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mVISE AG — Annual Report 2011
Sep 28, 2012
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Annual Report
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Mobile Business
GESCHÄFTSBERICHT 2011
conVISUAL Aktie
| ISIN/WKN: | DE0006204589 |
|---|---|
| Gattung: | Inhaber-Aktien o.N. |
| Börsenkürzel: | C1V |
| Geschäftsjahr: | 31.12. |
| Erstnotiz: | 13. Januar 2006 |
| Notierungen: | Entry Standard (Open Market Frankfurt), |
| Xetra sowie Freiverkehr (Berlin-Bremen, Düsseldorf, Stuttgart) | |
| Designated Sponsor: | Close Brothers Seydler Bank AG |
| Per 31.12.2011: | |
| Grundkapital | 3.723.637,00 EUR |
| Anzahl der Aktien | 3.723.637 |
| Entwicklung Grundkapital: | |
| 31.12.2006 | 1.837.612,00 EUR |
| 14.02.2007 | 2.021.372,00 EUR |
| 16.10.2007 | 2.223.509,00 EUR |
| 31.12.2008 | 2.223.509,00 EUR |
| 30.07.2009 | 2.445.859,00 EUR |
| 18.12.2009 | 2.717.621,00 EUR |
| 18.06.2010 | 3.330.000,00 EUR |
| 30.09.2010 | 3.385.125,00 EUR |
| 11.08.2011 | 3.732.637,00 EUR |
| Entwicklung Aktie: | |
| Jahreshöchst-/tiefstkurs 2010 | 4,60 EUR/1,95 EUR |
| Eröffnungskurs 01.01.2010 | 3,81 EUR |
| Schlusskurs 31.12.2010 | 2,05 EUR |
| Marktkapitalisierung per 31.12.2010 | 6,94 Mio. EUR |
Jahreshöchst-/tiefstkurs 2011 2,75 EUR/0,81 EUR Eröffnungskurs 01.01.2011 1,96 EUR Schlusskurs 31.12.2011 1,28 EUR Marktkapitalisierung per 31.12.2011 4,77 Mio. EUR
Ansprechpartner Investor Relations:
Thomas Mannsky E-Mail: [email protected] Telefon: +49 (208) 97 69 5-100
conVISUAL Finanzkalender
Termine 2012
- Juni 2012: Hauptversammlung 2012 Voraussichtlich August/September 2012: Halbjahresbericht 2012
Änderungen vorbehalten
Inhalt
- 04 Vorwort des Vorstands
- 06 Bericht des Aufsichtsrats
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011
- 09 Darstellung des Geschäftsverlaufs
- 11 Darstellung der Lage
- 14 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
- 16 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftjahres
- 17 Ausblick
Jahresabschluss 2011
- 19 Gewinn- und Verlustrechnung der conVISUAL AG
- 20 Bilanz der conVISUAL AG
- 22 Anhang zum 31. Dezember 2011
- 30 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Vorwort des Vorstands
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Geschäftsfreunde und Partner unseres Unternehmens,
Mobile ist weiterhin das große Thema, wenn es um moderne und gezielte Kundenansprache geht. Immer größere Teile der klassischen Konsumentenkommunikation werden in den mobilen Bereich verlängert. Marketing wird in den großen Unternehmen längst nicht mehr nur "offline" oder "online" betrieben, sondern immer stärker auch "mobile". Diese Entwicklung ist ebenso konsequent wie sinnvoll: Markenbotschaften, Angebote und Informationen erreichen die Nutzer individuell und an die jeweilige Situation angepasst – der große Trumpf des mobilen Kanals. Mit dem Siegeszug der Smartphones ist diese direkte Art, mit und über Unternehmen zu kommunizieren, für viele Menschen zu einer Selbstverständlichkeit geworden.
Unser Geschäftsjahr 2011
Wie bereits das Vorjahr stand bei conVISUAL auch das Jahr 2011 im Zeichen der Umstrukturierung. Nach dem Zusammenlegen der Segmente "Messaging & Voice Solutions" und "Interactive TV, Print & Radio Services" in den neuen Umsatzbereich "Enabling & Media" wurde dieser in der Folge zum Großteil in die Tochter MoCoPay GmbH überführt. Der Umsatz für die conVISUAL AG nahm daher mit 6,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (18,6 Mio. EUR) deutlich ab, wobei rund 6,2 Mio. EUR Umsatz in die MoCoPay GmbH geflossen sind.
Die Geschäftsbereiche der conVISUAL AG haben sich im Einzelnen wie folgt entwickelt:
In dem margenrelevanten und strategisch bedeutenden Segment "Mobile Marketing & Campaigns" finden sich neben Mobile Marketing und Mobile Internet Lösungen für Markenartikler auch Mobile Customer Relationship Management Lösungen mit den Netzbetreibern und Transaktionsdienste für mobile Bank- und Ticketdienstleistungen wieder. In diesem Bereich konnte ein Umsatz von 3,4 Mio. EUR und ein Anteil am Gesamtumsatz von 49,3% erreicht werden. Dies entspricht einem Umsatzanstieg von 1,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr.
Der aus den bisherigen Geschäftsbereichen "Interactive TV, Print & Radio Services" in den neuen Umsatzbereich "Enabling & Media" entstandene Bereich "Enabling & Media" umfasst sowohl Download- und Abo-Services, sowie On-Screen-Services und Participation-Services, als auch die Produkte Payment Gateway, SMS Gateway, MMS Gateway und Service-Rufnummern. Der Umsatz im Jahr 2011 betrug in diesem Segment rund 3,0 Mio. EUR. Durch die in die Tochtergesellschaft MoCoPay GmbH ausgegliederten Umsatzanteile in Höhe von rund 6,2 Mio. EUR und ein verringertes Volumen im Bereich SMS Entertainment unserer Kunden, sowie die nicht mehr durchgeführten Gewinnspiele für eine große Radiogruppe, sank in diesem Segment der Umsatz in 2011 auf rund 3,0 Mio. EUR (2010: 12,1 Mio. EUR). Der Bereich "Enabling & Media" stellte damit im Berichtsjahr mit 43,5% nur noch den zweitstärksten Geschäftsbereich.
Im ebenfalls neu strukturierten Segment "Mobile Licensing" werden "Information Service" und "Mobile Content" zusammengefasst. Der Bereich trug mit 539 TEUR (2010: 992 TEUR) den drittgrößten Teil (7,4%) zum Gesamtumsatz der conVISUAL AG bei.
Unser US-Geschäft 2011
Wie bereits angekündigt, hat sich die conVISUAL AG im Rahmen des strukturellen Umbaus aus den USA zurückgezogen. Inzwischen ist das Unternehmen nicht mehr mit eigenem Personal vor Ort tätig, sondern betreut bestehende Kunden vom Firmensitz in Deutschland aus.
Stärkere Fokussierung auf das Kerngeschäft und personeller Umbau:
Mit der Ausgliederung einiger Umsatzbereiche in die MoCoPay GmbH zum 01. Juli 2011 und der schrittweisen Abwicklung des US-Geschäftes wurden wichtige Schritte zur Neustrukturierung des Unternehmens gemacht. Die daraus resultierenden Umsatzverlagerungen für die conVISUAL AG, sowie die Abschreibungsverluste gegenüber der conVISUAL US LLC in Höhe von 2.217 TEUR belasten die Bilanz der conVISUAL AG im Jahr 2011. Darüber hinaus konnten die Umsatzziele für 2011 nicht erreicht werden, so dass auch der angepeilte Break-Even klar verfehlt wurde. Deshalb haben Vorstand und Aufsichtsrat bereits im laufenden Jahr Maßnahmen ergriffen, um der Entwicklung konsequent gegenzusteuern. So konnten wichtige Key Accounts vor allem gegen Ende des Jahres auf- und ausgebaut werden, die in 2012 zu einem besseren Ergebnis beitragen werden. Mit einem personellen und organisatorischen Umbau in den einzelnen Business Units wurden sowohl prozesstechnisch bessere Voraussetzungen geschaffen als auch erste Verschlankungsmaßnahmen eingeleitet.
Markus Hüßmann (CEO) Claas Voigt (COO)
Mit dem Abgang von Vorstandsmitglied und Mitgründer João Gonzaga, der in den letzten Jahren in erster Linie für das US-Geschäft verantwortlich war und nach elf Jahren bei conVISUAL eine neue Herausforderung suchte, begann im November 2011 auch der Umbau des Vorstands. Nach der Reduzierung von drei auf zwei Mitglieder folgte schließlich im Januar 2012 ein weiterer Wechsel: Dr. Thomas Wolf, Mitgründer und CEO, verließ das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Mit Markus Hüßmann als CEO und Claas Voigt als neuem COO wurde den neuen Unternehmensstrukturen auch mit einer Neuverteilung der Vorstandsressorts Rechnung getragen.
Das erste Quartal 2012 und Ausblick
Das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres stand klar im Zeichen des organisatorischen Umbaus und der Anpassung der Kostenstrukturen. Gleichzeitig hat die deutliche Fokussierung auf Gewinnung von neuen umsatzstarken Key Accounts im Bereich Mobile Marketing erste Früchte getragen. Dadurch wurde die Basis geschaffen, zukünftig vor allem im Kerngeschäft ein Margenwachstum zu erzeugen und so die Chancen auf einen erfolgreichen Turnaround zu erhöhen.
Wir im Vorstand gehen davon aus, dass der Umsatz im Bereich "Mobile Marketing & Campaigns" aufgrund der gezielten Fokussierung weiter steigen wird. Damit soll ab dem 2. Halbjahr ein positives Ergebnis auf Monatsbasis erreicht werden.
Für das anhaltende Vertrauen, das Sie, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, uns und unserer Arbeit entgegen bringen, möchten wir Ihnen ausdrücklich und herzlich danken.
Des Weiteren möchten wir uns ganz herzlich bei unseren Kunden, Geschäftspartnern und bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken, die uns auch in schwierigen Zeiten stets das Vertrauen ausgesprochen haben.
Wir blicken zusammen gut gerüstet in die Zukunft und freuen uns darauf, unseren Weg weiter gemeinsam mit Ihnen allen zu gehen.
Es grüßen Sie herzlich aus Oberhausen
| Markus Hüßmann | Claas Voigt |
|---|---|
| CEO | COO |
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte conVISUAL-Aktionäre, sehr geehrte Geschäftsfreunde und Partner unseres Unternehmens,
im Geschäftsjahr 2011 verzeichnete die conVISUAL AG einen deutlichen Rückgang des Umsatzes auf 6,9 Mio. EUR, wobei durch die Ausgliederung der Segmente "Messaging & Voice Solutions" sowie "Mobile Billing & Mobile Payment" ein Umsatz von rd. 6,2 Mio. € in die derzeit nicht konsolidierte Tochtergesellschaft MoCoPay GmbH verlagert wurde. Darüber hinaus konnte die positive Entwicklung des ersten Halbjahres im zweiten Halbjahr nicht in allen Bereichen fortgesetzt werden. Zum 01. Juli 2011 hat sich die conVISUAL AG aus dem USA-Geschäft zurückgezogen, um sich ausschließlich auf das stark wachsende Kerngeschäft Mobile Marketing und Mobile Internet fokussieren und die Ressourcen vollständig zur Unterstützung des Wachstums in Deutschland einsetzen zu können.
Gemeinsam mit dem Vorstand haben wir in den wirtschaftlichen schwierigen Zeiten den strukturellen Umbau der Gesellschaft eingeleitet und notwendige Anpassungen in der Organisations- und Kostenstruktur vorgenommen, um im Jahr 2012 den Turnaround zu vollziehen und den Anforderungen an ein zukunftsgerichtetes Unternehmen im Wachstumsmarkt Mobile Marketing gerecht zu werden. Nach dem Ausscheiden von João Gonzaga und Dr. Thomas Wolf wurde mit der Neuverteilung der Vorstandsressorts und der Berufung von Markus Hüßmann als CEO und Claas Voigt als neuem COO auch den neuen Unternehmensstrukturen Rechnung getragen.
Eine erfreuliche Entwicklung konnte das Segment "Mobile Marketing & Campaigns" verzeichnen. Mit rund 3,4 Mio. EUR steigerte sich der Umsatz im Vergleich zu 2010 um 1,4 Mio. EUR. Dies entspricht einem Anstieg um 70 Prozent. Ein margenstarker Sektor, auf den die conVISUAL AG ihren Fokus auch in Zukunft weiter ausrichten wird.
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Satzung und Gesetz obliegenden Aufgaben stets wahrgenommen. Neben der ihm obliegenden Überwachungsfunktion stand der Aufsichtsrat dem Vorstand jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. In allen wesentlichen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir unmittelbar eingebunden und haben diese auf der Grundlage der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert, abgewogen und beschlossen.
Im Jahr 2011 hat der Aufsichtsrat insgesamt acht Sitzungen abgehalten und zudem wichtige bzw. eilige Beschlüsse außerhalb dieser Sitzungen im Umlaufverfahren gefasst. Vom Vorstand wurden wir im Rahmen der Sitzungen sowie auch unterjährig aktuell und detailliert, sowohl anhand schriftlicher als auch mündlicher Berichte, jederzeit zeitnah informiert. Auf unseren Sitzungen standen so regelmäßig Ausführungen des Vorstands über den aktuellen Geschäftsverlauf, der Lage der Gesellschaft, zur Unternehmensstrategie sowie über Finanzierungsmaßnahmen im Mittelpunkt der Diskussionen.
Weitere Inhalte der Aufsichtsratsarbeit
Weiterer thematischer Schwerpunkt der gemeinsamen Sitzungen war die Diskussion und Prüfung wichtiger Maßnahmen zur Kostensenkung und gleichzeitiger Margensteigerung sowie die Beratung zur Unternehmensstrategie und Prüfung strategischer Optionen.
Sowohl während als auch außerhalb der gemeinsamen Sitzungen hat der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig in schriftlicher Form umfassend informiert. Diese Berichte beinhalteten detaillierte betriebswirtschaftliche Auswertungen einschließlich Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen, Informationen zur aktuellen Auftragslage und dem jeweiligen Vertriebsstand und zu Investitionsvorhaben sowie Angaben zu Margen der Kunden-Umsätze und Produkte. Diese wichtigen Informationsunterlagen sind detailliert vom Aufsichtsrat auf Plausibilität, Richtigkeit im Zeit- und Branchenvergleich und Vollständigkeit geprüft und hinterfragt worden.
Zusätzlich zu den Zusammenkünften fanden diverse persönliche und fernmündliche Besprechungen statt. Dabei stand insbesondere die Aufsichtsratsvorsitzende im laufenden Kontakt mit dem Vorstand und war in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung unmittelbar eingebunden. Beschlüsse außerhalb von Aufsichtsratssitzungen wurden regelmäßig im Umlaufverfahren gefasst.
In Vor- oder Nachbereitung der Aufsichtsratssitzungen fanden interne oder telefonische Besprechungen statt, bei denen unter anderem auch die Effizienz unserer Aufsichtsratstätigkeit auf der Agenda stand. Dabei erfolgt die Effizienzprüfung unserer Aufsichtsratsarbeit in Form der Selbstevaluierung.
Auf die Bildung von Ausschüssen hat der Aufsichtsrat aufgrund der Unternehmensgröße auch im Geschäftsjahr 2011 verzichtet.
Erteilung des Prüfungsauftrages
Die Warth & Klein Grant Thornton AG, Düsseldorf, wurde von den Aktionären auf der Hauptversammlung am 29. August 2011 als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 gewählt. Die Erteilung des Prüfungsauftrages durch den Aufsichtsrat erfolgte anschließend unter Vereinbarung klarer Regelungen hinsichtlich der Einzelheiten des Auftrags und der Zusammenarbeit des Aufsichtsrats mit dem Abschlussprüfer.
Bilanzaufsichtsratssitzung am 11.05.2012
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2011 wurden von der Warth & Klein Grant Thornton AG, Düsseldorf, im Auftrag des Aufsichtsrats geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Rechtzeitig vor der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 11.05.2012 wurde allen Mitgliedern des Aufsichtsrats der vom Vorstand aufgestellte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehene Jahresabschluss sowie der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2011 zur Prüfung zur Verfügung gestellt. Auf der Bilanzaufsichtsratssitzung wurde dieser Jahresabschluss gemeinsam mit dem Vorstand und den Abschlussprüfern eingehend erörtert und Fragen des Aufsichtsrats beantwortet. Vom Prüfungsergebnis hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen und stimmt sowohl dem Jahresabschluss 2011 der conVISUAL AG als auch dem Lagebericht des Vorstands zu. Der Jahresabschluss 2011 der conVISUAL AG wurde vom Aufsichtsrat ohne Einwendungen gebilligt und ist damit festgestellt.
An dieser Stelle danken wir Matthias Felder, der zum Ablauf der Hauptversammlung 2011 sein Amt niedergelegt hat, für seine Unterstützung und Engagement im Aufsichtsrat. Im Rahmen der Hauptversammlung 2011 durften wir Jens Munk als neues Mitglied des Aufsichtsrates begrüßen.
Gerne möchten wir Herrn Dr. Wolf und Herrn João Gonzaga für ihr Engagement und ihre großen Verdienste für die conVISUAL AG danken. Wir wünschen Herrn Dr. Wolf und Herrn João Gonzaga nicht nur beruflich, sondern auch persönlich alles Gute.
Unseren Kunden danken wir für die gute Zusammenarbeit im Geschäftsjahr 2011 und freuen uns auf viele gemeinsame Projekte im Geschäftsjahr 2012.
Ihnen, sehr verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, danken wir für Ihr Vertrauen und würden uns freuen, wenn Sie unser Unternehmen weiterhin auf seinem vielversprechenden Weg begleiten.
Oberhausen, im Mai 2012
Franziska Oelte Vorsitzende des Aufsichtsrats
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011
Darstellung des Geschäftsverlaufs
1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Im Jahr 2011 verlief der Erholungsprozess der wirtschaftlichen Aktivitäten in Deutschland dynamischer als erwartet. Mit einem auch im internationalen Vergleich kräftigen Aufschwung erreichte das Bruttoinlandsprodukt wieder das Niveau vor der Wirtschafts- und Finanzkrise vom Frühjahr 2008. Maßgeblicher Wachstumstreiber war einmal mehr eine zunehmend starke Binnenwirtschaft, während vor allem im europäischen Raum das Wachstum deutlich abgenommen hat.
Gegenüber dem Vorjahr steigt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt um 3,0 Prozent an, nachdem in 2010 bereits ein Wachstum von 3,7 Prozent zu verzeichnen war. Durch eine zeitweise große Verunsicherung an den Kapitalmärkten infolge der Verschuldung einiger Industriestaaten verlor das Wachstum jedoch in der zweiten Jahreshälfte spürbar an Fahrt. Die weltweite Nachfrage nach deutschen Exporten ist im Zuge einer allgemeinen, globalen Wachstumsabschwächung mit 8,2 Prozent weniger stark gewachsen als noch im Vorjahr.
Mit einem Zuwachs von 1,3 Prozent gegenüber 2010 liegt die Anzahl der Beschäftigten Personen im Jahr 2011 erneut auf dem höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Die dadurch auf 7,1 Prozent gesunkene Arbeitslosenquote trägt somit zur Stärkung der Binnennachfrage bei, die sich mit um 1,5 Prozent gestiegenen privaten Konsumausgaben deutlich positiv entwickelt hat.
Der Ausblick der Bundesregierung auf das Jahr 2012 fällt etwas verhaltener aus als in den Vorjahren. Von einer temporären konjunkturellen Schwächephase zu Beginn des Jahres ausgehend wird eine Zuwachsrate von 0,7 Prozent im Jahresdurchschnitt für das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt erwartet. Gegenüber dem gesamten Euroraum wächst die deutsche Wirtschaft damit nach wie vor überdurchschnittlich. Die Jahresprojektion der Bundesregierung beruht auf der zentralen Annahme, dass im Laufe dieses Jahres die Lösung der Schuldenkrise in Europa weiter vorankommt und sich die Verunsicherung an den Märkten allmählich auflöst. Eine Verschärfung der Krise stellt das Hauptrisiko für die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2012 dar. (Jahreswirtschaftsbericht 2012, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Januar 2012)
2. Branchensituation und Marktumfeld
Ein maßgeblicher Antrieb für das wirtschaftliche Wachstum in Deutschland bleibt auch im Jahr 2011 die positive Entwicklung der Telekommunikationsbranche. In einem hochinnovativen und komplexen Marktumfeld führen schrittweise Deregulierung und Öffnung der Märkte zunehmend zu einem starken Wettbewerb. Die Beseitigung von bürokratischen Hindernissen bleibt auch in 2012 eine wichtige Aufgabe der Regulierungsbehörden. Durch die Novellierung des Telekommunikationsgesetzes erwartet die Bundesregierung eine weitere Belebung des Marktes.
Das Marktvolumen aller Telekommunikationsdienste sank im Jahr 2011 leicht um rund 0,5 Milliarden Euro auf 60,3 Milliarden Euro. Der Anteil des Mobilfunkmarktes verringerte sich dabei um rund 0,3 Milliarden Euro auf 23,9 Milliarden Euro, der Festnetzmarkt schnitt mit 36,4 Milliarden Euro ebenfalls rund 0,3 Milliarden Euro schwächer ab als im Vorjahr.
Die Investitionen in der Telekommunikationsbranche steigen im Jahr 2011 leicht um rund 100 Millionen Euro auf 6,1 Milliarden Euro an. Hierbei steuern die Wettbewerber des früheren Monopolisten Telekom einen gesteigerten Anteil an den Investitionen bei, während das Investitionsvolumen der Telekom mit 2,5 Milliarden Euro stabil bleiben.
Das Verkehrsvolumen der Branche erhöht sich um 5 Millionen auf 921 Millionen Sprachminuten pro Tag. Dabei nimmt der von Mobilfunkanschlüssen abgehende Sprachverkehr um 13 Millionen Minuten am Tag zu und die Festnetznutzung reduziert sich um 8 Millionen Sprachminuten am Tag. Im Verhältnis werden Mobilfunk und Festnetz zu 31 beziehungsweise 69 Prozent für Sprachdienste genutzt.
Die Non-Voice-Dienste legen mit einem Umsatzanteil von 30,2 Prozent im Jahr 2011 rund 1,7 Prozentpunkte zu. Die mobile Datennutzung wächst weiterhin überproportional und steuert in 2011 59,2 Prozent der Non-Voice-Umsätze bei. SMS und MMS sind von ihrem Umsatzanteil her weiter rückläufig. Die Anzahl der täglich versendeten Kurznachrichten steigt jedoch, wie auch in den vergangenen Jahren, weiter deutlich auf 117,4 Millionen an. Ein sprunghafter Anstieg kann im Bereich des Datenvolumens im Mobilfunk verzeichnet werden. Mit 120,2 Millionen Gigabyte in 2011 gegenüber 67,9 Millionen im Vorjahr hat sich das mobile Datenvolumen fast verdoppelt. Das durchschnittliche Datenvolumen je Nutzer und Monat stieg dabei von 91 auf 166 Megabyte. Diese seit Jahren ungebremst starke Entwicklung deutet das weitere Potenzial in diesem Bereich an. (Dialog Consult / VATM, 13. gemeinsame TKMarktanalyse 2011, Q3 2011)
Mobile Apps spielen eine große Rolle beim Wachstum der mobilen Internetnutzung. Mit 962 Millionen heruntergeladenen Apps alleine in Deutschland wurden in 2011 knapp zweieinhalbmal so viele Anwendungen auf Smartphones installiert wie im Vorjahr. Der Umsatz mit mobilen Apps hat sich im gleichen Zeitraum von 94 auf 210 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Rund um diesen Bereich hat sich längst eine stark wachsende AppÖkonomie gebildet, die vielfältige Geschäftsmodelle für den Einsatz und die Entwicklung von Apps schafft. Waren Apps zu Beginn der Markteinführung oft nur für den privaten Gebrauch gedacht, entwickelt sich nun auch der Bereich der Business-Anwendungen immer stärker. Hochwertige Apps mit nachhaltigem Nutzwert im Business-Umfeld haben in den meisten Feldern der Wirtschaft stark an Relevanz gewonnen. (BITKOM Presseinformation "Fast eine Milliarde App-Downloads allein in Deutschland", Februar 2012)
3. Geschäftsentwicklung
Der Umsatz der conVisual AG im Jahr 2011 belief sich auf 6,9 Mio. EUR und liegt damit um rd. 11,7 Mio. EUR unter dem Vorjahr. Aufgrund der Ausgliederung des Enabling Geschäfts in die MoCoPay GmbH zum 1.7.2011 sind rd. 6,2 Mio. EUR Umsatz in die MoCoPay geflossen; der Gruppenumsatz beläuft sich damit inkl. dem US Umsatz in 2011 auf rund 13,5 Mio. EUR.
Mit Beginn des Geschäftsjahres 2011 wurden die Umsatzbereiche neu strukturiert. Im Wesentlichen wurden die Segmente "Messaging & Voice Solutions" und "Interactive TV, Print & Radio Services" zu dem Segment "Enabling & Media" zusammengefasst, welches dann in der Folge in wesentlichen Teilen in die MoCoPay GmbH eingeflossen ist. Im Einzelnen haben sich die Geschäftsbereiche wie folgt entwickelt:
Das Segment "Enabling & Media" bildete im Berichtsjahr mit einem Umsatzanteil von 43,5% nur noch die zweitumsatzstärkste Produktgruppe. Mit den Produkten Payment Gateway, SMS Gateway, MMS Gateway und den Service-Rufnummern konnten rund 3,0 Mio. EUR Umsatz generiert werden. Dieser Bereich beinhaltet im Wesentlichen die Payment Dienstleistungen über die technische Anbindung von Dritten an die Abrechnungssysteme der Netzbetreiber (Mobilfunk + Festnetz) sowie die SMS- und MMS-Transportdienstleistungen für Dritte. Der Umsatzrückgang in diesem Segment resultiert im Wesentlichen aus einem verringerten Volumen im Bereich SMS Entertainment sowie aus dem Wegfall von Gewinnspielen für eine große Radiogruppe. In dem margenrelevanten und strategisch wichtigen Segment "Mobile Marketing & Campaigns" finden sich neben Mobile Marketing und Mobile Internet Lösungen für Markenartikler Kunden auch mobiles Customer Relationship Management mit den Netzbetreibern und Transaktionsdienste für mobile Bank- und Ticketdienstleistungen wieder. In diesem Bereich konnte ein Umsatz in Höhe von rund 3,4 Mio. EUR und ein Anteil am Gesamtumsatz von 49,3% erreicht werden. Gegenüber dem Vorjahr ist hier ein Umsatzanstieg von 1,4 Mio. EUR oder 70% zu verzeichnen. Neben dem wieder erstarkten Netzbetreibergeschäft haben im Berichtsjahr Neukunden aus dem Bereich Fast Moving Consumer Goods zu dieser erfreulichen Entwicklung beigetragen. Im Segment "Mobile Content & Licensing" wird in 2011 ein Umsatzrückgang um 0,5 Mio. EUR auf rund 0,5 Mio. EUR verzeichnet. Dies entspricht einem Umsatzanteil von 7,2%.
4. Forschung und Entwicklung
Für die Gesellschaft ist es entscheidend, technisch leistungsfähige und zukunftsweisende Lösungen einzusetzen. Damit nehmen die ständige Beobachtung der Marktbedürfnisse, des Wettbewerbs und des Marktumfeldes sowie die gezielte Entwicklung der eigenen Produkte und Lösungen einen besonderen Stellenwert ein. Hierbei werden die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung gemäß HGB vollständig im Aufwand erfasst. Zum 31. Dezember 2011 beschäftigte die Gesellschaft 13 (Vorjahr 13) Mitarbeiter in der Technik.
Darstellung der Lage
1. Vermögenslage
Im Juli 2011 hat der Vorstand der conVisual AG mit Zustimmung des Aufsichtsrates von der Ermächtigung gemäß § 4 Absatz 8 der Satzung der Gesellschaft Gebrauch gemacht und das Grundkapital durch Ausgabe neuer Aktien erhöht. Durch die Ausgabe von 338.512 neuen Aktien zum Preis von 2,00 EUR je Stückaktie flossen der conVisual AG im Jahr 2011 insgesamt liquide Mittel in Höhe von 0,68 Mio. EUR zu. Das Grundkapital der Gesellschaft hat sich damit auf 3.723.637 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 EUR im Jahr 2011 erhöht.
Aufgrund des Rückzugs aus dem US-Geschäft hat die Gesellschaft eine einmalige Abschreibung der Forderungen der conVisual AG gegenüber der conVisual US LLC in Höhe von 2,22 Mio. EUR vorgenommen. Zum Jahresende wies die Gesellschaft eine Bilanzsumme von 1.358 TEUR (Vorjahr 5.381 TEUR) aus. Das Eigenkapital belief sich auf minus 231 TEUR nach 2.641 TEUR im Vorjahr.
Zum 31. Dezember 2011 betrug das Anlagevermögen 311 TEUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf 592 TEUR. Der deutliche Forderungsrückgang gegenüber dem Vorjahr um 1.754 TEUR erklärt sich im Wesentlichen aus der Ausgliederung des Enabling Geschäfts in die MoCoPay GmbH und dem parallelen Anstieg des Projektgeschäftes im Bereich Mobile Marketing, bei dem längere Zahlungsziele üblich sind. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich auf 41 TEUR (Vorjahr 2.022 TEUR). Der Zahlungsmittelbestand hat sich um 469 TEUR auf 95 TEUR verringert, was im Wesentlichen auf den für 2011 ausgewiesenen Jahresfehlbetrag zurückzuführen ist.
Die Passivseite der Bilanz setzte sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 655 TEUR sowie Rückstellungen in Höhe von 511 TEUR zusammen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr analog zu den Forderungen deutlich gesunken.
| Vermögensstruktur | 31.12.2011 TEUR |
31.12.2010 TEUR |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände |
180 | 193 |
| Sachanlagevermögen | 110 | 126 |
| Finanzanlagen | 21 | 25 |
| Anlagevermögen | 311 | 344 |
| Umlaufvermögen, Rechnungsabgrenzungsposten |
816 | 5.037 |
| Nicht durch Eingenkapital gedeck ter Fehlbetrag |
231 | 0 |
| Bilanzsumme | 1.358 | 5.381 |
| Kapitalstruktur | 31.12.2011 TEUR |
31.12.2010 TEUR |
|---|---|---|
| Grundkapital | 3.724 | 3.385 |
| Genussrechtskapital | 0 | 100 |
| Kapitalrücklagen | 12.792 | 12.453 |
| Bilanzverlust | -16.747 | -13.297 |
| nicht gedeckter Fehlbetrag | 231 | |
| Eigenkapital | 0 | 2.641 |
| Rückstellungen | 511 | 338 |
| Verbindlichkeiten | 847 | 2.402 |
| Bilanzsumme | 1.358 | 5.381 |
2. Finanzlage
Mittelabflüssen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 1.250 TEUR und Mittelzuflüssen aus der Investitionstätigkeit (inklusive Einzahlungen aus den Abgängen des Finanzanlagevermögens) in Höhe von 70 TEUR standen Mittelzuflüsse aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 711 gegenüber, so dass sich am Ende des Geschäftsjahres ein Finanzmittelbestand von rund 95 TEUR ergibt. Damit ist der Finanzmittelbestand gegenüber dem Vorjahr um 469 TEUR gesunken.
| Kapitalflussabrechnung | 2011 TEUR |
2010 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| 1. | Jahresfehlbetrag | -3.549 | -1.537 |
| 2. | Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 109 | 112 |
| 3. | Ergebnis aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen | -146 | 0 |
| 4. | Zunahme/Abnahme der unfertigen Erzeugnisse | -49 | 12 |
| 5. | Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.754 | -205 |
| 6. | Zunahme/Abnahme der Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen | 1.980 | -565 |
| 7. | Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
-1.361 | -52 |
| 8. | Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten ggü. Verbundenen Unterneh men |
-17 | 17 |
| 9. | Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Rückstellung | 173 | 72 |
| 10. | Zunahme/Abnahme der Anzahlungen | -30 | 30 |
| 11. | Zunahme/Abnahme der sonstigen Vermögensgegenstände und Rech nungsabgrenzungsposten |
67 | -55 |
| 12. | Zunahme/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten und Rechnungspos ten |
-181 | 130 |
| 13. | Mittelabfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -1.250 | -2.041 |
| 14. | Auszahlungen für Investitionen im Anlagevermögen | -80 | -117 |
| 15. | Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens | 150 | 0 |
| 16. | Mittelabfluss/-zufluss aus der Investitionstätigkeit | 70 | -117 |
| 17. | Darlehen | 34 | 0 |
| 18. | Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung | 677 | 1.750 |
| 19. | Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit | 711 | 1.750 |
| 20. | Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands (=13. + 16. + 19.) |
-469 | -408 |
| 21. | Finanzmittelbestand am Periodenanfang | 564 | 972 |
| 22. | Finanzmittelbestand am Periodenende | 95 | 564 |
3. Ertragslage
Der Jahresfehlbetrag der conVisual AG belief sich in 2011 auf 3.549 TEUR und liegt damit um 2.012 TEUR über dem Vorjahr. Wichtigster Grund ist die außerplanmäßige Abschreibung der Forderungen gegenüber der conVisual US LLC in Höhe von 2.217 TEUR. Darüber hinaus trugen weiter verzögerte Beauftragungen von Mobile Marketing Projekten und Projektverschiebungen bei Neukunden zu dem weiter hohen operativen Verlust bei.
Im Einzelnen standen den Umsatzerlösen in Höhe von 6.920 TEUR betriebliche Aufwendungen in Höhe von insgesamt 9.052 TEUR gegenüber, die aus Umsatzherstellkosten, Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten resultierten. Zusätzlich werden sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 851 TEUR und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 2.274 TEUR ausgewiesen.
Den größten Teil dieser Kosten machten die Umsatzherstellkosten in Höhe von 6.143 TEUR aus, zu denen die Umsatzanteile der Kunden, Billing- und Transportkosten der Netzbetreiber, Entwicklungskosten für Kundenprojekte sowie die Kosten für Content und Information Services gehörten. Die Bruttomarge bezogen auf den Umsatz beträgt rund 11% und liegt damit über der Bruttomarge gegenüber dem Vorjahr in Höhe von rund 5%. Hauptgrund dieser Steigerung ist die Verlagerung des margenschwachen Enabling Geschäfts in die MoCo-Pay GmbH.
Die Vertriebskosten liegen mit rund 1.583 TEUR (Vorjahr 1.512 TEUR) um rund 4,5% über dem Vorjahr. Die Gründe liegen in gestiegenen Personalkosten sowie zusätzlichen Aufwendungen für Recruiting.
Die Anzahl der Marketing- und Vertriebsmitarbeiter (Vollzeit, inklusive 1 Auszubildende) betrug im Berichtszeitraum durchschnittlich 16 Mitarbeiter (ohne Berücksichtigung des CEO).
Die Verwaltungskosten haben sich in 2011 mit 1.326 TEUR (Vorjahr 1.235 TEUR) um rund 6,8% erhöht. Darin enthalten sind Restrukturierungskosten in Höhe von 142 TEUR für Personalabbaumaßnahmen. Bereinigt um diese sind die Verwaltungskosten somit um 4,3% ggü. dem Vorjahr gesunken.
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (Vollzeit, inklusive 1 Auszubildender) in diesem Bereich betrug im Berichtszeitraum 22,5 Mitarbeiter und setzte sich aus technischen Mitarbeitern sowie den Mitarbeitern im Bereich Finanzen/Verwaltung zusammen. Produkt- und projektbezogene Personalkosten wurden von den allgemeinen Verwaltungskosten in die Entwicklungs- und Herstellungskosten umgegliedert.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten die innerbetrieblichen Verrechnungen für Leistungen der conVisual AG für die conVisual US LLC. Insgesamt wurden Leistungen, die von Januar bis Dezember 2011 von der conVisual AG erbracht wurden, in Höhe von 260 TEUR an die conVisual US LLC weiterberechnet. Weitere Positionen sind die Veräußerung des Kundenstammes an die MoCoPay GmbH in Höhe von 240 TEUR, die Veräußerung von Geschäftsanteilen der MoCoPay GmbH in Höhe von 150 TEUR sowie die Verrechnungen ggü. der MoCoPay GmbH in Höhe von 35 TEUR. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge die Ausbuchung alter Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von 96 TEUR, Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigungen 18 TEUR und Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigungen 14 TEUR.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind neben der Abschreibung der Forderung gegenüber der conVisual US LLC in Höhe von 2.217 TEUR, den Wertberichtigungen von Forderungen in Höhe von 27 TEUR und Zuführungen zu Rückstellungen 26 TEUR auch Währungsverluste in Höhe von 1 TEUR aus Kursdifferenzen enthalten.
4. USA Geschäft
Das US-Geschäft entwickelte sich zu Jahresbeginn erfreulich und konnte eine angestiegene Projektnachfrage verzeichnen. Trotz der daraus resultierenden deutlich angestiegenen Umsätze im 1. Halbjahr 2011 erfordert die positive Entwicklung des Deutschland-Geschäftes jedoch einen Ausbau der knappen Ressourcen auf diesem Markt. Durch den Rückzug aus dem US-Geschäft können die Ressourcen vollständig zur Unterstützung des Wachstums in Deutschland eingesetzt werden. Die dadurch erforderliche einmalige Abschreibung der Forderungen der conVisual AG gegenüber der conVisual US LLC in Höhe von 2,22 Mio. EUR wirkt sich jedoch nicht auf den Cash-Flow des Unternehmens aus. Kundenlösungen in den USA werden aus Deutschland weiter betrieben. Die Akquisition von Neugeschäft ist nicht geplant.
Die conVisual US LLC erwirtschaftete in 2011 einen Umsatz in Höhe von 412 TUSD und konnte damit den Vorjahresumsatz halten. Die Umsatzkosten, Vertriebskosten und Verwaltungskosten betrugen inklusive der von der conVisual AG bezogenen Verrechnungspreise 952 TUSD. Der vorläufige Verlust der conVisual US LLC beläuft sich in 2011 somit auf 540 TUSD.
5. MoCoPay GmbH
Die MoCoPay GmbH ist im Bereich der Enabling Services (Payment und SMS Transport) tätig und hat im ersten Quartal 2011 ihr operatives Geschäft aufgenommen und erste Kundenverträge direkt abgeschlossen. Mit Vertrag vom 15.06.2011 hat die conVisual AG den Großteil ihres Enabling Geschäftes an die MoCoPay GmbH verkauft. Die MoCoPay GmbH hat in 2011 einen Umsatz in Höhe von 6.217 TEUR erwirtschaftet. Die Umsatzkosten, Vertriebskosten und Verwaltungskosten betrugen 6.192 TEUR, so dass sich im Berichtsjahr ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 25 TEUR ergibt.
Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
Die Gesellschaft versucht im Rahmen der Unternehmensstrategie unangemessene Risiken zu vermeiden. Trotzdem ergeben sich aus der operativen Tätigkeit sowie aus Veränderungen im Umfeld unvermeidliche Risiken. Neben den allgemeinen Risiken wirtschaftlichen Handelns sind insbesondere folgende Risiken zu berücksichtigen:
1. Geschäftsentwicklung
Das Marktumfeld, in dem die conVisual AG als Mobile Marketing Agentur und Full Service Provider tätig ist, ist nach wie vor durch hohe Dynamik und ein sich schnell veränderndes Umfeld geprägt. Die daraus resultierenden Risiken müssen frühzeitig erkannt werden, um die Unternehmensziele der conVisual AG (nachhaltiges Erreichen des Breakeven sowie Ausbau der Wettbewerbsposition) zu erreichen.
Technologie- und Innovationsrisiko
Um die erarbeitete Marktstellung – technologisch und produktinnovativ – zu erhalten und auszubauen, erfolgt eine Risikominimierung im Wesentlichen durch eine ausgewogene Allokation der Mittel auf die verschiedenen Kunden-, Produktund Marktkombinationen sowie durch regelmäßige Beobachtungen des nationalen und des internationalen Marktes. Im Rahmen von regelmäßigen Management Workshops und Markt- und Wettbewerbsanalysen werden die Mittel nach strategischen und ergebnisorientierten Gesichtspunkten analysiert und priorisiert.
Risiken aus der Nutzungsentwicklung
Der Umsatz der conVisual AG ist zumTeil von der Intensität der Nutzung der bereitgestellten Dienste durch Endkunden abhängig. Die Nutzungsentwicklung kann durch die Art und den Umfang einer Werbemaßnahme im Medien- oder Print-Bereich durch die Kunden der conVisual AG beeinflusst werden. Die conVisual AG hat nur mittelbaren Einfluss auf die Werbemaßnahmen durch gezielte und spezielle Kundenberatung. Wann immer es möglich und sinnvoll ist, verhandelt die con-Visual AG daher Einrichtungsgebühren, fixe Monatsgebühren und/oder Mindestumsätze mit ihren Kunden.
Abhängigkeit von Kooperationen und wichtigen Partnern
Zur Durchführung der Geschäftstätigkeit ist die conVisual AG davon abhängig, dass sie den Versand von mobilen Applikations- und Internetdiensten, wie Kurzmitteilungen, Multimedianachrichten sowie mobile Inhalte (Content), in Mobilfunknetzen realisieren kann. Die conVisual AG ist auf die Zusammenarbeit mit Mobilfunknetzbetreibern und Mobilfunk-Service-Providern angewiesen, da diese technische Zugriffs und Versandmöglichkeiten für Kurzmitteilungen, Multimedianachrichten, Mobile Internetseiten und mobile Inhalte (Content) ermöglichen und den Zugang zum Endkunden herstellen. Die conVisual AG benötigt darüber hinaus für das Betreiben des Geschäftsbetriebs bestimmte Informationen und Kundendaten von den Mobilfunknetzbetreibern und Service Providern wie zum Beispiel Abrechnungsdaten, Statusinformationen oder Zugriff auf die Datenbank für portierte Mobilfunkrufnummern (Mobile Number Portability Datenbank). Sollten die zugrunde liegenden Verträge, die überwiegend entweder eine unbegrenzte Laufzeit mit einer kurzen Kündigungsfrist oder eine kurze Laufzeit vorsehen, gekündigt werden oder sonstige Leistungsbedingungen mit der Gesellschaft verändert werden oder sollte sich der Geschäftsverlauf einer oder mehrerer der Mobilfunknetzbetreiber oder Mobilfunk-Service-Provider verschlechtern, könnte dies wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Die conVisual AG bedient sich im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit beim Vertrieb ihrer Produkte auch einer Reihe von Kooperations- und Vertriebspartnern, die die conVisual AG in der Vermarktung und der technischen Infrastruktur unterstützen. Die Kooperations- und Vertriebspartner wie beispielsweise Mobilfunk-Service-Provider, Internet-Provider, Festnetzbetreiber, Betreiber von Online-Portalen oder Hersteller von mobilen Endgeräten verfügen meist über besondere Marketingstrategien oder technologische Kenntnisse, die für die Geschäftstätigkeit der conVisual AG wesentlich sind. Sollten die genannten Kooperationspartner oder Vertriebspartner die zugrunde liegenden Verträge, die vielfach entweder eine unbegrenzte Laufzeit mit einer kurzen Kündigungsfrist oder eine kurze Laufzeit vorsehen, kündigen oder sonstige Leistungsbedingungen mit der Gesellschaft ändern oder sollte sich der Geschäftsverlauf einer oder mehrerer der Vertriebs- oder Kooperationspartner verschlechtern, könnte dies wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Überdies ist die conVisual AG hinsichtlich des Angebotes von Content-Diensten (zum Beispiel Bild- und Videoinhalte, Handy-Spiele) auch aufgrund der starken Konzentration unter den Lizenzgebern auf einige wenige Vertragspartner angewiesen, die der conVisual AG die erforderlichen Nutzungs- und Verwertungsrechte einräumen können. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Unternehmen aus der Musikindustrie, der Filmindustrie und der Unterhaltungsindustrie. Sollten die zugrunde liegenden Verträge, die vielfach entweder eine unbegrenzte Laufzeit mit einer kurzen Kündigungsfrist oder eine kurze Laufzeit vorsehen, gekündigt werden oder sonstige Leistungsbedingungen mit der Gesellschaft verändert werden oder sollte sich der Geschäftsverlauf einer oder mehrerer der Vertragspartner verschlechtern, könnte dies wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
2. Finanzielle Risiken
Der Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2011 betrug rund 95 TEUR. Die Planung sieht auf der Grundlage der geplanten Umsatz- und Ergebnissteigerungen nachhaltige positive Zuflüsse von Finanzmitteln zum Ende des 2. Halbjahrs 2012 vor. Darüber hinaus kann die Generierung von Zusatzgeschäft durch organisches Wachstum zu weiteren Finanzmittelzuflüssen führen. Um ein finanzwirtschaftliches Risiko aus Anlagen zu vermeiden, erfolgen Anlagen der Mittel der Gesellschaft ausschließlich im Rahmen von Termingeldanlagen bei Banken mit hoher Bonität. Bei den Termingeldanlagen handelt es sich um täglich kündbare Geldanlagen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden hinsichtlich ihrer Realisierbarkeit kontinuierlich bewertet und bei Auffälligkeiten entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.
3. Währungsrisiken
Die Abschlüsse der Gesellschaft werden in Euro erstellt. Die conVisual AG erzielte im Geschäftsjahr 2011 nur einen geringfügigen Anteil ihrer Umsätze in einer anderen Währung als dem Euro, insbesondere in US-Dollar. Gleichzeitig wurde der Großteil der Aufwendungen der conVisual AG in Euro getätigt. Ein weiterer Anstieg des Euro gegenüber dem US-Dollar und anderen Währungen als dem Euro, in denen die Gesellschaft Umsatzerlöse erzielt, könnte sich nachteilig auf die Umsatzrendite und den Cashflow auswirken. Die gegenwärtigen und zukünftigen Umsatzerlöse von conVisual unterliegen damit geringfügigen Wechselkursschwankungen, während die Kosten nahezu ausschließlich in Euro anfallen. In dem am 31. Dezember 2011 beendeten Geschäftsjahr wurden keine Kurssicherungsinstrumente eingesetzt.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres
Im Vorstand der conVisual AG hat es zu Beginn des Geschäftsjahres 2012 Änderungen gegeben: ab dem 01. Januar 2012 hat Claas Voigt als COO das neu strukturierte Vorstandsressort Technik & Finance übernommen. Herr Dr. Wolf hat darüber hinaus das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 31. Januar 2012 verlassen. Nach dem erfolgten Umbau des Vorstandes zum 01. Februar 2012 hat der Aufsichtsrat der conVisual AG die neue Verteilung der Vorstandsressorts beschlossen: neuer Vorstandsvorsitzender des Unternehmens wurde Markus Hüßmann. Er verantwortet als CEO damit die Bereiche Vertrieb, Mobile Marketing, Mobile Internet, Produktmanagement und Public Relations. Sein Vorstandskollege Claas Voigt ist als COO verantwortlich für die Ressorts Technik, Finance & Controlling, Personal, Einkauf, Investor Relations sowie die Tochterfirma MoCoPay GmbH.
Am 16. Januar 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat der con-Visual AG eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht aus genehmigten Kapital beschlossen. Die erfolgreiche Platzierung von insgesamt Stück 1.241.212 neuen Aktien hat das Grundkapital der Gesellschaft auf 4.964.849 Euro erhöht. Die neuen Aktien wurden zu einem Bezugspreis in Höhe von Euro 1,05 je Stückaktie ausgegeben, so dass der Gesellschaft dadurch liquide Mittel in Höhe von 1.303.273 Euro vor Kosten der Kapitalerhöhung zugeflossen sind. Das Eigenkapital ist dadurch wieder deutlich positiv.
Im Rahmen der notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen wurden im ersten Quartal betriebsbedingte Kündigungen an 7 Mitarbeiter aus allen Unternehmensbereichen ausgesprochen.
Zur Stärkung der B2C Aktivitäten hat die conVisual AG am 16.02.2012 die 100%ige Tochterfirma Astro Boulevard GmbH gegründet, deren Geschäftszweck der Betrieb einer Plattform zur Vermarktung von Astrologie- und Lebensberatungsdienstleistungen an Endkunden ist.
Zum 02. April 2012 hat das Aufsichtsratsmitglied Herr Jens Munk seine Bestellung als Aufsichtsratsmitglieder der conVisual AG mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Mit Wirkung zum 03. April 2012 wurde Herr Achim Plate zum Mitglied des Aufsichtsrates bestellt.
Ausblick
Im laufenden Geschäftsjahr 2012 plant die Gesellschaft nach dem enttäuschenden Vorjahr ein Turnaround-Jahr mit Margen und Ergebnissteigerungen, die vornehmlich aus dem Kerngeschäft Mobile Marketing und Mobile Internet resultieren. Damit soll ab dem 2. Halbjahr 2012 ein positives Ergebnis auf Monatsbasis erreicht werden.
Die vertrieblichen Aktivitäten von conVisual richten sich anhaltend darauf, neben der Weiterentwicklung von bestehenden Kundenbeziehungen auch neue Key Accounts aufzubauen. Die Erhöhung der Anzahl der Key Accounts trägt zur Risikominimierung bei. Das erfolgreiche Kampagnengeschäft mit den großen Netzbetreibern soll auch im Jahresverlauf 2012 weiter ausgebaut werden. Dabei steht die Entwicklung von intelligenten, integrierten Kampagnenmechaniken im Fokus.
Die Entwicklung des Geschäfts der MoCoPay GmbH insbesondere bei den Payment Verfahren Web- und WAP Billing ist stark abhängig von der Kundenakzeptanz der Clean Market Initiative der Netzbetreiber.
Kundenlösungen in den USA werden aus Deutschland weiter betrieben. Die Akquisition von Neugeschäft ist nicht geplant.
Das Geschäft der Astro-Boulevard GmbH soll in 2012 durch Kooperationen forciert werden.
Der Gesellschaft sind keine Verpflichtungen oder Vorfälle bekannt, die die voraussichtlichen Aussichten im laufenden Geschäftsjahr 2012 wesentlich beeinflussen dürften. conVisual erwartet, dass die operativen Kosten im Geschäftsjahr 2012 gegenüber den Vorjahreskosten aufgrund der Restrukturierungsmaßnahmen sinken werden.
Der Vorstand geht davon aus, dass der Umsatz der conVisual AG im Geschäftsjahr 2012 bedingt durch die Verlagerung des Enabling Geschäfts in die MoCopPay GmbH gegenüber dem Vorjahr sinken wird. Das Ergebnis 2012 wird sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern, aber noch im negativen Bereich liegen. Für 2013 wird ein weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum erwartet.
Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn sich die Annahmen als unzutreffend erweisen.
Oberhausen, den 13. April 2012
Markus Hüßmann Claas Voigt CEO COO
Abschluss
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
| 2011 EUR |
2010 EUR |
||
|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 6.919.588,58 | 18.644.061,90 |
| 2. | Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen |
-6.143.309,68 | -17.789.795,16 |
| 3. | Bruttoergebnis vom Umsatz | 776.278,90 | 854.266,74 |
| 4. | Vertriebskosten | -1.582.764,31 | -1.512.064,25 |
| 5. | Allgemeine Verwaltungskosten | -1.325.781,56 | -1.235.548,88 |
| 6. | Sonstige betriebliche Erträge | 851.326,53 | 456.952,96 |
| 7. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | -2.273.793,94 | -45.501,42 |
| --davon aus Währungsumrechnung 982,70 EUR (i. Vj. 0,00 EUR)-- | |||
| 8. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 609,98 | 19.286,54 |
| 9. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -2.280,71 | -70.328,77 |
| --davon aus der Abzinsung 0,00 EUR (i. Vj. 63.000,00 EUR)-- | |||
| 10. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -3.556.405,11 | -1.532.937,08 |
| 11. | Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen | 10.981,67 | 0,00 |
| 12. | Sonstige Steuern | -3.951,84 | -4.281,47 |
| 13. | Jahresfehlbetrag | -3.549.375,28 | -1.537.218,55 |
| 14. | Verlustvortrag | -13.297.611,46 | -11.760.392,91 |
| 15. | Verrechnung Genussrechtskapital | 100.000,00 | 0,00 |
| 16. | Bilanzverlust | -16.746.986,74 | -13.297.611,46 |
Bilanz zum 31. Dezember 2011
| Aktiva | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| A Anlagevermögen |
||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
180.136,50 | 193.225,25 |
| II. Sachanlagen |
109.601,00 | 125.962,00 |
| III. Finanzanlagen |
21.250,00 | 25.000,00 |
| 310.987,50 | 344.187,25 | |
| B Umlaufvermögen |
||
| I. Vorräte |
||
| Unfertige Leistungen | 49.125,00 | 0,00 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 592.191,30 | 2.346.314,83 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 41.333,10 | 2.021.541,90 |
| --davon aus Lieferungen und Leistungen | ||
| EUR 32.500,- (i. Vj. TEUR 1.453)-- --davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem |
||
| Jahr EUR 0,00 (i. Vj. TEUR 1.453)-- | ||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 15.204,84 | 77.358,14 |
| 648.729,24 | 4.445.214,87 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 95.306,24 | 563.926,49 |
| 744.035,48 | 5.009.141,36 | |
| C Rechnungsabgrenzungsposten |
22.063,00 | 27.659,00 |
| D Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
231.485,56 | 0,00 |
| 1.357.696,54 | 5.380.987,61 |
| Passiva | 31.12.2011 | 31.12.2010 | |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| A | Eigenkapital | ||
| I. Grundkapital |
3.723.637,00 | 3.385.125,00 | |
| [Bedingtes Kapital EUR 1.692.563,00 (i. Vj. TEUR 1.261)] | |||
| II. Genussrechtskapital |
0,00 | 100.000,00 | |
| III. Kapitalrücklage |
12.791.864,18 | 12.453.352,18 | |
| IV. Bilanzverlust |
-16.746.986,74 | -13.297.611,46 | |
| V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
231.485,56 | 0,00 | |
| 0,00 | 2.640.865,72 | ||
| B | Rückstellungen Sonstige Rückstellungen |
510.808,70 | 338.087,00 |
| C | Verbindlichkeiten | ||
| 1. Erhaltene Anzahlungen |
0,00 | 29.600,00 | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
33.538,57 | 0,00 | |
| --davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 4,19 (i. Vj. EUR 0,00) |
|||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
654.653,38 | 2.016.221,37 | |
| --davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 654.653,38 (i. Vj. TEUR 2.016)-- |
|||
| 4. Verbindlichkeiten ggü. verbundene Unternehmen |
0,00 | 16.772,10 | |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten |
158.695,89 | 339.441,42 | |
| --davon aus Steuern EUR 36.866,06 (i. Vj. TEUR 183)-- | |||
| --davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 158.695,89 (i. Vj. TEUR 339)-- |
|||
| 846.887,84 | 2.402.034,89 | ||
| 1.357.696,54 | 5.380.987,61 |
Anhang für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011
Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 wurde nach den allgemeinen Vorschriften der §§ 238 ff. HGB, den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264 ff. HGB unter Berücksichtigung der besonderen Vorschriften für Aktiengesellschaften sowie gemäß der Satzung aufgestellt.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden erstmals die handelsrechtlichen Vorschriften nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) angewendet.
Die conVisual AG ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.
Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB beibehalten.
Bilanzierungs und Bewertungsmethoden
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gehen von der Fortführung des Unternehmens aus.
Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände er-
folgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von planmäßigen Abschreibungen über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden in Ausübung des Wahlrechts nicht aktiviert.
Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungen erfolgen im Rahmen der nach steuerlichen Richtlinien zulässigen Sätze nach der linearen Abschreibungsmethode.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche Forderungen werden abgezinst. Einzelwertberichtigungen für bestehende Forderungen werden je nach Ausfallrisiko vorgenommen. Das allgemeine Ausfallrisiko für die bestehenden Forderungen ist in ausreichender Höhe durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.
Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet.
Die sonstigen Rückstellungen tragen allen ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken in ausreichendem Umfang Rechnung.
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.
| Entwicklung des Anlagevermögens | Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2011 |
Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand 31.12.2011 |
|
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
|||||
| Rechte und Lizenzen | 304.258,64 | 7.361,32 | 76.409,89 | 86.985,73 | 301.044,12 |
| Kundenstamm | 150.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 150.000,00 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 54.280,25 | 26.177,14 | -76.409,89 | 0,00 | 4.047,50 |
| 508.538,89 | 33.538,46 | 0,00 | 86.985,73 | 455.091,62 | |
| Sachanlagen | |||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 812.751,38 | 46.045,85 | 0,00 | 297.525,90 | 561.271,33 |
| 812.751,38 | 46.045,85 | 0,00 | 297.525,90 | 561.271,33 | |
| Finanzanlagen | |||||
| Finanzanlagen | 25.000,00 | 0,00 | 0,00 | 3.750,00 | 21.250,00 |
| 25.000,00 | 0,00 | 3.750,00 | 21.250,00 | ||
| Gesamt | 1.346.290,27 | 79.584,31 | 0,00 | 388.261,63 | 1.037.612,95 |
Latente Steuern werden ab 2010 für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des für die conVisual AG maßgeblichen Ertragsteuersatzes.
Passive latente Steuern bestehen mangels zu versteuernder temporärer Differenzen nicht. Aktive latente Steuern auf die am Bilanzstichtag bestehenden steuerlichen Verlustvorträge werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.
Im Hinblick auf die Kapitalerhöhung im Februar 2012 wurde das Going-Concern-Prinzip angewendet.
Währungsumrechnung
Vermögensgegenstände in Fremdwährung werden grundsätzlich zum Anschaffungskurs bzw. mit dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden grundsätzlich zum Entstehungskurs bzw. mit dem höheren Devisenkassamittelkurs angesetzt. Bei einer Restlaufzeit der Vermögensgegenstände und Schulden von einem Jahr oder weniger werden auch unrealisierte Währungsgewinne ausgewiesen.
1 Anlagevermögen
Der Wertansatz der Anlagegüter mit zeitlich begrenzter Nutzung wurde um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die zugrunde liegenden Nutzungsdauern orientieren sich an der amtlichen Abschreibungstabelle. Sie betragen für
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 3 – 10 Jahre |
|---|---|
| Kundenstamm | 10 Jahre |
| Betriebs und Geschäftsausstattung | 3 – 13 Jahre. |
Zugänge des Geschäftsjahres wurden grundsätzlich linear pro rata temporis abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden wie folgt abgeschrieben: Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 150 EUR wurden sofort abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 150,01 EUR bis 1.000,00 EUR wurde ein Pool gebildet, der über 5 Jahre abgeschrieben wird.
Die Zugänge des Anlagevermögens in Höhe von 80 TEUR betreffen im Wesentlichen Lizenz- und Nutzungsrechte, EDV-Anlagen sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung.
| Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2011 |
Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2011 |
Stand 31.12.2011 |
Stand 31.12.2010 |
|
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| 275.313,64 | 31.560,21 | 86.918,73 | 219.955,12 | 81.089,00 | 28.945,00 | |
| 40.000,00 | 15.000,00 | 0,00 | 55.000,00 | 95.000,00 | 110.000,00 | |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 4.047,50 | 54.280,25 | |
| 315.313,64 | 46.560,21 | 86.918,73 | 274.955,12 | 180.136,50 | 193.225,25 | |
| 686.789,38 | 62.306,85 | 297.425,90 | 451.670,33 | 109.601,00 | 125.962,00 | |
| 686.789,38 | 62.306,85 | 297.425,90 | 451.670,33 | 109.601,00 | 125.962,00 | |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 21.250,00 | 25.000,00 | |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 21.250,00 | 25.000,00 | |
| 1.002.103,02 | 108.867,06 | 384.344,63 | 726.625,45 | 310.987,50 | 344.187,25 | |
2 Vorräte
In den Vorräten werden unfertige Leistungen i.H.v. 49 TEUR (i.Vj. 0 EUR) ausgewiesen, die zum Bilanzstichtag bereits geleistet, aber noch nicht abrechenbar sind. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie anteilige Abschreibungen auf das Anlagevermögen einbezogen.
3 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen im Geschäftsjahr 592 TEUR (i.Vj. 2.346 TEUR). In den Forderungen sind Wertberichtigungen in Höhe von 65 TEUR (i.Vj. 88 TEUR) enthalten.
4 Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
Auf Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 41 TEUR (i.Vj. 2.022 TEUR). Dieser Betrag setzt sich im Wesentlichen aus Verrechnungspreisen ggü. der conVisual US LLC zusammen.
5 Sonstige Vermögensgegenstände
Die Sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 15 TEUR (i.Vj. 77 TEUR) beinhalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren, Steuererstattungsansprüche und Forderungen ggü. dem Personal.
6 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
Die liquiden Mittel in Höhe von 95 TEUR (i.Vj. 564 TEUR) beinhalten den Kassenbestand und die laufenden Bankguthaben.
7 Eigenkapital
Das Grundkapital der conVisual AG beträgt 3.724 TEUR (i.Vj. 3.385 TEUR).
Das Grundkapital ist eingeteilt in 3.723.637 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien.
Im Zusammenhang mit der Einzahlung aus den Kapitalerhöhungen erhöhte sich die Kapitalrücklage von 12.453 TEUR um 339 TEUR auf 12.792 TEUR.
Die Genussrechtsvereinbarung vom 9. November 2005 ist
vertragsgemäß am 31. Dezember 2010 beendet worden. Entsprechend der Genussrechtsvereinbarung war das Genussrechtskapital mit den während der Laufzeit entstandenen Verlusten zu verrechnen soweit diese die Kapitalrücklage überschritten haben.
Der Bilanzverlust von 16.747 TEUR setzt sich aus dem bestehenden Verlustvortrag in Höhe von 13.198 einschließlich des verrechneten Genussrechtskapital (100 TEUR) und dem Jahresfehlbetrag in Höhe von 3.549 TEUR zusammen.
Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag mit 231 TEUR bilanziell überschuldet. Diese bilanzielle Überschuldung wurde jedoch im Februar 2012 aufgrund der durchgeführten Kapitalerhöhung beseitigt. Diese Kapitalerhöhung wurde bereits in der Aufsichtsratssitzung vom 19. Dezember 2011 genehmigt.
Kapitalerhöhungen
Mit Beschluss des Vorstands unter Zustimmung des Aufsichtsrates am 18. Juli 2011 wurde das Grundkapital der Gesellschaft unter Ausnutzung des genehmigten Kapitals gemäß § 4 Absatz 8 der Satzung gegen Bareinlage durch Ausgabe von 338.512 neuen auf den Inhaber lautende Stückaktien zum Ausgabebetrag von 2,00 EUR (Nennwert 1,00 EUR) je Aktie auf 3.724 TEUR erhöht. Die Eintragung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister erfolgte am 11. August 2011 (URNr. 634/2011 des Notars Ulrich Blumberg, Oberhausen).
Genehmigtes Kapital
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 9. August 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 31. Juli 2015 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 1.665 TEUR zu erhöhen. Den Aktionären ist dabei ein Bezugsrecht einzuräumen. Das Bezugsrecht kann den Aktionären auch mittelbar gemäß §186 Abs. 5 AktG gewährt werden. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre zu folgenden Zwecken auszuschliessen:
- Ausgleich von Spitzenbeträgen
- Ausgabe von Aktien gegen Sacheinlagen im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen oder Teilen daran
• Wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet (§ 203 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG)
Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, die Einzelheiten der Kapitalerhöhung sowie die Bedingungen der Aktienausgabe, insbesondere den Ausgabebetrag, festzulegen. Die Eintragung der Beschlussfassung zur Schaffung eines genehmigten Kapitals in das Handelsregister erfolgte am 31. August 2010. Zum 31. Dezember 2011 beträgt das verbleibende genehmigte Kapital 1.326 TEUR.
Bedingtes Kapital
Das Grundkapital ist durch den Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 2. November 2005 und 24. November 2005 (URNr. 1007/2005 und 1306/2005 der Notarin Imke Glücks, Essen) um 65 TEUR durch die Ausgabe von 65.629 Stück nennwertlose Stammaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 EUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, als die Inhaber der Wandelgenussrechte, die aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung am 2. November 2005 ausgegeben wurden, von ihrem Wandelrecht Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch die Ausübung des Wandelrechts entstehen, am Gewinn der Gesellschaft teil. Die Eintragung des bedingten Kapitals in das Handelsregister erfolgte am 14. Dezember 2005.
Des Weiteren ist das Grundkapital durch den Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 5. Januar 2006 (URNr. 88/2006 der Notarin Imke Glücks, Essen) um bis zu 184 TEUR durch die Ausgabe von bis zu 183.760 neuen Aktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Erfüllung von Bezugsrechten, die an Mitglieder der Geschäftsführung und Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 5. Januar 2006 ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Gewinnverwendung gefasst wurde, am Gewinn teil. Die Eintragung des bedingten Kapitals in das Handelsregister erfolgte am 12. Januar 2006. In der Hauptversammlung vom 9. August 2010 wurde festgestellt, dass das bedingte Kapital II nur in der Höhe von 110.250 Bezugsrechten benötigt wird. Die Differenz von 73.510 Stück wurde aufgehoben. Im Geschäftsjahr 2010 sind Bezugsaktien im Nennwert von 55 TEUR ausgegeben worden. Das neue bedingte Kapital II beträgt somit 55 TEUR.
Des Weiteren ist das Grundkapital durch den Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. Juli 2009 (URNr. 542/2009 des Notars Ulrich Blumberg, Oberhausen) um bis zu 862 TEUR durch die Ausgabe von bis zu 862.365 Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital IV). Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. August 2011 (URNr. /2011 des Notars Ulrich Blumberg, Oberhausen) wurde die Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen (Bedingtes Kapital IV) aufgehoben und ein neues bedingtes Kapital VI wie folgt geschaffen: Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 31. Juli 2016 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen (nachstehend gemeinsam "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von insgesamt bis zu 10.000.000,00 EUR mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Gläubigern der Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu 1.354.051,00 EUR nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren.
Die Schuldverschreibungen können außer in € auch – unter Begrenzung auf den entsprechenden €-Gegenwert – in der gesetzlichen Währung eines OECD-Landes begeben werden. Die Ausgabe der Schuldverschreibungen kann auch gegen Erbringung von Sachleistungen erfolgen, insbesondere zum Zwecke des unmittelbaren oder mittelbaren Erwerbs von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen, Unternehmensteilen, von Immaterialgüterrechten und gewerblichen Schutzrechten sowie von hierauf gerichteten Lizenzen, insbesondere Software-Lizenzen, oder von anderen Wirtschaftsgütern.
Die Schuldverschreibungen können auch durch Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden. In diesem Fall wird der Vorstand ermächtigt, namens der conVisual AG für die ausgebende Gesellschaft die Garantie für die Schuldverschreibungen zu übernehmen und den Gläubigern solcher Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf Aktien der conVisual AG zu gewähren.
Des Weiteren ist das Grundkapital durch den Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. August 2011 (URNr. 735/2011 des Notars Ulrich Blumberg, Oberhausen) um bis zu 283.387 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital V). Das Bedingte Kapitel V dient der Erfüllung von Bezugsrechten, die an Mitglieder der Geschäftsführung und Arbeitnehmer der Gesellschaft nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 9. August 2010 ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Gewinnverwendung gefasst wurde, am Gewinn teil.
Des Weiteren ist das Grundkapital durch den Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. August 2011 (URNr. 635/2011 des Notars Ulrich Blumberg, Oberhausen) um bis zu 1.354 TEUR durch die Ausgabe von bis zu 1.354.051 Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital VI). Diese bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die die conVisual AG oder deren Konzernunternehmen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 29. August 2011 ausgegeben haben, ihre Wandlungs- oder Optionsrechte ausüben oder Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Bedingten Kapital 2010 festzulegen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Satzung dem Umfang der Ausgabe von Bezugsaktien entsprechend anzupassen.
Die Gesellschaft hat von der Ermächtigung Gebrauch gemacht, die die Hauptversammlung am 5. Januar 2006 beschlossen hat und auf dieser Grundlage insgesamt 59.535 Aktienoptionen auf den Bezug von ebensoviel auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag ausgegeben. Im Einzelnen teilen sich die Aktienoptionen wie folgt auf: 44.835 Aktienoptionen wurden an die Arbeitnehmer der conVisual AG und 14.700 Aktienoptionen wurden an den Vorstand der conVisual AG ausgegeben. Die Aktienoptionen wurden den Mitarbeitern ohne Gegenleistung gewährt; bei Ausübung der Aktienoptionen ist für jede ausgeübte Option – vorbehaltlich etwaiger Anpassungen im Rahmen von Kapitalerhöhungen aus Gesellschaftsmitteln oder Kapitalherabsetzungen – ein Betrag in Höhe des Platzierungspreis je Aktie beim Börsengang der Gesellschaft, also in Höhe von 6,10 EUR zu zahlen. Im Übrigen entsprechen die Bedingungen der Aktienoptionen den in dem Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Januar 2006 festgelegten Bedingungen. Die Aktienoptionen sind in 2011 ausgelaufen.
Im Jahr 2008 hat die Gesellschaft von der Ermächtigung Gebrauch gemacht, die die Hauptversammlung am 5. Januar 2006 beschlossen hat und auf dieser Grundlage eine zweite Tranche von insgesamt 66.885 Aktienoptionen auf den Bezug von ebensoviel auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag ausgegeben. Im Einzelnen teilen sich die Aktienoptionen wie folgt auf: 52.185 Aktienoptionen wurden an die Arbeitnehmer der conVisual AG und 14.700 Aktienoptionen wurden an den Vorstand der conVisual AG ausgegeben. Die Aktienoptionen wurden den Mitarbeitern ohne Gegenleistung gewährt; bei Ausübung der Aktienoptionen ist für jede ausgeübte Option – vorbehaltlich etwaiger Anpassungen im Rahmen von Kapitalerhöhungen aus Gesellschaftsmitteln oder Kapitalherabsetzungen – ein Betrag in Höhe von 1,19 EUR je Aktie zu zahlen. Im Übrigen entsprechen die Bedingungen der Aktienoptionen den in dem Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Januar 2006 festgelegten Bedingungen. Insgesamt wurden bis jetzt 55.125 Optionen ausgeübt.
8 Sonstige Rückstellungen
Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von 511 TEUR (i.Vj. 338 TEUR) bestehen im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen, Urlaubsrückstellungen und Jahresabschlusskosten.
9 Erhaltene Anzahlungen
Die Projekte, für die im Jahr 2010 Anzahlungen eingegangen waren, wurden im Januar 2011 abgewickelt. In 2011 hat con-Visual keine Anzahlungen erhalten.
10 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten zwei Darlehen über jeweils einen Kreditbetrag von 20 TEUR zur Finanzierung diverser Anlagegüter. Die Laufzeit der Kreditverträge beträgt 2 bzw. 4 Jahre.
11 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen im Geschäftsjahr 655 TEUR (i.Vj. 2.016 TEUR).
(12) Sonstige Verbindlichkeiten
Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 159 TEUR (i.Vj.
339 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus kreditorischen Debitoren und Steuerverbindlichkeiten.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
13 Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse betragen im Berichtszeitraum 6.920 TEUR (i.Vj. 18.644 TEUR). Ein Großteil des Umsatzes mit rund 3.015 TEUR (i.Vj.15.606 TEUR) kommt aus dem Bereich "Enabling & Media": Dieser Bereich wurde aus dem in den Vorjahren existierenden Bereichen "Messaging & Voice Solutions" und "Interactive TV, Print & Radio Services" gebildet. Ein Teil des Geschäftsbereiches wurde im Juli 2011 in die MoCoPay GmbH ausgegliedert. Zu dem neu geschaffenen Produktbereich gehört neben den Produktgruppen SMS Gateway, MMS Gateway, Payment Gateway, auch der Bereich der Service-Rufnummern. Der Bereich "Mobile Marketing & Campaigns" weist im Berichtszeitraum einen Umsatz in Höhe von 3.365 TEUR (i.Vj. 2.019 TEUR) aus. Die Bereiche "Content Licensing" und "Information Services" liefern in 2011 einen Umsatzbeitrag von rund 539 TEUR (i.Vj. 1.019 TEUR).
14 Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen in Höhe von 6.143 TEUR (i.Vj. 17.790 TEUR) betreffen überwiegend Kundenanteile, Billing- und Transportkosten der Netzbetreiber, Entwicklungskosten und Contentkosten.
15 Vertriebskosten
Die Vertriebskosten in Höhe von 1.583 TEUR (i.Vj. 1.512 TEUR) setzen sich im Wesentlichen aus Personalaufwendungen, Reisekosten, Marketingkosten und sonstigen Vertriebskosten zusammen.
16 Allgemeine Verwaltungskosten
In den Allgemeinen Verwaltungskosten in Höhe von 1.326 TEUR (i.Vj. 1.236 TEUR) sind Personalaufwendungen, Mietaufwendungen, Kapitalmarktkosten und sonstige Verwaltungskosten enthalten.
17 Sonstige betriebliche Erträge
Die Sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 851 TEUR
(i.Vj. 457 TEUR) betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Veräußerung des Kundenstammes an die MoCoPay GmbH, der Teilveräußerung von Anteilen an der MoCoPay, der Auflösung von Rückstellungen sowie von Leistungen an die conVisual US LLC.
18 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 2.274 TEUR (i.Vj. 46 TEUR) enthalten im Wesentlichen den Aufwand für die Forderungsabschreibung gegenüber der conVisual US LLC.
19 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Hierbei handelt es sich um Zinserträge auf Forderungen aus Lieferung und Leistungen sowie Zinserträge aus Festgeldern und Kontokorrentguthaben.
20 Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Zinsen für langfristige Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten, sonstige Zinsen und Avalprovisionen.
21 Sonstige Steuern
Die Sonstigen Steuern beinhalten im Wesentlichen die Kraftfahrzeugsteuer.
Sonstige Angaben
22 Vorstand
Mitglieder des Vorstands waren während des Berichtszeitraums
Herr Dr. Thomas Wolf, Vorsitzender des Vorstands, Düsseldorf Herr Joao Gonzaga, Vorstand Technik, Düsseldorf (bis 31.10.2011)
Herr Markus Hüßmann, Vorstand Marketing, Hamburg
Die Bezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 586 TEUR (i.Vj. 492 TEUR).
23 Aufsichtsrat
Mitglieder des Aufsichtsrats waren während des Berichtszeitraums
Frau Franziska Oelte, Rechtsanwältin, Vorsitzende des Aufsichtsrates, Hamburg (seit dem 09. August 2010)
Herr Matthias Felder, Unternehmer, Berlin, (niedergelegt zum 29. August 2011)
Herr Christian Stöppler, Werbekaufmann, Frankfurt/Main (seit dem 31. Dezember 2009)
Herr Jens Munk, Managing Director, Frankfurt/Main (seit dem 29. August 2011)
24 Bezüge des Aufsichtsrates
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Vergütungen in Höhe von insgesamt 22 TEUR (i.Vj. 32 TEUR).
25 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Lizenzverträgen
| TEUR | |
|---|---|
| fällig 2012 | 322 |
| fällig 2013 bis 2015 | 372 |
| fällig nach 2015 | 0 |
26 Personalaufwand
Der Personalaufwand gemäß § 275 Absatz 2 HGB des Geschäftsjahres betrug 2.311 TEUR (i.Vj. 2.404 TEUR) für Löhne und Gehälter sowie 329 TEUR (i.Vj. 407 TEUR) für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung.
27 Materialaufwand
Die Umsatzkosten beinhalten Materialaufwand gem. § 275 Abs. 2 HGB (Aufwendungen für bezogene Leistungen) in Höhe von 4.922 TEUR (i.Vj. 16.676 TEUR).
28 Anzahl der Mitarbeiter
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Berichtsjahr betrug 40 (i.Vj. 35) Festangestellte und 22 (i.Vj. 22) Teilzeitarbeitskräfte. Per 31. Dezember 2011 beschäftigte die conVisual AG 2 (i.Vj. 3) Auszubildende.
29 Nahe stehenden Unternehmen und Personen
Nahe stehende Unternehmen und Personen sind juristische oder natürliche Personen, die auf die conVisual AG Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die conVisual AG unterliegen. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen werden insbesondere mit Tochterunternehmen der conVisual AG abgeschlossen. Es handelt sich vor allem um Liefer-, Miet-, Dienstleistungs- und Finanzierungsgeschäfte. Sofern für derartige Geschäfte ein entsprechender Markt besteht, werden sie zu auf dem jeweiligen Markt üblichen Konditionen abgeschlossen.
Im Jahr 2011 hat die conVisual AG die 100%-Beteiligung an der Tochtergesellschaft conVisual US LLC gehalten. Diese Gesellschaft ist mit keinem Eigenkapital ausgestattet. Das Wirtschaftsjahr 2011 schloss die Gesellschaft mit einem vorläufigen Verlust von 540 TUSD (inklusive Verrechnungspreisen) ab.
Ende 2010 hatte die conVisual AG die 100% Tochter "MoCo-Pay GmbH" gegründet und das operative Geschäft des "Mobile Enabling"Bereiches zum 01. Juli 2011 von der conVisual AG auf die MoCoPay GmbH übertragen. Im Juni 2011 hat die con-Visual AG 15% der Anteile an der MoCoPay GmbH veräußert, so dass zum Ende des Jahres 2011 noch 85% der Anteile an der MoCoPay GmbH gehalten werden. Zwischen der AG und der GmbH existiert ein Ergebnisabführungsvertrag. Für das Jahr 2011 erhält die AG einen Gewinnanteil von 21.434,90 Euro augeschüttet.
Die Vermögens, Finanz und Ertragslage des USTochterunternehmens conVisual US LLC wird im Wesentlichen durch die Forderung gegen dieses verbundene Unternehmen in Höhe von 32,5 TEUR im Jahresabschluss der conVisual AG widergespiegelt. Aufgrund der Größenkriterien wurde ein Konzernabschluss unter Einbeziehung dieser beiden Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2011 nicht aufgestellt.
30 Gesamthonorar des Abschlussprüfers
Das vom Abschlussprüfer des Jahresabschlusses im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beinhaltet Honorare für:
Gesamt davon für 2011 davon für das Vorjahr
| TEUR | TEUR | TEUR | |
|---|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 15 | 15 | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Leistungen | 4 | 4 | 0 |
Oberhausen, den 13. April 2012
conVisual AG
Der Vorstand
Markus Hüßmann Claas Voigt CEO COO
Bestätigungswerk des Abschlussprüfers
"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers:
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der conVisual AG, Oberhausen, für das Geschäftsjahr vom 1.12.2011 bis 31.12.2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht der Gesellschaft abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der conVisual AG, Oberhausen, für das Geschäftsjahr vom 1.1.2011 bis 31.12.2011 den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der conVisual AG, Oberhausen, und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Düsseldorf, den 13. April 2012
Warth & Klein Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Rolf Rombock Ulrich Diersch
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer