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mVISE AG — Annual Report 2012
Apr 30, 2013
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Annual Report
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Mobile Business
GESCHÄFTSBERICHT 2012
conVISUAL Aktie
| ISIN/WKN: | DE0006204589 | ||
|---|---|---|---|
| Gattung: | Inhaber-Aktien o.N. | ||
| Börsenkürzel: | C1V | ||
| Geschäftsjahr: | 31.12. | ||
| Erstnotiz: | 13. Januar 2006 | ||
| Notierungen: | Entry Standard (Open Market Frankfurt), Xetra sowie Freiverkehr (Berlin-Bremen, Düsseldorf, Stuttgart) |
||
| Designated Sponsor: | Close Brothers Seydler Bank AG | ||
| Per 31.12.2012: Grundkapital Anzahl der Aktien |
4.964.849,00 EUR 4.964.849 |
||
| Entwicklung des Grundkapitals nach Bilanzstichtag: |
17.04.2013 5.264.849,00 EUR
Ansprechpartner Investor Relations: Claas Voigt
E-Mail: [email protected] Telefon: +49 (208) 97 69 5-100
conVISUAL Finanzkalender
Termine 2013
- Juni 2013: Hauptversammlung 2013 Voraussichtlich August/September 2013: Halbjahresbericht 2013
Änderungen vorbehalten
Inhalt
- 04 Vorwort des Vorstands
- 06 Bericht des Aufsichtsrats
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012
- 09 Darstellung des Geschäftsverlaufs
- 11 Darstellung der Lage
- 14 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
- 16 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftjahres
- 17 Ausblick
Jahresabschluss 2012
- 19 Gewinn- und Verlustrechnung der conVISUAL AG
- 20 Bilanz der conVISUAL AG
- 22 Anhang zum 31. Dezember 2012
- 30 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Vorwort des Vorstands
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Geschäftsfreunde und Partner unseres Unternehmens,
wir freuen uns, berichten zu können, dass wir ein schwieriges Geschäftsjahr 2012 erfolgreich meistern konnten. Parallel zur Konzentration der Aktivitäten auf margenstarkes Geschäft im Bereich Mobile Marketing und Mobile Business Solutions, dem Abschluss der Umstrukturierung zur Mitte des Jahres, sowie der Senkung der Personalkosten um 42%, ist es uns gelungen, den Umsatz im Kernsegment "Mobile Marketing & Campaigns" im Verlauf des Jahres um fast 30% zu steigern, und die Gesamtbruttomarge mehr als zu verdreifachen.
Die Basis dieser erfreulichen Entwicklung bildet der Anfang 2012 begonnene Umbau der conVisual AG. Ziel des Umbaus war es, die Gesellschaft durch strikte Kostensenkung und Fokussierung der Skills auf margenstarkes Geschäft, die Gesellschaft schnell in die Profitabilität zu führen, und durch Aufbau von projektunabhängigen wiederkehrenden Umsätzen, den Umsatz der Gesellschaft zu stabilisieren.
Den personellen Umbau konnten wir Mitte des Jahres abschließen. Dies führte schnell im zweiten Halbjahr zu einer hohen Auslastung der Mitarbeiter durch Kundenprojekte. Um mit dem reduzierten Team auch in Zukunft den Ansprüchen unserer Kunden gerecht zu werden und auch ein wachsendes Auftragsvolumen abwickeln zu können, bedient sich heute das Team von erfahrenen Designern, Konzeptern, Projektmanagern und Softwareentwicklern sehr guten freien Mitarbeitern und Entwicklungspartnern im In- und Ausland.
Zum 30.06.2012 konnten wir die Tochtergesellschaft MoCoPay GmbH verkaufen und damit auch den dorthin ausgelagerten äußerst margenarmen Geschäftsbereich "Messaging & Voice Solutions" veräußern. Zusammen mit dem Rückzug aus den USA haben wir damit den strukturellen Umbau der Gesellschaft im ersten Halbjahr abgeschlossen.
Nach erfolgreichem Umbau konnten wir uns auf das margenstarke Kernsegment "Mobile Marketing & Campaigns" konzentrieren. Neben unserem Full-Service-Angebot für Mobile Marketing und Mobile Business in diesem Segment, haben wir uns spezialisiert, mobile Lösungen zur Marketingund Vertriebsunterstützung für Unternehmen im B2B- und B2C-Bereich umzusetzen.
Mit unserem "SalesWizard" haben wir im letzten Jahr eine Plattform und Anwendung für iPad und Android-Tablets entwickelt, um Vertriebe mit einer performanten und multilingualen Lösung zu unterstützen. Systeme wie PIM, CRM und ERP können im "SalesWizard" automatisiert integriert werden und stehen dem Vertriebsmitarbeiter direkt zur Verfügung.
Neben den schon bestehenden Produkten, ist der "SalesWizard" ein großer Baustein, um Kunden langfristig an uns zu binden und wiederkehrende Umsätze zu erzielen.
Der Markt für mobile Anwendungen in Unternehmen steht erst am Anfang einer dynamischen Entwicklung. Sei es bei der mobilen Kommunikation mit Privatkunden oder bei der mobilen Unterstützung des Außendienstes von Unternehmen im B2B-Geschäft. Wir haben im vergangen Jahr unsere Kompetenz ganz auf entsprechende mobile Anwendungen zugeschnitten. Durch die Maßnahmen und Entwicklungen im letzten Jahr ist es uns gelungen, ein Fundament für künftiges Wachstum in diesem Markt zu schaffen.
Unser Geschäftsjahr 2012
Durch den geplanten Ausstieg aus margenarmen Geschäft, sank der Umsatz im Jahr 2012 auf 4,76 Mio. EUR. Währenddessen stieg das Bruttoergebnis von 0,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 1,8 Mio. EUR. Den Jahresfehlbetrag konnten wir von 2,7 Mio. EUR auf 0,77 Mio. EUR senken.
Den größten Teil des Umsatzes erreichte mit 4,4 Mio. EUR das Segment "Mobile Marketing & Campaigns". Wir konnten den Umsatz des Bereiches im Vergleich zum Vorjahr (3,4 Mio. EUR) um 29% steigern. Vom ersten zum zweiten Halbjahr 2012 konnten wir den Umsatz des Segments sogar um 39% von 1,8 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR steigern.
Im Segment "Mobile Content & Licensing" konnte in 2012 der Umsatz bei 0,4 Mio. EUR annähernd gehalten werden.
Im Segment "Mobile Marketing & Campaigns" finden sich neben Mobile Business Lösungen auch mobile CRM-Lösungen mit den Netzbetreibern und Transaktionsdienste für mobile Bank- und Ticketdienstleistungen.
Markus Hüßmann (CEO) Claas Voigt (COO) Thomas Berger (CMO)
Der Ausblick
Wir im Vorstand gehen davon aus, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2013 aufgrund der weiteren gezielten Fokussierung auf margenstarkes Geschäft und dem weiteren Rückgang von margenarmen Geschäft stabil sein wird. Das Ergebnis wird sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessern.
Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, für das anhaltende Vertrauen, das Sie uns und unserer Arbeit entgegen bringen, möchten wir Ihnen herzlich danken.
Des Weiteren möchten wir uns ganz herzlich bei unseren Kunden und Geschäftspartnern bedanken, die uns auch in schwierigen Zeiten stets das Vertrauen ausgesprochen haben.
Abschließend möchten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihre Loyalität danken.
Es grüßen Sie herzlich aus Oberhausen
| Markus Hüßmann | Claas Voigt | Thomas Berger |
|---|---|---|
| CEO | COO | CMO |
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte conVISUAL-Aktionäre, sehr geehrte Geschäftsfreunde und Partner unseres Unternehmens,
Gemeinsam mit dem Vorstand haben wir Ende 2011 den strukturellen Umbau der Gesellschaft eingeleitet und begonnen notwendige Anpassungen in der Organisations- und Kostenstruktur vor zu nehmen, um im Jahr 2012 den Turnaround zu vollziehen und den Anforderungen an ein zukunftsgerichtetes Unternehmen im Wachstumsmarkt Mobile Marketing und Mobile Business Solutions gerecht zu werden.
Mit dem Verkauf der Tochtergesellschaft MoCoPay GmbH konnte der strukturelle Umbau Ende Juni abgeschlossen werden. So konnte die Gesellschaft schon im zweiten Halbjahr von der organisatorischen- und strategischen Neuausrichtung profitieren.
Im Geschäftsjahr 2012 verzeichnete die conVISUAL AG einen Rückgang des Umsatzes auf 4,76 Mio. EUR. Durch die starke Reduktion der margenarmen Umsätze, konnte das Bruttoergebnis von 0,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 1,8 Mio. EUR gesteigert werden. Auf Grund des organisatorischen Umbaus und der Fokussierung der Geschäftsaktivitäten, konnte der Umsatz vom ersten Halbjahr auf das zweite Halbjahr 2012 um 25% gesteigert werden. Im Segment "Mobile Marketing & Campaigns", konnte der Umsatz vom ersten zum zweiten Halbjahr sogar um 39% gesteigert werden, im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz in diesem Bereich um 29% auf 4,4 Mio. EUR.
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Satzung und Gesetz obliegenden Aufgaben stets wahrgenommen. Neben der ihm obliegenden Überwachungsfunktion stand der Aufsichtsrat dem Vorstand jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. In allen wesentlichen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir unmittelbar eingebunden und haben diese auf der Grundlage der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert, abgewogen und beschlossen.
Im Jahr 2012 hat der Aufsichtsrat insgesamt sechs Sitzungen abgehalten und zudem wichtige bzw. eilige Beschlüsse außerhalb dieser Sitzungen im Umlaufverfahren sowie telefonisch gefasst. Vom Vorstand wurden wir im Rahmen der Sitzungen sowie auch unterjährig aktuell und detailliert, sowohl anhand schriftlicher als auch mündlicher Berichte, jederzeit zeitnah informiert. Auf unseren Sitzungen standen so regelmäßig Ausführungen des Vorstands über den aktuellen Geschäftsverlauf, die Lage der Gesellschaft, zur Unternehmensstrategie sowie über Finanzierungsmaßnahmen im Mittelpunkt der Diskussionen.
Durch die Bestellung von Thomas Berger als Vorstand für die Bereiche Marketing und Vertrieb im April dieses Jahres, konnte ein echter Branchenkenner aus der Pionierphase des Mobile Marketing gewonnen werden, um den eigeschlagenen Weg zur Kompetenzführerschaft im Mobile Business voran zu treiben. Thomas Berger übernimmt als CMO die Aufgaben von Markus Hüßmann, der conVisual aus privaten Gründen zum 30.04.2013 verlassen wird. Wir bedauern das Ausscheidenvon Markus Hüßmann und danken ihm für seine geleistete Arbeit.
Mit Wirkung zum 02.04.2012 hat Jens Munk sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. Wir danken ihm für sein Engagement sowie für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Als Nachfolger konnte mit Achim Plate jemand gewonnen werden, der über weitreichende Erfahrungen im Bereich mobiler und interaktiver Mehrwertdienste sowie im Kundenwertmanagement verfügt. Herr Plate wurde auf Grund der Niederlegung von Herrn Munk auf Antrag der Gesellschaft durch Beschluss des Amtsgerichts Duisburg vom 03.04.2012 zunächst in den Aufsichtsrat bestellt und durch die Wahl auf der Hauptversammlung am 28.06.2012 bestätigt.
Weitere Inhalte der Aufsichtsratsarbeit
Thematische Schwerpunkte der gemeinsamen Sitzungen waren neben der Diskussion und Prüfung von Maßnahmen zur Kostensenkung auch die Diskussionen über die weitere Schärfung der Produkt- und Plattform-Strategie.
Sowohl während als auch außerhalb der gemeinsamen Sitzungen hat der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig in schriftlicher Form umfassend informiert. Diese Berichte beinhalteten detaillierte betriebswirtschaftliche Auswertungen einschließlich Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen, Informationen zur aktuellen Auftragslage und dem jeweiligen Vertriebsstand und zu Investitionsvorhaben sowie Angaben zu Margen der Kunden-Umsätze und Produkte. Diese wichtigen Informationsunterlagen sind detailliert vom Aufsichtsrat auf Plausibilität, Richtigkeit im Zeit- und Branchenvergleich und Vollständigkeit geprüft und hinterfragt worden.
Zusätzlich zu den Zusammenkünften fanden diverse persönliche und fernmündliche Besprechungen statt. Dabei stand
Franziska Oelte (Vorsitzende des Aufsichtsrats)
insbesondere die Aufsichtsratsvorsitzende im laufenden Kontakt mit dem Vorstand und war in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung unmittelbar eingebunden. Beschlüsse außerhalb von Aufsichtsratssitzungen wurden regelmäßig im Umlaufverfahren sowie telefonisch gefasst.
In Vor- oder Nachbereitung der Aufsichtsratssitzungen fanden interne oder telefonische Besprechungen statt, bei denen unter anderem auch die Effizienz unserer Aufsichtsratstätigkeit auf der Agenda stand. Dabei erfolgt die Effizienzprüfung unserer Aufsichtsratsarbeit in Form der Selbstevaluierung.
Auf die Bildung von Ausschüssen hat der Aufsichtsrat aufgrund der Unternehmensgröße auch im Geschäftsjahr 2012 verzichtet.
Erteilung des Prüfungsauftrages
Die Warth & Klein Grant Thornton AG, Düsseldorf, wurde von den Aktionären auf der Hauptversammlung am 28. Juni 2012 als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 gewählt. Die Erteilung des Prüfungsauftrages durch den Aufsichtsrat erfolgte anschließend unter Vereinbarung klarer Regelungen hinsichtlich der Einzelheiten des Auftrags und der Zusammenarbeit des Aufsichtsrats mit dem Abschlussprüfer.
Bilanzaufsichtsratssitzung am 30.04.2013
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2013 wurden von der Warth & Klein Grant Thornton AG, Düsseldorf, im Auftrag des Aufsichtsrats geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Rechtzeitig vor der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 30.04.2013 wurde allen Mitgliedern des Aufsichtsrats der vom Vorstand aufgestellte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehene Jahresabschluss sowie der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2012 zur Prüfung zur Verfügung gestellt. Auf der Bilanzaufsichtsratssitzung wurde dieser Jahresabschluss gemeinsam mit dem Vorstand und den Abschlussprüfern eingehend erörtert und Fragen des Aufsichtsrats beantwortet. Vom Prüfungsergebnis hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen und stimmt sowohl dem Jahresabschluss 2012 der conVISUAL AG als auch dem Lagebericht des Vorstands zu. Der Jahresabschluss 2012 der conVISUAL AG wurde vom Aufsichtsrat ohne Einwendungen gebilligt und ist damit festgestellt.
Wir danken unseren Kunden für die gute Zusammenarbeit im Geschäftsjahr 2012 und freuen uns auf viele gemeinsame spannende Projekte im Geschäftsjahr 2013.
Sehr verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und würden uns freuen, wenn Sie unser Unternehmen weiterhin auf seinem vielversprechenden Weg begleiten.
Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder, wir danken Euch sehr für Euer persönliches Engagement und die geleistete Arbeit.
Oberhausen, im April 2013
Franziska Oelte Vorsitzende des Aufsichtsrats
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012
Darstellung des Geschäftsverlaufs
1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland konnte sich im Jahr 2012 mit einem preisbereinigten Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,7 Prozent überdurchschnittlich, im Gegensatz zum Rest der Eurozone, hervortun.
Vor dem Hintergrund einer merklichen Abkühlung der Weltwirtschaft und der hohen Verschuldung in den Industriestaaten war der Markt von der Verunsicherung der Teilnehmer geprägt, was sich in einer deutlich gehemmten Investitionsbereitschaft und einem schwachen Jahresausklang für 2012 niederschlug.
Als Wachstumstreiber konnte sich wie im Vorjahr erneut die Binnenwirtschaft hervortun, ebenso wie die positive Entwicklung bei den verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte in Deutschland (Jahreswirtschaftsbericht 2013, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Januar 2013).
Die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigen in Deutschland konnte im Jahresdurchschnitt um 422.000 auf 41,59 Millionen steigen. Was sich im niedrigsten Stand der Arbeitslosigkeit seit 1991 mit einer um -0,3 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent verringerten Arbeitslosenquote gegenüber dem Vorjahr widerspiegelt (Bundesagentur für Arbeit, "Der Arbeitsmarkt im Jahr 2012", Januar 2013).
Der Ausblick der Bundesregierung auf das Jahr 2013 fällt erneut verhaltener aus als im Vorjahr. So wird nur eine minimale Zuwachsrate von 0,4 Prozent im Jahresdurchschnitt für das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt erwartet.
Dies entspricht jedoch einem überdurchschnittlichen Wachstum der deutschen Wirtschaft gegenüber dem gesamten Euroraum. Die Jahresprojektion der Bundesregierung beruht auf der zentralen Annahme, dass es zu keinen weiteren negativen Auswirkungen der Schuldenkrise in Europa kommt. Damit einhergehend ist eine Stabilisierung des Finanzsektors gegeben. Der Hauptrisikotreiber für die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2013 in Deutschland wird weiterhin in der Schuldenkrise in einigen europäischen Industriestaaten gesehen (Jahreswirtschaftsbericht 2013, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Januar 2013).
2. Branchensituation und Marktumfeld
Im Kontext der Deregulierung und Öffnung der Telekommunikationsmärkte konnte die Informationstechnologie- und Telekommunikationsbranche auch in 2012, im Jahr 15 der Liberalisierung, einen positiven Beitrag für das wirtschaftliche Wachstum in Deutschland leisten. So sind die Umsätze mit Telekommunikationsdiensten in 2012 mit 60,1 Milliarden Euro nahezu stabil. Der Mobilfunkmarkt nimmt hierbei mit einem Umsatzanteil von 24,8 Milliarden Euro noch eine leicht untergeordnete Rolle ein (Dialog Consult/VATM, 13. gemeinsame TK-Marktanalyse 2012, Q3 2012).
Während sich das Geschäft im Bereich der mobilen Sprachdienste, gezeichnet von scharfen regulatorischen Eingriffen, zurückentwickelte, konnten insbesondere die mobilen Datendienste diese Entwicklung dämpfen. Es wird erwartet, dass sich dieser Trend in 2013 durch die wachsende Verbreitung von Smartphones und Tablets weiter fortsetzt. Diese werden im aktuellen Jahr voraussichtlich um 7 % auf mehr als 9 Milliarden Euro zulegen. Gleichzeitig soll das Geschäft mit mobilen Sprachdiensten um mehr als 8 Prozent auf rund 11,5 Milliarden Euro zurückgehen (BITKOM Presseinformationen "Deutscher ITK-Markt wächst um 1,4 Prozent", März 2013).
Dies spiegelt sich unter anderem in den Sachanlageinvestitionen für Telekommunikations- Infrastruktursysteme wider. Während diese in 2012 mit einem Volumen von 6,0 Milliarden Euro leicht stagnierten, fehlten den Unternehmen Mittel, um die dringend notwendigen Investitionen in den Netzausbau für mobile Breitbandanschlüsse forciert voranzutreiben.
Im Bereich der mobilen Datendienste konnte demgegenüber eine deutliche Steigerung der Datenvolumina verzeichnet werden. So stieg das Gesamtvolumen innerhalb der letzten zwei Jahre um das Doppelte auf einen Stand von 130,7 Millionen GB im Jahr 2012. Während das durchschnittliche Datenvolumen pro Nutzer und Monat von 147 MB in 2011 auf 196 MB erneut eine sprunghafte Steigerung verzeichnet (Dialog Consult/VATM, 13. gemeinsame TK-Marktanalyse 2012, Q3 2012).
Auch im Jahr 2012 erfreuen sich Mobile Applikationen mit 1,7 Milliarden Downloads einer großen Beliebtheit in Deutschland, was einer Steigerung zum Vorjahr von 80 % entspricht. Mobile Applikationen stellen dabei eine wesentliche Säule bei der Verbreitung und Nutzung von mobilen Diensten und Endgeräten dar.
Im Bereich der Smartphone Nutzer entspricht dies – Stand heute – einer Marktdurchdringung von 83 %. Das damit verbundene Downloadverhalten stellt sich jedoch differenziert dar. So laden 45 % der Nutzer ausschließlich kostenfreie Apps aus den Stores. Dem gegenüber steht eine Nutzerschaft, von der 33 % gelegentlich neue Apps installiert und 5 % regelmäßig Ausgaben für Mobile Applikationen tätigt (BITKOM Presseinformationen "Rekord bei App-Downloads", März 2013).
Mobile Applikationen können heute als integraler Bestandteil der Marketingaktivitäten einer breiten Masse von Unternehmen betrachtet werden, die nicht nur mit B2C-Apps Reichweite generieren, sondern insbesondere auf Basis etablierter und tragfähiger Geschäftsmodelle erfolgreiche Mobile Services im B2B–Umfeld schaffen.
3. Geschäftsentwicklung
Der Umsatz der conVisual AG im Jahr 2012 belief sich auf 4,8 Mio. EUR und liegt damit um rd. 2,1 Mio. EUR unter dem Vorjahr. Das Bruttoergebnis betrug 1,8 Mio. EUR gegenüber 0,8 Mio. EUR im Jahr 2011.
Zu Beginn des Jahres 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat den strukturellen Umbau der Gesellschaft eingeleitet und notwendige Anpassungen in der Organisations- und Kostenstruktur vorgenommen, um den Anforderungen an ein zukunftsgerichtetes Unternehmen im Wachstumsmarkt Mobile Business gerecht zu werden.
Mit dem Rückzug aus dem US-Geschäft und dem Verkauf der nicht konsolidierten Tochtergesellschaft MoCoPay GmbH wurde der strukturelle Umbau der conVISUAL AG Ende Juni abgeschlossen. Durch die Veräußerung der MoCoPay ist es der Gesellschaft gelungen, das äußerst margenschwache Segment "Enabling & Media" abzustoßen. Die MoCoPay GmbH konnte im ersten Halbjahr einen Umsatz von 1,2 Mio. EUR erzielen.
Die conVisual AG konzentriert sich in ihrer Geschäftstätigkeit seit Beginn der Restrukturierung einerseits darauf, Geschäftsprozesse für Unternehmen durch den Einsatz mobiler Applikationen zu optimieren sowie mobile Lösungen zur Marketing- und Vertriebsunterstützung umzusetzen und andererseits darauf, für Geschäftskunden das Customer Management im B2C Bereich durchzuführen. Im Laufe des Geschäftsjahres konnten die bestehenden Kundenverhältnisse ausgebaut werden und neue große Kunden, vor allem aus dem Bereich der Investitionsgüter, gewonnen werden. Durch die Entwicklung des "SalesWizards" konnte die Gesellschaft eine hochperformante und skalierbare Plattform sowie eine Tablet-Applikation entwickeln und erfolgreich vermarkten, mit der Vertriebsmitarbeiter ihre Kunden effizient durch audiovisuelle Medien und interaktive Mechanismen ansprechen und während des Verkaufsgespräches Aufträge erfassen können. Mit dem "SalesWizard" wurde ein weiterer Baustein geschaffen, um verstärkt wiederkehrende Umsätze zu generieren und Kunden langfristig an an die conVisual AG zu binden. Die Gesellschaft bedient heute mit seinen Mobile Business Solutions große Kunden wie Bosch, Telekom, Targobank oder Vodafone national sowie international.
Aufgrund der erfolgreich abgeschlossenen Restrukturierung und Optimierung der Produktlinien konnte die conVisual AG von den Effekten der weitreichenden strategischen und organisatorischen Neuausrichtung des Unternehmens bereits im Jahr 2012 profitieren: Der Umsatz in diesem Segment "Mobile Marketing & Campaigns" konnte von 1,8 Mio. EUR im 1. HJ 2012 um 39 % auf 2,5 Mio. EUR im 2. HJ 2012 gesteigert werden. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz damit um 29 % von rund 3,4 Mio. EUR auf 4,4 Mio. EUR.
Im Segment "Mobile Content & Licensing" konnte in 2012 der Umsatz bei 0,4 Mio. EUR annähernd gehalten werden.
4. Forschung und Entwicklung
Für die Gesellschaft ist es entscheidend, technisch leistungsfähige und zukunftsweisende Lösungen einzusetzen. Damit nehmen die ständige Beobachtung der Marktbedürfnisse, des Wettbewerbs und des Marktumfeldes sowie die gezielte Entwicklung eigener Lösungen, Produkte und Plattformen einen besonderen Stellenwert ein. Die Aufwendungen für die Entwicklung des "SalesWizard" in Höhe von 59 TEUR wurden aktiviert.
Darstellung der Lage
1. Vermögenslage
Im Februar 2012 hat der Vorstand der conVisual AG mit Zustimmung des Aufsichtsrates von der Ermächtigung gemäß § 4 Absatz 8 der Satzung der Gesellschaft Gebrauch gemacht und das Grundkapital durch Ausgabe neuer Aktien erhöht. Durch die Ausgabe von 1.241.212 neuen Aktien zum Preis von 1,05 EUR je Stückaktie, flossen der conVisual AG im Jahr 2012 insgesamt liquide Mittel in Höhe von 1,3 Mio. EUR zu.
Das Grundkapital der Gesellschaft hat sich damit auf 4.964.849 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 EUR im Jahr 2012 erhöht.
Zum 31. Dezember 2012 betrug das Anlagevermögen 256 TEUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf 976 TEUR. Der Forderungsanstieg gegenüber dem Vorjahr um 383 TEUR erklärt sich im Wesentlichen aus dem Anstieg des Projektgeschäftes im Bereich Mobile Marketing, bei dem längere Zahlungsziele üblich sind. Der Zahlungsmittelbestand betrug zum Ende des Jahres 93 TEUR.
Die Passivseite der Bilanz setzte sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 935 TEUR sowie Rückstellungen in Höhe von 171 TEUR zusammen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr analog zu den Forderungen gestiegen.
| Vermögensstruktur | 31.12.2012 TEUR |
31.12.2011 TEUR |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände |
192 | 180 |
| Sachanlagevermögen | 64 | 110 |
| Finanzanlagen | 0 | 21 |
| Anlagevermögen | 256 | 311 |
| Umlaufvermögen, Rechnungsabgrenzungsposten |
1.281 | 816 |
| Nicht durch Eingenkapital gedeck ter Fehlbetrag |
0 | 231 |
| Bilanzsumme | 1.537 | 1.358 |
| Kapitalstruktur | 31.12.2012 TEUR |
31.12.2011 TEUR |
|---|---|---|
| Grundkapital | 4.965 | 3.724 |
| Kapitalrücklagen | 12.854 | 12.792 |
| Bilanzverlust | -17.519 | -16.747 |
| nicht gedeckter Fehlbetrag | 0 | 231 |
| Eigenkapital | 300 | 0 |
| Rückstellungen | 171 | 511 |
| Verbindlichkeiten | 1.066 | 847 |
| Bilanzsumme | 1.537 | 1.358 |
2. Finanzlage
Mittelabflüssen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 1.353 TEUR und Mittelzuflüssen aus der Investitionstätigkeit (inklusive Einzahlungen aus den Abgängen des Finanzanlagevermögens) in Höhe von 62 TEUR standen Mittelzuflüsse aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 1.289 TEUR gegenüber, so dass sich am Ende des Geschäftsjahres ein Finanzmittelbestand von 93 TEUR ergibt.
| Kapitalflussabrechnung | 2012 TEUR |
2011 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| 1. | Jahresfehlbetrag | -772 | -3.549 |
| 2. | Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 125 | 109 |
| 3. | Ergebnis aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen | -131 | -146 |
| 4. | Zunahme/Abnahme der unfertigen Erzeugnisse | 49 | -49 |
| 5. | Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -383 | 1.754 |
| 6. | Zunahme/Abnahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finan ziergungstätigkeit zuzuordnen sind |
41 | 1.980 |
| 7. | Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
280 | -1.361 |
| 8. | Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten ggü. Verbundenen Unterneh men |
-17 | |
| 9. | Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Rückstellung | -340 | 173 |
| 10. | Zunahme/Abnahme der Anzahlungen | 0 | -30 |
| 11. | Zunahme/Abnahme der sonstigen Vermögensgegenstände und Rech nungsabgrenzungsposten |
-175 | 67 |
| 12. | Zunahme/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten und Rechnungspos ten |
-47 | -181 |
| 13. | Mittelabfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -1.353 | -1.250 |
| 14. | Auszahlungen für Investitionen im Anlagevermögen | -94 | -80 |
| 15. | Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens | 156 | 150 |
| 16. | Mittelabfluss/-zufluss aus der Investitionstätigkeit | 62 | 70 |
| 17. | Darlehen | -14 | 34 |
| 18. | Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung | 1.303 | 677 |
| 19. | Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit | 1.289 | 711 |
| 20. | Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands (=13. + 16. + 19.) |
-2 | -469 |
| 21. | Finanzmittelbestand am Periodenanfang | 95 | 564 |
| 22. | Finanzmittelbestand am Periodenende | 93 | 95 |
3. Ertragslage
Die umfangreichen Maßnahmen in der Organisations- und Kostenstruktur konnten schon im abgelaufenen Geschäftsjahr erheblich zur Verbesserung der Ertragslage beitragen. Der Jahresfehlbetrag der conVisual AG belief sich in 2012 auf 772 TEUR und liegt damit um 2.777 TEUR unter dem Vorjahr.
Im Einzelnen standen den Umsatzerlösen in Höhe von 4.763 TEUR betriebliche Aufwendungen in Höhe von insgesamt 5.916 TEUR gegenüber, die aus Umsatzherstellkosten, Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten resultierten. Zusätzlich werden sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 420 TEUR und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 10 TEUR ausgewiesen.
Den größten Teil dieser Kosten machten die Umsatzherstellkosten in Höhe von 2.991 TEUR aus, zu denen die Umsatzanteile der Kunden, Billing- und Transportkosten der Netzbetreiber, Entwicklungskosten für Kundenprojekte sowie die Kosten für Content und Information Services gehörten. Durch die Verlagerung des Geschäftes auf deutlich margenstärkere Geschäftsfelder, konnte im Jahr 2012 ein signifikanter Anstieg der Bruttomarge erzielt werden. Die Bruttomarge bezogen auf den Umsatz beträgt rund 37% und liegt damit deutlich über der Bruttomarge vom Vorjahr in Höhe von rund 11%.
Die Vertriebskosten liegen mit rund 1.565 TEUR (Vorjahr 1.583 TEUR) auf Vorjahresniveau.
Die Anzahl der Marketing- und Vertriebsmitarbeiter (Vollzeit, inklusive 1 Auszubildende) betrug im Berichtszeitraum durchschnittlich 16 Mitarbeiter (ohne Berücksichtigung des CEO).
Die Verwaltungskosten lagen in 2012 mit 1.360 TEUR ebenfalls auf Vorjahresniveau (Vorjahr 1.326 TEUR). Darin enthalten sind Restrukturierungskosten in Höhe von 96 TEUR für Personalabbaumaßnahmen.
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (Vollzeit, inklusive 2 Auszubildender) in diesem Bereich betrug im Berichtszeitraum 14 Mitarbeiter und setzte sich aus technischen Mitarbeitern sowie den Mitarbeitern im Bereich Finanzen/Verwaltung zusammen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten die innerbetrieblichen Verrechnungen für Leistungen der conVisual AG für die MoCoPay GmbH in Höhe von 36 TEUR und die Erlöse des Verkaufs der MoCoPay GmbH in Höhe von 131 TEUR. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 189 TEUR und Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigungen in Höhe von 4 TEUR.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen die Wertberichtigungen von Forderungen in Höhe von 4 TEUR enthalten.
Die Wertberichtigung der Astro Boulevard GmbH in Höhe von 25 TEUR wird unter den Abschreibungen auf Finanzanlagen gezeigt.
4. MoCoPay GmbH
Im Rahmen der Restrukturierungmaßnahmen konnte die Gesellschaft die MoCoPay GmbH und deren margenarmes Paymentgeschäft zum 30.06.2012 erfolgreich veräußern. Die MoCoPay GmbH konnte im ersten Halbjahr einen Umsatz von 1.154 TEUR und ein Ergebnis von 3 TEUR erzielen.
5. Astro Boulevard GmbH
Nachdem Mitte 2012 intensive Verhandlungen über eine Vermarktungskooperation mit einem großen deutschen Medienhaus gescheitert sind, hat die Gesellschaft das Geschäft der Astro Boulevard auf den reinen Weiterbetrieb der Plattform reduziert.
Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
Die Gesellschaft versucht im Rahmen der Unternehmensstrategie unangemessene Risiken zu vermeiden. Trotzdem ergeben sich aus der operativen Tätigkeit sowie aus Veränderungen im Umfeld unvermeidliche Risiken. Neben den allgemeinen Risiken wirtschaftlichen Handelns sind insbesondere folgende Risiken zu berücksichtigen:
1. Geschäftsentwicklung
Das Marktumfeld, in dem die conVisual AG als Mobile Marketing Agentur und Full Service Provider tätig ist, ist nach wie vor durch hohe Dynamik und ein sich schnell veränderndes Umfeld geprägt. Die daraus resultierenden Risiken müssen frühzeitig erkannt werden, um die Unternehmensziele der conVisual AG (nachhaltiges Erreichen des Break-even sowie Ausbau der nationalen und internationalen Wettbewerbsposition) zu erreichen.
Technologie- und Innovationsrisiko
Um die erarbeitete Marktstellung – technologisch und produktinnovativ – zu erhalten und auszubauen, erfolgt eine Risikominimierung im Wesentlichen durch eine ausgewogene Allokation der Mittel auf die verschiedenen Kunden-, Produktund Marktkombinationen sowie durch regelmäßige Beobachtungen des nationalen und des internationalen Marktes. Im Rahmen von regelmäßigen Management Workshops und Markt- und Wettbewerbsanalysen werden die Mittel nach strategischen und ergebnisorientierten Gesichtspunkten analysiert und priorisiert.
Risiken aus der Nutzungsentwicklung
Der Umsatz der conVisual AG ist zum Teil von der Intensität der Nutzung der bereitgestellten Dienste durch Endkunden abhängig. Die Nutzungsentwicklung kann durch die Art und den Umfang einer Werbemaßnahme im Medien- oder Print-Bereich durch die Kunden der conVisual AG beeinflusst werden. Die conVisual AG hat nur mittelbaren Einfluss auf die Maßnahmen durch gezielte und spezielle Kundenberatung. Wann immer es möglich und sinnvoll ist, verhandelt die con-Visual AG daher Einrichtungsgebühren, fixe Monatsgebühren, Lizenzgebühren, Abnahmeverpflichtungen oder Mindestumsätze mit ihren Kunden.
Abhängigkeit von Kooperationen und wichtigen Partnern
Zur Durchführung der Geschäftstätigkeit ist die conVisual AG davon abhängig, dass sie den Versand von mobilen Applikations- und Internetdiensten, wie Kurzmitteilungen, Multimedianachrichten sowie mobile Inhalte (Content), in Mobilfunknetzen realisieren kann. Die conVisual AG ist auf die Zusammenarbeit mit Mobilfunknetzbetreibern und Mobilfunk-Service-Providern angewiesen, da diese technische Zugriffs- und Versandmöglichkeiten für Kurzmitteilungen, Multimedianachrichten, mobile Internetseiten und mobile Inhalte (Content) ermöglichen und den Zugang zum Endkunden herstellen. Die conVisual AG benötigt darüber hinaus für das Betreiben des Geschäftsbetriebs bestimmte Informationen und Kundendaten von den Mobilfunknetzbetreibern und Service Providern wie zum Beispiel Abrechnungsdaten, Statusinformationen oder Zugriff auf die Datenbank für portierte Mobilfunkrufnummern (Mobile Number Portability Datenbank). Sollten die zugrunde liegenden Verträge, die überwiegend entweder eine unbegrenzte Laufzeit mit einer kurzen Kündigungsfrist oder eine kurze Laufzeit vorsehen, gekündigt werden oder sonstige Leistungsbedingungen mit der Gesellschaft verändert werden oder sollte sich der Geschäftsverlauf einer oder mehrerer der Mobilfunknetzbetreiber oder Mobilfunk-Service-Provider verschlechtern, könnte dies wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Überdies ist die conVisual AG hinsichtlich des Angebotes von Content-Diensten (zum Beispiel Bild- und Videoinhalte, Handy-Spiele) auch aufgrund der starken Konzentration unter den Lizenzgebern auf einige wenige Vertragspartner angewiesen, die der conVisual AG die erforderlichen Nutzungs- und Verwertungsrechte einräumen können. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Unternehmen aus der Musikindustrie, der Filmindustrie und der Unterhaltungsindustrie. Sollten die zugrunde liegenden Verträge, die vielfach entweder eine unbegrenzte Laufzeit mit einer kurzen Kündigungsfrist oder eine kurze Laufzeit vorsehen, gekündigt werden oder sonstige Leistungsbedingungen mit der Gesellschaft verändert werden oder sollte sich der Geschäftsverlauf einer oder mehrerer der Vertragspartner verschlechtern, könnte dies wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Im Segment Mobile Marketing ist die conVisual AG darauf angewiesen, kurzfristig zusätzliche Ressourcen im kreativen Bereich sowie im Bereich Development von Partnern zu beziehen. Kommt es bei der Bereitstellung solcher Ressourcen zu starken Verzögerungen, so könnte dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Um dieses Risiko zu minimieren, arbeitet die Gesellschaft mit mehreren Partnern zusammen.
2. Finanzielle Risiken
Der Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2012 betrug rund 93 TEUR.
Die Planung sieht auf der Grundlage der geplanten Umsatzund Ergebnissteigerungen nachhaltige positive Zuflüsse von Finanzmitteln vor. Darüber hinaus kann die Generierung von Zusatzgeschäft durch organisches Wachstum zu weiteren Finanzmittelzuflüssen führen. Um ein finanzwirtschaftliches Risiko aus Anlagen zu vermeiden, erfolgen Anlagen der Mittel der Gesellschaft ausschließlich im Rahmen von Termingeldanlagen bei Banken mit hoher Bonität. Bei den Termingeldanlagen handelt es sich um täglich kündbare Geldanlagen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden hinsichtlich ihrer Realisierbarkeit kontinuierlich bewertet und bei Auffälligkeiten entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.
3. Währungsrisiken
Die Abschlüsse der Gesellschaft werden in Euro erstellt. Die conVisual AG erzielte im Geschäftsjahr 2012 nur einen geringfügigen Anteil ihrer Umsätze in einer anderen Währung als dem Euro, insbesondere in US-Dollar. Gleichzeitig wurde der Großteil der Aufwendungen der conVisual AG in Euro getätigt. Ein weiterer Anstieg des Euro gegenüber dem US-Dollar und anderen Währungen als dem Euro, in denen die Gesellschaft Umsatzerlöse erzielt, könnte sich nachteilig auf die Umsatzrendite und den Cashflow auswirken. Die gegenwärtigen und zukünftigen Umsatzerlöse von conVisual unterliegen damit nur in geringem Umfang Wechselkursschwankungen, während die Kosten nahezu ausschließlich in Euro anfallen. In dem am 31. Dezember 2012 beendeten Geschäftsjahr wurden keine Kurssicherungsinstrumente eingesetzt.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres
Im Vorstand der conVisual AG hat es zu Beginn des Geschäftsjahres 2013 Änderungen gegeben: Ab dem 01. April 2013 hat Thomas Berger als CMO die Vorstandsressorts Marketing und Vertrieb übernommen. Herr Markus Hüßmann verlässt darüber hinaus das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 30. April 2013.
Am 09. April 2013 haben der Vorstand und der Aufsichtsrat der conVisual AG eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht aus genehmigtem Kapital beschlossen. Die erfolgreiche Platzierung von insgesamt Stück 300.000 neuen Aktien hat das Grundkapital der Gesellschaft auf 5.264.849,00 Euro erhöht. Die neuen Aktien wurden zu einem Bezugspreis in Höhe von Euro 1,40 je Stückaktie ausgegeben, so dass der Gesellschaft dadurch liquide Mittel in Höhe von 420.000,00 Euro vor Kosten der Kapitalerhöhung zugeflossen sind. Die Eintragung der Kapitalerhöhung im Handelsregister ist erfolgt.
Ausblick
Im laufenden Geschäftsjahr 2013 plant die Gesellschaft nach dem Turnaround-Jahr ein Stabilisierungsjahr mit weiteren Margen- und Ergebnissteigerungen, die vornehmlich aus dem Kerngeschäft Mobile Marketing und Mobile Business resultieren.
Die vertrieblichen Aktivitäten der conVisual AG richten sich anhaltend darauf, neben der Weiterentwicklung von bestehenden Kundenbeziehungen auch neue Key Accounts aufzubauen. Die Erhöhung der Anzahl der Key Accounts trägt zur Risikominimierung bei.
Durch den weiteren Aufbau von Plattformen und Produkten soll der Anteil an wiederkehrenden Umsätzen und langfristigen Lieferverträgen deutlich gesteigert werden.
Für 2013 wird der Umsatz auf Vorjahresniveau bei weiterem Ergebniswachstum erwartet.
In den USA werden die bestehenden Lösungen für unsere Kunden weiter betrieben. Neugeschäft ist hier weiterhin nicht geplant.
Der Gesellschaft sind keine Verpflichtungen oder Vorfälle bekannt, die die voraussichtlichen Aussichten im laufenden Geschäftsjahr 2013 wesentlich beeinflussen dürften. conVisual erwartet, dass die operativen Kosten im Geschäftsjahr 2013 gegenüber den Vorjahreskosten aufgrund der Restrukturierungsmaßnahmen weiter sinken werden. In 2014 gehen wir von einem Anstieg von Umsatz und Jahresüberschuss aus.
Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn sich die Annahmen als unzutreffend erweisen.
Oberhausen, den 29. April 2013
Markus Hüßmann Claas Voigt Thomas Berger CEO COO CMO
Abschluss
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012
| 2012 EUR |
2011 EUR |
||
|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 4.762.624,44 | 6.919.588,58 |
| 2. | Umsatzkosten | -2.991.178,30 | -6.143.309,68 |
| 3. | Bruttoergebnis vom Umsatz | 1.771.446,14 | 776.278,90 |
| 4. | Vertriebskosten | -1.564.940,90 | -1.582.764,31 |
| 5. | Allgemeine Verwaltungskosten | -1.359.591,80 | -1.325.781,56 |
| 6. | Sonstige betriebliche Erträge | 420.079,15 | 851.326,53 |
| 7. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | -10.231,80 | -2.273.793,94 |
| 8. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 770,87 | 609,98 |
| 9. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -3.288,05 | -2.280,71 |
| 10. | Abschreibungen auf Finanzlagen | -25.000,00 | 0,00 |
| 11. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -770.756,39 | -3.556.405,11 |
| 12. | Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 0,00 | 10.981,67 |
| 13. | Sonstige Steuern | -1.409,92 | -3.951,84 |
| 14. | Jahresfehlbetrag | -772.166,31 | -3.549.375,28 |
| 15. | Verlustvortrag | -16.746.986,74 | -13.297.611,46 |
| 16. | Verrechnung Genussrechtskapital | 0,00 | 100.000,00 |
| 17. | Bilanzverlust | -17.519.153,05 | -16.746.986,74 |
Bilanz zum 31. Dezember 2012
| Aktiva | ||
|---|---|---|
| 31.12.2012 EUR |
31.12.2011 EUR |
|
| A Anlagevermögen |
||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
191.561,00 | 180.136,50 |
| II. Sachanlagen |
64.046,00 | 109.601,00 |
| III. Finanzanlagen |
0,00 | 21.250,00 |
| 255.607,00 | 310.987,50 | |
| B Umlaufvermögen |
||
| I. Vorräte |
||
| Unfertige Leistungen | 0,00 | 49.125,00 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 975.650,23 | 592.191,30 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 0,00 | 41.333,10 |
| --davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 0,00 | ||
| (i. Vj. TEUR 41)-- | ||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 204.870,71 | 15.204,84 |
| 1.180.520,94 | 648.729,24 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 92.513,52 | 95.306,24 |
| 1.273.034,46 | 793.160,48 | |
| C Rechnungsabgrenzungsposten |
8.679,00 | 22.063,00 |
| D Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
0,00 | 231.485,56 |
| 1.537.320,46 | 1.357.696,54 |
| Passiva | 31.12.2012 31.12.2011 |
||
|---|---|---|---|
| A Eigenkapital |
EUR | EUR | |
| I. Grundkapital [Bedingtes Kapital TEUR 1.851 (i. Vj. TEUR 1.629)] |
4.964.849,00 | 3.723.637,00 | |
| II. Kapitalrücklage |
12.853.924,78 | 12.791.864,18 | |
| III. Bilanzverlust |
-17.519.153,05 | -16.746.986,74 | |
| IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
0,00 | 231.485,56 | |
| 299.620,73 | 0,00 | ||
| B Rückstellungen Sonstige Rückstellungen |
171.056,13 | 510.808,70 | |
| C Verbindlichkeiten |
|||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten --davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 0,00 (i. Vj. EUR 4,19) |
18.928,64 | 33.538,57 | |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen --davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 935.282,83 (i. Vj. TEUR 655)-- |
935.282,83 | 654.653,38 | |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten --davon aus Steuern EUR 65.759,35 (i. Vj. TEUR 37)-- --davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 112.132,13 (i. Vj. TEUR 158)-- |
112.432,13 | 158.695,89 | |
| 1.066.643,60 | 846.887,84 | ||
| 1.537.320,46 | 1.357.696,54 |
Anhang für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012
Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 wurde nach den Vorschriften der §§ 238 ff. HGB, den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264 ff. HGB unter Berücksichtigung der besonderen Vorschriften für Aktiengesellschaften sowie gemäß der Satzung aufgestellt.
Die conVisual AG ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB.
Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB beibehalten.
Bilanzierungs und Bewertungsmethoden
Bei der Bewertung wird von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.
Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von planmäßigen Abschreibungen über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Herstellungskosten angesetzt.
Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode.
Der Wertansatz der Anlagegüter mit zeitlich begrenzter Nutzung wurde um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die zugrunde liegenden Nutzungsdauern orientieren sich an der amtlichen Abschreibungstabelle. Sie betragen für
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 3 – 10 Jahre |
|---|---|
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 – 13 Jahre |
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden wie folgt abgeschrieben: Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 150,00 EUR wurden sofort abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 150,01 EUR bis 1.000,00 EUR wurde ein Pool gebildet, der über 5 Jahre abgeschrieben wird.
Die Bilanzierung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Beteiligungen, erfolgt zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert.
| Entwicklung des Anlagevermögens | Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2012 |
Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand 31.12.2012 |
||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
0,00 | 59.067,45 | 0,00 | 0,00 | 59.067,45 | |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
||||||
| Rechte und Lizenzen | 301.044,12 | 4.848,73 | 0,00 | 0,00 | 305.892,85 | |
| Kundenstamm | 150.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 150.000,00 | |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 4.047,50 | 0,00 | 0,00 | |||
| 455.091,62 | ||||||
| Sachanlagen | ||||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 561.271,33 561.271,33 |
5.537,85 5.537,85 |
0,00 0,00 |
0,00 0,00 |
566.809,18 566.809,18 |
|
| Finanzlagen | ||||||
| Finanzlagen | 21.250,00 21.250,00 |
25.000,00 25.000,00 |
0,00 | 21.250,00 21.250,00 |
25.000,00 25.000,00 |
|
| Gesamt | 1.037.612,95 | 94.454,03 | 0,00 | 25.297,50 | 1.106.796,48 |
Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert abzüglich aller erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko.
Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Abdeckung der erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen erforderlich ist, um zukünftige Verpflichtungen abzudecken passiviert. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen sieben Jahre abgezinst.
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.
Latente Steuern werden ab 2010 für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des für die conVISUAL AG maßgeblichen Ertragsteuersatzes in Höhe von 34%.
Passive latente Steuern aus dem steuerlich nicht zulässigen Ansatz von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen wurden mit aktiven latenten Steuern auf die am Bilanzstichtag bestehenden steuerlichen Verlustvorträge verrechnet.
Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.
Im Hinblick auf die Geschäftsentwicklung wurde das Going-Concern-Prinzip angewendet.
Währungsumrechnung
Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Erträge aus der Währungsumrechnung sind mit TEUR 1 (i.Vj. TEUR 0) in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.
| Stand Zugänge Abgänge Stand Stand Stand 01.01.2012 31.12.2012 31.12.2012 31.12.2011 EUR EUR EUR EUR EUR EUR 0,00 3.282,45 0,00 3.282,45 55.785,00 0,00 219.955,12 30.161,73 0,00 250.116,85 55.776,00 81.089,00 55.000,00 15.000,00 0,00 70.000,00 80.000,00 95.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4.047,50 274.955,12 48.444,18 0,00 323.399,30 191.561,00 180.136,50 451.670,33 51.092,85 0,00 502.763,18 64.046,00 109.601,00 451.670,33 51.092,85 0,00 502.763,18 64.046,00 109.601,00 0,00 25.000,00 0,00 25.000,00 0,00 21.250,00 0,00 25.00,00 0,00 25.000,00 0,00 21.250,00 |
Abschreibungen | Buchwerte | ||
|---|---|---|---|---|
| 726.625,45 124.537,03 0,00 851.162,48 255.607,00 310.987,50 |
1 Anlagevermögen
Die Zugänge des Anlagevermögens in Höhe von 94 TEUR betreffen mit TEUR 64 selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände, mit TEUR 6 Betriebs- und Geschäftsausstattung und mit TEUR 25 Finanzanlagen. Durch die Aktivierung eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstandes entsteht zum 31.12.2012 ein nicht ausschüttungsfähiger Betrag im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von TEUR 37.
Die Zugänge bei den Finanzanlagen resultieren aus der Neugründung der 100%igen Tochtergesellschaft Astro-Boulevard GmbH. Da die Astro-Boulevard GmbH ihre Geschäftsziele nicht erreicht hat, wurde die Beteiligung vollständig wertberichtigt.
2 Vorräte
In den Vorräten werden unfertige Leistungen i.H.v. 0 TEUR (i.Vj. 49 TEUR) ausgewiesen.
3 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen im Geschäftsjahr 976 TEUR (i.Vj. 592 TEUR). In den Forderungen sind Wertberichtigungen in Höhe von 63 TEUR (i.Vj. 65 TEUR) enthalten.
4 Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
Auf Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 0 TEUR (i.Vj. 41 TEUR).
5 Sonstige Vermögensgegenstände
Die Sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 205 TEUR (i.Vj. 15 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen die MoCoPay GmbH, debitorische Kreditoren und Forderungen gegenüber dem Personal.
6 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
Die liquiden Mittel in Höhe von 93 TEUR (i.Vj. 95 TEUR) beinhalten den Kassenbestand und die laufenden Bankguthaben.
7 Eigenkapital
Das Grundkapital der conVisual AG beträgt zum Bilanzstichtag 4.965 TEUR (i.Vj. 3.724 TEUR).
Das Grundkapital ist eingeteilt in 4.964.849 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien.
Im Zusammenhang mit der Einzahlung aus der Kapitalerhöhung erhöhte sich die Kapitalrücklage von 12.792 TEUR um 62 TEUR auf 12.854 TEUR.
Der Bilanzverlust von 17.519 TEUR setzt sich aus dem bestehenden Verlustvortrag in Höhe von 16.747 TEUR und dem Jahresfehlbetrag in Höhe von 772 TEUR zusammen.
Kapitalerhöhungen
Mit Beschluss des Vorstands unter Zustimmung des Aufsichtsrates am 02. Februar 2012 wurde das Grundkapital der Gesellschaft unter Ausnutzung des genehmigten Kapitals gemäß § 4 Absatz 8 der Satzung gegen Bareinlage durch Ausgabe von 1.241.212 neuen auf den Inhaber lautende Stückaktien zum Ausgabebetrag von 1,05 EUR (Nennwert 1,00 EUR) je Aktie auf 4.964.849 EUR erhöht. Die Eintragung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister erfolgte am 10. Februar 2012.
Genehmigtes Kapital
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. Juni 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 27. Juni 2017 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 2.482.424,00 EUR zu erhöhen. Den Aktionären ist dabei ein Bezugsrecht einzuräumen. Das Bezugsrecht kann den Aktionären auch mittelbar gemäß §186 Abs. 5 AktG gewährt werden. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre zu folgenden Zwecken auszuschließen:
- Ausgleich von Spitzenbeträgen
- Ausgabe von Aktien gegen Sacheinlagen im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen oder Teilen daran
- Wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet (§ 203 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG)
Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, die Einzelheiten der Kapitalerhöhung sowie die Bedingungen der Aktienausgabe, insbesondere den Ausgabebetrag, festzulegen. Die Eintragung der Beschlussfassung zur Schaffung eines genehmigten Kapitals in das Handelsregister erfolgte am 12. Juli 2012. Zum 31. Dezember 2012 beträgt das verbleibende genehmigte Kapital 2.482.424,00 EUR.
Bedingtes Kapital
Das Grundkapital ist durch den Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 5. Januar 2006, geändert durch den Beschluss vom 09. August 2010 und den vom 28. Juni 2012 um bis zu 2.940,00 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Erfüllung von Bezugsrechten, die an Mitglieder der Geschäftsführung und Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 5. Januar 2006 ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Gewinnverwendung gefasst wurde, am Gewinn teil.
Des Weiteren ist das Grundkapital durch den Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. August 2011 um bis zu 283.387 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital V). Das Bedingte Kapital V dient der Erfüllung von Bezugsrechten, die an Mitglieder der Geschäftsführung und Arbeitnehmer der Gesellschaft nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 9. August 2010 ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Gewinnverwendung gefasst wurde, am Gewinn teil. Das Bedingte Kapital V beträgt zum Bilanzstichtag 283 TEUR.
Des Weiteren ist das Grundkapital durch den Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. August 2011 um bis zu 1.354 TEUR durch die Ausgabe von bis zu 1.354.051 Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital VI). Diese bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die die conVISUAL AG oder deren Konzernunternehmen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 29. August 2011 ausgegeben haben, ihre Wandlungs- oder Optionsrechte ausüben oder Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Bedingten Kapital VI festzulegen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Satzung dem Umfang der Ausgabe von Bezugsaktien entsprechend anzupassen.
Des Weiteren ist das Grundkapital durch den Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. Juni 2012 um bis zu 210 TEUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital VII). Das Bedingte Kapital VII dient der Erfüllung von Bezugsrechten, die an Mitglieder der Geschäftsführung und Arbeitnehmer der Gesellschaft nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 28. Juni 2012 ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Gewinnverwendung gefasst wurde, am Gewinn teil. Das Bedingte Kapital VII beträgt zum Bilanzstichtag 210 TEUR.
8 Sonstige Rückstellungen
Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von 171 TEUR (i.Vj. 511 TEUR) bestehen im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen, Urlaubsrückstellungen und Jahresabschlusskosten.
9 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten zwei Darlehen gegenüber der Sparkasse. Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter vier Jahren.
10 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen im Geschäftsjahr 935 TEUR (i.Vj. 655 TEUR).
11 Sonstige Verbindlichkeiten
Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 112 TEUR (i.Vj. 159 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus kreditorischen Debitoren und Steuerverbindlichkeiten.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
12 Umsatzerlöse
Der Umsatz beträgt im Berichtszeitraum 4.763 TEUR (i.Vj. 6.920 TEUR) und verteilt sich wie folgt auf die Geschäftsbereiche:
| Geschäftsbereich | 31.12.2012 TEUR |
31.12.2011 TEUR |
|---|---|---|
| Mobile Marketing & Campaigns | 4.358 | 3.365 |
| Content Licensing & Information Services |
405 | 539 |
| Enabling & Media | 0 | 3.016 |
| 4.763 | 6.920 |
Der Geschäftsbereich "Enabling & Media" wurde auf die Mo-CoPay GmbH übertragen.
13 Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen in Höhe von 2.991 TEUR (i.Vj. 6.143 TEUR) betreffen überwiegend Kundenanteile, Billing- und Transportkosten der Netzbetreiber, Entwicklungskosten und Contentkosten und Personalkosten.
14 Vertriebskosten
Die Vertriebskosten in Höhe von 1.565 TEUR (i.Vj. 1.583 TEUR) setzen sich im Wesentlichen aus Personalaufwendungen, Reisekosten, Marketingkosten und sonstigen Vertriebskosten zusammen.
15 Allgemeine Verwaltungskosten
In den Allgemeinen Verwaltungskosten in Höhe von 1.360 TEUR (i.Vj. 1.326 TEUR) sind Personalaufwendungen, Mietaufwendungen, Kapitalmarktkosten und sonstige Verwaltungskosten enthalten.
16 Sonstige betriebliche Erträge
Die Sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 420 TEUR (i.Vj. 851 TEUR) betreffen im Wesentlichen Erträge aus dem Verkauf der MoCoPay GmbH und der Auflösung von Rückstellungen.
17 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 10 TEUR (i.Vj. 2.274 TEUR).
18 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Zinserträge aus Kontokorrentguthaben.
19 Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Zinsen für Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten.
20 Sonstige Steuern
Die Sonstigen Steuern beinhalten Kraftfahrzeugsteuern.
Sonstige Angaben
21 Vorstand
Mitglieder des Vorstands waren während des Berichtszeitraums
Herr Markus Hüßmann, Vorsitzender des Vorstands (ab 01.02.2012), Hamburg
Herr Dr. Thomas Wolf, Vorsitzender des Vorstands, (niedergelegt zum 31.01.2012), Düsseldorf Herr Claas Voigt, Vorstand Operations, Hamburg
Die Bezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 302 TEUR (i.Vj. 586 TEUR).
22 Aufsichtsrat
Mitglieder des Aufsichtsrats waren während des Berichtszeitraums
Frau Franziska Oelte, Rechtsanwältin, Hamburg Vorsitzende des Aufsichtsrates
Herr Christian Stöppler, Werbekaufmann, Frankfurt/Main
Herr Achim Plate, Geschäftsführer, Glückstadt (seit dem 03. April 2012)
Herr Jens Munk, Managing Director, Frankfurt/Main (niedergelegt zum 02. April 2012)
23 Bezüge des Aufsichtsrates
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Vergütungen in Höhe von insgesamt 37 TEUR (i.Vj. 22 TEUR).
24 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Lizenzverträgen
| TEUR | |
|---|---|
| fällig 2012 | 284 |
| fällig 2013 bis 2015 | 244 |
| fällig nach 2015 | 0 |
25 Personalaufwand
Der Personalaufwand gemäß § 275 Absatz 2 HGB des Geschäftsjahres betrug 1.745 TEUR (i.Vj. 2.314 TEUR) für Löhne und Gehälter sowie 299 TEUR (i.Vj. 439 TEUR) für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (davon für Altersversorgung TEUR 32 im Vorjahr TEUR 66).
26 Materialaufwand
Die Umsatzkosten beinhalten Materialaufwand gem. § 275 Abs. 2 HGB (Aufwendungen für bezogene Leistungen) in Höhe von 2.421 TEUR (i.Vj. 4.922 TEUR).
27 Anzahl der Mitarbeiter
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Berichtsjahr betrug 37 (i.Vj. 40) Festangestellte und 15 (i.Vj. 22) Teilzeitarbeitskräfte. Per 31. Dezember 2012 beschäftigte die conVisual AG 3 (i.Vj. 2) Auszubildende.
28 Nahe stehenden Unternehmen und Personen
Nahe stehende Unternehmen und Personen sind juristische oder natürliche Personen, die auf die conVisual AG Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die conVisual AG unterliegen. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen werden insbesondere mit Tochterunternehmen der conVisual AG abgeschlossen. Es handelt sich vor allem um Liefer-, Miet-, Dienstleistungs- und Finanzierungsgeschäfte. Sofern für derartige Geschäfte ein entsprechender Markt besteht, werden sie zu auf dem jeweiligen Markt üblichen Konditionen abgeschlossen.
Ende 2010 hatte die conVisual AG die Tochtergesellschaft MoCoPay GmbH gegründet und das operative Geschäft des "Mobile Enabling"-Bereiches zum 01. Juli 2011 von der conVisual AG auf die MoCoPay GmbH übertragen. Zum 30.06.2012 wurde die MoCoPay GmbH veräußert. Für das 1. Halbjahr 2012 erhielt die conVisual AG einen Gewinnanteil von 3.195,72 Euro ausgeschüttet.
Die Geschäftsvorfälle der zur Zeit ruhenden conVisual US LLC werden seit 2012 über die conVisual AG abgewickelt.
29 Gesamthonorar des Abschlussprüfers
Das vom Abschlussprüfer des Jahresabschlusses im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beinhaltet Honorare für:
| Gesamt davon | für 2012 |
davon für das Vorjahr |
|
|---|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen Steuerberatungsleistungen Sonstige Leistungen |
TEUR 23 0 1 |
TEUR 0 0 0 |
TEUR 23 0 1 |
| Oberhausen, den 29. April 2013 | |||
| conVisual AG | |||
| Der Vorstand |
| Markus Hüßmann | Claas Voigt | Thomas Berger |
|---|---|---|
| CEO | COO | CMO |
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012 29
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
"An die conVisual AG
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der conVisual AG, Oberhausen, für das Geschäftsjahr vom 1.1.2012 bis 31.12.2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht der Gesellschaft abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der conVisual AG, Oberhausen, für das Geschäftsjahr vom 1.1.2012 bis 31.12.2012 den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der conVisual AG, Oberhausen, und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Düsseldorf, den 29. April 2013
Warth & Klein Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Rolf Rombock Reiner Pütz
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer