Annual Report • Mar 31, 2015
Annual Report
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| 2014 | 2013 | Prozentuale Veränderung |
Absolute Veränderung |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | T€ | 118.904 | 99.835 | +19,1% | +19.069 |
| EBIT | T€ | 4.828 | 4.401 | +9,7% | +427 |
| EBIT-Marge | % | 4,1 | 4,4 | – | – |
| Konzernjahresüberschuss | T€ | 2.988 | 3.360 | -11,1% | -372 |
| Ergebnis pro Aktie | € | 0,38 | 0,42 | -9,5% | -0,04 |
| Eigenkapitalquote | % | 45,4 | 46,7 | – | – |
| Mitarbeiter im | |||||
| Jahresdurchschnitt | Anzahl | 1.371 | 1.107 | +23,8% | +264 |
| Mitarbeiter (zum Stichtag 31.12.) |
Anzahl | 1.400 | 1.162 | +20,5% | +238 |
Börse Frankfurt DAX MDAX in % 115 110 105 100 95 90 85 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
| WKN | 621468 |
|---|---|
| ISIN | DE0006214687 |
| Bezeichnung | Müller – Die lila Logistik AG |
| Kürzel/RIC | MLLG.DE |
| Reuters-Kategorie | Aktien |
| Wertpapiergruppe | Dt. Inhaberaktien (St.) |
| Wertpapierart | Stammaktien |
| Sektor | Transport + Logistik |
| Subsektor | Logistik |
| Währung | Euro |
Wir durchbrechen die klassische Trennung zwischen Beratung und Umsetzung. Lila vereint die Kraft des Denkens mit der Kraft des Handelns. Das Zusammenwirken dieser Kräfte macht uns einzigartig. Dies wird in unseren beiden Geschäftsbereichen Lila Consult und Lila Operating erfolgreich gelebt: Das Ergebnis ist stets Lila und damit nachhaltig.
In unserem Geschäftsbereich Lila Consult zeichnen wir uns durch die Nähe zum operativen Geschäft aus. Die analytische und konzeptionelle Komponente macht uns in unserem Geschäftsbereich Lila Operating außergewöhnlich.
| 8 - 9 | Brief an die Aktionäre |
|---|---|
| 10 - 15 | Bericht des Aufsichtsrats |
| 16 - 17 | Erklärung zum Corporate Governance Kodex |
110 Finanzkalender 2014, Impressum, Disclaimer
Der 8. LILA LOGISTIK Charity Bike Cup 2014 in Ditzingen-Heimerdingen ist schon wieder Geschichte. Insgesamt waren es über 1100 Teilnehmer, die in 25 Teams die Strecke durchs schöne Strohgäu bei bestem Herbstwetter geniessen konnten. Dabei wurden 46.000 Euro an Spenden für Kinder in Not gesammelt.
Mercedes-AMG und Müller – Die lila Logistik wurden am 22. Oktober 2014 mit dem Deutschen Logistik-Preis 2014 der Bundesvereinigung Logistik e. V. (BVL) im Rahmen des 31. Deutschen Logistik-Kongresses in Berlin ausgezeichnet. Die Doppelauszeichnung wurde für die strategische Neuausrichtung der Logistik der Mercedes-AMG GmbH vergeben.
Müller – Die lila Logistik übergibt einen Lila Corsa als weiteres Therapiefahrzeug an den Mukoviszidose e. V.
Michael Müller hat am 4. Dezember 2014 einen weiteren LILA-Opel Corsa als Einsatzfahrzeug an den Mukoviszidose e. V. Baden-Württemberg übergeben.
In unserem Geschäftsfeld LILA CONSULT beraten wir Unternehmen in Bezug auf Organisationsstrukturen, effizientere Abläufe und Logistik. Durch eine enge Verbindung zur operativen Logistik verfügen wir über tägliches Benchmarking und ständiges Feedback aus unseren Abwicklungen.
Beim LILA OPERATING setzen wir die konzipierten Lösungen unter dem "Dach des Kunden" oder in unseren Logistics Service Centern um. Dort sorgen wir für optimale Material- und Informationsflüsse.
Unter Logistikberatung verstehen wir die strategische und konzeptionelle Begleitung unserer Kunden in Phasen der Veränderung und neuer Herausforderungen.
Durch eine enge Verzahnung mit den operativen Logistikeinheiten und den realisierten Projekten wissen wir genau worauf es ankommt.
Durch die Verbindung von BERATUNG UND OPERATIVER LOGISTIKDIENSTLEISTUNG durchbrechen wir diese klassische Trennung.
Nachhaltige Wertsteigerungen zu erzielen, erfordert einerseits sehr individuelle Lösungsansätze und andererseits eine methodische Stringenz im Vorgehen. Entscheidend für Ihren Erfolg ist die Expertise und die Erfahrung unseres Beratungsteams.
Wir folgen auch in der Beratung unserem Branchenfokus, der sich auf AUTOMOTIVE, ELECTRONICS, INDUSTRIAL, CONSUMER, ENERGY und MEDICAL&PHARMA konzentriert.
Lila Operating nennen wir die Tätigkeiten, die unmittelbar mit dem Management von Waren- und Informationsflüssen zusammenhängen. Operative Logistikdienstleistungen sowohl in unseren Logistics Service Centern (FACTORY) als auch im Transportmanagement (ROUTE) folgen immer unseren lila Ansprüchen an Innovation und Intelligenz. Und das in allen drei Logistikbereichen:
Logistik à la LILA ist immer verlässlich und geprägt durch höchste Qualitätserreichungsgrade. Am Beginn unserer Tätigkeit steht die Analyse der aktuellen Gegebenheiten.
Mit Hilfe unternehmenseigener Bewertungstools erhalten Sie Transparenz über die wirklichen Kosten Ihrer heutigen Logistikabwicklungen und erkennen schnell die Potenziale, die Sie mit Müller – Die lila Logistik an Ihrer Seite heben können.
2014 = Wachstum. So einfach ist die Gleichung für das abgelaufene Jahr auf den Punkt gebracht. Während wir 2013 im Umsatz noch knapp unter der 100-Millionen-Euro-Marke blieben, sind wir nach dem hohen Auftragseingang im Umsatz um 19,1 % gewachsen und erzielten einen Rekordumsatz von 118,9 Mio. Euro. Wir freuen uns insbesondere über die Tatsache, dass wir sowohl mit Bestandskunden in unseren angestammten Branchen, als auch mit Neukunden in den für uns neuen Branchen gewachsen sind. Umsatzwachstum bedeutet immer auch ein Mehr an Standorten und ein Mehr an Lila-Kolleginnen und Lila-Kollegen. Unsere Belegschaft zählte zum Bilanzstichtag 2014 insgesamt 1.461 Personen. Neue Standorte zusätzlich "in Betrieb zu nehmen" geht natürlich einher mit Anlaufkosten, um die neuen Organisationen aufzubauen, die Qualität abzusichern und die Kundenzufriedenheit herzustellen. Diese Effekte haben im Jahresüberschuss des Jahres 2014 ihre Spuren hinterlassen. In Summe sind wir mit dem im Jahr 2014 Erreichten sehr zufrieden. Einziger Wehmutstropfen ist die Schließung unseres Standortes in Bochum, die nicht zu vermeiden war, da das Werk unseres Kunden schloss und somit auch kein Bedarf mehr an Logistik bestand. Aber auch das ist LILA: Wir haben mit Topqualität bis zur letzten Sekunde unseren Kunden überzeugt und allen Bochumer Mitarbeitern einen Arbeitsplatzwechsel an einen anderen unserer Standorte angeboten.
Im Rückblick auf 2014 gab es zwei besondere Highlights: Zum einen den Gewinn des Deutschen Logistik Preises gemeinsam mit unserem Kunden Mercedes-AMG. Diese in unserer Branche und darüber hinaus vielbeachtete Auszeichnung der Bundesvereinigung Logistik zu erhalten, ist uns eine Ehre und zugleich Motivation, diesem Preis auch in Zukunft würdig zu sein. Zum zweiten zeichnete unser Kunde General Motors uns für das Jahr 2014 zum 5. Mal in Folge zum Lieferant des Jahres aus. Diese damit zum Ausdruck gebrachte Wertschätzung unseres Kunden für unsere Dienstleistungen spricht für sich.
Auch im laufenden Jahr werden wir uns mit weiterem Wachstum beschäftigen. Per 1. Januar 2015 sind wir mit zwei weiteren Standorten in Rüsselsheim und Bischofsheim gestartet. Ein sehr bedeutender Fokus gilt der Organisationsentwicklung unserer Unternehmensgruppe, da die organisatorischen Einheiten das Fundament für eine weitere positive Unternehmensentwicklung darstellen. Wachstum will verdaut und in positive Ergebnisse transferiert werden – dies ist die Zielformulierung für die Gegenwart.
Danken möchten wir unseren Kunden, die uns die Möglichkeit geben, mit unserem Geschäftsmodell und den einzelnen Lösungen zu überzeugen; Ihnen, unseren Anteilseignern für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit und unsere Entscheidungen; den Mitgliedern des Aufsichtsrats für Ihre kompetente und jederzeit engagierte Tätigkeit. Ein besonderes Anliegen ist uns, unseren Kolleginnen und Kollegen für ihren unermüdlichen Einsatz und – was noch viel wichtiger ist – für die Erreichung unserer Ziele herzlich zu danken. Es erfüllt uns mit Stolz, einem solch schlagkräftigen Team vorstehen zu dürfen.
Nun wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Lesen unseres Geschäftsberichts des Jahres 2014.
Mit Lila Grüßen
Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp
die Lila Logistik Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2014 in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld solide entwickelt. Die vom Unternehmen verfolgten und vom Aufsichtsrat unterstützten Wachstumsziele konnten durch Neukundenprojekte, verbunden mit der Eröffnung mehrerer weiterer Standorte und der Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze erreicht, sogar übertroffen werden. So stieg der Umsatz der Unternehmensgruppe erstmals über die 100-Millionen-Grenze und die Mitarbeiterzahl wuchs zum Bilanzstichtag auf 1.400 Personen. Die Projektanlaufkosten und Investitionen an den neuen Standorten blieben nicht ohne Auswirkung auf die Umsatzrentabilität im Geschäftsjahr 2014. Dennoch sind wir zufrieden mit dem erreichten Ergebnis.
Der Aufsichtsrat trat im Geschäftsjahr 2014 zu fünf Sitzungen zusammen und befasste sich regelmäßig und ausführlich mit der Lage und Entwicklung der Lila Logistik Gruppe und deren Aktivitäten. Dabei hat er die Führung der Geschäfte durch den Vorstand in Erfüllung seiner Beratungs- und Überwachungsfunktionen intensiv begleitet und seine Aufgaben nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung umfassend und sorgfältig wahrgenommen. In den nachfolgenden Ausführungen sind die Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit dargelegt.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat über alle relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen regelmäßig, detailliert und zeitnah, sowohl in der Form schriftlicher Berichte, wie auch in mündlicher Form während der Aufsichtsratssitzungen. Der Aufsichtsrat war in alle grundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung, den Geschäftsverlauf und alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen frühzeitig und ausführlich eingebunden. Der Aufsichtsrat erörterte und überprüfte in seinen Sitzungen auf dieser Grundlage intensiv alle für das Unternehmen bedeutsamen Vorgänge.
Darüber hinaus standen der Aufsichtsratsvorsitzende, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses und der Vorsitzende des Personalausschusses auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand und haben sich über wesentliche Entwicklungen informiert, insbesondere, wenn außerordentliche Geschäftsvorgänge dies erforderten.
Über das monatliche Berichtswesen, das die wesentlichen Finanzdaten über die Müller – Die lila Logistik AG einschließlich der Konzerngesellschaften im Vergleich zu den Budget-, den Vorjahres- sowie den Forecastzahlen aufzeigt und erläutert, war der Aufsichtsrat kontinuierlich über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung der Lila Logistik Gruppe informiert. Der Aufsichtsrat prüfte die ihm vorgelegten Berichte und Unterlagen und beriet über diese kritisch und in gebotener Gründlichkeit. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat jeweils sein Votum abgegeben. Beanstandungen der Vorstandstätigkeit ergaben sich nicht.
Interessenskonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, waren im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Folglich musste, wie im Punkt 5.5.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex aufgeführt, die Hauptversammlung der Gesellschaft am 4. Juni 2014 hierüber auch nicht informiert werden.
Mit Ablauf der Hauptversammlung am 4. Juni 2014 endete die Amtszeit aller Aufsichtsratsmitglieder der Müller – Die lila Logistik AG. Die Aufsichtsratsmitglieder Prof. Dr. Gerd Wecker, Per Klemm und Prof. Peter Klaus wurden als Vertreter der Anteilseigner für eine weitere Periode in den Aufsichtsrat wiedergewählt. Als Nachfolger von Herrn Klaus Langer, der aus Altersgründen nicht zu einer Wiederwahl angetreten war, wurde Herr Christoph Schubert von der Hauptversammlung als Mitglied des Aufsichtsrats gewählt.
Mit Beendigung der Hauptversammlung am 4. Juni 2014 begann ebenfalls die fünfjährige Amtszeit der Arbeitnehmervertreter, die zuvor im Mai 2014 im Rahmen der Aufsichtsratswahl gewählt worden waren. Herr Carlos Rodrigues wurde dabei für eine weitere Periode im Amt bestätigt. Herr Volker Buckmann hatte sich nach zwei Wahlperioden als Arbeitnehmervertreter nicht zur Wiederwahl aufstellen lassen. An seiner Stelle wurde Herr Sebastian Fieberg als zweiter Vertreter der Arbeitnehmer in den Aufsichtsrat gewählt.
Wir danken den ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern für ihr langjähriges persönliches Engagement und ihren Beitrag zum Erfolg der Lila Logistik Gruppe.
Bei der Besetzung des Vorstands ergaben sich im Berichtsjahr keine Änderungen.
Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG beriet sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 in vier turnusmäßigen Sitzungen und in einer konstituierenden Sitzung, die im Anschluss an die Neuwahl des Aufsichtsrats nach der Hauptversammlung am 4. Juni 2014 stattfand. Die Beratungs- und Beschlussgegenstände sind in ausführlichen Protokollen niedergelegt. An allen Sitzungen des Aufsichtsrats nahmen sämtliche Mitglieder des Vorstands teil. Die durchschnittliche Präsenzquote des Aufsichtsrats belief sich auf 93 %; kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Die Sitzungen waren von einem intensiven und offenen Austausch geprägt.
In allen Sitzungen stand die wirtschaftliche Lage der Müller – Die lila Logistik AG sowie aller Tochter- und Konzerngesellschaften im Beratungsmittelpunkt. Diese wurde jeweils unter Berücksichtigung der konjunkturellen Entwicklung der relevanten Kernbranchen im Verlauf des Geschäftsjahres 2014, der gegebenen Handlungsoptionen, sowie der getroffenen und beabsichtigten Maßnahmen des Vorstands zur Weiterentwicklung der Lila Logistik Gruppe diskutiert. Auf die wirtschaftlichen Verläufe einzelner Gesellschaften, Niederlassungen und Großkunden wurde dabei im notwendigen Detail eingegangen. Weiterhin waren Entscheidungen über den Verkauf der Geschäftsanteile an der Emporias Verwaltung GmbH und der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG, über die neuen Standorte und Projekte, sowie die daraus resultierenden Investitionen und gesellschaftsrechtlichen Entscheidungen, wesentliche Gegenstände der Diskussionen des Aufsichtsrats.
Ein vom Aufsichtsrat erstellter, in der Satzung und der Geschäftsordnung verankerter Katalog listet die Arten von Geschäften und Maßnahmen auf, die von grundlegender Bedeutung sind und zu deren Vornahme der Vorstand deshalb der Zustimmung des Aufsichtsrats bedarf. Die gemäß diesem Katalog vorzulegenden Geschäfte und Maßnahmen, hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand jeweils erörtert und eingehend geprüft. Der Aufsichtsrat hat den zur Beschlussfassung vorgelegten Geschäften und Maßnahmen zugestimmt. Eilbedürftige Geschäftsvorfälle, die zwischen den Aufsichtsratssitzungen entstanden, wurden im schriftlichen Verfahren mittels Umlaufbeschlüssen gefasst. In allen diesen Fällen stimmte der Aufsichtsrat nach eingehender Prüfung zu.
Aus den Sitzungen des Aufsichtsrats sind folgende einzelne Sachverhalte besonders hervorzuheben:
In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats im März 2014 wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Vorbereitung folgende Unterlagen zur Verfügung gestellt: Der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellte Jahresabschluss und der nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss, der Lage- sowie Konzernlagebericht, der Corporate Governance Bericht, die Prüfungsberichte der Müller – Die lila Logistik AG sowie des Konzerns, der Bericht des Aufsichtsrats, der Gewinnverwendungsvorschlag sowie der Risikobericht, jeweils für das Geschäftsjahr 2013. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erläuterte dem Plenum die wesentlichen Schwerpunkte der Prüfung des Abschlussprüfers, berichtete über das Prüfungsergebnis des Jahres- und Konzernabschlusses 2013, den Vorschlag des Prüfungsausschusses sowie den Gewinnverwendungsvorschlag. Im Anschluss an die Erläuterungen und die Diskussion im Plenum billigte der Aufsichtsrat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse und Lageberichte, erklärte sich mit den vorgelegten Berichten einverstanden und beschloss den Bericht des Aufsichtsrats. Der Jahres- und Konzernabschluss 2013 wurde festgestellt. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Vorschlag des Vorstands an, der bevorstehenden Hauptversammlung erneut die Auszahlung einer Dividende in Höhe des Vorjahres von 0,15 € je Stückaktie vorzuschlagen. Zudem wurde der Beschluss zum Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen der Müller – Die lila Logistik AG und der Müller – Die lila Logistik Böblingen GmbH gefasst. Dieser wurde von der Hauptversammlung im Juni 2014 bestätigt.
In seiner Mai-Sitzung, die in der Niederlassung Zwenkau der Lila Logistik Gruppe stattfand, diskutierte und beschloss der Aufsichtsrat die Festlegung der Zielwerte der Jahre 2015 bis 2017 für die Berechnung des langfristigen Teils der Vorstandstantiemen ("Langfristtantiemen"). Darüber hinaus beschloss der Aufsichtsrat die Verlängerung der Bestellung der Mitglieder des Vorstands Michael Müller und Rupert Früh ab dem 1. Januar 2015 für weitere vier Jahre. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit den konzerninternen Vertretungsbefugnissen innerhalb der Lila Logistik Gruppe. Anschließend unterzog sich der Aufsichtsrat der jährlichen Effizienzprüfung seiner Arbeit mittels Selbstevaluierung. Der Vorstand stimmte mit dem Aufsichtsrat die Vorbereitungen zur bevorstehenden Hauptversammlung ab. Vorab hatte sich der Aufsichtsrat eingehend mit den Punkten der Tagesordnung der Hauptversammlung, den damit verbundenen Themenschwerpunkten und Beschlussvorlagen befasst, die vom Aufsichtsrat einstimmig angenommen werden konnten.
In der Sitzung des Aufsichtsrats im Anschluss an die Hauptversammlung im Juni 2014 wählte das Aufsichtsratsplenum mich zum Aufsichtsratsvorsitzenden; zum Stellvertreter wurde Herr Prof. Dr. Gerd Wecker gewählt. Weiterhin wählte der gesamte Aufsichtsrat Herrn Christoph Schubert zum Vorsitzenden des Audit Committee und Herrn Prof. Dr. Gerd Wecker zum Vorsitzenden des Personalausschusses.
Im Mittelpunkt der September-Sitzung des Aufsichtsrats standen die Schließung einer Betriebsstätte auf Grund der Produktionsverlagerung eines Kunden sowie die Erörterung weiterer genehmigungspflichtiger Geschäfte, insbesondere Investitionen in die IT-Infrastruktur der Lila Logistik Gruppe.
In seiner Dezember-Sitzung 2014 beriet der Aufsichtsrat die vom Vorstand ausgearbeiteten Planungen und das von ihm vorgeschlagene Budget 2015. Nach umfänglicher Erörterung und ausführlicher Beratung wurden die Planungen und das Budget des Konzerns für das Jahr 2015 genehmigt. Anschließend wurden verschiedene konzerninterne gesellschaftsrechtliche Maßnahmen beschlossen. Die im Personalausschuss vorab erläuterten Bestellungen von Geschäftsführern sowie die Erteilung einer Prokura wurden vom Aufsichtsratsplenum genehmigt. Die Präzisierungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 24. Juni 2014 und die Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG waren ebenfalls Thema.
Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat zwei Ausschüsse eingerichtet, nämlich einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) und einen Personalausschuss, die die Arbeit im Plenum unterstützen. Sie bereiten Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen, die im Plenum zu behandeln sind, eingehend vor. Die Ausschussvorsitzenden berichten dem Aufsichtsrat jeweils in der auf eine Ausschusssitzung folgenden Aufsichtsratssitzung.
Der Prüfungsausschuss der Müller – Die lila Logistik AG kam zu drei Sitzungen im Geschäftsjahr 2014 zusammen; in allen Sitzungen waren sämtliche Ausschussmitglieder anwesend. In seiner ersten Sitzung befasste er sich, in Gegenwart des von der Hauptversammlung bestellten Abschlussprüfers sowie der Mitglieder des Vorstands, mit den Abschlüssen sowie dem Lagebericht der Müller – Die lila Logistik AG und des Konzerns, dem Abhängigkeitsbericht des Vorstands, dem Risikomanagement-Bericht sowie zudem intensiv mit dem Gewinnverwendungsvorschlag des Geschäftsjahres 2013. Die Vertreter des vom Aufsichtsrat beauftragten Wirtschaftsprüfers, der Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung des Geschäftsjahres 2013 und standen den Fragen durch die Ausschussmitglieder Rede und Antwort. Der Prüfungsausschuss überwachte den Rechnungslegungsprozess und vergewisserte sich von der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und des internen Revisionssystems. Darüber hinaus befasste sich der Prüfungsausschuss mit der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Erteilung des Prüfauftrags an den Abschlussprüfer und der Honorarvereinbarung. Die von der Geschäftsführung aufgestellten Zwischenmitteilungen innerhalb des ersten bzw. zweiten Halbjahres 2014 wurden vor ihrer Veröffentlichung jeweils ausführlich erörtert. Der Halbjahresfinanzbericht 2014 stand im August im Mittelpunkt der Erörterungen des Prüfungsausschusses. Angaben und Aussagen der unterjährigen Finanzberichte wurden vom Prüfungsausschuss nicht beanstandet. Der Prüfungsausschuss berichtete dem Aufsichtsrat regelmäßig über seine Sitzungen.
Dem Aufsichtsrat unterbreitete der Prüfungsausschuss vor der am 4. Juni 2014 stattfindenden Hauptversammlung den Vorschlag, dem dann anwesenden Kapital die Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014 vorzuschlagen. Nach der Wahl durch die Aktionäre und Aktionärsvertreter wurde der Abschlussprüfer vom Aufsichtsratsvorsitzenden beauftragt.
Der Personalausschuss kam im Geschäftsjahr 2014 zu drei Sitzungen zusammen; in allen Sitzungen waren sämtliche Ausschussmitglieder anwesend. Die Mitglieder des Personalausschusses führten Gespräche mit Mitarbeitern und Führungskräften der unterschiedlichen Standorte der Lila Logistik Gruppe. In allen drei Sitzungen 2014 waren allgemeine personalpolitische Themen Gegenstand der Diskussionen. Personenbezogene Entscheidungen wie die Berufung von Geschäftsführern und die Erteilung von Prokuren wurden fallbezogen erörtert. Den Vorstand der Gesellschaft betreffende Vertragsthemen wurden eingehend behandelt, insbesondere die erneuten Bestellungen des Vorstandes sowie die Vergütungsstrukturen. Über die Personalentwicklungen und zukünftige Personalmaßnahmen hat sich der Prüfungsausschuss regelmäßig berichten lassen. Die aktuellen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex zur Offenlegung der Vorstandsvergütung sowie aktuelle gesetzliche Regelungen wurden ebenfalls umfangreich behandelt.
Der Aufsichtsrat befasst sich regelmäßig mit den Inhalten des Deutschen Corporate Governance Kodex und erörterte eintretende Änderungen oder Präzisierungen in seinen Sitzungen.
Die Vorsitzenden des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft haben die Erklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 gemeinsam unterzeichnet und im Dezember 2014 auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.lila-logistik.com den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.
Auf Grund der im Sommer 2013 erfolgten Anpassungen von Kapitel 4.2 "Vorstand - Zusammensetzung der Vergütung" sowie der am 30. September 2014 im Bundesanzeiger veröffentlichten Präzisierungen der Erläuterungen der Mustertabellen für die Vorstandsvergütung und Klarstellungen zum Vergütungsausweis des Deutschen Corporate Governance Kodex, hat der Aufsichtsrat in seiner Dezember-Sitzung die Empfehlungen und Anregungen des Kodex erneut behandelt. Der Aufsichtsrat und der Vorstand haben beschlossen, eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz abzugeben. Darin enthalten sind jeweils die Begründungen für Fälle der Nichtanwendung von Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die Erklärung wurde im Dezember 2014 von den Vorsitzenden von Vorstand und Aufsichtsrat unterzeichnet und anschließend auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.lila-logistik.com den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung ist in diesem Geschäftsbericht auf den Seiten 16 bis 17 vollständig wiedergegeben.
Der Jahresabschluss der Müller – Die lila Logistik AG, der Konzernabschluss, der Lagebericht und der Konzernlagebericht, jeweils 2014, wurden von der Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, ordnungsgemäß geprüft. Der Aufsichtsrat hatte den Prüfauftrag an die Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, gemäß des Hauptversammlungsbeschlusses vom 4. Juni 2014 vergeben.
Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen.
An der Bilanz-Sitzung des Prüfungsausschusses im März 2015 nahm ebenfalls der Abschlussprüfer teil. Im Mittelpunkt standen die wesentlichen Ergebnisse des Jahresabschlusses 2014 der Müller – Die lila Logistik AG und der Konzernabschluss 2014. Nachdem der Abschlussprüfer hierüber ausführlich berichtete, stand er den Mitgliedern des Prüfungsausschusses für weiterführenden Fragen und ergänzende Aussagen zur Verfügung. Er erörterte alle angesprochenen Themen und Fragen zur vollen Zufriedenheit der Ausschussmitglieder. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat in der Sitzung des Aufsichtsrats am 24. März 2015 dem Plenum einen ausführlichen Bericht über die Prüfung und Ergebnisse im Prüfungsausschuss abgegeben.
Nach Prüfung und Diskussion des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und gemäß der Empfehlung des Prüfungsausschusses den vom Vorstand nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellten Jahresabschluss 2014 der Müller – Die lila Logistik AG gebilligt. Ebenfalls billigte der Aufsichtsrat den nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss 2014 der Müller – Die lila Logistik AG. Der Jahres- und Konzernabschluss sind damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Jahresüberschusses und des Bilanzgewinns schloss sich der Aufsichtsrat an.
Der Vorstand legte dem Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG den Bericht des Vorstands über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen und den diesbezüglichen Prüfungsbericht des Abschlussprüfers (Abhängigkeitsbericht) vor. Der Abschlussprüfer hat am Ende seiner Prüfung im abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen den Bericht des Vorstands erhoben und die folgende Schlussbemerkung und das Testat erteilt: "Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Vorstand und die von diesen bezeichneten Auskunftspersonen haben die für eine sorgfältige Prüfung des Abhängigkeitsberichts notwendigen Aufklärungen und Nachweise erbracht. Die erforderlichen organisatorischen und abrechnungstechnischen Voraussetzungen für eine vollständige und zutreffende Berichterstattung sind gegeben. Wir erteilen dem Abhängigkeitsbericht der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, für das Geschäftsjahr 2014 gemäß § 313 Abs. 2 AktG den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk: Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind." Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands geprüft und stimmt ihm ebenso wie dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen enthaltene Schlusserklärung des Vorstands.
Für die im Geschäftsjahr 2014 erbrachten Leistungen, für ihren tatkräftigen Einsatz und die geleistete Arbeit danke ich im Namen des gesamten Aufsichtsrats den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen aller Konzerngesellschaften.
Besigheim, im März 2015
Für den Aufsichtsrat
Prof. Peter Klaus, D.B.A./Boston Univ. Vorsitzender
Prof. Peter Klaus Vorsitzender des Aufsichtsrats
Vorstand und Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG mit Sitz in Besigheim bekennen sich zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex und erklären, dass
• den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 grundsätzlich entsprochen wird. Nicht vollständig angewandt werden die Empfehlungen der Ziffern 3.8, 4.1.5, 4.2.5., 5.1.2, 5.2, 5.3.3, 5.4.1 und 7.1.2.
Besigheim, im Dezember 2014
für den Aufsichtsrat für den Vorstand
Prof. Peter Klaus Michael Müller Aufsichtsratsvorsitzender Vorstandsvorsitzender
Die einzelnen Abweichungen beruhen auf folgenden Erwägungen:
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziffer 3.8 letzter Absatz, dass in der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat ein Selbstbehalt vereinbart werden soll, der den Empfehlungen des Kodex für den Selbstbehalt bei D&O Versicherungen von Vorständen entspricht.
Müller – Die lila Logistik AG ist der Meinung, dass die Vereinbarung eines solchen Selbstbehalts für Aufsichtsratsmitglieder nicht dazu geeignet ist, die Verantwortung zu verbessern, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats die ihnen übertragenen Aufgaben und Funktionen wahrnehmen. Im Übrigen dient die Versicherung dem Schutz der Gesellschaft.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziffer 4.1.5, dass der Vorstand bei der Besetzung von Führungsfunktionen auf Vielfalt (Diversity) achten soll und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben soll.
Müller – Die lila Logistik AG entscheidet über die Besetzung von Organ- und Führungspositionen nach Maßgabe der Qualifikation der Bewerber und dem Unternehmensinteresse.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziffer 4.2.5 Absatz 3 Satz 2: "Ferner sollen im Vergütungsbericht für die Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, für jedes Vorstandsmitglied dargestellt werden: die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung; der Zufluss im bzw. für das Berichtsjahr aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren; bei der Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen der Versorgungsaufwand im bzw. für das Berichtsjahr. Für diese Informationen sollen die als Anlage beigefügten Mustertabellen verwandt werden."
Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 24. Juni 2010 hat beschlossen, dass die gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB und §§ 315a Abs. 1, 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB (in ihrer jeweils anwendbaren Fassung) verlangten Angaben in den Jahres- und Konzernabschlüssen der Müller – Die lila Logistik AG, die für die Geschäftsjahre 2010 bis 2014 (einschließlich) aufzustellen sind, unterbleiben. Insofern würde eine Darstellung des Vergütungsberichts wie in Ziffer 4.2.5 nicht dem Beschluss der Aktionäre entsprechen.
Müller – Die lila Logistik AG berichtet weiterhin in der bisherigen Struktur über die fixen und variablen Gehaltsbestandteile des gesamten Vorstands entsprechend den Vorschriften nach HGB und IFRS. Die zusätzlichen Angaben nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex führen nach Meinung der Gesellschaft zu einer vierfach ausdifferenzierten Angabe zu ein und derselben Vergütungskomponente. Die Gesellschaft hat sich dagegen entschieden, die Vorstandsvergütung in einer dritten und vierten Darstellung zu berichten.
In Ziffer 5.1.2 empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex, dass der Aufsichtsrat bei der Zusammensetzung des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben soll.
Müller – Die lila Logistik AG entscheidet über die Besetzung von Organ- und Führungs-positionen nach Maßgabe der Qualifikation der Bewerber und dem Unternehmensinteresse.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsratsvorsitzende "zugleich Vorsitzender der Ausschüsse sein (soll), die die Vorstandsverträge behandeln und die Aufsichtsratssitzungen vorbereiten".
Der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Professor Peter Klaus, ist Mitglied des Ausschusses, der die Vorstandsverträge behandelt (Personalausschuss). Bedingt durch die Vielzahl von Aufgaben des Aufsichtsratsvorsitzenden sowie der intensiven und ständigen Zusammenarbeit der Ausschussmitglieder führt Herr Professor Dr. Gerd Wecker den Vorsitz im Personalausschuss.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt die Bildung eines Nominierungsausschusses, "…der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt".
Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG befasst sich eingehend mit den Beschlussvorschlägen an die Hauptversammlung einschließlich der Wahlvorschläge von Aufsichtsratmitgliedern. Über das bestehende Audit Committee sowie den bestehenden Personalausschuss hinaus stellt die Bildung eines Nominierungsausschusses einen unverhältnismäßigen zusätzlichen Mehraufwand dar. Fragen, die im Nominierungsausschuss zu behandeln sind, werden im Aufsichtsrat erörtert und entschieden.
Die Fassung des DCGK vom 15. Mai 2012 empfiehlt in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen soll, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen und eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.
Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG entspricht bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung für die Wahl der Anteilseignervertreter sämtlichen gesetzlichen Vorgaben und sämtlichen Empfehlungen des Kodex' hinsichtlich der persönlichen Voraussetzungen für Aufsichtsratsmitglieder. Im Vordergrund steht dabei - unabhängig vom Geschlecht - die fachliche und persönliche Kompetenz möglicher Kandidaten und Kandidatinnen unter besonderer Beachtung der unternehmensspezifischen Anforderungen, damit die Mitglieder des Aufsichtsrates im Falle der Wahl der Vorgeschlagenen insgesamt über die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt Zwischenberichte innerhalb von 45 Tagen zu veröffentlichen. Müller – Die lila Logistik AG wird die Zwischenberichte im Rahmen der Regelungen der Börsenordnung unverzüglich nach der Fertigstellung, spätestens jedoch innerhalb von zwei Monaten nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlichen. Eine Veröffentlichung innerhalb von 45 Tagen bedarf einer unverhältnismäßigen Mehrarbeit der bei der Erstellung beteiligten Parteien.
Der vorliegende Konzernlagebericht beschreibt die Lage des Konzerns der Müller – Die lila Logistik AG (Lila Logistik Gruppe) für das Geschäftsjahr 2014. Sollte im Verlauf des Berichts die namensgleiche Einzelgesellschaft gemeint sein, wird dies an entsprechender Stelle explizit erwähnt.
Die Lila Logistik Gruppe bietet als national und international tätiger Logistikdienstleister alle relevanten Funktionen in der Beratung (Lila Consult) und der Umsetzung (Lila Operating) von Logistiklösungen an. Der Geschäftsbereich Lila Consult setzt sich aus den drei Säulen Management Consulting, Logistics Engineering und Interim Services zusammen. Bei dem Bereich Lila Operating unterscheidet die Lila Logistik Gruppe grundsätzlich zwischen der Aufgabenstellung Route (im weitesten Sinne Transporte von Waren auf der Straße) und Factory (Handling von Waren und Prozessen). Die Felder Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik bilden den Kern der betrieblichen Tätigkeiten des Konzerns. Die Dienstleistungen werden überwiegend in den folgenden Kern- und Zielbranchen platziert:
| • Automotive | • Electronics | • Consumer |
|---|---|---|
| • Industrial | • Energy | • Medical&Pharma |
Zum Kundenkreis der Lila Logistik Gruppe gehören namhafte, national und international tätige Unternehmen.
Im Jahresdurchschnitt 2014 ist das globale Bruttoinlandsprodukt nach der Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Januar 2015 mit der gleichen Rate gewachsen wie im Jahr zuvor, und zwar um 3,25 % auf der Basis von Kaufkraftparitäten beziehungsweise 2,5 % zu Marktwechselkursen. Dabei haben sich die Expansionskräfte insofern verlagert, als dass sich der Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften dem IWF zufolge beschleunigt hat, wohingegen die Schwellen- und Entwicklungsländer langsamer vorankamen. Die Weltwirtschaft hat somit im letzten Jahresviertel 2014 das moderate Expansionstempo des dritten Quartals 2014 im Großen und Ganzen gehalten. Dabei hat das Wachstum in den Industrieländern im Herbst an Breite gewonnen (vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Februar 2015).
Die Erholung der Wirtschaft im Euroraum geriet im Jahr 2014 insgesamt gesehen ins Stocken. Das Bruttoinlandsprodukt stieg mit 0,8 % deutlich schwächer als vor einem Jahr prognostiziert (vgl. Medieninformation der EUROFRAME vom 29. Januar 2015). Im Schlussquartal 2014 hat die Wirtschaft im Währungsraum mit 0,1 % jedoch nur noch leicht zugelegt. Dennoch kletterte der Einkaufsmanagerindex für Dienstleister und Industrie im Dezember 2014 um 0,3 Punkte auf 51,4 Punkte, so das Markit-Institut nach einer Umfrage unter rund 5.000 Unternehmen; 50 Punkte gelten als Wachstumsschwelle (vgl. Information von euronews vom 6. Januar 2015).
Polen konnte in den letzten Jahren durchgängig ein positives Wirtschaftswachstum verzeichnen. Im Gesamtjahr 2014 lag das Wirtschaftswachstum in Polen bei 3,3 %. Das polnische Wachstum wird getragen durch eine wirtschaftsfreundliche Politik, ein flexibles Arbeitsrecht, fiskalpolitische Stabilität, durch die konsequente Nutzung von EU-Fördermitteln für den Ausbau der Infrastruktur, durch Deregulierung und das Bemühen um stärkere Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit (vgl. Veröffentlichung der Deutsche Botschaft Warschau, "Wirtschaftslage in Polen", vom Februar 2015). Inwieweit der Ukraine-Konflikt auch künftig die polnische Wirtschaft beeinflussen wird, ist noch nicht vollständig absehbar.
Das Bruttoinlandsprodukt ist in Deutschland im Schlussquartal 2014 laut Statistischem Bundesamt um 0,7% gewachsen. "Die deutsche Wirtschaft hat zum Ende des vergangenen Jahres wieder Tempo aufgenommen", kommentiert Ferdinand Fichtner, Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Vor allem der private Konsum hat zu dem überraschend kräftigen Plus beigetragen. "Neben den Ausweitungen der Rentenleistungen dürfte auch der Einbruch des Ölpreises zum Jahresende die Nachfrage der privaten Haushalte angekurbelt haben", so Fichtner. "Aber auch ohne diesen Einfluss wäre die Wirtschaft nach dem schwachen Sommerhalbjahr wohl wieder in Schwung gekommen." Im vergangenen Jahr ist die deutsche Wirtschaft insgesamt um 1,6 % gewachsen. In diesem Jahr dürfte die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung der Berliner Konjunkturexperten die Wachstumsrate des Vorjahres in etwa halten können – unter der Voraussetzung, dass sich die außenwirtschaftlichen Risiken nicht verschärfen (vgl. Pressemitteilung des DIW Berlin vom 13. Februar 2015).
Die Konjunkturerwartungen in der deutschen Logistikwirtschaft haben zum Jahresende 2014 weiter nachgegeben. Maßgeblich hierfür sind pessimistischere Erwartungen für das kommende Jahr – vor allem in Reaktion auf die weiterhin schwelenden geopolitischen Risiken. Gegenüber dem Vorquartal haben sich die Erwartungen etwas verschlechtert. Demgegenüber wird die Lage im laufenden Quartal etwas günstiger eingeschätzt als noch vor drei Monaten. Dies geht aus der jüngsten Erhebung (Novemberbefragung) zum Logistik-Indikator hervor, den das Institut für Weltwirtschaft im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik e. V. (BVL) ermittelt. Der Gesamtklimaindikator gab insgesamt gut vier Punkte auf jetzt 120,5 Zähler nach. Grund dafür waren die verhalteneren Geschäftserwartungen für die Entwicklung in den kommenden 12 Monaten (minus 11,5 auf 111 Zähler). Im Gegensatz dazu hat sich die Einschätzung der Unternehmen zur Lage im aktuellen Quartal verbessert – plus 2,6 auf 130 Zähler (vgl. Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW), "Logistik-Indikator im vierten Quartal 2014" vom 15. Dezember 2014).
Die Lila Logistik Gruppe konnte im Verlauf des Geschäftsjahres 2014 den Umsatz kontinuierlich in jedem Quartal steigern und erreichte per Saldo einen Gesamtumsatz von rund 119 Mio. €. Damit konnte erstmals die 100-Millionen-Umsatzgrenze von Seiten der Unternehmensgruppe überschritten und ein Umsatzwachstum von 19,1 % erzielt werden. Der Umsatz konnte im Wesentlichen durch die Einbeziehung neuer Standorte und Projekte und zusätzliche Beratungsleistungen im Bereich Lila Consult gesteigert werden.
Darüber hinaus wurde die gute Umsatzentwicklung der Unternehmensgruppe von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland getragen. Ausschlaggebend hierfür waren einerseits die robuste deutsche Automobilindustrie bis zur ersten Hälfte sowie zum Ende des Geschäftsjahres 2014 und die hieraus resultierenden Produktionssteigerungen. Andererseits führte die gute Verbraucherstimmung in Deutschland trotz der weiterhin schwachen konjunkturellen Entwicklung in Europa zu Umsatzsteigerungen mit Kunden aus der Electronics-Branche.
Das Konzernergebnis der Lila Logistik Gruppe belief sich am Ende des Geschäftsjahres 2014 auf 2.988 T€ und lag damit unter dem Vorjahresergebnis von 3.360 T€. Insbesondere die Standort- und IT-Investitionen der Unternehmensgruppe blieben nicht ohne Auswirkung auf die Umsatzrentabilität.
Die nationalen Standorte und Betriebsstätten der Lila Logistik Gruppe sind aktuell in folgenden Städten: Affalterbach, Besigheim, Bischofsheim, Böblingen, Bünde, Dormagen, Herne, Kirchheimbolanden, Lorsch, Marbach a. N., Nürnberg, Recklinghausen, Rüsselsheim, Veitsbronn, Wemding und Zwenkau.
Die internationalen operativen Standorte und Betriebsstätten befinden sich in Gliwice, Jelcz-Laskowice, Siechnice und Wroclaw (alle Polen).
Die Müller – Die lila Logistik Böblingen GmbH wurde im Geschäftsjahr 2014 erstmals in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Im Zuge einer Abspaltung wurde dabei der Standort Althengstett rückwirkend zum Januar 2014 von der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH auf die Müller – Die lila Logistik Böblingen GmbH übertragen.
Des Weiteren ist die Müller – Die lila Logistik Immobilien GmbH & Co. KG durch Anwachsung auf die Müller – Die lila Logistik AG aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.
Darüber hinaus haben im Vorjahresvergleich keine Veränderungen im Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe stattgefunden. Weitere Ausführungen können im Konzernanhang unter Punkt 4. "Konsolidierungskreis und -methoden" entnommen werden.
Das unternehmensinterne Steuerungssystem besteht im Wesentlichen aus der Jahresplanung, der unterjährigen Kontrolle und Steuerung sowie regelmäßigen Vorstandssitzungen und Berichterstattungen an den Aufsichtsrat.
Als bewertungsrelevant gelten für die Lila Logistik Gruppe finanzielle und nichtfinanzielle interne Steuerungsgrößen/ Leistungsindikatoren.
Finanzielle Steuerungsgrößen sind die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (EBIT). Wichtig für die operative Steuerung der Unternehmenseinheiten sind die Soll-Ist-Vergleiche, deren Analyse aus Sicht der Unternehmensleitung sowie zukunftsorientierte Informationen, wie z. B. Angaben über Chancen und Risiken.
Neben rein finanziellen Steuerungsgrößen spielen auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie beispielsweise die Ausbildungsquote der Firmengruppe eine Rolle. Zudem spielen Qualitätserfüllungsgrade eine große Rolle, wobei die Messung anhand individueller kundenbezogener Parameter erfolgt, wobei eine Einzeldarstellung auf Grund der Kundenindividualität nicht möglich ist.
Die Lila Logistik Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2014 Umsatzerlöse in Höhe von 118.904 T€. Im Vergleich zum Vorjahr wurden damit die Umsatzerlöse um 19.069 T€ gesteigert (Vorjahr: 99.835 T€). Maßgeblich für das Umsatzwachstum war die Einbeziehung neuer Standorte und Projekte sowie die Nachfrage nach Beratungsdienstleistungen der Lila Logistik Gruppe im Bereich Lila Consult.
Die quartalsweise Betrachtung der Umsatzerlöse ergibt folgende Verteilung:
| Angaben in % | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| I. Quartal | 22,7 | 22,9 |
| II. Quartal | 25,1 | 23,6 |
| III. Quartal | 25,8 | 26,2 |
| IV. Quartal | 26,4 | 27,3 |
Der relative Anteil der im Geschäftsjahr 2014 in den deutschen Standorten und Betriebsstätten erzielten Umsatzerlöse betrug 79,3 % (Vorjahr: 72,1 %). Die im Übrigen europäischen Ausland erzielten Umsätze der Lila Logistik Gruppe lagen bei 20,7 % (Vorjahr: 27,9 %).
Neben den Umsatzerlösen, stiegen auch die sonstigen betrieblichen Erträge der Lila Logistik Gruppe von 1.798 T€ im Vorjahr, auf 2.300 T€ zum Ende des Berichtsjahres 2014. Die Materialaufwendungen stiegen mit 5,8 % unterproportional zu den Umsatzerlösen an; in Summe beliefen sich die Materialaufwendungen der Lila Logistik Gruppe auf 31.831 T€ (Vorjahr: 30.083 T€). Durch die gestiegene Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Lohn- und Gehaltsanpassungen, erhöhte sich der Personalaufwand von 37.727 T€ auf 47.110 T€ zum Ende des Geschäftsjahres 2014. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen 2.477 T€; die Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von 2.170 T€ um 307 T€ resultiert im Wesentlichen aus dem Abschreibungsbeginn der im Frühjahr fertiggestellten Logistikimmobilie in Wemding sowie den gestiegenen IT-Investitionen im Geschäftsjahr. Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten ergaben sich wie im Vorjahr nicht. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen war eine Steigerung um 28,3 % auf 34.958 T€ zu verzeichnen (Vorjahr: 27.246 T€). Durch die neuen Standorte und Projekte erhöhten sich dabei im Wesentlichen die Miet- und Raumkosten für Logistikimmobilien, die Fremdpersonalkosten und Fremdarbeiten, Schadensaufwendungen sowie Fahrzeugkosten.
Das Betriebsergebnis der Lila Logistik Gruppe vor Zinsen und Steuern (EBIT) zum 31. Dezember 2014 betrug 4.828 T€ (Vorjahr: 4.401 T€). Die EBIT-Marge verringerte sich auf 4,1 % im Vergleich zu 4,4 % zum Vorjahresstichtag. Die Materialaufwandsquote lag mit 26,8 % unter der Vorjahresquote von 30,1 %. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen stieg auf 29,4 % an (Vorjahr: 27,3 %); ebenso stieg die Personalaufwandsquote von 37,8 % auf 39,6 %.
Durch die ganzjährige Einbeziehung langfristiger Darlehen zur Finanzierung des Wachstums der Lila Logistik Gruppe sowie buchmäßige Währungsverluste zum Ende des Berichtsjahres verschlechterte sich der Saldo aus Zinserträgen und Finanzierungswendungen auf -758 T€ gegenüber dem Vorjahr (-451 T€). Darin enthalten sind zudem Zinsen auf Pensionsverpflichtungen in Höhe von -243 T€ (Vorjahr: -178 T€), Zinsaufwendungen für das Factoring in Höhe von -141 T€ (Vorjahr: -99 T€), Buchwertverluste von Finanzderivaten in Höhe von -87 T€ (Vorjahr: Buchwertgewinne in Höhe von 10 T€) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von -81 T€ (Vorjahr: Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 9 T€).
Das Konzernergebnis vor Steuern betrug 3.933 T€ (Vorjahr: 3.959 T€). Im Wesentlichen auf Grund eines Anstiegs der zu zahlenden bzw. geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag verringerte sich der Konzernjahresüberschuss auf 2.988 T€ (Vorjahr: 3.360 T€). Insgesamt ergibt sich ein Gewinn pro Aktie in Höhe von 0,38 € (Vorjahr: 0,42 €). Das Eigenkapital verzinste sich mit 10,3 % (Vorjahr: 12,4 %).
Die vom Geschäftsbereich Lila Consult im Berichtsjahr erzielten Umsatzerlöse beliefen sich auf 6.863 T€ (Vorjahr: 5.485 T€). Der Beratungsbereich profitierte insbesondere durch Entwicklungs- und Beratungsleistungen für die neuen Lila Logistik-Standorte und Neuprojekte; dadurch konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um über 25 % gesteigert werden. Das nicht konsolidierte operative Ergebnis (EBIT) des Segments betrug 841 T€ (Vorjahr: 548 T€). Hieraus ergibt sich eine EBIT-Marge in Höhe von 12,3 % (Vorjahr: 10,0 %).
Die Ausweitung bestehender Geschäftsbeziehungen zu Kunden im Bereich der operativen Logistikdienstleistungen sowie die Gewinnung weiterer Kunden in diesem Bereich schlugen sich in den Umsatzerlösen des Segments Lila Operating nieder. Insgesamt erwirtschaftete die Lila Logistik Gruppe mit ihren logistischen Lagertätigkeiten und "Value Added Services" (im Bereich Factory) sowie mit Transporten (im Bereich Route) Umsatzerlöse in Höhe von 114.841 T€ (Vorjahr: 96.300 T€). Das nicht konsolidierte EBIT des Segments Lila Operating betrug 3.996 T€ (Vorjahr: 3.821 T€), was einer EBIT-Marge in Höhe von 3,5 % entspricht (Vorjahr: 4,0 %).
Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Geschäftssegmente ist in nachfolgender Tabelle ersichtlich:
Weiterführende Informationen zur Segmentberichterstattung, insbesondere zur Überleitung der IFRS Berichterstattung, können dem beigefügten Konzernanhang im Punkt 27. "Segmentinformationen" entnommen werden.
Die Investitionen der Lila Logistik Gruppe in langfristige Vermögenswerte des Anlagevermögens im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen 5.464 T€ (Vorjahr: 8.772 T€). Die Investitionen in Sachanlagen, beliefen sich auf 4.606 T€ (Vorjahr: 7.859 T€). Darin inbegriffen sind im Wesentlichen die im Frühjahr 2014 fertiggestellte Logistikimmobilie in Wemding sowie die Modernisierung und Erweiterung der Betriebs- und Geschäftsausstattung der Standorte, insbesondere Investitionen in die IT der Lila Logistik Gruppe. Die Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen mit 2.477 T€ über dem Niveau des Vorjahres von 2.170 T€, im Wesentlichen bedingt durch den Abschreibungsbeginn der o. g. Logistikimmobilie.
Die Konzernbilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 3,1 % oder absolut betrachtet um 1.912 T€ und betrug 64.268 T€ (31. Dezember 2013: 62.356 T€).
Auf der Aktivseite der Bilanz waren folgende wesentliche Veränderungen zu verzeichnen: Die langfristigen Vermögenswerte stiegen von 37.961 T€ auf 41.038 T€ zum Ende des Geschäftsjahres an. Die Sachanlagen erhöhten sich von 26.535 T€ zum Vorjahresstichtag auf 28.748 T€ zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014; Ursache hierfür war die im Geschäftsjahr 2014 fertiggestellte Logistikimmobilie.
Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich zum 31. Dezember 2014 in Summe um 1.165 T€ und betrugen 23.230 T€ (31. Dezember 2013: 24.395 T€). Die liquiden Mittel der Unternehmensgruppe verminderten sich dabei um 1.598 T€, wie im Punkt 2.7 "Cashflow und Liquidität" dieses Berichts beschrieben. Die gestiegenen Umsatzerlöse sowie die Stichtagsbetrachtung sind im Wesentlichen dafür verantwortlich, dass die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Lila Logistik Gruppe gegenüber Dritten um 1.277 T€ auf 11.458 T€ angestiegen sind (31. Dezember 2013: 10.180 T€). Ebenfalls stichtagsbedingt veränderten sich die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte auf 2.467 T€ (Vorjahr: 4.416 T€); im Vorjahr waren in den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten Forderungen aus einer Unternehmenstransaktion in Höhe von 1,2 Mio. € enthalten. Durch die Veräußerung der Geschäftsanteile an der Emporias Verwaltung GmbH und der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG zum 1. Januar 2015, wurde zum Bilanzstichtag erstmals die Position "Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" in Höhe von 1.278 T€ unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Weitere Einzelheiten hierzu sind dem Konzernanhang unter Punkt 16. "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" zu entnehmen.
Auf der Passivseite der Konzernbilanz fanden bei den langfristigen Schulden folgende Veränderungen statt: Insbesondere durch Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich die langfristigen Darlehen von 11.573 T€ auf 10.027 T€. Zum Bilanzstichtag lagen die passiven latenten Steuern per Saldo unter dem Niveau des Vorjahresstichtags von 1.627 T€ und betrugen 1.431 T€; wesentlicher Bestandteil sind dabei die passiven latenten Steuern auf temporäre Unterschiede im langfristigen Vermögen des Konzerns. Weiterführende Informationen zur Entwicklung der latenten Steuern können dem Konzernanhang im Punkt 12. "Ertragsteuern" entnommen werden.
Die Entwicklung der kurzfristigen Schulden ist von folgenden Effekten geprägt: Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich stichtagsbedingt und betrugen zum 31. Dezember 2014 insgesamt 4.036 T€ (31. Dezember 2013: 4.518 T€). Ebenfalls stichtagsbedingt erhöhten sich die sonstigen kurzfristigen Schulden von 5.820 T€ um 929 T€ auf 6.749 T€. Die Position "Schulden in Zusammenhang mit Veräußerungsgruppen" wurde auf Grund der am 1. Januar 2015 durchgeführten Veräußerung der Geschäftsanteile an der Emporias Verwaltung GmbH und der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG gebildet und betrug 1.151 T€. Per Saldo beliefen sich die kurzfristigen Schulden zum Bilanzstichtag auf 18.064 T€ (31. Dezember 2013: 16.460 T€).
Das kumulierte übrige Eigenkapital betrug -3.941 T€ (Vorjahr: -2.224 T€) und veränderte sich im Wesentlichen durch Zinsveränderungen für Pensionsverpflichtungen – nähere Angaben hierzu befinden sich im Konzernanhang im Punkt "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Unterpunkt 19. "Eigenkapital". Zum Bilanzstichtag verbesserte sich das Eigenkapital der Lila Logistik Gruppe (inklusive Anteile anderer Gesellschafter) leicht auf 29.203 T€ (31. Dezember 2013: 29.125 T€). Die Eigenkapitalquote verringerte sich auf Grund der gestiegenen Bilanzsumme auf 45,4 % (Vorjahr: 46,7 %).
Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, der Hauptversammlung am 16. Juni 2015 vorzuschlagen, von dem Bilanzgewinn des für eine Ausschüttung relevanten Einzelabschlusses der Muttergesellschaft (nach HGB) eine Dividende in gleicher Höhe wie im Vorjahr von 0,15 € je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gliedern sich nach Fälligkeit wie folgt:
| Angaben in T€ | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Bis 1 Jahr | 1.547 | 1.548 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 6.176 | 6.187 |
| Über 5 Jahre | 3.850 | 5.387 |
| Gesamt | 11.573 | 13.122 |
Zur Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und deren Besicherung sowie den bestehenden Rahmenkreditlinien der Lila Logistik Gruppe verweisen wir auf Punkt 27. "Finanzinstrumente", Unterpunkt "Liquiditätsrisiken", des Konzernanhangs.
Das Finanzmanagement der Lila Logistik Gruppe umfasst das Kapitalstrukturmanagement, das Cash- und Liquiditätsmanagement, das Management von Pensionsrisiken sowie das Management von Währungsrisiken und von Kreditausfallrisiken.
Die Ziele des Finanzmanagements sind 1) die Beobachtung bilanzieller und Cashflow-wirksamer Effekte von Währungen auf die Lila Logistik Gruppe und die Reaktion hierauf mit entsprechenden Maßnahmen, 2) die Aufrechterhaltung der Liquidität der Lila Logistik Gruppe zu jedem Zeitpunkt und 3) die Stärkung und Aufrechterhaltung einer angemessenen Eigenkapitalbasis.
Der Cashflow aus operativer Tätigkeit verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr. Aus betrieblicher Tätigkeit flossen der Lila Logistik Gruppe im Berichtszeitraum Mittel in Höhe von 6.577 T€ zu (Vorjahr: 3.443 T€).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Gesamthöhe von -4.919 T€ (Vorjahr: -9.338 T€) war geprägt durch Mittelabflüsse aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von -4.996 T€ (Vorjahr: -7.389 T€). Zudem entstanden Erlöse beim Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 77 T€ (Vorjahr: 147 T€). Im Vorjahr waren zudem Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 596 T€ und der Unternehmenserwerb der heutigen Müller – Die lila Logistik Electronics GmbH in Höhe von 1.500 T€ enthalten.
Müller – Die lila Logistik Geschäftsbericht 2014
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -2.763 T€ (Vorjahr: Mittelzufluss 9.202 T€) ergab sich im Wesentlichen durch die Tilgung von Darlehen in Höhe von -1.548 T€ und aus der Auszahlung der Dividende in Höhe des Vorjahres in Höhe von -1.193 T€. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 waren in der Lila Logistik Gruppe liquide Mittel in Höhe von 7.663 T€ vorhanden (Vorjahr: 9.261 T€).
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Schulden wurden im Cashflow gesondert ausgewiesen; diese können der Konzern-Kapitalflussrechnung im Konzernabschluss entnommen werden.
Der Verschuldungskoeffizient, der das Verhältnis von Fremdkapital zu Gesamtkapital beschreibt, lag bei 0,55 (Vorjahr: 0,53).
Die Umsatzerlöse der Lila Logistik Gruppe im Geschäftsjahr 2014 verbesserten sich auf 118.904 T€ und lagen damit über dem kommunizierten Erwartungskorridor des Managements. Das erzielte operative Ergebnis (EBIT) in Höhe von 4.828 T€ befand sich in dem zum Halbjahresfinanzbericht kommunizierten Erwartungskorridor zwischen 4,6 Mio. € und 5,1 Mio. €. In der Zwischenmitteilung innerhalb des zweiten Halbjahres 2014 wurde prognostiziert, dass das operative Ergebnis (EBIT) zum Ende des Geschäftsjahres 2014 am unteren Rand des bislang kommunizierten Korridors von 4,6 Mio. € bis 5,1 Mio. € erwartet wird (siehe u. a. Tabelle). Der Konzernjahresüberschuss lag durch Projektanlaufkosten und Investitionen an den neuen Standorten mit 2.988 T€ um -372 T€ unterhalb des Vorjahreswertes. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stellt sich stabil dar. Der Geschäftsverlauf 2015 bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts entsprach den Erwartungen des Managements.
| Angaben in Mio. € | Prognosen 2014 | Ergebnisse 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 110 – 114 | 118,9 |
| per 30.09.2014 prognostiziert 4,6 - 4,8 |
||
| Operatives Ergebnis (EBIT) | per 31.12.2013 prognostiziert 4,6 – 5,1 |
4,8 |
Die erstellten Prognosen wurden unter Anwendung heuristischer Verfahren erstellt. Diese Verfahren beinhalten eine Kombination aus historischen Vergangenheitswerten, Erfahrungswerten, Szenarienbildung und gegebenenfalls vorliegenden Marktstudien. Hierdurch wird versucht, möglichst vielen Einflussfaktoren Rechnung zu tragen.
Das Konzern-Controlling der Lila Logistik Gruppe stellt dem Management konzernweite Planungen als Basis für Prognosen zur Verfügung. Dabei werden monatlich aktuelle Werte rollierend durch einen bereichsspezifischen Forecast ergänzt, der einen Ausblick in die Zukunft gibt. Grundlage des Forecast sind Plan-, Ist- und Abweichungsgrößen, die durch aktuelle Schätzungen, Erfahrungen und Detailwissen von verantwortlichen Geschäftsführern, Niederlassungsleitern und Bereichsleitern ergänzt werden. Auf Grund dieser Größen und Erfahrungswerte wird dabei aufgezeigt, wie sich bis jetzt ermittelte Werte mit und ohne Korrekturmaßnahmen entwickeln könnten. Plausibilitätsprüfungen unterstützen dabei den gesamten Prozess. Dies ermöglicht eine Prognose des weiteren Verlaufs der Ist-Größen bei den gegenüber dem Plan veränderten externen und internen Gegebenheiten.
Die verwendeten Prognosemodelle sind aus Sicht der Gesellschaft grundsätzlich geeignet, um daraus zukunftsorientierte Aussagen im Lagebericht abzuleiten. Die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit des gruppeninternen Planungssystems, das zur Herleitung der Prognosen verwendet wird, ist aus Konzernsicht gegeben.
Für den Unternehmenserfolg der Lila Logistik Gruppe sind engagierte und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zentraler Bedeutung. Im Geschäftsjahr 2014 waren in den europäischen Standorten und Betriebsstätten der Lila Logistik Gruppe im Durchschnitt 1.371 Mitarbeiter, ohne Auszubildende, beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Vergrößerung der Belegschaft um 264 Personen oder einem Plus von 23,8 % (Vorjahr: 1.107 Mitarbeiter). In Deutschland waren durchschnittlich 1.061 Personen tätig, was einem Anteil von 77,4 % am Personalbestand des Gesamtkonzerns entspricht (Vorjahr: 807 Personen; 72,9 %). In den polnischen Standorten und Betriebsstätten beschäftigte die Lila Logistik Gruppe 310 Personen oder 22,6 % des Personalstamms (Vorjahr: 27,1 %; 300 Personen).
Die Personalmarketingmaßnahmen der Lila Logistik Gruppe wurden im Geschäftsjahr 2014 ausgeweitet. Im stärker werdenden Wettbewerb um Talente präsentierte sich die Lila Logistik Gruppe auf Firmenkontaktmessen und Ausbildungsmessen. Zusätzlich zu der gemeinsam mit den Unternehmen Würth und Bechtle gehaltenen Stiftungsprofessur an der Hochschule Heilbronn wird ein Vorlesungsprogramm zusammen mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg durchgeführt, die die Hochschule Heilbronn sowie die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Stuttgart einschließt.
Die Lila Logistik Gruppe ist eine Kooperation mit der DHBW Stuttgart für das Erstsemester 2014 eingegangen. Der Studiengang "BWL – Dienstleistungsmanagement – Logistikmanagement" bietet die Vorlesungsinhalte an, die der Prozessorientierung und dem Tätigkeitsbereich der Lila Logistik Gruppe entspricht. Auch Auslandssemester, die von Seiten der DHBW Stuttgart in Kooperation mit ausländischen Hochschulen angeboten werden, werden grundsätzlich betrieblich unterstützt.
Im Wesentlichen bedingt durch die insgesamt gestiegene Belegschaft lag die durchschnittliche Ausbildungsquote der Lila Logistik Gruppe mit 3,5 % unterhalb der Quote des Vorjahres von 4,9 %. Per Stichtag 31. Dezember 2014 befanden sich 51 junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis (Vorjahr: 59 Personen). Auf Grund der zeitlichen Differenz zwischen Prüfungsterminen und Ausbildungsbeginn können sich rechnerische Unterschiede bei der Berechnung der Ausbildungsquoten ergeben. Um die Situation der Lila Logistik Gruppe in Bezug auf den Nachwuchs mit qualifizierter Berufsausbildung wieder zu erhöhen, ist vorgesehen, die Gesamtzahl der Ausbildungsstellen und der Ausbildungsstätten mittelfristig zu erhöhen.
Um die Aus- und Weiterbildung innerhalb der Lila Logistik Gruppe noch gezielter zu fördern, wurde im Geschäftsjahr 2014 ein spezieller Arbeitskreis hierfür initiiert. Dieser wird regelmäßig tagen, um Optimierungspotentiale und somit soziale und fachliche Fokussierungsinterdependenzen für die Aus- und Weiterbildung in der gesamten Lila Logistik Gruppe zu generieren. Dabei sollen auch individuelle Lebensumstände und -situationen berücksichtigt werden. So wurde beispielsweise beginnend ab dem Jahr 2014 erstmals ein Teilzeitstudium in Zusammenarbeit mit der Fernuniversität Hagen angeboten.
Im Geschäftsjahr 2014 stand zudem die Integration der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den neuen Standorten der Lila Logistik Gruppe im Mittelpunkt der Aktivitäten der Personalarbeit.
Die Aktien der Müller – Die lila Logistik AG werden im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.
Hinsichtlich der Angaben zu § 315 Abs. 4 Nr. 1 HGB verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang unter Punkt 19. "Eigenkapital".
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten (§ 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB), bestehen laut Meldung an die Gesellschaft vom 8. Dezember 2010 durch Herrn Rudolf Reisdorf, Schweiz, in Höhe von 22,842% der Stimmrechte sowie laut Meldung an die Gesellschaft vom 23. Dezember 2010 durch die Michael Müller Beteiligungs GmbH, Stuttgart, in Höhe von 58,67% der Stimmrechte.
Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Vorstand besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung aus einer oder mehreren Personen; die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt. Der Aufsichtsrat kann gemäß § 84 AktG und § 5 Abs. 1 der Satzung einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, wird das Mitglied nach § 85 AktG in dringenden Fällen auf Antrag eines Beteiligten gerichtlich bestellt. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, gemäß § 84 Abs. 3 AktG.
Eine Änderung der Satzung bedarf nach § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 13 der Satzung dem Aufsichtsrat übertragen. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat durch Hauptversammlungsbeschluss vom 24. Juni 2010 ermächtigt worden, § 4 der Satzung entsprechend der Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2010 zu ändern.
Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der einfachen Stimmenmehrheit, soweit nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt. Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen nach § 179 Abs. 2 AktG einer Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, sofern die Satzung nicht eine andere Kapitalmehrheit bestimmt.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft in einem Umfang von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Sie darf auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte genutzt werden. Dabei dürfen auf die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß den §§ 71 ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft entfallen.
Die Ermächtigung ist mit Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 wirksam und gilt bis zum Ablauf des 23. Juni 2015. Sie darf zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken ausgenutzt werden.
Der Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.
a) Erfolgt der Erwerb als Kauf über die Börse, so darf der von der Gesellschaft bezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Handelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im XETRA-Handel (oder einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen vergleichbaren Nachfolgesystems) an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.
b) Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot an alle Aktionäre, so dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den arithmetischen Mittelwert der Schlussauktionskurse der Aktie im XETRA-Handel (oder einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen vergleichbaren Nachfolgesystems) an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main am fünften, vierten und dritten Börsenhandelstag vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebotes um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Ergeben sich nach den für die Ermittlung des Mittelwertes maßgeblichen Börsenhandelstagen erhebliche Kursbewegungen, so kann das Angebot angepasst werden. In diesem Fall wird auf den arithmetischen Mittelwert der Schlussauktionskurse des fünften, vierten und dritten Börsenhandelstages vor dem Tag der Veröffentlichung der Anpassung abgestellt. Das Angebot kann weitere Bedingungen vorsehen. Das Volumen des Angebots kann begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots das vorgesehene Volumen überschreitet, kann das Andienungsrecht der Aktionäre insoweit ausgeschlossen werden, als die Annahme nach dem Verhältnis der jeweils angedienten Aktien erfolgt. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien der Gesellschaft je Aktionär kann vorgesehen werden.
c) Der Vorstand ist ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund der vorstehenden Ermächtigung erworben werden, neben einer Veräußerung über die Börse oder einem Angebot an alle Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats zu allen weiteren gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere zu den nachstehenden Zwecken:
(1) Sie können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere an Dritte im Rahmen eines Zusammenschlusses von Unternehmen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen oder anderen Wirtschaftsgütern; (2) Sie können als Mitarbeiteraktien Arbeitnehmern der Gesellschaft oder der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen zum Erwerb angeboten werden; (3) Sie können an Dritte gegen Barzahlung auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu einem Preis veräußert werden; (4) Sie können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Der Vorstand kann bestimmen, dass das Grundkapital bei der Einziehung herabgesetzt wird oder dass das Grundkapital unverändert bleibt und sich stattdessen durch die Einziehung der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall zur Anpassung der Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung ermächtigt.
d) Die Ermächtigungen gemäß lit. c) können ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam, umfassend oder bezogen auf Teilvolumina der erworbenen Aktien ausgenutzt werden. Der Preis, zu dem eine Aktie gemäß den Ermächtigungen gemäß lit. c) (1) und/oder (3) abgegeben wird, darf (ohne Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs einer Aktie im XETRA-Handel (oder einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen vergleichbaren Nachfolgesystems) an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main am Tag der verbindlichen Vereinbarung mit dem Dritten um nicht mehr als 5 % unterschreiten.
e) Ein Bezugsrecht der Aktionäre auf die eigenen Aktien der Gesellschaft wird insoweit ausgeschlossen, als diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen gemäß lit. c) (1), (2), (3) und (4) verwendet werden. Darüber hinaus kann der Vorstand im Fall der Veräußerung von Aktien der Gesellschaft im Rahmen eines Verkaufsangebots an alle Aktionäre der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge ausschließen.
Im Berichtszeitraum haben im Vorstand keine personellen Veränderungen stattgefunden. Im Mai 2014 beschloss der Aufsichtsrat die Verlängerung der Bestellung der Mitglieder des Vorstands Michael Müller und Rupert Früh ab dem 1. Januar 2015 für weitere fünf Jahre.
Mit Ablauf der Hauptversammlung am 4. Juni 2014 endete die Amtszeit aller Aufsichtsratsmitglieder der Müller – Die lila Logistik AG. Die Aufsichtsmitglieder Prof. Dr. Gerd Wecker, Per Klemm und Prof. Peter Klaus wurden als Vertreter der Anteilseigner für eine weitere Periode in den Aufsichtsrat wiedergewählt. Als Nachfolger von Herrn Klaus Langer, der aus Altersgründen nicht zu einer Wiederwahl angetreten war, wurde Herr Christoph Schubert von der Hauptversammlung als Mitglied des Aufsichtsrats gewählt.
Mit Beendigung der Hauptversammlung am 4. Juni 2014 begann ebenfalls die fünfjährige Amtszeit der Arbeitnehmervertreter, die zuvor im Mai 2014 im Rahmen der Aufsichtswahl gewählt worden waren. Herr Volker Buckmann hatte sich nach zwei Wahlperioden als Arbeitnehmervertreter nicht zur Wiederwahl aufstellen lassen. An seiner Stelle wurde Herr Sebastian Fieberg als zweiter Vertreter der Arbeitnehmer in den Aufsichtsrat gewählt.
Der nachfolgende Vergütungsbericht erläutert die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung. Der Vergütungsbericht berücksichtigt die Regelungen des Handelsgesetzbuches in der durch das Vorstandsvergütungsoffenlegungsgesetz (VorstOG) geänderten Fassung sowie die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), sofern die Gesellschaft den Empfehlungen entsprochen hat bzw. entspricht. Darüber hinaus werden Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat gemacht.
Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands der Müller – Die lila Logistik AG orientiert sich an der Größe der Gesellschaft und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens. Des Weiteren werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt. Die Vergütung des Vorstands ist leistungsorientiert und enthält Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. Sie setzt sich aus einer festen Vergütung und einem variablen Bonus zusammen. Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht grundsätzlich den Empfehlungen des DCGK; sie umfasst fixe und variable Bestandteile.
Herr Michael Müller wurde als Vorstandsvorsitzender bis zum 31. Dezember 2019 wiederbestellt. Ebenfalls bis zum 31. Dezember 2019 wurde Herr Rupert Früh als Vorstand Finanzen wiederbestellt. Die Bestellung von Herrn Marcus Hepp als Vorstand Produktion läuft bis zum 31. Dezember 2017.
Die feste Vergütung in Form eines Grundgehalts wird in zwölf Monatsraten als Gehalt ausgezahlt. Weihnachts- oder Urlaubsgeld werden nicht gewährt. Für Pensionszusagen gegenüber den Vorstandsmitgliedern wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen.
Die Gesellschaft hat den Vorstandsmitgliedern Leistungen der betrieblichen Altersversorgung zugesagt. Der Pensionsfall tritt nach dem vollendeten 65. Lebensjahr des jeweiligen Vorstandsmitglieds ein; im Invaliditätsfall eines Vorstandsmitglieds ggf. auch früher. Im Falle der Invalidität wird ab dem Endalter der Teil der Aktiven-Altersleistung, der den abgeleisteten Dienstjahren im Verhältnis zu den erreichbaren Dienstjahren entspricht, gezahlt. Nehmen die Vorstandsmitglieder vor Vollendung des 65. Lebensjahres die Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung in voller Höhe in Anspruch, so können sie gemäß § 6 BetrAVG die betriebliche Altersrente bereits von diesem Zeitpunkt an begehren.
Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine Prämie, dessen Höhe sich in Abhängigkeit bestimmter quantitativer, im Dienstvertrag fixierter Unternehmensziele, die sich wesentlich am EBT des Gesamtkonzerns orientieren, ermittelt.
Die Bezüge des Vorstands betrugen gemäß IFRS-Rechnungslegung im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.006 T€ (Vorjahr: 1.010 T€) und setzten sich wie folgt zusammen:
| Angaben in T€ | 2014 | 2013 | 2012 |
|---|---|---|---|
| Fixe Vergütungsbestandteile | 698 | 670 | 631 |
| Variable Vergütungs bestandteile |
308 | 340 | 329 |
Sowohl der geldwerte Vorteil der privaten Fahrzeugnutzung als auch Beiträge zur Altersversorgung und Unfallversicherung sind in den fixen Vergütungsbestandteilen enthalten. Die Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 hat beschlossen, dass die gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB und §§ 315a Abs. 1 und 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB (in ihrer jeweils anwendbaren Fassung) verlangten Angaben in den Jahres- und Konzernabschlüssen der Müller – Die lila Logistik AG, die für die Geschäftsjahre 2010 bis 2014 (einschließlich) aufzustellen sind, unterbleiben.
Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG festgelegt. Sie ist in § 14 der Satzung des Unternehmens geregelt. Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder. Die Vergütung enthält drei Komponenten:
Die Vergütung enthält drei Komponenten:
Die feste jährliche Vergütung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats beträgt das Dreifache, die feste jährliche Vergütung des stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung der anderen Mitglieder. Ausschussvorsitzende erhalten das Dreifache der festen Vergütung von Ausschussmitgliedern.
Für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Müller – Die lila Logistik AG betrug die Vergütung im abgelaufenen Geschäftsjahr 84 T€ (Vorjahr: 82 T€).
| Angaben in T€ | 2014 | 2014 | 2013 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| A1* | A2** | A1* | A2** | |
| Prof. Peter Klaus D.B.A./Boston University Vorsitzender des Aufsichtsrats |
20 | 5 | 20 | 4 |
| Prof. Dr. Gerd Wecker Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats |
10 | 9 | 10 | 9 |
| Per Klemm Mitglied des Aufsichtsrats |
8 | – | 7 | – |
| Klaus Langer Mitglied des Aufsichtsrats (bis 4.Juni 2014) |
4 | 4 | 7 | 9 |
| Christoph Schubert Mitglied des Aufsichtsrats (seit 4.Juni 2014) |
4 | 4 | – | – |
| Carlos Rodrigues Mitglied des Aufsichtsrats |
8 | – | 8 | – |
| Volker Buckmann Mitglied des Aufsichtsrats (bis 4.Juni 2014) |
4 | – | 8 | – |
| Sebastian Fieberg Mitglied des Aufsichtsrats (seit 4.Juni 2014) |
4 | – | – | – |
* Aufsichtsratsvergütung (inklusive Sitzungsgeld)
** Ausschussvergütung (inklusive Sitzungsgeld)
Für persönlich erbrachte Leistungen im Geschäftsjahr 2014 erhielt der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Prof. Peter Klaus, 1 T€ (Vorjahr: 0 T€).
Nach den Vorschriften des § 15a WpHG müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Müller – Die lila Logistik AG den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft und sich darauf beziehende Finanzinstrumente offen legen. Das gilt auch für bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen. Im Berichtsjahr 2014 sind der Müller – Die lila Logistik AG bis zum Stichtag 31. Dezember keine nach § 15a WpHG meldepflichtigen Mitteilungen über den Erwerb bzw. die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft zugegangen.
Die Mitglieder des Vorstands hielten zum 31. Dezember 2014 direkt insgesamt 84.000 Stückaktien; dies entspricht 1,06 % des Grundkapitals der Müller – Die lila Logistik AG. Mitglieder des Aufsichtsrats hielten 62.874 Aktien bzw. 0,79 % des Grundkapitals der Gesellschaft.
Eine individualisierte Auflistung des Aktienbesitzes der Organe der Gesellschaft findet sich im Konzernanhang unter Punkt "Sonstige Erläuterungen".
Das interne Kontrollsystem (IKS) der Lila Logistik Gruppe ist auf vielfältige Weise in die organisatorischen und technischen Abläufe der Unternehmensgruppe eingebunden. Es wurde passend zur wirtschaftlichen Größe des Konzerns und seiner Abläufe bedarfsgerecht vom Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG eingerichtet und bezüglich seiner Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit periodisch vom Risikomanagement überprüft und angepasst. Die Wirksamkeit des IKS wird vom Prüfungsausschuss der Müller – Die lila Logistik AG gemäß den Anforderungen HGB überwacht.
Der Umfang und die Ausgestaltung an die spezifischen Anforderungen der Lila Logistik Gruppe liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. In diesem Zusammenhang ist das Konzern-Controlling verantwortlich für die unabhängige Überprüfung der Funktionsfähigkeit des IKS in der Unternehmensgruppe. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben verfügt das Konzern-Controlling über umfassende Informations- und Prüfrechte. Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es, unabhängig von der konkreten Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens seiner Ziele gibt. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es nur eine relative und keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.
Das konzernrechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die Steuerung der Prozesse zur Rechnungslegung und Jahresberichtserstellung erfolgt in der Lila Logistik Gruppe durch die Finanzbuchhaltung, das Konzern-Controlling und das Investor Relations. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert. Relevante Anforderungen werden z. B. in der im Gruppenleitfaden enthaltenen Bilanzierungsrichtlinie festgehalten und bilden zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Grundlage für den Abschlusserstellungsprozess. Darüber hinaus unterstützen ergänzende Verfahrensanweisungen, Meldeformate sowie IT-unterstützte Berichts- und Konsolidierungsprozesse den Ablauf der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung.
Im Bedarfsfall bedient sich die Lila Logistik Gruppe externer Dienstleister, z. B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen der Allianz-Lebensversicherungs-AG, bei rechtlichen Fragestellungen externer Rechtsberater oder bei wirtschafts- oder steuerrechtlichen Themen verschiedener unabhängiger Wirtschafts- und Steuerprüfer.
Der Bereich Konzern-Controlling stellt die konzernweite und einheitliche Umsetzung der Anforderungen des konzernrechnungslegungsbezogenen IKS über entsprechende Prozesse sicher. Die Konzerngesellschaften sind sowohl für die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren als auch für den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich und werden durch organisatorische Anweisungen unterstützt. Im Rechnungslegungsprozess sind unter Risikoaspekten definierte, interne Kontrollen eingebettet. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollen, zu denen lTgestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung, das Vier-Augen-Prinzip, allgemeine lT-Kontrollen, wie z. B. Zugriffsregelungen in lT-Systemen oder ein Änderungsmanagement sowie deren Überwachung, gehören.
Die Wirksamkeitsbeurteilung des IKS der Lila Logistik Gruppe erfolgt für die unter Risikoaspekten ausgewählten Teile u. a. auf der Grundlage von Selbstbeurteilungen (Selbstevaluationen), beginnend bei den Prozessbeteiligten bis hin zu den wesentlichen Verantwortungsträgern der Lila Logistik Gruppe. Die interne Revision nimmt eine unabhängige, stichprobenhafte Prüfung der Selbstbeurteilungen vor. Dadurch können Verbesserungspotenziale der internen organisatorischen Steuerung aufgedeckt und Optimierungen des IKS vorgenommen werden.
Nach § 91 Absatz 2 Aktiengesetz ist der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG verpflichtet, ein Risikofrüherkennungssystem zu führen. Vorschriften des Handelsgesetzbuchs verlangen darüber hinaus, über die zukünftige Entwicklung und die damit verbundenen Risiken im Lagebericht zu berichten. Das Risikomanagementsystem der Müller – Die lila Logistik AG ist durch gruppenweite Standards sowie durch Berichts- und Informationssysteme geprägt. In jährlichen Planungsrunden werden alle Geschäftsbereiche auf Chancen und Risiken geschäftsübergreifend untersucht, analysiert und bewertet. Unterjährig wird die Zielerreichung durch das gruppenweite Controllingund Berichtssystem überwacht und gesteuert. Der Bereich "Risikomanagement" überwacht in der Lila Logistik Gruppe die Prozesse in Hinblick auf bestehende und mögliche Risiken.
Darüber hinaus dient ein IT-System der schnellen und einfachen Information durch die Vor-Ort-Verantwortlichen an die Geschäftsleitung der Tochtergesellschaften und den Vorstand der Lila Logistik Gruppe. Die Identifikation und Bewertung sowohl interner als auch externer Risiken wird gemeinsam vom zentralen Risikomanagement und den Risikoverantwortlichen der betreffenden Verantwortungsbereiche durchgeführt. Die Lila Logistik Gruppe setzt konzernweit qualitative und quantitative Risikoanalysen sowie andere Risikoberechnungsverfahren ein, beispielsweise Sensitivitätsanalysen und Simulationen. Entsprechend der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkungen (wie zum Beispiel die potenzielle Verlust- oder Schadenshöhe) wird das Risiko als "gering", "mittel" oder "hoch" klassifiziert". Zur Identifikation von Risiken verwendet die Unternehmensgruppe verschiedene Techniken. So wurde beispielsweise ein Risikoatlas entwickelt, der sowohl Beispielsrisiken als auch Maßnahmen zur Risikominimierung enthält. Die Identifikation der Risiken findet auf verschiedenen Unternehmensebenen statt. Dies soll gewährleisten, dass alle wesentlichen Risiken in der gesamten Unternehmensgruppe erkannt und erfasst werden.
Die verantwortlichen Geschäftsführer der Tochtergesellschaften werden regelmäßig über alle identifizierten und relevanten Risiken ihres Verantwortungsbereiches informiert. Monatlich erhält der Vorstand einen Kurzbericht über die wesentlichen Veränderungen (Neuanlagen, Löschungen, Bewertungsänderungen etc.) im Bereich des Risikomanagements. Zusätzlich wird einmal im Quartal der Vorstand über wesentliche Einzelrisiken informiert, die mittels einer Risikoanalyse definierte Schwellenwerte überschreiten. Diese Berichterstattung erfolgt in Form einer qualitativen Beschreibung. Über wesentliche Risiken wird außerdem der Vorsitzende des Aufsichtsrats über die Vorstandssitzungsprotokolle unterrichtet. Der Prüfungsausschuss erhält regelmäßig einen Bericht über den Status des Risikomanagementsystems und seine Umsetzung in den verschiedenen Bereichen. Parallel dazu erstattet die interne Revision dem Prüfungsausschuss ebenfalls regelmäßig Bericht über ihre Tätigkeit.
Die Risikoverantwortlichen verwenden eine spezielle Risikomanagementsoftware, um Transparenz über alle in der Lila Logistik Gruppe vorhandenen Risiken zu schaffen und um das Risikomanagement sowie die entsprechende Berichterstattung zu erleichtern. Identifizierte Risiken werden in der Software erfasst und nachverfolgt. Das Risikomanagement-System erfasst lediglich Risiken, nicht jedoch Chancen. Die interne Berichterstattung erlaubt es, negative Entwicklungen zeitnah zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Im Kern beinhaltet das Risikomanagement also die Verantwortung des Managements, die Risiken im Unternehmen früh zu erkennen, zu analysieren und zu bewerten, um so die notwendigen Vorsorgemaßnahmen treffen zu können.
Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter für die Lila Logistik Gruppe aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen als "gering", "mittel" oder "hoch" klassifiziert. Die Skalen zur Messung dieser Indikatoren sind in den nachfolgenden Tabellen dargestellt.
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Beschreibung |
|---|---|
| 1 bis 5% | Sehr gering |
| 6 bis 20% | Gering |
| 21 bis 50% | Mittel |
| 51 bis 90% | Hoch |
| 91 bis 99% | Sehr hoch |
Gemäß dieser Einteilung definiert die Lila Logistik Gruppe ein Risiko mit einer sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeit als eines, das nur unter außergewöhnlichen Umständen eintritt und ein Risiko mit einer sehr hohen Eintrittswahrscheinlichkeit als eines, das voraussichtlich eintreten wird.
| Definition der Auswirkungen | Grad der Auswirkungen |
|---|---|
| Unerhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage |
Niedrig |
| Begrenzte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage |
Moderat |
| Bedeutsame negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage |
Wesentlich |
| Beträchtliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage |
Kritisch |
| Schädigende oder schwerwiegende negative Auswir kungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage |
Gravierend |
Gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben sich folgende Klassifizierungen:
Eintrittswahrscheinlichkeit
H = Hohes Risiko, M = Mittleres Risiko, L = Geringes Risiko
Die Lila Logistik Gruppe ist sich darüber im Klaren, dass alle wirtschaftlichen Aktivitäten grundsätzlich mit Risiken verbunden sind. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Lila Logistik Gruppe eine restriktive, das heißt risikoaverse Strategie. Keine Handlung oder Entscheidung darf die Existenz der Unternehmensgruppe oder einer der Tochtergesellschaften gefährden. Risiken sind soweit wie möglich abzusichern oder zu vermeiden und Restrisiken durch das Risikomanagement zu steuern.
Die Lila Logistik Gruppe ist den typischen Geschäftsrisiken ausgesetzt, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Dazu gehören insbesondere Nachfragerückgänge und die weiteren hier aufgezeigten allgemeinen und unternehmensspezifischen Risiken.
Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahresdurchschnitt 2014 insgesamt als stabil erwiesen: Um 1,6 % war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) höher als im Vorjahr und lag damit über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 1,2 %. Dies ergaben Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP sehr viel moderater gewachsen (2013 um 0,1 % und 2012 um 0,4 %). "Offensichtlich konnte sich die deutsche Wirtschaft in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld behaupten und dabei vor allem von einer starken Binnennachfrage profitieren", sagte Roderich Egeler, Präsident des Statistischen Bundesamtes, auf einer Pressekonferenz zum Bruttoinlandsprodukt 2014 in Berlin. Die konjunkturelle Lage habe sich nach dem schwungvollen Jahresauftakt und der folgenden Schwächephase im vergangenen Sommer zum Jahresende 2014 stabilisiert (vgl. Pressemitteilungen des Statistischen Bundesamtes vom 15. Januar 2015 – 16/15 und vom 24. Februar 2015 – 61/15).
Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im Februar 2015 auf 106,8 Punkte gestiegen, von 106,7 im Vormonat. Die Zufriedenheit mit der aktuellen Lage hat etwas abgenommen. Jedoch blicken die Unternehmen erneut zuversichtlicher auf den weiteren Geschäftsverlauf. Die deutsche Wirtschaft zeigt sich somit robust gegenüber den geopolitischen Unsicherheiten. (vgl. Presseinformation für das ifo Geschäftsklima Deutschland und ifo Konjunkturtests im Februar 2015).
Von wesentlicher Bedeutung für eine gute Konjunkturentwicklung im gesamten Euro-Raum sind nach Aussagen von Finanzexperten die dauerhaft geringen Zinsen, die Abwertung des Euro, die geringe Inflation und Inflationserwartung, die hohe Liquidität sowie der niedrige Ölpreis. Sollte jedoch das im Januar 2015 von der Europäischen Zentralbank (EZB) beschlossene Anleihenkaufprogramm keine Wirkung entfalten und das Wachstum niedrig bleiben, könnte sich Enttäuschung an den Finanzmärkten in starken Kursschwankungen bemerkbar machen. Größtes Risiko für den Euroraum ist die Unsicherheit über die Entwicklungen der griechischen Wirtschaft und der Konflikt in der Ukraine. Jede neue Eskalation kann die Erholung im Euroraum dauerhaft zurückwerfen (vgl. Medieninformation des Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Kiel, vom 29. Januar 2015).
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat maßgebliche Auswirkungen auf Risiken für die Unternehmensgruppe. Eine Konjunktureintrübung könnte die Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern und letztlich nach Transportund Logistikleistungen deutlich schwächen. Damit bestehen unmittelbar und mittelbar ökonomisch bedingte Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe.
Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verändern, müssen beispielsweise Kapazitätsanpassungen vorgenommen werden. Es besteht das Risiko, dass diese Anpassungen nur zeitverzögert möglich sind. Umsatzrückgänge und Kostensteigerungen hätten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge.
Die Lila Logistik Gruppe stuft die Risiken aus einer negativ gesamtwirtschaftlichen Entwicklung als mittlere Risiken ein.
Die Logistikbranche ist im großen Maße abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Negative wirtschaftliche Entwicklungen könnten somit zu einer Reduzierung der Nachfrage nach Logistikdienstleistungen führen.
"Lage gut, Zukunft mäßig" lautet die Botschaft der Bundesvereinigung Logistik e. V. (BVL) im Monat Dezember 2014 zum Logistik-Indikator in Deutschland. Die geopolitischen Krisenherde und die anhaltende Eurokrise verunsichern die gesamte Weltwirtschaft, sowohl in der kurz- als auch in der mittelfristigen Perspektive. Trotz der unsicheren Erwartungshaltung bauen Dienstleister – stärker als im Vorquartal – weiter Sachkapazitäten auf und planen weitere Einstellungen. Die größte Chance im Jahr 2015 wird in der Kooperation in Wertschöpfungsketten gesehen, um Erfolgsspielräume nutzen zu können. Ein solcher Weg erfordert den unternehmerischen Mut, sich partnerschaftlich auf Kunden, Lieferanten und Dienstleister einzulassen. Es ist ein innovativer Ansatz, der in einer Welt in Bewegung Zukunftsfähigkeit sichern kann (vgl. Kommentar von Herrn Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner, Vorsitzender des Vorstands der BVL auf der Homepage des BVL).
Für einen Teil der Transportdienstleistungen setzt die Lila Logistik Gruppe Subunternehmer ein, um die vereinbarten Leistungen zu erbringen. Der Einkauf erfolgt zum Teil zu längerfristig festgelegten Preisen oder zum Teil durch Einzelbeauftragungen (Spotmarkt). Eine Nichtverfügbarkeit ausreichender Transportkapazitäten bzw. unerwartete Kapazitätsengpässe können zu Preissteigerungen im Beschaffungsbereich führen. Eine geografische Streuung der Aufträge macht die Lila Logistik Gruppe unabhängiger von regionalen Lieferengpässen und hilft, bei lokalen Lieferschwierigkeiten, Alternativen zu finden.
Im Zusammenhang mit dem Erbringen von Transportdienstleistungen und der Bewirtschaftung von Logistikimmobilien besteht das Risiko steigender Rohölpreise, die die Treibstoff- und Heizölpreise unmittelbar beeinflussen. Insbesondere ein steigender Dieselpreis kann zu einer anhaltenden Verteuerung im Transportbereich führen. Dies könnte auch zu einer Verteuerung der eigenen Transportdienstleistungen führen, wobei das Risiko besteht, dass diese Verteuerung nicht in vollem Umfang und zeitgerecht an die Kunden weitergegeben werden kann. Somit würden diese Kosten im Unternehmen verbleiben. Weitere branchenspezifische Risiken ergeben sich aus der Einführung oder Erhöhung von transportbezogenen Abgaben und Steuern sowie aus einer Verknappung der Kapazitäten im Transportbereich, die erhebliche Kostenbelastungen nach sich ziehen können. Diese Kostenbelastungen hätten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe zur Folge.
Die Lila Logistik Gruppe bewertet die Branchenrisiken und Risiken transportnaher Dienstleistungen als hohe Risiken.
Fehler einzelner beauftragter Dienstleister, beispielsweise auf dem Gebiet der eingesetzten Unternehmer im Route-Bereich, im Bereich der Leasinggesellschaften, der Zeitarbeit oder auf dem Gebiet der IT-Infrastruktur, können die Prozess- und Arbeitsabläufe und die Fähigkeit, Kundenzusagen zu erfüllen, negativ beeinflussen oder zusätzliche operative Kosten verursachen. Jegliche operative Störungen oder Qualitätsprobleme können die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich negativ beeinflussen.
Seit dem 1. Januar 2015 ist das Mindestlohngesetz (MiLoG) in Kraft. Dabei hat der Gesetzgeber festgelegt, dass auch der Auftraggeber für die ausgebliebenen Mindestlohnzahlungen (Nettobeträge) seiner Subunternehmer haftet. Diesem Risiko kann dadurch begegnet werden, dass sich der Auftraggeber von all seinen Dienstleistern und Subunternehmern entsprechende Erklärungen unterzeichnen lässt. Die lila Logistik Gruppe wirkt diesem Risiko im Bereich der Subunternehmer durch entsprechende Erklärungen und Verträge entgegen. Zur Risikobegrenzung werden Subunternehmer, Leasinggesellschaften, Zeitarbeitsfirmen und IT-Dienstleister sorgfältig ausgewählt und eingearbeitet. Außerdem bestehen zu einem Großteil der eingesetzten Dienstleister langjährige Geschäftsbeziehungen, die ein möglichst hohes Qualitätsniveau garantieren.
Die Risiken eingesetzter Dienstleister schätzt die Lila Logistik Gruppe als mittlere Risiken ein.
Eine sich verschlechternde Bonität von Kunden birgt entsprechende Forderungsausfallrisiken. Des Weiteren sind steigende Forderungslaufzeiten, -überfälligkeiten bzw. -ausfälle und möglicherweise unerwartet auftretende Insolvenzen möglich. Ausfallrisiken begegnet die Lila Logistik Gruppe zum einem mit einem Inkasso- und Forderungsmanagement und zum anderen mit Factoring, jedoch kann dieses nicht gänzlich ausschließen, dass bei einer Insolvenz von Großkunden Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der gesamten Lila Logistik Gruppe bestehen. Strukturelle Veränderungen des Produktionsverbundes von Großkunden können ebenfalls Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der gesamten Lila Logistik Gruppe haben.
Kundenseitige Rationalisierungsprogramme und Restrukturierungsmaßnahmen führen in vielen Fällen gegenüber den Logistikdienstleistern zu einem verschärften Kostendruck und damit verbunden zu Forderungen nach Preisreduktionen der Dienstleister. Die Folgen können auch eine Überprüfung bestehender Logistikverträge und eine steigende Zahl an Neuausschreibungen sein. Zudem werden Vertragslaufzeiten kürzer und in der Vertragsgestaltung werden Risiken, beispielsweise Haftungs- oder Investitionsrisiken, auf die Dienstleister übertragen. Für die Lila Logistik Gruppe besteht das Risiko, dass durch eine steigende Kostensensibilität der Kunden die Ertragssituation negativ beeinflusst wird. Auf wesentliche Kostensteigerungen und mögliche Umsatzausfälle wird mit Kapazitätsanpassungen reagiert.
Weitreichende Verbindungen mit den Abläufen der Kunden stellen eine vergleichsweise hohe Sicherheit im Hinblick auf bestehende Geschäfte und zukünftige Aufträge dar. Die sich hieraus ergebenden Abhängigkeiten bestehen sowohl vom Kunden zum Logistikdienstleister als auch in umgekehrter Richtung. Im Geschäftsjahr 2014 wurden wichtige mittelund langfristige Vertragsverlängerungen und Neuprojektabschlüsse im Bereich Lila Operating mit Großkunden erzielt. Dies sichert dauerhaft wichtige Standorte, die Arbeitsplätze der Mitarbeiter und letztlich den wirtschaftlichen Erfolg der Lila Logistik Gruppe. Der Auf- und Ausbau von Kundenbeziehungen stellt weiterhin eines der vorrangigen Ziele der Lila Logistik Gruppe dar.
Ein wesentlicher Kunde der Lila Logistik Gruppe hatte bereits im Frühjahr 2013 angekündigt, eine Produktionsverlagerung zum Jahresende 2014 vorzunehmen. Eine Gesellschaft der Lila Logistik Gruppe ist von der zwischenzeitlich durchgeführten Werksschließung des Kunden direkt und indirekt betroffen. Entsprechende Maßnahmen und Standortsicherungskonzepte wurden jedoch bereits frühzeitig in die Wege geleitet. Durch den Aufbau weiterer Kundenbeziehungen und die Übernahme neuer Projekte an anderen Standorten sind die wirtschaftlichen Auswirkungen in einem überschaubaren Rahmen geblieben.
Die Lila Logistik Gruppe schätzt die kundenspezifischen Risiken als hohe Risiken ein.
Die Lila Logistik Gruppe unterliegt mit ihren finanziellen Aktivitäten den folgenden Risiken, deren Steuerung und Überwachung durch ein schriftlich fixiertes und systematisches Risikomanagementsystem erfolgt:
1) Kreditrisiken
2) Liquiditätsrisiken
3) Marktrisiken
Auf die einzelnen Risiken sowie deren Management wird nachfolgend eingegangen.
Kreditrisiken bezeichnen jenen finanziellen Verlust, der entsteht, wenn Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Um Kreditrisiken aus dem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten zu begegnen, werden im Finanzierungsbereich nur Geschäftsbeziehungen zu führenden Banken unterhalten. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten werden ebenfalls nur mit angesehenen Finanzinstituten abgeschlossen. Diese dienen im Wesentlichen der Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken.
Den Ausfallrisiken von Forderungen wird durch entsprechende Prüfung der Bonität (im Wesentlichen anhand externer Datenbanken) der Gegenparteien und durch laufende Überwachung der Außenstände begegnet. Zur Optimierung des Forderungsmanagements sowie zur Reduzierung von Ausfallrisiken wurde ab Dezember 2008 mit der Durchführung von Factoring begonnen. Den Ausfallrisiken wird dabei durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz ausgewiesenen Vermögenswerte wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor.
Unter Liquiditätsrisiken sind die Risiken zu verstehen, dass ein Unternehmen Schwierigkeiten bei der Erfüllung seiner sich aus den finanziellen Verbindlichkeiten ergebenden Verpflichtungen hat.
Zu den zentralen Aufgaben der Müller – Die lila Logistik AG zählt die Sicherung der finanziellen Versorgung der Unternehmensgruppe. In diesem Zusammenhang sorgt die Muttergesellschaft auch für eine Optimierung der Konzernfinanzierung. Für eine ausreichende Liquiditätsversorgung der Tochtergesellschaften sorgen entsprechende interne Darlehen und Betriebsmittellinien. Zur Optimierung der Rentabilität dient auch ein mit der Hausbank vereinbartes Zinspooling der Müller – Die lila Logistik AG mit der größten inländischen Tochtergesellschaft. Weiterhin dient auch das Factoring als Basis der Working Capital-Finanzierung zur Verbesserung und Sicherung der Liquidität.
Marktrisiken sind die Risiken, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments auf Grund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen die drei folgenden Risikotypen: a) Wechselkursrisiken, b) Zinsrisiken und c) sonstige Preisrisiken.
Unter Wechselkursrisiken sind Risiken zu verstehen, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments auf Grund von Wechselkursänderungen schwanken.
Bedingt durch die bestehenden polnischen Tochtergesellschaften außerhalb des Euro-Währungsraumes, werden durch die Lila Logistik Gruppe Fremdwährungstransaktionen getätigt. Wechselkursschwankungen ohne entsprechende Sicherungsmaßnahmen haben somit einen signifikanten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Müller – Die lila Logistik Geschäftsbericht 2014
der Lila Logistik Gruppe. Dividendenzahlungen und/oder Kapitalrückzahlungen der polnischen Tochterunternehmen werden überwiegend in polnischen Zloty an die Müller – Die lila Logistik AG geleistet. Diese werden zum Teil auf Liquiditätskonten oder Termingeldkonten angelegt. Bei Bedarf können flankierende Maßnahmen wie beispielsweise Devisentermingeschäfte zum Einsatz kommen.
Zinsrisiken mit negativen Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage entstehen im Wesentlichen durch marktbedingte Änderungen der Zinssätze und durch Veränderungen der Bonitätsbeurteilung im Fall der Kreditinanspruchnahme.
Diesen Zinsänderungsrisiken wird teilweise durch entsprechende Festsatzvereinbarungen begegnet. Darüber hinaus werden zur Risikobegrenzung derivative Finanzinstrumente wie Zinsswaps eingesetzt. Auf Grund der Bilanzstruktur bestehen Zinsänderungsrisiken nur im Bereich der Finanzverbindlichkeiten. Durch laufzeit- und betragskongruente Absicherungen werden bei mittel- und langfristigen Finanzierungen variable Verzinsungen zum Teil in Festzinsvereinbarungen durch Zinsswaps getauscht. Bei Immobilienfinanzierungen werden langfristig feste Zinssätze vereinbart.
Für die langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von insgesamt 10.027 T€ (Vorjahr: 11.573 T€) bestehen keine Zinsanpassungstermine im kommenden Geschäftsjahr. Daher sind die hieraus resultierenden Zinsaufwendungen keinem kurzfristigen Zinsänderungsrisiko unterworfen (Vorjahr: ebenfalls 0 T€). Zur kurzfristigen Finanzierung geht die Lila Logistik Gruppe Kreditvereinbarungen mit teilweise variablen Zinssätzen ein. Die Lila Logistik Gruppe unterliegt somit zinsbedingten Cashflow Risiken. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 bestanden keine kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr: 2 T€).
Im Rahmen des Risikomanagements finden in regelmäßigen Zeitabständen Beratungen über die aktuelle Zinssituation und über die mögliche, künftige Zinsentwicklung sowie über den Einsatz derivativer Finanzinstrumente statt.
Die Müller – Die lila Logistik AG ist am 1. August 2012 (Valuta 1. Oktober 2012) ein Zinsderivat mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2015 eingegangen. Der Bezugsbetrag der variablen Beträge beträgt 2.000 T€. Die Bewertung am Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 auf der Basis von Marktdaten und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle ergab einen negativen Barwert in Höhe von -10 T€ (Vorjahr: -13 T€).
Des Weiteren ist die Müller – Die lila Logistik AG am 27. Februar 2014 (Valuta 2. Januar 2015) ein weiteres Zinsderivat mit einer Laufzeit bis zum 29. Dezember 2017 eingegangen. Der Bezugsbetrag der variablen Beträge beträgt 4.000 T€. Die Bewertung am Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 auf der Basis von Marktdaten und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle ergab hier einen negativen Barwert in Höhe von -90 T€.
Sonstige Preisrisiken werden definiert als Risiken, dass beizulegende Zeitwerte oder künftige Cashflows von Finanzinstrumenten auf Grund von Änderungen der Marktpreise schwanken (bei denen es sich nicht um jene handelt, die sich aus dem Zinsrisiko oder dem Wechselkursrisiko ergeben), und zwar unabhängig davon, ob diese Änderungen durch Faktoren verursacht werden, die für jedes einzelne Finanzinstrument oder seinen Emittenten spezifisch sind, oder durch Faktoren, die alle ähnlichen auf dem Markt gehandelten Finanzinstrumente betreffen.
Zum 31. Dezember 2014 hatte die Lila Logistik Gruppe, außer dem im Konzernanhang in Punkt 20. "Pensionsrückstellungen" beschriebenen CTA, wie im Vorjahr keine wesentlichen Finanzinstrumente im Bestand, die einem Marktpreisrisiko (z. B. Börsenkurse oder Indizes) unterliegen.
Die Lila Logistik Gruppe bewertet die finanzwirtschaftlichen Risiken als mittlere Risiken.
Änderungen der Gesetzgebung oder der Auslegung von Gesetzen können die Umsätze und Profitabilität der Unternehmen in der Lila Logistik Gruppe beeinträchtigen. Sollten sich die gesetzlichen Voraussetzungen in Deutschland, z. B. im Bereich der Steuern und Sozialabgaben, des Arbeitsrechts oder des Werkvertragsrechts ändern, so kann dies zu einem höheren Aufwand oder zu höheren Haftungsrisiken der Unternehmen führen. Hier ist insbesondere die politische Debatte zur Zeitarbeit und zur Beschäftigung auf der Basis von Werkverträgen zu nennen. Auf Grund des Lohnniveaus in der Lila Logistik Gruppe spielt dagegen die Einführung des einheitlichen gesetzlichen Mindestlohns nach dem MiLoG letztlich nur eine untergeordnete Rolle. Jedoch bestehen im Allgemeinen durch das Mindestlohngesetz Risiken durch die Unternehmerhaftung nach § 13 MiLoG, da für die gesamte Nachunternehmerkette gehaftet werden soll. Zudem bestehen weitere offene Fragen im Fahrerbereich, insbesondere bei inländischen Kabotagetransporten sowie für den deutschen Streckenanteil im Transit.
Die Lila Logistik Gruppe bewertet die regulatorischen Risiken als niedrige Risiken.
Umweltmanagement und Umweltrisikomanagement sind für Unternehmen generell entscheidende Faktoren für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Die zunehmende Sensibilisierung in der Gesellschaft hat den Umgang der Unternehmen mit Umweltrisiken verändert. Jedoch führen gestiegene Anforderungen an den Umweltschutz durch den Gesetzgeber oder behördliche Auflagen zu erhöhten Aufwendungen. Demgegenüber ergeben sich durch den Einsatz moderner Technik Einsparungen, beispielsweise durch den Einsatz von Energieoptimierungskonzepten in Gebäuden. Des Weiteren ermöglicht der Einsatz moderner Fahrzeugeinheiten Vergünstigungen bei gesetzlichen Abgaben. Boden- bzw. Grundstücksgutachten gehören zum angewandten Standard vor Standort- und Infrastrukturinvestitionen der Lila Logistik Gruppe, um Umweltrisiken, beispielsweise durch Bodenbelastungen, zu vermeiden. Darüber hinaus wird bei der Lila Logistik Gruppe die Gefahr des Eintritts von Umweltrisiken mit zertifizierten Umweltmanagementsystemen gemindert.
Ein gutes Umweltmanagement bietet darüber hinaus strategische Wettbewerbsvorteile, da bei zahlreichen Kundenausschreibungen umweltrelevante Gesichtspunkte abgefragt werden. Insofern betrachtet die Lila Logistik Gruppe Maßnahmen im Bereich des Umweltschutzes stets auch als Grundlage für nachhaltiges Wirtschaften.
Die Lila Logistik Gruppe schätzt die Risiken durch Umweltschutz und umweltrelevante Gesetzesauflagen als niedrige Risiken ein.
Engagierte und kompetente Fach- und Führungskräfte sind ein zentraler Erfolgsfaktor für die Lila Logistik Gruppe. Deshalb bestehen Risiken, solche Leistungsträger für offene Stellen in der Unternehmensgruppe nicht schnell bzw. adäquat besetzen zu können oder bereits vorhandenes Personal zu verlieren.
Auf Grund der demografischen Entwicklung wird das Erwerbspersonenpotenzial und damit auch das Angebot an qualifizierten Fachkräften sinken. Die Bevölkerung in Deutschland wird statistisch betrachtet immer älter; zudem gehen die Geburtenraten in erheblichem Maße zurück – schwindende Schüler- und Ausbildungszahlen und damit weniger potenzielle Nachwuchskräfte sind die Folge. Eine frühzeitige Ansprache interessierter Jugendlicher auf Messen und Hochschulveranstaltungen sowie ein attraktives unternehmensübergreifendes Ausbildungssystem an den Standorten der Lila Logistik Gruppe stellen den notwendigen Nachwuchs für die Belegschaften sicher.
Für die Erbringung der Transport- und Logistikdienstleistungen an verschiedenen Standorten des Unternehmens ist die Verfügbarkeit von Arbeitskräften von zentraler Bedeutung. Sollte es in bestimmten Bereichen zu Engpässen bei der Verfügbarkeit von Arbeitskräften kommen – beispielsweise von Berufskraftfahrern – besteht das Risiko, dass die Lila Logistik Gruppe ihre Dienstleistungen auf Grund erhöhter Personal- bzw. Transportkosten nicht vereinbarungsgemäß oder nur auf unwirtschaftliche Weise erbringen kann. Dies könnte sich negativ auf die Vermögens-, Ertragsund Finanzlage der Lila Logistik Gruppe auswirken.
Der wirtschaftliche Erfolg der Lila Logistik Gruppe beruht zu einem wesentlichen Teil auf den Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiter. Aus diesem Grund werden die Mitarbeiter permanent geschult, um zu gewährleisten, dass die Qualität der Leistungen den Anforderungen der Kunden entspricht.
In bestimmten Teilbereichen werden insbesondere auf Grund wirtschaftlicher und rechtlicher Gegebenheiten externe Dienstleister eingesetzt. Damit können Phasen mit erhöhtem Leistungsaufkommen aufgefangen werden. Zunehmend werden Mitarbeiter aller Leistungsebenen in risikorelevanten Bereichen sensibilisiert, um so wirtschaftlichen Schaden durch beispielswiese Beschädigungen, Arbeitsunfälle oder ggf. Missachtung sicherheitsrelevanter Vorschriften von der Lila Logistik Gruppe abzuwenden. Trotz ausreichender Sensibilisierungen und Schulungen können Risiken aus Beschädigungen oder Unfällen nicht ausgeschlossen werden.
Personalentwicklung bedeutet für die Lila Logistik Gruppe mehr als nur regelmäßige Schulung der Mitarbeiter, da die Möglichkeit besteht, dass Mitarbeiter, bei unzureichender persönlicher Entwicklung, in ihrer neuen Position oder bei ihrer neuen Aufgabe überfordert werden, trotz ausreichender fachlicher Qualifizierung. Die organisatorischen Voraussetzungen für eine positive fachliche und persönliche Personalentwicklung bei der Lila Logistik Gruppe wurden in den vergangenen Geschäftsjahren kontinuierlich weiterentwickelt. Eine zielgruppenorientierte Personalförderung im Bereich der Führungskräfte stärkt darüber hinaus die Identifikation mit dem Unternehmen.
Die Lila Logistik Gruppe schätzt die Personalrisiken als hohe Risiken ein.
Projektanläufe beinhalten grundsätzlich finanzielle und operative Risiken. Zu den finanziellen Risiken zählen insbesondere Finanzierungs- und Kalkulationsrisiken. Risiken können sich darüber hinaus bereits im Vorfeld eines Projektes auch aus der Gestaltung der Kundenverträge ergeben. Die operativen Risiken beinhalten Abwicklungs-, Kapazitäts- und Haftungsrisiken. Dabei bestehen bei jedem Projektanlauf auch Risiken im Bereich der Personalgestellung, dem eingesetzten Equipment, der Infrastruktur und möglicherweise auch durch eingesetzte Dienstleister. Insbesondere durch Neuprojekte und neue Standorte der Unternehmensgruppe können operative und finanzielle Risiken verstärkt auftreten. Durch interdisziplinäres Projektmanagement und intensives Projektcontrolling werden diese Risiken abgeschätzt. Auf Basis dieser Abschätzung ergeben sich Maßnahmen zur Reduktion dieser Risiken.
Die Lila Logistik Gruppe bewertet die Risiken aus dem Management von Projektanläufen als hohe Risiken.
Die Vernetzung aller unterschiedlicher Prozessbeteiligten in den logistischen Abwicklungen bei der Lila Logistik Gruppe erfordert funktions- und anpassungsfähige IT-Systeme. Durch die zentrale Stellung der IT in allen Projekten der Lila Logistik Gruppe, entstehen vielfältige Risiken in diesem Bereich. Insbesondere bestehen Ausfallrisiken, die durch Systeminstabilitäten hervorgerufen werden können, das Risiko von Datenverlusten, Herausforderungen in Bezug auf die Datensicherheit, Beeinflussung der Servicequalität bis hin zu Schnittstellenrisiken zur IT des Kunden.
Die Unternehmensgruppe schützt ihre IT-Systeme beispielsweise durch Firewalls, Virenscans, technische Frühwarnsysteme (z. B. bei der Entwicklung von Datenmengen) und Dopplung von Systemen und Rechenzentren. Außerdem setzt die Lila Logistik Gruppe organisatorische und technische Notfallmaßnahmen ein, um mögliche Schäden zu mindern.
Die Gesellschaften der Lila Logistik Gruppe führen darüber hinaus regelmäßig umfangreiche Maßnahmen durch, um die eingesetzten IT-Systeme und die komplette IT-Infrastruktur an die sich ändernden Kundenbedürfnisse und neue organisatorische Anforderungen anzupassen. Alle Dokumente und Informationen, die in den einzelnen Bereichen eingesetzt werden, gelten als sicherheitsrelevant und vertraulich. Nur die mit der Abwicklung betrauten Personen dürfen die notwendigen Informationen über Berechtigungskonzepte nutzen und untereinander austauschen. Informationen müssen sicher aufbewahrt werden. Für den Datenaustausch mit Dritten bestehen klar definierte Vorgehensweisen.
Des Weiteren erfolgen tägliche Sicherungen von relevanten Daten, Zugriffskontrollen sowie Verschlüsselungen bei der Versendung von vertraulichen Daten an Dritte. Auch die Sicherheit besonders schützenswerter und sensibler Bereiche (z. B. der zentralen IT-Abteilung) ist durch separate Zugangskontrollen gewährleistet. Darüber hinaus sind IT-Serverräume brand- und wassergeschützt sowie klimaoptimiert gebaut. Zudem sind versicherbare Schäden durch ein konzernübergreifendes Versicherungskonzept abgedeckt.
Die Lila Logistik Gruppe schätzt die IT-Risiken als mittlere Risiken ein.
Wirtschaftliche und rechtliche Besonderheiten des ausländischen Marktumfeldes können mit erheblichen Aufwendungen verbunden sein. Im Ausland kann zudem ein erhöhtes Risiko von Zahlungsverzögerungen oder Forderungsausfällen eintreten. Konzerngesellschaften der Lila Logistik Gruppe betreiben auch Geschäfte außerhalb der europäischen Währungszone, in Polen. Ein Teil der dort ausgestellten Rechnungen wird nicht in Euro gestellt beziehungsweise beglichen. Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen Währungen der Länder außerhalb der europäischen Währungszone können das Konzernergebnis der Lila Logistik Gruppe beeinflussen. Die Wechselkurse zwischen dem Euro und dem Zloty werden zeitnah vom zentralen Finanzbereich betrachtet; Aufsichtsrat und Audit Committee werden regelmäßig über die Auswirkungen der Währungsdifferenzen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage informiert.
Die Lila Logistik Gruppe schätzt die Risiken der Internationalisierung als mittlere Risiken ein.
Der Erwerber eines Betriebs oder Betriebsteils tritt nach deutschem Recht kraft Gesetzes in die Rechte und Pflichten aus den zum Zeitpunkt des Übergangs des Betriebs oder Betriebsteils bestehenden Arbeitsverhältnissen ein. Im Rahmen des zukünftigen Erwerbs von Betrieben oder Betriebsteilen ist daher nicht ausgeschlossen, dass die Tochtergesellschaften Arbeitsverhältnisse fortführen müssen, die sie ohne den gesetzlichen Übergang nicht übernommen hätten. Auch wenn die Gesellschaft diesen wirtschaftlichen Belastungen in der Erwerbsvereinbarung mit dem Veräußerer Rechnung getragen hat, ist nicht ausgeschlossen, dass sich die gesetzlich angeordnete Fortführung der Arbeitsverhältnisse beim Erwerb eines Betriebs oder Betriebsteils negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften auswirkt.
Diese Risiken durch Eintritte in bestehende Arbeitsverhältnisse schätzt die Unternehmensgruppe als mittlere Risiken ein.
Im täglichen Geschäftsbetrieb mit Dienstleistungen, Waren und Personen bestehen mögliche Schadens- oder Inventurrisiken. Haftungs- und Inventurrisiken werden im gewissen Rahmen auf Dienstleister/Versicherungsunternehmen übertragen. Zudem versucht die Lila Logistik Gruppe Schadensbegrenzungen in den Verträgen zu vereinbaren. Zu den weiteren Schadensrisiken zählen Feuer und andere Ereignisse, die durch Naturgewalten, Unfälle oder Terror ausgelöst werden, sowie Diebstahl oder Beschädigung von Vermögenswerten. Neben entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen sowie Notfallplänen, sind diese Risiken durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt.
Die Lila Logistik Gruppe bewertet die Schadens- und Inventurrisiken als hohe Risiken.
Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation hat sich 2014 gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Zu den Risiken der Lila Logistik Gruppe gehören zum einen die nicht von der Gesellschaft unmittelbar beeinflussbaren Faktoren, wie die allgemeine Entwicklung der nationalen und internationalen Wirtschaftslage, die regelmäßig beobachtet wird. Zum anderen gehören dazu von der Lila Logistik Gruppe unmittelbar beeinflussbare, zumeist operative Risiken, die frühzeitig bewertet werden und gegen die, falls notwendig, Maßnahmen eingeleitet werden.
Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung sind keine Risiken erkennbar, die zu einer dauerhaften und wesentlich negativen Beeinträchtigung der künftigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gesamtkonzerns führen können. Organisatorisch hat die Lila Logistik Gruppe alle Voraussetzungen geschaffen, um frühzeitig über mögliche Risikosituationen informiert zu sein und um entsprechende Steuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. Aus heutiger Sicht ist der Bestand der Müller – Die lila Logistik AG sowie der gesamten Lila Logistik Gruppe nicht gefährdet.
Im Fokus der Marktchancen der Lila Logistik Gruppe steht die Erschließung von neuen Absatzpotenzialen durch Neukundengewinnung und den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen der Tochtergesellschaften. Dabei sieht die Unternehmensgruppe national wie international Möglichkeiten des Wachstums. Insbesondere die bestehenden Standorte tragen dazu bei, dass die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage positiv beeinflusst wird.
Die Erschließung neuer Marktchancen erfolgt im Kern durch die Steuerung und Weiterentwicklung der Kernbranchen sowie des Angebots von Produkten und Dienstleistungen an das gesamtwirtschaftliche Umfeld. Potenzielle Chancen ergeben sich aus dem anhaltenden Bedarf an Optimierungen im Bereich logistischer Abläufe von Unternehmen. Die Stärken der Müller – Die lila Logistik AG und deren Tochtergesellschaften bestehen im Geschäftsmodell aus der Verbindung von Beratung und Umsetzung logistischer Prozesse aus einer Hand. Ein solches Angebot umfasst die konventionellen logistischen Kernaufgaben wie auch branchen- bzw. kundenbezogene Zusatzaufgaben, welche die Lila Logistik Gruppe ermöglicht.
Weiterhin werden im Sinne eines Lean Management zunehmend Sekundärfunktionen, wie die Logistik, aus Unternehmen der verschiedenen Branchen ausgelagert (Outsourcing). Die hohen Anforderungen des Marktes implizieren einen umfassenden Logistik-Service, den die Lila Logistik Gruppe durch ihre Geschäftsbereiche Lila Consult und Lila Operating anbietet.
Die in den Geschäftsbereichen getätigten Investitionen folgen dem Ziel, die gute Ertragslage im nationalen und internationalen Wettbewerb zu sichern und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dabei machen Investitionen in die Standortund Infrastruktur der Lila Logistik Gruppe im Budget einen wesentlichen Anteil aus.
Im Bereich der Personalentwicklung steht den Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik AG im Geschäftsjahr 2015 ein dezentrales Budget für Weiterbildungsmaßnahmen auf einem höheren Niveau als in den Vorjahren zur Verfügung. Ein wesentlicher Vorteil der Personalentwicklung besteht darin, sich unabhängiger vom Arbeitsmarkt zu machen und unternehmenseigene Potenziale zu heben. In Zeiten des demographischen Wandels ist dies ein nicht zu unterschätzender Faktor. Dazu kommt der Nebeneffekt, dass Fortbildungen für Mitarbeiter meist attraktiv sind, eine Wertschätzung darstellen und die Identifikation mit dem Unternehmen fördern.
Die kurz- und mittelfristige Liquiditätsversorgung der Unternehmensgruppe ist auf Grund der ausgewiesenen Guthaben, der erweiterten sowie der nach wie vor nicht ausgenutzten Kontokorrent- und Avalrahmenlinien in ausreichender Höhe sichergestellt. Die Basis der langfristigen Konzernfinanzierung liegt in den abgeschlossenen Kreditverträgen.
Für weitere mögliche Finanzierungsvorhaben geht das Management von der Annahme aus, dass sich die Lage an den internationalen Finanz- und Kapitalmärkten im Verlauf des Jahres 2015 nicht verschlechtern wird und die konjunkturelle Lage weiterhin stabil bleibt bzw. sich sogar verbessern dürfte, so dass die Lila Logistik Gruppe Marktchancen für die Zukunft erschließen kann. Die weiterhin geringen Zinsen, die niedrigen Ölpreise sowie die hohe Liquidität durch das von der Europäischen Zentralbank beschlossene Anleihenkaufprogramm werden sicherlich aufbauende Impulse für die gesamte europäische Konjunktur bedeuten. Sofern keine Verschärfung der Krise in Griechenland oder des Ukrainekonflikts auftritt, wird die wirtschaftliche Entwicklung auf mittlere Sicht positiv beurteilt.
Der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG hat im November 2014 mit dem Geschäftsführer der Emporias Verwaltung GmbH, Herrn Dr. Carsten Jacobi, eine Vereinbarung über den Verkauf der Geschäftsanteile an der Emporias Verwaltung GmbH sowie der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG, beide mit Sitz in Unterföhring, zum 1. Januar 2015 unterzeichnet. Herr Dr. Jacobi hat daraufhin im Januar 2015 alle Anteile der Emporias Verwaltung GmbH und der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG von der Müller – Die lila Logistik AG übernommen. Die Beratungsdienstleistungen der Lila Logistik werden nach wie vor im Geschäftsbereich Lila Consult erbracht. Damit setzt die Lila Logistik Gruppe die Ein-Marken-Strategie konsequent fort.
Darüber hinaus haben keine wesentlichen Ereignisse nach dem Abschlussstichtag und bis zur Erstellung dieses Berichts stattgefunden.
Der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG war zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. In diesem Bericht wurden die Beziehungen zu der Michael Müller Beteiligungs GmbH dargestellt. Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 AktG, dass bei der Müller – Die lila Logistik AG in Beziehung zu dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 keine berichtspflichtigen Vorgänge i. S. v. Rechtsgeschäften oder Maßnahmen vorgelegen haben.
Die Dynamik der Weltwirtschaft insgesamt wird sich nach der Prognose des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in den kommenden beiden Jahren allmählich verstärken. Der Anstieg der Weltproduktion gerechnet auf Basis von Kaufkraftparitäten wird sich von 3,4 % im Jahr 2014 auf 3,7 % bzw. 3,9 % in den Jahren 2015 und 2016 erhöhen. Insbesondere für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften ist für die kommenden beiden Jahre eine höhere Zuwachsrate in Sicht. Vor allem die insgesamt weiterhin sehr expansive Geldpolitik und der gesunkene Ölpreis beleben die Wirtschaftsaktivität im privaten Sektor. Die Inflation wird durch den Ölpreisrückgang stark gedämpft. Für den Euroraum ist in den nächsten Monaten sogar mit einem im Vorjahresvergleich sinkenden Preisniveau zu rechnen. Eine Belastung für die Konjunktur geht von einer so begründeten Deflation allerdings nicht aus – im Gegenteil. Die Schwellenländer werden von der stärkeren Nachfrage in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften profitieren, strukturelle Probleme verhindern aber eine rasche Rückkehr zu hohen Expansionsraten (vgl. Medieninformation des IfW, Kiel, vom 18. Dezember 2014).
Die EUROFRAME-Gruppe, ein Zusammenschluss führender europäischer Konjunkturforschungsinstitute, erwartet 2015 und 2016 eine Stabilisierung der Konjunktur in Europa. Von zentraler Bedeutung sind dabei die dauerhaft geringen Zinsen, die Abwertung des Euro, die geringe Inflation und Inflationserwartung, die hohe Liquidität sowie der niedrige Ölpreis. Eine Verschärfung der Krise in Griechenland oder des Ukrainekonflikts könnte die wirtschaftliche Erholung allerdings für längere Zeit ausbremsen. In der Eurozone wird das Wachstum nach der Prognose der Experten 2015 1,5 % betragen, 2016 dann 2 % verglichen mit 0,8 % im vergangenen Jahr. Weltweit steigt das Bruttoinlandsprodukt um 3,7% bzw. 3,8% (2014: 3,25%).
Sollte das kürzlich von der Europäischen Zentralbank (EZB) beschlossene Anleihenkaufprogramm keine Wirkung entfalten und das Wachstum niedrig bleiben, könnte sich Enttäuschung an den Finanzmärkten in starken Kursschwankungen bemerkbar machen. Durch die gegenteilige Geldpolitik der FED (sie wird vermutlich ihr Anleihenkaufprogramm weiter reduzieren und erste Zinserhöhungen beschließen) besteht das Risiko von neuerlichen Turbulenzen an den Währungsmärkten der Schwellenländer. Größtes Risiko für den Euroraum ist die Unsicherheit über die Entwicklungen der griechischen Wirtschaft und der Konflikt in der Ukraine. Jede neue Eskalation kann die Erholung im Euroraum dauerhaft zurückwerfen (vgl. Medieninformation des IfW, Kiel, vom 29. Januar 2015).
Einer der Wachstumstreiber in Europa ist und bleibt Polen. Die Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern, bei weiterhin stabilen Preisen und dem tendenziell starken Zloty. Bei der Dynamik des Bruttoinlandsprodukts wird Polen auch 2015 EU-Spitzenwerte erreichen. Laut Eurostat hält Polen mit seinem erreichten realen Zuwachs die Spitzenposition in der EU. Wachstumsmotor in der Vergangenheit war die Binnennachfrage, aggregiert aus Privatkonsum und überraschend robusten Investitionen Die gestiegene Beschäftigung, in Kombination mit der historisch niedrigen Inflation (und somit steigenden Reallöhnen) erhöhte die Kaufkraft der Polen im Jahr 2014. Für das Jahr 2015 erwarten die Analysten eine beschleunigte Fortsetzung des Lohn- und Beschäftigungsanstiegs. Neue Jobs entstehen zunehmend im Dienstleistungsbereich (vgl. OWC-Verlag für Außenwirtschaft GmbH: "Wirtschaftsentwicklung Polen: Weiter auf Wachstumskurs", Veröffentlichung vom 19. Januar 2015).
Stimuliert vor allem von einem soliden Anstieg der privaten Konsumausgaben dürfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um preisbereinigt 1,5 % steigen. Die Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland erwartet, dass der Mindestlohn sowie die Anhebung und Ausweitung der Rentenleistungen die Konsumnachfrage stärken werden. Durch zusätzliche Investitionsimpulse sowie ein gutes Klima für Innovationen und private Investitionen sorgt Deutschland für eine Fortsetzung und Festigung des Aufschwungs. Die zunehmende wirtschaftliche Aktivität verbessert die Gewinne der Unternehmen und lässt die Löhne spürbar steigen. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte nehmen merklich zu. Im Zusammenspiel mit guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und spürbar gesunkenen Rohstoffpreisen erhöhen die privaten Haushalte ihre Ausgaben für Konsum und Wohnungsbau deutlich. Neben einer soliden Baukonjunktur dürften auch die Investitionen der Unternehmen in Ausrüstungen nach einer Schwächephase im zweiten Halbjahr 2014 im Verlauf dieses Jahres wieder deutlich anziehen. Zusätzlich wird die deutsche Konjunktur durch zunehmende Exporte stimuliert (vgl. Jahreswirtschaftsbericht 2015 "Investieren in Deutschlands und Europas Zukunft", Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vom 28. Januar 2015).
Zu Jahresbeginn 2015 steigt der Indikatorwert des SCI/Logistikbarometers wieder deutlich an. Zurückführen lässt sich diese Entwicklung auf eine aktuell noch immer stabile Geschäftslage, welche von zahlreichen Transport- und Logistikern als "gut" eingestuft wird. Dies ist der Fall obwohl erstmals seit Mitte 2012 im Saldo leicht mehr Unternehmen von einer verschlechterten als von einer verbesserten Geschäftslage im Verlauf des letzten Monats berichten. Die Vorausschau auf die kommenden drei Monate bestätigt jedoch, dass dies nur ein temporärer Dämpfer gewesen ist. Mittelfristig glaubt über ein Viertel der Befragten an eine günstigere Geschäftsentwicklung. Der Großteil geht weiter von einer stabilen Entwicklung aus. Während auch im Januar 2015 wieder einige Unternehmen von Kostensteigerungen berichten, folgen die Preise nach wie vor einem Seitwärtstrend bzw. stagnieren. Insgesamt bleiben Preisanpassungen für die Dienstleister aber ein wichtiges Thema. Dies auch weil der Preisverfall erneut als wichtigstes Problem 2014 erkannt wurde.
Im laufenden Jahr 2015 scheinen die Unternehmen in der Logistikbranche wieder zu Investitionen bereit zu sein, dabei steht Logistik-Software noch immer deutlich im Fokus. Damit scheint die Investitionserwartung den positiven Geschäftserwartungen für 2015 zu folgen.
Die Beratung im Geschäftsbereich Lila Consult mit ihrer Nähe zum operativen Geschäft auf der einen Seite, sowie die Umsetzung logistischer Dienstleistungen mit ihren analytischen und konzeptionellen Komponenten im Geschäftsbereich Lila Operating auf der anderen Seite, stellen unvermindert den Kern und das Geschäftsmodell der Lila Logistik Gruppe dar. Dabei wird das Hauptaugenmerk der Marktbearbeitung auf die Branchen Automotive, Electronics, Industrial, Consumer, Energy und Medical&Pharma gelegt. Der Verlauf des Geschäftsjahres 2015 bis zur Erstellung dieses Berichts entsprach den Erwartungen des Managements.
Die Gewinnung von Neugeschäft durch den Aufbau weiterer Kundenbeziehungen und durch den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen wird die Basis für die mittelfristige Entwicklung der Lila Logistik Gruppe stärken. Unter den in Punkt 9.1 und 9.2 dieses Berichts beschriebenen Annahmen erwartet das Management für das Geschäftsjahr 2015 Umsatzerlöse in einem Korridor zwischen 125 Mio. und 130 Mio. € und ein operatives Ergebnis (EBIT) zwischen 4,8 Mio. und 5,6 Mio. €.
Durch den Verkauf der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG erwartet die Gesellschaft geringere Umsatzerlöse und ein vermindertes Ergebnis im Segment Lila Consult.
In den Geschäftsjahren 2015 und 2016 werden weitere Standortinvestitionen das Wachstum der Lila Logistik begleiten. Mittelfristig erwartet der Konzern ein nachhaltiges Umsatz- und Ergebniswachstum.
Nach Einschätzung der Geschäftsleitung können aktuell keine besonderen Umstände erkannt werden, dass in Bezug auf die zukünftige Entwicklung in 2015 auf Grund gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen außergewöhnlich hohe Unsicherheit besteht.
Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Prognosen abweichen können.
Besigheim, 18. März 2015
Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender des Vorstands Vorstand Finanzen Vorstand Produktion
| Angaben in € | Konzern anhang |
2014 | 2013 |
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 7 | 118.904.145 | 99.834.585 |
| 2. Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Leistungen | 0 | -5.000 | |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 8 | 2.299.632 | 1.797.623 |
| 4. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren |
-31.831.477 | -30.083.324 | |
| 5. Personalaufwand | 9 | -47.109.920 | -37.726.814 |
| 6. Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und Sachanlagen |
11 | -2.476.791 | -2.170.470 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 10 | -34.957.547 | -27.245.599 |
| 8. Betriebsergebnis | 4.828.042 | 4.401.001 | |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 6 | 85.263 | 63.895 |
| 10. Finanzierungsaufwendungen | 6 | -843.704 | -515.018 |
| 11. Beteiligungsergebnis | 8.240 | 912 | |
| 12. Veränderung aus anderen Gesellschaftern zuzurechnenden Nettovermögenswerten |
6 | -144.823 | 8.325 |
| 13. Konzernergebnis vor Steuern | 3.933.018 | 3.959.115 | |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 12 | -944.609 | -599.032 |
| 15. Konzernjahresüberschuss | 2.988.409 | 3.360.083 | |
| Davon entfallen auf: | |||
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | 2.988.409 | 3.360.083 | |
| andere Gesellschafter | 0 | 0 | |
| Ergebnis je Aktie: | |||
| Verwässertes / Unverwässertes Ergebnis je Aktie | 6 | 0,38 | 0,42 |
| Angaben in € | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Konzernjahresüberschuss | 2.988.409 | 3.360.083 |
| Posten die nicht nachträglich in die Konzern-Gewinn-und-Ver lust-Rechnung umklassifiziert werden |
||
| Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne (+)/ Verluste (-) aus leistungsorientierten Pensionszusagen und anderen Leistungszusagen |
-1.986.357 | -127.223 |
| Latente Steuern | 583.727 | 37.228 |
| Summe | -1.402.630 | -89.995 |
| Posten, die nachträglich in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umklassifiziert werden Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrech |
||
| nung ausländischer Tochtergesellschaften | -314.104 | -125.978 |
| Summe | -314.104 | -125.978 |
| Sonstiges Ergebnis | -1.716.734 | -215.973 |
| Konzern-Gesamtergebnis | 1.271.675 | 3.144.110 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | 1.271.675 | 3.144.110 |
| andere Gesellschafter | 0 | 0 |
| Angaben in € | Konzern anhang |
31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|
| I. Langfristige Vermögenswerte | |||
| 1. Immaterielle Vermögenswerte | 13 | 1.305.441 | 890.296 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwerte | 13 | 8.543.666 | 9.270.441 |
| 3. Sachanlagen | 13 | 28.748.266 | 26.534.688 |
| 4. Finanzielle Vermögenswerte | 13 | 618.900 | 668.751 |
| 5. Latente Steuern | 12 | 1.075.692 | 577.349 |
| 6. Steuererstattungsansprüche | 12 | 19.363 | 19.580 |
| Langfristige Vermögenswerte, gesamt | 40.311.328 | 37.961.105 | |
| II. Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| 1. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 16 | 2.004.703 | 0 |
| 2. Sonstige Vermögenswerte | 18 | 2.467.011 | 4.416.060 |
| 3. Steuererstattungsansprüche | 12 | 214.571 | 373.544 |
| 4. Vorräte | 14 | 75.574 | 59.408 |
| 5. Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen |
30 | 74.625 | 104.797 |
| 6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 15 | 11.457.515 | 10.180.126 |
| 7. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 17 | 7.662.785 | 9.261.187 |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 23.956.784 | 24.395.122 |
| Aktiva, gesamt | 64.268.112 | 62.356.227 |
|---|---|---|
| Angaben in € | Konzern anhang |
31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|
| I. Langfristige Schulden | |||
| 1. Darlehen | 25 | 10.026.664 | 11.573.332 |
| 2. Finanzleasingverpflichtungen | 26 | 0 | 7.008 |
| 3. Latente Steuern | 12 | 1.430.904 | 1.627.497 |
| 4. Sonstige Rückstellungen | 21 | 141.189 | 194.189 |
| 5. Pensionsrückstellungen | 20 | 5.243.698 | 3.260.763 |
| 6. Sonstige Schulden | 22 | 159.158 | 108.450 |
| Langfristige Schulden, gesamt | 17.001.613 | 16.771.239 | |
| II. Kurzfristige Schulden | |||
| 1. Anteil der Finanzleasingverpflichtungen | 26 | 6.814 | 21.317 |
| 2. Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen | 25 | 1.546.668 | 1.548.452 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.035.523 | 4.518.270 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen |
30 | 771.324 | 1.181.153 |
| 5. Verbindlichkeiten aus anderen Gesellschaftern zuzurech nenden Nettovermögenswerten |
6 | 1.146.710 | 1.240.625 |
| 6. Sonstige Rückstellungen | 21 | 1.661.195 | 1.508.158 |
| 7. Steuerschulden | 12 | 995.259 | 621.958 |
| 8. Sonstige Schulden | 22 | 6.748.890 | 5.820.384 |
| 9. Schulden in Zusammenhang mit Veräußerungsgruppen | 23 | 1.151.133 | 0 |
| Kurzfristige Schulden, gesamt | 18.063.516 | 16.460.317 | |
| III. Eigenkapital | |||
| 1. Gezeichnetes Kapital | 19 | 7.955.750 | 7.955.750 |
| 2. Kapitalrücklage | 19 | 9.666.396 | 9.666.396 |
| 3. Gewinnrücklagen | 19 | 15.511.645 | 13.716.599 |
| 4. Kumuliertes übriges Eigenkapital | 19 | -3.940.808 | -2.224.074 |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital |
29.192.983 | 29.114.671 | |
| 5. Anteile anderer Gesellschafter | 19 | 10.000 | 10.000 |
| Eigenkapital, gesamt | 29.202.983 | 29.124.671 | |
| Passiva, gesamt | 64.268.112 | 62.356.227 |
| Angaben in € | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Konzernjahresüberschuss | 2.988.409 | 3.360.083 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 2.476.791 | 2.170.470 |
| Fremdwährungsdifferenzen | -78.908 | 25.587 |
| Nicht zahlungswirksame Erträge | -636.625 | -703.732 |
| Veränderung der Rückstellungen | 2.756.594 | 838.465 |
| Veränderung der Wertberichtigungen | -25.792 | 121.310 |
| Gewinne/Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen und zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte |
12.566 | -60.243 |
| Veränderung kumuliertes Eigenkapital durch versicherungsmathematische Gewinne/Verluste |
-1.986.357 | -127.223 |
| Veränderung kumuliertes Eigenkapital durch latente Steuern | 583.727 | 37.228 |
| Veränderung der Derivate | – | – |
| Veränderung der latenten Steuern, Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden |
-143.691 | -431.199 |
| Veränderung der Vorräte | -16.167 | -5.867 |
| Veränderung der Liefer- und Leistungsforderungen und Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen |
-1.875.206 | 299.862 |
| Veränderung sonstiger kurz- und langfristiger Vermögenswerte | 1.914.194 | -1.272.406 |
| Veränderung der Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten, erhaltenen Anzahlungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen |
-593.019 | -535.875 |
| Veränderung sonstiger Schulden | 1.200.817 | -273.823 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 6.577.333 | 3.442.637 |
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | -849.323 | -311.507 |
| Erwerb von Sachanlagevermögen | -4.146.892 | -7.077.156 |
| Unternehmenserwerb | 0 | -1.500.000 |
| Erwerb von finanziellen Vermögenswerten | -161 | -596.450 |
| Erlöse aus dem Verkauf von langfristigen Vermögenswerten und von zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte |
77.161 | 147.399 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -4.919.215 | -9.337.714 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von kurz- und langfristigen Darlehen | 0 | 11.301.784 |
| Veränderung Finanzierungsleasing | -21.510 | -26.106 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen | -1.548.452 | -880.000 |
| Auszahlungen aus Dividenden | -1.193.362 | -1.193.362 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -2.763.324 | 9.202.316 |
| Angaben in € | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | -1.105.206 | 3.307.239 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel | -37.662 | -28.508 |
| Zahlungsmittel zu Beginn der Periode | 9.261.187 | 6.080.901 |
| Liquide Mittel von zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte | -505.534 | 0 |
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderung | 50.000 | -98.445 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 7.662.785 | 9.261.187 |
| Zusätzliche Angaben | ||
| Einzahlungen aus Zinsen 1) | 68.176 | 59.030 |
| Einzahlungen aus Ertragsteuern 2) | 589.519 | 546.333 |
| Auszahlungen aus Zinsen 1) | 437.156 | 366.370 |
| Auszahlungen aus Ertragsteuern 2) | 1.105.692 | 1.540.977 |
1) Dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zuzuordnen
2) Dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit zuzuordnen
| Angaben in € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage |
|---|---|---|
| Stand am 1. Januar 2014 | 7.955.750 | 9.666.396 |
| Konzernjahresüberschuss | ||
| Dividendenzahlung | ||
| Fremdwährungsumrechnung | ||
| Latente Steuern | ||
| Versicherungsmathematische Verluste | ||
| Stand am 31. Dezember 2014 | 7.955.750 | 9.666.396 |
| Angaben in € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage |
|---|---|---|
| Stand am 1. Januar 2013 | 7.955.750 | 9.666.396 |
| Änderung von Rechnungslegungsmethoden 1) | ||
| Angepasster Stand am 1. Januar 2013 | 7.955.750 | 9.666.396 |
| Konzernjahresüberschuss | ||
| Dividendenzahlung | ||
| Fremdwährungsumrechnung | ||
| Latente Steuern | ||
| Versicherungsmathematische Verluste | ||
| Stand am 31. Dezember 2013 | 7.955.750 | 9.666.396 |
1) Die Änderung von Rechnungslegungsmethoden betreffen Anpassungen infolge der Regelungen des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer (geändert 2011)"
| Ergebnisvortrag und Konzernperiodenergebnis |
Kumuliertes übriges Eigenkapital | Anteile anderer Gesellschafter | Eigenkapital (gesamt) |
|---|---|---|---|
| 13.716.599 | -2.224.074 | 10.000 | 29.124.671 |
| 2.988.409 | 2.988.409 | ||
| -1.193.362 | -1.193.362 | ||
| -314.104 | -314.104 | ||
| 583.727 | 583.727 | ||
| -1.986.357 | -1.986.357 | ||
| 15.511.646 | -3.940.808 | 10.000 | 29.202.983 |
Gewinnrücklagen einschl.
| Konzernperiodenergebnis | Kumuliertes übriges Eigenkapital | Anteile anderer Gesellschafter | Eigenkapital (gesamt) |
|---|---|---|---|
| 11.461.335 | -1.122.761 | 10.000 | 27.970.720 |
| 88.543 | -885.340 | -796.797 | |
| 11.549.878 | -2.008.101 | 10.000 | 27.173.923 |
| 3.360.083 | 3.360.083 | ||
| -1.193.362 | -1.193.362 | ||
| -125.978 | -125.978 | ||
| 37.228 | 37.228 | ||
| -127.223 | -127.223 | ||
| 13.716.599 | -2.224.074 | 10.000 | 29.124.671 |
Der Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG zum 31. Dezember 2014 wurde in Übereinstimmung mit internationalen Rechnungslegungsvorschriften, den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Alle verpflichtend anzuwendenden Verlautbarungen des International Accounting Standards Board (IASB) wurden berücksichtigt.
Wertangaben sind – sofern nicht anders vermerkt – in Euro (€) oder Tausend Euro (T€) sowie in Prozentzahlen (%) angegeben. Rundungsdifferenzen können aus rechentechnischen Gründen in Höhe von +/- einer Einheit (€, T€ oder %) auftreten.
Die Lila Logistik Gruppe bietet als national und international tätiger Logistikdienstleister alle relevanten Funktionen in der Beratung und der Umsetzung von Logistiklösungen an. Das Geschäftsmodell der Lila Logistik Gruppe durchbricht damit die klassische Trennung von Beratung und Umsetzung in der Logistik. Das Planungs- und Beratungssegment wurde unter dem Begriff Lila Consult zusammengefasst. Darin enthalten sind die Bereiche Management Beratung, Logistics Engineering und Interim Services. Die Umsetzung von Logistiklösungen, die das Geschäftsmodell komplettiert, erfolgt im Segment Lila Operating. Im Lila Operating unterscheidet die Lila Logistik Gruppe grundsätzlich zwischen den Aufgabenstellungen Route (im weitesten Sinne Transporte von Waren auf der Straße) und Factory (Handling von Waren und Prozessen). Die Felder Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik bilden den Kern der betrieblichen Tätigkeiten des Konzerns.
Die Dienstleistungen werden überwiegend in den folgenden Kern- und Zielbranchen platziert:
Zum Kundenkreis der Lila Logistik Gruppe gehören namhafte, national und international tätige Unternehmen.
Die in das Handelsregister des Amtsgerichtes Stuttgart unter der Nummer HRB 301979 eingetragene Müller – Die lila Logistik AG hat ihren Sitz in der Ferdinand-Porsche-Straße 4 in 74354 Besigheim-Ottmarsheim, Deutschland. Weitere operative Standorte und Betriebsstätten befanden sich am 31. Dezember 2014 in Affalterbach, Bochum, Böblingen, Bünde, Dormagen, Gliwice (Polen), Herne, Jelcz-Laskowice (Polen), Kirchheimbolanden, Lorsch, Marbach a. N., Nürnberg, Recklinghausen, Siechnice (Polen), Unterföhring, Veitsbronn, Wemding, Wroclaw (Polen) und Zwenkau.
Müller – Die lila Logistik Geschäftsbericht 2014
Zur Abgrenzung des Konsolidierungskreises bei der Lila Logistik Gruppe sind die neuen Regelungen des IFRS 10, IFRS 11 sowie IAS 28 heranzuziehen. Weitere Einzelheiten sind dem nachfolgenden Punkt 5. "Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards" zu entnehmen.
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 werden neben der Einzelgesellschaft Müller – Die lila Logistik AG nach IFRS 10 grundsätzlich alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen die Müller – Die lila Logistik AG unmittelbar oder mittelbar die Verfügungsgewalt ("beherrschenden Einfluss") über das Beteiligungsunternehmen besitzt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum haben folgende Veränderungen im Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe stattgefunden:
Im Januar 2014 wurde die Einlage der Kommanditistin Müller – Die lila Logistik AG bei der Müller – Die lila Logistik Süd GmbH & Co. KG von 50 T€ auf 1.000 T€ erhöht.
Im März 2014 wurde anstelle der MLV Verwaltung GmbH die MLSO Verwaltung GmbH als Komplementärin für die Müller – Die lila Logistik Südost GmbH & Co. KG eingetragen. Zwischen der Müller – Die lila Logistik AG und der Müller – Die lila Logistik Böblingen GmbH wurde im März 2014 ebenfalls ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Diesem wurde durch die Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG im Juni 2014 zugestimmt. Zudem wurde der Sitz der Müller – Die lila Logistik Böblingen GmbH von Althengstett nach Besigheim verlegt. Des Weiteren wurde der Betrieb in Althengstett rückwirkend zum Januar 2014 von der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH auf die Müller – Die lila Logistik Böblingen GmbH im Zuge einer Abspaltung übertragen. Zum 31. Dezember 2013 betrug der Beteiligungswert der Müller – Die lila Logistik AG an der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH 1.134 T€; der Beteiligungsbuchwert der Müller – Die lila Logistik AG an der Müller – Die lila Logistik Böblingen GmbH betrug 50 T€ zum 31. Dezember 2013. Im Zuge der Abspaltung wurde der Beteiligungsbuchwert an der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH mit 820 T€ ermittelt; der Beteiligungsbuchwert an der Müller – Die lila Logistik Böblingen GmbH wurde mit 364 T€ festgestellt. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum wurde die Gesellschaft Müller – Die lila Logistik Böblingen GmbH in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Dadurch haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.
Im Dezember 2014 wurde die Einlage der Kommanditistin Müller – Die lila Logistik AG bei der Müller – Die lila Logistik Ost GmbH & Co. KG von 28 T€ auf 278 T€ erhöht. Auf Basis der jährlich vorgenommenen Impairment Tests wurde auf den Buchwert der MLO eine Abschreibung in Höhe von 145 T€ auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.
Zudem wurde im Dezember 2014 die Einlage der Kommanditistin Müller – Die lila Logistik AG bei der Müller – Die lila Logistik Südost GmbH & Co. KG von 350 T€ auf 1.550 T€ erhöht.
Die MLI Verwaltung GmbH als Komplementärin und die Müller – Die lila Logistik AG als Kommanditisten waren bis zum Jahresende 2014 alleinige Gesellschafter der Müller – Die lila Logistik Immobilien GmbH & Co. KG. Durch Vereinbarung vom 17. Dezember 2014 ist die MLI Verwaltung GmbH mit Wirkung zum 31. Dezember 2014, 23:00 Uhr, als Komplementärin der Müller – Die lila Logistik Immobilien GmbH & Co. KG ausgeschieden; die Müller – Die lila Logistik Immobilien GmbH & Co. KG ist damit als Firma erloschen. Hierdurch sind die Vermögenswerte und Schulden der Müller – Die lila Logistik Immobilien GmbH & Co. KG zu diesem Zeitpunkt der einzig verbleibenden Gesellschafterin, der Müller – Die lila Logistik AG als Kommanditistin der Gesellschaft, gemäß § 738 BGB in Verbindung mit § 105 Absatz 2 HGB angewachsen.
Des Weiteren verweisen wir auf den Lagebericht unter Punkt 7. "Nachtragsbericht". Darüber hinaus haben bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 keine Veränderungen im Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe stattgefunden.
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht sowohl über den wesentlichen Anteilsbesitz als auch die vollkonsolidierten Unternehmen zum 31. Dezember 2014:
| Beteiligung | Sitz der Gesellschaft | Stammkapital / Kommanditanteile in T€ |
Beteiligungsanteil in % |
|---|---|---|---|
| Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG | Unterföhring | 50 | 56 |
| Emporias Verwaltung GmbH | Unterföhring | 25 | 60 |
| MLH Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| MLI Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| MLN Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| MLO Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| MLS Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| MLSO Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| MLSW Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| MSG Verwaltung GmbH | Besigheim | 25 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Böblingen GmbH | Besigheim | 50 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH | Besigheim | 730 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Electronics GmbH | Nürnberg | 500 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG | Herne | 25 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Nord GmbH & Co. KG | Bünde | 25 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Ost GmbH & Co. KG | Zwenkau | 25 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. | Gliwice (Polen) | 868* | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Service GmbH & Co. KG | Besigheim | 50 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Süd GmbH & Co. KG | Besigheim | 1.000 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Südost GmbH & Co. KG | Besigheim | 50 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik Südwest GmbH & Co. KG | Besigheim | 50 | 100 |
| Müller – Die lila Logistik West GmbH | Herne | 26 | 100 |
| Value Added Logistics Sp. z o.o. | Gliwice (Polen) | 117* | 100 |
* Angabe umgerechnet zum Stichtagskurs zum 31. Dezember 2014
Die aufgeführten Beteiligungen werden direkt von der Müller – Die lila Logistik AG gehalten. Weitere Ausführungen hierzu sind dem Punkt 6. "Rechnungslegungsmethoden" zu entnehmen.
Darüber hinaus ist die Müller – Die lila Logistik AG an der E.L.V.I.S. AG (Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure Aktiengesellschaft), Alzenau, mit 6,5 T€ am Grundkapital (von insgesamt 97,5 T€) = 6,6% beteiligt. Auf Grund dieser Beteiligungsquote kann die Müller – Die lila Logistik AG keinen beherrschenden Einfluss nach IFRS 10 oder maßgeblichen Einfluss nach IAS 28 auf die E.L.V.I.S. AG nehmen. Auch liegt keine Vereinbarung vor, welche der Müller – Die lila Logistik AG eine gemeinsame Führung mit einem anderen Investor nach IFRS 11 einräumt. Daher ist die Beteiligung an der E.L.V.I.S. AG nicht in den Konzernabschluss einzubeziehen.
Des Weiteren ist die Müller – Die lila Logistik AG zu 50% an der FM Logistics GmbH beteiligt. Im Januar 2014 haben die beiden Gesellschafter der FMS Logistic GmbH, die Müller – Die lila Logistik AG und die Hans Fischer Transport GmbH, beschlossen, dass das Stammkapital der Gesellschaft auf insgesamt 31 T€ bei gleichbleibender Beteiligungsquote erhöht wird. Zudem wurde im Frühjahr 2014 die Firma in die FM Logistics GmbH geändert und der Sitz der Gesellschaft nach Weilheim an der Teck verlegt. Die FM Logistics GmbH ist als Gemeinschaftsunternehmen der Müller – Die lila Logistik AG nach IFRS 11 zu qualifizieren, das im Konzernabschluss grundsätzlich nach der Equity-Methode (IAS 28) einbezogen werden sollte. Ein Einbezug in den Konsolidierungskreis unterbleibt jedoch, da die Beteiligung für die Lila Logistik Gruppe eine unwesentliche Bedeutung hat.
Alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen und Transaktionen innerhalb des Konzerns wurden im Konzernabschluss eliminiert. Bei Unternehmenszusammenschlüssen kommt die Erwerbsmethode zur Anwendung. Dabei werden im Rahmen der Erstbewertung alle Vermögenswerte und Schulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt erfasst. Die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile werden mit dem Eigenkapital des Tochterunternehmens, das zu Zeitwerten bewertet wurde, aufgerechnet. Der auf andere Gesellschafter entfallende Anteil wird entsprechend ausgewiesen. Verbleibt nach der Aufrechnung ein aktivischer Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.
In der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die Innenumsätze sowie andere konzerninterne Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet worden. Zwischengewinne sind wie im Vorjahr nicht zu eliminieren gewesen. Das Geschäftsjahr der Müller – Die lila Logistik AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr.
Folgende Personenhandelsgesellschaften, die verbundene konsolidierte Unternehmen der Müller – Die lila Logistik AG sind und für die der Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG der befreiende Konzernabschluss ist, nehmen für das Geschäftsjahr 2014 die Befreiungsvorschriften des § 264b HGB hinsichtlich der Aufstellung des Anhangs und Lageberichts sowie deren Offenlegung in Anspruch:
Zur wirksamen Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB bei der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr 2014 muss neben den in § 264 Abs. 3 Nr. 3 und 4 HGB benannten, erst zu einem späteren Zeitpunkt erfüllbaren Voraussetzungen, bis zum Datum der Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft eine wirksame Verlustübernahmeerklärung gemäß § 302 AktG abgegeben und im Bundesanzeiger zur Offenlegung angemeldet worden sein.
Die Anmeldung der Offenlegung zur Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschriften für die Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH für das Jahr 2014 ist mit Datum vom 12. Februar 2015 erfolgt.
Zwischen der Müller – Die lila Logistik AG und der Müller – Die lila Logistik West GmbH wurde im März 2013 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Die Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG und die Gesellschafterversammlung der Müller – Die lila Logistik West GmbH haben dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag jeweils im Mai 2013 zugestimmt. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte im Juni 2013.
Zwischen der Müller – Die lila Logistik AG und der Müller – Die lila Logistik Böblingen GmbH wurde im März 2014 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Die Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG und die Gesellschafterversammlung der Müller – Die lila Logistik Böblingen GmbH haben dem Beherrschungsund Gewinnabführungsvertrag jeweils im Juni 2014 zugestimmt. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte im Juli 2014.
Auf Grund der Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge zwischen der Müller – Die lila Logistik AG und der Müller – Die lila Logistik West GmbH sowie zwischen der Müller – Die lila Logistik AG und der Müller – Die lila Logistik Böblingen GmbH bestehen körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaften zwischen diesen Gesellschaften.
Bei der Erstellung dieses Konzernanhangs haben mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen Änderungen die gleichen Rechnungslegungsmethoden Anwendung gefunden wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013.
Folgende Standards, Interpretationen und Änderungen wurden im Geschäftsjahr 2014 erstmalig angewendet und hatten Auswirkungen auf den Konzern:
| Standards/Interpretation | Anwendungspflicht in der EU |
Übernahme durch EU-Kommission |
Auswirkungen | |
|---|---|---|---|---|
| IFRS 10 | Consolidated Financial Statements | 01.01.2014 | 11.12.2012 | keine wesentlichen Auswirkungen |
| IFRS 11 | Joint Arrrangements | 01.01.2014 | 11.12.2012 | keine wesentlichen Auswirkungen |
| IFRS 12 | Disclosure of Interests in Other Entities | 01.01.2014 | 11.12.2012 | keine wesentlichen Auswirkungen |
| IAS 27 | Separate Financial Statements | 01.01.2014 | 11.12.2012 | keine Auswirkungen |
| IAS 28 | Investments in Associates and Joint Ventures | 01.01.2014 | 11.12.2012 | keine wesentlichen Auswirkungen |
| IAS 32 | Financial instruments: presentation | 01.01.2014 | 11.12.2012 | keine wesentlichen Auswirkungen |
| IAS 36 | Impairment of assets | 01.01.2014 | 01.01.2014 | keine wesentlichen Auswirkungen |
| IAS 39 | Financial instruments: recognition and measurement |
01.01.2014 | 01.01.2014 | keine wesentlichen Auswirkungen |
| IFRIC 21 | Levies | 01.01.2014 | 13.06.2014 | keine wesentlichen Auswirkungen |
Folgende Standards, Interpretationen und Änderungen wurden im Geschäftsjahr 2014 veröffentlicht, wurden jedoch noch nicht angewendet:
| Standards/Interpretation | Anwendungspflicht in der EU |
Übernahme durch EU-Kommission |
Auswirkungen | |
|---|---|---|---|---|
| IAS 19 | Änderungen: Employee Contributions | 01.07.2014 | 17.12.2014 | unterliegt der Prüfung durch die Gesellschaft |
| Annual Improvements 2010 - 2012 |
Änderungen und Klarstellungen an verschiedenen IFRS |
01.07.2014 | 17.12.2014 | unterliegt der Prüfung durch die Gesellschaft |
| Annual Improvements 2011 - 2013 |
Änderungen und Klarstellungen an verschiedenen IFRS |
01.07.2014 | 18.12.2014 | unterliegt der Prüfung durch die Gesellschaft |
| IFRS 14 | Regulatory Deferral Accounts | 01.01.2016 | offen | unterliegt der Prüfung durch die Gesellschaft |
| IFRS 11 | Änderungen: Accounting for Acquisi tions of Interests in Joint Operations |
01.01.2016 | offen | unterliegt der Prüfung durch die Gesellschaft |
| IAS 16/IAS 38 | Änderungen: Clarification of Accep table Methods of Depreciation and Amortisation |
01.01.2016 | offen | unterliegt der Prüfung durch die Gesellschaft |
| IAS 16/IAS 41 | Änderungen: Bearer Plants | 01.01.2016 | offen | unterliegt der Prüfung durch die Gesellschaft |
| IAS 27 | Änderungen: Equity Method in Separate Financial Statements |
01.01.2016 | offen | unterliegt der Prüfung durch die Gesellschaft |
| IFRS 10/IAS 28 | Änderungen: Sale or Contribution of Assets between an Investor and is Associate or Joint Venture |
01.01.2016 | offen | unterliegt der Prüfung durch die Gesellschaft |
| Annual Improvements 2012 - 2014 |
Änderungen und Klarstellungen an verschiedenen IFRS |
01.01.2016 | offen | unterliegt der Prüfung durch die Gesellschaft |
| IAS 1 | Änderungen: Disclosure Initiative | 01.01.2016 | offen | unterliegt der Prüfung durch die Gesellschaft |
| IFRS 10, IFRS 12, IAS 28 |
Änderungen: Consolidation Exception | 01.01.2016 | offen | unterliegt der Prüfung durch die Gesellschaft |
| IFRS 15 | Revenue from Contracts with Customers |
01.01.2017 | offen | unterliegt der Prüfung durch die Gesellschaft |
| IFRS 9 | Financial Instruments | 01.01.2018 | offen | unterliegt der Prüfung durch die Gesellschaft |
Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben zum IFRS-Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 basieren grundsätzlich auf denselben Rechnungslegungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss 2013 zu Grunde lagen.
Für den Ansatz und die Bewertung der im Geschäftsjahr 2012 erworbenen Logistikimmobilie in Bünde sowie der in 2014 fertiggestellten Logistikimmobilie in Wemding wurde ein Komponentenansatz gewählt. Die Logistikimmobilie wurde in die Komponenten Gebäude (ohne Dach), Dach und Außenanlagen aufgeteilt. Weitere Erläuterungen gehen auch aus Punkt 13. "Langfristige Vermögenswerte" hervor.
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind einheitlich nach den für den Konzern geltenden Rechnungslegungsmethoden aufgestellt. Sofern die landesrechtlichen Abschlüsse einzelner Gesellschaften von diesen Grundsätzen abweichen, werden die notwendigen Anpassungen vorgenommen.
Konzernbilanz, Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Anlagenspiegel werden auf volle Euro (€) gerundet dargestellt. Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist gemäß dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Der Konzernabschluss wird in €, der Berichtswährung des Mutterunternehmens, aufgestellt. In den Einzelabschlüssen sind Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zeitnah mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bewertet. Kursänderungen werden durch Neubewertung mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag berücksichtigt.
Ergebniswirksam wurden negative Umrechnungsdifferenzen von Geschäften in Höhe von -81 T€ erfasst. Im Vorjahr wurden Umrechnungsdifferenzen in Höhe von -19 T€ ergebniswirksam erfasst.
Die Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt auf Grundlage des IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse". Damit werden sämtliche Vermögenswerte und Schulden zu Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet, das Eigenkapital hingegen zu historischen Kursen.
Der Unterschiedsbetrag aus der Umrechnung der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu Durchschnittskursen und der Bilanzen zu Stichtagskursen wird erfolgsneutral im kumulierten übrigen Eigenkapital ausgewiesen. Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen ergebende Währungsunterschied wird ebenfalls mit dem kumulierten übrigen Eigenkapital verrechnet.
Den Konzernabschlüssen zum 31. Dezember 2014 und 2013 lagen folgende Umrechnungskurse für die Fremdwährung mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss zu Grunde:
| Stichtagkurse | Durchschnittskurse | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | 2014 | 2013 | ||
| Polen | 1 € = PLN | 4,2623 | 4,1472 | 4,1852 | 4,1975 |
Müller – Die lila Logistik Geschäftsbericht 2014
Schätzungen
Für die Erstellung von Abschlüssen nach IFRS sind Schätzungen und Annahmen erforderlich, welche sowohl die Bewertung der Aktiva und Passiva, die Art und den Umfang von Haftungsverhältnissen, das konkrete Eingehen von Abnahmeverpflichtungen am Bilanzstichtag als auch die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte (insbesondere der dafür verwendeten Cashflow-Prognosen und Abzinsungsfaktoren), die Einbringlichkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt.
Erworbene immaterielle Vermögenswerte (Kundenstamm, Software etc.) werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von überwiegend drei Jahren abgeschrieben.
Neben den Geschäfts- oder Firmenwerten sind zum 31. Dezember 2014 keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer vorhanden.
Nach IFRS 3 darf der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert nicht planmäßig abgeschrieben werden, sondern muss, unabhängig vom Zeitpunkt des Vorliegens von Indikatoren für eine mögliche Wertminderung, jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung nach IAS 36 unterzogen werden.
IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" verlangt zu jedem Bilanzstichtag eine Beurteilung, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung für in der Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar bzw. ist, wie für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie Geschäfts- oder Firmenwerte, eine jährliche Überprüfung vorgeschrieben, wird eine sogenannte Werthaltigkeitsprüfung (Impairment Test) vorgenommen. Dabei wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit geschätzt, um einen eventuell erforderlichen Wertminderungsbedarf zu ermitteln. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Wert aus dem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert – jeweils bezogen auf den einzelnen Vermögenswert bzw. die zahlungsmittelgenerierende Einheit. Die Lila Logistik Gruppe ermittelt den erzielbaren Betrag auf Grundlage des Nutzungswerts. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten zukünftigen Zahlungsströme mit einem risikoadjustierten Diskontierungszinssatz unter Verwendung der Discounted-Cashflow-Methode auf den Barwert abgezinst.
Ein Wertminderungsbedarf besteht, wenn der Buchwert des Vermögenswerts bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert. Die Wertminderung wird sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Eine ertragswirksame Korrektur einer in Vorjahren vorgenommenen Wertminderung von Vermögenswerten wird mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen, wenn die Gründe dafür entfallen sind. Die Zuschreibung erfolgt jedoch nur insoweit, als dass danach der Buchwert nicht überstiegen wird, der sich unter Berücksichtigung der Abschreibung ergeben hätte, wenn die Wertminderung in Vorjahren nicht vorgenommen worden wäre. Für Geschäftsoder Firmenwerte besteht ein Wertaufholungsverbot.
Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen sowie Wertminderungen bewertet. Dies gilt auch für als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien.
Abschreibungen erfolgen linear, entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer:
| Nutzungsdauer | |
|---|---|
| Software | 1 bis 3 Jahre |
| Bauten | 4 bis 25 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1 bis 25 Jahre |
Gemietete Gebäudeeinrichtungen und Gegenstände, die als Finanzierungsleasing von der Gesellschaft zu bilanzieren sind, werden über die Dauer des Miet- oder Leasingvertrags abgeschrieben.
Die Nutzungsdauer wird regelmäßig vom Management der Gesellschaft im Hinblick auf die laufende technische Weiterentwicklung überprüft. Wartungs- und Reparaturkosten werden als Aufwand erfasst, wogegen Ersatz- und Verbesserungsinvestitionen, die die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verlängern oder die Kapazität erhöhen, aktiviert werden. Beim Verkauf oder Abgang von Sachanlagegegenständen werden die Anschaffungskosten und die kumulierte Abschreibung ausgebucht und ein sich ergebender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam erfasst.
Bei qualifizierten Vermögenswerten werden Fremdkapitalzinsen als Teil der Anschaffungskosten aktiviert. Bauzeitzinsen wurden im Rahmen des Neubaus der Logistikimmobilie in Gliwice, Polen 2006 und 2007 in Höhe von 313 T€ aktiviert. Des Weiteren wurden im Rahmen des Neubaus der Logistikimmobilie Wemding im Geschäftsjahr 2013 Fremdkapitalzinsen in Höhe von 59 T€ und im Geschäftsjahr 2014 Fremdkapitalzinsen in Höhe von 37 T€ aktiviert.
Bei komplexen Anlagen erfolgt die Abschreibung komponentenweise.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.
Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte.
Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückzahlungsanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Hierzu zählen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Finanzleasingverbindlichkeiten und derivative Finanzverbindlichkeiten.
Finanzielle Vermögenswerte werden bei erstmaliger Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten entspricht dem Betrag, zu dem das Finanzinstrument zwischen zwei Parteien in einer aktuellen Transaktion gehandelt würde, ausgenommen bei Zwangsverkauf oder Liquidation. Dabei sind bei allen finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen.
Die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag (Settlement Date).
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Kassenbestand, Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten beinhalten, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige Vermögenswerte werden – ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode – mit den fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung. Bei der Ermittlung der Ausfallrisiken werden auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt.
Sonstige langfristige Vermögenswerte werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fallen primär derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebunden sind und damit zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" klassifiziert werden müssen. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten.
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen, wenn sie in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und die Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Entsprechend ihrer Klassifizierung werden direkt mit diesen im Zusammenhang stehende Schulden auf der Passivseite gesondert ausgewiesen. Im Anhang werden zusätzliche Angaben zu den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und aufgegebenen Geschäftsbereichen gemacht. Die anderen, nicht den oben aufgeführten Kategorien zugeordneten, originären finanziellen Vermögenswerte werden als "zur Veräußerung verfügbar" kategorisiert und grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Dies gilt nicht, wenn es sich um dauerhafte oder wesentliche Wertminderungen sowie um währungsbedingte Wertänderungen von Fremdkapitalinstrumenten handelt, die erfolgswirksam erfasst werden. Erst mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente ein beizulegender Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile zu fortgeführten Anschaffungskosten (ggf. abzüglich Wertminderungen) bewertet. Dividendenansprüche des Unternehmens werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfolgswirksam erfasst. Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets at Fair Value Through Profit or Loss) zu designieren, hat die Müller – Die lila Logistik AG bislang keinen Gebrauch gemacht.
Zu jedem Abschlussstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, daraufhin untersucht, ob objektive substanzielle Hinweise (z. B. erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner oder Vertragsbruch) auf eine Wertminderung hindeuten. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand, welcher sich durch einen im Vergleich zum Buchwert geringeren beizulegenden Zeitwert begründet, wird erfolgswirksam erfasst. Wurden Wertminderungen der beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten bisher erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so sind diese bis zur Höhe der ermittelten Wertminderung aus dem Eigenkapital zu eliminieren und erfolgswirksam in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu überführen. Der im Rahmen der Prüfung auf etwaige Wertminderungen zu bestimmende beizulegende Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte sowie der beizulegende Zeitwert der mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Kredite und Forderungen entsprechen dem Barwert der geschätzten und mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz diskontierten künftigen Cashflows.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt.
Nach der erstmaligen Erfassung werden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebundene derivative Finanzinstrumente sind als "zu Handelszwecken gehalten" einzustufen und damit erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten zu bilanzieren. Sind diese negativ, führt dies zum Ansatz unter den finanziellen Verbindlichkeiten.
Derivative Finanzinstrumente werden bei Müller – Die lila Logistik AG nur zu Sicherungszwecken genutzt. Zielsetzung ist die Reduzierung von Währungs- und Zinsrisiken im operativen Geschäft und den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Alle derivativen Finanzinstrumente (im laufenden Geschäftsjahr Zinsswaps) sind nach IAS 39 am Bilanzstichtag zu Marktwerten zu bilanzieren. Diese können positiv oder negativ sein. Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente werden auf der Grundlage von Marktdaten und anerkannten Bewertungsverfahren nach den Bewertungskategorien des IFRS 13 ermittelt. Für die Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 (Hedge Accounting) eingebunden ist oder nicht. Liegt kein Hedge Accounting vor, sind die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sofort erfolgswirksam zu erfassen. Besteht hingegen eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39, wird der Besicherungszusammenhang als solcher bilanziert. Die beizulegenden Zeitwerte gehören zum 31. Dezember 2014 – mit Ausnahme der langfristigen finanziellen Vermögenswerte, die der Bewertungskategorie 3 angehören – wie im Vorjahr der Bewertungskategorie 2 an.
Beim Hedge Accounting werden Veränderungen der Marktwerte der eingesetzten derivativen Finanzinstrumente und der dazu gehörenden Grundgeschäfte entweder im Ergebnis (Fair Value Hedge) oder im Sonstigen Ergebnis (Cashflow Hedge) ausgewiesen.
Ein Fair Value Hedge dient der Besicherung der beizulegenden Zeitwerte von in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten, in der Bilanz angesetzten Verbindlichkeiten oder noch nicht in der Bilanz angesetzten festen Verpflichtungen. Jede Veränderung des beizulegenden Zeitwerts des als Sicherungsinstrument eingesetzten Derivats ist erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen; der Buchwert des Grundgeschäfts ist um den auf das besicherte Risiko entfallenden Gewinn oder Verlust erfolgswirksam anzupassen (Basis Adjustment). Die Anpassungen des Buchwerts werden erst ab Auflösung der Hedge-Beziehung amortisiert.
Mittels eines Cashflow Hedge werden künftige Zahlungsströme aus in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, aus festen Verpflichtungen (im Fall von Währungsrisiken) oder aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Schwankungen abgesichert. Bei Veränderungen der Marktwerte von effektiven Cashflow Hedge Instrumenten, die zum Ausgleich künftiger Cashflow Risiken aus bereits bestehenden oder geplanten Grundgeschäften eingesetzt werden, erfolgt der Ausweis der unrealisierten Gewinne und Verluste in Höhe des eingedeckten Grundgeschäfts zunächst erfolgsneutral im kumulierten Eigenkapital. Die Ergebniswirksamkeit des abgesicherten Grundgeschäfts wird im sonstigen Ergebnis abgebildet; Ergebniswirkungen über das abgesicherte Grundgeschäft hinaus werden unmittelbar zu Lasten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung gebucht. Der ineffektive Teil der Sicherungsbeziehungen erfolgt durch die Erfassung der unrealisierten Gewinne und Verluste sofort ergebniswirksam.
Die Müller – Die lila Logistik AG ist am 1. August 2012 (Valuta 1. Oktober 2012) ein Zinsderivat mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2015 eingegangen. Der Bezugsbetrag der variablen Beträge beträgt 2.000 T€. Die Bewertung am Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 ergab einen negativen Barwert in Höhe von -10 T€ (Vorjahr: -13 T€).
Des Weiteren ist die Müller – Die lila Logistik AG am 27. Februar 2014 (Valuta 2. Januar 2015) ein Zinsderivat mit einer Laufzeit bis zum 29. Dezember 2017 eingegangen. Der Bezugsbetrag der variablen Beträge beträgt 4.000 T€. Die Bewertung am Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 ergab einen negativen Barwert in Höhe von -90 T€.
Die Bewertung am Bilanzstichtag erfolgt auf Basis von Marktdaten und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle.
Bei beiden Zinsderivaten handelt es sich um nicht in wirksame Sicherungsbeziehungen eingebundene derivative Finanzinstrumente gemäß IAS 39.88, da auf Grund unterschiedlicher Fristen vom gesicherten Grundgeschäft und Zinsderivat eine formale Sicherungsbeziehung nicht gegeben ist. Die negativen Barwerte wurden mit ihren Bewertungsbeträgen unter den finanziellen Verbindlichkeiten erfasst.
Die Müller – Die lila Logistik AG ist im Geschäftsjahr 2014 keine derivaten Finanzinstrumente im Sinne eines Cashflow Hedges eingegangen.
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte zum 31. Dezember 2014 (Vorjahr:) der Darlehen:
| Angaben in T€ | Buchwert | beizulegender Zeitwert (Level 2) |
|---|---|---|
| Darlehen | 11.573 (13.122) |
11.452 (12.767) |
Bei allen übrigen Finanzinstrumenten entspricht der beizulegende Zeitwert dem Buchwert.
Der beizulegende Zeitwert wird grundsätzlich auf Stufe 2 (der Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten nach IFRS 13) ermittelt. Diese Eingangsparameter sind direkt oder indirekt beobachtbar.
Der beizulegende Zeitwert von Krediten und Forderungen entspricht im Wesentlichen dem Buchwert. Der Grund hierfür ist vor allem die in der Regel kurze Laufzeit solcher Instrumente. Bei den langfristigen Krediten und Forderungen stellt der Buchwert eine vernünftige Annäherung an den beizulegenden Zeitwert dar.
Bei den kurzfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten wird angenommen, dass auf Grund der kurzen Laufzeiten die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen Darlehen wurden als Barwerte der zukünftig erwarteten Cashflows ermittelt.
Bei Darlehen mit Zinsanpassungsterminen wird angenommen, dass der prognostizierte Darlehenszins annähernd den marktüblichen Zinssätzen entspricht. Demnach stellt der Buchwert dieser Darlehen im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwert dar. Bei festverzinslichen Darlehen werden zur Diskontierung Zinssätze verwendet, die das allgemeine Marktzinsniveau beinhalten.
Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten wurden in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung mit Nettoergebnissen in Höhe von -125 T€ (Vorjahr: Gewinne in Höhe von 69 T€) erfasst. Hiervon entfallen auf Derivate Buchverluste mit -87 T€ (Vorjahr: Buchgewinne in Höhe von 10 T€), die nicht in ein Hedge Accounting einbezogen wurden. Nettogewinne bzw. -verluste aus Derivaten beinhalten die Effekte aus Marktwertänderungen, die in voller Höhe im Ergebnis der Periode erfasst werden. Die Nettoergebnisse enthalten weder Zinsergebnisse noch Ergebnisse aus der Fremdwährungsumrechnung.
Die Gesamtzinserträge für finanzielle Vermögenswerte betragen 85 T€ (Vorjahr: 64 T€). In den Zinserträgen sind Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von 23 T€ (Vorjahr: 9 T€) enthalten.
Die Gesamtzinsaufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten betragen -844 T€ (Vorjahr: -515 T€). In den Finanzierungsaufwendungen sind per Saldo Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von -108 T€ (Vorjahr: -28 T€) sowie Buchverluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Vermögenswerten in Höhe von -87 T€ (Vorjahr: Buchgewinne in Höhe von 10 T€) enthalten. Des Weiteren sind in den Gesamtzinsaufwendungen des Geschäftsjahres 2014 Aufwendungen für das Factoring in Höhe von -141 T€ (Vorjahr: -99 T€) sowie aus Aufwendungen aus der Verzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von -243 T€ (Vorjahr: -178 T€) enthalten.
Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen beinhalten im Wesentlichen Ergebnisse aus Wertminderungen und Zuschreibungen, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen werden.
Tatsächliche Ertragsteuern werden nach den einschlägigen steuerlichen Vorschriften in den jeweiligen Ländern bilanziert. Dabei ist für jedes Steuersubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen. Des Weiteren sind die temporären Differenzen aus der abweichenden Behandlung bestimmter Bilanzpositionen zwischen den lokalen steuerrechtlichen Abschlüssen und dem IFRS-Konzernabschluss zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese grundsätzlich zum Ansatz von latenten Steuern.
Latente Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden nach dem bilanzorientierten Ansatz (Liability Method) im Einklang mit den Bestimmungen des IAS 12 "Ertragsteuern" ermittelt. Zur Berücksichtigung der steuerlichen Folgen von Unterschieden zwischen Wertansätzen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der IFRS-Bilanz und den entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen sowie steuerlicher Verlustvorträge werden latente Steuern gebildet.
Die Höhe der latenten Steuern richtet sich dabei nach den Steuersätzen für den steuerlichen Gewinn in dem Jahr, in dem die Unterschiede wahrscheinlich ausgeglichen werden. Aktive latente Steuern werden erforderlichenfalls auf den wahrscheinlich realisierbaren Betrag reduziert. Die Auswirkung von Änderungen der Steuersätze auf aktive oder passive latente Steuern wird in dem Zeitraum berücksichtigt, in dem die Änderung beschlossen wird.
Unter den Ertragsteuern sind die für den Berichtszeitraum zu zahlenden oder von den Finanzbehörden zu erstattenden Steuern zuzüglich bzw. abzüglich der Veränderungen bei den latenten Steuern ausgewiesen.
Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach IAS 19 (rev. 2011). Bei den Versorgungszusagen in der Lila Logistik Gruppe handelt es sich um beitragsorientierte Systeme und leistungsorientierte Zusagen. Die Ermittlung der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Zusagen erfolgt nach der sogenannten Projected Unit Credit Method (Anwartschaftsbarwertverfahren). Bei diesem Verfahren sind neben den am Bilanzstichtag bereits bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch die in der Zukunft bei vorsichtiger Einschätzung erwarteten Steigerungen der Arbeitsentgelte und Altersbezüge zu berücksichtigen. Die Berechnung beruht auf jährlich zu erstellenden versicherungsmathematischen Gutachten unter Beachtung der biometrischen Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für einen Teil der Pensionsverpflichtungen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Der Rückdeckungsanspruch entspricht dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital der Versicherungsgesellschaft. Auf dieser Basis werden die Rückstellungen für rückgedeckte Pensionsverpflichtungen entsprechend des IAS 19 mit dem Planvermögen saldiert. Der Zinsanteil der Rückstellungszuführung wie auch die Erträge aus Fondvermögen werden im Zinsaufwand saldiert ausgewiesen. Pensionsverpflichtungen werden grundsätzlich als langfristig angesehen.
Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und stellen die Beträge dar, die für Dienstleistungen im normalen Geschäftsablauf zu erhalten sind. Davon sind Preisnachlässe, Skonti und Umsatzsteuer abgesetzt.
Umsätze werden in dem Zeitpunkt erfasst, in dem die Logistikdienstleistungen erbracht sind und die Höhe des Umsatzes verlässlich bestimmt werden kann.
Die Erlöse aus Beratungsleistungen (Lila Consult) inklusive der Erlöse mit anderen Segmenten belaufen sich auf 6.863 T€ (Vorjahr: 5.485 T€). Die Erlöse aus Logistikdienstleistungen im Segment Lila Operating inklusive der Erlöse mit anderen Segmenten belaufen sich auf 114.841 T€ (Vorjahr: 96.300 T€). Hierzu wird auf Punkt 27. "Segmentinformationen" verwiesen.
Umsätze aus Speditionslogistik werden realisiert, sobald das Speditionsgut überbracht wurde, aus Kontraktlogistik, sobald die einzeln definierte Dienstleistung fertig gestellt und bei Beratungsleistungen, wenn die vertraglichen Bestandteile durchgeführt wurden.
Insgesamt werden Aufwendungen erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen wirtschaftliche Ressourcen abfließen werden.
Finanzierungskosten werden in der Periode, in der sie angefallen sind, nach der Effektivzinsmethode erfolgswirksam erfasst, soweit es sich nicht um Anschaffungskosten von qualifizierten Vermögenswerten handelt.
| Verwässertes/Unverwässertes Ergebnis je Aktie | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Konzernüberschuss (in T€) | 2.988 | 3.360 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien (in Tausend Stück) |
7.956 | 7.956 |
| Verwässertes/Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) | 0,38 | 0,42 |
Ein Unterschied zwischen verwässertem und unverwässertem Ergebnis je Aktie besteht nicht.
Der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG hat im November 2014 mit dem Geschäftsführer der Emporias Verwaltung GmbH, Herrn Dr. Carsten Jacobi, eine Vereinbarung über den Verkauf der Geschäftsanteile an der Emporias Verwaltung GmbH sowie der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG, beide mit Sitz in Unterföhring, zum 1. Januar 2015 unterzeichnet. Herr Dr. Jacobi übernahm ab Januar 2015 alle Anteile der Emporias Verwaltung GmbH und der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG von der Müller – Die lila Logistik AG.
Der Anteil der anderen Gesellschafter wurde wie im Vorjahr unter dem Posten "Veränderung aus der den anderen Gesellschafter zuzurechnenden Nettovermögenswerten" verbucht. Insgesamt hat sich zum 31. Dezember 2014 eine Verbindlichkeit aus den anderen Gesellschaftern zuzurechnenden Nettovermögenswerten in Höhe von 1.147 T€ ergeben (Vorjahr: 1.241 T€). Weitere Einzelheiten gehen aus Punkt 16. "Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" hervor.
Mit Wirkung zum 1. Juli 2013 wurde durch die Müller – Die lila Logistik AG die Electrolux Logistics GmbH von der Electrolux Hausgeräte GmbH zu 100 % übernommen und anschließend in die Müller – Die lila Logistik Electronics GmbH umfirmiert. Durch den Kauf entstand ein immaterieller Vermögenswert auf den Auftragsbestand in Höhe von 938 T€, der entsprechend der Laufzeit des Kundenvertrags abgeschrieben wird. Zum Bilanzstichtag überprüft die Müller – Die lila Logistik AG regelmäßig die Buchwerte der Finanzanlagen und immateriellen Vermögenswerte dahingehend, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Wertveränderung eingetreten sein könnte (Impairment Test). Im Geschäftsjahr 2013 wurde auf Grund der zukünftigen kalkulierten Ergebnisse eine Wertminderung vorgenommen; im Geschäftsjahr 2014 erfolgte keine Wertminderung auf Finanzanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
Bezüglich weiterer Unternehmensgründungen bzw. Unternehmenserwerbe verweisen wir auf die Ausführungen unter Punkt 4. "Konsolidierungskreis und -methoden".
Das Ergebnis der Lila Logistik Gruppe enthält Erträge und Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Veräußerung bestimmter Vermögenswerte zum 1. Januar 2015 resultieren. Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung:
| Angaben in T€ | |
|---|---|
| Erträge | 3.641 |
| Aufwendungen | -3.297 |
| Ertragsteuern | -38 |
| Ergebnis nach Steuern | 306 |
| Konzernanteil am Jahresüberschuss | 112 |
In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Erlösschmälerungen wie Rabatte und Skonti werden umsatzmindernd gebucht.
Die sonstigen betrieblichen Erträge der Geschäftsjahre 2014 und 2013 enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und sonstigen Schuldposten in Höhe von 1.295 T€ (Vorjahr: 1.081 T€), periodenfremde Erträge in Höhe von 261 T€ (Vorjahr: 66 T€), Versicherungsentschädigungen in Höhe von 198 T€ (Vorjahr: 201 T€) sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von 67 T€ (Vorjahr: 113 T€).
Der Personalaufwand zeigt folgende Aufteilung:
| 2014 | 2013 |
|---|---|
| -39.957 | -31.851 |
| -3.917 | -3.271 |
| -3.236 | -2.605 |
| -47.110 | -37.727 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten in den Geschäftsjahren 2014 und 2013 unter anderem die folgenden wesentlichen Posten: Miet- und Raumkosten in Höhe von -10.490 T€ (Vorjahr: -8.466 T€), Fremdpersonalkosten und Fremdarbeiten in Höhe von -10.282 T€ (Vorjahr: -6.702 T€), Fahrzeugkosten in Höhe von -5.593 T€ (Vorjahr: -4.452 T€), IT- und Kommunikationskosten in Höhe von -1.738 T€ (Vorjahr: -1.698 T€), Werbe- und Reisekosten in Höhe von -1.366 T€ (Vorjahr: -991 T€), Schadensaufwendungen in Höhe von -1.031 T€ (Vorjahr: -819 T€), Abschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von -916 T€ (Vorjahr: -1.115 T€) sowie Versicherungsbeiträge und Abgaben in Höhe von -838 T€ (Vorjahr: -766 T€).
| Angaben in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten | -442 | -255 |
| Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten | – | -379 |
| Abschreibungen von Sachanlagen | -2.035 | -1.536 |
| Gesamt | -2.477 | -2.170 |
Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten fielen im Geschäftsjahr 2014 nicht an. Bezüglich der Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten im Vorjahr verweisen wir auf Punkt 13. "Langfristige Vermögenswerte".
Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden im Inland die Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlags und die Gewerbesteuer sowie im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen.
Steuerabgrenzungen resultieren in den Einzelbilanzen aus der erwarteten Nutzung steuerlicher Verlustvorträge und aus Unterschieden bei den Wertansätzen von IFRS- und Steuerbilanz, sowie aus Konsolidierungsvorgängen. Ihre Berechnung erfolgt nach IAS 12.
Die im Geschäftsjahr zu Grunde gelegte Gewerbesteuer betrug wie im Vorjahr 14,07 %. Bei der Muttergesellschaft wurde, ebenfalls wie im Vorjahr, ein Körperschaftsteuersatz von 15,00 % zuzüglich einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % angesetzt. Insgesamt hat sich hieraus ein Konzernsteuersatz von 29,89 % ergeben (Vorjahr: ebenfalls 29,89 %).
Die Besteuerung im Ausland wird zu den in diesen Ländern geltenden Steuersätzen berechnet und liegt wie im Vorjahr bei 19 %. Die Ertragsteuern gliedern sich nach ihrer Herkunft wie folgt:
| Angaben in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Gezahlte bzw. geschuldete Steuern (saldiert) | -1.068 | -763 |
| - davon Ausland | -74 | -105 |
| Latenter Steuerertrag | 123 | 164 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -945 | -599 |
Die Ertragsteuern enthalten saldiert Steuererträge aus früheren Perioden in Höhe von 2 T€ (Vorjahr: Steuererträge aus früheren Perioden in Höhe von 10 T€).
Die latenten Steueraufwendungen beruhen insgesamt auf temporären Unterschieden bzw. der Umkehr derselben.
Die Überleitung zwischen den Beträgen bei Anwendung eines Steuersatzes von 29,89 % (Vorjahr: ebenfalls 29,89 %) für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2014 zum Ergebnis vor Ertragsteuern und tatsächlichem Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:
| Angaben in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Erwarteter Steueraufwand | -1.176 | -1.183 |
| Steuerfreie Erträge | 285 | 376 |
| Unterschiede in lokalen Steuersätzen | 165 | -221 |
| Verlustvorträge | -88 | 737 |
| Periodenfremder Steuerertrag | 2 | 10 |
| Nicht abziehbare Betriebsausgaben | -94 | -107 |
| Steuerbilanzeffekte | -34 | -92 |
| - davon im Vorjahr nicht abziehbare Betriebsausgaben | -164 | -248 |
| - davon im Vorjahr sonstige temporäre Unterschiede | 130 | 156 |
| Übrige | -5 | -119 |
| Ertragsteueraufwand | -945 | -599 |
Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
| Angaben in T€ | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | ||
| Steuerliche Verlustvorträge | 90 | 22 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 87 | 65 |
| Rückstellungen | 1.475 | 859 |
| Sonstige Vermögenswerte | 27 | 0 |
| Übrige | 0 | 3 |
| Aktive latente Steuern, gesamt | 1.679 | 949 |
| Angaben in T€ | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 137 | 157 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 623 | 613 |
| Sachanlagevermögen | 1.239 | 1.229 |
| Übrige | 35 | 0 |
| Passive latente Steuern, gesamt | 2.034 | 1.999 |
| Latente Steuern, saldiert | 355 | 1.050 |
Die aktiven und passiven latenten Steuern wurden in den Konzernbilanzen zum 31. Dezember 2014 und 2013 wie folgt ausgewiesen:
| Angaben in T€ | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | 1.076 | 577 |
| Passive latente Steuern | 1.431 | 1.627 |
| Latente Steuern, saldiert | 355 | 1.050 |
Für Körperschaftsteuerzwecke können Verluste in Deutschland seit 2004 ein Jahr zurück- und unbefristet vorgetragen werden. Für Gewerbesteuerzwecke können Verluste nur unbefristet vorgetragen werden.
Am 31. Dezember 2014 verfügte die Müller – Die lila Logistik AG und ihre Tochtergesellschaften über steuerliche Verlustvorträge unter Berücksichtigung der Jahresergebnisse 2014 für Körperschaftsteuerzwecke beziehungsweise vergleichbarer ausländischer Steuern in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 184 T€) und für Gewerbesteuerzwecke in Höhe von 7.100 T€ (Vorjahr: 5.914 T€), die unbefristet vorgetragen werden können.
Es wurden Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge zum 31. Dezember 2014 in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 36 T€) gebildet. Verlustvorträge, auf die keine aktiven latente Steuern gebildet wurden, bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 6.463 T€ (Vorjahr: 5.706 T€) für Gewerbesteuer sowie in Höhe von 0 T€ für Körperschaftsteuer (Vorjahr: 0 T€) und sind unbegrenzt vortragsfähig.
Die Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte innerhalb des Konzerns ist aus der Konzern-Entwicklung des Anlagevermögens ersichtlich.
Zum 1. Dezember 2011 wurde von der Müller – Die lila Logistik Immobilien GmbH & Co. KG ein Grundstück zwecks Erweiterung des bestehenden Logistikgebäudes am Firmensitz in Besigheim gekauft. Das Grundstück wurde im Zuge der Anwachsung an die Müller – Die lila Logistik AG übertragen und hat zum 31. Dezember 2014 einen Buchwert von 3.011 T€ (Vorjahr: 3.002 T€); die Erhöhung des Buchwertes zum Vorjahr ergab sich durch Aktivierungen von Erschließungskosten in Höhe von 9 T€. Als Besicherung für die darlehensgebenden Banken wurden insgesamt Grundschulden in Höhe von 2.700 T€ eingetragen.
Im Dezember 2012 wurde die seit 2006 durch eine Tochtergesellschaft angemietete und bewirtschaftete Logistikimmobilie in Bünde durch die Müller – Die lila Logistik AG gekauft. Die Logistikimmobilie hat zum 31. Dezember 2014 einen Buchwert von 5.378 T€ (Vorjahr: 5.592 T€). Die Abschreibung erfolgt im Komponentenansatz. Die Gebäude (ohne Dach) werden mit jährlich 4,0 % linear abgeschrieben, das Dach wird jährlich mit 6,7 % linear abgeschrieben und die Abschreibung der Außenanlagen erfolgt mit jährlich 12,5 % ebenfalls linear. Als Besicherung für die darlehensgebenden Banken wurden insgesamt Grundschulden in Höhe von 4.800 T€ eingetragen.
Im Geschäftsjahr 2013 wurde mit dem Bau einer Logistikimmobilie in Wemding begonnen; diese wurde im Frühjahr 2014 fertiggestellt. Die Logistikimmobilie hat zum 31. Dezember 2014 einen Buchwert von 8.593 T€ (Vorjahr: 6.809 T€). Die Abschreibung erfolgt ebenfalls im Komponentenansatz. Die Gebäude (ohne Dach, Sprinkleranlage und Hallenbeleuchtung) werden mit jährlich 3,0% linear abgeschrieben, das Dach und die Sprinkleranlage werden jährlich mit 5,0% linear abgeschrieben, die Hallenbeleuchtung wird jährlich mit 5,3% linear abgeschrieben und die Abschreibung der Außenanlagen erfolgt mit jährlich 6,7% ebenfalls linear. Zum Bilanzstichtag des Vorjahres wurden die Komponenten auf die Position "Anlagen im Bau" aktiviert. Die in 2013 und in 2014 geleisteten Zinszahlungen bis zur Fertigstellung der Immobilie wurden als Bauzeitzinsen aktiviert. Die Bauzeitzinsen im Berichtsjahr betragen 37 T€ (Vorjahr: 59 T€). Als Besicherung für die darlehensgebenden Banken wurden insgesamt Grundschulden in Höhe von 6.500 T€ vereinbart.
Der Buchwert der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien beträgt zum 31. Dezember 2014 13.971 T€ (Vorjahr: 12.401 T€). Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Buchwert zum 31. Dezember 2014.
Der beizulegende Zeitwert wird auf Stufe 2 (der Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten nach IFRS 13) ermittelt. Als Grundlagen dienen dabei Verkäufe und Angebotspreise ähnlicher Immobilien.
Beim Impairment Test wurden die erwarteten Cashflows der Geschäftsbereiche aus der Planung abgeleitet, die einen Zeitraum von drei Jahren umfasst. Für die sich daran anschließenden Zeiträume wird das geplante Wachstum – mit Ausnahme der unten erwähnten Tochtergesellschaft – mit einer Wachstumsrate von 1,5 % im Diskontierungszinssatz berücksichtigt. Der Planung liegen insbesondere Annahmen hinsichtlich makroökonomischer Basisdaten und Erfahrungswerte bezüglich der Entwicklung von Verkaufspreisen, Personalkosten und Energiepreisen zu Grunde. Die Cashflows für die Zahlungsmittel generierenden Einheiten wurden mit Zinssätzen von 6,8 % (Vorjahr: 7,5 %) abgezinst. Im Geschäftsjahr 2014 ergaben sich bei der Durchführung der Impairment Tests keine Wertminderungsaufwendungen; im Vorjahr ergaben sich Wertminderungsaufwendungen in einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit in Höhe von -379 T€.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte verteilen sich auf folgende Zahlungsmittel generierende Einheiten wie folgt:
| Angaben in T€ | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG | 4.500 | 4.500 |
| Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH | 4.044 | 4.044 |
| Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG | 0 | 727 |
| Gesamt | 8.544 | 9.271 |
Der Geschäfts- oder Firmenwert der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG ist zum 31. Dezember 2014 unter dem Bilanzposten "Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" ausgewiesen.
Bei einer Reduzierung der Wachstumsrate um ein Prozentpunkt, einer Erhöhung des Zinsniveaus um ein Prozentpunkt oder der Verringerung der geplanten Ergebnisse (EBIT) für jedes Planungsjahr um 10 Prozentpunkte, liegt der erzielbare Betrag der CGUs im Impairment Test weiterhin über dem Buchwert.
Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten bewertet, sofern der Nettoveräußerungswert nicht geringer ist. Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Hierbei wird auf den am Bilanzstichtag jeweils niedrigeren Betrag aus Herstellungskosten oder Nettoveräußerungswert abgestellt. Als Nettoveräußerungswert werden die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse vermindert um die bis zum Verkauf anfallenden Kosten angesetzt.
Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten (Gehälter) und die dem Leistungserstellungsprozess zuzurechnenden Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang Abwertungen vorgenommen. Für die am jeweiligen Bilanzstichtag vorhandenen Vorräte waren keine Abwertungen erforderlich. Die Vorräte in Form von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen betrugen zum Bilanzstichtag 76 T€ (Vorjahr: 59 T€).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 11.458 T€ (Vorjahr: 10.180 T€) sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Darin enthalten sind Wertberichtigungen in Höhe von 93 T€ (Vorjahr: 67 T€). Bei bestehenden Ausfall- und Transferrisiken werden die Forderungen mit dem niedrigeren erzielbaren Betrag angesetzt. Dies spiegelt sich in Form von durchgeführten Einzelwertberichtigungen wider.
Wertberichtigungen werden auf separaten Wertberichtigungskonten innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Das Wertberichtigungskonto für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich wie folgt entwickelt:
| Angaben in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Stand 1.1. | 67 | 188 |
| Inanspruchnahme | -8 | -55 |
| Auflösung | -62 | -111 |
| Zuführung | 96 | 45 |
| Stand 31.12. | 93 | 67 |
Alle Aufwendungen und Erträge aus Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen.
Die Altersstruktur der fälligen Forderungen, welche nicht einzelwertberichtigt sind, stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
| Angaben in T€ | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Seit 1 bis 30 Tagen fällig | 1.488 | 1.254 |
| Seit 31 bis 60 Tagen fällig | 207 | 185 |
| Seit 61 bis 90 Tagen fällig | 31 | 3 |
| Seit mehr als 90 Tagen fällig | – | 9 |
Für den Bestand der fälligen, nicht wertgeminderten Forderungen wurden zum Abschlussstichtag keine Anzeichen dafür identifiziert, die darauf schließen lassen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die zum Stichtag 31. Dezember 2014 offenen Forderungen wurden im Wesentlichen fristgerecht bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses ausgeglichen. Seit dem Geschäftsjahr 2008 wurden für verschiedene Gesellschaften der Lila Logistik Gruppe Factoring-Verträge abgeschlossen. Gründe für das Factoring waren zum einen den im Laufe der Zeit deutlich gestiegenen Forderungsgesamtbestand zu reduzieren und zum anderen die generellen Vorteile von Factoring in Anspruch zu nehmen. Zum Bilanzstichtag belief sich die Summe der verkauften offenen Posten auf 8.431 T€ (Vorjahr: 6.281 T€).
Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.
Müller – Die lila Logistik AG hat sich mit Vertrag vom 21. November 2014 zur Veräußerung der gehaltenen Geschäftsanteile an der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG und der Emporias Verwaltung GmbH verpflichtet. Die Übertragung der Vermögenswerte und Schulden erfolgte am 1. Januar 2015.
Zum Bilanzstichtag wurden die Vermögenswerte bzw. Schulden in den Bilanzpositionen "Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" bzw. "Schulden in Zusammenhang mit Veräußerungsgruppen" ausgewiesen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Veräußerungsgruppen:
Angaben in T€
| Immaterielle Vermögenswerte | 1 |
|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 727 |
| Sachanlagen | 71 |
| Aktive latente Steuern | 12 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 506 |
| Forderungen | 653 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 35 |
| Summe Vermögenswerte | 2.005 |
| Pensionsrückstellungen | 37 |
| Verbindlichkeiten | 768 |
| Sonstige kurzfristige Schulden und Steuerschulden | 346 |
| Summe Schulden | 1.151 |
| Nettovermögen | 854 |
Bei Zahlungsmitteln in der Berichtswährung entspricht der ausgewiesene Wert dem Nominalwert der flüssigen Mittel. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für Fremdwährungsbestände wird durch Umrechnung mit dem Stichtagskurs vorgenommen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich wie folgt zusammen:
| Angaben in T€ | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 16 | 11 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 7.647 | 9.250 |
| Gesamt | 7.663 | 9.261 |
Die Gründe für die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung werden alle Zahlungsmittel mit einer Laufzeit bis zu drei Monaten als liquide Mittel ausgewiesen.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von 2.467 T€ (Vorjahr: 4.416 T€) enthalten im Wesentlichen Forderungen aus dem Factoring-Sperrguthabenkonto, debitorischen Kreditoren, Steuerforderungen, Forderungen gegen Mitarbeiter und Vorauszahlungen. Die finanziellen sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte betragen 1.548 T€ (Vorjahr: 2.320 T€); die nicht finanziellen sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte betragen 919 T€ (Vorjahr: 2.096 T€).
Das voll eingezahlte Grundkapital der Müller – Die lila Logistik AG betrug zum 31. Dezember 2014 insgesamt 7.956 T€. Die Aktien lauten auf den Inhaber und sind in 7.955.750 Aktien mit Nennwert von je 1 € eingeteilt.
Die Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 hat die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals beschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 23. Juni 2015 in Höhe von bis zu 3.978 T€ durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach zu erhöhen.
Nach dem Aktiengesetz ist der zur Ausschüttung an die Gesellschafter verfügbare Dividendenbetrag vom Eigenkapital des Unternehmens abhängig, wie es im Jahresabschluss der Muttergesellschaft entsprechend des deutschen Handelsgesetzbuches ausgewiesen wird. Dividenden können nur in der Höhe des Bilanzgewinns ausgeschüttet werden. Diese Beträge weichen vom IFRS-Konzernabschluss ab. Zum 31. Dezember 2014 betrug der Bilanzgewinn der Müller – Die lila Logistik AG 8.936 T€ (Vorjahr: 7.019 T€).
Vorstand und Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG beabsichtigen, der Hauptversammlung am 16. Juni 2015 vorzuschlagen, von dem Bilanzgewinn der Muttergesellschaft eine dem Vorjahr entsprechende Dividende von 0,15 € je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Die Anteile übriger Gesellschafter betreffen Fremdanteile am Eigenkapital einer inländischen Tochtergesellschaft.
Das kumulierte sonstige Ergebnis in Höhe von -3.941 T€ (Vorjahr: -2.224 T€) besteht aus Differenzen aus der Währungsumrechnung der polnischen Tochtergesellschaften, Beträgen durch den Entfall des Korridorverfahrens nach IAS 19 sowie Zinsveränderungen im Geschäftsjahr 2014 sowie latenten Steuern.
Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist aus der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich. Die Gesamtergebnisdarstellung beinhaltet das Konzernergebnis und die Veränderung des kumulierten sonstigen Ergebnisses.
In der Lila Logistik Gruppe gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Versorgungssysteme. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen beschränkt sich die Verpflichtung der jeweiligen Unternehmen darauf, die jeweils vereinbarten Beträge zu entrichten. Bei den leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung gegenüber berechtigten aktiven und früheren Mitarbeitern sowie deren Hinterbliebenen, die zugesagten Leistungen zu erfüllen.
Den Vorstandsmitgliedern und einem ehemaligen Vorstandsmitglied der Muttergesellschaft sowie einem aktiven und einem ehemaligen Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft sind Pensionszusagen erteilt worden. Die Höhe der Pensionen ist vertraglich geregelt und kann sich mit der Dauer der Zugehörigkeit zur Gesellschaft erhöhen. Obwohl nach deutschem Recht keine Verpflichtung besteht, diese Zusagen durch getrennte Vermögenswerte abzusichern, sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen worden. Der Aktivwert der Versicherungen ist als sogenanntes Plan Asset im Sinne von IAS 19 (revised 2004) qualifiziert und mit der Rückstellung saldiert. Des Weiteren sind Mitarbeitern Pensionszusagen erteilt worden, deren Höhe in einer Rentenordnung geregelt ist und die sich mit Dauer der Betriebszugehörigkeit erhöht.
Die Rückstellungen für Pensionen sind grundsätzlich gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt, und zwar unter Berücksichtigung der künftigen vorhersehbaren Entwicklungen. Bei allen leistungsorientierten Versorgungssystemen sind versicherungsmathematische Annahmen unumgänglich. Neben der Lebenserwartung, die sich im Inland aus den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ergibt, wurden in den versicherungsmathematischen Berechnungen folgende Ansätze gewählt:
| Angaben in % | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Diskontierungszinssatz | 2,20 | 3,50 |
| Fluktuationsrate | 0,00 und 1,00 | 0,00 und 1,00 |
| Rententrend | 0,00 bis 2,00 | 0,00 bis 2,00 |
| Erwartete Rendite aus Planvermögen | 2,20 | 3,50 |
| Erwartete Gehaltssteigerung | 0,00 | 0,00 |
Der Nettoaufwand für die Pensionsaufwendungen gliedert sich wie folgt:
| Angaben in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Periodischer Dienstzeitaufwand | 158 | 126 |
| Zinsaufwand | 243 | 178 |
| Rendite aus dem Planvermögen | -133 | -86 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | – | – |
| Nettoaufwand | 268 | 218 |
Der periodische Dienstzeitaufwand wurde im Personalaufwand verbucht. Der Zinsaufwand und die Rendite aus dem Planvermögen wurden in den Finanzierungsaufwendungen erfasst.
| Angaben in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen | 9.247 | 7.013 |
| Wert des Planvermögens | -3.966 | -3.753 |
| Anwartschaftsbarwert nach Abzug des Fondsvermögens | 5.281 | 3.260 |
| Nettoverpflichtungen der Pensionäre | 5.281 | 3.260 |
| abzgl. Nettoverpflichtung der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG zum 31.12.2014* |
-37 | – |
| Bilanzierte Nettoverpflichtung der Pensionspläne | 5.244 | 3.260 |
* Die Nettoverpflichtung der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG zum 31.12.2014 setzt sich aus dem Anwartschaftsbarwert i. H. v. 177 T€ und dem Planvermögen i. H. v. 140 T€ zusammen. Die Nettoverpfilichtung der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG wird zum 31. Dezember 2014 unter dem Bilanzposten "Schulden im Zusammenhang mit Veräußerungsgruppen" ausgewiesen.
Der Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen hat sich wie folgt entwickelt:
| Angaben in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert zum 1.1. | 7.013 | 3.573 |
| Anwartschaftsbarwert durch Unternehmenstransaktionen | – | 3.144 |
| Periodischer Dienstzeitaufwand | 158 | 127 |
| Zinsaufwand | 243 | 178 |
| Versicherungsmathematische Verluste | 1.997 | 111 |
| Rentenzahlungen | -164 | -120 |
| Anwartschaftsbarwert zum 31.12. | 9.247 | 7.013 |
Die versicherungsmathematischen Verluste resultieren insbesondere aus der Änderung des Zinsniveaus.
Der Wert des Planvermögens hat sich wie folgt entwickelt:
| Angaben in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Planvermögen zum 1.1. | 3.753 | 1.841 |
| Planvermögen durch Unternehmenstransaktionen | – | 1.773 |
| Ertrag | 133 | 86 |
| Einzahlungen durch den Arbeitgeber | 122 | 118 |
| Neubewertung | 9 | -15 |
| Auszahlungen | -51 | -50 |
| Wert des Planvermögens zum 31.12. | 3.966 | 3.753 |
Durch den Unternehmenserwerb der Electrolux Logistics GmbH (der heutigen Müller – Die lila Logistik Electronics GmbH) wurde zum 1. Juli 2013 ein Anwartschaftsbarwert in Höhe von 3.144 T€ und ein Planvermögen von 1.773 T€ übernommen. Die übergegangenen Pensionszusagen wurden ab dem Zeitpunkt des Betriebsübergangs über einen Treuhandvertrag im Wege eines Contractual Trust Arrangement (CTA) mit dem Pencuro Treuhand e. V., München, gesichert. Ein CTA ist eine rechtlich ausgestaltete Treuhandvereinbarung zur Kapitaldeckung unmittelbarer Versorgungszusagen mit separiertem und ausgegliedertem Vermögen sowie zum erweiterten Insolvenzschutz für diese Verpflichtungen. Das Planvermögen besteht aus Treuhandvermögen. Der Marktwert zum 31. Dezember 2014 belief sich auf 1.868 T€ (Bilanzstichtag 31. Dezember 2013: 1.788 T€). Des Weiteren besteht für ein Mitglied des Vorstands eine beitragsorientierte Zusage über eine rückgedeckte Unterstützungskasse. Die Beiträge für 2014 belaufen sich auf 6 T€ (Vorjahr: 6 T€).
Zahlungen für beitragsorientierte Zusagen sowie Beiträge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen werden als Aufwand der Periode erfasst. Im Geschäftsjahr 2014 wurden dafür -3.236 T€ (Vorjahr: -2.605 T€) geleistet.
Die Änderungen des Rechnungszinses und des Rententrends haben Einfluss auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie auf die Pensionsverpflichtungen. Die unten angegebenen Sensitivitäten wurden so ermittelt, dass die aufgeführte Annahme entsprechend geändert wurde und alle übrigen Annahmen nicht verändert worden sind. Tatsächlich könnten sich mehrere Annahmen gleichzeitig ändern oder die Änderung einer Annahme könnte die Änderung weiterer Parameter zur Folge haben.
| Angaben in T€ | 31. Dezember 2014 |
|---|---|
| Pensionsverpflichtung zum Bilanzstichtag | 9.247 |
| Reduzierung des Zinssatzes um -0,5% | 10.264 |
| Erhöhung des Zinssatzes um +0,5% | 8.365 |
| Reduzierung des Rententrends um -0,5% | 8.827 |
| Erhöhung des Rententrends um +0,5% | 9.707 |
| 31. Dezember 2013 | |
| Pensionsverpflichtung zum Bilanzstichtag | 7.013 |
| Reduzierung des Zinssatzes um -0,5% | 7.722 |
| Erhöhung des Zinssatzes um +0,5% | 6.393 |
Die Darstellung der sonstigen Rückstellungen weist folgendes Bild auf:
| Angaben in T€ | Stand 1.1.2014 |
Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Stand 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Rückstellungen | 194 | 58 | – | 5 | 141 |
| Schadensrückstellungen | 752 | 254 | 290 | 549 | 757 |
| Personalrückstellungen | 756 | 513 | 346 | 1.007 | 904 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 1.508 | 767 | 636 | 1.556 | 1.661 |
| Rückstellungen, gesamt | 1.702 | 825 | 636 | 1.561 | 1.802 |
In den langfristigen Rückstellungen sind Rückstellungen aus Altersteilzeit und Archivierungsrückstellungen enthalten. Bei der Bewertung der langfristigen Rückstellungen wurde die bestmögliche Schätzung der Ausgaben, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind, zu Grunde gelegt. Preissteigerungen, die bis zum Erfüllungszeitpunkt erwartet werden, fließen in die Bewertung ein. Der Zinseffekt dieser Rückstellungen ist nicht wesentlich.
Die kurzfristigen Rückstellungen enthalten die oben abgebildeten Schadens- und Personalrückstellungen, wobei Schadensrückstellungen in Höhe der geschätzten Zahlungen für Schäden gebildet sind.
Die sonstigen in der Konzernbilanz ausgewiesenen kurzfristigen Schulden in Höhe von 6.749 T€ (Vorjahr: 5.820 T€) enthalten im Wesentlichen personalbezogene Verbindlichkeiten in Höhe von 2.100 T€ (Vorjahr: 1.901 T€), zum Stichtag offene Rechnungen in Höhe von 3.653 T€ (Vorjahr: 3.125 T€) sowie sonstige Steuern in Höhe von 996 T€ (Vorjahr: 794 T€). Davon betragen die finanziellen sonstigen kurzfristigen Schulden 5.615 T€ (Vorjahr: 4.767 T€); die nicht finanziellen sonstigen kurzfristigen Schulden betragen 1.134 T€ (Vorjahr: 1.053 T€).
Die sonstigen in der Konzernbilanz ausgewiesenen langfristigen Schulden in Höhe von 159 T€ (Vorjahr: 108 T€) enthalten im Wesentlichen langfristige Zinsverbindlichkeiten aus einem Zinsderivat in Höhe von 90 T€ (Vorjahr: 0 T€) und Abgrenzungen in Höhe von 50 T€ (Vorjahr: 88 T€).
Durch den Verkauf der Geschäftsanteile an der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG und der Emporias Verwaltung GmbH wurde die Bilanzposition "Schulden in Zusammenhang mit Veräußerungsgruppen" gebildet. Weitere Erläuterungen hierzu sind auch im Punkt 16. "Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" enthalten.
Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Existenz erst durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser künftiger Ereignisse bestätigt wird, die jedoch außerhalb des Einflussbereichs des Konzerns liegen. Ferner können gegenwärtige Verpflichtungen dann Eventualschulden darstellen, wenn der Abfluss von Ressourcen nicht hinreichend wahrscheinlich für die Bildung einer Rückstellung ist und/oder die Höhe der Verpflichtungen nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann. Die Wertansätze der Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 lagen wie im Vorjahr keine Eventualschulden vor.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gliedern sich nach Fälligkeit wie folgt:
| Angaben in T€ | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Bis 1 Jahr | 1.547 | 1.548 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 6.176 | 6.187 |
| Über 5 Jahre | 3.850 | 5.387 |
| Gesamt | 11.573 | 13.122 |
Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verweisen wir auf Punkt 28. "Finanzinstrumente", Unterpunkt "Liquiditätsrisiken".
Die Zinsaufwendungen für kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten betrugen im Geschäftsjahr -265 T€ (Vorjahr: -415 T€). Die Zinserträge betrugen 62 T€ (Vorjahr: 55 T€).
Die Lila Logistik Gruppe mietet Büroflächen und Transportmittel im Rahmen von nach den gesetzlichen Vorschriften kündbaren sowie auf bestimmte Zeit abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen. Der Miet- und Leasingaufwand im Jahr 2014 betrug -12.031 T€ bzw. -9.185 T€ im Jahr 2013. Hierin enthalten sind die Mietzahlungen aus der saleand-lease-back-Transaktion der Betriebsimmobilie in Besigheim. Das Mietverhältnis hat eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2015. Anschließend bestehen drei Optionen auf Verlängerung des Mietverhältnisses. Bezüglich des Mietpreises besteht eine Indexierungsvereinbarung. Die Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH hat als Mietsicherheit eine selbstschuldnerische Bankbürgschaft in Höhe von 241 T€ hinterlegt.
Des Weiteren besteht ein Mietverhältnis für die Betriebsimmobilie in Herne. Mit Ablauf des 31. Dezember 2006 wurde die dortige Immobilie nebst Logistikanlage in Herne veräußert. Im Rahmen dieser sale-and-lease-back-Transaktion wurde gleichzeitig ein Mietvertrag zwischen einer Tochtergesellschaft des Käufers und der Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG, Herne, geschlossen. Das Mietverhältnis hat eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2016. Anschließend bestehen zwei Optionen auf Verlängerung des Mietverhältnisses um jeweils fünf Jahre. Bezüglich des Mietpreises besteht eine Indexierungsvereinbarung. Die Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG hat als Mietsicherheit eine selbstschuldnerische Bankbürgschaft in Höhe von 514 T€ hinterlegt.
Der Gesamtaufwand aus sale-and-lease-back-Transaktionen beläuft sich im Geschäftsjahr 2014 auf 2.209 T€ (Vorjahr: 2.208 T€).
Darüber hinaus liegen im Konzern Finanzierungsleasing-Verträge vor. Die Leasingzahlungen aus Finanzierungsleasing für das Geschäftsjahr 2014 betrugen -22 T€ (Vorjahr: -28 T€).
Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus auf bestimmte Zeit abgeschlossenen Operate- und Finance Lease Verträgen belaufen sich gemäß der nachfolgenden Tabelle auf folgende Werte:
| Angaben in T€ | Finance Lease | Operate Lease |
|---|---|---|
| 2015 | -7 | -11.504 |
| 2016 | – | -8.096 |
| 2017 | – | -5.466 |
| 2018 | – | -2.445 |
| 2019 | – | -406 |
| Später | – | -13 |
| Mindestzahlungen, gesamt | -7 | -27.930 1) |
| - Abzüglich Zinsanteil | 0 | |
| Barwert der Mindestleasingzahlungen | 7 | |
| - Abzüglich kurzfristiger Anteil der Finanzierungs leasingverpflichtung |
-7 | |
| Langfristiger Anteil der Finanzierungsleasingverpflichtung | 0 | |
1) Davon betragen die sale-and-lease-back-Transaktionen 3.556 T€.
Die Vorjahreswerte stellten sich wie folgt dar:
| Angaben in T€ | Finance Lease | Operate Lease |
|---|---|---|
| 2014 | -22 | -10.099 |
| 2015 | -7 | -4.948 |
| 2016 | – | -2.718 |
| 2017 | – | -678 |
| 2018 | – | -34 |
| Später | – | -3 |
| Mindestzahlungen, gesamt | -29 | -18.480 1) |
| - Abzüglich Zinsanteil | -1 | |
| Barwert der Mindestleasingzahlungen | 28 | |
| - Abzüglich kurzfristiger Anteil der Finanzierungsleasing | ||
| verpflichtung | -21 | |
| Langfristiger Anteil der Finanzierungsleasingverpflichtung | 7 | |
1) Davon betragen die sale-and-lease-back-Transaktionen 5.765 T€.
Der Restbuchwert der als Finance Lease bilanzierten Vermögenswerte beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf 21 T€ (Vorjahr: 41 T€).
Die Operate Lease Verträge im Sinne von IAS 17 umfassen im Wesentlichen die Anmietung von Lager- und Büroflächen sowie Fuhrparkequipment inklusive Flurförderzeugen. Bei einzelnen Mietverhältnissen bestehen Mietverlängerungsoptionen, wobei hier im Wesentlichen die Mietverhältnisse der Firmengebäude in Herne und in Besigheim zu nennen sind.
IFRS 8 regelt, welche Finanzinformationen ein Unternehmen in seiner Berichterstattung bezüglich seiner operativen Segmente zu machen hat. Der Standard folgt dem "Management Approach", wonach Informationen zu den operativen Segmenten des Unternehmens auf Grundlage interner Berichtserstattung zu erfolgen hat. Die Gesellschaft hat zwei berichtspflichtige Segmente identifiziert, die entsprechend der Dienstleistungsarten, Vertriebswege und Kundenprofile weitgehend eigenständig organisiert und gesteuert werden. Das Planungs- und Beratungssegment wird unter dem Begriff Lila Consult zusammengefasst. Darin enthalten sind die Bereiche Managementberatung, Logistics Engineering und Interim Services. Die Umsetzungen von Logistiklösungen, die das Geschäftsmodell komplettieren, erfolgen im Segment Lila Operating.
In der Überleitung werden die Eliminierungen konzerninterner Verflechtungen zwischen Segmenten zusammengefasst.
Die Müller – Die lila Logistik AG beurteilt die Leistung der Segmente unter anderem anhand des Umsatzes und des Betriebsergebnisses (EBIT). Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von Marktpreisen verrechnet.
Das Segment Lila Consult beinhaltet die Beratung für Unternehmen in Bezug auf Organisationsstrukturen, effizientere Abläufe und Logistik. Lila Consult zielt dabei auf die Optimierung der unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsketten. Es wird ein Full-Service-Portfolio im Consulting angeboten, das von der Konzeptentwicklung bis hin zum Konzept für die operative Umsetzung geht.
Hierin werden Tätigkeiten zusammengefasst, die unmittelbar mit dem Management von Waren- und Informationsflüssen zusammenhängen. Bei Lila Operating werden operative Logistikdienstleistungen für Logistics Service Center und Transportmanagement angeboten. Das Angebot erstreckt sich dabei auf die folgenden drei Logistikbereiche: Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik.
Die Umsatzerlöse wurden mit Dienstleistungen in den Bereichen Speditions- und Kontraktlogistik (Lila Operating) und mit Beratungsleistungen (Lila Consult) erzielt und gliedern sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt auf:
| 2014 in T€ |
2014 in % |
2013 in T€ |
2013 in % |
|
|---|---|---|---|---|
| Umsätze in Deutschland | 94.256 | 79,3 | 71.972 | 72,1 |
| Umsätze im Ausland | 24.648 | 20,7 | 27.863 | 27,9 |
| Gesamt | 118.904 | 100,0 | 99.835 | 100,0 |
Die geografische Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach dem Sitz der Kunden.
Der Erfolg der Segmente wird anhand der Umsatzerlöse und des EBIT gemessen.
Auf die Angabe zu Segmentvermögen und Segmentschulden wurde verzichtet. Der Vorstand erhält in seiner Funktion als Hauptentscheidungsträger keine Angaben zu Segmentvermögen und Segmentschulden, da diese gegenwärtig nicht als Entscheidungsgrundlage verwendet werden.
| Angaben in T€ | Lila Consult (HGB) |
Lila Operating (HGB) |
Summe Seg mente (HGB) |
Überleitung | Konzern (IFRS) |
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2014 | |||||
| Außenumsatzerlöse | 4.098 | 114.806 | 118.904 | 118.904 | |
| Erlöse mit anderen Segmenten | 2.765 | 35 | 2.800 | ||
| Umsatzerlöse, gesamt | 6.863 | 114.841 | 121.704 | ||
| Segmentergebnis (EBIT) | 841 | 3.996 | 4.837 | -9 | 4.828 |
Die Vorjahreswerte stellten sich wie folgt dar:
| Angaben in T€ | Lila Consult (HGB) |
Lila Operating (HGB) |
Summe Seg mente (HGB) |
Überleitung | Konzern (IFRS) |
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2013 | |||||
| Außenumsatzerlöse | 3.569 | 96.266 | 99.835 | 99.835 | |
| Erlöse mit anderen Segmenten | 1.916 | 34 | 1.950 | ||
| Umsatzerlöse, gesamt | 5.485 | 96.300 | 101.785 | ||
| Segmentergebnis (EBIT) | 548 | 3.821 | 4.369 | 32 | 4.401 |
Die Lila Logistik Gruppe hat mit wichtigen Kunden und Kundengruppen standortbezogene individuelle Verträge über die Erbringung von Dienstleistungen abgeschlossen. Hierbei wurden mit einer Kundengruppe 2014 Umsatzerlöse in Höhe von 18.775 T€ (Vorjahr: 20.208 T€), das sind 15,8 % (Vorjahr: 20,2 %) der Konzernumsatzerlöse, im Segment Lila Operating erzielt. Außerdem wurden mit einer weiteren Kundengruppe 2014 Umsatzerlöse in Höhe von 15.452 T€ (Vorjahr: 11.826 T€), das sind 13,0 % (Vorjahr: 11,8 %) der Konzernumsatzerlöse, ebenfalls im Segment Lila Operating generiert.
Die Überleitung der Summe der Segmentergebnisse (EBIT) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergibt sich wie folgt: In der Zeile "Zentrale Posten/Sonstiges" werden zentral verantwortete Sachverhalte der Konzernzentrale ausgewiesen. Im Berichtsjahr enthält die Position Konsolidierungseffekte aus der Wertminderung eines Beteiligungsbuchwertes der Müller – Die lila Logistik AG nach Handelsrecht in Höhe von 147 T€ (Vorjahr: 215 T€). Im Vorjahr waren des Weiteren Effekte aus der Wertminderung eines Auftragsbestands in Höhe von -379 T€ enthalten. Die Effekte betrafen wie im Vorjahr ausschließlich das Segment Lila Operating.
Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten werden in der Überleitung eliminiert.
| Angaben in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Summe Segmentergebnisse (EBIT nach HGB) | 4.837 | 4.369 |
| Zentrale Posten/Sonstiges | 147 | -164 |
| IFRS-Überleitung | -156 | 196 |
| Konzern-EBIT (nach IFRS) | 4.828 | 4.401 |
| Finanzergebnis | -895 | -442 |
| Konzernergebnis vor Steuern | 3.933 | 3.959 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -945 | -599 |
| Konzernjahresüberschuss nach Steuern | 2.988 | 3.360 |
Im Finanzergebnis 2014 sind im Wesentlichen Zinserträge inklusive Währungsdifferenzen in Höhe von 85 T€ (Vorjahr: 64 T€) und Zinsaufwendungen inklusive Währungsdifferenzen und sonstiger Effekte in Höhe von -844 T€ enthalten (Vorjahr: -515 T€). Im Finanzergebnis ist zudem ein Ertrag aus dem den anderen Gesellschaftern zuzurechnenden Nettovermögens in Höhe von 8 T€ (Vorjahr: 8 T€) enthalten. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind im Geschäftsjahr laufende Steuern in Höhe von -1.068 T€ (Vorjahr: -763 T€) sowie ein latenter Steuerertrag in Höhe von 123 T€ enthalten (Vorjahr: 164 T€).
Die Lila Logistik Gruppe unterliegt mit ihren finanziellen Aktivitäten den folgenden Risiken, deren Steuerung und Überwachung durch ein schriftlich fixiertes und systematisches Risikomanagementsystem erfolgt:
Zielsetzung des Risikomanagements ist dabei die Vermeidung einer Risikokonzentration.
Zu weiteren Angaben hinsichtlich des Risikomanagements des Konzerns wird auf den Risiko- und Chancenbericht im Konzernlagebericht verwiesen.
Auf die einzelnen Risiken sowie deren Management wird nachfolgend eingegangen.
IFRS 7 definiert als Kreditrisiko jenen finanziellen Verlust, der entsteht, wenn ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.
Um Kreditrisiken aus dem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten zu begegnen, werden im Finanzierungsbereich nur Geschäftsbeziehungen zu führenden Banken unterhalten.
Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten werden ebenfalls nur mit angesehenen Finanzinstituten abgeschlossen. Diese dienen im Wesentlichen der Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken.
Den Ausfallrisiken bei den Forderungen wird durch entsprechende Prüfung der Bonität (im Wesentlichen anhand externer Datenbanken) der Gegenparteien und durch laufende Überwachung der Außenstände begegnet. Zur Optimierung des Forderungsmanagements sowie der Reduzierung von Ausfallrisiken wurde ab Dezember 2008 mit der Durchführung von Factoring begonnen. Den Ausfallrisiken wird dabei durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Risikokonzentrationen ergeben sich dabei hinsichtlich der Kundenstruktur dahingehend, dass 47,0 % der Umsatzerlöse mit fünf Großkunden erzielt werden (Vorjahr: 52,6 %). 36,6% der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen auf diese fünf Kunden (Vorjahr: 36,4 %). Da an einigen Standorten der Lila Logistik Gruppe Dienstleistungen an jeweils einen einzelnen Kunden erbracht werden, kann es an den jeweiligen Standorten zu einer Risikokonzentration kommen.
Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor.
Des Weiteren verweisen wir auf den Punkt 15. "Forderungen" sowie Punkt 29. "Übertragung von finanziellen Vermögenswerten".
Unter Liquiditätsrisiken sind die Risiken zu verstehen, dass ein Unternehmen Schwierigkeiten bei der Erfüllung seiner aus den finanziellen Verbindlichkeiten ergebenden Verpflichtungen hat.
Zu den zentralen Aufgaben der Müller – Die lila Logistik AG zählt die Sicherung der finanziellen Versorgung der Unternehmensgruppe. In diesem Zusammenhang sorgt die Muttergesellschaft auch für eine Optimierung der Konzernfinanzierung. Für eine ausreichende Liquiditätsversorgung der Tochtergesellschaften sorgen entsprechende interne Darlehen und Betriebsmittellinien. Zur Optimierung der Rentabilität dient auch ein mit der Hausbank vereinbartes Zinspooling der Müller – Die lila Logistik AG mit der größten inländischen Tochtergesellschaft. Weiterhin dient auch das Factoring als Basis der Working Capital-Finanzierung zur Verbesserung und Sicherung der Liquidität.
Zur Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen benötigt die Lila Logistik Gruppe ausreichend liquide Mittel. Die Sicherung der Liquidität wird permanent überwacht. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Euro aufgenommen.
Zum Zwecke der Finanzierung des Grundstückskauf in Besigheim wurden im Geschäftsjahr 2011 Darlehen in Höhe von insgesamt 2.700 T€ mit einer Laufzeit von ursprünglich 10 Jahren zur Verfügung gestellt. Die Tilgung erfolgt quartalsweise mit einem gleich bleibenden Betrag in Höhe von 75 T€. Als Sicherheiten dienen zwei entsprechende Grundschulden. Beide Darlehen valutierten am Ende des Geschäftsjahres 2014 mit insgesamt 2.100 T€ (Vorjahr: 2.400 T€).
Des Weiteren wurden der Müller – Die lila Logistik AG zum Zwecke der Finanzierung des Immobilienkaufs in Bünde im Dezember 2012 zwei Darlehen in Höhe von insgesamt 4.800 T€ zur Verfügung gestellt. Das erste Darlehen über 2.300 T€ hat eine feste Laufzeit über 7 Jahre mit einer vorgesehenen gleich bleibenden quartalsweisen Tilgung in Höhe von 82,5 T€. Das zweite Darlehen über 2.500 T€ hat eine feste Laufzeit über 10 Jahre mit einer vorgesehenen gleich bleibenden quartalsweisen Tilgung in Höhe von 62,5 T€. Als Sicherheiten dienen Grundschulden in Höhe von insgesamt 4.800 T€ am Objekt in Bünde. Beide Darlehen valutierten am Ende des Geschäftsjahres 2014 mit insgesamt 3.640 T€ (Vorjahr: 4.220 T€).
Zur Finanzierung der Erstellung einer Logistikimmobilie in Wemding wurde im Juli 2013 aus einem KfW-Energieeffizienzprogramm ein Darlehen in Höhe von 6.500 T€ zur Verfügung gestellt. Das Darlehen hat eine feste Laufzeit über 10 Jahre mit einer gleich bleibenden quartalsweisen Tilgung in Höhe von 167 T€ ab März 2014. Als Sicherheiten dienen zwei entsprechende Grundschulden sowie die Abtretung von Rechten und Ansprüchen aus Miet- und Pachtverträgen der Logistikimmobilie. Das Darlehen valutierte am Ende des Geschäftsjahres 2014 mit 5.833 T€ (Vorjahr: 6.500 T€).
Am 31. Dezember 2014 verfügte die Lila Logistik Gruppe über Rahmenkreditlinien in Höhe von 6.000 T€ (ausnutzbar als Kontokorrent- und/oder Geldmarktkredit). Des Weiteren verfügte die Lila Logistik Gruppe über Avalrahmenkreditlinien in Höhe von 3.750 T€. Zum Bilanzstichtag wurde die Rahmenkreditlinie weder für Kontokorrent- noch für Geldmarktkredite in Anspruch genommen. Die Inanspruchnahme über Avale valutierte zum 31. Dezember 2014 mit 3.374 T€ (Vorjahr: 2.173 T€).
Die aufgeführten Kreditlinien stehen der Lila Logistik Gruppe bis auf Weiteres zur Verfügung.
Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die zukünftigen undiskontierten Cashflows (inklusive Zinsen und Tilgung) der bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten per 31. Dezember 2014 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen.
| Angaben in T€ | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | Später | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zahlungsverpflichtungen an Kreditinstitute |
1.809 | 1.773 | 1.736 | 1.699 | 1.653 | 4.013 | 12.683 |
Im Vorjahr ergaben sich folgende Angaben:
| Angaben in T€ | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | Später | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zahlungsverpflichtungen an Kreditinstitute |
1.848 | 1.809 | 1.773 | 1.736 | 1.699 | 5.666 | 14.531 |
Alle weiteren Finanzverbindlichkeiten haben zu den benannten Bilanzstichtagen jeweils kurzfristige Laufzeiten von unter einem Jahr.
Marktrisiken sind die Risiken, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments auf Grund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen die drei folgenden Risikotypen: Wechselkursrisiken, Zinsrisiken und sonstige Preisrisiken.
Unter Wechselkursrisiken sind Risiken zu verstehen, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments auf Grund von Wechselkursänderungen schwanken.
Bedingt durch die Investitionen und Geschäftsausweitungen außerhalb des Euro-Währungsraumes werden durch die Lila Logistik Gruppe Fremdwährungstransaktionen getätigt. Diese betreffen vor allem Warenein- und -verkäufe sowie Personalkosten. Wechselkursschwankungen ohne entsprechende Sicherungsmaßnahmen haben somit einen signifikanten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe. Durch entsprechende derivative Sicherungsinstrumente soll diesem Risiko entgegengewirkt werden.
Im Rahmen der Sicherung gegen Währungsrisiken schließt die Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. für eigene Fremdwährungsgeschäfte situativ Devisentermingeschäfte für polnische Zloty mit Kreditinstituten ab. In den Geschäftsjahren 2013 und 2014 wurden keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen.
Die Kurssicherungsstrategie zielt auf eine generelle Absicherung von Fremdwährungsbeträgen zum Zeitpunkt der Entstehung eines in fremder Währung ausgedrückten Anspruches bzw. einer Verpflichtung durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente mit Banken oder durch ein Netting entgegengesetzter Zahlungsströme in Fremdwährung. Gegenstand der Absicherung können dabei auch zukünftige, geplante Transaktionen sein, gegen deren Währungsänderungsrisiko Sicherungsinstrumente mit kurzfristiger Laufzeit (< 1 Jahr) eingesetzt werden. Sofern die strengen Dokumentations- und Effektivitätsanforderungen im Rahmen des Hedge Accounting erfüllt werden, kommt es zur Bilanzierung von Cashflow oder Fair Value Hedges.
Ein Ausfall kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner nicht ihren vertraglichen Verpflichtungen nachkommen können und der Lila Logistik Gruppe somit ein finanzieller Verlust entsteht.
Wechselkursänderungen wirken sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.
Wenn der Wechselkurs des polnischen Zloty im Geschäftsjahr 2014 um eine durchschnittliche Toleranzgrenze von 10,0 % höher (niedriger) gewesen wäre, wären das Konzernergebnis und das Konzerneigenkapital um 423 T€ (Vorjahr: 328 T€) geringer (höher) gewesen.
Zinsrisiken mit negativen Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage entstehen im Wesentlichen durch marktbedingte Änderungen der Zinssätze und durch Veränderungen der Bonitätsbeurteilung im Fall der Kreditinanspruchnahme.
Diesen Zinsänderungsrisiken wird teilweise durch entsprechende Festsatzvereinbarungen begegnet. Darüber hinaus werden zur Risikobegrenzung derivative Finanzinstrumente wie Zinsswaps eingesetzt. Auf Grund der Bilanzstruktur bestehen Zinsänderungsrisiken nur im Bereich der Finanzverbindlichkeiten.
Für die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von insgesamt 11.573 T€ (Vorjahr: 13.122 T€) bestehen keine Zinsanpassungstermine im kommenden Geschäftsjahr. Daher sind die hieraus resultierenden Zinsaufwendungen keinem kurzfristigen Zinsänderungsrisiko unterworfen (Vorjahr: ebenfalls 0 T€).
Zur kurzfristigen Finanzierung geht die Lila Logistik Gruppe Kreditvereinbarungen mit teilweise variablen Zinssätzen ein. Dabei sollen Chancen zur Reduzierung der Finanzierungskosten im Falle sinkender Fremdkapitalzinsen genutzt werden. Die Lila Logistik Gruppe unterliegt somit zinsbedingten Cashflow Risiken.
Im Rahmen des Risikomanagements finden in regelmäßigen Zeitabständen Beratungen über die aktuelle Zinssituation und über die mögliche, künftige Zinsentwicklung sowie über den Einsatz derivativer Finanzinstrumente statt.
Müller – Die lila Logistik Geschäftsbericht 2014
Die Müller – Die lila Logistik AG ist am 1. August 2012 (Valuta 1. Oktober 2012) ein Zinsderivat mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2015 eingegangen. Der Bezugsbetrag der variablen Beträge beträgt 2.000 T€. Die Bewertung am Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 auf der Basis von Marktdaten und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle ergab einen negativen Barwert in Höhe von -10 T€ (Vorjahr: -13 T€).
Des Weiteren ist die Müller – Die lila Logistik AG am 27. Februar 2014 (Valuta 2. Januar 2015) ein Zinsderivat mit einer Laufzeit bis zum 29. Dezember 2017 eingegangen. Der Bezugsbetrag der variablen Beträge beträgt 4.000 T€. Die Bewertung am Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 ergab einen negativen Barwert in Höhe von -90 T€.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie ggf. auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:
Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Marktzinssatzänderungen von Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow Hedges zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf das Eigenkapital und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.
Marktzinsänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.
Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps, Währungsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis und werden daher ebenfalls bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.
Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2014 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 149 T€ (Vorjahr: 116 T€) geringer (höher) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich aus den potentiellen Effekten aus variabel verzinslichen Finanzschulden. Darin nicht berücksichtigt sind Veränderungen in den Zinsaufwendungen für Pensionsverpflichtungen. Diese werden separat im Anhang auf Seite 87 dargestellt.
Sonstige Preisrisiken werden definiert als Risiken, dass beizulegende Zeitwerte oder künftige Cashflows von Finanzinstrumenten auf Grund von Änderungen der Marktpreise schwanken (bei denen es sich nicht um jene handelt, die sich aus dem Zinsrisiko oder dem Wechselkursrisiko ergeben), und zwar unabhängig davon, ob diese Änderungen durch Faktoren verursacht werden, die für jedes einzelne Finanzinstrument oder seinen Emittenten spezifisch sind, oder durch Faktoren, die alle ähnlichen auf dem Markt gehandelten Finanzinstrumente betreffen.
Zum 31. Dezember 2014 hatte die Lila Logistik Gruppe, außer dem in Punkt 20. "Pensionsrückstellungen" beschriebenen CTA, wie im Vorjahr keine wesentlichen Finanzinstrumente im Bestand, die einem Marktpreisrisiko (z. B. Börsenkurse oder Indizes) unterliegen.
Die Zielsetzungen der Lila Logistik Gruppe beim Kapitalmanagement sind die Wahrung einer gesunden und soliden Bilanzstruktur auf Basis von Fortführungswerten sowie Sicherstellung der notwendigen finanziellen Handlungsspielräume für zukünftige Investitionen.
Die Unternehmensführung der Lila Logistik Gruppe überwacht das Eigenkapital mittels der Kennzahlen Eigenkapitalquote und Eigenkapitalrentabilität.
Das Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme entspricht der Eigenkapitalquote. Zum 31. Dezember 2014 beträgt die Eigenkapitalquote 45,4 % (Vorjahr: 46,7 %). Die Eigenkapitalquote war im Geschäftsjahr 2014 auf Grund der Ausweitung der Bilanzsumme gesunken und liegt unter dem selbst gesetzten Zielkorridor (Korridor zwischen 50 – 55 %).
Das Konzernergebnis im Verhältnis zu dem zu Beginn der Periode zur Verfügung stehenden Eigenkapital entspricht der Eigenkapitalrentabilität. Die Eigenkapitalrentabilität zum 31. Dezember 2014 beträgt 10,3 % (Vorjahr: 12,4 %). Damit liegt die Eigenkapitalrentabilität über dem selbst gesetzten Schwellenwert von mindestens 10 %.
Diese Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:
| Angaben in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Eigenkapital ohne Anteile anderer Gesellschafter | 29.193 | 29.115 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 10 | 10 |
| Eigenkapital | 29.203 | 29.125 |
| Bilanzsumme | 64.268 | 62.356 |
| Eigenkapitalquote | 45,4 % | 46,7 % |
| Konzernergebnis | 2.988 | 3.360 |
| Eigenkapitalrentabilität | 10,3 % | 12,4 % |
Die Lila Logistik Gruppe unterliegt keinen Mindestkapitalanforderungen.
Seit dem Geschäftsjahr 2008 wurden für verschiedene Gesellschaften (Anschlussfirmen) der Unternehmensgruppe Factoring-Verträge abgeschlossen, gemäß der eine Bank (Factor) zum Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gemäß der geschlossenen Konditionenvereinbarungen verpflichtet ist. Die Factoring-Verträge sind auf unbestimmte Zeit geschlossen und können von beiden Vertragspartnern mit einer Frist von sechs Monaten jeweils zum 30. September eines Jahres gekündigt werden. Der Factor erwirbt die Forderungen auf Euro-Basis entweder käuflich oder übernimmt diese treuhänderisch zum Einzug, wobei die Anschlussfirma entscheidet, ob und in welchem Volumen Forderungen verkauft werden. Beim käuflichen Erwerb der Forderung geht das Delkredererisiko vollständig auf den Factor über. Bei treuhänderisch übernommenen Forderungen bleibt das Risiko des Forderungseingangs bei der Anschlussfirma.
Ankaufsfähig (ganz oder teilweise) sind Forderungen gegenüber Debitoren, für die vom Factor ein Ankauflimit eingeräumt wurde und deren Zahlungsziel 90 Tage nicht überschreitet. Wird das Zahlungsziel überschritten bzw. wird vom Factor kein Ankauflimit eingeräumt, so wird die nicht durch das Ankauflimit gedeckte Forderung nur treuhänderisch zum Einzug übernommen. Treuhänderisch zum Einzug übernommene Forderungen rücken im Rahmen frei werdender Ankauflimits nach, d. h. werden vom Factor angekauft und der Ankauffirma vergütet; hierbei rückt jeweils die Treuhandforderung mit dem ältesten Rechnungsdatum entsprechend der Höhe des frei werdenden Ankauflimits nach, sofern diese zu diesem Zeitpunkt ankaufsfähig ist.
Der Ankauf durch den Factor erfolgt durch Gutschrift auf einem Verrechnungskonto der Anschlussfirma. Zusätzlich wurden mit dem Factor Sicherungseinbehalte für das Veritätsrisiko vereinbart, die unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Die Sicherheitseinbehalte betragen je Anschlussfirma 10 % der angekauften offenen Forderungen (Obligo). Die Anschlussfirma übernimmt das Mahnwesen selbst. Falls die Mahnungen durch die Anschlussfirma nicht vertragsgemäß erfolgen, ist der Factor berechtigt, die angekaufte Forderung zurückzubelasten. Dieses Risiko wird jedoch als gering eingestuft. Sofern die Anschlussfirma im Einzelfall keine gerichtliche Beitreibung wünscht, kann sie die betreffende Forderung zurückkaufen. Der von der Anschlussfirma zu tragende kreditrisikobedingte Maximalverlust ist auf die Forderung aus dem Sicherheitseinbehalt begrenzt. Dieses Risiko wird ebenfalls als gering eingestuft.
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Factoringaktivitäten der Lila Logistik Gruppe:
| Angaben in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Verkaufte Forderungen im Geschäftsjahr (Rechnungen abzgl. Gutschriften) | 99.034 | 72.841 |
| Factoringgebühren im Geschäftsjahr | -247 | -184 |
| Zinsaufwand Factoring im Geschäftsjahr (kumuliert) | -141 | -99 |
| Obligo der verkauften offenen Posten am 31. Dezember | 8.431 | 6.281 |
| Sicherungseinbehalt am 31. Dezember | 1.246 | 864 |
| Verrechnungskonto am 31. Dezember | 192 | 41 |
Die Lila Logistik Gruppe unterhält im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit Unternehmen, die auch Kunden und/oder Lieferanten des Konzerns sind, Geschäftsbeziehungen. Unter diesen Kunden und/oder Lieferanten befinden sich auch Unternehmen, die eine Verbindung zu Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des Vorstands der Müller – Die lila Logistik AG sowie der Geschäftsführung von Konzernunternehmen bzw. deren Tochterunternehmen haben. Sofern solche Geschäftsbeziehungen bestehen, werden sie zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.
Die Müller – Die lila Logistik AG war im Geschäftsjahr 2014 ein von der Michael Müller Beteiligungs GmbH, Stuttgart, abhängiges Unternehmen im Sinne des § 17 AktG. Herr Müller ist Vorstandsvorsitzender der Müller – Die lila Logistik AG und zugleich geschäftsführender Gesellschafter der Michael Müller Beteiligungs GmbH. Weitere verbundene Unternehmen der Michael Müller Beteiligungs GmbH im Sinne des § 15 AktG bestehen nicht. Der Abhängigkeitsbericht umfasst die Rechtsgeschäfte und Maßnahmen der Müller – Die lila Logistik AG zur Michael Müller Beteiligungs GmbH im Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014. Die Müller – Die lila Logistik AG hat im Geschäftsjahr 2014 keine Rechtsgeschäfte mit der Michael Müller Beteiligungs GmbH als herrschendem Unternehmen, einem mit ihm verbundenen Unternehmen, mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse dieser verbundenen Unternehmen, vorgenommen. Ebenso lagen keine Maßnahmen der Müller – Die lila Logistik AG vor, die sie im Interesse des herrschenden Unternehmens oder im Interesse eines mit ihm verbundenen Unternehmens vorgenommen oder unterlassen hat.
Die Müller – Die lila Logistik AG war am Bilanzstichtag zu 50 % an der FM Logistics GmbH beteiligt. Hierzu wird auf Punkt 4. "Konsolidierungskreis und -methoden" verwiesen. Für die FM Logistics GmbH erbringt ein Unternehmen der Lila Logistik Gruppe Subunternehmerleistungen.
Außerdem verweisen wir auf die Transaktionen mit den geschäftsführenden Gesellschaftern der Emporias Verwaltung GmbH unter Punkt 6. "Rechnungslegungsmethoden", Unterpunkt "Unternehmenstransaktionen".
Außer den geschilderten Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen enthält die Bilanzposition "Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen" im Wesentlichen Prämien und Tantiemen leitender Angestellter des Konzerns. Zum 31. Dezember 2014 bestanden kurzfristig fällige Verbindlichkeiten gegenüber dieser Personengruppe in Höhe von 299 T€ (Vorjahr: 234 T€). Die kurzfristigen Forderungen gegenüber dieser Personengruppe betrugen 0 T€ (Vorjahr: 14 T€) zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014. Bezüglich der Bezüge der Organe der Gesellschaft verweisen wir auf den Konzernlagebericht unter Punkt 5. "Vergütungsbericht" sowie auf den weiteren Unterpunkt "Organbezüge" dieses Kapitels. Zum 31. Dezember 2014 bestanden kurzfristig fällige Verbindlichkeiten gegenüber den Organen der Gesellschaft in Höhe von 53 T€ (Vorjahr: 420 T€).
| Erbrachte Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr |
Empfangene Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | |
| Aufsichtsräte | 84 | 82 | – | – | |
| Vorstandsmitglieder | 1.006 | 1.010 | – | – | |
| Beteiligungsunternehmen | 837 | 920 | 10 | 4 | |
| Sonstige nahestehende Personen oder Unternehmen |
459 | 298 | – | – | |
| Summe | 2.386 | 2.310 | 10 | 4 |
Zusammengefasst ergeben sich Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen:
| Forderungen am Bilanzstichtag |
Verbindlichkeiten am Bilanzstichtag |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | |
| Aufsichtsräte | – | – | 53 | 80 | |
| Vorstandsmitglieder | – | 1 | 308 | 340 | |
| Beteiligungsunternehmen | 75 | 90 | 472 | 500 | |
| Sonstige nahestehende Personen oder Unternehmen |
93 | 14 | – | 261 | |
| Summe | 168 | 105 | 833 | 1.181 |
Die Vergütung nahestehender leitender Angestellter des Konzerns sind der Tabelle nicht zu entnehmen.
An den Bilanzstichtagen zum 31. Dezember 2014 bzw. 31. Dezember 2013 hielten sowohl die Vorstände als auch die Mitglieder des Aufsichtsrats die folgende Anzahl von Aktien an der Müller – Die lila Logistik AG:
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| Aktien | Aktien | |
| Herr Rupert Früh | 80.000 | 80.000 |
| Herr Marcus Hepp | 4.000 | 4.000 |
| Herr Prof. Peter Klaus D.B.A/Boston University | 15.639 | 15.639 |
| Herr Per Klemm | 46.450 | 46.450 |
| Herr Carlos Rodrigues | 785 | 785 |
Am 24. Dezember 2010 ging der Gesellschaft die Meldung von Herrn Müller zu, dass er die zu diesem Zeitpunkt gehaltenen 58,67 % der Aktien an der Müller – Die lila Logistik AG (das entspricht 4.667.500 Aktien) in die Michael Müller Beteiligungs GmbH eingebracht hat. Die Michael Müller Beteiligungs GmbH ihrerseits meldete tagesgleich den Erwerb infolge Einbringung von 58,67 % der Anteile an der Müller – Die lila Logistik AG.
Bezüglich der Angaben gemäß § 314 Absatz 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB verweisen wir auf den Konzernlagebericht unter Punkt 5. "Vergütungsbericht".
Die dem Vorstand gewährten Gesamtbezüge im Jahr 2014 betrugen nach IFRS 1.006 T€ (Vorjahr: 1.010 T€). Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 24. Juni 2010 hat beschlossen, dass die in § 314 Absatz 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB in der anwendbaren Fassung des VorstOG geforderten Angaben für fünf Jahre beginnend ab dem 1. Januar 2010 unterbleiben.
Die dem Aufsichtsrat gewährten Gesamtbezüge im Jahr 2014 betrugen 84 T€ (Vorjahr: 82 T€).
Die Lila Logistik Gruppe ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 an verschiedenen Rechtsstreitigkeiten beteiligt, die sich aus ihrem Geschäftsbetrieb ergeben. Der Vorstand ist, unter Berücksichtigung der Einschätzung der Rechtsanwälte der Unternehmensgruppe, der Ansicht, dass das Ergebnis der Streitigkeiten keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wird.
Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern 1.421 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.164), die in folgende Gruppen unterteilt sind:
| Angaben in Köpfen | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Operativ | 993 | 767 |
| Kaufmännisch | 378 | 340 |
| Auszubildende | 50 | 57 |
| Gesamt | 1.421 | 1.164 |
Davon entfallen 3 Personen (Vorjahr: 5 Personen) auf Aushilfen.
Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014 bestellte die ordentliche Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG am 4. Juni 2014 die Baker Tilly Roelfs AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart. Das für das Geschäftsjahr vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar fiel aufgeschlüsselt wie folgt an:
| 2014 | 2013 |
|---|---|
| 186 | 176 |
| – | 6 |
| 26 | 25 |
| 32 | 47 |
| 244 | 254 |
Im Geschäftsjahr 2014 gingen der Müller – Die lila Logistik AG keine Meldungen über den Anteilsbesitz an der Gesellschaft zu.
Vorstand und Aufsichtsrat der börsennotierten Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, haben eine Erklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" abgegeben und den Aktionären durch Veröffentlichung auf der Internetseite der Gesellschaft (www.lila-logistik.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Ereignisse zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Veröffentlichung sind im Nachtragsbericht enthalten.
Der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG wird den Konzernabschluss am 20. März 2015 zur Weiterleitung an den Aufsichtsrat freigeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Der Konzernabschluss wird am 24. März 2015 durch den Aufsichtsrat zur Veröffentlichung freigegeben.
Besigheim, 18. März 2015
Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender des Vorstands Vorstand Finanzen Vorstand Produktion
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in € | 1.1.2014 | Veränderung des Konsolidie rungskreises |
Zugänge | Abgänge* | Um buchungen |
Kurs differenzen |
31.12.2014 |
| I. Immaterielle Vermögenswerte |
4.102.033 | 0 | 858.474 | 73.774 | 0 | -1.212 | 4.885.521 |
| II. Geschäfts- oder Firmenwerte |
10.868.587 | 0 | 0 | 726.775 | 0 | 0 | 10.141.812 |
| III. Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf frem den Grundstücken |
18.476.217 | 0 | 2.030.416 | 1.852 | 6.141.981 | -265.313 | 26.381.449 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Ge schäftsausstattung |
12.542.905 | 0 | 2.356.842 | 392.467 | 779.463 | -22.960 | 15.263.783 |
| 3. In Erstellung befindliche Anlagen |
7.032.994 | 0 | 218.941 | 54.269 | -6.921.444 | -3.012 | 273.210 |
| 38.052.116 | 0 | 4.606.199 | 448.588 | 0 | -291.285 | 41.918.442 | |
| IV. Langfristige finanzielle Vermögenswerte |
|||||||
| 1. Anteile an verbunde nen Unternehmen |
625.000 | -50.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | 575.000 |
| 2. Beteiligungen | 41.503 | 0 | 161 | 0 | 0 | 0 | 41.664 |
| 666.503 | -50.000 | 161 | 0 | 0 | 0 | 616.664 | |
| V. Ausleihungen | 2.060 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.060 |
| 53.691.299 | -50.000 | 5.464.834 | 1.249.137 | 0 | -292.497 | 57.564.499 |
* Das Anlagevermögen der Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG wurde auf Grund der Veräußerung der Geschäftsanteile zum 01.01.2015 in den Abgängen ausgewiesen
| 1.1.2014 | Veränderung des Konsolidie rungskreises |
Abschreibungen/ Wertminde rungen des Geschäftsjahres |
Abgänge* | Um buchungen |
Kurs differenzen |
31.12.2014 | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 3.211.737 | 0 | 442.298 | 72.993 | 0 | -962 | 3.580.080 | 1.305.441 | 890.296 |
| 1.598.146 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.598.146 | 8.543.666 | 9.270.441 |
| 2.788.074 | 0 | 843.932 | 0 | 0 | -77.211 | 3.554.795 | 22.826.654 | 15.688.143 |
| 8.729.354 | 0 | 1.190.561 | 287.744 | 0 | -16.790 | 9.615.381 | 5.648.402 | 3.813.551 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 273.210 | 7.032.994 |
| 11.517.428 | 0 | 2.034.493 | 287.744 | 0 | -94.001 | 13.170.176 | 28.748.266 | 26.534.688 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 575.000 | 625.000 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 41.664 | 41.503 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 616.664 | 666.503 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.060 | 2.060 |
| 16.327.311 | 0 | 2.476.791 | 360.737 | 0 | -94.963 | 18.348.402 | 39.216.097 | 37.363.988 |
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen Buchwerte
| Angaben in € | 1.1.2013 | Veränderung des Konsolidie rungskreises |
Zugänge | Abgänge | Um buchungen |
Kurs differenzen |
31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| I. Immaterielle Vermögenswerte |
2.924.604 | 937.904 | 311.508 | 71.078 | 0 | -905 | 4.102.033 |
| II. Geschäfts- oder Firmenwerte |
10.868.587 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 10.868.587 |
| III. Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf frem den Grundstücken |
15.271.059 | 0 | 379.570 | 0 | 2.967.119 | -141.531 | 18.476.217 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Ge schäftsausstattung |
11.450.193 | 644.613 | 655.260 | 183.245 | -11.525 | -12.391 | 12.542.905 |
| 3. In Erstellung befindliche Anlagen |
3.068.755 | 97.333 | 6.824.110 | 0 | -2.955.594 | -1.610 | 7.032.994 |
| 29.790.007 | 741.946 | 7.858.940 | 183.245 | 0 | -155.532 | 38.052.116 | |
| IV. Langfristige finanzielle Vermögenswerte |
|||||||
| 1. Anteile an verbunde nen Unternehmen |
25.000 | 0 | 600.000 | 0 | 0 | 0 | 625.000 |
| 2. Beteiligungen | 45.053 | 0 | 1.450 | 5.000 | 0 | 0 | 41.503 |
| 70.053 | 0 | 601.450 | 5.000 | 0 | 0 | 666.503 | |
| V. Ausleihungen | 2.060 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.060 |
| 43.655.311 | 1.679.850 | 8.771.898 | 259.323 | 0 | -156.437 | 53.691.299 |
Anschaffungs- und Herstellungskosten
* Im Geschäftsjahr sind 379.284,91 € Wertminderungen enthalten.
| 1.1.2013 | Veränderung des Konsolidie rungskreises |
Abschreibungen/ Wertminde rungen des Geschäftsjahres |
Abgänge | Um buchungen |
Kurs differenzen |
31.12.2013 | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2.579.253 | 0 | 634.386* | 1.200 | 0 | -702 | 3.211.737 | 890.296 | 345.351 |
| 1.598.146 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.598.146 | 9.270.441 | 9.270.441 |
| 2.193.933 | 0 | 612.515 | 0 | 8.381 | -26.755 | 2.788.074 | 15.688.143 | 13.077.126 |
| 7.496.753 | 489.304 | 923.569 | 165.967 | -8.381 | -5.924 | 8.729.354 | 3.813.551 | 3.953.440 |
| 0 9.690.686 |
0 489.304 |
0 1.536.084 |
0 165.967 |
0 0 |
0 -32.679 |
0 11.517.428 |
7.032.994 26.534.688 |
3.068.755 20.099.321 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 625.000 | 25.000 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 41.503 | 45.053 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 666.503 | 70.053 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.060 | 2.060 |
| 13.868.085 | 489.304 | 2.170.470 | 167.167 | 0 | -33.381 | 16.327.311 | 37.363.988 | 29.787.226 |
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen Buchwerte
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
Besigheim, im März 2015
Müller – Die lila Logistik AG Der Vorstand
Michael Müller Vorsitzender des Vorstands
Rupert Früh Vorstand Finanzen
Marcus Hepp Vorstand Produktion
Wir haben den von der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung und Gesamtergebnisrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalveränderungsrechnung – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 18. März 2015
Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Dr. Andreas Diesch | Marieke Huber |
|---|---|
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüferin |
| Veröffentlichung Jahresabschluss 2014 | 27. März 2015 |
|---|---|
| Veröffentlichung Konzern-Zwischenmitteilung innerhalb 1. Halbjahres | 18. Mai 2015 |
| Hauptversammlung, Stuttgart | 16. Juni 2015 |
| Veröffentlichung Konzern-Halbjahresfinanzbericht | 14. August 2015 |
| Veröffentlichung Konzern-Zwischenmitteilung innerhalb 2. Halbjahres | 18. November 2015 |
Müller – Die lila Logistik AG Ferdinand-Porsche-Straße 4 74354 Besigheim-Ottmarsheim Deutschland T +49 (0) 71 43 / 8 10 - 0 F +49 (0) 71 43 / 8 10 - 199 [email protected]
T +49 (0) 71 43 / 8 10 - 125 F +49 (0) 71 43 / 8 10 - 199 [email protected]
www.lila-logistik.com
CONTIGO – Strategien für Marken www.con-tigo.de
Dieser Bericht enthält zukunftsorientierte Aussagen. Dies sind Aussagen, die keine historischen Tatsachen darstellen, einschließlich Aussagen über Erwartungen und Ansichten des Managements. Sie beruhen auf gegenwärtigen Plänen, Einschätzungen und Prognosen. Anleger sollten sich nicht uneingeschränkt auf diese Aussagen verlassen, die im Kontext ihres Entstehungszeitraums zu sehen und zu beurteilen sind und immer Risiken und Ungewissheiten beinhalten. Die tatsächlich eintretenden Ereignisse können von den in diesem Bericht enthaltenen zukunftsorientierten Aussagen abweichen, u. U. sogar in erheblichem Maße. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht enthaltenen zukunftsorientierten Aussagen zu aktualisieren. Hiervon unberührt bleiben gesetzliche Informations- und Berichtspflichten. Der Begriff Mitarbeiter wird in vorliegendem Geschäftsbericht für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gleichermaßen verwendet.
| 1994 | 1995 | 1997 | 2007 |
|---|---|---|---|
| Gold Quality Achievement Team Award |
Silver Quality Achievement Team Award "Eco-Tour Italy", Whirlpool |
Europäischer Transportpreis "Öko-Tour" |
3. Platz Wettbewerb der Elektrolux |
| 2008 | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|
| BSH Logistik Umweltpreis | General Motors (GM) Supplier of the Year 2010 |
Deutscher Nachhaltigkeits preis, Deutschlands nach haltigste Zukunftsstrategien (KMU) |
General Motors (GM) Supplier of the Year 2012 |
| General Motors (GM) Supplier of the Year 2011 |
| 2013 | 2014 |
|---|---|
| General Motors (GM) Supplier of the Year 2013 |
|
Deutscher Logistik-Preis
General Motors (GM) Supplier of the Year 2014
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