Annual Report • Apr 11, 2017
Annual Report
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| Prozentuale | Absolute | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | 2015 | Veränderung | Veränderung | ||
| Umsatz | T€ | 138.806 | 132.360 | +4,9 % | +6.446 |
| EBIT | T€ | 5.272 | 5.404 | -2,4 % | -132 |
| EBIT-Marge | % | 3,8 | 4,1 | – | – |
| Konzernjahresüberschuss | T€ | 2.925 | 3.119 | -6,2 % | -194 |
| Ergebnis pro Aktie | € | 0,37 | 0,39 | -5,1 % | -0,02 |
| Eigenkapitalquote | % | 38,4 | 38,5 | – | – |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt |
Anzahl | 1.622 | 1.503 | +7,9 % | +119 |
| Mitarbeiter (zum Stichtag 31.12.) |
Anzahl | 1.644 | 1.572 | +4,6 % | +72 |
| WKN | 621468 |
|---|---|
| ISIN | DE0006214687 |
| Bezeichnung | Müller – Die lila Logistik AG |
| Kürzel / RIC | MLLG.DE |
| Reuters-Kategorie | Aktien |
| Wertpapiergruppe | Dt. Inhaberaktien (St.) |
| Wertpapierart | Stammaktien |
| Sektor | Transport + Logistik |
| Subsektor | Logistik |
| Währung | Euro |
Müller – Die lila Logistik AG hat am 10. März 2016 die sechste Auszeichnung "Supplier of the Year" in Folge von General Motors erhalten. Die beiden Vorstände Michael Müller und Marcus Hepp nahmen stellvertretend für das gesamte Team die begehrte Trophäe in Detroit im US-Bundesstaat Michigan entgegen.
MÜLLER | DIE LILA LOGISTIK lud am 11. und 12. Mai 2016 zum 4. International Forum of Home Appliances, Manufacturers and Suppliers in Europe nach Polen ein. Das gesamte "Who ist Who" an Produzenten, Zulieferer und Distributoren der weißen Ware traf sich erneut im polnischen Lodz, um unter den über 250 Teilnehmern die neuesten Entwicklungen und anstehenden Herausforderungen zu diskutieren.
Im Sommer 2016 lud MÜLLER | DIE LILA LOGISTIK alle Mitarbeiter an den Stammsitz in Besigheim, um gemeinsam das 25-jährige Jubiläum zu feiern. Mit Stolz schaute man gemeinsam auf eine bewegte Unternehmensentwicklung zurück und mit Freude nach vorne.
Im Jubiläumsjahr wurde mit der Strategie Lila+ die kommenden Bausteine, Ziele und Visionen für die zukünftige Entwicklung im Konzern ausgerollt.
Der MÜLLER | DIE LILA LOGISTIK Charity Bike Cup feierte 2016 sein 10-jähriges Jubiläum. Als Austragungsort dieser Jubiläumsveranstaltung war das Radsportfest zum fünften Mal zu Gast in Ditzingen-Heimerdingen. Über 1000 Teilnehmer nahmen beim LILA RACE und der LILA TOUR die abwechslungsreiche Rundstrecke unter die Räder. Dank dem engagierten Einsatz aller Beteiligten sammelte man insgesamt 42.000 Euro an Spenden für die Förderung von Kindern in zahlreichen sozialen Projekten.
Mit dem Geschäftsbereich LILA CONSULT ist MÜLLER | DIE LILA LOGISTIK ist einer der führenden Logistikberater in Deutschland, der sich auf die ganzheitlicher logistischer Lösungen für die Felder der Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik spezialisiert hat.
LILA CONSULT deckt mit seinem umfangreichen Leistungsspektrum alle logistischen Entwicklungsphasen von Strategie, Konzept, Anlauf bis hin zur Optimierung ab und bietet hierfür passgenaue Programme wie Management Consulting, Logistics Engineering und Interim Services, um die Potenziale über alle Lieferketten hinweg voll auszuschöpfen.
Der Geschäftsbereich LILA OPERATING steht bei MÜLLER | DIE LILA LOGISTIK für die Umsetzung der operativen Logistikprojekte unsere Kunden über die beiden Segmente Route und Factory.
In dem Segment Route realisieren wir verschiedenste Transportkonzepte wie Central Control Carrier und High-Tech Goods Distribution. Die passende Ergänzung findet sich in dem Segment Factory mit seinem breiten Portfolio wie u.a. Inhouse Logistics, Warehouse Management oder auch Value Added Services.
Die Logistik-Immobilie ist heutzutage immer mehr der Drehpunkt in der Lieferkette und hat sich inzwischen zu einem entscheidenden Asset entwickelt. Nicht zuletzt durch unsere eigenen Immobilien haben wir jetzt dieser Entwicklung mit dem neuen Geschäftsbereich LILA REAL ESTATE Rechnung getragen.
Im Geschäftsbereich LILA REAL ESTATE stellt MÜLLER | DIE LILA LOGISTIK seinen operativen Projekten die passende Immobilien zur Seite und übernimmt das Management der Logistik-Immobilie. Bereits in der Konzeptionsphase fällt die Entscheidung hin zur Distributions-, Warehouse- oder Umschlagsimmobilie.
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Freunde der Lila Logistik,
wir blicken mit Stolz auf ein erfolgreiches und ereignisreiches Geschäftsjahr 2016 mit wichtigen Weichenstellungen für die Sicherung unseres Erfolges in der Zukunft.
Neben der gesamten Logistikbranche, die seit Jahren in Folge auf Wachstumskurs ist, erzielten auch wir für das Geschäftsjahr 2016 ein stabiles Umsatzwachstum von +4,9 % im Vergleich zum Vorjahr was einem Gesamtumsatz von rund 139 Mio. Euro entspricht.
Den Umsatz steigerten wir in erster Linie durch ein höheres Kundenvolumen an den Standorten. Darüber hinaus wurde die gute Umsatzentwicklung von der positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland getragen. Ausschlaggebend hierfür waren die robuste Automobilindustrie und die hieraus resultierenden Produktionssteigerungen. Im Bereich Automotive zeichnete uns der Kunde General Motors zum sechsten Mal in Folge mit dem Award "Supplier of the Year" aus und unterstreicht damit unsere Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit sowie Innovationsfähigkeit.
Dieser Unternehmenserfolg ist nur mit engagierten und kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich. So haben wir die Personalmarketingmaßnahmen im Geschäftsjahr 2016 weiter ausgeweitet. Neben der Stiftungsprofessur an der Hochschule Heilbronn wurde noch ein neues Vorlesungsprogramm eingeführt, die Hochschule Heilbronn sowie die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Stuttgart einschließt. Ergänzend wurde eine neue Kooperation mit der DHBW Stuttgart eingegangen.
Im Geschäftsjahr 2016 haben wir das neue Terminal 3 in Besigheim fertiggestellt und mit einem neuen Kundenprojekt in Betrieb genommen. Das am Terminal 3 anschließende Kunden-, Mitarbeiter- und Innovationszentrum, ein neues viergeschossiges Bürogebäude, soll im Sommer 2017 fertiggestellt und bezogen werden. Zum Ausbau bestehender Kundenbeziehungen konnten wir am Standort der Firmenzentrale in Besigheim nach dem Bilanzstichtag noch eine neue Immobilie erwerben, welche zukünftig unter der Bezeichnung Terminal 4 geführt wird.
Zum Jahresende 2016 haben wir die Geschäftsbereiche und damit auch die Berichtsstruktur neu gegliedert. Im bisherigen Geschäftsmodell werden Dienstleistungen in der Beratung ("Lila Consult") und die Umsetzung von Logistiklösungen ("Lila Operating") angeboten. Das neue zusätzliche Segment Immobilien ("Lila Real Estate") bietet Flächen zur Dienstleistungserstellung an, die Eigentum der Lila Logistik Gruppe sind.
Das Firmenjubiläum 25 Jahre MÜLLER | DIE LILA LOGISTIK bot im zurückliegenden Geschäftsjahr Anlass zum Rückund Ausblick. Für den Ausblick in die Lila Zukunft präsentierten wir den Führungskräften Anfang des Jahres im Rahmen einer Klausurtagung die Strategie Lila+ , bei der unsere Ziele und Visionen vorgestellt wurden. Darauf ausgerichtet bearbeiten seitdem unsere Führungskräfte niederlassungs- und funktionsübergreifend die für unseren Unternehmenserfolg in der Zukunft definierten, wichtigen strategischen Erfolgsfaktoren.
Zentrales Thema über alle strategischen Erfolgsfaktoren ist hierbei die fortschreitende Digitalisierung, die für uns Herausforderung und Chance zugleich ist, zumal sie Wachstumschancen und Potenziale für zusätzliche Wertschöpfung bietet. Daher wurde und wird auch künftig zielgerichtet in die IT-Struktur der Unternehmensgruppe investiert werden.
Die äußeren Rahmenbedingungen verändern sich ständig. Die Welt ist in Bewegung – politische Neuordnung, gesellschaftlicher Umbruch und technischer Fortschritt bewegen uns wie selten zuvor. Wie wird die Welt von morgen aussehen? Wir wissen es noch nicht. Wir wissen nur, dass sie anders aussehen wird als heute und die kommenden Veränderungen schneller, grundlegender und weitreichender sein werden, als wir es uns momentan vorstellen können.
Wir sehen uns für die anstehenden Aufgaben der Zukunft gut gerüstet und werden jeden Tag in den Projekten für und mit unseren Kunden VORDENKEN – hin zu einem erfolgreichen und gesunden Wachstum in der Zukunft.
Mit Lila Grüßen
Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp
das Jahr 2016 war für die Müller – Die lila Logistik AG und ihre Tochtergesellschaften erneut durch ein solides Wachstum der Unternehmensgruppe geprägt. So stieg der Konzernumsatz – im 25. Jahr des Bestehens der Lila Logistik – von 132 Millionen Euro um rund 5 % auf 139 Millionen Euro. Die Mitarbeiterzahl zum Jahresende 2016 wuchs auf rund 1.650 Personen. Es wurde in weitere Logistikflächen investiert: Am Hauptsitz der Müller – Die lila Logistik AG in Besigheim entstand ein drittes Logistik Service Center. Zum Jahresende 2016 wurde darüber hinaus ein Kaufvertrag für ein in der Nachbarschaft der Unternehmenszentrale befindliches Grundstück mit Logistikhalle unterschrieben. Im ersten Halbjahr 2017 geht ein neues, modernes Kunden-, Mitarbeiter- und Innovationszentrum in Betrieb.
Die hohen Investitionen des Berichtsjahres in eine zukunftsorientierte Infrastruktur führten zu einer leichten Reduzierung des Konzernergebnisses. Dennoch sind wir mit dem erreichten Ergebnis der Lila Logistik Gruppe zufrieden.
Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse haben den Vorstand im Berichtsjahr in Erfüllung ihrer Beratungs- und Überwachungsfunktionen eng begleitet. Sie nahmen die ihnen nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben umfassend und sorgfältig wahr. Verlauf und Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit sind in den nachfolgenden Ausführungen dargelegt.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat über alle relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen regelmäßig, detailliert und zeitnah, sowohl in der Form schriftlicher Berichte, wie auch in mündlicher Form während der Aufsichtsratssitzungen. Der Aufsichtsrat war damit in alle grundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung, des Geschäftsverlaufs und Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen frühzeitig und ausführlich eingebunden. Auf dieser Grundlage war er in der Lage, in seinen Sitzungen alle für das Unternehmen bedeutsamen Vorgänge intensiv zu erörtern und zu überprüfen.
Darüber hinaus standen der Aufsichtsratsvorsitzende, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses und der Vorsitzende des Personalausschusses auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen in engem und regelmäßigem Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand und haben sich über wesentliche Entwicklungen informiert, insbesondere, wenn wesentliche Geschäftsvorgänge dies erforderten.
Über das monatliche Berichtswesen, das die wesentlichen Finanzdaten über die Müller – Die lila Logistik AG einschließlich der Konzerngesellschaften im Vergleich zu den Budget-, den Vorjahres- sowie den Forecastzahlen aufzeigt und erläutert, war der Aufsichtsrat kontinuierlich über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung der Lila Logistik Gruppe informiert. Der Aufsichtsrat prüfte die ihm vorgelegten Berichte und Unterlagen kritisch und in gebotener Gründlichkeit. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat jeweils sein Votum abgegeben. Beanstandungen der Vorstandstätigkeit ergaben sich nicht.
Interessenskonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen sind, waren im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Folglich musste, wie im Punkt 5.5.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex aufgeführt, die Hauptversammlung der Gesellschaft am 14. Juni 2016 hierüber auch nicht informiert werden.
Die personelle Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat blieb im Berichtsjahr unverändert.
Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG beriet sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 in vier turnusmäßigen Sitzungen. Die Beratungs- und Beschlussgegenstände sind in ausführlichen Protokollen niedergelegt. An allen Sitzungen des Aufsichtsrats nahmen Vorstand und Aufsichtsrat vollzählig teil. Die Präsenzquote des Aufsichtsrats belief sich somit auf 100 % (Vorjahr: 92 %). Die Sitzungen waren von intensivem und offenem Austausch geprägt. Zwei Beschlüsse fasste der Aufsichtsrat im schriftlichen Umlaufverfahren. Zentraler Gegenstand der Erörterungen in allen Sitzungen war die wirtschaftliche Lage der Müller – Die lila Logistik AG sowie aller Tochter- und Konzerngesellschaften. Diese wurde jeweils unter Berücksichtigung der konjunkturellen Entwicklung für die relevanten Kundenbranchen, der gegebenen Handlungsoptionen sowie der getroffenen und beabsichtigten Maßnahmen des Vorstands zur Weiterentwicklung der Lila Logistik Gruppe diskutiert. Auf die wirtschaftlichen Verläufe einzelner Gesellschaften, Niederlassungen und Großkunden wurde im notwendigen Detail eingegangen. Ein vom Aufsichtsrat erstellter, in der Satzung und der Geschäftsordnung verankerter Katalog listet die Arten von Geschäften und Maßnahmen auf, die von grundlegender Bedeutung sind und zu deren Vornahme der Vorstand deshalb der Zustimmung des Aufsichtsrats bedarf. Die gemäß diesem Katalog zu erörternden Geschäfte und Maßnahmen hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand jeweils eingehend geprüft. Der Aufsichtsrat hat den zur Beschlussfassung vorgelegten Geschäften und Maßnahmen nach eingehender Prüfung in allen Fällen zugestimmt.
Aus den Sitzungen des Aufsichtsrats sind folgende einzelne Sachverhalte besonders hervorzuheben:
Bereits in der letzten Sitzung des Jahres 2015 waren dem Aufsichtsrat die Unternehmensstrategie für die kommenden Jahre – die Vorstand und Führungskräfte in intensiven Bemühungen erarbeitet hatten – deren geplante Umsetzung und die erwarteten Auswirkungen für die Müller – Die lila Logistik AG ausführlich vorgestellt und gebilligt worden. Der Vorstand hielt die Ausschussmitglieder und den Aufsichtsrat in mehreren Folgesitzungen des Berichtsjahres über den Umsetzungsstand laufend informiert. Parallel dazu wurden Entscheidungen über neue Projekte sowie die daraus resultierenden Investitionen und gesellschaftsrechtlichen Entscheidungen als wesentliche Gegenstände der Diskussionen im Aufsichtsratsgremium erörtert.
In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom März 2016 standen den Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Vorbereitung folgende Unterlagen zur Verfügung: Der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellte Jahresabschluss und der nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss, der Lage- sowie Konzernlagebericht, der Corporate Governance Bericht, die Prüfungsberichte der Müller – Die lila Logistik AG sowie des Konzerns, der Bericht des Aufsichtsrats, der Gewinnverwendungsvorschlag sowie der Risikobericht, jeweils für das Geschäftsjahr 2015. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erläuterte dem Plenum die wesentlichen Schwerpunkte der Prüfung des Abschlussprüfers, berichtete über das Prüfungsergebnis des Jahresund Konzernabschlusses 2015, den Vorschlag des Prüfungsausschusses sowie den Gewinnverwendungsvorschlag. Im Anschluss an die Erläuterungen und die Diskussion im Plenum billigte der Aufsichtsrat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse und Lageberichte, erklärte sich mit den vorgelegten Berichten einverstanden und beschloss den Bericht des Aufsichtsrats. Der Jahres- und Konzernabschluss 2015 wurde festgestellt. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Vorschlag des Vorstands an, der bevorstehenden Hauptversammlung die Auszahlung einer Dividende in Höhe von 0,30 € je Stückaktie (Vorjahr: 0,15 € je Stückaktie) vorzuschlagen. Vorstand und Aufsichtsrat stimmten in der gleichen Sitzung die Tagesordnung zur Hauptversammlung ab, die damit verbundenen Themenschwerpunkte und Beschlussvorlagen, die vom Aufsichtsrat einstimmig angenommen wurden. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat ausführlich mit dem konzerninternen Verkauf der Immobilie in Gliwice von der Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z. o.o. an die Müller – Die lila Logistik AG.
In seiner Juni-Sitzung, die in der Niederlassung Lorsch der Lila Logistik Gruppe stattfand, wurde der Aufsichtsrat wiederum über den wirtschaftlichen Verlauf des Geschäftsjahres für die Unternehmensgruppe informiert. Außerdem waren der Baufortschritt des "Terminal 3" in Besigheim, die damit verbundene Erweiterung der bestehenden Lagerfläche am Konzernstandort durch Errichtung einer neuer Lagerhalle und den Bau eines neuen Kunden-, Mitarbeiter- und Innovati-
onszentrums Gegenstand der Beratungen. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat über die Aktivitäten zum Jubiläumsjahr des 25-jährigen Bestehens der Unternehmensgruppe informiert. Anschließend unterzog sich der Aufsichtsrat der jährlichen Effizienzprüfung seiner Arbeit mittels Selbstevaluierung.
Im Mittelpunkt der September-Sitzung des Aufsichtsrats standen die Änderung der Geschäftsordnung des Audit Committees, die Genehmigung eines umfangreichen Kundenprojektes und die Erweiterung des Investitionsrahmens der Unternehmensgruppe. Ein Konzept zur Neusegmentierung der Geschäftsbereiche wurde beschlossen: Auch künftig werden die Geschäftsfelder Lila Consult und Lila Operating als Fundament des Lila Geschäftsmodells fungieren. Zusätzlich wird ein Segment für die unternehmenseigenen Logistikimmobilien gebildet ("Lila Real Estate") und in der Geschäftsberichtserstattung geführt. Die im Personalausschuss vorab erörterte Bestellung einer Prokuristin wurde vom Aufsichtsratsplenum genehmigt.
In der Dezember-Sitzung 2016 beriet der Aufsichtsrat die vom Vorstand ausgearbeiteten Planungen und das von ihm vorgeschlagene Budget 2017. Nach ausführlicher Erörterung und anschließender Beratung wurden die Planungen und das Budget des Konzerns für das Jahr 2017 genehmigt und beschlossen. Zudem wurden Veränderungen in der Geschäftsführung eines Tochterunternehmens vom Aufsichtsrat genehmigt. Der Deutsche Corporate Governance Kodex wurde im Jahr 2016 weder ergänzt noch geändert. Die erforderliche Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG wurde folglich in der Form des Vorjahres erstellt und veröffentlicht.
Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat zwei Ausschüsse eingerichtet: Einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) und einen Personalausschuss. Die Ausschüsse unterstützen die Arbeit im Plenum. Sie bereiten Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen vor, die im Plenum zu behandeln sind. Die Ausschussvorsitzenden berichten dem Aufsichtsrat jeweils in der auf eine Ausschusssitzung folgenden Aufsichtsratssitzung.
Der Prüfungsausschuss der Müller – Die lila Logistik AG kam zu drei Sitzungen im Geschäftsjahr 2016 zusammen. In allen Sitzungen waren die Ausschussmitglieder vollzählig anwesend. Der Prüfungsausschuss berichtete dem Aufsichtsrat jeweils über seine Sitzungen. In seiner ersten Sitzung befasste er sich, in Gegenwart des von der Hauptversammlung bestellten Abschlussprüfers sowie der Mitglieder des Vorstands, mit den Abschlüssen sowie dem Lagebericht der Müller – Die lila Logistik AG und des Konzerns, dem Abhängigkeitsbericht des Vorstands sowie dem Risikomanagement-Bericht. Der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015 wurde intensiv erörtert. Die Vertreter des vom Aufsichtsrat beauftragten Wirtschaftsprüfers, der Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung des Geschäftsjahres 2015 und standen den Fragen durch die Ausschussmitglieder Rede und Antwort. Der Prüfungsausschuss überwachte den Rechnungslegungsprozess und vergewisserte sich von der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und des internen Revisionssystems. Der Prüfungsausschuss unterbreitete dem Aufsichtsrat vor der am 14. Juni 2016 stattfindenden Hauptversammlung den Vorschlag, den anwesenden Aktionären die Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, erneut als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 vorzuschlagen. Nach der Wahl durch die Aktionäre und Aktionärsvertreter wurde der Abschlussprüfer vom Aufsichtsratsvorsitzenden beauftragt. Der von der Geschäftsführung aufgestellte Halbjahresfinanzbericht wurde vor Veröffentlichung im August 2016 ausführlich erörtert. Angaben und Aussagen des Halbjahresfinanzberichtes wurden vom Prüfungsausschuss nicht beanstandet. Zudem befasste sich der Prüfungsausschuss eingehend mit der vorgelegten operativen Budgetplanung 2017 sowie den dazu erstellten Unterlagen. Schließlich gab der Prüfungsausschuss die Empfehlung an den Aufsichtsrat, das vom Vorstand aufgestellte Budget zu genehmigen. Darüber hinaus befasste sich der Prüfungsausschuss mit der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer und der Honorarvereinbarung. Der Prüfungsausschuss-Vorsitzende berichtete dem Aufsichtsrat in der Dezember-Sitzung über die Erörterungen mit dem Abschlussprüfer, die durchgeführte Vorprüfung des Jahresabschlusses 2016 sowie die vorgesehenen Prüfungsschwerpunkte.
Der Personalausschuss kam im Geschäftsjahr 2016 zu drei Sitzungen zusammen. In allen Sitzungen waren die Ausschussmitglieder vollzählig anwesend. Der Personalausschuss berichtete dem Aufsichtsrat regelmäßig über seine Sitzungen. Die Mitglieder des Personalausschusses führten Gespräche mit Mitarbeitern und Führungskräften mehrerer Standorte der Lila Logistik Gruppe. In allen drei Sitzungen des Jahres 2016 waren allgemeine personalpolitische Themen Gegenstand der Diskussionen. Personenbezogene Entscheidungen, wie beispielsweise Veränderungen in der Geschäftsführung eines Tochterunternehmens der Müller – Die lila Logistik AG, sowie die Berufung einer Prokuristin einer weiteren Tochtergesellschaft wurden umfangreich erörtert. Über die durchgeführte Aus- und Weiterbildung, Personalentwicklungsmaßnahmen sowie zukünftige Personalmaßnahmen hat sich der Personalausschuss regelmäßig berichten lassen.
Der Aufsichtsrat befasst sich regelmäßig mit den Inhalten, Änderungen oder Präzisierungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in seinen Sitzungen. Der Deutsche Corporate Governance Kodex wurde im Jahr 2016 weder ergänzt noch geändert. Die Vorsitzenden des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft haben die Erklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes (AktG) zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 gemeinsam gemäß der Vorjahreserklärung unterzeichnet und im Dezember 2016 auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.lila-logistik.com den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.
Der Jahresabschluss der Müller – Die lila Logistik AG, der Konzernabschluss, der Lagebericht und der Konzernlagebericht, jeweils für 2016, wurden von der Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, ordnungsgemäß geprüft. Der Aufsichtsrat hatte den Prüfungsauftrag an die Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 14. Juni 2016 vergeben.
Der Abschlussprüfer erteilte dem Jahres- und dem Konzernabschluss jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen.
An der Bilanz-Sitzung des Prüfungsausschusses im März 2017 nahm der Abschlussprüfer teil. Im Mittelpunkt standen die wesentlichen Ergebnisse des Jahresabschlusses 2016 der Müller – Die lila Logistik AG und der Konzernabschluss 2016. Nachdem der Abschlussprüfer hierüber ausführlich berichtet hatte, stand er den Mitgliedern des Prüfungsausschusses für weiterführende Fragen und ergänzende Aussagen zur Verfügung. Alle angesprochenen Themen und Fragen wurden zur vollen Zufriedenheit der Ausschussmitglieder geklärt. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat in der Sitzung des Aufsichtsrats am 23. März 2017 dem Plenum einen ausführlichen Bericht über die Prüfung und Ergebnisse im Prüfungsausschuss abgegeben.
Nach Prüfung und Diskussion des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und gemäß der Empfehlung des Prüfungsausschusses den vom Vorstand nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellten Jahresabschluss 2016 der Müller – Die lila Logistik AG gebilligt. Ebenfalls billigte der Aufsichtsrat den nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss 2016 der Müller – Die lila Logistik AG. Der Jahres- und Konzernabschluss sind damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Jahresüberschusses und des Bilanzgewinns schloss sich der Aufsichtsrat an.
Der Vorstand legte dem Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG den Bericht des Vorstands über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen und den diesbezüglichen Prüfungsbericht des Abschlussprüfers vor ("Abhängigkeitsbericht"). Der Abschlussprüfer hat im abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen den Bericht des Vorstands erhoben und die folgende Schlussbemerkung und das Testat erteilt: "Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Vorstand und die von diesen bezeichneten Auskunftspersonen haben die für eine sorgfältige Prüfung des Abhängigkeitsberichts notwendigen Aufklärungen und Nachweise erbracht. Die erforderlichen organisatorischen und abrechnungstechnischen Voraussetzungen für eine vollständige und zutreffende Berichterstattung sind gegeben. Wir erteilen dem Abhängigkeitsbericht der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, für das Geschäftsjahr 2016 gemäß § 313 Abs. 2 AktG den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk: Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind." Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands geprüft und stimmt ihm ebenso wie dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen enthaltene Schlusserklärung des Vorstands.
Abschließend spreche ich persönlich – und zugleich im Namen des gesamten Aufsichtsrats – den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in allen Konzerngesellschaften, den Arbeitnehmervertretern und den Mitgliedern des Vorstands Dank für ihren tatkräftigen Einsatz, die geleistete Arbeit und die erreichten Erfolge aus.
Besigheim, im März 2017 Für den Aufsichtsrat
Prof. Peter Klaus, D.B.A./Boston Univ. Vorsitzender
Vorstand und Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG mit Sitz in Besigheim bekennen sich zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex und erklären, dass: den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 grundsätzlich entsprochen wird.
Nicht vollständig angewandt werden die Empfehlungen der
Besigheim, im Dezember 2016
für den Aufsichtsrat für den Vorstand
Prof. Peter Klaus Michael Müller Aufsichtsratsvorsitzender Vorstandsvorsitzender
Ziffern 3.8, 4.1.5, 4.2.5., 5.1.2, 5.2, 5.3.3, 5.4.1 und 7.1.2.
Die einzelnen Abweichungen beruhen auf folgenden Erwägungen:
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziffer 3.8 letzter Absatz, dass in der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat ein Selbstbehalt vereinbart werden soll, der den Empfehlungen des Kodex für den Selbstbehalt bei D&O Versicherungen von Vorständen entspricht.
Müller – Die lila Logistik AG ist der Meinung, dass die Vereinbarung eines solchen Selbstbehalts für Aufsichtsratsmitglieder nicht dazu geeignet ist, die Verantwortung zu verbessern, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats die ihnen übertragenen Aufgaben und Funktionen wahrnehmen. Im Übrigen dient die Versicherung dem Schutz der Gesellschaft.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziffer 4.1.5, dass der Vorstand bei der Besetzung von Führungsfunktionen auf Vielfalt (Diversity) achten soll und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben soll. Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands soll der Vorstand Zielgrößen festlegen.
Müller – Die lila Logistik AG entscheidet über die Besetzung von Organ- und Führungspositionen nach Maßgabe der Qualifikation der Bewerberinnen und Bewerber und dem Unternehmensinteresse.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziffer 4.2.5 Absatz 3 Satz 2: "Ferner sollen im Vergütungsbericht für die Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, für jedes Vorstandsmitglied dargestellt werden: die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung; der Zufluss im bzw. für das Berichtsjahr aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren; bei der Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen der Versorgungsaufwand im bzw. für das Berichtsjahr. Für diese Informationen sollen die als Anlage beigefügten Mustertabellen verwandt werden."
Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 15. Juni 2015 hat beschlossen, dass die gemäß § 285 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB und §§ 315a Absatz 1, 314 Absatz 1, Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB (in ihrer jeweils anwendbaren Fassung) verlangten Angaben in den Jahres- und Konzernabschlüssen der Müller – Die lila Logistik AG, die für die Geschäftsjahre 2015 bis 2019 (einschließlich) aufzustellen sind, unterbleiben. Insofern würde eine Darstellung des Vergütungsberichts wie in Ziffer 4.2.5 nicht dem Beschluss der Aktionäre entsprechen. Müller – Die lila Logistik AG berichtet weiterhin in der bisherigen Struktur über die fixen und variablen Gehaltsbestandteile des gesamten Vorstands entsprechend den Vorschriften nach HGB und IFRS. Die zusätzlichen Angaben nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex führen nach Meinung der Gesellschaft zu einer vierfach ausdifferenzierten Angabe zu ein und derselben Vergütungskomponente. Die Gesellschaft hat sich dagegen entschieden, die Vorstandsvergütung in einer dritten und vierten Darstellung zu berichten.
In Ziffer 5.1.2 empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex, dass der Aufsichtsrat bei der Zusammensetzung des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) achten soll. Der Aufsichtsrat soll für den Anteil von Frauen im Vorstand Zielgrößen festlegen.
Müller – Die lila Logistik AG entscheidet über die Besetzung von Organ- und Führungspositionen nach Maßgabe der Qualifikation der Bewerberinnen und Bewerber und dem Unternehmensinteresse. Auch insoweit erachtet es der Aufsichtsrat grundsätzlich für sachgerecht, die Auswahl der Vorstandsmitglieder von ihrer Persönlichkeit und ihrem Sachverstand abhängig zu machen. Deshalb wurde insoweit der Kodexempfehlung in der derzeit geltenden Fassung nicht entsprochen. Selbstverständlich entspricht der Aufsichtsrat jedoch den geltenden gesetzlichen Anforderungen und hat eine Zielgröße für den Frauenanteil bis 30. Juni 2017 festgelegt. Die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand bis 30. Juni 2017 beträgt Null, da die Vorstandsmitglieder ihre Organverpflichtungen nach pflichtgemäßen Ermessen auszuüben haben und nicht davon auszugehen ist, dass es bis zum 30. Juni 2017 zu einer personellen Veränderung im Vorstand kommen wird.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsratsvorsitzende "zugleich Vorsitzender der Ausschüsse sein (soll), die die Vorstandsverträge behandeln und die Aufsichtsratssitzungen vorbereiten".
Der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Professor Peter Klaus, ist Mitglied des Ausschusses, der die Vorstandsverträge behandelt (Personalausschuss). Bedingt durch die Vielzahl von Aufgaben des Aufsichtsratsvorsitzenden sowie der intensiven und ständigen Zusammenarbeit der Ausschussmitglieder führt Herr Professor Dr. Gerd Wecker den Vorsitz im Personalausschuss.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt die Bildung eines Nominierungsausschusses, "(…) der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt".
Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG befasst sich eingehend mit den Beschlussvorschlägen an die Hauptversammlung einschließlich der Wahlvorschläge von Aufsichtsratmitgliedern. Über das bestehende Audit Committee sowie den bestehenden Personalausschuss hinaus stellt die Bildung eines Nominierungsausschusses einen unverhältnismäßigen zusätzlichen Mehraufwand dar. Fragen, die im Nominierungsausschuss zu behandeln sind, werden im Aufsichtsrat erörtert und entschieden.
Die Fassung des DCGK vom 5. Mai 2015 empfiehlt in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen soll, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Bei börsennotierten Gesellschaften, für die das Mitbestimmungsgesetz gilt, setzt sich der Aufsichtsrat zu mindestens 30 Prozent aus Frauen und zu mindestens 30 Prozent aus Männern zusammen. Für die anderen vom Gleichstellungsgesetz erfassten Gesellschaften soll der Aufsichtsrat für den Anteil von Frauen Zielgrößen festlegen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.
Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG entspricht bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung für die Wahl der Anteilseignervertreter sämtlichen gesetzlichen Vorgaben und sämtlichen Empfehlungen des Kodex' hinsichtlich der persönlichen Voraussetzungen für Aufsichtsratsmitglieder. Im Vordergrund steht dabei – unabhängig vom Geschlecht – die fachliche und persönliche Kompetenz möglicher Kandidatinnen und Kandidaten unter besonderer Beachtung der unternehmensspezifischen Anforderungen, damit die Mitglieder des Aufsichtsrates im Falle der Wahl der Vorgeschlagenen insgesamt über die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat ist für die Aufsichtsratsmitglieder nicht vorgesehen. Eine maximale Zugehörigkeitsdauer erscheint dem Aufsichtsrat nicht sachgerecht, zumal die in Gesetz und Satzung festgelegte jeweilige Amtsdauer für Aufsichtsräte einen überschaubaren Zeitrahmen für die Mandate vorgibt. Deshalb wurde insoweit der Kodexempfehlung in der derzeit geltenden Fassung nicht entsprochen. Selbstverständlich entspricht der Aufsichtsrat jedoch den geltenden gesetzlichen Anforderungen und hat eine Zielgröße für den Frauenanteil bis zum 30. Juni 2017 festgelegt. Die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat bis 30. Juni 2017 beträgt Null, da die Aufsichtsratsmitglieder ihre Organverpflichtungen nach pflichtgemäßen Ermessen auszuüben haben und nicht davon auszugehen ist, dass es bis zum 30. Juni 2017 zu einer personellen Veränderung im Aufsichtsrat kommen wird.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt den Konzernabschluss binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und Zwischenberichte innerhalb von 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums zu veröffentlichen.
Müller – Die lila Logistik AG wird den Konzernabschluss und den Halbjahresfinanzbericht im Rahmen der gesetzlichen Regelungen des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) veröffentlichen.
Der vorliegende Konzernlagebericht beschreibt die Lage des Konzerns der Müller – Die lila Logistik AG (Lila Logistik Gruppe) für das Geschäftsjahr 2016. Sollte im Verlauf des Berichts die namensgleiche Einzelgesellschaft gemeint sein, wird dies an entsprechender Stelle explizit erwähnt.
Die Lila Logistik Gruppe bietet als national und international tätiger Logistikdienstleister alle relevanten Funktionen in der Beratung (Lila Consult) und der Umsetzung (Lila Operating) von Logistiklösungen an. Der Geschäftsbereich Lila Consult setzt sich aus den drei Säulen Management Consulting, Logistics Engineering und Interim Services zusammen. Bei dem Bereich Lila Operating unterscheidet die Lila Logistik Gruppe grundsätzlich zwischen der Aufgabenstellung Route (im weitesten Sinne Transporte von Waren auf der Straße) und Factory (Handling von Waren und Prozessen). Die Felder Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik bilden den Kern der betrieblichen Tätigkeiten des Konzerns. Die Dienstleistungen werden überwiegend in den folgenden Kern- und Zielbranchen platziert:
Darüber hinaus bietet das neue Segment Lila Real Estate Flächen zur Dienstleistungserstellung an.
Zum Kundenkreis der Lila Logistik Gruppe gehören namhafte, national und international tätige Unternehmen. Das Geschäftsmodell der Lila Logistik Gruppe wird auch weiterhin auf wirtschaftliche Herausforderungen zukunftsorientiert gestaltet und in Bezug auf die strategischen Entscheidungen fokussiert.
Die nationalen Standorte und Betriebsstätten der Lila Logistik Gruppe sind aktuell in folgenden Städten: Affalterbach, Besigheim, Bischofsheim, Böblingen, Bünde, Dormagen, Herne, Kirchheimbolanden, Lorsch, Marbach a. N., Nürnberg, Recklinghausen, Rüsselsheim, Veitsbronn, Wemding und Zwenkau.
Die internationalen operativen Standorte und Betriebsstätten befinden sich in Gliwice, Jelcz-Laskowice, Siechnice und Wroclaw (alle Polen).
Im Geschäftsjahr 2016 haben keine Veränderungen im Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe stattgefunden.
Für den Unternehmenserfolg der Lila Logistik Gruppe sind engagierte und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zentraler Bedeutung. Im Geschäftsjahr 2016 waren in den europäischen Standorten und Betriebsstätten der Lila Logistik Gruppe im Durchschnitt 1.622 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Auszubildende) tätig. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Vergrößerung der Belegschaft um 119 Personen oder einem Plus von 7,9 % (Vorjahr: 1.503 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter). In Deutschland waren durchschnittlich 1.206 Personen tätig, was einem Anteil von 74,4 % am Personalbestand des Gesamtkonzerns entspricht (Vorjahr: 1.157 Personen oder 77,0 %). In den polnischen Standorten und Betriebsstätten beschäftigte die Lila Logistik Gruppe 416 Personen oder 25,6 % des Personalstamms (Vorjahr: 346 Personen oder 23,0 %).
Die Personalmarketingmaßnahmen der Lila Logistik Gruppe wurden im Geschäftsjahr 2016 ausgeweitet. Im stärker werdenden Wettbewerb um Talente präsentierte sich die Lila Logistik Gruppe auf Firmenkontaktmessen und Ausbildungsmessen. Zusätzlich zu der gemeinsam mit den Unternehmen Würth und Bechtle gehaltenen Stiftungsprofessur an der Hochschule Heilbronn wird ein Vorlesungsprogramm zusammen mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg durchgeführt, die die Hochschule Heilbronn sowie die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Stuttgart einschließt. Die Lila Logistik Gruppe ist hierbei eine Kooperation mit der DHBW eingegangen. Der Studiengang "BWL – Dienstleistungsmanagement – Logistikmanagement" bietet die Vorlesungsinhalte an, die der Prozessorientierung und dem Tätigkeitsbereich der Lila Logistik Gruppe entsprechen. Auch Auslandssemester, die von Seiten der DHBW in Kooperation mit ausländischen Hochschulen angeboten werden, werden grundsätzlich betrieblich unterstützt. In Zukunft werden in der Lila Logistik Gruppe weitere Ausbildungsberufe angeboten und Studiengänge in der Unternehmensgruppe in Zusammenarbeit mit der DHBW etabliert.
Durch die vermehrte Einstellung von Auszubildenden und berufsbegleitenden Studenten lag die durchschnittliche Ausbildungsquote der Lila Logistik Gruppe mit 3,7 % oberhalb der Quote des Vorjahres von 3,0 % – trotz der insgesamt höheren Beschäftigtenzahl. Per Stichtag 31. Dezember 2016 befanden sich 75 junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis (Vorjahr: 47 Personen). Auf Grund der zeitlichen Differenz zwischen Prüfungsterminen und Ausbildungsbeginn können sich rechnerische Unterschiede bei der Berechnung der Ausbildungsquoten ergeben. Um die Situation der Lila Logistik Gruppe in Bezug auf den Nachwuchs mit qualifizierter Berufsausbildung weiter zu steigern, ist vorgesehen, die Gesamtzahl der Ausbildungsstellen und der Ausbildungsstätten künftig weiter zu erhöhen. Zudem konnte das Ausbildungsspektrum im Geschäftsjahr um neue attraktive und zukunftsorientierte Ausbildungsberufe erweitert werden, wie beispielsweise Informatikkaufmann/-frau und Fachinformatiker/-in für Systemintegration.
Um die Weiterbildung innerhalb der Lila Logistik Gruppe noch gezielter zu fördern, wurde ein spezieller Arbeitskreis hierfür initiiert. Dieser tagt regelmäßig, um Optimierungspotenziale und somit soziale und fachliche Fokussierungsinterdependenzen für die Aus- und Weiterbildung in der gesamten Lila Logistik Gruppe zu generieren. Zudem wurde das Budget für die Aus- und Weiterbildung deutlich erhöht.
Das unternehmensinterne Steuerungssystem besteht im Wesentlichen aus der Jahresplanung, der unterjährigen Kontrolle und Steuerung sowie regelmäßigen Vorstandssitzungen und Berichterstattungen an den Aufsichtsrat.
Als bewertungsrelevant gelten für die Lila Logistik Gruppe finanzielle und nichtfinanzielle interne Steuerungsgrößen/ Leistungsindikatoren. Leistungsindikatoren, die zur Steuerung der Unternehmensgruppe dienen, sind dem Kapitel 2.4. "Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren" dieses Berichts zu entnehmen.
Im Rahmen der Beratung zur Logistikumsetzung entwickelt die Lila Logistik Gruppe Methoden und Instrumente zur Optimierung von logistischen Prozessen. Da der Konzern als Dienstleistungsunternehmen keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinne betreibt, ist über nennenswerte Angaben nicht zu berichten.
Die Weltwirtschaft hat im Verlauf des Jahres 2016 die konjunkturelle Talsohle durchschritten. Der Anstieg der Weltproduktion, gerechnet auf Basis von Kaufkraftparitäten, wird sich laut aktueller Prognose in den kommenden beiden Jahren auf 3,5 % bzw. 3,6 % erhöhen, nachdem der Zuwachs im Jahr 2016 lediglich 3,1 % betragen hat. Anregend wirken die weiterhin expansive Geldpolitik, eine Beschleunigung des Lohnanstiegs sowie zunehmend auch Impulse von der Finanzpolitik, wie sie nicht zuletzt der neue US-Präsident Donald Trump angekündigt hat. "Die konjunkturellen Auswirkungen des Wechsels im US-Präsidentenamt sind derzeit aber noch schwer abzuschätzen, die anregenden Effekte einer expansiven Finanzpolitik könnten überschätzt werden. Eine Aufwertung des US-Dollar oder das Ausweisen von Immigranten, welches das Arbeitskräftepotenzial der USA spürbar reduzieren würde, hätte dämpfende Wirkung", sagte Prof. Dr. Stefan Kooths, Leiter des Prognosezentrums am Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel.
Die Wirtschaft im Euroraum hat im vierten Quartal 2016 ihren moderaten Wachstumskurs fortgesetzt. Wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,4 % (vgl. Meldung "Produktion – Technik und Wirtschaft für die deutsche Industrie" vom 7. März 2017). Der private Verbrauch in Europa scheint gegen Jahresende wieder an Schwung gewonnen zu haben, nachdem sich seine Expansion im Sommerhalbjahr abgeschwächt hatte. Jedenfalls stiegen die realen Einzelhandelsumsätze saisonbereinigt nach einer nur verhaltenen Zunahme im Vorquartal um 0,9 % kräftig an. Zudem wurden mehr neue Kraftfahrzeuge zugelassen. Getragen wurde die verbesserte Konsumkonjunktur von einer spürbaren Aufhellung des Verbrauchervertrauens, insbesondere hinsichtlich der Arbeitsmarkt- und Konjunkturperspektiven (vgl. EZB Monatsbericht Februar 2017). Im Laufe des Jahres 2016 stieg das BIP im Euroraum insgesamt um 1,7 % gegenüber 2,0 % im Jahr 2015 (vgl. Statistisches Bundesamt [Destatis], Pressemeldung vom 7. März 2017).
2016 war für Polen das erste vollständige Jahr unter der Regierung der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS/ECR) seit der Parlaments- und Präsidentschaftswahl 2015. Geplante Reformen riefen unzählige Proteste hervor. Das Wirtschaftswachstum ist von 3,9 % 2015 auf 2,8 % im Jahr 2016 nach vorläufigen Werten gesunken (vgl. www.treffpunkteuropa.de / Beitrag Polen – ein Jahresrückblick: Recht und Treue? von Julia Aniśko vom 25. Januar 2017 und Polen-Analysen Nr. 194, Deutsches Polen-Institut, Darmstadt, vom 7. Februar 2017).
Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2016 gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2016 um +1,9 % höher als im Vorjahr. Im vorangegangenen Jahr war das BIP in ähnlicher Größenordnung gewachsen (+1,7 %), 2014 um +1,6 %. Eine langfristige Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 wieder über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre in Höhe von +1,4 % lag (vgl. Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 12. Januar 2017).
Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist sowohl die Zahl der Beschäftigten als auch der Umsatz der Verkehrs- und Logistikbranche 2016 gestiegen. Die Zahl der Beschäftigten in der Verkehrs- und Logistikbranche ist zwischen Ende 2015 und Ende 2016 um 2,4 % gestiegen. Beim Umsatz hat dieser Wirtschaftszweig im selben Zeitraum um 1,2 % zugelegt. "Die Transport- und Logistikbranche ist seit sechs Jahren in Folge auf Wachstumskurs und hat in dieser Zeit kontinuierlich Arbeitsplätze geschaffen", erklärte Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Speditionsund Logistikverbandes (DSLV) anlässlich der Bekanntgabe der Umsatz- und Beschäftigtenzahlen für das Jahr 2016 in Berlin (vgl. Verkehrsrundschau, Transport + Logistik – Inland, Veröffentlichung vom 9. März 2017).
Die Unternehmensgruppe konnte im Verlauf des Geschäftsjahres 2016 ein stabiles Umsatzwachstum zum Vorjahreszeitraum vorweisen und erreichte im In- und Ausland per Saldo einen Gesamtumsatz von rund 139 Mio. €. Damit konnte durch die Lila Logistik Gruppe ein Umsatzwachstum in Höhe von +4,9 % im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden.
Der Umsatz konnte dabei in erster Linie durch höhere Kundenvolumina an den Standorten gesteigert werden. Darüber hinaus wurde die gute Umsatzentwicklung der Unternehmensgruppe von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland getragen. Ausschlaggebend hierfür waren einerseits die robuste deutsche Automobilindustrie und die hieraus resultierenden Produktionssteigerungen. Andererseits führte die gute Verbraucherstimmung in Deutschland und in Europa zu Umsatzsteigerungen mit Kunden aus der Electronics-Branche. Die Geschäftstätigkeit der Lila Logistik Gruppe unterliegt saisonalen Einflüssen insofern, dass große Kunden in einem bestimmten Umfang Betriebsferien oder Werksruhe unterjährig durchführen.
Durch weniger Beratungsaufträge wurden wie erwartet geringere Umsatzerlöse im Beratungssegment erzielt und ein vermindertes Ergebnis im Segment Lila Consult erwirtschaftet.
Die Segmentberichterstattung wurde zum Jahresende 2016 neu strukturiert. Der Bereich Lila Real Estate umfasst die im Eigentum der Lila Logistik befindlichen Logistikimmobilien und stellt in- und externen Kunden die geeigneten Logistik- sowie Dienstleistungsflächen zur Verfügung.
Der Konzernjahresüberschuss der Lila Logistik Gruppe belief sich am Ende des Geschäftsjahres 2016 auf 2.925 T€ und lag damit leicht unter dem Vorjahresergebnis von 3.119 T€. Insbesondere die organisatorischen und projektbezogenen Standortinvestitionen der Unternehmensgruppe wirkten sich auf die Umsatzrentabilität aus.
Die Lila Logistik Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2016 Umsatzerlöse in Höhe von 138.806 T€. Im Vergleich zum Vorjahr wurden damit die Umsatzerlöse um 6.446 T€ (+4,9 %) gesteigert (Vorjahr: 132.360 T€).
Die quartalsweise Betrachtung der Umsatzerlöse ergibt folgende Verteilung:
| 2016 | 2015 |
|---|---|
| 24,7 % | 24,2 % |
| 25,5 % | 24,7 % |
| 24,1 % | 25,0 % |
| 25,7 % | 26,1 % |
Der relative Anteil der im Geschäftsjahr 2016 in den deutschen Standorten und Betriebsstätten erzielten Umsatzerlöse betrug 79,7 % (Vorjahr: 78,9 %). Die im Übrigen europäischen Ausland erzielten Umsätze der Lila Logistik Gruppe lagen bei 20,3 % (Vorjahr: 21,1 %).
Im Geschäftsjahr 2016 wurde ein neues Logistics Service Center (Terminal 3) in Besigheim in Betrieb genommen. Auf rund 10.000 Quadratmetern bietet die neue Lager- und Kommissionierhalle Platz für 4.500 Palettenstellplätze, die über 21 Tore be- und entladen werden können. Direkt mit dem Terminal 3 verbunden ist ein Kunden-, Mitarbeiter- und Innovationszentrum ("KMI"), ein neues viergeschossiges Bürogebäude mit weiteren 2.600 Quadratmetern Fläche, das voraussichtlich im Sommer 2017 fertiggestellt wird.
Durch notariellen Kaufvertrag vom 25. November 2016 wurde ein Grundstück von 31.200 Quadratmetern mit einer darauf befindlichen Produktions-/Lagerhalle mit rund 6.500 Quadratmetern und einem Bürotrakt mit rund 2.000 Quadratmetern in der Nähe des Firmensitzes des Unternehmens in Besigheim erworben. Der Eigentumsübergang und die Kaufpreiszahlung erfolgten Anfang Januar 2017 (siehe auch Punkt 9. "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" im Konzernanhang).
Die sonstigen betrieblichen Erträge waren mit 2.238 T€ um 761 T€ niedriger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (Vorjahr: 2.999 T€). Dabei waren im Vorjahr ergebniserhöhende Effekte in Höhe von 431 T€ durch den Verkauf der Geschäftsanteile an der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG und der Emporias Verwaltung GmbH enthalten.
Die Materialaufwendungen der Lila Logistik Gruppe gingen durch geringere Transportvolumina und günstigere Dieselpreise um 7,7 % oder absolut betrachtet um 2.735 T€ auf -32.906 T€ zurück (Vorjahr: -35.641 T€); die Materialaufwandsquote lag mit 23,7 % deutlich niedriger zur Vorjahresquote von 26,9 %.
Auf Grund der gestiegenen Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Lohn- und Gehaltsanpassungen, erhöhte sich der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2016 von -53.013 T€ auf -56.456 T€; die Personalaufwandsquote erhöhte sich von 40,1 % um 0,6-Prozentpunkte auf 40,7 %.
Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf -3.960 T€; die Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von -3.161 T€ um -799 T€ resultiert im Wesentlichen aus erhöhten IT- und Standortinvestitionen der Unternehmensgruppe sowie der ganzjährigen Abschreibung der im Sommer des Jahres 2015 fertiggestellten Reifenmontageanlage in Gliwice. Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten ergaben sich wie im Vorjahr nicht.
Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen war eine Steigerung um -11,3 % auf -42.451 T€ zu verzeichnen (Vorjahr: -38.141 T€); die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhte sich auf 30,6 % (Vorjahr: 28,8 %). Durch die neuen Standorte und Projekte erhöhten sich dabei im Wesentlichen die Miet- und Raumkosten für Logistikimmobilien, die Fremdpersonalkosten und Fremdarbeiten sowie IT- und Kommunikationskosten.
Das Betriebsergebnis der Lila Logistik Gruppe vor Zinsen und Steuern (EBIT) zum 31. Dezember 2016 belief sich auf 5.272 T€ (Vorjahr: 5.404 T€). Die EBIT-Marge war auf Grund der getätigten Investitionen in das Wachstum der Unternehmensgruppe im Vergleich zum Vorjahr mit 3,8 % leicht rückläufig (Vorjahr: 4,1 %); die EBITDA-Marge war dagegen mit 6,7 % um 0,2-Prozentpunkte höher als im Vorjahr (Vorjahr: 6,5 %).
Der Saldo aus Zinserträgen und Finanzierungsaufwendungen erhöhte sich durch die gestiegene Darlehensinanspruchnahme von -583 T€ auf -694 T€. In diesem Zinssaldo enthalten sind im Wesentlichen – neben den Finanzierungsaufwendungen für kurz- und langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten – Zinsaufwendungen für das Factoring in Höhe von -113 T€ (Vorjahr: -148 T€), Zinsen auf Pensionsverpflichtungen per Saldo in Höhe von -112 T€ (Vorjahr: -113 T€), Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 6 T€ (Vorjahr: 69 T€) sowie Buchwertgewinne von Finanzderivaten in Höhe von 29 T€ (Vorjahr: 19 T€). Darüber hinaus wurden im Zuge der Fertigstellung des Terminals 3 in Besigheim Bauzeitzinsen in Höhe von 206 T€ aktiviert (Vorjahr: 99 T€).
Das Konzernergebnis vor Steuern belief sich auf 4.588 T€ (Vorjahr: 4.825 T€). Die zu zahlenden bzw. geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von -1.663 T€ (-1.705 T€) fielen auf Grund des etwas niedrigeren Ergebnisses ebenfalls geringer aus.
Der Konzernjahresüberschuss verringerte sich auf 2.925 T€ (Vorjahr: 3.119 T€); jedoch war im Vorjahr im Konzernergebnis nach Steuern der bereits oben betrachtete Sondereffekt in Höhe von 270 T€ aus dem Verkauf der Geschäftsanteile der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG und der Emporias Verwaltung GmbH enthalten. Insgesamt ergibt sich ein Gewinn pro Aktie in Höhe von 0,37 € (Vorjahr: 0,39 €). Das Eigenkapital verzinste sich mit 9,1 % (Vorjahr: 10,7 %).
Zum Jahresende 2016 hat die Lila Logistik Gruppe die Geschäftsbereiche und damit auch die Berichtsstruktur neu gegliedert. Im seitherigen Geschäftsmodell der Lila Logistik Gruppe wurden Dienstleistungen in Beratung (Lila Consult) und Umsetzung von Logistiklösungen (Lila Operating) angeboten. Das neue zusätzliche Segment Lila Real Estate bietet Flächen zur Dienstleistungserstellung an, die Eigentum der Lila Logistik Gruppe sind.
Die vom Geschäftsbereich Lila Consult im Berichtsjahr erzielten Umsatzerlöse beliefen sich auf 2.156 T€ (Vorjahr: 2.452 T€); der Rückgang der Erlöse in diesem Segment erklärt sich im Wesentlichen aus einem Rückgang der Erlöse aus dem Bereich Interim Services und den geringeren konzerninternen Einsätzen bei Projektanläufen. Dadurch war das nicht konsolidierte operative Ergebnis (EBIT) des Segments mit -115 T€ negativ (Vorjahr: +213 T€). Hieraus ergibt sich eine EBIT-Marge in Höhe von -5,3 % (Vorjahr: +8,7 %).
Die Ausweitung bestehender Geschäftsbeziehungen zu Kunden im Bereich der operativen Logistikdienstleistungen sowie die Gewinnung weiterer Kunden in diesem Bereich schlugen sich in den Umsatzerlösen des Segments Lila Operating nieder. Insgesamt erwirtschaftete die Lila Logistik Gruppe mit ihren logistischen Lagertätigkeiten und "Value Added Services" (im Bereich Factory) sowie mit Transporten (im Bereich Route) Umsatzerlöse in Höhe von 136.867 T€ (Vorjahr: 130.481 T€). Das nicht konsolidierte EBIT des Segments Lila Operating betrug 5.097 T€ (Vorjahr: 3.537 T€), was einer erhöhten EBIT-Marge in Höhe von 3,7 % entspricht (Vorjahr: 2,7 %). Die Vorjahresangaben des Segments Lila Operating wurden durch die oben beschriebene Neugliederung der Segmente und zur besseren Vergleichbarkeit angepasst.
Die Erlöse für das neu zu berichtende Segment Lila Real Estate betragen 2.669 T€ (Vorjahr: 2.905 T€). Das nicht konsolidierte EBIT des Segments Lila Real Estate belief sich auf 1.042 T€ (Vorjahr: 1.161 T€), welches einer EBIT-Marge in Höhe von 39,0 % entspricht (Vorjahr: 40,0 %). Die Vorjahresangaben des Segments Lila Real Estate wurden durch die oben beschriebene Neugliederung der Segmente und zur besseren Vergleichbarkeit hinzugefügt.
Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Geschäftssegmente sind in nachfolgender Tabelle ersichtlich:
| Angaben in T€ | Umsatzerlöse | EBIT |
|---|---|---|
| 2016 | ||
| Lila Consult | 2.156 | -115 |
| Lila Operating | 136.867 | 5.097 |
| Lila Real Estate | 2.669 | 1.042 |
| 2015 | ||
| Lila Consult | 2.452 | 213 |
| Lila Operating | 130.481 | 3.537 |
| Lila Real Estate | 2.905 | 1.161 |
Weiterführende Informationen zur Segmentberichterstattung, insbesondere zur Überleitung der IFRS Berichterstattung, können dem beigefügten Konzernanhang im Punkt D. "Segmentinformationen" entnommen werden.
Das Finanzmanagement der Lila Logistik Gruppe umfasst das Management von Kapitalstrukturen, von Cash- und Liquiditätsstrukturen, von Pensionsrisiken, von Währungsrisiken sowie von Kreditausfallrisiken.
Die Ziele des Finanzmanagements sind 1) die Beobachtung bilanzieller und cashflowwirksamer Effekte von Währungen auf die Lila Logistik Gruppe und die Reaktion hierauf mit entsprechenden Maßnahmen, 2) die Aufrechterhaltung der Liquidität der Lila Logistik Gruppe zu jedem Zeitpunkt und 3) die Stärkung und Aufrechterhaltung einer angemessenen Eigenkapitalbasis.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gliedern sich nach Fälligkeit wie folgt:
| Angaben in T€ | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Bis 1 Jahr | 3.632 | 2.909 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 11.902 | 12.602 |
| Über 5 Jahre | 10.171 | 12.160 |
| Gesamt | 25.705 | 27.671 |
In den oben dargestellten Werten ist ein Darlehen über 7.200 T€ zur Finanzierung einer Logistikimmobilie, welches nach dem Bilanzstichtag ausgezahlt wurde, nicht enthalten. Weitere Erläuterungen sind dem Nachtragsbericht zu entnehmen.
Zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und deren Besicherung sowie den bestehenden Rahmenkreditlinien der Lila Logistik Gruppe verweisen wir auf Punkt F. "Finanzinstrumente", Unterpunkt "Liquiditätsrisiken" des Konzernanhangs.
Der Verschuldungskoeffizient, der das Verhältnis von Fremdkapital zu Gesamtkapital beschreibt, lag auf ähnlichem Niveau wie im Jahr 2015 bei 0,62.
Die Investitionen der Lila Logistik Gruppe in langfristige Vermögenswerte des Anlagevermögens im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen 11.398 T€ (Vorjahr: 11.868 T€). Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich auf 10.258 T€ (Vorjahr: 11.506 T€). Darin inbegriffen sind im Wesentlichen Investitionen für das Terminal 3 in Besigheim sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau für das sogenannte Kunden-, Mitarbeiter- und Innovationszentrum in Besigheim.
Die Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen mit -3.960 T€ über dem Niveau des Vorjahres von -3.161 T€, im Wesentlichen bedingt durch die gestiegenen Investitionen der Lila Logistik Gruppe in Standort- und Infrastrukturmaßnahmen.
Aus betrieblicher Tätigkeit (Cashflow aus operativer Tätigkeit) flossen der Lila Logistik Gruppe im Berichtszeitraum Mittel in Höhe von 4.972 T€ zu (Vorjahr: 5.625 T€).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Gesamthöhe von -11.056 T€ (Vorjahr: -10.284 T€) war geprägt durch Mittelabflüsse aus Investitionen in Sachanlagen und Vermögenswerte in Höhe von -11.173 T€ (Vorjahr: -11.766 T€). Zudem entstanden Erlöse beim Verkauf von langfristigen Vermögenswerten in Höhe von 117 T€ (Vorjahr: 374 T€). Im Vorjahr entstanden zudem Erlöse aus dem Verkauf von assoziierten Unternehmen unter Berücksichtigung der Veränderung von Minderheitenanteilen in Höhe von 1.108 T€.
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -4.353 T€ (Vorjahr: Mittelzufluss in Höhe von 14.897 T€) ergab sich im Wesentlichen durch die Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 1.500 T€ abzüglich der erfolgten Tilgung von Darlehen in Höhe von -3.466 T€ und der Auszahlung der Dividende in Höhe von -2.387 T€ (Vorjahr: -1.193 T€). Zum Stichtag 31. Dezember 2016 waren in der Lila Logistik Gruppe liquide Mittel in Höhe von 6.960 T€ vorhanden (Vorjahr: 17.458 T€).
Zur Darstellung der zugesagten, aber nicht ausgenutzten Kreditlinien wird auf den Konzernanhang Punkt F. "Finanzinstrumente", Unterpunkt "Finanzielles Risikomanagement" verwiesen.
Die Konzernbilanzsumme war mit 82.751 T€ in Etwa auf Vorjahresniveau (31. Dezember 2015: 82.941 T€).
Auf der Aktivseite der Bilanz waren folgende wesentliche Veränderungen zu verzeichnen: Die langfristigen Vermögenswerte stiegen von 48.286 T€ um 7.488 T€ auf 55.775 T€ zum Ende des Geschäftsjahres an. Die Sachanlagen erhöhten sich dabei von 37.354 T€ zum Vorjahresstichtag auf 44.143 T€ zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 auf Grund der im Geschäftsjahr getätigten Standortinvestitionen in das Wachstum der Unternehmensgruppe. Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich im Gegenzug zum 31. Dezember 2016 von 34.655 T€ um 7.678 T€ auf 26.977 T€. Dabei gingen die liquiden Mittel der Unternehmensgruppe im Wesentlichen auf Grund der Investitionstätigkeiten um 10.498 T€ zurück. Weitere Ausführungen sind dem vorangehenden Punkt 2.3.2 "Finanzlage", Unterpunkt "Liquidität" dieses Berichts beschrieben. Die gestiegenen Umsatzerlöse unter den Gesichtspunkten einer Stichtagsbetrachtung sind im Wesentlichen dafür verantwortlich, dass die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Lila Logistik Gruppe gegenüber Dritten um 2.188 T€ auf 14.017 T€ angestiegen sind (31. Dezember 2015: 11.829 T€). Ebenfalls stichtagsbedingt veränderten sich die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte auf 5.689 T€ (Vorjahr: 4.486 T€); die Erhöhung erklärt sich im Wesentlichen durch Vorsteuerüberhänge (Forderungen gegenüber dem Finanzamt) einzelner Konzernunternehmen.
Auf der Passivseite der Konzernbilanz fanden bei den langfristigen Schulden folgende Veränderungen statt: Insbesondere durch die Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten – unter Berücksichtigung der Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 1.500 T€ – verringerten sich die langfristigen Darlehen von 24.762 T€ auf 22.073 T€. Zum Bilanzstichtag lagen die passiven latenten Steuern per Saldo unter dem Niveau des Vorjahresstichtags von 1.348 T€ und betrugen 1.221 T€; wesentlicher Bestandteil sind dabei die passiven latenten Steuern auf temporäre Unterschiede im langfristigen Vermögen des Konzerns. Weiterführende Informationen zur Entwicklung der latenten Steuern können dem Konzernanhang im Punkt B.10. "Ertragsteuern" entnommen werden.
Die Entwicklung der kurzfristigen Schulden ist von folgenden Effekten geprägt: Die kurzfristigen Darlehen und der kurzfristige Anteil an langfristigen Darlehen erhöhten sich auf Grund von Fälligkeitsterminen und der o. g. Aufnahme eines Darlehens von 2.909 T€ auf 3.632 T€. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbedingt und betrugen zum 31. Dezember 2016 insgesamt 5.127 T€ (31. Dezember 2015: 4.834 T€). Ebenfalls stichtagsbedingt erhöhten sich die sonstigen kurzfristigen Schulden von 7.630 T€ um 1.254 T€ auf 8.883 T€. Per Saldo beliefen sich die kurzfristigen Schulden zum Bilanzstichtag auf 21.433 T€ (31. Dezember 2015: 19.345 T€).
Das kumulierte übrige Eigenkapital betrug -4.495 T€ (Vorjahr: -3.802 T€) – weitere Angaben zur Entwicklung des kumulierten übrigen Eigenkapital sind dem Konzernanhang in Punkt E.7. "Eigenkapital" zu entnehmen. Zum Bilanzstichtag verringerte sich das Eigenkapital der Lila Logistik Gruppe leicht auf 31.815 T€ (31. Dezember 2015: 31.969 T€). Die Eigenkapitalquote war somit auf ähnlichen Niveau wie 2016 bei 38,4% (Vorjahr 38,5 %).
Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, der Hauptversammlung am 30. Mai 2017 vorzuschlagen, von dem Bilanzgewinn des für eine Ausschüttung relevanten Einzelabschlusses der Muttergesellschaft (nach HGB) eine Dividende in Höhe von 0,30 € je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten.
Finanzielle Leistungsindikatoren und Steuerungsgrößen sind die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (EBIT). Wichtig für die operative Steuerung der Unternehmenseinheiten sind die Soll-Ist-Vergleiche, deren Analyse aus Sicht der Unternehmensleitung sowie zukunftsorientierte Informationen, wie z. B. Angaben über Chancen und Risiken.
Neben rein finanziellen Steuerungsgrößen spielen auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie beispielsweise die Ausbildungsquote der Firmengruppe eine Rolle. Zudem spielen Qualitätserfüllungsgrade eine große Rolle, wobei die Messung anhand individueller kundenbezogener Parameter erfolgt; hierbei ist eine Einzeldarstellung auf Grund der Kundenindividualität nicht möglich.
Die Umsatzerlöse der Lila Logistik Gruppe im Geschäftsjahr 2016 verbesserten sich auf 138.806 T€ und lagen damit im kommunizierten Erwartungskorridor des Managements. Das erzielte operative Ergebnis (EBIT) in Höhe von 5.272 T€ befand sich ebenfalls im Bereich des im Vorjahr und im Halbjahresfinanzbericht kommunizierten Erwartungskorridors zwischen 5,2 Mio. € und 5,7 Mio. € (siehe u. a. Tabelle). Der Konzernjahresüberschuss lag mit 2.925 T€ um 195 T€ unter dem erzielten Vorjahreswert von 3.119 T€. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stellt sich stabil dar. Der Geschäftsverlauf 2017 bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts entsprach den Erwartungen des Managements.
| Angaben in Mio. € | Prognosen 2016 |
Ergebnisse 2016 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 135 -140 Mio. € | 138,6 Mio. € |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 5,2 – 5,7 Mio. € | 5,3 Mio. € |
In Bezug auf wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf Punkt G. 9. "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" im Konzernanhang.
Das interne Kontrollsystem (IKS) der Lila Logistik Gruppe ist auf vielfältige Weise in die organisatorischen und technischen Abläufe der Unternehmensgruppe eingebunden. Es wurde passend zur wirtschaftlichen Größe des Konzerns und seiner Abläufe bedarfsgerecht vom Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG eingerichtet und wird bezüglich seiner Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit periodisch vom Risikomanagement überprüft und angepasst. Die Wirksamkeit des IKS wird vom Prüfungsausschuss der Müller – Die lila Logistik AG gemäß den gesetzlichen Anforderungen überwacht. Der Umfang und die Ausgestaltung an die spezifischen Anforderungen der Lila Logistik Gruppe liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. In diesem Zusammenhang ist das Konzern-Controlling verantwortlich für die unabhängige Überprüfung der Funktionsfähigkeit des IKS in der Unternehmensgruppe. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben verfügt das Konzern-Controlling über umfassende Informations- und Prüfrechte. Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es, unabhängig von der konkreten Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens seiner Ziele gibt. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es nur eine relative und keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.
Das rechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die Steuerung der Prozesse zur Rechnungslegung und Jahresberichtserstellung erfolgen in der Unternehmensgruppe durch die Finanzbuchhaltung, das Konzern-Controlling und das Investor Relations. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert. Relevante Anforderungen werden z. B. in der im Gruppenleitfaden enthaltenen Bilanzierungsrichtlinie festgehalten und bilden zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Grundlage für den Abschlusserstellungsprozess. Darüber hinaus unterstützen ergänzende Verfahrensanweisungen, Meldeformate sowie IT-unterstützte Berichts- und Konsolidierungsprozesse den Ablauf der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung.
Im Bedarfsfall bedient sich die Lila Logistik Gruppe externer Dienstleister, z. B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen der Allianz Lebensversicherungs-AG, bei rechtlichen Fragestellungen (z. B. beim Arbeitsrecht, Vertragsrecht u.a.) externer Rechtsberater oder bei wirtschafts- oder steuerrechtlichen Themen verschiedener unabhängiger Wirtschaftsprüfer und Steuerberater.
Auch der Aufsichtsrat und das Audit Committee sind in das interne Kontrollsystem durch Befragungen, beispielsweise durch regelmäßige Informationen durch das Berichtswesen und in Aufsichtsrats- und Audit Committee-Sitzungen sowie im Rahmen der Abschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer. Die Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse wird in Form von Selbstevaluierungen regelmäßig geprüft.
Der Bereich Konzern-Controlling stellt die konzernweite und einheitliche Umsetzung der Anforderungen des rechnungslegungsbezogenen IKS über entsprechende Prozesse sicher. Die Konzerngesellschaften sind sowohl für die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren als auch für den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich und werden durch organisatorische Anweisungen unterstützt. Im Rechnungslegungsprozess sind unter Risikoaspekten definierte interne Kontrollen eingebettet. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollen, zu denen lT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung, das Vier-Augen-Prinzip, allgemeine lT-Kontrollen, wie z. B. Zugriffsregelungen in lT-Systemen oder ein Änderungsmanagement gehören. Die Wirksamkeitsbeurteilung des IKS erfolgt für die unter Risikoaspekten ausgewählten Arbeitsbereiche, beginnend bei den operativen Prozessbeteiligten bis hin zu den wesentlichen Verantwortungsträgern der Lila Logistik Gruppe. Die interne Revision nimmt eine unabhängige, stichprobenhafte Prüfung, beispielsweise in Form von Selbstbeurteilungen vor. Dadurch können Verbesserungspotenziale der internen organisatorischen Steuerung aufgedeckt und Optimierungen des IKS vorgenommen werden.
Nach § 91 Absatz 2 AktG ist der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG verpflichtet, ein Risikofrüherkennungssystem zu führen. Vorschriften des Handelsgesetzbuchs verlangen darüber hinaus, über die zukünftige Entwicklung und die damit verbundenen Risiken im Lagebericht zu berichten. Das Risikomanagementsystem der Lila Logistik Gruppe ist durch gruppenweite Standards sowie durch Berichts- und Informationssysteme geprägt. In jährlichen Planungsrunden werden alle Geschäftsbereiche auf Chancen und Risiken geschäftsübergreifend untersucht, analysiert und bewertet. Unterjährig wird die Zielerreichung durch das gruppenweite Controlling- und Berichtssystem, insbesondere über aktuelle Forecasts, überwacht und gesteuert.
Der Bereich Risikomanagement der Fachabteilung Konzern-Controlling steuert über ein IT-unterstütztes Softwaretool (Risikomanagementprogramm) in Hinblick auf bestehende und mögliche Risiken die Informationen im zentralen Risikomanagement. Das Risikomanagement-Programm dient der schnellen und einfachen Information durch die Vor-Ort-Verantwortlichen an die Geschäftsführung der Tochtergesellschaften und den Vorstand der Lila Logistik Gruppe. Die Identifikation und Bewertung sowohl interner als auch externer Risiken wird gemeinsam vom Bereich Risikomanagement und den Risikoverantwortlichen der betreffenden Bereiche durchgeführt. Die Lila Logistik Gruppe setzt konzernweit qualitative und quantitative Risikoanalysen sowie andere Risikoberechnungsverfahren ein, beispielsweise Sensitivitätsanalysen und spezielle Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen. Entsprechend der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkungen (wie zum Beispiel die potenzielle Verlust- oder Schadenshöhe) wird das Risiko als "gering", "mittel" oder "hoch" klassifiziert. Zur Identifizierung von Risiken werden in der Unternehmensgruppe verschiedene Techniken angewandt. So wurde beispielsweise ein Risikoatlas entwickelt, der sowohl Beispielsrisiken als auch Maßnahmen zur Risikominimierung enthält. Die Identifikation der Risiken findet auf verschiedenen Unternehmensebenen statt. Dies soll gewährleisten, dass alle wesentlichen Risiken in der gesamten Unternehmensgruppe erkannt und erfasst werden.
Die verantwortlichen Geschäftsführer der Tochtergesellschaften werden regelmäßig über alle identifizierten und relevanten Risiken ihres Verantwortungsbereiches informiert. Monatlich erhält der Vorstand einen Kurzbericht über die wesentlichen Veränderungen (Neuanlagen, Löschungen, Bewertungsänderungen etc.) im Bereich des Risikomanagements. Zusätzlich wird einmal im Quartal der Vorstand über wesentliche Einzelrisiken informiert, die mittels einer Risikoanalyse definierte Schwellenwerte überschreiten. Diese Berichterstattung erfolgt in Form einer qualitativen Beschreibung. Über wesentliche Risiken und Chancen wird außerdem der Vorsitzende des Aufsichtsrats über die Vorstandssitzungsprotokolle unterrichtet. Über relevante Risiken, die das Gesamtunternehmen betreffen, wird der Aufsichtsrat regelmäßig in den Aufsichtsratssitzungen oder bei Bedarf über Telefonkonferenzen in Kenntnis gesetzt. Der Prüfungsausschuss erhält einmal jährlich einen Bericht über den Status des Risikomanagementsystems und seine Umsetzung in den verschiedenen Bereichen. Parallel dazu erstattet die interne Revision dem Prüfungsausschuss ebenfalls regelmäßig Bericht über ihre Tätigkeit.
Die Risikoverantwortlichen verwenden eine spezielle Risikomanagementsoftware, um Transparenz über alle in der Lila Logistik Gruppe vorhandenen Risiken zu schaffen und um das Risikomanagement sowie die entsprechende Berichterstattung zu erleichtern. Identifizierte Risiken werden in der Software erfasst und nachverfolgt. Das Risikomanagement-System erfasst lediglich Risiken, nicht jedoch Chancen. Die interne Berichterstattung erlaubt es, negative Entwicklungen zeitnah zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Im Kern beinhaltet das Risikomanagement also die Verantwortung des Managements, die Risiken im Unternehmen früh zu erkennen, zu analysieren und zu bewerten, um so die notwendigen Vorsorgemaßnahmen treffen zu können.
Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter für die Lila Logistik Gruppe aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen als "gering", "mittel" oder "hoch" klassifiziert. Die Skalen zur Messung dieser Indikatoren sind in den nachfolgenden Tabellen dargestellt.
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Beschreibung |
|---|---|
| 1 bis 5 % | Sehr gering |
| 6 bis 20 % | Gering |
| 21 bis 50 % | Mittel |
| 51 bis 90 % | Hoch |
| 91 bis 99 % | Sehr hoch |
Gemäß dieser Einteilung definiert die Lila Logistik Gruppe ein Risiko mit einer sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeit als eines, das nur unter außergewöhnlichen Umständen eintritt und ein Risiko mit einer sehr hohen Eintrittswahrscheinlichkeit als eines, das voraussichtlich eintreten wird.
| Grad der Auswirkungen | Definition der Auswirkungen |
|---|---|
| Niedrig | Unerhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage |
|---|---|
| Moderat | Begrenzte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage |
| Wesentlich | Bedeutsame negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage |
| Kritisch | Beträchtliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage |
| Schädigende oder schwerwiegende negative Auswirkungen | |
| Gravierend | auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage |
Gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben sich folgende Klassifizierungen:
| Gravierend | H | H | H | H | H |
|---|---|---|---|---|---|
| Kritisch | M | M | H | H | H |
| Wesentlich | M | M | M | H | H |
| Moderat | L | M | M | M | H |
| Niedrig | L | L | M | M | M |
| Sehr gering | Gering | Mittel | Hoch | Sehr hoch |
Eintrittswahrscheinlichkeit
H = Hohes Risiko M = Mittleres Risiko L = Geringes Risiko
Die Lila Logistik Gruppe ist sich darüber im Klaren, dass alle wirtschaftlichen Aktivitäten grundsätzlich mit Risiken verbunden sind. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Lila Logistik Gruppe eine restriktive, das heißt risikoaverse Strategie. Keine Handlung oder Entscheidung darf die Existenz der Unternehmensgruppe oder einer der Tochtergesellschaften gefährden. Risiken sind soweit wie möglich abzusichern oder zu vermeiden und Restrisiken durch das Risikomanagement zu steuern.
Die Lila Logistik Gruppe ist den typischen Geschäftsrisiken ausgesetzt, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Dazu gehören insbesondere Nachfragerückgänge und die weiteren hier aufgezeigten allgemeinen und unternehmensspezifischen Risiken.
Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation hat sich 2016 gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Zu den Risiken der Lila Logistik Gruppe gehören zum einen die nicht von der Gesellschaft unmittelbar beeinflussbaren Faktoren, wie die allgemeine Entwicklung der nationalen und internationalen Wirtschaftslage, die regelmäßig beobachtet wird. Zum anderen gehören dazu von der Lila Logistik Gruppe unmittelbar beeinflussbare, zumeist operative Risiken, die frühzeitig bewertet werden und gegen die, falls notwendig, Maßnahmen eingeleitet werden.
Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung sind keine Risiken erkennbar, die zu einer dauerhaften und wesentlich negativen Beeinträchtigung der künftigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gesamtkonzerns führen können. Organisatorisch hat die Unternehmensgruppe alle Voraussetzungen geschaffen, um frühzeitig über mögliche Risikosituationen informiert zu sein und um entsprechende Steuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. Aus heutiger Sicht ist der Bestand der Lila Logistik Gruppe nicht gefährdet.
Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen, wie in Punkt 2.1 "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen" genannt, haben maßgebliche Auswirkungen auf Risiken für die Unternehmensgruppe. Eine Konjunktureintrübung könnte die Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern und letztlich nach Transportund Logistikleistungen deutlich schwächen. Damit bestehen unmittelbar und mittelbar ökonomisch bedingte Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe. Darüber hinaus ergeben sich direkte und indirekte Auswirkungen durch wirtschaftliche Risiken der Kunden (siehe auch Punkt: Kundenspezifische Risiken). Insbesondere aus den Branchen Automotive und Consumer Electronics können negative Auswirkungen auch die Lila Logistik Gruppe treffen. Beispielsweise könnte ein konjunktureller Einbruch im Bereich Automotive Industrie, auf Grund Exportschwierigkeiten durch die Verbundenheit mit Kunden dieser Branche, negative Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnissituation der Lila Logistik Gruppe haben.
Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verändern, müssen beispielsweise Kapazitätsanpassungen vorgenommen werden. Es besteht das Risiko, dass diese Anpassungen nur zeitverzögert möglich sind. Umsatzrückgänge und Kostensteigerungen hätten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge.
Die Lila Logistik Gruppe stuft die Risiken aus einer negativ gesamtwirtschaftlichen Entwicklung als mittlere Risiken ein.
Die Logistikbranche ist im großen Maße abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Negative wirtschaftliche Entwicklungen könnten somit zu einer Reduzierung der Nachfrage nach Logistikdienstleistungen führen.
Für einen Teil der Transportdienstleistungen setzt die Lila Logistik Gruppe Subunternehmer ein, um die vereinbarten Leistungen zu erbringen. Der Einkauf erfolgt entweder zu längerfristig festgelegten Preisen durch Rahmenvereinbarungen oder durch Einzelbeauftragungen (Spotmarkt). Eine Nichtverfügbarkeit ausreichender Transportkapazitäten bzw. unerwartete Kapazitätsengpässe können zu Preissteigerungen im Beschaffungsbereich führen. Eine geografische Streuung der Aufträge macht die Lila Logistik Gruppe unabhängiger von regionalen Lieferengpässen und hilft bei lokalen Lieferschwierigkeiten, Alternativen zu finden.
Im Zusammenhang mit dem Erbringen von Transportdienstleistungen besteht das Risiko sich ändernder Rohölpreise, welche die Treibstoffpreise unmittelbar beeinflussen. Einerseits kann ein steigender Dieselpreis zu einer anhaltenden Verteuerung im Transportbereich führen; dies könnte auch zu einer Verteuerung der eigenen Transportdienstleistungen führen, wobei das Risiko besteht, dass diese Verteuerung nicht in vollem Umfang oder nur zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden kann – somit würden diese Kosten im Unternehmen verbleiben. Andererseits kann ein sinkender Dieselpreis zu günstigeren Transportdienstleistungen führen, wobei das Risiko besteht, dass diese Vergünstigung durch bestehende Preisgleitklauseln nicht zwangsläufig zu einer Ergebnisverbesserung führen muss. Auch bei der Bewirtschaftung von Logistikimmobilien besteht das Risiko sich ändernder Energiepreise, welche Mietnebenkosten beeinflussen und den Aufwand zum Betreiben der Logistikimmobilien beeinflussen. Weitere branchenspezifische Risiken ergeben sich aus der Einführung oder Erhöhung von transportbezogenen Abgaben (z. B. Maut) und Steuern. Diese Kostenbelastungen haben – wenn sie nicht vollständig weitergegeben werden können – negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe zur Folge.
Die Lila Logistik Gruppe bewertet die Branchenrisiken und Risiken transportnaher Dienstleistungen als hohe Risiken.
Fehlleistungen einzelner beauftragter Dienstleister, beispielsweise auf dem Gebiet der eingesetzten Unternehmer bei Transporten, im Bereich der Leasinggesellschaften, der Zeitarbeit oder auf dem Gebiet der IT-Infrastruktur, können die Prozess- und Arbeitsabläufe und die Fähigkeit, Kundenzusagen zu erfüllen, negativ beeinflussen oder zusätzliche operative Kosten verursachen. Jegliche operative Störungen oder Qualitätsprobleme können die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich negativ beeinflussen. Seit Januar 2015 ist das Mindestlohngesetz (MiLoG) in Kraft getreten. Dabei hat der Gesetzgeber festgelegt, dass auch der Auftraggeber für die ausgebliebenen Mindestlohnzahlungen (Nettobeträge) seiner Subunternehmer haftet. Diesem Risiko kann dadurch begegnet werden, dass sich der Auftraggeber von Dienstleistern und Subunternehmern entsprechende Erklärungen unterzeichnen lässt. Die Lila Logistik Gruppe wirkt diesem Risiko im Bereich der Subunternehmer durch entsprechende Erklärungen und Verträge entgegen. Zur Risikobegrenzung werden zudem alle Subunternehmer, Leasinggesellschaften, Zeitarbeitsfirmen und IT-Dienstleister sorgfältig ausgewählt und eingearbeitet. Außerdem bestehen zu einem Großteil der eingesetzten Dienstleister langjährige Geschäftsbeziehungen, die ein möglichst hohes Qualitätsniveau der erbrachten Dienstleistungen gewährleisten.
Die Risiken durch eingesetzte Dienstleister schätzt die Lila Logistik Gruppe als mittlere Risiken ein.
Eine verschlechterte Bonität von Kunden birgt entsprechende Forderungsausfallrisiken. Des Weiteren sind steigende Forderungslaufzeiten, nicht fristgerecht bediente Forderungen bzw. Forderungsausfälle und unerwartet auftretende Insolvenzen möglich. Ausfallrisiken begegnet die Lila Logistik Gruppe zum einen mit einem Inkasso- und Forderungsmanagement und zum anderen mit Factoring, jedoch kann dieses nicht gänzlich ausschließen, dass bei einer Insolvenz von Großkunden Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der gesamten Lila Logistik Gruppe bestehen. Strukturelle Veränderungen des Produktionsverbundes von Großkunden können ebenfalls Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der gesamten Lila Logistik Gruppe haben.
Kundenseitige Rationalisierungsprogramme und Restrukturierungsmaßnahmen führen in vielen Fällen gegenüber den Logistikdienstleistern zu einem verschärften Kostendruck und damit verbunden zu Forderungen nach Preisreduktionen der Dienstleister. Die Folgen können auch eine Überprüfung bestehender Logistikverträge und eine steigende Zahl an Neuausschreibungen sein. Zudem können in der Vertragsgestaltung Risiken, beispielsweise Haftungs- oder Investitionsrisiken, teilweise auf die Dienstleister übertragen werden. Für die Lila Logistik Gruppe besteht das Risiko, dass durch die Kostensensibilität der Kunden die Ertragssituation negativ beeinflusst werden kann.
Weitreichende Verbindungen mit den Abläufen der Kunden stellen eine vergleichsweise hohe Sicherheit im Hinblick auf bestehende Geschäfte und zukünftige Aufträge dar. Die sich hieraus ergebenden Abhängigkeiten bestehen sowohl vom Kunden zum Logistikdienstleister als auch in umgekehrter Richtung. Im Geschäftsjahr 2016 wurden wichtige mittel- und langfristige Vertragsverlängerungen und Neuprojektabschlüsse im Bereich Lila Operating mit Großkunden erzielt. Dies sichert dauerhaft wichtige Standorte, die Arbeitsplätze der Mitarbeiter und letztlich den wirtschaftlichen Erfolg der Lila Logistik Gruppe. Dennoch können auch Verträge, die nicht verlängert oder vom Kunden mit den entsprechenden Fristen gekündigt werden, entsprechende Auswirkungen (beispielsweise Standortschließungen) nach sich ziehen. Im Zeitraum der Aufstellung des Jahresabschlusses erzielte ein wesentlicher Kunde eine Einigung mit einem Käufer über den Verkauf seines Unternehmens. Die weitere Entwicklung ist derzeit noch nicht absehbar und darüber hinaus bestehen mehrjährige Verträge. Der Auf- und Ausbau von Kundenbeziehungen stellt weiterhin eines der vorrangigen Ziele der Lila Logistik Gruppe dar.
Die Lila Logistik Gruppe schätzt die kundenspezifischen Risiken als hohe Risiken ein.
Die Müller – Die lila Logistik AG unterliegt mit ihren finanziellen Aktivitäten den folgenden Risiken, deren Steuerung und Überwachung durch ein schriftlich fixiertes und systematisches Risikomanagementsystem erfolgt:
Zu diesen Risiken wird im Konzernanhang im Punkt F. "Finanzinstrumente", Unterpunkt "Finanzielles Risikomanagement" Stellung genommen.
Die Lila Logistik Gruppe bewertet die finanzwirtschaftlichen Risiken als mittlere Risiken.
Änderungen der Gesetzgebung oder der Auslegung von Gesetzen können die Umsätze und Profitabilität der Unternehmen in der Lila Logistik Gruppe beeinträchtigen. Sollten sich die gesetzlichen Voraussetzungen in Deutschland, z. B. im Bereich der Steuern und Sozialabgaben, des Arbeitsrechts oder des Werkvertragsrechts ändern, so kann dies zu einem höheren Aufwand oder zu höheren Haftungsrisiken der Unternehmen führen. Hier sind insbesondere die politischen Debatten zur Zeitarbeit zu nennen. Der Bundesrat hat am 25. November 2016 dem neuen Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) zugestimmt, welches am 21. Oktober 2016 im Bundestag verabschiedet wurde. Das neue AÜG wird zum 1. April 2017 in Kraft treten und sieht verschiedenen Vorschriften für die Zeitarbeit in Deutschland vor; insbesondere sind dabei die Einführung einer Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten und "Equal Pay" nach neun Monaten zu bezeichnen. Durch die Einführung des Gesetzes ist mit steigendem administrativem Aufwand sowie steigenden Arbeitsentgelten in der Leiharbeitsbranche zu rechnen; dadurch ist ggf. mit höherem Fremdpersonalaufwand für die Lila Logistik Gruppe zu rechnen. Diese Kostenbelastungen haben – wenn sie nicht vollständig weitergegeben werden können – negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe zur Folge.
Die Lila Logistik Gruppe bewertet die regulatorischen Risiken als mittlere Risiken.
Umweltmanagement und Umweltrisikomanagement sind für Unternehmen generell entscheidende Faktoren für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Die zunehmende Sensibilisierung in der Gesellschaft hat den Umgang der Unternehmen mit Umweltrisiken verändert. Derzeit gewinnt insbesondere die generelle Feinstaubdiskussion wieder an Bedeutung, da die Feinstaubbelastung in den Innenstädten immer wieder die Grenzwerte überschreiten. Die deutschen Stadtverwaltungen setzen bislang auf freiwillige Maßnahmen, wie beispielsweise verstärkt öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder auf Elektrofahrzeuge (wie beispielsweise E-Taxis) umzusteigen. Wer dem Aufruf nicht nachkommt, bleibt derzeit unbehelligt. Sollte der freiwillige Autoverzicht aber die Feinstaubbelastung nicht reduzieren, sind von 2018 an Fahrverbote möglich, etwa für Fahrzeuge, in denen nicht eine bestimmte Mindestzahl an Insassen sitzt; oder Verbote für Fahrzeuge mit geraden oder ungeraden Kennzeichenendziffern. Unabhängig davon drohen den europäischen Kommunen Strafen der EU für die Überschreitung der Feinstaubgrenzwerte in einzelnen Ballungsräumen.
Gestiegene Anforderungen an den Umweltschutz durch den Gesetzgeber oder behördliche Auflagen führen zu erhöhten Aufwendungen. Demgegenüber ergeben sich durch den Einsatz moderner Technik Einsparungen, beispielsweise durch den Einsatz von Energieoptimierungskonzepten in Gebäuden. Des Weiteren ermöglicht der Einsatz moderner Fahrzeugeinheiten Vergünstigungen bei gesetzlichen Abgaben. Boden- bzw. Grundstücksgutachten gehören zum Standard vor Standort- und Infrastrukturinvestitionen der Lila Logistik Gruppe, um Umweltrisiken, beispielsweise durch Bodenbelastungen, zu vermeiden. Darüber hinaus wird bei der Lila Logistik Gruppe die Gefahr des Eintritts von Umweltrisiken mit zertifizierten Umweltmanagementsystemen gemindert.
Ein gutes Umweltmanagement bietet darüber hinaus strategische Wettbewerbsvorteile, da bei zahlreichen Kundenausschreibungen umweltrelevante Gesichtspunkte abgefragt werden. Insofern betrachtet die Lila Logistik Gruppe Maßnahmen im Bereich des Umweltschutzes stets auch als Grundlage für nachhaltiges Wirtschaften.
Die Lila Logistik Gruppe schätzt die Risiken durch Umweltschutz und umweltrelevante Gesetzesauflagen als niedrige Risiken ein.
Engagierte und kompetente Fach- und Führungskräfte sind ein zentraler Erfolgsfaktor für die Lila Logistik Gruppe. Deshalb bestehen Risiken, offene Stellen in der Unternehmensgruppe mit Leistungsträgern nicht schnell bzw. adäquat besetzen zu können oder bereits vorhandenes Personal zu verlieren.
Für die Erbringung der Transport- und Logistikdienstleistungen an verschiedenen Standorten des Unternehmens ist die Verfügbarkeit von Arbeitskräften von zentraler Bedeutung. Sollte es in bestimmten Bereichen zu Engpässen bei der Verfügbarkeit von Arbeitskräften kommen – beispielsweise von Berufskraftfahrern – besteht das Risiko, dass die Lila Logistik Gruppe ihre Dienstleistungen auf Grund erhöhter Personal- bzw. Transportkosten nicht vereinbarungsgemäß oder nur auf unwirtschaftliche Weise erbringen kann. Dies könnte sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe auswirken.
In bestimmten Teilbereichen werden insbesondere auf Grund wirtschaftlicher und rechtlicher Gegebenheiten externe Dienstleister eingesetzt. Damit können Phasen mit erhöhtem Leistungsaufkommen aufgefangen werden. Zunehmend werden Mitarbeiter aller Leistungsebenen in risikorelevanten Bereichen sensibilisiert, um so wirtschaftlichen Schaden durch beispielsweise Beschädigungen, Arbeitsunfälle oder ggf. Missachtung sicherheitsrelevanter Vorschriften von der Lila Logistik Gruppe abzuwenden. Trotz ausreichender Sensibilisierungen und Schulungen können Risiken aus Beschädigungen oder Unfällen nicht ausgeschlossen werden.
Auf Grund der demografischen Entwicklung wird das Angebot an qualifizierten Fachkräften sinken. Die Bevölkerung in Deutschland wird statistisch betrachtet immer älter; zwar steigen die Geburtenraten in Deutschland in jüngster Zeit leicht, jedoch auf niedrigem Niveau – schwindende Schüler- und Ausbildungszahlen und damit weniger potenzielle Nachwuchskräfte sind die Folge. Eine frühzeitige Ansprache interessierter Jugendlicher auf Messen, gemeinsame Workshops mit Hochschulen, Praktika und Masterarbeiten sowie ein attraktives unternehmensübergreifendes Ausbildungssystem an den Standorten der Lila Logistik Gruppe sollen die Gewinnung des Nachwuchses sicherstellenstellen. Des Weiteren wurde in den vergangenen zwei Jahren das Ausbildungsspektrum um neue attraktive und zukunftsorientierte Ausbildungsberufe erweitert, wie beispielsweise Informatikkaufmann/-frau oder Fachinformatiker/in für Systemintegration. Zudem werden neue duale Studiengänge in Kooperation mit der DHBW in Stuttgart angeboten, wie beispielsweise der Bachelor of Arts, BWL-Dienstleistungsmanagement mit dem Schwerpunkt Medien und Kommunikation oder den Bachelor of Science, Wirtschaftsinformatik mit dem Schwerpunkt Application Management. Der wirtschaftliche Erfolg der Lila Logistik Gruppe beruht zu einem wesentlichen Teil auf den Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiter. Aus diesem Grund werden die Mitarbeiter bedarfsgerecht geschult, um zu gewährleisten, dass die Qualität der Leistungen den Anforderungen der Kunden entspricht.
Personalentwicklung bedeutet für die Lila Logistik Gruppe mehr als nur regelmäßige Schulung der Mitarbeiter, da die Möglichkeit besteht, dass Mitarbeiter, bei unzureichender persönlicher Entwicklung in ihrer neuen Position oder bei ihrer neuen Aufgabe überfordert werden, trotz ausreichender fachlicher Qualifizierung. Die organisatorischen Voraussetzungen für eine positive fachliche und persönliche Personalentwicklung wurden in den vergangenen Geschäftsjahren kontinuierlich weiterentwickelt. Eine zielgruppenorientierte Personalförderung im Bereich der Führungskräfte stärkt darüber hinaus die Identifikation mit dem Unternehmen.
Die Lila Logistik Gruppe schätzt die Personalrisiken als mittlere Risiken ein.
Projektanläufe beinhalten grundsätzlich finanzielle und operative Risiken. Zu den finanziellen Risiken zählen insbesondere Finanzierungs- und Kalkulationsrisiken. Risiken können sich darüber hinaus bereits im Vorfeld eines Projektes auch aus der Gestaltung der Kundenverträge ergeben.
Die operativen Risiken beinhalten Abwicklungs-, Kapazitäts- und Haftungsrisiken. Dabei bestehen bei jedem Projektanlauf auch Risiken im Bereich der Personalgestellung, des eingesetzten Equipments, der Infrastruktur und möglicherweise auch durch eingesetzte Dienstleister.
Insbesondere durch Neuprojekte und neue Standorte der Unternehmensgruppe können operative und finanzielle Risiken verstärkt auftreten. Durch interdisziplinäres Projektmanagement und intensives Projektcontrolling werden diese Risiken abgeschätzt. Auf Basis dieser Schätzung ergeben sich Maßnahmen zur Reduktion der Risiken.
Die Lila Logistik Gruppe bewertet die Risiken aus dem Management von Projektanläufen als hohe Risiken.
Die Vernetzung aller unterschiedlicher Prozessbeteiligten in den logistischen Abwicklungen erfordert funktions- und anpassungsfähige IT-Systeme. Durch die zentrale Stellung der IT in allen Projekten der Lila Logistik Gruppe, entstehen vielfältige Risiken in diesem Bereich. Insbesondere bestehen Ausfallrisiken, die durch Systeminstabilitäten hervorgerufen werden können, das Risiko von Datenverlusten, Herausforderungen in Bezug auf die Datensicherheit, Beeinflussung der Servicequalität bis hin zu Schnittstellenrisiken zur IT des Kunden. Die Unternehmensgruppe schützt IT-Systeme beispielsweise durch Firewalls, Virenscans, technische Frühwarnsysteme (z. B. bei der Entwicklung von Datenmengen) und Dopplung von Systemen. Außerdem setzt die Lila Logistik Gruppe organisatorische und technische Notfallmaßnahmen ein, um mögliche Schäden zu mindern.
Die Gesellschaften der Lila Logistik Gruppe führen darüber hinaus regelmäßig Maßnahmen durch, um die eingesetzten IT-Systeme und die komplette IT-Infrastruktur an die sich ändernden Kundenbedürfnisse und neue organisatorische Anforderungen anzupassen. Alle Dokumente und Informationen, die in den einzelnen Bereichen eingesetzt werden, gelten als sicherheitsrelevant und vertraulich. Nur die mit der Abwicklung betrauten Personen dürfen die notwendigen Informationen über Berechtigungskonzepte nutzen und untereinander austauschen. Informationen müssen sicher aufbewahrt werden. Für den Datenaustausch mit Dritten bestehen klar definierte Vorgehensweisen. Des Weiteren erfolgen periodische Sicherungen von relevanten Daten, Zugriffskontrollen sowie Verschlüsselungen bei der Versendung von vertraulichen Daten an Dritte. Auch die Sicherheit besonders schützenswerter und sensibler Bereiche (z. B. der zentralen IT-Abteilung) ist durch separate Zugangskontrollen gewährleistet. Darüber hinaus sind IT-Serverräume brandund wassergeschützt sowie klimaoptimiert gebaut.
Des Weiteren können, insbesondere im Bereich der Durchdringung der Gesellschaftsprozesse mit Informationstechnologien (z. B. durch die Digitalisierung), technologische Entwicklungen sowohl Chancen als auch Risiken beinhalten.
Die Lila Logistik Gruppe schätzt die IT-Risiken als hohe Risiken ein.
Wirtschaftliche und rechtliche Besonderheiten des ausländischen Marktumfeldes können mit erheblichen Aufwendungen verbunden sein. Im Ausland kann zudem ein erhöhtes Risiko von Zahlungsverzögerungen oder Forderungsausfällen eintreten. Konzerngesellschaften der Lila Logistik Gruppe betreiben auch Geschäfte außerhalb der europäischen Währungszone in Polen. Der überwiegende Teil der dort ausgestellten Rechnungen wird nicht in Euro gestellt beziehungsweise beglichen. Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen Währungen der Länder außerhalb der europäischen Währungszone können das Konzernergebnis der Lila Logistik Gruppe beeinflussen. Die Wechselkurse zwischen dem Euro und dem Zloty werden zeitnah vom zentralen Finanzbereich betrachtet; Aufsichtsrat und Audit Committee werden regelmäßig über die Auswirkungen der Währungsdifferenzen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage informiert.
Die Lila Logistik Gruppe schätzt die Risiken der Internationalisierung als niedrige Risiken ein.
Der Erwerber eines Betriebs oder Betriebsteils tritt nach deutschem Recht kraft Gesetzes in die Rechte und Pflichten aus den zum Zeitpunkt des Übergangs des Betriebs oder Betriebsteils bestehenden Arbeitsverhältnissen ein. Im Rahmen des zukünftigen Erwerbs von Betrieben oder Betriebsteilen ist daher nicht ausgeschlossen, dass die Tochtergesellschaften Arbeitsverhältnisse fortführen müssen, die sie ohne die gesetzliche Verpflichtung nicht übernommen hätten. Auch wenn die Gesellschaft sich bemüht, diesen wirtschaftlichen Belastungen in der Erwerbsvereinbarung mit dem Veräußerer Rechnung zu tragen, ist nicht ausgeschlossen, dass sich die gesetzlich angeordnete Fortführung der Arbeitsverhältnisse beim Erwerb eines Betriebs oder Betriebsteils negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften auswirkt.
Die Risiken durch Eintritte in bestehende Arbeitsverhältnisse schätzt die Unternehmensgruppe als mittlere Risiken ein.
Im täglichen Geschäftsbetrieb mit Dienstleistungen, Waren und Personen bestehen mögliche Schadens- oder Inventurrisiken. Haftungs- und Inventurrisiken werden im gewissen Rahmen auf Dienstleister/Versicherungsunternehmen übertragen. Zudem versucht die Lila Logistik Gruppe Haftungsbegrenzungen in den Verträgen zu vereinbaren. Zu den weiteren Schadensrisiken zählen Elementarrisiken und andere Ereignisse, die durch Unfälle oder Terror ausgelöst werden, sowie Diebstahl oder Beschädigung von Vermögenswerten. Neben entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen sowie Notfallplänen sind diese Risiken durch einen angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt.
Die Lila Logistik Gruppe bewertet die Schadens- und Inventurrisiken als hohe Risiken.
Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation hat sich 2016 gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Zu den Risiken der Lila Logistik Gruppe gehören zum einen die nicht von der Gesellschaft unmittelbar beeinflussbaren Faktoren – wie beispielsweise die allgemeine Entwicklung der nationalen und internationalen Wirtschaftslage, die regelmäßig beobachtet wird. Zum anderen gehören dazu von der Lila Logistik Gruppe unmittelbar beeinflussbare, zumeist operative Risiken, die frühzeitig bewertet werden und gegen die, falls notwendig, Maßnahmen eingeleitet werden.
Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung sind keine Risiken erkennbar, die zu einer dauerhaften und wesentlich negativen Beeinträchtigung der künftigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gesamtkonzerns führen können. Organisatorisch hat die Lila Logistik Gruppe Voraussetzungen geschaffen, um frühzeitig über mögliche Risikosituationen informiert zu sein und um entsprechende Steuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. Aus heutiger Sicht ist der Bestand der Unternehmensgruppe nicht gefährdet.
Die politische Lage in einigen europäischen Ländern und den USA, die notwendige finanzielle und wirtschaftliche Stabilisierung im Euroraum und der demografische Wandel können Staat, Wirtschaft und Gesellschaft vor bedeutende Herausforderungen stellen. Für das weitere Wachstum der Unternehmensgruppe geht das Management von der Annahme aus, dass die konjunkturelle Lage weiterhin stabil bleibt, so dass die Lila Logistik Gruppe Marktchancen für die Zukunft erschließen kann. Im Fokus der Marktchancen steht die Erschließung von neuen Absatzpotenzialen durch Neukundengewinnung und den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen der Tochtergesellschaften. Dabei sieht die Unternehmensgruppe national wie international Möglichkeiten des Wachstums. Auf sich ändernde Marktgegebenheiten wird durch operative und strategische Maßnahmen proaktiv agiert. Dadurch werden langfristige Erfolgspotenziale geschaffen.
Die Erschließung neuer Marktchancen erfolgt im Kern durch die Steuerung und Weiterentwicklung der Kernbranchen sowie des Angebots von Produkten und Dienstleistungen an die Kundenbedürfnisse. Potenzielle Chancen ergeben sich aus dem anhaltenden Bedarf an Optimierungen im Bereich logistischer Abläufe von Unternehmen. Die Stärken der Lila Logistik Gruppe bestehen im Geschäftsmodell aus der Verbindung von Beratung und Umsetzung logistischer Prozesse aus einer Hand. Ein solches Angebot umfasst die konventionellen logistischen Kernaufgaben wie auch branchen- bzw. kundenbezogene Zusatzaufgaben, welche die Unternehmensgruppe durchführt. Dabei ist insbesondere auch das neue Segment Lila Real Estate zu nennen, in dem die eigenen Immobilien zur operativen Logistikabwicklung effizient einsetzt werden. Miet- und Leasingaufwendungen machen den Großteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus; daher wirkt gerade bei steigenden Mietpreisen der Einsatz eigener Immobilien kostenstabilisierend.
Weiterhin werden im Sinne eines Lean Management zunehmend Sekundärfunktionen, wie die Logistik, aus Unternehmen der verschiedenen Branchen ausgelagert (Outsourcing). Der Trend, dass Unternehmen Geschäftsabläufe auslagern, hält an. Die hohen Anforderungen des Marktes implizieren einen umfassenden Logistik-Service, den die Lila Logistik Gruppe durch ihre Geschäftsbereiche Lila Consult, Lila Operating und Lila Real Estate anbietet. Durch die enge Zusammenarbeit aller Unternehmensbereiche sieht die Unternehmensleitung weiterhin Wachstumschancen. Um kundenspezifische Dienstleistungen zu erbringen, müssen viele interne Abläufe integriert erbracht werden. Hierzu zählen neben den grundlegenden operativen Abläufen auch unterstützende Funktionen, wie Einkauf, Vertrieb, HR, IT, Finanzund Rechnungswesen sowie Management-Dienstleistungen. Sofern es gelingt, interne Abläufe auf die Anforderungen der Kunden auszurichten und gleichzeitig Kosten zu senken, kann dies zu positiven Planabweichungen führen.
Logistische Dienstleistungen erfordern komplexe betriebliche Infrastrukturen mit hohen Qualitätsstandards. Zuverlässigkeit und betriebliche Flexibilität kontinuierlich zu gewährleisten bedeutet, die Abläufe reibungslos zu organisieren sowie technisch und personell abzusichern. Im Geschäftsjahr 2017 steht den Gesellschaften der Unternehmensgruppe für die Personalentwicklung ein dezentrales Budget für Weiterbildungsmaßnahmen auf einem höheren Niveau als in den Vorjahren zur Verfügung. Ein wesentlicher Vorteil der Personalentwicklung besteht darin, sich unabhängiger vom Arbeitsmarkt zu machen und unternehmenseigene Potenziale zu heben. Dazu kommt der Nebeneffekt, dass Fortbildungen für Mitarbeiter meist attraktiv sind, eine Wertschätzung darstellen und die Identifikation mit dem Unternehmen fördern. In Zeiten des demographischen Wandels ist auch die Ausbildung ein nicht zu unterschätzender Faktor. Daher wurden die Sach- und Personalressourcen zur Aus- und Weiterbildung deutlich verstärkt.
Die kurz- und mittelfristige Liquiditätsversorgung der Unternehmensgruppe ist auf Grund der ausgewiesenen Guthaben sowie der erweiterten aber nach wie vor nicht ausgenutzten Kontokorrent- und Avalrahmenkreditlinien in ausreichender Höhe sichergestellt. Die Basis der stabilen Konzernfinanzierung liegt in abgeschlossenen langfristigen Kreditverträgen mit günstiger Zinsbindung. Die in den Geschäftsbereichen getätigten Investitionen folgen dem Ziel, die gute Ertragslage im nationalen und internationalen Wettbewerb zu sichern und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dabei machen Investitionen in die Standort- und Infrastruktur der Lila Logistik Gruppe im Budget einen wesentlichen Anteil aus. Beispielhaft dafür stehen der Ausbau eigener Lager- und Logistikflächen, Investitionen in zukunftsorientierte Automatisierungstechnik sowie die Fertigstellung eines Kunden-, Mitarbeiter- und Innovationszentrums am Stammsitz des Unternehmens.
Darüber hinaus bietet die Digitalisierung enorme Wachstumschancen und Potenziale für zusätzliche Wertschöpfung. Daher wird auch künftig zielgerichtet in die IT-Struktur der Unternehmensgruppe investiert werden.
Des Weiteren investiert die Lila Logistik Gruppe in innovative Geschäfte, in denen das Unternehmen seine Kompetenzen anbieten und weiterentwickeln kann. Somit steht das Lila Geschäftsmodell, das Durchbrechen der klassischen Trennung zwischen Beratung und Umsetzung, über die Bereiche Lila Consult, Lila Operating und Lila Real Estate insbesondere für das erfolgreiche Umsetzen von ergriffenen Chancen.
Die Aktien der Müller – Die lila Logistik AG werden im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.
Hinsichtlich der Angaben zu § 315 Abs. 4 Nr. 1 HGB verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang unter Punkt E.7. "Eigenkapital".
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten (§ 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB), bestehen laut Meldung an die Gesellschaft vom 22. September 2015 durch die Michael Müller Beteiligungs GmbH, Stuttgart, in Höhe von 83,49 % der Stimmrechte.
Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Vorstand besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung aus einer oder mehreren Personen; die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt. Der Aufsichtsrat kann gemäß § 84 AktG und § 5 Abs. 1 der Satzung einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, wird das Mitglied nach § 85 AktG in dringenden Fällen auf Antrag eines Beteiligten gerichtlich bestellt. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, gemäß § 84 Abs. 3 AktG.
Eine Änderung der Satzung bedarf nach § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 13 der Satzung dem Aufsichtsrat übertragen. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat durch Hauptversammlungsbeschluss vom 16. Juni 2015 ermächtigt worden, § 4 der Satzung entsprechend der Ausnutzung des Genehmigten Kapitals zu ändern.
Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der einfachen Stimmenmehrheit, soweit nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt. Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen nach § 179 Abs. 2 AktG einer Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, sofern die Satzung nicht eine andere Kapitalmehrheit bestimmt.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG Aktien der Gesellschaft in einem Umfang von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert niedriger ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkung zu erwerben. Die Ermächtigung ist seit der Beschlussfassung der Hauptversammlung 2015 wirksam und gilt bis zum Ablauf des 15. Juni 2020. Sie darf zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken ausgenutzt werden. Der Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.
Im Berichtszeitraum haben im Vorstand und im Aufsichtsrat keine personellen Veränderungen stattgefunden.
Der nachfolgende Vergütungsbericht erläutert die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung. Der Vergütungsbericht berücksichtigt die Regelungen des Handelsgesetzbuches in der durch das Vorstandsvergütungsoffenlegungsgesetz (VorstOG) geänderten Fassung sowie die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), sofern die Gesellschaft den Empfehlungen entsprochen hat bzw. entspricht. Darüber hinaus werden Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat gemacht.
Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands der Müller – Die lila Logistik AG orientiert sich an der Größe der Gesellschaft und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens. Des Weiteren werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt. Die Vergütung des Vorstands ist leistungsorientiert und enthält Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. Sie setzt sich aus einer festen Vergütung und einem variablen Bonus zusammen. Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht grundsätzlich den Empfehlungen des DCGK; sie umfasst fixe und variable Bestandteile.
Herr Michael Müller wurde als Vorstandsvorsitzender im Mai 2014 bis zum 31. Dezember 2019 wiederbestellt. Ebenfalls bis zum 31. Dezember 2019 wurde Herr Rupert Früh im Mai 2014 als Vorstand Finanzen wiederbestellt. Die Bestellung von Herrn Marcus Hepp als Vorstand Produktion läuft bis zum 31. Dezember 2017.
Die feste Vergütung in Form eines Grundgehalts wird in zwölf Monatsraten als Gehalt ausgezahlt. Weihnachts- oder Urlaubsgeld werden nicht gewährt.
Für Pensionszusagen gegenüber den Vorstandsmitgliedern wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen.
Die Gesellschaft hat den Vorstandsmitgliedern Leistungen der betrieblichen Altersversorgung zugesagt. Der Pensionsfall tritt nach dem vollendeten 65. Lebensjahr des jeweiligen Vorstandsmitglieds ein; im Invaliditätsfall eines Vorstandsmitglieds ggf. auch früher. Im Falle der Invalidität wird ab dem Endalter der Teil der Aktiven-Altersleistung, der den abgeleisteten Dienstjahren im Verhältnis zu den erreichbaren Dienstjahren entspricht, gezahlt. Nehmen die Vorstandsmitglieder vor Vollendung des 65. Lebensjahres die Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung in voller Höhe in Anspruch, so können sie gemäß § 6 BetrAVG die betriebliche Altersrente bereits von diesem Zeitpunkt an begehren.
Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine Prämie, deren Höhe sich in Abhängigkeit bestimmter quantitativer, im Dienstvertrag fixierter Unternehmensziele, die sich wesentlich am EBT des Gesamtkonzerns orientieren, ermittelt. Die Prämie unterteilt sich in eine Jahrestantieme, die sich an den Budgetwerten des jeweiligen Jahres orientiert, und eine Langfristtantieme, die sich an dem Durchschnitt der letzten 3 Jahreszielwerte orientiert.
Die Bezüge des Vorstands betrugen gemäß IFRS-Rechnungslegung im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.228 T€ (Vorjahr: 1.202 T€) und setzten sich wie folgt zusammen:
| Angaben in T€ | 2016 | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Fixe Vergütungsbestandteile | 833 | 782 | 698 |
| Variable Vergütungsbestandteile | 395 | 420 | 308 |
Sowohl der geldwerte Vorteil der privaten Fahrzeugnutzung als auch Beiträge zur Altersversorgung und Unfallversicherung sind in den fixen Vergütungsbestandteilen enthalten.
Die Hauptversammlung vom 16. Juni 2015 hat beschlossen, dass die gemäß § 285 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB und §§ 315a Absatz 1, 314 Absatz 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB (in ihrer jeweils anwendbaren Fassung) verlangten Angaben in den Jahres- und Konzernabschlüssen der Müller – Die lila Logistik AG, die für die Geschäftsjahre 2015 bis 2019 (einschließlich) aufzustellen sind, unterbleiben.
Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG festgelegt. Sie ist in § 14 der Satzung des Unternehmens geregelt. Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder. Die Vergütung enthält drei Komponenten:
Die feste jährliche Vergütung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats beträgt das Dreifache, die feste jährliche Vergütung des stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung der anderen Mitglieder. Ausschussvorsitzende erhalten das Dreifache der festen Vergütung von Ausschussmitgliedern.
Für die Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Müller – Die lila Logistik AG betrug die Vergütung im abgelaufenen Geschäftsjahr 83 T€ (Vorjahr: 82 T€).
Die nachfolgende Tabelle zeigt die individualisierte Aufteilung der Aufsichtsrats- und der Ausschussvergütung (jeweils inklusive Sitzungsgeld):
| Name | 2016 | 2016 | 2015 | 2015 |
|---|---|---|---|---|
| A1* | A2** | A1* | A2** | |
| Prof. Peter Klaus, | ||||
| D.B.A./Boston Univ. | ||||
| Vorsitzender des Aufsichtsrats | 20 T€ | 4 T€ | 20 T€ | 4 T€ |
| Prof. Dr. Gerd Wecker | ||||
| Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats | 10 T€ | 9 T€ | 10 T€ | 9 T€ |
| Per Klemm | ||||
| Mitglied des Aufsichtsrats | 8 T€ | - | 7 T€ | - |
| Christoph Schubert | ||||
| Mitglied des Aufsichtsrats | 8 T€ | 8 T€ | 8 T€ | 8 T€ |
| Carlos Rodrigues | ||||
| Mitglied des Aufsichtsrats | 8 T€ | - | 8 T€ | - |
| Sebastian Fieberg | ||||
| Mitglied des Aufsichtsrats | 8 T€ | - | 8 T€ | - |
* A1 = Aufsichtsratsvergütung (inklusive Sitzungsgeld)
** A2 = Ausschussvergütung (inklusive Sitzungsgeld)
Für persönlich erbrachte Leistungen im Geschäftsjahr 2016 erhielt der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Prof. Peter Klaus, 5 T€ (Vorjahr: 4 T€).
Nach den Vorschriften des § 15a WpHG müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Müller – Die lila Logistik AG den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft und sich darauf beziehende Finanzinstrumente offen legen. Das gilt auch für bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen. Im Geschäftsjahr 2016 sind der Müller – Die lila Logistik AG nach § 15a WpHG folgende meldepflichtige Mitteilungen zugegangen:
Der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Prof. Peter Klaus, meldete am 31. März 2016 den Erwerb von 1.430 Aktien. Zudem meldete das Aufsichtsratsmitglied Herr Christoph Schubert den Erwerb von 1.500 Aktien am 4. April 2016. Weitere Informationen zu den Meldungen können der Internetseite der Gesellschaft (www.lila-logistik.com) oder der Meldungen auf der Internetseite der EQS Group AG (www.dgap.de) entnommen werden.
Die Mitglieder des Vorstands hielten zum 31. Dezember 2016 wie im Vorjahr direkt 84.000 Stück Aktien; dies entspricht 1,06 % des Grundkapitals der Müller – Die lila Logistik AG. Mitglieder des Aufsichtsrats hielten 68.464 Aktien bzw. 0,86 % des Grundkapitals der Gesellschaft (Vorjahr: 65.534 Aktien bzw. 0,82 % des Grundkapitals der Gesellschaft).
Eine individualisierte Auflistung des Aktienbesitzes der Organe der Gesellschaft findet sich im Konzernanhang unter Punkt G.2. "Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen", Unterpunkt "Aktienbesitz der Organe".
Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben die Erklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes zum Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 5. Mai 2015 in gemeinsamen Sitzungen besprochen und beschlossen. Nach Unterzeichnung der Erklärung im Dezember 2016 wurden diese unmittelbar den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.lila-logistik.com dauerhaft zugänglich gemacht. Darin enthalten sind jeweils die Begründungen für die Sachverhalte, bei denen nicht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wird.
Nachhaltigkeit, Integrität und gute Unternehmensführung verstehen wir als wichtige Komponenten unserer Unternehmenskultur. Sie prägen unser Verhalten gegenüber allen beteiligten Personengruppen wie Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern und Aktionären.
Der Vorstand ist als Leitungsorgan der Gesellschaft dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern, dem Vorsitzenden des Vorstands, dem Vorstand Finanzen sowie dem Vorstand Produktion. Er leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters nach Maßgabe der geltenden Gesetze, der Satzung der Gesellschaft, der Beschlüsse der Hauptversammlung und des Aufsichtsrats, der Geschäftsordnung des Vorstands und seiner Dienstverträge. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Er ist zuständig für die Unternehmenspolitik, für die strategische Ausrichtung des Unternehmens, die Investitions-, Finanz-, und Personalplanung, die Ressourcenallokation sowie die Führung der Geschäftsbereiche. Dem Vorstand obliegt die Aufstellung des Halbjahresfinanzberichts, des Jahresabschlusses der Müller – Die lila Logistik AG sowie des Konzernabschlusses der Lila Logistik Gruppe. Ferner ist er für ein angemessenes Risikomanagement, das interne Kontrollsystem (IKS), die interne Revision und das Risikocontrolling verantwortlich; er sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien. Die Arbeit des Vorstands ist durch seine Geschäftsordnung geregelt, in der die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, die Ressortzuständigkeiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit festgehalten sind.
Die Vorstandssitzungen werden von dem Vorsitzenden des Vorstands einberufen. Der Vorsitzende des Vorstands leitet die Vorstandssitzungen und koordiniert die Ressorts. In seiner Abwesenheit wird die Sitzung von seinem Vertreter und bei längerer Abwesenheit von dem vom Aufsichtsratsvorsitzenden bestimmten Vorstandsmitglied geleitet. Personen, die nicht dem Vorstand angehören, können zu einer Vorstandssitzung beratend hinzugezogen werden.
Über wesentliche Verhandlungen und Beschlüsse ist eine kurze Niederschrift anzufertigen. Dabei werden die Beschlüsse des Vorstands regelmäßig in den Vorstandssitzungen gefasst. Beschlüsse können jedoch auch ohne Sitzung auf schriftlichem, elektronischem oder telefonischem Weg gefasst werden; die Herbeiführung solcher Beschlüsse erfolgt durch den Vorsitzenden des Vorstands. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder an der Beschlussfassung teilnimmt. Abwesende Vorstandsmitglieder können telefonisch oder per Videokonferenz an der Beschlussfassung teilnehmen.
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Risikolage, des Risikomanagements und geht dabei auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen unter Angabe von Gründen ein. Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Umsetzung.
Der Vorstand bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats zur Durchführung von Geschäften, wenn sie über den Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs hinausgehen und von entscheidender wirtschaftlicher Bedeutung für das Unternehmen sind. Wesentliche unternehmerische Entscheidungen in diesem Sinne sind z. B. Standorteröffnungen und -schließungen, Unternehmenskäufe/-verkäufe und größere Investitionen außerhalb des vom Aufsichtsrat genehmigten Jahresbudgets. Dabei ist das Kriterium der Wesentlichkeit auch an Wertgrenzen geknüpft. Der Aufsichtsrat hat einen Katalog der Arten von Geschäften aufgestellt, die der Vorstand nur mit seiner Zustimmung vornehmen darf. Informationen zur Vergütung des Vorstands sind im Vergütungsbericht dieses Lageberichts (Punkt 7) ausgewiesen.
Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind unabhängig und an Aufträge und Weisungen nicht gebunden. Er besteht aus sechs Mitgliedern und ist zu zwei Dritteln mit Vertretern der Anteilseigner und zu einem Drittel mit Vertretern der Arbeitnehmer besetzt. Seine Tätigkeit übt er nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, des Deutschen Corporate Governance Kodex in der jeweils aktuellen Fassung (soweit nicht Vorstand und Aufsichtsrat eine Abweichung beschlossen haben), der Satzung und seiner Geschäftsordnung aus. Er erörtert regelmäßig mit dem Vorstand die Geschäftsentwicklung sowie die Planung, die Strategie und deren Umsetzung, das Risikomanagementsystem sowie das interne Kontrollsystem (IKS). Wesentliche unternehmerische Entscheidungen, z. B. Standorteröffnungen und -schließungen, Unternehmenskäufe/-verkäufe und größere Investitionen außerhalb des genehmigten Jahresbudgets sind an seine Zustimmung gebunden. Er bestellt die Mitglieder des Vorstands und ist auch für die Verlängerung der Bestellung der Mitglieder des Vorstands bzw. deren Abberufung sowie für die Festlegung der Vergütung des Vorstands zuständig. Ferner obliegt ihm die Genehmigung bzw. Billigung des vom Vorstand vorgelegten Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses. Mit der Genehmigung durch den Aufsichtsrat ist der Jahresabschluss festgestellt. Zudem prüft der Aufsichtsrat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und berichtet an die Hauptversammlung über das Ergebnis (§ 171 Abs. 2 AktG).
Für die Dauer seiner Amtszeit wählt er aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen Vertreter. Der Aufsichtsrat bildet einen Prüfungsausschuss (Audit Committee). Der Aufsichtsrat kann aus seiner Mitte darüber hinaus weitere Ausschüsse bilden, denen – soweit gesetzlich zulässig – auch Entscheidungsbefugnisse übertragen werden können. Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG hat neben dem Prüfungsausschuss zusätzlich einen Personalausschuss gebildet.
Beschlüsse des Aufsichtsrats werden in der Regel in Sitzungen gefasst. Ersatzweise ist eine Teilnahme an der Beschlussfassung schriftlich zulässig, also durch Telefax oder mittels sonstiger elektronischer Kommunikationsmittel. Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder, aus denen er insgesamt zu bestehen hat, persönlich oder durch schriftliche Stimmabgabe an der Beschlussfassung teilnimmt. In jedem Fall müssen drei Mitglieder an der Beschlussfassung teilnehmen. Soweit nicht gesetzlich etwas anderes bestimmt ist, fasst der Aufsichtsrat seine Beschlüsse mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Der Sitzungsablauf und die Art der Abstimmung werden von dem Aufsichtsratsvorsitzenden bestimmt. Über die Beschlussfassungen ist eine Niederschrift anzufertigen.
Einen Überblick über seine Arbeit gibt der Aufsichtsrat in seinem Bericht im Konzerngeschäftsbericht der Müller – Die lila Logistik AG.
Der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG ist zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. In diesem Bericht werden die Beziehungen zu der Michael Müller Beteiligungs GmbH dargestellt. Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 AktG, dass bei der Müller – Die lila Logistik AG in Beziehung zu dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 keine berichtspflichtigen Vorgänge i. S. v. Rechtsgeschäften oder Maßnahmen vorgelegen haben.
Die erstellten Prognosen wurden unter Anwendung heuristischer Verfahren erstellt. Diese Verfahren beinhalten eine Kombination aus historischen Vergangenheitswerten, Erfahrungswerten, Szenarienbildung und gegebenenfalls vorliegenden Marktstudien. Hierdurch wird versucht, möglichst vielen Einflussfaktoren Rechnung zu tragen. Das Konzern-Controlling der Lila Logistik Gruppe stellt dem Management konzernweite Planungen als Basis für Prognosen zur Verfügung. Dabei werden monatlich aktuelle Werte rollierend durch einen bereichsspezifischen Forecast ergänzt, der einen Ausblick in die Zukunft gibt. Grundlage des Forecast sind Plan-, Ist- und Abweichungsgrößen, die durch aktuelle Schätzungen, Erfahrungen und Detailwissen von verantwortlichen Geschäftsführern, Niederlassungsleitern und Bereichsleitern ergänzt werden. Auf Grund dieser Größen und Erfahrungswerte wird dabei aufgezeigt, wie sich bis dahin ermittelte Werte mit und ohne Korrekturmaßnahmen entwickeln könnten. Plausibilitätsprüfungen unterstützen dabei den gesamten Prozess. Dies ermöglicht eine Prognose des weiteren Verlaufs der Ist-Größen bei den gegenüber dem Plan veränderten externen und internen Gegebenheiten.
Die verwendeten Prognosemodelle sind aus Sicht der Gesellschaft grundsätzlich geeignet, um daraus zukunftsorientierte Aussagen im Lagebericht abzuleiten. Die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit des gruppeninternen Planungssystems, das zur Herleitung der Prognosen verwendet wird, ist aus Konzernsicht gegeben.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Wachstumsprognosen der Weltwirtschaft Anfang Januar 2017 bekanntgegeben: Dem globalen Ausblick zufolge dürfte die weltweite Konjunktur 2017 an Fahrt aufnehmen. Insgesamt werde die Weltwirtschaft um 3,4 % im laufenden und 3,6 % im nächsten Jahr wachsen – nach 3,1 % im Jahr 2016, sagte IWF-Chefvolkswirt Maury Obstfeld in Washington. Damit lässt der Fonds seine im Oktober 2016 getroffene Prognose weitgehend unverändert. Der IWF erwartet Maßnahmen der Trump-Administration, die eine weitere Stärkung des US-Dollar zur Folge hätten. Auch mit den Leitzinsen könnte es schneller als erwartet nach oben gehen, was die US-Währung weiter stützen würde, sagte Obstfeld. Man müsse auf Grund der politischen Konstellation jedoch von deutlichen Veränderungen im Politikmix ausgehen. Allerdings sei mit genaueren Vorhersagen erst im April 2017 zu rechnen, wenn die Politik der Trump-Administration klarer formuliert sei. Die Entwicklungs- und Schwellenländer tragen derzeit das Wachstum der Weltwirtschaft. Ihre Wirtschaftsleistung wird im nächsten Jahr der Prognose zufolge um 4,5 % steigen, etwas weniger als bisher angenommen. Für 2018 sieht der IWF wie bisher ein Wachstum von 4,8 %. Besser als erwartet läuft es vor allem in China. Der IWF rechnet hier für 2017 nun mit einem Wirtschaftswachstum von 6,5 %. Die Prognose fällt damit 0,3-Prozentpunkte höher als im Oktober aus, weil sich die Wirtschaft in den vergangenen Monaten stabilisiert habe. Unterdessen korrigierte der IWF seinen Ausblick für Mexiko, Indien und Brasilien teilweise deutlich nach unten. Der IWF geht davon aus, dass die Wirtschaftspolitik Donald Trumps hier negative Einflüsse haben könnte. "Die Unsicherheit ist größer geworden", sagte Obstfeld hierzu. Großbritannien wird die Folgen seiner Brexit-Entscheidung wohl erst 2018 zu spüren bekommen. Für 2017 hob der Fonds seine Wachstumserwartungen für Großbritannien sogar noch an, für 2018 wurden sie leicht nach unten korrigiert.
Die wirtschaftliche Expansion in den Schwellenländern dürfte sich im Prognosezeitraum allmählich beleben, aber angesichts weiterhin relativ niedriger Rohstoffpreise und vielfach ungelöster struktureller Probleme keine große Dynamik entfalten. Für die chinesische Wirtschaft erwarten die Forscher wieder geringere Zuwachsraten. Nachdem die Regierung im Jahr 2016 durch expansive geld- und fiskalpolitische Maßnahmen die Konjunktur gestützt hat, rechnen die Forscher für 2017 und 2018 mit einem Auslaufen der Maßnahmen und Zuwachsraten von nur noch 6,4 % bzw. 5,9 % (vgl. Medieninformation des Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Kiel, vom 15. Dezember 2016).
Zehn der renommiertesten europäischen Konjunkturforschungsinstitute, darunter das IfW, sehen Europas Wirtschaft auf einem soliden Wachstumspfad. Laut einer gemeinschaftlichen Prognose dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum in den kommenden beiden Jahren weiter moderat zulegen und die Arbeitslosigkeit sinken. Die Inflation dürfte mit 1,4 % deutlich unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank bleiben. In einer ausführlichen Analyse zum Brexit sehen die Institute langfristig erhebliche mögliche Folgen. Die wirtschaftliche Erholung im Euroraum hält an, eine nachhaltige Beschleunigung des Aufschwungs ist aber nach wie vor nicht in Sicht. Angesichts erhöhter Unsicherheiten und nachlassender Impulse von den gesunkenen Ölpreisen wird die Wirtschaft im Euroraum weiter in nur moderatem Tempo expandieren, das mit 1,6 % im Jahr 2017 und 1,5 % im Jahr 2018 voraussichtlich etwas geringer ausfallen wird als 2016. Dies geht aus dem veröffentlichten Konjunkturbericht der EUROFRAME-Gruppe hervor, die sich aus zehn der renommiertesten europäischen Konjunkturforschungsinstitute unter Einschluss des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) zusammensetzt. Die Einschätzung basiert auf den aktuellen Konjunkturprognosen der Mitgliedsinstitute. "Der Aufschwung in Europa ist auf moderatem Niveau stabil, die Aussichten geben durchaus Grund zum Optimismus, wenn auch nicht zur Euphorie", kommentierte Klaus-Jürgen Gern, Experte für internationale Konjunktur am IfW, den aktuellen Bericht (vgl. Medieninformation des IfW, Kiel, vom 27. Februar 2017).
Einer der Wachstumstreiber in Europa ist und bleibt Polen. In ihrem Bericht "The long view: How will the global economic order change by 2050?" unterstreichen Experten von PwC, dass der Anteil der aufstrebenden Schwellenländer langfristig am Weltwachstum weiter wächst. Laut den Autoren dieser Studie gehört Polen zu den Ländern, die das größte Potenzial haben, um bis 2050 in ihren Regionen das schnellste Wirtschaftswachstum zu erreichen. Das geht aus der Methodologie hervor, die die Demographie, die Bildung, den technologischen Fortschritt und das Investitionsniveau umfasst. Die vielversprechende Wachstumsperspektive deckt sich mit den Erwartungen von befragten Geschäftsführern aus Polen und Mittelosteuropa. 38 % der befragten CEO's sind fest davon überzeugt, dass die Umsätze ihrer Unternehmen innerhalb des kommenden Jahres weiter wachsen werden (vgl. Polen Journal: Polnische Wirtschaft könnte in der EU am schnellsten wachsen vom 8. Februar 2017).
Die gute wirtschaftliche Lage wird sich gemäß den Erwartungen der Bundesregierung auch in diesem Jahr fortsetzen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erwartet für das laufende Jahr eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 1,4 %. Der leichte Wachstumsrückgang ist nicht Ausdruck einer sich eintrübenden wirtschaftlichen Perspektive, sondern lässt sich zum großen Teil auf den Effekt einer geringeren Anzahl von Arbeitstagen im Vergleich zum Vorjahr zurückführen. Die mit der Arbeitsmarktentwicklung steigenden Einkommen bilden bei einem gemäßigten Anstieg der Verbraucherpreise günstige Rahmenbedingungen für die privaten Haushalte. Diese weiten ihre Konsumausgaben im Vergleich zur Vergangenheit überdurchschnittlich aus und investieren kräftig in Wohnbauten (vgl. Jahreswirtschaftsbericht 2017 "Für inklusives Wachstum in Deutschland und Europa", Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vom 27. Januar 2017).
Die konjunkturelle Dynamik in der deutschen Logistikwirtschaft bleibt aufwärtsgerichtet. Das geht aus einer Erhebung zum Logistik-Indikator hervor, den das Institut für Weltwirtschaft im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik e. V. (BLV) ermittelt. Der abermals verbesserte Wert für das Gesamtklima in der Logistikwirtschaft legte auf nunmehr 137,7 Punkte zu und liegt nun klar über dem langjährigen Durchschnittsniveau des Logistik-Indikators. Während die Erwartungen für die kommenden 12 Monate kaum merklich gegenüber dem Vorquartal zulegten, verbesserte sich die Lageeinschätzung deutlich. War im bisherigen Jahresverlauf vor allem unter den Logistikdienstleistern ein leichter Aufschwung erkennbar, so tragen nunmehr beide Marktseiten zur Expansion bei. Besonders ausgeprägt ist die Klimaverbesserung bei den Logistikanwendern in Industrie und Handel; der entsprechende Klimaindikator zog deutlich an. Auf der Anbieterseite setzte sich die seit Jahresbeginn zu beobachtende Aufwärtsentwicklung fort, wenn auch mit gedämpften Tempo. Hinsichtlich der kurzfristigen Geschäftstendenz für das Winterquartal 2016/2017 überwiegen die Zuversichtlichen unter den Befragten – also diejenigen, die in den kommenden drei Monaten eine steigende Logistikaktivität erwarten – auf beiden Marktseiten jeweils um 15 % gegenüber denjenigen, die eine geringere Aktivität erwarten (vgl. Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW), "Logistik-Indikator im vierten Quartal 2016" vom 12. Dezember 2016). Das SCI/Logistikbarometer ist ein regelmäßig ermittelter Indikator, der die brancheninterne Wirtschaftslage und -zukunft der Logistik darstellt.
Die Beratung im Geschäftsbereich Lila Consult mit ihrer Nähe zum operativen Geschäft, die Umsetzung logistischer Dienstleistungen im Geschäftsbereich Lila Operating sowie die Zurverfügungstellung geeigneter Logistikflächen im Geschäftsbereich Lila Real Estate als Grundlage der logistischen Dienstleistungen stellen die Grundlage zum Erfolg der Lila Logistik Gruppe dar.
Der Verlauf des Geschäftsjahres 2017 bis zur Erstellung dieses Berichts entsprach den Erwartungen des Managements.
Die Gewinnung von Neugeschäft durch den Aufbau weiterer Kundenbeziehungen und durch den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen wird die Basis für die mittelfristige Entwicklung der Lila Logistik Gruppe stärken. Unter den in Punkt 10.1. und 10.2. dieses Berichts beschriebenen Annahmen erwartet das Management für das Geschäftsjahr 2017 Umsatzerlöse in einem Korridor zwischen 140 Mio. € und 145 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2017 werden weitere Investitionen in die Standorte und die Organisation das Wachstum der Lila Logistik begleiten. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden voraussichtlich eine Größenordnung von 5 Mio. € einnehmen. Auf Grund der anhaltenden hohen Wachstumsinvestitionen wird ein operatives Ergebnis (EBIT) zwischen 4,7 Mio. € und 5,2 Mio. €. erwartet. Mittelfristig erwartet der Konzern auf Grundlage der getätigten Investitionen ein nachhaltiges Umsatz- und Ergebniswachstum. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung können aktuell keine besonderen Umstände erkannt werden, dass in Bezug auf die zukünftige Entwicklung in 2017 auf Grund gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen außergewöhnlich hohe Unsicherheit besteht. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Prognosen abweichen können.
Besigheim, 20. März 2017
Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender des Vorstands Vorstand Finanzen Vorstand Produktion
| Angaben in € | Konzernanhang | 2016 | 2015 |
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse |
C1 | 138.805.592 | 132.360.483 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge |
C2 | 2.238.273 | 2.998.747 |
| 3. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und |
|||
| Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -32.905.637 | -35.640.532 | |
| 4. Personalaufwand |
C3 | -56.455.603 | -53.013.316 |
| 5. Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögensgegenständen des |
|||
| Anlagevermögens und Sachanlagen | C4 | -3.959.605 | -3.161.048 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen |
C5 | -42.451.023 | -38.140.761 |
| 7. Betriebsergebnis |
5.271.997 | 5.403.573 | |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
C6 | 72.473 | 203.797 |
| 9. Finanzierungsaufwendungen |
C6 | -766.300 | -786.504 |
| 10. Beteiligungsergebnis | 9.822 | 3.977 | |
| 11. Konzernergebnis vor Steuern | 4.587.992 | 4.824.843 | |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | C7 | -1.663.292 | -1.705.425 |
| 13. Konzernjahresüberschuss | 2.924.700 | 3.119.418 | |
| Davon entfallen auf: | |||
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | 2.924.700 | 3.119.418 | |
| andere Gesellschafter | 0 | 0 | |
| Ergebnis je Aktie: | |||
| Verwässertes/Unverwässertes Ergebnis je Aktie | C8 | 0,37 | 0,39 |
| 2016 | 2015 |
|---|---|
| 2.924.700 | 3.119.418 |
| 93.038 | |
| 188.225 | -26.144 |
| -455.402 | -66.894 |
| -237.321 | 71.419 |
| 71.419 | |
| -692.723 | 138.313 |
| 2.231.977 | 3.257.731 |
| 2.231.977 | 3.257.731 |
| 0 | 0 |
| -643.627 -237.321 |
| Angaben in € | Konzernanhang | 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|---|---|
| I. | Langfristige Vermögenswerte | |||
| 1. | Immaterielle Vermögenswerte | E1 | 1.493.088 | 1.139.144 |
| 2. | Geschäfts- oder Firmenwerte | E1 | 8.543.666 | 8.543.666 |
| 3. | Sachanlagen | E1 | 44.143.277 | 37.354.106 |
| 4. | Finanzielle Vermögenswerte | E1 | 331.147 | 68.893 |
| 5. | Latente Steuern | B10/C7 | 1.263.355 | 1.176.278 |
| 6. | Steuererstattungsansprüche | B10/C7 | 0 | 4.030 |
| Langfristige Vermögenswerte, gesamt | 55.774.533 | 48.286.117 | ||
| II. | Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| 1. | Sonstige Vermögenswerte | E5 | 5.689.217 | 4.485.934 |
| 2. | Steuererstattungsansprüche | B10/C7 | 229.428 | 746.905 |
| 3. | Vorräte | B8 | 58.788 | 62.545 |
| 4. | Forderungen gegen nahestehende Personen und | |||
| Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen | G2 | 22.734 | 72.023 | |
| 5. | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | E2 | 14.016.933 | 11.829.238 |
| 6. | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | E3 | 6.959.758 | 17.458.279 |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 26.976.858 | 34.654.924 |
Aktiva, gesamt 82.751.391 82.941.041
| Angaben in € | Konzernanhang | 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|---|---|
| I. | Langfristige Schulden | |||
| 1. | Darlehen | E12 | 22.072.537 | 24.761.753 |
| 2. | Latente Steuern | B10/C7 | 1.221.388 | 1.348.091 |
| 3. | Sonstige Rückstellungen | E9 | 188.773 | 145.189 |
| 4. | Pensionsrückstellungen | E8 | 5.913.502 | 5.218.737 |
| 5. | Sonstige Schulden | E10 | 107.986 | 153.276 |
| Langfristige Schulden, gesamt | 29.504.186 | 31.627.046 | ||
| II. | Kurzfristige Schulden | |||
| 1. | Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen |
E12 | 3.632.097 | 2.908.816 |
| 2. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.127.342 | 4.834.412 | |
| 3. | Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen sowie |
|||
| Beteiligungsunternehmen | G2 | 751.458 | 741.575 | |
| 4. | Sonstige Rückstellungen | E9 | 1.800.277 | 1.814.045 |
| 5. | Steuerschulden | B10/C7 | 1.238.237 | 1.416.145 |
| 6. | Sonstige Schulden | E10 | 8.883.170 | 7.629.630 |
| Kurzfristige Schulden, gesamt | 21.432.581 | 19.344.623 | ||
| III. | Eigenkapital | |||
| 1. | Gezeichnetes Kapital | E7 | 7.955.750 | 7.955.750 |
| 2. | Kapitalrücklage | E7 | 9.666.396 | 9.666.396 |
| 3. | Gewinnrücklagen | E7 | 18.687.696 | 18.149.721 |
| 4. | Kumuliertes übriges Eigenkapital | E7 | -4.495.218 | -3.802.495 |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital |
31.814.624 | 31.969.372 | ||
| Eigenkapital, gesamt | 31.814.624 | 31.969.372 | ||
| Passiva, gesamt | 82.751.391 | 82.941.041 |
| Angaben in € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Konzernjahresüberschuss | 2.924.700 | 3.119.418 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 3.959.605 | 3.161.048 |
| Fremdwährungsdifferenzen | 39.577 | 52.644 |
| Nicht zahlungswirksame Erträge | 665.665 | 503.601 |
| Veränderung der Rückstellungen | 58.916 | -371.712 |
| Veränderung der Wertberichtigungen | -10.994 | -17.846 |
| Gewinne/Verluste (-) aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen und zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte |
-41.412 | 564.046 |
| Veränderung kumuliertes Eigenkapital durch versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (-) |
-643.627 | 93.038 |
| Veränderung kumuliertes Eigenkapital durch latente Steuern | 188.225 | -26.144 |
| Veränderung der latenten Steuern, Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden | 129.819 | -279.514 |
| Veränderung der Vorräte | 3.756 | 13.029 |
| Veränderung der Liefer- und Leistungsforderungen und Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen |
-2.127.412 | 86.767 |
| Veränderung sonstiger kurz- und langfristiger Vermögenswerte | -1.459.946 | -1.692.432 |
| Veränderung der Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten, erhaltenen Anzahlungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen |
77.320 | 690.575 |
| Veränderung sonstiger Schulden | 1.208.249 | -271.849 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 4.972.441 | 5.624.669 |
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | -1.033.972 | -361.842 |
| Erwerb von Sachanlagevermögen | -10.132.992 | -11.404.026 |
| Erwerb von finanziellen Vermögenswerten | -5.591 | 0 |
| Veränderung der Minderheitenanteile | 0 | -10.000 |
| Erlöse aus dem Verkauf von verbundenen Unternehmen | 0 | 1.118.244 |
| Erlöse aus dem Verkauf von langfristigen Vermögenswerten und von zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte |
116.847 | 373.900 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -11.055.708 | -10.283.724 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von kurz- und langfristigen Darlehen | 1.500.000 | 17.887.950 |
| Veränderung Finanzierungsleasing | 0 | -6.814 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen | -3.465.934 | -1.790.714 |
| Auszahlung aus Dividenden | -2.386.725 | -1.193.362 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -4.352.659 | 14.897.060 |
| Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | -10.435.926 | 10.238.005 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel | -62.595 | 262 |
| Zahlungsmittel zu Beginn der Periode | 17.458.279 | 7.662.785 |
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderung | 0 | -442.773 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 6.959.758 | 17.458.279 |
| Zusätzliche Angaben | ||
| Einzahlungen aus Zinsen1) | 100.839 | 189.279 |
| Einzahlungen aus Ertragsteuern2) | 717.649 | 55.117 |
| Auszahlungen aus Zinsen1) | 1.783.667 | 665.711 |
| Auszahlungen aus Ertragsteuern2) | 2.132.724 | 1.920.346 |
1) Dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zuzuordnen
2) Dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit zuzuordnen
| Angaben in € | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinnrücklagen einschl. Ergebnis vortrag und Konzernergebnis |
Kumuliertes übriges Eigen kapital |
Eigenkapital (gesamt) |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Januar 2016 | 7.955.750 | 9.666.396 | 18.149.721 | -3.802.495 | 31.969.372 |
| Konzernjahresüberschuss | 2.924.700 | 2.924.700 | |||
| Dividendenzahlung | -2.386.725 | -2.386.725 | |||
| Fremdwährungsumrechnung | -237.321 | -237.321 | |||
| Latente Steuern | 188.225 | 188.225 | |||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (-) |
-643.627 | -643.627 | |||
| Stand am 31. Dezember 2016 | 7.955.750 | 9.666.396 | 18.687.696 | -4.495.218 | 31.814.624 |
| Angaben in € | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinnrücklagen einschl. Ergebnis vortrag und Konzernergebnis |
Kumuliertes übriges Eigen kapital |
Eigenkapital (gesamt) |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Januar 2015 | 7.955.750 | 9.666.396 | 15.511.646 | -3.940.808 | 29.192.983 |
| Konzernjahresüberschuss | 3.119.418 | 3.119.418 | |||
| Dividendenzahlung | -1.193.362 | -1.193.362 | |||
| Veränderung der Gewinnrücklagen durch Veränderung des Konsoliderungskreises |
712.019 | 712.019 | |||
| Fremdwährungsumrechnung | 71.419 | 71.419 | |||
| Latente Steuern | -26.144 | -26.144 | |||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (-) |
93.038 | 93.038 | |||
| Stand am 31. Dezember 2015 | 7.955.750 | 9.666.396 | 18.149.721 | -3.802.495 | 31.969.372 |
Der Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG zum 31. Dezember 2016 wurde in Übereinstimmung mit internationalen Rechnungslegungsvorschriften, den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Alle verpflichtend anzuwendenden Verlautbarungen des International Accounting Standards Board (IASB) wurden berücksichtigt.
Die in das Handelsregister des Amtsgerichtes Stuttgart unter der Nummer HRB 301979 eingetragene Müller – Die lila Logistik AG hat ihren Sitz in der Ferdinand-Porsche-Straße 4 in 74354 Besigheim-Ottmarsheim, Deutschland.
Die Müller – Die lila Logistik AG erstellt und veröffentlicht den Konzernabschluss in Euro (€), d. h. Konzernbilanz, Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Entwicklung des langfristigen Vermögens werden auf volle Euro (€) gerundet dargestellt. Sofern nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Anhang und Lagebericht in Euro (€) oder Tausend Euro (T€) angegeben. Auf Grund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren. Rundungsdifferenzen können aus rechentechnischen Gründen in Höhe von +/- einer Einheit (€, T€ oder %) auftreten.
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 werden neben der Einzelgesellschaft Müller – Die lila Logistik AG grundsätzlich alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen die Müller – Die lila Logistik AG unmittelbar oder mittelbar die Verfügungsgewalt ("beherrschenden Einfluss") über das Beteiligungsunternehmen besitzt.
Im Geschäftsjahr 2016 haben bis zum Bilanzstichtag keine Veränderungen im Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe stattgefunden.
| Sitz der | Stammkapital / Kommandit |
Beteiligungs | |
|---|---|---|---|
| Beteiligung | Gesellschaft | anteile in T€ | anteil in % |
| MLH Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| MLI Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| MLM Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| MLN Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| MLO Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| MLS Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| MLSO Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| MLSW Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| MSG Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Böblingen GmbH | Besigheim | 50 | 100 |
| Müller – Die lila Consult GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH | Besigheim | 730 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Electronics GmbH | Nürnberg | 500 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG | Herne | 25 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Marbach GmbH & Co. KG | Besigheim | 500 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Nord GmbH & Co. KG | Bünde | 25 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Ost GmbH & Co. KG | Zwenkau | 25 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. | Gliwice (Polen) | 836* | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Service GmbH & Co. KG | Besigheim | 50 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Süd GmbH & Co. KG | Besigheim | 1.000 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Südost GmbH & Co. KG | Besigheim | 50 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Südwest GmbH & Co. KG | Besigheim | 50 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik West GmbH | Herne | 26 | 100 |
| Value Added Logistics Sp. z o.o. | Gliwice (Polen) | 113* | 100 |
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die vollkonsolidierten Unternehmen zum 31. Dezember 2016:
* Angabe umgerechnet zum Stichtagskurs zum 31. Dezember 2016
Die aufgeführten Beteiligungen werden direkt von der Müller – Die lila Logistik AG gehalten.
Aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten werden folgende zwei Gesellschaften nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen:
| Beteiligung | Sitz der Gesellschaft |
Eigenkapital gesamt in T€ |
Beteiligungs anteil in % |
Jahresüber schuss/ -fehlbetrag im Geschäftsjahr 2016 |
|---|---|---|---|---|
| FM Logistics GmbH | Weilheim an der Teck |
141 | 50 | 15 T€ |
| Müller – Die lila Logistik Slovakia s.r.o. | Bratislava (Slowakei) |
58 | 100 | -1 T€ |
Alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen und Transaktionen innerhalb des Konzerns wurden im Konzernabschluss eliminiert. Bei Unternehmenszusammenschlüssen kommt die Akquisitionsmethode zur Anwendung. Dabei werden im Rahmen der Erstbewertung alle Vermögenswerte und Schulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt erfasst. Die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile werden mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens, das zu Zeitwerten bewertet wurde, aufgerechnet. Verbleibt nach der Aufrechnung ein aktivischer Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.
In der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die Innenumsätze sowie andere konzerninterne Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet worden. Zwischengewinne sind wie im Vorjahr nicht zu eliminieren gewesen. Das Geschäftsjahr der Müller – Die lila Logistik AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr.
Bei der Erstellung dieses Konzernanhangs haben mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen Änderungen die gleichen Rechnungslegungsmethoden Anwendung gefunden wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015.
Folgende Änderungen von Standards sind im Geschäftsjahr 2016 erstmals verpflichtend anzuwenden:
| Standard bzw. Interpretation | Titel des Standards | Erstmalige Anwendung | |
|---|---|---|---|
| Änderung zu IAS 19 | Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge |
01.02.2015 | |
| Jährliche Verbesserungen (Zyklus 2010–2012) |
Diverse | 01.02.2015 | |
| Änderung zu IFRS 11 | Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten |
01.01.2016 | |
| Änderung zu IAS 16 und IAS 38 | Klarstellung der zulässigen Abschreibungsmethode |
01.01.2016 | |
| Änderung zu IAS16 und IAS 41 | Bilanzierung fruchttragender Gewächse | 01.01.2016 | |
| Änderung zu IAS 27 | Equity Methode im Einzelabschluss | 01.01.2016 | |
| Jährlicher Verbesserungsprozess (Zyklus 2012-2014) |
Änderungen an IFRS 5, IFRS 7, IAS 19 und IAS 34 |
01.01.2016 | |
| Änderung zu IAS 1 | Angabeninitiative (Änderungen an IAS 1) |
01.01.2016 | |
| Änderung zu IFRS 10, 12 und IAS | Konsolidierung von Investmentgesellschaften |
01.01.2016 |
Die genannten Standardänderungen und Klarstellungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Nach den Regelungen des IASB ist über bereits verabschiedete Standards oder Interpretationen zu berichten, die im Berichtszeitraum noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und auch nicht vorzeitig angewandt werden.
| Standard bzw. Interpretation |
Titel | Anwendungs pflicht in der EU |
Übernahme durch EU Kommission |
Auswirkungen |
|---|---|---|---|---|
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 01.01.2018 | 01.01.2018 | grundsätzliche Bedeutung / Auswirkungen – siehe u.g. Erläuterungen |
| IFRS 15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 01.01.2018 | 01.01.2018 | grundsätzliche Bedeutung / Auswirkungen– siehe u.g. Erläuterungen |
| Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen |
||||
|---|---|---|---|---|
| einem Investor und einem | keine Auswirkungen | |||
| Änderungen IFRS 10 | assozierten Unternehmen | (auf unbestimmte | ||
| und IAS 28 | oder Joint Venture | verschoben | verschoben | Zeit verschoben) |
| Regulatorische | keine | |||
| IFRS 14 | Abgrenzungsposten | 01.01.2016 | Übernahme EU | keine Auswirkungen |
| unterliegt der | ||||
| Ansatz aktiver latenter Steuern | Prüfung durch die | |||
| Änderungen IAS 12 | auf unrealisierte Verluste | 01.01.2017 | 01.01.2017 | Gesellschaft |
| geringfügige | ||||
| Änderungen IAS 7 | Kapitalflussrechnung | 01.01.2017 | 01.01.2017 | Ausweisänderungen |
| Klarstellung der Klassifizierung | ||||
| und Bewertung von | unterliegt der | |||
| Geschäftsvorfällen mit | Prüfung durch die | |||
| Änderungen IFRS 2 | anteilsbasierter Vergütung | 01.01.2018 | 01.01.2018 | Gesellschaft |
| Anwendung IFRS 9 und IFRS 4 | ||||
| Änderungen IFRS 4 | Versicherungsverträge | 01.01.2018 | 01.01.2018 | keine Auswirkungen |
| Jährlicher | ||||
| Verbesserungsprozess | Änderungen an IFRS 1, | 01.01.2018/ | ||
| (Zyklus 2014-2016) | IFRS 12 und IAS 28 | 01.01.2018 | 01.01.2017 | keine Auswirkungen |
| Transaktionen in fremder | unterliegt der | |||
| Währung und im Voraus | Prüfung durch die | |||
| IFRIC 22 | gezahlte Gegenleistungen | 01.01.2018 | 01.01.2018 | Gesellschaft |
| unterliegt der | ||||
| Klassifizierung noch nicht | Prüfung durch die | |||
| Änderungen IAS 40 | fertiggestellter Immobilien | 01.01.2018 | 01.01.2018 | Gesellschaft |
| grundsätzliche | ||||
| Bedeutung / | ||||
| Auswirkungen– | ||||
| siehe u.g. | ||||
| IFRS 16 | Leasing | 01.01.2019 | 01.01.2019 | Erläuterungen |
Im Mai 2014 wurde vom IASB der Standard IFRS 15 "Revenue from Contracts with Customers" veröffentlicht. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter lAS 18 "Revenue", lAS 11 "Construction Contracts" und IFRIC 13 "Customer Loyalty Programmes". Der neue Standard legt einen umfassenden Rahmen fest, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. IFRS 15 sieht dabei ein einheitliches, fünfstufiges Erlösrealisierungsmodell vor, das grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. In der Bilanz werden durch IFRS 15 mit Vertragsvermögenswerten und Vertragsverbindlichkeiten neue Positionen eingeführt. Diese können durch auf Vertragsebene bestehende Leistungsüberschüsse oder -verpflichtungen entstehen. Zudem werden die Angabevorschriften deutlich erweitert. IFRS 15 ist verpflichtend spätestens auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Lila Logistik plant derzeit keine vorzeitige Anwendung.
Die konzernweite Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 auf den Konzernabschluss ist noch nicht abgeschlossen. Durch die Anwendung von IFRS 15 werden aktuell keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns erwartet.
Im Januar 2016 hat das IASB den Standard IFRS 16 "Leases" veröffentlicht, mit dem unter anderen IAS 17 und IFRIC 4 abgelöst werden sollen. IFRS 16 schafft für Leasingnehmer die bisherige Klassifizierung von Leasingverträgen in Operating und Finance Leases ab. Stattdessen führt IFRS 16 ein einheitliches Bilanzierungsmodell ein, nach dem Leasingnehmer verpflichtet sind, für Leasingverträge mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten Vermögenswerte für das Nutzungsrecht und Leasingverbindlichkeiten anzusetzen. Dies führt dazu, dass bisher nicht bilanzierte Leasingverhältnisse künftig – weitgehend vergleichbar mit der heutigen Bilanzierung von Finance Leases – bilanziell zu erfassen sind. Die Bilanzierung beim Leasinggeber wurde nahezu identisch aus IAS 17 in IFRS 16 übernommen.
IFRS 16 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig, wenn IFRS 15 bereits angewendet wird. Die Auswirkungen der Anwendung von IFRS 16 auf den Konzernabschluss werden derzeit geprüft. Die Lila Logistik Gruppe wird IFRS 16 voraussichtlich erstmals für das am 1. Januar 2019 beginnende Geschäftsjahr anwenden. Eine Entscheidung hinsichtlich der vom Standard gemachten Alternativen zum Übergang auf IFRS 16, retrospektiv oder modifiziert retrospektiv, ist noch nicht getroffen worden.
Im Juli 2014 hat das IASB den Standard IFRS 9 "Financial Instruments" veröffentlicht, mit dem IAS 39 abgelöst werden soll. IFRS 9 umfasst unter anderem ein einheitliches Modell zur Klassifizierung und zur Festlegung der Bewertungsmethode (einschließlich der Wertminderungen) von Finanzinstrumenten. Darüber hinaus beinhaltet IFRS 9 Regelungen zum General Hedge Accounting. Mit IFRS 9 werden zusätzliche Anhangangaben erforderlich, die aus der Anpassung von IFRS 7 "Financial Instruments – Disclosures" resultieren. Die Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 9 auf den Konzernabschluss ist noch nicht abgeschlossen. Auswirkungen können sich insbesondere daraus ergeben, dass die neuen Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen auch erwartete, zukünftige Verluste mit einbeziehen, während IAS 39 lediglich die Erfassung von bereits eingetretenen Wertminderungen vorsieht. Davon sind insbesondere die Zinsderivate bei der Lila Logistik Gruppe betroffen.
Sämtliche Eigenkapitalinstrumente sind zukünftig grundsätzlich erfolgswirksam bzw. erfolgsneutral zum Fair Value zu erfassen. Soweit Wertänderungen erfolgsneutral Berücksichtigung finden, werden sie beim Verkauf dieser Instrumente zukünftig nicht mehr in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Mögliche Auswirkungen können in schwankenden Bilanzwerten und Schwankungen in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung bzw. der Gesamtergebnisrechnung liegen. Weitere Auswirkungen können sich aus der Möglichkeit ergeben, bestimmte Komponenten von Derivaten von der Designation in eine Sicherungsbeziehung auszunehmen und die Änderungen der Zeitwerte dieser Komponenten erfolgsneutral zu erfassen. Diese Änderung betrifft zum Beispiel Zeitwerte von Optionen, deren Wertänderungen während der Laufzeit der Optionen unter IAS 39 regelmäßig ergebniswirksam berücksichtigt werden.
Die Lila Logistik Gruppe wird IFRS 9 erstmals auf das Geschäftsjahr anwenden, das am 1. Januar 2018 beginnt. Die Lila Logistik Gruppe plant derzeit, in Einklang mit den Übergangsvorschriften, auf die Anpassung der Vorjahreszahlen zu verzichten und Übergangseffekte kumulativ in den Gewinnrücklagen auszuweisen. Ausgenommen davon ist die erfolgsneutrale Abgrenzung nichtdesignierter Teile von Derivaten, die rückwirkend auf die Vergleichszahlen anzuwenden ist. Die Lila Logistik Gruppe erwartet gegenwärtig insgesamt keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage durch den Übergang auf IFRS 9.
Die übrigen veröffentlichten, von der EU noch nicht übernommenen Standards werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns haben.
Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben zum IFRS-Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 basieren grundsätzlich auf denselben Rechnungslegungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss 2015 zu Grunde lagen.
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind einheitlich nach den für den Konzern geltenden Rechnungslegungsmethoden aufgestellt. Sofern die landesrechtlichen Abschlüsse einzelner Gesellschaften von diesen Grundsätzen abweichen, werden die notwendigen Anpassungen vorgenommen.
Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist gemäß dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Zum Jahresende 2016 hat die Lila Logistik Gruppe die Geschäftsbereiche und damit auch die Berichtsstruktur neu gegliedert. Die Berichterstattung erfolgt auf Basis des sogenannten Management-Ansatzes ("management approach"). Dieser sieht eine externe Berichterstattung basierend auf der internen Berichterstattung gegenüber den Entscheidungsträgern des Unternehmens (Management) vor.
Das aktuelle Geschäftsmodell der Müller – Die lila Logistik AG umfasst im Kern Tätigkeiten für Lösungen in der Beschaffungslogistik, der Produktionslogistik und der Distributionslogistik. In diesen Feldern werden Dienstleistungen in Beratung (Lila Consult) und Umsetzung von Logistiklösungen (Lila Operating) angeboten. Das neue Segment Lila Real Estate bietet dabei die Flächen zur Dienstleistungserstellung an, die Eigentum der Lila Logistik Gruppe sind. Damit einhergehend haben sich auch die Steuerung des Konzerns gemäß den Verantwortlichkeiten im Vorstand sowie das interne Berichtswesen geändert. Der Geschäftsbereich Lila Consult erfüllt die Größenmerkmale eines berichtspflichtigen Segments nicht mehr. Der Vorstand hat jedoch entschieden, den Bereich Lila Consult als Segment beizubehalten, da er einen relevanten Bestandteil des Geschäftsmodells der Lila Logistik Gruppe darstellt und von wesentlicher Bedeutung für die zukünftige Entwicklung der Unternehmensgruppe ist. Die Unternehmensführung ist insbesondere der Auffassung, dass die dem Segment zugrunde liegenden Informationen für den Abschlussadressaten entscheidungsnützlich sind; daher wird an der Berichterstattung für das Segment Lila Consult festgehalten.
Die Anzahl der berichtspflichtigen Segmente hat sich hierdurch erhöht. Basierend auf den Informationen, die an die Hauptentscheidungsträger des Konzerns für die Ressourcenallokation und Geschäftsentwicklung berichtet werden, wurden die berichtspflichtigen Segmente auf Basis der eigenen Logistikimmobilien in den Gesellschaften nach Kostenstellen identifiziert. Auf die Angabe zu Segmentvermögen und Segmentschulden wurde verzichtet. Der Vorstand erhält in seiner Funktion als Hauptentscheidungsträger keine Angaben zu Segmentvermögen und Segmentschulden, da diese gegenwärtig nicht als Entscheidungsgrundlage verwendet werden.
Das Segment Lila Operating wurde modifiziert, beinhaltet aber unverändert Gesellschaften und Kostenstellen, die überwiegend operative Tätigkeiten zur Dienstleistungserstellung wahrnehmen. Da der Goodwill vorwiegend den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet ist, die keine eigenen Logistikimmobilien besitzen, musste das Management den Goodwill nicht neu zuordnen.
Die Konsolidierungsbuchungen werden grundsätzlich in einer reinen Konsolidierungsspalte dargestellt, in der konzerninterne, segmentübergreifende Sachverhalte verrechnet werden. Durch die Neusegmentierung wurden auch die Konsolidierungen innerhalb sowie zwischen den Segmenten beeinflusst. Dies führte in Einzelfällen zu veränderten Segmentergebnisausweisen. Für weitere Informationen zum Segmentbericht wird auf die Anmerkungen in Punkt D "Segmentinformationen" dieses Anhangs verwiesen.
Der Konzernabschluss wird in €, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. In den Einzelabschlüssen sind Geschäftsvorfälle mit Kurs im Zeitpunkt ihres Auftretens in € umgerechnet. Die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs und Erfassung von Umrechnungen erfolgen in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
Bei der Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen werden sämtliche Vermögenswerte und Schulden zu Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet, das Eigenkapital hingegen zu historischen Kursen. Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen ergebende Währungsunterschied wird im Eigenkapital innerhalb des kumulierten sonstigen Ergebnisses ausgewiesen. Entsprechendes gilt für den Unterschiedsbetrag aus der Umrechnung der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu Durchschnittskursen und der Bilanzen zu Stichtagskursen.
Den Konzernabschlüssen zum 31. Dezember 2016 und 2015 lagen folgende Umrechnungskurse für die Fremdwährung mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss zu Grunde:
| Stichtagskurse | Durchschnittskurse | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | 2016 | 2015 | ||
| Polen | 1 € = PLN | 4,4240 | 4,2615 | 4,3625 | 4,1839 |
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Art und den Umfang von Haftungsverhältnissen als auch die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum auswirken. Diese richten sich nach den Verhältnissen und Einschätzungen zum Bilanzstichtag und beeinflussen insoweit auch die Höhe der ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen der dargestellten Geschäftsjahre. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, die Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte (insbesondere der dafür verwendeten Cashflow-Prognosen und Abzinsungsfaktoren), die Einbringlichkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen einschließlich Pensionsrückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen (aktive latente Steuern). Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis berücksichtigt. Teilweise werden die möglichen Auswirkungen weiterer Schätzungsänderungen mit Sensitivitätsanalysen in ihrer Auswirkung untersucht und im Anhang entsprechend ausgewiesen.
Die voraussichtlichen Nutzungsdauern und Abschreibungsverläufe von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen beruhen auf Erfahrungswerten, Planungen und Schätzungen. Hierbei werden auch der Zeitraum und die Verteilung der zukünftigen Mittelzuflüsse aus den getätigten Investitionen geschätzt. Der künftige technische Fortschritt und laufende Ersatz- und Entwicklungszyklen werden in die Ermittlung einbezogen.
Impairment-Tests werden für Vermögenswerte durchgeführt, wenn bestimmte Indikatoren auf eine mögliche Wertminderung oder Wertaufholung hinweisen. Hierbei ist der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes zu schätzen, der dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert entspricht. Zur Ermittlung des Nutzungswertes sind die diskontierten zukünftigen Cashflows des betreffenden Vermögenswertes zu bestimmen. Die Schätzung der diskontierten künftigen Cashflows beinhaltet wesentliche Annahmen wie insbesondere solche bezüglich der künftigen Geschäftsentwicklungen, der auszahlungswirksamen Aufwendungen und der Diskontierungssätze. Obwohl die Lila Logistik Gruppe davon ausgeht, dass die Schätzungen der relevanten, erwarteten Nutzungsdauern, die Annahmen bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Branchen sowie die Einschätzungen der diskontierten künftigen Cashflows angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände eine Veränderung der Analyse erforderlich werden. Hieraus könnten in der Zukunft zusätzliche Wertminderungen oder Wertaufholungen resultieren. Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse für zahlungsmittelgenerierende Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, wurden eine Minderung der zukünftigen Cashflows um 10 %, eine Erhöhung der gewichteten Kapitalkosten um 10 % oder eine Minderung der langfristigen Wachstumsrate um einen Prozentpunkt angenommen. Auf dieser Grundlage kam die Lila Logistik Gruppe zu dem Ergebnis, dass sich für keine der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ein Wertminderungsbedarf ergibt.
Rückstellungen entsprechen den bestmöglichen Schätzungen der zu bezahlenden Beträge unter Berücksichtigung, dass die tatsächliche Höhe der Verpflichtung unsicher ist. Auch Änderungen des Diskontierungssatzes führen zu Veränderungen in der Ermittlung der langfristigen Rückstellungen.
Die Bilanzierung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen. Diese Bewertungen beruhen auf statistischen und anderen Faktoren, um auf diese Weise künftige Ereignisse zu antizipieren. Diese Faktoren beinhalten den Diskontierungssatz, erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen, Sterblichkeitsraten und Steigerungsraten für Gesundheitsvorsorge. Diese Annahmen können auf Grund von veränderten Markt- und Wirtschaftsbedingungen erheblich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen und deshalb zu einer wesentlichen Veränderung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen sowie des zugehörigen künftigen Aufwands führen.
Für in ihrer Höhe und der Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens nach nicht sichere Verpflichtungen gegenüber den jeweiligen nationalen Finanzbehörden werden Steuerrückstellungen auf Basis angemessener Schätzungen gebildet. Berücksichtigt werden dabei Faktoren wie Erfahrungen aus Betriebsprüfungen sowie unterschiedliche Rechtsauslegungen zwischen Steuerpflichtigen und Finanzverwaltungen im Hinblick auf den jeweiligen Sachverhalt.
Um die latenten und laufenden Steuern sowie die Steuerguthaben/-verbindlichkeiten zu bestimmen, sind Annahmen und Schätzungen nötig. Die zu Grunde gelegten Schätzungen, z. B. in der Auslegung von Steuergesetzen, werden mit bestem Wissen vorgenommen. Änderungen von Steuergesetzen und Steuersätzen, Auslegungen von Steuergesetzen, Gewinn vor Steuern, steuerbarer Gewinn usw. können einen Einfluss auf die berücksichtigten Steuerguthaben und Steuerverbindlichkeiten haben.
Erworbene immaterielle Vermögenswerte (Kundenstamm, Software etc.) werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von überwiegend drei Jahren abgeschrieben.
Neben den Geschäfts- oder Firmenwerten sind zum 31. Dezember 2016 keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer ausgewiesen.
Der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern muss, unabhängig vom Zeitpunkt des Vorliegens von Indikatoren für eine mögliche Wertminderung, jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen werden.
Zu jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Beurteilung, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung für in der Bilanz ausgewiesene langfristige Vermögenswerte vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar bzw. ist, wie für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie Geschäfts- oder Firmenwerte, eine jährliche Überprüfung vorgeschrieben, wird eine sogenannte Werthaltigkeitsprüfung (Impairment Test) vorgenommen. Dabei wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit geschätzt, um einen eventuell erforderlichen Wertminderungsbedarf zu ermitteln. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert – jeweils bezogen auf den einzelnen Vermögenswert bzw. die zahlungsmittelgenerierende Einheit. Die Lila Logistik Gruppe ermittelt den erzielbaren Betrag auf Grundlage des Nutzungswerts. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten zukünftigen Zahlungsströme mit einem risikoadjustierten Diskontierungszinssatz auf den Barwert abgezinst.
Ein Wertminderungsbedarf besteht, wenn der Buchwert des Vermögenswerts bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag übersteigt. Die Wertminderung muss sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden. Eine ertragswirksame Korrektur einer in Vorjahren vorgenommenen Wertminderung von Vermögenswerten wird mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen, wenn die Gründe dafür entfallen sind. Die Zuschreibung erfolgt jedoch nur insoweit, als dass danach der Buchwert nicht überstiegen wird, der sich unter Berücksichtigung der Abschreibung ergeben hätte, wenn die Wertminderung in Vorjahren nicht vorgenommen worden wäre. Für Geschäfts- oder Firmenwerte besteht ein Wertaufholungsverbot.
Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen sowie Wertminderungen, bewertet.
Abschreibungen erfolgen linear, entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer:
| Nutzungsdauer | |
|---|---|
| Software | 1 bis 3 Jahre |
| Bauten | 4 bis 33 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1 bis 25 Jahre |
Bei komplexeren Anlagen erfolgt die Abschreibung komponentenweise.
Die Nutzungsdauer wird regelmäßig vom Management der Gesellschaft im Hinblick auf die laufende technische Weiterentwicklung überprüft. Wartungs- und Reparaturkosten werden als Aufwand erfasst, wogegen Ersatz- und Verbesserungsinvestitionen, die die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verlängern oder die Kapazität erhöhen, aktiviert werden. Beim Verkauf oder Abgang von Sachanlagegegenständen werden die Anschaffungskosten und die kumulierte Abschreibung ausgebucht und ein sich ergebender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam erfasst.
Für die in Erstellung befindlichen Anlagen werden bis zur Fertigstellung entsprechende Bauzeitzinsen für geleistete Zinszahlungen als Teil der Anschaffungskosten aktiviert.
Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Es wird zwischen Finanzierungsleasing und Operating Leasing unterschieden. Als Finanzierungsleasing werden Leasingtransaktionen behandelt, bei denen der Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum eines Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen trägt. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating Leasing behandelt. Ob es sich bei der Vereinbarung um ein Leasingverhältnis handelt oder eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis beinhaltet, wird zu Vertragsabschluss beurteilt.
Ist die Lila Logistik Gruppe Leasingnehmer in einem Finanzierungsleasing, wird in der Bilanz der niedrigere Wert aus beizulegendem Zeitwert des Vermögenswerts und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses aktiviert und gleichzeitig unter den Finanzverbindlichkeiten passiviert. Die Mindestleasingzahlungen werden in einen Tilgungsanteil der Restschuld und in Finanzierungskosten, die nach der Effektivzinsmethode ermittelt werden, aufgeteilt. Der Leasinggegenstand wird linear über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben.
Gemietete Gebäudeeinrichtungen und Gegenstände, die als Finanzierungsleasing von der Gesellschaft zu bilanzieren sind, werden über die Dauer des Miet- oder Leasingvertrags abgeschrieben oder über die Nutzungsdauer, wenn ein Übergang des Eigentums hochwahrscheinlich ist.
Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten bewertet, sofern der Nettoveräußerungswert nicht geringer ist. Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Hierbei wird auf den am Bilanzstichtag jeweils niedrigeren Betrag aus Herstellungskosten oder Nettoveräußerungswert abgestellt. Als Nettoveräußerungswert werden die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse, vermindert um die bis zum Verkauf anfallenden Kosten, angesetzt.
Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten und die dem Leistungserstellungsprozess zuzurechnenden Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und der geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang Abwertungen vorgenommen. Für die am jeweiligen Bilanzstichtag vorhandenen Vorräte waren keine Abwertungen erforderlich.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.
Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte.
Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückzahlungsanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Hierzu zählen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Finanzleasingverbindlichkeiten und derivative Finanzverbindlichkeiten.
Finanzielle Vermögenswerte werden bei erstmaliger Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten entspricht dem Betrag, zu dem das Finanzinstrument zwischen zwei Parteien in einer aktuellen Transaktion gehandelt würde, ausgenommen bei Zwangsverkauf oder Liquidation. Dabei sind bei allen finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen.
Die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag (Settlement Date).
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Kassenbestand, Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten beinhalten, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige Vermögenswerte werden – unter Anwendung der Effektivzinsmethode – mit den fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den Ausfallrisiken hinreichend Rechnung. Bei der Ermittlung der Ausfallrisiken werden auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt.
Sonstige langfristige Vermögenswerte werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fallen primär derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebunden sind und damit zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" klassifiziert werden müssen. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Der Ausweis erfolgt je nach Fristigkeit unter den sonstigen kurzfristigen bzw. langfristigen Vermögenswerten.
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen, wenn sie in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und die Veräußerung innerhalb von zwölf Monaten hochwahrscheinlich ist. Entsprechend ihrer Klassifizierung werden direkt mit diesen im Zusammenhang stehende Schulden auf der Passivseite gesondert ausgewiesen. Im Anhang werden zusätzliche Angaben zu den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen gemacht.
Zu jedem Abschlussstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, daraufhin untersucht, ob objektive substanzielle Hinweise (z. B. erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner oder Vertragsbruch) auf eine Wertminderung hindeuten. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand, welcher sich durch einen im Vergleich zum Buchwert geringeren niedrigeren erzielbaren Betrag begründet, wird erfolgswirksam erfasst. Der im Rahmen der Prüfung auf etwaige Wertminderungen zu bestimmende erzielbare Betrag der mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Kredite und Forderungen entspricht dem Barwert der geschätzten und mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz diskontierten künftigen Cashflows.
Alle Finanzinstrumente sind beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert zu erfassen, zuzüglich bzw. abzüglich (bei Finanzinstrumenten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden) der Transaktionskosten, die dem Erwerb bzw. der Ausgabe des Finanzinstruments direkt zugeordnet werden können.
Nach der erstmaligen Erfassung werden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebundene derivative Finanzinstrumente sind als "zu Handelszwecken gehalten" einzustufen und damit erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten zu bilanzieren. Sind diese negativ, führt dies zum Ansatz unter den finanziellen Verbindlichkeiten.
Derivative Finanzinstrumente werden bei der Müller – Die lila Logistik AG nur zu Sicherungszwecken genutzt. Zielsetzung ist die Reduzierung von Währungs- und Zinsrisiken im operativen Geschäft und den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Alle derivativen Finanzinstrumente (im laufenden Geschäftsjahr Zinsswaps) sind am Bilanzstichtag zu Marktwerten zu bilanzieren. Diese können positiv oder negativ sein. Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente werden auf der Grundlage von Marktdaten und anerkannten Bewertungsverfahren ermittelt. Für die Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebunden ist oder nicht. Liegt kein Hedge Accounting vor, sind die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sofort erfolgswirksam zu erfassen. Die beizulegenden Zeitwerte gehören zum 31. Dezember 2016 wie im Vorjahr der Bewertungskategorie 2 an.
Die Bewertung am Bilanzstichtag erfolgt auf Basis von Marktdaten und unter Verwendung der Discounted-Cash-Flow-Methode.
Bei den von der Lila Logistik Gruppe geschlossenen Zinsderivaten handelt es sich um nicht in wirksame Sicherungsbeziehungen eingebundene derivative Finanzinstrumente, da auf Grund unterschiedlicher Fristen vom gesicherten Grundgeschäft und Zinsderivat eine formale Sicherungsbeziehung nicht gegeben ist. Die negativen Barwerte werden unter den finanziellen Verbindlichkeiten erfasst. Die Lila Logistik Gruppe ist im Geschäftsjahr 2016 wie im Vorjahr keine derivaten Finanzinstrumente im Sinne eines Cashflow Hedges eingegangen.
Der beizulegende Zeitwert von Krediten und Forderungen entspricht im Wesentlichen dem Buchwert. Der Grund hierfür ist vor allem die in der Regel kurze Laufzeit solcher Instrumente. Bei den Forderungen stellt der Buchwert eine vernünftige Annäherung an den beizulegenden Zeitwert dar.
Bei den kurzfristigen, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten wird angenommen, dass auf Grund der kurzen Laufzeiten die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen Darlehen wurden als Barwerte der zukünftig erwarteten Cashflows ermittelt.
Bei Darlehen mit Zinsanpassungsterminen wird angenommen, dass der prognostizierte Darlehenszins annähernd den marktüblichen Zinssätzen entspricht. Demnach stellt der Buchwert dieser Darlehen im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwert dar. Bei festverzinslichen Darlehen werden zur Diskontierung Zinssätze verwendet, die das allgemeine Marktzinsniveau beinhalten.
Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen beinhalten im Wesentlichen Ergebnisse aus Wertminderungen und Zuschreibungen, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen werden.
Tatsächliche Ertragsteuern werden nach den einschlägigen steuerlichen Vorschriften in den jeweiligen Ländern bilanziert. Dabei ist für jedes Steuersubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen. Des Weiteren sind die temporären Differenzen aus der abweichenden Behandlung bestimmter Bilanzpositionen zwischen den lokalen steuerrechtlichen Abschlüssen und dem IFRS-Konzernabschluss zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese grundsätzlich zum Ansatz von latenten Steuern.
Zur Berücksichtigung der steuerlichen Folgen von Unterschieden zwischen Wertansätzen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der IFRS-Bilanz und den entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen sowie für steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuern gebildet.
Die Höhe der latenten Steuern richtet sich dabei nach den Steuersätzen für den steuerlichen Gewinn in dem Jahr, in dem die Unterschiede wahrscheinlich ausgeglichen werden. Aktive latente Steuern werden erforderlichenfalls auf den wahrscheinlich realisierbaren Betrag reduziert. Die Auswirkung von Änderungen der Steuersätze auf aktive oder passive latente Steuern wird berücksichtigt, wenn die Änderung beschlossen ist.
Unter den Ertragsteuern sind die für den Berichtszeitraum zu zahlenden oder von den Finanzbehörden zu erstattenden Steuern zuzüglich bzw. abzüglich der Veränderungen bei den latenten Steuern ausgewiesen.
Bei den Versorgungszusagen in der Lila Logistik Gruppe handelt es sich um beitragsorientierte Systeme und leistungsorientierte Zusagen. Die Ermittlung der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Zusagen erfolgt nach der Projected Unit Credit Method (Anwartschaftsbarwertverfahren). Bei diesem Verfahren sind neben den am Bilanzstichtag bereits bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch die in der Zukunft bei vorsichtiger Einschätzung erwarteten Steigerungen der Arbeitsentgelte und Altersbezüge zu berücksichtigen. Die Berechnung beruht auf jährlich zu erstellenden versicherungsmathematischen Gutachten unter Beachtung der biometrischen Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für einen Teil der Pensionsverpflichtungen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Der Rückdeckungsanspruch entspricht dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital der Versicherungsgesellschaft. Auf dieser Basis werden die Rückstellungen für rückgedeckte Pensionsverpflichtungen mit dem Planvermögen saldiert. Der Zinsanteil der Rückstellungszuführung wie auch die Erträge aus Fondvermögen werden im Zinsaufwand saldiert ausgewiesen. Pensionsverpflichtungen werden grundsätzlich als langfristig angesehen.
Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und stellen die Beträge dar, die für Dienstleistungen im normalen Geschäftsablauf zu erhalten sind. Davon sind Preisnachlässe, Skonti und Umsatzsteuer abgezogen. Umsätze werden in dem Zeitpunkt erfasst, in dem die Logistikdienstleistungen erbracht sind und die Höhe des Umsatzes verlässlich bestimmt werden kann. Umsätze aus Speditionslogistik werden realisiert, sobald das Speditionsgut überbracht wurde, aus Kontraktlogistik, sobald die einzeln definierte Dienstleistung fertig gestellt ist und bei Beratungsleistungen, wenn die vertraglichen Bestandteile durchgeführt wurden.
Aufwendungen werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen wirtschaftliche Ressourcen abfließen werden.
Finanzierungskosten werden in der Periode, in der sie angefallen sind, erfolgswirksam erfasst, soweit es sich nicht um Anschaffungs- oder Herstellungskosten von qualifizierten Vermögenswerten handelt.
Im Geschäftsjahr 2016 haben keine Unternehmenstransaktionen stattgefunden.
Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Existenz erst durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser künftiger Ereignisse bestätigt wird, die jedoch außerhalb des Einflussbereichs des Konzerns liegen. Ferner können gegenwärtige Verpflichtungen dann Eventualschulden darstellen, wenn der Abfluss von Ressourcen nicht hinreichend wahrscheinlich für die Bildung einer Rückstellung ist und/oder die Höhe der Verpflichtungen nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann.
Die Erlöse aus Beratungsleistungen (Lila Consult) inklusive der Erlöse mit anderen Segmenten belaufen sich auf 2.156 T€ (Vorjahr: 2.452 T€). Der Rückgang der Erlöse in diesem Segment erklärt sich im Wesentlichen aus einem Rückgang der Erlöse aus dem Bereich Interim Services und geringeren konzerninternen Einsätzen bei Projektanläufen. Die Erlöse aus Logistikdienstleistungen im Segment Lila Operating inklusive der Erlöse mit anderen Segmenten erhöhten sich auf 136.867 T€ auf Grund höherer Erlöse im operativen Bereich (Vorjahr: 130.481 T€; Angabe durch Neuaufteilung der Segmente angepasst). Die Erlöse für das neu zu berichtende Segment Lila Real Estate betragen 2.669 T€ (Vorjahr: 2.905 T€). Weitere Erläuterungen zur Segmentberichterstattung sind im Punkt D. "Segmentinformationen" enthalten.
Die Umsatzerlöse gliedern sich in den o.g. Segmenten nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt auf:
| 2016 | 2016 | 2015 | 2015 | |
|---|---|---|---|---|
| T€ | % | T€ | % | |
| Umsätze | ||||
| in Deutschland | 110.620 | 79,7 | 104.433 | 78,9 |
| Umsätze im Ausland | 28.186 | 20,3 | 27.927 | 21,1 |
| Gesamt | 138.806 | 100,0 | 132.360 | 100,0 |
Die geografische Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach dem Sitz der Kunden. Die Umsätze im Ausland werden im Wesentlichen mit Kunden aus Polen, Portugal und Italien erzielt.
Die sonstigen betrieblichen Erträge der Geschäftsjahre 2016 und 2015 enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und sonstigen Schuldposten in Höhe von 1.373 T€ (Vorjahr: 947 T€), Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 48 T€ (Vorjahr: 573 T€), Versicherungsentschädigungen in Höhe von 222 T€ (Vorjahr: 183 T€), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von 118 T€ (Vorjahr: 92 T€) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 91 T€ (Vorjahr: 604 T€). Im Vorjahr war in den sonstigen betrieblichen Erträgen der Verkauf der Geschäftsanteile an der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG und der Emporias Verwaltung GmbH in Höhe von 431 T€ enthalten.
Der Personalaufwand zeigt folgende Aufteilung:
| Angaben in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | -47.485 | -44.676 |
| Soziale Abgaben | -4.958 | -4.630 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | -4.013 | -3.707 |
| Gesamt | -56.456 | -53.013 |
| Angaben in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Abschreibungen | ||
| von immateriellen Vermögenswerten | -680 | -521 |
| Abschreibungen von Sachanlagen | -3.280 | -2.640 |
| Gesamt | -3.960 | -3.161 |
Der Anstieg der Abschreibungen ist im Wesentlichen auf die erhöhten Standortinvestitionen zurückzuführen.
Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten fielen im Geschäftsjahr 2016 wie im Vorjahr nicht an.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten in den Geschäftsjahren 2016 und 2015 unter anderem die folgenden wesentlichen Posten: Miet- und Raumkosten in Höhe von -14.518 T€ (Vorjahr: -11.787 T€), Fremdpersonalkosten und Fremdarbeiten in Höhe von -12.383 T€ (Vorjahr: -11.686 T€), Fahrzeugkosten in Höhe von -5.975 T€ (Vorjahr: -5.931 T€), IT- und Kommunikationskosten in Höhe von -2.565 T€ (Vorjahr: -1.758 T€), Werbe- und Reisekosten in Höhe von -1.249 T€ (Vorjahr: -975 T€), Abschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von -1.137 T€ (Vorjahr: -1.050 T€), Versicherungsbeiträge und Abgaben in Höhe von -1.015 T€ (Vorjahr: -868 T€) sowie Schadensaufwendungen in Höhe von -720 T€ (Vorjahr: -870 T€).
Im Finanzergebnis sind sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, Finanzaufwendungen und Beteiligungsergebnisse enthalten.
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betragen 72 T€ (Vorjahr: 204 T€). Darin enthalten sind Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von 42 T€ (Vorjahr: 182 T€). Die reinen Zinserträge betrugen somit 30 T€ (Vorjahr: 22 T€).
Die Finanzierungsaufwendungen betragen -766 T€ (Vorjahr: -787 T€). Die Zinsaufwendungen für kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten betrugen im Geschäftsjahr insgesamt -572 T€ (Vorjahr: -418 T€). In den Finanzierungsaufwendungen des Geschäftsjahres 2016 sind zudem Aufwendungen für das Factoring in Höhe von -113 T€ (Vorjahr: -148 T€), sowie aus Aufwendungen aus der Verzinsung von Pensionsrückstellungen per Saldo in Höhe von -112 T€ (Vorjahr: -113 T€) beinhaltet. Des Weiteren sind in den Finanzierungsaufwendungen per Saldo Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von -37 T€ (Vorjahr: -97 T€) sowie Buchgewinne aus zu Handelszwecken gehaltenen Vermögenswerten (Derivate) in Höhe von 29 T€ (Vorjahr: 19 T€) enthalten. Darüber hinaus wurden im Zuge der Fertigstellung des Logistics Service Center in Besigheim Bauzeitzinsen in Höhe von 206 T€ aktiviert (Vorjahr: 99 T€).
Die Müller – Die lila Logistik AG ist am 27. Februar 2014 (Valuta 2. Januar 2015) ein Zinsderivat mit einer Laufzeit bis zum 29. Dezember 2017 eingegangen. Der Bezugsbetrag der variablen Beträge beträgt 4.000 T€. Die Bewertung am Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 auf der Basis von Marktdaten und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle ergab hier einen negativen Barwert in Höhe von -47 T€ (Vorjahr: -81 T€).
Des Weiteren ist die Müller – Die lila Logistik AG am 21. Juli 2016 (Valuta 1. Oktober 2016) ein weiteres Zinsderivat mit einer Laufzeit bis zum 1. Oktober 2021 eingegangen. Der Bezugsbetrag der variablen Beträge beträgt 5.000 T€. Die Bewertung am Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 auf der Basis von Marktdaten und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle ergab hier einen negativen Barwert in Höhe von -5 T€.
Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten betreffen Kredite und Forderungen, sowie zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte (Derivate). Diese wurden in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung insgesamt mit Nettoergebnissen in Höhe von 21 T€ (Vorjahr: -48 T€) erfasst.
Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden im Inland die Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlags und die Gewerbesteuer sowie im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern und latente Steuern ausgewiesen.
Steuerabgrenzungen resultieren in den Einzelbilanzen aus der erwarteten Nutzung steuerlicher Verlustvorträge und aus Unterschieden bei den Wertansätzen von IFRS- und Steuerbilanz, sowie aus Konsolidierungsvorgängen. Die im Geschäftsjahr zu Grunde gelegte Gewerbesteuer betrug 13,95 % (Vorjahr: 14,02 %). Bei der Muttergesellschaft wurde wie im Vorjahr ein Körperschaftsteuersatz von 15,00 % zuzüglich Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % angesetzt. Insgesamt hat sich hieraus ein Konzernsteuersatz von 29,78 % ergeben (Vorjahr: 29,84 %).
Die Besteuerung im Ausland wird zu den in diesen Ländern geltenden Steuersätzen berechnet und liegt wie im Vorjahr bei 19 %. Die Ertragsteuern gliedern sich nach ihrer Herkunft wie folgt:
| Angaben in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Gezahlte bzw. geschuldete Steuern (saldiert) | -1.690 | -1.914 |
| davon Ausland | -30 | -79 |
| Latenter Steuerertrag | 27 | 208 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.663 | -1.706 |
Die Ertragsteuern enthalten Steuererträge aus früheren Perioden in Höhe von 35 T€ (Vorjahr 2 T€). Die latenten Steueraufwendungen beruhen überwiegend auf temporären Unterschieden bzw. der Umkehr derselben.
Die Überleitung zwischen dem erwarteten Steueraufwand bei Anwendung des Steuersatzes des Mutterunternehmens von 29,78 % und dem tatsächlichen Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:
| Angaben in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Erwarteter Steueraufwand | -1.320 | -1.487 |
| Steuerfreie Erträge | 97 | 284 |
| Unterschiede in lokalen Steuersätzen | 302 | 151 |
| Verlustvorträge | -314 | 89 |
| Periodenfremder Steuerertrag | -55 | -194 |
| Steuerliche Unterschiede aus Kommanditgesellschaften | -115 | -153 |
| Nicht abziehbare Betriebsausgaben | -171 | -325 |
| Steuerbilanzeffekte | -120 | -92 |
| davon im Vorjahr nicht abziehbare Betriebsausgaben | -147 | -300 |
| davon im Vorjahr sonstige temporäre Unterschiede | 27 | 208 |
| Übrige | 35 | 21 |
| Ertragsteueraufwand | -1.663 | -1.706 |
Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
| Angaben in T€ | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | ||
| Steuerliche Verlustvorträge | 129 | 126 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 60 | 94 |
| Pensionsrückstellungen | 1.674 | 1.436 |
| Sonstige Vermögenswerte | 31 | 50 |
| Aktive latente Steuern, gesamt | 1.894 | 1.706 |
| Passive latente Steuern | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 94 | 116 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 621 | 600 |
| Sachanlagevermögen | 1.117 | 1.156 |
| Sonstige Rückstellungen | 1 | 1 |
| Übrige | 19 | 5 |
| Passive latente Steuern, gesamt | 1.852 | 1.878 |
| Latente Steuern, saldiert | -42 | 172 |
Die aktiven und passiven latenten Steuern wurden in den Konzernbilanzen zum 31. Dezember 2016 und 2015 wie folgt ausgewiesen:
| Angaben in T€ | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | 1.263 | 1.176 |
| Passive latente Steuern | 1.221 | 1.348 |
| Latente Steuern, saldiert | -42 | 172 |
Für Körperschaftsteuerzwecke können Verluste in Deutschland bis zu einem Betrag von 1 Mio. Euro zurückgetragen und unbefristet sowie betragsmäßig unbegrenzt vorgetragen werden. Für Gewerbesteuerzwecke können Verluste unbefristet vorgetragen werden.
Am 31. Dezember 2016 verfügten die Müller – Die lila Logistik AG und ihre Tochtergesellschaften über steuerliche Verlustvorträge unter Berücksichtigung der Jahresergebnisse 2016 für Körperschaftsteuerzwecke beziehungsweise vergleichbarer ausländischer Steuern in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 32 T€) und für Gewerbesteuerzwecke in Höhe von 7.405 T€ (Vorjahr: 6.222 T€), die unbefristet vorgetragen werden können.
Wie im Vorjahr wurden keine Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Verlustvorträge, auf die keine aktiven latente Steuern gebildet wurden, bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 6.721 T€ (Vorjahr: 5.351 T€) für Gewerbesteuer und sind unbegrenzt vortragsfähig. Verlustvorträge für Körperschaftsteuer bestehen unverändert nicht.
In dem Sonstigen Ergebnis sind wie im Vorjahr keine latenten Steueraufwendungen enthalten.
Auf temporäre Unterschiedsbeträge aus Anteilen an Tochterunternehmen wurden keine latenten Steuerschulden bilanziert, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden.
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Konzernjahresüberschuss (in T€) | 2.925 | 3.119 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien (in Tausend Stück) | 7.956 | 7.956 |
| Verwässertes/Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) | 0,37 | 0,39 |
Ein Unterschied zwischen verwässertem und unverwässertem Ergebnis je Aktie besteht nicht.
Ergebniswirksam wurden positive Umrechnungsdifferenzen von Geschäften in Höhe von +4 T€ erfasst. Im Vorjahr wurden Umrechnungsdifferenzen in Höhe von +69 T€ ergebniswirksam erfasst.
Zum Jahresende 2016 wurden die Geschäftsbereiche und die Segmentberichterstattung neu gegliedert. Auf Basis ihres internen Berichtswesens hat die Gesellschaft drei Segmente identifiziert, die entsprechend der Dienstleistungsarten, Vertriebswege und Kundenprofile weitgehend eigenständig organisiert und gesteuert werden. Das Planungs- und Beratungssegment wird unter dem Begriff Lila Consult zusammengefasst. Darin enthalten sind die Bereiche Managementberatung, Logistics Engineering und Interim Services. Die Umsetzungen von Logistiklösungen, die das Geschäftsmodell komplettieren, erfolgen im Segment Lila Operating. Dabei bietet das neue Segment Lila Real Estate Flächen zur Dienstleistungserstellung an, die Eigentum der Lila Logistik Gruppe sind.
In der Überleitung werden die Eliminierungen konzerninterner Verflechtungen zwischen Segmenten zusammengefasst.
Die Müller – Die lila Logistik AG beurteilt die Leistung der Segmente unter anderem anhand des Umsatzes und des Betriebsergebnisses (EBIT). Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von Marktpreisen verrechnet.
Das Segment Lila Consult beinhaltet die Beratung für Unternehmen in Bezug auf Organisationsstrukturen, effizientere Abläufe und Logistik. Lila Consult zielt dabei auf die Optimierung der unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsketten. Es wird ein Full-Service-Portfolio im Consulting angeboten, das von der Konzeptentwicklung bis hin zum Konzept für die operative Umsetzung geht.
Im Bereich Lila Operating werden Tätigkeiten zusammengefasst, die unmittelbar mit dem Management von Waren- und Informationsflüssen zusammenhängen. Bei Lila Operating werden operative Logistikdienstleistungen für Logistics Service Center und Transportmanagement angeboten. Das Angebot erstreckt sich dabei auf die folgenden drei Logistikbereiche: Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik.
Das neue Segment Lila Real Estate umfasst die Nutzung und Vermietung eigener Logistikimmobilien an bestehenden Standorten der Lila Logistik Gruppe. Dabei werden geeignete Immobilien in Produktions- und Standortnähe in- und externen Kunden zur Nutzung ihrer individuellen Produktions- und Dienstleistungsprozesse sowie für differenzierte Lagerungs- und Logistikfunktionen angeboten. Die erfolgreiche Entwicklung der Logistikimmobilien, von der Planung über die Vermarktung bis hin zur Durchführung einer individuellen Nutzung der Immobilien steht dabei im Vordergrund.
Die interne Steuerung und Berichterstattung in der Lila Logistik Gruppe basiert auf der Rechnungslegung nach HGB. Der Erfolg der Segmente wird anhand der Umsatzerlöse und des EBIT nach HGB gemessen. Die Segmentberichterstattung basiert somit auf HGB-Werten, die im Konzern auf IFRS übergeleitet werden.
Das Segment Lila Consult erfüllt die Größenmerkmale eines berichtspflichtigen Segments derzeit nicht. Die Unternehmensleitung hat jedoch entschieden, den Bereich als Berichtssegment beizubehalten, da er ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells der Lila Logistik Gruppe darstellt und es von wesentlicher Bedeutung für die zukünftige Entwicklung der Unternehmensgruppe darstellt. Den internationalen Rechnungslegungsvorschriften folgend, hat diese organisatorische Neuaufstellung zu einer Änderung im Segmentbericht für Vergleichsperioden geführt.
Angaben in T€
| Geschäftsjahr 2016 | Lila Consult (HGB) |
Lila Operating (HGB) |
Lila Real Estate (HGB) |
Summe Segmente (HGB) |
Über leitung |
Konzern (IFRS) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatzerlöse | 531 | 136.734 | 1.541 | 138.806 | 138.806 | |
| Erlöse mit anderen Segmenten | 1.625 | 133 | 1.128 | 2.886 | ||
| Umsatzerlöse, gesamt | 2.156 | 136.867 | 2.669 | 141.691 | ||
| Segmentergebnis (EBIT) | -115 | 5.097 | 1.042 | 6.024 | -752 | 5.272 |
Angaben in T€
| Geschäftsjahr 2015 | Lila Consult (HGB) |
Lila Operating (HGB) |
Lila Real Estate (HGB) |
Summe Segmente (HGB) |
Über leitung |
Konzern (IFRS) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatzerlöse | 464 | 130.358 | 1.538 | 132.360 | 132.360 | |
| Erlöse mit anderen Segmenten | 1.988 | 123 | 1.367 | 3.478 | ||
| Umsatzerlöse, gesamt | 2.452 | 130.481 | 2.905 | 135.838 | ||
| Segmentergebnis (EBIT) | 213 | 3.537 | 1.161 | 4.911 | 493 | 5.404 |
Die Lila Logistik Gruppe hat mit wichtigen Kunden und Kundengruppen standortbezogene individuelle Verträge über die Erbringung von Dienstleistungen abgeschlossen. Hierbei wurden mit einer Kundengruppe 2016 Umsatzerlöse in Höhe von 25.173 T€ (Vorjahr: 24.234 T€), das sind 18,1 % (Vorjahr: 18,3 %) der Konzernumsatzerlöse, im Segment Lila Operating erzielt. Außerdem wurden mit einer weiteren Kundengruppe 2016 Umsatzerlöse in Höhe von 17.584 T€ (Vorjahr: 16.494 T€), das sind 12,7 % (Vorjahr: 12,5 %) der Konzernumsatzerlöse, ebenfalls im Segment Lila Operating generiert.
Die Überleitung der Summe der Segmentergebnisse (EBIT) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergibt sich wie folgt: In der Zeile "Zentrale Posten/Sonstiges" werden zentral verantwortete Sachverhalte der Konzernzentrale ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2016 waren in diesem Bereich Bewertungsaufwendungen der Immobilie Gliwice enthalten. Dieser Sachverhalt betrifft im Berichtsjahr das Segment Lila Real Estate.
Im Vorjahr enthielt die Position "Zentrale Posten/Sonstiges" sonstige betriebliche Erträge aus dem Verkauf der Geschäftsanteile an der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG und der Emporias Verwaltung GmbH zum 1. Januar 2015. Dieser Sachverhalt betraf das Segment Lila Consult. Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten werden in der Überleitung eliminiert.
| Angaben in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Summe Segmentergebnisse (EBIT nach HGB) | 6.024 | 4.911 |
| Zentrale Posten / Sonstiges | -31 | 431 |
| IFRS-Überleitung | -721 | 62 |
| Konzern-EBIT (nach IFRS) | 5.272 | 5.404 |
| Finanzergebnis | -684 | -579 |
| Konzernergebnis vor Steuern | 4.588 | 4.825 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -1.663 | -1.706 |
| Konzernjahresüberschuss nach Steuern | 2.925 | 3.119 |
Im Finanzergebnis 2016 sind im Wesentlichen Zinserträge inklusive Währungsdifferenzen in Höhe von 72 T€ (Vorjahr: 204 T€) und Zinsaufwendungen inklusive Währungsdifferenzen und sonstiger Effekte in Höhe von -766 T€ enthalten (Vorjahr: -787 T€). Die Ermittlung erfolgte auf Basis von HGB-Zahlen. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind im Geschäftsjahr laufende Steuern in Höhe von -1.690 T€ (Vorjahr: -1.913 T€) sowie ein latenter Steuerertrag in Höhe von 27 T€ enthalten (Vorjahr: 208 T€).
Die Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte innerhalb des Konzerns ist aus der Konzern-Entwicklung des Anlagevermögens ersichtlich. Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen beträgt 45.636 T€ (Vorjahr: 38.493 T€). Die Erhöhung ist im Wesentlichen durch Lager- und Standortinvestitionen am Stammsitz des Unternehmens begründet. Beteiligungen sind in der Bilanz in den langfristigen finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 72 T€ (Vorjahr: 67 T€) ausgewiesen; der Unterschied zum Vorjahr erklärt sich durch eine Erhöhung der Beteiligung an der Kombiverkehr GmbH & Co. KG und einer Erhöhung der Beteiligung an der SVG Straßenverkehrsgenossenschaft Süd eG.
Die lila Logistik Gruppe verfügt über mehrere Grundstücke und Logistikimmobilien in Besigheim, Bünde, Gliwice (Polen) und Wemding. Die Abschreibung der Logistikimmobilien erfolgt im Komponentenansatz. Dabei werden Gebäude, Dach und Außenanlagen unterschiedlich entsprechend ihrer geschätzten Nutzungsdauern linear abgeschrieben. Als Besicherung für die darlehensgebenden Banken wurden insgesamt Grundschulden in Höhe von 32.200 T€ begeben (Vorjahr: 25.000 T€); der gewichtete Finanzierungskostensatz der mit Grundschulden besicherten Darlehen liegt bei rund 1,8 % (Vorjahr: rund 1,9 %).
Im Geschäftsjahr 2016 wurde ein neues Logistics Service Center, das sogenannte Terminal 3 in Besigheim fertiggestellt. Zudem wurde mit der Errichtung eines Kunden-, Mitarbeiter- und Innovationszentrums begonnen; die Fertigstellung und gewerbliche Nutzung des neuen Logistics Service Center erfolgt nach aktueller Planung voraussichtlich im Sommer 2017. Wie aus der Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte hervorgeht, wurden im Berichtsjahr insgesamt 1.339 T€ auf die Position "In Erstellung befindliche Anlagen" aktiviert (Vorjahr: 5.330 T€). Im Rahmen der oben beschriebenen Neubauten wurden im Geschäftsjahr 2016 Fremdkapitalzinsen in Höhe von -206 T€ (Vorjahr: -99 T€) mit einem gewichteten Fremdkapitalzinssatz der zu Grunde liegenden Darlehen von rund 1,6 % aktiviert.
Nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 wurde eine weitere Logistikimmobilie in der Nähe am Stammsitz des Unternehmens in Besigheim erworben (Erläuterungen hierzu sind im Nachtragsbericht enthalten).
Die Anlagen und Grundstücke der Logistikimmobilien wurden den Sachanlagen zugewiesen, da die mit externen Kunden erzielten Mieterlöse in unmittelbarem Zusammenhang mit den Umsätzen aus der Logistikdienstleistung stehen. Der Buchwert der im Konzernbesitz befindlichen Grundstücke und Gebäude (ohne die in Erstellung befindlichen Anlagen) beträgt 27.052 T€ (Vorjahr: 21.995 T€).
Beim Impairment Test wurden die erwarteten Cashflows der Geschäftsbereiche aus der Unternehmensplanung abgeleitet, die einen Zeitraum von drei Jahren umfasst. Für die sich daran anschließenden Zeiträume wird das geplante Wachstum – mit Ausnahme der unten erwähnten Tochtergesellschaft – mit einer Wachstumsrate von 1,5 % im Diskontierungszinssatz berücksichtigt. Der Planung liegen insbesondere Annahmen hinsichtlich makroökonomischer Basisdaten und Erfahrungswerte bezüglich der Entwicklung von Verkaufspreisen, Personalkosten und Energiepreisen zu Grunde. Die Cashflows für die Zahlungsmittel generierenden Einheiten wurden mit Zinssätzen von 6,0 % (Vorjahr: 6,3 %) abgezinst. Im Geschäftsjahr 2016 ergaben sich wie im Vorjahr bei der Durchführung der Impairment Tests keine Wertminderungsaufwendungen.
Beim Kauf eines Tochterunternehmens entstand 2013 ein immaterieller Vermögenswert auf den Auftragsbestand in Höhe von 938 T€, der entsprechend der Laufzeit des Kundenvertrags abgeschrieben wird. Zum Jahresabschluss 2013 wurde auf Grund der zukünftigen kalkulierten Ergebnisse eine Wertminderung in Höhe von -379 T€ vorgenommen; in den Geschäftsjahren 2014 bis 2016 ergaben sich hierfür keine Wertminderungen. Der Buchwert des immateriellen Vermögenswertes auf die Kundenbeziehung betrug 300 T€ zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 (Vorjahr: 367 T€).
Die Geschäfts- oder Firmenwerte verteilen sich auf folgende Zahlungsmittel generierende Einheiten:
| Angaben in T€ | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG | 4.500 | 4.500 |
| Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH | 4.044 | 4.044 |
| Gesamt | 8.544 | 8.544 |
Bei einer Reduzierung der Wachstumsrate um einen Prozentpunkt, einer Erhöhung des Zinsniveaus um einen Prozentpunkt oder der Verringerung der geplanten Ergebnisse (EBIT) für jedes Planungsjahr um 10 Prozentpunkte, liegt der erzielbare Betrag der CGUs im Impairment Test weiterhin über dem Buchwert.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 14.017 T€ (Vorjahr: 11.829 T€) sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Darin enthalten sind Wertberichtigungen in Höhe von 122 T€ (Vorjahr: 111 T€).
Wertberichtigungen werden auf separaten Wertberichtigungskonten innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen, ebenso werden Forderungen ausgebucht, wenn die Fälligkeit um einen gewissen Zeitraum überschritten wurde und es nicht wahrscheinlich erscheint, die vertraglich vereinbarte Zahlung zu erhalten. Das Wertberichtigungskonto für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich wie folgt entwickelt:
| Angaben in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Stand 1.1. | 111 | 93 |
| Inanspruchnahme | -3 | -37 |
| Auflösung | -136 | -92 |
| Zuführung | 150 | 147 |
| Stand 31.12. | 122 | 111 |
Alle Aufwendungen und Erträge aus Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen.
Die Altersstruktur der fälligen Forderungen, welche nicht einzelwertberichtigt sind, stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
| Angaben in T€ | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Seit 1 bis 30 Tagen fällig | 476 | 592 |
| Seit 31 bis 60 Tagen fällig | 137 | 194 |
| Seit 61 bis 90 Tagen fällig | 97 | 247 |
| Seit mehr als 90 Tagen fällig | – | – |
Für den Bestand der fälligen, nicht wertgeminderten Forderungen wurden zum Abschlussstichtag keine Anzeichen dafür identifiziert, die darauf schließen lassen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die zum Stichtag 31. Dezember 2016 offenen Forderungen wurden im Wesentlichen fristgerecht bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses ausgeglichen.
Seit dem Geschäftsjahr 2008 wurden für verschiedene Gesellschaften der Lila Logistik Gruppe Factoring-Verträge abgeschlossen. Die Müller – Die lila Logistik AG prüft die Factoring-Vertragsverhältnisse regelmäßig und schließt bei Bedarf neue Factoring-Verträge für die Tochtergesellschaften. Gründe für das Factoring sind zum einen, den im Laufe der Zeit deutlich gestiegenen Forderungsgesamtbestand zu reduzieren und zum anderen die generellen Vorteile von Factoring in Anspruch zu nehmen. Zum Bilanzstichtag belief sich die Summe der verkauften offenen Posten auf 11.241 T€ (Vorjahr: 12.210 T€). Durch die Inanspruchnahme eines echten Factoring erfolgt eine vollständige Ausbuchung der Forderungen aus dem Forderungsbestand. Verpflichtungen außer dem Einstehen für das Veritätsrisiko und die Weiterleistung der eingehenden Cashflows bestehen nicht.
Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.
Bei Zahlungsmitteln in der Berichtswährung entspricht der ausgewiesene Wert dem Nominalwert der flüssigen Mittel. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für Fremdwährungsbestände wird durch Umrechnung mit dem Stichtagskurs vorgenommen. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich wie folgt zusammen:
| Angaben in T€ | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 14 | 15 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 6.946 | 17.443 |
| Gesamt | 6.960 | 17.458 |
Die Gründe für die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung werden alle Zahlungsmitteläquivalente mit einer ursprünglichen Laufzeit bis zu drei Monaten als liquide Mittel ausgewiesen.
Die Vorräte in Form von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen betrugen zum Bilanzstichtag 59 T€ (Vorjahr: 63 T€).
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von 5.689 T€ (Vorjahr: 4.486 T€) enthalten im Wesentlichen Forderungen aus dem Factoring-Sperrguthabenkonto, debitorischen Kreditoren, Steuerforderungen, Forderungen gegen Mitarbeiter und Vorauszahlungen. Die finanziellen sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte betragen 5.004 T€ (Vorjahr: 4.085 T€); die Erhöhung erklärt sich im Wesentlichen durch Vorsteuerüberhänge (Forderungen gegenüber dem Finanzamt) einzelner Konzernunternehmen. Die nicht finanziellen sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte betragen 685 T€ (Vorjahr: 401 T€).
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Darlehen zum 31. Dezember 2016 (Vorjahresangabe in Klammern):
| Angaben in T€ | ||
|---|---|---|
| beizulegender | ||
| Kassenbestand | Buchwert | Zeitwert (Level 2) |
| 25.705 | 25.528 | |
| Darlehen | (27.671) | (27.473) |
Bei allen übrigen Finanzinstrumenten entspricht der beizulegende Zeitwert im Wesentlichen dem Buchwert.
Das voll eingezahlte Grundkapital der Müller – Die lila Logistik AG betrug zum 31. Dezember 2016 insgesamt 7.956 T€. Die Aktien lauten auf den Inhaber und sind in 7.955.750 Aktien mit Nennwert von je 1 € eingeteilt.
Die Hauptversammlung vom 16. Juni 2015 hat die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals beschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 15. Juni 2020 in Höhe von bis zu 3.978 T€ durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach zu erhöhen.
Nach dem Aktiengesetz ist der zur Ausschüttung an die Gesellschafter verfügbare Dividendenbetrag vom ausschüttungsfähigen Eigenkapital des Unternehmens abhängig, wie es im Jahresabschluss der Muttergesellschaft entsprechend des deutschen Handelsgesetzbuches ausgewiesen wird. Dividenden können nur in der Höhe des Bilanzgewinns ausgeschüttet werden. Diese Beträge weichen vom IFRS-Konzernabschluss ab. Zum 31. Dezember 2016 beträgt der Bilanzgewinn der Müller – Die lila Logistik AG 11.857 T€ (Vorjahr: 10.733 T€).
Vorstand und Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG beabsichtigen, der Hauptversammlung am 30. Mai 2017 vorzuschlagen, von dem Bilanzgewinn der Muttergesellschaft eine dem Vorjahr entsprechende Dividende von 0,30 € je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Das kumulierte sonstige Ergebnis in Höhe von -4.495 T€ (Vorjahr: -3.802 T€) besteht aus Differenzen aus der Währungsumrechnung der polnischen Tochtergesellschaften und der Neubewertung leistungsorientierter Pensionsverpflichtungen sowie darauf entfallender passiver latenter Steuern.
Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist aus der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich. Die Gesamtergebnisdarstellung beinhaltet das Konzernergebnis und die Veränderung des kumulierten sonstigen Ergebnisses.
In der Lila Logistik Gruppe gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Versorgungssysteme. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen beschränkt sich die Verpflichtung der jeweiligen Unternehmen darauf, die jeweils vereinbarten Beträge zu entrichten. Bei den leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung gegenüber berechtigten aktiven und früheren Mitarbeitern sowie deren Hinterbliebenen, die zugesagten Leistungen zu erfüllen. Der Buchwert der Pensionsrückstellungen beträgt zum Bilanzstichtag 5.914 T€ (Vorjahr: 5.219 T€).
Den Vorstandsmitgliedern und einem ehemaligen Vorstandsmitglied der Muttergesellschaft sowie einem ehemaligen Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft sind Pensionszusagen erteilt worden. Die Höhe der Pensionen ist vertraglich geregelt und kann sich mit der Dauer der Zugehörigkeit zur Gesellschaft erhöhen. Obwohl nach deutschem Recht keine Verpflichtung besteht, diese Zusagen durch getrennte Vermögenswerte abzusichern, sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen worden. Der Aktivwert der Versicherungen ist als Plan Asset qualifiziert und mit der Rückstellung saldiert. Des Weiteren sind Mitarbeitern Pensionszusagen erteilt worden, deren Höhe in einer Rentenordnung geregelt ist und die sich mit Dauer der Betriebszugehörigkeit erhöht.
Die Rückstellungen für Pensionen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt, und zwar unter Berücksichtigung der künftigen vorhersehbaren Entwicklungen. Die Bewertung beruht auf versicherungsmathematischen Annahmen. Neben der Lebenserwartung, die sich im Inland aus den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ergibt, wurden in den versicherungsmathematischen Berechnungen folgende Ansätze gewählt:
| AKTUARIELLE ANNAHMEN | ||
|---|---|---|
| Angaben in % | 2016 | 2015 |
| Diskontierungszinssatz | 1,75 | 2,20 |
| Fluktuationsrate | 0,0 und 1,0 | 0,0 und 1,0 |
| Rententrend | 1,0 bis 2,0 | 1,0 bis 2,0 |
| Verzinsung des Planvermögens | 1,75 | 2,2 |
| Erwartete Gehaltssteigerung | 0,0 | 0,0 |
Die erwartete Gehaltssteigerung wurde in den versicherungsmathematischen Berechnungen mit "0" ausgewiesen, da die Verträge nicht an Gehaltssteigerungen gekoppelt sind.
Der Nettoaufwand für die Pensionsaufwendungen gliedert sich wie folgt:
| Angaben in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Periodischer Dienstzeitaufwand | 249 | 247 |
| Saldo aus Aufzinsungsaufwand und Zinsertrag | 112 | 113 |
| Nettoaufwand | 361 | 360 |
Der periodische Dienstzeitaufwand wurde im Personalaufwand verbucht. Der Zinsaufwand und die erwartete Rendite aus dem Planvermögen wurden in den Finanzierungsaufwendungen erfasst.
| Angaben in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen | 10.105 | 9.217 |
| Wert des Planvermögens | -4.191 | -3.999 |
| Anwartschaftsbarwert nach Abzug des Fondsvermögens | 5.914 | 5.219 |
| Nettoverpflichtung der Pensionspläne | 5.914 | 5.219 |
| Bilanzierte Nettoverpflichtung der Pensionspläne | 5.914 | 5.219 |
Der Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen hat sich wie folgt entwickelt:
| Angaben in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert zum 1.1. | 9.217 | 9.070 |
| Periodischer Dienstzeitaufwand | 249 | 247 |
| Zinsaufwand | 201 | 198 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) | 612 | -128 |
| Rentenzahlungen | -174 | -170 |
| Anwartschaftsbarwert zum 31.12. | 10.105 | 9.217 |
Die versicherungsmathematischen Verluste des Vorjahres resultieren insbesondere aus der Änderung des Zinsniveaus.
Der Wert des Planvermögens hat sich wie folgt entwickelt:
| Angaben in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Planvermögen zum 1.1. | 3.999 | 3.827 |
| Zinsertrag | 88 | 85 |
| Einzahlungen durch den Arbeitgeber | 173 | 173 |
| Neubewertung | -18 | -35 |
| Auszahlungen | -51 | -51 |
| Wert des Planvermögens zum 31.12. | 4.191 | 3.999 |
Durch den Unternehmenserwerb der Electrolux Logistics GmbH (der heutigen Müller – Die lila Logistik Electronics GmbH) wurde zum 1. Juli 2013 ein Anwartschaftsbarwert in Höhe von 3.144 T€ und ein Planvermögen von 1.773 T€ übernommen. Die übergegangenen Pensionszusagen wurden ab dem Zeitpunkt des Betriebsübergangs über einen Treuhandvertrag im Wege eines Contractual Trust Arrangement (CTA) mit dem Pencuro Treuhand e. V., München, gesichert. Das Planvermögen besteht aus Treuhandvermögen. Der Marktwert zum 31. Dezember 2016 beläuft sich auf 1.851 T€ (Bilanzstichtag 31. Dezember 2015: 1.838 T€).
Die Rückdeckungsversicherungen sind an die Versorgungsberechtigten verpfändet. Für das Geschäftsjahr 2016 beläuft sich die bestmögliche Schätzung der Beträge, die erwartungsgemäß in den Plan eingezahlt werden wie im Vorjahr auf 173 T€.
Des Weiteren besteht für ein Mitglied des Vorstands eine beitragsorientierte Zusage über eine rückgedeckte Unterstützungskasse. Die Beiträge für 2016 belaufen sich auf -6 T€ (Vorjahr: -6 T€).
Zahlungen für beitragsorientierte Zusagen sowie Beiträge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen werden als Aufwand der Periode erfasst. Im Geschäftsjahr 2016 wurden dafür -4.013 T€ (Vorjahr: -3.707 T€) geleistet.
Die Änderungen des Rechnungszinses und des Rententrends haben Einfluss auf die Pensionsverpflichtungen. Die unten angegebenen Sensitivitäten wurden so ermittelt, dass die aufgeführte Annahme entsprechend geändert wurde und alle übrigen Annahmen nicht verändert worden sind. Tatsächlich könnten sich mehrere Annahmen gleichzeitig ändern oder die Änderung einer Annahme könnte die Änderung weiterer Parameter zur Folge haben.
| Angaben in T€ | 31. Dezember 2016 |
|---|---|
| Pensionsverpflichtung zum Bilanzstichtag | 10.105 |
| Reduzierung des Zinssatzes um 0,5 % | 11.195 |
| Erhöhung des Zinssatzes um 0,5 % | 9.158 |
| Reduzierung des Rententrends um 0,5 % | 9.672 |
| Erhöhung des Rententrends um 0,5 % | 10.581 |
Im Vorjahr ergaben sich folgende Angaben:
| Angaben in T€ | 31. Dezember 2015 |
|---|---|
| Pensionsverpflichtung zum Bilanzstichtag | 9.217 |
| Reduzierung des Zinssatzes um 0,5 % | 10.207 |
| Erhöhung des Zinssatzes um 0,5 % | 8.358 |
| Reduzierung des Rententrends um 0,5 % | 8.817 |
| Erhöhung des Rententrends um 0,5 % | 9.657 |
Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
| RÜCKSTELLUNGEN | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ | Stand 01.01.2016 |
Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Stand 31.12.2016 |
| Langfristige Rückstellungen | 145 | 19 | 7 | 70 | 189 |
| Schadensrückstellungen | 687 | 219 | 145 | 321 | 644 |
| Personalrückstellungen | 1.127 | 613 | 514 | 1.156 | 1.156 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 1.814 | 832 | 659 | 1.477 | 1.800 |
| Rückstellungen, gesamt | 1.959 | 851 | 666 | 1.547 | 1.989 |
Die kurzfristigen Rückstellungen enthalten Schadens- und Personalrückstellungen, wobei Schadensrückstellungen in Höhe der geschätzten Zahlungen für Schäden gebildet sind.
Die sonstigen in der Konzernbilanz ausgewiesenen kurzfristigen Schulden in Höhe von 8.883 T€ (Vorjahr: 7.630 T€) enthalten im Wesentlichen personalbezogene Verbindlichkeiten in Höhe von 2.827 T€ (Vorjahr: 2.870 T€), zum Stichtag offene Rechnungen in Höhe von 4.551 T€ (Vorjahr: 3.426 T€) sowie Steuern in Höhe von 1.505 T€ (Vorjahr: 1.334 T€). Davon betragen die finanziellen sonstigen kurzfristigen Schulden 6.829 T€ (Vorjahr: 5.949 T€); die nicht finanziellen sonstigen kurzfristigen Schulden betragen 2.054 T€ (Vorjahr: 1.679 T€).
Die sonstigen in der Konzernbilanz ausgewiesenen langfristigen Schulden in Höhe von 108 T€ (Vorjahr: 153 T€) enthalten im Wesentlichen Zinsderivate mit negativen Fair-Values in Höhe von 52 T€ (Vorjahr: 81 T€) und Abgrenzungen in Höhe von 29 T€ (Vorjahr: 51 T€).
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 lagen wie im Vorjahr keine Eventualschulden vor.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gliedern sich nach Fälligkeit wie folgt:
| Angaben in T€ | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Bis 1 Jahr | 3.632 | 2.909 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 11.902 | 12.602 |
| Über 5 Jahre | 10.171 | 12.160 |
| Gesamt | 25.705 | 27.671 |
In den oben dargestellten Werten ist ein Darlehen über 7.200 T€ zur Finanzierung einer Logistikimmobilie, welches nach dem Bilanzstichtag ausgezahlt wurde, nicht enthalten. Weitere Erläuterungen sind dem Punkt G. "Sonstige Erläuterungen", Unterpunkt 9. "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" zu entnehmen.
Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verweisen wir auf Punkt F. "Finanzinstrumente", Unterpunkt "Finanzielles Risikomanagement".
Die Lila Logistik Gruppe mietet Büroflächen und Transportmittel im Rahmen von kündbaren sowie auf bestimmte Zeit abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen. Der Miet- und Leasingaufwand im Jahr 2016 betrug -16.116 T€ bzw. -12.092 T€ im Jahr 2015. Die Lila Logistik Gruppe hat als Mietsicherheiten selbstschuldnerische Bankbürgschaften in Höhe von 2.137 T€ (Vorjahr 2.193 T€) hinterlegt. In der Lila Logistik Gruppe liegen wie im Vorjahr keine Finanzierungsleasing-Verträge vor.
Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus auf bestimmte Zeit abgeschlossenen Operate-Lease-Verträgen belaufen sich gemäß der nachfolgenden Tabelle auf folgende Werte:
| GESCHÄFTSJAHR 2016 Angaben in T€ |
Mindestzahlungen Operate Lease |
|---|---|
| 2017 | -14.811 |
| 2018 | -10.792 |
| 2019 | -5.777 |
| 2020 | -2.793 |
| 2021 | -1.518 |
| Später | -38 |
| Mindestzahlungen, gesamt | -35.729 |
Die Vorjahreswerte stellten sich wie folgt dar:
| GESCHÄFTSJAHR 2015 Angaben in T€ |
Mindestzahlungen Operate Lease |
|---|---|
| 2016 | -11.087 |
| 2017 | -9.375 |
| 2018 | -4.789 |
| 2019 | -2.605 |
| 2020 | -222 |
| Später | -11 |
| Mindestzahlungen, gesamt | -28.089 |
Die Operate Lease Verträge im Sinne von IAS 17 umfassen im Wesentlichen die Anmietung von Lager- und Büroflächen sowie von Fuhrparkequipment inklusive Flurförderzeugen. Bei einzelnen Mietverhältnissen bestehen Mietverlängerungsoptionen.
Die Lila Logistik Gruppe unterliegt mit ihren finanziellen Aktivitäten den folgenden Risiken, deren Steuerung und Überwachung durch ein schriftlich fixiertes und systematisches Risikomanagementsystem erfolgt:
Zielsetzung des Risikomanagements ist die Vermeidung einer Risikokonzentration. Zu weiteren Angaben hinsichtlich des Risikomanagements des Konzerns wird auf den Risiko- und Chancenbericht im Konzernlagebericht verwiesen.
Auf die einzelnen Risiken sowie deren Management wird nachfolgend eingegangen.
Kreditrisiken bezeichnen jenen finanziellen Verlust, der entsteht, wenn Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Den Ausfallrisiken von Forderungen wird durch entsprechende Prüfung der Bonität (im Wesentlichen anhand externer Datenbanken) der Gegenparteien und durch laufende Überwachung der Außenstände begegnet. Zur Optimierung des Forderungsmanagements sowie der Reduzierung von Ausfallrisiken wird ein sogenanntes "echtes" Factoring durchgeführt. Darüber hinaus werden Ausfallrisiken durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz ausgewiesenen Vermögenswerte wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor. Um Kreditrisiken aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten im Finanzierungsbereich zu begegnen, werden Geschäftsbeziehungen zu führenden Banken unterhalten. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten werden ebenfalls nur mit angesehenen Finanzinstituten abgeschlossen. Diese dienen im Wesentlichen der Absicherung von Währungs- und/ oder Zinsrisiken.
Risikokonzentrationen ergeben sich hinsichtlich der Kundenstruktur dahingehend, dass 49 % der Umsatzerlöse mit fünf Großkunden erzielt werden (Vorjahr: 48 %). 46 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen auf diese fünf Kunden (Vorjahr: 50,0 %). Da an einigen Standorten der Lila Logistik Gruppe Dienstleistungen für jeweils einen einzelnen Kunden erbracht werden, kann es an den jeweiligen Standorten zu einer Risikokonzentration kommen.
Des Weiteren verweisen wir auf den Punkt E.2. "Forderungen" dieses Konzernanhangs.
Unter Liquiditätsrisiken sind die Risiken zu verstehen, dass ein Unternehmen Schwierigkeiten bei der Erfüllung seiner sich aus den finanziellen Verbindlichkeiten ergebenden Verpflichtungen hat.
Zu den zentralen Aufgaben der Müller – Die lila Logistik AG zählt die Sicherung der finanziellen Versorgung der Unternehmensgruppe. In diesem Zusammenhang sorgt die Muttergesellschaft auch für eine Optimierung der Konzernfinanzierung. Eine ausreichende Liquiditätsversorgung der Tochtergesellschaften erfolgt durch entsprechende interne Darlehen und Betriebsmittellinien. Zur Optimierung der Rentabilität dient auch ein mit der Hausbank vereinbartes Zinspooling der Müller – Die lila Logistik AG mit der größten inländischen Tochtergesellschaft. Weiterhin dient auch das Factoring als Basis der Working Capital-Finanzierung zur Verbesserung und Sicherung der Liquidität. Flankierend stehen zudem Kreditlinien zur Verfügung, die rollierend prolongiert werden.
Zur Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen benötigt die Lila Logistik Gruppe ausreichend liquide Mittel. Die Sicherung der Liquidität wird permanent überwacht. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Euro und polnischen Zloty aufgenommen.
Zwecks Finanzierung eines neuen Logistics Service Center ("Terminal 3") in Besigheim und Errichtungen eines Kunden-, Mitarbeiter- und Innovationszentrums wurden im Juli 2015 aus zwei KfW-Förderprogrammen (KfW-Energieeffizienzprogramm und KfW-Unternehmerkredit) drei Darlehen über insgesamt 13.000 T€ zur Verfügung gestellt. Zwei Darlehen über kumuliert 11.500 T€ haben jeweils eine feste Laufzeit über 20 Jahre mit einer gleich bleibenden quartalsweisen Tilgung in Höhe von kumuliert -151 T€ ab September 2016. Ein Darlehen über 1.500 T€ hat eine feste Laufzeit über 10 Jahre mit einer gleich bleibenden quartalsweisen Tilgung in Höhe von -42 T€ ab September 2016. Als Sicherheiten dienen Grundschulden in Höhe von insgesamt 12.000 T€ am Objekt in Besigheim. Die Darlehen valutierten am Ende des Geschäftsjahres 2016 mit 12.614 T€ (Vorjahr: 13.000 T€).
Des Weiteren wurden zur Finanzierung einer Reifenmontageanlage in Gliwice (Polen) im September 2015 zwei Darlehen über insgesamt 20.830 TPLN (dies entspricht zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet rund 4.708 T€) zur Verfügung gestellt. Als Sicherheiten wurden Garantie- und Ausfallhaftungserklärungen gegenüber der darlehensgebenden Bank abgegeben. Die Darlehen valutierten am Ende des Geschäftsjahres 2016 mit 3.298 T€ (Vorjahr: 4.644 T€).
Zur Finanzierung von Sattelaufliegern wurde im September und Oktober 2016 ein Darlehen in Höhe von insgesamt 1.500 T€ aufgenommen. Das Darlehen hat eine feste Laufzeit über 4 Jahre mit einer gleich bleibenden quartalsweisen Annuität in Höhe von -96 T€ ab September 2016. Als Haftungsgrundlage wurden die betreffenden Sattelauflieger an die finanzierende Bank sicherungsübereignet.
Am 31. Dezember 2016 verfügte die Lila Logistik Gruppe über Rahmenkreditlinien in Höhe von 8.000 T€ (Vorjahr: 7.000 T€), die als Kontokorrent- und/oder Geldmarktkredit ausnutzbar sind. Des Weiteren verfügte die Lila Logistik Gruppe über einen Gesamtrahmen aller Avalkredite (ohne alternativ nutzbare Kontokorrent-/Avalkreditlinien) in Höhe von 4.500 T€ (Vorjahr: 4.250 T€). Zum Bilanzstichtag wurde die Rahmenkreditlinie weder für Kontokorrent- noch für Geldmarktkredite in Anspruch genommen. Die Inanspruchnahme über Avale valutiert zum 31. Dezember 2016 mit 3.744 T€ (Vorjahr: 4.115 T€).
Die aufgeführten Kreditlinien stehen der Lila Logistik Gruppe bis auf weiteres zur Verfügung bzw. werden regelmäßig prolongiert.
Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die zukünftigen undiskontierten Cashflows (inklusive Zinsen und Tilgung) der bestehenden Bankverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten per 31. Dezember 2016 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen.
| Angaben in T€ | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | Später | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zahlungsverpflichtungen an Kreditinstitute |
4.144 | 4.058 | 3.962 | 2.900 | 2.187 | 11.115 | 28.366 |
Im Vorjahr ergaben sich folgende Angaben:
| Angaben in T€ | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | Später | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zahlungsverpflichtungen | |||||||
| an Kreditinstitute | 3.498 | 4.050 | 3.713 | 3.616 | 2.730 | 13.302 | 30.908 |
In den oben dargestellten Werten ist ein Darlehen über 7.200 T€ zur Finanzierung einer Logistikimmobilie, welches nach dem Bilanzstichtag ausgezahlt wurde, nicht enthalten. Weitere Erläuterungen sind dem Nachtragsbericht zu entnehmen.
Auf Grund des aktuellen Marktzinsniveaus bestehen derzeit keine Zahlungsverpflichtungen aus bestehenden Derivaten gegenüber Kreditinstituten per 31. Dezember 2016, welche die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen.
Marktrisiken sind die Risiken, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments auf Grund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen die drei folgenden Risikotypen: a) Wechselkursrisiken, b) Zinsrisiken und c) sonstige Preisrisiken.
Unter Wechselkursrisiken sind Risiken zu verstehen, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments auf Grund von Wechselkursänderungen schwanken.
Bedingt durch die Investitionen und Geschäftsausweitungen außerhalb des Euro-Währungsraumes werden durch die Lila Logistik Gruppe Fremdwährungstransaktionen getätigt. Diese betreffen vor allem Warenein- und -verkäufe sowie Personalkosten. Wechselkursschwankungen ohne entsprechende Sicherungsmaßnahmen haben somit einen signifikanten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe. Durch entsprechende derivative Sicherungsinstrumente soll diesem Risiko entgegengewirkt werden.
Im Rahmen der Sicherung gegen Währungsrisiken schließt die Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. für eigene Fremdwährungsgeschäfte situativ Devisentermingeschäfte für polnische Zloty mit Kreditinstituten ab. In den Geschäftsjahren 2016 und 2015 wurden keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen.
Die Kurssicherungsstrategie zielt auf eine generelle Absicherung von Fremdwährungsbeträgen zum Zeitpunkt der Entstehung eines in fremder Währung ausgedrückten Anspruches bzw. einer Verpflichtung durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente mit Banken oder durch ein Netting entgegengesetzter Zahlungsströme in Fremdwährung. Gegenstand der Absicherung können dabei auch zukünftige, geplante Transaktionen sein, gegen deren Währungsänderungsrisiko Sicherungsinstrumente mit kurzfristiger Laufzeit (< 1 Jahr) eingesetzt werden. Sofern die strengen Dokumentations- und Effektivitätsanforderungen im Rahmen des Hedge Accounting erfüllt werden, kommt es zur Bilanzierung von Cashflow oder Fair Value Hedges.
Ein Ausfall kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner nicht ihren vertraglichen Verpflichtungen nachkommen können und der Lila Logistik Gruppe somit ein finanzieller Verlust entsteht.
Wechselkursänderungen wirken sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.
Wenn der Wechselkurs des polnischen Zloty im Vergleich zum Euro im Geschäftsjahr 2016 um eine durchschnittliche Toleranzgrenze von 10,0 % höher (niedriger) gewesen wäre, wären das Konzernergebnis und das Konzerneigenkapital um 205 T€ (Vorjahr: 433 T€) geringer (höher) gewesen.
Zinsrisiken mit negativen Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage entstehen im Wesentlichen durch marktbedingte Änderungen der Zinssätze und durch Veränderungen der Bonitätsbeurteilung im Fall der Kreditinanspruchnahme.
Diesen Zinsänderungsrisiken wird teilweise durch entsprechende Festsatzvereinbarungen begegnet. Darüber hinaus werden zur Risikobegrenzung derivative Finanzinstrumente wie Zinsswaps eingesetzt. Auf Grund der Bilanzstruktur bestehen Zinsänderungsrisiken nur im Bereich der Finanzverbindlichkeiten.
Für die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten bestehen feste Zinsvereinbarungen bis zur jeweiligen Fälligkeit – mit Ausnahme eines Darlehens, das gemäß Vertragsgrundlage bis September 2017 zurückgeführt wird. Die durchschnittliche Verzinsung der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2016 betrug 2,1 % (Vorjahr: 2,2 %).
Zur kurzfristigen Finanzierung geht die Lila Logistik Gruppe Kreditvereinbarungen mit teilweise variablen Zinssätzen ein. Dabei sollen Chancen zur Reduzierung der Finanzierungskosten im Falle sinkender Fremdkapitalzinsen genutzt werden. Die Lila Logistik Gruppe unterliegt somit zinsbedingten Cashflow Risiken.
Im Rahmen des Risikomanagements finden in regelmäßigen Zeitabständen Beratungen über die aktuelle Zinssituation und über die mögliche, künftige Zinsentwicklung sowie über den Einsatz derivativer Finanzinstrumente statt.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie ggf. auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:
Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Marktzinssatzänderungen von Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow Hedges zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf das Eigenkapital und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Marktzinsänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.
Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps, Währungsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis und werden daher ebenfalls bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.
Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2016 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 359 T€ (Vorjahr: 222 T€) geringer (höher) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich aus den potentiellen Effekten aus variabel verzinslichen Finanzschulden inklusive Factoring. Darin nicht berücksichtigt sind Veränderungen in den Zinsaufwendungen für Pensionsverpflichtungen. Diese werden separat im Konzernanhang in Punkt E.8. "Pensionsrückstellungen" dargestellt.
Sonstige Preisrisiken werden definiert als Risiken, dass beizulegende Zeitwerte oder künftige Cashflows von Finanzinstrumenten auf Grund von Änderungen der Marktpreise schwanken (bei denen es sich nicht um jene handelt, die sich aus dem Zinsrisiko oder dem Wechselkursrisiko ergeben), und zwar unabhängig davon, ob diese Änderungen durch Faktoren verursacht werden, die für jedes einzelne Finanzinstrument oder seinen Emittenten spezifisch sind, oder durch Faktoren, die alle ähnlichen auf dem Markt gehandelten Finanzinstrumente betreffen.
Zum 31. Dezember 2016 hatte die Lila Logistik Gruppe außer dem in Punkt E.8. "Pensionsrückstellungen" beschriebenen CTA wie im Vorjahr keine wesentlichen Finanzinstrumente im Bestand, die einem Marktpreisrisiko (z. B. Börsenkurse oder Indizes) unterliegen.
Die Zielsetzungen der Lila Logistik Gruppe beim Kapitalmanagement sind die Wahrung einer soliden Bilanzstruktur auf Basis von Fortführungswerten sowie Sicherstellung der notwendigen finanziellen Handlungsspielräume für zukünftige Investitionen.
Die Unternehmensführung der Lila Logistik Gruppe überwacht das Eigenkapital mittels der Kennzahlen Eigenkapitalquote und Eigenkapitalrentabilität.
Das Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme entspricht der Eigenkapitalquote. Zum 31. Dezember 2016 beträgt die Eigenkapitalquote 38,4 % (Vorjahr: 38,5 %). Die Eigenkapitalquote lag damit stabil auf Vorjahresniveau, jedoch unter dem selbst gesetzten Zielkorridor (Korridor zwischen 40–50 %).
Das Konzernergebnis im Verhältnis zu dem zu Beginn der Periode zur Verfügung stehenden Eigenkapital entspricht der Eigenkapitalrentabilität. Die Eigenkapitalrentabilität zum 31. Dezember 2016 beträgt 9,1 % (Vorjahr: 10,7 %). Damit liegt die Eigenkapitalrentabilität leicht unter dem selbst gesetzten Schwellenwert von mindestens 10 %.
Diese Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:
| KAPITALKENNZAHLEN | ||
|---|---|---|
| Angaben in T€ | 2016 | 2015 |
| Eigenkapital ohne Anteile anderer Gesellschafter | 31.815 | 31.969 |
| Anteile anderer Gesellschafter | – | – |
| Eigenkapital | 31.815 | 31.969 |
| Bilanzsumme | 82.751 | 82.941 |
| Eigenkapitalquote | 38,4 % | 38,5 % |
| Konzernergebnis | 2.925 | 3.119 |
| Eigenkapitalrentabilität | 9,1 % | 10,7 % |
Die Lila Logistik Gruppe unterliegt keinen Mindestkapitalanforderungen.
Für verschiedene deutsche Gesellschaften der Unternehmensgruppe wurden Factoring-Verträge abgeschlossen, bei denen eine Bank (Factor) zum Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gemäß der entsprechend geschlossenen Konditionenvereinbarungen verpflichtet ist. Die Factoring-Verträge enden nach einer gewissen Laufzeit, sofern nicht vor einem Jahresstichtag die Fortführung des jeweiligen Factoring-Vertrages vereinbart wurde. Der Factor erwirbt die auf Euro lautenden Forderungen zum Einzug, wobei die Anschlussfirma entscheidet, ob und in welchem Volumen Forderungen verkauft werden. Beim käuflichen Erwerb der Forderung geht das Delkredererisiko vollständig auf den Factor über. Bei treuhänderisch übernommenen Forderungen – beispielsweise bei Überschreitung des Limits für den Einzelkunden – bleibt das Risiko des Forderungseingangs bei der Anschlussfirma; der Barwert entspricht der kurzfristigen Überschreitung des Limits.
Ankaufsfähig (ganz oder teilweise) sind Forderungen gegenüber Debitoren, für die vom Factor ein Ankauflimit eingeräumt wurde und deren Zahlungsziel 120 Tage ab dem Zeitpunkt der Leistung nicht überschreitet. Wird das Zahlungsziel überschritten bzw. wird vom Factor kein Ankauflimit eingeräumt, so wird die nicht durch das Ankauflimit gedeckte Forderung nur treuhänderisch zum Einzug übernommen. Treuhänderisch zum Einzug übernommene Forderungen rücken im Rahmen frei werdender Ankauflimits nach, d. h. werden vom Factor angekauft und der Ankauffirma vergütet; hierbei rückt jeweils die Treuhandforderung mit dem ältesten Rechnungsdatum entsprechend der Höhe des frei werdenden Ankauflimits nach, sofern diese zu diesem Zeitpunkt ankaufsfähig ist.
Der Ankauf durch den Factor erfolgt durch Gutschrift auf einem Verrechnungskonto der Anschlussfirma. Zusätzlich wurden mit dem Factor Sicherungseinbehalte für das Veritätsrisiko vereinbart, die unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Die Sicherheitseinbehalte betragen grundsätzlich 10 % der angekauften offenen Forderungen (Obligo).
Falls Mahnungen nicht vertragsgemäß erfolgen, ist der Factor berechtigt, die angekaufte Forderung zurück zu belasten. Dieses Risiko wird jedoch als gering eingestuft.
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Factoringaktivitäten der Lila Logistik Gruppe:
| Angaben in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Verkaufte Forderungen im Geschäftsjahr (Rechnungen abzgl. Gutschriften) | 123.262 | 119.500 |
| Factoringgebühren im Geschäftsjahr | -316 | -306 |
| Zinsaufwand Factoring im Geschäftsjahr (kumuliert) | -113 | -148 |
| Obligo der verkauften offenen Posten am 31. Dezember | 11.241 | 12.210 |
| Sicherungseinbehalt am 31. Dezember | 1.248 | 1.276 |
| Verrechnungskonto am 31. Dezember | 2.635 | 1.425 |
Die Lila Logistik Gruppe unterhält im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit Unternehmen, die auch Kunden und/oder Lieferanten des Konzerns sind, Geschäftsbeziehungen. Unter diesen Kunden und/oder Lieferanten befinden sich auch Unternehmen, die eine Verbindung zu Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des Vorstands der Müller – Die lila Logistik AG sowie der Geschäftsführung von Konzernunternehmen bzw. deren Tochterunternehmen haben. Sofern solche Geschäftsbeziehungen bestehen, werden sie zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.
Die Müller – Die lila Logistik AG war im Geschäftsjahr 2016 ein von der Michael Müller Beteiligungs GmbH, Stuttgart, abhängiges Unternehmen im Sinne des § 17 AktG. Herr Müller ist Vorstandsvorsitzender der Müller – Die lila Logistik AG und zugleich geschäftsführender Gesellschafter der Michael Müller Beteiligungs GmbH. Weitere verbundene Unternehmen der Michael Müller Beteiligungs GmbH im Sinne des § 15 AktG bestehen nicht. Der Abhängigkeitsbericht umfasst die Rechtsgeschäfte und Maßnahmen der Müller – Die lila Logistik AG zur Michael Müller Beteiligungs GmbH im Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016. Die Müller – Die lila Logistik AG hat im Geschäftsjahr 2016 keine Rechtsgeschäfte mit der Michael Müller Beteiligungs GmbH als herrschendem Unternehmen, einem mit ihm verbundenen Unternehmen, mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse dieser verbundenen Unternehmen, vorgenommen. Ebenso lagen keine Maßnahmen der Müller – Die lila Logistik AG vor, die sie im Interesse des herrschenden Unternehmens oder im Interesse eines mit ihm verbundenen Unternehmens vorgenommen oder unterlassen hat.
Die Müller – Die lila Logistik AG war am Bilanzstichtag zu 50 % an der FM Logistics GmbH beteiligt. Für die FM Logistics erbringt ein Unternehmen der Lila Logistik Gruppe Subunternehmerleistungen.
Außer den geschilderten Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen enthält die Bilanzposition "Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen" im Wesentlichen Prämien und Tantiemen leitender Angestellter des Konzerns. Bezüglich der Bezüge der Organe (Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat) der Gesellschaft verweisen wir auf den Konzernlagebericht unter Punkt 7. "Vergütungsbericht" sowie auf den weiteren Unterpunkt "Organbezüge" dieses Kapitels. Zum 31. Dezember 2016 bestanden kurzfristig fällige Verbindlichkeiten gegenüber den Organen der Gesellschaft in Höhe von 460 T€ (Vorjahr: 455 T€).
Zusammengefasst ergeben sich Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen:
| Erbrachte Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr |
Empfangene Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | |
| Aufsichtsräte | 88 | 86 | – | – | |
| Vorstandsmitglieder | 1.228 | 1.202 | – | – | |
| Beteiligungsunternehmen | 931 | 917 | 37 | 14 | |
| Sonstige nahestehende Personen oder Unternehmen |
289 | 286 | – | – | |
| Summe | 2.536 | 2.491 | 37 | 14 |
| Forderungen am Bilanzstichtag | Verbindlichkeiten am Bilanzstichtag | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | |
| Aufsichtsräte | – | – | 34 | 32 | |
| Vorstandsmitglieder | 4 | – | 426 | 423 | |
| Beteiligungsunternehmen | 19 | 72 | 2 | – | |
| Sonstige nahestehende Personen oder Unternehmen |
– | – | 289 | 286 | |
| Summe | 23 | 72 | 751 | 741 |
Die erbrachten Lieferungen und Leistungen von Vorstand und Aufsichtsrat im Geschäftsjahr beinhalten die Organbezüge. Die Vergütung nahestehender leitender Angestellter des Konzerns sind der Tabelle nicht zu entnehmen. Für persönlich erbrachte Leistungen im Geschäftsjahr 2016 erhielt der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Prof. Peter Klaus, zudem 5 T€ (Vorjahr: 4 T€).
An den Bilanzstichtagen zum 31. Dezember 2016 bzw. 31. Dezember 2015 hielten sowohl die Vorstände als auch die Mitglieder des Aufsichtsrats die folgende Anzahl von Aktien an der Müller – Die lila Logistik AG:
| Aktienanzahl/Angaben in Stück | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Herr Rupert Früh | 80.000 | 80.000 |
| Herr Marcus Hepp | 4.000 | 4.000 |
| Herr Prof. Peter Klaus D.B.A/Boston University | 17.729 | 16.299 |
| Herr Christoph Schubert | 3.500 | 2.000 |
| Herr Per Klemm | 46.450 | 46.450 |
| Herr Carlos Rodrigues | 785 | 785 |
Am 24. Dezember 2010 ging der Gesellschaft die Meldung von Herrn Müller zu, dass er die zu diesem Zeitpunkt gehaltenen 58,67 % der Aktien an der Müller – Die lila Logistik AG (das entspricht 4.667.500 Aktien) in die Michael Müller Beteiligungs GmbH eingebracht hat. Die Michael Müller Beteiligungs GmbH ihrerseits meldete tagesgleich den Erwerb infolge Einbringung von 58,67 % der Anteile an der Müller – Die lila Logistik AG. Am 22. September 2015 ging der Müller – Die lila Logistik AG die Meldung zu, dass die Michael Müller Beteiligungs GmbH 83,49 % der Stimmrechte an der Müller – Die lila Logistik AG hält (das entspricht 6.642.086 Aktien).
Bezüglich der Angaben gemäß § 314 Absatz 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB verweisen wir auf den Konzernlagebericht unter Punkt 7. "Vergütungsbericht".
Die dem Vorstand gewährten Gesamtbezüge im Jahr 2016 betrugen 1.228 T€ (Vorjahr: 1.202 T€). Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 16. Juni 2015 hat beschlossen, dass die in § 314 Absatz 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB in der anwendbaren Fassung des VorstOG geforderten Angaben für fünf Jahre beginnend ab dem 1. Januar 2015 unterbleiben.
Die dem Aufsichtsrat gewährten Gesamtbezüge (ohne Nebenleistungen) im Jahr 2016 betrugen 83 T€ (Vorjahr: 82 T€).
Die Lila Logistik Gruppe ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 an verschiedenen Rechtsstreitigkeiten beteiligt, die sich aus ihrem Geschäftsbetrieb ergeben. Der Vorstand ist, unter Berücksichtigung der Einschätzung der Rechtsanwälte der Unternehmensgruppe, der Ansicht, dass das Ergebnis der Streitigkeiten keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wird.
Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern 1.685 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inklusive Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 1.550 Personen), die in folgende Gruppen unterteilt sind:
| Angaben in Köpfen | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Operativ | 1.122 | 1.026 |
| Kaufmännisch | 500 | 477 |
| Auszubildende | 63 | 47 |
| Gesamt | 1.685 | 1.550 |
Davon entfallen 4 Personen (Vorjahr: 4 Personen) auf Aushilfen.
Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 bestellte die ordentliche Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG am 14. Juni 2016 die Baker Tilly Roelfs AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart. Das für das Geschäftsjahr vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar fiel aufgeschlüsselt wie folgt an:
| Angaben in T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Honorare für Abschlussprüfungen | 170 | 170 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 3 | – |
| Steuerberatungsleistungen | 59 | 30 |
| Sonstige Leistungen | 50 | 14 |
| Gesamt | 282 | 214 |
Die für die Durchführung des Prüfungsauftrags verantwortlichen Wirtschaftsprüfer sind Herr Dr. Claus-Michael Allmendinger und Herr Jürgen Bechtold. Beide waren wie im Vorjahr Auftragsverantwortliche für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016.
Herr Rudolf Reisdorf, Schweiz, teilte der Gesellschaft mit, dass am 7. September 2016 der Stimmrechtsanteil der Fracht AG, Schweiz, an der Müller – Die lila Logistik AG die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,03 % (das entspricht 241.420 Stimmrechten) betragen hat. Weitere Veränderungen im Geschäftsjahr 2016 wurden nicht gemeldet.
Vorstand und Aufsichtsrat der börsennotierten Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, haben eine Erklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" abgegeben und den Aktionären durch Veröffentlichung auf der Internetseite der Gesellschaft (www.lila-logistik.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Folgende Personenhandelsgesellschaften, die verbundene konsolidierte Unternehmen der Müller – Die lila Logistik AG sind und für die der Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG der befreiende Konzernabschluss ist, nehmen für das Geschäftsjahr 2016 die Befreiungsvorschriften des § 264b HGB hinsichtlich der Aufstellung des Anhangs und Lageberichts sowie deren Offenlegung in Anspruch:
Zur wirksamen Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB bei der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH und der Müller – Die lila Consult GmbH für das Geschäftsjahr 2016 muss neben den in § 264 Abs. 3 Nr. 3, 4 und 5 HGB benannten, bis zum Datum der Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft eine wirksame Erklärung zur Einstandspflicht (Verpflichtungsübernahmeerklärung gemäß § 264 Abs. 3 Nr. 2 HGB) abgegeben und im Bundesanzeiger zur Offenlegung angemeldet worden sein. Die Offenlegung der erforderlichen Dokumente im Bundesanzeiger ist für beide Gesellschaften mit Datum im März 2017 erfolgt. Für eine wirksame Befreiung sind zudem weitere Unterlagen nach §§ 264 Abs. 3, 264b HGB einzureichen, die erst nach Erstellung des Konzernabschluss vorliegen können.
Die Müller – Die lila Logistik Böblingen GmbH sowie die Müller – Die lila Logistik West GmbH nehmen ebenfalls die Erleichterungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.
Durch notariellen Kaufvertrag vom 25. November 2016 wurde eine Logistikimmobilie am Firmensitz des Unternehmens in Besigheim zu einem Kaufpreis in Höhe von 6.300 T€ erworben. Der Eigentumsübergang und die Kaufpreiszahlung erfolgten Anfang Januar 2017. Zur entsprechenden Finanzierung des Erwerbs und erforderlicher Investitionsmaßnahmen wurde ein Darlehen in Höhe von 7.200 T€ über ein KfW-Förderprogramm aufgenommen und Anfang Januar 2017 ausgezahlt. Darüber hinaus haben keine wesentlichen Ereignisse nach dem Abschlussstichtag und bis zur Erstellung dieses Berichts stattgefunden.
Der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG wird den Konzernabschluss am 20. März 2017 zur Weiterleitung an den Aufsichtsrat freigeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Der Konzernabschluss wird am 23. März 2017 durch den Aufsichtsrat zur Veröffentlichung freigegeben.
Besigheim, 20. März 2017
Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender des Vorstands Vorstand Finanzen Vorstand Produktion
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ | 01.01.2016 | Zugänge | Abgänge | Um buchungen |
Kurs differenzen |
31.12.2016 |
| I. Immaterielle |
||||||
| Vermögenswerte | 5.225.833 | 1.033.972 | 0 | 0 | -2.542 | 6.257.263 |
| II. Geschäfts- oder Firmenwerte |
10.141.812 | 0 | 0 | 0 | 0 | 10.141.812 |
| III. Sachanlagen |
||||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
26.458.581 | 3.359.267 | 0 | 2.718.582 | -60.647 | 32.475.783 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
20.320.884 | 2.892.147 | 460.075 | 46.841 | -207.427 | 22.592.370 |
| 3. In Erstellung befindliche |
||||||
| Anlagen | 5.602.787 52.382.252 |
4.107.070 10.358.484 |
0 460.075 |
-2.765.423 0 |
-2.739 -270.813 |
6.941.695 62.009.848 |
| IV. Langfristige finanzielle Vermögenswerte |
||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen |
25.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | 25.000 |
| 2. Beteiligungen |
41.664 | 5.151 | 0 | 0 | 0 | 46.815 |
| 66.664 | 5.151 | 0 | 0 | 0 | 71.815 | |
| V. Ausleihungen |
2.060 | 440 | 0 | 0 | 0 | 2.500 |
| 67.818.621 | 11.398.047 | 460.075 | 0 | -273.355 | 78.483.238 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen | Buchwerte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2016 | Abschreibungen/ Wertminderungen des Geschäfts jahres |
Abgänge | Um buchungen |
Kurs differenzen |
31.12.2016 | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| 4.086.689 | 679.891 | 0 | 0 | -2.405 | 4.764.175 | 1.493.088 | 1.139.144 |
| 1.598.146 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.598.146 | 8.543.666 | 8.543.666 |
| 4.463.602 | 960.314 | 0 | 0 | 0 | 5.423.916 | 27.051.867 | 21.994.979 |
| 10.564.543 | 2.319.400 | 384.640 | 0 | -56.648 | 12.442.655 | 10.149.715 | 9.756.341 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 6.941.695 | 5.602.786 |
| 15.028.145 | 3.279.714 | 384.640 | 0 | -56.648 | 17.866.571 | 44.143.277 | 37.354.106 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 25.000 | 25.000 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 46.815 | 41.664 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 71.815 | 66.664 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.500 | 2.060 |
| 20.712.980 | 3.959.605 | 384.640 | 0 | -59.053 | 24.228.892 | 54.254.346 | 47.105.640 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Veränderung des Konsolidie |
Um | Kurs | |||||
| Angaben in T€ | 1.1.2015 | rungskreises | Zugänge | Abgänge | buchungen | differenzen | 31.12.2015 |
| I. Immaterielle |
|||||||
| Vermögenswerte | 4.885.521 | 0 | 361.842 | 20.931 | 0 | -599 | 5.225.833 |
| II. Geschäfts- oder Firmenwerte |
10.141.812 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 10.141.812 |
| III. Sachanlagen |
|||||||
| 1. Grundstücke und Bauten |
|||||||
| einschließlich | |||||||
| der Bauten auf fremden |
|||||||
| Grundstücken | 26.381.449 | 0 | 75.337 | 0 | 0 | 1.795 | 26.458.581 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und |
|||||||
| Geschäfts | |||||||
| ausstattung | 15.263.782 | 0 | 6.069.044 | 1.044.215 | 32.091 | 182 | 20.320.884 |
| 3. In Erstellung befindliche |
|||||||
| Anlagen | 273.210 | 0 | 5.361.657 | 0 | -32.091 | 10 | 5.602.786 |
| 41.918.441 | 0 | 11.506.038 | 1.044.215 | 0 | 1.987 | 52.382.251 | |
| IV. Langfristige finanzielle Vermögenswerte |
|||||||
| 1. Anteile an |
|||||||
| verbundenen Unternehmen |
575.000 | -550.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | 25.000 |
| 2. Beteiligungen |
41.664 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 41.664 |
| 616.664 | -550.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | 66.664 | |
| V. Ausleihungen |
2.060 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.060 |
| 57.564.498 | -550.000 | 11.867.880 | 1.065.146 | 0 | 1.388 | 67.818.620 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen | Buchwerte | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Abschreibungen/ Wertminderungen des Geschäfts |
Um | Kurs | ||||||
| 01.01.2015 | jahres | Abgänge | buchungen | differenzen | 31.12.2015 | 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
| 3.580.080 | 520.743 | 13.431 | 0 | -703 | 4.086.689 | 1.139.144 | 1.305.441 | |
| 1.598.146 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.598.146 | 8.543.666 | 8.543.666 | |
| 3.554.795 | 915.547 | 0 | 0 | -6.740 | 4.463.602 | 21.994.979 | 22.826.654 | |
| 9.615.380 | 1.724.758 | 765.740 | 0 | -9.855 | 10.564.543 | 9.756.341 | 5.648.402 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 5.602.786 | 273.210 | |
| 13.170.175 | 2.640.305 | 765.740 | 0 | -16.595 | 15.028.145 | 37.354.106 | 28.748.266 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 25.000 | 575.000 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 41.664 | 41.664 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 66.664 | 616.664 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.060 | 2.060 | |
| 18.348.401 | 3.161.048 | 779.171 | 0 | -17.298 | 20.712.980 | 47.105.640 | 39.216.097 | |
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
Besigheim, im März 2017
Müller – Die lila Logistik AG Der Vorstand
Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender des Vorstands Vorstand Finanzen Vorstand Produktion
Wir haben den von der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung und Gesamtergebnisrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalveränderungsrechnung – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 20. März 2017
Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr. Claus-Michael Allmendinger Jürgen Bechtold Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Müller – Die lila Logistik AG Ferdinand-Porsche-Straße 4 74354 Besigheim-Ottmarsheim Deutschland Tel. + 49 (0) 71 43 / 8 10 - 0 Fax + 49 (0) 71 43 / 8 10 - 199 [email protected]
Ansprechpartner: Oliver Streich Tel. + 49 (0) 71 43 / 8 10 - 125 Fax + 49 (0) 71 43 / 8 10 - 129 [email protected]
www.lila-logistik.com
Dieser Bericht enthält zukunftsorientierte Aussagen. Dies sind Aussagen, die keine historischen Tatsachen darstellen, einschließlich Aussagen über Erwartungen und Ansichten des Managements. Sie beruhen auf gegenwärtigen Plänen, Einschätzungen und Prognosen. Anleger sollten sich nicht uneingeschränkt auf diese Aussagen verlassen, die im Kontext ihres Entstehungszeitraums zu sehen und zu beurteilen sind und immer Risiken und Ungewissheiten beinhalten. Die tatsächlich eintretenden Ereignisse können von den in diesem Bericht enthaltenen zukunftsorientierten Aussagen abweichen, u. U. sogar in erheblichem Maße. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht enthaltenen zukunftsorientierten Aussagen zu aktualisieren. Hiervon unberührt bleiben gesetzliche Informations- und Berichtspflichten. Der Begriff Mitarbeiter wird in vorliegendem Geschäftsbericht für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gleichermaßen verwendet.
| 1994 | 1995 | 1997 | 2007 |
|---|---|---|---|
| Gold Quality Achievement Team Award |
Silver Quality Achievement Team Award "Eco-Tour Italy", Whirlpool |
Europäischer Transportpreis,Öko-Tour" |
3. Platz Wettbewerb der Elektrolux |
| 2008 | 2010 | 2011 | 2012 |
| BSH Logistik Umweltpreis | General Motors (GM) Supplier of the Year 2010 |
Deutscher Nachhaltigkeits preis; Deutschlands nachhaltigste Zukunfts strategien (KMU) General Motors (GM) Supplier of the Year 2011 |
General Motors (GM) Supplier of the Year 2012 |
| 2013 | 2014 | 2015 | 2016 |
| General Motors (GM) Supplier of the Year 2013 |
Deutscher Logistik-Preis General Motors (GM) Supplier of the Year 2014 |
General Motors (GM) Supplier of the Year 2015 |
General Motors (GM) Supplier of the Year 2016 |
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