Interim / Quarterly Report • Sep 27, 2018
Interim / Quarterly Report
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Konzern-Zwischenlagebericht und verkürzter Konzern-Halbjahresabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018
An unsere Aktionäre
| Grußwort des Vorstandes | 4 |
|---|---|
| Highlights und wesentliche Ereignisse | 6 |
| Mutares am Kapitalmarkt | 8 |
Konzern-Zwischenlagebericht
Wirtschaftsbericht 11
| Lage des Konzerns einschließlich Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | 29 |
|---|---|
| Prognose-, Chancen- und Risikobericht | 32 |
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| × ۰. |
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Konzern-Gesamtergebnisrechnung 35 Konzernbilanz 36 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 38 Konzern-Kapitalflussrechnung 40 Ausgewählte Anhangangaben 42
Investor Relations
Finanzkalender 65 Impressum & Kontakt 66
Liebe Aktionäre und Aktionärinnen,
das erste Halbjahr 2018 war maßgeblich geprägt von den Vorbereitungen für den am 1. Juni erfolgten Börsengang des Nutzfahrzeuglieferanten STS Group AG im Prime Segment der Frankfurter Wertpapierbörse. Für uns war dies der erste Börsengang eines Portfoliounternehmens und stellt mit der Erschließung eines weiteren Exit-Kanals einen wichtigen Entwicklungsschritt dar. Wir haben mit der von uns angewandten Buy&Build-Strategie einen globaltätigen Systemlieferanten für die Nutzfahrzeugindustrie entwickelt und mit einer Eigenkapitalbewertung von EUR 120 Mio. einen attraktiven Kapitalmultiple von 22x erzielt. Mit einem Anteil von rund 64 % können wir auch nach dem Börsengang weiterhin an der vielversprechenden Entwicklung der STS Group partizipieren.
Auch darüber hinaus waren die bisherigen Monate des laufenden Jahres eine besonders ereignisreiche Zeit, in dem wir viele Weichen für die Fortentwicklung und weiteres Wachstum gestellt haben, dazu zählen: Die erstmalige Anwendung der internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017, die Umstellung auf Namensaktien zur Erhöhung der Transparenz unserer Aktionärsstruktur, die Beilegung eines langjährigen Rechtsstreits, die Erweiterung des Aufsichtsrates um zwei neue Mitglieder sowie die Eröffnung unseres Büros in London. Unseren Mitarbeitern und Partner möchten wir an dieser Stelle für ihren Einsatz und das außerordentliche Engagement in den vergangenen Monaten herzlich danken.
In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres haben wir eine erfreuliche operative Entwicklung in den Kernsegmenten Automotive und Engineering & Technology sowie eine erfreuliche transaktionsseitige Entwicklung beobachtet. Beim Konzernumsatz konnten wir mit EUR 467,0 Mio. eine Steigerung um 13,9 % erzielen. Das berichtete Konzern-EBITDA lag bei EUR 21,6 Mio. und damit wie erwartet unter dem EBITDA des ersten Halbjahrs 2017 (EUR 31,4 Mio.), das maßgeblich geprägt war von transaktionsbedingten Erträgen (Bargain Purchases) im Segment Automotive sowie Construction & Infrastructure. Mit dem Halbjahresbericht 2018 führen wir nun eine neue Kennzahl ein, das Adjusted EBITDA, das bereinigt ist um einmalige Effekte und Buchgewinne. Wir erhöhen damit die Transparenz für unsere Investoren mit Hinblick auf die operative Performance unseres Portfolios.
Das Vertrauen unserer Investoren ist für uns ein wichtiger Gradmesser unserer Arbeit und eine verlässliche Kommunikation ein wichtiger Pfeiler hierfür. Zusätzlich haben Vorstand und Aufsichtsrat das Vertrauen in Mutares und unser Portfolio in signifikanten Aktienkäufen mit einem Volumen von EUR 1,7 Mio. im Juni und August dieses Jahres untermauert. Darüber hinaus wurde im Juni ein Aktienrückkaufprogramm über EUR 3,0 Mio. durchgeführt.
Bis zur Veröffentlichung des Halbjahresabschlusses konnten wir nach dem STS Börsengang weitere vier Transaktionen abschließen, darunter eine neue Plattforminvestition sowie drei strategische Zukäufe ("Add-ons") für die bestehenden Portfoliounternehmen Balcke-Dürr und Donges SteelTec.
Unser Ziel von mindestens drei Kauftransaktionen in 2018 haben wir damit bereits erfüllt. Angesichts einer aussichtsreichen Transaktions-Pipeline, die in gleichem Maße attraktive Plattform-Investments sowie Add-on Akquisitionen beinhaltet, blicken wir zuversichtlich auf die verbleibenden Monate des laufenden Jahres.
Der Vorstand der Mutares AG München, im September 2018
Robin Laik Dr. Wolf Cornelius Dr. Kristian Schleede Mark Friedrich CEO COO CRO CFO
MKK Münchner Kapitalmarktkonferenz
Teilnahme und Präsentation der Mutares AG auf der 25. MKK, der größten Kapitalmarktkonferenz im süddeutschen Raum mit Fokus auf börsengelistete und -notierte Small und MidCap Unternehmen.
Frühjahrskonferenz in Frankfurt
Teilnahme und Präsentation der Mutares AG an einer der führenden MiFiD II-konformen Fachveranstaltung für institutionelle Investoren und Finanzanalysten sowie Venture Capital- und Private Equity-Investoren
Artmadis mit Eröffnung des Redressement Judiciaire
Aufgrund anhaltender wirtschaftlicher Schwierigkeiten hat die Geschäftsführung der Artmadis S.A.S. das Verfahren des "Redressement Judiciaire" beantragt, ein französisches Sanierungsverfahren, bei dem der Geschäftsführung vom Gericht bestellte Verwalter zur Seite gestellt werden. Artmadis wurde in der Folge innerhalb des ersten Halbjahres 2018 liquidiert und entkonsolidiert.
Börsengang der STS Group AG
Der erste Börsengang einer Portfoliogesellschaft der Mutares AG stellte den Höhepunkt im ersten Halbjahr dar. Mit einer Eigenkapitalbewertung von 120 Mio. EUR erreichte die Mutares AG einen Multiplikator von 22 auf das eingesetzte Kapital und bleibt weiterhin mit 64% Mehrheitsaktionärin.
Durchführung eines Aktienrückkaufprogramms
Anfang Juni setzte der Vorstand nach erfolgter Zustimmung durch den Aufsichtsrat ein Aktienrückkaufprogramm über ein Volumen von 3,0 Mio. EUR um.
Geschäftsbericht 2017 erstmalig auf Basis von IFRS
Mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichtes 2017 berichtete Mutares erstmalig auf Basis der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS mit dem Ziel, Investoren eine bessere Vergleichbarkeit und höhere Transparenz zu bieten.
Zanders stellt Antrag auf Sanierung in Eigenverwaltung
Das Management von Zanders stellte Ende Juni 2018 einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens und plante die Fortsetzung der Sanierung im Rahmen eines Eigenverwaltungsverfahrens. Mit Beschluss vom 1. September 2018 durch das Gericht wurde die Insolvenz im Regelverfahren eröffnet.
Erstes Quartal mit Umsatzwachstum gemäß Plan
Der Mutares-Konzern erzielte im ersten Quartal einen Gesamtumsatz von 228,9 Mio. EUR und ein saisonbedingtes operatives Ergebnis (EBITDA) von -3,4 Mio. EUR. Das erste Quartal war maßgeblich geprägt vom üblichen saisonalen Effekt des Servicegeschäfts im Segment Engineering & Technology sowie den Vorbereitungen für den Börsengang der STS Group AG.
Ordentliche Hauptversammlung
Die Aktionäre der Mutares AG sind auf der ordentlichen Hauptversammlung 2018 den Vorschlägen von Vorstand und Aufsichtsrat gefolgt und haben unter anderem den Vorstand entlastet, eine Dividende in Höhe von EUR 1,00, die Erweiterung des Aufsichtsrates auf fünf Mitglieder sowie die Umstellung auf Namensaktien beschlossen.
Donges SteelTec mit Add-on Akquisition von Tata Steel
Die Donges SteelTec Gruppe unterzeichnet einen Vertrag über den Kauf der Kalzip Gruppe, eines Anbieters im Bereich Gebäudeverkleidungen und Aluminiumdächer von Tata Steel. Nach Abschluss der Transaktion, der im Herbst 2018 erwartet wird, wird die Gruppe auf einen kombinierten Umsatz von über 100 Mio. EUR erzielen.
Mutares gelingt einvernehmliche Lösung eines Rechtsstreits
Mutares konnte einen langjährigen und umfangreichen Rechtsstreit mit der Diehl Gruppe im Rahmen
einer einvernehmlichen Einigung beilegen.
Erwerb des Schienenfahrzeugmodernisierungsgeschäfts von Knorr-Bremse
Mutares hat eine Vereinbarung unterzeichnet, das Schienenfahrzeugmodernisierungsgeschäft in Großbritannien von Knorr-Bremse, dem führenden Hersteller von Bremssystemen, zu erwerben. Mit dem Abschluss der Transaktion wird bis Herbst 2018 gerechnet. Die erworbenen Unternehmen bilden dann eine neue Plattforminvestition mit rund 86 Mio. EUR Umsatz.
Mutares expandiert nach Großbritannien
Mit der Gründung von Mutares UK expandiert die Mutares Gruppe nach Großbritannien und baut damit neben München, Paris und Mailand einen weiteren Standort in einem attraktiven Markt auf.
Als Beteiligungsgesellschaft hat sich Mutares zum Ziel gesetzt, über operative Verbesserungen und strategische Repositionierungen erhebliche Wertsteigerungen in ihren Portfoliounternehmen zu erreichen. Vom Kauf über die operative Turnaroundphase, die strategische Weiterentwicklung bis zum Verkauf begleitet Mutares dabei ihre Portfoliounternehmen mit eigenen Spezialisten für Investments und operativen Verbesserungen, die vor Ort mit den Portfoliogesellschaften arbeiten. Die Aktie der Mutares AG bietet Anlegern die Möglichkeit am Wertsteigerungspotential dieses Geschäftsmodells zu partizipieren und ihr Portfolio um die Assetklasse Private Equity zu erweitern, mit flexibler Anlagesumme und täglicher Handelbarkeit.
Der Kursverlauf der Mutares-Aktie war im ersten Halbjahr 2018 durch ein insgesamt herausforderndes Börsenumfeld gekennzeichnet. Politische Risiken und Strafzölle trübten die fundamental guten Aussichten der Unternehmen im Allgemeinen ein und verunsicherten die Anleger. Diese Stimmungslage der Markteilnehmer beeinflusste auch den Börsengang der Mutares-Tochtergesellschaft STS Group AG im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse. Trotz des herausfordernden Marktumfeldes konnten erfolgreich 2.172.172 Aktien der STS Group AG platziert werden. Das Platzierungsvolumen betrug EUR 52 Mio., wovon der Mutares AG EUR 28 Mio. als Bruttoemissionserlös zugeflossen sind. Für Mutares war dies der erste Börsengang einer Portfoliogesellschaft. Auch nach dem Börsengang bleibt Mutares mit einem Anteil von 64% Mehrheitsaktionärin der STS Group AG.
Die Anteilsscheine der Mutares AG verzeichneten ausgehend von einem Eröffnungskurs von EUR 16,15 am 2. Januar 2018 bis zum 20. Februar einen Kursanstieg auf das 6-Monatshoch von EUR 21,00. Im weiteren Verlauf gaben die Notierungen nach und beeendeten den Handel im ersten Halbjahr 2018 mit einem Schlusskurs von EUR 11,50 am 29. Juni 2018.
Die Mitglieder des Vorstands sowie des Aufsichtsrats der Mutares AG nutzten das attraktive Bewertungsniveau für den Erwerb von Aktien der Mutares AG. Im Rahmen dieser Eigengeschäfte von Führungskräften (sogenannte Directors' Dealings) erwarben Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bis zum 30. Juni 2018 Aktien im Gesamtvolumen von rund EUR 0,4 Mio.. Nach Ende des Berichtszeitraums bekräftigten Aufsichtsrat und Vorstand mit dem Erwerb weiterer Aktien im Volumen von rund EUR 1,3 Mio. ihre positive Einschätzung für die weitere Entwicklung der Gesellschaft.
Des Weiteren legte der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu EUR 3,0 Mio. ) auf. Im Zeitraum von 01. Juni 2018 bis zum 14. Juni 2018 erwarb die Mutares AG 255.863 eigene Aktien im Volumen von rund EUR 3,0 Mio. mit einem durchschnittlichen Erwerbskurs von EUR 11,725 je Aktie.
Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen an allen deutschen Handelsplätzen lag im ersten Halbjahr 2018 bei 90.132 Aktien (Vorjahr: 17.176 Aktien). Die Marktkapitalisierung der Mutares AG betrug zum 29. Juni 2018 auf Basis des XETRA-Schlusskurses EUR 178,2 Mio. gegenüber EUR 247,9 Mio. zum Bilanzstichtag 2017.
Ziel der Mutares AG ist unverändert eine auf Kontinuität ausgerichtete aktionärsfreundliche Dividendenpolitik. An der Hauptversammlung vom 20. Juli 2018 wurde somit die Auszahlung einer Dividende in Höhe von EUR 1,00 je Aktie (Vorjahr: EUR 0,35) beschlossen. Das Ausschüttungsvolumen belief sich insgesamt auf EUR 15,5 Mio. (Vorjahr: EUR 5,4 Mio.). Zusätzlich beschloss die Hauptversammlung eine Umstellung von Inhaberaktien auf Namensaktien, die nach der Berichtsperiode am 6. September vollzogen wurde.. Namensaktien ermöglichen eine verbesserte, direktere Kommunikation zwischen Unternehmen und Aktionären sowie eine höhere Transparenz der Aktionärsstruktur.
Im ersten Halbjahr erläuterte das Management der Mutares AG institutionellen Investoren und Finanzanalysten kontinuierlich auf zahlreichen Roadshows und Konferenzen an den Finanzplätzen Frankfurt, München, London, Kopenhagen und Paris die aktuelle Geschäftsentwicklung. Darüber hinaus diskutierte das Management der Mutares AG regelmäßig in persönlichen Gesprächen mit Finanz- und Wirtschaftspresse sowie institutionellen Investoren die Strategie des Unternehmens.
Mit Hauck & Aufhäuser Institutional Research und Baader Helvea Equity Research wird die Mutares-Aktie regelmäßig von zwei renommierten Bankhäusern sowie dem Analysespezialisten für Mittelstandsunternehmen SMC Research analysiert und bewertet. Edison komplettiert den Analystenkreis der Mutares-Aktie. In ihren aktuellen Studien bekräftigen alle Analysten die Empfehlung der Mutares-Aktie zum Kauf. Zum Schlusskurs der Mutares-Aktie am 29. Juni 2018 von EUR 11,50 ergeben sich die folgenden Einschätzungen: Die Analysten von Baader Helvea Equity Research errechnen bei einem Kursziel von EUR 15,50 ein Potenzial von 34,8 %, Hauck & Aufhäuser von 47,8 % (Kursziel: EUR 17,00) und SMC Research mit 64,3% (Kursziel: EUR 18,90)..
Die Mutares-Aktie notiert im Segment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse und gehört dem Auswahlindex "Scale 30" der Deutschen Börse seit Februar 2018 an. Als Designated Sponsors sorgen die Baader Bank AG sowie die Oddo Seydler Bank AG für verbindliche Geld-/Briefkurse sowie eine angemessene Liquidität der Mutares-Aktie. Weitere relevante Informationen stehen unter www.mutares.de zur Verfügung.
| Symbol | MUX |
|---|---|
| WKN | A2NB65 |
| ISIN | DE000A2NB650 |
| Transparenzlevel | Scale |
| Marktsegment | Scale |
| Börsen | Xetra, Frankfurt, Berlin |
| Sektor | Unternehmensbeteiligungen |
| Anzahl Aktien | 15.496.292 |
Der Geschäftsverlauf von Mutares war im ersten Halbjahr 2018 von den folgenden wesentlichen Ereignissen geprägt:
Am 1. Juni 2018 erfolgte die Aufnahme der Börsennotierung der STS Group AG im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard). In diesem Zusammenhang wurden 1.000.000 neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung der STS Group AG sowie aus einer Umplatzierung weitere 1.172.172 Aktien der bisherigen Alleinaktionärin Mutares AG zu einem Angebotspreis von 24,00 EUR je Aktie platziert. Das Grundkapital der STS Group AG wurde durch die vorgenannte Transaktion auf 6.000.000 Stückaktien erhöht. Der Emissionserlös von insgesamt EUR 52,1 Mio. soll der Finanzierung des weiteren organischen und anorganischen Wachstums von STS in der globalen Nutzfahrzeug- und Automobilzulieferindustrie dienen. Die Mutares AG bleibt auch nach dem Börsengang Mehrheitsaktionärin der STS Group AG.
Aufgrund von Kontrollverlust bei den Tochtergesellschaften Zanders GmbH und Artmadis S.A.S. wurden die Teilkonzerne entkonsolidiert. Hieraus ergab sich ein Entkonsolidierungsgewinn von EUR 39,4 Mio.
Der Vorstand der Mutares AG hat am 1. Juni 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, unter Ausnutzung der von der Hauptversammlung am 22. Mai 2015 erteilten Ermächtigung ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu EUR 3,0 Mio. (ohne Erwerbsnebenkosten) aufzulegen ("Aktienrückkaufprogramm 2018/I"). Im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms 2018/I sollten im Zeitraum vom 1. Juni bis zum 15. Juli 2018 insgesamt bis zu 283.019 eigene Aktien der Gesellschaft zurückgekauft werden. Im Zeitraum vom 1. Juni bis 30. Juni 2018 wurden insgesamt 255.863 Aktien erworben.
Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 (inklusive der geforderten Vorjahresangaben) wurde erstmalig auf Basis der internationalen Rechnungslegungsstandards (International Financial Reporting Standards, IFRS) erstellt und im Juni 2018 veröffentlicht. Mit der freiwilligen Umstellung auf IFRS trägt Mutares der fortgeschrittenen Internationalisierung der Gruppe Rechnung und schafft für die Investoren und übrigen Stakeholder mehr Transparenz und eine erhöhte Vergleichbarkeit.
Mutares hat eine Segmentierung der Beteiligungen in die folgenden fünf Segmente vorgenommen:
für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018
Die nachfolgenden Angaben zur Geschäftsentwicklung beziehen sich – soweit nicht anders erläutert – auf den anteiligen Konzernumsatz und das operative Ergebnis (EBITDA) ohne Berücksichtigung einer ertragswirksamen Auflösung des Unterschiedsbetrags aus Unternehmenszusammenschlüssen ("Bargain Purchase"). Der Geschäftsverlauf stellt sich in den einzelnen Segmenten wie folgt dar:
Unterstützt durch die gute Weltkonjunktur blieb die Nachfrage nach Automobilen hoch. Die globalen Nutzfahrzeugmärkte haben sich laut dem deutschen Verband der Automobilindustrie (VDA) im bisherigen Jahresverlauf positiv entwickelt. Die Untersuchungen über Manipulationen an Abgaseinrichtungen hatten bisher keine Auswirkungen auf die Nutzfahrzeugindustrie; im Kernmarkt Europa blieb das Wachstum stabil. Das Segment Automotive ist mit einem Umsatz von EUR 237,2 Mio. (1. Halbjahr 2017: EUR 126,6 Mio.) größtes Segment der Mutares-Gruppe.
Der Umsatz im ersten Halbjahr 2018 konnte gemäß Plan deutlich gesteigert werden als Folge der vorangegangenen Investitionen in die Ausweitung der Kapazitäten, den weiteren Ausbau der technischen Kompetenz und die Ausweitung der Vertriebskapazitäten. Erneut wurde dabei ein positives operatives Ergebnis erzielt, das jedoch nicht das budgetierte Niveau erreichte. Ursächlich dafür waren zahlreiche Neuanläufe von komplexeren, hochwertigeren Produkten. Das Management hat hierfür ein umfangreiches Maßnahmenpaket umgesetzt, und geht von einer deutlichen Verbesserung und einem positiven operativen Ergebnis in der zweiten Jahreshälfte aus. Für das Gesamtjahr 2018 erwartet Elastomer Solutions Group (ESG) eine deutliche Steigerung der Umsatzerlöse gegenüber dem Geschäftsjahr 2017 sowie eine erhebliche Steigerung des operativen Ergebnisses.
Das Wachstum von ESG wurde in erheblichem Maße durch Kreditinstitute fremdfinanziert. Die Finanzierung ist mit Covenants versehen, die in einer Gesellschaft aufgrund von vorübergehend schwacher Ergebnisentwicklung nicht erfüllt wurden. ESG hat Maßnahmen ergriffen, um die Bedingungen wieder zu erfüllen und geht davon aus, dass die Finanzierung zumindest in ganz wesentlichem Umfang bestehen bleibt.
Mit dem erfolgten Börsengang nach den Akquisitionen der beiden vorangegangenen Geschäftsjahre wurde die Strategie, die STS Group (STS) zu einem global führenden Nutzfahrzeugzulieferer für Innenund Außenteile zu entwickeln, im Berichtszeitraum weiterverfolgt:
Das laufende Geschäftsjahr ist geprägt von der Integration der zwei Werke der Mecaplast-Gruppe, des globalen Nutzfahrzeug-Zuliefergeschäfts der Plastic-Omnium-Gruppe sowie des brasilianischen Werks der Autoneum-Gruppe, sowie von der dadurch erfolgten Erweiterung des Produktportfolios und Marktabdeckung. Speziell das Lkw-Geschäft der Plastic-Omnium-Gruppe und der Mecaplast-Gruppe mit Produktionsstätten in China, Mexiko, Frankreich und Deutschland erweiterten Produktionsportfolio und Kundenstamm der Gruppe erheblich. Im Zuge der vollständigen Integration der neuen Werke sollen bereits im laufenden Geschäftsjahr Synergien gehoben werden.
Die weitere Expansion in China durch den Aufbau eines dritten Werkes liegt im Plan. Im Fokus steht zudem die Industrialisierung der Neuanläufe in dem neuen polnischen Werk um die Produktivität zu erhöhen.
STS konnte auf Basis der strategischen Zukäufe den Umsatz im ersten Halbjahr 2018 gegenüber der Vorjahresperiode verdoppeln. Zudem wurde erneut ein positives operatives und gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 außerordentlich verbessertes operatives Ergebnis erzielt – trotz im Rahmen der Vorbereitung auf den Börsengang sowie der Umstellung auf IFRS angefallener zusätzlicher Aufwendungen. Die Entwicklung von Umsatz und operativem Ergebnis im Berichtszeitraum entsprach damit den Erwartungen des Managements.
Markseitig bleibt die Kundennachfrage in den Endmärkten der STS-Gruppe weiterhin auf hohem Niveau. Die STS-Gruppe geht davon aus, dass sich dieser Trend im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen wird. Einer der Haupttreiber ist die Nachfrage der Kunden in China, die als Beleg für das erhebliche Wachstumspotenzial in diesem Markt von der Gesellschaft eingeschätzt wird. Der Auftragseingang von neu akquiriertem Geschäft und die entsprechenden Zugänge im Auftragsbestand der STS-Gruppe haben sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres wie vom Management erwartet entwickelt. Zudem konnte STS zu Beginn des zweiten Halbjahres einen neuen, großvolumigen Folgeauftrag verbuchen: In den kommenden Jahren wird das Unternehmen einen der führenden Nutzfahrzeughersteller mit Produkten im Wert von insgesamt mehr als EUR 150 Mio. beliefern. Ferner konnte die Gruppe einen großen US-amerikanischen Nutzfahrzeughersteller als Neukunden für sich gewinnen und damit entsprechend der Unternehmensstrategie in den nordamerikanischen Markt eintreten.
Im ersten Halbjahr 2018 erzielte das Segment Engineering & Technology einen Umsatz von EUR 72,7 Mio. (1. Halbjahr 2017: EUR 112,0 Mio.) und blieb damit aufgrund der im Geschäftsjahr 2017 erfolgten Exits (Umsatzbeitrag von insgesamt EUR 56,6 Mio. im ersten Halbjahr 2017) hinter dem Umsatz der Vergleichsperiode zurück. Das Segment war im ersten Halbjahr 2018 maßgeblich geprägt von operativen Fortschritten der Gesellschaften der Balcke Dürr Group , was zusammen mit weiteren Effekten zu einer erheblichen Verbesserung des operativen Ergebnisses auf EUR 7,1 Mio. (1. Halbjahr 2017: EUR - 25,7) führte. Gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres hat sich nach der Veräußerung der Gesellschaften FTW, GeesinkNorba Group und A+F die Anzahl der Portfoliogesellschaften in diesem Segment verringert und besteht im ersten Halbjahr 2018 ausschließlich aus der Ende Dezember 2016 erworbenen Balcke Dürr Group inklusive der im November 2017 erworbenen Donges SteelTec GmbH.
Die ab Übernahme durch Mutares im Dezember 2016 eingeleiteten Maßnahmen zur Strukturanpassung hat die Balcke-Dürr Group im Geschäftsjahr 2017 erfolgreich abgeschlossen. Die verbesserte Kostenstruktur und die hierdurch wieder hergestellte Wettbewerbsfähigkeit zeigen sich bereits in einer deutlichen Steigerung im Auftragseingang sowie in effizienteren Prozessen im Personal- als auch im Verwaltungsbereich. In der Folge konnte Balcke-Dürr bei im Vergleich zur ersten Jahreshälfte des Vorjahres niedrigeren Umsätzen ein positives operatives Ergebnis erzielen.
Bereits im vergangenen Geschäftsjahr wurde die Donges SteelTec GmbH als spezialisierter Anbieter im Brücken- und Ingenieurhochbau erworben. Am Standort in Darmstadt beschäftigt das Unternehmen knapp 200 Mitarbeiter. Auf Basis des Sanierungsplans wurden im ersten Halbjahr 2018 die Restrukturierungsmaßnahmen in den Bereichen eingeleitet. Entsprechend war das operative Ergebnis von Donges in der ersten Jahreshälfte 2018 noch negativ und wird voraussichtlich aufgrund der laufenden Restrukturierung auch in der zweiten Jahreshälfte negativ bleiben. Eine erhebliche Verbesserung für das operative Ergebnis wird planmäßig erst für das folgende Geschäftsjahr erwartet.
Im gesamten Segment Engineering & Technology wurden auch im ersten Halbjahr 2018 die Wachstumsinitiativen fortgesetzt. Die Balcke-Dürr Group hat zwei Tochtergesellschaften gegründet, ein Ingenieurbüro in Chennai, Indien, um Ingenieurdienstleistungen kostengünstiger anbieten zu können sowie eine Tochtergesellschaft für die Bündelung der Aktivitäten im Rückbau von kerntechnischen Anlagen in Deutschland. In Italien wird durch die geplante Übernahme der Heat Transfer Products (HTP) Sparte von Salvatore Trifone e Figli S.p.A. (STF), einem direkten Wettbewerber, ein wichtiger Schritt unternommen, um weitere Marktanteile zu gewinnen.
Die Übernahme soll im dritten Quartal 2018 abgeschlossen werden. Zudem ermöglicht der strategische Zukauf die Übernahme bestehender Zulassungen um in den französischen Markt mit dem gesamten Serviceportfolio der Balcke Dürr Group einzutreten.
Der Auftragsbestand beträgt zum Stichtag 30. Juni 2018 für die Balcke-Dürr Group rund EUR 85 Mio. und für die Donges rund EUR 70 Mio. Beide Unternehmen sind mit diesem Volumen gut bis sehr gut ausgelastet. Besonders hervorzuheben ist hier die polnische Gesellschaft der Balcke-Dürr Group, welche mit dem rund zweifachen des Vorjahresumsatzes den größten Auftrag ihrer Unternehmensgeschichte verbuchen konnte. Auch in China stehen nach umweltpolitischen Auflagen für Hüttenwerke in manchen chinesischen Provinzen bei Balcke-Dürr die Zeichen wieder auf Wachstum. Mit Abschluss der Übernahme von STF in der zweiten Jahreshälfte wird die italienische Gesellschaft ihr Produkt- und Kundenportfolio verbreitern und sich damit für die Zukunft neu aufstellen.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2018 erwartet das Management für die Balcke-Dürr Group ein positives und für Donges aufgrund der laufenden Restrukturierung ein negatives operatives Ergebnis. Die verbesserte Wettbewerbsfähigkeit, das um den Bereich Rückbau erweiterte Produktspektrum, und die Erschließung neuer geographischer Märkte sollen bei der Balcke-Dürr Group auch in den Folgejahren zu steigenden Umsätzen führen. Aufgrund des nach wie vor anhaltenden Konsolidierungsdrucks im Markt für Kraftwerksbauten in den nächsten Jahren geht die Gruppe von weiteren attraktiven Möglichkeiten für anorganisches Wachstum aus.
Das Segment Construction & Infrastructure, insbesondere die Gesellschaften EUPEC und BSL, war auch im ersten Halbjahr 2018 trotz des leicht gestiegenen Ölpreises von der weiterhin zurückhaltenden Investitionstätigkeit betroffen. Der Segmentumsatz stieg im ersten Halbjahr 2018 auf EUR 39,3 Mio. (1. Halbjahr 2017: EUR 27,9 Mio.), bedingt durch die Akquisition von La Meusienne im April 2017. Das operative Segmentergebnis im ersten Halbjahr 2018 betrug EUR - 2,8 Mio. und fiel damit niedriger aus als in der Vergleichsperiode des Vorjahres (1. Halbjahr 2017: EUR 8,6 Mio.). Das erste Halbjahr 2017 war noch geprägt vom Ertrag aus "Bargain Purchase" von EUR 12,7 Mio., der aus dem Erwerb von La Meusienne resultierte.
Im Geschäftsjahr 2017 hat Eupec eine umfassende Sanierung mit dem Schwerpunkt auf Personalmaßnahmen vollzogen. Somit konnte der anhaltenden Marktschwäche im ersten Halbjahr 2018 mit einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit begegnet werden: Trotz erheblich gesunkener Umsatzerlöse konnte das negative operative Ergebnis der Vorjahresperiode von EUR -1,5 Mio. auf EUR -0,8 Mio. reduziert und damit nahezu halbiert werden.
Auf Basis des Sanierungsplans hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017 eine Restrukturierung des Vertriebs begonnen, die im ersten Halbjahr 2018 fortgesetzt wurde. Ziel ist die Positionierung von Eupec als Anbieter für kleinere Projekte. Aus Eigenmitteln finanzierte Investitionen in die Automatisierung sowie in neue Technologien sollen im laufenden Geschäftsjahr die Weichen für die Sicherung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit stellen.
Für die zweite Jahreshälfte erwartet die Gesellschaft eine Erholung und deutliche Steigerung der Umsätze im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres. Auf Basis des daraus resultierenden positiven Effekts erwartet die Gesellschaft ein positives operatives Ergebnis für das Gesamtjahr 2018. Angesichts der aber weiterhin nur langsam voranschreitenden Erholung der Marktnachfrage bleibt die Situation, insbesondere für 2019, herausfordernd.
Bei der Umsetzung des Restrukturierungsplans konnte La Meusienne im ersten Halbjahr 2018 aussichtsreiche Erfolge bei der Anpassung der Kostenstrukturen in den indirekten Bereichen erzielen. In einem Umfeld, das von starker Konkurrenz und Margendruck geprägt ist, fokussiert sich die Gesellschaft in ihrem Restrukturierungsplan auf höherwertigere Marktsegmente (Upselling). So wurden eine Vielzahl von unprofitablen Edelstahlrohren aus dem Sortiment genommen und gleichzeitig höherwertigere Produkte am Markt platziert.
Das Geschäftsfeld der Gesellschaft ist stark von der Entwicklung der Nickelpreise abhängig. In der ersten Jahreshälfte erzielte La Meusienne bei einem Umsatz entsprechend der Planungen des Managements begünstigt von einem steigenden Nickelpreis bereits ein leicht positives operatives Ergebnis. Dieser Trend wird nach unserer Einschätzung auch im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2018 fortbestehen.
Die Investitionstätigkeit in der Öl- und Gasindustrie war trotz des weiter steigenden Ölpreises nach wie vor zurückhaltend. Als Reaktion darauf strebt BSL Pipes and Fittings (BSL) die Minderung der Abhängigkeit von der Öl- und Gasindustrie an. Die Gesellschaft hat begonnen, weitere Märkte mit höheren Margen zu erschließen und eine entsprechend marktseitige Diversifizierung einzuleiten. BSL möchte sich hierfür insbesondere im Bereich der Formung von Rohren stärker positionieren sowie sich als Anbieter für komplexere Projekte etablieren.
Der Umsatz im ersten Halbjahr 2018 bewegte sich auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Das operative Ergebnis konnte aufgrund von Abwertungen von Vorräten und Forderungen nicht verbessert werden und blieb negativ.
Die Liquiditätslage von BSL ist insbesondere aufgrund des Ausbleibens eines Zahlungseingangs aus einem bereits vollständig abgeschlossenen Großauftrag angespannt. Sollte sich der Zahlungseingang weiter verzögern, ist die Liquidität der Gesellschaft erheblich negativ beeinflusst und im Ergebnis die Fortführung der Gesellschaft gefährdet.
Im ersten Halbjahr 2018 wurde ein Segmentumsatz von EUR 93,1 Mio. erzielt (1. Halbjahr 2017: EUR 90,2 Mio.). Dabei hatten die Entwicklungen auf den relevanten Rohstoffmärkten für die einzelnen Unternehmen des Segments unterschiedliche Auswirkungen: Während bei Cenpa gesunkene Preise für Altpapier zu einem deutlich positiveren operativen Ergebnis beitrugen, zeigte sich bei Zanders und Norsilk aufgrund gestiegener Zellstoff- bzw. Holzpreise ein gegenläufiges Bild. Das Management von Zanders stellte Ende Juni 2018 einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Daraufhin wurde vom Gericht ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt, der die Handlungen der Zanders-Geschäftsführung unter dem Vorbehalt der Zustimmung zum Zwecke des Masseerhalts überprüft. Die Gesellschaft wurde aufgrund des damit einhergehenden Verlustes der Beherrschung zum 30. Juni 2018 entkonsolidiert. Das Gericht hat mit Beschluss vom 1. September 2018 schließlich die Insolvenz im Regelverfahren über das Vermögen der Gesellschaft eröffnet. Das operative Segmentergebnis im ersten Halbjahr 2018 beläuft sich auf EUR 18,4 Mio. (1. Halbjahr 2017: EUR - 3,2 Mio.) und ist maßgeblich von dem Ertrag aus der Entkonsolidierung von Zanders in Höhe von EUR 23,1 Mio. beeinflusst.
Im ersten Halbjahr 2018 sind die Einstandspreise für Holz aufgrund hoher Nachfrage aus China gestiegen, mit negativer Auswirkung auf Rohertragsmarge und Profitabilität der Gesellschaft. Der Verlust eines Großkunden aus dem Bereich Baumärkte konnte umsatzseitig durch den Gewinn weiterer Marktanteile bei Großhändlern teilweise kompensiert werden. Als Reaktion auf die Marktentwicklungen wurden umfangreiche Maßnahmen eingeleitet. Diese umfassen z.B. entsprechende Anpassungen in der Preisstruktur sowie die weitere Diversifizierung der Lieferantenbasis.
In der Konsequenz geht die Geschäftsführung für die zweite Jahreshälfte von rückläufigen Umsätzen, bei gleichzeitig deutlich verbessertem, aber noch negativem operativen Ergebnis aus. Entsprechend wird für das Gesamtjahr 2018 ein deutlich negatives operatives Ergebnis unterhalb des Vorjahres erwartet.
Segment Wood & Paper Cenpa
Bei Cenpa wurden durch neue Produkte und Dienstleistungen die Wettbewerbsfähigkeit weiter gestärkt und eine stark erweiterte Kundenbasis angesprochen. Der Umsatz konnte im ersten Halbjahr 2018 mit 17 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erheblich gesteigert werden, dank einer hohen kundenseitigen Nachfrage etablierter Marktposition sowie der Qualität des angebotenen Papiers und der Dienstleistungen. Das operative Ergebnis fiel deutlich positiv und gegenüber dem negativen operativen Ergebnis aus dem ersten Halbjahr des Vorjahres außerordentlich verbessert aus.
Im Vergleich zum Vorjahr erwartet Cenpa für das Gesamtjahr 2018 eine wesentliche Steigerung der Umsatzerlöse und ein deutlich positives operatives Ergebnis.
Der Segmentumsatz im ersten Halbjahr 2018 fiel mit EUR 24,7 Mio. deutlich niedriger aus als in der Vergleichsperiode des Vorjahres (1. Halbjahr 2017: EUR 53,5 Mio.), insbesondere aufgrund der Veräußerung von Grosbill im Juli 2017 sowie der Entkonsolidierung des Teilkonzerns Artmadis, die aufgrund der Insolvenz der Artmadis S.A.S. erfolgte, im Laufe des erste Halbjahres 2018. Das operative Ergebnis im ersten Halbjahr 2018 betrug EUR 2,3 Mio. (1. Halbjahr 2017: EUR – 9,1 Mio.) und wurde durch Wertanpassungen bei Artmadis (insbesondere bei den Vorräten) belastet. Diese negativen Effekte wurde jedoch durch den Ertrag aus der Entkonsolidierung der Artmadis S.A.S. und ihrer Tochtergesellschaften (EUR 16,4 Mio.) überkompensiert. Zum 30. Juni 2018 umfasst das Segment Consumer Goods & Logistics damit ausschließlich den Metallverpackungshersteller Klann.
Der Mutares-Konzern akquiriert ertragsschwache Unternehmen und leistet im Rahmen eines aktiven Restrukturierungs- und Sanierungsmanagements operative Unterstützung für seine Beteiligungen.
Die Beteiligungen im Konzern differenzieren sich nach Markt, Geschäftsmodell, Fortschritt im Restrukturierungszyklus und Zeitpunkt der Übernahme, sodass das Konzern-EBITDA naturgemäß Schwankungen unterliegt. Insofern lassen sich aus dem Konzern-EBITDA des Mutares-Konzerns nur sehr eingeschränkt Rückschlüsse auf die tatsächliche operative Leistungsfähigkeit der einzelnen sich im Portfolio befindlichen Gesellschaften ziehen.
Maßstab für den Erfolg im Konzern ist im Wesentlichen der Restrukturierungs- und Entwicklungsfortschritt der Beteiligungen sowie abgeschlossene M&A-Transaktionen, die nach einem erfolgreichen Turnaround zu einer Wertsteigerung im Konzern beitragen. Der Vorstand ist mit dem Verlauf des 1. Halbjahres 2018 bei einigen Beteiligungen sehr zufrieden und sieht bei anderen Beteiligungen teils noch deutliches Verbesserungspotenzial. Dennoch sieht der Vorstand Mutares gut gerüstet, den Umsatz im Konzern weiter zu steigern und die Ertragslage nachhaltig zu verbessern.
Der Konzernabschluss von Mutares wird maßgeblich durch Änderungen im Konsolidierungskreis beeinflusst. Das operative Ergebnis des Mutares-Konzerns entwickelt sich in Abhängigkeit von dem Geschäftsverlauf der einzelnen Beteiligungen und wird darüber hinaus vom Zeitpunkt getätigter Akquisitionen und der ertragswirksamen Auflösung von Unterschiedsbeträgen aus Unternehmenszusammenschlüssen ("Bargain Purchase") beeinflusst.
Zum 30. Juni 2018 beträgt die Bilanzsumme im Mutares-Konzern EUR 588,7 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 672,8 Mio.). Der Rückgang zeigt sich auf der Aktivseite insbesondere in den Sachanlagen und Vorräten und auf der Passivseite in den langfristigen Pensionsrückstellungen und kurzfristigen Schulden. Ursächlich für den Rückgang sind vor allem die Entkonsolidierungen von Zanders und Artmadis, während insbesondere die Erlöse aus dem Börsengang der STS Group AG die Zahlungsmittel und -äquivalente und damit die Bilanzsumme erhöhten.
Die Zahlungsmittel und -äquivalente betragen zum 30. Juni 2018 EUR 108,2 Mio. EUR (31. Dezember 2017: EUR 98,9 Mio.). Dem stehen kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen in Höhe von EUR 74,6 Mio. (31. Dezember 2017: 80,0 Mio. EUR) gegenüber, die im Wesentlichen aus Darlehensverbindlichkeiten und aus dem Ausweis von "unechtem" Factoring resultieren. Die Nettokassenposition beläuft sich dadurch auf EUR 33,7 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 18,9 Mio.).
Das Eigenkapital im Mutares-Konzern beläuft sich zum 30. Juni 2018 auf EUR 208,1 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 165,5 Mio.). Ursächlich für diesen Anstieg ist insbesondere die Abbildung des Börsengangs der STS Group AG. Die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2018 beträgt 35,3 % (31. Dezember 2017: 24,6 %). Bezüglich der Angaben betreffend den Erwerb eigener Aktien gem. § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG verweisen wir auf die Angaben im verkürzten Konzernanhang.
Die langfristigen Schulden von EUR 75,5 Mio. zum 30. Juni 2018 (31. Dezember 2017: EUR 157,4 Mio.) bestehen mit EUR 38,9 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 108,5 Mio.) aus langfristigen Rückstellungen, welche mit EUR 34,7 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 102,7 Mio.) wiederum ganz überwiegend Pensionsrückstellungen beinhalten. Deren Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der oben beschriebenen Entkonsolidierung von Zanders.
Klann führt die Strategie der Differenzierung vom Wettbewerb auch im ersten Halbjahr 2018 weiter und strebt eine Positionierung als Qualitätsanbieter eines Premium-Produktportfolios für einen erweiterten Kundenkreis an. Damit konnte der durch den Verfall des Britischen Pfunds bedingte Verlust eines Großkunden kompensiert und die Kundenbasis insgesamt diversifiziert und breiter aufgestellt werden.
Die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2018 lagen mit +26 % erheblich über denen des ersten Halbjahres des Vorjahres. Das operative Ergebnis konnte ebenfalls signifikant verbessert werden, ist saisonal bedingt in der ersten Jahreshälfte aber noch negativ. Für das Gesamtjahr 2018 erwartet KLANN einen stabilen Umsatz auf Niveau des Vorjahres bei gleichzeitig wesentlich verbessertem und erneut positiven operativen Ergebnis.
Beteiligungen und durch anfallende Verluste aus einzelnen Konzerngesellschaften, deren Restrukturierungserfolge noch einen bestimmten Zeitbedarf und ein entsprechendes Geschäftsumfeld erfordern, zum
Teil wieder kompensiert.
Das Konzernergebnis beträgt für das erste Halbjahr 2018 EUR -1,5 Mio. (1. Halbjahr 2017: EUR 19,5 Mio.).
Die Liquiditätslage von BSL ist insbesondere aufgrund Ausbleiben eines Zahlungseingangs aus einem bereits vollständig abgeschlossenen Großauftrag angespannt. Sollte sich der Zahlungseingang weiter verzögern, ist die Liquidität der Gesellschaft erheblich negativ beeinflusst und im Ergebnis die Fortführung der Gesellschaft gefährdet.
Aufgrund anhaltender wirtschaftlicher Schwierigkeiten wurde für die Artmadis S.A.S. auf Antrag der Geschäftsführung und mit Gerichtsbeschluss vom 22. Mai 2018 das Verfahren des "Redressement Judiciaire" eröffnet. Hierbei handelt es sich um ein Sanierungsverfahren, bei dem der Geschäftsführung vom Gericht bestellte Verwalter zur Seite gestellt werden. In der Folgezeit wurde das Unternehmen interessierten Parteien zum Kauf angeboten. Mangels Vorliegen passender Kaufangebote wurde vom Gericht die Liquidierung der Gesellschaft angeordnet. Entsprechend wurde die Gruppe im ersten Halbjahr 2018 entkonsolidiert. Die Bilanzierung in der ersten Jahreshälfte 2018 erfolgte wie bereits im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 unter Abkehr von der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.
Bezüglich des Nachtragsberichts verweisen wir auf die Ausführungen innerhalb der ausgewählten Anhangangaben zum Konzern-Zwischenabschluss.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen von insgesamt EUR 85,6 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 104,1 Mio.) resultieren nach wie vor zu einem Großteil aus den Teilkonzernen STS und ESG. Im Rahmen einer Vergleichsvereinbarung mit den Veräußerern von Balcke-Dürr kam es im ersten Halbjahr 2018 gegen Zahlung eines Betrages von EUR 3,0 Mio. zu einer vorzeitigen Rückführung eines von den Veräußerern im Rahmen der Transaktion gewährten Verkäuferdarlehens i.H.v. EUR 8,8 Mio.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im 1. Halbjahr 2018 EUR –18,1 Mio. (1. Halbjahr 2017: -29,2 Mio. EUR), was im Wesentlichen durch die operative Restrukturierungsarbeit der Beteiligungen bedingt ist, insbesondere der im Berichtszeitraum sowie im vorangegangenen Geschäftsjahr neu erworbenen Gesellschaften. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR -18,4 Mio. (1. Halbjahr 2017: EUR +12,7 Mio.) resultierte im Wesentlichen aus den Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen sowie Abgängen aus dem Konsolidierungskreis, während im ersten Halbjahr 2017 Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis wirkten. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von EUR 46,0 Mio. (1. Halbjahr 2017: EUR 20,2 Mio.) resultiert insbesondere aus Einzahlungen aus dem Börsengang der STS Group AG. Die Dividendenausschüttung an die Anteilseigner der Mutares AG in Höhe von EUR 15,5 Mio. EUR wurde erst mit Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juli 2018 beschlossen und entsprechend erst in der zweiten Jahreshälfte 2018 ausbezahlt. Im Ergebnis beläuft sich der Finanzmittelfonds per 30. Juni 2018 auf EUR 108,2 Mio. im Vergleich zu EUR 73,0 Mio. zum 30. Juni 2017.
Zum 30. Juni 2018 belaufen sich die ungenutzten Kreditlinien auf insgesamt rund EUR 14 Mio. (31. Dezember 2017: rund EUR 16 Mio.) und entfallen fast ausnahmslos auf verfügbare Factoring-Linien. Der Rückgang der sonstigen Kreditlinien (EUR 8 Mio. zum 31. Dezember 2017) erklärt sich hauptsächlich durch die Entkonsolidierungen von Artmadis und Zanders.
Der Mutares-Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2018 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 467,0 Mio. (1. Halbjahr 2017: EUR 410,1 Mio.). Der Anstieg ist insbesondere durch Änderungen im Konsolidierungskreis bedingt: Zu diesem Anstieg trugen vor allem die Akquisitionen in der STS-Gruppe aus dem Geschäftsjahr 2017 sowie die im November 2017 erworbene Donges bei. Darüber hinaus wurde La Meusienne im ersten Halbjahr 2018 für volle sechs Monaten einbezogen, während der erstmalige Einbezug erst im Laufe der Vergleichsperiode (April 2017) erfolgte. Gegenläufig wirkten die Entkonsolidierungen aus der zweiten Jahreshälfte 2017, welche nicht mehr zu den Umsatzerlösen der ersten Jahreshälfte 2018 beitrugen, namentlich GeesinkNorba, A+F und Grosbill. Wir verweisen ergänzend auf die Erläuterungen zur aktuellen Entwicklung im Bericht aus den Segmenten.
Die sonstigen Erträge von EUR 53,9 Mio. im ersten Halbjahr 2018 (1. Halbjahr 2017: EUR 79,7 Mio.) resultieren zu einem Großteil aus Entkonsolidierungsgewinnen (EUR 39,4 Mio.; 1. Halbjahr 2017: EUR 17,1 Mio.). Ferner wirkt hier ein Ertrag aus einer Vergleichsvereinbarung mit den Verkäufern der Balcke-Dürr. In der ersten Jahreshälfte 2017 wurden Erträge aus der Auflösung negativer Unterschiedsbeträge aus Unternehmenszusammenschlüssen von EUR 54,7 Mio. erzielt.
Das operative Ergebnis (EBITDA) des Mutares-Konzerns beläuft sich für das erste Halbjahr 2018 auf EUR 21,6 Mio. (1. Halbjahr 2017: EUR 31,4 Mio.). Die im 1. Halbjahr 2018 erzielten Restrukturierungserfolge und Entkonsolidierungsgewinne wurden durch Restrukturierungsaufwendungen in neu erworbenen
Die Geschäftsentwicklung des Mutares-Konzerns wird beeinflusst von Akquisitionen und Verkäufen von Beteiligungen auf der einen Seite und ist andererseits abhängig von der Entwicklung in den bestehenden Portfoliounternehmen. Mutares wird kontinuierlich mögliche Neuerwerbungen prüfen und sich hierbei hinsichtlich der Unternehmensgrößen und der Attraktivität der Geschäfte weiterentwickeln.
Der Vorstand ging im Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2017 von mindestens drei Akquisition im verbleibenden Jahr 2018 aus. Diese Prognose wird sich in Anbetracht von drei Akquisitionen, bei denen die Unterzeichnung des Kaufvertrages ("Signing") bereits stattgefunden hat und lediglich der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums ("Closing") noch aussteht, erfüllen. Aufgrund der Transaktionspipeline sieht der Vorstand für das verbleibende Jahr 2018 Chancen, ein bis zwei weitere Akquisitionen zu unterzeichnen. Der Konzernumsatz wird auf Basis des aktuellen Portfolios und der noch ausstehenden Closings auf Vorjahresniveau erwartet. Das operative Ergebnis (EBITDA) wird aufgrund der erwarteten Erträge aus den noch in 2018 abzuschließenden Übernahmen leicht unter dem operativen Ergebnis des Geschäftsjahres 2017 erwartet. Darüber hinaus hat der Vorstand keine neuen Erkenntnisse darüber, dass sich die im letzten Konzernlagebericht abgegebenen Prognosen und sonstigen Aussagen – trotz teilweise veränderter Rahmenbedingungen – zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns für das Geschäftsjahr 2018 wesentlich verändert haben.
Im Folgenden werden die wesentlichen Änderungen gegenüber den Chancen und Risiken des Konzerns für das Geschäftsjahr 2017 dargestellt. Für eine ausführliche Darstellung verweisen wir auf den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017.
Die Mutares AG sowie eines ihrer unmittelbaren Tochterunternehmen haben mit den Veräußerern der Balcke-Dürr GmbH sowie weiterer Tochterunternehmen eine Vergleichsvereinbarung unterzeichnet, aufgrund dessen die von der Mutares AG abgegebene Garantie, die Erfüllung von Freistellungsverpflichtungen sicherzustellen, sich erhöht und erneut auf einen Betrag von EUR 5,0 Mio. beschränkt ist und sich sodann im Zeitverlauf bis zum 31. Dezember 2021 auf EUR 0 reduziert. Zum jetzigen Zeitpunkt ist weiterhin nicht von einer Inanspruchnahme der Mutares AG aus dieser Garantie auszugehen. Die weitere von der Mutares AG abgegebene Garantie zur Sicherstellung der temporären Finanzierung von verbundenen Unternehmen ist entfallen und wurde durch eine Garantie der Mutares AG ersetzt, zeitlich befristet bis zum 30. Dezember 2020 erhaltene Nettodividenden bei Bedarf erneut als Finanzierung zur Verfügung zu stellen. Beide Garantien der Mutares AG hinsichtlich der vorstehend beschriebenen Sachverhalte sind weiterhin auf insgesamt EUR 10,0 Mio. beschränkt. Im Rahmen dieser Vergleichsvereinbarung kam es gegen Zahlung eines Betrages von EUR 3,0 Mio. zu einer vorzeitigen Rückführung eines von den Veräußerern im Rahmen der Transaktion gewährten Verkäuferdarlehens i.H.v. EUR 8,8 Mio.
Mittelbare Tochterunternehmen der Mutares AG haften gesamtschuldnerisch als Beteiligte an Gesellschaften bürgerlichen Rechts im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften bzw. Konsortialverträgen mit Laufzeit bis maximal 2025. Zum Stichtag 30. Juni 2018 bezieht sich diese Haftung auf Projekte mit einem Gesamtauftragswert i.H.v. umgerechnet ca. EUR 180 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 266 Mio.). Der darin befindliche Eigenanteil der Gesellschaften beläuft sich auf EUR 81,2 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 123,1 Mio.). Aufgrund der laufenden Bonitätsbeurteilungen der ARGE- bzw. Konsortialpartner gehen wir nicht davon aus, dass für die Anteile von anderen Gesellschaften eine Inanspruchnahme erfolgt. Für den Eigenanteil gehen wir – mit Ausnahme der als Drohverlustrückstellungen bzw. im Rahmen der verlustfreien Bewertung erfassten Beträge – ebenfalls nicht von einer Inanspruchnahme aus.
Die Mutares AG führte im Zusammenhang mit dem in 2013 erfolgten Erwerb des Geschäftsbereichs Photovoltaics von der Diehl AKO Stiftung & Co. KG ("Diehl") durch ihre (mittelbare) Tochtergesellschaft Platinum GmbH ("Unternehmenskauf") einen Rechtsstreit mit Diehl. Für Einzelheiten zu diesem Rechtsstreit verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017.
Mit Vergleich vom 3. August 2018 wurde dieser Rechtsstreit sowie alle damit zusammenhängenden weiteren Rechtsstreitigkeiten zwischen der Mutares AG, dem Insolvenzverwalter über das Vermögen der Platinum GmbH und Diehl beendet. Im Rahmen des Vergleichs hat sich die Mutares AG zu einer einmaligen Zahlung von EUR 7,5 Mio. an Diehl verpflichtet. Der vorläufige Streitwert der von Diehl vor dem Landgericht Ravensburg geltend gemachten Ansprüche belief sich auf rund EUR 22,5 Mio. zuzüglich Zinsen.
Die Mutares AG hat im Zusammenhang mit dem Rechtsstreit mit Diehl im Konzern-Zwischenabschluss eine Rückstellung in Höhe von EUR 7,5 Mio. ausgewiesen.
Ein Aktionär der Mutares AG hatte einen Antrag auf gerichtliche Entscheidung über die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Mutares AG gestellt. Das Landgericht München I hat mit Beschluss vom 23. März 2018 entschieden, den Antrag des Aktionärs zurückzuweisen. Gegen diese Entscheidung hatte der Kläger Beschwerde eingelegt, in der Zwischenzeit, mit Erklärung vom 11. Juli 2018, diese jedoch wieder zurückgenommen.
Die sonstigen wesentlichen Chancen und Risiken für den Konzern haben sich gegenüber unserer Einschätzung im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017 nicht verändert. Für eine ausführliche Darstellung verweisen wir auf den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017.
Vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2018
| Mio. FUR |
|---|
| Umsatzerlöse |
| Bestandsveränderungen |
| Sonstige Erträge |
| Materialaufwand |
| Personalaufwand |
| Sonstige Aufwendungen |
| Ergebnis vor Abschreibungen, Ertragsteuern und Zinsen (EB |
| Davon entfallen auf: |
|---|
für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018
| Mio. EUR | Tz. | H1 2018 | H1 2017 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 3, 15 | 467,0 | 410,1 |
| Bestandsveränderungen | -6,9 | 6,8 | |
| Sonstige Erträge | 4 | 53,9 | 79,9 |
| Materialaufwand | -287,3 | -271,2 | |
| Personalaufwand | -125,9 | -125,1 | |
| Sonstige Aufwendungen | 5 | -79,2 | -69,1 |
| Ergebnis vor Abschreibungen, Ertragsteuern und Zinsen (EBITDA) | 21,6 | 31,4 | |
| Abschreibungen | -16,5 | -9,7 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) | 5,1 | 21,7 | |
| Finanzierungserträge | 0,7 | 0,3 | |
| Finanzierungsaufwendungen | -3,3 | -2,9 | |
| Gewinn vor Steuern | 2,5 | 19,1 | |
| Ertragsteueraufwand/-ertrag | -4,0 | 0,4 | |
| Konzernergebnis | -1,5 | 19,5 | |
| Davon entfallen auf: | |||
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | -0,8 | 19,8 | |
| Nicht beherrschende Gesellschafter | -0,7 | -0,3 | |
| Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert) | -0,05 | 1,28 | |
| Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert) | -0,05 | 1,28 | |
| Sonstiges Ergebnis | |||
| Konzernergebnis | -1,5 | 19,5 | |
| Sonstiges Ergebnis | -0,4 | 0,0 | |
| Posten, die unter bestimmten Bedingungen nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden |
|||
| Kursdifferenzen | -0,3 | -0,2 | |
| Absicherung von Zahlungsströmen | 0,0 | 0,0 | |
| Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden |
|||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -0,2 | 0,2 | |
| Gesamtergebnis | -1,9 | 19,5 | |
| Davon entfallen auf: | |||
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | -1,1 | 19,8 | |
| Nicht beherrschende Gesellschafter | -0,8 | -0,3 |
34 35 Mutares wendet seit dem 1. Januar 2018 erstmalig die neuen Standards IFRS 9 und IFRS 15 an. Für den Übergang auf die neuen Vorschriften wurde jeweils der modifizierte, retrospektive Ansatz angewendet, nach dem die Vorjahreswerte nicht angepasst werden. Siehe dazu erläuternde Angaben im verkürzten Konzernanhang.
| PASSIVA | |||
|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Tz. | 30.06.2018 | 31.12.2017 |
| Gezeichnetes Kapital | 15,2 | 15,5 | |
| Kapitalrücklage | 36,6 | 36,5 | |
| Gewinnrücklagen | 157,7 | 111,3 | |
| Sonstige Eigenkapitalbestandteile | -1,4 | 2,2 | |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Teil am Eigenkapital |
179,1 | 166,4 | |
| Nicht beherrschende Gesellschafter | 29,0 | -0,9 | |
| Summe Eigenkapital | 10 | 208,1 | 165,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
11, 14 | 0,8 | 1,0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 11, 14 | 23,7 | 38,0 |
| Rückstellungen | 38,9 | 108,5 | |
| Sonstige Schulden | 1,0 | 0,5 | |
| Passive latente Steuern | 11,1 | 9,4 | |
| Langfristige Schulden | 75,5 | 157,4 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | |||
| und sonstige Verbindlichkeiten | 11, 14 | 106,0 | 121,2 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 11, 14 | 111,4 | 121,7 |
| Rückstellungen | 24,7 | 36,2 | |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 2,3 | 2,2 | |
| Sonstige Schulden | 60,7 | 68,6 | |
| Kurzfristige Schulden | 305,1 | 349,9 |
| Gezeichnetes Kapital | 15,2 | 15,5 | |
|---|---|---|---|
| Kapitalrücklage | 36,6 | 36,5 | |
| Gewinnrücklagen | 157,7 | 111,3 | |
| Sonstige Eigenkapitalbestandteile | -1,4 | 2,2 | |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Teil am Eigenkapital |
179,1 | 166,4 | |
| Nicht beherrschende Gesellschafter | 29,0 | -0,9 | |
| Summe Eigenkapital | 10 | 208,1 | 165,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
11, 14 | 0,8 | 1,0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 11, 14 | 23,7 | 38,0 |
| Rückstellungen | 38,9 | 108,5 | |
| Sonstige Schulden | 1,0 | 0,5 | |
| Passive latente Steuern | 11,1 | 9,4 | |
| Langfristige Schulden | 75,5 | 157,4 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
11, 14 | 106,0 | 121,2 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 11, 14 | 111,4 | 121,7 |
| Rückstellungen | 24,7 | 36,2 | |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 2,3 | 2,2 | |
| Sonstige Schulden | 60,7 | 68,6 | |
| Kurzfristige Schulden | 305,1 | 349,9 | |
| Bilanzsumme | 588,7 | 672,8 |
Zum 30. Juni 2018
| AKTIVA | |||
|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Tz. | 30.06.2018 | 31.12.2017 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 7 | 34,1 | 35,7 |
| Sachanlagen | 8 | 136,7 | 170,6 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
11, 14 | 0,4 | 0,7 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 11, 14 | 1,6 | 5,7 |
| Ertragsteuerforderungen | 3,1 | 2,1 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 6,1 | 2,2 | |
| Aktive latente Steuern | 12,7 | 11,1 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 194,7 | 228,1 | |
| Vorräte | 9, 15 | 82,3 | 131,0 |
| Kurzfristige Vertragsvermögenswerte | 15 | 6,3 | 0,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
11, 14 | 170,3 | 181,9 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 9,5 | 15,0 | |
| Ertragsteuerforderungen | 1,3 | 2,9 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 16,1 | 13,1 | |
| Zahlungsmittel und -äquivalente | 11, 14 | 108,2 | 98,9 |
| Zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte | 0,0 | 1,9 | |
| 444,7 |
Bilanzsumme 588,7 672,8
Mutares wendet seit dem 1. Januar 2018 erstmalig die neuen Standards IFRS 9 und IFRS 15 an. Für den Übergang auf die neuen Vorschriften wurde jeweils der modifizierte, retrospektive Ansatz angewendet, nach dem die Vorjahreswerte nicht angepasst werden. Siehe dazu erläuternde Angaben im verkürzten Konzernanhang. Die Zahlungsmittel und -äquivalente enthalten verfügungsbeschränkte liquide Mittel in Höhe von EUR 7,0 Mio.
Vom 1. Januar 2017 bis zum 30. Juni 2018
Mutares wendet seit dem 1. Januar 2018 erstmalig die neuen Standards IFRS 9 und IFRS 15 an. Für den Übergang auf die neuen Vorschriften wurde jeweils der modifizierte, retrospektive Ansatz angewendet, nach dem die Vorjahreswerte nicht angepasst werden. Siehe dazu erläuternde Angaben im verkürzten Konzernanhang.
| Mio. EUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | kapitalbestandteile Sonstige Eigen |
Davon entfallen auf die Mutterunternehmens Gesellschafter des |
Nicht beherrschende Gesellschafter |
Summe Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 01.01.2017 | 15,5 | 36,2 | 72,8 | -6,2 | 119,3 | -1,0 | 118,3 |
| Konzernergebnis | 0,0 | 0,0 | 19,5 | 0,0 | 19,8 | -0,3 | 19,5 |
| Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Vollständiges Gesamtergebnis für das Geschäftsjahr | 0,0 | 0,0 | 19,5 | 0,0 | 19,8 | -0,3 | 19,5 |
| Dividendenzahlungen | 0,0 | 0,0 | -5,4 | 0,0 | -5,4 | 0,0 | -5,4 |
| Erfassung von anteilsbasierten Vergütungen | 0,0 | 0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,2 | 0,0 | 0,2 |
| Stand zum 30.06.2017 | 15,5 | 36,4 | 86,9 | -6,2 | 133,9 | -1,3 | 132,6 |
| Stand zum 01.01.2018 (vor Anpassung IFRS 9,15) | 15,5 | 36,5 | 111,3 | 2,2 | 166,4 | -0,9 | 165,5 |
| Anpassung IFRS 9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Anpassung IFRS 15 | 0,0 | 0,0 | 0,5 | 0,0 | 0,5 | 0,0 | 0,5 |
| Stand zum 01.01.2018 (nach Anpassung IFRS 9,15) | 15,5 | 36,5 | 111,8 | 2,2 | 166,9 | -0,9 | 166,0 |
| Konzernergebnis | 0,0 | 0,0 | -1,5 | 0,0 | -0,8 | -0,7 | -1,5 |
| Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -0,4 | -0,3 | -0,1 | -0,4 |
| Vollständiges Gesamtergebnis für das Geschäftsjahr | 0,0 | 0,0 | -1,5 | -0,4 | -1,1 | -0,8 | -1,9 |
| Erwerb eigener Anteile | -0,3 | 0,0 | -2,7 | 0,0 | -3,0 | 0,0 | -3,0 |
| Erfassung von anteilsbasierten Vergütungen | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,1 |
| Umgliederungen aufgrund von während des Geschäftsjahrs abgegangenen Geschäftsbetrieben |
0,0 | 0,0 | 3,2 | -3,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Transaktionen mit Minderheiten | 0,0 | 0,0 | 52,1 | 0,0 | 21,4 | 30,7 | 52,1 |
| Kosten der Transaktionen mit Minderheiten | 0,0 | 0,0 | -5,2 | 0,0 | -5,2 | 0,0 | -5,2 |
| Stand zum 30.06.2018 | 15,2 | 36,6 | 157,7 | -1,4 | 179,1 | 29,0 | 208,1 |
| 118,3 | |
|---|---|
| 19,5 | |
| 0,0 | |
| 19,5 | |
| $-5,4$ | |
| 0,2 | |
| 132,6 | |
| 165,5 | |
| 0,0 | |
| 0,5 | |
| 166,0 | |
| $-1,5$ | |
| $-0,4$ | |
| $-1,9$ | |
| $-3,0$ | |
| 0,1 | |
| 0,0 | |
| 52,1 | |
| $-5,2$ | |
| 208,1 |
Vom 1. Januar 2017 bis zum 30. Juni 2018
| Mio. EUR | H1 2018 | H1 2017 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | -1,5 | 19,5 |
| Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte | -1,5 | 6,7 |
| Zunahme (-)/Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
-6,3 | -18,1 |
| Zunahme (-)/Abnahme (+) der übrigen Forderungen | -2,0 | -10,4 |
| Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen | -9,4 | -4,1 |
| Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
5,5 | 0,7 |
| Zunahme (+)/Abnahme (-) der übrigen Verbindlichkeiten | 10,2 | 34,0 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 16,5 | 9,7 |
| Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen |
-0,2 | -0,3 |
| Gewinne aus Unternehmenserwerben (Bargain Purchase) | 0,0 | -55,0 |
| Gewinne (-) aus Entkonsolidierungen | -39,4 | -13,4 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) | 6,0 | -0,6 |
| Ergebnisbeitrag aus Währungseffekten | 0,1 | 0,2 |
| Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-) | 2,6 | 2,6 |
| Ertragsteueraufwand (+)/Ertragsteuerertrag (-) | 4,0 | -0,4 |
| Ertragsteuerzahlungen (-) | -2,7 | -0,3 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -18,1 | -29,2 |
| Mio. EUR | H1 2018 | H1 2017 |
|---|---|---|
| Einzahlungen (+) aus Abgängen von Sachanlagen | 0,7 | 10,3 |
| Auszahlungen (-) für Investitionen in Sachanlagen | -10,6 | -7,8 |
| Einzahlungen (+) aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten | 0,0 | 0,3 |
| Auszahlungen (-) für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -2,3 | -2,6 |
| Einzahlungen (+) aus Zugängen zum Konsolidierungskreis | 0,0 | -5,3 |
| Einzahlungen (+)/Auszahlungen (-) aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis |
-6,4 | 17,0 |
| Erhaltene Zinsen (+) | 0,2 | 0,7 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -18,4 | 12,7 |
| Mio. EUR | H1 2018 | H1 2017 |
|---|---|---|
| Einzahlungen (+) aus Eigenkapitalzuführungen von nicht beherrschenden Gesellschaftern |
48,0 | 0,0 |
| Auszahlungen (-) im Zusammenhang mit Einzahlungen aus | ||
| Eigenkapitalzuführungen von nicht beherrschenden Gesellschaftern | -4,4 | 0,0 |
| Gezahlte Dividenden (-) an Gesellschafter des Mutterunternehmens | 0,0 | -5,4 |
| Einzahlungen (+) aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten | 7,5 | 8,2 |
| Auszahlungen (-) für die Tilgung von (Finanz-) Krediten | -8,6 | -4,0 |
| Einzahlungen aus Factoring | 89,5 | 29,4 |
| Auszahlungen aus Factoring | -82,1 | -6,4 |
| Erhaltene Zinsen (+) | 0,3 | 0,0 |
| Gezahlte Zinsen (-) | -1,2 | -1,6 |
| Auszahlungen (-) für den Erwerb eigener Anteile | -3,0 | 0,0 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 46,0 | 20,2 |
| Mio. EUR | H1 2018 | H1 2017 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 9,5 | 3,6 |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | -0,2 | -0,1 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 98,9 | 69,5 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 108,2 | 73,0 |
Mutares wendet seit dem 1. Januar 2018 erstmalig die neuen Standards IFRS 9 und IFRS 15 an. Für den Übergang auf die neuen Vorschriften wurde jeweils der modifizierte, retrospektive Ansatz angewendet, nach dem die Vorjahreswerte nicht angepasst werden. Siehe dazu erläuternde Angaben im verkürzten Konzernanhang. Die Zahlungsmittel und -äquivalente enthalten verfügungsbeschränkte liquide Mittel in Höhe von EUR 7,0 Mio.
Die Mutares AG (nachfolgend "die Gesellschaft" oder auch "Mutares") hat ihren Sitz in München und ist dort beim Amtsgericht im Handelsregister Abteilung B unter der Nummer 172278 eingetragen. Eingetragener Sitz und gleichzeitig Hauptsitz der Gesellschaft ist die Arnulfstraße 19, 80335 München.
Dieser Konzern-Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 "Zwischenberichterstattung" aufgestellt. Er umfasst nicht sämtliche Informationen, die für einen vollständigen Konzernabschluss erforderlich sind; vielmehr ist ergänzend der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 heranzuziehen.
Mutares konzentriert sich auf die Übernahme von mittelständischen Unternehmen in Umbruchsituationen mit dem Ziel, diese Firmen durch eine intensive operative Zusammenarbeit auf einen stabilen Pfad profitablen Wachstums zu führen. Unser eigenes operatives Team deckt gemeinsam mit dem Management der Beteiligungen Verbesserungspotenziale auf und arbeitet an einer Stärkung der Profitabilität, um somit nachhaltig und langfristig den Erfolg des Unternehmens zu steigern. Umfangreiche operative Industrie- und Sanierungserfahrung gepaart mit finanzieller und operativer Unterstützung bilden dabei das Fundament, um die Herausforderungen einer Restrukturierung zu meistern.
Anders als bei klassischen Beteiligungsgesellschaften setzt sich die Mutares das Ziel, mit einem aktiven Restrukturierungs- und Sanierungsmanagement die Ertragssituation der Unternehmen zu steigern. Somit beschränkt sie sich nicht auf das bloße Halten und Verwalten ihrer Beteiligungen. Erworbene Beteiligungsunternehmen werden vielmehr konsequent weiterentwickelt, um so ihr Potenzial auszuschöpfen und dadurch den Unternehmenswert des gesamten Mutares-Konzerns zu steigern.
Im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018 wurden keine Tochterunternehmen erworben.
Für die Erwerbe im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017 verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernanhang als Teil des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017.
Die folgenden Tochterunternehmen wurden im Berichtszeitraum entkonsolidiert:
Aufgrund anhaltender wirtschaftlicher Schwierigkeiten wurde für die Artmadis S.A.S. auf Antrag der Geschäftsführung und mit Gerichtsbeschluss vom 22. Mai 2018 das Verfahren des "Redressement Judiciaire" eröffnet. Hierbei handelt es sich um ein Sanierungsverfahren, bei dem der Geschäftsführung vom Gericht bestellte Verwalter zur Seite gestellt werden. In der Folgezeit wurde das Unternehmen interessierten Parteien zum Kauf angeboten. Mangels Vorliegen passender Kaufangebote wurde vom Gericht die Liquidierung der Gesellschaft angeordnet. Als Folge des Kontrollverlustes wurde die Gruppe, bestehend aus der Artmadis S.A.S. sowie ihrer Tochterunternehmen, im ersten Halbjahr 2018 entkonsolidiert. Die Bilanzierung in der ersten Jahreshälfte 2018 erfolgte wie bereits im Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017 unter Abkehr von der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.
Erheblich gestiegene Rohstoffpreise haben im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2017 sowie im 1. Halbjahr 2018 die Profitabilität von Zanders deutlich negativ beeinflusst. Preiserhöhungen wurden umgesetzt, doch konnten die Margenverluste nicht vollständig ausgeglichen werden. Entsprechend stellte das Management Ende Juni 2018 im Hinblick auf eine drohende Zahlungsunfähigkeit einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens und plante die Fortsetzung der Sanierung im Rahmen eines Eigenverwaltungsverfahrens. Daraufhin wurde vom Gericht ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt, der die Handlungen der Zanders-Geschäftsführung unter dem Vorbehalt der Zustimmung zum Zwecke des Masseerhalts überprüft. Die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaft wurden aufgrund des damit einhergehenden Verlustes der Beherrschung zum 30. Juni 2018 entkonsolidiert. Das Gericht hat mit Beschluss vom 1. September 2018 schließlich die Insolvenz im Regelverfahren über das Vermögen der Gesellschaft eröffnet.
Ausgewählte Anhangangaben für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018
Der Abgang des Nettovermögens, die Gegenleistung sowie die Gewinne aus den Entkonsolidierungen sind im Folgenden dargestellt:
| Mio. EUR | |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | -1,6 |
| Sachanlagen | -29,0 |
| Vorräte | -32,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige Forderungen | -26,0 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente | -6,4 |
| Rückstellungen | -70,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige Verbindlichkeiten | -46,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | -18,0 |
| Abgang Nettovermögen | 39,4 |
| Gegenleistung (Zugang von liquiden Mitteln) | 0,0 |
| Entkonsolidierungsgewinne | 39,4 |
Für die Veräußerungen von Tochterunternehmen und sonstigen Entkonsolidierungen im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017 verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernanhang als Teil des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017.
Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:
| Umsatzerlöse | 467,0 | 410,1 |
|---|---|---|
| Erlösschmälerungen | -6,6 | -6,8 |
| Umsatzerlöse aus Dienstleistungen | 15,2 | 23,1 |
| Umsatzerlöse aus Auftragsfertigung | 58,2 | 41,1 |
| Umsatzerlöse aus Verkäufen | 400,2 | 352,7 |
| Mio. EUR | H1 2018 | H1 2017 |
Die Umsatzentwicklung nach Segmenten ist gemäß IFRS 8 in der Segmentberichterstattung dargestellt.
Die sonstigen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
| Mio. EUR | H1 2018 | H1 2017 |
|---|---|---|
| Gewinne aus der Entkonsolidierung | 39,4 | 17,1 |
| Bargain Purchase Erträge | 0,0 | 54,7 |
| Erträge aus Nachverhandlungen zu Unternehmenserwerben | 5,8 | 0,0 |
| Erträge aus Rohstoff- und Abfallverwertung | 2,7 | 1,9 |
| Erträge aus sonstigen Leistungen | 1,0 | 2,2 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0,9 | 0,2 |
| Periodenfremde Erträge | 0,8 | 0,5 |
| Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen | 0,3 | 0,4 |
| Fremdwährungsumrechnung | 0,3 | 0,3 |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen | 0,2 | 0,5 |
| Erträge aus Vermietung und Verpachtung | 0,2 | 0,4 |
| Übrige sonstige Erträge | 2,3 | 1,7 |
| Sonstige Erträge | 53,9 | 79,9 |
Im Rahmen einer Vergleichsvereinbarung mit den Veräußerern von Balcke-Dürr kam es im ersten Halbjahr 2018 gegen Zahlung eines Betrages von EUR 3,0 Mio. zu einer vorzeitigen Rückführung eines von den Veräußerern im Rahmen der Transaktion gewährten Verkäuferdarlehens i.H.v. EUR 8,8 Mio. Für die Bargain Puchase Erträge im ersten Halbjahr 2017 verweisen wir auf die Ausführungen zu den Erwerben des Nutzfahrzeug-Zuliefergeschäfts der Plastic Omnium Gruppe sowie der La Meusienne S.A.S. im Konzernanhang als Teil des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017.
Die Gewinne aus Entkonsolidierungen resultieren aus den Entkonsolidierungen von Zanders und Artmadis in der ersten Jahreshälfte 2018; wir verweisen auf unsere Ausführungen oben zu den Veränderungen im Konsolidierungskreis. Für die Gewinne aus Entkonsolidierung im ersten Halbjahr 2017 verweisen wir auf die Ausführungen zur Veräußerung der EUPEC Pipeline Services GmbH im Konzernanhang als Teil des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017.
Die Aufgliederung der sonstigen Aufwendungen stellt sich wie folgt dar:
| Mio. EUR | H1 2018 | H1 2017 |
|---|---|---|
| Miete, Leasing und Lizenzgebühren | 15,2 | 11,0 |
| Vertriebsaufwendungen | 12,9 | 14,4 |
| Rechts- und Beratungskosten | 11,1 | 8,6 |
| Wartung und Instandhaltung | 9,7 | 5,0 |
| Schadensfälle, Garantie und Gewährleistung | 7,5 | 2,0 |
| Werbe- und Reisekosten | 5,1 | 5,2 |
| Verwaltung | 3,5 | 5,0 |
| Grundabgaben und sonstige Steuern | 2,5 | 2,4 |
| Versicherungsprämien | 1,9 | 2,1 |
| Zugänge zu Wertberichtigungen auf Forderungen | 1,7 | 0,4 |
| Kosten des Geldverkehrs | 1,3 | 0,2 |
| Fuhrpark | 1,5 | 2,3 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | 0,9 | 0,4 |
| Gebühren und Beiträge | 0,3 | 0,4 |
| Fremdwährungsumrechnung | 0,3 | 0,7 |
| Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten | 0,2 | 0,0 |
| Übrige sonstige Aufwendungen | 3,6 | 4,7 |
| Kosten für arbeitsrechtliche Transfergesellschaft | 0,0 | 4,3 |
| Sonstige Aufwendungen | 79,2 | 69,1 |
Gemäß IFRS 8 sind Geschäftssegmente auf Basis der internen Berichterstattung über Konzernbereiche abzugrenzen, die regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger der Gesellschaft im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesen Segmenten und der Bewertung ihrer Ertragskraft überprüft wird. An den Vorstand als Hauptentscheidungsträger berichtete Informationen zum Zwecke der Allokation von Ressourcen auf die Geschäftssegmente des Konzerns sowie der Bewertung ihrer Ertragskraft beziehen sich auf die Erzeugnisse und Leistungen, die hergestellt oder erbracht werden. Der Vorstand der Gesellschaft hat sich entschieden, die Berichterstattung entsprechend auszugestalten. Kein Geschäftssegment wurde zusammengefasst, um zur Ebene der berichtspflichtigen Segmente des Konzerns zu gelangen.
Die Unternehmenstätigkeiten werden bei der Mutares AG in folgende Segmente differenziert:
Die Beteiligungen in diesem Segment bedienen als Zulieferer Unternehmen aus der Automobilindustrie und stellen dazu Gummiformteile sowie Elemente zur Schall- und Wärmedämmung her.
Das Segment bündelt die industrielle Produktion von Mutares, insbesondere im Bereich des Anla-
Mutares kombiniert in diesem Segment seine Anbieter von Beschichtungen für Öl- und Gaspipe-
Segment Construction & Infrastructure lines sowie Hersteller von Pipelinekomponenten und Rohren.
Das Segment umfasst Unternehmen aus der Papier- und Holzindustrie, welche verschiedene Papierprodukte (Hülsenkartons bis Spezialpapiere) sowie Holzvertäfelungen und Bodenbeläge herstellen.
Die Produkte der Beteiligungen in diesem Segment weisen eine Nähe zum Endkundengeschäft auf. Es handelt sich bei den Unternehmen um Händler (etwa für Haushaltswaren oder Unterhaltungselektronik) sowie Hersteller von Konsumgütern (etwa Blechverpackungen).
Die fünf Segmente setzen sich jeweils aus mehreren rechtlichen Einheiten zusammen. Die Zuordnung der rechtlichen Einheiten zu den fünf Segmenten ist eindeutig. Es gibt also keine sog. Zebra-Gesellschaften. Alle fünf Unternehmensbestandteile generieren Erträge und Aufwendungen im Sinne von IFRS 8.5.
| Segmente | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | H1 2018 | H1 2017 | H1 2018 | H1 2017 | H1 2018 | H1 2017 | H1 2018 | H1 2017 | H1 2018 | H1 2017 |
| Umsatzerlöse | 237,2 | 126,6 | 72,7 | 112,0 | 39,3 | 27,9 | 93,1 | 90,2 | 24,7 | 53,5 |
| Materialaufwand | -134,9 | -78,9 | -34,7 | -66,2 | -28,8 | -22,4 | -60,4 | -63,4 | -28,6 | -40,3 |
| Personalaufwand | -60,4 | -32,0 | -23,0 | -48,9 | -8,5 | -6,9 | -22,3 | -21,8 | -6,7 | -12,2 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -37,1 | -13,7 | -11,6 | -26,0 | -5,0 | -3,8 | -16,2 | -14,4 | -8,5 | -12,2 |
| EBITDA | 7,8 | 46,0 | 7,1 | -25,7 | -2,8 | 8,6 | 18,4 | -3,2 | 2,3 | -9,1 |
| Zeitlicher Ablauf der Erlöserfassung mit Dritten | ||||||||||
| Zu einem bestimmten Zeitpunkt | 70,0 | 126,3 | 5,8 | 53,5 | 35,9 | 23,0 | 92,5 | 89,8 | 24,7 | 53,3 |
| Über Zeitraum | 167,1 | 0,3 | 66,9 | 58,5 | 3,4 | 4,9 | 0,6 | 0,3 | 0,0 | 0,2 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 237,2 | 126,6 | 72,7 | 112,0 | 39,3 | 27,9 | 93,1 | 90,2 | 24,7 | 53,5 |
| Corporate/Konsolidierung | Mutares Gruppe IFRS | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | H1 2018 | H1 2017 | H1 2018 | H1 2017 |
| Umsatzerlöse | -0,0 | -0,0 | 467,0 | 410,1 |
| Materialaufwand | 0,0 | 0,0 | -287,3 | -271,2 |
| Personalaufwand | -5,0 | -3,3 | -125,9 | -125,1 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -0,8 | 1,1 | -79,2 | -69,1 |
| EBITDA | -11,2 | 14,9 | 21,6 | 31,4 |
| Zeitlicher Ablauf der Erlöserfassung mit Dritten | ||||
| Zu einem bestimmten Zeitpunkt | -0,0 | -0,0 | 229,0 | 345,9 |
| Über Zeitraum | 0,0 | 0,0 | 238,0 | 64,2 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | -0,0 | -0,0 | 467,0 | 410,1 |
Die Überleitung der berichteten Segmentergebnisse zum Gewinn vor Steuern ist wie folgt:
| Mio. EUR | H1 2018 | H1 2017 |
|---|---|---|
| EBITDA | 21,6 | 31,4 |
| Abschreibungen | -16,5 | -9,7 |
| Finanzergebnis | -2,6 | -2,6 |
| Gewinn vor Steuern | 2,5 | 19,1 |
Das kumulierte Segment-EBITDA wird unter Berücksichtigung der Abschreibungen und dem Finanzergebnis zum Gewinn vor Steuern übergeleitet.
Mutares wendet seit dem 1. Januar 2018 erstmalig die neuen Standards IFRS 9 und IFRS 15 an. Für den Übergang auf die neuen Vorschriften wurde jeweils der modifizierte, retrospektive Ansatz angewendet, nach dem die Vorjahreswerte nicht angepasst werden. Siehe dazu erläuternde Angaben im verkürzten Konzernanhang.
| Segment Automotive |
|---|
| Segment Engineering & Technology |
| Segment Construction & Infrastructure |
| Segment Wood & Paper |
| Segment Consumer Goods & Logistics |
Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:
| Vermögenswerte リニリコウ リコウユリフ immaterielle |
Software | sonstige Rechte Patente, Kon- zessionen & |
Anzahlungen & imma werte in Entwicklung terielle Vermögens- |
|
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||
|---|---|---|---|
| Stand per 01.01.2018 | 25,0 | 11,9 | 11,8 | 1,0 | 49,7 |
|---|---|---|---|---|---|
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | -0,4 | -8,2 | 0,0 | 0,0 | -8,6 |
| Umgliederungen | 0,8 | 0,1 | -0,9 | 0,0 | 0,0 |
| Zugänge | 0,0 | 1,7 | 0,1 | 1,2 | 3,0 |
| Abgänge | 0,0 | 0,0 | -0,1 | -0,1 | -0,2 |
| Wechselkurseffekte | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,1 |
| Stand per 30.06.2018 | 25,4 | 5,5 | 10,9 | 2,2 | 44,0 |
| Mio. EUR | Vermögenswerte Selbsterstellte immaterielle |
Software | sonstige Rechte Patente, Kon- zessionen & |
Anzahlungen & imma- werte in Entwicklung terielle Vermögens- |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||||
| Stand per 01.01.2018 | 25,0 | 11,9 | 11,8 | 1,0 | 49,7 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | -0,4 | -8,2 | 0,0 | 0,0 | -8,6 |
| Umgliederungen | 0,8 | 0,1 | -0,9 | 0,0 | 0,0 |
| Zugänge | 0,0 | 1,7 | 0,1 | 1,2 | 3,0 |
| Abgänge | 0,0 | 0,0 | -0,1 | -0,1 | -0,2 |
| Wechselkurseffekte | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,1 |
| Stand per 30.06.2018 | 25,4 | 5,5 | 10,9 | 2,2 | 44,0 |
| Kumulierte Abschreibung und Wertberichtigung Stand per 01.01.2018 |
-2,9 | -8,0 | -3,1 | 0,0 | -14,0 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | 0,0 | 6,9 | 0,1 | 0,0 | 7,0 |
| Zuschreibungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Laufende Abschreibung | -1,9 | -0,6 | -0,4 | 0,0 | -2,9 |
| Außerplanmäßige Abschreibung | 0,0 | 0,0 | -0,1 | 0,0 | -0,1 |
| Abgänge | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,1 |
| Stand per 30.06.2018 | -4,8 | -1,7 | -3,4 | 0,0 | -9,9 |
| Nettobuchwerte | |||||
| Am 01.01.2018 | 22,1 | 3,9 | 8,7 | 1,0 | 35,7 |
| Am 30.06.2018 | 20,6 | 3,8 | 7,5 | 2,2 | 34,1 |
| Am 01.01.2018 | 22,1 | 3,9 | 8,7 | 1,0 | 35,7 |
|---|---|---|---|---|---|
Die Entwicklung der Sachanlagen stellt sich wie folgt dar:
| Grundstücke & Gebäude |
Technische Anla- gen & Maschinen |
schäftsausstattung Betriebs- und Ge- |
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||||
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||||
| Stand per 01.01.2018 | 353,9 | 736,0 | 42,0 | 7,0 | 1.138,9 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | -271,5 | -537,7 | -16,9 | -3,5 | -829,6 |
| Umgliederungen | 0,0 | 0,8 | 0,0 | -0,9 | -0,1 |
| Zugänge | 0,4 | 4,3 | 0,7 | 3,6 | 9,0 |
| Abgänge | -0,1 | -0,9 | -0,5 | 0,0 | -1,5 |
| Wechselkurseffekte | -0,4 | -0,8 | 0,0 | 0,9 | -0,3 |
| Stand per 30.06.2018 | 82,3 | 201,7 | 25,3 | 7,1 | 316,4 |
| Kumulierte Abschreibung und Wertberichtigung | |||||
| Stand per 01.01.2018 Veränderungen des Konsolidierungskreises |
-265,3 255,4 |
-670,9 530,2 |
-31,3 14,9 |
-0,8 0,1 |
-968,3 800,6 |
| Laufende Abschreibung | -4,0 | -7,1 | -1,0 | 0,0 | -12,1 |
| Außerplanmäßige Abschreibung | -0,5 | -0,7 | -0,1 | -0,1 | -1,4 |
| Abgänge | 0,0 | 0,4 | 0,2 | 0,7 | 1,3 |
| Wechselkurseffekte | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,2 |
| Stand per 30.06.2018 | -14,3 | -148,0 | -17,3 | -0,1 | -179,7 |
| Nettobuchwerte | |||||
| Am 01.01.2018 | 88,6 | 65,1 | 10,7 | 6,2 | 170,6 |
| Am 30.06.2018 | 68,0 | 53,7 | 8,0 | 7,0 | 136,7 |
| Grundstücke & Gebäude |
Technische Anla- gen & Maschinen |
schäftsausstattung Betriebs- und Ge- |
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR Anschaffungs- oder Herstellungskosten |
|||||
| Stand per 01.01.2018 | 353,9 | 736,0 | 42,0 | 7,0 | 1.138,9 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | -271,5 | -537,7 | -16,9 | -3,5 | -829,6 |
| Umgliederungen | 0,0 | 0,8 | 0,0 | -0,9 | -0,1 |
| Zugänge | 0,4 | 4,3 | 0,7 | 3,6 | 9,0 |
| Abgänge | -0,1 | -0,9 | -0,5 | 0,0 | -1,5 |
| -0,8 | 0,0 | 0,9 | -0,3 | ||
| Wechselkurseffekte | -0,4 | ||||
| Stand per 30.06.2018 | 82,3 | 201,7 | 25,3 | 7,1 | 316,4 |
| Kumulierte Abschreibung und Wertberichtigung | |||||
| Stand per 01.01.2018 | -265,3 | -670,9 | -31,3 | -0,8 | -968,3 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises Laufende Abschreibung |
255,4 -4,0 |
530,2 -7,1 |
14,9 -1,0 |
0,1 0,0 |
800,6 -12,1 |
| Außerplanmäßige Abschreibung | -0,5 | -0,7 | -0,1 | -0,1 | -1,4 |
| Abgänge | 0,0 | 0,4 | 0,2 | 0,7 | 1,3 |
| Wechselkurseffekte | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,2 |
| Stand per 30.06.2018 | -14,3 | -148,0 | -17,3 | -0,1 | -179,7 |
| Nettobuchwerte | |||||
| Am 01.01.2018 | 88,6 | 65,1 | 10,7 | 6,2 | 170,6 |
| Grundstücke & Gebäude |
Technische Anla- gen & Maschinen |
schäftsausstattung Betriebs- und Ge- |
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | |||||
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||||
| Stand per 01.01.2018 | 353,9 | 736,0 | 42,0 | 7,0 | 1.138,9 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | -271,5 | -537,7 | -16,9 | -3,5 | -829,6 |
| Umgliederungen | 0,0 | 0,8 | 0,0 | -0,9 | -0,1 |
| Zugänge | 0,4 | 4,3 | 0,7 | 3,6 | 9,0 |
| Abgänge | -0,1 | -0,9 | -0,5 | 0,0 | -1,5 |
| Wechselkurseffekte | -0,4 | -0,8 | 0,0 | 0,9 | -0,3 |
| Stand per 30.06.2018 | 82,3 | 201,7 | 25,3 | 7,1 | 316,4 |
| Kumulierte Abschreibung und Wertberichtigung Stand per 01.01.2018 |
-265,3 | -670,9 | -31,3 | -0,8 | -968,3 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | 255,4 | 530,2 | 14,9 | 0,1 | 800,6 |
| Laufende Abschreibung | -4,0 | -7,1 | -1,0 | 0,0 | -12,1 |
| Außerplanmäßige Abschreibung | -0,5 | -0,7 | -0,1 | -0,1 | -1,4 |
| Abgänge | 0,0 | 0,4 | 0,2 | 0,7 | 1,3 |
| Wechselkurseffekte | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,2 |
| Stand per 30.06.2018 | -14,3 | -148,0 | -17,3 | -0,1 | -179,7 |
| Nettobuchwerte | |||||
| Am 01.01.2018 | 88,6 | 65,1 | 10,7 | 6,2 | 170,6 |
| Am 30.06.2018 | 68,0 | 53,7 | 8,0 | 7,0 | 136,7 |
| Bei BSL Pipes & Fittings wurde im ersten Halbjahr 2018 eine Wertminderung auf die Sachanlagen von EUR 1,4 Mio. erfasst, da der erzielbare Betrag unter dem Buchwert lag. Die Umstände, die zu der Erfas sung des Wertminderungsaufwands geführt haben, sind die negativen Cashflows der Gesellschaft und |
Die in der Gesamtergebnisrechnung für das erste Halbjahr 2018 erfasste Wertminderung der Vorräte auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert beträgt EUR 11,5 Mio. (1. Halbjahr 2017: EUR 1,1 Mio.). Ursächlich für den Anstieg sind insbesondere Sondereffekte bei der Bewertung der Vorräte im Zusammenhang mit der Abkehr von der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit bei Artmadis. In diesem Zusammenhang hat ein externer Gutachter die Nettoinventarwerte der Vorräte geschätzt.
Der Vorstand der Mutares AG hat am 1. Juni 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, unter Ausnutzung der von der Hauptversammlung am 22. Mai 2015 erteilten Ermächtigung ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu EUR 3,0 Mio. (ohne Erwerbsnebenkosten) aufzulegen ("Aktienrückkaufprogramm 2018/I"). Im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms 2018/I sollen im Zeitraum vom 1. Juni bis zum 15. Juli 2018 insgesamt bis zu 283.019 eigene Aktien der Gesellschaft zurückgekauft werden. Im Zeitraum vom 1. Juni bis 30. Juni 2018 wurden insgesamt 255.863 Aktien erworben, so dass die Mutares AG zum Stichtag 30. Juni 2018 insgesamt 261.875 eigene Aktien hält. Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Nennwert der eigenen Aktien beläuft sich im ersten Halbjahr 2018 auf insgesamt EUR 2,7 Mio. EUR und wurde mit den Gewinnrücklagen verrechnet; ein Gewinn oder Verlust aus der Transaktion mit eigenen Aktien wird nicht erfasst.
Am 1. Juni 2018 erfolgte die Aufnahme der Börsennotierung der STS Group AG im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard). In diesem Zusammenhang wurden 1.000.000 neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung der STS Group AG sowie aus einer Umplatzierung weitere 1.172.172 Aktien der bisherigen Alleinaktionärin Mutares AG zu einem Angebotspreis von 24,00 EUR je Aktie platziert. Das Grundkapital der STS Group AG wurde durch die vorgenannte Transaktion auf 6.000.000 Stückaktien erhöht. Der Emissionserlös von insgesamt EUR 52,1 Mio. wurde – wie die im Zusammenhang damit stehenden Kosten von EUR 5,2 Mio. – ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte gemäß IFRS 13 für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie die Kategorisierung gemäß IFRS 7 der jeweiligen Hierarchieebenen. Die Werte in der Spalte "Buchwert 31.12.2017" entsprechen den Werten nach IAS 39 vor IFRS 9 Anpassungen. Für die Anpassungseffekte durch IFRS 9 wird auf Tz. 14 "IFRS 9 – Finanzinstrumente" verwiesen.
| Finanzielle Vermögenswerte, nach Klassen | Kategorien gemäß IFRS 9 | Buchwert 30.06.2018 | Zeitwert 30.06.2018 | Buchwert 31.06.2017 | Zeitwert 31.12.2017 | Zeitwert Hierachieebene |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Amortized cost | 126,7 | 126,7 | 142,8 | 142,8 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | FVOCI | 37,2 | 37,2 | 32,4 | 32,4 | |
| Sonstige Forderungen | Amortized cost | 7,2 | 7,2 | 7,4 | 7,4 | |
| Zahlungsmittel und -äquivalente | Amortized cost | 108,2 | 108,2 | 98,9 | 98,9 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Wertpapiere | FVTPL | 0,1 | 0,1 | 0,7 | 0,7 | Level 3 |
| Kautionen | Amortized cost | 3,2 | 3,2 | 2,0 | 2,0 | Level 3 |
| Sonstige | Amortized cost | 7,6 | 7,6 | 18,0 | 18,0 | |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 290,3 | 290,3 | 302,2 | 302,2 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, nach Klassen | Kategorien gemäß IFRS 9 | Buchwert 30.06.2018 | Zeitwert 30.06.2018 | Buchwert 31.06.2017 | Zeitwert 31.12.2017 | Zeitwert Hierachieebene |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 106,8 | 106,8 | 122,2 | 122,2 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 25,7 | 25,7 | 35,5 | 35,3 | Level 3 |
| Ausleihungen von Dritten | FLAC | 16,3 | 16,5 | 25,6 | 25,0 | Level 3 |
| Verbindlichkeiten aus Factoringgeschäften | FLAC | 57,1 | 57,1 | 57,1 | 57,1 | |
| Leasing Verbindlichkeiten | n/a | 3,7 | 3,7 | 5,2 | 5,2 | Level 3 |
| Sonstige | FLAC | 32,2 | 32,2 | 36,3 | 36,3 | |
| Freistehende Derivate | FVTPL | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | Level 2 |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 241,8 | 241,9 | 281,9 | 281,1 |
Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente wird unter Berücksichtigung aktueller Parameter wie Zinssätzen oder Wechselkursen zum Bilanzstichtag und erkannter üblicher Bewertungsmodelle bestimmt. Für weitere Details, insbesondere zur Zuordnung zu den Fair Value Leveln verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017. Im Falle von Umgruppierungen in und aus den Stufen der Bemessungshierarchie werden diese zum Ende der jeweiligen Berichtsperiode erfasst.
Für kurzfristige Finanzinstrumente stellt der Buchwert den besten Schätzer für den beizulegenden Zeitwert dar.
Für den Fall der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts über ein Bewertungsverfahren ist dieser in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden beobachtbaren Parameter und der jeweiligen Bedeutung der Parameter für eine Bewertung im Ganzen in eine der drei folgenden Kategorien einzustufen:
_Stufe 1: Eingangsparameter sind notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden, auf die zum Bewertungsstichtag zugegriffen werden kann.
_Stufe 2: Eingangsparameter sind andere als die aus Stufe 1 notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt beobachtbar sind oder indirekt abgeleitet werden können.
_Stufe 3: Eingangsparameter sind für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbare Parameter.
Die Mutares AG wendet zum 1. Januar 2018 erstmalig IFRS 9 "Finanzinstrumente" an. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen unten zu den Rechnungslegungsmethoden.
Elastomer Solutions s.r.o ("ESS") hat von der Unicredit Slowakei ein kurzfristiges Darlehen bzw. Kontokorrent Kredit aufgenommen, die mit Covenants (Eigenkapitalquote, Ergebnis) verbunden sind. Zudem besteht eine Geschäftsbeziehung mit einer weiteren Bank in der Slowakei. Im Rahmen der Darlehensaufnahme hat die Muttergesellschaft der ESS, die Elastomer Solutions GmbH, Deutschland, ("ESD"), eine Erfüllungsgarantie von bis zu 1,7 Mio. EUR für Zahlungen unter dem Kreditvertrag an die Bank gegeben. Aufgrund der vorübergehenden schwachen Ergebnisentwicklung der ESS wurden die Covenants zum 31. Dezember 2017 verletzt. ESS und ESD haben Maßnahmen zur Verbesserung der Eigenkapitalquote (Debt-Equity Swaps) und der operativen Ergebnissituation eingeleitet und führen derzeit Gespräche mit den kreditgebenden Banken.
12 Eventualschulden, Haftungsverhältnisse und Rechtsstreitigkeiten
Für eine umfassende Darstellung der Eventualschulden, Haftungsverhältnisse und Rechtsstreitigkeiten verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernanhang als Teil des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017. Die Ausführungen unten beschränken sich auf neue Eventualschulden, Haftungsverhältnisse und Rechtsstreitigkeiten bzw. eine Änderung unserer Einschätzung im Hinblick auf bereits zum 31. Dezember 2017 bestehende Eventualschulden, Haftungsverhältnisse und Rechtsstreitigkeiten.
Die Mutares AG sowie eines ihrer unmittelbaren Tochterunternehmen haben mit den Veräußerern der Balcke-Dürr GmbH sowie weiterer Tochterunternehmen eine Vergleichsvereinbarung unterzeichnet, aufgrund dessen die von der Mutares AG abgegebene Garantie, die Erfüllung von Freistellungsverpflichtungen sicherzustellen, sich erhöht und erneut auf einen Betrag von EUR 5,0 Mio. beschränkt ist und sich sodann im Zeitverlauf bis zum 31. Dezember 2021 auf EUR 0 reduziert. Zum jetzigen Zeitpunkt ist weiterhin nicht von einer Inanspruchnahme der Mutares AG aus dieser Garantie auszugehen. Die weitere von der Mutares AG abgegebene Garantie zur Sicherstellung der temporären Finanzierung von verbundenen Unternehmen ist entfallen und wurde durch eine Garantie der Mutares AG ersetzt, zeitlich befristet bis zum 30. Dezember 2020 erhaltene Nettodividenden bei Bedarf erneut als Finanzierung zur Verfügung zu stellen. Beide Garantien der Mutares AG hinsichtlich der vorstehend beschriebenen Sachverhalte sind weiterhin auf insgesamt EUR 10,0 Mio. beschränkt. Im Rahmen dieser Vergleichsvereinbarung kam es gegen Zahlung eines Betrages von EUR 3,0 Mio. zu einer vorzeitigen Rückführung eines von den Veräußerern im Rahmen der Transaktion gewährten Verkäuferdarlehens i.H.v. EUR 8,8 Mio.
Mittelbare Tochterunternehmen der Mutares AG haften gesamtschuldnerisch als Beteiligte an Gesellschaften bürgerlichen Rechts im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften bzw. Konsortialverträgen mit Laufzeit bis maximal 2025. Zum Stichtag 30. Juni 2018 bezieht sich diese Haftung auf Projekte mit einem Gesamtauftragswert i.H.v. umgerechnet ca. EUR 180 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 266 Mio.). Der darin befindliche Eigenanteil der Gesellschaften beläuft sich auf EUR 81,2 Mio. (31. Dezember 2017: EUR 123,1 Mio.). Aufgrund der laufenden Bonitätsbeurteilungen der ARGE- bzw. Konsortialpartner gehen wir nicht davon aus, dass für die Anteile von anderen Gesellschaften eine Inanspruchnahme erfolgt. Für den Eigenanteil gehen wir – mit Ausnahme der als Drohverlustrückstellungen bzw. im Rahmen der verlustfreien Bewertung erfassten Beträge – ebenfalls nicht von einer Inanspruchnahme aus.
Die Mutares AG führte im Zusammenhang mit dem in 2013 erfolgten Erwerb des Geschäftsbereichs Photovoltaics von der Diehl AKO Stiftung & Co. KG ("Diehl") durch ihre (mittelbare) Tochtergesellschaft Platinum GmbH ("Unternehmenskauf") einen Rechtsstreit mit Diehl. Für Einzelheiten zu diesem Rechtsstreit verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017.
Mit Vergleich vom 3. August 2018 wurde dieser Rechtsstreit sowie alle damit zusammenhängenden weiteren Rechtsstreitigkeiten zwischen der Mutares AG, dem Insolvenzverwalter über das Vermögen der Platinum GmbH und Diehl beendet. Im Rahmen des Vergleichs hat sich die Mutares AG zu einer einmaligen Zahlung von EUR 7,5 Mio. an Diehl verpflichtet. Der vorläufige Streitwert der von Diehl vor dem Landgericht Ravensburg geltend gemachten Ansprüche belief sich auf rund EUR 22,5 Mio. zuzüglich Zinsen.
Die Mutares AG hat im Zusammenhang mit dem Rechtsstreit mit Diehl im Konzern-Zwischenabschluss eine Rückstellung in Höhe von EUR 7,5 Mio. ausgewiesen.
Ein Aktionär der Mutares AG hatte einen Antrag auf gerichtliche Entscheidung über die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Mutares AG gestellt. Das Landgericht München I hat mit Beschluss vom 23. März 2018 entschieden, den Antrag des Aktionärs zurückzuweisen. Gegen diese Entscheidung hatte der Kläger Beschwerde eingelegt, in der Zwischenzeit, mit Erklärung vom 11. Juli 2018, diese jedoch wieder zurückgenommen.
Folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Berichtszeitraums eingetreten sind, haben sich ergeben:
Mangels Vorliegen passender Kaufangebote wurde für die Artmadis S.A.S. vom Gericht mit Beschluss vom 4. Juli 2018 die Liquidierung der Gesellschaft angeordnet.
Die Aktionäre der Mutares AG sind auf der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 20. Juli 2018 den Vorschlägen von Vorstand und Aufsichtsrat gefolgt und haben unter anderem eine Dividende in Höhe von EUR 1,00 (entspricht einem Ausschüttungsbetrag von EUR 15,5 Mio.), die Erweiterung des Aufsichtsrates auf fünf Mitglieder sowie die Umstellung auf Namensaktien beschlossen.
Mit Vergleich vom 3. August 2018 wurde der Rechtsstreit mit Diehl sowie alle damit zusammenhängenden weiteren Rechtsstreitigkeiten zwischen der Mutares AG, dem Insolvenzverwalter über das Vermögen der Platinum GmbH und Diehl beendet. Im Rahmen des Vergleichs hat sich die Mutares AG zu einer einmaligen Zahlung von EUR 7,5 Mio. an Diehl verpflichtet, die in der Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2018 als Rückstellung berücksichtigt ist. Der vorläufige Streitwert der von Diehl vor dem Landgericht Ravensburg geltend gemachten Ansprüche belief sich auf rund EUR 22,5 Mio. zuzüglich Zinsen.
Das Management von Zanders stellte Ende Juni 2018 im Hinblick auf eine drohende Zahlungsunfähigkeit einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens und plante die Fortsetzung der Sanierung im Rahmen eines Eigenverwaltungsverfahrens. Das Gericht hat mit Beschluss vom 1. September 2018 jedoch die Insolvenz im Regelverfahren über das Vermögen der Gesellschaft eröffnet.
Die im abgelaufenen Geschäftsjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden für den vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2018 grundsätzlich unverändert fortgeführt. Darüber hinaus gilt das Folgende:
Aufgrund der Erstanwendung des IFRS 9 und des IFRS 15 seit dem 1. Januar 2018 haben sich für den Mutares Konzern in den nachfolgend dargestellten Bereichen Umstellungseffekte ergeben, die zu einer Änderung der Rechnungslegungsmethoden geführt haben. Die Mutares AG hat für den Übergang auf IFRS 9 und IFRS 15 den modifizierten, retrospektiven Ansatz angewendet.
Bei der Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ändert sich durch IFRS 9 die Klassifizierung für einen Teil der Forderungen. Grundsätzlich werden Forderungen der Kategorie "Halten" zugeordnet und mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer Factoringvereinbarung gilt, dass solange das Factoring nicht zu einer Ausbuchung der Forderung im Rahmen des Forderungsverkaufs führt, die Forderung weiterhin der Kategorie "Halten" zugeordnet wird. Für die Abgrenzung der Kategorisierung muss das Geschäftsmodell einen tatsächlichen Verkauf, der auch zu einem bilanziellen Abgang führt, vorsehen. Der rein rechtliche Verkauf ohne Abgang stellt kein Geschäftsmodell "Verkaufen" im Sinne von IFRS 9 dar. Forderungsportfolios die grundsätzlich der Möglichkeit eines echten Factorings unterliegen, werden der Kategorie "Halten und Verkaufen" zugeordnet und erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) bewertet.
Die unter IAS 39 ehemals als "Available for Sale" kategorisierten Wertpapiere werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet.
Die übrigen finanziellen Vermögenswerte werden der Kategorie "amortized cost" zugeordnet.
Mit IFRS 9.5.5 wird ein neues Wertminderungsmodell eingefügt. Dieses gilt sowohl für finanzielle Vermögenswerte bewertet zu Anschaffungskosten als auch erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis, für Vertragsvermögenswerte, Kreditzusagen und Finanzgarantien. Das bisherige Modell (incurred loss model) ermittelte die Wertminderung auf Basis der eingetretenen Verluste, wonach das nun geltende Modell (expected loss model) auf erwarteten Kreditausfällen basiert.
Der Konzern wendet den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen; dem zufolge werden für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste herangezogen. Zur Bemessung der erwarteten Verluste wurden finanzielle Vermögenswerte auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale entsprechend zusammengefasst bzw. individuelle Ausfallinformationen herangezogen. Berechnungsgrundlage sind in jedem Fall aktuelle Ausfallwahrscheinlichkeiten zum jeweiligen Stichtag.
Für Mutares ergab sich hieraus zum 1. Januar 2018 ein die Gewinnrücklagen vermindernder Umstellungseffekt von EUR. 0,1 Mio. Dieser ist ausschließlich auf geänderte Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Für die übrigen Vermögenswerte, die im Anwendungsbereich des geänderten Wertminderungsmodells von IFRS 9 sind, ergaben sich keine wesentlichen Effekte.
Die nachfolgende Tabelle enthält einen Überleitung der Buchwerte der Finanzinstrumente. Änderungen in den Buchwerten erfolgen aufgrund der geänderten Wertberichtigungen und entfallen ausschließlich auf die Kategorie "Amortized cost", die vormals als "Loans and Receivables" (LaR) eingestuft waren. Es erfolgte eine Aufteilung nach Klassen der Konzern-Bilanz und Kategorien gemäß IFRS 9 zu den bisherigen Kategorien gemäß IAS 39.
Die nachfolgende Tabelle stellt die Auswirkungen von IFRS 9 auf den Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2018 dar:
| Finanzielle Vermögenswerte, nach Klassen | Kategorie gemäß IFRS 9 | Buchwert 01.01.2018 | Kategorie gemäß IAS 39 | Buchwert 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Amortized cost | 142,7 | LaR | 175,2 |
| FVOCI | 32,4 | |||
| Sonstige Forderungen | Amortized cost | 7,2 | LaR | 7,4 |
| FVTPL | 0,2 | LaR | ||
| Zahlungsmittel und -äquivalente | Amortized cost | 98,9 | LaR | 98,9 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Kautionen | Amortized cost | 2,0 | LaR | 2,0 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | Amortized cost | 17,9 | LaR | 18,0 |
| FVTOCI | 0,2 | |||
| Wertpapiere | FVTPL | 0,7 | AfS | 0,7 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, nach Klassen | Kategorie gemäß IFRS 9 | Buchwert 01.01.2018 | Kategorie gemäß IAS 39 | Buchwert 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten |
||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Amortized cost | 122,2 | FLAC | 122,2 |
| Leasingverbindlichkeiten | n/a | 5,2 | n/a | 5,2 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | Amortized cost | 35,5 | FLAC | 35,5 |
| Verbindlichkeiten aus Ausleihungen von Dritten | Amortized cost | 25,6 | FLAC | 25,6 |
| Verbindlichkeiten aus Factoring | Amortized cost | 57,1 | FLAC | 57,1 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | Amortized cost | 36,3 | FLAC | 36,3 |
Mutares wendet IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" ab dem 01. Januar 2018 an. Dies führte zu Änderungen von Rechnungslegungsgrundsätzen und Anpassungen der im Abschluss erfassten Beträge. In Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften von IFRS 15 hat die Mutares Gruppe die neuen Regelungen modifiziert retrospektiv übernommen. Dabei wurde der neue Standard nur auf Verträge angewendet, die zum 01.Januar 2018 noch nicht erfüllt waren.
Seit dem 1. Januar 2018 gilt die Neuregelung der Umsatzrealisierung nach IFRS 15. Aufgrund der geänderten Regelung zur Übertragung der Verfügungsmacht resultiert für Mutares aus bestimmten Verträgen über Erstserienwerkzeuge eine separate Leistungsverpflichtung gegenüber dem Kunden. Der Umsatz wird zum Zeitpunkt der Übertragung der Verfügungsmacht an den Kunden realisiert.
Durch die Neuregelung des IFRS 15 werden kundenspezifische Produkte seit dem 1. Januar 2018 einer zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung unterzogen, wenn die Produkte aufgrund ihrer Spezifikationen keinen alternativen Nutzen haben und Unternehmen der Mutares Gruppe gegenüber dem Kunden einen durchsetzbaren Zahlungsanspruch mindestens in Höhe einer Erstattung der durch die bereits erbrachten Leistungen entstandenen Kosten einschließlich einer angemessenen Gewinnmarge haben.
Zusammenfassend wurden zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung (1. Januar 2018) folgende Anpassungen an den in der Bilanz ausgewiesenen Beträgen vorgenommen:
| Mio. EUR | 01.01.2018 | Effekte IFRS 15 | 31.12.2017 ohne Anwendung IFRS 15 |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 228,1 | 0,0 | 228,1 |
| Vorräte | 125,5 | -5,6 | 131,1 |
| Kurzfristige Vertragsvermögenswerte | 6,2 | 6,2 | 0,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen |
182,0 | 0,1 | 181,9 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 131,8 | 0,0 | 131,7 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 445,3 | 0,6 | 444,7 |
| Gesamt Aktiva | 673,4 | 0,6 | 672,8 |
| PASSIVA | |||
| Rücklage Umstellungseffekte | 0,5 | 0,5 | 0,0 |
| Sonstige Eigenkapitalbestandteile | 165,5 | 0,0 | 165,5 |
| Summe Eigenkapital | 166,0 | 0,5 | 165,5 |
| Latente Steuern | 9,5 | 0,1 | 9,4 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 148,0 | 0,0 | 148,0 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 157,5 | 0,1 | 157,4 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 349,9 | 0,0 | 349,9 |
| Gesamt Passiva | 673,4 | 0,6 | 672,8 |
| Mio. EUR | 01.01.2018 | Effekte IFRS 15 | 31.12.2017 ohne Anwendung IFRS 15 |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 228,1 | 0,0 | 228,1 |
| Vorräte | 125,5 | -5,6 | 131,1 |
| Kurzfristige Vertragsvermögenswerte | 6,2 | 6,2 | 0,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen |
182,0 | 0,1 | 181,9 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 131,8 | 0,0 | 131,7 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 445,3 | 0,6 | 444,7 |
| Gesamt Aktiva | 673,4 | 0,6 | 672,8 |
| PASSIVA | |||
| Rücklage Umstellungseffekte | 0,5 | 0,5 | 0,0 |
| Sonstige Eigenkapitalbestandteile | 165,5 | 0,0 | 165,5 |
| Summe Eigenkapital | 166,0 | 0,5 | 165,5 |
| Latente Steuern | 9,5 | 0,1 | 9,4 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 148,0 | 0,0 | 148,0 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 157,5 | 0,1 | 157,4 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 349,9 | 0,0 | 349,9 |
| Gesamt Passiva | 673,4 | 0,6 | 672,8 |
Wäre IFRS 15 zum 30. Juni 2018 nicht angewendet worden, hätten sich die folgenden Werte ergeben:
| Mio. EUR | 30.06.2018 | Effekte IFRS 15 | 30.06.2018 ohne Anwendung IFRS 15 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 467,0 | -0,8 | 467,8 |
| Bestandsveränderung | -6,9 | 0,7 | -7,6 |
| Konzernergebnis | -1,5 | -0,1 | -1,4 |
| Gesamtergebnis | -1,9 | -0,1 | -1,8 |
| Zusammenfassung pro Kategorie | Kategorie gemäß IFRS 9 | Buchwert 01.01.2018 |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte, die zu den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Amortized cost) |
Amortized cost | 268,7 |
| Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizuliegenden Zeitwert bewertet werden (FVTPL) |
FVTPL | 0,9 |
| Finanzielle Vermögenswerte (Eigenkapitalinstrumente), die erfolgsneutral zum beizuliegenden Zeitwert bewertet werden (FVTOCI) |
FVTOCI | 32,6 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Amortized cost) |
Amortized cost | 276,7 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum beizuliegenden Zeitwert bewertet werden (FVTPL) |
FVTPL | 0,0 |
Veröffentlichung des Halbjahresberichts 2018
| 08.10.2018 | ||
|---|---|---|
| Large & Midcap Event, Paris |
CF&B European Midcap Event, Madrid
22.11.2018
Pressemitteilung zum 3. Quartal
26.11.2018 Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt/Main
CF&B European Midcap Event, Genf
| Mio. EUR | 30.06.2018 | Effekte IFRS 15 | 30.06.2018 ohne Anwendung IFRS 15 |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 194,7 | 0,0 | 194,7 |
| Vorräte | 82,3 | -5,8 | 88,1 |
| Kurzfristige Vertragsvermögenswerte | 6,3 | 6,3 | 0,0 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 305,4 | 0,0 | 305,4 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 394,0 | 0,5 | 393,5 |
| Gesamt Aktiva | 588,7 | 0,5 | 588,2 |
| PASSIVA | |||
| Gewinnrücklage | 126,2 | 0,5 | 125,7 |
| Sonstige Eigenkapitalbestandteile | 81,9 | 0,0 | 81,9 |
| Eigenkapital | 208,1 | 0,5 | 207,6 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 75,5 | 0,0 | 75,5 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 305,1 | 0,0 | 305,1 |
| Gesamt Passiva | 588,7 | 0,5 | 588,2 |
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