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Müller - Die lila Logistik AG

Annual Report Mar 29, 2018

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Annual Report

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z w e i t a u s e n d s i e b z e h n

WIR DURCHBRECHEN DIE KLASSISCHE TRENNUNG VON BERATUNG UND UMSETZUNG

Impressionen, Highlights, Geschäftsfelder

An unsere Aktionäre

  • Grußwort des Vorstandes
  • Bericht des Aufsichtsrats
  • Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Konzernlagebericht

  • Grundlagen des Konzerns
  • Wirtschaftsbericht
  • Nachtragsbericht
  • Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess
  • Risiko- und Chancenbericht
  • Übernahmerelevante Angaben
  • Vergütungsbericht (Angaben gemäß § 315a Abs. 2 Nr. 4 HGB)
  • Erklärung zur Unternehmensführung (Angaben im Sinne des § 315 Abs. 5 HGB)
  • Abhängigkeitsbericht (Angaben gemäß § 312 AktG)
  • Nichtfinanzielle Erklärung (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz, §§ 289b-e HGB)
  • Prognosebericht

Konzernabschluss

  • Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzernbilanz Aktiva
  • Konzernbilanz Passiva
  • Konzern-Kapitalflussrechnung
  • Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Konzernanhang

  • Grundlagen der Rechnungslegung
  • Rechnungslegungsmethoden
  • Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • Segmentinformationen
  • Erläuterungen zur Konzernbilanz
  • Finanzinstrumente
  • Sonstige Erläuterungen
  • Konzernanlagenspiegel
  • Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • Bestätigunsvermerk des Abschlussprüfers

Sonstige Informationen

  • Finanzkalender
  • Impressum
  • Disclaimer
  • Auszeichnungen

KENNZAHLEN

PERFORMANCE DER AKTIE MÜLLER – DIE LILA LOGISTIK AG BÖRSE XETRA DAX MDAX

KENNZAHLEN IM ÜBERBLICK

Prozentuale Absolute
2017 2016 Veränderung Veränderung
Umsatz T€ 142.376 138.806 +2,6% +3.570
EBIT T€ 4.073 5.272 -22,7% -1.199
EBIT-Marge % 2,9 3,8 - -
Konzernjahresüberschuss T€ 2.046 2.925 -30,1% -879
Ergebnis pro Aktie 0,26 0,37 -29,7% -0,11
Eigenkapitalquote % 36,3 38,4 - -
Mitarbeiter im
Jahresdurchschnitt Anzahl 1.656 1.622 +2,1% +34
Mitarbeiter
(zum Stichtag 31.12.) Anzahl 1.671 1.644 +1,6% +27

STAMMDATEN

WKN 621468
ISIN DE0006214687
Bezeichnung Müller – Die lila Logistik AG
Kürzel / RIC MLLG.DE
Reuters-Kategorie Aktien
Wertpapiergruppe Dt. Inhaberaktien (St.)
Wertpapierart Stammaktien
Sektor Transport + Logistik
Subsektor Logistik
Währung Euro

IMPRESSIONEN

Auszeichnung "Supplier of the Year" von General Motors

General Motors hat am 30. März in Orlando/Florida anlässlich der Jubiläumsveranstaltung zum 25. "Supplier of the Year" den begehrten Preis zum siebten Mal in Folge an Müller – Die lila Logistik AG verliehen.

Die Vorstände Michael Müller und Marcus Hepp nahmen die Trophäe im US-Bundesstaat Florida persönlich entgegen. "Die erneute Auszeichnung bestätigt unser innovatives Geschäftsmodell aus Beratung und Umsetzung und ist für uns Lob und Ansporn zugleich, die hier ausgezeichnete Qualität unserer Dienstleistung auch in der Zukunft fortzusetzen", so Michael Müller der Vorstandsvorsitzende. "Ein großes Lob an das Lila Team, denn ohne deren Einsatz wäre diese tolle Teamleistung nicht zur Auszeichnung gekommen", ergänzte der Vorstand für Produktion Marcus Hepp.

5. Internationales Forum für Hersteller von Haushaltsgeräten und Zulieferern

MÜLLER | DIE LILA LOGISTIK lud am 16. und 17. Mai 2017 ins polnische Lodz ein. Mit über 200 Teilnehmern namhafter Hersteller und Zulieferer der Haushaltsgeräteindusrie wurden verschiedene Themen der Branche vorgestellt und auf dem Podium diskutiert.

Die Innovationsthemen warfen einen Blick in die Zukunft der Entwicklung der Branchen bzw. der Geräte. Der Ausblick zeigt u. a. die zukünftige Entwicklung der Haushaltsgeräte, die über die technische Weiterentwicklung und stärkere Vernetzung mehr und mehr ins sogenannte "smart home" integriert werden.

11. LILA LOGISTIK Charity Bike Cup in Lorsch (Bundesland Hessen)

Am 3. Oktober 2017 war das hessische Lorsch der Austragungsort des 11. LILA LOGISTIK Charity Bike Cups. Der Veranstalter und auch die Lila Logistik möchten die Veranstaltung nach zehn Jahren Austragung in Baden-Württemberg nun auch weiter in neue Regionen Deutschlands vordringen und bekannt machen.

800 Radfahrerinnen und Radfahrer fanden sich ein, um gemeinsam an diesem Tag Gutes zu tun für Kinder mit Behinderung oder sozialer Benachteiligung.

Durch die Starterinnen und Starter, eine große Tombola und weitere Spendenaktionen kam ein Spendenerlös in Höhe von 30.000 € zusammen. Mit diesem Erlös wurden 16 regionale Projekte in Lorsch und der näheren Umgebung gefördert.

Vorträge und Kongresse

MÜLLER | DIE LILA LOGISTIK nutze in 2017 die Gelegenheit bei einigen Kongressen mit Vorträgen oder Ausstellungsflächen teilzunehmen. Die Veranstaltungen boten allesamt ein für das Dienstleistungsangebot der MÜLLER | DIE LILA LOGISTIK interessantes Umfeld, welches sowohl durch die passenden Themen als auch durch ein attraktives Teilnehmerumfeld charakterisiert war.

Die Veranstaltungen boten zahlreichen Möglichkeiten, um einerseits über das breite Leistungsgebot der MÜLLER | DIE LILA LOGISTIK zu informieren und andererseits Informationen von den unterschiedlichen Anforderungen des Marktes zu erhalten.

LILA CONSULT

Mit dem Geschäftsbereich LILA CONSULT ist MÜLLER | DIE LILA LOGISTIK einer der führenden Logistikberater in Deutschland, der sich auf ganzheitliche logistische Lösungen für die Felder der Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik spezialisiert hat.

LILA CONSULT deckt mit seinem umfangreichen Leistungsspektrum alle logistischen Entwicklungsphasen von Strategie, Konzept, Anlauf bis hin zur Optimierung ab und bietet hierfür passgenaue Programme wie Management Consulting, Logistics Engineering und Interim Services, um die Potenziale über alle Lieferketten hinweg voll auszuschöpfen.

LILA OPERATING

Der Geschäftsbereich LILA OPERATING steht bei MÜLLER | DIE LILA LOGISTIK für die Umsetzung der operativen Logistikprojekte unserer Kunden über die beiden Segmente Route und Factory.

In dem Segment Route realisieren wir verschiedenste Transportkonzepte wie Central Control Carrier und High-Tech Goods Distribution.

Die passende Ergänzung findet sich in dem Segment Factory mit seinem breiten Portfolio wie Inhouse Logistics, Warehouse Management oder auch Value Added Services.

GESCHÄFTSFELDER

LILA REAL ESTATE

Die Logistik-Immobilie ist heutzutage immer mehr der Drehpunkt in der Lieferkette und hat sich inzwischen zu einem entscheidenden Asset entwickelt. Nicht zuletzt durch unsere eigenen Immobilien haben wir jetzt dieser Entwicklung mit dem Geschäftsbereich LILA REAL ESTATE Rechnung getragen.

Im Geschäftsbereich LILA REAL ESTATE stellt MÜLLER | DIE LILA LOGISTIK seinen operativen Projekten die passende Immobilien zur Seite und übernimmt das Management der Logistik-Immobilie. Bereits in der Konzeptionsphase fällt die Entscheidung hin zur Distributions-, Warehouse- oder Umschlagsimmobilie.

AN UNSERE AKTIONÄRE

  • 14 Grußwort des Vorstandes
  • 16 Bericht des Aufsichtsrats
  • 22 Erklärung zum Corporate Governance Kodex

GRUSSWORT DES VORSTANDES

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Freunde der Lila Logistik,

mit diesem Geschäftsbericht blicken wir auf das Jahr 2017 zurück, in dem es uns gelungen ist, unseren Umsatz erneut zu steigern.

Durch die gute binnenwirtschaftliche Entwicklung als Treiber konnte für das Geschäftsjahr 2017 mit rund 142 Mio. € der höchste Konzernumsatz in der Firmengeschichte erzielt werden. Das operative Ergebnis (EBIT) hat nicht ganz Schritt gehalten. So liegt das operative Ergebnis (EBIT) im Geschäftsjahr 2017 mit rund 4,1 Mio. € unterhalb unserer ursprünglichen Prognose. Grund hierfür sind außerplanmäßige Projektverzögerungen im Rahmen eines für 2017 geplanten Neuprojektes, die zu verringerten Projektumsätzen führten, wodurch die in diesem Projekt aufgebauten Kapazitäten nicht kostendeckend waren.

Der anhaltend positive Konjunkturverlauf insbesondere in der Branche Automotive war einer der treibenden Kräfte für die Entwicklung des Unternehmens. Der Kunde General Motors zeichnete Lila Logistik für die Leistungsfähigkeit sowie Zuverlässigkeit mittlerweile zum siebten Mal in Folge mit dem Award "Supplier of the Year" aus. Eine tolle Auszeichnung, die unserem Lila-Team aus engagierten und kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken ist.

Im ersten Halbjahr 2017 wurde das an das Terminal 3 anschließende Kunden-, Mitarbeiter- und Innovationszentrum fertig gestellt. Zudem wurde nach Umbau- und Modernisierungsarbeiten die unter der internen Bezeichnung Terminal 4 erworbene Immobilie plangemäß in der zweiten Jahreshälfte in Betrieb genommen.

Die Arbeit an den und Umsetzung der für LILA wichtigen strategischen Erfolgsfaktoren wurden im Geschäftsjahr 2017 konsequent weitergeführt. Über alle strategischen Erfolgsfaktoren hinweg ist die Digitalisierung nach wie vor eines der wichtigsten Themen. Die zielgerichtete Investition in die IT-Infrastruktur der gesamten Unternehmensgruppe war im Geschäftsjahr 2017 und wird auch zukünftig eines der wichtigsten Themen zur Sicherung unserer Marktposition sein.

Unter dem Motto VORDENKEN, MITDENKEN und NACHDENKEN werden wir auch zukünftig jeden Tag in den Projekten und Abwicklungen für und mit unseren Kunden die Aufgaben der Zukunft gemeinsam angehen, um die erfolgreiche Entwicklung unseres Unternehmens zu gestalten.

Mit Lila Grüßen

Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,

2017 war für Müller – Die lila Logistik AG und ihre Tochtergesellschaften ein Jahr voller Bewegung. Der Konzernumsatz stieg wie in allen vorangegangenen Jahren – von 138,8 Millionen Euro um 2,6 % auf 142,4 Millionen Euro. Das Konzernergebnis blieb aber unter dem Niveau des Vorjahres zurück und erreichte nicht die gesetzten Ziele. Die hohen Investitionen des Berichtsjahres in eine zukunftsorientierte Infrastruktur und – vor allem – geringere Umsätze bei einem Projektanlauf waren die Gründe dafür. Ohne diese Effekte wären wir mit dem Ergebnis zufrieden gewesen. Die Mitarbeiterzahl zum Jahresende 2017 blieb nahezu konstant mit 1.671 Personen.

Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse haben den Vorstand im Berichtsjahr in Erfüllung ihrer Beratungs- und Überwachungsfunktionen wiederum eng begleitet. Sie nahmen die ihnen nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben umfassend und sorgfältig wahr. Verlauf und Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit sind nachfolgend näher erläutert.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat über alle relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen regelmäßig, detailliert und zeitnah, sowohl in Form schriftlicher Berichte als auch in mündlicher Form während der Aufsichtsratssitzungen. Der Aufsichtsrat war damit in alle grundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung, des Geschäftsverlaufs und Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen frühzeitig und ausführlich eingebunden. Auf dieser Grundlage war er in der Lage, in seinen Sitzungen alle für das Unternehmen bedeutsamen Vorgänge intensiv zu erörtern und zu überprüfen. Darüber hinaus standen der Aufsichtsratsvorsitzende, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses und der Vorsitzende des Personalausschusses auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen in engem und regelmäßigem Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Sie haben sich über Entwicklungen und wesentliche Geschäftsvorgänge umfassend informiert, wo dies als erforderlich erachtet wurde.

Durch das monatliche Berichtswesen, das die wesentlichen Finanzdaten über die Müller – Die lila Logistik AG einschließlich der Konzerngesellschaften im Vergleich zu den Budget-, den Vorjahres- sowie den Forecastzahlen aufzeigt und erläutert, war der Aufsichtsrat stets über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung der Lila Logistik Gruppe informiert. Der Aufsichtsrat prüfte die ihm vorgelegten Berichte und Unterlagen kritisch und in gebotener Gründlichkeit. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat jeweils sein Votum abgegeben. Beanstandungen der Vorstandstätigkeit ergaben sich nicht.

Interessenskonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen sind, waren im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Folglich bestand auch kein Anlass, wie im Punkt 5.5.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex aufgeführt, die Hauptversammlung der Gesellschaft, die am 30. Mai 2017 stattfand, über solche Konflikte zu informieren.

Die personelle Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat blieb im Berichtsjahr unverändert.

Themen der Aufsichtsratssitzungen im Berichtsjahr

Im Geschäftsjahr 2017 ist der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG zu fünf Sitzungen zusammengetreten. Die Beratungs- und Beschlussgegenstände sind ausführlich in Protokollen niedergelegt. An allen Sitzungen des Aufsichtsrats nahmen sämtliche Mitglieder des Vorstands teil. Die durchschnittliche Präsenzquote des Aufsichtsrats belief sich auf 87 % (Vorjahr: 100 %). Vier Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen an allen Sitzungen teil. Ein Mitglied konnte terminlich an einer Sitzung nicht teilnehmen und ein weiteres Mitglied des Aufsichtsrats konnte entschuldigt an mehr als der Hälfte der Sitzungen nicht persönlich teilnehmen. Die Sitzungen waren von intensivem und offenem Austausch geprägt. In drei Fällen fasste der Aufsichtsrat Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren.

Zentraler Gegenstand der Erörterungen in allen Sitzungen war die wirtschaftliche Lage der Müller – Die lila Logistik AG sowie aller Tochter- und Konzerngesellschaften. Diese wurde jeweils unter Berücksichtigung der Entwicklung für die relevanten Kundenbranchen, der gegebenen Handlungsoptionen sowie der getroffenen und beabsichtigten Maßnahmen des Vorstands zur Weiterentwicklung der Lila Logistik Gruppe diskutiert. Der Vorstand hielt die Ausschussmitglieder und den Aufsichtsrat in mehreren Sitzungen des Berichtsjahres über den Umsetzungsstand der Unternehmensstrategie regelmäßig informiert. Auf die wirtschaftlichen Geschäftsverläufe einzelner Gesellschaften, Niederlassungen und Großkunden wurde im notwendigen Detail eingegangen. Parallel dazu wurden Entscheidungen über größere Kundenprojekte, sowie die daraus resultierenden Investitionen und gesellschaftsrechtlichen Entscheidungen als wesentliche Gegenstände der Diskussionen im Aufsichtsratsgremium erörtert. Ein vom Aufsichtsrat erstellter, in der Satzung und der Geschäftsordnung verankerter Katalog listet die Arten von Geschäften und Maßnahmen auf, die von grundlegender Bedeutung sind und zu deren Vornahme der Vorstand deshalb der Zustimmung des Aufsichtsrats bedarf. Die gemäß dieses Kataloges zu erörternden Geschäfte und Maßnahmen hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand jeweils eingehend geprüft. Der Aufsichtsrat hat den zur Beschlussfassung vorgelegten Geschäften und Maßnahmen nach eingehender Prüfung in allen Fällen zugestimmt.

Aus den Sitzungen des Aufsichtsrats sind folgende einzelne Sachverhalte besonders hervorzuheben:

In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom März 2017 standen den Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Vorbereitung folgende Unterlagen zur Verfügung: Der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellte Jahresabschluss und der nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss, der Lage- sowie Konzernlagebericht, der Corporate Governance Bericht, die Prüfungsberichte der Müller – Die lila Logistik AG sowie des Konzerns, der Bericht des Aufsichtsrats, der Gewinnverwendungsvorschlag sowie der Risikobericht, jeweils für das Geschäftsjahr 2016. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erläuterte dem Plenum die wesentlichen Schwerpunkte der Prüfung des Abschlussprüfers, berichtete über das Prüfungsergebnis des Jahres- und Konzernabschlusses 2016, den Vorschlag des Prüfungsausschusses sowie den Gewinnverwendungsvorschlag. Im Anschluss an die Erläuterungen und die Diskussion im Plenum billigte der Aufsichtsrat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse und Lageberichte, erklärte sich mit den vorgelegten Berichten einverstanden und beschloss den Bericht des Aufsichtsrats. Der Jahres- und Konzernabschluss 2016 wurde festgestellt. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Vorschlag des Vorstands an, der bevorstehenden Hauptversammlung die Auszahlung einer Dividende in Höhe von 0,30 € je Stückaktie (Vorjahr ebenfalls 0,30 € je Stückaktie) vorzuschlagen. Vorstand und Aufsichtsrat stimmten in der gleichen Sitzung die Tagesordnung zur Hauptversammlung ab, die damit verbundenen Themenschwerpunkte und Beschlussvorlagen, die vom Aufsichtsrat einstimmig angenommen wurden. Außerdem wurde ein Beschluss zur Liquidierung der nicht mehr operativ tätigen Gesellschaft Müller – Die lila Logistik Slovakia s. r. o., Bratislava (Slowakei) gefasst. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat mit einer Beendigung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der Müller – Die lila Logistik AG und der Müller – Die lila Logistik West GmbH als beherrschtem Unternehmen und fasste hierzu einen entsprechenden Beschluss. Ausschlaggebend hierfür war die nicht auszuschließende und zum Jahresende 2017 auch erfolgte Beendigung einer Kundenbeziehung. Zudem beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit den Nichtprüfungsleistungen des Wirtschaftsprüfers im Geschäftsjahr 2017 und fasste hierüber einen entsprechenden Beschluss zur maximalen Honorarhöhe.

In seiner Sitzung vom 19. Mai 2017 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Ergebnisverlauf von verschiedenen Projektanläufen sowie potentiell neuen Standorten. Im weiteren Sitzungsverlauf wurden die Änderungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 diskutiert, sowie die Festlegung von Zielgrößen für den Geschlechteranteil in Aufsichtsrat und Vorstand. Für den Frauenanteil im Vorstand und im Aufsichtsrat wurde eine Zielgröße von jeweils 15 % festgelegt. Die Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG) wurde geändert und im Anschluss durch die Gesellschaft veröffentlicht. Die im Personalausschuss vorab erläuterte Erteilung einer Prokura wurde vom Aufsichtsratsplenum genehmigt. Der Vorstand stimmte mit dem Aufsichtsrat die Vorbereitungen zur bevorstehenden Hauptversammlung ab. Anschließend unterzog sich der Aufsichtsrat der jährlichen Effizienzprüfung seiner Arbeit mittels Selbstevaluierung. Des Weiteren beschloss der Aufsichtsrat die Verlängerung der Bestellung von Herrn Marcus Hepp als Mitglied des Vorstands für weitere fünf Jahre. Wesentlicher Inhalt der am Tag der ordentlichen Hauptversammlung anberaumten Aufsichtsratssitzung in Stuttgart war die Beschlussfassung über den Dienstvertrag von Herrn Marcus Hepp, welcher mit der Verlängerung der Bestellung vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2022 einhergeht.

Im Mittelpunkt der September-Sitzung des Aufsichtsrats standen der wirtschaftliche Verlauf und die Entwicklung der einzelnen Ergebniseinheiten der Lila Logistik Gruppe sowie weitergehende Erläuterungen zu der Beendigung der o. g. Kundenbeziehung einer Tochtergesellschaft zum Jahresende 2017.

In der Dezember-Sitzung 2017 beriet der Aufsichtsrat die vom Vorstand ausgearbeiteten Planungen und das von ihm vorgeschlagene Budget 2018. Nach ausführlicher Erörterung und anschließender Beratung wurden die Planungen und das Budget des Konzerns für das Jahr 2018 genehmigt und beschlossen. Im Rahmen der Budgetgenehmigung wurde der Umfang der Nichtprüfungsleistungen des Wirtschaftsprüfers im Geschäftsjahr 2018 besprochen und im Anschluss beschlossen. Anschließend wurde über die weitere Vorgehensweise und Umsetzung der Unternehmensstrategie beraten. Des Weiteren diskutierte der Aufsichtsrat intensiv über die Festlegung der Zielwerte der Jahre 2018 bis 2020 für die Berechnung des langfristigen Teils der Vorstandstantiemen ("Langfristtantiemen") und beschloss diese entsprechend.

Arbeit der Ausschüsse

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat zwei Ausschüsse eingerichtet: Einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) und einen Personalausschuss. Die Ausschüsse unterstützen die Arbeit im Plenum. Sie bereiten Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen vor, die im Plenum zu behandeln sind. Die Ausschussvorsitzenden berichten dem Aufsichtsrat jeweils in der auf eine Ausschusssitzung folgenden Aufsichtsratssitzung.

▸ Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss der Müller – Die lila Logistik AG kam zu drei Sitzungen im Geschäftsjahr 2017 zusammen. Mit Ausnahme einer Sitzung – an der ein Ausschussmitglied fehlte – waren die Ausschussmitglieder in allen Sitzungen vollzählig anwesend. Der Prüfungsausschuss berichtete dem Aufsichtsrat jeweils über seine Sitzungen. In seiner ersten Sitzung befasste er sich, in Gegenwart des von der Hauptversammlung bestellten Abschlussprüfers sowie der Mitglieder des Vorstands, mit den Abschlüssen sowie dem Lagebericht der Müller – Die lila Logistik AG und des Konzerns, dem Abhängigkeitsbericht des Vorstands sowie dem Risikomanagement-Bericht. Der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016 wurde intensiv erörtert. Die Vertreter des vom Aufsichtsrat beauftragten Wirtschaftsprüfers, der Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (ehemals Baker Tilly AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft; nachfolgend "Baker Tilly"), Stuttgart, berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung des Geschäftsjahres 2016 und standen den Fragen durch die Ausschussmitglieder Rede und Antwort. Der Prüfungsausschuss überwachte den Rechnungslegungsprozess und vergewisserte sich von der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und des internen Revisionssystems. Der Prüfungsausschuss unterbreitete dem Aufsichtsrat vor der am 30. Mai 2017 stattfindenden Hauptversammlung den Vorschlag, den anwesenden Aktionären Baker Tilly, Stuttgart, erneut als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 vorzuschlagen. Nach der Wahl durch die Aktionäre und Aktionärsvertreter wurde der Abschlussprüfer vom Aufsichtsratsvorsitzenden beauftragt. Der von der

Geschäftsführung aufgestellte Halbjahresfinanzbericht wurde vor Veröffentlichung im August 2017 ausführlich erörtert. Angaben und Aussagen des Halbjahresfinanzberichtes wurden vom Prüfungsausschuss nicht beanstandet. Zudem befasste sich der Prüfungsausschuss eingehend mit der vorgelegten operativen Budgetplanung 2018 sowie der Mehrjahresplanung für die Jahre 2018 bis 2020 und den dazu erstellten Unterlagen. Schließlich gab der Prüfungsausschuss die Empfehlung an den Aufsichtsrat, das vom Vorstand aufgestellte Budget und die Mehrjahresplanung zu genehmigen. Darüber hinaus befasste sich der Prüfungsausschuss mit den Fragen der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen (Nichtprüfungsleistungen) sowie mit der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer und der Honorarvereinbarung. Der Prüfungsausschuss-Vorsitzende berichtete dem Aufsichtsrat in der Dezember-Sitzung über die Kommunikation mit dem Abschlussprüfer, die durchgeführte Vorprüfung des Jahresabschlusses 2017 sowie die vorgesehenen Prüfungsschwerpunkte.

▸ Personalausschuss

Der Personalausschuss kam im Geschäftsjahr 2017 zu drei Sitzungen zusammen. In allen Sitzungen waren die Ausschussmitglieder vollzählig anwesend. Der Personalausschuss berichtete dem Aufsichtsrat regelmäßig über seine Sitzungen. In allen drei Sitzungen des Jahres 2017 waren allgemeine personalpolitische Themen Gegenstand der Diskussionen. Personenbezogene Entscheidungen, wie die erneute Bestellung und der Dienstvertrag von Herrn Marcus Hepp für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2022 sowie die Berufung eines Prokuristen einer Tochtergesellschaft der Müller – Die lila Logistik AG wurden umfangreich erörtert. Über die durchgeführte Aus- und Weiterbildung, Personalentwicklungsmaßnahmen sowie zukünftige Personalmaßnahmen hat sich der Personalausschuss regelmäßig berichten lassen. Des Weiteren wurde über das Diversitätskonzept der Gesellschaft diskutiert. Zudem wurde die Festlegung von Zielwerten 2018 bis 2020 für die Berechnung des langfristigen Teils der Vorstandstantiemen ("Langfristtantiemen") intensiv in den Personalausschuss-Sitzungen des Geschäftsjahres 2017 diskutiert und Empfehlungen zur Beschlussfassung an den Aufsichtsrat gegeben.

▸ Corporate Governance Kodex und Entsprechenserklärung

Der Aufsichtsrat befasste sich regelmäßig mit den Inhalten des Deutschen Corporate Governance Kodex und erörterte anstehende Änderungen und Präzisierungen in seinen Sitzungen (siehe hierzu auch den Punkt "Themen der Aufsichtsratssitzungen im Berichtsjahr").

Die Vorsitzenden des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft haben die geänderte Erklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes (AktG) zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 gemeinsam im Mai 2017 unterzeichnet. Die Gesellschaft machte die geänderte Erklärung noch im gleichen Monat auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.lila-logistik.com dauerhaft zugänglich.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2017

Der Jahresabschluss der Müller – Die lila Logistik AG, der Konzernabschluss, der Lagebericht, der Konzernlagebericht sowie die nichtfinanzielle Erklärung, jeweils für 2017, wurden von Baker Tilly ordnungsgemäß geprüft. Der Aufsichtsrat hatte den Prüfungsauftrag an Baker Tilly gemäß des Hauptversammlungsbeschlusses vom 30. Mai 2017 vergeben.

Der Abschlussprüfer erteilte dem Jahres- und dem Konzernabschluss jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Angaben in der nichtfinanziellen Erklärung gemäß den gesetzlichen Rahmenbedingungen wurden geprüft.

Im Mittelpunkt der Bilanzsitzung des Prüfungsausschusses im März 2018, an der die Abschlussprüfer teilnahmen, standen die wesentlichen Ergebnisse des Jahresabschlusses 2017 der Müller – Die lila Logistik AG und der Konzernabschluss 2017. Nachdem der Abschlussprüfer hierüber ausführlich berichtet hatte, stand er den Mitgliedern des Prüfungsausschusses für weiterführende Fragen und ergänzende Aussagen zur Verfügung. Alle angesprochenen Themen und Fragen wurden zur vollen Zufriedenheit der Ausschussmitglieder geklärt. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat in der Sitzung des Aufsichtsrats am 23. März 2018 dem Plenum einen ausführlichen Bericht über die Prüfung und Ergebnisse im Prüfungsausschuss abgegeben.

Nach Prüfung und Diskussion des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses, des Lageberichts, des Konzernlageberichts und der nichtfinanziellen Erklärung hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und gemäß der Empfehlung des Prüfungsausschusses den vom Vorstand nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellten Jahresabschluss 2017 der Müller – Die lila Logistik AG gebilligt. Ebenfalls billigte der Aufsichtsrat den nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss 2017 der Müller – Die lila Logistik AG. Der Jahres- und Konzernabschluss sind damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Jahresüberschusses und des Bilanzgewinns schloss sich der Aufsichtsrat an.

Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG

Der Vorstand legte dem Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG den Bericht des Vorstands über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen und den diesbezüglichen Prüfungsbericht des Abschlussprüfers vor ("Abhängigkeitsbericht"). Der Abschlussprüfer hat im abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen den Bericht des Vorstands erhoben und die folgende Schlussbemerkung und das Testat erteilt: "Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Vorstand und die von diesem bezeichneten Auskunftspersonen haben die für eine sorgfältige Prüfung des Abhängigkeitsberichts notwendigen Aufklärungen und Nachweise erbracht. Die erforderlichen organisatorischen und abrechnungstechnischen Voraussetzungen für eine vollständige und zutreffende Berichterstattung sind gegeben. Wir erteilen dem Abhängigkeitsbericht der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, für das Geschäftsjahr 2017 gemäß § 313 Abs. 2 AktG den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk: Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind." Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands geprüft und stimmt ihm ebenso wie dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen enthaltene Schlusserklärung des Vorstands.

Nichtfinanzielle Erklärung

Der Vorstand legte dem Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG die nichtfinanzielle Erklärung vor. Der Aufsichtsrat hat von der Möglichkeit des § 111 Abs. 2 AktG Gebrauch gemacht und eine externe inhaltliche Überprüfung der nichtfinanziellen Erklärung in einem gesonderten nichtfinanziellen Bericht durch den Abschlussprüfer beauftragt. Der Abschlussprüfer hat im abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die erfolgte nichtfinanzielle Erklärung, die zur Veröffentlichung auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.lila-logistik.com dauerhaft zugänglich gemacht wurde.

Dank

Im Namen des gesamten Aufsichtsrats bedanke ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Lila Logistik Gruppe für Ihr tatkräftiges Engagement und die erreichten Erfolge im abgelaufenen Geschäftsjahr. Auch den Mitgliedern des Vorstands gilt unser Dank für Ihre Leistungen. Nicht zuletzt danke ich unseren Aktionärinnen und Aktionären sowie unseren Kunden und Geschäftspartnern sehr herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Besigheim, im März 2018 Für den Aufsichtsrat

Prof. Peter Klaus, D.B.A./Boston Univ. Vorsitzender

ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG mit Sitz in Besigheim bekennen sich zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" und erklären, dass: den Empfehlungen des Kodex grundsätzlich entsprochen wurde und wird.

Klargestellt wird, dass sich die Entsprechenserklärung für den Zeitraum seit der letzten Entsprechenserklärung bis zum 24. April 2017 auf die alte Kodex-Fassung vom 5. Mai 2015 und für den Zeitraum ab dem 25. April 2017 auf die neue Kodex-Fassung vom 7. Februar 2017 bezieht, die am 24. April 2017 im Bundesanzeiger bekannt gemacht wurde.

Nicht vollständig angewandt werden die Empfehlungen der Ziffern 3.8, 4.1.5, 4.2.5., 5.1.2, 5.2, 5.3.3, 5.4.1 und 7.1.2

Besigheim, im Mai 2017 für den Aufsichtsrat für den Vorstand

Prof. Peter Klaus Michael Müller Aufsichtsratsvorsitzender Vorstandsvorsitzender

Die einzelnen Abweichungen beruhen auf folgenden Erwägungen:

Ziffer 3.8 DCGK: Selbstbehalt in der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziffer 3.8 letzter Absatz, dass in der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat ein Selbstbehalt vereinbart werden soll, der den Empfehlungen des Kodex für den Selbstbehalt bei D&O Versicherungen von Vorständen entspricht.

Müller – Die lila Logistik AG ist der Meinung, dass die Vereinbarung eines solchen Selbstbehalts für Aufsichtsratsmitglieder nicht dazu geeignet ist, die Verantwortung zu verbessern, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats die ihnen übertragenen Aufgaben und Funktionen wahrnehmen. Im Übrigen dient die Versicherung dem Schutz der Gesellschaft.

Ziffer 4.2.2 DCGK: Berücksichtigung auch des Verhältnisses zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt bei Festlegung der Vorstandsvergütung

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziffer 4.2.2 Absatz 2, Satz 3, dass der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der relevanten Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen soll. Der Aufsichtsrat soll bei Abschluss der aktuellen Vorstandsverträge in Übereinstimmung mit den Vorgaben des Aktiengesetzes dafür Sorge tragen, dass die Gesamtbezüge in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds stehen und die übliche Vergütung nicht übersteigen.

Die Festlegung der Vorstandsvergütung orientierte sich, abweichend von dieser, für Großunternehmen entworfenen Regelung, an den üblichen Ermittlungsmethoden, an dem Geschäftsumfang, an der wirtschaftlichen und finanziellen Lage des Unternehmens sowie an Strukturen von Vorstandsgehältern vergleichbarer Unternehmen. Zudem wurden und werden die einzelnen Aufgaben und Verantwortungsbereiche des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt. Soweit der Kodex seit seiner Neufassung die bereits nach dem Aktiengesetz erforderliche Überprüfung einer vertikalen Angemessenheit der Vorstandsvergütung konkretisiert und die für den Vergleich maßgeblichen Vergleichsgruppen sowie den zeitlichen Maßstab des Vergleichs näher definiert, wird insoweit vorsorglich eine Abweichung erklärt. Der Aufsichtsrat hat bei der Überprüfung der vertikalen Angemessenheit nicht zwischen den Vergleichsgruppen der Kodexempfehlung unterschieden und auch keine Erhebungen zur zeitlichen Entwicklung des Lohn- und Gehaltsgefüges durchgeführt.

Ziffer 4.2.5 DCGK: Vorstandvergütungsbericht

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziffer 4.2.5 Absatz 3 Satz 2: "Ferner sollen im Vergütungsbericht für jedes Vorstandsmitglied dargestellt werden:

  • ▸ die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung;
  • ▸ der Zufluss im bzw. für das Berichtsjahr aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren;
  • ▸ bei der Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen der Versorgungsaufwand im bzw. für das Berichtsjahr.

Für diese Informationen sollen die als Anlage beigefügten Mustertabellen verwandt werden."

Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 15. Juni 2015 hat gem. §286 Abs. 5, § 314 Abs. 3 HGB beschlossen, dass die gemäß § 285 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB und §§315a Absatz 1, 314 Absatz 1,Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB (in ihrer jeweils anwendbaren Fassung) verlangten Angaben in den Jahres- und Konzernabschlüssen der Müller – Die lila Logistik AG, die für die Geschäftsjahre 2015 bis 2019 (einschließlich) aufzustellen sind, unterbleiben. Insofern würde eine Darstellung des Vergütungsberichts wie in Ziffer 4.2.5 nicht dem Beschluss der Aktionäre entsprechen. Müller – Die lila Logistik AG berichtet weiterhin in der bisherigen Struktur über die fixen und variablen Gehaltsbestandteile des gesamten Vorstands entsprechend den Vorschriften nach HGB und IFRS. Die zusätzlichen Angaben nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex führen nach Meinung der Gesellschaft zu einer vierfach ausdifferenzierten Angabe zu ein und derselben Vergütungskomponente. Die Gesellschaft hat sich dagegen entschieden, die Vorstandsvergütung in einer dritten und vierten Darstellung zu berichten.

Ziffer 5.1.2 DCGK: Diversity

In Ziffer 5.1.2 empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex, dass der Aufsichtsrat bei der Zusammensetzung des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) achten soll. Der Aufsichtsrat soll für den Anteil von Frauen im Vorstand Zielgrößen festlegen.

Müller – Die lila Logistik AG entscheidet über die Besetzung von Organ- und Führungspositionen nach Maßgabe der Qualifikation der Bewerberinnen und Bewerber und dem Unternehmensinteresse. Auch insoweit erachtet es der Aufsichtsrat grundsätzlich für sachgerecht, die Auswahl der Vorstandsmitglieder von ihrer Persönlichkeit und ihrem Sachverstand abhängig zu machen. Deshalb wurde insoweit der Kodexempfehlung in der derzeit geltenden Fassung nicht entsprochen. Selbstverständlich entspricht der Aufsichtsrat jedoch den geltenden gesetzlichen Anforderungen und hat eine Zielgröße für den Frauenanteil bis 30. Juni 2022 festgelegt. Die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand bis 30. Juni 2022 beträgt 15 Prozent.

Ziffer 5.3.3 DCGK: Bildung eines Nominierungsausschusses durch den Aufsichtsrat

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt die Bildung eines Nominierungsausschusses, "…der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt".

Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG befasst sich eingehend mit den Beschlussvorschlägen an die Hauptversammlung einschließlich der Wahlvorschläge von Aufsichtsratsmitgliedern. Über das bestehende Audit Committee sowie den bestehenden Personalausschuss hinaus stellt die Bildung eines Nominierungsausschusses einen unverhältnismäßigen zusätzlichen Mehraufwand dar. Fragen, die im Nominierungsausschuss zu behandeln sind, werden im Aufsichtsrat erörtert und entschieden.

Ziffer 5.4.1 Absatz 2 DCGK: Benennung von konkreten Zielen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Die Fassung des DCGK vom 7. Februar 2017 empfiehlt in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeiten soll. Für seine Zusammensetzung soll er im Rahmen der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen. Für die gewählten Arbeitnehmervertreter sind die besonderen Regeln der Mitbestimmungsgesetze zu beachten. Bei börsennotierten Gesellschaften, für die das Mitbestimmungsgesetz gilt, setzt sich der Aufsichtsrat zu mindestens 30 Prozent aus Frauen und zu mindestens 30 Prozent aus Männern zusammen. Für die anderen vom Gleichstellungsgesetz erfassten Gesellschaften soll der Aufsichtsrat für den Anteil von Frauen Zielgrößen festlegen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sollen diese Ziele berücksichtigen und gleichzeitig die Ausfüllung des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium anstreben. Der Stand der Umsetzung soll im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden. Dieser soll auch über die nach Einschätzung des Aufsichtsrats angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder der Anteilseigner und die Namen dieser Mitglieder informieren.

Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG entspricht bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung für die Wahl der Anteilseignervertreter sämtlichen gesetzlichen Vorgaben und sämtlichen Empfehlungen des Kodex' hinsichtlich der persönlichen Voraussetzungen für Aufsichtsratsmitglieder. Im Vordergrund steht dabei – unabhängig vom Geschlecht – die fachliche und persönliche Kompetenz möglicher Kandidatinnen und Kandidaten unter besonderer Beachtung der unternehmensspezifischen Anforderungen, damit die Mitglieder des Aufsichtsrates im Falle der Wahl der Vorgeschlagenen insgesamt über die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat ist für die Aufsichtsratsmitglieder nicht vorgesehen. Eine maximale Zugehörigkeitsdauer erscheint dem Aufsichtsrat nicht sachgerecht, zumal die in Gesetz und Satzung festgelegte jeweilige Amtsdauer für Aufsichtsräte einen überschaubaren Zeitrahmen für die Mandate vorgibt. Deshalb wurde und wird insoweit der Kodexempfehlung in der derzeit geltenden Fassung nicht entsprochen. Selbstverständlich entspricht der Aufsichtsrat jedoch den geltenden gesetzlichen Anforderungen und hat eine Zielgröße für den Frauenanteil bis zum 30. Juni 2022 festgelegt. Die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat bis 30. Juni 2022 beträgt 15 Prozent.

Ziffer 7.1.1 DCGK: Berichte zur Unterrichtung von Anteilseigner und Dritte

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, Anteilseigner und Dritte durch den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht sowie unterjährige Finanzinformationen zu unterrichten. Sofern die Gesellschaft nicht verpflichtet ist, Quartalsmitteilungen zu veröffentlichen, soll sie die Aktionäre unterjährig neben dem Halbjahresfinanzbericht in geeigneter Form über die Geschäftsentwicklung, insbesondere über wesentliche Veränderungen der Geschäftsaussichten sowie der Risikosituation, informieren.

Müller – Die lila Logistik AG wird Anteilseigner und Dritte durch den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht sowie den Halbjahresfinanzbericht im Rahmen der gesetzlichen Regelungen des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) unterrichten. Weitere unterjährige Finanzinformationen, z. B. eine Quartals- oder Monatsinformation würden durch entsprechende saisonale Schwankungen Informationen enthalten, die möglicherweise Fehlentscheidungen hinsichtlich der Beurteilung der wirtschaftlichen Unternehmenslage hervorrufen.

Ziffer 7.1.2 DCGK: Veröffentlichungsfristen für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht sowie die unterjährigen Finanzinformationen

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und die verpflichtenden unterjährigen Finanzinformationen innerhalb von 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums zu veröffentlichen.

Müller – Die lila Logistik AG wird den Konzernabschluss und den Halbjahresfinanzbericht im Rahmen der gesetzlichen Regelungen des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) veröffentlichen.

KONZERN-LAGEBERICHT

  • Grundlagen des Konzerns
  • Wirtschaftsbericht
  • Nachtragsbericht
  • Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess
  • Risiko- und Chancenbericht
  • Übernahmerelevante Angaben
  • Vergütungsbericht (Angaben gemäß § 315a Abs. 2 Nr. 4 HGB)
  • Erklärung zur Unternehmensführung (Angaben im Sinne des § 315 Abs. 5 HGB)
  • Abhängigkeitsbericht (Angaben gemäß § 312 AktG)
  • Nichtfinanzielle Erklärung (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz, §§ 289b-e HGB)
  • Prognosebericht

KONZERNLAGEBERICHT

Vorbemerkung

Der vorliegende Konzernlagebericht beschreibt die Lage des Konzerns der Müller – Die lila Logistik AG (Lila Logistik Gruppe) für das Geschäftsjahr 2017. Sollte im Verlauf des Berichts die namensgleiche Einzelgesellschaft gemeint sein, wird dies an entsprechender Stelle explizit erwähnt.

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1. Geschäftsmodell des Konzerns

Die Lila Logistik Gruppe bietet als national und international tätiger Logistikdienstleister alle relevanten Funktionen in der Beratung (Lila Consult) und der Umsetzung (Lila Operating) von Logistiklösungen an. Der Geschäftsbereich Lila Consult setzt sich aus den drei Säulen Management Consulting, Logistics Engineering und Interim Services zusammen. Bei dem Bereich Lila Operating unterscheidet die Lila Logistik Gruppe grundsätzlich zwischen der Aufgabenstellung Route (im weitesten Sinne Transporte von Waren auf der Straße) und Factory (Handling von Waren und Prozessen). Die Felder Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik bilden den Kern der betrieblichen Tätigkeiten des Konzerns. Die Dienstleistungen werden überwiegend in den folgenden Kern- und Zielbranchen platziert:

  • ▸ Automotive
  • ▸ Electronics
  • ▸ Consumer
  • ▸ Industrial
  • ▸ Medical&Pharma

Darüber hinaus bietet das Segment Lila Real Estate Flächen zur Dienstleistungserstellung an.

Zum Kundenkreis der Lila Logistik Gruppe gehören namhafte, national und international tätige Unternehmen. Das Geschäftsmodell der Lila Logistik Gruppe wird auch weiterhin auf wirtschaftliche Herausforderungen zukunftsorientiert gestaltet und in Bezug auf die strategischen Entscheidungen fokussiert.

1.1.1. Standorte und Betriebsstätten

Die nationalen Standorte und Betriebsstätten der Lila Logistik Gruppe sind aktuell in folgenden Städten und Gemeinden: Abstatt, Affalterbach, Althengstett, Besigheim, Bischofsheim, Bünde, Dormagen, Huisheim, Herne, Kirchheimbolanden, Lorsch, Marbach a. N., Nürnberg, Rüsselsheim, Talheim, Wemding und Zwenkau.

Die internationalen operativen Standorte und Betriebsstätten befinden sich in Gliwice, Siechnice und Wroclaw (alle Polen).

1.1.2. Veränderungen im Konsolidierungskreis

Im Geschäftsjahr 2017 haben keine Veränderungen im Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe stattgefunden.

1.1.3. Personal

Für den Unternehmenserfolg der Lila Logistik Gruppe sind engagierte und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zentraler Bedeutung. Im Geschäftsjahr 2017 waren an den europäischen Standorten und Betriebsstätten der Lila Logistik Gruppe im Durchschnitt 1.656 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Auszubildende) tätig. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Vergrößerung der Belegschaft um 34 Personen oder einem Plus von 2,1 % (Vorjahr: 1.622 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter). In Deutschland waren durchschnittlich 1.261 Personen tätig, was einem Anteil von 76,1 % am Personalbestand des Gesamtkonzerns entspricht (Vorjahr: 1.206 Personen oder 74,4 %). In den polnischen Standorten und Betriebsstätten beschäftigte die Lila Logistik Gruppe 395 Personen oder 23,9 % des Personalstamms (Vorjahr: 416 Personen oder 25,6 %).

Die Personalmarketingmaßnahmen der Lila Logistik Gruppe wurden im Geschäftsjahr 2017 ausgeweitet. Im stärker werdenden Wettbewerb um Talente präsentierte sich die Lila Logistik Gruppe auf Firmenkontaktmessen und Ausbildungsmessen. Des Weiteren werden am Firmensitz des Unternehmens mehrere Bewerbertrainings an Schulen der Region angeboten und durchgeführt. Zusätzlich zu der gemeinsam mit den Unternehmen Würth und Bechtle gehaltenen Stiftungsprofessur an der Hochschule Heilbronn wird ein Vorlesungsprogramm zusammen mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg durchgeführt. Die Lila Logistik Gruppe ist hierbei eine Kooperation mit der DHBW eingegangen. Der Studiengang "BWL – Dienstleistungsmanagement – Logistikmanagement" bietet die Vorlesungsinhalte an, die der Prozessorientierung und dem Tätigkeitsbereich der Lila Logistik Gruppe entsprechen. Auch Auslandssemester, die von Seiten der DHBW in Kooperation mit ausländischen Hochschulen angeboten werden, werden betrieblich unterstützt.

Durch die vermehrte Einstellung von Auszubildenden und berufsbegleitenden Studierenden lag die durchschnittliche Ausbildungsquote der Lila Logistik Gruppe mit 4,1 % oberhalb der Quote des Vorjahres von 3,7 % – trotz der insgesamt höheren Beschäftigtenzahl. Auf Grund der zeitlichen Differenz zwischen Prüfungsterminen und Ausbildungsbeginn können sich rechnerische Unterschiede bei der Berechnung der Ausbildungsquoten ergeben. Zudem ist das Ausbildungsspektrum bei der Lila Logistik um attraktive und zukunftsorientierte Ausbildungsberufe erweitert worden, wie beispielsweise Informatikkaufmann/-frau und Fachinformatiker/in für Systemintegration (DHBW).

Um die Weiterbildung innerhalb der Lila Logistik Gruppe noch gezielter zu fördern, wurde seit dem Jahr 2015 ein spezieller Arbeitskreis initiiert. Dieser tagt regelmäßig, um Optimierungspotenziale und neue Entwicklungen für die Aus- und Weiterbildung in der gesamten Lila Logistik Gruppe zu generieren.

1.2. Steuerungssysteme

Das unternehmensinterne Steuerungssystem besteht im Wesentlichen aus der Jahresplanung, der unterjährigen Kontrolle und Steuerung sowie regelmäßigen Vorstandssitzungen und Berichterstattungen an den Aufsichtsrat.

Als bewertungsrelevant gelten für die Lila Logistik Gruppe finanzielle und nichtfinanzielle interne Steuerungsgrößen und Leistungsindikatoren. Leistungsindikatoren, die zur Steuerung der Unternehmensgruppe dienen, sind dem Kapitel 2.4. "Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren" dieses Berichts zu entnehmen. Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf den nichtfinanziellen Bericht, der den inhaltlichen Vorgaben nach §§ 289b-e und 315b-c HGB entspricht und der zusammen mit dem Lagebericht nach § 325 HGB auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.lila-logistik.com sowie im Bundesanzeiger mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts entsprechend veröffentlicht wird.

1.3. Forschung und Entwicklung

Im Rahmen der Beratung zur Logistikumsetzung entwickelt die Lila Logistik Gruppe Methoden und Instrumente zur Optimierung von logistischen Prozessen. Da der Konzern als Dienstleistungsunternehmen keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne betreibt, ist über nennenswerte Angaben nicht zu berichten.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Expansion der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2017 spürbar beschleunigt. Die Weltkonjunktur, die im Verlauf des Jahres 2016 die konjunkturelle Talsohle durchschritten hatte, gewann 2017 weiter an Fahrt. Dabei ist die Konjunktur in nahezu allen großen Volkswirtschaften gleichzeitig aufwärts gerichtet. Nach einer längeren Phase ausgeprägter Schwäche zog der Welthandel im Verlauf des Jahres 2017 spürbar an. Maßgeblich für die Belebung war vor allem die deutlich stärkere Ausweitung des Außenhandels im asiatischen Raum (insbesondere China). Wesentlich für den Aufschwung im Welthandel war auch, dass die Investitionen weltweit deutlich stärker ausgeweitet wurden. Des Weiteren hat sich die Konjunktur in den Schwellenländern im Verlauf des Jahres 2017 weiter gefestigt. Dies ist vor allem auf eine Belebung der Produktion in den Rohstoff exportierenden Ländern zurückzuführen, die in den Jahren 2015 und 2016 stark unter dem Einbruch der Rohstoffpreise gelitten hatten und nun von den wieder merklich höheren Notierungen profitieren. Zudem hat sich in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften der Inflationsdruck im Verlauf des Jahres 2017 trotz der konjunkturellen Beschleunigung nicht weiter verstärkt (vgl. Medieninformation des Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Kiel, vom 13. Dezember 2017).

Das Wirtschaftsklima im Euroraum hat sich im Jahr 2017 verbessert. Die Wirtschaft in der Eurozone ist im vergangenen Jahr so stark gewachsen wie zuletzt 2007, also vor der Finanzkrise. Sowohl in der Europäischen Union als auch im Euroraum stieg die Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr um 2,5 %, wie die Statistikbehörde eurostat im Februar 2018 mitteilte. Gegen Ende des Jahres 2017 hat sich das Wachstum in Europa allerdings leicht verlangsamt. Im letzten Quartal 2017 legte die Wirtschaft in der Europäischen Union und im Euroraum im Vergleich zum Vorquartal jeweils um 0,6 % zu, wie eurostat weiter mitteilte (vgl. eurostat, pressemitteilung euroindikatoren vom 14. Februar 2018).

Mit Konsumausgaben von über 250 Milliarden Euro war Polen auch 2017 der mit Abstand größte Markt Mittelosteuropas. Im EU-Vergleich platziert der Wert Polen zwischen die wesentlich kleineren Länder Belgien und die Niederlande. Der florierende Arbeitsmarkt und steigende Sozialausgaben des Staates beflügeln die Kauflust der Verbraucher (vgl. GTAI – German Trade and Invest: Kaufkraft und Konsumverhalten – Polen, Artikel vom 25. Dezember 2017). Das Statistische Hauptamt Polens (GUS) veröffentlichte im Januar 2018 vorläufige Wirtschaftswachstumsraten für das vergangene Jahr. 2017 war von einem kräftigen Wachstum gezeichnet, dass selbst die Erwartungen der Wirtschaftler überstieg. Laut den veröffentlichten Daten wuchs die polnische Wirtschaft 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 4,6% (Vorjahr: 2,9 %). Das ist der stärkste Anstieg seit 2011 so das GUS. Für eine so kräftige Entwicklung war laut GUS vor allem die Binnennachfrage verantwortlich. Der Konsum der Privathaushalte stieg um 4,8% im Vergleich zum Vorjahr (vgl. Polen-Journal: "Polnische Wirtschaft blüht auf" vom 31. Januar 2018).

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2017 gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahresdurchschnitt 2017 um 2,2 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das achte Jahr in Folge gewachsen. Im Vergleich zu den Vorjahren konnte das Tempo nochmals erhöht werden. Im Jahr 2016 war das BIP bereits um 1,9 % und 2015 um 1,7 % gestiegen. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von 1,3 % lag (vgl. Pressemitteilung Nr. 011 des Statistischen Bundesamtes vom 11. Januar 2018 und Pressemitteilung Nr. 044 vom 14. Februar 2018).

Das Geschäftsklima in der deutschen Logistikwirtschaft hat sich im vierten Quartal 2017 spürbar verbessert und einen neuen Höchststand erreicht. Das geht aus der monatlichen Erhebung zum Logistik-Indikator hervor, den das ifo Institut im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik (BVL) im Rahmen seiner Konjunkturumfragen erhebt. Der Geschäftsklimaindikator für die Logistikwirtschaft erreichte demnach einen Wert von 112,6 Punkten und stieg somit zum Vorquartal um 1,6 Indexpunkte. Verglichen mit dem Vorquartal bewerteten die Logistikdienstleister ihre aktuelle Geschäftssituation im vierten Quartal 2017 nahezu unverändert positiv und der langfristige Mittelwert wurde nach wie vor spürbar übertroffen (ifo-BVL-Logistikindikator, Ergebnisse der ifo Konjunkturumfragen im Dezember 2017 und VerkehrsRundschau, "Stimmung in der Logistikbranche wird immer besser" vom 4. Januar 2018).

2.2. Geschäftsverlauf

Die Unternehmensgruppe konnte im Verlauf des Geschäftsjahres 2017 ein Umsatzwachstum von 2,6 % zum Vorjahreszeitraum vorweisen und erreichte im In- und Ausland per Saldo einen Gesamtumsatz von rund 142,4  Mio. € (Vorjahr: 138,8  Mio. €). Damit hat die Lila Logistik Gruppe den höchsten Umsatz der Firmengeschichte erzielt.

Der Umsatz konnte dabei in erster Linie durch höhere Kundenvolumina an einzelnen Standorten gesteigert werden. Darüber hinaus wurde die gute Umsatzentwicklung der Unternehmensgruppe von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland getragen. Ausschlaggebend hierfür waren einerseits die robuste deutsche Automobilindustrie und die hieraus resultierenden Produktionssteigerungen. Andererseits führten außerplanmäßige Projektverzögerungen im Rahmen eines für 2017 geplanten Neuprojektes zu verringerten Projektumsätzen, wodurch die in diesem Projekt aufgebauten Kapazitäten nicht kostendeckend waren. Da diese Entwicklung nicht kompensiert werden konnte, lag das operative EBIT und folglich das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) sowie der Konzernjahresüberschuss unter den Erwartungen. Das EBIT erreichte einen Wert von 4,1  Mio. € (Vorjahr: 5,3  Mio. €), das EBT lag bei 3,2  Mio. € (Vorjahr: 4,6  Mio. €). Der Konzernjahresüberschuss der Lila Logistik Gruppe belief sich am Ende des Geschäftsjahres 2017 auf 2,0  Mio. € (Vorjahr: 2,9  Mio. €).

2.3. Unternehmenslage

2.3.1. Ertragslage

Umsatzerlöse

Die Lila Logistik Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2017 Umsatzerlöse in Höhe von 142.376 T€. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016 wurden damit die Umsatzerlöse um 3.570 T€ gesteigert (Vorjahr: 138.806 T€).

Die quartalsweise Betrachtung der Umsatzerlöse ergibt folgende Verteilung:

Angaben in % 2017 2016
I. Quartal: 25,6 % 24,7 %
II. Quartal: 24,5 % 25,5 %
III. Quartal: 24,3 % 24,1 %
IV. Quartal: 25,6 % 25,7 %

Die Geschäftstätigkeit der Lila Logistik Gruppe unterliegt saisonalen Einflüssen in Abhängigkeit der Produktionspläne von Kunden.

Der relative Anteil der im Geschäftsjahr 2017 in den deutschen Standorten und Betriebsstätten erzielten Umsatzerlöse betrug 80,2 % (Vorjahr: 79,7 %). Die im Übrigen europäischen Ausland erzielten Umsätze der Lila Logistik Gruppe lagen bei 19,8 % (Vorjahr: 20,3 %).

Standorte/Inbetriebnahme von Produktionsanlagen

Anfang Januar 2017 wurde ein Grundstück mit bestehenden Werkshallen in Besigheim erworben. Die Werkshallen wurden zur Nutzung als Logistikimmobilie bis zum Sommer 2017 umgebaut, so dass im August 2017 ein viertes Logistik Service Center ("Terminal 4") in Besigheim in Betrieb genommen werden konnte. Im Geschäftsjahr 2017 wurde zudem das Kunden-, Mitarbeiter- und Innovationszentrum (kurz "KMI" genannt) in Besigheim in Teilen bezogen. Der komplette Bezug des KMI erfolgt voraussichtlich im Sommer 2018.

Durch das plangemäße Auslaufen von entsprechenden Kundenverträgen sind die Standorte Jelcz-Laskowice (Polen) und Recklinghausen entfallen. Auf Grund des Umzugs einer Kundenabwicklung von Veitsbronn (bei Nürnberg) an den bereits bestehenden Standort Dormagen wurde der Standort Veitsbronn aufgelöst.

Ergebnisentwicklung

Die sonstigen betrieblichen Erträge waren mit 2.158 T€ um 80 T€ etwas niedriger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (Vorjahr: 2.238 T€).

Die Materialaufwendungen der Lila Logistik Gruppe stiegen durch höhere Transportvolumina und leicht höhere Dieselpreise um 0,8 % oder absolut betrachtet um -279 T€ auf -33.185 T€ an (Vorjahr: -32.906 T€); die Materialaufwandsquote lag mit 23,3 % jedoch niedriger als die Vorjahresquote von 23,7 %. Auf Grund der gestiegenen Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Lohn- und Gehaltsanpassungen erhöhte sich der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2017 von -56.456 T€ auf -61.101 T€; die Personalaufwandsquote erhöhte sich von 40,7 % um 2,2-Prozentpunkte auf 42,9 %.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf -4.741 T€; die Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert um -781 T€ resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Standortinvestitionen der Unternehmensgruppe sowie der ganzjährigen Abschreibung von Teilen des im Laufe des Jahres 2016 fertiggestellten Terminal 3 in Besigheim. Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten ergaben sich wie im Vorjahr nicht.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen war eine Reduzierung um 2,4 % auf -41.435 T€ zu verzeichnen (Vorjahr: -42.451 T€); die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierte sich entsprechend auf 29,1 % (Vorjahr: 30,6 %) in erster Linie auf Grund von verringertem Einsatz von Zeitpersonal. Des Weiteren waren geringere Werbe- und Marketingaufwendungen in der Lila Logistik Gruppe zu verzeichnen.

Das Betriebsergebnis der Lila Logistik Gruppe vor Zinsen und Steuern (EBIT) zum 31. Dezember 2017 belief sich auf 4.073 T€ (Vorjahr: 5.272 T€). Die EBIT-Marge war im Vergleich zum Vorjahr mit 2,9 % rückläufig (Vorjahr: 3,8 %); die hohen Investitionen des Berichtsjahres in eine zukunftsorientierte Infrastruktur und vor allem geringere Umsätze bei einem Projektanlauf führten zu einer Reduzierung des EBIT.

Der Saldo aus Zinserträgen und Finanzierungsaufwendungen erhöhte sich insbesondere durch die geringere Aktivierung von Zinsaufwendungen (Bauzeitzinsen) von -694 T€ auf -838 T€. In diesem Zinssaldo enthalten sind im Wesentlichen – neben den Finanzierungsaufwendungen für kurz- und langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten – Zinsaufwendungen für das Factoring in Höhe von -88 T€ (Vorjahr: -113 T€), Zinsen auf Pensionsverpflichtungen per Saldo in Höhe von -101 T€ (Vorjahr: -112 T€), Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von -62 T€ (Vorjahr: Erträge aus der Währungsumrechnung 6 T€) sowie Buchwertgewinne von Finanzderivaten in Höhe von 73 T€ (Vorjahr: 29 T€). Darüber hinaus wurden Bauzeitzinsen in Höhe von 50 T€ aktiviert (Vorjahr: 206 T€).

Das Konzernergebnis vor Steuern belief sich auf 3.239 T€ (Vorjahr: 4.588 T€). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von -1.193 T€ (-1.663 T€) fielen auf Grund des etwas niedrigeren Ergebnisses ebenfalls geringer aus.

Der Konzernjahresüberschuss verringerte sich auf 2.046 T€ (Vorjahr: 2.925 T€). Insgesamt ergibt sich ein Gewinn pro Aktie in Höhe von 0,26 € (Vorjahr: 0,37 €). Das Eigenkapital verzinste sich mit 6,4 % (Vorjahr: 9,1 %).

Entwicklung der Geschäftsbereiche

Das Lila Geschäftsmodell, das Durchbrechen der klassischen Trennung zwischen Beratung und Umsetzung, wird über die Segmente Lila Consult, Lila Operating und Lila Real Estate abgebildet. Weitere Ausführungen sind in der Segmentberichterstattung, im Kapitel "D Segmentinformationen" im Konzernanhang zu finden.

Die vom Geschäftsbereich Lila Consult im Berichtsjahr erzielten Umsatzerlöse beliefen sich auf 2.248 T€ (Vorjahr: 2.156 T€); die Veränderung der Erlöse in diesem Segment erklärt sich im Wesentlichen aus dem Anstieg der Erlöse mit externen Kunden von 531 T€ um 241 T€ auf 772 T€, während sich die internen Erlöse mit anderen Segmenten um -149 T€ auf 1.476 T€ zum Vorjahr reduzierten. Durch den Anstieg der externen Erlöse war das nicht konsolidierte operative Ergebnis (EBIT) des Segments mit 113 T€ positiv (Vorjahr: -115 T€). Hieraus ergibt sich eine EBIT-Marge in Höhe von +5,0 % (Vorjahr: -5,3 %).

Die Ausweitung bestehender Geschäftsbeziehungen zu Kunden im Bereich der operativen Logistikdienstleistungen sowie die Gewinnung weiterer Kunden in diesem Bereich schlugen sich in den Umsatzerlösen des Segments Lila Operating nieder. Insgesamt erwirtschaftete die Lila Logistik Gruppe mit ihren logistischen Lagertätigkeiten und "Value Added Services" (im Bereich Factory) sowie mit Transporten (im Bereich Route) Umsatzerlöse in Höhe von 140.006 T€ (Vorjahr: 136.867 T€). Das nicht konsolidierte EBIT des Segments Lila Operating betrug 2.669 T€ (Vorjahr: 5.097 T€), was einer reduzierten EBIT-Marge in Höhe von 1,9 % entspricht (Vorjahr: 3,7 %). Die Reduzierung der EBIT-Marge ist auf einen verzögerten Projektanlauf zurückzuführen, bei dem aufgebaute Kapazitäten noch nicht ausgelastet werden konnten (siehe auch Punkt 2.2. "Geschäftsverlauf").

Die Umsatzerlöse für das Segment Lila Real Estate betragen 4.183 T€ (Vorjahr: 2.669 T€). Insbesondere durch die konzerninterne Vermietung des neuen Logistics Service Center Terminal 4 in Besigheim ab Sommer 2017 und der Vermarktung von Logistik- und Büroflächen an externe Kunden konnten die Erlöse für das Segment Lila Real Estate deutlich gesteigert werden. Das nicht konsolidierte EBIT des Segments Lila Real Estate belief sich auf 1.453 T€ (Vorjahr: 1.042 T€), welches einer EBIT-Marge in Höhe von 34,7 % (Vorjahr: 39,0 %) entspricht.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Geschäftssegmente sind in nachfolgender Tabelle ersichtlich:

Angaben in T€ Umsatzerlöse EBIT
2017
Lila Consult 2.248 113
Lila Operating 140.006 2.669
Lila Real Estate 4.183 1.453
2016
Lila Consult 2.156 -115
Lila Operating 136.867 5.097
Lila Real Estate 2.669 1.042

Weiterführende Informationen zur Segmentberichterstattung, insbesondere zur Überleitung der IFRS Berichterstattung, können dem beigefügten Konzernanhang im Punkt D. "Segmentinformationen" entnommen werden.

2.3.2. Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das Finanzmanagement der Lila Logistik Gruppe umfasst das Management von Kapitalstrukturen, von Cash- und Liquiditätsstrukturen, von Pensionsrisiken, von Währungsrisiken sowie von Kreditausfallrisiken. Die Unternehmensgruppe verfügt über ausreichend finanzielle Mittel, um ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen zu können.

Die Ziele des Finanzmanagements sind 1) die Beobachtung bilanzieller und cashflowwirksamer Effekte von Währungen auf die Lila Logistik Gruppe und die Reaktion hierauf mit entsprechenden Maßnahmen, 2) die Aufrechterhaltung der Liquidität der Lila Logistik Gruppe zu jedem Zeitpunkt und 3) die Stärkung und Aufrechterhaltung einer angemessenen Eigenkapitalbasis.

Kapitalstruktur

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gliedern sich nach Fälligkeit wie folgt:

VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN

Angaben in T€ 31.12.2017 31.12.2016
Bis 1 Jahr 4.547 3.632
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 11.962 11.902
Über 5 Jahre 12.802 10.171
Gesamt 29.311 25.705

Im Geschäftsjahr wurde ein Darlehen über 7.200 T€ zur Finanzierung des Erwerbs und der Durchführung von Umbauarbeiten am Terminal 4 in Besigheim aufgenommen.

Zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und deren Besicherung sowie den bestehenden Rahmenkreditlinien der Lila Logistik Gruppe verweisen wir auf Punkt E.15. "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" des Konzernanhangs.

Der Verschuldungskoeffizient, der das Verhältnis von Fremdkapital zu Gesamtkapital beschreibt, lag mit 0,64 auf ähnlichem Niveau wie im Geschäftsjahr 2016 mit 0,62.

Investitionen

Die Investitionen der Lila Logistik Gruppe in langfristige Vermögenswerte des Anlagevermögens im abgelaufenen Geschäftsjahr betrafen im Wesentlichen Standortinvestitionen in Logistikimmobilien in Höhe von insgesamt 11.295 T€ (Vorjahr: 11.398 T€). Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich auf 10.758 T€ (Vorjahr: 10.358 T€). Darin inbegriffen sind insbesondere Investitionen für den Erwerb und den Umbau einer Logistikimmobilie in Besigheim ("Terminal 4"), Investitionen für die Außenanlagen des Terminals 3 sowie Investitionen für das sogenannte Kunden-, Mitarbeiter- und Innovationszentrum in Besigheim.

Die Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen mit -4.741 T€ über dem Niveau des Vorjahres von -3.960 T€, im Wesentlichen bedingt durch die gestiegenen Investitionen der Lila Logistik Gruppe in Standort- und Infrastrukturmaßnahmen.

Liquidität

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit lag zum 31. Dezember 2017 mit 9.211 T€ deutlich über dem Vorjahreswert von 4.972 T€. Insbesondere lag dies am Abbau von sonstigen Vermögenswerten bei gleichzeitigem Aufbau von Verbindlichkeiten.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Gesamthöhe von -10.387 T€ (Vorjahr: -11.056 T€) war geprägt durch Mittelabflüsse für Standort- und Infrastrukturinvestitionen am Firmensitz der Unternehmensgruppe.

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 1.220 T€ (Vorjahr: Mittelabfluss in Höhe von -4.353 T€) ergab sich im Wesentlichen durch die Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 7.200 T€ zur Finanzierung des Erwerbs und der Umbaumaßnahmen des Terminals 4. Dem gegenüber standen Tilgungen von Darlehen in Höhe von -3.593 T€ und die Auszahlung der Dividende in Vorjahreshöhe von -2.387 T€.

Zum Stichtag 31. Dezember 2017 waren in der Lila Logistik Gruppe liquide Mittel in Höhe von 7.085 T€ vorhanden (Vorjahr: 6.960 T€). Nähere Einzelheiten sind der Konzern-Kapitalflussrechnung zu entnehmen.

Zur Darstellung der zugesagten, aber nicht ausgenutzten Kreditlinien wird auf den Konzernanhang Punkt F. "Finanzinstrumente", Unterpunkt "Finanzielles Risikomanagement" verwiesen.

2.3.3. Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme war mit 87.974 T€ um 5.223 T€ höher als im Vorjahr (31. Dezember 2016: 82.751 T€).

Auf der Aktivseite der Bilanz waren folgende wesentliche Veränderungen zu verzeichnen: Die langfristigen Vermögenswerte stiegen von 55.775 T€ um 6.580 T€ auf 62.355 T€ zum Ende des Geschäftsjahres an. Die Sachanlagen erhöhten sich dabei von 44.143 T€ zum Vorjahresstichtag auf 51.000 T€ zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 auf Grund der im Geschäftsjahr getätigten Standortinvestitionen in das Wachstum der Unternehmensgruppe. Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich zum 31. Dezember 2017 von 26.977 T€ um 1.358 T€ auf 25.619 T€. Dabei waren die liquiden Mittel der Unternehmensgruppe mit 7.085 T€ auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 6.960 T€). Weitere Ausführungen sind in dem vorangehenden Punkt 2.3.2 "Finanzlage", Unterpunkt "Liquidität" dieses Berichts beschrieben. Die gestiegenen Umsatzerlöse sind im Wesentlichen dafür verantwortlich, dass die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Lila Logistik Gruppe gegenüber Dritten um 935 T€ auf 14.952 T€ angestiegen sind (31. Dezember 2016: 14.017 T€). Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich auf 2.922 T€ (Vorjahr: 5.689 T€); im Vorjahr war der Wert durch Vorsteuerüberhänge (Forderungen gegenüber dem Finanzamt) einzelner Konzernunternehmen höher.

Auf der Passivseite der Konzernbilanz fanden bei den langfristigen Schulden folgende Veränderungen statt: Insbesondere durch die Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 7.200 T€ – unter der Berücksichtigung der Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten – erhöhten sich die langfristigen Darlehen von 22.073 T€ auf 24.764 T€. Zum Bilanzstichtag lagen die passiven latenten Steuern per Saldo mit 1.200 T€ auf dem Niveau des Vorjahresstichtags (Vorjahr: 1.221 T€). Weiterführende Informationen zur Entwicklung der latenten Steuern können dem Konzernanhang im Punkt B.10. "Ertragsteuern" entnommen werden. Die Pensionsrückstellungen reduzierten sich auf Grund des leicht höheren Zinsniveaus von 5.914 T€ um 206 T€ auf 5.708 T€.

Die Entwicklung der kurzfristigen Schulden ist von folgenden Effekten geprägt: Die kurzfristigen Darlehen und der kurzfristige Anteil an langfristigen Darlehen erhöhten sich durch die o. g. Aufnahme eines Darlehens von 3.632 T€ auf 4.546 T€. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbedingt und betrugen zum 31. Dezember 2017 insgesamt 7.847 T€ (31. Dezember 2016: 5.127 T€). Ebenfalls stichtagsbedingt reduzierten sich die sonstigen kurzfristigen Schulden von 8.883 T€ um 644 T€ auf 8.239 T€. Auf Grund entsprechender Zahlungen an die Finanzbehörden sanken die Steuerschulden von 1.238 T€ um 558 T€ auf 680 T€. Per Saldo beliefen sich die kurzfristigen Schulden zum Bilanzstichtag insgesamt auf 23.969 T€ (31. Dezember 2016: 21.433 T€).

Das kumulierte übrige Eigenkapital belief sich auf -3.999 T€ (Vorjahr: -4.495 T€) – weitere Angaben zur Entwicklung des kumulierten übrigen Eigenkapital sind dem Konzernanhang in Punkt E.9. "Eigenkapital" zu entnehmen. Zum Bilanzstichtag betrug das Eigenkapital der Lila Logistik Gruppe 31.970 T€ (31. Dezember 2016: 31.815 T€). Trotz diesen leichten Anstiegs verringerte sich die Eigenkapitalquote auf Grund der gestiegenen Bilanzsumme auf 36,3 % (Vorjahr 38,4 %).

Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, der Hauptversammlung am 15. Mai 2018 vorzuschlagen, von dem Bilanzgewinn des für eine Ausschüttung relevanten Einzelabschlusses der Muttergesellschaft (nach HGB) eine Dividende in Höhe von 0,25 € je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten (Vorjahr: 0,30 €).

2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren und Steuerungsgrößen sind die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (EBIT). Wichtig für die operative Steuerung der Unternehmenseinheiten sind die monatlichen Soll-Ist-Vergleiche, deren Analyse aus Sicht der Unternehmensleitung sowie zukunftsorientierte Informationen, wie z. B. Angaben über Chancen und Risiken.

Neben rein finanziellen Steuerungsgrößen spielen auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie beispielsweise die Ausbildungsquote der Firmengruppe eine Rolle. Zudem spielen Qualitätserfüllungsgrade eine große Rolle, wobei die Messung anhand individueller kundenbezogener Parameter erfolgt. Hierzu verweisen wir auf den nichtfinanziellen Bericht auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.lila-logistik.com.

2.5. Zusammenfassende Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und Vergleich des Geschäftsverlaufs mit den Prognosen des Vorjahres

Die Umsatzerlöse der Lila Logistik Gruppe im Geschäftsjahr 2017 verbesserten sich auf 142.376 T€ und erreichten damit den höchsten Wert der Firmengeschichte. Das erzielte operative Ergebnis (EBIT) in Höhe von 4.073 T€ befand sich damit unterhalb des im Vorjahr und im Halbjahresfinanzbericht kommunizierten Erwartungskorridors zwischen 4,7  Mio. € und 5,2  Mio. € (siehe u. a. Tabelle). Außerplanmäßige Projektverzögerungen im Rahmen eines für 2017 geplanten Neuprojektes führten zu verringerten Projektumsätzen, wodurch die in diesem Projekt aufgebauten Kapazitäten nicht kostendeckend waren. Da diese Entwicklung nicht kompensiert werden konnte, konnte die Lila Logistik Gruppe die Prognose für das operative Ergebnis (EBIT) im Geschäftsjahr 2017 nicht erreichen.

Der Konzernjahresüberschuss lag mit 2.046 T€ um 879 T€ unter dem erzielten Vorjahreswert von 2.925 T€. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stellt sich stabil dar. Der Geschäftsverlauf 2017 bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts entsprach den Erwartungen des Managements.

SOLL-IST-VERGLEICH FÜR 2017

Angaben in Mio. € Prognosen
2017
Ergebnisse
2017
Umsatzerlöse 140 –145  Mio. € 142,4  Mio. €
Operatives Ergebnis (EBIT) 4,7 – 5,2  Mio. € 4,1  Mio. €

3. NACHTRAGSBERICHT

In Bezug auf wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf Punkt G.9. "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" im Konzernanhang.

4. INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Das interne Kontrollsystem (IKS) der Lila Logistik Gruppe ist auf vielfältige Weise in die organisatorischen und technischen Abläufe der Unternehmensgruppe eingebunden. Es wurde passend zur wirtschaftlichen Größe des Konzerns und seiner Abläufe bedarfsgerecht vom Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG eingerichtet und wird bezüglich seiner Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit periodisch vom Risikomanagement überprüft und angepasst. Die Wirksamkeit des IKS wird vom Prüfungsausschuss der Müller – Die lila Logistik AG gemäß den gesetzlichen Anforderungen überwacht. Der Umfang und die Ausgestaltung an die spezifischen Anforderungen der Lila Logistik Gruppe liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. In diesem Zusammenhang ist das Konzern-Controlling verantwortlich für die unabhängige Überprüfung der Funktionsfähigkeit des IKS in der Unternehmensgruppe. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben verfügt das Konzern-Controlling über umfassende Informations- und Prüfrechte. Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es, unabhängig von der konkreten Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens seiner Ziele gibt. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es nur eine relative und keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Das rechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die Steuerung der Prozesse zur Rechnungslegung und Jahresberichtserstellung erfolgen in der Unternehmensgruppe durch die Finanzbuchhaltung, das Konzern-Controlling und das Investor Relations. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert. Relevante Anforderungen werden z. B. in der im Gruppenleitfaden enthaltenen Bilanzierungsrichtlinie festgehalten und bilden zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Grundlage für den Abschlusserstellungsprozess. Darüber hinaus unterstützen ergänzende Verfahrensanweisungen, Meldeformate sowie IT-unterstützte Berichts- und Konsolidierungsprozesse den Ablauf der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung.

Im Bedarfsfall bedient sich die Lila Logistik Gruppe externer Dienstleister, z. B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen der Allianz Lebensversicherungs-AG, bei rechtlichen Fragestellungen (z. B. beim Arbeitsrecht, Vertragsrecht u.a.) externer Rechtsberater oder bei wirtschafts- oder steuerrechtlichen Themen verschiedener unabhängiger Wirtschaftsprüfer und Steuerberater.

Auch der Aufsichtsrat und das Audit Committee sind in das interne Kontrollsystem eingebunden, beispielsweise durch regelmäßige Informationen durch das Berichtswesen und in Aufsichtsrats- und Audit Committee-Sitzungen sowie im Rahmen der Abschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer. Die Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse wird in Form von Selbstevaluierungen regelmäßig geprüft.

Der Bereich Konzern-Controlling stellt die konzernweite und einheitliche Umsetzung der Anforderungen des rechnungslegungsbezogenen IKS über entsprechende Prozesse sicher. Die Konzerngesellschaften sind sowohl für die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren als auch für den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich und werden durch organisatorische Anweisungen unterstützt. Im Rechnungslegungsprozess sind unter Risikoaspekten definierte interne Kontrollen eingebettet. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollen, zu denen lT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung, das Vier-Augen-Prinzip, allgemeine lT-Kontrollen, wie z. B. Zugriffsregelungen in lT-Systemen oder ein Änderungsmanagement gehören. Die Wirksamkeitsbeurteilung des IKS erfolgt für die unter Risikoaspekten ausgewählten Arbeitsbereiche, beginnend bei den operativen Prozessbeteiligten bis hin zu den wesentlichen Verantwortungsträgern der Lila Logistik Gruppe. Die interne Revision nimmt eine unabhängige, stichprobenhafte Prüfung, beispielsweise in Form von Selbstbeurteilungen vor. Dadurch können Verbesserungspotenziale der internen organisatorischen Steuerung aufgedeckt und Optimierungen des IKS vorgenommen werden.

5. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

5.1. Risikobericht

5.1.1. Risikomanagementsystem

Nach § 91 Abs. 2 AktG ist der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG verpflichtet, ein Risikofrüherkennungssystem zu führen. Vorschriften des Handelsgesetzbuchs verlangen darüber hinaus, über die zukünftige Entwicklung und die damit verbundenen Risiken im Lagebericht zu berichten. Das Risikomanagementsystem der Lila Logistik Gruppe ist durch gruppenweite Standards sowie durch Berichts- und Informationssysteme geprägt. In jährlichen Planungsrunden werden alle Geschäftsbereiche auf Chancen und Risiken geschäftsübergreifend untersucht, analysiert und bewertet. Unterjährig wird die Zielerreichung durch das gruppenweite Controlling- und Berichtssystem, insbesondere über aktuelle Forecasts, überwacht und gesteuert.

Der Bereich Risikomanagement der Fachabteilung Konzern-Controlling steuert über ein IT-unterstütztes Softwaretool (Risikomanagementprogramm) im Hinblick auf bestehende und mögliche Risiken die Informationen im zentralen Risikomanagement. Das Risikomanagement-Programm dient der schnellen und einfachen Information durch die Vor-Ort-Verantwortlichen an die Geschäftsführung der Tochtergesellschaften und den Vorstand der Lila Logistik Gruppe. Die Identifikation und Bewertung sowohl interner als auch externer Risiken wird gemeinsam vom Bereich Risikomanagement und den Risikoverantwortlichen der betroffenen Bereiche durchgeführt. Die Lila Logistik Gruppe setzt konzernweit qualitative und quantitative Risikoanalysen sowie andere Risikoberechnungsverfahren ein, beispielsweise Sensitivitätsanalysen und spezielle Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen. Entsprechend der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkungen (wie zum Beispiel die potenzielle Verlust- oder Schadenshöhe) wird das Risiko als "gering", "mittel" oder "hoch" klassifiziert. Zur Identifizierung von Risiken werden in der Unternehmensgruppe verschiedene Techniken angewandt. So wurde beispielsweise ein Risikoatlas entwickelt, der sowohl Beispielsrisiken als auch Maßnahmen zur Risikominimierung enthält. Die Identifikation der Risiken findet auf verschiedenen Unternehmensebenen statt. Dies soll gewährleisten, dass alle wesentlichen Risiken in der gesamten Unternehmensgruppe erkannt und erfasst werden.

Die verantwortlichen Geschäftsführer der Tochtergesellschaften werden regelmäßig über alle identifizierten und relevanten Risiken ihres Verantwortungsbereiches informiert. Monatlich erhält der Vorstand einen Kurzbericht über die wesentlichen Veränderungen (Neuanlagen, Löschungen, Bewertungsänderungen etc.) im Bereich des Risikomanagements. Zusätzlich wird einmal im Quartal der Vorstand über wesentliche Einzelrisiken informiert, die mittels einer Risikoanalyse definierte Schwellenwerte überschreiten. Diese Berichterstattung erfolgt in Form einer qualitativen Beschreibung. Über wesentliche Risiken und Chancen wird außerdem der Vorsitzende des Aufsichtsrats über die Vorstandssitzungsprotokolle unterrichtet. Über relevante Risiken, die das Gesamtunternehmen betreffen, wird der Aufsichtsrat regelmäßig in den Aufsichtsratssitzungen oder bei Bedarf über Telefonkonferenzen in Kenntnis gesetzt. Der Prüfungsausschuss erhält einmal jährlich einen Bericht über den Status des Risikomanagementsystems und seine Umsetzung in den verschiedenen Bereichen. Parallel dazu erstattet die interne Revision dem Prüfungsausschuss ebenfalls regelmäßig Bericht über ihre Tätigkeit.

Die Risikoverantwortlichen verwenden eine spezielle Risikomanagementsoftware, um Transparenz über alle in der Lila Logistik Gruppe vorhandenen Risiken zu schaffen und um das Risikomanagement sowie die entsprechende Berichterstattung zu erleichtern. Identifizierte Risiken werden in der Software erfasst und nachverfolgt. Das Risikomanagement-System erfasst lediglich Risiken, nicht jedoch Chancen. Die interne Berichterstattung erlaubt es, negative Entwicklungen zeitnah zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Im Kern beinhaltet das Risikomanagement also die Verantwortung des Managements, die Risiken im Unternehmen früh zu erkennen, zu analysieren und zu bewerten, um so die notwendigen Vorsorgemaßnahmen treffen zu können.

5.1.2. Risikobewertung

Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter für die Lila Logistik Gruppe aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen als "gering", "mittel" oder "hoch" klassifiziert. Die Skalen zur Messung dieser Indikatoren sind in den nachfolgenden Tabellen dargestellt.

Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
1 bis 5 % Sehr gering
6 bis 20 % Gering
21 bis 50 % Mittel
51 bis 90 % Hoch
91 bis 99 % Sehr hoch

Gemäß dieser Einteilung definiert die Lila Logistik Gruppe ein Risiko mit einer sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeit als eines, das nur unter außergewöhnlichen Umständen eintritt und ein Risiko mit einer sehr hohen Eintrittswahrscheinlichkeit als eines, das voraussichtlich eintreten wird.

Grad der Auswirkungen Definition der Auswirkungen

Niedrig Unerhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Moderat Begrenzte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Wesentlich Bedeutsame negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Kritisch Beträchtliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Schädigende oder schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Vermögens-,
Gravierend Finanz- und Ertragslage

Gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben sich folgende Klassifizierungen:

AUSWIRKUNG

Gravierend H H H H H
Kritisch M M H H H
Wesentlich M M M H H
Moderat L M M M H
Niedrig L L M M M
Sehr gering Gering Mittel Hoch Sehr hoch

Eintrittswahrscheinlichkeit

H = Hohes Risiko M = Mittleres Risiko L = Geringes Risiko

5.1.3. Wesentliche risikopolitische Grundsätze

Die Lila Logistik Gruppe ist sich darüber im Klaren, dass alle wirtschaftlichen Aktivitäten grundsätzlich mit Risiken verbunden sind. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Lila Logistik Gruppe eine restriktive, das heißt risikoaverse Strategie. Keine Handlung oder Entscheidung darf die Existenz der Unternehmensgruppe oder einer der Tochtergesellschaften gefährden. Risiken sind soweit wie möglich abzusichern oder zu vermeiden und Restrisiken durch das Risikomanagement zu steuern.

Die Lila Logistik Gruppe ist den typischen Geschäftsrisiken ausgesetzt, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Dazu gehören insbesondere Nachfragerückgänge und die weiteren hier aufgezeigten allgemeinen und unternehmensspezifischen Risiken.

5.1.4. Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen, wie in Punkt 2.1 "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen" genannt, haben maßgebliche Auswirkungen auf Risiken für die Unternehmensgruppe. Eine Konjunktureintrübung könnte die Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern und letztlich nach Transport- und Logistikleistungen deutlich schwächen. Damit bestehen unmittelbar und mittelbar ökonomisch bedingte Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe. Darüber hinaus ergeben sich direkte und indirekte Auswirkungen durch wirtschaftliche Risiken der Kunden (siehe auch Punkt 5.1.7 "Kundenspezifische Risiken"). Insbesondere aus den Branchen Automotive und Consumer Electronics können negative Auswirkungen auch die Lila Logistik Gruppe treffen. Beispielsweise könnte ein konjunktureller Einbruch im Bereich Automotive auf Grund Exportschwierigkeiten durch die Verbundenheit mit Kunden dieser Branche, negative Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnissituation der Lila Logistik Gruppe haben.

Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verändern, müssen beispielsweise Kapazitätsanpassungen vorgenommen werden. Es besteht das Risiko, dass diese Anpassungen nur zeitverzögert möglich sind. Umsatzrückgänge und Kostensteigerungen hätten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge.

Die Lila Logistik Gruppe stuft die Risiken aus einer negativ gesamtwirtschaftlichen Entwicklung als mittlere Risiken ein.

5.1.5. Branchenrisiken und Risiken transportnaher Dienstleistungen

Die Logistikbranche ist im großen Maße abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Negative wirtschaftliche Entwicklungen könnten somit zu einer Reduzierung der Nachfrage nach Logistikdienstleistungen führen.

Für einen Teil der Transportdienstleistungen setzt die Lila Logistik Gruppe Subunternehmer ein, um die vereinbarten Leistungen zu erbringen. Der Einkauf erfolgt entweder zu längerfristig festgelegten Preisen durch Rahmenvereinbarungen oder durch Einzelbeauftragungen (Spotmarkt). Eine Nichtverfügbarkeit ausreichender Transportkapazitäten bzw. unerwartete Kapazitätsengpässe können zu Preissteigerungen im Beschaffungsbereich führen. Eine geografische Streuung der Aufträge macht die Lila Logistik Gruppe unabhängiger von regionalen Lieferengpässen und hilft bei lokalen Lieferschwierigkeiten, Alternativen zu finden.

Im Zusammenhang mit dem Erbringen von Transportdienstleistungen besteht das Risiko sich ändernder Rohölpreise, welche die Treibstoffpreise unmittelbar beeinflussen. Einerseits kann ein steigender Dieselpreis zu einer anhaltenden Verteuerung im Transportbereich führen; dies könnte auch zu einer Verteuerung der eigenen Transportdienstleistungen führen, wobei das Risiko besteht, dass diese Verteuerung nicht in vollem Umfang oder nur zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden kann – somit würden diese Kosten im Unternehmen verbleiben. Andererseits kann ein sinkender Dieselpreis zu günstigeren Transportdienstleistungen führen, wobei das Risiko besteht, dass diese Vergünstigung durch bestehende Preisgleitklauseln nicht zwangsläufig zu einer Ergebnisverbesserung führen muss.

Auch bei der Bewirtschaftung von Logistikimmobilien besteht das Risiko sich ändernder Energiepreise, welche Mietnebenkosten beeinflussen und den Aufwand zum Betreiben der Logistikimmobilien beeinflussen.

Weitere branchenspezifische Risiken ergeben sich aus der Einführung oder Erhöhung von transportbezogenen Abgaben (z. B. Maut) und Steuern. Diese Kostenbelastungen haben – wenn sie nicht vollständig weitergegeben werden können – negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe zur Folge.

Die Lila Logistik Gruppe bewertet die Branchenrisiken und Risiken transportnaher Dienstleistungen als hohe Risiken.

5.1.6. Risiken eingesetzter Dienstleister

Fehlleistungen einzelner beauftragter Dienstleister, beispielsweise auf dem Gebiet der eingesetzten Transportunternehmen, im Bereich der Leasinggesellschaften, der Zeitarbeit oder auf dem Gebiet der IT-Infrastruktur, können die Prozessund Arbeitsabläufe und die Fähigkeit, Kundenzusagen zu erfüllen, negativ beeinflussen oder zusätzliche operative Kosten verursachen. Jegliche operative Störungen oder Qualitätsprobleme, insbesondere durch Schäden, welche von Dienstleistern verursacht wurden, können die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen. Die Lila Logistik Gruppe wirkt diesem Risiko im Bereich der Subunternehmer durch entsprechende Versicherungsbestätigungen und Verträge entgegen. Zur Risikobegrenzung werden zudem alle Subunternehmen, Leasinggesellschaften, Zeitarbeitsfirmen und IT-Dienstleister sorgfältig ausgewählt und eingearbeitet. Außerdem bestehen zu einem Großteil der eingesetzten Dienstleister langjährige Geschäftsbeziehungen, die ein möglichst hohes Qualitätsniveau der erbrachten Dienstleistungen gewährleisten.

Die Risiken durch eingesetzte Dienstleister schätzt die Lila Logistik Gruppe als mittlere Risiken ein.

5.1.7. Kundenspezifische Risiken

Eine verschlechterte Bonität von Kunden birgt entsprechende Forderungsausfallrisiken. Des Weiteren sind steigende Forderungslaufzeiten, nicht fristgerecht bediente Forderungen bzw. Forderungsausfälle und unerwartet auftretende Insolvenzen möglich. Ausfallrisiken begegnet die Lila Logistik Gruppe zum einen mit einem Inkasso- und Forderungsmanagement und zum anderen mit Factoring, jedoch kann dieses nicht gänzlich ausschließen, dass bei einer Insolvenz von Großkunden Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der gesamten Lila Logistik Gruppe bestehen. Strukturelle Veränderungen des Produktionsverbundes von Großkunden können ebenfalls Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der gesamten Lila Logistik Gruppe haben.

Kundenseitige Rationalisierungsprogramme und Restrukturierungsmaßnahmen führen in vielen Fällen gegenüber den Logistikdienstleistern zu einem verschärften Kostendruck und damit verbunden zu Forderungen nach Preisreduktionen der Dienstleister. Die Folgen können auch eine Überprüfung bestehender Logistikverträge und eine steigende Zahl an Neuausschreibungen sein. Zudem können in der Vertragsgestaltung Risiken, beispielsweise Haftungs- oder Investitionsrisiken, teilweise auf die Dienstleister übertragen werden. Für die Lila Logistik Gruppe besteht das Risiko, dass durch die Kostensensibilität der Kunden die Ertragssituation negativ beeinflusst werden kann.

Weitreichende Verbindungen mit den Abläufen der Kunden stellen eine vergleichsweise hohe Sicherheit im Hinblick auf bestehende Geschäfte und zukünftige Aufträge dar. Die sich hieraus ergebenden Abhängigkeiten bestehen sowohl vom Kunden zum Logistikdienstleister als auch in umgekehrter Richtung. Dennoch können auch Verträge, die nicht verlängert oder vom Kunden mit den entsprechenden Fristen gekündigt werden, entsprechende Auswirkungen (beispielsweise Standortschließungen) nach sich ziehen. Im Geschäftsjahr führte der Auslauf zweier Kundenverträge sowie die Verlagerung eines Kundengeschäfts an einen anderen Standort zu drei Standortschließungen. Weitere Ausführungen sind dem Nachtragsbericht des Konzern-Anhangs im Punkt G.9. "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" zu entnehmen.

Die Lila Logistik Gruppe schätzt die kundenspezifischen Risiken als hohe Risiken ein.

5.1.8. Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Müller – Die lila Logistik AG unterliegt mit ihren finanziellen Aktivitäten den folgenden Risiken, deren Steuerung und Überwachung durch ein schriftlich fixiertes und systematisches Risikomanagementsystem erfolgen:

  • ▸ Kreditrisiken
  • ▸ Liquiditätsrisiken
  • ▸ Marktrisiken

Zu diesen Risiken wird im Konzernanhang im Punkt F. "Finanzinstrumente", Unterpunkt "Finanzielles Risikomanagement" Stellung genommen.

Die Lila Logistik Gruppe bewertet die finanzwirtschaftlichen Risiken als mittlere Risiken.

5.1.9. Regulatorische Risiken

Änderungen der Gesetzgebung oder der Auslegung von Gesetzen können die Umsätze und Profitabilität der Müller – Die lila Logistik AG und ihrer Tochtergesellschaften beeinträchtigen. Sollten sich die gesetzlichen Voraussetzungen in Deutschland, z. B. im Bereich der Steuern und Sozialabgaben, des Arbeitsrechts oder des Werkvertragsrechts ändern, so kann dies zu einem höheren Aufwand oder zu höheren Haftungsrisiken der Unternehmen führen. Hier sind insbesondere die politischen Debatten zur Befristung von Arbeitsverhältnissen zu nennen. Zum 1. April 2017 ist das neue AÜG in Kraft getreten. Dieses sieht verschiedene Vorschriften für die Zeitarbeit in Deutschland vor; insbesondere sind dabei die Einführung einer Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten und "Equal Pay" nach neun Monaten zu nennen. Die Umsetzung des Gesetzes ist mit steigendem administrativem Aufwand sowie steigenden Arbeitsentgelten in der Leiharbeitsbranche verbunden. Diese Kostenbelastungen haben – wenn sie nicht vollständig weitergegeben werden können – negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe zur Folge.

Die Lila Logistik Gruppe bewertet die regulatorischen Risiken als mittlere Risiken.

5.1.10. Risiken durch Umweltschutz und umweltrelevante Gesetzesauflagen

Umweltmanagement und Umweltrisikomanagement sind für Unternehmen generell entscheidende Faktoren für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Die zunehmende Sensibilisierung in der Gesellschaft hat den Umgang der Unternehmen mit Umweltrisiken verändert. Weiterhin sind die Feinstaubdiskussion und die Diskussion der Belastung der Innenstädte mit Stickoxiden im Gange, da die Grenzwerte immer wieder überschritten werden.

Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes in Leipzig zu Diesel-Fahrverboten Ende Februar 2018 stellt sich nun in den betroffenen Städten die Frage, ob sie solche Fahrverbote einführen. Welche Städte welche Arten von Fahrverbote verhängen, steht aktuell noch aus.

Gestiegene Anforderungen an den Umweltschutz durch den Gesetzgeber oder behördliche Auflagen führen zu erhöhten Aufwendungen. Demgegenüber ergeben sich durch den Einsatz moderner Technik Einsparungen, beispielsweise durch den Einsatz von Energieoptimierungskonzepten in Gebäuden. Des Weiteren ermöglicht der Einsatz moderner Fahrzeugeinheiten Vergünstigungen bei gesetzlichen Abgaben. Boden- bzw. Grundstücksgutachten gehören zum Standard vor Standort- und Infrastrukturinvestitionen der Lila Logistik Gruppe, um Umweltrisiken, beispielsweise durch Bodenbelastungen, zu vermeiden. Darüber hinaus wird bei der Lila Logistik Gruppe die Gefahr des Eintritts von Umweltrisiken mit zertifizierten Umweltmanagementsystemen gemindert.

Ein gutes Umweltmanagement bietet darüber hinaus strategische Wettbewerbsvorteile, da bei zahlreichen Kundenausschreibungen umweltrelevante Gesichtspunkte abgefragt werden. Insofern betrachtet die Unternehmensgruppe Maßnahmen im Bereich des Umweltschutzes stets auch als Grundlage für nachhaltiges Wirtschaften.

Die Lila Logistik Gruppe schätzt die Risiken durch Umweltschutz und umweltrelevante Gesetzesauflagen als mittlere Risiken ein.

5.1.11. Personalrisiken

Engagierte und kompetente Fach- und Führungskräfte sind ein zentraler Erfolgsfaktor für die Lila Logistik Gruppe. Deshalb bestehen Risiken, offene Stellen in der Unternehmensgruppe mit Leistungsträgern nicht schnell bzw. adäquat besetzen zu können oder bereits vorhandenes Personal zu verlieren.

Für die Erbringung der Transport- und Logistikdienstleistungen an verschiedenen Standorten des Unternehmens ist die Verfügbarkeit von Arbeitskräften von zentraler Bedeutung. Sollte es in bestimmten Bereichen zu Engpässen bei der Verfügbarkeit von Arbeitskräften – beispielsweise von Berufskraftfahrern – kommen, besteht das Risiko, dass die Unternehmensgruppe ihre Dienstleistungen auf Grund erhöhter Personal- bzw. Transportkosten nicht vereinbarungsgemäß oder nur auf unwirtschaftliche Weise erbringen kann. Dies könnte sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe auswirken.

In bestimmten Teilbereichen werden insbesondere auf Grund wirtschaftlicher und rechtlicher Gegebenheiten externe Dienstleister eingesetzt. Damit können Phasen mit erhöhtem Leistungsaufkommen aufgefangen werden. Zunehmend werden Mitarbeiter aller Leistungsebenen in risikorelevanten Bereichen sensibilisiert, um so wirtschaftlichen Schaden durch beispielsweise Beschädigungen, Arbeitsunfälle oder ggf. Missachtung sicherheitsrelevanter Vorschriften von der Lila Logistik Gruppe abzuwenden. Trotz ausreichender Sensibilisierungen und Schulungen können Risiken aus Beschädigungen oder Unfällen nicht ausgeschlossen werden.

Auf Grund der demografischen Entwicklung wird das Angebot an qualifizierten Fachkräften sinken. Die Bevölkerung in Deutschland wird statistisch betrachtet immer älter; zwar steigen die Geburtenraten in Deutschland in jüngster Zeit leicht, jedoch auf niedrigem Niveau – schwindende Schüler- und Ausbildungszahlen und damit weniger potenzielle Nachwuchskräfte sind die Folge. Eine frühzeitige Ansprache interessierter Jugendlicher auf Messen, gemeinsame Workshops mit Hochschulen, Praktika und Masterarbeiten sowie ein attraktives unternehmensübergreifendes Ausbildungssystem an den Standorten der Lila Logistik Gruppe sollen die Gewinnung des Nachwuchses sicherstellen. Des Weiteren wurde in den vergangenen zwei Jahren das Ausbildungsspektrum um neue attraktive und zukunftsorientierte Ausbildungsberufe erweitert, wie beispielsweise Informatikkauffrau/-mann oder Fachinformatiker/in für Systemintegration. Zudem werden neue duale Studiengänge in Kooperation mit der DHBW in Stuttgart angeboten, wie beispielsweise der Studiengang Bachelor of Arts, BWL-Dienstleistungsmanagement mit dem Schwerpunkt Medien und Kommunikation oder der Studiengang Bachelor of Science, Wirtschaftsinformatik mit dem Schwerpunkt Application Management. Der wirtschaftliche Erfolg der Lila Logistik Gruppe beruht zu einem wesentlichen Teil auf den Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiter. Aus diesem Grund werden die Mitarbeiter bedarfsgerecht geschult, um zu gewährleisten, dass die Qualität der Leistungen den Anforderungen der Kunden entspricht.

Personalentwicklung bedeutet für die Lila Logistik Gruppe mehr als nur regelmäßige Schulung der Mitarbeiter. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Mitarbeiter bei unzureichender persönlicher Entwicklung in ihrer neuen Position oder bei ihrer neuen Aufgabe überfordert werden, trotz ausreichender fachlicher Qualifizierung durch Schulungen. Die organisatorischen Voraussetzungen für eine positive fachliche und persönliche Personalentwicklung wurden in den vergangenen Geschäftsjahren kontinuierlich weiterentwickelt. Eine zielgruppenorientierte Personalförderung im Bereich der Führungskräfte stärkt darüber hinaus die Identifikation mit dem Unternehmen.

Eine mögliche Zunahme chronischer und akuter Krankheiten stellt ein Risiko für die Müller – Die lila Logistik AG und ihre Tochtergesellschaften dar. Mit einem systematischem Gesundheitsmanagement und bereichsübergreifenden Maßnahmen wird diesem Risiko begegnet.

Die Lila Logistik Gruppe schätzt die Personalrisiken als mittlere Risiken ein.

5.1.12. Risiken aus dem Management von Projektanläufen

Projektanläufe beinhalten grundsätzlich finanzielle und operative Risiken. Zu den finanziellen Risiken zählen insbesondere Finanzierungs- und Kalkulationsrisiken. Risiken können sich darüber hinaus bereits im Vorfeld eines Projektes auch aus der Gestaltung der Kundenverträge ergeben.

Die operativen Risiken beinhalten Abwicklungs-, Kapazitäts- und Haftungsrisiken. Dabei bestehen bei jedem Projektanlauf auch Risiken im Bereich der Personalgestellung, des eingesetzten Equipments, der Infrastruktur und möglicherweise auch durch eingesetzte Dienstleister. Insbesondere durch Neuprojekte und neue Standorte der Unternehmensgruppe können operative und finanzielle Risiken verstärkt auftreten. Durch interdisziplinäres Projektmanagement und intensives Projektcontrolling werden diese Risiken abgeschätzt. Auf Basis dieser Schätzung ergeben sich Maßnahmen zur Reduktion der Risiken.

Die Lila Logistik Gruppe bewertet die Risiken aus dem Management von Projektanläufen als hohe Risiken.

5.1.13. IT-Risiken

Die Vernetzung aller Prozessbeteiligten in den logistischen Abwicklungen erfordert funktions- und anpassungsfähige IT-Systeme. Durch die zentrale Stellung der IT in allen Projekten der Lila Logistik Gruppe entstehen vielfältige Risiken in diesem Bereich. Insbesondere bestehen Ausfallrisiken, die durch Systeminstabilitäten hervorgerufen werden können, das Risiko von Datenverlusten, Herausforderungen in Bezug auf die Datensicherheit, Beeinflussung der Servicequalität bis hin zu Schnittstellenrisiken zur IT des Kunden.

Die Unternehmensgruppe schützt IT-Systeme beispielsweise durch Firewalls, Virenscans, technische Frühwarnsysteme (z. B. bei der Entwicklung von Datenmengen) und Dopplung von Systemen. Außerdem setzt die Lila Logistik Gruppe organisatorische und technische Notfallmaßnahmen ein, um mögliche Schäden zu mindern. Die Unternehmensgruppe nutzt für die Anbindung der Standorte zudem ein qualitätsgesichertes MPLS-Netz und bindet die Standorte redundant an.

Die Gesellschaften der Lila Logistik Gruppe führen darüber hinaus regelmäßig Maßnahmen durch, um die eingesetzten IT-Systeme und die komplette IT-Infrastruktur an die sich ändernden Kundenbedürfnisse und neue organisatorische Anforderungen anzupassen. Alle Dokumente und Informationen, die in den einzelnen Bereichen eingesetzt werden, gelten als sicherheitsrelevant und vertraulich. Nur die mit der Abwicklung betrauten Personen dürfen die notwendigen Informationen über Berechtigungskonzepte nutzen und untereinander austauschen. Informationen müssen sicher aufbewahrt werden. Für den Datenaustausch mit Dritten bestehen klar definierte Vorgehensweisen. Des Weiteren erfolgen periodische Sicherungen von relevanten Daten, Zugriffskontrollen sowie Verschlüsselungen bei der Versendung von vertraulichen Daten an Dritte. Auch die Sicherheit besonders schützenswerter und sensibler Bereiche (z. B. der zentralen IT-Abteilung) ist durch separate Zugangskontrollen gewährleistet. Darüber hinaus sind IT-Serverräume brand- und wassergeschützt sowie klimaoptimiert gebaut.

Des Weiteren können, insbesondere im Bereich der Durchdringung der Gesellschaftsprozesse mit Informationstechnologien (z. B. durch die Digitalisierung), technologische Entwicklungen sowohl Chancen als auch Risiken beinhalten.

Die Lila Logistik Gruppe schätzt die IT-Risiken als hohe Risiken ein.

5.1.14. Risiken der Internationalisierung

Wirtschaftliche und rechtliche Besonderheiten des ausländischen Marktumfeldes können mit erheblichen Aufwendungen verbunden sein. Derzeit führen Vertreter der EU und Großbritanniens Gespräche über den sogenannten Brexit. Diese könnten einen Einfluss auf internationale wirtschaftliche Entwicklungen haben, die zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar sind.

Im Ausland kann zudem ein erhöhtes Risiko von Zahlungsverzögerungen oder Forderungsausfällen eintreten. Konzerngesellschaften der Lila Logistik Gruppe betreiben auch Geschäfte außerhalb der europäischen Währungszone in Polen. Der überwiegende Teil der dort ausgestellten Rechnungen wird nicht in Euro gestellt beziehungsweise beglichen. Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen Währungen der Länder außerhalb der europäischen Währungszone können das Konzernergebnis der Lila Logistik Gruppe beeinflussen. Die Wechselkurse zwischen dem Euro und dem Zloty werden zeitnah vom zentralen Finanzbereich betrachtet; Aufsichtsrat und Audit Committee werden regelmäßig über die Auswirkungen der Währungsdifferenzen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage informiert.

Die Lila Logistik Gruppe schätzt die Risiken der Internationalisierung als niedrige Risiken ein.

5.1.15. Risiken durch Eintritte in bestehende Arbeitsverhältnisse

Der Erwerber eines Betriebs oder Betriebsteils tritt nach deutschem Recht kraft Gesetzes in die Rechte und Pflichten aus den zum Zeitpunkt des Übergangs des Betriebs oder Betriebsteils bestehenden Arbeitsverhältnissen ein. Im Rahmen des zukünftigen Erwerbs von Betrieben oder Betriebsteilen ist daher nicht ausgeschlossen, dass die Tochtergesellschaften Arbeitsverhältnisse fortführen müssen, die sie ohne die gesetzliche Verpflichtung nicht übernommen hätten. Auch wenn die Gesellschaft sich bemüht, diesen wirtschaftlichen Belastungen in der Erwerbsvereinbarung mit dem Veräußerer Rechnung zu tragen, ist nicht ausgeschlossen, dass sich die gesetzlich angeordnete Fortführung der Arbeitsverhältnisse beim Erwerb eines Betriebs oder Betriebsteils negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften auswirkt.

Die Risiken durch Eintritte in bestehende Arbeitsverhältnisse schätzt die Unternehmensgruppe als mittlere Risiken ein.

5.1.16. Schadens- und Inventurrisiken

Im täglichen Geschäftsbetrieb mit Dienstleistungen, Waren und Personen bestehen mögliche Schadens- oder Inventurrisiken. Haftungs- und Inventurrisiken werden, soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, durch Versicherungen abgedeckt. Zudem versucht die Lila Logistik Gruppe Haftungsbegrenzungen in den Verträgen zu vereinbaren. Zu den weiteren Schadensrisiken zählen Elementarrisiken und andere Ereignisse, die durch Unfälle oder Terror ausgelöst werden, sowie Diebstahl oder Beschädigung von Vermögenswerten. Neben entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen sowie Notfallplänen sind diese Risiken durch einen angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt. Ein zusätzlicher Schwerpunkt um die Schadens- und Inventurrisiken zu reduzieren, ist der weiterhin konsequente Ausbau des Schadensmanagement. Nachdem zunächst an den Standorten Schadensverantwortliche bzw. Schadensbeauftragte eingesetzt wurden, gilt es nun diese planmäßig weiter zu qualifizieren. Dies gelingt einerseits durch Schulungen, andererseits durch den regelmäßigen Erfahrungsaustausch unter den Standorten, so dass erfolgreiche Maßnahmen auf die gesamte Gruppe übertragen werden können.

Im Sommer 2017 ging der Lila Logistik Gruppe ein Schreiben eines Kunden mit Schadensforderungen im sechsstelligen Bereich zu. Gegen diese Forderungen hat die Unternehmensgruppe stichhaltige Einwendungen. Da der zu Grunde liegende Sachverhalt nicht von der Lila Logistik Gruppe verursacht wurde und zudem Versicherungs- und darüber hinaus Regressansprüche vorliegen, wird die Wahrscheinlichkeit einer finanziellen Belastung für die Unternehmensgruppe weiterhin als gering erachtet.

Die Lila Logistik Gruppe bewertet die Schadens- und Inventurrisiken als hohe Risiken.

5.1.17. Gesamtrisikosituation

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation hat sich 2017 gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Zu den Risiken der Lila Logistik Gruppe gehören zum einen die nicht von der Gesellschaft unmittelbar beeinflussbaren Faktoren – wie beispielsweise die allgemeine Entwicklung der nationalen und internationalen Wirtschaftslage, die regelmäßig beobachtet wird. Zum anderen gehören dazu von der Lila Logistik Gruppe unmittelbar beeinflussbare, zumeist operative Risiken, die frühzeitig bewertet werden und gegen die, falls notwendig, Maßnahmen eingeleitet werden.

Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung sind keine Risiken erkennbar, die zu einer dauerhaften und wesentlich negativen Beeinträchtigung der künftigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gesamtkonzerns führen können. Organisatorisch hat die Lila Logistik Gruppe Voraussetzungen geschaffen, um frühzeitig über mögliche Risikosituationen informiert zu sein und um entsprechende Steuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. Aus heutiger Sicht ist der Bestand der Unternehmensgruppe nicht gefährdet.

5.2. Chancenbericht

Die politische Lage in einigen europäischen Ländern, in Asien und den USA, die notwendige finanzielle und wirtschaftliche Stabilisierung im Euroraum und der demografische Wandel können Staat, Wirtschaft und Gesellschaft vor bedeutende Herausforderungen stellen. Für das weitere Wachstum der Unternehmensgruppe geht das Management von der Annahme aus, dass die konjunkturelle Lage weiterhin stabil bleibt, so dass die Lila Logistik Gruppe Marktchancen für die Zukunft erschließen kann. Im Fokus der Marktchancen steht die Erschließung von neuen Absatzpotenzialen durch Neukundengewinnung und den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen der Tochtergesellschaften. Dabei sieht die Unternehmensgruppe national wie international Möglichkeiten des Wachstums. Auf sich ändernde Marktgegebenheiten wird durch operative und strategische Maßnahmen proaktiv reagiert. Dadurch werden langfristige Erfolgspotenziale geschaffen.

Die Erschließung neuer Marktchancen erfolgt im Kern durch die Steuerung und Weiterentwicklung der Kernbranchen sowie des Angebots von Produkten und Dienstleistungen an die Kundenbedürfnisse. Potenzielle Chancen ergeben sich aus dem anhaltenden Bedarf an Optimierungen im Bereich logistischer Abläufe von Unternehmen. Die Stärken der Lila Logistik Gruppe bestehen im Geschäftsmodell aus der Verbindung von Beratung und Umsetzung logistischer Prozesse aus einer Hand. Ein solches Angebot umfasst die konventionellen logistischen Kernaufgaben wie auch branchen- bzw. kundenbezogene Zusatzaufgaben, welche die Unternehmensgruppe durchführt. Dabei ist insbesondere auch das Segment Lila Real Estate zu nennen, in dem die eigenen Immobilien zur operativen Logistikabwicklung effizient eingesetzt werden. Miet- und Leasingaufwendungen machen den Großteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus; daher wirkt gerade bei steigenden Mietpreisen der Einsatz eigener Immobilien kostenstabilisierend.

Weiterhin werden zunehmend Sekundärfunktionen, wie die Logistik, aus Unternehmen der verschiedensten Branchen ausgelagert (Outsourcing). Der Trend, dass Unternehmen Geschäftsabläufe auslagern, hält an. Die hohen Anforderungen des Marktes implizieren einen umfassenden Logistik-Service, den die Lila Logistik Gruppe durch ihre Geschäftsbereiche Lila Consult, Lila Operating und Lila Real Estate anbietet. Durch die enge Zusammenarbeit aller Unternehmensbereiche sieht die Unternehmensleitung weiterhin Wachstumschancen. Um kundenspezifische Dienstleistungen zu erbringen, müssen viele interne Abläufe integriert erbracht werden. Hierzu zählen neben den grundlegenden operativen Abläufen auch unterstützende Funktionen, wie Einkauf, Vertrieb, HR, IT, Finanz- und Rechnungswesen sowie Management-Dienstleistungen. Sofern es gelingt, interne Abläufe auf die Anforderungen der Kunden auszurichten und gleichzeitig Kosten zu senken, kann dies zu positiven Planabweichungen führen.

Logistische Dienstleistungen erfordern komplexe betriebliche Infrastrukturen mit hohen Qualitätsstandards. Zuverlässigkeit und betriebliche Flexibilität kontinuierlich zu gewährleisten bedeutet, die Abläufe reibungslos zu organisieren sowie technisch und personell abzusichern. Im Geschäftsjahr 2018 steht den Gesellschaften der Unternehmensgruppe für die Personalentwicklung ein dezentrales Budget für Weiterbildungsmaßnahmen zur Verfügung.

Ein wesentlicher Vorteil der Personalentwicklung besteht darin, sich unabhängiger vom Arbeitsmarkt zu machen und unternehmenseigene Potenziale zu heben. Dazu kommt der Nebeneffekt, dass Fortbildungen für Mitarbeiter meist attraktiv sind, eine Wertschätzung darstellen und die Identifikation mit dem Unternehmen fördern. In Zeiten des demographischen Wandels ist auch die Ausbildung ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Die kurz- und mittelfristige Liquiditätsversorgung der Unternehmensgruppe ist auf Grund der ausgewiesenen Guthaben sowie der erweiterten aber nach wie vor nicht ausgenutzten Kontokorrent- und Avalrahmenkreditlinien in ausreichender Höhe sichergestellt. Die Basis der stabilen Konzernfinanzierung liegt in abgeschlossenen langfristigen Kreditverträgen mit günstiger Zinsbindung.

Die in den Geschäftsbereichen getätigten Investitionen folgen dem Ziel, die gute Ertragslage im nationalen und internationalen Wettbewerb zu sichern und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dabei machen Investitionen in die Standortund Infrastruktur der Lila Logistik Gruppe im Budget einen wesentlichen Anteil aus. Beispielhaft dafür stehen der Ausbau eigener Lager- und Logistikflächen sowie Investitionen in sicherheits- und zukunftsorientierte Technologien an den Standorten der Lila Logistik Gruppe. Darüber hinaus bietet die Digitalisierung enorme Wachstumschancen und Potenziale für zusätzliche Wertschöpfung. Daher wird auch künftig zielgerichtet in die IT-Struktur der Unternehmensgruppe investiert werden.

Als Voraussetzung für einen nachhaltig profitablen Geschäftserfolg wird kontinuierlich an den Unternehmensstrukturen gearbeitet. Um Kosten und Kapazitäten entsprechend der Nachfrage flexibel anzupassen, werden die bestehenden Strukturen effizient gestaltet. Ein Schwerpunkt liegt auf organischem Wachstum und der Vereinfachung der Prozesse, um Vorteile für alle Geschäftsbeteiligten bieten zu können.

Des Weiteren investiert die Müller – Die lila Logistik AG in innovative Geschäfte, in denen das Unternehmen seine Kompetenzen anbieten und weiterentwickeln kann. Somit steht das Lila Geschäftsmodell, das Durchbrechen der klassischen Trennung zwischen Beratung und Umsetzung, über die Bereiche Lila Consult, Lila Operating und Lila Real Estate insbesondere für das erfolgreiche Umsetzen von ergriffenen Chancen.

6. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN

6.1. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Die Aktien der Müller – Die lila Logistik AG werden im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

Hinsichtlich der Angaben zu § 315a Abs. 1 Nr. 1 HGB verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang unter Punkt E.9. "Eigenkapital".

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten (§ 315 a Abs. 1 Nr. 3 HGB), bestehen laut Meldung an die Gesellschaft vom 22. September 2016 durch die Michael Müller Beteiligungs GmbH, Stuttgart, in Höhe von 83,49 % der Stimmrechte.

6.2. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung (Angaben gemäß § 315a Abs. 1 Nr. 6 HGB)

Die Vorgaben zur Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Vorstand besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung aus einer oder mehreren Personen; die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt. Der Aufsichtsrat kann gemäß § 84 AktG und § 5 Abs. 1 der Satzung einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, wird das Mitglied nach § 85 AktG in dringenden Fällen auf Antrag eines Beteiligten gerichtlich bestellt. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands gemäß § 84 Abs. 3 AktG widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.

Eine Änderung der Satzung bedarf nach § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 13 der Satzung dem Aufsichtsrat übertragen. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat durch Hauptversammlungsbeschluss vom 16. Juni 2016 ermächtigt worden, § 4 der Satzung entsprechend der Ausnutzung des Genehmigten Kapitals zu ändern.

Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der einfachen Stimmenmehrheit, soweit nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt. Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen nach § 179 Abs. 2 AktG einer Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, sofern die Satzung nicht eine andere Kapitalmehrheit bestimmt.

6.3. Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen (Angaben gemäß § 315a Abs. 1 Nr. 7 HGB)

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG Aktien der Gesellschaft in einem Umfang von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert niedriger ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkung zu erwerben. Die Ermächtigung ist seit der Beschlussfassung der Hauptversammlung 2016 wirksam und gilt bis zum Ablauf des 15. Juni 2020. Sie darf zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken ausgenutzt werden. Der Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.

6.4. Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat

Im Berichtszeitraum haben im Vorstand und im Aufsichtsrat keine personellen Veränderungen stattgefunden. Der Aufsichtsrat beschloss im Mai 2017 die Verlängerung der Bestellung von Herrn Marcus Hepp als Mitglied des Vorstands ab dem 1. Januar 2018 für weitere fünf Jahre.

7. VERGÜTUNGSBERICHT (ANGABEN GEMÄSS § 315A ABS. 2 NR. 4 HGB)

Der nachfolgende Vergütungsbericht erläutert die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung. Der Vergütungsbericht berücksichtigt die Regelungen des Handelsgesetzbuches in der durch das Vorstandsvergütungsoffenlegungsgesetz (VorstOG) geänderten Fassung sowie die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), sofern die Gesellschaft den Empfehlungen entsprochen hat bzw. entspricht. Darüber hinaus werden Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat gemacht.

7.1. Strukturen der Vorstandsvergütung

Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands der Müller – Die lila Logistik AG orientiert sich an der Größe der Gesellschaft und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens. Des Weiteren werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt. Die Vergütung des Vorstands ist leistungsorientiert und enthält Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. Sie setzt sich aus einer festen Vergütung und einem variablen Bonus zusammen. Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht grundsätzlich den Empfehlungen des DCGK; sie umfasst fixe und variable Bestandteile.

Herr Michael Müller wurde als Vorstandsvorsitzender im Mai 2014 bis zum 31. Dezember 2019 wiederbestellt. Ebenfalls bis zum 31. Dezember 2019 wurde Herr Rupert Früh im Mai 2014 als Vorstand Finanzen wiederbestellt. Die Bestellung von Herrn Marcus Hepp als Vorstand Produktion läuft bis zum 31. Dezember 2022.

Die feste Vergütung in Form eines Grundgehalts wird in zwölf Monatsraten als Gehalt ausgezahlt. Weihnachts- oder Urlaubsgeld werden nicht gewährt.

Für Pensionszusagen gegenüber den Vorstandsmitgliedern wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen.

Die Gesellschaft hat den Vorstandsmitgliedern Leistungen der betrieblichen Altersversorgung zugesagt. Der Pensionsfall tritt nach dem vollendeten 65. Lebensjahr des jeweiligen Vorstandsmitglieds ein; im Invaliditätsfall eines Vorstandsmitglieds ggf. auch früher. Im Falle der Invalidität wird ab dem Endalter der Teil der Aktiven-Altersleistung, der den abgeleisteten Dienstjahren im Verhältnis zu den erreichbaren Dienstjahren entspricht, gezahlt. Nehmen die Vorstandsmitglieder vor Vollendung des 65. Lebensjahres die Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung in voller Höhe in Anspruch, so können sie gemäß § 6 BetrAVG die betriebliche Altersrente bereits von diesem Zeitpunkt an begehren.

Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine Prämie (variable Vergütungsbestandteile), deren Höhe sich in Abhängigkeit bestimmter quantitativer, im Dienstvertrag fixierter Unternehmensziele, die sich wesentlich am EBT des Gesamtkonzerns orientieren, ermittelt. Die Prämie unterteilt sich in eine Jahrestantieme, die sich an den Budgetwerten des jeweiligen Jahres orientiert, und eine Langfristtantieme, die sich an dem Durchschnitt der letzten 3 Jahreszielwerte orientiert. Für die variable Vergütung wurde für jedes Vorstandsmitglied eine vereinbarte Mindestprämie sowie eine Maximalprämie (= Deckelung der Erfolgsprämie) festgelegt.

7.2. Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2017

Die Bezüge des Vorstands betrugen gemäß IFRS-Rechnungslegung im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.210 T€ (Vorjahr: 1.228 T€) und setzten sich wie folgt zusammen:

Angaben in T€ 2017 2016 2015
Fixe Vergütungsbestandteile 850 833 782
Variable Vergütungsbestandteile 360 395 420

Sowohl der geldwerte Vorteil der privaten Fahrzeugnutzung als auch Beiträge zur Altersversorgung in Gesamthöhe des Dienstzeitaufwands von 171 T€ (Vorjahr: 155 T€) sowie die Unfallversicherung sind in den fixen Vergütungsbestandteilen enthalten.

Die Hauptversammlung vom 16. Juni 2015 hat beschlossen, dass die gemäß § 285 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB und §§ 315a Abs. 2, 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB (in ihrer jeweils anwendbaren Fassung) verlangten Angaben in den Jahres- und Konzernabschlüssen der Müller – Die lila Logistik AG, die für die Geschäftsjahre 2015 bis 2019 (einschließlich) aufzustellen sind, unterbleiben.

7.3. Strukturen der Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG festgelegt. Sie ist in § 14 der Satzung des Unternehmens geregelt. Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder. Die Vergütung enthält drei Komponenten:

  • ▸ einen fixen Bestandteil,
  • ▸ einen von der Mitgliedschaft in einem Ausschuss der Gesellschaft abhängigen Bestandteil und
  • ▸ ein von der Hauptversammlung am 24. Juni 2010 beschlossenes, von der persönlichen Teilnahme an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse abhängiges Sitzungsgeld.

7.4. Vergütungen der Mitglieder für die Aufsichtsratstätigkeit inklusive der Ausschuss vergütungen sowie Sitzungsgeld

Die feste jährliche Vergütung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats beträgt das Dreifache, die feste jährliche Vergütung des stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung der anderen Mitglieder. Ausschussvorsitzende erhalten das Dreifache der festen Vergütung von Ausschussmitgliedern.

Für die Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Müller – Die lila Logistik AG betrug die Vergütung wie im Vorjahr 83 T€.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die individualisierte Aufteilung der Aufsichtsrats- und der Ausschussvergütung (jeweils inklusive Sitzungsgeld):

Name 2017 2017 2016 2016
A1* A2** A1* A2**
Prof. Peter Klaus,
D.B.A./Boston Univ.
Vorsitzender des Aufsichtsrats 20 T€ 5 T€ 20 T€ 4 T€
Prof. Dr. Gerd Wecker
Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats 10 T€ 9 T€ 10 T€ 9 T€
Per Klemm
Mitglied des Aufsichtsrats 7 T€ - 8 T€ -
Christoph Schubert
Mitglied des Aufsichtsrats 8 T€ 8 T€ 8 T€ 8 T€
Carlos Rodrigues
Mitglied des Aufsichtsrats 8 T€ - 8 T€ -
Sebastian Fieberg
Mitglied des Aufsichtsrats 8 T€ - 8 T€ -

* A1 = Aufsichtsratsvergütung (inklusive Sitzungsgeld)

** A2 = Ausschussvergütung (inklusive Sitzungsgeld)

7.5. Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für persönlich erbrachte Leistungen

Im Berichtsjahr wurden keine persönlich erbrachten Leistungen der Mitglieder des Aufsichtsrats erbracht.

7.6. Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Art. 19 Abs. 1 der Marktmissbrauchsverordnung (MAR) sieht vor, dass jede Person, die bei einem Emittenten von Finanzinstrumenten Führungsaufgaben wahrnimmt, also etwa Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder, ihre Eigengeschäfte – so genannte Directors' Dealings' – zeitnah offenlegen muss. Die Verpflichtung gilt entsprechend für solche natürlichen und juristischen Personen, die mit der Führungskraft in enger Beziehung stehen. Mitzuteilen sind vor allem sämtliche Geschäfte in Aktien und Schuldtiteln des eigenen Unternehmens einschließlich der sich darauf beziehenden Derivate, sofern diese Geschäfte oberhalb einer Bagatellgrenze liegen. Meldungen oberhalb der Bagatellgrenze gingen der Gesellschaft im Jahr 2017 nicht zu. Weitere Informationen zu den Meldungen können der Internetseite der Gesellschaft (www.lila-logistik.com) oder der Meldungen auf der Internetseite der EQS Group AG (www.dgap.de) entnommen werden.

Die Mitglieder des Vorstands hielten zum 31. Dezember 2017 wie im Vorjahr direkt 84.000 Stück Aktien; dies entspricht 1,06 % des Grundkapitals der Müller – Die lila Logistik AG. Mitglieder des Aufsichtsrats hielten 68.735 Aktien bzw. 0,86 % des Grundkapitals der Gesellschaft (Vorjahr: 68.464 Aktien bzw. 0,86 % des Grundkapitals der Gesellschaft).

Eine individualisierte Auflistung des Aktienbesitzes der Organe der Gesellschaft findet sich im Konzernanhang unter Punkt G.2. "Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen", Unterpunkt "Aktienbesitz der Organe".

8. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG (ANGABEN IM SINNE DES § 315 ABS. 5 HGB)

8.1. Erklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes

Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben die Erklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes zum Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 7. Februar 2017 in einer gemeinsamen Sitzung besprochen und beschlossen. Nach Unterzeichnung der Erklärung im Mai 2017 wurden diese unmittelbar den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.lila-logistik.com dauerhaft zugänglich gemacht. Darin enthalten sind jeweils die Begründungen für die Sachverhalte, bei denen nicht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wird.

8.2. Relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Nachhaltigkeit, Integrität und gute Unternehmensführung verstehen wir als wichtige Komponenten unserer Unternehmenskultur. Sie prägen das Verhalten der Lila Logistik Gruppe gegenüber allen beteiligten Personengruppen wie Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern und Aktionären. Insbesondere die Haltung des Unternehmens in Bezug auf die Themenbereiche Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie Achtung der Menschenrechte werden im nichtfinanziellen Bericht auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.lila-logistik.com veröffentlicht.

8.3. Diversitätskonzept und Angaben zur Frauenquote

Diversität spielt in der Personalpolitik der Lila Logistik Gruppe eine wichtige Rolle. Durch die unterschiedlichen Talente und Kompetenzen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schafft die Unternehmensgruppe die Voraussetzungen, um der Vielfalt der beruflichen Anforderungen zu begegnen. Generell wird angestrebt, die Vielfalt unserer Belegschaft zu vergrößern und durch Personal mit unterschiedlichen kulturellen Erfahrungen, Lebensstilen und Werten die Kreativität und Innovationskraft der Unternehmensgruppe zu stärken.

Zum Bilanzstichtag arbeiteten in der Lila Logistik Gruppe mehr als 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus rund 40 Nationen, die eine lebendige Mischung aus Kulturen und Lebensweisen bilden. Die Einstellungskriterien richten sich dabei ausschließlich nach der fachlichen Eignung und auch in der Behandlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird auf Chancengleichheit geachtet. Neutralität und Offenheit gegenüber Geschlecht, Herkunft, Alter und Aussehen gelten als wichtiges Prinzip im Umgang miteinander.

Vielfalt, Achtsamkeit und ein respektvoller Umgang in der Firmengruppe sind nicht nur gut für das Arbeitsklima – sie schaffen auch die Atmosphäre, in der wirtschaftlich wertvolle Ideen und Innovationen entstehen. Im Januar 2016 wurde die Lila Verfassung vom Vorstand der Unternehmensgruppe unterzeichnet. Die Lila Verfassung beschreibt das Wertesystem für Menschen in der Organisation der gesamten Unternehmensgruppe. Sie stellt sicher, dass die Grundlagen des gesamten Denkens und Handelns beständig vor Augen stehen und in allen Bereichen diese Prämissen als beständige und richtungsgebende Prinzipien jederzeit und uneingeschränkt geschätzt und befolgt werden. Die Grundthesen der Lila Verfassung sind:

  • ▸ Leistung und Leidenschaft,
  • ▸ Team und Typen,
  • ▸ Kundennutzen und Intelligenz,
  • ▸ Fair-Trauen und Tempo,
  • ▸ Stärke und Neugier.

Der Anteil der Frauen in der Lila Logistik Gruppe liegt bei über 20 %. Um die Vorgaben des Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen zu erfüllen, hat der Vorstand für die beiden Managementebenen unterhalb des Vorstands der Müller – Die lila Logistik AG in der Einzelgesellschaft als juristische Einheit

Zielgrößen für einen Frauenanteil und eine Frist für deren Erreichung bestimmt. Bei allen Zielgrößen haben wir branchenspezifische Gegebenheiten berücksichtigt.

Dies gilt auch für die Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat. Hier ist die Diversität bereits gesetzlich oder im DCGK geregelt. Müller – Die lila Logistik AG entscheidet über die Besetzung von Organ- und Führungspositionen nach Maßgabe der Qualifikation der Bewerberinnen und Bewerber und dem Unternehmensinteresse. Auch insoweit erachtet es der Aufsichtsrat grundsätzlich für sachgerecht, die Auswahl der Vorstandsmitglieder von ihrer Persönlichkeit und ihrem Sachverstand abhängig zu machen. Deshalb wurde insoweit der Kodexempfehlung in der derzeit geltenden Fassung nicht entsprochen. Selbstverständlich entspricht der Aufsichtsrat jedoch den geltenden gesetzlichen Anforderungen und hat eine Zielgröße von 15 % für den Frauenanteil im Vorstand bis 30. Juni 2022 festgelegt.

Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG entspricht bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung für die Wahl der Anteilseignervertreter sämtlichen gesetzlichen Vorgaben und sämtlichen Empfehlungen des Kodex' hinsichtlich der persönlichen Voraussetzungen für Aufsichtsratsmitglieder. Im Vordergrund steht dabei – unabhängig vom Geschlecht – die fachliche und persönliche Kompetenz möglicher Kandidatinnen und Kandidaten unter besonderer Beachtung der unternehmensspezifischen Anforderungen, damit die Mitglieder des Aufsichtsrates im Falle der Wahl der Vorgeschlagenen insgesamt über die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat ist für die Aufsichtsratsmitglieder nicht vorgesehen. Eine maximale Zugehörigkeitsdauer erscheint dem Aufsichtsrat nicht sachgerecht, zumal die in Gesetz und Satzung festgelegte jeweilige Amtsdauer für Aufsichtsräte einen überschaubaren Zeitrahmen für die Mandate vorgibt. Gemäß der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sollen diese bei der Nominierung für eine Amtsperiode nicht die Vollendung des 75. Lebensjahres überschritten haben. Deshalb wurde und wird insoweit der Kodexempfehlung in der derzeit geltenden Fassung nicht entsprochen. Selbstverständlich entspricht der Aufsichtsrat jedoch den geltenden gesetzlichen Anforderungen und hat eine Zielgröße für den Frauenanteil von 15 % im Aufsichtsrat bis zum 30. Juni 2022 festgelegt. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 sind keine Frauen im Vorstand und im Aufsichtsrat vertreten.

Zu den o. g. Ausführungen wird auch auf die Erklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes und auf Kapitel 8.1 "Erklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes" verwiesen.

8.4. Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

8.4.1. Unternehmensleitung durch den Vorstand

Der Vorstand ist als Leitungsorgan der Gesellschaft dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern, dem Vorsitzenden des Vorstands, dem Vorstand Finanzen sowie dem Vorstand Produktion. Er leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters nach Maßgabe der geltenden Gesetze, der Satzung der Gesellschaft, der Beschlüsse der Hauptversammlung und des Aufsichtsrats, der Geschäftsordnung des Vorstands und seiner Dienstverträge. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Er ist zuständig für die Unternehmenspolitik, für die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Investitions-, Finanz-, und Personalplanung, die Ressourcenallokation sowie die Führung der Geschäftsbereiche. Dem Vorstand obliegt die Aufstellung des Halbjahresfinanzberichts, des Jahresabschlusses der Müller – Die lila Logistik AG sowie des Konzernabschlusses der Lila Logistik Gruppe. Ferner ist er für ein angemessenes Risikomanagement, das interne Kontrollsystem (IKS), die interne Revision und das Risikocontrolling verantwortlich; er sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien. Des Weiteren werden auch die nichtfinanziellen Steuerungsgrößen und Belange durch den Vorstand festgelegt und verfolgt. Die Arbeit des Vorstands ist durch seine Geschäftsordnung geregelt, in der die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, die Ressortzuständigkeiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit festgehalten sind.

Die Vorstandssitzungen werden von dem Vorsitzenden des Vorstands einberufen. Der Vorsitzende des Vorstands leitet

die Vorstandssitzungen und koordiniert die Ressorts. In seiner Abwesenheit wird die Sitzung von seinem Vertreter und bei längerer Abwesenheit von dem vom Aufsichtsratsvorsitzenden bestimmten Vorstandsmitglied geleitet. Personen, die nicht dem Vorstand angehören, können zu einer Vorstandssitzung beratend hinzugezogen werden. Über wesentliche Verhandlungen und Beschlüsse ist eine kurze Niederschrift anzufertigen. Dabei werden die Beschlüsse des Vorstands regelmäßig in den Vorstandssitzungen gefasst. Beschlüsse können jedoch auch ohne Sitzung auf schriftlichem, elektronischem oder telefonischem Weg gefasst werden; die Herbeiführung solcher Beschlüsse erfolgt durch den Vorsitzenden des Vorstands. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder an der Beschlussfassung teilnimmt. Abwesende Vorstandsmitglieder können telefonisch oder per Videokonferenz an der Beschlussfassung teilnehmen.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Risikolage, des Risikomanagements und geht dabei auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen unter Angabe von Gründen ein. Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Umsetzung.

Der Vorstand bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats zur Durchführung von Geschäften, wenn sie über den Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs hinausgehen und von entscheidender wirtschaftlicher Bedeutung für das Unternehmen sind. Wesentliche unternehmerische Entscheidungen in diesem Sinne sind z. B. Standorteröffnungen und -schließungen, Unternehmenskäufe/-verkäufe und größere Investitionen außerhalb des vom Aufsichtsrat genehmigten Jahresbudgets. Dabei ist das Kriterium der Wesentlichkeit auch an Wertgrenzen geknüpft. Der Aufsichtsrat hat einen Katalog der Arten von Geschäften aufgestellt, die der Vorstand nur mit seiner Zustimmung vornehmen darf. Informationen zur Vergütung des Vorstands sind im Vergütungsbericht dieses Lageberichts (Punkt 7) ausgewiesen.

8.4.2. Überwachung der Unternehmensleitung durch den Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind unabhängig und an Aufträge und Weisungen nicht gebunden. Er besteht aus sechs Mitgliedern und ist zu zwei Dritteln mit Vertretern der Anteilseigner und zu einem Drittel mit Vertretern der Arbeitnehmer besetzt. Seine Tätigkeit übt er nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, des Deutschen Corporate Governance Kodex in der jeweils aktuellen Fassung (soweit nicht Vorstand und Aufsichtsrat eine Abweichung beschlossen haben), der Satzung und seiner Geschäftsordnung aus. Er erörtert regelmäßig mit dem Vorstand die Geschäftsentwicklung sowie die Planung, die Strategie und deren Umsetzung, das Risikomanagementsystem sowie das interne Kontrollsystem (IKS). Wesentliche unternehmerische Entscheidungen, z. B. Standorteröffnungen und -schließungen, Unternehmenskäufe/-verkäufe und größere Investitionen außerhalb des genehmigten Jahresbudgets sind an seine Zustimmung gebunden. Er bestellt die Mitglieder des Vorstands und ist auch für die Verlängerung der Bestellung der Mitglieder des Vorstands bzw. deren Abberufung sowie für die Festlegung der Vergütung des Vorstands zuständig. Ferner obliegt ihm die Genehmigung bzw. Billigung des vom Vorstand vorgelegten Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses. Mit der Genehmigung durch den Aufsichtsrat ist der Jahresabschluss festgestellt. Zudem prüft der Aufsichtsrat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und berichtet an die Hauptversammlung über das Ergebnis (§ 171 Abs. 2 AktG).

Für die Dauer seiner Amtszeit wählt er aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen Vertreter. Der Aufsichtsrat bildet einen Prüfungsausschuss (Audit Committee). Der Aufsichtsrat kann aus seiner Mitte darüber hinaus weitere Ausschüsse bilden, denen – soweit gesetzlich zulässig – auch Entscheidungsbefugnisse übertragen werden können. Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG hat neben dem Prüfungsausschuss zusätzlich einen Personalausschuss gebildet.

Beschlüsse des Aufsichtsrats werden in der Regel in Sitzungen gefasst. Ersatzweise ist eine Teilnahme an der Beschlussfassung schriftlich zulässig, also durch Telefax oder mittels sonstiger elektronischer Kommunikationsmittel. Der Auf-

sichtsrat ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder, aus denen er insgesamt zu bestehen hat, persönlich oder durch schriftliche Stimmabgabe an der Beschlussfassung teilnimmt. In jedem Fall müssen drei Mitglieder an der Beschlussfassung teilnehmen. Soweit nicht gesetzlich etwas anderes bestimmt ist, fasst der Aufsichtsrat seine Beschlüsse mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Der Sitzungsablauf und die Art der Abstimmung werden von dem Aufsichtsratsvorsitzenden bestimmt. Über die Beschlussfassungen ist eine Niederschrift anzufertigen.

Einen Überblick über seine Arbeit gibt der Aufsichtsrat in seinem Bericht im Konzerngeschäftsbericht und im Einzelabschluss der Müller – Die lila Logistik AG.

9. ABHÄNGIGKEITSBERICHT (ANGABEN GEMÄSS § 312 AKTG)

Der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG ist zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. In diesem Bericht werden die Beziehungen zu der Michael Müller Beteiligungs GmbH dargestellt. Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 AktG, dass bei der Müller – Die lila Logistik AG in Beziehung zu dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 keine berichtspflichtigen Vorgänge i. S. v. Rechtsgeschäften oder Maßnahmen vorgelegen haben.

10. NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG (CSR-RICHTLINIE-UMSETZUNGS- GESETZ, §§ 289B-E HGB)

Die Lila Logistik Gruppe ist gemäß den gesetzlichen Vorschriften verpflichtet, den Lagebericht um eine nichtfinanzielle Erklärung zu erweitern. Hierbei verweisen wir auf den gesonderten nichtfinanziellen Bericht, der den inhaltlichen Vorgaben nach § 289c HGB entspricht und der zusammen mit dem Lagebericht nach § 325 HGB auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.lila-logistik.com sowie im Bundesanzeiger mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts entsprechend veröffentlicht wird.

11. PROGNOSEBERICHT

Die erstellten Prognosen wurden unter Anwendung heuristischer Verfahren erstellt. Diese Verfahren beinhalten eine Kombination aus historischen Vergangenheitswerten, Erfahrungswerten, Szenarienbildung und gegebenenfalls vorliegenden Marktstudien. Hierdurch wird versucht, möglichst vielen Einflussfaktoren Rechnung zu tragen. Das Konzern-Controlling der Lila Logistik Gruppe stellt dem Management konzernweite Planungen als Basis für Prognosen zur Verfügung. Dabei werden monatlich aktuelle Werte rollierend durch einen bereichsspezifischen Forecast ergänzt, der einen Ausblick in die Zukunft gibt. Grundlage des Forecasts sind Plan-, Ist- und Abweichungsgrößen, die durch aktuelle Schätzungen, Erfahrungen und Detailwissen von verantwortlichen Geschäftsführern, Niederlassungsleitern und Bereichsleitern ergänzt werden. Auf Grund dieser Größen und Erfahrungswerte wird dabei aufgezeigt, wie sich bis dahin ermittelte Werte mit und ohne Korrekturmaßnahmen entwickeln könnten. Plausibilitätsprüfungen unterstützen dabei den gesamten Prozess. Dies ermöglicht eine Prognose des weiteren Verlaufs der Ist-Größen bei den gegenüber dem Plan veränderten externen und internen Gegebenheiten.

Die verwendeten Prognosemodelle sind aus Sicht der Gesellschaft grundsätzlich geeignet, um daraus zukunftsorientierte Aussagen im Lagebericht abzuleiten. Die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit des gruppeninternen Planungssystems, das zur Herleitung der Prognosen verwendet wird, ist aus Konzernsicht gegeben.

11.1. Konjunkturausblick

Für die Weltwirtschaft geben Konjunkturforscher einen positiven Ausblick. Die Konjunktur ist in nahezu allen großen Volkswirtschaften gleichzeitig aufwärts gerichtet. Auch für 2018 haben Konjunkturforscher des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) die Prognose leicht, auf nunmehr 3,9 %, angehoben, für 2019 rechnen sie mit einem globalen Produktions-

anstieg um 3,6 %. "Trotz der lebhaften Konjunktur wird sich der Preisauftrieb in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften nur allmählich verstärken. Die niedrige Kerninflation ist wesentlich strukturellen Faktoren geschuldet und auch noch mit der Diagnose deutlich geschrumpfter freier Kapazitäten vereinbar", sagte Prof. Dr. Stefan Kooths, Leiter des Prognosezentrums am IfW, Kiel. Risiken für die Weltkonjunktur ergeben sich insbesondere aus dem finanzwirtschaftlichen Umfeld. So könnte es im Zuge der anstehenden Normalisierung der Geldpolitik zu einer plötzlichen Verunsicherung an den Kapitalmärkten kommen, mit der Folge schubartiger Korrekturen bei Vermögenspreisen, Renditen und Wechselkursen (vgl. Medieninformation des Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Kiel, vom 13. Dezember 2017).

Die Wirtschaft im Euroraum wächst kräftig. Im ersten und zweiten Vierteljahr erwarten drei Institute aus Deutschland, Italien und der Schweiz 0,6 % und 0,5 % Wachstum für das Währungsgebiet der EU, explizit die drei Institute ifo, ISTAT und KOF aus München, Rom und Zürich. Treiber sind die privaten Investitionen. Der private Konsum nimmt robust zu, allerdings mit geringerer Geschwindigkeit als noch im Jahr 2017. Die Inflation dürfte von 1,4 % im letzten Quartal 2017 auf 1,2 % im ersten Quartal 2018 fallen. Grund hierfür sind Basiseffekte, die aus stärkeren Preisanstiegen für Energie und Nahrungsmittel im Winter zuvor resultieren. Für das zweite Vierteljahr 2018 erwarten die Institute einen Wiederanstieg auf 1,4 % (vgl. Pressemitteilung der CESifo-Gruppe, München, vom 10. Januar 2018). Experten und Analytiker sind sich einig, dass auch 2018 Polen ebenfalls von einem starken Wachstum gezeichnet sein sollte. Die Prognose bewegt sich aktuell bei 3,9 % (vgl. Polen Journal: "Polnische Wirtschaft blüht auf" vom 31. Januar 2018).

Die gute wirtschaftliche Lage wird sich gemäß den Erwartungen der Bundesregierung auch im Jahr 2018 fortsetzen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erwartet für das laufende Jahr eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 2,4 %. Begünstigend für die deutsche Wirtschaft wirkt das wieder freundlichere weltwirtschaftliche Umfeld. Dies hat zur Belebung des Außenhandels und der Investitionen beigetragen. Zudem bleiben die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte eine solide Grundlage einer positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die sich insbesondere am Arbeitsmarkt und bei den öffentlichen Finanzen zeigt (vgl. Jahreswirtschaftsbericht 2018 "Wirtschaftlich gestärkt in die Zukunft", Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vom 31. Januar 2018). Die sehr gute Stimmung in der deutschen Wirtschaft hatte jedoch Anfang 2018 einen Dämpfer erhalten. Der ifo Geschäftsklimaindex war im Februar 2018 auf 115,4 Punkte gesunken, nach 117,6 Punkte im Januar 2018. Die Unternehmer waren weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage, dennoch war der Wert der zweithöchste seit 1991. Dies deutet gemäß ifo-Institut auf ein Wirtschaftswachstum im ersten Quartal von 0,7 % hin. Aber die Unternehmer nahmen den optimistischen Ausblick auf die kommenden Monate merklich zurück; "die deutsche Wirtschaft tritt auf die Euphoriebremse", so das ifo-Institut (vgl. ifo Geschäftsklimaindex, Pressemitteilung, München, Ergebnisse der ifo Konjunkturumfrage im Februar 2018).

11.2. Logistikbranche

Die konjunkturelle Dynamik in der deutschen Logistikwirtschaft bleibt aufwärtsgerichtet. Diese positive Entwicklung sei sowohl auf die günstigere Einschätzung der momentanen Geschäftssituation als auch auf gesteigerten Optimismus bezüglich der zu erwartenden Entwicklungen in den kommenden sechs Monaten zurückzuführen, erläuterte Timo Wollmershäuser, stellvertretender Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen. Verglichen mit dem Vorquartal bewerteten Logistikdienstleister ihre aktuelle Geschäftssituation nahezu unverändert positiv. Auch in ihren Erwartungen zeigten sich die Anbieter von Logistikdienstleistungen optimistischer. Besonders erfreulich entwickelten sich laut ifo Institut die Auftragsbestände der Logistikdienstleister. Der entsprechende Saldo stieg das fünfte Quartal in Folge. Darüber hinaus wurden die Nachfrageerwartungen deutlich nach oben angepasst (vgl. VerkehrsRundschau, "Stimmung in der Logistikbranche wird immer besser" vom 4. Januar 2018).

11.3. Ausblick

Die Beratung im Geschäftsbereich Lila Consult mit ihrer Nähe zum operativen Geschäft, die Umsetzung logistischer Dienstleistungen im Geschäftsbereich Lila Operating sowie die Zurverfügungstellung geeigneter Logistikflächen im Geschäftsbereich Lila Real Estate als Grundlage der logistischen Dienstleistungen stellen die Grundlage zum Erfolg der Lila Logistik Gruppe dar.

Die Gewinnung von Neugeschäft durch den Aufbau weiterer Marktbeziehungen und den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen wird die mittelfristige Entwicklung der Lila Logistik Gruppe stärken. Unter Berücksichtigung der in den Punkten 12.1. und 12.2. beschriebenen Annahmen sowie unter Berücksichtigung der Schließung bzw. Verlagerung der drei Standorte Recklinghausen, Jelz-Lascowice (Polen) bzw. Veitsbronn erwartet das Management für das Geschäftsjahr 2018 Umsatzerlöse in einem Korridor zwischen 137  Mio. € und 142  Mio. €.

Im Geschäftsjahr 2018 werden verschiedene organisatorische Projekte und Standortinvestitionen am Stammsitz der Unternehmensgruppe durchgeführt. Hierbei ist auch der vollständige Bezug des Kunden-, Mitarbeiter- und Kundenzentrums in 2018 und eine Hoferweiterung am Terminal 3 in Besigheim zu beachten.

Die Gesellschaft geht von einem operativen Ergebnis (EBIT) von insgesamt zwischen 4,8 und 5,3  Mio. € aus, inklusive eines erwarteten Gewinns aus der Veräußerung einer Logistikimmobilie. Auf Grund infrastruktureller und organisatorischer Maßnahmen, gehen wir dabei von einem Ergebnisbeitrag vor Immobilienveräußerung zwischen 3,0 und 3,5  Mio. € aus. Die geplante Veräußerung der Logistikimmobilie steht im Zusammenhang mit einer vom Kunden avisierten und benötigten Erweiterungsinvestition dieser Immobilie.

Der Verlauf des Geschäftsjahres 2018 bis zur Erstellung dieses Berichts entsprach den Erwartungen des Managements. Für die weitere mittelfristige Entwicklung sieht sich die Gesellschaft auf einem intakten positiven Entwicklungspfad, der bei einer nachhaltigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in einer Ergebnissteigerung mündet.

Nach Einschätzung der Geschäftsleitung lassen die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen aktuell keine besonderen Umstände erkennen, dass in Bezug auf die zukünftige Entwicklung in 2018 außergewöhnlich hohe Unsicherheit besteht. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Prognosen abweichen können.

Besigheim, 19. März 2018

Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender des Vorstands Vorstand Finanzen Vorstand Produktion

KONZERN-ABSCHLUSS

  • 62 Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • 63 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • 64 Konzernbilanz Aktiva
  • 65 Konzernbilanz Passiva
  • 66 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 67 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

KONZERNABSCHLUSS

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Angaben in € Konzernanhang 2017 2016
1.
Umsatzerlöse
C1 142.375.771 138.805.592
2.
Sonstige betriebliche Erträge
C2 2.158.279 2.238.273
3.
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren C3 -33.184.714 -32.905.637
4.
Personalaufwand
C4 -61.100.623 -56.455.603
5.
Abschreibungen und Wertminderungen von
immateriellen Vermögensgegenständen des
Anlagevermögens und Sachanlagen C5 -4.740.676 -3.959.605
6.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
C6 -41.435.209 -42.451.023
7.
Betriebsergebnis
4.072.828 5.271.997
8.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
C7 74.976 72.473
9.
Finanzierungsaufwendungen
C7 -912.744 -766.300
10. Beteiligungsergebnis C7 4.274 9.822
11. Konzernergebnis vor Steuern 3.239.334 4.587.992
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag C8 -1.193.098 -1.663.292
13. Konzernjahresüberschuss 2.046.236 2.924.700
Davon entfallen auf:
Gesellschafter des Mutterunternehmens 2.046.236 2.924.700
andere Gesellschafter 0 0
Ergebnis je Aktie:
Verwässertes/Unverwässertes Ergebnis je Aktie C9 0,26 0,37

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Angaben in € 2017 2016
Konzernjahresüberschuss 2.046.236 2.924.700
Posten die nicht nachträglich in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
umklassifiziert werden.
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne (+)/ Verluste (-) aus
leistungsorientierten Pensionszusagen und anderen Leistungszusagen
269.619 -643.627
Latente Steuern -81.731 188.225
Summe 187.888 -455.402
Posten die nachträglich in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
umklassifiziert werden.
Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung
ausländischer Tochtergesellschaften
308.011 -237.321
Summe 308.011 -237.321
Sonstiges Ergebnis 495.899 -692.723
Konzern-Gesamtergebnis 2.542.135 2.231.977
Davon entfallen auf
Gesellschafter des Mutterunternehmens 2.542.135 2.231.977
andere Gesellschafter 0 0

Konzernbilanz – Aktiva

Angaben in € Konzernanhang 31.12.2017 31.12.2016
I.
Langfristige Vermögenswerte
1.
Immaterielle Vermögenswerte
E1 1.311.479 1.493.088
2.
Geschäfts- oder Firmenwerte
E1 8.543.666 8.543.666
3.
Sachanlagen
E1 50.999.994 44.143.277
4.
Finanzielle Vermögenswerte
E1 280.654 331.147
5.
Latente Steuern
E2 1.219.383 1.263.355
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 62.355.176 55.774.533
II.
Kurzfristige Vermögenswerte
1.
Sonstige Vermögenswerte
E7 2.921.933 5.689.217
2.
Steuererstattungsansprüche
E5 546.498 229.428
3.
Vorräte
E6 36.852 58.788
4.
Forderungen gegen nahestehende Personen und
Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen G2 76.799 22.734
5.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
E3 14.951.790 14.016.933
6.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
E4 7.085.001 6.959.758
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 25.618.873 26.976.858

Aktiva, gesamt 87.974.049 82.751.391

Konzernbilanz – Passiva

Angaben in € Konzernanhang 31.12.2017 31.12.2016
I. Langfristige Schulden
1. Darlehen E15 24.764.468 22.072.537
2. Latente Steuern E2 1.200.069 1.221.388
3. Sonstige Rückstellungen E11 326.438 188.773
4. Pensionsrückstellungen E10 5.708.143 5.913.502
5. Sonstige Schulden E13 35.705 107.986
Langfristige Schulden, gesamt 32.034.823 29.504.186
II. Kurzfristige Schulden
1. Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen
Darlehen
E15 4.546.478 3.632.097
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen E16 7.847.252 5.127.342
3. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden
Personen und Unternehmen sowie
Beteiligungsunternehmen G2 742.172 751.458
4. Sonstige Rückstellungen E11 1.914.839 1.800.277
5. Steuerschulden E12 679.799 1.238.237
6. Sonstige Schulden E13 8.238.652 8.883.170
Kurzfristige Schulden, gesamt 23.969.192 21.432.581
III. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital E9 7.955.750 7.955.750
2. Kapitalrücklage E9 9.666.396 9.666.396
3. Gewinnrücklagen E9 18.347.207 18.687.696
4. Kumuliertes übriges Eigenkapital E9 -3.999.319 -4.495.218
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens
zurechenbarer Anteil am Eigenkapital
31.970.034 31.814.624
Eigenkapital, gesamt 31.970.034 31.814.624
Passiva, gesamt 87.974.049 82.751.391

Konzern-Kapitalflussrechnung

Angaben in € 2017 2016
Konzernjahresüberschuss 2.046.236 2.924.700
Abschreibungen und Wertminderungen 4.740.676 3.959.605
Fremdwährungsdifferenzen 33.183 39.577
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) -705.053 -676.659
Veränderung der Rückstellungen 1.078.186 746.619
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und
Sachanlagen und zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte
2.814 -41.412
Veränderung der latenten Steuern, Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden -934.586 318.044
Veränderung der Vorräte 21.936 3.756
Veränderung der Liefer- und Leistungsforderungen und Forderungen gegen
nahestehende Personen und Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen
-1.045.569 -2.127.412
Veränderung sonstiger kurz- und langfristiger Vermögenswerte 2.818.187 -1.459.946
Veränderung der Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten, erhaltenen Anzahlungen
und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen sowie
Beteiligungsunternehmen
1.872.683 77.320
Veränderung sonstiger Schulden -716.800 1.208.249
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 9.211.893 4.972.441
Auszahlungen aus dem Erwerb von immateriellen Vermögenswerten -536.872 -1.033.972
Auszahlungen aus dem Erwerb von Sachanlagevermögen -9.919.981 -10.132.992
Auszahlungen aus dem Erwerb von finanziellen Vermögenswerten -410 -5.591
Einzahlungen aus dem Verkauf von langfristigen Vermögenswerten und von zur
Veräußerung bestimmter Vermögenswerte
70.651 116.847
Cashflow aus Investitionstätigkeit -10.386.612 -11.055.708
Einzahlungen aus der Aufnahme von kurz- und langfristigen Darlehen 7.200.000 1.500.000
Veränderung Finanzierungsleasing 0 0
Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen -3.593.688 -3.465.934
Auszahlung aus Dividenden -2.386.725 -2.386.725
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 1.219.587 -4.352.659
Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel 44.868 -10.435.926
Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel 80.375 -62.595
Zahlungsmittel zu Beginn der Periode 6.959.758 17.458.279
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung 0 0
Zahlungsmittel am Ende der Periode 7.085.001 6.959.758
Zusätzliche Angaben
Einzahlungen aus Zinsen1) 20.976 100.839
Einzahlungen aus Ertragsteuern2) 230.569 717.649
Auszahlungen aus Zinsen3) 722.540 1.783.667
Auszahlungen aus Ertragsteuern2) 2.377.904 2.132.724

1) Dem Cashflow aus Investitionstätigkeit zuzuordnen

2) Dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit zuzuordnen

3) Dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zuzuordnen

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS 2017

Angaben in € Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinnrücklagen
einschl. Ergebnis
vortrag und
Konzernergebnis
Kumuliertes
übriges
Eigen
kapital
Eigenkapital
(gesamt)
Stand am 1. Januar 2017 7.955.750 9.666.396 18.687.696 -4.495.218 31.814.624
Konzernjahresüberschuss 2.046.236 2.046.236
Dividendenzahlung -2.386.725 -2.386.725
Fremdwährungsumrechnung 308.011 308.011
Latente Steuern -81.731 -81.731
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste (-)
269.619 269.619
Stand am 31. Dezember 2017 7.955.750 9.666.396 18.347.207 -3.999.319 31.970.034

ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS 2016

Angaben in € Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinnrücklagen
einschl. Ergebnis
vortrag und
Konzernergebnis
Kumuliertes
übriges
Eigen
kapital
Eigenkapital
(gesamt)
Stand am 1. Januar 2016 7.955.750 9.666.396 18.149.721 -3.802.495 31.969.372
Konzernjahresüberschuss 2.924.700 2.924.700
Dividendenzahlung -2.386.725 -2.386.725
Fremdwährungsumrechnung -237.321 -237.321
Latente Steuern 188.225 188.225
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste (-)
-643.627 -643.627
Stand am 31. Dezember 2016 7.955.750 9.666.396 18.687.696 -4.495.218 31.814.624

KONZERN-ANHANG

  • Grundlagen der Rechnungslegung
  • Rechnungslegungsmethoden
  • Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • Segmentinformationen
  • Erläuterungen zur Konzernbilanz
  • Finanzinstrumente
  • Sonstige Erläuterungen
  • Konzernanlagenspiegel
  • Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • Bestätigunsvermerk des Abschlussprüfers

KONZERNANHANG

A. GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

1. GRUNDSÄTZLICHES

Der Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG zum 31. Dezember 2017 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.

Die in das Handelsregister des Amtsgerichtes Stuttgart unter der Nummer HRB 301979 eingetragene Müller – Die lila Logistik AG hat ihren Sitz in der Ferdinand-Porsche-Straße 4 in 74354 Besigheim-Ottmarsheim, Deutschland.

Die Müller – Die lila Logistik AG erstellt und veröffentlicht den Konzernabschluss in Euro (€). Sofern nicht anders vermerkt, sind alle Beträge im Konzernabschluss und Lagebericht in Euro (€) oder Tausend Euro (T€) angegeben. Auf Grund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren. Rundungsdifferenzen können aus rechentechnischen Gründen in Höhe von +/- einer Einheit (€, T€ oder %) auftreten.

2. KONSOLIDIERUNGSKREIS UND -METHODEN

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 hat die Müller – Die lila Logistik AG alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen die Müller – Die lila Logistik AG die Verfügungsgewalt ("beherrschenden Einfluss") über das Beteiligungsunternehmen besitzt.

Im Geschäftsjahr 2017 haben sich keine Veränderungen im Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe ergeben.

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die vollkonsolidierten Unternehmen zum 31. Dezember 2017:

Beteiligung Sitz der
Gesellschaft
Stammkapital/
Kommandit
anteile in T€
Beteiligungs
anteil in %
MLH Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
MLI Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
MLM Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
MLN Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
MLO Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
MLS Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
MLSO Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
MLSW Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
MSG Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
Müller – Die lila Logistik Böblingen GmbH Besigheim 50 100
Müller – Die lila Consult GmbH Besigheim 25 100
Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH Besigheim 730 100
Müller – Die lila Logistik Electronics GmbH Nürnberg 500 100
Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG Herne 25 100
Müller – Die lila Logistik Marbach GmbH & Co. KG Besigheim 500 100
Müller – Die lila Logistik Nord GmbH & Co. KG Bünde 25 100
Müller – Die lila Logistik Ost GmbH & Co. KG Zwenkau 25 100
Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. Gliwice (Polen) 887 100
Müller – Die lila Logistik Service GmbH & Co. KG Besigheim 50 100
Müller – Die lila Logistik Süd GmbH & Co. KG Besigheim 1.000 100
Müller – Die lila Logistik Südost GmbH & Co. KG Besigheim 50 100
Müller – Die lila Logistik Südwest GmbH & Co. KG Besigheim 50 100
Müller – Die lila Logistik West GmbH Herne 26 100
Value Added Logistics Sp. z o.o. Gliwice (Polen) 120 100

* Angabe umgerechnet zum Stichtagskurs zum 31. Dezember 2017

Die aufgeführten Beteiligungen werden direkt von der Müller – Die lila Logistik AG gehalten.

Aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten werden die FM Logistics GmbH, Weilheim an der Teck, und die Müller – Die lila Logistik Slovakia s. r. o., Bratislava (Slowakei), nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen. Die FM Logistics GmbH verfügt zum Bilanzstichtag über ein Eigenkapital von 156 T€ und weist im Berichtsjahr in ihren Unterlagen einen Jahresüberschuss von rund 8 T€ aus. Der Beteiligungsanteil der Müller – Die lila Logistik AG an der FM Logistics GmbH beträgt 50 %, Beherrschung von Seiten der Lila Logistik Gruppe über diese Gesellschaft ist nicht gegeben. Die Müller – Die lila Logistik Slovakia s. r. o. befindet sich aktuell in Liquidation.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen und Transaktionen innerhalb des Konzerns wurden im Konzernabschluss eliminiert. Bei Unternehmenszusammenschlüssen kommt die Akquisitionsmethode zur Anwendung. Danach sind die als Teil des erworbenen Unternehmens zugegangenen Vermögenswerte und Schulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt zu erfassen. Verbleibt nach der Aufrechnung ein aktivischer Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.

In der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die Innenumsätze sowie andere konzerninterne Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet worden. Zwischengewinne sind nicht zu eliminieren gewesen. Das Geschäftsjahr der Müller – Die lila Logistik AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

3. AUSWIRKUNGEN VON NEUEN RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS

Bei der Erstellung dieses Konzernanhangs haben mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen Änderungen die gleichen Rechnungslegungsmethoden Anwendung gefunden wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016.

ERSTMALS IM GESCHÄFTSJAHR ANZUWENDENDE STANDARDS, INTERPRETATIONEN UND ÄNDERUNGEN VON STANDARDS UND INTERPRETATIONEN

Folgende Änderungen von Standards sind im Geschäftsjahr 2017 erstmals verpflichtend anzuwenden:

Verlautbarung Titel Anzuwenden ab
Änderung zu IAS 7 Angabeninitiative
(Änderungen zu IAS 7)
01.01.2017
Änderung zu IAS 12 Ansatz latenter Steueransprüche für
nicht realisierte Verluste –
Änderung zu IAS 12
01.01.2017

Die Änderung zu IAS 7 hatte im Wesentlichen Darstellungsänderungen im Cashflow zur Auswirkung. Die Änderung zu IAS 12 hatte keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss.

VERÖFFENTLICHTE, ABER NOCH NICHT ANGEWENDETE STANDARDS, INTERPRETATIONEN UND ÄNDERUNGEN

EU-ENDORSEMENT BIS 31.12.2017 ERFOLGT

Auswirkungen
grundsätzliche
Bedeutung /
Auswirkungen
- siehe u.g.
Erläuterungen
grundsätzliche
Bedeutung /
Auswirkungen
- siehe u.g.
Erläuterungen
grundsätzliche
Bedeutung /
Auswirkungen
- siehe u.g.
Erläuterungen
grundsätzliche
Bedeutung /
Auswirkungen
- siehe u.g.
Erläuterungen
keine Auswirkungen

EU-ENDORSEMENT NOCH AUSSTEHEND (STAND 31.12.2017)

Standard bzw. Anzuwenden Voraussichtlicher
Erstanwendungs
zeitpunkt in der
Interpretation Titel ab EU Auswirkungen
Jährliche
Verbesserungen
(Zyklus 2014-2016)
Diverse 01.01.2018 01.01.2018/
01.01.2017
keine Auswirkungen
Änderung zu IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen 01.01.2018 01.01.2018 keine Auswirkungen
Klassifizierung noch nicht
Änderung zu IAS 40 fertiggestellter Immobilien 01.01.2018 01.01.2018 keine Auswirkungen
Währungsumrechnung bei
IFRIC 22 Anzahlungen 01.01.2018 01.01.2018 keine Auswirkungen
Negative unterliegt der
Prüfung
durch die
Änderung zu IFRS 9 Vorfälligkeitsentschädigungen 01.01.2019 01.01.2019 Gesellschaft
Änderung zu IFRS 10
und IAS 28
Veräußerung oder Einbringung
von Vermögenswerten zwischen
einem Investor und einem
assoziierten Unternehmen ode
Joint Venture
01.01.2019 unbestimmt
verschoben
keine Auswirkungen
IFRS 14 Regulatorische
Abgrenzungsposten
01.01.2016 keine Übernahme
EU
keine Auswirkungen
IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der
ertragssteuerlichen Behandlung
01.01.2019 01.01.2019 keine Auswirkungen
IFRS 17 Versicherungsverträge 01.01.2021 ausstehend keine Auswirkungen
Jährliche
Verbesserungen
(Zyklus 2015-2017)
Diverse 01.01.2019 01.01.2019 kein wesentlicher
Einfluss erwartet
Langfrisitge Beteiligungen an
assoziierten Unternehmen und
Änderungen zu IAS 28 Joint Ventures 01.01.2019 01.01.2019 keine Auswirkungen

IFRS 15: Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Im Mai 2014 wurde vom IASB der Standard IFRS 15 "Revenue from Contracts with Customers" veröffentlicht. Der neue Standard legt einen umfassenden Rahmen fest, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. IFRS 15 sieht dabei ein einheitliches, fünfstufiges Erlösrealisierungsmodell vor, das grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. In der Bilanz werden durch IFRS 15 mit Vertragsvermögenswerten und Vertragsverbindlichkeiten neue Positionen eingeführt. Diese können durch auf Vertragsebene bestehende Leistungsüberschüsse oder -verpflichtungen entstehen. Zudem werden die Angabevorschriften deutlich erweitert. Am 12. April 2016 wurden Änderungen an IFRS 15 vom IASB veröffentlicht. Diese Änderungen zu IFRS 15 beinhalten im Wesentlichen Klarstellungen und sind – wie der Standard per se – auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Lila Logistik hat von dem Wahlrecht der vorzeitigen Anwendung keinen Gebrauch gemacht.

Die konzernweite Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 auf den Konzernabschluss ist noch nicht vollkommen abgeschlossen. Vor dem Hintergrund der Analyse erster Auswirkungen aus der erstmaligen Anwen-

dung des IFRS 15 ist zum Umstellungszeitpunkt davon auszugehen, dass sich der Realisierungszeitpunkt bzw. -zeitraum für die weit überwiegende Anzahl der heutigen Dienstleistungsaufträge sowie der Beratungsaufträge nicht ändern wird.

Durch die Anwendung von IFRS 15 und den Änderungen zu IFRS 15 werden aktuell keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet.

IFRS 16: Leasing

Im Januar 2016 hat das IASB den Standard IFRS 16 "Leases" veröffentlicht, der für Leasingnehmer die bisherige Klassifizierung von Leasingverträgen in Operate und Finance Leases abschafft. Stattdessen führt IFRS 16 ein einheitliches Bilanzierungsmodell ein, nach dem Leasingnehmer verpflichtet sind, für Leasingverträge mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten Vermögenswerte für das Nutzungsrecht und Leasingverbindlichkeiten anzusetzen. Dies führt dazu, dass bisher nicht bilanzierte Leasingverhältnisse künftig – weitgehend vergleichbar mit der heutigen Bilanzierung von Finance Leases – bilanziell zu erfassen sind. Die Bilanzierung beim Leasinggeber wurde nahezu identisch aus IAS 17 in IFRS 16 übernommen. IFRS 16 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig, wenn IFRS 15 bereits angewendet wird.

Die Auswirkungen der Anwendung von IFRS 16 auf den Konzernabschluss wurden im Geschäftsjahr 2017 in mehreren Workshops gruppenweit geprüft. Gesellschaften der Lila Logistik Gruppe treten als Leasingnehmer auf. Mit der Anwendung von IFRS 16 werden die folgenden Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet: Anstelle der bislang unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen angegebenen Mindestmietzahlungen aus Operate-Leasingverhältnissen wird die Anwendung von IFRS 16 zu einem Anstieg der langfristigen Vermögenswerte durch die Bilanzierung von Nutzungsrechten führen. Ebenso werden sich die Finanzverbindlichkeiten durch den Ausweis der korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten erhöhen. Die Bilanzsumme der Lila Logistik Gruppe wird dadurch ausgeweitet; dabei wird mit einer Bilanzverlängerung um einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag gerechnet, so dass sich ebenfalls Änderungen bei bestimmten bilanziellen Kenngrößen, beispielsweise der Eigenkapitalquote, ergeben.

Im Hinblick auf die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden anstelle der bisherigen Aufwendungen für Operate Leases unter IFRS 16 künftig die Abschreibungen der Nutzungsrechte und die Zinsaufwendungen für die Verbindlichkeiten ausgewiesen. Auswirkungen werden sich im Bereich der operativen Ergebnisse und des Finanzergebnisses ergeben, da der Ausweis in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung gesondert als Abschreibungen auf den neu aktivierten Vermögenswert ("Nutzungsrecht") und Zinsen aus der Verbindlichkeit ausgewiesen werden. Dadurch werden sich Steigerungen beim operativen Ergebnis vor Zinsen (EBIT) im höheren sechsstelligen Bereich und operativen Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) im höheren siebenstelligen Bereich ergeben. Gleichzeitig werden sich die damit verbundenen Kennzahlen verändern.

In der Konzern-Kapitalflussrechnung wird sich aus der Anwendung von IFRS 16 eine Verbesserung des operativen Cashflows ergeben, während der Tilgungsanteil der Leasingzahlungen als Bestandteil des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit eingeht.

Der neue Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im Oktober 2017. Die Implementierung des neuen Standards wird im Rahmen eines Projekts gesteuert. Die Lila Logistik Gruppe wird IFRS 16 erstmals für das am 1. Januar 2019 beginnende Geschäftsjahr anwenden.

IFRS 9: Finanzinstrumente

Im Juli 2014 hat das IASB den Standard IFRS 9 "Financial Instruments" veröffentlicht. IFRS 9 umfasst unter anderem ein einheitliches Modell zur Klassifizierung und zur Festlegung der Bewertungsmethode (einschließlich der Wertminderungen) von Finanzinstrumenten. Darüber hinaus beinhaltet IFRS 9 Regelungen zum General Hedge Accounting. Mit IFRS 9 werden zusätzliche Anhangsangaben erforderlich, die aus der Anpassung von IFRS 7 "Financial Instruments – Disclosures" resultieren. Die Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 9 auf den Konzernabschluss ist noch nicht abgeschlossen. Auswirkungen können sich insbesondere daraus ergeben, dass die neuen Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen auch erwartete, zukünftige Verluste mit einbeziehen, während IAS 39 lediglich die Erfassung von bereits eingetretenen Wertminderungen vorsieht.

Sämtliche Eigenkapitalinstrumente sind zukünftig erfolgswirksam bzw. erfolgsneutral zum Fair Value zu bewerten. Soweit Wertänderungen erfolgsneutral Berücksichtigung finden, werden sie beim Verkauf dieser Instrumente zukünftig nicht mehr in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert. Mögliche Auswirkungen können in schwankenden Bilanzwerten und Schwankungen in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung bzw. der Gesamtergebnisrechnung liegen.

Die Lila Logistik Gruppe wird IFRS 9 erstmals auf das Geschäftsjahr anwenden, das am 1. Januar 2018 beginnt. Die Lila Logistik Gruppe erwartet gegenwärtig insgesamt keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch den Übergang auf IFRS 9.

Die übrigen veröffentlichten, von der EU noch nicht übernommenen Standards werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Eine vorzeitige Anwendung der neuen Standards bzw. der Interpretationen ist nicht geplant.

B. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN

1. ALLGEMEINES

Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben zum IFRS-Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 basieren auf denselben Rechnungslegungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss 2016 zu Grunde lagen.

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind einheitlich nach den für den Konzern geltenden Rechnungslegungsmethoden aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist gemäß des Gesamtkostenverfahrens gegliedert.

Die Segmentberichterstattung erfolgt auf Basis des sogenannten Management-Ansatzes ("management approach"). Das Geschäftsmodell der Müller – Die lila Logistik AG umfasst im Kern Tätigkeiten für Lösungen in der Beschaffungslogistik, der Produktionslogistik und der Distributionslogistik. In diesen Feldern werden Dienstleistungen in Beratung (Lila Consult) und Umsetzung von Logistiklösungen (Lila Operating) angeboten. Das weitere Segment Lila Real Estate bietet dabei die Flächen zur Dienstleistungserstellung an, die Eigentum der Lila Logistik Gruppe sind.

Der Geschäftsbereich Lila Consult erfüllt die Größenmerkmale eines berichtspflichtigen Segments nicht. Der Vorstand hat jedoch entschieden, den Bereich Lila Consult als Segment zu berichten, da er einen relevanten Bestandteil des Geschäftsmodells der Lila Logistik Gruppe darstellt und von wesentlicher Bedeutung für die zukünftige Entwicklung der Unternehmensgruppe ist. Die Unternehmensführung ist insbesondere der Auffassung, dass die dem Segment zugrunde liegenden Informationen für den Abschlussadressaten entscheidungsnützlich sind, daher erfolgt eine Berichterstattung für das Segment Lila Consult.

Auf die Angabe zu Segmentvermögen und Segmentschulden wurde verzichtet, da diese gegenwärtig nicht als Entscheidungsgrundlage verwendet werden. Der Vorstand entscheidet im Rahmen seiner Führungskompetenz auf der Grundlage anderer Informationen als Segmentvermögen und Segmentschulden.

Die Konsolidierungsbuchungen werden grundsätzlich in einer reinen Konsolidierungsspalte dargestellt, in der konzerninterne, segmentübergreifende Sachverhalte verrechnet werden. Für weitere Informationen zum Segmentbericht wird auf die Anmerkungen in Punkt D "Segmentinformationen" dieses Anhangs verwiesen.

2. SCHÄTZUNGEN

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, auf den Umfang von Haftungsverhältnissen und auch auf die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum auswirken. Diese richten sich nach den Verhältnissen und Einschätzungen zum Bilanzstichtag und beeinflussen insoweit auch die Höhe der ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen der dargestellten Geschäftsjahre. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, die Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte (insbesondere der dafür verwendeten Cashflow-Prognosen und Abzinsungsfaktoren), die Einbringlichkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen einschließlich Pensionsrückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen (aktive latente Steuern). Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis berücksichtigt. Teilweise werden die möglichen Auswirkungen weiterer Schätzungsänderungen mit Sensitivitätsanalysen in ihrer Auswirkung untersucht und im Anhang entsprechend ausgewiesen.

Schätzungen bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie Beteiligungen

Die voraussichtlichen Nutzungsdauern und Abschreibungsverläufe von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen beruhen auf Erfahrungswerten, Planungen und Schätzungen. Hierbei werden auch der Zeitraum und die Verteilung der zukünftigen Mittelzuflüsse aus den getätigten Investitionen geschätzt. Der künftige technische Fortschritt und laufende Ersatz- und Entwicklungszyklen werden in die Ermittlung einbezogen.

Impairment-Tests werden für Vermögenswerte durchgeführt, wenn bestimmte Indikatoren auf eine mögliche Wertminderung oder Wertaufholung hinweisen. Hierbei ist der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes zu schätzen, der dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert entspricht. Zur Ermittlung des Nutzungswertes sind die diskontierten zukünftigen Cashflows des betreffenden Vermögenswertes zu bestimmen. Die Schätzung der diskontierten künftigen Cashflows beinhaltet wesentliche Annahmen wie insbesondere solche bezüglich der künftigen Geschäftsentwicklungen, der auszahlungswirksamen Aufwendungen und der Diskontierungssätze. Obwohl die Lila Logistik Gruppe davon ausgeht, dass die Schätzungen der relevanten, erwarteten Nutzungsdauern, die Annahmen bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Branchen sowie die Einschätzungen der diskontierten künftigen Cashflows angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände eine Veränderung der Analyse erforderlich werden. Hieraus könnten in der Zukunft zusätzliche Wertminderungen oder Wertaufholungen resultieren.

Schätzungen bei kurz- und langfristigen Rückstellungen

Rückstellungen entsprechen den bestmöglichen Schätzungen der zu bezahlenden Beträge unter Berücksichtigung, dass die tatsächliche Höhe der Verpflichtung unsicher ist. Auch Änderungen des Diskontierungssatzes führen zu Veränderungen in der Ermittlung der langfristigen Rückstellungen.

Der Bilanzierung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen liegen versicherungsmathematische Bewertungen zu Grunde. Diese Faktoren beinhalten den Diskontierungssatz, erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen sowie Sterblichkeitsraten. Diese Annahmen können auf Grund von veränderten Markt- und Wirtschaftsbedingungen erheblich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen und deshalb zu einer wesentlichen Veränderung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen sowie des zugehörigen künftigen Aufwands führen.

Schätzungen bei Ertragsteuern

Für in ihrer Höhe und der Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens nach nicht sichere Verpflichtungen gegenüber den jeweiligen nationalen Finanzbehörden werden Steuerrückstellungen auf Basis angemessener Schätzungen gebildet. Um die latenten und laufenden Steuern sowie die Steuerguthaben/-verbindlichkeiten zu bestimmen, sind Annahmen und Schätzungen nötig. Die zu Grunde gelegten Schätzungen werden nach bestem Wissen vorgenommen. Anhand von Ereignissen und der Berücksichtigung von zusätzlichen Informationen, z. B. Änderungen von Steuergesetzen und Steuersätzen,

Auslegungen von Steuergesetzen usw. werden die den Schätzungen zu Grunde gelegten Annahmen korrigiert und können einen Einfluss auf die berücksichtigten Steuerguthaben und Steuerverbindlichkeiten haben.

3. WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Der Konzernabschluss wird in Euro (€), der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt.

Geschäftsvorfälle, die nicht in der funktionalen Währung des betreffenden Unternehmens getätigt werden, sind bei der erstmaligen Erfassung in Euro umzurechnen. In der Folge werden bei der Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen sämtliche Vermögenswerte und Schulden zu Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet, das Eigenkapital hingegen zu historischen Kursen. Währungsbedingte Wertänderungen des Nettovermögens werden im Eigenkapital innerhalb des kumulierten sonstigen Ergebnisses ausgewiesen. Entsprechendes gilt für den Unterschiedsbetrag aus der Umrechnung der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu Durchschnittskursen und der Bilanzen zu Stichtagskursen.

In den Einzelabschlüssen sind Geschäftsvorfälle in Fremdwährung im Zeitpunkt ihres Auftretens in Euro umgerechnet. Die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag und die Erfassung von Umrechnungen bei monetären Posten erfolgen in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Den Konzernabschlüssen lagen folgende Umrechnungskurse für die Fremdwährung mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss zu Grunde:

Stichtagskurse Durchschnittskurse
31.12.2017 31.12.2016 2017 2016
Polen 1 € = PLN 4,1709 4,4240 4,2576 4,3625

4. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Konzessionen, Kundenstamm und Schutzrechte werden linear über eine Bandbreite von ein bis zehn Jahren abgeschrieben; Software wird linear über drei Jahre abgeschrieben.

Neben den Geschäfts- oder Firmenwerten sind zum 31. Dezember 2017 wie im Vorjahr keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer ausgewiesen.

5. WERTMINDERUNG VON IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN, GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTEN, SACHANLAGEN UND LANGFRISTIGEN FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN

Der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern muss, unabhängig von Indikatoren für eine mögliche Wertminderung, jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen werden.

Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Beurteilung, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung für in der Bilanz ausgewiesene langfristige Vermögenswerte vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar bzw. ist, wie für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie Geschäfts- oder Firmenwerte, eine jährliche Überprüfung vorgeschrieben, wird eine Werthaltigkeitsprüfung (Impairment Test) vorgenommen. Dabei wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit geschätzt, um einen eventuell erforderlichen Wertminderungsbedarf zu ermitteln. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert – jeweils bezogen auf den einzelnen Vermögenswert bzw. die zahlungsmittelgenerierende Einheit. Die Lila Logistik Gruppe ermittelt den erzielbaren Betrag auf Grundlage des Nutzungswerts. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten zukünftigen Zahlungsströme mit einem risikoadjustierten Diskontierungszinssatz auf den Barwert abgezinst.

Ein Wertminderungsbedarf besteht, wenn der Buchwert des Vermögenswerts bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag übersteigt. Die Wertminderung muss sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden. Eine ertragswirksame Korrektur einer in Vorjahren vorgenommenen Wertminderung von Vermögenswerten wird mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen, wenn die Gründe dafür entfallen sind. Die Zuschreibung erfolgt jedoch nur bis zu dem Betrag, der sich ergeben hätte, wenn die Wertminderung in Vorjahren nicht vorgenommen worden wäre. Für Geschäfts- oder Firmenwerte besteht ein Wertaufholungsverbot.

Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse für zahlungsmittelgenerierende Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, wurden eine Minderung der zukünftigen Cashflows um 10 %, eine Erhöhung der gewichteten Kapitalkosten um 10 % oder eine Minderung der langfristigen Wachstumsrate um einen Prozentpunkt angenommen. Auf dieser Grundlage kam die Lila Logistik Gruppe zu dem Ergebnis, dass sich für keine der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ein Wertminderungsbedarf ergibt.

6. SACHANLAGEN

Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen sowie Wertminderungen, bewertet.

Abschreibungen erfolgen linear, entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer:

Nutzungsdauer
Bauten 4 bis 33 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 25 Jahre

Bei komplexeren Anlagen erfolgt die Abschreibung komponentenweise.

Die Nutzungsdauer wird regelmäßig vom Management der Gesellschaft im Hinblick auf die laufende technische Weiterentwicklung überprüft. Wartungs- und Reparaturkosten werden als Aufwand erfasst, wogegen Ersatz- und Verbesserungsinvestitionen, die die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verlängern oder die Kapazität erhöhen, aktiviert werden. Beim Verkauf oder Abgang von Sachanlagegegenständen werden die Anschaffungskosten und die kumulierte Abschreibung ausgebucht und ein sich ergebender Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.

Für die in Erstellung befindlichen Anlagen werden bis zur Fertigstellung entsprechende Bauzeitzinsen für geleistete Zinszahlungen als Teil der Herstellungskosten aktiviert.

7. LEASING

Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Es wird zwischen Finanzierungsleasing und Operate Leasing unterschieden. Als Finanzierungsleasing werden Leasingtransaktionen behandelt, bei denen der Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum am Leasinggut verbundenen Risiken und Chancen trägt. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operate Leasing behandelt. Ob es sich bei der Vereinbarung um ein Leasingverhältnis handelt oder eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis beinhaltet, wird zu Vertragsabschluss beurteilt.

Bei der Lila Logistik Gruppe existiert aktuell kein Finanzierungsleasing.

8. VORRÄTE

Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten bewertet, sofern der Nettoveräußerungswert nicht geringer ist. Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Hierbei wird auf den am Bilanzstichtag jeweils niedrigeren Betrag aus Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert abgestellt. Als Nettoveräußerungswert werden die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse vermindert um die bis zum Verkauf anfallenden Kosten angesetzt.

Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten und die dem Leistungserstellungsprozess zuzurechnenden Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und der geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem Umfang Abwertungen vorgenommen. Für die am jeweiligen Bilanzstichtag vorhandenen Vorräte waren keine Abwertungen erforderlich.

9. FINANZINSTRUMENTE

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte, wie abgeschlossene Derivate (Zinsswaps).

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückzahlungsanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Hierzu zählen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Finanzleasingverbindlichkeiten und derivative Finanzverbindlichkeiten.

Alle Finanzinstrumente sind beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert zu erfassen, zuzüglich bzw. abzüglich (bei Finanzinstrumenten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden) der Transaktionskosten, die dem Erwerb bzw. der Ausgabe des Finanzinstruments direkt zugeordnet werden können. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten entspricht dem Betrag, zu dem das Finanzinstrument zwischen zwei Parteien in einer aktuellen Transaktion gehandelt würde, ausgenommen bei Zwangsverkauf oder Liquidation.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Kassenbestand, Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten beinhalten, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte werden – unter Anwendung der Effektivzinsmethode – mit den fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den Ausfallrisiken hinreichend Rechnung. Bei der Ermittlung der Ausfallrisiken werden auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt.

Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Zu Handelszwecken gehaltene Derivate werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fallen bei der Müller – Die lila Logistik AG derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebunden sind. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Der Ausweis erfolgt je nach Fristigkeit unter den sonstigen kurzfristigen bzw. langfristigen Vermögenswerten.

Zu jedem Abschlussstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, daraufhin untersucht, ob objektive substanzielle Hinweise (z. B. erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner oder Vertragsbruch) auf eine Wertminderung hindeuten. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand, welcher sich durch einen im Vergleich zum Buchwert geringeren niedrigeren erzielbaren Betrag begründet, wird erfolgswirksam erfasst. Der im Rahmen der Prüfung auf etwaige Wertminderungen zu bestimmende erzielbare Betrag der mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Kredite und Forderungen entspricht dem Barwert der geschätzten und mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz diskontierten künftigen Cashflows.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Derivative Finanzinstrumente werden bei der Müller – Die lila Logistik AG nur zu Sicherungszwecken genutzt. Zielsetzung ist die Reduzierung von Zinsrisiken im operativen Geschäft und den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Alle derivativen Finanzinstrumente (im laufenden Geschäftsjahr Zinsswaps) sind am Bilanzstichtag mit ihren beizulegenden Zeitwerten anzusetzen. Diese können positiv oder negativ sein. Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente werden auf der Grundlage von Marktdaten und anerkannten Bewertungsverfahren ermittelt. Für die Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebunden ist oder nicht. Liegt kein Hedge Accounting vor, sind die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sofort erfolgswirksam zu erfassen. Die beizulegenden Zeitwerte gehören zum 31. Dezember 2017 wie im Vorjahr der Bewertungskategorie 2 an.

Bei den von der Lila Logistik Gruppe geschlossenen Zinsderivaten handelt es sich um nicht in wirksame Sicherungsbeziehungen eingebundene derivative Finanzinstrumente, da auf Grund unterschiedlicher Fristen vom gesicherten Grundgeschäft und Zinsderivat eine formale Sicherungsbeziehung nicht gegeben ist. Die negativen Barwerte werden unter den finanziellen Verbindlichkeiten erfasst.

Der beizulegende Zeitwert von Krediten und Forderungen entspricht im Wesentlichen dem Buchwert mit Ausnahme der langfristigen Darlehen (vgl. hierzu Kapitel E.8 "Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente"). Der Grund hierfür ist vor allem die in der Regel kurze Laufzeit solcher Instrumente. Bei den Forderungen stellt der Buchwert eine vernünftige Annäherung an den beizulegenden Zeitwert dar.

Bei den kurzfristigen, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten wird angenommen, dass auf Grund der kurzen Laufzeiten die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.

Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen Darlehen wurden als Barwerte der zukünftig erwarteten Cashflows ermittelt.

Bei variabel verzinslichen Darlehen wird angenommen, dass der prognostizierte Darlehenszins annähernd den marktüblichen Zinssätzen entspricht. Bei festverzinslichen Darlehen werden zur Diskontierung Zinssätze verwendet, die das allgemeine Marktzinsniveau beinhalten.

Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen beinhalten im Wesentlichen Ergebnisse aus Wertminderungen und Zuschreibungen, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen werden.

10. ERTRAGSTEUERN

Tatsächliche Ertragsteuern werden nach den einschlägigen steuerlichen Vorschriften in den jeweiligen Ländern bilanziert. Dabei ist für jedes Steuersubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen. Des Weiteren sind die temporären Differenzen aus der abweichenden Behandlung bestimmter Bilanzpositionen zwischen den lokalen steuerrechtlichen Abschlüssen und dem IFRS-Konzernabschluss zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese grundsätzlich zum Ansatz von latenten Steuern.

Zur Berücksichtigung der steuerlichen Folgen von Unterschieden zwischen Wertansätzen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der IFRS-Bilanz und den entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen sowie für steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuern gebildet.

Die Höhe der latenten Steuern richtet sich nach den Steuersätzen für den steuerlichen Gewinn in dem Jahr, in dem die Unterschiede wahrscheinlich ausgeglichen werden. Die Auswirkung von Änderungen der Steuersätze wird berücksichtigt, wenn die jeweilige Änderung beschlossen ist. Aktive latente Steuern werden erforderlichenfalls auf den wahrscheinlich realisierbaren Betrag reduziert.

Unter den Ertragsteuern sind die für den Berichtszeitraum zu zahlenden oder von den Finanzbehörden zu erstattenden Steuern zuzüglich bzw. abzüglich der Veränderungen bei den latenten Steuern ausgewiesen.

11. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Bei den Versorgungszusagen in der Lila Logistik Gruppe handelt es sich um beitragsorientierte Systeme und leistungsorientierte Zusagen. Die Ermittlung der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Zusagen erfolgt nach der Projected Unit Credit Method (Anwartschaftsbarwertverfahren). Bei diesem Verfahren sind neben den am Bilanzstichtag bereits bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch die in der Zukunft bei vorsichtiger Einschätzung der zu erwartenden Steigerungen der Arbeitsentgelte und Altersbezüge zu berücksichtigen. Die Berechnung beruht auf jährlich zu erstellenden versicherungsmathematischen Gutachten unter Beachtung der biometrischen Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für einen Teil der Pensionsverpflichtungen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Der sich als Planvermögen qualifizierende Rückdeckungsanspruch entspricht dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital der Versicherungsgesellschaft. Auf dieser Basis werden die Rückstellungen für rückgedeckte Pensionsverpflichtungen mit dem Planvermögen saldiert. Der Zinsanteil der Rückstellungszuführung wie auch die Erträge aus Fondsvermögen werden in den Finanzierungsaufwendungen saldiert ausgewiesen. Pensionsverpflichtungen werden grundsätzlich als langfristig angesehen.

12. UMSATZ-, ERTRAGSREALISIERUNG UND AUFWANDSERFASSUNG

Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und stellen die Beträge dar, die für Dienstleistungen im normalen Geschäftsablauf zu erhalten sind. Davon sind Preisnachlässe, Skonti und Umsatzsteuer abgezogen. Umsätze werden in dem Zeitpunkt erfasst, in dem die Logistikdienstleistungen erbracht sind und die Höhe des Umsatzes verlässlich bestimmt werden kann. Umsätze aus Speditionslogistik werden realisiert, sobald das Speditionsgut überbracht wurde, aus Kontraktlogistik, sobald die einzeln definierte Dienstleistung fertig gestellt ist und bei Beratungsleistungen, wenn die vertraglichen Bestandteile durchgeführt wurden.

Finanzierungskosten werden in der Periode, in der sie angefallen sind, erfolgswirksam erfasst, soweit es sich nicht um Bestandteile der Anschaffungs- oder Herstellungskosten von qualifizierten Vermögenswerten handelt.

13. UNTERNEHMENSTRANSAKTIONEN

Im Geschäftsjahr 2017 haben keine Unternehmenstransaktionen stattgefunden.

14. EVENTUALSCHULDEN

Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Existenz erst durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser künftiger Ereignisse bestätigt wird, die jedoch außerhalb des Einflussbereichs des Konzerns liegen. Ferner können gegenwärtige Verpflichtungen dann Eventualschulden darstellen, wenn der Abfluss von Ressourcen nicht hinreichend wahrscheinlich für die Bildung einer Rückstellung ist und/oder die Höhe der Verpflichtungen nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG

1. UMSATZERLÖSE

Mit einem Gesamtumsatz von 142.376 T€ (Vorjahr: 138.806 T€) wurde der höchste Umsatz der Firmengeschichte erreicht. Der Umsatz der Lila Logistik Gruppe verteilt sich auf die entsprechenden Segmente und stieg in allen Geschäftsfeldern im Vergleich zum Vorjahr an. Die Erlöse aus Beratungsleistungen (Lila Consult) inklusive der Erlöse mit anderen Segmenten belaufen sich auf 2.248 T€ und auf einem leicht höheren Niveau als im Vorjahr (Vorjahr: 2.156 T€). Die Erlöse aus Logistikdienstleistungen im Segment Lila Operating inklusive der Erlöse mit anderen Segmenten erhöhten sich auf 140.006 T€ auf Grund höherer Erlöse im operativen Bereich (Vorjahr: 136.867 T€). Insbesondere durch die Vermarktung der neuen Logistikimmobilien "Terminal 3" und ab Sommer 2017 "Terminal 4" in Besigheim stiegen die Erlöse für das Segment Lila Real Estate auf 4.183 T€ (Vorjahr: 2.669 T€). Weitere Erläuterungen zur Segmentberichterstattung sind im Punkt D. "Segmentinformationen" enthalten.

Regionale Verteilung

Die Umsatzerlöse gliedern sich in den o.g. Segmenten nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

2017 2017 2016 2016
T€ % T€ %
Umsätze in Deutschland 114.194 80,2 110.620 79,7
Umsätze im Ausland 28.182 19,8 28.186 20,3
Gesamt 142.376 100,0 138.806 100,0

Die geografische Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach dem Sitz der Kunden. Die Umsätze im Ausland werden im Wesentlichen mit Kunden aus Polen, Portugal, Italien und Frankreich erzielt.

2. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten folgende Positionen:

Angaben in T€ 2017 2016
Auflösung von Rückstellungen und sonstige Schuldposten 1.266 1.373
Versicherungsentschädigungen 217 222
Periodenfremde Erträge 206 91
Sonstige Erträge aus Schäden 125 56
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 111 118
Weitere sonstige betriebliche Erträge 233 378
Gesamt 2.158 2.238

3. AUFWENDUNGEN FÜR ROH-, HILFS- UND BETRIEBSSTOFFE UND FÜR BEZOGENE WAREN

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren beliefen sich auf -33.185 T€ (Vorjahr: -32.906 T€) und betreffen im Wesentlichen Materialaufwendungen für Subunternehmerleistungen sowie bezogene Kraftstoffe für Transportdienstleistungen.

4. PERSONALAUFWAND

Der Personalaufwand zeigt folgende Aufteilung:

Angaben in T€ 2017 2016
Löhne und Gehälter -51.026 -47.485
Soziale Abgaben -5.686 -4.958
Aufwendungen für Altersversorgung -4.389 -4.013
Gesamt -61.101 -56.456

Auf Grund der gestiegenen Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Lohn- und Gehaltsanpassungen ist eine Erhöhung des Personalaufwands zu verzeichnen.

5. ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN

Angaben in T€ 2017 2016
Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten -719 -680
Abschreibungen von Sachanlagen -4.022 -3.280
Gesamt -4.741 -3.960

Der Anstieg der Abschreibungen ist im Wesentlichen auf die erhöhten Standortinvestitionen zurückzuführen. Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten sowie andere Wertminderungen fielen im Geschäftsjahr 2017 wie im Vorjahr nicht an.

6. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten folgende Positionen:

Angaben in T€ 2017 2016
Miet- und Raumkosten -14.663 -14.518
Fremdpersonalkosten und Fremdarbeiten -10.628 -12.383
Fahrzeugkosten und Fuhrparkaufwendungen -6.301 -5.975
IT- und Kommunikationskosten -2.564 -2.565
Abschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten -1.097 -1.137
Versicherungsbeiträge und -abgaben -1.096 -1.015
Werbe- und Reisekosten -987 -1.249
Schadensaufwendungen -984 -720
Weitere sonstige betriebliche Aufwendungen -3.115 -2.889
Gesamt -41.435 -42.451

7. FINANZERGEBNIS

Im Finanzergebnis in Höhe von -834 T€ (Vorjahr: -684 T€) sind sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, Finanzierungsaufwendungen und Beteiligungsergebnisse enthalten.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betragen 75 T€ (Vorjahr: 72 T€) und setzen sich wie folgt zusammen:

Angaben in T€ 2017 2016
Erträge aus Fremdwährungsumrechnungen 33 42
Zinserträge 42 30
Gesamt 75 72

Die Finanzierungsaufwendungen betragen -913 T€ (Vorjahr: -766 T€) und beinhalten folgende Positionen:

Angaben in T€ 2017 2016
Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen -95 -37
Buchgewinne aus zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Zinsswaps) 73 29
Zinsaufwand für Zinsswaps -63 -47
Zinsaufwendungen für Nettopensionsverpflichtungen -101 -140
Zinsaufwendungen für Avale -30 -28
Zinsaufwendungen für Factoring -88 -113
Sonstige Zinsaufwendungen -25 -8
Aktivierung von Zinsaufwendungen (Bauzeitzinsen) 50 206
Zinsaufwendungen für kurz- und langfristige Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten -634 -628
Gesamt -913 -766

Die Müller – Die lila Logistik AG ist am 27. Februar 2014 (Valuta 2. Januar 2015) ein Zinsderivat mit einer Laufzeit bis zum 29. Dezember 2017 eingegangen. Der Bezugsbetrag der variablen Beträge beträgt 4.000 T€. Dieses Zinsderivat ist zwischenzeitlich ausgelaufen; die Bewertung zum Vorjahresstichtag belief sich auf -47 T€.

Des Weiteren ist die Müller – Die lila Logistik AG am 21. Juli 2016 (Valuta 1. Oktober 2016) ein weiteres Zinsderivat mit einer Laufzeit bis zum 1. Oktober 2021 eingegangen. Der Bezugsbetrag der variablen Beträge beträgt 5.000 T€. Die Bewertung am Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 auf der Basis von Marktdaten und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle ergab einen positiv beizulegenden Zeitwert in Höhe von 21 T€ (Vorjahr: negativ beizulegender Zeitwert von -5 T€).

Zudem ist die Müller – Die lila Logistik AG am 13. April 2017 (Valuta 1. Januar 2018) zwei weitere Zinsderivate mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2020 (Bezugsbetrag: 3.000 T€) bzw. 31. Dezember 2022 (Bezugsbetrag: 5.000 T€) eingegangen. Die Bewertung am Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 auf der Basis von Marktdaten und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle ergab bei diesen beiden Zinsderivaten zusammen einen negativen Barwert in Gesamthöhe von -0,5 T€.

Die Lila Logistik Gruppe ist im Geschäftsjahr 2017 wie im Vorjahr keine derivaten Finanzinstrumente im Sinne eines Cashflow Hedges eingegangen.

Im Berichtsjahr wurden im Zuge der Fertigstellung des Kunden-, Mitarbeiter- und Informationszentrums Bauzeitzinsen in Höhe von 50 T€ aktiviert. Im Vorjahr wurden Bauzeitzinsen in Höhe von 206 T€ aktiviert.

Die Beteiligungsergebnisse im Berichtsjahr beliefen sich auf 4 T€ (Vorjahr: 10 T€).

8. ERTRAGSTEUERN

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden im Inland die Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlags und die Gewerbesteuer sowie im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern und latente Steuern ausgewiesen.

Steuerabgrenzungen resultieren in den Einzelbilanzen aus der erwarteten Nutzung steuerlicher Verlustvorträge und aus Unterschieden bei den Wertansätzen von IFRS- und Steuerbilanz, sowie aus Konsolidierungsvorgängen. Die im Geschäftsjahr zu Grunde gelegte Gewerbesteuer betrug 15,14 % (Vorjahr: 13,95 %). Bei der Muttergesellschaft wurde wie im Vorjahr ein Körperschaftsteuersatz von 15,00 % zuzüglich Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % angesetzt. Insgesamt hat sich ein Konzernsteuersatz von 28,07 % ergeben (Vorjahr: 29,78 %).

Die Besteuerung im Ausland wird zu den in diesen Ländern geltenden Steuersätzen berechnet und liegt wie im Vorjahr bei 19 %. Die Ertragsteuern gliedern sich nach ihrer Herkunft wie folgt:

EINKOMMEN- UND ERTRAGSTEUERN

Angaben in T€ 2017 2016
Gezahlte bzw. geschuldete Steuern (saldiert) -1.248 -1.690
- davon Ausland -83 -30
Latenter Steuerertrag 55 27
- davon Steuerertrag aus der Auflösung temporärer Differenzen 93 68
- davon Steueraufwand aus der Entstehung temporärer Differenzen -38 -41
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.193 -1.663

Die latenten Steuererträge bzw. -aufwendungen beruhen auf temporären Unterschieden bzw. der Umkehr derselben. Latente Steuereffekte aus einer Auf- bzw. Abwertung latenter Steuern sind nicht vorhanden.

Die Ertragsteuern enthalten Steuererträge aus früheren Perioden in Höhe von 168 T€ (Vorjahr 35 T€) sowie Steueraufwendungen für frühere Perioden in Höhe von -78 T€ (Vorjahr: -90 T€).

Die Überleitung zwischen dem erwarteten Steueraufwand bei Anwendung des Konzernsteuersatzes von 28,07 % (Vorjahr: 29,78 %) und dem tatsächlichen Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:

Angaben in T€ 2017 2016
Erwarteter Steueraufwand -909 -1.320
Steuerfreie Erträge 122 97
Unterschiede in lokalen Steuersätzen 145 302
Verlustvorträge -31 -314
Periodenfremder Steuerertrag (+) bzw. Steueraufwand (-) 90 -55
Steuerliche Unterschiede aus Kommanditgesellschaften -177 -115
Nicht abziehbare Betriebsausgaben und gewerbesteuerliche Hinzurechnungen -251 -171
Steuerbilanzeffekte -176 -120
Übrige -6 33
Ertragsteueraufwand -1.193 -1.663

Die steuerlichen Unterschiede aus Kommanditgesellschaften beinhalten körperschaftsteuerliche Effekte bei den Personengesellschaften aus den Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die Steuerbilanzeffekte beinhalten Unterschiede zwischen HGB und IFRS und zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie latente Steuereffekte.

In dem Sonstigen Ergebnis sind wie im Vorjahr keine latenten Steueraufwendungen enthalten.

9. ERGEBNIS JE AKTIE

VERWÄSSERTES/UNVERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE

2017 2016
Konzernjahresüberschuss (in T€) 2.046 2.925
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien (in Tausend Stück) 7.956 7.956
Verwässertes/Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 0,26 0,37

Ein Unterschied zwischen verwässertem und unverwässertem Ergebnis je Aktie besteht nicht.

10. SONSTIGES

Im Berichtsjahr wurden negative Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von -68 T€ in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Im Vorjahr wurden positive Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von +4 T€ ergebniswirksam erfasst.

D. SEGMENTINFORMATIONEN

Segmentberichterstattung

Auf Basis ihres internen Berichtswesens hat die Gesellschaft drei Segmente identifiziert, die entsprechend der Dienstleistungsarten, Vertriebswege und Kundenprofile weitgehend eigenständig organisiert und gesteuert werden. Das Planungs- und Beratungssegment wird unter dem Begriff Lila Consult zusammengefasst. Darin enthalten sind die Bereiche Managementberatung, Logistics Engineering und Interim Services. Die Umsetzungen von Logistiklösungen, die das Geschäftsmodell komplettieren, erfolgen im Segment Lila Operating. Im Segment Lila Real Estate werden Flächen zur Dienstleistungserstellung angeboten, die Eigentum der Lila Logistik Gruppe sind.

In der Überleitung werden die Eliminierungen konzerninterner Verflechtungen zwischen Segmenten zusammengefasst.

Die Müller – Die lila Logistik AG beurteilt die Leistung der Segmente unter anderem anhand des Umsatzes und des Betriebsergebnisses (EBIT). Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von Marktpreisen verrechnet.

Lila Consult

Das Segment Lila Consult beinhaltet die Beratung für Unternehmen in Bezug auf Organisationsstrukturen, effizientere Abläufe und Logistik. Lila Consult zielt auf die Optimierung der unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsketten. Es wird ein Full-Service-Portfolio im Consulting angeboten, das von der Konzeptentwicklung bis hin zur Unterstützung bei der operativen Umsetzung geht.

Lila Operating

Im Bereich Lila Operating werden Tätigkeiten zusammengefasst, die unmittelbar mit dem Management von Waren- und Informationsflüssen zusammenhängen. Bei Lila Operating werden operative Logistikdienstleistungen für Logistics Service Center und Transportmanagement angeboten. Das Angebot erstreckt sich auf die folgenden drei Logistikbereiche: Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik.

Lila Real Estate

Das Segment Lila Real Estate umfasst die Nutzung und Vermietung eigener Logistikimmobilien an bestehenden Standorten der Lila Logistik Gruppe. Dabei werden geeignete Immobilien in Produktions- und Standortnähe in- und externen Kunden zur Nutzung ihrer individuellen Produktions- und Dienstleistungsprozesse sowie für differenzierte Lagerungsund Logistikfunktionen angeboten. Die erfolgreiche Entwicklung der Logistikimmobilien, von der Planung über die Vermarktung bis hin zur Durchführung einer individuellen Nutzung der Immobilien, steht im Vordergrund.

Interne Steuerung und Berichterstattung

Die interne Steuerung und Berichterstattung in der Lila Logistik Gruppe basiert auf der Rechnungslegung nach HGB. Der Erfolg der Segmente wird anhand der Umsatzerlöse und des EBIT nach HGB gemessen. Die Segmentberichterstattung basiert somit auf HGB-Werten, die im Konzern auf IFRS Werte übergeleitet werden.

Das Segment Lila Consult erfüllt die Größenmerkmale eines berichtspflichtigen Segments derzeit nicht. Die Unternehmensleitung hat jedoch entschieden, den Bereich als Berichtssegment beizubehalten, da er ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells der Lila Logistik Gruppe darstellt und er von wesentlicher Bedeutung für die zukünftige Entwicklung der Unternehmensgruppe ist.

SEGMENTÜBERSICHT 2017

Angaben in T€

Geschäftsjahr 2017 Lila
Consult
(HGB)
Lila
Operating
(HGB)
Lila Real
Estate
(HGB)
Summe
Segmente
(HGB)
Über
leitung
Konzern
(IFRS)
Außenumsatzerlöse 772 139.761 1.843 142.376 - 142.376
Erlöse mit anderen Segmenten 1.476 245 2.340 4.061 - -
Umsatzerlöse, gesamt 2.248 140.006 4.183 146.437 - -
Segmentergebnis (EBIT) 113 2.669 1.453 4.235 -162 4.073

SEGMENTÜBERSICHT 2016

Angaben in T€

Geschäftsjahr 2016 Lila
Consult
(HGB)
Lila
Operating
(HGB)
Lila Real
Estate
(HGB)
Summe
Segmente
(HGB)
Über
leitung
Konzern
(IFRS)
Außenumsatzerlöse 531 136.734 1.541 138.806 - 138.806
Erlöse mit anderen Segmenten 1.625 133 1.128 2.886 - -
Umsatzerlöse, gesamt 2.156 136.867 2.669 141.691 - -
Segmentergebnis (EBIT) -115 5.097 1.042 6.024 -752 5.272

Die Lila Logistik Gruppe hat mit wichtigen Kunden und Kundengruppen standortbezogene individuelle Verträge über die Erbringung von Dienstleistungen abgeschlossen. Hierbei wurden mit einer Kundengruppe 2017 Umsatzerlöse in Höhe von 25.472 T€ (Vorjahr: 25.173 T€), das sind 17,9 % (Vorjahr: 18,1 %) der Konzernumsatzerlöse, im Segment Lila Operating erzielt. Außerdem wurden mit einer weiteren Kundengruppe 2017 Umsatzerlöse in Höhe von 15.827 T€ (Vorjahr: 17.584 T€), das sind 11,1 % (Vorjahr: 12,7 %) der Konzernumsatzerlöse, ebenfalls im Segment Lila Operating generiert.

Überleitung Segmentergebnisse auf Konzernergebnis

Die Überleitung der Summe der Segmentergebnisse (EBIT) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergibt sich wie folgt: In der Zeile "Zentrale Posten/Sonstiges" werden zentral verantwortete Sachverhalte der Konzernzentrale und der Konsolidierung ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2017 waren in diesem Bereich Zuschreibungen auf eine Beteiligung an einer Einzelgesellschaft der Müller – Die lila Logistik AG enthalten, die in der Kapitalkonsolidierung eliminiert wird. Dieser Sachverhalt betrifft das Segment Lila Operating.

Im Vorjahr enthielt die Position "Zentrale Posten/Sonstiges" Bewertungsaufwendungen der Immobilie Gliwice. Dieser Sachverhalt betraf das Segment Lila Real Estate.

Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten werden in der Überleitung eliminiert.

ÜBERLEITUNG

Angaben in T€ 2017 2016
Summe Segmentergebnisse (EBIT nach HGB) 4.235 6.024
Zentrale Posten / Sonstiges -145 -31
IFRS-Überleitung -17 -721
Konzern-EBIT (nach IFRS) 4.073 5.272
Finanzergebnis -834 -684
Konzernergebnis vor Steuern 3.239 4.588
Steuern vom Einkommen und Ertrag -1.193 -1.663
Konzernjahresüberschuss nach Steuern 2.046 2.925

Im Finanzergebnis 2017 sind die Positionen "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" in Höhe von 75 T€ (Vorjahr 72 T€), "Finanzierungsaufwendungen" in Höhe von -913 T€ (Vorjahr -766 T€) und "Beteiligungsergebnis" in Höhe von 4 T€ (10 T€) enthalten. Weitere Erläuterungen zum Finanzergebnis sind im Punkt C. "Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung", Unterpunkt C.7. "Finanzergebnis" dieses Konzern-Anhangs enthalten.

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind im Geschäftsjahr laufende Steuern in Höhe von -1.248 T€ (Vorjahr: -1.690 T€) sowie ein latenter Steuerertrag in Höhe von 55 T€ enthalten (Vorjahr: 27 T€).

E. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

1. LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Die Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte innerhalb des Konzerns ist aus der Konzern-Entwicklung des Anlagevermögens ersichtlich. Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen beträgt 52.311 T€ (Vorjahr: 45.636 T€). Die Erhöhung ist im Wesentlichen durch Lager- und Standortinvestitionen am Stammsitz des Unternehmens begründet. Beteiligungen sind in den langfristigen finanziellen Vermögenswerten in Vorjahreshöhe von 72 T€ enthalten.

Grundstücke und Logistikimmobilien

Die lila Logistik Gruppe verfügt über Grundstücke und Logistikimmobilien in Besigheim, Bünde, Gliwice (Polen) und Wemding. Die Abschreibung der Logistikimmobilien erfolgt im Komponentenansatz. Dabei werden Gebäude, Dach und Außenanlagen unterschiedlich entsprechend ihrer geschätzten Nutzungsdauern linear abgeschrieben. Als Besicherung für die darlehensgebenden Banken wurden Grundschulden in Vorjahreshöhe von 32.200 T€ begeben; der gewichtete Finanzierungskostensatz der mit Grundschulden besicherten Darlehen liegt bei rund 1,6 % (Vorjahr: rund 1,8 %).

Im Geschäftsjahr 2017 wurde in weitere Logistikflächen investiert. Am Hauptsitz der Müller – Die lila Logistik AG wurde ein Grundstück erworben und die bestehenden Logistikhallen ("Terminal 4") bis zum Sommer 2017 umgebaut. Somit konnte im August ein viertes Logistik Service Center in Besigheim in Betrieb genommen werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde zudem das Kunden-, Mitarbeiter- und Innovationszentrum (kurz "KMI" genannt) in Besigheim in Teilen bezogen. Der komplette Bezug des KMI erfolgt voraussichtlich im Sommer 2018.

Wie aus dem Konzern-Anlagenspiegel hervorgeht beträgt die Position "In Erstellung befindliche Anlagen" im Berichtsjahr 698 T€ (Vorjahr: 6.942 T€). Durch die bauliche Fertigstellung von Teilen des Terminal 3, der damit zusammenhängenden Außenanlagen und den Teilbezug des KMI reduzierte sich diese Position entsprechend.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von -50 T€ (Vorjahr: -206 T€) mit einem gewichteten Fremdkapitalzinssatz der zu Grunde liegenden Darlehen von rund 1,6 % aktiviert.

Die im Sachanlagevermögen ausgewiesenen Anlagen und Grundstücke der Logistikimmobilien stehen in unmittelbaren Zusammenhang mit Umsätzen aus verschiedenen Logistikdienstleistungen. Der Buchwert der im Konzernbesitz befindlichen Grundstücke und Gebäude (ohne die in Erstellung befindlichen Anlagen) beträgt 40.960 T€ (Vorjahr: 27.052 T€).

Geschäfts- oder Firmenwerte

Beim Impairment Test wurden die erwarteten Cashflows der Geschäftsbereiche aus der Unternehmensplanung abgeleitet, die einen Zeitraum von drei Jahren umfasst. Für die sich daran anschließenden Zeiträume wird das geplante Wachstum – mit Ausnahme der unten erwähnten Tochtergesellschaft – mit einer Wachstumsrate von 1,5 % im Diskontierungszinssatz berücksichtigt. Der Planung liegen insbesondere Annahmen hinsichtlich makroökonomischer Basisdaten und Erfahrungswerte bezüglich der Entwicklung von Verkaufspreisen, Personalkosten und Inflationsraten zu Grunde. Die Cashflows für die Zahlungsmittel generierenden Einheiten wurden mit Zinssätzen von 6,1 % (Vorjahr: 6,0 %) abgezinst. Im Geschäftsjahr 2017 ergaben sich wie im Vorjahr bei der Durchführung der Impairment Tests keine Wertminderungsaufwendungen.

Beim Kauf eines Tochterunternehmens entstand 2013 ein immaterieller Vermögenswert auf den Auftragsbestand in Höhe von 938 T€, der entsprechend der Laufzeit des Kundenvertrags abgeschrieben wird. Der Buchwert des immateriellen Vermögenswertes auf die Kundenbeziehung betrug 233 T€ zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 (Vorjahr: 300 T€).

Die Geschäfts- oder Firmenwerte verteilen sich auf folgende Zahlungsmittel generierende Einheiten:

AUFTEILUNG GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE

Angaben in T€ 31.12.2017 31.12.2016
Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG 4.500 4.500
Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH 4.044 4.044
Gesamt 8.544 8.544

Die o. g. Unternehmen sind im Wesentlichen im Segment Lila Operating tätig.

Bei einer Reduzierung der Wachstumsrate um einen Prozentpunkt, einer Erhöhung des Zinsniveaus um einen Prozentpunkt oder der Verringerung der geplanten Ergebnisse (EBIT) für jedes Planungsjahr um 10 Prozentpunkte liegt der erzielbare Betrag der CGUs im Impairment Test weiterhin über dem Buchwert.

2. LATENTE STEUERN

Die aktiven und passiven latenten Steuern wurden in den Konzernbilanzen zum 31. Dezember 2017 und 2016 wie folgt ausgewiesen:

AUFTEILUNG DER LATENTEN STEUERN

Angaben in T€ 31.12.2017 31.12.2016
Aktive latente Steuern 1.219 1.263
Passive latente Steuern 1.200 1.221
Latente Steuern, saldiert -19 -42

Die unsaldierten aktiven und passiven latenten Steuern der Einzelabschlüsse setzen sich wie folgt zusammen:

ZUSAMMENSETZUNG DER LATENTEN STEUERN

Angaben in T€ 31.12.2017 31.12.2016
Aktive latente Steuern
Steuerliche Verlustvorträge 104 129
Sonstige Verbindlichkeiten 76 60
Sonstige Rückstellungen 2 0
Pensionsrückstellungen 1.628 1.674
Sonstige Vermögenswerte 37 31
Aktive latente Steuern, gesamt 1.847 1.894
Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögenswerte 74 94
Geschäfts- oder Firmenwerte 645 621
Sachanlagevermögen 1.099 1.117
Sonstige Rückstellungen 0 1
Übrige 10 19
Passive latente Steuern, gesamt 1.828 1.852
Latente Steuern, saldiert -19 -42

Für Körperschaftsteuerzwecke können Verluste in Deutschland bis zu einem Betrag von 1 Mio. Euro zurückgetragen und unbefristet sowie betragsmäßig unbegrenzt vorgetragen werden. Für Gewerbesteuerzwecke können Verluste unbefristet vorgetragen werden.

Am 31. Dezember 2017 verfügten die Müller – Die lila Logistik AG und ihre Tochtergesellschaften über steuerliche Verlustvorträge unter Berücksichtigung der Jahresergebnisse 2017 für Gewerbesteuerzwecke in Höhe von 6.888 T€ (Vorjahr: 7.405 T€), die unbefristet vorgetragen werden können.

Wie im Vorjahr wurden keine Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Verlustvorträge, auf die keine aktiven latente Steuern gebildet wurden, bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 6.041 T€ (Vorjahr: 6.721 T€) für Gewerbesteuer und sind unbegrenzt vortragsfähig. Verlustvorträge für Körperschaftsteuer bestehen unverändert nicht.

Auf temporäre Unterschiedsbeträge aus Anteilen an Tochterunternehmen wurden keine latenten Steuerschulden bilanziert, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden.

3. FORDERUNGEN

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 14.952 T€ (Vorjahr: 14.017 T€) sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Darin enthalten sind Wertberichtigungen in Höhe von 65 T€ (Vorjahr: 122 T€).

Wertberichtigungen werden auf separaten Wertberichtigungskonten innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung. Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen, ebenso werden Forderungen ausgebucht, wenn die Fälligkeit um einen gewissen Zeitraum überschritten wurde und es nicht wahrscheinlich erscheint, die vertraglich vereinbarte Zahlung zu erhalten. Das Wertberichtigungskonto für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich wie folgt entwickelt:

WERTBERICHTIGUNGEN AUF FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Angaben in T€ 2017 2016
Stand 1.1. 122 111
Inanspruchnahme -6 -3
Auflösung -110 -136
Zuführung 59 150
Stand 31.12. 65 122

Alle Aufwendungen und Erträge aus Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen.

Die Altersstruktur der fälligen Forderungen, welche nicht einzelwertberichtigt sind, stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

ALTERSSTRUKTUR DER ÜBERFÄLLIGEN FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Angaben in T€ 31.12.2017 31.12.2016
Seit 1 bis 30 Tagen fällig 682 476
Seit 31 bis 60 Tagen fällig 106 137
Seit 61 bis 90 Tagen fällig 26 97
Seit mehr als 90 Tagen fällig -

Für den Bestand der fälligen, nicht wertgeminderten Forderungen wurden zum Abschlussstichtag keine Anzeichen dafür identifiziert, die darauf schließen lassen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die zum Stichtag 31. Dezember 2017 offenen Forderungen wurden im Wesentlichen fristgerecht bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses ausgeglichen.

Seit dem Geschäftsjahr 2008 wurden für verschiedene Gesellschaften der Lila Logistik Gruppe Factoring-Verträge abgeschlossen. Die Müller – Die lila Logistik AG prüft die Factoring-Vertragsverhältnisse regelmäßig und schließt bei Bedarf neue Factoring-Verträge für die Tochtergesellschaften. Gründe für das Factoring sind zum einen, den im Laufe der Zeit deutlich gestiegenen Forderungsgesamtbestand zu reduzieren, und zum anderen, die generellen Vorteile von Factoring in Anspruch zu nehmen. Zum Bilanzstichtag belief sich die Summe der verkauften offenen Posten auf 14.115 T€ (Vorjahr: 11.241 T€). Durch die Inanspruchnahme eines echten Factoring erfolgt eine vollständige Ausbuchung der Forderungen aus dem Forderungsbestand. Verpflichtungen außer dem Einstehen für das Veritätsrisiko und die Weiterleitung der eingehenden Cashflows bestehen nicht.

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

4. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Bei Zahlungsmitteln in der Berichtswährung entspricht der ausgewiesene Wert dem Nominalwert. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für Fremdwährungsbestände wird durch Umrechnung mit dem Stichtagskurs vorgenommen. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich wie folgt zusammen:

ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Angaben in T€ 31.12.2017 31.12.2016
Kassenbestand 13 14
Guthaben bei Kreditinstituten 7.072 6.946
Gesamt 7.085 6.960

Die Gründe für die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung werden alle Zahlungsmitteläquivalente mit einer ursprünglichen Laufzeit bis zu drei Monaten als liquide Mittel ausgewiesen.

5. STEUERERSTATTUNGSANSPRÜCHE

Die Steuererstattungsansprüche zum 31. Dezember 2017 betragen 546 T€ (Vorjahr: 229 T€) und betreffen kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche aus dem laufenden Jahr und aus Vorjahren.

6. VORRÄTE

Die Vorräte in Form von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen betrugen zum Bilanzstichtag 59 T€ (Vorjahr: 63 T€).

7. SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte zum Bilanzstichtag betragen 2.922 T€ (Vorjahr: 5.689 T€).

Darin enthalten sind finanzielle sonstige kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 1.867 T€ (Vorjahr: 4.361T€). Diese betreffen im Wesentlichen das Factoring-Verrechnungskonto sowie das Factoring-Sperrguthabenkonto in Höhe von 1.555 T€ (Vorjahr: 3.886 T€)

Die nicht finanziellen sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte betragen 1.055 T€ (Vorjahr: 1.328 T€). Diese betreffen Rechnungsabgrenzungen in Höhe von 825 T€ (Vorjahr: 793 T€) sowie Vorsteuerüberhänge in Höhe von 321 T€ (Vorjahr: 672 T€).

8. BUCHWERTE UND BEIZULEGENDE ZEITWERTE DER FINANZINSTRUMENTE

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Darlehen zum 31. Dezember 2017 (Vorjahresangabe in Klammern):

Angaben in T€
beizulegender
Kassenbestand Buchwert Zeitwert (Level 2)
29.311 29.165
Darlehen (25.705) (25.528)

Bei allen übrigen Finanzinstrumenten entspricht der beizulegende Zeitwert im Wesentlichen dem Buchwert. Für weitere Details verweisen wir auf die Ausführungen in Kapitel B.9 "Finanzinstrumente".

9. EIGENKAPITAL

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der Müller – Die lila Logistik AG betrug zum 31. Dezember 2017 insgesamt 7.956 T€. Die Aktien lauten auf den Inhaber und sind in 7.955.750 Aktien mit Nennwert von je 1 € eingeteilt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zu den Vorjahren 9.666 T€.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklage zum 31. Dezember 2017 beträgt 18.347 T€ (Vorjahr: 18.688 T€). Die Veränderung ergibt sich aus dem Konzernjahresüberschuss in Höhe von 2.046 T€ abzüglich der Dividendenzahlung in Höhe von -2.387 T€.

Genehmigtes Kapital

Die Hauptversammlung vom 16. Juni 2015 hat die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals beschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 15. Juni 2020 in Höhe von bis zu 3.978 T€ durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach zu erhöhen.

Nach dem Aktiengesetz ist der zur Ausschüttung an die Gesellschafter verfügbare Dividendenbetrag vom ausschüttungsfähigen Eigenkapital des Unternehmens abhängig, wie es im Jahresabschluss der Muttergesellschaft entsprechend des deutschen Handelsgesetzbuches ausgewiesen wird. Dividenden können nur in der Höhe des Bilanzgewinns ausgeschüttet werden. Diese Beträge weichen vom IFRS-Konzernabschluss ab. Zum 31. Dezember 2017 beträgt der Bilanzgewinn der Müller – Die lila Logistik AG 11.655 T€ (Vorjahr: 11.857 T€).

Dividendenausschüttung

Vorstand und Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG beabsichtigen, der Hauptversammlung am 15. Mai 2018 vorzuschlagen, von dem Bilanzgewinn der Muttergesellschaft eine Dividende von 0,25 € (Vorjahr: 0,30 €) je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Kumuliertes sonstiges Ergebnis

Das kumulierte sonstige Ergebnis in Höhe von -3.999 T€ (Vorjahr: -4.495 T€) besteht aus Differenzen aus der Währungsumrechnung in Höhe von -1.421 T€ (Vorjahr: -1.729 T€) und der Neubewertung leistungsorientierter Pensionsverpflichtungen in Höhe von -3.532 T€ (Vorjahr: -3.801 T€) sowie darauf entfallender latenter Steuern in Höhe von 954 T€ (Vorjahr: 1.035 T€).

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist aus der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich. Die Gesamtergebnisdarstellung beinhaltet das Konzernergebnis und die Veränderung des kumulierten sonstigen Ergebnisses.

10. PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

In der Lila Logistik Gruppe gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Versorgungssysteme. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen beschränkt sich die Verpflichtung der jeweiligen Unternehmen darauf, die jeweils vereinbarten Beträge an externe Versorgungsträger zu entrichten. Bei den leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung gegenüber berechtigten aktiven und früheren Mitarbeitern sowie deren Hinterbliebenen, die zugesagten Leistungen zu erfüllen. Der Buchwert der Pensionsrückstellungen beträgt zum Bilanzstichtag 5.708 T€ (Vorjahr: 5.914 T€).

Den Vorstandsmitgliedern und einem ehemaligen Vorstandsmitglied der Muttergesellschaft sowie einem ehemaligen Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft sind Pensionszusagen erteilt worden. Die Höhe der Pensionen ist vertraglich geregelt und kann sich mit der Dauer der Zugehörigkeit zur Gesellschaft erhöhen. Obwohl nach deutschem Recht keine Verpflichtung besteht, diese Zusagen durch getrennte Vermögenswerte abzusichern, sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen worden. Der Aktivwert der Versicherungen ist als Plan Asset qualifiziert und mit der Rückstellung saldiert. Des Weiteren sind Mitarbeitern Pensionszusagen erteilt worden, deren Höhe in einer Rentenordnung geregelt ist und die sich mit Dauer der Betriebszugehörigkeit erhöhen.

Die Rückstellungen für Pensionen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt, und zwar unter Berücksichtigung der künftigen vorhersehbaren Entwicklungen. Die Bewertung beruht auf versicherungsmathematischen Annahmen. Neben der Lebenserwartung, die sich im Inland aus den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ergibt, wurden in den versicherungsmathematischen Berechnungen folgende Ansätze gewählt:

AKTUARIELLE ANNAHMEN

Angaben in % 2017 2016
Diskontierungszinssatz 1,90 1,75
Fluktuationsrate 0,0 und 1,0 0,0 und 1,0
Rententrend 1,0 bis 2,0 1,0 bis 2,0
Verzinsung des Planvermögens 1,90 1,75
Erwartete Gehaltssteigerung 0,0 0,0

Die erwartete Gehaltssteigerung wurde in den versicherungsmathematischen Berechnungen mit "0" ausgewiesen, da die Verträge nicht an Gehaltssteigerungen gekoppelt sind. Hinsichtlich der Gehaltssteigerungen kommt daher das Gesetz über die betriebliche Altersvorsorge nicht zum Tragen.

Der Nettoaufwand für die Pensionsaufwendungen gliedert sich wie folgt:

NETTOAUFWAND PENSIONSPLÄNE

Angaben in T€ 2017 2016
Periodischer Dienstzeitaufwand 270 249
Nettozinsaufwand (=Saldo aus Aufzinsungsaufwand und Zinsertrag) 101 112
Nettoaufwand 371 361

Der periodische Dienstzeitaufwand wurde im Personalaufwand verbucht. Der Zinsaufwand und die erwartete Rendite aus dem Planvermögen wurden in den Finanzierungsaufwendungen erfasst.

BILANZIERTE NETTOVERPFLICHTUNG DER PENSIONSPLÄNE

Angaben in T€ 2017 2016
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 10.103 10.105
Wert des Planvermögens -4.395 -4.191
Anwartschaftsbarwert nach Abzug des Fondsvermögens 5.708 5.914
Nettoverpflichtung der Pensionspläne 5.708 5.914
Bilanzierte Nettoverpflichtung der Pensionspläne 5.708 5.914

Der Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen hat sich wie folgt entwickelt:

ANWARTSCHAFTSBARWERT DER VERSORGUNGSZUSAGEN

Angaben in T€ 2017 2016
Anwartschaftsbarwert zum 1.1. 10.105 9.217
Periodischer Dienstzeitaufwand 270 249
Zinsaufwand 175 201
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) -262 612
Rentenzahlungen -185 -174
Anwartschaftsbarwert zum 31.12. 10.103 10.105

Die versicherungsmathematischen Gewinne des Berichtsjahrs bzw. Verluste des Vorjahres resultieren aus der Änderung des Zinsniveaus.

Der Wert des Planvermögens hat sich wie folgt entwickelt:

WERT DES PLANVERMÖGENS

Angaben in T€ 2017 2016
Planvermögen zum 1.1. 4.191 3.999
Zinsertrag 74 88
Einzahlungen durch den Arbeitgeber 173 173
Neubewertung 8 -18
Auszahlungen -51 -51
Wert des Planvermögens zum 31.12. 4.395 4.191

Der Marktwert eines Treuhandvertrags (im o. g. Planvermögen enthalten; bestehend aus Treuhandvermögen), der im Wege eines Contractual Trust Arrangement (CTA) mit dem Pencuro Treuhand e. V., München, gesichert wurde, beläuft sich zum 31. Dezember 2017 auf 1.875 T€ (Bilanzstichtag 31. Dezember 2016: 1.851 T€).

Die Rückdeckungsversicherungen sind an die Versorgungsberechtigten verpfändet. Für das Geschäftsjahr 2017 beläuft sich die bestmögliche Schätzung der Beträge, die erwartungsgemäß in den Plan eingezahlt werden wie im Vorjahr auf 173 T€.

Des Weiteren besteht für ein Mitglied des Vorstands eine beitragsorientierte Zusage über eine rückgedeckte Unterstützungskasse. Die Beiträge für 2017 belaufen sich auf -6 T€ (Vorjahr: -6 T€).

Zahlungen für beitragsorientierte Zusagen sowie Beiträge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen werden als Aufwand der Periode erfasst. Im Geschäftsjahr 2017 wurden dafür -4.020 T€ (Vorjahr: -4.013 T€) geleistet.

Sensitivitätsanalyse der Pensionsverpflichtungen

Die Änderungen des Rechnungszinses und des Rententrends haben Einfluss auf die Pensionsverpflichtungen. Die unten angegebenen Sensitivitäten wurden so ermittelt, dass die aufgeführte Annahme entsprechend geändert wurde und alle übrigen Annahmen nicht verändert worden sind. Tatsächlich könnten sich mehrere Annahmen gleichzeitig ändern oder die Änderung einer Annahme könnte die Änderung weiterer Parameter zur Folge haben.

Angaben in T€ 31. Dezember 2017
Pensionsverpflichtung zum Bilanzstichtag 10.103
Reduzierung des Zinssatzes um 0,5 % 11.149
Erhöhung des Zinssatzes um 0,5 % 9.192
Reduzierung des Rententrends um 0,5 % 9.891
Erhöhung des Rententrends um 0,5 % 10.579

11. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Stand
31.12.2017
326
770
1.145
1.915
2.241

In den langfristigen Rückstellungen sind Rückstellungen aus Altersteilzeit und Archivierungsrückstellungen enthalten. Bei der Bewertung der langfristigen Rückstellungen wurde die bestmögliche Schätzung der Ausgaben, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind, zu Grunde gelegt. Preissteigerungen, die bis zum Erfüllungszeitpunkt erwartet werden, fließen in die Bewertung ein.

Die kurzfristigen Rückstellungen enthalten Schadens- und Personalrückstellungen, wobei Schadensrückstellungen inkl. der damit zusammenhängenden Aufwendungen in Höhe der geschätzten Zahlungen gebildet sind.

12. STEUERSCHULDEN

Die Steuerschulden zum 31. Dezember 2017 betragen 680 T€ (Vorjahr: 1.238 T€) und betreffen kurzfristige Ertragsteuerschulden aus dem laufenden Jahr und aus Vorjahren.

13. SONSTIGE KURZ- UND LANGFRISTIGE SCHULDEN

Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen "Sonstige Schulden" im Bereich der kurzfristigen Schulden in Höhe von 8.239 T€ (Vorjahr: 8.883 T€) setzen sich wie folgt zusammen:

Angaben in T€ 2017 2016
Personalbezogene Verbindlichkeiten 3.031 2.827
Verbindlichkeiten aus offenen Rechnungen 3.873 4.551
Verbindlichkeiten aus Steuern 1.335 1.505
Gesamt 8.239 8.883
davon finanzielle sonstige kurzfristige Schulden 6.420 6.829
davon nichtfinanzielle sonstige kurzfristige Schulden 1.819 2.054

Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen "Sonstige Schulden" im Bereich der langfristigen Schulden in Höhe von 36 T€ (Vorjahr: 108 T€) bestehen im Wesentlichen aus langfristigen Abgrenzungen (Vorjahr: 29 T€). Im Vorjahr waren in dieser Position zudem Zinsderivate mit negativen Fair-Values in Höhe von 52 T€ enthalten.

14. EVENTUALSCHULDEN

Im zweiten Halbjahr ging der Lila Logistik Gruppe ein Schreiben eines Kunden mit Forderungen im sechsstelligen Bereich zu. Gegen diese Forderungen hat die Unternehmensgruppe stichhaltige Einwendungen. Da der zu Grunde liegende Sachverhalt nicht von der Lila Logistik Gruppe verursacht wurde und zudem Versicherungs- und darüber hinaus Regressansprüche vorliegen, wird die Wahrscheinlichkeit einer finanziellen Belastung für die Unternehmensgruppe weiterhin als gering erachtet. Gleichwohl wurde für laufende Kosten in diesem Zusammenhang eine Rückstellung gebildet.

Darüber hinaus lagen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 keine weiteren Eventualschulden vor (Vorjahresangabe ohne Eventualschulden).

15. VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gliedern sich nach Fälligkeit wie folgt:

VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN

Angaben in T€ 31.12.2017 31.12.2016
Bis 1 Jahr 4.547 3.632
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 11.962 11.902
Über 5 Jahre 12.802 10.171
Gesamt 29.311 25.705

Zur Besicherung der o.g. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen Grundschulden in unveränderter Höhe zum Vorjahr von 32.200 T€ sowie Sicherungsübereignungen in Höhe von 942 T€ (Vorjahr: 1.313 T€).

16. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen von 5.127 T€ um 2.720 T€ auf 7.847 T€ im Berichtsjahr. Diese haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

17. LEASINGVERHÄLTNISSE

Die Lila Logistik Gruppe mietet Büroflächen und Transportmittel im Rahmen von kündbaren sowie auf bestimmte Zeit abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen. Der Miet- und Leasingaufwand im Jahr 2017 belief sich auf -15.669 T€ (Vorjahr: -16.116 T€) und war auf Grund geringerer Miet- und Leasingraten im Berichtsjahr rückläufig. Die Lila Logistik Gruppe hat als Mietsicherheiten selbstschuldnerische Bankbürgschaften in Höhe von 2.426 T€ (Vorjahr 2.137 T€) hinterlegt. In der Lila Logistik Gruppe liegen wie im Vorjahr keine Finanzierungsleasing-Verträge vor.

Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus auf bestimmte Zeit abgeschlossenen Operate Lease Verträgen belaufen sich gemäß der nachfolgenden Tabelle auf folgende Werte:

GESCHÄFTSJAHR 2017

Angaben in T€ Mindestzahlungen Operate Lease
2018 -13.185
2019 -10.123
2020 -5.316
2021 -3.808
2022 -2.179
Später -7.374
Mindestzahlungen, gesamt -41.985

Die Vorjahreswerte stellten sich wie folgt dar:

GESCHÄFTSJAHR 2016

Angaben in T€ Mindestzahlungen Operate Lease
2017 -14.811
2018 -10.792
2019 -5.777
2020 -2.793
2021 -1.518
Später -38
Mindestzahlungen, gesamt -35.729

Im Vergleich zu den Vorjahreswerten ist der Anstieg der nach 2022 aufgeführten Mindestzahlungen auf den Abschluss von langfristigen Immobilienmietverträgen im Jahr 2017 zurückzuführen.

Die Operate Lease Verträge im Sinne von IAS 17 umfassen im Wesentlichen die Anmietung von Lager- und Büroflächen sowie von Fuhrparkequipment inklusive Flurförderzeugen. Bei einzelnen Mietverhältnissen bestehen Mietverlängerungsoptionen.

F. FINANZINSTRUMENTE

Finanzielles Risikomanagement

Zielsetzung des finanziellen Risikomanagements ist die Vermeidung einer Risikokonzentration. Zu weiteren Angaben hinsichtlich des Risikomanagements des Konzerns wird auf den Risiko- und Chancenbericht im Konzernlagebericht verwiesen.

Die Lila Logistik Gruppe unterliegt mit ihren finanziellen Aktivitäten den folgenden Risiken, deren Steuerung und Überwachung durch ein schriftlich fixiertes und systematisches Risikomanagementsystem erfolgt:

  • ▸ Kreditrisiken
  • ▸ Liquiditätsrisiken
  • ▸ Marktrisiken

Kreditrisiken

Kreditrisiken bezeichnen jenen finanziellen Verlust, der entsteht, wenn Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Den Ausfallrisiken von Forderungen wird durch entsprechende Prüfung der Bonität (im Wesentlichen anhand externer Datenbanken) der Vertragspartner und durch laufende Überwachung der Außenstände begegnet. Zur Optimierung des Forderungsmanagements sowie der Reduzierung von Ausfallrisiken wird ein sogenanntes "echtes" Factoring durchgeführt. Darüber hinaus wird Ausfallrisiken durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz ausgewiesenen Vermögenswerte wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor.

Um Kreditrisiken aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten im Finanzierungsbereich zu begegnen, werden Geschäftsbeziehungen zu regionalen und überregionalen Kreditinstituten unterhalten. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten werden ebenfalls nur mit angesehenen Finanzinstituten abgeschlossen. Diese dienen der Absicherung von Zinsänderungsrisiken.

Risikokonzentrationen ergeben sich hinsichtlich der Kundenstruktur dahingehend, dass 47,8 % der Umsatzerlöse mit fünf Großkunden erzielt werden (Vorjahr: 48,5 %). 41,7 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen auf diese fünf Kunden (Vorjahr: 46,0 %). Da an einzelnen Standorten der Lila Logistik Gruppe Dienstleistungen für wenige Kunden erbracht werden, kann es an den jeweiligen Standorten zu einer Risikokonzentration kommen.

Des Weiteren verweisen wir auf den Punkt E.3. "Forderungen" dieses Konzernanhangs.

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiken sind die Risiken zu verstehen, dass ein Unternehmen Schwierigkeiten bei der Erfüllung seiner sich aus den finanziellen Verbindlichkeiten ergebenden Verpflichtungen hat.

Zu den zentralen Aufgaben der Müller – Die lila Logistik AG zählen die Sicherung der finanziellen Versorgung der Unternehmensgruppe und die Optimierung der Konzernfinanzierung. Eine ausreichende Liquiditätsversorgung der Tochtergesellschaften erfolgt durch interne Darlehen und Betriebsmittellinien. Zur Optimierung der Rentabilität dient ein mit der Hausbank vereinbartes Zinspooling der Müller – Die lila Logistik AG mit der größten inländischen Tochtergesellschaft. Weiterhin dient auch das Factoring als Basis der Working Capital-Finanzierung zur Verbesserung und Sicherung der Liquidität. Flankierend stehen Kreditlinien zur Verfügung, die rollierend prolongiert werden.

Zur Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen benötigt die Lila Logistik Gruppe ausreichend liquide Mittel. Die Sicherung der Liquidität wird permanent überwacht. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Euro und polnischen Zloty aufgenommen.

Am 31. Dezember 2017 verfügte die Lila Logistik Gruppe über Rahmenkreditlinien in Vorjahreshöhe von 8.000 T€, die als Kontokorrent- und/oder Geldmarktkredit ausnutzbar sind. Des Weiteren verfügte die Lila Logistik Gruppe über einen Gesamtrahmen aller Avalkredite (ohne alternativ nutzbare Kontokorrent-/Avalkreditlinien) in Höhe von 5.000 T€ (Vorjahr: 4.500 T€). Zum Bilanzstichtag wurde die Rahmenkreditlinie weder für Kontokorrent- noch für Geldmarktkredite in Anspruch genommen. Die Inanspruchnahme über Avale valutiert zum 31. Dezember 2017 mit 4.033 T€ (Vorjahr: 3.744 T€).

Die aufgeführten Kreditlinien stehen der Lila Logistik Gruppe bis auf weiteres zur Verfügung bzw. werden regelmäßig prolongiert.

Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die zukünftigen undiskontierten Cashflows für Zinsen und Tilgung der bestehenden Bankverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten per 31. Dezember 2017 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen.

FÄLLIGKEITSÜBERSICHT ZAHLUNGSVERPFLICHTUNGEN AN KREDITINSTITUTE PER 31.12.2017
Angaben in T€ 2018 2019 2020 2021 2022 Später Summe
Zahlungsverpflichtungen
an Kreditinstitute 5.032 4.556 3.459 2.713 2.369 13.767 31.896

Im Vorjahr ergaben sich folgende Angaben:

FÄLLIGKEITSÜBERSICHT ZAHLUNGSVERPFLICHTUNGEN AN KREDITINSTITUTE PER 31.12.2016

2017 2018 2019 2020 2021 Später Summe
28.366
4.144 4.058 3.962 2.900 2.187 11.115

Auf Grund des aktuellen Marktzinsniveaus bestehen nur geringe Zahlungsverpflichtungen für Zinsen aus bestehenden Derivaten gegenüber Kreditinstituten per 31. Dezember 2017, so dass die Liquiditätssituation des Konzerns nicht wesentlich beeinflusst wird.

Marktrisiken

Marktrisiken sind die Risiken, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments auf Grund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen die drei folgenden Risikotypen: a) Wechselkursrisiken, b) Zinsrisiken und c) sonstige Preisrisiken.

a.) Wechselkursrisiken

Unter Wechselkursrisiken sind Risiken zu verstehen, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments auf Grund von Wechselkursänderungen schwanken.

Bedingt durch die Investitionen und die Geschäftstätigkeit außerhalb des Euro-Währungsraumes werden durch die Lila Logistik Gruppe Fremdwährungstransaktionen durchgeführt. Diese betreffen vor allem Wareneinkäufe und -verkäufe sowie Dienstleistungen. Wechselkursschwankungen ohne entsprechende Sicherungsmaßnahmen haben somit einen signifikanten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe.

Im Rahmen der Sicherung gegen Währungsrisiken schließt die Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. für eigene Fremdwährungsgeschäfte situativ Devisentermingeschäfte für polnische Zloty mit Kreditinstituten ab. In den Geschäftsjahren 2017 und 2016 wurden keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen.

Ein Ausfall kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner nicht ihren vertraglichen Verpflichtungen nachkommen können und der Lila Logistik Gruppe somit ein finanzieller Verlust entsteht.

Wechselkursänderungen wirken sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.

Wenn der Wechselkurs des polnischen Zloty im Vergleich zum Euro im Geschäftsjahr 2017 um eine durchschnittliche Toleranzgrenze von 10,0 % höher (niedriger) gewesen wäre, wären das Konzernergebnis und das Konzerneigenkapital um 83 T€ (Vorjahr: 205 T€) geringer (höher) gewesen.

b.) Zinsrisiken

Zinsrisiken mit negativen Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage entstehen im Wesentlichen durch marktbedingte Änderungen der Zinssätze und durch Veränderungen der Bonitätsbeurteilung im Fall der Kreditinanspruchnahme.

Diesen Zinsänderungsrisiken wird durch entsprechende Festzinsvereinbarungen begegnet. Darüber hinaus werden zur Risikobegrenzung derivative Finanzinstrumente wie Zinsswaps eingesetzt. Auf Grund der Bilanzstruktur bestehen Zinsänderungsrisiken nur im Bereich der Finanzverbindlichkeiten.

Für die langfristigen Darlehensverbindlichkeiten (und den kurzfristigen Anteil an langfristigen Darlehen) bestehen langfristig feste Zinsvereinbarungen. Die durchschnittliche Verzinsung der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2017 betrug 1,8 % (Vorjahr: 2,1 %).

Im Rahmen des Risikomanagements finden in regelmäßigen Zeitabständen Beratungen über die aktuelle Zinssituation und über die mögliche, künftige Zinsentwicklung sowie über den Einsatz derivativer Finanzinstrumente statt.

Zinsänderungsrisiken werden mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie ggf. auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:

Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken. Finanzinstrumente, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow Hedges zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf das Eigenkapital und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Marktzinsänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.

Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps, Währungsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis und werden daher ebenfalls bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2017 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 419 T€ (Vorjahr: 359 T€) geringer (höher) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich aus den potentiellen Effekten aus variabel verzinslichen Finanzschulden inklusive Factoring. In diesem Szenario wurde unterstellt, dass auch festverzinsliche Darlehen der Zinsänderung unterliegen. Darin nicht berücksichtigt sind Veränderungen in den Zinsaufwendungen für Pensionsverpflichtungen. Diese werden separat im Konzernanhang in Punkt E.10. "Pensionsrückstellungen" dargestellt.

c.) Sonstige Preisrisiken

Sonstige Preisrisiken werden definiert als Risiken, dass beizulegende Zeitwerte oder künftige Cashflows von Finanzinstrumenten auf Grund von Änderungen der Marktpreise schwanken (bei denen es sich nicht um jene handelt, die sich aus dem Zinsrisiko oder dem Wechselkursrisiko ergeben), und zwar unabhängig davon, ob diese Änderungen durch Faktoren verursacht werden, die für jedes einzelne Finanzinstrument oder seinen Emittenten spezifisch sind, oder durch Faktoren, die alle ähnlichen auf dem Markt gehandelten Finanzinstrumente betreffen.

Zum 31. Dezember 2017 hatte die Lila Logistik Gruppe außer dem in Punkt E.10. "Pensionsrückstellungen" beschriebenen CTA wie im Vorjahr keine wesentlichen Finanzinstrumente im Bestand, die einem Marktpreisrisiko (z. B. Börsenkurse oder Indizes) unterliegen.

Kapitalmanagement

Die Zielsetzungen der Lila Logistik Gruppe beim Kapitalmanagement sind die Wahrung einer soliden Bilanzstruktur auf Basis von Fortführungswerten sowie Sicherstellung der notwendigen finanziellen Handlungsspielräume für zukünftige Investitionen.

Die Unternehmensführung der Lila Logistik Gruppe überwacht das Eigenkapital mittels der Kennzahlen Eigenkapitalquote und Eigenkapitalrentabilität.

Das Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme entspricht der Eigenkapitalquote. Obwohl das Eigenkapital absolut betrachtet zum Vorjahr leicht anstieg, reduzierte sich die Eigenkapitalquote auf Grund der gestiegenen Bilanzsumme. Zum 31. Dezember 2017 beträgt die Eigenkapitalquote 36,3 % (Vorjahr: 38,4 %). Die Eigenkapitalquote lag damit unter Vorjahresniveau und unter dem selbst gesetzten Zielkorridor (Korridor zwischen 40–50 %).

Das Konzernergebnis im Verhältnis zu dem zu Beginn der Periode zur Verfügung stehenden Eigenkapital entspricht der Eigenkapitalrentabilität. Die Eigenkapitalrentabilität zum 31. Dezember 2017 beträgt 6,4 % (Vorjahr: 9,1 %). Damit liegt die Eigenkapitalrentabilität unter dem selbst gesetzten Schwellenwert von 10 %.

Die Eigenkapital-Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:

KAPITALKENNZAHLEN
Angaben in T€ 2017 2016
Eigenkapital ohne Anteile anderer Gesellschafter 31.970 31.815
Anteile anderer Gesellschafter
Eigenkapital 31.970 31.815
Bilanzsumme 87.974 82.751
Eigenkapitalquote 36,3 % 38,4 %
Konzernergebnis 2.046 2.925
Eigenkapitalrentabilität 6,4 % 9,1 %

Die Lila Logistik Gruppe unterliegt keinen Mindestkapitalanforderungen.

G. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

1. ÜBERTRAGUNG VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN

Für verschiedene deutsche Gesellschaften der Unternehmensgruppe wurden Factoring-Verträge abgeschlossen, bei denen eine Bank (Factor) zum Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gemäß der entsprechend geschlossenen Konditionenvereinbarungen verpflichtet ist. Die Factoring-Verträge enden nach einer gewissen Laufzeit, sofern nicht vor einem Jahresstichtag die Fortführung des jeweiligen Factoring-Vertrages vereinbart wurde. Der Factor erwirbt die auf Euro lautenden Forderungen zum Einzug, wobei die jeweilige Gesellschaft der Unternehmensgruppe entscheidet, ob und in welchem Volumen Forderungen verkauft werden. Beim käuflichen Erwerb der Forderung geht das Delkredererisiko vollständig auf den Factor über. Bei treuhänderisch übernommenen Forderungen – beispielsweise bei Überschreitung des Limits für den Einzelkunden – bleibt das Risiko des Forderungseingangs in Höhe der Überschreitung bei der betreffenden Gesellschaft. Im Berichtszeitraum sind keine Forderungsausfälle vorgekommen.

Ankaufsfähig (ganz oder teilweise) sind Forderungen gegenüber Debitoren, für die vom Factor ein Ankauflimit eingeräumt wurde und deren Zahlungsziel 120 Tage ab dem Zeitpunkt der Leistung nicht überschreitet. Wird das Zahlungsziel überschritten bzw. wird vom Factor kein Ankauflimit eingeräumt, so wird die nicht durch das Ankauflimit gedeckte Forderung nur treuhänderisch zum Einzug übernommen. Treuhänderisch zum Einzug übernommene Forderungen rücken im Rahmen frei werdender Ankauflimite nach, d. h. werden vom Factor angekauft und der Ankauffirma vergütet; hierbei rückt jeweils die Treuhandforderung mit dem ältesten Rechnungsdatum entsprechend der Höhe des frei werdenden Ankauflimits nach, sofern diese zu diesem Zeitpunkt ankaufsfähig ist.

Der Ankauf durch den Factor erfolgt durch Gutschrift auf einem separaten, dafür vorgesehenen Verrechnungskonto. Zusätzlich wurden mit dem Factor Sicherungseinbehalte für das Veritätsrisiko vereinbart, die unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Die Sicherheitseinbehalte betragen grundsätzlich 10 % der angekauften offenen Forderungen (Obligo).

Falls Mahnungen nicht vertragsgemäß erfolgen, ist der Factor berechtigt, die angekaufte Forderung zurück zu belasten. Dieses Risiko wird jedoch als gering eingestuft.

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Factoringaktivitäten der Lila Logistik Gruppe:

FACTORINGAKTIVITÄTEN

Angaben in T€ 2017 2016
Verkaufte Forderungen im Geschäftsjahr (Rechnungen abzgl. Gutschriften) 143.581 123.262
Factoringgebühren im Geschäftsjahr -346 -316
Zinsaufwand Factoring im Geschäftsjahr (kumuliert) -88 -113
Obligo der verkauften offenen Posten am 31. Dezember 12.576 11.241
Sicherungseinbehalt am 31. Dezember 1.366 1.248
Verrechnungskonto am 31. Dezember 183 2.635

2. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN

Die Lila Logistik Gruppe unterhält im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit Unternehmen, die auch Kunden und/oder Lieferanten des Konzerns sind, Geschäftsbeziehungen. Unter diesen Kunden und/oder Lieferanten befinden sich auch Unternehmen, die eine Verbindung zu Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des Vorstands der Müller – Die lila Logistik AG sowie der Geschäftsführung von Konzernunternehmen bzw. deren Tochterunternehmen haben. Sofern solche Geschäftsbeziehungen bestehen, werden sie zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Die Müller – Die lila Logistik AG war im Geschäftsjahr 2017 ein von der Michael Müller Beteiligungs GmbH, Stuttgart, abhängiges Unternehmen im Sinne des § 17 AktG. Herr Müller ist Vorstandsvorsitzender der Müller – Die lila Logistik AG und zugleich geschäftsführender Gesellschafter der Michael Müller Beteiligungs GmbH. Weitere verbundene Unternehmen der Michael Müller Beteiligungs GmbH im Sinne des § 15 AktG bestehen nicht. Der Abhängigkeitsbericht umfasst die Rechtsgeschäfte und Maßnahmen der Müller – Die lila Logistik AG zur Michael Müller Beteiligungs GmbH im Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017. Die Müller – Die lila Logistik AG hat im Geschäftsjahr 2017 keine Rechtsgeschäfte mit der Michael Müller Beteiligungs GmbH als herrschendem Unternehmen, einem mit ihm verbundenen Unternehmen, mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse dieser verbundenen Unternehmen, vorgenommen. Ebenso lagen keine Maßnahmen der Müller – Die lila Logistik AG vor, die sie im Interesse des herrschenden Unternehmens oder im Interesse eines mit ihm verbundenen Unternehmens vorgenommen oder unterlassen hat.

Die Müller – Die lila Logistik AG war am Bilanzstichtag zu 50 % an der FM Logistics GmbH beteiligt. Für die FM Logistics erbringt ein Unternehmen der Lila Logistik Gruppe Subunternehmerleistungen.

Außer den geschilderten Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen enthält die Bilanzposition "Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen" im Wesentlichen Prämien und Tantiemen leitender Angestellter des Konzerns. Bezüglich der Bezüge der Organe (Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat) der Gesellschaft verweisen wir auf den Konzernlagebericht unter Punkt 7. "Vergütungsbericht" sowie auf den weiteren Unterpunkt "Organbezüge" dieses Kapitels. Zum 31. Dezember 2017 bestanden kurzfristig fällige Verbindlichkeiten gegenüber den Organen der Gesellschaft in Höhe von 422 T€ (Vorjahr: 460 T€).

Zusammengefasst ergeben sich Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen:

Erbrachte Lieferungen und Leistungen
im Geschäftsjahr
Empfangene Lieferungen und
Leistungen im Geschäftsjahr
Angaben in T€ 2017 2016 2017 2016
Aufsichtsräte 83 88
Vorstandsmitglieder 1.210 1.228
Beteiligungsunternehmen 1.070 931 71 37
Sonstige nahestehende Personen oder
Unternehmen
282 289
Summe 2.645 2.536 71 37
Forderungen am Bilanzstichtag Verbindlichkeiten am Bilanzstichtag
Angaben in T€ 2017 2016 2017 2016
Aufsichtsräte 93 34
Vorstandsmitglieder 4 360 426
Beteiligungsunternehmen 77 19 7 2
Sonstige nahestehende Personen oder
Unternehmen
282 289
Summe 77 23 742 751

Bei den sonstigen nahestehenden Personen handelt es sich um leitende Angestellte mit wesentlichem Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Lila Logistik Gruppe. Die Vergütung (Gehalt und Gehaltsbestandteile) nahestehender leitender Angestellter des Konzerns sind der Tabelle nicht zu entnehmen.

Die erbrachten Lieferungen und Leistungen von Vorstand und Aufsichtsrat im Geschäftsjahr beinhalten die Organbezüge. Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen durch die Organe der Gesellschaft fielen im Geschäftsjahr 2017 nicht an (Vorjahr: 5 T€).

Aktienbesitz der Organe

An den Bilanzstichtagen zum 31. Dezember 2017 bzw. 31. Dezember 2016 hielten sowohl die Vorstände als auch die Mitglieder des Aufsichtsrats die folgende Anzahl von Aktien an der Müller – Die lila Logistik AG:

Aktienanzahl/Angaben in Stück 31.12.2017 31.12.2016
Herr Rupert Früh 80.000 80.000
Herr Marcus Hepp 4.000 4.000
Herr Prof. Peter Klaus D.B.A/Boston University 18.000 17.729
Herr Christoph Schubert 3.500 3.500
Herr Per Klemm 46.450 46.450
Herr Carlos Rodrigues 785 785

Am 22. September 2015 ging der Müller – Die lila Logistik AG die Meldung zu, dass die Michael Müller Beteiligungs GmbH 83,49 % der Stimmrechte an der Müller – Die lila Logistik AG hält (das entspricht 6.642.086 Aktien). Meldungen, die oberhalb der gesetzlich meldungspflichtigen Schwellen liegen, gingen der Gesellschaft im Geschäftsjahr nicht zu.

Organbezüge

Bezüglich der Angaben gemäß § 314 Absatz 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB verweisen wir auf den Konzernlagebericht unter Punkt 7. "Vergütungsbericht".

Die dem Vorstand gewährten Gesamtbezüge im Jahr 2017 betrugen 1.210 T€ (Vorjahr: 1.228 T€). Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 16. Juni 2015 hat beschlossen, dass die in § 314 Absatz 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB in der anwendbaren Fassung des VorstOG geforderten Angaben für fünf Jahre beginnend ab dem 1. Januar 2015 unterbleiben.

Die dem Aufsichtsrat gewährten Gesamtbezüge (ohne Nebenleistungen) im Jahr 2017 beliefen sich wie im Vorjahr auf 83 T€.

3. RECHTSSTREITIGKEITEN

Die Lila Logistik Gruppe ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 an verschiedenen Rechtsstreitigkeiten beteiligt, die sich aus ihrem Geschäftsbetrieb ergeben. Der Vorstand ist unter Berücksichtigung der Einschätzung der Rechtsanwälte der Unternehmensgruppe der Ansicht, dass das Ergebnis der Streitigkeiten keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wird.

4. MITARBEITERANZAHL

Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern 1.727 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inklusive Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 1.685 Personen), die in folgende Gruppen unterteilt sind:

MITARBEITERZAHL

Angaben in Köpfen 2017 2016
Operativ 1.149 1.122
Kaufmännisch 507 500
Auszubildende 71 63
Gesamt 1.727 1.685

Davon entfallen 3 Personen (Vorjahr: 4 Personen) auf Aushilfen.

5. HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES KONZERNABSCHLUSSPRÜFERS

Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 bestellte die ordentliche Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG am 30. Mai 2017 die Baker Tilly AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart (jetzt: Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf). Das für das Geschäftsjahr vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar fiel aufgeschlüsselt wie folgt an:

HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES KONZERNABSCHLUSSPRÜFERS

Angaben in T€ 2017 2016
Honorare für Abschlussprüfungen 170 170
Andere Bestätigungsleistungen 4 3
Steuerberatungsleistungen 31 59
Sonstige Leistungen 5 50
Gesamt 210 282

Der für die Durchführung des Prüfungsauftrags verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Jürgen Bechtold.

6. MITTEILUNGEN NACH § 21 ABS. 1 WPHG

Herr Rudolf Reisdorf, Schweiz, teilte der Gesellschaft mit, dass am 7. September 2016 der Stimmrechtsanteil der Fracht AG, Schweiz, an der Müller – Die lila Logistik AG die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,03 % (das entspricht 241.420 Stimmrechten) betragen hat. Im Berichtsjahr wurden insgesamt keine Veränderungen mitgeteilt.

7. ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Vorstand und Aufsichtsrat der börsennotierten Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, haben eine Erklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" abgegeben und den Aktionären durch Veröffentlichung auf der Internetseite der Gesellschaft (www.lila-logistik.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

8. INANSPRUCHNAHME DER §§ 264 ABS. 3 UND 264B HGB

Folgende Personenhandelsgesellschaften, die verbundene konsolidierte Unternehmen der Müller – Die lila Logistik AG sind und für die der Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG der befreiende Konzernabschluss ist, nehmen für das Geschäftsjahr 2017 die Befreiungsvorschriften des § 264b HGB hinsichtlich der Aufstellung des Anhangs und Lageberichts sowie deren Offenlegung in Anspruch:

  • Müller Die lila Logistik GmbH & Co. KG, Herne
  • Müller Die lila Logistik Marbach GmbH & Co. KG, Besigheim
  • Müller Die lila Logistik Nord GmbH & Co. KG, Bünde
  • Müller Die lila Logistik Ost GmbH & Co. KG, Zwenkau
  • Müller Die lila Logistik Service GmbH & Co. KG, Besigheim
  • Müller Die lila Logistik Süd GmbH & Co. KG, Besigheim
  • Müller Die lila Logistik Südost GmbH & Co. KG, Besigheim
  • Müller Die lila Logistik Südwest GmbH & Co. KG, Besigheim

Zur wirksamen Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB bei der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH und der Müller – Die lila Consult GmbH für das Geschäftsjahr 2017 muss neben den in § 264 Abs. 3 Nr. 3, 4 und 5 HGB benannten Vorgaben, bis zum Datum der Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft

eine wirksame Erklärung zur Einstandspflicht (Verpflichtungsübernahmeerklärung gemäß § 264 Abs. 3 Nr. 2 HGB) abgegeben und im Bundesanzeiger zur Offenlegung angemeldet worden sein. Die Anmeldung zur Offenlegung der erforderlichen Dokumente im Bundesanzeiger ist für beide Gesellschaften im Februar 2018 beim Bundesanzeiger erfolgt. Für eine wirksame Befreiung sind zudem weitere Unterlagen nach §§ 264 Abs. 3, 264b HGB einzureichen, die erst nach Erstellung des Konzernabschluss vorliegen können.

Durch bestehende Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge nehmen die Müller – Die lila Logistik West GmbH sowie die Müller – Die lila Logistik Böblingen GmbH die Erleichterungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag der Müller – Die lila Logistik AG mit der Müller – Die lila Logistik West GmbH wurde zum 31. Dezember 2017 beendet.

9. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Zum Jahresende 2017 lief ein Kundenvertrag einer Tochtergesellschaft aus. Der betreffende Standort wurde anschließend geschlossen. Nach dem Bilanzstichtag gingen die Beschäftigungsverhältnisse und wesentliche Dienstleistungsverträge im Rahmen des Insourcing auf eine Tochtergesellschaft des Kunden über. Die bestehenden Pensionsverpflichtungen – sowohl von Anwärtern, Pensionären als auch von Mitarbeitern – wurden im Rahmen einer Vereinbarung von dem Kunden bzw. dessen Tochtergesellschaft übernommen.

Im März 2018 wurde eine revolvierende Kreditlinie für IT-Investitionen bis zu einer Höhe von 2  Mio. € von einem darauf spezialisierten Finanzierungsinstitut zugesagt.

Darüber hinaus haben sich nach dem Abschlussstichtag und bis zur Erstellung dieses Berichts keine Vorgänge ereignet, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind.

Der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG wird den Konzernabschluss am 19. März 2018 zur Weiterleitung an den Aufsichtsrat freigeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Der Konzernabschluss wird am 29. März 2018 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Besigheim, 19. März 2018

Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender des Vorstands Vorstand Finanzen Vorstand Produktion

Konzernanlagenspiegel

ENTWICKLUNG DER LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE IM GESCHÄFTSJAHR 2017

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Angaben in T€ 01.01.2017 Zugänge Abgänge Um
buchungen
Kurs
differenzen
31.12.2017
I.
Immaterielle
Vermögenswerte
1.
Konzessionen,
Schutzrechte,
Software etc.
6.000.920 395.102 23.448 256.343 4.054 6.632.971
2.
Geleistete
Anzahlungen
256.343 141.770 -256.343 0 141.770
6.257.263 536.872 23.448 0 4.054 6.774.741
II.
Geschäfts- oder
Firmenwerte
10.141.812 0 0 0 0 10.141.812
III.
Sachanlagen
3.
Grundstücke und
Bauten
einschließlich der
Bauten auf
fremden
Grundstücken
32.475.783 9.100.886 0 6.394.264 1.022 47.971.955
4.
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
22.592.370 1.074.592 690.196 438.045 332.385 23.747.196
5.
In Erstellung
befindliche
Anlagen
6.941.695 582.445 0 -6.832.309 6.638 698.469
62.009.848 10.757.923 690.196 0 340.045 72.417.620
IV.
Langfristige
finanzielle
Vermögenswerte
1.
Anteile an
verbundenen
Unternehmen
25.000 0 0 0 0 25.000
2.
Beteiligungen
46.815 410 0 0 0 47.225
71.815 410 0 0 0 72.225
V.
Ausleihungen
2.500
78.483.238
0
11.295.205
0
713.644
0
0
0
344.099
2.500
89.408.898
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen Buchwerte
01.01.2017 Abschreibungen/
Wertminderungen
des Geschäfts
jahres
Abgänge Um
buchungen
Kurs
differenzen
31.12.2017 31.12.2017 31.12.2016
4.764.175 718.525 22.971 0 3.533 5.463.262 1.169.709 1.236.745
0 0 0 0 0 0 141.770 256.343
4.764.175 718.525 22.971 0 3.533 5.463.262 1.311.479 1.493.088
1.598.146 0 0 0 0 1.598.146 8.543.666 8.543.666
5.423.916 1.587.483 0 0 231 7.011.630 40.960.325 27.051.867
12.442.655 2.434.668 617.208 0 145.881 14.405.996 9.341.200 10.149.715
0 0 0 0 0 0 698.469 6.941.695
17.866.571 4.022.151 617.208 0 146.112 21.417.626 50.999.994 44.143.277
0 0 0 0 0 0 25.000 25.000
0 0 0 0 0 0 47.225 46.815
0 0 0 0 0 0 72.225 71.815
0 0 0 0 0 0 2.500
24.228.892 4.740.676 640.179 0 149.645 28.479.034 60.929.864 54.254.346

ENTWICKLUNG DER LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE IM GESCHÄFTSJAHR 2016

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Angaben in T€ 1.1.2016 Zugänge Abgänge Um
buchungen
Kurs
differenzen
31.12.2016
I.
Immaterielle
Vermögenswerte
1.
Konzessionen,
Schutzrechte,
Software etc.
5.225.833 777.629 0 0 -2.542 6.000.920
2.
Geleistete
Anzahlungen 0 256.343 0 0 0 256.343
5.225.833 1.033.972 0 0 -2.542 6.257.263
II.
Geschäfts- oder
Firmenwerte 10.141.812 0 0 0 0 10.141.812
III.
Sachanlagen
3.
Grundstücke und
Bauten
einschließlich der
Bauten auf
fremden
Grundstücken
26.458.581 3.359.267 0 2.718.582 -60.647 32.475.783
4.
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung 20.320.884 2.892.147 460.075 46.841 -207.427 22.592.370
5.
In Erstellung
befindliche
Anlagen 5.602.787 4.107.070 0 -2.765.423 -2.739 6.941.695
52.382.252 10.358.484 460.075 0 -270.813 62.009.848
IV.
Langfristige
finanzielle
Vermögenswerte
1.
Anteile an
verbundenen
Unternehmen
25.000 0 0 0 0 25.000
2.
Beteiligungen
41.664 5.151 0 0 0 46.815
66.664 5.151 0 0 0 71.815
V.
Ausleihungen
2.060 440 0 0 0 2.500
67.818.621 11.398.047 460.075 0 -273.355 78.483.238
Abschreibungen/
Wertminderungen
des Geschäfts
Um
Kurs
jahres
Abgänge
buchungen
differenzen
31.12.2016
31.12.2016
679.891
0
0
-2.405
4.764.175
1.236.745
0
0
0
0
0
679.891
0
0
-2.405
4.764.175
1.493.088
0
0
0
0
1.598.146
8.543.666
31.12.2015
1.139.144
0
1.139.144
8.543.666
0
5.423.916
27.051.867
21.994.979
960.314
0
0
2.319.400
384.640
0
-56.648
12.442.655
10.149.715
9.756.341
0
0
0
0
0
6.941.695
5.602.786
3.279.714
384.640
0
-56.648
17.866.571
44.143.277
37.354.106

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Besigheim, im März 2018

Müller – Die lila Logistik AG Der Vorstand

Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender des Vorstands Vorstand Finanzen Vorstand Produktion

BESTÄTIGUNSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

  • ▸ entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und
  • ▸ vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlagen für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. F) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

  • (1) Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten
  • (2) Bewertung von Pensionsverpflichtungen und Planvermögen.

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:

  • a) Sachverhalt und Problemstellung
  • b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
  • c) Verweis auf weitergehende Informationen

Zu (1) Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten

  • ▸ a) In dem Konzernabschluss der Müller Die lila Logistik AG werden unter den langfristigen Vermögenswerten Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Betrag von T€ 8.544 (9,7 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal im Geschäftsjahr Werthaltigkeitstests (Impairment Tests) unterzogen. Dabei wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit geschätzt, um einen eventuell erforderlichen Wertminderungsbedarf zu ermitteln. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert – jeweils bezogen auf den einzelnen Vermögenswert bzw. die zahlungsmittelgenerierende Einheit. Die Lila Logistik Gruppe ermittelt den erzielbaren Betrag auf Grundlage des Nutzungswerts. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten zukünftigen Zahlungsströme mit einem risikoadjustierten Diskontierungszinssatz auf den Barwert abgezinst. Als Ergebnis der Impairment Tests kam es zu keinen Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte. Das Ergebnis der Bewertungen ist insbesondere von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig. Die Bewertungen sind daher mit Unsicherheiten behaftet.
  • ▸ b) Wir haben uns davon überzeugt, dass die den Bewertungen zugrundeliegenden künftigen Zahlungsmittelzuflüsse und die verwendeten Diskontierungszinssätze insgesamt eine sachgerechte Grundlage für die Impairment Tests der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bilden und die vom Management angewandten Bewertungsparameter und -annahmen zur Überprüfung der Werthaltigkeit sachgerecht abgeleitet worden sind. Bei unserer Einschätzung haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie

umfangreiche Erläuterungen des Managements zu den wesentlichen Werttreibern der Planungen gestützt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes teilweise wesentliche Wertauswirkungen haben können, haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter gewürdigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Ferner haben wir ergänzend eigene Sensitivitätsanalysen für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit geringer Überdeckung (Buchwert im Vergleich zum Barwert) durchgeführt, um ein mögliches Wertminderungsrisiko bei einer für möglich gehaltenen Änderung einer wesentlichen Annahme der Bewertung einschätzen zu können.

▸ c) Die Angaben des Konzerns zu den Werthaltigkeitstests sind in den Abschnitten B.5. "Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten, Geschäfts- oder Firmenwerten, Sachanlagen und langfristigen finanziellen Vermögenswerten" und E.1. "Langfristige Vermögenswerte" des Konzernanhangs enthalten.

Zu (2) Bewertung von Pensionsverpflichtungen und Planvermögen

  • ▸ a) Im Konzernabschluss der Müller Die lila Logistik AG werden unter dem Bilanzposten "Pensionsrückstellungen" insgesamt T€ 5.708 ausgewiesen. Diese Nettopensionsrückstellungen ergeben sich aus dem Barwert der Verpflichtungen in Höhe von T€ 10.103 und dem hiermit saldierten und zu Zeitwerten bewerteten Planvermögen von T€ 4.395. Die Bewertung der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen erfolgt nach der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) gemäß IAS 19. Dabei sind insbesondere Annahmen über den langfristigen Gehalts- und Rententrend sowie die durchschnittliche Lebenserwartung zu treffen. Ferner ist der Abzinsungssatz zum Bilanzstichtag aus der Rendite hochwertiger, währungskongruenter Unternehmensanleihen mit vergleichbaren Laufzeiten abzuleiten. Änderungen dieser Bewertungsannahmen sind als versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Aus dem Anstieg des Diskontierungszinssatzes ergaben sich versicherungsmathematische Gewinne von T€ 269. Diese Sachverhalte waren aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung, da die Bewertung der Pensionsverpflichtungen und des Planvermögens in einem hohen Maße auf den Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft basiert.
  • ▸ b) Mit der Kenntnis, dass bei geschätzten Werten ein erhöhtes Risiko falscher Angaben in der Rechnungslegung besteht und dass die Bewertungsentscheidungen der gesetzlichen Vertreter eine direkte und deutliche Auswirkung auf den Konzernabschluss haben, haben wir die Angemessenheit der Wertansätze insbesondere der Bewertungsparameter zur Berechnung der Pensionsrückstellungen unter anderem anhand uns vorgelegter Gutachten beurteilt. Für die Prüfung der Zeitwerte des Planvermögens lagen uns insbesondere Bankbestätigungen und andere Vermögensnachweise vor. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen haben wir uns davon überzeugt, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um den Ansatz und die Bewertung der betragsmäßig bedeutsamen Pensionsrückstellungen zu rechtfertigen.
  • ▸ c) Die Angaben des Konzerns zu den Pensionsrückstellungen sind in den Abschnitten B.11. "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" und E.10. "Pensionsrückstellungen" des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen

  • ▸ den Corporate Governance Bericht nach Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex,
  • ▸ die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und
  • ▸ sonstige nicht prüfungspflichtige Teile des Geschäftsberichts der Müller Die lila Logistik AG, Besigheim, für das zum 31. Dezember 2017 endende Geschäftsjahr.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

  • ▸ wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
  • ▸ anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder den Geschäftsbetrieb einzustellen, oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets auf-

deckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

  • ▸ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • ▸ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.
  • ▸ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
  • ▸ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
  • ▸ beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
  • ▸ holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
  • ▸ beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

▸ führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender und geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen werden.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 30. Mai 2017 als Abschlussprüfer gewählt und wurden am 18. Oktober 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2009 als Abschlussprüfer der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Jürgen Bechtold.

Stuttgart, den 19. März 2018

Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Düsseldorf)

(ehemals Baker Tilly AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft)

Dr. Claus-Michael Allmendinger Jürgen Bechtold Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

SONSTIGE INFORMATIONEN

  • 122 Finanzkalender
  • 122 Impressum
  • 122 Disclaimer
  • 123 Auszeichnungen

Finanzkalender

  • ▸ Veröffentlichung Jahresabschluss 2017 29. März 2018
  • ▸ Hauptversammlung, Stuttgart 15. Mai 2018
  • ▸ Veröffentlichung Konzern-Halbjahresfinanzbericht 2018 16. August 2018

Impressum

Herausgeber

Müller – Die lila Logistik AG Ferdinand-Porsche-Straße 4 74354 Besigheim-Ottmarsheim Deutschland Tel. + 49 (0) 71 43 / 8 10 - 0 Fax + 49 (0) 71 43 / 8 10 - 199 [email protected]

Investor Relations

Ansprechpartner: Oliver Streich Tel. + 49 (0) 71 43 / 8 10 - 125 Fax + 49 (0) 71 43 / 8 10 - 129 [email protected]

Müller – Die lila Logistik AG im Internet

www.lila-logistik.com

Disclaimer

Dieser Bericht enthält zukunftsorientierte Aussagen. Dies sind Aussagen, die keine historischen Tatsachen darstellen, einschließlich Aussagen über Erwartungen und Ansichten des Managements. Sie beruhen auf gegenwärtigen Plänen, Einschätzungen und Prognosen. Anleger sollten sich nicht uneingeschränkt auf diese Aussagen verlassen, die im Kontext ihres Entstehungszeitraums zu sehen und zu beurteilen sind und immer Risiken und Ungewissheiten beinhalten. Die tatsächlich eintretenden Ereignisse können von den in diesem Bericht enthaltenen zukunftsorientierten Aussagen abweichen, u. U. sogar in erheblichem Maße. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht enthaltenen zukunftsorientierten Aussagen zu aktualisieren. Hiervon unberührt bleiben gesetzliche Informations- und Berichtspflichten. Der Begriff Mitarbeiter wird in vorliegendem Geschäftsbericht für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gleichermaßen verwendet.

Auszeichnungen

1994 1995 1997 2007
Gold Quality Achievement
Team Award
Silver Quality Achievement
Team Award "Eco-Tour
Italy", Whirlpool
Europäischer
Transportpreis,Öko-Tour"
3. Platz Wettbewerb der
Elektrolux
2008 2010 2011 2012
BSH Logistik Umweltpreis General Motors (GM)
Supplier of the Year 2010
Deutscher Nachhaltigkeits
preis; Deutschlands
nachhaltigste
Zukunftsstrategien (KMU)
General Motors (GM)
Supplier of the Year 2011
General Motors (GM)
Supplier of the Year 2012
2013 2014 2015 2016
General Motors (GM)
Supplier of the Year 2013
Deutscher Logistik-Preis
General Motors (GM)
Supplier of the Year 2014
General Motors (GM)
Supplier of the Year 2015
General Motors (GM)
Supplier of the Year 2016

2017

General Motors (GM) Supplier of the Year 2017

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