mitarbeitern mit ausgeprägtem Technologiefokus verfolgt mVISE ein klares Ziel: Kunden durch die digitale Transformation zu begleiten, Software zu optimieren und umfangreiche Geschäftsprozesse zu vereinfachen.

Das personalstärkste Geschäftsbereich ist Software Development, in welchem die Mitarbeiter in maßgeschneiderten Teams kundenspezifische, perfekt passende Individual-Software entwickelt. Die mVISE realisiert in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden Softwareentwicklungsprojekte, beginnend mit der Konzeptphase, über die Entwicklung und Implementierung, bis hin zu anschließenden Managed-Service-Projekten. Dabei arbeiten die Teams an der Spitze des technisch Möglichen und finden Speziallösungen, die Mehrwert versprechen. So bietet mVISE Software in Bereichen wie Plattform-Entwicklung, App-Entwicklung und Webentwicklung, verbessert ganze Geschäftsprozesse und schafft eine tiefe Verzahnung mit den Kernsystemen der Kunden.

Der Manufakturbereich Professional IT Services unterstützt in der gesamten Prozesskette, indem die mVISE professionelle IT-Beratung und flexible Lösungen bietet. Für Unternehmen gestalten die Teams innovative, flexible und agile IT-Lösungen mit passgenauen, zukunftssicheren Technologien. Die Kernkompetenz der mVISE besteht darin, durch genaue Analyse und Prozesskontrolle ein Team aus Experten verschiedenster technischer Bereiche erfolgreich zusammenzufügen, welches dann für den Kunden digitale Lösungen entwickelt und perfekt passende Software nach Maß liefert.

Der Manufakturgedanke der mVISE findet sich auch im dritten Bereich, "Sourcing", wieder. Dieser dient dem Austausch professioneller IT-Fachkräfte für Unternehmen. Damit bietet die mVISE Unternehmen die Möglichkeit, Ihre Softwareprodukte und IT-Landschaften gezielt voranzutreiben und unterstützt in umfangreichen Projekten. mVISE stellt hier exakt die Experten, die für den erfolgreichen Fortschritt eines hochkomplexen IT-Projektes gebraucht werden.

Neben den klassischen Beauftragungen gegen Zeithonorar schließt die mVISE auch Festpreisbeauftragungen und Managed Services-Verträge ab, zum Beispiel für kundenindividuelle Softwareentwicklungen mit anschließend fortlaufendem Service. Diese Verträge sind in der Regel nachlaufende dauerhafte Projekte und erhöhen die Planbarkeit der Umsätze sowie die Kundenbindung.

Zu den Kunden der mVISE zählen namhafte Unternehmen aus dem Telekommunikationsbereich wie Vodafone, Deutsche Telekom, Telefónica oder 1&1 sowie u.a. HUK-Coburg, verschiedene Sparkassenorganisationen, abcfinance oder Quirion aus dem Bereich der Versicherungs- und Finanzdienstleister. Zur Gewinnung von Neukunden bzw. Gewinnung neuer Fachbereiche innerhalb der Bestandskunden setzt mVISE auf eine dedizierte Accountplanung und fördert stetig ihre Mitarbeiter, um die Bestandskunden weiter zu durchdringen.

5.2 Steuerungssystem

Das unternehmensinterne Steuerungssystem basiert sowohl auf ordentlichen Sitzungen der Organe der Gesellschaft als auch auf informellen Abstimmungen zwischen dem Aufsichtsrat, dem Vorstand und innerhalb der Gremien. Vertreter aus allen Bereichen der Gesellschaft werden in regelmäßigen Management-Meetings stimmlich angehört und einbezogen. Zum Zweck der Steuerung der Gesellschaft, setzt der Vorstand auf eine Business Intelligence-Anwendung, die eine differenzierte Auswertung, Analyse und Präsentation relevanter betriebswirtschaftlicher Daten ermöglichen. Der Vorstand trifft die operativen und strategischen Managemententscheidungen auf Grundlage von finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Hierbei wird großer Wert auf eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft gelegt. Die für die mVISE bedeutsamsten nicht-finanziellen und finanziellen Leistungsindikatoren sind nachfolgend erläutert.

5.2.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

EBITDA

Das EBITDA steht für das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Das EBITDA wird monatlich ermittelt und unterstützt den Vorstand dabei, kurzfristige Maßnahmen einzuleiten, sofern notwendig.

Auslastung der fakturierbaren Mitarbeiter

mVISE erfasst und überwacht monatlich die Auslastung der festangestellten fakturierbaren Mitarbeiter im Rahmen externer Kundenprojekte. Die Messung der Auslastung unterstützt den Vorstand dabei, kurzfristige Maßnahmen vorzunehmen und langfristig die Performance einzelner Beratungsbereiche zu erhöhen.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse sind in dem Geschäftsmodell der mVISE eine wesentlicher Leistungsindikator und stehen regelmäßig im Fokus des Vorstands.

5.2.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Qualifizierte Mitarbeiter

Die mVISE AG überzeugt seine Kunden regelmäßig mit der fachlichen Expertise seiner Mitarbeiter. Qualifizierte Mitarbeiter bilden den Grundpfeiler einer positiven Geschäftsentwicklung der mVISE und sind aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs in der IT-Branche erfolgskritisch. Führungs- und Schlüsselpositionen mit den richtigen Personen zu besetzen und leistungsfähige Mitarbeiter zu binden, sind die größten Herausforderungen für die Wettbewerbsfähigkeit der mVISE AG. Die hohe Qualität unserer Services sowie die fachkompetente Beratung unserer Kunden sind kritische Erfolgsfaktoren für den Unternehmenserfolg. Um diese Qualität sicherzustellen, bedarf es qualifizierter und motivierter Mitarbeiter. Zur kontinuierlichen Verbesserung der Leistungsfähigkeit investiert mVISE AG stetig in die Weiterbildung (interne Ausbildung, Coaching, externe Schulungsangebote) seiner Mitarbeiter sowie in die Entwicklung neuer Mitarbeiter-Benefits.

5.3 Wirtschaftsbericht

5.3.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen in Deutschland

Die mVISE ist vorwiegend auf dem deutschen Markt tätig und damit auch in erster Linie von den hier vorherrschenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen betroffen.

Durch den Einfluss des Ukraine-Kriegs, der Energiepreiserhöhungen und der hohen Inflation, fiel die wirtschaftliche Regeneration nach der Corona-Krise geringer aus. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2022 um 1,8 Prozent gestiegen. Im vierten Quartal 2022 ist das BIP um 0,4 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal 2022 leicht gesunken. Der wesentliche Grund hierfür ist der Rückgang der privaten Konsumausgaben. Dieser ist im vierten Quartal um 1,0 Prozent gesunken.1

1 Vgl. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/02/PD23_070_811.html, Abruf am 24.03.2023.

Für das Jahr 2023 erwartet der Sachverständigenrat, dass das BIP um 0,2 Prozent steigen wird. Im Euro-Raum ist das BIP im Jahr 2022 um 3,5 Prozent gestiegen. Für das Jahr 2023 wird ein Anstieg von 0,9 Prozent erwartet.2

2 Vgl. https://www.sachverstaendigenrat-

wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/Konjunkturprognosen/2023/KJ2023\_Gesamtausgabe.pdf, Abruf am 24.03.2023.

5.3.2 Markt und Marktumfeld der mVISE AG

In der IT-Branche ist nach den Kennzahlen des Branchenverbands Bitkom ebenso nur von einem leichten Wachstum im Jahr 2023 auszugehen. Die Indizes in Bezug auf das Geschäftsklima, die Geschäftslage und die Geschäftserwartungen in der IT- und Telekommunikationsbranche sehen wie folgt aus: Der Index zur Geschäftslage liegt bei 35,9 Punkten und fällt somit um 0,5 Punkte geringer aus als im Vormonat. Das Geschäftsklima sank von 18,8 Punkten auf 16,6 Punkte. Auch die Geschäftserwartung ist um 3,5 Punkte gesunken und liegt bei -1,1 Punkte.3

Dennoch geht der Branchenverband Bitkom davon aus, dass der für mVISE relevante Markt "IT-Services" mit einem Volumen von 47,8 Milliarden Euro im Jahr 2023 um 4,7 Prozent im Vergleich zum Jahr 2022 wachsen wird. Der IT Service Markt deckt damit noch vor dem Markt für IT-Hardware den größten Anteil des IT-Markts ab.4

3 Vgl. https://www.bitkom.org/Digitalindex, Abruf am 24.03.2023.

4 Vgl. https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland, Abruf am 30.03.2023

5.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Gesamtdarstellung

Im Geschäftsjahr 2022 konnte sich die mVISE AG beim Umsatz steigern. So steigerte die Gesellschafft den Umsatz von 14,9 Mio. EUR im Jahr 2021 um 0,7 Mio. EUR auf 15,6 Mio. EUR im Jahr 2022. Die Umsatzsteigerung fiel moderater aus als erwartet. Dies liegt im Wesentlichen an der Projektsituation bei einem Großkunden der mVISE. Seit vielen Jahren war es übliche Praxis bei dem Kunden, die an diesen Kunden gelieferten Leistungen vorzeitig abzunehmen und die Rechnungen als entsprechend "vollständig erfüllte Leistung" zu bezahlen. Die Bilanzierung auf Seiten der mVISE stützte sich auf die Dokumentenlage, wonach die mVISE keine weiteren Lieferverpflichtungen gegenüber dem Kunden hatte. Regelmäßig beauftragte der Kunde auch neue Projekte, obwohl alte Projekte noch nicht vollständig beendet waren. Durch die aktuelle Situation bei diesem Kunden ergibt sich allerdings das Erfordernis einer konservativeren Bewertung dieser Bilanzierungspraxis für den Jahresabschluss 2022.

Demzufolge sieht der Vorstand erstmals für das Jahr 2022 für noch zu erbringende Leistungen eine sonstige Verbindlichkeit im Jahresabschluss ertragswirksam vor, die im Anschluss mit zum 31.12.2022 offenen Forderungen gegenüber dem Kunden verrechnet werden. Daher ist eine Vergleichbarkeit der Umsatzerlöse und der sonstigen Verbindlichkeiten mit dem Vorjahr nur begrenzt möglich.

Während für das erste Halbjahr 2022 noch ein EBITDA von 1,45 Mio. EUR gemeldet werden konnte, liegt das EBITDA für das Gesamtjahr 2022 aus den vorgenannten Gründen mit 0,0 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 0,4 Mio. EUR. Die EBITDA-Marge lag im Jahr 2022 bei 0,0 Prozent nach 2,6 Prozent im Jahr 2021.

5.4.1 Ertragslage

Umsatz, Gesamtleistung und Rohertrag

Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2022 bei 15,6 Mio. Euro (2021: 14,9 Mio. EUR). Da die Gesellschaft keine nennenswerten Bestandsveränderungen oder aktivierte Eigenleistungen angefallen sind, entspricht der Umsatz der Gesamtleistung. Die Steigerung des Umsatzes begründet sich im Wesentlichen durch gewonnenes Neugeschäft bei dem größten Telekommunikationskunden. Der Rohertrag steigerte sich in diesem Zuge auf 10,0 Mio. EUR nach 9,6 Mio. EUR im Jahr 2021.

Entwicklung der Aufwendungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Aufwand für bezogene Fremdleistungen auf 5,6 Mio. EUR (2021: 5,3 Mio. EUR). Die Gründe für die Steigerung sind im Wesentlichen auf die Steigerung des Umsatzes mit dem größten Telekommunikationskunden zurückzuführen, wo mVISE in den Projekten mit einer Reihe externer Partner arbeitet.

Die Personalkosten stiegen leicht auf 8,0 Mio. EUR (2021: 7,7 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen summierten sich auf 2,2 Mio. EUR (2021: 1,8 Mio. EUR). Darunter fielen im Wesentlichen Aufwendungen für Raumkosten, Fahrzeugkosten, Werbe- und Reisekosten, Kapitalmarktkosten sowie die Kosten für die Rechts- und andere Beratung. Kostentreiber und Grund für die Kostensteigerung im Jahr 2022 war die Refinanzierung bzw. Neuausgabe der Wandelanleihe 22/26 und Kosten für die geplante Akquisition im Rahmen der Strategie mVISE GROWTH 2021/2022.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und das Umlaufvermögen lagen im Geschäftsjahr 2022 bei 0,9 Mio. EUR (2021: 0,8 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf das Umlaufvermögen enthalten eine Abschreibung über 400 TEUR auf die Forderung gegenüber der Cogia AG aus Risikovorsorgegründen. Diese sind aus Sicht des Vorstandes außergewöhnliche Aufwendungen. Aktuell wird die Forderung gerichtlich eingeklagt. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind ausschließlich planmäßige Abschreibungen.

Ergebnisentwicklung

Im Vergleich zum Vorjahr lag das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) im Berichtszeitraum in Höhe von 0,0 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahr (2021: 0,4 Mio. EUR). Die EBITDA-Marge lag bei 0,0 Prozent nach 2,6 Prozent im Jahr 2021. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) lag im Geschäftsjahr 2022 bei -0,8 Mio. EUR ebenso unter dem Vorjahreswert (2021: -0,4 Mio. EUR).

Das Finanzergebnis belief sich im Berichtszeitraum auf -1,2 Mio. EUR (2021: -0,7 Mio. EUR) und enthält außerplanmäßige Abschreibungen auf die Beteiligung an der elastic.io GmbH über 0,4 Mio. EUR und an der SaleSphere GmbH über 0,5 Mio. EUR. Weiterhin sind 0,4 Mio. EUR an Zinsaufwendungen im Finanzergebnis enthalten.

Das Ergebnis vor Steuern lag bei -2,1 Mio. EUR (2021: -1,1 Mio. EUR), im Wesentlichen aufgrund der hohen außerplanmäßigen Abwertungen.

Die latenten Steuern bleiben mit 2,4 Mio. EUR (2021: 2,5 Mio. EUR) annähernd auf Vorjahresniveau. Hieraus resultiert ein Steueraufwand aus der Veränderung der latenten Steuern in Höhe von 94 TEUR (Vorjahr: 39 TEUR).

Der Jahresfehlbetrag lag bei -2,2 Mio. EUR (2021: -1,1 Mio. EUR).

5.4.2 Vermögenslage

Kurzfristiges Vermögen

Zum 31. Dezember 2022 beliefen sich die kurzfristigen Vermögensgegenstände auf 6,3 Mio. EUR (Vorjahr: 8,0 Mio. EUR).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR) und resultieren aus abgerechneten Projekten zum Jahresende. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lagen bei 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Die Forderung gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich auf 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,0 Mio. EUR). Die Reduktion resultiert aus der anteiligen Rückzahlung der Verbindlichkeit der SaleSphere GmbH.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (hier: elastic.io GmbH) reduzierten sich von 2,6 Mio. EUR auf 2,4 Mio. EUR.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenstände verringerten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von 1,1 Mio. EUR auf 0,6 Mio. EUR. und bestehen im Wesentlichen aus Kaufpreisforderungen gegen die Cogia AG aus dem Verkauf von Anteilen an der elastic.io GmbH. Die Kaufpreisforderung gegenüber der Cogia wurde aus Vorsichtsgründen außerplanmäßig um 0,4 Mio. EUR abgeschrieben. Aktuell wird die Forderung gerichtlich eingeklagt.

Die Vorräte belaufen sich auf 13 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR) und resultieren aus zum Bilanzstichtag noch nicht fertiggestellten Projekten für Kunden.

Langfristiges Vermögen

Die langfristigen Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag 4,7 Mio. EUR (Vorjahr: 6,0 Mio. EUR).

Dabei verringerten sich die immateriellen Vermögensgegenstände auf 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 2,6 Mio. EUR) durch planmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte.

Die Sachanlagen liegen aufgrund von regelmäßigen Neuanschaffungen von Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 87 TEUR leicht über dem Vorjahreswert von 75 TEUR.

Innerhalb der Finanzanlagen sind die Beteiligungen an der elastic.io GmbH (49 Prozent) und der SaleSphere GmbH (100 Prozent) enthalten. Die Beteiligung an der elastic.io GmbH wurde im Rahmen der Jahresabschlussprüfung einem Wertminderungstest unterzogen. Der Wertminderungstest ergab eine außerplanmäßige Abschreibung über 0,4 Mio. EUR. Die Beteiligung an der elastic.io GmbH liegt nach Abschreibung bei 1,6 Mio. EUR (31.12.2021: 2,0 Mio. EUR). Die 49% Anteile an der Gesellschaft sind Bestandteil des am 08.09.2021 geschlossenen Kauf- und Übertragungsvertrags mit der Cogia AG und sollten Ende 2022 an die Cogia AG gegen Kaufpreiszahlung übergehen. Diese Zahlung hat die Cogia AG bis heute nicht geleistet. Für die Beteiligung an der SaleSphere GmbH wurde ebenso einem Wertminderungstest durchgeführt. Der Wertminderungstest ergab auch bei dieser Beteiligung eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 0,5 Mio. EUR. Die Beteiligung an der SaleSphere GmbH liegt nach Abschreibung bei 0,8 Mio. EUR (31.12.2021: 1,3 Mio. EUR).

Fremdkapital & Rückstellungen

Die Rückstellungen liegen bei 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Jahresende 2,7 Mio. EUR (31.12.2021: 3,6 Mio. EUR) und konnten im Jahr 2022 um 0,9 Mio. EUR getilgt bzw. zurückgeführt werden.

Die ausstehenden Wandelschuldverschreibungen 22/26 (nachfolgend: WSV 22/26) liegen bei insgesamt 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 5,7 Mio. EUR) zzgl. der passivierten Zinsverbindlichkeiten.

Ein großer Teil (3,5 Mio. EUR) der WSV 17/20 und 17/22 konnten letztes Jahr erfolgreich in die neue WSV 22/26 getauscht werden. Weiterhin konnten neuen Investoren mit über 0,4 Mio. EUR für die WSV 22/26 gewonnenen werden. In Q4 2022 wandelte darüber hinaus einer der Investoren 0,1 Mio. EUR der WSV 22/26 in Aktien, so dass zum 31.12.2022 die WSV 22/26 bei

3,8 Mio. EUR notierte zzgl. der passivierten Zinsverbindlichkeiten. Die WSV 22/26 ist im April 2026 fällig.

Alt Investoren der WSV 17/22, die Tranchen über 2,2 Mio. EUR der WSV 17/22 hielten, konnten nicht zu einem Tausch in die neue WSV 22/26 überzeugt werden. Im September 2022 wurden daher 1,2 Mio. EUR an Alt-Investoren zum Fälligkeitsdatum zurückgezahlt. Mit einem Alt-Investor wurde eine Darlehensvereinbarung geschlossen, welche eine ratierliche Rückzahlung über 10 Monate bis Juli 2023 beinhaltet. Der ausstehende Betrag liegt per 31.12.2022 bei 0,7 Mio. EUR.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich leicht auf 1,0 Mio. EUR (31.12.21: 1,1 Mio. EUR).

Eigenkapital

Das Eigenkapital der mVISE AG fiel zum 31. Dezember 2022 auf 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 5,6 Mio. EUR).

Die mVISE AG hat am 05. April 2023 gemeldet, dass nach pflichtgemäßem Ermessen des Vorstands angenommen werden muss, dass ein Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals im Sinne des § 92 Abs. 1 AktG eingetreten ist.

Grund hierfür ist die bilanzielle Neubewertung von Projektumsätzen bei einem Großkunden der mVISE sowie diverse Abschreibungen auf das Umlaufvermögen und die Finanzanlagen. Während für das erste Halbjahr 2022 noch ein EBITDA (ohne bilanzielle Neubewertung) von 1,45 Mio. EUR gemeldet werden konnte, liegt das EBITDA für das Gesamtjahr 2022 aus den vorgenannten Gründen mit 0,0 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 0,4 Mio. EUR. Weiterhin führten aufgrund kaufmännischer Vorsicht vorgenommene außerplanmäßige Abwertungen zu einer weiteren Belastung des Eigenkapitals.

Ein solcher Verlust löst nach § 92 Abs. 1 AktG eine gesetzliche Pflicht zur unverzüglichen Einladung der Aktionäre zu einer Hauptversammlung aus. Aufgrund der zeitlichen Nähe zur ordentlichen Hauptversammlung wird der Vorstand dieser bevorstehenden Hauptversammlung einen Verlust gemäß § 92 Abs. 1 AktG anzeigen und über die Verlustanzeige und zur Lage der Gesellschaft pflichtgemäß Bericht erstatten.

Das Grundkapital betrug 9,9 Mio. EUR (Vorjahr: 9,8 Mio. EUR) und die Kapitalrücklage 15,4 Mio. EUR (Vorjahr: 15,3 Mio. EUR).

5.4.3 Finanzlage

Kapitalflussrechnung und Liquidität

Der Zahlungsmittelzufluss aus operativer Tätigkeit lag bei 3,1 Mio. EUR nach -0,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2021. Durch die gute Beauftragungslage durch den größten Telekommunikationskunden einhergehend mit geringen Zahlungszielen, konnte der Cashflow aus operativer Tätigkeit entsprechend gesteigert werden.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag in Summe bei -0,0 Mio. EUR nach 0,6 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Im Vorjahreszeitraum erwarb die mVISE AG die ausstehenden restlichen Anteile der elastic.io GmbH für 0,5 Mio. EUR, bevor die Gesellschaft an die Cogia AG verkauft wurde und 1,0 Mio. EUR der mVISE AG zugeflossen sind.

Die Sachanlageinvestitionen liegen mit 69 TEUR (Vorjahr: 23 TEUR) auf einem normalen Niveau.

Der Nettozahlungsmittelfluss aus Finanzierungstätigkeit summierte sich im Geschäftsjahr 2022 auf -2,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR). Dies ist im Wesentlichen auf die Rückführung der WSV 17/22 über 1,5 Mio. EUR und 0,9 Mio. EUR an Bankverbindlichkeiten zurückzuführen.

Somit ergab sich für das Geschäftsjahr 2022 insgesamt ein positiver Gesamt-Cashflow in Höhe von 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich am 31. Dezember 2022 auf 1,0 Mio. EUR (31. Dezember 2021: 0,3 Mio. EUR.)

5.5 Risiko- und Chancenbericht

5.5.1 Risikomanagement

Risiken bezeichnen die generelle Möglichkeit des Auftretens von internen oder externen Ereignissen, die eine ungünstige Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, oder Ertragslage der mVISE AG haben können oder durch deren Auftreten die Erreichung von gesteckten Zielgrößen gefährdet werden. Die Geschäftstätigkeit der mVISE AG ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unternehmerisches Handeln führt zu unternehmerischem Risiko oder erfolgt unter Risiko. Die Chancen und Risiken aus unternehmerischer Tätigkeit werden vom Vorstand laufend definiert und bewertet.

Wesentliche Elemente der Management- und Führungsinstrumentarien sind die Überwachung, die Analyse und Bewertung sowie die Steuerung der Risiken, wie sie § 91 Absatz 2 Aktiengesetz zwingend verlangt. Eine Quantifizierung der Risiken wird nicht vorgenommen. Ein kategorischer Ausschluss oder eine grundsätzliche Vermeidung spezieller Risiken ist nicht vorgesehen. Risiken werden, soweit möglich und unternehmerisch sinnvoll, minimiert oder auf Dritte verlagert.

Um Gefahren rechtzeitig erkennen und handhaben zu können, tauscht sich der Vorstand in regelmäßigen Vorstandssitzungen hierüber aus. Hierdurch lassen sich potenzielle Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig erkennen. Unser Risikomanagement beinhaltet hierfür klare Strukturvorgaben und Abläufe. Es setzt voraus, dass Risikofaktoren in Risikoklassen definiert sind, durch die Methodik, Ermittlung und die Analyse vorgegeben werden. Die Überprüfung von relevanten Geschäftsrisiken sowie deren wirtschaftlichen Auswirkungen werden hierbei periodisch durch das Management bewertet und fließen in die strategische Unternehmensplanung ein. Anschließend werden wesentliche Geschäftsentscheidungen vom Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat getroffen. Die Effizienz des gesamten Risikomanagementsystems wird regelmäßig überwacht und bewertet. Sollten Verbesserungspotenziale festgestellt werden, gelangen diese zum Vorstand und werden anschließend unverzüglich umgesetzt. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ist in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess vollumfänglich in den Qualitätssicherungsprozess der mVISE AG eingebunden.

5.5.2 Risiken

Konjunktur und Weltpolitik

Die Geschäftstätigkeit von mVISE unterliegt konjunkturellen Einflüssen, da die Nachfrage und Budgetierung der Kunden mit der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung einhergehen können. Nachlassende Beauftragungen können sich negativ auf das Ergebnis und den Cashflow der mVISE AG auswirken.

Ein weiteres Risiko können negative konjunkturelle Entwicklungen sein, die sich in Verzögerungen von Zahlungseingängen und Insolvenzen von Kunden äußern können. Daher ist die mVISE AG Mitglied der Creditreform, um negative Bonitätsentwicklungen bei Kunden zeitnah nachzuhalten und um entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können.

Markt und Wettbewerb

Die Wettbewerbsbedingungen, insbesondere bei den großen Kunden der Branchen Telekommunikation und Finanzdienstleistung, können einen zunehmenden Druck auf die Preisgestaltung erzeugen. Sofern dem Preisdruck der Großkunden nicht systematisch entgegengewirkt werden kann, können sich die sinkenden Preise negativ auf das Ergebnis und den Cashflow der mVISE AG auswirken.

Personalrisiko

Der Mitarbeiter ist der bedeutendste Produktionsfaktor für die mVISE, da er in nahezu allen Prozessen im Mittelpunkt steht. Demnach sind auch für die mVISE AG qualifizierte und vor allem motivierte Mitarbeiter erfolgskritisch.

Ein besonders hohes Risiko sind Eigenkündigungen von Leistungsträgern, da hierdurch mit dem Mitarbeiter auch das Knowhow, die Erfahrungen sowie das Netzwerk das Unternehmen verlässt. In Einzelfällen gibt es auch Leistungsträger, die Projekte und Kunden im Anschluss versuchen abzuwerben und mit mVISE in Wettbewerb treten.

Weiterhin kann sich die Neueinstellung von geeignetem Personal als schwierig und langwierig gestalten. Insbesondere in der IT-Branche besteht, durch den zunehmenden Wettbewerb um qualifizierte Experten, ein Engpassrisiko. Dieses Risiko kann das Personalwachstum stark hemmen, da IT-Experten auf dem Arbeitsmarkt viele Anstellungs-Möglichkeiten haben.

Projektrisiko

Die mVISE AG übernimmt für ihre Kunden Gesamtprojektverantwortung. Fehlerhafte Preisund/oder zeitliche Fehlkalkulationen von Festpreisprojekten können das Ergebnis beeinträchtigen. Mangelnde Qualität kann zu Gewährleistungsverpflichtungen führen. Das Projektcontrolling wird laufend überwacht und stetig weiterentwickelt, um die Risiken zu minimieren.

Abhängigkeit von Kooperationen und wichtigen Partnern

Zum Zweck der Gewinnung von IT-Projekten, muss mVISE zum Teil auf Partner zurückzugreifen. mVISE hat ein jahrelang gewachsenes umfangreiches Partnernetzwerk. Sollte es bei der Ressourcenbereitstellung dennoch zu Verzögerungen oder minderer Arbeitsqualität kommen, kann dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der mVISE AG haben. Um dieses Risiko zu minimieren, arbeitet mVISE nur mit solchen Partnern zusammen, wo sich in der Vergangenheit die Zusammenarbeit bewährt hat.

Finanzielle Risiken

Das Finanzierungskonzept der mVISE AG wird im Rahmen der Business Planung für jedes Jahr ausgearbeitet und gemeinsam mit dem Aufsichtsrat verabschiedet.

Unter Berücksichtigung der zum Jahresende verfügbaren liquiden Mittel bestehen theoretische Risiken, dass der im Geschäftsjahr 2023 erwartete operative Cashflow nicht zu dem erwarteten Zeitpunkt entsteht. Eine Ausweitung der Finanzausstattung könnte zusätzliche externe Finanzierungsbausteine erforderlich machen. Ebenso besteht das latente Risiko, dass im Falle einer unzureichenden Refinanzierung der Gesellschaft Liquiditätsengpässe entstehen.

Die mVISE AG verfügt über ausreichend genehmigtes und bedingtes Kapital, um Kapitalmaßnahmen kurzfristig auf den Weg zu bringen.

5.5.3 Chancenmanagement

Die für die mVISE AG relevanten Märkte unterliegen einem ständigen Wandel, durch den sich laufend neue Chancen ergeben können. Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der mVISE AG ist die zeitnahe Identifizierung sowie die richtige Einschätzung und Ausnutzung dieser Chancen. Dabei kann es sich sowohl um interne als auch um externe Potenziale handeln.

Ein Chancenmanagementsystem existiert bei der mVISE AG nicht, d.h. eine Quantifizierung des Chancenpotenzials wird nicht vorgenommen. Die Analyse der Chancen fällt in den Aufgabenbereich des Vorstands. Aus der Analyse der Chancen resultieren die strategische Ausrichtung der Gesellschaft und die daraus abzuleitenden operativen Maßnahmen. Die sich bietenden Chancen sind aber stets auch mit Risiken verbunden. Diese zu bewerten und soweit möglich zu reduzieren, ist die Aufgabe des Risikomanagements. Grundsätzlich strebt die mVISE AG ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken an.

5.5.4 Chancen

Nachfolgend werden die bedeutendsten Chancen der mVISE AG beschrieben. Diese Auflistung stellt jedoch nur einen Ausschnitt der sich bietenden Möglichkeiten dar. Des Weiteren ist die Einschätzung der Chancen fortlaufenden Änderungen unterworfen, da sich die relevanten Märkte und das technologische Umfeld stetig weiterentwickeln. Gleichzeitig können sich aus diesen Entwicklungen auch neue Chancen ergeben.

Zunehmende Digitalisierung

Mit der COVID-19-Pandemie hat die Digitalisierung weitere Bedeutung erlangt. Innerhalb weniger Monate wurden sämtliche digitalen Vorteile (u.a. Videokonferenzen, Home-Office) und Defizite zunehmender Digitalisierung offenbart, wobei die Pandemie nochmals verstärkt zu einem regelrechten Technologieschub geführt hat. Unternehmen, die bislang wenig auf Digitalisierung setzten, wurde schnell der Spiegel in Form von unzureichenden mobilen Arbeits-Infrastrukturen bis zu instabilen Lieferketten vor Augen geführt. Durch die Digitalisierung bieten sich für Unternehmen enorme Chancen, um auf den anhaltenden Innovationsdruck und Fachkräftemangel zu reagieren.

Der Bedarf an neuen Digitalisierungsinitiativen wird daher aus Sicht des Vorstands in der kommenden Geschäftsperiode, aber auch in den kommenden Jahren weiter zunehmen.

Projekt- und Kundenstruktur

Die mVISE AG legt einen starken Fokus auf großvolumige Projekte bei namhaften Großkunden. Viele dieser Großkunden setzen seit vielen Jahren mit großvolumigen Projekten auf die Expertise der mVISE AG. Durch die internen Spezialisten und das externe Partnernetzwerk, hat die mVISE AG eine exzellente vertriebliche Positionierung bei diversen Großkunden.

Entsprechend kann der weitere Ausbau dieser Großkunden die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des mVISE-Konzerns positiv beeinflussen.

Anorganisches Wachstum

Neben organischem Wachstum ist für die mVISE AG auch das anorganische Wachstum eine Option. Das anorganische Wachstum setzt auf den Zukauf von anderen Unternehmen oder das Eingehen von Joint Ventures.

Wesentliche Synergieeffekte können unter anderem bei der Kapazitätsauslastung sowie in den administrativen Bereichen (Marketing, Vertrieb, Finance, HR, IT) entstehen.

5.5.5 Einschätzung des Managements zur Gesamtrisiko- und Chancensituation

Das operative Management der Gesellschaft agiert bei der Festsetzung von Maßnahmen sehr risikobewusst und ergreift durchgängig Maßnahmen zur Vermeidung oder Senkung von Risiken. Parallel dazu wird die Nutzung der vorhandenen und zukünftigen Chancen mit einer Vielzahl von Aktivitäten vorangetrieben.

Die mVISE AG konnte sich stets auf die hervorragende Bonität und das erfolgreiche Geschäftsmodell seiner Geschäftskunden verlassen. Selbstverständlich besteht das Risiko, dass es auch bei Großkunden zu Budgetkürzungen kommen kann, was zu einer Reduzierung der Umsätze bzw. Unterauslastung der Mitarbeiter führen kann.

Dem entgegen steht die allgemein hohe Nachfrage nach Digitalisierungslösungen und IT-Beratungskompetenzen. Hier ist die mVISE AG mit ihrem Portfolio gut aufgestellt.

Vor diesem Hintergrund geht der Vorstand auch in der Gesamtbetrachtung aller Risiken davon aus, dass diese zwar geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zumindest kurzfristig zu beeinträchtigen, aber weder einzeln, noch aggregiert eine Bestandsgefährdung auslösen.

5.6 Prognosebericht

Insgesamt rechnet die mVISE für das Geschäftsjahr 2023 aus heutiger Sicht mit einem Wachstum beim EBITDA. Die Gesellschaft erwartet ein EBITDA von über 1 Mio. EUR.

Die Auswirkungen des immer noch andauernden Ukraine-Konflikts sowie die hohen Inflationsraten auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage können aktuell nicht verlässlich prognostiziert werden. Negative Auswirkungen auf die Performance des Kerngeschäftes können daher nicht ausgeschlossen werden und zu Plananpassungen führen.

5.7 Vergütungsbericht

Bei mVISE sind gruppenweit für verschiedene Funktionsbereiche variable Vergütungssysteme implementiert. Die Vergütung des Managements richtet sich vor allem nach dem erzielten Geschäftserfolg und nach branchenüblichen Standards.

5.7.1 Vergütung der Vorstandsmitglieder

Die Grundvergütung des Vorstands wird als monatliches Gehalt ausgezahlt und ist eine erfolgsunabhängige Vergütung. Neben der fixen Vergütung wird der Vorstand zusätzlich variabel vergütet. Die variable Vergütung ist abhängig von Kennzahlenzielen (Umsatz, Rohergebnis, EBITDA) sowie von individuellen Zielen. Der Vorstand nahm weiterhin an einem unternehmensweiten Aktienoptionsprogramm teil, woran auch Führungskräfte der mVISE AG teilgenommen haben. Darüber hinaus werden den Vorstandsmitgliedern Sachbezüge und sonstige Bezüge in Form von Dienstwagennutzungen und Reisekostenerstattungen gewährt.

Ziel des Vergütungssystems ist es, eine erfolgreiche und nachhaltige Unternehmensentwicklung zu erzielen, indem die Vergütung der Vorstandsmitglieder sowohl an die kurzfristige als auch an die langfristige Entwicklung der Gesellschaft gekoppelt ist. Damit wird die Zielsetzung des Managements mit den unmittelbaren Interessen der Aktionäre in Einklang gebracht.

Die Gesamtaufwendungen für den Vorstand für die Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2022 betrugen 689 TEUR (Vorjahr: 494 TEUR), davon entfielen 579 TEUR (Vorjahr: 433 TEUR) auf vertraglich vereinbarte Gehälter ohne erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile. Aus zur Verfügung gestellten Firmenwagen, Zuschüssen und weiteren Sachzuwendungen resultieren Aufwände in Höhe von 19 TEUR (Vorjahr: 32 TEUR).

Auszahlung/
Aufwand
Auszahlung/
Aufwand
Aufwand Aufwand Auszahlung
fixe
Vergütung
sonstige
Leistungen
variable
Vergütung
Sachbezüge Variable
Vergütung
Vorjahr
Summe
Aufwand
Summe
Aus
zahlung
Cedric Balzar
2022 144 4 15 1 9 164 157
Vorjahr 134 4 4 1 4 143 142
Ralf Thomas
(Eintritt:
01.09.2022)
2022 80 0 0 0 0 80 80
Manfred Götz
(Austritt:
31.12.2022)
2022 210 6 45 11 27 272 242
Vorjahr 190 0 12 11 18 213 208
Arnaud P.
Becuwe
(Austritt:
31.12.2022)
2022 145 21 0 7 10 173 176
Vorjahr 109 2 8 20 0 139 111
Summe 2022 579 31 60 19 46 689 655
Summe Vorjahr 433 6 24 32 22 495 461

5.7.2 Vergütung des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben der Erstattung ihrer Auslagen eine jährliche Vergütung. Die Vergütung des Aufsichtsrats betrug satzungsgemäß im Berichtsjahr exklusive der Erstattung von Auslagen 40 TEUR (Vorjahr: 40 TEUR).

Die mVISE AG hat den Mitgliedern des Aufsichtsrats weder Darlehen oder Vorschüsse gewährt noch Bürgschaften oder Gewährleistungen für sie übernommen. Es bestehen weder verwandtschaftliche Beziehungen zwischen den Mitgliedern des Aufsichtsrats noch zwischen Mitgliedern des Aufsichtsrats und Mitgliedern des Vorstands. Es bestehen keine Dienstleistungsverträge zwischen den Aufsichtsräten und mVISE beziehungsweise ihren Tochtergesellschaften, die bei Beendigung eine Vergütung vorsehen.

Düsseldorf, den 5. April 2023

Ralf Thomas Cedric Balzar Vorstandsvorsitzender Vorstand

AKTIVA 2022
TEUR
2021
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten
35 43
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.145 2.575
2.180 2.618
II. Sachanlagen 87 75
III. Finanzanlagen 2.412 3.274
4.680 5.475
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 13 4
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.318 8.033
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.432 2.287
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.928 2.028
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht
2.400 2.615
4. sonstige Vermögensgegenstände 557 1.103
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten
und Schecks
1.004 310
7.335 8.348
C. Rechnungsabgrenzungsposten 383 186
D. Aktive latente Steuern 2.412 2.506
Bilanzsumme Aktiva 14.810 17.007

Bilanz nach HGB zum 31.12.2022 – Aktiva

PASSIVA 2022 2021
TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 9.905 9.848
II. Kapitalrücklage 15.372 15.329
III. Verlustvortrag -19.611 -18.477
IV. Jahresüberschuss -2.228 -1.135
3.438 5.566
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 901 561
901 561
D. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 3.844 5.806
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.703 3.568
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.021 1.086
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 39
5. sonstige Verbindlichkeiten 2.561 283
10.128 10.781
E. Rechnungsabgrenzungsposten 343 100
Bilanzsumme Passiva 14.810 17.007

Bilanz nach HGB zum 31.12.2022 – Passiva

2022
TEUR
2021
TEUR
1. Umsatzerlöse 15.641 14.915
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen
und unfertigen Erzeugnissen
9 -35
3. Gesamtleistung 15.651 14.879
4. sonstige betriebliche Erträge 200 300
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen -5.641 -5.269
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.875 -6.540
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung
-1.138 -1.171
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
-495 -502
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens -400 -279
9. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.199 -1.813
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11 23
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.241 -716
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -94 -39
13. Ergebnis nach Steuern -2.221 -1.127
14. sonstige Steuern -7 -7
15. Jahresüberschuss -2.228 -1.134
16 Nicht beherrschende Anteile 0 0
17. Auf Aktionäre der mVISE AG entfallender
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
-2.228 -1.134

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01. - 31.12.2022

Kapitalflussrechnung vom 01.01. - 31.12.2022

2022
TEUR
2021
TEUR
1 Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss inkl. Ergebnisanteile anderer
Gesellschafter)
-2.228 -1.135
2 + Abschreibungen/ Zuschreibungen auf Gegenstände des
Anlagevermögens und Finanzanlagen
1.357 742
3 +/– Zunahme/Abnahme der sonstigen Rückstellungen 340 -5
4 +/– Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0 -1
5 -/+ Zunahme/ Abnahme der Liefer- und Leistungsforderungen sowie
anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
1.510 -755
6 +/- Zunahme/ Abnahme der Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
1.702 -92
7 +/– Verlust/ Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des
Anlagevermögens
-1 34
8 + Zinsaufwendungen 368 454
9 + Ertragssteueraufwand 94 39
10 = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 3.142 -719
11 + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des
Sachanlagevermögens
1 0
12 - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -69 -23
13 + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des
Finanzanlagevermögens
0 1.000
14 - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -494
15 + erhaltene Zinsen 11 22
16 = Cashflow aus der Investitionstätigkeit -57 505
17 + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0 1.880
18 - Gezahlte Zinsen -379 -476
19 + Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 403 0
20 - Auszahlungen für die Tilgung von (Finanz-) Krediten -2.415 -880
21 = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2.391 524
22 Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 694 310
23 + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 310 0
24 = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.004 310
Anschaffungs- oder Herstellungskosten Abschreibungen Buchwerte
Anderung der
gesamten
Stand Stand Stand Abschreibungen Abschreibungen Stand Stand Stand
1.1.2022 Zugange Abgange 31.12.2022 1.1.2022 Berichtsjahr i. Z. m. Abgängen 31.12.2022 31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten 255.847,96 0,00 0.00 255.847,96 212.842,29 8.060,00 0.00 220.902,29 34.945,67 43.005,67
Geschäfts- oder Firmenwert 4.290.868.25 0.00 0.00 4.290.868,25 1.716.348,25 429.087,00 0.00 2.145.435.25 2.145.433.00 2.574.520.00
4.546.716,21 0.00 0.00 4.546.716.21 1.929.190,54 437.147,00 0.00 2.366.337,54 2.180.378,67 2.617.525,67
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 570.423.60 69.477.66 10.647.99 629.253.27 494.987.35 57.709.66 10.647.99 542.049.02 87.204.25 75.436,25
570.423.60 69.477.66 10.647,99 629.253.27 494.987,35 57.709.66 10.647,99 542.049.02 87.204.25 75.436,25
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Untemehmen 2.069.423.17 0.00 0.00 2.069.423,17 749.423.17 492.000.00 0.00 1.241.423,17 828.000.00 1.320.000.00
2. Beteiligungen 1.954.110.44 0.00 0.00 1.954.110.44 0.00 370.000.00 0.00 370.000.00 1.584.110.44 1.954.110.44
4.023.533.61 0.00 0.00 4.023.533.61 749.423.17 862.000.00 0.00 1.611.423.17 2.412.110.44 3.274.110.44
9.140.673,42 69.477,66 10.647,99 9.199.503.09 3.173.601.06 1.356.856,66 10.647,99 4.519.809,73 4.679.693,36 5.967.072.36

6 Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Der Jahresabschluss der mVISE AG ("Gesellschaft") für das am 31. Dezember 2022 abgeschlossene Geschäftsjahr wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB; größenabhängige Erleichterungen wurden teilweise in Anspruch genommen. Gegenstand des Unternehmens ist die Beratung in Soft- und Hardwarefragen, die Entwicklung und der Vertrieb von Softwarelösungen, sowie die Durchführung von Schulungsund Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich Datenverarbeitung/Datenschutz. Die Gesellschaft ist im Handelssegment Scale innerhalb des Freiverkehrs notiert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die auf den Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden bis auf eine Veränderung bei der Umsatzrealisierung der Projektumsätze bei einem Großkunden aufgrund einer wesentlichen Lageveränderung beibehalten.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde die Fortführung der Unternehmenstätigkeit unterstellt.

Name: mVISE AG
Sitz: Düsseldorf
Handelsregister-Nr.: HRB 76863
Amtsgericht: Düsseldorf

Angaben zur Gesellschaft laut Handelsregister:

6.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsansätze entscheidend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um lineare Abschreibungen. Die Nutzungsdauer beträgt in der Regel zwischen drei und fünf Jahre.

Der aus Unternehmenszusammenschlüssen resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird zu Anschaffungskosten angesetzt. Geschäfts- und Firmenwerte werden aktiviert und über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben. Bei Bedarf werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die gewöhnliche Nutzungsdauer, bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt in der Regel bei Hardware drei Jahre sowie bei sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattungen sieben bis zehn Jahre.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Materialund Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der Material- bzw. Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h., für die Werthaltigkeitsprüfung wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalbeträgen bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 Prozent vorgenommen. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, wenn aufgrund der Bonität Zweifel an der Erfüllung besteht.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich steuerlich wirksam abbauen. Aktive latente Steuern werden auf die bestehenden Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Der Berechnung der aktiven und passiven latenten Steuern liegt der maßgebliche Steuersatz des Unternehmens zugrunde.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden in die Bewertung mit einbezogen.

Wandelschuldverschreibungen werden mit dem Erfüllungsbetrag inkl. der Zinsverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Fremdwährungsbewertung von kurzfristigen Forderungen, Finanzmittel, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie sonstigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

6.2 Erläuterungen zu Bilanzpositionen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtszeitraum leitet sich aus dem Anlagenspiegel ab.

Im Geschäftsjahr wurde der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 429 TEUR (Vorjahr: 429 TEUR) abgeschrieben. Der Restbuchwert beträgt zum Bilanzstichtag 2.145 TEUR.

Aufgrund des in 2021 durchgeführten Verkaufs von 51% der Anteile an der elastic.io GmbH an die Cogia AG sind Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entstanden. Diese belaufen sich auf 2.400 TEUR (Vorjahr 2.615 TEUR).

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen über 1.928 TEUR (Vorjahr: 2.028 TEUR) gegenüber der Tochtergesellschaft SaleSphere GmbH. Die Forderungen resultieren hauptsächlich aus Verrechnungen und Cashpooling-Vereinbarungen. Von den Forderungen gegenüber verbunden Unternehmen sind 507 TEUR gleichzeitig Forderungen aus LuL.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 557 TEUR (Vorjahr: 1.103 TEUR) bestehen hauptsächlich aus Kautionszahlungen und Forderungen gegenüber der Cogia AG. Zum Bilanzstichtag besteht eine Kaufpreisforderung über 800 TEUR gegenüber der Cogia AG. Aus Vorsichtsgründen wurde die Forderung bilanziell jedoch um 50% auf 400 TEUR (Vorjahr: 1.000 TEUR) abgewertet.

Das aktienrechtliche Grundkapital zum 31.12.2022 des Unternehmens umfasst 9.905 TEUR, aufgeteilt in 9.905.351 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien. Im Vorjahr betrug das Grundkapital zum Bilanzstichtag 9.848 TEUR. Die Kapitalrücklage beträgt 15.372 TEUR gegenüber dem Vorjahresstichtag mit 15.329 TEUR.

Erläuterungen zu Kapitalmaßnahmen der mVISE:

Kapitalerhöhungen

Aufgrund der am 09.08.2010, geändert durch die Beschlüsse der Hauptversammlungen vom 29.08.2011, 29.01.2015, 21.06.2018, 25.06.2019, 08.06.2021 und 09.08.2022 beschlossenen bedingten Erhöhung des Grundkapitals (Bedingtes Kapital 2022), sind Geschäftsjahr 2022 Bezugsaktien in Höhe von 57.142 EUR ausgegeben worden. Die Kapitalerhöhung ist durchgeführt. Das Grundkapital beträgt nunmehr 9.905.351 EUR.

Genehmigtes Kapital

Gemäß § 4 Abs. 8 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 16. Dezember 2026 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, um bis zu insgesamt 4.924.104 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021).

Bedingtes Kapital

Gemäß § 4 Abs. 9 der Satzung ist das Grundkapital ist um bis zu EUR 4.287.104,00 durch Ausgabe von bis zu 4.287.104 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2022). Das Bedingte Kapital 2022 dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Schuldverschreibungen, (i) die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 29. Juni 2017 unter Tagesordnungspunkt 8 beschlossenen Ermächtigung bis zu ihrer Aufhebung durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Juni 2018 ausgegeben oder garantiert wurden, (ii) die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 21. Juni 2018 unter Tagesordnungspunkt 9 beschlossenen Ermächtigung bis zum 20. Juni 2023 ausgegeben oder garantiert wurden oder (iii) die gemäß der vorstehenden Ermächtigung nach Ziffer 6.2 dieser Tagesordnung der Hauptversammlung 2022 ausgegeben oder garantiert werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der jeweiligen Ermächtigung jeweils festzulegenden Wandlungs- oder Optionspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie, jeweils ganz oder teilweise, von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen gemäß der jeweiligen Ermächtigung Gebrauch gemacht wird und/oder Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit die Wandlungs- oder Optionsrechte bzw. Wandlungspflichten jeweils nicht durch eigene Aktien, durch Aktien aus genehmigtem Kapital und/oder einer anderen börsennotierten Gesellschaft bedient werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Gemäß § 4 Abs. 11 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu EUR 500.000,00 durch Ausgabe von bis zu Stück 500.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital VIII). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Rechten an die Inhaber von Aktienoptionsrechten aus dem Aktienoptionsprogramm VIII, zu deren Ausgabe der Vorstand bzw. bei einer Optionsausgabe an Mitglieder des Vorstands, der Aufsichtsrat in der Zeit bis zum 8. August 2027 (einschließlich) mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. August 2022 gemäß vorstehender Ziffer 5.2 ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Aktienoptionsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 9. August 2022 gewährt wurden, diese Aktienoptionsrechte ausüben und die Gesellschaft die Aktienoptionsrechte nicht durch Lieferung eigener Aktien oder durch Barzahlung erfüllt. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres am Gewinn teil, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen, es sei denn, es sollen Aktienoptionsrechte und Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft ausgegeben werden; in diesem Fall legt der Aufsichtsrat die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung fest. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Bedingten Kapital VIII zu ändern."

Gemäß § 4 Abs. 12 ist das Grundkapital ist um bis zu EUR 137.000 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital VII). Das Bedingte Kapitel VII dient der Erfüllung von Bezugsrechten, die an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie Mitglieder von Geschäftsführungen und Arbeitnehmer von im Verhältnis zur Gesellschaft abhängig verbundenen Unternehmen im Sinne von §§ 15, 17 AktG nach Maßgabe der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 28. Juni 2012, vom 27. August 2015, vom 9. Juni 2016, vom 21. Juni 2018, vom 25. Juni 2019 und vom 17. Dezember 2021 ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Gewinnverwendung gefasst wurde, am Gewinn teil.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 901 TEUR (Vorjahr: 561 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen, für externe Beratungsleistungen und für Prozesskosten. Die Rückstellungen für Personalaufwendungen bestehen insbesondere aus Aufwendungen für Abfindungen an den ehemaligen Vorstand Arnaud Becuwe, für zukünftige Bonuszahlungen und für nicht genommene Urlaubsansprüche. Rückstellungen für externe Beratungsleistungen wurden für nicht in Rechnung gestellte, aber im Jahr 2022 erbrachte Leistungen gebildet.

Die Wandelschuldverschreibungen (kurz: WSV) werden mit ihrem Nominalbetrag angesetzt und liegen bei insgesamt 3.844 TEUR (Vorjahr: 5.700 TEUR). Ein Teil der WSV 17/20 und 17/22 wurden in die WSV 22/26 getauscht. 1.200 TEUR aus der alten WSV wurden an die Gläubiger zurückgeführt. Weitere 1.000 TEUR der fälligen WSV 17/22 wurden in ein Darlehen gewandelt und bis Juli 2023 monatlich getilgt. Zum Stichtag wird das Darlehen in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Restschuld für dieses Darlehen beträgt 700 TEUR zzgl. passivierter Zinsen.

Die Wandelschuldverschreibungen haben in voller Höhe eine Restlaufzeit von größer einem Jahr (im Vorjahr in voller Höhe Restlaufzeit von bis zu einem Jahr).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen Kontokorrentdarlehen in Höhe von 2.703 TEUR (Vorjahr: 3.162 TEUR).

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben 711 TEUR (Vorjahr: 3.568 TEUR) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und 1.992 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) eine Restlaufzeit von größer einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.021 TEUR (Vorjahr: 1.086 TEUR) sind nicht verzinslich und haben eine maximale Fälligkeit von 90 Tagen. In den Verbindlichkeiten aus LuL werden insgesamt 4 TEUR ausgewiesen, die gleichzeitig Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht darstellen.

Sonstige Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 2.561 TEUR (Vorjahr: 283 TEUR) und beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber dem größten Telekommunikationskunden für noch zu erbringende Projektdienstleistungen, die in ein Darlehen umgewandelte Wandelschuldverschreibung sowie Steuerverbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt.

Die Verbindlichkeiten aus LuL und die sonstigen Verbindlichkeiten haben, wie auch im Vorjahr, in voller Höhe eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 120.110,83 EUR (Vorjahr: 267.693,46 EUR) und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von 7.301,75 EUR (Vorjahr: 8.243,13 EUR).

Nachfolgend eine Übersicht zu den Fälligkeiten der Verbindlichkeiten:

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2022 Gesamtbetrag
31.12.2022
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Anleihen 3.844 0 3.844 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.703 711 1.992 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.021 1.021 - -
Verbindlichkeiten ggü. verb. Unternehmen - - - -
sonstige Verbindlichkeiten 2.561 2.561 - -
Summe 10.128 4.293 5.836 -

Nachfolgend eine Übersicht zu den Fälligkeiten der Verbindlichkeiten des Vorjahres:

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2021 Gesamtbetrag
31.12.2022
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Anleihen 5.806 5.806 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.568 3.568 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.086 1.086 - -
Verbindlichkeiten ggü. verb. Unternehmen 39 39 - -
sonstige Verbindlichkeiten 283 283 - -
Summe 10.781 10.781 - -

6.3 Wesentliche Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

mVISE erzielt Umsatzerlöse aus T&M (Time & Material), Festpreis- und Managed Service Beauftragungen. Die Umsatzerlöse bei T&M Beauftragung werden zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung erfasst. Die Umsatzerlöse bei Festpreisbeauftragungen werden zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung und Abnahme des Kunden erfasst. Sofern die Leistung nicht vollständig erbracht wurde, werden die Umsatzerlöse, passivisch abgegrenzt und erst dann realisiert, wenn die Leistungen erbracht wurden. Umsatzerlöse aus Hosting- und Supportverträgen (Managed Services) sind in der Regel zeitbasiert und werden ratierlich der entsprechenden Periode zugerechnet.

Die Umsatzerlöse belaufen sich im Geschäftsjahr 2022 auf insgesamt 15.641 TEUR (Vorjahreszeitraum: 14.915 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 149,92 EUR (Vorjahr: 0,02 EUR).

Unter den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung werden Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 9.189,50 EUR (Vorjahr: 2.434,84 EUR) ausgewiesen.

Aufgrund eines Rechtstreites zur Erlangung der restlichen Kaufpreisverpflichtung über 800 TEUR durch den Verkauf der elastic.io GmbH ergaben sich zum 31.12.2022 Abschreibungen auf das Umlaufvermögen in Höhe von 400 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 42,61 EUR (Vorjahr: 10,48 EUR).

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen betreffen 11.166,67 EUR (Vorjahr: 22.666,68 EUR) sonstige Zinserträge aus verbundenen Unternehmen.

Es fielen Abschreibungen auf den Beteiligungsansatz der SaleSphere GmbH über 492 TEUR (Vorjahr: 240 TEUR) an. Der Beteiligungsansatz wurde im Rahmen der Jahresabschlussprüfung mittels Discounted Cash-Flow Verfahren auf Wertminderung geprüft.

Des Weiteren wurde der Beteiligungsansatz der elastic.io GmbH um 370 TEUR abgewertet. Die Überprüfungen ergaben einen Hinweis auf Wertminderung mit dem Ergebnis einer außerordentlichen Abschreibung.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden Aufwendungen aus der Auflösung aktiver latenter Steuern in Höhe von 94.000,00 EUR (Vorjahr: 38.579,47 EUR) ausgewiesen.

6.4 Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Art der Geschäfte Zweck Vorteile Risiken
Miet-/ Leasingverträge Finanzierung Optimierung
Eigenkapitalquote/
Bilanzsumme
finanzielle
Verpflichtung
31.12.2022 31.12.2021
TEUR Miete Leasing Gesamt Miete Leasing Gesamt
bis zu einem Jahr 389 123 512 401 84 485
ein bis fünf Jahre 185 198 383 500 26 526
über fünf Jahre - - - - - -
Summe 574 321 895 901 110 1.011

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt 895 TEUR (Vorjahr: 1.011 TEUR) und betreffen Miet- und Leasingverpflichtungen.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr beschäftigte die mVISE AG im Durchschnitt 92 Mitarbeiter (Vorjahr: 93 Mitarbeitern). Vorstände sind in dieser Zahl enthalten. Die Mitarbeiter gliedern sich in 72 operative und 17 administrative (gegenüber dem Vorjahr mit 76 operativen und 17 administrativen) ohne Werkstudenten, Praktikanten und Auszubildende.

Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft hält direkt und indirekt folgende Anteile am verbundenen Unternehmen:

Tochtergesellschaft Anteil am
Kapital
Buchwert
der Anteile
Eigenkapital
der Tochter
gesellschaft
Ergebnis
2022
% TEUR TEUR TEUR
SaleSphere GmbH, Düsseldorf (Deutschland) 100,0% 828 -705 -205

Weiterhin hält die mVISE AG noch 49% (Vorjahr 49 %) an der ehemaligen Tochtergesellschaft elastic.io GmbH. Der Verkauf der restlichen 49% an der Gesellschaft ist im Kaufvertrag mit der Cogia AG geregelt worden.

Abschlussprüfungsleistungen

Das Honorar für die Abschlussprüfungsleistungen einschließlich Nebenkosten betrug im Geschäftsjahr 2022 21 TEUR.

Ausschüttungssperre

Zum 31.12.2022 besteht in Höhe der Bilanzposition "Aktive latente Steuern" in Höhe von 2.412 TEUR (Vorjahr: 2.506 TEUR) eine Ausschüttungssperre.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von 2.227.951,55 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

6.5 Organe

Der Vorstand der mVISE bestand im Geschäftsjahr 2022 aus folgenden Mitgliedern:

  • o Ralf Thomas, Vorstandsvorsitzender, Hamburg (Eintritt: 01.09.2022)
  • o Cedric Balzar, Mitglied des Vorstands, Ratingen
  • o Manfred Götz, Mitglied des Vorstands, Ratingen (Austritt: 31.12.2022)
  • o Arnaud Becuwe, Mitglied des Vorstands, Bonn (Austritt: 31.12.2022)

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt zusammen:

  • o Franziska Oelte, Rechtsanwältin, Hamburg, bis 14.12.2022: Mitglied des Aufsichtsrats, ab 15.12.2022: Vorsitzende des Aufsichtsrats
    • o Vorsitzende des Aufsichtsrats der hello.de AG
  • o Achim Plate, Dipl.-Ing., Glückstadt, bis 14.12.2022: Vorsitzender des Aufsichtsrats, ab 15.12.2022: Mitglied des Aufsichtsrats
    • o Geschäftsführer der SPSW Capital GmbH
    • o Vorstand der LAIQON AG
  • o Malte-Matthias von der Ropp, Dipl. Kaufmann, Köln, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats,
    • o Aufsichtsrat der Ingenious Technologies AG
  • o Henning Soltau, Hamburg, Mitglied des Aufsichtsrats
    • o Geschäftsführer der SPSW Capital GmbH
    • o Aufsichtsrat der Deutschen Effecten- und Wechsel Beteiligungsgesellschaft AG

Der Vergütungsbericht zur Vorstandsvergütung ist detailliert im Lagebericht aufgeführt.

6.6 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach Maßgabe der relevanten anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften gemäß HGB sowie WpHG gibt der Vorstand folgende Versicherung:

"Der Vorstand versichert nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss der mVISE AG und des Konzerns ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."

Düsseldorf, den 5. April 2023

Vorstandsvorsitzender Vorstand

Ralf Thomas Cedric Balzar

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die mVise AG, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der mVise AG, Düsseldorf – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der mVise AG, Düsseldorf für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

  • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und
  • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

  • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
  • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
  • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
  • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
  • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
  • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den

zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Offenbach am Main, den 5. April 2023

HaackSchubert GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hartmut W. Schubert Benedikt Barkey

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer