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Müller - Die lila Logistik AG

Annual Report Mar 28, 2014

295_10-k_2014-03-28_63e2960b-87e3-4013-891f-b155349193dd.pdf

Annual Report

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Kennzahlen

Kennzahlen im Überblick

2013 2012 Prozentuale
Veränderung
Absolute
Veränderung
Umsatz T€ 99.835 94.005 +6,2 % +5.830
EBIT T€ 4.401 4.851 -9,3 % -450
EBIT-Marge % 4,4 5,2
Konzernergebnis T€ 3.360 3.267 +2,9 % +93
Ergebnis pro Aktie 0,42 0,41 +2,4 % +0,01
Eigenkapitalquote % 46,7 56,1
Mitarbeiter im
Jahresdurchschnitt
Anzahl 1.107 1.047 +5,7 % +60
Mitarbeiter
(zum Stichtag 31.12.)
Anzahl 1.162 1.060 +9,6 % +102

Performance der Aktie Müller – Die lila Logistik AG

Stammdaten

WKN 621468
ISIN DE0006214687
Bezeichnung Müller – Die lila Logistik AG
Kürzel/ RIC MLLG.DE
Reuters-Kategorie Aktien
Wertpapiergruppe Dt. Inhaberaktien (St.)
Wertpapierart Stammaktien
Sektor Transport + Logistik
Subsektor Logistik
Währung Euro

Wir durchbrechen die klassische Trennung zwischen Beratung und Umsetzung. Lila vereint die Kraft des Denkens mit der Kraft des Handelns. Das Zusammenwirken dieser Kräfte macht uns einzigartig. Dies wird in unseren beiden Geschäftsbereichen Lila Consult und Lila Operating erfolgreich gelebt: Das Ergebnis ist stets Lila und damit nachhaltig.

In unserem Geschäftsbereich Lila Consult zeichnen wir uns durch die Nähe zum operativen Geschäft aus. Die analytische und konzeptionelle Komponente macht uns in unserem Geschäftsbereich Lila Operating außergewöhnlich.

Lila Consult

Wir leisten Beratung

Wir kennen die Operative wie wenig andere. Lösungen, die in der Realität nicht standhalten, sind was für Theoretiker aber nichts für uns. Die Bindung zum operativen Geschäft macht uns herausragend. Diese Einzigartigkeit ist Kern unseres Denkens und Handelns: Die Identität von Lila Consult.

Wir denken strategisch und konzipieren logistisch

Wir schließen die Lücke zwischen den strategischen Zielen eines Unternehmens und seiner logistischen Realität. Auf dem Fundament der Gesamtausrichtung der Unternehmen beste Logistik-Konzepte entwickeln: Das ist unser Mehrwert.

Lila Operating

Wir leisten Lösungen

Wir gestalten die Gesamtlösung. Lösungen, die in der Realität nicht standhalten sind keine Basis für uns. Das Denken in und das Umsetzen von Geschäftsmodellen macht uns herausragend: Die Identität von Lila Operating.

Wir handeln realistisch und setzen Strategien um

Das Fundament für die erfolgreiche Umsetzung der Geschäftsmodelle ist die langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Wir schließen die Lücke zwischen der logistischen Realität eines Unternehmens und seinen strategischen Zielen: Das ist unser Mehrwert.

4 An unsere Aktionäre
6 - 7 Brief an die Aktionäre
8 - 11 Bericht des Aufsichtsrats
12 - 13 Erklärung zum Corporate Governance Kodex
14 - 15 Struktur
16 Konzernlagebericht
18 - 22 Geschäfts- und Rahmenbedingungen
22 - 29 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
29 - 31 Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB
31 Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat
31 - 34 Vergütungsbericht
34 - 46 Risiko- und Chancenbericht
46 Nachtragsbericht
46 Abhängigkeitsbericht
47 - 49 Prognosebericht

50 Konzernabschluss 52 Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 53 Konzern-Gesamtergebnisrechnung 54 - 55 Konzernbilanz 56 - 57 Konzern-Kapitalflussrechnung 58 - 59 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

60 Konzernanhang
62 - 80 Grundlagen der Rechnungslegung
81 - 84 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
85 - 104 Erläuterungen zur Konzernbilanz
105 - 109 Sonstige Erläuterungen
110 - 113 Konzern-Anlagenspiegel
114 Versicherungsvermerke
114 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
115 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
116 Sonstige Informationen
116 Finanzkalender 2014, Impressum, Disclaimer
117 Auszeichnungen
  • Brief an die Aktionäre
  • Bericht des Aufsichtsrats
  • Erklärung zum Corporate Governance Kodex
  • Struktur

Brief an die Aktionäre

Marcus Hepp

Vorstand Produktion Michael Müller

Vorsitzender des Vorstands Rupert Früh Vorstand Finanzen

Müller – Die lila Logistik Geschäftsbericht 2013 7

wir blicken zurück auf ein ereignisreiches Geschäftsjahr 2013. Trotz verhaltenem konjunkturellem Start in den für Müller – Die lila Logistik relevanten Kernbranchen konnten wir die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um mehr als sechs Prozent steigern und die Basis der Lila Logistik Gruppe stärken.

Wir verzeichneten in den vergangenen Monaten einen überdurchschnittlichen Auftragseingang. Beginnend mit der zweiten Jahreshälfte 2013 haben wir sowohl die Geschäftsbeziehungen mit bestehenden Kunden ausgeweitet als auch mit weiteren Unternehmen die Geschäftsbeziehungen erstmals aufgenommen.

Erfreulich dabei ist, dass Auftragseingänge sowohl in unseren Kernbranchen als auch mit Neukunden in neuen Branchen zu verzeichnen waren. Das Geschäftsmodell aus Beratung und Umsetzung in der Ausprägung von Projektmanagement und Prozess-Know-how war der maßgebliche Grund für die Kunden, sich für die Lila Logistik zu entscheiden. Das bedeutet, dass wir innerhalb von zehn Monaten fünf neue Standorte in Betrieb nehmen.

Die wirtschaftlichen Ergebnisse des ersten Halbjahres 2014 sind geprägt durch Kosten für den Aufbau dieser neuen Standorte. In Summe erwarten wir für 2014, dass die Lila Logistik Gruppe überproportional wachsen wird.

Auch im Bereich der Nachhaltigkeit waren wir im abgelaufenen Geschäftsjahr aktiv. So wurde die bisherige Zusammenarbeit mit den Gemeinnützigen Werkstätten und Wohnstätten Calw im vergangenen Jahr vertraglich und langfristig besiegelt. Nicht zu vergessen der LILA LOGISTIK Charity Bike Cup, der 2014 zum achten Mal ausgetragen wird.

Wir freuen uns auf die Herausforderungen des Geschäftsjahres 2014 und danken an dieser Stelle allen unseren Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Aktionären für die erfolgreiche Zusammenarbeit, die tatkräftige Unterstützung und das uns entgegengebrachte Vertrauen.

Ihre

Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp

Bericht des aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG hat seine Aufgaben nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung im Geschäftsjahr 2013 in vollem Umfang wahrgenommen. In den nachfolgenden Ausführungen sind die Schwerpunkte seiner Überwachungs- und Beratungstätigkeit dargelegt.

Beratung und Überwachung der Geschäftsführung

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG im Berichtsjahr bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und dessen Tätigkeiten und die Führung der Geschäfte überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat über alle relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen regelmäßig, umfassend und zeitnah, sowohl in schriftlicher Form mittels Berichten, wie auch in mündlicher Form während der Aufsichtsratssitzungen. Alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge wurden auf Basis der schriftlichen und mündlichen Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft.

Der Aufsichtsratsvorsitzende, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses und der Vorsitzende des Personalausschusses standen darüber hinaus zwischen den turnusmäßigen Aufsichtsratssitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand und haben sich über wesentliche Entwicklungen informiert, insbesondere, wenn außerordentliche Geschäftsvorgänge dies erforderten.

Über das monatliche Berichtswesen, das wesentliche Finanzdaten über die Müller – Die lila Logistik AG als auch über die Konzerngesellschaften im Vergleich zu den Budget-, den Vorjahres- sowie den Forecastzahlen aufzeigt und erläutert, war der Aufsichtsrat kontinuierlich über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung der Lila Logistik Gruppe informiert. Zudem berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat regelmäßig über die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach vorhergehender gründlicher Prüfung und Beratung jeweils sein Votum abgegeben. Beanstandungen der Vorstandstätigkeit ergaben sich nicht.

Interessenskonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, waren im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Folglich musste, wie im Punkt 5.5.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex aufgeführt, die Hauptversammlung der Gesellschaft vom 8. Mai 2013 hierüber auch nicht informiert werden.

Schwerpunkte der Beratung im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat prüfte die ihm vorgelegten Berichte und Unterlagen und hinterfragte diese kritisch und im gebotenen Maß. Die gemäß der Satzung und/oder der Geschäftsordnung des Vorstands zustimmungspflichtigen Angelegenheiten legte der Vorstand dem Aufsichtsrat jeweils rechtzeitig zur Beschlussfassung vor. In allen diesen Fällen stimmte der Aufsichtsrat nach eingehender Prüfung zu. Beschlüsse für eilbedürftige Geschäftsvorfälle, die zwischen den Aufsichtsratsitzungen entstanden, wurden im schriftlichen Verfahren mittels Umlaufbeschlüssen gefasst.

Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG beriet sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 in insgesamt vier turnusmäßigen Sitzungen, deren Beratungs- und Beschlussgegenstände in ausführlichen Protokollen niedergelegt sind. In allen Sitzungen stand die wirtschaftliche Lage der Müller – Die lila Logistik AG sowie aller Tochter- und Konzerngesellschaften im Beratungsmittelpunkt. Diese wurde jeweils unter Berücksichtigung der konjunkturellen Entwicklung der relevanten Kernbranchen im Verlauf des Geschäftsjahres 2013, der gegebenen Handlungsoptionen, sowie der getroffenen und beabsichtigten Maßnahmen des Vorstands zur Weiterentwicklung der Lila Logistik Gruppe diskutiert. Auf die wirtschaftlichen Verläufe einzelner Gesellschaften, Niederlassungen und Großkunden wurde dabei im notwendigen Detail eingegangen. Weiterhin waren Entscheidungen über Neuprojekte sowie die aus den Projekten resultierenden Investitionen und gesellschaftsrechtlichen Entscheidungen wesentliche Gegenstände der Diskussionen des Aufsichtsrats.

Der Prüfungsausschuss beriet sich in drei Sitzungen, ebenso der Personalausschuss. Kein Mitglied des Aufsichtsrats oder der Ausschüsse war in weniger als der Hälfte der Sitzungen anwesend.

Aus den turnusmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrates sind folgende Sachverhalte besonders hervorzuheben:

Prof. Peter Klaus Vorsitzender des Aufsichtsrats

Für die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats im März wurden den Mitgliedern zur Vorbereitung folgende Unterlagen zur Verfügung gestellt: Der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellte Jahresabschluss und der nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss, der Lage- sowie Konzernlagebericht, der Corporate Governance Bericht, die Prüfungsberichte der Müller – Die lila Logistik AG sowie des Konzerns, der Bericht des Aufsichtsrats, der Gewinnverwendungsvorschlag sowie der Risikobericht, jeweils für das Geschäftsjahr 2012. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erläuterte dem Plenum die wesentlichen Schwerpunkte der Prüfung des Abschlussprüfers, berichtete über das Prüfungsergebnis des Jahres- und Konzernabschlusses 2012, den Vorschlag des Prüfungsausschusses sowie den Gewinnverwendungsvorschlag. Im Anschluss an die Erläuterungen und die Diskussion im Plenum billigte der Aufsichtsrat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse und Lageberichte, erklärte sich mit den vorgelegten Berichten einverstanden und beschloss den Bericht des Aufsichtsrats. Der Jahres- und Konzernabschluss 2012 wurde festgestellt. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Vorschlag des Vorstands an, der bevorstehenden Hauptversammlung erneut die Auszahlung einer Dividende in Höhe des Vorjahres von 0,15 € je Stückaktie vorzuschlagen. Zudem wurde der Beschluss zum Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen der Müller – Die lila Logistik AG und der Müller – Die lila Logistik West GmbH gefasst. Dieser wurde von der Hauptversammlung im Mai 2013 bestätigt.

In seiner Mai-Sitzung unterzog sich der Aufsichtsrat der jährlichen Effizienzprüfung seiner Arbeit mittels Selbstevaluierung. Der Vorstand stimmte mit dem Aufsichtsrat die Vorbereitungen zur bevorstehenden Hauptversammlung ab. Vorab hatte sich der Aufsichtsrat eingehend mit den Punkten der Tagesordnung der Hauptversammlung, den damit verbundenen Themenschwerpunkten und Beschlussvorlagen befasst, die vom Aufsichtsrat einstimmig angenommen werden konnten.

Im Mittelpunkt der September-Sitzung des Aufsichtsrats standen gesellschaftsrechtliche Veränderungen der Gruppenstruktur sowie die Erörterung genehmigungspflichtiger Geschäfte. Die im Personalausschuss vorab erläuterten Bestellungen von Geschäftsführern sowie Erteilungen von Prokuren wurden vom Aufsichtsratsplenum genehmigt. Die Umsetzungen der Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 13. Mai 2013 durch Müller – Die lila Logistik AG waren ebenfalls Thema.

In seiner Dezember-Sitzung 2013 beriet der Aufsichtsrat die vom Vorstand ausgearbeiteten Planungen und das von ihm vorgeschlagene Budget 2014. Nach umfänglicher Erörterung und ausführlicher Beratung wurden die Planungen und das Budget des Konzerns für das Jahr 2014 gebilligt.

Arbeit der Ausschüsse

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat zwei Ausschüsse eingerichtet, nämlich einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) sowie einen Personalausschuss, die die Arbeit im Plenum unterstützen. Sie bereiten Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen, die im Plenum zu behandeln sind, eingehend vor. Die Ausschussvorsitzenden berichten dem Aufsichtsrat jeweils in der auf eine Ausschusssitzung folgenden Aufsichtsratssitzung.

Prüfungsausschuss

Zu drei Sitzungen kam der Prüfungsausschuss der Müller – Die lila Logistik AG im Geschäftsjahr 2013 zusammen. In seiner ersten Sitzung befasste er sich in Gegenwart des von der Hauptversammlung bestellten Abschlussprüfers sowie der Mitglieder des Vorstands mit den Abschlüssen sowie dem Lagebericht der Müller – Die lila Logistik AG und des Konzerns, dem Abhängigkeitsbericht des Vorstands, dem Risikomanagement-Bericht sowie zudem intensiv mit dem Gewinnverwendungsvorschlag des Geschäftsjahres 2012. Die Vertreter des vom Aufsichtsrat beauftragten Wirtschaftsprüfers, der Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (vormals Rölfs RP AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart / Düsseldorf), berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung des Geschäftsjahres 2012 und standen den ergänzenden Fragen durch die Ausschussmitglieder Rede und Antwort. Der Prüfungsausschuss überwachte den Rechnungslegungsprozess und vergewisserte sich von der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und des internen Revisionssystems. Die von der Geschäftsführung aufgestellten Zwischenmitteilungen innerhalb des ersten bzw. zweiten Halbjahres 2013 wurden vor ihrer Veröffentlichung jeweils ausführlich erörtert. Der Halbjahresfinanzbericht 2013 stand im August im Mittelpunkt der Erörterungen des Prüfungsausschusses. Angaben und Aussagen der unterjährigen Finanzberichte wurden vom Prüfungsausschuss nicht beanstandet. Der Prüfungsausschuss berichtete dem Aufsichtsrat regelmäßig über seine Sitzungen.

Dem Aufsichtsrat unterbreitete der Prüfungsausschuss vor der am 8. Mai 2013 stattfindenden Hauptversammlung den Vorschlag, dem dann anwesenden Kapital die Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (vormals Rölfs RP AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart), als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 vorzuschlagen. Nach der Wahl durch die Aktionäre und Aktionärsvertreter wurde der Abschlussprüfer vom Aufsichtsratsvorsitzenden beauftragt.

Personalausschuss

Der Personalausschuss kam im Geschäftsjahr 2013 zu drei Sitzungen zusammen. Die Mitglieder des Personalausschusses führten regelmäßig Gespräche mit Mitarbeitern und Führungskräften der unterschiedlichen Standorte der Lila Logistik Gruppe. In allen drei Sitzungen 2013 waren allgemeine personalpolitische Themen Gegenstand der Diskussionen. Personenbezogene Entscheidungen wie die Berufung von Geschäftsführern und die Erteilung von Prokura wurden fallbezogen erörtert. Den Vorstand der Gesellschaft betreffende Vertragsthemen wurden ebenso eingehend behandelt wie Anpassungen der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. Das sozialpolitische Engagement der Lila Logistik Gruppe wird vom Personalausschuss ausdrücklich hervorgehoben und vollumfänglich unterstützt.

Corporate Governance Kodex und Entsprechenserklärung

Der Aufsichtsrat befasst sich regelmäßig mit den Inhalten des Deutschen Corporate Governance Kodex und erörtert eintretende Änderungen in seinen Sitzungen.

Die Vorsitzenden von Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben die Erklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 gemeinsam unterzeichnet und im Januar 2013 auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.lila-logistik.com den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

Auf Grund der Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 13. Mai 2013 hat der Aufsichtsrat in seiner September-Sitzung die Empfehlungen und Anregungen des Kodex erneut behandelt. Der Aufsichtsrat und der Vorstand haben beschlossen, eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz abzugeben. Darin enthalten sind jeweils die Begründungen für Fälle der Nichtanwendung von Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die Erklärung wurde im Dezember 2013 von den Vorsitzenden von Vorstand und Aufsichtsrat unterzeichnet und anschließend auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.lila-logistik.com den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung ist in diesem Geschäftsbericht auf den Seiten 12 bis 13 vollständig wiedergegeben.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2013

Der Jahresabschluss der Müller – Die lila Logistik AG, der Konzernabschluss, der Lagebericht und der Konzernlagebericht, jeweils 2013, wurden von der Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, ordnungsgemäß geprüft. Der Aufsichtsrat hatte den Prüfauftrag an die Rölfs RP AG (2013 umfirmiert in die Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 8. Mai 2013 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen.

An der Bilanz-Sitzung des Prüfungsausschusses 2014 nahm ebenfalls der Abschlussprüfer teil. Im Mittelpunkt standen die wesentlichen Ergebnisse des Jahresabschlusses 2013 der Müller – Die lila Logistik AG und der Konzernabschluss 2013. Nachdem der Abschlussprüfer hierüber ausführlich berichtete, stand er den Mitgliedern des Prüfungsausschusses für weiterführenden Fragen und ergänzende Aussagen zur Verfügung. Er erörterte alle angesprochenen Themen und Fragen zur vollen Zufriedenheit der Ausschussmitglieder. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat in der Sitzung des Aufsichtsrats am 25. März 2014 dem Plenum einen ausführlichen Bericht über die Prüfung und Ergebnisse im Prüfungsausschuss abgegeben.

Nach Prüfung und Diskussion des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und gemäß der Empfehlung des Prüfungsausschusses den vom Vorstand nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellten Jahresabschluss 2013 der Müller – Die lila Logistik AG gebilligt. Ebenfalls billigte der Aufsichtsrat den nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss 2013 der Müller – Die lila Logistik AG. Der Jahresund Konzernabschluss sind damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Jahresüberschusses und des Bilanzgewinns schloss sich der Aufsichtsrat an.

Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG

Der Vorstand legte dem Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG den Bericht des Vorstands über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen und den diesbezüglichen Prüfungsbericht des Abschlussprüfers vor (Abhängigkeitsbericht). Der Abschlussprüfer hat am Ende seiner Prüfung im abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen den Bericht des Vorstands erhoben und die folgende Schlussbemerkung und das Testat erteilt: "Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Vorstand und die von diesen bezeichneten Auskunftspersonen haben die für eine sorgfältige Prüfung des Abhängigkeitsberichts notwendigen Aufklärungen und Nachweise erbracht. Die erforderlichen organisatorischen und abrechnungstechnischen Voraussetzungen für eine vollständige und zutreffende Berichterstattung sind gegeben. Wir erteilen dem Abhängigkeitsbericht der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, für das Geschäftsjahr 2013 gemäß § 313 Abs. 2 AktG den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk: Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind." Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands geprüft und stimmt ihm ebenso wie dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen enthaltene Schlusserklärung des Vorstands.

Dank

Im Namen des gesamten Aufsichtsrats danke ich den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Konzerngesellschaften, sowie den Arbeitnehmervertretungen für ihren tatkräftigen Einsatz und die allzeit konstruktive Zusammenarbeit im zurückliegenden Geschäftsjahr.

Besigheim, im März 2014

Für den Aufsichtsrat

Prof. Peter Klaus, D.B.A./Boston Univ. Vorsitzender

Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der Müller Die lila Logistik AG mit Sitz in Besigheim bekennen sich zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex und erklären, dass:

  • den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 grundsätzlich ab dem 1. Januar 2013 entsprochen wurde. Nicht vollständig angewandt wurden die Empfehlungen der Ziffern 3.8, 4.1.5, 5.1.2, 5.2, 5.3.3, 5.4.1 und 7.1.2.
  • den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 grundsätzlich bis entsprochen wird. Nicht vollständig angewandt werden die Empfehlungen der Ziffern 3.8, 4.1.5, 4.2.5., 5.1.2, 5.2, 5.3.3, 5.4.1 und 7.1.2.

Besigheim, im Dezember 2013

für den Aufsichtsrat für den Vorstand

Prof. Peter Klaus Michael Müller Aufsichtsratsvorsitzender Vorstandsvorsitzender

Die einzelnen Abweichungen beruhen auf folgenden Erwägungen:

Ziffer 3.8 DCGK: Selbstbehalt in der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziffer 3.8 letzter Absatz, dass in der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat ein Selbstbehalt vereinbart werden soll, der den Empfehlungen des Kodex für den Selbstbehalt bei D&O Versicherungen von Vorständen entspricht.

Müller – Die lila Logistik AG ist der Meinung, dass die Vereinbarung eines solchen Selbstbehalts für Aufsichtsratsmitglieder nicht dazu geeignet ist, die Verant- wortung zu verbessern, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats die ihnen übertragenen Aufgaben und Funktionen wahrnehmen. Im Übrigen dient die Versicherung dem Schutz der Gesellschaft.

Ziffer 4.1.5 DCGK: Diversity

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziffer 4.1.5, dass der Vorstand bei der Besetzung von Führungsfunktionen auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben soll.

Müller – Die lila Logistik AG entscheidet über die Besetzung von Organ- und Führungspositionen nach Maßgabe der Qualifikation der Bewerber und dem Unternehmensinteresse.

Ziffer 4.2.5 DCGK: Vorstandvergütungsbericht

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziffer 4.2.5 Absatz 3 Satz 2: "Ferner sollen im Vergütungsbericht für die Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, für jedes Vorstandsmitglied dargestellt werden: die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung; der Zufluss im bzw. für das Berichtsjahr aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren; bei der Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen der Versorgungsaufwand im bzw. für das Berichtsjahr. Für diese Informationen sollen die als Anlage beigefügten Mustertabellen verwandt werden."

Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 24. Juni 2010 hat beschlossen, dass die gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB und §§ 315a Abs. 1, 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB (in ihrer jeweils anwendbaren Fassung) verlangten Angaben in den Jahres- und Konzernabschlüssen der Müller – Die lila Logistik AG, die für die Geschäftsjahre 2010 bis 2014 (einschließlich) aufzustellen sind, unterbleiben. Insofern würde eine Darstellung des Vergütungsberichts wie in Ziffer 4.2.5 nicht dem Beschluss der Aktionäre entsprechen.

Ziffer 5.1.2 DCGK: Diversity

In Ziffer 5.1.2 empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex, dass der Aufsichtsrat bei der Zusammensetzung des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben soll.

Müller – Die lila Logistik AG entscheidet über die Besetzung von Organ- und Führungspositionen nach Maßgabe der Qualifikation der Bewerber und dem Unternehmensinteresse.

Ziffer 5.2 Absatz 2 DCGK: Ausschussvorsitz

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsratsvorsitzende "zugleich Vorsitzender der Ausschüsse sein (soll), die die Vorstandsverträge behandeln und die Aufsichtsratssitzungen vorbereiten."

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Professor Peter Klaus, ist Mitglied des Ausschusses, der die Vorstandsverträge behandelt (Personalausschuss). Bedingt durch die Vielzahl von Aufgaben des Aufsichtsratsvorsitzenden sowie der intensiven und ständigen Zusammenarbeit der Ausschussmitglieder führt Herr Professor Dr. Gerd Wecker den Vorsitz im Personalausschuss.

Ziffer 5.3.3 DCGK: Bildung eines Nominierungsausschusses durch den Aufsichtsrat

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt die Bildung eines Nominierungsausschusses, "…der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt."

Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG befasst sich eingehend mit den Beschlussvorschlägen an die Hauptversammlung einschließlich der Wahlvorschläge von Aufsichtsratmitgliedern. Über das bestehende Audit Committee sowie den bestehenden Personalausschuss hinaus stellt die Bildung eines Nominierungsausschusses einen unverhältnismäßigen zusätzlichen Mehraufwand dar. Fragen, die im Nominierungsausschuss zu behandeln sind, werden im Aufsichtsrat erörtert und entschieden.

Ziffer 5.4.1 Absatz 2 DCGK: Benennung von konkreten Zielen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Die Fassung des DCGK vom 13. Mai 2013 empfiehlt in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen soll, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen und eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.

Der Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG entspricht bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung für die Wahl der Anteilseignervertreter sämtlichen gesetzlichen Vorgaben und sämtlichen Empfehlungen des Kodex' hinsichtlich der persönlichen Voraussetzungen für Aufsichtsratsmitglieder. Im Vordergrund steht dabei – unabhängig vom Geschlecht – die fachliche und persönliche Kompetenz möglicher Kandidaten und Kandidatinnen unter besonderer Beachtung der unternehmensspezifischen Anforderungen, damit die Mitglieder des Aufsichtsrates im Falle der Wahl der Vorgeschlagenen insgesamt über die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen.

Ziffer 7.1.2 DCGK: Veröffentlichungsfrist für Zwischenberichte

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, Zwischenberichte innerhalb von 45 Tagen zu veröffentlichen.

Müller – Die lila Logistik AG wird die Zwischenberichte im Rahmen der Regelungen der Börsenordnung unverzüglich nach der Fertigstellung, spätestens jedoch innerhalb von zwei Monaten nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlichen. Eine Veröffentlichung innerhalb von 45 Tagen bedarf einer unverhältnismäßigen Mehrarbeit der bei der Erstellung beteiligten Parteien.

Struktur

Müller – Die lila Logistik AG

LILA CONSULT

In unserem Geschäftsfeld LILA CONSULT beraten wir Unternehmen in Bezug auf Organisationsstrukturen, effizientere Abläufe und Logistik. Durch eine enge Verbindung zur operativen Logistik verfügen wir über tägliches Benchmarking und ständiges Feedback aus unseren Abwicklungen.

LILA CONSULT

Unter Logistikberatung verstehen wir die strategische und konzeptionelle Begleitung unserer Kunden in Phasen der Veränderung und neuer Herausforderungen.

Durch eine enge Verzahnung mit den operativen Logistikeinheiten und den realisierten Projekten wissen wir genau worauf es ankommt.

Durch die Verbindung von BERATUNG UND OPERATIVER Logistikdienstleistung durchbrechen wir diese klassische Trennung.

Nachhaltige Wertsteigerungen zu erzielen, erfordert einerseits sehr individuelle Lösungsansätze und andererseits eine methodische Stringenz im Vorgehen. Entscheidend für Ihren Erfolg ist die Expertise und die Erfahrung unseres Beratungsteams.

Wir folgen auch in der Beratung unserem Branchenfokus, der sich auf AUTOMOTIVE, ELECTRONICS, INDUSTRIAL, CONSUMER, ENERGY und MEDICAL&PHARMA konzentriert.

Müller – Die lila Logistik AG LILA OPERATING

Beim LILA OPERATING setzen wir die konzipierten Lösungen unter dem "Dach des Kunden" oder in unseren Logistics Service Centern um. Dort sorgen wir für optimale Material- und Informationsflüsse.

LILA OPERATING

Lila Operating nennen wir die Tätigkeiten, die unmittelbar mit dem Management von Waren- und Informationsflüssen zusammenhängen. Operative Logistikdienstleistungen sowohl in unseren Logistics Service Centern (FACTORY) als auch im Transportmanagement (ROUTE) folgen immer unseren lila Ansprüchen an Innovation und Intelligenz. Und das in allen drei Logistikbereichen:

  • Beschaffungslogistik
  • Produktionslogistik
  • Distributionslogistik

Logistik à la LILA ist immer verlässlich und geprägt durch höchste Qualitätserreichungsgrade. Am Beginn unserer Tätigkeit steht die Analyse der aktuellen Gegebenheiten.

Mit Hilfe unternehmenseigener Bewertungstools erhalten Sie Transparenz über die wirklichen Kosten Ihrer heutigen Logistikabwicklungen und erkennen schnell die Potenziale, die Sie mit Müller – Die lila Logistik an Ihrer Seite heben können.

  • Geschäfts- und Rahmenbedingungen
  • Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
  • Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB
  • Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat
  • Vergütungsbericht
  • Risiko- und Chancenbericht
  • Nachtragsbericht
  • Abhängigkeitsbericht
  • Prognosebericht

KONZERNLAGEBERICHT

Einige im Nachfolgenden dargestellte Beträge weichen auf Grund vorgenommener Anpassungen infolge der Erstanwendung der neuen Regelungen des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer (geändert 2011)" von den Beträgen im Konzernabschluss 2011 und 2012 ab.

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Vorbemerkung

Der vorliegende Konzernlagebericht beschreibt die Lage des Konzerns der Müller – Die lila Logistik AG (Lila Logistik Gruppe) für das Geschäftsjahr 2013. Sollte im Verlauf des Berichts die namensgleiche Einzelgesellschaft gemeint sein, wird dies an entsprechender Stelle explizit erwähnt.

1.1 Geschäftsmodell

Die Lila Logistik Gruppe bietet als national und international tätiger Logistikdienstleister alle relevanten Funktionen in der Beratung (Lila Consult) und der Umsetzung (Lila Operating) von Logistiklösungen an. Der Geschäftsbereich Lila Consult setzt sich aus den drei Säulen Management Beratung, Logistics Engineering und Interim Services zusammen. Bei dem Bereich Lila Operating unterscheidet die Lila Logistik Gruppe grundsätzlich zwischen der Aufgabenstellung Route (im weitesten Sinne Transporte von Waren auf der Straße) und Factory (Handling von Waren und Prozessen). Die Felder Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik bilden den Kern der betrieblichen Tätigkeiten des Konzerns. Die Dienstleistungen werden überwiegend in den folgenden Kern- und Zielbranchen platziert:

• Automotive • Electronics • Consumer • Industrial • Energy • Medical&Pharma

Zum Kundenkreis der Lila Logistik Gruppe gehören namhafte, national und international tätige Unternehmen.

1.2 Wesentliche Beteiligungen

Im Berichtsjahr haben folgende Veränderungen im Beteiligungsportfolio der Müller – Die lila Logistik AG stattgefunden: Im ersten Quartal wurden die Müller – Die lila Logistik Südost GmbH & Co. KG, die Müller – Die lila Logistik Süd GmbH & Co. KG und die MLS Verwaltung GmbH, alle mit Sitz in Besigheim, gegründet. Die MLV Verwaltung GmbH wurde im gleichen Quartal in die MLSO Verwaltung GmbH umfirmiert. Des Weiteren hat Müller – Die lila Logistik AG ihre Kommanditeinlage bei der Müller – Die lila Logistik West GmbH & Co. KG in Höhe von 25 T€ im Wege der Sonderrechtsnachfolge auf die persönlich haftende Gesellschafterin, die MLW Verwaltung GmbH mit dem Sitz in Besigheim übertragen und ist aus der Gesellschaft ausgeschieden. Die Müller – Die lila Logistik West GmbH & Co. KG ist damit aufgelöst und ohne Liquidation beendet und ihr gesamtes Vermögen im Wege der Anwachsung auf die MLW Verwaltung GmbH übergegangen. Die MLW Verwaltung GmbH wurde anschließend Anfang 2013 in die Müller – Die lila Logistik West GmbH mit Sitz in Herne umfirmiert. Zwischen der Müller – Die lila Logistik AG und der Müller – Die lila Logistik West GmbH wurde im ersten Quartal 2013 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Mit Wirkung zum dritten Quartal wurde die Electrolux Logistics GmbH zu 100 % von der Müller – Die lila Logistik AG übernommen und anschließend in die Müller – Die lila Logistik Electronics GmbH umfirmiert. Die Müller – Die lila Logistik Austria GmbH wurde im dritten Quartal aus dem Firmenbuchregister der Republik Österreich gelöscht. Im vierten Quartal 2013 wurden schließlich die Müller – Die lila Logistik Böblingen GmbH mit Sitz in Althengstett, die Müller – Die lila Consult GmbH mit Sitz in Besigheim, die Müller – Die lila Logistik Marbach GmbH & Co. KG mit Sitz in Marbach a. N. sowie die MLM Verwaltung GmbH mit Sitz in Besigheim gegründet. Alle Gesellschaften sind 100%ige Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik AG. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Ausführungen im Konzernanhang dieses Berichts unter dem Punkt 4 "Konsolidierungskreis und -methoden".

Im Januar 2014 haben die Gesellschafter der FMS Logistic GmbH beschlossen, die Firma der Gesellschaft in FM Logistics GmbH zu ändern und den Sitz der Gesellschaft nach Weilheim an der Teck zu verlegen. Weitere Einzelheiten hierzu werden im Punkt 7 "Nachtragsbericht" dargestellt.

Die aktuelle Struktur des Konzerns sieht wie folgt aus:

Müller – Die lila Logistik AG
E.L.V.I.S. Europäischer Ladungs-Verbund
Internationaler Spediteure AG Alzenau 6,6 %
Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG Unterföhring 56 %
Emporias Verwaltung GmbH Unterföhring 60 %
FM Logistics GmbH Weilheim an der Teck 50 %
MLH Verwaltung GmbH Besigheim 100 %
MLI Verwaltung GmbH Besigheim 100 %
MLM Verwaltung GmbH Besigheim 100 %
MLN Verwaltung GmbH Besigheim 100 %
MLO Verwaltung GmbH Besigheim 100 %
MSG Verwaltung GmbH Besigheim 100 %
MLS Verwaltung GmbH Besigheim 100 %
MLSO Verwaltung GmbH Besigheim 100 %
MLSW Verwaltung GmbH Besigheim 100 %
Müller – Die lila Logistik Böblingen GmbH Althengstett 100 %
Müller – Die lila Consult GmbH Besigheim 100 %
Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH Besigheim 100 %
Müller – Die lila Logistik Electronics GmbH Nürnberg 100 %
Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG Herne 100 %
Müller – Die lila Logistik Immobilien GmbH & Co. KG Besigheim 100 %
Müller – Die lila Logistik Marbach GmbH & Co. KG Marbach a. N. 100 %
Müller – Die lila Logistik Nord GmbH & Co. KG Bünde 100 %
Müller – Die lila Logistik Ost GmbH & Co. KG Zwenkau 100 %
Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. Gliwice (Polen) 100 %
Müller – Die lila Logistik Service GmbH & Co. KG Besigheim 100 %
Müller – Die lila Logistik Slovakia s.r.o. Bratislava (Slowakei) 100 %
Müller – Die lila Logistik Süd GmbH & Co. KG Besigheim 100 %
Müller – Die lila Logistik Südost GmbH & Co. KG Besigheim 100 %
Müller – Die lila Logistik Südwest GmbH & Co. KG Besigheim 100 %
Müller – Die lila Logistik West GmbH Herne 100 %
Value Added Logistics Sp. z o.o. Gliwice (Polen) 100 %

1.3 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Logistikmarkt

Die Weltkonjunktur hat sich im Jahresverlauf 2013 stabilisiert, nachdem sie im Jahr 2012 unter dem Einfluss der Euro-Krise deutlich an Schwung verloren hatte. So legten die Weltindustrieproduktion sowie der Welthandel im Jahr 2013 stärker zu; im Vergleich zu früheren Perioden sind die Zuwachsraten aber nur moderat. Im Unterschied zum vorangegangenen Jahr kamen die Impulse verstärkt aus den Industrieländern. Die Konjunktur wurde durch die weiterhin sehr expansive Geldpolitik und die gesunkene Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Euro-Krise gestützt. Die Produktion in den Schwellenländern hingegen hat seit dem Sommerhalbjahr 2012 im Vergleich zu den Vorjahren weniger stark zugenommen. Der Außenhandel dieser Länder war zuletzt sogar rückläufig. Viele Schwellenländer sehen sich Problemen in ihren Volkswirtschaften gegenüber, die sich negativ auf die Expansion ihres Produktionspotenzials auswirken. Darüber hinaus erlebten einige Schwellenländer im Sommer des Jahres 2013 starke Kapitalabflüsse und einen erheblichen Abwertungsdruck auf ihre Währungen, nachdem die Federal Reserve (Fed) im Mai dieses Jahres ankündigte, ihre Wertpapierkäufe in näherer Zukunft reduzieren zu wollen. Seit September 2013 hat sich die Lage aber weitgehend beruhigt (vgl. "Gegen eine rückwärtsgewandte Wirtschaftspolitik", Jahresgutachten 2013/2014 vom Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung).

Die dritte Schätzung von Eurostat zu den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen bestätigte, dass sich das reale BIP des Euro-Währungsgebiets im dritten Jahresviertel 2013 um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal erhöht hat, nachdem es im zweiten Vierteljahr um 0,3 % gestiegen war. Dabei gingen von der Binnennachfrage und von den Vorratsveränderungen positive Wachstumsimpulse aus, während der Außenhandel erstmals seit Anfang 2010 einen negativen Beitrag leistete. Nach zwei Quartalen eines positiven Wachstums des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) deuten die aktuellen Daten und Umfrageergebnisse insgesamt darauf hin, dass sich die moderate Erholung im Schlussquartal 2013 fortgesetzt hat. Der Beitrag des Außenhandels zum BIP-Wachstum im Euro-Währungsgebiet kehrte sich im dritten Jahresviertel 2013 ins Negative. Die Exporte stiegen in vierteljährlicher Betrachtung um lediglich 0,3 %, während die Importe um 1,2 % zunahmen. Die aktuellen Daten zum Außenhandel des Euroraums lassen auf eine schwache Dynamik im vierten Quartal schließen, wenngleich der Beitrag zum BIP-Wachstum vor allem auf Grund der verhaltenen Einfuhren wieder positiv ausgefallen sein dürfte. Im November gingen die Exporte dem Wert nach leicht gegenüber dem Vormonat zurück, während die Importe stärker abnahmen. Damit lagen die wertmäßigen Ausfuhren im November geringfügig über und die Importe unter ihrem jeweiligen Durchschnitt vom dritten Jahresviertel. Konjunkturindikatoren zufolge haben sich die Außenhandelspreise etwas stabilisiert. Die Entwicklung des Handelsvolumens dürfte daher in etwa der wertmäßigen Entwicklung entsprechen. Die Umfrageergebnisse für Januar des laufenden Jahres deuten auf eine leichte Verbesserung der Ausfuhrdynamik hin. Der EMI-Teilindex für die Auftragseingänge im Exportgeschäft kletterte weiter auf ein Niveau oberhalb seines Durchschnittswerts vom Schlussquartal 2013 und auch deutlich oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Der Umfrageindikator der Europäischen Kommission zur Auftragslage im Exportgeschäft stabilisierte sich im Januar auf einem ähnlichen Niveau wie im November und Dezember. Die reale Wertschöpfung erhöhte sich im dritten Jahresviertel 2013 weiter um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal. Der Anstieg war gänzlich auf die positive Entwicklung im Dienstleistungssektor zurückzuführen. In der Industrie (einschließlich Baugewerbe) wurde unterdessen ein Nullwachstum verzeichnet (vgl. Europäische Zentralbank (EZB), Monatsbericht Februar 2014).

Polen konnte ein Abgleiten in die Rezession vermeiden und in den letzten Jahren durchgängig ein positives Wirtschaftswachstum verzeichnen. Nach ersten vorläufigen Schätzungen des polnischen Statistikamtes für das Jahr 2013 wuchs Polens Wirtschaft um 1,6 % (vgl. Veröffentlichung der Deutsche Botschaft Warschau, "Wirtschaftslage in Polen", vom 25. Februar 2014).

Wie im Jahreswirtschaftsbericht 2013 der Bundesregierung projiziert, hat das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2013 0,4 % zugenommen. Nach einer witterungsbedingten Schwächephase im Winterhalbjahr 2012/13 ist die deutsche Wirtschaft auf einen stabilen Erholungskurs eingeschwenkt. Die konjunkturelle Dynamik war im Verlauf des Jahres 2013 erheblich höher als im Jahr zuvor. Von Schlussquartal zu Schlussquartal stieg die Wirtschaftsleistung mit einer Verlaufsrate von 1,2 % (2012: 0,3 %). Dies entsprach in etwa dem Potenzialwachstum (vgl. Jahreswirtschaftsbericht 2014 "Soziale Marktwirtschaft heute – Impulse für Wachstum und Zusammenhalt", Bundesministerium für Wirtschaft und Energie).

"Die Krise im Euroraum hat vor allem zum Jahresauftakt die exportabhängige Industrie belastet", sagte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. Seit dem Frühjahr 2013 wurde das Bruttoinlandsprodukt aber bereits wieder moderat ausgeweitet. Wichtige Indikatoren wie die Industrieproduktion untermauerten zuletzt die Erwartung einer moderaten Aufwärtsbewegung. Die Weltkonjunktur zieht nach und nach an, vor allem aus den Industrieländern, wie etwa den USA, erwarten die Konjunkturexperten spürbare Impulse. Das belebt nicht nur die Exporte, die im vergangenen Jahr kaum zugelegt haben, sondern stimuliert nach und nach auch die Investitionen. Diese waren im Zuge der sich verschlechternden Absatzaussichten für den Euroraum, zum Teil aber auch für wichtige Schwellenländer, im vergangenen Jahr deutlich zurückgefahren worden. "Die Investitionszurückhaltung wird sich aber im Laufe dieses Jahres lösen", so DIW-Konjunkturexperte Simon Junker. Der private Konsum hat im Jahr 2013 maßgeblich zum Wachstum beigetragen. Dabei hatte die konjunkturelle Flaute nicht nur die Gewinneinkommen merklich gedämpft, auch die Lohneinkommen fielen in der Summe nicht mehr so kräftig aus wie in den vorangegangenen Jahren. In diesem Jahr dürften die privaten Haushalte dagegen von der konjunkturellen Erholung profitieren: die Löhne werden spürbar zulegen und der Beschäftigungsaufbau setzt sich fort. Damit wird der private Verbrauch in diesem Jahr wohl etwas deutlicher zulegen als im vergangenen (vgl. Pressemitteilung DIW Berlin, "Deutsche Wirtschaft nach zwei mageren Jahren wieder mit Aufwärtstrend" vom 15. Januar 2014).

Die deutsche Logistikwirtschaft ging mit viel Schwung aus dem Jahr 2013. Dies zeigen die Ergebnisse der jüngsten Erhebung (Novemberbefragung) zum Logistik-Indikator, den das Institut für Weltwirtschaft (IfW) im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik e. V. (BVL) ermittelt. Der Gesamtklimawert hat zum vierten Mal in Folge beschleunigt zugelegt (Anstieg um 10,3 auf 132,4 Indexpunkte). Damit hat die Logistikstimmung in Deutschland den halben Weg von der neutralen 100er-Marke bis zum bisherigen Höchststand vom Frühjahr 2007 zurückgelegt. Besonders ausgeprägt war die Klimaverbesserung auf Seiten der Logistikdienstleister, die fast drei Viertel zum Gesamtanstieg beitrugen. Nachdem im bisherigen Jahresverlauf die Erwartungen auf 12-Monatsfrist der Lageeinschätzung vorauseilten, konnte der Lageindikator gegenüber der Erwartungskomponente wieder etwas aufholen (Lageverbesserung um 12,2 auf 127,2 gegenüber einem Erwartungsplus von 8,3 auf 137,7). Insgesamt stützt sich damit das Bild einer kräftigen Logistikkonjunktur auf ein breites Fundament der Befragungsmatrix. Das gilt für die Lage- und Erwartungseinschätzung auf beiden Marktseiten. "Für 2014 kann wohl von einer weiteren Zunahme der Umsätze zwischen einem und drei Prozent ausgegangen werden", prognostiziert Prof. Raimund Klinkner, Vorstandsvorsitzender der BVL, mit Blick auf das Ergebnis der aktuellen Erhebung (vgl. Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW), "Logistik-Indikator im vierten Quartal 2013" vom 16. Dezember 2013).

Die Lila Logistik Gruppe steigerte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 die Umsatzerlöse auf eine Höhe von 99.835 T€ zu 94.005 T€ aus dem Vorjahr. Mit umgekehrten Vorzeichen zum Vorjahr aber analog der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung war ein schwächeres erstes Halbjahr zu verzeichnen, wohingegen im zweiten Halbjahr die wirtschaftliche Dynamik und somit Entwicklung der Lila Logistik Gruppe deutlich an Fahrt aufnahm. Der Beratungsbereich Lila Consult verfehlte das Umsatz- und Ergebnisniveau des Vorjahres. Das Konzernergebnis der Lila Logistik Gruppe belief sich am Ende des Geschäftsjahres 2013 auf 3.360 T€ und lag leicht über dem Vorjahresergebnis von 3.267 T€.

1.4 Standorte und Betriebsstätten

Die nationalen Standorte und Betriebsstätten der Müller – Die lila Logistik Unternehmensgruppe sind in folgenden Städten: Besigheim, Bochum, Böblingen, Bünde, Dormagen, Herne, Kirchheimbolanden, Lorsch, Marbach a. N., Nürnberg, Recklinghausen, Unterföhring, Veitsbronn, Wemding und Zwenkau.

Die internationalen operativen Standorte und Betriebsstätten befinden sich in Gliwice, Jelcz-Laskowice, Siechnice und Wroclaw (alle Polen).

1.5 Veränderungen im Konsolidierungskreis

Im Berichtsjahr 2013 wurden gegenüber dem Vorjahreszeitraum folgende Gesellschaften neu in den Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe einbezogen: Ab dem dritten Quartal wurden die Müller – Die lila Logistik Südost GmbH & Co. KG, die Müller – Die lila Logistik Süd GmbH & Co. KG, die MLS Verwaltung GmbH, die MLSO Verwaltung GmbH und die Müller – Die lila Logistik Electronics GmbH in den Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe einbezogen. Im vierten Quartal wurde die Müller – Die lila Logistik Austria GmbH entkonsolidiert. Einzelheiten hierzu können im Konzernanhang im Punkt 4 entnommen werden.

Darüber hinaus haben im Vorjahresvergleich keine Veränderungen im Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe stattgefunden.

1.6 Steuerungsgrößen

Als bewertungsrelevant gelten für die Lila Logistik Gruppe finanzielle und nichtfinanzielle interne Steuerungsgrößen.

Finanzielle Steuerungsgrößen sind die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (EBIT) nach dem Handelsgesetzbuch (HGB). Wichtig für die operative Steuerung der Unternehmenseinheiten sind die Soll-Ist-Vergleiche, deren Analyse aus Sicht der Unternehmensleitung sowie zukunftsorientierte Informationen, wie z. B. Angaben über Chancen und Risiken.

Neben rein finanziellen Steuerungsgrößen spielen auch nichtfinanzielle Faktoren wie beispielsweise die Ausbildungsquote der Firmengruppe eine Rolle. Zudem spielen Qualitätserfüllungsgrade eine große Rolle, wobei die Messung anhand individueller kundenbezogener Parameter erfolgt. Zur Planung zählt die Erfüllung der Qualitätsgrade, wobei eine Einzeldarstellung auf Grund der Kundenindividualität hier nicht möglich ist.

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.1 Umsatzerlöse

Die Lila Logistik Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 99.835 T€. Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Umsatzerlöse um 5,8 Mio. € gesteigert (Vorjahr: 94.005 T€). Die mäßige Umsatzentwicklung in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres spiegelte die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im ersten Halbjahr 2013 wider. Ausschlaggebend hierfür waren einerseits der schrumpfende europäische Automobilmarkt zu Beginn des Geschäftsjahres 2013 und die hieraus resultierenden Produktionsrückgänge. Andererseits führte die schwache konjunkturelle Entwicklung in Europa trotz einer leicht besseren Verbraucherstimmung in Deutschland zu Umsatzrückgängen mit Kunden aus der Electronics-Branche. Diese Effekte drehten sich im zweiten Halbjahr ins Gegenteil und führten zu Umsatzzuwächsen in den erwähnten Branchen. Der durch einen Projektanlauf in der Electronics-Branche entstandene Umsatzerlös war wesentlich dafür verantwortlich, dass der oben beschriebene Umsatzzuwachs von per Saldo 6,2 % im Berichtszeitraum erzielt wurde. Die Nachfrage nach Beratungsdienstleistungen der Lila Logistik Gruppe, die im Kernsegment Lila Consult zusammengefasst sind, bewegte sich unter dem Niveau des Vorjahres (Näheres hierzu im Punkt 2.3 dieses Lageberichts).

Die quartalsweise Betrachtung der Umsatzerlöse ergibt folgende Verteilung:

Angaben in % 2013 2012
I. Quartal 22,9 26,7
II. Quartal 23,6 24,6
III. Quartal 26,2 24,3
IV. Quartal 27,3 24,4

Der relative Anteil der im Geschäftsjahr 2013 in den deutschen Standorten und Betriebsstätten erzielten Umsatzerlöse betrug 72,1 % (Vorjahr: 78,2 %). Die im Übrigen europäischen Ausland erzielten Umsätze der Lila Logistik Gruppe lagen bei 27,9 % (Vorjahr: 21,8 %).

2.2 Ergebnisentwicklung

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich von 1.992 T€ im Vorjahr auf 1.798 T€ am Ende des Berichtsjahres 2013. Die Materialaufwendungen stiegen mit 1,6 % zum Vorjahr unterproportional zu den Umsatzerlösen an, die sich im gleichen Zeitraum um 6,2 % verbesserten. Im Summe beliefen sich die Materialaufwendungen der Lila Logistik Gruppe auf 30.083 T€ (Vorjahr: 29.606 T€). Durch die gestiegene Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Lohn- und Gehaltsanpassungen erhöhten sich die Personalaufwendungen von 34.455 T€ auf 37.727 T€ zum Ende des Geschäftsjahres 2013. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen 2.170 T€. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von 1.558 T€ um 612 T€ resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Abschreibungen und Wertminderungen einer Logistikimmobilie sowie aus den Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten einer übernommenen und umfirmierten Gesellschaft. Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten ergaben sich nicht (Vorjahr: 483 T€). Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen war eine Steigerung um 8,8 % auf 27.246 T€ zu verzeichnen (Vorjahr: 25.049 T€). Einerseits erhöhten sich darin unter anderem die Miet- und Raumkosten, die Fremdpersonalkosten, Fremdarbeiten sowie die Fahrzeugkosten; andererseits waren geringere Werbe- und Reisekosten sowie Schadensaufwendungen zu verzeichnen.

Das Betriebsergebnis der Lila Logistik Gruppe vor Zinsen und Steuern (EBIT) zum 31. Dezember 2013 betrug 4.401 T€ (Vorjahr: 4.851 T€). Die EBIT-Marge verringerte sich auf 4,4 % im Vergleich zu 5,2 % zum Vorjahresstichtag. Die Materialaufwandsquote lag mit 30,1 % unter der Vorjahresquote von 31,5 %. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen stieg leicht auf 27,3 % an (Vorjahr: 26,6 %), ebenso die Personalaufwandsquote von 36,7 % auf 37,8 % zum Geschäftsjahresende 2013.

Durch die Aufnahme von langfristigen Darlehen zur Finanzierung des Wachstums der Lila Logistik Gruppe sowie durch Währungsverluste zum Ende des Berichtsjahres verschlechterte sich der Saldo aus Zinserträgen und Finanzierungswendungen auf minus 450 T€ (Vorjahr: minus 203 T€). Darin enthalten sind u. a. Stichtagsgewinne auf Grund von Zinsderivaten in Höhe von 10 T€ (Vorjahr: Verluste in Höhe von minus 31 T€).

Das Konzernergebnis vor Steuern betrug 3.959 T€ (Vorjahr: 4.499 T€). Nach Steuern wurde ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 3.360 T€ (Vorjahr: 3.267 T€) erwirtschaftet. Insgesamt ergibt sich ein Gewinn pro Aktie in Höhe von 0,42 € (Vorjahr: 0,41 €). Das Eigenkapital verzinste sich mit 12,4 % (Vorjahr: 13,0 %).

2.3 Entwicklung der Geschäftsbereiche

Weiterführende Informationen zur Segmentberichterstattung, insbesondere zur Überleitung der IFRS Berichterstattung, können dem beigefügten Konzernanhang im Punkt 26 "Segmentinformationen" entnommen werden.

Die vom Geschäftsbereich Lila Consult im Berichtsjahr erzielten Umsatzerlöse beliefen sich nach HGB auf 5.485 T€ (Vorjahr: 6.059 T€). Insbesondere die Unsicherheiten im ersten Halbjahr 2013 über die weitere wirtschaftliche Gesamtentwicklung unterbanden die Auftragserteilung von Beratungsprojekten bzw. verzögerten die Starts von Beratungsprojekten und waren wesentlich für die Verringerung der Umsatzerlöse um 9,5 % im Vergleich zum Vorjahr verantwortlich. Das nicht konsolidierte operative Ergebnis (EBIT) des Segments betrug 548 T€ (Vorjahr: 773 T€). Hieraus ergibt sich eine EBIT-Marge in Höhe von 10,0 % (Vorjahr: 12,8 %).

Die Ausweitung bestehender Geschäftsbeziehungen zu Kunden im Bereich der operativen Logistikdienstleistungen sowie die Gewinnung weiterer Kunden in diesem Bereich schlugen sich in den Umsatzerlösen des Segments Lila Operating nieder. Insgesamt erwirtschaftete die Lila Logistik Gruppe mit ihren logistischen Lagertätigkeiten (Factory), logistischen Mehrwertdienstleistungen (Factory) sowie Transporten (Route) Umsatzerlöse in Höhe von 96.300 T€ (Vorjahr: 89.208 T€). Das nicht konsolidierte EBIT betrug 3.821 T€ (Vorjahr: 3.549 T€), was einer EBIT-Marge in Höhe von 4,0 % entspricht, wie im Vorjahr.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Geschäftssegmente ist in den nachfolgenden Grafiken ersichtlich:

Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Geschäftssegmente 2012

2.4 Investitionen und Abschreibungen

Umsatz- und Ergebnisentwicklung der

Die Investitionen der Lila Logistik Gruppe in langfristige Vermögenswerte des Anlagevermögens im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen 8.772 T€ (Vorjahr: 6.434 T€). Investitionen in Sachanlagen, vor allem in den Bau einer Logistikimmobilie, der im Frühjahr 2014 abgeschlossen sein soll, sowie die Modernisierung und die Erweiterung der Betriebs- und Geschäftsausstattung der Standorte, beliefen sich auf 8.601 T€ (Vorjahr: 6.277 T€). Die Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen mit 2.170 T€ über dem Niveau des Vorjahres von 1.558 T€, wesentlich durch Wertminderungen im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Gesellschaft.

2.5 Vermögens- und Finanzlage

Die Konzernbilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 28,7 % oder absolut 13.919 T€ und betrug 62.356 T€ (31. Dezember 2012: 48.437 T€).

Auf der Aktivseite der Bilanz waren folgende wesentliche Veränderungen zu verzeichnen: Die langfristigen Vermögenswerte stiegen von 30.238 T€ auf 37.961 T€ zum Ende des Geschäftsjahres an. Die Sachanlagen erhöhten sich von 20.099 T€ zum Vorjahresstichtag auf 26.535 T€ zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013. Ursache für diese Erhöhung ist die ab zweitem Halbjahr 2013 errichtete Immobilie in Wemding.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen zum 31. Dezember 2013 in Summe um 6.196 T€ an und betrugen 24.395 T€ (31. Dezember 2012: 18.199 T€). Die liquiden Mittel der Unternehmensgruppe erhöhten sich dabei um 3.180 T€, wie im Punkt 2.7 "Cashflow und Liquidität" dieses Berichts beschrieben. Die gestiegenen Umsatzerlöse sowie die Stichtagsbetrachtung sind im Wesentlichen dafür verantwortlich, dass die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Lila Logistik Gruppe gegenüber Dritten um 1.343 T€ auf 10.180 T€ angestiegen sind (31. Dezember 2012: 8.837 T€). Ebenfalls stichtagsbedingt stiegen die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte auf Grund von Steuerforderungen und Forderungen aus einer Unternehmenstransaktion um 1.412 T€ auf 4.416 T€ an (31. Dezember 2012: 3.004 T€).

Auf der Passivseite der Konzernbilanz fanden bei den langfristigen Schulden deutliche Veränderungen statt. Zur Finanzierung der Immobilieninvestitionen der Lila Logistik Gruppe erhöhten sich durch die Aufnahme bzw. Inanspruchnahme von Bankdarlehen die langfristigen Darlehen um 9.173 T€ auf 11.573 T€ zum Stichtag 31. Dezember 2013 (31. Dezember 2012: 2.400 T€). Zum Bilanzstichtag lagen die passiven latenten Steuern per Saldo leicht unter dem Niveau des Vorjahresstichtags von 1.748 T€ und betrugen 1.627 T€. Wesentlicher Bestandteil sind die passiven latenten Steuern auf temporäre Unterschiede im langfristigen Vermögen des Konzerns. Weiterführende Informationen zur Entwicklung der latenten Steuern können dem Konzernanhang im Punkt 12 "Ertragsteuern" entnommen werden.

Die Entwicklung der kurzfristigen Schulden ist wie im Vorjahr durch zwei gegenläufige Effekte geprägt: Einerseits erhöhte sich im Zuge der Aufnahmen bzw. Inanspruchnahme von Darlehen der kurzfristige Anteil an langfristigen Darlehen in Summe um 1.248 T€ auf 1.548 T€ zum Bilanzstichtag (31. Dezember 2012: 300 T€), andererseits verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt und betrugen zum 31. Dezember 2013 insgesamt 4.518 T€ (31. Dezember 2012: 4.858 T€). Per Saldo beliefen sich die kurzfristigen Schulden zum Bilanzstichtag auf 16.460 T€ (31. Dezember 2012: 15.043 T€).

Unter Berücksichtigung der Dividendenzahlung an die Aktionäre 2013 verbesserte sich das Eigenkapital der Lila Logistik Gruppe im Wesentlichen auf Grund des Vortrags des Jahresüberschusses auf neue Rechnung. Der Konzernjahresüberschuss in Höhe von 3.360 T€ (Vorjahr: 3.267 T€) wird in die Gewinnrücklagen eingestellt, die per Stichtag 13.717 T€ (31. Dezember 2012: 11.550 T€) betrugen. Das kumulierte übrige Eigenkapital betrug minus 2.224 T€ (Näheres hierzu im Konzernanhang im Punkt "Erläuterungen zur Konzernbilanz", Unterpunkt 19 "Eigenkapital"). Zum Bilanzstichtag verbesserte sich das Eigenkapital der Lila Logistik Gruppe (inklusive Anteile anderer Gesellschafter) auf 29.125 T€ (31. Dezember 2012: 27.174 T€). Die Eigenkapitalquote verringerte sich auf Grund der gestiegenen Bilanzsumme auf 46,7 % (Vorjahr: 56,1 %).

Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, der Hauptversammlung am 4. Juni 2014 vorzuschlagen, von dem Bilanzgewinn des für eine Ausschüttung relevanten Einzelabschlusses der Muttergesellschaft (nach HGB) eine Dividende in gleicher Höhe wie im Vorjahr von 0,15 € je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und wesentliche Finanzierungsmaßnahmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gliedern sich nach Fälligkeit wie folgt:

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Angaben in T€ 31.12.2013 31.12.2012
Bis 1 Jahr 1.548 300
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 6.187 1.200
Über 5 Jahre 5.387 1.200
Gesamt 13.122 2.700

Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verweisen wir auf Punkt 27 "Finanzinstrumente", Unterpunkt "Liquiditätsrisiken", des Konzernanhangs.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 betreffen zwei L-Bank-Darlehen in Höhe von insgesamt 2.400 T€. Zum Zwecke der Finanzierung eines Grundstückkaufs in Besigheim wurden einer Tochtergesellschaft in 2011 aus einem Förderprogramm der Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank (L-Bank), Karlsruhe, zwei Darlehen in Höhe von jeweils 1.350 T€ mit einer Laufzeit von ursprünglich 10 Jahren von Seiten der Kreissparkasse Ludwigsburg, Ludwigsburg, und der Baden-Württembergische Bank (BW-Bank), Stuttgart, bereitgestellt, die im Dezember 2012 in Anspruch genommen wurden.

Zum Zwecke der Finanzierung des Immobilienkaufs in Bünde im Dezember 2012 wurden zwei Darlehen in Höhe von insgesamt 4.800 T€ von Seiten der Kreissparkasse Ludwigsburg zur Verfügung gestellt. Das erste Darlehen über 2.300 T€ hat eine feste Laufzeit über 7 Jahre mit einer vorgesehenen gleich bleibenden quartalsweisen Tilgung in Höhe von 82,5 T€. Das zweite Darlehen über 2.500 T€ hat eine feste Laufzeit über 10 Jahre mit einer vorgesehenen gleich bleibenden quartalsweisen Tilgung in Höhe von 62,5 T€. Als Sicherheiten dienen Grundschulden in Höhe von insgesamt 4.800 T€ am Objekt in Bünde. Beide Darlehen wurden im ersten Quartal 2013 in Anspruch genommen und valutierten zum Bilanzstichtag mit 4.220 T€ (Vorjahr: 0 T€).

Zur Finanzierung der Erstellung einer Logistikimmobilie in Wemding wurde im Juli 2013 aus einem KfW-Energieeffizienzprogramm ein Darlehen in Höhe von 6.500 T€ von Seiten der BW-Bank zur Verfügung gestellt. Das Darlehen hat eine feste Laufzeit über 10 Jahre mit einer vorgesehenen gleich bleibenden quartalsweisen Tilgung in Höhe von 167 T€ ab März 2014. Als Sicherheiten dienen zwei entsprechende Grundschulden sowie die Abtretung von Rechten und Ansprüchen aus Miet- und Pachtverträgen der Logistikimmobilie. Das Darlehen wurde im dritten Quartal 2013 in Anspruch genommen. Die bisher geleisteten Zinszahlungen in Höhe von 59 T€ wurden gemäß IAS 23 als Bauzeitzinsen aktiviert.

Die Zinsaufwendungen für kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten betrugen im Geschäftsjahr 415 T€ (Vorjahr: 373 T€). Die Zinserträge betrugen 55 T€ (Vorjahr: 64 T€).

Am 31. Dezember 2013 verfügte die Lila Logistik Gruppe über eine Rahmenkreditlinie bei der BW-Bank in Höhe von 2.000 T€ (ausnutzbar als Kontokorrent- und/oder Geldmarktkredit) welche sowohl von der Müller – Die lila Logistik AG, von der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH und/oder der Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG in Anspruch genommen werden kann. Des Weiteren verfügte die Lila Logistik Gruppe über eine Avalrahmenkreditlinie der BW-Bank in Höhe von 3.000 T€, welche sowohl von der Müller – Die lila Logistik AG, von der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH, der Müller – Die lila Logistik Ost GmbH & Co. KG, der Müller – Die lila Logistik Südost GmbH & Co. KG und/oder der Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG in Anspruch genommen werden kann. Zum Bilanzstichtag wurde die Rahmenkreditlinie weder für Kontokorrent- noch Geldmarktkredite in Anspruch genommen. Die Inanspruchnahme der Lila Logistik Gruppe über Avale der BW-Bank valutierte zum 31. Dezember 2013 mit

Außerdem verfügt die Lila Logistik Gruppe über eine Rahmenkreditlinie bei der Bank für Tirol und Vorarlberg AG (BTV), Filiale Stuttgart, in Höhe von 1.000 T€ (ausnutzbar als Kontokorrent- und/oder Eurokredit), welche sowohl von der Müller – Die lila Logistik AG als auch von der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH in Anspruch genommen werden kann. Zum Bilanzstichtag 2013 wurde die Rahmenkreditlinie mit 2 T€ als Kontokorrentkredit in Anspruch genommen.

Zudem verfügt die Lila Logistik Gruppe über eine Avalrahmenkreditlinie bei der BTV in Höhe von 250 T€, welche sowohl von der Müller – Die lila Logistik AG als auch von der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH in Anspruch genommen werden kann. Bei keiner der Gesellschaften wurde zum Bilanzstichtag ein Aval aus dieser Linie in Anspruch genommen.

Darüber hinaus verfügte die Lila Logistik Gruppe über eine Rahmenkreditlinie bei der Commerzbank AG, Frankfurt, in Höhe von 2.000 T€ (ausnutzbar als Kontokorrentkredit und/oder Geldmarktkredit und/oder Avalkredit und/oder Importakkreditive), welche sowohl von der Müller – Die lila Logistik AG und/oder von der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH in Anspruch genommen werden kann. Zum Bilanzstichtag 2013 wurde die Rahmenkreditlinie nicht in Anspruch genommen.

Des Weiteren verfügte die Lila Logistik Gruppe über eine Rahmenkreditlinie bei der Volksbank Stuttgart eG, Stuttgart, in Höhe von 1.000 T€ (ausnutzbar als Kontokorrentkredit und/oder Avalkredit und/oder Terminkredit). Zum Bilanzstichtag 2013 wurde die Rahmenkreditlinie nicht in Anspruch genommen.

2.6 Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das Finanzmanagement der Lila Logistik Gruppe umfasst das Kapitalstrukturmanagement, das Cash- und Liquiditätsmanagement, das Management von Pensionsrisiken sowie das Management von Währungsrisiken und von Kreditausfallrisiken.

Die Ziele des Finanzmanagements sind 1) die Beobachtung bilanzieller und Cashflow-wirksamer Effekte von Währungen auf die Lila Logistik Gruppe und die Reaktion hierauf mit entsprechenden Maßnahmen, 2) die Aufrechterhaltung der Liquidität der Lila Logistik Gruppe zu jedem Zeitpunkt und 3) die Stärkung und Aufrechterhaltung einer angemessenen Eigenkapitalbasis.

2.7 Cashflow und Liquidität

2.173 T€ (Vorjahr: 1.903 T€).

Aus betrieblicher Tätigkeit flossen der Lila Logistik Gruppe im Berichtszeitraum Mittel in Höhe von 3.443 T€ zu (Vorjahr: 7.435 T€). Durch den gestiegen Aufbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Berichtsjahr verschlechterte sich der Cashflow aus operativer Tätigkeit im Vergleich zum Vorjahr. Für Investitionen flossen aus der Lila Logistik Gruppe per Saldo 9.338 T€ (Vorjahr: 6.031 T€) ab, insbesondere für den Erwerb einer Logistikimmobilie. Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 9.202 T€ (Vorjahr: Mittelabfluss 3.972 T€) setzte sich aus der Einzahlung von Darlehen und der Inanspruchnahme von zugesagten Kreditlinien in Höhe von 11,3 Mio. € sowie gegenläufig hierzu aus der Auszahlung für die Tilgung von Darlehen in Höhe von 0,8 Mio. € und aus der Auszahlung der Dividenden in Höhe des Vorjahres von rund 1,2 Mio. € im Berichtsjahr zusammen. Zum Stichtag 31. Dezember 2013 waren in der Lila Logistik Gruppe liquide Mittel in Höhe von 9.261 T€ (Vorjahr: 6.081 T€) vorhanden.

Der Verschuldungskoeffizient, der das Verhältnis von Fremdkapital zu Gesamtkapital beschreibt, lag bei 0,53 (Vorjahr: 0,44).

2.8 Zusammenfassende Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse der Lila Logistik Gruppe im Geschäftsjahr 2013 verbesserten sich auf 99.835 T€ und lagen damit im kommunizierten Erwartungskorridor des Managements. Der Konzernjahresüberschuss lag mit 3.360 T€ um 93 T€ über dem Vorjahreswert. Das erzielte operative Ergebnis (EBIT) in Höhe von 4.401 T€ befand sich oberhalb des zum Halbjahresfinanzbericht angepassten und in der Zwischenmitteilung der Geschäftsführung innerhalb des zweiten Halbjahres 2013 bestätigten oberen Ende des Erwartungskorridors von 4,2 Mio. €. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stellt sich stabil dar. Der Geschäftsverlauf 2014 bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts entsprach den Erwartungen des Managements.

Soll-Ist-Vergleich für 2013

Angaben in Mio. € Prognose 2013 Ergebnisse 2013
Umsatzerlöse 97 – 102 99,8
per 30.06.2013 prognostiziert
3,9 - 4,2
Operatives Ergebnis (EBIT) per 31.12.2012 prognostiziert
4,5 – 5,0
4,4

Die erstellten Prognosen wurden unter Anwendung heuristischer Verfahren erstellt. Diese Verfahren beinhalten eine Kombination aus historischen Vergangenheitswerten, Erfahrungswerten, Szenarienbildung und gegebenenfalls vorliegenden Marktstudien. Hierdurch wird versucht, möglichst vielen Einflussfaktoren Rechnung zu tragen. Das Konzern-Controlling der Lila Logistik Gruppe stellt dem Management konzernweite Planungen als Basis für Prognosen zur Verfügung. Dabei werden monatlich aktuelle Werte rollierend durch einen bereichsspezifischen Forecast ergänzt, der einen Ausblick in die Zukunft gibt. Grundlage des Forecast sind Plan-, Ist- und Abweichungsgrößen, die durch aktuelle Schätzungen, Erfahrungen und Detailwissen von verantwortlichen Geschäftsführern, Niederlassungsleitern und Bereichsleitern ergänzt werden. Auf Grund dieser Größen und Erfahrungswerte wird dabei aufgezeigt, wie sich bis jetzt ermittelte Werte mit und ohne Korrekturmaßnahmen entwickeln könnten. Plausibilitätsprüfungen unterstützen dabei den gesamten Prozess. Dies ermöglicht eine Prognose des weiteren Verlaufs der Ist-Größen bei den gegenüber dem Plan veränderten externen und internen Gegebenheiten.

Die verwendeten Prognosemodelle sind aus Sicht der Gesellschaft grundsätzlich geeignet, um daraus zukunftsorientierte Aussagen im Lagebericht abzuleiten. Die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit des gruppeninternen Planungssystems, das zur Herleitung der Prognosen verwendet wird, ist aus Konzernsicht gegeben.

2.9 Personal

Im Berichtsjahr 2013 umfasste die Belegschaft an den europäischen Standorten und Betriebsstätten der Lila Logistik Gruppe durchschnittlich 1.107 Personen, ohne Auszubildende. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Vergrößerung der Belegschaft um 60 Personen oder 5,7 % (Vorjahr: 1.047). In Deutschland waren durchschnittlich 807 Personen tätig, was einem Anteil von 72,9 % am Personalbestand des Gesamtkonzerns entspricht (Vorjahr: 72,1 %; 755 Personen). In den übrigen europäischen Standorten und Betriebsstätten beschäftigte die Lila Logistik Gruppe 300 Personen oder 27,1 % des Personalstamms (Vorjahr: 27,9 %; 292 Personen).

Die Personalmarketingmaßnahmen der Lila Logistik Gruppe wurden im Geschäftsjahr 2013 ausgeweitet. Im stärker werdenden Wettbewerb um Talente präsentierte sich die Lila Logistik Gruppe auf Firmenkontaktmessen und Ausbildungsmessen. Zusätzlich zu der gemeinsam mit den Unternehmen Würth und Bechtle gehaltenen Stiftungsprofessur an der Hochschule Heilbronn startete im November 2013 ein Vorlesungsprogramm, das die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die Hochschule Heilbronn sowie die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Stuttgart einschließt.

Die Lila Logistik Gruppe ist im Berichtsjahr eine Kooperation mit der DHBW Stuttgart für das Erstsemester 2014 eingegangen. Anders als der Studiengang des bisherigen DHBW-Partners mit dem Titel "BWL – Transport, Spedition, Logistik" bietet die DHBW Stuttgart ab 2014 mit dem Studiengang "BWL – Dienstleistungsmanagement – Logistikmanagement" ein Curriculum an, das der Prozess- und Kennzahlenorientierung der Lila Logistik Gruppe optimal entspricht. Als einer der Vorreiter im Kammerbereich der Industrie und Handelskammer Ludwigsburg und der Berufsschule Robert-Franck-Schule Ludwigsburg hat die Lila Logistik Gruppe im Jahr 2013 eine Ausbildung in Teilzeit angeboten, um Auszubildenden in besonderen Lebenssituationen einen Start in die Berufswelt zu ermöglichen.

Auf Grund der insgesamt gestiegenen Belegschaft lag die durchschnittliche Ausbildungsquote der Lila Logistik Gruppe mit 4,9 % leicht unter der Quote des Vorjahres von 5,2 %. Per Stichtag 31. Dezember 2013 befanden sich 59 junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis (Vorjahr: 60). Auf Grund der zeitlichen Differenz zwischen Prüfungsterminen und Ausbildungsbeginn können sich rechnerische Unterschiede bei der Berechnung einzelner Quoten ergeben. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Lila Logistik Gruppe eine Ausbildungsquote von rund 5,0 %.

Im Geschäftsjahr 2013 stand zudem die Integration der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den neuen Standorten der Lila Logistik Gruppe im Mittelpunkt der Aktivitäten der Personalabteilung.

3. Angaben gemäSS § 315 Abs. 4 HGB

Die Aktien der Müller – Die lila Logistik AG werden im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

Hinsichtlich der Angaben zu § 315 Abs. 4 Nr. 1 verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang unter Punkt 19 "Eigenkapital".

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten (§ 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB), bestehen laut Meldung an die Gesellschaft vom 8. Dezember 2010 durch Herrn Rudolf Reisdorf, Schweiz, in Höhe von 22,842 % der Stimmrechte sowie laut Meldung an die Gesellschaft vom 23. Dezember 2010 durch die Michael Müller Beteiligungs GmbH, Stuttgart, in Höhe von 58,67 % der Stimmrechte.

3.1 Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung (Angaben gemäß § 315 Abs. 4 Nr. 6 HGB)

Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig.

Der Vorstand besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung aus einer oder mehreren Personen; die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt. Der Aufsichtsrat kann gemäß § 84 AktG und § 5 Abs. 1 der Satzung einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, wird das Mitglied nach § 85 AktG in dringenden Fällen auf Antrag eines Beteiligten gerichtlich bestellt. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, gemäß § 84 Abs. 3 AktG.

Eine Änderung der Satzung bedarf nach § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 13 der Satzung dem Aufsichtsrat übertragen. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat durch Hauptversammlungsbeschluss vom 24. Juni 2010 ermächtigt worden, § 4 der Satzung entsprechend der Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2010 zu ändern.

Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der einfachen Stimmenmehrheit, soweit nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt. Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen nach § 179 Abs. 2 AktG einer Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, sofern die Satzung nicht eine andere Kapitalmehrheit bestimmt.

3.2 Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen (Angaben gemäß § 315 Abs. 4 Nr. 7 HGB)

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft in einem Umfang von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Sie darf auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte genutzt werden. Dabei dürfen auf die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß den §§ 71ff AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft entfallen.

Die Ermächtigung ist mit Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 wirksam und gilt bis zum Ablauf des 23. Juni 2015. Sie darf zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken ausgenutzt werden.

Der Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.

a) Erfolgt der Erwerb als Kauf über die Börse, so darf der von der Gesellschaft bezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Handelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im XETRA-Handel (oder einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.

b) Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot an alle Aktionäre, so dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den arithmetischen Mittelwert der Schlussauktionskurse der Aktie im XETRA-Handel (oder einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main am fünften, vierten und dritten Börsenhandelstag vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebotes um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Ergeben sich nach den für die Ermittlung des Mittelwertes maßgeblichen Börsenhandelstagen erhebliche Kursbewegungen, so kann das Angebot angepasst werden. In diesem Fall wird auf den arithmetischen Mittelwert der Schlussauktionskurse des fünften, vierten und dritten Börsenhandelstages vor dem Tag der Veröffentlichung der Anpassung abgestellt. Das Angebot kann weitere Bedingungen vorsehen. Das Volumen des Angebots kann begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots das vorgesehene Volumen überschreitet, kann das Andienungsrecht der Aktionäre insoweit ausgeschlossen werden, als die Annahme nach dem Verhältnis der jeweils angedienten Aktien erfolgt. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien der Gesellschaft je Aktionär kann vorgesehen werden.

c) Der Vorstand ist ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die auf Grund der vorstehenden Ermächtigung erworben werden, neben einer Veräußerung über die Börse oder einem Angebot an alle Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats zu allen weiteren gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere zu den nachstehenden Zwecken: (1) Sie können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere an Dritte im Rahmen eines Zusammenschlusses von Unternehmen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen oder anderen Wirtschaftsgütern; (2) Sie können als Mitarbeiteraktien Arbeitnehmern der Gesellschaft oder der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen zum Erwerb angeboten werden; (3) Sie können an Dritte gegen Barzahlung auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu einem Preis veräußert werden; (4) Sie können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Der Vorstand kann bestimmen, dass das Grundkapital bei der Einziehung herabgesetzt wird oder dass das Grundkapital unverändert bleibt und sich stattdessen durch die Einziehung der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall zur Anpassung der Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung ermächtigt.

d) Die Ermächtigungen gemäß lit. c) können ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam, umfassend oder bezogen auf Teilvolumina der erworbenen Aktien ausgenutzt werden. Der Preis, zu dem eine Aktie gemäß den Ermächtigungen gemäß lit. c) (1) und/oder (3) abgegeben wird, darf (ohne Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs einer Aktie im XETRA-Handel (oder einem an die Stelle des XE-TRA-Systems getretenen vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse Frankfurt am Main am Tag der verbindlichen Vereinbarung mit dem Dritten um nicht mehr als 5 % unterschreiten.

e) Ein Bezugsrecht der Aktionäre auf die eigenen Aktien der Gesellschaft wird insoweit ausgeschlossen, als diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen gemäß lit. c) (1), (2), (3) und (4) verwendet werden. Darüber hinaus kann der Vorstand im Fall der Veräußerung von Aktien der Gesellschaft im Rahmen eines Verkaufsangebots an alle Aktionäre der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge ausschließen.

4. Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat

Im Berichtszeitraum haben weder im Vorstand noch im Aufsichtsrat personelle Veränderungen stattgefunden.

5. Vergütungsbericht (Angaben gemäSS § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB)

Der nachfolgende Vergütungsbericht erläutert die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung. Der Vergütungsbericht berücksichtigt die Regelungen des Handelsgesetzbuches in der durch das Vorstandsvergütungsoffenlegungsgesetz (VorstOG) geänderten Fassung sowie die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), sofern die Gesellschaft den Empfehlungen entsprochen hat bzw. entspricht.

Darüber hinaus werden Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat gemacht.

5.1 Strukturen der Vorstandsvergütung

Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands der Müller – Die lila Logistik AG orientiert sich an der Größe der Gesellschaft und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens. Des Weiteren werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt. Die Vergütung des Vorstands ist leistungsorientiert und enthält Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. Sie setzt sich aus einer festen Vergütung und einem variablen Bonus zusammen. Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht grundsätzlich den Empfehlungen des DCGK; sie umfasst fixe und variable Bestandteile.

Herr Michael Müller ist als Vorstandsvorsitzender bis zum 31. Dezember 2014 bestellt. Ebenfalls bis zum 31. Dezember 2014 ist Herr Rupert Früh in den Vorstand berufen. Herr Marcus Hepp wurde als Vorstand der Gesellschaft wiederbestellt; sein Dienstvertrag läuft bis zum 31. Dezember 2017.

Die feste Vergütung in Form eines Grundgehalts wird in zwölf Monatsraten als Gehalt ausgezahlt. Weihnachts- oder Urlaubsgeld werden nicht gewährt.

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Für Pensionszusagen gegenüber den Vorstandsmitgliedern wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen.

Die Gesellschaft hat den Vorstandsmitgliedern Leistungen der betrieblichen Altersversorgung zugesagt. Der Pensionsfall tritt ein nach dem vollendeten 65. Lebensjahr des jeweiligen Vorstandsmitglieds; bei einem Vorstandsmitglied im Invaliditätsfall ggf. auch früher. Im Falle der Invalidität wird ab dem Endalter der Teil der Aktiven-Altersleistung, der den abgeleisteten Dienstjahren im Verhältnis zu den erreichbaren Dienstjahren entspricht, gezahlt. Nehmen die Vorstandsmitglieder vor Vollendung des 65. Lebensjahres die Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung in voller Höhe in Anspruch, so können sie gemäß § 6 BetrAVG die betriebliche Altersrente bereits von diesem Zeitpunkt an begehren.

Die Mitglieder des Vorstands erhalten einen Bonus, dessen Höhe sich in Abhängigkeit bestimmter quantitativer, im Dienstvertrag fixierter Unternehmensziele, die sich wesentlich am EBT des Gesamtkonzerns orientieren, ermittelt.

5.2 Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2013

Die Bezüge des Vorstands betrugen gemäß IFRS-Rechnungslegung im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.010 T€ (Vorjahr: 960 T€) und setzten sich wie folgt zusammen:

Angaben in T€ 2013 2012 2011
Fixe Vergütungsbestandteile 670 631 595
Variable Vergütungsbestand
teile
340 329 460

Vorstandsvergütung

Sowohl der geldwerte Vorteil der privaten Fahrzeugnutzung als auch Beiträge zur Altersversorgung und Unfallversicherung sind in den fixen Vergütungsbestandteilen enthalten.

Die Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 hat beschlossen, dass die gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB und §§ 315a Abs. 1 und 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB (in ihrer jeweils anwendbaren Fassung) verlangten Angaben in den Jahres- und Konzernabschlüssen der Müller – Die lila Logistik AG, die für die Geschäftsjahre 2010 bis 2014 (einschließlich) aufzustellen sind, unterbleiben.

5.3 Strukturen der Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG festgelegt. Sie ist in § 14 der Satzung des Unternehmens geregelt. Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder.

Die Vergütung enthält drei Komponenten:

  • einen fixen Bestandteil,
  • einen von der Mitgliedschaft in einem Ausschuss der Gesellschaft abhängigen Bestandteil und
  • ein von der Hauptversammlung am 24. Juni 2010 beschlossenes, von der persönlichen Teilnahme an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse abhängiges Sitzungsgeld.

5.4 Vergütungen der Mitglieder für die Aufsichtsratstätigkeit inklusive der Ausschussvergütungen sowie Sitzungsgeld

Für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Müller – Die lila Logistik AG betrug die Vergütung im abgelaufenen Geschäftsjahr 82 T€ (Vorjahr: 82 T€).

Aufsichtsratsvergütung

Angaben in T€ 2013 2013 2012 2012
A1* A2** A1* A2**
Prof. Peter Klaus D.B.A./Boston University
Vorsitzender des Aufsichtsrats
20 4 19 5
Prof. Dr. Gerd Wecker
Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats
10 9 10 9
Volker Buckmann
Mitglied des Aufsichtsrats
8 8
Per Klemm
Mitglied des Aufsichtsrats
7 7
Klaus Langer
Mitglied des Aufsichtsrats
8 9 8 8
Carlos Rodrigues
Mitglied des Aufsichtsrats
8 8
* Aufsichtsratsvergütung (inklusive Sitzungsgeld)
** Ausschussvergütung (inklusive Sitzungsgeld)

Die feste jährliche Vergütung des Vorsitzenden des Aufsichtsrats beträgt das Dreifache, die feste jährliche Vergütung des stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung der anderen Mitglieder. Ausschussvorsitzende erhalten das Dreifache der festen Vergütung von Ausschussmitgliedern.

5.5 Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für persönlich erbrachte Leistungen

Im Geschäftsjahr 2013 wurden wie im Vorjahr keine zusätzlichen Beratungsleistungen durch Mitglieder des Aufsichtsrats erbracht.

5.6 Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Nach den Vorschriften des § 15a WpHG müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Müller – Die lila Logistik AG den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft und sich darauf beziehende Finanzinstrumenten offen legen. Das gilt auch für bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen. Im Berichtsjahr 2013 sind der Müller – Die lila Logistik AG bis zum Stichtag 31. Dezember keine nach § 15a WpHG meldepflichtigen Mitteilungen über den Erwerb bzw. die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft zugegangen.

Die Mitglieder des Vorstands hielten zum 31. Dezember 2013 direkt insgesamt 84.000 Stück Aktien; dies entspricht 1,06 % des Grundkapitals der Müller – Die lila Logistik AG. Mitglieder des Aufsichtsrats hielten 65.374 Aktien bzw. 0,82 % des Grundkapitals der Gesellschaft.

Eine individualisierte Auflistung des Aktienbesitzes der Organe der Gesellschaft findet sich im Konzernanhang unter Punkt "Sonstige Erläuterungen".

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6. Risiko- und Chancenbericht

6.1 Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem (Angaben im Sinne des § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Das interne Kontrollsystem (IKS) der Lila Logistik Gruppe ist auf vielfältige Weise in die organisatorischen und technischen Abläufe der Unternehmensgruppe eingebunden. Es wurde passend zur wirtschaftlichen Größe des Konzerns und seiner Abläufe bedarfsgerecht vom Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG eingerichtet und bezüglich seiner Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit periodisch vom Risikomanagement überprüft und angepasst. Die Wirksamkeit des IKS wird vom Prüfungsausschuss der Müller – Die lila Logistik AG gemäß den Anforderungen des HGB überwacht.

Der Umfang und die Ausgestaltung an die spezifischen Anforderungen der Lila Logistik Gruppe liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. In diesem Zusammenhang ist das Konzern-Controlling verantwortlich für die unabhängige Überprüfung der Funktionsfähigkeit des IKS in der Unternehmensgruppe. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben verfügt das Konzern-Controlling über umfassende Informations- und Prüfrechte. Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es, unabhängig von der konkreten Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens seiner Ziele gibt. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es nur eine relative und keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Das rechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die Steuerung der Prozesse zur Rechnungslegung und Jahresberichtserstellung erfolgen bei der Lila Logistik Gruppe durch die Finanzbuchhaltung, das Konzern-Controlling und das Investor Relations. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert. Relevante Anforderungen werden z. B. in der im Gruppenleitfaden enthaltenen Bilanzierungsrichtlinie festgehalten und bilden zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Grundlage für den Abschlusserstellungsprozess. Darüber hinaus unterstützen ergänzende Verfahrensanweisungen, Meldeformate sowie IT-unterstützte Berichts- und Konsolidierungsprozesse den Ablauf der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung.

Im Bedarfsfall bedient sich die Lila Logistik Gruppe externer Dienstleister, z. B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen der Allianz-Lebensversicherungs-AG, bei rechtlichen Fragestellungen externer Rechtsberater oder bei wirtschafts- oder steuerrechtlichen Themen verschiedener unabhängiger Wirtschaftsprüfer und Steuerberater.

Der Bereich Konzern-Controlling stellt die konzernweite und einheitliche Umsetzung der Anforderungen des rechnungslegungsbezogenen IKS über entsprechende Prozesse sicher. Die Konzerngesellschaften sind sowohl für die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren als auch für den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich und werden durch organisatorische Anweisungen unterstützt. Im Rechnungslegungsprozess sind unter Risikoaspekten definierte, interne Kontrollen eingebettet. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollen, zu denen lT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung, das Vier-Augen-Prinzip, allgemeine lT-Kontrollen, wie z. B. Zugriffsregelungen in lT-Systemen oder ein Änderungsmanagement sowie deren Überwachung, gehören.

Die Wirksamkeitsbeurteilung des IKS der Lila Logistik Gruppe erfolgt für die unter Risikoaspekten ausgewählten Teile u. a. auf der Grundlage von Selbstbeurteilungen (Selbstevaluationen), beginnend bei den Prozessbeteiligten bis hin zu den wesentlichen Verantwortungsträgern der Lila Logistik Gruppe. Die interne Revision nimmt eine unabhängige, stichprobenhafte Prüfung der Selbstbeurteilungen vor. Dadurch können Verbesserungspotenziale der internen organisatorischen Steuerung aufgedeckt und Optimierungen des IKS vorgenommen werden.

6.2 Risikomanagement (-system) (Angaben im Sinne des § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Nach § 91 Abs. 2 AktG ist der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG verpflichtet, ein Risikofrüherkennungssystem zu führen. Vorschriften des Handelsgesetzbuchs verlangen darüber hinaus, über die zukünftige Entwicklung und die damit verbundenen Risiken im Lagebericht zu berichten. Das Risikomanagementsystem der Müller – Die lila Logistik AG ist durch gruppenweite Standards sowie durch Berichts- und Informationssysteme geprägt. In jährlichen Planungsrunden werden alle Geschäftsbereiche auf Chancen und Risiken geschäftsübergreifend untersucht, analysiert und bewertet. Unterjährig wird die Zielerreichung durch das gruppenweite Controlling- und Berichtssystem überwacht und gesteuert. Der Bereich "Risikomanagement" überwacht in der Lila Logistik Gruppe die Prozesse im Hinblick auf bestehende und mögliche Risiken.

Darüber hinaus dient ein IT-System der schnellen und einfachen Information durch die vor Ort Verantwortlichen an die Geschäftsleitung der Tochtergesellschaften und den Vorstand der Lila Logistik Gruppe. Die Identifikation und Bewertung sowohl interner als auch externer Risiken wird gemeinsam vom zentralen Risikomanagement und den Risikoverantwortlichen der betreffenden Verantwortungsbereiche durchgeführt. Die Lila Logistik Gruppe setzt konzernweit qualitative und quantitative Risikoanalysen sowie andere Risikoberechnungsverfahren ein, beispielsweise Sensitivitätsanalysen und Simulationen. Entsprechend der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkungen (wie zum Beispiel die potenzielle Verlust- oder Schadenshöhe) wird das Risiko als "gering", "mittel" oder "hoch" klassifiziert". Zur Identifikation von Risiken verwendet die Unternehmensgruppe verschiedene Techniken. So wurde beispielsweise ein Risikoatlas entwickelt, der sowohl Beispielsrisiken als auch Maßnahmen zur Risikominimierung enthält. Die Identifikation der Risiken findet auf verschiedenen Unternehmensebenen statt. Dies soll gewährleisten, dass alle wesentlichen Risiken in der gesamten Unternehmensgruppe erkannt und erfasst werden.

Die verantwortlichen Geschäftsführer der Tochtergesellschaften werden regelmäßig über alle identifizierten und relevanten Risiken ihres Verantwortungsbereiches informiert. Monatlich erhält der Vorstand einen Kurzbericht über die wesentlichen Veränderungen (Neuanlagen, Löschungen, Bewertungsänderungen etc.) im Bereich des Risikomanagements. Zusätzlich wird einmal im Quartal der Vorstand über wesentliche Einzelrisiken informiert, die mittels einer Risikoanalyse definierte Schwellenwerte überschreiten. Diese Berichterstattung erfolgt in Form einer qualitativen Beschreibung. Über wesentliche Risiken wird außerdem der Vorsitzende des Aufsichtsrats über die Vorstandssitzungsprotokolle unterrichtet. Der Prüfungsausschuss erhält regelmäßig einen Bericht über den Status des Risikomanagementsystems und seine Umsetzung in den verschiedenen Bereichen. Parallel dazu erstattet die interne Revision dem Prüfungsausschuss zeitgleich Bericht über ihre Tätigkeit.

Die Risikoverantwortlichen verwenden eine spezielle Risikomanagementsoftware, um Transparenz über alle in der Lila Logistik Gruppe vorhandenen Risiken zu schaffen und um das Risikomanagement sowie die entsprechende Berichterstattung zu erleichtern. Identifizierte Risiken werden in der Software erfasst und nachverfolgt. Das Risikomanagement-System erfasst lediglich Risiken, nicht jedoch Chancen. Die interne Berichterstattung erlaubt es, negative Entwicklungen zeitnah zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Im Kern beinhaltet das Risikomanagement also die Verantwortung des Managements, die Risiken im Unternehmen früh zu erkennen, zu analysieren und zu bewerten, um so die notwendigen Vorsorgemaßnahmen treffen zu können.

6.3 Risikobewertung

Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter für die Lila Logistik Gruppe aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen als "gering", "mittel" oder "hoch" klassifiziert. Die Skalen zur Messung dieser Indikatoren sind in den nachfolgenden Tabellen dargestellt.

Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
1 bis 5 % Sehr gering
6 bis 20 % Gering
21 bis 50 % Mittel
51 bis 90 % Hoch
91 bis 99 % Sehr hoch

Gemäß dieser Einteilung definiert die Müller – Die lila Logistik AG ein Risiko mit einer sehr geringen Eintrittswahrscheinlichkeit als eines, das nur unter außergewöhnlichen Umständen eintritt und ein Risiko mit einer sehr hohen Eintrittswahrscheinlichkeit als eines, das vorraussichtlich eintreten wird.

Definition der Auswirkungen Grad der Auswirkungen
Unerhebliche negative Auswirkungen auf die Vermö
gens-, Finanz- und Ertragslage
Niedrig
Begrenzte negative Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Moderat
Bedeutsame negative Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Wesentlich
Beträchtliche negative Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Kritisch
Schädigende oder schwerwiegende negative Auswir
kungenauf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Gravierend

Gemäß ihrer geschätzten Eintrittswarscheinlichkeit und ihren Auswirkungen auf die Vermögens-. Finanz- und Ertragslage ergeben sich folgende Klassifizierungen:

Auswirkung
Gravierend H H H H H
Kritisch M M H H H
Wesentlich M M M H H
Moderat L M M M H
Niedrig L L M M M
Sehr gering Gering Mittel Hoch Sehr hoch
Eintrittswahrscheinlichkeit

H = Hohes Risiko, M = Mittleres Risiko, L = Geringes Risiko

6.4 Wesentliche risikopolitische Grundsätze

Die Lila Logistik Gruppe ist sich darüber im Klaren, dass alle wirtschaftlichen Aktivitäten grundsätzlich mit Risiken verbunden sind. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Lila Logistik Gruppe eine restriktive, das heißt risikoaverse Strategie. Keine Handlung oder Entscheidung darf die Existenz der Unternehmensgruppe oder einer der Tochtergesellschaften gefährden. Risiken sind soweit wie möglich abzusichern oder zu vermeiden und Restrisiken durch das Risikomanagement zu steuern.

Die Lila Logistik Gruppe ist den typischen Geschäftsrisiken ausgesetzt, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Dazu gehören insbesondere Nachfragerückgänge und die weiteren hier aufgezeigten allgemeinen und unternehmensspezifischen Risiken.

6.5 Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahresdurchschnitt 2013 insgesamt als stabil erwiesen: Um 0,4 % war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) höher als im Vorjahr. Dies ergaben Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP noch kräftiger gewachsen (2012 um 0,7 % und 2011 sogar um 3,3 %). "Offensichtlich wurde die deutsche Wirtschaft durch die anhaltende Rezession in einigen europäischen Ländern und eine gebremste weltwirtschaftliche Entwicklung belastet. Die starke Binnennachfrage konnte dies nur bedingt kompensieren", sagte Roderich Egeler, Präsident des Statistischen Bundesamtes, auf einer Pressekonferenz zum Bruttoinlandsprodukt 2013 in Berlin. Allerdings habe sich die konjunkturelle Lage nach der Schwächephase im vergangenen Winter im Laufe des Jahres 2013 verbessert (vgl. Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 15. Januar 2014 – 16/14).

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im Februar weiter gestiegen. Die aktuelle Geschäftslage ist von den Unternehmen deutlich besser bewertet worden als im Vormonat. Die Erwartungen an den weiteren Geschäftsverlauf haben einen kleinen Dämpfer erhalten, bleiben jedoch weiterhin optimistisch ausgerichtet. Die deutsche Wirtschaft behauptet sich in einer wechselhaften Großwetterlage (vgl. Presseinformation für das ifo Geschäftsklima Deutschland und ifo Konjunkturtests im Februar 2014).

Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen haben maßgebliche Auswirkungen auf Risiken für die Unternehmensgruppe. Ein starkes unerwartetes Wirtschaftswachstum mit einem einhergehenden deutlichen Nachfrageschub nach Logistikdienstleistungen und Transportkapazitäten kann zu einer Verknappung auf der Beschaffungsseite führen. Andererseits könnte eine Konjunktureintrübung die Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern und letztlich nach Transport- und Logistikleistungen deutlich schwächen. Damit bestehen unmittelbar und mittelbar ökonomisch bedingte Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe.

Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verändern, müssen beispielsweise Kapazitätsanpassungen vorgenommen werden. Es besteht das Risiko, dass diese Anpassungen nur zeitverzögert möglich sind. Umsatzrückgänge und Kostensteigerungen hätten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge.

Die Lila Logistik Gruppe schätzt die gesamtwirtschaftlichen Risiken als mittlere Risiken ein.

6.6 Branchenrisiken und Risiken transportnaher Dienstleistungen

Die Logistikbranche ist im großen Maße abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Negative wirtschaftliche Entwicklungen könnten somit zu einer Reduzierung der Nachfrage nach Logistikdienstleistungen führen.

Der Logistik-Indikator der Bundesvereinigung Logistik (BVL) im Monat Dezember 2013 bestätigt die bisherigen Erwartungen: "Der Wirtschaftsbereich Logistik wird das Jahr 2013 mit einer guten Performance abschließen und mit Elan ins Jahr 2014 starten. Rund 95 % der Logistikdienstleister und 85 % der Supply Chain Manager in Industrie und Handel erwarten für das erste Quartal 2014 eine unverändert gute oder sogar noch verbesserte Geschäftsentwicklung. Für das abgelaufene Jahr ist ein Umsatz in Höhe von etwa 230 Mrd. € in Deutschland realistisch. Rund 2,85 Mio. Menschen sind aktuell je zur Hälfte bei Logistikdienstleistern sowie in den Logistiksparten von Industrie und Handel beschäftigt. Damit hat die Logistik 2013 einen stabilen "Sidestep" auf dem Rekordniveau des Vorjahres realisiert. Für 2014 kann von einer weiteren Zunahme der Umsätze zwischen 1 und 3 % ausgegangen werden. Der Indikator liegt durchgängig auf Niveaus, die zuletzt vor zwei Jahren erreicht wurden. In der Ein-Jahres-Perspektive melden die Dienstleister bei guter Kapazitätsauslastung einen deutlich steigenden Auftragseingang. Sie erwarten einen Ausbau der Kapazitäten und weiteren Personalaufbau. Die Logistiker in Industrie und Handel sind in der Beurteilung von Lage und Erwartung etwas zurückhaltender. Einen deutlichen Schub erwarten sie jedoch bei der Nachfrage im Inland, hingegen eher gedämpfte Impulse beim grenzüberschreitenden Bedarf" (vgl. Kommentar von Herrn Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner, Vorsitzender des Vorstands der BVL auf der Homepage der BVL).

Für einen Teil der Transportdienstleistungen setzt die Lila Logistik Gruppe Subunternehmer ein, um die vereinbarten Leistungen zu erbringen. Der Einkauf erfolgt zum Teil zu längerfristig festgelegten Preisen oder zum Teil durch Einzelbeauftragungen (Spotmarkt). Eine Nichtverfügbarkeit ausreichender Transportkapazitäten bzw. unerwartete Kapazitätsengpässe können zu Preissteigerungen im Beschaffungsbereich führen. Eine geografische Streuung der Aufträge macht die Lila Logistik Gruppe unabhängiger von regionalen Lieferengpässen und hilft, bei lokalen Lieferschwierigkeiten, Alternativen zu finden.

Im Zusammenhang mit dem Erbringen von Transportdienstleistungen und der Bewirtschaftung von Logistikimmobilien besteht das Risiko steigender Rohölpreise, die die Treibstoff- und Heizölpreise unmittelbar beeinflussen. Insbesondere ein steigender Dieselpreis kann zu einer anhaltenden Verteuerung im Transportbereich führen. Dies könnte auch zu einer Verteuerung der eigenen Transportdienstleistungen führen, wobei das Risiko besteht, dass diese Verteuerung nicht in vollem Umfang und zeitgerecht an die Kunden weitergegeben werden kann. Somit würden diese Kosten im Unternehmen verbleiben. Weitere branchenspezifische Risiken ergeben sich aus der Einführung oder Erhöhung von transportbezogenen Abgaben und Steuern sowie aus einer Verknappung der Kapazitäten im Transportbereich, die erhebliche Kostenbelastungen nach sich ziehen können. Diese Kostensteigungen hätten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe zur Folge.

Die Lila Logistik Gruppe bewertet die Branchenrisiken und Risiken transportnaher Dienstleistungen als hohe Risiken.

6.7 Risiken eingesetzter Dienstleister

Fehler einzelner beauftragter Dienstleister, beispielsweise auf dem Gebiet der eingesetzten Unternehmer im Route-Bereich, im Bereich der Leasinggesellschaften, der Zeitarbeit oder auf dem Gebiet der IT-Infrastruktur, können die Prozess- und Arbeitsabläufe und die Fähigkeit, Kundenzusagen zu erfüllen, negativ beeinflussen oder zusätzliche operative Kosten verursachen. Jegliche operative Störungen oder Qualitätsprobleme können die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich negativ beeinflussen. Zur Risikobegrenzung werden Subunternehmer, Leasinggesellschaften, Zeitarbeitsfirmen und IT-Dienstleister sorgfältig ausgewählt und eingearbeitet. Außerdem bestehen zu einem Großteil der eingesetzten Dienstleister langjährige Geschäftsbeziehungen, die ein möglichst hohes Qualitätsniveau garantieren.

Diese Risiken eingesetzter Dienstleister schätzt die Lila Logistik Gruppe als mittlere Risiken ein.

6.8 Kundenspezifische Risiken

Eine verschlechterte Bonität von Kunden birgt entsprechende Forderungsausfallrisiken. Des Weiteren sind steigende Forderungslaufzeiten, -überfälligkeiten bzw. -ausfälle und möglicherweise unerwartet auftretende Insolvenzen möglich. Ausfallrisiken begegnet die Lila Logistik Gruppe zum einen mit einem Inkasso- und Forderungsmanagement und zum Teil mit Factoring, jedoch kann dieses nicht gänzlich ausschließen, dass bei einer Insolvenz von Großkunden Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der gesamten Lila Logistik Gruppe bestehen. Strukturelle Veränderungen des Produktionsverbundes von Großkunden können ebenfalls Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage der gesamten Lila Logistik Gruppe haben.

Kundenseitige Rationalisierungsprogramme und Restrukturierungsmaßnahmen führen in vielen Fällen gegenüber den Logistikdienstleistern zu einem verschärften Kostendruck und damit verbunden zu Forderungen nach Preisreduktionen der Dienstleister. Die Folgen können auch eine Überprüfung bestehender Logistikverträge und eine steigende Zahl an Neuausschreibungen sein. Zudem werden Vertragslaufzeiten kürzer und in der Vertragsgestaltung werden Risiken, beispielsweise Haftungs- oder Investitionsrisiken, auf die Dienstleister übertragen. Für die Lila Logistik Gruppe besteht das Risiko, dass durch eine steigende Kostensensibilität der Kunden die Ertragssituation negativ beeinflusst wird. Auf wesentliche Kostensteigerungen und mögliche Umsatzausfälle wird mit Kapazitätsanpassungen reagiert.

Weitreichende Verbindungen mit den Abläufen der Kunden stellen eine vergleichsweise hohe Sicherheit im Hinblick auf bestehende Geschäfte und zukünftige Aufträge dar. Die sich hieraus ergebenden Abhängigkeiten bestehen sowohl vom Kunden zum Logistikdienstleister als auch in umgekehrter Richtung. Im Geschäftsjahr 2013 wurden wichtige mittel- und langfristige Vertragsverlängerungen im Bereich Lila Operating mit Großkunden erzielt. Dies sichert dauerhaft wichtige Standorte, die Arbeitsplätze der Mitarbeiter und letztlich den wirtschaftlichen Erfolg der Lila Logistik Gruppe. Der Auf- und Ausbau von Kundenbeziehungen stellt weiterhin eines der vorrangigen Ziele der Lila Logistik Gruppe dar.

Ein wesentlicher Kunde der Lila Logistik Gruppe hatte im Frühjahr 2013 angekündigt, eine Produktionsverlagerung zum Jahresende 2014 vorzunehmen. Daraufhin folgten präzisierende Meldungen über Art und Umfang der Produktionsverlagerung in den Medien. Ein Standort der Lila Logistik Gruppe wird von der angekündigten Werksschließung direkt und indirekt betroffen sein. Entsprechende Maßnahmen und Standortsicherungskonzepte wurden daraufhin in die Wege geleitet. Bereits im Geschäftsjahr 2012 wurde im Rahmen der Durchführung des Impairment Test eine Wertminderung auf den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert der betroffenen Tochtergesellschaft durchgeführt. Weitere Wertminderungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert erscheinen zum Zeitpunkt der Berichtserstellung nicht wahrscheinlich.

Die Lila Logistik Gruppe schätzt die kundenspezifischen Risiken als hohe Risiken ein.

6.9 Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Lila Logistik Gruppe unterliegt mit ihren finanziellen Aktivitäten den folgenden Risiken, deren Steuerung und Überwachung durch ein schriftlich fixiertes und systematisches Risikomanagementsystem erfolgt:

  • 1) Kreditrisiken
  • 2) Liquiditätsrisiken
  • 3) Marktrisiken

Auf die einzelnen Risiken sowie deren Management wird nachfolgend eingegangen.

Versicherungsvermerke Sonstige Informationen Konzernanhang

Konzernabschluss

Konzernlagebericht An unsere Aktionäre

1) Kreditrisiken

Kreditrisiken bezeichnen jenen finanziellen Verlust, der entsteht, wenn Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Um Kreditrisiken aus dem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten zu begegnen, werden im Finanzierungsbereich nur Geschäftsbeziehungen zu führenden Banken unterhalten. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten werden ebenfalls nur mit angesehenen Finanzinstituten abgeschlossen. Diese dienen im Wesentlichen der Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken.

Den Ausfallrisiken bei den Forderungen wird durch entsprechende Prüfung der Bonität (im Wesentlichen anhand externer Datenbanken) der Gegenparteien und durch laufende Überwachung der Außenstände begegnet. Zur Optimierung des Forderungsmanagements sowie der Reduzierung von Ausfallrisiken wurde ab Dezember 2008 mit der Durchführung von Factoring begonnen. Den Ausfallrisiken wird dabei durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz ausgewiesenen Vermögenswerte wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor.

2) Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiken sind die Risiken zu verstehen, dass ein Unternehmen Schwierigkeiten bei der Erfüllung seiner aus den finanziellen Verbindlichkeiten ergebenden Verpflichtungen hat.

Zu den zentralen Aufgaben der Müller – Die lila Logistik AG zählt die Sicherung der finanziellen Versorgung der Lila Logistik Gruppe. In diesem Zusammenhang sorgt die Muttergesellschaft auch für eine Optimierung der Konzernfinanzierung. Für eine ausreichende Liquiditätsversorgung der Konzerngesellschaften sorgen entsprechende interne Darlehen und Betriebsmittellinien. Zur Optimierung der Rentabilität dient auch ein mit einer Hausbank vereinbartes Zinspooling. Weiterhin dient auch das Factoring als Basis der Working Capital-Finanzierung zur Verbesserung und Sicherung der Liquidität.

3) Marktrisiken

Marktrisiken sind die Risiken, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments auf Grund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen die drei folgenden Risikotypen: a) Wechselkursrisiken, b) Zinsrisiken und c) sonstige Preisrisiken.

a) Wechselkursrisiken

Unter Wechselkursrisiken sind Risiken zu verstehen, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments auf Grund von Wechselkursänderungen schwanken.

Bedingt durch die bestehenden polnischen Tochtergesellschaften außerhalb des Euro-Währungsraumes, werden durch die Lila Logistik Gruppe Fremdwährungstransaktionen getätigt. Wechselkursschwankungen ohne entsprechende Sicherungsmaßnahmen haben somit einen signifikanten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe. Dividendenzahlungen und/oder Kapitalrückzahlungen der polnischen Tochterunternehmen werden überwiegend in polnischen Zloty an die Müller – Die lila Logistik AG geleistet. Diese werden zum Teil auf Liquiditätskonten oder Termingeldkonten angelegt. Bei Bedarf kommen flankierende Maßnahmen wie beispielsweise Devisentermingeschäfte oder die konzerninterne Steuerung der Valuta in der Müller – Die lila Logistik AG zum Einsatz.

b) Zinsrisiken

Zinsrisiken mit negativen Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage entstehen im Wesentlichen durch marktbedingte Änderungen der Zinssätze und durch Veränderungen der Bonitätsbeurteilung im Fall der Kreditinanspruchnahme.

Diesen Zinsänderungsrisiken wird teilweise durch entsprechende Festsatzvereinbarungen begegnet. Darüber hinaus werden zur Risikobegrenzung derivative Finanzinstrumente wie Zinsswaps eingesetzt. Auf Grund der Bilanzstruktur bestehen Zinsänderungsrisiken nur im Bereich der Finanzverbindlichkeiten. Durch laufzeit- und betragskongruente Absicherungen werden bei mittel- und langfristigen Finanzierungen variable Verzinsungen zum Teil in Festzinsvereinbarungen durch Zinsswaps getauscht. Bei Immobilienfinanzierungen werden langfristig feste Zinssätze vereinbart.

Für die langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von insgesamt 11.574 T€ (Vorjahr: 2.400 T€) bestehen keine Zinsanpassungstermine im kommenden Geschäftsjahr. Daher sind die hieraus resultierenden Zinsaufwendungen keinem kurzfristigen Zinsänderungsrisiko unterworfen (Vorjahr: ebenfalls 0 T€). Für die langfristigen Finanzverbindlichkeiten bestehen feste Zinsvereinbarungen bis zur jeweiligen Fälligkeit. Zur kurzfristigen Finanzierung geht die Lila Logistik Gruppe Kreditvereinbarungen mit teilweise variablen Zinssätzen ein. Dabei sollen Chancen zur Reduzierung der Finanzierungskosten im Falle sinkender Fremdkapitalzinsen genutzt werden. Die Lila Logistik Gruppe unterliegt somit zinsbedingten Cashflow Risiken. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 1.548 T€ (Vorjahr: 300 T€).

Im Rahmen des Risikomanagements finden in regelmäßigen Zeitabständen Beratungen über die aktuelle Zinssituation und über die mögliche, künftige Zinsentwicklung sowie über den Einsatz derivativer Finanzinstrumente statt. Es kommen vorwiegend Zinsswapgeschäfte zum Einsatz. Im Geschäftsjahr 2006 wurde ein Zinsswap im Zusammenhang mit einem variabel verzinslichen Darlehen abgeschlossen. Der Zinsswap wurde ursprünglich fristenkongruent zu dem variabel verzinslichen Darlehen mit einer Laufzeit bis 31. März 2017 abgeschlossen. Das zu Grunde liegende Darlehen wurde durch Regel- und Sondertilgungen Ende September 2012 vollständig zurückgeführt. Der Zinsswap wurde ebenfalls im September 2012 mit einem Ablösungsbetrag von minus 239 T€ zurückgeführt. Die Lila Logistik Gruppe ist am 1. August 2012 (Valuta 1. Oktober 2012) ein Zinsderivat mit der BW-Bank mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2015 eingegangen. Der Bezugsbetrag der variablen Beträge beträgt 2.000 T€. Die Bewertung am Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 auf der Basis von Marktdaten und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle ergab einen negativen Barwert in Höhe von minus 13 T€ (Vorjahr: minus 23 T€).

c) Sonstige Preisrisiken

Sonstige Preisrisiken werden definiert als Risiken, dass beizulegende Zeitwerte oder künftige Cashflow von Finanzinstrumenten auf Grund von Änderungen der Marktpreise schwanken (bei denen es sich nicht um jene handelt, die sich aus dem Zinsrisiko oder dem Wechselkursrisiko ergeben), und zwar unabhängig davon, ob diese Änderungen durch Faktoren verursacht werden, die für jedes einzelne Finanzinstrument oder seinen Emittenten spezifisch sind, oder durch Faktoren, die alle ähnlichen auf dem Markt gehandelten Finanzinstrumente betreffen. Zum 31. Dezember 2013 hatte die Lila Logistik Gruppe wie im Vorjahr keine wesentlichen Finanzinstrumente im Bestand, die einem Marktpreisrisiko (z. B. Börsenkurse oder Indizes) unterliegen.

Die Lila Logistik Gruppe bewertet die finanzwirtschaftlichen Risiken als mittlere Risiken.

6.10 Risiken aus der SEPA-Umstellung

Am 31. März 2012 ist die Verordnung (EU) Nr. 260/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. März 2012 zur Festlegung der technischen Vorschriften und der Geschäftsanforderungen für Überweisungen und Lastschriften in Euro und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 924/2009 (sogenannte SEPA-Verordnung; ABI. EU vom 30. März 2012, Nr. L 94, S. 22) in Kraft getreten. Das Europäische Parlament hat die Frist für die SEPA-Umstellung im Februar 2014 bis zum 1. August 2014 verlängert.

Mit Blick auf die Berichterstattung in der Presse, wonach insbesondere bei mittelständischen Unternehmen bezüglich SEPA noch große Informationsdefizite bestehen und demzufolge einige Unternehmen noch nicht mit den 41

erforderlichen Maßnahmen zum Erhalt einer Gläubiger-Identifikationsnummer und zur Anpassung ihrer Zahlungsverkehrssysteme an die SEPA-Anforderungen begonnen haben, sieht z. B. das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) Risiken für die Unternehmen gegeben.

Die Lila Logistik Gruppe hat bereits frühzeitig notwendige Maßnahmen zur fristgerechten Herbeiführung der SEPA-Fähigkeit ergriffen, um die Funktionsfähigkeit der Zahlungsverkehrssysteme und der damit in Zusammenhang stehenden Prozesse der SEPA-Umstellung zu gewährleisten. Die Umsetzung der SEPA-Umstellung in den deutschen Gesellschaften der Lila Logistik Gruppe erfolgte plangemäß im vierten Quartal 2013. So wird im Personal- und Finanzbuchhaltungsbereich bereits seit November 2013 mit SEPA-Daten überwiesen. Weitere bisher nicht vorgesehene Vorbereitungsmaßnahmen für den SEPA-Zahlungsverkehr stehen aus Sicht der Unternehmensgruppe nicht aus.

Die Lila Logistik Gruppe schätzt die Risiken aus der SEPA-Umstellung als geringe Risiken ein.

6.11 Risiken durch Umweltschutz und umweltrelevante Gesetzesauflagen

Umweltmanagement und Umweltrisikomanagement sind für Unternehmen generell entscheidende Faktoren für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Die zunehmende Sensibilisierung in der Gesellschaft hat den Umgang der Unternehmen mit Umweltrisiken verändert. Jedoch führen gestiegene Anforderungen an den Umweltschutz durch den Gesetzgeber oder behördliche Auflagen zu erhöhten Aufwendungen. Demgegenüber ergeben sich durch den Einsatz moderner Technik Einsparungen, beispielsweise durch den Einsatz von Energieoptimierungskonzepten in Gebäuden. Des Weiteren ermöglicht der Einsatz moderner Fahrzeugeinheiten Vergünstigungen bei gesetzlichen Abgaben. Boden- bzw. Grundstücksgutachten gehören zum angewandten Standard vor Standort- und Infrastrukturinvestitionen der Lila Logistik Gruppe, um Umweltrisiken, beispielsweise durch Bodenbelastungen, zu vermeiden. Darüber hinaus wird bei der Lila Logistik Gruppe die Gefahr des Eintritts von Umweltrisiken mit zertifizierten Umweltmanagementsystemen gemindert.

Ein gutes Umweltmanagement bietet darüber hinaus strategische Wettbewerbsvorteile, da bei zahlreichen Kundenausschreibungen umweltrelevante Gesichtspunkte abgefragt werden. Insofern betrachtet die Lila Logistik Gruppe Maßnahmen im Bereich des Umweltschutzes stets auch als Grundlage für nachhaltiges Wirtschaften.

Die Lila Logistik Gruppe schätzt die Risiken durch Umweltschutz und umweltrelevante Gesetzesauflagen als niedrige Risiken ein.

6.12 Personalrisiken

Engagierte und kompetente Fach- und Führungskräfte sind ein zentraler Erfolgsfaktor für die Lila Logistik Gruppe. Deshalb bestehen Risiken, solche Leistungsträger für offene Stellen in der Unternehmensgruppe nicht schnell bzw. adäquat besetzen zu können oder bereits vorhandenes Personal zu verlieren.

Auf Grund der demografischen Entwicklung wird das Erwerbspersonenpotenzial sinken und damit auch das Angebot an qualifizierten Fachkräften. Die Bevölkerung in Deutschland wird statistisch betrachtet immer älter; zudem gehen die Geburtenraten in erheblichem Maße zurück – schwindende Schüler- und Ausbildungszahlen und damit weniger potenzielle Nachwuchskräfte sind die Folge. Eine frühzeitige Ansprache interessierter Jugendlicher auf Messen und Hochschulveranstaltungen sowie ein attraktives unternehmensübergreifendes Ausbildungssystem an den Standorten der Lila Logistik Gruppe stellen den notwendigen Nachwuchs für die Belegschaften sicher.

Für die Erbringung der Transport- und Logistikdienstleistungen an verschiedenen Standorten des Unternehmens ist die Verfügbarkeit von Arbeitskräften von zentraler Bedeutung. Sollte es in bestimmten Bereichen zu Engpässen bei der Verfügbarkeit von Arbeitskräften kommen – beispielsweise von Berufskraftfahrern – besteht das Risiko, dass die Lila Logistik Gruppe ihre Dienstleistungen auf Grund erhöhter Personal- bzw. Transportkosten nicht vereinbarungsgemäß oder nur auf unwirtschaftliche Weise erbringen kann. Dies könnte sich negativ auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Lila Logistik Gruppe auswirken.

Der wirtschaftliche Erfolg der Lila Logistik Gruppe beruht zu einem wesentlichen Teil auf den Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeiter. Aus diesem Grund werden die Mitarbeiter permanent geschult, um zu gewährleisten, dass die Qualität der Leistungen den Anforderungen der Kunden entspricht.

In bestimmten Teilbereichen werden insbesondere auf Grund wirtschaftlicher und rechtlicher Gegebenheiten externe Dienstleister eingesetzt. Damit können Phasen mit erhöhtem Leistungsaufkommen aufgefangen werden. Zunehmend werden Mitarbeiter aller Leistungsebenen in risikorelevanten Bereichen sensibilisiert, um so wirtschaftlichen Schaden durch beispielswiese Beschädigungen, Arbeitsunfälle oder ggf. Missachtung sicherheitsrelevanter Vorschriften von der Lila Logistik Gruppe abzuwenden. Trotz ausreichender Sensibilisierungen und Schulungen können Risiken aus Beschädigungen oder Unfällen nicht ausgeschlossen werden.

Personalentwicklung bedeutet für die Lila Logistik Gruppe mehr als nur regelmäßige Schulung der Mitarbeiter, da die Möglichkeit besteht, dass Mitarbeiter, bei unzureichender persönlicher Entwicklung, in ihrer neuen Position oder bei ihrer neuen Aufgabe überfordert werden, trotz ausreichender fachlicher Qualifizierung. Die organisatorischen Voraussetzungen für eine positive fachliche und persönliche Personalentwicklung bei der Lila Logistik Gruppe wurden in den vergangenen Geschäftsjahren kontinuierlich weiterentwickelt. Eine zielgruppenorientierte Personalförderung im Bereich der Führungskräfte stärkt darüber hinaus die Identifikation mit dem Unternehmen.

Die Lila Logistik Gruppe schätzt die Personalrisiken als hohe Risiken ein.

6.13 Risiken aus dem Management von Projektanläufen

Projektanläufe beinhalten grundsätzlich finanzielle und operative Risiken. Zu den finanziellen Risiken zählen insbesondere Finanzierungs- und Kalkulationsrisiken. Risiken können sich darüber hinaus bereits im Vorfeld eines Projektes auch aus der Gestaltung der Kundenverträge ergeben. Dies kann beispielsweise gegeben sein, wenn die Amortisationsperiode von Investitionen länger ist als die anfängliche Vertragslaufzeit.

Die operativen Risiken beinhalten Abwicklungs-, Kapazitäts- und Haftungsrisiken. Insbesondere durch zahlreiche Neuprojekte und neue Standorte der Lila Logistik Gruppe können operative und finanzielle Risiken hieraus im Geschäftsjahr 2014 verstärkt auftreten. Durch interdisziplinäres Projektmanagement und intensives Projektcontrolling werden diese Risiken abgeschätzt. Auf Basis dieser Abschätzung ergeben sich Maßnahmen zur Reduktion dieser Risiken.

Die Lila Logistik Gruppe bewertet die Risiken aus dem Management von Projektanläufen als hohe Risiken.

6.14 IT-Risiken

Die Vernetzung aller unterschiedlicher Prozessbeteiligten in den logistischen Abwicklungen bei der Lila Logistik Gruppe erfordert funktions- und anpassungsfähige IT-Systeme. Die Unternehmensgruppe schützt diese IT-Systeme beispielsweise durch Firewalls, Virenscans, technische Frühwarnsysteme (z. B. bei der Entwicklung von Datenmengen) und Dopplung von Systemen und Rechenzentren. Außerdem setzt die Lila Logistik Gruppe organisatorische und technische Notfallmaßnahmen ein, um mögliche Schäden zu mindern. Im Bereich der IT wurden umfangreiche Sicherheitsrichtlinien (Security Policies) eingeführt und Sicherheitskonzepte erstellt.

Die Gesellschaften der Lila Logistik Gruppe führen darüber hinaus regelmäßig umfangreiche Maßnahmen durch, um die eingesetzten IT-Systeme und die komplette IT-Infrastruktur an die sich ändernden Kundenbedürfnisse und neue organisatorische Anforderungen anzupassen. Alle Dokumente und Informationen, die in den einzelnen Bereichen eingesetzt werden, gelten als sicherheitsrelevant und vertraulich. Nur die mit der Abwicklung betrauten Personen dürfen die notwendigen Informationen über Berechtigungskonzepte nutzen und untereinander austauschen. Informationen müssen sicher aufbewahrt werden. Für den Datenaustausch mit Dritten bestehen klar definierte Vorgehensweisen.

Des Weiteren erfolgen tägliche Sicherungen von relevanten Daten, Zugriffskontrollen sowie Verschlüsselungen bei der Versendung von vertraulichen Daten an Dritte.

Auch die Sicherheit besonders schützenswerter und sensibler Bereiche (z. B. der zentralen IT-Abteilung) ist durch separate Zugangskontrollen gewährleistet. Darüber hinaus sind IT-Serverräume brand- und wassergeschützt sowie klimaoptimiert gebaut. Darüber hinaus sind versicherbare Schäden durch ein konzernübergreifendes Versicherungskonzept abgedeckt.

Die Lila Logistik Gruppe schätzt die IT-Risiken als mittlere Risiken ein.

6.15 Risiken der Internationalisierung

Wirtschaftliche und rechtliche Besonderheiten des ausländischen Marktumfeldes können mit erheblichen Aufwendungen verbunden sein. Im Ausland kann zudem ein erhöhtes Risiko von Zahlungsverzögerungen oder Forderungsausfällen eintreten. Konzerngesellschaften der Lila Logistik Gruppe betreiben auch Geschäfte außerhalb der europäischen Währungszone, in Polen. Ein Teil der dort ausgestellten Rechnungen wird nicht in Euro gestellt beziehungsweise beglichen. Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen Währungen der Länder außerhalb der europäischen Währungszone können das Konzernergebnis der Lila Logistik Gruppe beeinflussen. Die Wechselkurse zwischen dem Euro und dem Zloty werden zeitnah vom zentralen Finanzbereich betrachtet; Aufsichtsrat und Audit Committee werden regelmäßig über die Auswirkungen der Währungsdifferenzen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage informiert.

Die Lila Logistik Gruppe schätzt die Risiken der Internationalisierung als mittlere Risiken ein.

6.16 Risiken durch Eintritte in bestehende Arbeitsverhältnisse

Der Erwerber eines Betriebs oder Betriebsteils tritt nach deutschem Recht kraft Gesetzes in die Rechte und Pflichten aus den zum Zeitpunkt des Übergangs des Betriebs oder Betriebsteils bestehenden Arbeitsverhältnissen ein. Im Rahmen des zukünftigen Erwerbs von Betrieben oder Betriebsteilen ist daher nicht ausgeschlossen, dass die Tochtergesellschaften Arbeitsverhältnisse fortführen müssen, die sie ohne den gesetzlichen Übergang nicht übernommen hätten. Auch wenn die Gesellschaft diesen wirtschaftlichen Belastungen in der Erwerbsvereinbarung mit dem Veräußerer Rechnung getragen hat, ist nicht ausgeschlossen, dass sich die gesetzlich angeordnete Fortführung der Arbeitsverhältnisse beim Erwerb eines Betriebs oder Betriebsteils negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften auswirkt.

Diese Risiken durch Eintritte in bestehende Arbeitsverhältnisse schätzt die Unternehmensgruppe als hohe Risiken ein.

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6.17 Schadens- und Inventurrisiken

Im täglichen Geschäftsbetrieb mit Dienstleistungen, Waren und Personen bestehen mögliche Schadens- oder Inventurrisiken. Haftungs- und Inventurrisiken werden im gewissen Rahmen auf Dienstleister/Versicherungsunternehmen übertragen. Zudem versucht die Lila Logistik Gruppe Schadensbegrenzungen in den Verträgen zu vereinbaren. Zu den weiteren Schadensrisiken zählen Feuer und andere Ereignisse, die durch Naturgewalten, Unfälle oder Terror ausgelöst werden, sowie Diebstahl oder Beschädigung von Vermögenswerten. Neben entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen sowie Notfallplänen, sind diese Risiken durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt.

Die Lila Logistik Gruppe bewertet die Schadens- und Inventurrisiken als hohe Risiken.

6.18 Gesamtrisikosituation

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation hat sich 2013 gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Zu den Risiken der Lila Logistik Gruppe gehören zum einen die nicht von der Gesellschaft unmittelbar beeinflussbaren Faktoren, wie die allgemeine Entwicklung der nationalen und internationalen Wirtschaftslage, die regelmäßig beobachtet wird. Zum anderen gehören dazu von der Lila Logistik Gruppe unmittelbar beeinflussbare, zumeist operative Risiken, die frühzeitig bewertet werden und gegen die, falls notwendig, Maßnahmen eingeleitet werden.

Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung sind keine Risiken erkennbar, die zu einer dauerhaften und wesentlich negativen Beeinträchtigung der künftigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gesamtkonzerns führen können. Organisatorisch hat die Lila Logistik Gruppe alle Voraussetzungen geschaffen, um frühzeitig über mögliche Risikosituationen informiert zu sein und um entsprechende Steuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. Aus heutiger Sicht ist der Bestand der Müller – Die lila Logistik AG sowie der gesamten Lila Logistik Gruppe nicht gefährdet.

6.19 Chancen

Im Fokus der Marktchancen der Lila Logistik Gruppe steht die Erschließung von neuen Absatzpotenzialen durch Neukundengewinnung und den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen der Tochtergesellschaften. Dabei sieht die Unternehmensgruppe national wie international Möglichkeiten des Wachstums. Insbesondere die bestehenden Standorte tragen dazu bei, dass die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage positiv beeinflusst wird. Die Erschließung neuer Marktchancen erfolgt im Kern durch die Steuerung und Weiterentwicklung der Kernbranchen sowie des Angebots von Produkten und Dienstleistungen an das gesamtwirtschaftliche Umfeld. Potenzielle Chancen ergeben sich aus dem anhaltenden Bedarf an Optimierungen im Bereich logistischer Abläufe von Unternehmen. Die Stärken der Müller – Die lila Logistik AG und deren Tochtergesellschaften bestehen im Geschäftsmodell aus der Verbindung von Beratung und Umsetzung logistischer Prozesse aus einer Hand. Ein solches Angebot umfasst die konventionellen logistischen Kernaufgaben wie auch branchen- bzw. kundenbezogene Zusatzaufgaben, welche die Lila Logistik Gruppe ermöglicht.

Weiterhin werden im Sinne eines Lean Management zunehmend Sekundärfunktionen, wie die Logistik, aus Unternehmen der verschiedenen Branchen ausgelagert (Outsourcing). Die hohen Anforderungen des Marktes implizieren einen umfassenden Logistik-Service, den die Lila Logistik Gruppe durch ihre Geschäftsbereiche Lila Consult und Lila Operating anbietet.

Die in den Geschäftsbereichen getätigten Investitionen folgen dem Ziel, die gute Ertragslage im nationalen und internationalen Wettbewerb zu sichern und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dabei machen Investitionen in die Standort- und Infrastruktur der Lila Logistik Gruppe im Budget einen wesentlichen Anteil aus.

Im Bereich der Personalentwicklung steht den Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik AG im Geschäftsjahr 2014 ein dezentrales Budget für Weiterbildungsmaßnahmen auf einem vergleichbaren Niveau der Vorjahre zur Verfügung. Ein wesentlicher Vorteil der Personalentwicklung besteht darin, sich unabhängiger vom Arbeitsmarkt zu machen und unternehmenseigene Potenziale zu heben. In Zeiten des demographischen Wandels ist dies ein nicht zu unterschätzender Faktor. Dazu kommt der Nebeneffekt, dass Fortbildungen für Mitarbeiter meist attraktiv sind, eine Wertschätzung darstellen und die Identifikation mit dem Unternehmen fördern.

Die kurz- und mittelfristige Liquiditätsversorgung der Unternehmensgruppe ist auf Grund der ausgewiesenen Guthaben, der erweiterten sowie der nach wie vor nicht ausgenutzten Kontokorrent- und Avalrahmenlinien in ausreichender Höhe sichergestellt. Die Basis der langfristigen Konzernfinanzierung liegt in den abgeschlossenen Kreditverträgen.

Für weitere mögliche Finanzierungsvorhaben geht das Management von der Annahme aus, dass sich die Lage an den internationalen Finanz- und Kapitalmärkten im Verlauf des Jahres 2014 nicht verschlechtern wird und die konjunkturelle Lage weiterhin stabil bleibt bzw. sich sogar verbessern dürfte, so dass die Lila Logistik Gruppe Marktchancen für die Zukunft erschließen kann.

7. Nachtragsbericht (Angaben gemäSS § 315 Abs. 2 Nr. 1 HGB)

Im Januar 2014 haben die Gesellschafter der FMS Logistic GmbH, an der die Müller – Die lila Logistik AG und die Hans Fischer Transport GmbH je zu 50 % beteiligt sind, beschlossen, dass das Stammkapital der Gesellschaft auf insgesamt 31 T€ bei gleichbleibender Beteiligungsquote erhöht wird. Zudem wurde beschlossen, die Firma der Gesellschaft in FM Logistics GmbH zu ändern und den Sitz der Gesellschaft nach Weilheim an der Teck zu verlegen. Ebenfalls im Januar wurde die Einlage der Kommanditistin Müller – Die lila Logistik AG bei der Müller – Die lila Logistik Süd GmbH & Co. KG von 50 T€ auf 1.000 T€ erhöht.

In der Aufsichtsratssitzung im März 2014 ist vorgesehen, den Vorsitzenden des Vorstands, Herrn Michael Müller, und den Finanzvorstand, Herrn Rupert Früh, ab dem 1. Januar 2015 um weitere fünf Jahre zu bestellen.

Darüber hinaus haben keine wesentlichen Ereignisse nach dem Abschlussstichtag und bis zur Erstellung dieses Berichts stattgefunden.

8. Abhängigkeitsbericht (Angaben gemäSS § 312 AktG)

Der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG war zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. In diesem Bericht wurden die Beziehungen zu der Michael Müller Beteiligungs GmbH dargestellt. Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 AktG, dass bei der Müller – Die lila Logistik AG in Beziehung zu dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013 keine berichtspflichtigen Vorgänge i. S. v. Rechtsgeschäften oder Maßnahmen vorgelegen haben.

9. Prognosebericht

9.1 Konjunkturausblick

Die Aussichten für die Weltwirtschaft haben sich laut Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW) zum Jahreswechsel 2013/14 aufgehellt. Faktoren, die die Weltkonjunktur in den vergangenen beiden Jahren spürbar belasteten, haben an Bedeutung verloren. In den Vereinigten Staaten ist die Konsolidierung im privaten Sektor weit vorangekommen, im Euroraum beginnen die ergriffenen strukturellen Anpassungsmaßnahmen Früchte zu tragen, und in wichtigen Schwellenländern hat die Konjunktur zuletzt an Fahrt gewonnen. Die Zunahme der Weltproduktion dürfte im Jahr 2014 mit voraussichtlich 3,7 % merklich höher ausfallen als 2013 (2,9 %). Für 2015 erwartet das IfW mit 4 % eine nochmals stärkere Zunahme der globalen Produktion (vgl. IfW Medieninformation vom 19. Dezember 2013). Die Weltwirtschaft expandiert in stetem Tempo. Ausschlaggebend hierfür ist ein Anstieg der inländischen und ausländischen Nachfrage in den meisten Industrieländern, der auf die akkommodierende Geldpolitik, einen geringeren Fiscal Drag, Bilanzverbesserungen der privaten Haushalte und positive Vertrauenseffekte zurückzuführen ist. In den Schwellenländern bleibt das Wachstum zwar insgesamt kräftig, doch hat die Dynamik infolge angebotsseitiger Engpässe, politischer Unsicherheiten und erneuter Volatilität an den Finanzmärkten etwas nachgelassen. Aus den aktuellen Umfrageindikatoren geht ein insgesamt solides Geschäftsklima zu Beginn des Jahres 2014 hervor. So hielt sich der globale Einkaufsmanagerindex (EMI) für die Produktion in der Gesamtindustrie im Januar weitgehend unverändert gegenüber dem Vormonat bei 53,9 Punkten; dabei wurde ein Anstieg im Dienstleistungssektor durch eine leichte Abschwächung im verarbeitenden Gewerbe ausgeglichen. Ohne das Euro-Währungsgebiet gerechnet verharrte der Index bei 54,3 Zählern und lag damit geringfügig über seinem langfristigen Durchschnitt (vgl. EZB Monatsbericht Februar 2014).

Die Entwicklung der aktuellen Daten und Umfrageergebnisse deutet für die EZB insgesamt darauf hin, dass die moderate Erholung im Euroraum im Schlussquartal 2013 anhielt. Mit Blick auf die Zukunft hat sich die bisherige Einschätzung des Wirtschaftswachstums bestätigt. Die Produktion im Euroraum dürfte sich langsam erholen. Insbesondere bei der Binnennachfrage sollte eine leichte Verbesserung eintreten, die durch den akkommodierenden geldpolitischen Kurs, die sich verbessernden Finanzierungsbedingungen sowie die Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung und den Strukturreformen begünstigt wird. Zudem werden die Realeinkommen von einem schwächeren Anstieg der Energiepreise gestützt. Die Konjunktur dürfte auch von einer allmählichen Zunahme der Nachfrage nach Exporten des Eurogebiets profitieren. Gleichwohl ist die Arbeitslosigkeit im Euroraum trotz Stabilisierung nach wie vor hoch, und die notwendigen Bilanzanpassungen im öffentlichen und im privaten Sektor werden das Tempo der wirtschaftlichen Erholung weiterhin beeinträchtigen. Die Ergebnisse des aktuellen Survey of Professional Forecasters zeigen, dass die Wachstumsaussichten wie auch die Erwartungen bezüglich der Arbeitslosenquote für 2014 und 2015 gegenüber der vorangegangenen Umfrage weitgehend unverändert geblieben sind. Die Risiken für den Wirtschaftsausblick im Eurogebiet sind nach wie vor abwärtsgerichtet. Die Entwicklung der Bedingungen an den globalen Geld- und Finanzmärkten sowie damit verbundene Unsicherheiten – insbesondere in Schwellenländern – könnten sich negativ auf die Konjunkturlage auswirken. Zu den anderen Abwärtsrisiken zählen eine schwächer als erwartet ausfallende Inlandsnachfrage und Exportzunahme, sowie eine langsame oder unzureichende Umsetzung von Strukturreformen in den Ländern des Euroraums (vgl. EZB Monatsbericht Februar 2014).

Für Polens Wirtschaft wird im Jahr 2014 ein Wachstum von ca. 1,4 % erwartet. Zahlreiche Ökonomen gehen für dieses Jahr sogar von einem deutlich höheren Wachstum aus. Dazu tragen eine wirtschaftsfreundliche Politik, die angepasste Nutzung von EU-Fördermitteln für einen konsequenten Ausbau der Infrastruktur, ein flexibles Arbeitsrecht, Deregulierung, fiskalpolitische Stabilität und das Bemühen um stärkere Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit bei (vgl. Veröffentlichung der Deutsche Botschaft Warschau, "Wirtschaftslage in Polen", vom 25. Februar 2014).

Für das Jahr 2014 geht die Bundesregierung von einer jahresdurchschnittlichen Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 1,8 % aus. Die solide konjunkturelle Grunddynamik zeigt sich in einer breit angelegten und stetigen Aufwärtsbewegung. Die Stimmungsindikatoren deuten darauf hin, dass Verbraucher und Unternehmen auf eine positive Konjunkturentwicklung vertrauen. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland liegt damit voraussichtlich abermals deutlich über dem Durchschnitt des Euroraums (vgl. Jahreswirtschaftsbericht 2014 "Soziale Marktwirtschaft heute – Impulse für Wachstum und Zusammenhalt", Bundesministerium für Wirtschaft und Energie).

9.2 Logistikbranche

Zu Jahresbeginn 2014 erreichte das SCI/Logistikbarometer den höchsten Wert seit Juni 2011. Treiber dieser Entwicklung war vor allem die hohe Erwartung für die ersten drei Monate. Fast drei Viertel der Unternehmen erwartete in diesem Zeitraum eine Verbesserung ihrer Geschäftslage. Dass auch die damalige Lage wie auch die Lage der vorvergangenen drei Monate positiver eingeschätzt wurde trägt ebenfalls zum Rekordwert des Klima-Indikators bei. Dabei befand sich das Geschäftsklima der Logistikbranche auch zum Jahreswechsel bereits auf einem guten Niveau. Offensichtlich hat die positive Stimmung der letzten Monate auch weiterhin Bestand. Ungeachtet dessen steigen die Kosten tendenziell weiter – Kostensenkungen bleiben die Ausnahme. Gleichzeitig bleiben die erhofften Preisanpassungen auf breiter Front aus. Immerhin rechnet kein Unternehmen mit rückläufigen Preisen für die kommenden drei Monate – aber Anpassungen nach oben bleiben für die Dienstleister ein wichtiges Thema.

Für 2014 planen wieder deutlich mehr Unternehmen ihre Investitionen zu steigern, während sie in 2013 eher etwas Zurückhaltung übten. In der Rückschau bewertet jedoch die Mehrheit der Unternehmen das vergangene Jahr als gut. Dennoch sehen die Logistiker den allgemeinen Preisverfall für ihre Leistungen als größtes Problem 2013 an, was den Druck weiter erhöht mit den Verladern über auskömmliche Preise zu verhandeln. Auch die allgemeine Unsicherheit der Branche wird von vielen Unternehmen weiter als großes Problem des letzten Jahres genannt (SCI/Logistikbarometer Januar 2013). Das SCI/Logistikbarometer ist ein regelmäßig ermittelter Indikator, der die brancheninterne Wirtschaftslage und -zukunft zeigt.

9.3 Ausblick

Die Beratung im Geschäftsbereich Lila Consult mit ihrer Nähe zum operativen Geschäft auf der einen Seite sowie die Umsetzung logistischer Dienstleistungen mit ihren analytischen und konzeptionellen Komponenten im Geschäftsbereich Lila Operating auf der anderen Seite, stellen unvermindert den Kern und das Geschäftsmodell der Lila Logistik Gruppe dar. Dabei wird das Hauptaugenmerk der Marktbearbeitung auf die Branchen Automotive, Electronics, Industrial, Consumer, Energy und Medical&Pharma gelegt. Der Verlauf des Geschäftsjahres 2014 bis zur Erstellung dieses Berichts entsprach den Erwartungen des Managements.

Die Gewinnung von Neugeschäft durch den Aufbau weiterer Kundenbeziehungen und durch den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen wird die Basis für die mittelfristige Entwicklung der Lila Logistik Gruppe stärken.

Vor allem im ersten Halbjahr 2014 wird das Ergebnis der Lila Logistik Gruppe belastet sein von umfangreichen Investitionen in die IT an mehreren Standorten sowie der Inbetriebnahme zweier Logistikzentren.

Unter den in Punkt 9.1 und 9.2 dieses Berichts beschriebenen Annahmen erwartet das Management für das Geschäftsjahr 2014 Umsatzerlöse in einem Korridor zwischen 110 Mio. und 114 Mio. € und ein operatives Ergebnis (EBIT) zwischen 4,6 Mio. und 5,1 Mio. €. Das entspricht der im Konzernlagebericht 2012 gemachten mittelfristigen Prognose.

Für das Geschäftsjahr 2015 sowie darüber mittelfristig hinaus erwartet der Konzern ein nachhaltiges Umsatz- und Ergebniswachstum.

Nach Einschätzung der Geschäftsleitung können aktuell keine besonderen Umstände erkannt werden, dass in Bezug auf die zukünftige Entwicklung in 2014 auf Grund gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen außergewöhnlich hohe Unsicherheit besteht.

Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Prognosen abweichen können.

Besigheim, 18. März 2014

Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender des Vorstands Vorstand Finanzen Vorstand Produktion

49

  • Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzernbilanz
  • Konzern-Kapitalflussrechnung
  • Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Konzern-gewinn-und-verlust-rechnung

Angepasst 1) Angepasst 1)
Angaben in € Anhang 2013 2012 2011
1. Umsatzerlöse 7 99.834.585 94.005.132 94.143.800
2. Bestandsveränderung an
unfertigen Leistungen -5.000 5.000 -43.540
3. Sonstige betriebliche Erträge 8 1.797.623 1.991.834 1.567.923
4. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs
stoffe und für bezogene Waren
-30.083.324 -29.606.071 -29.607.370
5. Personalaufwand 9 -37.726.814 -34.454.731 -33.017.481
6. Abschreibungen und Wertminderungen von
immateriellen Vermögensgegenständen des
Anlagevermögens und Sachanlagen 11 -2.170.470 -1.557.617 -1.657.614
7. Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten 11 0 -483.640 0
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 10 -27.245.599 -25.049.103 -26.140.795
9. Betriebsergebnis 4.401.001 4.850.804 5.244.923
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6 63.895 106.168 232.448
11. Finanzierungsaufwendungen 6 -515.018 -310.797 -1.056.397
12. Beteiligungsergebnis 912 1.170 1.170
13. Veränderung aus der den anderen Gesellschaf
tern zuzurechnenden Nettovermögenswerten 6 8.325 -148.232 -294.932
14. Konzernergebnis vor Steuern 3.959.115 4.499.113 4.127.212
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 12 -599.032 -1.232.400 -1.143.378
16. Konzernjahresüberschuss 3.360.083 3.266.713 2.983.834
Davon entfallen auf:
andere Gesellschafter des Mutterunternehmens 3.360.083 3.266.713 2.983.834
andere Gesellschafter 0 0 0
Ergebnis je Aktie:
Verwässertes/Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 6 0,42 0,41 0,38

1) Einige dargestellte Beträge werden auf Grund vorgnommener Anpassungen infolge der Erstanwendung der neuen Regelungen des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer (geändert 2011)" von den Beträgen im Konzernabschluss 2011 und 2012 ab.

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Angepasst 1) Angepasst 1)
Angaben in € 2013 2012 2011
Konzernjahresüberschuss 3.360.083 3.266.713 2.983.834
Posten, die nicht nachträglich in die Konzern-Gewinn-und
Verlust-Rechnung umklassifiziert werden
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne (-) /
Verluste (+) aus leistungsorientierten Pensionszusagen und
anderen Leistungszusagen
-127.223 -869.453 -267.979
Latente Steuern 37.228 185.993 66.099
Summe -89.995 -683.460 -201.880
Posten, die nachträglich in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung
umklassifiziert werden
Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrech
nung ausländischer Tochtergesellschaften
-125.978 723.249 -922.992
Summe -125.978 723.249 -922.992
Sonstiges Ergebnis -215.973 39.789 -1.124.872
Konzern-Gesamtergebnis 3.144.110 3.306.502 1.858.962
Davon entfallen auf:
Gesellschafter des Mutterunternehmens 3.144.110 3.306.502 1.858.962
andere Gesellschafter 0 0 0

1) Einige dargestellte Beträge werden auf Grund vorgnommener Anpassungen infolge der Erstanwendung der neuen Regelungen des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer (geändert 2011)" von den Beträgen im Konzernabschluss 2011 und 2012 ab.

Konzernbilanz – Aktiva

Angepasst 1) Angepasst 1)
Angaben in € Anhang 31.12.2013 31.12.2012 1.1.2012
I. Langfristige Vermögenswerte
1. Immaterielle Vermögenswerte 13 890.296 345.351 395.395
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 13 9.270.441 9.270.441 9.754.081
3. Sachanlagen 13 26.534.688 20.099.321 14.578.585
4. Finanzielle Vermögenswerte 13 668.751 138.484 199.726
5. Latente Steuern 12 577.349 357.590 130.794
6. Steuererstattungsansprüche 12 19.580 27.247 34.470
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 37.961.105 30.238.434 25.093.051
II. Kurzfristige Vermögenswerte
1. Sonstige Vermögenswerte 18 4.416.060 3.003.639 1.328.925
2. Steuererstattungsansprüche 12 373.544 99.085 146.083
3. Vorräte 14 59.408 53.541 64.417
4. Forderungen gegen nahestehende Personen und
Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen
29 104.797 124.428 38.435
5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15 10.180.126 8.837.155 12.108.510
6. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 17 9.261.187 6.080.901 8.481.371
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 24.395.122 18.198.749 22.167.741
Aktiva, gesamt 62.356.227 48.437.183 47.260.792

1) Einige dargestellte Beträge werden auf Grund vorgnommener Anpassungen infolge der Erstanwendung der neuen Regelungen des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer (geändert 2011)" von den Beträgen im Konzernabschluss 2012 ab.

Konzernbilanz – Passiva

Angepasst 1) Angepasst 1)
Angaben in € Anhang 31.12.2013 31.12.2012 1.1.2012
I. Langfristige Schulden
1. Darlehen 24 11.573.332 2.400.000 3.686.875
2. Finanzleasingverpflichtungen 25 7.008 28.877 52.369
3. Latente Steuern 12 1.627.497 1.748.403 1.354.170
4. Sonstige Rückstellungen 21 194.189 158.000 155.000
5. Pensionsrückstellungen 20 3.260.763 1.732.527 723.117
6. Sonstige Schulden 22 108.450 152.728 407.446
Langfristige Schulden, gesamt 16.771.239 6.220.535 6.378.977
II. Kurzfristige Schulden
1. Anteil der Finanzleasingverpflichtungen 25 21.317 25.553 43.072
2. Darlehen und kurzfristiger Anteil an
langfristigen Darlehen
24 1.548.452 300.000 1.750.625
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
4.518.270 4.858.480 3.948.038
4. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden
Personen und Unternehmen sowie Beteiligungs
unternehmen
29 1.181.153 595.034 888.294
5. Verbindlichkeiten aus anderen Gesellschaftern
zuzurechnenden Nettovermögenswerten
6 1.240.625 1.248.949 1.163.432
6. Sonstige Rückstellungen 21 1.508.158 1.534.159 1.383.540
7. Steuerschulden 12 621.958 585.064 502.567
8. Sonstige Schulden 22 5.820.384 5.895.486 6.141.464
Kurzfristige Schulden, gesamt 16.460.317 15.042.725 15.821.032
III. Eigenkapital
1. Gezeichnetes Kapital 19 7.955.750 7.955.750 7.955.750
2. Kapitalrücklage 19 9.666.396 9.666.396 9.666.396
3. Gewinnrücklagen 19 13.716.599 11.549.878 9.476.527
4. Kumuliertes übriges Eigenkapital 19 -2.224.074 -2.008.101 -2.047.890
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens
zurechenbarer Anteil am Eigenkapital
29.114.671 27.163.923 25.050.783
5. Anteile anderer Gesellschafter 19 10.000 10.000 10.000
Eigenkapital, gesamt 29.124.671 27.173.923 25.060.783
Passiva, gesamt 62.356.227 48.437.183 47.260.792

1) Einige dargestellte Beträge werden auf Grund vorgnommener Anpassungen infolge der Erstanwendung der neuen Regelungen des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer (geändert 2011)" von den Beträgen im Konzernabschluss 2012 ab.

* sowie Beteiligungsunternehmen

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Angepasst 1) Angepasst 1)
Angaben in € 2013 2012 2011
Konzernjahresüberschuss 3.360.083 3.266.713 2.983.834
Abschreibungen und Wertminderungen 2.170.470 2.041.257 1.657.614
Fremdwährungsdifferenzen 25.587 5.546 191.059
Nicht zahlungswirksame Erträge -703.732 -935.068 -838.221
Veränderung der Rückstellungen 838.465 1.550.991 765.967
Veränderung der Wertberichtigungen 121.310 -102.189 12.497
Gewinne aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten
und Sachanlagen und zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte
-60.243 4.671 17.971
Veränderung kumuliertes übriges Eigenkapital durch
versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
-127.223 -869.451 -267.978
Veränderung kumuliertes übriges Eigenkapital durch latente Steuern 37.228 185.994 66.098
Veränderung der Derivate 0 0 15.322
Veränderung der latenten Steuern, Steuererstattungsansprüche
und Steuerschulden
-431.199 304.154 115.722
Veränderung der Vorräte -5.867 10.876 26.759
Veränderung der Liefer- und Leistungsforderungen und Forderungen
gegen nahestehende Personen und Beteiligungsunternehmen
299.682 3.287.552 -2.815.155
Veränderung sonstiger kurz- und langfristiger Vermögenswerte -1.272.406 -1.679.647 -664.622
Veränderungen der Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten, erhaltenen
Anzahlungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen
und Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen
-535.875 520.241 491.844
Veränderung sonstiger Schulden -273.823 -157.019 -54.625
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 3.442.637 7.434.621 1.703.816
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten -311.507 -148.716 -201.531
Erwerb von Sachanlagevermögen -7.077.156 -5.890.866 -4.331.582
Unternehmenserwerb -1.500.000 0 0
Erwerb von finanziellen Vermögenswerten -596.450 -8.826 -75.000
Erlöse aus dem Verkauf von langfristigen Vermögenswerten und
von zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte
147.399 17.502 40.485
Cashflow aus Investitionstätigkeit -9.337.714 -6.030.906 -4.567.628
Einzahlungen aus der Aufnahme von kurz- und langfristigen Darlehen 11.301.784 2.700.000 0
Veränderung Finanzierungsleasing -26.106 -41.012 13.732
Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen -880.000 -5.437.500 -2.984.063
Auszahlungen aus Dividenden -1.193.362 -1.193.362 -1.193.362
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 9.202.316 -3.971.874 -4.163.693
Angepasst 1) Angepasst 1)
Angaben in € 2013 2012 2011
Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel 3.307.239 -2.568.159 -7.027.505
Wechselkursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel -28.508 92.689 -211.254
Zahlungsmittel zu Beginn der Periode 6.080.901 8.481.371 15.660.904
Rechnungslegungsbedingte Veränderung 0 0 84.226
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung -98.445 75.000 -25.000
Zahlungsmittel am Ende der Periode 9.261.187 6.080.901 8.481.371
Zusätzliche Angaben
Einzahlungen aus Zinsen 2) 59.030 109.509 119.694
Einzahlungen aus Ertragsteuern 3) 546.333 742.245 20.999
Auszahlungen aus Zinsen 2) 366.370 375.398 627.867
Auszahlungen aus Ertragsteuern 3) 1.540.977 1.651.413 719.451

1) Einige dargestellte Beträge werden auf Grund vorgnommener Anpassungen infolge der Erstanwendung der neuen Regelungen des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer (geändert 2011)" von den Beträgen im Konzernabschluss 2011 und 2012 ab.

2) Dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zuzuordnen

3) Dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit zuzuordnen

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Entwicklung des Eigenkapitals 2013

Angaben in € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage
Stand am 1. Januar 2013 7.955.750 9.666.396
Änderung von Rechnungslegungsmethoden 1)
Angepasster Stand am 1. Januar 2013 7.955.750 9.666.396
Konzernjahresüberschuss
Dividendenzahlung
Fremdwährungsumrechnung
Latente Steuern
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
Stand am 31. Dezember 2013 7.955.750 9.666.396

Entwicklung des Eigenkapitals 2012

Angaben in € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage
Stand am 1. Januar 2012 7.955.750 9.666.396
Änderung von Rechnungslegungsmethoden 1)
Angepasster Stand am 1. Januar 2012 7.955.750 9.666.396
Konzernjahresüberschuss
Dividendenausschüttung
Fremdwährungsumrechnung
Latente Steuern
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
Stand am 31. Dezember 2012 7.955.750 9.666.396

Entwicklung des Eigenkapitals 2011

Angaben in € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage
Stand am 1. Januar 2011 7.955.750 9.666.396
Änderung von Rechnungslegungsmethoden 1)
Angepasster Stand am 1. Januar 2011 7.955.750 9.666.396
Konzernjahresüberschuss
Dividendenausschüttung
Fremdwährungsumrechnung
Latente Steuern
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
Stand am 31. Dezember 2011 7.955.750 9.666.396

1) Die Anpassung der Zahlen betrifft die geänderte Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen.

Gewinnrücklagen einschl.
Ergebnisvortrag und
Konzernperiodenergebnis
Kumuliertes übriges Eigenkapital Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital (gesamt)
11.461.335 -1.122.761 10.000 27.970.720
88.543 -885.340 -796.797
11.549.878 -2.008.101 10.000 27.173.923
3.360.083 3.360.083
-1.193.362 -1.193.362
-125.978 -125.978
37.228 37.228
-127.223 -127.223
13.716.599 -2.224.074 10.000 29.124.671
Gewinnrücklagen einschl.
Ergebnisvortrag und
Konzernperiodenergebnis
Kumuliertes übriges Eigenkapital Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital (gesamt)
9.392.301 -1.846.010 10.000 25.178.437
84.226 -201.879 -117.654
9.476.527 -2.047.889 10.000 25.060.783
3.266.713 3.266.713
-1.193.362 -1.193.362
723.247 723.249
185.993 185.993
-869.453 -869.453
11.549.878 -2.008.101 10.000 27.173.923
Gewinnrücklagen einschl.
Ergebnisvortrag und
Konzernperiodenergebnis
Kumuliertes übriges Eigenkapital Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital (gesamt)
7.601.830 -923.018 10.000 24.310.958
84.226 84.226
7.686.056 -923.018 10.000 24.395.184
2.983.833 2.983.833
-1.193.362 -1.193.362
-922.992 -922.992
66.099 66.099
-267.979 -267.979
9.476.527 -2.047.890 10.000 25.060.783
  • Grundlagen der Rechnungslegung
  • Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • Erläuterungen zur Konzernbilanz
  • Sonstige Erläuterungen
  • Konzern-Anlagenspiegel

Konzernanhang

Grundlagen der Rechnungslegung

1. Grundsätzliches

Der Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG zum 31. Dezember 2013 wurde in Übereinstimmung mit internationalen Rechnungslegungsvorschriften, den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Alle verpflichtend anzuwendenden Verlautbarungen des International Accounting Standards Board (IASB) wurden berücksichtigt.

Grundsätzlich erfolgte der Ansatz der Vermögenswerte auf der Basis der Anschaffungs- und Herstellungskosten mit Ausnahme der Finanzinvestitionen, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.

Durch die Erstellung des Konzernabschlusses in T€ kann es bei der Addition zu Rundungsdifferenzen kommen, da die Berechnung der Einzelposten auf Zahlen in € basiert.

2. Geschäftsmodell

Die Lila Logistik Gruppe bietet als national und international tätiger Logistikdienstleister alle relevanten Funktionen in der Beratung und der Umsetzung von Logistiklösungen an. Das Geschäftsmodell der Lila Logistik Gruppe durchbricht damit die klassische Trennung von Beratung und Umsetzung in der Logistik. Das Planungs- und Beratungssegment wurde unter dem Begriff Lila Consult zusammengefasst. Darin enthalten sind die Bereiche Unternehmensberatung, Logistics Engineering und Interim Services. Die Umsetzung von Logistiklösungen, die das Geschäftsmodell komplettiert, erfolgt im Segment Lila Operating.

Im Lila Operating unterscheidet die Lila Logistik Gruppe grundsätzlich zwischen den Aufgabenstellungen Route (im weitesten Sinne Transporte von Waren auf der Straße) und Factory (Handling von Waren und Prozessen). Die Felder Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik bilden den Kern der betrieblichen Tätigkeiten des Konzerns.

Die Dienstleistungen werden überwiegend in den folgenden Kern- und Zielbranchen platziert:

• Automotive • Electronics • Consumer

  • Industrial Energy Medical&Pharma

Zum Kundenkreis der Lila Logistik Gruppe gehören namhafte, national und international tätige Unternehmen.

3. Sitz des Mutterunternehmens und Standorte

Die in das Handelsregister des Amtsgerichtes Stuttgart unter der Nummer HRB 301979 eingetragene Müller – Die lila Logistik AG hat ihren Sitz in der Ferdinand-Porsche-Straße 4 in 74354 Besigheim-Ottmarsheim, Deutschland. Weitere operative Standorte und Betriebsstätten befanden sich am 31. Dezember 2013 in Bochum, Böblingen, Bünde, Dormagen, Gliwice (Polen), Herne, Jelcz-Laskowice (Polen), Kirchheimbolanden, Lorsch, Recklinghausen, Siechnice (Polen), Unterföhring, Marbach a. N., Nürnberg, Veitsbronn, Wemding, Wroclaw (Polen) und Zwenkau. Der Standort Antwerpen war seit 2011 nicht mehr operativ tätig und wurde im Januar 2013 auch administrativ aufgelöst.

4. Konsolidierungskreis und -methoden

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 sind neben der Müller – Die lila Logistik AG im Wesentlichen alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen die Müller – Die lila Logistik AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft verfügt.

Im ersten Quartal 2013 wurden die Gesellschaften Müller – Die lila Logistik Südost GmbH & Co. KG, Müller – Die lila Logistik Süd GmbH & Co. KG und die MLS Verwaltung GmbH, jeweils mit Sitz in Besigheim, gegründet. Des Weiteren wurde die MLV Verwaltung GmbH in die MLSO Verwaltung GmbH, mit Sitz in Besigheim, umfirmiert. Die Gesellschaften sind 100%ige Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik AG und wurden im Februar 2013 ins Handelsregister eingetragen. Die Einbeziehung in den Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe erfolgte ab dem dritten Quartal 2013.

Mit Wirkung zum 1. Juli 2013 wurde durch die Müller – Die lila Logistik AG die Electrolux Logistics GmbH von der Electrolux Hausgeräte GmbH zu 100 % übernommen und anschließend in die Müller – Die lila Logistik Electronics GmbH mit Sitz in Nürnberg umfirmiert. Die Einbeziehung in den Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe erfolgte ab dem dritten Quartal 2013.

Die Müller – Die lila Logistik Austria GmbH in Graz wurde im dritten Quartal 2013 aus dem Firmenbuchregister der Republik Österreich gelöscht. Die Entkonsolidierung erfolgte zum vierten Quartal 2013.

Im vierten Quartal 2013 wurden die Gesellschaften Müller – Die lila Logistik Böblingen GmbH, Sitz Althengstett, Müller – Die lila Consult GmbH, Besigheim, Müller – Die lila Logistik Marbach GmbH & Co. KG, Marbach a. N. sowie die MLM Verwaltung GmbH, Besigheim, gegründet. Die Gesellschaften sind 100%ige Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik AG und wurden im Oktober 2013 ins Handelsregister eingetragen. Diese Beteiligungen werden wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Darüber hinaus haben bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 keine Veränderungen im Konsolidierungskreis der Lila Logistik Gruppe stattgefunden.

Die Unternehmen werden beginnend mit dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem Müller – Die lila Logistik AG die Möglichkeit der Beherrschung erlangt.

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht sowohl über den wesentlichen Anteilsbesitz als auch die vollkonsolidierten Unternehmen zum 31. Dezember 2013:

Müller – Die lila Logistik AG
Beteiligung Sitz der Gesellschaft Stammkapital /
Kommanditanteile in T€
Beteiligungsanteil in %
Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG Unterföhring 50 56
Emporias Verwaltung GmbH Unterföhring 25 60
MLH Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
MLI Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
MLN Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
MLO Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
MLS Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
MLSO Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
MLSW Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
MSG Verwaltung GmbH Besigheim 25 100
Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH Besigheim 1.010 100
Müller – Die lila Logistik Electronics GmbH Nürnberg 500 100
Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG Herne 25 100
Müller – Die lila Logistik Immobilien GmbH & Co. KG Besigheim 10 100
Müller – Die lila Logistik Nord GmbH & Co. KG Bünde 25 100
Müller – Die lila Logistik Ost GmbH & Co. KG Zwenkau 25 100
Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. Gliwice (Polen) 892* 100
Müller – Die lila Logistik Service GmbH & Co. KG Besigheim 50 100
Müller – Die lila Logistik Süd GmbH & Co. KG Besigheim 50 100
Müller – Die lila Logistik Südost GmbH & Co. KG Besigheim 50 100
Müller – Die lila Logistik Südwest GmbH & Co. KG Besigheim 50 100
Müller – Die lila Logistik West GmbH Herne 26 100
Value Added Logistics Sp. z o.o. Gliwice (Polen) 121* 100

* Angabe umgerechnet zum Stichtagskurs zum 31. Dezember 2013.

Die aufgeführten Beteiligungen werden direkt von der Müller – Die lila Logistik AG gehalten.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum wurden die Gesellschaften MLS Verwaltung GmbH, Müller – Die lila Logistik Electronics GmbH, Müller – Die lila Logistik Süd GmbH & Co. KG sowie die Müller – Die lila Logistik Südost GmbH & Co. KG in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Mit Ausnahme der Müller – Die lila Logistik Electronics GmbH haben sich dadurch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens,- Finanz- und Ertragslage ergeben. Weitere Ausführungen hierzu sind dem Punkt 6 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Unterpunkt "Unternehmenstransaktionen" zu entnehmen.

Im Januar 2012 wurden die Anteile der Schober Transport GmbH, Waiblingen, an der FMS Logistic GmbH, Besigheim, je zur Hälfte von der Müller – Die lila Logistik AG und der Hans Fischer Transport GmbH übernommen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 war die Müller – Die lila Logistik AG zu 50 % an der FMS Logistic GmbH beteiligt. Nach dem Bilanzstichtag wurde die Gesellschaft in die FM Logistics GmbH umfirmiert. Hierzu verweisen wir auf den Nachtragsbericht im Konzernlagebericht. Die Beteiligung an der FM Logistics GmbH wird wegen Unwesentlichkeit nicht nach der at-equity-Methode in den Konzernabschluss der Lila Logistik Gruppe einbezogen.

Darüber hinaus ist die Müller – Die lila Logistik AG an der E.L.V.I.S. AG (Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure Aktiengesellschaft), Alzenau, mit 6,5 T€ am Grundkapital (von insgesamt 97,5 T€) = 6,6 % beteiligt. Diese Beteiligung wird wegen Unwesentlichkeit nicht nach der at-equity-Methode einbezogen.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen und Transaktionen innerhalb des Konzerns wurden im Konzernabschluss eliminiert. Bei Unternehmenszusammenschlüssen kommt die Erwerbsmethode zur Anwendung. Dabei werden im Rahmen der Erstbewertung alle Vermögenswerte und Schulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt erfasst. Die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile werden mit dem Eigenkapital des Tochterunternehmens, das zu Zeitwerten bewertet wurde, aufgerechnet. Der auf andere Gesellschafter entfallende Anteil wird entsprechend ausgewiesen. Verbleibt nach der Aufrechnung ein aktivischer Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.

Nach IFRS 3 darf der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert nicht planmäßig abgeschrieben werden, sondern muss, unabhängig vom Zeitpunkt des Vorliegens von Indikatoren für eine mögliche Wertminderung, jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung nach IAS 36 unterzogen werden.

In der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die Innenumsätze sowie andere konzerninterne Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet worden. Zwischengewinne sind wie im Vorjahr nicht zu eliminieren gewesen. Das Geschäftsjahr der Müller – Die lila Logistik AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

Inanspruchnahme des § 264 Abs. 3 HGB

Die Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH, die Müller – Die lila Logistik West GmbH und die Müller – Die lila Logistik Electronics GmbH nehmen für das Geschäftsjahr 2013 als verbundene konsolidierte Unternehmen im Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung des Anhangs und Lageberichts sowie deren Offenlegung in Anspruch.

Inanspruchnahme des § 264b HGB

Folgende Personenhandelsgesellschaften, die verbundene konsolidierte Unternehmen der Müller – Die lila Logistik AG sind und für die der Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG der befreiende Konzernabschluss ist, nehmen für das Geschäftsjahr 2013 die Befreiungsvorschriften des § 264b HGB hinsichtlich der Aufstellung des Anhangs und Lageberichts sowie deren Offenlegung in Anspruch:

Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG, Unterföhring

Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG, Herne

Müller – Die lila Logistik Immobilien GmbH & Co. KG, Besigheim

Müller – Die lila Logistik Nord GmbH & Co. KG, Bünde

Müller – Die lila Logistik Ost GmbH & Co. KG, Zwenkau

Müller – Die lila Logistik Service GmbH & Co. KG, Besigheim

Müller – Die lila Logistik Süd GmbH & Co. KG, Besigheim

Müller – Die lila Logistik Südost GmbH & Co. KG, Besigheim

Müller – Die lila Logistik Südwest GmbH & Co. KG, Besigheim

Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge

Zwischen der Müller – Die lila Logistik AG und der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH wurde im April 2003 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Dieser Vertrag wurde im gegenseitigen Einvernehmen mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2012 aufgehoben. Die Aufhebung wurde mit Datum vom 19. Dezember 2012 zum Handelsregister angemeldet. Zur wirksamen Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB bei der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH muss neben den in § 264 Abs. 3 Nr. 3 und 4 HGB benannten, erst zu einem späteren Zeitpunkt erfüllbaren Voraussetzungen, bis zum Datum der Feststellung des Jahresabschlusses der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH eine wirksame Verlustübernahmeerklärung gemäß § 302 AktG abgegeben und im Bundesanzeiger offengelegt werden. Die Anmeldung der Offenlegung für das Jahr 2013 ist mit Datum vom 22. Februar 2014 erfolgt.

Zwischen der Müller – Die lila Logistik AG und der Müller – Die lila Logistik West GmbH wurde im März 2013 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Die Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG und die Gesellschafterversammlung der Müller – Die lila Logistik West GmbH haben dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag im Mai 2013 zugestimmt. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte im Juni 2013.

Steuerliche Organschaft

Auf Grund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der Müller – Die lila Logistik AG und der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH bestand im Geschäftsjahr 2012 eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft. Diese wurde nach Beendigung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags ab 2013 aufgelöst.

5. Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsmethoden

Bei der Erstellung dieses Konzernanhangs haben mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen Änderungen die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anwendung gefunden wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012.

Erstmals im Geschäftsjahr anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards und Interpretationen

Müller – Die lila Logistik AG hat folgende Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr erstmals angewandt, die zum Teil wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanzund Ertragslage bzw. der Cashflows haben:

Verlautbarung Datum der Veröffentlichung durch das IASB Titel
IAS 1 16. Juni 2011 Presentation of Financial Statements
IAS 19 16. Juni 2011 Employee Benefits
IFRS 7 16. Dezember 2011 Financial Instruments Disclosures
Annual Improvements Project 17. Mai 2012 Annual Improvements
to IFRSs 2009 - 2011 Cycle

Das IASB hat im Juni 2011 Änderungen zu IAS 1 "Presentation of Financial Statements" veröffentlicht. Die Änderungen verlangen, dass die im sonstigen Ergebnis dargestellten Posten in zwei Kategorien unterteilt werden müssen – in Abhängigkeit davon, ob sie in Zukunft in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden (Recycling). Die Änderungen zu IAS 1 sind rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen, und wurden im Juni 2012 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Müller – Die lila Logistik AG hat ab dem Geschäftsjahr 2013 die vorgeschriebenen Änderungen in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung vorgenommen. Da diese Änderung allein die Darstellungsweise im Abschluss betrifft, haben sich daraus keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.

Ebenfalls im Juni 2011 hat das IASB Änderungen zu IAS 19 "Employee Benefits" veröffentlicht. Nach dem neuen Standard werden Planänderungen, die zu einer Veränderung der Leistungsverpflichtung führen, die auf die Arbeitsleistung zurückliegender Perioden entfällt, nicht mehr bis zur Unverfallbarkeit der Ansprüche verteilt, sondern müssen sofort erfasst werden. Die Änderungen bei der Erfassung von nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand haben keine wesentliche Auswirkung, weil auf Grund der derzeitigen Struktur der Pensionsansprüche nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand in wesentlichem Umfang auf unverfallbare Ansprüche entfällt.

Bei der Ermittlung des Nettozinsergebnisses aus leistungsorientierten Pensionsplänen ist nunmehr für die Verzinsung des Planvermögens und für die Berechnung des Barwerts der Verpflichtung der gleiche Zinssatz zu verwenden. Nach der bislang geltenden Fassung des IAS 19 wurden zwei unterschiedliche Zinssätze verwendet. Auf Grund des vergleichsweise geringen Planvermögens ergeben sich hinsichtlich der Höhe und Darstellung des Nettozinsergebnisses bei leistungsorientierten Pensionsplänen keine wesentlichen Auswirkungen. Darüber hinaus werden Angabepflichten für die Pensionsrückstellungen erweitert, z. B. für Eigenschaften und Risiken von leistungsorientierten Plänen.

Die Änderungen zu IAS 19 sind rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, und wurden im Juni 2012 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen.

Bei der Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste hat die Lila Logistik Gruppe bislang die sogenannte Korridormethode angewendet. Ein wesentlicher Teil der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wurde demzufolge nicht in der Bilanz gezeigt. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2013 hat die Lila Logistik Gruppe die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu Pensionsrückstellungen nach IAS 19 (rev. 2011) angewendet. Demnach werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in der Periode in der sie anfallen, sofort im Sonstigen Ergebnis erfasst. Die Erstanwendung der neuen Regelungen des IAS 19 führte daher zu folgenden wesentlichen Anpassungen bei den Finanzinformationen:

Zum 1. Januar 2012:

  • Erhöhung der latenten Steueransprüche um 25 T€
  • Erhöhung der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte um 14 T€
  • Verminderung der latenten Steuerverbindlichkeiten um 53 T€
  • Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 210 T€
  • Verminderung des übrigen kumulierten Eigenkapitals (OCI) um 202 T€
  • Nettozunahme der Gewinnrücklagen um 84 T€

Für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012:

  • Erhöhung der latenten Steueransprüche um 82 T€
  • Verminderung der latenten Steuerverbindlichkeiten um 182 T€
  • Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 1.061 T€
  • Verminderung des übrigen kumulierten Eigenkapitals (OCI) um 885 T€
  • Nettozunahme der Gewinnrücklagen um 89 T€

Im Dezember 2011 hat das IASB in IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures" erweiterte Angabepflichten zu Saldierungsrechten veröffentlicht. Neben erweiterten Angaben zu nach IAS 32 tatsächlich vorgenommenen Saldierungen werden für bestehende Saldierungsrechte unabhängig davon, ob eine Saldierung nach IAS 32 tatsächlich vorgenommen wird, Angabepflichten eingeführt. Die neuen Vorschriften sind rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, und wurden im Dezember 2012 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Änderung des IFRS 7 hat auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Lila Logistik Gruppe keine wesentliche Auswirkung.

Im Mai 2012 hat das IASB "Annual Improvements to IFRSs 2009 - 2011 Cycle" veröffentlicht, durch die fünf Standards geändert werden. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Müller – Die lila Logistik AG. In den Änderungen zu lAS 1 "Presentation of Financial Statements" wird klargestellt, dass bei Angabe freiwilliger Vergleichsinformationen im Abschluss auch die diesbezüglichen Anhangangaben offenzulegen sind. Die Änderungen zu IAS 16 "Property, Plant and Equipment" haben zur Folge, dass Wartungsgeräte in Abhängigkeit der erwarteten Nutzungsdauer als Sachanlagen oder Vorräte auszuweisen sind. Änderungen zu IAS 32 "Financial Instruments: Presentation" stellen klar, dass Steuereffekte bei Ausschüttungen an Eigenkapitalgeber und bei Transaktionskosten einer Eigenkapitaltransaktion in Übereinstimmung mit IAS 12 auszuweisen sind. Auf Grund der Änderungen zu IAS 34 "Interim Financial Reporting" sind Angaben zu Segmentvermögen und Schulden in den Konzern-Zwischenberichten nur dann notwendig, wenn diese Gegenstand der regelmäßigen Management-Berichterstattung sind und sich seit dem letzten Jahresabschluss wesentliche Änderungen ergeben haben. Die Änderungen an IFRS 1 "First-time Adoption of IFRS" haben auf die Müller – Die lila Logistik AG keine Auswirkung. Die neuen Vorschriften sind rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, und wurden im März 2013 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen.

Veröffentlichte, aber noch nicht angewendete Standards, Interpretationen und Änderungen

Im Mai 2013 hat das IASB Änderungen zu IAS 36 "Impairment of Assets" mit dem Titel "Recoverable Amount Disclosures for Non-Financial Assets" veröffentlicht. Mit der Herausgabe des IFRS 13 wurden auch in IAS 36 Angaben über den erzielbaren Betrag wertgeminderter Vermögenswerte verlangt, die jedoch – entgegen der ursprünglichen Absicht des lASB – sehr weit gefasst wurden und stets eine Angabepflicht vorsahen, unabhängig davon, ob in der betreffenden Berichtsperiode eine Wertminderung erfasst wurde. Nach der Änderung ist demgegenüber der erzielbare Betrag nur für wertgeminderte Vermögenswerte bzw. zahlungsmittelgenerierende Einheiten offenzulegen. Zusätzlich ist anzugeben, ob es sich dabei um den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder um den Nutzungswert handelt. Im Falle der Ermittlung auf Basis des beizulegenden Zeitwerts ist zudem die Ebene der Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts (aus IFRS 13) anzugeben, auf der die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts vorgenommen wurde, sowie bei Bewertungen innerhalb der zweiten oder dritten Hierarchieebene die angewendeten Bewertungsmethoden einschließlich des angewendeten Abzinsungssatzes. Die neuen Vorschriften sind anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurden im Dezember 2013 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Müller – Die lila Logistik AG prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage.

Das IASB hat im November 2009 IFRS 9 "Financial Instruments" veröffentlicht. Die Veröffentlichung ist das Ergebnis der ersten von drei Phasen des Projekts zum Ersatz des IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" durch IFRS 9. IFRS 9 regelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Im Oktober 2010 hat der IASB IFRS 9 erneut herausgegeben und dabei die Vorschriften zur Einbuchung und Ausbuchung von finanziellen Verbindlichkeiten sowie die meisten Vorschriften zu Klassifizierung und Bewertung unverändert aus IAS 39 übernommen. Im November 2013 wurde IFRS 9 weiter überarbeitet. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen eine grundlegende Überarbeitung der Regelungen zum Hedge Accounting, dessen Anwendungsbereich erweitert wurde. Darüber hinaus ist vorgesehen, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Verbindlichkeiten auf Grund einer Veränderung des eigenen Kreditrisikos künftig nicht mehr erfolgswirksam, sondern im sonstigen Gesamtergebnis auszuweisen. Das IASB hat ferner den bisherigen verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt zum 1. Januar 2015 gestrichen. Erst mit Abschluss des Projekts, welches noch um neue Vorschriften für die Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten ausgeweitet werden soll, wird ein neuer verpflichtender Zeitpunkt des Inkrafttretens festgelegt. Der Prozess zur Übernahme der Verlautbarung in europäisches Recht ist derzeit ausgesetzt. Die Müller – Die lila Logistik AG prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows.

Das IASB hat im Mai 2011 drei neue IFRS (IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12) sowie einen überarbeiteten Standard (IAS 28) zur Bilanzierung von Beteiligungen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlichen Vereinbarungen und assoziierten Unternehmen veröffentlicht. Die Regelungen wurden im Dezember 2012 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Innerhalb der Europäischen Union sind die Regelungen für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, anzuwenden. Im November 2012 hat das IASB weitere Änderungen zu den Konsolidierungsstandards IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 veröffentlicht. Die Änderungen betreffen die Konsolidierung von Investment-Gesellschaften. Die Regelungen wurden im November 2013 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen und sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, anzuwenden. Die Anwendung der neuen und geänderten IFRS wird keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, der Cashflows bzw. des Konsolidierungskreises der Lila Logistik Gruppe haben. Die Einführung des IFRS 12 wird geänderte und erweiterte Anhangangaben mit sich bringen. Die Neufassung des IAS 27 wird auf die Müller – Die lila Logistik AG keine Auswirkung haben, da sich dieser Standard nunmehr ausschließlich auf den Einzelabschluss erstreckt, die Müller – Die lila Logistik AG jedoch keinen IFRS-Einzelabschluss gemäß § 325 Abs. 2a HGB erstellt.

  • Mit IFRS 10 "Consolidated Financial Statements" führt das IASB ein einheitliches Konsolidierungskonzept ein. Damit wird die bisherige Unterscheidung zwischen klassischen Tochterunternehmen (IAS 27) und Zweckgesellschaften (SIC-12) aufgegeben. Beherrschung (Control) besteht dann und nur dann, wenn ein Investor über die Entscheidungsmacht verfügt, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist oder ihm Rechte bezüglich der Rückflüsse zustehen und infolge der Entscheidungsmacht in der Lage ist, die Höhe der variablen Rückflüsse zu beeinflussen. Mit Inkrafttreten des IFRS 10 wird SIC-12 "Consolidation – Special Purpose Entities" aufgehoben; ebenfalls aufgehoben werden die konzernabschlussrelevanten Vorschriften des IAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements".
  • In IFRS 12 "Disclosure of Interests in Other Entities" werden sämtliche Angaben, die im Konzernabschluss in Bezug auf Tochterunternehmen, gemeinschaftliche Vereinbarungen und assoziierte Unternehmen sowie nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen zu veröffentlichen sind, zentral gebündelt.
  • Die Neufassung des IAS 27 "Separate Financial Statements" regelt ausschließlich die bilanzielle Abbildung von Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen im Jahresabschluss sowie zugehörige Anhangangaben (Einzelabschluss gemäß § 325 Abs. 2a HGB).

Im Dezember 2011 hat das IASB in IAS 32 "Financial Instruments: Presentation" Präzisierungen zu den Saldierungsvorschriften veröffentlicht. Um die Saldierungsvoraussetzungen nach IAS 32 zu erfüllen, darf nach den neuen Vorschriften der für den Bilanzierenden zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehende Rechtsanspruch auf Saldierung nicht unter der Bedingung eines künftigen Ereignisses stehen und muss sowohl im ordentlichen Geschäftsverkehr als auch bei Verzug und Insolvenz einer Vertragspartei gelten. Des Weiteren wird bestimmt, dass ein Bruttoausgleichsmechanismus die Saldierungsvoraussetzungen nach IAS 32 erfüllt, sofern keine wesentlichen Kredit- und Liquiditätsrisiken verbleiben, Forderungen und Verbindlichkeiten in einem einzigen Verrechnungsprozess verarbeitet werden und er damit im Ergebnis äquivalent ist zu einem Nettoausgleich. Die neuen Vorschriften sind rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurden im Dezember 2012 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Lila Logistik Gruppe haben.

Im Mai 2013 hat das IASB die IFRIC Interpretation 21 "Levies" veröffentlicht. Kernpunkt der Interpretation ist die Frage, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die von einer Regierung auferlegt wird. Das IFRIC stellt klar, dass das verpflichtende Ereignis für den Ansatz einer Schuld diejenige Aktivität ist, die die Zahlungsverpflichtung nach der einschlägigen Gesetzgebung auslöst. Ein "wirtschaftlicher Zwang", die betreffende Aktivität künftig unter Berücksichtigung des Prinzips der Unternehmensfortführung auszuüben, stellt hingegen ausdrücklich kein verpflichtendes Ereignis dar. Die neuen Vorschriften sind rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurden noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Lila Logistik Gruppe prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows, geht jedoch derzeit von keinen wesentlichen Änderungen aus.

Im Juni 2013 hat das IASB eng begrenzte Änderungen zu IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" veröffentlicht. Die Änderungen mit dem Titel "Novation of Derivatives and Continuation of Hedge Accounting" sehen vor, dass Derivate trotz einer Novation weiterhin als Sicherungsinstrumente in fortbestehenden Sicherungsbeziehungen designiert bleiben. Unter einer Novation werden Sachverhalte verstanden, in denen die ursprünglichen Vertragsparteien eines Derivats übereinkommen, dass ein Zentralkontrahent (Central Counterparty; CCP) an die Stelle ihrer jeweiligen Gegenpartei treten soll. Grundlegende Voraussetzung dafür ist, dass die Einschaltung einer zentralen Gegenpartei bzw. eines Zentralkontrahenten infolge rechtlicher oder regulatorischer Anforderungen vorgenommen wird. Der IASB sah einen dringenden Änderungsbedarf nicht zuletzt deshalb, weil sich die G-20-Staaten zu einer Verbesserung der Transparenz und Regulierung von nicht an geregelten Märkten gehandelten Derivaten, sogenannten "Over-the-Counter-Derivaten" (OTC-Derivaten), auf internationaler Ebene verpflichtet haben. Als Ausfluss dieser Zielsetzung sollen künftig alle standardisierten OTC-Derivate mit einer zentralen Gegenpartei abgeschlossen werden. Die Änderungen sind rückwirkend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurden im Dezember 2013 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Lila Logistik Gruppe haben.

Im November 2013 hat das IASB eng begrenzte Änderungen zu IAS 19 "Employee Benefits" mit dem Titel "Defined Benefits: Contributions" veröffentlicht. Ziel ist eine vereinfachte Bilanzierung von Beiträgen von Arbeitnehmern oder Dritten zu einem Pensionsplan, die es ermöglicht, Beiträge von Arbeitnehmern oder Dritten in der Periode als Reduktion des laufenden Dienstzeitaufwands zu erfassen, in der die zugehörige Arbeitsleistung erbracht wurde, sofern die Beiträge unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre sind. Die Änderungen sind rückwirkend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen, und wurden noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Lila Logistik Gruppe haben.

Im Dezember 2013 hat das IASB "Annual Improvements to IFRSs 2010 - 2012 Cycle" sowie "Annual Improvements to IFRSs 2011 - 2013 Cycle" veröffentlicht, durch die neun Standards im Detail geändert wurden. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Klarstellungen. Der Erstanwendungszeitpunkt variiert bei den einzelnen Standards. Die Änderungen, die noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen wurden, haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Müller – Die lila Logistik AG.

6. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben zum IFRS-Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013 basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss 2012 zu Grunde lagen.

Für den Ansatz und die Bewertung der im Geschäftsjahr 2012 erworbenen Logistikimmobilie in Bünde wurde ein Komponentenansatz gewählt. Die Logistikimmobilie wurde in die Komponenten Gebäude (ohne Dach), Dach und Außenanlagen aufgeteilt. Durch die Wahl des Komponentenansatzes wird die Instandsetzung und Erneuerung der einzelnen Anlagen hervorgehoben. Dadurch wird ein verbesserter Einblick in die Struktur dieser Vermögensgegenstände erzielt. Weitere Erläuterungen gehen auch aus Punkt 13 "Langfristige Vermögenswerte" hervor.

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind einheitlich nach den für den Konzern geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Sofern die landesrechtlichen Abschlüsse einzelner Gesellschaften von diesen Grundsätzen abweichen, werden die notwendigen Anpassungen vorgenommen.

Konzernbilanz, Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Anlagenspiegel werden auf volle € gerundet dargestellt. Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist gemäß dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in €, der Berichtswährung des Konzerns, aufgestellt. In den Einzelabschlüssen sind Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zeitnah mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bewertet. Kursänderungen werden durch Neubewertung mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag berücksichtigt.

Ergebniswirksam wurden negative Umrechnungsdifferenzen von Geschäften in Höhe von -19 T€ erfasst. Im Vorjahr wurden positive Umrechnungsdifferenzen in Höhe von 122 T€ ergebniswirksam erfasst.

Die Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt auf Grundlage des IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse". Damit werden sämtliche Vermögenswerte und Schulden zu Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet, das Eigenkapital hingegen zu historischen Kursen.

Der Unterschiedsbetrag aus der Umrechnung der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu Durchschnittskursen und der Bilanzen zu Stichtagskursen wird erfolgsneutral im kumulierten übrigen Eigenkapital ausgewiesen. Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen ergebende Währungsunterschied wird ebenfalls mit dem kumulierten übrigen Eigenkapital verrechnet.

Den Konzernabschlüssen zum 31. Dezember 2013 und 2012 lagen folgende Umrechnungskurse für die Fremdwährung mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss zu Grunde:

Stichtagkurse Durchschnittskurse
31.12.2013 31.12.2012 2013 2012
Polen 1 € = PLN 4,1472 4,0882 4,1975 4,1850

Schätzungen

Für die Erstellung von Abschlüssen nach IFRS sind Schätzungen und Annahmen erforderlich, welche sowohl die Bewertung der Aktiva und Passiva, die Art und den Umfang von Haftungsverhältnissen, das konkrete Eingehen von Abnahmeverpflichtungen am Bilanzstichtag als auch die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte (insbesondere der dafür verwendeten Cashflow-Prognosen und Abzinsungsfaktoren), die Einbringlichkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte (Kundenstamm, Software etc.) werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von überwiegend drei Jahren abgeschrieben.

Zum 31. Dezember 2013 sind keine immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer vorhanden.

Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten, Geschäfts- oder Firmenwerten, Sachanlagen und langfristigen finanziellen Vermögenswerten

IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" verlangt zu jedem Bilanzstichtag eine Beurteilung, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung für in der Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar bzw. ist, wie für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie Geschäfts- oder Firmenwerte, eine jährliche Überprüfung vorgeschrieben, wird eine sogenannte Werthaltigkeitsprüfung (Impairment Test) vorgenommen. Dabei wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit geschätzt, um einen eventuell erforderlichen Wertminderungsbedarf zu ermitteln. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Wert aus dem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert – jeweils bezogen auf den einzelnen Vermögenswert bzw. die zahlungsmittelgenerierende Einheit. Die Lila Logistik Gruppe ermittelt den erzielbaren Betrag auf Grundlage des Nutzungswerts. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten zukünftigen Zahlungsströme mit einem risikoadjustierten Diskontierungszinssatz unter Verwendung der Discounted-Cashflow-Methode auf den Barwert abgezinst.

Ein Wertminderungsbedarf besteht, wenn der Buchwert des Vermögenswerts bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit über dem Nutzungswert bzw. dem beizulegenden Zeitwert liegt. Die Wertminderung wird sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Eine ertragswirksame Korrektur einer in Vorjahren vorgenommenen Wertminderung von Vermögenswerten wird mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen, wenn die Gründe dafür entfallen sind. Die Zuschreibung erfolgt jedoch nur insoweit, als dass danach der Buchwert nicht überstiegen wird, der sich unter Berücksichtigung der Abschreibung ergeben hätte, wenn die Wertminderung in Vorjahren nicht vorgenommen worden wäre. Für Geschäfts- oder Firmenwerte besteht ein Wertaufholungsverbot.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen sowie Wertminderungen bewertet.

Abschreibungen erfolgen linear, entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer:

Nutzungsdauer
Bauten 4 bis 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 25 Jahre

Gemietete Gebäudeeinrichtungen und Gegenstände, die als Finanzierungsleasing von der Gesellschaft zu bilanzieren sind, werden über die Dauer des Miet- oder Leasingvertrags abgeschrieben.

Die Nutzungsdauer wird regelmäßig vom Management der Gesellschaft im Hinblick auf die laufende technische Weiterentwicklung überprüft. Wartungs- und Reparaturkosten werden als Aufwand erfasst, wogegen Ersatz- und Verbesserungsinvestitionen, die die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verlängern oder die Kapazität erhöhen, aktiviert werden. Beim Verkauf oder Abgang von Sachanlagegegenständen werden die Anschaffungskosten und die kumulierte Abschreibung ausgebucht und ein sich ergebender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam erfasst.

Bei qualifizierten Vermögenswerten werden Fremdkapitalzinsen als Teil der Anschaffungskosten aktiviert. Bauzeitzinsen wurden im Rahmen des Neubaus der Logistikimmobilie in Gliwice, Polen 2006 und 2007 in Höhe von 313 T€ mit einem Fremdkapitalzinssatz von rund 4,2 % aktiviert. Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr 2013 im Rahmen des Neubaus der Logistikimmobilie Wemding Fremdkapitalzinsen in Höhe von 59 T€ mit einem Fremdkapitalzinssatz von rund 2,3 % aktiviert.

Bei komplexeren Anlagen erfolgt die Abschreibung komponentenweise.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte.

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Hierzu zählen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Finanzleasingverbindlichkeiten und derivative Finanzverbindlichkeiten.

Finanzielle Vermögenswerte werden bei erstmaliger Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten entspricht dem Betrag zu dem das Finanzinstrument zwischen zwei Parteien in einer aktuellen Transaktion gehandelt würde, ausgenommen bei Zwangsverkauf oder Liquidation. Dabei sind bei allen finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen.

Die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag (Settlement Date).

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Kassenbestand, Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten beinhalten, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bzw. mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige Vermögenswerte werden – ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode – mit den fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung. Bei der Ermittlung der Ausfallrisiken werden auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt.

Sonstige langfristige Vermögenswerte werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fallen primär derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebunden sind und damit zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" klassifiziert werden müssen. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten.

Die anderen, nicht den oben aufgeführten Kategorien zugeordneten, originären finanziellen Vermögenswerte werden als "zur Veräußerung verfügbar" kategorisiert und grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Dies gilt nicht, wenn es sich um dauerhafte oder wesentliche Wertminderungen sowie um währungsbedingte Wertänderungen von Fremdkapitalinstrumenten handelt, die erfolgswirksam erfasst werden. Erst mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der beizulegende Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile zu fortgeführten Anschaffungskosten (ggf. abzüglich Wertminderungen) bewertet. Dividendenansprüche des Unternehmens werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfolgswirksam erfasst. Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets at Fair Value Through Profit or Loss) zu designieren, hat die Müller – Die lila Logistik AG bislang keinen Gebrauch gemacht.

Zu jedem Abschlussstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, daraufhin untersucht, ob objektive substanzielle Hinweise (z. B. erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner oder Vertragsbruch) auf eine Wertminderung hindeuten. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand, welcher sich durch einen im Vergleich zum Buchwert geringeren beizulegenden Zeitwert begründet, wird erfolgswirksam erfasst. Wurden Wertminderungen der beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten bisher erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so sind diese bis zur Höhe der ermittelten Wertminderung aus dem Eigenkapital zu eliminieren und erfolgswirksam in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu überführen. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, objektiv gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe erfolgswirksam zurück genommen. Der im Rahmen der Prüfung auf etwaige Wertminderungen zu bestimmende beizulegende Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte sowie der beizulegende Zeitwert der mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Kredite und Forderungen entsprechen dem Barwert der geschätzten und mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz diskontierten künftigen Cashflows.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebundene derivative Finanzinstrumente sind zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" einzustufen und damit erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten zu bilanzieren. Sind diese negativ, führt dies zum Ansatz unter den finanziellen Verbindlichkeiten.

Eingesetzte derivative Finanzinstrumente werden bei Müller – Die lila Logistik AG nur zu Sicherungszwecken genutzt. Zielsetzung ist die Reduzierung von Währungs- und Zinsrisiken im operativen Geschäft und den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Alle derivativen Finanzinstrumente (im laufenden Geschäftsjahr Zinsswaps) sind nach IAS 39 am Bilanzstichtag zu Marktwerten zu bilanzieren. Diese können positiv oder negativ sein. Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente werden auf der Grundlage von Marktdaten und anerkannten Bewertungsverfahren nach den Bewertungskategorien des IFRS 13 ermittelt. Für die Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 (Hedge Accounting) eingebunden ist oder nicht. Liegt kein Hedge Accounting vor, sind die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sofort erfolgswirksam zu erfassen. Besteht hingegen eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39, wird der Besicherungszusammenhang als solcher bilanziert. Die beizulegenden Zeitwerte gehören zum 31. Dezember 2013 mit Ausnahme der langfristigen finanziellen Vermögenswerte, die der Bewertungskategorie 3 angehören, wie im Vorjahr der Bewertungskategorie 2 an.

Beim Hedge Accounting werden Veränderungen der Marktwerte der eingesetzten derivativen Finanzinstrumente und der dazu gehörenden Grundgeschäfte entweder im Ergebnis (Fair Value Hedge) oder im Sonstigen Ergebnis (Cashflow Hedge) ausgewiesen.

Ein Fair Value Hedge dient der Besicherung der beizulegenden Zeitwerte von in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten, in der Bilanz angesetzten Verbindlichkeiten oder noch nicht in der Bilanz angesetzten festen Verpflichtungen. Jede Veränderung des beizulegenden Zeitwerts des als Sicherungsinstrument eingesetzten Derivats ist erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen; der Buchwert des Grundgeschäfts ist um den auf das besicherte Risiko entfallenden Gewinn oder Verlust erfolgswirksam anzupassen (Basis Adjustment). Die Anpassungen des Buchwerts werden erst ab Auflösung der Hedge-Beziehung amortisiert.

Mittels eines Cashflow Hedge werden künftige Zahlungsströme aus in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, aus festen Verpflichtungen (im Fall von Währungsrisiken) oder aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Schwankungen abgesichert. Bei Veränderungen der Marktwerte von effektiven Cashflow Hedge Instrumenten, die zum Ausgleich künftiger Cashflow Risiken aus bereits bestehenden oder geplanten Grundgeschäften eingesetzt werden, erfolgt der Ausweis der unrealisierten Gewinne und Verluste in Höhe des eingedeckten Grundgeschäfts zunächst erfolgsneutral im kumulierten Eigenkapital. Die Ergebniswirksamkeit des abgesicherten Grundgeschäfts wird in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung abgebildet; Ergebniswirkungen über das abgesicherte Grundgeschäft hinaus werden unmittelbar zu Lasten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung gebucht. Bei ineffektiven Sicherungsbeziehungen erfolgt die Erfassung der unrealisierten Gewinne und Verluste sofort ergebniswirksam.

Die Müller – Die lila Logistik AG ist am 1. August 2012 (Valuta 1. Oktober 2012) ein Zinsderivat mit der Baden-Württembergische Bank (BW-Bank), Stuttgart, mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2015 eingegangen. Dabei handelt es sich um ein in eine nicht wirksame Sicherungsbeziehung eingebundenes, derivatives Finanzinstrument gemäß IAS 39.88, da auf Grund unterschiedlicher Fristen vom gesicherten Grundgeschäft und Zinsderivat eine formale Sicherungsbeziehung nicht gegeben ist. Der Bezugsbetrag der variablen Beträge beträgt 2.000 T€. Die Bewertung am Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 auf der Basis von Marktdaten und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle ergab einen negativen Barwert in Höhe von -13 T€ (Vorjahr: -23 T€); dieser Betrag wurde unter den finanziellen Verbindlichkeiten erfasst.

Die Müller – Die lila Logistik AG ist im Geschäftsjahr 2013 keine derivaten Finanzinstrumente im Sinne eines Cashflow Hedges eingegangen.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte zum 31. Dezember 2013 aller Finanzinstrumente pro Kategorie:

Kredite und
Forderungen
Zur Veräußerung
verfügbare
Vermögenswerte
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bewertete
Verbindlichkeiten
Angaben in T€ Buch
wert
beizu
legender
Zeitwert
Buch
wert
beizu
legender
Zeitwert
Buch
wert
beizu
legender
Zeitwert
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 669 669
Zahlungsmittel und Zahlungs
mitteläquivalente
9.261 9.261
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.180 10.180
Forderungen gegen nahestehende Personen und
Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen
105 105
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 4.416 4.416
Darlehen 13.122 12.767
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.518 4.518
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden
Personen und Unternehmen sowie Beteiligungs
unternehmen
1.181 1.181
Finanzleasing-Verpflichtungen 28 28
Finanzielle Sonstige kurzfristige Schulden 4.767 4.767
Summe 23.962 23.962 669 669 23.616 23.261

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte zum 31. Dezember 2012 aller Finanzinstrumente pro Kategorie in T€:

Kredite und
Forderungen
Zur Veräußerung
verfügbare
Vermögenswerte
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bewertete
Verbindlichkeiten
Angaben in T€ Buch
wert
beizu
legender
Zeitwert
Buch
wert
beizu
legender
Zeitwert
Buch
wert
beizu
legender
Zeitwert
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 72 72
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.081 6081
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.837 8.837
Forderungen gegen nahestehende Personen und
Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen
124 124
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 3.004 3.004
Darlehen 2.700 2.758
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.858 4.858
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden
Personen und Unternehmen sowie Beteiligungs
unternehmen
595 595
Finanzleasing-Verpflichtungen 54 54
Finanzielle Sonstige kurzfristige Schulden 4.785 4.785
Summe 18.046 18.046 72 72 12.992 13.050

Der beizulegende Zeitwert von Krediten und Forderungen entspricht im Wesentlichen dem Buchwert. Der Grund hierfür ist vor allem die in der Regel kurze Laufzeit solcher Instrumente. Bei den langfristigen Krediten und Forderungen stellt der Buchwert eine vernünftige Annäherung an den beizulegenden Zeitwert dar.

Bei den kurzfristigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten wird angenommen, dass auf Grund der kurzen Laufzeiten die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.

Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen Darlehen wurden als Barwerte der zukünftig erwarteten Cashflows ermittelt.

Bei Darlehen mit Zinsanpassungsterminen wird angenommen, dass der prognostizierte Darlehenszins annähernd den marktüblichen Zinssätzen entspricht. Demnach stellt der Buchwert dieser Darlehen im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwert dar. Bei festverzinslichen Darlehen werden zur Diskontierung Zinssätze verwendet, die das allgemeine Marktzinsniveau beinhalten.

Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten wurden in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung mit Nettoergebnissen in Höhe von 46 T€ (Vorjahr: -112 T€) erfasst. Hiervon entfallen Gewinne auf Derivate mit 10 T€ (Vorjahr: Verluste in Höhe von -31 T€), die nicht in ein Hedge Accounting einbezogen wurden. Nettogewinne bzw. -verluste aus Derivaten beinhalten die Effekte aus Marktwertänderungen, die in voller Höhe im Ergebnis der Periode erfasst werden.Die Nettoergebnisse enthalten weder Zinsergebnisse noch Ergebnisse aus der Fremdwährungsumrechnung.

Die Gesamtzinserträge für finanzielle Vermögenswerte betragen 64 T€ (Vorjahr: 106 T€). In den Zinserträgen sind Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von 9 T€ (Vorjahr: 42 T€) enthalten. Die Gesamtzinsaufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten betragen -515 T€ (Vorjahr: -311 T€). In den Finanzierungsaufwendungen sind per Saldo Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von -28 T€ (Vorjahr: Erträge in Höhe von 89 T€) sowie Erträge aus zu Handelszwecken gehaltenen Vermögenswerten in Höhe von 10 T€ (Vorjahr: Aufwendungen in Höhe -31 T€) enthalten. Des Weiteren sind in den Gesamtzinsaufwendungen des Geschäftsjahres 2013 weitere Aufwendungen für das Factoring in Höhe von -99 T€ (Vorjahr: -92 T€) sowie aus Aufwendungen aus der Verzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von -178 T€ (Vorjahr: -70 T€) enthalten.

Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen beinhalten im Wesentlichen Ergebnisse aus Wertminderungen und Zuschreibungen, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen werden.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Tatsächliche Ertragsteuern werden nach den einschlägigen steuerlichen Vorschriften in den jeweiligen Ländern bilanziert. Dabei ist für jedes Steuersubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen. Des Weiteren sind die temporären Differenzen aus der abweichenden Behandlung bestimmter Bilanzpositionen zwischen den lokalen steuerrechtlichen Abschlüssen und dem IFRS-Konzernabschluss zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese grundsätzlich zum Ansatz von latenten Steuern.

Latente Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden nach dem bilanzorientierten Ansatz (Liability Method) im Einklang mit den Bestimmungen des IAS 12 "Ertragsteuern" ermittelt. Zur Berücksichtigung der steuerlichen Folgen von Unterschieden zwischen Wertansätzen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der IFRS-Bilanz und den entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen sowie steuerlicher Verlustvorträge werden latente Steuern gebildet.

Die Höhe der latenten Steuern richtet sich dabei nach den Steuersätzen für den steuerlichen Gewinn in dem Jahr, in dem die Unterschiede wahrscheinlich ausgeglichen werden. Aktive latente Steuern werden erforderlichenfalls auf den wahrscheinlich realisierbaren Betrag reduziert. Die Auswirkung von Änderungen der Steuersätze auf aktive oder passive latente Steuern wird in dem Zeitraum berücksichtigt, in dem die Änderung beschlossen wird.

Unter den Ertragsteuern sind die für den Berichtszeitraum zu zahlenden oder von den Finanzbehörden zu erstattenden Steuern zuzüglich bzw. abzüglich der Veränderungen bei den latenten Steuern ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach IAS 19 (rev. 2011). Bei den Versorgungszusagen in der Lila Logistik Gruppe handelt es sich um beitragsorientierte Systeme und leistungsorientierte Zusagen. Die Ermittlung der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Zusagen erfolgt nach der sogenannten Projected Unit Credit Method (Anwartschaftsbarwertverfahren). Bei diesem Verfahren sind neben den am Bilanzstichtag bereits bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch die in der Zukunft bei vorsichtiger Einschätzung erwarteten Steigerungen der Arbeitsentgelte und Altersbezüge zu berücksichtigen. Die Berechnung beruht auf jährlich zu erstellenden versicherungsmathematischen Gutachten unter Beachtung der biometrischen Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für den arbeitnehmerfinanzierten Teil der Pensionsverpflichtungen wurde eine Versicherung abgeschlossen. Der Rückdeckungsanspruch entspricht dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital der Versicherungsgesellschaft. Daneben bestehen Rückdeckungsversicherungen für Einzelzusagen. Auf dieser Basis werden die Rückstellungen für rückgedeckte Pensionsverpflichtungen entsprechend des IAS 19 mit dem Planvermögen saldiert. Der Dienstzeitaufwand, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung wie auch die Erträge aus Fondvermögen werden im Personalaufwand saldiert ausgewiesen. Pensionsverpflichtungen werden grundsätzlich als langfristig angesehen.

Umsatz-, Ertragsrealisierung und Aufwandserfassung

Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und stellen die Beträge dar, die für Dienstleistungen im normalen Geschäftsablauf zu erhalten sind. Davon sind Preisnachlässe, Skonti und Umsatzsteuer abgesetzt.

Umsätze werden in dem Zeitpunkt erfasst, in dem die Logistikdienstleistungen erbracht sind und die Höhe des Umsatzes verlässlich bestimmt werden kann.

Die Erlöse aus Beratungsleistungen (Lila Consult) inklusive der Erlöse mit anderen Segmenten belaufen sich auf 5.485 T€ (Vorjahr: 6.059 T€). Die Erlöse aus Logistikdienstleistungen im Segment Lila Operating inklusive der Erlöse mit anderen Segmenten belaufen sich auf 96.300 T€ (Vorjahr: 89.208 T€). Hierzu verweisen wir auf Punkt 26 "Segmentinformationen".

Umsätze aus Speditionslogistik werden realisiert, sobald das Speditionsgut überbracht wurde, aus Kontraktlogistik, sobald die einzeln definierte Dienstleistung fertig gestellt und bei Beratungsleistungen, wenn die vertraglichen Bestandteile durchgeführt wurden.

Insgesamt werden Aufwendungen erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen wirtschaftliche Ressourcen abfließen werden.

Finanzierungskosten werden in der Periode, in der sie angefallen sind, erfolgswirksam erfasst, soweit es sich nicht um qualifizierte Vermögenswerte handelt.

Ergebnis je Aktie

Verwässertes/Unverwässertes Ergebnis je Aktie 2013 2012
Konzernüberschuss (in T€) 3.360 3.267
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien
(in Tausend Stück)
7.956 7.956
Verwässertes/Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 0,42 0,41

Ein Unterschied zwischen verwässertem und unverwässertem Ergebnis je Aktie besteht nicht.

Unternehmenstransaktionen

Einem Gesellschafter der ehemaligen Emporias Management Consulting GmbH wurde im Zuge der Umwandlung in die Rechtsform der GmbH & Co. KG im Geschäftsjahr 2010 eine Call-Option zum Erwerb weiterer Anteile (bis zu 15 % am Kommanditkapital) an dieser Gesellschaft eingeräumt. Die Option kann in Tranchen frühestens im Januar 2013 und bis spätestens 31. Januar 2015 schriftlich ausgeübt werden. Ebenso kann dieser Gesellschafter an der entsprechenden Komplementär-GmbH die Mehrheit der Anteile am Stammkapital erwerben. Die Optionsgewährung hatte wie im Vorjahr keine bilanziellen Konsequenzen auf den Konzernabschluss der Müller – Die lila Logistik AG. Eine Optionsausübung jeweils im Januar 2013 und 2014 ist nicht erfolgt.

Gesellschafter von Personenhandelsgesellschaften haben nach §§ 131 f. HGB i. V. m. § 723 BGB ein ordentliches gesetzliches Kündigungsrecht, das durch den Gesellschaftsvertrag ausgestaltet, aber grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden darf. Ein gesetzliches Kündigungsrecht des Gesellschafters ist wie ein vertragliches Kündigungsrecht im Sinne von IAS 32.18(b) i. V. m. IAS 32.13 zu beurteilen. Das Ausscheiden durch Kündigung führt zu einem Abfindungsanspruch des bisherigen Gesellschafters gegenüber der Gesellschaft und den übrigen Gesellschaftern. Das Kündigungsrecht des Gesellschafters ist ein Inhaberkündigungsrecht im Sinne von IAS 32.18(b), sodass Einlagen in deutsche Personenhandelsgesellschaften grundsätzlich nicht als Eigenkapital, sondern als Fremdkapital zu klassifizieren sind.

Die Klassifikation als Fremdkapital lässt sich durch vertragliche Regelungen nicht verhindern, wonach

  • die Mitgesellschafter beim Ausscheiden des Gesellschafters zur Übernahme der Anteile verpflichtet sind (Andienungsrecht) oder
  • sich der Auseinandersetzungsanspruch des ausgeschiedenen Gesellschafters allein gegen die verbleibenden Gesellschafter richtet,

sofern eine subsidiäre Verpflichtung der Gesellschaft nicht ausgeschlossen werden kann.

Für die Erstbewertung der Verbindlichkeit aus dem etwaigen Abfindungsanspruch des ausscheidenden Gesellschafters ist der Barwert der etwaigen Abfindungsverpflichtung als beizulegender Zeitwert heranzuziehen. Dieser Wert darf nicht niedriger sein als der maximal an den Anteilseigner bei Kündigung rückzahlbare Betrag, diskontiert ab dem Tag, zu dem der Betrag bei Kündigung frühestens zurückgezahlt werden müsste. Die Folgebewertung ist nach IAS 39 vorzunehmen.

Der Anteil der anderen Gesellschafter wurde wie im Vorjahr unter dem Posten "Veränderung aus den den anderen Gesellschafter zuzurechnenden Nettovermögenswerten" verbucht. Insgesamt hat sich zum 31. Dezember 2013 eine Verbindlichkeit aus den anderen Gesellschaftern zuzurechnenden Nettovermögenswerten in Höhe von 1.241 T€ ergeben (Vorjahr: 1.249 T€).

Im ersten Quartal 2013 wurden die Gesellschaften Müller – Die lila Logistik Südost GmbH & Co. KG, Müller – Die lila Logistik Süd GmbH & Co. KG sowie die MLS Verwaltung GmbH, jeweils mit Sitz in Besigheim gegründet. Die Gesellschaften sind 100%ige Tochtergesellschaften der Müller – Die lila Logistik AG und wurden im Februar 2013 ins Handelsregister eingetragen.

Mit Wirkung zum 1. Juli 2013 wurde durch die Müller – Die lila Logistik AG die Electrolux Logistics GmbH von der Electrolux Hausgeräte GmbH zu 100 % übernommen und anschließend in die Müller – Die lila Logistik Electronics GmbH umfirmiert. Durch den Kauf entstand ein immaterieller Vermögenswert auf die Kundenbeziehung in Höhe von 938 T€, der entsprechend der Laufzeit des Kundenvertrags abgeschrieben wird. Zum Bilanzstichtag überprüft die Müller – Die lila Logistik AG regelmäßig die Buchwerte der Finanzanlagen und immateriellen Vermögenswerte dahingehend, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Wertveränderung eingetreten sein könnte (Impairment Test). Im Geschäftsjahr 2013 wurde auf Grund der zukünftigen kalkulierten Ergebnisse eine Wertminderung vorgenommen. Weitere Ausführungen sind dem Punkt 11 "Abschreibungen und Wertminderungen" zu entnehmen.

Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt

Angaben in T€
Gesamtanschaffungskosten 1.500
Immaterielle Vermögenswerte 938
Anlagevermögen 154
Sonstige langfristige Vermögenswerte 20
Forderungen 1.745
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 54
Aktive latente Steuern 435
Langfristige Schulden 1.404
Kurzfristige Schulden 146
Passive latente Steuern 296
Reinvermögen 1.500

Die Müller – Die lila Logistik Austria GmbH in Graz wurde im dritten Quartal 2013 aus dem Firmenbuchregister der Republik Österreich gelöscht. Das restliche Vermögen der Müller – Die lila Logistik Austria GmbH wurde an die Müller – Die lila Logistik AG im vierten Quartal 2013 überwiesen. Für die Lila Logistik Gruppe entstand ein Beteiligungsverlust in Höhe von 8 T€.

Bezüglich weiterer Unternehmensgründungen bzw. Unternehmenserwerbe verweisen wir auf die Ausführungen unter Punkt 4 "Konsolidierungskreis und -methoden".

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

7. Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Erlösschmälerungen wie Rabatte und Skonti werden umsatzmindernd gebucht. Die Umsatzerlöse wurden mit Dienstleistungen in den Bereichen Speditions- und Kontraktlogistik (Lila Operating) und mit Beratungsleistungen (Lila Consult) erzielt und gliedern sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

2013
T€
2013
%
2012
T€
2012
%
Umsätze in Deutschland 71.972 72,1 73.489 78,2
Umsätze im Ausland 27.863 27,9 20.516 21,8
Gesamt 99.835 100,0 94.005 100,0

Die geografische Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach dem Sitz der Kunden. Der Anstieg des Auslandsumsatzes resultiert im Wesentlichen aus der Übertragung von Verträgen eines Kunden ins europäische Ausland.

8. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge der Geschäftsjahre 2013 und 2012 enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und sonstigen Schuldposten in Höhe von 1.081 T€ (Vorjahr: 935 T€), Versicherungsentschädigungen in Höhe von 201 T€ (Vorjahr: 117 T€), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von 113 T€ (Vorjahr: 168 T€), Erträge aus Schadenserstattungen in Höhe von 74 T€ (Vorjahr: 72 T€) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 66 T€ (Vorjahr: 106 T€).

9. Personalaufwand

Der Personalaufwand zeigt folgende Aufteilung:

Angaben in T€ 2013 2012
Löhne und Gehälter -31.851 -28.970
Soziale Abgaben -3.271 -3.338
Aufwendungen für Altersversorgung -2.605 -2.147
Gesamt -37.727 -34.455

10. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 unter anderem die folgenden wesentlichen Posten: Miet- und Raumkosten in Höhe von -8.466 T€ (Vorjahr: -6.856 T€), Fremdpersonalkosten und Fremdarbeiten in Höhe von -6.702 T€ (Vorjahr: -6.202 T€), Fahrzeugkosten in Höhe von -4.452 T€ (Vorjahr: -3.980 T€), IT- und Kommunikationskosten in Höhe von -1.698 T€ (Vorjahr: -1.623 T€), Abschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von -1.115 T€ (Vorjahr: -983 T€), Werbe- und Reisekosten in Höhe von -991 T€ (Vorjahr: -1.100 T€), Schadensaufwendungen in Höhe von -819 T€ (Vorjahr: -1.197 T€), sowie Versicherungsbeiträge und Abgaben in Höhe von -766 T€ (Vorjahr: -691 T€).

11. Abschreibungen und Wertminderungen

Angaben in T€ 2013 2012
Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten -255 -200
Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten -379 0
Abschreibungen auf Sachanlagen -1.536 -1.358
Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten -483
Gesamt -2.170 -2.041

Im Geschäftsjahr 2013 wurden Abschreibungen von langfristigen Vermögenswerten aus Kundenbeziehungen entsprechend der Laufzeit der Kundenbeziehung in Höhe von -59 T€ vorgenommen (Vorjahr: 0 T€). Auf Grund des durchgeführten Impairment Test wurde zudem eine Wertminderung des Auftragsbestands in Höhe von -379 T€ vorgenommen (Vorjahr: 0 T€).

Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten fielen im Geschäftsjahr 2013 nicht an. Bezüglich der Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten im Vorjahr verweisen wir auf Punkt 13 "Langfristige Vermögenswerte".

12. Ertragsteuern

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden im Inland die Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlags und die Gewerbesteuer sowie im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen.

Steuerabgrenzungen resultieren in den Einzelbilanzen aus der erwarteten Nutzung steuerlicher Verlustvorträge und aus Unterschieden bei den Wertansätzen von IFRS- und Steuerbilanz, sowie aus Konsolidierungsvorgängen. Ihre Berechnung erfolgt nach IAS 12.

Die im Geschäftsjahr zu Grunde gelegte Gewerbesteuer betrug wie im Vorjahr 14,07 %. Bei der Muttergesellschaft wurde, ebenfalls wie im Vorjahr, ein Körperschaftsteuersatz von 15,00 % zuzüglich einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % angesetzt. Insgesamt hat sich hieraus ein Konzernsteuersatz von 29,89 % ergeben (Vorjahr ebenfalls 29,89 %). Die Besteuerung im Ausland wird zu den in diesen Ländern geltenden Steuersätzen berechnet und liegt bei 19 % (Vorjahr: 19 %). Die Ertragsteuern gliedern sich nach ihrer Herkunft wie folgt:

Einkommen- und Ertragsteuern

Angaben in T€ 2013 2012
Gezahlte bzw. geschuldete Steuern (saldiert) -763 -879
- davon Ausland -105 +107
Latenter Steueraufwand 164 -353
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -599 -1.232

Die Ertragsteuern enthalten saldiert Steuererträge aus früheren Perioden in Höhe von 10 T€ (Vorjahr: 249 T€).

Die latenten Steueraufwendungen beruhen insgesamt auf temporären Unterschieden bzw. der Umkehr derselben. Im Vorjahr ergab sich aus der Änderung des Gewerbesteuersatzes ein latenter Steuerertrag von 131 T€.

Die Überleitung zwischen den Beträgen bei Anwendung eines Steuersatzes von 29,89 % (Vorjahr: 29,89 %) für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2013 zum Ergebnis vor Ertragsteuern und tatsächlichem Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:

Angaben in T€ 2013 2012
Erwarteter Steueraufwand -1.183 -1.343
Steuerfreie Erträge 376 872
Unterschiede in lokalen Steuersätzen -221 282
Verlustvorträge 737 -414
Sonstige temporäre Unterschiede 156 25
Periodenfremder Steuerertrag 10 237
Auswirkung Steuersatzänderung 131
Nicht abziehbare Betriebsausgaben -355 -706
Übrige -119 -316
Ertragsteueraufwand -599 -1.232

Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

AKTIVE latente Steuern

Angaben in T€ 31.12.2013 31.12.2012
Steuerliche Verlustvorträge 22 180
Sonstige Verbindlichkeiten 65 58
Rückstellungen 859 301
Sonstige Vermögenswerte 0 18
Übrige 3 0
Aktive latente Steuern, gesamt 949 557

Passive latente Steuern

Angaben in T€ 31.12.2013 31.12.2012
Immaterielle Vermögenswerte 157 0
Geschäfts- oder Firmenwerte 613 588
Sachanlagevermögen 1.229 1.352
Übrige 0 7
Passive latente Steuern, gesamt 1.999 1.947
Latente Steuern, saldiert 1.050 1.390

Die aktiven und passiven latenten Steuern wurden in den Konzernbilanzen zum 31. Dezember 2013 und 2012 wie folgt ausgewiesen:

Aufteilung der latenten Steuern

Angaben in T€ 31.12.2013 31.12.2012
Aktive latente Steuern 577 358
Passive latente Steuern 1.627 1.748
Latente Steuern, saldiert 1.050 1.390

Für Körperschaftsteuerzwecke können Verluste in Deutschland seit 2004 ein Jahr zurück- und unbefristet vorgetragen werden. Für Gewerbesteuerzwecke können Verluste nur unbefristet vorgetragen werden.

Am 31. Dezember 2013 verfügte die Müller – Die lila Logistik AG und ihre Tochtergesellschaften über steuerliche Verlustvorträge unter Berücksichtigung der Jahresergebnisse 2013 für Körperschaftsteuerzwecke beziehungsweise vergleichbarer ausländischer Steuern in Höhe von 184 T€ (Vorjahr: 1.682 T€) und für Gewerbesteuerzwecke in Höhe von 5.914 T€ (Vorjahr: 5.809 T€), die unbefristet vorgetragen werden können.

Konzernlagebericht

Es wurden Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge zum 31. Dezember 2013 in Höhe von 36 T€ (Vorjahr: 270 T€) gebildet. Nutzbare Verlustvorträge, auf die keine aktiven latente Steuern gebildet wurden, bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 5.706 T€ (Vorjahr: 4.276 T€) für Gewerbesteuer sowie in Höhe von 0 T€ für Körperschaftssteuer (Vorjahr: 281 T€) und sind unbegrenzt vortragsfähig.

In dem Sonstigen Ergebnis sind keine latenten Steueraufwendungen enthalten (Vorjahr: ebenfalls 0 T€).

Erläuterungen zur Konzernbilanz

13. Langfristige Vermögenswerte

Die Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte innerhalb des Konzerns ist aus der Konzern-Entwicklung des Anlagevermögens ersichtlich.

Zum 1. Dezember 2011 wurde von der Müller – Die lila Logistik Immobilien GmbH & Co. KG ein Grundstück zwecks Erweiterung des bestehenden Logistikgebäudes am Firmensitz in Besigheim gekauft. Das Grundstück hat zum 31. Dezember 2013 einen Buchwert von 3.002 T€ (Vorjahr: 2.942 T€); die Erhöhung des Buchwertes zum Vorjahr ergab sich durch Aktivierungen von Anlagen im Bau in Höhe von 60 T€. Als Besicherung für die darlehensgebenden Banken wurden insgesamt Grundschulden in Höhe von 2.700 T€ eingetragen.

Im Dezember 2012 wurde die seit 2006 durch eine Tochtergesellschaft angemietete und bewirtschaftete Logistikimmobilie in Bünde durch die Müller – Die lila Logistik AG gekauft. Die Logistikimmobilie hat zum 31. Dezember 2013 einen Buchwert von 5.592 T€ (Vorjahr: 5.468 T€); die Erhöhung des Buchwertes zum Vorjahr ergab sich durch Aktivierung der Dachsanierung. Die Abschreibung erfolgt im Komponentenansatz. Die Gebäude (ohne Dach) werden mit jährlich 4,0 % linear abgeschrieben, das Dach wird jährlich mit 6,7 % linear abgeschrieben und die Abschreibung der Außenanlagen erfolgt mit jährlich 12,5 % ebenfalls linear. Als Besicherung für die darlehensgebenden Banken wurden insgesamt Grundschulden in Höhe von 4.800 T€ eingetragen.

Seit Sommer 2013 wird eine Logistikimmobilie errichtet. In den Anschaffungskosten sind aktivierte Bauzeitzinsen in Höhe von 59 T€ enthalten; der für die Bauzeitzinsen zu Grunde liegende Zinssatz beträgt 2,25 %. Die Fertigstellung der Logistikimmobilie und die gewerbliche Nutzung erfolgt voraussichtlich im Frühjahr 2014. Als Besicherung für die darlehensgebenden Banken wurden insgesamt Grundschulden in Höhe von 6.500 T€ vereinbart.

Beim Impairment Test wurden die erwarteten Cashflows der Geschäftsbereiche aus der Planung abgeleitet, die einen Zeitraum von drei Jahren umfasst. Für die sich daran anschließenden Zeiträume wird das geplante Wachstum – mit Ausnahme der unten erwähnten Tochtergesellschaft – mit einer Wachstumsrate von 1,5 % im Diskontierungszinssatz berücksichtigt. Der Planung liegen insbesondere Annahmen hinsichtlich makroökonomischer Basisdaten und Erfahrungswerte bezüglich der Entwicklung von Verkaufspreisen, Personalkosten und Energiepreisen zu Grunde. Die Cashflows für die Zahlungsmittel generierenden Einheiten wurden mit Zinssätzen von 7,5 % (Vorjahr: 6,4 %) abgezinst. Im Geschäftsjahr 2013 ergaben sich bei der Durchführung der Impairment Tests Wertminderungsaufwendungen in einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit in Höhe von -379 T€ (Vorjahr: -483 T€). Beim Kauf eines Tochterunternehmens entstand im 3. Quartal 2013 ein immaterieller Vermögenswert auf den Auftragsbestand in Höhe von 938 T€, der entsprechend der Laufzeit des Kundenvertrags über acht Jahre abgeschrieben wird. Im Geschäftsjahr 2013 wurde auf Grund der zukünftigen kalkulierten Ergebnisse eine Wertminderung in Höhe von -379 T€ vorgenommen. Der Buchwert des immateriellen Vermögenswertes auf die Kundenbeziehung betrug 500 T€ zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013. Die Wertminderung wurde in der Segmentberichterstattung in den zentralen Posten/Sonstiges der Überleitung und in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter dem Posten "Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten des Anlagevermögens und Sachanlagen" erfasst.

Im Vorjahr ergaben sich Wertminderungen in einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit in Höhe von -483 T€. Die betroffene zahlungsmittelgenerierende Einheit ergab sich aus dem Erwerb eines Standorts in der Vergangenheit. Der im Zuge der Impairment Tests ermittelte Betrag stellt den Nutzungswert dar. Die Wertminderung ergab sich auf Grund der Anpassung der mittelfristigen Finanzplanung wegen der vorgesehenen Produktionsverlagerung eines Kunden. Die Wertminderung wurde in der Segmentberichterstattung in den zentralen Posten/Sonstiges der Überleitung und in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter dem Posten "Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten" gesondert erfasst.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte verteilen sich auf folgende Zahlungsmittel generierende Einheiten wie folgt:

Angaben in T€ 31.12.2013 31.12.2012
Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG 4.500 4.500
Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH 4.044 4.044
Emporias Management Consulting GmbH & Co. KG 727 727
Gesamt 9.271 9.271

Aufteilung Geschäfts- oder Firmenwerte

14. Vorräte

Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten bewertet, sofern der Nettoveräußerungswert nicht geringer ist. Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Hierbei wird auf den am Bilanzstichtag jeweils niedrigeren Betrag aus Herstellungskosten oder Nettoveräußerungswert abgestellt. Als Nettoveräußerungswert werden die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse vermindert um die bis zum Verkauf anfallenden Kosten angesetzt.

Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten (Gehälter) und die dem Leistungserstellungsprozess zuzurechnenden Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht berücksichtigt. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang Abwertungen vorgenommen. Für die am jeweiligen Bilanzstichtag vorhandenen Vorräte waren keine Abwertungen erforderlich. Die Vorräte in Form von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen betrugen zum Bilanzstichtag 59 T€ (Vorjahr: 54 T€).

15. Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 10.180 T€ (Vorjahr: 8.837 T€) sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Darin enthalten sind Wertberichtigungen in Höhe von 67 T€ (Vorjahr: 188 T€). Bei bestehenden Ausfall- und Transferrisiken werden die Forderungen mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag angesetzt. Dies spiegelt sich in Form von durchgeführten Einzelwertberichtigungen wider.

Seit dem Geschäftsjahr 2008 wurden für verschiedene Gesellschaften der Lila Logistik Gruppe Factoring-Verträge abgeschlossen. Gründe für das Factoring waren zum einen den im Laufe der Zeit deutlich gestiegenen Forderungsgesamtbestand zu reduzieren und zum anderen die generellen Vorteile von Factoring in Anspruch zu nehmen. Zum Bilanzstichtag belief sich die Summe der verkauften offenen Posten auf 6.281 T€ (Vorjahr: 6.679 T€).

Wertberichtigungen werden auf separaten Wertberichtigungskonten innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Das Wertberichtigungskonto für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich wie folgt entwickelt:

Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Angaben in T€ 2013 2012
Stand 1.1. 188 86
Inanspruchnahme -55 -8
Auflösung -111 -62
Zuführung 45 172
Stand 31.12. 67 188

Alle Aufwendungen und Erträge aus Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen.

Die Altersstruktur der überfälligen Forderungen, welche nicht einzelwertberichtigt sind, stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Altersstruktur der überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Angaben in T€ 31.12.2013 31.12.2012
Seit 1 bis 30 Tagen fällig 1.254 793
Seit 31 bis 60 Tagen fällig 185 44
Seit 61 bis 90 Tagen fällig 3 29
Seit mehr als 90 Tagen fällig 9 2

Für den Bestand der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen wurden zum Abschlussstichtag keine Anzeichen dafür identifiziert, die darauf schließen lassen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die zum Stichtag 31. Dezember 2013 offenen Forderungen wurden im Wesentlichen fristgerecht bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses ausgeglichen.

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

16. Zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte

Zum Bilanzstichtag lagen wie im Vorjahr keine zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte vor.

17. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Bei Zahlungsmitteln in der Berichtswährung entspricht der ausgewiesene Wert dem Nominalwert der flüssigen Mittel. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für Fremdwährungsbestände wird durch Umrechnung mit dem Stichtagskurs vorgenommen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich wie folgt zusammen:

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Angaben in T€ 31.12.2013 31.12.2012
Kassenbestand 11 16
Guthaben bei Kreditinstituten 9.250 6.065
Gesamt 9.261 6.081

Die Gründe für die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind in der Kapitalflussrechnung ausgewiesen. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung werden alle Zahlungsmittel mit einer Laufzeit bis zu drei Monaten als liquide Mittel ausgewiesen.

18. Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von 4.416 T€ (Vorjahr: 3.004 T€) enthalten im Wesentlichen Forderungen aus debitorischen Kreditoren, Steuerforderungen, Forderungen gegen Mitarbeiter und Vorauszahlungen. Die finanziellen sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte betragen 2.320 T€ (Vorjahr: 2.064 T€); die nicht finanziellen sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte betragen 2.096 T€ (Vorjahr: 940 T€).

19. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der Müller – Die lila Logistik AG betrug zum 31. Dezember 2013 insgesamt 7.956 T€. Die Aktien lauten auf den Inhaber und sind in 7.955.750 Aktien mit Nennwert von je 1 € eingeteilt.

Genehmigtes Kapital

Die Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 hat die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals beschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 23. Juni 2015 in Höhe von bis zu 3.978 T€ durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach zu erhöhen.

Nach dem Aktiengesetz ist der zur Ausschüttung an die Gesellschafter verfügbare Dividendenbetrag vom Eigenkapital des Unternehmens abhängig, wie es im Jahresabschluss der Muttergesellschaft entsprechend des deutschen Handelsgesetzbuches ausgewiesen wird. Dividenden können nur in der Höhe des Bilanzgewinns ausgeschüttet werden. Diese Beträge weichen vom IFRS-Konzernabschluss ab. Zum 31. Dezember 2013 betrug der Bilanzgewinn der Müller – Die lila Logistik AG 7.019 T€ (Vorjahr: 6.435 T€).

Dividendenausschüttung

Vorstand und Aufsichtsrat der Müller – Die lila Logistik AG beabsichtigen, der Hauptversammlung am 4. Juni 2014 vorzuschlagen, von dem Bilanzgewinn der Muttergesellschaft eine dem Vorjahr entsprechende Dividende von 0,15 € je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Anteile andere Gesellschafter

Die Anteile übriger Gesellschafter betreffen Fremdanteile am Eigenkapital einer inländischen Tochtergesellschaft.

Kumuliertes übriges Eigenkapital

Das kumulierte übrige Eigenkapital in Höhe von -2.224 T€ (Vorjahr: -2.008 T€) besteht aus Differenzen aus der Währungsumrechnung der polnischen Tochtergesellschaften und Beträgen durch den Entfall des Korridorverfahrens nach IAS 19.

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist aus der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich. Die Gesamtergebnisdarstellung beinhaltet das Konzernergebnis und die Veränderung des kumulierten übrigen Eigenkapitals.

20. Pensionsrückstellungen

In der Lila Logistik Gruppe gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Versorgungssysteme. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen beschränkt sich die Verpflichtung der jeweiligen Unternehmen darauf, die jeweils vereinbarten Beträge zu entrichten. Bei den leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung gegenüber berechtigten aktiven und früheren Mitarbeitern sowie deren Hinterbliebenen, die zugesagten Leistungen zu erfüllen.

Den Vorstandsmitgliedern und einem ehemaligen Vorstandsmitglied der Muttergesellschaft sowie einem aktiven und einem ehemaligen Geschäftsführer von Tochtergesellschaften sind Pensionszusagen erteilt worden. Die Höhe der Pensionen ist vertraglich geregelt und kann sich mit der Dauer der Zugehörigkeit zur Gesellschaft erhöhen. Obwohl nach deutschem Recht keine Verpflichtung besteht, diese Zusagen durch getrennte Vermögenswerte abzusichern, sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen worden. Der Aktivwert der Versicherungen ist als sogenanntes Plan Asset im Sinne von IAS 19 (revised 2004) qualifiziert und mit der Rückstellung saldiert. Des Weiteren sind Mitarbeitern Pensionszusagen erteilt worden, deren Höhe in einer Rentenordnung geregelt ist und die sich mit Dauer der Betriebszugehörigkeit erhöht.

Die Rückstellungen für Pensionen sind grundsätzlich gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt, und zwar unter Berücksichtigung der künftigen vorhersehbaren Entwicklungen. Bei allen leistungsorientierten Versorgungssystemen sind versicherungsmathematische Annahmen unumgänglich. Neben der Lebenserwartung, die sich im Inland aus den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ergibt, wurden in den versicherungsmathematischen Berechnungen folgende Ansätze gewählt:

Aktuarielle Annahmen

Angaben in % 2013 2012
Diskontierungszinssatz 3,50 3,50
Fluktuationsrate 0,00 und 1,00 0,00 und 1,00
Rententrend 0,00 bis 2,00 0,00 bis 2,00
Erwartete Rendite aus Planvermögen 3,50 3,50
Erwartete Gehaltssteigerung 0,00 0,00

Die erwartete Rendite des Planvermögens ist abgeleitet aus der Portfoliostruktur des Planvermögens in Verbindung mit den verfügbaren Marktrenditen vergleichbarer Investitionen. Der Nettoaufwand für die Pensionsaufwendungen gliedert sich wie folgt:

Nettoaufwand Pensionspläne

Angaben in T€ 2013 2012*
Periodischer Dienstzeitaufwand 126 69
Zinsaufwand 178 128
Erwartete Rendite aus dem Planvermögen -86 -77
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand
Nettoaufwand 218 120

* Vorjahr wurde auf Grund der erstmaligen Anwendung von IAS 19.93A angepasst.

Der periodische Dienstzeitaufwand wurde im Personalaufwand verbucht. Der Zinsaufwand und die erwartete Rendite aus dem Planvermögen wurden in den Finanzierungsaufwendungen erfasst.

Die tatsächlichen Aufwendungen/Erträge aus dem Planvermögen haben sich auf -15 T€ (Vorjahr: 69 T€) belaufen.

Bilanzierte Nettoverpflichtung der Pensionspläne

Angaben in T€ 2013 2012*
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 7.013 3.573
Wert des Planvermögens -3.753 -1.841
Anwartschaftsbarwert nach Abzug des Fondsvermögens 3.260 1.732
Bilanzierte Nettoverpflichtung der Pensionspläne 3.260 1.732

* Vorjahr wurde auf Grund der erstmaligen Anwendung von IAS 19.93A angepasst.

Der Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen hat sich wie folgt entwickelt:

Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen

Angaben in T€ 2013 2012*
Anwartschaftsbarwert zum 1.1. 3.573 2.597
Anwartschaftsbarwert durch Unternehmenstransaktionen 3.144
Periodischer Dienstzeitaufwand 127 69
Zinsaufwand 178 128
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) 111 861
Neu entstandener nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 8
Rentenzahlungen -120 -90
Anwartschaftsbarwert zum 31.12. 7.013 3.573

* Vorjahr wurde auf Grund der erstmaligen Anwendung von IAS 19.93A angepasst.

Der Wert des Planvermögens hat sich wie folgt entwickelt:

Wert des Planvermögens

Angaben in T€ 2013 2012*
Planvermögen zum 1.1. 1.841 1.916
Planvermögen durch Unternehmenstransaktionen 1.773
Amortisierte Gewinne
Erwarteter Ertrag 86 77
Einzahlungen durch den Arbeitgeber 118 96
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (-) -15 -7
Auszahlungen -50 -241
Wert des Planvermögens zum 31.12. 3.753 1.841

* Vorjahr wurde auf Grund der erstmaligen Anwendung von IAS 19.93A angepasst

Durch den Unternehmenserwerb der Electrolux Logistics GmbH (der heutigen Müller – Die lila Logistik Electronics GmbH) wurde zum 1. Juli 2013 ein Anwartschaftsbarwert in Höhe von 3.144 T€ und ein Planvermögen von 1.773 T€ übernommen.

Das Planvermögen besteht aus Treuhandvermögen und Rückdeckungsversicherungen. Die Rückdeckungsversicherungen sind an die Versorgungsberechtigten verpfändet. Für das Geschäftsjahr 2014 beläuft sich die bestmögliche Schätzung der Beträge, die erwartungsgemäß in den Plan eingezahlt werden auf 118 T€ (Vorjahr: 96 T€).

Die Entwicklung des Anwartschaftsbarwertes und des Planvermögens für die laufende Berichtsperiode und die vier vorangegangenen Berichtsperioden stellt sich wie folgt dar:

Entwicklung Anwartschaftsbarwerte und Planvermögen

2013 2012* 2011 2010 2009
7.013 3.573 2.597 2.557 2.174
3.753 1.841 1.901 1.759 1.646
3.260 1.732 696 798 528
-210 -329 -60
27 12
3.260 1.732 513 481 468
-111 -861 80 -262 -206
-15 -7 34 8 9

* Vorjahr wurde auf Grund der erstmaligen Anwendung von IAS 19.93A angepasst.

Des Weiteren besteht für ein Mitglied des Vorstands eine beitragsorientierte Zusage über eine rückgedeckte Unterstützungskasse. Die Beiträge für 2013 belaufen sich wie im Vorjahr auf 6 T€.

Zahlungen für beitragsorientierte Zusagen sowie Beiträge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen werden als Aufwand der Periode erfasst. Im Geschäftsjahr 2013 wurden dafür -2.605 T€ (Vorjahr: -2.147 T€) geleistet.

21. Sonstige Rückstellungen

Die Darstellung der sonstigen Rückstellungen weist folgendes Bild auf:

Rückstellungen

Angaben in T€ Stand
1.1.2013
Verbrauch Auflösung Zuführung Stand
31.12.2013
Langfristige Rückstellungen 158 36 194
Schadensrückstellungen 1.120 117 679 428 752
Personalrückstellungen 414 389 25 756 756
Kurzfristige Rückstellungen 1.534 506 704 1.184 1.508
Rückstellungen, gesamt 1.692 506 704 1.220 1.702

In den langfristigen Rückstellungen sind Rückstellungen aus Altersteilzeit und Archivierungsrückstellungen enthalten. Bei der Bewertung der langfristigen Rückstellungen wurde die bestmögliche Schätzung der Ausgaben, die zur Erfüllungen der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind, zu Grunde gelegt. Preissteigerungen, die bis zum Erfüllungszeitpunkt erwartet werden, fließen in die Bewertung ein. Der Zinseffekt dieser Rückstellungen ist nicht wesentlich.

Die kurzfristigen Rückstellungen enthalten die oben abgebildeten Schadens- und Personalrückstellungen, wobei die Schadensrückstellungen in Höhe der geschätzten Zahlungen für Schäden gebildet sind, die im Geschäftsjahr 2013 und in Vorjahren verursacht, aber noch nicht reguliert wurden.

Die Vorjahreswerte stellten sich wie folgt dar:

Rückstellungen

Angaben in T€ Stand
1.1.2012
Verbrauch Auflösung Zuführung Stand
31.12.2012
Langfristige Rückstellungen 155 3 158
Schadensrückstellungen 1.034 272 318 676 1.120
Personalrückstellungen 350 280 70 414 414
Kurzfristige Rückstellungen 1.384 552 388 1.090 1.534
Rückstellungen, gesamt 1.539 552 388 1.093 1.692

22. Sonstige kurz- und langfristige Schulden

Die sonstigen in der Konzernbilanz ausgewiesenen kurzfristigen Schulden in Höhe von 5.820 T€ (Vorjahr: 5.895 T€) enthalten im Wesentlichen personalbezogene Verbindlichkeiten in Höhe von 1.901 T€ (Vorjahr: 1.696 T€), zum Stichtag offene Rechnungen in Höhe von 3.125 T€ (Vorjahr: 3.421 T€) sowie sonstige Steuern in Höhe von 794 T€ (Vorjahr: 778 T€). Davon betragen die finanziellen sonstigen kurzfristigen Schulden 4.767 T€ (Vorjahr: 4.785 T€); die nicht finanziellen sonstigen kurzfristigen Schulden betragen 1.053 T€ (Vorjahr: 1.110 T€).

Die sonstigen in der Konzernbilanz ausgewiesenen langfristigen Schulden in Höhe von 108 T€ (Vorjahr: 153 T€) enthalten im Wesentlichen passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 88 T€ (Vorjahr: 131 T€).

23. Eventualschulden

Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Existenz erst durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser künftiger Ereignisse bestätigt wird, die jedoch außerhalb des Einflussbereichs des Konzerns liegen. Ferner können gegenwärtige Verpflichtungen dann Eventualschulden darstellen, wenn der Abfluss von Ressourcen nicht hinreichend wahrscheinlich für die Bildung einer Rückstellung ist und/ oder die Höhe der Verpflichtungen nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann. Die Wertansätze der Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 lagen wie im Vorjahr keine Eventualverbindlichkeiten vor.

24. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gliedern sich nach Fälligkeit wie folgt:

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Angaben in T€ 31.12.2013 31.12.2012
Bis 1 Jahr 1.548 300
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 6.187 1.200
Über 5 Jahre 5.387 1.200
Gesamt 13.122 2.700

Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verweisen wir auf Punkt 27 "Finanzinstrumente", Unterpunkt "Liquiditätsrisiken".

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 enthalten unter Anderem zwei L-Bank-Darlehen in ursprünglicher Höhe von insgesamt 2.700 T€. Zum Zwecke der Finanzierung eines Grundstückkaufs in Besigheim wurden einer Tochtergesellschaft in 2011 aus einem Förderprogramm der Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank (L-Bank), Karlsruhe, zwei Darlehen in Höhe von jeweils 1.350 T€ mit einer Laufzeit von ursprünglich 10 Jahren von Seiten der Kreissparkasse Ludwigsburg, Ludwigsburg, und der Baden-Württembergische Bank (BW-Bank), Stuttgart, bereitgestellt, die im Dezember 2012 in Anspruch genommen wurden. Beide Darlehen valutierten zum Bilanzstichtag mit 2.400 T€ (Vorjahr: 2.700 T€).

Zum Zwecke der Finanzierung des Immobilienkaufs in Bünde im Dezember 2012 wurden zwei Darlehen in Höhe von insgesamt 4.800 T€ von Seiten der Kreissparkasse Ludwigsburg zur Verfügung gestellt. Das erste Darlehen über 2.300 T€ hat eine feste Laufzeit über 7 Jahre mit einer vorgesehenen gleich bleibenden quartalsweisen Tilgung in Höhe von 82,5 T€. Das zweite Darlehen über 2.500 T€ hat eine feste Laufzeit über 10 Jahre mit einer vorgesehenen gleich bleibenden quartalsweisen Tilgung in Höhe von 62,5 T€. Als Sicherheiten dienen Grundschulden in Höhe von insgesamt 4.800 T€ am Objekt in Bünde. Beide Darlehen wurden im ersten Quartal 2013 in Anspruch genommen und valutierten zum Bilanzstichtag mit 4.220 T€ (Vorjahr: 0 T€).

Zur Finanzierung der Erstellung einer Logistikimmobilie in Wemding wurde im Juli 2013 aus einem KfW-Energieeffizienzprogramm ein Darlehen in Höhe von 6.500 T€ von Seiten der BW-Bank zur Verfügung gestellt. Das Darlehen hat eine feste Laufzeit über 10 Jahre mit einer vorgesehenen gleich bleibenden quartalsweisen Tilgung in Höhe von 167 T€ ab März 2014. Als Sicherheiten dienen zwei entsprechende Grundschulden sowie die Abtretung von Rechten und Ansprüchen aus Miet- und Pachtverträgen der Logistikimmobilie. Das Darlehen wurde im dritten Quartal 2013 in Anspruch genommen. Die bisher geleisteten Zinszahlungen in Höhe von 59 T€ wurden als Bauzeitzinsen aktiviert.

Die Zinsaufwendungen für kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten betrugen im Geschäftsjahr -415 T€ (Vorjahr: -281 T€). Die Zinserträge betrugen 55 T€ (Vorjahr: 64 T€).

25. Leasingverhältnisse

Die Lila Logistik Gruppe mietet Büroflächen und Transportmittel im Rahmen von nach den gesetzlichen Vorschriften kündbaren sowie auf bestimmte Zeit abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen. Der Miet- und Leasingaufwand 2013 betrug -9.185 T€ bzw. -7.785 T€ in 2012. Hierin enthalten sind die Mietzahlungen aus der sale-and-lease-back-Transaktion der Betriebsimmobilie in Besigheim. Das Mietverhältnis hat eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2015. Anschließend bestehen drei Optionen auf Verlängerung des Mietverhältnisses. Bezüglich des Mietpreises besteht eine Indexierungsvereinbarung. Die Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH hat als Mietsicherheit eine selbstschuldnerische Bankbürgschaft der BW-Bank in Höhe von 229 T€ hinterlegt.

Des Weiteren besteht ein Mietverhältnis für die Betriebsimmobilie in Herne. Mit Ablauf des 31. Dezember 2006 wurde die dortige Immobilie nebst Logistikanlage in Herne veräußert. Im Rahmen dieser sale-and-lease-back-Transaktion wurde gleichzeitig ein Mietvertrag zwischen einer Tochtergesellschaft des Käufers, der Achtzehnten LOGIMAC Logistic Grundbesitz GmbH & Co. KG, Hamburg, und der Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG, Herne, geschlossen. Das Mietverhältnis hat eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2016. Anschließend bestehen zwei Optionen auf Verlängerung des Mietverhältnisses um jeweils fünf Jahre. Bezüglich des Mietpreises besteht eine Indexierungsvereinbarung. Die Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG hat als Mietsicherheit eine selbstschuldnerische Bankbürgschaft der BW-Bank in Höhe von 514 T€ hinterlegt.

Der Gesamtaufwand aus sale-and-lease-back-Transaktionen beläuft sich im Geschäftsjahr 2013 auf 2.208 T€ (Vorjahr: 2.101 T€).

Konzernlagebericht

Darüber hinaus liegen im Konzern Finanzierungsleasing-Verträge vor. Die Leasingzahlungen aus Finanzierungsleasing für das Geschäftsjahr 2013 betrugen -28 T€ (Vorjahr: -50 T€).

Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus auf bestimmte Zeit abgeschlossenen Operate- und Finance Lease Verträgen belaufen sich gemäß der nachfolgenden Tabelle auf folgende Werte:

Geschäftsjahr 2013

Angaben in T€ Finance Lease Operate Lease
2014 -22 -10.099
2015 -7 -4.948
2016 -2.718
2017 -678
2018 -34
Später -3
Mindestzahlungen, gesamt -29 -18.480 1)
- Abzüglich Zinsanteil -1
Barwert der Mindestleasingzahlungen 28
- Abzüglich kurzfristiger Anteil der Finanzierungsleasing
verpflichtung -21
Langfristiger Anteil der Finanzierungsleasingverpflichtung 7

1) Davon betragen die sale-and-lease-back-Transaktionen 5.765 T€.

Die Vorjahreswerte stellten sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr 2012

Angaben in T€ Finance Lease Operate Lease
2013 -29 -6.390
2014 -23 -4.745
2015 -7 -3.260
2016 -2.166
2017 -472
Später
Mindestzahlungen, gesamt -59 -17.033
- Abzüglich Zinsanteil -4
Barwert der Mindestleasingzahlungen 55
- Abzüglich kurzfristiger Anteil der Finanzierungsleasing
verpflichtung
-26
Langfristiger Anteil der Finanzierungsleasingverpflichtung 29

Der Restbuchwert der als Finance Lease bilanzierten Vermögenswerte beläuft sich zum 31. Dezember 2013 auf 41 T€ (Vorjahr: 62 T€).

Die Operate Lease Verträge im Sinne von IAS 17 umfassen im Wesentlichen die Anmietung von Lager- und Büroflächen sowie Fuhrparkequipment inklusive Flurförderzeugen. Bei einzelnen Mietverhältnissen bestehen Mietverlängerungsoptionen, wobei hier im Wesentlichen die Mietverhältnisse der Firmengebäude in Herne und in Besigheim zu nennen sind.

Seit dem 1. September 1999 vermietet die Lila Logistik Gruppe einen Teil ihrer Büro- und Lagerfläche an einen Kunden. Die Erlöse für 2013 betrugen inklusive Nebenkosten 505 T€ (Vorjahr: 483 T€). Die zukünftigen Erlöse bis zum 31. Dezember 2014 auf der aktuellen Basis betragen voraussichtlich 491 T€.

Mit dem Erwerb der Immobilie in Bünde erzielte die Lila Logistik Gruppe seit Jahresanfang 2013 Mieteinahmen aus einem abgeschlossen Mietvertrag mit einem Kunden. Der geschlossene Mietvertrag hat eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019. Anschließend verlängert sich das Mietverhältnis auf unbestimmte Zeit unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von zwölf Monaten zum Ende eines Kalenderjahres. Der monatliche Nettomietzins (Kaltmiete) beträgt rund 46 T€ zuzüglich Mietnebenkosten. Für die Mietnebenkosten werden monatliche Vorauszahlungen in Höhe von 14 T€ geleistet. Auf dieser Basis betragen die jährlichen Mieterträge jährlich 723 T€. Bezüglich des Mietpreises besteht eine Indexierungsvereinbarung.

26. Segmentinformationen

Segmentberichterstattung

IFRS 8 regelt, welche Finanzinformationen ein Unternehmen in seiner Berichterstattung bezüglich seiner operativen Segmente zu machen hat. Der Standard folgt dem "Management Approach", wonach Informationen zu den operativen Segmenten des Unternehmens auf Grundlage interner Berichtserstattung zu erfolgen hat. Die Gesellschaft hat zwei berichtspflichtige Segmente identifiziert, die entsprechend der Dienstleistungsarten, Vertriebswege und Kundenprofile weitgehend eigenständig organisiert und gesteuert werden. Das Planungs- und Beratungssegment wird unter dem Begriff Lila Consult zusammengefasst. Darin enthalten sind die Bereiche Managementberatung, Logistics Engineering und Interim Services. Die Umsetzungen von Logistiklösungen, die das Geschäftsmodell komplettieren, erfolgen im Segment Lila Operating.

In der Überleitung werden die Eliminierungen konzerninterner Verflechtungen zwischen Segmenten zusammengefasst.

Die Müller – Die lila Logistik AG beurteilt die Leistung der Segmente unter anderem anhand des Umsatzes und des Betriebsergebnisses (EBIT). Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von Marktpreisen verrechnet.

Lila Consult

Das Segment Lila Consult beinhaltet die Beratung für Unternehmen in Bezug auf Organisationsstrukturen, effizientere Abläufe und Logistik. Lila Consult zielt dabei auf die Optimierung der unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsketten. Es wird ein Full-Service-Portfolio im Consulting angeboten, das von der Konzeptentwicklung bis hin zum Konzept für die operative Umsetzung geht.

Lila Operating

Hierin werden Tätigkeiten zusammengefasst, die unmittelbar mit dem Management von Waren- und Informationsflüssen zusammenhängen. Bei Lila Operating werden operative Logistikdienstleistungen für Logistics Service Center und Transportmanagement angeboten. Das Angebot erstreckt sich dabei auf die folgenden drei Logistikbereiche: Beschaffungslogistik, Produktionslogistik und Distributionslogistik.

Interne Steuerung und Berichterstattung

Die interne Steuerung und Berichterstattung in der Lila Logistik Gruppe basiert auf der Rechnungslegung nach HGB. Der Erfolg der Segmente wird anhand der Umsatzerlöse und des EBIT nach HGB gemessen. Die Segmentberichterstattung basiert somit auf HGB-Werten, die im Konzern auf IFRS übergeleitet werden.

Auf die Angabe zu Segmentvermögen und Segmentschulden wurde verzichtet. Der Vorstand erhält in seiner Funktion als Hauptentscheidungsträger keine Angaben zu Segmentvermögen und Segmentschulden, da diese gegenwärtig nicht als Entscheidungsgrundlage verwendet werden.

Segmentübersicht 2013

Angaben in T€ Lila Consult
(HGB)
Lila Operating
(HGB)
Summe Seg
mente (HGB)
Überleitung Konzern
(IFRS)
Geschäftsjahr 2013
Außenumsatzerlöse 3.569 96.266 99.835 99.835
Erlöse mit anderen Segmenten 1.916 34 1.950
Umsatzerlöse, gesamt 5.485 96.300 101.785
Segmentergebnis (EBIT) 548 3.821 4.369 32 4.401

Die Vorjahreswerte stellten sich wie folgt dar:

Segmentübersicht 2012

Angaben in T€ Lila Consult
(HGB)
Lila Operating
(HGB)
Summe Seg
mente (HGB)
Überleitung Konzern
(IFRS)
Geschäftsjahr 2012
Außenumsatzerlöse 4.819 89.186 94.005 94.005
Erlöse mit anderen Segmenten 1.240 22 1.262
Umsatzerlöse, gesamt 6.059 89.208 95.267
Segmentergebnis (EBIT) 773 3.549 4.322 529 4.851

Die Lila Logistik Gruppe hat mit wichtigen Kunden und Kundengruppen standortbezogene individuelle Verträge über die Erbringung von Dienstleistungen abgeschlossen. Hierbei wurden mit einer Kundengruppe 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 20.208 T€ (Vorjahr: 21.225 T€), das sind 20,2 % (Vorjahr: 22,6 %) der Konzernumsatzerlöse, im Segment Lila Operating erzielt. Außerdem wurden mit einer weiteren Kundengruppe 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 11.826 T€ (Vorjahr: 5.443 T€), das sind 11,8 % (Vorjahr: 5,8 %) der Konzernumsatzerlöse, ebenfalls im Segment Lila Operating generiert.

Überleitung Segmentergebnisse auf Konzernergebnis

Die Überleitung der Summe der Segmentergebnisse (EBIT) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergibt sich wie folgt: In der Zeile "Zentrale Posten/Sonstiges" werden zentral verantwortete Sachverhalte der Konzernzentrale ausgewiesen. Im Berichtsjahr enthält die Position im Wesentlichen Effekte aus der Wertminderung eines Auftragsbestands (-379 T€) und Konsolidierungseffekte aus der Wertminderung eines Beteiligungsbuchwertes der Müller – Die lila Logistik AG nach Handelsrecht (215 T€).

Im Vorjahr waren folgende Effekte enthalten: Konsolidierungseffekte aus einem außerordentlichen Aufwand einer Anwachsung einer Tochtergesellschaft auf die Müller – Die lila Logistik AG (6.011 T€), der handelsrechtlichen Auflösung eines Sonderpostens mit Rücklageanteil (-4.747 T€), der Beteiligungszuschreibung einer Tochtergesellschaft der Müller – Die lila Logistik AG (-408 T€), sowie den aus den Impairment Tests resultierenden Wertminderungsaufwendungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert (-483 T€). Der Wertminderungsaufwand betraf das Segment Lila Operating.

Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten werden in der Überleitung eliminiert.

Überleitung

Angaben in T€ 2013 2012
Summe Segmentergebnisse (EBIT nach HGB) 4.369 4.322
Zentrale Posten/Sonstiges -164 486
IFRS-Überleitung 196 43
Konzern-EBIT (nach IFRS) 4.401 4.851
Finanzergebnis -442 -352
Konzernergebnis vor Steuern 3.959 4.499
Steuern vom Einkommen und Ertrag -599 -1.232
Konzernjahresüberschuss nach Steuern 3.360 3.267

Im Finanzergebnis 2013 sind im Wesentlichen Zinserträge inklusive Währungsdifferenzen in Höhe von 64 T€ (Vorjahr: 106 T€) und Zinsaufwendungen inklusive Währungsdifferenzen und sonstiger Effekte in Höhe von -515 T€ enthalten (Vorjahr: -311 T€). Im Finanzergebnis ist zudem ein Ertrag aus dem den anderen Gesellschaftern zuzurechnenden Nettovermögens in Höhe von 8 T€ (Vorjahr: Aufwand in Höhe von -148 T€) enthalten. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind im Geschäftsjahr laufende Steuern in Höhe von -763 T€ (Vorjahr: -879 T€) sowie ein latenter Steueraufwand in Höhe von 164 T€ (Vorjahr: -353 T€) enthalten.

27. Finanzinstrumente

Finanzielles Risikomanagement

Die Lila Logistik Gruppe unterliegt mit ihren finanziellen Aktivitäten den folgenden Risiken, deren Steuerung und Überwachung durch ein schriftlich fixiertes und systematisches Risikomanagementsystem erfolgt:

  • Kreditrisiken
  • Liquiditätsrisiken
  • Marktrisiken

Zielsetzung des Risikomanagements ist dabei die Vermeidung einer Risikokonzentration.

Zu weiteren Angaben hinsichtlich des Risikomanagements des Konzerns wird auf den Risiko- und Chancenbericht im Konzernlagebericht verwiesen.

Auf die einzelnen Risiken sowie deren Management wird nachfolgend eingegangen.

Kreditrisiken

IFRS 7 definiert als Kreditrisiko jenen finanziellen Verlust, der entsteht, wenn ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

Um Kreditrisiken aus dem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten zu begegnen, werden im Finanzierungsbereich nur Geschäftsbeziehungen zu führenden Banken unterhalten.

Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten werden ebenfalls nur mit angesehenen Finanzinstituten abgeschlossen. Diese dienen im Wesentlichen der Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken.

Den Ausfallrisiken bei den Forderungen wird durch entsprechende Prüfung der Bonität (im Wesentlichen anhand externer Datenbanken) der Gegenparteien und durch laufende Überwachung der Außenstände begegnet. Zur Optimierung des Forderungsmanagements sowie der Reduzierung von Ausfallrisiken wurde ab Dezember 2008 mit der Durchführung von Factoring begonnen. Den Ausfallrisiken wird dabei durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Risikokonzentrationen ergeben sich dabei hinsichtlich der Kundenstruktur dahingehend, dass 52,6 % der Umsatzerlöse mit fünf Großkunden erzielt werden (Vorjahr: 51,5 %). 36,4 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen auf diese fünf Kunden (Vorjahr: 43,7 %). Da an einigen Standorten der Lila Logistik Gruppe Dienstleistungen an jeweils einen einzelnen Kunden erbracht werden, kann es an den jeweiligen Standorten zu einer Risikokonzentration kommen.

Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz ausgewiesenen Vermögenswerte wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor.

Des Weiteren verweisen wir auf den Punkt 15 "Forderungen" sowie Punkt 28 "Übertragung von finanziellen Vermögenswerten".

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiken sind die Risiken zu verstehen, dass ein Unternehmen Schwierigkeiten bei der Erfüllung seiner aus den finanziellen Verbindlichkeiten ergebenden Verpflichtungen hat.

Zu den zentralen Aufgaben der Müller – Die lila Logistik AG zählt die Sicherung der finanziellen Versorgung der Unternehmensgruppe. In diesem Zusammenhang sorgt die Muttergesellschaft auch für eine Optimierung der Konzernfinanzierung. Für eine ausreichende Liquiditätsversorgung der Tochtergesellschaften sorgen entsprechende interne Darlehen und Betriebsmittellinien. Zur Optimierung der Rentabilität dient auch ein mit der Hausbank vereinbartes Zinspooling der Müller – Die lila Logistik AG mit der größten inländischen Tochtergesellschaft. Weiterhin dient auch das Factoring als Basis der Working Capital-Finanzierung zur Verbesserung und Sicherung der Liquidität.

Zur Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen benötigt die Lila Logistik Gruppe ausreichend liquide Mittel. Die Sicherung der Liquidität wird permanent überwacht. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Euro aufgenommen.

Zum Zwecke der Finanzierung des Grundstückskauf in Besigheim wurden einer Tochtergesellschaft der Müller – Die lila Logistik AG im Geschäftsjahr 2011 aus einem Förderprogramm der Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank (L-Bank), Karlsruhe, Darlehen in Höhe von insgesamt 2.700 T€ mit einer Laufzeit von ursprünglich 10 Jahren jeweils zur Hälfte von der BW-Bank und der Kreissparkasse Ludwigsburg zur Verfügung gestellt. Die Tilgung ist quartalsweise mit einem gleich bleibenden Betrag in Höhe von 75 T€ vorgesehen. Als Sicherheiten dienen zwei entsprechende Grundschulden. Beide Darlehen valutierten am Ende des Geschäftsjahres 2013 mit insgesamt 2.400 T€ (Vorjahr: 2.700 T€).

Des Weiteren wurden der Müller – Die lila Logistik AG zum Zwecke der Finanzierung des Immobilienkaufs in Bünde im Dezember 2012 zwei Darlehen in Höhe von insgesamt 4.800 T€ von Seiten der Kreissparkasse Ludwigsburg zur Verfügung gestellt. Das erste Darlehen über 2.300 T€ hat eine feste Laufzeit über 7 Jahre mit einer vorgesehenen gleich bleibenden quartalsweisen Tilgung in Höhe von 82,5 T€. Das zweite Darlehen über 2.500 T€ hat eine feste Laufzeit über 10 Jahre mit einer vorgesehenen gleich bleibenden quartalsweisen Tilgung in Höhe von 62,5 T€. Als Sicherheiten dienen Grundschulden in Höhe von insgesamt 4.800 T€ am Objekt in Bünde. Beide Darlehen valutierten am Ende des Geschäftsjahres 2013 mit insgesamt 4.220 T€ (Vorjahr: 0 T€).

Zur Finanzierung der Erstellung einer Logistikimmobilie in Wemding wurde im Juli 2013 aus einem KfW-Energieeffizienzprogramm ein Darlehen in Höhe von 6.500 T€ von Seiten der BW-Bank zur Verfügung gestellt. Das Darlehen hat eine feste Laufzeit über 10 Jahre mit einer vorgesehenen gleich bleibenden quartalsweisen Tilgung in Höhe von 167 T€ ab März 2014. Als Sicherheiten dienen zwei entsprechende Grundschulden sowie die Abtretung von Rechten und Ansprüchen aus Miet- und Pachtverträgen der Logistikimmobilie. Das Darlehen valutierte am Ende des Geschäftsjahres 2013 mit 6.500 T€.

Am 31. Dezember 2013 verfügte die Lila Logistik Gruppe über eine Rahmenkreditlinie bei der BW-Bank in Höhe von 2.000 T€ (ausnutzbar als Kontokorrent- und/oder Geldmarktkredit) welche sowohl von der Müller – Die lila Logistik AG, von der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH und/oder der Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG in Anspruch genommen werden kann. Des Weiteren verfügte die Lila Logistik Gruppe über eine Avalrahmenkreditlinie der BW-Bank in Höhe von 3.000 T€, welche sowohl von der Müller – Die lila Logistik AG, von der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH, der Müller – Die lila Logistik Ost GmbH & Co. KG, der Müller – Die lila Logistik Südost GmbH & Co. KG und/oder der Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG in Anspruch genommen werden kann. Zum Bilanzstichtag wurde die Rahmenkreditlinie weder für Kontokorrent- noch Geldmarktkredite in Anspruch genommen. Die Inanspruchnahme der Müller – Die lila Logistik AG und ihrer Tochtergesellschaften über Avale der BW-Bank valutierte zum 31. Dezember 2013 mit 2.173 T€ (Vorjahr: 1.903 T€).

Außerdem verfügt die Lila Logistik Gruppe über eine Rahmenkreditlinie bei der Bank für Tirol und Vorarlberg AG (BTV), Filiale Stuttgart, in Höhe von 1.000 T€ (ausnutzbar als Kontokorrent- und/oder Eurokredit), welche sowohl von der Müller – Die lila Logistik AG als auch von der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH in Anspruch genommen werden kann. Zum Bilanzstichtag 2013 wurde die Rahmenkreditlinie mit 2 T€ als Kontokorrentkredit in Anspruch genommen.

Zudem verfügt die Lila Logistik Gruppe über eine Avalrahmenkreditlinie bei der BTV in Höhe von 250 T€, welche sowohl von der Müller – Die lila Logistik AG als auch von der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH in Anspruch genommen werden kann. Bei keiner der Gesellschaften wurde zum Bilanzstichtag ein Aval aus dieser Linie in Anspruch genommen.

Darüber hinaus verfügte die Lila Logistik Gruppe über eine Rahmenkreditlinie bei der Commerzbank AG, Frankfurt, in Höhe von 2.000 T€ (ausnutzbar als Kontokorrentkredit und/oder Geldmarktkredit und/oder Avalkredit und/oder Importakkreditive), welche sowohl von der Müller – Die lila Logistik AG und/oder von der Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH in Anspruch genommen werden kann. Zum Bilanzstichtag 2013 wurde die Rahmenkreditlinie nicht in Anspruch genommen.

Des Weiteren verfügte die Müller – Die lila Logistik AG über eine Rahmenkreditlinie bei der Volksbank Stuttgart eG, Stuttgart, in Höhe von 1.000 T€ (ausnutzbar als Kontokorrentkredit und/oder Avalkredit und/oder Terminkredit). Zum Bilanzstichtag 2013 wurde die Rahmenkreditlinie nicht in Anspruch genommen.

Die aufgeführten Kreditlinien stehen der Lila Logistik Gruppe bis auf Weiteres zur Verfügung.

Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die zukünftigen undiskontierten Cashflows (inklusive Zinsen und Tilgung) der bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten per 31. Dezember 2013 die Liquiditätssituation des Konzerns beeinflussen.

Fälligkeitsübersicht der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31.12.2013

Angaben in T€ 2014 2015 2016 2017 2018 Später Summe
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 1.848 1.809 1.773 1.736 1.699 5.666 14.531

Im Vorjahr ergaben sich folgende Angaben:

Fälligkeitsübersicht der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31.12.2012

Angaben in T€ 2013 2014 2015 2016 2017 Später Summe
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
383 373 364 354 344 1.282 3.100

Alle weiteren Finanzverbindlichkeiten haben zu den benannten Bilanzstichtagen jeweils kurzfristige Laufzeiten von unter einem Jahr.

Marktrisiken

Marktrisiken sind die Risiken, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments auf Grund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen die drei folgenden Risikotypen: Wechselkursrisiken, Zinsrisiken und sonstige Preisrisiken.

Wechselkursrisiken

Unter Wechselkursrisiken sind Risiken zu verstehen, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments auf Grund von Wechselkursänderungen schwanken.

Bedingt durch die Investitionen und Geschäftsausweitungen außerhalb des Euro-Währungsraumes werden durch die Lila Logistik Gruppe Fremdwährungstransaktionen getätigt. Diese betreffen vor allem Warenein- und -verkäufe sowie Personalkosten. Wechselkursschwankungen ohne entsprechende Sicherungsmaßnahmen haben somit einen signifikanten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe. Durch entsprechende derivative Sicherungsinstrumente soll diesem Risiko entgegengewirkt werden.

Im Rahmen der Sicherung gegen Währungsrisiken schließt die Müller – Die lila Logistik Polska Sp. z o.o. für eigene Fremdwährungsgeschäfte situativ Devisentermingeschäfte für polnische Zloty mit Kreditinstituten ab. In den Geschäftsjahren 2012 und 2013 wurden keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen.

Die Kurssicherungsstrategie zielt auf eine generelle Absicherung von Fremdwährungsbeträgen zum Zeitpunkt der Entstehung eines in fremder Währung ausgedrückten Anspruches bzw. einer Verpflichtung durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente mit Banken oder durch ein Netting entgegengesetzter Zahlungsströme in Fremdwährung. Gegenstand der Absicherung können dabei auch zukünftige, geplante Transaktionen sein, gegen deren Währungsänderungsrisiko Sicherungsinstrumente mit kurzfristiger Laufzeit (< 1 Jahr) eingesetzt werden. Sofern die strengen Dokumentations- und Effektivitätsanforderungen im Rahmen des Hedge Accounting erfüllt werden, kommt es zur Bilanzierung von Cashflow oder Fair Value Hedges.

Ein Ausfall kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner nicht ihren vertraglichen Verpflichtungen nachkommen können und der Lila Logistik Gruppe somit ein finanzieller Verlust entsteht.

Wechselkursänderungen wirken sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lila Logistik Gruppe aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.

Wenn der Wechselkurs des polnischen Zloty im Geschäftsjahr 2013 um eine durchschnittliche Toleranzgrenze von 10,0 % höher (niedriger) gewesen wäre, wären das Konzernergebnis und das Konzerneigenkapital um 328 T€ (Vorjahr: 318 T€) geringer (höher) gewesen.

Zinsrisiken

Zinsrisiken mit negativen Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage entstehen im Wesentlichen durch marktbedingte Änderungen der Zinssätze und durch Veränderungen der Bonitätsbeurteilung im Fall der Kreditinanspruchnahme.

Diesen Zinsänderungsrisiken wird teilweise durch entsprechende Festsatzvereinbarungen begegnet. Darüber hinaus werden zur Risikobegrenzung derivative Finanzinstrumente wie Zinsswaps eingesetzt. Auf Grund der Bilanzstruktur bestehen Zinsänderungsrisiken nur im Bereich der Finanzverbindlichkeiten.

Für die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von insgesamt 13.122 T€ (Vorjahr: 2.700 T€) bestehen keine Zinsanpassungstermine im kommenden Geschäftsjahr. Daher sind die hieraus resultierenden Zinsaufwendungen keinem kurzfristigen Zinsänderungsrisiko unterworfen (Vorjahr: ebenfalls 0 T€). Für die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten bestehen feste Zinsvereinbarungen bis zur jeweiligen Fälligkeit. Die durchschnittliche Verzinsung im Geschäftsjahr 2013 der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten betrug 2,8 % (Vorjahr: 3,9 %).

Zur kurzfristigen Finanzierung geht die Lila Logistik Gruppe Kreditvereinbarungen mit teilweise variablen Zinssätzen ein. Dabei sollen Chancen zur Reduzierung der Finanzierungskosten im Falle sinkender Fremdkapitalzinsen genutzt werden. Die Lila Logistik Gruppe unterliegt somit zinsbedingten Cashflow Risiken.

Im Rahmen des Risikomanagements finden in regelmäßigen Zeitabständen Beratungen über die aktuelle Zinssituation und über die mögliche, künftige Zinsentwicklung sowie über den Einsatz derivativer Finanzinstrumente statt.

Die Müller – Die lila Logistik AG ist am 1. August 2012 (Valuta 1. Oktober 2012) ein Zinsderivat mit der BW-Bank mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2015 eingegangen. Der Bezugsbetrag der variablen Beträge beträgt 2.000 T€. Die Bewertung am Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 auf der Basis von Marktdaten und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle ergab einen negativen Barwert in Höhe von -13 T€ (Vorjahr: -23 T€).

IAS 39 stellt strenge Anforderungen an die Anwendung des Hedge Accounting. Diese werden von Müller – Die lila Logistik AG wie folgt erfüllt: Bei Beginn einer Sicherungsmaßnahme werden sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument und dem Grundgeschäft als auch Ziel sowie Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählt sowohl die konkrete Zuordnung der Absicherungsinstrumente zu den entsprechenden Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten oder (fest vereinbarten/erwarteten) künftigen Transaktionen als auch die Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der eingesetzten Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnahmen werden fortlaufend auf ihre Effektivität hin überwacht; wird ein Hedge ineffektiv, wird er umgehend aufgelöst.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie ggf. auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:

Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Marktzinssatzänderungen von Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow Hedges zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf das Eigenkapital und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Marktzinsänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.

Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps, Währungsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis und werden daher ebenfalls bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2013 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wären das Konzernergebnis und das Konzerneigenkapital um 116 T€ (Vorjahr: 74 T€) geringer (höher) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich aus den potentiellen Effekten aus Darlehen und variabel verzinslichen Finanzschulden.

Sonstige Preisrisiken

Sonstige Preisrisiken werden definiert als Risiken, dass beizulegende Zeitwerte oder künftige Cashflows von Finanzinstrumenten auf Grund von Änderungen der Marktpreise schwanken (bei denen es sich nicht um jene handelt, die sich aus dem Zinsrisiko oder dem Wechselkursrisiko ergeben), und zwar unabhängig davon, ob diese Änderungen durch Faktoren verursacht werden, die für jedes einzelne Finanzinstrument oder seinen Emittenten spezifisch sind, oder durch Faktoren, die alle ähnlichen auf dem Markt gehandelten Finanzinstrumente betreffen.

Zum 31. Dezember 2013 hatte die Lila Logistik Gruppe wie im Vorjahr keine wesentlichen Finanzinstrumente im Bestand, die einem Marktpreisrisiko (z. B. Börsenkurse oder Indizes) unterliegen.

Kapitalmanagement

Die Zielsetzungen der Lila Logistik Gruppe beim Kapitalmanagement sind die Wahrung einer gesunden und soliden Bilanzstruktur auf Basis von Fortführungswerten sowie Sicherstellung der notwendigen finanziellen Handlungsspielräume für zukünftige Investitionen.

Die Unternehmensführung der Lila Logistik Gruppe überwacht das Eigenkapital mittels der Kennzahlen Eigenkapitalquote und Eigenkapitalrentabilität.

Das Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme entspricht der Eigenkapitalquote. Zum 31. Dezember 2013 beträgt die Eigenkapitalquote 46,7 % (Vorjahr: 56,1 %). Die Eigenkapitalquote war im Geschäftsjahr 2013 auf Grund der Ausweitung der Bilanzsumme unter den selbst gesetzten Zielkorridor (Korridor zwischen 50 - 55 %) gesunken; dies war im Wesentlichen bedingt durch die getätigten Investitionen in zwei Logistikimmobilien und den damit korrespondierenden Darlehensaufnahmen.

Das Konzernergebnis im Verhältnis zu dem zu Beginn der Periode zur Verfügung stehenden Eigenkapital entspricht der Eigenkapitalrentabilität. Die Eigenkapitalrentabilität zum 31. Dezember 2013 beträgt 12,4 % (Vorjahr: 13,0 %). Damit liegt die Eigenkapitalrentabilität über dem selbst gesetzten Schwellenwert von mindestens 10 %.

Diese Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:

Kapitalkennzahlen

Angaben in T€ 2013 2012
Eigenkapital ohne Minderheitenanteile anderer Gesellschafter 29.115 27.164
Anteile anderer Gesellschafter 10 10
Eigenkapital 29.125 27.174
Bilanzsumme 62.356 48.437
Eigenkapitalquote 46,7 % 56,1 %
Konzernergebnis 3.360 3.267
Eigenkapitalrentabilität 12,4 % 13,0 %

Die Lila Logistik Gruppe unterliegt keinen Mindestkapitalanforderungen.

Sonstige Erläuterungen

28. Übertragung von finanziellen Vermögenswerten

Seit dem Geschäftsjahr 2008 wurden für verschiedene Gesellschaften (Anschlussfirmen) der Unternehmensgruppe Factoring-Verträge abgeschlossen, gemäß der eine Bank (Factor) zum Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gemäß der geschlossenen Konditionenvereinbarungen verpflichtet ist. Die Factoring-Verträge sind auf unbestimmte Zeit geschlossen und können von beiden Vertragspartnern mit einer Frist von sechs Monaten jeweils zum 30. September eines Jahres gekündigt werden. Der Factor erwirbt die Forderungen auf Euro-Basis entweder käuflich oder übernimmt diese treuhänderisch zum Einzug, wobei die Anschlussfirma entscheidet, ob und in welchem Volumen Forderungen verkauft werden. Beim käuflichen Erwerb der Forderung geht das Delkredererisiko vollständig auf den Factor über. Bei treuhänderisch übernommenen Forderungen bleibt das Risiko des Forderungseingangs bei der Anschlussfirma.

Ankaufsfähig (ganz oder teilweise) sind Forderungen gegenüber Debitoren, für die vom Factor ein Ankauflimit eingeräumt wurde und deren Zahlungsziel 90 Tage nicht überschreitet. Wird das Zahlungsziel überschritten bzw. wird vom Factor kein Ankauflimit eingeräumt, so wird die nicht durch das Ankauflimit gedeckte Forderung nur treuhänderisch zum Einzug übernommen. Treuhänderisch zum Einzug übernommene Forderungen rücken im Rahmen frei werdender Ankauflimits nach, d. h. werden vom Factor angekauft und der Ankauffirma vergütet; hierbei rückt jeweils die Treuhandforderung mit dem ältesten Rechnungsdatum entsprechend der Höhe des frei werdenden Ankauflimits nach, sofern diese zu diesem Zeitpunkt ankaufsfähig ist.

Der Ankauf durch den Factor erfolgt durch Gutschrift auf einem Verrechnungskonto der Anschlussfirma. Zusätzlich wurden mit dem Factor Sicherungseinbehalte für das Veritätsrisiko vereinbart, die unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Die Sicherheitseinbehalte betragen je Anschlussfirma 10 % der angekauften offenen Forderungen (Obligo). Die Anschlussfirma übernimmt das Mahnwesen selbst. Falls die Mahnungen durch die Anschlussfirma nicht vertragsgemäß erfolgen, ist der Factor berechtigt, die angekaufte Forderung zurückzubelasten. Dieses Risiko wird jedoch als gering eingestuft. Sofern die Anschlussfirma im Einzelfall keine gerichtliche Beitreibung wünscht, kann sie die betreffende Forderung zurückkaufen. Der von der Anschlussfirma zu tragende kreditrisikobedingte Maximalverlust ist auf die Forderung aus dem Sicherheitsbeinbehalt begrenzt. Dieses Risiko wird ebenfalls als gering eingestuft.

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Factoringaktivitäten der Lila Logistik Gruppe:

Factoringaktivitäten

Angaben in T€ 2013 2012
Verkaufte Forderungen im Geschäftsjahr (Rechnungen abzgl. Gutschriften) 72.841 56.969
Factoringgebühren im Geschäftsjahr -184 -145
Zinsaufwand Factoring im Geschäftsjahr -99 -92
Obligo der verkauften offenen Posten am 31. Dezember 6.281 6.679
Sicherheitseinbehalt am 31. Dezember 864 738
Verrechnungskonto am 31. Dezember 41 1.340

29. Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Die Lila Logistik Gruppe unterhält im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit Unternehmen, die auch Kunden und/oder Lieferanten des Konzerns sind, Geschäftsbeziehungen. Unter diesen Kunden und/oder Lieferanten befinden sich auch Unternehmen, die eine Verbindung zu Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des Vorstands der Müller – Die lila Logistik AG sowie der Geschäftsführung von Konzernunternehmen bzw. deren Tochterunternehmen haben. Sofern solche Geschäftsbeziehungen bestehen, werden sie zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Die Müller – Die lila Logistik AG war im Geschäftsjahr 2013 ein von der Michael Müller Beteiligungs GmbH, Stuttgart, abhängiges Unternehmen im Sinne des § 17 AktG. Herr Müller ist Vorstandsvorsitzender der Müller – Die lila Logistik AG und zugleich geschäftsführender Gesellschafter der Michael Müller Beteiligungs GmbH. Weitere verbundene Unternehmen der Michael Müller Beteiligungs GmbH im Sinne des § 15 AktG bestehen nicht. Der Abhängigkeitsbericht umfasst die Rechtsgeschäfte und Maßnahmen der Müller – Die lila Logistik AG zur Michael Müller Beteiligungs GmbH im Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013. Die Müller – Die lila Logistik AG hat im Geschäftsjahr 2013 keine Rechtsgeschäfte mit der Michael Müller Beteiligungs GmbH als herrschendem Unternehmen, einem mit ihm verbundenen Unternehmen, mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse dieser verbundenen Unternehmen, vorgenommen. Ebenso lagen keine Maßnahmen der Müller – Die lila Logistik AG vor, die sie im Interesse des herrschenden Unternehmens oder im Interesse eines mit ihm verbundenen Unternehmens vorgenommen oder unterlassen hat.

Die Müller – Die lila Logistik AG war am Bilanzstichtag zu 50 % an der FMS Logistic GmbH beteiligt. Für die FMS Logistic GmbH erbringt ein Unternehmen der Lila Logistik Gruppe Subunternehmerleistungen. Nach dem Bilanzstichtag wurden bei der FMS verschiedene gesellschaftsrechtliche Maßnahmen durchgeführt. Hierzu verweisen wir auf den Nachtragsbericht im Konzernlagebericht.

Außerdem verweisen wir auf die Transaktionen mit den geschäftsführenden Gesellschaftern der Emporias Verwaltung GmbH unter Punkt 6 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Unterpunkt "Unternehmenstransaktionen".

Außer den geschilderten Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen enthält die Bilanzposition "Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen" im Wesentlichen Prämien und Tantiemen leitender Angestellter des Konzerns. Zum 31. Dezember 2013 bestanden kurzfristig fällige Verbindlichkeiten gegenüber dieser Personengruppe in Höhe von 234 T€ (Vorjahr: 201 T€). Die kurzfristigen Forderungen gegenüber dieser Personengruppe betrugen wie im Vorjahr 14 T€ zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013. Bezüglich der Bezüge der Organe der Gesellschaft verweisen wir auf den Konzernlagebericht unter Punkt 5 "Vergütungsbericht" sowie auf den weiteren Unterpunkt "Organbezüge" dieses Kapitels. Zum 31. Dezember 2013 bestanden kurzfristig fällige Verbindlichkeiten gegenüber den Organen der Gesellschaft in Höhe von 420 T€ (Vorjahr: 377 T€).

Zusammengefasst ergeben sich Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen:

Erbrachte Lieferungen und Leistungen
im Geschäftsjahr
Empfangene Lieferungen und Leistungen
im Geschäftsjahr
Angaben in T€ 2013 2012 2013 2012
Aufsichtsräte 82 82
Vorstandsmitglieder 1.010 960
Beteiligungsunternehmen 920 837 4 6
Sonstige nahestehende
Personen oder Unternehmen
298 155
Summe 2.310 2.034 4 6
Forderungen
am Bilanzstichtag
Verbindlichkeiten
am Bilanzstichtag
Angaben in T€ 2013 2012 2013 2012
Aufsichtsräte 80 1
Vorstandsmitglieder 1 340 376
Beteiligungsunternehmen 90 111 500
Sonstige nahestehende
Personen oder Unternehmen 14 14 261 218
Summe 105 125 1.081 595

Die Vergütung nahestehender leitender Angestellter des Konzerns sind der Tabelle nicht zu entnehmen.

Aktienbesitz der Organe

An den Bilanzstichtagen zum 31. Dezember 2013 bzw. 31. Dezember 2012 hielten sowohl die Vorstände als auch die Mitglieder des Aufsichtsrats die folgende Anzahl von Aktien an der Müller – Die lila Logistik AG:

31.12.2013 31.12.2012
Aktien Aktien
Herr Rupert Früh 80.000 80.000
Herr Marcus Hepp 4.000 4.000
Herr Prof. Peter Klaus D.B.A/Boston University 15.639 15.014
Herr Per Klemm 46.450 46.450
Herr Klaus Langer 2.500 2.500
Herr Carlos Rodrigues 785 785

Am 24. Dezember 2010 ging der Gesellschaft die Meldung von Herrn Müller zu, dass er die zu diesem Zeitpunkt gehaltenen 58,67 % der Aktien an der Müller – Die lila Logistik AG (das entspricht 4.667.500 Aktien) in die Michael Müller Beteiligungs GmbH eingebracht hat. Die Michael Müller Beteiligungs GmbH ihrerseits meldete tagesgleich den Erwerb infolge Einbringung von 58,67 % der Anteile an der Müller – Die lila Logistik AG.

Organbezüge

Bezüglich der Angaben gemäß § 314 Absatz 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB verweisen wir auf den Konzernlagebericht unter Punkt 5 "Vergütungsbericht".

Die dem Vorstand gewährten Gesamtbezüge im Jahr 2013 betrugen nach IFRS 1.010 T€ (Vorjahr: 960 T€). Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 24. Juni 2010 hat beschlossen, dass die in § 314 Absatz 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB in der anwendbaren Fassung des VorstOG geforderten Angaben für fünf Jahre beginnend ab dem 1. Januar 2010 unterbleiben.

Die dem Aufsichtsrat gewährten Gesamtbezüge im Jahr 2013 betrugen wie im Vorjahr 82 T€.

30. Rechtsstreitigkeiten

Die Lila Logistik Gruppe ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 an verschiedenen Rechtsstreitigkeiten beteiligt, die sich aus ihrem Geschäftsbetrieb ergeben. Der Vorstand ist, unter Berücksichtigung der Einschätzung der Rechtsanwälte der Unternehmensgruppe, der Ansicht, dass das Ergebnis der Streitigkeiten keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wird.

31. Mitarbeiterzahl

Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern 1.164 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.105), die in folgende Gruppen unterteilt sind:

Angaben in Köpfen 2013 2012
Operativ 767 729
Kaufmännisch 340 318
Auszubildende 57 58
Gesamt 1.164 1.105

Davon entfallen 5 Personen (Vorjahr: 4 Personen) auf Aushilfen.

32. Honorare und Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers

Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 bestellte die ordentliche Hauptversammlung der Müller – Die lila Logistik AG am 08. Mai 2013 die Rölfs RP AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart. Das für das Geschäftsjahr vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar fiel aufgeschlüsselt wie folgt an:

Honorare und Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers

Angaben in T€ 2013 2012
Honorare für Abschlussprüfungen 176 183
Andere Bestätigungsleistungen 6
Steuerberatungsleistungen 25 34
Sonstige Leistungen 47 77
Gesamt 254 294

33. Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG

Im Geschäftsjahr 2013 gingen der Müller – Die lila Logistik AG keine Meldungen über den Anteilsbesitz an der Gesellschaft zu.

34. Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der börsennotierten Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, haben eine Erklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" abgegeben und den Aktionären durch Veröffentlichung auf der Internetseite der Gesellschaft (www.lila-logistik.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

35. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Veröffentlichung sind im Nachtragsbericht enthalten.

Der Vorstand der Müller – Die lila Logistik AG wird den Konzernabschluss am 21. März 2014 zur Weiterleitung an den Aufsichtsrat freigeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Der Konzernabschluss wird am 25. März 2014 durch den Aufsichtsrat zur Veröffentlichung freigegeben.

Besigheim, 18. März 2014

Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender des Vorstands Vorstand Finanzen Vorstand Produktion

Konzern-Anlagenspiegel

Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2013

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Angaben in € 1.1.2013 Veränderung
des Konsolidie
rungskreises
Zugänge Abgänge Umbuchungen Kurs
differenzen
I. Immaterielle
Vermögenswerte
2.924.604 937.904 311.508 71.078 0 -905
II. Geschäfts- oder
Firmenwerte
10.868.587 0 0 0 0 0
III. Sachanlagen
1. Grundstücke und
Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden
Grundstücken
15.271.059 0 379.570 0 2.967.119 -141.531
2. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäfts
ausstattung
11.450.193 644.613 655.260 183.245 -11.525 -12.391
3. In Erstellung
befindliche Anlagen
3.068.755 97.333 6.824.110 0 -2.955.594 -1.610
29.790.007 741.946 7.858.940 183.245 0 -155.532
IV. Langfristige finanzielle
Vermögenswerte
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
25.000 0 600.000 0 0 0
2. Beteiligungen 45.053 0 1.450 5.000 0 0
70.053 0 601.450 5.000 0 0
V. Ausleihungen 2.060 0 0 0 0 0
43.655.311 1.679.850 8.771.898 259.323 0 -156.437
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
31.12.2012 1.1.2012 Veränderung
des Konsolidie
rungskreises
Wertminde
rungen des
Geschäfts
jahres
Abgänge Umbu
chungen
Kurs
differenzen
31.12.2013 31.12.2013 31.12.2012
4.102.033 2.579.253 0 634.386* 1.200 0 -702 3.211.737 890.296 345.351
10.868.587 1.598.146 0 0 0 0 0 1.598.146 9.270.441 9.270.441
18.476.217 2.193.933 0 612.515 0 8.381 -26.755 2.788.074 15.688.143 13.077.126
12.542.905 7.496.753 489.304 923.569 165.967 -8.381 -5.924 8.729.354 3.813.551 3.953.440
7.032.994 0 0 0 0 0 0 0 7.032.994 3.068.755
38.052.116 9.690.686 489.304 1.536.084 165.967 0 -32.679 11.517.428 26.534.688 20.099.321
625.000
41.503
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
625.000
41.503
25.000
45.053
666.503 0 0 0 0 0 0 0 666.503 70.053
2.060 0 0 0 0 0 0 0 2.060 2.060
53.691.299 13.868.085 489.304 2.170.470 167.167 0 -33.381 16.327.311 37.363.988 29.787.226

* Im Geschäftsjahr sind 379.285 € Wertminderungen entfallen.

Konzern-Anlagenspiegel

Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2012

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Angaben in € 1.1.2012 Veränderung
des Konsolidie
rungskreises
Zugänge Abgänge Umbuchungen Kurs
differenzen
I. Immaterielle
Vermögenswerte
2.778.765 0 148.716 7.551 0 4.674
II. Geschäfts- oder
Firmenwerte
10.868.587 0 0 0 0 0
III. Sachanlagen
1. Grundstücke und
Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden
Grundstücken
8.977.452 0 5.486.262 0 67.346 739.999
2. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäfts
ausstattung
11.179.057 0 506.905 331.762 36.457 59.536
3. In Erstellung
befindliche Anlagen
2.885.166 0 283.587 0 -103.803 3.805
23.041.675 0 6.276.754 331.762 0 803.340
IV. Langfristige finanzielle
Vermögenswerte
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
100.000 -75.000 0 0 0 0
2. Beteiligungen 36.226 0 8.827 0 0 0
136.226 -75.000 8.827 0 0 0
V. Ausleihungen 2.060 0 0 0 0 0
36.827.313 -75.000 6.434.297 339.313 0 808.014
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
31.12.2012 1.1.2012 Abschreibungen
des Geschäfts
jahres
Abgänge Kurs
differenzen
31.12.2012 31.12.2012 31.12.2011
2.924.604 2.383.370 199.768 7.551 3.666 2.579.253 345.351 395.395
10.868.587 1.114.506 483.640 0 0 1.598.146 9.270.441 9.754.081
15.271.059 1.626.833 422.895 0 144.205 2.193.933 13.077.126 7.350.619
11.450.193 6.836.257 934.954 309.589 35.131 7.496.753 3.953.440 4.342.800
3.068.755
29.790.007
0
8.463.090
0
1.357.849
0
309.589
0
179.336
0
9.690.686
3.068.755
20.099.321
2.885.166
14.578.585
25.000 0 0 0 0 0 25.000 100.000
45.053 0 0 0 0 0 45.053 36.226
70.053 0 0 0 0 0 70.053 136.226
2.060 0 0 0 0 0 2.060 2.060
43.655.311 11.960.966 2.041.257 317.140 183.002 13.868.085 29.787.226 24.866.647

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Besigheim, im März 2014

Müller – Die lila Logistik AG

Der Vorstand

Michael Müller Rupert Früh Marcus Hepp Vorsitzender des Vorstands Vorstand Finanzen Vorstand Produktion

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Müller – Die lila Logistik AG, Besigheim, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung und Gesamtergebnisrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalveränderungsrechnung - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 18. März 2014

Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (vormals: Rölfs RP AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft)

Andreas Diesch Katharina Gerosa Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Finanzkalender

Veröffentlichung Konzern-Jahresabschluss 2013 28. März 2014
Veröffentlichung Jahresabschluss 2013 28. März 2014
Veröffentlichung Konzern-Zwischenmitteilung 1. Halbjahr 28. Mai 2014
Hauptversammlung, Stuttgart 4. Juni 2014
Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht 15. August 2014
Veröffentlichung Konzern-Zwischenmitteilung 2. Halbjahr 27. November 2014

Herausgeber

Müller – Die lila Logistik AG Ferdinand-Porsche-Straße 4 74354 Besigheim-Ottmarsheim Deutschland T +49 (0) 71 43 / 8 10 - 0 F +49 (0) 71 43 / 8 10 - 199 [email protected]

Investor Relations

Ingo Hey T +49 (0) 71 43 / 8 10 - 125 F +49 (0) 71 43 / 8 10 - 129 [email protected]

Müller – Die lila Logistik AG im Internet

www.lila-logistik.com

Konzept & Design

CONTIGO – Strategien für Marken www.con-tigo.de

IMPRESSUM DISCLAIMER

Dieser Bericht enthält zukunftsorientierte Aussagen. Dies sind Aussagen, die keine historischen Tatsachen darstellen, einschließlich Aussagen über Erwartungen und Ansichten des Managements. Sie beruhen auf gegenwärtigen Plänen, Einschätzungen und Prognosen. Anleger sollten sich nicht uneingeschränkt auf diese Aussagen verlassen, die im Kontext ihres Entstehungszeitraums zu sehen und zu beurteilen sind und immer Risiken und Ungewissheiten beinhalten. Die tatsächlich eintretenden Ereignisse können von den in diesem Bericht enthaltenen zukunftsorientierten Aussagen abweichen, u. U. sogar in erheblichem Maße. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Bericht enthaltenen zukunftsorientierten Aussagen zu aktualisieren. Hiervon unberührt bleiben gesetzliche Informations- und Berichtspflichten. Der Begriff Mitarbeiter wird in vorliegendem Geschäftsbericht für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gleichermaßen verwendet.

Auszeichnungen

1994 1995 1997 2007
Gold Quality Achievement Silver Quality Achievement Europäischer 3. Platz
Team Award, Whirlpool Team Award "Eco-Tour Italy", Transportpreis Wettbewerb der
Whirlpool "Öko-Tour" Electrolux
2008 2011 2011 2012
BSH Logistik General Motors (GM) Deutscher Nachhaltig General Motors (GM)
Umweltpreis Supplier of the Year keitspreis, Deutschlands
nachhaltigste Zukunfts
strategien (KMU)
Supplier of the Year
2013 2014
General Motors (GM) General Motors (GM)
Supplier of the Year Supplier of the Year

PEFC zertifiziert Dieses Produkt stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und kontrollierten Quellen.

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