Annual Report • Mar 29, 2019
Annual Report
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PERFORMANCE DER AKTIE MÜLLER – DIE LILA LOGISTIK AG BÖRSE XETRA DAX MDAX
| Prozentuale | Absolute | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2018 | 2017 | Veränderung | Veränderung | ||
| Umsatz | T€ | 136.117 | 142.376 | -4% | -6.259 |
| EBIT | T€ | 3.068 | 4.073 | -25% | -1.005 |
| EBIT-Marge | % | 2,3 | 2,9 | - | - |
| Konzernjahresüberschuss | T€ | 1.279 | 2.046 | -37% | -767 |
| Ergebnis pro Aktie | € | 0,16 | 0,26 | -37% | -0,10 |
| Eigenkapitalquote | % | 38,5 | 36,3 | - | - |
| Mitarbeiter im | |||||
| Jahresdurchschnitt | Anzahl | 1.523 | 1.656 | -8% | -133 |
| Mitarbeiter | |||||
| (zum Stichtag 31.12.) | Anzahl | 1.500 | 1.671 | -10% | -171 |
| WKN | 621468 |
|---|---|
| ISIN | DE0006214687 |
| Bezeichnung | Müller – Die lila Logistik AG |
| Kürzel / RIC | MLLG.DE |
| Reuters-Kategorie | Aktien |
| Wertpapiergruppe | Dt. Inhaberaktien (St.) |
| Wertpapierart | Stammaktien |
| Sektor | Transport + Logistik |
| Subsektor | Logistik |
| Währung | Euro |
Mit dem Geschäftsbereich LILA CONSULT ist MÜLLER | DIE LILA LOGISTIK einer der führenden Logistikberater in Deutschland, der sich auf ganzheitliche logistische Lösungen für die Felder der Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik spezialisiert hat.
LILA CONSULT deckt mit seinem umfangreichen Leistungsspektrum alle logistischen Entwicklungsphasen von Strategie, Konzept, Anlauf bis hin zur Optimierung ab und bietet hierfür passgenaue Programme wie Warehouse Excellence (Lagerprozessoptimierung) und Supply Network Excellence (Optimierung der gesamten Lieferkette), um die Potenziale über alle Lieferketten hinweg voll auszuschöpfen.
Der Geschäftsbereich LILA OPERATING steht bei MÜLLER | DIE LILA LOGISTIK für die Umsetzung der operativen Logistikprojekte unserer Kunden über die beiden Segmente Route und Factory.
In dem Segment Route realisieren wir verschiedenste Transportkonzepte wie Central Control Carrier und High-Tech Goods Distribution.
Die passende Ergänzung findet sich in dem Segment Factory mit seinem breiten Portfolio wie Inhouse Logistics, Warehouse Management oder auch Value Added Services.
Die Logistik-Immobilie ist heutzutage immer mehr der Drehpunkt in der Lieferkette und hat sich inzwischen zu einem entscheidenden Asset entwickelt. Nicht zuletzt durch unsere eigenen Immobilien haben wir jetzt dieser Entwicklung mit dem Geschäftsbereich LILA REAL ESTATE Rechnung getragen.
Im Geschäftsbereich LILA REAL ESTATE stellt MÜLLER | DIE LILA LOGISTIK seinen operativen Projekten die passende Immobilien zur Seite und übernimmt das Management der Logistik-Immobilie. Bereits in der Konzeptionsphase fällt die Entscheidung hin zur Distributions-, Warehouse- oder Umschlagsimmobilie.
wir schauen gemeinsam auf ein bewegtes Jahr 2018 zurück. Es war ein Jahr der Investitionen, in welchem die Lila Logistik ihre Logistikdienstleistungen gemäß den Veränderungen des Marktes und daraus resultierenden wechselnden Anforderungen stetig weiterentwickelte.
Kontinuierlich werden die Weichen für die Zukunft gestellt und so erfolgte im 2. Quartal 2018 der Umzug einer operativen Logistikabwicklung von Bischofsheim nach Groß-Gerau. In Besigheim lief eine Abwicklung mit der Konsolidierung 13 einzelner Kunden für die Produktionsversorgung eines Automobilherstellers an. Das Kunden-, Mitarbeiter- und Innovationszentrum am Stammsitz in Besigheim wurde in 2018 vollständig bezogen. In die IT-Infrastruktur und den Standort Besigheim investierten wir, um auch in der Zukunft gemeinsam mit unseren Kunden die besten und zugleich nachhaltigsten Lösungen für deren Supply Chain zu realisieren.
Durch das Auslaufen eines Kundenvertrages zum Jahresende 2017 ging der Umsatz im Geschäftsjahr 2018 auf rund 136 Mio. € zurück und lag somit leicht unter dem Rand des prognostizierten Korridors von 137 Mio. € bis 142 Mio. €. Das operative Ergebnis (EBIT) im Geschäftsjahr 2018 lag mit rund 3,1 Mio. € innerhalb der Planung.
Im Bereich Automotive ordnet das Thema der E-Mobility die Lieferströme einer ganzen Branche neu. Hier profitieren wir von unserem jahrelangen Know-how in diesem Bereich und unterstützen die Branche bei dem Prozess des sich wandelnden Marktes. Die Veränderungen eröffnen für alle Seiten neue Perspektiven und Möglichkeiten der Weiterentwicklung. E-Commerce steht für ein geändertes Einkaufs- und Verbraucherverhalten, was ebenfalls Einfluss auf die Lieferketten der Branchen Consumer und Electronics hat. Die Supply Chain als Hauptschlagader der Produktions- und Konsumentenversorgung ist ein spannendes Thema und wird es auch in der Zukunft sein.
Durch die getätigten Investitionen der letzten Jahre und unser engagiertes LILA Team, sehen wir uns für die Veränderungen des Marktes gut gerüstet. Wir stehen an der Seite unserer Kunden in Phasen der Veränderung.
Wir freuen uns auf den Dialog mit unseren Kunden, um so gemeinsam die erfolgreiche Entwicklung unseres Unternehmens aktiv zu gestalten.
Mit Lila Grüßen
Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp
wir befinden uns in einer Zeit sich verstärkender politischer und ökonomischer Turbulenzen und Umbrüche. Das gilt ganz besonders für die Märkte der Automobilwirtschaft und langlebiger Konsum- und Haushaltsgüter, die für unsere Gesellschaft große Bedeutung haben: Unternehmen der deutschen Automobilwirtschaft waren im vergangenen Jahr von Absatzstörungen betroffen und müssen sich auf eine Zukunft neuer Antriebstechnologien und sich verändernder Mobilitätsnachfrage einstellen. Die rapide Zunahme des E-Commerce verändert die gewachsenen Strukturen und Wachstumsperspektiven in den "Supply Chains" für Konsumelektronik. Arbeitsplatzgarantien der Industrie bremsen den langjährigen Trend zum Outsourcing logistischer Dienstleistungen, führen fallweise zur Reintegration früher ausgelagerter Aktivitäten.
Diese Entwicklungen treffen unser Unternehmen. Wir sind jedoch nicht unvorbereitet. Es wurden im vergangenen Jahr die personellen Ressourcen für Innovation und Digitalisierung energisch ausgebaut. Ein erster Kontrakt für die Materialflusslogistik eines E-Automobils ist gewonnen. Hohe Investitionen flossen in die Erweiterung und Flexibilisierung unserer physischen Infrastruktur am Stammsitz Besigheim, um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden.
Die damit verbundenen besonderen Aufwendungen – im Zusammenwirken mit gedämpfter gesamtwirtschaftlicher Konjunktur und dem Verlust einer großen Logistikabwicklung durch "Re-Insourcing" des Kunden – blieben dennoch nicht ohne Auswirkungen. Der Umsatz der Lila Logistik Gruppe 2018 liegt gegenüber dem Vorjahr leicht zurück. Das Konzernergebnis 2018 erreichte nur den unteren Rand des kommunizierten operativen Korridors.
Die angesprochenen Investitionen und Strukturanpassungen unserer Gesellschaft im Konsolidierungsjahr 2018 bieten eine hervorragende Voraussetzung für Wachstum und Profitabilität in den folgenden Jahren, auch angesichts fortbestehender Unsicherheiten im Markt und im weiteren Umfeld unseres Unternehmens.
Doch nun zum detaillierten Bericht über die Arbeit des Aufsichtsrats:
Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse haben den Vorstand im Berichtsjahr in Erfüllung ihrer Beratungs- und Überwachungsfunktionen wiederum eng begleitet. Sie nahmen die ihnen nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben umfassend und sorgfältig wahr. Wie eingangs dargelegt hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Lage und der Entwicklung des Unternehmens sowie mit verschiedenen Sonderthemen befasst. Verlauf und Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit sind nachfolgend näher erläutert.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat über alle relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen regelmäßig, detailliert und zeitnah, sowohl in Form schriftlicher Berichte als auch in mündlicher Form während der Aufsichtsratssitzungen. Der Aufsichtsrat war damit in alle grundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung, des Geschäftsverlaufs und Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen frühzeitig und ausführlich eingebunden. Auf dieser Grundlage war er in der Lage, in seinen Sitzungen alle für das Unternehmen bedeutsamen Vorgänge intensiv zu erörtern und zu überprüfen.
Darüber hinaus standen der Aufsichtsratsvorsitzende, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses und der Vorsitzende des Personalausschusses auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen in engem und regelmäßigem Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Sie haben sich über Entwicklungen und wesentliche Geschäftsvorgänge umfassend informiert, wo dies als erforderlich erachtet wurde.
Durch das monatliche Berichtswesen, das die wesentlichen Finanzdaten über die Müller – Die lila Logistik AG einschließlich der Konzerngesellschaften im Vergleich zu den Budget-, den Vorjahres- sowie den Forecastzahlen aufzeigt, war der Aufsichtsrat stets über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung der Lila Logistik Gruppe informiert. Der Aufsichtsrat prüfte die ihm vorgelegten Berichte und Unterlagen kritisch und in gebotener Gründlichkeit. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat jeweils sein Votum abgegeben. Beanstandungen hinsichtlich der Vorstandstätigkeit ergaben sich nicht.
Interessenskonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen sind, sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Folglich bestand auch kein Anlass, wie im Punkt 5.5.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex aufgeführt, die Hauptversammlung der Gesellschaft, die am 15. Mai 2018 stattfand, über solche Konflikte zu informieren.
Die personelle Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat blieb im Berichtsjahr unverändert.
Im Geschäftsjahr 2018 ist der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG zu vier Sitzungen zusammengetreten. Die Beratungs- und Beschlussgegenstände sind ausführlich in Protokollen niedergelegt. An allen Sitzungen des Aufsichtsrats nahmen sämtliche Mitglieder des Vorstands teil. Die durchschnittliche Präsenzquote des Aufsichtsrats belief sich auf 96 % (Vorjahr: 87 %). Fünf Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen an allen Sitzungen teil. Ein Mitglied hatte sich aus wichtigem Grund für die Teilnahme an einer Sitzung entschuldigt. Die Sitzungen waren von intensivem und offenem Austausch geprägt. In drei Fällen fasste der Aufsichtsrat Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren.
Zentraler Gegenstand der Erörterungen in allen Sitzungen war die aktuelle wirtschaftliche Lage der Müller – Die lila Logistik AG sowie aller Tochter- und Konzerngesellschaften. Diese wurde jeweils unter Berücksichtigung der Entwicklung für die relevanten Kundenbranchen, der gegebenen Handlungsoptionen sowie der getroffenen und beabsichtigten Maßnahmen des Vorstands zur Weiterentwicklung der Lila Logistik Gruppe diskutiert. Der Vorstand hielt die Ausschussmitglieder und den Aufsichtsrat in mehreren Sitzungen des Berichtsjahres über den Umsetzungsstand der Unternehmensstrategie informiert. Auf die wirtschaftlichen Geschäftsverläufe einzelner Gesellschaften, Niederlassungen und Großkunden wurde im notwendigen Detail eingegangen. Parallel dazu wurden Entscheidungen über größere Kundenprojekte sowie die daraus resultierenden Investitionen und gesellschaftsrechtlichen Veränderungsbedarfe als wesentliche Gegenstände der Diskussionen im Aufsichtsratsgremium erörtert. Ein vom Aufsichtsrat erstellter, in der Satzung und der Geschäftsordnung verankerter Katalog listet die Arten von Geschäften und Maßnahmen auf, die von grundlegender Bedeutung sind und zu deren Durchführung der Vorstand deshalb der Zustimmung des Aufsichtsrats bedarf. Die gemäß diesem Katalog zu erörternden Geschäfte und Maßnahmen hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand jeweils eingehend diskutiert. Der Aufsichtsrat hat den zur Beschlussfassung vorgelegten Geschäften und Maßnahmen nach eingehender Prüfung in allen Fällen zugestimmt.
Besonders hervorzuheben sind folgende einzelnen Sachverhalte: In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom März 2018 standen den Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Vorbereitung folgende Unterlagen zur Verfügung: Der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellte Jahresabschluss und der nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss, der Lage- sowie Konzernlagebericht, der Corporate Governance Bericht, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers der Müller – Die lila Logistik AG sowie des Konzerns, der Bericht des Aufsichtsrats, der Gewinnverwendungsvorschlag sowie der Risikobericht und die nichtfinanzielle Erklärung, jeweils für das Geschäftsjahr 2017. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erläuterte dem Plenum die wesentlichen Schwerpunkte der Prüfung des Abschlussprüfers, berichtete über das Prüfungsergebnis des Jahres- und Konzernabschlusses 2017 und die stattgefundene Sitzung des Audit Committee, die nichtfinanzielle Erklärung, den Vorschlag des Prüfungsausschusses sowie den Gewinnverwendungsvorschlag. Im Anschluss an die Erläuterungen des Vorsitzenden des Prüfungssauschusses und die Diskussion im Plenum billigte der Aufsichtsrat einstimmig die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse und Lageberichte sowie die nichtfinanzielle Erklärung. Er erklärte sich mit den vorgelegten Berichten und dem Wortlaut des Berichts des Aufsichtsrats einverstanden. Der Jahres- und Konzernabschluss 2017 wurde festgestellt. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Vorschlag des Vorstands an, der bevorstehenden Hauptversammlung die Auszahlung einer Dividende in Höhe von 0,25 € je Stückaktie vorzuschlagen. In der gleichen Sitzung stimmten Vorstand und Aufsichtsrat über die Tagesordnung zur Hauptversammlung und die damit verbundenen Themenschwerpunkte und Beschlussvorlagen ab. Ergebnis war jeweils die einstimmige Annahme. Schließlich erörterte der Aufsichtsrat in seiner März-Sitzung noch die folgenden vier Themen und fällte die erforderlichen Beschlüsse:
In seiner Sitzung vom 14. Mai 2018 diskutierte der Aufsichtsrat den Ergebnisverlauf der Lila Logistik Gruppe, insbesondere die Ergebnissituation und den Flächenbedarf am Standort Besigheim. Zudem wurde über den Umzug einer bestehenden Logistikabwicklung sowie einen potentiell neuen Standort für 2019 beraten. Im weiteren Sitzungsverlauf wurde ein Beschluss zur Aktualisierung der Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG) gefasst. Die Entsprechenserklärung wurde im Anschluss durch die Gesellschaft veröffentlicht. Der Vorstand stimmte mit dem Aufsichtsrat die Vorbereitungen zur bevorstehenden Hauptversammlung ab. Anschließend unterzog sich der Aufsichtsrat der jährlichen Effizienzprüfung seiner Arbeit mittels Selbstevaluierung.
Im Mittelpunkt der September-Sitzung des Aufsichtsrats standen der wirtschaftliche Verlauf und die Entwicklung der einzelnen Ergebniseinheiten der Lila Logistik Gruppe, sowie Veränderungen in der Geschäftsführung eines Konzernunternehmens. Zudem wurde über erforderliche Änderungen in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat diskutiert. Im Anschluss wurde eine neue Fassung dieser Geschäftsordnung beschlossen. Es folgte eine ausführliche Beratung über die weitere Vorgehensweise und Umsetzung der Unternehmensstrategie sowie zuletzt die Abstimmung des Finanz- und Unternehmenskalenders 2019.
In der Dezember-Sitzung 2018 beriet der Aufsichtsrat die vom Vorstand ausgearbeiteten Planungen und das von ihm vorgeschlagene Budget 2019. Nach ausführlicher Erörterung und anschließender Beratung wurden die Planungen und das Budget des Konzerns für das Jahr 2019 genehmigt und beschlossen. Im Rahmen der Budgetgenehmigung wurde der Umfang der Nichtprüfungsleistungen des Wirtschaftsprüfers im Geschäftsjahr 2019 besprochen. Der Aufsichtsrat fasste hierbei einen entsprechenden Beschluss zur maximalen Honorarhöhe. Die im Personalausschuss vorab erläuterte Erteilung von Prokuren wurde vom Aufsichtsratsplenum genehmigt. Der Vorstand stellte dem Aufsichtsrat sein Vorhaben vor, auf Grundlage der geltenden gesetzlichen Bestimmungen in der nächsten Amtsperiode – bei entsprechender Wahl durch die Hauptversammlung – diesen künftig aus drei Vertretern der Anteilseigner bestehen zu lassen. Eine entsprechende Bekanntmachung über die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß § 97 Abs. 1 AktG erfolgte im Anschluss durch die Gesellschaft.
Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat zwei Ausschüsse eingerichtet: Einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) und einen Personalausschuss. Die Ausschüsse unterstützen die Arbeit im Plenum. Sie bereiten Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen vor, die im Plenum zu behandeln sind. Die Ausschussvorsitzenden berichten dem Aufsichtsrat jeweils in der auf eine Ausschusssitzung folgenden Aufsichtsratssitzung.
Der Prüfungsausschuss der Müller – Die lila Logistik AG kam zu drei Sitzungen im Geschäftsjahr 2018 zusammen. In allen Sitzungen waren die Prüfungsausschussmitglieder vollzählig anwesend. Der Prüfungsausschuss berichtete dem Aufsichtsrat jeweils über seine Sitzungen. In seiner ersten Sitzung befasste er sich, in Gegenwart des von der Hauptversammlung bestellten Abschlussprüfers sowie der Mitglieder des Vorstands, mit den Abschlüssen sowie dem Lagebericht der Müller – Die lila Logistik AG und des Konzerns, dem Abhängigkeitsbericht des Vorstands, der nichtfinanziellen Erklärung sowie dem Risikomanagement-Bericht. Der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017 wurde intensiv erörtert. Die Vertreter des vom Aufsichtsrat beauftragten Wirtschaftsprüfers, der Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (nachfolgend "Baker Tilly"), mit Sitz in Düsseldorf, Niederlassung Stuttgart, berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung des Geschäftsjahres 2017 und standen den Fragen durch die Ausschussmitglieder Rede und Antwort. Der Prüfungsausschuss überwachte den Rechnungslegungsprozess und vergewisserte sich von der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und des internen Revisionssystems. Der Prüfungsausschuss unterbreitete dem Aufsichtsrat vor der am 15. Mai 2018 stattfindenden Hauptversammlung den Vorschlag, den anwesenden Aktionären Baker Tilly mit Sitz in Düsseldorf, Niederlassung Stuttgart, erneut als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 vorzuschlagen. Nach der Wahl durch die Aktionäre und Aktionärsvertreter wurde der Abschlussprüfer vom Aufsichtsratsvorsitzenden beauftragt. Der von der Geschäftsführung aufgestellte Halbjahresfinanzbericht wurde vor Veröffentlichung im August 2018 ausführlich erörtert. Angaben und Aussagen des Halbjahresfinanzberichtes wurden vom Prüfungsausschuss nicht beanstandet. Zudem befasste sich der Prüfungsausschuss eingehend mit der vorgelegten operativen Budgetplanung 2019 und den dazu erstellten Unterlagen. Schließlich gab der Prüfungsausschuss die Empfehlung an den Aufsichtsrat, das vom Vorstand aufgestellte Budget zu genehmigen. Darüber hinaus befasste sich der Prüfungsausschuss mit den Fragen der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen (Nichtprüfungsleistungen) sowie mit der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer und der Honorarvereinbarung für das Geschäftsjahr 2018. Der Prüfungsausschuss-Vorsitzende berichtete dem Aufsichtsrat in der Dezember-Sitzung über die Kommunikation mit dem Abschlussprüfer, die durchgeführte Vorprüfung des Jahresabschlusses 2018 sowie die vorgesehenen Prüfungsschwerpunkte. Des Weiteren berichtete der Audit Committee-Vorsitzende über den im Oktober 2018 gestarteten Prozess zur Ausschreibung der Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2019, der Ansprache und Vorauswahl der Anbieter sowie die geführten Rückfragen und erfolgten Informationsgespräche.
Der Personalausschuss kam im Geschäftsjahr 2018 zu drei Sitzungen zusammen. In allen Sitzungen waren die Ausschussmitglieder vollzählig anwesend. Der Personalausschuss berichtete dem Aufsichtsrat regelmäßig über seine Sitzungen. In allen drei Sitzungen des Jahres 2018 waren allgemeine personalpolitische Themen Gegenstand der Diskussionen. Personenbezogene Entscheidungen, wie die Bestellung und der Dienstvertrag eines neuen Geschäftsführers, sowie die Berufung von Prokuristen für die Tochtergesellschaften der Unternehmensgruppe, wurden umfangreich erörtert und Empfehlungen zur Beschlussfassung an den Aufsichtsrat gegeben. Über die durchgeführte Aus- und Weiterbildung, Personalentwicklungsmaßnahmen sowie zukünftige Personalmaßnahmen hat sich der Personalausschuss regelmäßig berichten lassen. Des Weiteren wurde über die Vorstandsvergütung inkl. der Tantiemen sowie Vergütungsstrukturen in Ergebniseinheiten und Tochtergesellschaften der Unternehmensgruppe diskutiert.
Der Aufsichtsrat befasste sich regelmäßig mit den Inhalten des Deutschen Corporate Governance Kodex und erörterte diese in seinen Sitzungen.
Die Vorsitzenden des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft haben die Erklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes (AktG) zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 gemeinsam im Mai 2018 unterzeichnet. Die Gesellschaft machte die Erklärung noch im gleichen Monat auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.lila-logistik.com dauerhaft zugänglich.
Der Jahresabschluss der Müller – Die lila Logistik AG, der Konzernabschluss, der Lagebericht, der Konzernlagebericht sowie die nichtfinanzielle Erklärung, jeweils für 2018, wurden von Baker Tilly ordnungsgemäß geprüft. Der Aufsichtsrat hatte den Prüfungsauftrag an Baker Tilly gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 15. Mai 2018 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte dem Jahres- und dem Konzernabschluss jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Angaben in der nichtfinanziellen Erklärung gemäß den gesetzlichen Rahmenbedingungen wurden geprüft.
Im Mittelpunkt der Bilanzsitzung des Prüfungsausschusses im März 2019, an welcher der Abschlussprüfer teilnahm, standen die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung des Jahresabschlusses 2018 der Müller – Die lila Logistik AG und des Konzernabschlusses 2018. Nachdem der Abschlussprüfer hierüber ausführlich berichtet hatte, stand er den Mitgliedern des Prüfungsausschusses für weiterführende Fragen und ergänzende Aussagen zur Verfügung. Alle angesprochenen Themen und Fragen wurden zur vollen Zufriedenheit der Ausschussmitglieder geklärt. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat in der Sitzung des Aufsichtsrats am 22. März 2019 dem Plenum einen ausführlichen Bericht über die Prüfung und Ergebnisse im Prüfungsausschuss abgegeben.
Nach Prüfung und Diskussion des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses, des Lageberichts, des Konzernlageberichts und der nichtfinanziellen Erklärung hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und gemäß der Empfehlung des Prüfungsausschusses den vom Vorstand nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellten Jahresabschluss 2018 der Müller – Die lila Logistik AG gebilligt. Ebenfalls billigte der Aufsichtsrat den nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss 2018 der Müller – Die lila Logistik AG. Der Jahres- und Konzernabschluss sind damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Jahresüberschusses und des Bilanzgewinns schloss sich der Aufsichtsrat an.
In seiner Sitzung vom März 2019 legte der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für die Bestellung des Abschlussprüfers 2019 vor. Dabei folgte der Aufsichtsrat der Präferenz des Prüfungsausschusses und wird der folgenden Hauptversammlung einen entsprechenden Wahlvorschlag für den Abschlussprüfer 2019 unterbreiten.
Der Vorstand legte dem Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG den Bericht des Vorstands über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen und den diesbezüglichen Prüfungsbericht des Abschlussprüfers vor ("Abhängigkeitsbericht"). Der Abschlussprüfer hat im abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen den Bericht des Vorstands erhoben und die folgende Schlussbemerkung und das Testat erteilt: "Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Vorstand und die von diesen bezeichneten Auskunftspersonen haben die für eine sorgfältige Prüfung des Abhängigkeitsberichts notwendigen Aufklärungen und Nachweise erbracht. Die erforderlichen organisatorischen und abrechnungstechnischen Voraussetzungen für eine vollständige und zutreffende Berichterstattung sind gegeben. Wir erteilen dem Abhängigkeitsbericht der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, für das Geschäftsjahr 2018 gemäß § 313 Abs. 2 AktG den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk: Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind." Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands geprüft und stimmt ihm ebenso wie dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen enthaltene Schlusserklärung des Vorstands.
Der Vorstand legte dem Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG die nichtfinanzielle Erklärung vor. Der Aufsichtsrat hat von der Möglichkeit des § 111 Abs. 2 AktG Gebrauch gemacht und eine externe inhaltliche Überprüfung der nichtfinanziellen Erklärung in einem gesonderten nichtfinanziellen Bericht durch den Abschlussprüfer beauftragt. Der Abschlussprüfer hat die Ergebnisse seiner Prüfung in der Bilanzsitzung des Audit Committee dargestellt. Die nichtfinanzielle Erklärung wurde zur Veröffentlichung auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.lila-logistik.com dauerhaft zugänglich gemacht.
Zum Abschluss dieses Berichts bedanke ich mich im Namen des gesamten Aufsichtsrats bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Lila Logistik Gruppe für Ihr tatkräftiges Engagement und die erreichten Erfolge im abgelaufenen Geschäftsjahr. Auch den Mitgliedern des Vorstands gilt unser Dank für Ihre Leistungen. Nicht zuletzt danke ich unseren Aktionärinnen und Aktionären sowie unseren Kunden und Geschäftspartnern sehr herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen.
Besigheim, im März 2019 Für den Aufsichtsrat
Prof. Peter Klaus, D.B.A./Boston Univ. Vorsitzender
Vorstand und Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG mit Sitz in Besigheim bekennen sich zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" und erklären, dass den Empfehlungen des Kodex grundsätzlich entsprochen wurde und wird.
Klargestellt wird, dass sich die Entsprechenserklärung für den Zeitraum seit der letzten Entsprechenserklärung auf die aktuelle Kodex-Fassung vom 7. Februar 2017 bezieht, die am 24. April 2017 im Bundesanzeiger bekannt gemacht wurde.
Nicht vollständig angewendet wurden und werden die Empfehlungen der Ziffern 3.8, 4.2.2, 4.2.5, 5.1.2, 5.3.3, 5.4.1, 7.1.1 und 7.1.2.
Besigheim, im Mai 2018 für den Aufsichtsrat für den Vorstand
Prof. Peter Klaus Michael Müller Aufsichtsratsvorsitzender Vorstandsvorsitzender
Die einzelnen Abweichungen beruhen auf folgenden Erwägungen:
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziffer 3.8 letzter Absatz, dass in der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat ein Selbstbehalt vereinbart werden soll, der den Empfehlungen des Kodex für den Selbstbehalt bei D&O Versicherungen von Vorständen entspricht.
Müller – Die lila Logistik AG ist der Meinung, dass die Vereinbarung eines solchen Selbstbehalts für Aufsichtsratsmitglieder nicht dazu geeignet ist, die Verantwortung zu verbessern, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats die ihnen übertragenen Aufgaben und Funktionen wahrnehmen. Im Übrigen dient die Versicherung dem Schutz der Gesellschaft.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziffer 4.2.2 Absatz 2, Satz 3, dass der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der relevanten Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen soll. Der Aufsichtsrat soll bei Abschluss der aktuellen Vorstandsverträge in Übereinstimmung mit den Vorgaben des Aktiengesetzes dafür Sorge tragen, dass die Gesamtbezüge in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds stehen und die übliche Vergütung nicht übersteigen.
Die Festlegung der Vorstandsvergütung orientierte sich, abweichend von dieser, für Großunternehmen entworfenen Regelung, an den üblichen Ermittlungsmethoden, an dem Geschäftsumfang, an der wirtschaftlichen und finanziellen Lage des Unternehmens sowie an Strukturen von Vorstandsgehältern vergleichbarer Unternehmen. Zudem wurden und werden die einzelnen Aufgaben und Verantwortungsbereiche des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt. Soweit der Kodex seit seiner Neufassung die bereits nach dem Aktiengesetz erforderliche Überprüfung einer vertikalen Angemessenheit der Vorstandsvergütung konkretisiert und die für den Vergleich maßgeblichen Vergleichsgruppen sowie den zeitlichen Maßstab des Vergleichs näher definiert, wird insoweit vorsorglich eine Abweichung erklärt. Der Aufsichtsrat hat bei der Überprüfung der vertikalen Angemessenheit nicht zwischen den Vergleichsgruppen der Kodexempfehlung unterschieden und auch keine Erhebungen zur zeitlichen Entwicklung des Lohn- und Gehaltsgefüges durchgeführt.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziffer 4.2.5 Absatz 3 Satz 2: "Ferner sollen im Vergütungsbericht für jedes Vorstandsmitglied dargestellt werden:
Für diese Informationen sollen die als Anlage beigefügten Mustertabellen verwandt werden."
Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 15. Juni 2015 hat gem. § 286 Abs. 5, § 314 Abs. 3 HGB beschlossen, dass die gemäß § 285 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB und §§ 315a Absatz 1, 314 Absatz 1,Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB (in ihrer jeweils anwendbaren Fassung) verlangten Angaben in den Jahres- und Konzernabschlüssen der Müller – Die lila Logistik AG, die für die Geschäftsjahre 2015 bis 2019 (einschließlich) aufzustellen sind, unterbleiben. Insofern würde eine Darstellung des Vergütungsberichts wie in Ziffer 4.2.5 nicht dem Beschluss der Aktionäre entsprechen. Müller – Die lila Logistik AG berichtet weiterhin in der bisherigen Struktur über die fixen und variablen Gehaltsbestandteile des gesamten Vorstands entsprechend den Vorschriften nach HGB und IFRS. Die zusätzlichen Angaben nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex führen nach Meinung der Gesellschaft zu einer vierfach ausdifferenzierten Angabe zu ein und derselben Vergütungskomponente. Die Gesellschaft hat sich dagegen entschieden, die Vorstandsvergütung in einer dritten und vierten Darstellung zu berichten.
In Ziffer 5.1.2 empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex, dass der Aufsichtsrat bei der Zusammensetzung des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) achten soll. Der Aufsichtsrat soll für den Anteil von Frauen im Vorstand Zielgrößen festlegen.
Müller – Die lila Logistik AG entscheidet über die Besetzung von Organ- und Führungspositionen nach Maßgabe der Qualifikation der Bewerberinnen und Bewerber und dem Unternehmensinteresse. Auch insoweit erachtet es der Aufsichtsrat grundsätzlich für sachgerecht, die Auswahl der Vorstandsmitglieder von ihrer Persönlichkeit und ihrem Sachverstand abhängig zu machen. Deshalb wurde insoweit der Kodexempfehlung in der derzeit geltenden Fassung nicht entsprochen. Selbstverständlich entspricht der Aufsichtsrat jedoch den geltenden gesetzlichen Anforderungen und hat eine Zielgröße für den Frauenanteil bis 30. Juni 2022 festgelegt. Die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand bis 30. Juni 2022 beträgt 15 Prozent.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt die Bildung eines Nominierungsausschusses, "…der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt".
Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG befasst sich eingehend mit den Beschlussvorschlägen an die Hauptversammlung einschließlich der Wahlvorschläge von Aufsichtsratsmitgliedern. Über das bestehende Audit Committee sowie den bestehenden Personalausschuss hinaus stellt die Bildung eines Nominierungsausschusses einen unverhältnismäßigen zusätzlichen Mehraufwand dar. Fragen, die im Nominierungsausschuss zu behandeln sind, werden im Aufsichtsrat erörtert und entschieden.
Die Fassung des DCGK vom 7. Februar 2017 empfiehlt in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeiten soll. Für seine Zusammensetzung soll er im Rahmen der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen. Für die gewählten Arbeitnehmervertreter sind die besonderen Regeln der Mitbestimmungsgesetze zu beachten. Bei börsennotierten Gesellschaften, für die das Mitbestimmungsgesetz gilt, setzt sich der Aufsichtsrat zu mindestens 30 Prozent aus Frauen und zu mindestens 30 Prozent aus Männern zusammen. Für die anderen vom Gleichstellungsgesetz erfassten Gesellschaften soll der Aufsichtsrat für den Anteil von Frauen Zielgrößen festlegen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sollen diese Ziele berücksichtigen und gleichzeitig die Ausfüllung des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium anstreben. Der Stand der Umsetzung soll im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden. Dieser soll auch über die nach Einschätzung des Aufsichtsrats angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder der Anteilseigner und die Namen dieser Mitglieder informieren.
Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG entspricht bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung für die Wahl der Anteilseignervertreter sämtlichen gesetzlichen Vorgaben und sämtlichen Empfehlungen des Kodex' hinsichtlich der persönlichen Voraussetzungen für Aufsichtsratsmitglieder. Im Vordergrund steht dabei – unabhängig vom Geschlecht – die fachliche und persönliche Kompetenz möglicher Kandidatinnen und Kandidaten unter besonderer Beachtung der unternehmensspezifischen Anforderungen, damit die Mitglieder des Aufsichtsrates im Falle der Wahl der Vorgeschlagenen insgesamt über die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat ist für die Aufsichtsratsmitglieder nicht vorgesehen. Eine maximale Zugehörigkeitsdauer erscheint dem Aufsichtsrat nicht sachgerecht, zumal die in Gesetz und Satzung festgelegte jeweilige Amtsdauer für Aufsichtsräte einen überschaubaren Zeitrahmen für die Mandate vorgibt. Deshalb wurde und wird insoweit der Kodexempfehlung in der derzeit geltenden Fassung nicht entsprochen. Selbstverständlich entspricht der Aufsichtsrat jedoch den geltenden gesetzlichen Anforderungen und hat eine Zielgröße für den Frauenanteil bis zum 30. Juni 2022 festgelegt. Die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat bis 30. Juni 2022 beträgt 15 Prozent.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, Anteilseigner und Dritte durch den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht sowie unterjährige Finanzinformationen zu unterrichten. Sofern die Gesellschaft nicht verpflichtet ist, Quartalsmitteilungen zu veröffentlichen, soll sie die Aktionäre unterjährig neben dem Halbjahresfinanzbericht in geeigneter Form über die Geschäftsentwicklung, insbesondere über wesentliche Veränderungen der Geschäftsaussichten sowie der Risikosituation, informieren.
Müller – Die lila Logistik AG wird Anteilseigner und Dritte durch den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht sowie den Halbjahresfinanzbericht im Rahmen der gesetzlichen Regelungen des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) unterrichten. Weitere unterjährige Finanzinformationen, z. B. eine Quartals- oder Monatsinformation, würden durch entsprechende saisonale Schwankungen Informationen enthalten, die möglicherweise Fehlentscheidungen hinsichtlich der Beurteilung der wirtschaftlichen Unternehmenslage hervorrufen.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und die verpflichtenden unterjährigen Finanzinformationen innerhalb von 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums zu veröffentlichen.
Müller – Die lila Logistik AG wird den Konzernabschluss und den Halbjahresfinanzbericht im Rahmen der gesetzlichen Regelungen des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) veröffentlichen.
Der vorliegende Konzernlagebericht beschreibt die Lage des Konzerns der Müller – Die lila Logistik AG (Lila Logistik Gruppe) für das Geschäftsjahr 2018. Sollte im Verlauf des Berichts die namensgleiche Einzelgesellschaft gemeint sein, wird dies an entsprechender Stelle explizit erwähnt.
Die Lila Logistik Gruppe bietet als national und international tätiger Logistikdienstleister alle relevanten Funktionen in der Beratung (Lila Consult) und der Umsetzung (Lila Operating) von Logistiklösungen an. Der Geschäftsbereich Lila Consult setzt sich aus den Säulen Warehouse Excellence (Lagerprozessoptimierung) und Supply Network Excellence (Optimierung der gesamten Lieferkette). Dieser aktuelle Aufbau ging aus den bisherigen Bereichen Management Consulting, Logistics Engineering und Interim Services hervor.
Bei dem Bereich Lila Operating unterscheidet die Lila Logistik Gruppe grundsätzlich zwischen der Aufgabenstellung Route (im weitesten Sinne Transporte von Waren auf der Straße) und Factory (Handling von Waren und Prozessen). Die Felder Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik bilden den Kern der betrieblichen Tätigkeiten des Konzerns. Die Dienstleistungen werden überwiegend in den folgenden Kern- und Zielbranchen erbracht:
Darüber hinaus bietet das Segment Lila Real Estate Immobilienflächen zur Dienstleistungserstellung an.
Zum Kundenkreis der Lila Logistik Gruppe gehören namhafte, national und international tätige Unternehmen. Das Geschäftsmodell der Lila Logistik Gruppe wird auch weiterhin auf wirtschaftliche Herausforderungen zukunftsorientiert gestaltet und in Bezug auf die strategischen Entscheidungen fokussiert.
Die nationalen Standorte und Betriebsstätten der Lila Logistik Gruppe sind aktuell in folgenden Städten und Gemeinden: Affalterbach, Althengstett, Benningen, Besigheim, Bischofsheim, Bünde, Dormagen, Groß-Gerau, Huisheim, Herne, Kirchheimbolanden, Lorsch, Marbach a. N., Nürnberg, Rüsselsheim, Talheim, Wemding und Zwenkau.
Die internationalen Standorte und Betriebsstätten befinden sich in Gliwice, Siechnice und Wroclaw (alle Polen).
Die Müller – Die lila Logistik AG hat ihre Kommanditeinlage bei der Müller – Die lila Logistik Service GmbH & Co. KG (Besigheim) in Höhe von 25 T€ im Wege der Sonderrechtsnachfolge auf die persönlich haftende Gesellschafterin, die MSG Verwaltung GmbH mit dem Sitz in Besigheim übertragen und ist aus der Gesellschaft ausgeschieden. Die Müller – Die lila Logistik Service GmbH & Co. KG wurde damit aufgelöst und ohne Liquidation beendet und ihr gesamtes Vermögen ist im Wege der Anwachsung auf die MSG Verwaltung GmbH übergegangen. Das Stammkapital der MSG Verwaltung GmbH wurde im März 2018 von 25 T€ um 1 T€ auf 26 T€ erhöht. Die Firmierung der Gesellschaft wurde im Anschluss in Müller – Die lila Logistik Service GmbH geändert. Diese Änderung wurde im Juni 2018 ins Handelsregister eingetragen.
Im Juli 2018 wurde seitens der Müller – Die lila Logistik AG und Herrn Nils Ole Köhler die Lila IO GmbH gegründet. Die Müller – Die lila Logistik AG ist mit 51 % am Stammkapital von insgesamt 25 T€ beteiligt. Die Lila IO GmbH wurde im August 2018 ins Handelsregister eingetragen.
Darüber hinaus haben im Vorjahresvergleich keine Veränderungen im Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe stattgefunden.
Für den Unternehmenserfolg der Lila Logistik Gruppe sind engagierte und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zentraler Bedeutung. Im Geschäftsjahr 2018 waren an den europäischen Standorten und Betriebsstätten der Lila Logistik Gruppe im Durchschnitt 1.523 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Auszubildende) tätig. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Reduzierung der Belegschaft um 133 Personen oder einem Minus von 8,0% (Vorjahr: 1.656 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter). In Deutschland waren durchschnittlich 1.221 Personen tätig, was einem Anteil von 80,2 % am Personalbestand des Gesamtkonzerns entspricht (Vorjahr: 1.261 Personen oder 76,1 %). In den polnischen Standorten und Betriebsstätten beschäftigte die Lila Logistik Gruppe 302 Personen oder 19,8 % des Personalstamms (Vorjahr: 395 Personen oder 23,9 %).
Die Personalmarketingmaßnahmen der Lila Logistik Gruppe wurden im Geschäftsjahr 2018 ausgeweitet. Im stärker werdenden Wettbewerb um Talente präsentierte sich die Lila Logistik Gruppe auf Firmenkontaktmessen und Ausbildungsmessen. Des Weiteren wurden mehrere Bewerbertrainings an Schulen angeboten und durchgeführt. Zusätzlich zu der gemeinsam mit den Unternehmen Würth und Bechtle gehaltenen Stiftungsprofessur an der Hochschule Heilbronn wird ein Vorlesungsprogramm zusammen mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg durchgeführt. Die Lila Logistik Gruppe ist hierbei eine Kooperation mit der DHBW eingegangen. Die Studiengänge BWL-Dienstleistungsmanagement mit Schwerpunkt Logistik- und Supply Chain Management sowie Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt Application Management bieten die Vorlesungsinhalte an, die der Prozessorientierung und dem Tätigkeitsbereich der Lila Logistik Gruppe entsprechen. Auch Auslandssemester, die von Seiten der DHBW in Kooperation mit ausländischen Hochschulen angeboten werden, werden betrieblich unterstützt.
Die durchschnittliche Ausbildungsquote der Lila Logistik Gruppe mit 3,9 % lag in etwa auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 4,1 %). Auf Grund der zeitlichen Differenz zwischen Prüfungsterminen und Ausbildungsbeginn können sich rechnerische Unterschiede bei der Berechnung der Ausbildungsquoten ergeben. Zudem ist das Ausbildungsspektrum bei der Lila Logistik Gruppe um attraktive und zukunftsorientierte Ausbildungsberufe erweitert worden, wie beispielsweise IT-Kaufmann (m/w/d) und Fachinformatiker für Systemintegration (m/w/d).
Um die Weiterbildung innerhalb der Lila Logistik Gruppe noch gezielter zu fördern, wurde ein spezieller Arbeitskreis initiiert. Dieser tagt regelmäßig, um Optimierungspotenziale und neue Entwicklungen für die Aus- und Weiterbildung in der gesamten Lila Logistik Gruppe zu generieren.
Das unternehmensinterne Steuerungssystem besteht im Wesentlichen aus der Jahresplanung, der unterjährigen Kontrolle und Steuerung sowie regelmäßigen Vorstandssitzungen und Berichterstattungen an den Aufsichtsrat.
Als bewertungsrelevant gelten für die Lila Logistik Gruppe finanzielle und nichtfinanzielle interne Steuerungsgrößen und Leistungsindikatoren. Leistungsindikatoren, die zur Steuerung der Unternehmensgruppe dienen, sind dem Kapitel 2.4. "Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren" dieses Berichts zu entnehmen. Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf den nichtfinanziellen Bericht ("Corporate Social Responsibility Report 2018"), der den inhaltlichen Vorgaben gemäß der §§ 315b und 315c i. V. m. 289c und 289e Handelsgesetzbuch (HGB), entspricht und der zusammen mit dem Lagebericht nach § 325 HGB auf der Internetseite der Gesellschaft unter https://www.lila-logistik.com/de/corporate-social-responsibility entsprechend veröffentlicht wird.
Im Rahmen der Beratung zur Logistikumsetzung entwickelt die Lila Logistik Gruppe Methoden und Instrumente zur Optimierung von logistischen Prozessen. Da der Konzern als Dienstleistungsunternehmen keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne betreibt, ist über nennenswerte Angaben nicht zu berichten.
Die Expansion der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2018 verlangsamt. In der Grundtendenz hat die Weltkonjunktur im Verlauf des Jahres an Fahrt verloren. Die globale Produktion legte nach einem schwachen Jahresbeginn 2018 zwar im zweiten Quartal nochmals kräftig zu, büßte aber im dritten Quartal wieder deutlich an Dynamik ein. Die wirtschaftliche Stimmung hat sich dann zum Jahresende 2018 nahezu weltweit deutlich eingetrübt. Hierzu hat neben einer Verunsicherung durch zunehmende handelspolitische Konflikte die Straffung der Geldpolitik in den Vereinigten Staaten beigetragen, in deren Folge es zu einem Umschwung bei den internationalen Kapitalströmen kam, der die wirtschaftliche Expansion in den Schwellenländern bremste. Die Weltproduktion, gerechnet auf Basis von Kaufkraftparitäten, nahm gemäß den Aussagen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) im Jahr 2018 wie im vergangenen Jahr um 3,7 % zu. Im Jahr 2019 dürfte die Zuwachsrate gemäß den Prognosen des IfW auf 3,4 % zurückgehen. Risiken für die Weltkonjunktur bestehen insbesondere in einer weiteren Verschärfung der Handelskonflikte. In Europa könnten Sorgen um die Schuldentragfähigkeit in Italien, die Verzögerung von Reformen in Frankreich und nicht zuletzt der Brexit dazu führen, dass sich die Konjunktur schwächer entwickelt als erwartet (vgl. Medieninformation des Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Kiel, vom 11. Dezember 2018).
Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Euroraum 2018. Im Vergleich zum Vorquartal stieg das saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2018 im Euroraum um 0,2 %. Dies geht aus einer Schnellschätzung vom Februar 2019 hervor, die von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht wird. Im dritten Quartal 2018 war das BIP im Euroraum ebenfalls um 0,2 % gestiegen. Basierend auf saison- und kalenderbereinigten Quartalsdaten wird die Wachstumsrate des BIP für das gesamte Jahr 2018 für den Euroraum auf 1,8 % taxiert. Die Jahreswachstumsrate für 2017 betrug für den Euroraum dagegen noch 2,4 % (vgl. eurostat pressemitteilung euroindikatoren, Luxemburg, vom 14. Februar 2019).
Polen erlebte im Jahr 2018 einen Wirtschaftsboom. Polen ist derzeit der Wachstumschampion Europas. Im Jahr 2018 ist die Wirtschaftsleistung real um 5,1 % gestiegen, wie das polnische Statistikamt Ende Januar 2019 berichtet hatte. Das Land steht momentan an der Spitze eines Konjunkturbooms, der ganz Ostmitteleuropa in den vergangenen zwei Jahren erfasst hat – und der das Aufholen der ehemals sozialistischen Transformationsländer gegenüber dem Westen beschleunigte. Wesentlicher Wachstumsfaktor ist der private Konsum. Des Weiteren ist in Polen seit dem Jahr 2016 die einst hohe Arbeitslosigkeit auf einen der niedrigsten Werte in Europa zurückgegangen. Darüber hinaus hat der sich ausbreitende Arbeitskräftemangel zu starken Lohnerhöhungen geführt. So sind die Durchschnittslöhne im Jahr 2018 um 7 % gestiegen. Es handelt sich nach Expertenmeinungen insgesamt um ein Konjunkturhoch, das ganz Osteuropa erfasst hat, und das gemäß den Wirtschaftsexperten nunmehr seinen Zenit überschritten haben dürfte (vgl. Neue Züricher Zeitung, Wien, vom 31. Januar 2019).
Die deutsche Wirtschaft ist 2018 das neunte Jahr in Folge gewachsen, das Wachstum hat aber an Schwung verloren. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahresdurchschnitt 2018 um 1,4 % höher als im Vorjahr. Die konjunkturelle Lage in Deutschland war insgesamt im Jahr 2018 zweigeteilt: Nach einem schwungvollen ersten Halbjahr gab es im zweiten Halbjahr einen Wachstumsrückgang, teilte Destatis weiter mit. Für das gesamte Jahr 2018 ergibt sich der oben genannte Anstieg von 1,4 %. In den beiden vorangegangenen Jahren war das preisbereinigte BIP jeweils um 2,2 % gestiegen. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2018 über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von 1,2 % lag. (vgl. Pressemitteilungen des Statistischen Bundesamtes Nr. 018 vom 15. Januar 2019 und Pressemitteilung Nr. 050 vom 14. Februar 2019 ).
Logistikmarkt: Der Geschäftsklimaindikator der deutschen Logistikwirtschaft ist im vierten Quartal 2018 niedriger ausgefallen als bisher. Das geht aus der monatlichen Erhebung zum Logistik-Indikator hervor, den das ifo-Institut im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik (BVL) im Rahmen seiner Konjunkturumfragen erhebt. Er lag nach zweimaligem Quartalsrückgang bei einem Wert von 108,5 Punkten am Ende des vierten Quartals und somit auf dem niedrigsten Stand seit März 2017. Während sich der Geschäftslageindikator trotz der aktuellen Abnahme weiterhin auf hohem Niveau befand, blickten die befragten Firmen deutlich seltener optimistisch auf die Entwicklungen in den kommenden sechs Monaten. Im Kommentar des ifo-Instituts, heißt es dazu: "Unter anderem dürften die Unwägbarkeiten, die im Zusammenhang mit dem Brexit und dem weiteren Verlauf des Zollstreits stehen, die Stimmung der befragten Betriebe gedrückt haben. Auch die Einstellungsbereitschaft sank zum Jahresende 2018 auf den niedrigsten Wert seit über einem Jahr (vgl. Logistik-Indikator vom 4. Quartal 2018: "Unsicherheiten nehmen zu", Bundesvereinigung Logistik (BVL), Veröffentlichung vom 21. Januar 2019).
Plangemäß ging der Umsatz der Lila Logistik Gruppe im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um -4,4 % auf 136,1 Mio. € zurück (Vorjahr: 142,4 Mio. €). Das Auslaufen eines Kundenvertrags zum Jahresende 2017 im Geschäftsbereich Lila Operating sowie geringere Erlöse im Geschäftsbereich Lila Consult waren für diese Entwicklung im Wesentlichen verantwortlich. In Summe war die Umsatzentwicklung der Unternehmensgruppe zudem von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Abschwächung der Konjunktur im 2. Halbjahr 2018 beeinflusst. Belastend wirkte sich dabei insbesondere die nachlassende Automobilkonjunktur aus, hervorgerufen durch geringere Produktionszahlen der Automobilhersteller. Da die Umsatzentwicklung nicht kompensiert werden konnte, lag das operative EBIT am unteren Rand des vom Unternehmen prognostizierten operativen Korridors vor Immobilientransaktionen. Folglich lagen auch das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) sowie der Konzernjahresüberschuss unter den Vorjahreswerten.
Das EBIT erreichte einen Wert von 3,1 Mio. € (Vorjahr: 4,1 Mio. €), das EBT lag bei 2,2 Mio. € (Vorjahr: 3,2 Mio. €). Der Konzernjahresüberschuss der Lila Logistik Gruppe belief sich am Ende des Geschäftsjahres 2018 auf 1,3 Mio. € (Vorjahr: 2,0 Mio. €). Der Gewinn aus der in 2018 angekündigten Veräußerung einer Logistikimmobilie konnte im Geschäftjahr 2018 nicht realisiert werden, da der Verkauf unter aufschiebenden Bedingungen steht, die zum Geschäftsjahresende und bis zur Aufstellung des Geschäftsbericht nicht erfüllt werden konnten. Weitere Einzelheiten gehen aus dem Nachtragsbericht des Konzernanhangs hervor.
Die Lila Logistik Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2018 Umsatzerlöse in Höhe von 136.117 T€. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017 reduzierten sich damit die Umsatzerlöse um 6.259 T€ (Vorjahr: 142.376 T€). Wesentlich dafür waren, wie bereits oben beschrieben, das Auslaufen eines Kundenvertrags durch "Insourcing" sowie geringere Erlöse im Geschäftsbereich Lila Consult.
Die quartalsweise Betrachtung der Umsatzerlöse ergibt folgende Verteilung:
| Angaben in % | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| I. Quartal: | 25,5 % | 25,6 % |
| II. Quartal: | 24,5 % | 24,5 % |
| III. Quartal: | 24,2 % | 24,3 % |
| IV. Quartal: | 25,8 % | 25,6 % |
Die Geschäftstätigkeit der Lila Logistik Gruppe unterliegt saisonalen Einflüssen in Abhängigkeit der Produktionspläne von Kunden.
Der relative Anteil der im Geschäftsjahr 2018 in den deutschen Standorten und Betriebsstätten erzielten Umsatzerlöse betrug 81,7 % (Vorjahr: 80,2 %). Die im Übrigen europäischen Ausland erzielten Umsätze der Lila Logistik Gruppe lagen bei 18,3 % (Vorjahr: 19,8 %).
Mit Auslaufen eines Kundenvertrages zum Jahresende 2017 wurde die Niederlassung Recklinghausen geschlossen.
Ende Mai 2018 erfolgte der Umzug einer operativen Logistikabwicklung von Bischofsheim nach Groß-Gerau. Seit dem 1. Juni 2018 wird in Groß-Gerau auf rund 13.000 m2 Immobilienfläche die operative Logistikabwicklung für einen Kunden in der Automobilindustrie ausgeführt.
In den Geschäftsjahren 2017 und 2018 wurde das Kunden-, Mitarbeiter- und Innovationszentrum (kurz "KMI" genannt) in Besigheim bezogen und entsprechend eingerichtet. Neben der administrativen Logistiksteuerung für das Terminal 3 befinden sich dort die zentralen Servicebereiche HR und Vertrieb, der Lila Consult-Bereich und der Vorstand der Lila Logistik Gruppe.
Die sonstigen betrieblichen Erträge waren mit 2.896 T€ um 738 T€ höher als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (Vorjahr: 2.158 T€). Ausschlaggebend hierfür waren im Wesentlichen höhere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, die Rückübertragung von Pensionen durch Auslaufen des o.g. Kundenvertrages sowie periodenfremde Erträge.
Die Materialaufwendungen der Lila Logistik Gruppe gingen durch geringere Transportvolumina um 3,0 % oder absolut betrachtet um 980 T€ auf -32.205 T€ zurück (Vorjahr: -33.185 T€). Die Materialaufwandsquote lag mit 23,7 % strukturell bedingt leicht höher als die Vorjahresquote von 23,3 %. Auf Grund der reduzierten Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sank der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2018 von -61.101 T€ auf -59.131 T€; durch den insgesamt gesunkenen Umsatz erhöhte sich die Personalaufwandsquote jedoch leicht von 42,9 % um 0,5-Prozentpunkte auf 43,4 %.
Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf -5.000 T€; die Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert um -260 T€ resultiert im Wesentlichen aus getätigten Standortinvestitionen der Unternehmensgruppe in Besigheim. Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten ergaben sich wie im Vorjahr nicht.
Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen war eine Reduzierung um 4,4 % auf -39.608 T€ zu verzeichnen (Vorjahr: -41.435 T€). Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieb mit 29,1 % auf Vorjahresniveau.
Das operative Betriebsergebnis der Lila Logistik Gruppe vor Zinsen und Steuern (EBIT) für das Geschäftsjahr 2018 belief sich auf 3.068 T€ (Vorjahr: 4.073 T€). Die EBIT-Marge war im Vergleich zum Vorjahr mit 2,3 % rückläufig (Vorjahr: 2,9 %). Die hohen Investitionen des Berichtsjahres in eine zukunftsorientierte Infrastruktur am Stammsitz Besigheim und die zuvor beschriebene Umsatzentwicklung führten zu einer Reduzierung des EBIT.
Der Saldo aus Zinserträgen und Finanzierungsaufwendungen erhöhte sich von -838 T€ auf -875 T€. In diesem Zinssaldo enthalten sind im Wesentlichen – neben den Finanzierungsaufwendungen für kurz- und langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten – Zinsaufwendungen für das Factoring in Höhe von -106 T€ (Vorjahr: -88 T€), Zinsen auf Pensionsverpflichtungen per Saldo in Höhe von -78 T€ (Vorjahr: -101 T€), Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 16 T€ (Vorjahr: Aufwendungen aus der Währungsumrechnung -62 T€) sowie Buchwertverluste aus Finanzderivaten in Höhe von -99 T€ (Vorjahr: Buchwertgewinne in Höhe von 73 T€). Im Vorjahr wurden darüber hinaus Bauzeitzinsen in Höhe von 50 T€ aktiviert.
Das Konzernergebnis vor Steuern belief sich auf 2.199 T€ (Vorjahr: 3.239 T€). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von -921 T€ (Vorjahr: -1.193 T€) fielen niedriger als im Vorjahr aus.
Der Konzernjahresüberschuss verringerte sich auf 1.279 T€ (Vorjahr: 2.046 T€). Insgesamt ergibt sich ein Gewinn pro Aktie in Höhe von 0,16 € (Vorjahr: 0,26 €). Das Eigenkapital verzinste sich mit 4,0 % (Vorjahr: 6,4 %).
Das Lila Geschäftsmodell, das Durchbrechen der klassischen Trennung zwischen Beratung und Umsetzung, wird über die Segmente Lila Consult, Lila Operating und Lila Real Estate abgebildet. Weitere Ausführungen sind in der Segmentberichterstattung, im Kapitel "D Segmentinformationen" im Konzernanhang zu finden.
Die Umsatzerlöse des Bereichs Lila Consult beliefen sich auf 1.329 T€ (Vorjahr: 2.248 T€). Die Veränderung der Erlöse in diesem Segment erklärt sich im Wesentlichen aus einer Reduzierung der Erlöse mit externen Kunden von 772 T€ um -287 T€ auf 485 T€, während sich auch die internen Erlöse mit anderen Segmenten um -632 T€ auf 844 T€ zum Vorjahr reduzierten (Vorjahr: 1.476 T€).
Die deutliche Umsatzreduzierung konnte ergebnisseitig nicht kompensiert werden. Das nicht konsolidierte operative Ergebnis (EBIT) des Segments war mit -382 T€ negativ (Vorjahr: +113 T€). Hieraus ergibt sich eine negative EBIT-Marge in Höhe von -28,7 % (Vorjahr: +5,0 %).
Das erwartungsgemäße Auslaufen eines Kundenvertrags schlug sich in den Umsatzerlösen des Segments Lila Operating nieder. Insgesamt erwirtschaftete die Lila Logistik Gruppe mit ihren logistischen Lagertätigkeiten und "Value Added Services" (im Bereich Factory) sowie mit Transporten (im Bereich Route) Umsatzerlöse in Höhe von 132.797 T€ (Vorjahr: 140.006 T€). Das nicht konsolidierte EBIT des Segments Lila Operating betrug 1.918 T€ (Vorjahr: 2.669 T€), was einer reduzierten EBIT-Marge in Höhe von 1,4 % entspricht (Vorjahr: 1,9 %).
Die Umsatzerlöse für das Segment Lila Real Estate beliefen sich auf 4.877 T€ (Vorjahr: 4.183 T€). Insbesondere durch ganzjährige Vermietung der Logistics Service Center Terminal 3 und Terminal 4 konnten die Erlöse für das Segment Lila Real Estate deutlich gesteigert werden. Das nicht konsolidierte EBIT des Segments Lila Real Estate belief sich auf 1.874 T€ (Vorjahr: 1.453 T€), was einer EBIT-Marge von 38,4 % (Vorjahr: 34,7 %) entspricht.
Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Geschäftssegmente sind in nachfolgender Tabelle ersichtlich:
| Angaben in T€ | Umsatzerlöse | EBIT |
|---|---|---|
| 2018 | ||
| Lila Consult | 1.329 | -382 |
| Lila Operating | 132.797 | 1.918 |
| Lila Real Estate | 4.877 | 1.874 |
| 2017 | ||
| Lila Consult | 2.248 | 113 |
| Lila Operating | 140.006 | 2.669 |
| Lila Real Estate | 4.183 | 1.453 |
Weiterführende Informationen zur Segmentberichterstattung, insbesondere zur Überleitung der IFRS Berichterstattung, können dem beigefügten Konzernanhang im Punkt D. "Segmentinformationen" entnommen werden.
Das Finanzmanagement der Lila Logistik Gruppe umfasst das Management von Kapitalstrukturen, Cash- und Liquiditätsstrukturen, Pensionsrisiken, Währungsrisiken sowie Forderungsrisiken. Die Unternehmensgruppe verfügt über ausreichend finanzielle Mittel, um ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen zu können.
Die Ziele des Finanzmanagements sind 1) die Beobachtung bilanzieller und cashflowwirksamer Effekte von Währungen auf die Lila Logistik Gruppe und die Reaktion hierauf mit entsprechenden Maßnahmen, 2) die Aufrechterhaltung der Liquidität der Lila Logistik Gruppe zu jedem Zeitpunkt und 3) die Stärkung und Aufrechterhaltung einer angemessenen Eigenkapitalbasis.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gliedern sich nach Fälligkeit wie folgt:
| Angaben in T€ | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Bis 1 Jahr | 4.335 | 4.547 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 10.334 | 11.962 |
| Über 5 Jahre | 11.950 | 12.802 |
| Gesamt | 26.619 | 29.311 |
Die kurzfristigen Darlehen und der kurzfristige Anteil an langfristigen Darlehen (bis 1 Jahr) werden in der Konzern-Bilanz zum Bilanzstichtag 31.12.2018 durch Umgruppierung von Verbindlichkeiten in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten in Höhe 320 T€ geringer ausgewiesen als in der oben aufgeführten Tabelle aufgezeigt.
Im Geschäftsjahr 2018 wurde ein Darlehen über 2.000 T€ zur weiteren Finanzierung des Terminal 3 inkl. Kunden-, Mitarbeiter- und Innovationszentrum am Standort Besigheim aufgenommen.
Zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und deren Besicherung sowie den bestehenden Rahmenkreditlinien der Lila Logistik Gruppe verweisen wir auf Punkt E.17. "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" des Konzernanhangs.
Der Verschuldungskoeffizient, der das Verhältnis von Fremdkapital zu Gesamtkapital beschreibt, lag mit 0,62 auf leicht niedrigerem Niveau als im Geschäftsjahr 2017 mit 0,64.
Die Investitionen der Lila Logistik Gruppe in langfristige Vermögenswerte des Anlagevermögens im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von insgesamt 5.015 T€ (Vorjahr: 11.295 T€) betrafen im Wesentlichen Standortinvestitionen. Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich auf 4.419 T€ (Vorjahr: 10.758 T€). Darin inbegriffen sind insbesondere Investitionen in eine Hoferweiterung mit Leichtbauhalle (Terminal 3), in den Umbau von Regalanlagen und Sprinkleranlagen, in den Umbau einer Logistikimmobilie ("Terminal 4"), für das Kunden-, Mitarbeiter- und Innovationszentrum in Besigheim sowie IT-Investitionen.
Die Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen mit -5.000 T€ über dem Niveau des Vorjahres von -4.741 T€, im Wesentlichen bedingt durch die gestiegenen Investitionen der Lila Logistik Gruppe in Standort- und Infrastrukturmaßnahmen.
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit lag im Geschäftsjahr 2018 mit 5.224 T€ deutlich unter dem Vorjahreswert von 9.212 T€. Insbesondere lag dies an der reduzierten Ertragskraft und der Reduktion von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Gesamthöhe von -3.554 T€ (Vorjahr: -10.387 T€) war geprägt durch Mittelabflüsse für Standort- und Infrastrukturinvestitionen, im Wesentlichen am Firmensitz der Unternehmensgruppe.
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -4.680 T€ (Vorjahr: Mittelzufluss in Höhe von 1.220 T€) ergab sich im Wesentlichen durch die Tilgungen von Darlehen in Höhe von -4.692 T€ und die Auszahlung der Dividende von -1.989 T€. Dem gegenüber stand die Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 2.000 T€ zur Finanzierung von Investitionen am Standort Besigheim.
Zum Stichtag 31. Dezember 2018 waren in der Lila Logistik Gruppe liquide Mittel in Höhe von 4.057 T€ vorhanden (Vorjahr: 7.085 T€). Nähere Einzelheiten sind der Konzern-Kapitalflussrechnung zu entnehmen.
Zur Darstellung der zugesagten, aber nicht ausgenutzten Kreditlinien wird auf den Konzernanhang Punkt F. "Finanzinstrumente", Unterpunkt "Finanzielles Risikomanagement" verwiesen.
Die Konzernbilanzsumme war mit 82.486 T€ um 5.488 T€ niedriger als im Vorjahr (31. Dezember 2017: 87.974 T€).
Auf der Aktivseite der Bilanz waren folgende wesentliche Veränderungen zu verzeichnen: Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich von 62.355 T€ um 12.157 T€ auf 50.198 T€ zum Ende des Geschäftsjahres. Die Sachanlagen reduzierten sich dabei von 51.000 T€ zum Vorjahresstichtag auf 39.126 T€ zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 auf Grund der Umgliederung der am Bilanzstichtag zur Veräußerung gehaltenen Immobilien in die kurzfristigen Vermögenswerte.
Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich zum 31. Dezember 2018 von 25.619 T€ um 6.669 T€ auf 32.288 T€. Dabei gingen die liquiden Mittel der Unternehmensgruppe auf 4.057 T€ zurück (Vorjahr: 7.085 T€). Weitere Ausführungen sind in dem vorangehenden Punkt 2.3.2 "Finanzlage", Unterpunkt "Liquidität" dieses Berichts beschrieben. Die reduzierten Umsatzerlöse sind im Wesentlichen dafür verantwortlich, dass die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Lila Logistik Gruppe gegenüber Dritten um 2.657 T€ auf 12.295 T€ zurückgegangen sind (31. Dezember 2017: 14.952 T€). Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte waren mit 3.103 T€ auf leicht höherem Niveau als im Vorjahr (Vorjahr: 2.922 T€). Die Position "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" mit einem Betrag von 11.962 T€ wurde auf Grund der o.g. Umgliederung der zum Verkauf stehenden Immobilien in die Bilanz aufgenommen.
Auf der Passivseite der Konzernbilanz fanden bei den langfristigen Schulden folgende Veränderungen statt: Insbesondere durch die Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten – unter der Berücksichtigung der Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 2.000 T€ – reduzierten sich die langfristigen Darlehen von 24.764 T€ auf 22.284 T€. Zum Bilanzstichtag lagen die passiven latenten Steuern per Saldo mit 917 T€ unter dem Niveau des Vorjahresstichtags (Vorjahr: 1.200 T€). Weiterführende Informationen zur Entwicklung der latenten Steuern können dem Konzernanhang im Punkt E.2. "Latente Steuern" entnommen werden. Die Pensionsrückstellungen reduzierten sich von 5.708 T€ um 1.628 T€ auf 4.080 T€. Grund hierfür war die Rückübertragung von Pensionsverpflichtungen im Rahmen der bereits beschriebenen Vertragsbeendigung mit einem Kunden (siehe auch Erläuterungen in Punkt 2.3.1 "Ertragslage", Unterpunkt "Umsatzentwicklung").
Die Entwicklung der kurzfristigen Schulden ist von folgenden Effekten geprägt: Die kurzfristigen Darlehen und der kurzfristige Anteil an langfristigen Darlehen reduzierten sich im Wesentlichen durch Umgruppierung von Verbindlichkeiten in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich zum 31. Dezember 2018 leicht auf insgesamt 7.686 T€ (31. Dezember 2017: 7.847 T€).
Stichtagsbedingt reduzierten sich die sonstigen kurzfristigen Schulden von 8.239 T€ um 364 T€ auf 7.875 T€. Auf Grund entsprechender Zahlungen an die Finanzbehörden sanken die Steuerschulden von 680 T€ um 345 T€ auf 335 T€. Per Saldo beliefen sich die kurzfristigen Schulden zum Bilanzstichtag insgesamt auf 22.895 T€ (31. Dezember 2017: 23.969 T€).
Das kumulierte übrige Eigenkapital belief sich auf -3.535 T€ (Vorjahr: -3.999 T€) – weitere Angaben zur Entwicklung des kumulierten übrigen Eigenkapital sind dem Konzernanhang in Punkt E.10. "Eigenkapital" zu entnehmen. Zum Bilanzstichtag betrug das Eigenkapital der Lila Logistik Gruppe 31.736 T€ (31. Dezember 2017: 31.970 T€). Trotz dieser leichten Reduzierung erhöhte sich die Eigenkapitalquote auf Grund der gesunkenen Bilanzsumme auf 38,5 % (Vorjahr: 36,3 %).
Vorstand und Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG beabsichtigen der Hauptversammlung am 27. Mai 2019 vorzuschlagen, von dem Bilanzgewinn der Muttergesellschaft eine Dividende von 0,30 € (Vorjahr: 0,25 €) je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Des Weiteren beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung 2019 vorzuschlagen, eine Sonderdividende von 0,70 € je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Finanzielle Leistungsindikatoren und Steuerungsgrößen sind die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (EBIT). Wichtig für die operative Steuerung der Unternehmenseinheiten sind die monatlichen Soll-Ist-Vergleiche, deren Analyse aus Sicht der Unternehmensleitung sowie zukunftsorientierte Informationen, wie z. B. Angaben über Chancen und Risiken.
Neben rein finanziellen Steuerungsgrößen spielen auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie beispielsweise die Ausbildungsquote der Firmengruppe eine Rolle. Zudem spielen Qualitätserfüllungsgrade eine große Rolle, wobei die Messung anhand individueller kundenbezogener Parameter erfolgt. Hierzu verweisen wir auf den Corporate Social Responsibility Report 2018.
Die Umsatzerlöse der Lila Logistik Gruppe im Geschäftsjahr 2018 verringerten sich durch das Auslaufen eines Kundenvertrages zum Jahresende 2017 auf 136.117 T€. Damit lagen die Umsatzerlöse leicht unter dem prognostizierten Korridor von 137 Mio. € bis 142 Mio. €.
Die ursprüngliche Planung der Gesellschaft sah für die Lila Logistik Gruppe ein EBIT mit einem Erwartungskorridor zwischen 4,8 Mio. € und 5,3 Mio. € inklusive des erwarteten Gewinns aus der Veräußerung einer Logistikimmobilie vor. Der Verkauf der Logistikimmobilie wurde im Geschäftsjahr 2018 zwar beurkundet, stand aber noch unter aufschiebenden Bedingungen, die bis zum Ende des Geschäftsjahres 2018 und bis zur Erstellung dieses Bericht nicht erfüllt waren.
Das operative EBIT vor Immobilienveräußerung wurde in einer Spanne von 3,0 bis 3,5 Mio. € geplant. Das erzielte operative Ergebnis (EBIT) in Höhe von 3.068 T€ befand sich damit innerhalb des kommunizierten operativen Erwartungskorridors.
| Angaben in Mio. € | Prognosen 2018 |
Ergebnisse 2018 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 137 –142 Mio. € | 136,1 Mio. € |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 3,0 – 3,5 Mio. € | 3,1 Mio. € |
Der Konzernjahresüberschuss lag mit 1.279 T€ um 767 T€ unter dem erzielten Vorjahreswert von 2.046 T€. Der Geschäftsverlauf 2019 bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts entsprach den Erwartungen des Managements.
In Bezug auf wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf Punkt G.9. "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" im Konzernanhang.
Das interne Kontrollsystem (IKS) der Lila Logistik Gruppe ist auf vielfältige Weise in die organisatorischen und technischen Abläufe der Unternehmensgruppe eingebunden. Es wurde passend zur wirtschaftlichen Größe des Konzerns und seiner Abläufe bedarfsgerecht vom Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG eingerichtet und wird bezüglich seiner Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit periodisch vom Risikomanagement überprüft und angepasst. Die Wirksamkeit des IKS wird vom Prüfungsausschuss der Müller – Die lila Logistik AG gemäß den gesetzlichen Anforderungen überwacht.
Der Umfang und die Ausgestaltung an die spezifischen Anforderungen der Lila Logistik Gruppe liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. In diesem Zusammenhang ist das Konzern-Controlling verantwortlich für die unabhängige Überprüfung der Funktionsfähigkeit des IKS in der Unternehmensgruppe. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben verfügt das Konzern-Controlling über umfassende Informations- und Prüfrechte. Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es, unabhängig von der konkreten Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens seiner Ziele gibt. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es nur eine relative und keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.
Das rechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die Steuerung der Prozesse zur Rechnungslegung und Jahresberichtserstellung erfolgen in der Unternehmensgruppe durch die Finanzbuchhaltung, das Konzern-Controlling und das Investor Relations. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert. Relevante Anforderungen werden z. B. in der im Gruppenleitfaden enthaltenen Bilanzierungsrichtlinie festgehalten und bilden zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Grundlage für den Abschlusserstellungsprozess. Darüber hinaus unterstützen ergänzende Verfahrensanweisungen, Meldeformate sowie IT-unterstützte Berichts- und Konsolidierungsprozesse den Ablauf der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung.
Im Bedarfsfall bedient sich die Lila Logistik Gruppe externer Dienstleister, z. B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen der Allianz Lebensversicherungs-AG, bei rechtlichen Fragestellungen (z. B. beim Arbeitsrecht, Vertragsrecht u.a.) externer Rechtsberater oder bei wirtschafts- oder steuerrechtlichen Themen verschiedener unabhängiger Wirtschaftsprüfer und Steuerberater.
Auch der Aufsichtsrat und das Audit Committee sind in das interne Kontrollsystem eingebunden, beispielsweise durch regelmäßige Informationen durch das Berichtswesen und in Aufsichtsrats- und Audit Committee-Sitzungen sowie im Rahmen der Abschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer. Die Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse wird in Form von Selbstevaluierungen regelmäßig geprüft.
Der Bereich Konzern-Controlling stellt die konzernweite und einheitliche Umsetzung der Anforderungen des rechnungslegungsbezogenen IKS über entsprechende Prozesse sicher. Die Konzerngesellschaften sind sowohl für die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren als auch für den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich und werden durch organisatorische Anweisungen unterstützt. Im Rechnungslegungsprozess sind unter Risikoaspekten definierte interne Kontrollen eingebettet. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollen, zu denen lT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung, das Vier-Augen-Prinzip und allgemeine lT-Kontrollen, wie z. B. Zugriffsregelungen in lT-Systemen oder ein Änderungsmanagement, gehören.
Die Wirksamkeitsbeurteilung des IKS erfolgt für die unter Risikoaspekten ausgewählten Arbeitsbereiche, beginnend bei den operativen Prozessbeteiligten bis hin zu den wesentlichen Verantwortungsträgern der Lila Logistik Gruppe. Die interne Revision nimmt eine unabhängige, stichprobenhafte Prüfung, beispielsweise in Form von Selbstbeurteilungen vor. Dadurch können Verbesserungspotenziale der internen organisatorischen Steuerung aufgedeckt und Optimierungen des IKS vorgenommen werden.
Nach § 91 Abs. 2 Aktiengesetz (AktG) ist der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG verpflichtet, ein Risikofrüherkennungssystem zu führen. Vorschriften des HGB verlangen darüber hinaus, über die zukünftige Entwicklung und die damit verbundenen Risiken im Lagebericht zu berichten. Das Risikomanagementsystem der Lila Logistik Gruppe ist durch gruppenweite Standards sowie durch Berichts- und Informationssysteme geprägt. In jährlichen Planungsrunden werden alle Geschäftsbereiche auf Chancen und Risiken geschäftsübergreifend untersucht, analysiert und bewertet. Unterjährig wird die Zielerreichung durch das gruppenweite Controlling- und Berichtssystem, insbesondere über aktuelle Forecasts, überwacht und gesteuert.
Der Bereich Risikomanagement der Fachabteilung Konzern-Controlling steuert über ein IT-unterstütztes Softwaretool (Risikomanagement-Programm) im Hinblick auf bestehende und mögliche Risiken die Informationen im zentralen Risikomanagement. Das Risikomanagement-Programm dient der schnellen und einfachen Information durch die Vor-Ort-Verantwortlichen an die Geschäftsführung der Tochtergesellschaften und den Vorstand der Lila Logistik Gruppe. Die Identifikation und Bewertung sowohl interner als auch externer Risiken wird gemeinsam vom Bereich Risikomanagement und den Risikoverantwortlichen der betroffenen Bereiche durchgeführt. Die Lila Logistik Gruppe setzt konzernweit qualitative und quantitative Risikoanalysen sowie andere Risikoberechnungsverfahren ein, beispielsweise Sensitivitätsanalysen und spezielle Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen. Entsprechend der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkungen (wie zum Beispiel die potenzielle Verlust- oder Schadenshöhe) wird das Risiko als "gering", "mittel" oder "hoch" klassifiziert. Zur Identifizierung von Risiken werden in der Unternehmensgruppe verschiedene Techniken angewandt. So wurde beispielsweise ein Risikoatlas entwickelt, der sowohl Beispielsrisiken als auch Maßnahmen zur Risikominimierung enthält. Die Identifikation der Risiken findet auf verschiedenen Unternehmensebenen statt. Dies soll gewährleisten, dass alle wesentlichen Risiken in der gesamten Unternehmensgruppe erkannt und erfasst werden. Seit 2017 werden auch Umweltrisiken erfasst, die gesondert vom Bereich Qualitätsmanagement/Umweltmanagement ausgewertet werden.
Die verantwortlichen Geschäftsführer der Tochtergesellschaften werden regelmäßig über alle identifizierten und relevanten Risiken ihres Verantwortungsbereiches informiert. Monatlich erhält der Vorstand einen Kurzbericht über die wesentlichen Veränderungen (Neuanlagen, Löschungen, Bewertungsänderungen etc.) im Bereich des Risikomanagements. Zusätzlich wird einmal im Quartal der Vorstand über wesentliche Einzelrisiken informiert, die mittels einer Risikoanalyse definierte Schwellenwerte überschreiten. Diese Berichterstattung erfolgt in Form einer qualitativen Beschreibung. Über wesentliche Risiken und Chancen wird außerdem der Vorsitzende des Aufsichtsrats über die Vorstandssitzungsprotokolle unterrichtet. Über relevante Risiken, die das Gesamtunternehmen betreffen, wird der Aufsichtsrat regelmäßig in den Aufsichtsratssitzungen oder bei Bedarf über Telefonkonferenzen in Kenntnis gesetzt. Der Prüfungsausschuss erhält einmal jährlich einen Bericht über den Status des Risikomanagementsystems und seine Umsetzung in den verschiedenen Bereichen. Parallel dazu erstattet die interne Revision dem Prüfungsausschuss ebenfalls regelmäßig Bericht über ihre Tätigkeit.
Die Risikoverantwortlichen verwenden eine spezielle Risikomanagementsoftware, um Transparenz über alle in der Lila Logistik Gruppe vorhandenen Risiken zu schaffen und um das Risikomanagement sowie die entsprechende Berichterstattung zu erleichtern. Identifizierte Risiken werden in der Software erfasst und nachverfolgt. Das Risikomanagement-System erfasst lediglich Risiken, nicht jedoch Chancen. Die interne Berichterstattung erlaubt es, negative Entwicklungen zeitnah zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Im Kern beinhaltet das Risikomanagement also die Verantwortung des Managements, die Risiken im Unternehmen früh zu erkennen, zu analysieren und zu bewerten, um so die notwendigen Vorsorgemaßnahmen treffen zu können.
Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter für die Lila Logistik Gruppe aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen als "gering", "mittel" oder "hoch" klassifiziert. Die Skalen zur Messung dieser Indikatoren sind in den nachfolgenden Tabellen dargestellt.
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Beschreibung |
|---|---|
| 1 bis 5 % | Sehr gering |
| 6 bis 20 % | Gering |
| 21 bis 50 % | Mittel |
| 51 bis 90 % | Hoch |
| 91 bis 99 % | Sehr hoch |
Gemäß dieser Einteilung definiert die Lila Logistik Gruppe ein Risiko mit einer sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeit als eines, das nur unter außergewöhnlichen Umständen eintritt und ein Risiko mit einer sehr hohen Eintrittswahrscheinlichkeit als eines, das voraussichtlich eintreten wird.
| Grad der Auswirkungen | Definition der Auswirkungen |
|---|---|
| Niedrig | Unerhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage |
| Moderat | Begrenzte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage |
| Wesentlich | Bedeutsame negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage |
| Kritisch | Beträchtliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage |
| Gravierend | Schädigende oder schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage |
Gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben sich folgende Klassifizierungen:
| Gravierend | H | H | H | H | H |
|---|---|---|---|---|---|
| Kritisch | M | M | H | H | H |
| Wesentlich | M | M | M | H | H |
| Moderat | L | M | M | M | H |
| Niedrig | L | L | M | M | M |
| Sehr gering | Gering | Mittel | Hoch | Sehr hoch |
Eintrittswahrscheinlichkeit
H = Hohes Risiko
M = Mittleres Risiko
L = Geringes Risiko
Die Lila Logistik Gruppe ist sich darüber im Klaren, dass alle wirtschaftlichen Aktivitäten grundsätzlich mit Risiken verbunden sind. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Lila Logistik Gruppe eine restriktive, das heißt risikoaverse Strategie. Keine Handlung oder Entscheidung darf die Existenz der Unternehmensgruppe oder der Tochtergesellschaften gefährden. Risiken sind soweit wie möglich abzusichern oder zu vermeiden und Restrisiken durch das Risikomanagement zu steuern.
Die Lila Logistik Gruppe ist den typischen Geschäftsrisiken ausgesetzt, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Dazu gehören insbesondere Nachfragerückgänge und die weiteren hier aufgezeigten allgemeinen und unternehmensspezifischen Risiken.
Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen, wie in Punkt 2.1. "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen" genannt, haben maßgebliche Auswirkungen auf Risiken für die Unternehmensgruppe. Eine Konjunktureintrübung könnte die Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern und letztlich nach Transport- und Logistikleistungen deutlich schwächen. Damit bestehen unmittelbar und mittelbar ökonomisch bedingte Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe. Darüber hinaus ergeben sich direkte und indirekte Auswirkungen durch wirtschaftliche Risiken der Kunden (siehe auch Punkt 5.1.7. "Kundenspezifische Risiken"). Insbesondere aus den Branchen Automotive und Consumer Electronics können negative Auswirkungen auch die Lila Logistik Gruppe treffen. Beispielsweise könnte ein konjunktureller Einbruch im Bereich Automotive auf Grund Exportschwierigkeiten durch die Verbundenheit mit Kunden dieser Branche, negative Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnissituation der Lila Logistik Gruppe haben.
Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verändern, müssen beispielsweise Kapazitätsanpassungen vorgenommen werden. Es besteht das Risiko, dass diese Anpassungen nur zeitverzögert möglich sind. Umsatzrückgänge und Kostensteigerungen hätten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge.
Die Lila Logistik Gruppe stuft die Risiken aus einer negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung als hohe Risiken ein.
Die Logistikbranche ist im großen Maße abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Negative wirtschaftliche Entwicklungen könnten somit zu einer Reduzierung der Nachfrage nach Logistikdienstleistungen führen.
Für einen Teil der Transportdienstleistungen setzt die Lila Logistik Gruppe Subunternehmer ein, um die vereinbarten Leistungen zu erbringen. Der Einkauf erfolgt entweder zu längerfristig festgelegten Preisen durch Rahmenvereinbarungen oder durch Einzelbeauftragungen (Spotmarkt). Eine Nichtverfügbarkeit ausreichender Transportkapazitäten bzw. unerwartete Kapazitätsengpässe können zu Preissteigerungen im Beschaffungsbereich führen. Eine geografische Streuung der Aufträge macht die Lila Logistik Gruppe unabhängiger von regionalen Lieferengpässen und hilft, bei lokalen Lieferschwierigkeiten Alternativen zu finden.
Im Zusammenhang mit dem Erbringen von Transportdienstleistungen besteht das Risiko sich ändernder Rohölpreise, welche die Treibstoffpreise unmittelbar beeinflussen. Einerseits kann ein steigender Dieselpreis zu einer anhaltenden Verteuerung im Transportbereich führen; dies könnte auch zu einer Verteuerung der eigenen Transportdienstleistungen führen, wobei das Risiko besteht, dass diese Verteuerung nicht in vollem Umfang oder nur zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden kann – somit würden diese Kosten im Unternehmen verbleiben. Andererseits kann ein sinkender Dieselpreis zu günstigeren Transportdienstleistungen führen, wobei das Risiko besteht, dass diese Vergünstigung durch bestehende Preisgleitklauseln nicht zwangsläufig zu einer Ergebnisverbesserung führen muss.
Weitere branchenspezifische Risiken ergeben sich aus der Einführung oder Erhöhung von transportbezogenen Abgaben (z. B. Maut) und Steuern. Diese Kostenbelastungen haben – wenn sie nicht vollständig weitergegeben werden können – negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe zur Folge.
In der Lagerlogistik bestehen Risiken durch die Anmietung von Immobilien, insbesondere im Bereich der Mietpreisentwicklung und der Flächenverfügbarkeit in bestimmten Regionen. Hierfür ursächlich ist die anhaltend steigende Nachfrage nach Logistikimmobilien. Diese Entwicklung hat zur Folge, dass Flächen in der benötigten Ausstattung und an geeigneten Standorten möglicherweise nicht verfügbar sind oder zu Preisen, bei denen die Erstellung der Dienstleistungen unwirtschaftlich ist. Mitunter ist es erforderlich, zusätzliche Immobilien für bestehende Kundeverträge oder für neue Aufträge anzumieten. Beim Abschluss neuer Mietverträge besteht das Risiko, dass die Laufzeit des Mietvertrags nicht entsprechend der Laufzeit des Kundenvertrags abgeschlossen werden kann. Des Weiteren stellen steigende Mietnebenkosten, wenn sie nicht an den Kunden weitergegeben werden können, ein Risiko dar. Darunter zählen u. a. Erhöhungen von Energiepreisen sowie die Anhebung von städtischen Gebühren, wie z. B. die Grundsteuern. In diesem Jahr ist in Deutschland zudem eine Reform der Grundsteuer geplant, bei der es zu deutlichen Steigerungen kommen könnte.
Ein weiteres Branchenrisiko liegt im Bereich eines Insourcing von logistischen Dienstleistungen. Insbesondere bei Nachfragerückgängen seitens des Kunden besteht das Risiko des Insourcings. Oftmals werden in solchen Situationen zuerst Kapazitäten externer Dienstleister abgebaut.
Die Lila Logistik Gruppe bewertet die Branchenrisiken und Risiken transportnaher Dienstleistungen als hohe Risiken.
Fehlleistungen einzelner beauftragter Dienstleister, beispielsweise auf dem Gebiet der eingesetzten Transportunternehmen, im Bereich der Leasinggesellschaften, der Zeitarbeit oder auf dem Gebiet der IT-Infrastruktur, können die Prozessund Arbeitsabläufe und die Fähigkeit, Kundenzusagen zu erfüllen, negativ beeinflussen oder zusätzliche operative Kosten verursachen. Jegliche operative Störungen oder Qualitätsprobleme, insbesondere durch Schäden, welche von Dienstleistern verursacht wurden, können die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen. Die Lila Logistik Gruppe wirkt diesem Risiko im Bereich der Subunternehmer durch entsprechende Versicherungsbestätigungen und Verträge entgegen. Zur Risikobegrenzung werden zudem alle Subunternehmen, Leasinggesellschaften, Zeitarbeitsfirmen und IT-Dienstleister sorgfältig ausgewählt und eingearbeitet. Außerdem bestehen zu einem Großteil der eingesetzten Dienstleister langjährige Geschäftsbeziehungen, die ein möglichst hohes Qualitätsniveau der erbrachten Dienstleistungen gewährleisten.
Die Risiken durch eingesetzte Dienstleister schätzt die Lila Logistik Gruppe als mittlere Risiken ein.
Eine verschlechterte Bonität von Kunden birgt entsprechende Forderungsausfallrisiken. Des Weiteren sind steigende Forderungslaufzeiten, nicht fristgerecht bediente Forderungen bzw. Forderungsausfälle und unerwartet auftretende Insolvenzen möglich. Ausfallrisiken begegnet die Lila Logistik Gruppe zum einen mit einem Inkasso- und Forderungsmanagement und zum anderen mit Factoring, jedoch kann dieses nicht gänzlich ausschließen, dass bei einer Insolvenz von Großkunden Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der gesamten Lila Logistik Gruppe bestehen. Strukturelle Veränderungen des Produktionsverbundes von Großkunden können ebenfalls Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der gesamten Lila Logistik Gruppe haben.
Kundenseitige Rationalisierungsprogramme und Restrukturierungsmaßnahmen führen in vielen Fällen gegenüber den Logistikdienstleistern zu einem verschärften Kostendruck und damit verbunden zu Forderungen nach Preisreduktionen der Dienstleister. Die Folgen können auch eine Überprüfung bestehender Logistikverträge und eine steigende Zahl an Neuausschreibungen sein. Zudem können in der Vertragsgestaltung Risiken, beispielsweise Haftungs- oder Investitionsrisiken, teilweise auf die Dienstleister übertragen werden. Für die Lila Logistik Gruppe besteht das Risiko, dass durch die Kostensensibilität der Kunden die Ertragssituation negativ beeinflusst werden kann.
Weitreichende Verbindungen mit den Abläufen der Kunden stellen eine vergleichsweise hohe Sicherheit im Hinblick auf bestehende Geschäfte und zukünftige Aufträge dar. Die sich hieraus ergebenden Abhängigkeiten bestehen sowohl vom Kunden zum Logistikdienstleister als auch in umgekehrter Richtung. Dennoch können auch Verträge, die nicht verlängert oder vom Kunden mit den entsprechenden Fristen gekündigt werden, entsprechende Auswirkungen (beispielsweise Standortschließungen) nach sich ziehen. Vertragslaufzeiten werden gezielt überwacht, das Management führt Gespräche vor Vertragsablauf mit den entsprechenden Kunden, die auf möglichst frühzeitige Vertragsverlängerungen abzielen. Können die entsprechenden Verträge nicht verlängert werden, erleichtert die frühe Gesprächsaufnahme rechtzeitig die notwendigen Maßnahmen zum Vertragsende vorzunehmen.
Die Lila Logistik Gruppe schätzt die kundenspezifischen Risiken als hohe Risiken ein.
Die Müller – Die lila Logistik AG unterliegt mit ihren finanziellen Aktivitäten den folgenden Risiken, deren Steuerung und Überwachung durch ein schriftlich fixiertes und systematisches Risikomanagementsystem erfolgen:
Zu diesen Risiken wird im Konzernanhang im Punkt F. "Finanzinstrumente", Unterpunkt "Finanzielles Risikomanagement" Stellung genommen.
Die Lila Logistik Gruppe bewertet die finanzwirtschaftlichen Risiken als mittlere Risiken.
Änderungen der Gesetzgebung oder der Auslegung von Gesetzen können die Umsätze und Profitabilität der Müller – Die lila Logistik AG und ihrer Tochtergesellschaften beeinträchtigen. Sollten sich die gesetzlichen Voraussetzungen in Deutschland, z. B. im Bereich der Steuern und Sozialabgaben, des Arbeitsrechts oder des Werkvertragsrechts ändern, so kann dies zu einem höheren Aufwand oder zu höheren Haftungsrisiken der Unternehmen führen.
Durch die am 1. April 2017 in Kraft getretenen Änderungen des AÜG (Arbeitnehmerüberlassungsgesetz) besteht das Risiko, dass Mitarbeiter unbeabsichtigt aus der Arbeitnehmerüberlassung in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis überführt werden müssen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wird der Einsatz von Fremdpersonal umfassend überwacht.
Die Umsetzung von Gesetzen ist generell mit höherem administrativem Aufwand verbunden. Diese Kostenbelastungen haben – wenn sie nicht vollständig weitergegeben werden können – negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Lila Logistik Gruppe zur Folge.
Die Lila Logistik Gruppe bewertet die regulatorischen Risiken als geringe Risiken.
Umweltmanagement und Umweltrisikomanagement sind für Unternehmen generell entscheidende Faktoren für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Die zunehmende Sensibilisierung in der Gesellschaft hat den Umgang der Unternehmen mit Umweltrisiken verändert. Weiterhin sind die Feinstaubdiskussion und die Diskussion über die Belastung der Innenstädte mit Stickoxiden im Gange, da die Grenzwerte immer wieder überschritten werden.
Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes in Leipzig zu Diesel-Fahrverboten Ende Februar 2018 sind bereits erste Fahrverbote in Innenstädten in Kraft getreten. Auch für das Jahr 2019 sind weitere Fahrverbote vorgesehen. Auf Grund unseres Fuhrparks, der im Wesentlichen aus Fahrzeugen mit der neuesten Schadstoffklasse besteht, sehen wir für die Lila Logistik Gruppe derzeit keine konkreten Einschränkungen durch Diesel-Fahrverbote.
Gestiegene Anforderungen an den Umweltschutz durch den Gesetzgeber oder behördliche Auflagen führen zu erhöhten Aufwendungen. Demgegenüber ergeben sich durch den Einsatz moderner Technik Einsparungen, beispielsweise durch den Einsatz von Energieoptimierungskonzepten in Gebäuden. Des Weiteren ermöglicht der Einsatz moderner Fahrzeugeinheiten Vergünstigungen bei gesetzlichen Abgaben. Boden- bzw. Grundstücksgutachten gehören zum Standard vor Standort- und Infrastrukturinvestitionen der Lila Logistik Gruppe, um Umweltrisiken, beispielsweise durch Bodenbelastungen, zu vermeiden. Darüber hinaus wird bei der Lila Logistik Gruppe die Gefahr des Eintritts von Umweltrisiken mit zertifizierten Umweltmanagementsystemen gemindert.
Ein gutes Umweltmanagement bietet darüber hinaus strategische Wettbewerbsvorteile, da bei zahlreichen Kundenausschreibungen umweltrelevante Gesichtspunkte abgefragt werden. Insofern betrachtet die Unternehmensgruppe Maßnahmen im Bereich des Umweltschutzes stets auch als Grundlage für nachhaltiges Wirtschaften.
Die Lila Logistik Gruppe schätzt die Risiken durch Umweltschutz und umweltrelevante Gesetzesauflagen als mittlere Risiken ein.
Engagierte und kompetente Fach- und Führungskräfte sind ein zentraler Erfolgsfaktor für die Lila Logistik Gruppe. Deshalb bestehen Risiken, offene Stellen in der Unternehmensgruppe mit Leistungsträgern nicht schnell bzw. adäquat besetzen zu können oder bereits vorhandenes Personal zu verlieren.
Für die Erbringung der Transport- und Logistikdienstleistungen an verschiedenen Standorten des Unternehmens ist die Verfügbarkeit von Arbeitskräften von zentraler Bedeutung. Sollte es in bestimmten Bereichen zu Engpässen bei der Verfügbarkeit von Arbeitskräften – beispielsweise von Berufskraftfahrern – kommen, besteht das Risiko, dass die Unternehmensgruppe ihre Dienstleistungen auf Grund erhöhter Personal- bzw. Transportkosten nicht vereinbarungsgemäß oder nur auf unwirtschaftliche Weise erbringen kann. Dies könnte sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe auswirken.
In bestimmten Teilbereichen werden insbesondere auf Grund wirtschaftlicher und rechtlicher Gegebenheiten externe Dienstleister eingesetzt. Damit können Phasen mit erhöhtem Leistungsaufkommen aufgefangen werden. Zunehmend werden Mitarbeiter aller Leistungsebenen in risikorelevanten Bereichen sensibilisiert, um so wirtschaftlichen Schaden durch beispielsweise Beschädigungen, Arbeitsunfälle oder ggf. Missachtung sicherheitsrelevanter Vorschriften von der Lila Logistik Gruppe abzuwenden. Trotz ausreichender Sensibilisierungen und Schulungen können Risiken aus Beschädigungen oder Unfällen nicht ausgeschlossen werden.
Auf Grund der demografischen Entwicklung wird das Angebot an qualifizierten Fachkräften weiter sinken. Die Bevölkerung in Deutschland wird statistisch betrachtet immer älter; zwar steigen die Geburtenraten in Deutschland in jüngster Zeit leicht, jedoch auf niedrigem Niveau – sinkende Schüler- und Ausbildungszahlen und damit weniger potenzielle Nachwuchskräfte sind die Folge. Eine frühzeitige Ansprache interessierter Jugendlicher auf Messen, gemeinsame Workshops mit Hochschulen, Praktika und Masterarbeiten sowie ein attraktives unternehmensübergreifendes Ausbildungssystem an den Standorten der Lila Logistik Gruppe sollen die Gewinnung des Nachwuchses sicherstellen. Des Weiteren wurde in den vergangenen Jahren das Ausbildungsspektrum um neue attraktive und zukunftsorientierte Ausbildungsberufe erweitert, wie beispielsweise Informatikkauffrau/-mann oder Fachinformatiker/in für Systemintegration. Zudem werden duale Studiengänge in Kooperation mit der DHBW in Stuttgart angeboten, wie beispielsweise der Studiengang Bachelor of Arts, BWL-Dienstleistungsmanagement mit dem Schwerpunkt Medien und Kommunikation oder der Studiengang Bachelor of Science, Wirtschaftsinformatik mit dem Schwerpunkt Application Management. Der wirtschaftliche Erfolg der Lila Logistik Gruppe beruht zu einem wesentlichen Teil auf den Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiter. Aus diesem Grund werden die Mitarbeiter bedarfsgerecht geschult, um zu gewährleisten, dass die Qualität der Leistungen den Anforderungen der Kunden entspricht.
Personalentwicklung bedeutet für die Lila Logistik Gruppe mehr als nur regelmäßige Schulung der Mitarbeiter. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Mitarbeiter bei unzureichender persönlicher Entwicklung in ihrer neuen Position oder bei ihrer neuen Aufgabe überfordert werden, trotz ausreichender fachlicher Qualifizierung durch Schulungen. Die organisatorischen Voraussetzungen für eine positive fachliche und persönliche Personalentwicklung wurden in den vergangenen Geschäftsjahren kontinuierlich weiterentwickelt. Eine zielgruppenorientierte Personalförderung im Bereich der Führungskräfte stärkt darüber hinaus die Identifikation mit dem Unternehmen. Um die Weiterbildung in der gesamten Unternehmensgruppe zu fördern, wurde für das aktuelle Geschäftsjahr das Schulungsbudget gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt.
Als weiteres Instrument der Personalentwicklung wird Coaching für ausgewählte Fach und Führungskräfte zur individuellen Leistungssteigerung eingesetzt. Das durchgeführte Coaching wird dabei lösungsorientiert und zielfokussiert auf eine bewusste Selbstentwicklung ausgerichtet. Dabei werden in der Lila Logistik Gruppe qualifizierte Personalmitarbeiter mit fundierten Kenntnissen und praktischer Erfahrung eingesetzt.
Eine mögliche Zunahme chronischer und akuter Krankheiten stellt ein Risiko für die Müller – Die lila Logistik AG und ihre Tochtergesellschaften dar. Mit einem systematischen Gesundheitsmanagement und bereichsübergreifenden Maßnahmen wird diesem Risiko begegnet.
Die Lila Logistik Gruppe schätzt die Personalrisiken als hohe Risiken ein.
Projektanläufe beinhalten grundsätzlich finanzielle und operative Risiken. Zu den finanziellen Risiken zählen insbesondere Finanzierungs- und Kalkulationsrisiken. Risiken können sich darüber hinaus bereits im Vorfeld eines Projektes auch aus der Gestaltung der Kundenverträge ergeben.
Die operativen Risiken beinhalten Abwicklungs-, Kapazitäts- und Haftungsrisiken. Dabei bestehen bei jedem Projektanlauf auch Risiken im Bereich der Personalgestellung, des eingesetzten Equipments, der Infrastruktur und möglicherweise auch durch eingesetzte Dienstleister. Insbesondere durch Neuprojekte und neue Standorte der Unternehmensgruppe können operative und finanzielle Risiken verstärkt auftreten. Durch interdisziplinäres Projektmanagement und intensives Projektcontrolling werden diese Risiken abgeschätzt. Auf Basis dieser Schätzung ergeben sich Maßnahmen zur Reduktion der Risiken.
Die Lila Logistik Gruppe bewertet die Risiken aus dem Management von Projektanläufen als hohe Risiken.
Die Vernetzung aller Prozessbeteiligten in den logistischen Abwicklungen erfordert funktions- und anpassungsfähige IT-Systeme. Durch die zentrale Stellung der IT in allen Projekten der Lila Logistik Gruppe entstehen vielfältige Risiken in diesem Bereich. Insbesondere bestehen Ausfallrisiken (die durch Systeminstabilitäten hervorgerufen werden können), das Risiko von Datenverlusten, Beeinflussung der Servicequalität bis hin zu Schnittstellenrisiken zur IT des Kunden. Durch die ab Mai 2018 umzusetzende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ergeben sich generelle Risiken im Bezug auf Datenschutz und Datensicherheit.
Die Unternehmensgruppe schützt IT-Systeme beispielsweise durch Firewalls, Virenscans, technische Frühwarnsysteme (z. B. bei der Entwicklung von Datenmengen) und Dopplung von Systemen. Außerdem setzt die Lila Logistik Gruppe organisatorische und technische Notfallmaßnahmen ein, um mögliche Schäden zu mindern. Die Unternehmensgruppe nutzt für die Anbindung der Standorte zudem ein qualitätsgesichertes MPLS-Netz und bindet die Standorte redundant an.
Die Gesellschaften der Lila Logistik Gruppe führen darüber hinaus regelmäßig Maßnahmen durch, um die eingesetzten IT-Systeme und die komplette IT-Infrastruktur an die sich ändernden Kundenbedürfnisse und neue organisatorische
Anforderungen anzupassen. Alle Dokumente und Informationen, die in den einzelnen Bereichen eingesetzt werden, gelten als sicherheitsrelevant und vertraulich. Nur die mit der Abwicklung betrauten Personen dürfen die notwendigen Informationen über Berechtigungskonzepte nutzen und untereinander austauschen. Informationen müssen sicher aufbewahrt werden. Für den Datenaustausch mit Dritten bestehen klar definierte Vorgehensweisen. Des Weiteren erfolgen periodische Sicherungen von relevanten Daten, Zugriffskontrollen sowie Verschlüsselungen bei der Versendung von vertraulichen Daten an Dritte. Auch die Sicherheit besonders schützenswerter und sensibler Bereiche (z. B. der zentralen IT-Abteilung) ist durch separate Zugangskontrollen gewährleistet. Darüber hinaus sind IT-Serverräume brand- und wassergeschützt sowie klimaoptimiert gebaut.
Des Weiteren können, insbesondere im Bereich der Durchdringung der Gesellschaftsprozesse mit Informationstechnologien (z. B. durch die Digitalisierung), technologische Entwicklungen sowohl Chancen als auch Risiken beinhalten.
Die Lila Logistik Gruppe schätzt die IT-Risiken als hohe Risiken ein.
Wirtschaftliche und rechtliche Besonderheiten des ausländischen Marktumfeldes können mit erheblichen Aufwendungen verbunden sein. Bei einem Referendum des Vereinigten Königreichs am 23. Juni 2016 stimmten über 50 % der Wähler für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union ("Brexit" = Wortschöpfung aus Britain und Exit). Es wird aktuell erwartet, dass ein Austritt des Vereinigten Königreichs signifikante Auswirkungen auf die EU haben wird. Dies könnte einen Einfluss auf internationale wirtschaftliche Entwicklungen haben, die zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar sind.
Generell kann in Märkten außerhalb der Bundesrepublik ein erhöhtes Risiko von Zahlungsverzögerungen oder Forderungsausfällen eintreten. Konzerngesellschaften der Lila Logistik Gruppe betreiben auch Geschäfte außerhalb der europäischen Währungszone in Polen. Der überwiegende Teil der dort ausgestellten Rechnungen wird nicht in Euro gestellt und beglichen. Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen Währungen der Länder außerhalb der europäischen Währungszone können das Konzernergebnis der Lila Logistik Gruppe beeinflussen. Die Wechselkurse zwischen dem Euro und dem Zloty werden zeitnah vom zentralen Finanzbereich betrachtet; Aufsichtsrat und Audit Committee werden regelmäßig über die Auswirkungen der Währungsdifferenzen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage informiert.
Die Lila Logistik Gruppe schätzt die Risiken der Internationalisierung als niedrige Risiken ein.
Der Erwerber eines Betriebs oder Betriebsteils tritt nach deutschem Recht kraft Gesetzes in die Rechte und Pflichten aus den zum Zeitpunkt des Übergangs des Betriebs oder Betriebsteils bestehenden Arbeitsverhältnissen ein. Im Rahmen des zukünftigen Erwerbs von Betrieben oder Betriebsteilen ist daher nicht ausgeschlossen, dass die Tochtergesellschaften Arbeitsverhältnisse fortführen müssen, die sie ohne die gesetzliche Verpflichtung nicht übernommen hätten. Auch wenn die Gesellschaft sich bemüht, diesen wirtschaftlichen Belastungen in der Erwerbsvereinbarung mit dem Veräußerer Rechnung zu tragen, ist nicht ausgeschlossen, dass sich die gesetzlich angeordnete Fortführung der Arbeitsverhältnisse beim Erwerb eines Betriebs oder Betriebsteils negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften auswirkt.
Die Risiken durch Eintritte in bestehende Arbeitsverhältnisse schätzt die Unternehmensgruppe als niedrige Risiken ein.
Im täglichen Geschäftsbetrieb mit Dienstleistungen, Waren und Personen bestehen mögliche Schadens- oder Inventurrisiken. Haftungs- und Inventurrisiken werden, soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, durch Versicherungen abgedeckt. Zudem versucht die Lila Logistik Gruppe Haftungsbegrenzungen in den Verträgen zu vereinbaren. Zu den weiteren Schadensrisiken zählen Elementarrisiken und andere Ereignisse, die durch Unfälle oder Terror ausgelöst werden, sowie Diebstahl oder Beschädigung von Vermögenswerten. Neben entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen sowie Notfallplänen sind diese Risiken durch einen angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt. Ein zusätzlicher Schwerpunkt, um die Schadens- und Inventurrisiken zu reduzieren, ist der weiterhin konsequente Ausbau des Schadensmanagement. Nachdem zunächst an den Standorten Schadensverantwortliche bzw. Schadensbeauftragte eingesetzt wurden, gilt es nun diese planmäßig weiter zu qualifizieren. Dies gelingt einerseits durch Schulungen, andererseits durch den regelmäßigen Erfahrungsaustausch unter den Standorten, so dass erfolgreiche Maßnahmen auf die gesamte Gruppe übertragen werden können.
Im Sommer 2017 ging der Lila Logistik Gruppe ein Schreiben eines Kunden mit Schadensforderungen im sechsstelligen Bereich zu. Gegen diese Forderungen hat die Unternehmensgruppe stichhaltige Einwendungen. Da der zu Grunde liegende Sachverhalt nicht von der Lila Logistik Gruppe verursacht wurde und zudem Versicherungs- und darüber hinaus Regressansprüche vorliegen, wird die Wahrscheinlichkeit einer finanziellen Belastung für die Unternehmensgruppe weiterhin als gering erachtet.
Die Lila Logistik Gruppe bewertet die Schadens- und Inventurrisiken als hohe Risiken.
Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation hat sich 2018 gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Zu den Risiken der Lila Logistik Gruppe gehören zum einen die nicht von der Gesellschaft unmittelbar beeinflussbaren Faktoren – wie beispielsweise die allgemeine Entwicklung der nationalen und internationalen Wirtschaftslage, die regelmäßig beobachtet wird. Zum anderen gehören dazu von der Lila Logistik Gruppe unmittelbar beeinflussbare, zumeist operative Risiken, die frühzeitig bewertet werden und gegen die, falls notwendig, Maßnahmen eingeleitet werden.
Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung sind keine Risiken erkennbar, die zu einer dauerhaften und wesentlich negativen Beeinträchtigung der künftigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gesamtkonzerns führen können. Organisatorisch hat die Lila Logistik Gruppe Voraussetzungen geschaffen, um frühzeitig über mögliche Risikosituationen informiert zu sein und um entsprechende Steuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. Aus heutiger Sicht ist der Bestand der Unternehmensgruppe nicht gefährdet.
Die politische Lage in einigen europäischen Ländern, in Asien und den USA, die notwendige finanzielle und wirtschaftliche Stabilisierung im Euroraum und der demografische Wandel können Staat, Wirtschaft und Gesellschaft vor bedeutende Herausforderungen stellen. Für das weitere Wachstum der Unternehmensgruppe geht das Management von der Annahme aus, dass das Wirtschaftswachstum im Vergleich zu den Vorjahren zwar abnehmen wird, die konjunkturelle Lage jedoch stabil bleibt, so dass die Lila Logistik Gruppe weiterhin Marktchancen für die Zukunft erschließen kann. Im Fokus der Marktchancen stehen die Erschließung von neuen Absatzpotenzialen durch Neukundengewinnung und der Ausbau bestehender Kundenbeziehungen der Tochtergesellschaften. Dabei sieht die Unternehmensgruppe national wie international Möglichkeiten des Wachstums. Auf sich ändernde Marktgegebenheiten wird durch operative und strategische Maßnahmen proaktiv reagiert. Dadurch werden langfristige Erfolgspotenziale geschaffen.
Die Erschließung neuer Marktchancen erfolgt im Kern durch die Steuerung und Weiterentwicklung der Kernbranchen sowie die Anpassung von Produkten und Dienstleistungen an die Kundenbedürfnisse. Potenzielle Chancen ergeben sich aus dem anhaltenden Bedarf an Optimierungen im Bereich logistischer Abläufe von Unternehmen. Die Stärken der Lila
Logistik Gruppe bestehen im Geschäftsmodell aus der Verbindung von Beratung und Umsetzung logistischer Prozesse aus einer Hand. Ein solches Angebot umfasst die konventionellen logistischen Kernaufgaben wie auch branchen- bzw. kundenbezogene Zusatzaufgaben, welche die Unternehmensgruppe durchführt. Dabei ist insbesondere auch das Segment Lila Real Estate zu nennen, in dem die eigenen Immobilien zur operativen Logistikabwicklung effizient eingesetzt werden. Miet- und Leasingaufwendungen machen den Großteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus; daher wirkt gerade bei steigenden Mietpreisen der Einsatz eigener Immobilien kostenstabilisierend.
Weiterhin werden zunehmend Sekundärfunktionen, wie die Logistik, aus Unternehmen der verschiedensten Branchen ausgelagert (Outsourcing). Der Trend, dass Unternehmen Geschäftsabläufe auslagern hält trotz gegenteiliger Insourcing-Aktivitäten einzelner Unternehmen generell an. Die hohen Anforderungen des Marktes implizieren einen umfassenden Logistik-Service, den die Lila Logistik Gruppe durch ihre Geschäftsbereiche Lila Consult, Lila Operating und Lila Real Estate anbietet. Durch die enge Zusammenarbeit aller Unternehmensbereiche sieht die Unternehmensleitung weiterhin Wachstumschancen. Um kundenspezifische Dienstleistungen zu erbringen, müssen viele interne Abläufe integriert erbracht werden. Hierzu zählen neben den grundlegenden operativen Abläufen auch unterstützende Funktionen, wie Einkauf, Vertrieb, HR, IT, Finanz- und Rechnungswesen sowie Management-Dienstleistungen. Sofern es gelingt, interne Abläufe auf die Anforderungen der Kunden auszurichten und gleichzeitig Kosten zu senken, kann dies zu positiven Planabweichungen führen.
Logistische Dienstleistungen erfordern komplexe betriebliche Infrastrukturen mit hohen Qualitätsstandards. Zuverlässigkeit und betriebliche Flexibilität kontinuierlich zu gewährleisten bedeutet, die Abläufe reibungslos zu organisieren sowie technisch und personell abzusichern. Im Geschäftsjahr 2019 steht den Gesellschaften der Unternehmensgruppe für die Personalentwicklung ein gegenüber dem Vorjahr erheblich vergrößertes Budget für Weiterbildungsmaßnahmen zur Verfügung. Ein wesentlicher Vorteil der Personalentwicklung besteht darin, sich unabhängiger vom Arbeitsmarkt zu machen und unternehmenseigene Potenziale zu heben. Dazu kommt der Nebeneffekt, dass Fortbildungen für Mitarbeiter meist attraktiv sind, eine Wertschätzung darstellen und die Identifikation mit dem Unternehmen fördern. In Zeiten des demographischen Wandels ist auch die Ausbildung ein nicht zu unterschätzender Faktor.
Die kurz- und mittelfristige Liquiditätsversorgung der Unternehmensgruppe ist auf Grund der ausgewiesenen Guthaben sowie der erweiterten aber nach wie vor nicht ausgenutzten Kontokorrent- und Avalrahmenkreditlinien in ausreichender Höhe sichergestellt. Die Basis der stabilen Konzernfinanzierung liegt in abgeschlossenen langfristigen Kreditverträgen mit günstiger Zinsbindung.
Die in den Geschäftsbereichen getätigten Investitionen folgen dem Ziel, die gute Ertragslage im nationalen und internationalen Wettbewerb zu sichern und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dabei machen Investitionen in die Standortund Infrastruktur der Lila Logistik Gruppe im Budget einen wesentlichen Anteil aus. Beispielhaft dafür stehen der Ausbau eigener Lager- und Logistikflächen sowie Investitionen in sicherheits- und zukunftsorientierte Technologien an den Standorten der Lila Logistik Gruppe. Darüber hinaus bietet die Digitalisierung enorme Wachstumschancen und Potenziale für zusätzliche Wertschöpfung. Daher wird auch künftig zielgerichtet in die IT-Struktur der Unternehmensgruppe investiert werden.
Als Voraussetzung für einen nachhaltig profitablen Geschäftserfolg wird kontinuierlich an den Unternehmensstrukturen gearbeitet. Um Kosten und Kapazitäten entsprechend der Nachfrage flexibel anzupassen, werden die bestehenden Strukturen effizient gestaltet. Ein Schwerpunkt liegt auf organischem Wachstum und der Vereinfachung der Prozesse, um Vorteile für alle Geschäftsbeteiligten bieten zu können.
Des Weiteren investiert die Müller – Die lila Logistik AG in innovative Geschäfte, in denen das Unternehmen seine Kompetenzen anbieten und weiterentwickeln kann. Somit steht das Lila Geschäftsmodell, das Durchbrechen der klassischen Trennung zwischen Beratung und Umsetzung, über die Bereiche Lila Consult, Lila Operating und Lila Real Estate insbesondere für das erfolgreiche Umsetzen von ergriffenen Chancen.
Die Aktien der Müller – Die lila Logistik AG werden im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.
Hinsichtlich der Angaben zu § 315a Abs. 1 Nr. 1 HGB verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang unter Punkt E.10. "Eigenkapital".
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 von Hundert der Stimmrechte überschreiten (§ 315a Abs. 1 Nr. 3 HGB), bestehen laut Meldung an die Gesellschaft vom 22. September 2016 durch die Michael Müller Beteiligungs GmbH, Stuttgart, in Höhe von 83,49 % der Stimmrechte.
Die Vorgaben zur Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Vorstand besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung aus einer oder mehreren Personen; die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt. Der Aufsichtsrat kann gemäß § 84 AktG und § 5 Abs. 1 der Satzung einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, wird das Mitglied nach § 85 AktG in dringenden Fällen auf Antrag eines Beteiligten gerichtlich bestellt. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands gemäß § 84 Abs. 3 AktG widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.
Eine Änderung der Satzung bedarf nach § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 13 der Satzung dem Aufsichtsrat übertragen. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat durch Hauptversammlungsbeschluss vom 16. Juni 2016 ermächtigt worden, § 4 der Satzung entsprechend der Ausnutzung des Genehmigten Kapitals zu ändern.
Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der einfachen Stimmenmehrheit, soweit nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt. Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen nach § 179 Abs. 2 AktG einer Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, sofern die Satzung nicht eine andere Kapitalmehrheit bestimmt.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG Aktien der Gesellschaft in einem Umfang von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert niedriger ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkung zu erwerben. Die Ermächtigung ist seit der Beschlussfassung der Hauptversammlung 2016 wirksam und gilt bis zum Ablauf des 15. Juni 2020. Sie darf zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken ausgenutzt werden. Der Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.
Im Berichtszeitraum haben im Vorstand und im Aufsichtsrat keine personellen Veränderungen stattgefunden. Der Aufsichtsrat beschloss im Mai 2017 die Verlängerung der Bestellung von Herrn Marcus Hepp als Mitglied des Vorstands ab dem 1. Januar 2018 für weitere fünf Jahre.
Der nachfolgende Vergütungsbericht erläutert die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung. Der Vergütungsbericht berücksichtigt die Regelungen des HGB in der durch das Vorstandsvergütungsoffenlegungsgesetz (VorstOG) geänderten Fassung sowie die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), sofern die Gesellschaft den Empfehlungen entsprochen hat bzw. entspricht. Darüber hinaus werden Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat gemacht.
Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands der Müller – Die lila Logistik AG orientiert sich an der Größe der Gesellschaft und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens. Des Weiteren werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt. Die Vergütung des Vorstands ist leistungsorientiert und enthält Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. Sie setzt sich aus einer festen Vergütung und einem variablen Bonus zusammen. Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht grundsätzlich den Empfehlungen des DCGK; sie umfasst fixe und variable Bestandteile.
Die Bestellung der Herren Michael Müller und Rupert Früh als Mitglieder des Vorstands läuft bis zum 31. Dezember 2019. Die Bestellung von Herrn Marcus Hepp als Vorstand Produktion läuft bis zum 31. Dezember 2022.
Die feste Vergütung in Form eines Grundgehalts wird in zwölf Monatsraten als Gehalt ausgezahlt. Weihnachts- oder Urlaubsgeld werden nicht gewährt.
Für Pensionszusagen gegenüber den Vorstandsmitgliedern wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen.
Die Gesellschaft hat den Vorstandsmitgliedern Leistungen der betrieblichen Altersversorgung zugesagt. Der Pensionsfall tritt nach dem vollendeten 65. Lebensjahr des jeweiligen Vorstandsmitglieds ein; im Invaliditätsfall eines Vorstandsmitglieds ggf. auch früher. Im Falle der Invalidität wird ab dem Endalter der Teil der Aktiven-Altersleistung, der den abgeleisteten Dienstjahren im Verhältnis zu den erreichbaren Dienstjahren entspricht, gezahlt. Nehmen die Vorstandsmitglieder vor Vollendung des 65. Lebensjahres die Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung in voller Höhe in Anspruch, so können sie gemäß § 6 BetrAVG die betriebliche Altersrente bereits von diesem Zeitpunkt an begehren.
Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine Prämie als variabler Vergütungsbestandteil, deren Höhe sich in Abhängigkeit bestimmter quantitativer, im Dienstvertrag fixierter Unternehmensziele, die sich wesentlich am EBT des Gesamtkonzerns orientieren, ermittelt. Die Prämie unterteilt sich in eine Jahrestantieme, die sich an den Budgetwerten des jeweiligen Jahres orientiert, und eine Langfristtantieme, die sich an dem Durchschnitt der letzten 3 Jahreszielwerte orientiert. Für die variable Vergütung wurde für jedes Vorstandsmitglied eine vereinbarte Mindestprämie sowie eine Maximalprämie (= Deckelung der Erfolgsprämie) festgelegt.
Die Bezüge des Vorstands betrugen gemäß IFRS-Rechnungslegung im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.208 T€ (Vorjahr: 1.210 T€) und setzten sich wie folgt zusammen:
| Angaben in T€ | 2018 | 2017 | 2016 |
|---|---|---|---|
| Fixe Vergütungsbestandteile | 883 | 850 | 833 |
| Variable Vergütungsbestandteile | 325 | 360 | 395 |
Sowohl der geldwerte Vorteil der privaten Fahrzeugnutzung als auch Beiträge zur Altersversorgung in Gesamthöhe des Dienstzeitaufwands von 167 T€ (Vorjahr: 171 T€) sowie die Unfallversicherung sind in den fixen Vergütungsbestandteilen enthalten.
Die Hauptversammlung vom 16. Juni 2015 hat beschlossen, dass die gemäß § 285 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB und §§ 315a Abs. 2, 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB (in ihrer jeweils anwendbaren Fassung) verlangten Angaben in den Jahres- und Konzernabschlüssen der Müller – Die lila Logistik AG, die für die Geschäftsjahre 2015 bis 2019 (einschließlich) aufzustellen sind, unterbleiben.
Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG festgelegt. Sie ist in § 14 der Satzung des Unternehmens geregelt. Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder. Die Vergütung enthält drei Komponenten:
Die feste jährliche Vergütung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats beträgt das Dreifache, die feste jährliche Vergütung des stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung der anderen Mitglieder. Ausschussvorsitzende erhalten das Dreifache der festen Vergütung von Ausschussmitgliedern.
Für die Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Müller – Die lila Logistik AG betrug die Vergütung im abgelaufenen Geschäftsjahr 82 T€ (Vorjahr: 83 T€).
Die nachfolgende Tabelle zeigt die individualisierte Aufteilung der Aufsichtsrats- und der Ausschussvergütung (jeweils inklusive Sitzungsgeld):
| 2018 | 2018 | 2017 | 2017 | |
|---|---|---|---|---|
| Name | A1* | A2** | A1* | A2** |
| Prof. Peter Klaus, D.B.A./Boston Univ. |
||||
| Vorsitzender des Aufsichtsrats | 20 T€ | 4 T€ | 20 T€ | 5 T€ |
| Prof. Dr. Gerd Wecker Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats |
10 T€ | 9 T€ | 10 T€ | 9 T€ |
| Per Klemm Mitglied des Aufsichtsrats |
7 T€ | - | 7 T€ | - |
| Christoph Schubert Mitglied des Aufsichtsrats |
8 T€ | 8 T€ | 8 T€ | 8 T€ |
| Carlos Rodrigues Mitglied des Aufsichtsrats |
8 T€ | - | 8 T€ | - |
| Sebastian Fieberg Mitglied des Aufsichtsrats |
8 T€ | - | 8 T€ | - |
* A1 = Aufsichtsratsvergütung (inklusive Sitzungsgeld)
** A2 = Ausschussvergütung (inklusive Sitzungsgeld)
Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine weiteren persönlich erbrachten Leistungen der Mitglieder des Aufsichtsrats neben der eigentlichen Organtätigkeit durchgeführt.
Art. 19 Abs. 1 der Marktmissbrauchsverordnung (MAR) sieht vor, dass jede Person, die bei einem Emittenten von Finanzinstrumenten Führungsaufgaben wahrnimmt, also etwa Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder, ihre Eigengeschäfte – so genannte Directors' Dealings – zeitnah offenlegen muss. Die Verpflichtung gilt entsprechend für solche natürlichen und juristischen Personen, die mit der Führungskraft in enger Beziehung stehen. Mitzuteilen sind vor allem sämtliche Geschäfte in Aktien und Schuldtiteln des eigenen Unternehmens einschließlich der sich darauf beziehenden Derivate, sofern diese Geschäfte oberhalb einer Bagatellgrenze liegen. Das Aufsichtsratsmitglied Christoph Schubert meldete einen Verkauf von insgesamt 981 Aktien im August 2018.
Weitere Meldungen oberhalb der Bagatellgrenze gingen der Gesellschaft im Jahr 2018 nicht zu. Darüber hinaus gehende Informationen zu den Meldungen können auf der Internetseite der EQS Group AG (www.dgap.de) oder einer Datenbank der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) aus welcher Mitteilungen über Eigengeschäfte von Führungskräften nach Art. 19 MAR (www.bafin.de) entnommen werden können.
Die Mitglieder des Vorstands hielten zum 31. Dezember 2018 wie im Vorjahr direkt 84.000 Stück Aktien; dies entspricht 1,06 % des Grundkapitals der Müller – Die lila Logistik AG. Mitglieder des Aufsichtsrats hielten 67.754 Aktien bzw. 0,85 % des Grundkapitals der Gesellschaft (Vorjahr: 68.735 Aktien bzw. 0,86 % des Grundkapitals der Gesellschaft).
Eine individualisierte Auflistung des Aktienbesitzes der Organe der Gesellschaft findet sich im Konzernanhang unter Punkt G.2. "Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen", Unterpunkt "Aktienbesitz der Organe".
Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben die Erklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes zum Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 7. Februar 2017 in einer gemeinsamen Sitzung besprochen und beschlossen. Nach Unterzeichnung der Erklärung im Mai 2018 wurden diese unmittelbar den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.lila-logistik.com dauerhaft zugänglich gemacht. Darin enthalten sind jeweils die Begründungen für die Sachverhalte, bei denen nicht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wird.
Nachhaltigkeit, Integrität und gute Unternehmensführung verstehen wir als wichtige Komponenten unserer Unternehmenskultur. Sie prägen das Verhalten der Lila Logistik Gruppe gegenüber allen beteiligten Personengruppen wie Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern und Aktionären. Insbesondere die Haltung des Unternehmens in Bezug auf die Themenbereiche Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie Achtung der Menschenrechte werden im Corporate Social Responsibility Report 2018 veröffentlicht.
Diversität spielt in der Personalpolitik von Lila Logistik eine wichtige Rolle. Durch die unterschiedlichen Talente und Kompetenzen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schafft die Unternehmensgruppe die Voraussetzungen, um der Vielfalt der beruflichen Anforderungen zu begegnen. Generell wird angestrebt, die Vielfalt unserer Belegschaft zu vergrößern und durch Personal mit unterschiedlichen kulturellen Erfahrungen, Lebensstilen und Werten die Kreativität und Innovationskraft der Unternehmensgruppe zu stärken.
Zum Bilanzstichtag arbeiteten in der Lila Logistik Gruppe mehr als 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus rund 50 Nationen, die eine lebendige Mischung aus Kulturen und Lebensweisen bilden. Die Einstellungskriterien richten sich dabei ausschließlich nach der fachlichen Eignung und auch in der Behandlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird auf Chancengleichheit geachtet. Neutralität und Offenheit gegenüber Geschlecht, Herkunft, Alter und Aussehen gelten als wichtiges Prinzip im Umgang miteinander.
Vielfalt, Achtsamkeit und ein respektvoller Umgang in der Firmengruppe sind nicht nur gut für das Arbeitsklima – sie schaffen auch die Atmosphäre, in der wirtschaftlich wertvolle Ideen und Innovationen entstehen. 2016 wurde die Lila Verfassung vom Vorstand der Unternehmensgruppe unterzeichnet. Die Lila Verfassung beschreibt das Wertesystem für Menschen in der Organisation der gesamten Unternehmensgruppe. Sie stellt sicher, dass die Grundlagen des gesamten Denkens und Handelns beständig vor Augen stehen und in allen Bereichen diese Prämissen als beständige und richtungsgebende Prinzipien jederzeit und uneingeschränkt geschätzt und befolgt werden. Die Grundthesen der Lila Verfassung sind:
Um die Vorgaben des Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen zu erfüllen, hat der Vorstand für die beiden Managementebenen unterhalb des Vorstands der Müller – Die lila Logistik AG in der Einzelgesellschaft als juristische Einheit Zielgrößen für einen Frauenanteil und eine Frist für deren Erreichung bestimmt.
Dies gilt auch für die Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat. Müller – Die lila Logistik AG entscheidet über die Besetzung von Organ- und Führungspositionen nach Maßgabe der Qualifikation der Bewerberinnen und Bewerber und dem Unternehmensinteresse. Auch insoweit erachtet es der Aufsichtsrat grundsätzlich für sachgerecht, die Auswahl der Vorstandsmitglieder von ihrer Persönlichkeit und ihrem Sachverstand abhängig zu machen. Insoweit wurde der Kodexempfehlung in der derzeit geltenden Fassung nicht entsprochen. Der Aufsichtsrat hat jedoch eine Zielgröße von 15 % für den Frauenanteil im Vorstand bis 30. Juni 2022 festgelegt.
Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG entspricht bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung für die Wahl der Anteilseignervertreter sämtlichen gesetzlichen Vorgaben und sämtlichen Empfehlungen des Kodex hinsichtlich der persönlichen Voraussetzungen für Aufsichtsratsmitglieder. Im Vordergrund steht dabei – unabhängig vom Geschlecht – die fachliche und persönliche Kompetenz möglicher Kandidatinnen und Kandidaten unter besonderer Beachtung der unternehmensspezifischen Anforderungen, damit die Mitglieder des Aufsichtsrates im Falle der Wahl der Vorgeschlagenen insgesamt über die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat ist für die Aufsichtsratsmitglieder nicht vorgesehen. Eine maximale Zugehörigkeitsdauer erscheint dem Aufsichtsrat nicht sachgerecht, zumal die in Gesetz und Satzung festgelegte jeweilige Amtsdauer für Aufsichtsräte einen überschaubaren Zeitrahmen für die Mandate vorgibt.
Gemäß der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sollen diese bei der Nominierung für eine Amtsperiode nicht die Vollendung des 76. Lebensjahres überschritten haben. Deshalb wurde und wird insoweit der Kodexempfehlung in der derzeit geltenden Fassung nicht entsprochen. Hinsichtlich des Frauenanteils hat sich der Aufsichtsrat eine Zielgröße von 15 % bis zum 30. Juni 2022 gegeben. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 sind keine Frauen im Vorstand und im Aufsichtsrat vertreten.
Zu den o. g. Ausführungen wird auch auf die Erklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes und auf Kapitel 8.1. "Erklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes" verwiesen.
Der Vorstand ist als Leitungsorgan der Gesellschaft dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern, dem Vorsitzenden des Vorstands, dem Vorstand Finanzen sowie dem Vorstand Produktion. Er leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters nach Maßgabe der geltenden Gesetze, der Satzung der Gesellschaft, der Beschlüsse der Hauptversammlung und des Aufsichtsrats, der Geschäftsordnung des Vorstands und seiner Dienstverträge. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Er ist zuständig für die Unternehmenspolitik, für die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Investitions-, Finanz- und Personalplanung, die Ressourcenallokation sowie die Führung der Geschäftsbereiche. Dem Vorstand obliegt die Aufstellung des Halbjahresfinanzberichts, des Jahresabschlusses der Müller – Die lila Logistik AG sowie des Konzernabschlusses der Lila Logistik Gruppe. Ferner ist er für ein angemessenes Risikomanagement, das interne Kontrollsystem (IKS), die interne Revision und das Risikocontrolling verantwortlich; er sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien. Des Weiteren werden auch die nichtfinanziellen Steuerungsgrößen und Belange durch den Vorstand festgelegt und verfolgt. Die Arbeit des Vorstands ist durch seine Geschäftsordnung geregelt, in der die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, die Ressortzuständigkeiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit festgehalten sind.
Die Vorstandssitzungen werden von dem Vorsitzenden des Vorstands einberufen. Der Vorsitzende des Vorstands leitet die Vorstandssitzungen und koordiniert die Ressorts. In seiner Abwesenheit wird die Sitzung von seinem Vertreter und bei längerer Abwesenheit von dem vom Aufsichtsratsvorsitzenden bestimmten Vorstandsmitglied geleitet. Personen, die nicht dem Vorstand angehören, können zu einer Vorstandssitzung beratend hinzugezogen werden. Über wesentliche Verhandlungen und Beschlüsse ist eine kurze Niederschrift anzufertigen. Dabei werden die Beschlüsse des Vorstands regelmäßig in den Vorstandssitzungen gefasst. Beschlüsse können jedoch auch ohne Sitzung auf schriftlichem, elektronischem oder telefonischem Weg gefasst werden; die Herbeiführung solcher Beschlüsse erfolgt durch den Vorsitzenden des Vorstands. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder an der Beschlussfassung teilnimmt. Abwesende Vorstandsmitglieder können telefonisch oder per Videokonferenz an der Beschlussfassung teilnehmen.
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Risikolage, des Risikomanagements und geht dabei auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen unter Angabe von Gründen ein. Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Umsetzung.
Der Vorstand bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats zur Durchführung von Geschäften, wenn sie über den Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs hinausgehen und von entscheidender wirtschaftlicher Bedeutung für das Unternehmen sind. Wesentliche unternehmerische Entscheidungen in diesem Sinne sind z. B. Standorteröffnungen und -schließungen, Unternehmenskäufe/-verkäufe und größere Investitionen außerhalb des vom Aufsichtsrat genehmigten Jahresbudgets. Dabei ist das Kriterium der Wesentlichkeit auch an Wertgrenzen geknüpft. Der Aufsichtsrat hat einen Katalog der Arten von Geschäften aufgestellt, die der Vorstand nur mit seiner Zustimmung vornehmen darf. Informationen zur Vergütung des Vorstands sind im Vergütungsbericht dieses Lageberichts (Punkt 7) ausgewiesen.
Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind unabhängig und an Aufträge und Weisungen nicht gebunden. Er besteht aus sechs Mitgliedern und ist zu zwei Dritteln mit Vertretern der Anteilseigner und zu einem Drittel mit Vertretern der Arbeitnehmer besetzt. Seine Tätigkeit übt er nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, des Deutschen Corporate Governance Kodex in der jeweils aktuellen Fassung (soweit nicht Vorstand und Aufsichtsrat eine Abweichung beschlossen haben), der Satzung und seiner Geschäftsordnung aus. Er erörtert regelmäßig mit dem Vorstand die Geschäftsentwicklung sowie die Planung, die Strategie und deren Umsetzung, das Risikomanagementsystem sowie das interne Kontrollsystem (IKS). Wesentliche unternehmerische Entscheidungen, z. B. Standorteröffnungen und -schließungen, Unternehmenskäufe/-verkäufe und größere Investitionen außerhalb des genehmigten Jahresbudgets sind an seine Zustimmung gebunden. Er bestellt die Mitglieder des Vorstands und ist auch für die Verlängerung der Bestellung der Mitglieder des Vorstands bzw. deren Abberufung sowie für die Festlegung der Vergütung des Vorstands zuständig. Ferner obliegt ihm die Genehmigung bzw. Billigung des vom Vorstand vorgelegten Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses. Mit der Genehmigung durch den Aufsichtsrat ist der Jahresabschluss festgestellt. Zudem prüft der Aufsichtsrat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und berichtet an die Hauptversammlung über das Ergebnis (§ 314 Abs. 2 in Verbindung mit § 171 Abs. 2 AktG).
Für die Dauer seiner Amtszeit wählt er aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen Vertreter. Der Aufsichtsrat bildet einen Prüfungsausschuss (Audit Committee). Der Aufsichtsrat kann aus seiner Mitte darüber hinaus weitere Ausschüsse bilden, denen – soweit gesetzlich zulässig – auch Entscheidungsbefugnisse übertragen werden können. Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG hat neben dem Prüfungsausschuss zusätzlich einen Personalausschuss gebildet.
Beschlüsse des Aufsichtsrats werden in der Regel in Sitzungen gefasst. Ersatzweise ist eine Teilnahme an der Beschlussfassung schriftlich zulässig, also durch Telefax oder mittels sonstiger elektronischer Kommunikationsmittel. Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder, aus denen er insgesamt zu bestehen hat, persönlich oder durch schriftliche Stimmabgabe an der Beschlussfassung teilnimmt. In jedem Fall müssen drei Mitglieder an der Beschlussfassung teilnehmen. Soweit nicht gesetzlich etwas anderes bestimmt ist, fasst der Aufsichtsrat seine Beschlüsse mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Der Sitzungsablauf und die Art der Abstimmung werden von dem Aufsichtsratsvorsitzenden bestimmt. Über die Beschlussfassungen ist eine Niederschrift anzufertigen.
Einen Überblick über seine Arbeit gibt der Aufsichtsrat in seinem Bericht im Konzerngeschäftsbericht und im Einzelabschluss der Müller – Die lila Logistik AG.
Der Vorstand der Gesellschaft ist der Ansicht, dass der Aufsichtsrat der Gesellschaft nicht nach den für ihn maßgebenden Vorschriften zusammengesetzt ist.
Derzeit ist der Aufsichtsrat der Gesellschaft gemäß § 96 Absatz 1 Alt. 4, § 101 Abs. 1 AktG in Verbindung mit § 1 Abs.1 Nr. 1 Satz 1, § 4 Abs. 1 DrittelbG zu zwei Dritteln aus Aufsichtsratsmitgliedern der Aktionäre und zu einem Drittel aus Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer zusammengesetzt. Die Gesellschaft beschäftigt jedoch einschließlich der Arbeitnehmer von Konzernunternehmen im Sinne von § 2 Abs. DrittelbG in der Regel weniger als 500 Arbeitnehmer und ist nicht vor dem 10. August 1994 in das Handelsregister eingetragen worden.
Die für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Gesellschaft maßgebenden Vorschriften sind § 96 Abs. 1 Alt. 6, § 101 Abs. 1 AktG. Hiernach setzt sich der Aufsichtsrat nur aus Aufsichtsratsmitgliedern der Aktionäre zusammen, die von der Hauptversammlung gewählt werden.
Der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG ist zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. In diesem Bericht werden die Beziehungen zu der Michael Müller Beteiligungs GmbH dargestellt. Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 AktG, dass bei der Müller – Die lila Logistik AG in Beziehung zu dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 keine berichtspflichtigen Vorgänge i. S. v. Rechtsgeschäften oder Maßnahmen vorgelegen haben.
Die Lila Logistik Gruppe ist gemäß den gesetzlichen Vorschriften verpflichtet, den Lagebericht um eine nichtfinanzielle Erklärung zu erweitern. Hierbei verweisen wir auf den gesonderten nichtfinanziellen Bericht, der den inhaltlichen Vorgaben im Sinne der §§ 315b und 315c i. V. m. 289c und 289e HGB entspricht und unter https://www.lila-logistik.com/ de/corporate-social-responsibility veröffentlicht wird.
Die erstellten Prognosen wurden unter Anwendung heuristischer Verfahren erstellt. Diese Verfahren beinhalten eine Kombination aus historischen Vergangenheitswerten, Erfahrungswerten, Szenarienbildung und gegebenenfalls vorliegenden Marktstudien. Hierdurch wird versucht, möglichst vielen Einflussfaktoren Rechnung zu tragen. Das Konzern-Controlling der Lila Logistik Gruppe stellt dem Management konzernweite Planungen als Basis für Prognosen zur Verfügung. Dabei werden monatlich aktuelle Werte rollierend durch einen bereichsspezifischen Forecast ergänzt, der einen Ausblick in die Zukunft gibt. Grundlage des Forecasts sind Plan-, Ist- und Abweichungsgrößen, die durch aktuelle Schätzungen, Erfahrungen und Detailwissen von verantwortlichen Geschäftsführern, Niederlassungsleitern und Bereichsleitern ergänzt werden. Auf Grund dieser Größen und Erfahrungswerte wird dabei aufgezeigt, wie sich bis dahin ermittelte Werte mit und ohne Korrekturmaßnahmen entwickeln könnten. Plausibilitätsprüfungen unterstützen dabei den gesamten Prozess. Dies ermöglicht eine Prognose des weiteren Verlaufs der Ist-Größen bei den gegenüber dem Plan veränderten externen und internen Gegebenheiten.
Die verwendeten Prognosemodelle sind aus Sicht der Gesellschaft grundsätzlich geeignet, um daraus zukunftsorientierte Aussagen im Lagebericht abzuleiten. Die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit des gruppeninternen Planungssystems, das zur Herleitung der Prognosen verwendet wird, ist aus Konzernsicht gegeben.
Niedrigeres Wachstum der Weltwirtschaft in 2019. Für die Weltwirtschaft gehen Konjunkturforscher von einem etwas niedrigeren Wachstum als in 2018 aus. Im Jahr 2019 dürfte die Zuwachsrate gemäß den Prognosen des IfW von 3,7 % auf 3,4 % zurückgehen. Risiken für die Weltkonjunktur bestehen insbesondere in einer weiteren Verschärfung der Handelskonflikte. In Europa könnten Sorgen um die Schuldentragfähigkeit in Italien, die Verzögerung von Reformen in Frankreich und nicht zuletzt der Brexit dazu führen, dass sich die Konjunktur schwächer entwickelt als erwartet (vgl. Medieninformation des Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Kiel, vom 11. Dezember 2018).
Die Stimmung der Konjunkturexperten im Euroraum kippt. Gemäß des ifo Wirtschaftsklimas für den Euroraum wird die aktuelle Lage und die künftige Entwicklung pessimistischer beurteilt als für 2018. Das Tempo des Wirtschaftswachstums im Euroraum dürfte sich verlangsamen. Die Experten des ifo-Instituts sind zudem zunehmend pessimistisch mit Blick auf die künftigen Exporte, die Investitionen und den privaten Konsum. Sie erwarten eine Inflation von 1,7 % im Jahre 2019. Die kurz- und langfristigen Zinsen dürften in den nächsten sechs Monaten langsamer steigen als zuletzt (vgl. Ergebnisse des Ifo World Economic Survey (WES) vom 1. Quartal 2019, München, vom 4. Februar 2019).
Experten und Analytiker sind sich einig, dass Polen 2019 von einem leicht niedrigeren Wachstum gezeichnet sein wird. 2019 und 2020 gehen Prognosen von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von rund 3,5 % aus. Wesentlicher Wachstumsfaktor bleibt der private Konsum. Stimuliert wird die private Nachfrage durch eine steigende Beschäftigung und wachsende Löhne. Ein zunehmender Arbeitnehmermangel stärkt die Position der Beschäftigten bei Lohnverhandlungen, was zu deutlicheren Lohnanstiegen als in den Jahren zuvor führen wird. Zwischen 2018 und 2020 wird der jährliche Anstieg der Bruttolöhne voraussichtlich bei rund 6,8 % liegen (vgl. GTAI Wirtschaftsausblick Polen vom 3. Dezember 2018).
Deutschland: Ifo Geschäftsklimaindex fällt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Februar 2019 von 99,3 Punkte auf 98,5 Punkte gefallen. Das ist der schlechteste Wert seit Dezember 2014. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage erneut etwas weniger gut. Auch der Pessimismus mit Blick auf die kommenden sechs Monate hat zugenommen. Diese Ergebnisse und andere Indikatoren deuten auf ein Wirtschaftswachstum im ersten Quartal von 0,2 % hin. Damit bleibt die deutsche Konjunktur relativ schwach (vgl. Ergebnisse der ifo Konjunkturumfragen im Februar 2019, München, 22. Februar 2019).
Die Lage in der Logistik verschlechtert sich. Die wirtschaftliche Lage im deutschen Logistikgewerbe hat sich seit dem 3. Quartal 2018 verschlechtert. Das geht aus der aktuellen Konjunkturanalyse des Bundesverbandes Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) hervor. Als Ursache nennt der BGL unter anderem die weit überdurchschnittliche Kostenentwicklung. Auch die Prognosewerte für das folgende Halbjahr fielen durchweg schlechter aus als die jeweiligen bisherigen Werte (vgl. Information der VerkehrsRundschau, München, vom 8. Februar 2019).
Die Beratung im Geschäftsbereich Lila Consult mit ihrer Nähe zum operativen Geschäft, die Umsetzung logistischer Dienstleistungen im Geschäftsbereich Lila Operating sowie die Zurverfügungstellung geeigneter Logistikflächen im Geschäftsbereich Lila Real Estate als Grundlage der logistischen Dienstleistungen stellen die Grundlage zum Erfolg der Lila Logistik Gruppe dar. Für das laufende Geschäftsjahr 2019 plant die Unternehmensgruppe mit Umsatzerlösen zwischen 138 Mio. € und 143 Mio. €.
Im operativen Betriebsergebnis (EBIT) wird eine moderate Steigerung vor Sondereffekten erwartet. Erläuterungen zu den Immobilientransaktionen werden im Nachtragsbericht des Konzern-Anhangs erläutert.
Der Verlauf des Geschäftsjahres 2019 bis zur Erstellung dieses Berichts entsprach den Erwartungen des Managements.
Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Prognosen abweichen können.
Nach Einschätzung der Geschäftsleitung lassen die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen aktuell keine besonderen Umstände erkennen, dass in Bezug auf die zukünftige Entwicklung in 2019 außergewöhnlich hohe Unsicherheit besteht. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Prognosen abweichen können.
Besigheim, 22. März 2019
Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender des Vorstands Vorstand Finanzen Vorstand Produktion
| Konzern | ||||
|---|---|---|---|---|
| Angaben in € | anhang | 2018 | 2017 | |
| EUR | EUR | |||
| 1. | Umsatzerlöse | C1 | 136.116.576 | 142.375.771 |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge | C2 | 2.895.943 | 2.158.279 |
| 3. | Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Leistungen |
C3 | -32.204.883 | -33.184.714 |
| 4. | Personalaufwand | C4 | -59.131.242 | -61.100.623 |
| 5. | Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögensgegenständen des |
|||
| Anlagevermögens und Sachanlagen | C5 | -5.000.379 | -4.740.676 | |
| 6. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | C6 | -39.607.929 | -41.435.209 |
| 7. | Betriebsergebnis | 3.068.086 | 4.072.828 | |
| 8. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | C7 | 99.077 | 74.976 |
| 9. | Finanzierungsaufwendungen | C7 | -973.646 | -912.744 |
| 10. Beteiligungsergebnis | C7 | 5.796 | 4.274 | |
| 11. Konzernergebnis vor Steuern | 2.199.313 | 3.239.334 | ||
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | C8 | -920.711 | -1.193.098 | |
| 13. Konzernjahresüberschuss | 1.278.602 | 2.046.236 | ||
| Davon entfallen auf: | ||||
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | 1.280.099 | 2.046.236 | ||
| andere Gesellschafter | -1.497 | 0 | ||
| Ergebnis je Aktie | ||||
| Verwässertes/Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) | C9 | 0,16 | 0,26 | |
| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Angaben in € | EUR | EUR |
| Konzernjahresüberschuss | 1.278.602 | 2.046.236 |
| Posten die nicht nachträglich in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umklassifiziert werden. Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne (+)/ Verluste (-) aus leistungsorientierten Pensionszusagen und anderen Leistungszusagen |
132.689 | 269.619 |
| Rückübertragung Pensionsverpflichtungen | 513.027 | 0 |
| Latente Steuern | -40.617 | -81.731 |
| Summe | 605.099 | 187.888 |
| Posten die nachträglich in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umklassifiziert werden. Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften |
-140.649 | 308.011 |
| Summe | -140.649 | 308.011 |
| Sonstiges Ergebnis | 464.450 | 495.899 |
| Konzern-Gesamtergebnis | 1.743.052 | 2.542.135 |
| Davon entfallen auf Gesellschafter des Mutterunternehmens |
1.744.549 | 2.542.135 |
| andere Gesellschafter | -1.497 | 0 |
| Angaben in € | Konzernanhang | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| I. Langfristige Vermögenswerte | |||
| 1. Immaterielle Vermögenswerte |
E1 | 1.256.222 | 1.311.479 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwerte |
E1 | 8.543.666 | 8.543.666 |
| 3. Sachanlagen |
E1 | 39.126.373 | 50.999.994 |
| 4. Finanzielle Vermögenswerte |
E1 | 185.422 | 280.654 |
| 5. Latente Steuern |
E2 | 1.086.583 | 1.219.383 |
| Langfristige Vermögenswerte, gesamt | 50.198.266 | 62.355.176 | |
| II. Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| 1. Sonstige Vermögenswerte |
E7 | 3.103.486 | 2.921.933 |
| 2. Steuererstattungsansprüche |
E5 | 781.966 | 546.498 |
| 3. Vorräte |
E6 | 32.539 | 36.852 |
| 4. Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen |
G2 | 55.987 | 76.799 |
| 5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
E3 | 12.294.873 | 14.951.790 |
| 6. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
E4 | 4.056.943 | 7.085.001 |
| 7. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte |
E8 | 11.961.738 | 0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 32.287.532 | 25.618.873 | |
| Aktiva, gesamt | 82.485.798 | 87.974.049 |
| Angaben in € | Konzernanhang | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| I. Langfristige Schulden | |||
| 1. Darlehen |
E17 | 22.284.214 | 24.764.468 |
| 2. Latente Steuern |
E2 | 916.543 | 1.200.069 |
| 3. Sonstige Rückstellungen |
E12 | 269.537 | 326.438 |
| 4. Pensionsrückstellungen |
E11 | 4.080.459 | 5.708.143 |
| 5. Sonstige Schulden |
E14 | 303.563 | 35.705 |
| Langfristige Schulden, gesamt | 27.854.316 | 32.034.823 | |
| II. Kurzfristige Schulden 6. Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen |
|||
| Darlehen | E17 | 4.015.193 | 4.546.478 |
| 7. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
E18 | 7.685.838 | 7.847.252 |
| 8. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen |
G2 | 846.961 | 742.172 |
| 9. Sonstige Rückstellungen |
E12 | 1.817.572 | 1.914.839 |
| 10. Steuerschulden | E13 | 334.917 | 679.799 |
| 11. Sonstige Schulden | E14 | 7.874.604 | 8.238.652 |
| 12. Verbindlichkeiten in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Immobilien |
E15 | 320.000 | 0 |
| Kurzfristige Schulden, gesamt | 22.895.085 | 23.969.192 | |
| III. Eigenkapital | |||
| 1. Gezeichnetes Kapital | E10 | 7.955.750 | 7.955.750 |
| 2. Kapitalrücklage | E10 | 9.666.396 | 9.666.396 |
| 3. Gewinnrücklagen | E10 | 17.638.368 | 18.347.207 |
| 4. Kumuliertes übriges Eigenkapital | E10 | -3.534.870 | -3.999.319 |
| 5. Minderheitenanteile | E10 | 10.753 | 0 |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital |
31.725.644 | 31.970.034 | |
| Eigenkapital, gesamt | 31.736.397 | 31.970.034 | |
| Passiva, gesamt | 82.485.798 | 87.974.049 |
| Angaben in € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| Konzernjahresüberschuss | 1.278.602 | 2.046.236 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 5.000.379 | 4.740.676 |
| Fremdwährungsdifferenzen | -128.662 | 33.183 |
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) | -1.021.904 | -705.053 |
| Veränderung der Rückstellungen | -242.684 | 1.078.186 |
| Gewinne/Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen und zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte |
-69.423 | 2.814 |
| Veränderung der latenten Steuern, Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden | -920.702 | -934.586 |
| Veränderung der Vorräte | 4.313 | 21.936 |
| Veränderung der Liefer- und Leistungsforderungen und Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen |
2.857.611 | -1.045.569 |
| Veränderung sonstiger kurz- und langfristiger Vermögenswerte | -112.278 | 2.818.187 |
| Veränderung der Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten, erhaltenen Anzahlungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen |
-1.321.980 | 1.872.683 |
| Veränderung sonstiger Schulden | -98.789 | -716.800 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 5.224.483 | 9.211.893 |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | -207.223 | -536.872 |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von Sachanlagevermögen | -3.507.081 | -9.919.981 |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von finanziellen Vermögenswerten | 0 | -410 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von verbundenen Unternehmen | 52.449 | 0 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von langfristigen Vermögenswerten und von zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte |
108.020 | 70.651 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -3.553.835 | -10.386.612 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von kurz- und langfristigen Darlehen | 2.000.000 | 7.200.000 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen | -4.691.539 | -3.593.688 |
| Auszahlung aus Dividenden | -1.988.938 | -2.386.725 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -4.680.477 | 1.219.587 |
| Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | -3.009.829 | 44.868 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel | -18.230 | 80.375 |
| Zahlungsmittel zu Beginn der Periode | 7.085.001 | 6.959.758 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 4.056.942 | 7.085.001 |
| Zusätzliche Angaben | ||
| Einzahlungen aus Zinsen1) | 47.755 | 20.976 |
| Einzahlungen aus Zinsen1) | 47.755 | 20.976 |
|---|---|---|
| Einzahlungen aus Ertragsteuern2) | 241.621 | 230.569 |
| Auszahlungen aus Zinsen3) | 821.338 | 722.540 |
| Auszahlungen aus Ertragsteuern2) | 2.072.531 | 2.377.904 |
1) Dem Cashflow aus Investitionstätigkeit zuzuordnen
2) Dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit zuzuordnen
3) Dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zuzuordnen
| Gewinnrücklagen einschl. |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis- | Kumuliertes | Eigen | ||||
| Angaben in € | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
vortrag und Konzernergebnis |
übriges Eigenkapital |
Minder heiten |
kapital (gesamt) |
| Stand am 1. Januar 2018 | 7.955.750 | 9.666.396 | 18.347.207 | -3.999.319 | 0 | 31.970.034 |
| Konzernjahresüberschuss | 1.280.099 | -1.497 | 1.278.602 | |||
| Dividendenzahlung | -1.988.938 | -1.988.938 | ||||
| Fremdwährungsumrechnung | -140.649 | -140.649 | ||||
| Latente Steuern | -40.617 | -40.617 | ||||
| Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (-) |
132.689 | 132.689 | ||||
| Rückübertragung Pensionsverpflichtungen |
513.026 | 513.026 | ||||
| Minderheitenanteile | 12.250 | 12.250 | ||||
| Stand am 31. Dezember 2018 | 7.955.750 | 9.666.396 | 17.638.368 | -3.534.870 | 10.753 | 31.736.397 |
| Angaben in € | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinnrücklagen einschl. Ergebnis- vortrag und Konzernergebnis |
Kumuliertes übriges Eigenkapital |
Minder heiten |
Eigen kapital (gesamt) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Januar 2017 | 7.955.750 | 9.666.396 | 18.687.696 | -4.495.218 | 0 | 31.814.624 |
| Konzernjahresüberschuss | 2.046.236 | 2.046.236 | ||||
| Dividendenzahlung | -2.386.725 | -2.386.725 | ||||
| Fremdwährungsumrechnung | 308.011 | 308.011 | ||||
| Latente Steuern | -81.731 | -81.731 | ||||
| Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (-) |
269.619 | 269.619 | ||||
| Stand am 31. Dezember 2017 | 7.955.750 | 9.666.396 | 18.347.207 | -3.999.319 | 0 | 31.970.034 |
Der Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG zum 31. Dezember 2018 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.
Die in das Handelsregister des Amtsgerichtes Stuttgart unter der Nummer HRB 301979 eingetragene Müller – Die lila Logistik AG hat ihren Sitz in der Ferdinand-Porsche-Straße 4 in 74354 Besigheim, Deutschland.
Die Müller – Die lila Logistik AG erstellt und veröffentlicht den Konzernabschluss in Euro (€). Sofern nicht anders vermerkt, sind alle Beträge im Konzernabschluss und Lagebericht in Euro (€) oder Tausend Euro (T€) angegeben. Auf Grund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren. Rundungsdifferenzen können aus rechentechnischen Gründen in Höhe von +/- einer Einheit (€, T€ oder %) auftreten.
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 hat die Müller – Die lila Logistik AG alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen die Müller – Die lila Logistik AG die Verfügungsgewalt ("beherrschenden Einfluss") über das Beteiligungsunternehmen besitzt.
Die Müller – Die lila Logistik AG hat ihre Kommanditeinlage bei der Müller – Die lila Logistik Service GmbH & Co. KG (Besigheim) in Höhe von 25 T€ im Wege der Sonderrechtsnachfolge auf die persönlich haftende Gesellschafterin, die MSG Verwaltung GmbH mit dem Sitz in Besigheim übertragen und ist aus der Gesellschaft ausgeschieden. Die Müller – Die lila Logistik Service GmbH & Co. KG wurde damit aufgelöst und ohne Liquidation beendet und ihr gesamtes Vermögen ist im Wege der Anwachsung auf die MSG Verwaltung GmbH übergegangen. Das Stammkapital der MSG Verwaltung GmbH wurde im März 2018 von 25 T€ um 1 T€ auf 26 T€ erhöht. Die Firmierung der Gesellschaft wurde im Anschluss in Müller – Die lila Logistik Service GmbH geändert. Diese Änderung wurde im Juni 2018 ins Handelsregister eingetragen.
Im Juli 2018 wurde seitens der Müller – Die lila Logistik AG und Herrn Nils Ole Köhler die Lila IO GmbH gegründet. Die Müller – Die lila Logistik AG ist mit 51 % am Stammkapital von insgesamt 25 T€ beteiligt. Die Lila IO GmbH wurde im August 2018 ins Handelsregister eingetragen.
Darüber hinaus haben im Vorjahresvergleich keine Veränderungen im Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe stattgefunden.
Stammkapital/
| Beteiligung | Sitz der Gesellschaft |
Kommandit anteile in T€ |
Beteiligungs anteil in % |
|---|---|---|---|
| FM Logistics GmbH* | Weilheim an der Teck |
31 | 50 |
| Lila IO GmbH | Besigheim | 25 | 51 |
| MLH Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| MLI Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| MLM Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| MLN Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| MLO Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| MLS Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| MLSO Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| MLSW Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Böblingen GmbH | Besigheim | 50 | 100 |
| Müller – Die lila Consult GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH | Besigheim | 730 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Electronics GmbH | Nürnberg | 500 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG | Herne | 25 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Marbach GmbH & Co. KG | Besigheim | 500 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Nord GmbH & Co. KG | Bünde | 25 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Ost GmbH & Co. KG | Zwenkau | 25 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. | Gliwice (Polen) | 860** | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Service GmbH | Besigheim | 26 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Süd GmbH & Co. KG | Besigheim | 1.000 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Südost GmbH & Co. KG | Besigheim | 50 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Südwest GmbH & Co. KG | Besigheim | 50 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik West GmbH | Herne | 26 | 100 |
| Value Added Logistics Sp. z o.o. | Gliwice (Polen) | 116** | 100 |
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über den Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2018:
* Aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten nicht konsolidiert
** Angabe umgerechnet zum Stichtagskurs 31. Dezember 2018
Die aufgeführten Beteiligungen werden direkt von der Müller – Die lila Logistik AG gehalten.
Alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen und Transaktionen innerhalb des Konzerns wurden im Konzernabschluss eliminiert. Bei Unternehmenszusammenschlüssen kommt die Akquisitionsmethode zur Anwendung. Danach sind die als Teil des erworbenen Unternehmens zugegangenen Vermögenswerte und Schulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt zu erfassen. Verbleibt nach der Aufrechnung ein aktivischer Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Verbleibt ein passiver Unterschiedsbetrag, wird dieser sofort erfolgswirksam vereinnahmt.
In der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die Innenumsätze sowie andere konzerninterne Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen eliminiert worden. Zwischengewinne sind nicht zu eliminieren gewesen. Das Geschäftsjahr der Müller – Die lila Logistik AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr.
Bei der Erstellung dieses Konzernanhangs haben mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen Änderungen die gleichen Rechnungslegungsmethoden Anwendung gefunden wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017.
Folgende Änderungen von Standards sind im Geschäftsjahr 2018 erstmals verpflichtend anzuwenden:
| Verlautbarung | Titel | Anzuwenden ab |
|---|---|---|
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 01.01.2018 |
| IFRS 15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 01.01.2018 |
| Amend. IFRS 15 | Klarstellung zu Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 01.01.2018 |
| Amend. IFRS 2 | Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung |
01.01.2018 |
| Amend. IFRS 4 | Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge |
01.01.2018 |
| Amend. IAS 40 | Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien |
01.01.2018 |
| Jährlicher Verbesserungsprozess (Zyklus 2014-2016) |
Änderungen an IFRS 1, IFRS 12* , IAS 28 |
01.01.2018 |
| IFRIC 22 | Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen |
01.01.2018 |
* Anmerkung: Die Änderungen an IFRS 12 waren bereits für Jahresabschlüsse, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen, anzuwenden. Die Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 sind ab dem 1. Januar 2018 anzuwenden.
Die Anwendung von IFRS 9 hatte nur geringe Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Die übrigen Änderungen hatten keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss.
| Titel | Anzuwenden ab |
Voraussichtlicher Erstanwendungs zeitpunkt in der EU |
Auswirkungen |
|---|---|---|---|
| Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung |
01.01.2019 | 01.01.2019 | Keine Auswirkungen |
| Grundsätzliche Bedeutung / Auswirkungen–siehe u.g. Erläuterungen |
|||
| Unsicherheit bezüglich | Keine Auswirkungen | ||
| Leasingverhältnisse ertragssteuerlicher Behandlung |
01.01.2019 01.01.2019 |
01.01.2019 01.01.2019 |
| Standard bzw. | Anzuwenden | Erstanwendungs zeitpunkt in der |
||
|---|---|---|---|---|
| Interpretation | Titel | ab | EU | Auswirkungen |
| IFRS 17 | Versicherungsverträge | 01.01.2021 | Ausstehend | Keine Auswirkungen |
| Jährliche Verbesserungen (Zyklus 2015-2017) |
Änderung an IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23 |
01.01.2019 | 01.01.2019 | Keine wesentlicher Einfluss erwartet |
| Änderungen zu IAS 28 | Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures |
01.01.2019 | 01.01.2019 | Keine wesentlicher Einfluss erwartet |
| Änderungen zu IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer. Planänderung, -kürzung oder -abgeltung |
01.01.2019 | 01.01.2019 | Keine Auswirkungen |
| Änderungen Verweise Rahmenkonzept IFRS |
Aktualisierung der Verweise auf das Rahmenkonzept IFRS |
01.01.2020 | 01.01.2020 | Keine Auswirkungen erwartet |
| Änderung zu IFRS 3 | Definition eines Geschäftsbetriebs |
01.01.2020 | 01.01.2020 | Keine Auswirkungen |
| Änderungen zu IAS 1 und IAS 8 |
Definition von Wesentlichkeit | 01.01.2018 | 01.01.2018 | Keine Auswirkungen erwartet |
Voraussichtlicher
Im Januar 2016 hat das IASB den Standard IFRS 16 "Leases" veröffentlicht, der für Leasingnehmer die bisherige Klassifizierung von Leasingverträgen in Operate Leases und Finance Leases abschafft. Stattdessen führt IFRS 16 ein einheitliches Bilanzierungsmodell ein, nach dem Leasingnehmer verpflichtet sind, für Leasingverträge mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten und einem entsprechenden Neuwert (größer 5 T€) Vermögenswerte für das Nutzungsrecht und Leasingverbindlichkeiten anzusetzen. Dies führt dazu, dass bisher nicht bilanzierte Leasingverhältnisse künftig – vergleichbar mit der heutigen Bilanzierung von Finance Leases – bilanzell zu erfassen sind.
Die Bilanzierung beim Leasinggeber wurde nahezu identisch aus IAS 17 in IFRS 16 übernommen. IFRS 16 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig, wenn IFRS 15 bereits angewendet wird.
Die Auswirkungen der Anwendung von IFRS 16 auf den Konzernabschluss wurden in den Geschäftsjahren 2017 und 2018 in mehreren Workshops und von einer Projektgruppe konzernweit geprüft. Gesellschaften der Lila Logistik Gruppe treten als Leasingnehmer auf. Mit der Anwendung von IFRS 16 ergeben sich folgende Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Anstelle der bislang unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen angegebenen Mindestmietzahlungen aus Operate-Leasingverhältnissen wird die Anwendung von IFRS 16 zu einem Anstieg der langfristigen Vermögenswerte durch die Bilanzierung von Nutzungsrechten führen. Ebenso werden sich die Finanzverbindlichkeiten durch den Ausweis der korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten erhöhen. Die Bilanzsumme der Lila Logistik Gruppe wird dadurch ausgeweitet; dabei wird auf Basis der zum Bilanzstichtag bestehenden Verträge mit einer Bilanzverlängerung um rund 23 Mio. € bis 27 Mio. € gerechnet, so dass sich ebenfalls Änderungen bei bestimmten bilanziellen Kenngrößen, beispielsweise der Eigenkapitalquote, ergeben werden.
Im Hinblick auf die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden anstelle der bisherigen Aufwendungen für Operate Leases unter IFRS 16 künftig die Abschreibungen der Nutzungsrechte und die Zinsaufwendungen für die Verbindlichkeiten ausgewiesen. Hierdurch ergeben sich Auswirkungen im Bereich des operativen Ergebnisses und des Finanzergebnisses. Die Steigerungen beim operativen Ergebnis vor Zinsen (EBIT) wird zwischen 0,4 Mio. € bis 0,6 Mio. € und beim operativen Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) zwischen 11 Mio. € und 13 Mio. € erwartet. Durch die im Nachtragsbericht enthaltenen Immobilientransaktionen, können sich die o. g. erwarteten Werte durch die Anwendung von IFRS 16 noch verändern. Gleichzeitig werden sich die Kennzahlen (wie z. B. die EBIT-Marge, Eigenkapitalquote u.a.) verändern.
In der Konzern-Kapitalflussrechnung wird sich aus der Anwendung von IFRS 16 eine Verbesserung des operativen Cashflows ergeben, während der Tilgungsanteil der Leasingzahlungen als Bestandteil des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit eingeht.
Der neue Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im Oktober 2017. Die Implementierung des neuen Standards wird im Rahmen eines Projekts gesteuert. Die Lila Logistik Gruppe wird IFRS 16 erstmals für das am 1. Januar 2019 beginnende Geschäftsjahr anwenden.
Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben zum IFRS-Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 basieren mit Ausnahme der geänderten Rechnungslegungsstandards auf denselben Rechnungslegungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss 2017 zu Grunde lagen.
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind einheitlich nach den für den Konzern geltenden Rechnungslegungsmethoden aufgestellt.
Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist gemäß dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Die Segmentberichterstattung erfolgt auf Basis des Management-Ansatzes ("management approach"). Das Geschäftsmodell der Müller – Die lila Logistik AG umfasst im Kern Tätigkeiten für Lösungen in der Beschaffungslogistik, der Produktionslogistik und der Distributionslogistik. In diesen Feldern werden Dienstleistungen in Beratung (Lila Consult) und Umsetzung von Logistiklösungen (Lila Operating) angeboten. Das weitere Segment Lila Real Estate bietet die Flächen zur Dienstleistungserstellung an, die Eigentum der Lila Logistik Gruppe sind.
Der Geschäftsbereich Lila Consult erfüllt die Größenmerkmale eines berichtspflichtigen Segments nicht. Der Vorstand hat jedoch entschieden, den Bereich Lila Consult als Segment zu berichten, da er einen relevanten Bestandteil des Geschäftsmodells der Lila Logistik Gruppe darstellt und von wesentlicher Bedeutung für die zukünftige Entwicklung der Unternehmensgruppe ist. Die Unternehmensführung ist insbesondere der Auffassung, dass die dem Segment zugrunde liegenden Informationen für den Abschlussadressaten entscheidungsnützlich sind.
Die Konsolidierungsbuchungen werden in einer reinen Konsolidierungsspalte dargestellt, in der konzerninterne und segmentübergreifende Sachverhalte verrechnet werden. Für weitere Informationen zum Segmentbericht wird auf die Anmerkungen in Punkt D "Segmentinformationen" dieses Anhangs verwiesen.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, auf den Umfang von Haftungsverhältnissen und auch auf die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum auswirken. Diese richten sich nach den Verhältnissen und Einschätzungen zum Bilanzstichtag. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, die Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte (insbesondere der dafür verwendeten Cashflow-Prognosen und Abzinsungsfaktoren), die Einbringlichkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen einschließlich Pensionsrückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen (aktive latente Steuern). Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis
berücksichtigt. Teilweise werden die möglichen Auswirkungen weiterer Schätzungsänderungen mit Sensitivitätsanalysen in ihrer Auswirkung untersucht und im Anhang entsprechend ausgewiesen.
Die voraussichtlichen Nutzungsdauern und Abschreibungsverläufe von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen beruhen auf Erfahrungswerten, Planungen und Schätzungen. Hierbei werden auch der Zeitraum und die Verteilung der zukünftigen Mittelzuflüsse aus den getätigten Investitionen geschätzt. Der künftige technische Fortschritt und laufende Ersatz- und Entwicklungszyklen werden in die Ermittlung einbezogen.
Impairment-Tests werden für langfristige Vermögenswerte durchgeführt, wenn bestimmte Indikatoren auf eine mögliche Wertminderung oder Wertaufholung hinweisen. Hierbei ist der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes zu schätzen, der dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert entspricht. Zur Ermittlung des Nutzungswertes sind die diskontierten zukünftigen Cashflows des betreffenden Vermögenswertes zu bestimmen. Obwohl die Lila Logistik Gruppe davon ausgeht, dass die Annahmen bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Branchen sowie die Einschätzungen der diskontierten künftigen Cashflows angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände eine Veränderung der Einschätzung erforderlich werden. Hieraus könnten in der Zukunft zusätzliche Wertminderungen oder Wertaufholungen resultieren.
Rückstellungen entsprechen den bestmöglichen Schätzungen der aufzuwendenden Beträge unter Berücksichtigung, dass die tatsächliche Höhe der Verpflichtung unsicher ist. Auch Änderungen des Diskontierungssatzes führen zu Veränderungen in der Ermittlung der langfristigen Rückstellungen.
Der Bilanzierung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen liegen versicherungsmathematische Bewertungen zu Grunde. Diese Faktoren beinhalten den Diskontierungssatz, erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen sowie Sterblichkeitsraten. Diese Annahmen können auf Grund von veränderten Markt- und Wirtschaftsbedingungen erheblich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen und deshalb zu einer wesentlichen Veränderung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen sowie des zugehörigen künftigen Aufwands führen.
Die Erlösrealisation bei Beratungs- und Logistikdienstleistungen erfolgt nach Leistungsfortschritt und vertraglich vereinbarten Preisen, d. h. Erlöse werden in dem Maße erfasst, in dem das Unternehmen die vereinbarten Leistungen erbringt. Daher werden zum Bilanzstichtag ggfs. Erlösabgrenzungen vorgenommen. In einfachen Fällen, d. h bei einer kontinuierlichen Leistungserbringung wie bspw. bei Vermietungserlösen, erfolgt die Erlösabgrenzung zeitbezogen. Vermietungserlöse werden i. d. R. am Anfang des Monats für den jeweiligen Monat monatsgenau fakturiert. Hierdurch sind Ermessensentscheidungen in keinem erheblichen Ausmaß erforderlich.
Für in ihrer Höhe und der Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens nach nicht sichere Verpflichtungen gegenüber den jeweiligen nationalen Finanzbehörden werden Steuerrückstellungen auf Basis angemessener Schätzungen gebildet.
Um die latenten und laufenden Steuern sowie die Steuerguthaben/-verbindlichkeiten zu bestimmen, sind Annahmen und Schätzungen nötig. Die zu Grunde gelegten Schätzungen werden nach bestem Wissen vorgenommen. Anhand von Ereignissen und der Berücksichtigung von zusätzlichen Informationen, z. B. Änderungen von Steuergesetzen und Steuersätzen, Auslegungen von Steuergesetzen usw. werden die den Schätzungen zu Grunde gelegten Annahmen korrigiert und können einen Einfluss auf die berücksichtigten Steuerguthaben und Steuerverbindlichkeiten haben.
Der Konzernabschluss wird in Euro (€), der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt.
Geschäftsvorfälle, die nicht in der funktionalen Währung des betreffenden Unternehmens getätigt werden, sind bei der erstmaligen Erfassung in Euro umzurechnen.
In den Einzelabschlüssen sind Geschäftsvorfälle in Fremdwährung im Zeitpunkt ihres Auftretens in Euro umgerechnet. Die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag und die Erfassung von Umrechnungen bei monetären Posten erfolgen in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
In der Folge werden bei der Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen sämtliche Vermögenswerte und Schulden zu Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet, das Eigenkapital hingegen zu historischen Kursen. Währungsbedingte Wertänderungen des Nettovermögens werden im Eigenkapital innerhalb des kumulierten sonstigen Ergebnisses ausgewiesen. Entsprechendes gilt für den Unterschiedsbetrag aus der Umrechnung der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu Durchschnittskursen und der Bilanzen zu Stichtagskursen.
Dem Konzernabschluss der Lila Logistik Gruppe liegen folgende Umrechnungskurse für die Fremdwährung mit wesentlichem Einfluss zu Grunde:
| Stichtagskurse | Durchschnittskurse | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | 2018 | 2017 | ||
| Polen | 1 € = PLN | 4,3000 | 4,1709 | 4,2623 | 4,2576 |
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear abgeschrieben, wobei die Nutzungsdauer für Software bei drei Jahren und für Konzessionen, Kundenstämme und Schutzrechte in einer Bandbreite von ein bis zehn Jahren liegt.
Neben den Geschäfts- oder Firmenwerten sind zum 31. Dezember 2018 wie im Vorjahr keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer ausgewiesen.
Der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern muss, unabhängig von Indikatoren für eine mögliche Wertminderung, jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen werden.
Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Beurteilung, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung für in der Bilanz ausgewiesene langfristige Vermögenswerte vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar bzw. ist, wie für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie Geschäfts- oder Firmenwerte, eine jährliche Überprüfung vorgeschrieben, wird eine Werthaltigkeitsprüfung (Impairment Test) vorgenommen. Dabei wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit geschätzt, um einen eventuell erforderlichen Wertminderungsbedarf zu ermitteln. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert – jeweils bezogen auf den einzelnen Vermögenswert bzw. die zahlungsmittelgenerierende Einheit. Die Lila Logistik Gruppe ermittelt den erzielbaren Betrag auf Grundlage des Nutzungswerts. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten zukünftigen Zahlungsströme mit einem risikoadjustierten Diskontierungszinssatz auf den Barwert abgezinst.
Ein Wertminderungsbedarf besteht, wenn der Buchwert des Vermögenswerts bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag übersteigt. Die Wertminderung muss sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden. Eine erfolgswirksame Korrektur einer in Vorjahren vorgenommenen Wertminderung von Vermögenswerten wird mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen, wenn die Gründe dafür entfallen sind. Eine Zuschreibung erfolgt jedoch nur bis zum geringeren Betrag zwischen Nutzungswert und den fortgeführten Anschaffungskosten. Für Geschäfts- oder Firmenwerte besteht ein Wertaufholungsverbot.
Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen sowie Wertminderungen, bewertet.
Abschreibungen erfolgen linear, entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer:
| Nutzungsdauer | |
|---|---|
| Bauten | 1 bis 33 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1 bis 25 Jahre |
Bei komplexeren Anlagen erfolgt die Abschreibung komponentenweise.
Die Nutzungsdauer wird regelmäßig vom Management der Gesellschaft im Hinblick auf die laufende technische Weiterentwicklung überprüft. Wartungs- und Reparaturkosten werden als Aufwand erfasst, wogegen Ersatz- und Verbesserungsinvestitionen, die die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verlängern oder die Kapazität erhöhen, aktiviert werden. Beim Verkauf oder Abgang von Sachanlagen werden die Anschaffungskosten und die kumulierte Abschreibung ausgebucht und ein sich ergebender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam erfasst.
Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Es wird zwischen Finanzierungsleasing und Operate Leasing unterschieden. Als Finanzierungsleasing werden Leasingtransaktionen behandelt, bei denen der Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum am Leasinggut verbundenen Risiken und Chancen trägt. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operate Leasing behandelt, d. h. das wirtschaftliche Eigentum verbleibt beim Leasinggeber und alle Effekte werden über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Ob es sich bei der Vereinbarung um ein Leasingverhältnis handelt oder eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis beinhaltet, wird zu Vertragsabschluss beurteilt. Bei der Lila Logistik Gruppe existiert zum Bilanzstichtag kein Finanzierungsleasing.
Die Unternehmensgruppe ist als Leasingnehmer und Leasinggeber tätig. Weitere Einzelheiten hierzu gehen aus Punkt E. "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Unterpunkt 19. "Leasingverhältnisse" hervor.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bewertet, sofern der Nettoveräußerungswert nicht geringer ist.
Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und der geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem Umfang Abwertungen vorgenommen. Für die am jeweiligen Bilanzstichtag vorhandenen Vorräte waren keine Abwertungen erforderlich.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.
Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte, wie abgeschlossene Derivate (Zinsswaps) mit positivem Fair Value.
Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückzahlungsanspruch in Zahlungsmitteln. Hierzu zählen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Finanzleasingverbindlichkeiten und derivative Finanzverbindlichkeiten.
Alle Finanzinstrumente sind beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert zu erfassen, zuzüglich bzw. abzüglich (bei Finanzinstrumenten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden) der Transaktionskosten, die dem Erwerb bzw. der Ausgabe des Finanzinstruments direkt zugeordnet werden können. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten entspricht dem Betrag, zu dem das Finanzinstrument auf einen anderen Marktteilnehmer übertragen werden würde, ausgenommen bei Zwangsverkauf oder Liquidation.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Kassenbestand, Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten beinhalten, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich erwarteter Verluste bewertet.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte werden – unter Anwendung der Effektivzinsmethode – mit den fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet.
Der ab 1. Januar 2018 anzuwendende IFRS 9-Standard regelt den Ansatz zur Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Danach werden die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten anhand der Zahlungsstromeigenschaften und des betriebenen Geschäftsmodells bestimmt. Finanzielle Vermögenswerte, die innerhalb eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung im Halten von Vermögenswerten besteht, um die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sieht das Geschäftsmodell die Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme sowie die Veräußerung finanzieller Vermögenswerte vor, werden diese Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Trifft keines der beiden Geschäftsmodelle zu, werden die finanziellen Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Beteiligungen an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen von untergeordneter Bedeutung werden weiterhin zu Anschaffungskosten bewertet, da sie nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen.
Die Mehrzahl der Darlehen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen operativen Forderungen erfüllen weiterhin die Kriterien für eine Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Sind finanzielle Vermögenswerte keinem der beiden Geschäftsmodelle zuzuordnen oder enthalten die finanziellen Vermögenswerte nicht ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen, werden diese umklassifiziert und nach IFRS 9 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Derivative Finanzinstrumente werden bei der Lila Logistik Gruppe ausschließlich zur Absicherung von Finanzrisiken eingesetzt, die aus Finanzierungstätigkeiten resultieren. Dabei handelt es sich vor allem um Zinsrisiken. Derivative Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung und an jedem folgenden Bilanzstichtag mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der beizulegende Zeitwert der Zinsderivate entspricht dem positiven oder negativen Barwert. Derivate werden als Vermögenswert ausgewiesen, wenn deren beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Verbindlichkeit, wenn deren beizulegender Zeitwert negativ ist. Hedge Accounting wird von Seiten der Lila Logistik Gruppe aktuell nicht betrieben.
IFRS 9 führt ein Wertminderungsmodell basierend auf erwarteten Kreditverlusten ein, welches auf alle finanziellen Vermögenswerte (Schuldinstrumente) anwendbar ist, die entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Während unter IAS 39 lediglich eingetretene Verluste als Wertminderung auf finanzielle Vermögenswerte erfasst wurden, bezieht der neue Ansatz auch Erwartungen über die Zukunft mit ein. Der Ansatz der erwarteten Kreditverluste (expected credit losses) nutzt die Zugrundelegung von angemessenen und belastbaren Informationen (sofern diese ohne unangemessenen Kosten- und Zeitaufwand zur Verfügung stehen) zum Abschlussstichtag über vergangene Ereignisse, gegenwärtige Umstände und Vorhersagen über zukünftige wirtschaftliche Ausfallwahrscheinlichkeiten. Die Lila Logistik Gruppe nutzt hierzu die Bonitätsbewertungen eines externen Dienstleisters, um die Ausfallwahrscheinlichkeit von Forderungen innerhalb der nächsten zwölf Monate einzuschätzen. Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind insgesamt als nicht wesentlich einzustufen.
Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen Darlehen wurden als Barwerte der zukünftig erwarteten Cashflows ermittelt.
Bei variabel verzinslichen Darlehen wird angenommen, dass der vereinbarte Darlehenszins annähernd den marktüblichen Zinssätzen entspricht. Bei festverzinslichen Darlehen werden zur Diskontierung Zinssätze verwendet, die das allgemeine Marktzinsniveau widerspiegeln.
Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen beinhalten im Wesentlichen Ergebnisse aus Wertminderungen und Zuschreibungen, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen werden.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden nach den einschlägigen steuerlichen Vorschriften in den jeweiligen Ländern bilanziert. Dabei ist für jedes Steuersubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen. Soweit temporäre Differenzen zwischen dem lokalen Steuerrecht und den IFRS aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzpositionen vorliegen, führen diese grundsätzlich zum Ansatz von latenten Steuern.
Zur Berücksichtigung der steuerlichen Folgen von Unterschieden zwischen Wertansätzen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der IFRS-Bilanz und den entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen sowie für steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuern gebildet.
Die Höhe der latenten Steuern richtet sich nach den Steuersätzen für den steuerlichen Gewinn in dem Jahr, in dem sich die Unterschiede wahrscheinlich ausgleichen werden. Die Auswirkung von Änderungen der Steuersätze wird berücksichtigt, wenn die jeweilige Änderung beschlossen ist. Aktive latente Steuern werden erforderlichenfalls auf den wahrscheinlich realisierbaren Betrag reduziert.
Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die für den Berichtszeitraum zu zahlenden oder von den Finanzbehörden zu erstattenden Steuern zuzüglich bzw. abzüglich der Veränderungen bei den latenten Steuern ausgewiesen.
Bei den Versorgungszusagen in der Lila Logistik Gruppe handelt es sich um beitragsorientierte Systeme und leistungsorientierte Zusagen. Die Ermittlung der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Zusagen erfolgt nach der Projected Unit Credit Method (Anwartschaftsbarwertverfahren). Bei diesem Verfahren sind neben den am Bilanzstichtag bereits bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch die in der Zukunft bei vorsichtiger Einschätzung zu erwartenden Steigerungen der Arbeitsentgelte und Altersbezüge zu berücksichtigen. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Beachtung der auf biometrischen Rechnungsgrundlagen basierenden Richttafeln. Im Juli 2018 wurden neue biometrische Rechnungsgrundlagen, die HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G von Klaus Heubeck, veröffentlicht, die im Rahmen der Bewertung von Pensionsverpflichtungen bei der Berechnung der steuerlichen Pensionsrückstellungen und der handelsbilanziellen Erfüllungsbeträge als biometrische Rechnungsgrundlage erstmals im Geschäftsjahr 2018 zugrunde gelegt wurden. Mit den neuen Richttafeln werden unter anderem Veränderungen bei der Lebenserwartung und bei den Invalidisierungswahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Der Ergebniseffekt aus den geänderten biometrischen Annahmen ist in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen.
Für einen Teil der Pensionsverpflichtungen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Der sich als Planvermögen qualifizierende Rückdeckungsanspruch entspricht dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital der Versicherungsgesellschaft. Auf dieser Basis werden die Rückstellungen für rückgedeckte Pensionsverpflichtungen mit dem Planvermögen saldiert. Der Zinsanteil der Rückstellungszuführung wie auch die Erträge aus Fondsvermögen werden in den Finanzierungsaufwendungen saldiert ausgewiesen. Pensionsverpflichtungen werden grundsätzlich als langfristig angesehen.
Ab dem 1. Januar 2018 ergeben sich Änderungen bei der Erfassung von Umsatzerlösen. Der Kerninhalt der Änderungen besteht in der Konkretisierung der Erfassung von Umsatzerlösen in der Höhe, mit der ein Unternehmen im Gegenzug für die Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen auf einen Kunden rechnen kann. Dabei wird ein einheitliches, fünfstufiges Erlösrealisierungsmodell herangezogen, das auf alle Verträge mit Kunden angewendet wird. Anpassungsbeträge aus der erstmaligen Anwendung zum 1. Januar 2018 ergaben sich nicht. Vergleichszahlen der Vorjahresperioden wurden nicht angepasst. Zudem wurde das Wahlrecht zur vereinfachten Erstanwendung in Anspruch genommen und lediglich auf die Verträge angewendet, die zum 1. Januar 2018 noch nicht erfüllt waren.
Von den Gesellschaften der Lila Logistik Gruppe werden grundsätzlich Umsatzerlöse aus Vermietungen, Beratungsdienstleistungen, Transportdienstleistungen und Lagerungs-/Logistikdienstleistungen generiert.
Vermietungserlöse werden i. d. R. am Anfang des Monats für den jeweiligen Monat monatsgenau fakturiert. Bei Beratungsdienstleistungen erfolgt die Abrechnung nach entsprechender Erbringung der Beratung. Dabei kommt ein vertraglich vereinbarter Tagessatz zur Abrechnung. Dieser wird mit der Anzahl der fakturierbaren Tage des Monats multipliziert. Generell wird eine Transportdienstleistung nach einem erfolgten Transport und i. d. R. nach Zusendung der entsprechenden Lieferungs-/Leistungsnachweise abgerechnet. Bei Lagerungs-/Logistikdienstleistungen erfolgt, je nach Kundenvereinbarung, eine halbmonatige bzw. ganzmonatige Abrechnung der Leistung, beispielsweise Einlagerung, Kommissionierung, Warenausgang im Lager-/Logistikbereich.
Von einigen Kunden werden mehrere Dienstleistungen in Anspruch genommen. Dabei werden mit den Kunden für unterscheidbare Leistungen jeweils gesonderte Verträge abgeschlossen.
Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten werden in der Bilanz nicht separat, sondern in den sonstigen operativen Forderungen bzw. in den sonstigen operativen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Für einzelne größere Neupro-
jekte entstehende Anlaufkosten werden im Regelfall an den Kunden zu Vertragsbeginn gesondert abgerechnet. Auf Grund der periodengenauen Abrechnung der Kundenverträge gemäß vertraglich vereinbarten Preisen und der durch die Lila Logistik Gruppe zum Stichtag erbrachten Leistungen ergeben sich keine Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanzund Vermögenslage des Konzerns.
Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Existenz erst durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser künftiger Ereignisse bestätigt wird, die jedoch außerhalb des Einflussbereichs des Konzerns liegen. Ferner können gegenwärtige Verpflichtungen dann Eventualschulden darstellen, wenn der Abfluss von Ressourcen nicht hinreichend wahrscheinlich für die Bildung einer Rückstellung ist und/oder die Höhe der Verpflichtungen nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann.
Die Gesamterlöse der Lila Logistik Gruppe beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 136.117 T€ (Vorjahr: 142.376 T€). Das Auslaufen eines Kundenvertrags zum Jahresende 2017 im Geschäftsbereich Lila Operating sowie geringere Erlöse im Geschäftsbereich Lila Consult waren für diese Entwicklung im Wesentlichen verantwortlich.
Die externen Erlöse aus Logistikdienstleistungen im Segment Lila Operating inklusive der Erlöse mit anderen Segmenten beliefen sich auf 132.639 T€ (Vorjahr: 139.761 T€). Die externen Erlöse aus Beratungsleistungen (Lila Consult) inklusive der Erlöse mit anderen Segmenten betrugen 485 T€ (Vorjahr: 772 T€). Insbesondere durch die ganzjährige Vermietung der Logistikimmobilien in Besigheim stiegen die externen Erlöse für das Segment Lila Real Estate auf 2.993 T€ (Vorjahr: 1.843 T€).
| Angaben in T€ | Segment Lila Consult |
Segment Lila Operating |
Segment Lila Real Estate |
Summe Segmente |
Summe Segmente % |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsätze in Deutschland | 396 | 107.763 | 2.993 | 111.152 | 81,7 % |
| Umsätze im Ausland | 89 | 24.876 | – | 24.965 | 18,3 % |
| Gesamt | 485 | 132.639 | 2.993 | 136.117 | 100,0 % |
| Angaben in T€ | Segment Lila Consult |
Segment Lila Operating |
Segment Lila Real Estate |
Summe Segmente |
Summe Segmente % |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsätze in Deutschland | 772 | 111.579 | 1.843 | 114.194 | 80,2 % |
| Umsätze im Ausland | – | 28.182 | – | 28.182 | 19,8 % |
| Gesamt | 485 | 139.761 | 1.843 | 142.376 | 100,0 % |
Die geografische Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach dem Sitz der Kunden. Die Umsätze im Ausland werden im Wesentlichen mit Kunden in Polen, Portugal, Italien und Frankreich erzielt.
Weitere Erläuterungen zur Segmentberichterstattung sind im Punkt D. "Segmentinformationen" enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten folgende Positionen:
| Angaben in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Auflösung von Rückstellungen und sonstigen Schuldposten | 1.948 | 1.266 |
| Periodenfremde Erträge | 612 | 206 |
| Versicherungsentschädigungen | 142 | 217 |
| Sonstige Erträge aus Schäden | 88 | 125 |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen | 13 | 111 |
| Übrige Erträge | 93 | 233 |
| Gesamt | 2.896 | 2.158 |
Die höhere Auflösung von Rückstellungen und sonstigen Schuldposten im Geschäftsjahr 2018 betrifft im Wesentlichen Personalrückstellungen. Die gestiegenen periodenfremden Erträge ergeben sich durch höhere Abrechnungen von Mietnebenkosten seitens der Lila Logistik Gruppe sowie höheren Rückvergütungen eines Dienstleisters.
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Leistungen belaufen sich auf -32.205 T€ (Vorjahr: -33.185 T€) und beinhalten im Wesentlichen Materialaufwendungen für Subunternehmerleistungen sowie bezogene Kraftstoffe für Transportdienstleistungen.
Der Personalaufwand zeigt folgende Aufteilung:
| Angaben in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | -49.735 | -51.026 |
| Soziale Abgaben | -5.125 | -5.686 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | -4.271 | -4.389 |
| Gesamt | -59.131 | -61.101 |
Auf Grund der gesunkenen Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist eine Reduzierung des Personalaufwands zu verzeichnen.
Die Abschreibungen verteilen sich wie folgt:
| Angaben in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten | -760 | -719 |
| Abschreibungen von Sachanlagen | -4.240 | -4.022 |
| Gesamt | -5.000 | -4.741 |
Der Anstieg der Abschreibungen ist im Wesentlichen auf die getätigten Standortinvestitionen zurückzuführen. Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten sowie andere Wertminderungen fielen im Geschäftsjahr 2018 wie im Vorjahr nicht an.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten folgende Positionen:
| Angaben in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Miet- und Raumkosten | -14.786 | -14.663 |
| Fremdpersonalkosten und Fremdarbeiten | -8.602 | -10.628 |
| Fahrzeugkosten und Fuhrparkaufwendungen | -6.187 | -6.301 |
| IT- und Kommunikationskosten | -2.933 | -2.564 |
| Abschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten | -1.103 | -1.097 |
| Versicherungsbeiträge und -abgaben | -1.006 | -1.096 |
| Werbe- und Reisekosten | -779 | -987 |
| Schadensaufwendungen | -786 | -984 |
| Weitere sonstige betriebliche Aufwendungen | -3.426 | -3.115 |
| Gesamt | -39.608 | -41.435 |
Im Finanzergebnis in Höhe von -869 T€ (Vorjahr: -833 T€) sind sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, Finanzierungsaufwendungen und Beteiligungsergebnisse enthalten.
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betragen 99 T€ (Vorjahr: 75 T€) und setzen sich wie folgt zusammen:
| Angaben in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Erträge aus Fremdwährungsumrechnungen | 22 | 33 |
| Zinserträge | 77 | 42 |
| Gesamt | 99 | 75 |
Die Finanzierungsaufwendungen betragen -974 T€ (Vorjahr: -913 T€) und beinhalten folgende Positionen:
| Angaben in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen | -6 | -95 |
| Buchverluste (-) / Buchgewinne (+) aus Finanzinstrumenten (Zinsswaps) | -99 | 73 |
| Zinsaufwand für Zinsswaps | -53 | -63 |
| Zinsaufwendungen für Nettopensionsverpflichtungen | -78 | -101 |
| Zinsaufwendungen für Avale | -31 | -30 |
| Zinsaufwendungen für Factoring | -106 | -88 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | -26 | -25 |
| Aktivierung von Zinsaufwendungen (Bauzeitzinsen) | - | 50 |
| Zinsaufwendungen für kurz- und langfristige Verbindlichkeiten gegenüber | ||
| Kreditinstituten | -575 | -634 |
| Gesamt | -974 | -913 |
Die Müller – Die lila Logistik AG ist im Jahr 2016 ein Zinsderivat mit einer Laufzeit bis zum 1. Oktober 2021 eingegangen. Der Bezugsbetrag der variablen Beträge beträgt 5.000 T€. Die Bewertung am Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 auf der Basis von Marktdaten und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle ergab hier einen negativen Barwert in Höhe von -17 T€ (Vorjahr: Positiver Barwert in Höhe von 21 T€).
Des Weiteren ist die Müller – Die lila Logistik AG im Jahr 2017 zwei weitere Zinsderivate mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2020 (Bezugsbetrag: 3.000 T€) bzw. 31. Dezember 2022 (Bezugsbetrag: 5.000 T€) eingegangen. Die Bewertung am Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 auf der Basis von Marktdaten und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle ergab hier einen negativen Barwert in Gesamthöhe von -61 T€ (Vorjahr: -0,5 T€).
Die Lila Logistik Gruppe hat im Geschäftsjahr 2018 wie im Vorjahr keine Derivate als Sicherungsinstrumente eines Cashflow Hedges designiert.
Im Berichtsjahr wurden keine Bauzeitzinsen aktiviert (Vorjahr: 50 T€).
Die Beteiligungsergebnisse im Berichtsjahr beliefen sich auf 6 T€ (Vorjahr: 4 T€).
Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden im Inland die Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlags und die Gewerbesteuer sowie im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern und latente Steuern ausgewiesen.
Latente Steuern in der Lila Logistik Gruppe resultieren in den Einzelbilanzen aus der erwarteten Nutzung steuerlicher Verlustvorträge und aus Unterschieden bei den Wertansätzen von IFRS- und Steuerbilanz, sowie aus Konsolidierungsvorgängen. Die im Geschäftsjahr zu Grunde gelegte Gewerbesteuer betrug 13,24 % (Vorjahr: 12,25 %). Bei der Muttergesellschaft wurde wie im Vorjahr ein Körperschaftsteuersatz von 15,00 % zuzüglich Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % angesetzt. Insgesamt hat sich ein Konzernsteuersatz von 29,06 % ergeben (Vorjahr: 28,07 %).
Die Besteuerung im Ausland wird zu den in Polen geltenden Steuersätzen berechnet und liegt wie im Vorjahr bei 19 %. Die Ertragsteuern gliedern sich nach ihrer Herkunft wie folgt:
| Angaben in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Gezahlte bzw. geschuldete Steuern (saldiert) | -1.262 | -1.248 |
| - davon Ausland | -7 | -83 |
| Latenter Steuerertrag | 341 | 55 |
| - davon Steuerertrag aus der Auflösung temporärer Differenzen | 541 | 93 |
| - davon Steueraufwand aus der Entstehung temporärer Differenzen | -200 | -38 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -921 | -1.193 |
Die latenten Steuererträge bzw. -aufwendungen beruhen auf temporären Unterschieden bzw. der Umkehr derselben. Latente Steuereffekte aus Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern bzw. deren Rückgängigmachung sind nicht vorhanden.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Steuererträge aus früheren Perioden in Höhe von 30 T€ (Vorjahr: 168 T€) sowie Steueraufwendungen für frühere Perioden in Höhe von -96 T€ (Vorjahr: -78 T€).
Die Überleitung zwischen dem erwarteten Steueraufwand bei Anwendung des o. g. Konzernsteuersatzes und dem tatsächlichen Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:
| Angaben in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Erwarteter Steueraufwand | -639 | -909 |
| Steuerfreie Erträge | 21 | 122 |
| Unterschiede in lokalen Steuersätzen | 131 | 145 |
| Verlustvorträge | -79 | -31 |
| Periodenfremder Steuerertrag (+) bzw. Steueraufwand (-) | -65 | 90 |
| Steuerliche Unterschiede aus Kommanditgesellschaften | -177 | -177 |
| Nicht abziehbare Betriebsausgaben und gewerbesteuerliche Hinzurechnungen | -226 | -251 |
| Steuerbilanzeffekte | 148 | -176 |
| Übrige | -35 | -6 |
| Ertragsteueraufwand | -921 | -1.193 |
Die steuerlichen Unterschiede aus Kommanditgesellschaften beinhalten körperschaftsteuerliche Effekte bei den Personengesellschaften aus den Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die Steuerbilanzeffekte beinhalten Unterschiede zwischen HGB und IFRS und zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie latente Steuereffekte.
In der Position "Kumuliertes übriges Eigenkapital" sind latente Steueraufwendungen in Höhe von -41 T€ (Vorjahr: -81 T€) enthalten.
| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Konzernjahresüberschuss (in T€) | 1.279 | 2.046 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien (in Tausend Stück) | 7.956 | 7.956 |
| Verwässertes/Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) | 0,16 | 0,26 |
Ein Unterschied zwischen verwässertem und unverwässertem Ergebnis je Aktie besteht nicht.
Im Berichtsjahr wurden insgesamt Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 21 T€ in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Im Vorjahr wurden Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von -68 T€ ergebniswirksam erfasst.
Auf Basis ihres internen Berichtswesens hat die Gesellschaft drei Segmente identifiziert, die entsprechend der Dienstleistungsarten, Vertriebswege und Kundenprofile weitgehend eigenständig organisiert und gesteuert werden. Das Planungs- und Beratungssegment wird unter dem Begriff Lila Consult zusammengefasst. Darin enthalten sind die Bereiche Warehouse Excellence (Lagerprozessoptimierung) und Supply Network Excellence (Optimierung der gesamten Lieferkette). Die Umsetzungen von Logistiklösungen, die das Geschäftsmodell komplettieren, erfolgen im Segment Lila Operating. Im Segment Lila Real Estate werden Flächen zur Dienstleistungserstellung angeboten, die Eigentum der Lila Logistik Gruppe sind.
In der Überleitung werden konzerninterner Verflechtungen zwischen Segmenten eliminiert.
Die Müller – Die lila Logistik AG beurteilt die Leistung der Segmente unter anderem anhand des Umsatzes und des Betriebsergebnisses (EBIT). Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von Marktpreisen verrechnet.
Das Segment Lila Consult beinhaltet die Beratung von Unternehmen in Bezug auf Organisationsstrukturen, effizientere Abläufe und Logistik. Lila Consult zielt auf die Optimierung der unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsketten. Es wird ein Full-Service-Portfolio im Consulting angeboten, das von der Konzeptentwicklung bis hin zur Unterstützung bei der operativen Umsetzung reicht.
Im Bereich Lila Operating werden Tätigkeiten zusammengefasst, die unmittelbar mit dem Management von Waren- und Informationsflüssen zusammenhängen. Bei Lila Operating werden operative Logistikdienstleistungen für Logistics Service Center und Transportmanagement angeboten. Das Angebot umfasst Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik.
Das Segment Lila Real Estate umfasst die Nutzung und Vermietung eigener Logistikimmobilien an bestehenden Standorten der Lila Logistik Gruppe. Dabei werden geeignete Immobilien in Produktions- und Standortnähe in- und externen Kunden zur Nutzung ihrer individuellen Produktions- und Dienstleistungsprozesse sowie für differenzierte Lagerungsund Logistikfunktionen angeboten. Die erfolgreiche Entwicklung der Logistikimmobilien, von der Planung über die Vermarktung bis hin zur Durchführung einer individuellen Nutzung der Immobilien, steht im Vordergrund.
Die interne Steuerung und Berichterstattung in der Lila Logistik Gruppe basiert auf der Rechnungslegung nach HGB. Der Erfolg der Segmente wird anhand der Umsatzerlöse und des EBIT nach HGB gemessen. Die Segmentberichterstattung basiert somit auf HGB-Werten, die im Konzern auf IFRS-Werte übergeleitet werden.
Das Segment Lila Consult erfüllt die Größenmerkmale eines berichtspflichtigen Segments derzeit nicht. Die Unternehmensleitung hat jedoch entschieden, den Bereich als Berichtssegment beizubehalten, da er ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells der Lila Logistik Gruppe darstellt und von wesentlicher Bedeutung für die zukünftige Entwicklung der Unternehmensgruppe ist.
Angaben in T€
| Geschäftsjahr 2018 | Lila Consult (HGB) |
Lila Operating (HGB) |
Lila Real Estate (HGB) |
Summe Segmente (HGB) |
Über leitung |
Konzern (IFRS) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatzerlöse | 485 | 132.639 | 2.993 | 136.117 | - | 136.117 |
| Erlöse mit anderen Segmenten | 844 | 158 | 1.884 | 2.886 | - | - |
| Umsatzerlöse, gesamt | 1.329 | 132.797 | 4.877 | 139.003 | - | - |
| Segmentergebnis (EBIT) | -382 | 1.918 | 1.874 | 3.410 | -342 | 3.068 |
Für das Vorjahr ergaben sich folgende Angaben:
Angaben in T€
| Geschäftsjahr 2017 | Lila Consult (HGB) |
Lila Operating (HGB) |
Lila Real Estate (HGB) |
Summe Segmente (HGB) |
Über leitung |
Konzern (IFRS) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatzerlöse | 772 | 139.761 | 1.843 | 142.376 | – | 142.376 |
| Erlöse mit anderen Segmenten | 1.476 | 245 | 2.340 | 4.061 | – | – |
| Umsatzerlöse, gesamt | 2.248 | 140.006 | 4.183 | 146.437 | – | – |
| Segmentergebnis (EBIT) | 113 | 2.669 | 1.453 | 4.235 | -162 | 4.073 |
Die Lila Logistik Gruppe hat mit wichtigen Kunden und Kundengruppen standortbezogene individuelle Verträge über die Erbringung von Dienstleistungen abgeschlossen. Hierbei wurden mit einer Kundengruppe 2018 Umsatzerlöse in Höhe von 22.741 T€ (Vorjahr: 25.472 T€), das sind 16,7 % (Vorjahr: 17,9 %) der Konzernumsatzerlöse, im Segment Lila Operating erzielt. Außerdem wurden mit einer weiteren Kundengruppe 2018 Umsatzerlöse in Höhe von 14.858 T€ (Vorjahr: 15.827 T€), das sind 10,9 % (Vorjahr: 11,1 %) der Konzernumsatzerlöse, ebenfalls im Segment Lila Operating generiert.
Die Überleitung der Summe der Segmentergebnisse (EBIT) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergibt sich wie folgt: In der Zeile "Zentrale Posten/Sonstiges" werden zentral verantwortete Sachverhalte der Konzernzentrale und der Konsolidierung ausgewiesen.
Mit der Beendigung eines Kundenvertrags wurden Pensionsverpflichtungen für aktive und ausgeschiedene Anwärter an den Kunden bzw. dessen Dienstleister im Geschäftsjahr 2018 übertragen. Dieser Sachverhalt betraf das Segment Lila Operating und wurde als zentral verantworteter Sachverhalt ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2017 waren in diesem Bereich Zuschreibungen auf eine Beteiligung an einer Einzelgesellschaft der Müller – Die lila Logistik AG enthalten, die in der Kapitalkonsolidierung eliminiert wird. Dieser Sachverhalt betrifft das Segment Lila Operating.
Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten werden in der Überleitung eliminiert.
| Angaben in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Summe Segmentergebnisse (EBIT nach HGB) | 3.410 | 4.235 |
| Zentrale Posten / Sonstiges | -218 | -145 |
| IFRS-Überleitung | -124 | -17 |
| Konzern-EBIT (nach IFRS) | 3.068 | 4.073 |
| Finanzergebnis | -869 | -834 |
| Konzernergebnis vor Steuern | 2.199 | 3.239 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -920 | -1.193 |
| Konzernjahresüberschuss nach Steuern | 1.279 | 2.046 |
Im Finanzergebnis 2018 sind die Positionen "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" in Höhe von 99 T€ (Vorjahr: 75 T€), "Finanzierungsaufwendungen" in Höhe von -974 T€ (Vorjahr: -913 T€) und "Beteiligungsergebnis" in Höhe von 6 T€ (Vorjahr: 4 T€) enthalten. Weitere Erläuterungen zum Finanzergebnis sind im Punkt C. "Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung", Unterpunkt 7. "Finanzergebnis" dieses Konzern-Anhangs enthalten.
In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind im Geschäftsjahr laufende Steuern in Höhe von -1.262 T€ (Vorjahr: -1.248 T€) sowie ein latenter Steuerertrag in Höhe von 341 T€ enthalten (Vorjahr: 55 T€).
Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Geschäftsjahr 2018 wie folgt:
Angaben in T€
| Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
Geschäfts oder Firmenwerte |
Summe | |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand: 01.01.2018 |
6.633 | 142 | 10.142 | 16.917 |
| Zugänge | 438 | 266 | 0 | 704 |
| Abgänge | 233 | 0 | 0 | 233 |
| Umbuchungen | 142 | -142 | 0 | 0 |
| Währungsänderungen | -1 | 0 | 0 | -1 |
| Stand: 31.12.2018 | 6.979 | 266 | 10.142 | 17.387 |
| Kumulierte Abschreibungen Stand: 01.01.2018 |
5.463 | 0 | 1.598 | 7.061 |
| Abgänge | 233 | 0 | 0 | 233 |
| Abschreibungen und Wertminderungen 2018 |
760 | 0 | 0 | 760 |
| Währungsänderungen | -1 | 0 | 0 | -1 |
| Stand: 31.12.2018 | 5.989 | 0 | 1.598 | 7.587 |
| Buchwerte Stand 31.12.2018 |
990 | 266 | 8.544 | 9.800 |
| Buchwerte Stand 31.12.2017 |
1.170 | 142 | 8.544 | 9.856 |
Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Geschäftsjahr 2017 wie folgt:
Angaben in T€
| Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
Geschäfts oder Firmenwerte |
Summe | |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand: 01.01.2017 |
6.001 | 256 | 10.142 | 16.399 |
| Zugänge | 395 | 142 | 0 | 537 |
| Abgänge | 23 | 0 | 0 | 23 |
| Umbuchungen | 256 | -256 | 0 | 0 |
| Währungsänderungen | 4 | 0 | 0 | 4 |
| Stand: 31.12.2017 | 6.633 | 142 | 10.142 | 16.917 |
| Kumulierte Abschreibungen Stand: 01.01.2017 |
4.764 | 0 | 1.598 | 6.362 |
| Abgänge | 23 | 0 | 0 | 23 |
| Abschreibungen und Wertminderungen 2017 |
718 | 0 | 0 | 718 |
| Währungsänderungen | 4 | 0 | 0 | 4 |
| Stand: 31.12.2017 | 5.463 | 0 | 1.598 | 7.061 |
| Buchwerte Stand 31.12.2017 |
1.170 | 142 | 8.544 | 9.856 |
| Buchwerte Stand 31.12.2016 |
1.237 | 256 | 8.544 | 10.037 |
Die Sachanlagen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2018 wie folgt:
Angaben in T€
| Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
In Erstellung befindliche Anlagen |
Summe | |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand: 01.01.2018 |
47.972 | 23.747 | 699 | 72.418 |
| Zugänge | 1.075 | 2.103 | 1.194 | 4.372 |
| Abgänge | 2.596 | 996 | 0 | 3.592 |
| Umbuchungen | 530 | 5 | -535 | 0 |
| Umbuchungen gemäß IFRS 5 |
-11.391 | -571 | 0 | -11.962 |
| Währungsänderungen | -1 | -174 | -4 | -179 |
| Stand: 31.12.2018 | 35.589 | 24.114 | 1.354 | 61.057 |
| Kumulierte Abschreibungen Stand: 01.01.2018 |
7.012 | 14.406 | 0 | 21.418 |
| Abgänge | 15 | 891 | 0 | 906 |
| Abschreibungen und Wertminderungen 2018 |
1.832 | 2.409 | 0 | 4.241 |
| Wertaufholungen | 33 | 64 | 0 | 97 |
| Umbuchungen gemäß IFRS 5 |
-2.571 | -51 | 0 | -2.622 |
| Währungsänderungen | 0 | -103 | 0 | -103 |
| Stand: 31.12.2018 | 6.225 | 15.706 | 0 | 21.931 |
| Buchwerte Stand 31.12.2018 |
29.364 | 8.408 | 1.354 | 39.126 |
| Buchwerte Stand 31.12.2017 |
40.960 | 9.341 | 699 | 51.000 |
Die Sachanlagen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2017 wie folgt:
Angaben in T€
| Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
In Erstellung befindliche Anlagen |
Summe | |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand: 01.01.2017 |
32.476 | 22.592 | 6.942 | 62.010 |
| Zugänge | 9.101 | 1.075 | 581 | 10.757 |
| Abgänge | 0 | 690 | 0 | 690 |
| Umbuchungen | 6.394 | 438 | -6.832 | 0 |
| Währungsänderungen | 1 | 332 | 7 | 340 |
| Stand: 31.12.2017 | 47.972 | 23.747 | 698 | 72.417 |
| Kumulierte Abschreibungen Stand: 01.01.2017 |
5.424 | 12.443 | 0 | 17.867 |
| Abgänge | 0 | 617 | 0 | 617 |
| Abschreibungen und Wertminderungen 2017 |
1.588 | 2.434 | 0 | 4.022 |
| Währungsänderungen | 0 | 146 | 0 | 146 |
| Stand: 31.12.2017 | 7.012 | 14.406 | 0 | 21.418 |
| Buchwerte Stand 31.12.2017 |
40.961 | 9.341 | 698 | 51.000 |
| Buchwerte Stand 31.12.2016 |
27.053 | 10.149 | 6.942 | 44.144 |
Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen beträgt 40.383 T€ (Vorjahr: 52.311 T€). Die Reduzierung ist im Wesentlichen durch eine Umgliederung der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte in Höhe von 11.962 T€ in einer gesonderten Position der kurzfristigen Vermögenswerte begründet. Beteiligungen sind in den langfristigen finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 48 T€ (Vorjahr: 72 T€) enthalten. Die Differenz erklärt sich durch Liquidation der nicht konsolidierten Müller – Die lila Logistik Slovakia s. r. o.
Die lila Logistik Gruppe verfügt über Grundstücke und Logistikimmobilien in Besigheim, Bünde, Gliwice (Polen) und Wemding. Die Abschreibung der Logistikimmobilien erfolgt im Komponentenansatz. Dabei werden Gebäude, Dach und Außenanlagen unterschiedlich entsprechend ihrer geschätzten Nutzungsdauern linear abgeschrieben. Als Besicherung für die darlehensgebenden Banken wurden Grundschulden in Vorjahreshöhe von 32.200 T€ begeben; der gewichtete Finanzierungskostensatz der mit Grundschulden besicherten Darlehen liegt wie im Vorjahr: bei rund 1,6 %.
Im Geschäftsjahr 2018 wurde in eine zukunftsorientierte Infrastruktur am Stammsitz Besigheim investiert. Darin inbegriffen sind insbesondere Investitionen in eine Hoferweiterung mit Leichtbauhalle (Terminal 3), Investitionen in den Umbau einer Regalanlage und in Sprinkleranlagen, Investitionen in den Umbau einer Logistikimmobilie ("Terminal 4"), Investitionen für die Einrichtung des Kunden-, Mitarbeiter- und Innovationszentrums ("KMI") in Besigheim sowie IT-Investitionen.
Das Sachanlagevermögen enthielt "In Erstellung befindliche Anlagen" in Höhe von 1.354 T€ (Vorjahr: 698 T€). Durch verschiedene Infrastruktur- und Standortinvestitionen, u. a. der Einrichtung des Kunden-, Mitarbeiter- und Innovationszentrums, erhöhte sich diese Position entsprechend.
Im Geschäftsjahr 2018 wurden keine Fremdkapitalzinsen aktiviert. Im Vorjahr wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von -50 T€ aktiviert.
Die im Sachanlagevermögen ausgewiesenen Anlagen und Grundstücke der Logistikimmobilien stehen in unmittelbaren Zusammenhang mit Umsätzen aus verschiedenen Logistikdienstleistungen. Der Buchwert der im Konzernbesitz befindlichen Grundstücke und Gebäude (ohne die in Erstellung befindlichen Anlagen) beträgt 29.364 T€ (Vorjahr: 40.960 T€). Diese Position reduzierte sich im Wesentlichen durch die Umgliederung der zum Verkauf stehenden Logistikimmobilien in die Position "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" in Höhe von insgesamt 11.962 T€. Weitere Einzelheiten gehen aus dem Punkt 9 "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" hervor.
Beim Impairment Test wurden die erwarteten Cashflows der Geschäftsbereiche aus der Unternehmensplanung abgeleitet, die einen Zeitraum von drei Jahren umfasst. Für die sich daran anschließenden Zeiträume wird das geplante Wachstum – mit Ausnahme der unten erwähnten Tochtergesellschaft – mit einer Wachstumsrate von 1,5 % im Diskontierungszinssatz berücksichtigt. Der Planung liegen insbesondere Annahmen hinsichtlich makroökonomischer Basisdaten und Erfahrungswerte bezüglich der Entwicklung von Verkaufspreisen, Personalkosten und Inflationsraten zu Grunde. Die Cashflows für die Zahlungsmittel generierenden Einheiten wurden wie im Vorjahr mit Zinssätzen von rund 6,1 % abgezinst. Im Geschäftsjahr 2018 ergaben sich wie im Vorjahr bei der Durchführung der Impairment Tests keine Wertminderungsaufwendungen.
Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse für zahlungsmittelgenerierende Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, wurde jeweils separat eine Minderung der zukünftigen Cashflows um 10 %, eine Erhöhung der gewichteten Kapitalkosten um 10 % oder eine Minderung der langfristigen Wachstumsrate um einen Prozentpunkt angenommen. Auf dieser Grundlage kam die Lila Logistik Gruppe zu dem Ergebnis, dass sich jeweils für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten kein Wertminderungsbedarf durch die einzelnen Effekte ergibt.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte verteilen sich auf folgende Zahlungsmittel generierende Einheiten:
| Angaben in T€ | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG | 4.500 | 4.500 |
| Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH | 4.044 | 4.044 |
| Gesamt | 8.544 | 8.544 |
Die o. g. Unternehmen sind im Wesentlichen im Segment Lila Operating tätig.
Beim Kauf eines Tochterunternehmens entstand 2013 ein immaterieller Vermögenswert auf den Auftragsbestand in Höhe von 938 T€, der entsprechend der Laufzeit des Kundenvertrags abgeschrieben wird. Der Buchwert des immateriellen Vermögenswertes auf die Kundenbeziehung betrug 167 T€ zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 (Vorjahr: 233 T€).
Die aktiven und passiven latenten Steuern wurden in den Konzernbilanzen zum 31. Dezember 2018 und 2017 wie folgt ausgewiesen:
| Angaben in T€ | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | 1.087 | 1.219 |
| Passive latente Steuern | 917 | 1.200 |
| Latente Steuern, saldiert | -170 | -19 |
Die unsaldierten aktiven und passiven latenten Steuern der Einzelabschlüsse setzen sich wie folgt zusammen:
| ZUSAMMENSETZUNG DER LATENTEN STEUERN | ||
|---|---|---|
| Angaben in T€ | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
| Aktive latente Steuern | ||
| Steuerliche Verlustvorträge | 203 | 104 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 359 | 76 |
| Sonstige Rückstellungen | 4 | 2 |
| Pensionsrückstellungen | 1.288 | 1.628 |
| Sonstige Vermögenswerte | 19 | 37 |
| Aktive latente Steuern, gesamt | 1.873 | 1.847 |
| Passive latente Steuern | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 53 | 74 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 588 | 645 |
| Sachanlagevermögen | 29 | 1.099 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 905 | – |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 119 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 9 | 10 |
| Passive latente Steuern | 1.703 | 1.828 |
| Latente Steuern, saldiert | -170 | -19 |
Für Körperschaftsteuerzwecke können Verluste in Deutschland bis zu einem Betrag von 1 Mio. Euro zurückgetragen und unbefristet sowie betragsmäßig unbegrenzt vorgetragen werden. Für Gewerbesteuerzwecke können Verluste unbefristet vorgetragen werden.
Am 31. Dezember 2018 verfügten die Müller – Die lila Logistik AG und ihre Tochtergesellschaften über steuerliche Verlustvorträge für Gewerbesteuerzwecke in Höhe von 6.217 T€ (Vorjahr: 6.888 T€) und Körperschaftssteuerzwecke in Höhe von 314 T€ (Vorjahr: 0 T€), die unbefristet vorgetragen werden können.
Verlustvorträge, auf die keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden, bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 5.860 T€ (Vorjahr: 6.041 T€) für Gewerbesteuer und sind unbegrenzt vortragsfähig.
Auf temporäre Unterschiedsbeträge aus Anteilen an Tochterunternehmen wurden keine latenten Steuerschulden bilanziert, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 12.295 T€ (Vorjahr: 14.952 T€) sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Darin enthalten sind Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt 245 T€ (Vorjahr: 65 T€). Darin enthalten sind Einzelwertberichtigungen in Höhe von 230 T€. Der Anstieg im Geschäftsjahr entstand im Wesentlichen durch wertberichtigte Forderungen auf Grund der entsprechenden Altersstruktur der Forderungen verschiedener Konzerngesellschaften.
Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen, ebenso werden Forderungen ausgebucht, wenn die Fälligkeit um einen gewissen Zeitraum überschritten wurde und es nicht wahrscheinlich erscheint, die vertraglich vereinbarte Zahlung zu erhalten. Die Einzelwertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
| Angaben in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Stand 1.1. | 65 | 122 |
| Inanspruchnahme | -42 | -6 |
| Auflösung | 0 | -110 |
| Zuführung | 207 | 59 |
| Stand 31.12. | 230 | 65 |
Des Weiteren wurden Wertberichtigungen für "expected losses" in Höhe von 15 T€ entsprechend dem neuen Ansatz nach IFRS 9 gebildet.
Alle Aufwendungen und Erträge aus Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen.
Die Altersstruktur der überfälligen Forderungen, welche nicht einzelwertberichtigt sind, stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
| Angaben in T€ | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Seit 1 bis 30 Tagen fällig | 478 | 682 |
| Seit 31 bis 60 Tagen fällig | 34 | 78 |
| Seit 61 bis 90 Tagen fällig | 10 | 26 |
| Seit mehr als 90 Tagen fällig | 50 | – |
Für den Bestand der fälligen, nicht wertgeminderten Forderungen wurden zum Abschlussstichtag keine Anzeichen dafür identifiziert, die darauf schließen lassen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die zum Stichtag 31. Dezember 2018 offenen Forderungen wurden im Wesentlichen fristgerecht bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses ausgeglichen.
Seit dem Geschäftsjahr 2008 wurden für verschiedene Gesellschaften der Lila Logistik Gruppe Factoring-Verträge abgeschlossen. Die Müller – Die lila Logistik AG prüft die Factoring-Vertragsverhältnisse regelmäßig und schließt bei Bedarf neue Factoring-Verträge für die Tochtergesellschaften. Gründe für das Factoring sind zum einen, den im Laufe der Zeit deutlich gestiegenen Forderungsgesamtbestand zu reduzieren, und zum anderen, die generellen Vorteile von Factoring in Anspruch zu nehmen. Zum Bilanzstichtag belief sich die Summe der verkauften offenen Posten auf 15.727 T€ (Vorjahr: 14.115 T€). Durch die Inanspruchnahme eines echten Factoring erfolgt eine vollständige Ausbuchung der
Forderungen aus dem Forderungsbestand. Verpflichtungen außer dem Einstehen für das Veritätsrisiko und die Weiterleitung der eingehenden Cashflows bestehen nicht.
Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.
Bei Zahlungsmitteln in der Berichtswährung entspricht der ausgewiesene Wert dem Nominalwert. Die Ermittlung des umgerechneten Nominalwerts für Fremdwährungsbestände wird durch Umrechnung mit dem Stichtagskurs vorgenommen. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich wie folgt zusammen:
| Angaben in T€ | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 11 | 13 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 4.046 | 7.072 |
| Gesamt | 4.057 | 7.085 |
Die Gründe für die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung werden alle Zahlungsmitteläquivalente mit einer ursprünglichen Laufzeit bis zu drei Monaten als liquide Mittel ausgewiesen.
Die Steuererstattungsansprüche zum 31. Dezember 2018 betragen 782 T€ (Vorjahr: 546 T€) und betreffen kurzfristige Erstattungsansprüche der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus dem laufenden Jahr und aus Vorjahren.
Die Vorräte in Form von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen betragen zum Bilanzstichtag 33 T€ (Vorjahr: 37 T€).
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte zum Bilanzstichtag betragen 3.103 T€ (Vorjahr: 2.922 T€).
Darin enthalten sind finanzielle sonstige kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 1.904 T€ (Vorjahr: 1.776 T€). Diese betreffen im Wesentlichen das Factoring-Verrechnungskonto sowie das Factoring-Sperrguthabenkonto in Höhe von 1.750 T€ (Vorjahr: 1.555 T€).
Die nicht finanziellen sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte betragen 1.199 T€ (Vorjahr: 1.146 T€). Diese betreffen im Wesentlichen Rechnungsabgrenzungen in Höhe von 747 T€ (Vorjahr: 825 T€) sowie Vorsteuerüberhänge in Höhe von 452 T€ (Vorjahr: 321 T€).
Die Position "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" mit einem Betrag von 11.962 T€ wurde auf Grund der Umgliederung der zum Verkauf stehenden Immobilien in die Bilanz aufgenommen. Weitere Einzelheiten zum Immobilienverkauf gehen aus dem Punkt G.9. "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" hervor.
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Darlehen zum 31. Dezember 2018 (Vorjahresangabe in Klammern):
| beizulegender Zeitwert |
||
|---|---|---|
| Angaben in T€ | Buchwert | (Level 2) |
| 26.619 | 26.322 | |
| Darlehen | (29.311) | (29.165) |
Bei allen übrigen Finanzinstrumenten entspricht der beizulegende Zeitwert im Wesentlichen dem Buchwert. Für weitere Details verweisen wir auf die Ausführungen in Kapitel B.9. "Finanzinstrumente".
Das voll eingezahlte Grundkapital der Müller – Die lila Logistik AG beträgt unverändert zu den Vorjahren 7.956 T€. Die Aktien lauten auf den Inhaber und sind in 7.955.750 Aktien mit Nennwert von je 1 € eingeteilt.
Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zu den Vorjahren 9.666 T€.
Die Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2018 betragen 17.638 T€ (Vorjahr: 18.347 T€). Die Veränderung ergibt sich aus dem Konzernjahresüberschuss in Höhe von 1.279 T€ (Vorjahr: 2.046 T€) abzüglich der Dividendenzahlung in Höhe von -1.989 T€ (Vorjahr: -2.387 T€).
Die Hauptversammlung vom 16. Juni 2015 hat die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals beschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 15. Juni 2020 in Höhe von bis zu 3.978 T€ durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach zu erhöhen.
Nach dem Aktiengesetz ist der zur Ausschüttung an die Gesellschafter verfügbare Dividendenbetrag vom ausschüttungsfähigen Eigenkapital des Unternehmens abhängig, wie es im Jahresabschluss der Muttergesellschaft entsprechend dem deutschen Handelsgesetzbuch ausgewiesen wird. Dividenden können nur in der Höhe des Bilanzgewinns ausgeschüttet werden. Diese Beträge weichen vom IFRS-Konzernabschluss ab. Zum 31. Dezember 2018 beträgt der Bilanzgewinn der Müller – Die lila Logistik AG 11.442 T€ (Vorjahr: 11.655 T€).
Vorstand und Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG beabsichtigen der Hauptversammlung am 27. Mai 2019 vorzuschlagen, von dem Bilanzgewinn der Muttergesellschaft eine Dividende von 0,30 € (Vorjahr: 0,25 €) je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Des Weiteren beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung 2019 vorzuschlagen, eine Sonderdividende von 0,70 € je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Das kumulierte übrige Eigenkapital besteht aus Differenzen aus der Währungsumrechnung, der Neubewertung leistungsorientierter Pensionsverpflichtungen sowie darauf entfallender latenter Steuern.
Folgende Darstellung zeigt die Veränderung der Position "Kumuliertes übriges Eigenkapital":
Angaben in T€
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Versicherungsmathematische Gewinne (+) /Verluste (-) | -3.399 | -3.532 | +133 |
| Rückübertragung Pensionsverpflichtungen | 513 | – | +513 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | -1.561 | -1.420 | -141 |
| Latente Steuern | 913 | 953 | -40 |
| Gesamt | -3.535 | -3.999 | +464 |
Die Minderheitenanteile betreffen die Lila IO GmbH, an der die Müller – Die lila Logistik AG zu 51 % beteiligt ist.
Die Gesamtergebnisdarstellung beinhaltet das Konzernergebnis und die Veränderung des kumulierten sonstigen Ergebnisses.
Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist aus der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich.
In der Lila Logistik Gruppe gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Versorgungssysteme. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen beschränkt sich die Verpflichtung der jeweiligen Unternehmen darauf, die jeweils vereinbarten Beträge an externe Versorgungsträger zu entrichten. Bei den leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung gegenüber berechtigten aktiven und früheren Mitarbeitern sowie deren Hinterbliebenen, die zugesagten Leistungen zu erfüllen. Der Buchwert der Pensionsrückstellungen beträgt zum Bilanzstichtag 4.080 T€ (Vorjahr: 5.708 T€).
Den amtierenden Vorstandsmitgliedern und einem ehemaligen Vorstandsmitglied der Muttergesellschaft sowie einem ehemaligen Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft sind Pensionszusagen erteilt worden. Die Höhe der Pensionen ist vertraglich geregelt und kann sich mit der Dauer der Zugehörigkeit zur Gesellschaft erhöhen. Obwohl nach deutschem Recht keine Verpflichtung besteht, diese Zusagen durch getrennte Vermögenswerte abzusichern, sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen worden. Der Aktivwert der Versicherungen ist als Plan Asset qualifiziert und mit der Rückstellung saldiert. Des Weiteren sind Mitarbeitern Pensionszusagen erteilt worden, deren Höhe in einer Rentenordnung geregelt ist und die sich mit Dauer der Betriebszugehörigkeit erhöhen.
Die Rückstellungen für Pensionen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt, und zwar unter Berücksichtigung der künftigen vorhersehbaren Entwicklungen. Die Bewertung beruht auf versicherungsmathematischen Annahmen. Im Juli 2018 wurden neue biometrische Rechnungsgrundlagen, die HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G von Klaus Heubeck, veröffentlicht, die im Rahmen der Bewertung von Pensionsverpflichtungen bei der Berechnung der steuerlichen Pensionsrückstellungen und der handelsbilanziellen Erfüllungsbeträge als biometrische Berechnungsgrundlage erstmals im Geschäftsjahr 2018 zugrunde gelegt wurden. Mit den neuen Richttafeln werden unter anderem Veränderungen bei der Lebenserwartung und bei den Invalidisierungswahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Der Ergebniseffekt aus den geänderten biometrischen Annahmen ist in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen.
Neben der Lebenserwartung, die sich im Inland aus den HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G ergibt, wurden in den versicherungsmathematischen Berechnungen folgende Ansätze gewählt:
| Angaben in % | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Diskontierungszinssatz | 2,0 | 1,90 |
| Fluktuationsrate | 0,0 und 1,0 | 0,0 und 1,0 |
| Rententrend | 1,0 bis 2,0 | 1,0 bis 2,0 |
| Verzinsung des Planvermögens | 2,0 | 1,9 |
| Erwartete Gehaltssteigerung | 0,0 | 0,0 |
Die erwartete Gehaltssteigerung wurde in den versicherungsmathematischen Berechnungen mit "0" ausgewiesen, da die Verträge nicht an Gehaltssteigerungen gekoppelt sind. Hinsichtlich der Gehaltssteigerungen kommt daher das Gesetz über die betriebliche Altersvorsorge nicht zum Tragen.
Der Nettoaufwand für die Pensionsaufwendungen gliedert sich wie folgt:
| Angaben in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Periodischer Dienstzeitaufwand | 213 | 270 |
| Nettozinsaufwand (=Saldo aus Aufzinsungsaufwand und Zinsertrag) | 78 | 101 |
| Nettoaufwand | 291 | 371 |
Der periodische Dienstzeitaufwand wurde im Personalaufwand verbucht. Der Zinsaufwand und die erwartete Rendite aus dem Planvermögen wurden in den Finanzierungsaufwendungen erfasst.
| Angaben in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen | 8.644 | 10.103 |
| Wert des Planvermögens | -4.564 | -4.395 |
| Anwartschaftsbarwert nach Abzug des Fondsvermögens | 4.080 | 5.708 |
| Bilanzierte Nettoverpflichtung der Pensionspläne | 4.080 | 5.708 |
Der Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen hat sich wie folgt entwickelt:
| Angaben in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert zum 1.1. | 8.633 | 10.105 |
| Periodischer Dienstzeitaufwand | 213 | 270 |
| Zinsaufwand | 162 | 175 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) | -175 | -262 |
| Rentenzahlungen | -189 | -185 |
| Anwartschaftsbarwert zum 31.12. | 8.644 | 10.103 |
Die Abweichung zwischen dem Stand vom 31. Dezember 2017 zum Stand vom 1. Januar 2018 beruht auf der Rückübertragung von Pensionsverpflichtungen an einen Kunden bzw. dessen Dienstleister.
Die versicherungsmathematischen Gewinne des Berichtsjahrs bzw. Verluste des Vorjahres resultieren aus der Änderung des Zinsniveaus.
Der Wert des Planvermögens hat sich wie folgt entwickelt:
| Angaben in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Planvermögen zum 1.1. | 4.395 | 4.191 |
| Zinsertrag | 85 | 74 |
| Einzahlungen durch den Arbeitgeber | 177 | 173 |
| Neubewertung | -42 | 8 |
| Auszahlungen | -51 | -51 |
| Wert des Planvermögens zum 31.12. | 4.564 | 4.395 |
Der Marktwert eines Treuhandvertrags (im o. g. Planvermögen enthalten; bestehend aus Treuhandvermögen), der im Wege eines Contractual Trust Arrangement (CTA) mit dem Pencuro Treuhand e. V., München, gesichert wurde, beläuft sich zum 31. Dezember 2018 auf 1.853 T€ (Bilanzstichtag 31. Dezember 2017: 1.875 T€).
Die Rückdeckungsversicherungen sind an die Versorgungsberechtigten verpfändet. Für das Geschäftsjahr 2019 beläuft sich die bestmögliche Schätzung der Beträge, die erwartungsgemäß in den Plan eingezahlt werden, auf 176 T€ (Vorjahresschätzung: 173 T€).
Des Weiteren besteht für ein Mitglied des Vorstands eine beitragsorientierte Zusage über eine rückgedeckte Unterstützungskasse. Die Beiträge für 2018 belaufen sich auf -6 T€ (Vorjahr: -6 T€).
Zahlungen für beitragsorientierte Zusagen sowie Beiträge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen werden als Aufwand der Periode erfasst. Im Geschäftsjahr 2018 wurden dafür -4.271 T€ (Vorjahr: -4.389 T€) geleistet.
Die Änderungen des Rechnungszinses und des Rententrends haben Einfluss auf die Pensionsverpflichtungen. Die unten angegebenen Sensitivitäten wurden so ermittelt, dass die aufgeführte Annahme entsprechend geändert wurde und alle übrigen Annahmen nicht verändert worden sind. Tatsächlich könnten sich mehrere Annahmen gleichzeitig ändern oder die Änderung einer Annahme könnte die Änderung weiterer Parameter zur Folge haben.
| Angaben in T€ | 31. Dezember 2018 |
|---|---|
| Pensionsverpflichtung zum Bilanzstichtag | 8.644 |
| Reduzierung des Zinssatzes um 0,5 % | 9.492 |
| Erhöhung des Zinssatzes um 0,5 % | 7.900 |
| Reduzierung des Rententrends um 0,5 % | 8.336 |
| Erhöhung des Rententrends um 0,5 % | 8.980 |
Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
| RÜCKSTELLUNGEN | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ | Stand 01.01.2018 |
Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Stand 31.12.2018 |
| Langfristige Rückstellungen | 326 | 61 | 55 | 60 | 270 |
| Schadensrückstellungen | 770 | 203 | 305 | 549 | 811 |
| Personalrückstellungen | 1.145 | 728 | 384 | 973 | 1.006 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 1.915 | 931 | 689 | 1.522 | 1.817 |
| Rückstellungen, gesamt | 2.241 | 992 | 744 | 1.582 | 2.087 |
In den langfristigen Rückstellungen sind Beträge aus Altersteilzeit und Archivierungsrückstellungen enthalten. Bei der Bewertung der langfristigen Rückstellungen wurde die bestmögliche Schätzung der Ausgaben, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind, zu Grunde gelegt. Preissteigerungen, die bis zum Erfüllungszeitpunkt erwartet werden, fließen in die Bewertung ein.
Die kurzfristigen Rückstellungen enthalten Schadens- und Personalrückstellungen, wobei Schadensrückstellungen inkl. der damit zusammenhängenden Aufwendungen in Höhe der geschätzten Zahlungen gebildet sind.
Die Steuerschulden zum 31. Dezember 2018 betragen 335 T€ (Vorjahr: 680 T€) und betreffen kurzfristige Ertragsteuerschulden aus dem laufenden Jahr und aus Vorjahren.
Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen "Sonstige Schulden" im Bereich der kurzfristigen Schulden in Höhe von 7.875 T€ (Vorjahr: 8.239 T€) setzen sich wie folgt zusammen:
| Angaben in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Personalbezogene Verbindlichkeiten | 2.661 | 3.031 |
| Verbindlichkeiten aus offenen Rechnungen | 4.196 | 3.873 |
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 1.018 | 1.335 |
| Gesamt | 7.875 | 8.239 |
| davon finanzielle sonstige kurzfristige Schulden | 6.564 | 6.420 |
| davon nichtfinanzielle sonstige kurzfristige Schulden | 1.311 | 1.819 |
Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen "Sonstige Schulden" im Bereich der langfristigen Schulden in Höhe von 304 T€ (Vorjahr: 36 T€) bestehen aus langfristigen Abgrenzungen 226 T€ (Vorjahr: 36 T€) und Zinsderivaten mit negativen Fair-Values in Höhe von 78 T€ enthalten.
Durch den Verkauf von Logistikimmobilien wird voraussichtlich ein mit diesen Immobilien im Zusammenhang stehendes kurzfristiges Darlehen über 320 T€ abgelöst.
Im Jahr 2017 ging der Lila Logistik Gruppe ein Schreiben eines Kunden mit Forderungen im sechsstelligen Bereich zu. Gegen diese Forderungen hat die Unternehmensgruppe stichhaltige Einwendungen. Da der zu Grunde liegende Sachverhalt nicht von der Lila Logistik Gruppe verursacht wurde und zudem Versicherungs- und darüber hinaus Regressansprüche vorliegen, wird die Wahrscheinlichkeit einer finanziellen Belastung für die Unternehmensgruppe weiterhin als gering erachtet.
Darüber hinaus lagen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 wie im Vorjahr keine weiteren Eventualschulden vor.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gliedern sich nach Fälligkeit wie folgt:
| Angaben in T€ | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Bis 1 Jahr | 4.335 | 4.547 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 10.334 | 11.962 |
| Über 5 Jahre | 11.950 | 12.802 |
| Gesamt | 26.619 | 29.311 |
Die kurzfristigen Darlehen und der kurzfristige Anteil an langfristigen Darlehen (bis 1 Jahr) werden in der Konzern-Bilanz zum Bilanzstichtag 31.12.2018 durch Umgruppierung von Verbindlichkeiten in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten in Höhe 320 T€ geringer ausgewiesen als in der oben aufgeführten Tabelle aufgezeigt.
Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen Grundschulden in unveränderter Höhe zum Vorjahr von 32.200 T€ sowie Sicherungsübereignungen in Höhe von 567 T€ (Vorjahr: 942 T€).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen stichtagsbedingt mit 7.686 T€ leicht unter dem Niveau des Vorjahres von 7.847 T€. Diese haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Die Lila Logistik Gruppe ist als Leasingnehmer und Leasinggeber tätig. Als Leasingnehmer mietet die Unternehmensgruppe Büro- und Lager-/Logistikflächen, Transportmittel inkl. Flurförderzeuge sowie Geschäftsausstattung im Rahmen von kündbaren sowie auf bestimmte Zeit abgeschlossenen Leasingverträgen. Bei einzelnen Mietverhältnissen bestehen Mietverlängerungsoptionen. Der gesamte Leasingaufwand im Jahr 2018 belief sich auf -15.342 T€ (Vorjahr: -15.669 T€) und war leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Die Lila Logistik Gruppe hat als Mietsicherheiten selbstschuldnerische Bankbürgschaften in Höhe von 2.529 T€ (Vorjahr: 2.426 T€) hinterlegt. In der Lila Logistik Gruppe liegen wie im Vorjahr keine Finanzierungsleasing-Verträge vor.
Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus auf bestimmte Zeit abgeschlossenen Operate Lease-Verträgen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:
| Angaben in T€ | Mindestzahlungen Operate Lease |
|---|---|
| 2019 | -14.090 |
| 2020 | -7.306 |
| 2021 | -5.480 |
| 2022 | -3.477 |
| 2023 | -2.858 |
| Später | -2.945 |
| Mindestzahlungen, gesamt | -36.156 |
Die Vorjahreswerte stellten sich wie folgt dar:
| GESCHÄFTSJAHR 2017 Angaben in T€ |
Mindestzahlungen Operate Lease |
|---|---|
| 2018 | -13.185 |
| 2019 | -10.123 |
| 2020 | -5.316 |
| 2021 | -3.808 |
| 2022 | -2.179 |
| Später | -7.374 |
| Mindestzahlungen, gesamt | -41.985 |
Die oben dargestellten Mindestzahlungen sind im Vergleich zum Vorjahr geringer, da für ein bestehendes Immobilienmietverhältnis im Jahr 2018 ein Sonderkündigungsrecht vereinbart wurde.
Als Leasinggeber vermietet die Unternehmensgruppe Büro- und Lager-/Logistikflächen im Rahmen von kündbaren sowie auf bestimmte Zeit abgeschlossenen Leasingverträgen im Segment Lila Real Estate. Der gesamte Leasingertrag im Jahr 2018 belief sich auf 2.993 T€ und lag auf Grund von weiteren ganzjährigen Mietverhältnissen über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 1.843 T€).
Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus den über diese Objekte abgeschlossenen Leasingverträgen von Konzernfremden stellen sich zum 31. Dezember 2018 nach Laufzeitbändern wie folgt dar:
| GESCHÄFTSJAHR 2018 Angaben in T€ |
Mindestzahlungen |
|---|---|
| Bis 1 Jahr | 2.730 |
| Über 1 bis 5 Jahre | 10.040 |
| Über 5 Jahre | 2.565 |
| Mindestzahlungen, gesamt | 15.335 |
Die Vorjahreswerte stellen sich wie folgt dar:
| GESCHÄFTSJAHR 2017 Angaben in T€ |
Mindestzahlungen |
|---|---|
| Bis 1 Jahr | 1.571 |
| Über 1 bis 5 Jahre | 6.535 |
| Über 5 Jahre | 4.256 |
| Mindestzahlungen, gesamt | 12.362 |
Zielsetzung des finanziellen Risikomanagements ist die Vermeidung einer Risikokonzentration. Zu weiteren Angaben hinsichtlich des Risikomanagements des Konzerns wird auf den Risiko- und Chancenbericht im Konzernlagebericht verwiesen.
Die Lila Logistik Gruppe unterliegt mit ihren finanziellen Aktivitäten den folgenden Risiken, deren Steuerung und Überwachung durch ein schriftlich fixiertes und systematisches Risikomanagementsystem erfolgt:
Forderungsrisiken bezeichnen jenen finanziellen Verlust, der entsteht, wenn Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Den Ausfallrisiken von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch entsprechende Prüfung der Bonität (im Wesentlichen anhand externer Datenbanken) der Vertragspartner und durch laufende Überwachung der Außenstände begegnet. Zur Optimierung des Forderungsmanagements sowie zur Reduzierung von Ausfallrisiken wird ein "echtes" Factoring durchgeführt. Darüber hinaus wird Ausfallrisiken durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz ausgewiesenen Vermögenswerte wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor.
Um Forderungsrisiken aus Finanzierungsaktivitäten im Finanzierungsbereich zu begegnen, werden Geschäftsbeziehungen zu verschiedenen regionalen und überregionalen Kreditinstituten unterhalten. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten werden ebenfalls nur mit angesehenen Finanzinstituten abgeschlossen. Diese dienen der Absicherung von Zinsänderungsrisiken.
Risikokonzentrationen ergeben sich hinsichtlich der Kundenstruktur dahingehend, dass 48,9 % der Umsatzerlöse mit fünf Großkunden erzielt werden (Vorjahr: 47,8 %). 37,7 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen auf diese fünf Kunden (Vorjahr: 41,7 %).
Des Weiteren verweisen wir auf den Punkt E.3. "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" dieses Konzernanhangs.
Unter Liquiditätsrisiken sind die Risiken zu verstehen, dass ein Unternehmen Schwierigkeiten bei der Erfüllung seiner sich aus den finanziellen Verbindlichkeiten ergebenden Verpflichtungen hat.
Zu den zentralen Aufgaben der Müller – Die lila Logistik AG zählen die Sicherung der finanziellen Versorgung der Unternehmensgruppe und die Optimierung der Konzernfinanzierung. Eine ausreichende Liquiditätsversorgung der Tochtergesellschaften erfolgt durch interne Darlehen und Betriebsmittellinien. Zur Optimierung der Rentabilität dient ein mit der Hausbank vereinbartes Zinspooling der Müller – Die lila Logistik AG mit der größten inländischen Tochtergesellschaft. Weiterhin dient auch das Factoring als Basis der Working Capital-Finanzierung zur Verbesserung und Sicherung der Liquidität. Flankierend stehen Kreditlinien zur Verfügung, die rollierend prolongiert werden.
Zur Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen benötigt die Lila Logistik Gruppe ausreichend liquide Mittel. Die Sicherung der Liquidität wird permanent überwacht. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität sicher-
zustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten denominieren in Euro und polnischen Zloty.
Am 31. Dezember 2018 verfügte die Lila Logistik Gruppe über Rahmenkreditlinien in Vorjahreshöhe von 8.000 T€, die als Kontokorrent- und/oder Geldmarktkredit ausnutzbar sind. Des Weiteren verfügte die Lila Logistik Gruppe über einen Gesamtrahmen aller Avalkredite (ohne alternativ nutzbare Kontokorrent-/Avalkreditlinien) in Vorjahreshöhe von 5.000 T€. Zum Bilanzstichtag wurde die Rahmenkreditlinie weder für Kontokorrent- noch für Geldmarktkredite in Anspruch genommen. Die Inanspruchnahme über Avale valutierte zum 31. Dezember 2018 mit 4.336 T€ (Vorjahr: 4.033 T€).
Die aufgeführten Kreditlinien stehen der Lila Logistik Gruppe bis auf weiteres zur Verfügung bzw. werden regelmäßig prolongiert.
Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die zukünftigen undiskontierten Cashflows für Zinsen und Tilgung der bestehenden Bankverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten per 31. Dezember 2018 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen.
| Angaben in T€ | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | Später | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zins | 425 | 331 | 272 | 225 | 185 | 841 | 2.279 |
| Tilgung | 4.335 | 3.345 | 2.669 | 2.368 | 1.952 | 11.950 | 26.619 |
| Zahlungsverpflichtungen an Kreditinstitute |
4.760 | 3.676 | 2.941 | 2.593 | 2.137 | 12.791 | 28.898 |
Für das Vorjahr ergaben sich folgende Angaben:
| Angaben in T€ | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | Später | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zins | 486 | 391 | 299 | 244 | 200 | 965 | 2.585 |
| Tilgung | 4.546 | 4.165 | 3.160 | 2.469 | 2.169 | 12.802 | 29.311 |
| Zahlungsverpflichtungen an Kreditinstitute |
5.032 | 4.556 | 3.459 | 2.713 | 2.369 | 13.767 | 31.896 |
Auf Grund des aktuellen Marktzinsniveaus bestehen wie im Vorjahr nur geringe Zahlungsverpflichtungen für Zinsen aus bestehenden Derivaten gegenüber Kreditinstituten. Sie sind für die Liquiditätssituation des Konzerns von untergeordneter Bedeutung.
Marktrisiken sind die Risiken, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments auf Grund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Lila Logistik unterscheidet drei Marktrisiken: a) Wechselkursrisiken, b) Zinsrisiken und c) sonstige Preisrisiken.
Unter Wechselkursrisiken sind Risiken zu verstehen, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments auf Grund von Wechselkursänderungen schwanken.
Bedingt durch die Investitionen und Geschäftstätigkeiten außerhalb des Euro-Währungsraumes werden durch die Lila Logistik Gruppe Fremdwährungstransaktionen durchgeführt. Diese betreffen vor allem Wareneinkäufe und -verkäufe sowie Dienstleistungen. Wechselkursschwankungen ohne entsprechende Sicherungsmaßnahmen können somit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe haben.
Die möglichen Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe verdeutlicht eine Sensitivitätsanalyse.
Wenn der Wechselkurs des polnischen Zloty im Vergleich zum Euro im Geschäftsjahr 2018 um eine durchschnittliche Toleranzgrenze von 10,0 % höher (niedriger) gewesen wäre, wären das Konzernergebnis und das Konzerneigenkapital um 71 T€ (Vorjahr: 83 T€) geringer (höher) gewesen.
Zinsrisiken entstehen im Wesentlichen durch marktbedingte Änderungen der Zinssätze und durch Änderungen der Bonität im Fall der Kreditinanspruchnahme.
Diesen Zinsänderungsrisiken wird durch entsprechende Festzinsvereinbarungen begegnet. Darüber hinaus werden zur Risikobegrenzung Zinsswaps eingesetzt. Zinsänderungsrisiken bestehen nur im Bereich der Finanzverbindlichkeiten.
Für die langfristigen Darlehensverbindlichkeiten (und den kurzfristigen Anteil an langfristigen Darlehen) bestehen langfristig feste Zinsvereinbarungen. Die durchschnittliche Verzinsung der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2018 betrug 1,7 % (Vorjahr: 1,8 %).
Im Rahmen des Risikomanagements finden in regelmäßigen Zeitabständen Beratungen über die aktuelle Zinssituation und über die mögliche, künftige Zinsentwicklung sowie über den Einsatz derivativer Finanzinstrumente statt.
Zinsänderungsrisiken werden mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie ggf. auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde: Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken.
Marktzinsänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.
Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps, Währungsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis und werden daher ebenfalls bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.
Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2018 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 423 T€ (Vorjahr: 419 T€) geringer (höher) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich aus den potentiellen Effekten aus variabel verzinslichen Finanzschulden inklusive Factoring. In diesem Szenario wurde unterstellt, dass auch festverzinsliche Darlehen der Zinsänderung unterliegen. Darin nicht berücksichtigt sind Veränderungen in den Zinsaufwendungen für Pensionsverpflichtungen. Diese werden separat im Konzernanhang in Punkt E.11. "Pensionsrückstellungen" dargestellt.
Sonstige Preisrisiken werden definiert als Risiken, dass beizulegende Zeitwerte oder künftige Cashflows von Finanzinstrumenten auf Grund von Änderungen der Marktpreise schwanken (bei denen es sich nicht um jene handelt, die sich aus dem Zinsrisiko oder dem Wechselkursrisiko ergeben), und zwar unabhängig davon, ob diese Änderungen durch Faktoren verursacht werden, die für jedes einzelne Finanzinstrument oder seinen Emittenten spezifisch sind, oder durch Faktoren, die alle ähnlichen auf dem Markt gehandelten Finanzinstrumente betreffen.
Zum 31. Dezember 2018 hatte die Lila Logistik Gruppe außer dem in Punkt E.11. "Pensionsrückstellungen" beschriebenen CTA wie im Vorjahr keine wesentlichen Finanzinstrumente im Bestand, die einem Marktpreisrisiko (z. B. Börsenkurse oder Indizes) unterliegen.
Die Zielsetzungen der Lila Logistik Gruppe beim Kapitalmanagement sind die Wahrung einer soliden Bilanzstruktur auf Basis von Fortführungswerten sowie Sicherstellung der notwendigen finanziellen Handlungsspielräume für zukünftige Investitionen.
Die Unternehmensführung der Lila Logistik Gruppe überwacht das Eigenkapital mittels der Kennzahlen Eigenkapitalquote und Eigenkapitalrentabilität. Das Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme entspricht der Eigenkapitalquote. Obwohl sich das Eigenkapital absolut betrachtet zum Vorjahr leicht reduzierte, erhöhte sich die Eigenkapitalquote auf Grund der geringeren Bilanzsumme. Zum 31. Dezember 2018 beträgt die Eigenkapitalquote 38,5 % (Vorjahr: 36,3 %). Die Eigenkapitalquote lag damit über dem Vorjahresniveau, jedoch unter dem selbst gesetzten Zielkorridor (Korridor zwischen 40–50 %).
Das Konzernergebnis im Verhältnis zu dem zu Beginn der Periode zur Verfügung stehenden Eigenkapital entspricht der Eigenkapitalrentabilität. Die Eigenkapitalrentabilität zum 31. Dezember 2018 beträgt 4,0 % und fällt durch das geringere Jahresergebnis niedriger als im Vorjahr aus (Vorjahr: 6,4 %). Damit liegt die Eigenkapitalrentabilität deutlich unter dem selbst gesetzten Schwellenwert von 10 %. Die Eigenkapital-Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:
| Angaben in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Eigenkapital ohne Anteile anderer Gesellschafter | 31.726 | 31.970 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 10 | – |
| Eigenkapital | 31.736 | 31.970 |
| Bilanzsumme | 82.486 | 87.974 |
| Eigenkapitalquote | 38,5 % | 36,3 % |
| Konzernergebnis | 1.279 | 2.046 |
| Eigenkapitalrentabilität | 4,0 % | 6,4 % |
Die Lila Logistik Gruppe unterliegt keinen Mindestkapitalanforderungen.
Für verschiedene deutsche Gesellschaften der Unternehmensgruppe wurden Factoring-Verträge abgeschlossen, bei denen eine Bank (Factor) zum Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu festgelegten Konditionen verpflichtet ist. Die Factoring-Rahmenverträge enden nach einer gewissen Laufzeit, sofern sie nicht vorzeitig verlängert werden. Der Factor erwirbt die auf Euro lautenden Forderungen, wobei die jeweilige Gesellschaft der Unternehmensgruppe entscheidet, ob und in welchem Volumen Forderungen verkauft werden. Beim käuflichen Erwerb der Forderung geht das Delkredererisiko vollständig auf den Factor über. Bei treuhänderisch übernommenen Forderungen – beispielsweise bei Überschreitung des Limits für den Einzelkunden – bleibt das Risiko des Forderungseingangs bei der betreffenden Gesellschaft. Im Berichtszeitraum sind keine Forderungsausfälle eingetreten.
Ankaufsfähig (ganz oder teilweise) sind Forderungen gegenüber Debitoren, für die vom Factor ein Ankauflimit eingeräumt wurde und deren Zahlungsziel 120 Tage ab dem Zeitpunkt der Leistung nicht überschreitet. Wird das Zahlungsziel überschritten bzw. wird vom Factor kein Ankauflimit eingeräumt, so wird die nicht durch das Ankauflimit gedeckte Forderung nur treuhänderisch zum Einzug übernommen. Treuhänderisch zum Einzug übernommene Forderungen rücken im Rahmen frei werdender Ankauflimite nach, d. h. werden vom Factor angekauft und der Ankauffirma vergütet; hierbei rückt
jeweils die Treuhandforderung mit dem ältesten Rechnungsdatum entsprechend der Höhe des frei werdenden Ankauflimits nach, sofern diese zu diesem Zeitpunkt ankaufsfähig ist.
Der Ankauf durch den Factor erfolgt durch Gutschrift auf einem separaten Verrechnungskonto. Zusätzlich wurden mit dem Factor Sicherungseinbehalte für das Veritätsrisiko vereinbart, die unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Die Sicherheitseinbehalte betragen grundsätzlich 10 % der angekauften offenen Forderungen (Obligo).
Falls Mahnungen seitens der Lila Logistik Gruppe nicht vertragsgemäß erfolgen, ist der Factor berechtigt, die angekaufte Forderung zurückzubelasten. Dieses Risiko wird jedoch als vernachlässigbar eingestuft.
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Factoringaktivitäten der Lila Logistik Gruppe:
| Angaben in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Verkaufte Forderungen im Geschäftsjahr | 136.546 | 143.581 |
| Factoringgebühren im Geschäftsjahr | -351 | -346 |
| Zinsaufwand Factoring im Geschäftsjahr (kumuliert) | -106 | -88 |
| Obligo der verkauften offenen Posten am 31. Dezember | -13.456 | 12.576 |
| Sicherungseinbehalt am 31. Dezember | 1.631 | 1.366 |
| Verrechnungskonto am 31. Dezember | -66 | 183 |
Die Lila Logistik Gruppe unterhält im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit Unternehmen, die auch Kunden und/oder Lieferanten des Konzerns sind, Geschäftsbeziehungen. Unter diesen Kunden und/oder Lieferanten befinden sich auch Unternehmen, die eine Verbindung zu Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des Vorstands der Müller – Die lila Logistik AG sowie der Geschäftsführung von Konzernunternehmen bzw. deren Tochterunternehmen haben. Sofern solche Geschäftsbeziehungen bestehen, werden sie zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.
Die Müller – Die lila Logistik AG war im Geschäftsjahr 2018 ein von der Michael Müller Beteiligungs GmbH, Stuttgart, abhängiges Unternehmen im Sinne des § 17 AktG. Herr Müller ist Vorstandsvorsitzender der Müller – Die lila Logistik AG und zugleich geschäftsführender Gesellschafter der Michael Müller Beteiligungs GmbH. Weitere verbundene Unternehmen der Michael Müller Beteiligungs GmbH im Sinne des § 15 AktG bestehen nicht. Der Abhängigkeitsbericht umfasst die Rechtsgeschäfte und Maßnahmen der Müller – Die lila Logistik AG zur Michael Müller Beteiligungs GmbH im Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018. Die Müller – Die lila Logistik AG hat im Geschäftsjahr 2018 keine Rechtsgeschäfte mit der Michael Müller Beteiligungs GmbH als herrschendem Unternehmen, einem mit ihm verbundenen Unternehmen, mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse dieser verbundenen Unternehmen, vorgenommen. Ebenso lagen keine Maßnahmen der Müller – Die lila Logistik AG vor, die sie im Interesse des herrschenden Unternehmens oder im Interesse eines mit ihm verbundenen Unternehmens vorgenommen oder unterlassen hat.
Die Müller – Die lila Logistik AG war am Bilanzstichtag zu 50 % an der FM Logistics GmbH beteiligt. Für die FM Logistics erbringt ein Unternehmen der Lila Logistik Gruppe Subunternehmerleistungen.
Außer den geschilderten Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen enthält die Bilanzposition "Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen" im Wesentlichen Prämien und Tantiemen leitender Angestellter des Konzerns. Bezüglich der Bezüge der Organe (Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat) der Gesellschaft verweisen wir auf den Konzernlagebericht unter Punkt 7. "Vergütungsbericht" sowie auf den weiteren Unterpunkt "Organbezüge" dieses Kapitels. Zum 31. Dezember 2018 bestanden kurzfristigfällige Verbindlichkeiten gegenüber den Organen der Gesellschaft in Höhe von 393 T€ (Vorjahr: 422 T€).
Zusammengefasst ergeben sich Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen:
| Erbrachte Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr |
Empfangene Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | |
| Aufsichtsräte | 82 | 83 | – | – | |
| Vorstandsmitglieder | 1.208 | 1.210 | – | – | |
| Beteiligungsunternehmen | 968 | 1.070 | 7 | 71 | |
| Sonstige nahestehende Personen | 411 | 282 | – | – | |
| Summe | 2.669 | 2.645 | 7 | 71 |
| Forderungen am Bilanzstichtag | Verbindlichkeiten am Bilanzstichtag | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | |
| Aufsichtsräte | – | – | 92 | 93 | |
| Vorstandsmitglieder | – | - | 335 | 360 | |
| Beteiligungsunternehmen | 56 | 77 | – | 7 | |
| Sonstige nahestehende Personen | – | - | 420 | 282 | |
| Summe | 56 | 77 | 847 | 742 |
Bei den sonstigen nahestehenden Personen handelt es sich um leitende Angestellte mit wesentlichem Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Lila Logistik Gruppe. Die Vergütung (Gehalt und Gehaltsbestandteile) nahestehender leitender Angestellter des Konzerns sind der Tabelle nicht zu entnehmen.
Die erbrachten Lieferungen und Leistungen von Vorstand und Aufsichtsrat im Geschäftsjahr beinhalten die Organbezüge.
Vergütungen für weitere persönlich erbrachte Leistungen der Organe der Gesellschaft (neben der eigentlichen Organtätigkeit) fielen im Geschäftsjahr 2018 nicht an (Vorjahr: 0 T€).
An den Bilanzstichtagen zum 31. Dezember 2018 bzw. 31. Dezember 2017 hielten sowohl die Vorstände als auch die Mitglieder des Aufsichtsrats die folgende Anzahl von Aktien an der Müller – Die lila Logistik AG:
| Aktienanzahl/Angaben in Stück | 31.12.2018 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Herr Rupert Früh | 80.000 | 80.000 |
| Herr Marcus Hepp | 4.000 | 4.000 |
| Herr Prof. Peter Klaus D.B.A/Boston University | 18.000 | 18.000 |
| Herr Christoph Schubert | 2.519 | 3.500 |
| Herr Per Klemm | 46.450 | 46.450 |
| Herr Carlos Rodrigues | 785 | 785 |
Am 22. September 2015 ging der Müller – Die lila Logistik AG die Meldung zu, dass die Michael Müller Beteiligungs GmbH 83,49 % der Stimmrechte an der Müller – Die lila Logistik AG hält (das entspricht 6.642.086 Aktien). Das Aufsichtsratsmitglied Christoph Schubert meldete einen Verkauf von insgesamt 981 Aktien im August 2018. Weitere Meldungen oberhalb der Bagatellgrenze gingen der Gesellschaft im Jahr 2018 nicht zu. Darüber hinaus gehende Informationen zu den Meldungen können auf der Internetseite der EQS Group AG (www.dgap.de) oder einer Datenbank der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) aus welcher Mitteilungen über Eigengeschäfte von Führungskräften nach Art. 19 MAR (www.bafin.de) entnommen werden können.
Bezüglich der Angaben der Organbezüge verweisen wir auf den Konzernlagebericht unter Punkt 7. "Vergütungsbericht".
Die dem Vorstand gewährten Gesamtbezüge im Jahr 2018 betrugen 1.208 T€ (Vorjahr: 1.210 T€). Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 16. Juni 2015 hat beschlossen, dass die in § 314 Absatz 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB in der anwendbaren Fassung des VorstOG geforderten Angaben für fünf Jahre beginnend ab dem 1. Januar 2015 unterbleiben.
Die dem Aufsichtsrat gewährten Gesamtbezüge (ohne Nebenleistungen) im Jahr 2018 beliefen sich auf 82 T€ (Vorjahr: 83 T€).
Die Lila Logistik Gruppe ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 an verschiedenen Rechtsstreitigkeiten beteiligt, die sich aus ihrem Geschäftsbetrieb ergeben. Der Vorstand ist unter Berücksichtigung der Einschätzung der Rechtsanwälte der Unternehmensgruppe der Ansicht, dass das Ergebnis der Streitigkeiten keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wird.
Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern 1.586 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inklusive Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 1.727 Personen), die in folgende Gruppen unterteilt sind:
| Angaben in Köpfen | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Operativ | 1.026 | 1.149 |
| Kaufmännisch | 497 | 507 |
| Auszubildende | 63 | 71 |
| Gesamt | 1.586 | 1.727 |
Darin enthalten sind 4 Aushilfen (Vorjahr: 3 Aushilfen).
Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 bestellte die ordentliche Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG am 15. Mai 2018 die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart. Das für das Geschäftsjahr vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar fiel aufgeschlüsselt wie folgt an:
| Angaben in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Honorare für Abschlussprüfungen | 179 | 170 |
| Andere Bestätigungsleistungen | – | 4 |
| Steuerberatungsleistungen | 44 | 31 |
| Sonstige Leistungen | 79 | 5 |
| Gesamt | 302 | 210 |
Der für die Durchführung des Prüfungsauftrags verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Jürgen Bechtold.
Herr Rudolf Reisdorf, Schweiz, teilte der Gesellschaft mit, dass am 7. September 2016 der Stimmrechtsanteil der Fracht AG, Schweiz, an der Müller – Die lila Logistik AG die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,03 % (das entspricht 241.420 Stimmrechten) betragen hat. Im Berichtsjahr wurden insgesamt keine Veränderungen mitgeteilt.
Vorstand und Aufsichtsrat der börsennotierten Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, haben eine Erklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" abgegeben und den Aktionären durch Veröffentlichung auf der Internetseite der Gesellschaft (www.lila-logistik.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Folgende Personenhandelsgesellschaften, die verbundene konsolidierte Unternehmen der Müller – Die lila Logistik AG sind und für die der Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG der befreiende Konzernabschluss ist, nehmen für das Geschäftsjahr 2018 die Befreiungsvorschriften des § 264b HGB hinsichtlich der Aufstellung des Anhangs und Lageberichts sowie deren Offenlegung in Anspruch:
Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG, Herne
Die Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG nimmt darüber hinaus die Befreiungsvorschriften in Hinblick auf die Prüfung in Anspruch.
Folgende Gesellschaften nehmen die Erleichterungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:
Müller – Die lila Logistik West GmbH Lila IO GmbH
Für diese Gesellschaften wurde im Februar 2019 eine wirksame Erklärung zur Einstandspflicht (Verpflichtungsübernahmeerklärung gemäß § 264 Abs. 3 Nr. 2 HGB) abgegeben Die Offenlegung der erforderlichen Dokumente im Bundesanzeiger ist für die o. g. Gesellschaften im März 2019 beim Bundesanzeiger erfolgt. Für eine wirksame Befreiung sind zudem weitere Unterlagen nach §§ 264 Abs. 3, 264b HGB einzureichen, die erst nach Erstellung des Konzernabschluss vorliegen können.
Kraft bestehender Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge nehmen folgende Gesellschaften die Erleichterungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:
Müller – Die lila Logistik Service GmbH
Müller – Die lila Logistik Böblingen GmbH
Zwischen der Müller – Die lila Logistik AG und der Müller – Die lila Logistik Service GmbH wurde im März 2018 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Die Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG und die Gesellschafterversammlung der Müller – Die lila Logistik Service GmbH haben dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag jeweils im Mai 2018 zugestimmt. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte im Juni 2018.
Mit Notartermin vom 7. November 2018 wurde ein von der Gesellschaft gehaltenes Erbbaurecht inklusive einer Logistikimmobilie in Wemding verkauft. Dieser Verkauf steht unter aufschiebenden Bedingungen, die bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 und bis zur Erstellung dieses Berichts nicht erfüllt waren. Die Gesellschaft geht jedoch von der Erfüllung der Bedingungen im Geschäftsjahr 2019 aus.
Im Januar 2019 erfolgte der Verkauf eines Grundstücks und einer Logistikimmobilie in Bünde. Nach der Löschungsbewilligung einer Grundschuld im ersten Quartal 2019 erfolgte die Bezahlung des Kaufbetrages. Der Gewinn aus der Veräußerung beträgt rund 6 Mio. € (vor Steuern und Konzerneffekten). Durch die anschließende Anmietung der Logistikimmobilie ergeben sich künftige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von voraussichtlich rund 6 Mio. € bis zum Ende der Grundlaufzeit des geschlossenen Mietvertrags.
Darüber hinaus haben sich nach dem Abschlussstichtag und bis zur Erstellung dieses Berichts keine Vorgänge ereignet, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind.
Der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG wird den Konzernabschluss am 18. März 2019 zur Weiterleitung an den Aufsichtsrat freigeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Der Konzernabschluss wird am 29. März 2019 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.
Besigheim, 22. März 2019
Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender des Vorstands Vorstand Finanzen Vorstand Produktion
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
Besigheim, im März 2019
Müller – Die lila Logistik AG Der Vorstand
Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender des Vorstands Vorstand Finanzen Vorstand Produktion
Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Wir haben den Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
Zu (2) Bewertung von Pensionsverpflichtungen und Planvermögen
▸ a) Im Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG werden unter dem Bilanzposten "Pensionsrückstellungen" insgesamt 4.080 T€ (Vorjahr 5.708 T€) ausgewiesen. Diese Nettopensionsrückstellungen ergeben sich aus dem Barwert der Verpflichtungen in Höhe von 8.644 T€ und dem hiermit saldierten und zu Zeitwerten bewerteten Planvermögen von 4.564 T€. Die Bewertung der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen erfolgt nach der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) gemäß IAS 19. Dabei sind insbesondere Annahmen über den langfristigen Gehalts- und Rententrend sowie die durchschnittliche Lebenserwartung zu treffen. Ferner ist der Abzinsungssatz zum Bilanzstichtag aus der Rendite hochwertiger, währungskongruenter Unternehmensanleihen mit vergleichbaren Laufzeiten abzuleiten. Änderungen dieser Bewertungsannahmen sind als versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Aus dem Anstieg des Diskontierungszinssatzes ergaben sich versicherungsmathematische Gewinne von 175 T€. Diese Sachverhalte waren aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung, da die Bewertung der Pensionsverpflichtungen und des Planvermögens in einem hohen Maße auf den Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft basiert.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte
in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder den Geschäftsbetrieb einzustellen, oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
▸ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
▸ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 15. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt und am 24. August 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2009 als Konzernabschlussprüfer der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Der für die Prüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Jürgen Bechtold.
Stuttgart, den 22. März 2019
Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Düsseldorf)
Prof. Dr. Andreas Diesch Jürgen Bechtold Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
| 118
| 1994 | 1995 | 1997 | 2007 |
|---|---|---|---|
| Gold Quality Achievement Team Award |
Silver Quality Achievement Team Award "Eco-Tour Italy", Whirlpool |
Europäischer Transportpreis,Öko-Tour" |
3. Platz Wettbewerb der Elektrolux |
| 2008 | 2010 | 2011 | 2012 |
| BSH Logistik Umweltpreis | General Motors (GM) Supplier of the Year 2010 |
Deutscher Nachhaltigkeits preis; Deutschlands nachhaltigste Zukunftsstrategien (KMU) General Motors (GM) Supplier of the Year 2011 |
General Motors (GM) Supplier of the Year 2012 |
| 2013 | 2014 | 2015 | 2016 |
| General Motors (GM) Supplier of the Year 2013 |
Deutscher Logistik-Preis General Motors (GM) Supplier of the Year 2014 |
General Motors (GM) Supplier of the Year 2015 |
General Motors (GM) Supplier of the Year 2016 |
| 2017 |
General Motors (GM) Supplier of the Year 2017
Müller – Die lila Logistik AG Ferdinand-Porsche-Straße 4 74354 Besigheim-Ottmarsheim Deutschland Tel. + 49 (0) 71 43 / 8 10 - 0 Fax + 49 (0) 71 43 / 8 10 - 199 [email protected]
Ansprechpartner: Oliver Streich Tel. + 49 (0) 71 43 / 8 10 - 125 Fax + 49 (0) 71 43 / 8 10 - 129 [email protected]
www.lila-logistik.com
Dieser Bericht enthält zukunftsorientierte Aussagen. Dies sind Aussagen, die keine historischen Tatsachen darstellen, einschließlich Aussagen über Erwartungen und Ansichten des Managements. Sie beruhen auf gegenwärtigen Plänen, Einschätzungen und Prognosen. Anleger sollten sich nicht uneingeschränkt auf diese Aussagen verlassen, die im Kontext ihres Entstehungszeitraums zu sehen und zu beurteilen sind und immer Risiken und Ungewissheiten beinhalten. Die tatsächlich eintretenden Ereignisse können von den in diesem Bericht enthaltenen zukunftsorientierten Aussagen abweichen, u. U. sogar in erheblichem Maße. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht enthaltenen zukunftsorientierten Aussagen zu aktualisieren. Hiervon unberührt bleiben gesetzliche Informations- und Berichtspflichten. Der Begriff Mitarbeiter wird in vorliegendem Geschäftsbericht für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gleichermaßen verwendet.
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