Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

mVISE AG Audit Report / Information 2020

Nov 29, 2021

5428_rns_2021-11-29_2b309c59-f671-4d41-bcd3-c291826c1ad9.html

Audit Report / Information

Open in viewer

Opens in your device viewer

Finanzbericht: 29284310

mVISE AG

Düsseldorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 und Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020

der mVISE AG

Der Konzernlagebericht sollte im Kontext mit den Konzernfinanzdaten und den Angaben im Anhang des Konzernabschlusses gelesen werden. Die folgenden Darstellungen basieren auf einer Reihe von Angaben, die detailliert im Anhang dargestellt sind. Darüber hinaus enthält der Konzernlagebericht auch in die Zukunft gerichtete Aussagen, d. h. Aussagen, die auf bestimmten Annahmen und den darauf basierenden aktuellen Planungen, Einschätzungen und Prognosen beruhen. Zukunftsaussagen besitzen nur in dem Zeitpunkt Gültigkeit, in welchem sie gemacht werden. Das Management der mVISE übernimmt keine Verpflichtung, die diesem Dokument zugrundeliegenden Zukunftsaussagen beim Auftreten neuer Informationen zu überarbeiten und/​oder zu veröffentlichen. Zukunftsaussagen unterliegen immer Risiken und Unsicherheiten. Der Vorstand der mVISE weist darauf hin, dass eine Vielzahl von Faktoren zu einer erheblichen Abweichung in der Zielerreichung führen können. Wesentliche Faktoren werden im Abschnitt "Risikobericht" detailliert beschrieben.

1.1 Grundlagen des Konzerns

Konzernstruktur

Neben der Muttergesellschaft in Düsseldorf, der mVISE AG, werden die folgenden Gesellschaften in den Konzernabschluss mit einbezogen:

scrollen

elastic.io GmbH, Bonn
SaleSphere GmbH, Düsseldorf

Die mVISE AG hält 100 Prozent der Anteile an der SaleSphere GmbH und 90 Prozent der Anteile an der elastic.io GmbH, für die verbleibenden 10 Prozent wurde bereits eine notarielle vertragliche Vereinbarung getroffen, die Aufstockung auf 100 Prozent wird im Jahr 2021 vollzogen.

1.2 Geschäftstätigkeit der mVISE

mVISE bietet seit knapp 20 Jahren integrierte Lösungen entlang der IT- und Digitalisierungs-Wertschöpfungskette.

Die mVISE beschleunigt die digitale Transformation und Integration mit IT Expert Services und eigenentwickelten Softwarelösungen. Dabei liegen die Kernkompetenzen in den Bereichen Mobile- und Cloud Computing, IT-Infrastrukturen und Security sowie Integration und Auswertung von komplexen Daten.

mVISE realisiert Digitalisierungsprojekte gemeinsam mit den Kunden - von der Konzeptphase über die Entwicklung und Implementierung bis hin zu Managed Services. Cloud-Produkte wie die iPaaS-Plattform elastic.io beschleunigen Datenintegrationsaufgaben. Für die Digitalisierung von Vertriebsprozessen bietet mVISE mit SaleSphere eine eigene Lösung.

Das mVISE-Team besteht aus 120 Mitarbeitern mit ausgeprägtem Technologiefokus und verfolgt ein gemeinsames Ziel: Die Projekte der mVISE-Kunden zum Erfolg zu führen. Neben der Firmenzentrale in Düsseldorf verfügt mVISE über Niederlassungen in München, Frankfurt, Hamburg und Bonn.

1.2.1 Expert Services

Das personalstärkste Segment ist der Bereich Expert Services, der im Jahr 2015 mit dem Aufbau eines spezialisierten Beraterteams ins Leben gerufen wurde und in dem mittlerweile das Beratungsgeschäft sowie das Geschäft mit der Entwicklung kundenspezifischer Softwarelösungen zusammengefasst sind.

Zum 31. Dezember 2020 beschäftigte mVISE 120 Mitarbeiter im Bereich Expert Services. Es bestehen Niederlassungen in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München. Ziel ist es, die bestehenden Kunden in den Regionen lokal bedienen zu können. Zu den Kunden zählen dabei namhafte Unternehmen aus dem Telekommunikationsbereich, wie Vodafone, Deutsche Telekom, Telefonica oder 1&1, und aus dem Bereich der Finanzdienstleister, wie Deutsche Bank, HUK-Coburg, verschiedene Sparkassenorganisationen, abcfinance oder Quirion, sowie bedeutende Unternehmen anderer Branchen, wie BMW, Bosch, MediaMarktSaturn oder Marantec.

Neben klassischen, personenbezogenen Beauftragungen schließt die mVISE zunehmend auch Festpreisbeauftragungen bzw. Managed Services-Verträge ab. Dieses Vorgehen hat sich vor allem im Umfeld von Cloud-Computing-Lösungen etabliert, wird aber auch im Kontext anderer innovativer IT-Infrastrukturszenarien ausgebaut. Sowohl mVISE als auch der Kunde profitieren hier von einer effizienteren Umsetzung der Beratungsaufträge durch die Nutzung von Personalsynergien. Zudem verstärken Managed-Services-Aufträge signifikant die Kundenbindung und erhöhen die Planbarkeit der Umsätze.

Zur Gewinnung von Neukunden haben sich Workshopformate im Umfeld von Data Analytics, Cloud- und Security-Themen bewährt. In diesem Jahr lag der Fokus auf der Gewinnung weiterer Großkunden, um die Kundendiversifizierung weiter voranzutreiben. Zu Beginn des Jahres nahm mVISE an den ersten Ausschreibungen von 1&1 teil und konnte sich im Laufe des Jahres den Kunden immer weiter erschließen. Auch für 2021 wird sich dieser Fokus nicht ändern und erklärtes Ziel ist es, erneut einen Neukunden dieser Größenordnung zu gewinnen.

Über das reine Beratungsgeschäft hinausgehend entwickelt mVISE kundenspezifische Lösungen, mit denen Geschäftsprozesse und Produkte der Kunden durch mobile Geräte unterstützt werden. Der Schwerpunkt in diesem Bereich liegt hier einerseits im Umfeld von Data Warehouse-Lösungen und andererseits im Bereich der mobilen Digitalisierung. Im Bereich der Entwicklung von mobilen Applikationen fokussiert sich mVISE auf komplexe Lösungen, die komplette Geschäftsprozesse abbilden und eine tiefe Verzahnung mit den Kernsystemen des Kunden erfordern. Hier kann mVISE ihr Alleinstellungsmerkmal ausspielen, indem Experten aus den verschiedenen technischen Bereichen als ein Team erfolgreich zusammenarbeiten und für Kunden hochkomplexe Lösungsmöglichkeiten erstellen.

In allen Facetten des Leistungsportfolios spielen Aufgabenstellungen rund um die Integration von Systemen und Daten eine zentrale Rolle. Hieraus ergibt sich eine hohe inhaltliche Überschneidung von Beratungsprojekten und den Softwareprodukten elastic.io und SaleSphere.

Der Fokus des Beratungsbereichs wird für die kommenden Jahre das Thema Integrationen sein. mVISE hat hier die ideale Möglichkeit, Produkt-Knowhow und Beratungsexpertise zu bündeln und den Kunden komplexe Lösungen anbieten zu können. Die Beratung im produktnahen Bereich ist zudem margenstärker und soll in den nächsten Jahren zur Profitabilität der mVISE maßgeblich beitragen.

Daher hat mVISE im Jahr 2020 eine dediziertes Integrationsteam aufgebaut, das seine fachliche Expertise genau in diesem Umfeld weiter ausgebaut hat. Obwohl erst im Jahr 2020 an den Start gegangenen, war die Auslastung zum Jahresende auf einem sehr guten Niveau, so dass weitere Mitarbeiter im Jahr 2021 eingestellt werden sollen.

1.2.2 Produkte

elastic.io

ist die branchenweit erste mikroservicebasierte hybride Integrationsplattform als Service (iPaaS). Die hoch skalierbare Architektur von elastic.io iPaaS unterstützt jedes Integrationsszenario, von der Anbindung verschiedener cloudbasierter Datenquellen an die On-Premise-Installation eines Kunden bis hin zur Integration von Internet-of-Things (IoT)-Plattformen in die Unternehmensarchitektur. elastic.io iPaaS ermöglicht es einer IT-Abteilung, digitale Innovationen durch kontinuierliche Zusammenarbeit mit Entwicklungsteams anderer Abteilungen, Organisationen und Geschäftsbereichen voranzutreiben. Da die Integration von IT-Systemen die treibende Kraft hinter der digitalen Transformation ist, verschafft eine schnelle und kosteneffektive Integrationstechnologie erhebliche Wettbewerbsvorteile.

SaleSphere

Die SaleSphere GmbH digitalisiert den Vertrieb und den Außendienst. Mithilfe der cloudbasierten Vertriebsplattform haben die Kunden schnellen Zugriff auf ihre relevanten Produkt- und Kundeninformationen - zu jeder Zeit und an jedem Ort. Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Kundenterminen werden durch Automatisierungen und Generatoren effektiv unterstützt. Vorhandene CRM-, ERP- und PIM-Systeme werden über ein leistungsfähiges Integrationssystem eingebunden. Mit dieser Plattform führt SaleSphere seine Kunden weltweit in ein neues Zeitalter der Buyer's Experience und Digital Sales Excellence.

SaleSphere vertreibt die Software als sogenannte Software-as-a-Service (SaaS) und generiert hierdurch wiederkehrende Lizenzeinnahmen. Im Jahr 2019 wurde die Geschäftstätigkeit in diesem Bereich von der mVISE in die eigenständige Tochtergesellschaft SaleSphere GmbH verlagert, die sich mit einer eigenen Geschäftsführung auf die kontinuierliche Weiterentwicklung und den Vertrieb sowie die Monetarisierung von SaleSphere fokussiert. Im Berichtsjahr hat SaleSphere weitere Funktionen erhalten, die den Anwendungsbereich erweitern. Im Jahr 2020 wurde zudem die von Bestandskunden nachgefragte Windowsversion entwickelt, die weitere Neukunden erschließen soll.

scrollen

Multimedialer Produktkatalog
Innovative Kundenpräsentationen
Automatisierte Besuchsberichte
Warenkorb und digitale Unterschrift
Angebots- und Produkt-Konfigurator
Intelligente Produktverknüpfungen
Sales-Training und Guidance

1.3 Steuerungssystem

Die Verwaltung der Muttergesellschaft steuert die Belange des Konzerns in ordentlichen Sitzungen der Organe der Gesellschaft sowie mittels informeller Abstimmung zwischen Aufsichtsrat und Vorstand und innerhalb der Gremien. Darüber hinaus werden regelmäßig Themen im Rahmen von Steering- und Management-Meetings erörtert, an denen Vertreter aus allen Bereichen des Konzerns teilnehmen. Der Vorstand steuert den Konzern mithilfe eines Business Intelligence Tools mit einer integrierten Leistungsrechnung, einschließlich einer detaillierten und laufenden Projektion von Finanzmittelbedarf und -verwendung. Der Vorstand steuert den Konzern und dessen Entwicklung wesentlich über die folgenden finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Hierbei wird großer Wert auf eine nachhaltige Entwicklung des Konzerns gelegt.

1.3.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Umsatz

Da mVISE sich auf skalierbare Produkte, Technologien und Services fokussiert, spielt die Umsatzentwicklung eine wichtige Rolle in der Unternehmenssteuerung. Übergreifendes Ziel der mVISE ist es dabei, ein optimales Verhältnis aus Umsätzen durch Expert Services und Umsätzen mit Produkten herzustellen.

Auslastung der festangestellten Mitarbeiter

mVISE erfasst und überwacht monatlich die Auslastung der festangestellten fakturierbaren Mitarbeiter im Rahmen externer Kundenprojekte. Die Messung der Auslastung unterstützt den Vorstand dabei, kurzfristige Maßnahmen vorzunehmen und langfristig die Performance einzelner Beratungsbereiche zu erhöhen.

Auftragseingang

Eine zentrale Steuerungsgröße für mVISE ist der Auftragseingang, welcher wöchentlich intern berichtet wird. Im Vertrieb sind feste Zielgrößen definiert, die einem regelmäßigen Controlling unterliegen. Auf dieser Basis werden die passenden Sales- und Marketingmaßnahmen abgeleitet.

EBITDA-Marge

Die mVISE legt großen Wert auf die erfolgreiche Monetarisierung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios. Ziel ist es, nachhaltiges und profitables Wachstum zu erzielen. Das EBITDA steht für das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Dieses Ergebnis eliminiert etwaige Unterschiede bei Abschreibungen, Steuern oder Zinsen und eignet sich damit als Ergebnisgröße zum Vergleich mit anderen Unternehmen. Die EBITDA-Marge ergibt sich aus dem EBITDA dividiert durch die Umsatzerlöse.

1.3.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Innovationsmanagement

Durch die Digitalisierung verändern sich Märkte und Geschäftsmodelle in einer immer höheren Geschwindigkeit. Digitale Disruption, also die radikale Veränderung von Märkten durch innovative digitale Geschäftsmodelle, prägt zahlreiche Branchen. Es gibt zahlreiche Überschneidungen zwischen Innovationsmanagement und digitaler Transformation: Es müssen Produkte entwickelt werden, die mit den Trends, wie dem Internet-of-Things (IoT), kompatibel sind. Häufig sind Produktinnovationen erst die Voraussetzung dafür, dass digitale Geschäftsmodelle entwickelt werden können. Mitunter macht die Entwicklung digitaler Services und Geschäftsmodelle sogar eine Neuentwicklung von Produkten erforderlich.

mVISE ist mit seinen Produkten und seiner Expertise genau in diesen Bereichen tätig. So verfolgt mVISE aktuell unter anderem eine Reihe von innovativen Projekten im Umfeld von Data Integration, Data Warehouse und Business Intelligence, Data Science, Cloud-Computing und IT-Security.

Einer der Innovationstreiber innerhalb des mVISE-Konzerns ist die iPaaS-Plattform elastic.io. Durch die cloudbasierten Integrationsservices ergeben sich zahlreiche Vorteile für Unternehmen. Die Agilität und Schnelligkeit in der Inanspruchnahme neuer IT-Services verbessert sich deutlich. Gleichzeitig ermöglicht die Verknüpfung von Applikationen, Prozessen und Daten die Zusammenarbeit der Mitarbeiter verschiedener Abteilungen innerhalb eines Unternehmens. Durch die Zusammenfassung von unterschiedlichsten Datenquellen steht umfassendes Datenmaterial für detaillierte Analysen zur Verfügung. Zusammenhänge werden transparenter darstellbar und systematische Auswertungen unterstützen bei der Entscheidungsfindung.

Die mobile Vertriebsplattform SaleSphere, die Unternehmen eine Digitalisierung von Vertriebs- und Außendienstprozessen auf Basis neuester Cloud- und Sicherheitstechnologien ermöglicht, ist ein weiteres wesentliches Element im Portfolio von mVISE.

Mit diesen beiden innovativen Produkten ist mVISE gut aufgestellt für die kommenden Jahre.

Qualifizierte Mitarbeiter

Entscheidend für eine positive Geschäftsentwicklung der mVISE ist die hohe Expertise der Mitarbeiter. Insbesondere aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs um IT-Spezialisten sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiter erfolgskritisch. Der Vorstand sieht die Sicherstellung eines qualifizierten Personaleinsatzes als seine wesentliche Aufgabe an. Im Jahr 2020 wollte mVISE Recruiting Aktivitäten deutlich ausbauen, stoppte diese Aktivität jedoch mit Beginn der COVID-19-Pandemie im Frühjahr 2020, um sich auf die Auslastung der bestehenden Mitarbeiter zu konzentrieren. Nachdem auch übergangsweise Kurzarbeitergeld zum Einsatz kam, konnte im Herbst wieder eine akzeptable Auslastung erreicht werden. Im Jahr 2021 steht das Recruiting neuer Mitarbeiter und damit das Wachstum der mVISE im Mittelpunkt der Strategie. Zur kontinuierlichen Verbesserung der Leistungsfähigkeit investiert mVISE dauerhaft in die Weiterbildung der Mitarbeiter. In Zukunft wird mVISE daneben auch die interne Ausbildung und das Coaching weiter vorantreiben. Wir haben hervorragende Experten im Haus und können dieses Wissen noch besser untereinander teilen und voneinander lernen.

Ein weiterer Schwerpunkt stellt für die mVISE die Mitarbeiterbindung dar. In diesem Jahr wurde "mVISE.Vorsorge" für alle Mitarbeiter eingeführt, damit diese - durch den Arbeitgeber gefördert- das Thema Altersvorsorge und Berufsunfähigkeit noch besser abdecken können.

Die hohe Qualität unserer Produkte und Lösungen sowie die fachkompetente Beratung unserer Kunden ist ein kritischer Erfolgsfaktor für den Unternehmenserfolg. Um diese Qualität sicherzustellen, bedarf es qualifizierter und motivierter Mitarbeiter.

1.4 Forschung und Entwicklung

Der Innovationprozess bezeichnet die Umsetzung existierender und/​oder neuer Erkenntnisse in marktfähige Lösungen. Der Innovationsprozess ist für das gesamtwirtschaftliche Wachstum aus langfristiger Sicht von wichtiger Bedeutung. Jedoch wird, insbesondere wegen Finanzierungbeschränkungen, nicht genug in den Innovationsprozess investiert. 1

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung entfallen in Deutschland jeweils ein Drittel auf den öffentlichen Sektor und zwei Drittel auf den Privatsektor. Dabei unterscheiden sich die Innovationsausgaben im Hinblick auf die Unternehmensgröße. Große Unternehmen haben einen höheren Anteil an den Ausgaben im Gegensatz zu kleinen und mittleren Unternehmen, die mit Innovationshemmnissen konfrontiert sind. 2

Die Digitalisierung als Querschnittstechnologie kann zur gesamtwirtschaftlichen Produktivitätssteigerung beitragen. Im Bereich der digitalen Innovationen besetzt Deutschland EU-weit eine führende Position, aber weltweit betrachtet steht Deutschland hinter den führenden Staaten. Dies deutet darauf hin, dass in Unternehmen in Bezug auf die Diffusion von digitalen Technologien Nachholbedarf besteht. In dieser Hinsicht hat die Corona-Pandemie einen Digitalisierungsschub bewirkt und ermöglicht eine digitale Chance. 3

Die technologische und fachliche Weiterentwicklung unserer Produkte und Experten hat daher eine immens hohe Bedeutung für mVISE, da diese die Basis für die zukünftigen Umsatzerlöse sind. Im Geschäftsjahr 2020 investierte die mVISE 1,3 Mio. EUR in die Weiterentwicklung der iPaaS-Plattform elastic.io. Hiervon wurden zum 31. Dezember 2020 0,7 Mio. EUR in Betrieb genommen. Es entfielen Abschreibungen im Jahr 2020 in Höhe von 52 TEUR auf diese Entwicklungskosten.

1 Vgl. https:/​/​wirtschaftslexikon.gabler.de/​definition/​innovationsprozess-41599, Abruf am 06.05.2021; https:/​/​www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/​fileadmin/​dateiablage/​gutachten/​jg202021/​JG202021 Gesamtausgabe.pdf page='316, Abruf am 06.05.2021.

2 Vgl. https:/​/​www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/​fileadmin/​dateiablage/​gutachten/​jg202021/​2020 Nationaler Produktivitaetsbericht.pdf, Abruf am 06.05.2021.

3 Vgl. https:/​/​www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/​fileadmin/​dateiablage/​gutachten/​jg202021/​

2020 Nationaler Produktivitaetsbericht.pdf, Abruf am 05.06.2021; https:/​/​www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/​jahresgutachten-2020.html, Abruf am 06.05.2021.

elastic.io

Die Plattform elastic.io war ursprünglich ausschließlich dafür ausgelegt, dass einzelne Nutzer die Integrationsfunktionalität als Software as a Service (SaaS) von der elastic.io GmbH direkt beziehen. Im Jahr 2017 fand jedoch ein Strategiewechsel statt. Neben dem SaaS-Direktvertrieb wurde als zweite wichtige Säule der Vertrieb als sogenannte OEM-Lösung bzw. White-Label-Lösung eingeführt, d. h. Partner können die Integrationsplattform unter eigenem Namen oder eingebettet in die eigene Softwarelösung vertreiben. Ziel des Strategiewechsels war es, dass künftig beliebige Partner die elastic.io-Plattform in eigener Verantwortung, auf eigener Infrastruktur, mit individuell angepasstem "Look-and-Feel" und ggf. auch anbieterspezifischer Funktionalität betreiben können.

Im Geschäftsjahr wurde an den nachfolgenden Funktionalitäten gearbeitet:

scrollen

Azure Implementation and Migration
Optimization of Performance and Resource Consumption
Lightweight Local Agent
Resource Quotas
Recipes
Error Management
Large Message Support
New Mapper UI
General UX Improvements
Extension of Connector Ecosystem

SaleSphere

Auch das Produkt SaleSphere wurde im Jahr 2020 weiterentwickelt. In den letzten Jahren wurde immer wieder von Kundenseite eine Nutzung von SaleSphere unter Windows gewünscht. Um diese Vertriebschancen zu monetarisieren, wurde in Q4 2019 mit der Entwicklung einer ersten Windowsversion begonnen, die Ende Q1 2020 fertiggestellt wurde: SaleSphere für Desktoprechner und Hybrid-Notebooks löst die enge Abhängigkeit von iOS- und Android-Tablets und eröffnet neue Zielgruppen. Gegen Ende 2020 wurde die Windowsversion im Zuge eines Kundenprojekts noch einmal wesentlich weiterentwickelt.

Der bidirektionale Datenaustausch der SaleSphere-Plattform mit weit verbreiteten Kundensystemen wie Salesforce, Sage100 und Sage50 wurde durch Herstellung entsprechender Anbindungen über elastic.io zur Einsatzreife gebracht. SaleSphere bietet hier einen Mehrwert für Bestandsnutzer dieser Systeme, die 2020 mit speziellen Marketingkampagnen erreicht werden sollen - regional wie international.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen

Die mVISE ist vorwiegend auf dem deutschen Markt tätig und damit auch in erster Linie von den hier vorherrschenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen betroffen.

Die Corona-Pandemie hat die Wirtschaftsleistung in Deutschland stark beeinträchtigt. Der erste Lockdown sorgte im zweiten Quartal für einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 9,8 % zum Vorquartal. Nach einer Erholung weist das BIP im dritten Quartal ein Wachstum um 8,2 % auf. Trotz des starken Wachstums im dritten Quartal, liegt die Wirtschaftsleistung noch 4,2 % unter dem Vorjahresniveau. Der Sachverständigenrat erwartet für das Jahr 2020 einen Rückgang von 5,1 % und für das Jahr 2021 ein Wachstum von 3,7 %. Das Vorjahresniveau wird laut Erwartungen frühestens zu Beginn des Jahres 2022 erreicht. Dabei sind beschlossene Einschränkungen und deren Auswirkung auf die Wirtschaftsaktivität bedeutsam. 4

Auch der EU-Raum und die USA weisen im dritten Quartal ein starkes Wachstum des BIP auf. Im EU-Raum erwartet der Sachverständigenrat für das Jahr 2020 einen Rückgang des BIP um 7,0 %. Besonders betroffen sind die Staaten Frankreich, Italien und Spanien. Im Jahr 2021 nähert sich das BIP im Euro-Raum mit einer Wachstumsrate 4,9 % dem Vorjahresniveau. 5

2.2 Markt und Marktumfeld

In der Digitalbranche ist eine Verbesserung des Geschäftsklimas zu beobachten. Die Indizes in Bezug auf das Geschäftsklima, die Geschäftslage und die Geschäftserwartungen in der IT- und Telekommunikationsbranche sind im Oktober 2020 deutlich besser als im Vormonat. Der Index zur Geschäftslage stieg von 16,7 Punkte auf 18,5 Punkte. Der Index zur Geschäftserwartungen stieg von 10,0 Punkte auf 14,0 Punkte. Der Bitkom-ifo-Digitalindex stieg von 13,3 Punkte auf 16,2 Punkte. Dieser berechnet sich aus der Einschätzung von Geschäftslage und Geschäftserwartungen. Laut Bitkom-Präsident Achim Berg kann trotz positiver Entwicklung und Verbesserung des Geschäftsklimas die Unsicherheit wieder zunehmen. Grund hierfür sind die pandemiebedingten Einschränkungen.

4 Vgl. https:/​/​www.tagesschau.de/​wirtschaft/​konjunktur/​konjunktur-lockdown-light-101 .html, Abruf am 06.05.2021; https:/​/​www.destatis.de/​DE/​Presse/​Pressemitteilungen/​2020/​10/​PD20 432 811.html.

Abruf 06.05.2021.

5 Vgl. https:/​/​www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/​fileadmin/​dateiablage/​gutachten/​jg202021/​

JG202021 Gesamtausgabe.pdf page=67, Abruf 06.05.2021 und https7/​www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/​jahresgutachten-2020.html, Abruf am 31.05.2021.

Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht stieg die Geschäftslage auf 2,6 Punkte. Jedoch weist das Geschäftsklima einen Rückgang auf 2,6 Punkte auf. Die Geschäftserwartungen gaben von 4,3 Punkte auf -0,7 Punkte deutlich nach und waren somit im negativen Bereich. 6

Bitkom-ifo-Digitalindex

Geschäftsklima, Geschäftslage und Geschäftserwartungen in der ITK-Branche

6 Vgl. https:/​/​www.bitkom.org/​Presse/​Presseinformation/​Geschaeftsklima-in-der-Digitalbranche-im-

Aufwaertstrend, Abruf am 06.05.20.21.

2.3 Wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum

scrollen

Aufstockung der Anteile an der elastic.io GmbH um 4,9 Prozent und 10,0 Prozent von 85,1 Prozent auf 100 Prozent - Für die letzten 10,0 Prozent der Geschäftsanteile wurde bereits eine notarielle Vereinbarung unterzeichnet, die im Jahr 2021 umgesetzt wird, sodass elastic.io im Geschäftsjahr 2021 eine 100% Tochter der mVISE sein wird.
Geplante Implementierung der dritten Vorstandsrolle mit Schwerpunkt Vertrieb- die Entwicklung des Auftragseingangs der beiden Produkte veranlasst den Aufsichtsrat die Suche nach einem weiteren Vorstand zu beginnen
Auswirkungen der COVID-19-Pandemie- Auslastungsdelle konnte im Herbst 2020 beendet werden
Vertriebserfolge- Neuer Rahmenvertrag mit 1&1 wurde abgeschlossen - Direktkunden gewinnen an Bedeutung bei beiden Produkten

2.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.4.1 Gesamtdarstellung

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2020 war aus Sicht der mVISE insgesamt nicht zufriedenstellend. Die Gesellschaft erzielte einen Konzernumsatz von 19,0 Mio. EUR bei einem EBITDA von -1,0 Mio. EUR. Diese Entwicklung lag zum einen an den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie und zum anderen an fehlenden Umsätzen mit den beiden Software-Gesellschaften.

Die Auslastung im größten Bereich Expert Services erfuhr nach dem ersten Lockdown spürbare Auswirkungen, welche durch Kurzarbeitergeld zum Teil aufgefangen werden konnte. Diverse kurzfristige Projektverschiebungen und Budgetreduzierungen der IT-Projekte unserer Kunden waren der Hintergrund für die im April 2020 eingeführte Kurzarbeit.

Der Geschäftsverlauf der elastic.io war geprägt durch notwendige Investitionen in die Weiterentwicklung der Softwarelösung. Impulsgeber für die Weiterentwicklungen war wie in den Vorjahren das mit wesentlichen Kunden und Partnern ins Leben gerufene Customer Advisory Board. Insbesondere durch die erschwerte Vertriebssituation aufgrund der COVID-19 Pandemie und das Ausbleiben nennenswerter Neukundenabschlüsse unserer OEM Partner konnten die Vertriebsziele nicht erreicht werden.

Auch die Außendient- und Vertriebssoftware SaleSphere konnte ihre vorgenommenen Ziele im Jahr 2020 nicht erreichen. Dies lag ebenso u.a. an der zurückhaltenden Investitionsneigung der Zielgruppe durch die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie.

Die Zielverfehlung in allen drei Bereichen führte zu einer Verfehlung im Umsatz und im Ergebnis - die ambitionierten Ziele für 2020 konnten nicht erreicht werden. Trotz eines starken ersten Quartals mündete die Entwicklung im Kontext der COVID-19 Pandemie in einer Ad-hoc-Meldung im Augst 2020, in der die Prognose vom Markt genommen wurde.

2.4.2 Ertragslage

Auftragslage und -entwicklung

Insgesamt verblieb der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2020 mit 19,3 Mio. EUR (2019: 21,3 Mio. EUR) deutlich unter dem Vorjahreswert. Der überwiegende Teil des Auftragseingangs ist dem Bereich Expert Services zuzuordnen. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz (sog. Book-to-Bill-Ratio) lag zum Stichtag bei rund 1,0 was darlegt, dass das Umsatzniveau durch nachkommende Auftragseingänge gehalten werden kann.

Der Auftragsbestand der mVISE lag zum Ende des Geschäftsjahres 2020 mit 5,0 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahreswert (31. Dezember 2019: 5,3 Mio. EUR). Davon waren 84 Prozent (2019: 80 Prozent) dem Bereich Expert Services zuzuordnen, während die übrigen 16 Prozent auf das Geschäftsfeld Produkte entfielen (2019: 20 Prozent).

Umsatzentwicklung und Gesamtleistung

Der Konzernumsatz lag im Geschäftsjahr 2020 bei 19,0 Mio. EUR (2019: 21,5 Mio. EUR). Die Umsätze im Bereich Expert Services beliefen sich auf 18,2 Mio. EUR (2019: 19,8 Mio. EUR) und sind somit gesunken. Im Produktbereich ging der Umsatz auf 0,8 Mio. EUR (2019: 1,7 Mio. EUR) zurück. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen sowie der aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 1,3 Mio. EUR (2019: 1,7 Mio. EUR) ergibt sich für das Geschäftsjahr 2020 eine gesunkene Gesamtleistung in Höhe von 20,3 Mio. EUR (2019: 23,1 Mio. EUR).

Entwicklung der Aufwendungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Aufwand für bezogene Fremdleistungen auf 9,0 Mio. EUR (2019: 8,2 Mio. EUR). Die Gründe für die Ausweitung waren zum einen Kundenprojekte im Bereich Expert Services, die mit externen Ressourcen besetzt werden mussten, und zum anderen Investitionen in die Weiterentwicklung der Produkte. Der Anstieg der Fremdleistungen wurde allerdings teilweise - wie nachfolgend dargestellt - durch eine Reduzierung der Personalaufwendungen kompensiert.

Die Personalkosten reduzierten sich durch rückläufige Mitarbeiterzahlen und Personalkosteneinsparungen auf 9,6 Mio. EUR (2019: 10,5 Mio. EUR). Die Personalkostenquote stieg leicht auf 47,1Prozent (2019: 45,4 Prozent).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen summierten sich auf 3,0 Mio. EUR (2019: 3,7 Mio. EUR). Darunter fielen im Wesentlichen Aufwendungen für Raumkosten, Fahrzeugkosten, Werbe- und Reisekosten, Kapitalmarktkosten sowie die Kosten für Rechtsberatung und andere Beratungsleistungen. Der überwiegende Teil der Kostenpositionen konnte gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Hier konnten vor allem in den Bereichen Reise-, Werbe- und Leasingkosten mit 280 TEUR (2019: 507 TEUR) aufgrund von COVID-19 deutliche Einsparungen generiert werden. Auch die Personalbeschaffungskosten waren mit 61 TEUR (2019: 168 TEUR) ebenso wie die Fortbildungskosten mit 56 TEUR (2019: 116 TEUR) deutlich geringer als in den Vorjahren durch zurückhaltendes Investitionsverhalten.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen im Geschäftsjahr 2020 bei 1,8 Mio. EUR (2019: 1,1 Mio. EUR) und erhöhten sich zum einen aufgrund der finalen Aktivierung von elastic.io Softwarekomponenten und zum anderen durch außerordentliche Abschreibungen auf die Software der SaleSphere GmbH über 0,4 Mio. EUR.

Forschung und Entwicklung

Die Investitionen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtszeitraum 1,3 Mio. EUR (2019: 1,7 Mio. EUR). Die Entwicklungstätigkeiten konzentrierten sich dabei hauptsächlich auf die Weiterentwicklung der Integrationsplattform der elastic.io.

Ergebnisentwicklung

Im Vergleich zum Vorjahr fiel das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) im Berichtszeitraum auf -1,0 Mio. EUR nach 1,4 Mio. EUR im Vorjahr aus den o.g. Gründen. Die EBITDA-Marge betrug dabei -5,2 Prozent (2019: 6,4 Prozent). Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) im Geschäftsjahr 2020 reduzierte u.a. bedingt höhere Abschreibungen auf -2,9 Mio. EUR (2019: 0,1 Mio. EUR). Dies führte zu einer relativen EBIT-Marge von -15,4 Prozent (2019: 0,4 Prozent).

Das Finanzergebnis belief sich im Berichtszeitraum auf -0,3 Mio. EUR (2019: -0,3 Mio. EUR), sodass sich das Konzernergebnis vor Steuern auf -3,2 Mio. EUR (2019: EUR -0,3 Mio.) belief.

Die latenten Steuern reduzierten sich im Wesentlichen durch die Auflösung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge über -0,5 Mio. EUR und der Bildung von passiven latenten Steuern auf selbst erstellte Vermögensgegenstände über -0,3 Mio. EUR. Dies ergab in Summe einen Steueraufwand aus der Veränderung der latenten Steuern über -0,8 Mio. EUR.

Der Konzernjahresfehlbetrag lag bei in Höhe von -4,1 Mio. EUR (2019: -0,3 Mio. EUR).

2.4.3 Vermögenslage

Kurzfristiges Vermögen

Zum 31. Dezember 2020 beliefen sich die kurzfristigen Vermögensgegenstände auf 1,9 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 5,4 Mio. EUR).

Diese beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und beliefen sich auf 1,7 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 5,0 Mio. EUR).

Langfristiges Vermögen

Die langfristigen Vermögensgegenstände betrugen zum Bilanzstichtag 9,5 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 10,0 Mio. EUR).

Dabei reduzierten sich die immateriellen Vermögensgegenstände auf 9,3 Mio. EUR (2019: 9,8 Mio. EUR) im Wesentlichen durch höhere Abschreibungen auf die Software-Produkte elastic.io und SaleSphere. Die Geschäfts- oder Firmenwerte betrugen zum Bilanzstichtag 4,3 Mio. EUR (2019: 5,0 Mio. EUR) und verringerten sich durch die planmäßigen Abschreibungen.

Kurzfristiges Fremdkapital

Zum 31. Dezember 2020 belief sich das kurzfristige Fremdkapital in Summe auf 6,3 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 6,7 Mio. EUR).

Die mVISE AG konnte in den letzten Jahren mehrere Finanzierungslinien bei Kreditinstituten vereinbaren. Die Kreditlinien wurden u.a. benötigt, um Kaufpreiszahlungen und Vorfinanzierungseffekte (Working Capital) zu finanzieren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Jahresende 3,7 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 3,8 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit 1,7 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 1,8 Mio. EUR) im Vergleich zum Vorjahr etwas gesunken. Die Zinsverbindlichkeiten aus den ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen waren ebenso unverändert hoch und lagen bei 0,1 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 0,1 Mio. EUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich auf 0,2 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 0,6 Mio. EUR).

Die Rückstellungen blieben gegenüber dem Vorjahr hinsichtlich Ihrer Zusammensetzung im Wesentlichen unverändert und lagen bei 0,6 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 0,8 Mio. EUR).

Langfristiges Fremdkapital

Zum 31. Dezember 2020 belief sich das langfristige Fremdkapital auf 6,4 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 6,1 Mio. EUR). Das langfristige Fremdkapital besteht aus den im Jahr 2017 ausgegeben Wandelanleihen sowie Investitionsdarlehen. Im März 2020 wurden fälligen Anleihen (17/​20) über 2.300 TEUR um zwei Jahre bis zum März 2022 verlängert. Die Anleihen 17/​22 sind unverändert im September 2022 (3,4 Mio. EUR) fällig.

Eigenkapital

Das Eigenkapital des mVISE-Konzerns sank zum 31. Dezember 2020 auf 1,7 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 6,3 Mio. EUR). Dabei betrug das Grundkapital 9,0 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 8,9 Mio. EUR) und die Kapitalrücklage 13,9 Mio. EUR (2019: 14,3 Mio. EUR).

Der im Jahr 2020 stattgefundene Anteilserwerb über 4,9 Prozent an der elastic.io GmbH wurde als Kapitalvorgang behandelt und mit der Kapitalrücklage und den Anteilen anderer Gesellschafter verrechnet.

2.4.4 Finanzlage

Kapitalflussrechnung und Liquidität

Gegenüber dem Vorjahr verminderte sich der Zahlungsmittelzufluss aus operativer Tätigkeit vor Berücksichtigung von Finanzierungseffekten (operativer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit vor Working Capital) aufgrund des rückläufigen Periodenergebnisses leicht und lag zum Ende des Berichtsjahres bei -1,0 Mio. EUR (2019: 1,2 Mio. EUR).

Der außerordentlich hohe Forderungsbestand zum 31.12.2019 in Verbindung mit einem effizienten Forderungsmanagement führte zu hohen Zahlungseingängen unserer Kunden im Jahr 2020 und damit zu einer wesentlichen Reduktion der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der operative CashFlow nach Working Capital Effekten lag damit bei positiven 1,6 Mio. EUR (2019: 1,6 Mio. EUR).

Im Berichtsjahr erfolgten erneut erhebliche Investitionen in das Anlagevermögen der Gesellschaft. Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände flossen 1,3 Mio. EUR (2019: 1,7 Mio. EUR) in die Weiterentwicklung des Produktes elastic.io. Die

Sachanlageinvestitionen liegen mit 0,1 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres (2019: 0,1 Mio. EUR). In Summe betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit -1,4 Mio. EUR nach -2,0 Mio. EUR im Vorjahr.

Der Nettozahlungsmittelfluss aus Finanzierungstätigkeit summierte sich im Geschäftsjahr 2020 auf -0,2 Mio. EUR (2019: 0,3 Mio. EUR). Die Ausweitung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegt im Wesentlichen an der Inanspruchnahme eines Investitionsdarlehen zur Finanzierung der Kaufpreiszahlung für die Aufstockung der Anteile an der elastic.io GmbH in Höhe von 0,5 Mio. EUR.

Somit ergab sich für das Geschäftsjahr 2020 insgesamt ein nahezu ausgeglichener Gesamt-Cashflow in Höhe von 0,0 Mio. EUR (2019: -0,1 Mio. EUR). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich am 31. Dezember 2020 ebenfalls nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr auf 0,1 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 0,1 Mio. EUR).

Finanzmanagement

Das Finanzmanagement der mVISE hat es sich zum Ziel gesetzt, jederzeit über ausreichende Liquiditätsreserven zu verfügen, finanzielle Risiken zu minimieren und die finanzielle Flexibilität zu sichern. Basis für die Liquiditätssicherung ist eine integrierte Finanz- und Liquiditätsplanung. Die mVISE bezieht grundsätzlich alle konsolidierten Tochterunternehmen in diese Planung mit ein. Basis der operativen Planung ist die längerfristige Liquiditätsprognose, wobei kurz- und mittelfristige Prognosen monatlich aktualisiert werden. Die operative Geschäftstätigkeit der Bereiche und der daraus resultierende Mittelzufluss stellen die Hauptliquiditätsquelle dar. Zur Sicherung der Liquidität nutzt der mVISE-Konzern zudem verschiedene interne und externe Finanzierungsinstrumente und arbeitet mit verschiedenen Banken zusammen, die mit Kreditzusagen zur Verfügung stehen. Mit der verfügbaren Kapitalausstattung und den getroffenen Finanzierungsmaßnahmen hat die mVISE nach Überzeugung des Vorstands die künftige Finanzierung des Konzerns sichergestellt. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2020 jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

3 Risiko- und Chancenbericht

3.1 Risikomanagement

Risiken bezeichnen die generelle Möglichkeit des Auftretens von internen oder externen Ereignissen, die eine ungünstige Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der mVISE haben oder durch deren Auftreten die Erreichung von gesteckten Zielgrößen gefährdet wird. Die Geschäftstätigkeit der mVISE ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die Chancen und Risiken aus unternehmerischer Tätigkeit werden vom Vorstand laufend definiert und bewertet.

Wesentliche Elemente der Management- und Führungsinstrumentarien sind die Überwachung, die Analyse und Bewertung sowie die Steuerung der Risiken, wie sie § 91 Absatz 2 Aktiengesetz zwingend verlangt. Eine Quantifizierung der Risiken wird nicht vorgenommen. Ein kategorischer Ausschluss oder eine grundsätzliche Vermeidung spezieller Risiken ist nicht vorgesehen. Risiken werden, soweit möglich und unternehmerisch sinnvoll, minimiert oder auf Dritte verlagert.

Die mVISE hat ein Risikomanagement- und Kontrollsystem installiert, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, frühzeitig zu erkennen. Die Überprüfung von relevanten Geschäftsrisiken sowie deren wirtschaftliche Auswirkungen werden periodisch durch das Management bewertet. Die festgestellten Risiken werden in Risikoklassen eingeteilt und fließen in die strategische Unternehmensplanung ein. Wesentliche Geschäftsentscheidungen werden vom Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat getroffen. Die Effizienz des gesamten Risikomanagementsystems wird regelmäßig überwacht und bewertet. Sollten Verbesserungspotenziale festgestellt werden, gelangen diese zum Vorstand und werden anschließend unverzüglich umgesetzt.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ist in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess vollumfänglich in den Qualitätssicherungsprozess des Konzerns eingebunden.

3.2 Risiken

Konjunktur und Weltpolitik

Die Geschäftstätigkeit von mVISE unterliegt konjunkturellen Einflüssen, da die Nachfrage und Budgetierung der Kunden mit der wirtschaftlichen Entwicklung einhergehen können.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schätzt, dass sich die globale Wirtschaftsleistung erst Ende 2021 dem Vorkrisenniveau annähern wird. Die 37 Mitgliedstaaten der OECD verzeichnen einen Einbruch der Wirtschaft um 5,5 %. Die Erholung innerhalb der Mitgliedstaaten der OECD als auch weltweit verläuft unterschiedlich. Die Weltwirtschaft schrumpft um 4,2 %. Die USA und der Euro-Raum liegen unter diesem Wert. Dies ist darauf zurückzuführen, dass China als die einzige große Volkswirtschaft um 1,8 % wächst. Für das Jahr 2021 erwartet der OECD eine Wachstumsrate von 4,2 %. Dabei wird die Verfügbarkeit der Impfstoffe bis Ende 2021 und die Begrenzung erneuter Ausbrüche des Virus vorausgesetzt. 7

Die COVID-19-Pandemie kann ganz wesentliche Einflüsse auf die wirtschaftliche Entwicklung von mVISE haben. mVISE arbeitet überwiegend mit Großkunden mit hervorragender Bonität und erfolgreichem Geschäftsmodell zusammen. Nichtsdestotrotz kann es auch bei diesen Großkunden zu Budgetkürzungen kommen.

7 Vgl. https:/​/​www.dw.com/​de/​oecd-corona-erholung-wird-dauern/​a-55782783, Abruf am 06.05.2021.

Markt und Wettbewerb

Der zunehmende Wettbewerb speziell bei den großen Kunden in den Branchen Telekommunikation und Finanzdienstleistungen erzeugt einen stetigen Druck auf das Preisniveau. Sinkende Preise können Auswirkungen auf das Ergebnis haben.

Verzögerungen von Zahlungseingängen sowie Insolvenzen von Kunden können zu Zahlungsausfällen führen und haben einen direkten Einfluss auf das Ergebnis und den Cashflow der mVISE. Daher ist mVISE Mitglied der Creditreform, um negative Bonitätsentwicklungen bei Kunden zeitnah nachzuhalten.

Innovationsmanagement

Die Weiterentwicklung und Marktetablierung der Produkte SaleSphere und elastic.io erfordern ein hohes finanzielles Engagement. Der für 2021 und die Folgejahre erwartete Ergebnisbeitrag aus diesen Investitionen ist in hohem Maße von der Marktreife der Produkte abhängig. Die Produkte des mVISE-Konzerns bieten umfassende Funktionalitäten und Mehrwerte. Die stetig steigende Komplexität bedeutet gleichzeitig auch steigende Risiken bei Produktentwicklungen. Zudem besteht die Gefahr, dass neue Features der Produkte bei der Auslieferung bislang unbekannte oder nicht entdeckte Fehler enthalten. Das Beheben solcher Fehler kann erhebliche Ressourcen in Anspruch nehmen und dadurch zu höheren Kosten und gleichzeitigen Verzögerungen bei weiteren Produktveröffentlichungen führen. Verzögerungen oder Qualitätsprobleme lassen sich nicht vollständig ausschließen. Diese können die Marktakzeptanz der Produkte beeinträchtigen, die Marktstellung gefährden und die wirtschaftliche Entwicklung negativ beeinflussen.

Personalrisiko

Für mVISE sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiter erfolgskritisch. Es besteht das Risiko, dass wichtige Knowhow-Träger das Unternehmen verlassen. Gleichzeitig kann sich die Neueinstellung von geeigneten Personen schwierig und langwierig gestalten. Mit dem zunehmenden Wettbewerb um qualifizierte Experten wird es schwieriger, Mitarbeiter zu gewinnen. Dies könnte das Personalwachstum hemmen. Im Jahr 2020 stand die Auslastung der bestehenden Mitarbeiter im Vordergrund gegenüber der Gewinnung von neuem Personal, dies soll sich im Jahr 2021 wieder ändern und das Wachstum fortgesetzt werden.

Projektrisiko

Die mVISE übernimmt für ihre Kunden Gesamtprojektverantwortung. Fehlerhafte Preis- und/​oder zeitliche Fehlkalkulationen von Festpreisprojekten können das Ergebnis beeinträchtigen. Mangelnde Qualität kann zu Gewährleistungsverpflichtungen führen. Das Projektcontrolling wird laufend überwacht und stetig weiterentwickelt, um die Risiken zu minimieren.

Abhängigkeit von Kooperationen und wichtigen Partnern

Für die Gewinnung von margenträchtigen Entwicklungsprojekten ist es erfolgskritisch, auch kurzfristige Abwicklungen kompetent anbieten und umsetzen zu können. Sowohl für den Bereich Expert Services als auch in Teilen der Produktentwicklung ergibt sich daraus der Bedarf nach einer Abdeckung kurzfristiger Lastspitzen durch kompetente und zuverlässige Partner. Kommt es bei der Bereitstellung solcher Ressourcen zu starken Verzögerungen oder ist die Qualität der gelieferten Leistung nicht ausreichend, könnte dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Um dieses Risiko zu minimieren, arbeitet die Gesellschaft mit mehreren bewährten Partnern zusammen und führt diese während der Projekte sehr eng.

Finanzielle Risiken

Unter Berücksichtigung der zum Jahresende verfügbaren liquiden Mittel bestehen theoretische Risiken, dass der im Geschäftsjahr 2021 erwartete operative Cashflow nicht zu dem erwarteten Zeitpunkt entsteht. Eine Ausweitung der Finanzausstattung könnte zusätzliche externe Finanzierungsbausteine erforderlich machen, um die notwendigen Maßnahmen in dem geplanten Umfang und in der geplanten Zeit umsetzen zu können. Hierfür wurde ein Konzept aus Eigenkapital- und Fremdkapitalmaßnahmen erstellt, das im Geschäftsjahr 2021 im Bedarfsfall umgesetzt werden kann. Kapitalmaßnahmen sind aktuell nicht geplant.

3.3 Chancenmanagement

Die für mVISE relevanten Märkte unterliegen einem ständigen Wandel, durch den sich laufend neue Chancen ergeben können. Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der mVISE ist die zeitnahe Identifizierung sowie die richtige Einschätzung und Ausnutzung dieser Chancen. Dabei kann es sich sowohl um interne als auch um externe Potenziale handeln.

Ein Chancenmanagementsystem existiert bei mVISE nicht, d. h. eine Quantifizierung des Chancenpotenzials wird nicht vorgenommen. Die Analyse der Chancen fällt in den Aufgabenbereich des Vorstands. Aus der Analyse der Chancen resultieren die strategische Ausrichtung der Gesellschaft und die daraus abzuleitenden operativen Maßnahmen. Die sich bietenden Chancen sind aber stets auch mit Risiken verbunden. Diese zu bewerten und soweit möglich zu reduzieren, ist die Aufgabe des Risikomanagements. Grundsätzlich strebt mVISE ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken an.

3.4 Chancen

Nachfolgend werden die bedeutendsten Chancen der mVISE beschrieben. Diese Auflistung stellt jedoch nur einen Ausschnitt der sich bietenden Möglichkeiten dar. Des Weiteren ist die Einschätzung der Chancen fortlaufenden Änderungen unterworfen, da sich die relevanten Märkte und das technologische Umfeld ständig weiterentwickeln. Gleichzeitig können sich aus diesen Entwicklungen auch neue Chancen ergeben.

Zunehmende Digitalisierung

Selten lagen Krise und Chance so nah beieinander wie im Jahr 2020. Die physische Wirtschaft bremste in vollem Lauf, während die Digitalisierung rasant beschleunigte. Was am Jahresanfang undenkbar schien, ist heute fast Standard. Das Jahr 2020 markiert in vielen Bereichen eine Zäsur - auch in der Digitalisierung der Wirtschaft. Die Covid-19-Krise hat die Defizite der Unternehmen schonungslos offengelegt, von unzureichenden Homeoffice-Infrastrukturen bis zu instabilen Lieferketten. Das belegen nicht zuletzt die rasant steigenden Investitionen in digitale Lösungen. Bei allen menschlichen und wirtschaftlichen Tragödien birgt die Krise damit auch eine Chance: Die Unternehmen reagieren jetzt konsequent auf den seit Jahren ansteigenden Innovationsdruck. Es setzt sich die Erkenntnis durch, dass die Transformation ein tendenziell unendlicher Prozess ist.

Enterprise-Mobility-Konzepte und -Programme sind in vielen Unternehmen aller Größenordnungen zentrale Bestandteile der Zukunftsstrategie und der IT-Budgets. In Kombination mit flexiblen Cloud-Technologien und robusten Sicherheitskonzepten wird Enterprise Mobility zudem für viele Unternehmen erst wirklich seriös umsetzbar. Die weiterhin rasant zunehmende technologische Leistungsfähigkeit von Geräten und der prognostizierte Anstieg des transferierten Datenvolumens verlangt von den Unternehmen auch weiterhin eine deutliche Erweiterung und Flexibilisierung der Kapazitäten in der Unternehmens-IT. Virtualisierung und speziell Cloud-Technologien gelten derzeit als maßgebliche Lösungsstrategien, sind jedoch in vielen Unternehmen noch in einer Startphase. mVISE verfügt mit seinem aktuellen Portfolio über ein auf dem deutschen IT-Dienstleistungsmarkt derzeit einzigartiges Angebot zur Bewältigung dieser Herausforderungen. mVISE begleitet darüber hinaus mit seinen umfangreichen und langjährigen Erfahrungen in Cloud-Projekten, seine Kunden bei der sicheren Entscheidungsfindung und der konsequenten Umsetzung der richtigen Cloud-Strategie. So konnte mVISE bereits eine Reihe innovativer Projekte gewinnen. Dies könnte die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des mVISE-Konzerns in Zukunft entsprechend positiv beeinflussen.

Zunehmende Verzahnung von eignen Produkten und IT-Expert Services

Im Bereich der IT-Expert Services liegt der Hauptfokus auf der Auslastung und der Tagesrate. Insbesondere wenn IT-Expert Services im Verbund mit Produkten der Tochtergesellschaften bei Kunden zum Einsatz kommen, ist zum einen der Nutzen des Kunden höher zu bewerten und zum anderen ist der Kunde auch bereit diesen Mehrwert zu honorieren. Daher liegt das Hauptaugenmerk auf der Etablierung komplexer Angebotssituationen bei Kunden, mit entsprechend steigenden Tagessätzen. In diesem Jahr wurde sehr erfolgreich ein neues "Integrationsteam" zusammengestellt. mVISE schult gezielt Mitarbeiter für Projekte, in denen die Verzahnung von Produkten und Services eine übergeordnete Rolle spielt. Die Auslastung des Teams verbessert sich kontinuierlich, aktuell werden weitere Mitarbeiter in das Team integriert.

Fokussierung auf Großaufträge

Die mVISE fokussiert sich im Bereich Expert Services zunehmend auf margenträchtige Zukunftsthemen und großvolumige Projekte. Wichtige Bestandskunden sind inzwischen dieser Strategie gefolgt und haben mVISE in strategische Projekte involviert und beauftragt.

Mit dem Abschluss werthaltiger Rahmenverträge mit großen Kunden und entsprechender Beauftragung von Großprojekten hat der Geschäftsbereich Expert Services eine ausgezeichnete Basis für eine kontinuierliche Umsatz- und Ertragssteigerung geschaffen. Im Jahr 2020 konnte bereits ein weiterer Großkunde aus dem Telekommunikationsumfeld erschlossen werden, weitere Rahmenverträge werden angestrebt.

Die exzellente vertriebliche Positionierung bei diesen Kunden sichert die Beauftragung der internen Spezialisten und erlaubt deutliche Skalierungen des Geschäfts mit Unterstützung von externen Partnern. Entsprechend kann der weitere Ausbau dieses Bereichs auf Basis starker Key-Accounts die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des mVISE-Konzerns positiv beeinflussen.

Erschließung neuer Zielmärkte

Im letzten Jahr konnte mVISE vermehrt Partnerschaften für die beiden Produkte SaleSphere und elastic.io abschließen.

Insbesondere im Umfeld der Integrationsplattform elastic.io fokussierte sich mVISE auf die Vermarktung als White-Label-Lösung neue Zielmärkte und Neukunden. Durch die Nachfrage der Kunden wurde das Produkt im letzten Jahr immer weiter internationalisiert und ist nun für einen deutlich breiteren Markt von Interesse. Die Partnerschaften waren jedoch nicht so erfolgreich wie in der Planung erhofft. So wurde die Mittelstandsplattform der Deutschen Telekom flowground im Oktober eingestellt und auch die Partnerschaft mit Magic Software war nicht in den Erwartungen. Positiv hingegen verlief die Neukundengewinnung von Direktkunden, so dass diese Zielgruppe zunehmend an Bedeutung für elatsic.io gewinnt.

Auch im Bereich des Produktes SaleSphere konnten einige Partnerschaften abgeschlossen werden, um neue Märkte und Zielgruppen zu erschließen. SaleSphere versetzt Vertriebsorganisationen in die Lage, optimal auf die Entwicklungsszenarien im digitalen Vertrieb einzugehen. Im Jahr 2020 konnte ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Produktes SaleSphere mit der Windowsfunktionalität erreicht werden. So kann künftig eine deutlich größere Nutzergruppe adressiert werden, die ein hohes Absatzpotenzial in sich birgt. Eine Weiterentwicklung der Windowsfunktionalität wird auch im Jahr 2021 erfolgen.

Entsprechend kann die erfolgreiche Weiterentwicklung der Produkte mit den bestehenden Partnerschaften, der Neukundengewinnung und den neuen Funktionalitäten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des mVISE-Konzerns positiv beeinflussen.

Bündelung der Marketingaktivitäten

Zum Anfang des Jahres 2020 wurde in der mVISE ein konzernweites Marketing eingeführt. Hier steht weniger die Kostensenkung im Fokus, sondern mehr die Etablierung von Reichweite und Bekanntheit im Vordergrund. Die Erstellung und Erklärung der Produkte über sogenannte Use Cases macht die Digitalisierung greifbarer und bringt den Kunden den Nutzen unserer Produkte näher. Kampagnen und Online-Marketingaktivitäten erhöhen die Reichweite und begründen neue Kunden und Branchen. Entsprechend kann die erfolgreiche Neuausrichtung des Marketings die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des mVISE-Konzerns positiv beeinflussen.

Anorganisches Wachstum

Neben organischen Wachstumsmöglichkeiten verfolgt die mVISE auch Chancen im Rahmen von Kooperationen oder Übernahmen. mVISE erwarb in den letzten Jahren die Mehrheitsanteile an der elastic.io GmbH, Bonn, und konnte im Jahr 2017 einen Teilbereich der SHS VIVEON AG übernehmen. Synergieeffekte bestehen unter anderem bei der Produktentwicklung und der Kapazitätssteuerung. Im administrativen Bereich ist die Gesellschaft gut aufgestellt, was weitere Synergieeffekte im Bereich Marketing und Vertrieb sowie in den Bereichen Finance, HR und IT mit sich bringt.

Weiteres anorganisches Wachstum ist für das Geschäftsjahr 2021 gemäß der Strategie mVISE GROWTH 2021/​2022 angedacht. Die erfolgreiche Durchführung von Zukäufen würde dazu beitragen die bisher erreichte Marktposition der mVISE AG auszubauen und könnte entsprechend die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des mVISE-Konzerns positiv beeinflussen.

Einschätzung des Managements zur Gesamtrisiko- und Chancensituation

Bei einer zusammenfassenden Betrachtung der Chancen und Risiken, die die Entwicklung des Konzerns beeinflussen könnten, kommt der Vorstand zu einer positiven Einschätzung. Es besteht in den beiden Geschäftsbereichen Expert Services sowie Produkte hinreichendes Chancenpotenzial, um auch in Zukunft ein Wachstum der Gesellschaft generieren zu können. Das operative Management des Konzerns agiert risikobewusst und ergreift durchgängig Maßnahmen zur Vermeidung von Risikopotenzial. Parallel dazu wird die Nutzung der vorhandenen und zukünftigen Chancen mit einer Vielzahl von Aktivitäten vorangetrieben.

Die aktuelle weltweite COVID-19-Pandemie kann jedoch wesentliche Einflüsse auf die wirtschaftliche Entwicklung von mVISE im Jahr 2021 haben. mVISE arbeitet überwiegend mit Großkunden mit hervorragender Bonität und erfolgreichem Geschäftsmodell zusammen. Auf der einen Seite kann es auch bei Großkunden zu Budgetkürzungen kommen, was in fehlenden Lizenzumsätzen und Unterauslastung der Berater münden kann, andererseits kann ein Wirtschaftswachstum im Jahr 2021, sowie der Fokus auf Digitalisierung die Nachfrage nach Produkten und Services der mVISE beschleunigen.

4 Prognosebericht

4.1 Entwicklung in den Geschäftsfeldern

Am 08. Juni 2021 wurde die Strategie mVISE GROWTH 2021/​22 beschlossen. Ziel der Strategie ist die Beschleunigung des Wachstums der mVISE AG durch Integration oder auch Verschmelzung mit einer wertstiftenden Akquisition im 2. Halbjahr 2021. Damit soll die strategische Positionierung der Gesellschaft ausgeweitet und ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum erreicht werden.

Der Vorstand rechnet daher auf der Basis der Strategie mVISE GROWTH 2021/​2022 für das Geschäftsjahr 2021 mit einer deutlichen Steigerung des Umsatzes und des EBITDAs.

Expert Services

Die hohe Nachfrage nach Digitalisierungsthemen der Unternehmen wurde durch die Pandemie nochmals beschleunigt. Nach einer aufgrund der Pandemie eher verhaltenen Nachfrage und hoher wirtschaftlicher Unsicherheit im letzten Jahr, rechnen wir in diesem Jahr wieder mit einer deutlich anziehenden Investitionsbereitschaft unserer Kunden.

Ziel für das Jahr 2021 ist es daher, die mVISE weiter thematisch auf die Top IT-Themen am Markt auszurichten und die Anzahl der eigenen IT-Experten durch gezieltes Recruiting deutlich auszubauen. Vertrieblich wird dies durch den zum 01. April 2021 bestellten Vertriebsvorstand, Arnaud Becuwe, ergänzt, mit der Zielsetzung die mVISE bei Neukunden besser zu positionieren.

Der Vorstand geht daher davon aus, dass im Bereich Expert Services ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum erreicht werden kann. Erfolgskritisch für das Erreichen dieses Ziels ist primär die Akquisition einer geeigneten Gesellschaft gemäß der Strategie mVISE GROWTH 2021/​22.

Produkte

mVISE setzt bei beiden Software-Produkten auf Partner- und Reselling-Modelle sowie die Gewinnung von Direktkunden durch das eigene Marketing und den Vertrieb. Die Produkte wurden im Rahmen von Anforderungen unserer Kunden und Partner weiterentwickelt, um diese als führende Lösungen in ihrem Segment der digitalen Transformation zu etablieren.

Der Fokus unserer Software elastic.io liegt weiterhin in der Durchdringung des stark wachsenden Markts für iPaaS-Lösungen. Die Durchdringung erfolgt durch die Vermarktung von White-Label-Lösungen über Partner und der Gewinnung von Direktkunden. Durch die Zusammenarbeit mit den White-Label-Partnern wird das Produkt kontinuierlich weiterentwickelt. Daneben planen wir mit kundenspezifischen Entwicklungen auf Wunsch unserer White-Label- und/​oder Direktkunden, die nicht nur bezahlt werden, sondern auch in die Kernsoftware einfließen und somit das Produkt insgesamt verbessern und kommerziell erweitern. Das Anwendungsspektrum der Software wird dadurch weiter ausgebaut. Im Kapitel 1.4 Forschung und Entwicklung können die Details zu den Entwicklungen im Jahr 2020 nachgelesen werden. Für das Jahr 2021 plant die Gesellschaft auf Basis der umgesetzten Weiterentwicklungen weitere Neukunden zu gewinnen und die bestehenden Kunden zu durchdringen und auszubauen. Durch die im Jahr 2020 eingeleiteten Kostenreduktionen, plant die Gesellschaft dabei ein positives Ergebnis.

Beim eigenentwickelten Produkt SaleSphere hat die Weiterentwicklung der Software mehr Zeit benötigt als ursprünglich geplant. Im Jahr 2020 wurden signifikante Erweiterungen entwickelt, vertriebliche Voraussetzungen geschaffen und organisatorische Maßnahmen umgesetzt, die eine verbesserte Marktpositionierung im Jahr 2021 erwarten lassen. Die Zielgruppe der Software war stark von den Einflüssen der COVID-19 Pandemie betroffen. Der Vertrieb gestaltete sich schwierig. Dennoch konnten einige namhafte Neukunden gewonnen werden, was in diesen Zeiten keine Selbstverständlichkeit war. Wir gehen daher von einer ansteigenden Kundennachfrage nach der Pandemie aus, weil zum einen unsere Zielgruppe, der vertriebliche Außendienst, wieder mehr unterwegs sein wird und zum anderen das Thema Digitalisierung des Vertriebs mehr in den Fokus der Unternehmen rücken wird. Mit der geschaffenen Verfügbarkeit von SaleSphere auf allen drei Plattformen (iOS, Android, Windows) sind wir auf die Nachfrage unserer Kunden gut vorbereitet.

4.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Insgesamt rechnet der Vorstand gemäß Strategie mVISE GROWTH 2021/​22 für das Geschäftsjahr 2021 aus heutiger Sicht mit einem deutlichen Umsatz- und EBITDA-Wachstum.

Im Bereich Expert Services wird eine konstant hohe Projektauslastung der festangestellten Mitarbeiter von 82% sowie die Rückkehr zum profitablen Mitarbeiterwachstum angenommen. Im Jahr 2020 wurde das Recruiting coronabedingt noch stark gedrosselt. Weiterhin soll gezielt in die Weiterbildung und Bindung unserer Mitarbeiter investiert werden. Hierzu wurden entsprechende finanzielle Mittel in der Finanzplanung berücksichtigt und Maßnahmen aufgesetzt wie beispielweise die mVISE.academy oder mVISE.vorsorge.

Um unsere Produkte elastic.io und SaleSphere innovativ zu halten, sind Neuentwicklungen in beiden Produkten geplant. Beide Produkte sollen bei reduzierten Entwicklungskapazitäten stetig weiterentwickelt werden. Die Entwicklungsaktivitäten werden sich aber deutlich mehr fokussieren und an den Bedürfnissen unserer Kunden orientieren.

Durch die vertriebliche Neuaufstellung und dem Gewinn von Herrn Arnaud Becuwe als neuen Vertriebsvorstand, soll der Auftragseingang in allen drei Bereichen zulegen. Der geplante Auftragseingang liegt bei über 20,0 Mio. EUR nach 19,3 Mio. EUR im Vorjahr exkl. einer strategischen Akquisitionen gemäß der Strategie mVISE GROWTH 2021/​22.

Durch die angestoßenen Maßnahmen und die Verabschiedung der Strategie mVISE GROWTH 2021/​22 sieht der Vorstand sich langfristig auf einem vielversprechenden Weg die Synergien und Potentiale der mVISE nachhaltig auszuschöpfen.

Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage lassen sich jedoch auch im Jahr 2021 nicht verlässlich prognostizieren. Negative Auswirkungen auf die Performance des Kerngeschäftes können daher weiterhin nicht ausgeschlossen werden und zu Plananpassungen führen.

5 Vergütungsbericht

Bei mVISE sind gruppenweit für verschiedene Funktionsbereiche variable Vergütungssysteme implementiert. Die Vergütung des Managements richtet sich vor allem nach dem erzielten Geschäftserfolg und nach branchenüblichen Standards.

Der Vorstand der mVISE AG wird neben der fixen Bezüge entsprechend der Höhe des operativen Ergebnisses des Konzerns (bezogen auf das EBIT) und der AG (bezogen auf das Rohergebnis) sowie nach Umsatz auf Konzernebene und somit erfolgsabhängig vergütet. Der Vorstand nahm an einem unternehmensweiten Aktienoptionsprogramm teil, das auch Führungskräften der mVISE AG angeboten wurde. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben der Erstattung ihrer Auslagen eine jährliche Vergütung.

5.1 Vergütung der Vorstandsmitglieder

Die Grundvergütung wird als monatliches Gehalt ausgezahlt und ist eine erfolgsunabhängige Vergütung. Darüber hinaus werden den Vorstandsmitgliedern Sachbezüge und sonstige Bezüge in Form von Dienstwagennutzungen und Reisekostenerstattungen gewährt.

Ziel des Vergütungssystems ist es, eine erfolgreiche und nachhaltige Unternehmensführung zu unterstützen, indem die Vergütung der Vorstandsmitglieder sowohl an die kurzfristige als auch an die langfristige Entwicklung der Gesellschaft gekoppelt ist. Das Vergütungssystem umfasst leistungsbezogene und am Unternehmenserfolg orientierte Parameter, die sich auch in den Vergütungssystemen der Führungsebenen unterhalb des Vorstands wiederfinden. Weiterhin wurde ein Aktienoptionsprogramm aufgelegt, um Vergütungsbestandteile zu schaffen, die langfristige Verhaltensanreize setzen. Damit wird die Zielsetzung des Managements mit den unmittelbaren Interessen der Aktionäre in Einklang gebracht.

Der Vorstand der mVISE bestand im Geschäftsjahr 2020 aus folgenden Mitgliedern:

scrollen

Manfred Götz, Dipl.-Informatiker (FH), Ratingen
Cedric Balzar, Master of Arts Business Administration, Ratingen

Die Gesamtaufwendungen für den Vorstand für die Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2020 betrugen 309 TEUR (2019: 375 TEUR), davon entfielen 294 TEUR (2019: 310 TEUR) auf vertraglich vereinbarte Gehälter ohne erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile (2019: 43 TEUR). Aus zur Verfügung gestellten Firmenwagen, Zuschüssen und weiteren Sachzuwendungen resultieren Aufwände in Höhe von 15 TEUR (2019: 22 TEUR).

scrollen

Auszahlung /​Aufwand fixe Vergütung Auszahlung /​Aufwand sonstige Leistungen Aufwand variable Vergütung Aufwand Sachbezüge
Manfred Götz
2020 170 0 0 11
2019 150 0 32 10
Cedric Balzar (seit 01.06.2019)
2020 124 3 0 1
2019 66 0 2 2
Rainer Bastian (bis 30.09.2019)
2020 0 0 0 0
2019 94 4 9 6
Summe 2020 294 3 0 12
Summe 2019 310 4 43 18

scrollen

Auszahlung Auszahlung
Variable Vergütung Vorjahr Summe Aufwand Summe Auszahlung
--- --- --- ---
Manfred Götz
2020 29 181 199
2019 47 192 197
Cedric Balzar (seit 01.06.2019)
2020 2 128 130
2019 0 70 66
Rainer Bastian (bis 30.09.2019)
2020 0 0 0
2019 30 113 128
Summe 2020 31 309 329
Summe 2019 77 375 391

Frühere Mitglieder des Vorstands, die aus dem Unternehmen ausgeschieden sind, erhalten keine Bezüge und haben auch keine Pensionszusagen erhalten. Den Mitgliedern des Vorstands wurden keine Kredite oder Vorschüsse gewährt.

5.2 Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats betrug satzungsgemäß im Berichtsjahr exklusive der Erstattung von Auslagen 40 TEUR (2019: 40 TEUR).

Die mVISE AG hat den Mitgliedern des Aufsichtsrats weder Darlehen oder Vorschüsse gewährt noch Bürgschaften oder Gewährleistungen für sie übernommen. Es bestehen weder verwandtschaftliche Beziehungen zwischen den Mitgliedern des Aufsichtsrats noch zwischen Mitgliedern des Aufsichtsrats und Mitgliedern des Vorstands. Es bestehen keine Dienstleistungsverträge zwischen den Aufsichtsräten und mVISE beziehungsweise ihren Tochtergesellschaften, die bei Beendigung eine Vergütung vorsehen.

Düsseldorf, den 10. Juni 2021

Manfred Götz, Vorstand

Cedric Balzar, Vorstand

Arnaud Becuwe, Vorstand

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

scrollen

31.12.2020

TEUR
31.12.2019

TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.872 1.938
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 547 638
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.332 4.970
4. geleistete Anzahlungen und immaterielle Vermögensgegenstände in Entwicklung 576 2.269
9.327 9.815
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 132 161
9.458 9.976
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
unfertige Leistungen 41 37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.689 4.954
2. sonstige Vermögensgegenstände 208 377
1.898 5.331
III. Guthaben bei Kreditinstituten 99 50
2.038 5.418
C. Rechnungsabgrenzungsposten 140 150
D. Aktive latente Steuern 2.890 3.711
14.526 19.254
Passiva
31.12.2020

TEUR
31.12.2019

TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 8.953 8.942
II. Kapitalrücklage 13.858 14.295
III. Verlustvortrag -17.235 -16.961
IV. Konzernjahresfehlbetrag -3.993 -274
V. Nicht beherrschende Anteile 101 287
1.684 6.289
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0 22
2. sonstige Rückstellungen 623 740
623 762
C. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 5.806 5.806
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.448 3.807
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.671 1.846
4. sonstige Verbindlichkeiten 176 579
12.101 12.037
D. Rechnungsabgrenzungsposten 119 166
14.526 19.254

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

scrollen

2020

TEUR
2019

TEUR
1. Umsatzerlöse 18.989 21.538
2. Erhöhung/​Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 4 -152
3. andere aktivierte Eigenleistungen 1.254 1.722
4. sonstige betriebliche Erträge 305 742
5. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.964 -8.209
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.081 -8.912
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.475 -1.568
-9.557 -10.480
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.837 -1.066
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -100 -227
-1.937 -1.293
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.017 -3.777
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 4
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -321 -349
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -853 -21
12. Ergebnis nach Steuern -4.097 -276
13. sonstige Steuern -11 -13
14. Konzernjahresfehlbetrag -4.108 -289
15 Nicht beherrschende Anteile -116 -15
16. auf Aktionäre der mVISE AG entfallender Konzernjahresfehlbetrag -3.993 -274

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

1 Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020

1.1 Allgemeine Angaben

Die Muttergesellschaft des mVISE Konzerns ist die mVISE AG, Wahlerstraße 2, 40472 Düsseldorf, Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 76863 beim Amtsgericht Düsseldorf eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Beratung in Soft- und Hardwarefragen, die Entwicklung und der Vertrieb von Softwarelösungen, sowie die Durchführung von Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich Datenverarbeitung/​ Datenschutz.

Nach den in § 293 HGB angegebenen Größenklassen besteht keine gesetzliche Pflicht für einen Konzernabschluss. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt freiwillig nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie unter Beachtung des Aktiengesetzes.

Die Gesellschaft ist im Handelssegment Scale innerhalb des Freiverkehrs notiert.

1.2 Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Abschlüsse der mVISE AG und aller von ihr beherrschten Unternehmen zum 31. Dezember des Geschäftsjahres. Beherrschung besteht, wenn die mVISE AG Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann. Der im Jahr 2020 stattgefundene Anteilserwerb über 4,9 Prozent an der elastic.io GmbH wurde als Kapitalvorgang erstkonsolidiert. Die mVISE AG hält damit 90% der Anteile an der elastic.io GmbH. Für die verbleibenden 10 Prozent wurde eine notarielle Kaufvereinbarung getroffen, die Mitte 2021 umgesetzt wird.

Nachfolgend dargestellt sind die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen der mVISE:

scrollen

Tochtergesellschaft Anteil am Kapital

%
Buchwert der Anteile

TEUR
Eigenkapital der Tochtergesellschaft

TEUR
Ergebnis 2020

TEUR
SaleSphere GmbH, Düsseldorf (Deutschland) 100,0% 1.560 -53 -1.807
elastic.io GmbH, Bonn (Deutschland) 90,0% 3.494 313 -831

1.3 Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Neubewertungsmethode vorgenommen.

Dabei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile, mit dem auf diesen Anteil entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen einbezogenen Unternehmen sind eliminiert. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden herausgerechnet, sofern sie nicht durch Leistungen an Dritte realisiert wurden.

Nicht beherrschende Anteile am konsolidierten Eigenkapital und am konsolidierten Jahresergebnis werden getrennt von dem auf die Aktionäre der Muttergesellschaft entfallenden Anteil ausgewiesen.

1.4 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Folgenden werden die im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsansätze wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Informationen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns sowie entsprechende Zahlenangaben finden sich in den weiteren Erläuterungen.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst entwickelte immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Herstellungskosten angesetzt - die Gesellschaft macht damit vom Wahlrecht gem. § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch. Die Einbeziehung angemessener Teile der allgemeinen Verwaltungskosten erfolgt in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 255 Abs. 2 S. 3 HGB. Die Abschreibungsdauer von zehn Jahren spiegelt die Nutzungsdauer der jeweiligen Produkte wider.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um lineare Abschreibungen. Die Nutzungsdauer beträgt in der Regel zwischen drei und fünf Jahre.

Der aus Unternehmenszusammenschlüssen resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird zu Anschaffungskosten angesetzt. Geschäfts- und Firmenwerte werden aktiviert und über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben. Bei Bedarf werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die gewöhnliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt in der Regel bei Hardware drei Jahre sowie bei sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattungen sieben bis zehn Jahre.

Vorräte

Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der Material- bzw. Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. für die Werthaltigkeitsprüfung wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalbeträgen bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 Prozent vorgenommen. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, wenn auf Grund der Bonität Zweifel an der Erfüllung besteht.

Liquide Mittel

Liquide Mittel umfassen Guthaben bei Kreditinstituten und werden zu Nominalbeträgen angesetzt. Der Finanzmittelfonds in der Konzernkapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich steuerlich wirksam abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Der Berechnung der aktiven und passiven latenten Steuern liegt der maßgebliche Steuersatz der betroffenen Konzernunternehmen zugrunde.

Ergebnisanteil konzernfremder Gesellschafter

Als auf konzernfremde Gesellschafter entfallender Ergebnisanteil wird der nicht auf Aktionäre der mVISE entfallende Anteil am Ergebnis ausgewiesen. Der Anteil des auf konzernfremde Gesellschafter entfallenden Ergebnisses wird nach den Verhältnissen bemessen, die sich nach der Anteilshöhe der Tochtergesellschaften mit Minderheitenanteilen ergeben.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden in die Bewertung mit einbezogen. Steuerrückstellungen werden für zukünftige Einkommenssteuern gebildet, sofern Einkommenssteuern erwartet werden. Sonstige Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen und Beratungsleistungen.

Anleiheverbindlichkeiten

Die Wandelanleihen werden mit dem Erfüllungsbetrag inkl. der Zinsverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag angesetzt.

Übrige Verbindlichkeiten

Die übrigen Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen am Bilanzstichtag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzung

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Geschäftsvorfälle, die vor dem Bilanzstichtag zu einer Einnahme geführt haben, aber einen Ertrag für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Die Fremdwährungsbewertung von kurzfristigen Forderungen, Finanzmitteln, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie sonstigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

1.5 Erläuterungen zur Konzernbilanz

Angaben zu den vollkonsolidierten Unternehmen

In den Konzernabschluss einbezogen sind, wie im Abschnitt Konsolidierungskreis dargestellt, die SaleSphere GmbH sowie die elastic.io GmbH. Beide Gesellschaften wurden vollkonsolidiert.

Immaterielle Vermögenswerte

Im Geschäftsjahr 2017 wurde die elastic.io GmbH erstkonsolidiert. Auf Grund des Kaufpreises ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von 2.097 TEUR, der als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wurde. Dieser wird gemäß § 309 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 3 S. 3, 4 HGB planmäßig über seine voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr wurden Abschreibungen in Höhe von 210 TEUR (Vorjahr: 210 TEUR) auf den Geschäfts- oder Firmenwert der elastic.io vorgenommen. Der verbleibende Restbuchwert zum 31. Dezember 2020 beträgt 1.328 TEUR.

Der Geschäfts- oder Firmenwert der mVISE AG entfällt auf den Erwerb des Teilbetriebs der SHS VIVEON AG. Im Geschäftsjahr wurden Abschreibungen in Höhe von 429 (Vorjahr: 429 TEUR) vorgenommen. Der Restbuchwert beträgt nunmehr 3.004 TEUR.

scrollen

Gesellschaft AHK 01.01.2020 Zugänge AHK 31.12.2020 Abschreibung kum.
mVISE AG 4.291 0 4.291 1.287
elastic.io GmbH 2.247 0 2.247 919
Summe 6.538 0 6.538 2.206

scrollen

Gesellschaft Buchwert 31.12.2020 Buchwert 31.12.2019 Abschreibung 01.01 -31.12.2020
mVISE AG 3.004 3.433 429
elastic.io GmbH 1.328 1.538 210
Summe 4.332 4.970 639

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der ausgewiesene Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug zum Stichtag 1.689 TEUR (Vorjahr: 4.954 TEUR). Die Fälligkeiten aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen bei einem Zeitraum von ein bis drei Monaten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen 208 TEUR (Vorjahr: 377 TEUR) und sind zum größten Teil innerhalb eines Jahres nach dem Bilanzstichtag fällig. Diese bestehen im Wesentlichen aus Kautionen, Forderungen aus Förderprojekten und Forderungen gegenüber dem Finanzamt. Kautionen mit einer Laufzeit über einem Jahr betragen 26 TEUR (Vorjahr: 69 TEUR).

Liquide Mittel

Die liquiden Mittel in Höhe von 99 TEUR (Vorjahr: 50 TEUR) beinhalten die laufenden Bankguthaben. Sämtliche Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Stichtag unbelastet. Fremdwährungskonten lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Aktive latente Steuern

Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern stellen den Saldo aus einem aktiven latenten und einem passiven latenten Steuerposten dar. Im Jahr 2020 wurden saldiert 821 TEUR aktive und passive latente Steuern aufgelöst (Vorjahr: Auflösung 1 TEUR). Die steuerlichen Verlustvorträge betragen für die Körperschaftsteuer 23.729 TEUR und für die Gewerbesteuer 23.124 TEUR, davon sind auf 12.747 TEUR aktive latente Steuern gebildet worden. Für das Vorjahr und das Berichtsjahr gilt, dass der aktive latente Steuerposten auf bestehende steuerliche Verlustvorträge unter Berücksichtigung der zukünftigen Ergebnisplanung und des Ertragssteuersatzes der Gesellschaften gebildet wurde. Zum 31. Dezember 2020 bestehen in der mVISE AG zusätzlich noch nutzbare Verlustvorträge in Höhe von 11.602 TEUR, auf die keine aktiven latenten Steuern aktiviert wurden.

Der passive latente Steuerposten wurde auf aktivierte Aufwendungen für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände gebildet, sofern diese in der Handelsbilanz, nicht jedoch in der Steuerbilanz der Gesellschaft Ansatz finden.

Die den latenten Steuern zugrundeliegenden Steuerquoten im Konzern belaufen sich auf 31,23 Prozent für die mVISE AG und die SaleSphere GmbH (beide mit Sitz in Düsseldorf) sowie 32,98 Prozent für die elastic.io GmbH mit Sitz in Bonn.

Konzerneigenkapital

Das aktienrechtliche Grundkapital zum 31. Dezember 2020 der Muttergesellschaft umfasst 8.953 TEUR, aufgeteilt in 8.952.918 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien. Im Vorjahr betrug das Grundkapital zum Bilanzstichtag 8.942 TEUR. Die Kapitalrücklage beträgt 13.858 TEUR gegenüber dem Vorjahr mit 14.295 TEUR.

Der auf die Aktionäre der mVISE AG entfallende Konzernjahresfehlbetrag belief sich im Geschäftsjahr auf -3.993 TEUR (Vorjahr: Konzernjahresfehlbetrag -274 TEUR).

Erläuterungen zu Kapitalmaßnahmen der mVISE:

Kapitalerhöhungen

Aufgrund der am 09.08.2010, geändert durch die Beschlüsse der Hauptversammlungen vom 29.08.2011, 29.01.2015, 21.06.2018 und 25.06.2019 beschlossenen bedingten Erhöhung des Grundkapitals (Bedingtes Kapital V) sind 11.200 nennwertlose Aktien ausgegeben worden. Durch die Ausgabe dieser Aktien wurde das Grundkapital der Gesellschaft um 11.200 EUR erhöht und beträgt nunmehr 8.952.918 EUR.

Genehmigtes Kapital

Gemäß § 4 Abs. 8 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 20. Juni 2023 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, um bis zu insgesamt 4.226.276 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018).

Bedingtes Kapital

Gemäß § 4 Abs. 9 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 1.000.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.000.000 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung oder Optionsausübung Verpflichteten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer nachgeordneten Konzerngesellschaft der Gesellschaft aufgrund der von der Hauptversammlung vom 9. Juni 2016 unter Tagesordnungspunkt 8 beschlossenen Ermächtigung bis zu ihrer Aufhebung durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Juni 2017 ausgegeben oder garantiert wurden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen, oder, soweit sie zur Wandlung oder Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung oder Optionsausübung erfüllen, oder soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Stammaktien der Gesellschaft zu gewähren.

Gemäß § 4 Abs. 10 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 2.013.334 EUR durch Ausgabe von bis zu 2.013.334 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2017). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung oder Optionsausübung Verpflichteten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer nachgeordneten Konzerngesellschaft der Gesellschaft aufgrund der von der Hauptversammlung vom 21. Juni 2018 unter Tagesordnungspunkt 9 beschlossenen Ermächtigung bis zum 20. Juni 2023 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen, oder, soweit sie zur Wandlung oder Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung oder Optionsausübung erfüllen, oder soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Stammaktien der Gesellschaft zu gewähren.

Gemäß § 4 Abs. 11 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 66.300 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital V). Das Bedingte Kapital V dient der Erfüllung von Bezugsrechten, die an Mitglieder der Geschäftsführung und Arbeitnehmer der Gesellschaft nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 9. August 2010 sowie der Änderungsbeschlüsse der Hauptversammlungen vom 29. August 2011 sowie vom 29. Januar 2015 ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben.

Gemäß § 4 Abs. 12 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 500.000 EUR bedingt erhöht, (Bedingtes Kapital VII). Das Bedingte Kapital VII dient der Erfüllung von Bezugsrechten, die an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie Mitglieder von Geschäftsführungen und Arbeitnehmer von im Verhältnis zur Gesellschaft abhängig verbundenen Unternehmen im Sinne von §§ 15, 17 AktG nach Maßgabe der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 28. Juni 2012, vom 27. August 2015 sowie vom 9. Juni 2016 ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 623 TEUR (Vorjahr: 762 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen und Beratungsleistungen.

Die Rückstellungen für Personalaufwendungen bestehen insbesondere aus Aufwendungen für zukünftige Boni und nicht genommenem Urlaub. Rückstellungen für Beratungsleistungen wurden für nicht in Rechnung gestellte, aber im Jahr 2020 bezogene Leistungen gebildet. Steuerrückstellungen wurden aufgrund der Ergebnissituation nicht gebildet.

Anleiheverbindlichkeiten

Die ausgegebenen Wandelanleihen werden mit dem Erfüllungsbetrag inkl. der Zinsverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag angesetzt. Es bestehen Wandelanleihen über insgesamt 5.700 TEUR (Vorjahr: 5.700 TEUR). Die im März 2020 fälligen Anleihen (17/​20) über 2.300 TEUR wurden um zwei Jahre bis zum März 2022 verlängert. Die Anleihen 17/​22 sind im September 2022 (3.400 TEUR) fällig. Die Zinsverbindlichkeiten liegen bei 106 TEUR (Vorjahr: 106 TEUR) und werden passiviert.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.671 TEUR (Vorjahr: 1.846 TEUR) sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von durchschnittlich dreißig Tagen. Sonstige Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 176 TEUR (Vorjahr: 579 TEUR) und beinhalten mit 164 TEUR im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten (Vorjahr: 514 TEUR) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 11 TEUR (Vorjahr: 33 TEUR). Alle Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr, Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über fünf Jahren bestehen nicht.

scrollen

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2020

(in TEUR)
Gesamtbetrag 31.12.2020 < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Anleihen 5.806 106 5.700
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.448 3.705 743
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.671 1.671
sonstige Verbindlichkeiten 176 176
Summe 12.101 5.658 6.443

scrollen

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2019

(in TEUR)
Gesamtbetrag 31.12.2019 < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Anleihen 5.806 106 5.700 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.807 3.400 407 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.846 1.846
sonstige Verbindlichkeiten 579 579
Summe 12.037 5.930 6.107

1.6 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

mVISE erzielt Umsatzerlöse zum einen aus Dienstleistungsprojekten wie der klassischen IT-Beratung oder der Übernahme von Managed Services, und zum anderen aus dem Verkauf selbst entwickelter Softwarelösungen. Umsatzerlöse aus Dienstleistungen werden zum Zeitpunkt der Leistungserbringung erfasst. Umsätze aus Lizenzverkäufen werden realisiert, sobald die mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Käufer übergegangen sind. Umsatzerlöse aus Hosting- und Supportverträgen sind in der Regel zeitbasiert und werden ratierlich der entsprechenden Periode zugerechnet.

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 11,8 Prozent gesunken und teilen sich in den Berichtsjahren wie folgt nach Absatzmärkten auf:

scrollen

Umsatzerlöse 2020

(TEUR)
2019

(TEUR)
Abw.

%
Davon EU-Länder 18.586 21.057 -11,7
Anteil am Gesamtumsatz 98% 98% 0,0
Davon Drittland 402 481 -16,4
Anteil am Gesamtumsatz 2% 2% 0,0
Summe 18.989 21.538 -11,8

Andere aktivierte Eigenleistungen

Die aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 1.254 TEUR (Vorjahr: 1.722 TEUR) betreffen ausschließlich die Investitionen in das Produkt der elastic.io GmbH.

Die aktivierten Eigenleistungen werden nach Fertigstellung entsprechend ihrer Nutzungsdauer über zehn Jahre abgeschrieben. Die Angabe des Gesamtbetrags der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie des davon auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens entfallenden Betrags (§ 314 Abs. 1 Nr. 14 HGB) finden sich im Lagebericht.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge stellen sich für den Berichtszeitraum wie folgt dar:

scrollen

Sonstige betriebliche Erträge 2020

(TEUR)
2019

(TEUR)
Abw.

%
Verrechnete Sachbezüge 262 302 -13,4
Periodenfremde Erträge 2 32 -95,3
Versicherungsentschädigungen 0 5 -100,0
Erträge aus der Herabsetzung PWB 18 0 0,0
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0 8 -100,0
Erträge aus Förderungszuschüssen 0 263 -100,0
Erträge aus Anlagenabgang 3 1 132,4
Sonstige 20 131 -83,8
Summe 305 742 -58,9

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten 2,7 TEUR Erträge aus der Währungsumrechnung (Vorjahr: 1,5 TEUR).

Personalaufwand

Der Personalaufwand betrug 9.557 TEUR (Vorjahr: 10.480 TEUR) und gliedert sich gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB wie folgt:

scrollen

Personalaufwand 2020

(TEUR)
2019

(TEUR)
Abw.

%
Löhne und Gehälter 8.081 8.912 -9,3
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge 1.475 1.568 -5,9
davon für Altersvorsorge 3 4 -19,7
Summe 9.557 10.480 -8,8

Abschreibungen

Die Abschreibungen gliedern sich wie folgt auf:

scrollen

Abschreibungen 2020

(TEUR)
2019

(TEUR)
Abw.

%
Abschreibungen 1.837 1.066 72,3
davon Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 639 639 0,0
davon Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 90 97 -6,9
davon Abschreibungen auf selbst geschaffene Vermögensgegenstände 583 244 138,8
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 423 0 0,0
davon Abschreibungen auf Sachanlagen 70 68 4,0
davon Abschreibungen auf GWG 32 19 72,6

Weiterhin ergaben sich im Jahr 2020 Abschreibungen auf das Umlaufvermögen durch Buchverlust im Zusammenhang mit dem Verkauf der Just Intelligence GmbH über 100 TEUR.

Es fielen außerplanmäßige Abschreibungen auf den Bilanzansatz der SaleSphere-Software über 0,4 Mio. EUR an.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In der folgenden Auflistung sind alle wesentlichen sonstigen betrieblichen Aufwendungen beziffert:

scrollen

Sonstige betriebliche Aufwendungen 2020

(TEUR)
2019

(TEUR)
Abw.

%
Raumkosten 720 777 -7,3
IT-Kosten 560 591 -5,1
Werbe- und Leasingkosten 280 507 -44,8
Fahrzeugkosten 372 490 -24,1
Fremdleistungen 323 315 2,7
Rechts-/​Beratungs-/​Prüfungskosten 140 193 -27,7
Personalbeschaffungskosten 61 168 -64,0
Kapitalmarktkosten 183 156 17,5
Fortbildungskosten 56 117 -51,6
Telefon-, Internet und Mobilfunkkosten 64 63 1,6
Sonstige 258 400 -35,8
Summe 3.017 3.777 -20,1

Die Raumkosten sind im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 Prozent gesunken. Dies liegt im Wesentlichen an Abmietungen von Räumlichkeiten in der Ukraine für die Tochtergesellschaft elastic.io GmbH.

Aufgrund der COVID-19 Pandemie sind die Werbe- und Leasingkosten, Fahrzeugkosten, Personalbeschaffungskosten sowie die Fortbildungskosten im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken.

Die Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten sind im Vergleich zum Vorjahr um 27,7 Prozent gesunken. Dies liegt hauptsächlich daran, dass weniger Kosten für rechtsanwaltliche Beratungen angefallen sind.

Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung lagen bei 1,6 TEUR (Vorjahr: 3,0 TEUR).

Finanzergebnis

Zinsen und ähnliche Aufwendungen umfassen im Jahr 2020 Zinsen für die Wandelschuldverschreibungen sowie die Inanspruchnahme mehrerer Bankkreditlinien. Das Finanzergebnis belief sich im Jahr 2020 auf -321 TEUR (Vorjahr: -345 TEUR) und besteht ausschließlich aus Finanzaufwand.

Steuern

Steuern vom Einkommen und Ertrag bestehen in Höhe von -853 TEUR (Vorjahr: -21 TEUR). Sie resultieren im Wesentlichen aus der Veränderung der latenten Steuern in Höhe von 821 TEUR.

scrollen

Sachverhalt

(TEUR)
31.12.2020 31.12.2019
Aktiva Passiva Aktiva Passiva
--- --- --- --- ---
Unterschiedsbeträge Anlagevermögen 3.542 2.497
Bilanzausweis auf Unterschiedsbeträge 1.164 817
Latente Steuern
Bilanzausweis auf Verlustvorträge 4.054 4.528
Latente Steuern
Saldierter Bilanzausweis 2.890 3.711
Latente Steuern

Im Geschäftsjahr 2020 fielen sonstige Steuern, insbesondere Kraftfahrzeugsteuer, in Höhe von 11 TEUR an (Vorjahr: 13 TEUR).

Ergebnisanteil konzernfremder Gesellschafter

Im Geschäftsjahr 2020 hält die mVISE AG an der elastic.io GmbH Anteile in Höhe von 90,0 Prozent. Insgesamt betrug der Anteil des Ergebnisses, der auf das Minderheitenkapital entfällt, für das Jahr 2020 -116 TEUR (Vorjahr: -15 TEUR).

1.7 Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

scrollen

TEUR 31.12.2020 31.12.2019
Miete Leasing Gesamt Miete Leasing Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
bis zu einem Jahr 456 201 657 540 247 787
ein bis fünf Jahre 839 78 917 1.154 280 1.434
Summe 1.296 279 1.574 1.694 527 2.221

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr beschäftigt der mVISE Konzern im Durchschnitt 129 Mitarbeiter (Vorjahr: 134 Mitarbeiter). Die Vorstände sind in dieser Zahl enthalten. Die Mitarbeiter gliedern sich in 112 operative und 17 administrative Mitarbeiter (Vorjahr: 117 operative und 17 administrative Mitarbeiter) ohne Werkstudenten, Praktikanten und Auszubildende.

Abschlussprüfungsleistungen

Das Honorar für die Abschlussprüfungsleistungen einschließlich Nebenkosten betrug im Geschäftsjahr 2020 48 TEUR.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust der mVISE AG auf neue Rechnung vorzutragen.

1.8 Nachtragsbericht

Vorstandserweiterung

Durch Beschluss des Aufsichtsrats der Gesellschaft vom 25.02.2021 wurde Herr Arnaud Pierre Becuwe mit Wirkung zum 01.04.2021 zum ordentlichen Vorstandsmitglied bestellt.

Barkapitalerhöhung

Der Vorstand der mVISE AG hat am 08. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Beschluss gefasst, unter Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2018 eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre durchzuführen. Das Grundkapital der Gesellschaft von derzeit 8.952.918,00 EUR soll dabei um bis zu 895.291,00 EUR (entspricht 10% des Grundkapitals) durch Ausgabe von bis zu 895.291 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien auf bis zu 9.848.209,00 EUR erhöht werden.

1.9 Organe

Vorstand

Der Vorstand der mVISE bestand im Geschäftsjahr 2020 aus folgenden Mitgliedern:

scrollen

Manfred Götz, Dipl.-Informatiker (FH), Ratingen o Cedric Balzar, Master of Arts Business Administration, Ratingen

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2020 aus folgenden Personen zusammen:

scrollen

Achim Plate, Dipl.-Ing., Glückstadt, Vorsitzender des Aufsichtsrats, geschäftsführender Gesellschafter der SPSW Capital GmbH, Vorstand der Lloyd Fonds AG
Malte-Matthias von der Ropp, Dipl. Kaufmann, Köln, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Aufsichtsratsvorsitzender der Ingenious Technologies AG
Franziska Oelte, Rechtsanwältin, Hamburg, Aufsichtsratsmitglied, Vorsitzende des Aufsichtsrats der hello.de AG
Henning Soltau, Hamburg, Aufsichtsratsmitglied, Geschäftsführer der SPSW Capital GmbH, Aufsichtsrat der Deutschen Effecten- und Wechsel Beteiligungsgesellschaft AG

Der Vergütungsbericht zur Vorstandsvergütung ist detailliert im Lagebericht aufgeführt.

1.10 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach Maßgabe der relevanten anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften gemäß HGB sowie WpHG gibt der Vorstand folgende Versicherung:

"Der Vorstand versichert nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss der mVISE AG und des Konzerns ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."

Düsseldorf, den 10. Juni 2021

Manfred Götz, Vorstand

Cedric Balzar, Vorstand

Arnaud Becuwe, Vorstand

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

scrollen

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anlagenspiegel Stand 01.01.2020 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2020
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.897 692 0 2.248 6.836
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 986 0 0 0 986
3. Geschäfts- oder Firmenwert 6.538 0 0 0 6.538
4. geleistete Anzahlungen und immaterielle Vermögensgegenstände in Entwicklung 2.269 579 25 -2.248 576
13.690 1.271 25 0 14.936
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 571 75 19 0 627
Gesamt 14.261 1.345 43 0 15.563

scrollen

Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
Anlagenspiegel Stand 01.01.2020 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2020
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.959 1.005 0 2.964
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 348 90 0 439
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.568 639 0 2.206
4. geleistete Anzahlungen und immaterielle Vermögensgegenstände in Entwicklung 0 0 0 0
3.875 1.734 0 5.609
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 410 103 17 495
Gesamt 4.285 1.837 17 6.105

scrollen

Buchwerte Buchwerte
Anlagenspiegel Stand 31.12.2020 Stand 31.12.2019
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.872 1.938
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 547 638
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.332 4.970
4. geleistete Anzahlungen und immaterielle Vermögensgegenstände in Entwicklung 576 2.269
9.327 9.815
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 132 161
Gesamt 9.458 9.976

Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

scrollen

2020

TEUR
2019

TEUR
1 Periodenergebnis (Konzernjahresfehlbetrag inkl. Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) -4.108 -289
2 + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.837 1.066
3 + Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 100 227
4 +/​- Zinsaufwendungen/​Zinserträge 321 345
5 + Ertragssteueraufwand 853 1
6 - Ertragssteuerzahlungen -54 -195
7 +/​- Zunahme/​Abnahme der Rückstellungen Zunahme/​Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und -117 -75
8 -/​+ Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind Zunahme/​Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und 3.340 259
9 +/​- Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -625 304
10 + Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 25 0
11 = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.571 1.642
12 - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.271 -1.927
13 - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -75 -109
14 = Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.345 -2.036
15 + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 18 221
16 - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens -444 -297
17 - Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an andere Gesellschafter -71 -150
18 +/​- Einzahlungen/​Auszahlungen aus der Aufnahme/​ Tilgung von Anleihen und Krediten 641 887
19 - Gezahlte Zinsen -321 -370
20 = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -177 291
21 Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 49 -103
22 + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 50 153
\= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 99 50

Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2020

Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

scrollen

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzverlust Eigenkapital des Mutterunternehmens
Veränderung des Eigenkapitals in TEUR
Stand 01.01.2019 8.453 14.043 -16.984 5.512
Ausgabe von Anteilen 489 549 1.038
Konzernjahresfehlbetrag -274 -274
Änderung durch Anteilsaufstockung -297 23 -274
Stand 31.12.2019 8.942 14.295 -17.235 6.002
Ausgabe von Anteilen 11 7 18
Konzernjahresfehlbetrag -3.993 -3.993
Änderung durch Anteilsaufstockung -444 -444
Stand 31.12.2020 8.953 13.858 -21.228 1.583

scrollen

Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Veränderung des Eigenkapitals in TEUR
Stand 01.01.2019 475 5.987
Ausgabe von Anteilen 1.038
Konzernjahresfehlbetrag -15 -289
Änderung durch Anteilsaufstockung -173 -447
Stand 31.12.2019 287 6.289
Ausgabe von Anteilen 18
Konzernjahresfehlbetrag -116 -4.108
Änderung durch Anteilsaufstockung -71 -514
Stand 31.12.2020 101 1.684

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die mVISE AG, Düsseldorf:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der mVISE AG, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der mVISE AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

scrollen

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

scrollen

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Rödl & Partner

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Köln, den 29. Juni 2021

Rödl & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Fischer, Wirtschaftsprüferin

Stramitzer, Wirtschaftsprüfer